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EDP Folgetreffen – 13. 13 Februar 2012 2012, DEG / Köln „Soziale Impulse durch Handel mit Baumwolle“ Exposure- und Dialogprogramm (Malawi, 02.-11.12.2011)


Themen in „Lebensgeschichten „Lebensgeschichten“ und Erfahrungsberichten Armut Lebensumstände, Tagesablauf, Arbeitsbelastung Landwirtschaft und Produktivität • GLCC-Beratungsprogramm / Organisationsstruktur • Betriebskalkulation, Vermarktung und Weltmarktvolatilität • Modernisierung, Kapitalisierung und Innovationen • Infrastruktur (und Gesundheit) Einkommenssicherung und Ernährung Diversifizierung von Einkommen, Vulnerabilität, (Klein-)Unternehmertum Bildung


Themen in „Lebensgeschichten“ und Erfahrungsberichten Volkswirtschaftliche, politische, (land-) rechtliche, historische Rahmenbedingungen g g Sozialer Zusammenhalt und Kultur / Familienkonstellationen und Geschlechterrollen / Rolle der Frauen (in der Entwicklungszusammenarbeit) Religion, Spiritualität, Glaube / kulturelle Traditionen Gelassenheit, Lebensfreude und Zuversicht Eigene Rolle als Besucher und die Begegnung – oder: EDP Methodik / Methodenkritik / Auswahl Gastfamilien P Persönliches ö li h Fazit, F it Resümee R ü


Reflexion: Eigene Rolle als Besucher /Begegnung?

So wohl ich mich bei unseren Gasteltern fühle, mir g gelingt g es nicht, ‚meine‘ Welt völlig auszublenden und so wundere ich mich über ihren Besitz von nur 3 großen Löffel – doch wenn man mit den Fingern isst, benötigt man nicht mehr! Wundere mich über das stundenlange Kochen von Bohnengemüse…doch Zeit hat eine andere Bedeutung vor Ort als in unserer Welt… Und dann schüttle ich mich kurz, um festzustellen, f dass tatsächlich im Jahre 2011 zwei so unterschiedliche Welten nebeneinander b i d lleben b kö können….und d di die M Menschen h iin M Malawi l i trotz aller Umstände auf mich glücklicher und gelassener wirken irken als die Mehrheit in unseren nseren Breitengraden Breitengraden. (Angela Renger)


Reflexion: Eigene Rolle als Besucher /Begegnung?

“In my whole life I have never worked in the field with white people.” people. It was in this moment, that the entire scale and impact of our visit became very clear to me. It was not just us exploring, exploring it was them, them too. too We were doing the same: trying to learn about each others’ motivations behavior motivations, behavior, and habits – even though we were much more explicit. This exercise would sometimes turn into amusing dialogues on maize mills in Germany or cooking nsima back home with my mother Or it would result in a dozen pairs of curious mother. children’s eyes watching a white man doing the dishes after lunch lunch, while they had been taught that this was clearly a woman’s duty. (F i d ik Kärcher) (Friederike Kä h )


Reflexion: Eigene Rolle als Besucher /Begegnung?

What I learned however was that much as I gained, g , they [host family] also gained. They gained prestige in the village, village they learned that foreigners are human beings too. This was really brought home to me by our hostess hostess, Zoine, Zoine who apparently had been asking our facilitator daily if everything was OK for us but who had also expressed her appreciation gratitude at how willingly g y we tried to live their and g lives and do what they do. (Clare Lissaman)


Sozialer Zusammenhalt und Kultur / Familienkonstellationen und g ) Geschlechterrollen / Rolle der Frauen ((in der Entwicklungszusammenarbeit)

[Patuma] and her husband, Limbani Suwedi, had recently taken in Shamiso and her children, as Shamiso’s husband had left for South Africa to find work. Having three more eaters in the house seemed only natural – just like taking care of Amoussa, eight-year-old g and who had son of another sister,, who lived in Lilongwe lost her husband five years ago. The strong family ties y recognizable; g ; theyy impressed p and were immediately touched me. They also signaled an economic well-being that made this kind of support to one another possible. (Friederike Kärcher)


Sozialer Zusammenhalt und Kultur / Familienkonstellationen und g ) Geschlechterrollen / Rolle der Frauen ((in der Entwicklungszusammenarbeit)

Die Ehemänner der Töchter sind oft unterwegs, „business“. b i “ Deshalb D h lb wohnt h t di die F Familie ili zusammen. E Es wird gemeinsam gekocht, gearbeitet, gelebt. Die Generationen durchmischen sich. Die Kinder von Loveness sind kaum jünger als die Kinder ihrer Eltern. Shakira und Adam und der kleine Hanif sind so alt wie Wilma, Berita und Rafik. Die Familie, das merkt man, hält zusammen. Beim Spielen und im Alltag merkt man gehört. Nachbarn, oft nicht, wer zu welcher Familie g Freunde, gehen ein und aus. Aber wenn Probleme auftauchen,, ein Kind weint oder ein Familienfoto gemacht werden soll, dann wird keine Ausnahme gemacht. Dann zählt die Familie. (Nadine Schön)


Sozialer Zusammenhalt und Kultur / Familienkonstellationen und g ) Geschlechterrollen / Rolle der Frauen ((in der Entwicklungszusammenarbeit)

Was machen die Männer des Dorfes? Wir sehen sie auf dem Weg in die Moschee zum Gebet und einige kommen zu Besuch während wir dort sind sind, doch ansonsten scheint das Dorf ‚herrenlos‘. Die Frauen j d f ll arbeiten jedenfalls b it h hart...auf t fd dem F Feld, ld b beim i tä täglichen li h Wasserholen, beim Stampfen des Mais, beim Kochen in einer i völlig ölli verrauchten ht Kochhütte, K hhütt b beim i W Waschen h von Töpfen oder Kleidung, es ist unglaublich, was sie leisten … Dazu tragen sie i.d.R. den ganzen Tag ein kleines Kind auf dem Rücken und/oder kümmern sich um die älteren Kinder. Unglaublich, welche Gelassenheit sie dabei zeigen. (Angela Renger)


Sozialer Zusammenhalt und Kultur / Familienkonstellationen und g ) Geschlechterrollen / Rolle der Frauen ((in der Entwicklungszusammenarbeit)

Depending on how much work there is in the field, Zione and dh her h husband b d go tto th the fifields ld again i after ft llunch. h B Butt also if they do not, there are lots of other tasks to do for Zione – fetching water, doing the dishes, cleaning the house and the backyard, feeding the animals, washing, drying and pounding maize, grinding it in the mill, collecting vegetables from fields nearby and preparing them for dinner, buying fish or meat on the market, and g dinner. And in between, taking g care of the kids. cooking These are all women’s tasks in Malawi. Men are p for building g houses and for farming, g, the latter responsible together with their wives. This means they have a rather relaxed afternoon if they do not go to the fields again. (Julia Kubny)


Religion, Spiritualität, Glaube / kulturelle Traditionen

[T]here was another decisive moment of his life: he once (many years ago) fell sick (the disease stays undetermined) for an extended period. But then, he had a vision during the night that he should change his denomination, an act which would be rewarded by restoring his health health. So So, he did this this, left Islam and turned to the Apostolic Church which has a small community in the village… [T]his act of apostasy (no Muslim is allowed to leave Islam; if he / she does, he/ she can be stoned to death)) is outstanding g because this shows that in this village, there is extreme tolerance amongst all denominations. I asked his mother ((still Muslim)) what she thought about this conversion, and she replied: “It saved his life, and so I agreed.” (Hans F. Illy)


Gelassenheit, Fröhlichkeit, Lebensfreude und Zuversicht

Tailosi Patsani hat drei Wünsche Wünsche. Ein Fahrrad. Fahrrad Ein Mofa. Und ein Düngemittelvertrieb in eigener H d Ab Hand. Aber d das, sagtt er, iistt ein i unwahrscheinlicher Traum. Ansonsten ist Tailosi Patsani glücklich. Auf einer Scala von eins bis positioniert er sich auf neun. zehn p (Nadine Schön)


Gelassenheit, Fröhlichkeit, Lebensfreude und Zuversicht A Ausgewählte ählt Zit Zitate: t R Reflexivität fl i ität

Youngsters Y t and d kids kid throw th sticks ti k tto h harvestt some mango Cheering laughter, full of joy Wh they When th fail f il The experienced ones use a make-shift hook connected to a long, erratically bending rod And teach the foreigner how to ‘catch’ a mature mango Cheering laughter When he fails Life in fullness ((Jörg g Hilgers) g )


Armut und wirtschaftliche Entwicklung

Der Tagesablauf von Kaunda und seiner Familie richtet sich nach der Sonne. Der Tag beginnt nach Sonnenaufgang im Dezember etwa um 5 5.00 00 Uhr Uhr. Wema fegt mit dem Handbesen im Morgengrauen d H den Hoff und dK Kaunda d geht ht auff seine i F Felder. ld N Nach h einigen Stunden Arbeit kehrt er etwa gegen 10 Uhr zurück. Wema kommt ihm schon entgegen um ihm als Zeichen der Liebe und Verbundenheit die Handhacke abzunehmen und zum Haus zu tragen Dann erst wird gefrühstückt. tragen. gefrühstückt (Achim Scheibler)


Armut und wirtschaftliche Entwicklung

Das Eindrücklichste meines Aufenthaltes war das Leben g zu teilen. In mit „meiner“ Farmerfamilie für drei Tage einem Haus mit Lehmboden, nur zum Teil verputzten Wänden,, ohne Wasser und Elektrizität zu leben,, war für mich neu und zuerst erschreckend. Ich weiß nicht, was p , immer ich erwartet hatte- aber das nicht! Überhaupt, wieder auf der Erde sitzen- zwar auf Matten, aber auf dem Boden- zu essen, zu schlafen, sich mit Besuch zu Boden unterhalten, barfuß laufen, arbeiten und säen mit bloßen Füßen- das ist eine ganz andere „Erdverbundenheit Füßen Erdverbundenheit“ als ich sie (noch) kenne. Ich glaube zwar, dass es für einen Bauern eine Notwendigkeit ist ist, seinen Boden gut zu kennen, aber aus Mangel und Armut so erdverbunden leben zu müssen, müssen ist bedrückend. bedrückend (Christine Natt)


Armut …

Defekte Reißverschlüsse, T-Shirts, bei welchen nur noch die paar Faserstreifen Vorderseite existiert und diese nur durch ein p auf dem Rücken gehalten wird, komplett aufgetrennte Seitennähte. Dennoch strahlen uns diese Kinder an und freuen sich riesig über ein Foto von sich selbst – diese Zufriedenheit beeindruckt mich (zu) sehr, um nicht noch einmal meinen Begriff von Armut zu überdenken. Und auch, wenn es für uns schockierend ist, wird mir klar, dass Kleidung bei Tagestemperaturen von ca. 35 Grad Celsius und Nachttemperaturen von durchschnittlich 20 Grad Celsius eine untergeordnete t d t Rolle R ll spielt. i lt Z Zudem d wird i d mein i Ei Eindruck d k verstärkt, dass in diesem Dorf nur ganz wenige Kinder offensichtlich ff i htli h b besser gekleidet kl id t sind, i d d d.h. h di die meisten i t b befinden fi d sich in ‚guter Gesellschaft‘ mit ihrer löchrigen Kleidung – selbst die leiblichen Kinder unserer Gastfamilie Gastfamilie. (Angela Renger)


Armut und wirtschaftliche Entwicklung

Stolz ist Tailosi Patsani auch auf das, was er sich erarbeitet hat hat. Ein Haus aus Stein konnte er sich bauen und drei andere, kleinere Häuser. Das Schlafund Wohnhaus der Eltern Eltern, etwa 20qm 20qm, mit gebrannten Steinen und einem Blechdach eines der schönsten hö t iim D Dorf. f S Sein i ganzer St Stolz l iistt d der Fernseher mit DVD-Player. Betrieben wird es mit Batterien, denn Elektrizität gibt es nicht im Dorf. (…) Vom kleinen Luxus profitiert die ganze Nachbarschaft. Wenn bei Familie Patsani der Fernseher angemacht wird wird, dann sind alle dabei dabei. Vier Stühle gibt es, alle anderen nehmen auf dem Boden Plat Platz. (Nadine Schön)


Armut und wirtschaftliche Entwicklung

Zione preferred her life in the city, but there is no other choice for her than to live the life of a farmer in the village and to take care of the children. S Some aspects t off it she h likes, lik when h women gett together and play ball games, dance, or just talk and laugh together. However, usually she is so busy that she does not have much time to think about whether she likes her way of life. Sometimes she is so tired that she falls asleep right after dinner. Nobody ever tried to treat her for burn-out. (Julia Kubny)


Landwirtschaft und Produktivität (GLCC Beratungsprogramm / Organisationsstruktur)

Great Lakes Cotton Company (…) betreibt die Ginneries, di Entkörnungsfabriken die E tkö f b ik und db bringt i t di die B Baumwolle ll auff den Weltmarkt. Es hat ein eindrucksvolles, hoch ausdifferenziertes System der Betreuung und Beratung der Kleinbauern aufgebaut, eine wahrhaft lernende Organisation. Es ist ein hervorragendes Beispiel für die Wahrnehmung unternehmerischer Verantwortung. Das Unternehmen ist Partner der vor sieben Jahren einmal pp heraus initiierten Programms g Cotton aus der Otto-Gruppe made in Africa, mit dem ein Beitrag zur g afrikanischer baumwollproduzierender p Existenzsicherung Kleinbauern geleistet werden soll. (Eberhard Neugebohrn)


Landwirtschaft und Produktivität (GLCC Beratungsprogramm / Organisationsstruktur)

Mit Hilfe einer bis in kleinste Dörfer organisierten Beraterstruktur werden Demonstrationsfelder angelegt, Treffen organisiert und mit einem einfachen "Fünf-Finger-System" die wichtigsten Grundregeln im Anbau vermittelt vermittelt. Das sind frühe und saubere Feldvorbereitung, richtiger S t it Saatzeitpunkt kt und d Saatstärke, S t tä k regelmäßige l äßi Unkrautbekämpfung und Schädlingsbekämpfung nach dem Schadschwellenprinzip. Auf die gute g von GLCC wiederum setzt Organisationsstruktur "Cotton made in Afrika" (CmiA). (Barbara Sester)


Landwirtschaft und Produktivität (GLCC Beratungsprogramm / Organisationsstruktur)

In fact, GLCC seemed to invest its funds wisely when it came to t training t i i the th extension t i agents t regularly l l (th (three sets of trainings three times a year on pre-planting, pest management, and pre-marketing). Extension services had been the monopoly of the Malawian Government, whereas now they seemed to be organized increasingly by the private sector, designed to be more demand-oriented. Nevertheless, at the end y y to companies p like of the season the farmers’ loyalty GLCC really depended on prices offered for their g frequently. q y cotton – and these changed (Friederike Kärcher)


Landwirtschaft und Produktivität (GLCC Beratungsprogramm / Organisationsstruktur)

[Die] Fünf-Finger-Regel …Grundregeln sind ihm in Fleisch und Blut übergegangen. Das, so sagt er, macht ihn so erfolgreich. Erfolgreicher als andere Bauern, die nicht mit Great Lakes arbeiten. Die Trainings, sagt er, sind es auch, di ihn die ih an G Greatt Lakes L k binden. bi d A Auch h wenn di die Chi Chinesen einen höheren Preis zahlen. (N di S (Nadine Schön) hö )


Landwirtschaft und Produktivität (GLCC Beratungsprogramm / Organisationsstruktur)

Kaunda ist … als „lead lead farmer farmer“ tätig und berät 76 “follower farmer“ in seinem Dorf. Er ist ein angesehener Mann mit Führungsqualitäten, Führungsqualitäten die er wohl von seinem Vater, dem ehemaligen Bürgermeister geerbt hat. (…) E liebt Er li bt seine i Sonderaufgabe, S d f b die di er kostenlos k t l für fü d das Wohl seines Dorfes erbringt. Er wünscht sich, dass sein D f wächst Dorf ä h t und d di die M Menschen h glücklich lü kli h sind. i d D Der höhere Wohlstand der Farmer im COMPACI Programm ist deutlich erkennbar. Dies gilt insbesondere auch für fü die Familie Namwera. (Achim Scheibler)


Landwirtschaft und Produktivität (GLCC Beratungsprogramm / Organisationsstruktur)

Die Beratung zum Anbau von Baumwolle durch Great Lakes Cotton Company (GLCC) hat sicher dazu beigetragen, dass er nur drei Samen pro Sähstelle einbringt und dreimaliges Hacken durchführt. Auch wurden wir darauf hingewiesen, unsere Hände nach Ausbringen des gebeizten Saatgutes gut zu waschen. Das zeigt, dass der Umgang mit Pestiziden zumindest i d sensibel ib l iist und d lä lässt h hoffen, ff d dass Mr.Pande M P d auch h beim Spritzen entsprechende Schutzmaßnahmen ergreift. (Christine Natt)


Betriebskalkulation, Vermarktung und Weltmarktvolatilität

Limbani Suwedi, our host-father, aged 46. (…) We were not surprised to find out that he was designated lead cotton farmer in Chilomoni village. While on average, average one acre of cotton yielded 700 kg in Malawi (1000 kg in Zambia) and 450 kg in the Balaka region Limbani Suwedi harvested 510 kg per acre region, acre, thus surpassing the regional average. He had an annual t turnover off 200.000 200 000 MWK MWK, equaling li roughly hl 925 E Euro per year (minus costs). (F i d ik Kärcher) (Friederike Kä h )


Betriebskalkulation, Vermarktung und Weltmarktvolatilit채t

Seine Ertr채ge g konnte Namwera in den letzten Jahren steigern, von etwa 600 kg auf 850 kg/ha Rohbaumwolle. Sein Einkommen auch nur ann채hernd planen kann er damit aber nicht. Der Preis schwankt je nach Weltmarkt stark. 2010 war ein sehr gutes Jahr: Er bekam etwa 180 Kwacha/kg Rohbaumwolle (0 (0,80 80 Euro) Euro). In der Hoffnung auf 채hnliche Preise werden in diesem Jahr deutlich mehr Felder mit Baumwolle bestellt bestellt. Vielleicht ist der Preis aber nur halb so hoch. (Barbara Sester)


Betriebskalkulation, Vermarktung und Weltmarktvolatilit채t

Apparently, pp y, leasing g 1 acre of land in the area costs Kwacha 1.500, while during the last six years the family has yielded an average 300 kg of cotton per acre. Dependent on the costs involved in growing cotton (seeds, fertilizer, workforce, pesticides) and dependent on the price for lint cotton, the family can generate money by expanding land by 1 acre acre. (Mark Starmanns)


Betriebskalkulation, Vermarktung und Weltmarktvolatilität

Die Aussaat der Baumwolle verzögerte g sich ebenfalls durch den fehlenden Regen. Neben der Abhängigkeit vom Klima – verlässliches Einsetzen der Regenzeit und rechtzeitige Trockenheit zur Ernte- ist die vom Weltmarktpreis für Baumwolle die größte, nicht zu beeinflussende Größe für die Farmer. Wenn es hier zu Einbrüchen kommt kommt, ist der schmale monetäre Gewinn der Farmerfamilie sehr schnell eingeschmolzen. eingeschmolzen (Christine Natt)


Betriebskalkulation, Vermarktung und Weltmarktvolatilit채t

In 2011, the people were satisfied with the cotton prices but in 2010 they were too low for them prices, them. Compared to the return, they had too much drudgery. A ffar as I understood As d t d the th majority j it off the th cotton tt farmers in the village did not sell their cotton to GLCC b t to but t another th company which hi h offered ff d slightly li htl hi higher h prices than GLCC. This is why the market post was closed in the village. This other company bought the seed cotton only, but did neither supply the cotton seeds nor provided any other inputs like pesticides or advisory services. It seems the farmers did not really understand why GLCC paid them a bit less to recover the costs for its services. (Michael G. Plech)


Betriebskalkulation, Vermarktung und Weltmarktvolatilität

[W]hat really became clear to me as never before‌ is quite what the impact is on the farmers of the vagaries of the world market prices for cotton‌ When they are living on so little littl that th t every centt counts, t that th t a good d price i for f the th harvest or not can mean the difference in the quality of education d ti ffor their th i children, hild then th tto work k so h hard d and d yett have the price paid be so out of your control must be devastating. It made me understand the power that Fairtrade, with its guarantee of a Fairtrade price that covers costs and gives a bit extra (or market price where higher) has to transform poor farmers lives. But Fairtrade (like Cotton Made in p on having g a supply pp y chain in p place that Africa)) does depend will buy cotton at Fairtrade prices. (Clare Lissaman)


Modernisierung, Kapitalisierung und Innovationen

Many farmers we spoke to believe that without spraying their yields would go down down. Today they spray maybe 2-3 times a year, depending on the amount of pests. They do not want to make do without pesticides. pesticides For one acre they need about 300 ml of pesticides, which are provided for by GLCC GLCC. A plough could be of help help, Mr Mr. Host says says, but he has no money to buy one. And he does not believe that it makes sense to buy one in a community community. Such projects could be organized in Fair Trade small farmer groups, but b t Mr. M Host H t has h never h heard d off th the conceptt off Fair Trade, saying it sounds interesting. (Mark Starmanns)


Modernisierung, Kapitalisierung und Innovationen

Vermutlich bedingt durch zu geringen Arbeitskräftebesatz – nur Mr Mr. und Mrs. Mrs Pande- waren die Felder für die Baumwolle noch nicht vollständig für die Aussaat vorbereitet Eine frühzeitige Bearbeitung durch Hacken vorbereitet. bzw. Einbringen der organischen Reststoffe der Vorfrucht wäre aber zur Vermeidung von Verdunstung von Bodenwasser nötig gewesen. Hätte darüber hinaus die Regenzeit bereits eingesetzt, eingesetzt wären wertvolle Tage mit ausreichendem Niederschlag für die Keimung der Samen u.U. U verloren l gewesen. Fü Für diese di F Familie ili wäre ä di die Möglichkeit des Pflügens mittels motorbetriebener H k oder Hacken d O Ochsenpflügen h flü hilf hilfreich. i h (Christine Natt)


Modernisierung, Kapitalisierung und Innovationen

While the majority of the farmers first seemed reluctant to pick up on the idea [establishing a savings club] club], village head man John, Lloyd and Limbani thought it could work if people decided freely to establish such a club club, if they knew the exact purpose of saving together (i.e. purchase of a sprayer for pesticides instead of having to rent one) one), if they cooperated well, trusted each other, and could rely on the safety of their savings savings. Village head man John explained to us that the idea of a savings club was not new as it was used d for f health h lth compensation ti already. l d (F i d ik K채rcher) (Friederike K채 h )


Infrastruktur

One major change which I perceived while travelling and staying in the rural area is better communication due to the provision of mobile phone services nowadays. It was very enlightening to observe in reality what I had read in scientific articles before. Whether it is checking market prices of crops, transferring money or simply making a phones are transforming g Africa. call, mobile p ((Michael G. Plesch))


Infrastruktur

Njerenje has no electricity up to now which prevents certain t i activities ti iti ((e.g. a maize i mill) ill) ffrom b being i introduced into the village. There is no refrigeration either. The fact that Mr. Baidi’s house stands 20 yards from the railway running through the village does not mean much: the passenger train has been suspended two years ago. So, this connection with the outside world (Blantyre is not far away) stays virtual; it is not of any potential for Njerenje j j at p present. economic p (Hans F. Illy)


Infrastruktur / Gesundheit (Produktivität?)

Der Schwiegersohn liegt (…) im Krankenhaus [im Marktzentrum] wir begleiten Herrn Gado bei dessen Besuch Marktzentrum], Besuch. (…) Das Krankenhaus ist ein um einen großen, baumbeschatteten Platz gruppierter Komplex von einstöckigen Gebäuden. Es ist die einzige Einrichtung im Ort, die Strom hat. Er wird aus Generatoren gewonnen. gewonnen In der Mitte des Platzes steht unter einem Grasdach ein Ambulanz-Fahrzeug – ein dreirädriges Gefährt, vorne Motorrad, hinten weißer Lieferwagen mit der Aufschrift „Ambulance“. Der Schwiegersohn liegt g in einem Zimmer mit vier anderen Kranken. Er hat ein Magenproblem und sieht noch ziemlich angegriffen aus. Krankenhaus und Medikamente müssen bezahlt werden, es gibt keine Krankenversicherung. (…) Am nächsten Tag ist der Schwiegersohn wieder hinreichend gesund und wird entlassen. Er arbeitet auch gleich wieder mit. (Eberhard Neugebohrn)


Einkommenssicherung‌.

Diversifizierung von Einkommen

It seems that one average adult can handle about 2 acres land per year year. While at times there is a lot of work and the host family must employ day labourers to manage all, they needn’tt be working 8 or 10 hours every day needn day. At some days they have not much to do on the fields, but I don’t know what they do then then. When asking Mr Mr. Host about diversifying his work, he did not seem to follow any other money generating activities. activities (Mark Starmanns)


Einkommenssicherung….

Diversifizierung von Einkommen

[D]as geschickte Unternehmertum unseres Gastgebers ist nicht i ht zu üb übersehen: h er h hatt einen i kl kleinen i Sh Shop iin seinem i Haus und ist offensichtlich gut sortiert, auch, was gängige Medikamente betrifft betrifft. Seine Solaranlage versorgt seine Familie mit Strom, parallel lädt er die Handys der Dorfbewohner oder stellt diesen seine Musikanlage nebst Batterie zur Verfügung, natürlich gegen ein Entgelt! In seinem Hof hat unser Gastgeber eine kleine Baumschule mit rund 200 Setzlingen, die er hofft, verkaufen zu können. An die erforderlichen Pflanzbeutel ist er nach eigener Aussage günstig gekommen. Und als wir, mein EDP-Partner(…) und ich, ihm Ein-Weg-Atemschutzmasken Ein Weg Atemschutzmasken schenken, eigentlich für seine private Schutzausrüstung gedacht, freut er sich riesig g und trägt g diese – in seinen Shop. p (Angela Renger)


Einkommenssicherung….

Diversifizierung von Einkommen

Mr. Baidi is a well-experienced farmer who knows how to p and cash crops. p Through g the last balance food crops season’s excellent price for cotton, he could make same savings through which he bought himself a motorbike, the very first one in the village. But, remarkably, it is not only used for his pleasure, he uses it for commercial purposes, too: He has, together with one of his sons, a small manufacturing plant in Balaka, where they produce a line of household utensils from aluminum sheets. And now come Mr. Baidi’s special entrepreneurial features: He sells such utensils t il tto “civil “ i il servants” t ” (i (i.e. mostly tl tteachers) h ) iin th the area, and in order to get the respective payments (installments), he more easily il gets t around d with ith hi his motorbike. t bik ((…)) M Mr. Baidi… B idi is a remarkable man: instead of retiring … he is heading for higher economic horizons horizons. (Hans F. Illy)


Einkommenssicherung‌.

(Kleinbäuerliches) Unternehmertum?

Her parents passed away from disease. Also her siblings, except one younger brother, died. The siblings left six children behind. Somebody had to take care of them. Moreover, the fields of her parents were left unworked. If she would not claim their ownership, somebody else present in the would. This meant she would have to be p village and work the fields. There was no other choice going g back to the village, g , becoming g farmers,, and than g taking care of the orphans in her family. (‌) They had saved some money from their work in the city which helped them during their new start in the village. (Julia Kubny)


Einkommenssicherung….

Vulnerabilität

Seine Erträge sind ständig gestiegen in den letzten Jahren. Auch der Preis. Besonders das letzte Jahr war gut. Deshalb geht es der Familie auch gut. Was passiert, wenn schlechte Ernten kommen, kann er nicht sagen. Eine Zeit lang wird er vom Ersparten leben können. Aber gg nur eine kurze Zeit. Er und seine Familie sind abhängig von Wetter, Klima, Krankheit und g Unternehmensstrategien. Auch von politischen Entscheidungen. Aber Politik, so hat man den Eindruck, ist weit weg. (Nadine Schön)


Einkommenssicherung….

Vulnerabilität

Wild animals leave the game reserve searching for food Elephants walk to the nearby villages Looking out for the mango trees Cross the cotton fields and stamp over the crops in the night Pass-by the houses at arm-length gp people’s p shaky y livelihoods at threat Putting ((Jörg g Hilgers) g )


Bildung

Die Farmer tauschen sich sicher untereinander aus, aber wenn selbst der Chief des Dorfes als wichtigste Unterstützung für ihren Baumwollanbau die kostenlose Überlassung von Pestiziden sieht sieht, dann fehlen doch zukunftsträchtige Strategien. Eine Ausbildung der Farmer sowie eine umfassende auf den gesamten Betrieb bezogene unabhängige Beratung wären für eine stabile Fortentwicklung der Landwirtschaft notwendig notwendig. Die durch GLCC durchgeführte Beratung und Ausbildung ist mit Si h h it ein Sicherheit i sehr h guter t A Ansatz, t b bezieht i ht sich i h aber b verständlicherweise vorwiegend auf Baumwolle. Inwiefern man in i d den lletzten Kl Klassen d der weiterführenden i füh d S Schulen h l für Kinder eine Art „berufsvorbereitenden“ Unterricht anbieten könnte, vermag ich nicht zu beurteilen. (Christine Natt)


Bildung

For me, one essential lesson learnt is the need for the Malawian Government and the private sector to heavily increase their investments in the functional literacyy of cotton farmers, including tapping the full potential for selfg organization. (Friederike K채rcher)


Volkswirtschaftliche, politische, (land-) rechtliche, historische g g Rahmenbedingungen

In der Tradition der Chewa in Malawi haben sich matrilineare V Vererbungselemente b l t gehalten: h lt Di Die Eh Ehemänner ä ziehen i h zur Familie ihrer Frauen. Deshalb wohnt die älteste Tochter mit ihrem Mann mit auf dem Hofgelände. Sie bewohnen dort ein eigenes kleines Haus. Beide beteiligen sich an der Bewirtschaftung des Betriebes. Herr Gado rechnet damit, dass auch die zukünftigen Ehemänner seiner Töchter Kleinbauern sein werden. Er hat vor, für sämtliche seiner Töchter und deren Ehemänner Häuser zu bauen, wenn diese sich anschicken, sich zu verheiraten. Das Land wird g y vererbt. Bei seiner jjetzigen g nach dem Realteilungssystem Betriebsgröße kann man sich ausrechnen, wie viel auf jede Tochterfamilie entfällt. (Eberhard Neugebohrn)


Volkswirtschaftliche, politische, (land-) rechtliche, historische g g Rahmenbedingungen

Agricultural products account for some 90 % of the export earnings of the country. In turn, about 80 % of the people depend on the agricultural sector for their living living. Major cash crops are tobacco, tea, sugar, cotton and meanwhile hil – also l maize. i Th The greatt d dependency d off th the economy on a very few crops vulnerable to external f t factors like lik drought d ht and, d above b all, ll th the volatility l tilit off prices i iin the world market poses a serious threat to a sustainable economic development. (Michael G. Plesch)


Volkswirtschaftliche, politische, (land-) rechtliche, historische g g Rahmenbedingungen

I was struck by the deficiency of self self-governance governance or even self-help groups and the deeply rooted conviction that GLCC or the Government were the agents who had the duty to deliver (i.e. seeds, chemical sprayers) – even th though h very obviously b i l thi this was nott the th case, iin spite it off announcements on behalf of the Government that a revolving l i ffund d off 1 1.6 6 billi billion MWK (7 (7.4 4 million illi E Euro)) h had d been or would be created. Perhaps this lack of consciousness for f the existing self-help f potential was one explanation for why value was not created by the Malawian cotton sector, although it had a tradition there of more than two hundred years. (Friederike Kärcher)


Volkswirtschaftliche, politische, (land-) rechtliche, historische g g Rahmenbedingungen

Very interesting to see the power dynamics and interplay of the business people and officials. To note that the representative of a chemicals company is in a position of power in the cotton association – what likelihood reduced chemical h i l iinputs/organic t / i cotton? tt ? T To h hear about b t th the Chinese ginners, those who don’t invest in farm support and d th therefore f h have more money tto offer ff att harvest h t time. ti To see a gin, to see quite how old the machinery is. How can Malawi compete with China C and other countries that have modern machinery? (Clare Lissaman)


Persönliches Fazit / Resümee

Es g gibt mir mit auf den Weg, g, dass wir mit unseren europäischen Vorschlägen und Konzepten bzw. der Entwicklungsunterstützung sehr behutsam sein sollten, um ‚bessere Lebensbedingungen‘ nach ihrem Maßstab zu definieren und die Werte vor Ort zu erhalten. (…) Das herzhafte Lachen, die Unvoreingenommenheit, die herzlichen Umarmungen und die echte Freude der Dorfbewohner/Malawier, uns kennenzulernen, werden mir lange in Erinnerung bleiben! (Angela Renger)


Persönliches Fazit / Resümee

For me p personally y I have read,, and indeed written,, manyy reports on cotton production and trade and heard many stories. II’ve ve even visited cotton farmers. However the chance to sleep, eat and work with them brought home to me in a very real way quite what is meant when we talk about “those at the sharp end of the cotton supply chain ” I discovered that whilst carrying water and wood chain. on your head might look elegant and beautiful, it’s actually very heavy and very hard work work. (Clare Lissaman)


Persönliches Fazit / Resümee

Conclusion Having spent three days with a family who was completely unknown to me before - what are the results? I experienced i d greatt hospitality, h it lit cordiality di lit and d opportunities t iti to laugh about things, even on the last morning. I found f d outt (or ( rather th remembered) b d) how h hard h d lif life and d work/farming is in the rural areas in Malawi (I dare say, all over Africa). I was reminded not to take too many things for granted and reflect again about what is important in one’s life. Finally, it is important to know how the process of products looks like I buy in the shops – and consequently g regard. g hold them in high (Michael G. Plesch)


Persönliches Fazit / Resümee

Suggestions for Follow-Up Activities * St Study d visits isits of representati representatives es from the Mala Malawian ian cotton sector in other/larger (African) cotton-producing countries (check options for funding via German development cooperation and private sector / Public-Private-Partnership). * Increase pressure from the public realm (NGOs (NGOs, German Parliament) on cotton-trading and -processing companies via PR campaigns (i.e. (i e cooperation with ONE) ONE). * Depending on the outcome of the follow-up meeting of participants in this EDP EDP, a second exchange with key representatives of the Malawian cotton sector on precise measures to be taken could be organized (possibly in combination with study tour). ((Friederike Kärcher))



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