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edition text + kritik Neuerscheinungen Herbst 2021


NEUERSCHEINUNGEN

Zeitschrift für Literatur · Begründet von Heinz Ludwig Arnold · VI/21

231 Thomas Meinecke

Romancier, Musiker, DJ, Journalist, Radio-Moderator und Produzent von Hörspielen: Thomas Meinecke – zuletzt ausgezeichnet mit dem Berliner Literaturpreis (2020) – ist so vielseitig wie kaum ein Schriftsteller der Gegenwart.

TEXT+KRITIK

Redaktion: Meike Feßmann, Axel Ruckaberle, Michael Scheffel und Peer Trilcke Leitung: Claudia Stockinger und Steffen Martus Heft 231

Thomas Meinecke Charlotte Jaekel (Hg.) etwa 100 Seiten ca. € 24,– (D), ca. € 25,– (A) ISBN 978-3-96707-540-3 \\Erscheint im Juni 2021 ISBN 978-3-96707-540-3

9 783967 075403 AUCH ALS

eBook

Romane wie »The Church of John F. Kennedy«, »Tomboy«, »Lookalikes« oder »Selbst« spannen ein dynamisches, diskursives Netz, das neue Welten aus disparaten Fragmenten aufscheinen lässt. Sie provozieren, weil sie konventionelle Gattungsmuster und Kulturtechniken, gesellschaftliche Normen und geläufige Dichotomien unterlaufen. Ihre ›ozeanische‹ Ästhetik erweitert das popkulturelle Universum, verbindet Sounds der Popmusik mit Theologie, Ethnografie, Psychoanalyse und Queerness, verwebt schöne Literatur mit ›schöner Theorie‹. Meineckes so virtuose wie spielerische Bewegung zwischen High und Low macht ihn zum zentralen Autor der Gegenwartsliteratur, der einen produktiven Diskurs um die Frage von Autorschaft anregt, was sich nicht zuletzt in seinen Poetik-Dozenturen bisher u. a. in Frankfurt, Köln und Berlin niederschlägt. Die Beiträge des Heftes loten die poetologisch-theoretische Matrix und materielle Basis von Meineckes vielschichtigem Werk aus. Sie fragen nach dem Verhältnis von Intertextualität und Plagiat, widmen sich seiner Bibliomanie, Musikaffinität und Gegenwartsemphase, fokussieren die popkulturelle Oberflächenästhetik, erzählerische Ethik und mittelalterliche Mystik.

MIT BEITRÄGEN VON

DIE HERAUSGEBERIN

Bettina Bildhauer, Charlotte Coch, Thomas Ernst, Charis Goer, Daniela Gretz, Torsten Hahn, Charlotte Jaekel, Beat Mazenauer, Thomas Meinecke, Ronald Röttel, Eckhard Schumacher und Barbara Vinken.

Charlotte Jaekel ist Akademische Rätin im Fachbereich Neuere deutsche Literatur der Fakultät Kulturwissenschaften der Technischen Universität Dortmund. Für ihre Dissertation »Vive la Bagatelle. Animismus und Agency bei Friedrich Theodor Vischer« (2019) wurde sie mit dem Offermann-Hergarten-Preis ausgezeichnet. Ebenfalls 2019 erschienen »transLit 2018: Thomas Meinecke« und ein Gespräch mit Thomas Meinecke in »schliff N°10«.


2·3

HERBST 2021

Zeitschrift für Literatur · Begründet von Heinz Ludwig Arnold · IX/21

232 Wolfgang Welt

Willy Winkler nannte Wolfgang Welt (1952–2016) den »größten Erzähler des Ruhrgebiets«, auch wenn der Außenseiter des Literaturbetriebs lange als Geheimtipp gehandelt wurde – bis Peter Handke dafür sorgte, dass Welts Texte im Suhrkamp Verlag erschienen.

TEXT+KRITIK

Redaktion: Meike Feßmann, Axel Ruckaberle, Michael Scheffel und Peer Trilcke Leitung: Claudia Stockinger und Steffen Martus Heft 232

Wolfgang Welt Sascha Seiler (Hg.) etwa 100 Seiten ca. € 24,– (D), ca. € 25,– (A) ISBN 978-3-96707-544-1 \\Erscheint im September 2021 ISBN 978-3-96707-544-1

9 783967 075441

Zunächst Anfang der 1980er Jahre Popjournalist für regionale und überregionale Magazine, galt der Bochumer aufgrund seines unverblümten Stils und seiner kompromisslosen Haltung schnell als Provokateur der Musikjournalistenszene. Nachdem eine psychische Erkrankung ihn dazu zwang, kürzer zu treten, wurde Welt haupt­ beruflich Nachtportier im Schauspielhaus und blieb es bis an sein Lebensende. Sein Werk umfasst neben fünf Romanen (»Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe«, »Peggy Sue« und »Doris hilft« u. a.) zahlreiche kleinere Schriften: Rezensionen, Reportagen, Erzählungen, die aus dem Leben in der Zeitschriftenredaktion und dem Nachtleben berichten. Das Heft erkundet anhand von Werkanalysen, aber auch von Gesprächen und von Berichten von Zeitgenossen Welts zentrale Rolle im Kontext der deutschen Popliteratur und stellt sein eigenwilliges Verständnis einer autofiktionalen Literatur dar, die sich durch strenge Subjektivität und regionale Bindung auszeichnet.

AUCH ALS

eBook

MIT BEITRÄGEN VON

DER HERAUSGEBER

Thomas Ernst, Phillip Goodhand-Tait, Innokentij Kreknin, André Menke, Rolf Parr, Sascha Seiler, Jan Süselbeck, Wolfgang Welt und Martin Willems.

Sascha Seiler (PD Dr. phil.) vertritt an der Johannes GutenbergUniversität Mainz derzeit die W3-Professur am Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien, seit Anfang 2020 ist er zudem Mitherausgeber von literaturkritik.de. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören: Populäre Kultur, Globalisierungsdiskurse, Lateinamerikanische Literatur und Kultur sowie Literaturvermittlung im 21. Jahrhundert.


NEUERSCHEINUNGEN

Zeitschrift für Literatur · Begründet von Heinz Ludwig Arnold · XI/21

Heinrich von Kleist

Sonderband, 2., aktualisierte Auflage

Als »einen der größten, kühnsten, höchstgreifenden Dichter der deutschen Sprache« bezeichnete Thomas Mann den Dramatiker und Erzähler Heinrich von Kleist (1777–1811).

TEXT+KRITIK

Redaktion: Meike Feßmann, Axel Ruckaberle, Michael Scheffel und Peer Trilcke Leitung: Claudia Stockinger und Steffen Martus Sonderband, 2. aktualisierte Auflage

Heinrich von Kleist Heinz Ludwig Arnold / Roland Reuß / Peter Staengle (Hg.) etwa 240 Seiten ca. € 28,– (D), ca. € 29,– (A) ISBN 978-3-96707-552-6 \\Erscheint im November 2021 ISBN 978-3-96707-552-6

9 783967 075526

Die Neuauflage des zuerst 1993 erschienenen TEXT+KRITIK-Sonder­ bandes widmet sich dem, wie Thomas Mann formulierte, »tief unglück­ lichen« Leben und von »Ansprüchen an sich selbst, die ihn zermürbten« be­stimmten Schreiben Kleists sowie mit Analysen u. a. zu »Penthesilea«, »Amphitryon«, »Der zerbrochene Krug«, »Die Marquise von O.« und »Über das Marionettentheater« seinen zentralen Texten. Der Band enthält zudem einen Beitrag über die Kleist-Editionen, eine Chronik von Leben und Werk des »Sensationsdichters« (Hugo Dittberner) sowie eine neugefasste Auswahlbibliografie. Mit Beiträgen von Gerhard Bauer, Jens Dirksen, Hugo Dittberner, Andrea Gnam, Hans Peter Herrmann, Walter Hettche, Wolf Kittler, Ralf Konersmann, Hermann Korte (†), Martin Krumbholz, Anett Lütteken, Norbert Oellers, Roland Reuß, Michael Rohrwasser, Gerhard Scheit, Peter Staengle und Hans Dieter Zimmermann.

AUCH ALS

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DIE HERAUSGEBER

Heinz Ludwig Arnold (1940–2011), 1963–2011 Herausgeber der Zeitschrift für Literatur TEXT+KRITIK, ab 1978 des »Kritischen Lexikons zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur« (KLG), 1983–2008 des »Kritischen Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur« (KLfG), ab 2004 des »Kindlers Literatur Lexikon«.

Roland Reuß arbeitet als Literatur­ wissenschaftler und Editionsphilologe an der Universität Heidelberg und leitet dort den Masterstudiengang »Editionswissenschaft und Textkritik«. Zusammen mit Peter Staengle ist er Herausgeber der »Brandenburger Kleist-Ausgabe«.

Peter Staengle ist Germanist und Mitbegründer des »Instituts für Textkritik e.V.«. Zusammen mit Roland Reuß ist er Herausgeber der »Franz Kafka-Ausgabe. Historisch-Kritische Edition sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte«. Mit Günther Emig gibt er zudem die Ausgabe »Oskar Panizza – Werke« heraus.


4·5

HERBST 2021

Zeitschrift für Literatur · Begründet von Heinz Ludwig Arnold · X/21

Digitale Literatur

Sonderband

Literatur ist so digital, wie die Gesellschaft, in der sie stattfindet. Heute sind Rezeption und Literaturproduktion weitestgehend von digitaler Technik bestimmt.

TEXT+KRITIK

Redaktion: Meike Feßmann, Axel Ruckaberle, Michael Scheffel und Peer Trilcke Leitung: Claudia Stockinger und Steffen Martus Sonderband

Digitale Literatur II Hannes Bajohr / Annette Gilbert (Hg.) etwa 180 Seiten ca. € 28,– (D), ca. € 29,– (A) ISBN 978-3-96707-548-9 \\Erscheint im Oktober 2021 ISBN 978-3-96707-548-9

9 783967 075489 AUCH ALS

eBook

Und doch lassen sich Unterschiede ausmachen, inwieweit die unter den Bedingungen einer digital bestimmten Lebenswelt produzierte Literatur auch diese Bedingtheit reflektiert. Im Gegenwartsroman, in dem Digitalität vor allem auf Beschreibungsebene Eingang findet, werden die Parameter klassischer literarischer Form selten angetastet. Weiter gehen Experimente in sozialen Medien, in denen die Tools der Plattformen neue Schreibweisen hervorbringen. Und wieder Bedeutung gewonnen hat jene Tradition, die man genuin digitale Literatur nennen kann und die nicht nur nebenbei und instrumentell digitale Technik verwendet, sondern ihre Werke ganz wesentlich durch Computer, Algorithmen oder neuronale Netze produziert. Der Sonderband schreibt die erste Bestandsaufnahme digitaler Literatur in TEXT+KRITIK aus dem Jahr 2001 fort und hebt die Differenzen und Kontinuitäten hervor, die sich in diesem Feld seitdem ergeben haben. Als Diskussion des State of the Art in technischer wie literarischer Hinsicht ist er eine Momentaufnahme einer im Umbruch befindlichen Literatur.

MIT BEITRÄGEN VON

DIE HERAUSGEBER*INNEN

Hannes Bajohr, Andreas Bülhoff, Dîlan C. Çakir, Karl Wolfgang Flender, Christiane Frohmann, Annette Gilbert, Berit Glanz, Anna Kinder, Elias Kreuzmair, Jasmin Meerhoff, Kathrin Passig, Nils Penke, Sandra Richter, Thorsten Ries und Alexander Waszynski sowie künstlerischen Arbeiten von Sarah Berger, Jasmin Meerhoff, Nick Montfort, Fabian Navarro, Allison Parrish, Kathrin Passig, Jörg Piringer und Gregor Weichbrodt.

Annette Gilbert ist Literaturwissenschaftlerin an der FAU Erlangen-Nürnberg mit besonderem Interesse an der Medialität und Materialität von Literatur und an Phänomenen im Grenzbereich von Kunst und Literatur; der Schwerpunkt liegt dabei auf der avantgardistischen und experimentellen Literatur und Kunst. Hannes Bajohr ist Philosoph und Literaturwissenschaftler und seit 2019 am Seminar für Medienwissenschaft der Universität Basel beschäftigt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Theorien des Digitalen, der deutschen Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts und politischer Theorie.


NEUERSCHEINUNGEN

for any instrument Die Anfänge der Aktionskunst der 1950/60er Jahre im Rheinland neoAVANTGARDEN

Interviews mit Heinz Mack, Jürgen Becker, Mary Bauermeister und René Block

neoAVANTGARDEN Herausgegeben von Hans-Edwin Friedrich und Sven Hanuschek Klaus Gereon Beuckers und Christine Korte-Beuckers (Hg.)

For Any Instrument Die Anfänge der Aktionskunst der 1950 / 60er Jahre im Rheinland etwa 128 Seiten ca. € 18,– (D), ca. € 19,– (A) ISBN 978-3-96707-532-8 \\Erscheint im Juni 2021 ISBN 978-3-96707-532-8

»Fluxus wollte von Anfang an eine Antikunst propagieren. Das war auch ein Affront, ein heftiger Affront gegenüber dem Publikum. Das hat dann seine Wirkung bis in die 68er-Generation gehabt, wo diese AntikunstHaltung dann eine politische Durchfärbung bekam.« Heinz Mack

Ende der 1950er Jahre entwickelte sich aus musikalischen Grundlagen und dadaistischen Einflüssen in Köln und dem Rheinland die Aktionskunst als eigenständige Kunstform. Ihr Spektrum reichte schon früh von der ›Action Music‹ Nam June Paiks und den Demonstrationen der ZERO-Gruppe bis hin zu den Happenings von Wolf Vostell. Zentrale frühe Orte waren bis 1960 die Galerie 22 von Jean-Pierre Wilhelm in Düsseldorf sowie bis 1962 das Atelier von Mary Bauermeister in Köln, aus denen heraus die Aktionskunstformen der 1960er Jahre wie Fluxus oder Joseph Beuys ihre wesentlichen Impulse erhielten. Der Band geht der Entstehung der Aktionskunst in Interviews mit Heinz Mack, Jürgen Becker, Mary Bauermeister und René Block nach, die dies als unmittelbare Zeugen begleitet haben und aus ihrer eigenen künstlerischen Tätigkeit heraus kommentieren.

9 783967 075328 AUCH ALS

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DIE HERAUSGEBER*INNEN

Klaus Gereon Beuckers, geboren 1966 in Köln, ist Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte am Kunsthistorischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit Forschungsschwerpunkten in der Kunst des 9. bis 11. Jahrhunderts sowie der Kunst nach 1945. Buchveröffentlichungen zum Mittelalter sowie u. a. zur Gruppe ZERO, den Aktionen von Günther Uecker, zu Wolf Vostell sowie zu Ferdinand Kriwet.

Christine Korte-Beuckers, geboren 1969 in Diez an der Lahn, ist Lehrbeauftragte für Kunstgeschichte an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel mit Forschungsschwerpunkten in der Kunst der 1960er Jahre und der Kunstdidaktik. Buchveröffentlichungen u. a. zur Kommunikation in der Objektkunst der 1960er Jahre sowie Aufsätze zur Kunst von Peter Brüning, Günther Uecker, Timm Ulrichs und zeitgenössischen Künstlern.


6·7

HERBST 2021

Titelfoto: © Staatsgalerie Stuttgart

Nick Böhnke

NAM JUNE

PAIK

Pionier der Aktionskunst

Pionier der ersten Stunde: Nam June Paik konfrontierte sein Publikum mit der Spontaneität und Dynamik eines All-over-Happenings.

Nick Böhnke

Nam June Paik Pionier der Aktionskunst etwa 260 Seiten ca. € 29,– (D), ca. € 30,– (A) ISBN 978-3-96707-560-1 \\Erscheint im Oktober 2021 ISBN 978-3-96707-560-1

9 783967 075601 AUCH ALS

eBook

Er warf mit Eiern und Knallerbsen – startete ein Motorrad – zerschlug eine Glasscheibe – malträtierte ein Klavier mit Messern – stürzte schließlich vom Bühnenrand. Im November 1959 schockierte Nam June Paik im Kreis der rheinischen Avantgarde mit der Uraufführung seiner »Hommage à John Cage«. Diese ›Action Music‹ bildete den Auftakt zur Formierung einer Aktionskunst, die sich erst ab 1962 als Fluxus breiter etablierte. Paik orientierte sich an Stockhausen und Cage und radikalisierte den Vollzug der Aufführung: Das Regulativ der rhythmischen Oberfläche der Musik fiel. Mit dem Verzicht auf das metrische Gleichmaß exakter Zeitintervalle versagte Paik seinem Publikum die Einheit rezipierbarer Formen zugunsten einer Präsenz, die nicht den intentionalen Gegeben­ heitsweisen, sondern der Wahrnehmung entstammt. Heinz-Klaus Metzger nannte Paiks ›Action Music‹ das Äußerste an Schock, das die Musik seinerzeit zustande brachte. Anhand kunsthistorischer und kunstphilosophischer Perspektiven analysiert die Studie erstmals systematisch, wie die intensiven Wirkungen der Aktionen Paiks alle Beteiligten in jenem Augenblick verbanden, der das Denken überforderte.

DER AUTOR

Nick Böhnke ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kunsthistorischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit Forschungsschwerpunkten zur Kunst der Klassischen Moderne, zur Kunst nach 1945 sowie der Ästhetik digitaler Medien.


NEUERSCHEINUNGEN

Wie viel wiegt das Geschlecht? Das Verhältnis in der gegenwärtigen deutschsprachigen Literaturkritik ist noch immer nicht ausgewogen.

Auch auf dem literarischen Feld sind Inspiration und Gegenstrategien gefragt, um ans Ziel zu kommen. Im Fokus stehen kulturelle Ereignisformen wie das Debüt, aber auch die kritischen Wertungen darüber in ihrer Gender-Codierung. Es werden sowohl Strategien der Feminisierung als auch der Virilisierung diskutiert. Am Beispiel geschichtlicher Vorläufer der Literaturkritik in der Berliner Moderne am Ende des 19. Jahrhundert werden einerseits Kontinuitätslinien deutlich, die sich bis zur Eigeninszenierung von Kritikern als Vertreter einer hegemonialen Männlichkeit in aktuellen Diskursen ziehen: Hartnäckig hält sich Männlichkeit als das geheime Maß des Richtens und/oder Schreibens. Schriftstellerinnen scheinen teilweise von bestimmten Verfahren und Themen ausgeschlossen zu sein, wie das Beispiel der deutschen

Rezeption des Romans »Passion Simple« von Annie Ernaux zeigt. Andererseits finden sich in der medial diversifizierten Landschaft der Gegenwartsliteratur und ihrer Kritik zahlreiche Phänomene, in denen eindeutige Zuschreibungen unterlaufen und Sprecherpositionen dekonstruiert werden, wie etwa durch den Hashtag #dichterdran. Der Band versammelt Beiträge über die zeitgenössischen Kritikkulturen. Untersucht werden mediale Spielarten der Literaturkritik vom »Literarischen Quartett« über Publikumszeitschriften und Buch-Blogs bis hin zu den Feuilletons der überregionalen Zeitungen. Beispiele für gegenderte Rezeptionsschablonen werden am Umgang mit Autor*innen wie Elena Ferrante, Thomas Meinecke und Marlene Streeruwitz oder der Popliteratur der 1990er Jahre vorgestellt.

MIT BEITRÄGEN VON

Doris Eibl, Renate Giacomuzzi, Christa Gürtler, Gerda Moser, Stefan Neuhaus, Kristina Petzold, Michael Pilz, Kirsten Reimers, Marc Reichwein, Brigitte SchwensHarrant, Nicole Seifert, Tobias Unterhuber, Andrea Werner und Martina Wernli.


8·9

HERBST 2021

Titelfoto: © akg-images / Glasshouse Images

Peter C. Pohl / Veronika Schuchter (Hg.)

DAS GESCHLECHT DER KRITIK Studien zur Gegenwartsliteratur

Peter C. Pohl / Veronika Schuchter (Hg.)

Das Geschlecht der Kritik Studien zur Gegenwartsliteratur etwa 280 Seiten ca. € 32,– (D), ca. € 34,– (A) ISBN 978-3-96707-534-2 \\Erscheint im September 2021 ISBN 978-3-96707-534-2

9 783967 075342 AUCH ALS

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DIE HERAUSGEBER*INNEN

Peter C. Pohl studierte in Heidelberg, Bremen und Avignon und promovierte 2009 an der Universität Bremen zum Verhältnis von Romanpoetik und Geschlechterdiskurs in Robert Musils Roman »Der Mann ohne Eigenschaften«. Er ist Universitätsassistent (Postdoc) an der Universität Innsbruck. Forschungsschwerpunkte: Literatur des 18. bis 21. Jahrhunderts, Bildungsromane, deutsch-portugiesischer Kulturtransfer, Gender und Diversity Studies.

Veronika Schuchter studierte in Innsbruck und promovierte 2012 an der Universität Innsbruck zu Opfer-, Heldinnen- und Täterinnenbildern in Literatur und Film. Sie ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik in Innsbruck, Mitarbeiterin im Innsbrucker Zeitungs­ archiv sowie freie Literaturkritikerin und Lektorin. Forschungsschwerpunkte: Literaturkritik- und Rezep­t ions­forschung, Gender, Gegenwarts- sowie Exilliteratur.


NEUERSCHEINUNGEN

Titelfoto: © <Keine überschneidende Verknüpfung>

JULI ZEH Klaus Schenk · Christina Rossi (Hg.)

Divergenzen des Schreibens

»Über Menschen« heißt Juli Zehs gerade erschienener Roman, der danach fragt, wann die Welt so durcheinandergeraten ist. – Reflexionen über das Schreiben der erfolgreichsten deutschen Schriftstellerin.

Klaus Schenk / Christina Rossi (Hg.)

Juli Zeh Divergenzen des Schreibens etwa 300 Seiten ca. € 36,– (D), ca. € 38,– (A) ISBN 978-3-96707-569-4 \\Erscheint im September 2021 ISBN 978-3-96707-569-4

9 783967 075694 AUCH ALS

eBook

Juli Zeh gilt als Autorin populärer Gegenwartsliteratur. Die Romane und Theaterstücke, Essays und Kinderbücher der promovierten Juristin und Absolventin des Literaturinstituts Leipzig weisen allerdings weit über ihr Image als Bestsellerautorin hinaus. Besonders für literatur-, kultur- und medienwissenschaftliche Lektüren ergeben sich daraus spannende Zugänge. 20 Jahre nach ihrem ersten Roman Adler und Engel (2001) widmet sich der Band den literarischen Texten Juli Zehs aus der Perspektive von Divergenzen des Schreibens. Ambivalente (Un-)Ordnungen gesellschaftlicher und individueller Werte und deren Eskalation bilden häufig den Aktionsraum für die Romanfiguren. Experimentelle Erzählverfahren, poetische Stilwechsel und intertextuelle sowie interdisziplinäre Diskursgeflechte führen diese Beobachtung fort. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten reflektieren die Beiträge über das sowohl populäre als auch literarisch innovative Werk der Autorin.

MIT BEITRÄGEN VON

DIE HERAUSGEBER*INNEN

Stephanie Catani, Andreas Englhart, Torsten Erdbrügger, Aura Heydenreich, Charlotte Jaekel, Sonja Klocke, Eva Kormann, Nils Lehnert, Christine Mogendorf, Franziska Plettenberg, Heinz-Peter Preußer, Sandra Schnädelbach, Eva Stubenrauch, Nadine Wisotzki und Anna Zachmann.

Klaus Schenk promovierte an der Universität Konstanz, habilitierte an der Technischen Universität Dresden und ist seit 2010 Professor in der Germanistik an der Technischen Universität Dortmund. Christina Rossi promovierte an der Universität Augsburg und ist seit 2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Germanistik an der Technischen Universität Dortmund.


10 · 11

HERBST 2021

N°14 | Wasser

schliff Literaturzeitschrift

Ozean oder holy water – der im Schwinden begriffene Grundbaustein des Lebens ist Thema in der schliff-Reihe Elementarwelten.

schliff Literaturzeitschrift Herausgegeben vom Institut für deutsche Sprache und Literatur I, Universität zu Köln Kathrin Schuchmann (Hg.)

N°14 | Wasser etwa 180 Seiten, zahlreiche farbige und s/w-Abbildungen ca. € 9,80 (D), ca. € 10,50 (A) ISBN 978-3-96707-564-9 \\Erscheint im November 2021 ISBN 978-3-96707-564-9

9 783967 075649

»Wasser weiß zu reden« (Ingeborg Bachmann): Insbesondere in der Literatur besitzt das flüssige Element eine Symbolkraft, die so eigenwillig ist wie die Gezeiten und so wandlungsfähig wie seine Aggregatzustände. Als lebensnotwendiges Prinzip durchdringt Wasser alles Sein. Es garantiert Leben sowie Vielfalt in der Natur und regelt die anthropogene Ökonomie von Körper und Geist. Gleichzeitig kennt das Wissen um die Notwendigkeit des Wassers für das menschliche Leben seine technischkulturelle Kehrseite im Umgang mit dem Element selbst: Staudämme werden errichtet, um der Gewalt des Flüssigen zu trotzen, und Schiffe gebaut, um es zu beherrschen. Mal faszinierend, mal bedrohlich weist Wasser eine Ambivalenz auf, die sich seit der Antike durch die Literaturgeschichte verfolgen und heranziehen lässt, um die Tiefen und Untiefen von Kulturen und ihren Herrschaftsformen zu durchmessen. schliff N°14 versammelt literarische und literatur-/kulturwissenschaftliche Beiträge sowie bildkünstlerische Arbeiten zum Thema »Wasser«.

DIE HERAUSGEBERIN

Kathrin Schuchmann ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Sprache und Literatur I der Universität zu Köln. Sie wurde dort 2020 mit einer Studie über die literarische Ästhetik der Absenz bei Thomas Bernhard und Christoph Ransmayr promoviert.


NEUERSCHEINUNGEN

treibhaus

Jahrbuch für die Literatur der fünfziger Jahre 17 · 2021

Heimat und Fremde

Trümmer, Heimkehrerschicksale, Flucht und Vertreibung prägen die Literatur der frühen Jahre.

treibhaus Jahrbuch für die Literatur der fünfziger Jahre Herausgegeben von Günter Häntzschel, Ulrike Leuschner und Sven Hanuschek Band 17

Heimat und Fremde etwa 260 Seiten ca. € 32,– (D), ca. € 33,– (A) ISBN 978-3-96707-538-0 \\Erscheint im August 2021 ISBN 978-3-96707-538-0

9 783967 075380 AUCH ALS

eBook

Die Heimat als Ort physischer und geistiger Geborgenheit hatte in der Nachkriegszeit aufgehört zu existieren. Das Land war zerstört, die Integrität seiner Bewohner fragwürdig, die Sprache beschädigt. ›Kahlschlag‹ und ›Stunde Null‹ sind die Losungen, doch das unselige Erbe der NS-Zeit wirkt allenthalben nach. Mit der Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 und Österreichs 1955 und angeheizt durch das Wirtschaftswunder wird Heimat zur trivialen Idylle, der Heimatfilm hat Konjunktur. Geht es um Heimat, sind Topografie und Biografie eng verbunden. Nicht nur den ins Exil Gezwungenen war der Sehnsuchtsort zur Fremde geworden. Erinnerung und Gegenwart verbinden sich zu komplexen Erfahrungsräumen. Der Band versammelt Beiträge u. a. zu Ilse Aichinger, Heinrich Böll, Günter Eich, Klaus Mann, Arno Schmidt und Regina Ullmann. Erstmals vorgestellt wird das Drama »Der Heimkehrer Cornelius« von Wolfgang Schwarz. Die Entdeckung Kafkas, die Besinnung auf die Werte der ›Inneren Emigration‹ im Werk von Bergengruen stehen beispielhaft und disparat für die Wiedergewinnung einer transzendentalen Geborgenheit ein.

DIE BANDHERAUSGEBER*INNEN

Günter Häntzschel ist em. Professor für neuere deutsche Literaturwissenschaft, LMU München. Bücher u. a. über J. H. Voß, G. A. Bürger, Annette von Droste-Hülshoff, Wolfgang Koeppen, Sozialgeschichte der Lyrik des 19. Jahrhunderts.

Ulrike Leuschner ist germanistische Literaturwissenschaftlerin. Publikationen zur deutschsprachigen Literatur des 18. bis 21. Jahrhunderts, Heraus­ geberin u. a. des »Briefwechsels« und der »Gesammelten Schriften« von J. H. Merck.

Sven Hanuschek ist Germanist, Publizist und lehrt Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der LMU München. Bücher u. a. über Heinar Kipphardt, Uwe Johnson, Erich Kästner, Elias Canetti, über Heinrich Heines Lyrik und Laurel & Hardy.


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HERBST 2021

Titelfoto: © antishock - stock.adobe.com

KLfG

EXTRAKT

Thomas Klinkert (Hg.)

Gegenwartsliteratur aus Spanien Javier Cercas, Rafael Chirbes, Najat El Hachmi, Juan Goytisolo, Almudena Grandes, Javier Marías, Juan Marsé, Antonio Muñoz Molina, Rosa Montero, Maria-Antònia Oliver, Manuel Vázquez Montalbán

Literatur aus Spanien ist nicht nur sprachlich vielseitig – 17 autonome Regionen stehen für kulturelle Vielfalt. 2022 ist Spanien nach 30 Jahren wieder Ehrengast der Frankfurter Buchmesse.

Thomas Klinkert (Hg.)

Gegenwartsliteratur aus Spanien etwa 180 Seiten ca. € 18,– (D), ca. € 19,– (A) ISBN 978-3-96707-530-4 \\Erscheint im Oktober 2021 ISBN 978-3-96707-530-4

9 783967 075304 AUCH ALS

eBook

Der Auswahlband spannt den Bogen von ›Klassikern‹ der Nachkriegs­ literatur über die besonders dynamischen Entwicklungen der Transición bis hin zur unmittelbaren Gegenwart. Vorgestellt werden u. a. Juan Goytisolo (1931–2017), der mit Werken wie »Identitätszeichen« (1966) schon Weltruhm erlangt hatte, bevor er endlich auch in Spanien mit dem Cervantes-Preis (2014) offiziell anerkannt wurde, Manuel Vázquez Montalbán (1939–2003), der sich mit seinen weltberühmten Kriminal­ romanen als Chronist der Transición erwiesen hat, Maria Antònia Oliver (*1946), die auf Katalanisch schreibende, vielfach preisgekrönte Autorin, die seit der späten Franco-Zeit mit ihren Werken daran mitgewirkt hat, die Grundlagen für ein modernes Spanien und eine neue, aktive Rolle der Frauen zu schaffen, oder Javier Marías (*1951), einer der meistgele­ senen spanischen und europäischen Autoren der Gegenwart, dessen Werke in über 40 Sprachen übersetzt wurden. Mit Beiträgen zu: Javier Cercas, Rafael Chirbes, Najat El Hachmi, Juan Goytisolo, Almudena Grandes, Javier Marías, Juan Marsé, Antonio Muñoz Molina, Rosa Montero, Maria Antònia Oliver und Manuel Vázquez Montalbán.

DIE BEITRÄGER*INNEN

DER HERAUSGEBER

Gero Arnscheidt, Katrin Blumenkamp, Eberhard Geisler, Claudia Gronemann, Horst Hina, Dieter Ingenschay, Antonio Juárez, Marco Kunz, Leonie Meyer-Krentler, Dagmar Plötz, Andrea Rössler, Regine Schmolling und Christian von Tschilschke.

Thomas Klinkert ist Romanist und lehrt französische Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Er ist Mitherausgeber des »Kritischen Lexikons zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur« und publizierte über Marcel Proust, romantische Liebe, den Zusammenhang von Literatur und Wissenschaft, die poetologische Funktion der Muße und Dante Alighieri.


NEUERSCHEINUNGEN

Wim Wenders, Großauteur des Global Art Cinema und weltweit ausgestellter Fotograf, feierte im August letzten Jahres seinen 75. Geburtstag.

Anlass genug, sich seinem gewaltigen, uns mittlerweile mehr als ein halbes Jahrhundert begleitenden Werk erneut zu widmen. Hierzu lädt der Sammelband ein, dessen dreizehn Beiträge Wenders’ Arbeiten, angefangen bei den Kurzfilmen der 1960er Jahre bis hin zu den reifen Spätwerken wie »Don’t Come Knocking« (2005) oder »Submergence« (2017), chronologisch abschreiten und einer Wieder- und Neusichtung unterziehen. Was verbindet Wenders mit Theodor W. Adorno, was mit

Terrence Malick, was mit André Bazin? Wie lässt sich seine legendäre Roadmovie-Trilogie mit Niklas Luhmann lesen? Wie wird Disability in seinen Filmen repräsentiert? Auf welche Weise war er mitverantwortlich für das größte britische Roadmovie aller Zeiten? Warum zieht es ihn immer wieder in die einstige Bergbaustadt Butte, Montana? Was macht ihn zu einem großen Vorreiter des ›slow cinema‹? Dies sind nur einige der Fragen, auf die der Band Antwort gibt.

MEHR ZU WIM WENDERS FILM-KONZEPTE

50

4 / 2018

Jörn Glasenapp (Hg.)

WIM WENDERS

Begründet von Thomas Koebner Herausgegeben von Michaela Krützen, Fabienne Liptay und Johannes Wende

FILM-KONZEPTE Heft 50 Jörn Glasenapp (Hg.) Wim Wenders 2018, 126 Seiten, zahlreiche farbige und s/w-Abbildungen € 20,– (D), € 20,60 (A) ISBN 978-3-86916-655-1

FILM | LEKTÜREN

Jörn Glasenapp

Wim Wenders: PARIS, TEXAS

FILM I LEKTÜREN Band 1 Jörn Glasenapp Wim Wenders: PARIS, TEXAS 2019, 115 Seiten, zahlreiche farbige und s/w-Abbildungen € 19,– (D), € 19,60 (A) ISBN 978-3-86916-788-6


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HERBST 2021

Titelfoto: © Wim Wenders by Donata Wenders

Jörn Glasenapp (Hg.)

Kontinuität im Wandel

Begegnungen mit dem Filmemacher Wim Wenders

Jörn Glasenapp (Hg.)

Kontinuität im Wandel Begegnungen mit dem Filmemacher Wim Wenders etwa 250 Seiten, br., 15 x 23 cm zahlreiche farbige und s/w-Abbildungen ca. € 29,– (D), ca. € 30,– (A) ISBN 978-3-96707-562-5 \\Erscheint im August 2021 ISBN 978-3-96707-562-5

9 783967 075625 AUCH ALS

eBook

DER HERAUSGEBER

Jörn Glasenapp ist seit 2010 Inhaber des Lehrstuhls für Literatur und Medien an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Literaturund Medienkomparatistik, Film- und Fotogeschichte.


NEUERSCHEINUNGEN

Filmgeschichte kompakt Wolfgang Jacobsen

Der Film im Nationalsozialismus

e u e N e h i e R

Keine Phase der deutschen Filmgeschichte ist so viel diskutiert – und bis heute problematisch – wie die Jahre unter dem Banner des Nationalsozialismus.

Wolfgang Jacobsen

Der Film im Nationalsozialismus etwa 100 Seiten, zahlreiche s/w-Abbildungen ca. € 20,– (D), ca. € 21,– (A) ISBN 978-3-96707-528-1 \\Erscheint im Juli 2021 ISBN 978-3-96707-528-1

9 783967 075281 AUCH ALS

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Wie wird Geschichte erlebt? Auch in Filmen, Spielfilmen zumal? Was muss die Geschichte auslassen, um sich selbst zu konstituieren? Und was klammern Filme aus, hier besonders solche, die im nationalsozialistischen Deutschland entstanden? Ein »verruchtes Erbe« nannte der Filmwissenschaftler Karsten Witte einmal jene Filme. In Ausund Eindruck insgesamt eine amorphe Produktion. Geschuldet der Gefolgschaft derer, die sich in der Filmproduktion der Zeit in Dienst nehmen ließen, ihrem Opportunismus und auch jenem versuchten Ausweichen der nicht bedingungslos Willfährigen. Die Mehrzahl der Filme dieser Epoche deutscher Geschichte gehören zum Material, das einer Komparserie des Bösen verbunden ist. Sie dienten einer autoritären Eingewöhnung und propagierten das Konzept der »Volksgemeinschaft«. Diese Darstellung des Films im Nationalsozialismus versucht in einer kompakten Montage von Daten, Tatsachen und Befunden sowie szenischen Eindrücken, unterlegt mit einer Ebene subjektiver Einwürfe von Exilanten und Verfolgten, diesen Abschnitt deutscher Filmgeschichte nachvollziehbar zu beschreiben.

DER AUTOR

Wolfgang Jacobsen forscht und publiziert zur deutschen und internationalen Filmgeschichte. Neben zahlreichen Veröffentlichungen als Autor und Herausgeber ist er auch für Hörfunk und Fernsehen tätig. Er lebt in Berlin.


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HERBST 2021

Filmgeschichte kompakt Stefan Kramer

Der chinesische Film

China gehört zu den vielfältigsten, produktivsten – wenn auch oft unterschätzten – Filmnationen weltweit.

Stefan Kramer

Der chinesische Film etwa 100 Seiten, zahlreiche s/w-Abbildungen ca. € 20,– (D), ca. € 21,– (A) ISBN 978-3-96707-565-6 \\Erscheint im Dezember 2021 ISBN 978-3-96707-565-6

9 783967 075656 AUCH ALS

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Die Geschichte des mandarinsprachigen Films reicht von frühen lokalen Pekingopernfilmen aus dem späten chinesischen Kaiserreich hin zu dem antikolonialen und sozial orientierten Kino der chinesischen Republikzeit zwischen 1912 und 1949. Sie erzählt von den politisch konformistischen, ästhetisch indes oftmals erstaunlich reichhaltigen Werken des sozialistischen Realismus unter der Herrschaft Mao Zedongs. Mit Einsetzen der Reformpolitik Ende der 1970er Jahre machte sie schließlich einem unvergleichlichen Reichtum an Geschichten und Bildern sowie einer tiefgreifenden kinematografischen Reflexion der chinesischen Kulturen Platz, mit denen das chinesische Kino seinen Platz in der weltweiten Filmlandschaft eroberte. Sie blickt nicht zuletzt auf ein thematisch und ästhetisch breit aufgestelltes Kunstkino, mit dem Filmschaffende sich im 21. Jahrhundert weiterhin der Massenproduktion für weltweit agierende Streamingdienste erwehren.

DER AUTOR

Stefan Kramer ist Medienwissenschaftler und Sinologe, Professor für die Kulturen Chinas an der Universität zu Köln und Sprecher des Graduiertenkollegs »anschließen – ausschließen. Kulturelle Praktiken jenseits globaler Vernetzung« der Deutschen Forschungsgemeinschaft.


NEUERSCHEINUNGEN

FILM-KONZEPTE

62

9 / 2021

Jörg Helbig (Hg.)

Begründet von Thomas Koebner Herausgegeben von Kristina Köhler, Fabienne Liptay und Jörg Schweinitz

CHRISTOPHER NOLAN

Der in London geborene Christopher Nolan (*1970) gehört zu den maßgebenden und erfolgreichsten Regisseuren der Gegenwart – auch und besonders in Hollywood.

FILM-KONZEPTE Herausgegeben von Kristina Köhler, Fabienne Liptay und Jörg Schweinitz Jörg Helbig (Hg.) Heft 62

Christopher Nolan etwa 100 Seiten, zahlreiche farbige und s/w-Abbildungen ca. € 20,– (D), ca. € 21,– (A) ISBN 978-3-96707-468-0 \\Erscheint im September 2021 ISBN 978-3-96707-468-0

9 783967 074680

Mit Filmen, die einen hohen Unterhaltungswert mit visueller Ästhetik, technischer Qualität und philosophischer Tiefe in seltenen Einklang bringen, versteht es der Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Christopher Nolan, Kritik und Publikum gleichermaßen zu begeistern. Von experimentellen Independentfilmen wie »Memento« (2000) bis zu globalen Blockbustern wie »The Dark Knight« (2008) und »Inception« (2010) gelingt es Nolan zudem immer wieder, die Grenzen filmischen Erzählens auf verblüffende Weise zu erweitern. Getreu seiner Über­ zeugung, dass es weniger aufregend ist, bestehende Regeln zu brechen, als vielmehr neue Regeln zu definieren, erweitert er das Potenzial nichtlinearen Erzählens im Kontext fundamentaler Themen wie Zeit, Erin­ nerung und Identität. Der Band geht diesen Phänomenen nach und präsentiert Nolans Filme in einem breiten Bogen von »Doodlebug« (1997) bis »Tenet« (2020).

AUCH ALS

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DER HERAUSGEBER

Jörg Helbig, seit 2004 Professor für Englische und Amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.


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HERBST 2021

FILM-KONZEPTE

63

10 / 2021

Sophie Rudolph (Hg.)

Begründet von Thomas Koebner Herausgegeben von Kristina Köhler, Fabienne Liptay und Jörg Schweinitz

ALAIN RESNAIS

Obwohl Alain Resnais (1922–2014) zu den bekanntesten ›Autorenfilmern‹ seiner Generation zählt, scheint er doch einer autorenzentrierten Annäherung an sein Werk zu trotzen. So unterschiedlich sind seine Filme über einen Zeitraum von fast sieben Jahrzehnten hinweg.

FILM-KONZEPTE Herausgegeben von Kristina Köhler, Fabienne Liptay und Jörg Schweinitz Sophie Rudolph (Hg.) Heft 63

Alain Resnais etwa 100 Seiten, zahlreiche farbige und s/w-Abbildungen ca. € 20,– (D), ca. € 21,– (A) ISBN 978-3-96707-576-2 \\Erscheint im Oktober 2021 ISBN 978-3-96707-576-2

9 783967 075762

Alain Resnais selbst bezeichnet Film als eine Form der ›bricolage‹, eine Bastelei, die verschiedenste Dinge und vorgefundene Materialien miteinander vermischt und etwas Neues daraus entstehen lässt. Auch wenn er sich in den letzten Jahren seines Filmschaffens dem Boulevardtheater und der Operette zugewandt hat, bleibt sein Name mit einer Reihe von tief in der traumatischen Geschichte des 20. Jahr­hunderts verwurzelten Filmen wie »Nuit et brouillard« (1955) oder »Hiroshima mon amour« (1959) verbunden. Ab den 1980er Jahren beginnt er mit einem festen Ensemble von Schauspielern zu arbeiten, deren Gesichter zu Markenzeichen der dem Boulevardtheater ver­ pflichteten ›Comédie Resnais‹ geworden sind. Was jedoch alle seine Filme prägt, ist die nonchalante Ununterscheidbarkeit, wenn es um Hochkultur und Populärkultur geht. Resnais schert sich nicht um Genrekonventionen, daher vermögen seine Filme das Publikum gleichzeitig zu unterhalten und zu irritieren.

AUCH ALS

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DIE HERAUSGEBERIN

Sophie Rudolph ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehr­ beauftragte an der School of Humanities and Social Sciences der Universität St. Gallen.


NEUERSCHEINUNGEN

FILM-KONZEPTE

64

12 / 2021

Jörg Schweinitz (Hg.)

Begründet von Thomas Koebner Herausgegeben von Kristina Köhler, Fabienne Liptay und Jörg Schweinitz

ANDREAS DRESEN

Das freundliche, fast liebevolle Bild von Menschen, die einen zähen Kampf mit Erwartungen und Normen des gesellschaftlichen Daseins führen – häufig wenig erfolgreich, überfordert und mit ungeeigneten, fragwürdigen Mitteln –, charakterisiert die Filme von Andreas Dresen (*1963).

FILM-KONZEPTE Herausgegeben von Kristina Köhler, Fabienne Liptay und Jörg Schweinitz Jörg Schweinitz (Hg.) Heft 64

Andreas Dresen etwa 100 Seiten, zahlreiche farbige und s/w-Abbildungen ca. € 20,– (D), ca. € 21,– (A) ISBN 978-3-96707-580-9 \\Erscheint im Dezember 2021 ISBN 978-3-96707-580-9

9 783967 075809

So grotesk Situationen dort erscheinen mögen, die Handelnden werden nie zu Zombies, sie laden in einen vielschichtigen subjektiven Raum der Teilhabe ein. So ist es bei »Gundermann« (2018), der teils in der DDR spielt, und auch in »Halbe Treppe« (2002) oder »Willenbrock« (2005), die von der prekären Nachwendeperiode erzählen, aber auch in »Nachtgestalten« (1999), »Sommer vorm Balkon« (2005) oder »Wolke 9« (2008), für die dieser Hintergrund weniger bestimmend ist. Häufig ist von einer dokumentarischen Anmutung die Rede. Stimmig gewählte Orte und Ausstattungen, Improvisationen beim Drehen oder auch Einsätze der Handkamera stützen den Eindruck. Sie suggerieren Nichtinszenierung, obschon es Mittel einer durchdachten Inszenierung sind, die beim Schnitt ihren endgültigen Rhythmus findet und Verstand wie Emotion bewegt. Solchen Aspekten des Kinos von Andreas Dresen widmet sich der Band.

AUCH ALS

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DER HERAUSGEBER

Jörg Schweinitz ist emeritierter Professor für Filmwissenschaft der Universität Zürich. Er ist Mitherausgeber der »Film-Konzepte«, der Zeitschrift »Montage AV« sowie mit Margrit Tröhler der Reihe »Zürcher Filmstudien«.


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HERBST 2021

FILM | LEKTÜREN

Felix Lenz

Terrence Malick: THE NEW WORLD Ein Film, ein Band – die »Film | Lektüren« nehmen sich Zeit und Raum. Band 3 ist mit Terrence Malicks »The New World« (2005) einem der Schlüsselfilme des Regisseurs gewidmet.

Film|Lektüren Herausgegeben von Jörn Glasenapp Felix Lenz Band 3

Terrence Malick: THE NEW WORLD etwa 120 Seiten, zahlreiche farbige und s/w-Abbildungen ca. € 20,– (D), ca. € 21,– (A) ISBN 978-3-96707-571-7 \\Erscheint im Oktober 2021 ISBN 978-3-96707-571-7

9 783967 075717

Die Kolonisierung Nordamerikas im 17. Jahrhundert offenbart die Brüche der Moderne im Keim. Den Entwürfen, Wünschen und Irrtümern der Kolonisten wie der indigenen Powhatan folgt Terrence Malick in »The New World« mit gleicher Aufmerksamkeit. In beiden Richtungen führen Übergangsabenteuer zwischen den Kulturen zu einer kristallinen Gestaltung, die jedem Moment Mehrdeutigkeit verleiht. Malicks ewiger Gegensatz von Natur und Kultur erscheint in »The New World« als tragisch verpasste interkulturelle Chance, die bis heute herausfordernde Fragen aufreißt. Die Präzision von Malicks legendärem Frühwerk und die ekstatischen Montageformen seines Spätwerks finden hierbei in ein perfektes Gleichgewicht, das die hybride Identität der faszinierenden Pocahontas (Q’orianka Kilcher) trägt. Über »Tree of Life« hinaus macht diese Vielseitigkeit »The New World« zum zentralen Film in Malicks Gesamtwerk.

AUCH ALS

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DER AUTOR

Felix Lenz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Literatur und Medien der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen u. a. auf: Sergej Eisenstein, Dominik Graf, Paolo und Vittorio Taviani, Mediendramaturgie, Genrefilm, Goethes Farbenlehre.


NEUERSCHEINUNGEN

Grenz­ überschreitende Licht­Spiele

Zwischen den Niederlanden und Deutschland bestanden schon immer enge Verbindungen in der Wirtschaft, im Privatleben und natürlich auch in der Kultur. Dabei gibt es weitaus mehr zu entdecken als die üblichen Klischees. Die Nachbarländer verbindet eine lange und bewegte gemeinsame Filmgeschichte.

Deutsch­Niederländische Filmbeziehungen Ein

Buch edition text+kritik

CineGraph Buch Herausgegeben von Hans-Michael Bock, Jan Distelmeyer und Jörg Schöning

Grenzüberschreitende Licht-Spiele Deutsch-Niederländische Filmbeziehungen Redaktion: Swenja Schiemann und Erika Wottrich etwa 200 Seiten, zahlr. s/w-Abbildungen ca. € 38,– (D), ca. € 40,– (A) ISBN 978-3-96707-574-8 \\Erscheint im November 2021 ISBN 978-3-96707-574-8

9 783967 075748 AUCH ALS

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Die Aufsätze im neuen CineGraph Buch geben einen Eindruck von der Vielfalt dieser internationalen Filmkultur. Einen Schwerpunkt dabei bilden der Nationalsozialismus und seine Auswirkungen auf die Filmschaffenden beider Länder. Die traumatische Zeit der Besatzung und des Zweiten Weltkriegs hat nicht nur allgemein im deutsch-niederländischen Verhältnis deutliche Spuren hinterlassen, sondern spiegelt sich explizit in der Filmproduktion wider und findet auch im niederländischen Nachkriegs-Spielfilm Ausdruck. Dass die deutsch-niederländischen Beziehungen die Filmgeschichte beider Länder nachhaltig geprägt haben, zeigt sich zum einen im Einfluss, den deutsche Filmschaffende – zumeist Emigrierte – in den 1930er Jahren beim Aufbau einer niederländischen Tonfilmproduktion hatten; zum anderen waren in den 1960er Jahren niederländische Protagonisten maßgeblich an der Entwicklung des Neuen Deutschen Films beteiligt. Zum Thema des Sammelbandes erschien im November 2020 bereits das cinefest-Katalogbuch »Kino, Krieg und Tulpen. Deutsch-Niederländische Filmbeziehungen«.

DIE HERAUSGEBER

Hans-Michael Bock ist Mitglied im Vorstand des Institut CineGraph – Hamburgisches Centrum für Film­forschung e. V. Publikationen zur deutschen und internationalen Filmgeschichte.

Jan Distelmeyer ist Filmwissenschaftler und seit 2002 Lehrbeauftragter der Universität Hamburg und Mitarbeiter von CineGraph, seit 2003 Mitarbeiter beim Deutschen Film­ institut – DIF.

Jörg Schöning ist Mitarbeiter der internationalen Filmfestspiele Berlin und der Nordischen Filmtage Lübeck.


22 · 23

HERBST 2021

Alexander Zöller

Das Erbe des Reichsfilmarchivs Eine Institution zwischen NS-Filmpolitik und Erinnerungskultur

IN KOOPERATION MIT FILMUNIVERSItät BABELSBERG koNRAd woLF

Das 1934 gegründete Reichsfilmarchiv markiert den Beginn einer flächendeckenden und staatlich organisierten Filmarchivierung in Deutschland.

Film-Erbe Herausgegeben von Chris Wahl Alexander Zöller Band 5

Das Erbe des Reichsfilmarchivs Eine Institution zwischen NS-Filmpolitik und Erinnerungskultur etwa 350 Seiten, zahlreiche s/w-Abbildungen ca. € 36,– (D), ca. € 38,– (A) ISBN 978-3-96707-556-4 \\Erscheint im Dezember 2021 ISBN 978-3-96707-556-4

9 783967 075564 AUCH ALS

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Von den Nationalsozialisten zunächst als »Kulturarchiv« und Inspirationsquelle für Filmschaffende und -forschende konzipiert, wandelten sich die Aufgaben des Reichsfilmarchivs während des Zweiten Weltkriegs. Nachdem erbeutete Filme aus den besetzten europäischen Staaten seine Sammlungen stark anwachsen ließen, wurde das Archiv 1945 selbst zur Kriegsbeute: Alliierte Spezialisten bemächtigten sich seiner Bestände und ließen diese zum Teil ins Ausland abtransportieren. Während beschlagnahmtes Filmgut aus den USA an die Bundesrepublik Deutschland restituiert werden konnte, lagern zahlreiche Filme und Unterlagen aus dem Reichsfilmarchiv bis heute im Staatlichen Russischen Filmarchiv Gosfilmofond vor den Toren Moskaus. Trotz seiner Zersplitterung wirkt das untergegangene Reichsfilmarchiv fort: Als Institution, an deren vergleichsweise moderne Arbeitspraktiken deutsche Filmarchive der Nachkriegszeit anknüpften, vor allem aber im Hinblick auf die ebenso intensive wie unkritische Nachnutzung seiner dokumentarischen Bestände, etwa durch das Geschichtsfernsehen.

DER AUTOR

Alexander Zöller studierte Archiv- und Informationswissenschaft in Potsdam. Anschließend Promotion an der Filmuniversität Babelsberg. Er ist Lehrbeauftragter im Master-Studiengang Filmkulturerbe und Mitarbeiter im DFG-Projekt »Bilder, die Folgen haben. Eine Archäologie ikonischen Filmmaterials aus der NS-Zeit«. Forschungsschwerpunkte: Geschichte der deutschen Film- und Medienarchive, Verwendung historischer Filmbilder, audiovisuelle Propaganda im Zweiten Weltkrieg.


NEUERSCHEINUNGEN

Fragen nach den interdisziplinären und interkulturellen Auswirkungen des künstlerischen Schaffens im Exil wie auch nach den positiven kulturellen Folgen der Emigration haben den Blick der Exilforschung geweitet. Bezieht man die Vorgeschichte des Exils und damit die Ära von Weimar ein, ergeben sich noch weitere Ansatzpunkte.

Brachten die im Exil keimenden ›Gedanken an Deutschland‹ letztlich nicht auch eine Verbundenheit mit der Weimarer Kultur zum Ausdruck, für die so viele der Exilierten vor 1933 gestanden haben und eingestanden sind? Sie war immerhin die Ursache für ihre Ver­treibung und Flucht, für ihr Exil und Leben in der Fremde. Der Band »Weimar im Exil« fragt nach den Kontinuitäten zwischen der Kultur der 1920er und 1930er Jahre und den Künsten in der Emigration. Denn zwar wurde Erstere aus Deutschland vertrieben und nahm im Exil auf jeden Fall Schaden, der ›Wartesaal‹ des Exils stellte eine ungeheure Belastungsprobe für die Akteure der Weimarer Kultur dar; gleichwohl ist festzuhalten, dass die ›Idee‹ Weimar mit ins Exil genommen wurde, dass – bei aller Verlusterfahrung der Emigration – Weimar mit Blick auf die Vielzahl der an die Westküste der

USA geflohenen Intellektuellen vor allem in der Filmmetropole Los Angeles weiterwirkte, wenn auch mit Verzögerung. Die Vorstellung von ›Weimar am Pazifik‹ mag vielleicht übertrieben sein. Das ungeachtet der politischen Instabilität aufregende kulturelle Klima und die impulsgebende Pluralität der Medienrepublik Weimar lassen sich auf keinen Fall mit der Exilgemeinde am Pazifik vergleichen; gleichwohl konnte und wollte diese ihre Ideen von Weimar und Erinnerungen an diese entscheidende Phase deutscher Geschichte und Kultur nicht vergessen. Solchen bislang wenig beachteten Kontinuitäten widmen sich die hier versammelten Aufsätze, u. a. finden Vicki Baum, Bertolt Brecht, Bruno Frank, Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger und Thomas Mann, Theodor W. Adorno und Ludwig Marcuse, Ernst Lubitsch und Fritz Lang Beachtung.


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HERBST 2021

Titelfoto: © akg-images

Sabina Becker Fabian Bauer (Hg.)

Weimar im Exil Die Kultur der Republik am Pazifik

Sabina Becker / Fabian Bauer (Hg.)

Weimar im Exil Die Kultur der Republik am Pazifik etwa 300 Seiten, br., 15 x 23 cm zahlreiche s/w-Abbildungen ca. € 29,– (D), ca. € 30,– (A) ISBN 978-3-96707-558-8 \\Erscheint im Oktober 2021 ISBN 978-3-96707-558-8

9 783967 075588 AUCH ALS

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DIE HERAUSGEBER*INNEN

Sabina Becker ist Professorin für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg/Br. Fabian Bauer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Seminar der Universität Freiburg/Br.; er arbeitet an einer Dissertation zu ästhetischen Kontinuitäten von der Kultur der Weimarer Republik und literarischem Exil.


NEUERSCHEINUNGEN

»Es kommt mir vor, als ob es beinahe unmöglich wäre Musiker und gleichzeitig ›Klawiervirtuose‹ zu sein.« In diesem Bekenntnis Eduard Steuermanns, 1915 gegenüber Arnold Schönberg geäußert, zeigt sich schon früh dessen zentrales Dilemma und heimliches Lebensmotto.

Eduard Steuermann (1892–1964), österreichisch-polnisch-jüdischer Pianist aus Galizien, Schüler Busonis, Lehrer und Freund Adornos, Exil­-Amerikaner, gefragter Solist und Pädagoge zwischen Wien, New York und Darmstadt, hat zeitlebens das »beinahe Unmögliche« gesucht: in kompromissloser »Hingabe an die Musik« Wahrheit und Schönheit zu versöhnen. Die Wertschätzung, die ihm als dem wichtigsten Pianisten für die Etablierung Neuer Klaviermusik nicht nur des Wiener Schönberg-Kreises entgegengebracht wurde, hat einer darüber hinausgehenden

Würdigung seiner Person nachhaltig entgegengewirkt. In 14 Beiträgen, die Steuermann von sehr unterschiedlichen Seiten betrachten – sein Leben, seine familiären und künstlerischen Bindungen, sein Musizieren und Komponieren, sein Wirken als Lehrer und geistvoller Autor erörtern –, wird anhand zahlreicher bisher unerschlossener Materialien der Blick auf die Breite seines Schaffens geweitet. So entsteht das Porträt eines Künstlers, der nach Adorno das »Gewissen« der Musik selbst verkörperte.

MIT BEITRÄGEN VON

AUSSERDEM ERSCHEINT

Eike Feß, Thomas Glaser, Reinhard Kapp, Lars E. Laubhold, Volker Rülke, Matthias Schmidt, Jürg Stenzl, Irene Suchy, Werner Unger, Christian Utz, Anton Voigt, Karin Wagner, Martin Zenck sowie einem Grußwort von Alfred Brendel.

MARTIN ZENCK / VOLKER RÜLKE

Kontroverse Wege der Moderne

Der exilierte Komponist und Pianist Eduard Steuermann in seinen Briefen Korrespondenz mit Arnold Schönberg, Theodor W. Adorno und René Leibowitz

Martin Zenck / Volker Rülke Kontroverse Wege der Moderne Der exilierte Komponist und Pianist Eduard Steuermann in seinen Briefen. Korrespondenz mit Arnold Schönberg, Theodor W. Adorno und René Leibowitz 20 x 28 cm, etwa 600 Seiten, geb. s/w-Abb., Notenbeispiele ca. € 59,– (D), ca. € 60,70 (A) ISBN 978-3-96707-184-9 Erscheint 2021


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HERBST 2021

EDUARD STEUERMANN Lars E. Laubhold (Hg.)

»Musiker und Virtuose«

Lars E. Laubhold (Hg.)

Eduard Steuermann »Musiker und Virtuose« etwa 520 Seiten, br., 15 x 23 cm s/w-Abb., Notenbeispiele ca. € 59,– (D), ca. € 61,– (A) ISBN 978-3-86916-817-3 \\Erscheint im November 2021 ISBN 978-3-86916-817-3

9 783869 168173 AUCH ALS

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DER HERAUSGEBER

Lars E. Laubhold ist Professor für Musikgeschichte an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Er forschte zu frühneuzeitlicher Repräsentationskunst, zur Salzburger Musikgeschichte und zur Geschichte der musikalischen Interpretation. 2014 erschien in der et+k »Von Nikisch bis Norrington«, eine Studie zur Tonträgergeschichte von Beethovens 5. Sinfonie.


NEUERSCHEINUNGEN

Titelfoto: © <Keine Daten von Verknüpfung>

Magdalena Zorn

WAS IHR HÖRT Werke, was sie durch uns gewesen sein werden

Magdalena Zorn

Was ihr hört Werke, was sie durch uns gewesen sein werden etwa 380 Seiten, br., 15 x 23 cm zahlreiche farbige Abbildungen, Notenbeispiele ca. € 38,– (D), ca. € 39,– (A) ISBN 978-3-96707-523-6 \\Erscheint im Juli 2021 ISBN 978-3-96707-523-6

9 783967 075236 AUCH ALS

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Musikalische Werke in der europäisch-amerikanischen Tradition sind zum Hören gedacht. Wo sehen wir das Musikhören aus Geschichte und Gegenwart? Welche Bilder und welche Sprache verwenden Hörende dabei? Und inwiefern sprechen sie sogar durch die Werke hindurch?

Ein starker musikalischer Schriftbegriff hat es mit sich gebracht, dass diese Fragen in der musikwissenschaftlichen Erforschung von Kunstmusik nicht im Zentrum stehen. Wichtige Ausnahmen bilden Rezeptionsästhetik und -geschichte, die sich mit Reaktionen auf Kunstwerke beschäftigen. Die Erfahrung des Hörens bestimmt jedoch nicht allein deren Rezeption, sondern auch die musikalische Interpretation und sogar den Vorgang der Komposition. Komponierende erschaffen Notentexte in Prozessen auditiver Erfahrung. Im Durchhören von Einfällen erarbeiten sie sich kontinuierlich ein Stück. Im Abgleich zwischen auditiver Imagination und realem Klangerleben übernimmt das kompositorische Hören die Funktion eines wichtigen Korrektivs. So ist das musikalische Kunstwerk insgesamt als ein Kommunikations­ geschehen lesbar, in dem verschiedene Gruppen von Hörenden miteinander interagieren. Im Wiederlesen exemplarischer Stationen europäisch-amerikanischer Kunstmusik begibt sich das Buch auf eine ästhetische und musik­ philosophische Suche nach den Spuren und Abdrücken, die hörende Subjekte in Werken hinterlassen.

DIE AUTORIN

Magdalena Zorn, geb. 1984, studierte Musikwissenschaft in Innsbruck, Freiburg/Br. und München. Im Anschluss an ihre Tätigkeit als Musiktheaterdramaturgin am Schweizer Theater St. Gallen wurde sie 2014 mit der Arbeit »Stockhausen unterwegs zu Wagner« promoviert. 2020 folgte an der LMU München die Habilitation mit der Schrift »Was ihr hört: Werke, was sie durch uns gewesen sein werden«.


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HERBST 2021

Elfi Vomberg · Sebastian Stauss · Anna Schürmer (Hg.)

KRISE BOYKOTT SKANDAL

Konzertierte Ausnahmezustände

Elfi Vomberg / Sebastian Stauss / Anna Schürmer (Hg.)

Krise – Boykott – Skandal Konzertierte Ausnahmezustände etwa 300 Seiten, br., 15 x 23 cm s/w-Abbildungen ca. € 34,– (D), ca. € 36,– (A) ISBN 978-3-96707-458-1 \\Erscheint im August 2021 ISBN 978-3-96707-458-1

9 783967 074581 AUCH ALS

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Krise, Boykott, Skandal – drei schillernde Begriffe, denen ein schlechtes Image anhaftet, die aber auch produktive Potenziale freisetzen können. Besondere Strahlkraft entwickeln sie, seit moderne Krisen­diskurse schnell wechselnde, zunehmend massenmedial ge­prägte Umbruchszenarien befeuern. Als punktuelle Entladung lassen sich Skandale einordnen, die in der verdichteten Atmosphäre von Aufführungssituationen auftreten. Solche konzertierten Aktionen sind auch für Boykotte als Manifestationen der Verweigerungshaltung kennzeichnend.

Welche katalysatorischen Möglichkeiten eines Skandals bleiben von den Avantgarde-Bewegungen, wenn seit der Postmoderne ästhetische Provokationen scheinbar unmöglich geworden sind? Inwieweit erlebt der klassische Boykott im Zeichen sozialer Netzwerke eine Transformation zur »Cancel Culture«? Und inwiefern schlagen sich gesellschaftliche Krisenerfahrungen sozioästhetisch nieder? Solche Narrative des konzertierten Ausnahmezustands werden anhand von Beispielen aus den Darstellenden Künsten, den Informations- und Unterhaltungsmedien, von der Nachkriegsgeschichte bis zur Gegenwart, in wechselnden Konfigurationen betrachtet. Mit Beiträgen von Randi Becker, Maximilian Kutzner, Irene Lehmann, Anne D. Peiter, Nadja Rothenburger, Anna Schürmer, Sebastian Sommer, Sebastian Stauss, Elfi Vomberg und Christian Wevelsiep.

DIE HERAUSGEBER*INNEN

Elfi Vomberg arbeitet am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf in Lehre und Forschung. Ihre Themenschwerpunkte liegen im Bereich der Kultur, Ästhetik und Geschichte akustischer Medien. Als Redakteurin und Dramaturgin ist sie außerdem beim Westdeutschen Rundfunk in Köln tätig.

Sebastian Stauss lehrt und forscht am Institut für Theaterwissenschaft der LMU München, seit 2018 als Postdoc in der DFG-Forschungsgruppe »Krisengefüge der Künste« zum Thema Musiktheatervermittlung. Aufsätze und Artikel veröffentlichte er u. a. in »wagnerspectrum«, »MGG Online«, »The Cambridge Wagner Encyclopedia« und »Studies in Musical Theatre«.

Anna Schürmer ist Medienkulturwissenschaftlerin und Musikjourna­l istin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Auditive Kultur und Sound Studies. Als Musikjournalistin publi­ziert sie in diversen Print-, Funk und Online-Medien mit besonderem Fokus auf Neue- und Medienmusik (www.interpolationen.de).


NEUERSCHEINUNGEN

Ulrich Tadday (Hrsg.)

MUSIK-KONZEPTE

194 VII / 2021

Chaya Czernowin

MUSIK-KONZEPTE Herausgegeben von Ulrich Tadday Heft 194

Chaya Czernowin etwa 100 Seiten, Abb. und Notenbeispiele ca. € 24,– (D), ca. € 25,– (A) ISBN 978-3-96707-393-5 \\Erscheint im Juli 2021

Die israelische Komponistin Chaya Czernowin (*1957) genießt international ein hohes Renommee. Auch als Lehrerin ist sie seit vielen Jahren sehr gefragt – sei es als Professorin für Komposition an der Harvard University oder als Dozentin bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt.

Chaya Czernowins kompositorisches Œuvre umfasst Opern, Orchester- und Kammermusik, Musik für Tasteninstrumente und Vokalmusik, soweit man diese Gattungsbegriffe weit genug fasst. Czernowin ist eine Suchende, eine Grenzgängerin, durch deren Kompositionen wir neue Klangerfahrungen machen, deren Musik uns innere und äußere Welten erschließt.

ISBN 978-3-96707-393-5

9 783967 073935 AUCH ALS

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MIT BEITRÄGEN VON

Trevor Bacˇa, Barbara Eckle, Ludger Engels, Julia Kursell, Hila Tamir Ostrover und Tim Rutherford-Johnson.


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HERBST 2021

Ulrich Tadday (Hrsg.)

MUSIK-KONZEPTE

Sonderband XI / 2021

Josquin des Prez

MUSIK-KONZEPTE Herausgegeben von Ulrich Tadday Sonderband

Josquin des Prez etwa 200 Seiten, Abb. und Notenbeispiele ca. € 36,– (D), ca. € 38,– (A) ISBN 978-3-96707-397-3 \\Erscheint im November 2021

»Das Buch, das die Zeugnisse für Josquins Ruhm bei den Zeitgenossen und Nachruhm bis ins 17. Jahrhundert systematisch gesammelt und gedeutet hätte, ist«, so Ludwig Finscher, »noch nicht geschrieben, aber die Umrisse des Bildes sind deutlich genug. Josquin war der erste Komponist, der schon die Zeitgenossen als Person interessierte, und er galt spätestens seit den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts unangefochten als der bedeutendste seiner Zeit«.

Vor 500 Jahren starb Josquin des Prez (geb. um 1450/55), und noch heute gelten v. a. seine Messen und Messsätze vielen als unerreicht. Aber Josquin ist nicht nur der Messkomponist schlechthin, sondern Schöpfer von Motetten und Chansons. Die Autoren des Sonderbandes nehmen den gesamten Josquin in den Blick und reflektieren seine Werke im Kontext seiner Zeit, und zwar nicht nur im Besonderen der Musik­ geschichte, sondern auch im Allgemeinen der Geschichte, der Kunstund Literaturgeschichte wie der Religions- und Frömmig­keitsgeschichte.

ISBN 978-3-96707-397-3

9 783967 073973 AUCH ALS

eBook

MIT BEITRÄGEN VON

Esma Cerkovnik, Michael Chizzali, Felix Diergarten, Ludwig Finscher (†), Guido Heidloff Herzig, Philine Helas, Fabian Kolb, Laurenz Lütteken, Stefan Menzel, Michael Meyer, Gesa zur Nieden, Klaus Pietschmann, Volker Reinhardt, Thomas Schmidt, Nicole Schwindt, Laura Stefanescu, Daniel Tiemeyer und Christiane Wiesenfeldt.


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MK 140: Brian Ferneyhough

MK 170: Benjamin Britten

2008, 110 Seiten, Abb. und Notenb., € 18,–

2015, 143 Seiten, Abb. und Notenb., € 28,–

MK 141 / 142: Frederick Delius

MK 188 / 189: Rebecca Saunders

2008, 207 Seiten, Abb. und Notenb., € 26,–

2020, 172 Seiten, Abb. und Notenb., € 34,–

MK 151: Arthur Sullivan

MK SB 2018: Ralph Vaughan Williams

2011, 114 Seiten, Abb. und Notenb., € 19,80

2018, 218 Seiten, Abb. und Notenb., € 38,–

MK 159: Edward Elgar

... dass die Fuge keine Fuge mehr ist. Beethovens poetischer Kontrapunkt

ISBN 978-3-86916-775-6

9 783869 167756

Michael Heinemann

... dass die Fuge keine Fuge mehr ist. Beethovens poetischer Kontrapunkt 2019, 182 Seiten € 22,– ISBN 978-3-86916-775-6

Michael Heinemann

Michael Heinemann

Beethovens Ohr

2013, 130 Seiten, Abb. und Notenb., € 24,–

Michael Heinemann

Beethovens Ohr

Die Emanzipation des Klangs vom Hören

ISBN 978-3-96707-452-9

9 783967 074529

Michael Heinemann

Beethovens Ohr Die Emanzipation des Klangs vom Hören 2020, 156 Seiten € 19,80 ISBN 978-3-96707-452-9


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HERBST 2021

keBoo reis: p t Pake

ISBN 978-3-96707-586-1

In Freundschaft stets Ihr Teddie Adorno

,9,9 9 9 € 156 92 statt

9 783967 075861

ISBN 978-3-96707-586-1

Das Theodor W. Adorno Archiv vereint in der abgeschlossenen Reihe Frankfurter Adorno Blätter (1992–2003) bis dahin noch unveröffentlichte Texte zur Kritischen Theorie und Dokumente aus dem Adorno-Nachlass: Briefwechsel (mit Paul Celan u. a.), Rundfunkgespräche und eine Fernseh­ diskussion, Tagebuchnotizen, Aufzeichnungen zu Vorlesungen der Ästhetik, Philosophie, der Theorie der Gesellschaft u. a. sowie Stichworte zur abgebrochenen Vorlesung »Einleitung in dialektisches Denken« (1969) und Adornos Verhältnis zur Studentenbewegung in seiner Korrespondenz. Die Reihe enthält zudem unveröffentlichte Textfragmente von Walter Benjamin, dessen Nachlass auch im Archiv gepflegt wird, editorische Notizen und Beiträge zu dem Philosophen und Komponisten Theodor W. Adorno von Silvia Bovenschen, Jan Philipp Reemtsma, Hermann Schweppenhäuser, Rolf Tiedemann u. a.

Friedhelm Rathjen (Hg.)

Karel Markus (Hg.)

Arno Schmidt – »Zettel’s Traum«

Rolf Tiedemann Der getreue Editor

ISBN 978-3-96707-095-8

9 783967 070958

ISBN 978-3-96707-100-9

9 783967 071009

Friedhelm Rathjen (Hg.)

Karel Markus (Hg.)

Arno Schmidt – »Zettel's Traum«

Rolf Tiedemann – Der getreue Editor

171 Seiten € 24,– ISBN 978-3-96707-095-8

224 Seiten € 36,– ISBN 978-3-96707-100-9


NEUERSCHEINUNGEN

Unsere Online-Publikationen Ulrich Tadday (Hrsg.)

MUSIK-KONZEPTE

194 VII / 2021

FILM-KONZEPTE

62

Begründet von Thomas Koebner Herausgegeben von Kristina Köhler, Fabienne Liptay und Jörg Schweinitz

9 / 2021

Jörg Helbig (Hg.)

CHRISTOPHER NOLAN

Chaya Czernowin

Für Ihre Online-Recherche stehen vier Nachschlagewerke bereit: »Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur« (KLG), »Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur« (KLfG), »Komponisten der Gegenwart« (KDG) und »Lexikon der Illustration im deutschsprachigen Raum seit 1945« (LDI). Auch die beiden Literaturzeitschriften TEXT+KRITIK und Bargfelder Bote sind online verfügbar. Neu hinzugekommen sind außerdem unsere MUSIK-KONZEPTE und FILM-KONZEPTE.

EINZELPREISE PRO KALENDERJAHR

KLG

KLfG

KDG

TEXT+KRITIK Privatpersonen/Stadtbibliotheken Universitäten

€ 69,– (D) € 70,– (A) € 225,– (D) € 227,– (A)

MUSIK-KONZEPTE Privatpersonen/Stadtbibliotheken Universitäten

€ 69,– (D) € 70,– (A) € 225,– (D) € 227,– (A)

FILM-KONZEPTE Privatpersonen/Stadtbibliotheken Universitäten

€ 69,– (D) € 70,– (A) € 225,– (D) € 227,– (A)

Bargfelder Bote Privatpersonen/Stadtbibliotheken Universitäten

€ 64,– (D) € 65,– (A) € 208,– (D) € 210,– (A)

Nutzen Sie jetzt unseren kostenlosen Testzugang.

LdI

Privatpersonen Universitäten

€ 111,40 (D) € 115,00 (A) € 373,40 (D) € 376,50 (A)

Privatpersonen Universitäten

€ € € €

111,40 (D) 15,00 (A) 1 373,40 (D) 377,55 (A)

Privatpersonen Universitäten

€ € € €

9,25 (D) 7 81,50 (A) 265,60 (D) 267,80 (A)

Privatpersonen Universitäten

€ € € €

9,25 (D) 7 81,50 (A) 265,60 (D) 267,80 (A)

Lexika pro Beitrag

€ 7,50 (D) € 7,75 (A)

BB pro Beitrag

€ €

7,50 (D) 7,75 (A)

Bei einem Nutzungsbeginn während des laufenden Kalenderjahres wird das Entgelt für die Anzahl der Monate nach Vertragsbeginn anteilig berechnet. Das Abonnement lässt sich individuell zusammenstellen.

\\Fragen zu www.nachschlage.NET, den Konditionen für nicht private Nutzer sowie zu einem kostenlosen Testzugang beantworten wir Ihnen gerne telefonisch unter +49 (89) 436 000 -12 oder per E-Mail unter info@etk-muenchen.de.


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HERBST 2021

Axel Ruckaberle (Hg.) Begründet von Heinz Ludwig Arnold

Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (KLG) Loseblattwerk, etwa 18 300 Seiten in 15 Ordnern € 295,– (D), € 305,– (A) zzgl. 3 Nachlieferungen pro Jahr Grundwerk einschließlich der 130. Nachlieferung: ISBN 978-3-96707-589-2 Grundwerk einschließlich der 131. Nachlieferung: ISBN 978-3-96707-590-8 Das KLG bietet ausführliche Informationen zu derzeit etwa 890 Schriftstellerinnen und Schriftstellern der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. In ausführlichen Essays werden die einzelnen Werke der jeweiligen Autorinnen und Autoren sowie Werkzusammenhänge und poetologische Grundlagen eingehend analysiert und bewertet.

Hanns-Werner Heister / Walter-Wolfgang Sparrer (Hg.)

Komponisten der Gegenwart (KDG) Loseblattwerk, etwa 12 500 Seiten in 10 Ordnern € 249,– (D), € 256,– (A) zzgl. 3 Nachlieferungen pro Jahr Grundwerk einschließlich der 69. Nachlieferung: ISBN 978-3-96707-461-1 Grundwerk einschließlich der 70. Nachlieferung: ISBN 978-3-96707-494-4 Das KDG versammelt mehr als 1  000 Komponistinnen und Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts. Hierzu zählen neben den »Klassikern« auch viele zu Unrecht Vergessene. Das Lexikon stellt sie alle mit Biografien und Werküberblicken in ihrem Werden und Wirken detailliert dar. Zusätzlich finden sich zu etwa 350 Komponisten neben Werkverzeichnissen, Auswahldiskografien und -bibliografien ausführliche Darstellungen der Werke mit Notentafeln sowie Erläuterungen zu Ästhetik und Kompositionstechniken.

Sebastian Domsch / Annegret Heitmann / Irmela Hijiya-Kirschnereit / Thomas Klinkert / Yvonne Pörzgen / Barbara Winckler (Hg.)

Stiftung Illustration (Hg.)

Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur (KLfG)

Redaktion: Helmut Kronthaler Loseblattwerk, etwa 2 300 Seiten in 3 Ordnern, zahlreiche farbige und s/w-Abbildungen € 129,– (D), € 133,– (A) zzgl. 1-2 Nachlieferungen pro Jahr Grundwerk einschließlich der 11. Nachlieferung: ISBN 978-3-96707-591-5

Redaktion: Mascha Hansen Loseblattwerk, etwa 16 850 Seiten in 14 Ordnern € 295,– (D), € 305,– (A) zzgl. 3 Nachlieferungen pro Jahr Grundwerk einschließlich der 116. Nachlieferung: ISBN 978-3-96707-587-8 Grundwerk einschließlich der 117. Nachlieferung: ISBN 978-3-96707-588-5 Das KLfG stellt Leben und Werk von etwa 830 zeitgenössischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern der Weltliteratur vor, die die Literatur ihres Sprach- und Kulturraums prägen und deren Werke zu wesentlichen Teilen in deutscher Übersetzung vorliegen.

Lexikon der Illustration im deutschsprachigen Raum seit 1945 (LdI)

Das LdI versammelt Artikel über derzeit etwa 110 Künstlerinnen und Künstler aus dem Bereich der Illustration. Die von ausgewiesenen Fachautoren geschriebenen Artikel umfassen neben einem Essay auch bio- und bibliografische Angaben zum jeweiligen Künstler sowie ein vollständiges Verzeichnis der illustrierten Bücher. In einem umfangreichen farbigen Bildteil wird zudem eine repräsentative Auswahl des Schaffens dokumentiert.


Inhaltsverzeichnis TEXT+KRITIK 231 Thomas Meinecke

2

TEXT+KRITIK 232 Wolfgang Welt

3

TEXT+KRITIK SB Heinrich von Kleist

4

TEXT+KRITIK SB Digitale Literatur II

5

neoAVANTGARDEN For Any Instrument

6

Böhnke Nam June Paik

7

Pohl / Schuchter Das Geschlecht der Kritik

8

Schenk / Rossi Juli Zeh

10

schliff N°14   |  Wasser 11 treibhaus 17 Heimat und Fremde

12

Klinkert Gegenwartsliteratur aus Spanien

13

Glasenapp Kontinuität im Wandel

14

Filmgeschichte kompakt Der Film im Nationalsozialismus

16

Filmgeschichte kompakt Der chinesische Film

17

FILM-KONZEPTE 62 Christopher Nolan

18

FILM-KONZEPTE 63 Alain Resnais

19

FILM-KONZEPTE 64 Andreas Dresen

20

FILM | LEKTÜREN Terrence Malick: THE NEW WORLD

21

CineGraph Buch Grenzüberschreitende Licht-Spiele

22

Film-Erbe Das Erbe des Reichsfilmarchivs

23

Becker / Bauer Weimar im Exil

24

Laubhold Eduard Steuermann

26

Zorn Was ihr hört

28

Vomberg / Stauss / Schürmer Krise – Boykott – Skandal

29

MUSIK-KONZEPTE 194 Chaya Czernowin

30

MUSIK-KONZEPTE SB Josquin des Prez

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Empfehlungen 32 nachschlage.NET

34

Lexika

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Die edition text + kritik  im Richard Boorberg Verlag Der Verlag verdankt seinen Namen der Zeitschrift TEXT + KRITIK, die der Richard Boorberg Verlag 1969 vom Georgi Verlag, Aachen übernommen hatte. Neben der Zeitschrift entwickelte sich bald ein breites geisteswissenschaftliches Programm mit heute mehr als 1000 lieferbaren Titeln aus den Bereichen Literatur, Musik, Film und Kulturwissenschaften, das auch viele Reihen und Nachschlagewerke in Loseblattform sowie als Online-Produkte enthält. Jährlich erscheinen etwa 60 neue Titel. Zum 1. Januar 1975 wurde die edition text + kritik selbstständiger Verlag in der Rechtsform einer GmbH und Anfang 2009 in den Richard Boorberg Verlag rückintegriert. Sitz der edition text + kritik war und ist München.

Kontakt edition text + kritik im Richard Boorberg Verlag Postfach 80 0340, 81603 München Levelingstraße 6 a, 81673 München Telefon (089) 436 000-12 Telefax (089) 436 000-19 info@etk-muenchen.de www.etk-muenchen.de Vertriebsleitung Heidi Rosendahl -45 h.rosendahl@etk-muenchen.de Kundenservice Innendienst Christof Skiba -51 info@etk-muenchen.de Lizenzen Heike Hauf -16 h.hauf@etk-muenchen.de Marketing, PR, Veranstaltungen Stefanie Trutnau -15 s.trutnau@etk-muenchen.de Rezensionswesen Johannes Fenner -18 j.fenner@etk-muenchen.de Vertretung Buchhandel Deutschland Rudi Deuble Burgstraße 4 60316 Frankfurt/M. Telefon +49 (69) 49 04 66 Telefax +49 (89) 436 000-19 r.deuble@me.com Vertretung Buchhandel Österreich Anna Güll Hernalser Hauptstraße 230/10/9 A-1170 Wien Telefon +43 (699) 19 47 12 37 Telefax +49 (89) 436 000-19 anna.guell@pimk.at Vertretung und Auslieferung Schweiz Petra Troxler AVA Verlagsauslieferung AG Postfach 27 Centralweg 16 CH-8910 Affoltern a.A. Telefon +41 (44) 76 24 205 Telefax +41 (44) 76 24 210 avainfo@ava.ch Zentrales Auslieferungslager/Remittenden edition text + kritik im Richard Boorberg Verlag Im Maurer 2 71144 Steinenbronn

Umschlagabbildung: Wim Wenders. Mit freundlicher Genehmigung der Wim Wenders Stiftung © Donata Wenders

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Vorschau Herbst 2021  

preview of new publication of edition text + kritik autumn 2021

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