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Bolero

Das Schweizer Magazin für Mode, Schönheit und Kultur JULI/AUGUST 2011 CHF 8.50.– € 6.– www.boleromagazin.ch

Grosser Trendreport Herbst/Winter | Angesagt: Sarah Burton | Neue Hairstlyes | Unsere Modefavoriten | Sri Lanka neu entdeckt

Die besten Hairstyles vom Laufsteg

JULI/AUGUST 2011

Das bringt die Herbst- und Wintermode: Bolero-Guide mit den schönsten Silhouetten Aufstrebende Designer – Sarah Burton Die Lieblingsteile der Redaktion


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INHALT juli/august 2011

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67>

92>

Die neue Mode > 67

Trendreport Was bringt der Herbst und Winter? Eine neue Eleganz – und viele Must-haves

> 92

Go Pussycat Die neue Mode hat sich einem eleganten Seventies-Style verschrieben

Stil 25

Mode Der Sommer ruft zum Sonnenbad – der Badeanzug feiert sein Revival

26

Neuigkeiten Neue Foulard-Linie von Louis Vuitton, Kultbuch von Givenchy-Designer Tisci

28

Trend Western-Mode erobert die Laufstege, Sara Allerstorfer über die Sommergarderobe

30

Alltag Blumenmädchen de luxe: Maxikleider versetzen uns in Sommerlaune

32

Porträt Nives Definti hat Modedesign studiert und entwirft in kleinem Rahmen Schmuck

34

Spot on Pringle hat sein Rhombenmuster von Modestudenten neu interpretieren lassen

36

Im Fokus Diesen Sommer zelebrieren die Couture-Häuser ein romantisches Frauenbild

38

Schmuck Die Haute Joaillerie ist eine Welt der Magie, ein Garten Eden der Schönheit

39

Uhren Gut getarnte Uhren, mit denen wir nicht nur auf Safari eine gute Figur machen

40

Ringe Happy Hour: Diese Cocktailringe sind garantiert kalorienfrei, aber karatreich

Cover FOTO Alice Rosati REALISATION Martina Riebeck MODEL Masha/Next MAKE-UP & HAIR Luciano Chiarello/ Atomomanagement OUTFIT Cremefarbenes Crêpekleid mit aufgestickten Margeriten aus Pailletten. Miu Miu. Kreolen, Dolce & Gabbana.

Beauty > 53

Haartagebuch Starcoiffeur Charles Aellen zeigt die Frisurentrends der Fashion Week Paris

58

Make-up Blau-Grün-Töne sind die aquamarinen Eyecatcher dieses Sommers

60

Vanity Case Nivea feiert 100-Jahre-Jubiläum, Wellnessoase in der Bretagne, Armani-Parfum

64

Test Was kann die Kosmetik? Miss B. untersucht fünf Wimperntuschen für den Killer-Blick

Unsere Titelthemen sind rot gekennzeichnet

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INHALT juli/august 2011

22> Kulturklub 41

Kunst Francesco Clementes berückend schöne Werke in der Kunsthalle Schirn

42

Ausstellungen Ai Weiwei im Kunsthaus Bregenz, Hussein Chalayan in Paris

44

Agenda Ruben Blades live in der Schweiz, Kunst im Park

>45

Ausstellung Die Werke von François Berthoud im Zürcher Museum für Gestaltung

46

Design Neues aus der Designwelt vom Maison Martin Margiela, Marianne Goebl im Porträt

48

Musik Das Ausnahmetalent Pat Metheny, dazu die fünf richtigen CDs des Monats

50

Bücher Haarsträubend: Wir stellen Ihnen die spannendsten Krimis für den Sommer vor

45>

Art de vivre >101

Sri Lanka Lange wurde Sri Lanka vom Tourismus links liegen gelassen – jetzt ist es zurück

105

Reisetipps Borgo Egnazia in Apulien, der neue Schweizerhof Bern, die Gärten New Yorks

106

Jetset Wir sind nach Miami geflogen und haben einen neuen Champagner zelebriert

108

Kleine Kochschule Peter Brunner erklärt, wie man ein saftiges Rindsfilet hinbekommt

110

Sextrology Das Monatshoroskop für alle Sternzeichen von Stella Starsky und Quinn Cox

Rubriken

101>

11

Inhalt

14

Editorial Sithara Atasoy über aufstrebende Designer und die neue Eleganz in der Mode

16

Inside und Impressum

18

Online Versuchen Sie Ihr Glück und machen Sie bei unserer Sommerverlosung mit!

20

Salongespräch Meeresforscherin Céline Cousteau hat uns Rede und Antwort gestanden

>22

Angesagt Sarah Burton ist erfolgreich in die Fussstapfen von Alexander McQueen getreten

>113

Objekt der Begierde Coole Lederjacke in Used-Optik von Jet Set

114

Event Bolero-Vorpremiere des Yves-Saint-Laurent-Films, Feiern in Cannes, Life Ball Wien

116

Verlosung Gewinnen Sie das Hautpflegeset «Source Defense» von Bulgari

118

Adressen Jeden Monat Neues bei Edition Populaire, Sueños-Boutique in Zürich

120

Wo zu kaufen Sämtliche Bezugsquellen

121

Verlosung Der neue Duft «essence eau de muse» von Narciso Rodriguez

122

Kolumne Wider die Lustfeindlichkeit: Kurt Aeschbacher möchte mal wieder richtig feiern

Unsere Titelthemen sind rot gekennzeichnet

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EDITORIAL sithara atasoy

Bewährtes Label versus junges Label: OBEN: Masha in einem Modell von Miu Miu. RECHTS: Modelle der Designerin Felicity Brown.

Aufstrebende Designer! Aus London bin

Genauso stark ist der Trend zu einer neuen Eleganz. Das beste

ich dieses Mal begeistert heimgekehrt.

Beispiel ist Tom Fords Kollektion. Allein die Stoffe sind an

Nicht nur die Herbst/Winter-Kollektion

Luxus kaum zu übertreffen. Diese Spitzen. Diese Silhouetten.

von Tom Ford war ein Highlight.

Ein Traum. In einem Abendkleid von Tom Ford muss man

Ich hatte auch Gelegenheit, eine neue

sich wahrlich wie eine Diva fühlen!

Generation junger Kreativer kennen zu lernen. Im Somerset House, dem Kunst

Apropos Eleganz: Der in Sardinien lebende Designer Antonio

und Kulturzentrum im Herzen von

Marras widmete seine Herbst- und Winter-Kollektion seiner

London, findet während der Modewoche

Mutter. Unweigerlich musste ich an meine eigene Mama

eine Art Talentpräsentation statt. Hier entdeckte ich neue

denken. Wie oft hat sie mir erzählt, wie sie während des Kriegs

Namen. Ich begegnete interessanten Menschen, die von

aus alten Zeitungen Briketts gepresst hat, weil sie keine

sich aus das Gespräch suchten. Die meisten von ihnen stehen

Kohle kaufen konnte. Und trotzdem erfreute sie sich an Ihren

noch am Anfang ihrer Karriere. Andere haben bereits inter-

paar wenigen Herzensstücken. Sie besass zwei Pelzmäntel

nationale Verkaufspunkte gefunden. So auch die Griechin Mary

und zwei Paar Highheels. Grüne Pumps und ein paar Peeptoes

Katrantzou mit ihrer glamourösen und farbigen Kollektion.

in durchbrochenem schwarzem Wildleder. Es war nicht

Mary fehlte am Stand. Dafür war Mama Katrantzou anwesend.

viel. Aber alle vier Sachen waren so glamourös, dass sie meinen

Sie müsse ihre Tochter entschuldigen, sagte sie, Mary sei

Geschmack bis heute beeinflusst haben. Kein Wunder, dass

zu beschäftigt mit den Vorbereitungen für ihre Modenschau.

mich diese neue Eleganz persönlich so sehr berührt. Lassen auch Sie sich verführen!

Ungewöhnlich viele neue Namen trafen wir auch in Paris an.

Sowohl bei eingesessenen Modehäusern wie Carven, Rochas,

Ihre Sithara Atasoy, Chefredaktorin Bolero

Vionnet, wie unter den Newcomern: etwa den Kroaten Damir Doma, der bei Raf Simons tätig war, oder Yiqing Yin, die 2010

PS: Mit der Sommerdoppelnummer wünscht Ihnen

erstmals am «Festival d’Hyères» Aufmerksamkeit erregte.

das ganze Bolero-Team eine herrliche Ferienzeit.

Genauso wie die Schweizerin Emilie Meldem. Im vergangenen

Mitte August erscheint Bolero wieder mit dem grossen

Jahr gehörte sie noch zur «Bolero’s Choice» an der Blickfang

Mode-Spezial. News und Infos aus Mode, Schönheit und

Zürich. Anfang Mai kam ihr eine spezielle Juryerwähnung

Kultur finden Sie täglich auf www.boleromagazin.ch

am «Festival d’Hyères» zuteil. Die Zeit scheint reif zu sein für

Und noch etwas: Machen Sie mit bei unserer Online-

eine neue Generation von Modedesignern.

Sommerverlosung mit 40 echt coolen Preisen!

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INSIDE redaktion: leoni jessica hof

ALICE ROSATI Unsere Entdeckung hinter der Kamera! Sie fotografierte für uns «Go Pussycat», die Modestrecke ab Seite 92 – mag Champagner, Schokolade und Perücken – hasst Erbsen, Poser und Leute mit schlechten Manieren – hört gerne das Rauschen von Wellen am Meer – lebt den Rock’n’Roll-Style – braucht im Flieger Pillen und ein gutes Kissen – arbeitete mal bei einer Leihwagen-Agentur auf Mykonos – sammelt abgefahrene Sonnenbrillen und kauft alte Kameras, die meistens aber nicht mehr funktionieren Bolero: Was passiert bei Ihnen nach einem Shooting? Alice Rosati: Jedes Mal probiere ich einige der Outfits an und mache ein paar verrückte Bilder von mir selbst und dem Team. Die kann man sich auf meinem Blog ansehen: missrosati.tumblr.com

Bolero Zeitschriftenverlag AG Giesshübelstrasse 62i, 8045 Zürich Tel. 044 454 82 82, Fax 044 454 82 72 service@boleroweb.ch, www.boleromagazin.ch Abonnement/Vertrieb: Abo-Service Bolero Postfach, 4801 Zofingen Tel. 062 746 40 84, Fax 062 746 35 71 abo-service@ringier.ch, einzelverkauf@ringier.ch www.online-kiosk.ch Chefredaktorin: Sithara Atasoy Stv. Chefredaktorin: Marianne Eschbach Art Director: Jürg Sturzenegger Redaktion: Sara Allerstorfer (sal), Mode (Leitung) Marianne Eschbach (mes), Beauty & Health (Leitung) Vanessa Fink (vfi), Beauty & Mode (redaktionelle Assistentin) Leoni Jessica Hof (ljh), Kultur (Leitung) Tina Bremer (tbr), Reisen & Reportagen Textchefin und Produktion: Tina Bremer Grafik: Miki Karrer, Tamaki Yamazaki Bildredaktion: Duong Nguyen Korrektorat: Béatrice Schmid Redaktionssekretariat und Honorare: Katarina Griesbach (kgr), Irina Possenti (pti) Giesshübelstrasse 62i, 8045 Zürich Mitarbeiterinnen im Ausland: Martina Riebeck (Modekorrespondentin Mailand) Katrin Sillem (Modekorrespondentin Paris) Mitarbeiter dieser Ausgabe: Charles Aellen, Kurt Aeschbacher, Salvi Atasoy, Andrea Lucia Brun, Peter Brunner, Gian Marco Castelberg, Quinn Cox, Eliane Dürst, Patricia Engelhorn, Florian Kalotay, Alessandro Lucioni, Jozo Palkovits, Patrick Rohner, Alice Rosati, Jörg Schwerzmann, Stella Starsky, Marc Wetli, David Willen, Armin Zogbaum, Monsieur Z Head of Marketing Zeitschriften: Thomas Passen Leitung Anzeigenmarkt Zeitschriften: Claudia Dippel Anzeigenverkauf: Mehtap Bulut, Corinna Sarasin, Roberto Lombardi (Deutschschweiz) Luc-François Besson (Romandie) Leitung Produktion Zeitschriften: Roland Winkler Leitung Werbung Zeitschriften: Franziska Schmid

ANDREA LUCIA BRUN Unsere Praktikantin im Ressort Mode wird bald unsere Mode-Assistentin

VANESSA FINK Unsere Volontärin ist der Sonnenschein des Beauty-Ressorts

ELIANE DÜRST Setzt unsere BeautyVerlosungen in Szene, wie auf Seite 116

– schliesst gerade ihr Studium in Publizistik- und Kommunikationswissenschaften ab – mag Modeaufnahmen aus den dreissiger Jahren – mit «Going Up The Country» von Canned Heat geht für sie die Sonne auf – war bei diversen Filmprojekten als Stylistin tätig

– träumt von ihrem eigenen Loft in New York – hortet über vierzig verschiedene Nagellacke in ihrem Kühlschrank – würde auf einer einsamen Insel vor Langeweile sterben, trotzdem zieht es sie diesen Sommer zum Tauchen auf die Malediven – liebt scharfes Essen

– wohnt mit Freund und Fischen in Baden – hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht – mag es, dass kein Tag wie der andere ist – liebt alte VW-Büssli, Hunde, in der Natur zu sein und Sommergewitter

Bolero: Gibt es einen Künstler, den Sie bewundern? Andrea Lucia Brun: Seit ich eine Proseminararbeit über den Fotografen Miroslav Tichy´ geschrieben habe, bewundere ich seine Arbeit.

Bolero: Ihr grösster Fashion-Moment? Vanessa Fink: Ich durfte zum ersten Mal an die Pariser Modewoche: Das Defilee von Elie Saab werde ich nicht vergessen.

OBJEKT DER BEGIERDE, MAI 2011

Bolero: Wohin führt Sie Ihre nächste Reise? Eliane Dürst: Ich reise gerne – den kommenden Winter verbringe ich in Mittelamerika.

Das Museum für Gestaltung ganz für sich und ihre Freunde hat Isabelle Gargiulo aus Zürich. Sie ist die Gewinnerin unseres Objekts der Begierde und wird im Kreis ihrer Freunde eine exklusive Führung mit Direktor Christian Brändle machen. Gezeigt wird die Ausstellung «Henri Cartier-Bresson». Gargiulo wusste, dass Henri CartierBresson mit seinen Freunden die Agentur Magnum 1947 gründete.

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Produkt Manager: Katja Bizjak Leitung Kooperationen: Mascia Thommen Anzeigenadministration: Beatrice Meyer Aloui, Tel. 044 259 61 97 Anzeigenverkauf Italien: Studiopep srl, Via Popoli Uniti 20, 20135 Milano, Tel. +39 02 2870496, Fax +39 02 2870171 Anzeigenverkauf Deutschland: Ringier Anzeigen International, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich Tel. 044 259 65 11, Fax 044 259 69 96 Anzeigenverkauf übrige Länder: Ringier Anzeigen International, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich Tel. 044 259 64 83, Fax 044 259 69 96 Lithos & Druck: Swissprinters St. Gallen AG, 9001 St. Gallen Bolero ist auf chlorfreiem Papier gedruckt Abonnementspreise: 1 Jahr CHF 75.–, 2 Jahre CHF 140.–, Auslandpreise auf Anfrage: +41 62 746 40 84, Studentenrabatt: 50%, 3-mal im Jahr sind BoleroMen sowie weitere Sonderausgaben im Abopreis von Bolero enthalten. Einzelverkaufspreis: CHF 8.50 (inkl. MwSt.), Bolero erscheint monatlich (10-mal pro Jahr) Bolero wird von der Bolero Zeitschriftenverlag AG, einem Unternehmen der Ringier AG, 4800Zofingen,herausgegeben.DerVerwaltungsratsetzt sich wie folgt zusammen: Kurt Aeschbacher, Thomas Trüb, Martin Werfeli. Wiedergabe von Artikeln und Bildern, auch auszugsweise oder in Ausschnitten, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen wird von Redaktion und Verlag jede Haftung abgelehnt. ISSN 1420-3944

Die Ausgabe 09/2011 von Bolero erscheint am 17. August 2011.


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WWW.BOLEROMAGAZIN.CH redaktion: andrea lucia brun, marianne eschbach, vanessa fink, michael karrer, irina possenti

KLICK AND GO! Besuchen Sie uns auf www.boleromagazin.ch.Täglich Last-Minute-News aus Mode, Kultur und Schönheit. Und stets tolle Gewinne! Am 22.Juni startet die grosse BoleroOnline-Sommerverlosung 2011.Acht Wochen lang, bis zum 16.August, verschenken wir jeden Tag exklusive Preise. Total 40 Must-haves warten auf Ihren Klick!

Bolero

fÉÅÅxÜ@ixÜÄÉáâÇz ECDD

Am Strand liegen und von schönen Dingen träumen... das wünschen wir jetzt allen Bolero-Leserinnen und -Lesern. Mit dieser Sommer-Ausgabe Juli/August 2011 verabschiedet sich Boleros gedruckte Ausführung in die Sommerpause. Damit es Ihnen (und uns) in dieser Zeit nicht langweilig wird, halten wir Sie mit täglichen Updates auf unserer Online-Plattform www.boleromagazin.ch über die Dinge auf dem Laufenden, die sich im Bolero-Universum auch bei 30 Grad im Schatten bewegen. Denn Stil schläft nie. Dass die schönen Dinge nicht nur ein Sommertraum bleiben, dafür haben wir gesorgt. Die Bolero-Redaktion hat 40 raffinierte Preise zusammengetragen, die Sie mit einem Mausklick (und nach aufmerksamem Genuss dieser Bolero-Sommerausgabe) bequem von da aus gewinnen können, wo immer der Sommer Sie hinführt. Viel Glück!

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GEWINN-AGENDA:

> 22. 6.: Colliers von Swarovski > 23. 6.: Gutscheine von Max Chocolatier > 24.–26. 6.: Uhren von Technomarine > 27. 6.: Körper-Waxing von Wax in the City > 28. 6.: Bikini von Lahco > 29. 6.: Duft von Paco Rabanne > 30. 6.: Sonnenbrillen von Karl Lagerfeld > 1.–3. 7.: Weekend im Hotel Vitznauerhof > 4. 7.: Sonnenschutz von Lancaster > 5. 7.: Kaffeemaschine von Nespresso > 6. 7.: Sandalen von Lloyd > 7. 7.: Tasche von Tommy Hilfiger > 8.–10. 7.: VIP-Weekend von Art Masters St. Moritz > 11. 7.: Make-up von Yves Saint Laurent > 12. 7.: Dinner in Zermatt von Giolito > 13. 7.: Bodypflege von La Prairie > 14. 7.: Ballerinas von Stuart Weitzman > 15.–17. 7.: Chronograph von Ebel > 18. 7.: Make-up von by Terry > 19. 7.: Weekend im Ajoie Spa > 20. 7.: Sonnenschutz von Vichy > 21. 7.: Shirt und Schuhe von Lacoste > 22.–24. 7.: Ring von Kurz > 25. 7.: Duft von Acqua di Parma > 26. 7.: Bücher > 27. 7.: Ice-Champagner von Moët > 28. 7.: iPhone- und iPadHüllen von Freitag > 29.–31. 7.: Gürtel von Sueños > 1. 8.: Beauty-Set von Serge Lutens > 2. 8.: Schmuck von Joop! > 3. 8.: Portemonnaie von Flo Accessoires > 4. 8.: Trenchcoat von Gant > 5.–7. 8.: Diamantuhr von Union Glashütte > 8. 8.: Facial und Pflege von Clarins > 9. 8.: Kette von Rockberries > 10. 8.: Trinkgläser von Baccarat > 11. 8.: Füllfeder von Montblanc > 12.–14. 8.: TV von Toshiba > 15. 8.: Haarpflege von Shu Uemura > 16. 8.: Übernachtung im Palace Luzern


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30.5.2011

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SALON GESPRÄCH redaktion: leoni jessica hof foto: sara stathas

Welche menschlichen Fehler entschuldigen Sie bei anderen am ehesten? Wenn jemand zu viel spricht.

Vielleicht, weil ich auch die Tendenz dazu habe. Ihre liebsten Romanhelden? «Alice im Wunderland»,

das ist eine tolle Geschichte, sie rettet alle vor der Königin. Und es gibt eine wunderbare Neuauflage mit Johnny Depp. Ihre Lieblingsheldinnen/-helden in der Wirklichkeit?

Die burmesische Politikern Aung San Suu Kyi etwa, weil sie so stark an etwas glaubt, dass sie ihr Leben dafür geben würde. Im Allgemeinen bewundere ich Leute, die für etwas kämpfen, für die Umwelt oder für Menschenrechte. Für welchen Teil Ihrer Wohnung haben Sie sich beim Einrichten die grösste Mühe gegeben? Für mein Wohn-

zimmer. Ich habe lange nach der perfekten Couch gesucht. Sie ist modern, bequem und riesig, viele Kissen überall. Es soll ein einladender, bequemer, warmer Ort sein. An der Wand hängen Gemälde aus Kuba, ein Paddel, das mir von einem indigenen Stamm in Kanada geschenkt wurde. Von der Decke hängen Objekte aus dem Amazonas… Hier kommen mein Heim und meine Reisen zusammen. Für was geben Sie ohne schlechtes Gewissen zu viel Geld aus? Für Essen. Ich entdecke gerne neue Restaurants.

Wenn ich reise, reise ich durchs Essen. Mein Lieblingsessen ist Ente. Das erinnert mich an mein Zuhause. Ich habe mal versucht, es selber zu kochen, aber das kam nicht so gut. Welche Entdeckung hat Sie am meisten beeindruckt?

Keine Entdeckung, mehr ein Ort – der Amazonas. Es ist ein sehr rauer Ort, schroff, aber auch sehr echt. Welches ist Ihre erste Erinnerung ans Meer? Ich war

sechs, wir zogen nach Sanary, im Süden Frankreichs. Wir lebten dort ein Jahr, mit direktem Blick aufs Mittelmeer. Das Haus gehört immer noch meiner Familie. Ich verbringe in diesem Sommer dort einige Monate, um an

Wo möchten Sie leben? Im Moment lebe ich in Brooklyn,

einem Kunstprojekt zu arbeiten. Meine erste «underwater»-

New York, aber da möchte ich nicht für den Rest meines

Erfahrung machte ich mit meinem Grossvater. An der Küste

Lebens bleiben. Ich habe nirgendwo länger als fünf Jahre

von Santa Monica, da war ich acht Jahre alt.

gelebt, darum kann ich mir nur schlecht vorstellen, mich an einem Ort niederzulassen. Ich träume aber von Spanien

Ihr Motto?

und davon, ein Heim zu gründen…

Keep going, don’t stop!

Céline Cousteau ist Profitaucherin, Umweltschützerin, Forscherin und Geschäftsfrau und hat sich, wie ihr berühmter Grossvater, der Meeresbiologe Jacques Cousteau, der Erforschung der Meere verschrieben. Sie ist Botschafterin der Hautpflege-Linie «Advanced Marine Biology» von La Prairie.

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Interview: Marianne Eschbach

Céline Cousteau Im 19. Jahrhundert war der Fragebogen beliebter Teil eines Gesellschaftsspiels in den Pariser Salons. Die Tradition neu belebend, steht uns dieses Mal die Meeresforscherin Céline Cousteau Rede und Antwort.


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ANGESAGT text: tina bremer foto: philip sinden

Die Thronfolgerin Vor einemJahr ist Sarah Burton als Kreativdirektorin inAlexander McQueens Fussstapfen getreten. Jetzt hängt ihre erste eigenständige Kollektion in den Läden – und ein Kleid schreibt Geschichte. Für ihren bislang wichtigsten Auftrag zog Sarah Burton den Kopf ein. Eingemummelt in einen grünen Parka, die fellbesetzte Kapuze tief ins Gesicht gezogen, huschte sie Ende April aus einer grauen Limousine ins Londoner Goring Hotel. Die Paparazzi erkannten sie trotzdem. Die Designerin hatte ein wichtiges Detail übersehen: ihren nietenbesetzen Gürtel abzunehmen, der eines ihrer Lieblingsaccessoires ist. Burton, die vergangenes Jahr zur Kreativdirektorin des Londoner Modehauses Alexander McQueen ernannt wurde, durfte das Hochzeitskleid von Kate Middleton entwerfen. Wenn auch kein royaler, so doch ein modischer Ritterschlag. Schon Monate vorher wurden Wetten abgeschlossen, wem diese Ehre zuteil werden würde. Am Hochzeitstag selbst blickten zwei Milliarden Menschen auf das elfenbeinfarbene Kleid, das bereits einen Tag später hundertfach als Kopie in Auftrag gegeben wurde. Sarah Burton wurde über Nacht zum «household name». Kein Modemagazin, das nicht versuchte, die Britin zu interviewen, kein Hochzeitsbericht, in dem nicht ihr Name fiel. Während der als zurückhaltend geltenden Burton der Trubel um ihre Person zu viel schien – sie weigerte sich, mit den Journalisten zu sprechen –, war der mediale Wirbelsturm für das Label Alexander McQueen ein Glücksfall. Unkten doch die Kritiker nach dem Selbstmord seines Namensgebers im Februar vergangenen

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LINKS: Kleid aus der aktuellen Kollektion. MITTE UND RECHTS: Ausblick auf die Herbst/ WinterKollektion.

Fotos: Alessandro Lucioni (3)

Jahres, dass auch das Modehaus dem Tode geweiht sei. Schliesslich war Alexander McQueen schon zu Lebzeiten ein Mythos. Seit der königlichen Hochzeit sind die negativen Stimmen verstummt. Burton, die seit Beginn ihrer Karriere an der Seite McQueens arbeitete und eine enge Freundin des Designers war, ist der neue Stern am Modehimmel. «Sarah Burton ist eine ganz andere Person, sie bringt ihre eigene Sensibilität in die Marke mit ein», sagt Mark Tungate, Autor des Buches «Luxury World: The Past, Present and Future of Luxury Brands». McQueens extravagante, oftmals barocke Entwürfe waren voller düsterer Poesie, seine Modenschauen mehr Kunstperformance denn Vermarktung. Burtons Handschrift ist leichter, sie entwirft Kleider, die ein Statement sind, aber trotzdem elegant, weich und feminin. Eine Light-Version des Moderebellen, sozusagen. Gut möglich, dass man McQueen selbst nicht gefragt hätte, Kate Middletons Kleid zu entwerfen, wäre er noch am Leben. Oder dass er abgelehnt hätte. Soll er doch während seiner Ausbildung in der Savile Row Obszönitäten auf das Futter eines für Prinz Charles bestimmten Jacketts gekritzelt haben. Burton fällt im Modezirkus, dessen Manege von etlichen Paradiesvögeln bevölkert wird, allenfalls durch ihre unaufgeregte Art auf. Sie arbeitete 14 Jahre lang gerne im langen Schatten von Alexander McQueen.

Viel weiss man nicht über die 36jährige Blondine, die zwar «ganze Räume voller McQueen-Klamotten» hat, aus praktischen Gründen aber meist Jeans trägt. Bei den wenigen öffentlichen Anlässen, denen sie beiwohnt, – wie etwa die Eröffnung der Alexander-McQueen-Retrospektive «Savage Beauty» in New York Anfang Mai – wirkt sie seltsam verloren. Mit ihrem Ehemann David, einem Modefotografen, lebt sie im noblen Londoner Stadtteil St. John’s Wood, die Kreativität liegt in der Familie. Ihre Mutter Diana Hearst war Musiklehrerin, eine ihrer Schwestern ist Opernsängerin, ihr Bruder Oboist. «Schon als Kind habe ich immer Kleider gemalt», erinnert sich Burton. «Ich habe Richard Avendons frühe Kampagnen für Versace geliebt. Ich habe mein Zimmer damit tapeziert.» Zunächst wollte sie Malerei in Manchester studieren, dann schrieb sie sich am Londoner Central Saint Martins College für Mode ein. In ihrem vorletzten Jahr absolvierte sie ein Praktikum bei Alexander McQueen, in einem winzigen, ungeheizten Studio am Hoxton Square. «Wir verstanden uns sehr gut. Nach meinem Abschluss fragte er mich: Warum bleibst du nicht? Lee (Alexander McQueens erster Vorname, Anm. d. Red.) hat mir alles beigebracht, was ich weiss... Er war so ein liebenswerter Mann. Man wollte ihn nur glücklich machen», erzählt Burton. «Als mir seine Nachfolge angeboten wurde, wollte ich den Job lange Zeit nicht. Ich wusste, ich

könnte nicht so tun, als sei ich er. Aber dann fragte ich mich: Soll all das, wofür Lee gearbeitet hat, umsonst gewesen sein?» Derzeit hängt Alexander McQueens Frühjahr/Sommer-Kollektion in den Läden. Es ist die erste Kollektion, die Burton eigenständig für das Modehaus entworfen hat. Ohne die Inspiration und Unterstützung ihres Mentors. Die braucht sie auch nicht mehr. Sie hat dasselbe Gespür für perfekte Handwerkskunst und präzise Schnitte wie Alexander McQueen. Die Designerin hat Stücke entworfen, bei denen Elemente aus der Natur von starken Silhouetten getragen werden: Ob eine strenge Uniformjacke, geschmückt von Weizenähren, ein aus Lederblättern zusammengesetztes Minikleid, ein Rock aus Fasanenfedern oder eine Robe, aus deren Kragen unzählige Schmetterlinge zu flattern scheinen – Burton hat McQueens Visionen eingefangen und sie weiterentwickelt, ohne dabei die Essenz des Hauses aus den Augen zu verlieren. Die Verkaufszahlen der Gucci Group, zu der das Label Alexander McQueen gehört, sind im ersten Viertel dieses Jahres um 26 Prozent gestiegen. Dafür lohnt es sich, auch mal den Kopf einzuziehen. Nötig hat Sarah Burton es sicherlich nicht. < «Alexander McQueen: Savage Beauty» ist bis zum 31.Juli im New Yorker Metropolitan Museum of Art zu sehen.Alexander McQueen ist in Zürich bei Trois Pommes in der Storchengasse 21 erhältlich.

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3.6.2011

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6.6.2011

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STIL

IM UHRZEIGERSINN

Laufsteglook von Emilio Pucci; www.emiliopucci.com Armschmuck, Marni, ca. CHF 484.–; www.marni.com Tasche in Caramel, Gucci, ca. CHF 5575.–; www.gucci.com Sandalen, Max Mara, ca. CHF 375.–; www.maxmara.com «Ile d’Ouessant»-Badetuch in dezenten Sommerfarben aus Baumwolle, Hermès, CHF 470.–; www.hermes.com Sonnenbrille, Tom Ford, CHF 440.–; www.tomford.com

— News und Trends. Der Sommer ruft zum Sonnenbad! Der Badeanzug feiert sein Revival und die Strandmode zeigt Stil. Naturfarben, Weiss und Rot schmeicheln einem Bronze-Teint. REDAKTION: SARA ALLERSTORFER TEXT: ANDREA LUCIA BRUN LAUFSTEGFOTO: ALESSANDRO LUCIONI

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Foto: Stephanie Pistel

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Gut betucht und richtig gewickelt Wie tragen Sie Ihre Foulards? Mangelt es Ihnen an Ideen? Marc Jacobs, Chefdesigner des Modehauses Louis Vuitton, beweist mit seinem neuen Projekt, dass Schals zu mehr taugen, als nur den Hals zu schmücken. Zusammen mit dem Künstler, Fotografen und Illustrator François Cadière hat Louis Vuitton nicht nur die Accessoires der Herbst/Winter-Kollektion in Szene gesetzt, sondern neue Ideen geschöpft. Das Ergebnis sind acht illustrierte Figuren mit acht unterschiedlichen Tragarten der neuen Foulard-Linie «Eden». Für die Collagen liess sich Cadière von der Berliner Street-Art inspirieren. Die Schals können als Haarband mit Schleife, Gürtel, Kopftuch oder selbst als Turban getragen werden. Jedes Stück ist aus reiner Seide gefertigt und mit Herzen, geometrischen Linien, Leoparden-Prints oder einer bunten Zebra-Musterung bedruckt. Ab Mitte Juli in den Louis Vuitton Stores ab 130 Franken erhältlich. | ALB www.louisvuitton.com

Nachgefragt

STIL-IKONEN

Sie waren Ikonen der Achtziger und feiern jetzt ein Comeback. Bolero traf die britische Band Duran Duran zum Smalltalk am Cannes Filmfestival. Bolero: Im Februar 2011 haben Sie den «Style Icon of the 20th Century»-Award der Stadt Mailand erhalten. Was bedeutet das für Sie? Simon le Bon: Wir dachten, wir würden den Stadtschlüssel bekommen, was geheissen hätte, dass wir unsere Schafherde mitten in die Stadt hätten führen können. Aber unglücklicherweise wurde daraus der «Style Icon»-Award. Ich glaube es heisst, dass jemand deinen Einfluss anerkennt. Wie würden Sie den Stil Ihrer Band umschreiben? Roger Taylor: Wir sind viel relaxter als früher. Wir waren ja besessen von unseren Kleidern, Haaren, der Art und Weise wie wir aussahen. Heute versuchen wir, der Musik und der Performance das Reden zu überlassen. Glauben Sie, dass Sie die Mode beeinflusst haben? Roger Taylor: Als wir unsere Hemdärmel nach oben krempelten und unsere Anzughosen in Pixie-Boots steckten, da schrieben wir Modegeschichte. Mein Sohn zieht sich wie ich früher an. Das soll was heissen. | SAL

Gesunde Kooperation

Alles dabei? Designer Jeremy Scott hat für Longchamp eine weitere Tasche entworfen. Die «Pills Pliage» fordert allerdings eine richtige Dosierung. Bedruckt mit bunten Pillen, gilt es, die Tasche sorgfältig zu kombinieren. Zu viel Buntes führt zu einer Überdosis. Ab Juli in LongchampFilialen ab 255 Franken erhältlich. | ALB www.longchamp.ch

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Kultbuch-Reihe für Sammler und Kenner

TISCIS KREATIVE GLAUBENSFRAGE

Die Herausgeber des «Visionaire» konnten für ihre sechzigste Ausgabe Riccardo Tisci, Chefdesigner von Givenchy, gewinnen. Auf 228 Seiten eint Tisci Arbeiten wichtiger Künstler, Models und Fotografen unserer Zeit. Alle Werke thematisieren Religion als Obsession, Ritual, Anbetung oder Erscheinung und zelebrieren innere Werte und Momente. Neben Mario Testino, Kate Moss, Karl Lagerfeld oder Hedi Slimane fanden diverse weitere Kreative ihren Weg in die Publikation. Inspiriert von kirchlichen Altären, ist «Visionaire Sixty Religion» in dunkles Leder gefasst, mit Seitenrändern in Gold versehen und kommt in einer Schatulle aus Holz und schwarzem Plexiglas daher. Die Sonderedition ist ab Juni ab ca. 370 Franken in Givenchy-Stores erhältlich. | ALB www.visionaire.ch


EBEL134465-0611

7.4.2011

8:45 Uhr

Seite 1


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2.6.2011

8:11 Uhr

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STIL trend Bolero

BLICKPUNKT

Sommerliche Peinlichkeiten

TEXT: SARA ALLERSTORFER

Wenn Michelle Williams im Western «Meek’s Cutoff» durch die Prärie zieht, ist das nicht nur ein Stück hyperrealistischer Filmerzählung. Der Film zeugt gleichzeitig von einer beeindruckenden Recherchearbeit, was die Kostüme betrifft. Und dass diese Ästhetik der ersten Siedler nicht an den Modedesignern vorübergeht ist eine Tatsache, Western-Mode übte schon immer eine Faszination aus (der amerikanische Designer Ralph Lauren baute ein Imperium darauf auf; und die Stallion-Boots wären ohne Spaghetti-Western wohl auch nur das halbe Geld wert). Dabei pendelt sie oft zwischen übertriebenem Klischee und abstrahierten Formen. Bestes Beispiel dafür ist notabene die aktuelle Sommerkollektion von Ralph Lauren. Seine in Off-White und braunes Veloursleder gekleideten Prärie-Girls lassen an Laura Ingels und die verklärt-romantische Serie «Unsere kleine Farm» denken. Die Gebrüder Dean und Dan Caten mit ihrem Label Dsquared2 fuhren in ihrer Laufstegshow einen Planwagen auf. «Cold Mountain», dachte man sofort. Nur, dass die Mädchen in bodenlangen Pelz- oder Ledermänteln, Karohemden und zerschlissenen Jeanshosen viel cooler und raubeiniger aussahen, als damals Nicole Kidman. Und wer jetzt noch den Pocahontas-Look vermisst, dem sei verraten, dass Isabel Marant für Herbst/ Winter dafür tief in die Requisitenkiste griff. 1

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1. Prärie-Girl mit Romantik-Flair bei Ralph Lauren. 2. Bei der DSquared2-Show verbreiteten ein Planwagen und viel Schnee «Cold Mountain»-Feeling. 3. Boots von Pedro Muñoz für urbane Cowgirls. 4. Fransentasche von Cavalli Wild-West-Stil.

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Leitung Mode

Der neue Sommertrend in Sachen Reisen sind Städteferien. Das kann ich nur begrüssen. Stundenlang öde am Strand herumliegen war noch nie mein Ding. Was ist schon ein gesichtsloser Hotelkomplex am Meer gegen den Pariser Louvre, was die Einkaufsmeile von Rimini gegen die charmanten DesignGeschäfte in Kopenhagen. Die einzige Krux an der Sache – ich male es mir schon in allen möglichen und unmöglichen Sommerfarben aus – ist die Garderobe: Kleider für die Badeferien und für den Städtetrip sind zwei Paar Schuhe. Es fängt ja bereits damit an, dass viele Zeitgenossen, blinzelt einmal die Sonne, ungeniert die Hüllen fallen lassen. Da kommen Fleischberge unter superknappen Shorts zum Vorschein und ungepflegte Füsse in Plastik-(!)-Flip-Flops. So viel Fremdschämen wie in der heissen Jahreszeit muss ich mich sonst nie. Was ich eigentlich sagen will: Wenn Sie einen Städtetrip planen, dann packen Sie eine anständige Garderobe ein, will heissen, ziehen Sie sich an und nicht aus. Der Pucci- oder Roberto-Cavalli-Kaftan mag ja auf Capri Jet-Set-Flair verbreiten, in Rom, Paris oder Hamburg sieht er nur noch transparent aus. Alleine schon aus Respekt vor der einheimischen Bevölkerung sollte man hier eher zum trendigen langen Rock und schlichten T-Shirt greifen, will man seine HippieNatur ausleben. Hübsch kann auch ein gemustertes, schulterbedeckendes Kleid im Fifties-Stil aussehen, über das man ein dünnes Cashmere-Jäckchen streifen kann, für den Fall, dass man eine Kirche betritt. Und wenn Ihnen das alles viel zu angezogen ist, dann empfehle ich Ihnen Strandferien und die Kultur auf die kühlere Jahreszeit zu verschieben. SARA ALLERSTORFER ist Leiterin Mode bei Bolero. Sie macht nicht jeden Trend mit, lässt sich aber auch gerne mal überzeugen.

Fotos: Hulton Archive/Getty Images (1)

Go West! Western sind momentan nicht nur im Kino ein Thema.Auch die Mode schaut sich bei den Cowboys und Pionieren um.

SARA ALLERSTORFER


COSM138227-0611

21.4.2011

15:39 Uhr

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6.6.2011

11:17 Uhr

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STIL im alltag

Maximale Länge

Schon die Blumenmädchen der Siebziger zelebrierten bodenlange, wallende Kleider. Nun sind die Maxikleider zurück und versetzen uns in Sommerlaune. Brauntöne, Hut und Goldschmuck verleihen Wüsten-Flair. Knallige Farbkombis lassen uns wie auf Ibiza fühlen. Wir finden: Maxi ist der neue Mini! REDAKTION: SARA ALLERSTORFER TEXT: ANDREA LUCIA BRUN FOTOS: ALICE ROSATI STYLING: MARTINA RIEBECK

VON OBEN NACH UNTEN Hut aus beigefarbenem Pythonleder, Etro, ca. CHF 840.–. Sonnenbrille in Light Glitter Honey, Louis Vuitton, CHF 600.–. «Artémis»-Ring in Silbergold, Aurelie Bidermann, ca. CHF 165.–. Wedges mit weissem Netzstoff, Stella McCartney, ca. CHF 330.–. Tasche, Roger Vivier, ca. CHF 1980.–.

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WÜSTENKÖNIGIN Zimtfarbenes, mit Pailletten besticktes Kleid, Class Roberto Cavalli, ca. CHF 620.–. Zehensandalen mit Strassverzierung, Love Sex Money, Preis auf Anfrage. Braunfarbene Henkeltasche im Miniformat, Emilio Pucci, ca. CHF 1390.–. Kreolen, Dolce & Gabbana, ca. CHF 85.–. Goldfarbene Armreifen, gesehen bei Cavalli e Nastri, ca. CHF 60.–.

Model: Masha/Next, Make up & Hair: Luciano Chiarello using MAC/Atomomanagement, Contributing Art Director: Tommaso Foggini. Preisangaben ohne Gewähr.

DEZENT: MIT ACCESSOIRES IN BRAUN-, BEIGE- UND ROTTÖNEN FALLEN SIE AUF NATÜRLICHE WEISE AUF. BESONDERS SCHÖN DAZU IST GOLDSCHMUCK.


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6.6.2011

11:18 Uhr

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SONNENANBETERIN Kleid mit Musterung an Saum und Büste, Piazza Sempione, CHF 1105.–. Abendtasche, Tod's, CHF 2110.–. Sandalen, Casadei, ca. CHF 1070.–. Armreifen, Tod's, CHF 330.– pro Stück. Kette mit Seestern-Anhänger, Love Sex Money, Preis auf Anfrage. Hut, Piazza Sempione, CHF 132.–. Wo zu kaufen Seite 120.

GEWAGT: DIESEN SOMMER WIRD MIT FARBEN GEKLOTZT! GELB UND TÜRKIS BETONEN ZUDEM DIE SOMMERLICHE FRISCHE. ALSO MUT ZUM AUFFALLEN!

VON OBEN NACH UNTEN Geflochtene Clutch in Meerblau, Bottega Veneta, ca. CHF 1320.–. Kette, Heiner Wiedemann für BeadBox entworfen, CHF 280.–. Sonnenbrille in Orange-Rot, Giorgio Armani, CHF 350.–. «Glamour»-Ohrringe mit Perlenelementen, Swarovski, CHF 180.–. Wedges, Longchamp, CHF 421.–.

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31.5.2011

13:46 Uhr

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STIL porträt

LINKS: Jeans von Current Elliott. Cardigan, Rick Owens. T-Shirt von Cos. Schuhe von Roberto del Carlo. Gürtel, H&M. Armbänder Bottega Veneta und Lua. Uhr Junghans Design. UNTEN: Outfit von Nina van Rooijen.

Pure Poesie

Die Kreativität liegt Nives Definti im Blut. Sie absolvierte die Mode-Designschule in Zürich, heute arbeitet sie bei der Credit Suisse und entwirft in kleinem Rahmen Schmuck. Die sanften Farben ihrer Kreationen und ihrer Garderobe erzählen von einem feinsinnigen Wesen. FOTOS: GIAN MARCO CASTELBERG REDAKTION: SARA ALLERSTORFER

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Mein Stil Natürlich und ungezwungen, wichtig sind mir vor allem schöne Materialien. Lieblingskleidungsstück Eine Lederjacke von Nina van Rooijen und eine Strickjacke von Rick Owens. Schmuck Ist mein ständiger Begleiter, etwa die feingliedrigen Silberringe aus meiner Schmuckkollektion Herbst/Winter 2008/09. Mein neuer Stolz ist die aus dem Jahr 1965 stammende Uhr von Junghans designed by Max Bill. Leidenschaft Meine absolute Leidenschaft gehört dem Design, egal ob Mode- und Industrie-Design oder Architektur. Ich widme meine Aufmerksamkeit allem. Shopping Habit Extremes Shopping ist passé. Ich bevorzuge gezieltes Einkaufen. Am liebsten erkunde ich meine Objekte der Begierde vorher online. Auf Flohmärkten vergesse ich gerne mal die Zeit. Sport Yoga für die Ausgeglichenheit und Windsurfen für ein unbeschwertes Gefühl. Wohnen Ich liebe klassisches Design und mixe dieses gerne mit zusammengetragenen oder selbst entworfenen Objekten.


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6.6.2011

10:19 Uhr

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LINKS: Shorts, Forte Forte. Feinstrickpulli, Fine Collection. Schuhe, Ixos. UNTEN RECHTS: Bodenlanges Kleid, Eryn Brinié Collection (von Dings). Strickpulli, Cos. Gürtel, Dries van Noten. Flache Sandalen, Zem Zem. WOHN-IMPRESSIONEN: Nive Defintis gesammelte Schätze hat sie mit viel Liebe zusammengetragen und dekorativ vor dem Fenster arrangiert.

Ausgehen Ausschweifende Partys sind nicht mein Ding. Ich bevorzuge ein gutes Essen oder ausgiebige Apéros mit Freunden und besuche sehr gerne Pop- oder auch mal Jazz-Konzerte. Reisen Ich erkunde gerne Städte und versuche, deren Pulsieren aufzusaugen. Zum Windsurfen fliege ich schon mal meilenweit, um an einem Traumstrand das Wasser zu geniessen. Lieblingsstadt London. Dort fühle ich mich genauso zu Hause wie in Zürich. Lieblingsdesigner Nina van Rooijen und Isabel Marant. Diese zwei Designerinnen verkörpern einfach meinen Stil und mein Lebensgefühl. Essen Bevorzugt mag ich frisches, unkonventionelles vegetarisches Essen. Beim Kochen ist Freestyle angesagt. Schönheit Ich mag natürliche Schönheit, trinke viel Wasser und versorge meine Haut mit Feuchtigkeit. Für die Hautpflege verwende ich Nuxe und SBT. Mein Lieblingsduft ist «Poivre Samarcande» von Hermès. Für die Haare muss es Aveda sein. Musik Diese drei Interpreten verleiden mir nie: Emiliana Torrini, Feist, Kings of Convenience. <

NIVES DEFINTIS ADRESSEN MODE & ACCESSOIRES Cabinet Nina van Rooijen Weinbergstrasse 52 8006 Zürich

Isabel Marant

1, rue Jacob 75006 Paris www.isabelmarant.tm.fr

ESSEN Restaurant Nooba Kreuzplatz 5 8032 Zürich www.nooba.ch Tel. 043 243 60 06

Prinz Myshkin

Merci

Hackenstrasse 2 80331 München www.prinzmyshkin.com Tel. +49 89 26 55 96

All Saints

AUSGEHEN Arthouse Movies Zürich

111, Boulevard Beaumarchais 75003 Paris www.merci-merci.com www.allsaints.com

www.arthouse.ch

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6.6.2011

10:24 Uhr

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STIL spot on

DIE EIGENE GESCHICHTE MODERN INTERPRETIERT: PRINGLE GEHT NEUE WEGE

Mit Strick und Rhombenmustern hat das Label Pringle of Scotland Geschichte geschrieben. Jetzt haben Modestudenten des Central Saint Martins College of Art unter der Leitung von Professorin Louise Wilson das Design neu belebt. Bolero reiste zur Vernissage nach London und tauchte die fünfziger Jahre ein. TEXT: SITHARA ATASOY

In der Marylebone Nummer eins, in unmittelbarer Nähe von Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett, herrscht ein Gewusel von Menschen, Stimmen, Musik. Es ist laut. So laut, dass das aufgezeichnete Interview mit Professorin Louise Wilson im Nachhinein nur schwer verständlich ist. Die geladenen Gäste heben ihre Gläser. «Cheers!» Das schottische Modelabel feiert sein neu interpretiertes Rhombenmuster – das Ergebnis der jüngsten Zusammenarbeit mit dem Saint Martins College of Art and Design. An Büsten sind farbige Cashmerepullis und Twinsets ausgestellt. In BlauGrün-Schwarz oder Beige-Gelb-Orange. Ein schwarzer Pulli trägt auf der rechten Schulter einen Löwenkopf in Grün und Weiss. Gestrickt, versteht sich. Auffallend sind vor allem die Designs: schwarze Rhomben mit Kritzelei. Gerade so, als hätte jemand das auf Papier entworfene Modell verworfen und anschliessend mit fettem Schwarzstift darüber gekritzelt. Das Kritzeldesign ist Professor Louise Wilsons Favorit. Wilson leitet den MasterStudiengang Mode am Londoner Central

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Saint Martins College of Art and Design. Selber in der Nähe von Hawick («Hoik» ausgesprochen) aufgewachsen, hat sie eine besondere Bezie«Eine einmalige Erfahrung», Professorin Louise Wilson, Leiterin hung zu Pringle. Wilson der Meisterklasse am Londoner Central Saint Martins College. erinnert sich an ihre Primarschulzeit: «Ich war sieben Jahre alt, als wir eine Arbeit über Wilson fragte sich: «Interessiert die Unternehmensgeschichte? Fasziniert die Pringle schreiben mussten. Wir besuchten Marke noch? Auch junge Menschen?» die Fabrik einmal die Woche während eines Die Antwort lautete Ja und so nahm das ganzen Monats. Meine Arbeit wurde ausgezeichnet. Fantastisch! Als Preis erhielt ich Projekt seinen Lauf. Im Mittelpunkt stand das Rhombenein Buch über Pferde.» muster. Ein auf den Kopf gestelltes Viereck «Ich habe als Kind erlebt, wie ein Sweater ist das Markenzeichen von Pringle – entsteht, habe gelernt zu verstehen, welche ebenso wie das Karo jenes von Burberry. Fertigkeiten es dazu braucht», erzählt Die Bachelor- und Master-Studenten Wilson. Aus dieser Zeit stammt ihre Liebe erforschten und katalogisierten das Unterzur Handwerkskunst. Ihre Verbundenheit nehmensarchiv. Sie lernten die 196 Jahre mit Pringle war aber nicht ausschlaggebend alte Geschichte kennen. Sie recherchierten, bei dem Entschluss, die Projektarbeit skizzierten und entwarfen schliesslich anzunehmen. «Das College braucht solche neue Muster. «Es war eindrücklich, als Angebote. Sie sponsern die Schule. Ausdann die Prototypen ausgeliefert worden schlaggebend für die Projektannahme war sind», erzählt Wilson. «So well done!» dann auch der Benefit für die Studenten.» In ihren Augen war die Zusammenarbeit


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6.6.2011

10:24 Uhr

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BILD OBEN: Zandra Elliott, Pringle-Model in den fünfziger Jahren, fotografiert auf dem Fabrikgelände. BILD UNTEN: Modenschau in den Fünfzigern anlässlich des Besuches der Queen. Zandra Elliott, vierte von rechts.

noch genau an mein Bewerbungsgespräch», sagt sie. Der Personalverantwortliche forderte sie auf, das Wort «correspondence» zu buchStudent Viktor Smedinge mit seinem stabieren. Sie kreuzte Pringle-Modell mit Kritzeldesign. die Finger, bis sie beim letzten Buchstaben angesehr professionell und für alle Beteiligten langt war. «Ich bekam den Job.» Während ein Gewinn. «Unsere Studenten konnten die Elliott erzählt, wird ihre Stimme lauter. Fabrik besuchen, sich mit dem HerstellungsSie lacht fröhlich und fragt: «Can you spell prozess auseinandersetzen und mit den correspondence?» Mitarbeitern unterhalten. Es war für unsere In den Fünfzigern war Schottland Schule eine einmalige Chance, so wertvolle führend im Strick. Pringle verstand es Erfahrungen zu sammeln». schon früh, Intarsien zu stricken. Das An der Pringle-Vernissage in London Twinset wurde zum Klassiker. Es folgten nahm auch Zandra Elliott teil, PringleRöcke und Kleider. Nach dem Besuch einer Model aus den fünfziger Jahren. Elliott ist Mannequinschule in London wurde Zandra heute Bürgermeisterin von Hawick. Sie Elliott Hausmodel bei Pringle. «Es war trägt ein Pringle-Kostüm, schmaler Rock, Jacke. Ihre Haare sind weiss geworden, aber eine wunderbare Zeit. Wir fühlten uns aufgehoben im Unternehmen. Wir gehörten sie hat immer noch eine tadellose Figur. zusammen, hatten unsere Hockey-Teams Sie ist schon in Hawick zur Schule gegangen. und Trommel-Gruppen. Pringle organisierte Ihren ersten Job bekam sie als Sekretärin Tanzveranstaltungen. Aber die Dinge bei Pringle, dort war sie zuständig für verändern sich. Das nennt sich Fortschritt.» die Korrespondenz. «Ich erinnere mich

Ihr Lachen tönt plötzlich aufgesetzt, als zweifelte sie an ihren eigenen Worten. Dann zeigt sie Fotos aus jener Zeit. Elliott auf einem Geländer sitzend, im Fabrikareal. Elliott in Reih und Glied mit sieben Kolleginnen. «Das war, als die Queen zu Besuch kam,» erinnert sich Elliott. Die Politiker nahmen an einer Konferenz teil, während ihre Frauen zum Kaffee mit Modenschau geladen wurden. «Damals hatten wir nicht viel Geld. Für etwas mehr haben wir gerne in die Kamera gelächelt.» Lange Firmengeschichten – und dazu zählt auch jene von Pringle of Scotland – gewinnen an Bedeutung. Immer mehr werden sie zum Verkaufsargument. «Ein Erbe zu haben», sagt Professorin Wilson, «bedeutet unter Umständen 196 Jahre Erfahrung. Es gibt sehr wenige Firmen, die das von sich behaupten können. Diese wenigen legen grossen Wert auf ihre Vergangenheit. Damit können sie sich glaubhaft von der Konkurrenz unterscheiden.» < Die Preise der neuen Twinsets liegen zwischen 340 und 1115 Euro. Ab Juli 2011 im Verkauf. Nähere Auskünfte erhalten Sie über die Redaktion.

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31.5.2011

15:24 Uhr

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STIL im fokus Haute Couture – Zweimal im Jahr hält der elitäre Zirkel der Haute Couture in Paris Hof. Für den diesjährigen Sommer zelebrieren die Couture-Häuser ein romantisches Frauenbild mit hellen Farben und schmeichelnder Silhouette. REDAKTION: SARA ALLERSTORFER FOTOS: ALESSANDRO LUCIONI WO ZU KAUFEN SEITE 120

Dior Weitschwingende Röcke, eine eng gezurrte «New Look»-Taille und Farben von Rot über Pastell bis Mitternachtsblau bestimmten die Haute-CoutureKollektion von Christian Dior. Referenzen an die grosse Vergangenheit des Hauses Dior gehören seit jeher zum Designrepertoire ihres Chefdesigners John Galliano (inzwischen nicht mehr bei Dior). Dieses Mal liess er in den Roben die ikonischen Illustrationen von René Gruau aufleben, der in den vierziger und fünfziger Jahren zahlreiche Dior-Kleider illustrierte. So sind etwa seine Pinselstriche mit Stickereien nachempfunden.

Chanel Karl Lagerfeld ist nicht nur die Lichtgestalt des Hauses Chanel und der Haute Couture im Allgemeinen. Seine Kreationen üben auch jene Strahlkraft aus, die der Berufsstand der Haute-Couture-Zulieferer dringend benötigt, um nicht ob all der «Fast Fashion» in Vergessenheit zu geraten. Jedes einzelne Teil der ChanelHaute-Couture-Sommerkollektion vereint präzises Handwerk (es wurden zehn Millionen Glasperlen verarbeitet) und sieht dabei doch mühelos gefertigt aus. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Models allesamt in flachen Schuhen, Ballerinas gleich, über den Laufsteg zu schweben schienen.

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Valentino Wenn jemand die Romantik für sich gepachtet hat, dann ist es das römische Haus Valentino: Spitzen, Blumen, Schleifen, jede Menge Plissees und Krägen, die sich wie eine Gruppe Schmetterlinge um den Hals scharten. Leichtigkeit und Eleganz sind die zentralen Motive der beiden Chefdesigner Pier Paolo Piccioli und Maria Grazia Chiuri. «Wenn Mode sich auf das Heute bezieht, dann ist heute die Zeit, zur Eleganz zurückzukehren», sagt Piccioli. Und dafür ist die Haute Couture definitiv wie gemacht.


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31.5.2011

15:24 Uhr

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Givenchy Anstatt eines grossen Defilees gab es bei Givenchy eine intime Präsentation, die es erlaubte, die Kreationen von Designer Riccardo Tisci von ganz nah zu bestaunen. Und zu bestaunen gab es eine Menge. Japanische Kraniche, die den Körper hochflatterten, raffinierte Cut-outs, Federapplikationen oder Schleifengürtel im Origami-Stil. Streng dosierte Neonfarben gaben der sonst elfenbeinweissen und mauvefarbenen Kollektion eine aktuelle Note. Die sehr geometrischen Schultern erinnerten nicht nur an Samureirüstungen, sondern gaben dem Look auch etwas Futuristisches.

Elie Saab Das sind die Stoffe, aus denen Prinzessinnenträume sind. Der Libanese Elie Saab kennt sein Métier und vor allem die Vorlieben seiner Kundinnen. Vor zehn Jahren kleidete er Halle Berry für den Oscar ein. Seitdem sind seine Kreationen Stammgäste auf dem roten Teppich. Romantisch, verspielt und mädchenhaft wirkten die Kleider der Haute-CoutureKollektion für diesen Sommer. Süss und unschuldig die Mädchen, die den Laufsteg abschritten, umhüllt von Mousseline und Organzablüten. Keckes Rot durchbrach dabei das Meer an Pastelltönen.

Jean Paul Gaultier Stachelige Punkfrisuren, Netzstrümpfe, Stachelarmbänder und eng am Hals liegende Colliers. Diese Insignien der Punkszene waren der rote Faden in Jean Paul Gaultiers Kollektion. Und auch die Namen der Looks lasen sich wie das inoffizielle Alphabet des britischen Punkrocks: «Anarchy in the UK» oder «Vicious». Das Thema Punk hatte Jean Paul Gaultier bereits bei seiner Prêt-àporter für diesen Sommer beschäftigt. Die Couture-Roben hingegen waren trotz absichtlich platzierter Löcher und Riss-Effekte so elegant und elaboriert, wie es sich für die Haute Couture gehört.

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6.6.2011

11:11 Uhr

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STIL schmuck Garten Eden Die Haute Joaillerie ist eine Welt der Magie, in der Handwerk, Know-how, Perfektion und Schönheit eine «amour fou» leben. REDAKTION: SARA ALLERSTORFER

Im Uhrzeigersinn: «Mosaique»-Halskette in 18 Karat Gelbgold mit 137 Smaragden, 72 pinkfarbenen Saphiren, 169 Rubinen und 41 indonesischen Kulturperlen, Chanel Haute Joaillerie. Ring «Bee my love» in Weissgold mit Diamanten, Saphiren, Turmalinen, Granat-Tsavoriten, sertiert mit einem blau-grünen Turmalin von 12,24 ct, Chaumet. Armband «Légume» in Weissgold mit einem blauen Saphir-Cabochon, Aquamarin-Cabochons, Chalzedonen, Labradoriten, Bergkristall, Diamanten, blauen Saphiren und Paraïba-Turmalinen, Lorenz Bäumer. Python-Armreif in Weissgold mit Tsavoriten, Saphiren und Diamanten sertiert, Boucheron. Wo zu kaufen Seite 120.

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6.6.2011

11:11 Uhr

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STIL uhren

Jambo! Wo immer Ihre Safari in diesem Sommer stattfindet, jede dieser Uhren ist ein idealer Reisebegleiter. REDAKTION: MARIANNE ESCHBACH

Filmfoto: Cinetext

EBEL Sportliche Eleganz. Die «Classic Sport Chrono» (41 mm) aus Edelstahl. Kautschukarmband im neuen Farbton Beige. Silberfarbenes Zifferblatt mit feinem Streifendekor. Schweizer Quarzwerk EBEL503. CHF 2100.–

VICTORINOX SWISS ARMY Das Original von 1989 komplett überarbeitet. «The New Original» hat ein Gehäuse aus Nylonfaser und Aluminium. Nato-StyleArmband in Khakigrün. Wasserdicht bis 100 Meter. Quarzwerk. CHF 273.–

JEAN RICHARD Hommage an Peter Beards afrikanische Landschaftsfotografien. Die «Highlands Sand» (44,5 x 40 mm) aus kugelgestrahltem Stahl. Zweite Zeitzone, wasserdicht bis 100 Meter. Automatikwerk JR1000. CHF 4900.–

HUBLOT Glamourös auf der Pirsch. Gut getarnter Chronograph «Big Bang Snow Leopard» aus Stahl mit 48 Rauchquarz-Baguettes auf der Weissgold-Lünette. Armband aus Jeans auf Kautschuk. Werk HUB4300 mit Automatikaufzug. CHF 23 500.–

SWATCH Wilde Tiere ganz zahm. «Irony Nabab» in Salmon Gold aus der neuen «Animal Collection». EdelstahlGehäuse, Zifferblatt mit SonnenschliffEffekt. Armband aus echtem Lachsleder in Beige. Quarzwerk. CHF 140.–

Wo zu kaufen Seite 120.

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6.6.2011

10:14 Uhr

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STIL schmuck

Glücklich zu jeder Stunde Kalorienfrei, dafür karatreich, so mögen wir Sommer-Cocktails am liebsten. Diese Happy Hour stellt Sie ins Rampenlicht. REDAKTION: MARIANNE ESCHBACH FOTO: DAVID WILLEN/SILMÄ

«Cocktailringe wurden erfunden, als Frauen anfingen, Karriere zu machen», vermutet Bernard Forot. «Sie wollten expressiven Schmuck ohne allzu grosses Sicherheitsrisiko.» Bernard Forot leitet den Schmuckbereich bei Piaget. Sein Team hat 30 verschiedene Fantasie-Ringe nach Cocktailrezepten entworfen (Preise zwischen 10 000 und 120 000 Franken). Sie sind auch eine Hommage an Firmengründer Yves Piaget, ein Jetsetter der sechziger Jahre. «Das war eine sehr kreative Epoche», sagt Forot. V.l.n.r.: «Blue Sea Inspiration» mit Aquamarin, Brillanten, Feueropalperlen, in Weiss- und Gelbgold. «Mai Tai Inspiration» mit Morganit, Brillanten, Rubinen und Tsavoriten, in Weissgold. «Raspberry Daiquiri Inspiration» mit Rubellit, Brillanten, Rubelliten und Smaragden, in Weissgold. Wo zu kaufen Seite 120.

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KULTUR

6.6.2011

7:50 Uhr

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— Bilder zwischen den Welten— Francesco Clemente ist in der Kunsthalle Schirn zu sehen. Seine Werke sind nicht nur, aber auch berückend schön. TEXT: JÖRG SCHWERZMANN

Francesco Clemente, 1952 in Neapel geboren, ist einer der bedeutendsten italienischen Gegenwartskünstler. Seine Bildsprache ist geprägt von seinem bewegten Künstlerleben zwischen Italien, Indien und New York, wo Clemente mit seiner Familie seit 1983 wohnt. In seinen Bildern entfaltet der Künstler einen Kosmos voller Symbolik und Sinnlichkeit; Figuren und Gesichter überlagern sich, europäische Romantik trifft auf indische Spiritualität, erotische Motive stehen neben abstrakten Mustern. Bei aller Vielfalt bleibt Clementes Stil unverkennbar, vor allem durch die eindringliche Ästhetik, die sein Werk auszeichnet: Seine Pastellzeichnungen und Aquarelle sind nicht nur, aber vor allem berückend schön. In Frankfurt am Main ist nun eine Übersicht zum Werk des Künstlers zu sehen, die von frühen kleinformatigen Zeichnungen bis zu monumentalen Aquarellmalereien aus jüngster Zeit führt.

OBEN: «Two Painters», 1980. Collection Hermes Trust, UK Courtesy Francesco Pellizzi, Steven Sloman. UNTEN: «Camouflage Paradise», 2010. Bruno Bischofberger, Zürich.

«Francesco Clemente, Palimpsest». Schirn Kunsthalle Frankfurt, bis 4. September.

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6.6.2011

7:51 Uhr

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KULTUR agenda Ausstellung

Wie politisch ist Architektur? Das Kunsthaus Bregenz zeigt die Bau-Projekte vonAiWeiwei. Eigentlich wollte Ai Weiwei (*1957) für den Aufbau der Ausstellung seiner Architekturprojekte selbst nach Bregenz kommen. Dann aber wurde der 54-jährige Künstler verhaftet – Ausgang ungewiss. Die Verhaftung ist der Höhepunkt regelmässiger Repressalien der kommunistischen Führung der Volksrepublik China gegen den Regimekritiker. Bereits im Januar liessen die Behörden sein Atelier in Shanghai abreissen. Die Auseinandersetzung um sein Atelier thematisiert Weiwei nun im Kunsthaus Bregenz. Und beantwortet damit gleich die Frage, wie politisch Architektur ist. Die Ausstellung konzentriert sich auf seine Architekturkooperationen, etwa mit dem Architekturbüro Herzog & de Meuron, mit dem er eines seiner berühmtesten Werke, das Olympiastadion in Beijing realisierte. Neben Modellen, Plänen und Videos werden noch unbekannte Architekten zu entdecken sein, mit denen er zusammenarbeitete. Ausserdem hat der Künstler ein spezielles Ausstellungsdisplay entworfen. Zur Ausstellungseröffnung sind mehrere Solidaritätsprojekte geplant. | LJH

Adrian Ghenie, «Duchamp», 2009.

«Ai Weiwei», Kunsthaus Bregenz, 16. Juli bis 16. Oktober

Alexander Ponomarev, «Formula».

Ausstellung

LINKS: «Ai Weiwei», Porträt. RECHTS: «Nationalstadion Peking für die Olympischen Spiele», 2008.

Festival

ZÜRCHER FESTSPIELE – VIELKULTUR IN DER LIMMATSTADT. Den Auftakt der Sommersaison feiern die Zürcher Kulturbetriebe: Eine Kombination aus Oper, Konzert, Tanz, Theater und Kunst präsentieren die Zürcher Festspiele bis zum 10. Juli. Einer der Höhepunkte ist die New Yorker Tanzcompany «The Select». Im Stück «The Sun Also Rises», nach Hemingways erstem grösseren Roman «Fiesta», stolpert eine Gruppe zielloser, meist betrunkener amerikanischer Auswanderer durch Europa. Ihre Suche nach Identität endet in Pamplona, wo Stierkampf und Fiesta die Strassen beherrschen. Olé! | LJH Das Programm der Zürcher Festspiele gibt es unter www.zuercher-festspiele.ch

Die Biennale in Venedig ist die Urgrossmutter aller Kunstbiennalen. Seit 1895 schafft sie es alle zwei Jahre wieder, die aktuelle Kunst auf den Punkt zu bringen. Neben den Länderpavillons und der grossen Schau im Arsenale gibt es auch dieses Jahr ParallelAusstellungen. In den Hallen des Arsenale Novissimo präsentieren vier Künstler Werke, die sich mit der Entropie befassen. Entropie kann vereinfacht als Mass für die Unordnung eines Systems betrachtet werden und ist wissenschaftlich gesehen eine komplizierte Angelegenheit. Alexander Ponomarev zeigt die Wasserinstallation «Formula», Adrian Ghenie, bekannt für seine dramatischen, expressiven Gemälde, hat eine monumentale Arbeit namens «Duchamp» kreiert und Hans Op de Beeck führt seine Location-Serie mit einer Total-Installation weiter. Ryoichi Kurokawa präsentiert eine Multimedia-Schau. Mit ihren Arbeiten machen die Künstler aus einem komplexen Thema eine eindrückliche Kunstschau. | JSC «One of a Thousand Ways to Defeat Entropy», Biennale di Venezia, Arsenale Novissimo, bis 27. November. Katalog bei Hatje CantzVerlag erhältlich.

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Fotos: Rudolf Sagmeister (1), Mark Barton (1), Courtesy Galerie Mark Müller and the artist

ENTROPIE? KUNST! – WAS ES IN VENEDIG AUCH NOCH ZU SEHEN GIBT.


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6.6.2011

7:51 Uhr

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Ausstellung

Kleider-Kunstwerke – Hussein Chalayan hält Einzug ins Pariser Musée des Arts Décoratifs. Für Hussein Chalayan (*1970) ist Mode mehr als schöner Stoff, mit dem man sich kleidet. Seine Kreationen bewegen sich zwischen Mode, Architektur und Design, sind im wahrsten Sinne des Wortes Kunstwerke – und finden jetzt Einzug ins Museum. Das Pariser Musée des Arts Décoratifs gibt dem Designer vom 7. Juli bis 21. November Carte blanche. Und wir erhalten Eintritt in eine komplexe Welt. Kleidung paart sich hier mit Installationen und Inspiration wird aus dem gezogen, was um uns herum passiert. Auf zwei Etagen wird vielleicht ein Tisch zum Rock oder ein Kleid erstrahlt dank vieler LED-Leuchten. Auf den schnellen Effekt ist Chalayan aber nicht aus. Immer wieder bearbeitet er Themen wie Krieg oder Kulturkonflikte. Er selbst wurde im türkischen Teil Zyperns geboren, einer Insel mit zerbrechlichem Frieden, aufgeteilt zwischen Griechenland und der Türkei. Mit zwölf zog er nach London, wo er später am Central Saint Martins College studierte. 1993 designte er seine Abschluss-Kollektion «Tangent Flowers», im folgenden Jahr gründete er sein eigenes Label. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog bei Rizzoli. | LJH «Fashion Narratives», Musée des Arts Décoratifs, 7. Juli bis 21. November

«The Remote Control Dress».

Lookbook

Kurz gesagt – Gary Taxalis Werke sind auf den Punkt gebracht. Als Google beim Illustrator Gary Taxali anfragte, um mit seinen Illustrationen ihre Suchmaschine zu bebildern – unentgeltlich – kam die Antwort postwendend. Die gezeichnete Hand mit ausgestrecktem Mittelfinger bedurfte keiner Worte. Ein Sammelband, der bei TeNeues erscheint, präsentiert nun den schlagfertigen Illustratoren. Taxali lässt sich von alten Comics inspirieren und wirft ein Schlaglicht auf die immerwährenden Paradoxien des Lebens. | LJH «I love you, OK?», Gary Taxali,TeNeues

Ausstellung

SPERRMÜLL VEREDELN – DAS KUNSTHAUS FEIERT 1150 JAHRE LANGENTHAL. Zum 1150-Jahre-Jubiläum gratuliert das Kunsthaus Langenthal «seiner» Stadt mit einer Ausstellung, die Martin Mele (*1960 in Buenos Aires) ins Treppenhaus des Museums hineingebaut hat – mit Fundstücken aus der Umgebung, Treibgut und Sperrmüll aus der Stadt und Trouvaillen aus dem Brockenhaus. (Bild: «Handfest», 2006.) Die Überführung von Sperrmüll in Kunstwerke zelebriert Mele in Performances und Installationen. Man merkt: Hier darf auch gelacht werden. Allerdings ist die Kunst des Martin Mele auch eine hintersinnige: Der Künstler zeigt die Kehrseite unserer doch sehr luxuriösen Existenz – den Müll, die Abfallhaufen, das ganze Gammelige in seinen Anhäufungen bewegt sich am Rand der Komik. | JSC «1150 Jahre Martin Mele», Kunsthaus Langenthal, 25. Juni bis 10. Juli

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6.6.2011

7:51 Uhr

Seite 44

KULTUR agenda

Musik

Ausstellung

Film

Ausstellung

Olga Scheps begann ihre Laufbahn als Konzertpianistin mit 12 Jahren. Ihre neue CD «Russian Album» wird allseits gelobt. Im Konzert kann man Frau Scheps auch bei uns erleben: am 22. 6. im Zürcher Kaufleuten und am 30. 7. am Menuhinfestival in Gstaad. | JSC

Die Manufaktur Louis Vuitton steht fürs Reisen mit Stil – fürs Reisen in Gedanken ist der Kunstraum des Unternehmens an den Pariser Champs Elysées zuständig. Die Ausstellung «Trans-Figurations: Mythologies indonésiennes» nimmt uns vom 24. 6. bis zum 23. 10. mit zum grössten Inselstaat der Welt. | LJH

Tom Hanks führte Regie beim Film «Larry Crowne», der jetzt in die Kinos kommt. Und er spielt auch die gleichnamige Hauptfigur: Larry Crowne ist der Mitarbeiter des Jahres in einem Kaufhaus – bis dem Junggesellen Knall auf Fall gekündigt wird. Da er keinen College-Abschluss hat, drückt er erneut die Schulbank – bei der charmanten Professorin Mercedes (Julia Roberts)... | LJH

Der Park Szilassy, im Walliser Dorf Bex, ist ein englischer Landschaftsgarten. Hier findet seit 1979 alle drei Jahre die Ausstellung «Bex&Arts» statt, zu der die Künstler Skulpturen und Installationen im Freien realisieren. | JSC

OlgaScheps,«Chopin»,SonyClassical

www.louisvuitton.com/espaceculturel

Filmstart: 30. Juni

«Bex&Arts», Bex, bis 25. 9.

Ausstellung

Ausstellung

Ausstellung

Konzert

Das wunderbare Pariser Musée du Quai Branly feiert den 5. Geburtstag und zeigt aus diesem Anlass Schätze aus Guatemala. Die Ausstellung «From dawn to dusk» beherbergt 160 Objekte wie Keramiken, Stelen, Begräbnisobjekte oder architektonische Überbleibsel. Lernen Sie die Kultur der Maya kennen! Ein Besuch lohnt sich schon wegen des tollen Museumsbaus von Nouvel. | LJH

Die US-amerikanische Künstlerin R.H. Quaytman (*1961) arbeitet an der Schnittstelle von Konzeptkunst und Malerei. Op-artiges mischt sich dekorativ mit Siebdrucken ab Fotovorlagen, zum Beispiel Fotos von Glühlampen und andern Lichtquellen. Vieles in Quaytmans Werk hat mit ihrer Biografie zu tun und alles sieht vordergründig sehr schick aus, erweist sich aber als Kunst mit viel Tricky-Potenzial. | JSC

Ruben Blades, 1948 in Panama geboren, war schon Präsidentschaftskanditat und Filmschauspieler. Aber vor allem ist er ein grossartiger, mit Grammies dekorierter Salsamusiker und tritt nun zum ersten Mal live in der Schweiz auf! | JSC

TELEFONZEICHNUNGEN UND SKULPTUREN

Franz Eggenschwiler (1930– 2000) war ein manischer Zeichner; während er telefonierte, kritzelte er Unmengen kleiner Zettel voll. Die meist winzigen Blätter sind charmante Kunstwerke, und oft entwickelte der Künstler daraus grössere Bilder und Skulpturen. | JSC Kunstmuseum Solothurn, bis 31. 7.

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UNTERWEGS

ZEITREISE

«From dawn to dusk», Musée du Quai Branly, bis 2. 10.

SCHULE DES LEBENS

DEKORATIV, ABER NICHT BANAL

R.H. Quaytman, Kunsthalle Basel, bis 28. 8.

KUNST IM PARK

DER SALSERO KOMMT!

Kaufleuten Zürich, 10. 7.

Fotos: Eko Nugroho «Stranger Always Looks Strange, 2010» (1), Alexandre Joly «Sacred Peanut Park» David Gagnebin-de Bons (1), Franz Eggenschwiler «Zwischending, 1989», Ricky Lopez Bruni (1), R.H. Quaytman «Spine, Chapter 20, 2011» Courtesy the artist & Miguel Abreu Gallery, New York (1)

MIT CHOPIN ZUR SPITZE


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2.6.2011

8:13 Uhr

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KULTUR ausstellung

– Visuelle Verführung – Die Werke von François Berthoud tragen eine unverwechselbare Handschrift – zu sehen im Zürcher Museum für Gestaltung. TEXT: LEONI JESSICA HOF

Der Schweizer François Berthoud gehört zur ersten Liga der Modeillustratoren. Seine Werke bewegen sich im Spannungsfeld von Mode, Accessoires und subtiler Erotik. Seine Linolschnitte, Tropfenbilder und Computergrafiken sind Teil von Kampagnen, die zur Wahrnehmung und zum Erfolg von Modehäusern – von Yves Saint Laurent und Bulgari über Ferragamo bis zu Viktor&Rolf oder Christian Dior – beigetragen haben. In seiner ersten Museumsausstellung entdecken Sie aber nicht «nur» die Arbeiten Berthouds. Sie schauen auch direkt in sein Studio und erfahren, wie seine Kunstwerke entstehen. Ein eigens produzierter Film zeigt den Künstler, wie er einen Linoldruck herstellt. Berthoud benutzt dazu als Ausgangslage eine Fotografie und reduziert diese auf ihre visuelle Essenz – auf jene wenigen Linien, die als Basis für das Schneiden der Linolplatte dienen. Von der ersten Skizze bis zum Endprodukt, den finalen Prints, sind Sie beim Entstehungsprozess dabei. Und dabei knistert es, spielt die Erotik doch eine tragende Rolle. Berthoud sagt: «Erotik ist ein Dauerthema, auch in der Werbung. Illustrationen können jedoch gegenüber der Fotografie mehr Raum für Vorstellungen und Interpretationen bieten.» «François Berthoud – Die Kunst der Modeillustration», 22.Juni bis 9. Oktober, Museum für Gestaltung,Zürich, www.museum-gestaltung.ch

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6.6.2011

7:54 Uhr

Seite 46

KULTUR design Maison Martin Margiela über ihr Projekt: «Wir haben eine theatralische Umgebung kreiert, hier trifft die Realität auf Trompe-l’oeil, treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander.»

Spiel mit unseren Sinnen: Ein Entenei stoppt die Tür, eine Feder schmückt den schnöden Kugelschreiber. Die Stücke der «Linie 13 – Objects & Publications» sind in allen Maison Martin Margiela Stores erhältlich.

Avantgarde in Weiss Neuigkeiten aus der Designwelt der Maison Martin Margiela. TEXT: LEONI JESSICA HOF

Wenn die Kunst moderner Verführung darin liegt, uns immer wieder zu verwundern und unseren Blick auf die Dinge in Frage zu stellen, dann ist die Maison Martin Margiela der Grossmeister der Verführung. Seit mehr als 20 Jahren steht das Label für avantgardistisches Design und Modenschauen, an denen die Gesichter der Models schon mal mit Gaze verhüllt sind. Zur geheimnisvollen – nennen wir es ruhig Aura – des Unternehmens hat auch der stets unsichtbar bleibende Chefdesigner beigetragen, der Ende 2009 seine Marke verliess (ein einziges neueres Bild von ihm soll 2008 die «New York Times» veröffentlicht haben). Die Maison agiert weiter als Kollektiv. Und kleidet nicht mehr nur Menschen ein, auch Räume werden ins signifikante Weiss gehüllt und Suiten eingerichtet. Und nun ein Hotel. Das Pariser Fünf-Sterne-Hotel Maison Champs-Elysées liegt im Haute-Couture-Bezirk mit der Nummer acht. Es ist das bisher grösste Interior-Design-Projekt der Maison. Gestaltet wurde das Erdgeschoss, sieben Suiten und zehn Zimmer. Das Gebäude des

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Architekten Jules Pellechet wurde 1866 fertiggestellt und war das Heim der Duchess of Rivoli. Seit 1989 ist es ein Hotel. Worauf sollte man sich beim Einchecken einstellen? Einen Vorgeschmack gabs am Mailänder Salone. Die Editionen der Maison werden von Möbelexperten wie Cerruti Baleri hergestellt. Es dominieren weisses Leinen, illusionistische Gemälde, ein Stil-Mix von Epochen mit einem Hauch von Humor. Da wird mit Proportionen wie beim Sofa «Undersized» oder mit unseren Sinnen gespielt: Der Tisch «Sbilenco» erscheint höchst instabil, eine Schublade balanciert die Glasplatte. Vielleicht täuschen projizierte Schatten, ein Entenei stoppt die Tür, im 7-Liter-Farbeimer aus spiegelndem Glas kühlt man den Champagner. Wenn schon die Modebranche den Revoluzzern in Weiss zu eng ist, dann die strenge Interior-Welt erst recht. Eine Tür ist eben nicht nur eine Tür. Und was dahinter passiert – wie weit reicht Ihre Fantasie? Wenn Träumen die höchste Form von Verführung ist, dann ist die Maison Martin Margiela ihr Grossmeister. <


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6.6.2011

7:54 Uhr

Seite 47

KULTUR design

Was das Herz begehrt Marianne Goebl ist die neue Direktorin der «Design Miami» und deren Schwester-Veranstaltung in Basel. Bolero stellt die Allrounderin vor.

Foto: Courtesy of Design Miami

TEXT: LEONI JESSICA HOF

Im Moment pendelt Marianne Goebl zwischen zwei Welten. Zwischen exaltierter Hitzigkeit am Sandstrand und helvetischem Understatement am Rhein, zwischen Miami und Basel. Seit Anfang des Jahres ist Goebl die neue Direktorin der «Design Miami» und tritt in die Fussstapfen der Gründerin und Leiterin der Messe, Ambra Medda. Während Medda medienwirksam zum «It-Girl» des Designs stilisiert wurde, sieht sich die Österreicherin Goebl als Gastgeberin und Vermittlerin, «im Mittelpunkt stehen aber die Inhalte: aussergewöhnliche Sammelobjekte.» Sie ist sich sicher, dass sich das Sammeln von Design ähnlich wie das von Kunst entwickeln wird. Weg vom Einmal-Möbel, hin zum wertvollen Stück, das auch gern von Generation zu Generation weitergegeben werden kann. «Der Markt für <collectible design>, insbesondere für zeitgenössisches Design, ist noch relativ jung. Das Interesse ist in den vergangenen Jahren aber konstant gewachsen und wir gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird.» Darum hat sich die neue Direktorin das Ziel, ein breiteres Publikum für diese Disziplin zu begeistern, auf die Fahnen geschrieben. Gutes Design zu demokratisieren, wie man sagen könnte. Für die Messe in Basel wurde dafür das Galerieprogramm auf mehr als 40 Aussteller erweitert, die Möbel, Leuchten, Textilien und Objekte aus über 30 Ländern präsentieren. «Wir laden unsere Besucher ein auf eine Reise durch die Designgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts,

von raren historischen Einzelstücken bis zu Experimenten zeitgenössischer Designer – Arbeiten von Museumsqualität, aber zum Anfassen.» Design des frühen 20. Jahrhunderts lag in Basel in der Luft, mit den erstmals teilnehmenden Galerien «Ulrich Fiedler», spezialisiert in Bauhaus und De Stijl, und «Doria», spezialisiert in Art déco und früher französischer Moderne. Die Liebe zur guten Form entbrannte in Goebl während des Management-Studiums – nirgendwo anders als in der Design-Hauptstadt Mailand: «Befreundete Designer nahmen mich mit zur Möbelmesse. Dort hat sich eine neue Welt für mich aufgetan und mir war klar, dass ich in diesem Bereich arbeiten möchte.» Was sie dann auch verwirklicht hat. Schöpfen kann Goebl aus einem soliden Erfahrungsschatz, sie leitete zuletzt die internationale Öffentlichkeitsarbeit des Möbelherstellers Vitra. Als Spezialistin für Management und Marketing war sie aber auch für die Plattform der limitierten Editionen zuständig und knüpfte Kontakte zu Designern wie Konstantin Grcic oder Jasper Morrison. Kontakte, die sie für ihre neue Aufgabe zu nutzen wissen wird. «Die intensive Auseinandersetzung mit

Design begleitet mich seit mehr als zehn Jahren. Viele der wichtigsten Protagonisten der Designwelt sind sowohl in der Industrie als auch im Bereich des <collectible design> aktiv. Mein Fokus hat sich in meiner neuen Aufgabe klar auf Design-Sammelobjekte verlagert, ich stehe aber nach wie vor im inhaltlichen Austausch mit Designern, Kuratoren oder Journalisten.» Und das in fünf Sprachen. Marianne Goebl wird gern als Allrounderin bezeichnet. Sie erscheint bodenständig, erholen will sie sich nach den stressigen Messevorbereitungen in den Bergen. Ihren Führungsstil beschreibt sie als partizipativ. «Ich bin überzeugt, dass Motivation über eine starke Identifikation mit dem gemeinsamen Thema und über direkten Zugang zu Informationen entsteht.» Und welche Schlagzeilen wünscht sich die Direktorin für «ihre» Messe? «Nur das Beste von allem, was das Sammlerherz begehrt.» Man darf also gespannt sein, wo Marianne Goebl in Zukunft ihren Platz finden wird – irgendwo zwischen exaltierter Hitzigkeit und helvetischem Understatement. < Die Design Miami/Basel findet vom 14. bis 18. Juni statt; die «Design Miami» können Sie vom 30. November bis 4. Dezember besuchen.

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6.6.2011

KULTUR musik

11:03 Uhr

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Am Lagerfeuer Ausnahmemusiker Pat Metheny allein mit seinen Gitarren. TEXT: JÖRG SCHWERZMANN

Der Mann mit der Gitarre: Musiker Pat Metheny.

FOTO: MICHAEL WILSON

Es ist eine spezielle CD, die uns Pat Metheny zehn Jahre nach seinem «Grammy»-ausgezeichneten Soloalbum «One Quiet Night» präsentiert. Wieder spielt der Ausnahmemusiker und Beta-Gitarrist solo auf akustischen Gitarren, wieder evoziert die Musik stille Nächte am Lagerfeuer. Aber etwas ist neu: Seit fast 40 CDs unter eigenem Namen ist dies das erste Mal, dass keine Eigenkomposition von Metheny zu hören ist. Pat Metheny sagt dazu: «Ich wollte diesmal Musik spielen, die auf meinem Radar war, bevor ich je eine einzige Note selber komponiert, ja sogar bevor ich ein Instrument spielen gelernt habe. Ich bin 1954 geboren und all diese Songs kamen in die Top 40, als ich ein Junge und Teen war. Das war eine Zeit, als Melodie und Harmonie noch wichtig und notwendig waren in der Popmusik.» Metheny hat das Album «What’s It All About» bei sich zu Hause in New York, meist spät am Abend und in der Nacht eingespielt und das hört man: Besinnlich, gedankenverloren und verliebt in den Sound einer Gitarre, spielt uns ein grosser Musiker wunderbare Musik. Man muss sich einlassen auf diese verhaltenen Töne, sich Zeit nehmen zum Zuhören. Sonst verpasst man was. Pat Metheny, «What's It All About», Warner/Nonesuch


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6.6.2011

11:03 Uhr

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Unsere 5 Richtigen des Monats

Hiromi Voice Telarc/MV Hiromi Uehara (*1979) ist eine japanische Jazzpianistin, aber mit ihrem neuen Album verlässt sie die Grenzen der Jazzmusik. Zusammen mit Anthony Jackson an der Bassgitarre und dem Drummer Simon Phillips entwickelt sie einen Sound, der einen einfach umwirft, eine Wucht! | JSC Konzert: Estival Jazz Lugano, 30. 6.

Beastie Boys Hot Sauce Committee Part Two EMI Das neue Album der Beasties ist eine Beruhigungspille für alle Bald-50-Jährigen. Die drei New Yorker klingen auch 25 Jahre nach dem Klassiker «Licensed to Ill» immer noch weit frischer und lustiger, als manch amerikanischer Möchtegern-Rapper. Und das, obwohl die Jungs mittlerweile mit grauen Haaren und diversen Gebrechen kämpfen. Die Beastie Boys sind auch heute noch Fanta4 für wirklich Coole. | SAD

Vasco Rossi Vivere o niente Capitol/EMI

Kate Bush Director’s Cut EMI

Friendly Fires Pala XL Recordings

Vasco Rossi, Jahrgang 1952, ist der einzige echte Rockstar der italienischen Popmusik. Blasco nennen ihn seine Fans, die meisten von ihnen sind 40 Jahre jünger als ihr Idol. Aber der fetzt seine direkten musikalischen Botschaften nach wie vor mit totaler Hingabe ins Publikum. Ein Ehrendoktor an der Uni in Mailand darf sich das erlauben. | JSC

Kate Bush macht seit Jahrzehnten vieles richtig. Dass die 53 Jahre alte Britin grossartige Popsongs schreiben kann, hat sie ja bereits in den achtziger Jahren bewiesen («Babooshka»). Das Comeback-Album «Aerial» von 2005 war ein Songwriter-Meisterwerk mit leicht experimenteller Anlehnung an die Klassik. Das neue Album «Director’s Cut» geht diesen Weg konsequent weiter. Ein typisches KateBush-Album eben. | SAD

Hier mischen sich Synthie, Beat, Wave und Funk zu einer euphorischen PopBombe. Drei Jahre haben sich die jungen Briten Zeit gelassen, einen Nachfolger ihres hochgelobten Debüts zu produzieren. Die Zeiten des «DancePunk» scheinen vorbei, die Band wirkt erwachsener und stringenter. Geblieben sind die wunderbaren Klanglandschaften. Ein tolles Album. | SAD


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6.6.2011

10:17 Uhr

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KULTUR bücher Bolero

BLICKPUNKT

Haarsträubend – es ist Krimizeit!

LEONI JESSICA HOF Kulturredaktorin

Sie mögen es, bei Temperaturen über dreissig Grad Gänsehaut zu bekommen? Feingeister rümpfen die Nase, aber Krimis sind die Verkaufsschlager jeder Buchhaltung und sicher auch bei vielen von Ihnen die liebste Sommerlektüre. Mir persönlich bleibt dieses Vergnügen fremd – sobald sich Laken blutrot färben, Körperteile verschwinden und Wahnsinnige unterm Bett lauern, steige ich aus. Über Geschmack lässt sich nicht streiten und wenn es denn unbedingt ein Krimi sein muss, dann wenigstens einer, bei dem sich Spannung und Anspruch nicht ausschliessen.

Eine Henne hackt der anderen ein Auge aus – Der erste Band von Michael Malones Trilogie ist mehr als ein spannender Krimi. TEXT: LEONI JESSICA HOF

FOTO: MARION ETLINGER

«Zwei Dinge kommen in Hillston, North Carolina, nicht eben häufig vor. Wir sehen hier nur selten Schnee, und wir bringen einander kaum je um.» Dass das mit den Verallgemeinerungen so eine Sache ist, muss Detective Savile schnell einsehen. Es schneit nämlich dicke Flocken – und Tante Cloris wird ermordet. Damit beginnt der erste Band «Ein Winternachtsmord» der Krimi-Trilogie von Michael Malone. Das Spektrum des amerikanischen Schriftstellers ist gross, Malone erhielt den «Emmy» für eine seiner TVSoaps und auch der weltweit bedeutendste Preis für Kriminalliteratur in den USA, der «Edgar Allan Poe Award», steht auf seinem Kaminsims. Mit dem Ermittler-Duo Justin Savile und seinem Freund und Kollegen Cuddy Mangum ist Malone ein grosser Wurf gelungen. Der Roman erschien im Original 1983 und vielleicht hatte man seinerzeit noch das Selbstbewusstsein, Spannung zu erzeugen ganz ohne die Detailbeschreibung von Blutbädern. Überzeugt wird hier mit dem Blut, das durch die Adern der Figuren zu fliessen scheint. Allen voran Detective Savile, ausgestattet mit respektablem Stammbaum, aber defizitärem Ehrgeiz, und sein Kollege Cuddy Mangum, der aus einfachen Verhältnissen stammt. Die Dialoge zwischen beiden sind witzig-bissig, aus Sicht Saviles wird lakonisch erzählt, er scheint einen Hang zur Melancholie zu haben. Auch ist ihm seine Herkunft nicht ganz geheuer, zumal die bessere Gesellschaft empört ist, als Savile den Mörder Tante Cloris’ ausgerechnet in den eigenen Reihen vermutet... Michael Malone, «Ein Winternachtsmord», Kein & Aber, CHF 27.90

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Judith, die «Zeugin der Toten» (List) reinigt als Cleanerin Tatorte. (Machen Sie sich auf «Blutlachen wie Seen» gefasst!) In der Wohnung einer Ermordeten begegnet sie ihrer Vergangenheit – in Form einer Akte aus dem Kinderheim, in das Judith einst unter mysteriösen Umständen kam. Sie forscht weiter und gerät immer mehr zwischen die Fronten tot geglaubter PolitMächte. Nichts für schwache Nerven ist der Roman «Schweinehunde» (Droemer) der Geschwister Lotte und Søren Hammer. Kurz nach Erscheinen vertrieb er sogar Jussi Adler-Olsen von der Spitze der dänischen Bestsellerliste: Die Geschichte über den Mord an fünf pädophilen Männern wirft immer wieder diskutierte Fragen nach Schuld und Sühne auf, nach der Macht der Medien und den Dynamiken, die im Zeitalter von Facebook und Co. entstehen. Ich empfehle ausserdem einen Blick in die Graphic Novel – sind ja gerade sehr in – «Tod auf dem Nil» (Knesebeck)! Hier wurde der Klassiker von Agatha Christie in Bilder gebannt. Erinnert an Art déco – und versöhnt sogar Krimi-Muffel wie mich. LEONI JESSICA HOF ist Kulturredaktorin von Bolero. Da sie ihre eigenen schriftstellerischen Ambitionen vorerst auf Eis gelegt hat, widmet sie sich mit Vergnügen den Büchern anderer.


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17.5.2011

8:19 Uhr

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23.5.2011

8:39 Uhr

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6.6.2011

BEAUTY 8:25 Uhr

Seite 53

RUE DU MAIL

1e 2: 20 20ol1l 1in/Sz WteInNunTdEkuRnstv ErzRgeBscST H en hnit Ku rkmal bei den gesetzt – das wichtigste Meefe Scheitel. neuen Hairstyles ist der ti chtet von den Unser Sonderbeobachter beri LUCIONI Pariser Laufstegen. FOTOS: ALESSANDRO Charles Aellen für Bolero aus Paris. Haare gut, alles gut. Jede ernst– hafte Fashionista weiss es: Die neue und extravagante Mode–Kreation am Leib nützt wenig, wenn es auf dem Kopf nicht stimmt. Für Boleros Haar– Guru, Charles Aellen, gilt die Devise: Stil geht vom Scheitel bis zur Sohle. Charles’ liebste Looks der Saison sehen Sie exklusiv auf den folgenden Seiten. | juli/august 11 | bolero

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6.6.2011

8:25 Uhr

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Trend Nr. 1 Kurz und cool

LANVIN

Hier haben wir es weniger mit einem Trend vom Laufsteg zu tun, denn mit einem aus dem Leben. Immer mehr Models tragen die Haare kurz. Besonders Eye–catching (im Uhrzeigersinn): Milou van Groesen, Daria Pleggenkuhle, Stella Maxwell, Carmen Kass.

ISABEL MARANT

CACHAREL

LUST AUF KURZ... Die goldenen Schnitte. Sexy– androgyn mit Akzent über der Stirn, Garçonne–Stil à la Jean Seberg, kurzer Bob, mal wild, mal weniger.

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6.6.2011

8:26 Uhr

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Trend Nr. 2 Tiefer Scheitel

AKRIS

Die Trennlinie rutscht tiefer an die Seite in Richtung Schläfe. Der ideale Punkt liegt in der Fortsetzung einer gedachten Linie vom Mundwinkel zum höchsten Punkt der Augenbraue bzw. etwas tiefer davon. Stylingprodukte und Klammern fixieren die Trennung.

CÉLINE

STELLA MCCARTNEY

RUE DU MAIL

TIEFERGELEGT Die neue Seitenlinie funktioniert sowohl bei voluminösen als auch bei kleinen Köpfen.


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6.6.2011

8:26 Uhr

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Trend Nr. 3 Kunstvoll in Szene gesetzt

Flechten, eindrehen, wellen, zöpfeln, schmücken, hochstecken: Haare sind jetzt das Rohmaterial für sehr kreative und kunstvolle Inszenierungen auf dem Kopf. Die meisten dieser Looks sind ein Fall für den Profistylisten. Einfache Varianten, z.B mit einzelnen, geflochtenen Strähnen gelingen jedoch auch ohne speziellen Lehrgang. DIOR

DIOR

VON ALLEM DAS BESTE... Bei Dior setzte die Crew viktorianische Haarkunst modern um. Das Resultat: der gekreppte, geflochtene, geschmückte Teil– Haarknoten mit Seitenwellen und Zöfpchen.

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6.6.2011

8:26 Uhr

LOEWE

Seite 57

GESCHMÜCKT Edle Accessoires zieren den Kopf. Mit Klammern, Broschen, Stoffblumen oder Haarteilen.

KENZO

ALEXANDER MCQUEEN

VIONNET

CHANEL

JEAN PAUL GAULTIER

DEN KOPF VERDREHT Alle sind sie aus Haaren: der Bienenkorb, eine Art Schirmmütze, die Nackenrolle.

ANTONIO MARRAS

LIMI FEU

JOHN ROCHA

NEUE ZÖPFE Haarbändiger mit tollem Effekt: ein Multipack an wild arrangierten Tressen.


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6.6.2011

8:32 Uhr

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BEAUTY make-up Eyecatcher in Aquamarin Es gibt leuchtende Farben, die im Sommer und Winter toll aussehen – die Defilees von Gucci und Emilio Pucci haben es gezeigt: Blau-Grün-Töne sind auf dem Vormarsch. REDAKTION: VANESSA FINK FOTO: DAVID WILLEN/SILMÄ

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1. «158 Smoky Blue» und «155 Bronze Green» aus der «Carrousel»-Nagellackkollektion von Mavala (je CHF 6.20) 2. Die Lacke von Revlon riechen lecker nach Früchten. Unsere Favoriten: «Ocean Breeze» (Ananas) und «Beach» (Grapefruit) (je CHF 16.50) 3. «Pure Color»-Nagellacke von Estée Lauder in «14 Wild Blue» und «15 Wicked Green» (je CHF 34.–) 4. Die «Color Infaillible»-Lidschatten von L’Oréal Paris sollen 24 Stunden halten. Hier in den Farben «009 Permanent Kaki» und «006 All Night Blue». (je CHF 15.90) 5. Zwei von vier Flakons des Costume National Parfums «Pop Collection» aus Grapefruit und Jasmin. Hier in Kobaltblau und Türkis (je CHF 119.–) 6. «Ombre à Paupières»-Monolidschatten von Bourjois in den Nuancen «07 Noir aux Reflets Émeraude» und «01 Anis Pétillant» (je CHF 14.95) 7. «Stranger Tides» und «Mermaid’s Tears» aus der neuen «Pirates of the Caribbean»-Lacklinie von OPI (je CHF 23.90) 8. Die Töne «997 Blue Label» und «704 Nirvana» aus Diors neuer Nagellackpalette sind für jede Fashionista mit Rock-Attitüde ein Muss. (je CHF 37.–) Wo zu kaufen Seite 120.

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27.5.2011

11:16 Uhr

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6.6.2011

8:49 Uhr

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BEAUTY vanity case Wo das Fegefeuer der Eitelkeiten wunderbar wärmt. Neuigkeiten und Trends für schönen Schein und wohliges Sein im Juli und August. Regelmässige Updates aus der Welt der Schönheit auf www.boleromagazin.ch TEXT: VANESSA FINK & MARIANNE ESCHBACH WO ZU KAUFEN SEITE 120

100JahredieMutterallerCremes Legte man sämtliche seit 1911 verkauften Dosen übereinander, so würde der Stapel bald den Mond erreichen. Wir würden uns nicht wundern, wenn dieser eines Nachts dann blau leuchtete – zu Ehren des Hamburger Chemikers, der das Creme-Wunder möglich machte mit der Erfindung des Emulgators Eucerit, der Wasser und Öl verbindet. Happy Birthday, Nivea! Fotos und Story der erfolgreichsten Hautpflege der Welt auf www.boleromagazin.ch

ZURÜCK ZUR NATUR DIEWELLNESSOASE LAGRÉE DES LANDES IN FRANKREICH SETZTAUFNACHHALTIGKEIT. In einem kleinen Dorf in der Bretagne hat alles angefangen: In La Gacilly entwickelte Yves Rocher seine ersten Pflanzenprodukte. Nun setzt sich die Geschichte fort: Auf einem Hügel oberhalb des Dorfes hat Jacques Rocher, der Sohn des Firmengründers, das La Grée des Landes Ökohotel & Spa eröffnet, das auf Nachhaltigkeit setzt. Die 29 in Naturfarbe gehaltenen Zimmer haben einen Zugang nach draussen und sind mit Eichenparkettboden und Bio-Baumwollwäsche ausgestattet. Auch im Spa sowie dem Restaurant wird Natur gross geschrieben: Die Wirkstoffe der Produkte stammen aus der bretonischen Flora. Und für die Menüs werden nur Produkte von lokalen Bio-Landwirten zubereitet. «La Grée des Landes»,Tel. +33 299 085 050; www.lagreedeslandes.com Kennenlern-Paket: Übernachtung inkl. Pflegeritual, ca. CHF 225.– pro Person.

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In ihren BeautyTutorials spielt sie die Hauptrolle: Michelle Phan.

Beauty in Zeiten von YouTube 1

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Mit 14 Jahren startete die heute 24-jährige Amerikanerin Michelle Phan einen Blog für Mädchen. Sie begann, eigene Schminkvideos zu produzieren, die sie ins Netz stellte. Etwa 150 dieser Tutorials sind bis heute entstanden. Und mehr als eine Million Schminkbegeisterte haben Michelles Newsletter abonniert. Die US-Niederlassung der französischen Kosmetikmarke Lancôme fing an, sie mit Produkten zu beliefern, in der Hoffnung, Michelle lasse sie in ihre Tutorials einfliessen. Im Mai hat Phan einen ersten offiziellen Auftritt für das Beautylabel im Ritz absolviert. Nach einem bunten Make-up-Sommer ist Michelle vom grossen Comeback des Nude-Looks überzeugt. Lancôme hat zum Thema gerade eine Lippenstiftkollektion lanciert – ebenso wie fünf andere Marken. Interview mit Michelle auf www.boleromagazin.ch

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DIESE LIPPENSTIFTE SORGEN FÜR NUDEFARBENE AKZENTE: 1. «L’Absolu Nu 203 Beige Feutré» von Lancôme (CHF 44.–) 2. «Dior Addict 333 Nude» von Dior (CHF 46.–) 3. «Sheen Supreme Can’t get Enough» von M.A.C (CHF 28.–) 4. «Volupté Sheer Candy N°1 Lush Coconut» von Yves Saint Laurent (CHF 50.–) 5. «Lip Mist 202 Copper» von Burberry (CHF 42.–) 6. «Rouge Coco Shine 54 Boy» von Chanel (CHF 46.–)

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BEAUTY vanity case VordemUrlaubistnachdemUrlaub:Fehlen Ihnen noch die passenden Kosmetikutensilien für die heissesten Tage des Jahres? Diese Beauty-Produkte sind im Sommer und danach unverzichtbar.

Sonnengeküsster Teint Der Repair-Balsam «Body Nurturing Cream» von Valmont aktiviert mit Ingredienzien wie Liposomen die Zellerneuerung der Dermis. So werden Schäden effizient und schnell behoben. Nach den Ferien aufgetragen, verlängert das Produkt die Urlaubsbräune. (CHF 240.–)

Straffe Haut: «Fluide de Gingembre Frais» von Kenzoki ist ein leichtes und pflegendes Fluid. Pflanzliche Ingredienzien wie Ingwerblüte und Shiitake-Pilzextrakte straffen die Haut und wirken belebend. Mandelöl sorgt zusätzlich für Geschmeidigkeit. Tipp: Für einen angenehmen Frischekick an heissen Tagen sollten Sie das Produkt im Kühlschrank aufbewahren. (CHF 58.50)

Olfaktorischer Genuss: Die «Aqua Allegoria»Duftreihe von Guerlain erhält einen Neuzugang: «Jasminora» besticht mit Jasmin und einem Hauch von Fresie. Für die Lancierung des Parfums wurde der seit einigen Jahren in Kalabrien eingestellte Anbau der Pflanze «Jasminum Grandiflorum» von der Nase Thierry Wasser wieder vorangetrieben – dieser Jasmin soll luftiger sein und mit einer dezenten Honignote überraschen. (CHF 109.–)


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6.6.2011

8:50 Uhr

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EIN PARFUM MACHT BLAU Indigo, Azur, Marine... Giorgio Armani spielt die gesamte Palette der dunklen Blautöne in seiner ausschliesslich dieser Farbe gewidmeten Sommer-Kollektion durch. Auf dem Höhepunkt der warmen Jahreszeit bringt der Designer nun einen exklusiven «blauen» Duft auf den Markt. «La Femme Bleue» heisst die Kreation, die in seiner Privé-Parfumlinie lanciert wird. Giorgio Armani arbeitete mit dem für seine sinnlichen Duftkompositionen bekannten Parfümeur Serge Majoullier zusammen. Die beiden Kreateure stellten eine blaue Blume

in den Mittelpunkt des Wohlgeruchs: die Iris mit ihrem geheimnisvoll trockenen, pudrigen Duft. Iris ist wegen des aufwändigen und langwierigen Verarbeitungsprozesses eine der teuersten Ingredienzen in der Parfümerie. Dazu arrangierten sie die Aromen von dunkler Schokolade. Angelehnt an die Armani-PrivéHaute-Couture gibt es von «La Femme Bleue» weltweit nur 1000 Flakons. In der Schweiz ist «La Femme Bleue» ab dem 26. Juni bei Giorgio Armani, Zürich erhältlich. Limitierte Auflage, CHF 690.–.

Schönheitsschlaf Lange Tage, kurze Nächte – auch der Sommer hat seine Tücken. Damit wir unseren Schlafmangel mit einem strahlenden Teint kaschieren, empfehlen wir Ihnen die «Liftactic Nuit»-Nachtcreme von Vichy. Die Gesichtspflege wirkt mit Rhamnose, eine Zuckerart, die aus brasilianischen Pflanzen gewonnen wird und im Schlaf für einen glatten Teint sorgt. (CHF 45.–)


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2.6.2011

8:56 Uhr

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BEAUTY test Miss B. empfiehlt!

Mit einem Bambi-Blick ist nicht jede Frau gesegnet – Miss B. testet Mascaras, die für einen Luxus-Wimpernaufschlag sorgen. REDAKTION: VANESSA FINK MITARBEIT: KATARINA GRIESBACH ILLUSTRATION: MONSIEUR Z/UNIT CMA

Neulich im Supermarkt: Während ich mich in die Schlange vor der Kasse einreihe, schleicht sich eine Frau mit Bambi-Blick an mir vorbei. Drei Reihen vor mir bleibt sie stehen und bezirzt Wimpern klimpernd einen Gentleman, ob sie sich vor ihm anstellen dürfte, da sie es so furchtbar eilig hätte... Leider sind nicht alle Frauen mit solch Waffenschein pflichtigen Wimpern gesegnet. Zum Glück haben aber auch wir unsere Tricks: Tiefschwarze Mascara sorgt im Nu für mehr Fülle und Länge. Auffällig: Die Neuheiten setzen nicht nur auf spezielle Inhaltsstoffe, sondern auf eine aussergewöhnliche Bürstenform. Schmal, lang, gewölbt, elliptisch oder gewellt – welche Wimperntusche macht das Rennen?

SEXY

Helena Rubinstein, «Lash Queen Sexy Blacks» 7,2 ml, CHF 45.–

Diese Mascara kommt in einem verführerischen Spitzenkorsett mit samtigen Applikationen daher: Der Bürstenkopf mit den Massen 90/60/90 – darum auch die unregelmässige Wölbung – hüllt die Härchen in einen Hauch von Schwarz und sorgt für mehr Volumen und Länge. Für den unteren Wimpernkranz ist jedoch etwas Übung gefragt. Fazit: Die Mascara ist nicht nur optisch ein Hingucker.

NATÜRLICH

Nivea, «Lash Elastic Extension Mascara» 8 ml, CHF 17.90

Diese Wimperntusche setzt auf Bienenwachs, der für seine pflegende und regenerierende Eigenschaft bekannt ist. Die leichte Textur trennt die Härchen und sorgt für Glanz. Uns ist das Ergebnis für den grossen Auftritt am Abend leider etwas zu ausdruckslos. Das Produkt ist aber ideal für den Alltag oder für den trendigen Nude-Look. Fazit: Ideal für ein natürliches Make-up.

GÜNSTIG

Maybelline NY, «Volum’Express One by One» 10,4 ml, CHF 16.90

Ingredienzien wie Vitamin C und Fruchtsäure pflegen die Wimpern und glätten die Haarfaser. Die weiche und biegsame Bürste verfügt über rund dreihundert Borsten, die dafür sorgen, dass die Wimpern klumpenfrei voneinander getrennt werden. Zusätzlich passt sich die elliptische Form exakt der Augenkontur an. Abzug gibt es aber fürs Design. Fazit: Das günstigste Produkt kann mit den Luxusmarken mithalten.

DRAMATISCH

Lancôme, «Hypnôse Drama» 6,5 ml, ca. CHF 44.–

Die Kombination aus weichen und festen Wachsen und die cremige Konsistenz ermöglichen Volumen nach Mass. Das Produkt kann nach Belieben mehrmals hintereinander aufgetragen werden. Sorgt für schön geschwungene Wimpern. Achtung: Ein geschicktes Händchen beim Auftragen verhindert bei der richtigen Dosierung Fliegenbeine. Fazit: Für einen dramatischen Wimpernaufschlag von morgens bis abends.

GEFÄHRLICH

Giorgio Armani, «Eyes to Kill» 6,9 ml, CHF ca. 49.–

Wertung:

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ein Vorbild

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reife Leistung

Der Name ist Programm: Die Verpackung der Mascara erinnert an eine Patrone – die Hülle ist relativ schwer und ist in einem matten Anthrazit gehalten. Das Geheimnis dieses Produkts liegt in der asymmetrischen Bürste, die ein einfaches und präzises Auftragen ermöglicht. Das Ergebnis: Fast schon verboten lange und dichte Wimpern. Fazit: Diese Mascara ist definitiv Waffenschein pflichtig. hat Potenzial

könnte mehr

nicht zu empfehlen

Finger weg

Wo zu kaufen Seite 120.


KENT141046-0711

30.5.2011

9:12 Uhr

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RING139231-0611

5.5.2011

11:32 Uhr

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FASHION

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6.6.2011

9:24 Uhr

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GLAMOUR 2011 DOLCE & GABBANAs nonchalante Kombination aus Pailletten und Wollstoff hat Glamour-Potenzial.

EleganzzeichnetedieEntw체rfeaufdenLaufstegen vonParisbisNewYorkaus.KommendenWinter erlebenwirdieR체ckkehrvergangenerJahrzehnte, interpretiert mit dem Auge von heute. Der zweite TrendinspiriertsichanderM채nnergarderobe. REDAKTION: SARA ALLERSTORFER LAUFSTEGFOTOS: ALESSANDRO LUCIONI WO ZU KAUFEN SEITE 120

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6.6.2011

BALMAIN BALMAIN hat die Rockattitüde kultiviert. Diese Saison im Overall à la Ziggy Stardust.

9:24 Uhr

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Die Sanduhr-Silhouette der alten Schule ist zurück. Mit Uniformelementen, Transparenz und breitem Korsagengürtel in Lackleder erhält sie Fetischcharakter. Sanfter wirken hingegen Röcke in A-Linie.

TUPFEN Dass Tupfen im Alloverlook gar nicht so niedlich aussehen müssen, zeigt MARC JACOBS.


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6.6.2011

9:24 Uhr

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FETISCH

BORDEAUXROT

DER BLEISTIFTROCK

Eine der seit längerem besten LOUIS-VUITTON-Kollektionen – trotz Fetisch-Charakter.

Für einmal setzte das Haus nicht ausschliesslichaufdasVALENTINORot, sondern auf Bordeaux.

Der enge Rock ist das Must-have. Bei GIVENCHY zur transparenten Bluse und mit Panther-Druck.

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6.6.2011

9:24 Uhr

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DIE SIXTIES

PYTHON

PROPORTIONENSPIEL

PRADA zelebriert die Sechziger mit Mini, abgespacten Stiefeln und auf die Hüfte gerutschter Taille.

Zu Jeans kombiniert ,bekommt das Pythonmuster bei CHLOÉ eine Down-To-Earth-Qualität.

Wenn jemand in der Mode noch Neues zu sagen hat, dann Nicolas Ghesquière für BALENCIAGA.

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6.6.2011

SEVENTIES Hosenröcke, Schluppenblusen und ein gewagter Farbenmix erinnern bei GUCCI an die Siebziger.

9:24 Uhr

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Waren die Farben des Sommers noch grell und kräftig, werden sie im Herbst und Winter zurückhaltender. Laubtöne und Gewürznoten sind die Favoriten.

KARIERT SONIA RYKIEL macht aus Opas Karo-Decke ein schickes Winterensemble – farbiger Pelz inklusive.


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6.6.2011

14:54 Uhr

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MATERIALMIX

FRÄULEIN WUNDER

URBAN UNIFORMIERT

JUNGENHAFT

Verschiedene Stoffe miteinander zu kombinieren, ist Trend. LANVIN mixt Edles mit Rustikalem.

Schmaler Rock plus Bluse plus Hüftschärpe ergibt bei MIU MIU Eleganz im Vierziger-Jahre-Stil.

Stromlinienförmig, ohne viel Tamtam. Genauso wie bei CÉLINE muss der neue Look aussehen.

Ist es ein Junge oder ein Mädchen? Bei DOLCE & GABBANA sieht es in jedem Fall sexy aus.

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6.6.2011

9:24 Uhr

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SITHARA ATASOY Chefredaktorin Bolero

Meine Favoriten Modenschauen faszinieren mich immer noch. Berührt mich eine Kollektion, habe ich heute noch Herzklopfen.

1 Plastik-Glamour Miuccia Prada war immer schon eine Künstlerin, wenn es darum ging, elegante und weibliche Formen zu brechen. Grandios ihre Kreation aus Plastikpailletten mit ausserirdisch schönem Kopfschmuck.

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2 Mein Stiefel Klassisch, doch nicht zu brav. Mit genauso viel Glamour, dass sich der Stiefel auch tagsüber tragen lässt. Gianvito Rossi versteht es, einem klassischen Schuh Modernität und Coolness zu geben.

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3 Fashion goes on Der türkische Designer Hakan Yildirim zeigte erstmals in Paris. Die Show war glamourös, feminin und maskulin in einem, jung und lässig. Die neue Generation kann sich sehen lassen!

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4 Mein Idol Ich fürchte Spinnen, Louise Bourgeois’ Riesenspinne aber liebe ich. Sie wandert derzeit durch die Schweiz, um im September in der Fondation Beyeler anzukommen. Ich erinnere mich an die Retrospektive im Centre Pompidou, Paris. Fesselnd, traurig, beeindruckend. Mehr dazu lesen Sie in der Bolero-Septemberausgabe vom 17. August.

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5 Abschied Christophe Decarnin hat Balmain den Glamrockstil verpasst. Seine Jacken sind zu Lieblingsteilen meiner Garderobe geworden. Jetzt hat Decarnin Balmain verlassen. Mit ein Grund, noch schnell eine seiner Jacken zu erstehen.

SCHWARZ-WEISS Standing Ovations für HAIDER ACKERMANN. Der Belgier lieferte eine filmreife Kollektion.

6 Meine Ikone «Ist der Fuss korrekt, stellt sich Eleganz von selbst ein.» Solche Sätze finden sich zuhauf im Lebensroman «Allure» von Diana Vreeland (Schirmer Mosel). Ihre Karriere begann sie in den dreissiger Jahren bei «Harper’s Bazaar». Sie wechselte zur «Vogue» und organisierte Kleiderausstellungen im New Yorker Metropolitan Museum of Art. Alles an ihr war outstanding. Das Buch ist ein Genuss. SITHARA ATASOY ist Chefredaktorin von Bolero. Ihre Leidenschaft gilt der Mode und den Menschen, die dahinter stecken.

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6.6.2011

9:24 Uhr

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AUFSTREBENDE DESIGNER – LONDON – Burberry Prorsum, Pringle of Scotland und Matthew Williamson waren die ersten grossen Namen, die nach London zurückgekehrt sind. Mit Tom Fords ShowroomEröffnung ist Londons Adelung als Modemetropole perfekt. Das ist die grosse Chance für die Jungen! Vier Kollektionen, die uns überzeugt haben. Redaktion: Sithara Atasoy

J. JS LEE Designerin: Jackie JS Lee, geb. in Seoul, Korea Background: Studium der Schnitttechnik und später Masterabschluss am Central Saint Martins College, London. Arbeitete für Kisa, London. Bekannt für: chicen Minimal-Look. Raffinierte Schnitte. Zukunft: mit ihrem Stil die Welt erobern.

HOLLY FULTON Designerin: Holly Fulton, geb. in Edinburgh, Schottland Background: Studium am College of Art sowie am The Royal College of Art, Edinburgh. Bekannt für: grafische Muster, luxuriöse Materialien und heisse Accessoires. Moderne Eleganz, easy tragbar. In ihrer aktuellen Kollektion spielt sie mit unterschiedlichen Prints. Sie verpasst dem klassischen englischen Tweed Modernität. Und Heinz Edelmann inspirierte sie zu einer Seidenhose mit Lippenprint, kombiniert zum kastigen Top mit Oberflächenstruktur. Zukunft: experimentiert weiter an Drucken und Oberflächen, um damit ihre Handschrift zu definieren.

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6.6.2011

9:24 Uhr

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MARY KATRANTZOU Designerin: Mary Katrantzou, geb. in Athen, Griechenland Background: Rhode Island School of Design, Bachelor- und Meisterklasse am Central Saint Martins College, London. Hat für Sophia Kokosalaki und Bill Blass gearbeitet. Siegerin des «Swiss Textiles Award 2010». Bekannt für: gewagte Prints in lebhaften Farben. Sie inspirierte sich an Ikone Diana Vreeland und Dingen, die ihr gefallen hätten. Wie etwa ein Fabergé-Ei, Meissener Porzellan oder eine Ming-Vase. Daraus hat sie ihre Prints entwickelt. Die Silhouetten erinnern an Haute-Couture. Zukunft: will ein professionelles Modeunternehmen aufbauen.

FELICITY BROWN Designerin: Felicity Brown, London Background: Master in «Textiles» am Royal College of Art. Tätig für Ferretti und Lanvin. Bekannt für: Liebe zu Stoffen, Handgefärbtes, Drucke. Inspiration der Winter-Kollektion: Beduinenfrauen, Kostüme und Kubismus (Picasso). Zukunft: ihrer Identität und Vision treu bleiben.

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6.6.2011

9:33 Uhr

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AUFSTREBENDE DESIGNER – PARIS – Schon immer übte die Seine-Stadt eine enorme Anziehungskraft auf junge Modetalente aus, gilt sie doch als die Modestadt schlechthin.Wer es in Paris schafft, Presse und Einkäufer zu überzeugen, hat eine glänzende Karriere vor sich.

MAXIME SIMOËNS Designer: Maxime Simoëns, geb. in Lille, Frankreich Background: studierte angewandte Kunst in Lyon und besuchte die Schule der Chambre Syndicale de la Couture. Abschluss 2006. Arbeitete für Jean Paul Gaultier, Dior und Balenciaga. Hat seit zwei Jahren sein eigenes Label. Bekannt für: geometrische Silhouette; grafische Linien; Weiblichkeit. Zukunft: seiner Aufgabe als neuem Mitglied in der «Chambre Syndicale de la Haute Couture» gerecht werden.

ROCHAS Designer: Marco Zanini, aufgewachsen in Mailand Background: absolvierte 1995 die Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand.AssistierteLawrenceSteelundDomenicoDolcevonDolce&Gabbana. Anschliessend 9 Jahre Head-Designer bei Versace; Kreativdirektor von Halston beim Re-Launch. Seit 2009 bei Rochas. Bekannt für: entwirft elegante «Jolie Madame»-Kleider mit Twist. Zukunft: Rochas ist der Mode wegen wieder in aller Munde.

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YIQING YIN Designerin: Yiqing Yin, Paris, in Frankreich und Australien aufgewachsen Background: 2009 Diplom im Bereich Kleidung der École nationale supérieure des Arts décoratifs, Paris. Bekannt für: Poesie und Drama; Silhouetten ohne exakt definierte Konturen; neuartige Formen aus Drapierungen und Plissées. Zukunft: Wir wünschen uns ihre sinnlichen Kleider in den besten Boutiquen des Landes.

ANTHONY VACCARELLO Designer: Anthony Vaccarello, Italo-Belgier, geb. in Brüssel Background: studierte Bildende Kunst, später Mode an der École de la Cambre; 2006 Preisträger des «Festival d’Hyères». Begann als Pelzdesigner bei Fendi. Bekannt für: super sexy, grafische Linie mit einer Rock-Attitüde; super präzise, architektonische Schnitte. Zukunft: sein eigenes Label von Paris aus aufbauen.


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9:33 Uhr

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DAMIR DOMA Designer: Damir Doma, geb. in Kroatien, aufgewachsen in Deutschland Background: studierte Mode in Berlin und München. Arbeitete bei Raf Simons und Dirk Schönberger. Teilnehmer am «Swiss Textiles Award 2010». Bekannt für: Zusammenspiel von Licht und Schatten; Proportionen und Bewegung sind ihm wichtig; fliessende Stoffe und Drapierungen; bevorzugt die Melange der Texturen; arbeitet direkt am Stoff. Zukunft: seinen internationalen Erfolg fortsetzen.

ALBERTO MARANI Designer: Alberto Marani, San Remo, Italien Background: studierte zuerst Architektur; 1992 Mode-Studium an der Chambre Syndicale de la Haute Couture; arbeitet 4 Jahre für Gianfranco Ferré als dieser Chefdesigner bei Dior war. Danach lancierte er eine kleine, luxuriöse Strickkollektion. Bekannt für: rigoroses, klares, androgynes und dennoch feminines Design. Zukunft: welches grosse Modehaus könnte bald an seine Tür klopfen?

BOUCHRA JARRAR Designerin: Bouchra Jarrar, Frankreich, marokkanischer Herkunft Background: absolvierte die Ecole Supérieure des Arts Appliqués de Duperré in Paris. Arbeitete lange als Balenciaga-Studio-Director; war bei Christian Lacroix, kurz bevor das Haus schliessen musste. Bekannt für: fasziniert von Asymmetrien; ultra-präzise Schnitte; zeitlose, pure Kreationen. Pariser Chic, wie er im Buche steht. Zukunft: nie dem zu schnellen Rhythmus des Prêt-à-porter verfallen.

VIONNET Designer: Rodolfo Paglialunga, Italien Background: arbeitete lange Zeit sehr eng mit Miuccia Prada, seit 2009 Kreativdirektor bei Vionnet. Bekannt für: glamouröse, ultrafeminine Kleider; griechisch anmutende Drapierungen und Raffungen; farbenfrohe Prints. Zukunft: fixe Grösse auf den roten Teppichen dieser Welt.

CARVEN Designer: Henry Guillaume, geb. in Frankreich Background: studierte am IFM, Institut Français de la Mode; arbeitete bei Givenchy und Paule Ka; seit 2009 Kreativdirektor bei Carven. Bekannt für: seine Kleider; frisch, jung, verhalten sexy, elegant; der Inbegriff des Pariser Bourgeois-Chics, ohne bourgeois zu sein. Zukunft: unbedingt diese Preispolitik beibehalten und mehr eigene Boutiquen, bitte.

EMILIE MELDEM Designerin: Emilie Meldem, Schweiz Background: absolvierte das Institut Mode-Design an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel. Praktikum bei Bernhard Willhelm. Arbeitet aktuell bei Viktor & Rolf; Förderpreis vom BAK für ihre Abschlusskollektion «Dumbalicious» 2008; Spezialpreis der Jury am «Festival d’Hyères» 2011. Bekannt für: Ironie und Witz mit einem Schuss Kindlichkeit. Zukunft: sich trauen, ein Business in der Modewelt aufzubauen. | juli/august 11 | bolero

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7.6.2011

9:16 Uhr

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AUFSTREBENDE DESIGNER – NEW YORK – Es gibt jede Menge etablierter Designer in NewYork, talentierten Nachwuchs aber kann man an einer Hand abzählen. Bolero fielen vor allem zwei Jungdesigner auf.

JOSEPH ALTUZARRA Designer: Joseph Altuzarra, aufgewachsen in Paris, Frankreich Background: studierte am Swarthmore College in Philadelphia, USA, wo er mit einem B.A. in Kunst und Kunstgeschichte abschloss; absolvierte sechsmonatiges Praktikum bei Marc Jacobs und arbeitete als Freelance-Design-Assistent für Proenza Schouler; arbeitete danach bei Givenchy in Paris. 2009 gründete er sein eigenes Label. Bekannt für: ultramoderne und attraktive Kleider im Stil der Neunzigerjahre-Minimalisten; Funktionalität ist wichtig; Befürworter von striktem Schneiderhandwerk. Zukunft: mit dem Bewusstsein, dass er momentan ein gehypter Newcomer ist, aus dem Start-up ein solides Business machen.

ALEXANDER WANG Designer: Alexander Wang, stammt aus einer chinesisch-amerikanischen Familie, aufgewachsen in San Francisco, USA. Background: absolvierte die Parsons New School of Design; gründete nach seinem Abschluss 2007 sofort sein eigenes Label. Gewinner des «Swiss Textiles Award» 2009, im gleichen Jahr «CFDA/Swarovski Womens

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Wear Designer of the Year», 2008 «Vogue/CFDA Fund Award». Bekannt für: luxuriöse, aber coole Rock-Chick-Mode mit androgynem Touch; T by Alexander Wang, seine sehr erfolgreiche T-Shirt-Linie. Zukunft: Hat das Potenzial, einer der ganz grossen amerikanischen Designer vom Format eines Calvin Klein zu werden.


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6.6.2011

9:34 Uhr

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ANGEZOGEN

MADAME

BCBG

GLAMOUR

Farbiger Tweed mit Pelzkragen kombiniert, ist CHRISTIAN DIORs Glamour-Rezept.

Eine Lady mit subversivem Touch wie ausgefransten Säumen ist BOTTEGA VENETAs Winter-Muse.

«Bon chic bon genre», sagen die Franzosen zum Bourgeoisie-Chic wie bei JEAN PAUL GAULTIER.

Weisser Pelz und Animalprints – SALVATORE FERRAGAMO lässt Leinwandgöttinnen auferstehen.

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SARA ALLERSTORFER Leitung Mode Bolero

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9:34 Uhr

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Meine Favoriten Neue Saison, neue Kleider, Accessoires und neues Glück. Kurz: Was mich im Herbst und Winter begeistert. 1 Mein Lieblings-Look 1 Ich finde, die Farbe Weiss ist so schön dekadent. Besonders im Winter. Gekauft habe ich sie aber noch nie. Mit diesem mondänen Traum von Stefano Pilati, entworfen für Yves Saint Laurent, wird sich das ändern.

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2 Mein Lieblings-Look 2 Als Kind spielte ich lieber mit Autos als mit Barbie. Nachhaltig ausgewirkt hat sich das auf meine modische Vorliebe für maskuline Outfits. Für diesen Anzug von Dolce & Gabbana würde ich sogar mein letztes Rüschenkleid geben. 3 Meine Lieblings-Tasche Das Engelchen in mir sagt: «Du hast schon genug Taschen.» Das Teufelchen: «Aber keine rote.» Und ich sage: «Ab nächster Saison schon.» 4 Mein Lieblings-Buch Die Rubrik «Zerlegt» von Jeroen van Rooijen im «NZZ Folio» habe ich schon immer gerne gelesen. Ich fand den Ansatz, etwas zerlegt zu zeigen interessant, also genau das Gegenteil von dem zu tun, was die Modebranche erwartet, nämlich das fertige Produkt abzulichten. Jetzt gibt es van Rooijens Kolumnen in Buchform, erschienen bei NZZ libro: «Zerlegt, Mode auf dem Seziertisch».

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5 Mein Lieblings-Schmuck Je älter ich werde, desto mehr erwacht mein Interesse für Schmuck. Dabei stehe ich eher auf die auffälligen Preziosen, wie diese Armspangen von Tom Ford. Selbstverständlich muss man die im Duo haben. Mit halben Sachen gebe ich mich nicht zufrieden.

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6 Mein Lieblings-Accessoire Sissi dachte ich, als ich diesen Hut von Emilio Pucci gesehen habe. Und mein österreichisches Herz schlug gleich um drei Takte höher. Wie oft ich diese Kitsch-Serie in meiner Jugend gesehen habe, weiss ich nicht mehr. Eins bleibt mir aber unvergesslich: dieser Hut, den Sissi trug, als sie ihren Franzl das erste Mal traf.

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SARA ALLERSTORFER ist Leiterin Mode und interessiert sich mehr für Stil als für schnelllebige Modetrends.

GLANZZEITEN Mustermix mit einer Prise Glitzer überrascht beim Belgier DRIES VAN NOTEN.


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6.6.2011

9:34 Uhr

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DER BUSINESS-ANZUG

MASKULIN

HANDWERK

Perfekt f체rs Gesch채ft ist der puristische, aber raffinierte Hosenanzug von AKRIS.

Bei CHANEL haben Bergbauarbeiter ihre Sonntagsanz체ge aus dem Schrank geholt.

CHRISTOPHER KANE dachte bei seiner Kollektion wohl an seine Kindheit und das H채keln.

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6.6.2011

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WEISS

OVERSIZE

ZIP-IT

LE SMOKING

Winterweiss, Elfenbein oder Schneeweiss – diese Farbe gibt u.a. bei MAX MARA den Ton an.

STELLA MCCARTNEY liebt voluminöse Silhouetten. Dieses Mal mit Achtzigerjahre-Touch.

Dekorativ und funktional: Zips bändigen die Kollektion von ALEXANDER MCQUEEN.

Mondäner weisser Smoking, der subtil upgedatet wurde wie bei YVES SAINT LAURENT.

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FRÄULEIN DIOR Ein bisschen zickig darf sie schon sein, die neue Tasche «Miss Dior» aus dem Hause CHRISTIAN DIOR.

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Best of Taschen und Schuhe Die Taschen bleiben klein und eckig, spielen mit Farben und Materialien und werden mit Vorliebe in der Hand getragen. Bei den Schuhen zeichnet sich ein Comeback des College-Schuhs ab. Und so manch ein Exemplar in kontrastreichen Glanzfarben stiehlt dem Outfit die Show. Der Trend zu spitzen Schuhen h채lt an.

GUCCI

FENDI

DIESEL

CHLOE

CELINE

STELLA MCCARTNEY

DOLCE & GABBANA LOUIS VUITTON

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LANVIN


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BALMAIN

VALENTINO EMILIO PUCCI

ALEXANDER WANG

BALENCIAGA

MIU MIU

ALEXANDER MCQUEEN

PRADA

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NATURSCHAUSPIEL BALLY macht aus Bergsteigerseilen, Karabinerhaken und Eispickel sexy Schuhe.

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6.6.2011

9:49 Uhr

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GELB

LONDON CALLING

FARBIGER PELZ

SKI-MODE

Klassische Spitze in der Trendfarbe Gelb als elegante Abendversion bei BLUMARINE.

Mit Neonfarben, Slogan-T-Shirts und Stretch-Kleidern entf端hrte D&G ins London der Achtziger.

Der Trend f端r n辰chsten Winter: farbiger Pelz. Bei MARNI in British Racing Green zu Lachsrosa.

Steghosen und dicker Pulli: Die Ski-Mode der f端nfziger Jahre frisch interpretiert bei JIL SANDER.

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DAS CAPE I

DAS CAPE II

COWBOY

Ein starkes Thema diesen Winter. Bei HERMÈS super-sophisticated und folkloristisch inspiriert.

Die Formel bei TOMMY HILFIGERs Version: ein Hybrid aus Dufflecoat und Militär-Cape.

So sexy ging es im Wilden Westen zu. Zumindest nach der Vorstellung von DSQUARED2.

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POCAHONTAS Federprint und Fransenboots. ISABEL MARANT weiss, wie man Fashionistas zu Fans macht.

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Folkloristisches stand schon immer vorne im Inspirations-Buch der Mode-Designer. Dieses Jahr ging die Reise so manchen Designers in den Westen zu den Pionieren und den Ureinwohnern Amerikas.

EDEL-GYPSY ROBERTO CAVALLI bleibt seiner Bohème-Frau und seinen Mustern treu. Neu: maskuline Elemente.

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WALDGRÜN

LANDLIEBE

JÄGERMEISTER

Die Erfolgsformel bei DIESEL BLACK GOLD: Uniformen-Stil, Rock’n’Roll und Waldgrün.

Jägergrün und edler Pelz ist nur eine von FENDIs vielen Städter-trifft-Natur-Optionen.

Wie macht man Tiroler Trachten sexy und glamourös? Man lässt sie bei EMILIO PUCCI schneidern.

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MARIANNE ESCHBACH stellvertretende Chefredaktorin Bolero

Meine Favoriten Un peu dark. Nach dem Farbenrausch schlägt Paris geheimnisvolle Töne an. Für die schrille Note sorgte Lady Gaga.

1 Königin Iris Elegante Silhouetten, dunkle Farben, entschlossene Ausstrahlung: Die Iris symbolisiert den Modeherbst. GivenchyDesigner Riccardo Tisci schmückte Teile seiner dem Fetisch-Model Bettie Page gewidmeten Kollektion mit IrisMotiven. Irisduft wird im Herbst auch aus diversen Parfumflakons strömen.

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Für einen Vorgeschmack en nature: 56. «Floralies d’Iris», Vullierens (VD), (bis 26. Juni, www.jardindesiris.ch)

2 Matter Schimmer Oberflächen mit einem sandgestrahlten Aussehen lösen Glanzpolituren ab. Must-have: Die Uhr «Diaphane Chrono Full Blooded» von Swatch, abgebildet in der Farbe «Smokey Grey». 3 Im Bauch des Ungeheuers Die begehbare Monumentalskulptur «Leviathan» von Anish Kapoor aus Hightech-Textilgewebe füllt das Grand Palais aus. Im Inneren taucht man ein in rubinrotes Licht, das Kunstmonster raubt einem den Atem. («Monumenta 2011», bis 23. Juni)

4 Fun statt Fashion Eine Modenschau, bei der Notizblock und Bleistift in der Tasche blieben: Stylist und neuer Mugler-Designer Nicola Formichetti wollte, dass wir Spass haben beim Relaunch der Marke. Auf der Bühne in Form eines gotischen Kirchenschiffes performte seine Freundin Lady Gaga live. Cool.

ROSTROT In zahlreichen Kollektionen gesehen, bei BURBERRY PRORSUM sehr cool: Rostrot.

5 Nach dem Regen Zwischen den Modenschauen entspannt man im «After the Rain». Das Genfer Spa hat an die Seine expandiert. Regenwaldatmosphäre mit Pflanzen und ein türkis beleuchteter Pool im Kellergewölbe des HotelSt.James&Albany(202,ruedeRivoli).

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6 Schicke Schlange Bulgari, neu zum französischen LVMHLuxuskonzern gehörend, hat das Schlangenmotiv aus der Schmuck- und Uhrenlinie auf Accessoires übertragen. Favorit: der schmale «Serpenti»-Gürtel in Jadegrün. MARIANNE ESCHBACH ist Stv. Chefredaktorin von Bolero. An der Mode und im Styling mag sie besonders die Details.

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n Bolero gibt eineeue n Ausblick auf die eleganten inem Mode,die sich everschrieben hat. le Seventies-Sty en Boutiquen zu kaufen. iesig Schon bald in h

GO T A C Y S PUS EB EC K MA RT IN A RI FO GG IN I AL ISAT IO N: : TO MM AS O ROSATI RE E OR IC CT AL RE S: DI FOTO AR T T NG EN TI BU EM RI CO NT OM AN AG SH A/ NE XT RE LL O/AT OM MO DE L: MA CI AN O CH IA LU : IR HA MA KE -U P &

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DIESE SEITE k und Tweed, Kleid aus Stric l. arbener Gürte ldf go d un Schuhe pfe, Fogal. m rü St . on itt Alles Louis Vu ir mit antiken Gelbgold-Sauto Tasche, Prada. erpenti» mit «S n. Armband lgari. Bronzemünze tpavé. Beides Bu yx und Diaman e Nastri. lli va schwarzem On Ca i be n ille, gesehe Ohrringe und Br RECHTE SEITE uck aus der venchy. Schm Gi , all Wollover wirl» mit lektion. Uhr «T «Bamboo»-Kol band. rm -A at et Ac m grün-rot-grüne n he se ge , Brille Beides Gucci. ri. st Na e lli va bei Ca

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LINKE SEITE rierter Rot-schwarz ka mit Schlag. se ho rd Co . Wollponcho andschuhe rh de Le cci. Alles Emilio Pu cci. . Uhr «Twirl», Gu in Rot, Hermès DIESE SEITE d Bluse. Samtblazer un er Senffarben Fedora. ne au Br g. hla Sc Flanellhose mit iefel. St . he sc ndta Ledergürtel. Ha reifen in rm -A o» bo «Bam Gucci. Gelbgold. Alles


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DIESE SEITE hmirpulli Lila-gelber Kasc ter.Weisses us mit Rhombenm ragen. Wadennk tte ille Pa it Hemd m he.Alles Prada. sc Ta e langer Kilt. Grün RECHTE SEITE d Spitzenderblouson un Le r ze ar Schw Rotgoldo. in nt les Vale schlaghose. Al arzem hw penti» mit sc Armband «Ser oldring lbg Ge é. av tp an Onyx und Diam s Bulgari. «B.zero1». Beide Wo zu kaufen Seite 120.

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ARTDE VIVRE

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Foto: Patricia Engelhorn

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— RückkehreinerInselperle — Lange wurde Sri Lanka vom Tourismus links liegen gelassen. Heute gilt die Insel als der lässigste Urlaubsort in Asien.EtlicheFreigeisterausEuropablieben für immer. TEXT: PATRICIA ENGELHORN

Es ist einer dieser trägen Nachmittage an der Westküste von Sri Lanka, kurz bevor die Sonne mit einem bühnenreifen Untergang im Meer verschwindet. Eine Gruppe nicht mehr ganz junger Briten sitzt beim Fünf-Uhr-Tee im Garten einer weissen Villa. Die brütende Hitze hat nachgelassen, das Licht ist sanft geworden, irgendwo kläffen ein paar Hunde. «Wie Goa, bevor die ganzen Hippies kamen», sagt einer von ihnen, als der Kellner mit einer Platte Zitronenkuchen auftaucht. Das Gras sieht aus, als sei es beim Coiffeur gewesen, weiter hinten rollen die Wellen in den Sand. Dann geschieht etwas Unerwartetes: Eine alte Dampflok bricht durch die hohen Palmen am Ende des Gartens und zieht ein paar früher wohl hellblau lackierte Wagons fast genau an der Trennlinie zwischen Land und Meer einmal quer an der Wiese vorbei. Teetassen vibrieren, Fahrgäste winken aus offenen Fenstern und Türen. «Das ist der Colombo-Galle-Zug», erklärt der Kellner, «er fährt schon seit Ewigkeiten hier entlang». Alles wie früher? Der «old world charme» lässt leicht vergessen, dass Sri Lanka nicht ganz freiwillig ein paar Jahrzehnte zurückgeblieben ist, dass ein langer Bürgerkrieg und der Tsunami von 2004 den Tourismus und die Entwicklung jeglicher Infrastruktur behindert haben. Der «old world charme» lässt aber auch vergessen, >

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Das Boutiquehotel Villa Bentota. Galeristin Annoushka Hempel hat die Colombo Art Biennale initiiert.

dass The Villa Bentota ein am Zeitgeist orientiertes Boutiquehotel ist, das erst vor zwei Jahren eröffnete und als das schickste der Insel gilt. Das Personal trägt trendiges Schwarz, in den 15 Zimmern und Suiten gibt es WiFi. Die geflochtenen Rattan-Sofas, die Kunst an den Wänden, die wagenradgrossen Leuchter und die naturweissen Textilien sind ganz und gar aus diesem Jahrhundert. The Villa Bentota gehört Shanth Fernando, der vom «Time Magazine» der «Terence Conran Sri Lankas» genannt wurde. Ein Kunstsammler, Designer, Hotelier und Tausendsassa, der schon lange begriffen hat, dass «old world charme» nicht reicht, um kultivierte und verwöhnte Urlauber auf seine Insel zu locken. «Natürlich war der Bürgerkrieg schrecklich», sagt er, «aber weil in diesen Jahrennichts entwickelt wurde, sind auch keine Bausünden entstanden. Heute können wir auf unser reiches architektonisches Erbe zurückgreifen und etwas ganz Neues daraus machen.» Ausgangspunkt fast jeder Sri-Lanka-Reise ist Colombo. Die Hafenstadt liegt ausgestreckt am Indischen Ozean, im Norden befinden sich die Docks und das alte «Fort»-Viertel, im Süden liegen Mount Lavinia und die Strände. Dazwischen gibt es nicht viel. Trotzdem lohnt es sich zu suchen. Bei Buddhi Batiks am Ward Place hängen schöne Batik-Wickelröcke aus Seide und bestickte Kaftans, bei Trunk im historische Galle Face Hotel liegen extravagante Ringe und Abendtaschen auf antiken Holztischen. Bei Barefoot, an der endlos langen und gänzlich unattraktiven Galle Road, werden jene farbenprächtigen, handgewebten Textilien verkauft, für die Sri Lanka bekannt ist. Sie wurden zu Blusen, Sarongs und Schals verarbeitet, aber auch zu Taschen, Hüten oder Tischwäsche. Der Laden ist ein labyrinthisches Auf und Ab ineinander übergehender Räume, eher zufällig findet man den dazugehörenden Buchladen oder den verwunschenen Hof mit einem stimmungsvollen Café. Unweit davon ist ein weiteres Kleinod aus Shanth Fernandos Design-Imperium zu finden. Paradise Road bietet all das, was in seinen Hotels und Restaurants zu sehen ist, und noch viel mehr: Möbel und Hausaccessoires, Porzellan, Schmuck, wunderschöne Leinen-Tischsets und -Servietten, Kunsthandwerk, Kerzen, Naturseifen und Ayurveda-Produkte.

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Leider ist das, was Colombo früher zu einer der wohl schönsten Städte in Südostasien machte, seit dem Bürgerkrieg hinter hohen Mauern verschwunden und heute nur durch ein zufällig offen stehendes Tor zu sehen: Zwischen majestätischen Palmen, duftenden Frangipani-Bäumen, zartrosa Hibiskus-Sträuchern und Kaskaden lilafarbener Bougainvilleas stehen wunderschöne Villen, mal im Kolonialstil, mal modernistisch, meist sehr gepflegt und mit grosszügigen Platzverhältnissen. Hinter einer dieser Mauern wohnt Annoushka Hempel in einem zweistöckigen Bungalow in coolem Bauhaus-Stil. Im Erdgeschoss hat sie ihre Galerie, die zugleich ihr Wohnzimmer ist. Zu ihren Ausstellungseröffnungen kommen weit über 100 Menschen, die sich die Werke anschauen, ein Glas Wein trinken und sich unterhalten – fast wie auf Vernissagen in London, New York oder Paris. «Ganz so ist es nicht», sagt die in London aufgewachsene Galeristin lachend, «in Sri Lanka besteht ein grosser Nachholbedarf». Wie viele andere kam sie als Urlauberin auf die Insel und blieb, weil sie ihrer Schönheit nicht widerstehen konnte. Sie beschloss, zeitgenössischen einheimischen Künstlern eine Plattform zu bieten und gründete neben ihrer Galerie die «Colombo Art Biennale», deren zweite Ausgabe im Februar 2012 stattfinden wird. Auch Annoushka Hempel gibt zu, dass Colombo nicht eben ein touristisches Highlight ist: «Hier werden Geschäfte gemacht. Schön ist die Insel im Hinterland und an den Stränden im Süden.» In den Highlands wachsen die berühmten Ceylon-Tees, es gibt Reisfelder, Pfeffer-Plantagen, Wasserfälle und Naturparks. Mittendrin liegt Kandy, die Hauptstadt des letzten singhalesischen Reichs. Die 100 000-Einwohner-Stadt wurde in luftigen 500 Metern Höhe am Ufer eines künstlichen Sees erbaut, als Attraktionen gelten die Marktstrasse mit ayurvedischen Apotheken, Schneidereien, kleinen Restaurants und Autowerkstätten, und der grandiose Tempel Dalada Maligawa aus dem 17. Jahrhundert. Der Legende nach liegt dort ein Zahn von Buddha in einem Schrein, dem täglich zur «Puja» mit suggestivem Trommeln und Mönchsgesang gehuldigt wird. Noch exotischer ist die alljährlich im August stattfindende «Esala Perahera», eine mehrtägige religiöse Prozession, bei der mehr als 100 bunt geschmückte Elefanten zum Einsatz kommen. Zwischen


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6.6.2011

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SRI LANKA TIPPS ANREISE Direktflüge von der Schweiz nach Colombo gibt es nicht. Die beste Verbindung bietet Sri Lankan Airlines ab Frankfurt. Die Airline fliegt vier Mal pro Woche, Tickets ab ca. CHF 800.–,

und eingerichtet. Ein hübscher Pool im Garten und ein Spa bieten Entspannung, gegessen wird auf der Veranda.

DZ ab CHF 350.– www.amanresorts.com

www.srilankan.lk

Flüge nach Frankfurt mehrfach täglich mit SWISS oder Lufthansa ab allen Schweizer Flughäfen, www.swiss.com

HOTELS

Bei Paradise Road erhält man von Möbeln bis zu Accessiores alles fürs Heim.

den Tieren tanzen und musizieren Gläubige in roten und goldenen Sarongs, Tausende von Einheimischen und Touristen schauen zu. Am Stadtrand von Kandy lebt die Aristokratin Helga da Silva Blow Perera, deren Vater ein heldenhafter Unabhägkigkeitskämpfer und deren Tochter Isabella Blow eine bekannte Grösse in Londons Modewelt war. Da Silva Blow Perera muss unter Drogen gestanden haben, als sie ihr klassisches Art- déco-Haus dekorierte, anders lassen sich die in Purpur und Pink, Wasser-Grün und GoldGelb getünchten Wände mit Darstellungen von Affen und HinduGottheiten nicht erklären. In «Helga’s Folly» werden zahlende Gäste empfangen, William Holden, David Lean und Sir Laurence Olivier haben hier logiert. Heute möchte kaum noch jemand in den mit Jagdtrophäen, Seidenblumen und antiken Kandelabern vollgestopften Zimmern wohnen. Madame Helga trägt es mit Fassung: «Zu viele Menschen verderben die Atmosphäre.» Tatsache ist, dass die Menschen an die Küste wollen. Denn nirgends ist Sri Lanka so schön: Wasserbüffel grasen neben buddhistischen Stupas, Fischer sitzen auf hölzernen Stelzen im seichten Meerwasser, die Mangobäume sind voller Früchte. Beste Basis, um die Strände im Süden zu erkunden ist Galle, ein historisches Hafenstädtchen, halb muslimisch, halb buddhistisch und mit einer komplett erhaltenen kolonialen Altstadt aus dem 17. Jahrhundert, die zum UNSECO-Weltkulturerbe gehört. In den schmalen Gassen des Forts herrscht eine für Sri Lanka untypische Ruhe, die Menschen grüssen sich, ganz gleich ob sie sich kennen oder nicht. Händler von Tee oder Textilien halten ein Schwätzchen vor der Tür, im Pedlars Inn, einen stimmungsvollen alten Café, sitzt ein einsamer Amerikaner und surft im Internet. Von den rund 400 Häusern, die zumeist von Holländern und Portugiesen errichtet wurden, sind 70 in ausländischer Hand, doch nur knapp zehn der Besitzer leben auch dort. Es sind unerschrockene Auswanderer mit ihren Familien, Bohemiens und exzentrische Asien-Liebhaber. Eine davon ist Olivia Richli, die vor zehn Jahren kam und blieb. Sie wohnt mitten im muslimischen Viertel in einem alten Haus, das sie sorgfältig renovieren liess. Ihr Nachbar heisst Ameen Hussain und ist Juwelier. Sein Laden Laksana wirkt auf den ersten >

Tintagel Zehn grosszügige und schick gestaltete Zimmer in einer wunderschönen Kolonialvilla im elegantesten Viertel Colombos. Teakholzböden, chinesische Antiquitäten, tolle Bäder und ein zauberhafter Innenhof, in dem das Frühstück serviert wird.

Kahanda Kanda Schickes Designerhotel in einer Teeplantage im hügeligen Hinterland von Galle. Vom Hotel überblickt man den Kogalla See. Die neun Wohnpavillons und die fünf Zimmer sind minimalistischelegant gestaltet, beim Schwimmen im Infinity Pool schaut man ins Dschungelgrün. DZ ab CHF 300.– www.kahandakanda.com

RESTAURANTS

DZ ab CHF 250.– www.tintagelcolombo.com

Villa Bentota Die weisse Villa steht im Stranddorf Bentota auf halber Höhe zwischen Colombo und Galle. 15 stilvoll-modern designte Zimmer, teilweise mit Terrassen, schönes Restaurant, Pool und eine perfekt manikürte Wiese, die an die Bahngleise und den Strand grenzt.

Gallery Café Das Gallery Café ist zweifelsohne das beste und schönste hotelunabhängige Restaurant der Insel. Gäste haben die Qual der Wahl zwischen scharfer einheimischer Küche und kreativer internationaler Kost. Wer schon gegessen hat, kommt auf einen Drink an die Bar. 2 Alfred House Road, Colombo Tel. +94 11 258 21 62

DZ ab CHF 200.– www.villabentota.com

Amangalla Der traumhafte Palast steht in der kolonialen Altstadt von Galle und vermittelt das Flair vergangener Grandezza. Viele der alten Möbel wurden restauriert und erhalten, jedes der 30 Zimmer und Suiten ist anders geschnitten

Wijaya Beach Obwohl viel von der tollen Pizza und den grillierten Garnelen geschwärmt wird, ist das eigentliche Highlight dieses rustikalen Beach Shacks seine Lage. Es steht am Rande eines Palmenhains direkt am Strand und hält auch ein paar Sonnenliegen für seine Gäste bereit. Dalawella, Unawatuna Tel. +94 91 228 36 10

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SRI LANKA TIPPS leicht heruntergekommenes koloniales Luxushotel, seine Gartenterrasse direkt am Meer hat nichts von ihrem Zauber verloren. Mama’s Guest House Knapp zehn einfache Holztische stehen auf der Dachterrasse dieses alten Kolonialhauses mitten in der Altastadt von Galle. Man schaut über die Dächer und auf das Meer und geniesst die leichte Brise und die scharfen Currys. 76 Leyn Baan Street, Fort, Galle Tel. +94 91 222 64 15

Highlight des Restaurants Wijaya Beach ist die Lage.

Blick etwas verstaubt und unübersichtlich, doch in den Vitrinen liegen schwere Halsreifen aus Silber, Ohrgeschmeide mit samtigen Mondsteinen, schillernde Saphire in verschiedenen Farbtönen. Jedes Schmuckstück wird nach eigenem Design und in den eigenen Werkstätten angefertigt, wer genügend Zeit hat, kann seine Vorstellungen mit den Goldschmieden besprechen. Ein paar Häuser weiter hat sich Ameens jüngerer Bruder Yameen mit einem eigenen Geschäft selbstständig gemacht. Auch er verkauft Schmuck, aber auch handgewebte Saris, luftige Leinenkleider, zeitgeistorientierte Keramik sowie verschiedene Sorten hübsch verpackter Ceylon Tees. Mittags trifft man die Hussains auf der luftigen Terrasse von Mama’s Guest House, wo es scharfe Currys mit Reis und einen Panoramablick über Dächer und Meer gratis dazu gibt. Die mit Abstand beste Küche in Galle wird im zauberhaften kolonialen Speisesaal des Hotels Amangalla serviert. Der Palast wurde 1684 für einen holländischen Gouverneur gebaut, seine Nachfahren richteten später das New Oriental Hotel darin ein – eine Hotellegende aus der Zeit, als Sri Lanka noch Ceylon hiess und regelmässige Postschiffe zwischen der Insel und England verkehrten. Hat man einmal eines der 30 Zimmer bezogen, fällt es schwer, es zu verlassen. Die schimmernden Teakholzböden, die hohen Decken, die Terrassen, die vielen antiken Möbel und die wunderbar altmodischen Bäder sind einfach zu schön, um nur der Nachtruhe zu dienen. «Viele unserer Gäste verbummeln den halben Tag im Hotel», sagt Olivia Richli, die es seit seiner Neueröffnung vor sechs Jahren leitet, «dabei gibt es da draussen so viel zu sehen». Neben der Altstadt locken die Obst-, Gemüse- und Fischmärkte an der Main Street von Galle. Und natürlich die Strände. Unawatuna, Weligama oder Mirissa präsentieren sich als lang gestreckte, sichelförmige Buchten mit puderfarbenem Sand und Palmenhainen; oft sind sie menschenleer, manchmal von kleinen Fischergemeinden bewohnt, hier und dort haben smarte Einheimische ein paar Tische in den Sand gestellt und bieten Cocktails, Pizza oder gegrillte Langusten an. Hier ist es wirklich wie in Goa, bevor die Hippies kamen, und weil es auf Sri Lanka nie jemand wirklich eilig hat, wird es wohl auch noch eine Weile so bleiben. <

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Why Galle hat neuerding eine ultraschicke Badeanstalt, die von Italienern geführt wird. Das Etablissement befindet sich an einem schönen Strandabschnitt südlich von Galle, in seinem stimmungsvollen Restaurant kocht die «Mamma» die besten Spaghetti alle vongole östlich von Neapel. Uyana Bandarawatta Matara Road, Tel. +94 777309012

CAFÉS & BARS

Barefoot Café Der hübsche Innenhof mit Palmen und FrangipaniBäumen bietet sich für eine Pause beim Shopping in Colombo an. Neben kühlen Getränken und ein paar Kleinigkeiten zum Essen gibt es freies WiFi, wechselnde Kunstausstellungen und «Sunday Jazz». 704 Galle Road, Colombo Tel. +94 11 255 30 70

The Verandah Eine stilvollere Location für den Sundowner findet man in ganz Colmbo nicht. Das Galle Face Hotel ist ein

Galle Face Hotel, Galle Road Tel. +94 11 254 10 10

The Lighthouse Hotel Bar Das von Geoffrey Bawa entworfene Lighthouse Hotel steht ein paar Kilometer nördlich von Galle auf einem Felsvorsprung über dem Meer. Von der Terrasse sieht man die schönsten Sonnenuntergänge und die Altstadt von Galle. Dadella, Galle Tel. +94 91 222 40 17

Kingfisher Bar & Lounge Unawatuna ist das Rimini von Galle, Lokale und kleine Läden reihen sich hier Tür an Tür. Die beste Wahl für ein kühles Kokosnuss-Wasser oder einen Cocktail bietet die einfache Holzterrasse von Kingfisher direkt am Strand mit Blick auf Fischerboote und Wellenreiter. Yaddehimulla Road, Unawatuna Tel. +91 91 224 82 10

VERANSTALTER Der Premium-Reiseanbieter Designreisen ist Spezialist für individuelle Reisen nach Sri Lanka. Geboten werden massgeschneiderte Programme für den verwöhnten Urlauber und perfekte Betreuung vor Ort, egal ob für einzelne Hotels oder für Rundreisen, die von Colombo via Ananasplantagen und Reisfelder nach Galle führen.

Buchung, Information & Preise: Designreisen GmbH, Brienner Strasse 7 D–80333 München Tel. +49 89 90 77 88 99 www.designreisen.de Rundreise Sri Lanka: www.designreisen.de/luxusreisen/ rundreise-sri-lanka-geheimnisvollesjuwel-im-indischen-ozean/


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6.6.2011

8:56 Uhr

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ART DEVIVRE reisetipps text: tina bremer

ÜBER DEN DÄCHERN VON NEW YORK

Wir können gar nicht genug bekommen vom Big Apple. Umso besser, dass uns der Bildband «New York Rooftop Gardens» jetzt die schönsten Plätze in luftiger Höhe zeigt. Grüne Oasen zwischen Wolkenkratzern, die Sie garantiert noch nicht kennen. «New York Rooftop Gardens», teNeues Verlag, CHF 81.90, www.teneues.de

GELUNGENE SYMBIOSE

Mittags, wenn die Sonne am höchsten steht, muss man die Augen zusammenkneifen, um nicht geblendet zu werden. Von dem cremefarbenen Tuffstein, der sich zwischen den Olivenbäumen in den eisblauen Himmel streckt. Im Herzen Apuliens, nur wenige Kilometer von der Adriaküste entfernt, hat die Familie Melpignano ein aussergewöhnliches Resort-Bijou ganz in Weiss geschaffen. Die Zimmer und Suiten des Borgo Egnazia verteilen sich auf das Haupthaus und das «Borgo», ein Dorf mit weinumrankten Bogengängen und Piazza, welches zweigeschossige Stadthäuser und 28 luxuriöse Poolvillen beherbergt. Die Architektur ist maurisch inspiriert, die Materialien stammen aus Apulien. Auch in der Küche und im Spa wird Wert auf einheimische Produkte gelegt. Sämtliche Anwendungen – wir empfehlen das entspannende «Sea»-Treatment, bei dem Alessandro mit wellenförmigen Bewegungen den Körper massiert – werden mit italienischen Produkten durchgeführt, welche eigens für das Borgo Egnazia hergestellt wurden. Nachdem wir ein paar Runden im Pool geschwommen sind und auf dem Golfplatz Abschlag geübt haben, serviert Chefkoch Mario Orangen-Risotto mit Lobster. Die Sonne ist untergegangen, das Borgo Egnazia strahlt aber immer noch: im Schein hunderter Kerzen.

Der Schweizerhof Bern hat ein neues Kapitel seiner 150 jährigen Hotelgeschichte aufgeschlagen. Nach zwei Jahren Umbauphase ist das Luxushotel, dessen Zukunft lange im Ungewissen lag, zu neuer Blüte gekommen. Das Londoner Büro MKV Design hat es geschafft, den Prachtbau mit einem modernen Design auszustatten und zugleich den Charme der Fin-de-Siècle-Architektur zu bewahren. In die 99 Zimmer und Suiten führt eine Marmortreppe, die Räume sind mit Eichenparkett und Stuck ausgestattet und in einer warmen Farbkombination aus Taupe und Grau gehalten. An den Wänden hängen Drucke von Paul Klee, welche im Rahmen einer Kooperation mit dem Zentrum Paul Klee ausgesucht wurden. Für die Entspannung sorgen Amenities von Bulgari und tiefe japanische Badewannen. Herzstück des Traditionshauses ist die helle Lounge, in der auch externe Gäste willkommen sind.

Borgo Egnazia,Savelletri di Fasano (zwischen Bari und Brindisi),Italien,Tel.+39 080 225 5000,www.borgoegnazia.com, DZ ab Euro 215.–.Anreise: Helvetic Airways fliegt täglich von Zürich nach Bari und zweimal wöchentlich nach Brindisi. Weitere Informationen und Buchung unter www.helvetic.com

Schweizerhof Bern, Bahnhofplatz 11, Bern, Tel. 031 326 80 85, DZ ab CHF 550.– , www.schweizerhof-bern.ch

In Licht gebadet – In Apulien überrascht das Borgo Egnazia mit einem ungewöhnlichen Hotelkonzept.

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6.6.2011

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ART DEVIVRE jetset

Impressionen vom Jetset-Leben in Miami: Die Pfahlbauten von Stiltsville sind Teil eines Naturschutzgebietes, das man stilecht per Yacht und Katamaran erreicht. Den Abend ausklingen lassen beim Barbecue am Strand des «Soho Beach House» oder am Pool auf Hibiscus Island. Moët & Chandons Sommerdrink des Jahres und sein Kreateur, Chefkellermeister Gouez.

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6.6.2011

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Miami Ice Bolero probte einen Tag Jetset-Leben in Miami. Und fand dabei auch Orte der Stille. TEXT: LEONI JESSICA HOF

Miami Beach ist rosa, hellblau und pistache. Es spiegelt, gleissendes Licht lässt die Augen schmal werden. Miami Beach blendet. Hier geht die Sonne nie wirklich unter. Es ist laut und schnell in der Nacht, tagsüber geht die Party weiter, aber bitte schön relaxt. Loungemusik ist die Stimme dieser Inselstadt, das Art-déco-Viertel und die kilometerlangen weissen Sandstrände ihr Gesicht. Irgendwo saust immer ein braungebranntes Bikinimädchen auf seinem Skateboard vorbei, die Wagen sind gross, Bässe hämmern aus heruntergekurbelten Scheiben. Zurückhaltend ist hier nichts, am wenigsten die Sonne, die von einem unbefleckten Himmel herunterstrahlt, den Hafen küsst. Hier besteigen wir das Deck einer Ferretti-Yacht. Der Tag ist noch jung und will genutzt werden, wir sind schliesslich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Für unsere Journalistengruppe gehts nach Stiltsville, etwa eine Meile südlich von Cape Florida. Die Yacht schiesst wie ein Pfeil durchs Wasser, und wir kreischen, wenn sie sich rasant in die Kurve legt. Stiltsville ist der Name einer Gruppe von Pfahlbauten. Wenn diese Holzhäuser reden könnten, hätten sie illustre Geschichten zu erzählen. Denn hier wurden in den Dreissigern Geldscheine verspielt und leichte Mädchen geliebt. (Eine Meile vor der Küste war das auch zur Zeit der Prohibition legal...) In den vierziger und fünfziger Jahren kamen hier aber vor allem Juristen, Banker, Politiker und andere gut betuchte Menschen her, um in aller Ruhe einen Drink zu nehmen und aufs Wasser hinauszuschauen. Weit entfernt von der drückenden Hitze der Stadt. Das Areal ist heute ein Naturschutzgebiet, wie im Dornröschenschlaf liegen die in die Jahre gekommenen Bauten auf dem Wasser. Wir steigen um auf einen Katamaran und legen die letzte Strecke auf dessen Netz liegend zurück. Als wir anlegen und über den Holzsteg zum Haus gehen, schauen wir uns nach den Delphinen um, die man hier angeblich sehen kann – heute gibts von ihnen aber keine Spur. Dafür fällt uns eine Hollywood-Schaukel ins Auge, einen perfekteren Ort für ein Nachmittagsschläfchen gibt es auf dieser Welt wohl nicht. Das ist Zen auf amerikanisch. Für eine Weile weicht das Jetset-Leben Miamis wunschlos glücklichem Nichtstun «in the middle of nowhere».

Drei Tage Miami sind wie ein Kurztrip in ein fremdes Universum, irreal, wie auf einem immerwährenden Rummel. Nur dass wir statt einer Handvoll Luftballons nun ein Glas Champagner in den Händen halten. Am Abend stossen wir damit vor einer Villa auf Hibiscus Island auf einen pinken Sonnenuntergang an. Es fällt leicht, sich vorzustellen, dass man im Pool, der ums Haus führt, seine morgendlichen Runden dreht. Ein DJ macht Musik, es wird gelacht und sich zugeprostet. Der Sommerdrink dieses Jahres kommt stilecht in Weiss daher, der «Moët Ice Impérial» ist der erste Champagner, der ausschliesslich auf Eis getrunken wird. Und das hat nichts mit dem «Swimming Pool» zu tun, der gern in Saint-Tropez getrunken wird. Der von Chefkellermeister Benoît Gouez komponierte Champagner behält dank seiner kräftigen Aromen tropischer Früchte auch mit einer Ladung Eis seinen Charakter. Wie weh tut es dem Kellermeister, wenn sein Champagner mit Eis verwässert wird? «Gar nicht, ich bin kein Traditionalist. Vielleicht weil ich ein Quereinsteiger im Weinmachen bin. Und manchmal muss man einfach ein Risiko eingehen.» Wir ignorieren, dass der edle Sprudel nur tagsüber bis 19 Uhr ausgeschenkt werden wird. Soll doch der «Ice Impérial» eine neue Variante des Champagnertrinkens sein, «jenseits traditioneller Momente», wie Gouez betont. Traditionelles verlassen, Neues wagen, Konventionen aufbrechen – Miami ist dafür der passende Ort, hier findet schliesslich auch die Kunstmesse am Strand statt. Am nächsten Abend haben wir Sand zwischen den Zehen, ein Barbecue am Strand ist angesagt. Aber nicht irgendwo, sondern am privaten Strand des «Soho Beach House», einem Club mit Hotel und Spa. Auf Bergen von Eis liegen Austern, Krebse und Riesengarnelen. Die Sonne ist längst untergegangen, am Himmel funkeln die ersten Sterne, hin und wieder spült eine Welle über den Sandstrand. Flammen lecken an Holzplanken, ein Lagerfeuer erleuchtet die Nacht. Es spiegelt sich in unseren Gläsern, irgendwoher wehen Fetzen von Musik. Der Herzschlag der Stadt hat sich beruhigt. Miami ist rosa, hellblau und pistache – wie die Marshmallows, die wir ins Feuer halten. <

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2.6.2011

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ART DEVIVRE kleine kochschule foto: armin zogbaum

PETER BRUNNER ERKLART AN DIESER STELLE, WIE MAN IN NEUN SCHRITTEN EIN PERFEKTES FILETSTEAK ZUBEREITET: AUSSEN AROMATISCH ANGEBRATEN, INNEN ZART UND SAFTIG – GUTEN APPETIT! 1 Vier Filetsteaks von 180 g kräftig mit Sojasauce einreiben und mit Küchenpapier trocknen. 2 Eine hitzebeständige Bratpfanne bis zum Rauchpunkt erhitzen, Erdnussöl hineingiessen, bis der ganze Pfannenboden bedeckt ist.

3 Die Steaks hineinlegen und anbraten, dabei die Hitze sofort leicht reduzieren. 4 Das Fleisch erst drehen, wenn

die eine Seite kräftig angebraten ist, das braucht ein wenig Nerven.

5 Sobald die zweite Seite ebenfalls gebräunt ist, ein Stück Butter in die Pfanne geben und die Steaks kräftig salzen.

6 Bevor die Butter verbrennt, das Fleisch auf ein Backblech legen, mit der Bratbutter übergiessen und bei 150 Grad in den vorgeheizten Ofen stellen.

Stichwort: Filetsteak Um ein perfektes Rindsfilet zuzubereiten, braucht es Nerven, weiss Peter Brunner aus langjähriger Erfahrung. Alle Fleischgerichte lassen sich in zwei Gruppen einteilen: die lange geschmorten und die kurz gebratenen. Einerseits wollen wir kräftige Röstaromen, die beim Anbraten entstehen, anderseits wollen wir saftiges und gleichmässig gegartes Fleisch im Innern. Wenn wir für das kräftige Anbraten zu viel Zeit benötigen, trocknet das Fleisch aus. Liegt es umgekehrt so lange in der Pfanne, bis es gar ist, kann es aussen verbrennen. Wir brauchen also eine kurze, heisse Röstzeit und eine längere Garzeit. Um die Röstzeit zu verkürzen, gibt es ein paar Tricks. Das Filetsteak vor dem Braten kurz trocken tupfen, denn Feuchtigkeit verhindert die Bräunung. Zucker wiederum beschleunigt die Bräunung. Hierfür kann man das Fleisch vor dem Braten mit zuckerhaltiger Soja- oder Maggisauce einpinseln. Weiter benötigen wir zum Anbraten genügend Öl oder Bratbutter, welche die Hitze von der Pfanne auf das Fleisch übertragen. Will man auf die Kalorien achten, kann man die angebratenen Fleischstücke mit einem Küchenpapier problemlos wieder entfetten. Und last but not least muss die Pfanne rauchend heiss sein, bevor man das Öl hineingibt. Haben wir das Anbraten schnell und erfolgreich abgeschlossen, kommt das Fertiggaren. Das soll schonend und geruhsam vor sich gehen, denn Hitzestress lässt das Fleisch zäh werden. Dazu nehmen wir das Filetstück aus der Pfanne und legen es auf einen Teller in den mittelheissen Ofen, bis der gewünschte Garpunkt erreicht ist. Der grosse Vorteil des Ofens besteht darin, dass die Hitze von allen Seiten gleichmässig wirkt und genau kontrolliert werden kann.

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7 Nach ziemlich genau zwölf

Minuten sind die Steaks gleichmässig gar und noch leicht blutig.

8 In der Zwischenzeit eine kleine Zwiebel und einen Strauss Petersilie ganz fein hacken und mit grobem Meersalz, frisch gemahlenem Pfeffer und wenig Dijonsenf mischen. 9 Die Steaks mit dieser Mischung bestreichen und etwas Bratbutter darüber träufeln.

Peter Brunner ist Mitinhaber des Restaurants Kaiser’s Reblaube in der Altstadt von Zürich. Der gebürtige Zürcher ist Koch aus Leidenschaft und hat in den vergangenen Jahren mehrere Kochbücher verfasst.


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6.6.2011

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ART DEVIVRE sextrology bolero | fashion | abendmode

— Was die Sterne über Ihr Liebesleben sagen. Exklusiv für Bolero von den Star-Astrologen Stella Starsky und Quinn Cox aus New York.

Monatshoroskop Juli – August 2011 Stier | 21. 4.–20. 5. | In einer narzisstischen Anwandlung fühlen Sie sich zu Menschen mit Eigenschaften hingezogen, die Ihnen selbst entweder fehlen oder zu denen Sie keinen Zugang haben. Vermeiden Sie es jedoch, diese Leute einfach nur nachzuahmen – suchen Sie vielmehr in anderen Menschen nach Eigenschaften, die Sie auf Ihre eigene Weise kultivieren möchten.

Löwe | 23. 7.–23. 8. | Der Kosmos rät Ihnen, sich um unerledigte Dinge zu kümmern und sie zu Ende zu bringen. Sie gewinnen eine günstigere Perspektive auf die Zukunft, und die werden Sie brauchen können. Uranus wird am 10. Juli rückläufig und deutet auf unvermittelte Reisen oder die Beschäftigung mit exotischen Dingen hin, im wörtlichen oder übertragenen Sinne.

Zwillinge | 21. 5.–21. 6. | Wir hätten nicht gedacht, dass wir Ihnen das einmal sagen würden: Hören Sie auf, so weit vorauszudenken. Kümmern Sie sich um die Dinge, die zu erledigen sind. So werden Sie den angestrebten Erfolg erreichen. Mars verlässt am 3. August Ihr Zeichen, mildert Ihren Egoismus und hilft Ihnen, Ihre finanzielle Situation zu verbessern.

Jungfrau | 24. 8.–23. 9. | Hüten Sie sich davor, mehr abzubeissen, als Sie kauen können, oder einen Krieg zu beginnen, von dem Sie nicht wissen, wie Sie ihn beenden sollen. Sie sind angespannter als sonst – geben Sie gut acht und notieren Sie, was Ihnen besonders auf die Nerven geht oder Ihren Kopf in Beschlag nimmt, um derlei Situationen in Zukunft zu vermeiden.

Krebs | 22. 6.–22. 7. | Langfristige Spekulationen zahlen sich aus, denn jetzt erfüllen andere ihre Versprechen und stecken Geld in längst zugesagte Projekte. Mars steht ab dem 3. August in Ihrem Zeichen und haucht Ihrem Kriegergeist neues Leben ein. Widmen Sie 90 Prozent Ihrer Energie eigenen Projekten – für die Projekte von anderen reichen die restlichen Prozent.

Waage | 24. 9.–23. 10. | Die Sonnenfinsternis am 1. Juli gibt Ihnen die Kraft, Ihre Forderungen nach Geld, Sonderleistungen und anderen Gratifikationen für Ihren beruflichen Einsatz zu formulieren. Damit beginnt eine neue Zeit, die vor allem dadurch gekennzeichnet ist, dass man Ihnen schmeichelt. Eine Affäre am Arbeitsplatz erscheint Ihnen zunächst wie eine gute Idee.


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Skorpion | 24. 10.–22. 11. | Um sich aus der Menge herauszuheben, werden Sie ein paar stilistische Änderungen vornehmen müssen. Nehmen wir an, Sie seien eine Sängerin – vielleicht nicht die beste, aber es ist Ihre Berufung. Sie werden einen künstlerischen Ansatz brauchen, um nicht nur Ihre eigene Stimme, sondern auch Gehör zu finden.

Wassermann | 21. 1.–19. 2. | Die Zeichen deuten darauf hin, dass Sie in beruflicher Hinsicht nicht vorankommen werden. Zeigen Sie jedoch keine Frustration. Neptun steht ab dem 10. August in Ihrem Zeichen und eröffnet Ihnen einen Quereinstieg. Das könnte bedeuten, dass Sie ein eigenes Projekt verwirklichen können. Merkur bewirkt zahlreiche Gespräche.

Schütze | 23. 11.–21. 12. | Es ist in Ordnung zuzugeben, dass Sie ein spirituell erfüllteres Leben führen wollen. Dennoch benehmen Sie sich nicht gerade wie einer der Gläubigen. Vielleicht aus Furcht vor etwas, das grösser ist als Sie. Doch wenn Uranus am 10. Juli rückläufig wird, werden Sie sehen, dass Sie nicht ein kleines Rädchen, sondern ein grosses Rad im Getriebe sind.

Fische | 20. 2.–20. 3. | Widerstehen Sie der Versuchung, alles zu planen – in den kommenden beiden Monaten sollten Sie so spontan wie möglich sein. Leben ist das, was passiert, wenn man andere Pläne macht – und grösstmögliche Offenheit ermöglicht Ihnen, das Leben voll zu geniessen. Ab dem 3. August stehen Kunst und Freude an erster Stelle.

Steinbock | 22. 12.–20. 1. | Man kann Sie wirklich nicht als Egoisten bezeichnen. Ihr unprätentiöses Verhalten bedeutet aber nicht, dass Sie sich nicht in persönliche Kämpfe verstricken, die Sie daran hindern, anderen zu helfen. Wenn Neptun ins Zeichen Wassermann tritt, erkennen Sie, dass Ihre eigenen Probleme sich in Luft auflösen, sobald Sie anderen helfen.

Widder | 21. 3.–20. 4. | Intensive Gefühle tauchen auf, denn Sie widmen sich ausgiebig beruflichen und privaten Problemen. Das könnte unangenehm werden, aber Sie wollen jetzt die Wahrheit wissen und sind nicht mehr bereit, Differenzen zu übertünchen, nur um den Schein zu wahren. Am 5. August bewirkt Neptun, dass Sie ein globales Publikum erreichen können.


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23.5.2011

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2.6.2011

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OBJEKT DER BEGIERDE foto: patrick rohner

E-Mail senden & gewinnen Gewinnen Sie eine Lederjacke des Schweizer Modelabels Jet Set. Mit diesem Designerstück machen Sie bei jedem Anlass eine gute Figur! Das in St. Moritz gegründete Label Jet Set hat sich von Beginn an im Luxus-Sportswear-Segment positioniert. Klarliniges Design wird mit Funktionalität und Hightech-Materialien kombiniert. Das Konzept von Designer Peter Kappler kann sich sehen lassen: Casual-Wear mit einem Hauch Glamour. So kommt auch die Lederjacke aus hochwertigem Ziegenleder sportlich-sexy daher. Sie wurde nach der Konfektionierung überfärbt und gewaschen, um eine coole Used-Optik zu erzeugen. Getragen mit Jeans und Shirt, peppt sie tagsüber jedes Outfit auf. Kombiniert mit einer Seidenbluse und Highheels, steht auch einem glamourösen Afterwork-Auftritt nichts im Wege. Weitere Informationen unter www.jetset.ch

E-MAIL SENDEN UND GEWINNEN!

Unsere Frage: In welchem Jahr wurde das Modelabel Jet Set gegründet?

Wenn Sie die Antwort kennen, senden Sie uns eine E-Mail mit der Lösung, Ihrem Namen, Alter, Ihrer Adresse, Telefonnummer und Kleidergrösse an: objektderbegierde@boleromagazin.ch Einsendeschluss ist der 17. August 2011. Die Gewinnerin, der Gewinner wird von Bolero persönlich kontaktiert. Der Name der Gewinnerin, des Gewinners wird in Bolero veröffentlicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. | juli/august 11 | bolero

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EVENT

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fotos: jozo palkovits

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– Eine leidenschaftliche Liebe – Dass Liebe immer auch verrückt ist, erfuhren die Besucher der Vorpremiere des YSL-Films «L’amour fou» vom Regisseur Pierre Thoretton selbst. Bolero hatte zu einem ganz besonderen Kinoerlebnis eingeladen. Zuvor stimmte man sich bei Häppchen und Wein auf den Abend ein. | LJH

1. Majo Fruithof, Juwelierin. 2. Christoph Stühn, Landesmuseum. 3. Christian Brändle, Museum für Gestaltung, Georgina Casparis, Christophe Guye Galerie. 4. Pierre Thoretton, Regisseur. 5. Designerin Sara Vidas. 6. Adrian J. Margelist, Navyboot; Ursula Knecht, Option Modelagentur. 7. Monika Milakovic, Ikou Tschüss. 8. Mahara Mc Kay, DJane. 9. Sithara Atasoy, Chefredaktorin Bolero. 10. Gabriella Mazurczak, Beatrice Rossi, Juwelierin. 11. Virginia Bertschinger, PR-Manager Fiat Group und Claudia Dippel, Leitung Anzeigenmarkt Zeitschriften Ringier. 12. Designer Heiner Wiedemann; Rudolf Jost. 13. Clifford Lilley, Stylist; Rosmarie Amacher, Couturière. 14. Ursina Widmer; Yannick Aellen, Musiker/Showproduzent. 15.Janine Pusnik und Caterina Albisetti,Yves Saint Laurent Beauté.

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– LAUNCH-PARTY FÜR BELVEDERE VODKA RED – BELVEDERE VODKA BEGEISTERTE MIT EINEM PRIVATEN KONZERT VON DURAN DURAN AM CANNES FILMFESTIVAL. Es war ein nostalgischer Ausflug in die achtziger Jahre, als Belvedere Vodka Anfang Mai zum Privatkonzert der britischen New-Wave-Band Duran Duran in den VIP-Room nach Cannes lud. Die Kultband brachte

nicht nur Pop auf die Bühne, sondern zog auch Fans aus der Unterhaltungsund Filmbranche an. Anlass der Party war die Europalancierung der Sonderedition Belvedere Vodka Red, mit deren Verkauf der Spirituosenhersteller die Organisation «Global Fund» im Kampf gegen Aids unterstützt. | SAL

1. Duran Duran rockt die Gäste im VIP-Room. 2. Hollywood-Schauspielerin Rosario Dawson. 3. Schauspielerin und Musikerin Vanessa Hudgens mit Schauspieler und Musiker Jamie Foxx. 4. Schauspielerin Jamie Lynn Sigler. 5. Musiklegende Quincy Jones. 6. Seb Bishop, CEO RED, und BelvederePräsident Charles Gibb. 7. Schauspieler Jude Law.

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Fotos: Getty Images (3)

– LIFE BALL IN WIEN – FÜR BILL CLINTON UND DIE «CLINTONFOUNDATION» GABS EINEN CHECK ÜBER 100 000 EURO AUS DEM M.A.C AIDS FUND. Das grösste Anti-Aids-Charity-Spektakel der Welt erinnerte an 30 Jahre Kampf gegen die Krankheit. «LifeBall»-Erfinder Gery Keszler lud unter dem Motto «Spread the Wings of Tolerance» ein. Im Gewühl gesichtet: Topmodels Carmen Kass und Baptiste Giabiconi, Fashion-Family Angela Missoni mit Kindern, PartyQueen Susanne Bartsch, Musiker Holly Johnson. | MES

1. Gaben sich am VIP-Dinner in der Hofburg und später am «Life Ball» im und ums Wiener Rathaus unter Zehntausenden die Ehre: 2. DSquared2-DesignerZwillinge Dean und Dan Caten. 3. Ex-US-Präsident Bill Clinton. 4. Fashion-Doyenne Vivienne Westwood. 5. Musicstar Janet Jackson. 6. Model Lydia Hearst.

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31.5.2011

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VERLOSUNG foto: eliane dürst

Das italienische Traditionshaus Bulgari besteht seit mehr als 125 Jahren. Atemberaubende Schmuckkreationen, die zahlreiche Hollywood-Grössen auf dem roten Teppich tragen, Uhren, Accessoires, Parfums, Skincare und Luxushotels zeichnen das Haus aus. Bulgari steht für Luxus, auch in der Gesichtspflege. Und für unsere Haut ist nur das Beste gut genug. Bolero verlost das Pflegeprogramm «Source Defense», welches auf der Formel «Gem Essence» basiert. Eine exklusive Kombination, welche die besonderen Eigenschaften der Edelsteine nutzt, um die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen. Die Linie bekämpft die ersten Zeichen der Hautalterung und sorgt für eine geschmeidige Haut und Wohlbefinden. Mit etwas Glück gewinnen Sie das «Source Defense»-Hautpflegeset von Bulgari, welches für alle Hauttypen geeignet ist. Das Paket besteht aus der Maske «Source Defense», dem Serum «Source Defense», der getönten Feuchtigkeitscreme «Source Defense T2 Naturel» und dem pflegenden Fluid «UV GEM SPF 50», das mit dem hohen Lichtschutz vor schädlichen UVA- und UVB-Strahlen schützt. Wir verlosen 17 Pflegesets von Bulgari im Wert von je 535 Franken.

Und so können Sie gewinnen: Per Telefon: 0901 591 959 (CHF 1.– /Anruf) Per SMS: Bulgari, Ihre Adresse an die 920 (CHF 1.– /SMS) Beispiel: Bulgari, Sabine Muster, Beispielweg 7, 8080 Mustern Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte per A-Post (Brief ist ungültig) mit Ihrem Vornamen, Namen, Ihrer Adresse und Telefonnummer an Bolero, Bulgari-Verlosung, Postfach, 8074 Zürich. Teilnahmeschluss ist der 17. August 2011. Es erfolgt keine Barauszahlung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt.

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Mitmachen und gewinnen! «Source Defense»Hautpflegeset von Bulgari


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12.5.2011

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6.6.2011

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ADRESSEN

redaktion: andrea lucia brun, sara allerstorfer, leoni jessica hof porträtfoto: florian kalotay

Places to go Mode, Accessoires und andere Highlights: Bolero präsentiert Ihnen die schönsten neuen oder neu gestalteten Geschäfte in der Schweiz und in Europa – und stellt deren Besitzer im Kurzinterview vor. Dem Alltag auf der Spur Edition Populaire zeigt jeden Monat ausgewählte Gebrauchsgegenstände für den Alltag, die nicht nur nützlich, sondern auch einfach schön sind. Jeder kennt sie: den Wecker, das Wasserglas, Schuhcreme oder Glühbirnen. Alltägliche Produkte mit hohem Gebrauchswert sind das Metier von Edition Populaire. Ins Leben gerufen wurde das Ladenkonzept von Möbelstylistin Aleli Leal und Ex-Kulturmanager Kaspar Fenkart. Bolero: Was ist das Konzept von Edition Populaire? Aleli Leal und Kaspar Fenkart: Jeden Monat findet eine Edition statt, bei der während zwei Wochen drei bis acht ausgesuchte Produkte gekauft werden können. Nach jeder Edition bleibt der Laden während vier Wochen geschlossen, die Restbestände der letzten Edition können online gekauft werden. Danach folgt eine neue Edition mit neuen Gegenständen. Bei uns geht es weder darum, die Kauflust zu befriedigen, noch möglichst viele Produkte zu Hause zu haben. Man soll das Richtige besitzen. Was ist Ihnen an einem Produkt wichtig? Unsere Produkte müssen durch einen hohen Gebrauchswert, eine klare Formsprache und die Herkunft überzeugen. Es soll kein Wegwerfprodukt sein, sondern von einer kleinen Manufaktur aus Europa nach traditionellem Handwerk hergestellt werden. Auch müssen die Produkte vom Kunden

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bezahlbar und für den Hersteller einträglich sein. Welche Produkte führen Sie? Aktuell führen wir Taschen von Steve Mono, Glaskrüge von Trendglas Jena, Glühbirnen von Righi Licht oder Bio-Baumwollunterwäsche von der schwedischen Manufaktur The White Briefs. Das Wasserglas von Luigi Bormioli, der absolute Bestseller, führen wir an jeder Edition. Was ist Ihr ganz persönliches Highlight? Das Buttergeschirr – es ist unser erstes eigenes Produkt! In Zusammenarbeit mit dem Keramiker-Duo VoegeleVogel haben wir eine zweiteilige Butterdose aus Porzellan entworfen. Jede Dose ist ein Unikat. Sie sind soeben Eltern geworden. Was wird sich verändern? Vielleicht werden wir bei Gelegenheit ein Kinderprodukt anbieten. In Zukunft möchten wir vermehrt eigene Produkte in Zusammenarbeit mit kleinen Herstellern entwerfen. Wann ist die nächste Edition? Edition No. 7 findet bis 18. Juni statt, Edition No. 8 folgt vom 26. Juli bis 6. August. Edition Populaire, Lagerstrasse 93, 8004 Zürich, Tel. 043 243 90 92, www.editionpopulaire.ch


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6.6.2011

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SWISS MADE

Schon länger ist der Wunsch nach nachhaltigen und traditionell hergestellten Produkten spürbar. Dem Trend weg vom Industriellen haben die Ladenbesitzer von Edelwiis Rechnung getragen. In Zürich eröffneten sie nun ein Holzmöbelgeschäft im traditionellen Chaletund Landhausstil. In heimeliger Atmosphäre werden Möbelstücke präsentiert – allesamt hergestellt in der familieneigenen Schreinerei in Graubünden. Ganz nach dem Motto «Swiss Made» werden alle Möbel auf Kundenwunsch, nach Mass und mit Liebe zum Detail gefertigt. Edelwiis, Forchstrasse 127, Zürich, www.edelwiis.ch

SCHMUCKE STÜCKE

Das Goldschmied-Duo Arlette Kiefer und Kaspar Rüegg erfüllt sich mit Sueños den Traum einer eigenen Boutique in Zürich. Dort finden sich von Hand gefertigte Schmuckkreationen, die alles andere als gewöhnlich sind. Zu Roségold und Diamanten kombinieren die Designer brüniertes Eisen, ein Rochengebiss verarbeiten sie zu Halsschmuck. Inspirieren lassen sich Kiefer und Rüegg während ihrer Reisen von den Farben der Südsee oder asiatischen Tempelschnitzereien. Neben Arm-, Ohr-, Fingerund Halsschmuck fertigen die beiden auch Accessoires wie Manschettenknöpfe oder Gürtelschnallen. Sueños Juwelen & Schmuck, Glockengasse 2, Zürich, www.suenos.ch

Online-Trouvaillen der Redaktion Welche Webseiten und Applikationen einen Klick wert sind. Diesen Monat im Fokus: Kunst und Design.

Junge Kunst kaufen

Kunst in New York

Kuriositätenkabinett

www.startyourart.de

www.culturenow.org/ iPhone_apps

www.otherist.com

Sie möchten Kunst von jungen Künstlern kaufen? Oder Ihre Werke einem breiten Publikum präsentieren? Ob Gemälde, Skulpturen oder Fotografien, bei «start your art», dem Online-Auktionshaus für junge Kunst, sind Sie richtig. Die Suchfunktion filtert nach Technik, Darstellungsart, Grösse und Preis der Kunstwerke.

Zu den kulturellen Einrichtungen und Kunstwerken im öffentlichen Raum New Yorks führt einen der akustische Kunstführer von Culture Now. Die Applikation für das iPhone und iPad entstand im Rahmen des Projekts «Museum ohne Mauern». Die Light-Version mit Adressen in Lower Manhattan ist kostenlos.

Schön Spezielles für zuhause, Bücher und kuriose Kleinigkeiten gibt es beim niederländischen Onlineshop The Otherist. Die Macher haben sich nichts Geringeres als die Inspiration ihrer Kunden auf die Fahnen geschrieben. Besonders gefallen uns die Panama-Hüte und die «Flora & Fauna»-Vasen von Lowri Davies.

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2.6.2011

8:48 Uhr

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WO ZU KAUFEN Mode-Bezugsquellen A Haider Ackermann: Boutique Roma, Pelikanstrasse 6/8, Zürich, T. 044 222 18 80; Boutique Roma, Neugasse 46, St. Gallen, T. 071 222 77 51; www.boutique-roma.ch weitere Auskunft über Michele Montagne T. +33 1 42 03 91 00 oder www.haiderackermann.be Akris: Gassmann Mode, Poststrasse 5, Zürich, T. 044 211 08 37; Grieder Zürich, Bahnhofstrasse 30, Zürich, T. 044 224 36 36; Grieder Basel, Eisengasse 14, Basel, T. 061 260 27 00; Grieder Bern, Waisenhausplatz 14, Bern, T. 031 310 50 60; Bon Génie Genf, 34, rue du Marché, Genf, T. 022 818 11 11; Weinberg, Bahnhofstrasse 13, Zürich, T. 044 221 37 00; Mode-Gort, Kronenplatz 1, Bad Ragaz, T. 081 300 49 20; weitere Auskunft über Akris, St. Gallen, T. 071 227 77 22; www.akris.ch Joseph Altuzarra: Shopfinder unter www.josephaltuzarra.com Giorgio Armani Eyewear: Bahnhofstr. 25, Zürich, T. 043 960 08 00; Via Serlas 24, St. Moritz, T. 081 833 72 58; Fumagalli, Via Nassa 2, Lugano, T. 091 923 30 47; Müller Optik, Limmatquai 94, Zürich, T. 044 261 25 55; Kochoptik AG, Einkaufszentrum Glatt, Glattzentrum/Wallisellen, T. 044 830 49 31; Visilab Zürich, Bahnhofplatz 15, Zürich, T. 044 212 73 33; weitere Auskunft unter www.giorgioarmani.com oder www.safilo.com B Balenciaga: Trois Pommes Designer, Storchengasse 4, Zürich, T. 044 211 06 21; Palacestrasse 1, Gstaad, T. 033 744 78 33; Via Serlas 24, St. Moritz, T. 081 833 72 58, www.troispommes.ch; Joy, Via Maistra 25, St. Moritz, T. 081 833 72 58; www.balenciaga.com Bally: Bahnhofstrasse 66, 8001 Zürich, T. 044 224 39 39; Freie Strasse 88, Basel, T. 061 271 96 77; 15, rue du Marché, Genf, T. 022 310 22 87; Grendelstrasse 8, Luzern, T. 041 410 57 26; Via Maistra 16, St. Moritz, T. 081 833 64 54; Storefinder unter www.bally.com Balmain: Trois Pommes Studio, Weinplatz 4/5, 8001 Zürich, T. 043 497 31 10; Trois Pommes Designer, Palace Strasse 1, Gstaad, T. 033 744 78 33; Trois Pommes Style, Via Serlas 29, St. Moritz, T. 081 833 54 77; Trois Pommes Donna, Freie Strasse 74, Basel, T. 061 272 92 55; www.troispommes.ch; weitere Auskunft über Balmain, Paris, T. +33 1 42 33 60 86; www.balmain.com Lorenz Bäumer: 4, place Vendôme, Paris, T. +33 142 86 99 33, contact@lorenzbaumer.com; www.lorenzbaumer.com BeadBox: Oberdorfstrasse 22, Zürich, T. 044 201 34 40; Sihlcity, Kalanderplatz 1, Zürich, T. 043 243 05 10; Metzggasse 5, Winterthur, T. 052 203 04 51; Spisergasse 30, St. Gallen, T. 071 222 99 26; Hirschenplatz 4, Luzern, T. 041 410 07 07; weitere Standorte auf www.beadbox.ch Aurélie Bidermann: Vestibule, St. Peterstrasse 20, Zürich, T. 044 260 13 31; Zadig & Voltaire, 10, Grand Rue, Genf, T. 022 310 81 71; L’Adress, 32, rue du 31 décembre, Genf, T. 022 736 32 32; Bon Génie, 34, rue du Marché, Genf, T. 022 818 11 11; Auskunft über T. +33 55 35 05 77; www.aureliebidermann.com Bottega Veneta: Bahnhofstr. 25, Zürich, T. 043 344 86 36; Via Serlas 22, St. Moritz, T. 081 837 29 14; 55, rue du Rhône, Genf, T. 022 319 27 20; weitere Auskunft über T. +39 02 70 06 06 11; www.bottegaveneta.com Felicity Brown: Auskunft unter www.felicitybrown.com Boucheron: Storefinder unter www.boucheron.com Burberry Prorsum: Bahnhofstrasse 44, Zürich, T. 044 221 05 18; Gassmann, Zürich, Poststrasse 5, T. 044 211 08 37; Auskunft über Loews PR, München,T. +49 89 219 37 91-0; www.burberry.com C Carven: 36, rue Saint Sulpice, Paris, T. +33 01 43 54 78 72; Fidelio, Münzplatz 1, Zürich, T. 044 211 13 11; www.fideliokleider.ch; Salvatore Schito, In Gassen 14, Zürich, T. 044 210 19 06; www.schito.com; Bernie’s, Bahnhofstrasse 65, Zürich, T. 044 211 91 91; www.bernies.ch; weitere Auskunft über Paris, T. +33 01 44 61 02 07; www.carven.fr Casadei: Spazio Immagine, Weinplatz 10, Zürich, T. 044 211 21 24; Pure Seven, Storchengasse 7, Zürich, T. 044 221 10 10; Largo Zorzi 4, Locarno, T. 091 751 60 23; Elisabeth Berger, Neugasse 5, St. Gallen, T. 071 222 87 69; Boutique Laredo, St. Peterstr. 11, Zürich, T. 01 211 11 23; Auskunft über Karla Otto, T. +39 02 65 56 981; www.casadei.com Roberto Cavalli: Via Dal Vout, 2, T. 081 833 78 01; Trois Pommes Donna, Freie Strasse 74, Basel, T. 061 272 92 55; Salvatore Schito, In Gassen 14, Zürich, T. 044 211 19 06; Anita Smaga, 51, rue du Rhône, Genf, T. 022 310 25 55; www.robertocavalli.it Class Roberto Cavalli: Auskunft unter www.robertocavalli.it Cavalli e Nastri (Vintage-Boutique): Via Gian Giacomo Mora, 12, Milano, T. +39 02 89 40 94 52; www.cavallienastri.com Céline: 47, rue du Rhône, Genf, T. 022 312 14 60; Trois Pommes, Storchengasse 23, Zürich, T. 044 221 23 16; Trois Pommes Exclusive, Via Serlas 28, St. Moritz, T. 081 833 34 36; Trois Pommes Desginer, Palace Strasse 1, Gstaad, T. 033 744 78 33; Trois Pommes Donna, Freie Strasse 74, Basel, T. 061 272 92 55; www.troispommes.ch; Ciolina, Marktgasse 51, Bern, T. 031 328 64 64; Dorfstrasse, Gstaad, T. 033 744 15 70; www.ciolina.ch; www.celine.com Chanel: Bahnhofstrasse 39, Zürich, T. 044 211 17 81; 43, rue du Rhône, Genf, T. 022 311 08 62; Bon Génie, 34, rue du Marché, Genf, T. 022 310 68 85; Via Serlas 22, St. Moritz, T. 081 837 53 00; Rue du Prado Immeuble Les Trois Vétérans, Crans-sur-Sierre, T. 027 481 81 51; www.chanel.com Chanel Haute Joaillerie: 40, avenue Montaigne, Paris, T. +33 1 40 70 12 33 oder 18, place Vendôme, Paris, T. +33 1 55 35 50 05; www.chanel.com Chaumet: 21, rue du Rhône, Genf, T. 022 310 72 50; www.chaumet.com Chloé: Vestibule, St. Peterstrasse 20, Zürich, T. 044 260 13 31; www.vestibule.ch; Joy, Via Maistra 25, St. Moritz, T. 081 834 92 92; www.joystmoritz.com; Anita Smaga, 51, rue du Rhône, Genf, T. 022 310 25 55; weitere Auskunft über T. +33 1 44 94 33 33; www.chloe.com D Damir Doma: Set&Sekt, Rümelinplatz 5, Basel, T. 061 271 07 65; www.setandsekt.com

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bolero | juli/august 11 |

Looq Münsterhof, Münsterhof 14, Zürich, T. 043 355 03 33; www.looq.ch; weitere Informationen unter www.damirdoma.com Diesel: Bahnhofstr. 48, Zürich, T. 043 497 22 80; Bernie’s Casual, Seidengasse 16, Zürich, T. 044 212 14 88; Grieder, Bahnhofstr. 30, Zürich, T. 044 224 36 36; Feldpausch, www.feldpausch.ch; PKZ, www.pkz.ch; Companys-Filialen, www.companys.ch; weitere Stores und Auskunft unter www.diesel.com D&G: Grieder, Bahnhofstr. 30, Zürich, T. 044 224 36 36; Bon Génie, 34, rue du Marché, Genf, T. 022 818 11 11; 5, place St. François, Lausanne, T. 021 345 27 27; www.bongenie-grieder.ch; Bernie’s, Seidengasse 16, Zürich, T. 044 212 14 88; Niederdorfstr. 45, Zürich, T. 044 252 60 69; www.bernies.ch; Feldpausch, siehe www.feldpausch.ch; Spazio Immagine, Weinplatz 10, Ecke Schipfe 1, Zürich, T. 044 211 21 24; Relief, Limmatquai/Stüssihofstatt 17, Zürich, T. 044 252 60 35; Varel, Neugasse 11, Zug, T. 041 710 27 20. D&G Customer Service: +39 0331 409211; www.dolcegabbana.com Christian Dior: Bahnhofstr. 13, Zürich, T. 044 215 68 80; 60, rue du Rhône, Genf, T. 022 310 62 55; Trois Pommes, Freie Strasse 74, Basel, T. 061 272 92 55; Via Veglia 8, St. Moritz, T. 081 833 34 36, www.troispommes.ch; Ciolina, Marktgasse 51, Bern, T. 031 328 64 64; Dorfstrasse, Gstaad, T. 033 744 15 70; www.dior.com Dolce & Gabbana: Weinplatz 10, Zürich, T. 044 211 55 05; Via dal Vout 4, St. Moritz, T. 081 832 18 80; Trois Pommes Donna, Freie Strasse 74, Basel, T. 061 272 92 55; weitere Auskunft über Dolce & Gabbana Customer Service, Mailand, T. +39 0331 409 310; www.dolcegabbana.it DSquared2: Fidelio, Münzplatz 1, Zürich, T. 044 211 13 11; Ciolina, Marktgasse 51, Bern, T. 031 328 64 64; Hot Hot Hot, Leonhardsberg 3, Basel, T. 061 262 10 01; Hot-Lemon, Gerbergässlein 22, Basel, T. 061 262 06 60; Joy, Via Maistra 25, St. Moritz, T. 081 834 92 92; Ruby Tuesday, St. Karliquai 3, Luzern, T. 041 410 02 12; Top Style, 1, rue Cherbuliez, Genf, T. 022 736 84 04; www.dsquared2.com E Ebel Montres: In ausgewählten Uhrenfachgeschäften; Auskunft über Ebel, La Chaux-de- Fonds, T. 032 912 31 23; www.ebel.com F Fendi: 8, rue de la Confédération, Genf, T. 022 310 85 84; Anita Smaga, 51, rue du Rhône, Genf, T. 022 310 25 55; www.fendi.it Salvatore Ferragamo: Bahnhofstr. 40, Zürich, T. 044 211 23 91; weitere Auskunft über Schoeller & von Rehlingen, München, T. +49 89 99 84 27 0; oder unter www.ferragamo.com Tom Ford: Münsterhof 17, Zürich, T. 044 221 02 50; www.tomford.com Tom Ford Eyewear: Storefinder unter www.tomford.com Holly Fulton: Auskunft unter www.hollyfulton.com G Jean Paul Gaultier: Linea by Donna, Grossmünsterplatz 6, Zürich, T. 044 262 33 85; Gaito Boutique, Münstergasse 2, Zürich, T. 044 261 18 24; Gulp, Neugasse 1, Zug, T. 041 711 82 88; Fred’s, Theaterstr. 7, Basel, T. 061 271 46 33; Avantgarde, Winkelriedstrasse 29, Luzern, T. 041 220 04 41; Borghetto, Via Canova 16, Lugano, T. 091 923 35 00; Les Créateurs, 100, rue du Rhône, Genf, T. 022 311 98 77; Linea Donna, 3, rue des Poteaux, Neuchâtel, T. 032 725 49 77; Denise Denti, rue de la Piscine, Verbier, T. 027 771 34 22; Danaé, Grand Rue 66, Montreux, T. 021 963 04 60; www.jpgaultier.fr Givenchy: Trois Pommes, Storchengasse 13, Zürich, T. 044 212 02 04; Trois Pommes Designer, Palacestr. 1, Gstaad, T. 033 744 78 33; Trois Pommes Style, Via Serlas 29, St. Moritz, T. 081 833 54 70; www.troispommes.ch; Anita Smaga, 51, rue du Rhône, Genf, T. 022 310 25 55; www.givenchy.com Gucci: Poststrasse 3 / Paradeplatz, Zürich, T. 044 211 46 20; Serletta, Via Serlas 22, St. Moritz, T. 081 837 29 07; 92, rue du Rhône, Genf, T. 022 310 84 06; Trois Pommes Gucci, Storchengasse 13, Zürich, T. 044 212 02 04; Trois Pommes Donna, Freie Strasse 74, Basel, T. 061 272 92 55; www.troispommes.ch; Grieder, Waisenhausplatz 14, Bern, T. 031 310 50 60; Kapellplatz 1, Luzern, T. 041 410 22 51; Bon Génie, 10, place St. François, Lausanne, T. 021 345 27 27; 34, rue du Marché, Genf, T. 022 818 11 11; www.bongenie-grieder.ch; www.gucci.com H Hakaan: Auskunft über Trois Pommes, Zürich, T. 044 211 06 22. Hermès: Bahnhofstr. 28a, Zürich, T. 044 211 41 77; Freie Strasse 107, Basel, T. 061 283 04 90; Bärenplatz 7, Bern; Via Veglia 8, St. Moritz, T. 081 833 49 81; 1, rue de la Paix, Lausanne, T. 021 312 33 22; 43, rue du Rhône, Genf, T. 022 819 07 07; www.hermes.com Tommy Hilfiger: Bahnhofstrasse 24, Zürich, T. 044 210 26 26; Auskunft über Tommy Hilfiger Schweiz AG, Thalwil, T. 044 723 70 00; www.tommy.com Hublot: Meister Uhren AG, Bahnhofstrasse 33, Zürich, T. 044 211 19 33; Chronometrie Spinnler+Schweizer AG, Markplatz 11, Basel, T. 061 269 97 00; Benoît de Gorski, 86, rue du Rhône, Genf, T. 022 310 14 30; Hublot Boutique Genf, 3, rue Céard, Genf, T. 022 310 13 13; Hublot Boutique Verbier, Rue de Médran 21, Verbier, T. 027 771 11 09; weitere Stores unter www.hublot.ch J Bouchra Jarrar: Auskunft unter http://bouchrajarrar.com J. JS Lee: Auskunft unter www.jsleelondon.com K Christopher Kane: Auskunft über London, T. +44 20 7249 932 Mary Katrantzou: Trois Pommes, Storchengasse 6, Zürich, T. 044 211 06 21; Trois Pommes Donna, Freie Strasse 74, Basel, T. 061 272 92 55; Trois Pommes Designer, Via Serlas 24, St. Moritz, T. 081 833 72 58; Trois Pommes, Palace Strasse 1, Gstaad, T. 033 744 78 33; www.troispommes.ch Picibi, 11, rue de la Madeleine, Genf, T. 022 311 33 46; www.marykatrantzou.com L Lanvin: Trois Pommes, Storchengasse 6, Zürich, T. 044 211 06 21; Trois Pommes Donna, Freie Strasse 74, Basel, T. 061 272 92 55; Trois Pommes Designer, Palace Strasse 1, Gstaad, T. 033 744 78 33; Exclusive, Via Veglia 8, St. Moritz, T. 081 833 34 36; www.troispommes.ch; Linea by Donna, Grossmünsterplatz 6, Zürich, T. 044 262 33 85; Anita Smaga, 51, rue du Rhône, Genf, T. 022 310 25 55; www.lanvin.com

Longchamp: Bahnhofstr. 58, Zürich, T. 044 213 10 80, Grieder, Bahnhofstr. 30, Zürich, T. 044 224 36 36; Waisenhausplatz 14, Bern, T. 031 310 50 60; www.bongenie-grieder.ch Leder Locher, Bahnhofstr. Zürich, T. 044 211 70 82, Münsterhof 18, Zürich, T. 044 211 18 64, Gerbergasse 66, Basel, T. 061 361 39 33, Spisergasse 12, St. Gallen, T. 071 222 65 66; www.leder-locher Gygax, Spitalgasse 4, Bern, T. 031 311 25 61; Zimmermann, Pilatusstr. 7, Luzern, T. 041 210 12 02; www.longchamp.com Love Sex Money: Auskunft unter www.lovesexmoney.com M Alberto Marani: Auskunft unter www.marani.info Isabel Marant: Grieder, Bahnhofstrasse 30, Zürich, T. 044 224 36 36; www.bongenie-grieder.ch; Fidelio, Münzplatz 1, Zürich, T. 044 211 13 11; www.fideliokleider.ch; Rouge de Honte, 5, rue Caroline, Lausanne, T. 021 312 85 15; weitere Auskunft über T. +33 1 42 33 49 58; www.isabelmarant.tm.fr Max Mara: Strehlgasse 4, Zürich, T. 044 212 78 22; Gassmann, Poststr. 5–7, Zürich, T. 044 211 08 37; Ciolina, Marktgasse 51, Bern, T. 031 328 64 64; Grieder, Bahnhofstr. 30, Zürich, T. 044 224 36 36; Kapellplatz 1, Luzern, T. 041 410 22 51; Bon Génie, 10, place St. François, Lausanne, T. 021 345 27 27; 34, rue du Marché, Genf, T. 022 818 11 11; weitere Stores auf www.maxmarafashion.com Angelo Marani: www.angelomarani.com Marni: Via Maistra 14, St. Moritz, T. 081 832 23 10; Trois Pommes, Storchengasse 6, Zürich, T. 044 211 06 21; Trois Pommes Donna, Freie Strasse 74, Basel, T. 061 272 92 55; www.troispommes.ch Lorenz Bach, Promenade, Gstaad, T. 033 744 68 78; Drake Store, 22, rue de Bourg, Lausanne T. 021 320 08 20; 13, rue des Alpes, Genf, T. 022 732 24; www.marni.com Stella McCartney: Salvatore Schito, In Gassen 14, Zürich, T. 044 210 19 06; weitere Auskunft unter www.stellamccartney.com Alexander McQueen: Trois Pommes Style, Storchengasse 21, Zürich, T. 044 212 70 05; Trois Pommes Designer, Palace Strasse 1, Gstaad, T. 033 744 78 33; Trois Pommes Style, Via Serlas 29, St. Moritz, T. 081 833 54 77; www.troispommes.ch Jet Set Fashion Store, Via Maistra 23, St. Moritz, T. 081 839 81 47; weitere Auskunft über Alexander McQueen, London, T. +44 20 7278 4333 oder Alexander McQueen, Paris, T. +33 1 49 96 20 70; www.alexandermcqueen.com Emilie Meldem: Informationen auf www.emiliemeldem.com Meindl: Trois Pommes, Storchengasse 6, Zürich, T. 044 211 06 21; Trois Pommes Designer, Palacestrasse 1, Gstaad, T. 033 744 78 33; Trois Pommes Designer, Via Serlas 24, St. Moritz, T. 081 833 72 58; www.troispommes.ch Miu Miu: Trois Pommes, Storchengasse 16, Zürich, T. 044 212 83 18; Trois Pommes Designer, Palace Strasse 1, Gstaad, T. 033 744 78 33; Trois Pommes Donna, Freie Strasse 74, Basel, T. 061 272 92 55; Via Serlas 27, St. Moritz, T. 081 833 83 81; www.troispommes.ch Bon Génie, 10, place St. François, Lausanne, T. 021 345 27 27; 34, rue du Marché, Genf, T. 022 818 11 11; Anita Smaga, 49–51, rue du Rhône, Genf, T. 022 310 26 55; Auskunft über Loew’s PR, München, T. +49 89 219 37 91-0; www.miumiu.it P Piaget: In Uhren- und Schmuckfachgeschäften; Auskunft über Piaget, Genf, T. 022 817 02 02 oder unter www.piaget.com Piazza Sempione: Grieder, Bahnhofstr. 30, Zürich, T. 044 224 36 36; Bon Genie, 34, rue du Marché, Genf, T. 022 818 11 11; Eisengasse 14, Basel, T. 061 260 27 00; www.bongenie-grieder.ch weitere Stores unter www.piazzasempione.com Prada: Bahnhofstrasse 18, Zürich, T. 044 211 09 43; Via Maistra 25, Moritz, T. 081 833 00 32; Palace Strasse 1, Gstaad,?T. 033 744 74 41; Trois Pommes, Freie Strasse 74, Basel, T. 061 272 92 55; Anita Smaga, 49 – 51, rue du Rhône, Genf, T. 022 310 26 55; weitere Auskunft über Loew’s PR, München, T. +49 89 219 37 91-0; www.prada.com Emilio Pucci: Bloom’s, Poststrasse 10 / Paradeplatz, Zürich, T. 043 422 88 88; www.blooms-zurich.com; Badrutt’s Palace Hotel, Via Serlas 27, St. Moritz, T. 081 834 94 30; Ciolina, Marktgasse 51, Bern, T. 031 328 64 64; Dorfstrasse, Gstaad, T. 033 744 15 70; www.ciolina.ch; www.emiliopucci.com R Jean Richard: Zeit Zone Zürich, Uhren & Juwelen, Kreuzplatz 2, Zürich, T. 043 244 67 76; Chimento, 19, Quai du Mont-Blanc, Genf, T. 022 731 16 51; weitere Stores unter www.jeanrichard.com Rochas: Linea by Donna, Grossmünsterplatz 6, Zürich, T. 044 262 33 85; Designer am See, Seestrasse 26, Kilchberg, T. 044 715 03 30; www.designeramsee.ch; weitere Auskunft unter www.rochas.com Gianvito Rossi: Trois Pommes, Storchengasse 6, Zürich, T. 044 211 06 21; Storchengasse 13, Zürich, T. 044 212 02 04; weitere Stores unter www.gianvitorossi.com Sonia Rykiel: Grieder, Bahnhofstr. 30, Zürich, T. 044 224 36 36; Grieder, Kapellplatz 1, Luzern, T. 041 410 22 51; Bon Génie, 10, place St. François, Lausanne, T. 021 345 27 27; 34, rue du Marché, Genf, T. 022 818 11 11; Fumagalli, Via Nassa, Lugano, T. 091 923 30 47; Wigert, Gerechtigkeitsgasse 24, Bern, T. 031 312 16 47; ID Fashion, Crans Montana, T. 027 480 26 60; www.soniarykiel.com S Jil Sander: Trois Pommes, Storchengasse 23, Zürich, T. 044 221 23 16; Bäumleingasse 10, Basel, T. 061 273 42 05; Via Serlas 28, St. Moritz, T. 081 833 83 82; www.troispommes.ch Ciolina, Marktgasse 51, Bern, T. 031 328 64 64; Vivace Modes, Hertensteinstrasse 27, Luzern, T. 041 410 80 70; Ausoni, 5, place St. François, Lausanne, T. 021 312 94 12; Elegance Paloma, Hotel Residenz Tamina, Bad Ragaz, T. 081 302 40 17; www.jilsander.com Maxime Simoëns: Auskunft unter Paris, T. +33 1 40 26 80 51; www.maximesimoens.com Swarovski: Swarovski-Boutique, Bahnhofplatz 7, Zürich, T. 044 211 10 20; Grieder, Bahnhofstr. 30, Zürich, T. 044 224 36 36; weitere Auskunft über Daniel Swarovski SA, Paris, T. +33 1 42 56 24 77; www.swarovski.com


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2.6.2011

8:48 Uhr

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VERLOSUNG

foto: eliane dürst

Swatch: In Bijouterien, Warenhäusern und Swatch Shops; Auskunft unter T. 032 343 95 80; www.swatch.com T Tod's: Bahnhofstr. 32, Zürich, T. 043 422 84 22; Via Serlas 22, St. Moritz, T. 081 834 98 60; 108–110, rue du Rhône, Genf, T. 022 310 08 10; Auskunft über T. +39 02 77 22 51; www.tods.com V Anthony Vaccarello: Auskunft unter http://anthonyvaccarello.blogspot.com Valentino: 51, rue du Rhône, Genf, T. 022 310 26 55; weitere Auskunft über T. +33 1 553 516 00; www.valentino.it Dries van Noten: Boutique Roma, Pelikanstrasse 6/8, Zürich, T. 044 222 18 80; Multergasse 6, St. Gallen, T. 071 222 77 51; www.boutique-roma.ch; Ciolina, Marktgasse 51, Bern, T. 031 328 64 64; Dorfstrasse, Gstaad, T. 033 744 15 70; www.ciolina.ch; Antonioli, Via Nassa 29, Lugano, T. 091 923 88 82; Auskunft über Dries Van Noten, Paris, T. +33 1 42 74 44 07; www.driesvannoten.be Victorinox: Storefinder unter www.victorinox.ch Vionnet: Trois Pommes, Storchengasse 6, Zürich, T. 044 211 06 21; weitere Informationen über Karla Otto, Paris, T. +33 1 42 61 34 36; www.vionnet.com Roger Vivier: 29, rue du Faubourg St. Honoré, Paris, T. +33 1 53 43 00 00; weitere Information unter www.rogervivier.com Louis Vuitton: Bahnhofstrasse 30, Zürich, T. 044 221 11 00; Freie Strasse 88, Basel, T. 061 272 07 80; Palace Arcade, Via Serlas 22, St. Moritz, T. 081 833 78 88; Grand Hotel Parc, Wispilenstrasse, Gstaad, T. 033 748 16 90; 31, rue du Rhône, Genf, T. 022 311 02 32; 30, rue de Bourg, Lausanne, T. 021 312 76 60; rue du Prado, Crans-sur-Sierre, T. 027 481 82 12; Via Nassa 31, Lugano, T. 091 910 20 80; www.vuitton.com W Alexander Wang: Vestibule, St. Peterstrasse 20, Zürich, T. 044 260 13 31; www.vestibule.ch; Septième Etage, 10, rue du Perron, Genf, T. 022 310 77 70; www.septieme.com; www.alexanderwang.com Y Yiqing Yin: Auskunft unter www.yiqingyin.com Yves Saint Laurent: Auskunft über www.ysl.com oder www.yslonline.com Z Giuseppe Zanotti Design: Auskunft unter www.giuseppe-zanotti-design.com Zimmerli: CSI Group, Bremgartenstrasse 48, Zürich, T. 044 730 35 00; Globus, Schweizergasse 11, Zürich, T. 044 226 60 60; Jelmoli, Seidengasse 1, Zürich, T. 044 220 44 11; Schlittner-Seide, Augustinergasse 50, Zürich, T. 044 211 09 09; weitere Auskunft über Zimmerli, Aarburg, T. 062 791 41 41; www.zimmerli.com Zimtstern: Zimtstern Store Zurich, Badenerstrasse 571a, Zürich; weitere Informationen unter www.zimtstern.com

Beauty-Bezugsquellen B Bourjois: Warenhäuser, T. 022 884 36 00; www.bourjois.com Bulgari: Parfümerien, Warenhäuser, T. 022 317 70 70; www.bulgari.com Burberry: Parfümerien, Warenhäuser mit Burberry-Depot, T. 022 827 56 20; www.burberry.com C Chanel: Chanel-Boutiquen, Parfümerien, Warenhäuser, T. 022 312 42 00; www.chanel.com Costume National: Jelmoli Zürich, in ausgesuchten Parfümerien, T. 041 749 90 60; www.costumenational.com D Dior: Parfümerien, Warenhäuser, T. 044 406 86 86; www.dior.com E Estée Lauder: Parfümerien, Warenhäuser, T. 044 283 93 93; www.esteelauder.com G Giorgio Armani Cosmetics: Parfümerie Osswald, Bahnhofstrasse 17, Zürich T. 044 211 20 30; Globus, Zürich, T. 044 226 60 60; www.giorgioarmani.com Giorgio Armani Parfums: Parfümerien, Warenhäuser, T. 021 637 45 00; www.giorgioarmani.com Guerlain: Parfümerien und Warenhäuser, T. 044 406 86 86; www.guerlain.fr H Helena Rubinstein: Parfümerien, Warenhäuser, T. 021 637 45 00; www.helenarubinstein.com K Kenzoki: Parfümerien, Warenhäuser, T. 022 544 16 16; www.kenzoki.com L Lancôme: Parfümerien, Warenhäuser, T. 021 637 45 00; www.lancome.com L’Oréal Paris: Warenhäuser, T. 058 105 10 10; www.lorealparis.com M M.A.C: Douglas Glattzentrum, T. 0800 508 508; Douglas, Basel, T. 061 261 99 10; Douglas Genf, T. 0800 509 509; Globus, Basel, T. 061 261 24 25; Globus Lausanne, T. 0800 701 702; Globus Genf, T. 022 810 15 70; Jelmoli, Zürich, T. 044 212 12 71; Manor Lugano, T. 0800 621 623; Manor, Zürich, T. 043 344 89 19; Globus Bern, T. 0800 521 523; www.maccosmetics.com Mavala: Apotheken, Globus, Jelmoli, Manor, Douglas-Parfümerien, Tel. 022 827 01 01; www.mavala.com Maybelline New York: Warenhäuser, T. 022 906 45 45; www.maybelline.com N Narciso Rodriguez: Globus, Manor, Douglas- und Marionnaud-Parfümerien, T. 022 819 41 41; www.narcisorodriguez.com Nivea: Warenhäuser, T. 061 415 61 11; www.nivea.com O OPI: Douglas Parfümerien, Parfümerien und Drogerien sowie Kosmetikinstitute, T. 022 884 59 00, info@opiswiss.ch; www.opiswiss.ch R Revlon: Parfümerien, Warenhäuser, T. 044 711 88 11; www.revlon.com V Valmont: Parfümerien, Warenhäuser, exklusive Schönheitsinstitute, T. 022 827 60 80; www.valmont.ch Vichy: Apotheken, T. 044 201 93 93; www.vichy.com Y Yves Saint Laurent: Parfümerien, Warenhäuser, T. 022 884 36 00; www.ysl.com Vollständige Bezugsquellen unter www.boleromagazin.ch NEUE BOUTIQUE? NEUE MARKEN? Bitte informieren Sie uns bei Geschäftseröffnung, Sortimentsänderung und -erweiterung oder Adress-/Telefonänderung per Fax. Nur mit Ihrer Mithilfe können wir unseren Leserinnen und Lesern aktuelle Bezugsquellen bieten. Herzlichen Dank. Redaktion Bolero, Giesshübelstr. 62i, 8045 Zürich, Fax 044 454 82 72, service@boleroweb.ch

Mitmachen & gewinnen! Duft von Narciso Rodriguez Dass er nicht nur in Sachen Mode die Nase ganz weit vorne hat, bewies Narciso Rodriguez erstmals 2003, als er das Parfum «for her» lancierte. Jetzt hat der New Yorker Designer mit kubanischen Wurzeln einen neuen Duft auf den Markt gebracht: «essence eau de muse». Im Mittelpunkt des Parfums steht Moschus, Rodriguez’ persönliche Duftsignatur. Frische Zitrus-Kopfnoten mischen sich mit den floralen Noten der Iris. Der silberfarbene Flakon kommt im Vergleich zu seinem Vorgänger «essence eau de parfum» hochgezogen und schlank daher. Er behält seine Eleganz und die mysteriösen Spiegeleffekte. Mit etwas Glück gewinnen Sie den Moschus-Duft «essence eau de musc» von Narciso Rodriguez. Wir verlosen 43 Düfte von Narciso Rodriguez im 75-ml-Flakon im Wert von je 103 Franken. Und so können Sie gewinnen:

Per Telefon: 0901 908 165 (CHF 1.– / Anruf) Per SMS: Narciso, Ihre Adresse an die 920 (CHF 1.– / SMS) Beispiel: Narciso, Sabine Muster, Beispielweg 7, 8080 Mustern Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte per A-Post (Brief ist ungültig) mit Ihrem Vornamen, Namen, Ihrer Adresse und Telefonnummer an Bolero, Narciso-Verlosung, Postfach, 8074 Zürich.

Teilnahmeschluss ist der 17. August 2011.

Es erfolgt keine Barauszahlung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt.

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31.5.2011

15:44 Uhr

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KOLUMNE foto: marc wetli

Hoch die Tassen! Kurt Aschbacher hat genug von der Lustfeindlichkeit und möchte wieder feiern wie die alten Römer. Früher wars lustiger. Da rauchte der blaue Engel

Marlene Dietrich, bis Professor Unrat die Schweissperlen auf die Stirn traten. Gunter Sachs war ein Playboy alter Schule und wurde um seine Eroberungen beneidet. Churchill paffte seine dicke Zigarre noch während des Dinners mit gekrönten Häuptern und amerikanische Präsidenten griffen ohne Scham zum Jack Daniel’s. Dann kamen plötzlich kalorienreduzierte Lebensmittel in Mode und läuteten schleichend das Zeitalter der Lustfeindlichkeit ein. Das Erstaunliche an dieser gouvernantenhaften Hysterie ist ihre breite Akzeptanz. Da gaukeln uns die Werbung und die Medien vor, in der freizügigsten aller Welten zu leben,

um uns gleichzeitig die Omnipräsenz des Teufels in Form von Sinnesfreuden vor Augen zu führen. Uns wird Rahm ohne Fett, Cola ohne Kalorien, Bier ohne Alkohol, Kaffee ohne Koffein und Sex ohne Partner schmackhaft gemacht. War Elizabeth Taylor trotz – oder gerade wegen – ihrer Techtelmechtel der Traum aller Männer, muss sich Tiger Woods heute wegen seiner Seitensprünge als Sexsüchtiger therapieren lassen. Wer Fleisch – oder noch schlimmer – Fisch isst, zerstört die Umwelt. Autofahren und Fliegen ist unökologisch, Tourismus zerstört fremde Kulturen. Unser Lappilabrador Bombay ist ein potenzieller Kindsmörder, wenn er nicht mit Maulkorb und angeleint durch die Landschaft spaziert. Aber auch Kinder gelten bei den Nachbarn zunehmend als «Lärmimmission» und werden als öffentliches Ärgernis betrachtet. Genauso, wie mein Grill im Garten als gesellschaftliche Zumutung gilt und deshalb vor sich hinrostet, anstatt vor sich hinzubrutzeln. Diese flächendeckende Lustfeindlichkeit scheint wie ein Virus um sich zu greifen. Geht es nach dem Willen der missio-

narischen Gesundheitsprediger, wird Alkohol bald verboten, werden Übergewichtige mit Strafsteuern belegt, Raucher eingesperrt und nur der absolute Verzichtsmensch ist noch ein anständiger Bürger. So werden wir viel länger leben und kerngesund, nüchtern, schlank und durchtrainiert sterben. Allerdings frage ich mich, ob unser Dasein nicht irgendwann zu einer Art vorzeitiger Leichenstarre führt. Bevor das Fräulein Rottenmeier endgültig das Zepter übernimmt, halte ich es mit Epikur, der davor warnte, sich masslos zu mässigen. Denn auch die absolute Askese ist ein Exzess. Und so rufe ich auf zum Tag des Genusses, auf dass wir wieder mal feiern wie die alten Römer!

Kurt Aeschbacher prägt seit 25 Jahren das Schweizer TV-Geschehen.Während mehrerer Jahre war er Mitbesitzer der Zeitschrift Bolero. Der Berner moderiert den TV-Talk «Aeschbacher». Diese Sendung wird in seinem Club, der «Labor Bar» in Zürich, aufgezeichnet.

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