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Das kostenlose LiteraturZine der Edition PaperONE Ausgabe 2, August 2010

Lebensreer Schreibmaschine:

Warum Hartmuth Malorny noch lebt Ein Gespräch Im Interview:

Abo Alsleben Ein Connewitzer Rotzlöffel mit jeder Menge Medienspaß

Hauke von Grimm im Gespräch mit Jennifer Sonntag Sonntagsfrühstück - Zwischen Punks, Promis und Pornos Am Megaphon: Volly Tanner Aktuell: Alle Neuerscheinungen der Edition PaperONE


Vorangestellt

Werte Leser, während wir in der Hitze dieses Sommers mit kühlem Kopf weiter fröhlich an unserer neuen Fahrenheit 450 und dem Herbstprogramm der Edition basteln, scheinen die subtropischen Temperaturen unsere Regierung gänzlich zu Repräsentanten einer Bananenrepublik mutieren zu lassen. Man reibt sich verwundert die Augen und fragt sich, wie viel an Peinlichkeit und Populismus es noch bedarf, um noch den letzten Bürger von der Konzeptlosigkeit dieser Bande zu überzeugen und von den Wahlurnen zu vertreiben, aber es ist Fußball-WM und da nimmt man es nicht so genau und zwischen zwei Jubelschreien, passt immer noch eine Erhöhung der Krankenkassenbeiträge für Arbeitnehmer und wer glaubt, dass der Kahn nun langsam am Sinken ist, wird von Merkel eines besseren belehrt. „Wir haen gerade das schwierige Serbien-Spiel mit der Koalition und nun kommt das England-Spiel!“ Geht’s noch billiger mit den Vergleichen und der Anbiederung an eine junge dynamische Nationalmannscha, die zugegeben mit ihrer unbeschwerten Art und klasse Fußball begeisterte. Oh ja, es geht noch billiger, denn man reibt sich abermals verwundert die Augen, als auf der abschließenden Pressekonferenz plötzlich Mr. Wulf, Merkels gegen alle Regel der Demokratie ins Amt gehievter Bundespräsident, auaucht und mit Verdienstkreuz für den Trainer und Lorbeerbläern für die Kicker nur um sich wir. Hab ich was verpasst oder was hat der da zu suchen? Brot und Spiele, Panem et Circenes im 21. Jahrhundert. „Die Fähnchen hoch, Populismus marschiert mit ruhigem, festen Schri...!“ Der Golf von Mexiko geht vor die Hunde und BP beteiligt sich am Sponsoring des Sommerfestes des Bundespräsidenten. Fuck, man könnte gar nicht soviel essen, wie man kotzen möchte oder um es in der Sprache der Fußballer zu sagen: Wer in der politischen Kreisklasse rumbolzt, sollte sich nicht mit Champions ablichten lassen, sondern lieber öer mal den Trainingsplatz aufsuchen oder gleich den Profis das politische Feld überlassen, sonst gibt es für dieses Land bald nur noch Serbien-Spiele.“ In diesem Sinne Michael Schweßinger für euere PaperONEis


Kurz notiert! Begrenzt, limitiert und eigentlich schon ausvekau: Der ConnewitzKalender zugunstens des “Roten Stern Leipzig” Wer mit offenen Augen durch die Buchhandlungen schlendert oder bereits einmal auf den hiesigen Buchmessen unterwegs war, hat längst erkannt, dass es für kleinere Verlage heute kaum mehr Sinn macht, sich der Kalenderproduktion anzunehmen. Zu weit gefächert ist das Angebot, zu groß die Auflagen der großen Verlagsproduktionen und zu gering die Chance, sich mit kleinen aber feinen Auflagen in diesem Markt zu behaupten. Vor allen Dingen dann, wenn unser Verlag es eigentlich selber gar nicht möchte. Und doch gibt es sie da irgendwo zwischen den großen Märkten, in den Nischen des Undergrounds, in welchen sich dann doch noch kleine Perlen finden lassen. So nun geschehen dank unseres Autoren Abo Alsleben (“Tschüss Deutschland”, “Ahoi, Connewitz” und “Wunschkinder”), unter dessen Federführung die Edition PaperONE erstmals auch einen eigenen kleinen Kalender produzieren wird, welcher von Oliver Baglieri (“Samtmarie”, “Zerwühlte Tage Zerknierte Nächte” etc.) fotografiert wird. Thema: Connewitzer Originale - Menschen aus dem Milieu rund um den Fußballverein “Roter Stern Leipzig”, welcher mit diesem Kalender aktiv unterstützt werden soll und in dessen Produktion wir gerade stecken. Das Besondere daran? Kaum nahm das Thema seinen mudpropagandischen Lauf, war die Auflage noch vor Produktion verbindlich vergriffen. Inwiefern die Auflage nun erneut erhöht wird, steht noch nicht fest. Sollte die Nachfrage anwachsen, werden wir dies rechtzeitig verkünden :-).


Mit der PaperONE im Boot ist fein Kapitalismus unterhöhlen!

Volly Tanner am Megaphon Krasse Sache! Da denkt der Denkende: „Schlimmer geht´s nimmer!“ & schon kommt ein Massenspektakel nach dem anderen & die Horden schreien, toben und beißen sich an irgendeinem imaginären Feindbild fest. Da waren wir 2010 Anfang des Sommers erst einmal ALLE Lena, kurz davor ja noch Papst (aber darüber reden wir heutzutage nicht mehr, nach all den Missbrauchsfällen) und unser gemeinsamer Feind waren die DSDSTrällerchen und Siegels Heulsusen – dann waren wir ALLE Weltmeister und jede besonnene Stimme im Massentrubel wurde Vaterlandsverräter. 31! Millionen Menschen in der BRD schauten gleichzeitig in eine Richtung und jubelten und danach Feuerwerk – frage mich noch einmal irgendeiner, wie dass in Nürnberg mit den Reichsparteitagen und den jubelnden Massen funktionieren konnte, der bekommt die ROTE KARTE! Das waren ja auch nicht alle fundamentalistische Naziterroristen – das ging viel tiefer auf der emotionalen Tonleiter – und so gabs dann noch ein Publik Viewing und noch eins und eines oben drauf und eins drunter und daneben und Paaaaaarty. Goebbels häe seine wahre Freude gehabt! Und dann der LOVEPARADEN-GAU! 1.4 Millionen Adrenalingefüllte im Ausnahmezustand und ein paar Zerquetschte zum Schluss. Und ab an den Mast mit dem Bürgermeister – und der Veranstalter gehört gefedert und durchs Dorf getrieben & irgendeiner findet sich bestimmt noch zum Verbrennen. WIR WOLLEN RACHE RACHE RACHE!!!! Derweil fließt Öl in unvorstellbaren Massen ins Meer. Derweil sterben Kinder Hungers überall auf dem Planeten und das trinkbare Wasser wird immer knapper. Saatmonopolisten vergien Erde und Essen und die Globalisierung sorgt dafür, dass mein bei Saturn gekauer CD-Player in Indien für 85 Cent Tageslohn zusammen geschraubt wird. Media Markt oder Galeria Kauof machens genauso und der Rubel rollt und in Brasilien sind 90 % der Drogenabhängigen voll auf Crack. Schöne neue Welt! Zum Kotzen!!!! Doch was hil es zu jammern? Die Decke über den Kopf und RTL angeschaltet? Zynische Witze über zahnlose Hartz IV-TV-Protagonisten – die das Wort Protagonist nicht einmal buchstabieren können? Nein! Nein!


Lieber Kapitalismus, Du glorreicher Sieger der Geschichte, Du fiese haarlose intrigante Rae. Dir ziehen wir am Schwanz und wedeln dich gegen die Wand! Du lässt den stillen Helden die Haut abziehen und predigst Aufschwung bis zum Erbrechen. Du sonnst Dich im Schein Deiner eigenen Zukunslosigkeit. Denn irgendwann ist Schluss mit lustig. Schließlich kann der Mensch auch nur 24 Stunden am Tag konsumieren – und dann? Dann herrscht Stillstand – und der bricht Dir das Genick! Und dann tri sich die heilige Bohéme und tanzt auf Deinem Grab. Wir schreiben schon mal die Hymnen dafür. Wir werden tanzen und feiern und wieder auauen, was Du (und die nach Deiner Religion Süchtigen) zerstört hast & zweidrei Dichter werden übrig bleiben und mit ihren Ideen und Träumen eine bessere Welt gestalten. Und vielleicht ist ja einer der Dichter hier schon im PaperONEboot und rudert fleißig gegen den Strom. Vielleicht ist eine der PaperONEperlen gerade die ungeschliffene, kantige Edle, die das Licht so bricht, dass Dir die Sicht gelöscht wird! Versuchen sie zu finden und zu pflegen werden wir jedenfalls! Denn wie sagte der Dalai Lama so schön? „Wenn sie glauben, nichts ausrichten zu können, versuchen sie einmal, mit einer Mücke einzuschlafen … und sie werden sehen, wer den anderen am Schlafen hindert.“ Der Volly Tanner! NON SERVIAM!


Ohne Schreibmaschine würde ich schon längst im Dachboden hängen

Hartmuth Malorny im Gespräch Lakonische Selbstdarstellung: Nach der Geburt und einer wilden Kindheit bereits vom Leben infiziert, dann 1974 der Hauptschulabschluss cum laude. Ausbildung bei der Deutschen Bundesbahn, Beamter auf Probe, anschließend die Brocken hingeworfen. Es folgten diverse Jobs und verschiedene Stationen: Verkäufer, Vertreter, Thyssen, Gleisbau, Hilfsarbeiter, Faktotum, Arbeitslose ngeldempfänger, abermals Bundesbahn, Auslandsaufenthalte in Frankreich, Italien, Südostasien. Erste Veröffentlichungen in Sachen Lyrik, keine Preise, kein Stipendium und nie Stadtschreiber gewesen. 13 Jahre Straßenbahnfahrer in Dortmund, Hang zum Widerspruch, ledig, verheiratet, geschieden, Vater mehrerer Kinder. Trinker mit den üblich kontroversen Meinungen. Zur Zeit Sonderreiniger. Lebt noch.

Hallo Herr Malorny, Sie waren ja lange Zeit als Straßenbahnfahrer für die Dortmunder Verkehrsbetriebe unterwegs und dann hat Ihnen das ZDF auch noch den Beinamen „U-Bahn-Bukowski“ anlässlich ihres Romans „Im Wendekreis der U-Bahn“ verpasst. Ist der Dortmunder Nahverkehr wirklich so sexy? Vorneweg, wie das so ist mit den Medien: Man braucht nur zu erwähnen, dass man gerne Bukowski liest, und wenn man dann noch eine U-Bahn durch den Tunnel fährt, ist man gleich ein UBahn-Bukowski. Aber dem Image hat`s nicht geschadet. Heute fahre ich die Bahnen nicht mehr, ich mach sie sauber und beides ist nicht sexy. Wenn ich die Kollegen von früher reden höre, schwelgen sie in den alten Zeiten, früher konnte man sich während der Schicht einen hinter die Binde gießen oder verkatert zum Dienst erscheinen. Dank permanenter Überwachung ist das heutzutage beinahe unmöglich. Eigentlich schade.


Ich habe auch das Gefühl, dass da ne Verklärung und Glorifizierung von Bukowski stafindet. Also ich meine jeder Zwanzigjährige, der einige Fäkalausdrücke mit dem Wort „Ficken“ kombiniert, fühlt sich doch gleich in der Tradition des Dirty Old Man. Die Diskrepanz liegt meines Erachtens darin, dass keiner ein Leben wie Bukowski führen möchte, aber jeder glaubt, dennoch so darüber schreiben zu können. Was dabei rauskommt, sind diese erbärmlichen Bücher, bei denen man merkt, dass der Typ noch nicht o genug auf die Fresse gefallen ist, um so schreiben zu dürfen. Man spürt, dass das einfach nicht zusammenkommt. Wenn ich jedoch ihre Stories lese, habe ich das Gefühl, dass bei ihnen immer die Wirklichkeit der Erfahrung die größte Inspirationsquelle zu sein schien. Inwieweit ist dieses eigene Erlebnis prägend für ihre Storys? Ich habe mir schon früh angewöhnt möglichst vielschichtig zu schreiben, auch wenn die Anfangsphase mit Herz-SchmerzGeschichten und Gedichten nicht gerade authentisch war. Zwar begann ich das Trinken als 15-Jähriger, doch das Schreiben war mehr eine Träumerei, ich fing ja gerade erst an auf die Fresse zu fallen. Zehn Jahre später, da war ich halb so alt wie heute, musste ich all die „Schundromane“ lesen, also Bukowski, Miller, Fante u.s.w. Aber es brauchte weitere fünf Jahre, bis ich mich traute, sie zu kopieren. Rechnen Sie mal nach, da war ich 30! Und vom Kopieren anderer bis zum eigenen Stil benötigte ich noch mal fünf Jahre. Jedes Medizinstudium ist kürzer. Häe ich nicht all die Nackenschläge des Lebens einstecken müssen, wären die Erfahrungen nicht gemacht worden, würde meine Bibliographie etwas in der Art von Rosamunde Pilcher, Willi Heinrich oder Pearl S. Buck aufweisen, die, obwohl sie technisch durchaus gut schrieben und gut verkau wurden, lediglich kompatible Literatur boten. Und das ist nicht mein Ding. Doch zurück zur eigentlichen Frage: Ich bin kein Verfechter des Grundsatzes „Nur wer was erlebt hat kann schreiben“, Phantasie ist auch nötig, aber ich finde es spannender, wenn der Autor/In etwas von sich selbst preisgibt, den Voyeurismus bedient - plus der Gabe damit den Leser/In zu verwirren, das versuche ich.


Auf ihrer Homepage fand ich das Begriffspaar /Social Beat/, auf das ich vor Jahren zum ersten Mal durch den Leipziger Autor Volly Tanner gestoßen bin und das sich mir, bedingt durch die Vielzahl unterschiedlicher Autoren und Einflüsse von Kerouac bis Fauser, nie ganz erschlossen hat. Was sind ihre Eindrücke dazu oder gab es für Sie diese Verortung, dieses Gefühl der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Literatur-Szene? Reiner Zufall. Just, als ich Anfang der 90er Jahre endlich wusste worüber. bzw. wie ich schreiben wollte, wurde diese Lit-Szene von Dahlmeyer und Nöske ins Leben gerufen. Plötzlich wurde der Underground sozusagen salonfähig, auf jeden Fall wurde er beobachtet. Nicht vom Verfassungsschutz. Vielleicht doch? Denn die beiden Typen, die zuerst den Prenzlauer Berg und dann die ganze Republik mit dieser Art der Literatur überschwemmten, trugen auch zur Vernetzung bei. „Der Störer“ war ein wichtiges Instrument. Dann kam das erste bundesweite Social-Beat-Festival, dann das zweite, dann tauchte es in vielen großen Städten auf. Fragen Sie mich bie nicht nach genauen Daten, da müsste ich erst nachgucken. Es gab beachtenswerte Reaktionen seitens der Presse. Danach hat sich die Szene verselbstständigt und ich behaupte einfach: Aus ihr ist der Poetry Slam entstanden. Heute hockt Dahlmeyer in Südamerika und schreibt hier und da für die Junge Welt, hauptsächlich über Fußball. Ein paar sind übriggeblieben und nicht untergegangen: Hübsch, Dubbe, Flenter, Nesch, Konecny, Adelmann ... Zur besten Zeit betrieb ich eine Homepage über Social-Beat mit ca. 5000 Klicks pro Monat, was heutzutage lächerlich klingt, es kann auch sein, dass die Leute, die ich da beschrieb und vorstellte, sich selbst anklickten. Keine Ahnung. Es war eine schöne Zeit, sie hat mir eine Menge Kontakte hinterlassen, von denen ich noch welche pflege. Ich war drin und wieder draußen. Und wenn ich morgen sage, der Heinrich-Heine-Gedächtniskreis gefällt mir, na und? Es ist wie im richtigen Leben: ein Kommen und Gehen. Eine wirkliche Zugehörigkeit entwickele ich nur zu meiner Schreibmaschine bzw. zur Tastatur, nur ihr gehöre ich, keiner Frau, keinem Verein.


Aber Frauen spielen ja doch in ihren Geschichten immer eine große Rolle... Fürwahr! Was wären Männer ohne Frauen? Fragen Sie Hemingway. Wäre ich nicht an so vielen Frauen gescheitert, würden sie mich heute weniger interessieren. Wie sagte Flaubert, nachdem er einen Roman fertig hae: Schon wieder eine Frau verschleudert. Im Ernst: Die Menschen sind der Mielpunkt und nicht eine Stadt oder ein Land. Ohne Menschen wären die Städte leer. Also beschreibe ich die Menschen und naheliegenderweise auch die Frauen, sie spielen eine zentrale Rolle, die Frauen, weil sie so herrlich gegensätzlich zum Mann sind. Und natürlich aus dem Manko heraus, weil ich entweder Ärger mit ihnen habe oder sie sich mal wieder nicht sehen lassen. Obwohl ich nicht andauernd mit Bukowski-Zitaten um mich werfe, dieses sei mir gestaet (sinngemäß): „Ich mag das Geräusch von Frauen in hochhackigen Schuhen, klick, klack ... wenn sie die Flur lang auf meine Tür zukommen ... und auch, wenn sie sich wieder entfernen.“ Also hat man literarisch vielleicht nichts mehr zu fürchten, als einen zufriedenen Autor, der mit seinem Leben im Reinen ist? Das häen Sie gerne. Das Gegenteil ist der Fall. Allerdings laufen mir auch die Jahre weg, die Konzentration lässt nach und tatsächlich schleicht sich das Gefühl ein: Malorny, lass es bleiben. Ein Kumpel sagte mal: Du bist gut im Anfangen, ansonsten hapert`s. Und das ist ein großes Problem. Den ersten Roman schrieb ich in der Rohfassung in sechs Wochen runter. Ich hae einen Dauerkrankenschein, keine Frau und brauchte mich um nichts zu kümmern. Es lief wie am Schnürchen. Wenn Sie heute in meine Schublade schauen, entdecken Sie fünf angefangene Romanmanuskripte. Krimi, Roadmovie, Liebesroman, Kinderroman und ein Süd-Ost-Asiatisches Reisetagebuch. Alle mit vollständigem Plot. Ich bräuchte nur anzufangen, bzw. weiterzumachen. Aber wo ich weitermachen werde, steht in den Sternen. Obwohl in Sachen Sterne eher dieses sogenannte


Roadmovie steht, da bin ich zurzeit ein bisschen dran, ich hoffe es bis Ende des Jahres fertigzustellen. Naja, vielleicht sollte man mit zunehmendem Alter keinen Marathon mehr laufen. Auf der Mieldistanz sind sie doch noch gut in Schuss, wie ihr neuer Kurzgeschichtenband zeigt und Lyrik ist ja auch immer noch ne Möglichkeit, auch wenn sich kaum einer für dieses Genre interessiert. Heiliger Bimbam, ein Marathon íst doch kein Roman, man sitzt länger an der Schreibmaschine als man will. Beim Marathon sollte man am Stück bis zum Ziel durchhalten. Wenn ein Autor/In sein/ ihr Buch als Marathon-Arbeit bezeichnet, tja, dann bedient man er/sie ein Klischee. Oder es stimmt, oder so ein Typ wie Kerouac verwendet Endlospapier, um den Fluss nicht zu unterbrechen. Zufällig kenne ich so einen Typen, und die Vergangenheit hat immer wieder solche Typen über das Maß des Üblichen gestellt. Leider gehöre ich nicht dazu. Ich kann mir kaum vorstellen 43 Kilometer an einem Stück mit 400 Seiten runterzurasseln. Zur Zeit jedenfalls nicht, unter diesen meinen Umständen. Der Kurzgeschichtenband ist mehr eine Atempause, Lu holen vor dem ultimativem Roman. Entweder kriege ich ihn hin, oder nicht. Das haben Sie schön gesagt: In ihrem Alter. Wissen Sie, was mir kürzlich eine Bekannte (weiblich) sagte, die 22 Lenze jung ist: „Na ja, Du hast dein Leben ja quasi hinter dir. Ich auch, aber noch hab ich ein paar Jahrzehnte, wenn ich nicht verrecke oder so weitermache wie bisher.“ Wenn das kein Ansporn ist. Spiegeln Sie sich mal in dem Gesicht einer 22-Jährigen. Entweder hängen Sie sich gleich auf, oder schreiben ein bisschen weiter, wenn‘s was bringt. Wenn ich tippfaul werde, könnte ja sein, gehe ich zurück zur Lyrik. Aber das werden Sie erst nach meinem Tod erfahren. Ich sagte ja nicht: In ihrem Alter. Mit zunehmendem Alter, sagte ich und das hat ja das Alter an sich, dass es immer mehr zunimmt. Aber das mit der 22jährigen leuchtet mir ein. Als


ich letztens mit meinen 33 Jahren zum Friseur ging, bediente mich eine junge Dame und ich hae das Gefühl, dass wir in derselben Altersklasse wären, solange bis sie mich fragte, ob ich eine Grauhaarabdeckung wünsche. Ich bin dann ohne diese Abdeckung rausgegangen und dachte mir nur: Verdammt war‘s das schon? Hast du den Zenit schon überschrien? Du wirst nie mehr eine Frau finden. Kommt jetzt das lange Warten, versüßt von dem ein oder anderen Flachmann? Dazwischen mal schnell in die Wochenend oder den St. Pauli-Kurier onaniert...und irgendwann dann der einsame Herzinfarkt in einer Vorstadtwohnung. Naja, lassen wir das... aber hil ihnen das Schreiben wirklich in solchen existentiellen Situationen mit 22jährigen? Fehlinterpretationen sind mein Steckenpferd. Das Älterwerden bereitet bestimmt jedem Probleme, auch wenn einer sagt: Das tut es nicht. Schon die Antwort ist ein Hinweis darauf, dass es doch so ist. So wie andere Fußballspielen als Hobby nehmen, so ist es bei mir mit dem Schreiben. Wenn andere endlos miteinander telefonieren, schreibe ich Brief oder Mails. Für mich die beste Art der Kommunikation. Das Schreiben als Krücke fürs Leben. Außerdem kann ich nichts anderes. Ich weiß gar nicht, wie lange es her ist, dass ich eine Frau auf dem üblichen Weg kennenlernte, zu 99% übers Schreiben. Mein komplees Sozialverhalten läu über diese Schiene. Um es in einem Satz auszudrücken: Egal, in welcher Phase ich mich befinde, ohne Tastatur oder Schreibmaschine würde ich längst im Dachboden hängen. Lassen Sie uns noch ein wenig über Frauen reden, weil sie, glaube ich, gleichermassen faszinieren wie irritieren. Ich habe das Gefühl, es gibt gerade ein Revival dieser heilen Biedermeierwelt in Zeiten der Krise... Kleinfamilie, Reihenhaus, Hund, Garten... Haen sie auch schon mal so eine Vorstellung von Leben oder haben sie sich da immer rausgezogen? Frauen und ihre Bedürfnisse, wenn sie über Sex hinausgehen, waren und sind mir ein Mysterium. Ich wusste nie, ob ich eine


Familie gründen will, ein Haus bauen, einen Baum pflanzen. Eher nicht. Aber ich hab‘s ansatzweise versucht und bin gescheitert. Eine 110-qm-Wohnung war noch zu klein um sich hier und da aus dem Weg zu gehen, das Gefühl der Enge blieb trotzdem, der Freiraum war nicht groß genug. Ich bin der klassische Einzelgänger, ich kann Frauen eher über eine Distanz lieben als in beengter Nähe. Ich verstehe die Millionäre, die sich 50-Zimmer-Villen leisten und nur eine Frau haben. Aber es könnte auch ein 50-Hektar-Grundstück mit zwei Hüen drauf sein, eine Hüe links am Rand, die andere rechts, und der Fußmarsch zwischen beiden sollte eine Stunde betragen, dann geht man sich nicht auf den Geist. Einen Menschen zu lieben bedeutet nicht zwangsläufig wie Kleen aneinander zu hängen, das stump ab, das macht aggressiv, das lässt einen zum Beispiel zum Säufer werden. Wenn ich mir die scheinbare Idylle der Reihenhäuser mit Vorgarten und Garage und Kind und Hund ansehe, kriege ich das Kotzen, in dieser Peripherie passieren mehr Morde und sonstige Familiendramen als dort, wo man hingeht um sich zu amüsieren. Übrigens bin ich in so einer Reihenhausidylle groß geworden: Von Montag bis Freitag blieb man artig und ging seiner Arbeit nach, am Wochenende soff man und verarbeitete den ganzen Frust, und am Montag sah man die Ehefrauen öer mit Sonnenbrillen, weil sie blaue Augen haen. Alles geschah hinter vorgezogenen Gardinen, doch jeder wusste es. Eine Scheinheiligkeit, wie sie im Buche steht. Unter anderen Umständen häe ich auch so ein Familientyrann werden können und die Frau im Suff die Kellertreppe runterschubsen, nur weil kein Bier da ist. Sie meinten ja, im Mielpunkt ihrer Betrachtungen stehe immer der Mensch. Haben Sie in ihrem bisherigen Dasein irgendwelche tiefere Erkenntnisse über diese Spezies finden können? Nein, nur meine eigene Meinung, und die ist nicht gerade vorteilha: Für mich ist der Mensch ein höher entwickeltes Tier mit spezifischen Besonderheiten, nicht mehr. Sich damit wissenschalich zu beschäigen ist Sache der Psychologie. Aber wenn man ein wenig Augen und Ohren offenhält, hat man ganz


schnell ein Muster, und das wird ebenso schnell langweilig, darum suche ich mir „Sonderfälle“, also jene, die gering oder heig von der Norm abweichen, und über die kann man immer was schreiben. Das ist doch viel interessanter als das eintönige Leben eines biederen Bankangestellten mit Frau und Kind, der tagaus tagein ein Leben nach der Schablone führt. Wenn wir nicht ein paar „Verrückte“ häen, würde sich die Medienlandscha auf Naturkatastrophen beschränken. Ohne Mord und Totschlag wäre die BILD-Zeitung am Ende. Go sei Dank hat die Natur auch dem Menschen die Abnormität gegeben, und keine Vollkommenheit. Danke für das Gespräch

Die Fragen stellte Michael Schweßinger

Ausgewählte Publikationen: Bewegungen im Untergrund. Dunkle Gedichte. Ariel Verlag 1994 Kronkorken für den Nachlass. Ariel Verlag 1994 Was übrig bleibt. Social-Beat-Gedichte. Wiesenburg Verlag 2001 Die schwarze Ledertasche. Max Stirner Archiv 2003 Noch ein Bier, Harry? Neon Verlag 2004 Wendekreis der U-Bahn. Amor, Libido und Illusionen. Verlag Thomas Tonn 2006 Tod in Thailand. Der mysteriöse Asiat. Autoren-Feder-Verlag 2009 … und ab September neu bei uns im Programm: Ein Sargtischler in NY. 24 Stories. Edition PaperONE 2010


Das weiße Zimmer Eine Kurzgeschichte von Hartmuth Malorny

Die Resonanz meines Auretens ist kein großartiges Aha-Erlebnis, und für gewöhnlich hinterlasse ich soviel Eindruck wie eine flüchtige Spur im Neuschnee. Ich sammle Erinnerungen wenn andere Schallplaen, Glasperlen oder Banknoten horten, und in einer unerklärlichen Ecke meines Geistes schlummert eine fatale Begebenheit, die sich vor vielen Jahren im Sommer zutrug. Zu einem Zeitpunkt, wo dank der lauen Wierung die Mädchen leicht bekleidet durch die Fußgängerzone schlenderten, saß ich abgeknickt im Klima der vermeintlichen Freiheit beim Seelendoktor und beobachtete ihn, wie er die Überweisung ausschrieb, die mich 14 Tage daran hindern sollte, was ich bisher 20 Jahre lang gemacht hae. „Dieser Krankenhausaufenthalt wird ihnen helfen, denn sie haben Probleme mit dem Trinken“, sagte der Doc. „Komisch“, meinte ich, „eigentlich kriege ich die Probleme erst, wenn ich nicht trinke ...“ Da sich in der Nacht zuvor meine Tätigkeit auf das Leeren einer Whiskeyflasche beschränkt hae, nahm ich den nur halb gepackten Handkoffer und fuhr zum Hüenhospital. Unten, bei der Aufnahme, lächelte ich dem Mann entgegen, der verzweifelt die Seniorenschri im Einweisungsschein zu entziffern versuchte. „14 Tage Übernachtung mit Vollpension, soll das heißen“, sagte ich. „Alkoholabusus“, meinte er auf den richtigen Nenner gekommen seiend und lächelte ebenfalls. Draußen schmunzelte die Sonne der Biergartensaison in die Arme. Das Zimmer war weiß. Fast so weiß wie das Gesicht des Patienten, der seinen Kopf bei meinem Eintreten aus dem Kissen hob. Die Schwester zeigte mir mein Be und stellte mich den Konturen vor, die sich als mein Zimmergenosse entpuppten. „Tach“, sagte er, „Sie können sich ruhig ausziehen und hinlegen, die Visite kommt erst in einer halben Stunde.“ Ich starrte aus dem Fenster, wo ich ein Häufchen Kumuluswolken am Himmel beobachten konnte. Er seufzte. Dann kam der Stationsarzt: „Wann haben Sie das letzte Mal getrunken?“ „Ich schwöre den Fahneneid, Doc.“ Er führte mich zu den üblichen Untersuchungen: Blutprobe, Blutdruck, EKG, Ultraschall, Röntgen, usw.


Als wir fertig waren, sagte er: „Die ersten 7 Tage dürfen Sie die Station nicht verlassen.“ Folglich nahm ich den Fahrstuhl runter in die Cafeteria, bestellte mir ein Kännchen Kaffee und schrieb eine Liste von den Sachen, die ich vergessen hae: Schlafanzug, Duschgel, Zahnpasta, Socken, T-Shirts, Bürste, Bademantel ohne Blues und Pantoffel. Anschließend ging ich nach draußen zur öffentlichen Telefonzelle und rief meine Ex-Frau an und fragte sie, ob sie willens sei, mir ein paar notwendige Dinge ins Krankenhaus zu bringen, weil ich doch an schlapper TBC erkrankt, belägerig auf Station 3, Zimmer 345 liege. Wieder oben angelangt, wurde ich prompt von einer liebenswürdigen Schwester ins Wort genommen: „Wo kommen Sie denn her?“ „Äh, von unten, Schwester.“ „Sie wissen doch, dass Sie die Station nicht verlassen dürfen?“ „Wusste ich nicht.“ „Hat es ihnen der Doktor nicht gesagt?“ „Nein.“ „Na, fürs nächste Mal.“ „O.K. fürs nächste Mal.“ Das war der erste Tag. Abends versetzte man mir eine gehörige medikamentöse Dröhnung, die mich glauben ließ, den Drive der alten Zeiten innezuhaben. Am zweiten Tag brachte meine Ex-Frau mir die gewünschten Sachen und sie war sichtlich enäuscht, mich nicht mit dahinraffender TBC vorzufinden. Später kamen die Gespräche im Raucherzimmer, das ich frequentierte und die nebulösen Gestalten der Krankheiten und des Todes. Längst habe ich die Gesichter vergessen, auf die höchstens noch die Sonne ausdruckslos scheint. Abend für Abend begutachteten wir die aufgebahrten Flaschen. Nach welchen Kriterien wir uns auch entschieden, die Auswahl war auf drei Sorten reduziert und unüblich für die Praktiken eines Kneipengängers: Stilles Wasser, Heiliges Wasser und ordinäres Mineralwasser. Wenn ich heute noch rote Haare in meiner Wäsche finde, erinnere ich mich an 14 alkoholfreie Tage und daran, wie mein Realitätssinn im Zenit der Gutgläubigkeit stand, aber das einzig Gute an der Sache war, dass ich meine Grenzen erkannt habe, und meine Grenzen liegen irgendwo zwischen zwei und drei Promille.


Vorgestellt Meist jeden letzten Donnerstag im Monat, ru die Metalkneipe Helheim, eigentlich bekannt für dämonische Klänge, zur offenen Lesebühne. Egal, ob hochgradig literarisch, zutiefst inhaltsschwanger, lustig, traurig, lieb oder böse. Mitgebracht werden kann und soll, worauf man Lust hat. Eigene Texte, Empfehlungen, Warnungen, Klassiker, New School. Lyrik, Prosa, Einkaufszeel, Manifeste. Eine illustre Mischung nicht nur an Texten, sondern auch an Lesenden. Liebenswert unprofessionell und familiär. Ambitionierte Jung-Literaten, gestandene Haudegen und Freaks geben sich das Mikro in die Hand, nur um es dann an die Muer mit dem Lieblingsbuch der Kinder oder den Philosophie-Studenten mit wirren Ideen weiterzureichen.

Helheim Weißenfelser Str. 32 04229 Leipzig Weitere Infos unter: www.myspace.com/helheimkneipe


Abo Alsleben - Rotzlöffel, Musiker, Radiomacher und Buchautor Im Interview: Abo als Leben www.aboalsleben.de Veröffentlichungen bei EditionPaperONE: * Tschüss Deutschland - Wir sind dann mal alle weg * Ahoi, Connewitz - Wir mussten mal kurz weg * Wunschkinder - 19 haarsträubende Geschichten * Sven Augstein (Hrsg.): Grind The Nazi Scum - Das Buch In dem nun folgendem Wortwechsel werd ich all die Dinge erfragen die eigentlich in den Ankündigungstext gehören sollten. Soviel sei gesagt; Abo als Leben ist ein Macher im alternativen Stadeil Leipzig Connewitz. Macher beim Internationalen Rotzlöffeltum, beim Freien Radio, bei diversen Bands, bei Veranstaltung die die ganze Stadt zusammenbringen sowie beim Connewitzer Fußballklub „Roter Stern“ und noch vielen Aktionen zusätzlich. Wenn in dieser Stadt was passiert und es ist gut dann war Abo mit am Ball. Und ganz nebenbei schreibt er ein Buch nach dem anderen als ob er den ganzen Tag an der Schreibmaschine vorm Kamin rumhängen würde. Hauke: Was haest Du zuerst in der Hand, dass Dich fasziniert hat, eine Schallplae oder ein Buch? Und welches war das? Abo: Das muss gleichzeitig gewesen sein, Mie der 80er. Die Bücher in der Schulzeit kann man eigentlich nicht werten, weil sie Pflichtlektüre waren. Eine erste literarische Elektrifizierung erfuhr ich bei Charles Bukowski und seinem Werk „Kapu in Hollywood“. Da schrieb einer vom Saufen, Trinken und Weibern ohne ein Bla vor den Mund zu nehmen, ehrlich und selbstzerstörerisch, das kannte ich bis dato von keinem anderen Schristeller. Er beschrieb sein Leben wie es war: trostlos, grau und gegen der Strom. Meine erste Plae war Messiahs „Hymn to Abramelin“. Für 150 Ostglocken auf dem Schwarzmarkt erstanden, alle Texte übersetzt und bis heute unerreicht. Aus Messiah entwickelte sich später eine andere Band, die mich maßgeblich beeinflusst hat, namens Fear Of God (Ich rede von den Schweizern, nicht den Ami-Posern!). Das war die extremste Mugge auf den Punkt gebracht: Unglaublich schneller und harter Punk mit grandiosen Texten. Ich zitiere „Pelzfotze“:


„Heut‘ hab ich wieder mal eine geseh‘n. Oh wie vornehm Sie doch geh‘n, Nerze, Biber und sogar Tiger Müssen dran Glauben, ist mir‘s zuwider! Reiche Weiber die kaum mehr atmen. Nachher gibts noch nen feen Braten. Unschuldige Tiere erleiden Tod und Pein. Oh ihr Fotzen ist euer Herz doch klein! Den Song haben wir dann auch mit unserer Band „Cadaver Corpse“ gecovert, neer Lärm! Hauke: Bands, ist ein gutes Stichwort. Ich weiß von den Legendären „S.U.F.F.“ und einer aktuellen Kapelle „Die Über Spitzen“. Wie viele Bands hast du begleitet und kannst du sie noch alle aufzählen? Abo: Los ging es um die Wendezeit mit einem Noise-Projekt namens „Klassik in Qual“. Es gab davon eine 7“ EP namens „Unschlagbar san“ - aber genau das Gegenteil war der Fall. Daraus entwickelte sich die Noise-Core-Herde Cadaver Corpse, mit denen wir eine Live 7“ EP „Live im Zoro 1992“ und eine Split-LP mit Snuff Your Feet herausbrachten. Schnelles Gebolze stand dabei im Mielpunkt. Die nächste Band hieß Brachial Beat Crew, kurz b.b.c., die ebenfalls eine 7“ EP mit dem Titel „Under the milkyway tonight“ und eine CD auf Halb 7“ Records unter dem Titel „Schöne neue Welt“ veröffentlichten. Alles leider nicht mehr zu haben. Wir waren nicht sehr produktiv, obwohl wir uns 7 Jahre lang im Proberaum herumquälten, deswegen lösten wir uns auch auf. Dann ging es mit S.U.F.F. weiter, einer Spaßkapelle, die an allen unmöglichen Orten ihr Equipment auaute und losschäpperte. Wir haben sogar mal auf einer Antifa-Demo in Wurzen auf einem LKW gespielt während des Umzuges und dieses Bild prangte dann auf dem nächsten Verfassungss chutzbericht. Hauke: Wie entstand die Guinnessbuch-Rekord-Geschichte mit den 21 Konzerten in 24 Stunden? Abo: Das entwickelte sich aus den vorangegangenen Shows, wir waren einfach übermütig, jung und die Größten: Wir haen die Besucher des Stadtfestes mit einem Piratenkonzert verschreckt, die Gäste des Weihnachtsmarktes geschockt, die MS Weltfrieden gekapert, den


Fahrenheit II/I