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HERBST 2017 Foto: Ulrike Rauch

keiper

W ir sind Lesen!


Roman 2

Aber wie war sie um Himmels willen hier gelandet?! Müde, abgearbeitet und fett, fett, fett! Wenn sie [Petra] sich im Spiegel sah in der Früh, erschrak sie. Graue, verquollene, teigige Haut, tiefe Ringe unter den Augen, strähniges, graublondes Haar – und dann diese dicke mittelalterliche Matronenfigur.

Wolfmayrs Provinzromane sind aus der steirischen Literaturszene nicht mehr wegzudenken! Die Provinz ist schon lange keine mehr, die Drähte und Beziehungen zu den großen Städten und der weiten Welt sind gespannt: Manche weht es hinaus, andere, die in der Ferne ihre Heimat aufgebaut haben, entdecken ihre Wurzeln und kommen zurück. Ein Kommen und Gehen, voller Aufregungen, Spannungen, Glück, voll kleiner und großer Sorgen, aber auch Freuden. Ehen sind nun mal kein Honiglecken, der Alltag macht vor allem den Frauen zu schaffen, während die Männer in ihre Arbeits- oder Pensionswelten entschwinden. Die Kinder werden größer, wie die Sorgen, Menschen finden sich in immer neuen Gruppierungen zusammen, einige wenige haben genug gelebt und steigen aus – mehr oder minder gern.

Gegen jedes Problem ist ein Kraut gewachsen und nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Wolfmayrs kleine Stadt ist ein Abbild der großen Welt, in steirischem Gewand, mit oder ohne Tracht und mit alten und neuen Institutionen und Traditionen. Alles ist im Wandel, doch im Kern bleibt alles gleich.

Andrea Wolfmayr in der edition keiper:

Ein Roman aus der Provinz 416 Seiten, broschiert E 19,80 (A) / 19,26 (D) ISBN 978-3-9503343-7-1 Mit 46 Seiten Rezeptteil

Im Zug Aufzeichnungen einer Pendlerin 432 Seiten, broschiert E 22,50 (A) / 21,89 (D) ISBN 978-3-9502761-9-0 Mit Fotos von Philipp Podesser

Roter Spritzer Der zweite Roman aus der Provinz 324 Seiten, broschiert E 19,80 (A) / 19,26 (D) ISBN 978-3-902901-79-8

Jane & ich oder Die Therapeutinnen Roman

Magdalena lebt mit ihrem Mann Sepp im elterlichen Haus und pflegt ihren alten Vater. Dieser, sein Leben lang gewohnt, Haus, Frau und Familie als sein persönliches Eigentum zu betrachten, stellt die Tochter vor ungeahnte Herausforderungen, die allmählich an ihrer Lebenssubstanz nagen und sie an ihre Grenzen bringen. Der Vater hat nämlich Parkinson – und Demenz. Nie zuvor wurde das Leben mit alterskranken Angehörigen so packend geschildert!

384 Seiten, broschiert E 19,80 (A) / 19,26 (D) ISBN 978-3-902901-47-7 keiper

Andrea Wolfmayr

ANDREA WOLFMAYR

Vom Leben und Sterben des Herrn Vattern, Bauer, Handwerker und Graf.

Weiße Mischung

Vom Leben und Sterben des Herrn Vattern, Bauer, Handwerker und Graf.

keiper

Roman keiper

keiper

Vom Leben und Sterben des Herrn Vattern, Bauer, Handwerker und Graf 330 Seiten, Pappband E 24,00 (A) / 23,35 (D) ISBN 978-3-902901-17-0


Meisterhafte Porträts und Charakterstudien von Kleinstadtbewohnern.

ca. 300 Seiten Broschur € 22,50 (A) / 21,88 (D) Andrea Wolfmayr steht

OKTOBER 2017

Andrea Wolfmayr, geb. 1953 in Gleisdorf, studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Graz, war Buchhändlerin und Nationalratsabgeordnete und arbeitete im Grazer Kulturamt. Lebt in Gleisdorf. Zahlreiche Veröffentlichungen (Romane, Prosa, Texte in Literaturzeitschriften und Anthologien), diverse Literaturpreise und Stipendien.

Autorenfoto: Ulrike Rauch

Cover: 138899978 - Glasses of wine and spirits on light background © Africa Studio

für Lesungen zur Verfügung.


Roman 4

„Sie waren so schlechte Clowns“, flüstert Tina schließlich. „Und so wunderbare Menschen.“

Foto: Eva Eberl

Es geht um Schuld, (Familien-)Beziehungen und Frauenrollen – und darum, wie man richtig Feuer spuckt!

Ein Auszug aus dem Manuskript wurde ins Tschechische übersetzt und zweisprachig auf der Prager Buchmesse 2008 präsentiert sowie unter dem Titel „Hra na klavír“ in der tschechischen Literaturzeitschrift A2 veröffentlicht.

Dora ist genau im richtigen Alter, um aus dem bisherigen Trott ihrer Ehe mit Erich und den Jahren mit den Kindern herauszuwachsen und sich auf die Suche zu machen: nach ihren Wurzeln und ihrer Zukunft. In dieser Übergangszeit stirbt die Mutter, zu der Dora viele Jahre keinen Kontakt hatte. Der Weg zum Begräbnis wird zu einer Reise in die Vergangenheit. Doras Eltern waren Clowns, Straßenkünstler, Gaukler, die mit verblichenen Kostümen auf kleinen Veranstaltungen eine anständige Show auf die Beine stellten. Ihren hohen Ansprüchen an Auftritte und Privatleben wurden sie trotz der Verachtung ihrer Herkunftsfamilien und gegen alle Strömungen der Zeit gerecht. Bis der Vater stirbt, bis ein Geheimnis platzt, bis die Mutter stirbt, bis die Geschwister sich endlich zusammensetzen – und dort anknüpfen, wo sie vor Jahrzehnten aufgehört haben: bei ihrer tiefen und unausgesprochenen Verbundenheit miteinander.

Was liebt man, wenn man liebt? Ich weiß, dass ich erst begonnen habe, meine Kinder zu lieben, als sie Eigenschaften entwickelten, die liebenswert waren. Andere mögen instinktiv Zuneigung zu den schreienden, fordernden Bündeln empfinden, als die sie auf die Welt kommen. Mir fehlt dieser Instinkt. Also bezweifle ich auch, dass ich noch lieben kann, wenn das Liebenswerte abhandenkommt, wieder nur eine Hülle überbleibt, die es zu versorgen gilt. Ich weiß, dass ich kein guter Mensch bin.


Die fragilen Wunder von Zirkus und Straßenkunst, betrachtet aus distanzierten Kinderaugen.

ca. 224 Seiten Gebunden / Pappband € 22,50 (A) / 21,88 (D) Christine Teichmann steht

Christine Teichmann ist als Slam-Poetin, Artistin und performende Schriftstellerin von zahlreichen Bühnen Österreichs bekannt. Sie wurde 1964 in Wien geboren, lebt seit 1998 in Graz. Sie ist Gründungsmitglied der „Compagnie fantastique“, mit der sie zahlreiche Auftritte als Clown, Akrobatin, Feuertänzerin und Jongleuse absolvierte und szenische Inszenierungen gestaltete. Außerdem ist sie Gewinnerin diverser Slams und Jazz Slams sowie Ensemblemitglied des KünstlerInnenkollektivs „Peace Babies“. Mit ihrer Bühnenpartnerin Elli Bauer ist sie auch mit einem Kleinkunstabend für Fortgeschrittene unterwegs. Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften (Lichtungen, Reibeisen, LOG, Dum, Radieschen), ein Roman („Raubtiere“, Braumüller, 2009).

OKTOBER 2017

Coverfoto: Ulrike Rauch

für Lesungen zur Verfügung.


Roman

Der Roman besteht aus mehr als hundert genau formulierten Prosa-Miniaturen. In diesen faszinierenden Bruchstücken von privaten Lebenserfahrungen spiegeln sich Facetten des Zeitgeistes und der sozialen Wirklichkeit des Zwanzigsten Jahrhunderts. Vier Jahre lang hat der Autor an diesem Erzählkunstwerk gearbeitet.

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ICH HABE MIR MIT DIESEM BUCH EINE WELT ERFUNDEN, in der ich noch nie war. Ich erzählte vom alten Arzt und habe aus seinen Tagebüchern abgeschrieben, berichtete von meiner Cousine und von meiner Taufpatin, von meinem väterlichen Freund Heiner, von Freunden und Bekannten aus meiner Jugendzeit. Ich habe mir eine Gesellschaft ausgedacht, die es so nie gab. Wie vertraut mir das alles jetzt ist, nachdem ich es aufgeschrieben habe. Am Ende werde ich noch glauben, das alles hat mit meiner Lebensgeschichte zu tun. Ich werde jetzt noch einmal die genannten Orte aufsuchen und feststellen, dass ich nicht ganz daneben lag, als ich meine Geschichten dort angesiedelt habe. Auch würde ich gerne noch einmal die eine oder andere der Personen, die ich in meiner Phantasie aus der Dunkelheit auftauchen habe lassen, treffen, aber die meisten sind schon gestorben. Ich müsste wohl versuchen, hinter den Horizont dieser Heimat zu gelangen.

Bemerkenswert, mit welcher Präzision Manfred Mixner seine Beobachtungen in Worte, Sätze, Geschichten verpackt.

Manfred Mixner in der edition keiper:

Verstrickt in Geschichten

Geschichten von Anderen

Versuche, Reden, Miszellen

Feuilletons über Autoren

170 Seiten, broschiert EUR 16,50 (A) / 16,05 (D) ISBN 978-3-9503343-0-2

232 Seiten, broschiert € 19,90 (A) / 19,36 (D) ISBN 978-3-903144-01-9

Reise nach Abydos Roman 180 Seiten, broschiert € 17,60 (A) / 17,12 (D) ISBN 978-3-902901-52-1

Der Ziegenkopf Kriminalroman

Tote Musik und andere Erzählungen

216 Seiten, gebunden EUR 18,70 (A) / 18,19 (D) ISBN 978-3-902901-24-8

168 Seiten, broschiert € 17,60 (A) / 17,12 (D) ISBN 978-3-902901-78-1


Der neue Mixner: pointiert, stilsicher, exzellent formuliert.

ca. 180 Seiten Gebunden / Pappband

OKTOBER 2017

Manfred Mixner, geb.1947 in Graz, lebt in Berlin und Südschweden. 1970/71 Kulturredakteur der Grazer NEUEN ZEIT, 1972 Mitarbeit am Grazer Schauspielhaus, 1973-79 freier Journalist, 1979-83 Abteilungsleiter für Literatur und Hörspiel im ORF Graz, 1984-86 Abteilungsleiter für Ö 1 Radioliteratur in Wien, 19872002 Leiter der Abteilung Hörspiel und Radiokunst am Sender Freies Berlin. Lehrtätigkeit in Salzburg, Klagenfurt, Berlin und Jena. Seit 2002 im Ruhestand, schreibt Essays, Erzählungen und Romane.

Foto: Wilfried Gottwald

Coverfoto: Privatarchiv Mixner

€ 20,00 (A) / 19,45 (D)


Roman 8

Es geht nur noch um eines: um die perfekte Geschichte!

Es sind weiße Lappen vor den Mündern. Es ist eine Milchhaut. Es sind Pilze, die sie gezwungen werden zu essen. Es ist ein verseuchtes Land. Es sind abgebundene Lippen. Sind Lippen in Laken, in Leinen. Es sind Kinderlippen in Leichentüchern. Es sind blutende Nasen von Schülern, Bauchweh im Unterricht, der zwischen verrotteten Trümmern stattfindet. Es ist eine Lüge. Es wird totgeschwiegen. Es sind verfallene Wolkenkratzer. Es ist eine Glücksinsel, sagt man.

Sophie Reyer schreibt über das Leben. Bruchstückhaft reiht sie aneinander, was wahrnehmbar ist: Langeweile – Leere – Plattheit – Verlorenheit – das Gewöhnliche des Außergewöhnlichen – auch: die seltsame Beobachtung von Flüchtlings- und anderen Schicksalen, die sich bloß in Betroffenheit äußert, denn am Ende schwappt die Flut über alles hinweg, und: Der Fischer tanzt. Reyer bündelt die Beliebigkeit, die Verstiegenheit in basislose Erklärungsversuche für die Welt und das Leben und die Wirklichkeit und die Wahrheit und die Liebe und die Schlaflosigkeit und und und in dieser opulent anmutenden Geschichtensammlung. Sie bedient sich dabei eines bunten Völkchens aus realen

Phantasiegebilden und irrealen Lebenden, und sie lässt dabei fast nichts aus: Zwangsernährung im Gefängnis, sexuelle Übergriffe, das Kirchengehen von Vater bzw. Großmutter, dazwischen ein paar Zeilen Kinderlied, und Gegenwelten, die so noch nie phantasiert worden sind. Wenn Tausendundeine Nacht eine märchenhafte Geschichtensammlung von orientalischer Pracht ist, ist Tausendundein Tag eine Geschichtensammlung aus einem Industriebunker – abendländisch-untergangssehnsüchtig, endzeitlich, fatal: Während Scheherazade sich mit Geschichten am Leben erhält, helfen Reyers Geschichten Zef, dem Erzähler, gar nicht mehr. Aber eigentlich wollte er ohnehin nur schlafen! Sonst nichts.

Endzeitliche Phantasien – schaurig, beklemmend und scheinbar hoffnungslos.

Sophie Reyer in der edition keiper:

Anna und der Wulian 34 Seiten, gebunden / Pappband durchgehend illustriert, Farbdruck € 16,50 (A) / 16,05 (D) ISBN 978-3-902901-82-8 Für Kinder ab 4 Jahren.

Der kleine Mann aus Salz Roman 170 Seiten, broschiert € 17,60 (A) / 17,12 (D) ISBN 978-3-903144-02-6


www.sophiereyer.com

ca. 180 Seiten Gebunden / Pappband € 20,00 (A) / 19,45 (D) Sophie Reyer steht für

OKTOBER 2017

Sophie Reyer, geb. 1984 in Wien, lebt in Wien. Veröffentlichungen (u. a.): „Insektizid" (Roman, Leykam, Graz 2013), „skarabäen“ (lyrik, Art & Science, Wien 2014), „Holzzeitstag“ (Erzählung, Edition Taschenspiel, Wien 2014), „Nah-dran“-Förderpreis für das Kindertheaterstück „Anna und der Wulian“.

Foto: Konstantin Reyer

Coverbild: 141946038 - Sailor © rolffimages

Lesungen zur Verfügung.


Roman 10

Alfred Paul Schmidt erweist sich wieder einmal als meisterhafter Schöpfer von schrulligliebenswerten Charakterköpfen! In den nächsten Tagen geschah nichts Besonderes, außer dass Leo im Falter ein Interview mit Anita Keiper gelesen hat, in dessen Verlauf die Verlegerin erzählte, sie habe vor Kurzem den Brief eines Autors erhalten, der sich bei ihr entschuldigte, ihr einen Roman geschickt zu haben, der ihn mittlerweile überzeugt hat, er bestehe durch und durch aus Stumpfsinn. Der Mann hat sogar das Rückporto beigelegt. Nach dem Lesen der ersten zehn Seiten war sie gezwungen, dem Mann recht zu geben.

Foto: Verlag edition keiper

Gewohnt schräg, mit funkelnden Aphorismen und tiefgründigen Sentenzen an allen Ecken und Enden, entfaltet Alfred Paul Schmidts neuer Roman die Geschichte des (scheiternden) Lehrers Leo Kovacs und seiner blonden, an Marilyn Monroe erinnernden ‚Zufallsbekanntschaft‘ im Wechsel zwischen diversen Schauplätzen im Burgenland und Wien. Dazu kommen die vertraut schrulligen, gleichwohl liebenswerten Charakterköpfe aus Schmidts imaginärem Universum, wie etwa der so skurrile wie rätselhafte Dr. Leidenfrost (welche Rolle der wohl spielt?); oder die seltsame Wirtin und Verlegerin Rosie Liebeneiner (die an Virginia Woolf erinnert), sowie die reichlich bemerkenswerten Eltern des Protagonisten, einige englisch parlierende Migranten, usw. Selbst der realen Verlegerin Anita Keiper ist ein CameoAuftritt vergönnt.

Alfred Paul Schmidt in der edition keiper:

Das andere Gestern Roman

Nachbar Tod Kriminalroman

Leuchtender Atem - Alle Jahre wieder. Erzählungen

180 Seiten, broschiert E 17,60 (A) / 17,12 (D) ISBN 978-3-9502761-2-1

204 Seiten, broschiert E 18,70 (A) / 18,19 (D) ISBN 978-3-902901-13-2

144 Seiten, Pappband E 18,00 (A) / 17,51 (D) ISBN 978-3-903144-03-3

Das Buch der Schläfer Kriminalroman 232 Seiten, broschiert E 18,70 (A) / 18,19 (D) ISBN 978-3-9503343-9-5

Aus dem Grenzenlosen komm ich mir entgegen Roman 264 Seiten, broschiert E 18,70 (A) / 18,19 (D) ISBN 978-3-90201-80-4


Ein typischer Schmidt: sprachlich brillant und glanzvoll geschliffen, gespickt mit semantischen Falltüren.

ca. 110 Seiten Gebunden / Pappband € 18,00 (A) / 17,51 (D) Alfred Paul Schmidt steht

Alfred Paul Schmidt, 1941 in Wien geboren, lebt in Graz. Neben zahlreichen Prosawerken verfasste er unter anderem Theaterstücke, Hörspiele und seit 1986 Drehbücher für ORF-Krimi-Serien wie „Tatort“, „Stockinger“ oder „Soko Kitzbühel“. Viele Preise, u. a. den Fernsehpreis der österreichischen Volksbildung für das Drehbuch zur Romanverfilmung von „Die Wasserfälle von Slunj“ von Heimito von Doderer.

OKTOBER 2017

Coverfoto: 135088489 - Flache Landschaft im Burgenland mit Feldern und einem Steher© Ewald Fröch

für Lesungen zur Verfügung.


Roman Von der Entwicklung des ehemaligen Kommunenkindes Mathias zu einem anerkannten Künstler.

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Der Lebensweg zweier Geschwister, die ihre Kindheit in einer Kommune verbracht haben, die an den Friedrichshof von Otto Mühl erinnert. Mathias Manzini ist ein berühmter Maler. Er lebt zurückgezogen in seinem Haus in der Provence. Eines Tages taucht seine Schwester Clara mit ihrem Sohn auf, sie ist auf der Flucht vor ihrem Mann. Die Geschwister verbringen gemeinsam den Sommer und erinnern sich an ihre dramatische Kindheit, die sie mit ihrer Mutter in der berüchtigten Kommune des Malers Max Teufel zugebracht haben. Zahlreiche vom Leben und durch Drogen geschädigte Menschen praktizierten dort freie Sexualität, auch Kinder und Jugendliche wurden gezwungen mitzumachen. Mathias lockte Teufel in eine Falle und verhinderte, dass seine Schwester von ihm missbraucht wurde. Die Geschwister verließen die Kommune und wuchsen bei ihren

leiblichen Großeltern auf, wurden erfolgreich in ihren Berufen. Und wie einst in der Kommune hilft Mathias seiner Schwester, deren Mann ihr nach dem Leben trachtet. Soweit die Fiktion. Tatsächlich geschrieben wurde diese Geschichte aber vom Leben: Herbert Lipsky wurde von Dokumentarfilmen und Büchern über den Aktionskünstler Otto Mühl zu diesem Roman angeregt. Die Handlung ist jedoch frei erfunden und hat nichts mit den tragischen Schicksalen einzelner Kinder auf dem Friedrichshof zu tun. Lipsky hat den Friedrichshof zwar besucht, aber die Örtlichkeiten sind nicht ident mit dem im Buch beschriebenen fiktiven Reichendorf. Auch die geschilderten Handlungsabläufe haben in der MühlKommune so nicht stattgefunden.

Obwohl wir uns mit den anderen Kindern prinzipiell gut vertrugen, machten wir bei den gemeinsamen Spielen oft nicht mit. … Etwas, was wir alle hassten, war das sogenannte Kinderpalaver und das Kindertanzen, das täglich nach dem Essen unter seiner Aufsicht stattfand. Dazu kamen auch noch unsere Lehrer und alle anderen, die sich mit uns beschäftigten. Schon die Kleinen wurden in eine Reihe gestellt, ihre Kleidung und ihr Aussehen gelobt oder getadelt. Wie bei einem Schönheitswettbewerb. … Ein Kind, das nicht seinen Erwartungen entsprach, musste sich in die Mitte des Raumes begeben und wurde bestraft. … Wir mussten uns für Verstöße gegen die Hausordnung oder die Nichterfüllung einer Pflicht rechtfertigen, mussten uns entschuldigen und Besserung geloben.


Überleben bzw. über das Leben NACH dem Friedrichshof, natürlich rein fiktiv.

ca. 300 Seiten Gebunden / Pappband

Herbert Lipsky steht für Lesungen zur Verfügung.

OKTOBER 2017

Herbert Lipsky, Univ.-Prof. Dr. Mag., geb. 1936; Studium der Medizin in Graz, Facharzt für Chirurgie und Urologie, Primarius der Urologischen Abteilung am LKH Leoben, Verfasser von zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten, humoristischen Büchern und Krimis; Initiator der Ausstellungsreihe „Kunst im Spital“; in der Pension Studium der Kunstgeschichte an der Universität Graz; intensive Beschäftigung mit der Geschichte und Kunst der NS-Zeit.

Autorenfoto: Otto Semrad

Coverillustration aus: Monatsbücher [August 74], mit freundlicher Genehmigung von Gerhard Sommer, Galerie Kunst & Handel

€ 24,00 (A) / 23,35 (D)


Ein illustrierter Roman in drei Büchern

Ein werthaltiges Gesamtkunstwerk mit gelungener Symbiose von Sprache, Illustration und Layout.

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Die Trilogie DAS GALAKTISCHE MUSEUM beschreibt den Zustand der bildenden Kunst. Und da wir alle nicht laut heulen wollen, lasst uns schallend lachen. „Ghimel Lehmig beherrscht die Kunst, verschiedene Sprechweisen und Tonlagen zum Klingen zu bringen, indem er die Geschichte des Galaktischen Museums der Figur des Werner Hauptmann in den Mund legt. Jede der von Werner Hauptmann beschriebenen Figuren hat ihre eigene Sprache, ihren eigenen Erzählsound.

Und damit komme ich zu einem letzten Gedanken, der mir im Lauf der Beschäftigung mit Ghimel Lehmigs Werk durch den Kopf gegangen ist: Ghimel ist ein schöpferischer Mensch im ureigentlichen Sinn. Wie Gott seinen Adam, den ,Erdling’, aus Lehm erschuf und ihm Leben einhauchte, so macht es auch Ghimel mit seinen Figuren: Er haucht ihnen kreativen Odem ein, auf dass sie lieben, lachen und leiden, um sich und ihr Leben zu spüren.“ (Werner Schandor, Graz)

„Weißt du Werner“, sagte Alk zu mir, „es ist nicht die Künstlereigenschaft, die durch den Einsatz des Quantenhirns beeinträchtigt wird, es ist das Bewusstsein an sich, das verrückt spielt. Seine Aufgabe löst er besser als je zuvor. Seiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aber wenn er nicht gerade Schuhe anpasst, behauptet er von sich, Gott zu sein und wir hätten ihn anzubeten, denn in jeder Sekunde spiegelten sich in seinem Hirn Billionen Weltenentwürfe wider, und wenn er es genau anschaue, sei unsere Welt der größte Dreck und so erbarmungswürdig, dass nur der Umstand absoluter Unschuld und absoluter Niedertracht in einem Wesen vereint unser Dasein rechtfertige.“ „Ist es wirklich so schlimm?“, fragte ich. „Noch viel schlimmer!“, sagte Alk. „Denn es besteht der dringende Verdacht, dass ein Bewusstsein für die Quantendekohärenz verantwortlich ist, also die Frau dazu bringt, sich für dieses eine Paar Schuhe zu entscheiden. Nur wenn ein Bewusstsein die Uneindeutigkeit untersucht, verhält es sich eindeutig. Wenn jedoch ein Quantenhirn, das auf dem Prinzip der Zweideutigkeit aufgebaut ist, Eindeutiges von sich gibt, nämlich Gott zu sein und wir der letzte Dreck, dann ist es doch schlimm genug!“


www.ghimel-lehmig.com www.das-galaktische-museum.at Band 1

Band 2

Band 3

ca. 200 Seiten pro Band Freirückenbroschur mit Klappen Zweifarbiger Innenteil Preis pro Band :

Covermotiv aus: Paul Wossidlo. Leitfaden der Zoologie - Erster Teil - Die Tiere. Weidmannsche Verlagsbuchhandlung, Georg Olms Verlag, Berlin, 1912.

DAS GALAKTISCHE MUSEUM: Buch 1, DER GEBURTSTAG, stellt neun Künstler vor, die einen Geburtstag feiern. Buch 2, DAS MUSEUM, begleitet diese skurrile Künstlergruppe in ihre Fantasiewelten, um schließlich im virtuellen Gebäude des Galaktischen Museums zu landen. Buch 3, ABGÄNGE, berichtet von den dramatischen Folgen ihrer seltsamen Kopfgeburten.

Ghimel Lehmig ist ein Pseudonym und in Wirklichkeit nur wenigen Menschen persönlich bekannt. Nicht weil der Autor sein Werk leugnet, wählt er diese Strategie. Es geht vielmehr darum, unabhängig zu sein und auch zu bleiben. Seit er in diese Welt geworfen wurde, spürt er das Anderssein. Das ist nicht immer leicht. „Ein Buch muss die Kraft haben, für sich allein zu stehen, oder es ist nichts wert.“ Sagt Ghimel Lehmig.

MÄRZ, JULI, SEPTEMBER

Illustrationen: Gernot Pock und Jakob Pock

2017

€ 30,00 (A) / 29,18 (D)


Kriminalroman 16

Der Eingang war videoüberwacht. Sigi Mord zeigte dem gut 1,90 Meter großen Mann, dessen tätowierter Unterarm dicker war als Sigis Bizeps, kurz den Dienstausweis und sagte „Mord“. Es schien, als ob dem Kleiderschrank bei diesem Wort die Farbe aus dem Gesicht rutschte. Stotternd und bleich fragte er: „Mor…, wieso Mord? Was wollen Sie von mir?“ Das gehörte zu Sigis Taktik. Er wollte sich einen ersten Eindruck von seinem Gegenüber machen und benützte dafür seinen Namen. Er wusste, dass das Wort Mord bei jemandem, der einen Polizisten lieber von hinten und nur aus großer Entfernung sieht, eine Emotion auslöst.

Ein neuer Kollege macht sich durch sein seltsames Verhalten verdächtig. In einem Wald nahe der beschaulichen Ortschaft Sillweg bei Fohnsdorf findet der Hund einer Joggerin die Leiche einer jungen Frau, die mit einem Seidenhalstuch erdrosselt worden ist. Lange Zeit gelingt es dem Ermittlerduo Franz Loibner und Esther Roth des LKA Steiermark nicht, die Tote zu identifizieren. Als sich herausstellt, dass hinter einem zunächst vermuteten Unfall oder Suizid auf den Gleisen der ÖBB in Judenburg ebenfalls ein brutales Gewaltverbrechen steckt, dessen Opfer auch eine junge Frau ist, geraten Loibner und Roth gehörig unter Druck.

Ein Serienmörder treibt rund um Fohnsdorf und Judenburg sein Unwesen.

Der Waldschrat Ein Kriminalroman aus dem Murtal 208 Seiten, broschiert E 18,70 (A) | 18,19 (D) ISBN 978-3-902901-88-0

Noch dazu verhält sich der vom LKA Niederösterreich in die Steiermark versetzte Ermittler mit dem makabren Namen Mord mehr als seltsam. Roth bringt in Erfahrung, dass es auch in Wien ein mit einem Seidenhalstuch erdrosseltes Opfer gegeben hat – und zwar ganz in der Nähe der damaligen Wohnung des neuen Kollegen Siegfried Mord. Bald darauf gerät ein Mädchen in Judenburg in die Fänge des vermutlichen Serienmörders. Wieder hält Mord sich zur Tatzeit in der Nähe des Tatortes auf …

Der zweite Fall des Ermittlerduos Franz Loibner und Esther Roth.


www.harald-hartl.at

ca. 210 Seiten Broschur € 18,70 (A) / 18,19 (D) Harald Hartl steht für

Harald Hartl entdeckte nach einem Burnout und der daraus resultierenden Frage nach dem eigentlichen Sinn des Lebens seine große Leidenschaft für das Schreiben. Nach Teilnahmen an Schreibwettbewerben wurden einige Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien veröffentlicht, zwei Romane folgten. Das bevorzugte Genre des ehemaligen Polizei-Chefinspektors ist aber der Kriminalroman.

SEPTEMBER 2017

Autorenfoto: Elisabeth Hartl

Coverfotos: fotolia.de

Lesungen zur Verfügung.


Abenteuerroman 18

Ein Panorama der spätantiken Welt, von Verona bis Konstantinopel, von den wilden Donauauen bis in die schroffen Felsregionen des rumänischen Erzgebirges.

Wir schreiben das Frühjahr 593 n.Chr. Sirmium, einst eine blühende Region am Zusammenfluss der großen Ströme Donau, Save und Drau, liegt ausgeplündert und menschenleer darnieder: zwanzig Jahre sind vergangen seit der Schlacht zwischen den Langobarden und den Gepiden. Die Jagd nach dem Schatz von Rosamunde geht weiter. Hildeka, einstige Agentin Konstantinopels, hat den Dienst bei Kaiserin Constantia verlassen und reist auf den Spuren ihrer Tochter in die Tiefe des Illyricums, wo sie auf dubiose Reisegefährten trifft. Edwina und ihre Gefährten begeben sich derweilen in das Lager des Heerführers Reptila. Der aber glänzt

durch Abwesenheit und die Gefährten versuchen ihr Glück in der Flucht über die Donau. In den Tiefen der Provinz Dacia setzt Valentin, der tapfere Zenturio des abtrünnigen Generals Comentiolos, die ihm übertragene Mission fort. Er führt seine Soldaten über die unwegsamen Pässe des Erzgebirges geradewegs in ein Desaster. Währenddessen droht der Stadt Sirmium der Ausbruch einer verheerenden Pestepidemie. Der Himmel öffnet seine Schleusen, die Flüsse schwellen unter den Wassermassen an und setzen alles ringsum landunter. Und doch ist nicht aller Tage Abend: Das Rad der Fortuna dreht sich bekanntlich ohne Unterlass, es schleudert die einen abwärts und befördert die anderen wieder hinauf. Am Ende bekommt ein jeder, was er verdient.

Die bunte, in sich widersprüchliche Welt der späten Völkerwanderung, historisch recherchiert.

Ulla Puntschart in der edition keiper:

Der Hort der Gepiden Kein Elefant vor Sirmium 288 Seiten, broschiert E 18,70 (A) | 18,19 (D) ISBN 978-3-902901-93-4

Im Palast des Königs angekommen, lotste Sabina ihren zögerlichen Gefährten über die Seitentreppe in den ersten Stock, wo Rosamunde sie bereits ungeduldig auf dem Treppenabsatz erwartete. „Wo bleibt ihr denn nur?“ zischte sie ihnen zu. „Wir haben keine Zeit zu verlieren!“ – Zu dritt schlichen sie an Alboins Kammertür und lauschten. Aus dem Inneren des Zimmers drang herzhaftes Schnarchen. … „Rasch jetzt“, hauchte Rosamunde … Sie zog einen Strick unter dem Bett hervor. Mit festen, energischen Handgriffen band sie das Schwert des Königs in der Scheide fest. Sabina glitt an ihre Seite. Sie fassten die Handgelenke des Schläfers und schnürten sie mit einem Ruck aneinander. Alboin schreckte aus seinem Schlummer hoch und begriff – wenn schon nicht die ganze Tragweite des Verrats, so doch, dass etwas Ungeheuerliches im Gange war.


Rosamunde, die „Lady Macbeth“ der Völkerwanderungszeit, nimmt Rache an ihrem Gatten Alboin!

ca. 240 Seiten Broschur € 20,00 (A) / 19,45 (D)

Ulla Puntschart, geb. in Bruck/Mur, aufgewachsen in Kindberg im Mürztal. Sie studierte Kunstgeschichte an der KarlFranzens-Universität Graz und arbeitete langjährig in der Kunstvermittlung. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Stadtgeschichte, Architekturtheorie, Kulturanthropologie, Kunst im öffentlichen Raum und zeitgenössische Kunst. Sie veröffentlichte Sachbücher, wirkte in wissenschaftlichen Sammelpublikationen mit und betätigte sich als Buchrezensentin. 2016 legte sie ihr Romandebüt vor: „Der Hort der Gepiden – Teil 1: Kein Elefant vor Sirmium“

Lesungen zur Verfügung.

OKTOBER 2017

Autorenfoto: Peter Purgar

Coverbild: Covermotiv: Charles Landseer (© Leicester Gallery, mit Dank für die freundliche Abdruckgenehmigung)

Ulla Puntschart steht für


Lyrik

Helwig Brunner, Fabjan Hafner, Anita Keiper, Astrid Kury (Hg.)

weil du die welt bist. neue liebesgedichte 107 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-9503184-4-9 Helwig Brunner

Die Sicht der Dinge. Rätselgedichte

20

114 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-9503337-2-5 Michael Hillen

Frau Röntgens Hand 102 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-9503337-4-9 Sophie Reyer

flug (spuren) 152 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-00-2 Udo Kawasser

kleine kubanische grammatik 96 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-9503343-1-9 Gertrude Maria Grossegger

Eine Frankreichreise, eine „Expedition zur Sonne” an die Côte d’Azur und in die Provence, liefert die Stoffe, aus denen Reinhard Lechner die Gedichte seines neuen Lyrikbandes formt. Aus der „flimmernden Chronik namens Ich” – so hieß es treffend im Klappentext seines Debüts handschrift, zeitstrahl – ist hier eine Chronik des Wir geworden, das poetische Protokoll einer Sommerreise zu zweit. Wie man Nadeln in eine Landkarte steckt, benennt Lechner immer wieder konkrete Reisestationen, berühmte wie Marseilles, Cannes und Nizza und weniger bekannte wie Manosque, L’Espiguette und Saintes-Maries. Eingebettet in eine Vielzahl detailliert eingefangener Beobachtungen zu Land und Leuten entsteht so ein Koordinatensystem verlässlicher Verortungen, in das die schwerer fassbaren inneren Bewegungen – die Wahrnehmungen, Imaginationen, Zweifel und Sehnsüchte, zu denen die Reise Anlass gibt – eingebunden werden. Mitunter gebeutelt vom Mistral, der bei Lechner Ortstafeln zu entwurzeln und Häuser zu verrücken vermag und damit bildlich für die Erschütterung stabiler Bezüge steht, berichtet der Dichter auch von heilsamen Momenten: „… der Sinn von Thymian / und verlassenen Villen, die wir fanden wie Gegengift”. Mit hohem Sprachbewusstsein und Reflexionsvermögen – dessen Wachheit von Versen wie „wir verbrachten / diesen Sommer theorielos” augenzwinkernd bestätigt wird – nimmt Lechner neben dem Erzählten auch die Umstände und Vorgänge des Erzählens, neben der Poesie auch die Bedingungen und Fallstricke des Poetischen in den Blick. So erweisen sich diese literarisch avancierten Reisegedichte als das vielschichtige und überaus lesenswerte Werk eines bereits in jungen Jahren zu erstaunlicher dichterischer Reife gelangten Lyrikers. (Helwig Brunner, Herausgeber der Reihe keiper lyrik)

hier außer mir 104 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-10-1 Friederike Schwab

gleich welches / gleich wie 128 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-26-2 Marcus Pöttler

noctarium 96 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-25-5 Ute Eckenfelder

G´schnipf für Zieglers Ziegen 120 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-38-5 Wolfgang Pollanz

Unten am Fluss 80 Seiten, broschiert | € 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-49-1 Monika Zobel

Das Innenfutter der Wörter 84 Seiten, broschiert | E 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-70-5 Sonja Harter

landpartiestorno 104 Seiten, broschiert | € 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-77-4 Petra Ganglbauer

Wasser im Gespräch 96 Seiten, broschiert | € 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-902901-89-7 Ingeborg Görler

Oder so 96 Seiten, broschiert | € 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-903144-05-7 Mario Hladicz

Gedichte zwischen Uhr und Bett 96 Seiten, broschiert | € 15,40 (A) / 14,98 (D) ISBN 978-3-903144-15-6


[…] An jeder Raststätte lassen wir mehr uns selbst zurück – einen Schlüssel, Fotos vom See im Winter, den Streit, wer die Luke am Dachboden hätte schließen sollen – wir wollen dieses Leben verlieren und vielleicht wiederhaben am Rückweg

das immer deutlicher draußen auf uns zukommt, vorbeizieht als Bäume Licht Gestein, das einmal noch dunkelt im Tunnel des Mont Blanc, er wird zum letzten Autobahnteilstück unserer Psyche – hinaus in den wogenden, lila Raum.

Reinhard Lechner, geb. 1986 in Bruck/Mur, Studium der Erziehungsund Bildungswissenschaft in Graz, lebt und arbeitet in Würzburg als Autor und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Erwachsenen- und Weiterbildung an der Julius-Maximilians-Universität. Mitredakteur der Grazer Literaturzeitschrift LICHTUNGEN. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien, zuletzt Lyrik von jetzt 3 (Wallstein, 2015) und Zehn Jahre Plattform (Sonderzahl, 2014). Sein Lyrik-Debüt handschrift, zeitstrahl erschien 2012 bei Leykam. Preise und Stipendien, u. a. das Startstipendium für Literatur des BKA 2015, das LICHTUNGEN-Lyrikstipendium 2014 oder der Literaturpreis der Steiermärkischen Sparkasse 2012.

ca. 64 Seiten Broschur € 15,40 (A) / 14,98 (D)

SEPTEMBER 2017

von unserer Expedition zur Sonne, die wir finden nach zwei, drei Tagen, auf der Haut, der lebenden Schatzkarte ins eigene Innen,


Kinder- & Jugendbuch 22

Ein „viechisches“ Panoptikum gibt sich die Ehre: Katzenkrähe, Vanillekäfer, Ruck-Zuck-Zick-Zack-Zeck, Wer-Weiß-Was-Wolf … und natürlich die Queen, Sir Battery und andere verwirrte Professoren.

Ohne Unterlass regnet es im Vereinigten Königreich der Insekten und Menschen. Um diesem seltsamen Umstand auf den Grund zu gehen, bedarf es dringend eines kleinen Helden, eines Grashüpfers edler Herkunft, bester Bildung und hohen Mutes: David Green. Die eigene Existenz einem Wagnis verdankend, ist er genau der Richtige für diese Aufgabe. Er gerät von einem haarsträubenden Abenteuer ins nächste, bekommt es mit beschwipsten Ameisen, kannibalischen Kaninchen, einem traumatisierten Eichhörnchen, einer Katzenkrähe mit einer Vorliebe für Spuckkuchen und vielen anderen skurrilen tierischen Zeitgenossen zu tun, verliert aber trotzdem nie sein gesundes Maß an Naivität. Ob er den Wetterwürfel findet? Und ob mit dessen Hilfe die Sonne wieder scheinen wird? Eine turbulente Erzählung, ein schräges Märchen mit phantastisch-insektisch aufbereiteten Charakteren … Mitreißend!

Sir Archibald Green, Grashüpfer von allerhöchstem Geblüt, rettete sich mit einem kühnen Sprung ins Dekolleté der Queen, die kreischend aufsprang und dabei einem ihrer Corgis mit Nachdruck und einigen Pfunden Übergewicht auf den Schwanz trat. Dieser stimmte nun seinerseits ein klägliches Gejaule an und schnappte nach dem Butler, der vor Schreck das Tablett mit den Keksen auf Sir Battery fallen ließ. Da es – Adel verpflichtet – aus gediegenem Silber war, kippte der hochdekorierte Hosenbandträger mit einem erstaunten „Oh, dear“ nach hinten und schloss, zumindest für die Dauer seiner Ohnmacht, sein sonst niemals ruhendes Klatschmaul.

Insektisch-heuschreckisch, und das auch noch mit Gesang!

Mirella Kuchling in der edition keiper:

Frauenzimmer unmöbliert

Frauenzimmer teilmöbliert

140 Seiten, broschiert E 16,50 / (A) / 16,05 (D) ISBN 978-3-9503184-6-3

144 Seiten, broschiert E 16,50 (A) / 16,05 (D) ISBN 978-3-902901-02-6

Frauenzimmer vollmöbliert

132 Seiten, broschiert E 16,50 (A) / 16,05 (D) ISBN 978-3-902901-27-9

13 x Mord Kriminalgeschichten 144 Seiten, broschiert E 16,50 (A) / 16,05 (D) ISBN 978-3-902901-86-6


„Eine poetische Welt tut sich da auf. Ein Paralleluniversum, vor dem man sich aber nicht fürchten muss.“ (Herms Fritz)

www.mirella-kuchling.at

ca. 90 Seiten Gebunden / Pappband Format: 16 * 24cm Mit Schwarz-Weiß-Illlustrationen € 20,00 (A) / 19,45 (D) Mirella Kuchling steht

SEPTEMBER 2017

Schreiben ist ihre Leidenschaft und Berufung – und wenn die Grazer Autorin Mirella Kuchling den Stift zur Hand nimmt, dann sausen die Buchstaben nur so übers Papier. Ihr Brotberuf bei einer großen steirischen Tageszeitung kommt ihr da sehr entgegen. Nach den „Literarischen Spaziergängen durch Graz“ (Leykam, 2004) präsentierte sie in der edition keiper ihre erfolgreiche Frauenzimmer-Trilogie, gefolgt von der Kriminalgeschichtensammlung „13 x Mord“. „David Green“ ist ihr erstes Kinderbuch, das von den Kindheits- und Jugenderinnerungen ihres Vaters inspiriert wurde.

Foto: Werner Krug

Covergrafik und Design: Herms Fritz

für Lesungen zur Verfügung.


Kinder- & Jugendbuch 24

Der Roman wird im Wechsel zwischen der Ich-Perspektive Claires (Anna Maria Bartens) und jener von Rose (Pia Laetitia Holzer) erzählt, die sich wie beim Pingpong die Bälle zuspielen, einmal in kurzem Schlagabtausch, dann wieder in längeren Ballwechseln. Eine Geschichte aus zwei Blickwinkeln, die einander ergänzen, bisweilen auch widersprechen, eine authentische Annäherung an den Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenalter – von Teenagern für Teenager geschrieben.

Ein beeindruckendes Debüt der beiden 17-jährigen Autorinnen!

Claire und Rose sind beste Freundinnen, vierzehn Jahre alt und haben mit den kleineren und größeren Problemen des Erwachsenwerdens zu kämpfen: Lehrern, Hausübungen, Schularbeiten und ganz nebenbei dem weltgrößten Übel – Jungs. Aber mit ihren kleinen, liebevollen, ein bisschen verrückten Familien, mit den Freunden, dem Eislaufplatz neben der Schule und einem Chai Latte in der Hand können sie mit jeder Herausforderung fertig werden. Eines Tages kommt es jedoch zur Katastrophe, die alle aus der Vertrautheit ihres Alltags reißt.

Ein Roman über die Sorgen des Teenageralters, geschrieben aus der Innenperspektive zweier Schülerinnen.

Claire Unerwiderte Liebe mal zwei + Fleck auf die Matheschularbeit = Selbstmord. Allerdings war diese Gleichung falsch, wie mir auffiel, denn dann würde man einen Fleck auf die Matheschularbeit damit definieren können, dass man das Doppelte einer unerwiderten Liebe von einem Selbstmord subtrahierte. Da fragte ich mich, was Professor GlavusMisli wohl davon halten würde, und sah unwillkürlich hoch.

Rose „Wir treffen uns um halb zwölf hier, um die Terme zu besprechen“, sagte mein Vater und ich lächelte ihn an. „Gut. Terme sind so einfach, findest du nicht auch?“ „Rose, bist du krank?“ „Mathe macht mich krank, und mein Leben auch. Aber sonst geht es mir ganz wundervoll, danke der Nachfrage.“


Witzig. Sensibel. Spannend.

ca. 180 Seiten Gebunden / Pappband € 17,00 (A) / 16,54 (D) Anna Maria Bartens und Pia Laetitia Holzer stehen

Anna Maria Bartens und Pia Laetitia Holzer wurden beide 2000 in Graz geboren und besuchen zur Zeit das BG/BRG Kirchengasse. Erste öffentliche Schreiberfahrungen sammelten sie bereits durch das Verfassen von Online-Artikeln für die „ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus“. Wenn sie nicht gerade mit Wörtern jonglieren, verbringen sie ihre Zeit mit Klavierspielen, Reiten, Eislaufen und Theaterspielen im TaO (Theater am Ortweinplatz). „Claire und Rose“, ihr erstes Buch, haben sie mit 14 Jahren geschrieben.

SEPTEMBER 2017

Coverillustration: Anna Maria Bartens und Pia Laetitia Holzer

für Lesungen zur Verfügung.


Biografie 26

Ergänzt durch Zitate von Wegbegleiter/innen und Expert/innen, die eine wichtige Rolle im Leben von Petra Szammer einnahmen.

Petra Szammer ist es gelungen, das verunsicherte Lebensgefühl ihrer Kindheit in eine positive, sinnerfüllte Identität zu verwandeln.

„Von einer zur anderen” beschäftigt sich mit transgenerationaler Weitergabe von Gewalt in der Familie. Petra Szammer beschreibt darin ihre eigene Kindheit und Jugend in den Sechziger-, Siebziger- und Achtzigerjahren mit Eltern, Großeltern und Lehrern, die Krieg erlebt haben und unter deren nicht verarbeiteten Gefühlen und autoritären Erziehungsmaßnahmen sie und ihr Bruder – genauso wie viele andere Kinder ihrer Generation – gelitten haben.

Eine erste Erinnerung. Ich wache auf. Es ist finster. „Mama!” Ich lausche in die Dunkelheit. „Mama!?” Weinend steige ich aus dem Gitterbett und suche meine Mutter. Durch die Stille des Raumes gehe ich vorbei an Tisch, Stuhl, Kasten zum Bett meiner Eltern. Es ist leer. Das Fenster steht weit offen. Ich klettere auf die schmale Fensterbank. Tief unter mir liegt die Straße. Schwach beleuchtet. Kein Verkehr. Die Nachbarn von der gegenüberliegenden Häuserfront, die mir tagsüber manchmal zuwinken, wenn sie aus dem Fenster schauen, sind jetzt nicht da. In der kühlen Luft spüre ich die Tränen auf meinen Wangen und den Schleim, der mir von der Nase in den Mund rinnt. Ich schreie in die Nacht hinein, schreie, so laut ich kann, damit mich meine Mutter hört, aber alles bleibt reglos und meine Rufe bleiben unbeantwortet. Ich klettere zurück und lege mich auf den Boden. Mein Vater wird mir viele Jahre später erzählen, dass er mich oft alleine vorgefunden hat. Weinend und mit voller Windel. Wenn er von der Nachtschicht heimgekommen ist. Foto: Josef Schinzel


www.petraszammer.at

Authentisch, berührend und sehr persönlich!

264 Seiten Gebunden / Pappband

Petra Szammer ist systemische Familientherapeutin, Montessoripädagogin und Gründerin des Privatkindergartens „Individuelle Kinderbetreuung” in Graz. 30 Jahre lang leitete sie ihren Kindergarten auf Basis der Montessoripädagogik und Gewaltfreien Kommunikation. Sie ist Autorin der Bücher „Kinder sind täglich meine Gäste” und „Antonia, ihre Brüder und der Papa”. Seit 2017 arbeitet Petra Szammer als Familientherapeutin in eigener Praxis.

Foto: Privat

Bereits erschienen

Coverfoto: Szammer

€ 18,90 (A) / 18,38 (D)


Bildband 28

Mit Fotos aus: Österreich Insel Cres, Kroatien Bois de Paiolive, Frankreich Sizilien La Gomera, Kanarische Inseln Tunesische Sahara Slowenien

Das ideale Geschenkbuch! „Pareidolie“ – ein Wort wie Musik! Es bedeutet, in verschiedenen Objekten vermeintliche Gesichter, Wesen oder Gegenstände zu erkennen. Und genau darum geht es auch in diesem Bildband. „Pareidolie. Geheimnisvolles in Wald und Holz“ ist ein Versuch, rund um das Thema „Natur“ Dinge zu zeigen, in denen man mehr sehen kann, als es auf den ersten Blick scheint. Der Fotograf Heinz A. Pachernegg erweitert den Blick des Betrachters, der Betrachterin und lässt im vermeintlich Vertrauten etwas Neues, vorher vielleicht noch nie Gesehenes entstehen. Im Zuge der Recherchearbeit hat er viele Regionen unseres Landes, aber auch spektakuläre Plätze im Ausland besucht. „Das Buch eröffnet eine wunderbare Möglichkeit, dem Märchenhaften, dem Verzauberten wieder Raum zu geben und Wald und Holz in neuem Licht zu erleben.“ Mit Fotobeiträgen von Gertrude Greimel.


Über 100 atemberaubende Naturfotos!

www.foto-pachernegg.at

140 Seiten Gebunden / Pappband Format 24 x 29 Durchgehend Farbdruck

SEPTEMBER 2017

Heinz A. Pachernegg, geb. 1954 in Mürzzuschlag, 1972 Übersiedlung nach Graz, bis 1976 Angestellter beim Land Steiermark, ab 1977 Werbe- und Industriefotograf, danach wissenschaftlich-medizinischer Fotograf. Seit 1994 selbstständige Tätigkeit mit eigenem Fotostudio in Graz. Mitglied des Steiermärkischen Kunstvereins Werkbund. Seit 2008 intensive Beschäftigung mit der Magie des Waldes. Zahlreiche Reisereportagen in Printmedien, Fotokunstausstellungen in Wien und Graz. Buchveröffentlichungen: „Der steirische Wald“, Text von Johannes Koren (Leykam, 1995), „Von Gürtlern und Kuglern“ (Leykam, 2010).

Foto: Gertrude Greimel

Coverfoto: Heinz A. Pachernegg

€ 30,00 (A) / 29,18 (D)


Verlagsvertretung Österreich

edition keiper Puchstraße 17, 8020 Graz T +43(0)316 269298 F +43(0)316 269299 office@editionkeiper.at www.editionkeiper.at

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