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3URJQRVH  Die Top-Themen der Forschung von morgen

Ă–sterreichische Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt.



3LRQLHU  Solarvisionär Huang Ming im Exclusivinterview



3LORW6WDUW8SV  Steirische Start-Ups kurz vor dem Abheben




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WORLD MAGAZINE

Liebe Leserinnen, liebe Leser! Innovationen gestalten unser Leben und unsere Zukunft. Gerade die Ideen und Visionen, die in Wissenschaft und Technik umgesetzt werden, beschleunigen den menschlichen Fortschritt sowie stetige Weiterentwicklung und Verbesserung. Gerade für die nächsten Jahre und Jahrzehnte sollte aber nicht nur die Verbesserung unserer Technik im Fokus liegen. Auch neue Businessmodelle für unsere bereits hochleistungsfähigen Technologien sind zu entwickeln. FraunhoferInnovationsforscher Prof. Dr. Harald Bradke und der alternative Nobelpreisträger Huang Ming plädieren in dieser Ausgabe des ECO WORLD MAGAZINES für die Erschließung neuer Märkte und nachhaltige Positionierungstechnik. Auch ein Umdenken in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sei laut der beiden Innovationsexperten unumgänglich (Seiten 4 bis 6). Das Green Tech Valley (GTV) ist für diese Zukunft gut aufgestellt. Das bewies auch das Treffen der Top 100 Umwelt-Innovatoren am Technologieforum „Cleantech Innovators Club“. Neue Ideen für Innovationen in der Umweltund Energietechnik wurden hier vorgestellt und diskutiert (Seite 7 ). Auch innovative Start-Up Unternehmen zeigen, dass die Steiermark auf die Zukunft ihres technologischen Potenzials setzt und dies auch unterstützt, etwa im Science Park Graz (Seite 10 und 14). Dass das GTV schon heute vieles an Zukunftstechnik zu bieten hat, kann nun auch auf einer spannenden und neu erstellten GTV-Tour selbst und unmittelbar erlebt werden (Seite 11). Ich wünsche Ihnen ein nachhaltiges Lesevergnügen mit dieser Ausgabe des ECO WORLD MAGAZINE. Beste Grüße aus dem Green Tech Valley

Ihr Bernhard Puttinger und das Team der ECO WORLD STYRIA

Inhaltsverzeichnis Seite 4 Energie: Das Top-Forschungsthema der nächsten Jahre

Seite 6 China Solar Valley trifft Green Tech Valley

Seite 7 Elitetreffen beim „Cleantech Innovators Club“

Seite 8 Branche-News: Steirische Energie- und Umwelttechnik

Seite 10 Drei Start-Ups im Green Tech Valley stellen sich vor

Seite 11 Erleben Sie das Green Tech Valley

Seite 13 Lifestyle: ContainMe! präsentiert Frachtcontainerhaus

Seite 14 Wissenstransfer als Zukunftsthema für die Stadt Graz

Herausgeber: „ECO WORLD STYRIA“ Umwelttechnik-Netzwerkbetriebs GmbH, Reininghausstraße 13, 8020 Graz, Österreich, Tel.: +43 316/40 77 44-0, office@eco.at, www.eco.at. Produktion: Dr. A. Schendl GmbH & Co MEDIEN KG, www.schendl.at. Leitung der Redaktion: Mag. Alexander Kohl. Mitarbeiter dieser Ausgabe: Mag. Ulrike Putz, Bartosz Gawlik, Dragoslav Dimitrijevic – in Kooperation mit dem Team der ECO WORLD STYRIA. Lektorat: Sabine Nikodemus. Coverfotos: eco, colourbox, rightlivelihood.org, bionic. Layout: Iris Schönauer. Hersteller: Ueberreuter Druckzentrum GmbH, Industriestrasse 1, 2100 Korneuburg. Ausgabe 12, Juni 2012, Auflage: 15.000 Stück. Hinweis: Für eine leichtere Lesbarkeit wurde auf eine explizite geschlechtsspezifische Schreibweise verzichtet. Die gewählte Schreibweise gilt für Männer und Frauen.

Fotos: colourbox, Himin Solar Corp., eco, Saubermacher, bst, contain-me, Robert Frankl


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WORLD MAGAZINE

ENERGIETECHNIK

Energie als Top-Zukunftsthema in al In sämtlichen wissenschaftlichen Disziplinen spielt „Energietechnik“ eine zentrale Rolle der nahen Zukunft. Die unmittelbarsten Fragen dabei sind die Lösung der Energiespeicherung und der intelligenten Vernetzung. Für die nächsten Jahrzehnte sollen Was bringt die Zukunft? Eine Frage, die die Menschheit seit jeher beschäftigt. Gerade die technologischen Innovationen waren es, die in der Vergangenheit den Fortschritt der Menschheit beschleunigten. Wo geht also die Technik- und Forschungsreise hin? Dieser Frage stellte sich auch das Fraunhofer ISI in Deutschland. Die Forschungsinstitution stieß dabei in ihrer Foresight-Studie auf einige überraschende Ergebnisse. „Ziel unserer Studie war es, die alten Forschungsfelder zu vernetzen. Wir wollten die großen Strömungen herauslesen, die allen Disziplinen ähnlich sind und Synergien suchen“, erklärt Harald Bradke, Leiter des Competence Centers Energietechnologien und Energiesysteme am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, auch auf der diesjährigen Zukunftswerkstatt der ECO WORLD STYRIA: „Wir suchten nach neuen spannenden Zukunftsfeldern.“ Nach einigen Untersuchungen konnten schließlich sieben große Tendenzen herausgefiltert werden: „ProduzierenKonsumieren 2.0“, „Mensch-Technik-Kooperationen“, „Das Altern entschlüsseln“, „Zukunftsfähige Lebensräume“, „Transdisziplinäre Modelle und Multiskalensimulation“, „Zeitforschung“ und „Zukunftsfähige Energielösungen“ (vergleiche Kasten). Diese sieben Zukunftsfelder gelten nunmehr als die Megatrends der Forschung in Mitteleuropa. Energiethema hat größte Relevanz „Interessant war vor allem, dass das Thema ‚Energie’ eine maßgebliche Rolle in allen Technologiedisziplinen spielte“, fasst Innovationsexperte Bradke zusammen. So belegten etwa die Themen „Energie- und Ressourceneffizienz“ und „Energieautarke Produktionsstätten“ die ersten beiden Plätze im Forschungsfeld der industriellen Produktionssysteme. Die Top-2 im Bereich der Materialforschung waren ebenfalls die Forschungsaufgaben „Materialsysteme für eine neue Generation von Energiespeichern“ und „Beschichtungsmaterialien für die kostengünstige Gewinnung solarer Energie“. Auch in der Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnik, Nanotechnologie und den optischen

Foto: Fraunhofer ISI

Technologien waren die künftigen Energieversorgungssysteme und die Bereitstellung von Energie die Topthemen in der Analyse. „Die Sicherung einer bezahlbaren und klimaverträglichen Energieversorgung gilt nach unserer Untersuchung als das nächste Zukunftsziel über sämtliche technologischen und wissenschaftlichen Felder hinweg“, betont auch Bradke. „Sie kann als die globale Herausforderung gesehen werden und bildet einen herausragenden Zukunftsleitmarkt mit hoher Relevanz für Wirtschaft und Lebensqualität sowie hoher Ausstrahlkraft.“ Jedes Forschungsfeld verfolgt jedoch eine eigene „Roadmap“ und hat bestimmte „Energiezukünfte“ – d. h. zukünftige Formen der Erzeugung und Nutzung von Energie – im Blick. Ein neues interdisziplinäres Zusammenwirken der Bereiche könnte nun neue Synergieeffekte auslösen und radikale Erneuerungen ermöglichen. Energieeffizienz mit unmittelbarem Effekt Gerade für die nächsten Jahre und Jahrzehnte sollten dabei nicht nur die Weiterentwicklung, Konsolidierung und Verbesserung der Technik im Fokus stehen. Vielmehr sind auch interdisziplinäre Chancen und neue Businessmodelle für Energietechnik zu entwickeln. „Es lässt sich nicht vorhersehen, welche der Erneuerbaren Energien sich letztlich durchsetzen werden“, so Bradke. „Daher brauchen wir im Moment die Vielfalt. Die ganze Bandbreite der Erneuerbaren. Je nach Entwicklung wird sich die eine oder andere durchsetzen. Man muss viele Frösche küssen, um einen Prinz zu finden.“ Die größten Potenziale sieht Harald Bradke jedoch in der besseren Nutzung vorhandener Energie: „Energieeffizienz ist die unmittelbarste aller Möglichkeiten, um einen Effekt zu erzielen“, so der deutsche Forscher. Hier sind vor allem Verbesserungen im Gebäudebereich anzustreben. Etwa durch energetische Gebäudesanierung, die derzeit gerade einmal 1 % pro Jahr beträgt. Auch die Industrie könnte einen großen Beitrag zum Energiesparen leisten, etwa durch durchdachtere Prozesse, Abwärmenutzung oder effizientere Maschinen. Als Beispiele führt Bradke ein

„Die technischen Innovationen sind da. Was wir in Zukunft brauchen, sind Innovationen im Denken, im Lebensstil, in Politik und Wirtschaft.“ Prof. Dr. Harald Bradke, Fraunhofer-ISI, Gastreferent bei der ECO Zukunftswerkstatt 2012

völlig neues Verfahren in der Zementindustrie an, welches den Energieverbrauch hierfür halbiere, sowie die elektronische Drehzahlregelung von Elektromotoren in der Industrie. Paradigmenwechsel und Umdenken Der aktuellste Handlungsbedarf im Energiebereich liegt aber zur Zeit in der Netzintegration der Erneuerbaren Energien. Windkraft- und Photovoltaikstrom fallen unregelmäßig und in unterschiedlichen Intensitäten an. Die Speicherung der Energiemengen sowie die Einspeisung in die Verteilernetze stellen für die Energieversorger große Herausforderungen dar. „Früher hat die Nachfrage das Angebot gesteuert. Heute haben wir ein Angebot, das unsteuerbar ist“, schildert Bradke die Situation. Nicht nur diese Lastverlagerung, auch die Umsetzung einer energieeffizienten Gesellschaft würde technologischen Fortschritt voraussetzen. Es sei ein Paradigmenwechsel und gesellschaftliches Umdenken von Nöten – im Denken, Lebensstil, in Politik und Wirtschaft, so Bradke: „Unser ökonomisches System ist auf kurzfristigen Profit ausgerichtet. Die Umweltthematik aber ist etwas Langfristiges. Daher ist der Markt unvollkommen. Wir brauchen die richtigen politischen Instrumente um die richtige Richtung einzuschlagen. Nur mit Technik alleine kriegen wir’s nicht hin. Wir müssen vernetzt alle sinnvollen Optionen ziehen.“


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WORLD MAGAZINE

ENERGIETECHNIK

China Solar Valley trifft Green Tech Valley Zwei Innovationsregionen werden in Zukunft verstärkt miteinander kooperieren: Das China Solar Valley und das Green Tech Valley wollen voneinander lernen und profitieren. Das erklärte Huang Ming bei seinem Besuch der ECO WORLD STYRIA Zukunftswerkstatt in Graz. Im Exclusivinterview schildert der Alternative Nobelpreisträger von 2011 aber auch sein neues großes Ziel: Die alten solaren Businessmodelle aufbrechen und damit die Welt verändern. ECO WORLD MAGAZINE: Huang Ming, Sie haben Ihre Ingenieurskarriere in der Ölindustrie begonnen. Warum haben Sie auf die „Sonnenseite“ gewechselt? Huang Ming: Meine Motivation war es Dezhou, meine Heimatstadt, lebenswerter für die nächste Generation zu machen. Damals hatte ich auch die Vision des China Solar Valley und wurde noch von vielen belächelt. Nun ist dieser Traum wahr geworden. Die Auszeichnung mit dem Alternativen Nobelpreis hat mir nun aber auch bewiesen, dass wir Chinesen als Innovatoren für Erneuerbare Energie Ernst genommen werden. Jetzt können wir der Welt zeigen, dass chinesische Produkte nicht nur billig, sondern auch qualitätsvoll sind. Wie sieht die derzeitige Situation für Solarerzeuger in China aus? Die rasante Wirtschaftsentwicklung ist in China weiterhin gegeben, aber die wirklich fabelhafte Zeit ist vorbei. Die chinesischen Firmen leiden ebenfalls unter großem Marktdruck. Viele kleinere Erzeuger müs-

sen zusperren. Die Verluste der PV-Branche in China betrugen letztes Jahr zwei Milliarden US-Dollar. Heuer wohl noch mehr. Das alles zeigt mir, dass es an der Zeit ist, neue Wege zu gehen. Wo muss man Ihrer Meinung nach ansetzen? Ich glaube, dass technische Ideen und sinkende Preise alleine zu wenig sind um den Solarmarkt zu retten. Wir müssen völlig neu denken. Wir müssen neue Businessmodelle schaffen, die in alle Haushalte und Anwendungsbereiche reichen. Solarheizung, Solarkühlung, Solarkocher gibt es ja schon. Aber was ist mit Solarautos? Solarkühlschränken? Solarhandys? Ich bin sicher, wir können es schaffen einen Solarhype zu erzeugen, ähnlich dem des iPhones. Ich möchte die alte solare Businesstradition ändern und ein Umdenken in der Positionierung von nachhaltigen Produkten auslösen. Wir dürfen „Solar“ und Erneuerbare Energien nicht an Förderungen und Tarife binden, da bekommt die gesamte Technologie einen schalen Beigeschmack. Wir brauchen moderne und luxuriöse Designgüter,

Huang Ming ist Gründer und Vorsitzender der Himin Solar und Träger des „Right Livelihood Honorary Award” 2011.

die auf den Lifestylekonsumenten abzielen und die Oberschicht ansprechen. Diesen Wandel sehe ich als meine Mission. Haben Sie schon konkrete Pläne? Ich denke, dass es an der Zeit ist, das China Solar Valley mit dem Green Tech Valley zusammenwachsen zu lassen. Diese beiden innovativen Regionen können viel voneinander profitieren. Einige Joint Ventures sind bereits angedacht. Zudem möchte ich ja schon seit geraumer Zeit eine Produktionsstätte in Europa aufbauen. Österreich und die Steiermark, im Herzen Europas, würden sich da anbieten. Gerade meine Vision für einen veränderten Solarmarkt möchte ich hier bekanntmachen.

Im Zuge seines Besuches in Graz wurde Huang Ming der Ehrentitel „Botschafter des Green Tech Valley“ verliehen. Er und ECO WORLD STYRIA unterzeichneten auch ein Kooperationsabkommen zum Ausbau der Geschäftskontakte zwischen dem Green Tech Valley und dem China Solar Valley. In bilateralen Gesprächen ergaben sich bereits konkrete Kooperationen zur Lieferung von Produkten nach China sowie mögliche Joint Ventures zwischen der Steiermark und China.

Foto: eco, rightlivelihood.org, Himin Solar Corp


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WORLD MAGAZINE

ENERGIETECHNIK SMART CITY IN GRAZ Die Stadt Graz wurde mit dem „Smart City Project Graz Mitte“ für die Realisierung des einzigen Leitprojekts Österreichs ausgewählt. Mit 4,2 Mio. Euro Förderung aus dem Klima- und Energiefonds wird das Projekt neue urbane Energietechnologien im Umfeld einer innovativen Stadtentwicklung demonstrieren und lädt die Bewohner zur Mitwirkung ein. Von der urbanen Solarstromerzeugung über integrierte Gebäudefassaden bis hin zur Errichtung einer Wohnanlage mit etwa 80 Wohneinheiten, umfasst das Pilotprojekt sämtliche ökologischen und ökonomischen Aspekte, die es bei der Entwicklung eines smarten Stadtteils zu berücksichtigen gilt. graz.at

INDIVIDUELLE VERBRENNUNG

Einfach steirisch.

Das Unternehmen „Combustion Bay One“ konzentriert sich auf den Verbrennungsvorgang für Luftfahrtantrieb und thermische Prozesse. Ziel ist es maßgeschneiderte Verbrennungssysteme zu entwickeln, die einen größeren Anwendungsbereich erschließen und die Umweltbelastung reduzieren. Benötigt werden die sehr forschungsintensiven Lösungen vor allem bei Energieerzeugern wie beispielsweise bei Stationärgasturbinen oder bei Flugtriebwerken. Erstes Produkt von CBOne ist ein Aktuator für die präzise Kontrolle der Flammendynamik, der bereits validiert und auf der ASME Turbo Expo in Vancouver (Kanada) vorgestellt wurde. cbone.at

SOLID-KÜHLUNG IN SINGAPUR Am UWC-SEA East Campus in Singapur wurde offiziell die weltweit größte solare Kühlungsanlage in Betrieb genommen. Die Kollektoren dieser Anlage, mit einer Fläche von 3.900 m² werden während der gesamten Funktionsdauer von mehr als 25 Jahren „grüne“ Energie in der Höhe von etwa 2.200 MWh/Jahr generieren. Zur Kälteproduktion wird eine Absorptionskältemaschine auf Lithium-Bromid Basis mit einer Kälteleistung von 1.575 kW eingesetzt. Diese derzeit leistungsstärkste solar betriebene Kühlungsanlage wurde von S.O.L.I.D. als Energiedienstleistungsservice entwickelt. solid.at

GEZEITENSTRÖMUNGSTURBINE Der internationale Technologiekonzern Andritz Hydro Hammerfest hat in den Gewässern des schottischen European Marine Energy Centre die selbst entwickelte Gezeitenströmungsturbine HS1000 erfolgreich installiert. Die erreichte Leistung beträgt 1.000 kW. Die horizontal gelagerte Turbine ist am Meeresboden fixiert und die Rotorblätter werden von den Gezeitenströmungen angetrieben. Andritz festigt mit diesem und weiteren Projekten wie etwa dem weltweit größten Gezeitenkraftwerk mit 260 MW Leistung in Südkorea eine führende Marktposition. Ein 280°-Schwenksystem erlaubt die bestmögliche Anpassung an die Gezeiten. andritz.com

Fotos: DI Pernthaler Architekt ZT, cbone, S.O.L.I.D., andritz


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WORLD MAGAZINE

NEWS

Start-Ups im Green Tech Valley Oberflächentechnologie, Strömungsoptimierung und Mini-Biogasanlagen. Drei Innovationen, die in Zukunft den Markt der Energie- und Umwelttechnik bereichern werden. Zahlreiche Patentanmeldungen und Firmengründungen zeigen den wachsenden Stellenwert der Umwelt- und Energietechnologie in der Steiermark. Das ECO WORLD Magazine stellt hier drei junge, vielversprechende Unternehmen vor, die ihre Visionen umsetzen und internationale Märkte erobern wollen: Weniger Reibung, weniger Energieaufwand Das Grazer Unternehmen „bionic surface technologies“ (BST) erforscht die Oberflächenstrukturen von umströmten Körpern wie zum Beispiel Surfbretter, Boote, Flugzeuge, Windkraftwerke usw. um diese aerodynamisch zu verbessern. Dabei macht sich BST die so genannte Rib-

letstruktur zu Nutze, eine Mikrorillenoberfläche wie man sie auch bei Haien oder Pinguinen findet. Mittels C F D Computational Fluid Dynamics Berechnungen werden die Strukturen optimiert. Der Reibungswiderstand eines Körpers kann so um bis zu 8 % vermindert werden. Daraus ergeben sich 8 % mehr Geschwindigkeit oder eine 4 % -ige Verringerung des CO 2-Ausstoßes. bionicsurface.com Strömungsforschung im Great Ideas Laboratory Mit der Optimierung von Strömungsprozessen beschäftigt sich auch die gridlab GmbH, ebenfalls mit Sitz in Graz. Allerdings konzentriert sich gridlab auf die Optimierung industrieller Anlagen in der Energie- und Umwelttechnik. Durch die numerische Strömungsberechnung CFD lassen sich auch hier komplexe Zusammenhänge in Anlagen am Computer optimieren, ohne in den laufenden Betrieb einzugreifen. „Ineffiziente Strömungsbedin-

„gridlab“ verbessert die Strömungsprozesse industrieller Anlagen.

Fotos: bst, gridlab

„BST“ macht Flugzeuge schneller bzw energieeffizienter – mit optimierter Ribletstruktur.

gungen sind in Anlagen oft schwer identifizierbar“, erklärt Geschäftsführer Hermann Maier. Mit der Gridlab-Optimierung können sie kaum die Anlagenleistung, erhöht Betriebskosten und Verschmutzungen, gesenkt werden. gridlab.at Biotechnologie und Energieproduktion Das junge Unternehmen Engewa Biotechnologie & Energie ist in zwei Kompetenzbereiche geteilt. „Einerseits arbeiten wir an der Modifizierung von Naturstoffen für die Industrie und andererseits betätigen wir uns am Biogassektor“, schildert Firmengründer Herbert Pobeheim. „Derzeit realisieren wir gerade eine Kleinstbiogasanlage, die in Serie produziert werden soll.“ Jeder Abnehmer könne damit Ökostrom produzieren, da für die Biogasproduktion landwirtschaftliche Reststoffe verwendet werden können. Der wichtigste Absatzmarkt wird im Bereich der Rinder- und Schweinemastbetriebe erwartet. engewa.at


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WORLD MAGAZINE

UMWELTTECHNIK

Baurestmassen als Rohstoff Der größte Ressourcenverbrauch und der höchste Anteil am Abfallaufkommen in Österreich ist der Bauwirtschaft zuzuschreiben. Jährlich fallen knapp 30 Millionen Tonnen an Baurestmassen an, die nach den aktuellen Vorgaben der EU-Abfallrahmenrichtlinie bis zum Jahr 2020 in einem Ausmaß von mindestens 70 % einer Verwertung zugeführt werden müssen. Trotz guter Recyclingfä(Bescheiderstellung durch higkeit und steigender die Behörde) zu den praDeponiepreise werden xisrelevanten Fragen auf derzeit immer noch groder Baustelle (Abfalltrenße Mengen an mineranung) bis hin zu den Verlischen Baurestmassen wertungs- und Entsorgungsdeponiert. Der Baumaßnahmen (Anlieferung wirtschaft gehen daan Baurestmassendeponidurch wertvolle Sekunen). Abgerundet wird das därrohstoffe verloren, Informationsangebot mit die nur durch einen Links zu aktuellen baureleverstärkten Einsatz von vanten Gesetzen sowie eiPrimärrohstoffen, d.h. nem Downloadbereich. Der neuem SteinbruchmaLeitfaden soll in aktueller terial, kompensiert werund praxistauglicher Form den können. Aber auch die Arbeit aller Beteiligten bei der Verwertung von unterstützen und damit ImBaurestmassen treten pulse für eine Steigerung in der Praxis mitunter der Recyclingquoten auslöProbleme auf. Durch Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der FA19D, dem Zollamt, der Bauwirtschaft, der Abfallentsorgungswirtschaft und sen. Die nachhaltige NutVersäumnisse bei der der Ziviltechnikerkammer hat 2011 einen praxistauglichen Leitfaden über den Umgang mit Baurestmassen ausgearzung von Baurestmassen ist Abbruchplanung und beitet. Dieser Leitfaden wurde am 29. Februar 2012 im Rahmen einer Fachtagung vorgestellt. somit auch von politischem einer mangelhaften und gesellschaftlichem InteAufbereitung leidet die Qualität der hergeden richtigen Umgang mit Bauabfällen zusamresse, da durch sie gleichermaßen Primärrohstellten Recycling-Baustoffe. Ein Einbau dieser menzutragen und den beteiligten Zielgruppen, stoffe und Deponievolumen geschont werden. verunreinigten Materialien kann in weiterer wie Bauherren, Planern, Baubehörden, BauwirtFolge Beitragspflichten nach dem Altlastensaschaft und Recyclingunternehmen auf einem nierungsgesetz sowie entsprechende VerwalInternetportal einfach zugänglich zu machen. INFOBOX tungsstrafen auslösen. Das Ergebnis dieser intensiven Zusammenarbeit ist der Steirische Baurestmassen Leitfaden Informationen zur Abfallwirtschaft in der Steirischer Baurestmassen-Leitfaden (www.baurestmassen.steiermark.at), der im RahSteiermark erhalten Sie unter Vor diesem Hintergrund wurde in der Steiermen einer Fachtagung in Graz rd. 450 Branwww.abfallwirtschaft.steiermark.at mark von Vertretern der Fachabteilung 19D chenvertretern vorgestellt und im Internet zur Den Steirische Baurestmassen Leitfaden des Amtes der Steiermärkischen LandesregieBenützung frei geschalten wurde. finden Sie unter rung, der Wirtschaftskammer - Landesinnung www.baurestmassen.steiermark.at Bau und Fachgruppe Abfallwirtschaft, der ZivilImpulse für Steigerung der Recyclingquote technikerkammer Steiermark und des Zollamtes Der neue Baurestmassen-Leitfaden spannt eiHomepage der Wirtschaftskammer Graz die „Steirische Baurestmasseninitiative“ ins nen Bogen für sämtliche Informationen zu AbSteiermark, Landesinnung Bau: www.stmk.bau.or.at Leben gerufen. Diese Initiative hat sich zum Ziel bruch- und Aushubprojekten, ausgehend von gesetzt, alle wesentlichen Informationen über

Fotos: Landesregierung Steiermark

der Planung, über das Genehmigungsverfahren


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WORLD MAGAZINE

NEWS

Graz als Wissens-Inkubator Graz ist eine „Stadt des Wissens“. Technologie- und Wissenstransfer soll dies weiter verstärken. Der Science Park Graz fungiert hier als Brücke zwischen Academia und Business und unterstützt den Aufbau junger Spin-Offs und Start-Ups in ihren ersten Unternehmensschritten. „Unsere Idee entstand streng genommen aus einem ‚Arbeitsunfall’ meiner Freundin Tanja Peterschinek bei Experimenten für ihre Biochemie-Masterarbeit“, gesteht Michael Wimmer dem ECO WORLD MAGAZINE. Nach diesem Unfall beobachteten die beiden Forscher, wie ihr untersuchter Organismus in der Lage war, aus einfachen Zuckern und Glycerin eine große Menge Öl zu produzieren. Die Idee einer Bioraffinerie entstand, zur Nutzung dieses Organismus. Die beiden Forscher gründeten das Unternehmen Bright Yellow Future (BYF). Ziel der Entwicklungsarbeit aus Biotechnologie, Verfahrenstechnik und Energieoptimierung ist dabei eine integrierte Bioraffinerie zur Entwicklung eines Systems für eine nachhaltige Energieversorgung aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Konzept befindet sich noch im Laborstadium und wird gerade zur großindustriellen Anwendung hin optimiert. Im Dezember 2010 wurde das Startup Unternehmen in den Science Park Graz aufgenommen. So konnten zahlreiche internationale Forschungseinrichtungen und Wissenschafter aus der ganzen Welt als Partner und Mentoren für BYF gewonnen werden, sowie eine steirische Bioraffinerie, in der das System in etwa drei Jahren im großen Rahmen verwirklicht wird.

Wirtschaftsstrategie: Graz 2015 Der Fall BYF ist beispielhaft für gelebte Starthilfe für junge, innovative Forscher. Mit dem Ziel Graz zur „Stadt des Wissens“ zu formen wird in der neuen Wirtschaftsstrategie „Graz 2015“ auch Technologie- und Wissenstransfer groß geschrieben. Dieser Transfer aber kann nur erfolgreich sein, wenn Erfindungen als Innovationen auf den Markt kommen. Hier setzt unter anderem der Science Park Graz an. Er fördert als Inkubator die Geschwindigkeit, mit der sich Jungunternehmer in Richtung Markt begeben. Er unterstützt und führt universitäre Spin-Offs und Start-ups in ihren ersten Unternehmensschritten. Und er fungiert als Brücke zwischen Academia und Business. In Zukunft will sich der Science Park Graz noch stärker auf Qualität konzentrieren: Dazu werden die besten Projekte mit hohem Erfolgspotenzial im internationalen Wettbewerb gesucht und ausgewählt, wobei die Institute der 4 Universitäten am Standort Graz den „natürlichen Beschaffungsmarkt“ bilden. Damit ergibt sich schon in der „Pre-Incubation“-Phase eine starke Interaktion mit den Projektanten. Einen hohen Stellenwert erhält auch die „Vorbereitung auf das Wirtschaftsleben“ der künftigen Unter-

nehmer. Vor allem praxiserprobte Methoden und Fachkenntnisse aus Betriebswirtschaft und Marketing und Vertrieb werden konzentriert im Zentrum vermittelt und trainiert. „Club Zukunft“ „Wir haben mit unseren vier Universitäten mit fast 50.000 Studierenden und circa 5.500 Absolventen pro Jahr, zwei Fachhochschulen und zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen die besten Voraussetzungen für neue Ideen und Innovationen“, beschreibt Andreas Morianz von der Grazer Abteilung für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung die Situation. „Unsere Studenten und Forscher sind die Impulsgeber für neue Technologie. Diesen wollen wir zur Seite stehen, in allen Wissensgebieten.“ Um den Wissenstransfer zwischen den innovativen Schaltzentren zu gewährleisten, wird dieser durch vielerlei weitere Aktivitäten forciert. Etwa durch aktive Absprachen von kleinen und mittleren Unternehmen und das Einbringen der dadurch entstandenen Fragestellungen in die Diskussionsveranstaltung „Club Zukunft“ , oder auch durch Vernetzung spezieller Zukunftsthemen.

Tanja Peterschinek und Michael Wimmer gründeten das Unternehmen Bright Yellow Future und werden, wie viele weitere innovative Start-Ups, im Science Park Graz bis zur Marktreife ihrer Produkte unterstützt.

Fotos: Robert Frankl


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WORLD MAGAZINE

NEWS

Wussten Sie´s? FAHRSTUHLENERGIE

PLATZSPARENDES E-AUTO

WINDSTROMBALLON

Eco Sun Power entwickelte ein Energierückgewinnungssystem, mit dem kinetische Energie aus Aufzügen und Hebevorrichtungen in Strom umgewandelt werden kann. Laut Unternehmen könnten durch das Nutzen der Abwärtsbewegungen und Bremsvorgängen bis zu 35 % Stromkosten eingespart werden. Europaweit wäre das eine Einsparung von 1,35 Mrd. Euro jährlich. fineagroup.com

Zusammen mit sieben Autoherstellern konzipierte das MIT (Massachusetts Institute of Technology) in Spanien den Prototyp des „Hiriko“, einem faltbaren Auto mit Elektromotor. Ein- und Ausstieg erfolgen durch Aufklappen der Glasfront. Die zeitgleiche Steuerbarkeit der Hinter- und Vorderachse soll das Einparken erleichtern. hiriko.com

Altaeros Energies stellte den Prototypen seiner neuen Windkraftanlage vor. Die Airbourne Wind Turbine besteht aus einem ringförmigen Ballon in einem Gerüst, das in der Mitte ein Windrad trägt und am Boden gehalten wird. Der Ballon konnte Turmkonstruktionen in Sachen Ausbeute um mehr als das Doppelte schlagen. Ziel ist nun die 300 Meter-Höhenmarke. altaerosenergies.com

JILEKS CARTOON: „50 % Reduktion von CO2“

Fotos: MIT Media Lab, altaerosenergies, colourbox, UC San Diego

SPRIT AUS DEM NANOWALD Forscher der University of California (San Diego) nutzen Nanostrukturen aus baumartigen Gebilden, die aufgrund ihrer Oberflächeneigenschaften die Ausbeute an Sonnenenergie und Wasserstoff-Output maximieren. Vorbild für die Entwicklung ist das Prinzip der künstlichen Photosynthese. Das Forscherteam möchte nun mit seiner Erfindung Kohlenstoffdioxid zu Treibstoff auf Kohlenwasserstoff-Basis konvertieren. Im Gegensatz zu glatten Flächen, die Licht reflektieren, absorbiert der „Nanowald“ die einfallenden Sonnenstrahlen. ucsd.edu


Eco World Mai 2012