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josip kaiser segmente niederösterreich.spezial fragmente

Zwei ecoart Ausstellungen im „Palais Niederösterreich“ im Jahr 2012 mit Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus Niederösterreich


inhalt.

Dr. Petra Bohuslav, Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus und Sport. Kunst und Kultur in der Wirtschaftspolitik. Mag. Helmut Miernicki, Geschäftsführer ecoplus. Kommunikation über Bildende Kunst bei ecoplus.

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Ausstellung segmente Josip Kaiser

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Ausstellung fragmente niederösterreich.spezial Lisa Bäck Barbara Bernsteiner Martina Funder Anita Hahn Evelin Klein Thule Jug Martin Krammer Andreas Ortag Walpurga Ortag-Glanzer Hermes Payrhuber Stefan Sakic Gabriele Schöne Robert Svoboda Peter Weber Sonja Lixl

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Impressum

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Palais Niederรถsterreich Herrengasse 13, 1010 Wien

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kunst.

kommunikation.

und Kultur in der Wirtschaftspolitik.

über Bildende Kunst bei ecoplus.

Dr. Petra Bohuslav Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus und Sport

Mag. Helmut Miernicki Geschäftsführer ecoplus

ecoart feiert ihr 15-jähriges Bestehen. Diese eineinhalb Dekaden bedeuten, 15 Jahre lang niederösterreichischen KünstlerInnen eine Plattform zu bieten und gleichzeitig den Dialog unter Kunstfreunden zu fördern. Der direkte Austausch zwischen Wirtschafts­treibenden und Kulturschaffenden bedingte einen Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Kultur, von dem beide Seiten profitieren. Obwohl Kunst und Kultur oft nicht zu den wirtschaftspolitischen „hard facts“ gerechnet werden, spielen sie bei der Standortentscheidung für Unternehmer eine immer wichtigere Rolle. ­Freizeittouristische und kulturelle Angebote tragen maßgeblich zu einer höheren Lebensqualität bei. Zugleich stärken sie das Image in einzelnen Regionen und wirken sich positiv auf das Lebensgefühl der Menschen aus. Gerade Niederösterreich bietet eine Vielzahl kunst­historischer Bauten sowie kulturelle Angebote mit ­zahlreichen ­(Sommer-)Theaterspielstätten. Unbestritten lässt sich festhalten, dass kulturelle Aktivitäten eines Landes einen enormen Wirtschaftszweig darstellen. Das gilt auch für Niederösterreich. 15 Jahre ecoart bedeuten aber auch einen ­kulturellen, internationalen Gedankenaustausch. ­Schließlich sorgten zahlreiche ecoart-KünstlerInnen aus den ­osteuropäischen Ländern für grenzüberschreitende Begegnungen. Kunst kennt ebenso keine Grenzen wie auch die Wirtschafts­politik in einer Welt der ­Globalisierung. ecoart trägt dazu bei, dass wir uns über Kulturelles aus Nieder­öster­ reich erfreuen können und dafür möchte ich mich bei den Initiatoren – der ­ecoplus – bedanken. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine spannende Lektüre und anregende Inspiration für neue Horizonte.

Wir agieren im Wirtschaftsleben als BotschafterInnen der Kunst. Dies waren meine ersten Gedanken anlässlich der diesjährigen ecoart-Ausstellung ­„segmente“ des Bildhauers, Malers und Zeichners Josip Kaiser. Er hat mit ­seiner Gestaltung der österreichischen Euro-Münzen einen Beitrag geleistet, der weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannt wurde, den wir täglich mit uns tragen und oftmals in unseren Händen halten. Der zweite Teil in diesem Kunst-Kompendium widmet sich gleich 15 Kulturschaffenden aus Niederösterreich, die in ihren Arbeiten das Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeit und Naturwertschätzung zeigen. „fragmente“ lautet der spannende Ausstellungstitel, vor allem auch deshalb, weil nur ein kleiner, fragmentarischer Teil des Leistungsspektrums gezeigt wird und nicht der gesamte Überblick eines einzelnen Künstlers. Wesentlich an dieser ­Werkschau ist, dass diesmal das Land Niederösterreich im Mittelpunkt steht. So gesehen agieren die Fünfzehn als BotschafterInnen des Landes. Für die ecoart-Veranstaltungen dient uns das Palais Niederösterreich als Ort der Begegnung unter KunstliebhaberInnen. Dort wird im feierlichen ­Rahmen miteinander diskutiert, das Gezeigte reflektiert, Gedanken mit­einander ­ausgetauscht, neue Perspektiven eröffnet und wir tragen unsere so gewonnenen kulturellen Einsichten in die Gesellschaft. Wiederum agieren wir als BotschafterInnen der Kunst, indem wir darüber kommunizieren. Ich lade Sie ein, werden auch Sie BotschafterIn der Kunst. ­Besuchen Sie die ecoart-Veranstaltungen und Ausstellungen im Palais Nieder­­österreich. ­Überzeugen Sie sich vom vielfältigen Leistungsspektrum niederöster­­ reichischer Kulturschaffender im Bereich der Malerei, Grafik, ­Zeichnerei oder Bildhauerei. Es würde mich besonders freuen, Sie bereits beim nächsten Mal persönlich begrüßen zu dürfen. Ich wünsche Ihnen ein großes, informatives Seh- und Lesevergnügen beim Betrachten der folgenden Seiten.

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josip kaiser. Lebt und arbeitet in Hofstetten an der Pielach/Niederösterreich. 1954 in Bac/Yugoslavia geboren, 1968-1972 Mittelschule für angewandte Kunst in Split/Yugoslavia, 1972-1978 Studium der Bildhauerei an der Universität für angewandte Kunst in Wien (Prof. Wander Bertoni), 1978 Diplom für Bildhauerei. Seit 1980 Lehrtätigkeit an der Universität für angewandte Kunst in Wien, 2000 Leiter der Abteilung Aktzeichnen, 2004 Studiendekan der Universität für angewandte Kunst, seit 2007 Vizerektor für Lehre an der Universität für angewandte Kunst in Wien. 1981 Förderungspreis des Landes Niederösterreich 1981 Wiener Festwochenpreis 1985 Theodor Körner Förderungspreis 1994 Förderungspreis der Karl Anton Wolf Stiftung 1997 Gestaltung der Euro-Münzen Österreich 2002 Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse

Zahlreiche Ausstellungen und Projekte im In- und Ausland u.a. Wien/Wien, St. Pölten/Niederösterreich, Brüssel/Belgien, Paris/Frankreich, Znaim/­ Tschechien, Brünn/Tschechien, Prag/Tschechien, Hohenems/Vor­arlberg. Steyr/Oberösterreich, Mainz/Deutschland, Pilsen/Tschechien, Berlin/Deutschland, Steyr, BGZ Hofstetten-Grünau/Niederösterreich, Stuttgart/Deutschland, Oslip/Burgenland, Bratislava/Slowakei …

Im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens Josip Kaisers steht von Anbeginn die bildhauerische Arbeit. Stein, Beton und Bronze sind die Materialien, denen der Künstler mit brachialer Kraft und spielerischer Leichtigkeit zugleich Leben einhaucht. Daneben widmet sich Kaiser der Zeichnung und dem Aquarell gleichermaßen hingebungsvoll wie der großformatigen Acryl- und Ölmalerei. Hier kommen ungezügelte Lust zur Farbgebung, Spontaneität und ursprüngliche Vitalität ebenso zum Ausdruck wie Klarheit und Reduktion in der Formensprache. Das Verlangen, nach Ausdrucksformen zu suchen, mit meinen künstlerischen Mitteln und Medien zu manifestieren, was in mir drinnen ist und um mich herum passiert, das ist ein innerer Trieb – wie Hunger oder Durst. Josip Kaiser

Lisene, 1993, Granit

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Zur Lanze tendierend, 2008, Öl auf Leinen

Zwitter, 1995, Granit

Sie, 1995, Graphit auf Papier

weiße schatten im glanz der dunkelheit, 2002, Tusche auf Papier


Anschauliche, 2000, Ungarischer Marmor

Maske, 2000, Ungarischer Marmor

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Diagonal bewegt, 1982, Graphit auf Papier

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Kreuzdame, 1982, Graphit auf Papier


Feuer, 1984, Graphit auf Papier

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fragmente niederösterreich.spezial Kuratiert von Judith.P.Fischer, Niederösterreich

www.judith-p-fischer.info

Unter dem Titel „fragmente“ werden Werke niederösterreichischer Künstlerinnen und Künstler gezeigt, in denen das Bruchstückhafte, wie z.B. ein Ausschnitt, etwas nicht ganz Fertiges oder noch nicht Vollendetes, ein Überbleibsel, ein kleiner Teil vom großen Ganzen, eben ein Fragment thematisiert werden. So konfrontiert die Ausstellung die BetrachterInnen mit einer Bandbreite an Möglichkeiten, wie Künstlerinnen und Künstler diskursiv mit dem Thema „Fragment“ innerhalb der Bildhauerei, Malerei, Zeichnung, Collage, Fotografie, Textilkunst und Druckgrafik umgehen. Verbindende Elemente sind Wunsch zu Nachhaltigkeit und Achtsamkeit im Umgang mit der Natur, die Freude an der Kommunikation, die Weltoffenheit und das besondere Materialverständnis. „fragmente“ schließt somit an die große Personalausstellung „segmente“ von Josip Kaiser an. Lisa Bäck hat sich anlässlich der Ausstellung mit der Venus von Willendorf künstlerisch auseinandergesetzt. Ihr Triptychon zeigt eine Verwandlung von der erkennbaren Gestalt des steinzeitlichen Frauenidols, über deren fragmentarische Silhouette, hin zu Material gewordener Sinnlichkeit. Die technische Perfektion der Seidensamtätzung verleiht Lisa Bäcks Werken eine zusätzliche Präsenz. Barbara Bernsteiner umfängt Fundstücke des zivilisatorischen Alltags und der Natur mit grauer Wolle. Dieser Prozess des „Einhäkelns“ verfremdet und verändert Farbe, Struktur und Erscheinungsbild jedes Gegenstands und verwandelt ihn so vom Naturobjekt zum Kunstobjekt. In der ecolounge installiert Barbara Bernsteiner zahlreiche Schwemmhölzer, die uns an die niederösterreichische Überschwemmung im Jahre 2002 erinnern. Martina Funder zeigt Wandobjekte aus Steinzeug. Sie versteht diese Objekte als Fragmente eines großen Wind- und Wellensystems, das uns umgibt und das die Künstlerin für sich thematisch entdeckt hat. Martina Funder transformiert Natur zu Keramik und unternimmt letztlich den Versuch, einen flüchtigen Augenblick in etwas Bleibendes zu verwandeln. Der Zugang Anita Hahns zum Ausstellungsthema könnte passender nicht sein, nimmt sie doch Landschaftsausschnitte, fotografiert sie einerseits und fertigt andererseits grafische Frottagen an. Es sind Erinnerungsstücke aus der Weinviertler Landschaft, die Anita Hahn ins Zentrum ihres Interesses rückt. Thule Jug begleitet in seiner Arbeit als Fotograf und Filmemacher Menschen auf der ganzen Welt. Mit seiner Kamera nimmt er eine Person ins Visier, wählt einen Ausschnitt als pars pro toto und analysiert ganz nebenbei deren körpersprachliche Eigenheiten. So entstand und entsteht die Serie Körperfragmente, in der er ganz besonderes Augenmerk auf die Ausdruckskraft der Hände richtet. Evelin Kleins ausdrucksstarke Tuschezeichnungen auf Japanpapier versuchen Naturphänomenen wie Wind und Wasser gestisch zu folgen. Dabei lässt sich die Veränderlichkeit der grafischen Linie, vom einfachen Strich bis hin zum Strichgewirr am ehesten mit der musikalischen Struktur einer Symphonie vergleichen; Zuerst nehmen wir nur eine kleine Melodie wahr, dann eine Vielfalt an musikalischen Stimmen.

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Judith.P.Fischer

Martin Krammer ist Architekt, Bildhauer und Maler. Ähnlich wie er das Holz mit grober Handschrift bearbeitet, zerhackend, herausbrechend und anschließend färbend, malt er großformatige Gesichter. Diese sind immer nur fragmentarisch vorhanden, niemals zur Gänze. Die wahre Identität des Gegenübers entzieht sich uns, bleibt hinter einem Schleier dicht aufgetragener Farbschlieren verborgen. Andreas Ortag thematisiert in einer Serie von Kaltnadelradierungen Phänomene der niederösterreichischen Landschaft, die in ihrer farbigen wilden Vielfalt auch Oberflächenstrukturen suggerieren können. Walpurga Ortag-Glanzer reduziert und abstrahiert landschaftliche Formationen des Waldviertels auf Farbflächen, die von schemenhaften Umrisslinien durchbrochen werden. Es sind Schatten von Blättern und Blüten, Zweigen und Pflanzen, Regentropfen und Schneeflocken, die zart lasierend die Oberfläche durchbrechen und Ortag-Glanzers Werke immer zwischen Luft und Wasser ansiedeln. Hermes Payrhuber setzt sich in der Serie „Abwesenheitsnotizen“ mit fragmentarischen Wirklichkeitsmodulen, mit Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, mit Anwesenheit und Abwesenheit innerhalb eines bestimmten Umfelds auseinander. Gezeigt werden geschichtete, beschnittene und verschobene Anordnungen, Überlagerungen und Ordnungen von Fotopapier, deren Mitte jeweils durch eine Leerstelle gekennzeichnet ist. Der Landartkünstler Stefan Sakic bereist die Welt, installiert Natur, arbeitet in der Natur und hält diese bewusste Anordnung von Naturphänomenen im Foto fest. Dabei interessiert den Künstler ein Bambuswald ebenso wie ein niederösterreichischer Mischwald. Gabriele Schöne spart in ihren Bildern die Figur aus, so entsteht eine luftige Silhouette von tänzerischer Leichtigkeit als Symbolträger und Hauptdarsteller ihrer sinnlichen farbintensiven Malerei. Robert Svoboda liefert in seinen Miniaturschaukästen einen überaus kritischen Ansatz zum Thema Natur und Umweltschutz in Form von ironisch-skurrilen Anordnungen gefundener und gestalteter Elemente. Peter Weber zeigt einen Mantel und eine Jacke, die locker an der Wand hängen. Dass die Kleidungsstücke aus Holz sind, sieht man erst auf den zweiten Blick, so realistisch sind sie geschnitzt. Sie stehen als Synonym für jenen Menschen, der sie ursprünglich getragen, abgelegt und weggehängt hat. Sonja Lixl widmet sich in ihren Acrylbildern dem Kosmos, indem sie die Unendlichkeit thematisiert. Dass die Unendlichkeit keine Grenzen hat und immer nur ein kleiner Teil vom großen Ganzen, also ein Fragment, gezeigt werden kann, ist auch die Intention der Künstlerin.

Judith.P.Fischer

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fragmente, 2012

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lisa bäck.

www.lisabaeck.com

Lebt und arbeitet in Wiener Neustadt/Niederösterreich. 1964 in Wr. Neustadt/Niederösterreich geboren, Schulzeit in Wiener Neustadt, 1983 Übersiedlung ins Waldviertel, 1989 Ateliergründung in Wiener Neustadt. Seit 1986 intensive Beschäftigung mit künstlerischen Ausdruckstechniken mit Schwerpunkt Malerei in Verbindung mit den Besonderheiten textiler Strukturen. Einzelausstellungen (Auswahl): 2010 „...am seidenen Faden“, Galerie Artefakt, Wien „Wohnen & Interieur“, Messe, Wien 2009 „Linea Toskana“, Volksbank, Felixdorf/Niederösterreich Internationale Kunstmesse, Salzburg 2007 Personale, Galerie im Turm, Baden bei Wien/Niederösterreich 2006 Personale, Galerie im Neukloster, Wr. Neustadt/Niederösterreich „Sinnlich“, Immobiliencenter Sparkasse, Wr. Neustadt/Niederösterreich 2002 „Hommage an Theodor Storm“, Galerie Stricker, Bad Sauerbrunn/Burgenland

Gruppenausstellungen (Auswahl): 2012 „100 Jahre Berufsvereinigung“, Ehrenhof Schloss Schönbrunn, Wien 2011 „Begegnung“, St. Peter/Sperr, Wr. Neustadt/Niederösterreich 2010 „Sinnliches“, St. Peter/Sperr, Wr. Neustadt/Niederösterreich „Europäischer Dialog“,Château Seigneurial de Villemomble, Paris/Frankreich 2009 „Rolling Stars & Planets“, Szombathely/Ungarn „Rolling Stars & Planets“, Haus der Kunst, Baden/Niederösterreich „Rolling Stars & Planets“, Ars Electronica Center, Linz/Oberösterreich

Wirre Gedanken in meinem Kopf – Ideen spinnen – spinnst du? Faden – am seidenen Faden – Gedanken ordnen – Farbe zu Faden bringen….. Farbe am Stoff zeigt meine Verbundenheit zu Natur und Mensch – teilt mit – regt zum Nachdenken an – drückt Stimmungen aus – macht sichtbar – setzt in Szene – erfreut oder schockiert – bekleidet…. Lisa Bäck

O.T., 1993/2010, Tusche auf Japanpapier

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barbara bernsteiner.

www.barbarabernsteiner.at

Lebt und arbeitet in Kärnten, Wien und Niederösterreich. 1959 in Spittal/Drau in Kärnten geboren, 1985-89 Studium der Psychologie an der Universität Wien, 1987-1993 Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste, Wien (Diplom). Einzelausstellungen (Auswahl): 2010 Personale, Galerie allerArt, Bludenz/Vorarlberg Personale, Kraftwerk Forstsee, Velden/Kärnten „Barbara Bernsteiner und Bruno Klomfar“, Galerie Atrium ed Arte, Wien „nightmare or a second chance“, Galerie im Amthof, Feldkirchen/Kärnten Personale, Galerie Eboran, Salzburg

Gruppenausstellungen (Auswahl): 2012 „kontextillusionen“, NÖART, Haus der Kunst, Baden/Niederösterreich „den blick öffnen“, Stadtmuseum Wiener Neustadt/Niederösterreich „plastisch.phantastisch“, Galerie Theodor v. Hörmann, Imst/Tirol „Ramacher & Einfalt und Barbara Bernsteiner“ Galerie Unart, Villach/Kärnten 2011 „den blick öffnen“, Künstlerhaus Wien, Wien „den blick öffnen“, Galerie Kro Art Contemporary, Wien 2009 „Wasser.Leben“, Rittersaal im Stift Millstatt/Kärnten

„driftwood“ Fossilen Knochen gleich, aus der Rinde geschält und gebleicht, von ausgetrocknetem Gletschermilchstaub gleißend hell, dem ausgewaschenen Stein am Stausee ähnlicher als dem knorrig-braunen Wuchs der Nadelhölzer. Fundstücke, die mitgenommen und losgelöst vom Ufer sich wieder beginnen zu ­verändern. Ordnungen bilden sich….rhythmische Paraphrasen ….und in einem metamorphen Prozess umhülle ich das Holz mit grauer Wolle. Barbara Bernsteiner, 2010

driftwood, 2004/2006, Holz, Wolle

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martina funder.

www.martinafunder.at

Lebt und arbeitet in Baden/Niederösterreich. 1953 in Wien geboren, 1978 Diplom für Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien (Prof. G. Hessing), 1985 Diplom für Keramik an der Kunst­ universität in Linz/Oberösterreich (Prof. G. Praschak), seit 1985 als freiberufliche Keramikkünstlerin in Baden/Niederösterreich tätig, 1996-2000 Obfrau des Kunstvereins Baden, 1991 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich, 1992 Kulturpreis der Stadt Baden, 1993 Salzburger Keramikpreis, 2005 Teilnahme am internationalen Keramikworkshop in Yeoju/Korea. Zahlreiche Ausstellungen in Wien, Rom, Erfurt, Kairo, London, Hannover, Köln, Frechen, Budapest, Rostock, New York, Salzburg, Klagenfurt, Bregenz, Innsbruck, St. Pölten und im Frauenbad in Baden/Niederösterreich. Studienreisen nach Ägypten, USA, Indien, Nepal und Tibet. Öffentliche Ankäufe durch das Land Niederösterreich, Stadt Baden, Stadt Wien, Lentos/Linz, Vorarlberger Landesregierung, Bundesministerium für Unterricht und Kunst, Stadt Kapfenberg/Steiermark, beim Grafikwettbewerb Innsbruck sowie für öffentliche und private Sammlungen. Einzelausstellungen (Auswahl): 2010 „to connect“, Haus der Kunst, Baden/Niederösterreich 2009 „Macht und Gewalt“, Kunstverein Baden, Baden/Niederösterreich 2007 „Vor unseren Augen“, Kunstverein zu Rostock, Rostock/Deutschland (gemeinsam mit Günter Egger) 1999 „Bestandsaufnahme“, Kammerhofgalerie, Gmunden/Oberösterreich 1993 Personale, Galerie H-Punkt, Klagenfurt/Kärnten

Gruppenausstellungen (Auswahl): 2012 „TONinTON“, Konzert trifft Ausstellung, Haus der Kunst, Baden/Niederösterreich 2010 „dreizehn“, Landesverband der Niederösterreichischen Kunstvereine, NÖ DOK, St. Pölten/Niederösterreich „Salzburger Keramikpreis“, Galerie im Traklhaus, Salzburg und Kammerhofgalerie, Gmunden/Oberösterreich 1996 „Badewetter“, Kunsthaus Frauenbad, Baden/Niederösterreich 1994 Internationale Keramikbiennale in Kairo/Ägypten

Jede Linie macht sich auf den Weg von A zu B – geradlinig, krumm, über „Stock und Stein“. Luftlinien verkürzen den Landweg. Gedankensprünge können noch schneller sein. Fluchtlinien vereinigen sich in der Unendlichkeit. Wir sehen bloß ihre Fragmente. Martina Funder

liniert 1, 2010, Steinzeug engobiert

liniert 2, 2010, Steinzeug engobiert

die gelbe, die blasse, die orange, 2010, Steinzeug engobiert

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anita hahn.

www.anitahahn.com

Lebt und arbeitet vorwiegend im nördlichen Weinviertel/Niederösterreich. 1956 in Romanshorn/Schweiz geboren, 1972/73 Kunstgewerbeschule St. Gallen/Schweiz , 1973/74 Studienaufenthalt in Edinburgh/Schottland, 1974/75 Anstellung als Theater- und Requisitenmalerin bei den österreichischen Bundestheatern in Wien, 1975-82 Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien (Meisterklasse für Keramik und Produktgestaltung bei Prof. W. Bertoni und Prof. M. Bilger). 1979 Preis für den Entwurf eines Bordgeschirrs (AUA), 1981 Studienaufenthalt in Israel, 1982 Diplom (Preis der Zentralsparkasse Wien), 1982 Ateliergründung, freischaffende Tätigkeit als Keramikerin, Malerin und Designerin, 1983 Irlandaufenthalt, 1989 Kooperation mit der Firma Laufen, 1994 2. Preis beim Wettbewerb für ein neues Staatsgeschirr, 1995-2000 Frey-Wille Wien, ­daneben als freischaffende Künstlerin und Designerin tätig. Seit 2000 Lehrverpflichtung am BG/BRG Laa/Thaya, 2002-2004 postgradualer Lehrgang „art & economy“ an der Universität für angewandte Kunst in Wien, 2006-2008 Lehrgang Talk am Institut für Psychologie der Universität Wien. 2010 Symposion „Beton x 9³“, Wopfing/Niederösterreich. Ausstellungen, Konzeptentwicklung und Organisation kultureller Projekte im In- und Ausland u.a. in Österreich, Deutschland, Italien, Belgien, England, Irland und der Schweiz. Meine Frottagen sind Erinnerungen an Orte denen ich begegnet bin. Bruchstückhafte Souvenirs, Details gesammelt auf Wanderungen durch mir alt ­bekannte und neu entdeckte Gegenden, die dem Betrachter genügend Spielraum für eigene Sichtweisen und Interpretationen lassen wollen. Anita Hahn

Remember, 2012, Frottage, Tusche, Kreide, Grafit

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Souvenir I, 2011, Fotografie, Digitalprint

Skriptum, 2012, Frottage,Tusche, Grafit

Souvenir II, 2012, Fotografie, Digitalprint

Hommage, 2012, Frottage, Grafit


evelin klein.

www.k-haus.at/evelin-klein.html

Lebt und arbeitet in Klosterneuburg/Niederösterreich. In Wien geboren, Studium an der Akademie der bildenden Künste (bei Prof. C. L. Martin, Prof. R. C. Andersen), Studium der Philosophie an der Universität Wien (Dr. phil). Seit 1974 freischaffende bildende Künstlerin und Philosophin. Mitglied der IntAkt, der IG bildende Kunst und des Künstlerhauses. Werke in Museen, öffentlichen Sammlungen, zahlreiche Kataloge und Publikationen. Einzelausstellungen (Auswahl): 2011 Salonausstellung, Künstlerhaus, Wien „Natur.Struktur“, Ausstellungsbrücke St. Pölten/Niederösterreich 2006 „ Abstrakte Formationen“, AKH Galerie, Wien 2004 Hausgalerie im Künstlerhaus, Wien 2001 „x.zeit“, Galerie Gabriel, Wien 1999 „Es walzt“, Theatergalerie Trier/Deutschland 1991 „dies hier“, Blau-Gelbe Galerie des Landes Niederösterreich, Wien

Gruppenausstellungen (Auswahl): 2009 „different.ways.2.sculptures“, Künstlerhaus Klagenfurt/Kärnten und Palais Thurn und Taxis, Bregenz /Vorarlberg 2008 „Die Liebe zu den Objekten“, Niederösterreichisches Landesmuseum, St. Pölten /Niederösterreich 2004 „Künstlerinnen“, Kunsthalle, Krems/Niederösterreich 2003 i.c.u.“femina“, Haifa/Israel 2002 „Kunst nach 1945“, Niederösterreichisches Landesmuseum, St. Pölten /Niederösterreich 1998 „still intakt“, The Austrian Cultural Institute, London/England 1995 „spaces“, Kunsthalle Hangzhou, China

Im Wind ist ein schwieriges Wohnen... Aus Gedichten von Biagio Marin

O.T., 1993/2010, Tusche auf Japanpapier

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thule jug.

www.thule.nit.at

Lebt und arbeitet in Mauerbach/Niederösterreich. 1958 in Graz/Steiermark geboren, 1973-79 Fotografenlehre und dann als Fotograf am Landesmuseum Joanneum in Graz tätig, 1979-83 Studienreisen nach Europa und Asien, 1983-89 Luftbildfotograf, 1989-2002 freischaffender Fotograf und Filmemacher. Seit 2002 selbstständig als Fotograf und Filmproduzent. 2010 neben der Arbeit als Fotograf Dreharbeiten und Fotodokumentation für das Karmapa Dokumentationsprojekt in Indien, sowie Dreharbeiten und Fotodokumentation für das Karmapa Dokumentationsprojekt in Frankreich, 1976-2012 weltweit Publikationen in Büchern, Zeitschriften und im Internet. Einzelausstellungen (Auswahl): 2011 „The Life of HH The 17th Gyalwa Karmapa“, Hong Kong Convention and Exhibition Centre/China 1976 „Fotografiken“, Kulturzentrum Straden/Steiermark „Fotografiken“, Galerie Schmickl in Graz/Steiermark

Gruppenausstellungen (Auswahl): 2012 „drink.EAT.art“, NÖART in Baden, Rappottenstein, Scheibbs, Reichenau/Rax, Raabs/Thaya, Allentsteig, Langenlois, Groß Gerungs/Niederösterreich 2000 Fotodokumentation der Niederösterreichischen Landesausstellung im Stift Melk im Auftrag der Donauuniversität, Krems/Niederösterreich 1977 „Fotografie und Grafik“, Schloss Freiberg/Steiermark

Fotografien sind Lichtgemälde. Das Auge malt, die Kamera ist die Leinwand. Die eigene Sicht auf die Welt prägt das Ergebnis. Und je offener der eigene Blick, desto tiefer dringen die Bilder in die Herzen der Betrachter. Thule Jug

O.T., 2010, Farbfoto

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martin krammer.

www.martinkrammer.at

Lebt und arbeitet in Weißenbach bei Mödling/Niederösterreich. 1964 in Mödling/Niederösterreich geboren, Studium der Architektur an der Technischen Universität in Wien (Diplom 1994), danach Tätigkeit als selbständiger Möbel- und Produktdesigner. Seit 1994 im Bereich bildende Kunst (Malerei und Holzskulptur) tätig. Lehrtätigkeit an der HTL Mödling im Bereich Holztechnik und Umwelttechnik. Einzelausstellungen (Auswahl): 2012 Personale, Galerie Lang, Wien 2011 kunstraumarcade in Mödling/Niederösterreich (mit A. Schnell) 2010 „Waldwiener“ Galerie Lang, Wien 2009 „fragile buildings“ Galerie Time, Wien 2007 „Dr.Hummel sieht mich“ Galerie K12, Bregenz/Vorarlberg 2006 „Lebensgestalten“ Kunst im Karner, Mödling/Niederösterreich (mit C. Hart)

Gruppenausstellungen (Auswahl): 2011 „das hat alles irgendwie mit m.e. zu tun (M. Ernst)“ Galerie Lang, Wien 2011 „Wald“ Galerie Raab, Berlin/Deutschland 2010 „Tapetenwechsel“veranstaltet und kuratiert von Ingrid Gaier 2003 Pogmahon Art Club (mit A. Wiener und R. Resac) 1990 „Querdurch“ Designers Saturday, Wien

Bei der vorliegenden Portrait-Serie geht es um das Sichtbarmachen der Gleichzeitigkeit zweier Antagonismen. Da ist einerseits die Direktheit des frontalen Blickkontakts zwischen Porträtiertem und Betrachter, quasi eine unausweichliche Gemeinheit und andererseits die, aus meiner Sicht, grundsätzliche Fragilität der menschlichen Existenz, diese verletzliche Dünnhäutigkeit, die sich als dünne Membran darstellt und gleichzeitig den Blick auf etwas Weites, einen Raum, auf eine Art innere Landschaft freigibt. Martin Krammer

O.T., 2012/2009, Acryl auf Leinen

O.T., 2007, Acryl auf Leinen

O.T., 2012/2009, Acryl auf Leinen

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andreas ortag.

www.ortag.at

Lebt und arbeitet in Karlstein/Niederösterreich. 1955 in Karlstein an der Thaya/Niederösterreich geboren, 1978-1983 Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien (Prof. Walter Eckert) , 1983 Diplom. 1982 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich, 1982 Preis der Akademiefreunde, 1985 Theodor Körner Preis, 1985-1991 Staatsatelier des Bundes in Wien, 1988 Arbeitsstipendium in Wien. Seit 1991 Lehrtätigkeit an der Höheren Grafischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt in Wien, derzeit im Bereich Originaldruckgraphik. Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen seit 1983. Seit 1994 Organisation von Symposien und Workshops im In- und Ausland. Einzelausstellungen (Auswahl): 2012 XI. Int. BuchKunstBiennale Horn/Niederösterreich 2010 „Augenblicke der Ewigkeit“, Galerie Alte Schmiede, Schönberg a. Kamp/Niederösterreich 2009 Schüttkasten Lindenhof Raabs a. d. Thaya/Niederösterreich (mit Walpurga Ortag-Glanzer)

2005 „Die Tage/Nächtebücher 1968-2005“, Galerie Thurnhof, Horn/Niederösterreich „Der Odyssey!-Zyklus“, Blaugelbe Galerie, Zwettl/Niederösterreich „Souvenir-Makulatur-Druckgraphik“, Galerie Arcade, Mödling/Niederösterreich 2002 „Thaya“, Pinhole-Aufnahmen und Arbeiten auf Papier, Wort und Bild-Galerie, Wien 2000 „Odyssey!“, Galerie Kandinsky, Wien

Die Wirklichkeit ist schon unerklärbar genug. Ganz abgesehen von der Realität. Andreas Ortag

O.T., 2010/2011, Kaltnadelradierungen, Unikatdrucke auf Hahnemühle Kupferdruckbütten

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walpurga ortag-glanzer.

www.ortag.at

Lebt und arbeitet in Karlstein/Niederösterreich. 1956 in Kärnten geboren, 1977-84 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien (Prof. Walter Eckert und Markus Prachensky), 1984 Diplom für Malerei, Preis der Freunde der Akademie der bildenden Künste. Einzelausstellungen (Auswahl): 2009 Schüttkasten Lindenhof Raabs/Thaya/Niederösterreich (mit Andreas Ortag) 2008 „sella formosa“, Schloss Raabs/Thaya/Niederösterreich 2007 „dieses kaum spürbar“, Alte Schmiede, Schönberg/Kamp/ Niederösterreich 2005 „sichtbar machen“, Artothek, Krems, Kunstraum Raiffeisenbank, Raabs/Thaya/Niederösterreich 2003 „honig für die verschwundene galerie“, Graz/Steiermark 2002 „stromaufwärts“, blaugelbe Zwettl/Niederösterreich „fühlen nur“, Kunstraum Arcade, Mödling/Niederösterreich

Gruppenausstellungen (Auswahl): 2011 „micro.macro.cosmos“, NÖART, Niederösterreich „nichts wie weg“, Künstler-Reise-Tagebücher, Kunsthaus Horn/Niederösterreich „Kunst am Fluss / Kunst im Fluss“, Stadtmuseum Waidhofen/Thaya „winter exhibition 2011“, Custom House Westport, Irland 2010 „natur.PUR.2010“, Künstlerhaus Klagenfurt/Kärnten „one of a kind – den Gedanken einen Raum“, Künstlerbücher, Papierwespe, Wien 2009 Symposion Sella, Casa Strobele, Borgo Valsugana, Trentino/Italien 2008 „erzählt…“ NÖ Dokumentationszentrum für Moderne Kunst, St. Pölten/Niederösterreich

Das Experiment und der Zufall zeigen neue Wege zwischen Fliegen und Fallen. Walpurga Ortag-Glanzer

untiefen, 2007, Öl auf Leinwand

lautlos fallen, 2007, Öl auf Leinwand

mitten im lächeln, 2007, Öl auf Leinwand

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hermes payrhuber.

hermespayrhuber@gmail.com

Lebt und arbeitet in New York/USA und Leopoldsdorf/Marchfeld in Niederösterreich. 1969 in Wien geboren, 2007 Robert Rauschenberg Award, New York/USA, 2007 Jackson Pollock Grant, Pollock-Krasner Foundation, New York/USA. Einzelausstellungen (Auswahl): 2011 „sculptures and drawings”, Rubin Chapelle Gallery, New York/USA „you have to allow desire to catch itself” Volksbank Headquarter, Wien 2010 „STACCATO”, Salon-Gallery at the Austrian Consulate General „426”, Denise Parizek Galerie, Wien 2007 „SHORT CIRCUITS“, Kioskshopgallery, Berlin/Deutschland 2006 „WENN DIE WELT STILL STEHT” Kunstverein BLUMEN, Wien „NO TITLE”, Rubin Chapelle Gallery , New York/USA

Gruppenausstellungen (Auswahl): 2012 „SPACE AFFAIRS, AFFAIRES D’ESPACE”, MUSA, Wien 2011 „crossing the rubicon”, JAS Gallery, Paris/Frankreich „because I said so”, BOOKLYN, Artists Alliance New York/USA „unpunished” Sue Scott Gallery, New York/USA 2010 „Transphormers”, Schleifmühlgasse 12-14, Wien „resum/choice”, Kioskshopgallery, Berlin/Deutschland „Monat der Fotografie”, Denise Parizek Gallery, Wien 2008 „RÄUMLICHE UND OPTISCHE UNTERSUCHUNG”, Fotogalerie, Wien „Heimat als Transformation und Identität“, Landhausgalerie, St. Pölten/Niederösterreich

Hermes Payrhuber ist ein Grenzgänger zwischen den medialen Zuordnungen von Fotografie und Objekt, von Außen- und Innenraum, von Leerstellen und Überlagerungen – vom „Nichtbild“ im Bild. Payrhuber entkernt das Sujet aus den ursprünglich autorepräsentativen Fotografien und schichtet die übrig gebliebenen Außenhäute übereinander. Es entsteht ein Foto-Körper dessen Innensicht ein fragiles Verwirrspiel von Linien und räumlich-optischer Tiefe offenbart. H. N. Semjon

Abwesenheitsnotizen, 2007, Foto, Papier, Karton

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stefan sakic.

www.stefansakic.eu

Lebt und arbeitet im Waldviertel/Niederösterreich. 1956 in Kyritz/Deutschland geboren, seit 1991 zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Korea, Japan, Serbien, Montenegro, ­Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Italien, Oman, Schweiz und Österreich. 2006 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich. Einzelausstellungen (Auswahl): 2012 „Am seidenen Faden“, Passagegalerie im Künstlerhaus, Wien 2008 „plant flat“, Plazza Galery, Tokio Art Museum, Tokio/Japan 2008 „im Eiskeller“, Dauerinstallation im Kunstverein Eichgraben/ Niederösterreich 2006 „plant flat“, Kunstverein Baden, Baden/Niederösterreich 2005 „plant flat“, Galerie Arcade, Mödling/Niederösterreich 2000 „plant flat“, Oldenburg/Deutschland und Zürich/Schweiz

Gruppenausstellungen (Auswahl): 2012 „Biomorphe Simulationen“, OÖ Kunstverein, Linz/Oberösterreich 2010 „natur.PUR“, Künstlerhaus Kärnten, Klagenfurt/Kärnten 2007 Preisträgerausstellung, NÖDOK für moderne Kunst, St. Pölten/Niederösterreich 2006 glyptotheque sculpture museum, Zagreb/Kroatien „Feuer im Holz” NÖART, Böheimkirchen, Stift Geras, Allentsteig, Gföhl, Krems/Niederösterreich

Seit 1995 arbeite ich ausschließlich mit Materialien aus der Natur. Im Rahmen von Symposien in Japan und Korea sind viele Land Art Projekte verwirklicht worden. Installationen im Innenraum mit Pflanzen und anderen Naturmaterialien entstanden nicht nur in Galerien, sondern oft auch in Wohnhäusern, ­aufgelassenen Geschäftslokalen, alten Fabrikarealen und an anderen Orten. Stefan Sakic

Waldfragmente, 2012, Foto

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gabriele schöne.

www.gabrieleschoene.at

Lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich. 1961 in Mistelbach an der Zaya/Niederösterreich geboren, 1980-86 Studium der Malerei an der Universität für angewandte Kunst in Wien (Prof. Bazon Brock, Prof. Peter Weibel), 1985 Auslandsstipendium Rom, 1995 einjähriger Arbeitsaufenthalt in Los Angeles/USA, 2001 Stipendium in Paliano/Italien. Einzelausstellungen (Auswahl): 2012 „Ich seh‘, ich seh‘, was du nicht siehst.“, Galerie 60, Feldkirch/Vorarlberg 2010 „Where I come from“, Barockschlössl Mistelbach/Niederösterreich 2009/06/04 Personalausstellungen, Galerie Elisabeth Michitsch, Wien 2005 „to look and to taste“, (mit G. Holzer), Barockschlössl Mistelbach/Niederösterreich 2001 „Blicke“, Galerie Brigitte Utz, Dresden/Deutschland 1998 „Sehr gerne“, Galerie Lang, Wien 1997 Galerie Station3, Wien 1995 3Seventeen Gallery, Los Angeles/USA

Gruppenausstellungen (Auswahl): 2012 „drink.EAT.art“, NÖART in Baden, Rappottenstein, Reichenau an der Rax, Raabs/Thaya, Langenlois u.a. 2011 „ONE BEFORE Messe+“, Heinestraße 25, Wien 2009 „Kairos“, H. Kazan Fine Arts Gallery, Los Angeles/USA „Natur- die Schöpfung ist.....“, Stift Admont/Steiermark „5 Positionen“, Museum für Gegenwartskunst, NÖ Dokumentations zentrum für moderne Kunst, St. Pölten/Niederösterreich 2003 „Künstlerinnen-Positionen 1945 bis heute“, Kunsthalle Krems/ Niederösterreich

Meine Themen entstehen aus dem täglichen Umgang mit mir als Individuum, auf das ich jederzeit zurückgreifen kann – meiner Wirkung auf die Umgebung und ihrer Beobachtung. In meiner Malerei spielt die Konstruktion eine wesentliche Rolle, wenig ist dem Zufall überlassen. Die Malerei hat dennoch die Möglichkeit in vielen Details indirekt Botschaften zu vermitteln, wobei sich der gestalterische Ausdruck meiner Bilder ständig verändert, die Sujets variieren, von der Frucht, zur Natur, zum Menschen, hin zur Silhouette. Gabriele Schöne

go east, 2007, Öl/Leinen

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Solo, 2006, Öl/Leinen

go west, 2007, Öl/Leinen

Happy days are here again, 2010, Öl/Leinen


robert svoboda.

www.artprint.at

Lebt und arbeitet in Brunn am Gebirge/Niederösterreich. 1959 in Wien geboren, 1984 Eröffnung eines Ateliers für Druckgrafik (Radierung und Siebdruck), Gründung der Galerie und Edition „art&print“ für originale Druckgrafik, daneben freischaffender Maler und Grafiker, seit 1986 Herausgabe von Grafikeditionen verschiedener Künstler im Siebdruck und Gestaltung bibliophiler Bücher als Herausgeber und Autor sowie in Zusammenarbeit mit Autoren und bildenden Künstlern. 1996-2012 Lehre an der Universität für angewandte Kunst in Wien, (Siebdruck und Reprografie), seit 1994 Leitung des kunstraumarcade in Mödling gemeinsam mit Helga Cmelka. Organisation von Ausstellungsprojekten u.a. für das Niederösterreichische Dokumentationszentum für Moderne Kunst, St. Pölten, NÖART und Universität für angewandte Kunst in Wien. Einladung zu internationalen Symposien und Environment Art Projekten (Auswahl): 2009 Kunst in der Landschaft III, Gut Gasteil, Prigglitz/Niederösterreich 2006 XXXVIII. International Artists’ Symposium, Gyór/Ungarn 2002 Flag Art Festival, Seoul/Korea Einzelausstellungen (Auswahl): 2009 Galerie Ardizon, Bregenz/Vorarlberg 2004 Kunstverein Baden/Niederösterreich

Gruppenausstellungen (Auswahl): 2012 „siga, siga“, CAMP Contemporary Art Meeting Point, Athen/Griechenland 2009 kunstraumarcade, Mödling/Niederösterreich 2006 „mitschrift – schriftbild“ NÖ DOK für Moderne Kunst, St. Pölten/Niederösterreich; „print“, Künstlerhaus, Wien Városi Müvészeti Múzeum, Gyór/Ungarn 2005 „so woll’n wir uns da wiederseh’n...“ Karmeliterkirche, Wiener Neustadt/Niederösterreich

Robert Svobodas neueste Arbeiten sind Miniaturinstallationen, humorvolle Betrachtungen zu tief ernsten Themen. Probleme und Katastrophen werden auf Zigarrenkistengröße reduziert und gleich einem Modell eines Bühnenbildes aufgebaut – mit schwarzem hintergründigem Humor, oder erschütternd und berührend zugleich als Inszenierungen des „Weltunterganges“ wie in „Abgrund“ mit realen Fotos von Naturkatastrophen als Hintergrund. Helga Cmelka

Abgrund, 2012, Mixed Material

Oilbird, 2012, Mixed Material

Schicksalslied, 2012, Mixed Material

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peter weber.

peter.weber@drei.at

Lebt und arbeitet in Rastenberg/Niederösterreich. 1957 in Grieskirchen/Oberösterreich geboren. Einzelausstellungen (Auswahl): 2011 „…ist ein hülzern Eden…“, Technologiezentrum Grieskirchen/Oberösterreich 2007 „Baum:Kunst“, Hauptplatz Grieskirchen/Oberösterreich 2006 „Baum:Kunst“, Rathausgalerie, Rathausplatz Melk/Niederösterreich 2006 „Holz“, Ausstellungsbrücke St. Pölten/Niederösterreich 1998 „Her(t)z“, Schloss Schiltern, Schiltern/Niederösterreich

Gruppenausstellungen (Auswahl): 2011 „Kunst als Lebensvollzug Hans Staudacher/Peter Weber“, Kulturbrücke Fratres, Niederösterreich 2009 „Garten der Menschenrechte“, Weitra/Niederösterreich 2004 „Konturen“, Schloss Grafenegg, Niederösterreich 2003 „Sculpture now“, Galerie Brunnhofer, Linz/Oberösterreich 2000 NÖ. Dokumentationszentrum für moderne Kunst, St. Pölten/Niederösterreich 1992 „Fossilien aus dem Holozän“, Kulturaktionstage Kunsthaus Horn/Niederösterreich

2002 wurden bei der Jahrhundertflut in den Wäldern des Stiftes Zwettl in Niederösterreich mehrere gewaltige Eichen entwurzelt – durch weichgewordenen Boden, das enorme Gewicht des nassen Laubes, Wasser und Sturm. So hatte ich die Gelegenheit aus diesen Überresten des Waldes mehrere Stämme zu sichern. Sie tragen ihre Geschichte in sich, wurden gelagert, behauen, geformt und sind zu den „Fluteichen“ geworden. Peter Weber

Fluteichen, 2011, Holz

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sonja lixl.

sonja@lixl.net

Lebt und arbeitet in Reichenau an der Rax/Niederösterreich. 1961 in Hallein geboren, 1980 Studium der Medizin/Universität Innsbruck, 1982 Studium der Philosophie und Germanistik/Universität Wien, 1983 Studium der Malerei an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien (Prof. Tasquil), 1989 Diplom für Malerei und Graphik (Prof. Caramelle), 1996-2011 Lehrtätigkeit für künstlerische Ausdrucksschulung an der Wiener Schule für Kunsttherapie, 1999 künstlerische Seminare für den Kunstraum Dornbirn. Einzelausstellungen (Auswahl): 2007 Kunstverein A4, Feldkirch/Vorarlberg 2004 Keltenmuseum, Hallein/Salzburg 1999 Höribachhof, Mondsee/Oberösterreich 1998 Galerie Zeitkunst, Kitzbühel/Tirol 1994 Galerie Steinek, Wien 1991 Levinson Kane Gallery, Boston/USA 1988 Galerie Sigma, Bregenz/Vorarlberg 1987 Galerie Swart, Amsterdam/Niederlande 1986 Galerie Anna Friebe, Köln/Deutschland

Gruppenausstellungen (Auswahl): 2010 ChiemseeLandArt, Stephanskirchen/Deutschland 2008 ChiemseeLandArt, Chiemsee/Deutschland 2005 Museum der Moderne, Mönchsberg, Salzburg 2003 Kunsthalle Krems/Niederösterreich 1998 43rd Salon de Montrouge, Frankreich Museum moderner Kunst, Tiflis/Georgien 1997 MAK, Wien 1993 Museum Würth, Künzelsau/Deutschland 1990 Bond Store 3/4, 8th Biennale of Sydney/Australien 1985 Galerie nächst St. Stephan, Wien

Das Licht in den Bildern der Serie „HL-OP I bis IV“ kommt von innen und strahlt bis in die Ecken. Am Rand werden die Farbnuancen immer dunkler und es entsteht eine dreidimensionale Optik, eine Bewegung nach vorne und nach hinten, eine Doppelpyramide, der „heilige OP-Raum“. Sonja Lixl

Serie „HL-OP I bis IV“, 2011, 70 x 70 cm, Acryl auf Leinwand

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Impressum.

Copyright Fotos: Imre Cserjan (Porträt Seite 9), Lisa Bäck (Seite 11), Barbara Bernsteiner (Seite 12), Martina Funder (Seite 13), Anita Hahn (Seite 14), Evelin Klein (Seite 15), Thule Jug (Seite 16), Martin Krammer (Seite 17), Andreas Ortag (Seite 18), Walpurga Ortag-Glanzer (Seite 19), Hermes Payrhuber (Seite 20), Stefan Sakic (Seite 21), Robert Staudinger (Seite 21/2.Bild), Gabriele Schöne (Seite 22), Robert Svoboda (Seite 23), Peter Weber (Seite 24), Sonja Lixl (Seite 25), Christoph H. Breneis (Seite 26/27). Ausstellungskonzept und Redaktion: Mag. Judith.P.Fischer Redaktion ecoplus: Mag. Natascha Scheder, Mag. Daniela Schmid Gestaltung: Kalb Michael, Grafik Designer DA, Wien Druck: gugler cross media GmbH, Melk/Donau September 2012


ecoplus. Die Wirtschaftsagentur des Landes Niederรถsterreich ecoplus. Niederรถsterreichs Wirtschaftsagentur GmbH Palais Niederรถsterreich, Herrengasse 13, 1010 Wien Zentrale: Niederรถsterreichring 2, Haus A, 3100 St. Pรถlten Tel. +43 2742 9000-19600, Fax -19609 www.ecoplus.at www.ecoart.at


ecoart Katalog 2012