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Niederösterreich neu erradeln Die Fülle an landschaftlichen Sehenswürdigkeiten macht ­Niederösterreich für Rad­ fahrerInnen zu einem außer­ ordentlich a ­ ttraktiven Revier. 4.200 Kilometer beträgt das beschilderte Radroutennetz, sieben Routen sind darunter besonders bemerkenswert: der Donauradweg, die Nord-Süd-Achse mit den Abschnitten Wien-Brünn, Thermen- und TriestingauRadweg, die von Radtourismusexperten ausgezeichnete Kamp-Thaya-March-Radroute, der Traisental-Radweg, der Piestingtal-Radweg sowie der Triestingtal-Gölsental-Radweg. Entdecken Sie Ihr Lieblingsrevier in Niederösterreich auf dem Fahrradsattel!

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E-RAD(L)-

Einen Überblick über die Topradrouten Niederösterreichs und touristisch relevante Radrouten in den Destinationen bietet die neue Rad-Übersichtskarte „Niederösterreich neu erradeln“!

Wir sind Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr persönlich für Sie da! www.niederoesterreich.at Einen Gesamtüberlick über Niederösterreichs Radrouten sowie detaillierte Informationen für die Planung Ihres Radurlaubs oder Radausflugs in Niederösterreich finden Sie auf www.niederoesterreich.at/rad

- "die umweltberatung", g. muhr, flyer biketec ag

Niederösterreich-Information Im Palais Niederösterreich 1014 Wien, Herrengasse 13 Tel. +43/1/53610 Fax +43/1/53610-19858 info@noe.co.at

fotos umschlag: maxian

Infos und Kartenbestellung:

GEBER NÖ


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e-Mobil Radrouten durch die Wachau

Vorwort 6

in der Wachau | E-Mobilität in der Wachau | 6E-Mobilität

Weinzierl LobendorfWeinzierl Lobendorf

Sehr geehrte Damen und Herren, Die ElektroDie Elektroliebe Niederösterreicherinnen Ladestationen Ladestationen und Niederösterreicher

fünf zentralen, öffentlichen Plätzen An An fünf zentralen, öffentlichen Plätzen in in derder -Mobilität und vor allem das E-RADLN ist ein neuer Wachau finden Sie EVN Elektro-Ladestationen. Wachau finden EVN Elektro-Ladestationen. Trend, mit vielenSie positiven Auswirkungen: E-Fahrzeuge Entlang des linken & des rechten Donauufers Entlang des linken & und desinnovativ. rechten Donauufers sind leise, umweltschonend ist somit jederzeit ein Aufladen Ihres Elektroist somit jederzeit ein Aufladen Ihres ElektroEs freut mich deshalb ganz besonders, dass ein Nieder­ Fahrzeuges – sei es ein Fahrrad, Scooter, Fahrzeuges – sei es ein Fahrrad, ein Scooter, einein österreich eineoder Vorreiter-Rolle bei dieser Entwicklung Segway auch Auto – möglich. Hier können Segway oder auch einein Auto – möglich. Hier können hat. Wir beheimaten erfinderische Unternehmen, die der EVN-Elektro-Mobilitätskarte unentSieSie mitmit derder EVN-Elektro-Mobilitätskarte unentE-Mobilität zum breiten Durchbruch geltlich Strom beziehen. Diese Energie wird geltlich Strom beziehen. Diese Energie wird ausaus verhelfen und Arbeitsplätze schaffen. 100 % erneuerbaren Energiequellen wie Klein100 % erneuerbaren Energiequellen wieWachau KleinAußerdem haben wir mit der wasserkraftwerken oder Sonnenund Windkraftwasserkraftwerken Sonnen- und Windkrafteineoder E-Mobilitäts-Vorzeigeregion. Im anlagen erzeugt. Rahmen der Landeselektromobilitätsanlagen erzeugt. Über Bildschirm erhalten Sie weiteren Initiative „e-mobil in niederösterreich“ Über denden Bildschirm erhalten Sie allealle weiteren gibt es dort ein Projekt, das Tourismus Informationen zur Bedienung der Elektro-LadeInformationen zur Bedienung der Elektro-Ladeund den Mobilität, Tradition und moderne station Standorten, denen station undund zu zu den Standorten, an an denen SieSie Technologie perfekt verbindet. und Unsere kostenlos Adapter für die Steckdosen EVN kostenlos Adapter für die Steckdosen und EVN Gäste, aber auch interessierte Nieder­ Elektro-Mobilitätskarten beziehen können. Auch Elektro-Mobilitätskarten beziehen Auch österreicherinnen und können. Niederösterdie Verleihmöglichkeiten der Elektro-Fahrzeuge die Verleihmöglichkeiten der Elektro-Fahrzeuge reicher sind dabei eingeladen, Elektrofahrzeuge selbst sind Bildschirm abrufbar. sind amam Bildschirm auszuprobieren und dasabrufbar. UNESCO-Weltkulturerbe umwelt-

Stromtan tan Strom

Weißenkirchen Weißenkirchen Mühldorf Mühldorf

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Jauerling Jauerling 960960 m m

Spitz Spitz

Dürnstein Dürnstein

Krems Krems

Mautern Mautern Unterbergern Unterbergern

Angern Angern

Rossatz Rossatz

Arnsdorf Arnsdorf

Furth/StiftGöttweig Furth/StiftGöttweig Maria Laach Maria Laach Aggsbach Aggsbach Markt Markt

Zur schnellen und umweltfreundlichen Erkundung des Weltkulturerbes gibt es vier e-Mobil Radrouten. Auf der Jauerling-Route legen Sie einige Höhenmeter zurück, die Mühldorf-Route und die Krems-Route führen der ­Donau entlang und zu inter­essanten Orten ins „Hinterland“ hinauf, die GöttweigElektrofahrzeuge ste FürFür Elektrofahrzeuge Strecke – südlich der Donau stehe fügung. fügung. – gipfelt beim Stift, von wo aus Sie einen herrlichen Diese befinden Me Ausblick genießen können. Diese befinden sichsich in: in: Melk, Das besondere an den e-mobil Routen ist aber nicht sind Sicherheitsgründen s AusAus Sicherheitsgründen nurmit diemit landschaftliche 230 V und roten 5-pol 230 V und roten 5-polige Schönheit, sondern werden. auch die genommen genommen werden. E-RADL gerechte Austattung: Auf jeder Route gibt es bei Sowohl Adapter (von denden Adapter (von 3denSowohl Elektro-Ladestationen örtlichen Tourismusbüro u örtlichen Tourismusbüro und die Möglichkeit zum Auf­ wird Ihnen von der EVN ko wirdGetankt Ihnen von tanken. wirdder dortEVN koste quellen erzeugt. ausschließlich Strom aus quellen erzeugt. erneuerbaren Quellen! Näheres zuhaben dem Pilotprojekt auch Möglic SieSie haben auch diedie Möglichk finden Sie auf den Seiten 43 Elektrofahrzeug kostenlos Elektrofahrzeug kostenlos m und 44Ihrem sowie im Web aufvor Ort (h Verleiher Ihrem Verleiher vor Ort (hier www.wachau.at/e-mobil

Aggsbach Dorf Aggsbach Dorf

Standort Standort Elektro-Ladestation Elektro-Ladestation Jauerling-Route Jauerling-Route Mühldorf-Rundroute Mühldorf-Rundroute Krems-Rundroute Krems-Rundroute

Emmersdorf Emmersdorf

Göttweig-Rundroute Göttweig-Rundroute Donau Donau

Melk Melk

freundlich zu erkunden.

DieVerwendun Verwend Die

Die e-Mobil Radrouten im Detail: Diee-Mobil e-MobilRadrouten Radroutenim imDetail: Detail: Die

Dass es in Niederösterreich viele Menschen gibt, die bereit sind neue Technologien auszuprobieren, zeigen die ­aktuellen Zahlen! Alleine im Vorjahr haben über 5.000 NiederösterreicherInnen ein E-RADL gekauft. Jauerling-Route: Jauerling-Route: Jauerling-Route Streckenlänge: 24 km; mit Rückfahrt zum Start 39 km | Sie finden in der vorliegenden Broschüre Sicherheitstipps Streckenlänge: 24 km; Rückfahrt zum Start 39 km | Höhenunterschied: 749 / 737 m, Jauerling (960 m) – Emmersdorf (211 m) / Spitz (223 m) | Oberfläche: Streckenlänge: 24 km; mitmit Rückfahrt zum Start 39 km | Höhenunterschied: 749 / 737 m, Jauerling (960 – Emmersdorf (211 / Spitz (223 m) | Oberfläche: Höhenunterschied: 749 / 737 m, m) Jauerling (960 m) – m) Emmersdorf (211 m) / Spitz (223 m) sowieasphaltierte Hinweise zu Straße, Wartungausgenommen und Reparatur von dieE-Bikes. Zufahrt zur Kremser Hütte (350 m)

asphaltierte Straße, ausgenommen die Zufahrt zur Kremser Hütte (350 m)

Oberfäche: asphaltierte Straße, ausgenommen die Zufahrt zur Kremser Hütte (350 m)

Alle, die noch keine Erfahrungen mit Elektrorädern haben, Mühldorf-Rundroute: Mühldorf-Rundroute: können sich in diesem Heft hingegen einmal g ­ rundlegend Mühldorf-Rundroute m)Streckenlänge: km | asphaltierte Straße Streckenlänge: | Höhenunterschied: Weißenkirchen – Marbach (224 m) / Himberg (705 - Spitz (223 m) | 27,5 Oberfläche: Streckenlänge: 27,527,5 kmkm | Höhenunterschied: informieren und bekommen Lust auf die Mobilität derWeißenkirchen – Marbach (224 m) / Himberg (705 m) - Spitz (223 m) | Oberfläche: asphaltierte Straße Höhenunterschied: Weißenkirchen – Marbach (224 m) / Himberg (705 m) ­Zukunft, denn die liegt bei den umweltschonenden alternaKrems-Rundroute: Krems-Rundroute: Oberfäche: tivenStreckenlänge: Antrieben und die Elektromobilität ist ein Teil davon. 33,3 km | Höhenunterschied: Krems 195 m / Weinzierl 659 m asphaltierte | Oberfläche: Straße asphaltierte Straße

|

– Spitz (223 m) |

Streckenlänge: 33,3 km | Höhenunterschied: Krems 195 m / Weinzierl 659 m | Oberfläche: asphaltierte Straße

Göttweig-Rundroute: Göttweig-Rundroute:

Krems-Rundroute

Weitere Tourentipps finden unter: www.wachau.at/e-mobil Weitere Tourentipps finden sie sie unter: www.wachau.at/e-mobil

Göttweig-Rundroute Streckenlänge: 22,3 km |

Streckenlänge: 33,3 km |

Höhenunterschied: 195 m / Weinzierl 659 m | Oberfäche: asphaltierte Straße Streckenlänge: | Höhenunterschied: gesamt Meter / Stift Göttweig | Krems Routenqualität: asphaltierte Straße Streckenlänge: 22,322,3 kmkm | Höhenunterschied: gesamt 391391 Meter / Stift Göttweig 449449 m |mRoutenqualität: asphaltierte Straße Dr. Erwin Pröll Landeshauptmann von Niederösterreich

Höhenunterschied: gesamt 391 Meter / Stift Göttweig 449 m | Oberfäche: asphaltierte Straße

Weitere Tourentipps finden sie unter: www.wachau.at/e-mobil


Vorwort

E-RADLN macht Spaß und schont das Klima

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ind Sie schon auf den Geschmack gekommen? Wer’s einmal probiert hat, ist meist begeistert von der mühelosen, leisen Fahrweise der neuesten Elektrofahrräder. Das beste daran: E-RADLN ist auch gut fürs Klima! Egal ob Sie zum Geschäfts­ termin oder zum Einkaufen fahren, das Auto kann zu Hause ­bleiben, denn auf kurzen und mittleren Strecken kommt man mit dem E-RADL schnell ans Ziel, ohne Staus und ohne ­Schwitzen. Elektroräder sind also optimale Alltags­räder und das ist gut, denn immerhin sind 50% der täglichen Autofahrten unter 5 Kilometer. Mit dem E-RADL können Sie diese Strecke umweltfreundlich zurücklegen. Vor allem, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt! In diesem Sinne: Viel Freude beim Radfahren mit elektrischem Rückenwind! Ihr Dr. Stephan Pernkopf, NÖ Landesrat für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

E-RADLN für Wirtschaft und Tourismus

foto: weingartner, nlk

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lektromobilität ist eines der großen Zukunftsthemen – auch für die nieder­ österreichische Wirtschaft. Mit unseren ­Aktivitäten eröffnen wir ­heimischen ­Betrieben den Zugang zu neuen Märkten und Technologien. Gleichzeitig ­bietet E-Mobilität die besten Voraus­setzungen für einen sanften, umwelt­schonenden Tourismus. Gerade in Niederösterreich gibt es schon viele Möglichkeiten unsere schönsten Regionen – allen voran die ­Wachau – e-mobil zu erradln und gleichzeitig auch ­eigene ­Erfahrungen mit der ­neuen Technologie zu machen. Mit dem E-Fahrrad unterwegs zu sein macht Spaß und eröffnet allen Altersgruppen neue Möglichkeiten der Mobilität für Freizeit und Alltag. Ihre Dr. Petra Bohuslav, NÖ Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Technologie und Sport

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Vorwort

Inhalt

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nsbesondere das E-Fahrrad hat aus dem vorhandenen Angebot an Elektrofahrzeugen seinen Weg zum Endkonsumenten gefunden. Es gibt hier eine große Auswahl unterschiedlichster Modelle für alle Kundengruppen und Bedürfnisse. Allein die im letzten Jahr in Niederösterreich verkauften Stückzahlen gehen in die Tausende.

„e-mobil in niederösterreich“ 4 1. Warum Radfahren? 1.1 Gesund und fit durch Alltagsradfahren 1.2 Radfahren ist gut für die Umwelt 1.3 Was macht das Radl zum optimalen Fortbewegungsmittel

Elektromobilität wird damit zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor für unser Land, was nicht zuletzt durch die steigende Zahl niederösterreichischer Fahrzeughersteller und eine Vielzahl von Fahrzeughändlern unterstrichen wird. ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, unterstützt daher die Heraus­gabe des vorliegenden E-Radl-Gebers und wünscht Ihnen viel Freude beim E-Radln!

2. Elektroräder, E-Bikes, Pedelecs & Co. 2.1 Was ist ein E-Bike? Defi­nition & ­Unterschied zum herkömmlichen Fahrrad 2.2 Antriebstechnologie von Elektrofahrrädern 2.3 Intensität der Tretunterstützung 2.4 Vor und Nachteile von E –Bikes

Ihr Dr. Werner Rom, Manager „e-mobil in niederösterreich“ bei ecoplus

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erkehr ist in Österreich für ein Viertel der CO2-Emissionen verantwortlich. "die umweltberatung" setzt sich deshalb seit Jahren für den Aktivverkehr ein, also fürs Zufußgehen und fürs Radfahren, vor allem auf kurzen Strecken (unter 5 km). Doch nicht alle Menschen möchten oder können diese Distanz ohne Zusatzantrieb zurücklegen. Für sie ist das Elektro­ rad eine optimale Möglichkeit sich trotzdem umweltfreundlicher fortzubewegen als mit dem Auto. Im Beratungsalltag zeigt sich, dass sich viele Menschen für das Thema interessieren und immer wieder Fragen zu Umweltverträglichkeit, Kauf, Wartung, Reparatur und Entsorgung auftauchen. Wir haben die Antworten gesammelt und in der vorliegenden Broschüre alle Informationen rund ums E-Radfahren für Sie aufbereitet! Viel Freude beim Lesen! Ihr Mag. Gerald Franz, Mobilitätsexperte bei "die umweltberatung"

6 6 7 8 9 9 10 11 12

3. Akkus 15 3.1 Typen von Akkus 15 3.2 Wo ist der Akku montiert 18 3.3 Aufladen des Akkus 21 3.4 Reichweite 22 3.5 Stromtankstellen 23 3.6 Entsorgung und Recycling der Batterien 24

foto: ecoplus/jug, seebacher

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4. Kauf eines E-Bikes 4.1 Checkliste für den Kauf eines E-Bikes 4.2 Verschiedene E-RADL Typen im Überblick 4.3 Qualitätskriterien

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5. Wartung 5.1 Umgang mit dem E-RADL 5.2 Akku-Pflege 5.3 Wartungsplan für das Elektrorad

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6. Nachrüstsatz: E-Bike – selbst gemacht! 6.1 Finanzielle Aspekte 6.2 Technische Voraus­setzungen des Fahrrads zum Nachrüsten 6.3 Bestandteile eines Nachrüstsatzes 7. Rechtliche Bestimmungen zu E-RADLN 7.1 EU-Richtlinie 7.2 Regelung in der StVO im KFG 7.3 Ausrüstungsvorschriften für Elektrofahrräder 7.4 Wichtige Verkehrsregeln für E-Bikes

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8. Sicherheit 40 8.1 Sicherheit für die RadlerInnen 40 8.2 Sicherheit fürs Elektrorad 41 9. Verleih von Elektrofahrrädern 9.1 E-Bike Verleih in Tourismusregionen Europas 9.2 Elektromobilität in der Wachau – mit Spaß und „Rückenwind“ durch die Wachau

43 43

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10. Umweltaspekte

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26 29

11. Ausblick

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Glossar/Stichwortverzeichnis

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Literaturverzeichnis

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"die umweltberatung"

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e-Mobil Radrouten durch die Wachau

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Vorteile des Radls im Alltag

e-mobil in niederösterreich

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Dies alles dient einem langfristigen Ziel, der Umsetzung einer Vision: Niederösterreich als bedeutende Testregion für Innovationen und Entwicklungen zum Thema Elektromobilität in Europa zu etablieren! Die Initiative des Landes wendet sich an innovative Betriebe ebenso wie an Regionen und Gemeinden, und nicht zuletzt an alle am Thema Elektromobilität interessierten Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. Die MitarbeiterInnen initiieren und unterstützen regionale und kommunale Pilotprojekte, stehen heimischen Unternehmen zur Seite, die in Niederösterreich rund um die Elektromobilität Produkte und Dienstleistungen entwickeln, herstellen und anbieten, und begleiten Maßnahmen zur Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für den umfassenden Einsatz von Elektromobilität für die Zukunft (Förderungen, Infrastruktur usw.). Gleichzeitig soll aber auch die Akzeptanz dieser neuen Technologie in der Bevölkerung erhöht werden – denn je mehr M ­ enschen die positiven Aspekte eines Umstiegs auf ElektroFahrzeuge erkennen und auch für sich umsetzen, desto ­größer sind – neben neuen wirtschaftlichen Impulsen – auch die positiven Auswirkungen auf unsere Umwelt! Hinter der Landesinitiative „e-mobil in niederösterreich“ stehen das Umwelt- und das Wirtschaftsreferat der NÖ Landesregierung, Unterstützung kommt auch von der Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten. Mit der Umsetzung wurde ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, betraut.

„e-mobil in niederösterreich“

Neben der breit angelegten Bewusstseinsbildung für das Thema E-Mobilität in Verbindung mit erneuer­ baren Energien und der Erhöhung der Wertschöpfung in Niederösterreich geht es insbesondere darum, durch die gezielte Kombination von Projekten und Aktivitäten den systematischen Aufbau von ausgewählten E-Mobilitätsregionen in Niederösterreich voranzutreiben. Dabei sollen unterschiedliche Mobilitätsbereiche wie Tourismus, Alltagsmobilität, öffentlicher Personennahverkehr oder gewerbliche Mobilität eingebunden werden. Eine weitere wesentliche Stoßrichtung liegt in der Entwicklung von spezifischen Modell-Lösungen, die dann auf größere Regionen ausgerollt werden können.

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foto: g. muhr

Mit der Landesinitiative „e-mobil in niederösterreich“ wurde eine Alternative zu den Aktivitäten der meisten anderen österreichischen Bundesländer gesetzt: Während es dort vielfach um spezielle Einzelprojekte geht, werden in Niederösterreich durch die Landesinitiative die ­Grundlagen für eine erfolgreiche Gesamtentwicklung geschaffen, die viele verschiedene Bereiche umfasst. „e-mobil in niederösterreich“ ist Informations- und Knowhow-Drehscheibe, Anlaufstelle und zentraler Ansprechpartner für alle Niederösterreich-bezogenen Frage­ stellungen zum Thema E-Mobilität.

Web-Tipp!

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www.e-mobil-noe.at

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Vorteile des Radls im Alltag

Warum Radfahren?

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Woche können – statistisch gesehen – das Leben verlängern. Dabei ist es unwichtig, ob alles an einem Stück gefahren oder die gefahrene Zeit zusammengerechnet wird. Hauptsache, das Herz schlägt schneller und der Atem beschleunigt sich. Radfahren stärkt außerdem das Immunsystem und die Endorphine, die beim RADLN freigesetzt werden, erhöhen das Selbstvertrauen. Beim Radfahren einfach Kalorien verbrennen Radfahren ist auch bestens zum Abnehmen geeignet. Schon bei einer Geschwindigkeit von ca. 20 km/h verbrennt der Körper zahlreiche Kalorien. Radfahren schont den Rücken Radfahren ist auch die ideale Sportart bei Rücken­ problemen. Selbst kleine Muskelgruppen an der ­Wirbelsäule werden gestärkt.

1.2 Radfahren ist gut für die Umwelt RadfahrerInnen tragen zum Klimaschutz bei. Radfahren ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz: ­Während RadfahrerInnen nur 1 Gramm CO2-Äquivalent pro Personenkilometer verursachen, stößt ein durchschnittliches Auto 248 Gramm aus.

1. Warum Radfahren?

Radfahren ist eine ideale Sportart für Ihre Gesundheit. Radeln steigert fast unbemerkt Ausdauer und Wohlbefinden und im Gegensatz zum Joggen werden Gewichtsund Stoßbelastungen für Hüften, Knie- und Fußgelenke vermieden. Besonders rundes, gleichmäßiges Treten in leichten Gängen macht richtig Spaß und ermöglicht das umfassende Erleben von Stadt und Natur. Radfahren verlängert das Leben Schon 30 Minuten Bewegung pro Tag steigern die Fitness und dreieinhalb Stunden gemütliches Radfahren pro

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foto: maxian-"die umweltberatung"

1.1 Gesund und fit durch Alltagsradfahren

RadfahrerInnen sorgen für weniger Luftverschmutzung. Starke Luftverschmutzung verringert die Lebensqualität und verursacht Krankheiten und Allergien. Radfahre­rInnen emittieren keine gesundheitsschädlichen Reizgase (z.B. Stickstoffoxide) und helfen bei der Reduktion von Feinstaubbelastungen. RadfahrerInnen reduzieren Lärm. Wäre es nicht erstrebenswert Kopfschmerzen, Schlaf­ störungen oder Verspannungen durch weniger Lärmbelästigung im Alltag zu reduzieren? Wer mehr Rad fährt hilft aktiv mit, mehr Ruhe in unseren Alltag zu bringen.

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Warum Radfahren?

Pflege, Wartung, leichte Reparaturen

1.3. Was macht das Radl zum optimalen Fortbewegungsmittel? Radfahren… •

Spart Geld: Als Treibstoff dient allein die Körper­ energie! Steigende Benzin- und Dieselpreise lassen das Radl völlig kalt.

Spart Zeit: Das Radl kennt keine Staus, keine Stoßzeiten und keine Parkplatzsuche!

Verbraucht weniger Platz: Ein Auto steht im Durchschnitt 22 Stunden am Tag und verbraucht so viel Platz wie sechs Radln. RadfahrerInnen schaffen also mehr Raum für Menschen und Natur!

Erhöht den Gesundheitsfaktor: Wer Rad fährt, bewegt sich an der frischen Luft und kurbelt den Kreislauf an – ein guter Start in den Tag!

2. Elektroräder, E-Bikes, Pedelecs & Co.

Ist Hilfe zur Stressbewältigung: Sport erhöht die Leistungsfähigkeit, baut Aggressionen ab und hilft, den Stress besser zu bewältigen.

2.1 Was ist ein E-Bike? Definition und ­Unterschied zum herkömmlichen Fahrrad

foto: huber, ficala

– "die umweltberatung"

Elektromotor als Tretunterstützung Als Elektrofahrrad, E-Bike, E-Radl oder Pedelec (Abkürzung für Pedal-Electric Vehicle) gilt in Österreich ein Fahrrad mit Tretunterstützung.*) Diese Trethilfe bildet ein Elektro­hilfsmotor, der durch einen Akku betrieben wird. Er gibt seine Leistung zur Tretkraft hinzu und bietet sozusagen „elektrischen Rückenwind“. Manche Motoren ge­statten die Rückführung von Energie, auch „Reku­ peration“ ­genannt. Das heißt, der Motor wird beim ­Bremsen zum Generator. Mit der Bremsenergie kann der Akku ein ­wenig aufgeladen werden. E-Bike ist schwerer Für die Tretunterstützung sind am Elektrofahrrad zusätzlich zur normalen Fahrradausstattung einige Komponenten nötig, nämlich: Elektromotor, Akku, Sensor für die Erkennung der Kurbelbewegung und Steuerelektronik für den Motor. Aufgrund dieser Zusatzkomponenten ist ein E-Bike wesentlich schwerer als ein herkömmliches Fahrrad. Der Gewichtsunterschied beträgt zurzeit rund 5 bis 6 kg, bei billigeren Modellen sogar bis zu 10 kg. *) 

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Wir verwenden in dieser Broschüre alle diese Begriffe als Synonyme.

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Elektroräder, E-Bikes, Pedelecs & Co.

Elektroräder, E-Bikes, Pedelecs & Co.

2.3 Intensität der Tretunterstützung

Motor schaltet sich ab 25 km/h ab Wenn nicht getreten wird oder eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht wird, dann schaltet sich der Motor ab.

Wann und wie intensiv die Tretunterstützung einsetzt, hängt vom Modell des E-Bikes ab. Einige Möglichkeiten:

Obergrenze 600 Watt Die Nenndauerleistung des E-Motors darf 600 Watt nicht übersteigen. Bei einer höheren Motorleistung würde das E-Bike nicht mehr als Fahrrad, sondern als Moped gelten. Damit kämen auch die (strengeren) Gesetze wie Ausweisund Helmpflicht zur Anwendung (Gesetzeslage StVO siehe S. 36).

2.2 Antriebstechnologie von Elektrofahrrädern Der Motor eines E-Bikes kann an drei Stellen am Rad ­verbaut sein: Am Vorderrad, am Hinterrad oder als Mittelmotor am Tretlager.

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 interrad-Nabenmotor: H Vorteilhaft beim Anfahren und auf glattem oder sandigem Untergrund. Das Fahrrad ist jedoch hecklastig.  retlagermotor/Mittelmotor: T Motor und Akku befinden sich zentral am Tretlager. Das ermöglicht einen gut gelagerten Schwerpunkt des Fahrrades. Die Kosten hierfür sind kon­ struktionsbedingt höher.  orderrad-Nabenmotor: V Der Vorderradantrieb eignet sich besonders gut bei Beladung des Fahrrads am Gepäckträger. Er bildet ein gutes Gegengewicht. Bei glattem oder sandigem Untergrund neigt das Rad allerdings zum Wegrutschen.

Der Motor gibt „Vollgas“ und schaltet sich bei Tretstillstand oder 25 km/h wieder ab.

Die Intensität des Motors ist manuell regelbar. Es sind 3 (selten 4) Stufen einstellbar. Die Regelung erfolgt über ein am Lenker befestigtes Display oder einen Schalter, der am Lenkergriff befestigt ist.

Eine Feineinstellung mit einem „Gasgriff“ oder Daumenregler ist bei manchen Modellen möglich. Der Gasgriff ist beim Tretstillstand gesperrt.

Die Trittfrequenz wird automatisch erfasst. Je höher sie steigt, desto mehr Schub bekommen die RadlerInnen.

Anfahrt- und Schiebehilfen sind bei manchen Elektrofahrrädern vorhanden. Diese Hilfe schiebt nur bis zu einer Geschwindigkeit von 6 km/h an. Bei der Schiebehilfe läuft der Motor, auch ohne dass die/ der RadlerIn in die Pedale tritt. Die Schiebehilfe ist mit einem speziellen Gasgriff zu betätigen. Diese ist beim Anfahren bergauf sehr nützlich.

Wussten Sie, dass …? Bei allen Elektrorädern gilt: foto: maxian-"die umweltberatung"

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Die Unterstützung darf nur bei gleichzeitigem Mittreten einsetzen! Wird mit dem Treten aufgehört, muss auch der Motor ausschalten. Beim Betätigen der Bremse muss sich der Elektroantrieb abschalten. Daher ist bei vielen E-RadlN ein extra Schalter in die Bremshebel integriert.

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Elektroräder, E-Bikes, Pedelecs & Co.

2.4 Vor- und Nachteile von E-Bikes

Nachteile

Vorteile

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Das zusätzliche Gewicht durch Akku, Steuerelek­tronik und Motor erschwert das Tragen, Heben und ­Verladen eines E-RADLS.

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E-Bikes haben ihren Preis und sind leider auch bei DiebInnen begehrt.

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Der zeitliche Aufwand zum Laden des Akkus kann sehr unterschiedlich sein (zwischen einer und sechs Stunden). Außerdem verlieren manche Akkus bei niedrigen Temperaturen an Leistung.

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Die Lebensdauer des Akkus ist beschränkt. Eine qualitativ hochwertige Batterie reicht für 500 bis 1.000 Ladezyklen. Das entspricht einer Kilometer­ leistung von 30.000 bis 50.000 km. Die Anschaffungs­ kosten für einen neuen Akku betragen je nach Qualität € 400,– bis € 600,–.

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Die Entsorgung von Akkus ist noch weitgehend ungelöst.

Mit dem E-Bike können auch weniger trainierte ­Personen längere Distanzen und Steigungen zurück­ legen beziehungsweise höhere Durchschnitts­ geschwindigkeiten halten.

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Ein E-Bike ermöglicht bei minimalen Energiekosten ein schnelles Vorankommen.

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Radfahren am E-Bike macht Spaß, ohne dass die PedalritterInnen groß ins Schwitzen kommen.

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Elektrofahrräder sprechen neue Zielgruppen an! Selbst Fahrrad-„Muffel“ entdecken durch das E-Bike ihre Freude an der umweltfreundlichen Fortbewegung auf zwei Rädern wieder!

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Es bedarf keiner Zulassung, keines Führerscheins und keiner Versicherung.

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Der Betrieb eines E-Bikes verursacht keine lokalen Emissionen, obwohl es durch einen Motor unterstützt wird.

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Der Radius der RadlerInnen erhöht sich: Mit dem E-RADL lassen sich schnell und bequem Distanzen zurücklegen, die man sonst eher mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestreiten würde.

foto: maxian-"die umweltberatung"

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Elektroräder, E-Bikes, Pedelecs & Co.

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3. Akkus

Bausatz für Elektroantrieb zum Nachrüsten, für jedes Fahrrad kompatibel

3.1 Typen von Akkus Der ideale Akku ist leistungsfähig, haltbar und leicht. Die Qualitätsunterschiede der im Handel verfügbaren Akkus sind groß: Verwendet werden aktuell sehr häufig Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd), Nickel-Metallhydrid-­ Akkus (NiMH) und Lithium-Ionen-Akkus.

Easy Bike

foto: gruber assist

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Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) NiCd-Akkus sind robust und halten etwa 1.000 Lade­ zyklen. Der Inhaltsstoff Cadmium ist aber sehr giftig und diese Akkus besitzen eine Selbstentladung und haben den sogenannten Memoryeffekt. Dieser kommt dann zur Geltung, wenn die Akkus nicht vollständig entladen sind und in diesem Zustand wieder aufgeladen werden. Der Akku merkt sich die Teilentladung und bei weiteren Entladungen steht nicht mehr die ursprüngliche Leistung zur Verfügung. Das heißt NiCd-Akkus sollten immer voll­ ständig entladen werden! Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) NiMH-Akkus haben „nur“ 400 – 800 Ladezyklen, aber die Umweltbelastung bei der Entsorgung ist geringer als bei NiCd-Akkus. Sie besitzen zwar keinen Memory Effekt,

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Akkus

Akkus

dafür einen „Lazy-Battery-Effekt“. Das bedeutet, die Akkus entladen sich schnell und dürfen nicht tiefentladen werden. Dennoch haben sie eine hohe Reichweite. NiMH-Akkus sind temperaturempfindlich, unter 0° C steigt der Kapazitätsverlust der Batterien.

misch empfindlich: Sie werden nachhaltig geschädigt durch: Überladen, Tiefentladen, Laden bei zu hohen elektrischen Strömen, Betrieb bei zu hohen (größer 60° C) oder zu niedrigen Temperaturen (kleiner 0° C) und durch langes Lagern in entladenem Zustand. •

Lithium-Akkus Die Zukunft der Akkus gehört der Lithium-Technologie. Diese Akkus besitzen keinen „Memoryeffekt“, lassen sich schnell aufladen und halten ca. 500 – 1.000 Ladezyklen. Tipp!

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Lithium Akkus sind sehr teuer und bei DiebInnen heiß begehrt. Sie sollten daher beim Abstellen des Rades immer gut gesichert oder mitgenommen werden.

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die Entwicklung der Batterietechnologie k­ ontinuierlich voranschreitet. Welche Technologie sich in 10 oder gar 20 Jahren durchsetzen wird, ist derzeit nicht absehbar.

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Lithium-Ionen-Akkus (LiCoO2): Die Lithium-IonenBatterie lädt sehr schnell! Sie erreicht bereits nach 1 Stunde 80% Ladekapazität, während bei anderen Modellen eine Vollladung bis zu 6 Stunden dauern kann. Allerdings ist beim Entladen Vorsicht geboten: Eine Tiefentladung führt zu irreversibler Schädigung und Kapazitätsverlust. Das Entladen unter 50 Prozent sollte deshalb vermieden werden. Gleichzeitig ist es aber auch nicht empfehlenswert einen Lithium-IonenAkku ständig 100 Prozent geladen zu halten. Der Akku altert nämlich schneller, je höher seine ZellenSpannung ist. Außerdem sind Lithium Akkus temperaturempfindlich. Die optimalen Lager und Betriebstemperaturen variieren je nach Bauart des Akkus und sind der Betriebsanleitung zu entnehmen. Lithium-Polymer-Akkus (LiPo): Lithium-PolymerAkkus sind eine Weiterentwicklung der LithiumIonen-Akkus. Sie haben ein relativ geringes Gewicht, eine sehr geringe Selbstentladung und eine hohe Lei­stung. Die Akkus sind jedoch elektrisch und ther-

Tipp!

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foto: flyer biketec ag

Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus: Neu auf dem Markt sind Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus. Großer Vorteil dieser Batterien sind die höhere Betriebssicherheit sowie kürzere Ladezeiten. Sie eignen sich hervor­ ragend für Elektrofahrräder mit Bremskraft-Rückgewinnung. Bei der Herstellung dieser Akkus wird bereits deutlich weniger Lithium als für einen LithiumIonen-Akku benötigt.

Wussten Sie, dass …

Folgende unterschiedliche Lithium-Akkus sind derzeit erhältlich: •

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Es zahlt sich aus, in Qualität zu investieren und auf Systemeinheit bei Akku und Ladegerät zu achten (gleiche Herstellerfirma). Minderwertige Produkte sind nicht immer mit einer Sicherheitselektronik ausgestattet, dadurch kann eine Überladung gefährlich werden. Der Akku heizt sich auf und kann sogar in Brand geraten. Bei Qualitätsprodukten besteht diesbezüglich keine Gefahr.

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Akkus

Akkus

3.2. Wo ist der Akku montiert?

Akku im Sattelrohrbereich

Akkus können an unterschiedlichen Radteilen montiert sein. Da ein Akku durchschnittlich zwischen drei und sechs Kilo wiegt, hat der Sitz des Akkus Einfluss auf das Fahrverhalten.

Vorteile

Akku auf dem Gepäckträger Vorteile

++ ++

Kann schnell abgenommen werden

++

Gute Zugänglichkeit beim Aufladen

++

Der Schwerpunkt des ERADLS bleibt in der Mitte – gute Fahreigenschaften

Kann schnell abgenommen werden Gute Zugänglichkeit beim Aufladen

Nachteile

Nachteile

−− −−

++

e

−−

Einschränkung der Gepäcklast  chwerpunkt des Rades wird durch Akkugewicht S nach hinten verschoben (Hecklastigkeit)

Einschränkte Akku-Auswahl

Akku an der Sattelstütze Vorteile

++

Kann schnell abgenommen werden

++

Gute Zugänglichkeit beim Aufladen

++

Unauffällig

Nachteile

−−

Lange und auffällige Verkabelung

Akku an Flaschenhalter-Ösen Akku unter dem Gepäckträger

Vorteile

Vorteile

++

Kann schnell abgenommen werden

++

Gute Zugänglichkeit beim Aufladen

++ ++

Unauffällig

Kann schnell abgenommen werden Gute Zugänglichkeit beim Aufladen Optisch unauffällig Gepäckträger voll benutzbar

Nachteile

−− −−

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Einschränkung der Gepäcklast  chwerpunkt des Rades wird durch Akkugewicht S nach hinten verschoben (Hecklastigkeit)

foto: maxian-"die umweltberatung"

++ ++ ++ ++

Ideale Schwerpunkt-Lage des E-RADLS

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e

Mit dem Radl unterwegs

Akkus

e

3.3 Aufladen des Akkus

Akku im Rahmenrohr

++ ++

E-Bike sieht wie ein herkömmliches Rad aus Gute Gewichtsverteilung und Schwerpunkt-Lage des E-RADLS

Nachteile

−− −− −−

Ausbau des Akkus ist problematisch Akku kann zum Aufladen nicht abgenommen werden

foto: maxian-"die umweltberatung"

Vorteile

Ein E-RADL verbraucht ungefähr eine Kilowattstunde Strom je hundert Kilometer. Die Ladezeiten der Akkus variieren sehr stark, abhängig von Typus, Bauart und Speichervermögen der Batterie. Diese Informationen sind alle detailliert in der Gebrauchsanweisung des E-Bikes beschrieben. Die meisten Akkus sind abnehmbar und ganz bequem per Ladegerät in der Wohnung aufladbar. Manche E-Bikes haben jedoch den Akku fix im Rahmen verbaut. In diesem Fall ist eine Steckdose in der Nähe des Abstellplatzes vom Fahrrad notwendig. Tipp!

m

Es ist wichtig, die Herstelleranleitung genau zu lesen. Darin ist detailliert beschrieben, wie und wann der Akku am besten geladen werden sollte.

E-Bike muss zum Aufladen in die Nähe einer Steckdose gebracht werden

Akku im Nabenmotor Vorteile

++ ++ ++

Optisch unauffällig Gute Gewichtsverteilung Keine Verkabelung notwendig

Nachteile

−− −− −−

Ausbau des Akkus ist problematisch Akku kann zum Aufladen nicht abgenommen werden E-Bike muss zum Aufladen in die Nähe einer Steckdose gebracht werden

Tipp!

m

Je leichter der Akku ausgewechselt werden kann bzw. je leichter der Ladestecker zugänglich ist, desto praktischer ist das E-RADL.

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e

Akkus

Akkus

3.4 Reichweite

3.5 Stromtankstellen

Die durchschnittliche Reichweite eines Akkus beträgt zwischen 50 und 70 Kilometer. Ob der Akku lange für Rückenwind sorgt, haben die RadlerInnen zum Teil selbst in der Hand. Denn je geringer der Unterstützungsgrad des Motors einstellt ist, desto mehr muss selbst getreten werden und desto länger kann der Akku arbeiten. Natürlich hat auch die Beschaffenheit des Geländes Einfluss auf die Reichweite.

Für unterwegs eignen sich zum Aufladen öffentliche Stromtankstellen, bei denen Elektrofahrzeuge kostenpflichtig oder teilweise auch kostenlos geladen werden können. Mittlerweile gibt es sogar vermehrt Strom­ tankstellen mit Kraftstromanschluss. Damit können ­entweder mehrere Fahrzeuge gleichzeitig oder ein Fahrzeug beschleunigt geladen werden. Im Normalfall erfolgt die Ladung allerdings zu Hause oder am Arbeitsplatz.

Tipp!

Web-Tipp!

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@

m

 ine gute Übersicht über die Stromtankstellen in E Österreich bieten folgende Webseiten: www.elektrotankstellen.net www.e-tankstellen-finder.at

foto: maxian, nachbaur

– "die umweltberatung"

Wer gerne längere Radtouren macht, sollte sich ­sicherheitshalber einen Ersatzakku zulegen. Die Anschaffung eines Ersatzakkus ist je nach Bauart mit Kosten von € 400,– bis € 600,– verbunden.

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Akkus

Transport mit dem Radl

3.6 Entsorgung und Recycling der Batterien Tipp!

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Wenn ein Akku ausgedient hat, kann man diesen zur Herstellerfirma zurückbringen. Diese ist verpflichtet, Akkus und Batterien zurückzunehmen. Das Recycling der gebräuchlichsten Akkubatterien für E-Bikes ist in Österreich folgendermaßen geregelt: Nickel-Cadmium, Nickel-Metallhydrid und Lithium-Ionen Akkus werden – nach Erteilung der Exportbewilligung durch das Lebensministerium – zu Verwertungsanlagen nach Frankreich oder Deutschland gebracht. Bei NickelMetallhydrid Batterien wird primär Nickel einer Wiederverwertung zugeführt. Auch Cadmium kann für die Neuproduktion wieder verwendet werden. Bei Lithium-Ionen Akkus steckt das Recycling noch in den Kinder­schuhen. Eine Aufbereitung und Verwertung der darin enthaltenen Metalle ist aber grundsätzlich möglich.

4. Kauf eines E-Bikes 4.1 Checkliste für den Kauf eines E-Bikes

Web-Tipp!

@

foto: maxian-"die umweltberatung"

 eitere Informationen zur Wiederverwertung W und Entsorgung von Akkus in Österreich finden Sie auf der Website des UFB (Umweltforum Batterie): www.batteriensammeln.at/sammeln.html.

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Nutzung: welche Fahrten möchten Sie mit dem E-RADL zurücklegen? Der Motor muss für den ­Einsatzzweck ausgelegt sein. Nicht jeder Motor ist für lange Steigungen geeignet.

Unterbringung des Elektrofahrrads: wo werden Sie das E-RADL hauptsächlich abstellen? Das Gewicht eines E-Bikes darf nicht unterschätzt werden, dies sollte bei der Unterbringung im Vorhinein bedacht werden.

Aufladen: benötigen Sie einen abnehmbaren Akku? Viele Akkus lassen sich zum Aufladen abmontieren, manche sind jedoch fix in den Rahmen montiert. Wichtig ist, auf die Qualität des Akkus zu achten. Ein leistungsarmer Akku trübt sehr bald die Fahrfreude.

Diebstahlschutz: haben Sie ein gutes Schloss? E-RADLN sind wertvoll und sollten gut gesichert werden. Auch der Akku sollte sich diebstahlsicher am Rad abschließen/verriegeln lassen.

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e

Kauf eines E-Bikes

Bekommen Sie eine ausreichende ­Garantieleistung? Fragen Sie beim Kauf nach der Garantie für die Batterie und achten Sie auf die Restkapazitäts­ leistung. Sie sollte nicht unter 60% liegen.

Probefahrt: Testen Sie VOR dem Kauf, ob Ihnen E-RADLN Spaß macht! Die E-Bikes besitzen je nach Antrieb und Motor sehr unterschiedliche Fahrweisen. Finden Sie für sich selbst den Fahrradtyp, mit dem Sie am besten und bequemsten fahren. Wichtig: das Fahrrad muss auch ohne Motor relativ normal zu fahren sein!

Kauf eines E-Bikes

E-Trekkingrad oder Tourenrad Trekkingräder sind für höhere Belastungen und sport­ liche Fahrweise gedacht. Die „Diamant“-Rahmenform der gängigen Trekkingräder ist sehr robust gebaut und für einen elektrischen Zusatzantrieb bestens geeignet. Eine stabile Federgabel ist hierbei ebenso wichtig. Durch die Annehmlichkeiten des elektrischen Schubes lassen sich längere Steigungen auf Touren problemlos bewältigen. Der Akku braucht für längere Strecken eine ausreichend große Reichweite.

4.2 Verschiedene E-RADL Typen im Überblick E-Bikes gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen: Stadträder, Mountainbikes, Überlandräder, Tourenräder, Bergräder, Klappräder, usw. Die Räder unterscheiden sich meist durch Antrieb und Akku-Art.

26 foto: m. sprenger/pixelio

Überlandrad Dieses Rad ist für längere Wegstrecken über 15 km in ebenem oder leicht hügeligem Gelände ideal. Wichtig ist eine Allwettertauglichkeit, sowie mehrere Unterstützungsstufen des Elektromotors.

foto: schachner gmbh, flyer biketec ag, ktm fahrrad gmbh

E-Cityrad Das City-Elektrofahrrad ist der Klassiker! Fahrgestell, Design, der tiefe Einstieg und ein stabiler Gepäcks­träger: E-Cityräder sind für den urbanen Alltag gebaut. Die Elektrohilfe am Fahrrad erleichtert vor allem das Anfahren bei häufigen Ampelstopps in der Stadt und Steigungen können damit leichter bewältigt werden. Schnelles Beladen und einfaches Auf- und Absteigen ­stehen im Vordergrund. Wichtig ist außerdem ein einfaches Aufladen der Batterie.

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E-Mountainbike Ein E-Mountainbike ist gekennzeichnet durch eine sehr gute Bergtauglichkeit. Wichtig dafür ist eine starke ­Unterstützung bei großen Steigungen und eine Wiedereinspeisung der Bremsenergie in die Batterie bei Abfahrten. Ein Fahren ohne elektrische Unterstützung sollte ebenso möglich sein, damit auch längere Touren kein Problem darstellen. Mehrere Unterstützungsstufen sind genauso bedeutsam wie ein leichter Akku.

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e

Kauf eines E-Bikes

Kauf eines E-Bikes

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4.3 Qualitätskriterien Billige E-Bikes (ab ca. € 600,–) sind im Handel erhältlich, aber nicht unbedingt empfehlenswert. Häufig handelt es sich um herkömmliche Fahrräder, die zwar mit einem Elektroantrieb aufgerüstet wurden, aber nicht stabil genug für die „Extraportion Schub“ sind. Das Problem besteht darin, dass meist Billigteile verbaut wurden und die unterschiedlichen Komponenten nicht aufeinander abgestimmt sind. Bei Reparaturen sind Ersatzteile schwer oder gar nicht zu erhalten. Auch Laufräder und Bremsen können von minderer Qualität sein. Deshalb ist einem vermeintlichen Schnäppchen oft eine sehr kurze Lebensdauer beschert. Es lohnt sich in Qualität und eine gute Fachberatung zu investieren, damit das Elektrofahrrad Freude macht und gern genutzt wird. Gute Fahrräder mit elektrischer Trethilfe sind zurzeit ab € 1.500,– erhältlich.

E-Faltrad Mit der Motorisierung verliert ein Faltrad leider eine ­seiner wichtigen Eigenschaften: Gute und leichte Handhabung aufgrund des geringen Gewichts und problem­ loses Verstauen in Kofferraum oder Gepäckfach. Die im Handel verfügbaren E-Falträder sind schon ab einem Gewicht von 16 kg erhältlich. E- Kinderfahrrad Ein E-Bike gilt rechtlich als ein Fahrrad. Da es für Fahr­ räder keine Altersbeschränkungen gibt (ausgenommen alleinige Benützung im Straßenverkehr) dürfen auch ­Kinder damit fahren. Der Vorteil ist, dass Kinder bei ­längeren Ausflügen oder steileren Strecken nicht so schnell ermüden. Die höheren Geschwindigkeiten und das höhere Gewicht des Fahrrads stellen jedoch auch Gefahrenmomente für Kinder dar.

Tipp!

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foto: flyer biketec ag, schachner gmbh, maxian-"die umweltberatung"

Qualität hat ihren Preis. Bei FachhändlerInnen erhalten sie individuelle Beratung.

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29


Radbekleidung

Wartung

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Die Reinigung mit Hochdruckreinigern ist keinesfalls erlaubt! Benutzen Sie nur neutrale Pflegemittel, weiche Tücher und Schwämme, um Ihr E-Bike zu reinigen. Schützen Sie sämtliche Elektrobauteile vor starkem Wasserkontakt.

5.2 Akku-Pflege Die meisten HerstellerInnen verwenden einen Akku der Lithium Technologie. Diese Akkus ­benötigen eine gute Pflege, damit sie möglichst lange halten …

5. Wartung

Eine neuer Li-lon-Akku erhält seine volle Kapazität erst nach ca. 8 bis 10 Vollladezyklen.

Das Laden eines Akkus sollte bei einer Temperatur zwischen +10 bis +30° C erfolgen. Die günstigste Lagertemperatur liegt bei 5 – 10° C.

Die Akkuleistung wird durch die Außentemperatur stark beeinflusst. Die Arbeitstemperatur sollte stets zwischen 0° C und 40° C liegen.

Wenn das E-Bike längere Zeit nicht benutzt wird, sollte der Akku regelmäßig nachgeladen werden. Das Altern des Akkus ist bei einem Batteriestand von ca. ¾ bis ¼ am geringsten. Der Akku entlädt sich auch bei einer Nichtbenutzung von alleine.

Durch das Fahren in einem niedrigen Unterstützungs-Modus kann die Lebensdauer der Batterie erhöht werden.

5.1 Umgang mit dem E-RADL

In den Reifen sollte immer ausreichend Luftdruck sein! Das spart Energie und ein verringerter Rollwiderstand erhöht die Reichweite.

 remsen kontrollieren! Der elektrische B Rückenwind verleitet zu einer spritzigen und schnellen Fahrweise. Das erhöht merklich den Bremsverschleiß.

 chtung vor Hindernissen! BordsteinA kanten und Fahrbahnhindernisse sollten nicht schneller überfahren werden als mit einem normalen Fahrrad, da sonst aufgrund des höheren Gewichts sehr schnell Schäden an Reifen, Laufrädern und Vordergabel entstehen können.

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 ontrollieren Sie regelmäßig den K festen Sitz aller Schrauben und ­Schnell­spanner!

foto: maxian-"die umweltberatung"

Grundsätzlich ist ein Elektrofahrrad wie ein herkömmliches Fahrrad zu behandeln und zu pflegen. Doch ein paar Besonderheiten sollten beachtet werden:

Tipp!

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Laden Sie den Akku auch bei Nicht-Benutzung einmal im Monat auf, das erhöht die Lebensdauer des Akkus.

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e

e

Wartung

5.3. Wartungsplan für das Elektrorad

2 7 0 0 W r. N e u s t a d t , P o t t e n d o r f e r S t r.

Ein Elektrofahrrad besitzt einige empfindliche technische Teile. Deshalb ist es empfehlenswert die Wartung einem Profi (Fachwerkstätten und HändlerInnen) zu überlassen.

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Wartung / Kontrolle

Zeitraum

Komplette Wartung – Überprüfung aller Radteile und die Einstellung von Schaltung, Bremsen und Federgabel. Verschleiß von Ritzel, Kette und Zahnkranz prüfen. Steuersatz- und Naben, Brems- und Schaltzüge prüfen.

Bei Neurädern nach 200 bis 300 km. Später mindestens einmal jährlich – je nach km-Leistung. Regelmäßig nach ca. 500 bis 600 km. Nach ca. 1.000 km.

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foto: maxian-"die umweltberatung"

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Sicherheit am Radl

Nachrüstsatz: E-Bike – selbst gemacht!

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6.2 Technische Voraussetzungen des Fahrrads zum Nachrüsten

6. Nachrüstsatz: E-Bike – selbst gemacht!

Zur einfachen Nachrüstung eignen sich nur ­Nabenmotoren, da Tretlagermotoren einen ­speziellen Rahmen benötigen.

Für den Nabenmotor muss genügend Platz in Vordergabel oder Hinterbau des Rahmens vorhanden sein.

Ein Nachbausatz wiegt rund 10 kg. Rahmen und Gabel müssen diese zusätzliche Gewichts­belastung aushalten, ebenso wie die hochfrequenten ­Schwingungen des Motors.

Wird ein Vorderradnabenmotor eingebaut, muss die Gabel dafür zugelassen sein.

Bei dem Vorderradnabenmotor muss auf einen Nabendynamo verzichtet werden.

Hinterradmotoren funktionieren nur in Verbindung mit Kettenschaltungen.

Die Bremsen müssen für das höhere Gewicht und für die höhere Geschwindigkeit geeignet sein.

6.3 Bestandteile eines Nachrüstsatzes:

Wer ein intaktes Fahrrad in der Garage besitzt, kann es auch selber zu einem E-Bike umbauen. Hierfür kann ein Nachrüstsatz gekauft werden.

Akku und Ladegerät

Nabenmotor für Vorder- oder Hinterrad Lenkerdisplay und Steuerungseinheiten

Kabel

Ist der Umbau finanziell rentabel?

Sind die technischen Voraussetzungen dafür gegeben?

Trotz der Kosten sollte der Umbau nur von einem Fachhändler bzw. einer Fachhändlerin durchgeführt werden. Dort wird überprüft, ob das Rad für die zusätzlichen Belastungen überhaupt geeignet ist.

Nachrüstsätze kosten durchschnittlich zwischen € 1.000,– und € 2.000,– (die Montage noch nicht mitgerechnet).

foto: maxian-"die umweltberatung"

• Stellen Sie sich aber vor dem Umbau folgende Fragen:

6.1 Finanzielle Aspekte

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Wussten Sie, dass …

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Wer die Nachrüstung selber durchführt, gilt als Hersteller bzw. Herstellerin und haftet auch dafür.

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Das Radl im Straßenverkehr

Rechtliche Bestimmungen zu E-RADLN

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7.2 Regelung in der StVO im KFG Elektroräder gelten in der StVO (Straßenverkehrsordnung Österreichs) und dem KFG (Kraftfahrgesetz) als Fahrräder und nicht als Kraftfahrzeuge. Gemäß dem Kraftfahrgesetz ist ein Elektrofahrrad in Österreich als Fahrrad, wenn es folgenden Kriterien entspricht: § 1. Abs. 2a KFG 1967 Anwendungsbereich (2a) N  icht als Kraftfahrzeuge, sondern als Fahrräder im Sinne der StVO 1960 gelten auch elektrisch angetriebene Fahrräder mit 1. e  iner höchsten zulässigen Leistung von nicht mehr als 600 Watt und 2. e  iner Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h.

7. Rechtliche Bestimmungen zu E-RADLN Der Trend zum E-Radl hat sich so schnell ausgebreitet, dass die Gesetzgebung nicht nachgezogen hat. Derzeit ist dieses Thema noch eine „Grauzone“. Die EU Richtlinie entspricht nicht einheitlich den Regelungen der StVO und des KFG. Die Rechtslage in Österreich wird von der StVO (Straßenverkehrsordnung Österreichs) und dem KFG (Kraftfahrgesetz) bestimmt.

Für Elektrofahrräder dieser Art besteht keine Helmpflicht und es ist keine Lenkberechtigung bzw. kein Moped­ ausweis notwendig. Es gelten hier ausschließlich die Verkehrsregeln für Fahrräder.

7.1 EU-Richtlinie

7.3 Ausrüstungsvorschriften für Elektrofahrräder

Die EU-Richtline 2002/24/EG über die Typen­ genehmigung für zweirädrige und dreirädrige Kraftfahrzeuge wurde am 18. März 2002 vom Europäischen Parlament und dem Rat verabschiedet.

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foto: maxian-"die umweltberatung"

In Artikel 1 werden „Fahrräder mit Trethilfe, die mit einem elektromotorischen Hilfsantrieb mit einer ­maximalen Nenndauerleistung von 250 W a ­ usgestattet sind, dessen Unterstützung sich mit zunehmender Fahrzeuggeschwindig­keit progressiv verringert und beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 km/h {...} unterbrochen wird“ von der Typenprüfung befreit. Pedelecs, die diese technischen Spezifikationen überschreiten, müssen typengenehmigt und als „Kleinkrafträder“ zugelassen werden – mit allen Konsequenzen, wie entsprechenden Bremsen, Spiegeln, Reifen, Motorradhelm etc.

Wie auch herkömmliche Fahrräder, müssen Elektroräder folgende Ausrüstung aufweisen: •

Klingel

Vorderlicht

Rücklicht

Rückstrahler

Reflektoren an Speichen und Pedalen

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e

Rechtliche Bestimmungen zu E-RADLN

Rechtliche Bestimmungen zu E-RADLN

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7.4 Wichtige Verkehrsregeln für E-Bikes Beim Abbiegen ist immer ein Handzeichen zu geben.

Beim Zufahren auf Kreuzungen muss das Tempo soweit gedrosselt werden, dass Stoppen jederzeit möglich ist.

Tempolimits müssen auch mit dem E-Bike eingehalten werden.

Das Tempo sollte dem eigenen Können angepasst werden.

Die Verkehrstafel „Vorrang geben“ (ein am Kopf ­stehendes Dreieck) oder eine Stopptafel gelten auch für RadfahrerInnen.

FußgängerInnen haben am FußgängerInnen­ übergang immer Vorrang.

Schienenfahrzeuge und Einsatzfahrzeuge haben Vorrang.

Beim Vorbeifahren an parkenden Autos ist ein Sicherheitsabstand einzuhalten und es muss auf sich öffnende Autotüren geachtet werden.

foto: maxian-"die umweltberatung", praschl

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Aufpassen auf FußgängerInnen, die neben dem Radweg gehen! Nicht alle FußgängerInnen achten auf RadfahrerInnen, wenn sie den Radweg kreuzen.

Das Radfahren gegen die Einbahn ist nur bei entsprechender Hinweistafel erlaubt.

Ist eine Radfahranlage vorhanden, so muss diese grundsätzlich von RadfahrerInnen benützt werden. Ausgenommen von der Benützungspflicht (Wahlmöglichkeit) sind einspurige Fahrräder mit Anhängern, die unter 80 cm breit. (Fahrräder mit sonstigen ­Anhängern und mehrspurige Fahrräder dürfen Radfahranlagen nicht benützen.)

Solange RadfahrerInnen eine Radfahranlage ­benutzen, haben sie gegenüber anderen VerkehrsteilnehmerInnen Vorrang. Bei Verlassen einer Radfahranlage gilt Nachrang, d. h überqueren RadlerInnen eine ungeregelte Kreuzung mit einer RadfahrerInnen-Überfahrtmarkierung, so sind sie im Vorrang. Endet die Radfahranlage vor einer Straßenquerung, so sind die RadlerInnen im Nachrang.

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Mit dem Radl zur Arbeit

Sicherheit

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8.2 Sicherheit fürs Elektrorad Tipp!

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Ein ungesichertes Fahrrad wird schnell gestohlen. Gleiches gilt für schlecht gesicherte Fahrräder. Akkus sind ebenfalls eine begehrte Beute bei DiebInnen. Sperren Sie Ihr Rad daher immer ab! Am besten an belebten und beleuchteten Plätzen, da FahrraddiebInnen am liebsten unbeobachtet und ungestört „arbeiten“. Das richtige Schloss Allgemein gilt das Credo „Je teurer die Schlösser, desto sicherer.“ Aber auch das Gewicht spielt eine Rolle: Schwere Schlösser sind stabiler. Sichere Schlosstypen sind Panzerkabel und Bügelschlösser.

8

Sicherheit

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Bügelschlösser: Bügelschlösser haben einen massiven, u-förmigen Bügel aus gehärtetem Stahl, der mittels Bolzenschneider nur sehr schwer zu knacken ist. Ganz allgemein sind Bügelschlösser die sichersten Fahrradschlösser. Allerdings sind sie auch die gewichtsmäßig schwerste und unflexibelste Lösung.

foto: maxian, rainer

Unsichere FahrerInnen oder NeueinsteigerInnen sollten mit einem Elektrofahrrad zuerst vorsichtig üben. Wichtig ist es, sich ans Bremsen und Anfahren zu gewöhnen. Ein Helm ist ratsam. RadlerInnen sind mit einem Elektrofahrrad meistens schneller unterwegs als mit einem normalen Fahrrad. Aufgrund der schnell erreichbaren, hohen Geschwindigkeit und des höheren Fahrzeuggewichts sollten Sie beim Kauf eines E-Bikes auch auf einen stabilen Rahmen achten. Durch die zusätzlichen Belastungen durch Antrieb und Bremsvorgänge sind standfeste, gut wirkende Bremsen sehr wichtig.

Panzerkabel: Ein Panzerkabel besteht aus einem Drahtseil-Kern mit zusätzlicher Armierung aus Stahlbändern. Durch den vergrößerten Durchmesser wird es für DiebInnen außerordentlich schwer, einen Ansatzpunkt für den Bolzenschneider zu finden. Ein Nachteil dieser Schlossart ist das Gewicht.

- "die umweltberatung"

8.1 Sicherheit für die RadlerInnen

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e

Sicherheit

Das Radl mal anders

Fahrradcodierung Einen weiteren Schritt für mehr Sicherheit bietet die Radcodierung. Dabei wird ein Code in den Rahmen des Fahrrads geschliffen, der zusammen mit den Daten des Besitzers bzw. der Besitzerin bei der Polizei registriert wird. Falls das Rad gestohlen wird und später wieder auftaucht, kann der Besitzer bzw. die Besitzerin anhand der Codierung rasch ausfindig gemacht werden. Die Codierung schreckt vor allem EinzeltäterInnen ab, weil es Ihnen zu aufwändig erscheint, die Zahlen aus dem Rahmen zu schleifen. Dennoch ist die Codierung keine Garantie gegen Diebstahl und ersetzt keinesfalls ein gutes Schloss. Fahrradversicherung Fahrräder können gegen Diebstahl versichert werden. Fahrraddiebstahlversicherungen werden meist gleich beim Fahrradverkauf abgeschlossen. Nur wenige ­Versicherungsgesellschaften bieten sie direkt an. Es gibt aber die Möglichkeit, über Vereine und Organisationen wie ARGUS, VCÖ und ÖAMTC eine Fahrraddiebstahlversicherung abzuschließen. Die Prämien betragen zwischen 6 und 12,5% des Radpreises.

9. Verleih von Elektrofahrrädern 9.1 E-Bike Verleih in Tourismusregionen Europas Elektrofahrräder haben in den letzten Jahren die ­Möglichkeiten der Fahrradmobilität neu definiert. Die zügige und entspannte Fortbewegung auf zwei Rädern bietet Raum für neue Geschäftsmodelle. Die rasante technische Entwicklung, die Ansprüche der NutzerInnen und die Höhe der Investitionen ­erfordern inzwischen die professionelle Planung und Umsetzung jeder Form des Fahrradverleihs.

Tipp!

Web-Tipp!

@

 inen guten Überblick über Fahrradversicherungen E bietet die Arbeiterkammer: www.arbeiterkammer.at/bilder/d38/Diebstahl­ versicherung_Fahrraeder.pdf

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foto: initiative e-mobil in niederösterreich

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Schließen Sie eine Haftpflichtversicherung für RadlerInnen ab. Diese Versicherung ist wichtig, wenn z. B. eine Person nach einem Zusammenstoß mit einem Fahrradfahrer bzw. einer Fahrradfahrerin verletzt wird und Schadenersatzforderungen geltend macht. Die private Haftpflichtversicherung übernimmt dann diese Forderungen bzw. wehrt unberechtigte Forderungen ab.

Einige Tourismusregionen in Europa bieten bereits den Verleih von Elektrofahrrädern an. Eine Vorreiterrolle weltweit nimmt hier jedoch die Wachau ein!

9.2 Elektromobilität in der Wachau – mit Spaß und „Rückenwind“ durch die Wachau Das Land Niederösterreich hat sich im Rahmen der Initiative „e-mobil in niederösterreich“ mit einem der größten Energieversorger Österreichs (EVN) und den führenden österreichi-

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Verleih von Elektrofahrrädern

schen ExpertInnen im Bereich Finanzierung (Raiffeisen-Leasing) als PartnerInnen zusammengeschlossen, um – gemeinsam mit der Donau Niederösterreich Tourismus, dem Arbeitskreis ­Wachau und zahlreichen Tourismusunternehmen – ein flächendeckendes touristisches Elektromobilitäts-Angebot für Gäste der Region Wachau zur Verfügung stellen zu können. Das Einzigartige an diesem gemeinsamen Projekt: Eine ganze Tourismusregion mit knapp 50.000 EinwohnerInnen, noch dazu UNESCO-Weltkulturerbe und „Best Historic Destination in the World” („National Geographic Traveler Magazine”), wird elektro-mobil. Mit E-Fahrrad, E-Scooter und Segway lassen sich nun auch die geheimsten Winkel, Sehenswürdigkeiten und Schätze der Wachau erkunden, und problemlos längere, anspruchsvolle Touren absolvieren. Mit Elektromobilität kommen Sie einfach weiter, haben Spaß an einer neuen Art der Mobilität und tun dabei auch noch etwas für die eigene Gesundheit.

10. Umweltaspekte

Web-Tipp!

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 ie Elektrofahrzeuge können bei speziell D gekennzeichneten Verleihstationen in der Region ausgeliehen werden – die aktuelle Liste finden Sie auf www.wachau.at/e-mobil

Einen Überblick über die E-RADL-Routen durch die Wachau und die Stromtankstellen finden Sie in dieser Broschüre auf der hinteren Umschlagseite innen! Web-Tipp!

@

www.wachau.at/e-mobil

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foto: maxian-"die umweltberatung"

Neben fünf öffentlichen Stromtankstellen in Krems, Spitz, Aggsbach Dorf, Emmersdorf und Melk finden sich bei Verleihstationen betriebliche Stationen zum Laden der Elektrofahrzeuge. Getankt wird dabei natürlich ausschließlich 100% Ökostrom. Elektro-mobil unterwegs zu sein bedeutet somit auch die Gewissheit, nachhaltig etwas für Umwelt und Klima zu tun.

Elektrofahrräder verursachen zwar keine lokalen Emissionen, aber durch Akkus und Elektronik fällt zusätzlicher Müll an. Kurze und mittlere Autostrecken können mit gutem Gewissen durch das E-Bike ersetzt werden. Die Hälfte der Autofahrten ist kürzer als 5 Kilometer, hier bietet sich die Alternative Elektrorad an. Wenn Elektrofahrräder Fahrten umweltschädlicher Fahrzeuge ersetzen und zudem den Modal Split der Muskelkraftfahrzeuge erhöhen, wirkt sich das auf die Umwelt- und Gesundheitsbilanz positiv aus. Jedoch könnte es auch zu Verdrängungseffekten kommen, wenn das Elektrofahrrad statt des herkömmlichen Fahrrads benützt wird; diese sind jedoch nach bisheriger Erfahrung gering. Wichtig ist auch der Umgang mit dem Strom. Der Strom kommt ja bekanntlich nicht aus der Steckdose, er muss vorher produziert werden. Das geschieht durch verschiedene Methoden, die sich in ihrer Umweltfreundlichkeit bzw. -schädlichkeit unterscheiden. Stromanbieter, die nachweislich erneuerbare Energieträger für die Stromerzeugung verwenden, sind zu bevorzugen. Tipp!

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Informieren Sie sich bei Ihrem Stromanbieter, wie der Strom für Ihren Haushalt und somit für Ihr Elektrofahrrad hergestellt wird.

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Mit Zug und Ausblick Radl

11. Ausblick

Optimierungspotenzial: Akkus sind in ihrer Handhabung empfindlich und besitzen noch eine sehr beschränkte Lebensdauer. Für Entsorgung gibt es – wie leider bei Computern und Handys auch – bislang keine optimale ökologische Lösung. Das Recycling steckt noch in den Kinderschuhen. Wir sollten auch nicht vergessen, dass wir viele Wege mit dem herkömmlichen Fahrrad oder sogar zu Fuß und damit ohne technische Hilfestellung, leicht und bequem zurücklegen können!

Das Image von E-Bikes hat sich in den letzten Jahren radikal geändert. E-Bikes gelten als trendiges Verkehrsmittel für den „modernen Menschen von heute“. Der Markt für Elektrofahrräder boomt. Im Jahr 2009 wurden in Österreich rund 12.000 E-Bikes verkauft. Im Jahr 2015 ist der Verkauf von 75.000 E-Bikes realistisch (Quelle VCÖ 2010).

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E-Bikes stellen mit großer Wahrscheinlichkeit die Vorhut für eine zukünftige Elektrifizierung des motorisierten Individualverkehrs dar und die Elektroräder schulen den Umgang mit Elektromobilität für die zukünftigen Generationen. foto: ktm fahrrad gmbh

Dennoch stehen wir erst am Anfang einer neuen Epoche der Mobilität. Die Potentiale des Elektromotors am Fahrrad sind in ihrer Tragweite noch nicht ganz erkennbar. Einerseits bieten sogar Supermärkte und Baumärkte E-Bikes zum Verkauf an, die KonsumentInnen haben bei den vielen Typen und HerstellerInnen die Qual der Wahl und die Preise sind aufgrund steigender Produktzahlen im Sinken begriffen. Andererseits ist die Achillesferse der Elektromobilität nach wie vor die Batterie. Ohne Zweifel sind die Fortschritte in der Batterietechnologie sehr beachtlich, allerdings gibt es hier auch noch einiges an

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Das „leichte und komfortable“ Radln mit elektrischer Unterstützung bewirkt, dass schon viele ÖsterreicherInnen ihr Auto stehen lassen und auf das Rad umsteigen. In diesem Sinne wünschen wir uns, dass durch das E-Radl viele neue RadlerInnen auf den Geschmack kommen.

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Glossar 12. Glossar/Stichwortverzeichnis

Drehmoment Das Drehmoment bezeichnet die Kraft, die ein Antrieb auf eine Drehbewegung ausübt (vergleichbar mit der Kraft bei geradlinigen Bewegungen). Das Drehmoment wirkt auf einen Körper, der sich um einen festgehaltenen Punkt dreht. Beim E-RADL ist das verfügbare Drehmoment ein Indikator für die zur Verfügung stehende Unterstützungskraft. Je höher das maximale Drehmoment ist, desto mehr Hilfe bekommt der Radler bzw. die Radlerin beim Treten und gewinnt so schneller an Geschwindigkeit oder bewältigt größere Steigungen leichter.

Freilauf des Motors Mit „Freilauf des Motors“ bezeichnet man die Tatsache, dass beim Pedelec oder E-RADL die Motorunterstützung aussetzt, wenn nicht getreten wird.

Gleichstrommotor Bei einem Gleichstrommotor handelt es sich um eine ­Maschine zur Umwandlung von elektrischer in mechanische Energie. Unter einer Gleichstrommaschine versteht man eine rotierende elektrische Maschine, die mit Gleichstrom betrieben wird bzw. Gleichstrom liefert. Als Gleichstrom wird ein elektrischer Strom bezeichnet, dessen Richtung sich nicht ändert.

Kilowattstunde 1 kWh ist die am häufigsten verwendete Einheit für Energie oder Arbeit. 1.000 Wattstunden entsprechen einer Kilowattstunde. Mit dieser Menge Energie könnte man eine Glühbirne mit 50 Watt 20 Stunden lang betreiben (20 * 50 = 1.000 Wattstunden) bzw. eine Energiesparlampe mit 11 Watt 90 Stunden lang. Um zu zeigen, wieviel Energie 1 kWh hat, folgen hier noch einige Beispiele: 1 Tonne Eisen kann mit 1 kWh auf 367 m hochgehoben werden, ein Auto mit dem Gewicht von 1.000 kg kann auf 60 km/h beschleunigen, 1000 Liter Wasser können um ca. 0,9° C erwärmt werden.

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Glossar

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Ladezyklus Jedes Auf- und Entladen des Akkus bezeichnet man als Ladezyklus. Ein Ladezyklus ist immer definiert als eine ­Folge von Stromentnahme und -zufuhr, egal welcher Entlade oder Ladezustand dabei erreicht wird.

Modal Split Modal Split wird in der Verkehrsstatistik die Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel genannt. Eine andere gebräuchliche Bezeichnung im Personenverkehr ist Verkehrsmittelwahl. Der Modal Split ist Folge des Mobilitätsverhaltens der Menschen und der wirtschaftlichen Entscheidungen von Unternehmen einerseits und des Verkehrsangebots andererseits.

Nabenmotor (Elektro-Nabenmotor) Ein Radnabenmotor ist ein Motor, der direkt in ein Rad eines Fahrzeuges eingebaut ist und gleichzeitig die Radnabe trägt. So umläuft ein Teil des Motors, als Außen­läufer das Rad.

Nenndauerleistung Die Nenndauerleistung bezeichnet die Leistung, die der Motor über einen bestimmten Zeitraum abgeben darf. Diese Leistung wird in erster Linie durch den elektronischen Controller gesteuert.

Tiefentladung Unter Tiefentladung eines Akkus versteht man die Stromentnahme bis zur nahezu vollständigen Erschöpfung der Ladekapazität. Da Tiefentladungen schädlich für den Akku sein können, sollten sie nach Möglichkeit vermieden werden.

Tretlager Mit Innenlager oder Tretlager werden zusammenfassend die Lager am Fahrrad bezeichnet, in denen die Tretlagerwelle gelagert ist und an der die Tretkurbeln befestigt sind. Das Innenlager ist das am stärksten belastete Lager am Fahrrad.

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Literatur

Glossar

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Tretlagermotor Tretlagermotoren liegen unterhalb des Sattelrohres, zentral am Rad-Tiefpunkt. Der Motor zieht hinter dem vorderen Kettenblatt direkt am unteren Kettenstrang. Daraus resultiert eine sehr direkte Wirkung an der Tretkurbel. Eine Rücktrittbremse ist bei diesen Rädern ebenso wenig möglich wie Rekuperation (= Rückführung der Energie).

Die Linkangaben wurden recherchiert am 9.7.2010 Fehlau Gunnar, Barzel Peter: Das E-Bike: die neuen Fahrräder mit elektrischer Antriebsunterstützung; Typen – Modelle – Komponenten 1. Aufl., Bielefeld, Delius Klasing, 2009

Wattstunden (Wh) und Volt Die in einem Akku gespeicherte Ladung wird in Amperestunden (Ah) gemessen. Aus dem Produkt von Ladung (Ah) und Spannung (V) errechnet sich wiederum die ­maximal speicherbare Energie in Wattstunden (Wh). Die Energiedichte eines Akkus erschließt sich wiederum über die Energie, die pro Masse eines Stoffes gespeichert wird (Wh/kg).

Smolik Christian, Bollschweiler Michael & Ziese Verena: Das Elektrorad: Typen, Technik, Trends 1. Aufl., Bielefeld, BVA, Bielefelder Verl., 2010 VCÖ (2009): Potenziale von Elektro-Mobilität Schriftenreihe, „Mobilität mit Zukunft“, 2009 "die umweltberatung" (2010): Das Elektrofahrrad – Fahren mit Rückenwind www.umweltberatung.at/start.asp?ID=36835&b=3822 Easy-bikes.at: Die e-bikes (Pedelecs) im Betrieb www.easy-bikes.at/anleitung.html elektrorad.com: Fortschritte in der Akku-Technologie www.elektrorad.com/index.php?option=com_content& task=view&id=14&Itemid=4

foto: maxian-"die umweltberatung"

Energie Tirol/Klimabündnis Tirol/Land Tirol (2010): Pedelecs. Tirol auf D’rad. Tipps und Hinweise für den Kauf von Fahrrädern mit Elektroantrieb!

50

Energieinstitut Vorarlberg/Kairos [Hg.] (2010): PEDELECS. Orientierungshilfen für den Kauf von elektrisch unterstützten Fahrrädern Klima Aktiv (2010): klima:aktiv mobil Elektro-Fahrradförderung www.klimaaktiv.at/article/articleview/82415/1/11995/%29

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Literaturverzeichnis

Elektrofahrzeuge vom Profi in Baden seit 8 Jahren NUR E-Fahrzeuge! Service, Ersatzteile, Raparatur

Land Niederösterreich, Abteilung für Gesamtverkehrsangelegenheiten: Sicheres Radln www.radland.at/index.php?id=25 [9.7.2010]

Elektro - Fahrräder, Pedelecs Elektro - Scooter (rechtlich Fahrrad) Elektro - Mopeds 45 km/h Elektro - Mopedauto 45km/h Elektro - Motorräder bis 100km/h Elektro - Wasserscooter

Lebensland Kärnten (2010): Rechtslage nach der Straßenverkehrsordnung für Elektrofahrräder in Österreich. www.lebensland.com/rechtslage-nach-der-strassenverkehrsordnung-fuer-elektrofahrraeder-in-oesterreich.html ÖAMTC (2009): Rechtsgrundlage für E-Bikes. www.oeamtc.at/index.php?type=article&id=1138069&me nu_active=0307

O.Ö. Energiesparverband: www.esv.or.at/fileadmin/redakteure/ESV/Info_und_Service/Publikationen/E-Fahrrad_fin.pdf Wien.at (2010): Fragen und Antworten zur Förderungsaktion in Wien www.wien.gv.at/umwelt/natuerlich/pdf/e-bike-fragen.pdf

Weiterführende Web-Links www.pedelecforum.de, www.elektrorad.com www.elektro-fahrrad.at, www.elektrofahrrad.ws www.e-ways.de, www.oeamtc.at www.argus.at, www.vcö.at, www.motomobil.at www.arboe.at, www.oekonews.at

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Ökonews (2010): Elektroräder in Städten schneller als Autos www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1050684

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Peter Nejedly - Handelsunternehmen Klesheimstr. 18, A-2500 Baden bei Wien Tel. 0664-2005831, eMail: office@scooterman.at Web: www.scooterman.at Webshop: www.escootershop.at

Impressum Verleger: Pro Umwelt GmbH, Grenzgasse 12, 3100 St. Pölten Für den Inhalt verantwortlich: Markus Maxian – "die umwelt­ beratung", Umweltschutzverein Bürger & Umwelt Lektorat und fachliche Beratung (in alphabetischer Reihen­ folge): Manfred Bürstmayr, Karin Dietrich, Gerald Franz, Astrid Huber, P ­ auline Kirchweger, Martina Nachbaur, Wolfgang Resch, Michael Schwingshackl, Katja Sengthaler, Franziska Simmer Mit Unterstützung von: ecoplus (Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich) Gestaltung: MD-design, Markus Damböck, agentur@md-design.at Druck: Janetschek GmbH, 3860 Heidenreichstein 1. Ausgabe, April 2011

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