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DAS MAGAZIN FÜR STROMEFFIZIENZ IM GEBÄUDE 21. Ausgabe – Herbst / Winter 2019

JAHRE Jubiläum

PRÄGEND

Mit Elan für Energieeffizienz


Im Fokus Mit vereinten Kräften | Grusswort Benoît Revaz, BFE

4

eco2friendly – damals und heute

5

eco2friendly – die letzen 10 Jahre | Timeline

7

Das Klimaziel ist klar – Zeit zu starten Prof. Dr. Thomas Stocker, Universität Basel

11

Klimaentwicklung in der Schweiz | Infografik

12

Die Erdölgewinnung verliert ihren Reiz Dr. phil. Daniele Ganser, SIPER

14

Energiestrategie 2050 in Kürze Prof. Dr. Olivier Steiger, HSLU

16

Edler Jubiläumswettbewerb

18

Jubiläumswettbewerb

Jetzt teilnehmen und gewinnen!

Energie und Gesellschaft Kleines Haus, aber oho

20

Vom Abfall zum Strom

22

Blitzschutz, eine gute Investition

24

Kirchen verheizen unnötige Energie

25

Energiesparen dank der Cloud

26

Weiterbildung Trainings am BBZ Biel: im Westen viel Neues

29

Gebäudeinformatik (GIN) in allen Bauphasen

30

Vernetztes Lernen am Modell

33

Gebäudeautomation Automatisch energieeffizient 

34

Gebäudetechnik realitätsnah abbilden

35

Original erhalten und intelligent saniert

36

Storenschutz im Winter

38

Automation in topmoderner Bürolandschaft

40

Sprachsteuerung revolutioniert unser Leben

42

Eine Welt, die Lernen leichter macht

44

Nachhaltige Zukunft dank Energiemonitoring

46

Lichtsteuerungen einfach erweitern

48

Sonnenschutz für hohe Wohnqualität

50

Wetterfühlige Effizienz

52

Tradition trifft Moderne

53

Inhalt eco2friendly-Magazin

2


Lichtmanagement im Grossraumbüro

54

Bewegungsmelder für Licht und Klima

57

Smarte Verteilerschaltuhr für Gartencenter

59

Smarthome leicht gemacht

60

Stets mit seinem Zuhause verbunden

61

Licht

«Die Dekarbonisierung muss konsequent ­umgesetzt werden» Roger Altenburger Geschäftsführer, Otto Fischer AG

Geschätzte Leserinnen und Leser

Künstliches Licht ist mehr als Strahlkraft Daniel Tschudy, SLG

62

Förderprogramm für Beleuchtungsanlagen

63

Biologisch wirksames Licht

64

Intelligente Lichtsysteme intuitiv bedienen

66

Innovative Bürobeleuchtung wird erlebbar

68

Superhelden mit Charme

69

Perfekte Work-Light-Balance

71

«Friday for future» – unsere Jugend stellt lautstark ihre Forderungen, dass die Erwachsenen ihre Verantwortung bezüglich unserer Umwelt endlich wahrnehmen sollen. Die Ergebnisse aus unzähligen Studien zeigen: Sie haben recht! Wir haben über Generationen die Ressourcen unseres Planeten benutzt und haben nicht bemerkt, dass wir damit mehr und mehr übertreiben. Warnungen und Hinweise von Wissenschaftlern haben wir süffisant igno-

Solar

riert und uns vor der Wahrheit versteckt. Doch nun er-

Sonnenklar: Photovoltaik setzt sich durch David Stickelberger, Swissolar

72

Auswirkungen dieses Verhalten hat.

Solarstrom kann die Schweiz versorgen 

73

Vor zehn Jahren haben wir von eco2friendly den Klima-

Wenn Solarmodule altern

74

wandel als grösstes gesellschaftliches Problem erkannt

Farbige Zukunft für Solarmodule

76

Mit dem PV-Virus angesteckt

78

kennen wir auf dem gesamten Planeten, welche

und wir haben uns entschlossen, etwas dagegen zu tun – Deshalb gründeten wir das Programm eco2friendly. Natürlich war uns bewusst, dass wir als Programm aus der Schweiz kaum wahrgenommen werden und da-

E-Mobility

durch wenig Einfluss haben würden. Aber nichts zu tun,

Der Verbrennungsmotor hat ausgedient Dr. Jörg Beckmann, Mobilitätsakademie und Verband Swiss eMobility

80

haben schon damals erkannt, dass die Dekarbonisie-

E-Cargo-Trikes für städtischen Transport

81

Ladelösungen brauchen ein klares Konzept

82

Energiesparen dank Piercing-Kontaktierung

85

Einfache und intelligente Ladelösung 

87

das konnten wir uns auch nicht vorstellen. Denn wir rung und die Elektrifizierung interessante Lösungsansätze sind. Inzwischen ist viel geschehen und wir freuen uns heute über eine breite Akzeptanz für unser Programm. Denn das ehrliche und leidenschaftliche Engagement hat viele Menschen davon überzeugt, sich für unsere Anliegen zu interessieren – vor allem die über 40 Leading

Nachgefragt Gebäudeautomation als Standard ist vorprogrammiert Reto Steinmann, Schneider Electric (Schweiz AG) und Feller AG.

Partner und über 700 Installateure, welche als Partner 88

bei uns aktiv sind. Wir haben also viel Potenzial, um die Gebäudetechnik auch in der nächsten Dekade massgebend mitzugestalten und mit neuen Lösungen um eini-

eco2friendly-Welt

ges energieeffizienter zu machen. Damit die Dekarbo-

Das Programm für Stromeffizienz im Gebäude

90

nisierung konsequent umgesetzt werden kann.

Hier sind Fachleute bestens vernetzt

91

Unsere Leading Partner stellen sich vor

92

Herzlich Ihr Roger Altenburger

eco2friendly-Magazin Energie und Gesellschaft


Mit vereinten Kräften Grusswort: Benoît Revaz

Das CO2-Gesetz ist das Herzstück der

der Heizung, eine Gesamtsanierung oder

Schweizer Klimapolitik. Es erfährt nun

ein energieeffizienter Neubau: Kleine­

eine Revision, über die im Parlament und

bis grosse Massnahmen können viel be-

in der Bevölkerung engagiert debattiert

wirken und werden durch das Gebäude-

wird. Für den Bundesrat ist klar: Um den

programm finanziell unterstützt.

Klimawandel aufzuhalten, müssen wir die CO2-Emissionen senken. Dies hat die

«Es gibt viele gute Gründe, in die Energieeffizienz des Schweizer Gebäudeparks zu investieren.»

Die CO2-Emissionen im Gebäudebereich

Schweiz mit dem Unterschreiben des

zu senken, ist aber nicht nur Sache der

­Pariser Klimaabkommens bekräftigt. Sie

Kantone oder des Bundes, und finanzielle

will die CO2-Emissionen im Inland bis

Anreize sind nur die halbe Miete. Um das

2030 um mindestens 30 Prozent gegen-

Absenkungsziel zu erreichen, sind die

über 1990 reduzieren. Der Gebäudebereich

staatlichen und kantonalen Behörden auf

kann hierzu einen wichtigen Beitrag leis-

die enge Zusammenarbeit mit der Bau-

ten, denn er verbraucht rund 45 Prozent

und Fachbranche angewiesen. Das BFE

des Endenergiebedarfs der Schweiz und

unterstützt einerseits verschiedene ­Labels

ist damit für einen wesentlichen Anteil

sowie den schweizerischen Ingenieur-

der Treibhausgasemissionen verantwort-

und Architektenverband SIA bei der Er­

lich. Das Sparpotenzial im Gebäudebe-

arbeitung von Normen für den Energie­

reich ist hoch und sollte unbedingt ge-

bereich. Andererseits fördert es Aus- und

nutzt werden.

Weiterbildungen, damit genügend Fachleute über die neusten Innovationen­

Der Bund spielt dabei eine subsidiäre ­Rolle.

im Gebäudebereich informiert und auf

Benoît Revaz leitet seit Oktober 2016

Für Massnahmen, die den Verbrauch von

­deren Anwendung geschult sind.

das Bundesamt für Energie (BFE).

Energie in Gebäuden betreffen, sind ge-

Im Fokus eco2friendly-Magazin

mäss Verfassung vor allem die Kantone

Allen Beteiligten – dem Bund, den Kanto-

zuständig. Es ist daher erfreulich, dass

nen, der ­Branche und der Bevölkerung –

sich die Konferenz der kantonalen Ener-

soll klar sein, dass energieeffizientes

giedirektoren in ihrem Leitbild zur lang-

Bauen mithilfe von erneuerbaren Ener­

fristigen Entwicklung der interkantonalen

gien sich nicht nur für die Umwelt, son-

Gebäudepolitik zum Ziel gesetzt hat, die

dern auch für den Geldbeutel und sogar für

Emissionen aus Gebäuden bis 2050 auf

die Ästhetik lohnt. Es gibt viele gute

einen Wert von minus 80 Prozent gegen-

Gründe, in die Energieeffizienz des

über 1990 zu senken. Der Bund unterstützt

Schweizer Gebäudeparks zu investieren.

die Kantone unter anderem mit dem

Aber nur gemeinsam kommen wir zum

­Gebäudeprogramm, das die Verminderung

Ziel – gerade deshalb ist es wichtig, dass

des Energieverbrauchs und der Treibhaus-

sich auch Programme w ­ ie eco2friendly

gasemissionen fördert. Sei es eine bessere

für energieeffiziente ­Gebäude einsetzen.

Dämmung der Gebäudehülle, der Ersatz

Packen wir es an!

4


eco2friendly – damals und heute Vor 10 Jahren wurde eco2friendly gegründet. Die Ziele, die damals gesetzt wurden, waren revolutionär. Heute ist es für jedermann klar, dass wir unser Klima mit Energiesparmassnahmen schützen müssen. Stimmen die dannzumal gesetzten Ziele noch? Sind wir auf Kurs? Text: eco2friendly

Als im Jahr 2009 das Programm eco2friendly

kann man enorm viel Energie sparen.

und Bauherren zum Thema Energieeffizi-

gegründet wurde, waren die Klimaerwär-

Ausser­dem beeinflusst eco2friendly eine

enz zu sensibilisieren, zu informieren und

mung und der CO2-Ausstoss noch kein sehr­

ganze Branche und führt nicht nur eine

auszubilden. Fischer formulierte dies so:

aktuelles Thema. Eco2friendly wurde be­

Einzelaktion durch.»

«Wir wollen in den Köpfen etwas verändern und unsere Branche sensibilisieren. Wir

lächelt, und es wurde bezweifelt, ob das Programm etwas bewirken würde. Nach 10 Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass der

Für das Thema Energieeffizienz sensibilisieren

übernehmen eine Vorreiterrolle.»

Klimawandel, von dem man sprach, nicht

«Eine sorgfältige Planung der Elektroin­

Höhere Wohnqualität und mehr Komfort

nur eine Panikmache war. Heute ist klar,

stallation kommt in den meisten Fällen zu

«Elektroinstallationen werden immer noch

dass sich unser Klima, wenn wir nichts un-

kurz, billige Lösungen sind an der Tages-

unterschätzt» sagte Fischer damals, «es

ternehmen, so stark verändern wird, dass

ordnung», sagte Patrick Fischer ebenfalls

wäre doch schön zu sagen: Meine Wohnung

es für unsere Umwelt negative Folgen gibt.

vor 10 Jahren. Diese Tatsache gilt leider

kennt mich!» Heute sind wir tatsächlich so

Deshalb hat der Bundesrat die Energie­

heute noch vermehrt. Deshalb ist die Auf-

weit: Wer intelligente Systeme einsetzt und

strategie 2050 entwickelt, und im Jahr 2017

gabe von eco2friendly auch für die Zukunft

Synergien nutzt, kann durch seine Elektro­

stimmte die Schweiz an der Urne dafür.

klar, nämlich mit gezielten Massnahmen

installation mehr Wohnqualität schaffen.

Elektroinstallateure, Architekten, Planer

So schaltet beispielsweise das Licht auto-

Einer der drei Pfeiler der Energiestrategie ist die Energieeffizienz und die Förderung von erneuerbaren Energien – also genau die Ziele von eco2friendly. Bereits vor 10 Jahren sagte Patrick Fischer (VR Otto Fischer): «Eco2friendly setzt den Hebel gesamtheitlich

an.

Wenn

nicht

nur

Einzelteile, sondern ganze Systeme energieeffizient geplant und umgesetzt werden,

 Mit Freude und ­ egeisterung erreichen B wir zusammen mit un­ seren Partnern und unserem Netzwerk die ge­ setzten Ziele: Gebäude, die weniger Energie benötigen und ­zudem selber die Energie für den ­Eigenbedarf produzieren.

Was bedeutet der Name eco2friendly? Der Name von eco2friendly kommt nicht von ungefähr. Er sagt aus, um was es in dem Programm geht: Er setzt sich zusammen aus eco und friendly, was so viel wie umweltfreundlich heisst. Mitten im Wort kann man zudem CO2 herauslesen, was für den CO2-Ausstoss steht, den es zu reduzieren gilt, damit sich das Klima nicht noch mehr erwärmt.

5

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Die «schreiende Frau» hat die Branche «auf­ gerüttelt und entstaubt».

matisch ab, wenn sich niemand mehr im

Auswirkungen sind spürbar: verschobene

entsprechenden Raum befindet. Oder man

Jahres­zeiten, die Erwärmung der Weltmeere

passt die Zeit, in der zu Hause geheizt wird,

und schmelzende Gletscher sind nur einige

dem Tagesablauf an, damit am Abend die

der Anzeichen. Mit gezielten Massnahmen

Wohnung kuschelig warm ist.

können wir eingreifen, damit Mensch und Umwelt im Einklang leben können. Die

Tiefere Energiekosten

­Natur braucht Partner – auch aus der Wirt-

Bei den steigenden Energiekosten ist es

schaft. Eco2friendly ist damals nicht einfach

heute unverzichtbar, umweltschonende

auf den grünen Zug aufgesprungen. Zusam-

und energieeffiziente Elektroinstallationen

men mit allen Leading Partnern bietet

zu planen. Denn auch wer alternative Ener-

eco2friendly aktiv konkrete Lösungen an.

giequellen, elektrische Wärmepumpen oder

Von der Planung bis zu den Materialien:­

Minergie- und Passivhäuser nutzt, braucht

Wo immer möglich, nutzen eco2friendly-­

Strom. Mit einer sorgfältigen Elektro­

Beteiligte Energie so effizient wie möglich.

eco2friendly-Magazin in neuem Erscheinungsbild

planung leisten wir nicht nur einen positiven Beitrag zum Klimaschutz, sondern senken auch die Energiekosten.

eco2friendly.ch fachleute-finden.ch

Geringere Belastung für das Klima Der Klimawandel ist unter anderem eine Folge des zu hohen CO2-Ausstosses. Die

Im Fokus eco2friendly-Magazin

6

Das Jubiläum von eco2friendly haben wir als Anlass genommen, um das Magazin einem Redesign zu unterziehen. Das Format ist handlicher, der Inhalt lesefreundlicher gestaltet, Druck auf Recyclingpapier, und die Folie ist ebenfalls rezyklierbar.


eco2friendly – die letzen 10 Jahre Vor 10 Jahren wurde das Programm eco2friendly gegründet. In dieser Zeit ist ­einiges geschehen, sei es bezüglich des Klimas, bei eco2friendly selber oder in den vier Fachgebieten Solar, Gebäudeautomation, E-Mobility und Licht. Die Timeline führt durch die 10-jährige Geschichte.

Partner

18

Leading Partner gründen an der ineltec das Programm eco2friendly.

Jahr

2009

Day Erster eco2friedly-Day im Verkehrshaus Luzern.

2010

Klima

ser Daniele Gan von den n, dass wir «Wir wisse rbaren ue f die erne ­fossilen au ten.» ll so n ge ei st ­Energien um 14 Siehe Seite

Explosion der ­Ölplattform Deepwater Horizon.

Solar

4800

Solaranlagen in der Schweiz lieferten 1 ‰ des Strombedarfs in der Schweiz.

E-Mobility

Mit dem Zeroracer gewinnen Tobias Wülser und Frank Loacker das «Zero Emmison Race» in 80 Tagen um die Welt.

Licht Das Glühlampenverbot wird eingeführt.

7

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Evening

Elektriker können einen Messestand mieten.

Erster eco2friendly-Evening an der Ineltec.

Jahr

2011

2012

Klima

2013

Reaktorunfall in Fukushima. Der Bundesrat beschliesst den schrittweisen Ausstieg aus der Atomkraft.

Hochwasser in Mitteleuropa.

Solar Der Solarkatamaran MS Turanor ­umrundet nur mit Solarenergie ­angtrieben die Welt.

GebäudeAutomation

SIA-Norm regelt die Wirkungsqualität von Gebäudesteuerungen.

E-Mobility

205 000 Elektroautos weltweit.

Licht

udy Daniel Tsch einer zu chaft «Licht ist ren Wissens nä li ip sz di ­multi hsen.» ­herangewac Siehe Seite Im Fokus eco2friendly-Magazin

62 8

elberger David Stick zur oltaik wird «Die Photov , die den le el qu Strom wichtigsten und en il s den foss licht.» Ausstieg au ög m er en Energi nuklearen Siehe Seite

72


Partner

70

Elektriker melden sich zur Partnerschaft bei eco2friendly an.

2014

2015

2016 Am WTO Klimagipfel in Paris ­unterschreiben sämtliche Länder die Klimaziele.

cker Thomas Sto rgeiz und «Mit viel Eh e len sind di il W em global ar.» hb ic re er ­Klimaziele

Gesetzliche Regelung, dass der Solarstrom selber verbraucht werden darf. Somit können die ­Besitzer einer PV-Anlage mehr profitieren.

Siehe Seite

52

1 000 000 ann Jörg Beckm d zu obilität wir om tr ek «Die El tein der us Ba en ig ­einem wicht irtschaft.» Kreislaufw Siehe Seite

Bereits über 1 Million Elektroautos weltweit.

80

9

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Day + Summit Fünfter eco2friendly-Day im KKL Luzern mit 500 Teilnehmern. Erster eco2friendly-Summit am Vorabend.

Partner

Trainings

725

Elektriker können sich in ­eco2friendly-Trainings ­weiterbilden ­lassen.

Hersteller und Elektroinstallations­ betriebe sind Partner bei eco2friendly.

Alle Videos Jahr

2017

2018

Klima

2019

Ja zur Energie­strategie 2050. (Lesen Sie den Beitrag auf ­Seite 16 «Energiestrategie in Kürze».

Solar

Solarstrom kann in einer Eigenverbrauchsgemeinschaft genutzt ­werden.

GebäudeAutomation

BIM Digitales Bauen als grosse ­Chance für die ­Gebäudeautomation.

E-Mobility

3 000 000

100 000 Solaranlagen produzieren 3,8 % des Stroms in der Schweiz.

Am Automobilsalon in Genf dominieren

iger Olivier Ste lte en Vorbeha «Die meist isierung at om ut A der ­gegenüber ündet.» sind unbegr Siehe Seite

34

Elektromobile.

5 600 000 Elektroautos weltweit.

Elektroautos weltweit.

Licht Halogenlampenverbot

Im Fokus eco2friendly-Magazin

10


Standpunkt

Das Klimaziel ist klar – Zeit zu starten Die Einsicht, dass der Klimawandel weitreichende negative Auswirkungen mit sich bringt, hat sich mittlerweile bei der Mehrheit der Schweizer Bevölkerung durchgesetzt. Auch die gegen die Verschärfung des Problems beschlossenen Massnahmen können viel bewirken. Aber sie müssen schneller umgesetzt werden.

 Prof. Dr. Thomas Stocker, Präsident Oeschger Zentrum für Klimaforschung (OCCR), Universität Bern

Die Forschung informiert bereits seit

sionen, die der Verkehr verursacht, sind

40 Jahren klar und deutlich über die Verän-

jedoch seit 1990 praktisch konstant geblie-

derungen des Klimas. Fünf umfassende

ben, die Emissionen durch Flugreisen

­Berichte, die der UNO-Weltklimarat seit 1990

­haben sich seit 1990 sogar fast verdreifacht.

verfasst hat, zeigen auf, dass die Welt wärmer

Deshalb braucht es politische Rahmen­

wird, dass der Mensch einen Einfluss auf das

bedingungen in Form eines griffigen Len-

Klima hat und dass eine Begrenzung der

kungsbeitrags auf allen CO2-Emissionen,

­Erhitzung eine rasche und markante Reduk­

damit alle sich am Klimaschutz beteiligen. Der Rückfluss – direkt an die Bevölkerung

Im Jahr 2015 wurde das UNO-Klimaabkommen in Paris verabschiedet – was einen historischen Meilenstein darstellt. Die Umsetzung harzt jedoch. Schliesslich reichen die bisher von den Ländern angekündigten Emissionsreduktionen nicht, um die globale Erwärmung deutlich unter

«Mit viel Ehrgeiz und globalem Willen sind die Klimaziele erreichbar.»

2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Zeiten zu halten. Bei einem «Weiter wie

sowie für Infrastruktur, Innovation und Forschung in unserem Land – würde die Transformation von fossilen zu erneuer­ baren Energien ankurbeln und somit den CO2-intensiven Verbrauch sehr schnell reduzieren. Wenn dies gelingt, dann kann das Pariser Klimaabkommen mit viel Ehrgeiz und globalem Willen eingehalten werden.

tion der CO2-Emissionen erfordert. Ebenso

Auch im privaten Bereich können alle

bisher» wäre gar eine anhaltende Er­

geht aus diesen jedoch hervor, dass einige

etwas zum Klimaschutz beitragen: Ge-

hitzung von nochmals 4 bis 5 Grad Celsius

vom Menschen verursachte Veränderungen

brauch statt Verbrauch, bewusste regiona-

im globalen Mittel – in der Schweiz von­

gar irreversibel sind. Obwohl wir nicht alle

le Ernährung, ein kleinstmögliches oder

6 bis 8 Grad Celsius – bis zum Ende des

Extremereignisse bereits heute der mensch-

kein Auto, das Haus zum lokalen Kraft-

21. Jahrhunderts die Folge. An diese Klima­

gemachten Klimaerhitzung zuschreiben

werk umbauen oder für Distanzen unter

entwicklung müssen wir uns nicht nur

können, ist die Diagnose bei Hitzewellen und

1500 Kilometer auf Flüge verzichten. Eben-

anpassen, wir müssen auch die damit ver­

Starkniederschlägen eindeutig. Denn diese

so wichtig ist es, sich an jeder Wahl und

bundenen Klimaschäden tragen. Je mehr

haben in Stärke und Häufigkeit messbar zu-

Abstimmung zu beteiligen und sich dabei

wir also dagegen unternehmen, desto

genommen.

die Frage zu stellen: «Steht mein Ja oder

­geringer sind die Probleme, die der Klima-

Die Schweiz ist in vielen Bereichen des Kli-

Nein im Einklang mit den Klimazielen der

wandel verursachen wird.

maschutzes gut unterwegs. Die CO2-Emis-

Schweiz?»

11

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Klimaentwicklung in der Schweiz Wie entwickelt sich das Schweizer Klima, wenn die Ziele des internationalen Klimaschutzabkommens von Paris eingehalten werden? Und wie ohne Klimaschutz? Nachfolgender Auszug aus der Broschüre Klimaszenarien CH2018 des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz zeigt die künftigen Entwicklungen.

SommerSommerniederschlag niederschlag

ohneohne 2060 2060 Klimaschutz Klimaschutz

ohneohne 2085 2085 Klimaschutz Klimaschutz

möglichmöglich um Mitteum 21.Mitte Jahrhundert 21. Jahrhundert

möglichmöglich gegen Ende gegen 21.Ende Jahrhundert 21. Jahrhundert

-25 bis-25 +10% bis +10%

-40 bis-40 -5%bis -5%

-30 bis-30 +0%bis +0%

-45 bis-45 -10% bis -10% -15 bis-15 +15% bis +15%

-25 bis-25 bis -20 bis-20 +5%bis +5% +10% +10%

100-jährliches 100-jährliches EintagesniederEintagesniederschlagsereignis schlagsereignis (Winter/Sommer) (Winter/Sommer)

-40 bis-40 bis -35 bis-35 +0%bis +0% +0% +0%

erwarteterwartet um Mitteum 21.Mitte Jahrhundert 21. Jahrhundert

erwarteterwartet gegen Ende gegen 21.Ende Jahrhundert 21. Jahrhundert

+5 % bzw. +5 % +20 bzw. % +20 %

+20 % bzw. +20 % +20% bzw. +20%

+5 % bzw. +5 % +10 bzw. % +10 % +10 % bzw. +10 % +15 bzw. % +15 % +10 % +10 % +10 % bzw. +10 % bzw. bzw. bzw. +10 % +10 % +10 % +10 %

Wärmster Wärmster Tag im TagJahr im Jahr

-25 bis-25 +10% bis +10%

+20 % bzw. +20 % +10% bzw. +10% +20 % bzw. +20 % +20% bzw. +20% +20 % bzw. +20 % bzw. +15% +15%

möglichmöglich um Mitteum 21.Mitte Jahrhundert 21. Jahrhundert

möglichmöglich gegen Ende gegen 21.Ende Jahrhundert 21. Jahrhundert

+1,5 bis+1,5 +5,5bis °C+5,5 °C +2 bis +6 +2 °C bis +6 °C

+2 bis +5,5 +2 bis °C+5,5 °C

+2 bis +2 bis +2 bis +5,5 +2 bis °C+5,5 °C+4,5 °C+4,5 °C

Temperatur Temperatur im Winter im Winter

+4 bis +9 +4 °C bis +9 °C +4 bis +9,5 +4 bis °C+9,5 °C

möglichmöglich gegen Ende gegen 21.Ende Jahrhundert 21. Jahrhundert

+ 2 b is + 3 2 °bCi s + 3 ° C

+1,5 bis+1,5 bis +3,5 °C+3,5 °C

Im Fokus eco2friendly-Magazin

+3,5 bis+3,5 +8,5bis °C+8,5 °C

+3,5 bis+3,5 bis +4 bis +8,5 +4 bis °C+8,5 °C+7,5 °C +7,5 °C

möglichmöglich um Mitteum 21.Mitte Jahrhundert 21. Jahrhundert

+ 2 b i s + 2, b 5 i°sC+ 2, 5 ° C

+15 % +15 % bzw. bzw. +10% +10%

+ 2 b is + 4 2 °bCi s + 4 ° C +2 bis +2 bis +3,5 °C+3,5 °C

+ 3 b is + 5 3 °bCi s + 5 ° C + 3 b is + 5 3 °bCi s + 5 ° C

+3 bis +3 bis +5,5 °C+5,5 °C

12

+ 3 b is + 5 3, b 5 i°sC+ 5, 5 ° C +3 bis +3 bis +5,5 °C+5,5 °C


Die Klimaszenarien CH2018 beschreiben,

nen modernster Klimamodelle mit Beob-

so gibt es doch bedeutsame Unterschiede,

wie sich unser Klima bis Mitte dieses Jahr-

achtungen bisheriger Trends und erlauben

etwa zwischen Mittelland und Alpen, oder

hunderts und darüber hinaus verändern

den bisher genauesten Blick in die Klima-

zwischen Nord- und Südschweiz. Diese

kann. Trockene Sommer, heftige Nieder-

zukunft unseres Landes.

Übersicht zeigt die schweizweiten An­

schläge, mehr Hitzetage und schnee­arme

Die Klimaszenarien CH2018 lassen sich

gaben zu den Klimaszenarien mit regional

Winter sind absehbare Folgen eines unge-

mit einem für die ganze Schweiz gültigen

abgestuften Werten.

bremsten Klimawandels für die Schweiz.

Wert nicht vollständig beschreiben. Sind

Die Klimaszenarien verbinden Simulatio-

die Trends über alle Landesteile ähnlich,

mit mit 2085 2085 Klimaschutz Klimaschutz

möglich um möglich Mitteum 21. Mitte Jahrhundert 21. Jahrhundert

möglich gegen möglich Ende gegen 21. Ende Jahrhundert 21. Jahrhundert

-15 bis +5% -15 bis +5%

-15 bis +10% -15 bis +10%

-20 bis +5% -20 bis +5%

-20 bis +5% -20 bis +5% -10 bis +10% -10 bis +10%

-10 bis -10 bis -15 bis +5% -15 bis +5% +15% +15%

(Winter/Sommer) (Winter/Sommer)

-10 bis -10 bis -15 bis +10% -15 bis +10%+15% +15%

erwartet erwartet um Mitteum 21. Mitte Jahrhundert 21. Jahrhundert

erwartet erwartet gegen Ende gegen 21. Ende Jahrhundert 21. Jahrhundert

+0 % bzw. +0+5 % bzw. % +5 %

+5 % bzw. +5+5% % bzw. +5%

+5 % bzw. +5+5 % bzw. % +5 % +10 % bzw. +10+10 % bzw. % +10 % +5 % bzw. +5 % bzw. +0 % +0 %

Wärmster Wärmster Tag im Tag Jahr im Jahr

+15 % +15 % bzw. bzw. +0 % +0 %

+15 % +15 % +10 % bzw. +10 % bzw. bzw. bzw. +5% +5% +5% +5%

möglich um möglich Mitteum 21. Mitte Jahrhundert 21. Jahrhundert

möglich gegen möglich Ende gegen 21. Ende Jahrhundert 21. Jahrhundert

+0,5 bis+0,5 +3,5bis °C +3,5 °C +1 b i s ++31, 5b°i s C + 3, 5 ° C

+1 bis +3 +1°C bis +3 °C

+0,5 bis+0,5 bis +1 bis +3 +1°C bis +3 °C +3 °C +3 °C

Temperatur Temperatur im Winter im Winter

+0,5 bis+0,5 +3,5bis °C +3,5 °C + 0, 5 b i s++03 , 5, 5b°i s C + 3, 5 ° C

+0,5 bis+0,5 +3 °C bis +3 °C

+1 bis +1 bis +1 bis +3 +1°C bis +3 °C +3 °C +3 °C

möglich um möglich Mitteum 21. Mitte Jahrhundert 21. Jahrhundert

möglich gegen möglich Ende gegen 21. Ende Jahrhundert 21. Jahrhundert

+ 0, 5 b i s++02, 5°b Ci s + 2 ° C + 0, 5 b i s++02, 5°b Ci s + 2 ° C

+5 % bzw. +5+5% % bzw. +5% +5 % bzw. +5+5% % bzw. +5%

+ 0, 5 b i s++02, 5°b Ci s + 2 ° C

+0,5 bis+0,5 bis + 0, 5 b i s++02, 5°b Ci s + 2 ° C +2 °C +2 °C

+ 0, 5 b i s++02, 5°b Ci s + 2 ° C + 0, 5 b i s++02, 5°b Ci s + 2 ° C

+ 0, 5 b i s++02, 5°b Ci s + 2 ° C

+0,5 bis+0,5 bis + 0, 5 b i s++02, 5°b Ci s + 2 ° C +2 °C +2 °C

13

National Centre for Climate Services, Zürich. 24 S. ISBN-Nummer 978-3-9525031-0-2

100-jährliches 100-jährliches EintagesniederEintagesniederschlagsereignis schlagsereignis

-10 bis +10% -10 bis +10%

Herausgeber / Copyright: NCCS (Hrsg.) 2018: CH2018 – Klimaszenarien für die Schweiz,

SommerSommerniederschlag niederschlag

mit mit 2060 2060 Klimaschutz Klimaschutz

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Standpunkt

Die Erdölgewinnung verliert ihren Reiz Die Diskussionen um die fossilen Energien haben sich verschoben – weg vom Peak Oil, hin zu den Folgen für das Klima. Die Konsequenz allerdings bleibt dieselbe: Nämlich, dass es höchste Zeit ist, so umfassend wie möglich auf erneuerbare Energie zu setzen.

 Dr. phil. Daniele Ganser, Schweizer Historiker, Energie- und Friedensforscher, Geschäftsleiter Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER).

Venezuela durch unabhängige Prüfstellen kontrollieren kann, ist es unklar, wohin die

geht viel stärker um den Klimawandel, der

Reise in den nächsten 10 oder 20 Jahre

in den Medien und auch in der Politik in­

gehen wird. Nur für die Nordsee, also

tensiv diskutiert wird. Wir wissen, dass wir

Norwegen und Grossbritannien, ist verläss­

von den fossilen Energien auf 100 Prozent

liches Datenmaterial vorhanden. Und die­

erneuerbare Energien umsteigen sollten.

ses zeigt, dass in der Nordsee die Erdölför­

Immer mehr Menschen gehen diesen Weg.

derung zurückgeht. Daher ist es wichtig, die

Ich bin fest davon überzeugt, dass der

erneuerbaren Energien auszubauen. Die

Mensch ein neues Energiesystem aufbau­

Die Prognosen, die vor 10 Jahren bezüglich Peak Oil gemacht wurden, haben sich be­ wahrheitet. Jedoch nur beim konventionel­ len Erdöl, dieses hat bei rund 70 Millionen Fass pro Tag den Peak erreicht. Aber auch wenn es immer weniger konventionelles Erdöl gibt, so gibt es eben auch noch un­ konventionelles Erdöl. Dazu zählt Ölsand

nur noch eine untergeordnete Rolle. Es

en kann. Denn die erneuerbaren Energien

«Wir wissen, dass wir von den fossilen auf die erneuerbaren Energien umsteigen sollten.»

aus Kanada, Erdöl aus grossen Meerestie­

sind auf dem Vormarsch. Und wenn die Preise für Elektroautos, Wärmepumpen sowie Photovoltaik weiter sinken, können immer mehr Menschen einsteigen. Denn es ist eigentlich ganz einfach: Wenn je­ mand ein Haus neu baut, sollte er ohne Erdöl und Erdgas heizen. Und wenn jemand ein Haus umbaut, sollte er ebenso

fen im Golf von Mexiko oder Erdöl aus Fra­

Schweiz ist leider noch immer stark vom

auf fossile Wärmequellen verzichten und

cking aus den USA. Dieses unkonventio­

Erdöl abhängig. Erdölbrennstoffe wie Heizöl

zudem auf dem Dach Strom produzieren.

nelle Erdöl ist teurer in der Förderung und

und Erdöltreibstoffe wie Benzin, Diesel und

Das mache ich selber auch so seit Jahren

belastet die Umwelt. Mehr investieren und

Kerosin deckten 2017 knapp 50 Prozent

und bin sehr zufrieden damit – auch mit

schwierigeres Erdöl fördern, das ist ein

des Schweizer Energiebedarfs.

meinem Elektroauto.

Weg, den einige gehen. Die Kommunikation rund um den Peak Oil Weil niemand die angegebenen Erdölvor­

hat sich in den letzten 10 Jahren verändert.

räte von zum Beispiel Saudi-Arabien oder

Die Diskussion darüber spielt eigentlich

Im Fokus eco2friendly-Magazin

14


Energiestrategie 2050 in Kürze Nach dem Reaktorunfall in Fukushima im Mai 2011 beschloss der Bundesrat den schrittweisen Ausstieg aus der Atomkraft in der Schweiz. Die Ziele sind in der Energiestrategie 2050 formuliert, welche das Volk im Mai 2017 angenommen hat. Nachfolgend ein Überblick, welches die Ziele und Massnahmen sind. Textquelle: UVEK

Die Energiestrategie 2050 wird schrittweise

bare Energien wie Wasser, Sonne, Wind, Geo-

umgesetzt. Die Massnahmen des ersten

thermie und Biomasse zu fördern. Zudem

Pakets sind bis 2035 ausgelegt. Sie dienen

wird der Bau neuer Kernkraftwerke verboten.

dazu, den Energieverbrauch zu senken, die

Die drei wichtigsten Massnahmen sind:

Energieeffizienz zu erhöhen und erneuer­

1. E  nergiesparen und Energieeffizienz Zielvorgaben für den CO2-Ausstoss von Fahrzeugen Ab 2021 dürfen neu importierte Personenwagen im Durchschnitt über die ganze Flotte nur noch 95 g CO2 pro Kilometer ausstossen (heute 130 g), neu importierte Lieferwagen und leichte Sattelschlepper nur noch 147 g CO2 pro Kilometer.

Gebäudeprogramm für energetische Sanierungen Das bisher bis 2019 befristete Programm von Bund und Kantonen wird weitergeführt mit mehr Geld aus der CO2-Abgabe (maximal 450 Millionen Franken pro Jahr).

Steuererleichterungen für energetische Gebäudesanierungen Steuerabzüge können im Jahr der Sanierung und neu auch in den zwei folgenden Steuerperioden geltend gemacht werden. Zudem können die Abbruchkosten neu von den Steuern abgezogen werden, wenn ein Altbau durch einen energetisch besseren Neubau ersetzt wird.

Smartmetering Die heutigen mechanischen Stromzähler in den Haushalten sollen durch intelligente Messgeräte (Smartmeter) ersetzt werden.

 1. Massnahme: Den Energieverbrauch senken und die Energieeffizienz erhöhen.

Die genaueren Daten ermöglichen eine effizientere Versorgung und Stromeinsparungen. Das Gesetz regelt den Datenschutz.

Im Fokus eco2friendly-Magazin

16


2. Massnahme: Erneuerbare Energien wie Wasser, Sonne, Wind, Geothermie und Biomasse werden gefördert.

2. Erneuerbare Energien

3. Atomausstieg:

Einspeisevergütungssystem für die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien

Befristung der Förderung

Verbot neuer Kernkraftwerke

Neue Einspeisevergütungen werden nur

Der Bau neuer Kernkraftwerke wird ver­

bis Ende 2022 bewilligt, Investitionsbei­

boten: Die bestehenden Kraftwerke dürfen

Das heutige Einspeisevergütungssystem

träge nur bis 2030.

in Betrieb bleiben, solange sie sicher sind.

wird in geänderter Form weitergeführt.

Sie dürfen nach ihrer Abschaltung aber nicht

Produzenten von Strom aus erneuerbaren

Netzzuschlag

Energien müssen ihren Strom neu ab

Der Netzzuschlag für die Förderung der

einer bestimmten Anlagengrösse selbst

Stromproduktion aus erneuerbaren Ener-

vermarkten.

gien, für die Energieeffizienz und für die

Kleine

Wasserkraftwerke

ersetzt werden.

(mit einer Leistung von weniger als

ökologische Sanierung von Wasserkraft-

1 Megawatt) können keine Einspeisever­

werken wird von 1,5 auf 2,3 Rappen pro

gütung mehr beantragen.

Kilowattstunde erhöht.

Investitionsbeiträge für den Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien

Nationales Interesse Ausbau gelten künftig wie der Natur- und

Wasserkraftwerke und Biomasseanlagen

der Heimatschutz als nationales Interesse.

uvek.admin.ch

Die Nutzung erneuerbarer Energien und ihr

können neu Investitionsbeiträge beantragen. Zudem können neu auch für grössere

Raschere Bewilligungsverfahren

Photovoltaikanlagen Investitionsbeiträge

Für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer

bewilligt werden.

Energien haben die Kantone rasche Be­ willigungsverfahren vorzusehen. Zudem

Unterstützung der bestehenden Grosswasserkraft

nehmigungen für elektrische Anlagen nur

Bestehende grosse Wasserkraftwerke (mit

noch, wenn sich eine Frage von grundsätz-

einer Leistung von mehr als 10 Megawatt)

licher Bedeutung stellt, nicht mehr in

können während fünf Jahren eine Markt­

Fällen von untergeordneter Bedeutung.

entscheidet das Bundesgericht bei Plange-

prämie in Anspruch nehmen für Strom, den sie am Markt unter den ihnen entstandenen

Förderung des Eigenverbrauchs

Kosten verkaufen mussten.

Wer selber Energie produziert, darf diese selber verbrauchen. Künftig können auch benachbarte Grundeigentümerinnen und -eigentümer und Mieterinnen und Mieter

 3. Massnahme: Die Atomkraftwerke abschaffen.

davon profitieren.

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eco2friendly-Magazin Im Fokus


Wettbewerb

Edler Jubiläumswettbewerb Anlässlich des 10-Jahr-Jubiläums von eco2friendly gestaltet sich der fast schon traditionelle Wettbewerb besonders fürstlich. Denn mit dem richtigen Lösungswort und etwas Glück gewinnen Sie zwei Übernachtungen mit Abendessen im Schloss Wartegg am Bodensee.

Zum 10-Jahr-Jubiläum hat eco2friendly al-

4-Gang-Nachtessen und zwei Stunden

len. Denn weil sich im Bio-Schlosshotel

len Grund zum feiern – und Sie vielleicht

privater Benutzung des «Historischen ­

alles auf das Wesentliche konzentriert, lässt

auch bald. Nämlich, wenn Sie diesen Wett-

­Private Spa».

sich Qualitätszeit ganz besonders bewusst

machen ganz einfach ist: Sie brauchen nur

Das Schloss Wartegg

Dazu kommt der wundervolle Ausblick über

bewerb gewinnen. Umso besser, dass mit-

geniessen.

die Fragen im unten stehenden Rätsel

Das Bio-Schlosshotel – das erste Swiss

die englische Parkanlage, zum Bodensee

richtig zu beantworten und das Lösungs­

­Historic Hotel der Ostschweiz – bietet in-

hin oder in die Appenzeller Hügel, welcher

wort sowie Ihre Kontaktdaten online unter

mitten schönster Natur und nahe des

die Zeit im Schlosshotel Wartegg ebenso

e2f.ch/wettbewerb einzugeben.

­Bodensees behagliche Erholung mit kulina-

prägt. Genauso wie die 25 Einzel- und

rischem Hochgenuss und sinnlich-kultu-

­Doppelzimmer, in denen jeweils die indivi-

Unter den richtigen Antworten verlosen wir:

rellen Anregungen.

duellen Facetten dieser Weitsicht zur Gel-

Ganz gleich, ob Sie Ferien machen, eine

tung kommen. Und die dank der freund­

Zwei Übernachtungen für zwei Personen

Hochzeit oder ein besonderes Fest feiern,

lichen Atmosphäre, den hochwertigen

im Romantikzimmer* des Schlosses Wart­

ein Seminar veranstalten oder einfach der

Naturmaterialien und den wohltuenden

egg am Bodensee, inklusive Willkom-

Gesundheit etwas Gutes tun möchten – auf

Naturmatratzen (Hüsler Nest) auch im

mensapéro, Biofrühstück, zweimal zwei

Wartegg werden Sie sich rundum wohlfüh-

­Innern keine Wünsche offen lassen.

Im Fokus eco2friendly-Magazin

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Ausflugsziele Wer nebst der Erholung auf dem Schloss Wartegg auch das eine oder andere Aus­ flugsziel geniessen möchte, findet in der nahen oder etwas ferneren Umgebung ­viele Möglichkeiten vor: • Badebucht Hörnlibuck • Badehütte Rorschach • Lindau mit dem bayerischen Löwen und dem historischen Leuchtturm • Zeppelinmuseum Friedrichshafen • Konstanz, historische Altstadt • Blumeninsel Mainau • St. Gallen • Pfahlbauer-Museum Unteruhldingen Und allen, die Ihren Aufenthalt etwas aktiver gestalten möchten, steht eine Velo- und E-Bike-Vermietung zur Ver­fügung.

Wettbewerbsbedingungen: Einsendeschluss ist der 15.Januar 2020. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. * Falls verfügbar. Ansonsten kann auf ein Seezimmer ausgewichen werden.

Jubiläumsrätsel Die Buchstaben der richtigen Antworten ergeben das Lösungswort. Dieses können Sie eingeben unter: e2f.ch/wettbewerb. 1. Was ist das Programm eco2friendly? J das Programm für Stromeffizienz im Gebäude

A das Programm für eine velofreundliche Schweiz

C das Programm für Bauförderung

U 10 Jahre

L 20 Jahre

2. Welches Jubiläum feiert eco2friendly? B 5 Jahre

3. Welchen Anlass führt eco2friendly alle zwei Jahre durch? E eco2friendly-Morning

F eco2friendly-Night

B eco2friendly-Day

I 2 × jährlich

K 4 × jährlich

4. Wie oft erscheint das eco2friendly-Magazin? M 1 × jährlich

5. Welches Fachgebiet behandelt eco2friendly NICHT? P Solar

L Werkzeug

U Licht

6. Wer oder was ziert jeweils die Frontseite des eco2friendly-Magazins (abgesehen von dieser Ausgabe)? Ä eine prominente Person

F ein Gebäude

G eine Grafik

7. Wen möchte eco2friendly mit energieeffizienten Ideen inspirieren? B Programmierer

T Kunstfans

U Bauherren, Elektriker, Architekten, Planer

8. Welche Partner unterstützen eco2friendly mit energieeffizienten und innovativen Produkten? L Gold Partner

F Premium Partner

M Leading Partner

Lösungswort Gewinner der letzten Ausgabe Der Gewinner des Wettbewerbs ­in der Ausgabe Frühling/Sommer 2019 war Herr Bernhard

1

2

3

4

5

6

7

8

Hächler. Er gewinnt eine Übernachtung im Hotel Les Endroîts in La Chaux-de-Fonds.

19

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Praxiswisse

n

Kleines Haus, aber oho Eine Familie mit Hund lebt in einem Haus mit 33 Quadratmetern. Das Ziel dabei ist, mit den Ressourcen auszukommen, die direkt vor Ort erzeugt und wiederaufbereitet werden. Die Ergebnisse sollen für grössere Objekte umsetzbar sein. Text: Judith Brandsberg

Wirklich hübsch sieht sie aus, die «Tiny Villa» – aber darin soll eine ganze Familie mit Hund leben? Dass dies sehr wohl geht, beweisen René Reist, Amélie Böing, Sohn Nuori und Hund Elu. Sie leben seit gut ­einem Jahr in ihrer Tilla, einem umgebau­ ten Lastwagenanhänger, in Au/Wädenswil. Im gemütlichen Wohnraum aus Holz fühlt man sich sofort wohl und es ist erstaunlich, wie grosszügig alles wirkt. Im Raum gibt es ein grosses Bett, ein Tisch mit Stühlen und eine Küche. In einem separaten Raum gibt es ein Badezimmer mit Dusche. Im «Projekt Tilla» geht es aber nicht primär darum, auf möglichst kleinem Raum zu leben. Die Ziele sind hoch gesteckt: «Wir möchten versuchen, die Energieziele, die sich die Schweiz bis 2050 gesetzt hat, bereits heute zu erfüllen. Und trotzdem möchten wir nicht auf einen gewissen Komfort ver­ zichten», erklärt René Reist.

Zu energieeffizient für die Vorschriften Wer ein Haus bauen will, muss dabei die Wärmevorschriften gemäss Energiegesetz erfüllen. Diese Vorschriften sehen den

 Der Strom, den die PV-Anlage produziert, reicht für mehr als eine Woche.

Energieverbrauch eines Gebäudes pro Qua­ dratmeter vor. Wer sich also entscheidet, 50 Prozent weniger Wohnfläche zu nutzen,

Meinung nach kontraproduktiv.» René Reist

erzeugt werden. Die Photovoltaikanlage

darf auch nur noch halb so viel Energie ver­

hat zusammen mit dem Verein Kleinwohn­

auf dem Dach produziert genügend Strom

wenden. «Das ist für Kleinwohnformen

formen eine Vernehmlassungsantwort ver­

für den Alltag sowie für den Warmwasser­

kontraproduktiv», sagt René Reist, «dank

fasst und beim AWEL eingereicht, in der

speicher, die Überschüsse werden in einer

der guten Isolation der Tilla brauchen wir

Hoffnung, dass die Energievorschriften

Batterie gespeichert. So ist die Familie sehr

tatsächlich weniger Energie. Aber nur weil

entsprechend angepasst werden.

wir als Familie auf einer sechsmal kleine­

gut durch den letzten Winter gekommen. Nach fünf Tagen im Nebel war die Batterie

ren Fläche wohnen, ist es nicht realistisch,

Kein externer Stromanschluss

immer noch halb voll. «Wir gehen davon

dass wir sechsmal weniger Energie benöti­

Die Tilla hat keinen externen Strom­

aus, dass wir mehr als eine Woche aus­

gen. Deshalb sind diese Vorgaben meiner

anschluss, sämtliche Energie muss vor Ort

kommen ohne jegliche Sonneneinstrah­

Energie und Gesellschaft eco2friendly-Magazin

20


Amélie Böing, René Reist, Sohn Nuori und Hündin Elu fühlen sich wohl in ihrem 33-Quadrat­meter-Reich.

Immobilie behandelt. Somit musste gemäss

dard», erklärt Reist. «Also jedermann kann

brauch kann die Familie jederzeit per­­ Baugesetz für 20 000 Franken ein Anschluss

nachmachen, was wir hier vorleben.» Dass

lung», sagt René Reist. Den Stromver­ App nachschauen und sich allenfalls der

ans Abwassersystem erstellt werden. Dies,

die Schweiz aber nun voller Tillas sein wird,

Situation anpassen.

obwohl das Abwasser vor Ort mit einer Grün­

ist kein Ziel. «Sinn macht eine Kleinwohn­

kläranlage (ein bepflanzter Abwasserfilter)

form zum Beispiel dort, wo Land brach liegt

Wassergeführter Ofen wärmt im Winter

aufbereitet wird. Die spezielle Toilette trennt

und so zwischengenutzt werden kann»,

Damit es auch im Winter schön warm ist,

Urin und Fäkalien, welche als Dünger bezie­

sagt René Reist. Vielmehr ist es wichtig,

unterstützt ein wassergeführter Holzofen,

hungsweise als Kompost wiederverwendet

dass das Gelernte auf grössere Wohnfor­

der mit regionalem und nachhaltigem Holz

werden können. Dieses Testprojekt wird in

men adaptiert wird.

betrieben wird. Dessen Prinzip funktioniert ganz einfach: Der Heiz-Wasserkreis fliesst durch den Holzofen, wo das Wasser sich erhitzt. Das warme Wasser wird anschlies­ send in die Radiatoren gepumpt oder im Puffer gespeichert. Die Raumtemperatur bleibt somit für lange Zeit stabil und aus­ geglichen. Wenn die Tilla jedoch ein paar Tage unbewohnt ist, kühlen die Räume aus. «Es dauert dann ein paar Stunden, bis wir

«Wir möchten die Energieziele, die sich die Schweiz bis 2050 gesetzt hat, bereits heute erfüllen.»

wieder eine angenehme Wärme haben», erzählt René Reist. Waschmaschine, Trockner oder Kühltruhe

Zusammenarbeit mit Vuna (Spin-off der Ea­

sieht die Familie als Gemeinschaftsgüter,

wag) durchgeführt, welche die Abwasser­

die geteilt werden können. Sie sind daher

werte regelmässig misst und auswertet.

froh, noch auf die Geräte im Haus der Ge­

Wenn man in einer solchen Mobilie wohnt,

meinschaft zurückzugreifen, in der sie

muss man sich für die Technik interessie­

noch mit leben.

ren. So muss René Reist selber die Heizung nachfüllen und allfällige kleinere Repara­

Eigene Abwasseraufbereitung

turen

Obwohl das Haus eigentlich eine Mobilie ist,

«Von Vorteil ist, dass die Produkte keine

denn es steht auf Rädern, wird es wie eine

Spezialanfertigungen sind, es ist alles stan­

und

Wartungen

21

selber

regeln.

Das Projekt Tilla Mit dem Projekt «Tilla» – die Tiny Villa – soll erforscht werden, ob es bereits heute möglich ist, Wohnräume zu gestalten, welche die langfristigen gesellschaftlichen Ziele adressieren und ökologisch, ökonomisch und ­sozial nachhaltig sind. Die Bewohner wollen das Gelernte mit der Öffentlichkeit teilen, um die Hürden für Folgeprojekte abzubauen. Die Vision ist, ein Dorf zu bilden, das aktiv in verschiedenen Bereichen für nachhaltiges Leben forscht. Für dieses Langzeitprojekt wurde eine Forschungsgruppe gebildet, die sich dafür engagiert, Projektideen zu realisieren. Das Ziel ist, ab 2020 mit dem Aufbau beginnen zu können. Wer daran interessiert ist mitzumachen, kann Kontakt aufnehmen: www.projekt-tilla.ch

eco2friendly-Magazin Energie und Gesellschaft


Praxiswisse

n

Vom Abfall zum Strom Das Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz ist weit mehr als ein Abfallentsorger. Denn dort wird der Abfall thermisch verwertet und in Form von Fernwärme und Elektrizität weiterverwendet. In einem Rundgang durch das Werk können Besucher den Weg vom Abfall zum Strom verfolgen. Text: Judith Brandsberg

Im Mittelalter waren die Gassen noch

gen sowie Strom zu produzieren. 1904 wur-

vom Abfall zur Energie abläuft, sondern auch

voller Abfälle und flüssiger Kloake, und es

de das Kehrichtheizkraftwerk Josefstrasse

Schulklassen.

muss fürchterlich gestunken haben – lei-

in Zürich als viertes in Europa in Betrieb

der gibt es sogar heutzutage noch solche

genommen. 1969 wurde dann das Keh-

Die mit Helmen ausgerüsteten Schüler stau-

Zustände auf Erden. Jedoch wird nun an

richtheizkraftwerk Hagenholz eröffnet.

nen darob, wie viele Kehrichtwagen auf dem

vielen Orten der Welt das Wasser geklärt

Dieses ist mit einer Kapazität von rund

Gelände ein- und ausfahren – dabei handelt

und der Abfall fleissig getrennt und wenn

240 000 Tonnen Abfall pro Jahr die grösste

es sich hier nur um den Abfall der Stadt

möglich wiederverwertet. Was nicht ver-

Anlage zur thermischen Abfallverwertung

­Zürich und den umliegenden Gemeinden.

wertet werden kann, wird verbrannt. Die

in der Schweiz und zusammen mit der An-

Die grossen Muldenkipper leeren ihren In-

bei der Verbrennung entstehende grosse

lage in Basel absolute Spitze bei der Ener-

halt in Kippschurren, von wo er direkt in die

Hitze in den Kehrichtverbrennungswerken

gieerzeugung.

Abfallbunker fällt. Dort bleiben die Säcke für

liess man lange Zeit einfach verpuffen. Bis

etwa drei Tage liegen und werden durch den

die Idee kam, dass man diese Energie nut-

Eine spannende Schulstunde

Unterdruck, der darin herrscht, auf die Ver-

zen könnte. Und zwar, um Haushalte und

Nicht nur Gruppen von Erwachsenen kön-

brennung vorbereitet. Dank dem Unterdruck

Firmen mit Wärme und Dampf zu versor-

nen in Führungen erleben, wie der Prozess

werden Geruchs­belästigungen in der Um­ gebung verhindert. Durch grosse Fenster können die Schüler beobachten, wie sich ein riesiger Kran durch die Berge arbeitet und Tag und Nacht den Brennofen füttert, wo der Abfall bei etwa 1000 Grad Celsius verbrannt wird. Dass das Feuer wirklich sehr heiss ist, sieht man an den gleissend hellen Flammen, die man durch eine Luke beobachten kann.

 Nach der Verbrennung lassen sich aus der Schlacke jährlich noch 5000 Tonnen Metalle zurückgewinnen.  Der riesige Kran befördert den Abfall vom Abfallbunker in den Brennofen.

Mit einem Lift geht es nun hoch in den 12. Stock. Dort oben ziehen einige Schüler ihre Jacken aus, denn die Wärme der Rohre, die hier durchgehen, ist gut spürbar. Der immer noch etwa 400 Grad heisse Dampf wird nun weitergeleitet und in der Stadt Zürich im Dampf- und Wärmenetz verteilt. Das sind jährlich 700 000 Megawattstunden. Würde diese Wärme fossil erzeugt, müssten rund 34 000 Tonnen Heizöl extraleicht verbrannt werden. Das ERZ beliefert die Stadt darüber hinaus mit rund 120 000 Megawattstunden Strom pro Jahr, der in Dampfturbinen produ-

Energie und Gesellschaft eco2friendly-Magazin

22


Das Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz ist mit einer Kapazität von bis zu 240 000 Tonnen Abfall pro Jahr die grösste ­Anlage zur thermischen Abfallverwertung in der Schweiz.

ziert wird. So können 35 000 durchschnittli-

Endprodukt des thermischen Verwertungs-

che Stadtzürcher Haushaltungen von Strom

prozesses an. Darin sind rund 5000 Tonnen

dermüll gesetzeskonform unter Tage depo-

aus Abfall profitieren.

Metall enthalten, die zurückgewonnen und

niert wird. Als Abschluss der Führung kön-

wiederverwendet werden. In einem kleinen

nen die Kinder an einem Modell nochmals

Raum können die Schüler das Bespiel einer

sehen, wie alles funktioniert. Die Antworten

Schlacke mit den nicht brennbaren Eisen

auf die gestellten Fragen beweisen, dass alle

und Metallen betrachten. Das sieht im

gut aufgepasst haben. Selten war wohl eine

­blauen Licht schon sehr beeindruckend aus,

Schulstunde so spannend und informativ.

«35 000 durchschnitt­ liche Stadtzürcher Haus­ haltungen können vom Strom aus Abfall profitieren.»

und als das Licht wieder angeht, tönt es enttäuscht: «Schade, können wir das Licht nicht

www.erz.ch

wieder löschen?»

Hochgiftige Rückstände werden zu Sondermüll Bei der Verbrennung des Abfalls entstehen

Abfalltrennung noch nicht genügend

hochgiftige Rückstände wie Gase und

Eigentlich wissen Herr und Frau Schweizer,

Flugasche. Diese Rückstände müssen in

dass der Abfall getrennt werden muss, denn

einem dreistufigen Verfahren gesäubert

einige Materialien wie Aluminium und

werden, bis schliesslich aus dem Kamin der

andere Metalle verbrennen trotz der hohen

weitherum ersichtliche weisse, gereinigte

Temperaturen in der Kehrichtverbrennung

und ungiftige Wasserdampf entweicht. Die

nicht. Dieses Wissen wird aber nicht immer

Schüler dürfen durch eine simulierte Wasch-

in Taten umgesetzt – zumindest nicht in der

maschine gehen. Beim Sich-durch-die-

Stadt Zürich – fallen doch alleine im Keh-

Bänder-Schlängeln können sie erfühlen, wie

richtheizkraftwerk

jährlich

die Flugasche gewaschen und gereinigt

rund 40 000 Tonnen Kehrichtschlacke als

wird. Nach dieser umfassenden Reinigung

Hagenholz

bleibt noch die Aktivkohle übrig, die als Son-

23

Modernstes Kehrichtheiz­ kraftwerk der Schweiz entdecken Wie brennbarer Abfall in CO2-neutrale Heiz­ wärme und ökologischen Strom umgewandelt wird, kann man hautnah erleben. Auf dem spannenden Rundgang durch das Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz folgen die Besucher dem Abfall auf seinem Weg durchs Feuer bis hin zur nutzbaren Energie. Den Rundgang kann man auf Deutsch oder Englisch be­ suchen, er dauert rund zwei Stunden, mit ­einer maximalen Gruppengrösse von 25 (Kinder ab 4. Klasse). www.erz.ch/rundgang

eco2friendly-Magazin Energie und Gesellschaft


Blitzschutz, eine gute Investition Ein einziger Blitzeinschlag genügt, um den neuen Fernseher, die Photovoltaikanlage, die Ferienfotos auf dem Computer oder die Haussteuerung zu zerstören. Ein effektiver Schutz vor solchen Schäden bietet nur eine professionell installierte Blitzschutzanlage. Text: Arthur Flury AG

Ein Gewitter ist ein faszinierendes Naturschauspiel – aber leider kein ganz ungefährliches. Gemäss Statistiken der Schweizer Gebäudeschutz-Versicherungen wird jeder dritte Feuerschaden an einem Gebäude durch einen Blitzeinschlag verursacht. Deshalb ist eine professionell installierte Erdungs- und Blitzschutzan­lage wichtig, denn sie schützt Familie, elektronische Geräte und Gebäude zuverlässig vor Schäden.

Gebäudeversicherungen mit einbeziehen Wasser Gas

Trotzdem ist eine Blitzschutzanlage in der Schweiz nicht an jedem Gebäude obliga­

Strom Wasser Erder Gas Fangund Ableiter Strom

torisch. Lediglich 10 Prozent der Eigenheime sind genügend gesichert. Wer sich für einen Blitzschutz interessiert, sollte Kontakt mit seiner Gebäudeschutz-Ver­siche­

Metall (Ableiter) Erder Potenzialausgleich Fang- und Ableiter Überspannungsschutz

rung aufnehmen, denn häufig übernehmen Versicherungen einen Teil der Installationskosten. Dies aus gutem Grund: Blitze schlagen wahllos ein.

Problematische Überspannung Beim inneren Blitzschutz geht es vor allem darum, im Gebäude einen Potenzial-

Metall (Ableiter) Potentialausgleich  Eine fachgerecht installierte Blitzschutzanlage umfasst Schutz­massnahmen an der Gebäudehülle und im Inneren des Überspannungsschutz Hauses: Die Fang- und Ableiter leiten die geballte Stromladung aus einem Blitz zum Erder. Die heiklen Kontaktstellen sind so verarbeitet, dass sie dem Einschlag stand­halten. Der Erder leitet den Blitzschlag sicher am Haus vorbei ins Erdreich, wo er keinen Schaden anrichten kann. Der Potenzialausgleich gleicht Spannungsunterschiede an Wasserleitungen und Heizungsinstallationen aus und leitet sie zum Erder. Die Gefahr, in der Nähe von Wasser- und Heizungs­leitungen zu Schaden zu kommen, ist gebannt.

ausgleich zwischen kritischen Bauteilen herzustellen und Schäden infolge Über-

Einen Blitzeinschlag kann auch die Blitz-

Um die ideale Lösung für sich und sein

spannung zu verhindern. Diese Bauteile

schutzanlage nicht verhindern – aber

Heim zu finden, lässt man sich am besten

begrenzen die zulässige Spannung auf

sie bewahrt Haus und Menschen vor

beraten. Wer durch eine Blitzschutzanlage

einen bestimmten Schutzpegel, wodurch

Schlimmerem. Die eingesetzten Produkte

geschützt ist, darf dem nächsten Gewitter

bei einem Blitzeinschlag zum Beispiel

und Komponenten der Arthur Flury AG

entspannt entgegensehen und sich sorgen-

«nur» 1 bis 3 Kilovolt weitergeleitet wer-

haben sowohl nationale als auch inter­

frei am eindrücklichen Wetterphänomen erfreuen.

den. Vor allem beim Überspannungs-

nationale Tests bestanden und gewähr­

schutz gibt es in den Gebäuden noch

leisten optimalen Schutz in allen Blitz-

Nachholbedarf.

schutzklassen.

Energie und Gesellschaft eco2friendly-Magazin

www.aflury.ch Leading Partner Seite 94

24


Kirchen verheizen unnötige Energie Drei Studenten des Bildungsgangs Gebäudeautomatik HF der ABB Technikerschule entwickelten ein Energiemodul zur Analyse und Optimierung des Energieverbrauchs in Gotteshäusern. Damit soll künftig Energie anlassorientiert verbraucht werden. Text: ABB Technikerschule

Kirchengebäude werden ausserhalb der Gottesdienste zu unregelmässigen Zeiten benutzt. So macht es Sinn, wenn EnergieverGrafik: Dario Osti

braucher nur dann auf Höchstleistung laufen, wenn das Gebäude auch effektiv genutzt wird. Das Unternehmen AVM-Engineering hat deshalb ein System entwickelt, das der Klimatisierung in Kirchengebäuden dient und anlassorientiert geregelt werden kann. Um mögliche Energieeinsparungen noch genauer lokalisieren zu können, entwickel-

 Die erfassten Energiedaten der Kirche werden an die Cloud übertragen und können von überall abgerufen werden.

ten drei Studenten des Bildungsgangs Gebäudeautomatik HF ein Energiemodul mit

übersichtliche Benutzeroberfläche, auf der

Aufwand visualisieren und analysieren. Ein

Cloudanbindung.

überschaubare Trendanzeigen erstellt wer-

kundenfreundlicher Report über die auf­

Damit die benötigten Daten erfasst werden

den. Zudem können die Daten analysiert

gezeichneten Daten kann mit wenigen

können, evaluierten die Studenten ver-

und in Abhängigkeit davon Alarm und Be-

Parametereingaben jederzeit erstellt wer-

schiedene Messeinrichtungen. Dazu ent­

nachrichtigungen abgesetzt werden. Das

den. Die laufenden Aufzeichnungen der

wickelten sie eine Cloudlösung, die es er-

entwickelte Energiemodul sendet anschlies­

Energiedaten ermöglichen es zudem, Rück-

möglicht, dass die erfassten Daten in

send die aufbereiteten Daten an die Cloud.

schlüsse zum Energieverbrauch und zu all­

einer Trendanzeige übersichtlich darge-

Es erkennt zudem Kommunikationsunter-

fälligen Optimierungen zu ziehen.

stellt werden können. Anhand der Daten-

brüche und speichert die nicht­gesendeten

Dank diesem Lösungsansatz sollte es künf-

analyse können weitere Optimierungs­

Daten.

tig möglich sein, viel Energie zu sparen.

möglichkeiten evaluiert und entsprechend

Mit der erarbeiteten Lösung lassen sich

geplant werden. Ein wesentlicher Punkt,

diese Daten anschliessend ohne grossen

www.abbts.ch Leading Partner Seite 93

der mitberücksichtigt werden sollte, war die automatische Alarm- und Benachrichtigungsauslösung. Zudem sollte auch die Option einer Reporterstellung über die aktuellen beziehungsweise die vergangenen Daten verwirklicht werden können.  Die drei Absolventen (v.l.n.r.): Dario Osti, Raffael Kostezer, Pascal Baumann.

Open-Source-Lösung Um all diesen Parametern gerecht zu werden, bewerteten die Studenten anhand einer Konzeptstudie verschiedene Cloudlösungen. Der Entscheid fiel auf die Open-Source-Lösung «Influx». Diese Lösung beinhaltet eine

25

eco2friendly-Magazin Energie und Gesellschaft


Energiesparen dank der Cloud Mit der ansteigenden Datenmenge in Firmen wächst auch der Stromverbrauch der IT-Infrastruktur. Dank der Cloud greifen Unternehmen energieeffizient auf die Ressourcen in Rechenzentren zu. Ein Musterbeispiel ist das Swisscom-Rechenzentrum in Wankdorf. Text: Swisscom

Bis 2025 soll die weltweite Datenmenge auf

den Analysten liegen schon im Jahr 2025

Vom Skaleneffekt profitieren

163 Zetabyte, also 163 Milliarden Terabyte,

knapp 60 Prozent aller gespeicherten Daten

Trotzdem: Gerade professionelle Rechen­

ansteigen – das bedeutet eine Verzehnfa-

bei Unternehmen. Dieses Datenwachstum

zentren, wo Unternehmen per Hosting und

chung gegenüber 2016. Zu dieser Prognose

lässt auch den Stromverbrauch in die­ Cloud auf IT-Ressourcen zugreifen, sind

kommt das Marktforschungsinstitut IDC in

Höhe schnellen: Laut dem schwedischen

immer noch energieeffizient – vor allem im

seinem Whitepaper «Data Age 2025». Zwar

Forscher Andres Andrae habe dieser ­

Vergleich zu Inhouse-Servern. Dank stetig

seien für den Grossteil der verursachten

«Daten-Tsunami» zur Folge, dass Rechen-

verbesserter Bauweise und immer effizien-

Datenmenge immer noch Privatnutzer ver-

zentren bis 2025 4,5 Prozent des weltweiten

terer Architekturen sind in Rechenzentren

antwortlich. Branchen wie Robotik, Deep

Stromverbrauchs ausmachen werden. In

eine Vielzahl an Servern in Betrieb – gleich-

Learning oder Themen wie Big Data und IoT

der Schweiz benötigen Serverräume und

zeitig und unter optimalen Bedingungen. Die

sorgen aber dafür, dass sich Daten verstärkt

Rechenzentren heute schon rund 3 Prozent

Virtualisierung der Server ermöglicht es

im Unternehmensbereich anhäufen. Laut

des inländischen Stromverbrauchs.

Unternehmen, Ressourcen wie Rechenleis-

«Serverräume und Rechenzentren benötigen in der Schweiz bereits rund 3 Prozent des inländischen Stromverbrauchs.» tung oder Speicher zu teilen. Gerade hier liegen grosse Einsparpotenziale; denn dedizierte Server sind meist nur sehr gering ausgelastet – im Durchschnitt mit nur 10 Prozent. Die Servervirtualisierung dagegen kann die Auslastung der Systeme deutlich erhöhen: «In Rechenzentren profitieren Unternehmen vom Skaleneffekt», erklärt Rudolf Anker, Project Manager New Data Centers von Swisscom. «Kunden teilen sich vorhandene Ressourcen – und somit auch Strom- oder Wartungskosten. Da dadurch auch der Füllgrad der einzelnen Server sehr

Energie und Gesellschaft eco2friendly-Magazin

26


Das Swisscom-­ Rechenzentrum in Wankdorf wurde 2015 mit dem «Watt d’Or» in der Kategorie Erneuerbare Energien ausgezeichnet.  BIs 2025 werden ­ echenzentren 4,5 ProR zent des weltweiten Stromverbrauchs ausmachen.

hoch ist, ist das Hosting in Rechenzentren

Energien zeigen sich für die Nachhaltig-

sätzlich mit gesammeltem Regenwasser

für Unternehmen nicht nur ökonomisch,

keit verantwortlich.

gekühlt. Ausserdem wird die Abwärme in eingespeist, und die Notstromaggregate

sourcen sogar elastisch: Kunden schalten

Das Rechenzentrum in Wankdorf: Energieeffizienz schlechthin

sie einfach per Mausklick hinzu – je nach

Dasselbe gilt auch für das Swisscom-­ ohne Säurebatterien aus.

Bedarf. Bezahlt wird nur, was tatsächlich

Rechenzentrum in Wankdorf, das 2015 mit

Dank dieser Massnahmen werden 84 Pro-

genutzt wird. So sorgt die Virtualisierung

dem «Watt d’Or» in der Kategorie Erneuer-

zent der eingesetzten Energie in Rechen-

für eine flexible Serverinfrastruktur, die

bare Energien ausgezeichnet wurde. In

leistung umgesetzt, der Rest verteilt sich

sich dynamisch auf die benötigte Rechen-

Wankdorf liegt die Systemtemperatur bei

auf Kühlung, Lüftung und sonstige elektri-

leistung einstellen kann. Dass dank

rund 28 Grad – und ist damit höher als in

sche Verbraucher. Dieser Wirkungsgrad

Cloud-Services auch eine besonders hohe

anderen Rechenzentren. «Eine Faustregel

entspricht einer Power Usage Effective-

Energieeffizienz erzielt wird, beweist

besagt, dass für jedes Grad Celsius, das

ness (PUE) – so die unter Fachleuten

Microsoft: Laut der Microsoft Carbon

heruntergekühlt wird, 4  Prozent mehr

geläufige Kennzahl – von 1,2. Der Durch-

sondern auch ökologisch interessant.» Dank Cloud Computing werden IT-Res-

den neuen Wärmeverbund der Stadt Bern mit kinetischem Energiespeicher kommen

Study 2018 verbessern Unternehmen beim

Energie investiert werden muss», erklärt

schnitt in Rechenzentren liegt bei einem

Wechsel von einem traditionellen Rechen-

Anker. «So sparen wir allein durch die

PUE-Wert von 1,9 – also bei 51 Prozent.

zentrum auf die Microsoft Cloud ihre

höhere Betriebstemperatur knapp 30 Pro-

Energieeffizienz je nach Verwendungsart

zent an Energie ein.» Solch höhere Tempe-

um 22 bis 93 Prozent. Dazu trage nicht nur

raturen erlauben erst das «Free Cooling»:

die IT-Betriebseffizienz bei; auch Faktoren

Zur Kühlung reicht frei zur Verfügung ste-

wie die Architektur der IT-Anlage, die

hende Kälte aus der Umgebung, auf strom-

Rechenzentrums-Infrastruktur oder die

fressende Kältemaschinen wird verzichtet.

Nutzung und Bereitstellung erneuerbarer

Und an besonders heissen Tagen wird zu-

27

www.swisscom.ch/nachhaltigkeit Leading Partner Seite 107

eco2friendly-Magazin Energie und Gesellschaft


GEBÄUDEAUTOMATION

LICHT

SOLAR

E-MOBILITY

So praktisch ist Energieeffizienz für Sie Die praxisnahen Kurse der eco2friendly Trainings zeigen

das Wissen und den Schub für neue, spannende Projekte

auf unkomplizierte Weise auf, wie Sie mehr aus der Elektro­

holen, ohne dass deshalb bestehende Aufträge zu kurz kom­

installation herausholen. Ohne zeitaufwendige und ausufern­

men. Sich für ein eco2friendly Training anzumelden, ist somit

de Schulung, sondern in einzelnen kompakten, informativen

gleich ein dreifacher Gewinn: für Sie, für Ihre Kunden und für

Weiterbildungseinheiten organisiert. Eben so, dass Sie Ihre

die Umwelt. Alle Infos zum neuen Trainingsprogramm finden

Energie effizient einsetzen können: Indem Sie sich nämlich

Sie unter ee2f.ch/trainingse


Trainings am BBZ Biel: im Westen viel Neues Das BBZ Biel ist als Berufsfachschule bestens für die Durchführung von Kursen geeignet. Und bietet deshalb als Leading Partner neu auf der Grenze zur französischsprachigen Schweiz diverse Trainings in beiden Sprachen an. Die ersten Kurse konnten bereits erfolgreich durchgeführt werden. Text: BBZ Biel

 Impressionen aus einem eco2friendly-Kurs.  Praktische Arbeiten am Modell im Team.

Für das BBZ Biel sind zukunftsgerichtete

gebracht worden ist, wie sich mehrere

Elektroinstallateure und Elektroinstalla-

Technologien alles andere als Zukunftsmu-

Funktionen und Gewerke innerhalb einer

teurinnen EFZ. Denn die Durchführung

sik. Aus diesem Grund ist die gewerblich-

Gebäudesteuerung miteinander verbinden

dieser Kurse am eigenen Standort ist auch

industrielle Berufsfachschule eine Partner-

lassen. Nach einem theoretischen Einstieg

für das BBZ Biel als Berufsfachschule in

schaft mit eco2friendly eingegangen und

sowie dem Kennenlernen der verschiede-

der Grundbildung von grossem Interesse.

steht fortan als Durchführungsort für Trai-

nen Komponenten und Bauteile erhielten

Schliesslich ist es von besonderer Wich-

nings zur Verfügung. Mit Blick auf die von

die Teilnehmenden die Gelegenheit, diese

tigkeit für das BBZ Biel, dass auch die Ler-

eco2friendly angebotenen Kurse hat das

in praktischen Sequenzen einzusetzen

nenden bereits während ihrer Ausbildung

BBZ Biel sogar seine Lokalitäten nochmals

und miteinander zu vernetzen. Wobei der

von den eco2friendly-Trainings profitieren

optimiert, um allen Trainingsteilnehmen-

praktische Teil am Modell erfolgt ist – mit-

können – indem ihnen ein Einblick in die

den ein ideales Umfeld zu bieten.

tels Programmierung mit den entspre-

Möglichkeiten der modernen Gebäudeau-

chenden Tools.

tomation ermöglicht wird. Und hoffentlich che die eco2friendly-Trainings abdecken.

Erste Kurse erfolgreich durchgeführt

bald auch in die anderen Fachgebiete, wel-

standort in Biel erstmals ein Kurs aus dem

Erwünschte Abstrahlung in die Grundbildung

vielfältigen Programm der eco2friendly-

Am Kurs teilgenommen hat auch eine

Trainings durchgeführt werden. Und zwar

Fachperson, die neben ihrer Haupttätigkeit

im Rahmen eines «KNX Easy Basic»-Kur-

auch ein Pensum am BBZ Biel inne hat –

ses, an welchem den Teilnehmenden bei-

als Ausbildungsperson für angehende

Im Mai 2019 konnte am neuen Trainings-

29

www.bbz-cfp.ch Leading Partner Seite 94

eco2friendly-Magazin Weiterbildung


Gebäudeinformatik (GIN) in allen Bauphasen Gebäudeinformatiker/-innen verstehen ein modernes Gebäude als ein komplexes System, das neben den ­architektonischen Qualitäten den unterschiedlichsten Ansprüchen wie tiefen Lebenszykluskosten, Nachhaltigkeit oder flexibler Nutzung gerecht werden muss. Text: SwissGIN

Integration der Disziplin Gebäudeinformatik im Bauablauf un Bauen entwickelt sich zu einer immer

Bauherrschaft Investor Betreiber

­anspruchsvolleren Aufgabe, die interdiszidiertes Fachwissen der Beteiligten voraussetzt. Dabei sind jene Fachkräfte gefragt, die über ihre angestammten Gewerke- und Branchengrenzen hinausdenken und alle sowie entsprechend den Wünschen ihrer Kundinnen und Kunden vernetzen. Die Entwicklungen in der Gebäudetechnik,

Planung

Facetten der Technik im Gebäude korrekt

der Informatik und den Planungsmethoden (BIM) sowie Simulationsmöglich­ keiten sind Hilfsmittel, welche die Fachkräfte unterstützen. Dies setzt eine stete Weiterbildung voraus. Nur dadurch kön-

Projektierung / Ausschreibung Strat. Planung / Vorstudien Phase 3 + 4 Phase 1 + 2

plinäres Denken und Handeln sowie fun-

Betriebskonzept Struktur

Betrieb

Technik

Architektur (Funktion, Energie) Form, Volumen, Umgebung

Systemarchitektur, Techn. Koordination

Architekt

Gebäudeinformatiker

Fachplanung Elektro

HLKS

Räumliche Koordination

Bauingenieur

etc.

GA / GIN

Vorprojekt, Bauprojekt, Bewilligungsverfahren, Auflageprojekt, Ausschreibung, Offertvergleich, Vergabeantrag

nen künftig die besten Lösungen für den

Rasante Entwicklung im Bereich IoT Ein Treiber dieser Entwicklung ist der

Phase 5

den N ­ utzungen gewährleistet werden.

Realisierung

sechs) eines Gebäudes mit oft wechseln-

Bau

Installation

Systemintegration ICT + BCT

­rasante Fortschritt im Bereich Internet der

zunehmendem Masse auch den Bereich Multimedia mit den Themen E-Mobility, ­Digital Signage (Audio/Video), Mixed Reality, IoT zu einem durchgehenden System. Damit werden die Wirkung der einzelnen Komponenten und die Gesamtleistung

Facility Management

Phase 6

die tradi­tionellen Gewerke sowie in rasant

Bewirtschaftung

Dinge (IoT). Die Gebäudeinformatik vereint

Kaufmännisches-, Infrastrukturelles-, Technisches Gebäudemanagement

 Gebäudeinformatik (GIN) im Bauprozess.

optimiert. Dies ermöglicht wesentliche ­ ökonomische wie ökologische Optimierungen, wie zum Beispiel eine wesentliche Energieeffizienzsteigerung. Voraussetzung für eine reibungslose Interoperabilität

Weiterbildung eco2friendly-Magazin

30

Gebäudeinformatiker als Technischer Fachkoordinator, Systemintegrator und Bewirtschafter TGM

ganzen Lebenszyklus (SIA-Phasen eins bis


Wir steuern Ihre Visionen. www.swiss-gin.ch

Gebäudeinformatiker/-in mit eidg. Diplom HÖHERE BERUFSBILDUNG Eidg. Berufsund höhere Fachprüfung Berufsorientierte Weiterbildung

Gebäudeinformatiker/-in mit eidg. Fachausweis

Höhere Fachschulen

HOCHSCHULSTUFE Fachhochschulen Universitäten und ETH

Berufsmaturität

Eidgenössisches Berufsattest (2 Jahre)

HF Gebäudeinformatiker/-in SwissGIN

Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (3 oder 4 Jahre)

Gymnasiale Maturität Allgemeinbildende Schulen

Gebäudeinformatiker/-in EFZ

Berufliche Grundbildung Brückenangebot

NDS Gebäudeinformatiker/-in SwissGIN

Obligatorische Schulzeit

Einbettung SwissGIN-Bildungsangebote in die Schweizerische Bildungslandschaft

geplant

­zwischen den einzelnen Produkten sind

mediaelektroniker, Telematiker und Auto-

standardisierte Schnittstellen und Proto-

matiker, der Zertifi­katskurs Gebäudeinfor-

kolle. Daher sind Allianzen und Kooperati-

matik. In einem Semester wird anhand

onen notwendig, um ­die smarten Gebäude

eines IoT-Praxisprojekts (Sensoren, Akto-

der Zukunft realisieren zu können. Als

ren, Cloud, Visualisierung usw.) das Ver-

Alternative bleiben kostenintensive Ab­

ständnis für die Gebäudeinformatik erzeugt.

grenzungen zwischen den unterschied­

Einen Einblick vor einem HF-Studium bie-

lichen Gewerken und Diszi­plinen.

tet der T ­ ageskurs zu IoT, der ab November 2019 an drei Standorten angeboten wird.

Fachkräfte für die Vorstudie bis zur Bewirtschaftung

www.swiss-gin.ch Leading Partner Seite 107

Die Anforderungen an die Gebäudeinformatik müssen durch eine ausgebildete und interdisziplinär agierende Fachkraft – aus der Gebäudeinformatik – in einer frühen Planungsphase jedes Projekts eruiert und dokumentiert werden. Um stets über genügend Fachkräfte in den unterschied­lichen Bauphasen nach SIA

Kursstarts: IoT Intensiv-Workshop E-Profi Education, Eschenbach, 20. November 2019 IoT Intensiv-Workshop TBZ Zürich, 29. November 2019

und den einzelnen Gewerken (HLKS, ­Elektro, Energie, Automation, Multimedia, ­Sicherheit, Kommunikation usw.) zu verfügen, wurde das Bildungskonzept Gebäudeinformatik über die Berufs- und Weiterbildung ab 2008 l­anciert. Anfang 2020

IoT Intensiv-Workshop VSRT BBZ, Grenchen, 7.– 8. Februar 2020 Gebäudeinformatik Zertifikatslehrgang (1 Semester), TBZ, E-Profi Education ab Januar 2020

startet das Brückenangebot für Multi­

31

eco2friendly-Magazin Weiterbildung


Gebäudeautomation Gebäudekomfort ist Einstellungssache

Denn je raffinierter die Gebäudeautomation gestaltet ist, desto grösser ist ihr Nutzen. Unsere aktuellsten Produktehighlights sowie die neue Fachbroschüre zu diesem Bereich finden Sie unter:

ottofischer.ch/ga-update • • •

Bus-Systeme Funk-Systeme KNX

3.10.2019 – KKL Luzern

Ganztägiger Kongress mit Referaten aus Forschung, Planung und Realisierung. Präsentation von Innovationen mit Ausstellung.

Anmeldung: www.gebaeudetechnik-kongress.ch

Weiterbildung eco2friendly-Magazin

32


Vernetztes Lernen am Modell Die Digitalisierung spielt auch bei der Aus- und Weiterbildung eine immer wichtigere Rolle. Dozenten werden zwar noch nicht durch Roboter ersetzt – doch es ändert sich, wie und wo gelernt und mit welchen Hilfsmitteln gearbeitet wird. Der Unterricht wird zum Anwenden und Prüfen von Gelerntem verwendet. Text: E-Profi Education AG

 Lernen im Team – einer weiss es immer.  Prüfungsnah – Prüfung mündlich mit Dozent.

In den modernen Räumlichkeiten der

gruppen kann auf individuelle Bedürfnisse

für ausserhalb der Fachschule erreichen

E-Profi Education wird einem bewusst, dass

der Studierenden eingegangen werden, so-

Studierende regelmässig sehr hohe Erfolgs-

hier die Zukunft längst Einzug gehalten hat.

dass jeder Absolvent sein maximales Poten-

quoten (70–90 Prozent) bei den eidgenössi-

Die Schule für höhere Berufsbildung setzt

zial entfalten kann.

schen Prüfungen VSEI.

auch bei neuen Weiterbildungsangeboten konsequent auf Praxisbezug. «Mehr als

Praxiswissen garantiert

zweistündige Theorieblocks bauen wir

Alle Dozenten arbeiten nebst ihrer Tätigkeit

nicht ein», sagt der Geschäftsführer Marc-

bei E-Profi Education in der Praxis, «das ist

André Waltenspül. Der Unterricht wird stets

eine absolute Win-win-Situation», sagt

interaktiv gehalten. Die Absolventen finden

Dozent Daniel Padrutt. «Ich kann mein Wis-

perfekte Lernbedingungen vor. Das Motto

sen an die Studierenden weitergeben und

lautet «Vernetztes Lernen». Auf einen

gleichzeitig profitiere ich davon, dass ich

Theorieblock folgt somit immer eine prak-

immer die neuesten Informationen aus der

tische Aufgabe an den Lerninseln oder eine

Branche erfahre.»

Projektaufgabe. Die E-Profi Education ist stets am Puls der

Lernen mit Profil

Branche. Nebst dem neuen Lehrgang Elek-

Dozierende fungieren in der E-Profi Educa-

tro-Teamleiter/-in mit VSEI-Zertifikat inkl.

tion als Coaches, da sie bei den Praxisübun-

Abschluss Modul 1 Elektroprojektleiter/-in

gen stets Seite an Seite mit den Lernenden

(PO2017) wird ab März 2020 auch der Lehr-

sind. Aufgrund der kleinen Klassengrössen

gang Führungsfachfrau/-mann (FUF) ins

arbeiten die Studierenden als Teams von

Ausbildungsprogramm aufgenommen. Dank

zwei bis sechs Leuten, Somit verläuft der

Praxisbezug im Unterricht, mit sportlichem

Wissenstransfer optimal. Dank den Klein-

Ausgleich in der Pause und einer Lern-App

33

www.e-profi.ch Leading Partner Seite 96

Die nächsten Kursstarts: KNX-Aufbaukurs 7. Oktober 2019 Elektroprojektleiter/-in Installation und Sicherheit (BPE) 18. Februar 2020 Führungsfachfrau/-mann mit eidg. FA (FUF) 4. März 2020 Gebäudeinformatiker/-in Swiss GIN (HF) 5. März 2020 Brandschutzfachfrau/-mann (BSF) 19. Juni 2020

eco2friendly-Magazin Weiterbildung


Standpunkt

Automatisch energieeffizient Dank einer modernen Gebäudeautomation lässt sich Strom sparen. Dennoch wird ihr immer noch teilweise mit Skepsis begegnet. Dies vor allem, weil in der Vergangenheit die Funktionalität noch nicht optimal an die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer angepasst war. Ein Umstand, der sich markant geändert hat.

 Prof. Dr. Olivier Steiger, Dozent und Forschungsgruppenleiter, Institut für Gebäude­ technik und Energie IGE, Hochschule Luzern.

Noch sind in der Praxis die Einsparungen

tionssystemen noch einfacher wird – was

jedoch geringer, weil das Nutzerverhalten

sich dann wiederum positiv auf die Akzep-

nicht den Erwartungen entspricht und

tanz gegenüber der Gebäudeautomation

Energieverluste nur schwerlich erkannt

auswirkt. Weiter wird die Gebäudeautoma-

und behoben werden können. Abhilfe

tion voraussichtlich nicht mehr als ein

bietet das zunehmend eingesetzte Ener-

eigenständiges System dargestellt, sondern als Software-Applikation im entsprechend

Bis zur Jahrtausendwende war das Smart­ home noch eine Vision. Dann kamen eigenständige, zweckbestimmte Produkte wie Beleuchtungssteuerungen oder Multi­ room-Audiosysteme auf den Markt. Seit

«Die meisten Vorbehalte gegenüber der Auto­matisierung sind unbegründet.»

einigen Jahren sind auch integrierende ­Lösungen verfügbar, welche die unterschied-

ausgerüsteten

Gebäude

ausgeführt.

Schliesslich ist eine markante Zunahme zu erwarten bei der Datenerfassung und Vernetzung im Gebäude. Damit wird die Systemgrenze der Automatisierung auf sämtliche im Gebäude enthaltenen Dinge erweitert, also beispielsweise auch auf die Haushaltsgeräte und Personen.

giemonitoring, welches den tatsächlichen

lichen Systeme unter einem Dach vereinen

Energiebedarf erfasst und bei Bedarf opti-

Die Vorteile wie Energieeffizienz- und

und Synergien nutzen, um in Sachen Ener-

miert. Dies ist besonders sinnvoll, da die

Komfortsteigerung können jedoch nur

gieeffizienz, Komfort, Sicherheit und Funk-

Bedeutung der Energiethematik aufgrund

ausgeschöpft werden, wenn auch die Be-

tionalität neue Massstäbe zu setzen.

des fortschreitenden Klimawandels noch

dürfnisse der Anwenderinnen und An-

zunehmen wird. So ist es dank einer Ge-

wender berücksichtigt werden. Schliess-

Die Norm SIA 386.111 belegt, dass durch in-

bäudeautomation beispielsweise möglich,

lich kann nur so eine nutzerfreundliche

telligente Gebäudeautomation der Ener-

die sommerliche Überhitzung zu vermei-

und all­gemein akzeptierte Gebäudeauto-

gieverbrauch um 10 bis 30 Prozent gesenkt

den mithilfe klimafreundlicher Massnah-

mation entstehen. Bauherrschaften soll-

werden kann, zum Beispiel durch die opti-

men wie einem optimierten Sonnenschutz

ten also keine Angst haben vor der Auto-

male Ausnutzung der Sonnenenergie und

oder einer idealen Nachtauskühlung.

matisierung, denn fachkundig ausgeführt

die Berücksichtigung der individuellen

Es ist zu erwarten, dass die Bedienung,

bringt diese gleich mehrere Vorteile mit

Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer.

Inbetriebnahme und Wartung von Automa-

sich.

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

34


Gebäudetechnik realitätsnah abbilden Im neuen «GEE Live Lab» der Hochschule Luzern werden die Betriebsdaten eines Gebäudes aufgezeichnet und verwertet. Das systemische Zusammenspiel von PV-Stromerzeugung, Speicherung und Lastmanagement typischer Verbraucher lässt sich damit auch produkt­ spezifisch vergleichen. Text: HSLU T&A – IGE Horw

 Studierende bei der Messung des Zusammenspiels von erneuerbaren Energien mit einem Lastmanagement.  Das «GEE Live Lab» auf dem Campus der Hochschule Luzern – Technik & Architektur.

«GEE Live Lab» bezeichnet einen Demon­

­einer üblichen Nutzung im Zweckbau, zum

Solche Untersuchungen wurden bisher nur

strator, mit dem die elektrotechnischen

Beispiel in einem Grossraumbüro, möbliert.

theoretisch durchgeführt und werden von

Aspekte der Gebäudetechnik (GEE) reali-

Alle Anlagen stehen Studierenden und Mit-

der Wirtschaft gewünscht. Der Demonstrator

tätsnah abgebildet werden können. Im

arbeitenden der Hochschule Luzern zur

soll weiter über mehrere Anschlüsse im­

Vordergrund stehen folgende Themen:

Verfügung und können flexibel genutzt,

Aussenbereich verfügen, woran verschiede-

Last­ management, erneuerbare Energien,

aber auch verändert werden.

ne elektrische Fahrzeuge angeschlossen werden können. Beispiele sind E-Bikes, ­

Gebäudeelektrik, Gebäudeinformatik/Gefür Messungen, im Unterricht, in der

Ansätze zu Lösungen und Verbesserungen

kann auch im Unterricht (Studium und Wei-

Weiterbildung und zu Forschungszwecken

Im Speziellen geht es darum, die Betriebs­

terbildung) eingesetzt werden, um praxis-

eingesetzt werden.

daten eines Gebäudes aufzunehmen und

nah die verschiedenen Möglichkeiten auf-

Konkret besteht das «GEE Live Lab» aus

fachgerecht auszuwerten. Mit diesen Werten

zuzeigen. Einzelne Komponenten, die

­einem benutzbaren Pavillon, der mit unter-

soll ein ideales Zusammenspiel verschiede-

integriert werden sollen, sind bereits an der

schiedlichen gebäudetechnischen Anlagen

ner Anlagen aufgezeigt und Ansätze zu Lö-

Hochschule Luzern vorhanden. Das Haupt-

ausgestattet

sungen und Verbesserungen angestrebt wer-

ziel des «GEE Live Lab» ist, ein Gesamtkon-

bäudeautomation. Der Demonstrator kann

ist.

Beispiele

sind

eine

E-Scooter und Elektroautos. Das Gebäude

­Photovoltaikanlage, ein elektrisches Last­

den. Dazu ist es auch nötig, die einzelnen

zept anzubieten und die Möglichkeiten des

management, Elektromobilität und eine

Komponenten der Lastverteilung zu unter-

Zusammenspiels aufzuzeigen.

Gebäudeautomatisierung. Weiter wird der

suchen. Es soll aufgezeigt werden, welche

Pavillon mit typischen elektrischen Ver-

Geräte auf dem Markt vorhanden sind und

brauchern versehen und entsprechend

wie diese in der Praxis einsetzbar sind.

35

www.hslu.ch/ige.ch Leading Partner Seite 101

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Praxiswisse

n

Original erhalten und intelligent saniert Das über 300-jährige Haus, das Andy Weymann in Guarda kaufte, war in einem schlechten Zustand. Nun erstrahlt es in neuem Glanz wie anno dannzumal – mit dem Unterschied, dass die Technik auf modernstem Standard ist. Text: Judith Brandsberg

Aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Arzt im Spital Davos fühlt sich Andy ­Weymann mit der Region verbunden. Deshalb suchte er da ein Haus, in dem er und

 Per App kann Andy Weymann zum Beispiel die gewünschte Temperatur einstellen, bevor er nach Guarda abfährt.

seine Familie vom Alltag abschalten können. Er selber sollte auch die Möglichkeit haben, in der schönen Bergwelt zu arbeiten, denn in seiner aktuellen Tätigkeit für­­

 Das über 300jährige Haus in Guarda erstrahlt in neuem Glanz.

ein internationales Unternehmen ist er glücklicherweise

nicht

ortsgebunden.

Nach ­längerer Suche fand er in Guarda ein über 300-jähriges Engadinerhaus mit Heustall, welches seinen Bedürfnissen entsprach.

Alles möglichst original erhalten

Gutes Licht war wichtig

verwendet werden, wo sie nicht mehr be­

Das Haus war in einem schlechten Z ­ ustand,

Bereits zu Beginn machte sich Andy Wey-

nötigt wurden. In der «Stüva» wurde für die

weshalb es bis auf die Grundmauern aus-

mann Gedanken, wie man gutes Licht in

Kabelführung eine spezielle Sockelleiste

gehöhlt werden musste. Andy Weymanns

das Haus hineinbringt, denn die alten

erstellt, die eigentlich nicht original ist; das

Wunsch war, alles möglichst original zu

­Engadinerhäuser haben typischerweise

sieht man aber nicht, wenn man es nicht

erhalten, und was ersetzt werden musste,

nur kleine Fenster. So war dies eines der

weiss. «Wir mussten immer wieder über­

sollte mit regionalem Material ersetzt

­Themen, um welche sich der beauftragte

legen, wie das wohl früher war und was wir

­werden. So wurden die alten Bodendielen

Elektriker Jachen Röhrle von Electro

machen könnten, damit es wieder so ist»,

herausgenommen, gewaschen und wieder

­Alpina SA kümmern musste. Andy Wey-

erzählt Weymann, «das verlangte eine hohe

eingelegt. «Im ältesten Teil haben wir

mann wünschte sich für das ganze Haus

Flexibilität von allen Beteiligten. Ich konnte

­sieben Böden aufeinander vorgefunden,

LED-Leuchten von Occhio, die er schon

Jachen Röhrle jederzeit anrufen und er war

als wir den Parkett fanden, renovierten wir

von seinem Haus in Luzern kennt.

auch kurzfristig bereit, an einem Nachmit-

ihn, und nun sieht er wieder aus wie neu»,

Für Jachen Röhrle galt es, die Installation so

tag vorbeizukommen, um ein paar Rohre

erklärt Andy Weymann. Für die Gardero-

zu planen, dass sie an die alten Gegebenhei-

einzulegen.»

benbox, Badmöbel und Einbauschränke

ten angepasst und trotzdem modern und

wurde A ­ rvenholz aus der Region ver­

energieeffizient ist. «Das war für uns ein

Intelligente Steuerung

wendet. Auch die Betten in Holz wurden

grosser Reiz und eine positive Herausforde-

Damit die Familienmitglieder das Haus

spe­ziell ­von ­lokalen Handwerkern gefer-

rung», sagt er. So besorgte der Elektriker zum

auch aus der Ferne steuern können,

tigt. Viele D ­ etails wurden beachtet, und so

Beispiel für die originalen Lampen die alten

brauchte es eine intelligente Gebäudesteue­

wurde l­iebevoll der Zustand von früher

Kabel. Auch die Elektrorohre sind original,

rung. Dafür schlug Jachen Röhrle Digital-

wiederhergestellt.

zum Teil konnten sie von Baustellen wieder-

strom vor. «In einem solchen alten Haus

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

36


Dank der LED-Beleuchtung ist es im Haus trotz der kleinen Fenster überall angenehm hell.  Die «Stüva» ist noch komplett original erhalten. Den Parkett fand man in der siebten Schicht.

eignet sich das System sehr gut, denn es

Energieeffiziente Planung

Weymann hat sich bereits sehr gut eingelebt

ermöglicht eine effiziente Leitungsfüh-

Dem Thema Energieeffizienz schenkte

in Guarda. «Ich fühle mich aufgenommen im

rung und bietet eine sehr hohe Flexibilität,

­Weymann grosse Beachtung. «Mein Bru-

Dorf. Und es ist schön, wie man sich gegen-

jederzeit neue Geräte und Funktionen in

der ist Umweltingenieur. So haben wir uns

seitig unterstützt.» Und wenn er dann wieder

das System einzubinden», erklärt er. Die

von Anfang an Gedanken gemacht und

ins Tal hinunter muss, drückt er beim

Bedienung der Geräte erfolgt über eine

möglichst energieeffizient geplant», sagt

Hinausgehen einfach den Schalter «Alles aus» und kann beruhigt abfahren.

Smarthome-App. Die ganze Familie hat die

er. Zu der LED-Beleuchtung wurden Be­

App auf dem Handy. «Wenn unsere Töchter

wegungsmelder installiert, geheizt wird

mitkommen, dann wird entschieden, wer

mit einer Wärmepumpe und Erdsonden.

welches Zimmer hat, und jede stellt die

Eine

Photovoltaikanlage

mit

Strom­

Temperatur dann 1 bis 2 Tage vorher von

speicher ist geplant, wegen des Heimat-

zu Hause aus ein.»

schutzes könnte sich dieses Projekt aber noch etwas hinziehen.

Oftmals sind in Häusern zu wenig Steck­

Daten und Fakten Elektroinstallation: Electro Alpina SA, Scuol

dosen und Schalter vorhanden – aber

Andy Weymann fährt bereits seit 25 Jah-

­Jachen Röhrle plante deren genügend ein:

ren elektrisch, sein erstes E-Mobil war ein

Steuerung: Digitalstrom (270 verbaute Geräte)

Die Steuerung des Lichts ist auch vom Bett

Horlacher. Auch seine Frau fährt ein Elek-

aus möglich. Ebenso ist eine sogenannte

troauto. Wenn nicht beide zusammen

Dali-Steuerung mit Plan 44

Panikschaltung in jedem Schlafzimmer

nach Guarda f­ ahren können, nimmt einer

hinterlegt, damit wird das ganze Licht in der

von beiden den Zug. «Es macht ja keinen

Wohnung eingeschaltet.

Sinn, mit zwei Autos zu fahren», sagt er.

Zutrittssystem: Feller Overto Multi LED-Beleuchtung: Occhio

. 37

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Experte

Storenschutz im Winter Wenn im Winter Schnee und Frost die Tage dominieren, können Schnee oder Eis materielle Schäden an Storen und Markisen verursachen. Dies kann hohe Reparaturkosten nach sich ziehen. Wer vorbeugt, kann Schäden vermeiden. Text: Pierre Schoeffel

 Pierre Schoeffel, Leiter Geschäftsstelle GNI

läden an den Fassaden grosser Verwal-

hören die Sonnenschutzsysteme zu jenen

tungsgebäude, Produktionsstätten oder

Installationen, die den Elementen am stärks-

Schulen. Dies kann hohe Reparaturkosten

ten ausgesetzt sind. Sie benötigen daher

nach sich ziehen. Aber auch Schäden an

Pflege und besondere Aufmerksamkeit.

einem Wohngebäude ohne entsprechenden Versicherungsschutz können vergleichbar

Alle Jahre, wenn die ersten Kälteeinbrüche

Auslöser und Folgen der Blockierung

sein mit jenen an der Autokarosserie. Um

Die häufigste Ursache für die Blockierung

also böse Überraschungen zu vermeiden, tut

von Storen oder Markisen ist das Eis. Eis

man gut daran, diese Problemstellung früh

entsteht, wenn auf Niederschläge niedrige

genug zu erkennen und vorzusorgen.

Temperaturen folgen:

im Winter nahen, werden am Auto Winter-

• Regen, der zu Eis gefriert

pneus montiert und frostsicheres Scheiben-

Den Sonnenschutz schützen

• angesammelte Feuchtigkeit

wasser wird eingefüllt. Dass aber auch beim

Die Rollläden, Lamellen- und Stoffstoren im

• durch die feuchte Luft Kondensations­

Gebäude Vorkehrungen für den Winter ge-

Freien sind technisch hochwertige Erzeug-

troffen werden sollten, wissen die wenigs-

nisse. Ihre Fertigung zielt auf eine lange Le-

ten. Im Winter jedoch läuft das Sonnen-

bensdauer ab. Die Blockierungsgefahr durch

schutzsystem eines Gebäudes dieselbe

Schnee oder Eis muss ab der Planungsphase

te Schnee den Mechanismus blockiert. Pul-

Gefahr wie ein Auto auf der Strasse. Schnee

des Bauprojekts berücksichtigt werden und

verschnee, der durch den Wind auf die La-

oder Eis verursachen materielle Schäden an

muss Gegenstand eines exakt definierten

mellen gelangt, ist besonders schädlich.

den Storen, den Markisen oder den Roll­

Anforderungsprofils sein. Naturgemäss ge-

Dieses Problem ist heimtückisch, da es

wasser im Inneren des Einzugssystems Es kommt auch vor, dass der angesammel-

nicht unbedingt zu einer Blockierung kommt. Die kleinen Schneedecken auf den Lamellen, die sich beim Hochziehen übereinanderschichten, verursachen den unter Storenexperten sogenannten «Blätterteig­ effekt». Die Schneeschichten verhindern  Die idyllischen Winterlandschaften bieten manchmal Überraschungen, wenn man aufwacht. Es ist wichtig, die richtige Frost- oder Schneealarmstrategie zu planen.

durch ihre zusätzliche Dicke, dass die Storen gänzlich hochgezogen werden können, und führen zur Beschädigung des Motors und der Lamellen. Es ist ebenso möglich, dass gefrorene Tropfen die Dicke des Lamellenstapels erhöhen und so den Hebemechanismus der Storen lahmlegen. Es kommt auch vor, dass die Rollläden im unteren Bereich gänzlich von Schnee oder Eis blockiert werden. Die Hochhebefunktion des Motors, ob diese nun automatisch oder

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

38


Ein automatisches Absenken der Jalousien würde zu unvermeidlichen Sachschäden führen.

manuell durch achtlose Bedienung oder

für Schäden, welche durch die manuelle oder

nach fehlender Überprüfung ausgelöst wird,

automatische Bedienung der Anlage verur-

führt unweigerlich zu einem mechani-

sacht wurden. Schnee-, Eis- sowie Sturm-

schen Schaden.

und Hagelschäden sind keine Garantiefälle.»

Verbogene und verzogene Lamellen, ka-

• die Verriegelung der Storen durch die Funktion «Eis» • die eingeschränkte Funktionsweise im Falle von Eis • die Funktionsweise «Eis/angepasster

ter Motor: Das sind die möglichen Folgen

Wie vermeidet man Schäden durch Eis oder Schnee?

von Eis oder Schnee.

Gemäss der Firma Griesser, einem Storen-

Die erste Lösung besteht darin, dass die

Die automatisch betriebenen Systeme sind

hersteller, bestünde die einfachste Metho-

Storen bei Frostwarnung vorsorglich hoch-

hierbei der grössten Gefahr ausgesetzt, so-

de darin, um das Gebäude herumzugehen

gezogen und verriegelt werden, bis das Ri-

putter Hebemechanismus, durchgebrann-

Komfort»

fern man nicht besondere Vorsichtsmass-

siko einer Beschädigung nicht mehr gege-

nahmen trifft.

ben ist. Die zweite besteht darin, nur das

Haftung: Das Merkblatt des VSR gibt Auskunft Der Verband der Schweizer Anbieter von Sonnen- und Wetterschutz-Systemen, VSR, gibt im Merkblatt zur Bedienung von Sonnenschutzsystemen bei Schnee und Eis fol-

«Wer früh genug ­vorsorgt, kann ­Überraschungen ­vermeiden.»

gende Auskunft:

lassen. Die Funktionsweise «Eis/angepasster Komfort» wird eigens auf Basis eines gründlich bestimmten Anforderungsprofils des Gebäudes, dessen Lage und der Bedürfnisse der Benutzer eingerichtet. Um Schäden frühzeitig zu verhindern, ist es ratsam, zusammen mit einem

«Die Bedienung der Sonnen- und Wetterschutzanlagen bei extremen Witterungs­

Verändern der Lamellenausrichtung zuzu-

Fachmann (Storenhersteller) ein präzises und den Zustand der Fenster zu prüfen,

Anforderungsprofil für jede Art von Gebäude und Nutzen zu erstellen.

bedingungen erfolgt auf eigene Verantwor-

bevor die Storen oder Lamellen automa-

tung. Der Benutzer hat alle notwendigen

tisch oder manuell bedient werden, was oft

Vorkehrungen zu treffen, um sie vor Beschä-

nicht möglich ist.

digungen oder Zerstörungen zu schützen.

Sollte die Installation automatisch funktio-

Die Lieferfirma haftet in diesen Fällen nicht

nieren, bieten sich drei Vorgangsweisen an:

39

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Automation in topmoderner Bürolandschaft Das Life-Science-Unternehmen Bayer hat seine Räumlichkeiten im ­Peter-Merian-Haus in Basel umgebaut. In den erneuerten Büros kommt ein modernisiertes KNX-System zum Einsatz, das Jalousien und ­Beleuchtung in Abhängigkeit von Wetter und Lichtverhältnissen steuert. Text: ABB

Dem Zugreisenden fällt das Peter-Meri-

arbeitet im Hintergrund, denn es gehörte zu

ten werden über ein DALI-Gateway ebenfalls

an-Haus mit seiner markanten Glasfassa-

den Anforderungen, dass die Automation

vom KNX-System gesteuert.

de schon bei der Einfahrt in den Bahnhof

einfach und unsichtbar funktioniert. «Die

In den Bayer-Büros kommen auch weitere

Basel ins Auge. Im Gebäude befindet sich

Lösung ist wirklich toll geworden. Entschei-

ABB-Produkte zum Einsatz: Dazu gehören

unter anderem ein Standort des Life-

dend ist für mich auch, dass wir bisher noch

die Energieverteilung auf den einzelnen

Science-Konzerns Bayer: Hier hat Bayer

niemals einen Ausfall hatten», sagt Daniel

Etagen mit Unterverteilern des Typs Smiss-

Consumer Health, der Geschäftsbereich für

Schwitter, Mitarbeiter im Facility-Manage-

line, Schutzschalter für die Motoren der

rezeptfreie Medikamente, seinen interna-

ment von Bayer in Basel.

Lüftungsbrandschutzklappen und -luftvolu-

tionalen Hauptsitz.

Eine Besonderheit in den Büros ist die

menregler sowie Lichtschalter und Steckdo-

Modern ist das Gebäude nicht nur von

Beleuchtung in den Begegnungszonen und

sen. Diese Lösungen tragen dazu bei, dass

aussen: Die Bayer-Räumlichkeiten zeich-

Sitzungszimmern: Die Lampen ändern

die Bayer-Mitarbeitenden in einer angeneh-

nen sich durch grosszügige Flächen mit

während des Tages Lichtfarbe und -stärke

men Umgebung arbeiten können.

Lichthöfen und Begegnungszonen sowie

gemäss einer programmierten Verlaufskur-

durch topmoderne Infrastruktur aus. Die

ve. Das unterstützt Wohlbefinden und Kon-

einladende Atmosphäre ist das Ergebnis

zentration der Mitarbeitenden. Die Leuch-

go.abb/ch-electrification Leading Partner Seite 92

eines Umbaus, den Bayer vor einiger Zeit durchgeführt hat. Das Ziel war, die heutigen Bedürfnisse einer internationalen Belegschaft zu erkennen und umzusetzen. Der umgebaute Bayer-Sitz in Basel bietet viele unterschiedliche und mehrheitlich offene Büroformen und viele Frei- und Ruhe­ flächen. Zudem weist das Gebäude viel Tageslicht auf. Gesamthaft stehen den Mitarbeitenden aus über 60 Nationen rund 150 Meetingräume zur individuellen Nut Einladende Atmo­ sphäre in den Bayer-­ Räumlichkeiten.

zung zur Verfügung. Ein durchgängiges, modernes Architekturkonzept sticht einem im ganzen Gebäude ins Auge.

Hohe Zuverlässigkeit Im Rahmen des Umbaus hat ABB das be­ stehende KNX-Gebäudeautomationssystem modernisiert und auf den neuesten Stand gebracht. Es steuert unter anderem Jalousien und Beleuchtung in Abhängigkeit von Wetter und Lichtverhältnissen. Das System

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

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eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Sprachsteuerung revolutioniert unser Leben Die Welt, in der wir leben, wird immer vernetzter. Das gilt auch für das Wohnen. Vernetzte Geräte wissen, was die Bewohner wollen. Die Technologie ist nur Mittel zum Zweck, der Mensch steht im Mittelpunkt. Gerade für Ältere oder Menschen mit Handicap kann ein Smarthome so schnell zum Segen werden. Text: Digitalstrom AG

Frank R. ist 47 Jahre alt. Er hat einen leiten-

gehen die Rollläden hoch? Nur einige Fragen,

feld beschäftigten sie sich mit dem Thema

den Job in einer grossen Bank, ist verheiratet

mit denen er sich plötzlich in jeder Situation

Smarthome, wobei sie intensiv im Internet

und besitzt eine grosse Wohnung. Er ist ein

konfrontiert sah. Alles, was bisher einem

recherchierten. «Wir wollten eine stabile

fröhlicher und offener Typ, der sich gerne mit

Automatismus folgte, war plötzlich mühsam.

und zukunftssichere Technologie, ein Sys-

Menschen umgibt. Und er ist seit fast 10 Jah-

Er musste seine ganze Wohnung und alles,

tem das wir auch nachträglich und ohne

ren blind. Mit diesem Tag hat sich das Leben

was dazu gehört, neu (kennen)lernen.

grossen Aufwand in unsere neue Wohnung installieren können», erklärt Frank R. Das

für Frank R. komplett geändert. Und damit auch die Selbstverständlichkeit im Alltag.

Die Lösung heisst Smarthome

Wo ist der Lichttaster? Welchen Knopf muss

Vor drei Jahren kaufte sich Frank R. mit

mit den meisten ihrer Haushaltsgeräte

ich auf meiner Kaffeemaschine drücken? W ­ o

seiner Frau eine Wohnung. Schon im Vor-

kompatibel ist und das sich per Sprache

Paar wünschte sich zudem ein System, das

steuern lässt. Und: Mit dem sie alle ihre verschiedenen Lampen einbinden können. Denn, so überraschend es vielleicht klingen mag, ist gerade das Thema «Licht» für Frank R. besonders wichtig. Als ihn sein Elektriker auf Digitalstrom aufmerksam machte, war der Entscheid dann nach kurzer Zeit klar.

Der unsichtbare Butler Frank R. steht in seiner grossen, offenen Küche, als sein Sonos Speaker ihm meldet, dass der Kaffee fertig ist, den er vorher per  Sie sagen, was Sie wol­len (z.B. «Einen Kaffee bitte»), und das Digitalstrom-System meldet sich via Sprachausgabe, sobald der Wunsch «erfüllt» ist.

einfachem Sprachbefehl «bestellt» hat. «Früher gab es in grossbürgerlichen oder adeligen Haushalten einen Butler, dem man sagte, wenn man einen Kaffee m ­ öchte. Heute gibt es Digitalstrom. Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Roboter, der mir den Kaffee noch bringt. Dann würde ich mich ein bisschen wie Miss Sophie mit ­ihrem Butler James in ‹Dinner for one› fühlen», sagt Frank R. und grinst dabei. Was für viele Menschen noch eine Spielerei ist («Alexa, erzähl mir einen Witz»), ist für die weltweit knapp 40 Millionen blinden Menschen wie Frank R. ein Segen. Denn

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

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Foto: digitalSTROM

 Mit Digitalstrom lässt sich alles auch per Sprache steuern: Vom Licht und der Beschattung über die Heizung bis zu den Küchengeräten.

durch die Fähigkeit, Sprache zu verstehen,

Der unsichtbare Butler hat zudem Zugriff auf

Ein System zum Verlieben

entstehen in einem Digitalstrom-Haushalt

allgemeine Informationen wie zum Beispiel

Sprachsteuersysteme sind schon jetzt dazu

in Kombination mit softwaregesteuerten

das Wetter sowie über sehr persönliche, di-

in der Lage, zum Beispiel die Komplexität für

Geräten eine Vielzahl ganz neuer Möglich-

gital abrufbare Informationen der Nutzer wie

die Benutzung von Geräten und Anwendun-

keiten. Menschen mit Behinderung oder

Kalendereinträge. Einfache Sätze reichen

gen oder für die Steuerung des Hauses zu

Pflegebedürftige können so wieder eigen-

aus, damit er viele individuelle Wünsche im

reduzieren. Auch wenn es schwerfällt: Ver-

ständig Geräte bedienen und Tätigkeiten

Haus erfüllt. Einzig ein System auf Basis

lieben sollte man sich in ein solches System

ausführen. Damit wird die Sprachsteue-

künstlicher Intelligenz ist in der Lage, ein

nicht, wie wir spätestens seit dem mehrfach

rung zum digitalen Assistenten im Alltag –

Haus den individuellen Bedürfnissen der

Oscar-prämierten Film «Her» von Spike

zum unsichtbaren Butler.

Bewohnerinnen und Bewohner anzupassen.

Jonze wissen. Und wer den Film noch nicht

Wie der Alltag vereinfacht wird

Alles, was im Haus intelligent miteinander

Der unglaubliche (Verkaufs-)Erfolg von

vernetzt ist, kann per Sprache gesteuert wer-

Sprachassistenten zeigt, wohin die Reise

den – ob Licht, Heizung, Küchengeräte oder

kennen sollte, kann einfach «Siri», «Alexa»

gehen kann. Denn es gibt einen Grund

Beschattung. Auf Basis individueller Ge-

dafür, dass uns gerade jetzt immer mehr

wohnheiten jedes Bewohners kann das

solcher unsichtbaren Butler im Alltag

Haus sogar Fragen stellen und Bewohnerin-

assistieren und uns das Leben verein­

nen und Bewohnern so Aufgaben abnehmen.

fachen: Unser Alltag wird immer vernetz-

Wenn man in den vergangenen Tagen nach

ter – von Auto über Smartphone bis zum

dem Aufstehen beispielsweise immer einen

Haus. Alles ist permanent mit dem Internet

Kaffee getrunken hat, wird der unsichtbare

verbunden. Der unsichtbare Butler ist in

Butler zukünftig fragen: «Du bist gerade

der Lage, durch die Benutzung und den

­aufgestanden. Soll ich dir einen Kaffee ma-

jeweiligen Nutzer extrem schnell und viel

chen?» Ein einfaches «Ja, bitte» reicht dann

zu lernen, dadurch wird er täglich besser.

aus, um die Kaffeemaschine einzuschalten.

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oder «Cortana» fragen, wovon er handelt. www.demelectric.ch Leading Partner Seite 95

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Eine Welt, die Lernen leichter macht Eine zeitlose Gestaltung und neueste Technik prägen das Schulhaus Vinci in Suhr. Das durchgängige Design und ein leistungs­fähiges Heimnetzwerk bieten den Schülerinnen und Schülern eine angenehme und funktionale Lernumgebung. Text: Feller (Schweiz) AG

funktioniert,

E. Widmer AG. Aber auch die geschirmte

wichtigen Dinge, die einem vom Schulall-

braucht es ein leistungsfähiges Netzwerk.

Version Cat. 6A hat ihn dank der Montage-

tag bleiben: Der Klang der eigenen Schritte

Zum Einsatz kommt deshalb das Heim-

freundlichkeit und der hohen Qualität

im leeren Korridor, wenn man zu spät ins

netzwerk Easynet von Feller. Die ge-

überzeugt.

Klassenzimmer eilt. Der Geruch des feuch-

schirmte Ethernetleitung überträgt eine

Es sind oft die kleinen, vermeintlich un-

Damit

dies

reibungslos

ten Tafelschwamms. Oder die angenehme

Datenmenge von 10 Gigabit spielend über

Oberfläche des Lichtschalters, den man

100 Meter. Installiert hat sie das Team der

KNX-Gebäudeautomation rückt den Unterricht stets ins beste Licht

ein- und ausgeschaltet hat.

E. Widmer AG. «Bisher haben wir vor allem

Im Neubau setzen die Architekten auf viel

mit der ungeschirmten Version gearbei-

natürliches Licht. Es gelangt über zahl­

tet», sagt Daniel Sinniger, Projektleiter bei

reiche Fenster und ein Atrium in fast jeden

Designklassiker auf dem neusten Stand der Technik So dürfte es auch den rund 500 Suhrer Primarschülerinnen und -schülern gehen, die im Schulhaus Vinci zur Schule gehen. An den Tastern zum Beispiel werden sie zigmal vorbeigehen. Etwas nachhaltig Prägendes und zugleich Funktionales zu schaffen, war die Absicht von Pool Architekten: «Mit der durchgängigen Designlinie Standarddue von Feller statten wir das Schulhaus mit einem Designklassiker aus, der zugleich mit dem neusten Stand der Technik kompatibel ist», sagt Martin Trefon, Projektleiter «Schulhaus Vinci» bei Pool Architekten. Die Designlinie passt in seinen Augen perfekt in das zeitlose Design des Schulhauses. Es wird zahlreichen Schülergenerationen eine angenehme und gleichzeitig funktionale Begegnungs- und Lernumgebung bieten.

Via Heimnetzwerk auf die ­Datenautobahn Modernste Lehrmittel sind heute unabdingbar, um die Generation von morgen auf ihre Zukunft vorzubereiten. So greifen die älteren Schülerinnen und Schüler per

 Restlos konsequent – Primarschulhaus Vinci ­ in Suhr.

Tablet auf das Internet zu und lernen, es verantwortungsvoll zu nutzen.

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Ästhetisch, funktional und qualitativ hohe Ansprüche.  Überzeugendes KNX-System.

schritts immer wieder zu diversen Termin­ überschneidungen. In einem ersten Schritt stimmten Architekt und Planer ihre Bedürfnisse gegenseitig ab. Die funktionalen Ansprüche und der architektonische Charakter bestimmten massgeblich die Auswahl der Produkte und der elektrischen Komponenten. So war stets klar, dass alle Installationen selbsterklärend und intuitiv bedient werden können müssen. Vor allem aus ästhetischen und qualitativen Überlegungen fiel die Entscheidung letztendlich auf die Designlinie Standarddue von Feller. In der Folge gab es eine Ausschreibung, die Winkel des neuen Schulhauses. Für den

die ­DALI-Gateways von Schneider Electric

zur Beauftragung der Firma E. Widmer AG

Fall, dass die Sonne wegbleibt oder zu stark

in den Schaltschränken, wo alles gesteuert

für die Elektroinstallation sowie der Schalt-

scheint, ist vorgesorgt. Präsenz- und Hel-

wird.

punkt GmbH für die Programmierung des

ligkeitssensoren sorgen via KNX-Geräte

KNX-Systems führte. Bei ihr erfolgte die Vor-

Beleuchtung stets an das einfallende

Komplexes Unterfangen – lange Planung

Der Einbau der Komponenten wurde von den

­Sonnenlicht und die Storen anpasst. So

«Anspruchsvoll und sehr intensiv», so

Installateuren ausgeführt. Am Schluss, zur

­können die Kinder immer bei optimalen

empfanden Planer, Elektroinstallateur und

Kontrolle der Funktionalität, kam nochmals

Licht­ verhältnissen lernen und müssen

Systemintegrator die Zusammenarbeit.

die Schaltpunkt GmbH ins Spiel. Zentral da-

den Lichtschalter eigentlich gar nicht

Galt es doch, allen Ansprüchen an Ästhetik,

bei waren die enge Zusammenarbeit und die

mehr selbst bedienen. Falls sie dennoch

Technik und Funktionalität gerecht zu

höchste Professionalität aller Parteien.

möchten: M ­ anuell dimmen ist immer eine

werden. Gute Koordination war zudem das

­Option – über die Feller-KNX-Taster und

A und O, kam es doch während des Baufort-

von Schneider Electric dafür, dass sich die

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bereitung und Programmierung der Anlage.

www.feller.ch Leading Partner Seite 100

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Nachhaltige Zukunft dank Energiemonitoring Die Universität Lausanne will bis 2040 die Ziele der 2000-WattGesellschaft umsetzen. Damit wäre sie rund 10 Jahre schneller, als es die Energiestrategie 2050 des Bundesrats vorsieht. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, setzt die Westschweizer Universität auf ein Energiemonitoring. Text: Schneider Electric AG

Die Universität Lausanne ist eine veritable

Pro Person und Jahr müssen der Energie­

nen Gebäude gibt. Zu Beginn erhob das

Kleinstadt. Rund 15 000 Studierende und

verbrauch auf 2000 Watt Dauerleistung und

Team von Unibat, der Serviceeinheit für den

4900 Mitarbeitende forschen, lehren und

der CO2-Ausstoss auf 1 Tonne sinken. Zum

Betrieb aller Gebäude, den Energiever-

arbeiten in 40 Gebäuden auf dem Campus in

Vergleich: Die heutige durchschnittliche

brauch noch jeden Monat von Hand und

Lausanne. Der jährliche Energieverbrauch

Dauerleistung in der Schweiz liegt noch bei

wertete die Daten via Exceltabelle aus.

betrug im letzten Jahr rund 28 Gigawatt-

rund 5000 Watt und der durchschnittliche

Bei über 250 Zählern für Gas, Wasser,

stunden elektrische sowie 20 Gigawattstun-

CO2-Ausstoss bei 6,5 Tonnen pro Person.

Wärme, Kälte und Strom war das ein müh-

den thermische Energie. Das entspricht beim Strom dem Jahresverbrauch von 7000 Haushalten.

seliges Unterfangen.

Früher mühselige Handarbeit – heute Energiemonitoring in Echtzeit

polis» kam deshalb die EcoStruxure-Power-

Für den 2013 eingeweihten Neubau «Géo­

Mit dem Ziel, eine 2000-Watt-Gesellschaft zu

Doch bevor der Energieverbrauch des

Architektur von Schneider Electric zum

werden, muss die Hochschule sämtliche

Campus optimiert werden kann, ist eine

Einsatz: Vernetzte Leistungsschalter und

fossilen Energiequellen durch erneuerbare

verlässliche Datengrundlage erforderlich,

Energiezähler, Kommunikationsgateways

Ressourcen ersetzen und den Energiever-

die zu jeder Zeit Aufschluss über den

und eine cloudbasierte Energiemanage-

brauch insgesamt drastisch reduzieren.

tatsächlichen Energieverbrauch der einzel-

ment-Plattform zur Datenanalyse. So entstand ein intelligentes Monitoring, das Energieverteilung- und -verbräuche in Echtzeit erfasst und somit eine breite Datenbasis für energierelevante Entscheidungen bietet. Ein solch detailliertes ­Monitoring war dringend erforderlich, da das ­ als Minergie-Eco geplante Gebäude­ künftig besonders hohen Ansprüchen in puncto Energieeffizienz gerecht werden

 Zugriff auf EnergieSmart-Data jederzeit und überall.

 Ganzheitliches Energiemanagement in Echtzeit.

sollte – gerade mit Blick auf mögliche Performance-Gaps im täglichen Betrieb.

Performance-Gap: keine Seltenheit Effizienzwerte eines Gebäudes zu planen, ist bedeutend einfacher, als sie im täglichen Betrieb zu erreichen. Gebäude sind komplexe, «lebendige» Organismen. Ein Gebäude muss einreguliert werden, damit die unterschiedlichen Gewerke optimal aufeinander abgestimmt sind. So vermeidet man, dass beispielsweise die Kälte­ maschine kühlt, wenn die Heizung gleich­

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

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Die Universität­ Lausanne will ein Pionier in Bezug auf Nachhaltigkeit sein.

zeitig heizt. Zudem kann die tatsächliche

bäudes schrittweise zu optimieren. So

40 Gebäuden digital überwacht und analy-

Nutzung von Gebäuden von der geplanten

werden beispielsweise nicht systemrele-

siert; zusammen repräsentieren sie rund

abweichen oder sich im Laufe der Zeit

vante Energieverbraucher wie Ventilation

90 Prozent des Gesamtverbrauchs auf dem

ändern. Studien belegen, dass energieop-

und Heizung an den Wochenenden und in

Campus. Integriert sind der Stromver-

timierte Gebäude ohne Monitoring schnell

der Nacht automatisch heruntergefahren,

brauch, die Stromproduktion der eigenen,

wieder Werte aufweisen, die schlechter

um Leistungsschwankungen vorzubeugen.

5400 Quadratmeter grossen Photovoltaik-

ein kontinuierliches Monitoring so wichtig.

Géopolis als Vorbild für gesamten Campus

kühlung und der Wasserverbrauch. Um das

Energierelevante Entscheidungen dank intelligentem Monitoring

Dank dem digitalen Energiemonitoring

die Universität Lausanne bis 2019 aufzeigen,

konnte die Universität Lausanne erste

wie sie in den nächsten 20 Jahren die Ziele

Automatisierte Alarme und intelligente

Massnahmen umsetzen. Der Wärmever-

der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen

sind als vor einer Optimierung. Deshalb ist

anlage, die Gasheizung, die Seewasser­ Label «2000-Watt-Areal» zu erhalten, muss

Algorithmen liefern Smart Data. Das Uni-

brauch ist damit in den letzten 4 Jahren um

gedenkt. Das digitale Energie­monitoring

bat-Team sieht sofort, wann der Energie-

11 Prozent gesunken. Angesichts dieser po-

via Cloudplattform ist ein entscheidender

verbrauch eines Gebäudes von der Norm

sitiven Resultate hat sich die Universität

Schritt auf diesem anspruchsvollen Weg.

abweicht. Aufgrund der Monitoring-Lösung

Lausanne entschieden, das Monitoring mit

von Schneider Electric ist das Team nun in

den Lösungen von Schneider Electric auf

der Lage, Leistungsdefizite konsequent

alle Gebäude des Campus auszudehnen.

aufzudecken und die Energiebilanz des Ge-

Derzeit werden die 16 wichtigsten von total

47

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eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Lichtsteuerungen einfach erweitern Soll eine Steuerung einer Aussenbeleuchtung um mehrere Lichtgruppen erweitert werden, müssen im Normalfall bestehende Leitungen mit viel Aufwand ersetzt werden. In diesem Fall ist eine einfache und clevere Lösung gefragt. Text: Demelectric AG

 Lichtsteuerung im Aussenbereich.

Wünscht sich die Bauherrschaft einen indi-

tion ist dabei für den Elektriker ganz einfach.

einbinden. Und wird ein erhöhter Bedie-

viduellen Ausbau der bestehenden Aussen­

Er integriert an der vorgesehenen Schalt-

nungskomfort gewünscht, kann dies mit-

beleuchtung, kann dies den Elektroinstalla-

stelle einen Powerline-Sensor. Damit über­

hilfe eines Powerline-Funktaster-Gateways

teur vor eine knifflige Aufgabe stellen. Denn

nehmen die gewünschte Anzahl Power­line-

in Kombination mit Funk-Handsendern

wenn bestehende Leitungen ersetzt werden

Aktoren das Schalten oder Dimmen der

erfüllt werden.

müssen, entsteht ein grösserer Aufwand für

neuen Lichtgruppen. Dabei wird die beste-

den Elektriker und entsprechende Kosten

hende Starkstromleitung als Bus benutzt,

Ergänzung zu Gebäudefunk

für den Bauherrn. Mit Eltako-Powerline (PL)

über den die Schaltbefehle übertragen wer-

Das System kann trotz Kabelanbindung

bietet sich dem Fachmann ein cleveres

den. Die dezentrale Powerline-Verbindung

auch in bestehenden Gebäuden ohne

System an, das genau in solchen Situatio-

arbeitet auch über grössere Distanzen, über

grossen Aufwand realisiert werden. Die

nen seine Stärke unter Beweis stellt.

unterschiedliche Phasen oder Sicherungs-

Steuerung im System erfolgt ausschliess-

gruppen absolut zuverlässig. Es sind weder

lich mit Schaltern, die fest an der Wand

Übertragung via bestehende Stromleitungen

zentrale Steuereinheiten noch Funk- oder

installiert werden. Mit einem entsprechen-

WLAN-Verbindungen erforderlich.

den Gateway sind Geräte auch in eine

Die Besonderheit an Powerline ist die Über-

Über dieselben Powerline-Sensoren lassen

EnOcean-Installation integrierbar.

tragungstechnik: Anders als bei anderen

sich auch Schaltuhren, Bewegungsmelder

verdrahteten Systemen erfolgt hier die

oder Dämmerungsschalter für eine ein­

Übertragung via Stromleitung. Die Installa-

fache Automatisierung der Lichtsteuerung

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

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Sonnenschutz für hohe Wohnqualität Der Wohnpark Mönchweiler im Schwarzwald bietet älteren Menschen die Möglichkeit, unter dem Motto «Unabhängig, aber nicht allein» ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Besonderer Wert gelegt wurde auf eine gehobene Aufenthaltsqualität in den Wohn- und Gemeinschaftsräumen. Text: Somfy AG

Im Wohnpark Mönchweiler können ältere

Um den Bewohnerinnen und Bewohnern

Steuerleitung mittels dezentraler Motor-

Menschen selbstständig wohnen und trotz-

angenehme Temperaturen zu gewähren

controller automatisch in die ideale Positi-

dem bei Bedarf auf entsprechende Betreu-

und einen optimalen Blendschutz zu errei-

on gefahren. Die Sonnenschutzzentrale ist

ung zählen. In den L-förmig angeordneten

chen, wurden aussenliegende Raffstoren

gut zugänglich im Dienstzimmer des

Baukörpern nach den Entwürfen von D’Inka

installiert. Diese werden über die Steue-

Betreuungspersonals untergebracht. Im

Scheible Hoffmann Architekten sind 12 Ap-

rungselektronik des Gebäudeautomations-

Zusammenspiel mit einer Wetterstation auf

partements für eine ambulant betreute

spezialisten Somfy bedient.

Wohngemeinschaft sowie 14 Zweizimmer-

dem Dach erlaubt sie eine energieoptimierte Steuerung des Sonnenschutzes in Über-

bracht. Im dritten Obergeschoss stehen den

Aussenliegender Sonnenschutz, zentral gesteuert

Bewohnerinnen und Bewohnern Gemein-

Aussenliegende Raffstoren beugen Hitze

kann die Anlage separat, abhängig von der

schaftsräume zur Verfügung, die jederzeit

und irritierender Blendung vor. Sie werden

jeweiligen Sonnen- und Windsituation

für Aktivitäten und gemeinsame Veranstal-

von der Sonnenschutzzentrale Somfy ani-

sowie der Temperatur, steuern. Eine Erwei-

tungen benutzt werden können.

meo IB+ TouchBuco über eine zweiadrige

terung auf acht Bereiche ist möglich. Für

wohnungen für betreutes Wohnen unterge-

einstimmung mit den Heiz- und Kühlperioden. Bis zu vier einzelne Fassadenbereiche

 Der Wohnpark Mönch­ weiler bietet verschiedene Wohnformen für ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter.

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

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Die Grundeinstellungen für den Sonnenschutz im Wohnpark Mönchweiler lassen sich intuitiv über einen Touchscreen an der Sonnenschutzzentrale Somfy animeo IB+ TouchBuco vornehmen.

 In den Gemeinschaftsräumen erfolgt die Steuerung des ­Sonnenschutzes voll­ automatisch in Abhängigkeit vom Wetter.

die Konzeptplanung der Steuerungstechnik

nen und Bewohner. Zu einer vordefinierba-

ke überschritten werden oder Frost einset-

und Anbindungen war das Ingenieurbüro

ren Uhrzeit schaltet die Steuerung zurück

zen, öffnen die Behänge automatisch, damit

André Schwarz aus Villingen-Schwennin-

in den Automatikmodus.

gen verantwortlich. Behänge von Warema und die Somfy-Steuerungstechnik waren vom Architekten vorgegeben.

sie vor möglichen Schäden geschützt sind. Die Öffnung erfolgt fassadenweise und nur

Maximale Selbstbestimmung in den Wohnräumen

dort, wo die Wettersituation es erforderlich macht. Laut Messina ist durch den Verzicht

«Das Sonnenschutzkonzept in den Wohn-

auf weitere Automatikfunktionen in der

Sonnenschutzautomatik in ­unregelmässig genutzten Räumen

räumen ist auf eine maximale Selbstbe-

Programmierung auch sichergestellt, dass

stimmung der Bewohnerinnen und Bewoh-

niemand durch plötzlich herunterfahrende

Die Gemeinschaftsräume im obersten

ner ausgelegt», erklärt Dominik Messina,

Behänge auf dem Balkon ausgeschlossen

Stockwerk werden unregelmässig genutzt.

Elektromeister und Fachplaner beim Inge-

wird. Eine Umstellung einzelner Räume auf

Daher erfolgt die Steuerung der Behänge in

nieurbüro André Schwarz. In sämtlichen

eine weitergehende Automatisierung wäre

dieser Etage vollautomatisch und die Be-

Wohnbereichen sind einfach und intuitiv

jederzeit problemlos möglich, sollte dies

wohnerinnen und Bewohner finden immer

bedienbare Wandtaster angebracht. Mit

zum Beispiel von den Bewohnerinnen und Bewohnern gewünscht werden.

angenehme Temperaturen vor. Aber auch

ihnen können die Raffstoren nach Bedarf

eine manuelle Steuerung über Wandtaster

individuell eingestellt werden. Zusätzlich

ist jederzeit möglich. So können die Raff-

lässt sich der Neigungswinkel der Lamel-

storen nach Bedarf geöffnet oder geschlos-

len verstellen.

sen werden. Grossflächige Taster ermögli-

Als übergeordnete Automatikfunktionen

chen eine bessere Haptik der Bedienung für

sind lediglich Windgrenz- und Frostwerte

den Sonnenschutz durch die Bewohnerin-

hinterlegt. Sollte eine bestimmte Windstär-

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eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Wetterfühlige Effizienz Ob Licht, Wind, Temperatur oder Regen: Moderne KNX-basierte Wetter­ stationen erfassen Wettereinflüsse zuverlässig und übersetzen diese in Steuerungsbefehle für die Gebäude­automation. In Kombination mit der passenden Software tragen sie zu einer wirtschaftlichen und komfortablen Automatisierung bei. Text: Theben HTS

Wetterstationen werden in der Gebäude­ automatisierung von vielen Planern und Installateuren nicht berücksichtigt. Zu Unrecht, denn Wetterstationen bieten vielfältige Möglichkeiten. So lässt sich zum Beispiel Bildquelle: Theben AG

in einem Büro ohne direkte Sonneneinstrahlung die Jalousie herunterfahren und gleichzeitig die Beleuchtung anschalten oder bei Starkwind die Jalousie in eine sichere Position bringen. Aktuelle KNX-Wetterstationen erlauben es, an Gebäuden bis zu acht

 Aktuelle KNX-Wetterstationen erlauben es, bis zu acht Gebäudefassaden mit unterschiedlichen Programmen für die Beschattung zu versehen. Das Ergebnis ist ein maximaler Ertrag an Tageslicht ohne Blendwirkung.

 Das transparente Gehäuse nimmt die farbliche Gestaltung der Fassade auf und integriert sich somit unauffällig in das Gesamtbild.

Fassaden anzulegen und mit unterschied­ lichen Programmen für die Beschattung zu versehen. Zusätzlich lässt sich für jede Fassade festlegen, bei welchem Sonnenstand die Beschattung aktiviert werden soll. Das Ergebnis ist ein maximaler Ertrag an Tageslicht ohne Blendwirkung.

Jalousien flexibel steuern Möchte man möglichst viel Tageslicht ohne

Über GPS wird zudem der genaue Standort

Algorithmen mit internen und externen

Blendwirkung gewinnen, muss der Lamel-

bestimmt, wodurch die Inbetriebnahme des

Bedingungen erstellen. In Verbindung mit

lenwinkel einer Jalousie kontinuierlich

Geräts erheblich vereinfacht wird.

Jalousieaktoren ist es etwa möglich, die Be-

nachführung» erfordert genaue Daten über

Auf Regen reagieren

vieren, wenn die Aussentemperatur mehr

angepasst werden. Die «Sonnenstands-

schattung eines Raums nur dann zu akti-

die Ausrichtung der Fassade, den Sonnen-

KNX-Wetterstationen ermöglichen auch

als 15 Grad beträgt und der Raum besetzt ist.

stand und die Geometrie einer Jalousie. Bei

schnelle Reaktionen der Gebäudeautoma-

Ist der Raum unbesetzt, lässt sich die Son-

modernen KNX-Wetterstationen können

tion auf Feuchtigkeit und Regen. Eine

neneinstrahlung zur Erwärmung des

alle notwendigen Parameter wie Lamellen-

beheizte Sensorik erfasst sogar Morgentau

Raums nutzen. Umgekehrt kann man im

breite und -abstand komfortabel eingege-

und Nieselregen und sorgt damit zum Bei-

Hochsommer ein nicht genutztes Bespre-

ben werden. In Kombination mit dem aktu-

spiel für das automatische Einfahren von

chungszimmer stärker abdunkeln, um es

ellen Sonnenstand lässt sich so die

empfindlichen Textilbehängen.

kühl zu halten.

optimale

Lamellenposition

berechnen.

­Andere Daten werden automatisch erfasst.

Intelligenz inklusive

So kann die genaue Ortszeit unter anderem

KNX-basierte Wetterstationen bieten neben

über eine Systemuhr in Form eines Visua-

Wind-, Temperatur-, Helligkeits- und Son-

lisierungsservers mit Internetanschluss

nenschutzkanälen auch Logikkanäle (UND,

oder per GPS-Empfänger ermittelt werden.

ODER, XOR). Damit lassen sich einfache

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

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Tradition trifft Moderne Lebenswerter Wohnraum, eine starke Gemeinschaft und gegenseitige Rücksichtnahme prägen das Leben in den Vierteln der Siedlungsgenossenschaft «Sunnige Hof», einer der grössten Wohnbaugenossenschaften der Stadt Zürich. Text: Swisslux AG

 In allen Gebäuden und der Tiefgarage der Siedlung Sunnige Hof ­sorgen Luxomat-Melder automatisch für das richtige Licht zur richtigen Zeit.  Moderne Architektur und modernes Beleuchtungskonzept.

Die Siedlung Mattenhof aus dem Jahr 1946

B.E.G.-Luxomat-Melder. Im «Sunnige Hof»

Master das Licht wieder aus. So brennt

war stark in die Jahre gekommen. Statt zu

kommen sowohl KNX-Melder als auch kon-

­immer nur dort Licht, wo es wirklich ge-

sanieren, wurde die komplett neue Siedlung

ventionelle Melder zum Einsatz. Die Optik ist

braucht wird.

«Sunnige Hof» errichtet. Dabei wurden Tra-

jedoch in allen Bereichen gleich. In den Eingängen sind konventionelle Mel-

dition und Moderne vereint. Zum einen wurde der Gartenstadt-Stil der alten Siedlung

Das Licht brennt, wo es gebraucht wird

der installiert. Diese schalten ebenfalls das

beibehalten. Zum andern wurden die Wohn-

Die Treppenhäuser sind in das KNX-Gebäu-

Licht bei Bewegung automatisch ein, sodass

komplexe mit modernster Technik mit Prä-

desystem eingebunden. Um die Energie­

der Weg sicher ausgeleuchtet wird. Rund

senz- und Bewegungsmeldern ausgestattet.

effizienz zu erhöhen und Materialkosten zu

460 unterschiedliche B.E.G.-Melder mit Er-

sparen, sind die Melder je Stockwerk im

fassungsbereichen bis zu 24 Metern sind im

Die Bewohner der 322 Wohnungen und

Master-Slave-Verfahren eingerichtet. Dabei

«Sunnige Hof» in Betrieb. In diesem Projekt

60 Reihenhäuser sollten auf den Wegen zu

liefert der günstige Slave-Melder nur die

wurden unter anderem Melder mit schwar-

den Gebäuden und in den Korridoren jeder-

Bewegungsinformation an das Mastergerät.

zen Farbblenden ausgestattet. Es gäbe aber

zeit genug Licht haben, um sich sicher

Dieses wird an der dunkelsten Stelle des

auch individuelle Sonderlösungen im Ange-

bewegen zu können. Gleichzeitig sollte in

Korridors installiert und misst vor Ort den

bot. «Würde sich ein Kunde pinkfarbige Mel-

der modernen Siedlung mit einer Photovol-

Helligkeitswert. Bei erkannter Bewegung

der wünschen, könnten wir die ebenfalls

taikanlage auf den Dächern die Energie

und zu niedriger Helligkeit schaltet der Mas-

liefern», lacht Stefan Kull, «der Kreativität

möglichst effizient verwendet werden.

ter das Licht ein.

sind keine Grenzen gesetzt.»

So führte der Weg der Planer unweigerlich zu einer Lösung mit anwesenheitsabhängiger Beleuchtung.

Wenn die Bewohnerinnen und Bewohner

www.swisslux.ch Leading Partner Seite 108

die Treppen nutzen, wird beim Betreten ­eines jeden Stocks dort das Licht aktiviert.

Optimal integrierte Sensoren

Und wenn in einem Stock innerhalb der hin-

Da die Sensoren sich optimal in den Bau in-

terlegten Nachlaufzeit keine Bewegung

tegrieren sollten, fiel die Entscheidung auf

mehr erfasst wird, schaltet der jeweilige

53

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Lichtmanagement im Grossraumbüro Lichtschalter braucht es im neuen Grossraumbüro von Radio Basilisk nicht mehr. Eine präsenz- und helligkeitsabhängige Steuerung ­garantiert zu jeder Tageszeit ideale Lichtverhältnisse und sorgt damit für zufriedene Mitarbeitende. Text: Wago Contact SA

Was eine Konstantlichtregelung ist, davon

Höhle», beschreibt Jean-Luc Wicki den

keine langen Gespräche, um sein Interesse

hatte Jean-Luc Wicki bis zum Umzug am

Eindruck, den er hatte, als er erstmals die

an den adressierbaren Lampen, die sich zu

Basler Marktplatz nur eine vage Vorstel-

Immobilie besichtigte.

beliebigen virtuellen Räumen zusammen-

lung. «Ich selbst bin kein Techniker. Ich bin

Die Frage, wie man eine solch bauliche

fassen lassen, zu wecken. Zumal DALI

derjenige, der unterm Licht sitzt und seiner

Knacknuss ins richtige Licht setzen kann,

darüber hinaus nicht nur strom- und damit

Arbeit nachgeht», erzählt der Programm-

erwies sich denn auch nicht als so einfach.

kostensparend ist, sondern sich einfach

leiter von Radio Basilisk.

Bei der Evaluation zeigte sich schnell, dass

installieren lässt. Und jede einzelne Leuch-

eine herkömmliche Lösung mit einfachen

te kann ohne Aufpreis gedimmt werden.

DALI macht das Rennen

Ein-/Ausschaltern nicht genügen würde.

Das neue Domizil von Radio Basilisk ist

Also besuchte Christoph Hohler, Leiter

Virtuelle Räume einfach parametriert

14 Meter breit, 38 Meter tief und erinnert an

Technik bei Radio Basilisk, die Ineltec in

Doch wie lassen sich diese virtuellen Räume

einen gemauerten Schlauch, dessen eines

Basel, um sich über Alternativen zu infor-

ohne grossen technischen Aufwand realisie-

Ende versiegelt ist. «Wenn man von den

mieren. Und egal, zu welchem Anbieter

ren? Auch auf diese Frage fand der gelernte

Fenstern aus nach hinten in den Raum

oder Leuchtenhersteller er ging, überall

Elektriker an der Ineltec die passende Ant-

blickte, sah man lediglich eine dunkle

war DALI* das grosse Thema. Es brauchte

wort: einen PFC200-Controller von Wago,

Lichtmanagement Ein Lichtmanagement bietet den Vorteil, dass die Inbetriebnahme sehr einfach und zeitsparend über die Webkonfiguration erfolgt und dennoch viele Funktionalitäten bietet: • Schalten: Ein- und Ausschalten (mit oder ohne Watchdog), Stromstossschalter, Treppenhausfunktion, automatisches Licht (Bewegungsmelder), Dämmungsschaltung • Dimmen: Dimmen mit Präsenzmeldern • Lichtregelung: Human Centric Lighting, Konstantlichtregelung • Zeitfunktionen: Wochen-, Ferien- und Sonderschaltprogramme, Feiertage • Slave-Funktionen: Kommunikation mit weiteren LIM-Kontrollern • Sicherheitsbeleuchtung für Einzelbatterie und Zentralbatterie • Genaue Messung des Energieverbrauchs • Projektdokumentation per Knopfdruck und vieles mehr

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

 Das Grossraumbüro von Radio Basilisk ist mit seinem Grundschnitt von 38 auf 14 Metern und nur einer Fensterfront eine beleuchtungstechnische Herausforderung. Mehrere virtuelle Räume mit DALI garantieren an allen Stellen des Raums eine gleichbleibende Lichtintensität.

54


Eine knapp 14 Meter breite Fensterfront hin zum Basler Marktplatz ist die einzige natürliche Lichtquelle für das neue Grossraumbüro von Radio Basilisk.

sehr einfach parametrieren und in Betrieb

Konstantlichtregelung eine Offenbarung

nehmen lässt. «Für die Inbetriebnahme

Und wie sind die Radiomacher mit der

hatte ich lediglich das Online-Handbuch»,

Konstantlichtregelung zufrieden? «Als ich

sagt Christoph Hohler und ergänzt: «Es ist

diese zum ersten Mal erlebte, war das für

selbsterklärend, wobei ein gewisses techni-

mich wie eine Offenbarung», erinnert sich

sches Verständnis hilfreich ist.»

Programmleiter Jean-Luc Wicki. Licht-

Die Inbetriebnahme klappte problemlos

schalter brauche es nicht mehr und egal,

und das Ergebnis kann sich ebenfalls

an welchem der Funktionsarbeitsplätze

sehen lassen: Die Konstantlichtregelung

man sich gerade aufhalte, die Beleuchtung

durchdringt die einst dunkle Höhle selbst

sei immer ideal. Wie gut die Lichtmanage-

der sich selbst ohne Programmiererfahrung

Radio Basilisk

bei stark variierendem Tageslichtanteil bis

mentlösung von Wago funktioniert und

in den letzten Winkel mit einer gleichblei-

wie selbstverständlich diese inzwischen

benden Lichtintensität. Für diese sorgt der

sei, so Jean-Luc Wicki, zeige sich bei

Wago-Controller, der bei grossem Licht­

wechselhaftem Wetter: «Man merkt nicht,

einfall die Beleuchtung automatisch zu-

wie bei Sonnenschein die Lampe von al-

rücknimmt oder ganz abstellt, während er

leine abstellt und erst wieder angeht,

bei weniger Tageslicht diese entsprechend

wenn sich eine Wolke vor die Sonne

anhebt. Damit die Arbeitsplätze in der

schiebt.»

Raumtiefe mit grosser Distanz zur Glasfront ebenfalls gut ausgeleuchtet sind, ist er so parametriert, dass die dort installier-

Seit 1. November 1983 ist Radio Basilisk die Stimme der Region und unbestrittene Nummer eins im Dreiländereck. Zunächst in einer kleineren Immobilie beheimatet, erfolgte schon bald der Umzug in die alte Basler Börse am Fischmarkt. Von dort aus informierte das Lokalradio bis Ende November 2017 seine durchschnittlich 118 000 Zuhörer (2. Semester 2018, Mo–Fr, alle Personen über 15 Jahre/ Quelle: Mediapulse Radio Data) über das regionale und überregionale Geschehen. Aufgrund eines grösseren, mehrjährigen Bauprojekts in unmittelbarer Nachbarschaft zum Studio entschlossen sich die Verantwortlichen für einen Umzug des Senders. Seither gestalten die 25 Mitarbeitenden vom Basler Marktplatz aus das Programm von Radio Basilisk. www.basilisk.ch

www.wago.ch Leading Partner Seite 110

ten Leuchten mehr künstliches Licht abgeben als die in relativer Fensternähe.

* Digital Addressable Lighting Interface

55

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Messe für Bauen Wohnen und Garten

Quelle: freshhaus

28.11. – 1.12.2019 BERNEXPO Do Fr 10 – 18 Sa So 10 – 17

Donnerstag Eintritt gratis


Bewegungsmelder für Licht und Klima Bewegungs- und Präsenzmelder sind auf dem Markt seit vielen Jahren eine bekannte Grösse. Und doch werden sie in der Praxis manchmal als störend empfunden, weil sie nicht so funktionieren, wie man es heute erwarten darf. Denn längst geht es um weit mehr als nur um das Abschalten unnötiger Lichtquellen. Text: Niko Schweiz AG

Wer kennt sie nicht, die Bewegungsmelder,

rung erlaubt er individuelle Lichtszenarien

die an vielen Orten wie etwa in Treppen-

inklusive Multizonen für Smart-Board-

häusern installiert sind. Solange man sich

Beleuchtungen mit zweistufiger Steuerung

irgendwie bewegt, klackt es deutlich ver-

oder externer Ansteuerung.

nehmbar hinter einem her und man hat im

Moderne Bewegungsmelder kommunizie-

Idealfall Licht. Steht man hingegen für ei-

ren bidirektional via Bluetooth untereinan-

nen Moment still, etwa am Hauseingang

der, sowohl Master-zu-Master als auch

oder in öffentlichen WCs, so ist man schnell

Slave-zu-Master, womit sich eine Lichtsteu-

von Dunkelheit umgeben. Denn es reicht

erung optimieren lässt. Somit kann die Be-

eben nicht, Bewegungsmelder irgendwo zu

leuchtung ohne Verkabelungsaufwand auch

installieren und darauf zu hoffen, dass sie

in angrenzenden Bereichen, Räumen oder

schon irgendwie ihren Dienst verrichten.

Fluren gesteuert werden. Zusätzliche Slave-

Doch auch in scheinbar unscheinbaren

Melder lassen sich flexibel, einfach und

Geräten wie Bewegungs- und Präsenz­

auch nachträglich installieren und mit dem

meldern hat sich die Technik spürbar wei-

Master verbinden, um den Erfassungsbe-

terentwickelt. Deren Sensoren sind deutlich

reich zu erweitern.

empfindlicher geworden und erkennen neben Bewegung auch Körperwärme. Beim

Einfache Montage und Inbetriebnahme

Einsatz von Bewegungsmeldern hat sich

Moderne Deckenmelder sind zur einfachen

der Fokus über das reine Einsparen von

und möglichst werkzeuglosen Installation

Beleuchtungsenergie hinaus weiterentwi-

vorbereitet, etwa mit schraubenlosen Steck-

ckelt, dies unter anderem dank des Einsat-

klemmen. Hier erlauben neuartige Befesti-

stellen. Heute geschieht dies über eine App.

 Moderne Deckenmelder sind nicht nur praktisch, sondern zeichnen sich auch durch elegante und zeit­ gemässe Designs aus.

zes von LED-Lampen. Längst wird auch die

gungssysteme wie Nikos patentiertes Snap-

Auch das Auslesen und Ändern aktueller

Klimasteuerung mit gezielter Zufuhr von

Fit-System eine schnelle und zuverlässige

Meldereinstellungen ist damit möglich,

Wärme und Frischluft über Bewegungs­

Installation auch einer grösseren Anzahl von

sodass bei Service und Wartung weitere

melder gezielt geregelt. Denn temporär un-

Meldern durch simples Drehen und Klicken

Zeit eingespart wird. Die Melder selbst sind

genutzte Räume benötigen weder Licht

bei abgehängten Decken verschiedenster

dabei via PIN-Code vor Fehlmanipulatio-

noch Wärme oder Frischluft.

Dicken — und dies ganz ohne Werkzeug.

nen geschützt. Sowohl die sichtbaren

Komfortsteigerung

Konfiguration über App

Sensoren sind so klein und unauffällig,

Je nach Wahl des Melders ist von simplen

Bei der Erstkonfiguration, aber auch im

dass moderne Bewegungsmelder neben

Lichtsteuerungen bis hin zu komplexen

späteren Betrieb zeigt sich der Nutzen

dem praktischen Nutzen auch mit ihrem

Funktionen für Smarthomes fast alles

bidirektionaler Bluetooth-Verbindungen.

eleganten

möglich. Einzelmelder wie der DALI

Früher musste man zur Feinjustierung der

­brillieren und sich in verschiedenste Sze-

Comfort empfehlen sich dabei als kosten-

Bewegungsmelder mehrmals die Leiter

narien unauffällig integrieren lassen.

günstige Alternative zu komplexeren

­hinauf- und herabsteigen, um mit einem

BMS-­ Lösungen. Neben Tageslichtsteue-

Schraubenzieher die Parameter einzu­

­Linsen als auch die dahinter verborgenen

57

und

zeitgemässen

Design

www.niko.eu/zublin Leading Partner Seite 103

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


OB ELEKTROODER SANITÄRINSTALLATEUR: Besuchen Sie die führende Fachmesse der Bauund Immobilienwirtschaft. DEN N E U M IT R E H N DE B E R E IC N E S S E M

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Smarte Verteilerschaltuhr für Gartencenter Moderne digitale Verteilerschaltuhren verfügen über eine Fülle an technischen Neuerungen, die es Installateuren ermöglichen, komplexe Zeitschaltaufgaben in der modernen Gebäudeautomatisierung schneller und einfacher zu realisieren, wie folgendes Beispiel eines Gartencenters zeigt. Text: Elbro AG

 Mit einer bedarfs­ gerechten Steuerung lässt sich maximale Energieeffizienz in einem Gartencenter erreichen.

In einem typischen Gartencenter sind eine

Das Talento Smart System S25 verfügt über

Die einzelnen Programmierungen erfolgen

Vielzahl an elektrischen Installationen

drei Kanalerweiterungen CE, womit jede

direkt an der Uhr oder aber drahtlos über

vorhanden, die an einen Stromkreislauf

Anwendung individuell angesteuert w ­ erden

eine bedienerfreundliche App oder eine

angeschlossen sind. Um den Sicherheits-

kann. Die integrierte Astrofunktion erlaubt

PC-Software in Verbindung mit einem

ansprüchen gerecht zu werden und um

eine tageslichtabhängige Anpassung von

LAN-Modul. Die Kommunikation zwischen

eine maximale Energieeffizienz zu errei-

Schaltzeiten an unterschiedliche Jahres-

der Zeitschaltuhr und den Kanalerwei­te­

chen, müssen alle Anwendungen bedarfs-

zeiten, was für die Aussenbeleuchtung und

rungen erfolgt ebenfalls drahtlos über

gerecht gesteuert werden.

das Reklameschild wichtig ist. Monats­

Bluetooth.

Die Beleuchtung des Reklameschilds über

abhängige Funktionen wie die Klimatisie-

Datenübertragung, einem PIN-Schutz und

dem Eingang, die Beleuchtung und die Klima­

rung oder die Heizung im Verkaufsraum

der Plombierbarkeit ist das System zudem

anlage im Verkaufsraum, die Türschliess­

werden über eine datumsabhängige Funk-

vor Manipulation geschützt, und ein nicht

anlage und die Bewässerungsvorrichtung

tion ab­ gebildet. Ein 7-Tage-Programm

flüchtiger Speicher (EEPROM) sichert die

im Treibhaus, die Wachstumsbeleuchtung

­regelt die ­­ Bewässerung und eine spezielle

Programme bei einem Stromausfall.

der Pflanzen sowie die Aussenbeleuchtung

Beleuchtung für die Pflanzen im Treibhaus.

auf dem Gelände sollen zu unterschied­

Auch feste Feiertage und eine Zufalls­

lichen Zeiten gesteuert werden. Insgesamt

funktion für nächtliche Ausleuchtung des

werden somit acht Kanäle bedient.

­Geländes können abgebildet werden.

59

Dank

der

verschlüsselten

www.elbro.com Leading Partner Seite 98

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Publireportage

Smarthome leicht gemacht Die intelligente Gebäudetechnik entwickelt sich rasant weiter. Das bedeutet: komplexer werdende Technik und unterschiedliche Systeme unter ein Dach zu bringen. Dies ist ganz einfach und nur mit einem einzigen Baustein möglich. Text: Hager AG

 Die einfache Smarthome-Lösung für Wohn- und Zweckbau

Domovea ist eine einfache, vielseitige und

kannten Domovea- und KNX-easy-Funkti-

angepasst werden. Da alle Funktionen wie

effiziente Smarthome-Lösung für den Wohn-

onalitäten auch die Möglichkeit, IoT-Pro-

KNX, IoT und Visualisierung in der App ab-

und Zweckbau. Die neue Generation ist in

dukte wie Amazon Echo, Google Home,

gebildet sind, braucht es keine weiteren

zwei Varianten erhältlich, als einfachere und

Sonos, Philips Hue oder IFTTT in das intel-

Apps. Vereinfacht wurde auch die Einrich-

kostengünstige Variante «Domovea basic»

ligente Zuhause einzubinden und zu visua-

tung von einfachen Sequenzen mit Domo-

für Ein- und Mehrfamilienwohnhäuser so-

lisieren. Darüber hinaus bietet Domovea

vea basic durch hinterlegte Bausteine

wie als komplexere Variante «Domovea ex-

expert die funktionale Einbindung des

(Domogramme). Von den neuen projektüber-

pert» für Gewerbe- und kleinere Zweckbau-

Hager Access Gates zur Integration der

greifenden Import- und Exportfunktion für

anwendungen. Beide Ausführungen sind als

Türkommunikation.

bereits angelegte komplexere Sequenzen

verteilung konzipiert und sowohl in Neubau-

Die neue Visualisierung

Elektro­installateur profitieren.

ten als auch bei Modernisierungen und Re-

Die aktuelle Version präsentiert sich mit

novationen einsetzbar.

einem völlig neuen Design- und Ergonomie-

Modulargeräte zum Einbau in die Elektro-

mit Domovea expert wird vor allem der

konzept, bei dem der Nutzer die Startseite

Nur ein Baustein für maximalen Funktionsumfang

seinen Bedürfnissen entsprechend indivi-

Die beiden Domovea-Server beinhalten zu

komplette Gebäudestruktur und einzelne

ihren Markteinführungen neben den be-

Räume angelegt und in ihrer Darstellung

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

duell konfigurieren kann. Dabei können die

60

www.hager.ch Leading Partner Seite 101


Publireportage

Stets mit seinem Zuhause verbunden Eine vernetze Video-Sprechanlage entspricht sämtlichen Anforderungen des Internets der Dinge. Denn sie verwandelt eine Standardwohnung in ein vernetztes Zuhause, das sich via Smartphone vor Ort oder von unterwegs aus steuern lässt. Text: Legrand AG

 Mit der vernetzbaren Video-Hausstation Classe 100X bekommt man die komplette Funktionalität ­einer Videosprechanlage auf sein Smartphone.  Integrierte WLANSchnittstelle, kostenloses App, ideal für die Modernisierung, extra schlankes Design, aus­gezeichnete Ergonomie, einfach im Unterhalt.

sign und Spitzentechnologie. Damit lassen

Die neue Classe 100X ist mit einer

Bestens geeignet für Neuinstallation oder Modernisierung

sich ein intelligentes Hausautomations-

WLAN-Verbindung ausgestattet und lässt

Die Video-Sprechanlage eignet sich sowohl

system und dessen praktische Funktionen

sich somit per Smartphone mit einer kos-

für die Erneuerung veralteter Systeme als

beschreiben. Mit seinen zahlreichen Vor-

tenlosen App zuverlässig steuern. Damit

auch für Neuinstallationen. Denn für den

teilen ist es für das individuelle Wohnen

ist jederzeit ersichtlich, was sich im Haus

Installateur fallen keine zusätzlichen Arbei-

oder in Mehrfamilienhäusern unentbehr-

ereignet. Der Eingangsbereich lässt sich

ten an. Die Anlage kann in bis zu 22 Woh-

lich. Die Video-Hausstation Classe 100X ist

überwachen, Tür und Tor können auch aus

nungen ohne zusätzliche Stromversorgung

eine völlig neuartige Entwicklung und

der Ferne geöffnet werden, oder die Be-

installiert werden. Die vernetzte Video-Haus-

Einfache Handhabung, zeitgemässes De-

Ein Gerät, das mitdenkt

wird von Legrand unter der Marke Bticino

leuchtung kann aktiviert werden. Die

station Classe 100X ist einzeln für Installa­

angeboten. Der grosse 5-Zoll-Bildschirm

Video-Hausstation bietet zudem Sicher-

tionen in Mehrfamilienhäusern oder als modulares Einfamilienhausset erhältlich.

und die mit LED unterstützten Bedien­

heit, denn der Nutzer kann Personen über-

elemente garantieren eine optimale Über-

wachen, die sich vor der Eingangstür

sicht der Funktionen. Die Hausstation

befinden, oder zum Beispiel einem Liefe-

wirkt zeitgemäss, elegant, und ihre mini-

ranten Anweisungen erteilen. Um die

male Aufbauhöhe integriert sich harmo-

­Sicherheit des Eingangsbereichs zu erhö-

nisch in jedes Interieur. Das System ist für

hen, lassen sich zusätzliche, kompatible

den Endnutzer sehr einfach zu bedienen.

Überwachungskameras installieren.

61

www.legrand.ch Leading Partner Seite 102

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Standpunkt

Künstliches Licht ist mehr als Strahlkraft Künstliches Licht bietet ein breites Spektrum an nützlichen Eigenschaften. Dieses reicht vom Stromspareffekt bis hin zu positiven Auswirkungen auf die Gesundheit. Deshalb beschäftigt das Thema auch immer mehr Experten – und es gibt immer mehr intelligente Lösungen.

 Daniel Tschudy, MSc ETH, MBA, Geschäfts­ führer Schweizer Lichtgesellschaft

neuen Technologien wie Hochfrequenz­

fähigkeit um über 50 Prozent gesteigert

detektoren, Ultraschall oder bildgebende

werden können. Dieser Teil macht sich im

Verfahren. Zudem sind auch Sprachsteue-

Bruttosozialprodukt, der Volksgesundheit

rungen wie Siri oder Alexa hilfreich.

und in der Leistungsfähigkeit einzelner

Wenn die Energieeffizienzkette zu Ende

in Energie nachgemessen werden.

Betriebe bemerkbar, kann aber nicht direkt gedacht wird, hört die Effizienz des Lichts nicht bei der Lichtabstrahlung auf, son-

Fragen rund um das Licht sind zu einer multidisziplinären Wissenschaft herange-

Vor 20  Jahren entstanden die ersten Projekte mit LED-Leuchten. Tatsächlich waren sie Exoten gegenüber konventionellen Lichtquellen, und der Trend hin zu LED entstand erst mit dem Preisnachlass und der Gewissheit, dass sich eine neue Technologie durchsetzen wird.

«Licht ist zu einer multidisziplinären Wissenschaft herangewachsen.»

Beobachtungen im Schweizer Markt mit

wachsen, die sich mit Materialien, Farben, Lichttechnik oder biologischen Phänomenen des Menschen auseinandersetzen. Neben zahlreichen Normen und Gesetzen spielen Kunst- und Tageslicht eine immer bedeutsamere Rolle. Deshalb ist es umso wichtiger, einen wirklich guten Lichtplaner herbeizuziehen, der auch aufzeigen kann, weshalb ein Lösungsansatz besser ist als

Lichtmarkt- und Energiestudien zeigen

der andere. Ebenso wichtig ist es, dass die

einen Rückgang des Energieverbrauchs

dern geht weiter – durch das Auge zum

besprochenen Konzepte in der geforderten

dank der LED. Gleichzeitig haben sich jedoch

Hirn, wo es zu Bildern verarbeitet wird oder

Qualität umgesetzt werden können. Ein

die Leuchtenstellen pro Haushalt stark ver-

biologische Effekte auslöst. Neue For-

Bauherr hat dabei auch die Pflicht, sich

mehrt, weshalb die Energieeinsparungen

schungsberichte zeigen, dass mit dem

und seine Anliegen zu reflektieren und

bislang nur moderat waren. Sie dürften al-

richtigen Lichtspektrum und einer guten

einzubringen. Nur so entstehen gestalte-

lerdings in naher Zukunft markanter ausfal-

Raumausleuchtung die Hirntätigkeit und

risch hochwertige Atmosphären, die den

len – dank intelligenten Lichtszenarien, IoT,

damit das Konzentrationsverhalten, die

Ansprüchen der Bauherrschaft über lange

Präsenz- und Bewegungsdetektion sowie

körperliche Gesundheit und Leistungs­

Zeit hinweg genügen.

Licht eco2friendly-Magazin

62


Förderprogramm für Beleuchtungsanlagen Die SLG verpflichtet sich zu einer differenzierten Beurteilung des aktuellen Stands der Beleuchtungstechnik und zur ressourcenschonenden Nutzung von Licht. Mit dem Programm «senso70» soll die Erneuerung von Beleuchtungsanlagen in 100 kleineren und mittleren Zweckgebäuden gefördert werden. Text: SLG

Die LED-Beleuchtungstechnologie hat sich in den letzten Jahren etabliert. Bereits mit dem einfachen Ersatz von konventionellen Lichtquellen durch LED werden grosse Energiemengen eingespart. Ein grosses zusätzliches Sparpotenzial, das sich durch die Steuerungsmöglichkeiten der LED ergibt, wird jedoch erst unzureichend genutzt. So hat sich der Einsatz von Sensoren, mit einem daraus resultierenden

 Die SLG bietet verschiedene Aus- und Weiterbildungskurse in der Lichtplanung an.

Minderverbrauch von zusätzlichen 20 bis 30 Prozent, noch nicht in gewünschtem Mass durchgesetzt. Das Programm «senso70» dient der Förderung dieses brachliegenden Potenzials. Das von der Schweizer Lichtgesellschaft SLG geleitete Programm fördert die Erneuerung von Beleuchtungsanlagen in 100 kleinen und mittleren Zweckgebäuden (Nutzfläche bis 2000 Quadratmeter) aus den Bereichen

nalwirkung und belegen die Realisierbar-

Verwaltung, Schule, Sport, Industrie, Ver-

keit der Strategieziele.

kauf, Gastronomie oder Pflege. Pro Be-

Mit dem drei Jahre dauernden Programm sol-

leuchtungsanlage

mindestens

len insgesamt rund 23,6 Gigawattstunden

70 Prozent des beleuchtungsrelevanten

elektrische Energie eingespart werden. Mit

bieten kurze Update-Informationen zum spezi­ fischen Thema. Alle Licht- und Beleuchtungs-

Stromverbrauchs eingespart werden.

den eingesetzten Fördermitteln von 720 000

interessierten sind herzlich eingeladen!

sollen

Franken kann eine Kostenwirksamkeit des

Unterstützung der Energiestrategie

Programms von 3,05 Rappen pro eingesparte

Das Programm unterstützt die Energiestra-

Kilowattstunde erreicht werden. Das Pro-

tegie des Bundes. Zusammen mit anderen

gramm läuft seit dem 1. Januar 2019 und

Vertretern der Lichtbranche erarbeitet­ noch bis Ende 2021. Zielgruppe des Prodie SLG unter dem Namen Energy4Light­

gramms sind Bauherren, die bestrebt sind,

ein Massnahmenpaket, das eine gesamt-

in Zusammenarbeit mit Architekten und Be-

schweizerische Reduktion des Strom­

leuchtungsplanern eine energetisch optimale

verbrauchs von Beleuchtungsanlagen um

Beleuchtungslösung zu realisieren. Auf www.

50 Prozent zum Ziel hat. Sanierungsvorha-

senso70.ch finden sich weitere Informationen.

ben, die im Rahmen von «senso70» geplant und umgesetzt werden, haben dabei Sig-

www.slg.ch

Fachkurse der SLG Die knackigen, ein- bis zweitägigen Fachkurse

SLG College Kurskalender 2019 Das SLG College bietet eine breite Palette von Ausbildungen an. Die Ausbildungen werden ergänzt durch Informationsveranstaltungen unter dem Titel Vorabendseminare. Die nächsten Kurse sind: • Fachkurs öffentliche Beleuchtung November 2019 • Lichtplaner BASIC, November 2019 • Lichtplaner 2 Aussen, 2. Sept. 2019 • PK SIA 387/4 Einführung, 20. Nov. 2019 • PK SIA 387/4 Experten, 3. Dez. 2019

Leading Partner Seite 106

63

eco2friendly-Magazin Licht


Fachwissen

Biologisch wirksames Licht Das Licht beeinflusst den menschlichen Lebensrhythmus erheblich – und zwar nicht nur das n ­ atürliche, sondern ebenso das Kunstlicht. Die Erkenntnisse darüber, wie sich die Beleuchtung auf den Organismus auswirkt, kann viel dazu beitragen, die Lebensqualität zu ­verbessern. Text: Otto Fischer AG

Licht dient nicht nur zur Aufnahme visueller

zirkadiane Rhythmus durch Temperatur-

­Affective Disorder) leiden – auch Winter­

Informationen – sondern es hat einen weit-

schwankungen und die Nahrungsaufnah-

depression genannt. Aufgrund dessen, was

reichenden Einfluss auf die Körperfunktio-

me beeinflusst. Aufgrund des zirkadianen

wir nun über den Einfluss des Lichts auf

nen. Darüber konnten in den letzten Jahren

Rhythmus kann nun die Beleuchtung Men-

den menschlichen Körper wissen, erstaunt

immer mehr Erkenntnisse gewonnen wer-

schen aktivieren und deren Wachheitsgrad

es nicht, dass in der Medizin dieses

den (vgl. DIN V5031–100). Zum Beispiel, dass

erhöhen. Dies bedeutet, dass Licht das

­Syndrom mit der sogenannten Lichtthera-

der nicht visuelle Einfluss des Lichts

Potenzial hat, die Leistungsfähigkeit zu ­

pie behandelt wird und dass das richtige

­Auswirkungen auf die Chronobiologie (die

steigern. Durch biologisch wirksames Licht

Licht im Alltag ebenfalls hilft, die Sympto-

innere Uhr) eines Lebewesens und dessen

im Innenraum, das die Lichtfarben gemäss

me zu bekämpfen. Denn Licht ist ent­

zirkadianen Rhythmus (siehe folgenden Ab-

dem natür­ lichen Tagesablauf simuliert

scheidend für die Gesundheit und das

schnitt) hat, indem er massgeblich den Takt

­(siehe Beispielbild) und sich durch ausrei-

Wohl­befinden. ­Zudem beeinflusst es die

der Körperfunktionen vorgibt. Das bedeutet,

chende B ­ eleuchtungsstärke für jede Seh­

menschlichen Emotionen sowie die Konzentrationsfähigkeit.

dass die Intensität, die Zeitdauer und die

aufgabe auszeichnet, kann die Seh- und

Farbe des Lichts wichtige Faktoren sind, von

Arbeitsleistung positiv beeinflusst werden.

denen Organismen positiv oder negativ

Als kleines Experiment dazu können Sie

­beeinflusst werden.

gerne einmal in einem Raum ohne Tages-

 eitere wertvolle Infos gratis W in der Fachbroschüre

lichteinfall für einige Minuten das Licht Der zirkadiane Rhythmus taktet die Körper-

ausschalten oder herunterdimmen. Sie

funktionen gemäss eines 24-Stunden-­ werden sicher bemerken, wie der Körper Ablaufs und verändert sowohl die Körper-

langsam ermüdet.

temperatur wie auch den Melatonin- und den Cortisolspiegel. Am ausgeprägtesten

Dieses Phänomen ist auch der Grund dafür,

manifestiert er sich beim Schlaf-wach-

dass im Winter, wenn die Tage kürzer

Rhythmus,

entscheidende

­werden und die Menschen weniger Sonnen­

Taktgeber dazu wiederum der Hell-dun­

licht aufnehmen, einige Menschen am

kel-Rhythmus ist. Darüber hinaus wird der

­sogenannten

wobei

1000 K

der

2000 K

Licht eco2friendly-Magazin

3000 K

4000 K

5000 K

SAD-Syndrom

6000 K

64

Beitrag aus der aktuellen Licht-Fachbroschüre entnommen, die noch viele weitere interessante Informationen rund um Beleuchtungsfragen enthält. Damit eignet sie sich bestens zur ­Kundenberatung; aber auch, um selber die eine oder andere Unklarheit zu ­beseitigen. Die Fachbroschüre kann gratis bestellt werden ­unter: ottofischer.ch/licht

(Sea­sonal

7000 K

8000 K

9000 K

10 000 K


­ atürlichen Tages­verlauf.  Die Lichtfarben auf der Erde in ihrem n

Die Lichtfarben

­weiss-bläu­liche Lichtfarben den Menschen

Die Lichtfarbe, die den menschlichen Orga-

­helfen, aktiver und wacher zu werden.

nismus wie oben erläutert beeinflusst, hängt stark mit der sogenannten Lichttem-

www.ottofischer.ch Leading Partner Seite 104

peratur (weisses Licht gilt als kalt, gelbes als warm) zusammen. Letztere wird in ­Kelvin (K) gemessen, und diese Masseinheit definiert wiederum die Lichtfarben, die sich in folgende Gruppen unterteilen lassen: • Warmweiss (unter 3300 K) wird aufgrund der eher gemütlichen Stimmung, die diese Lichtfarbe erzeugt, vorzugsweise in Wohnräumen eingesetzt. • Neutralweiss (3300–5300 K) und Tageslichtweiss (über 5300 K) werden an Arbeitsplätzen mit allen möglichen Sehaufgaben

Licht ist Strahlung Licht ist grundsätzlich nichts anderes als elektro­ magnetische Strahlung im Wellenlängenbereich zwischen 380 und 780 Nanometern (nm). Dies bedeutet, dass das mensch­liche Auge Wellen ­in diesem beschriebenen Bereich als Licht wahrnimmt. Aufsteigend ­ab 380 nm führt das Spektrum von Violett ­über Blau, Grün, Gelb und ­Orange bis zu Rot. Wobei ein Wert unter 380 nm bei­ allen UV- und Röntgenstrahlen gemessen wird,

­ ährend ­Infrarot-, Radar-, Mikro­wellen­strahlung w im Wellen­längen­­bereich von über 780 nm liegen. Was die wichtigsten Grössen anbelangt, so ­ist ­es wissenswert, dass elektromagnetische ­Strahlung eine Form der Energieübertragung darstellt. ­Daraus ergibt sich, dass die pro ­Sekunde ein­ treffende Energie in Watt ­gemessen wird. ­Die Anzahl ­vorbeiziehender ­Wellen pro ­Sekunde wird ihrerseits in Hertz (Hz) a ­ ngegeben.

verwendet. Dazu gehören unter anderem Gebäude für industri­elle und handwerk­ liche Tätigkeiten, Büro- und Verkaufs­ räume, Messehallen oder Ausbildungs- und Gesundheitseinrichtungen. Zusätzlich beliebt, um Arbeitsflächen auszuleuchten, sind sie aufgrund der Tatsache, dass

65

eco2friendly-Magazin Licht


Intelligente Lichtsysteme intuitiv bedienen Lichtsysteme mit integrierten Präsenzmeldern deaktivieren die Beleuchtung bei leeren Räumen automatisch. Nur eines ist noch effizienter: Wenn der Nutzer beim Verlassen des Raums das Licht sofort selbst ausschaltet. Wie sich beides miteinander kombinieren lässt, zeigen neue Multifunktionstaster. Text: Esylux AG

Wer sich in Nichtwohngebäuden wie Büros, Bildungsstätten und Gesundheitseinrichtungen bewegt, braucht oft nur einen kurzen Blick nach oben zu werfen, um sie zu entdecken – Präsenz- und Bewegungsmelder gehören für viele Gebäudebetreiber längst zur Standardausstattung, denn eine

 Die ELC-Pushbuttons vereinfachen die Bedienung der Systeme durch eine einfache Symbolsprache.

bedarfsgesteuerte Automation durch sie erhöht den Komfort und senkt den Energieverbrauch.

Präsenzmelder sparen automatisch Energie Der wichtigste Beitrag von Präsenzmeldern

Schon der Einsatz eines einfachen Präsenz-

Verfügt er zusätzlich über die Fähigkeit der

beruht auf einer ernüchternden Erkenntnis:

melders führt zu einer erheblichen Verbes-

Konstantlichtregelung, dimmt er das Kunst-

Haben die Menschen in Nichtwohngebäu-

serung, da er automatisch darauf achtet,

licht stets nur so hoch, wie es das bereits

den das Licht einmal eingeschaltet, bleibt

dass die Beleuchtung nur scheint, wenn

vorhandene Tageslicht zum Erreichen eines

es oft den ganzen Tag an, schlimmstenfalls

Menschen wirklich anwesend sind. Seine

bestimmten Sollwerts erfordert.

sogar die anschliessende Nacht, weil häufig

Lichtsensorik prüft währenddessen die

niemand daran denkt, es wieder auszu-

aktuelle Helligkeit. Reicht das durch die

schalten. Denn anders als im Privatbereich

Fenster einfallende Tageslicht zum Arbeiten

Energieeffizientes Human Centric Lighting

müssen die Nutzer hier nicht selbst für den

aus, zum Beispiel in der Tagesmitte, schaltet

Mit der SymbiLogic-Technologie lässt sich

Strom bezahlen.

der Präsenzmelder das Licht ebenfalls aus.

mithilfe von Präsenzmeldern auch der Verbrauch des Human Centric Lighting (HCL) reduzieren: Eine Beleuchtung, die tageslichtähnliche Helligkeits- und Lichtfarb­ verläufe erzeugt und so unter anderem

 Die SymbiLogicTechnologie von Esylux erzeugt ein tageslicht­ ähnliches Human Centric Lighting und setzt es mit intelligenter Sensorik energieeffizient um.

Vitalität, Wohlbefinden und Gesundheit fördert. Für einen flächendeckenden Einsatz in Büros, Bildungsstätten und Gesundheitseinrichtungen wurden Lichtsysteme ent­ wickelt, die in ihrer Grundausführung ELC-Deckenleuchten, ELC-Steuereinheiten und

ELC-Präsenzmelder

kombinieren.

Nach einer Plug-and-play-Installation steu-

Licht eco2friendly-Magazin

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Bildquelle: imaginima/E+/Getty Images

 ELC-Lichtsysteme aus Deckenleuchten, Sensorik und Steuereinheiten lassen sich per Plug-and-play installieren und sind mit dem energieeffizienten Human Centric Lighting der SymbiLogicTechnologie erhältlich.

ern und regeln die Systeme die Beleuch-

zer noch mehr Komfort ermöglicht, bieten

Unruhe entgegenzuwirken. Eine Tast­

tung vollautomatisch.

sich ELC-Taster an. Durch ihre klare Sym-

fläche mit SymbiLogic-Logo aktiviert das

bolsprache erlauben sie ein intuitives Über-

energieeffiziente Human Centric Lighting.

Einfache Symbolsprache zum Übersteuern der Automatik

steuern und erlauben neben Schalten und

Über eine SymbiLogic-Tastfläche verfügt

Dimmen das Abrufen von Szenen und bei

auch der Push Button 8x Patient Room ELC,

Mancherorts möchten die Nutzer jedoch

Systemen mit SymbiLogic auch ein Anpas-

der speziell für den Einsatz in Zweibett-

das Licht selbst einschalten – wie zum Bei-

sen der Lichtfarbe.

Patientenzimmern konzipiert wurde. Neben Schalten und Dimmen erlaubt er Ärzten

spiel Lehrkräfte an Schulen, die durch ein ginn selbst inszenieren wollen. So verfügen

Individuelle Szenen oder energie­ effizientes Human Centric Lighting

Szene individuell für beide Bettbereiche ein

die ELC-Lichtsysteme über gespeicherte

Zwei Sonderausführungen erweitern nun

Untersuchungslicht mit 1000 Lux und neu-

und anpassbare Szenen, die sich nur manu-

das Portfolio: Der Push Button 8x Class-

tralweissen 4000 Kelvin zu aktivieren. Bei

ell abrufen lassen. Und zu guter Letzt ist es

room ELC dient dem Übersteuern der sen-

Mahlzeiten kann der Patient durch einfa-

immer noch energieeffizienter, das Licht bei

sorgesteuerten Lichtsysteme im Lehrbe-

chen Tastendruck auf eine leicht abge-

Verlassen des Raums sofort selbst auszu-

trieb und erlaubt das Schalten, Dimmen

dimmte Beleuchtung mit warmweissen

manuelles Einschalten den Unterrichtsbe-

und Pflegepersonal unter anderem, per

schalten, als auf das automatische Abschal-

oder Abrufen von Szenen über acht Einzel-

3000 Kelvin wechseln. Eine Nachtlicht-

ten durch einen Präsenzmelder zu warten.

tastflächen. Lehrkräfte können so die Be-

Szene realisiert per Zusatzbeleuchtung ein

Eine einfache Lösung hierfür schafft der

leuchtung einfach anpassen, zum Beispiel

sicheres Orientierungslicht bei gleichzeitig

klassische Taster an der Wand. Deshalb las-

um die Schüler in Konzentrationsphasen

ausgeschalteter Hauptbeleuchtung.

sen sich die ELC-Lichtsysteme mit einem

mit hellem, kaltweissem Licht zu unter-

handelsüblichen zweifachen 230-Volt-Tas-

stützen oder in Stressmomenten mit abge-

ter bedienen. Als Alternative, die dem Nut-

dimmten 2700 Kelvin einer motorischen

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Innovative Bürobeleuchtung wird erlebbar Im neuen Headquarter von Signify Switzerland in Affoltern entstanden auf 600 Quadratmetern moderne Arbeitsräume. Dabei zählte das Unternehmen bei der Einrichtung auf eine innovative und vernetzte Beleuchtung. Text: Signify Switzerland AG

Basierend auf dem unternehmensweiten Konzept «Work Place Innovation» mit freier Arbeitsplatzwahl und Clean Desk Policy sind in Zusammenarbeit mit der Instant Group

 Mit den LiFi-fähigen Philips-Büroleuchten können Daten schnell und stabil per Licht übertragen werden.

London auf 600 Quadratmetern moderne Arbeitsräume entstanden. Im Mittelpunkt der Anforderungen an die Beleuchtung stand die bestmögliche Unterstützung der Mitarbeiter. Deshalb kamen ausschliesslich moderne LED-Lösungen aus dem eigenen Haus zum Einsatz.

LiFi-Beleuchtung – Licht, das Daten versendet

over-Ethernet (PoE). Die vernetzte Bürobe-

eine Datenübertragung per Funk nicht er-

Zwei der vier Fokusräume wurden mit den

leuchtung wurde im kompletten Arbeits-

wünscht oder durch verschiedene Umge-

beiden LiFi-fähigen Büroleuchten Power­

platzbereich sowie den Meetingräumen an-

bungsfaktoren schwierig ist. «Wir wollten

balance Gen 2 ausgestattet. Die intelligente

gebracht und stellt eine kosteneffiziente

unsere Innovationen rundum erlebbar ma-

WLAN-Alternative bietet den Mitarbeitern in

Erweiterung des Internets der Dinge dar.

chen und unseren Mitarbeitern eine attrak-

Affoltern schnelle und stabile Datentransfers

Die Leuchten sind Teil des IoT-Netzwerks und

tive Umgebung bieten, die sie bestmöglich

per Licht, mit einer 10 000-fachen Bandbreite.

können am Arbeitsplatz von jedem Mitarbei-

bei der Arbeit unterstützt», sagt Helena Pi-

Die Leuchten sind mit einem integrierten

ter individuell hoch- und runtergedimmt wer-

larik, HR-Managerin bei Signify.

Modem ausgestattet, welches das Licht mit

den – ganz einfach per App. Der integrierte

einer Geschwindigkeit moduliert, die für das

Tageslichtsensor sorgt zudem für angeneh-

menschliche Auge nicht wahrnehmbar ist.

me Lichtverhältnisse zu jeder Tageszeit.

Moderne Arbeitsfelder mit leuchtendem Ambiente

So erhalten alle Mitarbeiter zum einen ein

Am neuen Standort wurde eine durchge-

Neben den beiden grossen Innovationen

hochwertiges, energieeffizientes LED-Licht,

hend flexible Arbeitsplatzgestaltung mit

beeindruckt das Headquarter mit weiteren

zum anderen eine stabile Internetverbin-

hochmoderner Bürobeleuchtung geschaf-

modernen Philips-Produkten. So sorgt bei-

dung, die mehrere Geräte aus dem Internet

fen – das eigene Best of. So können die Mit-

spielsweise das beleuchtete, geräuschabsor-

der Dinge (Internet of Things – IoT) bedienen

arbeiter die neuesten Produkte selbst erle-

bierende Luminous Textile Panel in der

kann, ohne dass es zu Engpässen kommt.

ben und ihren Kunden die Möglichkeiten

Break­out-Area für ein faszinierendes Ambi-

Selbst dann, wenn das Licht auf 30 Prozent

und Funktionalitäten live vorführen. Gerade

ente. Der Einsatz von Philips Hue, dem smar-

der vollen Leistung gedimmt wird.

bei LiFi ist es wichtig, dass auch die Mitar-

ten kabellosen LED-Lichtsystem für Zuhau-

beiter die Vorteile erleben. LiFi funktioniert

se, bietet die Möglichkeit, Licht per App,

Power-over-Ethernet (PoE) – ein Beleuchtungssystem mit Anbindung an das Internet der Dinge

als Ergänzung zu WLAN, und der Einsatz ist

Schalter und Sprache individuell zu steuern.

vor allem dort geeignet, wo das auf Funk-

Eine Philips-Hue-Ausstellung im Eingangs-

wellen basierende WLAN durch die zuneh-

bereich lädt zum Staunen und Erfahren ein.

Individuelle Beleuchtungssteuerung war

mende Vernetzung (Störeinflüsse) überlas-

das Thema bei der Installation von Power-

tet ist. Genauso gut funktioniert es da, wo

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Superhelden mit Charme Die Alltagsleuchten von Thorn eco sind darauf ausgelegt, die Anforderungen der Kundschaft von heute zu erfüllen. Sie sorgen für eine bessere Lichtqualität, erhebliche Energieeinsparungen und eine längere Lebensdauer. Das Sortiment ist einfach zu installieren und erfordert kaum Wartung. Text: Zumtobel Licht AG

LED-Einbauleuchte Anna

LED-Feuchtraum­leuchte Julie

LED-Hallenleuchte George

Hochleistungs-LED-Fluter Leo

Runde IP-65-Wandleuchte Lara

Mit einer Reihe von effizienten, topmoder-

bewegt. Sie sorgt für eine energiesparende

den und Gehwege. Eine automatische

nen LED-Leuchten bietet Thorn eco ein

und gleichmässige Beleuchtung in feuchten

Temperaturregulierung in der Leuchte

Sorti­ment, das perfekt für den Eins-zu-eins-

und staubigen Umgebungen. Mit Standard-

sowie

Austausch aller herkömmlichen Lichtquel-

längen von 632, 1232, 1532 und 1800 Milli­

10 Kilovolt stellen dabei die Einsatzbereit-

len sowie neue Installationen ist. Die Leuch-

metern ist die Leuchte ideal für den Eins-zu-

schaft sicher. Diese Leuchte passt sich mit

ten verfügen über wahre Superkräfte.

eins-Austausch bestehender Installationen.

einer integrierten Fotozelle von Sonnen-

Zusätzliche Flexibilität und Energieeinspa-

unter- bis Sonnenaufgang an.

Anna

rungen ermöglichen die Versionen mit An-

Einen hervorragenden Schutz vor Blendung

wesenheitssensorik und Korridorfunktion.

bietet «Anna» mit einem UGR-Entblen-

ein

Überspannungsschutz

bis

Lara Dank ihres robusten Polycarbonatgehäuses,

dungswert von unter 19. Dank ihrer Licht­

George

Schutzart IP 65 und Schlagzähigkeit IK 08

leiterplatte mit innovativer Lasergravur ist

Mit einer Lichtausbeute von 30 000 Lumen

ist die Wand- und Deckenleuchte «Lara»

die Leuchte perfekt für Bildschirmarbeits-

bietet «George» einen einfachen, direkten

optimal für den Einsatz im Innen- und ge-

plätze geeignet. Der opale Diffusor sorgt

und kosteneffizienten Eins-zu-eins-Ersatz

schützten Aussenbereich geeignet. Der

gleichzeitig für eine absolut gleichmässige

von konventionellen HIT-Hallenleuchten

hochwertige Diffusor sorgt für eine gleich-

Ausleuchtung und ein attraktives Erschei-

und eine Energieeinsparung von bis zu

mässige Lichtwirkung und visuellen Kom-

nungsbild. Mit der externen Anschlussbox

50 Prozent. Das optimierte Gehäusedesign

fort. Mit drei Baugrössen und Licht­strom­

lässt sich die Leuchte einfach, schnell und

schützt die Bauteile und stellt eine optimale

paketen können konventionelle Leuchten

werkzeuglos installieren. Anna erzielt bis

Leistung in Industrieumgebungen sicher.

bis zu 2 × 26 Watt ersetzt werden. Das Aus-

zu 60 Prozent Energieersparnis gegenüber

George verfügt über einen Schnellverbinder

sehen von Lara kann mit einfach zu mon-

konventionellen Leuchten.

für einen einfachen Anschluss.

tierenden Zubehörteilen individuell angepasst werden.

Julie

Leo

Mit einem scharfsichtigen Anwesenheits-

Mit seiner asymmetrischen Lichtvertei-

sensor erkennt «Julie» alles, was sich

lung ist «Leo» die ideale Lösung für Fassa-

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Messe für Bauen Wohnen und Garten

Quelle: freshhaus

19. – 22.9.2019 Messe Luzern Do Fr 10 – 18 Sa So 10 – 17

Donnerstag Eintritt gratis


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Perfekte Work-Light-Balance Eine LED-Bürobeleuchtung muss verschiedensten Ansprüchen gerecht werden. Die Leuchten sollen nicht nur ein funktionales Design und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auf­weisen, sie sollen zudem auch effizient und intelligent sein. Text: Ledvance

Für die Arbeit am Bildschirm ist ein möglichst blendarmes Licht, eine gleichmässige Lichtverteilung und eine ausreichende Beleuchtungsstärke essenziell. Neben einer angenehmen

Beleuchtungsatmosphäre

und einem ansprechenden Design müssen bei der Beleuchtung auch die Vorgaben des Arbeitsschutzes eingehalten werden. So muss zum Beispiel die Beleuchtungsstärke bei einen regulären Bildschirmarbeitsplatz laut Norm DIN EN 12464-1 mindestens 500 Lux betragen. Für die Gebäudebetreiber

 Eine perfekte Balance zwischen Arbeit und Beleuchtung mit LedvanceLeuchten.

ist zudem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wichtig – was durch eine leichte und flexible Montage und einen geringen Aufwand bei Wartung und Betrieb der Leuchten erreicht wird. Wie man alle diese Anforderungen in Einklang bringen kann, zeigt die neue Indivi­ LED-Leuchtenfamilie von Ledvance. Diese beinhaltet sowohl Pendel- und Deckenleuchten als auch Panelleuchten für Stan-

nelle Rasterleuchten ersetzen (z.B. 4 × 18 W-

In vielen Büros ist eine intelligente Be-

dardrasterdecken. Ein optisches System aus

T8-Röhren). Je nach Bedarf lassen sich die

leuchtung wichtig, insbesondere um die

vielen kleinen «Lichtquadraten», bei dem

Panelleuchten an der Decke oder abgepen-

Kosten für Wartung und Betrieb zu opti-

jede einzelne LED eine eigene Linse und

delt anbringen. Darüber hinaus steht diver-

mieren. Im professionellen Sektor ge-

einen Reflektor hat, erreicht dabei eine sehr

ses Zubehör wie zum Beispiel Aufbaurah-

schieht dies sehr häufig mit DALI (Digital

hohe Lichtqualität. Das Ergebnis: ein UGR-

men für alle Versionen ohne integrierte

Addressable Lighting Interface). Es gibt

Entblendungswert von unter 16 und eine

Sicherheitsbeleuchtung zur Verfügung. Dies

eine Vielzahl von DALI-fähigen Steue-

sehr homogene Lichtverteilung. Die vielen

bietet Flexibilität bei Planung und Installa­

rungssystemen. Die Systeme reichen von

rechteckigen optischen Elemente sorgen

tion. Dank des robusten Metallgehäuses

einfach zu implementierenden Insellösun-

zudem für einen ansprechenden Look und

(IK 08) sind die Leuchten zudem gut gegen

gen bis zu einer gewerkeübergreifenden

mit bis zu 120 Lumen pro Watt ausserdem für

Stösse geschützt. Die IndiviLED-Leuchten-

Gebäudesteuerung.

eine hohe Effizienz.

familie – LED-Panels, Pendel- und Deckenleuchten – ist in fünf Funktionsvarianten

Die Panel IndiviLED ist in den System­

erhältlich. Die klare und zugleich hochwer-

massen 600 × 600 bzw. 625 × 625 mm ver­

tige Formsprache Scale wurde mit dem Ger-

fügbar. Die Leuchten können damit traditio-

man Design Award 2019 ausgezeichnet.

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Standpunkt

Sonnenklar: Photovoltaik setzt sich durch Die grösste Energiequelle, welche die Erde beeinflusst, ist die Sonne. Umso sinnvoller ist es, diese Energie konsequent und effizient zu nutzen – und folglich die Strom­ gewinnung aus der Photovoltaik zu forcieren.

 David Stickelberger, Geschäftsleiter Swissolar

allem einen Abbau der Bürokratie – in der

während die anderen Technologien nur bis

Schweiz ist jedoch der Aufwand für das

2022 gefördert werden.

Ausfüllen von Formularen in den letzten Jahren gestiegen. Gleichzeitig bleibt der

Der vor einigen Jahren von Swissolar gefor-

Kostendruck politisch gewollt sehr hoch,

derte Solarstromanteil von 20 Prozent bis

was die wirtschaftliche Situation vieler

2025 (12 Terawattstunden) ist leider nicht

Solarfirmen erschwert.

erreichbar. Die Beratungen zur Energiestrategie verliefen zu langsam, und die verfügba-

Vor 10 Jahren produzierten etwa 4800 Photo­voltaikanlagen 1 Promille des Strombedarfs der Schweiz. Ende 2019 werden es bereits etwa 100 000 Anlagen sein, und der Solarstromanteil am Jahresverbrauch liegt dann bei knapp 4 Prozent. Eindrücklich ist, dass die Kosten für PV in den letzten 10 Jahren um rund 80 Prozent ge­ sunken sind, bedingt einerseits durch Fördermassnahmen in verschiedenen

«Die Photovoltaik wird zur wichtigsten Stromquelle, die den Ausstieg aus den fossilen und nuklearen Energien ermöglicht.»

ren Fördermittel sind weiterhin zu knapp. Das Ziel ist, bis spätestens 2050 45 Terawattstunden Solarstrom zu produzieren, was dannzumal einem Anteil am Verbrauch von etwa 55 Prozent entspricht. Damit dies gelingt, muss der jährliche Zubau um den Faktor 5 gesteigert werden. Und hierfür braucht es dringend andere Förderinstrumente. Die Photovoltaik wird weltweit zur wichtigsten Stromquelle, die den Ausstieg aus den fossilen und nuklearen Energien

Ländern, andererseits durch die rasch fallenden Modulpreise. Zu Beginn wuchs

Gemäss Energiestrategie sollen bis 2035

ermöglicht. Die raschen Fortschritte und

vor allem in Deutschland damit das Markt-

11,4 Terawattstunden Strom aus erneuer­

Preissenkungen bei den Speichertechno-

volumen massiv, und jede Verdoppelung

baren Energien stammen. Mit den jetzt

logien werden den Einsatz der Solarener-

des Markvolumens führte zu einer Sen-

gültigen Rahmenbedingungen könnte die-

gie weiter vereinfachen. Als günstigste

kung der Modulpreise um rund 24 Prozent.

ses Ziel knapp erreicht werden, wobei der

Stromquelle wird sie auch zu einer Verbes-

Diese Lernkurve flacht jetzt langsam ab,

grösste Teil des Stroms aus der Photovol-

serung des Lebensstandards beitragen für

für weitere Kostenreduktionen braucht es

taik stammen wird. Denn sie profitiert von

die rund 1 Milliarde Menschen, die aktuell

mehr Effizienz bei der Montage und vor

der Einmalvergütung, die bis 2030 läuft,

ohne Strom leben.

Solar eco2friendly-Magazin

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Solarstrom kann die Schweiz versorgen Das Solarstrompotenzial auf Schweizer Gebäuden liegt gemäss einer BFE-Studie bei jährlich 67 Milliarden Kilowattstunden. Dies entspricht 110 Prozent des Stromverbrauchs der Schweiz. Photovoltaik kann damit den Strom liefern, den die Schweiz für den Atomausstieg und den Verzicht auf fossile Energien braucht. Text: Swissolar

Auf Basis eines neuen Solarpotenzialkatas­

fügbaren Photovoltaikmodule bezüglich

zentige Energieversorgung der Schweiz

ters* hat das BFE eine genaue Abschät-

Farben, Texturen und Grössen rasch

bis 2050 sicherstellen, inklusive Ersatz des

zung der Potenziale auf Dächern und

­zunimmt. Ergänzend hat Swissolar das

Atomstroms und der fossilen Energien

­Fassaden gemacht. Bereits im September

Potenzial berechnet, das zusätzlich auf

(Mobilität, Heizungen).

2018 wurde das Potenzial auf Dächern mit

Parkplatzüberdachungen, Strassenflächen

Um diesen Umstieg in Übereinstimmung

einer Jahresproduktion von rund 50 Milli-

und im Alpenraum vorhanden ist. Bei Letz-

mit dem Pariser Klimaabkommen bis 2050

arden Kilowattstunden (50 Terawattstun-

terem wurden nur Flächen in Betracht ge-

zu bewerkstelligen, braucht es eine Ver-

den) ermittelt. Neu hat das BFE auch das

zogen, die nicht geschützt sind und bereits

fünffachung des jährlichen Zubaus von

Potenzial auf Fassaden vorgestellt. Es liegt

Infrastrukturanlagen aufweisen. Dazu ge-

Photovoltaik von heute 300 Megawatt auf

bei jährlich 17 Terawattstunden. In beiden

hören beispielsweise Skigebiete. Ergebnis:

1500 Megawatt. Die Berechnungen stim-

Fällen handelt es sich um das «ausschöpf-

Auch bei einer sehr vorsichtigen Berech-

men überein mit einer im April 2019 ver­

bare» Potenzial, das deutlich tiefer liegt als

nung kommen weitere 15 Terawattstunden

öffentlichten Studie von Energy Watch

das technische Potenzial. Berücksichtigt

Jahresproduktion hinzu.

Group und der finnischen LUT Universität.

sind darin zudem nur grössere zusammenhängende Flächen mit einer sinnvoll nutzbaren Einstrahlung.

Demnach kann bis 2050 eine weltweite

Es braucht einen fünffachen Zubau von Photovoltaik

Das neu ermittelte Fassadenpotenzial­ Insgesamt können also in der Schweiz ist besonders interessant, da auf diesen

mindestens 82 Terawattstunden Solar-

Flächen aufgrund der senkrechten Aus-

strom pro Jahr produziert werden. In Kom-

richtung vergleichsweise hohe Winter­

bination mit der bestehenden Wasserkraft

erträge zu erwarten sind. Deren Nutzung

(jährlich 35 Terawattstunden) und weite-

stösst auch bei Architekten auf immer

ren erneuerbaren Energien (insbesondere

­grösseres Interesse, da die Vielfalt der ver-

Wind) lässt sich somit eine hundertpro-

Vollversorgung mit erneuerbaren Energien erreicht werden. www.swissolar.ch Leading Partner Seite 108

* Die Bundesämter für Landestopografie (Swisstopo), Meteorologie und Klima (MeteoSchweiz) und Energie (BFE) stellen mit der Anwendung sonnendach.ch das Solar­ potenzialkataster für die ganze Schweiz bereit.

Nicht bestimmt Gering Mittel Gut Sehr gut Top  Auf geeigneten Schweizer Fassaden können 17 Terawattstunden Photovoltaikstrom produziert werden. Insbesondere die Wintererträge sind hoch.

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eco2friendly-Magazin Solar


Praxiswisse

n

Wenn Solarmodule altern Mit zunehmendem Alter verlieren Solarstromanlagen einen Teil ihrer Leistungsfähigkeit und erfüllen mitunter nicht mehr die geltenden Sicherheitsanforderungen. Das detaillierte Wissen rund um den Alterungs­ prozess liefert wertvolle Hinweise für die Hersteller neuer Anlagen. Text: Dr. Benedikt Vogel, im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE)

Wer eine Photovoltaikanlage anschafft, hat

seit der Jahrtausendwende entstanden

Die Solarzellen von TISO-10 bestehen aus

für ihren Betrieb einen langen Zeitraum

sind, erreichen in den nächsten Jahren ihr

kristallinem Silizium, jenem Halbleiter­

vor Augen. Zwei oder gar drei Jahrzehnte

Garantiealter.

material, das auch heute noch überwie-

muss eine Anlage laufen, um nicht nur die

Wie sich PV-Anlagen verhalten, die 30 und

gend für den Bau von PV-Zellen eingesetzt

Investitionskosten, sondern auch die er-

mehr Jahre in Betrieb sind, dazu gibt es

wird. Nur dass die Halbleiterschicht heute

wartete Rendite mit dem geernteten Solar-

noch keine breit gesicherten Erkenntnisse.

nicht mehr 320 Tausendstelmillimeter dick

strom einzuspielen. Die Hersteller garan-

Um so wichtiger sind die Betriebserfah-

ist, sondern nur noch rund halb so viel. Das

tieren in der Regel die Leistungsfähigkeit

rungen mit Anlagen aus der Pionierzeit der

spart Material und Kosten.

ihrer Solarpanels für 25 bis 30 Jahre. Da-

Solarstromerzeugung. Hierfür lohnt sich

hinter steht das Versprechen, dass die Mo-

eine Reise ins Tessin. In Canobbio nördlich

dule nach dem definierten Zeitraum noch

von Lugano ging 1982 die erste Solaranlage

Mit 35 Jahren noch in guter Verfassung

mindestens 80 Prozent der ursprünglichen

Europas ans Netz. TISO-10 wird der Senior

Kleiner waren die Module in den Gründer-

Leistung bringen. An diese Zusage werden

liebevoll genannt. TISO steht für «Ticino

jahren der Photovoltaik, und in ihnen waren

viele Eigentümer von PV-Anlagen bald er-

Solare», die Zahl 10 für die damals respekt-

weniger Zellen verbaut als heute. Sie haben

innert werden. Denn die Solar­anlagen, die

heischende Leistung von 10 Kilowatt Peak.

sich alles in allem gut gehalten. So jedenfalls der Eindruck, wenn man heute in Canobbio vorbeischaut: TISO-10 wurde vor einiger Zeit vom Dach der Aula Magna der Tessiner Fachhochschule SUPSI abgebaut. Jetzt liegen die Module auf der Terrasse der Mensa. Die Solaranlage war während ihres langjährigen Betriebs immer wieder erneuert worden, Kabel und Wechselrichter ausgetauscht. Die 288 Module selber aber sind original.

 Mauro Caccivio leitet an der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI) das Team für die Qualität von Photovoltaiksystemen. Foto: B. Vogel

Eigentlich hätten die Solarmodule einen Platz im Museum verdient. Doch darauf müssen sie noch warten. In den letzten zwei Jahren waren sie Gegenstand eines wissenschaftlichen Projekts. Forscherteams von SUPSI und ETH Lausanne untersuchten die Panels mit Unterstützung des Bundesamts für Energie auf ihren Zustand. Das Hauptergebnis ist beachtlich: 58 Prozent der 288 Solarmodule hatten nach 35 Betriebsjahren noch einen Output von 80 und mehr Prozent der Anfangsleistung von 35,4 Watt. Diese Module genügen trotz

Solar eco2friendly-Magazin

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SUPSI-Forscher ­ ährend der visuellen w ­Begutachtung der ab­gebauten PV-Module. Foto: SUPSI  Ein Teil der TISO-10-Solarmodule ist noch so gut, dass sie in ­einer neuen, kleineren An­ lage verbaut werden sollen. Andere Module haben einen Defekt und müssen vor einer Wiederverwendung weiter untersucht werden. Foto: SUPSI

Nächstes Ziel bei 40 Jahren

ihres hohen Alters den heute üblichen

des nicht unangefochten. Das gilt unter

­Garantieleistungen der Hersteller.

anderem bei der Herstellung von Solarmo-

Und wie geht es weiter mit TISO-10? Ein

Gilt dieser Befund auch für die aktuell pro-

dulen, die sich besonders für gebäudeinte-

Teil der Module, die auf der Terrasse der

duzierten PV-Module? Mauro Caccivio,­ grierte Lösungen empfehlen. Hier kommt

Mensa in Canobbio gestapelt sind, soll für

Leiter des SUPSI-Teams für die Qualität von

häufig der Kunststoff Polyvinylbutyral

den Bau einer neuen Anlage benutzt wer-

Photovoltaiksystemen und Leiter des For-

(PVB) als Verkapselungsmaterial zum Ein-

den, und zwar im Laufe des Jahres 2019,

schungsprojekts, denkt nach, schüttelt den

satz. Mit PVB verbindet sich die Hoffnung,

wenn die SUPSI ihre neuen Gebäude in

Kopf und sagt: «Ein direkter Vergleich zwi-

dass dieses Material für die Herstellung von

Mendrisio bezogen hat. Dann sollen die

schen damals und heute ist nicht möglich,

Glas-Glas-Dünnschichtmodulen

altgedienten Module, die unterdessen

zweck-

denn die in der Modulproduktion einge-

mässiger wäre als EVA, da es die Module

schon 35 Jahre auf dem Buckel haben,

setzten Materialien für Verkapselung und

sicherer macht.

nochmals Strom aus Sonne produzieren. Die nächste Wegmarke: 40 Jahre.

Rückseitenfolie sowie die Konzepte für die

Und hier ergibt sich die Verbindung zum

Anschlussbox (Junction-Box) einschliess-

oben erwähnten Forschungsprojekt des

lich Diodentyp haben sich über die Jahr-

SUPSI: Die Module von TISO-10 wurden in

zehnte stark gewandelt, auch um die

den frühen 1980er-Jahren nämlich mit dem

Herstellungskosten zu reduzieren.» Die ­

Verkapselungsmaterial PVB hergestellt, wo-

Materialien aber sind entscheidend für die

bei drei Typen dieses Materials mit unter-

Lebensdauer der Module. Dies ist eine zen-

schiedlicher Zusammensetzung zum Ein-

trale Erkenntnis der Studie.

satz kamen. Die Forschungsergebnisse

Zentrale Rolle des Verkapselungsmaterials

­Zusammensetzung erheblich schwankt. Bei

Damit Solarzellen eine lange Lebensdauer

um ein vielversprechendes Material zur Her-

Hinweise

zeigen, dass die Lebensdauer je nach einem der drei PVB-Typen handelt es sich

haben, wird eine Schutzschicht aus einem

stellung von sehr dauerhaften Modulen, die

transparenten Kunststoff aufgetragen (Ver-

der langjährigen Aussetzung von Wetterein-

kapselung). Die Hersteller von klassischen

flüssen widerstehen. «Wenn wir die genaue

Silizium-Solarmodulen benutzen als Zell-

chemische Zusammensetzung des wetter-

verkapselungsmaterial heute in der Regel

festen PVB-Typs kennen, wird das der Ma-

Ethylen-Vinyl-Acetat (EVA). Das kautschuk­

terialforschung die Möglichkeit eröffnen,

artige Material lässt sich gut verarbeiten,

einen PVB-Kunststoff zu entwickeln, der die

und das dafür benutzte Verfahren (Vakuum­

Langlebigkeit von PVB-­ Solarmodulen si-

laminierung) ist kostengünstig. EVA ist in-

cherstellen kann», sagt Mauro Caccivio.

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Den Schlussbericht zum Projekt «TISO 35+» finden Sie unter: https://www.aramis.admin. ch/Default.aspx?DocumentID=49977 Auskünfte zum Projekt erteilt Dr. Stefan Oberholzer (stefan.oberholzer@bfe.admin.ch), Leiter des BFE-Forschungsprogramms Photo­ voltaik. Weitere Fachbeiträge über Forschungs-, ­Pilot-, Demonstrations- und Leuchtturmprojekte im Bereich Photovoltaik finden Sie unter www.bfe.admin.ch/ec-pv

eco2friendly-Magazin Solar


Praxiswisse

n

Farbige Zukunft für Solarmodule Gebäudefassaden eignen sich sehr gut für die Produktion von Solarstrom. Jedoch schränken die gängigen Photovoltaikmodule in den blau-schwarzen Tönen die Fassadengestaltung ein. Deshalb hat sich ein Unternehmen auf das Einfärben von PV-Modulen spezialisiert. Text: Judith Brandsberg

Für die Stromproduktion mit Photovoltaik bieten sich nicht nur Dächer, sondern auch Gebäudefassaden an. Denn da produzieren die Module regelmässig über den Tag verteilt Strom. PV-Module auf dem Dach jedoch weisen einen Ertragspeak über die Mittagszeit auf. Nun sehen aber die gängigen Module alle gleich schwarz/blau aus. Das schränkt die Kreativität der Architekten ein, für die die Fassade ein individuelles Merkmal für jedes Gebäude darstellt. «Solar­

 Der Initiant und die innovativen Glas­ experten: Marc Weidmann (Atelier Weidmann), Timo Weidmann (Atelier Weidmann), Markus Bloch (Architekt, Raumweg GmbH) (v.l.n.r.).

fassaden sollen auch optisch überzeugen», sagt Markus Bloch, Architekt und Energieberater, Raumweg GmbH. Deshalb hat er zusammen mit dem Glaskünstler Marc Weidmann, Solvatec AG, Energie Impuls Region Basel und der Fachhochschule Nordwestschweiz ein Projektteam gegründet. Das Ziel: individuell farbige Photo­

rezeptur, die eine hohe Durchscheinungs-

Gründen akzeptieren würden, nämlich bis

voltaikmodule zu erstellen.

fähigkeit aufweist. In der Fachhochschule

zu 30 Prozent.

Nordwestschweiz erstellte die Projekt­

Spezialrezeptur für minime Ertragsminderung

gruppe eine Testanlage, mit der sie ver-

Baubewilligung dank farbiger Module

schiedene Messungen durchführte. Das

Als Markus Bloch sein eigenes Einfamilien­

Marc Weidmann hat jahrzehntelange

erfreuliche Ergebnis war, dass die von

haus in Muttenz plante, war für ihn klar,

Erfahrung im Färben von Glas. Speziell für

Weidmann gefärbten Module je nach Farbe

dass er Strom auf seinem Hausdach pro-

das Färben von PV-Modulen hat er eine

duzieren wollte. Die Gemeinde Muttenz

Technik entwickelt, verfeinert und paten-

wehrte sich zuerst dagegen. «Als ich dann

tiert, die sich von den normalen Farbdrucken unterscheidet – nämlich die Module sandzustrahlen und erst dann die Farbe aufzutragen. Aber nicht nur die Technik des Einfärbens ist speziell, auch die Farbrezeptur hat Weidmann so angepasst, dass

«Solarfassaden sollen auch optisch über­zeugen.» Zitat: Markus Bloch, Architekt

sie wetter- und lichtresistent ist. Noch

aufzeigte, dass die PV-Module sich in der Farbe anpassen würden, meinten die Behörden plötzlich, ich könnte doch auch noch mehr PV-Module einplanen», lacht er. Ein grosses Pilotprojekt mit einer ein­ gefärbten PV-Fassade konnte Bloch mit Weidmann in Basel umsetzen, ein Mehr­

wichtiger aber war, dass trotz Farbe der

und Deckungsgrad eine Ertragsminderung

familienhaus mit 50 Wohnungen. Dieses

Wirkungsgrad der PV-Module nicht zu

von 5 bis 20 Prozent generierten. Das klingt

Beispiel hat zwar gezeigt, dass die Ge­

stark eingeschränkt ist. Weidmann fand

nach viel, ist jedoch weit weniger, als In-

staltungsvorstellungen eines Architekten

auch dafür eine Lösung mit einer Farb­

vestoren und Architekten aus ästhetischen

nicht immer mit jenen der Baukommis­

Solar eco2friendly-Magazin

76


Am Seminarhaus Chäserstatt produzieren Photovoltaikmodule nicht nur auf dem Dach, sondern auch an der Fassade Strom. Die Module sind so eingefärbt, dass sie wie Holz aussehen – und dies bei einer Leistungsverminderung von nur 10 Prozent.

sion übereinstimmen Das von ihm zuerst

Jedes Modul lässt sich einfärben

geplante Design wurde abgelehnt. Man

«Grundsätzlich lässt sich jedes Photovol-

konnte sich aber einigen, und es wurden

taikmodul individuell einfärben», erklärt

schliesslich gelb-golden eingefärbte PV-

Marc Weidmann, «das hängt aktuell aber

Module installiert.

auch vom Budget eines Bauherrn ab.» Weidmann hat seine Firma mittlerweile

Holz liefert Solarstrom

seinem Sohn Timo übergeben, er selber

Ein weiteres Objektbeispiel ist das Semi-

steht noch mit Rat und Tat zur Seite. Die

narhaus im Walliser Chäserstatt. Das Haus

zwei denken auch daran, was sein wird,

sollte mit Solarstrom versorgt werden, und

wenn Fassaden künftig vermehrt mit

trotzdem mussten die Heimatschutzvor-

PV-Modulen gestaltet werden. «Wir haben

schriften erfüllt werden. Marc Weidemann

schon einen Plan», schmunzelt Timo

färbte die PV-Module so ein, dass sie aus-

Weidmann. «Wir sind bereits an der Um-

sehen wie echtes Holz. «Ich musste inner-

setzung der neuen Produktionsanlagen.»

halb einer Woche Muster anfertigen»,

Die Zukunft für die Photovoltaik sieht also

erzählt Marc Weidmann. Gerne hätte er

definitiv farbig aus.

Module mit verschiedenen Holzmustern erstellt, sodass nicht alle gleich aussehen.

Variables Design für Photovoltaikmodule Eine neue Technik erlaubt es, die Oberfläche von Solarpanels nachträglich individuell zu designen, ohne deren Leistung wesentlich zu beeinträchtigen. Dabei gehen die Möglichkeiten weit über farbige Panels hinaus und erlauben quasi jedes erdenkliche Muster: kariert oder gestreift, Strukturen, Imitate, ­ Bilder oder Schriftzüge. Dies macht den­ ­ Weg frei, um künftig grossflächig «Fassaden­ kraftwerke» an Mehrfamilienhäusern und Gewerbebauten einsetzen zu können.

www.atelier-weidmann.ch www.raumweg.ch

«Dies wurde von der Bauherrschaft jedoch nicht für relevant empfunden», erklärt er.

77

eco2friendly-Magazin Solar


Praxiswisse

n

Mit dem PV-Virus angesteckt Auf immer mehr Hausdächern in der Schweiz werden Photovoltaikanlagen installiert. Die Beweggründe dazu sind sehr unterschiedlich. Die Familie Danuschewske hat aufgrund der Klimadiskussionen den Entscheid für eine PV-Anlage mit Batteriespeicher gefällt. Text: Judith Brandsberg

Als die Familie Danuschewske im Jahr 2012

mit Greta Thunberg im letzten Jahr gege-

Der Zufall wollte es, dass zu dieser Zeit ein

ihr Einfamilienhaus in Embrach kaufte,

ben», erzählt Martin Danuschewske. Die

Tag des offenen Sonntags in Embrach statt-

war klar, dass auf das Dach später eine So-

Kinder Elias (10) und Marie (8) interessier-

fand, an dem verschiedene Handwerks­

laranlage kommen würde. Denn auf den

ten sich auch für das Thema. «Sie fragten

betriebe ausstellten. Als Martin Danu-

meisten Dächern der Nachbarhäuser pro-

uns Eltern, was wir als Familie für das

schewske den Stand von EKZ Eltop

duzieren Photovoltaikanlagen Strom oder

tition in eine Solaranlage für die F ­ amilie

«Auch andere ­profitieren vom ­Solarstrom, den wir ­produzieren.»

über Budget war, wurden schon die not-

Zitat: Martin Danuschewske

thermische Solarmodule erwärmen das Wasser im Haus. «Ein Hausbesitzer hat mal begonnen, und so wurden die Nachbarn nach und nach angesteckt», erzählt M ­ artin Danuschewske. Da dannzumal die Inves-

wendigen Vorkehrungen für eine spätere Installation getroffen.

­Klima tun, worauf wir eigentlich keine gute

bemerkte und die ausgestellten Photovoltaikmodule sah, ging er spontan auf den Standmitar­beiter zu und kam ins Gespräch. Die Offerte für eine PV-Anlage, die er kurz darauf bekam, gewann zusammen mit dem Argument «Alles aus einer Hand».

Bewusstsein für den Stromverbrauch gesteigert «Die PV-Anlage hat uns bereits etwas ge-

Antwort hatten», schmunzelt er. Somit

bracht, nämlich dass uns bewusst wurde,

beschloss die Familie ­ ­ gemeinsam, das

wie viel Strom wir verbrauchen. 1000 Watt

Die Klimadiskussionen gaben den Ausschlag

­Projekt Solaranlage an die Hand zu neh-

für die Waschmaschine und 6000 Watt,

«Den Ausschlag haben schliesslich die

men und damit etwas für das Klima bei­-

wenn die Herdplatten eingeschaltet sind,

Klima­ diskussionen im Zusammenhang

zu­tragen.

das ist schon arg», sagt Martin Danu-

 Jede neue PV-­Anlage die gebaut wird, ist ­w ichtig. Martin Danuschewske (links) und Philipp Jost von EKZ Eltop (rechts) freuen sich über das erfolgreiche Projekt.

Solar eco2friendly-Magazin

78


Die PV-Anlage ­ roduziert in den Somp mermonaten Total ca. 900 Kilowattstunden Strom. Davon braucht die Familie etwa 50 Prozent, der Überschuss geht ins Stromnetz. Die Batterie speichert Strom für die Zeit, in der die Sonne nicht scheint. Sie könnte noch erweitert werden.

schewske. Im Wohnzimmer stehen auch

Strom produzieren, als die Familie braucht.

zwei grössere Aquarien. Mit Kühlschrank,

Zwar speichert die Batterie einen Teil des

Tiefkühler, Wärmepumpe ist der Standby-­

zu viel produzierten Stroms. Trotzdem

Verbrauch gegen 500 Watt.

wird noch Strom ins Netz zurück­gespeist, wofür das EW nur einen kleinen Betrag be-

Eigenverbrauch optimiert

zahlt. «Aber so profitieren schlussendlich

In der Zwischenzeit hat sich Martin Danu-

auch andere vom Solarstrom, den wir pro-

schewske ein Elektromotorrad gekauft

duzieren», freut sich Martin Danuschews-

(eine Zero DSR aus Kalifornien), dieses lädt

ke und ergänzt: «Wir könnten eigentlich

er mit der PV-Anlage. Mit der App hat er die

auch noch an der Fassade ­Module anbrin-

Benutzung der elektrischen Geräte wie

gen» – er meint es wirklich. Und für die

Luft­entfeuchter, Waschmaschine, Tumbler,

Ziele, welche die Schweiz sich bezüglich

Wärmepumpe und die Ladung des Motor-

des Zubaus von Photovoltaik­anlagen setzt,

rads optimiert, sodass möglichst viel des

wäre dies hilfreich.

selber produzierten Stroms verwendet

www.ekzeltop.ch

wird. Im Sommer erreicht die Familie bei Sonnentagen damit einen Autarkiegrad von ca. 80 Prozent. «Dies vor allem auch, weil der Stand-by-Verbrauch komplett von der Batterie abgedeckt wird», erklärt Danu-

Daten und Fakten Anlageleistung: Module: 6,1 kWp 18 × 340 Watt (LG) Batteriespeicher: BYD B-Box 6,4 kWh

Der Zubau an PV-Anlagen muss sich verfünffachen Egal, aus welchen Gründen sich Hausbesitzer für eine Photovoltaikanlage entscheiden, wichtig ist, dass auf möglichst jedem Dach und an möglichst vielen Fassaden Strom produziert wird. Denn damit die Ziele der Energiestrategie 2050 erreicht werden, muss der Zubau an Photov­oltaikanlagen um das Fünffache erhöht werden. (Mehr zu diesem Thema erfährt man im Beitrag von Swissolar auf Seite 73. Wer eine PV-Anlage bauen möchte, kann ­Fördermittel beantragen auf pronovo.ch

schewske. In Kürze legt sich die Familie ein Elektroauto für den täglichen Gebrauch zu.

Weitere hilfreiche Links: energieschweiz.ch/Foerdergelder-undVerguetungen www.swissolar.ch www.swissgrid

Martin Danuschewske ist ein Fan seiner PV-Anlage. Die Wirtschaftlichkeit war kein Argument, deshalb ist der Entscheid auf die grösseren Module gefallen, die mehr

79

eco2friendly-Magazin Solar


Standpunkt

Der Verbrennungsmotor hat ausgedient Der Boom der Elektromobilität hält an. Das bedeutet, dass die vom Bund formulierten Ziele alles andere als utopisch sind – und dass sich die Schweizer Wirtschaft rasch auf die umweltschonende Mobilität einstellen sollte.

 Dr. Jörg Beckmann, Direktor der Mobilitätsakademie des TCS und des Verbandes Swiss eMobility.

wender schon deutlich mehr Gewicht auf

schaft von Industrie und Politik, sich für

Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit

die Elektrifizierung des motorisierten

von Elektromobilen. So geht bereits heute

­Individualverkehrs einzusetzen. Denn die

niemand mehr davon aus, dass nach 2030

Elektrifizierung der Individualmobilität

noch Fahrzeuge ohne Stecker in den

entspricht ganz eindeutig den Emissions-,

Showrooms stehen werden.

Klima- und Energiezielen des Bundes und reduziert die volkswirtschaftlichen Kosten

Die Quantität und Qualität batterieelektri-

des Verkehrs durch die Minderung von

scher Modelle vergrössert und erhöht sich

Feinstaub- und Lärmemissionen.

Für manche ist das elektromobile Glas im-

bereits jetzt deutlich. Parallel wächst das

mer noch halb leer. Aus Sicht der Bran-

Schweizer Ladenetz rasant und wird auch

Dank der Lithiumionenbatterie und ihrem

chenkenner ist es aber bereits halb voll,

mit der Vielfalt unterschiedlicher Anbieter

zweiten Dasein als langlebiger dezentraler

denn das Autojahr 2018 hat eine weitere Zunahme an elektrischen und teilelektrischen Fahrzeugen mit sich gebracht. Der Marktanteil an den Neuverkäufen betrug per Ende Jahr knapp über 3 Prozent, und Ende des ersten Quartals 2019 waren es dann schon über 5 Prozent. Diese 5 Prozent markieren den Übergang von den sogenannten «Innovators» zu den «Early Adopters» und damit einen wichtigen Sprung bei der gesellschaftlichen Verbreitung der

Energiespeicher wird die Elektromobilität

«Die Elektro­ mobilität wird zu einem wichtigen Baustein der Kreislaufwirtschaft.»

elektrischen Antriebstechnik. Während

zudem zu einem wichtigen Baustein der «Kreislaufwirtschaft», und sie beendet unsere ökonomisch unsinnige, geopolitisch bedenkliche und sozial unverträgliche Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen. Somit gehen Energie- und Verkehrswende Hand in Hand. Andererseits kann es dann aber durchaus auch sein, dass sich der Wandel von einem fossil zu einem elektrisch angetriebenen Schweizer MIV (motorisierter Individualverkehr) schneller

die Innovatoren der Elektromobilitätsin-

immer leichter nutzbar. Das Branchenziel

und disruptiver als bislang erwartet ein-

dustrie sich noch so manches, im Alltag

von 10 Prozent elektrischer Neuwagenver-

stellt. Für diese grosse Transformation

auftretendes Problem verziehen haben,

käufe für 2020 und auch das Bundesziel

muss sich die Schweizer Wirtschaft jetzt

legen die frühen Anwenderinnen und An-

von 15 Prozent für 2022 belegen die Bereit-

fit machen.

E-Mobility eco2friendly-Magazin

80


E-Cargo-Trikes für städtischen Transport Ein Förderprogramm der Stiftung MyClimate unterstützt Betriebe, die Lastenfahrräder für den Warentransport einsetzen möchten. Ziel ist die Verlagerung des innerstädtischen Transports von fossil betriebenen Kleintransportern auf mit erneuerbarem Strom betriebene Lastenfahrräder. Text: MyClimate

 Weniger Platz – mehr Raum zum Leben: E-Cargo-Trikes und -Bikes erhöhen die Lebensqualität in Städten. Foto: Simon Friedrich Kugi

E-Cargo-Trikes und E-Cargo-Bikes, auch

Mehr Lebensqualität

Elektro-Transportvelos oder E-Lastenräder

Ein mit erneuerbarem Strom betriebener

genannt, erobern als neuer Trend die

Warentransport im innerstädtischen Ver-

europäischen Städte. Das Ziel ist dabei,

kehr trägt zu weniger Abgasen und Lärm,

schneller zur Kundschaft zu kommen, und

besserer Luft und mehr Platz auf den

dies mit weniger Lärm und dabei das

Strassen bei. So können CO2- und weitere

Klima schützend.

Schadstoffemissionen reduziert und der

Ein neues Förderprogramm von MyClimate

städtische Verkehr entlastet werden. Die

fördert die Verbreitung solcher E-Cargo-

Teilnehmer des Programms tragen dabei

Trikes und -Bikes mit einem finanziellen Bei-

nicht nur zur Emissionseinsparung bei,

trag. Das Programm steht allen Unternehmen

sondern übernehmen auch eine wichtige

offen, die ein mit erneuerbarem Strom betrie-

Vorreiterrolle in der Umsetzung innovativer

benes E-Cargo-Trike oder -Bike erwerben

City-Logistik-Konzepte. Diese sind drin-

wollen. Wer ein solches Fahrzeug kauft, pro-

gend notwendig, um auch in Zukunft eine

fitiert im Rahmen des MyClimate-Pro-

hohe Lebensqualität in Städten zu gewähr-

gramms von einer jähr­lichen Abgeltung aus

leisten und den ökologischen Fussabdruck

dem Verkauf der CO2-Zertifikate, wodurch ein

auf ein Minimum zu reduzieren.

Teil der Anschaffungskosten gedeckt werden kann. Dies ermöglicht eine stetige Vergrös-

www.myclimate.org/lastenrad Leading Partner Seite 103

serung der Fahrradflotte und garantiert, dass sich das nachhaltige Verkehrskonzept auch langfristig durchsetzen kann.

81

S  ie sind Unternehmer/in oder eine Organisation und möchten etwas für eine nach­ haltige Zukunft tun? Das MyClimate-Förderprogramm unterstützt Betriebe, die E-Cargo-Trikes und -Bikes für den Warentransport einsetzen möchten. Ziel ist die Verlagerung des innerstädtischen Warentransports von fossil betriebenen Kleintransportern auf mit erneuerbarem Strom betriebene Lastenfahrräder. Die E-Cargo-Trikes und -Bikes werden von den teilnehmenden Unternehmen erworben und betrieben. Sämtliche E-Lastenfahrräder müssen vor dem Kauf vom teilnehmenden Unternehmen bei MyClimate mit einem Anmeldeformular registriert werden. Dabei überprüft MyClimate, ob alle Aufnahmekriterien erfüllt sind, wie zum Beispiel, dass die Batterien ausschliesslich mit erneuerbarem Strom geladen werden oder dass der Hauptzweck des E-Lastenfahrrads der Warentransport ist. Mehr Informationen unter: www.myclimate.org/lastenrad

eco2friendly-Magazin E-Mobility


Ladelösungen brauchen ein klares Konzept Wenn sich erste Bewohnerinnen und Bewohner ein Elektroauto kaufen, steht die Frage im Raum, wie man beim Aufbau einer Ladeinfrastruktur in der Tiefgarage vorgehen soll. Die Erfahrung zeigt: Ohne klar durchdachtes Vorgehen folgen viele Probleme und nachträgliche Kosten. Text: Phoenix Contact AG

Im ersten Quartal 2019 war erstmals ein Elektroautomodell das am häufigsten neu zugelassene Fahrzeug in der Schweiz. Der Trend ist klar: Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit Nachhaltigkeit und ökologischer Mobilität – Elektroautos werden in der Schweiz künftig zur Normalität werden. Dass die meisten Menschen ihr Elektroauto bequem zu Hause laden möchten, führt aber auch zu neuen Herausforderungen.

Die Installation einer Ladestation muss bewilligt werden Mieter und Stockwerkeigentümer haben üblicherweise ein Nutzungsrecht für einen oder mehrere Parkplätze, das sich allerdings auf den Gebrauch als Abstellplatz beschränkt. Die Vornahme von baulichen

Ladeinfrastrukturen müssen gemeinsam mit Fachpersonen geplant werden

te Steuerung, kommt es zu einem

alle Anschlüsse, Verteilungen etc. gehören

Liegen bei den Entscheidungsträgern erste

2. Keine Kontrolle über die anfallenden

den (Mit-)Eigentümern.

Anfragen vor, ist es absolut zentral, dass

Lade­ kosten: Werden diverse Produkte

Massnahmen – also auch die Installation einer Ladestation – ist nicht erlaubt, denn

Blackout – die Sicherung löst aus.

Eingriffe ins (Mit-)Eigentum dürfen nur

die Erstellung der Ladeinfrastruktur vorab

eingesetzt, kann unter Umständen der

mit Zustimmung der Eigentümer erfolgen.

genau besprochen und durchdacht wird.

Ladestrom pro Parkplatz nicht korrekt

Möchte ein Bewohner also eine Lade­

Was auf keinen Fall geschehen darf, ist

erfasst und der entsprechenden Partei

station installieren, muss er zuerst einen

Wildwuchs: Installieren die Bewohner näm-

zugeteilt werden. Dies führt mittelfristig

Antrag an die entsprechende Stelle richten.

lich unkoordiniert unterschiedlichste Pro-

zu Diskussionen.

Während bei Mietern die Verwaltung in

dukte in der Tiefgarage, können diese nicht

Abstimmung mit dem Eigentümer ent-

zentral gesteuert und abgerechnet werden.

Ein durchdachtes Ladekonzept ist deshalb

scheidet, muss der Antrag im Falle von

Dies hat zweierlei zur Folge:

im Interesse aller. Folgende und viele

Stockwerkeigentum bei der Miteigentü-

1. Potenzielles Auslösen der Hauptsiche-

weitere Punkte müssen gemeinsam mit

rung: Da das Gebäude gebaut wurde, als

einer Elek­ tromobilitäts-Fachperson ge-

merversammlung

genehmigt

werden.

Gemäss Einschätzung des HEV Schweiz

Elektromobilität noch kein Thema war,

klärt werden:

handelt es sich bei der Installation von

wurden Ladeinfrastrukturen bei der Di-

• Grösse der Ladeinfrastruktur: Wie viele

Ladestationen um nützliche bauliche

mensionierung des Hausanschlusses

Elektroparkplätze sind mit dem gegebe-

Massnahmen, was die Zustimmung der

nicht miteingeplant. Laden nun plötzlich

nen Hausanschluss maximal möglich?

Mehrheit der Miteigentümer bedingt.

mehrere Elektroautos ohne übergeordne-

Für die Wahl des Systems ist es wichtig,

E-Mobility eco2friendly-Magazin

82


Eingriffe ins (Mit-)Eigentum dürfen nur mit Zustimmung der Eigentümer erfolgen.  Ein durchdachtes Ladekonzept ist im Interesse aller.

das gesamte zukünftige Potenzial der

• Systemwahl: Welche Systeme werden

die Ladeinfrastruktur aufgebaut und die Kos-

Tiefgarage anzuschauen, sodass das

den Wünschen gerecht? Was sind die

ten verteilt werden können. So hat die Ver-

System nicht ausgetauscht werden

Vor- und Nachteile der verschiedenen

waltung bzw. Miteigentümerschaft eine

muss, wenn über die Jahre hinweg viele

Angebote?

sachliche Grundlage für ihre Entscheidung»,

weitere Bewohner ein Elektroauto an-

Eine solch übergreifende E-Mobility-Bera-

schaffen.

tung bietet die Invisia AG an, ein Schweizer

erzählt Geschäftsführer Ronny Kleinhans.

• Installation: Welche Installationskonzep-

Unternehmen mit jahrelanger Erfahrung

Gemeinsam in die Zukunft

te machen Sinn? Muss die Hauptvertei-

im Bereich Elektromobilität. Das Invisia-

«Die Einführung eines Last- und Lade­

lung umgebaut werden, braucht es zu-

Lademanagement setzt ausschliesslich auf

managements ist sicher eine Challenge, da

sätzliche

oder

hochwertige Industriekomponenten, unter

so viele verschiedene Parteien involviert

anderem von Phoenix Contact.

sind», meint Stefan Staiber, Systemberater

• Kostenverteilung und Abrechnung: Wie

Deshalb kann dieses System problemlos und

E-Mobility bei Phoenix Contact, «aber

Durchbrüche,

Kanäle

Trassen in der Tiefgarage? sollen die Kosten für den Grundausbau

unbeschränkt skaliert werden. Neben dem

genau das macht Elektromobilität auch so

verteilt werden? Wie werden die laufen-

System berät Invisia die Kunden auch um-

spannend. Das Ziel von uns allen ist ja

den Ladekosten künftig abgerechnet und

fassend, denn die Thematik ist komplex und

schlussendlich das gleiche: Mit innovativen

wer ist zuständig? Wer trägt welche Kos-

jedes Objekt wieder für sich speziell. «Basie-

Technologien gemeinsam die Energiewen-

ten, wenn das System mit neuen Ladesta-

rend auf den Gesprächen und technischen

de vorantreiben.»

tionen erweitert werden soll? Wie werden

Abklärungen im Gebäude erarbeiten wir

Wartungskosten umgelegt?

dann verschiedene Lösungsvorschläge, wie

83

www.phoenixcontact.ch Leading Partner Seite 104

eco2friendly-Magazin E-Mobility


Was passiert, wenn mehr als ein Auto gleichzeitig laden muss? Ladelösungen brauchen ein klares Konzept Damit es nicht zum Blackout kommt, wenn mehrere E-Mobility-Fahrzeuge gleichzeitig laden, braucht es als Dirigent ein intelligentes Lade- und Lastmanagement. Einerseits die EW-Einspeisung, Batteriespeicher oder eine PV-Anlage als dynamische Energie-lieferanten, andererseits Wärmepumpe und andere Verbraucher. Die modulare ILC-Steuerung ist der Taktgeber dazwischen und verteilt die Restenergie dynamisch auf die Ladestationen.

Mehr Informationen unter Telefon 0 52 354 55 55 oder phoenixcontact.ch

© PHOENIX CONTACT 2019


Energiesparen dank Piercing-Kontaktierung Mit der Piercing-Technologie lassen sich Flachkabel ohne Unterbruch und ohne Spezialwerkzeuge installieren. Damit wird eine energiesparende, flexible und jederzeit ausbaufähige Lade­infrastruktur für Elektrofahrzeuge erreicht. Text: Woertz AG

Hauptsicherung Sicherung

 1 Montage der Ladestationen. Sicherung

2 Die Anschlussdose wird, analog zur Abzweigdose, ­ an jeder beliebigen Stelle auf dem Flach­kabel platziert. Dank der Piercing-Kon­taktierung der ­Abzweigdose ist keine Abisolierung notwendig ­ und es erfolgt k­ eine Unterbrechung des Kabels.

3 Die existierende Infrastruktur kann jederzeit mit ­ge­ringem Kosten- und Zeitaufwand durch weitere Ladestationen erweitert werden.

PLC (communication module) •••••••••• Network

 Flexible Montagemöglichkeiten und vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Der Anteil an Elektroautos in der Schweiz

einem Kabeltrassee. Danach werden die

nimmt laufend zu. Und entsprechend

Ladestationen mittels staubdichter und

wächst auch der Bedarf an Ladestationen

strahlwassergeschützter IP-65-Anschluss-

in privaten sowie in öffentlichen Garagen

dosen integriert – ohne Unterbruch oder

und auf Parkplätzen. Für die Verkabelung

Abisolieren des Kabels. Mit dem Flach­

von Ladestationen bietet sich das Flach­

kabelsystem der neusten Generation wird

kabelsystem der Firma Woertz an. Das

die Ladeinfrastruktur heute so flexibel

System garantiert eine sichere und fehler-

gestaltet, dass sie für die Anforderungen

freie Installation. Zudem werden durch die

von morgen bereit ist.

Piercing-Kontaktierung die Anschluss­ widerstände minimiert, was zu weniger

www.woertz.ch Leading Partner Seite 110

Energieverlusten führt. Das Flachkabel­ system lässt sich schnell und ohne Spe­ zialwerkzeug installieren, wodurch eine Reduktion der Installationskosten von ­ 30 Prozent – im Falle einer Erweiterung sogar von 60 Prozent – erreicht wird. Die Montage des Flachkabels erfolgt

Energiesparen dank Piercing-Technik Mit der Piercing- oder auch der Messertechnik kann Energie gespart werden. Das funktioniert folgendermassen: Eine Spitzschraube oder ein Messer durchdringt die Isolation des Flach­ kabels und gelangt in die Kabellitze. Bei diesem Vorgang werden die Litzendrähte auseinandergedrückt. Die Einzeldrähte liegen grossflächig an der Schraube oder Messer­ oberfläche an, wobei die Litze jedoch nicht durchtrennt wird wie bei einer herkömmlichen Kontaktierung. Durch die Dehnung der Einzeldrähte entsteht ein Anpressdruck, der die Stromübertragung zwischen den Drähten begünstigt und niedrige Widerstandswerte garantiert. Flexible Montagemöglichkeiten und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sind die Stärken einer solchen Kontaktierung.

entlang der Parkplätze an der Wand oder in

85

eco2friendly-Magazin E-Mobility


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Einfache und intelligente Ladelösung Möchten Verwaltungen und Unternehmen Ladestationen für ihre Mieterschaft, ihre Mitarbeitenden sowie Besucherinnen und Besucher zur Verfügung stellen, braucht es ein intelligentes Ladesystem, das eine einfache Abrechnung und Bezahlung der Energiekosten gewährt. Text: Ferratec AG

Das Zur-Verfügung-Stellen von Ladestatio-

Eine passende Lösung hierfür ist Mobile­

mit der RFID-Karte die Station freischalten.

nen eignet sich als Alleinstellungsmerkmal

Charge. Das System ist kostengünstig und

Es existieren unterschiedliche Bezahlmög-

im Wettbewerb von Verwaltungen um

einfach: Die Freischaltung erfolgt mit der

lichkeiten (SMS, Twint, Kreditkarte), um

die Mieterschaft oder von Firmen um Mit-

Angabe der Telefonnummer, es können

Geld auf die App zu laden, zudem sind

arbeitende. Denn für den Elektroautofahrer

jederzeit detaillierte Reports erstellt wer-

sämtliche Ladevorgänge in der App ersicht-

ist es wichtig, dass er zu Hause und beim

den, dank des offenen Kommunikations­

lich. Pro Account können mehrere Karten

Arbeitgeber eine Ladestation zur Verfügung

standards (OCPP) gibt es keine Investitions-

hinterlegt werden, womit der Verbrauch

hat. Aus diesen Gründen braucht es ein pro-

risiken durch ein proprietäres System und

von verschiedenen Benutzern identifiziert

fessionelles und zukunftsorientiertes Lade­

die Kommunikationsverbindung erfolgt

werden kann (zum Beispiel Familie, Kos-

system, das einerseits berechtigten Benut-

sicher über das GSM-Swisscom-Netz.

tenstelle im Unternehmen).

zern Zugang zu den Ladestationen gewährt

Einen neuen Benutzer für eine Anlage

und andererseits die anfallenden Kosten

Zugang für Mieter und Mitarbeitende

aufzuschalten, ist ganz einfach. Der Besit-

zwischen Anlagebesitzer und Benutzer ab-

Die Benutzer können die MobileCharge-App

zer teilt die Telefonnummer des Nutzers

wickeln kann. Damit ist es dem Investor

aus dem App-Store oder Google-Play-Store

mit, und dieser wird freigeschaltet. Mit der

auch möglich, die Anlage zu amortisieren.

herunterladen, Geld auf die App laden und

RFID-Karte, die per Post versendet wird, kann der Mieter oder Mitarbeiter die App benutzen.

Öffentliche Ladepunkte Möchten weitere Personen aus der Familie, Gäste oder Geschäftspartner ihr Elektroauto laden, können sie einfach den QR-Code oder NFC-Tag an der Ladestation scannen und mit dem Smartphone freischalten. Danach kann die bevorzugte Bezahlmöglichkeit (SMS, Kreditkarte) gewählt wer Mit wenigen Klicks zum einfachen Laden.

den – die Preise für den gewählten Ladepunkt sind auf der geöffneten Website ersichtlich. Nach Beenden des Ladevorgangs werden die entstandenen Kosten sofort verrechnet und dem Eigentümer der Station gutgeschrieben. www.ferratec.ch Leading Partner Seite 100

87

eco2friendly-Magazin E-Mobility


Interview

Gebäudeautomation als Standard ist vorprogrammiert Gebäudeautomation wird vermehrt zum Standard. Denn in ihr stecke ein enormes Potenzial bezüglich Komfort und Energie­effizienz. Umso wichtiger sei es, sich das nötige Wissen in diesem Bereich an­zueignen, sagt Reto Steinmann, Country President Schneider Electric (Schweiz) AG und Feller AG, im Interview. Interview: Pascal Grolimund, Text: Judith Brandsberg

Beschreiben Sie doch bitte kurz die Vorteile eines Gebäudeautomationssystems

lässt sich zudem die Steuerung von Lasten

eine gewisse Kontrolle über unseren

einfach managen und verwalten. Denn

Wohnraum haben.

wenn der Stromverbrauch sichtbar wird,

und Funktionalitäten ein Maximum an

on mit erneuerbaren Energien zusammen,

Was ist nötig, damit sich Elektroinstallateure vermehrt der Herausforderung einer Gebäudeautomation stellen?

Komfort und Energieeffizienz. Beispiels-

indem sie z. B. Wärmepumpen, Geschirr-

Es braucht vor allem Weiterbildungsmög-

Gebäudeautomation bietet Nutzerinnen

animiert dies die Menschen, ihn zu redu-

und Nutzern durch zusätzliche Intelligenz

zieren. Zudem spielt die Gebäudeautomati-

weise ist es möglich, mit einem einzigen

spüler oder Waschmaschinen dann anstellt,

lichkeiten. Denn wenn der Elektriker weiss,

Tastendruck auf einer ganzen Etage sämt-

wenn Solarstrom zur Verfügung steht.

was er wie mithilfe einer Gebäudeautoma-

liche Komponenten der Gebäudetechnik

tion realisieren kann, dann macht er dies

Ihr Unternehmen beschäftigt sich schon lange mit Gebäudeautomation. Wie hat sich diese entwickelt?

nutzen, muss sich der Elektroinstallateur

automation hilft aber auch, Energie zu

In der Tat setzen wir uns bereits seit über

jedoch ausbilden lassen. Für Licht und

sparen, z. B. mithilfe von Helligkeits- oder

20 Jahren mit der Gebäudeautomation

Beschattung bestehen bereits einfachere

so einzustellen, dass sie, perfekt aufeinander abgestimmt, die gewünschte Wohnoder Arbeitsumgebung schaffen. Gebäude-

Temperatursensoren.

In der Energiestrategie 2050 ist das Energiesparen ein wichtiger Faktor. Was kann die Gebäudeautomation konkret dazu beitragen?

auch. KNX als offener Standard etwa bietet unendlich viele Möglichkeiten. Um diese zu

auseinander. Zu Beginn standen vor-

Lösungen, die für den Installateur keine He-

nehmlich der gehobene Wohnungsbau

rausforderung mehr darstellen. Werden die

und der Zweckbau im Fokus, mittlerweile

Anforderungen jedoch komplexer, bei-

ist ihr Einsatz in diesem Bereich bereits

spielsweise wenn die Gebäudesteuerung

Standard. Heute spielt die Gebäudeauto-

per App vorgenommen werden soll, dann

mation auch vermehrt im mittleren Wohn-

ist Kompetenz in Kommunikationstechnik

Storensteuerungen beispielsweise können

standard eine Rolle. Weil wir jedoch in­

vonnöten wie etwa IT-Kenntnisse. Deshalb

die Beschattung so regulieren, dass im

den letzten Jahren ebenso in einfachere

bieten wir Kurse in Gebäudeautomation

Sommer weniger Kühlaufwand notwendig

­Lösungen investiert haben, etabliert sich

und Netzwerktechnik an.

ist oder die Sonne im Winter über Mittag die

die Gebäudeautomation nun zudem im

Räume aufwärmt. In der Nacht hingegen

normalen Wohnstandard – dies allerdings

werden dann alle Rollläden des Gebäudes

immer noch zurückhaltend.

Was denken Sie, welche Möglichkeiten wird uns die Gebäudeautomation künftig bieten?

die Räume weniger rasch auskühlen. Auto-

Woher kommt diese Zurückhaltung?

Die Anlagen und Geräte werden miteinander

matisierte Gebäude ermöglichen es zudem,

Ich glaube, dass die Gebäudeautomation

kommunizieren können, heute über Bus­

eine Tageslichtsteuerung zu installieren,

noch nicht so weit verbreitet ist, weil­

systeme, morgen über Internet, das Internet

welche Storen und Beschattung miteinbe-

wir Menschen nachvollziehen möchten,

of Things. Solche «connected products» wer-

zieht und somit Strom bei der Beleuchtung

wieso zum Beispiel die Sonnenstoren ­

den in absehbarer Zeit verlangt. Ebenfalls

spart. Über Energiemanagementsysteme

hochfahren. Und wir wollen immer noch

ein wichtiger Bereich in der Auto­matisierung

geschlossen und tragen so dazu bei, dass

Nachgefragt eco2friendly-Magazin

88


«Die Anlagen und Geräte werden miteinander kommunzieren können.» Reto Steinmann (rechts)

wird die Zutrittslösung via Clouddienst sein.

zentralen Controller als Herzstück, das die

tisiert und wir haben eine Wärmepumpe, die überwacht und gesteuert wird.

Der Komfort für die Bewohnerinnen und Be-

Sensoren und Aktoren verknüpft. Dazu

wohner wird also nochmals erhöht werden.

kommt, dass die Vernetzung verschiedens-

Aber auch die Installation wird einfacher

ter Geräte von Apple und Google möglich

sein, wodurch die Hürden für die Integration

sein wird und sich diese per Sprachsteue-

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, wie würde er lauten?

abgebaut werden. Dazu tragen übrigens

rung bedienen lassen werden. Wichtig ist

Es herrscht immer noch die Meinung vor,

auch die sinkenden Kosten von Gebäude­

bei allem aber, dass die Vernetzung auf pro-

dass Elektroinstallateure primär Lösungen

automationssystemen bei. Und schliesslich

fessioneller Ebene ausgeführt wird.

anbieten würden, die von gestern sind. Es

wird durch die Automation auch die Energieeffizienz eines Gebäudes nochmals deutlich gesteigert werden können.

Ein aktuelles Thema ist die Digitali­ sierung im Bausektor. Wird sich BIM (Building Information Modeling) durchsetzen und wer profitiert davon?

gibt jedoch viele Installateure, die innovativ

Wieso wirkt Feller seit Jahren bei eco2friendly mit?

sind und nach neuen Möglichkeiten suchen. Mein Wunsch wäre es, dass noch mehr in

Weil das Programm so, wie es positioniert

die Weiterbildung und die Entwicklung des

ist, dem Zeitgeist entspricht. Zudem finden

Berufsstandes investiert wird. Denn nur so

wir es wertvoll, dass immer wieder aktuelle

kann die Qualität der Elektroinstallation ge-

Themen behandelt werden. Und das Trai-

währleistet werden. Wir wollen weg von den

ningsangebot ist ein wichtiges Engagement

fossilen Energieträgern, sei dies mithilfe von

für die Branchenentwicklung.

Solarenergie, Wasserstoff oder was auch imVerbraucher vermehrt elektrisch sein wer-

Ausführung, aber auch im Service und im

Welches werden für Sie die grössten Herausforderungen in den nächsten Jahren sein?

Unterhalt eine grosse Unterstützung ist. Und

Die Geschwindigkeit des Fortschritts bei

dem vorhandenen Strom gepflegt werden.

davon profitieren alle Berufsgattungen. Be-

den Technologien, die angeboten werden,

reits heute stehen einige Gebäude, welche

ist enorm hoch. Und ihr Lebenszyklus dem-

mithilfe von BIM gebaut worden sind. Was

entsprechend tief. Dies in Einklang zu brin-

Meiner Meinung nach ist das Prinzip des

mer. Die Konsequenz daraus ist, dass die

digitalisierten Bauens sinnvoll. Denn das BIM erlaubt die Dokumentation eines Gebäudes bis auf das kleinste Einzelteil, was in der

allerdings bis heute noch fehlt, ist ein klarer

gen mit dem Lebenszyklus der Gebäude­

Standard in diesem Bereich.

objekte, der Jahrzehnte dauern sollte, wird eine Herausforderung sein.

Wie richtet sich Feller für die Zukunft aus? Welches sind die Fokusthemen? Energiemonitoring und Energiemanage-

Was machen Sie als Privatperson im Hinblick auf das Energiesparen?

ment werden künftig wichtige Faktoren sein.

Wir haben bereits vor 15 Jahren unser

Dazu braucht die Unterverteilung für Be-

Eigenheim mit einer Gebäudesteuerung

leuchtung, Beschattung und Heizung einen

ausgestattet. Licht und Storen sind automa-

89

den. Somit müssen neue Energiequellen erschlossen und ein effizienter Umgang mit

Zur Person Name: Alter: Reto Steinmann 50 Funktion: Wohnort: Country President Niederurnen Schneider Electric (Schweiz) AG und Feller AG

eco2friendly-Magazin Nachgefragt


Das Programm für Stromeffizienz im Gebäude eco2friendly ist ein Netzwerk aus Teilnehmern, welche gemeinsam ihre Stromeffizienzziele erreichen wollen. Die Teilnehmer unterstützen sich in sämtlichen Prozessen bei Um- und Neubauten, also während der Planung, der Ausführung und dem Betrieb eines Bauprojekts.

Bauherren und Investoren • Steigerung von Komfort, ­Qualität und Sicherheit • Fundierte Bedarfsanalyse und Vorgabe für den Planungsprozess • Nachhaltige Werterhaltung und -steigerung der Immobilie

• Nutzung der Effizienz­

Installateure, Integratoren und Facility Manager

möglichkeiten in der

• Fachgerechter Einsatz von

Architekten und Planer

zertifizierten Lösungen

Beratung und Planung

und Produkten

• Einplanung zertifizierter

• Aktive Betreuung während

Lösungen

• des Betriebs

• Einbringen der Erfahrungen

• Steigerung der Arbeitsplatz­

bei der Planung von

attraktivität

Neubau und Sanierung

für stromeffiziente Lösungen

Verbände und InstitutionenAus- und Weiterbildung der Fachleute

und Produkte

• Definition und Weiterentwick-

Hersteller und Lieferanten • Forschung und Entwicklung

lung der Effizienzanforderun-

• Unterstützung der Effizienz­ möglichkeiten mit

gen als Garantie für hoch

innovativen Produkten

­stehende Programmqualität

• Positive Entwicklung des ­Absatzmarktes

eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

90


Hier sind die Fachleute bestens vernetzt Energieeffizienz ist in aller Munde. Neue Produkte und Lösungen kommen auf den Markt,die Innovation schreitet fort. Auf dem neuesten Wissensstand zu sein, ist deshalb wichtig. eco2friendly informiert die Öffentlichkeit und die Fachwelt regelmässig auf diversen Kanälen.

Sämtliche Partner von eco2friendly sind auf der Plattform fachleute-finden.ch vertreten. So ist es ganz einfach zu erfahren, wer die kompetenten Fachkräfte in der Region sind, um spannende Projekte zu realisieren. eco2friendly pflegt mit Verbänden aus der gesamten Haustechnik regen Kontakt, damit die systemübergreifende Sicht berücksichtigt und gefördert wird.

Weiterbildung: die eco2friendly TRAININGS Energieeffizienz betrifft die gesamte Branche. Denn sie bildet ein interessantes ­Betätigungsfeld der Zukunft. Umso wichtiger ist es, gut ausgebildete Fachkräfte in allen Segmenten zu haben: von der Planung über den Bau bis zum Unterhalt. Darum hat eco2friendly die Initiative ergriffen und das Weiterbildungsprogramm «Trainings» lanciert. Da werden Architekten, Planer und Installateure ebenso wie Integratoren und Technische Facility Manager auf den neusten Stand der Technik gebracht – in den vier Bereichen Licht, Gebäudeautomation, Solar und E-Mobility. Damit die Branche fit für neue Innovationen bleibt.

 Suchen und finden Sie Fachleute auf unserem Portal unter e2f.ch/fachleute-finden

 Neu finden Sie uns neben Facebook, Twitter und Youtube auch auf Instagram!

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Unsere Leading Partner stellen sich vor

ABB ist ein weltweit führendes Schweizer Technologieunternehmen in den Bereichen Energie- und Automationstechnik mit Hauptsitz in Zürich. Im Bereich der Elektrifizierung bietet ABB eine Gesamtheit aus sicheren, leistungsfähigen Lösungen für die elektrische Ausrüstung und Automatisierung von­ Gebäuden und Infrastruktur.

Die Leading Partner von eco2friendly unter­ stützen das Programm nicht nur finanziell. ­ Sie leisten mit patenten Lösungen und inno­ vativen Produkten einen wertvollen Beitrag.

Mit den Produkten von ABB lässt sich das Zuhause oder der geplante Neubau in ein Smarthome verwandeln. Das Smarter­-Home-Sortiment umfasst innovative Lösungen für ein sicheres, vernetztes Zuhause. Dazu gehören unter anderem die ABB-free@home-Haussteuerung oder die ABB-Welcome-­

Die Leading Partner von eco2friendly sind Hersteller oder

Türkommunikation. Zusätzlich bietet ABB eine breite Aus-

Verbände und Institutionen, die sich für einen nach­haltigen

wahl an exklusiven Schaltern und Steckdosen. Auf die sprich-

Umgang mit der Energie einsetzen. Sie stehen Elektro­

wörtliche Schweizer Qualität und Präzision von ABB

installateuren aktiv zur Seite, indem sie ihnen patente Lö-

vertrauen Profis überall auf der Welt.

sungen und qualitativ hochwertige Produkte liefern. In den eco2friendly-Trainings vermitteln sieden Fach­leuten

Automatisch die richtige Reaktion…

wertvolles Wissen in den energie­relevanten Bereichen, damit Gebäude entstehen, die im Vergleich mit älteren ­Bauten ­einen Bruchteil der Energie für den B ­ etrieb benötigen.

…in jeder Situation.

— Smarter Building Inspirierende automatisierte Umgebungen

Eine automatisierte Gebäudesteuerung sorgt nicht nur für ein flexibleres Gebäudemanagement, sondern wirkt sich zudem positiv auf die Effizienz, Sicherheit und Produktivität aus. Mit Produkten und Dienstleistungen wie Bewegungsmeldern, harmonischer Beleuchtung, Türkommunikation, automatisierten Heizungs-, Klima- und Lüftungssystemen sowie Schliessmanagement bietet ABB eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Ihnen die volle Kontrolle über Ihr Gebäude ermöglichen. go.abb/ch-electrification

eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

92


Die ABB Technikerschule mit Standort Baden und Sursee

Die Agro AG in Hunzenschwil entwickelt und produziert seit

bietet eidgenössisch anerkannte, praxisnahe, berufsbeglei-

mehr als 60 Jahren hochwertige Produkte und Lösungen für

tende Bildungsgänge auf Stufe höhere Fachschule, Vorberei-

Elektroinstallationen und das Einführen und Verlegen von

tungslehrgänge auf höhere Fachprüfungen, Nachdiplomstu-

Kabeln.

dien sowie Weiterbildungskurse an. Anforderungen energetischer Bauvorschriften steigen stets. Die Bildungsgänge wie «Gebäudeautomatik» oder «Energie

Mit Agro - Produkten können die geforderten luftdichten

und Umwelt» beinhalten Fächer, die konkret auf Energie­

­Ge­bäudehüllen zuverlässig realisiert werden – z.B. mit der

effizienz abzielen. Somit ist eco2friendly für das Unterneh-

ECON-Technik, die in luftdichten Hohlwand-, Unterputzins-

men und die Studierenden eine wichtige Plattform mit rele-

tallationen und Einbaugehäusen zum Einsatz kommt.

vanten, zeitgemässen Inhalten, die praxisnah thematisiert werden.

Agro ist Spezialist für Energieeffizienz und leistet beim nachhaltigen Bauen einen wichtigen Beitrag. Dieses Fachgebiet

Das in den Fächer erlernte Wissen über Energieeffizienz wird

prägt eine starke Partnerschaft zu eco2friendly.

immer häufiger in Diplomarbeitsprojekten im Auftrag der ­Industrie angewendet.

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Arthur Flury ist ein weltweit tätiges Industrieunternehmen,

Das BBZ Biel-Bienne bietet als modern ausgestattete Berufs-

spezialisiert in der Entwicklung und Herstellung von Kom­

fachschule auf der Sprachgrenze zur französischsprachigen

ponenten für Fahrleitungen, Erdung, Gebäudeblitzschutz,

Schweiz zusammen mit eco2friendly und anderen Partnern

Absturzsicherung und Freileitung. Das gut ausgebaute Ver-

Weiterbildungskurse für Erwachsene in beiden Sprachen an.

triebsnetz und über 40 Vertretungen weltweit macht Arthur Flury zum kompetenten Partner für alle Belange der elektro-

Das BBZ ist Schulort für Lernende verschiedenster Bereiche,

technischen Verbindungstechnik.

wie zum Beispiel Mediamatiker, Präzisionsmechanik, Elektro­ berufe, Lebensmittelberufe und Dienstleistung (inkl. Berufs-

Mit der langjährigen Erfahrung, einer modernen Fertigung

maturität 1 oder 2). Gleichzeitig bietet das BBZ Biel-Bienne in

und einem zeitgemässen Managementsystem bietet das Un-

der Abteilung «Technische Fachschule TFS» etwas mehr als

ternehmen hochwertige Qualitätsprodukte und Dienstleistun-

200 Lernenden in acht mechanischen Berufen eine Lehrstel-

gen an. Das Festhalten der Produktion, Entwicklung und

le in Vollzeitausbildung an. Die Brückenangebote (10. Schul-

Firmen­leitung am Standort Deitingen zeigt das Bekenntnis

jahr, Integrationsklassen, Vorlehre) runden unser Angebot ab.

zum Werkplatz Schweiz.

Erdung – Blitzschutz: eine Investition, die sich lohnt. Für Sie und Ihre Liebsten.

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

94


Demelectric befasst sich mit der Produktion von Standard-

digitalSTROM ist eine flexible und innovative Komplettlösung

und Individual-Stromverteilern aus Hartgummi, Kunststoff

zur intelligenten Vernetzung der gesamten Haustechnik.

und Edelstahl, die auf Baustellen und Veranstaltungen oder

­Unabhängig von welchem Hersteller oder in welchem Gebäu-

als Grundausstattung in Industrie- und Gewerbeanlagen ins-

de werden sämtliche elektronischen Geräte miteinander und

talliert werden. Zudem vertritt das Unternehmen namhafte

mit dem Internet verbunden. So lassen sie sich einfach und

Hersteller aus dem EU-Raum.

intuitiv durch herkömmliche Lichttaster, Sprachsteuerung oder mit dem Smartphone bedienen und überwachen. Kom-

Für Demelectric bietet eco2friendly eine spannende Platt-

fort, Sicherheit und Energieeffizienz werden dadurch nützlich

form, um neue Lösungen und Ideen einem zukunftsorientier-

vereinbart und erhöht.

ten Kundenkreis zu präsentieren. Da digitalSTROM über die bestehenden Stromleitungen Mit dem Eltako Professional Smart Home bietet das Unter-

­kommuniziert und damit keine Extraverkabelung der ange-

nehmen eine Technologie basierend auf dem EnOcean-Funk­

schlossenen Haustechnik oder Geräte nötig ist, eignet sich

standard an. Die batterielosen, wartungsfreien Funktaster und

das Smarthome-System sowohl für Neubauten als auch zur

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Die zertifizierte Bildungsinstitution E-Profi Education bietet

Das Elektro-Bildungs-Zentrum ist seit 1972 die Elektrofach-

massgeschneiderte Fort- und Weiterbildungsprodukte in den

schule des Zürcher Elektroverbands. Jährlich werden zirka

Bereichen Elektro, Gebäudeinformatik und Unternehmens­

2000 Lernende ausgebildet und besuchen 1000 Personen das

bildung an. Ziel sind effektiv ausgebildete Fachkräfte, die mit

EBZ für ihre persönliche Weiterbildung.

dem notwendigen Wissen und Können in der Praxis und den Für die Elektrobranche sind Massnahmen in Energieeffizienz

Verbandsprüfungen bestehen.

und die Produktion von nachhaltiger Energie ein immer wichE-Profi Education blickt auf eine über 30-jährige Bildung­s­

tiger werdender Pfeiler. Gut ausgebildete Fachleute haben das

tradition zurück. Im Kompetenzzentrum in Eschenbach (SG)

vernetzte Denken um Produktion, Verteilung und Verbrauch

wird mit modernen, praxis- und handlungsorientierten Lern-

innerhalb verschiedener Perimeter realisieren und optimieren

methoden individuell und interdisziplinär unterrichtet.

zu können.

Zusammen mit eco2friendly führt E-Profi Education Trainings

Das Elektro-Bildungs-Zentrum betreibt auf dem eigenen Grund-

durch, die der Wissensvermittlung und der gemeinsamen Zie-

stück fünf Photovoltaikanlagen, wobei eine zusätzlich im B ­ au

lerreichung dienen.

ist und eine weitere in Planung. Weiter stehen Schulungsanlagen zur Speicherung von Sonnenenergie zur Verfügung.

Die praxisnahe Ausbildung zeichnet unsere Angebote aus. Ihre Weiterbildung im EBZ:

Elektroinstallations- & Sicherheitsexpert/in

Elektro-Projektleiter /-in Installation und Sicherheit

mit eidg. Diplom

Elektro-Teamleiter /-in VSEI Elektro-Bauleiter /-in KZEI

Nächster Start:

8. Mai 2020

Nächster Start:

Sicherheit an und mit elektrischen Anlagen – RCD – Einsatz und Prüfung – AuS Arbeiten unter Spannung – NIN und Messungen in der Praxis – Fach-Workshop für Servicemonteure – Fach-Workshop für Elektroinstallateure und Montage-Elektriker – Update-Workshop für Elektroinstallateure und Montage-Elektriker

10 Präsenztage in ca. 1/2 Jahr

Gebäudeautomation – KNX Grundlagen / Loxone / DALI

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Brandschutzfachfrau/-mann (BSF) mit eidg. Fachausweis

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Schweiz. Höhere Berufsbildung HBB, c/o e-profi *eduqua zertifiziert*, Büechliberg 2, 8733 Eschenbach Tel. 055 250 59 59, Fax 055 250 59 58, info@e-profi.ch, www.e-profi.ch

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

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EIT.swiss ist die Berufsorganisation für rund 2000 Unterneh-

Die rund 1900 ELITE Electro-Partner sind leistungsstarke und

men der Elektrobranche mit über 40 000 Mitarbeitenden in

ausgewiesene Elektroprofis – in allen Regionen der Schweiz

der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein.

und in Liechtenstein. Sie planen, installieren, überprüfen und warten Elektroinstallationen, smarte Gebäudesysteme und

EIT.swiss vertritt die Interessen der Branche gegenüber der

Haushaltsgeräte für Privathaushalte, Gewerbe und Industrie.

Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft. Der Verband unterstützt seine Mitglieder mit einer breiten Palette von Dienst-

Alle ELITE Electro-Partner sind selbstständige Unternehmer,

leistungen und trägt damit zum wirtschaftlichen Erfolg der

bieten den besten Service und tragen mit ihrer fachkundigen

Branche als Ganzes bei.

Beratung dazu bei, durch bedarfsgerechte Elektroinstallationen die Umwelt nachhaltig zu entlasten. Die EEV ist als Genossenschaft der ELITE Electro-Partner seit 1923 die führende Marketing- und Dienstleistungsorganisation für das Elektrogewerbe und engagiert sich für eine starke und prosperierende Schweizer Elektrobranche.

Ganz in Ihrer Nähe. Einer von 1900 ELITE Electro-Partnern.

Aus VSEI wird EIT.swiss Der Verband Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen (VSEI) kann auf eine über 100jährige erfolgreiche Geschichte zurückblicken. In dieser Zeit haben sich die Anforderungen an die in der Elektrobranche tätigen Unternehmen und damit auch an den Berufsverband stark verändert. Damit sich der Verband auch in Zukunft erfolgreich für die Elektrobranche und die Bedürfnisse seiner Mitglieder einsetzen kann, richtet er sich neu aus. Künftig vertritt er die Interessen seiner Mitglieder und der Elektrobranche unter dem Namen EIT.swiss.

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EIT.swiss – ein starker Name für einen starken Verband. EIT.swiss vereinigt alle vom Verband ausgebildeten Berufsgruppen und betont dadurch ihren einzigartigen und eigenständigen Platz als Vertreter der Elektrobranche in der Gebäudetechnik. EIT.swiss steht für eine zukunftsorientierte und moderne Branche, welche die Zeichen der Zeit erkannt und dank der Neuausrichtung eine gute Grundlage für den zukünftigen Erfolg der Elektrobranche geschaffen hat.

www.eitswiss.ch

97

eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Die Elbro AG ist seit über 40 Jahren ein unabhängiges und

Electrosuisse ist seit über 125 Jahren die anerkannte Fachor-

­dynamisches Entwicklungs-, Produktions- und Handelsun-

ganisation auf dem Gebiet der Elektro-, Energie- und Informa-

ternehmen mit Sitz in Bülach. Das Unternehmen bietet pro-

tionstechnik. Dem Verband gehören knapp 5000 persönliche

fessionelle Lösungen in den Bereichen Messtechnik, Schalt-

und über 2000 Branchenmitglieder an.

technik, Licht- und Installationstechnik sowie in der Telematik an.

Electrosuisse setzt sich für die Förderung der sicheren, zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Erzeu-

Im Sortiment sind eigene Marken wie ELBRO Butler, ELBRO Light

gung und Nutzung der Elektrizität ein.

oder ITplus sowie Produkte verschiedener Global Players. Das nach ISO 9001:2015 zertifizierte Qualitätsmanagementsystem

Mit dem Comité Électrotechnique Suisse (CES) vertritt Elec-

garantiert effiziente betriebliche Abläufe, zuverlässige Beratung,

trosuisse die Schweizer Wirtschaft im Bereich der Elektro-

hochwertige Produkte sowie eine hohe Lieferbereitschaft.

technik in den weltweiten und Europäischen Normungsorganisationen IEC und Cenelec und führt im Auftrag des Bundes

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Vermarktung ener-

das Eidgenössische Starkstrominspektorat. Electrosuisse

gieeffizienter und umweltfreundlicher Produkte der Marke

bietet erstklassige Dienstleistungen und Produkte rund um

ELBRO ECOLINE, die eine optimale Plattform für die Zusam-

Inspektion, Beratung, Prüfung und Weiterbildung.

menarbeit mit eco2friendly bieten.

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

98

17.07.2019 18:00:18


Esylux steht für «Performance for simplicity». Das Unterneh-

Die Fankhauser Solar AG wurde im Juli 2007 gegründet. Das

men entwickelt, produziert und vertreibt intelligente Automa-

Unternehmen mit Sitz in Selzach (SO) beschäftigt heute 16

tions- und Lichtlösungen, die für mehr Lebensqualität und

Mitarbeiter und zählt zu den führenden Photovoltaik-Gross-

Energieeffizienz sorgen. Im Mittelpunkt stehen die Wünsche

händlern im Schweizer Markt. Kumuliert kann die Fankhau-

und B ­ edürfnisse des einzelnen Menschen, wobei das Unter-

ser ­Solar auf eine Branchenerfahrung der einzelnen Mitarbei-

nehmen besonderen Wert auf eine einfache Anwendung sei-

ter von weit mehr als 30 Jahren zurückgreifen

ner Produktlösungen legt. Das eigene Firmengebäude umfasst eine Lagerfläche auf zwei Grosshändler, Installationsbetriebe, Elektro- und Lichtplaner

Etagen. Damit ist eine hohe Verfügbarkeit der wichtigsten

sowie Architekten vertrauen als Kunden und Partner auf mehr

PV-Komponenten zu jeder Zeit gewährleistet. Die Fankhauser

als 50 Jahre Markterfahrung sowie auf die persönliche Fach-

Solar AG hat sich für die Herausforderungen der kommenden

beratung durch die Esylux-Experten.

­Jahre gut gerüstet. Seit Mai 2015 ist die Fankhauser Solar AG eine Schwester­ unternehmung der Otto Fischer AG in Zürich.

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Unsere Welt wird immer elektrischer, vernetzter und digita-

Ferratec AG ist ein mittleres KMU-Familienunternehmen, d ­ as

ler – noch nie hat sich die Lebensart so umfassend und in so

mit 50 Mitarbeitern hochwertige Markenprodukte für die In-

rasantem Tempo weiterentwickelt wie in unserer Zeit. Dabei

stallationstechnik, Industrie und Mechanik in der Schweiz

ist die Energie zur Grundlage des Lebens geworden. Lösungen

vertreibt.

von Feller helfen, diese Energie für Lebensräume zur Verfügung zu stellen – sicher, zuverlässig, effizient, vernetzt und

Elektromobilität ist die Leidenschaft von Ferratec. Als unab-

nachhaltig. Die Feller AG ist in diesem Bereich der führende

hängiger Anbieter von Mobilitätslösungen und traditions­

Partner für vernetzte Gesamtlösungen, die intelligente und

reicher Energiedienstleister unterstützt das Unternehmen

zukunftsfähige Wohn- und Arbeitsräume ermöglichen.

seine Kunden bei der erfolgreichen und kosteneffizienten Umsetzung der Mobilitätsstrategie. Dabei profitieren diese

In einer Welt mit zunehmend hohen Ansprüchen an energie-

nicht nur von massgeschneiderten Angeboten und Dienst-

effiziente Gebäude sind kompetente Partnerschaften ein ent-

leistungen, sondern besonders auch vom digitalen Know-how

scheidender Faktor bei der Umsetzung. Als Leading Partner

und der umfassenden Energiekompetenz von Ferratec.

unterstützt Feller eco2friendly in ihrem Bestreben, zukunftsfähige und nachhaltige Inhalte mitzugestalten.

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Hager ist führend im Kerngeschäft der elektrischen Energie-

Die Hochschule Luzern – Technik & Architektur forscht, ent-

verteilung und -steuerung. Dazu gehören Lösungen in den

wickelt und verbindet schon seit 60 Jahren. Gegen 1900 Ba-

­Bereichen Schalter und Steckdosen, Gebäudeautomatisie-

chelor- und Masterstudierende und 1000 Weiterbildungsstu-

rung, Verteilung sowie Leitungsführung. Getreu dem Motto

dierende tragen von hier Fachwissen in die Schweizer

«Swiss made» produziert Hager Schaltschranksysteme, Schal-

Wirtschaft.

ter und Steckdosen in Emmenbrücke (LU). Der interdisziplinär geprägte Studiengang Gebäudetechnik, Als Leading Partner steht Hager voll und ganz hinter dem

Energie und die schweizweit einzigartige Studienrichtung

Netzwerk eco2friendly, weil es mit seinem Mix an Massnah-

GEE leisten einen Beitrag zur Energiewende. Sie befassen sich

men und seiner Sensibilisierung einen erheblichen Anteil zu

unter anderem mit erneuerbarer Eigenstromerzeugung, Spei-

einer stromeffizienteren Zukunft leistet. Diese liegt auch

chermöglichkeiten und Lastmanagement, Gebäudeautomati-

­Hager am Herzen, weshalb das Unternehmen seine Kunden

on und -informatik, intelligenten Netzen und Fragen der öko-

täglich mit Lösungen in den Bereichen Steuern, Messen,

logischen und ökonomischen Nachhaltigkeit.

­Automatisieren und Speichern unterstützt.

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Legrand ist der Spezialist für die elektrische und digitale­

Mit Niederlassungen in mehr als 50 Ländern und Geschäftsaktivitäten in über 140 Ländern ist Ledvance eines der welt-

­Infrastruktur von Gebäuden. Als weltweiter Experte auf die-

weit führenden Unternehmen in der Allgemeinbeleuchtung.

sem Gebiet entwickelt das Unternehmen innovative Produkte und nachhaltige Lösungen mit hohem Mehrwert im Woh-

Aus dem Osram-Geschäftsbereich für die Allgemeinbeleuch-

nungs-, Industrie- und Gewerbebau. Um den Energieverbrauch

tung hervorgegangen, umfasst das Portfolio von Ledvance ein

deutlich zu reduzieren, hat Legrand zahlreiche, innovative

breitgefächertes Sortiment an LED-Leuchten für eine Vielzahl

Produktlösungen geschaffen.

unterschiedlicher Anwendungsbereiche, intelligente Lichtprodukte für Smarthomes und Smartbuildings, eines der um-

Die Eco-Design-Methoden wurden in die Produktentwicklungs-

fassendsten Angebote an fortschrittlichen LED-Lampen in

prozesse eingeführt. Sie reduzieren die Umweltbelastung in

der Lichtbranche sowie traditionelle Leuchtmittel.

jeder Phase des Produktlebenszyklus und wahren gleichzeitig die volle Kundenzufriedenheit hinsichtlich der Produktqualität.

LEDVANCE ist der kompetente Partner für Installateure und

Zusätzlich zum Produktangebot war es selbstverständlich,

Lichtprofis.

dass sich Legrand (Schweiz) seit fast 10 Jahren als privilegierter Partner des Programms eco2friendly engagiert, um die Energieeffizienz und die Reduktion der Umweltbelastung aktiv zu fördern.

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Die gemeinnützige Stiftung MyClimate entwickelt Förder­

Niko entwirft elektr(on)ische Lösungen, die dafür sorgen, dass

programme für energieeffiziente Gebäude in der Schweiz und

Gebäude weniger Energie verbrauchen, dass der Lichtkomfort

­berät Unternehmen im CO2- und Ressourcenmanagement.

und die Sicherheit erhöht werden sowie dass alle Anwendungen nahtlos zusammenarbeiten.

Förderprogramme unterstützen beispielsweise Hauseigen­ tümerInnen, wenn sie ihre Öl- oder Erdgasheizung durch eine

Das belgische Familienunternehmen aus Sint-Niklaas be-

energieeffiziente Wärmepumpe ersetzen, oder Liegenschafts-

schäftigt 700 Arbeitnehmer in 10 europäischen Niederlassun-

besitzerInnen bei der Installation einer effizienten auf Wet-

gen. Die M. Züblin AG war seit dem Jahr 2014 eine Tochter der

terprognosen basierenden Heizungssteuerung.

Niko Group und wurde Anfang 2019 in Niko Schweiz AG umbenannt.

Andererseits berät MyClimate Unternehmen jeder Grösse durch Analyse, Optimierung und Reporting ihres CO2- und

Bei Niko beschäftigt man sich jeden Tag mit nur einer Frage:

­Ressourcenverbrauchs. Mit handlungsorientierten und inter-

«Wie können wir dafür sorgen, dass Gebäude den darin leben-

aktiven Bildungsangeboten ermutigt MyClimate jede und

den und arbeitenden Menschen bessere Dienste leisten?»

­jeden, einen Beitrag für unsere Zukunft zu leisten.

Die Melder von Niko sehen alles

Treibhaus ohne Treibhauseffekt. Die Zukunft beginnt heute. Wie sie aussehen wird, liegt an uns.

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Die Otto Fischer AG wurde 1899 gegründet. Das unabhängige

Seit 1923, dem Jahr, als der Gründer von Phoenix Contact die

Elektrogrosshandels-Unternehmen versorgt mit einem um-

Reihenklemme erfand, sind über 60 000 neue Produkte dazu

fangreichen Sortiment und einem breiten Dienstleistungs­

gekommen. Die Produkte sorgen weltweit für effiziente Ma-

angebot täglich die Elektroinstallationsbranche in der ganzen

schinen, sichere Energieversorgungen oder intelligente Ge-

Schweiz. Mit dem Produktangebot aus den Fachgebieten

bäude.

Licht, Gebäudeautomation, Solar und Elektromobilität unterAuch eco2friendly möchte zusammen mit Verbänden, Her­

stützt Otto Fischer zudem die Energieeffizienz in Gebäuden.

stellern, Bauherren, Architekten und Elektroinstallateuren die Als

Gründungsmitglied

von

eco2friendly

stellt

Otto

Strom­effizienzziele erreichen. Dazu bietet Phoenix Contact

Fischer die Mitarbeiter zur Verfügung, die alles rund um

die passenden Produkte und Lösungen an. Zum Beispiel ef-

eco2friendly organisieren, wie die eco2friendly-Trainings, den

fektiver Überspanungsschutz, der die sensible Elektronik und

eco2friendly-Day und auch das eco2friendly-Magazin, wel-

Haus­leittechnik in modernen Gebäuden effektiv vor Blitzein-

ches mit Fachbeiträgen, Referenzobjekten und innovativen

schlägen oder Schalthandlungen im Netz schützt.

Ideen Bauherren, Architekten und Elektriker für einen energie­effizienten Bau inspiriert.

Wirtschaftliches Gebäudemanagement Intelligente Gebäude nachhaltig automatisieren Das integrierte Energie-Monitoring, die Bedieneinrichtungen oder die Auswertung von Verbrauchsdaten hilft, das Gebäude wirtschaftlich und nachhaltig zu betreiben. Phoenix Contact bietet dazu mit dem IoT-basierten Gebäudemanagementsystem «Emalytics» die ausbaufähige und skalierbare Lösung dazu. Somit sind Wirtschaftlichkeit und Stromeffizienz im Gebäude unter einem Dach vereinigt.

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

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Die zunehmende Elektrifizierung unseres privaten und pro-

Signify ist der weltweit führende Anbieter für Licht- und

fessionellen Alltags schreitet immer schneller voran und mit

Beleuchtungslösungen für professionelle Anwender, End­

ihr der Bedarf an zuverlässiger Energieversorgung. Für eine

konsumenten und Beleuchtung im Internet der Dinge. Mit den

nachhaltige Energiestrategie ist Energieeffizienz das Gebot

Philips-Produkten, den vernetzten Interact-Lichtsystemen

der Stunde.

und datengestützten Services bietet Signify einen Mehrwert für Unternehmen und verändert das Leben Zu Hause, in Ge-

Als Spezialist für Energiemanagement hat Schneider Electric

bäuden sowie in urbanen Räumen.

seine Lösungen konsequent mit EcoStruxure weiterentwickelt. EcoStruxure ist eine durchgängige, offene IoT-fähige

Mit rund 29 000 Mitarbeitern und einer Präsenz in über 70

Architektur, in der vernetzte Produkte über intelligente Steu-

Ländern erschliesst das Unternehmen das aussergewöhnli-

erungsebenen bis hin zu Analysesoftware und Apps verbun-

che Potenzial von Licht für ein helleres Leben und eine bes-

den sind und Daten untereinander austauschen.

sere Welt. Vom Dow-Jones-Sustainability-Index wurde das Unternehmen zum zweiten Mal in Folge als Branchenführer

Für Schneider Electric als globalen Anbieter von nachhaltigen

im Bereich Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

Lösungen ist der Austausch von Fachwissen im Umfeld der energieeffizienten Gebäude im Rahmen des Programms von eco2friendly bedeutend.

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Die Schweizer Licht Gesellschaft SLG ist der neutrale An-

Als führender Gebäudeautomationsspezialist realisiert Som-

sprechpartner für alle Fragen rund um die künstliche Be-

fy seit 50 Jahren intelligente Lösungen für optimalen Wohn-

leuchtung. Die SLG vereint kompetente Fachleute aus Pla-

komfort und nachhaltige Energieeffizienz. Die automatische,

nung,

zeit- und sensorbasierte Steuerung von Raffstoren oder

Forschung, Industrie und Handel. Dieses Expertennetzwerk

Vertikal­markisen verbessert die Energiebilanz einer Immo-

erarbeitet normative Richtlinien, unterhält ein umfassendes

bilie um bis zu 25 Prozent.

Ausbildungsangebot und unterstützt mit seinem Wissen Behörden, Bauherrschaften, Planer, Hersteller und Nutzer von

Auch ohne stromfressende Klimatisierung bleiben die Räume

Beleuchtungsanlagen.

im Sommer angenehm kühl. Umgekehrt sorgen zentral gesteuerte Behänge im Herbst und Winter für ein zusätzliches

Die SLG macht sich stark für eine differenzierte Beurteilung

thermisches Polster, das Frost und Kälte draussen hält. Durch

des aktuellen Standes der Beleuchtungstechnik und für einen

den modularen Aufbau der Anwendungen sind auch nach-

ressourcenorientierten Umgang mit der Materie Licht.

trägliche Erweiterungen – zum Beispiel die Vernetzung mit Türen, Fenstern oder der Beleuchtung – problemlos möglich.

Die SLG und das SLG College bieten verschiedene Tagungen sowie eine breite Palette von Aus- und Weiterbildungen an.

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Swisscom ist das führende Telekommunikations- und eines

Die schweizerische Vereinigung der Gebäudeinformatiker ist

der führenden IT-Unternehmen der Schweiz. Swisscom ge-

seit 2011 offiziell tätig, damit die Disziplin Gebäudeinformatik

hört zu 51 Prozent dem Bund, beschäftigt rund 20 000 Mitar-

in der Baupraxis ab den Vorstudien miteinbezogen wird. Das

beitende und ist eines der nachhaltigsten Unternehmen der

Ausbildungskonzept reicht von der Grundbildung bis in die

Schweiz.

höhere Berufsbildung (HBB).

Klimawandel und Energieeffizienz sind für Swisscom als

Mit wachsenden Anforderungen an den Energieverbrauch

Grossverbraucherin von Energie sowie für ihre Anspruchs-

von Gebäuden und neuen Technologien sind auch punktuel-

gruppen aufgrund der nationalen und internationalen Klima-

le Trainings, wie diese über eco2friendly angeboten werden,

situation besonders wesentlich. Deshalb unterstützt Swiss-

ein wichtiger Bestandteil, um den Alltag effektiv zu meistern.

com eco2friendly. Ab Januar 2020 starten die Gebäudeinformatik-Zertifikats­ Im Bereich energieeffiziente Gebäude tragen Energiechecks

lehrgänge in Zürich, Grenchen und Eschenbach. Dieser halb-

dazu bei, die Betriebszustände z.B. durch die Modernisierung

jährige Lehrgang bietet Multimediaelektronikern, Telematik-

der Beleuchtungsmassnahmen zu optimieren. Bei den Re-

und Automatik-

chenzentren setzt Swisscom auf die Servervirtualisierung

Lehrabgängern einen ersten Einstieg in die Gebäudeinforma-

und g ­ ezielte Energieeffizienzmassnahmen.

tik rund um IoT (Internet of Things).

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Das Schweizer Familienunternehmen ist Marktführer für Be-

Swissolar vertritt als Branchenverband die Interessen von 700

wegungs- und Präsenzmelder und erster Ansprechpartner für

Verbandsmitgliedern mit rund 6000 Arbeitsplätzen der

intelligente Beleuchtungstechnik. Die Lösungen der Swisslux

Schweizer Solarenergiebranche in der Öffentlichkeit, der Po-

AG führen zu mehr Sicherheit, Komfort und Energieersparnis.

litik und gegenüber den regulierenden Behörden.

Dabei wird höchster Wert auf einen herausragenden Service gelegt sowie auf ein breites Dienstleistungsangebot von der

Die Sonne liefert der Schweiz jährlich 200-mal mehr Energie,

Planung über die Installation bis zum einwandfreien Betrieb.

als wir brauchen. Swissolar setzt sich für die Energiewende hin zu einer Energieversorgung ohne den Einsatz fossiler oder

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nuklearer Energieträger ein. Wärme und Strom von der Sonne

anspruchsvolle Einsätze. Die Bewegungs- und Präsenzmelder

nehmen dabei eine zentrale Stellung ein.

bestechen durch hohe Qualität und kompromisslose ZuverIm Jahr 2018 hat die Photovoltaik 3,5 Prozent des Netto-Elek-

lässigkeit.

trizitätsverbrauchs der Schweiz gedeckt, Tendenz steigend. TRIVALITE – die Lösung für intelligentes Licht in Verkehrs­ zonen, Gewerbeflächen und Büros. Energieeffiziente Beleuchtung dort, wo sie gebraucht wird und so lange wie nötig.

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sungen entwickelt und produziert.

Ressourcen bewusster einzusetzen und die Lebensqualität zu erhöhen. Zum Beispiel mit Präsenz- und Bewegungsmeldern,

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Haus- und -Gebäudeautomation.

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Mit WAGO-Lichtmanagement lässt sich der Energieverbrauch

Seit über 90 Jahren entwickelt Woertz Produkte und Gesamt-

von Gebäuden deutlich reduzieren. Grundlage hierfür ist eine

systeme, die neben hohen Qualitätsanforderungen immer

intelligente Lichtsteuerung, die mithilfe von Tageslichtsen-

schon auf die Reduktion von Kosten, Energie und Ressourcen

soren, Präsenzmeldern und durchdachten Lichtszenarien

zielten. Mitunter deshalb unterstützt Woertz die Idee und den

dafür sorgt, dass immer das richtige Licht zum richtigen Zeit-

Leitfaden von eco2friendly.

punkt und in der richtigen Menge zur Verfügung steht. Mit ihren Systemen sorgt Woertz für wesentliche Ersparnisse Diese Vorzüge wissen beispielsweise die Verantwortlichen

bei der Gebäudeverkabelung und der Energieverteilung. Mehr

bei Radio Basilisk zu schätzen, die in ihrem neuen Studio am

als 30 Patente wurden in den letzten Jahren angemeldet

Basler Marktplatz auf eine solche Lösung setzen (siehe Beitrag

und noch mehr Produkte verwirklicht – alles mit dem Ziel,

in dieser Ausgabe). Diese bietet aber auch das Potenzial,

Ressourcen und Energie zu sparen.

grosse Räumlichkeiten, wie Produktionshallen oder Lager, Typisch Swiss made – typisch Woertz.

effizient und nachhaltig ins richtige Licht zu setzen.

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Der Termin für den eco2friendly-DAY’20 steht fest


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eco2friendly-Magazin Ausgabe Herbst / Winter 2019  

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