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DAS MAGAZIN FÜR STROMEFFIZIENZ IM GEBÄUDE 23. Ausgabe – Herbst / Winter 2020

SCHWUNGVOLL E-Mobility erreicht neue Höhen


Impressum Herausgeber Otto Fischer AG Aargauerstrasse 2 8010 Zürich Ausgabe Nr. 23, Herbst / Winter 2020 Erscheinungsweise 2-mal jährlich: März und September

Auflage 11 000 Ex. deutsch 3300 Ex. französisch Verlag, Redaktion und Inserate redaktion@eco2friendly.ch Umschlagbild Erwin Wagenhofer Druck Stämpfli AG, Bern Papier: Refutura Recycling

Das Unternehmen Otto Fischer übernimmt keine ­Haftung für die veröffentlichten ­Artikel. Vervielfältigung und ­Veröffentlichung nur mit Genehmigung. Die Folienverpackung besteht aus Biomüll (Kartoffelschalen) und ist zu 100% industriell recyclierbar.


Das Magazin für Bauherren, Elektriker und Architekten. Mit innovativen Produkt­lösungen, spannenden Experten­ meinungen sowie herausragenden Referenzprojekten.

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eco2friendly c/o Otto Fischer AG Aargauerstrasse 2 Postfach 709 8010 Zürich


4

Im Fokus Dank dem Wald weg vom Holzweg

4

E-Mobility für Stockwerkeigentümer

12

Elektroautos als Teil des Energiesystems

14

Welche Ladestationen in welchem Projekt

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Von Haus aus mobil

17

Elektroauto ist nicht gleich Elektroauto

18

Welcher Antrieb passt?

19

Der «ökologische Reifenabdruck» von Personenwagen

20

Parken und Laden

22

Ein Lastmanagement schafft Sicherheit

24

E-Mobilität für Mehrwert im Gebäude

26

Modulares Energiesystem für die Zukunft

28

Welcher Stecker passt?

29

Alternative Antriebe auf dem Prüfstand

30

Störströme sicher ableiten

33

Intelligente dynamische Lastregelung

34

Second-Life-Speicher im Test

35

Solarstrom für die Elektroflotte

36

Förderprogramm für Elektro- und Hybridbusse 

38

Testen Sie Ihr Wissen

39

Wettbewerb

Jetzt teilnehmen und gewinnen!

39

14

42

Energie und Gesellschaft Mit Solarenergie zur Autarkie 

40

Zum richtigen Zeitpunkt geerntet

42

Gemeinsam die Energiezukunft angehen

44

Technologie für eine CO�-freundliche Zukunft

45

Nachhaltig produzieren – lange, bevor es Trend wurde

46

60

Weiterbildung Machbarkeitsstudie Energieautarkie

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Bildungslandschaft Gebäudeinformatik (GIN) wächst 

48

Mit der Praxisprüfung zur Fachkundigkeit

50

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Inhaltsverzeichnis eco2friendly-Magazin

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Gebäudeautomation Dezentrale Gebäudeautomation

51

Die Fäden in der Hand

52

Erstes Spital mit Minergie-Eco-Zertifizierung

54

Besucher auch aus der Ferne begrüssen

55

Innovative Steckdose mit USB-Anschlüssen

56

Der Grundstein für das Smart Home

57

Smart-Home-Systeme einfach erweitern

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«Das Rad der Zeit dreht sich elektrisch» Pascal Grolimund Leiter Marketing, Otto Fischer AG

Als junger Knabe habe ich die Skiferien jeweils in Saas-Fee verbracht. Nebst den imposanten Bergen ist mir immer noch in bleibender Erinnerung, dass der Ort offiziell als autofrei gilt. Allerdings sind im Dorf sehr wohl Autos anzutreffen; sie sind

Licht

einfach etwas kleiner – und elektrisch betrieben. Auch heute

Mehr Licht, mehr Leistung

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Licht wie am Golf von Mexiko

60

Mit Sicherheit Licht

63

Kompetenzzentrum für Licht und Beleuchtung

64

Ein leuchtender Weg in die Zukunft

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noch ist es mir lebhaft vor Augen, wie schön weiss der Schnee am Strassenrand war. Und wie mich der schwarze Schnee neben der Fahrbahn jeweils befremdet hat, als wir dann nach den Ferien wieder in die «Üsserschwyyz» zurückgefahren sind. Nach ein paar Tagen habe ich mich zwar wieder daran gewöhnt; aber dennoch ist mir bewusst geworden, welche Emissionen die fossil betriebene Mobilität verursacht. Das ist jetzt schon eine Weile her, und inzwischen haben

Solar

Elektroautos sowie E-Bikes in der ganzen Schweiz Einzug gehalten. Zudem steht ausser Frage, dass die Zuwachsraten

Wellness mit Holz und Sonne

67

Solarstrom aus dem Stausee Lac des Toules

68

Anforderungen an die Infrastruktur von Gebäuden. Schliess-

Vorhersage für energieautarke Gebäude

70

lich wird es durch die steigende Beliebtheit der E-Mobility

in Zukunft weiter steigen werden. Das verändert auch die

immer wichtiger, dass die Parkplätze vor oder in der Tiefgarage von Wohn- und Gewerbebauten auf Elektromobilität

Nachgefragt Eine einheitliche Ladeinfrastruktur ist wichtig

ausgelegt sind. 72

Da ist es gut zu wissen, dass eco2friendly schon lange in die Elektromobilität gestartet ist. Beispielsweise mit der Online-Plattform unter eco2friendy.ch/fachleute-finden, die

eco2friendly-Welt Das Programm für Stromeffizienz im Gebäude

74

Hier sind die Fachleute bestens vernetzt

75

Unsere Leading Partner stellen sich vor

76

interessierte Bauherrschaften und kompetente Elektroin­ stallationsunternehmen im Bereich der Energieeffizienz sowie auch der E-Mobility zusammenbringt. Das nötige Know-how für clevere Installationen holen sich die Fachleute in den Weiterbildungsangeboten der eco2friendlyTrainings. Dort werden einerseits Grundlagen vermittelt, aber auch spezifische Lösungen wie Ladesysteme für Tiefgaragenparkplätze, wo Energiemanagementsysteme zum Einsatz kommen, vertieft behandelt. Was auch immer Ihre Pläne sind: Ich wünsche Ihnen dabei viele positive Eindrücke – auch beim Lesen dieses Magazins. Und für den Winter jede Menge weissen Schnee an den Strassenrändern. Liebe Grüsse Pascal Grolimund

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eco2friendly-Magazin Inhaltsverzeichnis


Lifestyle

Dank dem Wald weg vom Holzweg Interview, Text: Judith Brandsberg

Das Zusammenleben der Pflanzen im Wald

vom Wald lernen können: Zum Beispiel,

ist das beste Beispiel dafür, wie Koexistenz

wie er mit Krisen und dem Klimawandel

ohne Konkurrenz zum Wohl aller Beteilig-

umgeht. Thoma macht darauf aufmerk-

ten und in Symbiosen möglich ist. Im Inter-

sam, dass wir wieder vermehrt mit der

view zeigt Erwin Thoma, Betriebswirt und

­Natur ­zusammenarbeiten müssen statt

Autor mehrerer Bücher, auf, wie viel wir

gegen sie.

Lifestyle eco2friendly-Magazin

4


«Der Wald wird die Klima­ krise besser verkraften als wir Menschen.» 5

eco2friendly-Magazin Lifestyle


Sattes Grün, frische Luft, Ruhe:

Diese Wirkung haben übrigens auch Innen-

lation zueinander, was bewirkt, dass das

Ein Waldspaziergang ist entspannend.

räume aus Holz.

Leben ein Fluss ist, ein ewig dauernder

Wieso haben der Wald und die Waldluft

Kreislauf, ein Kommen und Gehen, ein

diesen positiven Einfluss auf uns

Was ist denn eigentlich ein Wald? Lässt

Wachsen und Sterben (siehe auch Infobox

Menschen?

sich das definieren?

nebenan).

Die Duftstoffe im Wald haben einen grossen

Der Wald ist – wie alles Leben – eine orga-

Einfluss auf unser Gehirn. Etwa indem sie

nische Biomasse. Dazu gehören die Pflan-

Wovon ernähren sich Bäume? Was

uns Energie geben, gut für die Psyche sind

brauchen sie, damit sie wachsen

und uns helfen, Stress abzubauen. Wir ha-

und ihre zum Teil sehr dicken Stämme

ben uns jedoch leider von diesen positiven Einflüssen entfremdet, und mittlerweile benötigen wir die medizinische Forschung, um wieder zur Tatsache zurückzufinden, dass uns der Wald guttut. Tatsächlich gibt es verschiedene Studien, welche die Wir-

«Mit Zucker bekommt man im Wald fast alles.»

kung des Waldes auf den Menschen unter-

und Äste bilden können? Der Baum materialisiert sich aus Luft, Licht und Nährstoffen. Die Blätter des Baums filtern mittels Fotosynthese den Kohlenstoff aus der Luft, den der Baum für die Bildung des Stammes und der Äste benötigt. Den Sauerstoff hingegen gibt er wieder an die

sucht haben. Und in Japan werden Thera-

zen, die Tiere, und auch der Mensch ist Teil

Luft ab. Die Nährstoffe und die Spurenele-

pien in der Natur, zum Beispiel das

des Waldes. Biomasse wiederum besteht

mente,

Waldbaden, verschrieben. Denn wer die

aus chemisch gebundener Sonnenenergie,

­Mikroorganismen aus dem Boden. Diese

Natur in sein Leben lässt, der verfügt über

Sauerstoff, Kohlenstoff und Wasser. Diese

Mikroorganismen leben schon so lange in

viel mehr Abwehrstoffe gegen Krankheiten.

Komponenten verändern stets die Konstel-

einer Symbiose mit dem Baum, dass sie

Lifestyle eco2friendly-Magazin

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die

er

benötigt,

liefern

ihm


Wer die Natur in sein Leben lässt, verfügt über mehr Abwehrstoffe gegen Krankheiten.

zwischen Wald und Mensch: Bei uns Men-

Der Einfluss des Menschen auf die Biomasse der Erde

genau erkennen, was der Baum wann braucht, um dann mithilfe von Pilzen die entsprechenden Spurenelemente an die Wurzelspitzen abzugeben – von wo aus sie bis zu den Blättern weitertransportiert werden. Wenn im Frühjahr die Blätter austreiben, erhält der Baum zum Beispiel Magnesium, später Kalium. Wenn der Baum verletzt ist, liefern die Mikroorganismen das entsprechende Spurenelement, damit er sich selbst heilen kann. Im Gegenzug tut der Baum einiges dafür, dass es den Mikro-

Menschen machen lediglich 0,01 Prozent der  Biomasse  aller Lebensformen auf der Erde aus. Trotzdem ist ihr Einfluss auf die Natur beeindruckend. Die Eingriffe des Menschen in die Natur lassen sich über die Biomasse nachweisen. Der Mensch hat es innerhalb von gut 10 000 Jahren (das ist eine sehr kurze Zeitspanne) durch Landwirtschaft, Viehhaltung und industrielle Revolution geschafft, die Biomasse seiner Art und die seiner Nutztiere zu vervielfachen. So haben alle Menschen zusammen mit den Nutztieren (grösstenteils Rinder und Schweine) inzwischen einen höheren Anteil an der globalen Biomasse (0,16 Gigatonnen Kohlenstoff) als die wild lebenden Säugetiere (0,007 Gigatonnen Kohlenstoff). Auch bei den Vögeln gibt es inzwischen mehr Geflügel (0,005 Gigatonnen Kohlenstoff, hauptsächlich Hühner) als wild lebende Vögel (0,002 Gigatonnen Kohlenstoff). Insgesamt hat die Biomasse von wild lebenden Säugetieren (Land und Meer) seit Beginn der menschlichen Zivilisation auf ein Sechstel der ursprünglichen Menge abgenommen. Bei der pflanzlichen Biomasse (und damit auch bei nahezu der gesamten globalen Biomasse) gab es seit Beginn der Zivilisation Einbussen um 50 Prozent. Die durch Ackerbau hinzugekommene Biomasse beträgt dabei gerade mal 10 Gigatonnen Kohlenstoff oder 2 Prozent der gesamten pflanzlichen Biomasse.

schen versuchen die meisten, so viel wie möglich zu verdienen, zu vermehren und zu horten, damit es ihnen im Alter gutgeht. Oder Manager studieren ihre Bilanz und überlegen sich, wie sie noch mehr Gewinn machen können. Die Bäume hingegen machen genau das Gegenteil – sie möchten so viel wie möglich weitergeben. Der Baum nämlich, der es schafft, am meisten Zucker zu liefern, hat am meisten Freunde, also Mikroorganismen, die mit ihm kooperieren – wodurch er wiederum am meisten Nährstoffe zurückbekommt. Und wenn er dann am stärksten gediehen ist, verdrängt oder vernichtet er die anderen Bäume nicht, sondern nutzt seine Stärke, um seiner Umgebung möglichst viel zu geben.

Dann stimmt es also nicht, dass sich im Wald immer der Stärkere durchsetzt, wie es der allgemeinen Meinung entspricht? Es gibt im Wald keinen Baum, der ein Interesse daran hat, den Schwachen zu beseitigen; denn sonst würde er sich selbst vernichten. Es gibt auch keinen Baum, der für

organismen gutgeht. Im Herbst beispielsweise wirft er seinen organischen Blattab-

Kooperation mit dem Baum. Ohnehin ist

sich das grösste Waldstück beanspruchen

fall auf die Erde ab und liefert so neue

die Währung im Wald Zucker; damit ist fast

würde. Und auch bei den Tieren ist nicht

Lebenssubstanz. Den bei der Fotosynthese

alles zu bekommen.

immer der Stärkere überlegen. Ein Beispiel dazu: Wir denken, dass der Fuchs der Maus

hergestellten Zucker wiederum transportiert er hinunter bis an die Wurzeln, wo kein

Vergleichbar also mit unserem Geld?

überlegen sei. Dies ist aber nur so lange der

Sonnenlicht hinkommt. Dort bekommen

Genau. Auch wir bezahlen für Waren oder

Fall, wie die Population der Mäuse genü-

dann auch die Mikroorganismen noch ei-

Dienstleistungen, die wir benötigen. Aber

gend gross ist, dass sich durch sie die Füch-

nen Teil davon ab als Belohnung für ihre

es besteht ein wesentlicher Unterschied

se ausreichend ernähren können, um sich

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eco2friendly-Magazin Lifestyle


stark zu vermehren. Dies ist in sogenann-

Zur Person Erwin Thoma wurde am  14. Februar  1962  in Bruck an der Grossglocknerstrasse geboren. Er ist ein österreichischer Forst- und ­Betriebswirt, der als Unternehmer und Autor auf dem Gebiet «Baumwissen und Holzinnovation» tätig ist. Die Thoma-Holz GmbH ­bietet unter anderem Familienhäuser mit ­unverleimter Vollholzhülle an (sogenannte Holz100­-Häuser). Aus Liebe zur Natur wurde er zunächst Bergführer, dann Revierförster in der Eng im Karwendel. Begegnungen mit Mittenwalder Geigenbauern steigerten sein Interesse für traditionelle Holzverarbeitung und fast in Vergessenheit geratene Überlieferungen. Das Wissen des Grossvaters Gottlieb Brugger, der im Oberpinzgau bei Krimml als Zimmermann Block-

Lifestyle eco2friendly-Magazin

ten «Mäusejahren» der Fall. Ist aber die häuser im alpinen bäuerlichen Stil baute, übte grossen Einfluss auf seine Denkweise aus. Diese handwerklichen Traditionen setzte er nach und nach in seiner industriellen Fertigung puristischer Holzhäuser auf moderne Weise um. Nach Fällen von Asthma in der Familie wurde der eigene Holzverarbeitungsbetrieb auf eine holzschutzmittelfreie Produktion unter Verzicht auf giftige Leime umgestellt. Zu diesem Zweck wird Wissen angewendet, welches dem  Mondphasenholz  bessere Stabilität, Haltbarkeit und Feuerbeständigkeit zuspricht. Erwin Thoma hat drei erwachsene Kinder. Er lebt mit seiner Frau Karin in  Goldegg im ­Pongau, Österreich.

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Mäusepopulation nur sehr klein, dann gehts den Füchsen schlecht. Das bedeutet, dass die Mäuse die Füchse mittels ihrer Population ebenso beherrschen wie diese die Mäuse.

Können Sie erklären, welchen Einfluss der Klimawandel auf unsere Wälder hat? Im April und Mai hat es fast nicht geregnet. Wie geht der Wald damit um? Die einzelnen Wetterperioden werden ­länger. Das bedeutet: Wenn es trocken ist, bleibt es lange trocken, und das setzt dem Wald zu. Der Wald, wie wir ihn heute


­kennen, hat sich in einer Zeit gebildet, als

möglichst viel zu verdienen. Natürlich ist

es noch kühler und feuchter war. Deshalb

der Wald ein Ort der Ernte. Und selbstver-

­passen die Baumarten jetzt nicht mehr

ständlich benötigt auch mein Unterneh-

ganz in das wärmere und trocknere Klima

men Holz für den Hausbau. Die Nutzung des

von heute. Naturgemäss wachsen deshalb

Waldes muss aber mass- und verantwor-

andere Holzarten, welche die Trockenheit

tungsvoll sein. Was das anbelangt, kann der

besser aushalten – genau das passiert

europäischen Forstwirtschaft übrigens ein

­übrigens gerade.

gutes Zeugnis ausgesprochen werden: Die

Grundsätzlich ist der Wald also ­extrem an-

nachhaltige Waldwirtschaft hat sich etab-

passungsfähig. Es ist beispielsweise er-

liert, es wird geerntet und nachgepflanzt.

staunlich, wie in mittleren Lagen plötzlich

 Auch bei Bauten aus Holz ist wichtig, dass sie langlebig und nicht als Wegwerf­produkt konzipiert sind.

 Wie es sich an­fühlt, in einem Zimmer aus Vollholz zu wohnen, wird der Gewinner des Wettbewerbs auf Seite 39 erfahren. Mitmachen lohnt sich also.

 Der Woodcube in Hamburg. Aus Holz100 wurde das erste Hochhaus – Gebäudeklasse 5 – mitten in einer deutschen Grossstadt ganz aus Holz und ohne die bis dahin übliche Gipskapselung gebaut.

Nussbäume mitten im Wald wachsen, die

Gehen wir davon aus, dass künftig alle

niemand gesät hat. Aus menschlicher Sicht

Häuser aus Holz gebaut würden.

dauern solche Anpassungsprozesse zwar

Wäre es dann überhaupt möglich, den

sehr lange, der Wald existiert jedoch seit

dadurch anfallenden Bedarf an Holz

Jahrtausenden und hat immer wieder

ausschliesslich aus eigenen Wäldern

Klima­veränderungen erlebt. Es ist daher

zu decken?

sicher, dass der Wald diese Krise viel besser

In Europa wächst mehr Holz als benötigt

verkraften wird als wir Menschen.

worden wäre, wenn in allen Ländern des Kontinents nur Holzhäuser stehen würden.

Der Regenwald wird in grossem Mass

Allerdings ist es auch bei Bauten aus Holz

ausgebeutet, weil das dort vorhandene

wichtig, dass sie langlebig und nicht als

Holz sehr beliebt ist und deshalb

Wegwerfprodukt konzipiert sind. Leider ist

rücksichtslos abgebaut wird. Was

es aber ein aktuelles Problem, dass die Bau-

denken Sie diesbezüglich?

substanz vieler heutiger Gebäude oftmals

Es ist tragisch, dass die ganze Welt zusieht,

so beschaffen ist, dass nur noch eine ­riesige

wie diese Lungen der Erde der Zerstörung

Masse an Sondermüll bleibt, wenn sie ab-

preisgegeben werden. Der Grund dafür ist,

gerissen werden. Unser Unternehmen ­hat

dass dieses Wunder der Natur auf Geld

hingegen in 30 Ländern über tausend

­reduziert wird – auch in diesem Fall geht

­Häuser fast komplett aus Holz gebaut, die

es darum, ohne Rücksicht auf die Natur

abfallfrei sind. Das heisst, dass diese ­Häuser

u ng acht n r e te l Üb 0 -H o 0 1 z l o en im H win n e g u ­z

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eco2friendly-Magazin Lifestyle


«Es ist besser, mit der Natur zu arbeiten als gegen sie.»

rückgebaut werden können, um das Holz

massiv eingeschränkt, um derweil fieber-

­Europa konsumiert werden, sind in China

danach wieder zu verwenden. Das bedingt

haft nach Impfmitteln zu suchen. Es ist

hergestellt worden. Es gibt grosse Unter­

natürlich auch, dass keine giftigen Klebe-

hingegen seit eh und je ein Naturgesetz,

nehmen, deren Produktion von Warenliefe-

stoffe verwendet werden, sondern die

dass Angst krank macht. Angstfreiheit aber

rungen abhängt, die vom anderen Ende der

­mechanisch verbindende Holzbauweise

ist eine wesentliche Voraussetzung für die

Welt kommen. Wir müssen wieder zurück

angewendet wird. Wenn wir das Holz also

Heilung. Wir müssten uns folglich Gedan-

zu ­einem gesunden Mass finden – und jetzt

nach dem Ernten verantwortungsvoll ein-

ken darüber machen, wie wir uns als

bietet sich die Chance dazu. Das ­bedeutet,

setzen, können wir es jahrhundertelang

­Gemeinwesen stärken können, und was wir

auf eine Gesellschaft hinzuarbeiten, die

nutzen und wiederverwenden – ohne je ein

verändern müssen, damit wir uns stärken

­lebensorientiert und nicht geldorientiert ist.

Materialproblem zu haben.

können. Nach jeder Krise wird dann so schnell wie möglich vom Wiederaufbau

Was würden Sie sich wünschen, wenn

Krisenerfahrungen infolge eines Virus

­gesprochen. Das hört sich für mich entsetz-

Sie einen Wunsch frei hätten?

sind in diesem Jahr plötzlich sehr

lich an. Denn Wiederaufbau heisst, dass wir

Dass wir unseren Planeten schützen und

präsent geworden. Können wir auch

danach wieder dieselben Verhältnisse

nicht zerstören. Dazu müssen wir selbst­

diesbezüglich Vergleiche mit dem Wald

schaffen wie zuvor – und folglich dieselben

verständlich unsere Struktur überdenken.

anstellen?

Fehler begehen. Im Forstwesen – womit

Denn kein Kind wünscht sich, in einer

Wenn im Wald eine Gesundheitskrise auf-

wir wieder beim Wald wären – sind auch

­Betonwelt aufzuwachsen und von Fastfood

taucht, dann hat bereits vorher etwas nicht

Fehler gemacht worden. Zum Beispiel, als

leben zu müssen. Wenn es aber nichts an-

gestimmt. Und Krisen kommen auch in

Fachleute versucht haben, die Borkenkäfer

deres kennt, dann wird es sich dieser Struk-

unserer Gesellschaft nicht von ungefähr.

mit Insektiziden zu vernichten. Dadurch

tur anpassen. Diesen menschenfeindlichen

Weshalb fragen wir uns also nicht, warum

sind jedoch auch die Ameisen vernichtet

Rahmenbedingungen müssen wir uns ent-

sich ein solches Virus verbreitet? Diese

worden, welche die Borkenkäfer als Nah-

gegenstellen. Der Klimawandel verschärft

­Debatte wird leider gar nicht geführt. Die

rung benötigen.

sich, und seine Auswirkungen sind wirklich

Pest im Mittelalter ist entstanden, weil da-

extrem. Etwas dagegen zu unternehmen, ist

mals erbärmliche hygienische Zustände

Was sollten wir denn in unserer Gesell­

somit keine Frage des Wollens mehr, son-

geherrscht haben. Es war folglich an der

schaft ändern?

dern schlicht eine Notwendigkeit. Es gibt

Zeit, diese Bedingungen zu verändern. Zur

Jetzt ist die Zeit des Wandels, wir müssen

keine Alternative mehr. Und alles Flickwerk

Zeit der Industrialisierung, als die Men-

Schluss machen mit unserer Wegwerfwirt-

bringt nichts. Wir müssen etwas verändern

schen beinahe wie Tiere hausen mussten,

schaft und eine Kreislaufwirtschaft auf­

– nicht immer noch kurzlebiger produzie-

gab es immer wieder Krankheitswellen; bis

bauen. Wir müssen aufhören mit dem öko-

ren, noch mehr Müll verursachen und noch

erkannt worden ist, dass daran etwas ge-

logischen Wahnsinn. Zum Beispiel damit,

mehr Rohstoffe verschwenden. Vor dieser

ändert werden muss. Das Problem ist, dass

Kartoffeln vom Norden Deutschlands nach

grossen Aufgabe stehen wir und unsere

wir Menschen meist aus einer Position der

Italien zum Schälen zu verfrachten, nur, um

nachfolgenden Generationen.

Angst handeln. Wir haben dieses Jahr

sie danach wieder zurück zu transportieren.

­weite Teile der wirtschaftlichen Produktion

80 bis 90 Prozent der Antibiotika, die in

Lifestyle eco2friendly-Magazin

10

Die Bücher von Erwin Thoma können bestellt werden auf: www.thoma.at oder im Buchhandel.


Wenn wir das Holz nach dem Ernten ­verantwortungsvoll ­einsetzen, können wir es jahrhundertelang nutzen und wieder­ verwenden.

 Erwin Thoma denkt an die Zukunft: «Wir sollten unseren Planeten schützen und nicht zerstören.»

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eco2friendly-Magazin Lifestyle


Praxiswisse

n

E-Mobility für Stockwerkeigentümer Wenn in Häusern mit Stockwerkeigentum Ladestationen in der Tiefgarage installiert werden sollen, braucht es einen mehrheitsfähigen Beschluss. Voraussetzung dafür ist eine gute Aufklärung und eine zukunftsfähige, ausbaubare Lösung mit Lastmanagement. Text: Judith Brandsberg

Als Liza Schaller im Elektrosmart-Cabrio

überzeugen, in die Zukunft zu investieren,

Neutrale Beratung

durch die schöne Berglandschaft über den

ist aber nicht so einfach, das war Liza

Liza Schaller leistete in vielen Gesprächen

Flüelapass nach Davos mitfahren durfte,

Schaller klar. Deshalb suchte sie nach einer

Vorarbeit. An der Versammlung p ­ räsentierte

war dies für sie ein Schlüsselerlebnis. Das

Fachperson, die beraten konnte und die un-

Urs Pfister dann als neutraler Berater das

ruhige, agile und angenehme Cruisen gefiel

abhängig war. So kam sie ins Gespräch mit

Projekt. Der Vorschlag war umfassend:

ihr so gut, dass sie für sich selbst ein Elektro-

Urs Pfister von up2move.

Kabeltrassees für die Leitungsführung ­

auto kaufen wollte.

durch die gesamte Tiefgarage, wobei die tie-

Nun musste sie sich Gedanken machen, ob

Vermeidung von Leistungsspitzen

fe ­Deckenhöhe zum Teil eine Herausforde-

und wie bei ihr zu Hause eine Ladestation

durch Lastmanagement

rung war. Über 300 Meter Starkstrom- und

installiert werden kann. Schaller wohnt in

Bei einer ersten Besichtigung stellte sich

Flachbandkabel von Woertz, das mittels

einer Überbauung mit drei Mehrfamilien-

­heraus, dass für die drei Mehrfamilienhäuser

Piercing-Kontaktierung den Anschluss an

häusern in Stockwerkeigentum. Sie hätte

mit 24 Eigentumswohnungen ein einziger

die Ladestationen an jeder Stelle ermöglicht.

einen Antrag an die Stockwerkeigentümer

Hausanschluss mit 200 Ampere Anschluss-

Die vorhandene Elektroinstallation musste

machen können, um für sich eine Ladesta-

leistung für den Strom existiert. Wenn meh-

für die E-Mobilität angepasst und erweitert

tion zu installieren. Bereits hatte jedoch ein

rere Autos in der Tiefgarage gleichzeitig

werden. Und schliesslich das Wichtigste:

anderer Stockwerkeigentümer an der letz-

­laden würden, könnten die Ladestationen

Ein dynamisches Lastmanagementsystem

ten Versammlung den Input gebracht, ob

durch Leistungsspitzen eine Überlastung der

­(Invisia) sollte integriert werden.

man in der Tiefgarage gemeinsam Lade-

Grundinstallation erzeugen. Deshalb war es

stationen für Elektrofahrzeuge installieren

klar, dass zur Sicherstellung einer langfristig

Wahl der Lademodi

könnte, da das Thema immer aktueller

ausbaufähigen Lösung ein Lademanagement

Ein Vorteil eines dynamischen Lastmanage-

wird. Eine Stockwerkeigentümerschaft zu

integriert werden muss.

ments ist, dass die Eigentümer wählen kön-

Die Kosten für die Gesamtinstallation kön-

nen, wie ihr Elektroauto geladen wird. Soll es

nen stark variieren, je nachdem welche

rasch gehen, weil man in zwei Stunden wie-

Lösung gewählt wird. Denn es gibt verschie-

der wegfahren muss, kann man priorisiertes

dene Lastmanagementsysteme und ver-

Laden wählen. Somit wird der Ladevorgang

schiedene Abrechnungssysteme. «So ist es

sofort gestartet. Die Ladeleistung für die an-

bei einer Stockwerkeigentümergemeinschaft

deren Elektroautos wird dann reduziert oder

absolut notwendig, dass gut informiert wird»,

«zurückgestellt». Jedoch ist es immer so,

sagt Liza Schaller. «Man muss sich auf viele

dass die gesamte Gebäudeinfrastruktur und

Fragen einstellen, denn die Kosten müssen

die Haushalte vor den Fahrzeugen Vorrang

aus dem Erneuerungsfonds finanziert wer-

haben. Das priorisierte Laden kostet am

den.» Je nach Stockwerkeigentümerregle-

meisten. Wählt man das optimierte Laden,

ment und ob die Investition als «nützlich»

wird das Fahrzeug nur bei Niedertarif und

oder als «Luxus» eingestuft wird, muss Ein-

genügend Stromkapazität geladen.

stimmigkeit herrschen, oder eine Mehrzahl

Urs Pfister holte nach dem Realisierungsent-

der Eigentümer muss dafür sein.

scheid der Versammlung noch mehrere Ge-

 Aktivieren der Ladung per RFID-Karte. Je nach Bedürfnis können verschiedene Lademodi gewählt werden.

Im Fokus eco2friendly-Magazin

12


Drei Mehrfamilienhäuser aus dem Jahr 1995 mit nur einem gemeinsamen Hausanschluss wurden mit Ladestationen für Elektroautos ausgerüstet.

 Die Installation eines Energie- und Lade­ managements war notwendig; Invisia Cube ist das Herzstück davon.

genofferten ein. Schliesslich stimmten die

gen verwendet werden können, war aus-

konnten von einem speziellen Packagepreis

Stockwerkeigentümer mit einer Mehrheit für

schlaggebend, dass die Mehrzahl dafür war.

profitieren. Die anderen Eigentümer können

die Lösung mit dem dynamischen Lastma-

«Heute denken die meisten Menschen nur

jederzeit eine Ladestation vom Fachmann

nagement. Dank dem offenen System sind

noch kurzfristig», sagt Liza Schaller. «Ich hät-

installieren lassen. Sind die vorgegebenen

Stockwerkeigentümer zudem bei einer spä-

te nicht gedacht, dass wir für das Projekt tat-

Spezifikationen erfüllt, sind sie bei der Pro-

teren Installation nicht an heute verfügbare

sächlich eine Mehrheit bekommen.»

duktwahl frei. Via App können die Besitzer

Ladestationen gebunden. Die eher teuren

ihre Ladestation freischalten. Die Auswer-

Kabeltrassees waren ein Diskussionspunkt.

Vorbereitet für die Zukunft

tung des Verbrauchs macht Invisia, die La-

Der Vorteil, dass diese aber für weitere nach-

Fünf Eigentümer haben gleich zu Beginn

dekosten werden dann durch die Verwal-

trägliche Installationen und Leitungsführun-

Ladestationen installieren lassen, denn sie

tung mit der Nebenkostenabrechnung

Der erfolgreiche Weg

Der erfolgreiche Weg zum Elektroauto Auto vom typischen

verrechnet. Möglich wäre auch eine Abrechnung durch das Elektrizitätswerk. Die Lade-

station beim Besucherparkplatz kann jeder zum Elektro-Auto Eigentümer via eigene RFID-Karte freischal-

Der erfolgreiche Weg

1. Der Fokus liegt in der Mobilität der von der Abstimmung betroffenen Eigentümer von E-Autos mit Ladeanschluss. Gespräche und Informationsaustausch schaffen mehr Klarheit über die Stimmungslage: Ich fahre bereits elektrisch, noch nicht aber demnächst, ich weiss es nicht, oder ich bin dagegen, weil … Dies ermöglicht eine bessere Einschätzung und allenfalls weitere zusätzliche Überzeugungsarbeit.

vom typischen Auto

ten, das wird dann individuell abgerechnet.

zum Elektro-Auto

Liza Schaller braucht ihren smart regelmässig für die täglichen Fahrten. Mit einem ein-

führt über die drei Säulen der Elektromobilität führt über die drei Säulen der Elektromobilität

2. Mit Immobilität werden Orte mit stationärer Ladeinfrastruktur bezeichnet. Da, wo E-Autos der Betroffenen heute oder zukünftig geladen werden können. Primär zu Hause, aber auch im Geschäft, unterwegs, oder an einem anderen, fremden Ort. Ohne passende Lösung für den an einem Elektroauto Interessierten wird es zu keinem E-Auto-Kauf kommen.

zigen Ladestopp käme sie auch nach Davos. «Das möchte ich dann unbedingt mal ma-

3

Der erfolgreiche Weg

3

vom typischen Auto

chen», sagt sie und ergänzt: «Ich möchte den

zum Elektro-Auto

1

smart und die neue Ladeinfrastruktur nicht mehr missen.»

2

führt über die drei Säulen der Elektromobilität Das Zusammenspiel auf Augenhöhe mit 3 allen «Betroffenen» ist entscheidend! -

-

1

2 1

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Das Zusammenspiel auf Augenhöhe mit

Daten und Fakten

allen «Betroffenen» ist entscheidend! Das Zusammenspiel auf Augenhöhe mit und Gesamtkoordination: allen «Betroffenen» ist entscheidend!Beratung up2move Innovation Consulting

3. ICT steht für «Information & Communication Technology». Sie ermöglicht u.a. die Kommunikation zwischen Auto und Lade-

-

-

station, Zugang zur Ladestation, Bezahlung und Abrechnung, Suche nach passenden, freien öffentlichen Ladestationen, Verbindung via App usw.

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Energiemanagement, Ladeinfrastruktur: Invisia AG, Winterthur Elektroinstallation: Schibli Elektro

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Experte

Elektroautos als Teil des Energiesystems Elektroautos und erneuerbare Energien bilden ein kongeniales Paar: Wind und Sonne liefern den Strom für eine klimaneutrale Mobilität, E-Autos den notwendigen Speicher für die Integration der erneuerbaren Energien. Die Vehicle-to-Grid-Technologie schafft die Voraussetzungen dafür. Text: Dr. Jörg Musiolik, ZHAW und Dr. Robert Seiler, The Mobility House AG

 Dr. Jörg Musiolik, Dozent an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW

 Dr. Robert Seiler, Leiter Unternehmensstrategie, The Mobility House AG

von Elektroautos geladen werden, kann das zu einem Nachfragepeak und zu Lastspitzen im Verteilnetz führen. E-Autos bringen jedoch auch Intelligenz und Flexibilität in die bestehenden Netze. Ladestationen und Autos kommunizieren über Controller, und die Ladeprozesse lassen sich dementsprechend steuern. Bei E-Autos nimmt nicht

Durch den zunehmenden Anteil der erneu-

nen Ausgleich herstellen, die zeitliche Ver-

nur deren Verbreitung, sondern auch die

erbaren Energien steigt der Bedarf an Fle-

schiebung zwischen Produktion und Ver-

Batteriespeicherkapazität stetig zu. Klein-

xibilität im Energiesystem. Zum einen ist

brauch

ein

und Mittelklassewagen werden heute

die Erzeugung aus nachhaltigen Energie-

intelligentes Management dieser Techno-

schon mit 40 bis 50 Kilowattstunden Batte-

quellen nicht immer synchron zum Ver-

logien Netzengpässe im Übertragungs-

riekapazität ausgeliefert – im Luxusseg-

brauch, zum anderen entstehen lokale

oder Verteilnetz vermeiden.

ment sind es sogar 100 Kilowattstunden.

überbrücken

oder

durch

Netzengpässe, zum Beispiel durch die Ein-

Bestimmte Fahrzeuge wie der Nissan Leaf

speisung der Windproduktion in Nordeuro-

Speicherpotenzial von Elektroautos

oder Honda e werden zudem schon heute

pa. Flexibilität bedeutet, dass steuerbare

Die Elektromobilität wird in der Energie-

bidirektional angeboten. Deren 40-Kilo-

Energieproduktionsanlagen, Verbraucher

wirtschaft manchmal immer noch als Pro-

wattstunden-Batterien können nicht nur

oder Speichertechnologien kurzfristig ei-

blem wahrgenommen. Soll eine Vielzahl

Strom als flexible Verbraucher aufnehmen, sondern wie flexible Generatoren den Strom zurückspeisen. Wenn man bedenkt, dass der durchschnittliche tägliche Streckenbedarf eines Privatautos bei etwa 50 Kilometern liegt und es mehr als 95 Prozent der Zeit geparkt steht, kann man E-Au-

Bild: The Mobility House GmbH

tos als quasistationäre Speicher im Ener-

Im Fokus eco2friendly-Magazin

 Dank eines intelligenten Steuersystems wird der mittels Photovoltaik und Wind produzierte Strom optimal genutzt. Elektroautos dienen dabei als bidirektionale Speicher.

giesystem betrachten.

Vehicle-to-Grid-Technologie Umgangssprachlich wird unter dem Begriff Vehicle to Grid (V2G) beziehungsweise V2X eine Vielzahl von Lösungen subsumiert, welche die Nutzung von quasistationären Speichern in unterschiedlichen Anwendungskontexten beschreiben. Grundsätzlich muss zwischen der Funktionalität der

14


Bild: The Mobility House GmbH Bild: Groupe Renault

 Elektroautos können den Strom als flexible Verbraucher aufnehmen und diesen wie Generatoren wieder zurückspeisen.  Porto Santo soll durch einen Mix aus erneuer­baren Energien und Elektro­autos zur ersten CO 2-emissionsfreien Insel der Welt werden.

Ladetechnologie (uni- oder bidirektional),

Vehicle-to-Home-(V2H-)Lösungen zeich-

tionalen E-Auto-Flotten die Integration von

der Steuerungslogik (netzdienlich oder

nen sich durch ein lokales Steuerungssys-

Wind- und PV-Strom garantieren und so

energiemarktdienlich) sowie der Anwen-

tem aus. Die Signale für die Steuerung der

der Insel ermöglichen, auf die fossile Ener-

dung (Haus, Areal, Verteilnetz usw.) unter-

Ladestationen werden von einem lokalen

gieproduktion zu verzichten und vollstän-

schieden werden.

System generiert und verarbeitet (z.B. ein

dig CO2-neutral zu werden. Die Zürcher

V2G-Lösungen zeichnen sich durch ein ex-

Energiemanagementsystem, das grössere

Hochschule für Angewandte Wissenschaf-

ternes Steuerungssystem aus, das ein Signal

Areale auf die Energiebilanz hin optimiert).

ten ZHAW setzte bidirektionale E-Autos im

zu den Ladestationen sendet, um den Lade-

Bei diesen Lösungen steht die Reduktion

Erlenmatt-Areal in Basel ein, um Lastspit-

prozess netzdienlich zu steuern. Das Steue-

der Energiebeschaffungskosten im Fokus.

zen zu reduzieren, Eigenverbrauch zu er-

rungssystem besteht aus einer Sensorik, die

Die Ladestationen werden so gesteuert,

höhen und eine nachhaltige Mobilitätslö-

das Netz an wichtigen Knotenpunkten wie

dass der Photovoltaik-Eigenverbrauch ge-

sung anzubieten. Teil des Projektes ist eine

Trafostationen überwacht und diese Infor-

steigert sowie die zu zahlenden Netzent-

Abschätzung des Flexibilitätspotenzials

mation zu einem Leitstand des Verteilnetz-

gelte (und somit Lastspitzen) minimiert

von Arealen. Da in Erlenmatt-Ost in Zu-

betreibers sendet. Dieser wiederum kann

werden.

kunft 50 bis 70 E-Autos in einer Einstell-

verschiedene Verbraucher und Generatoren

halle abgestellt werden, bieten sich für

entsprechend den Bedürfnissen des Netzes

Stand der Technologie- und

Arealbetreiber künftig Möglichkeiten durch

steuern. Ladestationen funktionieren in die-

Marktentwicklung

den Einsatz der E-Autos für Energiemarkt-

sem System als steuerbare Verbraucher

Bidirektionale E-Autos, Ladestationen und

oder Netzdienstleistungen. Verschiedene

(V1G) oder als Stromgeneratoren (V2G).

die entsprechende Steuerungstechnologie

Studien prognostizieren für V2G Einnah-

Während bei V1G der Zeitpunkt der Ladung

sind am Markt erhältlich, werden aber bis-

men von bis zu 1000 Euro pro E-Auto und

sowie der Ladestrom netzdienlich moduliert

her nur in Pilotprojekten eingesetzt. The

Jahr. Ob dieses Potenzial realisierbar ist,

werden, kann beim bidirektionalen Laden

Mobility House betreibt mehrere kommer-

hängt von der Weiterentwicklung der Ener-

Energie in der entgegengesetzten Richtung

zielle V2G-Projekte – so zum Beispiel auf

gie- und Flexibilitätsmärkte und auch von

– also von der Batterie ins Netz – einge-

der Insel Porto Santo, wo die Kombination

der Verbreitung- und Standardisierung der

speist werden.

von stationären Batterien, uni- und bidirek-

bidirektionalen V2G-Technologie ab.

15

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Welche Ladestationen in welchem Projekt In Projekten rund um Ladestationen tauchen immer wieder die gleichen Fragen auf. Welche Ladestation ist die Richtige? Braucht es eine Abrechnungslösung? Ist dynamisches Lastmanagement gewünscht oder nicht? Deshalb ist es wichtig, sich zuerst einen Überblick zu verschaffen. Text: Ferratec AG

Ein perfektes Projekt würde etwa so ablaufen:

Wo soll die Ladestation eingesetzt werden? Wählen Sie einen Einsatzbereich aus.

Der Kunde, zum Beispiel eine Verwaltung oder ein Unternehmen, ruft den Installateur an, um ihm mitzuteilen, dass er für einen Mieter oder Mitarbeiter eine Ladestation ­benötigt. Beim nächsten Kontakt mit dem Installateur erhält der Kunde bereits die

 Der Konfigurator von www.mobilecharge.ch hilft bei der Wahl der Ladelösung.

Nachricht, dass die Ladestation in Betrieb ist. Funktioniert eine Zusammenarbeit auf diese Weise, kann man sich berechtigte Hoffnungen machen, dass weitere Projekte für diesen Kunden umgesetzt werden dürfen. So einfach ist es aber meistens nicht. Um entscheiden zu können, welche Ladestation die rich-

aufnehmen. Deshalb kann in seltenen

Cloudanbindung

tige ist, sollten im Vorfeld einige Fragen

­Fällen auch der Einsatz einer DC-Station

Ein weiteres Thema ist die Abrechnung der

geklärt werden. Dabei kann man sich mit

sinnvoll sein.

Kosten. Können die Stationen nicht über den Wohnungszähler abgerechnet werden,

dem Konfigurator von www.mobilecharge.ch einfach und schnell einen Überblick ver-

Ist eine Kommunikation erwünscht oder

ist eine Cloudanbindung oft die einzige

schaffen.

nicht? Neue Gebäude werden oft mit einem

Lösung. Mit der Cloud von www.mobilechar-

professionellen LAN ausgestattet. Dieses

ge.ch können die Stationen überwacht und

Die Ladestation

kann für die Anbindung an die Cloud von

Fehler im System entdeckt werden, bevor

Soll es eine Ladestation mit oder ohne Kabel

www.mobilecharge.ch verwendet werden.

der Mieter dies tut.

sein? Bei Fahrzeugen ohne eine Typ-2-Steck-

Ohne LAN können die Stationen über das

dose tendiert man zu einer Station ohne

GSM-Netz angebunden werden.

Kabel. Dagegen spricht, dass in Zukunft alle

Zusatzgeschäfte Die Heimladestationen sind für die Elektro-

Autos auf dem europäischen Markt mit dem

Das Ladesystem

autobesitzer essenziell. Deshalb sollten diese

Typ-2-Stecker ausgestattet werden. Es hat

Ladestationen sind Teil eines Systems, und

gewartet und überwacht werden. Ziel ist es,

in diesem Fall also doch Sinn, die Stationen

dieses kann den Funktionsumfang beein-

die Sicherheit und Langlebigkeit zu verbes-

mit Kabel zu installieren.

flussen. Deshalb müssen einige Details

sern. Weiter gibt es die Möglichkeit, Garantie-

geklärt werden. Gibt es eine Gebäudeauteue-

verlängerungen anzubieten.

Sollen es 11 oder 22 Kilowattstunden Lade-

rung oder eine Solaranlage? Wenn die Sta-

leistung sein? Moderne Stationen können in

tion mit einem anderen System vernetzt

der Station oder über ein dynamisches Last-

werden soll, sind Schnittstellen erforderlich

management gesteuert werden. Die meisten

(zum Beispiel ein Modbus). Soll das System

der neuen Fahrzeuge können nicht mehr als

ausbaubar sein, ist ein dynamisches Last-

11 Kilowattstunden über den AC-Wandler

management eigentlich Pflicht.

Im Fokus eco2friendly-Magazin

16

www.ferratec.ch Leading Partner Seite 85 Auf mobilecharge.ch finden Fachleute die richtigen Antworten, um schnell und einfach zur richtigen Ladelösung zu kommen.


Von Haus aus mobil Die immer schnellere Verbreitung der Elektromobilität stellt eine techno­logische Revolution dar, die die Gesellschaft nachhaltig verändern wird. Dabei rücken auch Wohnen und Verkehr näher zusammen. Für die Elektro­ branche ist dies eine riesige Chance. Text: EIT.swiss

In den kommenden Jahren wird eine gewaltige Zahl an Elektroautos in Umlauf gebracht. Fast jeder namhafte Autohersteller wartet mit neuen Modellen im Bereich Elektromobilität auf. Diese technologische Revolution hat auch für den Wohnbereich grosse Implikationen. Waren Wohnen und Mobilität bislang zwei getrennte Bereiche, werden sie nun durch die Möglichkeit des Ladens zu Hause verbunden.

 Künftig kann die Energie zwischen Auto und Haus in beide Richtungen ausgetauscht werden.

Chance Gebäudetechnik Elektroautos und sogenannte Plug-in-Autos, also mit Steckdosen ausgestattete Hybridfahrzeuge, können mittels Ladekabel zu Hause geladen werden. Dies ist für die Elektrobranche eine grosse Chance: Die Elektroinstallateurinnen und -installateure profitieren nicht nur davon, dass sie mehr Lade-

Auch hier öffnen sich für die Elektrobranche

Schulungsangebote

stationen verkaufen können, es bieten sich

grosse Geschäftsmöglichkeiten.

Die Chancen dieser kurz- und mittelfristi-

auch neue Möglichkeiten für andere Techno-

gen Entwicklungen für die Elektrounterneh-

logien. Beispielsweise sorgen Photovoltaik-

Bidirektionales Laden

men sind unübersehbar. Der Berufsverband

module dafür, dass das Laden der Fahrzeuge

Doch damit ist die Entwicklung noch nicht

der Elektrobranche EIT.swiss misst der Elek-

wirtschaftlich noch wettbewerbsfähiger

abgeschlossen. In den nächsten Jahren wird

tromobilität deshalb eine grosse Bedeutung

wird, weil der Solarstrom vom eigenen Dach

auch das bidirektionale Laden zu einem im-

zu und unterstützt seine Mitglieder mit

günstiger ist als umweltschädliche Energie-

mer wichtigeren Thema. Damit kann die

entsprechenden Schulungsangeboten und

quellen wie fossile Brennstoffe.

Energie zwischen Auto und Haus in beide

setzt sich im Rahmen der Roadmap-Elektro-

Die laufende Entwicklung wird auch durch

Richtungen ausgetauscht werden. Dazu

mobilität 2022 für die geeigneten Rahmen-

die sinkenden Kosten für Lithium-Ionen-­

sind entsprechende Fahrzeuge (aktuell alle

bedingungen für die technologische Revo-

Batterien begünstigt. Künftig wird es wirt-

mit CHAdeMO-Stecker) sowie ­bidirektionale

lution ein.

schaftlich immer interessanter, Haushalte

Ladestationen nötig. Das Auto kann nun bei-

mit stationären Batterien auszustatten, un-

spielsweise tagsüber am Arbeitsplatz, wo

abhängig davon, ob es sich um neue oder

optimalerweise kostengünstige Solarener-

gebrauchte handelt. Damit lässt sich tags-

gie zur Verfügung steht, geladen werden

über die Batterie und mit der gespeicherten

und am Abend einen Beitrag an die Strom-

www.eitswiss.ch Leading Partner Seite 81

Energie abends das Elektroauto laden.­ versorgung des Hauses leisten.

17

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Elektroauto ist nicht gleich Elektroauto Die ersten Autos sind elektrisch betrieben worden – und auch heute ist diese effiziente Art der Fortbewegung wieder beliebt. Beim Kauf eines elektrisch betriebenen Autos kann man zwischen drei der herkömmlichsten Motorentypen wählen. Deshalb ist es gut zu wissen, welche Motoren welche Vorteile mit sich bringen. Text: Marco Burkhard, Otto Fischer AG

Die drei herkömmlichsten Arten von Elek-

Plug-in Hybrid Electric Vehicle (PHEV)

Range-Extended Electric Vehicle (REEV)

troautos, die heute unterschieden werden,

Werden elektrische und konventionelle

Dies sind, wie es der Name schon sagt,

sind das reine Elektroauto (Battery Electric

Antriebs- bzw. Energiesysteme vereint,

Fahrzeuge mit einem eingebauten Range

­Vehicle, BEV), der Plug-in-Hybrid (Plug-in

spricht man von einem Hybridfahrzeug.

Extender (Reichweitenverlängerer). Wie

Hybrid Electric Vehicle, PHEV) und der

Diese Fahrzeuge sind sowohl mit einem

auch beim Hybrid sind hier ein Verbren-

Range Extender (Range-Extended Electric

Elektromotor als auch mit einem Ver-

nungs- und ein Elektromotor verbaut. Der

Vehicle, REEV).

brennungsmotor ausgestattet, die beide

grosse Unterschied besteht aber darin,

Was genau die Unterschiede sind und wie

direkt das Fahrzeug antreiben. Heute wird

dass nur der Elektromotor das Fahrzeug

die verschiedenen Antriebe funktionieren

meist eine grössere Batterie verwendet,

direkt antreibt. Der Verbrennungsmotor

wird im Folgenden erklärt.

die wie beim BEV über das Stromnetz auf-

treibt «nur» einen Generator an, der dann

geladen werden kann. Deshalb spricht

die Batterie auflädt und dadurch die Reich-

Battery Electric Vehicle (BEV)

man dann vom Plug-in-Hybridfahrzeug.

weite verlängert. Somit fährt also das Fahr-

Dies ist das reine Elektroauto, welches mit

Damit können kurze Strecken rein elekt-

zeug immer elektrisch. Die Batterie kann

einem Elektromotor ausgestattet ist und

risch absolviert werden, und mit dem

wie bei den anderen Elektroautos über das

die nötige Energie ausschliesslich aus

­zusätzlichen Verbrennungsmotor ist das

Stromnetz geladen werden, und der Ver-

­einer Batterie (Akku) bezieht. Die Batterie

Elektroauto auch in der Lage grössere Dis-

brennungsmotor wird wie bei konventio-

wird über das Stromnetz an einer E-Mobi-

tanzen zu meistern. Auch hier wird die

nellen Autos betankt.

lity-Ladestation aufgeladen. Während der

Batterie beim Bremsen per Rekuperation

Fahrt wird zusätzlich per Rekuperation aus

geladen.

www.ottofischer.ch Leading Partner Seite 89

der Bremsenergie Strom gewonnen, der dann die Batterie lädt.

Elektromotor

Elektromotor

Elektromotor

Verbren­nungs­ motor

Verbren­nungs­ motor + Generator

Aufladen extern Batterie

Batterie­e lektrisches Auto

Im Fokus eco2friendly-Magazin

Aufladen extern Batterie

Aufladen extern Batterie

Plug-in-Hybrid

Range Extender

18


Fachwissen

Welcher Antrieb passt? Lässt sich das Mobilitätsbedürfnis mit dem Velo, dem öffentlichen Verkehr oder Carsharing nicht abdecken, stellt sich die Frage nach dem richtigen Auto. Je nach ­Einsatzzwecken und Kilometerleistungen eignen sich unterschiedliche Antriebe. Text: Martin Winder, Projektleiter Auto­-Umweltliste

Gefahrene Kilometer pro Jahr

Grundsätzlich sollte ein Auto mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Heute ist das praktisch nur bei Gas-­und Elektroautos

Weniger als 6000 km/Jahr

Mehr als 6000 km/Jahr

möglich. Zwar tanken Brennstoffzellen­autos in der Schweiz Wasserstoff, der mit erneuerbarem Strom hergestellt wird, bisher gibt es aber erst zwei öffentliche Tankstellen. Daher sind Gas­ - oder Elektroautos erste

Gasfahrzeug mit Biogas

2. Priorität: Modell mit möglichst hoher Gesamtpunktzahl aus der Auto-Umweltliste – wenn möglich eines aus den Top-Ten.

Gas- oder Elektroauto (Biogas/Ökostrom)

2. Priorität: Modell mit möglichst hoher Gesamtpunktzahl aus der Auto-Umweltliste, allenfalls Plug-in-Hybrid.

Wahl. Hybridfahrzeuge sind zwar effizienter als reine Benzin-­und Dieselautos, nutzen

 Als einfache Entscheidhilfe können die gefahrenen Kilometer pro Jahr dienen.

jedoch fossile Treibstoffe.

Plug-in-Hybridautos

­werden, empfiehlt die Auto­-Umweltliste

Entscheidend für die Umweltbelastung

den Kauf eines Gasautos.

• Elektroautos können zu Hause geladen werden. Das ist ein grosser Vorteil – vorausgesetzt, man hat die Möglichkeit dazu.

­eines Plug-in-Hybrids ist das Nutzerverhalten, das heisst, ob das Auto wann immer

Die wichtigsten Unterschiede

Gastankstellen sind mittlerweile weit­

möglich mit Ökostrom aufgeladen wird. Der

Bei höherer Laufleistung sind die Unterschie-

verbreitet. Dennoch sollte man vor dem

Plug-in-Hybrid lässt sich an der Steckdose

de in der Umweltbelastung von mit erneuer-

Kauf eines Gasautos abklären, ob sich eine

oder an einer Ladestation aufladen und

barer Energie betriebenen Elektro-­und Gas-

Gastankstelle in der Nähe befindet.

­somit zumindest teilweise mit Ökostrom be-

autos geringer. Der Entscheid für einen der

• In jedem Fall sollte das Auto mit erneuer-

treiben. Viele der erhältlichen Modelle sind

beiden Antriebe hängt auch von folgenden

barer Energie betrieben werden: Biogas

jedoch gross und schwer – und haben einen

Punkten ab:

oder Ökostrom.

entsprechend hohen Energieverbrauch.

• Auf längeren Autobahndistanzen brauchen Elektroautos Schnellladestationen.

Gas- oder Elektroautos

Werden oft lange Distanzen gefahren, ist

Die Umweltbelastung bei Elektroautos fällt

ein Gasauto praktischer.

zu einem grossen Teil bei der Herstellung

• Beim Bremsen kann ein E-Auto Energie

an. Ihre CO2-­Bilanz ist erst ab 50 000 bis

zurückgewinnen. Es ist innerorts und im

60 000 gefahrenen Kilometern besser als

Stop­-and-go-Verkehr besonders effizient.

bei vergleichbaren Benzin-­und Dieselau-

• Elektroautos sind in der Anschaffung

tos. Wird ein E­lektroauto nur wenige Kilo-

teurer als Gasfahrzeuge, dafür ist der ­

meter ­gefahren, besteht das Risiko, dass die

­Betrieb günstiger.

Umweltbelastung am Ende der Lebens­

• Gasfahrzeuge stossen deutlich weniger

dauer höher ausfällt als bei einem Benzin-­

Schadstoffe aus als Benzin-­und Diesel-

oder Dieselauto. Ist absehbar, dass weniger

autos – Elektroautos gar keine. Dieser

als 6000  Kilometer pro Jahr zurückgelegt

Vorteil ist innerorts besonders wertvoll.

19

Hilfe bei der Wahl Die Auswahl an umweltfreundlichen Autos wird immer grösser. Welcher Antrieb eignet sich am besten? Eine gute Übersicht liefert die jährlich veröffentlichte Auto-Umweltliste des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS). Sie bewertet zahlreiche Modelle ­aller Marken nach verschiedenen Kriterien. Die Auto-Umweltliste kann bestellt werden unter: www.autoumweltliste.ch

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Infografik

Der «ökologische Reifenabdruck» von Personenwagen In einer gross angelegten Studie haben Forscher des Paul Scherrer Instituts die Umweltauswirkung von Personenwagen mit verschiedenen Antrieben verglichen. Die Grafik zeigt einen Teil der Studienergebnisse. Text: Paul Scherrer Institut

Die verschiedenen Antriebe von Personen-

Treibhausgas­emissionen zusammenset-

wagen in Bezug auf ihre Umweltauswirkun-

zen: Die Grösse der jeweils linken «Wolke»

umweltfreundlich sind als Benziner, aber

gen zu vergleichen, war schwieriger als ge-

steht für die anteiligen Emissionen beim

auch dass dies im Betrieb durch die nicht

dacht. Denn die Forscher Brian Cox und

Bau sowohl des Fahrzeugs als auch anteilig

vorhandenen direkten Abgase mehr als

Christian Bauer vom Paul Scherrer Institut

der Strassen, auf denen es fahren wird. Hier

wettgemacht wird.

mussten zusätzlich zum Schadstoffaus-

gehen also neben der Herstellung von Ka-

stoss im Betrieb auch die Emissionen be-

rosserie, Antrieb, Tank beziehungsweise

achten, die bei der Herstellung jedes einzel-

Batterie auch Bau und Instandhaltung der

nen

die

Strasse mit ein. Die «Wolke» gleich hinter

Lebensdauer eines Personenwagens ge-

dem Auspuff dagegen steht für die

rechnet machen diese nämlich rund die

direkten Abgase während der Fahrt sowie

Fahrzeugs

anfallen.

Auf

Hälfte der gesamten Umweltauswirkungen

die Emissionen, die für Herstellung und

aus.

Transport des jeweiligen Treibstoffs anfal-

Die Grafik zeigt einen Teil der Studienergeb-

len – sei dies Benzin, Diesel oder der Strom

nisse. Dargestellt sind die Umweltauswir-

für das E-Auto. So zeigt sich, dass Elektro-

fahrzeuge in der Herstellung zwar weniger

2018

186,6

2040

155,3

kungen verschiedener Typen von Personenwagen,

wobei

typische

Daten

von

2018

Fahrzeugen aus dem Jahr 2018 zugrunde

2040

199,4

gelegt wurden. Die Balken hinter den Autos

132,4

zeigen den jeweiligen «ökologischen Reifenabdruck», ihre Länge entspricht also den gesamten Treibhausgasemissionen des jeweiligen Fahrzeugs, angegeben in ausge-

Alle Zahlen in Gramm CO2-Äquivalent pro gefahrenem Kilometer

stossenem CO2 (in Gramm) pro gefahrenem Kilometer, wobei weitere klimaaktive Gase in CO2-Äquivalente umgerechnet wurden. Neben den aktuellen Daten zeigt die Grafik auch eine Vorhersage: Die Forscher haben ausgerechnet, welche Werte vermutlich im

2018

2040

233,8

166,7

Jahr 2040 erreicht werden. So zeigt sich beispielsweise, dass bei den Erdgas­autos der Zukunft mehr Einsparungen zu erwarten sind als bei Autos mit Brennstoffzellen. Bei jedem einzelnen Autotyp ist zudem für das Jahr 2018 dargestellt, wie sich die

2018

2040

293,7 Im Fokus eco2friendly-Magazin

194,8 20


Mobilität von morgen

Batterie

Antrieb Strassenbau Karosserie

2018

89,2

E-Auto

Gesamt Herstellung

2040

122,2

Herstellung und Transport von Treibstoff

33,0 Gesamt Treibstoff

101,4

1 Batterie Herstellung und Transport von Treibstoff

Antrieb Strassenbau Karosserie

101,8 Gesamt Herstellung

Brennstoffzelle

84,8 Gesamt Treibstoff

Tank

Herstellung und Transport von Treibstoff

Antrieb Strassenbau

Emissionen aus dem Auspuff

Karosserie

69,0 Gesamt Herstellung

130,4

Erdgas

Gesamt Treibstoff

Tank Herstellung und Transport von Treibstoff

Antrieb Strassenbau

Emissionen aus dem Auspuff

Karosserie

64,9 Gesamt Herstellung

168,9

Diesel

Gesamt Treibstoff

Tank

Herstellung und Transport von Treibstoff

Antrieb

Emissionen aus dem Auspuff

Strassenbau

Karosserie

64,0 Gesamt Herstellung

229,7

Benzin

Gesamt Treibstoff

Quelle: 5232 – Das Magazin des Paul Scherrer Instituts/Stefan Schulze-Heinrichs

21

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Experte

Parken und Laden Autos in Europa sind zu über 90 Prozent der Zeit irgendwo abgestellt. Währenddessen werden Elektrofahrzeuge geladen. Für einen Einbau von Ladestationen in der UN-Garage gibt es gemäss dem SIA-Merkblatt 2060 verschiedene Ausbaustufen – zudem gilt es einige Aspekte zu berücksichtigen. Text: Markus Gehrig

Elektromobilität-Ausbaustufen d.pdf

 Markus Gehrig Dipl. El.-Ing. HF/REG B Executive MBA, Paralegal (ZHAW) Ausbilder mit eidg. FA

1

10.06.20

14:44

• Ausbaustufe C (power to garage/parking). Die Zuleitung zu den Parkplätzen kann entweder teilweise oder vollständig erfolgen. • Ausbaustufe D (ready to charge). Installa-

HAK

A

pipe for power

B

power to building

C1

power to garage

tion der Ladeeinrichtung. Der SIA empfiehlt mindestens ein bis zwei Plätze oder 16 bis 20 Prozent. • Wenn die Stufe A vorgesehen werden soll, sollte zwingend das ganze Ladesystem

fünf Prozent der gesamten Zeit in Bewe-

bis Stufe D geplant werden, denn sonst

gung, etwa zwei weitere Prozente stehen

baut man in der Ausbaustufe A etwas, das

sie im Stau oder sind bei der Parkplatzsu-

später nicht mehr genutzt werden kann

che, die restliche Zeit sind sie an Orten wie

und obsolet wird.

Einstellhallen von Mehrfamilienhäusern

Bei einem bestehenden Haus ist die Aus-

oder Einkaufszentren abgestellt. Bei den

baustufe B nicht zwingend erforderlich.

Elektrofahrzeugen wird diese Zeit zum La-

Denn ein dynamisches Ladesystem kann

den genutzt. Da hier im Gegensatz zum

über einen Zähler den Anschlussüber-

Laden an Schnellladestationen, zum Bei-

stromunterbrecher und/oder den Produk-

spiel an Autobahnen, mehr Zeit für das La-

tionszähler der PV-Anlage überwachen. So

den zur Verfügung steht, unterscheiden

kann die Netzverstärkung auch erst später

sich die Ladestationen grundsätzlich von

erfolgen, wenn sie dann überhaupt einmal

Schnellladestationen.

notwendig wird.

Was es beim Einbau von Ladestationen in

Wenn in der Ausbaustufe C die Zuleitung mit

der UN-Garage gemäss SIA-Merkblatt 2060

einem Flachkabel installiert wird, dann

zu berücksichtigen gilt, wird nachfolgend

kann in der Ausbaustufe D die praktische

erklärt.

Lösung in der UN-Garage eines Wohnhauses ein Mietpaket, bestehend aus Ladestation

Ausbaustufen und Rollouts

mit integriertem Zähler und automatischer

Nach SIA-Merkblatt 2060 sind die folgenden

Abrechnung, sein. Es werden in diesem Fall

Ausbaustufen empfohlen (siehe Grafik):

nur genau so viele Stationen installiert, wie

• Ausbaustufe A (pipe for power). Rohr bzw.

nachgefragt werden. Vorzugsweise wird ein

Kabeltragsystem für alle Parkplätze.

HAK

Messung zur Energieverrechnung und Lastmanagement

HAK

C2

power to parking

Messung zur Energieverrechnung und Lastmanagement

fest installiertes Typ-2-Kabel montiert, denn

• Ausbaustufe B (power to building). An-

so muss der Nutzer nicht jedes Mal sein ei-

schlussleitung zum Haus, ausreichend für

genes Kabel aus dem Kofferraum holen. An

60 bis 80 Prozent der Gesamtanzahl Park-

öffentlichen Ladestationen ist das fest mon-

plätze.

tierte Ladekabel weitverbreitet. Meist ste-

Im Fokus eco2friendly-Magazin

HAK

22

HAK

D

ready to charge

Messung zur Energieverrechnung und Lastmanagement

Grafik: Markus Gehrig.

Generell sind Autos in Europa nur etwa zu


Mindestens die Grundinstallation für eine Ladeinfrastruktur gehört bei Neu- und Umbauten zum Gebäudestandard.  Ausbaustufen nach SIA 2060 A bis D

hen dann auch verschiedene Stecker bereit. Allerdings ist bei halböffentlichen Ladeeinrichtungen die Buchse vorzuziehen, da die Stecker nicht einheitlich sind und so besser entsprechende Adapter verwendet werden können.

Lastmanagement und Abrechnungs­ system Für eine angemessene Dimensionierung von mehr als zwei Ladestationen ist ein Lastmanagement zu empfehlen. Technisch sind das Lastmanagementsystem und das Abrechnungssystem eng gekoppelt über

1. Der Liegenschafteneigentümer ist Eigen-

Lösung ist im Betrieb zwar teurer, dafür

die eingesetzten Messinstrumente. Es wird

tümer und Betreiber der gesamten Lade-

kapitalfrei, und es lohnt sich dann, wenn

zwischen statischem und dynamischem

infrastruktur inklusive der Ladestation.

kein Kapital vorhanden ist oder dieses

Lastmanagement unterschieden. Beim sta-

Er oder sein Verwalter betreibt auch ein

für mehr als vier bis fünf Prozent ander-

tischen Lastmanagement wird die maxi-

automatisches

weitig risikoarm angelegt werden kann.

male Gesamtladeleistung gedeckelt und

kombiniert mit dem Lastmanagement.

die Ladeleistung zeitlich verteilt. Es ist da-

Der Mieter oder der Stockwerkeigentü-

Mindestens die Grundinstallation gehört

rauf zu achten, dass das Lastmanagement

mer mietet eine Ladestation.

bei Neu- und Umbauten zum Gebäudestan-

Abrechnungssystem,

nicht nur die einzelnen Ladestationen ein-

2. Der Liegenschafteneigentümer stellt nur

dard, da die SIA-Merkblätter und -Empfeh-

und ausschalten kann, sondern auch deren

die Installation bis zur Ladestation bereit.

lungen als anerkannte Regeln der Technik

Ladeleistung begrenzen kann. Denn sonst

Der Mieter oder der Stockwerkeigentü-

gelten. Wieweit der weitere Ausbau dann

läuft man Gefahr, dass alle Nutzer mit der

mer installiert auf eigene Kosten eine

realisiert wird, hängt vom Willen, eine wirt-

maximalen Ladeleistung laden, was einen

Ladestation. In diesem Fall muss aber die

schaftliche interessante Investition zu tä-

schlechteren Gesamtausnutzungsgrad er-

Sache mit der Fehlerstromschutzeinrich-

tigen, ab. Denn das Betreiben von Ladeinf-

gibt. Das dynamische Lastmanagement

tung (RCD) geregelt werden. Ein Lastma-

rastrukturen ist ein rentables Geschäft.

kontrolliert sowohl die Netzeinspeisung als

nagement scheitert dann wohl an den

auch die Photovoltaikeinspeisung und op-

Schnittstellen. Zudem sind solche Lösun-

timiert so den Eigenverbrauch und die ma-

gen nur dann sinnvoll, wenn keine Eini-

ximale Leitungsausnutzung.

gung in einer Stockwerkeigentümergemeinschaft gefunden wird.

Betriebskonzepte

3. Das ganze System kann auch schlüssel-

Für den Betrieb der Ladeinfrastruktur sind

fertig gekauft und durch den Ersteller

verschiedene Lösungen denkbar:

betrieben werden (Contracting). Diese

23

www.power-engineering.ch

Weiterführende Literatur und Quellen: Markus Gehrig, Lademanagement in der Tiefgarage, Elektrotechnik 04/2019; Markus Gehrig, Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge, Elektrotechnik 08/2018; SIA-Merkblatt 2060, Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Beispiel für ein Abrechnungssystem mit Lastmanagement ohne teure Installation. www.eCarUp.com

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Fachwissen

Ein Lastmanagement schafft Sicherheit Die Grundvoraussetzung für den Erwerb eines umweltfreundlichen Elektrofahrzeugs ist eine Ladeinfrastruktur zu Hause. Doch wie sieht es da aus mit der aktuellen Stromversorgung? Einige Grundlagen sollte man kennen, um eine passende Ladelösung zu realisieren. Text: Demelectric AG

Wer sich ein Elektrofahrzeug anschafft, soll-

spitzen). Auch immer häufiger anzutreffen

Bei Einfamilienhäusern, die nur mit einer

te sich frühzeitig um eine Ladestation bei

ist die Vorschrift, ein Lastmanagement bei

Ladestation nachgerüstet werden, sieht es

sich zu Hause kümmern. Bei Einfamilien-

mehr als einer Ladestation zu integrieren.

deutlich besser aus. Wenn zum Beispiel der

häusern müssen aufgrund der grosszügig

Wie man sieht, lohnt es sich auf jeden Fall,

Hausanschlusskasten bereits mit einer 40-

dimensionierten Netzanschlussleistung we-

sich bei seinem zuständigen Elektrizitäts-

Ampere-Sicherung bestückt ist, dann soll-

niger technische Fragen geklärt werden als

werk vorab zu erkundigen, um später eine

ten in der Regel die zusätzlich benötigten

in Wohngebäuden mit mehreren Wohnein-

böse Überraschung zu vermeiden.

16 Ampere für die 11-Kilowatt-Ladestation

heiten. In Bestandsgebäuden müssen Netz-

ausreichen. Möchte der Besitzer aber mit

anschluss und Elektroinstallation zwingend

Sicheres Laden

mehr als 16 Ampere laden, sollte auch hier

auf ihre Tauglichkeit geprüft werden, um

In den meisten Schweizer Mehrfamilien-

ein Lastmanagement zum Einsatz kom-

weitere leistungsstarke Verbraucher wie La-

häuser kann die bestehende Installation

men.

destationen für Elektrofahrzeuge aufzuneh-

den zusätzlich benötigten Strom von meh-

Was ist überhaupt ein Lastmanagement?

men. Da die zukünftige Installation an das

reren Ladestationen nicht übertragen. Die

Ein Lastmanagement ermöglicht ein opti-

lokale Stromnetz angeschlossen wird, sollte

Abhilfe, einfach die Ampere-Leistungen

males und sicheres Laden des Elektrofahr-

unbedingt vorgängig das Anforderungsprofil

der Sicherungen im Hausanschlusskasten

zeugs. Die Kernaufgabe ist die Regulation

des zuständigen Elektrizitätswerks berück-

zu erhöhen, ist nur vereinzelt umsetzbar.

der Ladeströme, sodass ein gesetzter Maxi-

sichtigt werden. Eine häufig gestellte Anfor-

Denn oftmals reicht der Querschnitt der Zu-

malwert nicht überschritten wird. Das Last-

derung ist zum Beispiel die Möglichkeit eines

leitung zum Haus nicht aus, um den erhöh-

management kommt zur Anwendung,

Lastabwurfs seitens des Netzbetreibers (Un-

ten Strombedarf zu decken,. Eine neue Zu-

wenn die Ladestation bzw. die Ladestatio-

terbrechung der Stromzufuhr bei Leistungs-

leitung birgt eine hohe Investi­tionssumme.

nen mehr Strom benötigen, als die lokale

Bild-1.pdf

1

11.06.20

Stromversorgung zur Verfügung stellen

11:51

kann. Wird dabei nur der Ladestrom unter den Stationen aufgeteilt, sodass ein beON / OFF

ON / OFF

ON / OFF

ON / OFF

ON / OFF

stimmter Maximalwert nicht überschritten

ON / OFF

wird, spricht man von einem statischen Lastmanagement. Einen Schritt weiter geht  Mit dem dynamischen Leistungs­ verteiler werden Geräte Ladestationen je nach Priorisierung zuoder abgeschaltet, damit das Netz nicht überlastet wird.

das dynamische Lastmanagement, es erfasst zusätzlich den gesamten Stromverbrauch der lokalen Stromversorgung; in der Regel wird dieser an der Hauptverteilung gemessen. Der Vorteil der zweiten Variante besteht darin, dass diese freie Kapazität für die Ladestationen genutzt werden kann, wenn der allgemeine Stromverbrauch im Gebäude zum Beispiel nachts sinkt. Erfahrungswerte zeigen, dass die verfügbare

Im Fokus eco2friendly-Magazin

24


Stromkapazität stark abhängig ist von den Gewohnheiten der Bewohner, deshalb sollte jedes Objekt individuell betrachtet werden.

Der dynamische Leistungsverteiler Der von der ABL entwickelte HomeCLU ist ein dynamisches Lastmanagementsystem. Durch das Erfassen des gesamten Strombedarfs am Hausanschlusskasten ist es in der Lage, stets den maximalen Ladestrom für die Ladestationen freizugeben. Es können damit bis zu sechs Ladepunkte geregelt werden. Die Konfiguration, zum Beispiel das Bestimmen der maximal Ströme, kann auf jedem Gerät, welches über Windows oder Android Betriebsystem verfügt durchgeführt werden. Die dazu benötigte Software von ABL ist kostenlos. Per USB wird das Installationskit mit der HomeCLU verbunden, es erfordert weder Internetverbindung noch eine Anbindung an ein Back­end. Einen weiteren Vorteil bieten die zwei Steuereingänge dieses Lastmanagementsystems. Damit kann der Anwender die Ladeleistung zu verschiedenen Tageszeiten oder an verschiedenen Wochentagen

Dreiphasiges TN-System, eingangsseitig

variieren, um beispielsweise die Ladegeschwindigkeit den unterschiedlichen Ener-

Der HomeCLU regelt bis zu 6 Ladepunkte.

gietarifen anzupassen.

Passende Ladestationen

Stromversorgung Eingang 400 V, dreiphasig, TN-System

Der HomeCLU ist ausschliesslich für den Einsatz mit der Wallbox eMH1 ausgelegt. Zusammen sind sie ein unschlagbares Team. Die eMH1 ist platzsparend, kann jedes Fahrzeug laden und funktioniert innen genauso gut wie im Aussenbereich. Heute ist die Wallbox eMH1 in ganz Europa tausendfach erfolgreich im Einsatz. Dank integrierStromversorgung Ausgang 400V, dreiphasig, TN-System

tem FI-Typ A und der DC-Überwachung fallen keine zusätzlichen Installationskosten an. Die Wallbox ist bestens geeignet für den Einsatz in Einfamilienhäusern und kleineren Mehrfamilienhäusern.

TN dreiphasig / dreiphasiges Laden

 Prinzipschema des dynamischen Leistungsverteilers HomeCLU von ABL

www.demelectric.ch Leading Partner Seite 79

25

eco2friendly-Magazin Im Fokus


E-Mobilität für Mehrwert im Gebäude Elektrofahrzeuge sollen in der Gebäudeinfrastruktur integriert werden. Hierzu definiert das neue Merkblatt SIA 2060 «Infrastruktur für Elektrofahrzeuge in Gebäuden» verkabelte Parkplätze. Zudem werden im «GEE Live Lab» der HSLU dazu Untersuchungen angestellt. ­Text: Hochschule Luzern

Unaufhaltsam rollen immer mehr E-Mobile

im und um das Gebäude eingebunden wird.

zielle Vorteile bietet. Gerade in Mehrfami-

ins Land. Sei es aus ökologischen Gründen

Die Voraussetzungen dazu bietet das neue

lienhäusern und Bürobauten gilt es, diesen

oder aber auch aus finanziellen Gründen

Merkblatt SIA 2060, das Richtangaben zum

Mehrwert zu generieren. Es hat dazu auch

für die Autohersteller. Die Fahrzeugflotte

Umfang der Ausrüstung macht und auf-

Sinn, die Parkplätze bei einer grösseren

im elektrischen Bereich wird immer grös-

zeigt, welche Aspekte in der Planung be-

­Anzahl in verschiedene Kategorien einzu-

ser, da auch diese das Portfolio ergänzen

rücksichtigt werden müssen.

teilen (Kurz- bis Dauerparkierer).

liche Limite von 95 Gramm CO2 pro Kilo-

Zusammenspiel mit einem Energie­

Livemessungen

meter zu reduzieren. Halten sie sich nicht

managementsystem

Zu dieser Einbindung und Regelung wurde

daran, drohen saftige Bussen in Milliarden-

Zum Parkplatz gehört natürlich auch die

an der Hochschule Luzern im Institut für

höhe. Einige grosse Automobilhersteller

elektrische Anbindung, die vorsieht, dass

Gebäudetechnik und Energie eine For-

sind da aber noch nicht so weit und neh-

bei mehr als zwei Elektromobilen eine

schungsinfrastruktur im «GEE Live Lab»

men diese Bussen in Kauf. Zurzeit sind

­intelligente Ladestation aufgestellt werden

realitätskonform ausgestattet. Hier werden

etwa 145 000 Elektrofahrzeuge in der

soll. Ideal ist es, wenn diese mit dem aktu-

Livemessungen gemacht, die das Zusam-

Schweiz registriert. Die Zahl soll bis in zehn

ellen oder neu einzubauenden Gerät, einem

menspiel der Eigenstromerzeugung, der

Jahren auf eine Million ansteigen. Schät-

sogenannten

Energiemanagementsys-

Energiebereitstellung und -speicherung

zungen gehen von einem Anteil an E-Mo-

tem (EMS), zusammenspielt. Heutige intel-

und des «normalen» Alltagverbrauchs ab-

bilen von 50 Prozent bis im Jahr 2035 aus.

ligente EMS können zum Beispiel den

bildet und nachvollziehbar analysiert so-

Das Institut Gebäudetechnik der Hochschu-

­Eigenverbrauch des produzierten Solar-

wie optimiert. Alle üblichen Verbraucher

le ist interessiert, dass die Elektromobilität

stroms merklich steigern, was auch finan-

(Wärmepumpe, Licht, Lüftung oder Küchen-

und helfen, die CO2-Grenze auf die gesetz-

geräte) und Erzeuger (PV auf Dach und an der Fassade) werden über die eingebauten EMS gesteuert und das Elektroauto (Fiat 500 1.3 JTD 16V) wird dazu integriert und  «GEE Live Lab» an der HSLU mit PV-Eigenstromerzeugung (Fassaden/Dach) und ­integrierter E-Mobilität (Fiat 500 1.3 JTD 16V).

zur richtigen Zeit mit der richtigen Leistung geladen. Nicht nur die Leistung ist ausschlaggebend, sondern vor allem auch das Zeitintervall. Dieses Zusammenspiel ist ein stetiges Anpassen, damit eine ausgewogene Leis-

 Studierende in GEE (Gebäude-Elektroengineering) analysieren und bewerten verschiedene Energiemanagementsysteme im «GEE Live Lab».

tungskurve erhalten werden kann und keine teuren Leistungspeaks generiert werden müssen. Die vorhandenen PV-Anlagen sind dazu ebenfalls richtig einzusetzen. Zurzeit ist die Anzahl der Elektromobile überschaubar, aber auch wenige Fahrzeuge

Im Fokus eco2friendly-Magazin

26


können bei vollem Leistungsbezug un­

werden weitere Erkenntnisse über die All-

um Aussagen über Wirkungsgrad und Leis-

nötige Überlastungen in der Zuleitung ver-

tagstauglichkeit aufzeigen. Nebst der

tung geben zu können. Die Wärmepumpe

ursachen und müssen überwacht und

Ost-West-Anlage auf dem Dach ist das

ist leistungsgesteuert, was eine bessere Aus-

­kontrolliert werden.

­Gebäude auch mit Fassadenmodulen aus-

nützung im Zusammenspiel mit dem EMS

Das «GEE Live Lab» ist mit verschiedenen

gestattet. Die Fassadenmodule wurden mit

generieren kann und was nebenbei auch

parallel betriebenen EMS ausgestattet um

spezieller Beschichtung farbig und mit Text

eine längere Lebensdauer verspricht.

diese in ihrer Leistungsfähigkeit einander

bedruckt und rund ums Gebäude in jeder

gegenüberzu­stellen und Aussagen über

Himmelsrichtung angebracht. Jedes ein-

­deren Anwendungszweck zu generieren.

zelne Modul wird gemessen und ver­glichen,

www.hslu.ch/ige Leading Partner Seite 86

Eine intelligente Ladestation mit angeschlossenem Elektroauto dient seit 2019 zusätzlich der Forschung und den Laborübungen und Arbeiten der Studierenden, um das Zusammenspiel zum EMS gesamtheitlich aufzuzeigen. Das «GEE Live Lab» ist stetig am Aktualisieren der Technik. ­Zudem werden anhand von Versuchen und Messungen für Bachelor- und Masterarbeiten oder auch für externe Projektpartner aus der Industrie mögliche Potenziale mit den involvierten Firmen ausgelotet.

Photovoltaikanlage Das «GEE Live Lab» hat eine PV-Anlage auf dem Dach, was heute eigentlich selbstverständlich sein sollte, da es ökologisch wie auch ökonomisch sinnvoll ist. Spezielle

Studiengang Gebäudetechnik – Gebäude-Elektroengineering (GEE) Das Institut für Gebäudetechnik und Energie (IGE) an der HSLU bildet im Studiengang Gebäudetechnik mit der Studienrichtung Gebäude-Elektroengineering (GEE) diese Kompetenzen aus, die für eine zukunftsfähige Elektroplanung und -installation in Gebäuden gebraucht werden. Es ist das zeitgemässe Studium für Elektrofachpersonen, die weiterhin in der Baubranche tätig sein wollen. Bauund planungsorientierte Fächer stehen im Zentrum. Anhand von Praxisfällen wird ein hoher Wissensstand erarbeitet. Zusammen mit den zahlreich vorhandenen Praxismodulen vermittelt das Studium das Know-how, um in der Praxis Gebäude effizienter und optimaler nutzbar zu machen – beispielsweise als Inge-

nieur für Elektroplanung oder als Ingenieurin mit Spezialisierung in Beleuchtung, Sicherheit oder Gebäudeautomation. Neben der Ausrichtung für den Elektrobereich umfasst das Portfolio auch die Ausbildung für HLKS-Ingenieure. Viele Module sind gemeinsam aufgestellt, damit auch sichergestellt ist, dass das Zusammenspiel in der Planung zwischen den Gewerken optimal gewährleistet ist. Neue interessierte Studierende sind herzlich willkommen. Fragen, Anregungen, Besuche aber auch konkrete Anliegen der Industriepartner nimmt Roger Buser, Dozent und Verantwortlicher des «GEE Live Lab» gerne entgegen. www.hslu.ch

­bifaziale Module wie auch Hybridmodule

27

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Publireportage

Modulares Energiesystem für die Zukunft Ob ganzheitliches Energiemanagement, Ladelösungen für Elektro­autos, Zusammenlegung zum Eigenverbrauch oder einfach Energiekosten­ abrechnungen – mit wegweisenden Energiesystemen für Gebäude, Quartiere und Areale ist man gewappnet für eine zukünftige nachhaltige Energiewirtschaft. Text: Invisia AG

Lademanagement, Energiemanagement und Eigenverbrauchslösungen lassen sich mit einer einzigen Software auf effizientem Niveau vereinen. Die Software von Invisia ist modular aufgebaut und erfüllt zudem die höchsten Cybersecurity Standards.

Huhn oder Ei – PV oder Elektroauto? Diese Frage stellt sich auch dem Besitzer eines Elektroautos. Fährt man elektrisch, macht es durchaus auch Sinn, die Batterien mit CO2 neutralem Photovoltaik Strom zu tanken. Oder anders rum, kann es für Be­ sitzer einer PV Anlage höchst interessant sein, ein elektrisch betriebenes Auto zu kaufen – die Sonne im Tank.

Eine Investition die sich lohnt. Dank verschiedenen Massnahmen, wie zum Beispiel die Zusammenlegung zum

 Die modulare Lösung für die Energieherausforderungen von morgen.

Eigenverbrauch (ZEV), oder die Speiche­ rung der produzierten Sonnenenergie in Form von Warmwasser und Heizungs­

verrechnen. Invisia hat im Bereich des

wärme, lässt die Refinanzierung der Infra­

­Inkassos auch Partner zur Hand, welche­

struktur deutlich verkürzen. Wirtschaft­

ein Sorglospaket anbieten können und jeg­

lichkeitsberechnungen können gemacht

lichen Aufwand abnehmen.

werden.

www.invisia.ch

Energiekosten einfach und detailliert abrechnen. Die Abrechnung von Strom, Wärme, Kaltund Warmwasser kann bequem über das Invisia Cockpit gelöst werden. Immobilien­ verwaltungen haben dank dieser Lösung ein einfaches Tool in der Hand, um diese Kosten selber an Ihre Kundschaft weiter zu

Im Fokus eco2friendly-Magazin

28

Das Energie- und Lade­ management Die im Invisia Cube enthaltenen Module Strom/Solar, Wärme/Wasser und Elektro­ mobilität können in ein einziges, intel­ ligentes System integriert werden. Der Cube kann herstellerunabhängig alle etab­ lierten Photovoltaikanlagen, Batterie­ speicher, Elektroboiler, Wärmepumpen und ­Ladestationen integrieren. Einzige Voraus­ setzung: Die Geräte sind Smart Grid Ready bzw. können über Modbus OCPP oder M-Bus angesteuert werden.


Fachwissen

Welcher Stecker passt? Will man sein Elektroauto laden und der Stecker passt nicht, ist das nicht nur ärgerlich, es kostet vor allem Zeit. Um Batterie und Portemonnaie zu schonen, ist es zudem wichtig zu wissen, welchen Einfluss die Ladezeiten haben. Text: Swiss eMobility

Laden ist nicht dasselbe wie Tanken. Der Unterschied besteht nicht nur in der Form der Energie. Das Elektroauto wird überall dort geladen, wo es steht: zu Hause, am Arbeitsplatz, beim Einkaufen, unterwegs. Dabei wird mit unterschiedlicher Leistung geladen, und es können Kosten anfallen.

Langsamladen Als Grundsatz gilt: Laden mit geringeren Ladeleistungen (Langsamladen) schont die Batterie (Laden über Nacht oder am Arbeitsplatz). In den meisten Fällen spielt die Lade-

Typ 2: AC dreiphasig bis 22 Kilowatt

CCS (Combined Charging System): DC 20 bis 350 Kilowatt

CHAdeMO: DC 20 bis 150 Kilowatt

dauer bezüglich der Kosten keine entscheidende Rolle. Jedoch gibt es mittlerweile

nen ist beschleunigtes Laden möglich. Die

auch Parkplätze für E-Fahrzeuge, an denen

Ladedauer beträgt je nach Leistung zwischen

nach Ladedauer verrechnet wird, das heisst,

einer und acht Stunden. Beim AC-Laden wird

je länger ein Elektrofahrzeug an der Lade-

in vielen Fällen das eigene Ladekabel benö-

station angeschlossen ist, desto höher fallen

tigt (Buchse an der Ladestation).

die Ladekosten aus.

DC: «direct current» (Gleichstrom) Welcher Stecker für welche

Mit DC-Ladestationen wird meistens mit

Ladeleistung?

höheren Ladeleistungen geladen. Diese

Für Ladeleistungen bis 22 Kilowatt wird mit

verkürzen sich daher je nach Leistung auf

dem Typ-2-Stecker (AC) geladen (für den

20 bis 90 Minuten (Schnellladen). Bei

Renault Zoé bis 43 Kilowatt = langsames

DC-Ladestationen ist das Kabel fix mit der

bzw. beschleunigtes Laden möglich). Für das

Ladeinfrastruktur

Laden mit 50 Kilowatt oder mehr wird an

DC-Heimladestationen sind erhältlich, je-

Schnellladestationen mit dem CCS-Combo-

doch bedeutend teurer als AC-Heimlade-

oder dem CHAdeMO-Stecker geladen (DC).

stationen.

verbunden.

Auch

An Schnellladestationen nach EVite-Standard sind alle Steckertypen vorhanden.

AC: «alternating current» (Wechselstrom) Die meisten Heimladestationen laden mit

Weitere informative Merkblätter von Swiss eMobility

Wo finde ich eine freie Ladestation für mein Elektroauto? Die Verfügbarkeit von öffentlichen Ladestationen ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Verbreitung von Elektroautos. Die Ladestellen von verschiedenen Betreiberfirmen werden in der DatenInfrastruktur Elektromobilität (DIEMO) harmonisiert sowie aggregiert und stellen somit ein Gesamtbild der Ladestellen in der Schweiz dar. Die Daten werden in Echtzeit nachgeführt und sind über mehrere Schnittstellen verfügbar. Aktuell werden die Ladestationen der grössten Ladenetzwerke angezeigt. Das BFE lädt weitere interessierte Anbietende von öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge ein, sich anzuschliessen. www.swiss-emobility.ch/de/ladestationsfinder

Wechselstrom. Bei öffentlichen Ladestatio-

29

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Fachwissen

Alternative Antriebe auf dem Prüfstand Der Treibstoffverbrauch von Personenwagen liegt meistens deutlich über den Hersteller­ angaben. Dies gilt auch für elektrische und andere alternative Antriebe, ­wie eine Studie der ETH Zürich und der Empa zeigt. Die Erkenntnisse helfen, wirklichkeitsnahe Szenarien zu Verbrauch und Emissionen zu erstellen. ­Text: Dr. Benedikt Vogel, im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE)

Wer ein neues Auto anschafft, macht

auf diesen Normwerten, und liegen diese

ge wurde auf dem Rollenprüfstand gemes­

schnell die Erfahrung, dass der tatsächli­

systematisch zu tief, entfalten politische

sen (insgesamt 13 vordefinierte Fahrzyk­

che Treibstoffverbrauch deutlich über den

Vorgaben nicht die angestrebte Wirkung.

len), zudem wurden sie von Anfang 2016 bis

Herstellerabgaben liegt. Die Hersteller stüt­

Herbst 2018 an der Empa in den Feldver­

zen sich bei ihren Angaben nämlich auf

Fünf Antriebssysteme untersucht

such geschickt. Die Fahrzeuge absolvierten

Laborwerte. Dort wird der Verbrauch mit

Ein Forscherteam der Eidgenössischen

in 3000 Fahrten insgesamt 115 000 Kilome­

normierten Prüfstandtests bestimmt, die

Technischen Hochschule (ETH) Zürich und

ter. Dabei wurde eine Reihe von Ver­

die reale Fahrzeugnutzung nur unzu­

der Eidgenössischen Materialprüfungs-

brauchsdaten aufgezeichnet.

reichend abbilden. Der früher benutzte

und Forschungsanstalt (Empa) in Düben­

Prüfzyklus hat den Verbrauch im Mittel um

dorf hat nun fünf Antriebssysteme unter­

40 Prozent unterschätzt. Mit dem Prüf­

sucht, mit denen sich heute die Hoffnung

zyklus, der ab 2020 zur Anwendung kommt,

auf einen klimafreundlicheren Verkehr

dürfte die Diskrepanz zwar schrumpfen, für

verbindet. Die vom Bundesamt für Energie

Benzin- und Dieselmotoren aber immer

(BFE) unterstützte Studie untersuchte eine

noch rund 20 bis 30 Prozent betragen. Diese

Testflotte aus fünf Fahrzeugen: ein Elektro­

Abweichungen sind für Autofahrerinnen

fahrzeug (VW e-Golf), ein Plug-in-Hybrid

und Autofahrer ärgerlich. Sie drohen aber

(Audi A3 e-tron), ein Vollhybrid (VW Jetta),

«Eine v ­ ollelektrifizierte Flotte erweist sich als effiziente und robuste Dekarbonisierungsstrategie.»

auch politische Massnahmen etwa in der

ein Gasfahrzeug (Audi A3 g-tron) und ein

Dr. Lukas Küng

Klimapolitik zu untergraben. Die Ver­

Brennstoffzellenfahrzeug (Hyundai ix35

brauchslimiten basieren nämlich aktuell

Fuel Cell). Der Verbrauch der fünf Fahrzeu­

Verbrauch 20 bis 30 Prozent höher als gemäss Herstellerangaben

700

Tägliche Fahrstrecke (km)

600

Die Auswertung dieser Daten zeigte, dass

Brennstoffzellen-­ Gas-­Plug-inPlug-in-Hybrid-­ Hybridfahrzeug fahrzeug

auch bei diesen alternativen Antrieben der tatsächliche Verbrauch 20 bis 30 Prozent

Gasbetriebenes Hybridfahrzeug (Vollhybrid)

500

über den Herstellerangaben liegt. «Also im gleichen Ausmass wie bei Benzin- und

400

 Je nach gefahrenen Kilometern pro Tag ä ­ ndert sich der ­CO2-Ausstoss

300 200

Reines Elektrofahrzeug

ein Hauptergebnis der Studie zusammen. Wie gross diese Abweichung ist, hängt von der individuellen Situation ab. Küng und seine Forscherkollegen konnten zeigen,

100 0

­Dieselautos», fasst Co-Autor Dr. Lukas Küng

dass sich die Abweichungen zwischen Re­ Gas-Plug-in-Hybrid 10

100

200

alverbrauch und Herstellerangaben haupt­ 300

400

500

600

700

800

sächlich

CO2-Gehalt der Elektrizität (gCO2/kWh)

Im Fokus eco2friendly-Magazin

mit

vier

nutzerspezifischen

­Einflussfaktoren erklären lassen: Durch­

30


schnittsgeschwindigkeit

(Stadtverkehr­

vs. Autobahn), Beschleunigungsverhalten («Eco-drive» vs. «dynamischer» Fahrstil), ­Topografie (Flachland vs. Berggebiet) und Aussentemperatur (entscheidend für Ver­ brauch der Nebenaggregate wie Heizung/ Klimaanlage).

Modell der Schweizer Fahrzeugflotte Den Forschern der ETH und der Empa geht es in ihrer Studie nicht darum, den Ver­ brauch eines einzelnen Autofahrers mög­ lichst exakt zu bestimmen. Vielmehr hat­ ten sie das Ziel, auf der Grundlage dieser Erkenntnisse ein Modell zu entwickeln, mit dem sich der Energieverbrauch der natio­ nalen PW-­ Flotte verlässlich abschätzen lässt. Dieses zeigt auf, wie sich Verbrauch

 Erdgasfahrzeug vom Typ Audi A3 Sportback g-tron auf dem Rollenprüfstand der Empa in Dübendorf. Hier e ­ rfolgt die Kalibrierung für eine Abgasmessung im realen Strassenverkehr. Hinten am Fahrzeug ist ein Portable Emission Measurement S ­ ystem (PEMS) montiert. (Foto: Empa)

und CO2-Emissionen der Schweizer Fahr­ zeugflotte verändern, abhängig davon, wel­

In der Schweiz gibt es rund 4,5 Millionen

die Politik parallel auf eine schnellere

che Antriebs­systeme genutzt werden. Eine

Personenwagen, pro Jahr werden 300 000

Substitution fossil angetriebener Autos ­

wichtige Erkenntnis: «In der Schweiz hat

alte Autos durch neue ersetzt. Es dauert

hinwirken, zum Beispiel mit «Abwrack­

sich eine vollelektrifizierte Flotte als effizi­

somit 15 Jahre, bis die ganze Flotte erneuert

prämien» (wobei die Wissenschaftler bei

ente und robuste Dekarbonisierungsstrate­

ist. Um die Fahrzeugflotte «sauberer» zu

diesem ­Vorschlag ohne graue Energie rech­

gie erwiesen», schreiben die Wissenschaft­

machen, reiche es nicht aus, vermehrt

neten). Parallel dazu sollte die Verbreitung

ler im Schlussbericht.

Elektroautos einzusetzen. Vielmehr müsse

CO2-­armer Treibstoffe (E-Fuels, Biot­reib­ stoffe) verstärkt gefördert werden. Den Schlussbericht zum Forschungsprojekt «Realver-

Senkung des CO2 -Ausstosses

brauch konventionell und elektrisch angetriebener Fahrzeuge abbildendes, energiesystemisches Modell des

Die Elektrifizierung der PW-Flotte senkt den CO2-Ausstoss – sofern die Fahrzeuge mit «sau­ berem» Strom betankt werden. Die Wissen­ schaftler des schweizerischen Mobil­itätssektors zur Bewertung von Nachhaltigkeitsmassnah­ men (Esmobil-RED) haben ­errechnet, welche Fahrzeuge bei einem bestimmten «CO2-Gehalt» des Stroms den ­geringsten CO2-Ausstoss ver­ ursachen (siehe Grafik auf der linken Seite). Der Strom, der heute aus Schweizer Steckdosen kommt, ist relativ CO2-arm. • Reine Elektromobile sind für mittlere Tages­ distanzen (50 bis 350 Kilometer) der CO2-ärms­ te Fahrzeugtyp. • Bei grösseren Tagesdistanzen sollte – weil reine Elektroautos noch nicht die erforder­ lichen Reichenweiten haben – auf Plug-in-­ Hybride ausgewichen werden, die den ­getankten Wasserstoff über Brennstoffzellen in Strom umwandeln.

• Wer täglich weniger als 50 Kilometer unter­ wegs ist, fährt mit einem gasbetriebenen Plug-in-­Hybrid am CO2-ärmsten. Schwere Elektroautos mit grossen Batterien sind für ­Tages­distanzen von unter 50 Kilometern, die in der Schweiz 80 Prozent der täglichen Autofahrten ­ausmachen, bezüglich CO2-Aus­ stoss sub­optimal. • Für kurze Distanzen um die 50 Kilometer pro Tag sind entweder Elektroautos mit kleinen, leichten Batterien oder (ebenfalls mit einer leichten Batterie ausgestattete) Plug-in-­ Hybride, die Distanzen unter 50  Kilometer rein elektrisch zurücklegen können, die CO2-ärmsten F ­ ahrzeuge. Es ist wichtig, anzumerken, ­­dass die oben ausgeführten Überlegungen ­­ein Stück weit theoretischer Natur sind, ­da ­zurzeit ­keine gasbetriebenen Plug-in-Hybride oder Brenn­ stoffzellen-Plug-in-Hybride hergestellt ­werden.

31

schweizerischen Mobilitätssektors zur ­Bewertung von Nachhaltigkeitsmassnahmen» (ESMOBIL-RED) finden Sie unter: www.aramis.admin.ch/Texte/?ProjectID=37078 Auskünfte zu dem Projekt erteilt Dr. Luca Castiglioni (l­uca. castiglioni@bfe.admin.ch), Leiter des BFE-Forschungsprogramms ­Mobilität. Weitere Fachbeiträge über Forschungs-, Pilot-, Demonstrations- und Leuchtturmprojekte im Bereich Mobilität finden Sie unter www.bfe.admin.ch/ec-mobilitaet.

eco2friendly-Magazin Im Fokus


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Störströme sicher ableiten Die Elektromobilität bildet einen wichtigen Stützpfeiler in der Dekarbonisierung des Verkehrs- und Transportwesens. Die Komplexität der geforderten Technik stellt jedoch Herausforderungen an die Branche bezüglich der e ­ lektromagnetischen Verträglichkeit. Text: Agro AG

Transiente Vorgänge bei Last- und Drehzahlwechsel verschärfen die EMV-Problematik. Ebenso sind die Miniaturisierung der Komponenten und die Erhöhung der Leistungsdichten der einzelnen Komponenten weitere Hürden in der Umsetzung der Elektromobilität. Deshalb sind schnelle und hochwertige Lösungen gefordert. Die

hohen

Bordnetzspannungen

von

300 Volt bis teilweise über 1000 Volt führen im Bereich der geschirmten Hochvolt­ leitungen, bei den Umrichtern und beim ­DC-DC-Wandler nicht selten zu bisher un­ bekannten Störungen der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV). Durch ­ die taktenden

Leistungshalbleiter

treten

­grosse Strom- und Spannungsänderungen in den Hochvoltleitungen auf. Diese verteilen elektromagnetische Störungen auf das

 Freiheit mit Elektromobilität.  Elektromotor mit Kabelverschraubungen.

Fahrzeug. Dabei können andere Fahrzeugteile beeinflusst werden, und es kann zu Ausfällen anderer elektrischer Geräte in den Nutzfahrzeugen bis hin zu Stillständen

sind in der Lage, selbst bei hohen Frequen-

über die Presshülse auf das Unterteil der

der Fahrzeuge führen. Solche Störungen

zen grosse Störströme sicher abzuleiten.

Kabelverschraubung gewährleistet einen

haben Zeitverlust und Kosten zur Folge.

Ein weiterer grosser Vorteil ist, dass die

erstaunlich niedrigen Übergangswider-

Alterung der Kabelverschraubung keinen

stand.

Einfluss auf die Signalqualität hat.

Diese EMV-Kabelverschraubung wird be-

Kabelverschraubungen statt ­Steck­verbindungen

reits seit Jahren in den verschiedensten

Die Verwendung von geschirmten Hoch-

Funktion

Fahrzeugen eingesetzt und b ­ eweist tagtäg-

voltleitungen ist in der Elektromobilität

Die EMV-Kabelverschraubung wird für die

lich ihre hohe Qualität und Zuverlässigkeit.

eine Grundvoraussetzung. Steckverbin-

direkte

hohen

www.agro.ch

dungen sind weit verbreitet. Eine bessere

­Ableitströmen auf kleinstem Raum einge-

Leading Partner Seite 77

Alternative stellen jedoch EMV-Kabel­

setzt. Die spezielle Presshülse garantiert

verschraubungen dar. Die Agro-EMV-

eine sichere 360-Grad-Schirmkontaktie-

Power­Connect-Kabelverschraubungen

rung. Der direkte Übergang vom Geflecht

Anschlusstechnik

33

mit

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Intelligente dynamische Lastregelung Durch die wachsende Beliebtheit der Elektromobilität werden immer mehr E-Fahrzeuge zeitgleich geladen. Damit sich der damit verbundene Anstieg der Energienachfrage auch zukünftig bewältigen lässt, bietet sich der Einsatz intelligenter Lastmanagementsysteme an. Text: Schneider Electric AG

Obwohl einzelne Ladestationen meist unkompliziert in bestehende Gebäudein­ frastrukturen integriert werden können, belastet der zusätzliche Energiebedarf­ ­ bei der parallelen Versorgung mehrerer ­E-Autos das Stromnetz teilweise erheb­ lich – es folgen eine höhere tarifliche Ein­ stufung oder Sanktionen bei Überschrei­ tung der Vertragsgrenze. Energieverträge lassen sich zwar durchaus anpassen und auch Hausanschlüsse aufrüsten – sowohl aus kurzfristiger (CAPEX) als auch aus

 Mit dem EVlink-Lastmanagementsystem können mehrere E-Fahrzeuge parallel geladen werden. Foto: Stéphane Schmutz

langfristiger (OPEX) Perspektive betrachtet, fallen für diese Nachrüstung jedoch schnell hohe Kosten an.

Dynamische Lastregelung sichert Energieverfügbarkeit Alternativ gilt es daher, mit intelligenten Lastmanagementsystemen, die bereits ver­ fügbare Leistung – bestenfalls gewonnen aus regenerativen Quellen – gleichmässig

Gebäudeverbrauch fällt die Ladeleistung

Stationen unterstützen wiederum bei der

auf Haustechnik und Ladestationen zu

dann lediglich schwach aus, oder sie pau­

Fehleranalyse. Ein RFID-Karten-Manage­

verteilen. Nach der sicheren lokalen Instal­

siert zeitweise. Durch die zusätzliche Defi­

ment erteilt die Ladefreigabe und erlaubt

lation sowie der einfachen Inbetriebnahme

nition von Voll- oder Teillastzeiten lassen

ein einfaches Anlegen, Verändern und

der Ladestationen direkt über das System,

sich zum Beispiel auch vergünstigte Nacht­

Löschen gespeicherter Daten. Mit einer

regelt das EVlink-Lastmanagementsystem

tarife nutzen.

VIP-Funktion kann Nutzern hier auch eine

den Ladestrom von maximal 100 Ladesta­

Priorität zugeteilt werden, die eine Leis­

tionen (oder 200 Ladepunkten) unterteilt in

Kontinuierliches Monitoring

tungsreduzierung bei hoher Auslastung

bis zu zwanzig Zonen dynamisch – also

Intuitive Webserver-Dashboards erlauben

verhindert. Da das Lastmanagement­

stets unter Beachtung der am Netzan­

zudem ein kontinuierliches Monitoring der

system autonom und lokal arbeitet, sind

schluss gemessenen Energie. Um Last­

Ladeinfrastruktur und den bequemen Fern­

grundsätzlich keine Ausgaben für monat­

spitzen zu vermeiden, werden die Ladevor­

zugriff, sodass Ladevorgänge zeit- und

liche Abonnementsgebühren erforderlich.

gänge daher nur bei genügend freien

ortsunabhängig gestartet oder gestoppt

www.se.com/ch

Stromkapazitäten und geringem Verbrauch

werden können. Statusmeldungen und

Leading Partner Seite 89

im Gebäude eingeleitet. Bei einem hohen

visualisierte Echtzeit-Verbrauchsdaten der

Im Fokus eco2friendly-Magazin

34


Praxiswisse

n

Second-Life-Speicher im Test Um bei unregelmässig produziertem Solarstrom Lastspitzen abzufangen oder den Eigenverbrauch zu optimieren, können Batteriespeicher ­ eingesetzt werden. Dabei kommen auch ausgediente Batterien aus Elektrofahrzeugen zum Einsatz, die in ­sogenannten ­Second-Life-Speichern weiterverwendet werden können. Text: Otto Fischer AG

Die Produktion von Batterien benötigt

Testbetrieb bei der Otto Fischer AG

Zusammenarbeit mit der Firma Evtec AG

Schlüsselrohstoffe wie Lithium, Kobalt und

Vor zwei Jahren hat die Firma Otto Fi-

aus Kriens den Einsatz eines Second-Life-­

Nickel. Deshalb wäre es sinnvoll, wenn

scher AG auf ihrem Dach eine Photovoltaik-

Batteriespeichers.

­Batterien möglichst lange im Einsatz bleiben

anlage mit über 900 Modulen und einer Leis-

würden. Lithium-Ionen-Batterien, die in

tung von 257,6 Kilowattpeak installiert. Etwa

Verschiedene Betriebsweisen

Elektrofahrzeugen gebraucht wurden, kön-

60 Prozent des so erzeugten Stroms wird­

Batteriespeichersysteme lassen sich vielsei-

nen zum Beispiel zur Speicherung von Solar-

am Hauptsitz verbraucht. Im Sinne der

tig nutzen und betreiben. Durch den Einsatz

strom

werden.

­Eigennutzung des Stroms ist das verbesse-

eines solchen Systems strebt die Firma Otto

Dadurch wird die Ökobilanz der Elektro­ ­

rungswürdig. Um herauszufinden, ob sich

Fischer AG nun eine Steigerung des Eigen-

fahrzeuge signifikant erhöht, und es können

­diesbezüglich der Einsatz eines Speicher-

verbrauchs um etwa 10 bis 15 Prozent sowie

zusätzliche Erträge generiert werden.

mediums lohnt, testet das Unternehmen in

eine Minimierung der Leistungsspitze um

noch

weiterverwendet

20 Kilowatt an. Eine Lastspitzenminimierung ist vorwiegend werktags sinnvoll; dies, mit dem Ziel, die Lastspitze zeitlich zu verschie-

Leistung in kW

ben und zu glätten. Eine Steigerung des ­Eigenverbrauchs wird hingegen häufig an

Lastspitze

den Wochenenden angestrebt. ­­­Der Eigenverbrauch ist dann nur gering, und d ­ adurch

Verbrauchskurve mit ­Lastspitzenminimierung

kann der in der Batterie gespeicherte Strom zeitversetzt eingesetzt ­werden.  Mit der Lastspitzenminimierung wird die Lastspitze zeitlich verschoben und geglättet.

Zeit Eigenverbrauch

Netzrückspeisung

Netznutzung

Zeit Leistung in kW PV-Erzeugung

Zwischen­ speicherung

Mittag

sind, wird in einer späteren Ausgabe des eco2friendly-Magazins berichtet.

Kurz vorgestellt Die wichtigsten Eckdaten zum Strom­ speicher: • 4 Second-Life-Batterien aus einem ­Nissan Leaf (4 x 24 kWh, Total 96 kWh) • 1 laminierte Lithium-Ionen-Batterie • 192 Batteriezellen (24 kWh) • Batteriespannung 350 V (24 kWh) • Netzanschluss 3 x 400 V AC • Lade- und Entladeleistung 4 x 10 kWh = Total 40 kWh

Verbrauchskurve

Morgen

 Mithilfe eines Batteriespeicher­ systems wird die ­Steigerung ­des ­Eigenverbrauchs ­ermöglicht.

Darüber, wie die Testergebnisse ausgefallen

Abend

35

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Praxiswisse

n

Solarstrom für die Elektroflotte Auf dem Dach des Hauptsitzes der Swisscom in Worblaufen erzeugt eine neue ­Solaranlage erneuerbare Energie. Mit dem zukunftsweisenden Projekt ­ wird überschüssiger Strom genutzt – zum Beispiel mit Ladestationen ­für ­ die Elektroflotte. Pascal Salina, Corporate Responsibility Manager ­ bei Swisscom, gibt Auskunft. Text/Interview: Swisscom AG, Sascha Hardegger

Die Solaranlage in Worblaufen war ein

stationen für Radio und TV, aber auch auf

duktion an Sonnentagen hingegen höher

komplexes Unterfangen. Warum?

kleineren Basisstationen für die Mobiltele­

sein. Einerseits nutzen wir den Grid als

Pascal Salina: In erster Linie machten die

fonie. Zudem ermöglicht der Standort

Speicher. Andererseits können wir damit

Unterschiede in der Dachstruktur das

Worblaufen den Bau der grössten Solar­

neue Lösungen vorantreiben und so ver­

­Projekt so komplex: verschiedene Höhen,

anlage von Swisscom.

schiedene Nachhaltigkeitsaspekte in Ein­

Strukturen und Dachbeläge. Für jeden

klang bringen, zum Beispiel die geplante

Dachtyp haben wir die Statik einzeln ge­

Solaranlagen an sich sind ja zum ­

Ladestation für Elektroautos. Damit be­

prüft. Das Gebäude hat auch Innenhöfe.

Glück nicht mehr sehr revolutionär.

gehen wir ziemliches Neuland; für Anlagen

Man kommt nicht einfach so von Dach zu

­Was macht diese Solaranlage so

dieser Grösse gibt es deutlich weniger

Dach, sondern muss Umwege suchen, was

speziell?

­Beispiele als im privaten Bereich.

die Arbeit erschwert hat.

Ja, Solaranlagen sind Mainstream gewor­ den. Dennoch wird immer noch zu langsam

Die Ladestationen für Elektroautos ­

Was waren die Beweggründe für ­

gebaut. Die Solaranlage in Worblaufen ist

sind ein wichtiger Teil dieses Projekts.

das Projekt, warum der Standort

nicht revolutionär, aber sie ist eine komple­

Welche Herausforderungen sehen ­

Worb­laufen?

xe Anlage. Wie bei den anderen Standorten

Sie dort?

Mit der Anlage auf unserem Hauptsitz

nutzen wir hier den Strom zum Eigen­

Die Herausforderung liegt eindeutig im

­zeigen wir einmal mehr, wie wichtig das

gebrauch und sparen so erhebliche Netz-

Lastmanagement: Man muss eine variable

Thema Nachhaltigkeit für Swisscom ist.

und Gemeindegebühren. Bei den meisten

Anzahl

Wir engagieren uns seit 2005 für erneuer­

Standorten ist der Energiebedarf so gross,

­Ladezeiten und verschiedenen Einspeise­

bare Energie. Das Solarprogramm beinhal­

dass wir den produzierten Solarstrom voll

quellen – Grid oder Solaranlage – zusam­

tet Solaranlagen auf den Telefonzentralen

ausnutzen. In Worblaufen, einem reinen

menbringen, also den Energiebedarf und

und Betriebsgebäuden, auf den Sende­

Verwaltungsgebäude, wird die Strompro­

die Energieerzeugung in Einklang bringen.

Autos

mit

unterschiedlichen

Wer wird die Elektroautos der Swisscom-­Flotte nutzen? In einem ersten Schritt bieten wir die Elektro­autos den Mitarbeitenden in Worb­ laufen als freiwilligen Ersatz für ihre fossil betriebenen Geschäftsautos an. Die Mitar­ beitenden kennen ihre Bedürfnisse logi­ scherweise am besten. Darum wird in dieser ersten Phase niemand gezwungen, auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Ein sehr ­ überzeugendes Argument für den Umstieg sind die monatlichen Kosten. Diese sind für den Elektroverkehr erheblich tiefer.

Im Fokus eco2friendly-Magazin

36


Überschüssiger Strom wird sinnvoll genutzt, unter anderem an den Ladestationen für die E-Flotte.

 Die Solaranlage wird den Strom für die ­k ünftige Ladeinfrastruktur für die Elektroflotte der Swisscom liefern.

 Pascal Salina, ­ orporate Responsibility C Manager

Wie gross ist der Anteil an E-Autos in

noch nie so nah in jeden Projektschritt

beruhigen können. Das zeigt, wie wichtig

der Flotte der Swisscom aktuell, und

­involviert. Ich habe viel gelernt, teilweise

die Nachhaltigkeit auch intern ist. Und dass

wie wird er sich entwickeln?

sehr rasch, damit das Projekt weiterläuft.

die ganze Swisscom bereit ist, zukunfts­

Wir beginnen mit 60 Autos, was nicht ganz

Zusammen mit Topfachleuten haben wir die

weisende Projekte im Bereich Nachhaltig­

drei Prozent der Flotte entspricht. Unser

­grösste Solaranlage in der Geschichte von

keit erfolgreich umzusetzen.

Ziel ist es, den CO2-Fussabruck unserer

Swisscom gebaut und so einen Beitrag zum

www.swisscom.ch

­Mobilität bis 2025 zu halbieren und bis 2030

Aufbau der erneuerbaren Energien in der

Leading Partner Seite 91

auf null zu bringen. Die Flotte sollte also bis

Schweiz geleistet. Das ist eine Riesenfreude.

2030 voll elektrifiziert sein.

Zum Schluss: Gibt es etwas in diesem Wie sieht die Strategie des Gesamtunter-

Projekt das Ihnen besonders in Erinne-

nehmens bezüglich Solaranlagen aus?

rung bleiben wird?

Die Strategie ist einfach: Wir bauen weiter­

Wir haben aus ökologischen Gründen auf

hin Solaranlagen – sofern wirtschaftlich –

die Lieferung von Paletten und Material per

auf eigenen Gebäuden. Dort, wo Swisscom

Helikopter verzichtet, was in dieser Phase

eingemietet ist, prüfen wir Partnerschaften

in Anbetracht der komplexen Dachstruktur

mit den Eigentümern der Gebäude. Das

sehr geholfen hätte. Stattdessen haben wir

­Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft.

den Einsatz eines mobilen Pneukrans

Anlagenleistung: 730 kWp

­geplant. Just am Tag des Einsatzes flog ein

PV-Module: 2353x JASolar 310 Wp

Was waren für Sie persönlich die

Helikopter vorbei – für eine Arbeit bei

grössten Herausforderungen bei diesem

­einem Nachbargebäude. Ein Zufall? Kolle­

Azimut: West: 266°/Ost: 86°/ Nord: 356°/Süd: 176°

Projekt – und worüber freuen Sie sich

ginnen und Kollegen, die Bedenken äusser­

am meisten?

ten be­züglich des Helikoptereinsatzes und

Ich koordiniere die Solarprojekte innerhalb

der U ­ mwelt, haben wir dank einer raschen

von Swisscom seit einigen Jahren, war aber

­internen Kommunikation informieren und

37

Daten und Fakten Projekt: Alte Tiefenaustrasse 6, 3048 Worblaufen

Aufstellwinkel: 10° Ertragsprognose: West: 892 kWp/kWh, Ost: 884 kWh/kWp Nord: 817 kWh/kWp, Süd: 954k kWh/kWp

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Förderprogramm für Elektro- und Hybridbusse Der Ersatz konventioneller Dieselbusse durch Elektrobusse und Hybridbusse spart fossile Treibstoffe ein und vermeidet damit CO2-Emissionen. Das Förder­programm unterstützt neu auch Hybrid-Trolleybusse, wenn diese Dieselbusse ersetzen. Text: myclimate

Die Anzahl Busse mit alternativen An­ triebstechniken auf Schweizer Strassen ist nach wie vor klein. Immer noch stellen konventionelle Dieselbusse bei der Neuan­ schaffung die erste Wahl dar. Hohe Inves­ titionskosten sowie fehlende Erfahrungs­ werte bei den alternativen Technologien gelten dafür als Hauptgründe. Dem will myclimate mit diesem Förderprogramm im Sinne des Klimaschutzes, aber auch im Sinne einer besseren Lebensqualität begeg­ nen. Der Ersatz konventioneller Diesel­ Foto: Eurobus

busse durch Elektrobusse, Hybridbusse und neu Hybrid-Trolleybusse (Batterie-Trol­ leybusse) spart fossile Treibstoffe ein und vermeidet damit CO2-Emissionen. Darüber hinaus tragen die Busse auch zu einer

 Auch der Busbe­treiber Eurobus setzt auf alternative An­triebstechnologien.

nachhaltigen Stadtentwicklung bei und verringern die Luft- und Lärmbelastung. busse zurückgehen, stellt das Bundesamt

Zwölf Busbetreiber nehmen bereits teil

für Umwelt (BAFU) Bescheinigungen aus.

Nicht weniger als zwölf Betreiber werden

Der Verkaufserlös aus den Bescheinigun­

von myclimate bereits unterstützt. Die Re­

gen ermöglicht es Busbetreibern, ihre In­

gionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettin­

vestitionskosten mittelfristig rentabler zu

gen (RVBW) und das private Busunterneh­

gestalten. Auf der Webseite www.myclima­

men Eurobus haben mit ihren Hybridflotten

te.org/busprogramm kann mittels eines

als erste Betriebe am Förderprogramm teil­

Beitragsrechners der individuelle Förder­

genommen. Seither stossen laufend weite­

beitrag für ein Unternehmen errechnet

re kleine und grosse ÖV-Betriebe hinzu.

werden.

Offen auch für private Busbetreiber

www.myclimate.org Leading Partner Seite 88

Das myclimate-Förderprogramm steht ÖV-Betrieben und privaten Busbetreibern in der gesamten Schweiz offen. Für CO2-Einsparungen, die auf den Ersatz von Dieselbussen durch Elektro- oder Hybrid­

Im Fokus eco2friendly-Magazin

38

Haben Sie gewusst? • Ein Unternehmen erhält für die Anschaffung eines Elektrobusses über 10 Jahre lang einen Förderbeitrag von ca. 80 000 Franken. • E-Busse sparen zwischen 60 und 90 Tonnen CO2 und Hybridbusse zwischen 15 und 20 Tonnen CO2 ein im Vergleich zu herkömmlichen Dieselbussen. • Elektrobusse können eine Vorfinanzierung von 60 000 Franken erhalten. • Durch den Betrieb von Elektro- und Hybridbussen trägt ein Unternehmen zur verstärkten Wahrnehmung alternativer Antriebstechnologien in der Öffentlichkeit bei und profiliert sich als umweltbewusstes Unternehmen.


Wettbewerb

Testen Sie Ihr Wissen Beantworten Sie die Wettbewerbsfrage richtig, gewinnen Sie mit etwas Glück eine Übernachtung für zwei Personen in einem Holz100-Zimmer im Hotel Silberhorn in Lauterbrunnen.

Die Wettbewerbsfrage

Wenn Batterien von Elektrofahrzeugen den gespeicherten Strom ins öffentliche Netz zurückspeisen, ist das: a) Vehicle to Grid b) E-Mobility to Grid  c) Battery to Grid

Hotel Silberhorn

Wettbewerbsbedingungen

Das Hotel Silberhorn liegt in der idyllischen

Einsendeschluss ist der 15. Januar 2021.

Berglandschaft im wunderschönen Lauter-

Über den Wettbewerb wird keine Korres-

brunnental mit seinen 72 Wasserfällen und

pondenz geführt, der Rechtsweg ist ausge-

den majestätischen Bergen. Hier kann man

schlossen.

sich bei einer vielfältigen Auswahl an ­Aktivitäten vom Alltag erholen. Am Abend

Gewinner der letzten Ausgabe

kann man sich bei einem Nachtessen aus

Der Gewinner des Wettbewerbs in der Aus-

frischen, regionalen und traditionellen ­

gabe Frühling/Sommer 2020 war: Frédéric

Schweizer Spezialitäten kulinarisch ver-

Meyer, 1814 La Tour-de-Peilz.

wöhnen lassen. Hotel Silberhorn, Familie von Allmen,

So nehmen Sie am Wettbewerb teil:

3822 Lauterbrunnen, Telefon 033 856 22 10,

Die richtige Antwort (a, b oder c) ein­

info@silberhorn.com, www.silberhorn.com

geben unter: e2f.ch/wettbewerb

Holz100

Tipp Die richtige Antwort finden Sie im Beitrag auf den Seiten 14/15. QR-Code scannen und Wett­ bewerbsantwort eingeben

Unter den richtigen Antworten verlosen wir eine Übernachtung für zwei Personen in einem Holz100-Zimmer mit Frühstück und Viergangnachtessen im Hotel Silberhorn in

Holz100 umgibt seine ­Bewohner mit dem unverfälschten Zauber der Bäume. Es schafft eine gesundheits­ fördernde und Lebens­ energie spendende Gebäudehülle, die zu 100 Prozent aus ­naturreinem, mondphasen-­ geschlägertem, heimischem Nadelholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft besteht. Holz100 ist zu 100 Prozent frei von Holzschutzmitteln und Leim.

Lauterbrunnen.

 Erleben Sie einen märchenhaften Urlaub inmitten majestätischer Berge.  Die Holz100-­ Zimmer stehen für ­100 Prozent Holz und 100 Prozent Natur – ­ ein tiefer und ent­ spannter Schlaf ist in ­ diesem natürlichen ­ Klima garantiert.

39

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Experte

Mit Solarenergie zur Autarkie In fast allen Bereichen werden Energieträger allmählich durch ­Elektrizität aus nachhaltigen Quellen ersetzt. Günstiger und effizienter werdende Photovoltaikanlagen bieten Privatpersonen dabei die ­Möglichkeit, nicht nur passiv Strom zu konsumieren, sondern aktiv bei der Stromerzeugung mitzumachen. Text: Ursin Gstöhl, ETH Zürich

und Fassade und eine Luft-Wasser-Wärme-

Haushalte mit einem typischen Schweizer

pumpe für die Heizung berücksichtigt.

Energieverbrauch und einer solaren Ein­

Strom wird in B ­ atterien und in Form von

strahlung von durchschnittlich 1000 Kilo-

Wasserstoff in Wasserstofftanks gespei-

wattstunden pro Quadratmeter. Dabei ­sind

chert. Bei Bedarf – zum Beispiel an einem

die Haushalte auch auf solare Durstrecken

regnerischen Sommertag, aber auch wäh-

mit einer angepassten solaren ­Einstrahlung

rend den kalten, ­grauen Wintermonaten –

auf ebendiese 1000 Kilowattstunden pro

kann diese Energie wieder abgerufen wer-

Quadratmeter von einer konkreten Ort-

Ein grosses Fragezeichen hinter der priva-

den. Dies ist nicht nur, wie bereits der Titel

schaft im Schweizer Mittelland robust ge-

ten Elektrizitätsproduktion und dem aus-

der Studie verraten lässt, im Jahr 2050

testet.

schliesslichen Konsum dieser Energie ist,

möglich, sondern schon heute so für Haus-

ob sie für die ganzjährige Nachfrage des

halte mit bestimmten Annahmen des Ener-

Neben der Dimension von Ein- und Mehr-

Haushaltes ausreicht. Funktionierende

gieverbrauches.

familienhäusern wurde ausserdem unter-

 MSc Ursin Gstöhl, ehem. Department Umweltsystemwissenschaften, Institut für Umwelt­e ntscheidungen,­ ETH Zürich

energieautarke Einfamilien- und Mehr­ familienhaushalte mit der zusätzlichen Verwendung von Elektroautos wären ein vortreffliches Ziel, um erneuerbare Energien zur Elektrizitätsproduktion einzu­ setzen und als Einzelperson aktiv in diese Technologien zu investieren. Doch sind solche autarke, also unabhängige, Systeme in der Schweiz überhaupt technisch

sucht, wie sich die Energieverfügbarkeit

«Eigenen Strom zu produzieren, ist attraktiver, als völlig vom Markt abhängig zu sein.»

aufgrund von neuen beziehungsweise renovierten Haushalten, der Elektrizitätsnachfrage und hinsichtlich der Elektromobilität in zwei Alternativen verhält. Wichtiger noch als diese Aufteilung ist jedoch die Effizienz der Photovoltaikanlagen und die Sonneneinstrahlung.

Ökonomische Perspektive

­realisierbar, und würden sie sich auch ohne finanzielle Unterstützung in naher ­Zukunft

So können sparsame Einfamilienhäuser

Für die Photovoltaikmodule, die Wärme-

rechnen?

mit einem typischen Schweizer Solarprofil,

pumpe und die Speichergeräte werden

heutiger Solartechnologie und effizienten

auch 2050 gewisse Investitionskosten be-

Technische Aspekte

Wärmepumpen bereits die Voraussetzun-

nötigt. Weil vor allem die Speicherung von

Bevor man überhaupt über die Frage nach

gen erfüllen, samt Elektromobilität. Dies

Strom teuer ist, wären vollständig energie-

den entstehenden Kosten sprechen kann,

wird in ­Zukunft mit verbesserten Techno-

autarke Haushalte auch 2050 noch teurer

sollte

Umsetzbarkeit­

logien sogar für Mehrfamilienhäuser mög-

als ­solche, die den Strom auf herkömmliche

von energieautarken Haushalten erhoben

lich sein. Sich heute schon Gedanken über

Weise erhalten. Herkömmlich bedeutet,

­werden. Dies haben wir in einer Studie­

­diese Entwicklung zu machen, ist daher

dass mit dem Einsatz von fossilen Energie-

mit Annahmen für typische Ein- und

­naheliegend.

trägern das Haus beheizt und das Auto be-

die

technische

Mehrfamilien­ haushalte in der Schweiz

tankt wird. Allerdings wurde kein steigen-

­gemacht. Zur Stromerzeugung werden aus-

Die Resultate sind nicht alleine an die

der Preis fossiler Energie­träger aufgrund

schliesslich Photovoltaikanlagen auf Dach

Schweiz gebunden, sondern widerspiegeln

einer CO2-Steuer in Betracht g ­ ezogen, wo-

Energie und Gesellschaft eco2friendly-Magazin

40


Einfamilienhäuser können mit heutiger Solartechnologie, effizienten Wärmepumpen und in Kombination mit Elektromobilität bereits energieautark sein.

«Die Energiewende ist durch erneuerbare Energien zu schaffen.»

Zukünftig wird es laut dieser Studie so sein, dass es attraktiver sein wird, auch eigenen

Die Studie

Strom zu produzieren, als völlig vom Markt abhängig zu bleiben. Im internationalen Vergleich ist die Schweiz kein besonders sonniges Land. Wenn es also hier möglich

durch sich diese Art von Energiebezug er-

ist, ist das Potenzial im Rest von Europa und

heblich verteuern könnte. Ausserdem wur-

der Welt enorm. Der globale Klimawandel

de in d ­er Studie gezeigt, dass mit

entwickelt sich zum weltweiten Problem

erneuerbaren Energien ausgestattete Haus-

unserer Zeit. Die Energiewende ist durch

halte, die noch am Stromnetz angeschlos-

erneuerbare Energien zu schaffen, dafür ­

sen sind, das günstigste Ergebnis erzielt

müssen wir aber jetzt schon beste Rahmen-

werden kann, denn auf Langzeitspeicher-

bedingungen schaffen und bewusst Ent-

geräte bezüglich W ­ asserstoff ­ wurde bei

scheidungen in diese Richtung treffen.

dieser Annahme verzichtet. ­Somit ist die vollständige Energieautarkie als eine zusätzliche Möglichkeit zu sehen, die man

Im Rahmen einer Masterarbeit untersuchten ein ETH-​ Student und sein Betreuer, ob Haushalte, die sich m ­ ittels Photovoltaik mit Energie selbst ver­sorgen, in der Schweiz bis 2050 technisch und wirtschaftlich machbar sind. Die Studie berücksichtigt Haushalte, die sich in folgenden vier Dimensionen unterscheiden: • Einzel- bzw. Mehrfamilienhäuser • neue bzw. renovierte Häuser • fortschrittliche bzw. gemässigte Elektrizitätsreduktion • städtische bzw. ländliche Umgebung Somit entstehen 16 Kombinationen.

sich leistet, wenn man es aus b ­ estimmten Gründen wünscht.

41

eco2friendly-Magazin Energie und Gesellschaft


Fachwissen

Zum richtigen Zeitpunkt geerntet Das Wissen um die Abhängigkeit der Pflanzen von natürlichen Zeitrhythmen lag in der Wissenschaft lange im Dunkeln. Inzwischen ist bewiesen, dass sogar der Mond einen Einfluss hat. So ist zum Beispiel Holz, das zum richtigen Zeitpunkt gefällt wird, dichter und resistenter gegenüber Insekten, Pilzen oder Flammen. Text: Judith Brandsberg

Dass Pflanzen von natürlichen Zeitrhyth-

Wasser im Holz ist nicht gleich Wasser

Wasser, und es kann im Baum bis zu minus

men abhängig sind, weiss man schon seit

im Glas

15 Grad Celsius flüssig bleiben.

langer Zeit. So wird Holz zum Beispiel vor-

Zwischen zehn und mehreren Hundert Li-

zugsweise in den Wintermonaten geerntet,

tern Wasser transportiert ein Baum täglich

Der Einfluss des Monds

weil dann die Bäume «nicht im Saft stehen»

in dünnen Kanälen von den Wurzeln hinauf

Welchen Einfluss der Mond auf das Wasser

und das Holz rascher trocknet. Aber nicht

zu den Blättern. Das Wasser fliesst nicht

im Baum hat, hat Ernst Zürcher, Professor

nur die Jahreszeiten beeinflussen die Bäu-

nur durch die Hauptkanäle im Baum, es

an der ETH Zürich, herausgefunden. In wis-

me, sogar der Mond hat eine Einwirkung

geht bis in die feinsten Kapillarröhrchen,

senschaftlichen Studien hat er untersucht,

auf sie. Das tönt vielleicht esoterisch –

sogar bis in die Holzzellen hinein. «Wasser

wie sich das gefällte Holz verhält, wie wider-

wenn wir jedoch bedenken, dass die Gezei-

im Holz ist etwas ganz anderes als Wasser

ten, also Ebbe und Flut, durch den Mond

im Glas», pflegt Erwin Thoma, ehemaliger

beeinflusst werden, können wir uns gut

Förster und Entwickler des Massiv-

vorstellen, dass der Erdtrabant auch auf das

holz-Bausystems Holz100, zu sagen. So bil-

Wasser, das sich in den Bäumen ­befindet,

det sich zum Beispiel im Winter aus ver-

einen Einfluss hat.

schiedenen Substanzen ein Frostschutz im

«Wasser im Holz ist nicht dasselbe wie ­Wasser im Glas.» Erwin Thoma

standsfähig es ist, je nachdem, zu welchem Zeitpunkt es geerntet wurde. Die Ergebnisse sind erstaunlich. Sobald der Mond abnimmt, beginnen Holzmoleküle im winzigsten ­Bereich ihre feste Oberfläche zu öffnen. Wassermoleküle lösen sich aus dem Wasserverbund und treten in die Oberfläche der Holzmoleküle ein. An den Berührungs­ flächen entsteht so eine «Vermählung» zwischen beiden Elementen. Es wird eine ­sogenannte kolloidale Vermischung gebildet, das ist eine Art gallertartige, geleeähnliche Flüssigkeit. Im Holz gibt es also zwei Arten von Wasser: das Wasser, das in den Hohlräumen und Röhren sowie in den festen Zellwänden zirkuliert, und das gebundene kolloidale Wasser. Wenn der Mond zunimmt, bis hin zum ­Vollmond, wandern die Wassermoleküle

Energie und Gesellschaft eco2friendly-Magazin

42


Sascha Schär / N11 Architekten

 In diesem aus Mondholz gebauten Haus gibt es keine Heizung, keinen Kamin und keine PV-Anlage mehr. Trotzdem wir es innen nie kühler als 19 Grad.

 Sich wohlfühlen in Vollholz. Belastende Leimplatten gibt es nicht mehr.

 Bei abnehmendem Mond und bei Neumond gefälltes Holz ist besonders ­widerstandsfähig.

wieder in die umgekehrte Richtung aus den

gebundene Wasser die Verbindung auflöst

Quelle: Holzwunder, die Rückkehr der Bäume in unser

Zellwänden heraus in die Übergangszone

und den Platz in den Zellwänden verlässt,

Leben. Im Buch integriert ist ein Mondkalender. Autor:

und weiter in die Hohlräume. Zunehmende

zieht sich die Holzstruktur zusammen. ­Je

Mondphase ist also Trennungszeit für Was-

nach Faserrichtung kann sich das Volumen

Mehr wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Forschun-

ser- und Holzmoleküle. Dieses Hin und Her

um 8 bis 12 Prozent verringern. Mondholz,

gen von Prof. Ernst Zürcher: Die Bäume und das Unsicht-

ist, wie wenn der Baum pulsiert oder «at-

bei abnehmendem Mond geerntet, hat

met».

mehr gebundenes Wasser im Innern. Es

Ing. Dr. Erwin Thoma. ISBN 978-3-7104-0105-3

bare. ISBN: 978-3-03800-925-2

zieht sich also bei der Trocknung stärker

Wie stark Holz schwindet

zusammen. Dadurch wird das Holz dichter,

Wichtig zu wissen ist nun: Obwohl es diese

druckfester und auch resistenter gegen-

verschiedenen Wasserzustände im Holz

über Pilzen, Insekten oder Flammen. Die

gibt, bleibt die Wassermenge im Baum im-

richtige Holzernte, das sogenannte Mond-

mer gleich. So könnte man denken, dass

holz, kann jedes chemische Holzschutz-

Holz um die Menge des Wassers schwindet,

mittel überflüssig machen.

wenn es trocknet. Wie stark das Holz bei der Trocknung schwindet, ist aber nicht nur

Es ist derselbe Aufwand, ob Bäume bei

durch die Wassermenge bestimmt. Wenn

­zunehmendem oder abnehmendem Mond

das Holz die Trocknung beginnt, geschieht

gefällt werden. Deshalb sollte man es ein-

dies in einer spezifischen Reihenfolge. Das

fach versuchen. Denn wenn eine Qualitäts-

frei fliessende Wasser fliesst zuerst ab, erst

verbesserung erzielt wird, indem die

danach die gebundenen Wassermoleküle.

­Holzernte in der «richtigen» Mondphase

Solange das freie Wasser das Holzstück

durchgeführt wird, können wir doch

verlässt, passiert nichts. Wenn jedoch das

­eigentlich nur gewinnen.

43

Häuser werden rezyklierbar Wenn Massivholzwände aus Mondholz für den Hausbau verwendet werden, entstehen Häuser, die so gut gedämmt sind, dass es sehr wenig Energie für ihre Beheizung benötigt. Wird der Wandaufbau zudem durch mechanische Verbindungen mit staubtrockenen Holzdübeln geschaffen, ohne Leim oder Metall, giftige Chemie oder Holzschutzmittel, können diese Häuser nach ihrem Lebenszyklus rezykliert werden, und das Holz kann wiederverwendet werden. Weitere Informationen: www.thoma.at

eco2friendly-Magazin Energie und Gesellschaft


Gemeinsam die Energiezukunft angehen Das Energy Lab. hat sich aus dem Netzwerk des Innovationsparks Zentralschweiz formiert, um die Herausforderungen der Energiewende anzunehmen und anzugehen. Das Ziel ist es, mit kollaborativen Innovationsprojekten den Wandel zu beschleunigen und eine lebenswerte Zukunft zu sichern. Text: Innovationspark Zentralschweiz

Das Thema Energie ist umfassend und ­allgegenwärtig. Wo über die Zukunft gespro­ chen wird, wird auch über Energie, Energie­ formen und Energiequellen diskutiert. Denn um die Zukunft massgeblich mitgestalten zu können, muss man sich unausweichlich mit der Energiethematik auseinanderset­ zen. Das Massnahmenpaket des Bundes­ rates zur Energiestrategie 2050 unterstreicht und verdeutlicht dies.

Energy Lab. Aufgrund dessen und ganz im Sinne von Open Innovation hat sich im Innovations­ park Zentralschweiz das Energy Lab. for­ miert. Mehr als 200 proaktive Mitglieder und Forschungspartner haben sich gemeinsam

 Es finden jährlich sechs Lab-Workshops statt.

zum Ziel gesetzt, den Energiewandel durch Innovation voranzutreiben. Thematisch fokussiert sich das Lab in erster Linie auf die

den Umsetzbarkeit werden als Projekte

fördern und einen klaren Überblick über die

gebaute Umwelt und auf Energiesysteme.

innerhalb des Labs entwickelt.

laufenden Projekte zu haben, um so einen

Methodischer Aufbau

Das methodische Vorgehen beinhaltet jähr­

Der Kern des Labs bildet ein Lab Team mit

lich sechs Lab-Workshops und dazwischen­

Vertretern – unter anderem aus der Hoch­

liegende Arbeitssprints. In den zweimona­

schule Luzern und dem NEST der Empa.

tigen Sprints wird an den verschiedenen

Das Team des Energy Lab. hat viel Vor­

Projekten gearbeitet. In den Workshops

arbeit in den methodischen Aufbau und

werden neue zu lösende Aufgaben auf­

in die Aktivierung potenzieller Mitglieder

genommen und die Fortschritte und die

des Labs gesteckt. Erste Projekte sind am

Ergebnisse der laufenden Projekte vor­

Anlaufen, und das Lab kann sich über ein

gestellt und objektiv bewertet. Welche Pro­

starkes und engagiertes Netzwerk freuen.

jekte will man weiterführen, welche muss

Zukünftig werden eingegebene Challen­

man anpassen und welche müssen auf­

ges die Aktivität im Lab wegweisend

grund von fehlendem Erfolg eingestellt

­b estimmen. Challenges mit einem span­

­werden? Die Ziele des Energy Lab. sind, eine

nenden Ansatz und einer entsprechen­

agile und methodische Vorgehensweise zu

Beitrag zur Energiestrategie 2050 leisten zu

Energie und Gesellschaft eco2friendly-Magazin

44

können. https://building-excellence.ch Leading Partner Seite 87

Interesse? Bist du interessiert im Lab mitzuwirken, oder hast du eine vielversprechende Challenge, die du alleine nicht bewältigen kannst? Dann besuche unsere Website und kontaktiere uns. Wenn nicht jetzt, wann dann? https://building-excellence.ch


Technologie für eine CO2 -freundliche Zukunft Fernüberwachungs- und Steuergeräte kommen schon lange zum Einsatz, dabei geht es meist um die Sicherheit und Verfügbarkeit einer Anlage. Bei gezielter Verwendung der neu vorhandenen Technologien kann dabei viel mehr entstehen, nämlich Bedienungskomfort und Nachhaltigkeit. Text: ComatReleco AG

Anwender von neuen Technologien sind oftmals nicht ausgebildete Fachpersonen. Daher sollten Apparate und Geräte, die über ein DIN-Gehäuse verfügen und tendenziell

Fernsteuerung für Heizung, Lüftung, Klima, Garagenzufahrt, Fenster- und Türkontakte, Fern­einschaltungen, Fernüber­ wachungen und vieles mehr …

auf einer TS35-Schiene montiert werden, zwingend von einer Fachperson installiert werden. Der Installateur ist für den korrekten Anschluss der Sensorik und Aktorik verantwortlich. Und somit profitiert der Anwender vom Know-how der Schweizer

,

1358

f- Garage

Fachkräfte, die auf allen Stufen, vom Elek-

Garage

CMS-1 0R-0AC

triker bis hin zum Fachingenieur, bestens

� Connection

ausgebildet sind.

Status

Signalstrength

Werden Fernüberwachungs- und Steuergeräte in einem Schaltschrank verbaut, ist der Zugang schwierig. Änderungen einer

2. Dooropen

Gerätekonfiguration oder die Erweiterung von Benutzern über lokale Kabelverbindun-

0 °

3. Temperature 4. Humidity

40 C 24.4%

 Fernüberwachung und Fernsteuerung für entspanntes Wohnen

gen zwischen Laptop und Gerät wären insgesamt aufwendige und kostenintensive Prozeduren.

die Bedienoberfläche der Cloud oder mit der

­sehen und empfangen kann, wer was steu-

App auf dem Smartphone.

ern darf, oder er kann das Gerät sogar durch

Einfache Bedienung

einen ­Dritten verwalten lassen.

ComatReleco hat sich bei der Entwicklung

Datensicherheit

des CMS10R-Messaging-Systems deshalb

Der Cloud-Server, h ­ ttps://iot.comatreleco.

Nachhaltigkeit

für eine sogenannte Cloud-Lösung ent-

com, befindet sich in der Schweiz. Sämt­

Indem das Gerät nach der Inbetriebnahme

schieden. Somit ist die Bedienoberfläche

liche Konfigurations- und Anwenderdaten

über Mobilfunknetz ortsunabhängig ange-

zur Verwaltung und Konfiguration des

sind gut verwahrt und mit entsprechenden

sprochen werden kann, wird die Verminde-

­Geräts nicht lokal auf einem PC installiert,

Massnahmen geschützt. Jedes Gerät weist

rung von CO2-Emissionen massgeblich

sondern ist via Internetbrowser von jedem

eine zwölfstellige Seriennummer auf, die

­unterstützt. Fernüberwachung und Fern-

PC oder Smart Device wie H ­ andy oder ­Tablet

mit der Konfiguration der entsprechenden

steuerung sind die Basis dafür. Allfällige

erreichbar. Sobald der Installateur seine

Anlage verknüpft wird.

Servicegänge müssen nicht mehr vor Ort

Arbeit abgeschlossen hat, kann der Anwen-

Der Eigentümer des Geräts bestimmt, wer

erfolgen. Die Konfigurationsanpassungen

der von der Couch aus auf seine G ­ eräte zu-

in welcher Form Zugriff auf das Gerät

lassen sich aus der Distanz bewerkstelligen.

greifen. Der Anwender b ­ edient das Gerät,

­erhält. Er kann Benutzer verwalten und

www.comatreleco.com

auch ohne technische Vorkenntnisse über

entscheiden, wer Statusinformationen

Leading Partner Seite 79

45

eco2friendly-Magazin Energie und Gesellschaft


Nachhaltig produzieren – lange, bevor es Trend wurde Möglichst günstige Produkte mit einem hohen Absatzvolumen auf den Markt zu bringen, ist das Ziel vieler Unternehmen. Dabei wären qualitativ hochwertige und langlebige Produkte nachhaltiger, und der ökologische Fuss­ abdruck in der Produktion wird verbessert. Text: W. Schneider + Co AG

In einer Zeit, in der schnelllebige Massenprodukte mit möglichst tiefen Produktionsund Transportkosten auf dem Vormarsch sind, könnte der Fokus auf Langlebigkeit von Produkten aus wirtschaftlicher Sicht als Eigentor betrachtet werden. Langlebigkeit kann aber als Basis für nachhaltiges Produzieren angesehen werden. Denn bei Produkten, die eine lange Lebensdauer aufweisen, verringert sich der ökologische Fussabdruck der Produktion im Verhältnis

 Aluminiumprofile auf Millimeter geschnitten

zur Nutzungsdauer am stärksten. Aus diesem Grund tüftelte das Unternehmen W. Schneider + Co AG bereits in den 1960er-Jahren an einem neuen Grundmaterial, das sich für den dazumal hauptsächlich aus Holz bestehenden Spiegelschrank besser eignete. Aluminium stellte sich dabei als das geeignete Material heraus, da es nicht nur schimmelfrei bleibt, sondern auch langlebig, robust, einfach zu reinigen

dem Aluminiumgehäuse ist das Licht ein

duktion führen zu tiefen Lagerkosten, der

und vor allem endlos recycelbar ist. Seit

weiterer wichtiger Baustein eines Spiegel-

Platzverbrauch wird gesenkt und somit

2020 bezieht Schneider das Aluminium zur

schrankes. Bei der Wahl der Lichtquelle

wertvolle Ressourcen eingespart. Durch die

Fertigung der Aluminiumprofile aus 100

wird ebenfalls darauf geachtet, dass Lang-

optimierte Produktion spart das Unterneh-

Prozent recyceltem Aluminium. Das Rest-

lebigkeit gegeben ist, weshalb vorwiegend

men jährlich 1,8 Tonnen Verpackungskar-

aluminium, das nach der Produktion an-

LED-Komponenten

werden.

ton ein. Transportwege sind ein grosser

fällt, wird ebenfalls erneut recycelt.

Brennt das Licht im Spiegelschrank eine

Verursacher von CO2-Emissionen, weshalb

Stunde pro Tag, beträgt die Lebensdauer der

die Firma W. Schneider + Co AG bewusst

LED-Lichtbänder stolze 87 Jahre.

Lieferanten aus der Schweiz und dem

Materialien auf Langlebigkeit

eingebaut

ausgerichtet

grenznahen Ausland vorzieht.

Aluminiumprofile sind ein grundlegender

Moderne Produktion und lokale Partner

Bestandteil eines Spiegelschrankes, wo-

Als Basis für nachhaltiges Produzieren

durch seine Lebensdauer im Gegensatz zu

braucht es hochmoderne Maschinen und

herkömmlichen Materialien wie Holz oder

effiziente Produktionsabläufe. Das Lean

Kunststoff mehr als verdoppelt wird. Nebst

Management und die Just-in-Time-Pro-

Energie und Gesellschaft eco2friendly-Magazin

46

www.wschneider.com Leading Partner Seite 90


Machbarkeitsstudie Energieautarkie In einer Machbarkeitsstudie für ein Recyclingunternehmen haben zwei Studierende ­­ der ABB Technikerschule die Evaluation von Speichersystemen und des ­Last­managements vorgenommen. Damit wollten sie prüfen, ob eine 100-prozentige ­Energieautarkie in diesem Betrieb bereits möglich sei. Text: ABB Technikerschule

Seit 2016 besitzt die Firma Steinauer AG Recycling und Umweltservice eine Photovoltaikanlage (PVA) mit einer Leistung von 179 Kilowattpeak. Aktuell können nur 39 Prozent der erneuerbaren Energie im ­Betrieb selbst genutzt werden. Die restlichen 61 Prozent werden in das Stromnetz von EKZ eingespeist.

Bessere Nutzung der P ­ hotovoltaikanlage Deshalb gelangte der Firmeninhaber an die

 PV-Anlage auf dem Gebäudedach der Firma Steinauer AG. Mit einem Batteriespeicher in Kombination mit einem Energiemanagementsystem kann der ­Autarkiegrad von 39 Prozent auf 77 Prozent erhöht werden.

ABB Technikerschule mit dem Wunsch, in einer Machbarkeitsstudie eine bessere Nutzung der erzeugten Energie aus der PVA zu prüfen. Der Herausforderung haben sich die beiden Studenten Cornel Zehnder und Sergio Zambelli in ihrem Bildungsgang zum dipl.

und dem Lastmanagementsystem der

einem zweiten Schritt kann dann ein Batte-

Techniker HF, Energie und Umwelt anläss-

­Autarkiegrad von 39 Prozent auf 77 Prozent

riespeichersystem integriert werden.

lich ihrer Diplomarbeit angenommen.

erhöht werden könnte. Die bereits vor­ handenen und zukünftig geplanten Elektro-

Speichersystem und Lastmanagement

fahrzeuge des Betriebs wurden ebenfalls in

Die Studierenden suchten nach realisier­

die Berechnungen mit einbezogen. Der Be-

baren Speichermöglichkeiten auf der Basis

trieb eines Batteriespeichers mit einem

von chemischen Batteriespeichern sowie

Lastmanagement­system könnte gemäss

Speichern auf Wasserstoffbasis. Aufgrund

den Wirtschaftlichkeitsberechnungen fi-

der sehr hohen Investitionskosten und nach

nanziell rentabel sein, dies ist jedoch stark

Rücksprache mit einem Experten wurde die

von der Nutzung der Elektrofahrzeuge ab-

Speicherung auf Wasserstoffbasis nicht

hängig.

­weiterverfolgt, und ein chemischer Batteriespeicher wurde gewählt. Zur Regelung der

Aufgrund dieser Erkenntnisse empfehlen die

Energieströme wurde ein passendes Last-

Studenten dem Auftraggeber in einem ers-

managementsystem evaluiert.

ten Schritt den Ausbau eines Lastmanagementsystems ohne Batteriespeichersystem.

www.abbts.ch Leading Partner Seite 77

Ausbildung mit ­Zukunfts­potenzial An der ABB Technikerschule können verschiedene Bildungsgänge, Nachdiplom­ studien, höhere Fachprüfungen oder ­Weiterbildungskurse absolviert werden.­ Zum Beispiel die folgenden: • Dipl. Techniker/in HF Systemtechnik Schwer­punkt Gebäudeautomatik Studienbeginn: Mitte Oktober 2020

Autarkie und Wirtschaftlichkeit

Somit kann in regelmässigen Abständen

• Dipl. Techniker/in HF Energie und Umwelt Studienbeginn: Mitte Oktober 2020

Die Testergebnisse zeigten, dass mit der

eine Analyse der Energieströme und der

Kombination des Batteriespeichersystems

Wirtschaftlichkeit durchgeführt werden. In

Weitere Informationen auf: www.abbts.ch

47

eco2friendly-Magazin Weiterbildung


Bildungslandschaft Gebäudeinformatik (GIN) wächst Gebäudeinformatiker/innen verstehen ein modernes Gebäude als ein komplexes System, das neben den architektonischen Qualitäten auch den technologischen Möglichkeiten gerecht werden soll. Die Technik wird erlebbar. Text: SwissGIN

Gebäude und Städte werden intelligenter.

Wünschen ihrer Kundinnen und Kunden

Gebäudes mit oft wechselnden Nutzungen

Deshalb entwickelt sich das Bauen zu einer

vernetzen.

gewährleistet werden.

immer anspruchsvolleren Aufgabe, die

Die Entwicklungen in der Gebäudetechnik,

interdisziplinäres Denken und Handeln ­

der Informatik und den Planungsmethoden

Rasante Entwicklung im Bereich IoT

­sowie fundiertes Fachwissen der Beteilig-

(BIM) sowie Simulationsmöglichkeiten

Einer der Treiber dieser Entwicklung ist der

ten voraussetzt. Dabei sind jene Fachkräfte

sind Hilfsmittel, die die Fachkräfte unter-

­rasante Fortschritt im Bereich Internet der

gefragt, die über ihre angestammten

stützen. Dies setzt eine stete Weiterbildung

Dinge (IoT). Die Gebäudeinformatik vereint

­Gewerke- und Branchengrenzen hinaus-

voraus. Nur dadurch können künftig die

die traditionellen Gewerke und in ­r asch

denken und alle Facetten der Technik im

besten Lösungen für den ganzen Lebens® zyklus (SIA-Phasen eins bis sechs) eines

zunehmendem Masse auch den Bereich

Gebäude korrekt sowie entsprechend den

www.swiss-gin.ch

GIN-Gebäudeinformatik Bildungslandschaft

Multimedia mit den Themen E-Mobility,

Eidg. Berufs- und höhere Fachprüfung Gebäudeinformatiker/-in mit eidg. Diplom (Projektleiter)

Höhere Fachschulen

SIA-Phasen

Marketing | Finanzen Recht | Personal | Leitung

Gebäudeinformatiker/-in mit eidg. Fachausweis (Fachleiter)

www.mmts.ch

Gebäudeinformatiker/-in HF (Spezialist)

Gebäudeinformatiker/-in NDS (Berater)

Architektur | Services Management Safety & Cyber & Security Algorithmik

Koordination | Beratung Systeme | Automation SIA-Phasen

SIA-Phasen

Gebäude- & Energiemanagement Sicherheit | Konzeption

weitere tertiäre Abschlüsse mit GIN-Zugang

SIA-Phasen

Gebäudeinformatik Zertifikatslehrgang (ZRT) 1 Semester (IoT / Vorb. HF) *empfohlen Multimediaelektroniker/in EFZ (MME)

weitere Berufe mit GIN-Zugang

• • • •

• • • • • •

Verkauf & Service (Installation, Inbetriebnahme, Unterhalt, Reperatur) Audio-, Video- & Sicherheitstechnik, Unterhaltungselektronik Empfangs- & Übertragungsanlagen Kabel- & Netzwerkanlagen, Automation

Berufliche Grundbildung

SIA-Phasen

Telematiker/in Automatiker/in Informatiker/in Gebäudeinformatiker/in Planer/in HLKSE weitere verwandte Berufe

Obligatorische Schulzeit Bildungslangschaft 3v2 (GIN) im Bauprozess  Gebäudeinformatik

Weiterbildung eco2friendly-Magazin

© 2020 SwissGIN

48


­Digital Signage (Audio/Video), Mixed Rea-

Fachkräfte von der Vorstudie bis zur

­kürzeren Einblick bietet der Intensivwork-

lity und IoT zu einem durchgehenden

Bewirtschaftung

shop (1 Tag) zu IoT, der an drei Standorten

System. Damit werden die Wirkung der

Die Anforderungen an die Gebäudeinforma-

angeboten wird.

einzelnen Komponenten und die Gesamt-

tik müssen durch eine ausgebildete und

Auf spannende gemeinsame Bildungsent-

leistung optimiert. Dies ermöglicht we-

interdisziplinär agierende Fachkraft – aus

wicklung und Ihre Feedbacks freuen sich

sentliche ökonomische sowie ökologi-

der Gebäudeinformatik – in einer frühen

SwissGIN und MMTS.

sche Optimierungen wie zum Beispiel

Planungsphase jedes Projekts eruiert und

eine wesentliche Energieeffizienzsteige-

dokumentiert werden. Um stets über genü-

rung. Voraussetzung für eine reibungs-

gend Fachkräfte in den unterschiedlichen

lose Interoperabilität zwischen den ein-

Bauphasen nach SIA und den einzelnen

zelnen Produkten sind standardisierte

Gewerken (HLKS, Elektro, Energie, Auto­ ­

Schnittstellen und Protokolle. Unabding-

mation, Multimedia, Sicherheit, Kommuni-

bar ist die Zusammenarbeit, um die ra-

kation usw.) zu verfügen, wurde das Bil-

santen technologischen Fortschritte in

dungskonzept Gebäudeinformatik über die

die Bildung zu bringen. Zu diesem Zweck

Berufs- und Weiterbildung 2008 lanciert.

gründeten SwissGIN und MMTS die Stif-

Anfang 2020 startet der Gebäudeinforma-

tung SmartTech Education swiss. Intelli-

tik-Zertifikationslehrgang für Multimedia-

gente Gebäude und Städte der Zukunft

elektroniker, Telematiker und Automatiker.

werden durch Multi­media-,­Gebäudetech-

In einem Semester wird anhand eines

nik- und Informatik-Fachkräfte realisiert,

IoT-Praxisprojekts

die sich jetzt weiter­bilden. Möglichkeiten

Cloud, Visualisierung usw.) das Verständnis

finden sich viele, zum Beispiel in den eco­

für die Gebäudeinformatik e ­rzeugt. Im

2friendly-Trainings oder in den nachfol-

Herbst 2020 und Frühling 2021 starten

gend kurz erläuterten Kursen.

bereits die zweiten Durchgänge. ­ ­ Einen

(Sensoren,

Aktoren,

www.swiss-gin.ch Leading Partner Seite 92

Kursstarts Zertifikatslehrgang Gebäudeinformatik SwissGIN/MMTS: • E-Profi Education, Eschenbach, ab 22.10.2020 • MMTS BBZ, Grenchen, ab 5.9.2020 • TBZ Zürich, ab 22.2.2021 IoT-Intensivworkshop (1 Tag) E-Profi Education am 7.10.2020 Gebäudeinformatiker/in HF SwissGIN, ab 5.3.2021

Mehrwert für Bauherren

Antworten zum

nachhaltigen Bauen, Sanieren und Wohnen

Patronat: Kanton Aargau. Patronat: Kanton Aargau. Hauptpartner: Patronat: Kanton Aargau. Hauptpartner: Hauptpartner:

Öffnungszeiten:

49

umweltarena.ch

eco2friendly-Magazin Weiterbildung


Mit der Praxisprüfung zur Fachkundigkeit Bereits ein Studium abgeschlossen und die Karriere in einem Elektro- oder Kontrollunternehmen oder die Selbstständigkeit geplant? Dann ist die Praxisprüfung (PX) gemäss NIV der Weiterbildungsweg dazu. Bis Ende Jahr geht dies noch in zwei Schritten. Text: E-Profi Education

Wer ein HF- oder FH-Studium abgeschlos-

Erster Schritt: Kontrollberechtigung

Die Fachkundigkeitsbescheinigung

sen hat und drei Jahre Praxis im Installie-

Die Weiterbildung zur Fachkundigkeit er-

Nach der bestanden Prüfung zum/zur Sicher-

ren ausweisen kann, dem steht der Weg zur

folgt aktuell in zwei Schritten (Bild 1). Der

heitsberater/in bereiten sich die Teilnehmer

Fachkundigkeitsbescheinigung

gemäss

erste Teil (Kontrollberechtigung) wird bei

mit den Abschlussfächern Projektieren und

NIV Artikel 8 offen. Damit kann man beim

E-Profi Education absolviert. Für diesen Teil

Technische Projektanalyse auf die Abschluss-

eidgenössischen Starkstrominspektorat

der Ausbildung erstattet das SBFI 50 Prozent

prüfung Fachkundigkeit bei EIT.swiss vor.

ESTI eine allgemeine Installationsbewilli-

der Kursgebühren nach der erfolgreichen

gung beantragen, die berechtigt, in der gan-

eidgenössischen Prüfung Fachkundigkeit

Ab 2021 neue Prüfungsordnung

zen Schweiz Elektroinstallationen auszu-

zurück.

Ab März 2021 starten die Praxisprüfungen

führen. Mit der Praxisprüfung (PX und PXP)

(PXE) nach der neuen Prüfungsordnung

steht dabei ein verkürzter Weg bis zur Prü-

Zweiter Schritt: Sicherheitsberater

2018 (PO2018). Damit erfolgt die Weiterbil-

fung bei EIT.swiss offen. Die Ausbildung

Für die Ausbildung zum Sicherheitsberater

dung an einem Stück. Der Abschluss «Kon-

kann bei E-Profi Education absolviert wer-

werden die Schemakenntnisse bei E-Profi

trollberechtigung» ist somit nicht mehr

den,. Erfahrungsgemäss erzielen E-Pro-

Education erlernt, danach erfolgt die Vor-

möglich, und für diesen Teil entfällt auch

fi-Absolventen bei den eidgenössischen

bereitung auf die Abschlussprüfung bei EIT.

die SBFI-Subjektfinanzierung. Wer also

Prüfungen eine höhere Erfolgsquote.

swiss selbst.

noch nach aktuellem Reglement (R2010) die Prüfung ablegen möchte, kann die letzte Chance mit dem Ausbildungsstart bei

Schriftliche Schlussprüfung in der Schule

Abschlussprüfung BMPK Normen

Schemakenntnisse

Sicherheitskontrolle

Fachnote 1: Zulassungsbedingung zur Abschlussprüfung BMPK (= mind. 4,0)

Messtechnik

E-Profi Education am 3. November 2020 ­ergreifen. www.e-profi.ch Leading Partner Seite 80

Fachnote 2: Alle Teilfächer sind Fallnoten.

Elektro-Sicherheitsberater/-in mit eidg. Fachausweis: Durchschnitt der Fachnoten 1–2, mind. 4,0 (Kontrollberechtigung)

• Gebäudeinformatiker/-in Zertifikatslehrgang SwissGIN/MMTS:22. Oktober 2020 • Praxisprüfung gemäss NIV (R2010): 3. November 2020 • Elektroprojektleiter/-in Installation und Sicherheit (BPE): 2. Februar 2021 • Fachleute Unternehmensführung mit eidg. FA (FUF): 3. März 2021 • Brandschutzfachfrau/-mann (BSF): 16. Juni 2021

Abschlussprüfung BMPK Projektierung Technische Projektanalyse Fachnote 1–2: alle Teilfächer sind Fallnoten.

Fachkundigkeitsbescheinigung: Durchschnitt der Fachnoten 1–2, mind. 4,0  Fachkundigkeitsbescheinigung – in zwei Schritten zum Erfolg

Weiterbildung eco2friendly-Magazin

Die nächsten Kursstarts

50


Dezentrale Gebäudeautomation Indem Flachkabelsysteme eingesetzt werden, wird die Gebäudeautomation ressourcenschonend und energiesparend. Zudem können mit einer dezentralen Flachkabelinstallation bis zu 80 Prozent der Kabelmenge eingespart werden. Text: Woertz AG

Stellen Sie sich vor, in einem Gebäude zu wohnen, das weiss, wann Sie da sind und wann Sie gehen — entsprechend wird der Raum klimatisiert. Wenn Sie zu wenig Licht haben, wird gemessen, ob es ausreicht, die Lamellen Ihrer Jalousie zu verstellen, oder ob die Beleuchtung angepasst werden soll. Das Gebäude weiss, wie warm es ist, und bevor die Sonne den Raum unnötig aufheizt, werden die Lamellen der Jalousie so eingestellt, dass der Raum zwar beleuchtet, aber nicht von der Sonne erhitzt wird. Oder

 Bei der dezentralen Gebäudeverkabelung mit einem Flachkabel können 80 Prozent der Kabelmenge eingespart werden.

nachts wird die noch eingeschaltete Beleuchtung ausgeschaltet und Stromkreise wie Monitore, Rechner oder Drucker werden

 Zentrale Gebäudeverkabelung

deaktiviert. Das ist Gebäudeautomation.

Ein einziges Kabel Ein offenes dezentrales System erlaubt eine Installation ohne zentralen Schaltschrank. So werden mit einem einzigen Kabel alle Aktoren und Sensoren verbunden. Das Flachkabel bietet eine ressourcenschonende und energiesparende Lösung. 80 Prozent der Kabelmenge, gegenüber ei-

integrierten Datenleitungen im Kabel er-

die Isolation durchdringt und in die Kabel-

ner Rundkabelinstallation, können einge-

möglichen eine Erweiterung der Energie-

litze gelangt. Durch die Dehnung entsteht

spart werden durch dieses System, das zu-

versorgung und die Ansteuerung von Ge-

der Anpressdruck, der die Stromübertra-

dem schnell ist und mit einem tiefen

bäudeautomationskomponenten.

gung zwischen den Drähten begünstigt und

Fehlerrisiko punktet.

Mit dem dezentralen System ist es möglich,

niedrige Widerstandswerte garantiert. Das

jederzeit flexibel und überall Abzweigun-

Flachkabelsystem ermöglicht eine nach-

Flexibel und anpassungsfähig

gen direkt vom Flachkabel zu tätigen. Mit

haltige Installation für die Gebäudeverka-

Das Woertz-Flachkabelsystem erlaubt die

der Piercing-Technologie sind Abzweigun-

belung.

Vorkonfektionierung montagefertiger Ka-

gen ohne Unterbruch des Flachkabels und

www.woertz.ch

belstränge und kann in allen Bau- und Nut-

ohne Gebrauch von Spezialwerkzeugen

Leading Partner Seite 95

zungsphasen kurzfristig veränderten An-

möglich. Die Kontaktierung erfolgt mittels

forderungen

Messertechnik, bei der die Spitzschraube

angepasst

werden.

Die

51

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Die Fäden in der Hand Hatte früher ein Kunde beim Schweizer Stickmaschinenhersteller Lässer eine ­Maschine bestellt, musste der Anlagenspezialist spätestens bei einer ­ Wartung ­oder im Fall eines Fehlers vor Ort sein. Heute kann Lässer per Remote-­ Access-Service orts­unabhängig auf Maschinen zugreifen. Text: Weidmüller AG

Wenn Mode mit raffinierten Stickereien

Vor-Ort-Einsätze durch Techniker sind im

Meeting-Point-Server (Cloud-Server) her-

auf internationalen Laufstegen präsentiert

digitalen Zeitalter jedoch unwirtschaftlich:

gestellt wird. Über diesen wird, ausgehend

wird, hat häufig Lässer zum Erfolg der Kol-

Die Verfügbarkeit von Spezialisten sowie

vom Router, ein durchgängiger VPN-Tunnel

lektionen beigetragen. Mit 180 Mitarbeitern

die Reise zum Anlagenbetreiber im Be-

zu einem Industrial-Security-Router an der

ist das Familienunternehmen einer der

darfsfall kosten Zeit und Geld. Folglich

Maschine des Betreibers aufgebaut. Lässer

weltweit führenden Hersteller hochleis-

kommt bei der Instandhaltung der Stick-

setzt die Industrial-Security-Router von

tungsfähiger Stickmaschinen. Um die fili-

maschinen von Lässer heute u-link, der

Weidmüller heute in jede seiner Stickma-

granen Kunstwerke aus Garn präzise auf

Remote-Access-Service von Weidmüller,

schinen ein. Insgesamt wurden bereits

unterschiedliche Materialien wie Seide,

zum Einsatz. Lässer hat damit die Möglich-

mehrere hundert Router verbaut.

Baumwolle oder Tüll anzubringen, müssen

keit, weltweit und über Ländergrenzen hin-

Im Fall einer Störung kann der Maschinen-

die bis zu 30 Meter langen Maschinen

weg auf seine Maschinen zuzugreifen.

betreiber entscheiden, ob und wann Lässer Zugriff auf eine Maschine erhält. Hat der

­Genauigkeit und Laufruhe garantieren. Für die Sicherheit nach dem Kauf unter­-

Der vereinfachte Service

Servicetechniker sich am u-link-Portal

hält Lässer einen hohen Servicestandard,

Auf dem Rechner des Servicetechnikers

­angemeldet, sieht er, welcher Industrial-­

denn Maschinenstillstandszeiten sind ein

ist ein VPN-Client installiert, über den eine

Security-Router eine VPN-Verbindung zum

hoher Kostenfaktor für Anlagenbetreiber.

sichere, ausgehende Verbindung mit einem

Meeting-Point-Server aufgebaut hat. Nun

 Kommunikations­ fähig: In jeder neuen Stickmaschine von ­L ässer werden die Industrial-Security-­ Router von Weidmüller verbaut.

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

52


In jeder neuen Stickmaschine von Lässer werden die Industrial-Security-Router von Weidmüller verbaut: Patrik Schwarz, Softwareentwickler bei Lässer, Reto Spirig, Leiter Hardware/Software bei Lässer und Peter Hirt, Automation Sales bei Weidmüller (v. l. n. r.).

kann er sich mit dem Router verbinden

Webanwendung konnte er die Funktionen

einzige Anbieter, der eine sichere VPN-Ver-

und die Anlagenvisualisierung sowie die

von u-link im Vorfeld testen. Während der

bindung nach China herstellen kann.

Parameter der Steuerung einsehen. So

System­auslegung und -einrichtung fanden

Bei einem umfangreichen Projekt wie

kann er beispielsweise erkennen, in wel-

zwischen Lässer und Weidmüller regel-

­diesem sind durchgängige Informationen

chem Programmabschnitt die Maschine

mässige Skype-Konferenzen statt, in denen

die Basis für eine erfolgreiche Zusammen-

ausgefallen ist. Durch den Fernzugriff

wichtige Fragen, wie etwa zu der Rechte-

arbeit. Bei Unklarheiten stellten Patrik

­reduziert Lässer die Zeit zwischen der

vergabe oder den Firewall-Einstellungen,

Schwarz und Peter Hirt daher immer den

­Meldung eines Fehlers beim Serviceteam

besprochen wurden. Sogar spezifische An-

direkten Kontakt zum richtigen Ansprech-

und dem Wiederanlauf der Maschine deut-

forderungen des Schweizer Unternehmens,

partner her. Heute wird die Fernzugriffs-

lich. Auch regelmässige Updates der

wie eine Konfiguration und Steuerung des

lösung durch den engen Austausch zwi-

­Maschinen laufen mittlerweile standard-

Routers über die Maschinensteuerung,

schen Lässer und Weidmüller konti-

mässig über den Remote-Access-Service.

wurden umgesetzt.

nuierlich verbessert. So wurde kürzlich

Auch das Thema Datensicherheit sowie der

eine Schnittstelle vom u-link-Portal zu den

Ausgiebiges Testen erwünscht

Standort der Server spielten in der anfäng-

Steuerungen und dem Entwicklungsportal

Der Wunsch nach einem Fernzugriff be-

lichen Planungsphase eine Rolle, denn

implementiert, sodass der Router hieraus

stand bereits, als Peter Hirt, Automation

nicht selten lagern Anbieter von Fernwar-

konfiguriert wird. Die Weiterentwicklung

Sales bei Weidmüller, im Mai 2016 Lässer

tungslösungen ihre Cloud-Speicher in

des Kundenservice ist für Lässer ein wich-

zum ersten Mal besuchte. Die Entschei-

­Länder aus, deren Datenschutzgesetze

tiges Zukunftsthema.

dung für u-link fiel, nachdem sich Patrik

nicht dem deutschen Standard entspre-

Schwarz, Softwareentwickler und Projekt-

chen. Alle Server hingegen, auf die u-link

verantwortlicher bei Lässer, in der Praxis

zugreift, stehen in Westeuropa und erfüllen

von der Lösung überzeugte. Mit einem

sämtliche

­Muster-Router und einem Testzugang zur

dards. Aktuell ist Weidmüller zudem der

relevanten

53

www.weidmueller.ch Leading Partner Seite 95

Sicherheitsstan-

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Erstes Spital mit Minergie-Eco-Zertifizierung Das Bürgerspital Solothurn ist als erstes Spital in der Schweiz nach dem MinergieEco-Standard zertifiziert. Dieses Energie-Label kombiniert energetisch hohe Anforderungen mit ökologischer Bauweise und ökologischem Betrieb. Fester Bestandteil der energieeffizienten Gebäudeautomation sind KNX-Präsenzmelder. Text: Swisslux AG

Der Neubau des Bürgerspitals Solothurn wurde mit einem Gesamtvolumen von 340 Millionen Franken umgesetzt. Nun stehen 62 800 Quadratmeter Gebäudefläche zur Verfügung und müssen energieeffizient bewirtschaftet werden. Dabei kommt auch der Lichtsteuerung eine grosse Bedeutung zu, denn zum Erreichen des Minergie-Eco-Standards musste ein Energienachweis für die

 Das neue Bürgerspital in Solothurn – schweizweit erstes Minergie-Eco-zertifiziertes Spital – setzt für die Beleuchtungssteuerung auf KNX-Präsenzmelder von B.E.G.

Beleuchtung erbracht werden. Das Bürgerspital ist – als erstes Spital im Kanton – mit einem Gebäudeleitsystem ausgestattet, daran angeschlossen ist die Lichtregelung über KNX realisiert worden. Der Partner für die Lichtregelung war bereits

Die Korridore sind mit PD2-Max-KNX-Prä-

Licht spielt selbstverständlich auch in den

früh gewählt, da der technische Dienst des

senzmeldern von B.E.G. ausgestattet. Die-

Behandlungsräumen und Büros des Spitals

Spitals schon seit Jahren auf die Präsenz-

ser Melder hat einen besonders grossen

eine zentrale Rolle. Die Beleuchtung wird

und Bewegungsmelder von B.E.G. und die

Erfassungsbereich, wodurch grosse Flä-

von den Präsenzmeldern PD2 MAX KNX ge-

Beratung durch die Swisslux AG setzt.

chen mit wenigen Meldern abgedeckt wer-

schaltet, die im Halbautomatikmodus pro-

den können. In den Treppenhäusern sind

grammiert sind. Dies bedeutet, dass die

Flexibilität und Energieeinsparung

die Wandpräsenzmelder PD2 180 KNX ein-

Lichtregelung über den Lichtschalter akti-

Dies ist in den Spitälern im Kanton die ers-

gesetzt. Diese werden einfach in das ge-

viert werden muss. Wenn keine Bewegun-

te grössere KNX-Anlage. «Die Möglichkei-

wählte Schalterprogramm Ediziodue von

gen mehr erkannt werden, wird die Raum-

ten zur Energieersparnis und die Flexibili-

Feller eingesetzt. So verschmilzt der Prä-

beleuchtung automatisch ausgeschaltet.

tät der KNX-Anlage im neuen Spital haben

senzmelder mit dem Schalterdesign.

Indem der KNX-Standard für die Lichtrege-

uns schnell überzeugt», sagt Yannik Muh-

lung gewählt wurde, kann das System je-

menthaler, Leiter technischer Dienst des

Reduzierung der Beleuchtung in der

derzeit erweitert oder angepasst werden.

Spitals. Messungen in Spitälern haben ge-

Nacht

Sollten Räume zukünftig anders genutzt

zeigt, dass die Beleuchtung in den Ver-

In den Verkehrszonen wird das Licht aus

werden, können die KNX-Präsenzmelder

kehrszonen

Korridore

Sicherheitsgründen nie ganz ausgeschal-

einfach umprogrammiert werden, sodass

usw.) den grössten Anteil des Energiever-

(Treppenhäuser,

tet, auch wenn diese nachts wenig genutzt

sie optimal auf die neuen Anforderungen

brauchs für Beleuchtung ausmacht. Im

werden. Um dabei so wenig Energie wie

ausgerichtet sind. Diese Flexibilität war

neuen Spital wird die bedarfsgerechte Be-

möglich zu verbrauchen, wird die Beleuch-

einer der Hauptgründe für die Wahl des

leuchtung nun durch passende KNX-Prä-

tung nachts auf einen Orientierungslicht-

Systems.

senzmelder sichergestellt:

wert vom 30 Prozent reduziert, wenn keine Bewegung erfasst wird.

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

54

www.swisslux.ch Leading Partner Seite 92


Besucher auch aus der Ferne begrüssen Mit einer intelligenten Videotürklingel ist sofort ersichtlich, wer gerade an der Tür steht. Per Smartphone kann man mit dem Gast sprechen und sofort reagieren, auch wenn niemand zu Hause ist. Zudem informiert die intelligente Videotürklingel sofort, wenn sie Personen erkennt, die sich vor dem Haus aufhalten. Text: Legrand AG

Mit einer smarten Videotürklingel hat man die Haustür jederzeit im Blick. Wenn jemand klingelt, wird automatisch ein ­ Videoruf auf dem Smartphone ausgelöst und der Besucher wird angezeigt. Man kann mit ihm sprechen, egal ob man zu Hause, im Büro oder auf der anderen Seite der Welt ist. So ist es beispielsweise möglich, vom Büro

 Smarte Video­ türklingel

aus dem Postboten zu sagen, wo er ein Paket hinterlegen soll, Verkäufer abzuweisen, ohne die Tür öffnen zu müssen, oder

 Erhöhte Sicherheit ausserhalb des Hauses

Gäste zu begrüssen, während man das ­Essen zubereitet.

Schutz bei Tag und Nacht Die Videotürklingel von Netatmo schützt das Haus vor Eindringlingen und hilft dem Nutzer, sich bei verdächtigen Aktivitäten anderer sicher zu fühlen. Dank der Personenerkennung gibt es keine unnötigen Benachrichtigungen mehr, denn es wird nur

Für zusätzlichen Schutz benachrichtigt die

Keine Abo-Gebühren

dann eine Meldung auf das Smartphone

Security-App den Benutzer sofort auf sei-

Die intelligente Videotürklingel von Netat-

gesendet, wenn sich ein Unbekannter vor

nem Smartphone, wenn jemand versucht,

mo beinhaltet alle verfügbaren Funktionen,

der Haustür herumtreibt. Wenn der Besuch

die Türklingel zu deaktivieren oder von der

einschliesslich der Videospeicherung. Die

unerwünscht ist, lässt sich dieser mittels

Wand zu entfernen.

Videos können kostenlos auf der mitgelieferten MicroSD-Karte gespeichert werden,

des integrierten Lautsprechers vertreiben.

Einfache Installation

ausserdem kann ein Dropbox-Konto oder

Die intelligente Videotürklingel verfügt

Die Videotürklingel ist einfach und schnell

ein FTP-Server als zusätzlicher Speicher-

über eine 1080-Pixel-Full-HD-Kamera mit

zu installieren. Sie ersetzt einfach eine vor-

platz verwendet werden. Die Nutzung der

einem grossen 160-Grad-Weitwinkelobjek-

handene Türklingel und verbindet sich mit

Türklingel und der Zugriff auf Daten sind

tiv für optimale Videoqualität. Mit Infrarot-

dem heimischen WLAN. Dafür bedarf es

­weder mit einem Abonnement noch mit

nachtsicht schützt die Videotürklingel ­das

einer verkabelten Türklingel. Die intelligen-

zusätzlichen Kosten verbunden.

Zuhause nicht nur bei Tage. Der User kann

te Videotürklingel ist mit allen elektrischen

www.legrand.ch

den Gast auch bei völliger Dunkelheit

Installationen kompatibel, von 8 bis 24 Volt

Leading Partner Seite 88

­immer vor seiner Haustür sehen.

und bis 230 Volt.

55

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Innovative Steckdose mit USB-Anschlüssen Rund 6,2 Millionen Menschen besassen gemäss Statista im Jahr 2018 in der Schweiz­ ein Smartphone. Weltweit wird es in diesem Jahr gemäss ­Schätzungen bereits r­ und ­3,5 Milliarden Smartphone-Nutzer geben. ­So ist ­es an der Zeit, dass es einen Steckdosenstandard für die verschiedenen USB-Anschlüsse gibt. Text: Feller AG

Nicht nur Smartphones, sondern auch Tab-

Modernes Design und vielfältiger

Zukunftssicher dank USB C

lets und zahlreiche weitere mobile techni-

Einsatz

Immer

sche Gadgets haben sich auf breiter Front

Die Steckdose ist in zwei Ausführungen

­moderne Tablets und andere Geräte sind

durchgesetzt und begleiten ihre Nutzer fast

verfügbar: Eine Version ist mit einem An-

mit USB-C-Anschlüssen ausgestattet. Ent-

rund um die Uhr. Entsprechend regelmässig

schluss für USB A und einem für USB C

wickelt wurde der Standard, um das zuvor

müssen sie zum Laden ans Netz. Kein gros-

ausgestattet. Die andere Version bietet

existierende Durcheinander verschiedener

ses Problem, vorausgesetzt der richtige

zwei Anschlüsse vom Typ USB C. Auch auf

physischer USB-Typen zu beenden. Zudem

USB-Anschluss ist vorhanden.

die ansprechende Gestaltung und ein

weist der USB-C-Anschluss eine höhere

Damit sich die Frage nach dem Anschluss

­modernes Design wurde Wert gelegt. Des-

mechanische Robustheit auf als der USB-

gar nicht erst stellt, wurde von Feller AG ein

halb ist das neue Angebot in die Design­

A-­Anschluss. Aufgrund dieser breiten Eta-

neuer Steckdosenstandard entwickelt, der

linien Ediziodue colore, Ediziodue prestige

blierung wird der kleine und robuste An-

die normale 230-V-Steckdose Typ 13 erstmals

und Standarddue integriert worden.

schluss auch zukünftig die Standardlösung

mehr

aktuelle

Smartphones,

für neue mobile Geräte sein.

mit USB-A- und USB-C-Anschlüssen in einem einzigen kompakten 1+1-Apparat kom-

Die Steckdosen lassen sich in jedem Raum

www.feller.ch/usb-ladesteckdose

biniert. So wird es nun möglich, zeitgleich

eines Gebäudes installieren. Somit können

Leading Partner Seite 84

mehrere mobile Endgeräte bequem an einer

zum Beispiel Restaurants, Hotels, Bil-

Steck­dose aufzuladen. Neben dem weit ver-

dungsinstitutionen, Flughäfen, Bahnhöfe,

breiteten USB-A-Standard wird auch USB C

Fitnessstudios oder auch Coiffeure ihren

unterstützt, sodass Nutzer sicher sein kön-

Kunden einen neuen Service zum Laden

nen, auch künftige Generationen mobiler

ihrer Mobilgeräte bieten.

Geräte damit problemlos aufladen zu können.

 Die neue USB-Ladesteckdose mit Typ-Aund Typ-C-Anschluss oder mit zwei Typ-CAnschlüssen im Design ­Ediziodue colore und Standarddue.

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

56


Publireportage

Der Grundstein für das Smart Home In die Häuser ziehen immer mehr intelligente Geräte und Anwendungen ein. Das bedeutet, komplexer werdende Technik und unter­schiedliche Systeme unter ein Dach bringen zu müssen. Das geht jetzt ganz einfach. Text: Hager AG

Mit Domovea von Hager wird der Grundstein für vernetzte Anwendungen im Smart Home und im Smart Business gelegt. Das System verbindet, steuert und visualisiert alles mit einem einzigen Baustein. Intelligent in seinen Funktionen, intuitiv in der täglichen Bedienung. Mit Domovea wird auch der Grundstein für mehr Erfolg im wachsenden SmartHome-Segment gelegt. Die Technik ist schnell installiert, einfach programmiert und vereint zahlreiche Funktionen und Eigenschaften. So wird aus mehreren Komponenten ein Modul, das nur sechs Platzeinheiten in der Elektroverteilung bean-

 Domovea lässt sich über eine einzige App visualisieren und intuitiv steuern.

sprucht. Das spart Zeit bei der Planung, Installation und Konfiguration. Dazu bietet Domovea eine Smart-Home-Lösung auf dem neuesten Stand der Technik, Optik und Usability. Sie lässt sich über eine einzige App zeitgemäss visualisieren und intuitiv steuern.

Kompatible KNX-Systemlösungen Domovea basic stellt alle Grundfunktionen für das Smart Home bereit. Mit der Integration von IoT-Diensten und zahlreichen weiteren Funktionen wird Domovea basic zum preisgünstigen Allrounder für kleinere Smart-Home-Projekte. Domovea expert bin-

Hager setzt konsequent auf den etablierten

Auch komplexere Anwendungen können

det die Hager-Türkommunikation, zehn vir-

KNX-Standard. Das heisst, die Systeme

mit der ETS-Software in Betrieb genommen

tuelle Heizungsregler und bis zu 50 IP-Ka-

sprechen alle die gleiche «Sprache» und

werden – ideal für Projekte mit speziellen

meras in die Gebäudesteuerung ein und

können beliebig miteinander kombiniert

Anforderungen.

erlaubt das Anlegen komplexer Logiken –

und erweitert werden. Das unterscheidet

www.hager.ch

ideal für den gehobenen Wohnbau und den

sie von vielen anderen, in sich geschlosse-

Leading Partner Seite 85

kleineren Gewerbebau.

nen Systemen.

57

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Publireportage

Smart-Home-Systeme einfach erweitern RF-UP-Aktoren und Medienkoppler ermöglichen das einfache und drahtlose Erweitern oder Nachrüsten KNX-basierter Smart-Home-Systeme. Damit die Kommunikation vor Abhören und Manipulation zuverlässig geschützt ist, gibt es neu Aktoren, die über eine Verschlüsselung nach KNX-Data-­SecureStandard verfügen. Text: Theben AG

Dimm- und Heizungsaktoren mit KNX-­

unsichtbar. Zudem lassen sich kleinere

KNX-Systemen relativ einfach mitgelesen

Data-Secure-Verschlüsselung angeboten.

Verteilerkästen nutzen. Integrierte Binär-

werden. Durch die Verschlüsselung der

Aber auch die Tasterschnittstelle mit vier

eingänge ermöglichen den einfachen An-

KNX-RF-Unterputz-Aktoren von Theben

Eingängen für potenzialfreie Taster sowie

schluss externer Kontakte wie etwa Taster,

nach KNX-Data-Secure-Standard wird das

einem Eingang für einen Temperatur­

Schalter, Fensterkontakte sowie Tempera-

Abhören und Manipulieren der übertrage-

sensor entsprechen diesem Standard.

tursensoren.

nen Daten wirkungsvoll verhindert und ist

­Abgerundet wird das Angebot durch Me-

maximale Datensicherheit gewährleistet.

dienkoppler zum Verbinden von KNX-Funk-

Varianten

geräten mit dem KNX-Bus Twisted Pair.

Zum Einsatz im VDE-zertifizierten Luxor­

Funkprotokolle

können

in

aktuellen

Funkaktoren für jede Anwendung im Smart Building

Einfache Montage, flexibler Einsatz

sind Produktvarianten der KNX-RF-UP-­

RF-UP-Aktoren von Theben mit KNX-­Data-

KNX-RF-UP-Aktoren von Theben lassen

Aktoren ­erhältlich. Damit lassen sich auch

Secure-Standard sind für jeden Einsatz-

sich direkt in bestehenden Unterputzdosen

Luxor­living-Installationen dank KNX-Data-

zweck in Smart-Building- und Smart-­ installieren und mit jedem bekannten

Secure-­Standard manipulationssicher er-

Home-Systemen mit KNX-Technologie

Schaltersystem kombinieren. Das spart viel

weitern und nachrüsten.

verfügbar. Sie werden als Jalousie-, Schalt-,

Platz und macht die Funkaktoren nahezu

living-Smart-Home-System von Theben

www.theben-hts.ch

Bild: Theben AG

Leading Partner Seite 93

 KNX-RF-Unterputz-Aktoren von Theben verhindern das Abhören und Manipulieren der übertragenen Daten wirkungsvoll und gewähr­leisten ­maximale Daten­sicherheit nach KNX-Data-Secure-­ Standard.  Sicherheit für Smart Homes: Hacker haben keine Chance.

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

58


Mehr Licht, mehr Leistung Kunstlicht hat unser Leben revolutioniert. Wir können zu jeder Zeit überall arbeiten – und dies hat uns produktiver gemacht. Aber macht es uns auch gesünder? Für einen gesunden leistungsfähigen Lebensrhythmus braucht der Mensch natürlich wechselnde Tageslichtverhältnisse. Text: Ledvance AG

In der modernen Gesellschaft entfernen wir Menschen uns immer weiter von einer natürlichen Lebensumgebung. Wir arbeiten in Büros mit wenig Tageslicht, in dunklen Besprechungsräumen und mit Kunstlicht bis spät in die Nacht. Dabei ist vor allem das Tageslicht eine der wichtigsten Energiequellen für unseren biologischen Rhythmus. Ein Mangel an Tageslicht kann zu ernsthaften Störungen unserer Tag-NachtRhythmik sowie zu massiven Verminderungen der Leistungsfähigkeit und des ge-

 Ledvance Biolux-System: «Boost» steht für Situationen, in denen höchste Konzentration gefragt ist, «Focus» soll in Meetings für Aktivierung der Konzentration sorgen, für kreative Workshops ist das Profil «Create» geeignet, und in Pausenräumen kann «Relax» für Entspannung sorgen. «Natural» ist die Standardeinstellung.

samten Wohlbefindens führen. nere Uhr) des Menschen positiv unterstützt.

schaften von Licht auf den Menschen zu

Der Mensch im Mittelpunkt der

Eine neutral- oder kaltweisse Lichtfarbe bei-

nutzen.

Lichtplanung

spielsweise kann morgens aktivieren.

Beleuchtungslösungen für moderne Ar-

Warmweisses Licht entspannt und passt

beitsumgebungen müssen so ausgelegt

ideal in die Abendstunden.

www.ledvance.com Leading Partner Seite 87

sein, dass sie kreatives Denken ebenso fördern wie die konzentrierte Arbeit am

Natürliches Licht für jede Aufgabe

Schreibtisch, am Rechner, im Service oder

Das HCL-System Biolux passt künstliches

in der Montage. Human Centric Lighting

Licht über einen intelligenten, zum Patent

(HCL) richtet Beleuchtung am Menschen

angemeldeten Algorithmus automatisch

und seinen natürlichen Lichtbedürfnissen

dem Tageslichtverlauf an und erlaubt es

aus.

dem Nutzer, jederzeit die für ihn passende

Mit dem richtigen Licht zur richtigen Zeit

Dynamik zu wählen. Dies zum Beispiel mit

wird eine Arbeitsumgebung geschaffen, die

den Leuchten Biolux HCL Downlight und

den natürlichen Tageslichtverlauf mit sei-

Biolux HCL Panel. Um das System noch in-

nen visuellen, biologischen und emotiona-

dividueller an die spezifischen Bedürfnisse

len Wirkungen nachempfindet. Dafür wer-

anpassen zu können, stehen verschiedene

den die Leuchten über eine intelligente

Lichtstimmungsprofile zur Verfügung.

Steuerung mit passenden Lichtprofilen an-

Das ideale HCL-Beleuchtungskonzept für

gesteuert. Über Farbtemperaturen und Be-

Innenräume berücksichtigt sowohl die vi-

leuchtungsstärken kann HCL den Verlauf

suellen wie auch die nicht visuellen Effek-

des Tageslichts so simulieren, dass es den

te des Lichts. Ziel ist es also, sowohl gutes

zirkadianen Rhythmus (die sogenannte in-

Sehen als auch die biologischen Eigen-

59

 as mit einem HumanW Centric-Lighting-Konzept erreicht wird Kurzfristige positive Effekte • Bereits nach kurzer Zeit werden Leistungsund Konzentrationsfähigkeit gesteigert. Langfristige positive Effekte • Durch die Unterstützung des zirkadianen Rhythmus werden Wohlbefinden, Leistungsvermögen und Gesundheit gefördert. • Die Tageslichtsimulation unterstütz den Schlaf-Wach-Rhythmus und trägt damit zu einem verbesserten Schlaf und zu mehr Erholung und Vitalität bei. • Konzentration und Belastbarkeit steigen merklich an..

eco2friendly-Magazin Licht


Licht wie am Golf von Mexiko Die SwissShrimp AG in Rheinfelden hat sich als erstes Schweizer Unternehmen zu einer nachhaltigen Aufzucht von Garnelen verpflichtet. Weil dabei das richtige Licht entscheidend ist, setzt das Start-up auf eine intelligente Beleuchtungssteuerung. Text: Wago AG

Die rohen Shrimps für eine halbe Stunde in einer Mischung aus Limettensaft, Chili und Koriander ziehen lassen und danach kalt servieren – so mag Markus Thon die Delikatesse am allerliebsten. Bis der Produktionsleiter diese jedoch als Ceviche geniessen kann, vergeht einige Zeit. Als drei bis vier Millimeter grosse Postlarven angeliefert, benötigen die Krebse knapp sechs Monate, um auf den Umfang eines Daumens und die Länge eines Kugelschreibers heranzureifen.

 Shrimps in einer Mischung aus Limettensaft, Chili und Koriander ziehen lassen und danach kalt servieren.

Erst dann eignen sie sich als Grundlage für das mittelamerikanische Gericht. Für die gesunde Entwicklung der Tiere sind neben biologischem Futter, das aus europäischer Produktion stammt, die Lichtverhältnisse entscheidend. Abrupte Lichtwechsel mögen die flinken Schwimmer überhaupt nicht und versetzen diese teils in einen solchen Stress, dass sie an Herz-

beeinträchtigen – diese wälzt schliesslich

Wie kann man also das natürliche Habitat der

versagen sterben können und in diesem

einmal stündlich den Inhalt der 40 mal 5

Salzwasserbewohner darstellen, ohne die

Falle als Futter für ihre stressresistenteren

Meter grossen Kunststoffbecken komplett

Wasseraufbereitungsanlage an ihre Grenzen

Kollegen enden.

Simulation des natürlichen Habitats Damit die Shrimps auf den Tellern Schweizer Feinschmecker und nicht im Magen ihrer Artgenossen landen, bedarf es daher kreativer Ideen. Dazu Geschäftsführer Rafael Waber: «Die Tiere sollen in einer ihnen

zu bringen? Die Verantwortlichen bei

«Die Tiere sollen in einer ihnen vertrauten Umgebung aufwachsen.» Rafael Waber, SwissShrimp

vertrauten Umgebung aufwachsen.» Was

SwissShrimp fanden dafür einen interessanten Ansatz. Mit 210 DALI-Leuchten simulieren sie in den zwei fensterlosen Aufzuchthallen die Lichtverhältnisse am Golf von Mexiko. Zusätzliche Strukturen zur Oberflächenvergrösserung, wie in die Becken eingelassene Kunststoffrohre, schaffen Rückzugsräume und verunreinigen nicht wie

plausibel klingt, erweist sich bei der Umset-

um und befreit die 100 Kubikmeter Wasser

zung als schwierig. Aus der freien Natur

von den Ausscheidungen der schätzungs-

kennen die Garnelen beispielsweise Mang-

weise 80000 Bewohner. Zusätzliche organi-

Mit der Simulation des Lichts vom Golf von

roven und Algen. Doch diese würden die

sche Abfälle bedürften einer komplexeren

Mexico wählte SwissShrimp einen Weg, der

Wasseraufbereitungslage in ihrer Leistung

Anlage.

sich als richtungsweisend für die Branche

Licht eco2friendly-Magazin

60

Mangroven oder Algen das Wasser.


Die Lichtstränge der vier Becken agieren unabhängig voneinander.

 Sechs Monate dauert es, bis die Postlarven zu speisefertigen Shrimps herangereift sind.

zeigen könnte. In den allermeisten Aufzucht-

gen seit Jahrzehnten Gebäude und Tunnels

Die Aufgabe, etwas feinstufig zu dimmen,

betrieben ist es bislang nämlich so, dass mor-

ins richtige Licht. Trotz dieser Expertise war

erwies sich mit dem PFC100-Controller von

gens der erste Mitarbeiter die Beleuchtung

dieses Projekt selbst für die Abteilung «Ge-

Wago als sehr einfach. Auf Basis von e!Cock-

ein- und abends der letzte wieder ausschaltet. Sanfte Übergänge von dunkel zu hell und umgekehrt, die den Tieren wesentlich besser bekommen, lassen sich mit einem Lichtschalter schlichtweg nicht umsetzen.

Feinstufiges Dimmen ohne Programmiererfahrung Doch wie simuliert man den Tag-Nacht-

pit programmierte Reto Guglielmo eine in-

«Wir mussten den Sonnenuntergang lichttechnisch programmieren.» Reto Guglielmo, Autcomp

tuitive Visualisierung, die leicht zu bedienen ist und nur die allernötigsten Grundfunktionen bereitstellt. Dieser Lösungsansatz gestattet es, dass Mitarbeitende ohne Programmiererfahrung die Steuerung bedienen und so beispielsweise den Tageslichtverlauf über eine Helligkeitskurve manuell festlegen können.

Rhythmus am Golf von Mexiko? Diese Frage

bäudeautomation» im aargauischen Wohlen

führte Rafael Waber und Markus Thon zur

etwas Besonderes. «Den Sonnenstand pro-

Steuerung über Web-Visualisierung

Autcomp AG. Der Engineering-Dienstleister

grammiertechnisch zu simulieren, ist selbst

Damit Produktionsleiter Markus Thon das

mit Sitz in Chur und Niederlassungen in der

für uns nicht alltäglich», beschreibt Reto

Licht ideal auf die Wachstumsphasen der

gesamten Schweiz setzt mit seinen Lösun-

Guglielmo von der Autcomp AG.

Shrimps abstimmen kann, ist die Becken-

61

eco2friendly-Magazin Licht


Mit einem PFC100Controller simuliert SwissShrimp in den Aufzuchthallen im schweizerischen Rheinfelden die Lichtverhältnisse am Golf von Mexiko.  Für die Simulation des Tageslichtverlaufs muss nur ein Helligkeitswert pro Stunde definiert werden. Das Programm untergliedert diesen selbstständig in Teilschritte, um den Helligkeitswechsel sanfter zu gestalten.

beleuchtung in den zwei Aufzuchthallen in

Möglichkeit, über Laptop, Desktop-PC, Tablet

zwei Gruppen unterteilt – jeweils ein Licht-

oder Smartphone jederzeit und von überall

strang für die vier Becken in der ersten und

auf die Web-Visualisierung zuzugreifen.

für die vier Becken in der zweiten Etage.

Zwar wohnt er in Sichtdistanz zu seinem

Diese agieren unabhängig voneinander und

Arbeitsplatz, kann so nun aber auch ohne

spielen im Automatikmodus ein individuel-

schlechtes Gewissen verreisen. Schliesslich

les Beleuchtungsprogramm ab. Elf solche

ist ihm das Wohl seiner Shrimps, auch wenn

Beleuchtungsprogramme lassen sich defi-

er sie am liebsten als Ceviche mag, sehr

nieren, speichern und den jeweiligen Licht-

wichtig.

strängen zuordnen. Besonderer Clou: Für die

www.wago.ch

Simulation des Tageslichtverlaufs muss

Leading Partner Seite 94

Markus Thon nur einen Helligkeitswert pro Stunde definieren, das Programm unterglie-

Shrimpfarmen im Freien sind für Vögel wie ein gedeckter Tisch. Durch deren Kot geraten allerdings Organismen und Bakterien ins Wasser, die sich oftmals nur mit Antibiotika beseitigen lassen. Da SwissShrimp seine Aufzuchthallen hermetisch verriegelt und diese nur über Sicherheitsschleusen zugänglich sind, besteht von dieser Seite aus keine Gefahr. Heimische Insekten und Mäuse stellen ebenfalls keine Bedrohung dar, da diese Salzwasserumgebungen meiden. Sollte dennoch einmal eines der Aufzuchtbecken kontaminiert sein, beispielsweise durch erkrankte Postlarven, die unwissentlich ausgesetzt wurden, wird der komplette Wasserkreislauf (jeweils einer für zwei Becken) geleert, dekontaminiert und neu hochgefahren. Auf den Einsatz von Antibiotika wird aus zwei Gründen verzichtet: Dieses wird über die Nahrung aufgenommen und führt zu Bakterienresistenzen, ausserdem zerstört es die Bakterien im Biofilter der Wasseraufbereitungsanlage.

dert diesen selbstständig in sechs Teilschritte, um den Helligkeitswechsel sanfter zu gestalten. Die Steuerung überträgt dazu alle zehn Minuten über den DALI-Bus den neu berechneten Wert an die Lampen. Mit der Beleuchtungslösung der Autcomp AG sind die Verantwortlichen bei Swiss­Shrimp sehr zufrieden. Sie ist leicht zu bedienen und erlaubt individuelle Beleuchtungsszenarien, die sich auf die Wachstumsphasen der Shrimps abstimmen las-

www.swissshrimp.ch

sen. Besonders gut gefällt Markus Thon die

Licht eco2friendly-Magazin

Unbedenklicher Shrimpgenuss

62


Mit Sicherheit Licht Eine der wichtigsten Aufgaben von Licht im Aussenbereich von Gebäuden ist, mehr Sicherheit zu schaffen. Zugleich kommt es in der heutigen Zeit auf eine energieeffiziente Umsetzung an. Neue Lösungen zur intelligenten Lichtsteuerung zeigen, wie sich beides optimal miteinander verbinden lässt. Text: ESYLUX Swiss AG

Es ist 23 Uhr, das Haus liegt im Dunkeln. Plötzlich nähert sich von der Strasse eine Gestalt, schaut sich zögernd um, betritt die Auffahrt – und sofort geht das Licht an. Auf diese Weise sorgen Aussenbewegungsmelder bereits heute in vielen Gebäuden für mehr Sicherheit. Doch was, wenn jemand versucht, die Geräte zu manipulieren?

Intelligenter Vandalismus- und Sabo­tageschutz Deshalb setzen die Aussenbewegungsmelder der Serie Defensor einen Schwerpunkt

 Die Serie Defensor bietet Aussen­ bewegungsmelder und Dämmerungs­ schalter mit diversen Schutzfunktionen.

beim Thema Sicherheit. Sie bieten einen intelligenten Vandalismus- und Sabotageschutz. Schlägt jemand den schwenkbaren Sensorkopf der Melder in der Hoffnung ab, diese so am Einschalten der Beleuchtung zu hindern, wird er vom Gegenteil überrascht: Die Melder aktivieren dann dauerhaft das Licht – und der Täter steht im Hellen. Ausserdem erkennen sie, ob jemand von rechts oder von links an ihnen vorbei-

merungsschalter nutzen, damit das Licht

der Überspannungsschutz übertrifft die

geht oder in welcher Richtung er sich unten

in dieser Zeit auch ohne erkannte Bewe-

normativen Mindestanforderungen um

ihnen durchbewegt. Für jede dieser vier

gung scheint. Je nach Anwendung stellt

100 Prozent. Mittels eines Tastereingangs

Richtungen ist eine individuelle Nachlauf-

dies entweder eine repräsentative Gebäu-

lässt sich im Gebäude das Licht auch ma-

zeit einstellbar, was ebenfalls Sicherheit

debeleuchtung sicher – oder es schreckt

nuell einschalten, um durch das Fenster

oder Energieeffizienz verbessert.

ungebetene Besucher schon im Vorfeld ab.

kurz nach dem Rechten zu sehen. Auf Einstellelemente am Gehäuse wurde zudem

Uhrzeitabhängige Betriebsmodi

Passwortgeschützte Parametrierung

bewusst verzichtet, um unbefugte Manipu-

Die interne Uhr der Bewegungsmelder­

Für die gesamte Serie, zu der auch Däm­

lation zu verhindern.

varianten mit Erfassungswinkeln von 280°

merungsschalter gehören, gelten weitere

und 230° erlaubt es, in zwei Zeitfenstern

Schutzvorkehrungen: Ein persönliches

vom Standardbetriebsmodus abzuweichen.

Passwort verhindert unbefugtes Paramet-

Dadurch lässt sich der Bewegungsmelder

rieren, Schlagfestigkeitsgrad und Schutzart

zum Beispiel abends und morgens als Däm-

betragen

IK07

beziehungsweise

63

www.esylux.ch Leading Partner Seite 83

IP55,

eco2friendly-Magazin Licht


Kompetenzzentrum für Licht und Beleuchtung In keinem anderen Bereich kann man so viel und so einfach Strom sparen wie bei der Beleuchtung. Dank effizienten LED-Leuchtmitteln, wirkungsvollen Sensoren und optimaler Tageslichtversorgung lässt sich der Stromverbrauch ­ für Beleuchtung um mindestens 50 Prozent senken. Text: SLG – Schweizer Licht Gesellschaft

In der Schweiz werden jährlich 8 Milliarden

menden wollen mit gemeinsamen Projekten

nen und Konsumenten in Haushalt, Dienst­

Franken für elektrische Energie ausge­

dazu beitragen, die jährliche Zieleinsparung

leistung und Industrie ist wichtig.

geben. Rund 12 Prozent davon für Beleuch­

von 3,5 Terawattstunden zu erreichen. Diese

tung, das sind 7 Milliarden Kilowattstunden.

Stromeinsparung entspricht dem gesamten

Bessere Nutzung des Tageslichts

Mit

können

Elektrizitätsverbrauch des Kantons Tessin

Mit guter Tageslichtnutzung kann nicht nur

3,5 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr ein­

oder dem zusätzlichen Bedarf an Elektrizität,

Strom für künstliche Beleuchtung eingespart

gespart werden – also mehr, als das Ende

wenn 40 Prozent der Schweizer Personen­

werden, auch die Gesundheit und das Wohl­

2019 ausgeschaltete Kernkraftwerk Mühle­

fahrzeuge mit Strom fahren würden.

befinden hängen stark vom Tageslicht ab.

geeigneten

Massnahmen

berg produziert hat.

Bauherren, Architektinnen und Planer

Einsatz effizienter LED-Lichtquellen

­können viel dazu beitragen, dass die Räume

Die Lichtvereinbarung von Davos

LEDs sind doppelt so effizient wie Leucht­

in ihrem Gebäude möglichst viel Tageslicht

Im September 2018 haben relevante Vertreter

stofflampen und bis zu zehnmal effizienter

­erhalten. Die Methoden zur Tageslichtnut­

der Lichtbranche und das Bundesamt für

als Halogenlampen. Der Wechsel von alter zu

zung sind vorhanden, werden aber selten

Energie in Davos eine Vereinbarung unter­

neuer Technologie wird in den nächsten

ausgeschöpft: Tageslicht braucht eine Lobby.

zeichnet, mit dem Ziel, den jährlichen Ener­

zehn Jahren weitgehend «von alleine» ab­

gieverbrauch für Beleuchtung in der Schweiz

laufen. Die Wahl der richtigen Produkte in der

Mehr Lichtsensoren und Vernetzung der

zu halbieren.

gewünschten Qualität ist im internationali­

Lichtquellen

sierten LED-Markt aber komplexer als in der

Sensoren wirken als «Schaltstelle» zwi­

Die Initiative «energylight» will diese Verein­

alten Welt der Glühlampen- und Leuchtstoff­

schen Kunst- und Tageslicht. Sie dimmen

barung in die Praxis umsetzen. Die Teilneh­

röhren. Eine gute Beratung für Konsumentin­

künstliches Licht oder schalten es aus, wenn ausreichend Tageslicht vorhanden ist oder sich keine Personen in einem Raum aufhalten. In der Welt der Halogen- und Leuchtstofflampen konnten Sensoren ihre

Beleuchtung 12% übrige Stromverbraucher 88%

–50%

Industrie und Dienstleistung 8%

Wirkung häufig nur halbwegs erfüllen. Mit LED und der voranschreitenden Digitalisie­ rung ­erhält die Sensorik bei der Ausschöp­ fung des Sparpotenzials eine wichtige Rolle. Wie das geht und wann es wie viel bringt – dazu fehlen aber noch wichtige Grundlagen und gute Beispiele.

Haushalte 2,5% Strassen 1,5 %

Optimierte Planung und

2019

2025

Inbetriebnahme Gute Produkte und fortschrittliche Technik

 Mit der Initiative «energylight « sollen jährlich 3,5 Terawattstunden eingespart werden.

Licht eco2friendly-Magazin

64

sind das eine; die richtige Planung und


Das Ziel des SLG College ist die licht- und beleuchtungstechnische Weiterbildung.

Umsetzung das andere. Beleuchtungs­ ­

Beispiele für Projekttypen:

anlagen sind oft überdimensioniert, die

• Aus- und Weiterbildungsaktivitäten

Lichtfarbe stimmt nicht, oder die Leuchten

• Pilot- und Demonstrationsanlagen

blenden. Und bei der Inbetriebnahme wird

• Anwendungshilfen für Besteller, Planende

selten eine Feinjustierung von Leuchten und ­Sensoren vorgenommen. Es fehlt zum Teil an Wissen, zum Teil an Zeit oder an Geld. Dabei spart eine gute Planung und vor allem auch eine seriöse Einregulierung und Optimierung mittelfristig Geld, Zeit und Är­ ger. Und auch hier gilt: LED und Digitalisie­ rung ­machen alles schneller und – wenn es gut gemacht wird – auch effektiver.

oder Anwenderinnen • Publikationen von effizienten Beleuch­ tungslösungen • Kampagnen (z.B. Optimierung bestehender Beleuchtungen) • Messkampagnen (z.B. zur Produktopti­ mierung) • Rechen- und Webtools (z.B. KMU-Online­ beratung) • Wettbewerbe, Förderprogramme usw.

Der Stromverbrauch bei der Beleuchtung soll im Rahmen der vier beschriebenen

• Weitere innovative Projektideen sind ­gefragt.

Massnahmenkategorien gesenkt werden:

www.slg.ch

effiziente LED-Lichtquellen, Nutzung des

Leading Partner Seite 91

Tageslichts,

Lichtsensoren

und

Ver­

netzung, Planung und Inbetriebnahme. Die unterschiedlichsten

Projekttypen

sind

möglich.

65

SLG College Das SLG College bündelt Wissen um Licht und Beleuchtung auf breiter Front und vermittelt dieses in kurzweiligen Tageskursen. Die Kursteilnehmer werden effizient und gewinnbringend auf dem Weg zum eid­ genössischen Fachausweis Lichtplaner unterstützt. Das Wissen in Teilbereichen kann in den Fachkursen aufgefrischt werden. Der Lernwille wird durch praxisnahe Unterrichtsformen unterstützt. Die nächsten Kurse (Start): • SLG, Fachkurs öffentliche Beleuchtung, Deutsch, November 2020 • SLG, Lichtplaner BASIC, Deutsch, November 2020 Die Einzeldaten zu weiteren Kursen sind auf www.slg.ch ersichtlich, oder rufen Sie Gino Gabriele, 079 346 37 70, an. Alle Licht- und Beleuchtungsinteressierte, auch branchenfremd, sind herzlich eingeladen.

eco2friendly-Magazin Licht


Ein leuchtender Weg in die Zukunft Mit digitalen Verteilerschaltuhren lassen sich komplexe Zeitschaltaufgaben in Unternehmen automatisiert schnell und einfach realisieren. Dabei lässt sich nicht nur Energie sparen, sondern auch wertvolle Arbeitszeit. Text: Elbro AG

Mit digitalen Verteilerschaltuhren kann die zeitliche Steuerung für Beleuchtungen an die astronomischen Dämmerungszeiten abends und morgens angepasst werden. Dies zum Beispiel bei Wegbeleuchtungen, Baumbeleuchtungen oder sonstigen dekorativen Freiflächenbeleuchtungen bei Läden oder Unternehmen. Das bedeutet, dass die Beleuchtung gemäss den jahreszeitlichen Tageslichtbedingungen automatisch aktiviert wird. Inhaber können auch be-

 Die Beleuchtung wird gemäss den jahreszeitlichen Tageslichtbedingungen automatisch aktiviert.

stimmte Zeiten festlegen, zu denen nicht benötigte

Beleuchtungen

automatisch

ausgeschaltet werden – dabei wird Zeit und Energie gespart.

Perfektes Aussenambiente geniessen Ist die Zeitschaltuhr einmal programmiert, kann man 365 Tage im Jahr ein perfektes Aussenambiente geniessen, ohne sich Gedanken über ein manuelles Ein- und Ausschalten des Lichts machen zu müssen. Die

spiel kann die Beleuchtung an der Kasse zu

Auch eine Videoüberwachung der Räum-

Zeitschaltuhr talento smart arbeitet bei je-

einer anderen Uhrzeit geschaltet werden

lichkeiten lässt sich kontrollieren und bei

dem Klima innerhalb eines Temperaturbe-

als die Beleuchtung der Schaufenster oder

Bedarf ein- und ausschalten.

reichs von –40 Grad Celsius bis zu +50 Grad

der Reklametafeln.

Celsius konstant und stabil.

Müssen

mehrere

Filialen

gleichzeitig

Automatisches Öffnen und Schliessen

programmiert und gesteuert werden, kann

Die Anzahl Kanäle der Verteilerzeitschalt-

von Türen

der Nutzer mit dem smart LAN-Modul sämt-

uhr können erweitert werden, weshalb sie

Auch das Öffnen und Schliessen von Türen

liche Aktivitäten von einem PC aus steuern.

sich auch für die Beleuchtung von Läden

ist in Verbindung mit der Kanalerweiterung

Die Datenübertragung erfolgt mit einer

sowie für weitere zeitlich gesteuerte

talento smart CE unter verschiedensten

PC-Software über ein LAN-Netzwerk. Pro-

Anwendungen innerhalb eines Unter­

Anforderungen möglich. Um die Sicherheit

gramme können ausgelesen, angepasst,

nehmens

die

zu erhöhen, lassen sich Mitarbeitereingänge

kopiert und auf weitere Uhren unabhängig

verschiedenen Beleuchtungsanforderun-

unabhängig von den Kundeneingängen

vom Standort übertragen werden.

gen unabhängig voneinander mit einer

öffnen und schliessen sowie Roll- oder Git-

www.elbro.com

Zeitschaltuhr kontrolliert werden. Zum Bei-

tertore zu bestimmten Zeiten verriegeln.

Leading Partner Seite 82

eignet.

Dabei

Licht eco2friendly-Magazin

können

66


Wellness mit Holz und Sonne Eine Studie der Wirtschaftsallianz «Wärmeinitiative Schweiz» zeigt, dass der Ausstieg aus der fossilen Wärmeversorgung bis 2050 möglich und finanzierbar ist. Warmwasser hat in Kombination mit Holz ein immenses Potenzial. Das zeigt auch das Beispiel des Schwimmbads Boncourt im Jura. Text: Swissolar

Rund 1200 Einwohnerinnen und Einwohner zählt die Grenzgemeinde Boncourt. Eine der Hauptattraktionen des jurassischen Dorfes ist das Schwimmbad. Darin sogrgen über 100 Sonnenkollektoren sowie eine Holzschnitzelheizung für ökologisches Warmwasser – damit lässt sich auch in Zu­ kunft mit gutem Gewissen wellnessen. Das 1993 erbaute und durch seine pink­ farbene Fassade augenfällige Hallenbad

 Die Sonnenkollektor­Anlage der Ernst Schweizer AG sorgt in Kombination mit einer Holzschnitzelheizung (Fernwärme) für ökologischen Badespass im Schwimmbad Boncourt.

bietet seinen Besuchern zwei Schwimm­ becken, ein Jacuzzi, eine Sauna und ein Dampfbad. Da nach 25 Jahren Betrieb das bestehende Heizsystem am Ende seiner Lebensdauer angelangt war, wurde es im

auf dem Flachdach installiert wurde. Die

Schweiz» bestätigt: Die Wärmewende ist

Frühling 2019 komplett erneuert.

Solarproduktion wird hauptsächlich wäh­

machbar und wirtschaftlich tragbar. Dabei

rend den Sommermonaten zur Deckung

sind alle erneuerbaren Energiequellen nö­

Von Frühling bis Herbst heizt

des Bedarfs für die beiden Schwimm­becken

tig, um das Netto-Null-Ziel bis 2050 zu

die Sonne mit

und die Warmwasserbereitung genutzt.

erreichen. Thermische Netze sind dort,

Im Zuge der Sanierung wurde die bisherige,

Die Anlage wird einen jährlichen Solarer­

wo sie verfügbar sind, zentral für die De­

insbesondere für den Sommerbetrieb nicht

trag von 746,7 Kilowattstunden pro Quad­

karbonisierung des Wärmesektors. Sonne

optimal dimensionierte Heizung ersetzt

ratmeter erbringen. Um den Energiebedarf

und Holz sind hier ein effizientes Gespann

und das Schwimmbad an das von der Ge­

des «Piscine des Hémionées» zu reduzieren,

und das vom Parlament vorgeschlagene

meinde bereits realisierte, mit einer Holz­

entschied sich die Gemeinde gleichzeitig

CO2-Gesetz geht politisch schon Mal in die

schnitzelanlage betriebene Fernwärme­

für die Umsetzung energetischer Sanie­

richtige Richtung, um diese Kombination

netz angeschlossen. Während der kalten

rungsmassnahmen. So wurde das Dach mit

zu voranzutreiben.

Jahreszeit erfolgt die Wärmeerzeugung

einer Isolation versehen und die gesamte

Weitere Informationen und Download der

hauptsächlich mit dem Holzkessel. Sollte

Verglasung ersetzt. Jetzt baden und well­

Studie: www.waermeinitiative.ch

die Holzschnitzelheizung einmal ausfallen,

nessen die Besucherinnen und Besucher

besteht allerdings die Möglichkeit, das

des Bades also deutlich ökologischer.

www.swissolar.ch Leading Partner Seite 93

Schwimmbad mit einer Öl-Zusatzheizung weiter zu beheizen.

Die Wärmewende ist mit den richtigen

Zur Wärmegewinnung trägt neu auch auch

Rahmenbedingungen machbar

eine 250 Quadratmeter grosse Sonnenkol­

Das Beispiel des Schwimmbads Boncourt

lektor-Anlage der Ernst Schweizer AG bei,

zeigt auf, was auch eine aktuelle Studie

die mit einem Neigungswinkel von 30 Grad

der Wirtschaftsallianz «Wärmeinitiative

67

eco2friendly-Magazin Solar


Solarstrom aus dem Stausee Lac des Toules Ein wegweisendes Pilotprojekt wurde in den Walliser Alpen erstellt. Romande Energie hat eine schwimmende Solaranlage realisiert, die bezüglich der Effizienz Anlagen im Flachland in den Schatten stellen dürfte. Ist die Anlage erfolgreich, soll ab 2021 Strom für über 6000 Haushalte erzeugt werden. Text: ABB AG

Die Pilotanlage im Stausee Lac des Toules

Schnees von der Photovoltaikanlage erfasst

­beraten, war entscheidend für die Realisie-

schwimmt auf über 1800 Metern über Meer.

wird. Dadurch kann die Anlage auch bei

rung dieser einzigartigen Installation.»

Sie ist aufgrund ihrer Höhenlage, der klima-

Schneebedeckung weiter Strom erzeugen.

tischen Bedingungen sowie der erwarteten

Der Effizienzgewinn im Vergleich zu einer

Das 2240 Quadratmeter grosse Kraftwerk be-

überdurchschnittlichen Jahreserträge –

gleich grossen Solaranlage im Flachland

steht aus doppelseitigen Solarmodulen auf

auch in den Wintermonaten bei extremen

soll bis zu 50 Prozent betragen. Erwartet

36 Schwimmkörpern, die mit Gewichten am

Minustemperaturen und geringer Sonnen-

wird eine Jahresproduktion von rund

Grund des Sees befestigt sind. So können sie

einstrahlung – einzigartig. Romande Ener-

800 000 Kilowattstunden, was dem Bedarf

mit dem Wasserstand steigen und fallen. Auf-

gie hat sie Anfang Dezember 2019 in Betrieb

von etwa 220 Haushalten entspricht.

grund der Exponiertheit des Standorts muss

genommen.

die schwimmende PV-Struktur und -Techno-

Komplettes Technologiepaket

logie Windgeschwindigkeiten von bis zu

In dieser Höhenlage ist die Sonneneinstrah-

Guillaume Fuchs, Projektleiter bei Romande

120 Kilometern pro Stunde, einer Eisdicke des

lung aufgrund der dünneren Atmosphäre

Energie, sagte: «Wir arbeiten seit 2012 an

Sees von 60 Zentimetern und Schneehöhen

intensiver als in den Niederungen. Ertrag

diesem Projekt. Daher war die enge Zusam-

von 50 Zentimetern standhalten.

und Wirkungsgrad werden zudem durch die

menarbeit mit unseren Partnern von ent-

Verwendung von doppelseitigen Modulen

scheidender Bedeutung. Die Fähigkeit von

Die ABB-String-Wechselrichter vom Typ

und den Albedo-Effekt verbessert, bei dem

ABB, uns mit einem kompletten Technolo-

PVS-175 weisen eine extrem hohe Leis-

das reflektierende Licht des Sees und des

giepaket zu unterstützen sowie uns zu

tungsdichte und eine Korrosionsschutz­

 Anlieferung der Kabine, welche die Wechselrichter sowie die Mittel- und Niederspannungsausrüstung von ABB enthält

Solar eco2friendly-Magazin

68


Bilder: Romande Energie

 Die weltweit erste schwimmende Solaranlage auf einem Gebirgsstausee ist auf dem Lac des Toules an der Passstrasse zum Grossen St. Bernhard im Wallis in Betrieb genommen worden.

beschichtung auf. Für den Einsatz beim Lac

­­Lac des Toules von 2021 an ausweiten. Ge-

für die nachhaltige Produktion von Strom

des Toules eignen sie sich auch besonders

plant ist dann eine rund 30-mal so grosse

nutzen; zumal ein Stausee wie der Lac des

aufgrund ihrer Eigenschaft, unter extremen

PV-Anlage auf dem See, die entsprechend

Toules regelmässig entleert wird. Fauna und

­Bedingungen mit Temperaturschwankun-

Strom für etwa 6600 Haushalte liefern würde.

Flora haben also kaum Zeit, sich im Gewäs-

gen zwischen –25 Grad Celsius und +60 Grad Celsius zu arbeiten. Diese Wechselrichter sind mit zwölf MPPT (Maximum Power Point Tracker) ausgestattet, was maximale Flexibilität bei optimaler Energieernte in der Auslegung dieser schwimmenden PV-Anlage mit wechselnden Wasserstandshöhen erlaubt. Das sicherungslose Design und die Trennung der ­Anschlussbox vom Leistungsmodul gewäh-

ser zu entwickeln. Die Überdeckung mit

«Der Effizienzgewinn im Vergleich zu einer gleich grossen Solaranlage im Flachland soll bis zu 50 Prozent betragen.»

ren eine einfache Wartung.

30-mal grössere Anlage geplant

Die Vorteile davon, schwimmende Solaran-

Wenn sich in dieser Pilotanlage die erwar-

lagen auf Stauseen zu etablieren, liegen auf

teten Effizienzgewinne im Vergleich zu

der Hand: Es sind künstliche Gewässer, die

­Installationen im Flachland einstellen, will

für die Generierung elektrischer Energie

Romande Energie das Projekt auf dem

­angelegt wurden. So lassen sie sich doppelt

69

Photovoltaikmodulen stört damit kein ökologisches System im See. go.abb/ch-electrification Leading Partner Seite 76

Führende Stromversorgerin Romande Energie ist die führende Stromversorgerin in der Westschweiz und beliefert etwa 300 000 Kunden mit Strom. Die selbst erzeugte elektrische Energie wird vollständig aus erneuerbaren Quellen generiert: aus Wasserkraft, Biomasse, Windund Solarenergie. Bis 2025 will Romande Energie über 500 Millionen Franken in den Ausbau der erneuerbaren Energien investieren. www. romandeenergie.ch

eco2friendly-Magazin Solar


Vorhersage für energieautarke Gebäude Wenn die Sonne scheint, freuen sich insbesondere Bewohner von energieautarken Gebäuden. Denn für sie bedeutet Sonne nicht nur Licht und Wärme, sondern auch Produktion von Eigenstrom. Dies ist wichtig für die Umwelt und fürs Portemonnaie. Text: Hochschule Luzern, iHomeLab

Um Energiekosten zu sparen, sollte die Waschmaschine erst dann starten, wenn die hauseigene Solaranlage genügend Strom produziert. Aber den optimalen Zeitpunkt zu errechnen, ist aufwendig. Und jedes Mal, wenn wir in Eile oder zu bequem sind, nüt­ zen wir umweltfreundliche Systeme wie eine Solaranlage zu wenig aus.

Die Lösung: ein intelligentes Energiemanagementsystem Im Rahmen des Forschungsprojektes «ener­ FACEpredict» befasst sich ein Forschungs­ team am Kompetenzzentrum iHomeLab mit der Entwicklung eines Systems, das den Energieverbrauch von Gebäuden möglichst präzise vorhersagen kann. Das System ermittelt den optimalen Zeit­ punkt, um z.B. die Waschmaschine zu star­ ten. Um eine solche Vorhersage machen zu können, muss das System drei Dinge können: die Vergangenheit analysieren, mit den Bewohnern interagieren und aus ihrem Verhalten lernen. Das Forschungsteam ent­

 Die wandelbare Fassade des iHomeLab Visitor Centers

 Das Forschungsteam bei der Arbeit

wickelt deshalb ein System, das auf maschi­ nellem Lernen beruht. Das bedeutet: Je län­ ger das System für ein Gebäude arbeitet,

Waschmaschine heute um 15 Uhr zu star­

tarken Gebäuden zu ermöglichen, damit so

desto bessere Prognosen kann es erstellen.

ten. Wer die Waschmaschine sofort starten

viel wie möglich Eigenstrom nutzbar ge­

Als Informationsquellen dienen dabei das

möchte, kann dies im System eingeben.

macht werden kann. Und vielleicht können

Wetter und das Verhalten der Bewohner/

Dieses zeigt dann an, wie viel externer

solche Gebäude dank dem intelligenten

innen. Das System lernt also täglich dazu.

Strom hierfür bezogen werden müsste. Das

Energiemanagementsystem eines Tages

System zeigt also den optimalen Zeitpunkt

komplett unabhängig funktionieren.

Eigenstrom optimal nutzen

wie auch die Konsequenzen auf, wenn ich

Mit den gesammelten Daten erstellt das

die Empfehlung nicht befolge.

System eine Prognose und Empfehlungen.

Ziel des Forschungsprojektes ist es, präzise

Zum Beispiel, dass es am besten wäre, die

Vorhersagen für Bewohner von energie­au­

Solar eco2friendly-Magazin

70

www.ihomelab.ch Leading Partner Seite 86


Interview

Eine einheitliche Ladeinfrastruktur ist wichtig Der Stellenwert der Elektromobilität ist höher geworden. Speziell Immobilienbesitzer, Verwaltungen und Stockwerkeigentümer sollten sich frühzeitig Gedanken über die Ladeinfrastruktur machen, denn eine ganzheitliche Lösung sei in Mehrfamilien­ häusern und Tiefgaragen unabdingbar, sagt Fadri Haller, Ferratec. Interview: Pascal Grolimund, Otto Fischer AG, Text: Judith Brandsberg

Die Elektromobilität hat sich in den

Ladestation. Werden Einzellösungen umge­

sollte zumindest eine vernetzbare Lade­

letzten zehn Jahren stark entwickelt.

setzt, sind Probleme vorprogrammiert, wenn

station gewählt werden. Ebenso gilt es zu

Wie sind Ihre Erfahrungen als Anbieter

die Elektromobilität sich weiterhin so rasant

beachten, wie der Strom abgerechnet wird.

von Ladelösungen?

entwickelt. Eigentümer müssen sich Gedan­

Der erste Gedanke ist oftmals, die Lade­

Wir haben viel beraten und viele Offerten

ken machen bezüglich der Energie, die zur

station beim Wohnungszähler anzuhän­

gemacht, es wurde jedoch wenig umgesetzt.

Verfügung steht, und darüber, wie viele

gen. Das funktioniert bei einer Ladestation

Die Investitionskosten in eine Ladeinfra­

Fahrzeuge noch dazukommen könnten in

gut. Aber sobald es zwei oder mehrere

struktur wurden als hoch empfunden, da der

den nächsten fünf oder gar zehn Jahren.

Fahrzeuge sind, kann es beim Laden zu einer Netzüberlastung kommen. Damit

Nutzen nicht klar war. Seit etwa zwei Jahren merken wir nun, dass der Stellenwert der Elektromobilität höher geworden ist. Viele verstehen die Notwendigkeit einer Lade­ infrastruktur. So hat sich der Umsatz in die­ sem Bereich innerhalb eines Jahres verdop­ pelt, und ich denke, das geht so weiter.

«Werden Einzel­ lösungen eingesetzt, sind Probleme vor­ programmiert.»

Was empfehlen Sie jemandem, der

dies nicht geschieht, braucht es ein Last­ management.

Wie muss ein Mieter vorgehen, wenn er sich ein Elektrofahrzeug kauft und eine Ladestation in der Tiefgarage installieren möchte? Der Mieter hat die Pflicht, sich beim Eigen­

ein Haus bauen möchte bezüglich einer

Meist ist es sinnvoll, bereits zu Beginn ein

tümer zu melden, wenn er eine Ladestation

Ladeinfrastruktur?

Lastmanagementsystem einzubauen. Zu­

installieren möchte. Die Verwaltung müsste

Einfamilienhausbesitzer müssen nicht viel

mindest sollte man die Elektroinstallation

sich dann um eine Lösung kümmern. Viele

beachten. Für die Ladestation gibt es Nor­

so vorbereiten, dass künftig einfach Lade­

Verwaltungen sind mit der Elektromobilität

men. So kann man eigentlich mit jeder Lade­

stationen installiert werden können.

jedoch noch nicht vertraut, und sie erlauben

station jedes Fahrzeug laden. Natürlich muss

dem Mieter, irgendeine Ladestation zu ins­

man Berechnungen der vorhandenen Ener­

Nehmen wir an, ein Stockwerkeigen­

tallieren. Manchmal werden Ladestationen

gie machen. Wenn man auf dem Dach eine

tümer kauft ein Elektroauto und

einfach am Allgemeinstrom angehängt.

Solaranlage hat, dann sollte man dies berück­

bekommt dazu eine Ladestation.

Und wenn dann andere Mieter die Verwal­

sichtigen, denn dann kann man den über­

Was muss er beachten?

tung darauf ansprechen, wie der Strom für

flüssigen Strom für das Fahrzeug verwenden.

Der erste Stockwerkeigentümer, der eine

diese Ladestation abgerechnet wird, fällt auf,

Ladestation in einem Mehrfamilienhaus

dass da etwas nicht ganz richtig gelaufen

Was muss man diesbezüglich

installieren möchte, sollte bereits die an­

ist. Wir bekommen dann einen Anruf, wie

bei Mehrfamilienhäusern oder in

deren Eigentümer miteinbeziehen. Denn

das Problem gelöst werden kann.

Tiefgaragen beachten?

es ist ziemlich sicher, dass er diese Lade­

Es ist extrem wichtig, dass Immobilienbe­

station nicht mehr brauchen kann, sobald

Der Elektriker ist derjenige, der

sitzer, Verwaltungen oder Stockwerkeigen­

weitere Eigentümer sich ein Elektrofahr­

die Ladestationen installiert.

tümer sich auf eine einheitliche Lösung ei­

zeug anschaffen. Kann man sich mit den

Benötigt er ein spezielles Wissen,

nigen – und dies bereits ab der ersten

anderen Eigentümern nicht einigen, dann

um sie zu installieren?

Nachgefragt eco2friendly-Magazin

72


Pascal Grolimund, Otto Fischer AG (links) im Gespräch mit Fadri Haller, Ferratec AG(rechts)

Um eine Ladestation anzuschliessen, ist

Ich fahre seit eineinhalb Jahren nur noch

Welches sind künftig die grössten

grundsätzlich kein Spezialwissen notwen­

elektrisch. In dieser Zeit musste ich etwa

Herausforderungen bezüglich der

dig. Die Ladestation dann in Betrieb zu neh­

fünfmal unterwegs laden. Man muss mit

Elektromobilität? Aktuell sind wir bei

men und zu konfigurieren, ist jedoch nicht

den heutigen Elektrofahrzeugen nicht mehr

etwa 5 Prozent Neuzulassungen. Was,

ganz so einfach und vor allem zeitintensiv,

am Abend vorher die Ladestationen heraus­

wenn es 30 oder 40 Prozent sind?

wenn das entsprechende Wissen nicht vor­

suchen und sich überlegen, wo man am bes­

Eine Herausforderung wird es auf der Netz­

handen ist. Deshalb ist es sinnvoll, wenn

ten eine Kaffeepause einlegt, um zu laden.

seite geben, Situationen im Quartier müs­

sich der Installateur weiterbildet. Für Elek­

Das Auto nimmt einem dies ab. Ein wichti­

sen berücksichtigt werden. Wir sind mit EW

triker bieten wir Schulungen an, auch zu­

ger Vorteil beim Elektroauto ist doch, dass

in Kontakt, die sich diesbezüglich bereits

sammen mit eco2friendly.

man automatisch jeden Morgen einen vol­

heute Gedanken machen, denn die Netz­

len «Tank» hat. Und für die wenigen Male im

stabilität steht allenfalls auf dem Spiel.

Um den Ladestrom abrechnen zu

Jahr, an denen man längere Fahrten macht,

Deshalb möchten die EW auf die Ladesitu­

können, braucht es Softwarelösungen –

gibt es in der Schweiz in kurzer Distanz auf

ation Einfluss nehmen können. Hier kommt

auch Ferratec hat eine entwickelt.

vielen Raststellen Ladestationen.

auch die Speicherproblematik zum Zuge,

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Ab­

die Technologie muss noch entsprechend

rechnung. Mobilecharge, die wir entwickelt

Bei öffentlichen Ladestationen muss

Fortschritte machen. Wichtig ist auch, dass

haben, war zu Beginn eine einfache Ab­

man oftmals Mitglied sein, um laden zu

die Verwaltungen und die Stockwerkeigen­

rechnungslösung für Verwaltungen, mit

können. Die Abrechnung ist dabei nicht

tümer die Ladeinfrastruktur zu Beginn

der die bezogene Energie dem Benutzer in

immer so einfach. Wie sehen Sie dies?

richtig planen. Das Ganze ist ein komplexes

Rechnung gestellt werden konnte. Mittler­

Die Abrechnung ist tatsächlich nicht immer

Thema, und es wird auf alle Fälle spannend

weile gibt es eine Schnittstelle zu den Elek­

so einfach. Man kann unterwegs nicht ein­

bleiben.

trizitätswerken, welche die bezogene Ener­

fach einstecken und laden. Es gibt mittler­

gie ihren Abonnenten direkt mit der

weile gar einen Wildwuchs an Tarifen und

Stromabrechnung weiterverrechnen kön­

an Abrechnungsvarianten. Aus Sicht des

nen. Es gibt auch Schnittstellen für Firmen,

Nutzers finde ich am schlimmsten, dass ich

die ihre Flotten auf elektrisch setzen, hier

beim Einstecken nicht weiss, welcher Tarif

funktioniert unsere Lösung als Datenliefe­

verrechnet wird. Manchmal gibt es beim La­

rant fürs ERP und geht bis in die Lohn- und

den, wie beim Handy, sogenannte Roa­

die Spesenabrechnung.

ming-Gebühren. Das ist tatsächlich nicht befriedigend und nicht für die breite Masse

Im Normalfall wird das Elektroauto zu

tauglich. Natürlich bin ich bereit, auswärts

Hause geladen. Gibt es Ihrer Meinung

mehr zu bezahlen als zu Hause, aber nicht

nach aber genügend Möglichkeiten für

das Zehnfache. Ich bin überzeugt, dass dies

das Laden unterwegs?

ändern muss und auch wird.

73

Zu den Personen Name: Alter: 35 Fadri Haller Funktion: Leiter Systemtechnik Installation, Ferratc AG

eco2friendly-Magazin Nachgefragt


Das Programm für Stromeffizienz im Gebäude eco2friendly ist ein Netzwerk aus Teilnehmern, welche gemeinsam ihre Stromeffizienzziele erreichen wollen. Die Teilnehmer unterstützen sich in sämtlichen Prozessen bei Um- und Neubauten, also während der Planung, der Ausführung und dem Betrieb eines Bauprojekts.

Bauherren und Investoren • Steigerung von Komfort, Q ­ ualität und Sicherheit • Fundierte Bedarfsanalyse und Vorgabe für den Planungsprozess • Nachhaltige Werterhaltung und -steigerung der Immobilie

• Nutzung der Effizienz­

Installateure, Integratoren und Facility Manager

möglichkeiten in der

• Fachgerechter Einsatz von

Architekten und Planer

Beratung und Planung

zertifizierten Lösungen

• Einplanung zertifizierter

und Produkten

Lösungen

• Aktive Betreuung während

• Einbringen der Erfahrungen

• des Betriebs

bei der Planung von

• Steigerung der Arbeitsplatz­

Neubau und Sanierung

attraktivität

für stromeffiziente Lösungen und

Verbände und InstitutionenAus- und Weiterbildung der Fachleute

Produkte

• Definition und Weiterentwicklung

Hersteller und Lieferanten • Forschung und Entwicklung

• Unterstützung der Effizienz­

der Effizienzanforderungen als

möglichkeiten mit

Garantie für hoch ­stehende Pro-

innovativen Produkten

grammqualität

• Positive Entwicklung des ­Absatzmarktes

eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

74


Hier sind die Fachleute bestens vernetzt Energieeffizienz ist in aller Munde. Neue Produkte und Lösungen kommen auf den Markt,die Innovation schreitet fort. Auf dem neuesten Wissensstand zu sein, ist deshalb wichtig. eco2friendly informiert die Öffentlichkeit und die Fachwelt regelmässig auf diversen Kanälen.

Sämtliche Partner von eco2friendly sind auf der Plattform fachleute-finden.ch vertreten. So ist es ganz einfach zu erfahren, wer die kompetenten Fachkräfte in der Region sind, um spannende Projekte zu realisieren. eco2friendly pflegt mit Verbänden aus der gesamten Haustechnik regen Kontakt, damit die systemübergreifende Sicht berücksichtigt und gefördert wird.

Weiterbildung: die eco2friendly TRAININGS Energieeffizienz betrifft die gesamte Branche. Denn sie bildet ein interessantes ­Betätigungsfeld der Zukunft. Umso wichtiger ist es, gut ausgebildete Fachkräfte in allen Segmenten zu haben: von der Planung über den Bau bis zum Unterhalt. Darum hat eco2friendly die Initiative ergriffen und das Weiterbildungsprogramm «Trainings» lanciert. Da werden Architekten, Planer und Installateure ebenso wie Integratoren und Technische Facility Manager auf den neusten Stand der Technik gebracht – in den vier Bereichen Licht, Gebäudeautomation, Solar und E-Mobility. Damit die Branche fit für neue Innovationen bleibt.

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 Neu finden Sie uns neben Facebook, Twitter und Youtube auch auf Instagram!

75

eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Unsere Leading Partner stellen sich vor

ABB ist ein weltweit führendes Schweizer Technologieunternehmen in den Bereichen Energie- und Automationstechnik mit Hauptsitz in Zürich. Im Bereich der Elektrifizierung bietet ABB eine Gesamtheit aus sicheren, leistungsfähigen Lösungen für die elektrische Ausrüstung und Automatisierung von­ Gebäuden und Infrastruktur.

Die Leading Partner von eco2friendly unterstützen das Programm nicht nur finanziell. Sie leisten mit patenten Lösungen und innovativen Produkten einen wertvollen Beitrag zu mehr Energieeffizienz.

Mit den Produkten von ABB lässt sich das Zuhause oder der geplante Neubau in ein Smarthome verwandeln. Das Smarter-­ Home-Sortiment umfasst innovative Lösungen für ein sicheres, vernetztes Zuhause. Dazu gehören unter anderem die ABB-free@home-Haussteuerung oder die ABB-Welcome-Türkommunikation. Zusätzlich bietet ABB eine breite Aus-

Das Programm eco2friedly verbindet Hersteller, Verbände und

wahl an exklusiven Schaltern und Steckdosen. Auf die sprich-

Institutionen sowie Elektrounternehmen, Architekturbüros und

wörtliche Schweizer Qualität und Präzision von ABB

Bauherrschaften. Nicht nur durch die gemeinsamen Interessen

vertrauen Profis überall auf der Welt.

und Ziele, sondern ebenso, weil die Teilnehmenden in einem soliden Netzwerk miteinander verbunden sind. Ein Teil dieses Netzwerks sind die Leading Partner von eco2f-

Zuhause ist es einfach smarter…

riendly. Dabei handelt es sich um Hersteller, Verbände und Institutionen, welche sich für einen nachhaltigen Umgang mit der Energie einsetzen. Indem sie patente Lösungen und qualitativ hochwertige Produkte für mehr Energieeffizienz zur Verfügung stellen. In den eco2friendly-Trainings vermitteln sie den Elektrofach-

— Smarter Home Entwickelt, um Ihr Leben einfacher zu machen.

leuten wertvolles Wissen in den energierelevanten Bereichen, damit Gebäude entstehen, welche im Vergleich mit älteren Bauten einen Bruchteil der Energie für den Betrieb benötigen.

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

76

… so zu leben, wie man will.


Die ABB Technikerschule mit Standort Baden und Sursee bie-

AGRO AG in Hunzenschwil entwickelt und produziert seit

tet eidgenössisch anerkannte, praxisnahe, berufsbegleitende

mehr als 65 Jahren hochwertige Produkte und Systeme zur

Bildungsgänge auf Stufe Höhere Fachschule, Vorbereitungs-

Einführung und Verlegung von Kabeln für die Maschinen­

lehrgänge auf Höhere Fachprüfungen, Nachdiplomstudien

industrie, für den Anlagen- und Apparatebau sowie für die

sowie Weiterbildungskurse an.

professionelle Elektroinstallation in Gebäuden aller Art.

Unsere Bildungsgänge, insbesondere «Gebäudeautomatik» sowie «Energie und Umwelt», inkludieren Fächer, die konkret

Die Produkte von AGRO werden laufend weiterentwickelt und

auf Energieeffizienz und die Energiestrategie 2050 abzielen,

perfektioniert, unter anderem auch für den Bereich Elektro-

wie z.B. «Energieeffizienz durch Gebäudeautomation» und

mobilität.

«Energiewirtschaft/Erneuerbare Energien». Somit ist eco2­ friendly für unsere Studierenden und uns eine wichtige Platt-

Elektromobilität schont die Umwelt und ist zukunftsweisend.

form mit relevanten, zeitgemässen Inhalten, die praxisnah

Sie stellt aber auch Unternehmen der Branche von batterie-

thematisiert werden.

elektrischen Nutzfahrzeugen vor neue Herausforderungen. Die

Das in den Fächern erlernte Wissen über Energieeffizienz wird

Kabelverschraubungen Progress EMV powerCONNECT bieten

immer häufiger in Diplomarbeitsprojekten im Auftrag der In-

dem Kunden die sichere Lösung für die EMV-Problematik.

dustrie angewendet. Somit finden energieeffiziente Lösungen ihren Weg in unsere Gesellschaft.

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spezialisiert in der Entwicklung und Herstellung von Kom­

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ponenten für Fahrleitungen, Erdung, Gebäudeblitzschutz,

Schweiz zusammen mit eco2friendly und anderen Partnern

Absturzsicherung und Freileitung. Das gut ausgebaute Ver-

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

78


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mit dem notwendigen Wissen und Können bei den Verbands-

intuitiv durch herkömmliche Lichttaster, Sprachsteuerung

prüfungen und in der Praxis bestehen.

oder mit dem Smartphone bedienen und überwachen. Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz werden dadurch nützlich

E-Profi Education blickt auf eine über 30-jährige Bildungstra-

vereinbart und erhöht.

dition zurück.Im Kompetenzzentrum in Eschen-bach SG wird mit modernen, praxis- und handlungsorientierten Lernmetho-

Da digitalSTROM über die bestehenden Stromleitungen

den individuell und interdisziplinär unterrichtet.

­kommuniziert und damit keine Extraverkabelung der angeschlossenen Haustechnik oder Geräte nötig ist, eignet sich das

Zusammen mit eco2friendly führt E-Profi Education Trainings

Smart Home-System sowohl für Neubauten als auch zur Nach-

durch, welche der Wissensvermittlung und der gemeinsamen

rüstung in Miet- oder Altbauwohnungen.

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Praktikabilität steht an erster Stelle

mit eidg. Fachausweis

Um die Jalousien zu bedienen, sind Taster sinnvoll. Spracherkennung ist ideal, um die Lichtstimmung vom Sofa aus zu wechseln. Beim Dinner mit Gästen stört Sprachsteuerung oder der Gang zum Taster — dann ist die Smartphone-App praktisch.

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

03. März 2021

1 Jahr mit ca. einem Schultag pro Woche

KNX-Grundkurs und KNX-Aufbaukurs (5 Tage) für Smart-Home Interessierte Herbst 2020 Aktuelle Informationen zu unseren Kursen und Weiterbildungen finden Sie auf unserer neuen Webseite: www.e-profi.ch Wir beraten Sie auch gerne persönlich über unser Weiterbildungsangebot am Infoanlass „PROFI-Apéro“ am 07. September und 05. Oktober jeweils ab 17.00 Uhr Anmeldung unter: www.e-profi.ch oder Tel. 055 250 59 59 Schweiz. Höhere Berufsbildung HBB, c/o e-profi *eduqua zertifiziert*, Büechliberg 2, 8733 Eschenbach Tel. 055 250 59 59, Fax 055 250 59 58, info@e-profi.ch, www.e-profi.ch

80


Das Elektro-Bildungs-Zentrum ist seit 1972 die Elektrofachschule des Zürcher Elektroverbands. Jährlich werden zirka

EIT.swiss ist die Berufsorganisation für rund 2000 Unterneh-

2000 Lernende ausgebildet und besuchen 1000 Personen das

men der Elektrobranche mit über 40 000 Mitarbeitenden in der

EBZ für ihre persönliche Weiterbildung.

Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein.

Für die Elektrobranche sind Massnahmen in Energieeffizienz

Die Elektrobranche spielt in der Gebäudetechnikbranche eine

und die Produktion von nachhaltiger Energie ein immer wich-

entscheidende Rolle. Über ein Drittel der Betriebe und 44 Pro-

tiger werdender Pfeiler. Gut ausgebildete Fachleute haben das

zent der beschäftigten Personen sind ihr zuzurechnen. Mit

vernetzte Denken um Produktion, Verteilung und Verbrauch

49 000 Beschäftigen in zirka 5000 Betrieben bildet EIT.swiss

innerhalb verschiedener Perimeter realisieren und optimieren

gut 10 000 Lernende aus und schickt jährlich rund 3000 aus-

zu können.

gebildete Berufsleute ins Erwerbsleben.

Das Elektro-Bildungs-Zentrum betreibt auf dem eigenen Grund-

EIT.swiss vertritt die Interessen der Branche gegenüber der

stück fünf Photovoltaikanlagen, wobei eine zusätzlich im ­Bau

Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft. Die 19 Sektionen

ist und eine weitere in Planung. Weiter stehen Schulungsanla-

setzen sich für die Brancheninteressen auf regionaler und

gen zur Speicherung von Sonnenenergie zur Verfügung.

­lokaler Ebene ein.

Die praxisnahe Ausbildung zeichnet unsere Angebote aus.

Setzen Sie Zeichen – werden Sie Mitglied

Ihre Weiterbildung im EBZ: Eidg. dipl. Elektroinstallations- und Sicherheitsexperte /-expertin HFP

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81

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Die rund 1900 ELITE Electro-Partner sind leistungsstarke und

Die ELBRO AG ist seit über 40 Jahren ein unabhängiges und

ausgewiesene Elektroprofis – in allen Regionen der Schweiz

dynamisches Entwicklungs-, Produktions- und Handelsunter-

und in Liechtenstein. Sie planen, installieren, überprüfen und

nehmen mit Sitz in Bülach, das professionelle Lösungen in den

warten Elektroinstallationen, smarte Gebäudesysteme und

Bereichen Messtechnik, Schalttechnik, Licht- und Installations-

Haushaltsgeräte für Privathaushalte, Gewerbe und Industrie.

technik sowie der Telematik anbietet.

Alle ELITE Electro-Partner sind selbstständige Unternehmer,

Im Sortiment sind eigene Marken wie ELBRO Butler, ELBRO

bieten den besten Service und tragen mit ihrer fachkundigen

Light oder ITplus sowie Produkte verschiedener Markenherstel-

Beratung dazu bei, durch bedarfsgerechte Elektroinstallatio-

ler. Das zertifizierte Managementsystem ISO 9001:2015 garan-

nen die Umwelt nachhaltig zu entlasten.

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

82


Electrosuisse ist seit über 125 Jahren die anerkannte Fachor-

Esylux steht für «Performance for simplicity». Das Unterneh-

ganisation auf dem Gebiet der Elektro-, Energie- und Informa-

men entwickelt, produziert und vertreibt intelligente Automa-

tionstechnik. Dem Verband gehören knapp 5000 persönliche

tions- und Lichtlösungen, die für mehr Lebensqualität und

und über 2000 Branchenmitglieder an.

Energieeffizienz sorgen. Im Mittelpunkt stehen die Wünsche und B ­ edürfnisse des einzelnen Menschen, wobei das Unter-

Electrosuisse setzt sich für die Förderung der sicheren, zuver-

nehmen besonderen Wert auf eine einfache Anwendung sei-

lässigen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Erzeu-

ner Produktlösungen legt.

gung und Nutzung der Elektrizität ein. Grosshändler, Installationsbetriebe, Elektro- und Lichtplaner Mit dem Comité Électrotechnique Suisse (CES) vertritt Elec-

sowie Architekten vertrauen als Kunden und Partner auf mehr

trosuisse die Schweizer Wirtschaft im Bereich der Elektro-

als 50 Jahre Markterfahrung sowie auf die persönliche Fach-

technik in den weltweiten und Europäischen Normungsorga-

beratung durch die Esylux-Experten.

nisationen IEC und Cenelec und führt im Auftrag des Bundes das Eidgenössische Starkstrominspektorat. Electrosuisse bietet erstklassige Dienstleistungen und Produkte rund um Inspektion, Beratung, Prüfung und Weiterbildung.

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Die Fankhauser Solar AG wurde im Juli 2007 gegründet. Das

Unsere Welt wird immer elektrischer, vernetzter und digita-

Unternehmen mit Sitz in Selzach (SO) beschäftigt heute 16

ler – noch nie hat sich die Lebensart so umfassend und in so

Mitarbeiter und zählt zu den führenden Photovoltaik-Gross-

rasantem Tempo weiterentwickelt wie in unserer Zeit. Dabei

händlern im Schweizer Markt. Kumuliert kann die Fankhauser

ist die Energie zur Grundlage des Lebens geworden. Lösungen

­Solar auf eine Branchenerfahrung der einzelnen Mitarbeiter

von Feller helfen, diese Energie für Lebensräume zur Verfü-

von weit mehr als 30 Jahren zurückgreifen

gung zu stellen – sicher, zuverlässig, effizient, vernetzt und nachhaltig. Die Feller AG ist in diesem Bereich der führende

Das eigene Firmengebäude umfasst eine Lagerfläche auf zwei

Partner für vernetzte Gesamtlösungen, die intelligente und

Etagen. Damit ist eine hohe Verfügbarkeit der wichtigsten

zukunftsfähige Wohn- und Arbeitsräume ermöglichen.

PV-Komponenten zu jeder Zeit gewährleistet. Die Fankhauser Solar AG hat sich für die Herausforderungen der kommenden

In einer Welt mit zunehmend hohen Ansprüchen an energie-

­Jahre gut gerüstet.

effiziente Gebäude sind kompetente Partnerschaften ein entscheidender Faktor bei der Umsetzung. Als Leading Partner

Seit Mai 2015 ist die Fankhauser Solar AG eine Schwester­

unterstützt Feller eco2friendly in ihrem Bestreben, zukunfts-

unternehmung der Otto Fischer AG in Zürich.

fähige und nachhaltige Inhalte mitzugestalten.

Zukunft. Mit vernetzten Lösungen von Feller schaffen Sie die Basis für intelligentes Wohnen.

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

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Ferratec AG ist ein mittleres KMU-Familienunternehmen, ­das

Hager ist führend im Kerngeschäft der elektrischen Energie-

mit 50 Mitarbeitern hochwertige Markenprodukte für die Ins-

verteilung und -steuerung. Dazu gehören Lösungen in den

tallationstechnik, Industrie und Mechanik in der Schweiz ver-

­Bereichen Schalter und Steckdosen, Gebäudeautomatisierung,

treibt.

Verteilung sowie Leitungsführung. Getreu dem Motto «Swiss made» produziert Hager Schaltschranksysteme, Schalter und

Elektromobilität ist die Leidenschaft von Ferratec. Als unab-

Steckdosen in Emmenbrücke (LU).

hängiger Anbieter von Mobilitätslösungen und traditions­ reicher Energiedienstleister unterstützt das Unternehmen

Als Leading Partner steht Hager voll und ganz hinter dem

seine Kunden bei der erfolgreichen und kosteneffizienten Um-

Netzwerk eco2friendly, weil es mit seinem Mix an Massnah-

setzung der Mobilitätsstrategie. Dabei profitieren diese nicht

men und seiner Sensibilisierung einen erheblichen Anteil zu

nur von massgeschneiderten Angeboten und Dienstleistun-

einer stromeffizienteren Zukunft leistet. Diese liegt auch ­Hager

gen, sondern besonders auch vom digitalen Know-how und

am Herzen, weshalb das Unternehmen seine Kunden täglich

der umfassenden Energiekompetenz von Ferratec.

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Steuern,

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Die Hochschule Luzern – Technik & Architektur forscht, ent-

Das iHomeLab der Hochschule Luzern ist das Kompetenz­

wickelt und verbindet schon seit 60 Jahren. Gegen 1900 Ba-

zentrum für Gebäudeintelligenz und zugleich eine intensiv

chelor- und Masterstudierende und 1000 Weiterbildungsstu-

­genutzte Eventplattform.

dierende tragen von hier Fachwissen in die Schweizer Wirtschaft.

Intelligente Gebäudetechnik heisst: Das Gebäude passt sich den Bedürfnissen und Gewohnheiten des Nutzers an – nicht

Der interdisziplinär geprägte Studiengang Gebäudetechnik,

umgekehrt. Hierfür forscht ein 20-köpfiges Team an Lösungen

Energie und die schweizweit einzigartige Studienrichtung

für einen nachhaltigen Energieverbrauch, ohne dabei auf

GEE leisten einen Beitrag zur Energiewende. Sie befassen sich

­Komfort oder Sicherheit verzichten zu müssen, und für ein

unter anderem mit erneuerbarer Eigenstromerzeugung, Spei-

langes, unabhängiges Leben in den eigenen vier Wänden.

chermöglichkeiten und Lastmanagement, Gebäudeautoma-

Diese Leidenschaft für Gebäudeintelligenz teilt das iHomeLab

tion und -informatik, intelligenten Netzen und Fragen der

seit Jahren mit seinen lokal und international tätigen Partnern

ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit.

aus Wirtschaft und Industrie. Eco2friendly bildet hierfür eine wertvolle Plattform.

Forschungszentrum für Gebäudeintelligenz

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Open Innovation, Co-Creation und ein inspirierendes Setting

Mit Niederlassungen in mehr als 50 Ländern und Geschäfts-

charakterisieren den Innovationspark Zentralschweiz. Inner-

aktivitäten in über 140 Ländern ist Ledvance eines der welt-

halb des Themas «Building Excellence» arbeiten Wirtschaft,

weit führenden Unternehmen in der Allgemeinbeleuchtung.

Wissenschaft und die öffentliche Hand an konkreten FrageAus dem Osram-Geschäftsbereich für die Allgemeinbeleuch-

stellungen.

tung hervorgegangen, umfasst das Portfolio von Ledvance ein Im Rahmen von Labs entwickeln mehr als 70 Mitglieder neue

breitgefächertes Sortiment an LED-Leuchten für eine Vielzahl

Produkte und Dienstleistungen, Kollaborationsformen und

unterschiedlicher Anwendungsbereiche, intelligente Licht-

Konzepte zu Gebäuden, Arealen und Ökosystemen. Die be-

produkte für Smarthomes und Smartbuildings, eines der um-

schleunigte Umsetzung der Energiestrategie «Netto null 2050»

fassendsten Angebote an fortschrittlichen LED-Lampen in der

ist ein zentraler Aspekt. Projektziele umfassen Effizienz­

Lichtbranche sowie traditionelle Leuchtmittel.

steigerungen, Senkungen der CO2-Emissionen und den Einsatz erneuerbarer Energien. Der Park freut sich mit eco2­friendly

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Legrand ist der Spezialist für die elektrische und digitale­

Die gemeinnützige Stiftung myclimate entwickelt Förderpro-

­Infrastruktur von Gebäuden. Als weltweiter Experte auf die-

gramme für energieeffiziente(n) Gebäude oder Transporte in

sem Gebiet entwickelt das Unternehmen innovative Produkte

der Schweiz. Solche Förderprogramme unterstützen beispiels-

und nachhaltige Lösungen mit hohem Mehrwert im Woh-

weise HauseigentümerInnen, wenn sie ihre Öl- oder Erdgas-

nungs-, Industrie- und Gewerbebau. Um den Energieverbrauch

heizung durch eine energieeffiziente Wärmepumpe ersetzen

deutlich zu reduzieren, hat Legrand zahlreiche, innovative

wollen oder Busbetreiber bei der Neuanschaffung von Elektro-,

Produktlösungen geschaffen.

Hybrid- und Trolleyhybridbussen. Andererseits berät myclimate Unternehmen jeder Grösse durch Analyse, Optimierung

Die Eco-Design-Methoden wurden in die Produktentwicklungs-

und Reporting ihres CO2- und Ressourcenverbrauchs. Weitere

prozesse eingeführt. Sie reduzieren die Umweltbelastung in

Informationen: www.myclimate.org

jeder Phase des Produktlebenszyklus und wahren gleichzeitig die volle Kundenzufriedenheit hinsichtlich der Produktqualität. Zusätzlich zum Produktangebot war es selbstverständlich, dass sich Legrand (Schweiz) seit fast 10 Jahren als privilegierter Partner des Programms eco2friendly engagiert, um die Energieeffizienz und die Reduktion der Umweltbelastung aktiv zu fördern.

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

88


Die Otto Fischer AG wurde 1899 gegründet. Das unabhängige

DieDie zunehmende und propro­ zunehmendeElektrifizierung Elektrifizierungunseres unseres privaten privaten und

D

Elektrogrosshandels-Unternehmen versorgt mit einem um-

fessionellen Alltags undmit mit fessionellen Alltagsschreitet schreitetimmer immerschneller schneller voran voran und

z

fangreichen Sortiment und einem breiten Dienstleistungs­

ihrihr derder Bedarf ananzuverlässiger Für eine eine Bedarf zuverlässigerEnergieversorgung. Energieversorgung. Für

in

angebot täglich die Elektroinstallationsbranche in der ganzen

nachhaltige Energiestrategie das Gebot Gebot nachhaltige Energiestrategieist istEnergieeffizienz Energieeffizienz das

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Schweiz. Mit dem Produktangebot aus den Fachgebieten Licht,

derder Stunde. Stunde.

A

AlsAls Spezialist für Energiemanagement Electric Spezialist für Energiemanagementhat hat Schneider Schneider Electric

D

seine Lösungen seine Lösungenkonsequent konsequentmit mitEcoStruxure EcoStruxure weiterentwi­ weiterentwi-

s

1

Fischer die Mitarbeiter zur Verfügung, die alles rund um eco2f-

ckelt. EcoStruxure IoT­fähige ckelt. EcoStruxureist isteine einedurchgängige, durchgängige, offene offene IoT-fähige Architektur, in der vernetzte Produkte über intelligente Steu­ Architektur, in der vernetzte Produkte über intelligente Steue-

riendly organisieren, wie die eco2friendly-Trainings, den

erungsebenen hin zu zuAnalysesoftware Analysesoftware und Apps verbun­ rungsebenen bis bis hin und Apps verbunden

V

eco2friendly-Day und auch das eco2friendly-Magazin, wel-

den sind und Daten untereinander austauschen. sind und Daten untereinander austauschen.

a

Gebäudeautomation, Solar und Elektromobilität unterstützt Otto Fischer zudem die Energieeffizienz in Gebäuden. Als

Gründungsmitglied

von

eco2friendly

stellt

Otto

d

z

ches mit Fachbeiträgen, Referenzobjekten und innovativen Ideen Bauherren, Architekten und Elektriker für einen energie­

FürFür Schneider Electric Schneider Electricals alsglobalen globalenAnbieter Anbieter von von nachhaltigen nachhaltigen

effizienten Bau inspiriert.

Lösungen istist der Umfeld der der Lösungen derAustausch Austauschvon vonFachwissen Fachwissen im Umfeld energieeffizienten von energieeffizientenGebäude Gebäudeim imRahmen Rahmen des des Programms Programms von eco2friendly bedeutend. eco2friendly bedeutend.

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89

eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt 97

n


Die Produkte der Firma Schneider werden in der Schweiz kon-

Signify ist der weltweit führende Anbieter für Licht- und

zipiert, entwickelt und produziert. Das Unternehmen ist stark

Beleuchtungslösungen für professionelle Anwender, End­

in der Schweiz verwurzelt und lebt Schweizer Werte wie Prä-

konsumenten und Beleuchtung im Internet der Dinge. Mit den

zision, Qualitätsbewusstsein und Genauigkeit in der täglichen

Philips-Produkten, den vernetzten Interact-Lichtsystemen

Arbeit.

und datengestützten Services bietet Signify einen Mehrwert für Unternehmen und verändert das Leben Zu Hause, in Gebäuden sowie in urbanen Räumen.

Die Firma Schneider übernimmt Verantwortung und setzt sich für Nachhaltigkeit ein. Für die Produktion wird nur noch 100 Prozent recyceltes Aluminium verwendet, die Reste werden

Mit rund 29 000 Mitarbeitern und einer Präsenz in über 70 Län-

wiederum recycelt. Indem auf übermässigen Einsatz von Ver-

dern erschliesst das Unternehmen das aussergewöhnliche

packungsmaterialen verzichtet wird, können 1,8 Tonnen an

Potenzial von Licht für ein helleres Leben und eine bessere

Kartonage pro Jahr eingespart werden. Durch die bevorzugte

Welt. Vom Dow-Jones-Sustainability-Index wurde das Unter-

Zusammenarbeit mit lokalen Partnern kann das Unternehmen

nehmen zum zweiten Mal in Folge als Branchenführer im Be-

den CO2-Fussabdruck senken.

reich Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

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Die Schweizer Licht Gesellschaft SLG ist der neutrale Ansprech-

Swisscom ist das führende Telekommunikations- und eines

partner für alle Fragen rund um das Kunst- und Tageslicht. Die

der führenden IT-Unternehmen der Schweiz. Swisscom gehört

SLG vereint kompetente Fachleute aus Planung, Forschung,

zu 51 Prozent dem Bund, beschäftigt rund 20 000 Mitarbeiten-

Industrie und Handel. Dieses Expertennetzwerk erarbeitet nor-

de und ist eines der nachhaltigsten Unternehmen der Schweiz.

mative Richtlinien, unterhält ein umfassendes Ausbildungsangebot und unterstützt mit seinem Wissen Behörden, Bauherr-

Klimawandel und Energieeffizienz sind für Swisscom als

schaften, Planer, Hersteller und Nutzer von Beleuchtungs­anlagen.

Grossverbraucherin von Energie sowie für ihre Anspruchsgruppen aufgrund der nationalen und internationalen Klima-

Die SLG macht sich stark für eine differenzierte Beurteilung des

situation besonders wesentlich. Deshalb unterstützt Swiss-

aktuellen Standes der Beleuchtungstechnik und für einen res-

com eco2friendly.

sourcenorientierten Umgang mit der Materie Licht. Im Bereich energieeffiziente Gebäude tragen Energiechecks Die SLG und das SLG College bieten verschiedene Tagungen

dazu bei, die Betriebszustände z.B. durch die Modernisierung

sowie eine breite Palette von Aus- und Weiterbildungen an.

der Beleuchtungsmassnahmen zu optimieren. Bei den ­Rechenzentren setzt Swisscom auf die Servervirtualisierung und g ­ ezielte Energieeffizienzmassnahmen.

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Die schweizerische Vereinigung der Gebäudeinformatiker ist

Das Schweizer Familienunternehmen ist Marktführer für Be-

seit 2011 offiziell tätig, damit die Disziplin Gebäudeinformatik

wegungs- und Präsenzmelder und erster Ansprechpartner für

in der Baupraxis ab den Vorstudien miteinbezogen wird. Das

intelligente Beleuchtungstechnik. Die Lösungen der Swisslux

Ausbildungskonzept reicht von der Grundbildung bis in die

AG führen zu mehr Sicherheit, Komfort und Energieersparnis.

höhere Berufsbildung (HBB).

Dabei wird höchster Wert auf einen herausragenden Service gelegt sowie auf ein breites Dienstleistungsangebot von der Planung über die Installation bis zum einwandfreien Betrieb.

Mit wachsenden Anforderungen an den Energieverbrauch von Gebäuden und neuen Technologien sind auch punktuelle Trainings, wie diese über eco2friendly angeboten werden, ein

B.E.G. Luxomat – umfangreiches Sortiment mit Lösungen für

wichtiger Bestandteil, um den Alltag effektiv zu meistern.

anspruchsvolle Einsätze. Die Bewegungs- und Präsenzmelder bestechen durch hohe Qualität und kompromisslose Zuver-

Seit Januar 2020 sind die Gebäudeinformatik Zertifikatslehr-

lässigkeit.

gänge in Zürich, Grenchen und Eschenbach im Angebot. Dieser halbjährige Lehrgang bietet Multimediaelektronik-, Telematik-

TRIVALITE – die Lösung für intelligentes Licht in Verkehrs­

und Automatik- sowie Elektroinstallateur- Lehrabgängern

zonen, Gewerbeflächen und Büros. Energieeffiziente Beleuch-

einen ersten Einstieg in die Gebäudeinformatik rund um IoT

tung dort, wo sie gebraucht wird und so lange wie nötig.

(Internet of Things).

Swisslux Intelligente und energieeffiziente Beleuchtungstechnik für Büro, Zweck- und Wohnbau.

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

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Swissolar vertritt als Branchenverband die Interessen von 750

ThebenHTS ist der führende Premiumanbieter intelligenter

Verbandsmitgliedern mit rund 6000 Arbeitsplätzen der

Lösungen für die Energieeinsparung und Komforterhöhung

Schweizer Solarenergiebranche in der Öffentlichkeit, in der

rund um das Gebäude. Jedes Produkt trägt dazu bei, natürliche

Politik und gegenüber den regulierenden Behörden.

Ressourcen bewusster einzusetzen und die Lebensqualität zu erhöhen. Zum Beispiel mit Präsenz- und Bewegungsmeldern,

Swissolar setzt sich für die Energiewende hin zu einer Ener-

Raumtemperaturreglern oder Komponenten für die KNX-

gieversorgung ohne den Einsatz fossiler oder nuklearer Ener-

Haus- und -Gebäudeautomation.

gieträger ein. Wärme und Strom von der Sonne nehmen dabei eine zentrale Stellung ein.

ThebenHTS ist stets präsent – in Momenten, in denen alles stimmt, weil zur rechten Zeit das Richtige geschieht.

Die diesjährige Solarwärme-Tagung steht im Zeichen einer nachhaltigen Partnerschaft: In der Kombination mit Solarwärme kann die Ressource Holz besonders sinnvoll eingesetzt werden, und zwar im Kleinen wie im Grossen, von der Einfamilienhaus-Heizung bis zum Wärmeverbund.

Solarwärme-Tagung 2020 «Sonne und Holz – die ideale Kombination»

Manipulationssicher durch KNX Data Secure KNX RF UP-Aktoren

19. November 2020 | Hedingen ZH Mehr Informationen unter www.swissolar.ch/swt2020 E-Nr. 405 444 159

Veranstalter

E-Nr. 405 665 259

E-Nr. 405 435 259

Theben erweitert das Angebot an KNX-Produkten durch neue UP KNX Funk-Aktoren und Medienkoppler. Dank sicherer Verschlüsselung durch KNX Data Secure ist die Kommunikation vor Abhören und Manipulation optimal geschützt.

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


We make light work for you – Thorn steht für effiziente, hoch-

Mit WAGO-Lichtmanagement lässt sich der Energieverbrauch

qualitative und verlässliche Lichtlösungen.

von Gebäuden deutlich reduzieren. Grundlage hierfür ist eine intelligente Lichtsteuerung, die mithilfe von Tageslichtsenso-

Das umfassende Portfolio an Innen- und Aussenbeleuchtungs-

ren, Präsenzmeldern und durchdachten Lichtszenarien dafür

lösungen wird allen gerecht und deckt eine grosse Bandbreite

sorgt, dass immer das richtige Licht zum richtigen Zeitpunkt

an Anwendungsmöglichkeiten ab. Der Name Thorn ist weltweit

und in der richtigen Menge zur Verfügung steht.

bekannt und steht für Qualität, Verlässlichkeit und Benutzerfreundlichkeit. Kunden und Partner profitieren von über

Diese Vorzüge wissen beispielsweise die Verantwortlichen

90 Jahren Erfahrung.

bei Radio Basilisk zu schätzen, die in ihrem neuen Studio am Basler Marktplatz auf eine solche Lösung setzen (siehe Beitrag

Die Produkte von Thorn bieten Energieeinsparungen, ohne

in dieser Ausgabe). Diese bietet aber auch das Potenzial, gros-

dass dabei auf Leistung, Effizienz und Lichtqualität verzichtet

se Räumlichkeiten, wie Produktionshallen oder Lager, effizient

werden muss. Eine perfekte Balance von ansprechendem De-

und nachhaltig ins richtige Licht zu setzen.

sign, Performance und einfacher Installation – das ist Thorn. Thorn ist Mitglied der Zumtobel Group.

Smart Home ohne programmieren?

Ja das geht – mit WAGO Home Automation wago.com/homeautomation

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

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Als erfahrene Experten unterstützen wir unsere Kunden und

Seit 90 Jahren ein kompetenter Partner in der Elektroinstal-

Partner mit Produkten, Lösungen und Services im gewerbli-

lationstechnik.

chen und industriellen Umfeld. Wir sind in Ihren Branchen

Wir produzieren in bewährter Schweizer Qualität und fördern

und Märkten zu Hause und kennen die technologischen Her-

den Schweizer Markt mit Qualitätsprodukten. Ressourcen-

ausforderungen von morgen.

schonende und energiesparende Systeme zu produzieren, ist ein wesentliches Ziel bei der Woertz AG. So unterstützen wir

Mit der jüngsten innovativen Entwicklung von PV Next bietet

die Idee von eco2friendly und versuchen unseren Teil für die

Weidmüller das weltweit erste Generatorenanschlusskas-

Zukunft beizutragen.

ten-Konzept auf Basis eines standardisierten Leiterplatten-

Moderne Bauten sind komplexe Systeme, die viele Anforde-

designs und ist ebenfalls mit zukunftssicheren Ladekonzep-

rungen unter einem Dach vereinen müssen. Bauherren und

ten in die Elektromobilität gestartet.

Investoren fordern Energieeffizienz, Funktionalität und flexible Nutzungsmöglichkeiten. Projektierung und Realisierung

Weidmüller – ein Partner, der seine Kunden und deren An-

müssen deshalb höchsten Qualitätsanforderungen genügen.

wendungen kennt, versteht und seit Jahrzehnten mit Nach-

Wir bieten mit unseren Systemen für Elektroinstallationen die

haltigkeit kompetent und partnerschaftlich begleitet.

optimale Lösung für alle Anwendungen.

Let's connect.

Flachkabelsystem – ressourcenschonend und energiesparend.

Easy. Fast. Safe.

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Photovoltaikanlagen einfach, schnell und sicher verdrahten PV Next Generatoranschlusskästen: Easy. Fast. Safe. ✓ Schnelle Auswahl und einfache Installation durch das standardisierte Konzept ✓ Verringerung von Arbeitsaufwand und Fehleranfälligkeit durch PUSH IN-Anschlusstechnologie ✓ Sofortige Verfügbarkeit ab Lager durch Standardisierung der Produkte Weidmüller Schweiz AG | Rundbuckstrasse 2 | 8212 Nehausen am Rheinfall Tel. +41 52 674 07 07 | Fax +41 52 674 07 08 | www.weidmueller.ch

Woertz AG Hofackerstrasse 47 Postfach 948 4132 Muttenz info@woertz.ch www.woertz.ch


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