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ier läuft der Weg von einem Paradies durchs andere“, schrieb der deutsche Schrift„ steller Jean Paul im Jahr 1798 über die Fränkische Schweiz. Auch über 200 Jahre später hat die Region nichts von ihrer Schönheit verloren. Auf unserer Wanderung von Behringersmühle nach Muggendorf lernen wir fast alles kennen, was diese Schönheit ausmacht: Das tief eingeschnittene Tal der Wiesent, Dolomitfelsen, alte Buchenwälder, Höhlen und unvergessliche Aussichten. Wer von Ebermannstadt aus mit der Dampfbahn anreist, der kann sogar ein Stück Industriegeschichte hautnah erleben. Zu Zeiten von Jean Paul fuhr die Wiesenttalbahn freilich noch nicht. Diese Tour lohnt sich zu allen Jahreszeiten. Am schönsten ist sie bestimmt an einem sonnigen Maitag. Zum einen sind die Buchenwälder zur Zeit des Laubaustriebs besonders lieblich, zum anderen können wir dann im Garten des MaiHofs in Köttweinsdorf auf einer Wiese voll blühender Obstbäume einkehren. Wegbeschreibung: Durch den Kurpark von Behringersmühle gelangt man zur Hauptstraße. An dieser laufen wir knapp 100 m nach rechts bis zu mehreren Markierungen und Schildern. Wer mit der Dampfbahn ankommt, erreicht diese Stelle, indem er kurz der B470 in nordöstliche Richtung folgt, diese auf der ersten Straße links wieder verlässt und nach 150 m rechts in die

Hauptstraße einbiegt. Ab hier geht es mit der Markierung „gelbes Kreuz“ zum Forsthaus Schweigelberg empor. Dort laufen wir nach rechts und folgen weiterhin dem „gelben Kreuz“ bis zur Weißen Marter. Diese gilt als die größte und schönste Marter der Fränkischen Schweiz. Nun ändert sich die Markierung. Wir nehmen den Weg mit der „Gelben Raute“, der wenige Meter vor der Marter nach links abbiegt. Auf diesem bleiben wir für knapp 1 km. Bei einer Baumgruppe und einem Kruzifix verlassen wir die Markierung und halten uns rechts. An der ersten Kreuzung in Köttweinsdorf gehen wir geradeaus auf dem Privatweg. Hinter Häusern entlang kommen wir zum Gasthaus Mai-Hof. Davor gehen wir auf der vom Ort kommenden Straße nach rechts. An der Pferdekoppel halten wir uns nicht links, sondern geradeaus. Bei Gabelungen bleiben wir auf dem Weg, der direkt ins Tal hinabführt. Wir erreichen den Wanderweg an der Wiesent. Diesem folgen wir nach links. Er führt an dem Ortsteil Doos vorbei. Der Fluss wird hier noch nicht überquert. Erst etwa 10 Minuten nach Doos überqueren wir die Wiesent auf einem Brückchen und gelangen zur Straße Doos-Behringersmühle und zum Parkplatz unterhalb der Riesenburg. Auf Stufen geht es zu der imposanten Einsturzhöhle empor. Über den noch stehengebliebenen Teil des Höhlendachs geht es zu einer Aussichtskanzel. Dabei blickt man auf den Grund der Höhle hinab.

luft

schlösser*

40 Jahre Museumsbahn Fränkische Schweiz Im Stil der 1960er Jahre reisen jährlich rund 25.000 Gäste in historischen Zügen durch die wildromantische Landschaft des Wiesenttales von Ebermannstadt nach Behringersmühle. Die Dampfbahn Fränkische Schweiz feiert in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag. Bei mehreren Jubiläumsveranstaltungen sollen Technik und Geschichte erlebbar werden z.B. bei zahlreichen Sonderfahrten. Vom 16. März bis zum 13. Juli kann die Sonderausstellung „40 Jahre Dampfbahn Fränkische Schweiz“ im Heimatmuseum Ebermannstadt besichtigt werden.

* Mit dem AeroClub unter www.aeroclub-coburg.de

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Weitere Informationen unter www.dfs.ebermannstadt.de und www.heimatmuseum.ebermannstadt.de .

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ECHT Oberfranken - Menschen Ideen Perspektiven Ausgabe 23  
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