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Publikation der medalp group | â‚Ź 2,-

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Magazin fĂźr Medizin, Sport und Lifestyle

2014

medalp group: Der Mensch im Mittelpunkt www.medalp.com | Hotline: +43 699 1611 9988


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Ein kleines Geheimnis … mit großer Wirkung: Was genau macht Österreichs Skistar Anna Fenninger so erfolgreich? Die medalp hat nachgeforscht.

Inhalt 03 04

lltag wird es nie – einfach aus dem Grund, da jeder Tag neue Patienten bringt und jeder Patient individuell ist, mit einer eigenen Geschichte, mit eigenen Sorgen, eigenen Bedürfnissen. Und weil wir uns ganz auf den Menschen einlassen, begegnen wir jeden Tag neuen Herausforderungen. Wir begegnen ihnen gerne. An unseren Standorten in Imst, Sölden und im Zillertal führen 140 Mitarbeiter und 25 Ärzte jedes Jahr 22.000 ambulante Erstversorgungen und 2900 Operationen durch. In unseren P ­ hysio-, Reha- und Orthopädie-Einrichtungen in Imst, Längenfeld, Mayr­ hofen und Landeck kümmern wir uns auch in der Zeit nach der Operation um Wiederherstellung (ab S. 12). Unser C ­ redo ist, für unsere Patienten da zu sein – persönlich, telefonisch und ­online – und sie mit dem Wissen nach Hause zu verabschieden, dass u ­ nsere Versorgung nicht mit ihrer Entlassung endet. Dass ­Patienten den Aufenthalt in der medalp trotz Unglücksfall schluss­endlich doch als Glücksfall empfinden (ab S. 10), erachten wir als größtmögliches Lob und gleichzeitig als Ansporn, uns ­stetig weiterzuentwickleln und zu verbessern. Aus diesem Grund gibt es seit Anbeginn der medalp auch die eigene Akademie, deren Ziel es ist, fachliches und für die Persönlichkeitsentwicklung relevantes Wissen zu vermitteln (S. 17).

FOKUSSIERT BLEIBEN Auch wenn sich in den vergangenen Jahren viel getan hat und sich die medalp sowohl räumlich, was die Standorte betrifft, als auch inhaltlich in ihrem Angebot laufend erweitert hat, bleiben wir uns selbst treu: Nach wie vor liegt unser dezidierter Fokus in der Unfallchirurgie (ab S. 6), der Reha und der Lifestyle-Medizin (siehe S. 14). Wir glauben, dass nur Spezialisten zu Experten werden können – und Experten sind allemal gefragt, wenn es um das höchste Gut geht, das wir haben: unsere Gesundheit. Diese zu erhalten, wiederherzustellen und zu pflegen, ist das Know-how, das wir beherrschen und dem wir uns verschrieben haben. Zum Wohle unserer Patienten.  

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Ihre medalp-Geschäftsführer Dr. Alois Schranz Dr. Hermann Köhle Dr. Manfred Lener

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medalp group: Was an einem Standort begann, hat weite Kreise gezogen Knee inside: Das größte Gelenk des Menschen und wie es behandelt wird Ins Bild gerückt: Die Leistungen der medalp Was passiert nach der Operation? Das Angebot der medalp zielt auf alle Sinne Zurück ins Leben: Die Rehaclinic Imst sorgt für stabilisierende Verhältnisse Sportclinic Zillertal: Seit sieben Jahren zentraler Knotenpunkt der Region Gefeiert: Zehn Jahre Sportclinic Sölden und 22.000 zufriedene Patienten medalp goes academy: Seit Anbeginn steht Weiterbildung im Fokus medalp inside: Ein Blick ins private Leben der Ärzte und Mitarbeiter

Impressum Herausgeber: medalp group – Imst Verlag: ECHO Verlags GmbH, Eduard-Bodem-Gasse 6, A-6020 Innsbruck Redaktion: Stefan Schranz, Sonja Niederbrunner Layout: Thomas Binder Fotos: Andreas Friedle, medalp, Fotolia, istockphoto ­Auflage: 100.000 Stück Sämtliche Personenbezeichnungen dieser Ausgabe beziehen sich auf Frauen und Männer in gleicher Weise. Foto: Erich Spiess – www.tirolfoto.at

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Editorial

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Anna Fenninger und die medalp teilen ein Geheimnis – ein erfolgversprechendes

Anna Fenninger: Gold und Silber in Sotschi, Weltmeisterin, Gesamtweltcupsiegerin 2013/14.

s ehrt uns, der momentan erfolgreichsten Skirennläuferin der Welt ein Geheimnis zu entlocken: Gold und Silber in Sotschi, Weltmeisterin, Gesamtweltcupsiegerin 2013/14. Profi in allen Skidisziplinen. Und extrem fotogen, vor allem wenn ihre Natürlichkeit zur Geltung kommt.Aber was ist ihr Geheimnis? Es ist keine neue Tugend, die ihr Manager Klaus Kärcher über sie verrät: Anna sei eine „ganz fleißige Arbeiterin“. Oder, um es mit einem Auszug aus der medalp-Akademie ­(siehe S. 17) zu sagen: Star kann nur sein, wer Profi ist. Profi kann nur sein, wer professionell arbeitet. Dem Fleiß und der Disziplin hat sich auch das Team der medalp verpflichtet. Annas Geheimnis ist also das, was wir alle ohnehin – auch von unseren Eltern oder Großeltern – wissen. Fleiß und Disziplin führen zum Erfolg. Was in Zeiten wie diesen noch hinzugefügt werden muss und Anna Fenninger auch beherzigt, ist die Konzentration auf Weniges, auf die Kernkompetenz, auf das wirklich Wichtige. So nimmt Anna Fenninger auf die Frage, ob sie neben ihrem Job als Skifahrerin auch locker als Model durchstarten könnte, ganz klar Stellung: „Das Model-Business wäre nichts für mich. Ich wollte schon immer Ski-Profi sein, und das bin ich jetzt glücklicherweise auch.“ Das motiviert uns in der medalp, unserer Kernkompetenz, nämlich der Unfallchirurgie, der Reha und der Lifestyle-Medizin, treu zu bleiben und unsere Mitarbeiter stets daran zu erinnern, permanent weiterzugehen und daran zu arbeiten, in ihrem Job besser zu werden und Grenzen zu sprengen. Aber genug geredet über Fleiß, über Disziplin, über das Streben nach Erfolgen, denn Anna verrät auch: „In den Mittagspausen lege ich mich gerne einfach nur hin und mache überhaupt nichts.“ Auch dem kann das medalp-Team viel abgewinnen, wenngleich die Mittagspausen im Klinikalltag selten sind – erholsame Pausen gibt es in den Zwischensaisonen, abseits vom Trubel, und in Form von zahlreichen medalp-Ausflügen, gemeinsamen Wanderungen und kulinarischen Festen. All das bestärkt uns darin, gemeinsam das Beste zu geben. ❖

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Unter einem Dach: fünf Standorte,

Die Summe aller Teile

eine Gruppe – die medalp group.

13 Jahre, fünf Standorte, sechs Einrichtungen, eine Gruppe: Was einst klein begann, hat sich binnen kurzer Zeit zu einem Expertenzentrum entwickelt.

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s ist eine bewegte Geschichte, die die medalp group hinter sich hat: Seit nunmehr 13 Jahren ist man am Ball, permanent in der Weiterentwicklung, nah am Patienten und seinen Bedürfnissen. An ihren mittlerweile fünf Standorten bietet die medalp eine bis ins Detail ausgearbeitete und strukturierte Palette medizinischer Leistungen – und die begleiten den Patienten von A bis Z, decken alle Bereiche ab: ein One-Stop-Shop sozusagen, der Wege verkürzt, Prozesse vereinfacht, direkte interdisziplinäre Zusammen-

❱❱ Professionelle und hochqualitative Arbeit, damit einhergehend zufriedene Patienten und Mitarbeiter – und das jeden Tag. Das ist die größte Herausforderung, der wir uns täglich gerne aufs Neue stellen. ❰❰ 

Dr. Alois Schranz

arbeit ermöglicht und so dem Patienten sein Leben – und seine Genesung – so einfach wie möglich macht. Die grundlegende Disziplin der medalp ist die Unfallchirurgie – an den Standorten in Imst, in Sölden und im Zillertal wird der gesamte Bereich von Diagnostik und modernster Bildgebung, Anästhesie und Operation sowie postoperativer Behandlung angeboten. Die drei Tageskliniken der Gruppe verfolgen dabei vor allem ein Ziel: Patienten hochprofessionell in kürzestmöglicher Zeit bestens zu versorgen. Aber nicht nur der Akutfall (60 Prozent der behandelten Patienten kommen quasi direkt nach der Verletzung in die medalp, 40 Prozent sind Planoperationen) steht dabei im Zentrum, es geht auch um das Danach. So bietet die med­ alp individuell zugeschnittene Therapiemöglichkeiten in der Rehabilitation, aber auch in

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der Prävention. Auch Leistungsdiagnostik ist im Angebot inkludiert – sowohl Hobbysportler als auch zahlreiche Profis vertrauen auf das Know-how der Professionisten und die modernen Technologien, etwa die Spiroergometrie. Das Danach bezieht sich aber nicht nur auf Hilfestellungen vor Ort: Neben der medalpHotline, die an sieben Tagen der Woche 24 Stunden besetzt ist, bietet das innovative Portal my.medalp alle Möglichkeiten individualisierter Nachbetreuung von Patienten im In- und Ausland. „Neben der digitalen Nabelschnur und der jederzeitigen telefonischen Kontaktmöglichkeit hat die medalpGruppe ein internationales Netzwerk von Partnerkliniken und -ordinationen zwischen New York und Tokio etabliert. Durch das Netzwerk ist auch die qualitätsvolle Nachbetreuung nach vereinbarten Standards gegeben“, informiert medalp-Geschäftsführer Dr. Alois Schranz.

ALLE TAGE Bis ins kleinste Detail setzt sich der grundlegende Gedanke, der hinter dem Konzept der Gruppe steht, fort: alles unter einem Dach – denn das macht interdisziplinäre Zusammenarbeit auf höchstem Niveau möglich. Ein umfassendes Qualitätsmanagement garantiert sowohl permanente Kontrolle als auch laufende Weiterentwicklung – unabdingbar, um den hohen Qualitätstandard zu halten und weiter auszubauen. „Professionelle und hochqualitative Arbeit, damit einhergehend zufriedene Patienten und Mitarbeiter – und das jeden Tag. Das ist die größte Herausforderung, der wir uns jeden Tag gerne aufs Neue stellen“, bringt Schranz auf den Punkt, was der Kern der Gruppe ist. Eben keinen Alltag zu leben, sondern alltäglich besser zu werden. ❖

13 Jahre medalp

Eine für alle – alle für eine

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nlässlich der Zehn-Jahres-Feier der Sportclinic Sölden wurden in einem symbolischen Rahmen die Verträge zur Gründung der medalp group unterzeichnet. War es doch die Sportclinic Sölden, die als erster zusätzlicher Standort gegründet wurde. Anfangs ohne besondere Expansionsgedanken haben sich die Dinge so ergeben, dass die Sportclinic Zillertal, das Präventiv-medizinische Zentrum in Längenfeld sowie die Rehaclinic in Imst dazukamen. Diese isolierten Einheiten werden nun in einer Gesellschaft gebündelt, welche neben dem permanent hohen Anspruch optimaler Patientenversorgung unternehmerisches Handeln in Form einer Servicegesellschaft zur Verfügung stellt und Synergien, Gemeinsamkeiten, Kreativität, Marktauftritt und laufende Entwicklung vorantreibt. Der Patient im Mittelpunkt – ein Credo, das den Gründungsmitgliedern der medalp-Kliniken immer das höchste Anliegen war, soll als unternehmerisches Ziel der gesamten Gruppe vorstehen. Management und betriebswirtschaftliche Funktionen verstehen sich als Dienstleistungsprozess für Pflegepersonal und Ärzte. Dies zeichnet die jeweiligen Standorte bisher aus und soll auch unter gemeinsamem Management nicht verblassen. Eine ausgeprägte Unternehmenskultur, gegenseitiges Vertrauen, Wertschätzung, transparentes Handeln und die Bereitschaft zur Veränderung werden uns auch in all den kommenden Jahren begleiten und bilden darüber hinaus auch die Voraussetzung für eine gemeinsame wirtschaftliche Basis bei bleibender Individualität und Kreativität. Die medalp group hat nunmehr neue Dimensionen in ihrem wirtschaftlichen Selbstverständnis erlangt: 22.000 ambulante Erstversorgungen und 2900 Operationen werden jährlich von 140 Mitarbeitern und 25 Ärzten rund um die Uhr versorgt. Davon sind je nach Standort zwischen 65 und 85 Prozent ausländische Patienten, was uns im Jahr 2012 den Exportpreis der Österreichischen Wirtschaftskammer eingebracht hat. Die medalp group hat sich für die Herausforderungen der kommenden Jahre gerüstet und freut sich auf eine dynamische und kreative Entwicklung in ihrer täglichen Herausforderung, Patienten optimal zu betreuen und diese Kernverpflichtung niemals aus den Augen zu verlieren. 

Ihr Mag. Horst Grassegger, Geschäftsführer der medalp group

Am 19. Dezember 2000 wurde die medalp von Dr. Alois Schranz und Dr. Hermann Köhle auf dem Papier gegründet – der Startschuss für eine schnelle Entwicklung. Im folgenden Jahr wurde gebaut und am 2. Januar 2002 öffneten die Pforten der Tagesklinik medalp in Imst, anfangs mit zwölf Mitarbeitern inklusive Ärzten. Schnell zeigte sich: Das Konzept der Tagesklinik funktionierte. Im Dezember 2003 wurde schließlich die Sportclinic Sölden aus der Taufe gehoben, im September 2004 folgte das Kompetenzzentrum 4health im Aqua Dome in Längenfeld mit Spezialisierung auf Physiotherapie, sport- und vorsorgemedizinische Leistungen. Im Oktober 2008 kam die sportclinic Zillertal dazu, die neben dem bereits bewährten Angebot in der Unfallchirurgie einen zusätzlichen Schwerpunkt auf plastische Chirurgie und Leistungsdiagnostik legt. Am 21. Oktober 2010 begannen schließlich die Bauarbeiten für die neue medalp in der Milser Au. Nach 315 Tagen – Rekordbauzeit – war eine der modernsten Tageskliniken im Alpenraum direkt an der Autobahn A12 neben der Trofana fertiggestellt, die offizielle Eröffnung fand am 11. November 2011 statt. Unter einem Dach mit der neuen sportclinic medalp findet sich hier auch die modernst ausgestattete Rehaclinic, die Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie im Programm hat. Der jüngste Standort kam heuer dazu – die Orthopädie Landeck.

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Richtungsweisend Das Kniegelenk bildet ein komplexes System, in dem alle Teile zusammenwirken: Was es beweglich hält und im Ernstfall wieder beweglich macht.

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s ist Präzisionsarbeit – immerhin ist auch das Gelenk eines, das sehr präzise arbeitet und funktioniert: Jeder Teil trägt dazu bei, dass wir alltägliche Bewegungen verrichten können – wir gehen, stehen, bücken oder strecken uns, wir springen und tanzen. Und all das können wir mühelos unter anderem deshalb tun, weil das größte Gelenk unseres Körpers perfekt funktioniert. Das Knie, ein sogenanntes Dreh-Scharniergelenk, das sich sowohl drehen als auch beugen lässt, ist die gelenkige Verbindung zwischen drei Knochen: Kniescheibe, Schienbein und Oberschenkelknochen laufen in diesem Gelenk zusammen – zu eng darf der Kontakt aber nicht werden, ansonsten kommt es buchstäblich zu „Reibereien“. Deshalb sind zum einen die Gelenkflächen von Ober- und Unterschenkelknochen mit einer Knorpelschicht ausgestattet, zum anderen gibt es quasi als Extra-Dämpfung noch zwei Menisken, sie vergrößern die Kontaktstellen zusätzlich. Das allein macht ein Knie

Meniskus- und Bänderrisse zählen zu den häufigsten Verletzungen des Kniegelenks: In der medalp wird innerhalb eines Termines untersucht, diagnostiziert und behandelt.

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aber noch nicht stabil: Diese Aufgabe übernehmen zahlreiche Bänder. Bekannteste Vertreter sind dabei etwa die zwei Seitenbänder oder die beiden Kreuzbänder, die ihren Namen der Tatsache verdanken, dass sie sich in ihrem Verlauf überkreuzen. Nur wenn diese Komponenten und noch einige mehr einwandfrei zusammenspielen, ist eine reibungslose und schmerzfreie Bewegung möglich. Wie schnell es damit vorbei sein kann, zeigt sich alltäglich auf Skipisten, Fußballfeldern oder auch einfach nur als Ergebnis ungeschickter Bewegungen. Plötzlich schmerzt es ziemlich heftig, und das Knie tut nicht mehr das, was man von ihm gewohnt ist. Dann sind Experten gefragt.

Das Knie Das Kniegelenk, das größte und kräftigste Gelenk des menschlichen Körpers, besteht aus zwei Einzelgelenken – dem Kniescheibengelenk und dem Kniekehlgelenk. Beide gemeinsam ermöglichen eine gelenkige Verbindung zwischen drei Knochen – der Kniescheibe, dem Schienbein und dem Oberschenkelknochen. Zwischen den verschiedenen Knochen gibt es engen Kontakt – damit dieser reibungslos bleibt, sind die Gelenkflächen mit Knorpel überzogen. ­Dazwischen liegen die Menisken – der Innen- und Außenmeniskus. Durch seine Sichelform ist der Innenmeniskus weniger beweglich als der halbrunde Außenmeniskus.

ROT BIS WEISS-WEISS „Meniskusverletzungen sind sicher die häufigsten Verletzungen am Knie“, erklärt medalpGeschäftsführer und Chirurg Manfred Lener. Bereits seit Anfang der 1980er Jahre werden Meniskusoperationen arthroskopisch vorgenommen – natürlich hat sich in den vergangenen Jahren vieles getan, was die Entwicklung der Geräte, der Techniken oder auch der Bildgebung anbelangt. Aber das Prinzip ist immer noch das gleiche: Durch minimale Öffnungen werden die arthroskopischen Geräte, darunter auch eine Kamera, in das Gelenk eingeführt und der Schaden wird binnen kurzer Zeit behoben. Bevor es aber zur OP kommt, wird natürlich die Diagnose gestellt: „Klinische Untersuchungen und Tests zeigen, ob der Meniskus betroffen ist. In einer anschließenden MRT-Untersuchung können wir dann bestimmen, welche Art von Riss es genau ist“, erläutert Lener den klassischen Ablauf. Dabei ist es nicht der Riss an sich, der Schmerzen verursacht, denn der Meniskus hat keine Nerven, die Schmerzimpulse weiterleiten könnten. „Die Schmerzen entstehen dadurch, dass der Riss, der zwischen Oberschenkel und Schienbeinkopf liegt, eingezwickt wird und unter Zug steht – an der Kapsel befinden sich aber sehr wohl Nerven und die leiten den Schmerzreiz weiter.“ Meniskusrisse sind sehr häufig – oft werden sie aber nicht bemerkt, weil sie manchmal auch gar keine Schmerzen verursachen. „Ist der Schmerz nur vorübergehend, empfehlen wir meistens abzuwarten. Wird es nicht besser, ist eine Arthroskopie notwendig – manchmal verschwinden die Beschwerden aber schnell wieder.“ Eine OP erfolgt also abhängig vom Ergebnis des MRT-Befundes, der klinischen Untersuchung und davon, wie lange der Patient schon Beschwerden hat und wie akut diese sind. Auch die Vorgehensweise in der Operation richtet sich

nach der Verletzung: „Ist es ein frischer Riss, kann man diesen mit einer speziellen Nahttechnik fixieren. Ist es hingegen Verschleiß oder der Riss in einer Zone, in der die Durchblutung nicht mehr gut ist, ist das nicht mehr möglich.“ Denn jede Heilung ist auf Blut angewiesen. Nur dann kommt es zur für die Heilung notwendigen Narbenbildung. Der Meniskus ist an und für sich ein schlecht durchblutetes Gewebe, ein Zustand, der sich mit zunehmendem Alter noch weiter verstärkt. Befindet sich die Verletzung in der sogenannten roten – der durchbluteten – Zone, besteht die Chance, dass sich das Ganze wieder stabilisiert. In der weiß-weißen Zone, die keine Durchlutung mehr aufweist, treten die meisten VerschleißRisse auf – und die heilen nicht mehr von allein. „Am häufigsten sind Risse in der rot-weißen Zone, der Übergangszone, hier besteht immerhin noch eine gewisse Chance, dass es wieder anheilt.“ Während früher eine Meniskusoperation am offenen Knie durchgeführt wurde und der

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Neuralgische Punkte ❱❱ Der große Vorteil der medalp ist, dass wir Untersuchung, Diagnostik und Behandlung innerhalb eines Termines durchführen. ❰❰



Dr. Manfred Lener

­ atient anschließend sechs Wochen lang einen P Gips tragen musste, ist es heute dank minimalinvasiver Chirurgie ein schonender Eingriff ohne anschließend notwendige Fixation, der es dem Patienten ermöglicht, innerhalb kürzester Zeit wieder auf zwei gesunden Beinen zu stehen.

DER ZEITPUNKT ENTSCHEIDET

Die Bänder Das Kniegelenk wird durch ein komplexes System von Bändern gesichert und stabilisiert: Die Seitenbänder – Innen- und Außenband – stabilisieren in die seitliche Richtung und verhindern dadurch beispielsweise O- oder X-Beinfehlstellung. Wichtige Stabilisatoren sind auch das vordere und hintere Kreuzband. Sie führen das Kniegelenk während der Bewegung und verhindern die „Schubladen-Instabilität“.

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Während ein Meniskusriss im Wesentlichen nicht die Stabilität des Knies beeinflusst, ist Letzeres eine typische Begleiterscheinung von Bänderrissen. Dann spricht man von einem instabilen Knie. Dabei ist die Art des Risses entscheidend, und welche Bänder betroffen sind. Am häufigsten sind Risse der Seitenbänder oder Kreuzbandrisse, oft auch in Kombination. Während Außen- und Innenbänder etwa durch funktionelle Schienung des Knies wieder heilen können, ist das bei gerissenen Kreuzbändern in der Regel nicht möglich, mit einer Ausnahme: „Sind nur die Fasern des Bandes gerissen, aber die Hülle intakt, ist die Chance gut, dass es sich wieder stabilisiert.“ Operativ wird die Heilung in diesem Fall dadurch unterstützt, dass am Ansatzpunkt des Bandes am Oberschenkel kleine Perforationen in den Knochen gesetzt werden: Stammzellen gelangen so aus dem Knochen in die Hülle und unterstützen die Narbenbildung. „Etwa 20 Prozent der Kreuzbandverletzungen können wir mit dieser Methode behandeln.“ Anschließend an den minimal-invasiven Eingriff trägt der Patient sechs Wochen lang eine Schiene, die mit der Zeit immer weitere Beugung zulässt. Anschließend beginnt die Physiotherapie. „Eine häufige Begleitverletzung bei Kreuzbandrupturen sind speziell Außenmeniskusverletzungen. Auch diese fixieren wir während des Eingriffs gleich mit.“ Ist das Kreuzband komplett gerissen, hängt das weitere Vorgehen von der Ausriss-Stelle ab: Befindet sich der Riss am Schienbein, was eher selten ist, wird immer auch ein Stück des Knochens mit herausgerissen. In diesem Fall kann das Band mit dem Knochen wieder befestigt werden. Das Kreuzband muss nicht ersetzt werden. Reißt es am Oberschenkel oder im Verlauf des Bandes,

benötigt man eine Kreuzbandersatzplastik. Und dabei ist die Zeit ein entscheidender Faktor. „Der große Vorteil der medalp ist der, dass wir Untersuchung, Diagnostik und Behandlung innerhalb eines Termines duchführen“, erklärt Lener. Andernorts warten Patienten nach dem klinischen Befund oft ein bis vier Wochen auf einen MRT-Termin. „Dann kann es aber nicht mehr gleich operiert werden, denn eine Kreuz­ bandersatzplastik sollte nur in den ersten 48 Stunden nach der Verletzung durchgeführt werden – oder erst wieder nach sechs bis zwölf Wochen.“ Das hat einen Grund: Bei einer Kreuzbandverletzung wird das Knie mit Blut gefüllt, der Körper versucht, die Verletzung zu heilen. Das zusätzliche Blut muss aufgenommen werden, die Durchblutung wird also massiv gesteigert – nach fünf bis zehn Tagen ist dieser Prozess am Höhepunkt. „Würde man in dieser Zeit operieren, würde das für den Körper eine erneute Verletzung darstellen“, so Lener. In dieser hochentzündlichen Phase könnte eine Operation eine überschießende Reaktion auslösen, was zur Folge hätte, dass die Kniekapsel komplett vernarbt und Beweglichkeitsprobleme entstehen, eine sogenannte Arthrofibrose. Operiert wird folglich nur dann, wenn der Zeitpunkt es zulässt, der Patient also direkt nach der Verletzung in der medalp eintrifft. Bei der Kreuzbandersatzplastik wird das beschädigte Band durch eine Sehne ersetzt, die man in der Regel aus den Hamstrings, den drei Muskeln an der Rückseite des Oberschenkels, entnimmt. Diese Ersatzplastik ist immer eine Annäherung an das originale Kreuzband – eins zu eins ersetzen kann man es nicht. „Bei der Operation geht es in erster Linie um die Platzierung, um die Punkte am Oberschenkel und am Schienbein, an denen man die Ersatzplastik ansetzt. Hiervon ist auch die Funktion abhängig“, erklärt Lener die Tatsache, warum Routine bei diesem Eingriff so entscheidend ist. An der medalp hat man diese Erfahrung, die schlussendlich die notwendige Präzision ermöglicht. In der Wintersaison werden hier täglich fünf bis zehn Kreuzbandersatzplastiken operiert, jeder der Chirurgen hat jahrelange Erfahrung und beherrscht sein Handwerk. Und das kommt am Ende dem Patienten zugute. ❖

Die medalp konzentriert sich auf das Wesentliche – auf ­ihre Kernkompetenzen. Und gerade deshalb ist man in höchstem Grad professionalisiert – und die Patienten sind bestens aufgehoben: bei Experten ihres Fachs.

Schulter: Arthroskopische Operationen bei Sehnenverletzungen und Instabilitäten sowie chronischen Schulterschmerzen

Arthroskopische Operationen am Ellbogen

Konservative und operative Bruchversorgungen an der gesamten oberen und unteren Extremität vom Kniegelenk bis zum Fuß Operative und konservative Behandlung von Sehnen- und Bänderverletzungen

Arthroskopische Meniskusoperationen und Kreuzbandersatzplastiken, Arthroskopische Operationen

Operation der instabilen Kniescheibe

am Sprunggelenk, Korrektur-Operationen am Fuß (z.B. Hallux Valgus)

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Bestens geschulte Teams kümmern sich um die medizinischen und pflegerischen Belange nach der Operation – das ist Standard in allen Einrichtungen der medalp group.

Mit allen Sinnen In der medalp wird für Wohlbefinden gesorgt: Das mit Sorgfalt und Liebe zum Detail erstellte Angebot umfasst alle Sinne.

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❱❱ Durch die hohen Ansprüche, die wir an uns selbst stellen, sind wir stetig dabei, unser Angebot zu erweitern. ❰❰ Dr. Hermann Köhle

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ach der OP ist vor der Genesung: Und um die so angenehm wie möglich zu gestalten, legt man in der medalp sehr viel Wert auf ein stimmiges Umfeld, in dem alles passt. Denn dabei geht es nicht nur um die selbstverständliche medizinische und pflegerische Betreuung vor Ort, sondern um viele Kleinigkeiten, die den Aufenthalt in der medalp zu etwas Besonderem machen und den Patienten wissen lassen: Hier bin ich in jeder Hinsicht gut aufgehoben. „Der größte Teil unserer Patienten kann in etwa vier Stunden nach dem Wachwerden nach Hause gehen“, erklärt medalp-Geschäftsführer und Narkose-Facharzt Hermann Köhle. „Sollte die Operation zu spät am Tag erfolgen, bleiben die Patienten über Nacht bei uns.“ Nur wenige Operationen im tagesklinischen Bereich erfordern einen längeren Aufenthalt als vier bis zwölf Stunden – dank arthroskopischer Operationstechnik ist die Belastung für den Körper viel geringer als bei einer offenen OP.

Nach dem Eingriff wird der Patient im Aufwachbereich von einem eigenen Team aus Schwestern, Pflegern und Ärzten überwacht. Anschließend an diese postoperative Phase verbringt der Patient die weiteren Stunden seines Aufenthalts in einer Nachbetreuungseinheit. „Eine Patientin meinte kürzlich, dass es bei uns so schön ist wie in ihrem Hotel“, erzählt Isabell Ladner, Bereichsleiterin in der Sportclinic Imst. Mutimedia-Angebote – Fernsehen, Internet, Filme und Musik, eine breite Auswahl an Lesestoff oder Spielboxen für die kleinen Patienten sorgen für Unterhaltung und gehören zum Standard. Und auch in kulinarischer Hinsicht soll es an nichts fehlen: Die medalp pflegt diesbezüglich an all ihren Standorten bereits seit Jahren mit umliegenden Hotelleriebetrieben und Restaurants eine gute Zusammenarbeit. In Imst kommt etwa das Catering direkt vom benachbarten Wirtshaus und Erlebnisdorf Trofana Tyrol, wo im Bedarfsfall auch Begleit-

personen von Patienten übernachten können, – sowohl Mitarbeiter als auch Patienten werden vom Nachbarn kulinarisch verwöhnt. „Die Partnerschaft zwischen der medalp und der Trofana Tyrol ist eine kongeniale“, bringt es Trofana-Geschäftsleiter Thomas Baldauf auf den Punkt. Eine umfangreiche Auswahl von À-la-carte-Gerichten, selbstverständlich mit zahlreichen Tiroler Schmankerln bestückt, frisch gekocht und direkt geliefert, lässt jedes Genießerherz höher schlagen – nicht nur Liebe geht durch den Magen, sondern wohl auch ein Stück weit Genesung. Und dabei gilt: Das Nahe ist noch immer das Beste. Deshalb wird in der medalp Regionales aufgetischt: Brot vom heimischen Bäcker, Äpfel aus der Region oder das Obladiser Sauerbrunn, ein Mineralwasser, das seit dem Jahre 1212 bekannt ist und durch seinen hohen Magnesiumgehalt nachweisliche Heilwirkung hat. „Wir legen sehr großen Wert auf gesunde und vielfältige Küche und das ist durch die angebotenen regionalen Produkte und dank der Zusammenarbeit mit der Trofana Tyrol gut umsetzbar“, erklärt Köhle das kulinarische Konzept. Medizin umfasst eben viele Ebenen, in der medalp weiß man, was den Patienten gut tut und stellt es gern zur Verfügung.

VON ANFANG BIS IMMER Dabei achtet man auch auf andere grundlegende Dinge – wie etwa die Verständigung. „Wir sind im wahrsten Sinn des Wortes ein multikultureller Betrieb“, sagt Köhle. „Unsere Mit-

arbeiter kommen aus über zehn verschiedenen Ländern, viele von ihnen sprechen neben ihrer Muttersprache auch noch mehrere Fremdsprachen. So ist es kein Problem, eine vernünftige Verständigung mit nicht Deutsch sprechenden Patienten zu ermöglichen. Und für besondere Fälle stehen uns zudem geprüfte Dolmetscher zur Verfügung.“ Der Aufenthalt in der medalp ist also eine runde Sache, zum Wohl des Patienten. Aber nicht nur für das Hier und Jetzt ist gesorgt, sondern auch für das Danach. „Selbstverständlich besprechen wir während des Aufenthalts auch weitere Maßnahmen und Therapien.“ So kann der Patient auf Wunsch etwa das umfangreiche Angebot in den Bereichen Therapie und Rehabilitation nutzen. „Zudem bieten wir über unser Onlineportal my.medalp allen Patienten mittels persönlichem Passwort Zugang zu ihrer Krankenakte, die alle Details enthält, auch Röntgenbilder und MRT-Aufnahmen, sowie weitere spezielle Therapieanleitungen. Das ist nicht nur für den Patienten hilfreich, sondern auch für die weiterbehandelnden Ärzte und Therapeuten.“ Man macht sich viele Gedanken in der med­ alp, und die umfassen jeden Bereich – Qualitätsmanagement wird hier groß geschrieben. „Durch die hohen Ansprüche, die wir an uns selbst stellen, sind wir stetig dabei, unser Angebot zu erweitern und zu verbessern“, betont Köhle. Und nur so kommt es, dass Patienten die Tageskliniken der medalp group mit einem rundum guten Gefühl verlassen. Bestens behandelt eben, und nicht nur die Verletzung. ❖

„Hallo liebes medalp-Team …“ „Ich hasse K ­ rankenhäuser! Deshalb hätte ich nie gedacht, mich einmal in einer solchen Einrichtung so wohlzufühlen! Müsste man keinen Unfall haben, um bei euch einzu­checken, würde ich fürs nächste Jahr glatt eine ganze Woche buchen.“  Michael S., DE „Am 17.4. kam ich mit dem Hubschrauber angeflogen. Schon der Notarzt war sehr nett. Wurde liebevollst aufgenommen. Sofort an der Schulter operiert, zwei Tage danach war ich zu Hause. Euer Haus ist die bestgelungenste Klinik weit und breit. Danke für alles. Vergelt's Gott.“  Lüthi R., Tirol „Ganz besonders erwähnen möchte ich die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Pflege-Teams. Es war ein ‚First Class Hotel‘.“  Anonym „Was will Frau mehr: Bergpanorama im Aufwachraum, Frittatensuppe zur Stärkung, iPad zur Unterhaltung.“  Anonym „I would like to thank everyone who looked after me here. I got first class medical service from the first minute. Everything here runs like clockwork.“ Bough R., Irland

Auf ausgezeichnete kulinarische Versorgung wird in den Tageskliniken der medalp großer Wert gelegt: À-la-carte-Catering durch Hotellerie- und Gastronomiebetriebe in der Nachbarschaft, wie der Trofana Tyrol in Imst, sowie regionale Spezialitäten wie das Tiroler Sauerbrunn, Oberländer Äpfel und Brot vom heimischen Bäcker stehen am Speiseplan.

„Angehörige eines Medizinfachberufes sind in der Regel unangenehme Patienten. Sie wissen alles besser und sind schwer zufriedenzustellen. Es ist deutlich zu spüren, dass professionelles Handeln auf fachlicher, methodischer und sozialer Ebene hier eine Grundhaltung und nicht nur ein kundenorientiertes Verhalten ist. Schön, dass es Sie alle gibt!“   Sabine T.

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Auf den Weg bringen Nach neurologischen Erkrankungen kann eine Therapie Wunder bewirken: Sie verleiht Patienten die Fähigkeit, ihren Alltag ein Stück weit selbst zu meistern. Kassenvertrag

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Die Rehaclinic der medalp hat Verträge mit der Tiroler Gebietskrankenkasse für: – Schlaganfallpatienten – Neurorehabilitation – Orthopädischtraumatologische Reha nach bestimmten Operationen im Bereich des Bewegungsapparats

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as One-Stop-Prinzip der medalp umfasst alle Bereiche – auch die Rehaclinic. „Unser Vorteil ist, dass wir alle Therapierichtungen anbieten können“, erläutert Bereichsleiter und Therapeut Maximilian Pall: klassische Physio- und Ergotherapie als auch Logopädie. Zudem werden Massagen oder Unterwasser-Bewegungstherapie angeboten – alles unter einem Dach. Und das hat enorme Vorteile – gerade für all jene Patienten, für die lange Wege aufgrund körperlicher ­Einschränkungen

kaum zu bewerkstelligen sind. „Gerade Patienten aus dem neurologischen Bereich, die oft einen Mix aus diversen A ­ ngeboten benötigen, ersparen sich damit Wege, Zeit und viel Organisationsaufwand.“ Insbesondere der ambulante neurologische Reha­ bereich sei bislang eher unterversorgt gewesen, wie Pall betont. „Denn kommen die Patienten nach der Akutversorgung und einer stationären Reha nach Hause, fallen sie oft quasi in ein Loch: Sie wissen nicht, an wen sie sich wenden können. Die vielen Wege schrecken ab. Hier ein Angebot zu schaffen, war unser Ziel.“

Das AntischwerkraftLaufband AlterG kommt sowohl in der postoperativen Therapie als auch im neurologischen Bereich zum Einsatz – die Ergebnisse sind erstaunlich.

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INEINANDERGREIFEND Die medalp nimmt deshalb auch Teil am sogenannten Schlaganfallpfad – einer Initiative des Landes, der die Betreuung und Therapie von Schlaganfallpatienten verbessern soll. Über das behandelnde Akut­ krankenhaus werden die Patienten an therapeutische Einrichtungen überwiesen. Eine wichtige Neuerung, denn: „Auf die nachfolgende therapeutische Betreuung wird oft vergessen. Auch das Bewusstsein, dass es hier ein ausgezeichnetes Angebot gibt, ist nicht wirklich vorhanden. Dabei ist diese Therapie überaus wichtig, denn je mobiler und selbstständiger der Patient ist, umso besser geht es ihm auch.“ Für Patienten ist es ein „Quantensprung“, wie Pall es nennt: Denn für die Psyche ist es entscheidend, wenn viele Dinge wieder selbst gemacht werden können und man nicht permanent auf Hilfe angewiesen ist. „Nach einem Schlaganfall bleiben oft gewisse Einschränkungen. Im Fokus steht also die Alltagstherapie“, erklärt Pall. Dabei legen die Therapeuten großen Wert darauf, den Alltag des Patienten in die Therapie mit einzubeziehen. Und dabei arbeiten alle Disziplinen Hand in Hand. An der Rehaclinic ist das möglich. Betätigt sich der Patient beispielsweise gern im Garten, übt der Physiotherapeut mit ihm, wie er in den Garten kommt, der Ergotherapeut erarbeitet Möglichkeiten, wie er mit der Schaufel arbeiten kann. Und die Logopädie gibt Patienten ihre Stimme wieder. „Auch wenn eine Therapie

nicht alle Einschränkungen beheben kann, geht es zumindest um den Erhalt jener Fähigkeiten, die noch da sind.“ Eben um alltägliche Dinge, die für uns so selbstverständlich sind. Wie zum Beispiel Gehen.

MIT LUFTDRUCK GEHEN In der Rehaclinic kommt auch das Training im Antischwerkraft-Laufband „AlterG“ zum Einsatz. Durch die hier eingesetzte DifferenzLuftdruck-Technologie, welche eine präzise einstellbare, partielle Gewichtsentlastung um bis zu 80 Prozent des eigenen Körpergewichts ermöglicht, kann das AlterG die Belastung beim Gehen und Laufen stark reduzieren. „Wir setzen das AlterG nahezu überall ein. Als postoperative Therapie ist es traumhaft“, schwärmt Pall. Ein Patient, der eine Kreuzbandoperation hinter sich hat, und längere Zeit auf Gehhilfen angewiesen wäre, kann direkt nach der Operation nach einer Woche Training im Gerät bereits ohne Probleme gehen. „Ob Knie- oder Hüftprothese, diese Patienten müssten normalerweise vier Wochen mit Krücken gehen. Durch das Training im AlterG können sie zehn Tage nach der Wundheilung bereits darauf

verzichten.“ Auch im neurologischen Bereich findet das Trainingsgerät Anwendung: Durch die Gewichtsentlastung können sich Patienten ganz auf die Bewegung konzentrieren, wodurch das Gangbild physiologischer und qualitativ besser wird. Und das können die Patienten dank integrierter Kamera, die auf ihre Beine gerichtet ist, auch selbst beobachten. „Steigt der Patient nach einer Trainingseinheit aus, sieht man sofort eine Veränderung. Wir haben bereits zahlreiche fantastische Ergebnisse erzielt, über die wir manchmal selbst staunen.“ Ob ­ orthopädische, unfallchirurgische oder neurologische Problemstellungen – in der Reha-

❱❱ Wir setzen das AlterG nahezu überall ein. Als postoperative Therapie ist es traumhaft. ❰❰ Maximilian Pall clinic kann optimal und individuell auf Patienten eingegangen werden. Durch die räumliche Nähe und der interdisziplinären Zusammenarbeit auch mit der Tagesklinik können Therapeuten und Mediziner im Sinne des Patienten nahtlose Zusammenarbeit und lückenlose Betreuung ermöglichen: Alles an einem Ort und in einem Schritt. ❖

Rund um die Versicherung Diagnostik

Erstuntersuchung, Röntgen und Diagnostik werden in der Ordination in Imst (Kassenpraxis Dr. Schranz) durchgeführt und sind somit für jeden Versicherten zugänglich. Die Ordination in der medalp Sölden ist eine Wahlarztpraxis, bei der die Kosten vorerst der Patient selber trägt. In der Folge hat der Patient die Möglichkeit, eine Rückerstattung von seiner Versicherung zu beantragen.

Operation und Anästhesie

Postoperative Behandlung

Unfall- und Sportordination

Die Kosten der Tagesklinik und der Fachärzte trägt die Zusatzversicherung oder der Patient selbst. Nach der Untersuchung in der Ordination und Besprechung der therapeutischen Möglichkeiten erhalten Sie bei Aufnahme in die Tagesklinik einen Operations-Kostenvoranschlag, in dem die Kosten bekannt­ gegeben werden.

Die Kosten der postoperativen Behandlung trägt die Zusatzversicherung oder der Patient selbst.

Die Facharztordination Dr. Alois Schranz in der medalp ist eine selbstständige Kassenpraxis mit V e r­t r ä g e n mit allen österreichischen Krankenkassen. Für Sozialversicherte entstehen keine Kosten bei Untersuchung, Erstversor­gung und Röntgen. Bei Operation in der Tagesklinik trägt die Kosten eine Zusatzversicherung oder der Patient. Bei Aufnahme in die Tagesklinik wird selbstverständlich ein Kostenvoranschlag erstellt.

Rehabilitation und Physiotherapie Die Abrechnung der Therapie erfolgt auf Wahlarztbasis. Die Verrechnungsabwicklung von Leistungen der orthopädisch-traumatologischen Rehabilitation und der neurologischen Rehabilitation kann gern für Sie vom Sekretariats­ team der Rehaclinic durchgeführt werden.

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med14 Kosmetische Chirurgie – Fettabsaugung – Gesichtschirurgie – Straffungs-OP – Brustkorrekturen – Faltenbehandlung – Laserchirurgie

Dr. Robert Schachinger (li.), Facharzt für Plastische Chirurgie, und Sportwissenschafter Armin Wierer (re.)

wir Konzepte erarbeitet, die dabei helfen, Gesundheit, Vitalität und Energie für den Alltag zu erreichen und dauerhaft zu erhalten“, erklärt Geschäftsführer Horst Grassegger.

SPEZIAL: VENENGESUNDHEIT

Zentraler Knotenpunkt Nach sieben Jahren ihres Bestehens ist die Sportclinic Zillertal als Einrichtung für die Region und ihre Bewohner als auch Gäste nicht mehr wegzudenken.

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Facharztpraxen – (Sport)Unfallchirurgie – Radiologie – Dermatologie – Gefäßchirurgie – Physiotherapie – Sportwissenschaften – Anästhesie – Allgemein-/Präventivmedizin – Computertomografie (CT) und Kernspintomografie (MRT) zur erweiterten Diagnostik

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eit nunmehr sieben Jahren nimmt die medalp eine zentrale Stelle im Zillertal ein – mit der Sportclinic Zillertal wurde ein Knotenpunkt etabliert, der mittlerweile unter zentralem Management ein umfassendes Leistungsspektrum vereint, hat man doch im Lauf der vergangenen Jahre permanent daran gearbeitet, das Angebot im multifunktionalen Praxiszentrum bedarfsgerecht auszubauen.

CHIRURGISCHES ANGEBOT Das Zillertal als Hochburg des Tiroler Wintersports hat naturgemäß erhöhten Bedarf an reibungsloser medizinscher Versorgung sowohl für Einheimsche als auch für die zahlreichen Gäste – sieben Millionen Nächtigungen verzeichnet man im Jahr. Die operativen Möglichkeiten zur Versorgung von (Sport-)Verletzungen sind im Rahmen einer privaten Krankenanstalt wie der Sportclinic Zillertal optimal gewährleistet. Zwei Operationssäle und eine moderne Aufwachstation ermöglichen den Fachärzten und dem Fachpersonal optimale chirurgische Versorgungsqualität für ihre Patienten. Gelenks- und Kreuzbandchirurgie, Frakturversorgung, Metallentfernung, Arthrosebehandlung und vieles mehr inkludiert das umfangreiche Leistungsprofil.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt in der kosmetischen Chirurgie. Die qualitativ hochwertige und topmoderne Ausstattung der OP-Einheit in Verbindung mit der wunderbaren Landschaft des Zillertals und dem angenehmen Ambiente der Sportclinic schaffen optimale Voraussetzungen für einen rundum wohligen Aufenthalt und eine harmonische und schnelle Genesung. Die in der Sportclinic Zillertal angesiedelten Facharztpraxen unterschiedlicher und aufeinander abgestimmter Disziplinen halten die Wege für den Patienten kurz und den Service entsprechend hoch – dabei ermöglicht die digitale Terminverwaltung effiziente Abläufe und geringe Wartezeiten.

RECREATION CENTER Einem ganzheitlichen Konzept folgend, wird in den Ordinationen Medizintechnik mit modernen Behandlungskonzepten verschmolzen, wodurch einzigartige Regenerations-, Ästhetik- und Präventionsprogramme angeboten werden können. Die in der Sportclinic Zillertal niedergelassenen Ärzte bündeln ihr Know-how mit umfassender Medizindiagnostik zu einem Zentrum für regenerative und präventive Gesundheit. „Ob vor oder nach Operationen oder zur Stärkung des Allgemeinzustandes haben

In den Facharztpraxen der Sportclinic Zillertal findet einmal pro Jahr der „Venengesundheitstag“ in Mayrhofen statt – heuer stand der 9. April im Zeichen der Blutgefäße, die dafür verantwortlich sind, das Blut zum Herzen zu führen. Zur Verdeutlichung, welch Schwerarbeit Venen leisten: Bei einem erwachsenen Menschen transportieren sie Tag für Tag etwa 7000 Liter Blut zum Herzen zurück – insbesondere für die Beinvenen eine Mammutaufgabe, da das Blut gegen die Schwerkraft zum Herzen zurückbefördert werden muss. Besenreiser, Krampfadern oder Venenentzündungen sind klassische Erkrankungen, die auftreten können. Dabei ist eine qualifizierte Diagnosestellung die grundlegende Voraussetzung für einen wirkungsvollen und individuell auf den Patienten abgestimmten Therapieplan. Mittel der Wahl ist

Der Venengesundheitstag In Kooperation mit den Ordinationen Dr. Gerhard Hafele, Dr. Anton Bacher (siehe Bild rechts), dem Sanitätshaus Kostner sowie der Firma OFA Austria stand die Sportclinic Zillertal im April wieder im Zeichen der Venenvorsorge, -diagnose und -therapie. Zahlreiche Interessierte nutzten das umfassende Angebot, das nicht nur umfassende Informationen beinhaltete, sondern auch einen Venencheck mit Ultraschalluntersuchung möglich machte. Neben Vorsorgemöglichkeiten wurden auch minimalinvasive Methoden zur Venenchirurgie mittels Kathetereingriff präsentiert, die einen ambulanten Eingriff in Lokalnarkose ermöglichen. Weitere Information oder Terminvereinbarung unter der Praxisnummer +43 5285 78485 oder unter www.venen-gesund.at

dabei in nahezu allen Fällen eine UltraschallUntersuchung. Erst nach Befundung wird behandelt. Bei größeren Krampfadern ist beispielweise eine operative Versorgung die empfohlene Therapie, wobei überaus schonende, weil minimal-invasive Methoden zur Anwendung kommen: Das sogenannte Ministripping – die Enfernung störender Krampfadern in Lokalanästhesie über millimeterkleine Schnitte – hinterlässt kaum Blutergüsse und heilt innerhalb weniger Tage ab. Sogar die Behandlung großer Krampfadern, die früher ausschließlich mittels klassischer Operation in Vollnarkose erfolgte, ist mittlerweile dank moderner Kathetertechnik schonend in Lokalanästhesie möglich – und das in lediglich 30 bis 40 Minuten. Der klare Vorteil dieser ambulant durchführbaren Behandlung ist eine maximale Gewebeschonung mit wenig Narben und minimalen Beschwerden. Die Patienten sind schnell wieder mobil – eine ideale Ergänzung also zum geplanten Urlaub im Zillertal. Erholt und wie neu gehts dann wieder nach Hause. Und für den Wohlfühlfaktor sorgt nicht nur die erholsame Umgebung, sondern natürlich auch das Team und die Infrastuktur der sportlinic Zillertal.  ❖

Leistung diagnostiziert Sportdiagnostik ist die Grundlage jedes professionellen Trainings für Leistungs- sowie ambitionierte Hobbysportler. Das Ziel der Sportclinic ist es, Athleten und Einsteigern nach modernsten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen zu beraten und ihr Training zu optimieren, sodass Trainingseinheiten, die nicht den gewünschten Erfolg bringen, der Vergangenheit angehören und realistische Ziele in Angriff genommen werden können. In Zusammenarbeit mit Vereinen aus den Fußballbundesligen, der österreichischen Handballbundesliga und Athleten aus Individualsportarten kann sich die medalp über tolles Feedback freuen.

Info & Beratung Dr. Anton Bacher, Facharzt für Dermatologie

Recreation: Das Angebot – Check-UP-Programm – Leistungsdiagnostik – Gewichtsmanagement – Körper-Komponenten-Messen (BIA) – Haut-Laser-Behandlungen – Entgiftungs- und Entschlackungs­programm – Venencheck

In den Ordinationen werden wöchentlich Info- und Beratunsgtermine geboten: Haut: Montag und Donnerstag Gefäß: Mittwoch Plastische & ästhetische Chirurgie: Dienstag Unfallchirurgie: täglich, auch ohne Termin bei akuten Beschwerden KONTAKT: T +43 5285 78485 office@sportclinic.at Aktuelle Öffnungszeiten unter www.sportclinic.at

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The Academy Die medalp group setzt auf Bildung – sowohl in beruflicher Hinsicht, als auch was persönliche Weiterentwicklung betrifft.

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Zehn & 22.000 In den zehn Jahren ihres Bestehens wurden in der Sportclinic Sölden 22.000 Patienten behandelt.

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Jubiläumsfeier Im Restaurant Ice Q (1.v.o.) wurde auf 2048 Metern Seehöhe gefeiert: Das Team der Sportclinic Sölden (2. & 3.v.o.) feierte mit zahlreicher Prominenz (2.v.u.) und natürlich den täglichen Mitstreitern, wie der Pistenrettung der Bergbahnen Sölden (u.).

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s ist eine relativ junge, aber nichtsdestotrotz sehr ereignisreiche Geschichte, auf die die medalp group mittlerweile zurückblickt: Mit dem ersten Standort in Imst, im Jahr 2002 eröffnet, zeigte sich bereits nach wenigen Monaten, dass das der Tagesklinik zugrundeliegende Konzept – hochprofessionelle, zügige und unkomplizierte Behandlung – auf zahlreiche und äußerst positive Resonanz stieß. Knappe zwei Jahre später ließ sich aus dem stetig steigenden Patientenaufkommen der Rückschluss ziehen, dass eine noch schnellere Erstversorgung vor Ort einen zusätzlichen Qualitätssprung für verunfallte Patienten bedeuten würde – ein beträchtlicher Teil der Tagespatienten kam aus der Ski-Hochburg Sölden bzw. dem Ötztal in die medalp nach Imst. Und wie es in der medalp so üblich war und auch immer noch ist, dauerte es vom ersten vagen Gedanken über die konkret ausformulierte Idee bis hin zur tatsächlichen Umsetzung nicht lange. Auch dank der unkomplizierten Kooperation mit den Bergbahnen Sölden, die das Projekt wohlwollend unterstützten, vergingen nur wenige Monate, bis das Projekt ein Gesicht bekam: Am 20. Dezember 2003 wurde die medalp Sölden mit zehn Mitarbeitern und vier Ärzten eröffnet.

HÖCHSTES NIVEAU Zehn Jahre sind seitdem vergangen. In dieser Zeit hat die Sportclinic Sölden rund 22.000 ambulante Versorgungen und über 2000 Operationen durchgeführt. Grund genug also zum Feiern. Die Zehn-Jahres-Jubiläumsfeier wurde mit vielen Partnerfirmen, Medizinkollegen, den Bergbahnen Sölden, den Rettungsmannschaften und dem eigenen Team mit den geschäftsführenden Ärzten Alois Schranz, Hermann Köhle und Manfred Lener zelebriert. Den idealen Rahmen bot die wohl schönste Bühne für solch ein Fest – das Restaurant Ice Q, der Gourmet-Höhepunkt & Alpine Cuisine auf 3048 Metern Seehöhe. Und wie geht es weiter nach dem Fest? So wie gewohnt: Höchstes Gebot für die Sportclinic Sölden bleibt die schnelle unfallchirurgische Versorgung im Ötztal. Die modernst eingerichtete Klinik, Hightech-Diagnostik, unter anderem mit einer einzigartigen, mobilen MRT-Anlage, der postoperativen Behandlung in der eigenen Reha im Aqua Dome, und die gute Kooperation mit den Ötztaler Leitbetrieben sind der Garant, den hohen Qualitätsstandard nicht nur zu halten, sondern laufend zu steigern. ❖

igentlich startete die medalp-Akademie bereits im Jahr 2001, also noch vor der Eröffnung der ersten medalp. Damals standen das Handling von Computer und Windows noch im Vordergrund der Seminare. Heute ist das anders. Bei Bewerbern sind Computerkenntnisse selbstverständlich und bedürfen nur in ganz speziellen Anwendungen einer eigenen Schulung. Gleich nach der Eröffnung der ersten medalp in Imst wurde im Rahmen der ersten Wochenmeetings, die seitdem regelmäßig stattfinden, analysiert, dass ein Mehr an Service von Patienten überdurchschnittlich geschätzt wird, weshalb das Thema Dienstleistung sehr schnell in das Programm der medalp-Akademie aufgenommen wurde. Was eine Erweiterung der bislang vornehmlich auf Hard Facts konzentrierten Inhalte hin zu Soft Skills bedeutete. Ein umfangreiches Dienstleistungshandbuch, basierend auf dem Dienstleistungsmodell von schranz.com, wurde entwickelt und eingeführt. Seit nunmehr über zehn Jahren arbeitet die medalp group nun mit diesem System, das sehr praktikabel aufgebaut ist, bei den Patienten regelmäßig auf positive Resonanz stößt und zugleich die Kultur der Zusammenarbeit innerhalb der medalp group entscheidend prägt. Im Laufe der Jahre wurde die medalp-Akademie sukzessive ausgebaut. Medizinische Kurse, Erste-Hilfe-Programme und sicherheitsrelevante Trainings kamen hinzu. Das Qualitätsmanagement nach ISO wurde entwickelt und im Rahmen der Akademie eingeführt.

IM MITTELPUNKT Neben externen Referenten und Trainern werden auch viele Weiterbildungen von eige-

nen Mitarbeitern, Bereichsleitern und Ärzten durchgeführt. Dabei sind medizinische- und sicherheitsrelevante Programme Pflichtveranstaltungen. Das Angebot an freiwilligen Kursen ist, was den Umfang betrifft, aber nicht weniger breit ausgebaut und bietet dem Team, das auch diese Seminare äußerst gern besucht, ein beträchtliches Maß an Persönlichkeitsbildung bzw. Entwicklungsmöglichkeiten. Und das ist gut so, denn in der medalp arbeitet man am und mit Menschen, oft genug in Extremsituationen, und die erfordern bestens ausgebildete, stabile und sensitive Persönlichkeiten, die sich selbst und ihr Gegenüber wertschätzen. So – und nur so – ist eine rundum gelungene Dienstleistung, der Dienst am Menschen, möglich. ❖

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medalp inside:

Ein Ideenspinner in der Wüste  Dubai ist ein Ort der internationalen Begegnung, der Vielseitigkeit, der Freidenker und Ideen-Spinner. Seit zehn Jahren ist Alois Schranz jedes Jahr ein paar Mal dort, er schätzt die Möglichkeit des Austauschs mit Persönlichkeiten aus aller Welt und den grenzenlosen Raum, den dieses Land bietet – insbesondere den geistigen: „Der Boden zum Ideenspinnen, auch wenn sie unkoventionell sind, ist dort ein guter“, sagt Schranz. Dort entstand auch die Idee zu mobilen Medizinlösungen – modularen, containerbasierten Kliniken, die an entlegenen Orten installiert werden können und so medizinische Versorgung ermöglichen. Im Einsatz war diese Lösung beispielweise bereits bei einem Trupp Ölsucher in der Wüste Gobi. Hier galt es, die medizinische Versorgung von 200 Personen sicherzustellen. Und vielleicht bekommt Dubai auch bald eine Genussgondel – Alois Schranz ist eifrig am Tüfteln.

Je de Pe r M D rsö ita ie nl rb Sum ich eit ke er me it, prä ihr se e in gt d r Te em as il De We Ge e – d r M se sam as en n, s te ist sc ein mi die h i en t, m m m M Inte it se edal itt elp ress ine p: un en. r kt.

Blick in Privates

 s wächst und gedeiht – Manfred Lener E ist ein leidenschaflicher Gärtner, der quasi schon Selbstversorgerstatus erreicht hat. Seine Anfänge damit machte er mit Obstbäumen, er absolvierte zahlreiche Kurse, um seinen grünen Daumen zu schulen, und schließlich kam aufgrund seiner Begeisterung immer mehr dazu. Heute baut er auf einem eigens dafür reservierten Grund, der zudem mit zwei selbstgebauten Glashäusern ausgestattet ist, verschiedenste Gemüsesorten an und verwertet sie auch entsprechend. Da wird eingefroren, eingekocht und eingelegt und im Winter ist die Truhe mit sommerlichen Köstlichkeiten reich gefüllt. Manfred Lener fühlt sich aber nicht nur am „Boden“ Zuhause, sondern auch in der Luft: Der leidenschaftliche Hobbypilot fliegt einund zweimotorige Maschinen, für längere Flüge fehlt ihm aber – noch – die Zeit. Denn der Tag ist reichlich vollgepackt und beginnt enstprechend früh am Morgen. Immerhin braucht es auch Zeit für den Sport, den Manfred Lener ausgiebig pflegt. Mens sana in corpore sano – diesen Grundsatz lebt Manfred Lener in allen Belangen.

Ein malender Musiker

Ein Sportler in den Bergen Herwig Kunczicky, ärztlicher Leiter der ­Sportclinic Zillertal, ist passionierter ­Hobbysportler und brilliert dabei besonders auf dem Fahrrad.

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Ein fliegender Gärtner

Von Kindheit an war die Musik von zentraler Bedeutung für Hermann Köhle. Als Gitarrist in einer Band und Kontrabassist in der Prutzer Stubenmusik war er jahrelang aktiver Musiker. Das änderte sich mit Beginn der Turnusausbildung, es fehlte einfach die Zeit zum regelmäßigen Üben und Proben. Mittlerweile pflegt Hermann Köhle dafür aber das passive Musizieren umso ausgiebiger – eine beeindruckende Sammlung an Tonträgern (davon eine Tonne LPs), die er über die Jahre zusammengetragen hat, verrät seine große Leidenschaft. „Geld, das andere verrauchen, verwende ich zum Kauf von Tonträgern“, lautet sein Motto. Dass Hermann Köhle dann Arzt geworden ist, war übrigens nicht vorgezeichnet. Sein künstlerisches Talent blieb nicht verborgen und seine Lehrer rieten ihm, das Malen zu seinem Beruf zu machen. Wie wir wissen, kam es anders. Malen tut Hermann Köhle aber immer noch gern. „Im Zeichnen und Malen finde ich einen wunderbaren Stressausgleich. Außerdem lässt sich dieses Hobby wunderbar mit meinem Musikinteresse kombinieren. Zum Malen lege ich mir eine schöne LP auf, das hebt die Konzentration und verstärkt das Musikempfinden.“

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unfallchirurgie therapie lifestyle

sportclinic imst

A-6460 Imst / Medalp Platz 1 (A12, Exit 136) Tel. +43 5418 51100 / Fax +43 5418 51100 111 info@medalp.com

rehaclinic imst

A-6460 Imst / Medalp Platz 1 (A12, Exit 136) Tel. +43 5418 51100 470 / Fax +43 5418 51100 411 rehaclinic@medalp.com

sportclinic sölden

A-6450 Sölden/Ötztal / Dorfstrasse 160 Tel. +43 5254 30 003 / Fax +43 5254 30 003 11 soelden@medalp.com

reha

aqua dome Oberlängenfeld 140 / A-6444 Längenfeld T +43 5253-64888 / F +43 5253-64888-640 aquadome@medalp.com

www.medalp.com

sportclinic zillertal

Stillupklamm 830 / A-6290 Mayrhofen Tel. +43 5285 78485 / Fax +43 5285 78485 99 office@sportclinic.at / www.sportclinic.at

orthopädie landeck

A-6500 Landeck / Urichstrasse 43/2 Tel. +43 5442 64 207 / Fax +43 5442 65 364 ortholandeck@medalp.com

med14  

Magazin der medalp group für Medizin, Sport und Lifestyle

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