Page 1

Coaching@EBS


„Nicht das, was wir nicht wissen, bringt uns zu Fall, sondern das, was wir fälschlicherweise zu wissen glauben.“ Mark Twain


Inhalt

1

5

„Inspiring Personalities“

Erfahrungen von Coachees

6

Professor Dr. Rolf D. Cremer

44 Adriana Abstein

8

Professor Dr. Tilmes

44 Martin Adam

10 Professor Dr. Frhr. von Hoyningen-Huene

45 Fabian Bogazzi

2

45 Christine Dennart

Das Coaching-Programm an der EBS 14 Das Coaching-Programm an der EBS 16 Der systemisch-konstruktivistische Coaching-Ansatz an der EBS 19 Portrait Professor Dr. Wilhelm Backhausen 20 Portrait Dipl.-Psych. Herbert Dreier

3

46 Felix Derkum 47 Anna Lena Heitmüller 48 Florian Kick 48 Thomas Schmid 49 Markus Stolz 50 Stefanie Terhedebrügge

6 Erfahrungen von ehemaligen Coachees 54 Sabrina Gülck

Das Coaching-Team der EBS

54 Professor Dr. Peter Jaskiewicz

24 Marie-Luise Retzmann

55 Adole Kabwasa

25 Barbara Foitzik

55 Professor Dr. Gernot Kaiser

4

56 Benedikt Kalteier

Erfahrungen von Coaches

58 Aurore Schwartzentruber

28 Gerald Bergen 30 Andreas Bley 31 Friedbert Herbold 33 Gero Hesse 34 Stefan Heuser 35 Bianka Reitz 36 Thomas Schmidt 37 Katrin Seifarth 38 Dr. Christopher Storck 39 Astrid Wunderle

56 Dr. Anke Königs 57 Sabrina Salomon


1

„Inspiring Personalities“


6

EBS Universität

„Inspiring Personalities“

„Management ist Handwerk, Leadership erfordert mehr Qualitäten“

Professor Dr. Rolf D. Cremer Präsident EBS Universität für Wirtschaft und Recht

Das Coaching-Programm der EBS Universität für Wirtschaft und Recht ist einzigartig in Deutschland. Getreu der Zielrichtung der EBS mit „Inspiring Personalities“ Menschen zu inspirieren und Persönlichkeiten zu entwickeln, die nachhaltig und werteorientiert das wirtschaftliche Geschehen in Deutschland und auch weltweit mitgestalten, bietet unser Coaching-Programm den Studierenden reichhaltige Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, der Karriereplanung und der Entwicklung sozialer Kompetenz. Das Coaching zieht sich als integrativer Bestandteil der Ausbildung an der EBS wie ein roter Faden durch das gesamte Studium und leistet einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung und zur Entfaltung der eigenen Individualität. Der heute stattfindende rasche Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft stellt Führungskräfte in Unternehmen vor immer neue Herausforderungen, sowohl im Tagesgeschäft als auch bei strategischen Entscheidungen. Um diese oft sehr komplexen Aufgaben erfolgreich zu bewältigen und Führungsaufgaben verantwortungsvoll übernehmen zu können, ist die Unterstützung durch Coaching ein wertvolles Hilfsmittel.


„Inspiring Personalities“

Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Studierenden während ihrer umfassenden fachlichen, theoretischen Ausbildung zusätzlich frühzeitig ihre Persönlichkeit entwickeln können und bereit sind, soziale Verantwortung zu übernehmen. Unser bewährtes EBS Coaching-Programm trägt dazu bei, im Studium und im Beruf, die Problemlösungs- und Lernfähigkeit zu verbessern, die Veränderungsfähigkeit zu erhöhen und das Spannungsfeld zwischen den persönlichen Bedürfnissen, den übernommen Aufgaben und den übergeordneten (Unternehmens-)Zielen erfolgreich ausbalancieren zu können. Diese nachhaltige Form der Persönlichkeitsentwicklung macht die Ausbildung an der EBS so besonders in der deutschen Hochschullandschaft.

Professor Dr. Rolf D. Cremer Präsident EBS Universität für Wirtschaft und Recht

EBS Universität

7


8

EBS Universität

„Inspiring Personalities“.

Liebe EBS-Studenten,

Professor Dr. Rolf Tilmes Dean EBS Business School Akademischer Leiter CODI Center for Corporate Skills and Dispute Competence

Seit 1992 bietet die EBS ihren Studierenden vom Bachelor bis zum Doktorandenprogramm fakultativ Coaching an, das in dieser Form in der deutschen Hochschullandschaft einzigartig ist und europaweit eine Vorreiterrolle spielt. Ich bin stolz auf diese Art der Ausbildung, die sich bewährt hat. Wir geben jungen Menschen die Möglichkeit, eine andere Perspektive einzunehmen, sich selbst und die eigenen Wirklichkeitskonstruktionen zu reflektieren und die Frage zu stellen: Könnte es nicht auch anders sein? Sie lernen frühzeitig, schnell und reflektiert bewusste Entscheidungen für den persönlichen Weg im Beruf aber auch im privaten Leben zu fällen, Krisen und Konflikte konstruktiv zu lösen, mit eigenen Schwächen umzugehen und Stärken auszubauen. Entsprechend der Philosophie der EBS „Inspiring Personalities“ wird der Entwicklung der sozialen und personalen sowie der Führungskompetenzen der Studierenden ebensoviel Bedeutung beigemessen wie der Entwicklung der fachlichen Kompetenzen. Coaching bedeutet ein intensiver und offener Dialog zwischen dem Coachee, also dem Studierenden der EBS, der das Programm in Anspruch nimmt, und seinem Coach. Die Coaches sind erfahrene Führungskräfte aus der Praxis, die


„Inspiring Personalities“

ihrerseits an der EBS eine Ausbildung zum „Systemischen Coach (EBS)“ durchlaufen haben. Als Außenstehender präsentiert der Coach dabei keinesfalls fertige Lösungen, sondern gibt Denkanstöße oder kommuniziert seine Sicht des Problems. Damit wird jedes Gespräch zu einem intensiven, heterogenen Lernprozess. Das Gespräch mit den Coaches dient hierbei keiner Expertenberatung, sondern vielmehr einer Reflexion der vielfältigen Deutungsmöglichkeiten jeder Seite und der absehbaren Konsequenz jeder Entscheidungsmöglichkeiten. Dies unterscheidet das Coaching-Angebot von einem Mentoring. Lernfähig bleiben, Veränderungen bejahen und Probleme effektiv lösen – das sind die drei wichtigsten Ziele des gesamten Programms. Während die Coaches ihr Erlerntes aus dem Basis-, Zertifikatsoder Seniorcoachprogramm in der Praxis anwenden können, wird bei den Studierenden die Lernund Veränderungsfähigkeit gefördert. Der Coachee wird auf diese Weise dafür sensibilisiert, die eigene Wirklichkeitskonstruktion wahrzunehmen. Das Coaching versteht sich damit nicht als einseitiges Ratgeben, sondern als ein interaktiver, heterogener und systemischer Prozess der Entwicklung und Veränderung.

EBS Universität

Inzwischen wird das Coaching-Angebot unter der administrativen Leitung von Marie-Luise Retzmann während eines Studienjahres von zirka 450 bis 500 Studierenden wahrgenommen – fast die Hälfte aller Studierenden der EBS. In Spitzenzeiten werden bis zu 200 Einzelgespräche an den Wochenenden geführt. Im Idealfall nehmen die Studierenden die Einsicht mit, dass man im Leben stets eine Wahl hat. Ich selbst entscheide, ob ich in einem Dilemma verharre oder aktiv einen Ausweg suche und einen Lösungsweg beschreite. Effektive Handlungsalternativen gibt es immer, sie sind einem nur nicht zu jeder Zeit bewusst. Mit ihrem einzigartigen individuellen CoachingProgramm setzt die EBS in der deutschen Hochschullandschaft Maßstäbe, die definitiv den Unterschied machen.

Professor Dr. Rolf Tilmes Dean EBS Business School

9


10

EBS Universität

„Inspiring Personalities“.

Liebe (zukünftige) EBS-Studenten,

Professor Dr. Dr. Gerrick Frhr. von Hoyningen-Huene Dean EBS Law School

die Gründung einer juristischen Fakultät ist ein wichtiger Meilenstein in der zukunftsorientierten Entwicklung der EBS Universität für Wirtschaft und Recht gewesen. Die Law School bietet Lehre, Forschung und Weiterbildung auf höchstem Niveau – sowohl im juristischen Bereich als auch an den Schnittstellen zu den Wirtschaftswissenschaften. Auf der Grundlage unserer hervorragenden Studienbedingungen entsteht eine neue Generation von Juristen. Unser Ziel ist die Ausbildung verantwortungsbewusster und zukunftsorientierter Persönlichkeiten mit exzellenten juristischen Fähigkeiten, wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnissen und internationaler Ausrichtung. Wir möchten unsere Law School Studenten umfassend und bestmöglich auf die bevorstehende Berufstätigkeit vorbereiten. Das Bild des Juristen hat sich in den letzten Jahren fortentwickelt, so dass neben den juristischen Fähigkeiten zusätzliche Aspekte mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Daher sind die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Coachings ergänzender Bestandteil der juristischen Ausbildung an der Law School. Wir legen


„Inspiring Personalities“.

neben der fachlichen Kompetenz besonderen Wert auf die Vermittlung von Methodenkompetenzen und die Entwicklung der Individualität. Die besondere Entfaltung der Persönlichkeit ist für einen langfristigen Berufserfolg von entscheidender Bedeutung. Deshalb wird ein besonderes Augenmerk auf das Coaching-Programm gelegt, um die Law School Studierenden auf angehende berufliche Anforderungen optimal vorzubereiten. Coaching ist notwendig, um eine Verbesserung der Problemlösungs- und Lernfähigkeiten zu erzielen. Es ermöglicht eine individuelle Positionierung zwischen persönlichen Bedürfnissen, Anforderungen während des Studiums und später wahrzunehmenden Aufgaben. Das Coaching unterstützt die Law School Studierenden bei der Einschätzung und Beurteilung von komplexen Entscheidungssituationen und dient als Orientierungshilfe in neuartigen Situationen im Studium, im Praktikum oder auch im Privatleben. Ziel des Coachings im beruflichen Kontext soll vor allem die Verbesserung der Lern- und Leistungsfähigkeit sein. Der Coach begleitet die Law School Studierenden bei der Verwirklichung ihrer

EBS Universität

Bedürfnisse und bei der Lösung konkreter Probleme. Der Coach ist eine neutrale Person, die bei Neuorientierungsprozessen, Persönlichkeits- und Verhaltensveränderungen den Studierenden zur Seite steht und sie dazu bringt, die eigene Perspektive in Frage zu stellen. Die Law School Studierenden lernen durch das Coaching Verhaltensfähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale zu entwickeln. Die Stoßrichtung unseres Ausbildungsprogramms ist der kompetente Wirtschaftsanwalt. Wir möchten die Law School Studierenden auf eine anschließende anspruchsvolle Berufstätigkeit vorbereiten.

Professor Dr. Dr. Gerrick Frhr. von Hoyningen-Huene Dean Law School

11


2

Das Coaching-Programm an der EBS


14

EBS Universität

Das Coaching-Programm an der EBS

Das Coaching-Programm an der EBS „Wenn Du eine Entscheidung treffen musst, und du triffst sie nicht, ist das auch eine Entscheidung“, sagte einst der amerikanische Psychologe und Philosoph William James. Diese Erkenntnis gilt ganz besonders für Manager und Führungskräfte, die täglich viele Entscheidungen treffen müssen. Im Idealfall verbinden sich dabei Wissen, Erfahrung, Einfühlungsvermögen, Führungsstärke und Verantwortungsbewusstsein immer wieder neu zu einer handlungsfähigen Persönlichkeit. Diesen Prozess zu unterstützen, verfolgt die EBS mit ihrem Motto „Inspiring Personalities“. Hier setzt auch das Coaching-Programm der EBS an, das es bereits seit 1992 gibt. Dieses Programm ist ein zentrales Instrument, um den Studierenden und Doktoranden zu helfen, ihren Weg zu finden und die eigene Persönlichkeit zu formen. Management ist Handwerk, Leadership erfordert mehr Qualitäten. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Studierenden ihre Persönlichkeit entwickeln können und bereit sind, soziale Verantwortung zu übernehmen. Unser Coaching-Angebot wie auch das Studium Universale haben in Deutschland Vorbildcharakter. An keiner anderen deutschen Hochschule findet sich ein vergleichbar strukturiertes Angebot. Professor Dr. Wilhelm Backhausen hat das Coaching-Programm der EBS maßgeblich konzipiert. „Wir haben dieses Programm erarbeitet, weil Coaching eines der wirksamsten und innovativsten Instrumente der Personalentwicklung, insbesondere für Führungskräfte ist. Damit haben

die Studierenden die Möglichkeit, dieses Instrument nicht nur frühzeitig kennen zu lernen, sondern zugleich an sich selbst zu erleben.“ Von Seiten der EBS her sind zwei Aspekte des Programms zu unterscheiden: der Aspekt der Coachees – also der Studierenden der EBS – die ein Coaching in Anspruch nehmen, und ferner der Ausbildungsaspekt für die Coaches. Jeder EBS-Studierende – ob im Bachelor- oder Masterstudiengang, ob Gaststudierender oder Doktorand – erhält auf Wunsch ein persönliches Coaching mit bis zu vier Gesprächen im Semester. Dies bedeutet einen intensiven und offenen Dialog zwischen dem Coachee und seinem Coach. Die Coaches sind erfahrene Führungskräfte aus der Praxis, die an der EBS eine Ausbildung zum „Systemischen Coach (EBS)“ durchlaufen. „Für die Hochschule“, so Marie-Luise Retzmann, die administrative Leiterin der Abteilung Coaching – die für die Akquise der Coaches und die Beratung der Studierenden an der Hochschule verantwortlich ist – „geht es darum, Fragen zu persönlichen Bedürfnissen, zum Umgang mit Kommilitonen und Kommilitoninnen sowie zu den sehr hohen Anforderungen der EBS aufzuarbeiten.“ Methodisch stellt der Coach Fragen, die eine Reflexion beim Gegenüber auslösen sollen. Der Coachee wird auf diese Weise dafür sensibilisiert zu erkennen, welches Bild er oder sie sich von der Wirklichkeit macht (die eigene Wirklichkeitskonstruktion). „Es gibt immer mehrere Sichtweisen: Wie sehe ich meine Welt? Wie sehen andere ihre Welt? Wie sehen wir wechselseitig unsere Weltbilder? Wie kommen wir zusammen?“, erläutert Wilhelm Backhausen.


Das Coaching-Programm an der EBS

Coaching ist hilfreich bei …

… Wunsch nach Feedback … Wunsch nach Weiterentwicklung … Konflikten und Herausforderungen im studentischen Alltag … Work-Life-Balance … Stärken-/Schwächenanalyse … Standortbestimmung (Verifizierung des Studienfachs, Eintritt ins Berufsleben) … Grundsatzfragen zum Engagement in Beruf und Privatleben

EBS Universität

Zwischen 450 und 500 Studierende nehmen jährlich das Coaching-Angebot wahr, zu Spitzenzeiten werden bis zu 200 Einzelgespräche an den Wochenenden geführt. „Dabei”, so Marie-Luise Retzmann, „wird größter Wert auf Diskretion gelegt, weil nur dann eine selbstkritische Reflexion möglich ist.“ Im Idealfall nehmen die Studierenden die Einsicht mit: „Man hat im Leben stets eine Wahl. Ich selbst entscheide, ob ich in einem Dilemma verharre oder aktiv einen Ausweg suche und beschreite. Handlungsalternativen gibt es immer, sie sind einem nur nicht zu jeder Zeit bewusst.“ Klar ist in jedem Fall: Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung!

Der Blick ist nach vorne gerichtet, am Ende soll der Coachee Handlungsalternativen entwickeln können. Dabei erleben Coach und Coachee gleichermaßen, dass man soziale Kompetenzen und Einfühlungsvermögen haben muss, um gemeinsam etwas zum Positiven verändern zu können. In einer globalisierten Welt geht es im Kern um die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel, die den angehenden Führungskräften mit auf den Weg gegeben werden soll. Das Gespräch mit dem Coach ist keine Expertenberatung, sondern eine Reflexion der vielfältigen Deutungsmöglichkeiten jeder Situation und der absehbaren Konsequenz jeder Entscheidungsmöglichkeit. Dies unterscheidet das Coaching-Angebot von einem Mentoring. Lernfähig bleiben, Veränderungen bejahen und Probleme lösen – das sind die drei wichtigsten Ziele des gesamten Programmes.

15


16

EBS Universität

Das Coaching-Programm an der EBS

Der systemisch-konstruktivistische Coaching-Ansatz an der EBS jemand dann seine Handlungsentscheidung zu treffen hat, in hohem Maße von seiner eigenen Auswahl, Gewichtung und Interpretation von Daten ab, die er als relevant oder vernachlässigbar auswählt. Professor Dr. Wilhelm Backhausen Dozent im CoachingProgramm

Die EBS hat für ihre Studierenden schon ab 1992 ein Coaching-Angebot initiiert, da die Welt der Wirtschaft sich als immer komplizierter und unüberschaubarer darstellte. Die ursprüngliche Idee, die dem Beratungsangebot zugrunde lag, war, die Studenten in Kontakt mit aktiven Führungskräften aus der Wirtschaft zu bringen, um mit diesen ihre Fragen und eventuellen Probleme besprechen zu können. Aus heutiger Sicht würde man es eher als Mentoring bezeichnen, in dem erfahrene Führungskräfte den Nachwuchsführungskräften bewährte Techniken, Rezepte und Verbindungen anboten, die nach Meinung der Coaches für die Coachees karrieredienlich seien. Allerdings gab es schon damals Zweifel an der Effizienz eines solchen Ansatzes, da immer deutlicher wurde, dass komplexe Entscheidungssituationen nicht mit Rezepten zu bewältigen sind. Komplexe Situationen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass vielfältige, potenziell unüberschaubar vernetzte Einflussfaktoren mit Rückkopplungen eine zentrale Rolle spielen. Hinzu kommt, dass diese Einflussfaktoren nicht objektiv gegeben sind, sondern von einem verwickelten Beziehungsgeflecht zwischen Personen und Organisationen abhängig sind. Diese verfolgen jeweils eigene Absichten und Ziele, die von außen weder offenkundig noch eindeutig sind. Folglich hängt das Bild von der Welt, in der

Dieser Unüberschaubarkeit und Beziehungsabhängigkeit von Entscheidungssituationen ist mit „Patentrezepten“ und technischen Ratschlägen nicht zu genügen. Vielmehr ist der prinzipiellen Unbestimmtheit einer Entscheidungssituation nur durch eine – letztlich immer auch risikobehaftete – Wahl einer bestimmten Situationssicht zu begegnen. Die Welt, in der zu handeln ist, wird in hohem Maße erst durch die Handelnden konstruiert. Es bedarf einer Setzung, die selbst nicht mehr „objektiv“ legitimiert werden kann, sondern bestenfalls plausibel zu machen ist. Dies ist der Kerngedanke des systemisch-konstruktivistischen Ansatzes. In komplexen Kontexten kann Beratung also nicht Fachberatung sein – da es da gar keine entsprechende Expertise gibt. Stattdessen wird im Coaching versucht, den Coachee – sei es Studierender oder Topführungskraft – darin zu unterstützen, die eigene, meist als völlig „selbstverständlich“ und „richtig“ erlebte Sicht zu reflektieren. Dadurch soll ein Bewusstsein für die eigene Beteiligung an der Gestaltung der jeweiligen Situation entwickelt werden. Dies entsteht durch die unvermeidliche Auswahl und Interpretation von vermeintlich objektiv Gegebenem. Da damit Wahl und Interpretation konstituierende Elemente für jede Sicht von Welt sind, könnte grundsätzlich auch eine andere Wahl getroffen werden. Man würde dann vor einer anderen Situation stehen mit vielleicht ganz anderen, allerdings auch nicht risikolosen Handlungsoptionen. Coaching arbeitet mit dieser Prämisse des „Es könnte auch anders sein!“, anders als man


Das Coaching-Programm an der EBS

EBS Universität

Berater/Coach

Fachberatung

Welt

jetzt annimmt und wodurch man sich möglicherweise gerade in Schwierigkeiten bringt. Coaching steht also vor der Aufgabe, die aktuelle Sicht des Coachees als eine zwar mögliche, aber durchaus kontingente – was nicht heißt: falsche – zu reflektieren. Die impliziten Voraussetzungen der gewählten Selektion und Bewertung werden hinterfragt, um so Alternativen mit anderen Handlungsoptionen zu entwickeln. Es macht z.B. einen Unterschied, ob man die Welt als einen Ort des Mangels oder der Ressourcen betrachtet, was beides mit einer gewissen Berechtigung so gesehen werden kann. Im Coaching geht es also – vielleicht für manche Ratsuchenden zunächst verblüffend – nicht primär darum, den Blick auf die Welt zu richten – auf der Suche nach der „richtigen“ Sichtweise –, sondern vielmehr darum, den Blick auf den Blick des Coachees zu werfen, mit dem dieser die Welt betrachtet, um deren Kontingenz zu erfahren. In allen Fällen, wo man sinnvollerweise davon ausgehen kann, dass es in diesem Bereich eine Expertise gibt – dies trifft überwiegend im naturwissenschaftlich-technischen Bereich, aber nicht nur dort zu – ist Fachberatung die angemessene Unterstützung, wenn Handelnden diese Expertise fehlt. Doch leider gilt dies für viele gerade der wichtigsten Fragen nicht, z.B. für die Frage, wie man richtig führt oder wie man in unklaren Situa-

Blick auf den Blick

Coachee

tionen vertretbare Entscheidungen fällt oder einfach wie man ein sinnvolles und befriedigendes Leben führt. In solchen Fällen hat man es nicht mit einer quasi objektiv gegebenen und nach ihren immanenten Gesetzen manipulierbaren Welt zu tun, sondern mit Personen und Organisationen, die das von ihnen beobachtete Kommunizieren und Handeln in Bezug auf ihre eigenen Absichten und Ziele auswählen und bewerten. Solche beziehungsabhängigen Entscheidungen können sich aber nicht auf irgendeine allein „richtige“ Sicht berufen, sondern bedürfen unausweichlich in hohem Maße der eigenen Deutung. Ein Coach hat folglich keineswegs ein besseres, „richtigeres“ Wissen, oft sogar überhaupt kein Wissen über die vorliegende, einmalige Situation. Ausschließlich der Coachee hat – häufig nur implizit – Kenntnis von seinem Beziehungsgeflecht, so dass jede Form von fachlichem Rat obsolet wird. Dennoch werde ich in meinen Coachings immer wieder von Führungskräften nach einem solchen Expertenrat gefragt, da ich doch „soweit herumgekommen“ sei und „soviel Erfahrung“ habe. Manchmal, wenn der Wunsch nach dem „richtigen“ Vorgehen sehr drängend vorgebracht wird, antworte ich, dass ich ihnen schon einen Rat geben könnte, allerdings nur unter der schriftlichen Zusicherung, dass sie sich dann auch genau an meinen Rat halten würden und keinesfalls davon

17


18

EBS Universität

Das Coaching-Programm an der EBS

abweichen. Was passiert? Ich habe noch nie die Unterschrift bekommen, zum Glück, denn die Coachees wissen im Inneren sehr wohl, dass nur sie alleine über die Angemessenheit und Brauchbarkeit eines Ratschlags entscheiden können. Was also eigentlich nachgefragt wird, sind Ideen und Anregungen für alternative Handlungsweisen, die aber nur auf einer veränderten Weltsicht des Coachees aufbauen können. Nicht ein „Besserwissen“ ist gefragt, sondern eine Reflexion darüber, wieso der Coachee etwas gerade so sieht, wie er es sieht, und ob er vielleicht anders hinschauen und interpretieren könnte oder ob eine andere Wahl, was als relevant bzw. als vernachlässigbar betrachtet wird, neue Optionen eröffnet. Damit wird deutlich, warum Coaching von Seiten des Coaches viel mehr aus Fragen als aus Antworten besteht. Gerade durch entsprechende Fragen wird der Coachee in die Lage versetzt, nicht Expertenrezepte umzusetzen, was im konkreten Fall meist dazu führt, dass er dann über nicht passende Abweichungen stolpert oder doch sel-

ber entscheiden muss. Stattdessen soll der Coachee darin unterstützt werden, von dem illusionären „Ich weiß es doch“ loszulassen und immer wieder neu die sich – nicht zuletzt durch sein eigenes Handeln – permanent verändernden Randbedingungen dieses Handelns zu überprüfen und seine Selektion und Interpretation kreativ anzupassen. Coaching wird damit zu einem Mittel zum „Inspiring Personalities“, bekanntlich das Motto der EBS. In einem Feld beziehungsabhängiger Themen führt Coaching zu einer offenen Haltung und zu Neugier und wacher Zugewandtheit, die sich von einer technischen Verfügbarkeitsidee verabschiedet hat. Immer könnte es auch anders sein, doch zum Handeln bedarf es unausweichlich einer Setzung, gleichsam „auf Treu und Glauben“. Hat aber jemand seine Entscheidung getroffen und handelt entsprechend, ist dies sein Anteil an der permanenten Veränderung von Welt. Dies impliziert Verantwortung und setzt folglich Werte voraus.


Das Coaching-Programm an der EBS

Portrait Professor Dr. Wilhelm Backhausen Nach Beendigung meines Physikstudiums schloss ich ein zweites Studium in Kommunikationswissenschaft an. Forschungsarbeiten auf diesem Feld führten mich zu einer intensiven Beschäftigung mit Kommunikationskonflikten und pathologischer Kommunikation. Nach Ausbildungen in verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren war ich etwa zwanzig Jahre im klinischen Bereich als Psychotherapeut in leitender Funktion tätig. 1990 wechselte ich in die Selbständigkeit, zunehmend als Berater und Coach im unternehmerischen Kontext. Umfangreiche Erfahrungen in der Weiterbildung von Führungskräften und im Coaching im oberen Management führten mich zur (Weiter-)Entwicklung eines systemisch-konstruktivistischen Coaching-Ansatzes. 1999 wurde ich von der EBS eingeladen, die Durchführung des damaligen Coaching-Programms zu übernehmen und neu zu konzipieren. In den letzten zehn Jahren wurde das Coaching-Konzept der EBS von mir kontinuierlich entwickelt und mit vielfältiger Unterstützung und aktiver Beteiligung von Mitarbeitern der Hochschule in die gegenwärtige erfolgreiche Form umgesetzt. Bis heute ist dieses Programm in der deutschen Hochschullandschaft einzigartig. 2007 wurde ich zum Honorarprofessor an der EBS ernannt.

EBS Universität

An der EBS verstehen wir Coaching als ein Instrument der Persönlichkeitsentwicklung, mit dem die Problemlösungs- und Lernfähigkeit der Studierenden unterstützt, ihre Veränderungsfähigkeit erhöht und das Spannungsfeld zwischen persönlichen Bedürfnissen, den Aufgaben und Anforderungen einer Rolle und den übergeordneten Unternehmenszielen balanciert werden können. Entsprechend der Philosophie der EBS „Inspiring Personalities“ wird durch das Coaching-Angebot die Ausformung der sozialen und personalen sowie der Führungsfähigkeiten gefördert. Meine persönliche Motivation, dieses Programm zu begleiten, liegt in meinem Engagement für einen kritisch reflektierenden und verantwortlichen Umgang mit Menschen und Welt und gegen alle fundamentalistischen Denkverführungen, auch wenn diese sich wissenschaftlich nennen. Schließlich beruht unsere Welt und damit unser aller Wohlergehen zu einem erheblichen Teil auf unseren vernetzten Wirklichkeitskonstruktionen und unseren wechselseitigen Abhängigkeiten. Hier einen Beitrag zu leisten, ist mir ein zentrales Anliegen. Professor Dr. Wilhelm Backhausen Dozent im Coaching-Programm

19


20

EBS Universität

Das Coaching-Programm an der EBS

Auf Basis dieser Erfahrungen hat er auch bei context die Internationalisierung vorangetrieben und mit Partnern aus England und Frankreich CCinternational gegründet, das als Plattform für internationale Projekte dient.

Portrait Herbert Dreier Herbert Dreier ist seit 1998 Mitglied von context Leadership.Performance.Consulting. Er leitet das Büro in Wiesbaden. context konzentriert sich auf Leadership Development, Talent Management, Human Capital Management, Begleitung von Veränderungsprozessen sowie Executive Coaching. Herbert Dreier berät seit über 20 Jahren Unternehmen aus verschiedenen Branchen in den genannten Beratungsfeldern. Zu seinen Kunden gehören Banken, Versicherungen, Medienunternehmen ebenso wie Automobilhersteller und Unternehmen der Luxusgüterbranche. Er unterstützt nationale und internationale Firmen vor allem bei der strategischen Entwicklung ihrer Führungskräfte mittels Coaching, Assessments und Leadership Development Programmen. Vor seinem Eintritt in context war er Berater und später Geschäftsfeldleiter eines deutschen Beratungsunternehmens. In seiner zehnjährigen Mitgliedschaft war er dort neben der Führung und Geschäftsentwicklung verantwortlich für die Konzeption und Umsetzung von Change und HR-Projekten. Maßgeblichen Einfluss hatte er auf die Internationalisierung des Unternehmens. Er war mitverantwortlich für die Integration zu einem internationalen Verbund im Zuge des Zusammenschlusses mit vier europäischen Gesellschaften.

Er verfügt über besondere Expertise und Erfahrung in den Bereichen: • Organisationsentwicklung und Change Management • Strategieentwicklung • Strategic Leadership Development • Standortbestimmung für Führungskräfte (Assessment Center / 360° Feedback / Management Audit) • Teamentwicklung / Bereichsentwicklung • Executive Coaching Herbert Dreier ist Diplom-Psychologe und hat zahlreiche Weiterbildungen und Zertifizierungen in den Feldern der Unternehmensberatung, Change Management und Coaching absolviert. Er engagiert sich neben seiner Beratertätigkeit in der Ausbildung von Coaches an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht. Er arbeitet in Deutsch und Englisch.


Das Coaching-Programm an der EBS

Warum ich mich in der Coaching-Ausbildung an der EBS engagiere… Die Coaching-Ausbildung, die die EBS anbietet, ist ein dreifacher Glücksfall. Zum einen für die Studenten, denn sie erhalten die Möglichkeit, mit Coaches in der Ausbildung zu arbeiten – vom ersten Semester an. Zum anderen für die Coaches, die ihre Weiterbildung an der EBS durchlaufen. Sie haben die Möglichkeit, vom ersten Modul an mit „Live-Cases“, also echten Anliegen und Klienten zu arbeiten und müssen sich nicht anhand ausgedachter Rollenspiele eine Coachingsituation vorstellen. Das stellt aus meiner Sicht einen echten Mehrwert für die Ausbildung der Coaches dar und ist in der Ausbildungsszene sonst kaum zu finden. Zum Dritten ist es auch für die Hochschule selbst ein Glücksfall, denn sie kann sich damit aufs Trefflichste von anderen Hochschulen unterscheiden und bei ihren Studenten reüssieren. Die Betrachtung der nunmehr zehnjährigen Erfolgsgeschichte der Coaching-Ausbildung an der EBS zeigt, dass sich diese Triplewin-Situation auch tatsächlich in der Praxis einstellt, was sowohl das Feedback der Coaches zeigt als auch die hohe Zahl der Coaching-Anfragen der Studierenden. Zudem ist die EBS aktiv in der Betreuung derjenigen, die die Coaching-Ausbildung abgeschlossen haben. Diese Alumni stellen sich immer wieder gern für das Coaching der Studierenden zur Verfügung, wenn mal wieder mehr Nachfrage nach Coaching besteht als von den Kandidaten des laufenden Ausbildungs-Kurses abgedeckt werden kann. Dies ist ein weiteres Asset der Coaching-Ausbildung an der EBS. Ich glaube damit wird deutlich, warum es ausgesprochen reizvoll für mich ist, im Team der Executive Education, das die Coaching-Ausbildung verantwortet, meinen Beitrag zur Fortsetzung und Weiterentwicklung dieser Erfolgsgeschichte zu leisten.

EBS Universität

Für diese Aufgabe kann ich auf über zwanzig Jahre Erfahrung in verschiedenen Beratungskontexten zurückgreifen und ebenso auf eine große Zahl von Weiterbildungen im Coaching, in der systemischen Beratung und verwandten Interventionsformen. 1994 kam ich zum ersten Mal in einer Ausbildung am IGST bei Fritz Simon mit dem systemisch-konstruktivistischen Gedankengut in Berührung. Diese neue Weltsicht wirkte (besonders auf mein damaliges Beratungsunternehmen) anfangs verstörend, aber mehr und mehr bereichernd und ausgesprochen hilfreich in der Beratung und speziell im Coaching. Es tun sich im wörtlichen Sinne „neue Welten“ auf und es ist nichts mehr wie vorher. Manchmal verwunderlich, wie diese Weltsicht nicht schon Allgemeingut geworden ist. Meine Expertise im Coaching und in der Führungskräfteentwicklung habe ich sowohl in nationalen als auch internationalen Bezügen erfolgreich unter Beweis gestellt und über die Jahre verfeinert. Dies sowohl in kleineren, mittleren und großen Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen (Automotive, Media, IT, Health Care, Pharmaceutical, Insurance, Banking, Luxury). Dabei habe ich überwiegend mit Coachees aus der Vorstands- bzw. Geschäftsleitungsebene gearbeitet, aber auch mit Führungskräften des Mittleren Managements sowie High Potentials und/oder Experten, die in eine Führungslaufbahn wechseln sollten/wollten. Herbert Dreier Dozent im Coaching-Programm

21


3

Das Coaching-Team der EBS


24

EBS Universität

Das Coaching-Team der EBS

Marie-Luise Retzmann Frau Retzmann gewährleistet die Betreuung in der Abteilung Coaching für die Coaches wie auch für die Studierenden selbst. Die Gespräche, die an der EBS im 6 – 8 Wochen Rhythmus stattfinden, werden von ihr und ihrem Team koordiniert und organisiert. Hierbei vernetzt die Abteilung Coaching in der Regel ca. 500 Studierende und 100 Coaches. Marie-Luise Retzmann Director Coaching

Marie-Luise Retzmann leitet die Coaching-Abteilung der EBS Universität für Wirtschaft und Recht. Gemeinsam mit ihrem Team ist sie Ansprechpartnerin für Führungskräfte aus den unterschiedlichsten Bereichen, die sich für eine Coaching-Ausbildung an der EBS interessieren. Gleichzeitig betreut sie alle Studierenden innerhalb der Hochschule, die von Coaching profitieren wollen. Frau Retzmann informiert in den Einführungsveranstaltungen aller Semester über alle relevanten Dinge rund um das Coaching an der EBS. Zudem wird das Programm auch an Tagen der offenen Tür bzw. bei entsprechenden Anlässen von ihr vorgestellt.

Marie-Luise Retzmann, Director Coaching Phone +49 611 7102 1664 Fax +49 611 7102 10 1664 marie-luise.retzmann@ebs.edu

Frau Retzmann ist seit 1998 an der EBS und hat die Weiterentwicklung des Coaching-Programms an der Hochschule in Form der Einbindung aller Studierenden mitentwickelt und betreut. Waren es zu Beginn des Jahres 1998 nur Studierende der ersten Semester, die das Programm in Anspruch genommen haben, sind dies heute BachelorStudierende, Master-Studierende, Doktoranden, Incomings und auch Executives. Gleichzeitig ist sie dafür verantwortlich, wer als Coach in die Coaching-Ausbildung aufgenommen wird. Frau Retzmann verfügt über eine mehrjährige Ausbildung zum systemischen Berater und Coach, die sie am Institut für systemische Beratung in Wiesloch absolviert hat.


Das Coaching-Team der EBS

EBS Universität

Barbara Foitzik Als Ansprechpartnerin für (angehende) Coaches betreut sie Führungskräfte und Personalverantwortliche während ihrer Coaching-Weiterbildung und akquiriert zukünftige Coaches.

Barbara Foitzik Manager Coaching

Barbara Foitzik verstärkt seit Februar 2010 als Manager Coaching die Coaching-Abteilung der EBS. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen sowohl die Betreuung der Studierenden und Doktoranden, die Coaching in Anspruch nehmen, als auch der Coaches, die an der EBS eine Ausbildung zum „Systemischen Coach (EBS)“ absolvieren. Als Ansprechpartnerin für Studierende und Doktoranden steht sie für alle Anfragen rund um Coaching@EBS – wie Coach-Wahl, Terminvergabe, Hintergrundinformationen – zur Verfügung. Gemeinsam mit Marie-Luise Retzmann koordiniert und organisiert sie die regelmäßig stattfindenden Coaching-Gespräche.

Barbara Foitzik, Manager Coaching Phone +49 611 7102 1657 Fax +49 611 7102 10 1657 barbara.foitzik@ebs.edu

Frau Foitzik schloss ihr Studium der Erziehungswissenschaft, Psychologie und Germanistik mit ihrer Magisterarbeit zum Thema „Coaching für Studierende" ab. Es folgten berufliche Stationen in der Führungskräfteentwicklung der SAP AG, in der Personalentwicklung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und am Institut für systemische Beratung (ISB) in Wiesloch, bevor sie 2010 in die CoachingAbteilung der EBS wechselte.

25


4

Erfahrungen von Coaches


28

EBS Universität

Erfahrungen von Coaches

ner Impulse, z.B. als Bauchgefühl. Diese Impulse zeigen oft sehr nachhaltige Wege auf, die ganz neue Möglichkeiten und Handlungsoptionen eröffnen.

Meine Motivation zur Teilnahme am CoachingProgramm

Gerald Bergen 1969 in Wiesbaden geboren. Ich kenne die Berufswelt sowohl als Unternehmer als auch als Angestellter in einem Bankkonzern und danach bei einem multinationalen Rohstoffweltmarktführer. Ich habe fast alle Positionen besetzt bis hin zum geschäftsführenden Gesellschafter. Ich war in der glücklichen Lage neben meinem Studium zum Magister Artium an der Universität Heidelberg, alles was ich im wissenschaftlichen Kontext lernte, direkt in der Praxis als Unternehmer umzusetzen. Mein wissenschaftlicher Schwerpunkt Führungskräftetraining wurde durch meine Mitarbeit am Erziehungswissenschaftlichen Institut der Universität Heidelberg noch vertieft. Als Unternehmer habe ich die technische Entwicklung und den Vertrieb verantwortet. Im Vertrieb habe ich seit 1990 Coaching praktiziert, meine Kreativität sprudeln lassen und mir durch verschiedenste Weiterbildungen neue Perspektiven und Herangehensweisen erarbeitet. Doch meine „Heimat“ habe ich als Senior-Coach an der EBS im systemisch-konstruktivistischen CoachingAnsatz gefunden. Meine Erfahrung in vielen Tausenden von Begegnungen hat erbracht, dass die eigene persönliche Optimierung über das geschätzte Fachwissen hinaus die Wahrnehmung und Intuition unbedingt mit einschließen sollte. Durch die Schulung der Wahrnehmung und Intuition werden nicht nur ungenutzte Potenziale freigesetzt, sondern auch die verkannte Größe eige-

Ich habe viele andere Weiterbildungen gemacht und auch dort Perspektiven und neue Herangehensweisen gelernt. Doch der systemisch-konstruktivistische Ansatz an der EBS geht in seiner Betrachtung weiter, über das bekannte Maß an Weiterbildung hinaus. Er führt weg von Techniken zu einer Grundhaltung, die viele weitere und größere Felder an Möglichkeiten von Handlungsoptionen eröffnet. Ich habe es selbst erfahren als eine Persönlichkeitsentwicklung, bei der die Geländer verschwinden und der Halt im Außen, dem eigenen Halt aus sich heraus weicht. Ich habe dadurch meine persönlichen Impulse und Bauchgefühl neu und deutlicher gefunden, die mir Handlungsoptionen und eine Sicherheit in der Umsetzung ermöglichen, die ich bisher nicht kannte und hatte. Diese neuen Möglichkeiten führen zu einer tieferen professionellen Reflexion und diese Art der Reflexion ist eine der Erfolgsfaktoren, die Talente sich selbst verwirklichen lässt, zu „runderen“ Persönlichkeiten führt, die sich dem „blinden“ Fleck bewusst und befähigt sind, mit neuen Situationen und unbekannten Problemen in einer zufriedenstellenden Art und Weise, für alle Seiten, umzugehen. Dass diese Art der Förderung dem Optimum an Leadership-Kompetenzen am nächsten kommt, wird mit dem Fokus auf der selbstreflektorischen Erfahrung in der Praxis unterstrichen. Dies ist die beste persönliche Vorbereitung für die Studenten auf spätere Führungs- und Gestaltungsaufgaben im Beruf und privaten Umfeld. Zudem bietet das Coaching-Programm die Zusammenarbeit und den Austausch mit Fachkollegen


Erfahrungen von Coaches

im Rahmen der Supervision. Und das macht das Coaching-Programm an der EBS einzigartig für alle Beteiligten.

Warum sollte ein EBS-Student das CoachingProgramm nutzen? Im Coaching hat der EBS-Student die Möglichkeit, seine Persönlichkeit auszuprobieren. Zu schauen, wie er seine eigenen Potenziale findet, sie nutzt, wie er mit seinem Bachgefühl und Verstand Entscheidungen gestaltet. Und genau dieses Ausprobieren in einem geschützten Raum ist die Basis zu einem erfüllten und erfolgreichen Leben. So kann er sein Handeln im Dialog mit einem neutralen und kompetenten Gesprächspartner überprüfen, wie die Top Führungskräfte in der Businesswelt mit einem Coach das auch tun. Er wird im Perspektivenwechsel durch den Coach reflektieren können, ob Schwächen wirklich Schwächen oder nur Unterschiede sind, die auch als Stärken eingesetzt werden können. Er kann seine individuellen Talente (soft skills) entwikkeln u.s.w. Grundsätzlich wird er erfahren, dass er über die selbst erfahrene Selbstreflexion die ersten Grundsteine legt, um in Zukunft Selbsterkennungsprozesse zu beschleunigen und zu objektivieren. Die Probleme hinter den Problemen zu erkennen. Mit Problemsituationen jeglicher Art besser und auf zufriedenstellendere Art zu Lösungen zu kommen. Und so entwickelt er erste Führungskompetenzen, die ihn emotional stabilisieren und Vertrauen in die eigene Handlungskompetenz gewinnen lassen. Ein weiterer Gewinn liegt in dem entscheidenden Vorteil, wenn er sich auf seine ersten Stellen bewirbt, denn bei ungefähr gleicher Qualifikation entscheidet immer die reifere Persönlichkeit das „Rennen“ für sich.

EBS Universität

Erfahrungen mit/zu dem Thema CoachingAnliegen der Studierenden Seit mehreren Jahren erlebe ich, wie sich Studenten im Kontext EBS mit verschiedensten Problemen im Coaching auseinandersetzen. Nach einer kurzen Phase des „warm Werdens“ erlebe ich, wie sich die jungen „high potentials“ doch sehr frei öffnen und von alltäglichen Problemen dann auch auf die Fragestellungen kommen, die sie schon länger bewegen. Es kommen Themen, wie: "Welche Perspektive habe ich als Investmentbanker oder Unternehmensberater – ist das mein Ziel? Meine Eltern wollen mich schnellstens als Nachfolger im Familienunternehmen – was will ich? Wie kann ich mit ihnen darüber reden? Wie kann ich meine Position bei der Nachfolge im Unternehmen finden? Ich möchte meine eigene Firma gründen, was brauche ich an Erfahrung, die ich mir während des Studiums aneignen kann? Was mache ich mit meiner Vision, wie kann ich diese umsetzen?“ Und genau hier hilft das Coaching-Programm Karrierepläne, Visionen, Selbstbilder selbstkritisch im geschützten Raum zu hinterfragen, Perspektivenwechsel vorzunehmen und Dinge ganz anders sehen und nehmen zu können. Hier lernen Sie den Umgang, z.B. mit der Umsetzung der eigenen Vision wie ein Topmanager auch. Denn dieser geschützte Rahmen des Vertrauens ermöglicht, An- und Einsichten Raum zu geben, Potenziale zu fördern und auch jenseits der Potenzial-Umsetzung durch die Einbeziehung der inneren Impulse wie einem Bauchgefühl, ganz neue Ebenen der Reflexion und Befähigung der Handlung sich zu erschließen und erfolgreich zu leben. Oft wird das dann auch wie ein „das Lösen der Handbremse“ geäußert. So ist es für beide Seiten ein Gewinn schon in einer Coaching-Stunde zu sehen, wie wichtige Themen nach vorne gebracht werden und auch nach dem Studium an der EBS Karriereschritte

29


30

EBS Universität

Erfahrungen von Coaches

gegangen werden. Neben der wachsenden Stabilität und Sicherheit im Umgang mit neuen oft unbekannten Problemen bin ich erstaunt, wie viel ethisches Verantwortungsbewusstsein die nächste Generation mitbringt und dafür ihren ganz persönlichen Platz sucht. Es ist ein besonderer Gewinn für beide Seiten, wenn durch die besonderen Möglichkeiten, die ein Coaching schafft, die junge Generation durch persönlich wachsende Stabilität und Sicherheit, die der eines großen Baumes gleicht, auch dem Coach mit neuen Wegen überraschend zeigt, dass es neue Lösungen gibt, die beide vorher nicht kannten. Auf diesem Weg die jungen „high potentials“ zu begleiten ist jeder Zeit Freude und Verantwortung zugleich.

Andreas Bley Diplom-Psychologe, Bankkaufmann, 15 Jahre Erfahrung im Human Resources Management und Inhouse Consulting bei mehreren Finanzdienstleistern. Zwölf Jahre Erfahrung als Coach. 1969 geboren in Ratingen, Studium der Psychologie an der Universität Würzburg und der University of Texas at Austin. Aufenthalte im Management Development bei der Deutschen Bank und der Personalauswahl bei Kienbaum. 1997 Direkteinsteiger Strategische Personalentwicklung bei der Dresdner Bank. Verantwortlich für Personal- und Organisationsentwicklungs-Projekte. Internationale und interkulturelle Erfahrungen, auch in der Zusammenarbeit mit Top Managern. Leiter Team Managementberatung. Im An-

schluss Aufbau Talent Management und Betreuung der Vorstandsassistenten und Business Schools. Seit 2000 tätig als Coach. Schwerpunkte in der Einzelberatung: Promotionsvorhaben, Karriere, Führung(-swechsel), Change Management, Projektmanagement, Präsentation sowie Zeit- und Selbstmanagement. Seit 2005 Coach an der EBS, hier insbesondere für Promovierende und internationale MBA-Studenten. Hat weitere Coaching-Ausbildungen durchlaufen. Seit 2007 HR Director bei einem Asset Manager.

Meine Motivation zur Teilnahme am CoachingProgramm Das Coaching-Programm an der EBS bietet die einzigartige Kombination von Professionalität des systemisch-konstruktivistischen Coaching-Ansatzes verbunden mit Praxiserfahrung. Hinzu kommt die intensive Zusammenarbeit mit Fachkollegen, u.a. in der Supervision. Das EBS-Coaching-Programm bietet eine langfristige Win-Win-Situation für Studenten und Coaches. Die Universität hat frühzeitig erkannt, dass professionelle Reflexion ein richtungsweisender Erfolgsfaktor bei der Entwicklung ihrer Talente ist. Das EBS-Coaching-Programm ist in dieser Form einzigartig.

Warum sollte ein EBS-Student das CoachingProgramm nutzen? Je früher die Studenten professionalen Rat zu schätzen wissen, desto besser können sie später als verantwortungsvolle Führungskräfte Rückmeldungen gezielt einholen und gewinnbringend umsetzen. Gleichzeitig fällt das Erkennen und Ignorieren von Schmeicheleien leichter. Im Kern führt der Aufbau von emotionaler Stabilität zur Stärkung der eigenen Handlungskompetenz.

Erfahrungen mit/zu dem Thema CoachingAnliegen der Studierenden Die Studenten haben im Coaching-Prozess die Gelegenheit, ihre Karrierepläne selbstkritisch in


Erfahrungen von Coaches

einem geschützten Raum zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Die Studenten ahnen, dass es in einer Welt von Leistungsdruck und Reizüberflutung manche Falle geben kann. Über die Jahre habe ich die Erfahrung gemacht, dass bereits eine Stunde Coaching ein zentrales Thema nach vorne bringen kann. Einen anderen Studenten begleite ich bereits über Jahre. Dabei hat er mehrere Karriereschritte vollzogen. Dies zeigt die Flexibilität von Coaching und die Möglichkeit, individuell auf die Studenten eingehen zu können. Darüber hinaus macht es mir einfach Freude, die Coachees in ihrer Persönlichkeitsentwicklung aktiv zu unterstützen.

Friedbert Herbold VWL-Studium an der Universität Heidelberg. Berufstätigkeit bei Alcan Aluminium Ltd. (AAL) Montreal in verschiedenen Aufgabengebieten in Vertrieb, Projektmanagement, Produktion. Zuletzt GF einer Tochtergesellschaft in Deutschland. Projektmanagement in Kanada, USA, Japan, Frankreich, Italien. Vertrieb in Kanada und Deutschland. 1970 ein Jahr Studium am „Centre d’études industrielles“, l’Université de Genève, gesponsert von AAL. Abschluss „Diplôme en administration industrielle“. 1986 Gründung eines eigenen Unternehmens für Personalberatung. Seit 2005 unter Herbold Fischer Associates Executive Search spezialisiert auf die Besetzung von Führungspositionen in der Industrie, vorwiegend Automobilindustrie, Beratungsunternehmen und

EBS Universität

Beteiligungsgesellschaften in Deutschland, Frankreich, Spanien, USA, China und Indien. Seit 2011 Tätigkeit als freier Berater.

Meine Motivation zur Teilnahme am CoachingProgramm Als Personalberater in „Executive Search“ bin ich beauftragt, für Unternehmen internationale Führungspositionen mit Managern zu besetzen, die sowohl hohe fachliche als auch persönliche Kompetenz für eine „Top Position“ mitbringen. In den vergangenen Jahren fiel mir bei vielen Präsentationen und Auswahlverfahren für Top Positionen zunehmend auf, dass bei mehreren zur Auswahl stehenden Kandidaten mit vergleichbarer Fachkompetenz derjenige ein Vertragsangebot des Unternehmens erhielt, der aus Sicht der Entscheidungsträger des Unternehmens die „rundeste“ Persönlichkeitsstruktur aufwies, d.h. in seiner Denkweise so eingeschätzt wird, dass er mit den „stakeholdern“ des Unternehmens bzw. der Unternehmensphilosophie am besten umgehen kann. Coaching kann dabei eine der Möglichkeiten sein, um Persönlichkeitsstrukturen weiter zu verbessern. Ich fühlte mich als Personalberater gefordert, diese Anforderungen bei zukünftigen Recruitings zu berücksichtigen und wollte mich hierfür gerne professionell weiterbilden. Bei meinen Überlegungen stieß ich auf das CoachingAusbildungsprogramm an der EBS. Besonders der systemisch-konstruktivistische Ansatz des Coaching-Programms der EBS hat mich überzeugt. Jede Person befindet sich – sowohl im privaten wie im beruflichen Umfeld – in einem System aus „eigener Person, Organisation (Familie/Unternehmen) und der Rolle, die sie darin spielt“. Daraus ergibt sich ein Spannungsfeld, das sich ständig gegenseitig beeinflusst und daraus resultieren völlig unvorhersehbare, immer wieder andere Reaktionen und damit Herausforderungen für neue Problemlösungen. Ziel von Coaching ist, dass „der Gecoachte befähigt werden soll, mit neuen Situationen, mit

31


32

EBS Universität

Erfahrungen von Coaches

unbekannten Problemen oder einfach mit persönlichen Anliegen in einer für ihn zufriedenstellenden Weise umgehen zu können“ (s. „Personal Change“ aus COACHING, Backhausen/Thommen, 3. Auflage). In der Persönlichkeitsentwicklung führt Coaching durch Verbesserung der menschlichen Eigenschaften und effizientere Problemlösungsfähigkeiten letztendlich zur Verbesserung unternehmerischen Denkens und Handelns. Als erfahrener Personalberater komme ich teilweise in Konfliktsituationen, wenn ich z.B. erkenne, dass der zur Besetzung einer Führungsposition vorgeschlagene Kandidat in diesem Unternehmen als „parachutist“ schwierige Voraussetzungen und wenig Überlebenschancen für eine erfolgreiche Tätigkeit antreffen wird. Dies passiert dann, wenn die Unternehmensleitung aus mehreren Verantwortlichen besteht und diese sich untereinander weder menschlich noch über die Strategie und Zielsetzungen des Unternehmens einig sind. In solchen Fällen ist es besser, auf den Auftrag zu verzichten und ein unabhängiges, vorgeschaltetes „OrganisationsCoaching“ vorzuschlagen.

Warum sollte ein EBS-Student das CoachingProgramm nutzen? Das Coaching-Programm, wie es an der EBS angeboten wird, bietet durch seinen Ansatz des systemisch-konstruktivistischen Denkens und den daraus folgenden Methoden der systemischen Fragetechniken für Studenten der EBS eine Reihe von Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung und der Entwicklung von Führungskompetenz. • Der Coaching-Prozess bietet die Möglichkeit, Menschen in ihrer persönlichen, sozialen und beruflichen Umgebung kennen zu lernen und einzuschätzen. Dies trifft damit auch für Organisationsstrukturen der Wirtschaft zu, ob es dabei um die Lösung bestimmter Problemsituationen, Erkennen nicht ausgeschöpfter Potenziale oder Veränderungsvorhaben geht. • Der Coachingprozess verlangt vom Coach aktives Zuhören, um durch die entsprechenden

Fragetechniken nicht nur das vordergründige Problem, sondern das „Problem hinter dem Problem“ zu erkennen, um damit dem Coachee noch bessere Möglichkeiten zur „Selbstexploration“ zu bieten. Und ist nicht aktives Zuhören einer der wichtigsten Voraussetzungen für gute, gelungene Kommunikation? • Vielleicht trägt die Beschäftigung mit Coaching auch dazu bei, den Selbsterkennungsprozess zu beschleunigen und zu objektivieren. Eine gute Voraussetzung, um sich im späteren Leben oder Beruf souveräner bewegen zu können. Studenten, die die Coaching-Begleitung während ihres Studiums an der EBS als Unterstützung und Bereicherung empfinden, werden diese Möglichkeit der Selbstreflexion sicher in ihren weiteren Lebensweg integrieren und wissen, im „Bedarfsfall“ für sich selbst oder im Umgang mit anderen durch Coaching ein wirkungsvolles Instrument zur Lösungsfindung „an der Hand“ zu haben. Das an der EBS angebotene Coaching geht davon aus, dass grundsätzlich jeder Mensch alle Ressourcen hat, um Verhaltensprobleme zu lösen und damit eine Zunahme seiner Wahlmöglichkeiten im Denken, Fühlen und Handeln zu erreichen. Ein Weg dorthin ist das Coaching: den Weg zu gehen, ist die Entscheidung jedes Einzelnen, die Empfehlung ihn zu gehen, bleibt trotzdem bestehen.

Erfahrungen mit/zu dem Thema CoachingAnliegen der Studierenden Die Studenten der EBS wählen sich ihren „Wunschcoach“ anhand der im EBS-Intranet hinterlegten Profile selbst aus. Beim Erstgespräch habe ich mich jeweils bemüht, den Studenten meine „Funktion“ zu erläutern. Bei den Studenten des ersten Semesters waren die Hauptanliegen die Analyse ihrer POAV-Unterlagen und Fragen zum Thema Zeitmanagement zur Optimierung von Studium und Privatinteressen. Die Koordination von Studium und neuer selbstverantwortlicher Lebensführung stellt eine große Herausforderung für die Studenten dar.


Erfahrungen von Coaches

Die Studenten der höheren Semester wählen mich vorwiegend aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen aus und erhoffen auf ihre Fragen konkrete Antworten von mir. Hauptsächlich verstehen die Studenten ihre Gespräche mit mir oft als „Karriereberatung“ für internationale Aufgaben, Unternehmen, Märkte, Organisationsstrukturen und deren Entwicklung im globalen Kontext. Durch den Einsatz der systemischen Fragetechniken gelingt es mir jedoch meistens, die Studenten zu eigenen neuen Überlegungen anzuregen und selbst neue Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Bei allen Gesprächen fällt mir auf, dass den Studenten durch das EBS-Studium und die EBS-Philosophie hohes Selbstvertrauen und Selbstsicherheit vermittelt wird.

Gero Hesse Gero Hesse beschäftigt sich bereits seit 1998 mit dem Thema Personalmarketing. Als Berater von Andersen Consulting implementierte er damals die erste Karriere-Website der heutigen Unternehmensberatung accenture für den deutschsprachigen Raum. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Organisation & Führung sowie Marketing und seiner Tätigkeit als Berater bei accenture stieg er im Sommer 2000 bei der Bertelsmann AG in der Zentralen Managemententwicklung ein. Dort war er bis Mitte 2011 als Senior Vice President Human Resources für das Employer Branding der Bertelsmann AG mit der

EBS Universität

„Create Your Own Career“ Initiative, die in 2009 mit dem HR Alliance Award sowie dem Personalwirtschaftspreis ausgezeichnet wurde, zuständig. Seit Januar 2011 ist Gero Hesse Mitglied der Geschäftsleitung der medienfabrik, der Medienagentur des Bertelsmann Konzerns im Unternehmensbereich arvato. Dort verantwortet er den Geschäftsbereich embrace (employer branding communication experts, www.embrace. medienfabrik.de), der Unternehmen als „full service“ Anbieter in Fragestellungen rund um Employer Branding, Personalmarketing, Social Media, Rekrutierung und Befragungsprojekten berät und bei der strategischen Entwicklung und Konzeption von Employer Brands und in allen operativen Personalmarketingthemen unterstützt. Neben seinen beruflichen Aktivitäten beschäftigt er sich als Autor in seinem Blog www.saatkorn.wordpress.com mit den Themen Employer Branding und Social Media. Als ehrenamtlicher Vorstandssprecher von QUEB (Quality Employer Branding e.V.) stand er von 2009 bis Ende 2011 der mit aktuell 44 Unternehmen größten Vereinigung von Employer Branding interessierten Unternehmen in Deutschland vor. Der Verein hat zum Ziel, den Austausch über Best Practices zu gewährleisten und Standards für Employer Branding zu entwickeln, neue Trends zu setzen sowie das Wissen über die Relevanz von Employer Branding in die Öffentlichkeit zu tragen. Im Jahr 2010 hat Gero Hesse zusammen mit den Ko-Autoren Dominik Bernauer, Steffen Laick und Bernd Schmitz das bei Wolters-Kluwer erschienene Buch „Social Media im Personalmarketing“ sowie mit Professor Dr. Beck die Studie „Social Media für Personalmarketing & Recruiting“ veröffentlicht. Eine Neuauflage der Studie erscheint Ende Januar 2012.

Meine Motivation zur Teilnahme am CoachingProgramm Das EBS Coaching-Programm wurde mir von verschiedenen Kolleginnen und Kollegen wärmstens empfohlen. Da ich mich schon länger mit dem

33


34

EBS Universität

Erfahrungen von Coaches

Gedanken, eine Coaching-Ausbildung zu absolvieren, befasst hatte, stand mein Entschluss für die EBS relativ schnell fest. Und ich habe es nicht bereut: die Ausbildung ist für mich eine große Bereicherung – bietet sie doch die Chance, neue Denkmuster und Lösungsansätze für Probleme zu entwickeln. Aus Sicht meines Arbeitgebers erweitert die Ausbildung mein Skillset und damit meine Einsatzfähigkeit als Human Resources Manager. Mithin eine klassische Win-Win-Situation.

Warum sollte ein EBS-Student das CoachingProgramm nutzen? Ein EBS-Student sollte das Coaching-Programm nutzen, weil man nicht oft die Chance erhält, seine eigenen Gedanken, Ziele und Wertvorstellungen mit jemand anderem zu erörtern. Ein Coaching bietet dem Coachee die Chance, neue Perspektiven und Lösungsansätze zu entwickeln – abseits von den eigenen oft über Jahre festgefahrenen Denkmustern. Da das Coaching absolut vertraulich abläuft, besteht keinerlei Risiko: Es ist die Chance, sich selbst besser kennen zu lernen.

Erfahrungen mit/zu dem Thema CoachingAnliegen der Studierenden Die Coaching-Anliegen der Studierenden sind sehr weit gefasst. Angefangen bei den üblichen Fragestellungen zu Beginn eines erheblich selbstständigeren Lebensabschnittes über Fragen zur Organisation des Studiums bis hin zu sehr elementaren Fragestellungen („Ist dies überhaupt das, was ich wirklich machen möchte?“) sind die Anliegen so bunt wie das Leben selbst.

Stefan Heuser Stefan Heuser, 46, Vorstand und Miteigentümer von IQube – The Consulting Group hat seit 20 Jahren als Managementberater bei einer internationalen Big Five Consultancy und seit zehn Jahren in einer Beratungsboutique einen besonderen Fokus auf Transformationsfragestellungen von Unternehmen, Organisationseinheiten und Personen. Seine Ausrichtung richtet sich vorrangig auf Unternehmen der Versicherungs- und Finanzwirtschaft, bei denen er in komplexen Großprojekten als Experte im Einsatz ist.

Meine Motivation zur Teilnahme am CoachingProgramm In seinen Projekten baut Stefan Heuser eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit mit seinen Kunden auf. Diese führt oftmals zu Fragen des Kunden über die eigene Karriereentwicklung, die Work-Life-Balance und komplexe Problemlösungssituationen, die auch nach einem erfolgreichen Projektabschluss an ihn herangetragen wurden. „Die Ausbildung zum zertifizierten EBS-Coach stellt für mich den aktuell besten Ansatz dar, um diese Fragen von Kunden in einer zunehmend komplexer werdenden Geschäftswelt zu beantworten“, sagt Heuser. „Das Coaching-Programm der EBS bietet in seinen Stufen eine exzellente Kombination von Theorie und praktischer Anwendung.“ So konnte er schon während seiner Coaching-Ausbildung wesentliche Ableitungen aus den Grundlagen der Systemik in seine Beratungsarbeit bei IQube übernehmen. „Gerade die Ausbildung zum zertifizierten Coach hat durch


Erfahrungen von Coaches

EBS Universität

die Einbindung in die Executive Programme der EBS einen sehr positiven Ruf in der Wirtschaft.“

Warum sollte ein EBS-Student das CoachingProgramm nutzen? „Den EBS-Studenten wird ein nahezu unbegrenztes Spektrum an Möglichkeiten an der Hochschule angeboten. Ohne eine klare Fokussierung kann das Universum dieser Möglichkeiten aber auch dazu führen, dass man sich verliert und nicht in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen. Auch gibt es viele Studenten, die plötzlich merken, dass das Berufsziel, auf das sie jahrelang hingearbeitet haben, nicht mehr zu ihnen passt. Gemeinsam mit einem Coach reflektieren die Studenten ihre Ziele und identifizieren den für sie geeigneten Weg. Die Coaches verfügen dazu über geeignete Frage- und Entscheidungstechniken, mit denen sie ihre Coachees zielgerichtet unterstützen.“

Bianka Reitz 1969 geboren, langjährige Berufs- und Führungserfahrung in der Hotellerie, seit über 10 Jahren im Personalmanagement tätig (Arthur Andersen/ Deloitte, ArabellaStarwood, Aldiana), mit dem Anspruch die unterschiedlichen Rollen als Business Partner, Impulsgeber, Berater, Experte, Führungskraft, Coach und Fragender mit viel Freude, Neugier und Wertschätzung auszufüllen.

Erfahrungen mit/zu dem Thema CoachingAnliegen der Studierenden

Meine Motivation zur Teilnahme am CoachingProgramm

• Soll ich nach dem Bachelor noch einen Master an der EBS machen oder gleich in einem Job starten? • Muss ich Unternehmensberater oder Investmentbanker werden? • Welche Perspektiven habe ich mit meinem Studium? • Ich möchte später eine eigene Firma gründen. Welche Praktika sollte ich während meines Studiums machen? • Meine Eltern möchten mich sehr schnell als Nachfolger im Familienunternehmen aufbauen, aber ich möchte erst einmal etwas anderes machen. Wie kann ich mit ihnen über dieses Thema sprechen?

Die Kombination aus theoretischem Input, hohem Praxisbezug und aktiver Coaching-Tätigkeit vom ersten Modul an, hat mich im Vorfeld besonders angesprochen und meine Entscheidung für das Coaching-Programm der EBS maßgeblich beeinflusst. Tatsächlich war es genau diese Mischung, gepaart mit einem sehr anregenden interdisziplinären und branchenübergreifenden Austausch mit den Mitteilnehmern und die Ermutigung dazu, das eine oder andere persönliche Ausrufezeichen durch ein Fragezeichen zu ersetzen, die mich so begeistert hat. Sowohl für meine berufliche Tätigkeit als Personalleiterin und interne Beraterin als auch für mich persönlich war und ist die Entscheidung für diese Ausbildung wegweisend und inspirierend.

Warum sollte ein EBS-Student das CoachingProgramm nutzen? Ein offenes Gespräch in einem geschützten Raum, die Möglichkeit zur Selbstreflexion, neue Sichtwei-

35


36

EBS Universität

Erfahrungen von Coaches

sen probieren, Optionen entwickeln, eigene Werte und Lebensentwürfe hinterfragen, Feedback einfordern – dies sind nur einige Gründe dafür, warum es für die Studenten lohnenswert sein kann, freie Zeit in das Coaching-Programm zu investieren.

Erfahrungen mit/zu dem Thema CoachingAnliegen der Studierenden Die Anliegen und Themenfelder sind so bunt und vielfältig wie es die Studierenden an der EBS sind. Themen, die die Studenten beschäftigen, begegnen mir in meinem beruflichen Umfeld genauso: Konkurrenzdenken, Unsicherheit, Unterforderung, Überschätzung, Laufbahnentscheidungen, Einsamkeit und Stressmanagement – warum nicht schon auf dem ersten Schritt der Karriereleiter erfahren, dass es immer mehrere Möglichkeiten und Betrachtungsweisen gibt und dass der Coachee selbst es ist, der die für ihn relevante Auswahl trifft. Wer früh ein so wirksames Instrument wie Coaching zur Persönlichkeitsentwicklung, Problemlösungskompetenz und Lernfähigkeit kennenlernt, wird langfristig beruflich und privat davon profitieren und hat auch später eine gute Vorstellung davon, in den entscheidenden Situationen die passende Unterstützung zu suchen und zu finden.

lungs-Programme für Anwälte verantwortlich. Daneben ist er freiberuflich als Berater für unterschiedliche Unternehmen sowie als Dozent am Moreno-Institut Stuttgart tätig. Er hat Bücher zum Thema Konflikt- und Kommunikationstraining sowie Artikel zum Thema „Personalentwicklung in Wirtschaftskanzleien“ veröffentlicht. Kontakt: thomas.schmidt@linklaters.com und info@tsbt.de

Meine Motivation zur Teilnahme am CoachingProgramm Obwohl ich bereits seit Längerem als Coach arbeite und eine Reihe von Fortbildungen, etwa zu den Themen Kommunikationspsychologie, Gesprächsführung und Beratung absolviert hatte, fehlte mir doch eine „richtige“, fundierte Coaching-Ausbildung. Mir war wichtig, mein eigenes Vorgehen beim Coaching auf den Prüfstand zu stellen und dieses Handwerk noch einmal „von der Pike auf“ zu lernen – und zwar möglichst wissenschaftlich fundiert. Unter den unzähligen Coaching-Anbietern wählte ich die EBS aus zwei Gründen aus: zum einen, weil sie die Gelegenheit bietet, Coachings direkt mit Studierenden durchzuführen und zum anderen, weil das Programm unter der Leitung eines sehr renommierten Experten, Professor Dr. Backhausen, mit dem entsprechenden wissenschaftlichen Fundament durchgeführt wird.

Warum sollte ein EBS-Student das CoachingProgramm nutzen?

Thomas Schmidt Dipl.-Psychologe und Dipl.-Pädagoge, ist bei der international führenden Wirtschaftskanzlei Linklaters LLP als „Global Professional Development Manager“ für die weltweiten Personalentwick-

Coaching bietet die Möglichkeit, eigene Fragestellungen, Anliegen und Themen gezielt zu reflektieren und sich ein unabhängiges Feedback einzuholen. Dies ist deshalb so wertvoll, weil wir alle unsere „blinden Flecken“ haben und daher Unterstützung brauchen, um die eigenen Denkund Handlungsmuster hinterfragen zu können. Manchmal sieht man nach einem Coaching vieles klarer – nur weil jemand die richtigen Fragen gestellt hat. Dafür wird in der Wirtschaft sehr viel Geld gezahlt. 300-500 ¤ die Stunde lassen sich Top-Manager ein Coaching kosten. An der EBS bekommen Sie das gratis – und Sie lernen etwas


Erfahrungen von Coaches

für die Zukunft: sich selbst gezielt zu hinterfragen und Feedback entgegen zu nehmen. Etwas, das für Ihre gesamte berufliche und persönliche Entwicklung sehr wichtig sein wird.

Erfahrungen mit/zu dem Thema CoachingAnliegen der Studierenden Die Anliegen der Studierenden sind ganz unterschiedlich. Manche möchten einfach die Ergebnisse aus ihrem Auswahlverfahren wissen und erfahren, wo sie sich verbessern können. Andere wollen Klarheit hinsichtlich ihrer Praktika oder Auslandsstationen erzielen. Und manche stellen sich auch die ganz großen Fragen: Was will ich eigentlich aus meinem Leben machen? Wo möchte ich in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren sein? Wie kann ich Beruf und Familie vereinbaren? Oder auch: Wer bin ich eigentlich? Was macht mich aus? Und: wie kann ich glücklich sein? Nicht dass jeder auf alle Fragen eine Antwort finden würde. Coaching ist kein Wundermittel. Aber ein paar Schritte weiter kommen, die man alleine nicht (oder nicht so schnell) hätte gehen können, das kann einem das Coaching bieten.

Katrin Seifarth Meine Motivation zur Teilnahme am CoachingProgramm Als selbständiger Trainer und Moderator wurden vermehrt Coaching-Anfragen an mich herangetragen. Solange sich diese eher auf „technische Fähigkeiten“ im Sinne von „Wie betreibe ich ein besseres Zeitmanagement?“ oder „ Wie erlange

EBS Universität

ich bessere Präsentationsfähigkeiten?“ bezogen, fühlte ich mich gewappnet und habe diese Aufträge gerne angenommen. Sobald es aber in persönlichere Bereiche ging, und das passierte bei jedem „Technik-Coaching“ fast automatisch, wurde es komplexer. Zwar wusste ich eine Lösung, aber ich konnte mir nicht anmaßen, diese Lösung auch zur Lösung des Coachees zu machen. Woher wusste ich denn, was ihn „treibt“, was ihn motiviert, was seine persönlichen Erfolgsstrategien sind? Es wäre Zufall, wenn es die gleichen gewesen wären wie meine. Ich wollte also lernen, den Coachee besser zu verstehen, sein eigentliches Anliegen zu verstehen, mehr über ihn und seine Art mit Dingen umzugehen lernen. Aufbauend auf diesem Wissen konnte ich dann den Coachee zu eigenen Lösungen bringen: zu Lösungen, die zu ihm passen, zu Lösungen, hinter denen er stehen kann. Und oh Überraschung: die Lösungen waren oft ganz anders als meine Lösungen und für den Coachee viel passender.

Warum sollte ein EBS-Student das CoachingProgramm nutzen? Weil es im Leben so schnell nicht wieder die Chance gibt, ohne einen extra finanziellen Aufwand so systematisch über sich selbst zu reflektieren. Und dieses Reflektieren ist für Studenten der EBS besonders wichtig. Sie sind in einer Phase, wo sich so unglaublich viel bewegt, und das in einem extremen Tempo. Ich habe selbst an der EBS studiert, da waren es noch vier Jahre Studium; und das ging schon so schnell und war so voll gepackt mit Inhalten, Eindrücken und vielen, vielen Chancen und Möglichkeiten. Das ist heute noch viel extremer: noch kürzer und noch mehr Eindrücke, noch mehr Impulse, noch mehr Möglichkeiten. Und hinter all den Möglichkeiten die große Gefahr, das zu machen, was alle tun, weil es gerade „in“ ist. Aber wer sagt mir denn, ob das, was gerade „in“ ist, auch wirklich zu mir passt? Bin ich wirklich zum Investmentbanker oder Berater geboren, oder gibt es auch noch

37


38

EBS Universität

Erfahrungen von Coaches

andere Optionen, die mindestens genauso spannend sind, etc.? Und es gibt natürlich viele weitere Fragen. Ich selbst habe durch die Coaching-Ausbildung und die Gespräche mit meinen „Mit-Coaches“ so viel über mich gelernt. Teilweise waren mir diese Dinge zwar schon bewusst, weil ich im Laufe des Lebens einige Muster selbst erkannt habe. Ich wäre aber froh gewesen, wenn ich das alles bereits im Studium über mich gewusst hätte, dann hätte ich mir den einen oder anderen Umweg gespart und hätte sicher viel eher und öfter über den so bereichernden „Tellerrand“ geschaut.

Erfahrungen mit/zu dem Thema CoachingAnliegen der Studierenden Logischerweise wollen viele Studierende auch eine Art Erfahrungsaustausch zu Themen wie Bachelor-Master, Wahl der Praktika und zum Berufsleben im Allgemeinen. Viele Studentinnen sind auch daran interessiert, wie sich das Berufsleben für eine Frau und Mutter gestaltet. Es gibt außerdem Anliegen zur Auswahl aus dem Angebot an studentischen Initiativen oder dazu, wann der richtige Zeitpunkt für den Master ist und wo man ihn am besten absolviert. Gerne gebe ich als Coach auch ein paar eigene Erfahrungen weiter, klar tituliert als eigene Erfahrungen und nicht als allgemeingültige Regeln. Aber der Großteil der Coaching-Gespräche dreht sich dann ganz konkret um die Person des Studierenden. Und da ist das Spektrum vielschichtig: vom Umgang mit Eltern, Kommilitonen, alten Freunden über das Lösen akuter Konflikte bis hin zum Finden oder Ausfeilen der eigenen grundlegenden Position. Jedes Gespräch hat in irgendeiner Form einen Prozess ins Rollen gebracht und es war faszinierend zu sehen, wenn Studenten beim nächsten Mal glücklich von ihren Fortschritten berichtet haben. Ich habe auf jeden Fall bei meinen Coachees gesehen, dass sie die wenigen Stunden, die es im Grunde sind, als absolut sinnvolle

Investition angesehen haben. Und genau das hätte ich auch so gesehen, wenn ich damals schon Coaching an der EBS gehabt hätte, und ich sehe es so als Coach, denn ich lerne auch immer wieder für meine eigene Berufspraxis dazu!

Dr. Christopher Storck Mein Denken und Handeln sind geprägt von einer Reihe überwiegend positiver Erfahrungen: Die Kindheit fand überwiegend draußen statt. Die Jugend war geprägt von Büchern, Fußball und Politik. Die Bundeswehr habe ich als Hauptmann der Reserve verlassen. Die Universitäten in Köln und Prag waren noch frei von Bologna. Der Zusammenbruch von Sowjetunion und Warschauer Pakt war für mich als Student der Osteuropäischen Geschichte, Philosophie und Slavistik voller Abenteuer. Als Hochschulassistent und Wissenschaftsredakteur erlebte ich Sonnenseiten der Wissenschaft. Und nun bin ich seit zehn Jahren in der Unternehmensberatung, leite einen Geschäftsbereich bei Hering Schuppener. Da war es vor zwei Jahren Zeit, den Kreis mit einem Lehrauftrag für Reputationsmanagement an der Uni Münster zu schließen. Dazu ist in der Zwischenzeit noch die Aufbauorganisation für den Fachbereich Corporate Communication an der Quadriga Hochschule Berlin gekommen. Der Vorsitz im Arbeitskreis „Wertschöpfung durch Kommunikation“ der Deutschen Public Relations Gesellschaft rundet mein ehrenamtliches Engagement ab.


Erfahrungen von Coaches

EBS Universität

Meine Motivation zur Teilnahme am CoachingProgramm Zu meinen Stärken gehören Freude am Denken und (Mit-)Fühlen; zu meinen Schwächen die Überzeugung zu wissen, was richtig und wichtig ist. Der an der EBS vermittelte systemisch-konstruktivistische Ansatz versprach eine gute Gelegenheit, Ersteres zu nutzen und an Letzterem zu arbeiten. Das hat sich als richtig herausgestellt. Nicht zuletzt auch deshalb, weil nicht im Vordergrund steht, Techniken zu erlernen, sondern eine Grundhaltung, die neue Möglichkeiten eröffnet.

Warum sollte ein EBS-Student das CoachingProgramm nutzen? Weil es interessant ist, sich neue Perspektiven zu erschließen. Denn der eigene Blick auf die Welt ist nur eine davon. Und manchmal öffnet eine andere Sehweise bislang verschlossene oder gar unbekannte Türen. Das kann helfen, Probleme zu erkennen, zu verstehen und vielleicht sogar zu lösen.

Erfahrungen mit/zu dem Thema CoachingAnliegen der Studierenden Es hat mich positiv überrascht, dass die bisherigen Gespräche alle zu etwas geführt haben. Insofern würde es mich freuen zu erfahren, was sich daraus entwickelt hat. Es ist spannend, wie Menschen mit der Vielfalt ihrer Möglichkeiten umgehen.

Astrid Wunderle 1962 geboren und in der Immobilienwirtschaft meine eigenen Führungsneigungen ausgelebt, habe ich mir meine kreative Neugier bewahrt. Mich selbst zu optimieren heißt, meiner Intuition zu vertrauen und meine Wahrnehmung zu schärfen. Ein für mich wichtiges Kriterium, um der Komplexität und der Geschwindigkeit der zukünftigen Managementprozesse gewachsen zu sein.

Meine Motivation zur Teilnahme am CoachingProgramm In Zeiten starker Veränderungen in der Gesellschaft und in der Wirtschaft werden heute höhere Anforderungen an die eigene mentale Standfestigkeit gestellt. Diese Herausforderungen können zu Beginn belastend wirken – bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir wahrnehmen, welche Fertigkeiten und Potenziale wir in uns tragen und es verstehen, sie intelligent zu nutzen. Systemisch-konstruktivistisches Denken korreliert für mich sehr stark mit den Konzepten der Quantenmechanik. Führen ist nötig, Gestalten ist möglich und entscheidend für das Balancieren von Prozessen aller Art. Rückblickend auf meine eigene berufliche und persönliche Entwicklung galten früher eher fachliche Kompetenzen und Angepasstheit an die Organisation geeignet, um Aufstiegsmöglichkeiten wahrnehmen zu können. Das ist heute anders. Es braucht Menschen, die mutig sind jen-

39


40

EBS Universität

Erfahrungen von Coaches

seits des Mainstream zu denken. Ein geistiges Bewegen durch die Gedanken und das Spiel mit Perspektiven reduziert Stress und erhöht die Lern- und Leistungsfähigkeit deutlich. Dadurch erkennen wir viel schneller die optimalen Gelegenheiten für die richtigen Entscheidungen und stärken unsere Handlungsoptionen.

Warum sollte ein EBS-Student das CoachingProgramm nutzen? Richtungswechsel im Leben – der Beginn eines Studiums, die Vorbereitung auf eine andere Art zu lernen, das Bewältigen höherer Herausforderungen – bedeuten immer Veränderungen. Es gilt stabilisierende Umgebungen und Bedingungen zu verlassen und sich auf etwas Neues einzulassen. Wettbewerb und Konkurrenz bekommen eine andere Bedeutung, als zuvor. Wir müssen lernen, damit zurecht zu kommen und in unserer Mitte zu bleiben. Verhandeln lernen, der Umgang mit Konflikten und das Lernen, sich für seine Ziele einzusetzen, verlangen Mut und Auseinandersetzung mit den Schaltern, die andere zu drücken verstehen. Das eigene Optimum zu finden und sein Potenzial zu nutzen, ist die Basis für ein erfolgreiches Leben. Neben der Professionalisierung der Fähigkeiten durch das Studium kann das individuelle Talent (soft skills) durch begleitendes Coaching gefördert werden. Eine ideale Möglichkeit zur Selbstreflektion, Stressmanagement und Karrierplanung für Menschen, die sich zutrauen, etwas bewegen zu können.

Erfahrungen mit/zu dem Thema CoachingAnliegen der Studierenden Ich erlebe seit Jahren, dass junge „high potentials“ viele noch unentdeckte Begabungen und Gaben in sich tragen. In den Coachings kommen wir gezielt an die noch ungenutzten Ressourcen und lösen blockierende Gedankenmuster auf. Die Studenten, die mir das Vertrauen schenken, mit ihnen arbeiten zu dürfen, wollen ihre Potenziale erkennen und sie optimieren. Es benötigt den adäquaten Raum und die Wertschätzung, diese soft skills früh zu trainieren. Es benötigt aber auch den Mut der Einzelnen, sich einzugestehen, dass es darum geht, wie man selbst in die Balance kommt und weniger darum, wie man üblicherweise glaubt sein zu müssen, um erfolgreich zu sein. Die Erkenntnis, dass man sich die Realität eigenständig kreiert, ist ebenso eine Herausforderung, wie das Reflektieren der eigenen Persönlichkeit und der individuellen Talente. Die aktuelle Generation bringt ein hohes ethisches Bewusstsein mit – und muss sich in der „alten“ Welt der Ressourcenverschwendung zurecht finden. Es liegt in unserer Verantwortung diese Veränderungsprozesse zu begleiten und der Nachfolgegeneration den ihr gebührenden Platz in der Wirtschaft zu übertragen. Ich bin begeistert erleben zu dürfen, wie sich die Talente der Einzelnen entfalten.


5

Erfahrungen von Coachees


44

EBS Universität

Erfahrungen von Coachees

Adriana Abstein

Martin Adam

„Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg“ (Laotse)

Ich studiere an der EBS mittlerweile seit drei Semestern und konnte bereits mit meinem Coach viele positive Erfahrungen machen.

Seit Frühjahr 2009 bin ich Doktorandin an der EBS. Davor habe ich BWL an der Universität Mannheim studiert. Das Coaching-Programm an der EBS hat mich insbesondere im ersten Stadium meines Promotionsstudiums unterstützt. Der Coaching-Prozess hat mir geholfen, meine Richtung zu finden und meine Stärken zu identifizieren. In Gesprächen mit meinem Coach habe ich Strategien erarbeitet, wie ich meine Ziele am besten erreichen kann. Er hat meine Situation immer aus einem anderen, neutralen Blickwinkel betrachtet und mir neue Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, die ich vorher nicht unbedingt gesehen hätte. Kurz vor Abschluss der Dissertation hilft es mir außerdem, mit meinem Coach über den Bewerbungsprozess zu sprechen. Ich empfehle jedem EBS-Doktoranden, die Chance zu nutzen und am Coaching-Programm teilzunehmen. Das CoachingTeam um Frau Retzmann unterstützt sehr kompetent und freundlich bei der Suche nach dem passenden Coach.

Das Verhältnis zwischen mir und meinem Coach hat von Beginn an sehr gut gepasst. So bot er mir an, mich bei ernsten Themen auch außerhalb ordentlicher Treffen an ihn wenden zu können. Dieses Angebot nahm ich gerne an, zuletzt zur Beratung und Hilfe bei der Suche nach einem Praktikumsplatz. Besonders hilfreich fand ich zudem die Möglichkeit, vom Coach auf andere Perspektiven aufmerksam gemacht zu werden und über verschiedene Ansichten und Lösungen zu reflektieren. Dabei sei jedoch ausdrücklich erwähnt, dass kein Coach fertige Lösungen präsentiert, sondern lediglich Denkanstöße vermittelt und andere Aspekte aufzeigt. So bietet das Coaching eine sehr gute Gelegenheit, um von einigen starren Gedanken Abstand zu nehmen und sich auch in persönlicher Sicht weiterzuentwickeln, auch wenn das Ablegen alter, einschränkender Gewohnheiten manchmal schwerer fällt als man denkt. Zusätzlich zum Programm fand ich persönlich auch die Art und Weise wie und wann die Treffen stattfanden sehr angenehm. Sollte ein Termin kurzfristig nicht eingehalten werden können, bemühte sich das Coaching-Team sehr engagiert, ein Ersatztreffen zu organisieren, wodurch auch eine Verabredung außerhalb des regulären Zeitrahmens möglich war.


Erfahrungen von Coachees

EBS Universität

Alles in allem bietet das Programm mit seinen erfahrenen Coaches viel Potenzial, um wertvolle Eindrücke zu gewinnen. Daher kann ich jedem Studenten nur empfehlen, das Coaching einmal auszuprobieren.

Christine Dennart

Fabian Bogazzi Das Coaching-Programm hat mich seit meinem ersten Semester an der EBS durch das komplette Studium begleitet. In den 6 Semestern konnte ich sehr viele positive Erfahrungen mit meinen drei Coaches machen. Durch die hohe Taktfrequenz des EBS-Alltags, der voll mit Vorlesungen, Projekten, Präsentationen, Lernen und außercurricularen Aktivitäten ist, kann es schon mal vorkommen, dass etwas der Blick nach rechts und links verloren geht. Da es den meisten Kommilitonen genauso geht, können die Coaches, als neutrale Außenstehende, helfen, wieder etwas Abstand und Übersicht zu gewinnen. Es war mir immer sehr hilfreich mit einem Externen, der nicht zum Freundes- oder Familienkreis gehört, meine eigene Situation zu reflektieren und somit eine neue Sicht auf die Dinge zu gewinnen. Der Erfolg des CoachingProgramms steht und fällt sicherlich damit, was der Einzelne daraus macht, aber es ist eine gute Gelegenheit, seine persönliche Entwicklung voran zu treiben.

promoviert seit 2005 an der EBS über das Thema „Interne Kommunikation als Erfolgsfaktor bei der Implementierung von Coaching-Angeboten in Organisationen“. Von 2005–2008 war sie als wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Human Resource Management von Professor Dr. Markus Gmür an der EBS angestellt. In diesem Rahmen entstand eine empirische Untersuchung der Einflüsse von systemischen Coaching-Interventionen auf die Kompetenzveränderungen der studentischen Coachees an der Hochschule. Christine Dennart hat zuvor auch an der EBS ihr Studium (2001-2005) mit Auslandsaufenthalten in San Francisco und Marseille absolviert. In ihrer Diplomarbeit setzte sie sich mit dem Thema der „Messbarkeit der Effekte systemischer CoachingInterventionen“ intensiv auseinander. Die Motivation, das Coaching-Angebot an der EBS in Anspruch zu nehmen, hat sich mit meiner jeweiligen Lebenssituation, meinen akademischen und beruflichen Verpflichtungen sowie mit meiner Auffassung über Prioritäten und Werte im Leben fortwährend verändert. Während des Studiums habe ich Coaching hauptsächlich aus zweierlei Motiven in Anspruch genommen. Zum einen hatte ich mit den neuartigen Herausforderungen, die das Studium an der EBS mit sich bringt, umzugehen. Das bedeutete für mich insbesondere den Wechsel der Vorlesungssprache vom Englischen (ich war zuvor auf einer Internationalen Schule und hatte dort alle Konzepte und Kenntnisse in Englisch vermittelt

45


46

EBS Universität

Erfahrungen von Coachees

bekommen) ins Deutsche sowie auch ein entscheidend anderer kultureller Umgang. Das Coaching half mir dabei, meine gewohnten Denkund Umgangsmuster auszuweiten sowie mich darin zu üben, die Dinge aus der Perspektive der anderen Beteiligten zu betrachten. Durch eine Loslösung vom „Das muss doch so sein!“ zu „So könnte es auch sein“ vermehrten sich automatisch meine Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten bei verschiedensten Herausforderungen. Zum anderen war ich auch einfach neugierig auf das Angebot, da ich das Konzept, sich mit einem professionellen Coach austauschen und über bestimmte Situationen systematisch reflektieren zu können, als sehr interessant und anregend empfunden habe. Später, in der Phase meiner Promotion und in der Rolle der wissenschaftlichen Assistenz am HRMLS, habe ich das Coaching-Angebot völlig neu für mich entdeckt. Hier standen auf einmal völlig neue Themen wie z.B. eine allgemeine Standortbestimmung nach dem Studium, Trennung und gleichzeitige Vereinbarkeit von beruflicher Rolle, akademischen Verpflichtungen bezüglich meines Promotionsvorhabens sowie persönliche Bedürfnisse, im Vordergrund. Seither empfinde ich das Coaching-Angebot als eine sehr zieldienliche Unterstützung bei der Klärung und systematischen Reflexion von für mich bedeutenden Themen. Es hilft mir dabei, bei der Vielfalt an Verpflichtungen und Erwartungen nicht die eigentlichen Ziele aus den Augen zu verlieren, Zusammenhänge und zentrale Erfolgsschrauben zu identifizieren, so dass ich meine Ziele möglichst effizient erreiche. Sollte ich trotzdem einmal Umwege gegangen sein, so konnte ich in der Reflexion immer auch ein Take-away mit der gebührenden Distanz (Metaperspektive) erkennen, so dass auch solche Erfahrungen durch das Coaching entwicklungsorientiert verankert wurden. Aus diesem Grund bin ich sehr dankbar, von einem solchen individuellen Instrument zur Persönlichkeitsentwicklung schon so früh auf meinem Berufsweg profitieren zu können.

Da ich mich mit dem Instrument Coaching auch viele Jahre wissenschaftlich auseinander gesetzt habe, weiß ich um die vielfältigen Effekte, die es auf die sogenannten kognitiven und psychischen Erfolgsparameter des Leistungsverhaltens hat. So konnte in mehreren Studien nachgewiesen werden, dass sich erfolgreiche Coaching-Interventionen nachhaltig positiv auf das Zielsetzungsverhalten, die Selbstwirksamkeitsüberzeugung sowie eine adäquate Ursachen-Attribution auswirken.

Felix Derkum Ehemaliger Studentensprecher an der EBS Während meiner Zeit an der EBS habe ich stets die Möglichkeit des individuellen Coachings genutzt, um meine persönliche Entwicklung nachhaltig ergänzen zu können. Neben den curricularen Inhalten und der Sozialkompetenz, die im Laufe der Zeit durch außercurriculares Engagement und Gruppenarbeiten geprägt wird, ist die Fähigkeit der Selbstreflexion meines Erachtens eine ebenso wesentliche Komponente, die man im Laufe seines Studiums erlernen sollte. Ein professionelles und zielgerichtetes Coaching-Gespräch kann hierbei ausschlaggebend sein. Es hat mir geholfen, die Grenzen einer eigenen, selbst geschaffenen Realität zu überwinden, innere Konflikte zu lösen und meine Orientierung wieder zu finden, wenn ich mir unsicher war. Obwohl ich mir die entscheidenden Fragen selbst beantworten musste (gerade das macht ein gutes Coaching aus), war der werthaltige Beitrag mei-


Erfahrungen von Coachees

ner Coaches fundamental. In diesem Zusammenhang ist selbstverständlich immer das Verhältnis zwischen Coach und Coachee entscheidend. Nicht jede Konstellation kann zum Erfolg führen, denn nicht mit jedem Coach kann man offen über persönliche Probleme und Ängste sprechen. Aber an dieser Stelle sei gesagt, dass die Beratung seitens Fr. Retzmann und ihres Teams ausgesprochen hilfreich war und die Wahl stets auf den richtigen Coach gefallen ist. Dennoch bestehen Erwartungen und Pflichten auf beiden Seiten. Damit das Gespräch erfolgreich sein kann, muss der Coachee bereit sein, sich zu öffnen und den Coach an sich heranzulassen. Dies muss man möglicherweise zunächst lernen, aber der Trade-Off ist es in der Regel mehr als wert.

EBS Universität

auch manchmal außerhalb der normalen Coaching-Termine per Mail oder Telefon. Für mich war das Coaching vor allem aus folgendem Grund sehr wichtig: Ich habe bei mir selbst und auch bei Freunden beobachtet, wie man sich in seiner Zeit an der EBS verändert. Viele Entscheidungen, die man früher länger durchgekaut hätte, trifft man irgendwann nur noch sehr schnell und vor allem sehr rational. Ein Coach animiert einen, aktiv Reflexion zu betreiben, er hilft dabei zu hinterfragen, ob man die Entscheidung aus den richtigen Gründen getroffen hat oder aus reinem Automatismus – ob man die eigenen Veränderungen bewusst miterlebt oder schon längst auf Autopilot geschaltet hat. Häufig kommt das eigene Hinterfragen an der EBS zu kurz, obwohl ich es für sehr wichtig erachte. Allerdings könnte niemand innerhalb weniger Sätze erklären „So ist Coaching“. Viele meiner Freunde haben ganz andere Themen mit ihrem Coach behandelt. Ich persönlich kann jedem nur empfehlen, das Coaching-Angebot mal auszuprobieren, selbst wenn man anfangs vielleicht nicht weiß, was man konkret besprechen sollte – das Gespräch führt sich von ganz alleine.

Anna Lena Heitmüller Ich studiere General Management mit der Vertiefung Wirtschaftssprachen im sechsten Semester an der EBS. Das Coaching-Angebot habe ich seit dem ersten Semester wahrgenommen. Anfangs trieb mich eigentlich nur die Neugierde hin und das Versprechen, dass mir der Coach meine Bewertung des POAVs verraten würde – ich wusste wirklich nicht, was mich sonst noch erwarten sollte. Aber schon nach dem ersten Treffen mit meinem Coach war ich wirklich begeistert. Er schaffte es, Themen anzusprechen, bei denen mir gar nicht bewusst war, dass sie mich so stark beschäftigen. Zudem war er auch einfach ein sehr netter, interessanter Mensch und es machte Spaß, sich mit ihm zu unterhalten – und das

47


48

EBS Universität

Erfahrungen von Coachees

Florian Kick

Thomas Schmid

Das Coaching-Programm war überhaupt erst der Grund, warum ich an die EBS kam. Eines Tages stand in der SZ ein Bericht darüber, mit dem Untertitel „an der privaten European Business School in Oestrich-Winkel hat jeder Student seinen persönlichen Coach“. Dass unsere ehrwürdige Institution inzwischen schon Uni ist und auch weiter vorprescht mag zwar nicht nur am Coaching liegen – aber es ist dennoch beeindrukkend, dass hier gestandene Unternehmer 600 Kilometer quer durch Deutschland nach Oestrich gurken, um – sinngemäßes Zitat: „mit dem deutschen Coaching-Papst zusammenarbeiten zu dürfen!“ Selbstverständlich freut es mich da außerordentlich, sowohl zum persönlichen Wohlergehen als auch zur Persönlichkeitsentwicklung des Coachs beitragen zu dürfen. Kleiner Edit: Ich sehe mich dennoch nicht als Versuchskaninchen, sondern als Protagonist! Zumindest für die Dreiviertelstunde, in der mir jemand so gnadenlos schonungslos den Spiegel vorhält, dass es selbst für ewige Selbstreflektierer wie mich erleuchtend ist. Und das ist auch gut so – schließlich wusste schon ein alter chinesischer General, dass allein wer sich selbst kennt wirklich klug ist. Daran arbeitet man hierbei.

Diplom-Wirtschaftsingenieur (BA) Executive Master in Business Innovation Mein Erststudium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen schloss ich an der Dualen Hochschule Stuttgart ab. Seitdem arbeite ich an der Optimierung von Engineering-Prozessen und dem Transfer in die weltweiten Landesgesellschaften bei einem großen deutschen Automatisierungshersteller. Im September 2009 begann ich den berufsbegleitenden Studiengang Executive Master in Business Innovation an der EBS. Einer der entscheidenden Gründe für das Studium war neben der fachlichen Weiterbildung die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung. Das CoachingAngebot der EBS kommt mir dabei besonders entgegen. Den Teilnehmern ermöglicht das Coaching, neue Lösungswege für Berufs- bzw. Studienprobleme zu finden. Im Gegensatz zu einer Karriereberatung werden beim Coaching-Gespräch keine Antworten vorgegeben. Vielmehr führen die Gespräche zum Hinterfragen von unbewussten Annahmen, einem Perspektivwechsel bei Problemen und damit auch dazu, überraschend einfache Lösungswege zu erkennen. Schon während meines ersten Gesprächs hatte ich mehrere AhaErlebnisse, bei denen ich das Funktionieren des Coaching-Prinzips hautnah erfahren konnte. Gerade für Executive-Studiengänge bietet ein Perspektivenwechsel wertvolle Erkenntnisse, um aus der gewohnten Denkweise auszubrechen.


Erfahrungen von Coachees

Positiv für mich ist das Angebot, den Coach, der auch meinen Vorstellungen entspricht, mit auszuwählen. Das schafft die Grundlage für das notwendige Vertrauensverhältnis. Nutzen Sie die Chance das Programm kennenzulernen. Für mich ist es ein echter Gewinn, da ich von den Ergebnissen besonders im Alltag profitiere. Das Angebot der EBS ist ein absoluter Mehrwert, den viele Hochschulen nicht bieten können.

Markus Stolz Diplom Volkswirt (LMU München), 27 Jahre, seit Juni 2009 Wissenschaftlicher Assistent PFI Private Finance Institute Im bisweilen hektischen akademischen Alltag kann man den Überblick schnell verlieren. Wenn sich alles um die nächste Klausur oder das nächste Paper dreht, fällt es schwer, die aktuelle Lebenssituation in einem übergeordneten Kontext zu sehen. Genau an dieser Stelle kann Coaching einen wertvollen Beitrag leisten, indem es Studenten und Doktoranden mit einem zunächst Außenstehenden zusammenbringt, der dabei behilflich ist, das „big picture“ nicht aus den Augen zu verlieren. Konkrete Vorstellungen von einem professionellen Coaching-Prozess hatte ich im Vorfeld nicht. Entsprechend unvoreingenommen habe ich meinen Coach ausgewählt, wobei ich neben dem fachlichen Profil insbesondere auch auf die zwischenmenschliche Komponente geachtet habe,

EBS Universität

die für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ganz wesentlich ist. Das Verhältnis zu meinem Coach ist ausgezeichnet. Die Gespräche verlaufen unglaublich vielschichtig und erfrischend. Dabei geht es längst nicht nur um den Universitätsalltag oder die Planung meines beruflichen Werdegangs, wie man vielleicht vermuten könnte. Wir diskutieren über moderne Luftfahrt und gregorianische Choräle, über Benediktinermönche und Tauchgänge in Indonesien. Dabei lassen wir unseren Gedanken freien Lauf, ganz im Sinne kreativer Perspektivenwechsel. Mein Coach versteht sich nicht vorrangig als Problemlöser. Seine Aufgabe besteht auch nicht darin, meine Fragen zu beantworten oder mir zu sagen, was ich in einer gegebenen Situation als nächstes tun sollte. Indem er mich herausfordert, die Dinge mit anderen Augen zu sehen, unterstützt er mich vielmehr bei der kritischen Selbstreflexion. Durch scharfsinnige Fragen und Bemerkungen gelingt es ihm, meine Aufmerksamkeit auf verschiedene Aspekte einer Situation zu lenken, die ich selbst nicht bedacht hätte. Vermeintliche Probleme entpuppen sich aus einem neuen Blickwinkel betrachtet oftmals als unverhoffte Chance. Die Fähigkeit, im richtigen Moment die Perspektive zu wechseln, ist von unschätzbarem Wert und wirkt sich auf alle Lebensbereiche nachhaltig positiv aus. Konstruktive Verarbeitung von offenem Feedback sowie die kritische Überprüfung eigener Standpunkte sollte man sich frühstmöglich zur Gewohnheit machen. Das professionelle CoachingProgramm der EBS bietet hierzu optimale Gelegenheiten. Ich kann nur jedem ans Herz legen, sich auf dieses einzigartige Angebot zur Persönlichkeitsentwicklung einzulassen.

49


50

EBS Universität

Erfahrungen von Coachees

Stefanie Terhedebrügge Ich studiere im sechsten Semester General Management mit dem Schwerpunkt „Wirtschaftssprachen (Französisch)“. Das Coaching-Programm hat mich seit Studienbeginn durch meine gesamte Zeit an der EBS begleitet. Diese Möglichkeit, mit einem persönlichen Berater über meine Fragen und Anliegen zu sprechen, empfinde ich als bereichernd und hilfreich. Mein Coach zeichnet sich durch Einfühlungsvermögen und Kompetenz aus und kann mir durch seine Erfahrung und Einblicke in die Berufswelt in Bezug auf meinen angestrebten Werdegang wertvolle Tipps geben. Ich profitiere von unseren Gesprächen, in denen wir gemeinsam meine Chancen, Wünsche und Pläne reflektieren, sodass ich klarer sehe und Probleme relativieren kann. Beim Durchspielen unterschiedlicher Möglichkeiten fällt es oft leichter, zu erkennen was der richtige Weg sein könnte. Auch konkrete Bewährungsproben und Stresssituationen, wie zum Beispiel Interviews, kann man gut vorab mit dem Coach simulieren. Ich empfehle die Teilnahme am Coaching-Programm allen Studierenden, da es eine tolle Chance ist, die man nicht verschenken sollte.


6

Erfahrungen von ehemaligen Coachees


54

EBS Universität

Erfahrungen von ehemaligen Coachees

den. Nicht zuletzt haben die Professionalität meiner Coaches und das angenehme Vertrauensverhältnis zu ihnen dazu beigetragen, dass ich die Gespräche sehr gerne besucht habe.

Sabrina Gülck Ich habe an der EBS Aviation Management studiert. Die Möglichkeit am Coaching teilzunehmen, habe ich während meines gesamten Studiums gerne wahrgenommen. Als ich mich zu Beginn des ersten Semesters zum ersten Mal für das Programm angemeldet habe, hatte ich kaum eine Vorstellung davon, was darunter zu verstehen war. Doch bereits die ersten Gespräche mit meinem Coach haben mich von dem Programm überzeugt. Mit dem Eintritt in das Studium an der EBS hat für mich ein Lebensabschnitt begonnen, der einerseits viel Neues brachte und andererseits auch von etlichen Entscheidungen und Fragen geprägt war. Besonders auch in Anbetracht der zahlreichen Herausforderungen, die einem während des Studiums begegnen, kann es sehr hilfreich sein, einen erfahrenen Coach an seiner Seite zu haben. Völlig egal, ob es um Fragen zum Thema akademischer Erfolg, Ressortarbeit, die Wahl des richtigen Berufes oder auch Masterstudiengangs ging, mein Coach wusste mir stets dabei zu helfen, aus gedanklichen Sackgassen wieder herauszufinden. Nicht selten ist es vorgekommen, dass ich ein Coaching-Gespräch mit gänzlich neuen Erkenntnissen verlassen habe. Meine Coaches haben mich zur Selbstreflexion angeleitet und mir dadurch dazu verholfen, meine jeweilige Situation aus einem ganz anderen Blickwinkel zu begreifen. So kann das, was man als Barriere begriffen hat, auf einmal zu einer Chance wer-

Professor Dr. Peter Jaskiewicz Assistant Professor, Strategic Management & Organization, University of Alberta School of Business, Edmonton, Alberta, Canada Im Sommer 2008 kam ich dem Ruf der University of Alberta nach und arbeite seitdem als Assistant Professor im Bereich Familienunternehmen und Entrepreneurship in Kanada. Zehn Jahre zuvor startete ich mein BWL Studium an der EBS und nach dem Master/Diplom folgte noch eine Promotion, die ich im Jahr 2006 erfolgreich abschloss. Während meiner ganzen Studienzeit nahm ich am Coaching-Programm der EBS teil und habe dies nie bereut. Neben dem Studium und den außercurricularen Aktivitäten war es doch gerade das Coaching-Programm, das mir in persönlichen Gesprächen erlaubte, Fragen und Probleme zu reflektieren und von der Erfahrung und Ideen der Coaches zu profitieren. Im Nachhinein weiß ich, dass mich diese Gespräche sehr geprägt haben und mir in vielen wichtigen Situationen weiterhalfen: Nicht nur über Karriereperspektiven und Konfliktbewältigung habe ich viel gelernt, sondern auch über mich selbst. Das Coaching-Programm – um das Team von Frau Retzmann – kann ich daher nur jedem Studenten


Erfahrungen von ehemaligen Coachees

ans Herz legen. Die Relevanz von Coaching ist heutzutage im Berufsleben unumstritten und es ist eine Stärke der EBS bereits Studenten durch Coaching zu fördern und zu fordern.

EBS Universität

einem Coach und eine externe Sichtweise sehr hilfreich sein, um seinen Weg in der Welt außerhalb der ebs zu finden und zu beschreiten. Das Coaching-Programm kann ich jedem empfehlen. Wichtig ist allerdings die richtige Auswahl des Coaches – eine Person, die zu einem passt, der man vertraut und der man sich öffnen kann. Dann steht einer weiteren tollen Erfahrung an der ebs nichts entgegen.

Adole Kabwasa Während meines Studiums zur Diplom-Kauffrau an der EBS von 2003 bis 2007 habe ich die Möglichkeit des Coaching-Programms genutzt und zu schätzen gelernt. Zu Anfang waren meine Beweggründe, am Programm teilzunehmen, reine Neugier und die Lust, etwas Neues auszuprobieren. Ich wollte soviel wie möglich ausprobieren, was an der EBS angeboten wurde. Allerdings habe ich sehr schnell gemerkt, dass das Coaching-Programm eine wunderbare Bereicherung für mein Leben an der Hochschule war. Durch die Gespräche mit seinem Coach hat man die Gelegenheit, einen ganz anderen Blickwinkel auf Themen wie Studium, Karriere usw. zu erhalten, sein ebs-Universum mal gründlich zu durchleuchten und es mit seinen ursprünglichen Werten und Wünschen zu vergleichen. Rückblickend denke ich, dass das Coaching-Programm und mein Coach für mich eine große Bereicherung waren, die dafür gesorgt haben, dass ich in jeder Lebenslage an der ebs die Selbstreflexion nicht verloren habe. Meiner Meinung wäre es sinnvoll Coaching auch für Exebsler anzubieten, denn gerade die ersten Jahre im Job und somit weg aus Oestrich-Winkel gestalten sich teilweise ganz anders als erwartet. Hier kann das Gespräch mit

Professor Dr. Gernot Kaiser Verheiratet, 3 Kinder. Aufgewachsen in SachsenAnhalt. 1997 – 1999 Militärdienst, 1999 – 2004 Studien der Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 2004 – 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Supply Chain Management Institute (SMI) der EBS, Promotion zu Dokumentenlogistik in Banken, 2008 – 2009 Post-Doc am SMI der EBS. Seit Oktober 2009 Juniorprofessor für Service Operations Management and Document Logistics. Seit April 2011 Gastprofessor für Operations Management an der TU Darmstadt, Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Hobbys: Familie, Haus und Garten. Ich habe das individuelle Coaching-Programm der EBS mehr als fünf Jahre – mit wachsender Begeisterung – genutzt. Ursprünglich von mir als „Abkürzung“ zu Personalverantwortlichen in

55


56

EBS Universität

Erfahrungen von ehemaligen Coachees

meiner Wunschbranche gedacht, hat sich das EBS-Coaching schnell als essenzielle Bereichung meiner eigenen Persönlichkeitsentwicklung herausgestellt. Das Konzept ist denkbar einfach: Distanz verleiht Perspektive. Und diese nötige Distanz zu den – manchmal vermeintlichen – eigenen Zielen und zu eigenen, eingeschliffenen Verhaltensweisen ist nur schwer ohne äußeren Anstoß zu gewinnen. Bereits jedem F-Jugend-Fußballspieler steht ein Coach helfend zur Seite, um die entsprechenden Motivationen und geistig-körperlichen Potenziale in erfolgsversprechende Bahnen zu lenken. Nur bei zukünftigen Champions League „Laptop“Spielern ist ein Coach bisher eher ungewöhnlich. Dabei ist das EBS-Coaching sogar deutlich angenehmer als Fußballtraining: keine vorgegebenen Trainingspläne, kein Geschrei, keine Strafrunden. Einzig Offenheit und der Wille zur Selbstreflexion sind unabdingbare Voraussetzungen für den Erfolg des EBS-Coachings. Dementsprechend kann ich nur jedem empfehlen, das Angebot des EBS-Coachings zu nutzen. Mir gab und gibt es vor allem Energie und die nötige Orientierung für alle weiteren beruflichen Aufgaben und Pläne. Und mittlerweile nutze ich Coaching auch privat.

Arbeitsleben einzusteigen, ist unter anderem auch in einem Coaching-Gespräch gereift. Darüber bin ich bis heute sehr glücklich. Coaching stellt für mich eine große Hilfe im Rahmen von beruflichen Entscheidungen dar. Es hilft, in den entscheidenden Momenten die Dinge nochmal von einer anderen Seite zu beleuchten. Coaching hilft mir in diesen Momenten, mich aus den eingefahrenen Gedankengängen zu lösen und so Entscheidungen klarer treffen zu können. Auch nach meiner Zeit an der EBS nehme ich weiterhin von Zeit zu Zeit die Möglichkeit eines Coachings privat in Anspruch. Ich würde es sehr begrüßen, falls die Möglichkeit bestünde, als Exebsler weiterhin am Coaching-Angebot der EBS teilnehmen zu können.

Dr. Anke Königs Nach Abschluss meiner Ausbildung an der EBS im Sommer 2008 habe ich über drei Jahre bei Coty Prestige, einem weltweit führenden Unternehmen für Selektivkosmetik, als Management Assistentin und Business Analyst gearbeitet. Im Oktober 2011 habe ich eine neue Herausforderung angenommen und bin seither bei Kienbaum Management Consultants als Unternehmensberaterin beschäftigt.

Benedikt Kalteier Nach meinem Abschluss 2007 als ein Student des ersten Bachelorjahrgangs an der EBS habe ich als Unternehmensberater bei BCG in München angefangen zu arbeiten. Die Entscheidung, bei BCG ins

Von 2000-2004 belegte ich den Diplomstudiengang mit zweisprachiger Studienrichtung an der EBS. Zusätzlich zu meinem Diplom erlangte ich während meines Auslandsjahres in Frankreich einen Master of Science in Management mit der CERAM, Sophia-Antipolis.


Erfahrungen von ehemaligen Coachees

EBS Universität

Ich habe mich zu Beginn meines EBS-Doktorandenstudiums dazu entschlossen, am EBS Coaching-Programm teilzunehmen. Gerade in dieser Zeit gesteigerter akademischer Herausforderungen war es äußerst wertvoll, abstraktere und über die wissenschaftlichen Aufgabenstellungen hinausgehende Fragestellungen mit kompetenten Außenstehenden diskutieren und reflektieren zu können. Die Gespräche mit meinen Coaches haben substantiell dazu beigetragen, dass meine Doktorandenzeit nicht nur von akademischem Erfolg gekrönt war, sondern dass es mir während dieser Jahre zusätzlich gelungen ist, meine beruflichen und persönlichen Wünsche und Ziele näher zu identifizieren und zu priorisieren und vor allem möglichst gelassen mit jeder noch so großen Herausforderung umzugehen. Von diesen durch das Coaching massiv gestützten Errungenschaften profitiere ich noch heute Tag für Tag – sowohl im beruflichen, als auch im persönlichen Leben. Die Coaching-Erfahrungen haben mir maßgeblich dabei geholfen, meine Stärken und Entwicklungsfelder besser kennen und nutzen zu lernen und tragen nach wie vor dazu bei, dass ich mich neuen fachlichen, inhaltlichen kulturellen und persönlichen Herausforderungen gewachsen fühle und auch unter hohem Druck nicht Gefahr laufe, mich selbst zu verlieren. Wem das Glück zuteil wird, möglichst früh Stütze und Begleitung einer Art zu finden, die manchmal über fachliche Anforderungen hinausgehen mag, wird schnell feststellen, wie sehr man von einer solchen Erfahrung profitiert. Ich kann jedem Studenten und Doktoranden nur ans Herz legen, das Coaching-Programm an der EBS, das von Frau Retzmann und ihrem Team mit so viel Herzblut, Engagement und Professionalität konzipiert und geführt wird, zu nutzen und selbst zu erfahren, welch langfristige Bereicherung das bedeuten kann.

Sabrina Salomon Was macht einen guten Betriebswirt aus? Aus meiner Sicht finden sich die wesentlichen Aspekte in allen Berufsgruppen wieder: eine sehr gute fachliche Ausbildung und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit sind die Schlüssel zum Erfolg. Um erstere zu erlangen habe ich mich 2006 entschlossen, an der EBS zu studieren, habe 2009 den Bachelor of Science und 2011 den Master of Science an der EBS erhalten, um anschließend eine berufliche Laufbahn in der Unternehmensberatung einzuschlagen. Doch als viel spannender als die fachliche Komponente empfinde ich den Bereich der Persönlichkeitsentwicklung in dieser Zeit. Vor allem die Fähigkeit zur Reflexion der eigenen Situation und des eigenen Handelns sehe ich als Fundament der eigenen Entwicklung. Das Studium an der EBS war sehr intensiv und häufig sehr einnehmend. Immer wieder fand ich mich in Situationen wieder, in denen ich den sprichwörtlichen Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen habe. Die Teilnahme am Coaching-Programm der EBS hat für mich in diesen Situationen immer wieder eine große Unterstützung bezüglich meiner eigenen Reflexionsfähigkeit bedeutet. Das Gespräch mit einem ausgebildeten Coach, das das Hinterfragen eigener Meinungen und Überzeugungen sowie die Betrachtung einer Situation aus anderen, häufig unbekannten Perspektiven bedeutete, hat wiederholt meinen Blick für die Situation und die verschiedenen Möglichkeiten, die sich ergeben, geöffnet.

57


58

EBS Universität

Erfahrungen von ehemaligen Coachees

Den großen Mehrwert des Coachings sehe ich darin, dass man stets Herr seiner eigenen Entscheidungen bleibt. Diese werden einem nicht abgenommen. Selbst die Optionen werden innerhalb des Gespräches selbst erarbeitet und entwickelt. Auf diesem Weg hat das Coaching meine Entwicklung, insbesondere hinsichtlich meiner Fähigkeiten selbst und eigenständig zu reflektieren und mir auch der Wichtigkeit dessen bewusst zu sein, nachhaltig und sehr positiv beeinflusst. Der Erfolg eines Coaching-Gesprächs hängt von zwei Faktoren ab: Dem Coach und dem Coachee. Beide müssen zueinander passen, beide müssen Vertrauen aufbauen und beide müssen sich öffnen. Obgleich dies anfangs irritierend und schwierig sein kann, so kann ich Ihnen nur von Herzen raten: Lassen Sie sich drauf ein!

Aurore Schwartzentruber I come from Bordeaux (France). I was a doubledegree student at EBS and I prepared a MSc. in Finance during the Fall Term of 2009. As an international student, I already had several experiences abroad before, but this semester in one of the most prestigious Business Schools in Germany will definitely remain one of the most determining times in my curriculum. EBS offers many great things, ranging from a dynamic student body, willing to integrate all students regardless of their origins, fascinating professors with impressive resumes, to extensive alumni and business networks with many social events organized to meet professionals and find potential internships and job opportunities.

However, life is not always easy for an international student: new country, new language, new culture … along with the uncertainty and uncomfortable feelings which may emerge from this situation. Fortunately, the EBS community turned out to be very supportive and had many institutions, organizations, and initiatives already established, including the EBS Coaching Programme. Thanks to Coaching@EBS, I had the opportunity to meet my coach and discuss with her all the questions a master student may have when thinking about his or her future career. I was particularly preoccupied with work-life balance issues and the place of women in companies today. Indeed, as a master student, I had to start thinking about the end of my studies, what I was going to do afterwards, where to apply for a job, etc. It was an exciting as well as a frightening moment, and it was really comforting to be able to talk to a highly-skilled professional who was here to help me and make sure I answered the right questions for myself. Now that I have some hindsight, I realize how helpful my coach was. I would recommend the Coaching Programme to anyone who would like to assess his/her situation objectively, discuss important issues and ask questions in order to take the right decisions. Coaches won’t give you any answers though … you will have to find them for yourself. But you will come out of this experience stronger and more confident about your future.


Impressum Herausgeber: EBS Universit채t f체r Wirtschaft und Recht Gustav-Stresemann-Ring 3 65189 Wiesbaden Phone +49 0611 7102 00 Fax +49 0611 7102 1999 Redaktion: Barbara Foitzik Layout: Friedhelm Grabowski, Frankfurt am Main www.fgffm.net Druck: Kr체ger Druck+Verlag GmbH & Co. KG, Dillingen www.kdv.de


Gustav-Stresemann-Ring 3 65189 Wiesbaden Germany Phone +49 611 7102 00 Fax +49 611 7102 1999

EBS Business School Rheingaustraße 1 65375 Oestrich-Winkel

EBS Law School Gustav-Stresemann-Ring 3 65189 Wiesbaden

info@ebs.edu www.ebs.edu

www.ebs.edu

© März 2012 EBS Universität für Wirtschaft und Recht

EBS Universität für Wirtschaft und Recht

Coaching at EBS  

Das Coaching-Programm der EBS Universität für Wirtschaft und Recht – Your Path to Success

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you