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NEUBAU: Rettungswache Bergwacht Immenstadt und Regionalzentrum Bergwacht Allg채u


Inhalt 1. Bergwachtstandort Immenstadt

3

1.1 Bergwacht Immenstadt

3

1.2 Bergwacht Allgäu

4

2. Gründe für einen Standortwechsel

5

3. Anforderungen an einen neuen gemeinsamen Standort

6

4. Das neue Bergwachtzentrum - Synergien zukunftssicher bündeln

6

5. Raumplanung

7

5.1 Raumplanung Bergwacht Immenstadt

7

5.2 Raumplanung Bergwacht Allgäu

8

6. Planung des neuen Bergwachtzentrums 6.1 Stand der Entwurfsplanung

7. Realisierung des Projekts

1

9 10

13

7.1 Terminplan

13

7.2 Kostenoptimierung seit Planungsbeginn 

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7.3 Finanzierung

14


Bergwacht Allgäu - Regionalleitung Regionalleiter Bergwacht Allgäu Peter Eisenlauer Mobil: 0175 1833598 E-Mail: peter.eisenlauer@bergwacht-bayern.de

stellvertretender Regionalleiter Bergwacht Allgäu / Projektkoordinator Dörg Stephan Mobil: 0171 9511651 E-Mail: doerg.stephan@bergwacht-bayern.de

Bergwacht Immenstadt - Bereitschaftsleitung Bereitschaftsleiter Bergwacht Immenstadt Stefan Reisacher Mobil: 0151 16813166 E-Mail: stefan-reisacher@web.de

stellvertretender Bereitschaftsleiter Bergwacht Immenstadt Peter Mayr Mobil: 0175 5644275 E-Mail: mayr-peter@gmx.de

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2


1. Bergwachtstandort Immenstadt 1.1 Bergwacht Immenstadt Seit 1923 sind die Mitglieder der Bergwacht Immenstadt rund um die Uhr einsatzbereit. In über 90 Jahren ist das Einsatzspektrum, die Aufgabenstellung und das Anforderungsprofil ständig gestiegen. Wurden früher Menschen in aufwändigen und stundenlangen Bergungen ins Tal gebracht, so sind wir heute in der Lage den gewachsenen Ansprüchen unserer Gesellschaft gerechter zu werden. Zeitgemäße Ausrüstung sowie permanente Aus- und Weiterbildung sind nur einige Punkte für eine erfolgreiche Bergrettung. Ein wichtiger Punkt ist auch die Unterbringung von Mannschaft und Gerät in dafür geeigneten Räumlichkeiten. In den vergangenen Jahrzehnten ist durch viel Eigeninitiative und allseitige Unterstützung aus dem Rossstall in der Mummenerstraße ein Bergwachtdepot entstanden, das in den 70er Jahren eines der modernsten im Allgäu war. Gerade in den letzten 30 Jahren hat sich das Freizeitverhalten in der Bevölkerung stark gewandelt. Neue Sportarten wie Mountainbike, Downhill, Paragliding, Canyoning, Hochseilgärten, Bouldern und Eisfallklettern hielten Einzug. Wandern und Bergsteigen, Schneeschuh und Skitouren gehen, genießen immer mehr Beliebtheit. Die „Natur erleben“ ist wieder in das Bewusstsein der Menschheit gerückt. Leider passieren bei solchen Aktivitäten auch Unfälle oder Menschen erkranken plötzlich. Zwischen 120 und 150 mal rücken die Mitglieder der Bergwacht Immenstadt jedes Jahr aus, um in Not geratenen Gästen und Einheimischen zu helfen. Hiervon werden wir bei ungefähr 30% der Einsätze durch Hubschrauber unterstützt. Weiterhin erfordert die Vielzahl der Sportarten oft spezielles Einsatzgerät, das vorgehalten werden muss. Dieses muss im Einsatzfall, egal ob Sommer oder Winter bzw. Tag oder Nacht, sofort einsatzklar sein. Um diesen Anspruch zu erfüllen benötigen wir entsprechende Räumlichkeiten.

Missen Rettenberg

Immenstadt Blaichach

3

Einsatzschwerpunkte der Bergwacht Immenstadt


1.2 Bergwacht Allgäu Die Bergwacht Region Allgäu mit Sitz in Immenstadt ist der organisatorische Dachverband der 18 Allgäuer Bergwachtbereitschaften.   Der Zuständigkeitsbereich der Region Allgäu erschließt das Gebiet von Oberstaufen bis Füssen und von Oberstdorf bis Neu-Ulm, inklusive der Städte Kaufbeuren, Memmingen, Augsburg und Landsberg. Die Aufgaben der Region sind sehr vielschichtig. So stellt sie die Einsatzleitung bei Großschadensereignissen und Katastrophenfällen. Sie ist verantwortlich für die Einsatzstruktur und zuständig für die Durchführung zahlreicher Lehrgänge für die Grundausbildung und Fortbildung der Bergretter im gesamten Gebiet. Des Weiteren betreut die Region Allgäu die Einführung des Digitalfunks und die Sondereinsatzgruppen für Canyon-, Höhlenrettung, die Lawinenhundestaffel und das Kriseninterventionsteam der Bergwacht Allgäu. Die Geschäftsstelle wickelt außerdem den Schriftverkehr, die Finanzen und den Haushalt ab und unterstützt die Bereitschaften in den verwaltungstechnischen Abläufen. Die derzeitige Unterbringung in der Villa Edelweiß erschwert viele Abläufe, da die Räume zu eng sind, die Lagerflächen für Geräte am anderen Ende der Stadt in der Kemptener Str. untergebracht sind und für die Fahrzeuge nicht genügend Stellplätze zur Verfügung stehen. Deshalb wollen wir mit einem Neubau die Situation deutlich verbessern. Da wir das aber nicht aus eigenen Mitteln finanzieren können, sind wir auf die Unterstützung durch Sponsoren und Förderer angewiesen. Eine geschickte Bauplanung, die nur das notwendige Maß an Räumen umfasst, eine sparsame aber zweckmäßige Ausstattung vorsieht und wieder ein sehr intensives Maß an ehrenamtlicher Arbeit einplant, wird dazu führen, dass die Baukosten auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten werden können. Daneben werden wir durch ein gemeinsames Bauvorhaben mit der Bergwacht Immenstadt viele Synergieeffekte erzeugen und Räumlichkeiten gemeinsam nutzen.

Kempten Nesselwang Füssen Füssen

Immenstadt

Wertach

Oberstaufen

Pfronten Unterjoch Sonthofen

Bad Hindelang

Balderschwang Hinterstein Oberstdorf

Einsatzgebiete der Bergwacht Allgäu

4

4


2. Gründe für einen Standortwechsel Die vorhandenen Räumlichkeiten sind aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr ausreichend. • Bausubstanz des Gebäudes wurde vom Bauamt (Stadt Immenstadt) mit Status "nur mit unwirtschaftlich hohem Aufwand sanierungsfähig" eingestuft • schlechte bis gar keine Wärmedämmung • hohe Heizkosten (Nachtspeicheröfen) • Sanierung/Modernisierung ist nach aktuellen Bau- und Energievorschriften zu teuer • Gebäude soll veräußert werden • keine frostsicheren Garagen (technisches Gerät funktioniert nach Kälteperiode nicht mehr, medizinische Ausrüstung wird zerstört) • Garagen sind zu niedrig und zu schmal für neue Rettungsfahrzeuge • Nur 4 Parkplätze bei 38 aktiven Einsatzkräften • Parksituation im Winter katastrophal • Rangieren mit Anhänger durch beengte Zufahrt sehr schwierig • kein geeigneter Unterrichtsraum für Ausbildungen • kein Besprechungsraum für Einsatzgruppen • kein Umkleideraum für weibliche Einsatzkräfte • keine Einsatzzentrale für größere Einsätze • keine direkte Anbindung zum Hubschrauberlandeplatz

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3. Anforderungen an einen neuen gemeinsamen Standort Der ideale Standort sollte folgende Kriterien erfüllen: • gute An- und Abfahrtswege der Rettungskräfte • zentrale Lage zu den Einsatzschwerpunkten • unmittelbare Nähe zu einem bestehenden Hubschrauberlandeplatz (ist heute Standard) • Schaffung einer Einsatzzentrale bei Großschadens- und Katastrophenfällen • unmittelbare Nähe zum Schwerpunktkrankenhaus • schneller Zugriff auf Rettungsgeräte der Bergwacht Allgäu (die Bergwacht Immenstadt ist für das Zubringen von Material bei Großeinsätzen im gesamten Allgäu zuständig) • Zentrale Lage im Allgäu für die Geschäftsstelle

4. Das neue Bergwachtzentrum - Synergien zukunftssicher bündeln Die Bergwacht Immenstadt und die Bergwacht Allgäu haben viele gemeinsame Anforderungen. Diese können in einem neuen Bergwachtzentrum optimal zusammengelegt werden. So entstehen kostensparende und logistische Synergien. Die Bündelung der Kompetenzen, die Nähe zum Hubschrauberlandeplatz mit Krankenhaus und zum Feuerwehrgebäude Immenstadt würde das neue Bergwachtzentrum im Katastrophenfall auch zum idealen Standort für ein Lage- und Kommunikationszentrum machen. Die zukunftsorientierte Planung des Bergwachtzentrums berücksichtigt auch eine Drittverwendung durch andere Organisationen.

6

6


5. Raumplanung 5.1 Raumplanung Bergwacht Immenstadt Erdgeschoss: davon frostsicher: 1 Garage Rettungsfahrzeug 1 Garage Mannschaftsfahrzeug 1 Garage Geräteanhänger 1 Garage Anhänger mit Schneefahrzeug 1 Raum Rettungsgeräte 1 Abstellraum davon beheizbar: 1 Raum Gerätemagazin (Medizin/Einsatzmaterial) 1 Einsatzzentrale mit Funk- und Besprechungsraum 1 Umkleide Damen/Herren (gem. Raum, getrennt durch Raumteiler) Obergeschoss: 1 Unterrichtsraum für 50 Personen 1 Büro für Bereitschaftsleitung 1 Sozialraum mit Küche 1 Raum für Archiv, Registratur, Einsatz- und Ausbildungsmaterial 1 Ruhe- und Schlafraum

1 WC / Dusche Herren 1 WC / Dusche Damen Außenbereich: 15 Fahrzeugstellplätze für Einsatzkräfte

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5.2 Raumplanung Bergwacht Allgäu Erdgeschoss: davon frostsicher: 1 Garage Organisationsfahrzeug 1 Garage Einsatzfahrzeug 1 Garage Lawinen- und Katastrophen-Anhänger davon beheizbar: 1 Raum für zentrale Rettungs- u. Ausbildungsgeräte

Obergeschoss: 1 Büroraum für Geschäftsführer und Mitarbeiter 1 Büroraum für Regionalleiter 1 Sozialraum mit Küchenzeile 1 Raum für Archiv, Registratur und Ausbildungsmaterial 1 Besprechungsraum 1 WC / Dusche Herren 1 WC / Dusche Damen   Außenbereich: 2 Fahrzeugstellplätze Weitere Fahrzeugstellplätze in gemeinsamer Nutzung mit der BW Immenstadt

8

8


6. Planung des neuen Bergwachtzentrums Derzeit ist die Bergwacht in Immenstadt auf drei Standorte (blau gekennzeichnet) verteilt. Es wird ein zentraler gemeinsamer Standort angestrebt (rot gekennzeichnet). Der Standort neben dem Krankenhaus ist der ideale Standort für ein neues Bergwachtzentrum. • gute An- und Abfahrtswege der Rettungskräfte • unmittelbare Nähe zu einem bestehenden Hubschrauberlandeplatz • unmittelbare Nähe zum Schwerpunktkrankenhaus • zentrale Lage im Allgäu für die Geschäftsstelle

BERGWACHT ALLGÄU DEPOT

BERGWACHT ALLGÄU BÜRO

GEPLANTES BERGWACHTZENTRUM

BERGWACHT IMMENSTADT DEPOT

Kartengrundlage: Kartendaten © 2013 GeoBasis-DE/BKG (©2009), Google

9


38 7/2

Im

Sti

lle n

6.1 Stand der Entwurfsplanung

38

7

38

7/2

e l채tz kp Par

N

10

10


Außenansichten:

SÜDOSTEN

NORDWESTEN

11


Nutzung der Räumlichkeiten durch: Bergwacht Immenstadt Bergwacht Allgäu gemeinsam genutzte Räume alter Garagenbestand der Bergwacht Immenstadt (Wiederverwendung)

ZUFAHRT

3.49

6 24

FAHRZEUG 2

FAHRZEUG 1

22.29 m²

21.93 m² 6.52

3.30

3.695

Technik

TROCKENRAUM 15.47 m²

LAWINENANHÄNGER 6.76 24

20

Du

21.97 m²

12

A

Karte

20

Funktisch

2.585

WC 4.91 m²

30 24

FUNKRAUM 13.58 m²

3.02

FLUR 15.00 m²

A

Damen

21.97 m²

15 Stg x 18,6/27

SCHNEEFAHRZEUG

Garage Bestand

Einsatzrucksäcke

Garage Bestand

24

24

14.00

B

UMKLEIDE 13.86 m²

6.76

22.12 m²

B

RETTUNGSGERÄTE

22.38 m²

13.28

ERGÄNZUNGSFAHRZEUG

21.93 m²

24

RETTUNGSFAHRZEUG

Garage Bestand

6.52

Garage Bestand

12

5

C

4

12

3

D-D

12 24

2

3.49

C-C

C

1

3.49

B-B

24 12

A-A

24

3.49

12

3.49

A-A 12

24

3.25

C-C

B-B 24

4.20

2.30

24

D-D 125

1.90

1.225

24

24

3.25

24 16

3.00

16

3.00

12

16

17.93

ERDGESCHOSS 17.93 155

2.875

7.38

C-C

D-D

4

5

6 C

3

C

30 1.80

30

B-B

2

30

6.92

A-A

1

30

30

30

6.05

ABST.

4.645

DACHTERRASSE

6.90

7.92 m²

6.60

ABST. 6.60

Medienwand

Medienwand

mobile Trennwand

155

5.18 m²

BÜRO 13.36 m²

SEMINAR

SEMINAR

WC D

2.16 m²

14.00

1.20

TEEKÜCHE

2.05 m²

A-A

6.05

30

30

OBERGESCHOSS

3.855

4.455

155

2.475

155

B-B

20

1.15

155

2.30

C-C

155

155

5.68

20

6.60 30

3.065

A

A

30

21.32 m²

13.01 m²

9.89 m²

30

BÜRO

BÜRO

ZBV.

4.15

SOZIALRAUM

21.88 m²

30

5.195

15

5

15

4.42 m²

1.785

WC H

20

20

20

15

6.86 m²

15

155

16.62 m²

1.25

FLUR

FLUR

Archivtreppe

1.25

B

36.74 m²

B

20 1.25

13.40

48.71 m²

D-D

1.80

155

3.38

1.42

155445155

155

2.755

3.355

30

30

17.93

12

12


7. Realisierung des Projekts 7.1 Terminplan Oktober 2013

Abschluss Entwurfsplan

Januar 2014

Entscheidung - Projekt umsetzbar

Sommer 2014

Baubeginn

Frühjahr 2015

Inbetriebnahme neues Bergwachtzentrum

7.2 Kostenoptimierung seit Planungsbeginn Die Aufteilung der Baukosten zwischen Bergwacht Immenstadt und Bergwacht Allgäu erfolgt analog zur flächenmäßigen Nutzung der Bergwachtzentrums. 60% der Räumlichkeiten des Neubaus würden von der Bergwacht Immenstadt und 40% von der Bergwacht Allgäu genutzt. Dementsprechend übernimmt die Bergwacht Immenstadt 60% und die Bergwacht Allgäu 40% der Baukosten. Durch eine strikte Kostenminimierung, reduzierte Gebäudeplanung, geplante Eigenleistung und der Mitnahme von vorhandener Bausubstanz (Garagen) konnten die anfangs veranschlagten Baukosten von rund 1.600.000 Euro auf 1.068.000 Euro reduziert werden.

13


7.3 Finanzierung Kostenvoranschlag nach DIN 276:

Bausumme gesamt inkl. Baunebenkosten:  1.068.000 EUR

14

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Spendenkonto Bergwacht Immenstadt Sparkasse Allgäu BLZ: 733 500 00 Kontonr.: 115 360 Spendenkonto Bergwacht Allgäu Sparkasse Allgäu BLZ: 733 500 00 Kontonr.: 104 059

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Neubau Bergwachtzentrum Immenstadt