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Baiba & Lauma Skride spielen Mendelssohn Bartholdy Pfingsten: Haydns ‹Schöpfung› neu inszeniert Welt-Uraufführung von Tan Duns ‹Symphony for Strings›

OPUS.V DAS MAGAZIN ZUM ZÜRCHER KAMMERORCHESTER

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Mai ––– Juni ––– 2009

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Mythos Nr. 8

P RIVATBANKKUNDE WIRD MAN NUR AUF E MPFEHLUNG. Falsch. Füllen Sie einfach diese Karte aus und wir nehmen mit Ihnen Kontakt auf. Falls hier keine Antwortkarte mehr klebt, erreichen Sie uns direkt unter Telefon 044 218 13 13 oder zurich@zh.wegelin.ch.

S T. G A L L E N LOCARNO

BASEL

BERN

LUGANO

CHUR

GENF

SCHAFFHAUSEN

LAUSANNE ZÜRICH


Sehr geehrte Damen und Herren Liebes Konzertpublikum Mit dieser Ausgabe unseres OPUS-Magazins geht bereits eine weitere, abwechslungsreiche Konzertsaison langsam dem Ende entgegen. Aber zunächst erwarten uns noch einige spannende Konzerte: So stehen gleich zwei persönliche Begegnungen mit unserem Composer in Residence auf dem Programm: Im Museum Rietberg wird das neu gegründete Streichquartett des Zürcher Kammerorchesters für einmal nicht orchestrale, sondern kammermusikalische Werke in der Gegenwart Tan Duns beleuchten. Und neben dem Auftritt des chinesischen Pianisten Yingdi Sun wird das Werk «Eight Colors» unter der Leitung des Komponisten in einer neuen Fassung für Streichorchester unter dem Titel ‹Symphony for Strings› uraufgeführt – ein denkwürdiges Ereignis. Eine historische Aufführung erwartet Sie am 31. Mai: Erleben Sie genau am 200. Todes­ tag Joseph Haydns die Aufführung seines Oratoriums ‹Die Schöpfung› in einer ganz besonderen halbszenischen Aufführung. Die schweizerisch-türkische Soulmusikerin Emel wird die Crossover-Konzerte im Kaufleuten mit ihrer ganz persönlichen Note abrunden – Sie dürfen gespannt sein. Und auch der Meisterzyklus verspricht noch einmal ein paar spannende Begegnungen: Mischa Maisky wird mit seiner Tochter Lily in Zürich zu Gast sein, und der russische ­Pianist Andrei Gavrilov wird auch Sie mit seinem Chopin-Rezital begeistern. Begegnen Sie zum Schluss Baiba und Lauma­ Skride und lassen Sie sich von der Spielfreude­ der zwei lettischen Schwestern beeindrucken. Und was erwartet uns in der kommenden Saison? Lesen Sie selbst, und seien Sie auf zahlreiche Highlights gespannt! Ihr Michael Bühler, Direktor

Herausgeber: Zürcher Kammerorchester Seefeldstrasse 305 / Postfach 1284 8034 Zürich Tel. +41 44 388 36 00 Fax +41 44 388 36 10 Billettkasse 0848 84 88 44 www.zko.ch

«Schon im 86. Takt ist das Chaos zu Ende, und es erklingt der berühmteste C-Dur-Akkord des 18. Jahrhunderts.» Michael Eidenbenz über ‹Die Schöpfung›

Willkommen beim ZKO Mai / Juni 2009

Seite 4 ZKO-Pfingstkonzert: ‹Die Neu inszeniert von Stefan Müller

Schöpfung›

Seite 6 Yingdi Sun Bartók / Tan Dun (Welt-Uraufführung) Seite 7 Baiba & Lauma Mendelssohn Bartholdy

Skride

Seite 8 Pekka Kuusisto Rautavaara / Mendelssohn / Sallinen / Tschaikowsky Seite 8 Andrei Chopin Seite 9

Gavrilov

KiKo: ‹Tino Flautino und die Zaubermelodie›

Seite 9 Mischa und Lily Maisky Beethoven / De Falla / Rachmaninoff / Schostakowitsch Seite 11 ZKO

im Museum Rietberg ‹China› «ZKO meets…» Emel ‹Oriental Night›

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Vorschau Saison 2009/10

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Kalender

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ZKO

In Der Tonhalle

SO 31. MAi 19 H

Pfingstkonzert: Joseph Haydn ‹Die Sch Muhai Tang Rachel Harnisch Andr Sängerknaben H. Müller-Drossaart, J.

ZKO-Uraufführung

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Haydns ‹Schöpfung› gehört zweifellos zum Kanon abend­ländischer Kultur­ geschich­te. Für die Erschaffung der Welt mit den Mitteln der Musik findet Joseph Haydn eine neue musikalische Sprache, die ihn endgültig aus dem Schatten des grossen OratoriumsKomponisten Händel befreit. Auf der Grundlage eines Librettos, das auf dem Epos ‹Paradise Lost› von John Milton beruht, arbei­ tet Haydn zwei intensive Jahre an der Kompo­ sition, die ihm alles abverlangt, was der ­­63-Jährige an Erfahrung, Ideenvielfalt und Kraft besitzt. Die Uraufführung im Wiener Burgtheater im April 1798 wird für Joseph Haydn zum Triumph, legendär wurden die Sätze des Wiener Korrespondenten: «Die Musik hat eine Kraft der Darstellung, welche alle Vorstellung übertrifft; man wird hingerissen, sieht der Elemente Sturm, sieht es Licht werden, die gefallenen Geister tief in den Abgrund sinken, zittert beym Rollen des Donners, stimmt mit in den Feyergesang der himmlischen Bewohner.» – Anlässlich des Haydn-Jahres 2009 erarbeitet Regis­ seur Stephan Müller für das ZKO eine halbszenische Fassung und verbindet Text­ auszüge aus John Miltons ‹Paradise Lost› mit dem tradi­tionellen Libretto. Bei Haydn endet ‹Die Schöpfung› mit dem ausgelassenen Chor, der Adam und Eva im Garten Eden willkommen heisst, und somit vor dem Sündenfall. Stephan Müller ergänzt ‹Die Schöpfung›, die sich ja explizit auf die bibli­ sche Genesis und Miltons Versepos ‹Paradise Lost› bezieht, mit der anderen Seite der Schöpfung: dem Bösen und dem verlorenen Paradies. Drei Teufel kämpfen listig um ­ihren Platz in der Schöpfung. Es sind drei intel­ligente und kritische Teufel, die einen sarkastischen Kommentar zum Geschehen im Garten Eden liefern, ebenso sympathisch wie bösartig. (ak)

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Stephan Müller im Gespräch

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Sie haben bereits zahlreiche unkonventionelle Theater- und Musikabende geschaffen. Was hat Sie daran interessiert, ‹Die Schöpfung› mit schauspielerischen Inputs auszustatten?  Das Werk von Haydn gilt als Hymne der göttlichen Schöpfung. Sie wird bisweilen auch als die «Nationalhymne des Vatikans» abgetan. Jede Behauptung eröffnet die Möglichkeit zu einer Gegen-Behauptung: In diesem Fall kann man sich zu Haydns Lobgesang der himmlischen Ordnung den Hymnus der höllischen Gegenwelt von Milton denken. Haydn hat in Miltons Libretto ausschliesslich die Aspekte der Herrlichkeit verwendet. ‹Paradise Lost› ist aber auch ein Text über die Teufel, die aus dem Himmel geworfen werden, und aus Rache die Störung der göttlichen Ordnung planen, indem sie den Menschen von der Bahn abbringen wollen. Milton hat die Widersacherkräfte in seinem Werk aufgehoben, Haydn hat sie verbannt. Wir führen diese in einer gezielten Interpretation wieder zusammen. Sie waren ein erfolgreicher Schauspiel-Intendant und arbeiten an grossen Theaterhäusern. Worin liegt für Sie der Reiz einer Musiktheater-Regie? Das Musiktheater hat andersartige Codes, ist eine andere Sprache. Die Frage: Warum singen die? löst bei einem Regisseur eine Suchaktion nach Gründen aus. Die Antwort liegt in der Musik und im Libretto, die sich möglicherweise auch noch widersprechen – wie z.B. bei Mozart, was die Sache wunderbar kompliziert macht, denn es kommt ja nun auch noch die Interpretation dazu. Man muss sich im Team schon fragen, was wollen wir in einem Werk antasten, ergründen, aufsprengen. Im Musiktheater ist so viel möglich, weil die Tradition so kräftig ausgebildet ist. Man kann als Regisseur also ein schönes Mass an Differenz und Verschiebung von Bedeutungen ins Werk setzen. Im besten Fall entsteht so eine kreative Störung des Normierten.

«Wir wollen Ihnen ei Sie haben u.a. in Wien, New York und Berlin inszeniert. Was bedeutet es für Sie, wieder in Zürich zu arbeiten? Es gibt kaum eine Stadt, die der Sachlichkeit so verpflichtet ist wie Zürich. Die Metropole Zürich funktioniert so gut wie kaum eine. Deswegen war sie bislang unter Managern so beliebt. Die Unter- oder Gegenwelt der Sachlichkeit ist entsprechend gross. Das ist doch wirklich eine reizvolle Spannung zwischen Mass und Wahn. (ak) Stephan Müller Der Schweizer Theater- und Opernregisseur Stephan Müller bearbeitet regelmässig Klassiker zu einer modernen Fassung. In der Schweiz wirkte er beim Theater Basel, und in den USA arbeitete er zusammen mit Robert­ Wilson und Meredith Monk. Danach inszenierte er an zahlreichen Häusern. Er gehörte zum Leitungsteam des Theaters am Neumarkt in Zürich und war als Regisseur und Dramaturg am Wiener Burgtheater­ engagiert. Seit 2005 leitet er den ‹Master of Arts›-Studiengang für Regie an der Zürcher Hochschule der Künste.

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Schöpfung› Andreas Scheidegger Ruben Drole Zürcher rt, J. Willems, G. Valentine Regie: S. Müller

nen ein Gloria singen, dass Ihr graues haar sich erhebt.»*

Die 3 Teufels-Schauspieler

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hanspeter Müller-Drossaart In der Schweiz gehört Hanspeter MüllerDrossaart zu den gefragtesten Film- und Fernsehschauspieler. Aber auch auf der Bühne – u.a. am Wiener Burgtheater – hat er viele Lorbeeren geerntet. Mit Stephan Müller hat er bereits am Stadttheater Bern und in Zürich am Theater am Neumarkt gearbeitet. Hanspeter Müller-Drossaart übernahm auch zahlreiche Rollen in Hörspielen.

Graham F. Valentine Der schottische Schauspieler Graham F. Valentine studierte an der Schauspielschule ‹Jacques Lecoq› in Paris. Im Verlauf seiner Karriere hat er regelmässig mit Christoph Marthaler gearbeitet und war eine Zeitlang am Zürcher Schauspielhaus engagiert. Graham F. Valentine ist auch ein gefragter Erzähler bei Konzerten. Jeroen Willems Der Holländer Jeroen Willems spielte an den grossen Theatern in den Niederlanden und Flandern wie am Zuidelijk Toneel/ Hollandia, National Toneel und am Oostpool. Er war in zahlreichen Kinofilmen und TVSerien zu sehen und war Gast in Hollywood, zuletzt in ‹Ocean’s Twelve› an der Seite von George Clooney. 2004 erhielt er den ‹Louis d’Or› für seine Rolle in ‹La Musica Twee›.

John Milton

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2009 ist das Haydn-Gedenkjahr, 2008 war das Jahr des Dichters John Milton (1608-74). Eines haben beide Künstler gemeinsam: Sie sollten Priester werden, entschieden sich aber dann für einen anderen Weg. John Milton trat als Wegbereiter einer aufgeklärten demokratischen Gesellschaft hervor und schrieb regelmässig Pamphlete z.B. über die Ehescheidung. Zielscheibe seiner spitzen Feder waren die Aristokratie und die Church of England. Berühmt ist sein Engagement für die Pressefreiheit: «Wer einen Menschen tötet, tötet ein vernünftiges Wesen, ein Ebenbild Gottes, derjenige aber, der ein gutes Buch vernichtet, tötet die Vernunft selbst.» (ak) * Aus der Einladung des Berliner Musikvereins an Haydn 1799

Tonhalle Zürich SA 30. MAI / 19.30 h

Pfingstkonzert mit Teo Gheorghiu Musikkollegium Winterthur; Howard Griffiths + + + Werke von J. Haydn & L. van Beethoven

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Tan Dun

Yingdi Sun

Béla Bartók: Tanz-Suite + + + Tan Dun: ‹Symphony Symphony for Strings Strings› (Welt-Uraufführung) Concerto für Klavier und Schlagzeug ZK

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IN D E R T ONhAL

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Yingdi Sun

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Als Gewinner des 7. Internationalen FranzLiszt-Klavierwettbewerbs 2005 im holländischen Utrecht startete Yingdi Sun, geboren 1980, eine internationale Tournee. Während über zwei Jahren gab er Konzerte auf der ganzen Welt. Als er 2006 im Konzerthaus Berlin unter Muhai Tang auftrat, feierte ihn die Berliner Morgenpost bereits als neuen Lang Lang. Nach einer Rezital-Tournee mit dem deutschen Violinisten Augustin Hadelich durch Europa und die USA gab Yingdi Sun 2008 sein Debüt in der Londoner Wigmore Hall und trat an der Weltausstellung im spanischen Zaragoza auf.

Aus Shanghai stammend, gewann Yingdi Sun bereits früh verschiedene Preise in China, unter anderem den Golden Bell Award beim 2. Nationalen Klavierwettbewerb. 2004 folgte eine Auszeichnung mit einem Yamaha-Stipendium, das ihm erlaubte, als Kammermusiker Konzerte mit Preisträgern der ‹International Paganini Violin Competition› und der ‹Tchaikovsky International Music Competition› zu geben. Kürzlich erhielt er in seinem Heimatland China den ‹Bao Steel› Education Award und den ‹Special Prize for Artists› von der Stadt Shanghai. Yingdi Sun studierte am Konservatorium in Shanghai bei Professor Sheng Yi-qi und absolvierte Meisterkurse unter anderem bei Philippe Entremont, Xu Zhong und Leslie Howard.

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Die Skyline von Bartóks Budapest

Béla Bartók & Tan Dun: Zwei Kultur-Welten

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Bei der Tanz-Suite von Béla Bartók handelte es sich um einen Kompositionsauftrag, den der Budapester Magistrat anlässlich des 50. Jahrestages der Vereinigung der beiden Stadtteile Buda und Pest neben Bartók auch dessen Landsleuten Ernö von Dohnányi und Zoltán Kodály erteilte. Kodály, der zu diesem Anlass seinen berühmten ‹Psalmus hungaricus› komponierte, war es, der Bartók auf die Bedeutung der Volksmusik Ungarns aufmerksam machte. Fortan verstanden sich beide nicht nur als Komponisten, sondern sie können als die Begründer einer modernen Musikethnologie gelten. Sie zogen durch die Dörfer, sammelten Volksweisen und liessen diese in ihre Kompositionen einfliessen. Dass dabei nicht so sehr die selbstgefällige Monumentalität der nationalen Schulen des 19. Jahrhunderts im Vordergrund stand, sondern vielmehr der Wille, über die Erforschung der Musik den gemeinsamen Wurzeln der unterschiedlichen Völker auf den Grund zu gehen, zeigten Form und Charakter von Bartóks TanzSuite. Sie besteht aus fünf Tanzsätzen und einem Finale, die durch ein immer wiederkehrendes Ritornell zusammengehalten

werden. «Nr. 1 hat teilweise, Nr. 4 gänzlich orientalischen Charakter, Ritornell und Nr. 2 ist ungarischen Charakters, in Nr. 3 wechseln ungarische, rumänische, sogar arabische Einflüsse; von Nr. 5 ist das Thema derart primitiv, dass man bloss von einer primitivbäuerlichen Art sprechen kann und auf die Klassifizierung nach Nationalität verzichten muss.» (Bartók) Vor dem Hintergrund der engen Verwandtschaft der VolksmusikIdiome der südosteuropäischen und der vorderasiatischen Musikkultur, die Bartók hier verarbeitet, ist diese Komposition gewissermassen ein Stück musikalischer Völkerverständigung. Was liegt näher, als das Werk mit einer Uraufführung eines zeitgenössischen chinesischen Komponisten zu kombinieren, der ebenfalls mit asiatischen und klassischen europäischen Musikelementen experimentiert. In seinen Kompositionen verbinden sich die Atonalität der Zweiten Wiener Schule mit aktuellen Streichertechniken der Peking-Oper, Reminiszenzen an Vokalisen des klassischen Operngesangs mit Anklängen an die Gesänge buddhistischer Mönche. Die ‹Symphony for Strings›, die auf der Komposition ‹Eight Colors for String Quartet› (1986) aufbaut, besteht aus acht kleinen Sätzen, die in acht musikalischen Bildern eine Art szenisches Ritual beschreiben. (cg) Tan Dun auf dem Lande in China

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Muhai Tang Baiba Skride Lauma Skride

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ZKO-Beitrag zu den Zürcher Festspielen

F. Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie für Streicher Nr. 11 F-Dur; Konzert für Violine, Klavier und Streichorchester d-Moll Baiba & Lauma Skride

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Die 1981 geborene lettische Violinistin Baiba Skride entstammt einer Musikerfamilie. Ihr Vater ist Chordirigent, ihre Mutter spielt Klavier. Sie wuchs in Riga auf, wo sie auch ihr Musikstudium begann. 1995 wechselte sie an die Hochschule für Musik nach Rostock zu Professor Petru Munteanu. Seit sie 2001 den 1. Preis des Königin-ElisabethWettbewerbs gewann, ist Baiba Skride mit verschiedenen renommierten Orchestern aufgetreten. – Ihre jüngere Schwester Lauma Skride, geboren 1982, begann im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen. Sie studierte in der Klasse von Professor Volker Banfield an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit ihrem elften Lebensjahr führten Konzertreisen und zahlreiche internationale Wettbewerbe die junge Musikerin, welche mehrfach ausgezeichnet wurde, in alle Welt. – Lauma Skride tritt zusammen mit ihrer Schwester Baiba Skride als Kammermusik-Duo auf, im März 2007 veröffentlichten die zwei Schwestern ein Album mit Werken von Franz Schubert, Ludwig van Beethoven und Maurice Ravel. (er)

Felix Mendelssohn Bartholdy

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Es gibt wohl kaum einen anderen Komponisten, der uns innerhalb einer so kurzen Lebensspanne von nur 38 Jahren so viele Werke hinterlassen hat wie Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen 200. Geburtstag wir in diesem Jahr feiern. Die Mendelssohns verkörpern das Grossbürgertum des 19. Jahrhunderts par excellence, in dem finanzieller Wohlstand und gesellschaftliches Ansehen auf selbstverständliche Weise mit geistiger Hochkultur einherging. Der Vater Felix Mendelssohns war ein reicher Bankier, der Grossvater, Moses Mendelssohn, einer

Baiba und Lauma Skride

der bedeutendsten Philosophen der Aufklärung, dessen Propagierung religiöser Toleranz Lessing zu der berühmten Ringparabel in seinem Drama ‹Nathan der Weise› inspirierte. Felix und Fanny Mendelssohn verband nicht nur geschwisterliche Zuneigung, sondern höchste künstlerische Begabung, gleichwohl blieb der Schwester, der späteren Fanny Hensel, eine Karriere als Komponistin versagt, da sich dies für eine Dame nicht schickte. «Die Musik wird für ihn (Felix) vielleicht Beruf, während sie für Dich stets nur Zierde, niemals Grundbass Deines Seins und Tuns werden kann und soll», so urteilte der Vater in einem Brief an die damals fünfzehnjährige Fanny. Stattdessen wurde sie zu einer der ersten bedeutenden Klaviervirtuosinnen der Zeit. «Sie spielt wie ein Mann», so staunte man über Fannys Klavierspiel, Worte, die heute jede Gleichstellungsbeauftragte aus der Fassung bringen würden. Es

war denn auch Felix, den der Komponist Carl Friedrich Zelter, heute fast in Vergessenheit geraten, damals jedoch einer der einflussreichsten Persönlichkeiten des kulturellen Lebens und Hauslehrer der beiden Mendelssohn-Kinder, seinem Intimus Johann Wolfgang von Goethe 1821 in Weimar präsentierte, wo der junge Felix 16 Tage gemeinsam mit dem Dichterkönig verbrachte. In die gemeinsamen Jugendjahre der Geschwister datiert auch das Doppelkonzert für Violine und Klavier sowie die etwa zeitgleich entstandenen zwölf Streichersinfonien. In dieser Zeit lud die Familie Mendelssohn regelmässig zu sogenannten Sonntagskonzerten ins Speisezimmer des Hauses ein und stellte mit Hilfe angemieteter Musiker der königlichen Hofkapelle das Können ihrer begabten Kinder zur Schau. (cg)

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Pekka Kuusisto

E. Rautavaara: Pelimannit (The Fiddlers) op. 1 F. + + + F. Mendelssohn Bartholdy: Violinkonzert d-Moll + + + A. Sallinen: Some Aspects of Peltoniemi Hintrik’s Funeral March + + + P. I. Tschaikowsky: Serenade für Streichorchester C-Dur op. 48

200 Jahre Mendelssohn

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Das Jahr 2009 steht im Zeichen Mendelssohns, dessen 200. Geburtstag wir in diesem Jahr begehen. Sein Violinkonzert in e-Moll op. 64 zählt neben denen von Beethoven, Bruch und Tschaikowsky zu den meistgespielten des Konzertrepertoires. Die wenigsten wissen, dass Mendelssohn etwa 15 Jahre zuvor bereits ein Violinkonzert geschrieben hat. Stilistisch orientiert es sich noch an den grossen Vorbildern Bach und Mozart; die Moll-Tonart sowie das Pathos in den Hauptthemen der Ecksätze verweisen auf den empfindsamen Stil Carl Philipp Emanuel Bachs. − Über die historische Figur des Peltoniemi Hintrik wissen wir so gut wie nichts. Doch der skandinavische Komponist Aulis Sallinen weiss in den fünf Sätzen seines ‹Trauermarsches› jede Menge über ihn zu erzählen. Sallinen gilt neben Rauta-

vaara als einer der legitimen Nachfolger von Jean Sibelius. Er hält Distanz zu radikalen Musikströmungen und gilt als ein Komponist der gemässigten Moderne. Sallinens Komposition, 1969 als Streichquartett komponiert und später für Streichorchester eingerichtet, basiert, ähnlich wie Rautavaaras ‹Pelimannit›, auf einer populären Fiedelmelodie. (cg)

Pekka Kuusisto Der finnische Violinist Pekka Kuusisto ist einer der vielseitigsten und eigenwilligsten Musiker seiner Generation. Was ihn aus-

Meisterzyklus

Andrei Gavrilov

F. Chopin: ‹Nocturnes›; Klaviersonate Nr. 2 b-Moll op. 35; ‹Balladen›

Unbeschreibliche Virtuositäten

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Das 19. Jahrhundert war das Jahrhundert der Klaviervirtuosen. Neben so bedeutenden Namen wie Fanny Hensel (die Schwester Felix Mendelssohns), Johannes Brahms, Clara Wieck (die spätere Frau Robert Schumanns) oder Franz Liszt prägte der in Polen geborene Komponist Frédéric Chopin die Klavierliteratur wie kein anderer. Schon in jungen Jahren galt er als Wunderkind und wurde, ähnlich wie 50 Jahre zuvor der kleine Mozart, in den Salons des polnischen Hochadels herumgereicht. Später wurde in Fachkreisen die «unbeschreibliche mechanische Fertigkeit» seines Klavierspiels gerühmt. Chopin war aber auch ein Komponist der intimen Töne mit einem Sinn für «vollendetes, der tiefsten Empfindung abgelauschtes Nuancieren». In seinen ‹Nocturnes› tritt die Virtuosität zugunsten des Gefühlsausdrucks in den Hintergrund. Auffällig sind die extre-

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zeichnet, sind sein Improvisationstalent und sein Interesse an den unterschiedlichsten Musikstilen. So musizierte er mit verschiedenen Gruppen im Bereich der elektronischen und improvisierten Musik, produzierte eine CD mit Duos für Violine und Akkordeon und realisierte ein Videoprojekt, das eine japanische Geschichte mit traditionellen finnischen Instrumenten verbindet. Immer öfter dirigiert Pekka Kuusisto Konzerte von seinem Instrument aus. Er leitete die London, Scottish und Irish Chamber Orchestras, das Chamber Orchestra of Europe und nun zum ersten Mal das ZKO. Selber ein Teil des Ensembles zu sein, sei die beste Möglichkeit, die Kommunikation unter allen Beteiligten sicherzustellen, sagt Kuusisto. Er ist künstlerischer Direktor seines eigenen Kammermusik-Festivals in Finnland, bei dem er verschiedene Kunstformen wie Video-Installationen und Film mit Musik aus allen Epochen miteinander verbindet. (nd)

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men Gegensätze der meist paarweise strukturierten Stücke dieser Werkgruppe. Ähnlich verschiedenartig im Charakter sind die vier Sätze der Klaviersonate Nr. 2 b-Moll op. 35, die Robert Schumann zu der Aussage veranlassten, Chopin habe hier «vier seiner tollsten Kinder vereinigt». Der düster-melancholische dritte Satz daraus ist als Trauermarsch in die Geschichte eingegangen. (cg) Andrei Gavrilov Andrei Gavrilov gilt als ein Pianist von ausserordentlicher Virtuosität und unerreichter Kraft. Er wurde 1955 in Moskau in eine künstlerische Familie geboren. Sein Vater war Maler, seine Mutter Pianistin, die ihrem Sohn den ersten Klavierunterricht erteilte. Mit 18 Jahren gewann Andrei Gavrilov den ersten Preis des Tschaikowsky-Wettbewerbs. Im selben Jahr gab er sein triumphales Auslanddebüt bei den Salzburger Festspielen. Seitdem spielte er mit den wichtigsten

Chopin

Gavrilov

Orchestern der Welt, u.a. in New York, Paris, London, Berlin, Chicago, Montreal und Tokyo. 1998 wurde Andrei Gavrilov in die exklusive Kollektion von Philips Music Groups ‹Die grössten Pianisten des 20. Jahrhunderts› aufgenommen, eine der höchsten Auszeichnungen in der Musikwelt. (er)

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Tino Flautino und die Zaubermelodie Maurice Steger, Blockflöte und Leitung; Jolanda Steiner, Text und Erzählerin; Rodolphe Schacher, Musik Musikkollegium Winterthur

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Kinderkonzert vom König, der lieber musizierte als regierte

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Das Musikmärchen «Tino Flautino und die Zaubermelodie» erzählt vom flötenspielenden König Tino, der viel lieber musizieren als regieren möchte, doch die Zeit fehlt ihm dazu. Eines Tages jedoch beschliesst er, das Zepter seiner Frau zu übergeben. Ein Entschluss, der nicht alle freut, doch Tino Flautino setzt sich darüber hinweg. Wie früher, als er noch kein König war, geht er in den Wald und hört dem Gesang der Vögel zu. An einem sonnigen Morgen singt ein kleiner Vogel, der ihn in eine sonderbare «Verkehrt-Welt» führt. Hier leben die KlingKlang-Zwerge, doch in ihrem Reich klingt nichts mehr, denn ein böses Ungeheuer hat ihnen alle Töne gestohlen. Tino Flautino

verspricht den Zwergen, das Ungeheuer zu besiegen und die Klänge der Musik zurückzubringen. – Die Autorin Jolanda Steiner schuf die Märchenfigur Tino Flautino, die Blockflöte spielt und so eine besondere Identifikationsmöglichkeit mit dem bekannten Musiker Maurice Steger bietet. Für den ersten Teil des Tino-Märchens hatten die beiden Künstler Originalmusik aus den Bereichen Barock und Klassik mit der Geschichte dramaturgisch verwoben. Für den neuen zweiten Teil der Geschichte hat der junge Komponist Rodolphe Schacher eigens die Musik geschaffen, wie sie schöner nicht sein könnte. Neben den Konzerten wird es auch für den zweiten Teil ein Buch und eine CD geben, damit Musik und Geschichte auch zu Hause erlebt werden können. Dauer: 60 Minuten (ohne Pause) Für Kinder ab 5 Jahren

König Tino Flautino

Mischa Maisky Lily Maisky

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L. v. Beethoven: Cellosonate Nr. 2 g-Moll op. 5 Nr. 2; + + + M. de Falla: Suite Populaire Espagnole + + + S. Rachmaninoff: Vocalise op. 34 Nr. 14; Morceaux de Fantaisie: Elegie e-Moll op. 3 Nr. 1 + + + D. Schostakowitsch: Cellosonate d-Moll op. 40

Ausnahme-Instrument Cello

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«Vater lässt das Cello singen, die Tochter spielt brav Klavier» konnte man anlässlich eines Konzerts des weltberühmten Cellisten Mischa Maisky mit seiner Tochter Lily lesen. Bei Maisky bestätigt sich, was längst Allgemeinplatz ist: Das Violoncello ist das Instrument, welches der menschlichen Stimme an Ausdruckskraft am nächsten kommt. So haben Arrangeure immer wieder auf berühmte Vokalwerke zurückgegriffen, wenn es darum ging, das Repertoire für Solovioloncello zu erweitern. – Eines der überzeugendsten Beispiele hierfür ist Rachmaninoffs ‹Vocalise› op. 34 Nr. 14; es handelt es sich dabei um das letzte der 1912 vom «letzten Romantiker» komponierten ‹Vierzehn Lieder› für Sopran bzw. Tenor, dem keine Worte, also auch keine konkret textliche Bedeutung zugrunde liegt. Etwa zeitgleich zu Rachmaninoffs ‹Vocalise› entstanden die

‹Siete canciones populares españolas› des spanischen Komponisten Manuel de Falla, der es immerhin auf den 100-Pesetas-Schein geschafft hat. In elegischem Ton erzählen diese spanischen Volkslieder ganz im Stil der Zarzuela von verlorener Liebe vergangener glücklicher Zeiten. Welchem Instrument liessen sich Sehnsucht und Leidenschaft besser entlocken als dem Violoncello? Kein Wunder, dass auch diese Lieder für Violoncello und Klavier eingerichtet wurden. (cg)

Vater und Tochter

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Mischa und Lily Maisky Mischa Maisky wurde 1948 in Riga geboren und studierte im damaligen Leningrad sowie in Moskau bei Mstislaw Rostropovich. 1973 emigrierte er aus der UdSSR nach Israel und später nach Brüssel. Er wurde Meisterschüler bei Gregor Piatigorsky und ist damit der einzige Cellist, der sowohl bei Rostropovich wie bei Piatigorsky studiert hat. Seine Karriere, die ihn bis anhin bereits durch die ganze Sowjetunion geführt hatte, führte ihn schnell in die grossen Konzertsäle der ganzen Welt. Langjährige musikalische Partner Mischa Maiskys sind vor allem Martha Argerich und Gidon Kremer sowie in jüngerer Zeit seine Tochter, die Pianistin Lily Maisky. Sie wurde 1987 in Paris geboren. Unter anderem gehören Martha Argerich, Dmitri Bashkirov und Marielle Labèque zu ihren Lehrern. Neben ihrer klassischen Ausbildung studierte sie auch Jazz-Piano und verfolgt heute eine intensive Konzertkarriere vor allem in Europa.

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Der Saal für

erstklassige

Veranstaltungen

Das ZKO-Haus begeistert mit seiner zurückhaltenden Architektur und dem akustisch hervorragenden Saal nicht nur bei Proben, Konzerten, Lesungen und CD-Aufnahmen, sondern bietet auch für vielfältige weitere Anlässe wie etwa Firmen-Events den richtigen Rahmen. Aus der Zusammenarbeit mit dem angrenzenden Kunstund Kulturraum see301 ergeben sich zudem weitere interessante Nutzungsmöglichkeiten. Unter Telefon 044 388 36 00, per Mail an zkohaus@zko.ch oder im Internet auf www.zko.ch erhalten Sie nähere Informationen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

ZKO-Haus Zürich-Tiefenbrunnen Seefeldstrasse 305 10

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ZKO-Konzert SO 10. MAI 18 H

China: «Luo Ping – Visionen eines Exzentrikers» Zürcher Kammerorchester, moderierte Diskussion mit Tan Dun & Muhai Tang Tan Dun: Eight Colors for String Quartet; A Sinking Love Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 12 Des-Dur op. 133

Gemälde von Luo Ping

Das ZKO spielt inmitten einer umfassenden Werkschau des facettenreichen Schaffens des Luo Ping (1733–1799) Musik des ‹Composer in Residence› Tan Dun. Wundersame Porträts, Buddhas und wahrhaftige Geister, aber auch Pflaumenblüten, Landschaften und witzige Tierdarstellungen umrahmen Tan Dun und Muhai Tang bei ihrer moderierten Diskussion der gespielten Kammermusikwerke. Konzert zur China-Ausstellung: ‹Luo Ping – Visionen eines Exzentrikers› Ausstellungsdauer: 9. April – 12. Juli 2009, Werner Abegg Saal

im Museum Rietberg

ApéroConcert

MI 17. JUNI 20 H

«ZKO meets…» Emel & Band ‹An Oriental Night› Programm nach Ansage

Emel

Die türkischstämmige Emel verkörpert die multikulturelle Generation, die mit Hip Hop und Rock genauso aufgewachsen ist wie mit der Volksmusik ihrer Eltern. Sie hat beachtliche Erfolge im Ausland erzielt, hat in Deutschland mit den erfolgreichsten Soul-Acts und Produzenten gearbeitet, Songs geschrieben, die in den US-Charts waren und war als erste europäische Sängerin auf ‹Soul of MTV› zu sehen. In einer ‹Oriental Night› im Zürcher Kaufleuten gehen die junge Schweizer Soulqueen und das traditionsreiche ZKO aufeinander zu und erforschen in einer lustvollen Kombination von Ost und West und Tradition und Moderne gemeinsam neue musikalische Welten.

im Zürcher Kaufleuten ZKO ‹Opus.V›

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Wollten Sie schon immer in der Tonhalle auf der Bühne stehen?

Dann werden Sie Mitglied der ZKO-Freunde! Mit Ihrem Engagement unterstützen Sie das Zürcher Kammerorchester in seinem künstlerischen Schaffen und ermöglichen kulturelle Vielfalt. Ausserdem profitieren Sie von folgenden exklusiven Privilegien: • Zutritt zu den öffentlichen Generalproben • Auftrittsmöglichkeit als Solistin / Solist am jährlichen Amateursolistenkonzert • Gratiseintritt zum jährlichen Amateursolistenkonzert • Gratiseintritt zu einem Kammermusikkonzert im ZKO-Haus • Einladung zu einer exklusiven kommentierten Probe mit anschliessendem Essen / Apéro riche mit

den beteiligten Musikerinnen und Musikern (Unkostenbeitrag für das Essen / Apéro riche) • Gratisabo für das ZKO-Kundenmagazin OPUS • Prämie bei der Gewinnung neuer ZKO-Freunde: ZKO-Gutschein Fr. 50.• Jährlicher Gutschein für ZKO-Konzerte im Betrag von Fr. 100.-, der individuell eingesetzt werden kann

Wir freuen uns auf Sie! Weitere Informationen zum Zürcher Kammerorchester und zu den ZKO-Freunden finden Sie unter:

www.gfzko.ch 12

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+ + + ‹Vielsaitigkeit› + + +

Lassen Sie sich vom ‹vielsaitigen› Programm der neuen Saison 2009/10 überraschen. ‹Vielsaitige› Künstler

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‹Vielsaitig› sind die Künstler, die wir für die Konzerte gewinnen konnten. Erleben Sie, wie Fazil Say und Giora Feidman spielerisch die Brücke von Klassik zu Jazz und Klezmer schlagen. Wir treffen aber auch auf den bekannten Klarinettisten Paul Meyer, der sein Instrument gegen den Taktstock eintauscht. Daneben fehlen an unseren Konzertabenden ebenso wenig ‹vielsaitige› Künstler wie David Garrett, Benjamin Schmid, Malin Hartelius, Daniel Müller-Schott, Viviane Hagner, Isabelle Faust oder Peter Seiffert. – ‹Vielsaitig› sind die Weltstars unseres traditionellen Meisterzyklus. Lassen Sie sich fesseln von Evelyn Glennie, Arcadi Volodos, Sarah Chang, Martin Stadtfeld oder geniessen Sie aussergewöhnliche Kammermusik-Abende mit Katia und Marielle Labèque oder dem Quartett Guidon Kremer, Yuri Bashmet, Marie-Elisabeth Hecker und Oleg Maisenberg.

‹Vielsaitige› Konzert-Orte

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‹Vielsaitig› sind die Konzertorte, die wir mit Musik füllen werden. Neben dem Grossen und Kleinen Saal der Tonhalle wird das ZKO als wohl flexibelstes Orchester in Zürich wieder in den verschiedensten Lokalitäten zu hören sein. Im Rahmen der Partnerschaft mit dem Museum Rietberg werden

erneut Klang und Kunst miteinander vereint. Im Kaufleuten schauen wir mit der Crossover-Reihe «ZKO meets …» sowie dem Classical Dinner «Americana» einmal mehr über die Grenzen des Standard-Repertoires hinaus.

Konzerten die ganze Bandbreite des Schaffens dieses Ausnahmekünstlers sowohl als Klarinettist wie auch als Komponist.

«Composer in Residence»

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‹Vielsaitig› ist ebenfalls unser «Composer in Residence». Jörg Widmann gehört als «Klarinette spielender Komponist» zu den Lichtgestalten der jungen Musikszene. Sowohl als Instrumentalist wie auch als Komponist erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den begehrten Förderpreis der Ernst von Siemens Stiftung. Im Alter von sieben Jahren erhielt Jörg Widmann seinen ersten Klarinetten- und bereits mit elf Jahren den ersten Kompositionsunterricht, den er später bei Hans Werner Henze, Wilfried Hiller, Heiner Goebbels und Wolfgang Rihm fortsetzte. Seit Oktober 2001 ist Jörg Widmann Professor für Klarinette an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg i. Br. – Mit seiner Musik erforscht der in München geborene Komponist neue Klangwelten und stösst in ungehörte Bereiche der Musik vor. Er erweitert dabei die Palette seiner Klangfarben um geräuschhafte Nuancen und reichert seine sanften Klänge mit zarten Pastelltönen an. – Um den Komponisten Widmann ganz zu verstehen, muss man auch den Klarinettisten Widmann kennen lernen. Das ZKO zeigt in mehreren

Wiedereinführung Barock-Zyklus Die wahrscheinlich auffallendste «Neuerung»: Die Barockmusik erhält wieder einen festen Platz in unserem Konzertprogramm. So lassen wir eine enge, langjährige Zusammenarbeit mit Maurice Steger wieder aufleben und haben bewegende Barockkonzerte mit vielversprechenden Künstlern zusammengestellt. Neben Maurice Steger, der als Dirigent und Blockflötist in Erscheinung treten wird, finden sich hier andere hochkarätige Künstler wie Christopher Hogwood, Andreas Scholl, Diego Fasolis, Reinhard Goebel und Daniel Hope wieder. Dabei begegnen wir besonders einem Komponisten immer wieder: Georg Friedrich Händel, dessen Todestag sich 2009 zum 250. Mal jährt.

Grosse Jubilare

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Auch andere Jubilare begleiten uns immer wieder: Joseph Haydn, dessen 200. Todesjahr begangen wird, Felix Mendelssohn, der vor 200 Jahren das Licht der Welt erblickte, und schliesslich Gustav Mahler, der 2010 150 Jahre alt geworden wäre.

Wir wünschen Ihnen viel Spass bei der musikalischen Entdeckungsreise durch unser Saisonprogramm und freuen uns, Sie bei uns zu begrüssen. ZKO ‹Opus.V›

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Vorverkauf

KONZERTKALENDER MAI 09 SO 10 Museum Rietberg, Werner-Abegg-Saal

18 h

Konzert zur China-Ausstellung «Luo Ping – Visionen eines Exzentrikers» Zürcher Kammerorchester

Kammermusik von Tan Dun, erklärt und diskutiert von Muhai Tang und Tan Dun Preise: CHF 40.–, Mitglieder Rietberggesellschaft CHF 30.–

DI 12 Tonhalle Zürich

19.30 h

Zürcher Kammerorchester; Symphonisches Orchester Zürich; Tan Dun, Dirigent; Yingdi Sun, Klavier

Werke von Béla Bartók und Tan Dun Preise: CHF 16.– bis 105.–

SO 17 Tonhalle Zürich

11 h

KiKo: «Tino Flautino und die Zaubermelodie» Musikkollegium Winterthur; Maurice Steger, Flöte und Leitung; Jolanda Steiner, Text und Erzählerin; Rodolphe Schacher, Musik

Preise: Erwachsene CHF 39.–/29.–, Kinder CHF 24.–/17.–

FR 22 Tonhalle Zürich

Meisterzyklus Zürich Mischa Maisky, Violoncello; Lily Maisky, Klavier

19.30 h

Werke von L. van Beethoven, M. de Falla, S. Rachmaninoff & D. Schostakowitsch Preise: CHF 16.– bis 105.–

SA 30 Tonhalle Zürich

Pfingstkonzert mit Teo Gheorghiu Musikkollegium Winterthur; Howard Griffiths, Dirigent; Teo Gheorghiu, Klavier

19.30 h

ZKO: Tel. 0848 84 88 44 (Mo – Do 11 – 17 h) Fax 044 388 36 10 billettkasse@zko.ch +++ www.zko.ch Tonhalle: Tel. 044 206 34 34 sowie die üblichen Zürcher Vorverkaufsstellen

Konzerte unserer Partner MEISTERZYKLUS BERN ——— SO 03. Mai 09 / 11.00 h / Kultur-Casino, Bern Musikkollegium Winterthur Maurice Steger, Flöte und Leitung; Jolanda Steiner, Text und Erzählerin; Rodolphe Schacher, Musik Extrakonzert für Familien: «Tino Flautino und die Zaubermelodie» ——— 4 Wochen vor jedem Konzert nur noch bei BernBillett, Nägeligasse 1a, 3000 Bern 7 Tel. 031 329 52 52; www.bernbillett.ch

Weitere Veranstaltungen SA 13. Juni 09 / 17.15 & 20.30 h Tonhalle Zürich, Kleiner Saal «Concours Géza Anda 2009 – Mozartprüfung» ZKO; Muhai Tang, Dirigent; Kandidatinnen und Kandidaten des Concours Géza Anda 2009 Werke von W. A. Mozart ––– Vorverkauf: Tonhalle-Gesellschaft Zürich Tel. 044 206 34 34

Werke von J. Haydn & L. van Beethoven

SO 31 Tonhalle Zürich

19 h

Pfingstkonzert ‹Die Schöpfung› ZKO; Zürcher Sängerknaben; Muhai Tang, Dirigent; Rachel Harnisch, Sopran; Andreas Scheidegger, Tenor; Ruben Drole, Bass; Jeroen Willems, Graham Valentine, Hanspeter Müller-Drossaart, Teufel; Stephan Müller, Regie

J. Haydn: ‹Die Schöpfung› in einer neuen, halbszenischen Version mit Texten aus John Miltons ‹Paradise Lost› // Preise: CHF 30.– bis CHF 120.–

JUNI 09 MI 03 Tonhalle Zürich

Werke von E. Rautavaara, F. Mendelssohn Bartholdy, A. Sallinen & P.I. Tschaikowsky Preise: CHF 16.– bis CHF 105.–

DO 04 Tonhalle Zürich

Meisterzyklus Zürich Andrei Gavrilov, Klavier

«ZKO meets…» Emel Zürcher Kammerorchester; Emel, Vocals; Band

20 h

‹An Oriental Night› – Programm nach Ansage // Einheitspreis: CHF 60.–

DI 23 Tonhalle Zürich

19.30 h

Werke von F. Chopin Preise: CHF 16.– bis CHF 105.–

MI 17 Kaufleuten Zürich

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19.30 h

Zürcher Kammerorchester; Pekka Kuusisto, Violine und Leitung

Zürcher Kammerorchester; Muhai Tang, Dirigent; Baiba Skride, Violine; Lauma Skride, Klavier

Werke von F. Mendelssohn Bartholdy Preise: CHF 16.– bis CHF 105.–

ZKO ‹Opus.V›

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19.30 h

Impressum + + + Redaktionsleitung ZKO: Carola Fischer + + + Autoren: Michael Bühler (mb), Carola Fischer (cf ), Christian Geltinger (cg), Armin Kerber (ak), Nina Debrunner (nd), Eva Ruck­stuhl (er). + + + Fotografien: Thomas Entzeroth, Alberto Venzago, Agenturen. + + + Bild S. 5: Heinrich Johann Füssli: Die drei Hexen, 1783 + + + Anzeigenverkauf: Rewomedia, Zürich. Produktion: Südostschweiz Presse und Print AG, Chur. + + + Konzept & Gestaltung: Eisbeer AG/ZH. Erscheinungsweise: Zweimonatlich 5x im Jahr (Sept. / Nov. / Jan. / März / Mai) + ++ Auflage: 35 000

Programmänderungen vorbehalten.

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Ich wollte nie eigene Kinder.

Weil sich das Leben nicht immer an unsere Pläne hält: Vorsorgen mit der Nummer 1. Was immer die Zukunft für Überraschungen bringt: Wer frühzeitig mit Swiss Life investiert und vorsorgt, ist für alle Fälle bereit. Unsere Spezialisten erarbeiten für Sie Vorsorge- und Anlagelösungen, die genau auf Ihr Alter, Ihre Bedürfnisse und Ihr Risikoprofil abgestimmt sind. Wenden Sie sich an die Nummer 1. Telefon 0848 841 000. www.swisslife.ch


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25.3.2009

15:10 Uhr

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roger federer Meister des Tenniscourts. Gewinner unzähliger Grand-Slam-Titel. Rekordhalter als Nummer eins der Weltrangliste. Vorbild. Mentor. Phänomen. Er wird der grösste Spieler aller Zeiten genannt. Von den grössten Spielern aller Zeiten.

OYSTER PERPETUAL DATEJUST

OPUS.V  

Das Magazin des Zürcher Kammerorchester - Ausgabe Mai/Juni 2009

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