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pulsschlag

02.2014

Das Magazin der Kliniken Essen-Mitte • www.kliniken-essen-mitte.de

Emergency Room Transparente Notaufnahme an den Kliniken Essen-Mitte

Gesund & Aktiv

Zahnimplantate Schöne Zähne für mehr Lebensqualität. Die Antworten auf Ihre Fragen.

Gesund & Aktiv

14

Kinderurologie Große Erfahrung für kleine Patienten. Betreuung für die ganze Familie.

Leben in der Metropole

20

Heiraten in Essen Romantisch & unvergesslich: Tipps für die perfekte Hochzeit.

26


Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser, eilig und vor allem laut braust ein Rettungswagen an uns vorbei – keine Seltenheit, ganz besonders in einer Großstadt wie Essen begegnen uns Martinshorn und Blaulicht mehrmals täglich. Doch wie läuft so ein Notfalleinsatz eigentlich ab? Und welche Maßnahmen leiten die Notfallmediziner bei der Ankunft im Krankenhaus ein? In dieser Ausgabe unseres Gesundheitsmagazins „pulsschlag“ geben wir Ihnen Einblicke in die Zentrale Aufnahme der Kliniken Essen-Mitte, sprechen mit dem Leitenden Arzt dort sowie dem Direktor der Essener Feuerwehr und zeigen Ihnen, wie auch Sie im Notfall Erste Hilfe leisten können. Weitere Themen im „pulsschlag“: Lesen Sie, wie schon kleinen Kindern in der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie geholfen werden kann. Routine und Einfühlungsvermögen spielen im Umgang mit unseren kleinsten Patienten eine ganz große Rolle. Außerdem berichten wir über die Arbeit der Gärtner in unseren Klinikparks – nach dem Pfingststurm mussten dort schwere Schäden beseitigt werden. Jetzt können unsere Patienten, Besucher und Mitarbeiter wieder sicher im Grünen spazieren gehen. Auch Wissenswertes zur Szene in Essen, Ideen zur Freizeitgestaltung und Rätselspaß finden Sie auf den folgenden Seiten. Im Stadtteilporträt präsentieren wir Ihnen den Stadtteil Rüttenscheid mit nützlichen Tipps zum Einkaufen, Besuchen und Verweilen. Kommen Sie gut in den Herbst mit „pulsschlag“! Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen. Für Fragen oder Anregungen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Gute Unterhaltung wünscht

Horst Defren, Geschäftsführer, Kliniken Essen-Mitte

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Implantatzentrum Kliniken Essen-Mitte / Evang. Huyssens-Stiftung

Erste Anlaufstelle: Das Implantatzentrum der Kliniken Essen-Mitte bietet Implantologie in ihrer Gesamtheit – von der Planung über die Chirurgie und Prothetik bis zur Nachsorge – auf universitärem und damit höchstem Niveau. 3D-Diagnostik und Planung Chirurgische und prothetische Implantologie Nachsorge und professionelle Prophylaxe Versorgung von geriatrischen Patienten Behandlung von Implantatentzündungen Ästhetische Versorgung / Zahnheilkunde Behandlung von Zahnfleischerkrankungen Notfallbehandlung u.v.m. Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Direktor Prof. Dr. Dr. Christopher Mohr Zentrum für Implantologie Leiter des Implantatzentrums: Prof. Dr. Thomas Weischer Tel.: (02 01) 174 - 28601 E-Mail: implantatzentrum-mkg@kliniken-essen-mitte.de www.kliniken-essen-mitte.de/implantologie

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INHALT

Inhalt Gesund & Aktiv 08

Die Notaufnahme – Abseits der Routine

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Erste Hilfe Wissen Sie noch, wie man Leben rettet?

13

Ferienspatz Ein Blick hinter die Krankenhaus-Kulissen

14

Zahnimplantate Schöne Zähne für mehr Lebensqualität

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20

Schon gewusst? Interessantes aus der Medizinwelt

18

Integrative onkologie Brücken bauen über mentale Gräben

20

Kinderurologie Große Erfahrung für kleine Patienten

22

Frisch, gesund, lecker Die Küche der Kliniken Essen-Mitte

Leben in der Metropole 24

Wein Je nach persönlichem Gusto

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Ja, ich will Heiraten in Essen

28

Stadtteilporträt Essen-Rüttenscheid – Die heimliche Innenstadt

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Arbeitslose Aschenbecher Ein Jahr Rauchverbot in der Gastronomie

34

Dubrovnik Das kroatische Athen an der Adria

Mitten hinein 38

Centspende Mehr als eine Hand voll Kleingeld

40

Menschenmögliches Neues aus dem Verein

42

Im Auge des Sturms Der Park der KEM nach Pfingststurm „Ela”

In jeder Ausgabe

26

03 06 30 39 39 44 46

Editorial Neues aus den Kliniken Essen-Mitte Was steht an? Reingehört / Reingeschaut Vorgelesen Nachgedacht & mitgemacht Menschen der Region


MITTEN HINEIN

NEUES AUS DEN KLINIKEN ESSEN-MITTE

Frauen & Krebs: Ein gelungener Patientenkongress Am 14. Juni 2014 hieß es im Essener Hotel Franz: „1. Essener Patientenkongress: Frauen und Krebs“. Rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich zu den Themen brustkrebs und gynäkologische Tumorerkrankungen. Ärzte der Klinik für Senologie/Brustzentrum und der Klinik für Gynäkologie und gynäkologische Onkologie der KEM informierten über TheEin Video vom 1. Essener Patientenkongress finden Sie online unter: www.pulsschlag.tv

rapie und Operationsverfahren sowie über die Erblichkeit von Krebs. Auch die Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin stellte mögliche naturheilkundliche Verfahren vor. Parallel zu dem Vortragsprogramm liefen Workshops, z.B. zu den Themen Ernährung, Bewegung und Aussehen, an denen die Besucher teilnehmen konnten. Das Highlight des Tages war die Modenschau mit der Präsentation bunter Tücher, Bademode, BHs und mehr. Besucher, Referenten und Aussteller waren gleichermaßen angetan.

Fit, gesund und motiviert – durch Betriebliches Gesundheitsmanagement Den KEM liegt nicht nur die Gesundheit der Patienten am Herzen – auch das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements (bGM) gefördert. Von der aktiven Mittagspause über den Yoga-Kurs bis hin zur Beratung und Begleitung von Maßnahmen nach längerer Krankheit: Mitarbeiter der KEM haben seit Mai die Möglichkeit, eine ganze Reihe neuer Angebote zur Gesundheitserhaltung zu nutzen. Dabei wird sowohl der körperlichen, als auch der seelischen Gesundheit Beachtung geschenkt. Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung können Mitarbeiter an Aqua-Gymnastik, Yoga, Pilates, einem Lauftreff u.v.m. teilnehmen. Das Betriebliche Eingliederungsmanagement kümmert sich um Mitarbeiter, die länger krankgeschrieben waren und dient der Überwindung der Arbeitsunfähigkeit. Geplant ist zudem eine betriebliche Sozialberatung. Von gesunden und motivierten Mitarbeitern profitieren nicht zuletzt die Patienten!

KEM-Mediziner im FOCUS-Ranking erneut vorn TOP

NATIONALES KRANKENHAUS

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Neun Mediziner der KEM gehören laut Nachrichtenmagazin FoCUS (Ausgabe 26) zu den führenden Ärzten Deutschlands. Sechs Klinikdirektoren stehen auf der Liste der besten Tumor-Mediziner: Prof. Dr. Andreas du Bois, Direktor der Klinik für Gynäkologie & Gynäkologische Onkologie; PD Dr. Sherko Kümmel, Direktor der Klinik für Senologie/ Interdisziplinäres Brustzentrum; Prof. Dr. Darko Kröpfl, Direktor der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische

DEUTSCHLANDS GRÖSSTER KRANKENHAUSVERGLEICH

Onkologie; Prof. Dr. Michael Stahl und Prof. Dr. Hansjochen Wilke, Direktoren der Klinik für Internistische Onkologie und Hämatologie; Prof. Dr. Dr. h.c. Martin K. Walz, Direktor der Klinik für Chirurgie und Zentrum für Minimal Invasive Chirurgie. Darüber hinaus gehört Prof. Dr. Martin Schäfer, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Suchtmedizin zu den besten Spezialisten im Bereich Suchtmedizin; Prof. Dr. Jost Langhorst, Leiter des Zentrums für Integrative Gastroenterologie wird als Experte für Darmerkrankungen und Prof. Dr. Thomas Weischer, Leiter des Implantatzentrums als hervorragender Zahnarzt und Oralchirurg gelistet. Die Focus-Ärzteliste hilft Betroffenen auf der Suche nach dem richtigen Spezialisten für ihre Erkrankung. Seit Jahren erscheinen hier die KEM-Mediziner, was verdeutlicht, wie sehr die Qualität der Behandlung von Patienten und niedergelassenen Kollegen geschätzt wird.

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MITTEN HINEIN

Neue Bäume für Essen Im Laden für Gesundheit im Knappschafts-Krankenhaus der KEM werden baumfoto-Postkarten zum Verkauf angeboten. Die Erlöse fließen in die Neuanpflanzung von bäumen im Grugapark und im Essener Stadtgebiet. Die Schäden des Sturmes „Ela“ waren verheerend. Allein im Grugapark sind 350 Bäume entwurzelt worden oder abgebrochen. Ellen Wittke, Inhaberin des Ladens für Gesundheit im Steeler Knappschafts-Krankenhaus, verkauft Postkarten mit Baummotiven, die sie und KEM-Mitarbeiterin Birgit Schouten selbst gestaltet haben. Der Erlös wird an den Stiftungsverein „Grugapark Essen e.V.“ und an den „NABU NRW“ gespendet. Unterstützung gibt es von der Landesregierung: Jeder privat gespendete Euro wird mit einem Euro gefördert und fließt ebenfalls in die Pflanzung neuer Bäume. Wer eigene Ideen und Anregungen einbringen möchte, kann dies in der Facebook-Gruppe „Neue Bäume für Essen“ tun.

ISo 9001: Re-Zertifizierung der Kliniken Essen-Mitte Die KEM sind bereits seit drei Jahren nach DIN EN ISo 9001 zertifiziert. In diesem Jahr wurde das Gesamthaus erfolgreich re-zertifiziert. Fehler erkennen, Verbesserungsstrategien entwickeln, um als ständig lernende Organisation die höchst mögliche Qualität in allen Bereichen zu gewährleisten. Dies ist dank des funktionierenden Qualitätsmanagement-Systems an den KEM Alltag. Eine Zertifizierung wird vom Gesetzgeber nicht gefordert, doch den Kliniken ist eine nachvollziehbare Qualitätssicherung ein Anliegen, um den eigenen Ansprüchen zu genügen. Zudem haben die KEM frühzeitig auf die immer umfangreicheren Anforderungen der Patientensicherheit reagiert und ein klinisches Risikomanagement integriert, durch das mögliche Gefahrenquellen ausgeräumt werden können.

Gute Ergebnisse für die KEM bei Deutschlands größter Patientenbefragung Die KEM behandeln ihre Patienten mit besonders hoher medizinischer und pflegerischer Kompetenz und entlassen sie zufrieden. Das ist das Ergebnis von Deutschlands größter Patientenbefragung – durchgeführt von AoK Rheinland/Hamburg, bARMER GEK und der Weißen Liste. Besonders zufrieden sind Patienten der KEM mit der Qualität der ärztlichen Versorgung (86%, Platz 11 im Rheinland) und der pflegerischen Betreuung (84%, Platz 9 im Rheinland). Herausragend ist das positive Feedback der Patienten für Naturheilkunde und Integrative Medizin. Die ärztliche Versorgung der Chirurgie belegt Rang 10 von 109 chirurgischen Kliniken im Rheinland. Auch die Kliniken der Fachrichtungen Mund-, Kiefer- Gesichtschirurgie, Urologie, Pneumologie und Allgemeine Innere Medizin erzielten ein überdurchschnittliches Ergebnis. Insgesamt belegen die KEM Platz 21 von 146 Krankenhäusern in Rheinland – ein Ergebnis, das sich sehen lässt.

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GESUND & AKTIV

e

Notaufnahm

DIE NOTAUFNAHME

Abseits der Routine TEXT KRISTINA SIEBENMORGEN

Das Video zum „Emergency Room“ der Kliniken Essen-Mitte finden Sie online unter: www.pulsschlag.tv


GESUND & AKTIV

Ohrenbetäubend heult das Martinshorn. Als der Rettungswagen um die Ecke biegt, flackert das Blaulicht auf und spiegelt sich in den Fenstern der Häuser, an denen das Fahrzeug im Eiltempo vorbeirast. Ein Notfall ist passiert. Nach dem Anruf in der Leitstelle der Feuerwehr greift ein Rädchen ins andere. In der Zentralen Aufnahme der Kliniken Essen-Mitte geht ein Anruf ein und das Team aus Ärzten und Pflegenden ist bereit, Leben zu retten.

an weiß nie, in welchem Zustand ein Patient eingeliefert wird“, sagt Dr. Grundmeier, Leiter der Zentralen Aufnahme der Kliniken Essen-Mitte. Etwa jede halbe Stunde transportiert der Rettungswagen einen Notfall in die Evangelische HuyssensStiftung. „Zwischen einem eingehenden Funkspruch und der Einlieferung eines Notfallpatienten vergehen meist nur wenige Minuten“, weiß der erfahrene Notfallmediziner. Mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland werden jedes Jahr in einer Notaufnahme behandelt. 20.000 davon an den Kliniken Essen-Mitte. Die Zentrale Aufnahme ist für die Erstversorgung der Notfallpatienten aller medizinischen Fachgebiete zuständig. Sie ist Anlaufstelle für alle Notfallpatienten und 52 Wochen im Jahr, sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag voll einsatz- und leistungsfähig.

Beste Versorgung unter Zeitdruck „Unsere Patienten machen keine Termine“ – und genau das schätzt Andreas Grundmeier an seiner Arbeit. „Am Morgen wissen wir nie, was im Laufe des Tages alles passieren wird.“ Um bei einem Notfall bestmöglich reagieren zu können, kommt es auf die wenigen Minuten zwischen Funkspruch und Einlieferung an. „Bei uns geht es immer darum, die Zeit effizient zu nutzen und so Leben zu retten.“ Bevor der Rettungswagen in der Einfahrthalle der Huyssens-Stiftung eintrifft, gibt er seinem Team präzise Anweisungen – mit dem Ziel, alle notwendigen Befunde in kürzester Zeit zusammenzustellen, um weitere Behandlungsmaßnahmen schnellstmöglich einleiten zu können. Beim Eintreffen des Rettungsteams gibt der Rettungsassistent relevante Personendaten des Notfalles an die Anmeldung der Zentralen Aufnahme weiter. Für den Patienten geht es direkt in einen Behandlungsraum weiter. „Im Interesse der optimalen Versorgung entscheiden wir bereits an der Eingangspforte, wo der Patient genau hingehört.“ Anhand der beschriebenen Symptome muss eine schnelle und kompetente Diagnose erfolgen, auf die Therapie und Behandlung aufbauen. Andreas Grundmeier, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin, gibt seinen Patienten nach der Erstbehandlung am liebsten die Diagnose: „Machen Sie sich keine Sorgen, das wird schon wieder.“ I 2014

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GESUND & AKTIV

e Notaufnahm

Emergency Room – die transparente Notaufnahme

Mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland werden jedes Jahr in einer Notaufnahme behandelt. An den Kiniken Essen-Mitte sind es bis zu 20.000 Notfälle. Während einer Acht-StundenSchicht klingelt das Telefon des Leitenden Arztes etwa 120 Mal. Durchschnittlich werden an den KEM 50 Notfälle pro Tag eingeliefert.

In der Zentralen Aufnahme bieten acht Behandlungsräume Platz, die Patienten zu versorgen. Zusätzlich gibt es zwei so genannte Schockräume, in denen die Versorgung Schwersterkrankter stattfindet. Hier führen die Mediziner beispielsweise kleine, sofort notwendige Eingriffe, wie eine Thoraxdrainage oder eine künstliche Beatmung durch. Auch die apparative Überwachung eines Notfallpatienten ist im Schockraum möglich. Laboruntersuchungen und weitergehende technische Untersuchungen wie EKG und Ultraschall-Untersuchungen können hier stattfinden.

Interdisziplinäre Ausrichtung der Zentralen Aufnahme „Wir haben Ärzte aller Fachrichtungen, die notwendige Technik und ein Labor, mit dem wir die wichtigsten Werte innerhalb weniger Minuten selbst messen können, direkt vor Ort“, fasst der Leiter der Zentralen Aufnahme zusammen. „Bei uns ist der Patient sofort in den richtigen Händen.“ In seinem Job als Notfallmediziner fungiert Grundmeier als Diagnostiker, Organisationstalent und Vermittler. In der Notaufnahme wird zunächst nur das gemacht, was eine unmittelbare Gefährdung des Patienten ausschließt. Weitere Behandlungen übernehmen die verschiedenen Fachabteilungen des Klinikums. Die interdisziplinäre Arbeit und eine enge Absprache zwischen den Ärzten der Notaufnahme und den jeweiligen Spezialisten stehen an erster Stelle. Letztere werden frühestmöglich zur Behandlung hinzugezogen.

Zentrale Aufnahme der Kliniken Essen-Mitte Dr. med. Andreas Grundmeier, Leiter Tel.: (02 01) 174 - 20001 za@kliniken-essen-mitte.de

Als Richtschnur für die Zentrale Aufnahme der Kliniken Essen-Mitte gilt der amerikanische „Emergency Room“, in Anlehnung an die gleichnamige Fernsehserie. Nicht nur der Name erinnert an das amerikanische Vorbild, auch der Inhalt tut es. Der Emergency Room ist ein transparentes Konzept. „Jeder hier sieht, was passiert, und dass etwas passiert.“ – Patienten, Wartende und Angehörige. Jederzeit ist ein Ansprechpartner vor Ort. Pfleger und Ärzte bekommen schnell mit, wenn ein Patient Probleme hat. Eine Zentrale Aufnahme ersetzt das frühere System von vielen Einzelambulanzen. Patienten werden nicht mehr in verschiedene Ambulanzen gebracht. Kurze Wege sind ein Zeitgewinn für die Diagnose. Arbeitskraft, Personal und Material konzentrieren sich auf eine Stelle. Von dieser gebündelten Kompetenz profitieren alle, vor allem der Patient, der sich früher in der Ambulanz seinen Doktor selber suchen musste. Heute werden Patienten nicht mehr von Ambulanz zu Ambulanz geschickt. Durch das Vorhandensein aller Fachdisziplinen ist eine Akutversorgung möglich. „Hier finden Patienten an einer Stelle die geballte Kompetenz verschiedener Fachrichtungen“, betont Grundmeier, der ehrenamtlicher ärztlicher Leiter und einer der drei Vorstände der Johanniter Unfallhilfe ist.

„Es gibt keine Routine, höchstens Erfahrung.“ Moderne Strukturen und ein perfektes Netzwerk ermöglichen eine immer schnellere Versorgung – ob eine kleine Platzwunde, ein komplizierter Armbruch oder der Verdacht auf einen Herzinfarkt. Neben ambulanten Notfällen wird hier die Diagnostik akut Erkrankter und seit 2006 auch die stationäre Aufnahme vorgenommen. Dabei benötigt jeder Patient eine individuelle Versorgung, denn selbst jede Routine-Aufnahme hat ihre Eigenarten. „Es gibt keine Routine, höchstens Erfahrung“, weiß Grundmeier. Wichtig sei vor allem die Routine im Kopf. Denn er und sein Team müssen auf den ersten Blick das Krankheitsbild des Patienten erkennen. „Nur ein perfekt geschultes und eingespieltes Team sowie der Mut zur Innovation können diese medizinische und pflegerische Qualität unter Zeitdruck gewährleisten“, so Grundmeier. Einen Facharzt für Notfallmedizin gibt es in Deutschland derzeit nicht. Mediziner der Notaufnahme sind Fachärzte aus dem Bereich der Inneren Medizin, Chirurgie und anderer klinischer Fächer. Viele von ihnen haben eine Zusatzqualifikation im Bereich der Intensivmedizin. Dr. Grundmeier weiß: „Man muss ein Faible dafür haben hier zu arbeiten. Ich bin sehr froh, dass wir sowohl im Bereich der Pflege, im Assistenzberuf und auch im ärztlichen Bereich sehr viele Mitarbeiter haben, die eben Spaß an der Arbeit in der Zentralen Aufnahme haben.“


GESUND & AKTIV

In der Integrierten Leitstelle (ILS) der Feuerwehr gehen alle Anrufe der Notrufnummer 112 ein. Wählt man bei einem Notfall diese europaweit einheitliche Rufnummer, wird man automatisch an die, in seinem Gebiet zuständige ILS weitergeleitet. In der Leitstelle Essen, im Lage- und Logistikzentrum auf der Feuerwache 1, laufen alle Meldungen, die über Notrufeinrichtungen, Telefon, Brandmeldeanlagen, Funk oder Fax ankommen, zusammen – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Ausschließlich Feuerwehrbeamte mit langjähriger Praxiserfahrung im Brandschutz- und Rettungsdienst nehmen die Anrufe entgegen. Dipl.-Ing. Ulrich Bogdahn, Direktor und Amtsleiter der Feuerwehr Essen Im Interview:

Wie viele Anrufe gehen bei Ihnen jeden Tag in der Leitstelle ein?

Erfahren Sie, was aus den Notrufen geworden ist?

Ulrich Bogdahn: „Wir fahren durchschnittlich 380 Einsätze pro Tag. Anrufe gehen aber etwa zehn Mal so viele täglich bei uns in der Leitstelle ein. Das bedeutet einen großen logistischen Aufwand. Denn nach dem Eingang eines Notrufes ist es unser Anspruch, in höchstens acht Minuten am Ort des Notfalls zu sein.

Ulrich Bogdahn: „Unser Funkmeldesystem überwacht alle Einsätze. Wir können auf unseren Bildschirmen verfolgen, wo unsere Fahrzeuge im Einsatz sind. Wir in der Leitstelle sehen, dass ein Wagen unterwegs ist und wir sehen auch, wann er im Krankenhaus ankommt. Wir wissen immer genau, wo unsere Autos gerade sind. Wenn ein Transport generiert ist, schalten sich die Rettungssanitäter im Krankenhaus wieder frei, um für den nächsten Einsatz in der Nähe verfügbar zu sein. So weiß auch die Leitstelle, dass der Patient im Krankenhaus angekommen ist.“

Welche Informationen sind bei einem eingehenden Notruf die wichtigsten? Ulrich Bogdahn: „Das allerwichtigste ist, dass der Anrufer auf die präzisen Fragen antwortet, die ihm der Feuerwehrbeamte am anderen Ende des Telefons stellt. Denn der Beamte weiß genau, welche Informationen er schnell benötigt. Er fragt unter anderem nach dem ‚Wo‘ und nach dem ‚Was‘. Aber auch Name und Telefonnummer des Anrufers sind für einen eventuellen Rückruf wichtig.“

Was passiert ab dem Klingeln des Telefons bis zum Eintreffen der Rettungssanitäter am Ort des Notfalls? Ulrich Bogdahn: „Per Headset nimmt der Feuerwehrbeamte den Notruf entgegen und gibt gleichzeitig alle relevanten Informationen in ein spezielles Programm ein. Dieses Programm zeigt ihm, welche Wache für den Notfall zuständig ist und er bekommt einen Vorschlag für das Fahrzeug, welches am nächsten am Einsatzort ist. In Essen gibt es sieben Notarzt-Standorte. Der Feuerwehrbeamte kategorisiert den Notruf, zum Beispiel in die Kategorie Krankentransport, Rettungsdienst oder Brandschutz. Die Rettungssanitäter werden dann per Pager über den Ort und die Kategorie des Notrufs informiert und machen sich auf dem schnellsten Weg zur Einsatzstelle.“

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GESUND & AKTIV

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Notaufnahm

Erste Hilfe

Wie lange ist Ihr letzter Erste-Hilfe-Kurs her? Wissen Sie noch, wie man Leben rettet? In einem Notfall den Notruf zu wählen, ist einfach – eine Herzmassage durchzuführen auch! Jeder, der in Deutschland den Führerschein gemacht hat, hat auch einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Dennoch trauen es sich viele nicht zu, bei einem medizinischen Notfall, z.B. einem Herzstillstand, zu helfen. Sie haben Angst, etwas falsch zu machen und dem Betroffenen zu schaden. Doch gerade das Eingreifen eines Ersthelfers ist besonders wichtig und kann die Überlebenschancen erhöhen. Ohne Hilfe verstreicht bis zum Eintreffen eines Rettungswagens wertvolle Zeit. Wird bei einem Herzstillstand nicht innerhalb von fünf Minuten eine Herzdruckmassage durchgeführt, ist ein Überleben unwahrscheinlich.

1

3

2 RUFEN

DRÜCKEN

Rufen Sie 112 an! Oder veranlassen Sie eine andere Person zum Notruf.

Drücken Sie fest und schnell in der Mitte des Brustkorbs: min. 100x pro Minute. Hören Sie nicht auf bis Hilfe eintrifft.

PRÜFEN Keine Reaktion? Keine oder keine normale Atmung? In Deutschland sterben jährlich über 5.000 Menschen am plötzlichen Herzstillstand, weil Anwesende nicht reagieren. Die Helferquote liegt bei lediglich 15%. Die Kampagne „Ein Leben retten – 100 Pro Reanimation“ will Reanimation ins Bewusstsein der Bürger rücken, damit in Zukunft mehr Leben gerettet werden können. Eine Kurzanleitung im handlichen Pocketformat und ein Lehrvideo gibt es unter: www.einlebenretten.de

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GESUND & AKTIV

Ferienspatz Ein Blick hinter die Krankenhaus-Kulisse Einen spannenden Einblick in den Krankenhaus-Alltag

es auch für die kleinen Besucher im OP-Vorraum, dort wo

geben Dr. Grundmeier und sein Team kleinen Hobby-

sonst niemand hinkommt. „Durch die Ferienspatz-Aktion

Sanitätern und Zukunftsärzten zwischen sechs und zwölf

können Kinder das Krankenhaus hautnah erleben.“

Jahren regelmäßig im Rahmen der Ferienspatz-Aktion der

Auch mit Patienten dürfen sie sprechen und sind immer

Stadt Essen. Einen Rettungswagen erkunden, erfahren,

ganz fasziniert: „Von uns Betreuern lernen die Kinder,

was in der Notaufnahme passiert und den Alltag im

dass Ärzte, Krankenschwestern und auch Patienten ganz

Krankenhaus kennen lernen – das und mehr ermöglichen

normale Menschen sind“, schmunzelt Grundmeier. Auch

die Kliniken Essen-Mitte (KEM) interessierten Kindern.

in einem echten Rettungswagen der Johanniter UnfallHilfe dürfen sich die Kinder austoben: die Trage hoch und

Ganz vielen Fragen von ganz aufgeregten Kindern

herunter fahren, den Blutdruck messen und das Blaulicht

stellen sich Dr. Andreas Grundmeier, leitender Arzt der

testen. In der Abteilung Physiotherapie werden bei einem

Zentralen Aufnahme, Krankenhauspfarrer Uwe Matysik

anstrengenden Zirkeltraining Medizinbälle bewegt. „Wir

und eine ehrenamtliche Mitarbeiterin der Grünen Damen

erklären den Kindern wie bedeutsam Bewegung für die

regelmäßig. Dabei haben nicht nur die kleinen Gäste

Gesundheit ist.“ Auch die richtige Ernährung ist wichtig

Spaß, auch den Betreuern bereitet die Aktion immer

für ein gesundes Erwachsenwerden. Nach der Arbeit

wieder große Freude „Kinder haben oft Angst vor

gibt es deswegen eine Stärkung: ein ausgewogenes

Krankenhäusern. Wir nehmen ihnen diese Angst mit der

Mittagessen.

Aktion“, so Dr. Andreas Grundmeier. Wie? „Während des Rundgangs dürfen die Kinder alles anfassen und selber ausprobieren.“ In der Notaufnahme kommt zum Beispiel das EKG zum Einsatz und es wird ein Ultraschall vom Herzen und Bauch gemacht. Staunende Kinder erfahren, wie verschiedene Untersuchungen funktionieren. „Wir zeigen den Kindern, dass das alles gar nicht weh tut“, fasst Dr. Grundmeier zusammen. Spannend ist

„Die Resonanz nach unseren kostenlosen Führungen durch die Evang. Huyssens-Stiftung ist jedes Mal durchweg positiv. Besonders gut kommen die SelbermachStationen an“, resümiert Dr. Grundmeier und freut sich auf den nächsten Termin:

15. oKTobER 2014, 8.30 bIS 13.00 UHR Anmeldung online unter: www.kliniken-essen-mitte.de

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Ratgeber Zahnimplantate Schöne Zähne für mehr Lebensqualität


GESUND & AKTIV

Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Direktor prof. Dr. Dr. christopher Mohr Zentrum für Implantologie prof. Dr. Thomas weischer, Leiter des Implantatzentrums Tel.: (02 01) 174 - 28601 implantatzentrum-mkg@kliniken-essen-mitte.de www.kliniken-essen-mitte.de/implantologie

TEXT DENISE ALBRECHT

Zähne und Kiefer haben einen starken Einfluss auf den Gesamteindruck des Gesichts. Ein strahlendes Lachen wirkt nur mit gesunden Zähnen strahlend. Im Mittelpunkt des Gesichts sind ungesunde Zähne schwer zu verstecken. Das wissen Studien und das wissen vor allem Betroffene. Ungesunde Zähne und Zahnlücken beeinträchtigen die Lebensqualität, Betroffene fühlen sich beklemmt, unsicher und büßen aufgrund ihrer schlechten Zahngesundheit an Selbstvertrauen ein.

Prof. Dr. Thomas Weischer beantwortet Ihre Fragen: Wie hoch ist die Erfolgsrate bei Zahnimplantaten? Zahnimplantate werden meist aus Reintitan hergestellt. Die Erfolgsquote von Implantaten aus diesem Material liegt heutzutage in Abhängigkeit von der Indikation bei bis zu über 95 Prozent.

Wie lange hält ein Zahnimplantat? Wie echte Zähne müssen auch Zahnimplantate gut gepflegt werden – dann können sie ein Leben lang halten.

Wie lange dauert das Einsetzen eines Zahnimplantats? In den meisten Fällen wird eine Implantatbehandlung in zwei Schritten durchgeführt: Im ersten

ie Studie Smile Survey von Align Technology belegt den großen Einfluss der Zähne auf Erfolg oder Misserfolg im Leben eines Menschen. So achten über 90 Prozent aller Befragten während eines Gespräches auf die Zähne des Gesprächspartners und für über 85 Prozent sind schöne, gesunde Zähne der Grund eines gesteigerten Selbstbewusstseins. „Viele Patienten, die mit ungesunden Zähnen oder Zahnlücken zu uns kommen, fühlen sich nicht mehr wohl in der Haut“, weiß Prof. Dr. Weischer, Leiter des Implantatzentrums an den Kliniken Essen-Mitte, der als einer von nur rund 200 Zahnärzten bundesweit über einen Masterabschluss in der oralen Implantologie verfügt. Jedem erwachsenen Menschen fehlen im Durchschnitt

Schritt wird das Zahnimplantat eingesetzt und im zweiten Schritt – nach der sogenannten Einheilzeit – wird der Zahnersatz (als Krone oder Prothese) auf der künstlichen Zahnwurzel verankert.

Ist eine Implantatbehandlung schmerzhaft? Wie bei jedem operativen Eingriff können auch bei einer Implantatbehandlung Schmerzen auftreten. Um diese Schmerzen so gut es geht zu vermeiden, können verschiedene Anästhesieformen eingesetzt werden. Kurz nach der Operation hilft Kühlung, um Schmerzen zu lindern.

Wie fühlt sich ein Zahnimplantat an?

2,7 Zähne. Diese fehlenden Zähne können durch einen

Zahnimplantate übernehmen nahezu die gleichen

Zahnersatz künstlich ersetzt werden. „Für den Ersatz

Funktionen wie ein natürlicher Zahn und sorgen für

fehlender Zähne können Zahnimplantate verwendet

ein natürliches Mundgefühl – beim Reden, Lachen

werden – diese kommen der Natur des natürlichen Zahnes

und Kauen.

am nächsten“, so Weischer. Im Implantatzentrum der Kliniken Essen-Mitte werden jedes Jahr sechs- bis achthundert Implantate gesetzt.

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GESUND & AKTIV

schon

gewusst? Gleich und gleich gesellt sich gern Gute Freunde haben ähnliche Gene. Das haben Genforscher festgestellt. Die Forscher untersuchten die DNA von fast 2.000 Probanden auf ihre Ähnlichkeit. Das Ergebnis: Befreundete Personen sind sich genetisch ähnlicher als Fremde. Die Ähnlichkeit der Gene von Freunden entspricht oft sogar der von Cousins vierten Grades.

Erinnerung und Fotoalbum Dauerhafte Erinnerungen sind erst ab dem dritten Lebensjahr möglich, das ist wissenschaftlich belegt. Wer meint, sich an frühere Erlebnisse zu erinnern, irrt sich. Oft werden diese vermeintlichen Erinnerungen aus Erzählungen von der Familie oder mithilfe von Fotos konstruiert.

Wen Mücken am liebsten stechen Eine Frage, die jeden Sommer wieder in den Köpfen schwirrt: Warum scheinen manche Menschen für Mücken attraktiver als andere? Es liegt nicht etwa an der Süße des Blutes, sondern an unserem Geruchsprofil, das durch die Abgabe von Schweiß

Kirschen wirken entzündungshemmend Frische Kirschen sind nicht nur lecker, sondern wirken auch entzündungshemmend. Der Verzehr von etwa 280 Gramm Kirschen pro Trag verringert die Konzentration von Entzündungsmarkern erheblich. Kein Wunder also, dass viele Sportler zur Vorbeugung des Muskelkaters auf Kirschsaft schwören.

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und den Zersetzungsprodukten von Hautbakterien entsteht. Die richtige Mischung aus Milchsäure, Ammoniak und Fettsäuren zieht die Mücken an.


GESUND & AKTIV

Selten und tragisch: Welch bizarre Krankheiten die Natur sich einfallen lässt Ungewöhnlich, ungewöhnlicher, am ungewöhnlichsten – manche Krankheiten, Syndrome oder Phobien klingen wie aus einer Fantasiewelt, wie ausgedacht von schlechten Drehbuchautoren. Pro Monat werden weltweit zwei neue Krankheiten entdeckt. Doch so kurios sie sich auch anhören, zu spaßen ist damit nicht. Alice-im-WunderlandSyndrom Sprechende weiße Kaninchen, singende Bäume und Größenveränderungen vom Riesen zum Zwerg und andersherum – so geht es zu in Alice‘s fantastischem Film-Wunderland. Tauchen solche fiktiven Wahrnehmungen allerdings in der Realität auf, flößt das verständlicherweise große Angst ein. Betroffene des Alice-im-Wunderland-Syndroms nehmen ihre Umgebung auf halluzinatorische Weise verändert wahr. Dinge erscheinen plötzlich vergrößert oder verkleinert, das Zeitempfinden ist gestört. Oft tritt das Syndrom als Begleiterscheinung eines MigräneAnfalls auf.

Peter-Pan-Syndrom Von Alice im Wunderland zu Peter Pan, dem Kinder-Helden, der nie erwachsen wird. Nie erwachsen werden? Immer mit kindlichem Gutglauben und Leichtsinn durch die Welt gehen? Für erwachsene Männer wird dies leicht zum Problem. Das Peter-Pan-Syndrom beschreibt unangemessen kindliche Verhaltensmuster bei Männern.

Wenn die Welt Kopf steht… Bäume wachsen gen Himmel, der Himmel ist oben und der Boden unten – klingt selbstverständlich, doch für die Serbin Bojana Danilovic ist genau das Gegenteil selbstverständlich. Die 28-Jährige leidet an einem angeborenen Fehler im Gehirn, der sie die Welt verkehrt herum sehen lässt. Ihre Augen sehen normal, ihr Gehirn dreht die Bilder jedoch um. Für die junge Frau ist diese ‚verkehrte‘ Welt, die richtige Welt. Seit ihrer Geburt kennt sie sie nicht anders.

Couvade-Syndrom – die Parallelschwangerschaft Stimmungsschwankungen, morgendliche Übelkeit, Heißhunger auf Gurken mit Nutella? Klare Diagnose: Schwanger. Aber was ist, wenn diese Symptome bei einem Mann statt einer Frau auftauchen? Dann leidet der Mann an dem sogenannten Couvade-Syndrom. Das tritt bei Männern auf, dessen Partnerin schwanger ist – die Männer sind ‚mitschwanger‘. Geteiltes Leid gleich halbes Leid? Das Syndrom ist zumeist kein Grund zur Sorge, denn es verschwindet nach der Geburt automatisch.

Angsterkrankungen Neben den Syndromen gibt es auch zahlreiche ungewöhnliche Angsterkrankungen. NoMopHoBIE: die Angst, ohne Mobiltelefonkontakt zu sein TETrApHoBIE: die Angst vor der Zahl „Vier“ pArASKAvEDEKATrIApHoBIE: die Angst vor Freitag, dem 13. pHoBopHoBIE: die Angst, vor der Angst

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nkologie

Integrative O

Brücken bauen über mentale Gräben TEXT DENISE ALBRECHT

Fast jede Minute erfährt in Deutschland ein Mensch, dass ein bösartiger Tumor in seinem Körper wächst. Diese Minute musste auch Henning S. (*Name von der Redaktion geändert) erleben. Seitdem ist sein Leben nicht mehr, wie es vorher war. In den Kliniken Essen-Mitte (KEM) wird er integrativ onkologisch behandelt. Konventionelle Therapien bekämpfen den Krebs, naturheilkundliche Therapien helfen die Nebenwirkungen und psychischen Belastungen zu vermindern, die mit der Erkrankung einher gehen.

I

m Mai dieses Jahres wurde bei Henning S. ein Pankreaskarzinom festgestellt – Bauchspeicheldrüsenkrebs. „Erst war es nur der Verdacht auf eine Bauchspeicheldrüsenentzündung“, erinnert sich Henning S.

„Die Diagnose war ein Schock. Der Krebs, den ich habe, ist nicht heilbar. Von dem Gespräch mit dem Arzt weiß ich nicht mehr viel. Es war wie ein Blackout. Zum Glück war meine Frau da, die mir davon berichten konnte.“ Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine immer häufiger diagnostizierte Erkrankung – sie stellt die vierthäufigste Todesursache durch Krebs dar. Meist trifft es Männer zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr. Henning S. ist erst 39.

Die Überforderung: Wie geht es jetzt weiter? „Nach der Diagnose war ich überfordert. Von allen Seiten kamen Ratschläge. In der Literatur gibt es unzählige Wegweiser, die zum Teil völlig gegenläufig sind. Das hat mich unsicher und fast verrückt gemacht“, erzählt Henning S. Dann sind ihm die Kliniken Essen-Mitte empfohlen worden. Seitdem ist er dort in Behandlung und bekommt eine Chemotherapie.

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GESUND & AKTIV

Konzept auf Basis von neuesten wissenschaftlichen Daten

Für seine eigene Lebensqualität.“ Es werden Verhaltenswei-

Zusätzlich zur Chemotherapie nimmt Henning S. das Ange-

dies reicht von Ernährungstipps über Entspannungs- und

bot der Integrativen Onkologie in Anspruch. Das Konzept

Bewegungsübungen bis hin zu Lebensstilberatungen. „Wir

zielt darauf ab, konventionelle Schulmedizin und wissen-

wollen den Patienten eine wertschätzende und akzeptie-

schaftlich geprüfte Naturheilkunde miteinander zu verbin-

rende Haltung gegenüber sich selbst und gegenüber der

den. Dabei arbeiten Schulmediziner und Naturheilkundler

Krankheit vermitteln. Es geht um das Leben in diesem Mo-

Hand in Hand und ergänzen sich in gegenseitiger Absprache.

ment. Denn nur der Moment ist der, den wir gestalten kön-

„Mit dem Konzept haben die KEM ein einzigartiges Ange-

nen. Nicht die Vergangenheit und nicht die Zukunft“, er-

bot, das deutschlandweit seinesgleichen sucht“, sagt Dr.

klärt Kristina Hugen, Therapeutin der Mind-Body-Medizin.

med. Markus Zillgens, Facharzt für Innere Medizin, Natur-

Auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Patienten spielt

heilverfahren und zuständig für die Integrative Onkologie in

eine große Rolle. „Hier habe ich Ansprechpartner, die mir

der Klinik für Internistische Onkologie und Hämatologie. In

über meine Unsicherheit und Überforderung hinweg helfen.

der Integrativen Onkologie wird die Naturheilkunde ergän-

Ich weiß ganz genau, dass alle ergänzenden Maßnahmen

zend zu konventionellen Therapien angeboten – nicht statt-

auf meine Chemotherapie abgestimmt sind“, berichtet

dessen. „Die naturheilkundlichen Ansätze sollen sowohl

Henning S.

sen eingeübt, die dem Patienten im Alltag helfen können –

Nebenwirkungen der konventionellen Therapie lindern als auch die Symptome, die der Tumor verursacht“, sagt Prof. Dr. med. Michael Stahl, Direktor der Klinik für Onkologie und Hämatologie, der als Schulmediziner vom integrativen Ansatz überzeugt ist.

„Es hat mir sehr viel Sicherheit zurückgegeben.“ Auch Henning S. ist überzeugt. Eine seiner größten Sorgen war es, angeblich hilfreiche Präparate zu sich zu nehmen,

„Ich habe hier Ansprechpartner gefunden, die mir über meine Unsicherheit und Überforderung hinweg helfen.“

die kontraproduktiv auf die Chemotherapie wirken. „Viele

Mit der Diagnose umgehen können

Patienten haben Angst, dass die Chemo nicht hilft. Dann su-

Das Gesamtbehandlungspaket – die konsequente Verbin-

chen sie nach Dingen, um selbst aktiv werden zu können“,

dung von Schulmedizin und Naturheilkunde – ist für Hen-

sagt Zillgens. Doch nicht alles, was empfohlen wird, ist hilf-

ning S. eine große Stütze zur Bewältigung der Diagnose. Zu

reich – oft sogar im Gegenteil: Manche Mittel können die

diesem Gesamtpaket zählt auch das psychoonkologische

Chemotherapie aushebeln, da die Wechselwirkungen bei

Angebot für Patienten und Angehörige. Denn der Umgang

nahezu allen pflanzlichen Mitteln unklar sind. Der Laie kann

mit der Diagnose ist schwer – lautet er ‚unheilbar‘, ist nichts

den Nutzen der Pflanzensubstanzen oft nicht richtig ein-

mehr wie es vorher war. „Da tun sich mentale Gräben auf“,

schätzen. „Wir beraten unsere Patienten und beugen der

weiß Henning S. „Das Team der Kliniken Essen-Mitte hat

risikoreichen Selbstmedikation vor. Unser Angebot gründet

mir und meiner Frau geholfen, Brücken über diese Gräben

sich auf Wissen und Wissenschaft“, so Stahl.

zu bauen. Ich weiß, dass ich hier in den besten Händen Deutschlands bin. Und das ist ein gutes Gefühl.“

Die Hilfe zur Selbsthilfe: Was kann ich selber tun? An den KEM werden komplementäre und konservative Therapien in einem Gesamtbehandlungskonzept zur Krebsbekämpfung eingesetzt – dazu zählen neben den konventionellen Verfahren (Chemo- und/oder Strahlentherapie, Operation etc.) auch Maßnahmen aus der Naturheilkunde, Mind-Body-Medizin und Akupunktur. Durch diese ganzheit-

Prof. Dr. med. Michael Stahl Direktor der Klinik für onkologie und Hämatologie Tel.: (02 01) 174 - 24001 onkologie@kliniken-essen-mitte.de

liche Behandlung wird die Lebensqualität und zum Teil auch die Prognose von Krebspatienten bewiesenermaßen verbessert. Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die naturheilkundliche Tagesklinik. Hier wird Patienten vermittelt, Selbstfürsorge zu lernen und Selbstfürsorge zu leben. „Patienten haben die Möglichkeit selbst aktiv zu werden“, erklärt

Dr. med. Markus Zillgens Facharzt für Innere Medizin, Naturheilverfahren Tel.: (02 01) 174 - 25008 naturheilkunde@kliniken-essen-mitte.de

Zillgens. „Wird der Patient aktiv, kann er viel bewegen.

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pulsschlag 19


GESUND & AKTIV

GroSSe Erfahrung fUr kleine Patienten TEXT KRISTINA SIEBENMORGEN

Bei einem Krankenhaus-Aufenthalt von Kindern ist neben dem Fachwissen der behandelnden Ärzte auch besonderes Geschick gefragt. Der mitgebrachte Plüschteddy und das kuschelige Lieblingskissen kleiner Patienten helfen nicht in allen Situationen. In der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie der Kliniken Essen-Mitte unter der Leitung von Prof. Dr. med. Darko Kröpfl werden jedes Jahr 120 Kinder bestens betreut – mit viel Erfahrung, noch mehr Einfühlungsvermögen und ohne Tränen der kleinen Patienten.

"W

ir sind spezialisiert auf alle Erkrankungen von

Ein bevorstehender Krankenhausaufenthalt sorgt grund-

Harnblase, Harnleiter und Nierenbecken, bei

sätzlich erst einmal für Herzklopfen. Erwachsene verstehen

denen eine operative Behandlung notwendig

dessen Notwendigkeit, kleinere Kinder hingegen können

ist“, fasst Prof. Dr. med. Darko Kröpfl, Direk-

keinen Zusammenhang zwischen Erkrankung und Klinik-

tor der Klinik für Urologie, Kinderurologie und

Aufenthalt herstellen. Je kleiner das Kind, desto stärker

Urologische Onkologie der Kliniken Essen-Mitte die Kom-

braucht es die Nähe zu seinen Eltern. „Bei der Behandlung

petenz seines Teams zusammen. Die häufigste Diagnose

von Kindern in unserer Klinik integrieren wir grundsätzlich

ist die Hypospadie, eine angeborene Fehlbildung der Harn-

die Eltern von Anfang an. Wir informieren sie ausführlich

röhre bei Kindern und Jugendlichen. Etwa 20 Jungen wer-

darüber, was mit ihrem Kind passiert“, erklärt Prof. Dr.

den jedes Jahr in der Essener Klinik für Kinderurologie auf

Kröpfl. Das ist laut Kinderpsychologen besonders wich-

Grund einer Hypospadie operiert. „Unsere Patienten sind

tig, um ein durch den Krankenhausaufenthalt ausgelöstes

meist unter einem Jahr alt. Das ist die günstigste Zeit für

Trauma möglichst zu vermeiden. Neben Transparenz spielt

eine Operation“, weiß der erfahrene Kinderurologe. Die

Einfühlungsvermögen eine große Rolle. Die engagierten

Fehlbildung ist gut sichtbar und lässt sich bereits nach der

Krankenschwestern unserer kinderurologischen Station

Geburt feststellen. Etwa bei drei von 1.000 Jungen tritt sie

sind besonders routiniert und können die Angst vor der

auf und ist somit relativ verbreitet. „Wird die Fehlbildung

ungewohnten Situation nehmen. „Unsere kleinen Pati-

zum richtigen Zeitpunkt optimal behandelt, ist die Diagnose

enten werden hier rundum bestens betreut, denn wir alle

einer Hypospadie nicht besorgniserregend“, beruhigt

sind mit dem Herzen dabei.“ Darko Kröpfl weiß seine Er-

Kröpfl.

fahrung im Umgang mit Kindern geschickt einzusetzen:

20 pulsschlag

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GESUND & AKTIV

Prof. Dr. med. Darko Kröpfl Direktor der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie Tel.: (02 01) 174 - 29001 urologie@kliniken-essen-mitte.de

„Ich beziehe z.B. Assistenzärztinnen, die selber Mütter sind, besonders bei der Behandlung ein. Kinder reagieren anders auf sie als auf einen großen Mann im weißen Kittel“, meint Kröpfl schmunzelnd.

„Die Arbeit mit Kindern fällt uns allen leichter“ Die medizinischen Erfahrungen des Professors runden die optimale Versorgung ab: „Mein persönlicher Schwerpunkt lag schon immer in der Kinderurologie, sodass ich über viele Jahre meine Kenntnisse weiterentwickeln konnte und auch an modernen Entwicklungen in der Medizin teilgenommen habe.“ Insbesondere im Bereich der Rekonstruktion sind Prof. Dr. Kröpfl und sein Team routiniert. Dazu wird zum Beispiel Mund-Schleimhaut entnommen und im Bereich der Harnröhre transplantiert. So lässt sich unter anderem auch eine Harnröhre neu formen, dafür sind gelegentlich mehrere Sitzungen erforderlich. Die urologische Klinik hat einen ausgezeichneten Ruf: Patienten aus dem In- und Ausland kommen für eine urologische Behandlung nach Essen. „Wir sind kein Kinderkrankenhaus. Wir machen ausschließlich rekonstruktive Eingriffe – Rekonstruktion bedeutet, dass fehlerhafte Funktionen wieder hergestellt werden. Diese verlaufen in den allermeisten Fällen erfolgreich. Das ist für alle Beteiligten zufriedenstellend. Wir sind hier sozusagen auf der Sonnenseite“, erklärt Kröpfl. In

Weitere Behandlungs schwerpunkte der

enger Zusammenarbeit mit Dr. med. Michael Wallot Leiter

Kinderurologie

werden auch Kinder mit anderen Erkrankungen aus dem

der Kinderklinik des Krankenhauses Bethanien in Moers kinderurologischen Bereich hochqualifiziert behandelt.

Eine der führenden Kliniken in Deutschland Die Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische On-

Fehlbildungen des Genitalbereichs (Hypospadie)

kologie gehört zu den führenden Kliniken in Deutschland

Hodenfehllagen (Leistenhoden oder Gleithoden)

im Bereich der Hypospadie und der Harnröhrenchirurgie.

Beschneidung (Zirkumzision)

Ihre umfangreiche Expertise geben die Essener Urologen

Reflux-Erkrankungen, Harnwegstörungen

bei jährlichen Operations-Workshops zu rekonstruktiven

Nächtliches Einnässen, kindliche Harninkontinenz und wiederkehrende Harnwegsinfekte

Eingriffen zur Behandlung von Hypospadien und Harnröhrenstrikturen an den Kliniken Essen-Mitte weiter.


GESUND & AKTIV

Frisch, gesund und lecker. Die Küche der KEM TEXT ANJA HÖFELS

Frische Küche, regionale Produkte, saisonale Speisen – Jörg Engels, Küchenkoordinator an den KEM, hat hohe Ansprüche. An sich selbst, an seine Mitarbeiter und an das Essen, das auf den Tellern der Patienten und Mitarbeiter landet. Gesund soll es sein und frisch und lecker.


GESUND & AKTIV

TREZEP TIPP

azu gehört auch“, sagt Engels, der seit einem Jahr an der Küchenspitze steht, „von Fertigerzeugnissen wegzukommen. Das ist gesünder und hat für uns den praktischen Nebeneffekt, dass wir flexibler sind in der Zubereitung.“ So lässt sich beispielsweise das Rotbarschfilet in verschiedenen Varianten anbieten – sei es als gesundes Fischfilet vom Grill, als Fischragout mit buntem Gemüse oder angerichtet auf frischem Salat. Beim Kauf von Fertig-Fischfrikadellen hätte man sicherlich weniger Gestaltungsspielraum gehabt. Außerdem ein Anliegen Engels: „Wir legen Wert auf leichte Küche. Deshalb erhöhen wir nach und nach den Geflügelanteil. Natürlich ist weiterhin auch Deftiges im Angebot – wir sind ja schließlich im Pott“, wirft der 41-Jährige mit einem Schmunzeln ein. „Aber zum Beispiel ist die Fritteuse

Spinatlasagne

mittlerweile vom Tisch.“ „Wir wollen zwar keine Sterneküche einführen, aber re-

ZUTATEN: 1 kg Blattspinat

gional, saisonal, gesund und auch ökologisch-nachhaltig

3 EL Olivenöl

kochen. Das ist mir wichtig.“ Um etwa zu vermeiden, dass

1 kleine Zwiebel

ganze Gerichte in den Müll wandern, geht die Küche mit

1 Knoblauchzehe

ihrem Speisenangebot nicht mehr so sehr in die Breite.

½ l Gemüsebrühe

„Gleichzeitig gewinnt das Essen an Qualität. Lieber klein, aber fein.“ Durch die neuen Pläne entfernt sich die KEMKüche immer weiter vom Großhandel hin zu regionalen Kooperationspartnern aus dem näheren Umfeld. „Mein

1 l Milch 30 g Maisstärke 12 St. Lasagneblätter 200 g Gouda

Ziel ist eine täglich frische Anlieferung“, so Engels. „Obst

Zum Abschmecken werden Zitronensaft, Salz, Pfeffer,

und Gemüse beziehen wir zum Beispiel aus Mülheim.“

Muskatnuss, Petersilie und etwas Dill benötigt.

Täglich „Küche á-la-Carte“

Vorbereitung:

Rund 140 Mitarbeiter – von der Aushilfe über den Koch bis hin zur Diätassistentin – sorgen an den KEM-Küchen Tag für Tag für frisches Essen, Service in den KEM-Restau-

Den Blattspinat waschen und in Streifen schneiden. Den Knoblauch und die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Danach die Maisstärke mit etwas kaltem Wasser verrühren und den Gouda reiben.

rants und die passenden Gerichte für Menschen mit Unverträglichkeiten oder speziellen Diäten. Vor allem die „ála-carte-Küche“ für die ganz kurzfristigen Sonderwünsche, bedeutet einen hohen Aufwand und viel Flexibilität für die Mitarbeiter.

ZUBEREITUNG: Die Zwiebel- und Knoblauchwürfel in Öl anschwitzen und den Spinat dazugeben. Die Brühe und die Milch dazugeben, kurz aufkochen, die Maisstärke unterrühren und nochmal kurz aufkochen lassen, sodass es eine

Um stets die beste Qualität sicherzustellen, verfügen an den

„Spinatmasse“ ergibt. Dann die Gewürze, Kräuter und

KEM gleich mehrere Köche über eine Zusatz-Ausbildung

den Zitronensaft dazugeben und verrühren.

für naturheilkundliches Kochen – auch Peter Hedtfeld, Leiter der Küche im Knappschafts-Krankenhaus, absolviert derzeit eine solche Qualifikation. Das naturheilkundliche Essen gibt es im Knappschafts-Krankenhaus nicht nur für

In einer Auflaufform als erstes die Spinatmasse dünn einfüllen, dann mit einer Lage Lasagneblätter bedecken, Spinatmasse einfüllen, eine Lage Lasagneblätter… Das Ganze im Wechsel weiterführen, sodass die Lasagne drei

die Patienten der Naturheilkunde, sondern auch die Mit-

Lagen hat und mit der Spinatmasse oben abschließt. Mit

arbeiter können sich im Vorfeld Speisen bestellen. Lernen

dem geriebenen Käse bestreuen und bei 170 Grad ca.

auch Sie die naturheilkundliche Küche kennen: Exklusiv

20-25 Minuten im Backofen ausbacken.

stellen wir Ihnen im pulsschlag Rezepte zum Nachkochen vor. Guten Appetit! I 2014

pulsschlag 23


LEBEN IN DER METROPOLE

„Wein – je nach persönlichem Gusto“ INTERVIEW JENNIFER SWOBODA

Ein genüssliches Gläschen Wein am Abend oder zum Essen ist für viele ein Ausdruck von Lebensqualität. Der Geschmack des Rebensaftes fasziniert und berauscht schon seit Jahrtausenden. Schließlich ist Wein, neben Bier, eines der ältesten Getränke der Menschheit. Aber was ist beim Weingenuss zu beachten, wie trinkt man seinen Wein richtig? Auf der Suche nach der Wahrheit über das Phänomen Wein haben wir uns mit Thomas Friedrich, Inhaber der Rotisserie du Sommelier in Essen-Rüttenscheid getroffen.

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LEBEN IN DER METROPOLE

Thomas Friedrich, Inhaber der Rotisserie du Sommelier in Essen-Rüttenscheid www.rotisserie-ruettenscheid.de

Fehlerhaft? Was heißt das? Ein berühmter Weinfehler ist der „Böckser“. Dann riecht der Wein wie Sauerkraut oder ein bisschen wie faule Eier. Später ist man darauf gekommen, dass das auf eine Sauerstoffunterversorgung der Hefe während der Gärung zurückzuführen ist. Früher wurden Weine im Holzfass ausgebaut. Da musste man die Temperatur sehr stark im Griff haben, denn ab ca. 23°C treten während der Gärung Fehler auf. Heutzutage gibt es Edelstahlbehälter mit einer Kühlspirale, durch die die Temperatur ganz einfach kontrolliert werden kann. Das führte dazu, dass wir heute sogar bei Discountern saubere Weine haben. Dort finden wir keine Spitzenweine, aber es gibt zumindest keine fehlerhaften Weine mehr.

Herr Friedrich, Sie sind gelernter Sommelier und Restaurantfachmann. Wie sieht Ihrer Erfahrung nach der typische Weingenießer aus? Das ist schwer zu sagen. In unserem Restaurant haben wir eine breite Mischung an Gästen. Das Weintrinken zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten. Wenn sich zwei Freundinnen auf ein Glas Sekt treffen, dann sind das auch schon Weintrinker. Das ist das Schöne, man hat für jeden Geschmack und für jede Altersklasse etwas dabei.

Oftmals wird Wein eine positive Wirkung auf die Gesundheit zugeschrieben. Trotzdem bleibt Wein Alkohol. Wie kann Alkohol gesund sein? Die Behauptung geht auf das sogenannte „französische Paradox“ zurück. Dies meint die Beobachtung, dass Franzosen – oder generell Menschen im Mittelmeerraum – älter werden und herzgesünder sind als Menschen im nordeuropäischen Raum. Es wurde angenommen, dass ein Zusammenhang zwischen diesem guten gesundheitlichen Zustand und dem relativ hohen Rotweinkonsum bestehen müsse. Bis heute ist jedoch umstritten, ob das französische Paradox überhaupt existiert.

Was macht für Sie einen guten Wein aus? Muss der Wein unbedingt teuer sein? Ganz und gar nicht – es ist nicht immer der teure Wein, der am besten schmeckt. Die Entscheidung muss situationsbedingt, zum Beispiel je nach Speisen, getroffen werden. Was viel wichtiger ist als der Preis, ist die Trinktemperatur. Wenn Sie mit Freunden grillen, ist ein Côtes du Rhône für sechs Euro, angekühlt auf 14 °C, eine gute Entscheidung. Oder einen schöner Provence Rosé, je nach persönlichem Gusto. Gerade in Deutschland hat der Genuss von gutem Wein nichts mit Geld zu tun. Man findet sehr gute Qualität schon ab fünf Euro.

Und wie kennzeichnet sich die schlechte Qualität von Wein? Da müssen wir unterscheiden – ist die Qualität schlecht oder ist der Wein fehlerhaft? Zum Glück gibt es heutzutage so gut wie keinen fehlerhaften Wein mehr.

Was ist mit der Annahme, dass Wein im Alter besser wird? Das Weinthema ist so komplex. Natürlich gibt es Weine, die mit dem Alter besser werden, aber nicht jeder Wein wird besser, wenn er 20 Jahre liegt. Die meisten Weine sollten in den ersten fünf Jahren getrunken werden. Ich rate davon ab, sich an Trinkreiftabellen zu orientieren. Der persönliche Geschmack sollte immer das Non-Plus-Ultra sein.

Haben Sie als Weinexperte einen abschließenden Tipp für unsere Leserinnen und Leser? Ich würde jedem raten, in den Fachhandel zu gehen, auch wenn das Weinangebot in den Lebensmittelabteilungen der großen Supermarktketten schon ganz beachtlich ist. Aber wenn man ein bisschen experimentieren oder etwas Hintergrundwissen zum Thema haben möchte, ist der Fachhandel unerlässlich. Ich erlebe häufig eine Hemmschwelle bei Leuten, die Angst haben im Fachhandel zuzugeben, dass sie wenig Ahnung haben. Aber gerade dann kann man drei oder vier Weine probieren und herausfinden, welche Rebsorte zu seinem persönlichen Geschmack passt. Das macht den Wein aus – ihn nicht als reinen Alkohol zu begreifen. Für mich geht es beim Wein um das Lebensgefühl und um die Freude an diesem Naturprodukt. Es ist ein lebendiges Produkt voller Aromenreichtum. Ich rate also zu experimentieren, das kann jeder – auf niedrigem wie auf hohem Level.

Ist Wein (un)gesund? Die gesundheitliche Wirkung von Wein ist seit Jahrhunderten umstritten. Genauso lange versuchen Wissenschaftler schon Beweise der Wirkung zu finden. Laut verschiedener Untersuchungen wirken manche Inhaltsstoffe – besonders von Rotwein – positiv auf das Herz-Kreislaufsystem. 100 prozentig bewiesen ist das aber bis heute nicht. Sicher dagegen ist, dass Wein wie auch jeder andere Alkohol nur in äußerst mäßigen Mengen konsumiert werden sollte, sodass er schadlos von der Leber abgebaut werden kann. Denn Wein ist und bleibt Alkohol und Alkohol ist giftig für den menschlichen Organismus.


Ja, ich will! Die Hochzeit soll für viele Menschen der schönste Tag ihres Lebens werden, alles soll perfekt sein. Ob romantisch mit weißen Tauben und Kutsche oder bodenständig mit Currywurst und Bier – für jeden Heiratswilligen gibt es eine andere Version von „perfekt“. Ein Glück, dass Essen als neuntgrößte Stadt Deutschlands mitten in der Metropolregion Rhein-Ruhr liegt und damit inmitten unzähliger Möglichkeiten.


LEBEN IN DER METROPOLE

TIPPS

Ideen, die eine Hochzeit unvergesslich machen Liebes-Romanze schwarz auf weiß

Die Pflanze der Liebe wächst und gedeiht In Haltern können Frischvermählte ihrer Liebe ein Denkmal setzen. Denn dort haben Brautpaare die Möglichkeit, entlang einer ‚Hochzeitsallee‘ Traubeneichen zu pflanzen – ein Baum, der für Kraft und Dauerhaftigkeit steht. www.klingebiel@rvr-online.de

Authentisch wie das Ruhrgebiet Eheringe sollen individuell sein und zum Brautpaar passen. Was könnte individueller, stilechter und ruhrgebietstypischer sein als Eheringe Kohlenstoff? Anschließend veredelt nach den persönlichen Wünschen des Brautpaares? www.adamschmuck.de

Hochzeitsplanung leicht gemacht Eine Hochzeit erfordert organisatorisches Talent, doch nicht jeder hat das nötige Kleingeld, einen Weddingplaner zu engagieren. Die Online-Plattform „PlanWe“ bietet sich als ihr ganz persönlicher, kostenloser Weddingplaner an. www.planwe.com

Hochzeitslocations in Essen

Ein Wasserschloss im Essener Stadtteil Kettwig, flankiert von anmutigen Türmen, umgeben von Wassergräben – eine romantische Kulisse für die perfekte Märchenhochzeit. Ob Heiraten in der schlosseigenen Kapelle oder unter freiem Himmel – das Ambiente des Schlosshotels mit internationalem Renommee ist königlich. www.hugenpoet.de

GOP Varieté-Theater Kulinarische Köstlichkeiten vereint mit unterhaltsamem Entertainment – das kombiniert das GOP VarietéTheater in Essen und bietet Heiratswilligen eine inspirierende HochzeitsLocation. Für eine Hochzeitsfeier mit Witz und Charme. www.variete.de

Hotel Bredeney Ein einladender Sektempfang auf der Sonnenterasse, danach eine ausgelassene Feier im festlichen Bankettsaal, anschließend im komfortablen Zimmer ins Bett fallen und sich am nächsten Tag im großen Wellnessbereich erholen. Im Hotel Bredeney wird Heiraten zum RundumSorglos-Paket. www.hotel-bredeney.de

Stadion Essen

© Matthias Duschner / Stiftung Zollverein

Die eigene Liebesgeschichte als persönlicher Bestseller? Das bietet die freiberufliche Autorin Petra Kraemer. Als gebundenes Buch wird die Liebesgeschichte damit eine Erinnerung für die Ewigkeit. www.fabula-geschichten.de

Schloss Hugenpoet

Nicht nur für den Fußball ist das Essener Stadion ein gutes Spielfeld – auch Hochzeiten lassen sich hier gut feiert. Eine außergewöhnliche Hochzeits-Location für eingefleischte Fußballfans oder die, die es werden wollen. www.stadion-essen.de

Restaurant Löwntal Idyllisch im Grünen, nahe der Ruhr kombiniert das Restaurant Löwntal klassische Biergartenkultur mit amerikanischem Flair – diese Kombination verspricht eine Hochzeit mit vielen Facetten.

Zeche Zollverein Die Essener Stadtgeschichte ist geprägt von Industrie, von Kohle und von Stahl. Diese Atmosphäre ist nirgendss besser spürbar als auf dem UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein. Als Trauungsort bietet die Zeche verschiedene Veranstaltungsorte – die Butterzeit, das Casino, die Kokerei oder auch den Erich-Brost-Pavillon. www.zollverein.de

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LEbEN IN DER METRoPoLE

Rüttenscheid

Die heimliche Innenstadt

Freundlich, lebendig und vielfältig, das ist Rüttenscheid. Mit 29.000 Einwohnern ist Rüttenscheid der zweitgrößte Essener Stadtteil. Südlich der Innenstadt bietet die Rüttenscheider Straße, das Herzstück Rüttenscheids, perfekte Einkaufs-, Ausgeh- und Freizeitmöglichkeiten.Wir zeigen, was das Szeneviertel so besonders macht. TEXT JENNIFER SWOBODA

U

nsere Tour beginnt an der Ecke zur Martinstraße. Dort haben sich zahlreiche kleine Boutiquen, Restaurants und Cafés angesiedelt, die zum Bummeln und Verweilen einladen. Für den feinen Gaumen ist Rüttenscheid ein Schlaraffenland. Statt mit Gastronomieketten besticht Rüttenscheid mit seiner persönlichen Note und hohen Produktqualität. So auch das Süßwarengeschäft Feines von Fine.

Ein Schlaraffenland für den feinen Gaumen Wir betreten das kleine Lädchen zwischen Arztpraxis und Sandwichladen und stehen vor edelsten Pralinen und kleinen Geschenkartikeln der Stadt. Es riecht fruchtig nach Rooibusch. Im Schaufenster sieht man buntverzierte Tees, Teetassen und Schokolade.

„Man hat hier einfach alles.“ Zurück auf der Straße treffen wir auf die 27-jährige Susanne Berg. Wir wollen von ihr wissen, was Rüttenscheid so besonders macht. „Ich würde nicht gerne woanders wohnen. Hier ist es freundlich und zentral. Man ist schnell am Hauptbahnhof und schnell im Essener Süden.“ Richtig, denn die rund zwei Kilometer lange Rü – wie die Rüttenscheider Straße liebevoll genannt wird – führt im Süden nach Essen Bredeney. „Man hat hier einfach alles. Wenn man in einem der anderen Stadtteile wohnt, dann muss man immer in die Innenstadt, wenn man was braucht oder erleben will. Hier ist alles direkt vor Ort“, sagt sie und schickt uns weiter die Flaniermeile herunter zum Café miamamia.

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Die persönliche Note von Rüttenscheid Das Café gibt es deutschlandweit nur zweimal – und beide befinden sich in Essen. Von außen begrüßt uns das Schild „Wir lieben guten Caffé“ mit rosa Herzchen und Smiley. Das klingt vielversprechend. Das romantisch verspielte Design von miamamia spiegelt sich konsequent in der Inneneinrichtung wieder. Große verschnörkelte Kronleuchter, rustikale Holzwände und blumig verzierte Schiefertafeln mit saisonalen Angeboten versprühen einen gewissen HipsterCharme. Auf der Speisekarte an der Wand stehen neben süßen Kalorienbomben herzhafte Baguettes und Salate. Vor allem die leckeren Cupcakes hinter der Glasvitrine lassen Naschkatzen-Herzen höher schlagen. „Man trifft sich hier zum gemütlichen Plausch unter Freunden“, verraten uns die Freundinnen Maike und Johanna, gestehen aber mit einem Lächeln auf den Lippen, „es ist hier zugegeben schon ein wenig kitschig, vielleicht nichts für Männer, aber deshalb eben ein zuckersüßes MädchenCafé“. Es sind Cafés wie dieses, die die hohe Attraktivität Rüttenscheids ausmachen.

Für Schaufensterbummler, Feinschmecker und Nachtschwärmer Neben der Innenstadt ist Rüttenscheid das Ausgehviertel Nummer 1. Nicht nur Diskotheken und Clubs, sondern auch Kneipen und Bars haben sich auf der Rüttenscheider Straße angesiedelt. Wegen der Gastro-Vielfalt und der Exklusivität, die der Stadtteil versprüht, vergleichen sich die Einwohner gerne mit der

Düsseldorfer Kö wie uns Mitdreißiger Mario erklärt: „Rüttenscheid ist mächtig gewachsen. Wir sind Essener – aber verzogene Essener. Nicht, dass wir unerzogen sind, wir verstehen uns eher als Klein-Düsseldorf.“ Für den späten Abend empfiehlt er uns einen Abstecher ins Rüttenscheider Kneipenviertel – zum Beispiel den Fritzpatrick’s Irish Pub am Giradethaus. Am ehemaligen Drucks- und Verlagshaus kann man im urig-irischen Ambiente ein kühles Guinness oder Kilkenny Bier genießen. Dazu gibt es Hamburger und Bratkartoffeln mit Speck und Frühlingszwiebeln.

Wenn die Sonne untergeht… Nicht weit vom Giradethaus und dem Restaurant Eigelstein erstreckt sich die Gruga. Die grüne Oase der Essener City fasst rund 700.000 qm und kann von der Rüttenscheider Straße bequem zu Fuß erreicht werden. Ob ein Spaziergang zu den Rosengärten, Erholung auf der Sonnenwiese, im Streichelzoo oder der Bimmelbahn mit oder ohne Kinder, das Naherholungsgebiet Gruga hat vieles zu bieten. Wenn am Abend die Sonne untergeht, kann man hier, weitab der befahrenen Straßen, den Abend in Ruhe ausklingen lassen. Man muss wirklich gestehen: wer in Rüttenscheid wohnt, der braucht eigentlich nicht mehr weg. Auf der Rü findet sich alles, was das Herz begehrt – und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Wer den charmanten Stadtteil lieben gelernt hat, egal ob als Schaufensterbummler, Feinschmecker oder Partygänger, kommt bestimmt öfter her.


LEbEN IN DER METRoPoLE

MIAMAMIA Rüttenscheider Str. 74a Rüttenscheider Str. 183

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Weitere Infos, Fotos und Adressen finden Sie online unter: www.pulsschlag.tv

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LEbEN IN DER METRoPoLE

1914

ErÖFFNUNG DES ErSTEN vEGANZSUpErMArKTS IN ESSEN

Die Pflanzenesser sind da

© Michael Rasche

„Veganz. Wir lieben Leben.“ – Unter diesem Claim steht die vegane Supermarktkette Veganz, die jetzt auch in Essen eröffnete. Der vegane Lebensstil ist in aller Munde – nach neuesten Erhebungen leben 700.000 Menschen in Deutschland vegan, jeden Tag kommen 2.000 neue hinzu. Veganer meiden alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs und ernähren sich ausschließlich pflanzlich. Seit Mitte August wird die Nachfrage auch in Essen gestillt. Die erste vegane Vollsortiment-Supermarktkette Veganz bietet rund 6.000 Produkte – von Käse-, Fisch-, Fleisch- oder Wurstalternativen über tierversuchsfreie Kosmetik bis hin zu veganer Tiernahrung, aus New York City oder vom benachbarten Biobauern – und natürlich allesamt frei von tierischen Inhaltsstoffen und fair gehandelt.

100 Jahre zurück in die Vergangenheit

NEU IN ESSEN: „vEGANZ“ Friedrich-Ebert-Straße 55

Heute. 2014. 100 Jahre zurück. 1914. In diesem Jahr fand ein geschichtsträchtiges Ereignis statt – der Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Er prägte die damalige Zeit, er prägte die Welt, Europa, Deutschland und das Ruhrgebiet. Gleichzeitig kennzeichnete er die Epoche der Jahrhundertwende, den Aufbruch in die Moderne. Vom 30. April bis 26. Oktober 2014 zeigen das LVR-Industriemuseum und das Ruhr Museum die Ausstellung „1914 – Mitten in Europa“ in der Mischanlage der Kokerei auf dem Gelände des UNESCO-Welterbe

Stimmgewalt & Akrobatik

Zollverein. Mit über 2.500 Exponaten präsentiert die Ausstellung eindrucksvoll die Schrecken des Krieges und die gesellschaftlichen Umwälzungen, mit denen die Menschen konfrontiert waren. Eine Reise zurück in die Vergangenheit. Ausstellung „1914 – Mitten in Europa“:

Akrobatisches Schattenspiel und künstlerische Stimmwunder – dazu lädt das Colosseum Theater ab November seine Besucher ein und präsentiert zwei neue Shows. Die „Voca People“ bieten Musikbegeisterten eine Kombination aus Musik und Comedy. A capella – ganz ohne Instrumente – erfinden sie internationale Welthits neu: von Beethoven über Queen bis hin zu George Michael ist alles mit dabei. Ab November touren die „Voca People“ durch Deutschland und Österreich und sind auch im Essener Colosseum Theater zu Gast. Ganz ohne Worte mit einer getanzten Geschichte aus Schatten und Licht präsentiert sich die zweite Show. Die neun Akrobaten von „Shadowland“ brauchen kaum mehr als Scheinwerfer und Leinwände, um die Besucher durch perfekt inszenierte Illusionen in Staunen zu versetzen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.semmel.de

30 pulsschlag

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30. April – 26. Oktober 2014, Mischanlage, Kokerei Zollverein, Essen www.1914-ausstellung.de

Letzte Chance nutzen! pulsschlag verlost 2x2 Tickets für die Ausstellung „1914 – Mitten in Europa“ Schicken Sie einfach eine E-Mail an: pulsschlag@klinikenessen-mitte.de oder eine Postkarte an: Kliniken Essen-Mitte, Abteilung Marketing, Henricistr. 92, 45136 Essen, Stichwort „1914“ (Einsendeschluss 15.10.2014)


WAS STEHT AN?

was steht an? allgemeine termine oktober

kem termine

november

dezember

oktober

01.10.2014, 19.30 Uhr

07.11.2014, 19.00 Uhr

03.12.14, 14.00 Uhr

Eröffnung des 10. LITERATÜRK Festivals 2014, deutsch-türkisches Festival Filmstudio Glückauf, Essen

Kammermusik / Best of NRW: Florian Noack: Klavier Schloß Borbeck, Essen

01.10.14 und 15.10.14, 14.00 Uhr

02.10.2014 – 05.10.2014

08.11.2014, 12.00 – 20.00 Uhr

„Denkmalpfad ZOLLVEREIN – Schacht XII: Damals auf der Zeche…“ Nachmittagsführung mit Geschichten aus der Zechenzeit Zeche Zollverein, Essen

„Essen erntet” Erntedank im Grugapark Grugapark, Essen

8. Martini-Markt mit Martinsumzug St. Markus, Essen-Bredeney

04.12.2014, 14.00-18.00 Uhr

02.10.2014 – 11.10.2014

14.11.2014 – 16.11.2014

Seniorenkino: Magic in the Moonlight Mintrops Stadt Hotel Margarethenhöhe

2. Rüttenscheider Oktoberfest Messeparkplatz P2 am Girardet Haus, Essen

„Gesund.leben” – Die Gesundheitsmesse für das Ruhrgebiet Messe Essen

15.11.2014, 17.00 Uhr Premiere „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer” Grillo-Theater, Essen

19.11.2014, 20.00 Uhr 05.10.2014, 11.00 – 17.00 Uhr Großer Schönebecker Bauernmarkt Essen-Schönebeck

BOSSE: Kraniche Akustik Tour Lichtburg, Essen

20.11.2014

11.10.2014, 13.30 Uhr

Eröffnung 42. Internationaler Weihnachtsmarkt Essen Innenstadt, Essen

11. RWE Walking Day Baldeneysee, Essen

21.11.2014, 19.00 Uhr

11.10.2014 – 14.10.2014 Herbstkirmes in Steele Essen-Steele

12.10.2014, 16.30 Uhr „Manon Lescaut” – Lyrisches Drama von Giacomo Puccini Aalto-Theater, Essen

WDR 3 „Die Alte Musik ist die neue Musik früherer Zeiten” Schloß Borbeck, Essen

21.11.2014, 20.00 Uhr Eishockey-Oberliga-West: ESC Moskitos Essen – EV Duisburg Eissporthalle, Essen-West

ART WALK City Nord.Essen Nordstadt, Essen

Filzkurse für Erwachsene Grugapark, Essen

30.11.2014, 13.00 – 18.00 Uhr

Atze Schröder: „Richtig Fremdgehen – das Vorspiel” Lichtburg, Essen

Adventsmärkte mit verkaufsoffenem Sonntag Essen-Altenessen, Essen-Borbeck, EssenHeisingen, Essen-Holsterhausen, EssenKupferdreh, Essen-Steele

07.12.2014, 16.30 Uhr Die Zauberflöte Aalto-Theater, Essen

Weihnachtsbasar ganztags in den Eingangshallen: 01.12.-15.12.14 08.12.-10.12.14

Ausstellungen zum Thema „Dekoration“ und „Mütze, Schal & Co.“ ganztags in den Eingangshallen Verschiedene Termine auf Anfrage

15.10.14, 08.30 Uhr Kindertag an den KEM Ferienspatz-Aktion Geschlossene Veranstaltung!

22.10.14, 19.00 Uhr Vortragsreihe Ayurveda „Fibromyalgie“ Knappschafts-Krankenhaus, TCM-Saal

23.10.14, 18.00 Uhr

Kinderflohmarkt Zeche Carl, Essen

Vortragsreihe: „Wenn die Seele anklopft..“ in Zusammenarbeit mit der WIESE e.V. „Trauer annehmen und verarbeiten“ Evang. Huyssens-Stiftung KEMs Café & Restaurant

14.12.2014, 19.00 Uhr

30.10.14, 20.00 Uhr

„SANTIANO – Mit den Gezeiten“ Live in Concert Grugahalle Essen

Musikalische Meditation Evang. Huyssens-Stiftung, Kapelle

13.12.2014. 09.30 Uhr

16.12.2014, 18.00 Uhr „Der Steinkohlenbergbau im Deilbachtal“ Vortrag Kupferhammer, Essen

18.12.2014, 20.00 Uhr „Kneipe live: Poetry Slam“ Grend-Kulturzentrum-Kneipe, Essen

november 05.11.14 + 19.11.14, 14.00 Uhr Onko-Café Orchidee Patientenberatungs-Café Evang. Huyssens-Stiftung, Sozialraum der senologischen Ambulanz

15.11.14 19:00 Uhr, 09.30 Uhr Arzt-Patienten-Seminar zum Thema Morbus Crohn Haus der Technik

27.11.14, 20.00 Uhr 26.12.2014, 19.30 Uhr „Cabaret“ Grillo-Theater, Essen

Kunstgewerbeausstellungen an den KEM Evang. Huyssens-Stiftung: Knappschafts-Krankenhaus:

Krimidinner: Ein Leichenschmaus für das Ruhrgebiet Messe Essen

29.11.2014, 14.00 – 19.00 Uhr

17.10.2014, 18.00 Uhr

22.10.2014, 20.00 Uhr

05.12.2014, 19.00 Uhr

Onko-Café Orchidee Patientenberatungs-Café Evang. Huyssens-Stiftung, Sozialraum der senologischen Ambulanz

28.12.2014, 15.30 Uhr Öffentliche Führung durch den Essener Dom und den Domschatz Domschatzkammer, Essen

31.12.2014, 19.30 Uhr Silvesterpremiere „Ganze Kerle“ Das Kleine Theater Essen

31.12.2014, 16.00 Uhr „Silvestervorstellung: Holiday on Ince: PASSION“ Grugahalle Essen

Musikalische Meditation Evang. Huyssens-Stiftung, Kapelle

dezember 03.12.14 + 17.12.14, 14.00 Uhr Onko-Café Orchidee Patientenberatungs-Café Evang. Huyssens-Stiftung, Sozialraum der senologischen Ambulanz

03.12.14, 19.00 Uhr Vortragsreihe Ayurveda „Muskel- und Gelenkerkrankungen” Knappschafts-Krankenhaus, TCM-Saal


Arbeitslose Aschenbecher Noch vor zwei Jahren grenzte es beinahe an eine Unmöglichkeit als Nichtraucher einen gemütlichen Abend in der Kneipe oder der Diskothek zu verbringen, ohne von den anwesenden Rauchern vollgequalmt zu werden. Heute sieht das ganz anders aus. Seit dem 1. Mai 2013 herrscht in Nordrhein-Westfalen ein absolutes Rauchverbot in Kneipen und Gaststätten. Seitdem sind die Aschenbecher arbeitslos und der letzte Qualm ist verzogen – doch mit dem Qualm auch die Gäste der Gastronomieszene, die Umsätze, die Gemütlichkeit? pulsschlag hat sich auf Essens Straßen umgehört und zieht Bilanz.


LEBEN IN DER METROPOLE

TEXT JENNIFER SWOBODA

ass Rauchen ein Gesundheitsrisiko

„Es ist gut so wie es jetzt ist, besonders für die

mit sich bringt, weiß jedes Kind und

Kinder“, sagt uns eine junge Mutter, „es hat

weiß auch jeder Raucher. Spätestens

mich immer gestört, wenn beim Essen jemand

seit

extragroßer

am Nebentisch geraucht hat.“ Dass Kneipen

Warnhinweise auf Zigarettenschachteln und

und Gaststätten möglicherweise Gäste einbü-

anderen Tabakprodukten im Oktober 2003 sind

ßen, sieht sie wie viele andere Essener nicht so

Sprüche wie „Rauchen kann tödlich sein“ und

tragisch, schließlich könne man immer noch

„Raucher sterben früher“ in den Köpfen der

vor der Tür rauchen. Tatsächlich ist es das, wo-

Menschen verankert. Ob sie ernst genommen

rüber viele Wirte klagen. Der Lautstärkepegel

werden, bleibt jedem selbst überlassen. Da das

vor dem Lokal steigt und Anwohner fühlen sich

dem Landesgesetzgeber Nordrhein-Westfalen

dadurch häufig belästigt. Ein ehemaliger Rau-

zu wenig ist, hat dieser sich nach dem eher

cher betont, dass ihm das Rauchverbot nichts

lückenhaft umgesetzten Nichtraucherschutz-

ausmacht, doch „die Raucherräume hätte ich

gesetz von 2007 für drastischere Maßnahmen

den Rauchern gelassen, das hat mich nie ge-

entschieden. Gesetzeslücken wie Raucherräu-

stört.“ Und was sagen die Raucher dazu? Der

me und Raucherclubs wurden per Gesetzge-

Großteil sieht ein, dass es besser ist, im Restau-

bung abgeschafft. Kontrolliert wird dies vom

rant nicht zu rauchen. In puncto Kneipe spalten

Ordnungsamt. Somit bedeutet das neue Gesetz

sich die Geister, hier wären viele Raucher und

nicht nur gleiche Wettbewerbsbedingungen für

auch Nichtraucher bereit, den Zigarettenqualm

alle Gastronomiebetriebe, sondern auch eine

zu tolerieren. Es gehöre eben einfach dazu. An-

effizientere Einschränkung des Passivrauchens.

dere wiederum finden den Qualm einfach „pe-

der

Einführung

Schutz oder Beraubung der Freiheitsrechte?

netrant und abartig.“

Fazit zur Gesundheitsoffensive

Für den Gesetzgeber steht der Bevölkerungs-

Alles in allem überwiegen positive Einstellungen

schutz an erster Stelle, das heißt Gesundheits-

zum nun über einem Jahr wirksamen Nichtrau-

schutz vor Freiheitsrecht. Vielen ist nicht klar

cherschutzgesetz. Fraglich bleibt, ob der all-

wie schädlich der blaue Dunst wirklich ist.

gemeine Zigarettenkonsum durch das Gesetz

„Schon kurzzeitiges Passivrauchen kann die

wirklich eingeschränkt wird, denn schließlich

Atemwege reizen, zu Augenbrennen und -trä-

kann kein Gesetz das Rauchen gänzlich verbie-

nen führen sowie Schwellungen und Rötungen

ten. Dennoch hat sich durch den Gesetzesbe-

der Schleimhäute hervorrufen. Längerfristig

schluss die Raumqualität im Gastronomiebe-

kann das Einatmen von Tabakqualm zahlreiche,

reich sichtlich verbessert. Für Raucher wird es

zum Teil schwere Erkrankungen auslösen“, so

weiterhin heißen, geraucht wird draußen.

das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA). Doch viele Raucher fühlen sich durch das Rauchverbot immer noch diskriminiert und in ihrer Freiheit eingeschränkt. Auch einige Wirte klagen, das Gesetz habe das Geschäft ruiniert. Den Vorwurf des Kneipensterbens kann das NRW-Gesundheits-Ministerium jedoch nicht bestätigen, vielmehr habe sich in den letzten Jahren die Freizeitgestaltung der Deutschen gewandelt.

I 2014

pulsschlag 33


REISEN & ERLEBEN

DUBROVNIK Das kroatische Athen an der Adria

TEXT MIRIAM WENDLAND

Dubrovnik: Perle der Adria und Kroatisches Athen zugleich – dieses Prestige eilt der Küstenstadt im südlichen Kroatien voraus. Als kulturelles Zentrum des Landes blickt das vergleichsweise kleine Städtchen auf eine bewegte Geschichte zurück, die Spuren hinterlassen hat. Hier lässt sich der Bogen zwischen kulturellem Städtetrip und Strandurlaub mit Leichtigkeit schlagen.

34 pulsschlag

I 2014


REISEN & ERLEbEN

DIE „ROTKÄPPCHEN“ IM HISTORISCHEN ZENTRUM Die historische Altstadt von Dubrovnik gilt als eines der wichtigsten Aushängeschilder der Stadt: mit den berühmten roten Dächern – „Rotkäppchen“ nennen die Einwohner die roten Ziegel, mit denen die zerstörten Häuser nach dem Krieg neu ausgestattet wurden. 1979 wurde die Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Tagsüber herrscht in den Gassen, auf den Plätzen und auf der Hauptstraße Stradun großes Gedränge. Abends, wenn die Kreuzfahrttouristen abreisen, zeigt sich die Altstadt von einer anderen Seite – Live-Musik und Scheinwerfer sorgen für die besondere (Urlaubs-)Atmosphäre. Die Altstadt wird von einer fast zwei Kilometer langen Stadtmauer umschlossen. Auch diese zählt zu den Hauptsehenswürdigkeiten. Auf der Stadtmauer werden Rundtouren angeboten, die beeindruckende Einblicke in die Altstadt ermöglichen. Dem Mauerring hat es Dubrovnik zu verdanken, dass viele der sehenswerten Bauten noch erhalten sind. Darunter der Fürstenpalast und die Kathedrale Mariä Himmelfahrt.

UND ABSEITS DER ALTSTADT Wer Altstadt und Mauerring von oben betrachten will, fährt mit der Seilbahn auf

EINE PRÄGENDE GESCHICHTE

den Hausberg Srd – oder wandert zu Fuß

Jahrhundertelang genoss Dubrovnik als

hinauf. An der Bergstation angekommen,

Stadtrepublik eine politische Sonderstel-

lohnt sich ein Besuch des Amphitheaters

lung. Für die Entwicklung der kroatischen

oder eine Auszeit in einem der Restaurants

Sprache, der Literatur sowie der Kunst

und Cafés mit beeindruckendem Ausblick

hatte Dubrovnik große Bedeutung. Viele

und kroatischen Köstlichkeiten. Fisch und

einflussreiche kroatische Gelehrte, Dichter

Meeresfrüchte stehen hier weit oben auf

und Künstler stammen aus der Stadt am

der Speisekarte. Beliebt ist auch die vorge-

südlichsten Zipfel Kroatiens. Am Anfang der

lagerte Insel Lapad. Hier finden Besucher

90er Jahre wird Dubrovnik hart vom kroa-

Entspannung am Sandstrand oder eine Er-

tischen Unabhängigkeitskrieg getroffen. Es

frischung im Meer.

dauert mehrere Jahre bis die Stadt die materiellen Schäden und die entstandene Arbeitslosigkeit überwinden kann.

ZURÜCK IN DIE GEGENWART: DUBROVNIK HEUTE Heute strahlt die Perle der Adria in neuem Glanz. Dubrovnik zählt 44.000 Einwohner. Belebt wird die Stadt vor allem im Sommer von bis zu 25.000 Touristen täglich. Dubrovnik gilt als weltweit bekannte Destination. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Stadt ein beliebtes Ziel für Kreuzfahrtschiffe ist. I 2014

pulsschlag 35


MITTEN HINEIN

ARZT-PATIENTEN-SEMINAR DER KLINIKEN ESSEN-MITTE

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen: Alles was Sie wissen müssen Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen steht an den Kliniken Essen-Mitte (KEM) außergewöhnlich viel Expertise zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund veranstalten die KEM am 15. November von 9.30 Uhr bis 13.30 Uhr gemeinsam mit der Deutschen Crohn/Colitis Vereinigung e.V. (DCCV) ein Arzt-Patienten-Seminar im Haus der Technik gegenüber dem Essener Hauptbahnhof. Im Fokus: Die interdisziplinäre Behandlung bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Die optimale Behandlung sieht bei jedem Betroffenen anders aus, denn sie ist auf den jeweiligen Erkrankungsverlauf speziell zugeschnitten. Bis zur richtigen Anlaufstelle und einen ungezwungenen Umgang mit Morbus Crohn und Co. ist es ein weiter Weg. Am Darmzentrum der Kliniken Essen-Mitte arbeiten die einzelnen Fachabteilungen eng zusammen. So lassen sich die verschiedenen Aspekte der Erkrankung ganzheitlich betrachten und ein individuelles Therapiepaket schnüren. Im Rahmen des ArztPatienten-Seminares können sich Betroffene, deren Angehörige und Interessierte detailliert informieren: PD Dr. Peter Hoffmann, Direktor der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie der KEM gibt Einblicke in die Medikamentöse Therapie bei CED. Prof. Dr. Dr. h.c. Martin K. Walz, Direktor der Klinik für Chirurgie und Zentrum für Minimal Invasive Chirurgie spricht zum Thema Chirurgische Versorgung. Inwiefern die Betroffenen psychosomatisch versorgt werden, erläutert Prof. Dr. Martin Schäfer, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Suchtmedizin. Den Bereich der Integrativen Gastroenterologie und damit der sinnvollen Verbindung von konventioneller und naturheilkundlicher Medizin thematisiert Prof. Jost Langhorst, Leiter der des Zentrums für Integrative Gastroenterologie der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin. Auf die Vorträge folgen Workshops, in denen die Teilnehmer u.a. Tipps zu Ernährung und Stressmanagement erhalten, naturheilkundliche Selbsthilfe-Strategien erlernen und mehr zum Leben mit Immunsuppressionen erfahren. Zum Abschluss der Veranstaltung ist ein gemeinsamer Imbiss vorgesehen. Das Arzt-Patientenseminar ist kostenlos und bedarf keiner Anmeldung.

36 pulsschlag

I 2014


MITTEN HINEIN

ABO

„pulsschlag” jetzt kostenlos für Sie nach Hause! Abonnieren Sie „pulsschlag“ kostenfrei auf www.pulsschlag.tv und bekommen Sie das Magazin 3x im Jahr nach Hause geschickt.

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SAVE THE DATE

Arzt-Patienten-Seminar der Kliniken Essen-Mitte 15. NoVEMbER 2014, 9.30 – 13.30 UHR HAUS DER TECHNIK, ESSEN KOSTENLOS UND OHNE ANMELDUNG

I 2014

pulsschlag 37


MITTEN HINEIN

„Centspende“: Mehr als nur eine Hand voll Kleingeld Gemeinsam Gutes tun – nach diesem Motto spenden Mitarbeiter der Kliniken Essen-Mitte freiwillig den Teil ihres Gehaltes hinter dem Komma.

Die maximal 99 Cent pro Person, die monatlich in einer

die auf der Straße leben. Häufig fehlt eine Schulausbil-

Spendenkasse gesammelt werden, sind in diesem Jahr

dung; Probleme mit der Familie und manchmal auch

auf etwa 8.000 Euro angewachsen und kommen vier

mit Drogen sind verbreitet. Im „Raum 58“ finden die

ausgewählten Essener Projekten in gleichen Teilen zu-

Jugendlichen eine sichere Übernachtungsmöglichkeit,

gute. Jeweils rund 2.000 Euro gehen an die Kindernot-

Gelegenheit die Wäsche zu waschen und zu duschen

aufnahme „Spatzennest“, die Notschlafstelle „Raum

sowie gemeinsam zu kochen und zu essen. Pädago-

58“, den Kinderhilfsverein „Wundertüte e.V.“ und als

gische Fachkräfte stehen als Unterstützer auf der Suche

Einzelfallunterstützung an den kleinen Jonas Thevissen.

nach dem richtigen Weg zur Verfügung.

Welche Projekte eine Zuwendung erhalten, wird durch

(www.raum-58.de)

ein Gremium entschieden, das sich aus aktiven (durch Losentscheid ermittelten) „Centspendern“ sowie je

Ziel des gemeinnützigen Vereins „Wundertüte e.V.“

einem Vertreter der Seelsorge, der Mitarbeitervertre-

ist es, hilfsbedürftige Kinder im In- und Ausland mit

tung und des Personalmanagements zusammensetzt.

Sach- und Geldspenden zu unterstützen. Zeitgleich

Die Vorstellung möglicher Förderprojekte und die Ab-

laufen mehrere Projekte – derzeit u.a. mit dem „Kin-

stimmung erfolgen in einer gemeinsamen Sitzung.

derPalliativNetzwerk“ Essen, der Essener Familienhilfe,

Kinder im Fokus – vier Projekte, viele Schicksale Die Kindernotaufnahme Spatzennest bietet bis zu 20 Kindern Schutz und Sicherheit in Krisensituationen. Ob Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung, psychische Erkrankungen oder auch der Tod der Eltern: Im Vordergrund steht eine umfassende Betreuung, sodass sich die Zwei- bis Zwölfjährigen geborgen, auf- und angenommen fühlen können. Fachpersonal stellt eine individuelle Betreuung rund um die Uhr sicher.

38 pulsschlag

Kindergärten und Familienhilfen in Rumänien. Alle Vereinsmitglieder arbeiten ehrenamtlich und ohne Aufwandsentschädigung. (www.wundertuete.eu) Im Rahmen einer Einzelfallunterstützung erhält der kleine Jonas Thevissen aus Duisburg ebenfalls einen Teil der Spendensumme. Aufgrund eines seltenen Gen-Defekts konnte sich der heute Sechsjährige als zehn Monate altes Baby plötzlich immer weniger bewegen und nichts mehr essen. Gemeinsam mit seinen Eltern kämpfte sich

(dksb-essen.de)

der intelligente Junge entgegen aller schlechten Pro-

Ein personalintensives und auf Spenden angewiesenes

wieder eigenständig essen und trinken, auch seine Fin-

Angebot ist die Notschlafstelle „Raum 58“, Anlaufstelle

ger werden langsam beweglicher. Mit der Spende las-

für rund 160 Essener zwischen 14 und 21 Jahren,

sen sich weitere wichtige Therapien ermöglichen.

I 2014

gnosen zurück ins Leben und kann mittlerweile sogar


REINGEHÖRT & REINGESCHAUT

REINGEHÖRT

Lenny Kravitz

VORGELESEN

Strut Auch bei seinem 20. Studioalbum überlässt der Rockstar nichts dem Zufall: Er selbst hat einen Großteil der Instrumente eingespielt, produziert und arrangiert. Herausgekommen sind zwölf Songs, von denen „The Chamber“ wohl nicht der einzige Hit bleiben wird. Auch live können Sie sich vom neuen Album überzeugen lassen. Im Rahmen seiner Welttournee gibt Kravitz am 18. November ein Konzert in der Oberhausener König-Pilsener-Arena. (MW)

Tiemo Hauer

Camille Junge 24 Jahre, ein eigenes Musik-Label und bereits das dritte Studioalbum innerhalb von drei Jahren. Ein ordentliches Tempo, das der Singer-Songwriter aus Stuttgart damit vorlegt. Er weiß, was er will und setzt es um. Auf dem neuen Album ‚Camille‘ erwarten den Hörer tiefgründige, deutsche Texte und melodische Klänge, die vor allem eines sind: Authentisch wie der Künstler selbst. (DA)

Die Gotteskrieger von Wulf Mämpel Ein historischer Roman aus der Zeit Karl Martells und der Sarazenen in Europa, der das frühe Mittelalter wieder zum Leben erweckt. Oktober 723. Herzog Karl Martell besiegt in der Schlacht bei Tours die moslemischen Sarazenen und stoppt so deren Vormarsch in den Westen – um dieses bedeutende historische Ereignis rankt sich die spannende Familiensaga des Falkenritters Herzog Thur von Cornwall, seiner Frau und ihrer drei Kinder. Vater Thur hatte beschlossen, nicht gegen Mohammedaner zu kämpfen, begleitet jedoch seinen Sohn Cederic in die Schlacht, um ihn im Notfall zu beschützen. Doch er muss zusehen, wie Cederic im Kampf fällt. Der bestürzte Vater beschließt doch noch in den Kampf einzugreifen und tötet den Sarazenen-Feldherrn Rahman – damit ist die brutale Schlacht gewonnen. Von der Gegenwart zurück ins Mittelalter

REINGESCHAUT

A Long Way Down Eine verregnete Silvesternacht in London, ein Hochhausdach und vier Menschen, die ihrem Leben ein Ende setzen wollen: Martin (Pierce Brosnan), Maureen, Jess und JJ. Zufällig treffen sie in besagter Nacht aufeinander und halten sich gegenseitig vom Springen ab. Als ein TV-Sender Wind von ihrer Geschichte bekommt, flüchtet die Truppe vor dem Medienrummel in den Urlaub nach Teneriffa. Eine charmante Verfilmung des gleichnamigen Weltbestellers von Nick Hornby. (MW)

Stromberg – Der Film Zum 50-jährigen Jubiläum der CAPITOL Versicherung lädt der Vorstand seine Mitarbeiter in ein Landhotel ein. Hauptdarsteller Christopher Maria Herbst alias Stromberg will den Ausflug nutzen, um sich in ein gutes Licht zu rücken – und seine Kollegen in den Schatten zu stellen. Der Film führt die Handlung der erfolgreichen Fernsehserie fort, ist aber auch ohne Vorkenntnis verständlich und macht Spaß. (MW)

Der Roman lässt die Zeit des frühen Mittelalters anschaulich aufleben. Dazu tragen vor allem die Begegnungen Thurs mit den unterschiedlichsten Charakteren bei: Vom Missionar Bonifatius über Karl Martell und den Berberfürsten Akbar. Als Thur stirbt bleibt die Frage nach seinem Erbe zunächst ungeklärt. Sein zweiter Sohn Galahad will sein Leben Gott widmen und gute Werke in Europa und Jerusalem tun. Er scheidet damit aus. Doch dann bekommt Thurs Tochter Friedlind einen Sohn: Wilfried. Er soll das Erbe antreten, sobald er alt genug ist. So lange wird das Erbe von Thurs Witwe Vivian verwaltet, die eine berühmte Heilerin ist. Liebe, Kämpfe, Intrigen... Der Roman ist spannend erzählt und wird immer wieder durch große Dialoge getragen. Er beschreibt die geschichtsträchtige Zeit des achten Jahrhunderts eindrucksvoll. Liebe, Kämpfe, Intrigen, Fanatismus, Eifersucht, Mord – auch diese Elemente sind Teil des Romans. Im Vordergrund steht die Botschaft von Toleranz. Eine Botschaft, die auch heute besonders im Hinblick auf das Zusammenleben der drei großen Religionen von großer Bedeutung ist. Ein ganzes Jahrhundert Familiensaga „Die Gotteskrieger“ ist als e-book auf Amazon erhältlich. Es ist Mämpels zweiter historischer Roman nach dem Erfolg von „Im Zeichen der roten Falken“. Geplant ist ein dritter Band, der sich um den Enkel Wilfried dreht, der als 1. Paladin am Hofe Karls des Großen in Aachen diente und dort vor genau 1.200 Jahren starb. Mit diesem dritten Band endet die Trilogie, die ein ganzes Jahrhundert der Familiensaga aufzeichnet. Wulf Mämpel ist ehemaliger WAZ-Lokalchef von Essen. (MW)

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pulsschlag 39


Das Video vom MENSCHENMÖGLICHES-Golfturnier finden Sie online unter:

MENSCHENMÖGLICHES

www.menschenmögliches.de

Charity-Golfturnier:

Möglichmacher unterstützen Jung und Alt bei angenehm sommerlich-frischen Temperaturen fanden sich Ende Mai insgesamt 96 gut gelaunte Golfspieler im Essener Golfclub Haus oefte ein. Der Anlass: das dritte MENSCHENMÖGLICHES Charity-Golfturnier. Und auch in diesem Jahr erzielte der gemeinnützige Verein wieder eine bemerkenswerte Spendensumme. 48.000 Euro fließen in die Leuchtturmprojekte ‚Palliativmedizin in Altenheime bringen‘ und ‚Schwere Last von kleinen Schultern nehmen‘.

Aufgrund des großen Andrangs starteten in diesem Jahr erstma-

Elternteil tödlich erkrankt ist. Der Betreuungsbedarf Heranwach-

lig 16 Spieler mehr an den 18 Löchern als in den vergangenen

sender, die mit der schweren Krankheit oder dem Tod des Vater

Jahren. Der reibungslose Spielverlauf kam auch dadurch nicht ins

oder der Mutter konfrontiert werden, ist hoch. Dank der hohen

Stocken, dass zwei Masseure der Physiotherapiepraxis „Physio

Spendenbereitschaft vieler engagierter Menschen konnte MEN-

Kettwig“ die beanspruchten Muskeln der Spieler lockerten.

SCHENMÖGLICHES eine zweite Heilpädagogin einstellen.

Darüber hinaus wurden vier Sonderpreise ausgespielt – auch das spornte die Teilnehmer zusätzlich an. Nach fünf sportlichen

Trotz der schweren Themen freuten sich die Gäste bei der

Stunden wartete auf der Terrasse des Golfclubs ein kühles Stau-

anschließenden Siegerehrung mit den Gewinnern. Nach dem

der Bier auf die Spieler. Erwin Waeijen und sein Friseurteam von

gemeinsamen Grillen durfte auch das „Putten bei Flutlicht“ um

Oliver Schmidt Hair Design richteten die Frisuren der Damen und

ein von der Galerie ‚kunst-raum‘ gespendetes Bild von ALPAY

Herren für die Abendveranstaltung her.

EFE nicht fehlen und sorgte für große Spannung. Der Verein

Tolle Stimmung und hohes Engagement

MENSCHENMÖGLICHES blickt zurück auf einen gelungenen Tag, der von den vielen fröhlichen und spendenfreudigen Gästen getragen wurde.

Zunächst erhielten die 160 Gäste der Abendveranstaltung Einblicke in die Arbeit der Projektbegleiterinnen. Eine Mitarbeiterin aus einer Altenpflegeeinrichtung berichtete über den Alltag dort und lobte die erfolgreichen Schulungsmaßnahmen, an denen sie und ihre Kollegen im Rahmen des Projektes ‚Palliativmedizin in Altenheime bringen‘ teilgenommen haben. Auch die Begleiterinnen des Projektes ‚Schwere Last von kleinen Schultern nehmen‘ erörterten den Gästen ihre Arbeit und verdeutlichten die belastende Situation innerhalb der Familien, in denen ein

24 pulsschlag 26 40

I 2014 2011 2012

Verein MENSCHENMÖGLICHES e.V. Simone oster Tel.: (02 01) 174 10026 s.oster@kliniken-essen-mitte.de www.menschenmögliches.de


Weihnachtskonzert

SAVE THE DATE

13. DEZEMbER 2014 UM 16.00 UHR Weihnachtskonzert des Vereins MENSCHENMÖGLICHES e. V. und der Essener Ehrenamtagentur mit Musiker und Sternekoch Nelson Müller, Opernsängerin Nina Adlon und Schauspieler Henning Baum.

Ein Projekt geht zu Ende – nicht aber die Idee

Palliativmedizin in Altenheime bringen MENSCHENMÖGLICHES führt sein erstes Projekt in die Nachhaltigkeit. Henning baum überreicht anlässlich der Abschlussfeier die Teilnahmezertifikate. Zwei Jahre lang hat MENSCHENMÖGLICHES es sich zur Aufgabe gemacht, die Implementierung der Palliativen Pflege in vier Essener Einrichtungen der stationären Altenpflege lebendig werden zu lassen. Durch Begleitung, Schulung und Vernetzung aller Projektteil-

WM-Tippspiel für guten Zweck Die Zahnarztpraxis Dres. med. dent. Kaim, Bobe & Paraskevadakis hat im Rahmen des FIRMENLAUFS ein WM-Tippspiel veranstaltet. Bei der Aktion, an der Mitarbeiter und Patienten teilnahmen, sind 1000 Euro gesammelt worden, die nun in das Projekt „Schwere Last von kleinen Schultern nehmen“ fließen. Wir sagen Danke!

nehmer werden nun Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Hospiz- und Palliativversorgung in den Pflegealltag der Einrichtungen einfließen und die Betreuung und Versorgung des geriatrischen Palliativpatienten sicher stellen. Mit dem Netzwerk Palliativmedizin Essen (npe) ist die Überführung des Projektes in die Nachhaltigkeit nun gelungen und der Weg für eine zentrale Beratungsstelle für alle Akteure im Gesundheitswesen geebnet. Institutionen, Einzelpersonen, Professionelle, Ehrenamtliche und Angehörige haben ab sofort die Möglichkeit, an Einrichtungs- und Ortsunabhängigen Vernetzungs- und Bildungsangeboten teilzunehmen. Für Alten- und Behindertenpflegeeinrichtungen und Pflegedienste werden maßgeschneiderte Implementierungs- und Schulungskonzepte entwickelt. Die Ergebnisse dieses Projektes, das mit einer Außenseiteridee begann, haben bundesweit Anerkennung gefunden. Im Rahmen einer Feier ehrte MENSCHENMÖGLICHES die Menschen, die an der Entwicklung und Durchführung des Projektes beteiligt waren. Die Zertifikate überreichte Henning Baum, Schirmherr des Vereins und Unterstützer der Idee. MENSCHENMÖGLICHES wird das Projekt in Teilen weiter begleiten und unterstützen.

Leuchtturmprojekt mit eigenem Kinderzimmer

„Schwere Last von kleinen Schultern nehmen“ Unsere Heilpädagoginnen Kirsten Becker und Barbara Defren betreuen Kinder und Jugendliche schwerkranker und sterbender Eltern. So soll das Miteinander in der Familie gestützt und seelische Belastungen so klein wie möglich gehalten werden. Dank großzügiger Spender und Sponsoren konnte MENSCHENMÖGLICHES in den vergangenen Wochen ein Kinderzimmer einrichten – für betroffene Familien und ihren Nachwuchs ein geschützter Rahmen. Bei der Einweihung am 17. September erhielten Interessierte Einblick in unsere Räumlichkeiten und die Arbeit mit den Familien.

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pulsschlag 41


MITTEN HINEIN

Im Auge TEXT ANJA HÖFELS

des Sturms

Pfingststurm „Ela“ verwüstete im Juni die Parks der Kliniken Essen-Mitte. Wochenlange Arbeit und das Hinzuziehen von Spezialisten waren nötig, um die Schäden zu beheben.

uf den ersten Blick sieht die Parklandschaft aus wie immer – doch das rote Flatterband und die hohen Bauzäune vor den ausgewiesenen Spazierwegen sprechen eine andere Sprache. Hier lauert Gefahr. Das Betreten des Parks ist lebensgefährlich und strengstens untersagt. Der Pfingststurm „Ela“ wütete unlängst in NRW und richtete vor allem im Ruhrgebiet verheerende Schäden an. So auch in den Parks der Kliniken Essen-Mitte. Vor allem auf dem großen Gelände rund um das Knappschafts-Krankenhaus im Stadtteil Steele ist es in der Nacht von Pfingstmontag auf Dienstag stürmisch zugegangen. Mehr als 100 Bäume wurden in Mitleidenschaft gezogen; 13 von ihnen komplett entwurzelt. „Im Sommer fallen Sturmschäden an Bäumen sicherlich viel schwerwiegender aus als im Herbst, der eigentlichen Sturmzeit. Das liegt mit am schweren Laub. So wirken ganz andere Kräfte auf die Bäume ein“, erklärt Sascha Erven (45 J.), Objektmanager am Knappschafts-Krankenhaus der KEM. Die Beseitigung der Schäden dauert an.

42 pulsschlag

I 2014

Erste Hilfe am „Tag danach“ Till Bülow, gelernter Landwirt mit maschinenbautechnischem Hintergrund, ist seit 25 Jahren Gärtner an den KEM. Nach seinem Zivildienst am Knappschafts-Krankenhaus trat er in die Fußstapfen des damaligen Gärtners, der zu der Zeit berentet wurde. Der 45-Jährige ist bis heute für die Pflege des Parks am Knappschaft-Krankenhaus verantwortlich und hat seit Pfingsten alle Hände voll zu tun. „Alles andere muss ja auch weitergehen“, sagt Bülow, der nebenberuflich mit seiner Frau einen Bauernhof betreibt. Auch ohne Erste-Hilfe-Maßnahmen an den Grünanlagen ist er gut ausgelastet. Der Mülheimer ist den Sommer über als einziger Gärtner am KnappschaftsKrankenhaus im Einsatz. Er übernimmt den Hecken- und Wiesenschnitt, die Beseitigung von Unkraut und Müllentsorgung in den Außenbereichen, die Straßenreinigung, hilft bei Transportarbeiten und hält die Dachbegrünung in Schuss. In den ersten Wochen nach „Ela“ stand viel Zusatzarbeit auf dem Programm. „Was wir tun konnten,


MITTEN HINEIN

haben wir umgehend getan“, so Bülow. Als erstes fällt ihm die gewaltige Linde vor dem Haupteingang ein. „Die Krone war derart zerstört, dass sie eine Verkehrsgefährdung darstellte. Eine ortsansässige Firma übernahm die Fällung und wir sind mit mehreren Mitarbeitern angerückt, um die Überreste zu entfernen.“ An den Hanglagen zur Straße Am Deimelsberg hin war die Hilfe der Feuerwehr nötig, teilweise mussten auch Spezialisten einer Fremdfirma anrücken, denn es bestand die Gefahr, dass Bäume auf die Straße stürzten.

Alte Bäume möglichst erhalten Was für Bülow folgte, war aufwendig: Wege mussten gesichert, herabgestürzte Äste fortgeschafft und natürlich der Park abgesperrt werden. Bülow: „Für viele Mitarbeiter und Patienten scheint hier auf den ersten Blick alles in Ordnung zu sein und sind sich der Gefahr, in die sie sich begeben, wenn sie über die Absperrung klettern, gar nicht bewusst.“ Denn immer noch stehen hier stark beschädigte Bäume. „30 bis 35 Bäume müssen noch komplett entfernt werden. Einige versuchen wir zu erhalten – vor allem die, die allein aufgrund ihres Alters erhaltungswürdig sind“, erklärt Sascha Erven. An rund 65 weiteren Bäumen müsse Kronenpflege betrieben werden. All das geben die KEM in die Hände einer Firma, die auf Baumfällungen und -pflege spezialisiert ist. Objektmanager Erven: „Unsere bisherigen Partnerunternehmen im Großraum Essen waren nach dem Sturm natürlich ausgebucht. So haben wir den Radius auf der Suche nach einer Fachfirma immer weiter ausgeweitet. Fündig geworden sind wir schließlich bei einem Umkreis von 150 Kilometern.“ Das Fachunternehmen rückte mit passendem Equipment und Know-how an. Abgesehen von schwerem Gerät waren auch speziell ausgebildete Baumkletterer vor Ort, die an den Stellen, die man mit dem Hubsteiger nicht oder sehr schlecht erreichen kann, die Kronen ausbesserten und beschädigte Äste herausschnitten. „Nur etwa zehn Prozent der zu erwartenden Gesamtkosten deckt die Versicherung“, weiß Dr. Johannes Watterott, Umweltbeauftragter der KEM. „Leider wird nur gezahlt, wenn der Baum in einem Stück gefallen ist – sprich entwurzelt wurde.“ Das war bei 13 Bäumen – ausschließlich im Park des Knappschafts-Krankenhauses der Fall. Somit tragen die KEM einen Großteil der Schadens-

summe selbst. „Unter den Folgen des Sturms werden auch die Bäume noch Jahre leiden“, meint Till Bülow. Vor allem in Baumgruppen, in denen nun einige Bäume fehlen, wird der Druck, den der Wind ausübt, jetzt anders verteilt.“ Ob auch alle verbliebenen Bäume erhalten bleiben, wird sich demnach frühestens zeigen, wenn die ersten Herbststürme über das Land gefegt sind.

Die Geschäftsführung sagt Danke Ein herzliches Dankeschön für das Engagement seiner Mitarbeiter in den Tagen und Wochen nach dem Pfingststurm möchte Horst Defren, Geschäftsführer der KEM, an dieser Stelle aussprechen: „Die Aufräumarbeiten bedeuteten einen erheblichen Mehraufwand, das ist mir bewusst. Vor allem unsere Gärtner an der Evang. Huyssens-Stiftung und am Knappschafts-Krankenhaus haben die doppelte Belastung sehr zu spüren bekommen – jetzt im Sommer, wo alles in Blüte steht. Dafür möchte ich ‚Danke‘ sagen.“

Nach dem Sturm waren Till Bülow und sein Team sofort zur Stelle.

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Herausgeber Kliniken Essen-Mitte GmbH, Evang. Huyssens-Stiftung/ Knappschaft (KEM), Henricistr. 92, 45136 Essen Geschäftsführung: Dipl.-Kfm. Horst Defren Verantwortlich: Björn Kasper www.kliniken-essen-mitte.de

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Redaktion Denise Albrecht, Anja Höfels, Cornelia Ernst, Simone Oster, Jennifer Swoboda, Kristina Siebenmorgen, Miriam Wendland Fotos: iStockPhoto, Fotolia.com, Udo Geisler E-Mail: pulsschlag@kliniken-essen-mitte.de Konzept und Umsetzung Der frühe Vogel & Freunde GmbH Leitung: Marcel Sekula Creative Direction: Eva Thelen Welterbe Zollverein, 45309 Essen www.derfruehevogel-freunde.com

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wort des Kreuzworträtsels (rechts) 9per E-Mail an:6 pulsschlag@kliniken-essenmitte.de oder per Postkarte an: 4 2 8 6 Kliniken Essen-Mitte, Abteilung Marketing, Henricistr. 92, 45136 Essen, Stichwort „EVENT“ 8(Einsendeschluss 5 31.10.2014)

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MENSCHEN DER REGIoN

Im Gespräch mit

Bäcker Klaus Peter Das Familienunternehmen „Bäcker Peter“ ist seit 1910 fester Bestandteil der Region Essen. Neben dem Backhandwerk spielt soziales Engagement für das Unternehmen eine große Rolle. Wir haben Bäckermeister Klaus Peter gefragt, was für ihn das Besondere an Essen ist und warum es sich lohnt, sich für die Region zu engagieren.

Herr Peter, die Bäckerei und Konditorei Ihrer Familie ist seit über 100 Jahren fest mit der Region verwurzelt. Was macht für Sie Essen und das Ruhrgebiet aus? Für mich ist das Ruhrgebiet, und damit auch Essen, ein Schmelztiegel der Kulturen. Und das schon seit Generationen. Das führt zu einer einzigartigen Kultur, zu einem ganz eigenen Lebensgefühl. Für mich schlägt im Ruhrgebiet ganz klar das Herz der Republik. Nirgendwo sonst.

Ihr Familienunternehmen besteht mittlerweile seit vier Generationen. Was ist das Erfolgsrezept Ihrer Familie? Da kommen verschiedenen Faktoren zusammen. Zu den wesentlichen Aspekten zähle ich auf jeden Fall Vorsicht, Verständnis, Weitsicht und Fleiß. Und ohne eine gewisse Portion Glück geht es manchmal auch nicht.

Wie gelingt es die Tradition noch heute weiterzuführen? Die Rezeptbücher von unserem Großvater und Vater, die unser Familienunternehmen aufgebaut haben, gibt es immer noch. Und sie liegen immer noch in Griffweite. So ziemlich alle Produkte basieren auf diesem traditionellen Wissen. Natürlich entwickeln wir unsere Produkte auf Basis neuen Wissens stetig weiter, aber die Tradition steckt in jedem Brot, jedem Brötchen und jedem Stück Kuchen.

Haben Sie persönlich ein Lieblingsgebäck? Ich mag die Abwechslung. Mal darf es süß sein, dann wieder herzhaft. Letztendlich „muss“ ich mich aber täglich durch das Sortiment futtern. Alle Produkte werden täglich geprüft. Und dazu gehört nicht nur ein kritischer Blick, sondern auch ein klassisches Probieren.

Backen ist Handwerk. Doch auch die Technik wird immer besser. Wie viel Raum bleibt da für traditionelles Handwerk? Moderne Technik hilft nur da, wo ich mein Handwerk verstehe. Eine hohe Fachkompetenz ist der Schlüssel zu besten Produkten. Die Technik kann dabei unterstützen, aber ersetzt niemals die handwerkliche Kompetenz. Deswegen wird bei uns ganz klassisch von der Pike auf gelernt.

Seit Januar bieten Sie Ihren eigenen Kaffee an. Was macht den Kaffee so besonders? Diesen Kaffee gibt es wirklich nur bei uns. Dafür haben wir uns für die Zusammenarbeit mit einer Gruppe Kleinbauern aus Nicaragua entschieden. Bei diesen Bauern kaufen wir den Kaffee direkt ein, ohne Umwege, zu einem Preis, der den Bauern wirtschaftliche Sicherheit bietet. Sie können dank der Zusammenarbeit in Dinge wie Gesundheitsversorgung und Bildung investieren. Und das überprüfen wir auch. Dazu wird der Kaffee im absolut schonenden Einklang mit der Natur angebaut. Also: Unser Kaffee ist der komplette Gegenentwurf zur Massenproduktion.

Welche Eindrücke konnten Sie bei Ihrem Besuch in Nicaragua sammeln? Nicaragua ein landschaftlich faszinierendes, allerdings extrem armes Land. Die Menschen sind unfassbar freundlich und bescheiden, von denen können wir in vielerlei Hinsicht lernen.

Ihr Unternehmen engagiert sich in vielen sozialen Projekten. Was ist Ihnen an diesem sozialen Engagement besonders wichtig? Wichtig ist uns bei allen Projekten die Nachhaltigkeit. Wir machen diese Dinge nicht, damit wir ein einmaliges mediales Echo erzielen, sondern weil wir langfristig etwas bewegen möchten. Das empfinden wir schlicht und ergreifend als unsere gesellschaftliche Verantwortung als Familienunternehmen. Dazu ist es uns wichtig, möglichst viele Menschen in die Projekte mit einzubinden. Je mehr Menschen etwas tun, desto besser.


Ihr Kontakt zu den KEM Kliniken Essen-Mitte • www.kliniken-essen-mitte.de

Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie

Klinik für Pneumologie und Allergologie - Zentrum für Schlafmedizin

PD Dr. med. Peter Hoffmann Tel.: (02 01) 174 21001 innere-medizin@kliniken-essen-mitte.de

Dr. med. habil. Hans-Joachim Kullmann

Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Zentrum für Altersmedizin - Tagesklinik für Geriatrie

Prof. Dr. med. Jens-Albrecht Koch Tel.: (02 01) 174 32001 radiologie@kliniken-essen-mitte.de

PD Dr. med. Helmut Frohnhofen Tel.: (02 01) 174 23001 geriatrie@kliniken-essen-mitte.de

Univ.-Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie - Kieferchirurgische Ambulanz - Implantatzentrum

Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin

Prof. Dr. Dr. Christopher Mohr Tel.: (02 01) 174 28001 mkg@kliniken-essen-mitte.de

Klinik für Chirurgie und Zentrum für Minimal Invasive Chirurgie - Unfall- und Wiederherstellungschirurgie Prof. Dr. Dr. h.c. Martin K. Walz Tel.: (02 01) 174 26001 chirurgie@kliniken-essen-mitte.de

Tel.: (02 01) 174 22001 pneumologie@kliniken-essen-mitte.de

- Institutsambulanz für Traditionelle Chinesische Medizin TCM und Traditionelle Indische Medizin TIM Prof. Dr. med. Gustav Dobos Tel.: (02 01) 174 25008 naturheilkunde@kliniken-essen-mitte.de

Klinik für Gynäkologie & Gynäkologische Onkologie Prof. Dr. med. Andreas du Bois Tel.: (02 01) 174 34001 gynaekologie@kliniken-essen-mitte.de

Klinik für für Urologie, Urologie, Kinderurologie Kinderurologie Klinik und und Urologische Urologische Onkologie Onkologie

Klinik für Palliativmedizin und Institut für Palliative Care

Prof. Dr. KröpflKröpfl Prof. Dr. Darko med. Darko Tel.: Tel.: (02 (02 01) 01) 174 174 29001 29001 urologie@kliniken-essen-mitte.de urologie@kliniken-essen-mitte.de

Dr. med. Marianne Kloke Tel.: (02 01) 174 24351 palliativ@kliniken-essen-mitte.de

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Suchtmedizin - Tagesklinik Psychiatrie - Psychiatrische Institutsambulanzen

Klinik für Anästhesiologie, Intensivund Schmerztherapie

Prof. Dr. med. Martin Schäfer Tel.: (02 01) 174 30001 psychiatrie@kliniken-essen-mitte.de

Dr. med. Helmut Peters (r.) Tel.: (02 01) 174 31201

Klinik für Senologie/ Brustzentrum

Klinik für Internistische Onkologie und Hämatologie - Tagesklinik Onkologie

PD Dr. med. Sherko Kümmel Tel.: (02 01) 174 33001 senologie@kliniken-essen-mitte.de

Prof. Dr. med. Harald Groeben (l.) Tel.: (02 01) 174 31001

anaesthesie@kliniken-essen-mitte.de

Prof. Dr. med. Hansjochen Wilke (l.) Tel.: (02 01) 174 24001 Prof. Dr. med. Michael Stahl (r.) Tel.: (02 01) 174 24001 onkologie@kliniken-essen-mitte.de

Evang. Huyssens-Stiftung Henricistr. 92 | 45136 Essen

Knappschafts-Krankenhaus Am Deimelsberg 34a | 45276 Essen

Tel.: (02 01) 174-0 info@kliniken-essen-mitte.de


Traditionelle Indische Medizin (TIM) Kliniken Essen-Mitte / Knappschafts-Krankenhaus

Die Traditionelle Indische Medizin (TIM) ist mit ihrer über 3.000-jährigen Geschichte eine der ältesten Heilkundesysteme der Welt. Im Westen ist sie vor allem als Ayurveda Medizin bekannt und hat sich seit Jahren weltweit bei folgenden Beschwerden bewährt:

Muskel- und Gelenkproblemen Magen-Darmerkrankungen Hautkrankheiten Neurologischen Erkrankungen Rückenschmerzen

Weitere Informationen zur Traditionellen Indischen Medizin (TIM) erhalten Sie in unserem Institut: Tel.: (02 01) 174 - 25602 www.ayurveda-klinik.info

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pulsschlag - das Magazin der Kliniken Essen-Mitte