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das ist

meins! Geistiges Eigentum & Urheberrecht

Daniel Zanger Daniel Zanger

D

as lässt Kreativschaffende nicht gerade vor Freude an die Decke springen. Im Berufsalltag ist es jedoch wichtig, über dieses Thema etwas Know-How zu besitzen und zu wissen, wo man sich informieren kann, bevor man rechtliche Schritte einleiten muss. Wie oft hat man schon Namen, Logos oder Slogans für Kunden entwickelt – wie oft bestehende Logos überarbeitet – wie oft schon persönliche Ideen präsentiert? Doch was macht ein Kunde mit einer Idee, wenn er die Kampagne nicht bucht? Was tun, wenn ein Kunde ein bereits entworfenes Logo für eine Überarbeitung übermittelt? Wie sieht die Rechtslage aus, wenn der Kunde nach Jahren expandieren will und bei der Erstellung des Logos davon nie die Rede war? Grundsätzlich kann man das „Geistige Eigentum“ in die beiden Unterbegriffe „Urheberrecht“ und „Gewerblicher Rechtsschutz“ teilen.

Das Urheberrecht Ein Urheberrecht besteht bereits ab der Schöpfung der Idee, des Fotos, der Gestaltung. Ein solches kann auch nicht angemeldet oder ­registriert werden. Hat man eine Werbeidee erst mal geboren, so ist dieser Kreative automatisch Urheber dieses Konzepts. Gerade dies bedeutet für Agenturen, dass z.B. der Grafiker, der die Broschüre entworfen hat, alle Rechte an diesem Design besitzt. Im Arbeitsvertrag wird dem in der Regel widersprochen. Vor allem Freelancer und Agenturen, die Freelancer beschäftigen, sollten darauf achten. Angenommen man kommt plötzlich auf eine „Big Idea“, wie kann ich sicher gehen, dass der Kunde meine Idee später nicht selbst oder über eine andere Agentur verwendet? Wie beweise ich, dass sie von mir stammt? Die „reine“ Idee ist nicht geschützt, solange sie nicht durch

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Geistiges Eigentum

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Schnittiges Design für deinen - KOPFSALAT  

Grafikdesign Magazin der Werbe Design Akademie Innsbruck

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