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Schulwechsel, Zuzug aus dem Ausland, Lehrerwechsel, Todesfall, Scheidung usw., also nicht entwicklungsbedingt, sondern umständehalber entstanden ist. Dies fällt in den Bereich der Psychopathologie. Die Bezeichnung Lese-Rechtschreibschwäche ist also allgemeiner, nicht so fest umschrieben wie Legasthenie. (Vgl. Klasen, 1999, S. 15 und 178) „Bei einer Legasthenie, auch spezielle Lese-Rechtschreibschwäche genannt, handelt es sich um eine genetische Anlage im Menschen, die ein Leben lang vorhanden ist und lediglich durch ein spezielles Training im Schreib- und Lesebereich zu Erfolgen führt. Dagegen ist die Lese-Rechtschreibschwäche eine erworbene, zumeist auch vorübergehende Problematik, die durch psychische oder physische Ereignisse hervorgerufen werden kann.“ (http://www.30fragen.com/, Zugriff 28.05.2013) Weitere Ursachen für eine LRS: •

vorwiegend psychische Ursachen

Hyperaktive oder unkonzentrierte Kinder neigen manchmal auch zu Problemen beim Schreiben und Lesen.

Physische Ursachen: Das Kind hat ein vermindertes Seh- oder Hörvermögen (was sich spät herausgestellt hat).

Pränatale oder postnatale Ereignisse können mitbestimmend für spätere Komplikationen beim Erwerb der Kulturtechniken sein.

Bestimmte Unterrichtsmethoden werden dem Kind nicht gerecht oder es bestehen Lerndefizite oder eine Minderbegabung. (Vgl. Kopp-Duller**, 2003, S. 17-18)

Sekundärlegasthenie Eine Sekundärlegasthenie entsteht dagegen typischerweise dann, wenn das Kind nicht als Legastheniker erkannt wird und deshalb nicht die richtige Förderung erhält. Dann wird es ständig Misserfolge haben und in den Teufelskreis der Lernstörungen hineingezogen werden. Es handelt sich also um Begleit- oder Folgeerscheinungen in dem Fall, dass eine Legasthenie nicht erkannt oder einfach übergangen wird. Vor allem das Unverständnis der Umgebung, ein Mangel an Ermutigung, Lob und Zuspruch, das Fehlen von Erfolgserlebnissen, die ständige Überforderung, aber auch der ständige Vergleich mit den Klassenkameraden, Zeitdruck, Bloßstellungen u.Ä. führen leicht zu einer Sekundärlegasthenie mit den typischen Anzeichen von Schulversagen und Verhaltensauffälligkeiten. (Vgl. Kopp-Duller**, 2003, S. 28-30)

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Computerspiele  

Die Vorteile von Computerspielen für das Legasthenietraining

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