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„Diese Spiele sind bereits deutlich kampfbetonter. Die Spielszenarien sind in einem historischen, futuristischen oder märchenhaft-mystischen Kontext angesiedelt, sodass sie ausreichend Distanzierungsmöglichkeiten für den Spieler bieten. Unter diese Altersfreigabe fallen Arcade-, Strategie- und Rollenspiele sowie bereits einige militärische Simulationen.“ Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG „Spiele mit einer Altersfreigabe ab 16 Jahren zeigen auch Gewalthandlungen, sodass ganz klar auch Erwachsene zur Käuferschicht gehören. Häufig handeln die Spiele von bewaffneten Kämpfen mit einer Rahmenhandlung (Story) und militärischen Missionen. Zu den Genres zählen Action-Adventures, militärische Strategiespiele und Shooter.“ Keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG „Da diese Spiele nahezu ausschließlich gewalthaltige Spielkonzepte thematisieren und häufig eine düstere und bedrohliche Atmosphäre erzeugen, sind sie ausschließlich für Erwachsene. Zu den Genres gehören Ego-Shooter, ActionAdventures und Open-World-Games. Hintergrund der jeweiligen Story sind beispielsweise kriegerische Auseinandersetzungen oder brutale Kämpfe zwischen rivalisierenden Gangs.“ (Quelle: http://www.usk.de/pruefverfahren/alterskennzeichen/, Zugriff 03.05.2013) „Die Vergabe der Siegel bedeutet allerdings keine pädagogische Beurteilung und kein Qualitätsurteil – sie sind lediglich Orientierungshilfe für Eltern, die dem unübersichtlichen Markt relativ hilflos gegenüberstehen. So kann ein Spiel, das für 6- bis 12-Jährige geeignet eingestuft wird, technisch durchaus zu schwierig sein oder aber pädagogisch nicht gerade empfehlenswert.“ (Laudowicz, 1998, S. 81) Tatsächlich ist es sehr schwierig, Computerspiele aus pädagogischer Sicht zu beurteilen. Natürlich sind die Gutachter/innen der USK dazu angehalten, gesicherte wissenschaftliche Befunde (z.B. aus dem Bereich der Entwicklungspsychologie oder der MedienWirkungsforschung) in ihre Entscheidungsbegründung miteinzubeziehen, doch geben die Forschungen bis jetzt lediglich Anhaltspunkte zur altersgemäßen Einschätzung der Spiele – ein pädagogischer Kriterienkatalog liegt nicht vor. Ebenfalls scheint es für die Gutachter/innen schwierig zu sein, Computerspiele als das wahrzunehmen und zu

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Computerspiele  

Die Vorteile von Computerspielen für das Legasthenietraining

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Die Vorteile von Computerspielen für das Legasthenietraining

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