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eher kontaktscheuen Kindern die Möglichkeit, zu anderen in Beziehung zu treten (z.B. durch Tausch von Spielen). Wenn sich Kinder tatsächlich über lange Phasen hinweg isolieren, liegen eher andere Probleme vor (zu wenig andere Anreize, Konflikte, allgemein einzelgängerisches Verhalten). ➢ Computerkriegsspiele vermitteln den Jugendlichen Freude an kriegerischen Handlungen. Der Spieler geht buchstäblich auf Menschenjagd und wird für das Töten belohnt. Das führt zwangsläufig zu einer Verrohung und Brutalisierung der Spieler. Gewalt erscheint als erlaubtes Mittel der Problemlösung. ➢ Computerspiele sind Zeitkiller. Sie verhindern die natürliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, die statt in einer Realität in einer Scheinwelt aufwachsen. Dieses Argument rührt häufig aus einer unbewussten Ablehnung der Möglichkeit für Kinder, ihre frei verfügbare Zeit auch spielend verbringen zu können. Die Welt der PC-Spiele erlaubt eine Erprobung von Verhaltensweisen, welche in ihrer unmittelbaren Umgebung kaum möglich ist. Kinder sind nur dann längerfristig von Spielen fasziniert, wenn sie einen Bezug zur Lebenssituation bieten. Ein Wirklichkeitsverlust ist nicht zu befürchten, da die Kinder sehr gut zwischen Wirklichkeit und Scheinwelt unterscheiden können. Außerdem bieten viele Abenteuer-, Simulations- und Rollenspiele die Möglichkeit, Normen und Werte wie z.B. Leistungsbereitschaft, Erfolgsorientiertheit, Wettbewerbs- und Konkurrenzverhalten einzuüben. Die Spielhandlungen und die Denkmuster der Spielfiguren bieten nur in seltenen Fällen Alternativen zu den gegenwärtig vorherrschenden Normen. ➢ Wer PC-Spiele spielt, liest weniger, Bilder vermitteln weniger als Worte. Der Vorteil von Literatur ist der relativ große Spielraum, der der Fantasie bei der Ausgestaltung der Erlebnisse durch die Rezipierenden bleibt, während im PC-Spiel der Rahmen des Spiels (Grafik und die möglichen Spielschritte) den Erlebnisraum weitgehend bestimmt. Der Vorteil von Spielen ist jedoch die Möglichkeit der aktiven Teilnahme am Spielgeschehen durch den Spielenden. Während die sprachliche Darstellung von Gefühlen sehr viel Spielraum für Interpretation lässt, können sich Kinder aus Bildern Gefühle und Affekte oft leichter erschließen als aus sprachlichen Zusammenhängen. Es wird befürchtet, dass Computerspiele die Ursache von Sprachverkümmerung sind, weil die Kinder zu wenig lesen. Tatsächlich befinden sich Seite 35

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Computerspiele  

Die Vorteile von Computerspielen für das Legasthenietraining

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Die Vorteile von Computerspielen für das Legasthenietraining

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