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Inhalt: wenn du direkt zu einem Beitrag möchtest, musst du ihn oder, wenn vorhanden, das dazugehörige Bild anklicken 4/5 Begrüßung und Informatives 6/7 Jemand ganz besonders 8/9 Krakelieren 10/11 Eine Herzensangelegenheit - Sew a Smile 12 - 17 Rezeptsammlung Neunerlei 18/19 Nützliches Bloggerwissen / Naturseif 20/21 Weihnachtsgedicht/Pralinen 22/23 Krustenbraten mit Semmelknödeln 24/25 Wortkotze (mal ohne Erbrochenes) 26/27 Salzteigbastelei 28/29 Fototipp /Bastelseite Sternanhänger 30/31 Erikakekse / Makramee 32/33 Gesundheitstipp 34/35 Anziehpuppe Nele 36/37 Pralinen/Weihnachtsgedicht 38/39 Chutney und Schlehenlikör / Verpackung 40/41 Fimo-Geschenkanhänger 42/43 Regalfachvermietung 44/45 Nähen und Nähen lassen #NuNl 46/47 Bastelseite / Notizzettel 48/49 Digital Detox 50/52 Probenähen Teil 1 53 Geschenkanhänger 54 - 57 Pappmaché 58/61 Märchen Thyria‘s Prinz 62/63 Weihnachtsstern und Walnussbaby 64/65 Häkelschrift / Verabschiedung 66/67 Team und Mitwirkende 68/69 Beitragsübersicht / Informelles 70 Rückseite

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Hallo liebeR LeserIN, wir freuen uns, dass Ihr jetzt hier seid und unsere erste Ausgabe lest. Vielleicht fragt Ihr Euch, was das Ganze soll und warum wir den ganzen Aufwand betreiben oder es interessiert Euch gar nicht und Ihr möchtet einfach mit dem Lesen der vielen verschiedenen Beiträge loslegen - wenn dem so ist, überspringt doch einfach mein ganzes Geschwafel ganz schnell und stürzt Euch in die Flut aus Worten, Bildern und Inspirationen. Wenn Ihr doch etwas Geduld habt und gerne mehr wissen möchtet, seid Ihr herzlich eingeladen, weiter zu lesen. Schon seit einer ganzen Weile trage ich die Idee eines „interaktiven“-Magazins mit mir rum und endlich hab ich es wohl geschafft, es auf die Beine zu stellen. Interaktiv deshalb, weil ich nicht die einzige bin, die die Beiträge, Bilder, Ideen usw. beigesteuert hat und weil Ihr aktiv mit diesem Magazin arbeiten bzw. kreativ sein könnt (wie ich das meine, erschließt sich denke ich von selbst) . Um diese Onlinezeitschrift zu verwirklichen und zu füllen, haben mich eine ganze Menge kreativer Menschen unterstützt und mir ihre Zeit, ihr Können und ihre Kreativität geschenkt. Von daher ist es nicht nur mein Magazin, sondern genauso das ihre – das ist auch der Grund dafür, weshalb auf jeder Seite eine Verlinkung zu der Seite des jeweiligen Mitschreiberlings zu finden ist. Warum ich das ganze ausgesponnen habe? Ganz einfach, weil ich euch - meinen treuen Fans und Lesern - gerne etwas zurück geben möchte und ich denke, meinen Teammitgliedern geht es genau so. Euch allen und natürlich auch den Mädels, die bei dieser Sache mit angepackt haben, möchte ich von Herzen danken. Für die Hilfe, die lieben Kommentare, die Likes, Euer Da-Sein und Euer Interesse. Klar hätte ich auch einfach einen schnöden Newsletter für Euch erstellen können, aber mal ehrlich, wie viele lesen sowas denn wirklich noch aktiv und schmeißen die Mail nicht gleich nach Eingang in den Papierkorb? Außerdem bin ich ein Gemeinschaftsmensch und wollte so gerne etwas mit anderen zusammen machen, was möglichst viel Inhalt mit sich bringt. Wer jetzt alles seine Finger mit im Spiel hatte, erfahrt ihr am Ende des Magazins. So, nun höre ich mal wieder auf zu labern, bedanke mich noch einmal schell, dass Ihr es bis hierhin ausgehalten habt und wünsche ganz viel Spaß beim Lesen und entdecken, was es sonst noch zu finden gibt. Liebe Grüße eure Clara von duhama

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Kleine magische Geschenke? Im ganzen Magazin verteilt findet ihr so kleine Geschenkausschnitte wie diese hier. Ihr könnt euch sicher denken, was es damit auf sich hat. Wenn ihr sie anklickt, werdet ihr automatisch weitergeleitet. Zu finden gibt es uA Häkelanleitungen, Schnittmuster und Gutscheincodes. Wir hoffen sehr, dass ihr viel Freude daran haben werdet und bedanken uns von Herzen bei all den Sponsoren,die uns hierbei unterstützen „Herz-Emoticon“. Die letzten vier Tage (21,22,23,24) sind als Gewinnspiel angesetzt. Die dazu gehörigen Informationen gibt es an den jeweiligen Tagen nach Öffnen der Türchen.

Wie ihr Euch sicher denken könnt, liegen uns lokale Geschäfte und kleine Unternehmen sehr am Herzen. Darum möchten wir euch eine Facebookgruppe vorstellen, in der Ihr für die Adventszeit und Weihnachten genau solche Anbieter findet. Eine großartige Idee, wie wir finden und Danke an Sibylle von Wattundschön, die diese Gruppe ins Leben gerufen hat.. „Weihnachtsgeschenke DIY - Der einzigartige Weihnachtsmarkt“

Neue Facebook-Gruppe: Hereinspaziert! Unser gemütlicher Weihnachtsmarkt hat 24 h am Tag geöffnet! Ihr findet hier ein kreatives Meer selbst gemachter Werke. Egal ob Schmuck, Kleidung, Taschen, Spielzeug, Accessoires, Duftendes, E-Books, Schönes aus Papier oder anderes... Selbst erdacht und selbst gemacht - mit viel Liebe zum Detail! Wer also auf der Suche ist nach hochwertigen Unikaten als Weihnachtsgeschenk für die Liebsten, der ist hier genau richtig. Und wer selbst seine wunderbaren Produkte anbieten möchte, der kommt einfach in die Gruppe dazu. Wir haben noch ein wenig Standfläche frei „wink“-Emoticon Herzlich Willkommen! 5


Jemand ganz besonderes Kennt Ihr das auch? Ihr stolpert über etwas ganz schönes, was Euch die Sprache verschlägt, besucht die Seite, liked sie und seid fortan treuer Begleiter? Mir ist das schon ein paar Mal passiert - unter anderem bei der Künstlerin, die ich Euch jetzt vorstellen möchte. Tieneke malt außergewöhnlich schöne Bilder, die einem bei jedem Ansehen ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern. Für dieses Magazin hat sie ein paar Bilder beigesteuert, wofür ich nicht nur unendlich dankbar, sondern immer noch total sprachlos und von Glücksgefühl erfüllt bin. Wenn Ihr genau so in den Bann Ihrer Bilder und lieben Persönlichkeit gezogen werdet wie ich, huscht doch einfach mal auf ihre Seite rüber und schaut, was es dort noch alles zu entdecken gibt. Liebe Tieneke, ganz lieben Dank, dass Du hier mit machst und uns für das Interview Rede und Antwort gestanden hast.

1. Wer bist du?

Tieneke ist mein Name. Ich bin 33 Jahre alt und von Beruf Illustratorin/ Grafikerin im Bereich Kinderbuchdesign und Kunst-AG Lehrerin an einer Grundschule. Ich bin bunt, lustig und vielleicht ein bißchen verrückt, was mir und meiner Arbeit aber noch nie geschadet hat. Geboren bin ich im schönen Rheinland und habe dort auch die ersten 26 Jahre meiner Kindheit (die noch immer nicht vorbei ist) verbracht. Die Liebe hat mich etwas in die Ferne geführt und jetzt lebe ich seit sieben Jahren mit meinem Verlobten und meinem Häschen Stitch in der Nähe von Braunschweig. Ich trinke gerne Tee, liebe dazu Waffeln mit Zimt, singe gerne laut und fahre furchtbar schlecht Auto.

2. Wie bist du zum Malen gekommen? Und wie lange machst du das schon?

Seit ich krabbeln konnte, hab ich nur nach Stiften gegrabscht und damit, zum Leid meiner Eltern, Tapeten, Teppiche und Möbel, auch gerne mal meine Arme und Beine, verschönert. Nicht viel später lernte ich dann, dass man auch auf Papier malen kann und dann keinen Ärger bekommt. Seitdem hab ich praktisch nichts Anderes mehr gemacht. Ich liebte es schon immer, mir stundenlang Bilderbücher anzuschauen, mir Geschichten zu Recht zu spinnen und von Feen und Prinzessinnen zu träumen. Geschichten, Figuren und Orte aus meiner Fantasie lebendig zu machen ist auch heute noch genau das, was mich glücklich macht. Dabei hatte ich eigentlich nie vor, mein Hobby zum Beruf zu machen. Eigentlich wollte ich Deutschlehrerin werden. An der Uni hab ich mich aber nur schwer zurechtgefunden und dann von heute auf morgen beschlossen, eine Ausbildung zur Grafikerin zu machen. Dort war ich dann plötzlich ganz in meinem Element und seitdem ist mir klar gewesen, dass ich außer Zeichnen und Malen nichts Anderes machen will.

3. Was malst du am liebsten?

Märchengestalten wie Prinzessinnen, Feen, Elfen, Meerjungfrauen und das am liebsten in rosa mit langen Wallewalle-haaren … ganz typischen Mädchenkram eben.

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4. Was nervt dich beim Malen am meisten?

Am meisten nervt es mich wohl, wenn ich dabei unterbrochen werde. Ich bekomme einen regelrecht wahnsinnigen und starren Blick, wenn ich male und dann bin ich auch komplett in meiner eigenen Welt. Ich hasse es, wenn ich dabei aufstehen muss, weil das Telefon oder die Haustür klingelt, ich mal eine kleine Pipipause einlegen muss, einen knurrende Magen habe oder das ein Tag einfach nur zu Ende ist. Wenn es nach mir ginge, würde ich jedes Bild gerne in einem Flutsch durchmalen.

5. Kannst du dich an dein erstes Bild erinnern?

Nein, leider nicht. Obwohl meine Mutter sehr viele von meinem Kinderzeichnungen aufgehoben hat und ich mich bei Vielen auch noch daran erinnern kann, wie und wo ich sie gemalt hab.

6. Welches Bild von dir fandest du bisher am furchtbarsten?

Ich versuche immer es zu vermeiden, Bilder furchtbar zu finden, auch wenn ich Bilder für Kunden zeichne und das manchmal nicht Meins ist. Jedes Thema kann man auch oft so umsetzten, dass es einem Spaß macht und ein bißchen entgegenkommt. Das Schlimmste, was ich mal malen musste, waren wohl Clowns, weil ich die einfach abartig unheimlich finde.

7. Welches ist dein persönliches Lieblingsbild und warum?

Von meinen Bildern mag ich ganz gerne die, wo ich mich voll austoben kann. Ob das jetzt eine klassische Aquarellzeichnung oder eine Collage ist, ist mir dabei völlig egal. So lange es an die Vorstellung, die ich in meinem Kopf davon habe, herankommt, ist es ein gutes braves Bild. Ein ganz spezielles Lieblingsbild eines Künstlers habe ich nicht, weil man ja auch immer so viel Neues zu Gesicht bekommt. Ich mag aber die Bilder und den Stil von Beatrix Potter, Brian Froud, Felicitas Kuhn und Willam Bouguereau sehr sehr gerne.

8. Was machst du, wenn du nicht skizzierst, zeichnest oder ausmalst?

Ich hab jetzt nicht viel Freizeit aber wenn ich welche habe, dann mach ich das, was wohl alle gerne machen: Fernsehen! Ich nähe auch gerne (zwar nicht sehr gut), streiche Möbel an und um, dekoriere oft wie eine Irre an einem Tag das Haus um und buddel mich durch unseren Garten.

9. Was ist deine ganz persönliche "Malmacke“?

Ich stecke mir meine Zeichenutensilien beim Malen immer in die Haare, damit ich sie schnell griffbereit hab. Das fängt an bei Pinseln und Stiften und geht bis zu Radiergummis und Farbtuben. Sieht auch furchtbar bescheuert aus, aber wenn ich etwas auf meinem Kopf „ablege“, finde ich es immer gleich wieder.

10. Für wen malst du am liebsten?

Für Jeden, der meine Fantasie anspricht. Dann fluppt auch oft Alles von alleine. Und natürlich zeichne ich am liebsten, was ich so in meinem Kopf hab, weil es logischerweise meinem Geschmack am nächsten kommt.

11. Wer aus deinem Umfeld ist am stärksten von deiner Leidenschaft genervt?

Genervt ist, glaub ich (und hoff ich), so richtig Niemand. Vielleicht würde mein Verlobter sich weniger Zeit für meine Bilder nehmen, wenn ich ihn nicht immer damit nerven würde, dass er sie sich mal ansehen soll. Ich halt sie ihm auch ungefragt gerne mal vors Gesicht aber da er mich so kennengelernt hat und auch gerne mal seinen Senf dazu abgibt, denk ich, dass er damit zurechtkommt. 7


Used-Look-Tablett selber machen!

…. oder wie geht eigentlich krakelieren? Krakelieren ist eine Technik mit der Du verschiedene Objekte alt und benutzt aussehen lassen kannst. Es entsteht der Look von aufgeplatztem Lack. Die Technik ist hervorragend geeignet, um Einzelstücke im Shabby-Stil zu zaubern. Besonders schick ist die Technick auch, wenn Du Möbelstücke wie einen alten Stuhl damit bearbeitest.

So gehst Du vor: 1. Beginne mit der Grundierung. Wähle hierfür eine dunkle Acrylfarbe (z. B. schwarz, braun oder auch dunkelblau) und bemale die gesamte Fläche, die Du bearbeiten möchtest. Als Grundierung kannst Du auch Metallicfarben verwenden. Lasse die Farbe gut trocknen!

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2. Nun trägst Du den Krakelierlack auf (erhältlich in jedem gut sortierten Hobbyzubehör Geschäft). Du kannst diesen vollflächig über das gesamte Stück auftragen oder nur an einigen Stellen. Ebenso kannst Du durch die Dicke des Krakelierlackes bestimmen wie groß später die Risse sein sollen. Je dicker der Lack aufgetragen wird, desto größer werden die Risse. Trägst Du den lack nur ganz dünn auf, werden auch die Risse in der Oberfläche später feiner. Achte darauf, dass der Lack nur in eine RIchtung aufgetragen wird. Wieder gut durchtrocknen lassen.

3. Als letztes streichst Du die helle Acrylfarbe gleichmäßig in eine Richtung darüber. Achte darauf, dass Du nicht zweimal über eine krakelierte Stelle malst, da die Risse sich sonst wieder verschließen. Beim Trocknen platzt jetzt die obere Farbschicht an den krakelierten Stellen auf. Dabei entstehen feine oder eben größere Risse durch welche die Grundierung sichtbar wird. Viel Spaß beim Nachmachen und viel Freude an euren fertigen Used-Look-Gegenständen wünscht euch Jana von Kreativhund

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Eine Herzensangelegenheit Ihr Lieben, ich hoffe ja ein wenig darauf, dass dieses Magazin gaaaanz viele von Euch erreicht und dass Ihr alle an den Beiträgen hier drin interessiert seit ;). Darum möchte ich ein wenig die vorweihnachtliche Stimmung nutzen und auf ein paar soziale Projekte aufmerksam machen, an denen sich dann hoffentlich wiederum seeehr viele von Euch beteiligen. Eines der größten Diskussions- und Streitthemen der vergangenen Monate war oder ist wohl die immense Anzahl an Menschen, die in oder durch unser Land kommen. Der Grund dafür dürfte inzwischen jedem bekannt sein: Angst um das Leben ihrer Liebsten und um ihr eigenes. Wenn in den Heimatländern Friede herrschen würde und sie nicht täglich aufs neue hätten bangen müssen, hätte sich wohl kaum einer von ihnen auf diese sehr lange und beschwerliche Reise eingelassen und sein Hab und Gut, sein soziales Umfeld, einfach alles, was ihm lieb und teuer gewesen ist zurück gelassen. Viele von ihnen – darunter sehr viele Kinder – haben auf dieser Suche nach Frieden und Ruhe vor der Angst, ihr Leben lassen müssen. Leider gibt es in unserem Land viele Menschen die, warum auch immer, diesen „Fremden“ gegenüber sehr feindselig gesinnt sind. Ich hoffe jetzt einfach mal (blauäugig), dass unter denjenigen, die dieses Magazin lesen, keiner von ihnen dabei ist. Warum? Ganz einfach: Weil dieses Land eine Vergangenheit hat, die vergangen bleiben sollte. Weil die Flüchtlinge auch NUR MENSCHEN sind, Menschen wie du und ich. Menschen, denen es sehr lange sehr schlecht ging (und zum Teil noch geht). Menschen, die nicht hier sind, um einen Arbeitsplatz, eine Wohnung, Nahrung oder sonst irgendwas von irgendwem weg zu nehmen, sondern einfach nur auf der Suche nach Ruhe und Frieden sind. Menschen, die jetzt, wo sie hier sind, oftmals jahrelang im Müll hausen müssen und in allem was sie tun, beschränkt werden, bis ihr Asylantrag nach Jahren endlich mal bewilligt wird. Viele von ihnen Kinder oder junge Erwachsene, die niemanden mehr auf der Welt haben, außer sich selbst! Uns allen geht es, im Verhältnis zu ihnen, relativ gut. Und weil dem so ist, möchte ich Euch, die Ihr alle auf irgendeine Weise mit handarbeitstechnischem Talent beschenkt worden seid, darum bitten, Euch ein wenig mit eurem Können zu engagieren und jetzt, zur Weihnachtszeit ein paar Menschen glücklich zu machen und dazu braucht es gar nicht viel. Bestimmt habt Ihr schon von der Aktion „Sew-A-Smilie“ gehört oder sogar schon selbst mitgemacht? Wenn nein, wird es höchste Zeit. Diese Aktion richtet sich an ambitionierte Näherinnen – auch absoluten Anfänger – und ist so simpel, wie genial.

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Spenden wie Hygieneartikel, Kleidung usw. werden zwar in rauen Mengen gegeben, oft aber fehlt schlicht und einfach die Möglichkeit diese Sachen (oder auch nur wichtigste Papiere und Unterlagen) zu transportieren – wenn man mal von den schnell kaputt gehenden Plastikbeuteln absieht. Auf der Seite http://sewasmile.de/ findet Ihr ein Schnittmuster und eine Anleitung für einen Rucksack, ähnlich der einfachen Turnbeutel für Kinder, und auch Links zu Aktionen, wo noch Hilfe benötigt wird, bzw. auch zu der Facebookgruppe, in der nicht nur ein reger Austausch unter den Helferinnen stattfindet, sondern oft auch Materialspenden zum Verteilen (gegen Übernahme der Portokosten) angeboten werden. Ein weiteres Problem ist, dass jetzt zu Beginn der kälteren Jahreszeit, ein enormer Mangel an Mützen und dergleichen besteht – ein Schnittmuster für eine einfache Mütze wird in der Gruppe ebenfalls angeboten. Außerdem könnt Ihr dort auch direkt schauen, wo in eurer Region ein Ansprechpartner oder eine Hilfe benötigende Einrichtung wäre. Wer nun nicht nähen kann, bzw. mit Häkel- und/oder Stricknadel einfach besser klar kommt, hat es da schon etwas schwerer eine Initiative zu finden, die sich solchen Dingen annimmt – wobei die von Sew-A-Smile-Näherinnen bedienten Stellen sicherlich auch dankbar für gespendete Mützen, Handschuhe und Schals sind. Des Weiteren findet man unter ebay-Kleinanzeigen einige Ansprechpartner, die Wollspenden entgegen nehmen. Und wer ganz schnell ist, kann sich bis zum 03. Dezember noch schnell wärmende Kleidungsstücke an #MascheMenschlichkeit, einer Aktion des DRK Sachsen, spenden. Die dort gespendeten Sachen werden am Nikolaustag als kleines Geschenk für Flüchtlingskinder ausgegeben. Hier und hier erfahrt Ihr mehr darüber. Na, was meint Ihr? Schaffen wir es, mit unserem Können noch ein paar Menschen mehr zu dieser besonderen Zeit mit ein wenig Freude, Wärme und dem Geist der Weihnacht zu beglücken? Ich bin überzeugt davon und glaube fest daran, dass an dem Spruch, den meine Großmutter mir als kleines Mädchen ins Poesiealbum geschrieben hat, was Wahres dran ist: „Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu anderer Glück, denn das Glück, was wir vergeben, kehrt ins eigene Herz zurück!“ In diesem Sinne: frohes Schaffen und Euch allen ebenso viel Freude am Schenken, wie ich sie habe. Eure Clara

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Rezepsammlung Erzgebirgisches „Neinerlaa“ Wie der Name schon verrät, gehören zu einem traditionellen erzgebirgischen Weihnachtsessen, dem sogenannten „Neunerlei“ (erzgebirgisch= Neinerlaa) neun verschiedene Speisen. Auch wenn die genaue Zusammenstellung des Essens von Region zu Region, bzw. in den Familien variiert, bilden die bekannten „grünen“ Klöße die Grundlage eines traditionellen erzgebirgischen Weihnachtsessens. Dazu werden Sauer- oder Rotkraut mit Bratwürsten, Gänse-, Schweinebraten, Kaninchen oder Rindslende gereicht. In den Vorspeisen finden sich Herings- und Selleriesalat, sowie Eintöpfe aus Hülsenfrüchte, wie Linsen, Erbsen oder Hirse. Als Nachspeise wird Milchsuppe serviert.   Beim Neunerlei kommt jedem der neun verschiedenen Gerichte bzw. Zutaten eine ganz besondere Bedeutung zu. Hülsenfrüchte sorgen für das Kleingeld im Haus, Klöße schaffen das „große“ Geld herbei, vorausgesetzt sie werden in ungerader Zahl serviert. Fleisch- und Wurstwaren sollen Glück und Wohlstand sichern und der Sellerie steht, wie in vielen Kulturen auch, für die Potenz und die Fruchtbarkeit. Sauerkraut bringt eine gute Ernte, Rotkraut oder rote Beete stehen für die Schönheit, und die Milch soll die Gesundheit der Familie bewahren. Die Zahl Neun selbst, steht für dreifaches Glück  Zu den neun Speisen gesellen sich ein paar Rituale, welche ebenso dem Zweck dienen das Glück im Hause zu halten und zu mehren. So wird oft - für Gäste, aber besonders um eine ungerade Anzahl von Tellern zu wahren- ein Gedeck mehr auf den Tisch gestellt. Es werden Münzen unter die Teller gelegt und - zur Freude einer jeden Köchin-  darf das dreckige Geschirr nicht am gleichen Abend abgewaschen werden.   

Kartoffelsalat Zutaten • 3 mittelgroße Kartoffeln pro Person • Fleischsalat • Joghurt naturbelassen • Pfeffer, Salz • saure Gurken • 2 geschälte Äpfel • mittelgroße Zwiebel • nach Geschmack Tomaten und Paprika Zubereitung Die Kartoffeln waschen, mit Schale kochen (Pellkartoffeln), im Anschluss pellen und in mundgerechte Scheiben schneiden. Den Fleischsalat mit Joghurt (denn dies ist ein kalorienbewusster Kartoffelsalat!) strecken und mit Pfeffer, Salz und etwas Gurkenwasser abschmecken. Die Sauren Gurken, zwei gewaschene Äpfel (ohne Schale) und eine mittelgroße Zwiebel (und gegebenenfalls Tomaten und Paprika) in Würfel schneiden und gemeinsam mit dem Fleischsalat-Joghurt-Gemisch unter die noch etwas warmen Kartoffeln heben. Nun den Kartoffelsalat gut durchziehen lassen (gerne über Nacht im Kühlschrank). Sollte er zu fest werden, kann noch einmal etwas Gurkenbrühe hinzugegeben werden. Zum Servieren mit fein gehackter Petersilie bestreuen und schmecken lassen!

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Heringssalat Zutaten für 2 bis 4 Personen • 4 Matjesfilets • 2 Schalotten • Thymian • grüner oder schwarzer Pfeffer • Sonnenblumenöl Zubereitung Die Schalotten in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Pfeffer und Thymian grob zerstoßen. Die Matjesfilets in mundgerechte Stücke schneiden und zu den Zwiebeln geben. Gewürze dazu und je nach Bedarf etwas Öl zugeben, gut vermischen - fertig.

Selleriesalat Zutaten für 2 bis 4 Personen • 1 große Knolle Sellerie • ein halber Liter Wasser • 2 Esslöffel Zucker • 1 Esslöffel Salz • 1-2 Esslöffel Essig-Essenz • grüne Pfefferkörner • 3 getrocknete Pfefferminzblätter • 2 Esslöffel Sonnenblumenöl Zubereitung Sellerie ordentlich abbürsten, schälen und in etwa 3 Millimeter dicke Scheiben schneiden. Wasser und Gewürze bis auf die Pfefferminze in einen Topf geben, Sellerie dazu. Das Wasser sollte den Sellerie gerade so bedecken. Nun wird der Sellerie etwa eine halbe Stunde bei kleiner Flamme gekocht. Zwischendurch sollte man abschmecken und je nach Neigung etwas mehr Zucker oder etwas mehr Essig hinzufügen. Nach etwa der Hälfte der Kochzeit kommen die Pfefferminzblätter in den Topf. Wenn der Sellerie gar ist, den Topf von der Flamme nehmen. Das Öl wird untergerührt, wenn der Sellerie schon etwas abgekühlt, aber noch nicht kalt ist. Serviert wird der Sellerie gut gekühlt in kleinen Schälchen.

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Grüne Klöße Zutaten für 10 bis 15 Klöße • 2,5 Kilogramm festkochende Kartoffeln und 1kg mehlig kochende Kartoffeln • Salz Einen Abend vorher 1kg der mehligen Kartoffeln mit Schale kochen, abgießen und über Nacht stehen lassen.    Am nächsten Tag werden die gekochten Kartoffeln gepellt und durch eine Kartoffelpresse gedrückt. Die restlichen 2,5 kg (rohen!) Kartoffeln schälen und reiben (am Besten mit der Maschine) und anschließend die Reibemasse in einem Leinentuch stark auspressen. Den Saft auffangen und stehen lassen, damit sich die Kartoffelstärke am Boden absetzen kann. Das restliche Kartoffelwasser vorsichtig abgießen. Die rohe, geriebene Kartoffelmasse in eine Schüssel geben, mit etwas Salz abschmecken und mit etwas heißem Wasser zu einem sämigen Kartoffelteig vermengen. Dazu die vom Vortag gekochte und durch die Presse gedrückte Kartoffelmasse, sowie die aufgefangene Stärke aus dem Kartoffelsaft geben. Alles zu einem grifffesten Teig kneten. Aus dieser grifffesten Kartoffelmasse mit den Händen gleich große Klöße formen.  Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Der Topf sollte groß genug sein, damit die Klöße frei schwimmen können. Die Klöße in das sprudelnd kochende Wasser geben, kurz aufkochen lassen, die Temperatur zurück drehen und ca. 20 Minuten im heißen Wasser köcheln lassen. Dabei verfärben sich die Klöße im Wasser grün und sind gut (Probekloß entnehmen und aufschneiden), wenn die Kloßmasse in der Mitte nicht mehr roh ist.    

Weiße Klöße Zutaten für 7 bis 10 Klöße • 1,5 Kilogramm mehlig kochende Kartoffeln • 75 Gramm Weizenmehl •2 Eier •Salz, Muskat •Butter •50 Gramm Weißbrot • 2 Liter Wasser • Sonnenblumenöl Zubereitung Die gekochten Kartoffeln durchdrücken und mit Mehl, Eiern, Salz und einer Prise Muskat zu einem Teig verarbeiten. In 7 - 10 Stücke teilen, breit drücken und zwei, von den in Butter gerösteten Weißbrotwürfeln in die Mitte geben. Die Klöße ohne Risse formen. In dem siedenden Wasser etwa 5 Minuten kochen und dann noch 15 bis 20 Minuten ziehen lassen.

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Sauerkraut Zutaten für 4-6 Portionen • 500 Gramm Sauerkraut • Wasser oder Sauerkrautbrühe • Kümmel, Salz, Pfefferkörner, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren • große Zwiebel • Speck • mittelgroße Kartoffel Zubereitung Das Sauerkraut mit den Gewürzen etwa 30 Minuten bis 1 Stunde kochen. Eventuell Wasser nachgießen, rühren - bis das Kraut weich und das Wasser weitestgehend verkocht ist. Dann eine Kartoffel dazu reiben und noch einen Moment kochen. Gut rühren. Den sehr fein geschnittenen Speck auslassen und unter das heiße Sauerkraut rühren. Fertig.

Linsensuppe Zutaten für 4 bis 6 Personen • Bund Suppengrün • 500 Gramm Linsen • 300 GrammKartoffeln • 300 Gramm Zwiebeln • 1 halbes Päckchen Soßenkuchen • 1 Ring abgehangene Knackwurst • 2 Liter Wasser •4 EL Zucker •1-2 EL Essigessenz •Salz, Pfeffer aus der Mühle Zubereitung Die Linsen werden ohne sie vorher einzuweichen zusammen mit dem Suppengemüse und einer Prise Salz gekocht bis sie weich sind. Das dauert - je nach Linsenart - 45 bis 60 Minuten; genug Zeit, die in Würfel geschnittenen Kartoffeln separat mit wenig Wasser und Salz weich zu kochen. Die Knackwurst in Ringe schneiden und anbraten. Wenn genug Fett ausgetreten ist, werden die in Ringe geschnittenen Zwiebeln dazugegeben und so lange unter ständigen rühren gebraten bis sie glasig und weich sind. Jetzt 4 Esslöffel Zucker hinzugeben und rühren. Den Soßenkuchen ebenfalls in die Pfanne geben. Einen Moment anbraten. Aus den weich gekochten Linsen das grobe Gemüse herausnehmen und dafür die Kartoffeln mit ihrem Kochwasser und die Knackwurst-Zwiebel-Mischung hinzufügen. Gut rühren und 1 Esslöffel Essig-Essenz hinzufügen. Rühren und kosten! Zucker und Salz zugeben. Eine Prise Pfeffer aus der Mühle rundet die Suppe ab. Durchgezogen und aufgewärmt schmeckt die Suppe noch viel besser!

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Ein Bisschen Zeit muss sein - drum nimm sie dir, egal wofür!

Gänsebraten

Zutaten • 1 frische Gans • 4 Äpfel • 1 Bündchen Beifuß • Salz Zubereitung Die Gans wird mit viel kaltem Wasser innen und außen gewaschen. Das Fett aus dem Inneren herausgenommen. Es kann fein gewürfelt zu Gänsefett ausgelassen werden. Die saubere Gans wird nun von innen und außen mit reichlich Salz eingerieben. Zur Füllung werden 4 Äpfel und ein Bündchen Beifuß genommen. Damit man nach dem Garen den Beifuß möglichst restfrei entnehmen kann, steckt man das Bündchen in das Loch des Apfels, das durch das Entfernen des Kerngehäuses entstanden ist. Nun wird die Gans zum Beispiel mit Rouladennadeln verschlossen. Die Flügel bindet man mit Kochgarn an den Körper, ersatzweise kann man sie auch mit Rouladennadeln fixieren. Nun kommt die Gans auf den Bauch in den Bräter, der bodenbedeckt mit Wasser gefüllt wird. Zugedeckt schiebt man den Bräter ins Rohr und lässt sie bei ca. 220° C etwa 2 Stunden garen. Zwischendurch begießt man sie immer wieder mit dem eigenen Saft. Überschüssiges Fett wird mit einer Kelle vorsichtig abgeschöpft und zu dem ausgelassenen Gänsefett gegeben. Hat sie eine leckere Farbe wird sie aus dem Bräter genommen und tranchiert.

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Dörrobstkompott Zutaten • 150 Gramm Trockenpflaumen • 150 Gramm gedörrte Aprikosen • 125 Milliliter Portwein • 150 Milliliter Rotwein • Saft von 2 Orangen • 3 Esslöffel Zucker, Anisstern, Zimtstange Zubereitung Das gedörrte Obst am besten bereits am Vorabend oder morgens kurz abschwenken und in einer Schüssel mit Wasser mehrere Stunden einweichen. Zucker karamellisieren. Mit dem Saft der Orangen ablöschen und weiter köcheln lassen bis der Karamell sich aufgelöst hat. Gewürze und Rotwein hinzugeben. Das Ganze auf kleiner Hitze ziehen lassen. Den Fond durch ein Sieb abseihen. Das eingeweichte Dörrobst in eine Schüssel geben und mit dem Gewürzsud übergiessen.

Semmelmilch

Zutaten für 4 Personen • 500 Gramm Semmeln (Brötchen) vom Vortag • 125 Gramm Zucker • 1 Päckchen Vanillezucker • 100 Gramm gehackte Haselnüsse • 1 1/2 Liter Milch Zubereitung Die Semmeln werden zerkleinert und in der Milch eingeweicht. Nun wird der Zucker untergerührt und Nüsse zugegeben. Je nach Geschmack kann die Speise mit warmer oder kalter Milch angerichtet werden. Lasst es Euch Schmecken, Eure Katja von RosaRumpetroll

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Nützliches Wissen für Blogger Ganz allgemein gehalten Durch mein Bloggen, Nähen und Häkeln habe ich schon viele tolle Seiten finden können. Die Betreiber/innen geben sich meist viel Mühe, sie ansprechend zu gestalten, stecken viel Zeit und Herzblut hinein, um ihren Lesern ein schönes Ambiente zu schaffen. Beim genauen Ansehen dieser Seiten ist es mir schon des öfteren passiert, dass ich über etwas gestolpert bin, was für jede/n einzelnen von ihnen sehr teuer werden kann: es fehlt ein Impressum! „Wie, was?“ fragt ihr jetzt. „Ich poste doch privat, da brauch man das doch nicht“ oder „Echt, sowas brauch ich auch bei Facebook?“ - zu ersterem: weit gefehlt, denn sobald die Beiträge öffentlich sichtbar sind, d.h. für wirklich jeden einsehbar und z.B. ohne Zugangspasswort anzusehen, ist das, was ihr da tut, nicht mehr rein privat, sondern öffentlich. Sei dies nun auf Facebook (ja, auch hier können Nicht-Facebook-Nutzer die Blogs einsehen, wenn die Beiträge auf „öffentlich“ gestellt sind), Wordpress, Blogspot oder sonst irgendwo. Geregelt ist das Ganze im § 55 Rundfunkstaatsvertrages (RstV), wer es einmal nachlesen will, wobei das dort nicht mit so klaren Worten definiert ist ;). Ein Verstoß dagegen kann unter Umständen richtig, richtig teuer werden und es gibt Personen, die sich auf das Finden solcher Verstoße spezialisiert haben. Auch ich habe lange gezögert, ob ich meine Adresse für jedermann einsehbar machen möchte – aber da ich mich für das Bloggen bzw. auch für das Betreiben einer eigenen Webseite entschieden hab, muss ich wohl oder übel damit leben. Euch allen, die bisher noch kein Impressum haben, rate ich daher, nochmal in euch zu gehen und zu überlegen, ob ihr wirklich voll und ganz Blogger/Seitenbetreiber sein wollt oder lieber doch nicht. Wobei ich mich natürlich freuen würde, wenn ich die mir lieb gewonnenen Seiten weiterhin besuchen kann und auch darauf viele neue kennen zu lernen. Und noch was speziell für Facebook Hin und wieder kommt es ja vor, dass ein Facebook-Blog- oder Fanseitenbetreiber mit anderen Seiten kooperiert. Gerade in der Nähszene, in der viele mal hier oder dort an einem Probenähen teilnehmen ist es Gang und Gebe, dass man nach erfolgreich getestetem Schnittmuster dieses dann zeigt und ganz stolz verrät, was das für ein Schnitt ist. Hierzu verlinkt man im Idealfall gleich die Seite des Schnitterstellers mit, wodurch Interessiert ganz einfach durch einen „Klick“ auf den blauhinterlegten Namen auf dessen Seite gelangen können. Dieses gegenseitige Verlinken hat aber nicht nur diesen praktischen Zweck, sondern sorgt auch gleichzeitig dafür, dass die eigene Reichweite bzw. die des Schnitterstellers gesteigert wird. Manchmal funktioniert das Verlinken allerdings nicht auf Anhieb, was an ganz verschiedenen Sachen liegen kann, z.B. dass der Seitenname nicht identisch mit dem Facebooklink der Seite ist - die Seite heißt Frau XY Näht, der Link dazu aber fb.com/marmeladenkoechin. Um die Chance zu erhöhen, die Markierung möglich zu machen hilft ein kleiner Trick: man setzt das @-Zeichen genau vor den Seitennamen und lässt gegebenenfalls die Leerzeichen aus. Im Beispiel wäre das dann @FrauXYNäht. Sollte das auch nicht helfen, kann man immer noch zur Zielseite gehen und nachschauen, welche Bezeichnung hinter dem .com/ steht und diese dann einfügen.

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Eine Kunst für sich: Handgesiedete Seifen Ich liebe selbstgemachte Seifen. Sie sehen schön aus, riechen gut und eignen sich hervorrragend als kleine Mitbringsel oder Geschenkbeilagen. Eine der Frauen, die aus diesem Handwerk eine Kunst für sich gemacht hat, stellt sich hier nun vor.

Naturseifen sind meine Leidenschaft Die Naturseifenmanufaktur Bayern, Helga Trost, ist eine kleine, feine Naturseifen-Manufaktur im niederbayerischen „Grafentraubach“, im Landkreis Straubing-Bogen. Natürlichkeit, Bodenständigkeit, Regionalität, Authenzität und das bedingungslose Bekenntnis zur Qualität sind Werte, die wir leben und nach denen wir arbeiten. Die Geschichte hat sich entwickelt aus der Liebe zur Natur, mit der in die Wiege gelegten Kreativität, einer leidenschaftlichen Experimentierfreudigkeit und dem Wissen um ein Hautpflegeprodukt, dessen Inhaltsstoffe aus rein natürlichen Pflanzenölen besteht, beste Naturpflege für die Haut bietet, die Chemie außen vor lässt.

Ob Kakaobutter, Sheabutter, Jojobaöl oder Avocado-Öl, Rügener Heilkreide, marokkanische Tonmineralerde, die Natur hält beste Pflegestoffe für jede Haut bereit, wir brauchen nur zuzugreifen und verwenden all diese Naturprodukte.

Unsere kaltgerührten Natur-Seifen bestehen aus reinen Pflanzenölen undPflanzenbuttern, zu 98 % in bio Qualität: Sheabutter bio unraffiniert, Kokosöl bio unraffiniert, Kakaobutter bio unraffiniert, Olivenöl extra nativ, Rapsöl bio, Avocadoöl bio, Rizinusöl bio u.a. Weizenkeimöl kaltgepresst, Reiskeimöl. Beduftet werden die Seifen mit reinen ätherischen Ölen, doch auch ein gutes Seifenduftöl ist manchmal unerlässlich. Auf Basis von Ziegenmilch, Tegernseer Heumilch und kalt gerüherter Bergbauern-Sahne entstehen hier sehr milde und hautverträgliche Natur-Pflegeseifen, die auch bei Hautproblemen wie Neurodermitis, Psoriasis und Akne bestens eingesetzt werden können.

Der Charme einer rückfettenden, feuchtikeitsspendenden Naturseife, bei der man Duft und Inhaltsstoffe nach Hauttyp und Geschmack wählen kann, spricht für sich. Die Haut braucht basisch an der Oberfläche, und die geben wir ihr, hochüberfettet.

Mehr zum zur Naturseifen Manufaktur erfahrt ihr hier.

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Gedicht von Sylvia von den PiranhaKids Bild von Tieneke


Was wären die Feiertage ohne Leckereien? Dies ist wohl die einzige Jahreszeit, in der man ungehemmt und nach Lust und Laune schlemmen kann - um die Abrechnung (auf der Waage) kümmert man sich später. Die liebe Sylvia hat in diesem Jahr - extra führ uns - schon etwas früher mit ihrer Gaumenschmaus-Produktion angefangen und die Ergebnisse möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Nachmachen unbedingt empfohlen...

Pralinenrepete aus dem PiranhaBecken Knusperhappen

20 g Butter mit 60 g Zucker so lange erhitzen, bis der Zucker gelöst ist. Achtung: die Masse brennt schnell an, bitte unbedingt beaufsichtigen! 125 g gehackte Mandeln dazugeben. So lange erhitzen, bis der Krokant schön braun ist. Dabei ständig rühren! Auf ein geöltes Backblech streichen und auskühlen lassen. Dann in kleine Stücke zerstoßen. 100 g Zartbitterschokolade und 5 EL Sahne im Wasserbad schmelzen. Den Krokant unterrühren. Kleine Portionen mittels zweier Teelöffel in Pralinenförmchen füllen. Kühl aufbewahren.

Weihnachtstrüffeln 150 g Zartbitterschokolade, 100 g Vollmilchschokolade und 100 g Kokosfett unter Rühren schmelzen. Kurz aufkochen lassen und vom Herd nehmen. 200 g Nougat dazugeben und auflösen lassen. Abkühlen lassen, dabei ab und zu durchrühren. Die ausgekühlte Masse mit dem Rührgerät schaumig schlagen. In kleinen Mengen mit einem Spritzbeutel in Pralinenformen spritzen. Da die Masse auch nach dem Verarbeiten etwas weich bleibt, bieten sich auch fertige Schokoladenkapseln zum Befüllen an.

Na, Appetit bekommen? auf Seite 36 findet Ihr noch mehr Pralinenrezepte

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Krustenbraten mit Semmelknödeln Als ich klein war, wurde Weihnachten bei uns immer sehr festlich gefeiert. Obwohl meine Eltern stets behaupteten, es wäre nicht so. Sie selbst haben Weihnachten am 1. Weihnachtsmorgen gefeiert oder besser die Geschenke ausgepackt und abends davor gab es Kartoffelsalat mit Würstchen. Ich erinnere mich noch, dass Heilig Abend die Wohnzimmertüre verschlossen wurde und wir durften nicht sehen, was darin passiert. Mein Vater kochte allerlei, es gab einen Braten, Rotkohl und Klöße. Meine Brüder und ich sind mit meiner Mama und meinen Großeltern in die Kirche gegangen, später dann zu Hause durften wir immer noch nicht ins Wohnzimmer, erst wenn ein Glöckchen läutete, das aussagte, das Christkind war da. Und da stand er dann in ganzer Pracht, der Weihnachtsbaum und alles war schön erleuchtet und geschmückt. Heute begehe ich Weihnachten mit meinem Partner, er kocht mit der gleichen Leidenschaft wie mein Vater. Nur, dass es diesmal Krustenbraten mit Semmelknödeln sind. Wer die 1 Millionen Brötchen schneiden darf, ist wohl auch keine Frage. Ich versuche mich in der übrigen Zeit an dem Schmorrotkohl, den mein Vater so gut hinbekam und der, ganz gleich, wie viele Jahre ich es nun versuche, nie auch nur ähnlich schmeckt – zumindest für mich. Heute möchte ich euch das Rezept dazu verraten. Ihr braucht: Für den Braten 1,5 - 2 Kg Schweinekeule oder Nacken mit Schwarte 1/4 l Wasser Salz Pfeffer 1 Zwiebel Speißestärke Für die Semmelknödel 10 alte Brötchen Salz 3 Eier gehackte Petersilie 3 El Paniermehl Pfeffer 1/2 warme Brühe

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Das Fleisch würzen und mit der Schwarte nach unten in eine Fettpfanne legen, vorher 1/4 l Wasser dort hinein geben. 1/2 Stunde bei 220° im Backofen braten. Die Fettpfanne aus dem Backofen nehmen, das Fleisch umdrehen und die Schwarte in kleine Vierecke einritzen. Nochmal 1/2 im Backofen braten, dabei die Schwarte zwischendurch mit dem Bratfett begießen. Zwiebel und wasser für die Soße erst 1/2 Stunde vor ende Bratzeit dazu geben. Braten rausnehmen, die Soße mit dem Mixstab pürieren und dann mit etwas in kaltem Wasser aufgelößter Speißestärke andicken. Dazu werden Semmelknödel und Rothkohl gereicht. Für die Semmelknödel die Brötchen in kleine Würfel schneiden, Gewürze, Eier, Paniremehl und eventuell 1 EL Mehl darüber geben, umrüheren und dann mit der Brühe übergießen. Alles zu einem Teig verkneten (dass geht am besten mit den Händen). Gleich große Klöße formen und diese 15 Minuten in schwach gesalzenem Wasser ziehen lassen (dafür darf das Wasser nicht mehr kochen): Den Rothkol bereitet ihr zu, wie er euch am besten Schmeckt:, mit Apfel und Schmand oder vielleicht auch mit Nelken... Nelken. Ich wünsche euch viel Freude beim Nachkochen und einen guten Hunger - dass es schmeckt, beweist das Foto *zwinker* eure Nicole aus der Kinkerlitzchenbude

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Dorfmieze oder Großstadtköter Frau Lohses Wortkotze - mit wenig Erbrochenem, dafür viel zum „drübernachdenken“ Ich gebe zu, als ich jung war, hasste ich mein Kaff. Ein kleines Kaff mit etwas mehr als 30.000 Einwohnern im Sauerland. Gut, es gibt noch kleinere Käffer, aber Kaff bleibt Kaff, wenn jeder jeden kennt. Ich wollte etwas sehen und erleben und meinte, das nur in der Großstadt finden zu können, das aufregende, pulsierende Leben. Das Leben überhaupt. Heute über 20 Jahre später sehe ich es anders. Wir alle tragen mittlerweile die Großstadt mit uns, in unserer Hosentasche, in unserem Handy. Die Großstadt heißt Facebook und ist die ganze Welt. Für manche einen Moment lang, für andere ist es ihr Leben, sie sind darin verschwunden. Die Großstadt ist immer erreichbar, immer da, in ihr wird es nie Nacht, sie blinkt und funkelt an allen Ecken, aber sie ist auch laut und schmutzig und es passieren viele Gewalttaten, psychischer Natur. Das ist die Kehrseite, wir alle kennen sie, wir alle haben so eine wilde Schießerei, bei der es im Anschluss Tote gibt, bereits miterlebt, sind geschockt, sprachlos ob der Rüderei und machen genau da weiter, wo wir aufgehört haben, vorher. Wir gucken nicht hin. Bis es uns selbst betrifft. Mittlerweile finden an vielen Ecken Demos statt, die Schilder per Hashtag hoch in die Luft gehoben und lautem Protest, das ist gut. Sehr gut sogar. Ob sich die Kriminalität ändert, ich weiß es nicht. Auch ich habe ein paar Jahre in der Großstadt gelebt und bin mittlerweile aufs Dorf gezogen. Entschleunigung nennt man das im Fachjargon. Ich bin in der Großstadt allem nachgehüpft, habe viel gebellt und mein Fähnchen aufgestellt, ein Zäunchen drumherum gebaut und nannte es meine Fanseite. An mir rannten täglich soviele Menschen vorbei, dass ich bald ein Schleudertrauma hatte vom vielen Hin und Hergucken. Und war ganz neidisch auf die Dorfmiezen, die einfach chillig im Fenster lagen und vor sich her dösen konnten, dafür hatte ich keine Zeit, es gab zu viel zu gucken, zu viel BlingBling und Aufregung, zu viel zu kläffen. Eine Freundin sagte den Satz zu mir „Dein Leben hört sich hektisch an“ und ich war ganz beleidigt und habe gedacht, die spinnt doch, das ist nun mal so, wenn du ein Hobby hast und einen Vollzeitjob, du hast nicht immer Zeit. Bis mir auffiel, ich hatte genug Zeit, schon immer, aber genau diese verbrachte ich damit, die vielen bunten Schaufenster zu bestaunen da draußen im Großstadtdschungel. Diese Hektik überträgt sich, du stellst fest, das musst du machen und das musst du machen und das musst du auch noch machen. So viele müssen, weil die anderen machen das ja auch, dass es bald gar kein Wollen mehr gibt.

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Sie hatte Recht, mein Leben war hektisch, weil ich die Hektik in meiner Hosentasche mit mir trug. Lebe im Jetzt heißt es immer, wo ist das, das Jetzt? Bestimmt nicht im Handy. Ein Prozess gärte. Ich setzte die Großstadt raus aus dem Handy, verzog aufs Dorf und legte mich ins Fenster und guckte raus oder guckte nicht raus, es gab eh nichts zu sehen, außer endloser Weite, die beruhigend aufs Auge wirkt, so dass du sie auch gerne mal wieder schließt und den Moment einfach nur genießt. Ich fing das Schnurren an. Hurra, Hurra, ich hatte es geschafft. Das Jetzt ist jetzt bei mir, wann immer ich es will. Es gibt kein Müssen mehr, weil es nichts gibt, was ich muss. Das Wollen lässt noch auf sich warten, ich vermute, ich brauch noch ein Schläfchen mehr, bis es sich wieder einstellt. Die Lust darauf, etwas zu tun, was aus meinem Kopf heraus kommt und was mir nicht durch zigfache Wiederholung von anderen so erscheint, als wolle ich es tun müssen. Das Tolle am Dorf ist, dass es ganz nah an der Großstadt liegt, wenn ich will, kann ich sie besuchen. Momentan genieße ich einfach die Ruhe um mich herum und bin erstaunt, dass mir alles in der Großstadt so laut und so voll und so schnell vorkommt. Und ich merke, mein Tempo hat sich verändert. Entschleunigung. Es ist passiert, einfach nur so, von ganz alleine, weil ich den Ausknopf am Handy gefunden habe. Ein tolles Gefühl, sollte jeder mal probiert haben. Gerade über Weihnachten, einfach mal den Knopf drücken und da sein, wo man gerade ist, nicht nur körperlich präsent, geistig anwesend, im Kopf die Ruhe genießen. Im Hier und Jetzt sein und nicht woanders, bei vielen woanders gleichzeitig. Die Dorfmieze, die gähnend und streckend im Fenster liegt, sie steckt in uns allen, wir müssen sie nicht suchen, sie kommt zu uns, wenn wir sie brauchen. In diesem Sinne wünsche ich euch besinnliche Weihnachten mit schnurrenden Stunden.

Ihr wollt mehr solcher genialen Texte lesen, die grade raus, ehrlich und direkt sind?, dann schaut doch einfach mal auf dem Blog von Nicole alias Frau Lohse vorbei. 25


Wir basteln mit Salzteig Wer kennt ihn nicht, aus früheren Kindheitstagen? Den guten alten Salzteig! Ich erinnere mich gut daran, wie meine Mama mit uns aus Salzteig die schönsten Dinge, kleine Dekorationen und auch Geschenke geformt hat (Selbstgemachtes wird doch sehr geliebt & geschätzt von den Omas und Tanten) und wir immer sehr viel Spaß dabei hatten. Verregnete graue Herbst- und Wintertage sind im Fluge vergangen, wir Kinder waren beschäftigt und auch Mama hatte ihre Freude daran *zwinker*

Dies ist eine „Tradition“ , die ich sehr gerne an meine eigenen Kinder weiter gebe - das gemeinsame Basteln, Werkeln, einfach Zeit miteinander zu verbringen und zusammen etwas herstellen, ich liebe es und die Begeisterung meiner Kinder - zeigt mir, dass es nichts schöneres an einem tristen Tag geben kann, als ihm mit gemeinsamer Zeit, Farbe zu verleihen :) Heute möchte ich euch mein Salzteigrezept weitergeben, welches mich seit bestimmt schon 15 Jahren begleitet und euch hoffentlich auch so viel Freude bereiten wird, wie uns:

1 ½ Tassen Mehl ½ Tasse Speisestärke 1 Tasse Salz 1 Tasse Wasser (lauwarm) 2 El Öl

Alle Zutaten ordentlich miteinander verkneten, ich mach das immer mit der Hand, dabei muss auf auf keine bestimmte Reihenfolge geachtet werden. Wenn euch der Teig zu weich erscheint, nehmt einfach noch ein bissele Mehl dazu. Durch das Öl wird er geschmeidig (und reißt beim Backen dadurch auch weniger unschön auf), sollte aber natürlich nicht an euren Händen kleben bleiben. Ich lasse nun ihn etwa ein Stündchen ruhen, knete ihn nochmal durch und dann geht’s los..... Ihr könnt aus Salzteig alles formen, worauf ihr Lust habt, seien es Ausstecherle (wie wir es hier gemacht haben) oder Obst und Gemüse für die Kinderküche, kleine und große Geschenke, Dekorationen, wie Kerzenhalter...... kleine Schmuckstücke.... Eurer Fantasie sind hier absolut keine Grenzen gesetzt!!!! Wenn ihr eure Werke später aufhängen wollt, denkt daran ein Löchlein hinein zu stechen (am Besten mit einem Zahnstocher), oder ihr klebt nach dem Backen kleine Aufhänger dran, wie es euch am Besten gefällt, bzw. wo ihr sie aufhängen wollt.

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Eure Werke legt ihr auf ein vorbereitetes Backblech, dort lasst ihr sie eine ganze Weile Ruhen (trocknen), es wird manchmal empfohlen sie über Nacht stehen zu lassen, dafür bin ich aber viel zu ungeduldig und lasse sie höchstens eine Stunde stehen... ….dann schiebt ihr euer Blech in den Backofen. Gebacken wird bei 150°Grad Umluft, im vorgeheizten Backofen. Man sagt eine Stunde pro cm Dicke des Werkes (achtet darauf, dass auf euren Blechen die Salzteigwerke alle in etwa die Gleiche Dicke haben) Wenn alles abgekühlt ist, könnt ihr sie bemalen, hierfür können ganz normale Wasserfarben genommen werden, andere Farben wie Aqryl- oder Plakafarben gehen natürlich auch. Nehmt die, die euch am Besten gefallen, bzw. welche ihr zu Hause habt.

Wenn alles getrocknet ist, ist es sehr wichtig, eure Werke mit einem Klarlack zu lackieren, denn dadurch werden eure Werke erst richtig für die Ewigkeit haltbar. Hierfür bitte an einen gut gelüfteten Ort gehen und vielleicht die Kinder nicht unbedingt zugegen sein lassen *zwinker* Fertig sind eure kleinen und großen Werke und können nun , schön verpackt, den Omas und Tanten und anderen Verwandten zu Weihnachten verschenkt werden. Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren und beim gemeinsamen zeit verbringen.. Liebe Grüße eure Janet von JaMa´sWelt P.S.: Der Salzteig ist natürlich nicht schädlich, wenn eure Kinder meinen, ihn mal probieren zu müssen (er sieht ja auch wirklich sehr schmackhaft aus) stellt am Besten ein Glas Wasser bereit, zum schnell hinterher trinken.... sie machen das höchstens einmal *zwinker* 27


Nützliches Wissen: Fototipps Produktfotografie: Der weiße Fotohintergrund, selbstgebastelt“ 1. Einen großen weißen oder cremeweißen, nicht geknickten Tonkarton verwenden. Er sollte gern A2 groß sein. 2. Den Tonkarton hinten irgendwo anstellen oder vorsichtig mit Tesa ankleben, so dass ihr eine ca. 30 cm hohe Rückwand erhaltet. 3. Den Rest des Kartons zu Euch her ausrollen, vorne an den Ecken mit was Schwerem beschweren, damit sich die Ecken nicht hochrollen. 4. Euer zu fotografierendes Teil mittig auf den Karton stellen oder legen. Falls erforderlich: mit etwas abstützen 5. Wichtig: Haltet dabei so viel wie möglich Abstand zur weißen Rückwand, das wirkt auf dem Foto toll 6. Jetzt müsst ihr nur noch fotografieren. Ihr habt keine Kanten oder ähnliches im Bild, nur eine weiße Fläche. Toll, oder?

Viel Spaß beim Ausprobieren. Mehr Foto-Tipps rund um die Produktfotografie gibt‘s in der Regel Samstags beim Marketing-Samstag von fb.com/wattundschoen. Es sei denn, das Wetter ist mal saum..., dann gibt‘s auch mal zwischendurch ein neues Kuchenrezept „wink“-Emoticon Es grüßt ganz herzlich die Sibylle PS: wenn eure Produkte immer in Etwa die gleiche Größe haben, könnt ihr das ganze auch in einem passenden Karton oder einer Box fest installieren, dafür müsst ihr nur die Oberseite abschneiden, da sonst zu wenig Licht auf das Fotogut fällt. Den Fotokarton könnt ihr dann sowohl oben, als auch unten mit Kleber fixieren.

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Bastelseite Sternenanhänger

Auf gelben Tonpapier ausdrucken. AuĂ&#x;enrum ausschneiden und entlang der inneren Konturen mit einem Skalpell oder sehr scharfen Messer einschneiden. Nun eine Seite des mittleren Sternes nach hinten und die andere nach vorne falten und zum Schluss einen Faden durch die Markierung ziehen (hierfĂźr am besten eine Nadel zum Durchstechen nehmen).

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ErikaKekse Bevor ich gleich das Rezept für unsere absoluten Familienlieblingskekse (weil wirklich jeder aus unserer Familie sie gerne isst)verrate, möchte ich euch ein wenig darüber erzählen – ich halte mich auch ganz kurz, versprochen! Ich selber (gehe ja nun auch schon stark auf die 30 zu) kenne diese Kekse schon, seitdem ich ein kleines Mädchen gewesen bin und neben ihrem fantastischem und einzigartigem Geschmack, erinnere ich mich vor allem daran, dass sie irgendwie immer viel zu schnell leer gewesen sind. Ist ja auch kein Wunder, wenn man so viele Geschwister hat wie meinereiner und mindestens einer davon sowas wie ein schwarzes Loch mit sich rumträgt… Inzwischen erfreuen sich auch meine Kinder daran sie verschwinden zu lassen – genau so, wie meine Mutter und Tante es in ihrem Alter wohl schon zu tun pflegten *grins* Wie diese Leckerei in wirklich und echt heißt, wissen wir dabei gar nicht, denn das Rezept stammt ursprünglich nicht aus unserer Ahnenreihe, sondern aus der, der ehemaligen Nachbarin meiner Großmutter: Erika. Ihr zu ehren (und weil es die Kekse Lange Zeit nur bei ihr gab) tragen sie heute – zumindest bei uns – diesen Namen. Ich selbst lieeebe ihre süße Variante, weiß aber, dass die Herzhafte mindestens genau so schnell leer wird. Und das ist auch das, was dieses Gebäck so besonders macht: Es muss nicht unbedingt immer süß sein.

Ihr braucht: 500 Gramm Margarine 500 Gramm Mehl 1 Tasse (keinen Becher) Sahne 2/3 Stück Hefe Aus den oben genannten Zutaten stellt ihr einen Knetteig her und lasst diesen über Nach im Kühlschrank stehen. Am nächsten Tag nehmt ihr ihn dort wieder heraus und teilt ihn in vier (4) gleich große Stücke ein. Die Viertel werden nun entweder: für die süße Variante auf Zucker ausgerollt oder für die herzhafte Version auf Streukäse (Emmentaler oder Gouda) ausgerollt und dann zu „Rouladen“ gedreht (und am Besten in Frischhaltefolie verpackt). Anschließend müssen sie wieder für mindestens 1 Stunde kühl gestellt werden. Hat man diese Ruhezeit eingehalten, lassen sie sich ganz einfach und ohne zu kleben in 0,5 bis 1 cm dicke Scheiben schneiden und auf Backbleche legen, worauf sie dann bei 200° Ober-/Unterhitze goldbraun gebacken werden (je nach Scheibendicke variiert die Backzeit zwischen 15 und 25 Minuten). Viel Spaß und Genuss beim Verzehr, wünschen euch Clara und Silvia von duhama.de

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Makramee Eine Fast vergessene Kunst oder aber: Schöne Geschmeide aus kleinen Knoten Die Kunst, etwas mit Makramee herzustellen, wurde bei uns in Deutschland in der Mitte des letzten Jahrhunderts bekannt. Ursprünglich jedoch ist diese Art des Knotenmachens vor über 700 Jahren von den Arabern entwickelt worden.

Im späten Mittelalter und in der Renaissance-Zeit war die Makrameetechnik in weiten Teilen des Abendlandes verbreitet, vor allem in Südeuropa.

Seltsamer Weise jedoch geriet diese Knüpfkunst mehr und mehr in Vergessenheit und wurde erst um die vorletzte Jahrhundertwende wiederentdeckt. Unsere Urgroßmütter und Großmütter arbeiteten sich aus Garn Gardinen, Quasten und manchmal auch Taschen.

In den 70ern, als die Selbermachwelle langsam ins Rollen kam, tauchte dann Makramee mit Macht aus der Versenkung auf.

Es galt als schick, eine mit Sisal selbstgeknotete Blumenampel, einen Wandbehang, einfach so oder mit einem Abreißkalender drauf, einen Teppich oder Tischläufer, einen Lampenschirm oder eine hippe Tasche aus Makramee zu besitzen.

Heute nun zeigt sich diese alte Technik in einem ganz anderen Licht. Sie dient nun nicht mehr nur als dekorative Kunst, sondern zeigt uns, wie vielseitig und verzaubernd sie wirken kann.

An den hier gezeigten Beispielen ist zum einen zu sehen, was mit Fäden, Perlen und Edelsteinen zu bewerkstelligen ist und zum anderen, dass all der biedere Staub, den diese Handarbeit lange Zeit angesetzt hatte, inzwischen abgefallen ist.

Durch die verschiedenen Knotentechniken und die Art, wie diese mit verschiedenen Elementen verschmelzen, kommt ein Hauch der Eleganz des Jugendstils auf, welche ja nicht nur zeitlos, sondern momentan wieder voll im Trend ist. Künftig gibt es sowohl handgefertigte Armbänder als auch Ketten und Ohrringe bei uns im duhama-shop. 31


Mehr entspannung beim Handarbeiten Zunächst einmal möchte ich mich kurz vorstellen, damit Sie wissen, wer ich bin und warum ich hier über das Themengebiet Gesundheit schreibe. Ich heiße Ulrike Waschek, lebe seit über 20 Jahren in meiner Wahlheimat Lübeck und arbeite seit über 9 Jahren selbständig in der Lernförderung, hierbei verfolge ich einen ganzheitlichen Ansatz. Meine Lernförderung setzt nicht nur an den Symptomen (schlechte Noten; Stoffverständnis) an wie bei der Nachhilfe, sondern beginnt bei den Ursachen, wie z. B. Konzentration, Entspannung, Arbeitsweise, Zeitmanagement. Vor einem Jahr habe ich mich dann als psychotherapeutische Heilpraktikerin überprüfen lassen und daraufhin mein Angebot entsprechend erweitert. Sicherlich ist Ihnen schon aufgefallen, dass, wenn sie sich gestresst fühlen und schlechtere Laune haben, Sie auch anfälliger für Erkältungskrankheiten sind. Dies Phänomen spiegelt sich auch in unseren Redensarten wider, wie:

„Ich habe die Nase voll“ bei Schnupfen. „Ich kann es nicht mehr sehen“ wenn die Sehkraft sich verringert. „Ich bin ohnmächtig/machtlos/ausgeliefert“ weil man nichts an seiner Situation ändern kann, dann fühlt man sich tatsächlich schwach, schlapp, energielos. Diese Redensarten zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele gibt. Gesundheit sollte ganzheitlich gesehen werden und nicht nur eine „Symptombehandlung“ sein. Hier habe ich einige Anregungen für Sie, wie Sie ihren Alltag mit Ihrem Hobby im Einklang mit Körper, Geist und Seele begehen können.

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TIPP1: Pausen machen Wie lange sitzen Sie an Ihrer Nähmaschine oder an der Häkelnadel? Ein, zwei Stunden manchmal sogar den ganzen Tag? Vor meiner Selbständigkeit habe ich auch viel genäht. Manchmal saß ich den ganzen Tag an meiner Nähmaschine und habe dabei völlig die Zeit vergessen und dann, als ich fertig war, fühlte ich mich steif, hatte einen steifen Nacken und mein Rücken tat mir weh. Ich habe mir bewusst gemacht, dass ich was ändern muss. Zum Beispiel hatte ich völlig vergessen mal eine Pause einzulegen. Das geht auch vielen meiner Schülern so, die sich dann wundern, dass ihre Konzentration sich immer mehr verringert.

Also machen Sie bewusst Pause! Spätestens nach 2 Stunden lässt die Konzentration nach, dann ist es sinnvoll eine längere Pause einzulegen. Gehen Sie spätestens nach dieser Zeitspanne z. B. in Ihre Küche. Kochen Sie sich einen Tee oder einen Kaffee und genießen Sie ihn an einem gemütlichen Platz und nicht an Ihrer Nähmaschine. Sie werden merken, dass Sie sich wieder viel besser konzentrieren können. Diese Pause können Sie aber auch nutzen, um eine Entspannungsübung zu machen. Und schon sind wir bei TIPP 2: Entspannung Es gibt viele Möglichkeiten sich zu entspannen, z. B. bei einem Spaziergang in der Natur oder bei einer Meditation. Beides wende ich in meiner Arbeit an. Bei „talk to walk“ kann sich mein Klient alles von der Leber reden, was ihn bedrückt. Dann setzen wir uns an einem schönen Platz auf eine Bank und machen z. B. eine Meditation oder Achtsamkeitsübung. Hier möchte ich Ihnen eine Atemmeditation beschreiben, welche ich häufig mit meinen Schülern anwende, wenn sie vor lauter Prüfungsangst nicht schlafen können.


Ein gesunder Schlaf ist wichtig für körperliche und geistige Gesundheit und das persönliche Wohlergehen. Meine Schützlinge wenden die gelernte Übung im Bett, vorm Schlafen an und schlafen dann besser ein und oft auch ruhiger. Probieren Sie es aus! Sie können diese Übung im Sitzen oder aber im Liegen machen. Schauen Sie, wie Sie sich wohler fühlen.

„Setz dich entspannt hin. Lass deine Arme herunterhängen. Lehne deinen Rücken gegen die Stuhllehne. Schließe die Augen. Sitzt du wirklich entspannt? Überprüfe das bitte ganz in Ruhe. Nun atme tief und ruhig ein und wieder aus. Wiederhole das so lange, bis du merkst, dass dein Atem ganz ruhig und entspannt ist. Stell dir eine Farbe vor. Hast du sie? Dann fülle deinen ganzen Körper mit dieser Farbe aus. Stell dir vor, wie deine Farbe in deinen Kopf fließt, in jede Haarspitze und wie du dabei immer mehr entspannst. Spürst du, wie diese Farbe weiter fließt, in deinen Hals, in deine Arme, in jede Fingerspitze und danach in deinen Unterkörper, bis hinein in jede Zehenspitze? Bis schließlich dein ganzer Körper voller Farbe ist. Achte auf deinen Atem und entspanne immer mehr.“ Wenn es Ihnen als Schlafhilfe dienen soll, ist die Atemmeditation hiermit beendet. Wollen Sie aber nach der Meditation wieder weiter arbeiten, sollten Sie die Farbe von den Zehen bis zum Kopf wieder zurückfließen lassen und anschließend in Ruhe Ihre Augen öffnen, sich strecken und räkeln. Um wieder ganz wach zu werden, kann es hilfreich sein, sich von Kopf bis Fuß mit der flachen Hand wach zu klopfen und anschließend die Haut auszustreichen. Es gibt viele Entspannungsmethoden. Diese war nur ein Beispiel.

Ein weiterer wichtiger Punkt für Ihre Gesundheit ist Sauerstoff. TIPP3: Frische Luft Ein gesunder Körper benötigt Sauerstoff. Sicherlich haben Sie schon mal gemerkt, wie wohltuend es ist in einem Zimmer die verbrauchte Luft rauszulassen, in dem Sie das Fenster öffnen. Also lüften Sie öfter mal während Ihrer Näharbeit und schon können Sie sich viel besser konzentrieren. Wenn Sie mal die Gelegenheit hatten einen ganzen Tag in der Natur zu verbringen, wissen Sie sicherlich, wie gut Sie anschließend in der Nacht schlafen konnten. Also nutzen Sie einfach mal Ihre Pause für einen Spaziergang in einem Park, an einem See oder in einem Wald. Sollte es Ihnen alleine zu langweilig sein oder Sie sich aus einem anderen Grunde nicht aufraffen können, hinaus zu gehen, suchen Sie sich jemanden, der Sie begleitet. Es wird Ihnen beiden gut tun und bei einem netten Gespräch merken Sie gar nicht wie schnell dabei die Zeit herum gehen kann. Möchten Sie noch weitere Tipps, dann schauen Sie einfach in die nächste Ausgabe des Duhama-Magazins oder setzen Sie sich mit mir in Kontakt . Schreiben Sie mir doch einfach mal, welche Erfahrungen Sie mit meinen Tipps gemacht haben. Darüber freue ich mich immer sehr. Schöne und entspannte Feiertage wünscht Ihnen ihre Ulrike Heilpraktierin für Psychotheraphie

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Anziehpuppe Nele einfach auf etwas dickerem Papier, zB weiĂ&#x;em Tonpapier (a 135 g/m2) ausdrucken, ausmalen, ausschneiden und Nach Lust und Laune Outfits zusammen stellen

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Eine der weihnachtlichen Hauptzutaten dürfte wohl Marzipan sein. Was die liebe Sylvia von den PiranhaKids daraus zaubert, verrät sie euch hier. Hmmm - ich freu mich jetzt schon darauf das nachzumachen und zwischendurch immer mal zu probieren *zwinker* Dreierlei vom Marzipan 600 g Marzipanrohmasse mit 400 g Puderzucker und 2 EL Rosenwasser verkneten. Die Marzipanmasse dreiteilen*. Den ersten Teil für die

Marzipankartoffeln

zu kleinen Kugeln formen und in Kakao wälzen.

Den zweiten Teil für die

Mozartkugeln mit 10 g gehackten Pistazien und 2 EL Kirschwasser verkneten. 200 g Nougat zu etwa 40 kleinen Kugeln formen und kaltstellen. Das Marzipan in 40 Stücke teilen und diese flach ausrollen. Je eine Nougatkugel darauflegen, das Marzipan darumschlagen und zu Kugeln rollen. 100 g Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Mit zwei Gabeln die Kugeln hineintauchen und auf ein Pralinengitter setzen.

Den dritten Teil für die

Marillenköpfchen mit

2 EL Marillenlikör verkneten. Zu Kugeln formen. Ebenfalls 100 g Zartbitterkuvertüre schmelzen und die Kugeln hineintauchen. Auf einem Gitter fest werden lassen. Viel Spaß beim nacharbeiten und lasst es euch schmecken. * (ergibt etwa 3 x 333 g Marzipanmasse)

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Gedicht von Sylvia von den PiranhaKids Bild von Tieneke 37


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schwalbenliebe.com

duhama Magazin 01.2015

VERpackung mit herz WIR BASTELN EINE GESCHENKVERPACKUNG Druck sie aus, vergößere sie nach deinem geschmack & schneide sie sorgsam zu. Danach falze an den gestrichelten linien. Klebe das herz an den vorgesehenen stellen zusammen und lege die lasche in die zugeschnittene öffnung. Nun hast du die perfekte geschenkverpackung für dich und deine liebsten. VIEL FREUDE & GUTES GELINGEN

kleben laschenöffnung

kleben Man sieht nur mit dem herzen gut. das wesentliche ist für das auge unsichtbar.

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Du brauchst:

Fimo-Weihnachtsanhänger Anleitung

Weißes Fimo, Acrylfarbe nach Wahl, einen Stempel, weihnachtliche Ausstechformen zB. Stern, dünnes Band und Perlen Los geht’s: 1. Rolle ein Stück Fimo gleichmäßig aus (ca. 5mm) 2. Drück den Stempel fest ins Fimo (solltest du keinen Stempel haben, kannst Du auch mit einem Zahnstocher Muster ins Fimo ritzen) 3. Stich eine weihnachtliche Form aus 4. Mach ein Loch in den Anhänger, damit Du nach dem brennen eine Aufhängung dran binden kannst 5. Brenn das Fimo so wie auf der Packung beschrieben im Ofen 6. Nach dem Abkühlen bemalst Du deinen Anhänger mit Acrylfarbe 7. Wisch mit einem feuchten Tuch die Farbe oberflächlich wieder ab 8. Binde das Band mit der Perle dran... ...und fertig ist dein weihnachtlicher Fimoanhänger! Ob als Deko an Geschenken oder am Weihnachtsbaum, die Anhänger sind einfach was besonderes und vor allem selbst gemacht! Für weitere Fimo-Tutorials kannst Du gerne auf meinem Youtube Kanal vorbeischauen oder Dir auf meiner Facebookseite Inspirationen holen! Deine Jasmin von Mylittle Miniworld

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Regalfachvermitetung Oder Ver- und Einkaufen mal anders

Das Weihnachtsgeschäft hat begonnen und wir alle sind noch auf der Suche nach dem richtigen Geschenk. Handgefertigte Produkte erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit - auch unter dem Weihnachtsbaum. Sie sind so individuell wie kaum ein anderes Geschenk. Aber wo bekomme ich ein handgemachtes Unikat? Und wo habe ich eine vielfältige Auswahl und kann die Produkte auch noch in die Hand nehmen, sie genauer betrachten, ihre Qualität sehen? Sicher, es gibt viele Möglichkeiten Selbstgemachtes online zu kaufen, aber dabei muss ich mich auf die Angaben des Verkäufers oder die Rezensionen verlassen. Leider stimmen diese Angaben nicht immer und manch einem ist das zu heikel.

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In den letzten Jahren ist der Markt für „handmade“ gewachsen und damit hat ein neues Geschäftskonzept Einzug in viele Einkaufspassagen gehalten: Regalfachvermietung. Das Prinzip ist simpel: Jeder (der ein Gewerbe hat für seine Tätigkeit) kann seine Artikel in einem solchen Geschäft zum Verkauf anbieten und mietet sich sozusagen in einem Regalfach oder auf einem Ständer ein. Die „Platzmiete“ variiert von Stadt zu Stadt und ist oftmals angepasst an die vor Ort üblichen Bedingungen. In kleineren Städten ist die Miete somit häufig geringer, dafür ist aber auch der potenzielle Kundenstamm nicht all zu groß. Zusätzlich zu der Miete fällt meist noch eine Servicepauschale an. Über diese deckt der Ladeninhaber seine Kosten für z.B. Einkaufstüten und andere Nebenkosten.


Im kleinen Stadthagen im Schaumburger Land hat Mitte diesen Jahres ein Geschäft eröffnet, das nach dem Prinzip der Regalfachvermietung arbeitet. Sillisalaatti, zu Deutsch Sammelsurium, bietet Handgemachtes in einer recht großen Vielfalt an. Hier findet sich Genähtes, Gestricktes, Gebasteltes und vieles mehr. Simone R. M. ,die Inhaberin des Geschäfts, verrät uns, was für die Kunden den Reiz ausmacht: das Angebot. Hier finden sich ganz unterschiedlich gearbeitete Produkte unter einem Dach zusammen und so kann jeder etwas Besonderes für sich oder seine Liebsten finden. „Einige Kunden kommen regelmäßig in den Laden, nur um zu schauen, ob es etwas Neues gibt“ so Simone R.M. Das Geschäft lädt zum Stöbern und Verweilen ein, denn selten findet man so viele schöne und mit Liebe gearbeitete Dinge in einem einzigen Laden. Natürlich achtet die Inhaberin darauf, dass alle Produkte mit der notwendigen Qualität gearbeitet sind, denn schwarze Schafe gibt es zu Genüge in der Handarbeitsszene. Der Markt ist groß geworden und viele möchten ein Stück vom Kuchen. Auch Wunschanfertigungen sind selten ein Problem, da zu den meisten „Mietern“ ein guter Kontakt besteht und Kundenwünsche weiter gegeben werden.

Für die „Selbermacher“ bietet das Konzept ebenfalls einige Vorteile. Sie können ihre handgearbeiteten Produkte lokal zum Kauf anbieten ohne ein eigenes Geschäft betreiben zu müssen. Dabei ist die Chance von Kunden „entdeckt“ zu werden in dieser Konstellation meist höher. Nicht selten suchen Kunden eigentlich etwas ganz anderes als das, was sie schlussendlich kaufen. So wird neben der gewünschten Mütze vielleicht gleich noch de r passende Schal oder ein schöner Dekorationsartikel gekauft. Auch entstehen Stammkundschaften auf diesem Wege. Mit dem Geschäft in der Innenstadt haben Interessierte einen Anlaufpunkt. Hier können sie Fragen stellen und Wünsche äußern, die von der Geschäftsinhaberin an die jeweiligen „Handarbeiter“ weiter geleitet werden. Alles in allem ist dieses Konzept für alle Beteiligten ein Gewinn. Die Kunden haben eine mannigfaltige Auswahl, die Hersteller eine neue Plattform und die Geschäftsbetreiben ihren Umsatz. Es belebt die Szene und etabliert Handgearbeitetes noch einmal mehr als einen festen Wirtschaftszweig. Geschrieben von Jana von Kreativhund

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#NÄHENUNDNÄHENLASSEN

AHOY 1 Leidenschaft + 1 Meinung + 1 Engagement = WIR

warum es #nunl gibt - das leben ist (k)ein ponyhof Wir nähen. Du und ich.

Freundschaften und liebgewonnene Menschen behandelt man genau so. Man ölt die Kommunikation mit einem Anruf, schickt ‚oldschool’ eine Karte aus dem Urlaub, man nimmt sich Zeit für die Sorgen und Nöte des Freundes. Wie WunderWunderSchön.

Seit wann ist die Frage, die sich unweigerlich stellt. Viele beantworten die Frage nach der Zeitspanne in der sie ihre Nähmaschine, wie ein Familienmitglied liebkosen mit einer Feststellung:

Der eigene Ponyhof ist berauschend und macht also - neben viel Dreck – auch sehr glücklich.

’Seit der Geburt meiner Tochter.’ oder ’Seit dem ich Zeit habe & diese mir auch nehme‘

Und nun stell ich uns die Frage: Warum behandeln wir, sobald wir unsere Ranch verlassen, alle denen wir begegnen nicht ebenso liebevoll? Mit Kommunikation, mit Streicheleinheiten für die Seele, mit einem offenem Ohr, mit dem Gespür für Nuancen & Respekt vor dessen Arbeit und Hingabe?

Sicherlich sind das nicht die einzigen Gründe, aber oftmals die, die am schwersten wiegen. Wie schön das es diese Antworten gibt. Denn schauen wir genauer hin, können wir viele wirklich bedeutende Punkte herausfiltern.

Ehrlich gesagt, habe ich lange überlegt.

Wir beschäftigen uns mit uns selbst und schauen auf unsere Bedürfnisse, genießen das Zurückziehen, die beruhigende Stille um uns herum und lernen eventuell ganz neue Facetten an uns kennen.

Sicher: weil wir Menschen sind. Und Menschen können im schlimmsten Fall neidisch & missgünstig sein. Das ist wahrlich kein zauberhafter und ehrbarer Schachzug, aber eben unterm Strich doch menschlich. Fast könnte man meinen, dass unsere Nähwelt in den letzten Monaten zu einer neuen Trendfarbe tendiert: ‘NEIDGRÜN‘

Wir nehmen uns einfach heraus - für uns etwas zu tun. Natürlich hat es zumeist auch etwas mit dem Nachwuchs zu tun, denn hier schaufelt sich viel Arbeit an, aber auch unsagbares Glück und im besten Fall, wird ein Zeitfenster für neu entdeckte Hobbies freigelegt. Für das Nähen. Den eigenen Ponyhof mit glitzernden Einhörnern.

Für dieses fiese ‚Neidgrün’ steht auch Missgunst, Verrat, Hässlichkeit, Anonymität, Gernerve, Hänseleien, Denunzierung, Ignoranz, Lästerei und oft auch Schadenfreude.

Wir halten also fest. Die Nähmaschine ist ein Familienmitglied.

Gefolgt von wirklich existentiellen Bedeutungen wie: Verlust des Selbstvertrauens, Sorgen im Alltag, Angst um die geistige Kreativität, Nöte in der Familie, Eheprobleme, Selbstzweifel, Mutlosigkeit und oft auch das Beenden dieser großen Leidenschaft.

Um dieses Familienmitglied sorge & kümmere ich mich. Ich pflege es - wie eine Freundschaft. Denn ich möchte, das sie mir lange, wenn nicht sogar bis an mein Lebensende erhalten bleibt.

pling!

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schwalbenliebe.com

duhama Magazin 01.2015

Eventuell sogar dem daran angeknüpften und mit Herzblut aufgebauten kleinen Geschäft. Nun ist er aufgegeben. Da hat das Ego nicht gereicht. Und warum?

Auf das wir es gemeinsam schaffen unserem Ponyhof – auch Deinem – wieder mit Transparenz, Ehrlichkeit & dem #einandergönnen zu bereichern.

Ganz simpel. Weil die vielen Worte, Texte und Verleumdungen gereicht haben um so manche Feste zu erschüttern. Das Ganze Ausmaß kann man leider nur schwer nachvollziehen und es gibt selten einen ‚Schuldigen’, aber es ist spürbar für viele in der Nähwelt und gleichzeitig nicht greifbar.

Wir halten also fest. Mit dem nötigen Respekt anderen Gegenüber und konstruktiver Kritik wird man geschätzt.

Sich auseinandersetzen fällt schwer. Also gehen wir auf unseren Ponyhof. Hier erscheint, wenn sich die Wogen geglättet haben, doch alles so fein säuberlich und logisch. Hier bin ich zuhause.

Wir halten also fest. Neider gibt es genug in dieser Welt. Und das reicht mir und vielen bezaubernden wie begeisterten kreativen Menschen in meinem Umfeld. Wir haben keine Lust mehr auf reichlich viele unzufriedene, fiese, hinterhältige, kraftraubende Selbstdarsteller, die weder in der Lage sind ein Mindestmaß an Empathie aufzubringen noch über ihren schmalen Horizont schauen können. Um das zu verdeutlichen habe ich mit Hilfe meiner liebsten & engsten Nähladys aus einem privaten Kreis #NUNL gegründet, das erste Video produziert und die Gemeinschaft ins Leben gerufen.

Wir haben mit dem ersten Video auf Youtube, auf das Offensichtliche aufmerksam gemacht und werden auch in Zukunft mitmischen, ein Veto einlegen, zur Seite stehen, wenn gewollt bei Problemen Rat geben und unsere Meinung vertreten.

Wir halten also fest. #NUNL ist hier um uns an den nötigen Respekt für die Arbeit und das Schaffen des anderen, auch außerhalb unseres Ponyhofs zu erinnern. Wir alle können etwas zu dem Niveau, auch in Phasen der Auseinandersetzung beitragen & eine Art #NUNLCode – welcher gleichzusetzen ist mit der guten alten Kinderstube – einbringen. Das wünsche ich mir und ist mit #NUNL das Anliegen. Wir halten also fest.

das Leben ist (k)ein Ponyhof. In diesem Sinne. Alles Liebe & einen schönen Start ins Jahr 2016. Für uns alle. Eure Nikkes von schwalbenliebe

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Bastelseite Tannenbaumanhänger Auf grünem Tonpapier ausdrucken. Außenrum ausschneiden und entlang der inneren Konturen mit einem Skalpell oder sehr scharfen Messer einschneiden. Nun eine Seite des mittleren Baumes nach hinten und die andere nach vorne falten und zum Schluss einen Faden durch die Markierung ziehen (hierfür am besten eine Nadel zum Durchstechen nehmen).

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Wenn man den Stecker ziehen muss Digital Detox Wo ist die Stille hin, wo ist die Ruhe? Was tue ich, wenn ich mal nichts tue? Wann fing er an, der große Stress, wann verlor ich meine Happyness? Immer schneller, immer mehr, wo kommt der ganze Input her? Lohnt sich das, ist es das was ich will - oder ist es mir nicht schon zu viel?

Immer öfter lese ich in den letzten Tagen, dass das virtuelle Treiben, das Probenähen- oder häkeln, die Termine, der Zeitdruck und das fehlende, positive Feedback vielen meiner Kolleginnen zu viel wird, sie Pause machen, „schon voll“ sind oder sich sogar ganz aus dem „Business“ zurück ziehen. Und ich kann sie mehr als nur verstehen. Ich nähe, häkle und arbeite kreativ schon eine ganze Weile und seit letztem Jahr nun auch im „öffentlichen“ leben – nuja, zumindest jenem, was einem sozialen, öffentlichen Leben bei mir am nächsten kommt * zwinker *. Ich bin gerne Probenäherin, teste die Schnitte, die sich andere ausgedacht haben. Gebe Feedback, verbrauche meterweise Stoffe und mach Fotos, die dann für Werbezwecke verwendet werden dürfen. Außerdem blogge ich darüber, zeige, was ich gemacht habe und stehe hinter diesen Produkten. Ich habe dadurch so viele total herzensgute Menschen und ja, sogar ein paar richtige Freunde gefunden – ja, ich bezeichne auch Leute, die ich noch nie real gesehen habe, als meine Freunde, denn schließlich kommt es darauf an, dass unsere Seelen gut zueinander passen und nicht, ob ich meinem Gegenüber schonmal die Hand gereicht habe oder wir Freundschaft miteinander getrunken haben (ein Brauch, den ich irgendwie doch sehr witzig finde). Schon vor einer ganzen Weile aber habe ich gemerkt, das ich mir immer mehr und mehr aufgeladen habe. Das keine Zeit mehr für andere Sachen da war. Das trotz intensiven Postings keine neuen Likes kamen und meine Reichweite immer weiter gesunken ist und sich eigentlich nicht wirklich jemand dafür interessiert hat, was ich da so treibe (ausgenommen von meinen besten, liebsten und tollsten Fans natürlich * herz-Emoticon *. Ich merkte, das ich immer gereizter wurde, mir die Zeit für meine Kinder fehlte und es auch in meiner Beziehung immer mehr Stress deswegen gab. Also zog ich die Reißleine. Ein Limit für während der Probenähzeit genähte Teile wurde gesetzt, feste Zeiten, an denen ich nicht ins Handy, aufs Tablett oder den Computer schaue, andere zu denen ich mich nur mit meinen Kindern beschäftige und dann noch welche, in denen die Nähmaschine zu ruhen hat. Auch meine Einstellung zu dem Ganzen musste ich ändern. War ich vorher traurig, dass niemand oder nur wenige kommentierten und liketen, ich nicht für jedes Probenähen gewählt wurde, in den Gruppen nicht jede was Liebes für mich da ließ, wenn ich mein fertiges Projekt zeigte, so sehe ich das inzwischen etwas distanzierter.

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Es gibt diesen blöden Spruch: auf Facebook berühmt zu sein, ist wie ein Millionär bei Monopoly zu werden (oder so ähnlich) – und wisst ihr was? Der stimmt. Was nützt mir das ganze Trara, der Stress und die Frustration? Nichts. Weder finanziell, noch irgendwie anders. Heute gehe ich das alles etwas ruhiger an. Bewerbe mich nur noch, wenn mir etwas wirklich gefällt. Freue mich intensiver über Kommentare und Likes denn je, ignoriere Ignoranz und Unfreundlichkeit, helfe, wo ich kann und stehe hinter vielen Dingen, für die ich vorher schlichtweg keine Zeit hatte. Gut, momentan ist es wieder etwas stressiger hier, weil ich mir dieses Herzprojekt ausgedacht habe und es wirklich, wirklich schaffen möchte – aber auch hierfür ist ja ein zeitlicher Rahmen gesetzt und ein „Ende“ in Sicht. Vor kurzem nun wurde ich innerlich in Aufruhr gesetzt: meine liebste Lieblings(probenäh)schnittebloggerin gibt ihren Blog auf, zieht sich aus der Probenäherei zurück, verlässt Gruppen und tritt insgesamt einen Schritt zurück, was das ganze Facebook-Zeug angeht. Ich war innerlich regelrecht geschockt, verstand (und verstehe) sie aber zu gut. Jeder hat seine eigene Art mit Dingen umzugehen. Sie hat sich für „Digital Detox“ - die „Digitale Entgiftung“ entschieden. Ein Begriff, den ich vorher nie gehört hatte. Kurzum entschloss ich mich, nachzuforschen und mehr darüber zu erfahren und war doch ganz erstaunt, worum es da eigentlich geht. Entgiften kannte ich bisher nur so, dass man ungute Substanzen aus dem Körper ausleitet. Und das Prinzip ist hier das Gleiche. Immer mehr Menschen merken, dass diese Dauerbelastung der Onlinemedien und das ständige Präsentsein ihnen nicht gut tut, man unter einer Sucht leidet. Was sollten Süchtige tun? Genau: auf Entzug gehen. Ursprünglich kommt diese Bewegung bizarrer Weise aus dem Sillycon Vally, also daher, wo auch Google und Facebook ihren Ursprung haben. Inzwischen ist sie aber schon sehr verbreitet und es gibt sogar Hotels, die als Serviceleistung kein Netz, kein W-Lan, ja nicht mal Fernseher oder Radio anbieten. Sicherlich ist das für sehr, sehr viele Personen wirklich gut und hilfreich, denn vor lauter Messangers, Komments, Markierungen, Postings usw. läuft doch das echte Leben an den meisten heutzutage komplett vorbei. Ich bin da sicherlich keine Ausnahme, aber ich bemühe mich wieder zu einem natürlicherem und vielleicht auch gesünderem Alltag zurück zu kehren und vielleicht wäre so ein kurzfristiges „Abschalten“ auch für mich eine Möglichkeit meine Vorsätze zu vertiefen und zu festigen. Ganz darauf verzichten möchte ich allerdings nicht, dafür bin ich zu dankbar über all die neuen Erfahrungen, Kontakte und auch das soziale Leben, welches sich hier in der Realität bei mir leider nicht ganz so bunt und erfüllt abspielt (und ja, ich habe schon mehrfach versucht dieses zu ändern, leider bis heute mit nur mäßigem Erfolg). Falls es Euch ähnlich geht wie mir, informiert Euch doch einfach mal oder macht Euch Gedanken darüber, wie Ihr in Zukunft weiter machen und damit umgehen möchtet – die kommenden „besinnlichen Tage“ sollten dafür ja eigentlich prädestiniert sein * zwinker *. Ich für meinen Teil denke, dass ich schon auf einem guten Weg bin, mich „zu lösen“. Macht es gut, genießt das Leben, schaut die Welt mit offenen Augen an und freut euch, an all den schönen Dingen Alles Liebe, eure Clara von duhama.de

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Die Facebookwelt, das Probenähen, Du und Ich Sylvia von den Piranhakids packt aus

Das Nähen. Lange Zeit war es verpönt, uncool, was für langweilige Ökotussis. Kleine Risse und offene Nähte haben wir zu Omi gebracht zum Flicken. Oder gleich neu gekauft. Ich habe keine Ahnung, warum, vielleicht ist es der Retrowelle oder den gestiegenen Ansprüchen an Qualität und Individualität der Kleidung geschuldet, aber in den letzten Jahren hat sich das geändert: Nähen ist Trend. Im Netzwerk Facebook hat sich eine richtige Szene entwickelt, eine Welt in der Welt, mit all den Problemen und Synergien wie „draußen“ auch. Nur viel viel schnelllebiger, komprimiert sozusagen. Ständig neue Trends, die alle nachmachen müssen. Heute Sternenkissen, morgen Rockerbeanies- Hype folgt auf Hype. Einer davon aber ist ungebrochen: Probenähen. Jeder will mal, mancher darf, viele aber auch nicht- und dann geht das Gemeckere derer los, die nicht dürfen. Weil es immer dieselben sind, die dabei sind, und immer die mit den großen Seiten, und und und.... Ich bin selbst in der Szene nun seit vielen Monaten mal mehr, mal weniger aktiv, und durfte dabei auf beiden Seiten stehen. Eins kann ich dir sagen: mit Glück oder Freunderlwirtschaft (wie wie Bayern sagen) hat es nur in den wenigsten Fällen zu tun, wer am Ende auf der Liste der Glücklichen steht. Und oft sind es Kleinigkeiten, Formsachen nur, die über Ja und Nein entscheiden. Beginnen wir doch mal ganz von vorn. Ich habe einen neuen Schnitt entworfen, und den möchte ich jetzt probenähen lassen. Also erstelle ich einen Aufruf, in den ich alles reinpacke, was ich wichtig finde. Und zwar -Achtung!- für mich und für dich. In den letzten Monaten hat sich, wie ich finde, eine äußerst ungute Tendenz entwickelt, sich wahllos auf alles zu bewerben, was kommt, ohne zu schauen: gefällt mir das eigentlich? Oder, leider auch sehr oft: weiß ich überhaupt, WAS ich da probenähen soll?

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Das führt mich zur ersten Regel für hoffnungsfrohe Probenäher: *Bitte bewirb dich nur, wenn dir mein Schnitt auch zusagt* Denn mal ehrlich- wenn du vorher schon weißt, dass dir Rollkragen eigentlich gar nicht steht und du hautenge Hosen nicht magst, kannst du hinter dem Ebook nicht stehen, und hast auch (wenn du ehrlich bist) keine Freude am Nähen und an den fertigen Teilen. Aber das möchte ich als Erstellerin schon gern, und genau deshalb lege ich auch Wert darauf, ein Foto zu zeigen, auf dem das Teilchen erkennbar ist. Die Mädels, über die ich bei wirklich jedem Aufruf in den Kommis stolpere, sortiere ich inzwischen ungelesen aus. Ein Nein also, das noch gar nichts mit dir und deinen Nähkünsten zu tun hat *zwinker*. Dann stehen da in meinem Aufruf noch so einige Sachen drin: die Größen zum Beispiel, die ich suche. Und nein, es bringt gar nichts, sich „mal vorsorglich“ auf andere Größen zu bewerben, oder mit einem Jungen auf einen Mädchenschnitt, oder für dich selbst auf Größe 164- denn das führt uns unweigerlich zurück auf Regel Nummer 1, und du bist raus. Meist steht auch dabei, was ich von dir erwarte, was ich gerne wissen möchte und ob ich deine Seite oder ein Foto zu sehen wünsche. Damit wären wir bei Regel Nummer zwei: *bewerbe dich bitte sorgfältig und vollständig* Damit zeigst du mir zum einen, dass dir mein Aufruf wichtig genug ist, ihn zu lesen. Mit dieser Wertschätzung hebst du dich schon von etwa 50% der Bewerbungen ab und erreichst, dass ich dich genauer anschaue. Zum anderen ersparst du dir damit, dass ich dich (selbst wenn mir alles andere gefällt) gar nicht nehmen kann, weil ich dich keiner Größe zuordnen kann oder ähnliches.

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Denn glaub mir, die Zeit, jeden einzelnen daran zu erinnern, welche Angaben fehlen, die will ich mir in diesem Fall gar nicht nehmen. Du bist raus- wieder nur Formsache, denn immer noch habe ich gar nicht auf deine Seite und dein Bild geschaut. Wir hüpfen direkt zu Regel drei: *Nimm auf jeden Fall, immer und hundertprozentig dein bestes Foto* Wenn du grade nur mit dem Handy online bist, dann warte lieber bis zu Hause, statt mir ein „dieses Teil hab ich grad da, hab ich neulich nachts schnell auf dem Sofa geknipst“-Bild hochzuladen. Größtes No-Go, das du dir leisten kannst! Wir sind nicht alle nebenbei auch noch Top-Fotografen (ich übrigens auch nicht *zwinker*), aber ein schönes Teil hat trotzdem eine ansprechende Präsentation verdient. Und die kann man tatsächlich mit ein paar ganz einfachen Mitteln erreichen. Leider ist es eben so: natürlich achte ich in meinen Gruppen auf eine Mischung aus Anfängern und Fortgeschrittenen, aus „echten“ Probenähern und Designnähern (nicht alle Schnittersteller tun das noch, einige legen inzwischen nur noch Wert auf zweiteres, umso wichtiger ist diese Regel!) . Aber ganz wichtig für die Vermarktung des Ebooks sind Fotos, die Lust auf den Schnitt machen. Wie gesagt, dafür musst du kein Profi sein. Aber: nur, wenn dein Foto in der Bewerbung ein Hingucker ist, schaue ich überhaupt auf deiner Seite vorbei, ob du kontinuierlich gute Bilder machst oder das eine Bild ein Glückstreffer war. Also: suche dir dein Lieblingsbild, und speichere es notfalls auf dem Handy. So. Dein Foto war toll, du hast den Seitenlink nicht vergessen, und nun folge ich diesem also bis zu dir. Was erwartet mich da? Schau dir deine Seite einmal kritisch an. Wenn die ersten zwei, drei Bilder, über die ich hier stolpere, wieder dunkle, unscharfe Schnappschüsse sind, bin ich weg. Wenn deine Beiträge vor Rechtschreibfehlern strotzen, auch. . Dafür hast du ja ein Privatprofil.

Schließlich sollst du mir ja auch die Anleitung gegenlesen- ein bisschen Sorgfalt setze ich da voraus. Und: ich persönlich mag es, wenn die Themen nicht zu sehr durcheinandergehen. Auf einer Handarbeitsseite dauernd die letzte Mahlzeit bewundern zu müssen oder Beiträge themenfremder Pages zu lesen, finde ich befremdlich Regel Nummer vier lautet daher: *Pflege deine Seite* Das muss nicht täglich sein, und dass jeder mal schnell etwas zeigen will oder woanders etwas Tolles entdeckt, weiß ich durchaus. Wichtig ist mir aber, dass ich sehen kann, dass im Großen und Ganzen viel Liebe in deinem „virtuellen Zuhause“ steckt, und ich ein wenig über dich erfahren kann. Auch hier gilt übrigens wieder: wer täglich ein neues Ergebnis aus einem Probenähen postet, landet auf meiner Nein-Liste. Du sollst ja Zeit haben für mich und mein Projekt, denn es lebt von dir und mit dir. Und damit landen wir bei Regel Nummer fünf: *Sei bitte ehrlich mit dir selbst, wenn du überlegst, ob du den vorgegeben Zeitrahmen einhalten kannst* Für ein Probenähen setze ich meist ein bis zwei Wochen an. Das heißt für dich aber nicht, dass du am 13. Tag ein Teil nach dem letzten Schnitt nähen sollst. Immerhin komme ich nur zum letzten Schnitt, wenn ich schon vorher, und zwar so schnell wie möglich, Feedback von dir bekomme. Dieser Sinn des Probenähens ist in der letzten Zeit irgendwie abhanden gekommen. Natürlich gibt es Dinge, die dazwischenkommen können - kein Mensch erwartet, dass du den Kopf frei hast für ein Probenähen, wenn grade deine geliebte Oma gestorben ist. Wenn du allerdings wegen kaputtem Drucker, kranker Kinder, unerwartetem Kurzurlaub mit dem Mann oder „ich hab grad eben wieder angefangen zu arbeiten, und bin abends immer soooo kaputt“ nicht nähst, muss ich dir leider sagen: geht gar nicht.

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Denn alles das plant ein gut organisierter Mensch vorher mit ein und schafft sich ausreichend Puffer. (Und wieder landen wir bei Regel Nummer 1, bewirb dich nicht planlos auf alles). Kleines By-the-way: Wo ich wirklich in die Luft gehe, ist folgender Satz: „ich konnte noch nicht nähen, weil mein bestellter Stoff noch nicht da ist.“ Damit demonstrierst du mir zweifelsfrei, dass du den Sinn eines Probenähens nicht verstanden und in meiner Gruppe nichts verloren hast- mal ganz abgesehen davon, dass ich auf den Ärger, wenn die teuren EPs in der Tonne landen, weil der Schnitt halt doch noch nicht hundertprozentig sitzt, gut verzichten kann. Daher, noch einmal die Bitte: sei kritisch mit dir, wie viel du dir aufladen kannst, ohne mich hängen zu lassen. Nun hast du alles getan, was du konntest. Du stehst auf meiner Liste der möglichen Kandidaten. Und jetzt, aber erst jetzt, braucht ihr tatsächlich ein Quäntchen Glück. Am besten nähst du nicht gerade die Größe 98/104, denn die ist immer viel zu voll. Gute Chanchen hast du bis 74, da herrscht scheinbar akuter Zeitmangel unter den Näherinnen und es finden sich meist viel zu wenige. Und ab 134 lassen sich die Kids nicht mehr so gern benähen, da gibt es auch gute Chancen für „Neulinge“. Dann stehen da auf meiner Liste für jede Größe so fünf, sechs Namen- drei brauch ich meist. Der Rest ist Bauchgefühl. Mein Bauchgefühl wird enorm beeinflusst durch Regel Nummer sechs: *schreibe ein paar Dinge über dich* „Ich würde gerne in 122 nähen, fb.com/xyz“ ist dabei nur zielführend, wenn du ein hammermegasupergeiles Foto aufgefahren hast und ich eh nicht um dich rumkomme.

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Ansonsten erfahre ich gern ein wenig mehr, und zwar von dir, und nicht, wie supertoll du meinen Schnitt findest. Immerhin muss ich aus deinen wenigen Zeilen erkennen, ob deine Erfahrung für das jeweilige Projekt ausreicht, ob du dich gut in mein Team fügst, ob ich glaube, von dir ehrliche und konstruktive Kritik zu bekommen (denn nein, „alles super, hier ist mein Foto“ hilft mir in den meisten Fällen nicht weiter, denn so ist es fast nie, und das weiß ich auch). Gar nicht so einfach für mich. Ein kleiner, sorgfältig formulierter Text kann da sehr hilfreich und für dich das Zünglein an der Waage sein. Und dann? Dann schaust du bitte regelmäßig auf meiner Seite vorbei, ob du auf der Ja-Liste stehst. Leider bekommen inzwischen 30% der „Glücklichen“ gar nicht mehr mit, dass sie dabei sind. Was mir zusätzlich Arbeit macht, und für sie heißt, dass sie zumindest bei mir auch für die Zukunft jede Chance vergeigt haben (siehe Regel 1). Außerdem zeigst du mir damit, dass dir meine Seite tatsächlich gefällt und du echtes Interesse an diesem Probenähen hast. Denn mal ehrlich, in der Probenähgruppe- da geht die Arbeit dann erst richtig los!

In der nächsten Ausgabe erfahrt Ihr mehr, dann mit Schwerpunkt auf die Sicht der Probenäherinnen, Eure Sylvia von PiranhaKids

Probenähen


Geschenkanhänger zum Ausdrucken

nach einem Design von Sylvia von den PiranhaKids, umgesetzt als Anhänger von Denise von Reingenäht. Für alle, die einen Plotter mit „Print and Cut“-Funktion haben, gibt es die dafür benötigten Dateien HIER zum Download ;) 53


Pappmaché Ein tolles Material um einzigartiges zu gestalten Ein paar Kleinigkeiten vorweg: Bei der Arbeit mit Pappmaché solltest Du Dir alte Kleidung anziehen, die auch schmutzig werden darf. Ebenso empfiehlt es sich den Arbeitsplatz mit z.B. Zeitung auszulegen, um Kleisterflecken auf Möbeln oder dem Fußboden zu vermeiden. Pappmaché eignet sich auch sehr gut für das kreative Werkeln mit Kindern. Das Material lässt sich leicht verarbeiten und das „Rum-Matschen“ bereitet vielen Kindern Freude. Außerdem lässt es sich später sehr leicht von den Händen abwaschen. Du kannst aus daraus fast alles formen, was Dir einfällt. In dieser Anleitung wird beschrieben, wie man eine dekorative Vase entstehen lässt. Der Arbeitsablauf ist aber bei jeder anderen „Skulptur“ identisch, bzw. sehr ähnlich. Die fertige Mischung aus Kleister und den dünnen Servietten (oder auch anderes dünnes Papier, wie z.B. Küchenrolle oder Klopapier) nennt sich Pulpe. Die Arbeit mit Pappmaché ist nicht unbedingt geeignet für ungeduldige Menschen. Je nach Projekt kann das Trocknen auch mal bis zu zwei Wochen dauern. In jedem Fall ist damit zu rechnen, dass die Pulpe mindestens 24 Stunden trocknen sollte, bevor sie weiter bearbeitet wird.

1. Die Vase formen

Um die Grundform der Vase zu erhalten, wird sie zuerst aus einem Maschendraht oder einem ähnlich biegsamen Material geformt. Hierbei muss noch nicht auf die Perfektion der Form geachtet werden, da diese später mit der Pulpe ausgearbeitet wird. Pass auf, dass keine spitzen Drahtenden herausstehen, an denen man sich später verletzen könnte. Bei der Wahl der Form hast Du viele Möglichkeiten: eine Kugel, ein Kegel oder ganz was anderes, der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Bedenke nur, dass Deine Vase später stehen sollte, also muss die Bodenfläche ausreichen um das Gewicht der ganzen Vase zu tragen.

2. die Grundform der Vase mit der ersten Schicht beziehen

Als erstes rührst Du den Kleister an, da dieser einige Zeit quellen muss. Nimm am besten einen Kleister für Venyltapete, der gibt später die benötigte Festigkeit. Das Anrühren machst Du nach Herstellerangaben. In der Zwischenzeit kannst Du das Zeitungspapier in kleinere Streifen zerschneiden oder zerreißen. Das macht Kindern immer besonders viel Spaß. Nun arbeitetest du auf das Drahtgestell der Vase die Unterschicht. Hierfür tunkst Du die Streifen aus dem Zeitungspapier kurz in den Kleister, lässt ihn etwas abtropfen bzw. streifst ihn etwas ab und legst das Stück dann auf den Draht. Du kannst das Zeitungspapier auch um den Draht legen, so dass es später ichtig fest sitzt. Beachte, dass Du das Zeitungspapier nicht zu stark mit dem Kleister tränkst, sonst dauert das Trocknen sehr lange, bei zu wenig wird die Schicht jedoch nicht richtig hart und löst sich später wieder ab. Wenn die ganze Vase einmal Überzogen wurde heißt es warten. Lass es gut durchtrocknen bevor Du weiterarbeitest. Das kann auch mal einige Tage dauern.

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3. die Pulpe ansetzen, jetzt wird’s ernst und macht Spaß

Um die Vase wirklich schön auszuformen, arbeitest Du jetzt mit einer richtigen Pulpe weiter. Die Pulpe lässt sich je nach Festigkeit ähnlich wie Knete oder Ton verarbeiten. Sie ist abgedeckt ca. eine Woche im Kühlschrank haltbar. Zuerst reißt Du die Papierservietten (oder Klopapier) in kleinere Streifen, legst sie in eine große Schüssel, bedeckst sie mit Wasser und zerkleinerst alles mit dem Pürierstab. Hierbei ist es einfacher in Etappen vor zu gehen und nicht alles auf einmal zu zerkleinern. Es wird so lange püriert, bis das Ganze zu einer homogenen Masse geworden ist und die Servietten komplett aufgefasert sind. Die Papierservietten vermischen sich mit dem Wasser und es entsteht ein Brei. Dieser sollte nicht zu flüssig sein, da sonst die Trocknungszeit wieder sehr lang wird. Je nachdem, wie viel Flüssigkeit enthalten ist, kann die Trocknungsphase variieren. Eine sehr flüssige Pulpe lässt sich allerdings nicht richtig verarbeiten, da sie schlecht bis gar nicht haftet. Zu fest darf sie aber auch nicht sein. Sie ist am besten, wenn sie mit den Händen leicht in eine Kugel geformt werden kann und diese Form nur ganz langsam (über Stunden) wieder verloren geht. Dann gibst du je nach Gefühl Kleister in die Schüssel. Je nachdem, wie viel Pulpe vorhanden ist, wird mehr oder weniger Kleister benötigt. Den Kleister kannst Du mit den Händen unterrühren, so kannst Du am besten merken, ob es etwas klebriger wird und die Mischung passt. Die Kugel sollte jetzt in ihrer Form bleiben, dabei aber feucht sein. Lass sie einen Augenblick stehen lassen, so dass der Kleister schön durchziehen kann. Danach nochmal durchrühren, es sollte sich weich und geschmeidig anfühlen und leicht zu einer Kugel zu formen sein.

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4. Die Vase ausgestalten, Kreativität ist gefragt

Nun kannst Du die Vase ausgestalten. Hierfür arbeitest du dich am Besten von Oben nach Unten. Fixiere die Bodenplatte und forme den Sockel der Vase. Geh dann langsam mit der Masse nach oben und streiche die Oberfläche immer wieder schön glatt. Du kannst beim Auftragen Ungleichmäßigkeiten ausgleichen, indem Du mehr oder weniger von der Pulpe aufträgst und sie glatt streichst. Ab einer gewissen Höhe wird es Zeit für eine Pause. Lass die aufgetragene Schicht erstmal schön durchtrocknen. Pulpe ist im feuchten Zustand recht schwer, weshalb sie ab einer gewissen Höhe nicht mehr so gut fixiert. Wenn alles etwas angetrocknet ist, kannst Du weiter arbeiten. Ab wann wieder eine Trocken-Pause nötig ist merkst Du daran, dass die Pulpe dann teilweise vom Untergrund der Vase abfällt. Also immer wieder auftragen, glatt streichen und antrocknen lassen (mind. 24 Stunden), so lange bis die gesamte Vase mit überzogen ist. Besonders schwierig wird es, wenn Du einen Rundbogen am oberen Rand der Vase hast, da hier die Schwerkraft dafür sorgt, dass die Masse leichter runterfällt. Aber mit einer Trockenpause klappt auch das ganz gut. Wenn die ganze Skulptur komplett mit überzogen ist, heißt es wieder warten. Je nachdem wie dick und groß Deine Vase ist, kann das schon einige Tage in Anspruch nehmen. Also immer schön dran denken: „Geduld ist eine Tugend“ Wenn die alles gut durchgetrocknet ist, schau es Dir nochmal genau an. Haben sich kleine Risse gebildet oder gibt es Formfehler? Noch kannst du das alles mit der übrig gebliebenen Spachtelmasse ausbessern. Am besten trägst Du diese ganz dünn über eventuelle Risse oder Ungleichmäßigkeiten auf. Auch das muss jetzt erstmal wieder trocknen. Wer jetzt mag, kann mit Schmirgelpapier noch dafür sorgen, dass die Oberfläche schon glatt wird. Das ist jedoch nicht zwingend erforderlich, sondern reine Geschmacksache.

5. Die Vase wird bunt

Zum Schluss kannst Du Deine Vase mit Farbe bemalen oder „en naturell“ lassen, ganz wie es Dir gefällt. Geeignet sind Acrylfarben. Diese lassen sich sehr gut auf den Papiergrund der Vase auftragen, sind mischbar und können mit einem Sprühlack (erhältlich im Fachhandel) abwaschbar gemacht werden. Die Farbe mindestens 24 Stunden trocknen lassen. Kleiner Tip: Besonders schick wird die Vase, wenn Du sie nach dem Bemalen mit einer Goldpaste (treasur Gold, erhältlich im Fachhandel) überziehst. Jetzt hast Du es geschafft. Mit viel Zeit, Liebe und ein wenig Matsche-Arbeit ist Dein ganz persönliches Unikat entstanden. Da es aber aus Papier besteht, kann es nicht mit Wasser gefüllt wer den und dient einem reinen Dekorationszweck – man kann aber von vornherein eine abgeschnittene PET-Flasche oder eine Steckvase einarbeiten, man muss dann nur beim Ausleeren sehr vorsichtig sein. Viel Spaß beim Nacharbeiten und Rummatschen, eure Jana von Kreativhund

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Thyrai´s Prinz

In einem fernen Land, dort, wo die Sonne die ganze Nacht über dem Horizont steht, lebte einst eine Prinzessin. Sie war so schön, dass niemand, der sie je gesehen hatte, diesen Anblick je wieder vergaß. Ihre langen braunen Haare fielen sanft gewellt über ihre zarten Schultern, unter langen, seidigen Wimpern blickten ihre großen, nußbraunen Augen in die Welt, und wenn sie lachte, bildeten sich niedliche Grübchen in den rosigen Wangen. Das ganze Königreich rühmte ihre Schönheit. Prinzessin Thyrai besaß eine treusorgende Mutter und einen Vater, der sie, da sie sein einziges Kind war, über alles liebte und ihr jeden Wunsch von den Augen ablas. So war jeder ihrer Kleiderschränke angefüllt mit den herrlichsten Kleidern in allen Farben, ihr Schminktisch quoll über von Diademen und Ketten, Ringen und Armbändern, und in ihrem Spielsaal häuften sich Bälle und allerlei anderer Zierat. Man sollte meinen, Thyrai habe alles, was man sich wünschen konnte. Und doch war die Prinzessin nicht glücklich. Oft, wenn sie abends allein in ihren seidenen Kissen lag, alle Arten von Kuschelgetier neben sich, weinte sie lautlos vor sich hin. Am darauffolgenden Morgen dann, wenn die Zofen ihr das liebevoll gerichtete Frühstück ans Bett brachten, und Thyrai sie aus ihren traurigen Augen anblickte und die Speisen unangetastet zurückwies, wurde auf der Stelle König Kamur herbeigeholt. „Mein teures Kind“, sprach er dann besorgt und nahm zärtlich ihre Hand, „bist du krank, dass du nicht essen magst?“ Thyrai schüttelte den Kopf und erwiderte: „Nein, mein lieber Vater, lasst nur, ich befinde mich wohl.“ „Ist es dann“, so fragte der König, „weil dir jemand böse Worte gesagt oder dich gar getadelt hat?“ Wiederum verneinte Thyrai: „Es fehlte niemandem an der nötigen Höflichkeit gegen mich. Es ist nur…“ Hier stockte die Prinzessin und wandte sich ab. „Sag es mir, Liebes!“ bat der König. „Was ist dir geschehen?“ Leise und zögernd nur kam die Antwort der Prinzessin. „Vater, Ihr dürft nicht denken, ich sei ungenügsam oder gar ungezogen; jedoch langweile ich mich einfach schrecklich.“ Bestürzt blickte der König seine Tochter an. „Aber mein Liebes!“ rief er schließlich. „Du hast doch einen ganzen Saal voll der schönsten Spielsachen und Dutzende von Kammerjungfern, mit denen du dir die Zeit vertreiben kannst!“ „Ich weiß, mein Vater. Indes, ich kann es nicht ändern.“ „So es in meiner Macht steht, dir zu helfen, werde ich nichts unversucht lassen“ versprach Kamur und verließ den Raum. Bereits drei Tage später lud er seine Tochter zu einem Spaziergang, der sie an eine abgelegene Ecke des Schloßwaldes führen sollte. Bereitwillig folgte ihm Thyrai dorthin. Was sie dort aber sah, ließ ihr den Atem stocken. Wo noch vor kurzer Zeit Bäume ihre Äste in den Himmel gereckt hatten, befand sich nun ein großer Garten, in dem tausende Blumen blühten. Stolz führte Kamur Thyrai entlang der weißen Steinwege, die von Hecken umsäumt waren, zu einer Anhöhe, auf der ein wunderhübscher weißer Pavillon errichtet worden war.

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Von hier aus konnte man erst richtig sehen, wie prächtig der Garten war, wie vielfältig die Art und Farbe der Gewächse, wie liebevoll angelegt Wiesen, Beete und sogar kleine Seen. Es dünkte unglaublich, dass all das in nur drei Tagen erschaffen worden war. „Dies alles“, brach der König die Stille, „ist dein. Ich schenke dir den Garten. –Bist du nun glücklich?“ fragte er Thyrai eine kurze Weile später hoffnungsvoll. Jedoch, Thyrai verneinte. „Seid nicht böse, Vater, Ihr habt es sicherlich gut gemeint, und ich freue mich wohl auch sehr; doch dies ist es nicht, was ich begehre.“ „Was wünscht du dann?“ wollte Kamur wissen. „Mein lieber Vater, es ist….ach, wie soll ich mich ausdrücken…ich möchte einen Prinzen haben“ bat Thyrai. Der König, der zunächst verwundert dreinsah, begann kurz darauf zu lächeln. „Auch diesen sollst du haben“ meinte er. Am nächsten Morgen hieß er einige Zofen, die Prinzessin zu ihm zu bringen. Freudig ergriff er ihren Arm und brachte sie auf den Schloßhof, wo zwei Diener ihrer harrten, die zwischen sich ein prächtiges Pferd hielten. Der kohlschwarze Hengst schnaubte unwillig und suchte sich des bunten Kopfputzes und des reich verzierten Sattels zu entledigen. „Es handelt sich um das beste Pferd, das überhaupt im Lande zu bekommen ist. Ich habe hart um ihn gehandelt, doch du sollst nur das Allerschönste haben. Sein Name lautet Prinz. Geh und sieh ihn dir an, er ist dein!“ forderte Kamur Thyrai auf. Indes, als er bemerkte, wie Thyrai auf den Rappen zuschritt und ihm über das Maul strich, nur um ihrem Vater eine Freude zu machen und ohne wirklich froh zu sein, nahm er sie traurig beiseite. „Du bist im Besitz aller Dinge, die du je ersehnt hast. Nun habe ich dir sogar Prinz auf das Schloß geholt. Was brauchst du mehr?“ „Oh Vater“, erwiderte Thyrai, „ich meinte doch nicht ein Pferd, als ich von einem Prinzen sprach. Ich meine einen echten, wirklichen Prinzen.“ Erschrocken schwieg der König lange Zeit, bevor er sagte: „Mein Schatz, wie gern würde ich dir auch diesen Wunsch erfüllen, doch du weißt so gut wie ich, dass du Unmögliches ersehnst. In sämtlichen Königreichen wurde seit über zwanzig Jahren kein Prinz mehr geboren. Woher soll ich dir einen nehmen?“ „Ich bin so einsam, Vater. Es fehlt mir ein Gefährte. Bitte suche mir einen Prinzen!“ flehte Thyrai. Und als der König verstand, wie ernst es ihr war, gab er nach und versicherte, alles zu tun, was immer er auch vermochte. So schickte er Boten aus in alle Himmelsrichtungen, die den Königreichen ihre Aufwartung machen sollten. Dann wachte er Tag und Nacht auf seinem Thron, um die Antwort, die die Boten brachten, gleich nach ihrer Rückkehr zu erhalten. Jedoch, als alle nach und nach wiederkehrten, und nicht ein einziger einen Prinzen mitgebracht oder auch nur gefunden hatte, ward Kamur immer mutloser und sann schon, wie er dies seiner Tochter beibringen sollte. Da erreichte ihn der Letzte seiner Gesandten, und es schien, als brächte er doch endlich frohe Kunde: in einem Reich im Westen habe er gehört, es lebe noch ein Prinz; dort, wo die Sonne des Tags den Horizont nie verließe. Aufs höchste erfreut erkundigte sich der König: „Wie ist sein Name? Sprich, so ich nach ihm schicken lassen kann!“ „Er nennt sich Pharas“, sprach der Bote, „Prinz von Cartia und Sohn des Foron.“ Da donnerte der König los: „Sohn des Foron? Du elender Bursche, ist dir denn nicht zu Ohren gekommen, dass unsere Familien verfeindet sind seit dem ersten Tage? Lieber suche ich meiner Thyrai selbst einen Prinzen, als dass ich sie auch nur ein Wort mit diesem Schuft wechseln lasse!“

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Und so geschah es denn auch: noch am selben Tage zog der König, gefolgt von einem unermesslichen Gefolge, los, um die ganze Welt nach einem Prinzen zu durchkämmen. Auf der Suche kam er durch Länder, in denen beständig sich Regenbogen über dem Himmel wölbten, durch solche, in denen Milch in Flüssen strömte, und durch solche, in denen die Menschen immerdar sangen. Er besuchte Inseln, deren Schönheit nicht zu beschreiben ist, Täler, die die Sonne nie sahen, und Reiche, die luftigleicht nur dahinzuschweben schienen. Immer tiefer ritt er in die Welt hinein, immer weiter entfernte er sich von seinem heimatlichen Reich, doch einen Prinzen fand er auf seiner Suche nicht. Derweil begann sich Prinzessin Thyrai im Schloß zu langweilen. Ungeduldig erwartete sie den Vater und den Prinzen, den er bringen sollte, und so wusste sie bald nicht mehr, wie sie sich die Wartezeit vertreiben sollte. Alle Versuche der Hofdamen, sie von der sich endlos dehnenden Zeit abzulenken, schlugen fehl. Thyrai wurde immer ungeduldiger, und schließlich lief sie nur noch in ihrem Gemach hin und her wie ein gefangenes Tier. Dies war der Zeitpunkt, da ihre Mutter, die Königin Talsa, ihr vorschlug, sie solle doch ein wenig spazieren gehen. Zunächst lehnte Thyrai ab, doch als die Langeweile gar zu unerträglich wurde, ließ sie sich doch umstimmen. Einzig rang sie der Königin die Erlaubnis ab, ohne Begleitung das Schloß verlassen zu dürfen, um ungestört nachdenken zu können. Eilig kleidete sie sich nun um, legte das weiße Spitzenkleid ab und ein einfaches Leinenkostüm an, und verließ den königlichen Hof. Unter der sommerlich warmen Sonne stieg sie den Berg, auf dem das Schloß sich befand, hinab und wandte sich dann zum Basar. Sie genoss es, völlig unerkannt durch die Straßen zu laufen und sog tief die würzige Luft ein. Bereits nach kurzer Zeit hatte sich den Basar erreicht. Dort schlenderte sie herum, betrachtete die ausgestellten Waren und hatte ihre helle Freude daran, hier und dort eine Kleinigkeit auszuwählen. So näherte sie sich immer mehr der Mitte des Marktes. Und dort, inmitten von irdenen und eisernen Töpfen, sah sie ihn… Zur selben Zeit war König Kamur im Schloß angekommen. Obwohl er sich auf der ganzen Welt nach Prinzen erkundigt hatte, kehrte er unverrichteter Dinge wieder zurück: Prinzen waren nicht nur eine Rarität, sondern ein

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unbezahlbarer Schatz geworden. So war der König denn froh, seiner Tochter nicht gleich gegenübertreten zu müssen, sondern noch in Ruhe die richtigen Worte finden zu können. Jedoch, so sehr er sich auch bemühen mochte, wusste er doch, sie würde ihr Leben lang unglücklich bleiben, welche Worte er auch wählen mochte. Schon spielte er mit dem Gedanken, sich mit dem Foron auszusöhnen, da betrat seine Tochter den Thronsaal. Es war Kamur, als sei die Sonne aufgegangen, so sehr strahlte ich Gesicht. Um so qualvoller war es für ihn, ihr von seinem Misserfolg zu berichten, ja, er konnte ihr dabei nicht einmal in die Augen blicken. Und als er am Ende mit aller Überwindung, die aufzubringen er imstande war, vorschlug, nach Prinz Pharas zu senden, erstaunte es ihn sehr, sie lachen zu hören. „O Vater“, meinte sie, „seid nicht erzürnt, wenn ich Euch sage, dass dies wohl nicht mehr nötig sein wird. Denn seht, ich hab heute meinen Prinzen gefunden.“ „Wie ist das möglich?“ fragte Kamur erstaunt. „Ich habe die ganze Welt durchreist, doch nicht einer war zu bekommen? Und du hast hier einen gefunden?“ Wieder lachte Thyrai glockenhell. „Seht, Vater, es mag sein, Ihr seid gereist auf der Suche nach etwas, das Ihr nicht kanntet. Mich aber hat mein Herz geführt.“ Damit lief sie aus dem Saal, erschien indes gleich wieder, einen Jüngling am Arm. „Seht, Vater, dies ist mein Prinz“ sprach sie. Völlig verwirrt betrachtete Kamur den Jungen, denn was er sah, war alles andere als ein Prinz. Hatte er einen mir höfischen Manieren ausgebildeten, prächtig gekleideten Schönling erwartet, so stand er nun dem genauen Gegenteil gegenüber. Nicht nur, dass der Junge nicht das geringste bisschen hübsch war, nein, er trug auch Kleidung, die man wohl als Lumpen bezeichnen musste und konnte ganz sicher keine königliche Herkunft nachweisen. „Das soll ein Prinz sein? Dass ich nicht lache! Meine Tochter, du bist einem Scharlatan aufgesessen! Schick ihn fort und vermähle dich mit Pharas!“ rief der König. Er konnte es nicht glauben: seine Tochter, die Prinzessin, von einem dummen Jungen genarrt. Jedoch, Thyrai schüttelte den Kopf. „Das ist mein Prinz, Vater, mein Märchenprinz“ sagte sie. „Was kümmert mich seine Herkunft, so er ein Herz hat, das wertvoller ist als die Schatzkammern aller wahren Prinzen gemeinsam?“ Kamur geriet in Versuchung, den Jüngling einsperren und foltern zu lassen. Prinzessin Thyrai und ein hergelaufener Bettler, das durfte nicht sein! Doch dann gewahrte er das Glück in den Augen seiner Tochter und die Liebe zwischen den zweien jungen Menschen; er gab seinen Segen und ließ die Hochzeit ausrichten. Eine Woche später wurden Thyrai und ihr Prinz in ihrem Garten getraut. Es fanden keinerlei große Festlichkeiten statt, und auch Gäste waren nicht geladen. Darauf hatten die beiden bestanden. Doch Liebe und Glück waren mit ihnen und folgten ihnen bis an ihr Lebensende.

die traumhaften Illustrationen stammen von Tieneke, das Märchen von Sylvia

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Bastelanleitung Weihnachtsstern

Nachdem die Weihnachtszeit mit riesen Schritten immer näher rückt, habe ich hier mal eine kleine und einfache Bastelanleitung für einen Weihnachtsstern, der sich sowohl auf einem Adventskranz als auch im Christbaum als Schmuck sehr schön arrangieren läßt. Gebastelt ist er schnell und so einfach, dass sogar Kinder ihn nachbasteln können. Ihr braucht: roten Bastelfilz Holzperlen 8 mm ø Faden (ich habe Lurex verwendet) Schere Nadel Schablone Schritt 1.:

Nach der Schablone 7 Blätter ausschneiden. Schritt 2.: Jeweils eine Perle und ein Blatt, wie auf dem Foto zu sehen, auffädeln.

Schritt 3.: Fadenenden eng zusammenziehen und fest verknoten am Blatt. Den restlichen Fäden auf gleiche Länge kürzen und am oberen Ende verknoten. Somit ist auch gleich der Faden zum Aufhängen vorhanden. Viel Spaß beim Nachbasteln.

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Schablone


P.S.: Wer noch Filz und Perlen übrig hat, aber aus dem Material keinen Stern mehr zusammen bekommt, kann noch ein Kindchen in der Walnussschale basteln. Hierfür benötigt Ihr: halbe Walnussschalen Holzperlen 8 mm ø rote Filzreste ein Stückchen Pfeifenreiniger Klebstoff Schere evt. Bastelwatte/Watte Den Pfeifenreiniger durch das Loch der Perle schieben, so dass am oberen Ende einige Stückchen als Haare herausstehen. Den Rest am unteren Ende auf 2 bis 3 cm kürzen und aufdrehen. Evtl einen Faden zum Aufhängen in die Walnussschale kleben. Jetzt wird ein kleines Stückchen Filz als Kopfkissen in die Spitze der Schale geklebt. Als nächstes formst du Pfeifenreiniger und Kopf so, dass das Köpfchen auf dem „Kissen“ platziert wird und der Körper in der Schale liegt. Auch dieses Teil wird mit etwas Kleber fixiert. Entsprechend dem Rand des „Bettchens“ ein Stück Filz als Decke zuschneiden und darauf kleben. Sollte zum Körper zuviel Abstand sein, etwas mit Bastelwatte/Watte auffüllen. Eventuell auf die Perle noch eine kleines Gesicht malen und....... FERTIG *Smile*

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Für inSpirierte oder Häkelanfänger und natürlich auch alle anderen Nadel-Süchtigen Zu einem Handmade-Magazin, was möglichst viel Kreatives abdecken möchte, gehört natürlich auch ein kleiner Beitrag zum Nadelschwingen mit dazu - die Häkelnadel in diesem Fall. Damit ihr in Zukunft nicht immer lange im www. suchen braucht, hat Daniel von Dannies Handmade Welt euch hier mal die gängigsten Grundstiche mit ihren dazugehörigen Symbolen und Abkürzungen zusammen gefasst.

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Ihr Lieben, das Jahr neigt sich dem Ende zu und auch die letzten Seiten dieses Magazins sind erreicht. Ziehe ich ein Resümee aus den vergangenen Monaten, darf ich wohl im Großen und Ganzen dankbar sein.Natürlich waren nicht alle Dinge rosig, die passiert sind, weshalb der Schwerpunkt dieser Ausgabe- wie ihr sicherlich gemerkt habt - an den (leider sehr häufig negativen) Ereignissen in der Nähwelt angelegt ist und wir hoffen, damit einen kleinen Denkanstoß und vielleicht sogar eine Hilfestellung gegeben zu haben, um in dieser Szene möglichst positiv in die Zukunft schauen zu können. Ich selber bin gerne dabei, wenn es darum geht, meine Maschine anzuschmeißen, oder die Häkelnadel zu schwingen (obwohl mir letzteres momentan etwas schwer fällt). Ich hatte unheimliches Glück, dass ich „entdeckt“ worden bin, zumindest im kleinen Rahmen. Dadurch hab ich nicht nur fantastische Schnitterstellerinnen, sondern auch unter ihnen, den Mädels in den Gruppen und meinen Fans Freunde, von denen ich immer wieder gerne lese oder sogar höre. Ja, die virtuelle Welt ist wie eine Stadt und sie bietet für Menschen, die Abseits in einem kleinen Dorf leben und Respekt vor Massenaufläufen auf Märkten und dergleichen haben, eine gute Möglichkeit den Duft der Großtstadt zu schnuppern. Das schönste daran ist aber, dass ich, um aus ihr heraus zu kommen, nicht irgendwelche kleinen Gässchen und enge Straßen entlangfahren muss, sondern einfach alle meine mit dem W-Lan verbundenen Geräte ausschalte. Für das neue Jahr hab ich mir vorgenommen, dies öfter und auch für eine längere Zeitspanne zu tun - einfach um mehr Zeit mit meinen Kindern und für die Produktion meiner Wahren zu haben. Missen müsst ihr mich dennoch nicht *zwinker*. Bei diesem Magazin haben mich sooo viele tolle Personen unterstützt, ohne sie wäre dies alles nicht möglich gewesen - darum auch an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön. Selbes gilt für meine Kinder und meinen Mann, die geduldig ihre „Mama-Zeit“ mit dem Computer, der virtuellen Welt und der Nähmaschine geteilt haben. Ich hoffe sehr, dass Ihr, die Ihr diese Zeitschrift nun gelesen und studiert habt, Freude daran haben werdet und der Inhalt für Euch als Inspiration dienlich ist. Dies wird nicht die letzte Ausgabe gewesen sein. Mitte nächsten Jahres dürft Ihr Euch wieder auf neuen Input freuen (hihi, reim dich, oder ich fress dich *zwinker*). Über einen Kommentar oder ein neues Seitenlike freut sich mit Sicherheit jede, die hier mitgewirkt hat, wenn ihre Beiträge Euch gefallen haben. Ich denke, ich spreche auch für meine Kolleginnen, wenn ich sage, dass wir uns über jeden neuen Fan der gerne bleibt, jedes „Gefällt mir“ und jeden Kommentar von Euch sehr freuen, vor allem wenn wir sehen, dass Ihr dies über lange Zeiträume macht. Ohne Euch wäre es doch nur halb so schön. Wir wünschen euch frohe Festtage und einen guten, sicheren Rutsch ins neue Jahr Eure Clara das Team vom duhama-Magazin und alle Gastschreiberlinge

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Wir sind das Magazin-Team :D Clara von

duhama.de und www.facebook.com/duhama.durchacht.handgemacht Junge Mutter von 2 Räuberkindern, Selbst Kind aus einem Chaos-Kreativ-Haushalt. Immer irgendwie beschäftigt. Hyper kreativ, ehrlich, loyal, verpeilt und irgendwie romantisch veranlagt. Meine Mama ist meine Heldin und Idol - wenn auch nicht im Bezug auf das Kriegen von vielen Kindern - *zwinker*

Sylvia von

www.facebook.com/diepiranhakids und www.piranhakids. de Fränkin aus tiefstem Herzen, lebt stilecht im al-

ten Fachwerkhaus mit drei Raubfischchen und dem dazugehörigen Papafisch. Kann sehr vieles gut, aber nichts außergewöhnlich, was jedoch nur selten jemand merkt. Hyperaktiv, ungeduldig, mit seit zehn Jahren sorgfältig kultivierten Augenring vom „nachts, wenn die Kinder schlafen, arbeiten“.

Nicole von

www.facebook.com/Kinkerlitzchenbude, und fraulohse.wordpress.com 77er Kind – Sauerländer Mädchen – im Ruhrpott lebend – schwer traumatisiert von einer smartphonefreien wilden Kindheit – vor sich her friemelnd und krosend – pommesbudendeutschsprechend – mit Hang zum Kuddelmuddel – und einer Vorliebe für ganze Sätze.

Sibylle von

www.facebook.com/wattundschoen und www.watttundschön.de Man nennt sie auch SHE hihi, kreativer Kopf im Hause wattundschön und macht aus allem eine Doktorarbeit. Handarbeit begann im Krabbelalter, als sie den zimmerfüllenden Webstuhl und das Woll-Lager der Großeltern (die waren Weber) selbst erreichen, erobern und aufräumen konnte. Teppiche aus dieser Eigenproduktion schmücken bis heute das Haus wattundschön und sind der gute Geist des kreativen Chaos „heart“-Emoticon. Weitere Stationen der Entwicklung mit hohem Erinnerungswert: Strickschnüre mit der Strickliesel, gähnend langweilige Projekte im Handarbeitsunterricht, endlos verstrickte Garne und schlecht sitzende Stricksachen, Entdecken der Nähmaschine von Mutti und Nähen erster Geschenke für die Freundinnen... und heute? Probenähgruppen, Handarbeits-Ebooks, eigene Nähkurse, Produktfotografie und neu: nur noch Bio! Yeah!

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Silvia von

www.facebook.com/vieles.feines und duhama.de Ich wurde in den 60ern geboren, Mutter von 8 Kinder, die zum größten Teil schon aus dem Haus sind. Meine Hobbies, die z.T. auch schon in den 80ern zum Beruf wurden, sind Nähen, Stricken, inzwischen auch Häkeln und alles, was sonst noch so mit Handarbeiten zu tun hat. Ich bin immer mit Herz und Seele dabei, am liebsten mach ich aber die klitzekleinen Dinge.

Jana von

www.facebook.com/kreativhund und kreativhund.wordpress. com Alleinerziehende Mama aus dem schönen Schaumburger Land mit Herz und Hand. Ich liebe kreative Freizeitgstaltung und bin leidenschaftliche Mädchenbenäherin, Näh- und Stoffsüchtig, ein schlimmer Bastelmessie, ich lache gern und viel, verbringe einen Drittel des Tages mit meinem Husky im Wald und kämpfe in der restlichen Zeit mit meiner Pubertierenden.

Katja von

www.facebook.com/Rosarumpetroll und rosarumpetroll.blogspot.com

Erzgebirgische Bergsteigerwade, Jahrgang 72. Mit berliner Schnauze, 4 Trollen und Hundepferd in Norwegen lebend. Seit dem neunten Lebensjahr mit der Nähmaschine verwachsene Waldläuferin, Venylsammlerin, Leseratte und Hobbymalerin. Verfügt über brauchbare, aber verbesserungsfähige Stick-,Strick-, Häkel- und Klöppelfähigkeiten und wird verfolgt vom übermächtigen Drang Knöpfe und Bänder zu horten. Gelernte Schauwerbegestalterin und studierte Publizistin, Kommunikations- und Theaterwissenschaftlerin, mit einem großen Herz für Fotografie, ohne sie zufriedenstellend zu beherrschen, und dem fortwährenden Wunsch, eine fundierte Ausbildung zur Maßschneiderin zu absolvieren. Seit 2013 kreativer Kopf und werkelndes Händchen des Einfrau-Unternehmens „Rosa Rumpetroll“. Von der Ideenskizze bis zum fertigen EBook mit Schnittmustern und Nähanleitungen für Accessiores, Kinder- und Erwachsenenkleidung kann ich meine handwerklichen Neigungen und Fertigkeiten voll ausleben und schlüpfe dabei in die verschiedensten Berufsgruppen. Von der Designerin über die Schneiderin, zur Schnittdirectrice bis hin zu Model, Fotografin, Grafikerin und EBook-Autorin, bin ich dabei nicht immer auf Wolke 7 der DIY - und Kreativwelt, würde aber momentan für keine andere Tätigkeit, bzw. Hobby die doch recht arbeitsintensiven Tage (und Nächte) aufgeben wollen. 67


Wo Finde ich was? - eine kleine ÜBersicht Seite Beitrag VERFASSER 4/5 Begrüßung und Informatives Clara 6/7 Jemand ganz besonders Clara/Tieneke 8/9 Krakelieren Jana 10/11 Sew a Smile Clara 12 - 17 Rezeptsammlung Neunerlei Katja 18 Nützliches Bloggerwissen Clara 19 Naturseife Helga Trost 20 Weihnachtsgedicht Sylvia/Tieneke 21 Pralinen Sylvia 22/23 Krustenbraten mit Semmelknödeln Nicole 24/25 Wortkotze (mal ohne Erbrochenes) Nicole 26/27 Salzteigbastelei Janet 28 Fototipp Sibylle 29 Bastelseite Sternanhänger Clara 30 Erikakekse Clara/Silvia 31 Makramee Silvia 32/33 Gesundheitstipp Ulrike Waschek 34/35 Anziehpuppe Nele Clara 36 Pralinen Sylvia 37 Weihnachtsgedicht Sylvia/Tieneke 38/39 Chutney und Likör / Verpackung Nikolett 40/41 Fimo-Geschenkanhänger Jasmin 42/43 Regalfachvermietung Jana 44/45 Nähen und Nähen lassen #NuNl Nikolett 46 Bastelseite Tannenbaum Clara 47 Notizzettel Clara 48/49 Digital Detox Clara 50/52 Probenähen Teil 1 Sylvia 53 Geschenkanhänger Sylvia/Denise 54 - 57 Pappmaché Jana 58/61 Märchen Thyria‘s Prinz Sylvia 62/63 Weihnachtsstern und Wallnussbaby Sylvia 64/65 Häkelschrift Daniel 65 Verabschiedung Clara 66/67 Team und Mitwirkende Jeder für sich 68/69 Beitragsübersicht / Informelles Clara 1/2/3/70 Vorseite/Inhalt/Rückseite Clara 68


Weiterhin waren in dieser Ausgabe und/oder beim Adventkalender dabei:

Nikkes von Schwalbenliebe

www.schwalbenliebe.com und www.facebook.com/schwalbenliebe Tieneke von www.facebook.com/tieneke.galinski und tienekes-traumland.blogspot.de Christina von Lilazeit - www.facebook.com/Lilazeit Vivi von Vivi‘s Fancywork - www.vivis-fancywork.de und www.facebook.com/vivisfancywork Janet von JaMa´s Welt -  www.facebook.com/JaMasWelt/ Ulrike Waschek - lebenswege-psychotherapie.jimdo.com/ www.facebook.com/pages/Heilpraktikerin-f-Psychotherapie/926708624028272?fref=ts Danniel von Danini‘ Handmade World - www.dahawe.de Mandy von Mimisew - https://www.facebook.com/Mimisewsprofil/?fref=ts Jasmin von MyLittle MiniWorld - www.facebook.com/Mylittle-Miniworld-431388470253718/ Helga Trost von Naturseifen Manufaktur - www.facebook.com/naturseifenmanufaktur einelne Bilder von Michelle aus ihrer Bilderbühne - https://www.facebook.com/Bilderb%C3%BChne-Fotografie-von-Michelle-Baumert-281778571929674/?fref=ts Denise von Reingenäht - www.facebook.com/reingenaeht Marina rossa - www.marinarossa.de Dieses Magazin ist ausschließlich als gratis Online-Ausgabe erhältlich, eine gedruckte Version ist vorerst nicht geplant. Das Urheberrecht der einzelnen Anleitungen, Schnitte usw. liegt beim jeweiligem Verfasser, darin vorkommende Fehler können nicht ausgeschlossen werden, eine Haftung für diese kann und wird nicht übernommen. Die in diesem Magazin gezeigten Artikel sind nicht als Werbung gekennzeichnet, da sie aus freien Stücken gezeigt wurden und unentgeltlich sind. Fehler in den getippten Texten sind nicht auszuschließen, ebensowenig ihre 100%ige genauigkeit, da sie von Laien und nicht von geschulten/studierten Personen stammen. Die hier gezeigten Fotos/Bilder wurden duhama.de, Clara Keim, zur entgeltfreien Nutzung vom jeweiligem Ersteller zur Verfügung gestellt. Ein Teil der Bilder, Hintergründe usw. in diesem Magazin stammt von Pixart.com Die Gültigkeit und Dauer der im Zusammenhang mit dem Adventkalender stehenden GutscheinCodes obliegen dem jeweiligem Sponsor, für deren Einhaltung kann von duhama.de keine Garantie oder Haftung übernommen werden. Herausgeber ist www.duhama.de Clara Keim Heinersdofer Höhe 1 96361 Steinbach am Wald

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duhama-Magazin  

Ausgabe 1 - Dezember 2015; Kreativseiten; integrierter Adventskalender; Anleitungen und Anregungen zum selbermachen; Nützliche und informati...

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