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# 37 | FEBRUAR – APRIL 2013

MAGAZIN N E U E S V O N D E R D E U T S C H E N S TA AT S P H I L H A R M O N I E R H E I N L A N D - P FA L Z

AUF DEN BROADWAY: 21. Kurt Weill Fest in Dessau MUSIKALISCHER MARATHON: „Der Ring des Nibelungen“ RING Halle Ludwigshafen RESIDENZSTADT LU: BASF-Kulturleiterin Karin Heyl im Gespräch mit Prof. Michael Kaufmann Titelbild: New York


Liebe Freunde der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz!

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achdem wir an vielen unserer Spiel­ stätten das Jahr 2013 bereits mit beschwingten Neujahrsprogrammen willkommen geheißen haben, bieten wir Ihnen in den kommenden Monaten wieder ein vielfältiges und hochkarätiges Programm für Jung und Alt.

Besonders freue ich mich, dass wir Ihnen – neben Klassikern wie Mozart, Brahms, Dvořák, Mahler, Debussy und Ravel – auch wieder den Blick auf die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts öffnen können: Mit Lera Auerbach und Christian Jost finden sich zwei faszinierende Vertreter der Neuen Musik in unseren Konzerten und bei einer mitreißenden Klangreise in das New York der 1940er Jahre begegnen Sie der großartigen Musik des Broadway jener Zeit. Kurt Weill, Aaron Copland, George Gershwin und andere Komponisten haben zeitlose Klassiker geschaffen, die uns auch heute noch begeistern. Die unsinnige Trennung zwischen der „ernsten“ und der „unterhaltenden“ Musik ignorierten sie dabei schlicht, um „einfach gute“ und dabei doch seriöse Musik zu schreiben. Das war wohl auch die Inspiration von Robert Schumann, der zu seiner 1841 komponierten 1. Sinfonie, der Frühlings­ sinfonie, hinterließ: „Ich schrieb die Sinfonie, wenn ich sagen darf, in jenem Frühlingsdrang, der den Menschen wohl bis in das höchste Alter hinreißt und in jedem Jahr von neuem überfällt. Schildern, malen, wollte ich nicht; dass aber eben die Zeit, in der die Sinfonie entstand, auf ihre Gestaltung, und dass sie gerade so geworden, wie sie ist, eingewirkt hat, glaube ich wohl.“ Ich würde mich freuen, wenn Sie sich von vielen unserer Konzerte angesprochen fühlen und lade Sie herzlich dazu ein. Ihre Staatsphilharmonie ist auch 2013 der beste Begleiter dafür, die ganze Welt der Musik zu erleben! Prof. Michael Kaufmann Intendant 2

Inhalt

Seite 3 Meilenstein und Paradestück – Konzerte mit Nicolas Altstaedt unter der Leitung von Lukasz Borowicz Seite 4 Musikalischer Marathon – RING Halle Ludwigshafen Seite 6 Die Musikbotschafter – Freundeskreis Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Seite 7 Brücken bauen – LUMA 2020 Seite 8 Wir für LU: Karin Heyl und Prof. Michael Kaufmann im Gespräch Seite 10 Auf den Broadway – 21. Kurt Weill Fest in Dessau Seite 12 Noten spicken im Mondenschein – Kinderkonzert Seite 13 Konzerterlebnisse mit „Hauptstadtfeeling“ – Die Rheingoldhalle in Mainz Seite 14 In Kürze Seite 15 Neu im Orchester | Impressum Seite 16 Konzertkalender


Meilenstein und Paradestück Ein Meilenstein der Musikgeschichte und ein Paradestück für Cellisten stehen im Mittelpunkt der Konzerte der Staatsphilharmonie in Villingen-Schwenningen und Mannheim. Lukasz Borowicz führt sie in Claude Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune“ sowie „Ibéria“ durch faszinierende Klanguniversen. Nicolas Altstaedt greift zudem in Antonín Dvořáks „Cellokonzert h-moll op. 104“ beherzt in die Saiten. Außerdem zu hören ist Maurice Ravels „Daphnis et Chloé“.

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nsgesamt neunmal reiste Antonín Dvořák zwischen 1884 und 1896 nach London, während der letzten Reise kam es am 19. März 1896 zur Uraufführung seines „Cellokonzert h-moll op. 104“. Entstanden ist dieses letzte große Orchesterwerk Dvořáks allerdings in New York, wo der tschechische Komponist von Oktober 1892 bis April 1895 lebte. Wie schon in anderen Werken aus dieser Zeit setzt er auch in dieser von einem böhmischen Tonfall geprägten Komposition seiner fernen Heimat ein tönendes Denkmal und setzt seine Sehnsucht in Klänge. Nicht zuletzt wegen seines ausge­ sprochen effektvollen Soloparts gehört Dvořáks Konzert zu den Paradewerken für Cellisten. Ein Stück wie gemacht für den 30-jährigen Nicolas Altstaedt, Schüler unter anderem von Boris Pergamenschikow und 1. Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs 2005.

midi d’un faune“. Diese – übrigens frenetisch gefeierte – Uraufführung kam einer Revolution gleich. So konventionell Dvořáks Cellokonzert zumindest formal war, so vehement stieß Debussys Tondichtung die Tür zur Moderne auf. Nicht nur setzte der französische Tondichter darin das vorherrschende formale Regelwerk außer Kraft. Auch seine un­ geheuer subtile Gestaltung des Orchestersatzes und dessen damit einhergehende Transparenz ebneten – vielleicht sogar noch eindeutiger – den Weg in die kompositorische Zukunft. Mit fein nuancierten und bis dahin nie gehörten Farben und Akkorden sowie einem völlig neuartigen Gebrauch der Instrumente befreite Debussy den überlieferten Orchesterapparat von seinem restriktiven Klangkorsett. Und beeinflusste damit viele nachfolgende Komponistengenerationen – sogar Jazz-Musiker wie Duke Ellington.

Ziemlich genau 15 Monate vor der Dvořák-Uraufführung erklang in Paris erstmals Claude Debussys „Prélude à l’après-

Der junge polnische Dirigent Lukasz Borowicz wird gemeinsam mit der Deutschen Staatsphilharmonie in VillingenSchwenningen und Mannheim Debussys Klanguniversum durchstreifen und dabei auch in Spanien Halt machen. „Ibéria“ als zentrale Komposition der drei „Images pour Orchèstre“ jedenfalls klangmalt mit vielfarbigem spanischem Kolorit. Die spannende Reise geht zu Ende mit einem Ab­ stecher in fremde Galaxien. Zum Abschluss erklingt Maurice Ravels auf der gleichnamigen Ballettmusik basierende zweite Konzertsuite „Daphnis et Chloé“.

Nicolas Altstaedt

Freitag, 15. Februar 2013 | 20.00 Uhr Villingen-Schwenningen, Franziskaner Tickets: (07721) 822525 Sonntag, 17. Februar 2013 | 20.00 Uhr Mannheimer, Congress Center Rosengarten, Musensaal Mannheimer Meisterkonzerte, 3. Sinfoniekonzert Tickets: (0621) 5990983 Nicolas Altstaedt, Violoncello · Lukasz Borowicz, Dirigent Antonín Dvořák Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104 Claude Debussy „Iberia“ Claude Debussy „Prélude à l‘après-midi d’un faune” Maurice Ravel „Daphnis et Chloé” Suite Nr. 2 3


Musikalischer Marathon Im Frühjahr gibt es in Ludwigshafen das Finale eines für die Region einzigartigen Projekts. Die Deutsche Staatsphilharmonie führt im Theater im Pfalzbau innerhalb von nur einer Woche Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ auf. Begleitet wird dieser besondere Abschluss des „RING Halle Ludwigshafen“ unter der Leitung von Chefdirigent Karl-Heinz Steffens von einem interessanten Rahmenprogramm.

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s gibt eine ganze Reihe guter Gründe, sich Ende April ein paar Abende frei zu nehmen – am besten gleich die ganze letzte Woche. Denn vom 21. bis 27. April gibt es – jeweils mit einem Tag Pause – im Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“. Und wenn Chefdirigent Karl-Heinz Steffens mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz dieses rund 16-stündige Heldenepos in Angriff nimmt, sind sicherlich nicht nur klangliche Rausch­ zustände zu erwarten, sondern auch Nachwirkungen unterschiedlichster Art. Das haben die zurückliegenden Auf­ führungen seit der Spielzeit 2010/2011 zweifelsohne unter Beweis gestellt. Das Echo auf diesen „RING Halle Ludwigs­ hafen“ war jedenfalls überwältigend. „Hansgünther Heyme bleibt auch im dritten Teil auf Erfolgskurs. Hier wird mit ein­ fachen Bühnenmitteln, wenig Ausstattung und bis ins Detail stimmiger Personenführung großartige Wirkung erreicht“, machte etwa das Rhein-Neckar-Fernsehen Lust auf die Premiere von „Siegfried“ Ende Oktober 2012. Geradezu überschwänglich reagierte die Presse auf den Auftritt des vergleichsweise jungen Tenors Andreas Schager. „Schager bleibt die sängerische Entdeckung dieses ,Rings‘, und man muss kein Prophet sein, um ihm eine große (Wagner)-Karriere vorauszusagen“, lobte beispielsweise die Rheinpfalz den gebürtigen Österreicher in der Titelrolle und bescheinigte ihm schier unfassbare Reserven. „Seine Stimme strahlt noch immer in der Höhe, klingt jedoch nie künstlich aufgehellt, sondern immer geerdet.“ Nicht nur stimmliche Strahlkraft attestierte die Rheinpfalz gar dem gesamten Zyklus: „Dieser ,Ring‘ hat das Orchester nachhaltig verändert, wie er auch die Stadt Ludwigshafen verändert hat und weiter verändern wird. Zum Guten – trotz des bösen Endes.“ Und auch das Publikum hat die bisherigen „Ring“-Aufführungen begeistert aufgenommen. Karl-Heinz Steffens, der zudem Generalmusikdirektor der Oper sowie der Staatskapelle Halle ist, hat das für die RheinNeckar-Region beispiellose Projekt mit Aufführungen von „Das Rheingold“, „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ jeweils in Halle und Ludwigshafen initiiert. Für ihn ist die Aufführung des gesamten „Ring“ innerhalb nur einer Woche der absolute Höhepunkt. „Der Ringzyklus ist ja der eigentliche Grund, warum man diese vier Abende er­arbeitet. Sie gehören untrennbar zusammen und machen eigentlich erst Sinn, wenn man sie hintereinander spielt. 4

Karl-Heinz Steffens

Darauf freuen wir uns, denn die Musik Wagners macht ja auch im Ring eine unglaubliche Entwicklung durch. Diesen Bogen vom hochromantischen Klangideal bis an die Pforten der Moderne zu spannen, ist ja eine leidenschaftliche Auf­ gabe.“ Eine Aufgabe, die die Deutsche Staatsphilharmonie und ihr Chefdirigent mit Bravour gemeistert haben. Vor allem die leidenschaftliche Spielweise für Wagner, die sein Orchester während des gesamten Projekts mehr und mehr entwickelt habe, freut Steffens. „Das Orchester ist auf diesem anstrengenden Weg vorbildlich mitgegangen. Ich denke, diese Präsentation der Staatsphilharmonie hat unser Publikum stolz und neugierig auf Kommendes gemacht.“ Wagners „Der Ring des Nibelungen“ ist und bleibt ein Werk der Superlative. Nicht nur, weil sein Schöpfer mit Unterbrechungen ein Vierteljahrhundert an Text und Musik gearbeitet hat. Auch die Besetzung mit mehr als 100 Orchestermusikern sowie rund 30 Solisten plus Frauen- und Männerchor ist alles andere als alltäglich. Und weil außergewöhnliche Ereignisse auch besonders begleitet werden sollten, wird es zu den Aufführungen in Ludwigshafen ein interessantes Rahmenpro-


RING Halle Ludwigshafen

gramm geben. Für Weithergereiste und Ortskundige geeignet sind die Halb- und Ganztagesausflüge nach Speyer, Heidelberg und in die Pfalz mit entsprechenden Führungen, Essen oder Weinproben sowie die Erkundung Ludwighafens. Hinzu kommen Salongespräch und Empfang mit Hansgünther Heyme und Dr. Klaus Kufeld im Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen sowie eine Führung durch die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen. Komplettiert wird das Rahmen­ programm durch ein im Theater im Pfalzbau serviertes „Wagner-Dinner on Stage“ mit einem Menü, wie es seinerzeit im Hause Wagner gegessen wurde, sowie „Richards Ring“ mit Richard Vardigans. Der Pianist und Komponist bereitet dabei gleichermaßen Einsteiger und Eingeweihte ebenso unterhaltsam wie fundiert auf Wagners Operntetralogie vor – inklusive Handlung, musikwissenschaftlicher Betrachtung und historisch-gesellschaftlicher Hintergründe. Es ist also – in vielerlei Hinsicht – angerichtet in Ludwigshafen.

21. bis 27. April 2013 Ludwigshafen, Theater im Pfalzbau Tickets: (0621) 5042558 RICHARD WAGNER: DER RING DES NIBELUNGEN Bühnenfestspiel in drei Tagen und einem Vorabend Karl-Heinz Steffens, Musikalische Leitung · Hansgünther Heyme, Inszenierung und Ausstattung Sonntag, 21. April 2013 | 19.30 Uhr DAS RHEINGOLD Dienstag, 23. April 2013 | 18.00 Uhr DIE WALKÜRE Donnerstag, 25. April 2013 | 18.00 Uhr SIEGFRIED Samstag, 27. April 2013 | 16.00 Uhr GÖTTERDÄMMERUNG

Siegfried

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Die Musikbotschafter Ein gutes Orchester braucht nicht nur begeisterte Zuhörer, die Applaus spenden, sondern auch gute Freunde, die sich engagieren. Die Staatsphilharmonie kann sich deshalb glücklich schätzen, dass sie einen solchen Freundeskreis besitzt, der sie mit zahlreichen Aktivitäten unterstützt.

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egründet wurde der Verein „Freunde und Förderer der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz“ 1995. Günter Tiefensee, Vorstandsmitglied des heute zehn Köpfe zählenden Freundeskreises, erklärt seine persönliche Motivation so: „Die Öffentlichkeit kann nicht alles mit Geld finanzieren, wir müssen auch selbst aktiv werden.“ So bringen sich die Freunde schon seit langem in die pädagogische Arbeit der Staatsphilharmonie ein. Im interaktiven Musikmuseum KlangReich – einem Novum in der deutschen Orchesterlandschaft – unterstützen sie beispielsweise den Konzertpädagen Jochen Keller bei seinen Workshops ebenso wie bei der Vorstellung von Instrumenten, in der Kinderbetreuung oder bei Führungen durch das Musikmuseum. Aktiv dabei sind die Freunde auch bei der kammermusikalischen Reihe So um 5 und den Kinder- und Jugendkonzerten. In Zukunft plant Intendant Prof. Michael Kaufmann aber noch einen weiteren Schritt, bei dem er auf die Mithilfe des Freundes-

kreises setzt. „Unser Konzertsaal ist das ganze Land Rheinland-Pfalz. Warum sollte unser Freundeskreis nicht auch in Pirmasens, Landau oder Mainz aktiv sein, um dort vor Ort mit einem Infostand die Staatsphilharmonie zu unterstützen?“

Vom begeisterten Zuhörer zum engagierten Mitmacher Die Staatsphilharmonie bedankt sich für das Engagement der Mitglieder des Freundeskreises mit exklusiven Angeboten. Dazu gehören regelmäßige Einladungen zu Orchesterproben, ermäßigte Eintrittskarten und die Möglichkeit, an Gastspielreisen im In- und Ausland teilzunehmen. „Wir bekommen viel zurück“, ist Tiefensee überzeugt – und damit meint er vor allem die Nähe zum Orchester, die sich einstellt, wenn die Freunde bei einer Orchesterprobe miterleben dürfen, wie Dirigent Karl-Heinz Steffens und sein Orchester an Klang und Ausdruck eines neuen Werkes feilen. Der Freundeskreis gehöre hier schon wie selbst­verständlich dazu – „das schafft eine fast familiäre Atmosphäre,“ schwärmt Tiefensee. Aber es ist auch das befriedigende Gefühl, einen wichtigen Beitrag als Bürger zu leisten. Darin ist er sich mit Prof. Kaufmann einig, der in der generationsübergreifenden musikalischen Erziehung eine große gesellschaft­ liche Aufgabe sieht, die sich für alle lohnt, die sich mit ihr beschäftigen. In diesem Sinne: Werden Sie vom Zuhörer zum Mit­ macher! Lassen Sie sich anstecken von der Begeisterung für die Staatsphilharmonie. Denn Freunde kann man nie genug haben!

Werden Sie Freund der Staatsphilharmonie! Günter Tiefensee

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Brücken bauen Mit einem bundesweit einzigartigen Projekt wollen die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und die Musikalische Akademie des Nationaltheaters Mannheim dem Orchesternachwuchs die Möglichkeit bieten, unter professionellen Bedingungen wichtige Erfahrungen für das spätere Berufsleben zu sammeln. Fünf Stipendiaten nutzen nach bestandenem Probespiel in der Spielzeit 2012/2013 diese Chance – und sind begeistert.

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ie gemeinsame Orchester-Akademie der beiden renommierten Klangkörper wurde Ende August ins Leben ge­ rufen und heißt „LUMA 2020 Metropol-Musikakademie Ludwigshafen Mannheim“. Mit ihrer Kooperation über den Rhein wollen beide Orchester auch die Bewerbung der Metropolregion Rhein-Neckar zur Kulturhauptstadt 2025 unter­ stützen. „Das gibt uns die Möglichkeit, uns noch stärker in der Metropol­region zu verankern und Brücken zu bauen“, freut sich Staatsphilharmonie-Intendant Prof. Michael Kaufmann über die neue Initiative. Eine bundeslandübergreifende Zu­sammenarbeit dieser Art ist in der deutschen Orchester­ landschaft übrigens ein Novum. Hochqualifizierte Streich­ instrumentalisten im Alter von bis zu 27 Jahren sollen eine Spielzeit lang den Alltag in einem Spitzenorchester zwischen Proben­arbeit und Konzerten kennen lernen. Begleitet werden sie dabei von sogenannten Tutoren, Orchestermitgliedern, die den Stipendiaten zudem regelmäßig Unterricht geben. Das Interesse an den Stipendien war sehr groß, bereits Ende September gab es die ersten Probespiele und inzwischen sind alle fünf Plätze für die laufende Spielzeit vergeben. Während

es für Peter Honsalek (Viola) die erste „richtige” Orchester­ erfahrung ist, kann Julia Ungureanu (2. Violine) bereits auf einige Praxis zurückgreifen. Die 20-Jährige setzt ihr Studium parallel zum Stipendium fort, Peter Honsalek hat dafür Urlaubssemester beantragt. Die beiden jungen Musiker sind von der Möglichkeit, „in zwei so hervorragenden Orchestern spielen zu können” ebenso begeistert wie Rasa Žukauskaité (1. Violine) und Jakov Naumovich (Violoncello). Die Zusammenarbeit mit den Kollegen sei von Anfang an unkompliziert und auf Augenhöhe gewesen, berichten die Streicher. Dass sie in relativ kurzer Zeit mit vielen unterschiedlichen und renommierten Dirigenten spielen können, sehen die Stipendiaten – Christina März (Kontrabass) komplettiert das Quintett – als große Heraus­forderung und Chance gleichermaßen an. Beispielsweise Richard Wagners „Siegfried” mit der Staatsphilharmonie im Rahmen des „RING Halle Ludwigshafen” zu erarbeiten und aufzuführen, sei ein „großartiges Erlebnis” gewesen. So hört sich Begeisterung an. Und wenn die Stipendiaten der LUMA 2020 doch noch einen Wunsch frei hätten? „Mehr Oper“ lautet ihre Antwort, unisono und mezzoforte.

Prof. Michael Kaufmann, Rasa Žukauskaité, Peter Honsalek, Christina März, Friedhelm Bießecker, Jakov Naumovich, Johannes Dölger (v.l.n.r.)

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Wir für LU Prof. Michael Kaufmann im Gespräch mit Karin Heyl, Leitung Kultur, Sport und Sozial­ beratung der BASF SE Prof. Michael Kaufmann: Sie leiten seit dem 1. Oktober 2012 den Bereich Kultur, Sport und Soziales bei der BASF – haben Sie sich denn in den letzten 3 Monaten schon einleben können in Ihre neue, vielfältige, schöne Aufgabe? Karin Heyl: Auf jeden Fall habe ich schon sehr viel erlebt, habe sehr viel Neues kennen gelernt: die Museen, Festivals wie Enjoy Jazz, das Festival des Deutschen Films und die Festspiele Ludwigshafen, aber auch soziale Einrichtungen und Projekte, Sportvereine oder große sportliche Events wie den Victor Sport Award. Ich fühle mich von den Menschen – in und außerhalb der BASF – willkommen geheißen. Sie alle erleichtern mir das Einleben und halten auch immer wieder Unerwartetes und positive Überraschungen bereit. Bei der Vielfalt der Aufgaben gehe ich davon aus, dass das auch so bleibt. Ich freue mich auf das Leben in der Metropolregion mit immer wieder neuen Erlebnissen! Prof. Michael Kaufmann: Häufig scheinen sich in Deutschland diese „Bereiche“ zu widersprechen, werden gegeneinander ausgespielt. Dabei ist Kultur ein „Mannschaftsspiel“, Sport bei aller individueller Ambition in vielen Disziplinen ebenfalls und Soziales ohnehin ein Miteinander nicht denkbar. (Gibt es für Sie einen inneren Bezug, eine Guideline, ein verbindendes Element in den „Disziplinen“ oder sehen Sie eher die Konkurrenz, wenn es um die Entscheidung für oder gegen Projekte in den Bereich geht?) Karin Heyl: In der Kultur, im Sport und im Sozialen geht es um den Menschen. Er steht deshalb auch im Mittelpunkt unseres gesellschaftlichen Engagements. Dass wir Teil des Personalwesens der BASF sind, ist daher nur konsequent. Der Mensch interessiert uns mit seinen Fähigkeiten und seiner Kreativität, in seiner Individualität genauso wie als soziales Wesen. Die Förderung des Einzelnen und seiner Stärken ist uns daher ebenso ein Anliegen wie die Unterstützung von gemeinsamen Initiativen und Projekten, in denen der Einzelne erlebt, wie viel er gemeinsam mit anderen bewirken kann. Und wir wissen heute, dass gerade im Bildungszusammenhang die 8

größten Erfolge erzielt werden, wenn wir den Menschen in der Vielfalt seiner Möglichkeiten und Kompetenzen in den Blick nehmen. Nicht von ungefähr legen wir daher auch einen Schwerpunkt auf Projekte der kulturellen Bildung. Als Teil der Metropolregion Rhein-Neckar haben wir uns als Unternehmen seit vielen Jahren das Ziel gesetzt, die Region für unsere Nachbarn und Mitarbeiter sowie für deren Familien lebenswerter zu machen. Die Attraktivität einer Region begreifen wir in ihren unterschiedlichen Facetten. So vielfältig wie unser Umfeld ist daher auch unser Engagement für die Menschen, die darin leben. Mit unseren Projekten decken wir ein entsprechend breites Angebot ab, worin wir eindeutig eine Stärke – und keine „Konkurrenz“ – sehen. Prof. Michael Kaufmann: Die BASF ist ein Weltkonzern, für uns in Ludwigshafen ist es „unsere“ BASF. Liegt bei Ihnen der Fokus Ihrer Arbeit eher auf Ludwigshafen, der Pfalz und auf der Metropolregion Rhein-Neckar oder blicken Sie eher in die große weite Welt? Karin Heyl: Die BASF konzentriert ihr gesellschaftliches Engagement auf ihre Standorte. Der Stadt Ludwigshafen als Gründungsort der BASF, dem Land Rheinland-Pfalz und der Metropolregion Rhein-Neckar ist sie in besonderer Weise verbunden. Wir nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung


als größter Arbeitgeber der Region ernst. Und wir wissen, dass das Unternehmen nur in einem attraktiven und wettbewerbsfähigen Umfeld langfristig erfolgreich sein kann. Unser An­liegen ist es daher einerseits, die Attraktivität der Region für die Menschen, die hier leben, zu steigern – mit einer Vielzahl von gesellschaftlich relevanten Projekten, unter anderem in den Bereichen Sport, Kultur und Soziales. Gleichzeitig möchten wir auch, dass diese Attraktivität und der kulturelle Reichtum über die Region hinaus wahrgenommen werden, dazu trägt unser Engagement – sei es für das Internationale Fotofestival, für das Festival des Deutschen Films oder für Enjoy Jazz – bei. Überregionale Wahrnehmung erzielen wir zudem dadurch, dass wir natürlich auch in die weite Welt blicken, innovative Projekte anstoßen und renommierte Künstler nach Ludwigshafen und in die Region bringen. Das kulturelle Engagement der BASF fußt dabei auf drei Säulen: Einmal sind wir im Feierabendhaus selbst Konzert­ veranstalter, wir sind Kooperationspartner – nicht nur von Stadt und Staatsphilharmonie, sondern auch von Enjoy Jazz oder dem Theater im Pfalzbau im Rahmen des gemeinsamen Ballettringes. Außerdem fördern wir Projekte als Sponsor – einen Schwerpunkt legen wir dabei auf die kulturelle Bildung. In diesen Zusammenhang gehört auch unser Engagement für die Education-Aktivitäten der Staatsphilharmonie. Prof. Michael Kaufmann: Bereits in unserem ersten Gespräch haben wir über unsere Vorstellungen für die Zukunft gesprochen. Welche Wünsche und Themen haben Sie, wenn es um die Zusammenarbeit zwischen der BASF und der Staatsphilharmonie geht? Karin Heyl: Die Partnerschaft zwischen der BASF und der Staatsphilharmonie geht auf die 1920er Jahre zurück. Auch damals hatte es die klassische Musik nicht leicht, ihr Publikum zu finden. Mit den Sinfoniekonzerten aber ist es der Musik auch in Zeiten wirtschaftlicher Depression und großer Armut gelungen, die Menschen unmittelbar und emotional anzusprechen. Heute sind die Bedingungen andere, das musikalische Angebot ist nicht nur vielfältiger, sondern auch umfassender, simultaner – die klassische Musik hat es bei diesem großen Angebot schwer, neues Publikum zu gewinnen. Hier sehe ich unsere – gemeinsame – Aufgabe: Menschen unabhängig von ihrem Alter, ihrer Herkunft, ihrem Beruf, ihrer musikalischen

Vorbildung oder ihren Interessen teilhaben zu lassen an dem Erlebnis klassischer Musik. Dabei gilt es, Gepflogenheiten des Konzertbetriebs zu hinterfragen und innovative Ideen zu entwickeln. Es geht nicht nur um Vermittlungsangebote und neue Konzertformate, sondern auch um Ideen, wie wir die Menschen auf ungewöhnliche Weise miteinander ins Gespräch über das Gehörte, das Erlebte bringen können. Prof. Michael Kaufmann: Schon wenige Jahre nach der Gründung des Orchesters bedurfte es in der Zeit der Weltwirtschaftskrise (in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts) einer Rettungstat durch die BASF. Heute sprechen wir als Partner miteinander und doch finde ich es bemerkenswert, dass ein aus einem guten Bürgersinn gegründetes Orchester durch ein Industrieunternehmen am Leben erhalten wurde. Diese „Episode“ der Geschichte passt doch ganz gut zu Ihren bisherigen beruflichen Stationen, wo es immer wieder um die Verantwortung erfolgreicher Wirtschaftsunternehmen für die Zukunft einer zivilen, kulturell intendierten Gesellschaft ging. Bewegen Sie die Themen „Bürgersinn“ und „unternehmerische Verantwortung“ grundsätzlich? Karin Heyl: Bürgerschaftliches Engagement und gesellschaft­ liche Verantwortung von Unternehmen spielen eine wichtige Rolle in Kultur, Sport und Sozialem. Dabei ist die finanzielle Unterstützung nur ein Beitrag neben vielen weiteren. Freundeskreise dienen ja nicht nur dazu, Geld für die kulturelle Institution zu sammeln, sondern im Idealfall sind sie auch Resonanzräume für gesellschaftlich relevante Themen, für Bedürfnisse und Interessen – sie sind kritisch-konstruktives Publikum, das nicht bestimmt, aber zum Nachdenken anregen und Impulse setzen kann. Gesellschaftliche Verantwortung hat die BASF ganz selbst­ verständlich aus der Verantwortung für ihre Mitarbeiter und das gesamte Umfeld übernommen. Ich sehe insbesondere in unternehmerischem Engagement als Kooperation – auf Augen­ höhe – zwischen Wirtschaftsunternehmen und kulturellen oder sozialen Einrichtungen, ein großes Potenzial, den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu stärken: Indem wir unsere Anliegen kommunizieren und uns auf gemeinsame Ziele verständigen. Und ich finde, dass gerade die dauerhafte Partnerschaft zwischen der Staatsphilharmonie und der BASF sehr schön zeigt, was dann möglich ist!

BASF-Feierabendhaus

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Auf den Broadway Wenn die Staatsphilharmonie im Februar das 21. Kurt Weill Fest in Dessau eröffnet, schlägt sich die 25-jährige Partnerschaft zwischen Ludwigshafen und der Stadt in Sachsen-Anhalt erstmals auch in einer künstlerischen Verbundenheit nieder. Unterstrichen wird diese während des Festivals durch Aufführungen der „Dreigroschenoper“ in der Dessauer Marienkirche.

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as für eine perfekte Dramaturgie: 2013 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Ludwigshafen und Dessau seit genau 25 Jahren und in diesem beson­ deren Jahr wird sie nun auch künstlerisch genährt. Die Eröffnung des 21. Kurt Weill Festes vom 22. Februar bis 10. März übernimmt die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz höchstpersönlich mit einem Galakonzert im Anhaltischen Theater. Dabei kommt es zum Wiedersehen mit einem guten Bekannten: 1995 hat die Staatsphilharmonie mit dem Dirigenten des Abends, James Holmes, Weills Oper „Street Scene“ auf DVD eingespielt – eine Produktion, die auch international Beachtung fand. Mit dem renommierten Weill-Spezialisten und Artist-in-Residence der Dessauer Festspiele 2013 flaniert die Staatsphilharmonie nun bei der mit „New York – New York“ beti­telten Eröffnung beschwingt über den berühmten Broadway und kehrt in das eine oder andere legen­ däre Theater ein. Zu hören sein werden natürlich Werke von Kurt Weill sowie unter anderem von Aaron Copland, George Gershwin und Leonard Bernstein. Vokal mit von der Partie sind etliche Preisträger der „Lotte Lenya Competition“ der Kurt Weill Foundation for Music in New York. Musikfreunde in der Rhein-Main-Region müssen auf diesen klingenden Ausflug nach Übersee übrigens keineswegs verzichten. Das Programm „New York – New York“ ist am 24. Februar auch in Mainz und einen Tag später in Ludwigshafen zu hören.

Das Kurt Weill Fest in Dessau Das beliebte Dessauer Festival widmet sich 2013 der US-amerikanischen Metropole zu Lebzeiten Kurt Weills. Am dortigen Broadway war der 1900 in Dessau geborene Komponist ein Star und feierte bis zu seinem Tod 1950 große Erfolge. Werke wie „Lady in the Dark“ oder „One Touch of Venus“ schrieb Weill eigens für die New Yorker Musikmeile und trug damit auch zum weltweiten Ruhm zahl­reicher Bühnen bei. 10

Kurt Weill und Lotte Lenya

Möglich geworden ist die künstlerische Partnerschaft von Dessau und Ludwigshafen durch Prof. Michael Kaufmann. Der Intendant der Deutschen Staatsphilharmonie RheinlandPfalz ist seit 2009 auch Intendant des Kurt Weill Festes. „Durch unsere Partnerschaften mit herausragenden regionalen wie internationalen Künstlern ist ein ganz besonderes Festival entstanden, das dem Wunsch von Weill, die unselige Trennung von U- und E-Musik zu überwinden, gerecht wird“, unterstreicht Kaufmann die Leistung des Dessauer Komponisten auf der einen und die Bedeutung der Festspiele auf der anderen Seite. Ein zweiter rheinland-pfälzischer Beitrag soll diese Bedeutung sowie die jüngste Kooperation zwischen Dessau und Ludwigshafen noch einmal unterstreichen. Unter der Leitung von Daniel Carlberg, Kapellmeister des Anhaltischen Theaters, bringen Musiker der Staatsphilharmonie in beiden Städten die „Dreigroschenoper“ zur Aufführung. So wie Kurt Weill als Erneuerer des Musiktheaters andere Wege suchte, betritt ein Stück weit auch diese Koproduktion des Jungen-Spiel-Theaters des Theaters im Pfalzbau Ludwigshafen und der Deutschen Staatsphilharmonie Neuland. Kinder,


Klemens Koschig über Weill, Jubiläen und Städte am Fluss Jugendliche und Erwachsene, auch aus der Punk-, Hip-Hopoder Skaterszene stehen dabei gemeinsam mit Schauspielern auf der Bühne und transformieren den Klassiker Brechts und Weills in ein Hier und Heute. „Als Aufstand der Kinder gegen eine von Geldgier beherrschte Erwachsenenwelt findet Die Dreigroschenoper (…) zu ihrem revolutionären Ursprung zurück“, lobte die Rheinpfalz diese Regiearbeit von Eva Adorján und Jürgen Esser anlässlich der Premiere im Februar 2012.

Freitag, 22. Februar 2013 | 19.00 Uhr Dessau, Anhaltinisches Theater Eröffnungskonzert des Kurt Weill Festes Dessau Tickets: (0341) 14990900 Sonntag, 24. Februar 2013 | 19.30 Uhr Mainz, Rheingoldhalle Mainzer Meisterkonzerte Tickets: (06133) 5799991 Montag, 25. Februar 2013 | 19.30 Uhr Ludwigshafen, Konzertsaal im Pfalzbau 3. Philharmonisches Konzert Tickets: (0621) 5042558 NEW YORK – NEW YORK Preisträger des Lotte Lenya Wettbewerbes (Rochester/ New York) · Maria Failla · Analisa Leaming · Jacob Keith Watson · Richard Todd Adams · Michael „Tuba“ McKinsey · James Holmes, Dirigent Werke von Aaron Copland, Kurt Weill, George Gershwin, Leonard Bernstein, Richard Rogers u. a.

James Holmes

Redaktion: Vor Ihnen liegt das 21. Kurt Weill Fest, zu dem wieder fast 15.000 Besucher erwartet werden. Welche Bedeutung hat das Festival für Stadt und Region? Klemens Koschig: Längst ist das Klemens Koschig, OberbürgerKurt Weill Fest zu einer festen meister Dessau-Roßlau Größe im kulturellen Leben von Stadt und Region geworden und hat sich zu einem großen Festival der Klassischen Moderne entwickelt. Kurt Weill ist nicht mehr nur in Berlin, Paris und New York, sondern auch wieder in seiner Vaterstadt Dessau-Roßlau zu Hause. Redaktion: Dessau ist reich an Traditionen: Von der Aufklärung mit Moses Mendelssohn bis zu Kurt Weill und dem Bauhaus. Das alte Anhalt hat viel zu erzählen … Klemens Koschig: … und das haben wir im vergangenen Jubiläumsjahr 800 Jahre Anhalt auch ausgiebig getan und führen das 2013 mit dem Jubiläumsjahr 800 Jahre Dessau fort. Von Martin Luther bis zum Gartenreich, das Christoph Martin Wieland eine „Zierde und Inbegriff des 18. Jahrhunderts“ nannte. Der Umzug des Bauhaus von Weimar nach Dessau 1925 ist ein Meilenstein und es gibt keinen Verkehrsträger, der nicht in Dessau-Roßlau eine wichtige Innovation erfahren hat: Mit Hugo Junkers wurde Dessau zur Wiege der modernen Luftfahrt, durch den Automobilpionier Friedrich Lutzmann wurde der Grundstock für die Opelwerke in Rüsselsheim gelegt, das Roßlauer Schaufelrad revolutionierte weltweit die Antriebe der Binnenschifffahrt und die erste elektrifizierte Bahnstrecke in Deutschland führte von Dessau nach Bitterfeld. Redaktion: Noch vor der Wende entstand die Städte­ partnerschaft zwischen Dessau und Ludwigshafen – 2013 feiern Sie das 25jährige Bestehen. Klemens Koschig: Wir sind sehr froh, schon in der Zeit der Wende einen Partner an der Seite gehabt zu haben, der uns unterstützte, wo er nur konnte. Das betrifft alle Bereiche städtischen Lebens. Eine der Azubis der ersten Stunde in Ludwigshafen ist jetzt Amtsleiterin. An vielen Stellen unserer Stadt und eigentlich auch darüber hinaus steckt viel Ludwigshafen drin, worauf wir stolz und wofür wir auch sehr dankbar sind. Ja, und auch heute gibt es viele Dinge, wo wir uns gegenseitig befruchten. Kurt Weill ist da nur eines, wenn auch ein sehr, sehr schönes Beispiel, mit dem nun das Städtepartnerschaftsjubiläumsjahr eröffnet wird. Grund genug für mich persönlich, von der Elbe an den Rhein zu eilen! 11


Noten spicken im Mondenschein Johann Sebastian Bach gehört für viele Menschen zu den allergrößten und wichtigsten Komponisten, weil er so viele wunderbare Musikstücke geschrieben hat. Beim 2. Kiko Kinderkonzert „Euer Diener Johann Sebastian Bach“ könnt ihr erfahren, wer dieser Mensch war, der auf den wenigen Bildern, die es von ihm gibt, immer so streng schaut.

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irigent und Domkapellmeister Markus Melchiori, die Schauspieler des Kinder- und Jugendtheaters Speyer unter der Regie von Matthias Folz und die Musikerinnen und Musiker der Staatsphilharmonie nehmen Euch mit auf eine spannende Zeitreise ins beginnende 18. Jahrhundert – wo gute Musiker noch lange nicht als Künstler galten und es noch keine Casting-Shows gab.

Johann Sebastian Bachs – eine Art live gespielte barocke Opern-Revue für alle Menschen ab sechs Jahren, die über Musik und Bilder Einblicke in das junge Leben des großen Komponisten gibt und damit Verständnis für ihn und seine Zeit vermittelt. In der Philharmonie Ludwigshafen ist das roman­tische Epos über das Leben Bachs als Koproduktion mit dem Kinder- und Jugendtheater Speyer zu sehen.

Musiker waren damals eher Handwerker, die ihr Geld in Anstellungen bei Fürsten, Königen oder der Kirche verdienten. So erging es auch Johann Sebastian Bach: Musizieren im Familienkreis war damals eine beliebte Freizeitbeschäftigung, auch für den jungen Bach, der in einer musikalisch geprägten Familie aufwuchs. Schon als Kind musste er viel lernen und fleißig üben. Als Zehnjähriger schrieb er nachts bei Mondschein heimlich Noten aus dem Heft seines Bruders ab, weil dieser sie ihm noch nicht ausleihen wollte … Mit 18 Jahren bekam er dann seine erste Stelle als Hofmusiker in Weimar, und dann folgten viele als Kapellmeister, Orgelspieler oder Dirigent. Lange Jahre war er dann selbst Musiklehrer in Leipzig. Und er war ein genialer Komponist!

Freitag, 15. März 2013 | 10.00 Uhr Sonntag, 17. März 2013 | 11.00 Uhr Montag, 18. März 2013 | 9.00 Uhr | 11.00 Uhr Dienstag, 19. März 2013 | 10.00 Uhr Ludwigshafen, Philharmonie 2. Kiko Kinderkonzert Tickets: (0621) 5042558

EUER DIENER JOHANN SEBASTIAN BACH

Matthias Folz, Regie · Kinder- und Jugendtheater Speyer · Markus Melchiori, Dirigent

„Euer Diener Johann Sebastian Bach“ erzählt und spielt in einer abwechslungsreichen und spannenden Form das Leben

Kinder- und Jugendtheater Speyer 12

.. alle Fur chen s Men sechs ab ren. Jah


Konzerterlebnisse mit „Hauptstadtfeeling“ Die Rheingoldhalle in Mainz

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ie Lage – traumhaft, die Konzerte – auf internationalem Niveau! Im „großen Saal“ der Rheingoldhalle erlebt das Publikum aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet seit Jahrzehnten hochkarätige Sinfoniekonzerte. Für die gute Akustik sorgt die großartige Orchestermuschel, die die weiträumige Konzertbühne umfasst. Sie wurde einst unter beratender Mitwirkung keines Geringeren als Herbert von Karajan gebaut. „Im Saal finden über 2 000 Besucher Platz. Viel Raum also auch für Großprojekte, die wir in der jüngeren Vergangenheit zum Beispiel mit dem umjubelten Gastspiel der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz anlässlich des Benefizkonzerts des Bundespräsidenten im April 2011 auf die Beine gestellt haben“, so Michael Heintz, Geschäftsführer der Konzert­agentur „Mainz Klassik“.

der Leitung so namhafter Dirigenten wie Karl-Heinz Steffens, Heinrich Schiff, Michael Gielen oder auch Jonathan Nott bietet die Landeshauptstadt Mainz in Zusammenarbeit mit der Agentur „Mainz Klassik“.

Seit Jahren unzertrennlich: die Mainzer Meisterkonzerte und die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

„Schon in unserem ersten gemeinsamen Jahr mit der Staatsphilharmonie – das war 2004 – hatten wir mit dem damaligen Intendanten des Orchesters die Idee, eine außergewöhnliche italienische Filmnacht als Sonderkonzert nach Mainz zu holen“, erzählt Alexandra Hodapp, Geschäftsführerin von Mainz Klassik. „Wir brachten die wunderbarsten Filmmusiken des begnadeten Komponisten Nino Rota zur Aufführung. Eine riesige Leinwand wurde in der Rheingoldhalle aufgebaut. Wir zeigten den Stummfilm „Rapsodia Satanica“ von Nino Oxilia – natürlich in Orchesterbegleitung, mit der Musik von Pietro Mascagni! Ein traumhafter Abend!“

Ein Fest steht bevor: Im Herbst 2014 werden die Mainzer Meisterkonzerte ihr 30-jähriges Jubiläum feiern können. Die aus den „Internationalen Meisterkonzerten“ hervorgegangene Konzertreihe ist seit Beginn ihrer Gründung im Jahr 1984 Heimstatt des führenden Sinfonieorchesters des Landes, der Deutschen Staatsphilharmonie Reinland-Pfalz. Das Jahr 1984 markiert damit nicht nur den Beginn einer neuen Konzert­ reihe, sondern auch den Startpunkt einer neuen Ära: der engen Verbindung der von der Stadt Mainz veranstalteten und vom Land Rheinland-Pfalz geförderten Mainzer Meisterkonzerte mit der Staatsphilharmonie, dem musikalischen Flaggschiff des Landes. Mit ihren hochkarätigen Sinfoniekonzerten zählen die Mainzer Meisterkonzerte seit Jahren zu den kulturellen Höhepunkten des Kulturangebotes in Rheinland-Pfalz. Acht sinfonische Abende mit internationalen Stars und jungen Talenten unter

Die in Nierstein ansässige Agentur übernahm 2003 das Management der Mainzer Meisterkonzerte, die in den Folgejahren in enger Zusammenarbeit mit der Staatsphilharmonie ihren Wirkungskreis nach Karlsruhe und Mannheim erweitert hat. Der große Erfolg der Abonnementreihe in Mainz machte es 2007 möglich, das Angebot von vormals sechs Sinfoniekonzerten auf acht Abende zu erweitern und das Renommee der Konzertreihe durch die Gastspiele weiterer Orchester von internationalem Rang auszubauen.

Freilich müssen die Mainzer Musikfreunde nicht allzu viele Gedanken an die vergangenen Konzertereignisse verschwenden, denn Mainz Klassik und der Intendant der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Prof. Michael Kaufmann, schmieden für die Zukunft schöne Pläne. So auch für die Konzerte der Spielzeit 2013/2014, wo sich der Bogen der Werke von Antonio Vivaldi über Joseph Haydn und Jean Sibelius bis Dimitri Schostakowitsch spannen wird. 13


In Kürze Verschmitzte Flötenklänge

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ie staatsphilharmonische Flötengruppe und Pianist Kai Adomeit laden im Rahmen der Kammermusikreihe So um 5 zu einer spannenden Entdeckungsreise durch die Welt der Flötenliteratur ein. Unter dem Motto „Es war eine schöne Zeit oder verschmitzte Flötenklänge“ stehen am Sonntag, 3. März 2013, 17.00 Uhr Werke von Bach, Mozart und Franck auf dem Programm und präsentieren eine berauschende Klangvielfalt mit einem Instrumentarium von der Piccolo- bis zur Bassflöte. Tickets für das Kammerkonzert gibt es an der Theaterkasse des Pfalzbaus, Telefon (0621) 5042558.

Flötengruppe

Lera Auerbach

Hommage à Wolfgang Amadeus Mozart

L Na warte.

Na warte, sagte Schwarte

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in Clown und ein Schwein – musikalisch vereint. Das Schwein Schwarte rettet als Bräutigam seine eigene Hochzeit, indem es sich erfindungsreich um seine Gäste kümmert, mit einem Festtagsgewand, das direkt auf die Schwarte gemalt wird und einem Himmelbett für die Braut. Der Clown Domenico ist auf der Suche nach der verlorenen Melodie und findet zu sich selbst. Der Komponist Andreas N. Tarkmann hat die beiden Kinderbuchklassiker „Na warte, sagte Schwarte“ (Helme Heine) und „Die verlorene Melodie“ (Eberhard Streul) vertont. Für alle Menschen ab fünf Jahren. Tickets für das Kinderkonzert der BASF SE am 3. Februar 2013, 16.00 Uhr sind unter Telefon (0621) 6099911 erhältlich. 14

era Auerbach ist eine russisch-amerikanische Pianistin und Komponistin – und eine der wichtigsten der Gegenwart. Ihre Musik zeichnet sich durch stilistische Freiheit und die Verbindung tonaler und atonaler Klänge aus; ihre Bandbreite reicht von der Oper bis zur Kammermusik. Auerbachs Werke wurden bereits von den New Yorker Philharmonikern, dem Tokyo Philharmonic Orchestra, den Bamberger Sympho­nikern und dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart aufgeführt. Im Ludwigshafener BASF-Feierabendhaus präsentiert sich Lera Auerbach am Montag, 4. März und Dienstag, 5. März 2013, Beginn jeweils 20.00 Uhr, in einer Doppelfunktion: Als Solistin in Mozarts Klavierkonzert d-Moll KV 466 und als Komponistin mit ihrem 2012 uraufgeführten Werk „Eterniday“. Lera Auerbach über ihre Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart: „Es war der junge Mozart, der mich bei diesem Werk in meinem kompositorischen Denken geleitet hat und fast unmerklich präsent gewesen ist.“ Dirigent Gilbert Varga und die Staatsphilharmonie komplettieren das Programm mit der 2. Sinfonie von Johannes Brahms. Karten für die beiden Konzertabende im BASF-Feierabendhaus gibt es unter Telefon (0621) 6099911.


Neu im Orchester Petra Singer

Impressum

Seit Anfang Januar 2013 ist Petra Singer zuständig für den Bereich Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing bei der Staatsphilharmonie. Geboren in Mainz, arbeitete die musikbegeisterte Germanistin und Hispanistin u. a. beim Verlag Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus in Mannheim und betreute dort die lexikalischen Nachschlagewerke wie den Brockhaus Musik und die Harenberg Kulturlexika. Zuletzt verantwortete sie die Pressearbeit für Deutschlands größten Kalenderverlag KV&H mit den Marken Harenberg, Heye und Weingarten. Petra Singer lernte mit zwölf Jahren Violine und musizierte in verschiedenen Laien­ ensembles, unter anderem dem Collegium Musicum an der Universität Karlsruhe. „Die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz kenne ich als engagiertes und zukunftsorientiertes Ensemble, das sich in hohem Maße für den Nachwuchs einsetzt – sei es im Orchester oder auf Publikumsseite. Für dieses in Ludwigshafen, in der Pfalz, aber auch über die Grenzen des Rheins hinaus beliebte Orchester mit seinen vielseitigen Konzertreihen und seinem umfangreichen Repertoire zu arbeiten, ist eine schöne und abwechslungsreiche Aufgabe, auf die ich mich sehr freue“, erklärt Singer. Auch ihre privaten Interessen passen gut zur Staatsphilharmonie: Petra Singer geht gerne mit ihrer Familie in der Pfalz wandern und fühlt sich in der MetroPetra Singer polregion zuhause.

Herausgeber V.i.S.P: Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Heinigstr. 40, 67059 Ludwigshafen Telefon (0621) 599090 Telefax (0621) 5990950 info@staatsphilharmonie.de www.staatsphilharmonie.de Intendant: Prof. Michael Kaufmann Generalmusikdirektor: Karl-Heinz Steffens Redaktion: Prof. Michael Kaufmann, Petra Singer Originalbeiträge: Gert Deppe, Prof. Michael Kaufmann, Petra Singer, Sabine Köhler, Angela Paganini Fotos: Frank Vinken, Marco Borggreve, F. Reinhold, BASF SE, Sandra Carmona, Mainz Klassik, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Dreamstime Gestaltung: srg werbeagentur, Mannheim, www.srgwerbeagentur.de Druck: Druckerei Schwörer GmbH & Co. KG, Mannheim Programm- und Besetzungs­änderungen vorbehalten.

G R O S S E M U S I K . G R O S S E S E N G A G E M E N T.

Als Stifter der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz ermöglichen Sie außergewöhnliche Konzerte, das Ausloben von Musikpreisen, die Vergabe von Stipendien an junge und begabte Musikerinnen und Musiker aus der Region sowie von Aufträgen im Bereich Musik. Nähere Informationen erhalten Sie unter Tel. 0621 599090 oder im Internet unter www.staatsphilharmonie.de

STIF TUNG DEUTSCHE STA ATSPHILHARMONIE RHEINL AND-PFAL Z

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KO N Z E R T K A L E N D E R Januar 2013 Do 24. Januar 2013 | 20.00 Uhr Worms, Das Wormser Tickets: (06241) 2000450 Fr 25. Januar 2013 | 20.00 Uhr Kaiserslautern, Fruchthalle Tickets: (0631) 3652316 Mo 28. Januar 2013 | 19.30 Uhr Ludwigshafen, Konzertsaal im Pfalzbau 2. Philharmonisches Konzert Tickets: (0621) 5042558 Di 29. Januar 2013 | 20.00 Uhr Neustadt an der Weinstraße, Saalbau Tickets: (06321) 855404 Marie-Luise Neunecker, Horn · Karl-Heinz Steffens, Dirigent Ludwig van Beethoven „Egmont“-Ouvertüre f-Moll op. 84 György Ligeti Konzert für Horn und Orchester „Hamburgisches Konzert“ Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93

Februar 2013 So 3. Februar 2013 | 16.00 Uhr Ludwigshafen, BASF-Feierabendhaus Kinderkonzert der BASF SE Tickets: (0621) 6099911 NA WARTE, SAGTE SCHWARTE Malte Arkona, Erzähler · Altriper Rhein­ finken, Kinder- und Jugendchor e.V., (Einstudierung: Christiane Schmidt) · Jesko Sirvend, Dirigent Andreas N. Tarkmann „Na warte sagte Schwarte“ für Sprecher, Blechbläserquintett und Kammerorchester nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Helme Heine Andreas N. Tarkmann „Die verlorene Melodie“ für Sprecher und großes Orchester nach einer Geschichte von Eberhard Streul Fr 15. Februar 2013 | 20.00 Uhr Villingen-Schwenningen, Franziskaner Tickets: (07721) 822525 So 17. Februar 2013 | 20.00 Uhr Mannheimer, Congress Center Rosengarten, Musensaal Mannheimer  Meisterkonzerte, 3. Sinfoniekonzert Tickets: (0621) 5990983 Nicolas Altstaedt, Violoncello · Lukasz Borowicz, Dirigent Antonín Dvořák Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104 Claude Debussy „Iberia“ Claude Debussy „Prélude à l‘après-midi d’un faune” Maurice Ravel „Daphnis et Chloé” Suite Nr. 2

www.staatsphilharmonie.de

Fr 22. Februar 2013 | 19.00 Uhr Dessau, Anhaltinisches Theater Eröffnungskonzert des Kurt Weill Festes Dessau Tickets: (0341) 14990900 So 24. Februar 2013 | 19.30 Uhr Mainz, Rheingoldhalle Mainzer Meisterkonzerte Tickets: (06133) 5799991 Mo 25. Februar 2013 | 19.30 Uhr Ludwigshafen, Konzertsaal im Pfalzbau 3. Philharmonisches Konzert Tickets: (0621) 5042558 NEW YORK – NEW YORK Preisträger des Lotte Lenya Wettbewerbes (Rochester/New York) · James Holmes, Dirigent Werke von Aaron Copland, Kurt Weill, George Gershwin, Leonard Bernstein, Richard Rogers u. a.

März 2013 So 3. März 2013 | 17.00 Uhr Ludwigshafen, Philharmonie So um 5 – Kammermusik sonntags um fünf Tickets: (0621) 5042558 ES WAR EINE SCHÖNE ZEIT ODER VERSCHMITZTE FLÖTENKLÄNGE Christiane Palmen, Flöte · Joachim Schmitz, Flöte · Hildegard Boots, Flöte · Christelle Hofmann, Flöte · Kai Adomeit, Klavier Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und César Franck Mo 4. März 2013 | 20.00 Uhr Di 5. März 2013 | 20.00 Uhr Ludwigshafen, BASF-Feierabendhaus Konzertreihe der Stadt Ludwigshafen und der BASF SE Tickets: (0621) 6099911 Lera Auerbach, Klavier · Gilbert Varga, Dirigent Lera Auerbach „Eterniday“ (Hommage à Wolfgang Amadeus Mozart) für große Trommel, Celesta und Streicher Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für Klavier und Orchester Nr. 20 d-Moll KV 466 Johannes Brahms Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 Fr 15. März 2013 | 10.00 Uhr So 17. März 2013 | 11.00 Uhr Mo 18. März 2013 | 9.00 Uhr | 11.00 Uhr Di 19. März 2013 | 10.00 Uhr Ludwigshafen, Philharmonie 2. Kiko Kinderkonzert Tickets: (0621) 5042558 EUER DIENER JOHANN SEBASTIAN BACH Matthias Folz, Regie · Kinder- und Jugendtheater Speyer · Markus Melchiori, Dirigent

Sa 16. März 2013 | 19.30 Uhr Mainz, Rheingoldhalle Mainzer Meisterkonzerte Tickets: (06133) 5799991 So 17. März 2013 | 20.00 Uhr Mannheim, Congress Center Rosengarten, Musensaal Mannheimer  Meisterkonzerte, 4. Sinfoniekonzert Tickets: (0621) 5990983 Mihaela Martin, Violine · Frans Helmerson, Violoncello · Karl-Heinz Steffens, Dirigent Christian Jost Konzert für Orchester Johannes Brahms Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102 Robert Schumann Sinfonie Nr. 1 B-Dur op. 38 „Frühlingssinfonie“ Sa 23. März 2013 | 18.00 Uhr Pirmasens, Festhalle Tickets: (06331) 842352 So 24. März 2013 | 17.00 Uhr Wiesbaden, Kurhaus Tickets: (0611) 9016979 Simon Gaudenz, Dirigent Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 38 D-Dur KV 504 „Prager Sinfonie“ Gustav Mahler Sinfonie Nr. 1 D-Dur

April 2013 So 14. April 2013 | 17.00 Uhr Ludwigshafen, Philharmonie So um 5 – Kammermusik sonntags um fünf Tickets: (0621) 5042558 ZEITLOS – DIE GROSSEN BÖHMISCHEN BLÄSERSERENADEN Kammersolisten der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Werke von Georg Druschetzky, Frantisek Kramar-Krommer, Josef Myslivecek und Antonín Dvořák RICHARD WAGNER: DER RING DES NIBELUNGEN Bühnenfestspiel in drei Tagen und einem Vorabend Ludwigshafen, Theater im Pfalzbau Tickets: (0621) 5042558 Karl-Heinz Steffens, Musikalische Leitung · Hansgünther Heyme, Inszenierung und Ausstattung So 21. April 2013 | 19.30 Uhr „RHEINGOLD“ Di 23. April 2013 | 18.00 Uhr „WALKÜRE“ Do 25. April 2013 | 18.00 Uhr „SIEGFRIED“ Sa 27. April 2013 | 16.00 Uhr „GÖTTERDÄMMERUNG“

Magazin Nr. 37  

Neues von der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Ausgabe Februar bis April 2013