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DRUMMERSMAG G E T

I N S P I R E D

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D R U M M E R S

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Nr. 003 2014 drummersmag.com

MusikLeben

Mit dem Drummers Mag wollen wir so viele Menschen wie möglich für das Thema “Musik erleben und machen” begeistern. Das Drummers Mag ist unser Werkzeug, um unsere Anliegen und Projekte auf inspirierende Art und Weise an die breite Öffentlichkeit zu tragen. Das Drummers Mag ist eine Plattform, um Leute und Projekte zu fokussieren, die uneigennützig und mit Enthusiasmus für die Musik einstehen. Wir wollen motivieren, inspirieren, begeistern und geben der Musik wieder den Platz, den sie verdient. - Chris & Tom 1


Inhalt Drummers Camp ‘Sardinia’ Interview: Tom Beck ...6 Interview: Eveline Mayer ...14 Interview: Emilie Rupp ...20 Interview: Peter Szendöfi ...26 Interview: Christian Einheller ...32 Thema Wo bleiben die Frauen in der Musik? ...62 Helvetiarockt ...66 Music Talk Steff La Cheffe ...68 Melanie Oesch ...74 Gigi Moto ...80 David Gattiker ...86

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Events Semesterabschluss Schlagzeugschule Tom Beck ...92

Produktion http://www.tombeck.ch http://www.salzmannmedia.ch Nr. 003 © 2014 drummersmag.com

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Editorial Inspiration Musik machen kann uns helfen, den Mitmenschen besser zu verstehen und mit ihm zu leben. Eine Grundvoraussetzung des Mensch seins.

Im Zusammenspiel mit andern lernen wir uns einzuordnen, ohne unsere Persönlichkeit aufzugeben, denn Persönlichkeit wird heute erwartet und gefordert, wir lernen auch, uns unterzuordnen, ohne in Unterwürfigkeit oder Minderwertigkeitskomplexe zu verfallen, uns gegebenenfalls auch überzuordnen, ohne uns in Machtrausch und Selbstüberschätzung zu verlieren. Chris Salzmann

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Drummers Camp Sardinia

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Vom 26.9.–3.10.2013 fand die zweite Ausgabe des Drummers Camp Sardinia statt. Wir erlebten eine wunderschöne Woche mit einem breiten Spektrum an interessanten Workshops, fantastischem Wetter und einem erholsamen Freizeitprogramm. Kulinarisch wurden wir durch die traditionellen sardischen Gerichte verwöhnt. Die zweite Ausgabe des Drummers Camp Sardinia war ein Volltreffer und macht Lust auf mehr!

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Drummers Camp http://www.drummerscamp.com

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Founder of the Drummers Camp Sardinia

Tom Beck

Ein Camp, wo die Teilnehmenden die Protagonisten sind. Frei von kommerziellen und elitären Gedanken und ohne Wettbewerb untereinander. Dies gab es in dieser Form bis anhin nirgends.

Foto: Eveline Mayer / Cagliari

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Drums


Tom Beck Was waren ursprünglich deine Überlegungen und Vorstellungen im Bezug auf ein eigenes Drummers Camp? Schlagzeuger unterschiedlichster Herkunft an einem einzigartigen und schönen Ort zusammen bringen und diese mit Workshops rund um das Thema Schlagzeug für die Musik zu begeistern und inspirieren. Ein Ort, wo die Teilnehmenden die Protagonisten sind. Frei von kommerziellen und elitären Gedanken und ohne Wettbewerb untereinander. Dies gab es in dieser Form bis anhin nirgends. Wieso kommt es, dass du Sardinien als Durchführungsort für dein Camp ausgewählt hast? Ich denke mir, dass es logistisch gesehen geeignetere Orte als eine Insel im Süden Italiens gibt. Das stimmt. Sardinien war ja nicht als ursprünglicher Standort vorgesehen. Da ich als Musiker seit 1988 viel in Ungarn arbeite und dadurch eine enge Verbindung zu Budapest entstand, war für mich Budapest als Veranstaltungsort sehr naheliegend. Ich hatte ein fest geankertes Schiff auf der Donau im Fokus. Eine sehr schöne und sehr exklusive Location.

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Im Maschinenraum befand sich ein sehr schöner Klub mit Bars und Bühnen, auf Deck 1 ein sehr schönes Restaurant und auf Deck 2 die Kojen zum entspannen und schlafen. Alles perfekt! Während der Planungsphase hat sich leider die wirtschaftliche Situation in Ungarn derart verschlechtert, dass Budapest als Durchführungsort vorerst leider nicht mehr in Frage kam. So liess ich das Projekt «schlummern». Erst ein paar Jahre später, während einer Reise durch Sardinien, kam ich eher durch einen Zufall an einem wunderschönen Ort vorbei. Wilde, ursprüngliche Landschaften und von Massentourismus keine Spur. Der perfekte Ort für mein Camp! So reaktivierte ich meine Idee von damals. Als für dich klar war, dass das Camp in Sardinien stattfinden wird, wie lange brauchtest du für die Planung und Realisation deiner Idee? Nach zwei jähriger und sehr aufwändiger Planung fand im 2012 die erste Ausgabe des Drummers Camp Sardinia statt. Logistisch war die Organisation eine Herausforderung. Ich brauchte eine Unmenge Equipment und viel Technik. Um Produktiv zu arbeiten, ist Süditalien auch alles andere als Vorteilhaft. Verrückt ist, dass genau diese Mentalität sehr vieles zu lässt, was hier zu Lande unmöglich wäre. Spontane Richtungswechsel in der Organisation sind meistens problemlos möglich und man findet am Ende immer eine Lösung. Man muss als Organisator lernen, wie die Leute vor Ort funktionieren und sich entsprechend anpassen.

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Wie war dein Fazit nach der ersten Ausgabe? Ich, mein Team und die 14 Teilnehmenden erlebten eine wunderschöne und inspirierende Woche. Es funktionierte mit ein paar kleinen Ausnahmen alles wie vorgesehen. Mich faszinierte einmal mehr, wie positiv sich Musik auf die Menschen auswirkt. Dies zeigte mir, dass ich mit meiner Idee und der Art und Weise, wie die Workshops umgesetzt wurden, auf dem richtigen Weg bin. Für mich war klar, dass eine zweite Ausgabe des Camps folgen musste.

Was war für dich der Unterschied vom ersten zum zweiten Drummers Camp Sardinia? Im zweiten Camp waren 21 Teilnehmenden vor Ort. Dies wahren bereits sieben Leute mehr als im Vorjahr. Die Fortschritte und die Stimmung untereinander waren super und noch besser als im ersten Camp. Das erweiterte Angebot und das Arbeiten in zwei Gruppen erwies sich als sehr motivierend. Nicht zuletzt auch durch die hervorragende Arbeit meiner Dozierenden aus Österreich, Ungarn und der Schweiz.

Wie ging es nun weiter, als für dich klar war, dass eine zweite Ausgabe im 2013 stattfinden müsste? Kaum zu Hause, wertete ich mit meinem Team die vielen Feedbacks, Fotos und Videos aus und versuchte das zweite Drummers Camp Sardinia entsprechend zu optimieren. Ich wollte den Teilnehmenden noch mehr Abwechslung und Inspiration bieten . Ich wollte Workshops einbauen, die nicht nur am Schlagzeug stattfanden, sich aber positiv auf das Schlagzeugspielen und auf die Gruppendynamik auswirken. So entwickelte ich die nächsten paar Monate mit meinem Team Workshops für Schlagzeug, Perkussion (Cajon, Shaker, Tamburine), Ergonomie, Fitness und Tap-Dance. Ich wollte Dozierende, die die Leute inspirieren und begeistern können. TopMusiker ohne Grössenwahn. Dies war eine grosse Herausforderung und erforderte viel Fingerspitzengefühl. Mit Peter Szendöfi (HU, Drums) und Christian «Sticks» Einheller (AT, Perkussion) konnte ich zwei hervorragende Musiker verpflichten.

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Was möchtest du in diesem Jahr verändern? Dies wäre ja bereits das dritte Drummers Camp Sardinia. Im dritten Camp sollen die Elemente Perkussion, Schlagzeug und Tapdance während einer Woche anhand einer Komposition noch mehr zusammen wachsen. Das Ziel ist, dass die Dozierenden mit den Teilnehmenden an einer Komposition arbeiten und am Ende der Woche auf der Open-Air Bühne vom Campus öffentlich auftreten. So arbeiten wir mit allen auf etwas Konkretes hin und lassen die Bevölkerung aus der Umgebung am Drummers Camp Sardinia teilhaben. Das Camp soll sich ja auch für die Leute in der Region zu einem wiederkehrenden Highlight entwickeln.


Du hast einmal gesagt, dass mehr Frauen im Camp teilnehmen sollten! Ist dies immer noch deine Ansicht und wieso? Mir ist es ein grosses Anliegen, mehr Frauen für die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia zu motivieren. Im ersten Camp hatten wir eine Teilnehmerin und in der zweiten Ausgabe vier Teilnehmerinnen. Wir hatten auch zwei Lehrerinnen im Einsatz (Ergonomie, TapDance). Ich stellte fest, dass die Gruppendynamik besser ist, wenn der Anteil an Frauen und Männer in einem ausgeglichenen Verhältnis besteht. Noch wichtiger ist, dass das Schlagzeug das perfekte Instrument für Frauen ist.

sehr positive Erfahrung, wenn man bereits nach einer Woche zusammen spielen kann, obschon man vorher noch nie ein Instrument in den Händen gehabt hat. Dies ist, worum es mir schlussendlich geht. Alle können Schlagzeug spielen!

Um dies zu erreichen, wird sich das Drummers Camp Sardinia mit dem Verein HELVETIAROCKT verlinken. HELVETIAROCKT ist die „Koordinationsund Vernetzungsstelle für Frauen im Jazz, Pop und Rock“ und übernimmt die Funktion einer Drehscheibe und Vermittlerin in diesem Bereich. Das Drummers Camp Sardinia wird die Interessen und Ziele von HELVETIAROCKT unterstützen und hofft im Gegenzug vom Netzwerk des Vereins profitieren zu können. Was sind deine Wünsche und Ziele im Bezug auf das Drummers Camp Sardinia? Was möchtest du in Zukunft mit diesem Event erreichen? Da das Equipment bereits vor Ort aufgebaut ist und zur Verfügung steht, könnten wir das Camp sehr einfach um eine oder zwei Wochen erweitern. Mein Ziel ist es, die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia auch für Leute zu ermöglichen, die nicht direkt mit Musik zu tun haben, aber offen für Neues sind. Die Faszination ein Instrument zu spielen und Musik zu machen, kennen viele Leute nicht. Eine Erfahrung, die ich so vielen Leuten wie möglich auf einfache Weise zugänglich machen will. Es ist eine

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Foto: Eveline Mayer / Connesa S’Olivariu


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Cagliari Airport

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Teacher Drummers Camp Sardinia

Eveline Mayer Ergonomic/Gym

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Mein persönliches Ziel ist, dass ich den Teilnehmenden die Zusammenhänge zwischen ihrem Körper und einer kontinuierlichen Leistungssteigerung aufzeigen kann.

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Foto: Tom Beck / Cagliari

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Eveline Mayer Wohnort: Bern Alter: 41 Beruf: Heilpädagogin, Dipl. Bewegungspädagogin Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Musik ist so etwas wie der Klang der Welt. Sie war schon immer da und entwickelt oder verändert sich im Zuhörer. In gewissem Masse widerspiegelt sie unsere Gesellschaft. Musik kann verbinden, vereinen, sie kann helfen zu vergessen oder zu erinnern, sie kann Emotionen auslösen oder diese beruhigen und sie kann unterstützen. Sie kann uns das geben, was wir gerade brauchen. So wie ein Film ohne Ton/Musik fast unvorstellbar ist, ist für mich die Welt ohne Klang/Musik unvorstellbar. Wieso sind dir Ergonomie und Fitness im Bezug aufs Schlagzeugspielen wichtig? Ich denke, viele Menschen vernachlässigen ihre Körper. Ihnen ist nicht bewusst, wie stark der Körper unser tägliches Tun beeinflusst. Vor allem Menschen, die einer körperlich weniger anstrengenden Tätigkeit nachgehen vergessen oft darauf zu achten. Schlagzeug spielen ist vergleichbar mit einem Hochleistungssport. Aus diesem Grund spielt die

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körperliche Fitness eine entscheidende Rolle. Wer diese vernachlässigt wird schneller ermüden, was sich auf die Technik auswirkt. Genau so wichtig wie eine gute Fitness ist die Wahl und das Einstellen des Stuhls. Da ich oft beobachten konnte wie bei solchen Anschaffungen gespart wird, ist es mir ein Anliegen, genau zu informieren. Wer auf einem guten, richtig eingestellten Stuhl sitzt, spielt gesünder und ermüdet weniger schnell - spielt also besser. Das gleiche gilt für den SetAufbau. Leider wird dem oft zu wenig Wichtigkeit beigemessen. Was war/ist der Grund für dich im Drummers Camp zu arbeiten? Seit 10 Jahren reise ich regelmässig nach Sardinien und habe auch viele Freunde dort. Bei der Aussicht, auf dieser schönen Insel noch mehr Zeit verbringen zu können musste ich nicht lange überlegen. Dazu hatte ich gerade eine Weiterbildung zur Ergonomie Trainerin abgeschlossen und das Thema meiner Abschlussarbeit war Ergonomie in Zusammenhang mit dem Schlagzeug spielen. Das Camp bot mir die Möglichkeit, meine Theorie in Praxis umsetzen zu können. Was ist aus deiner Sicht das Ziel des Unterrichts im Drummers Camp Sardinia? Das Camp bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich eine Woche lang intensiv mit dem Schlagzeugspiel auseinander zu setzen. Dies in einer wunderschönen Umgebung und mit vielen Gleichgesinnten. Die verschiedenen Unterrichtsangebote geben den Teilnehmenden viele neue Impulse, damit sie ihr Schlagzeugspiel verbessern können. Mein persönliches Ziel ist, dass ich den Teilnehmenden die Zusammenhänge zwischen ihrem Körper und einer kontinuierlichen Leistungssteigerung aufzeigen kann.

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Connesa S’Olivariu

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Teacher Drummers Camp Sardinia

Emilie Rupp Tap Dance

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Ohne Rhythmus gibt es kein Leben. Das fängt schon beim Herzschlag an.

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Foto: Tom Beck / Cagliari Airport

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das Schlagzeug spielen mich im Stepptanzen verbessern würde. Und das hat es getan, definitiv! Was war/ist der Grund für dich im Drummers Camp zu arbeiten? Neue Leute kennen zu lernen, neue Inputs zu erhalten, von anderen SchlagzeugerInnen zu lernen, sich mit Percussion auseinanderzusetzen.

Emilie Rupp Wohnort: Bern Alter: 31

Was ist aus deiner Sicht das Ziel des Unterrichts im Drummers Camp Sardinia? Einem Weiterbringen, den Horizont erweitern!

Beruf: Lehrerin, Stepp-Tänzerin Wie wichtig ist Tanz in unserer Welt und in deinem Leben? Die Bewegung – sich frei ausdrücken zu können ist etwas wichtiges im Leben. Was für mich jedoch noch wichtiger ist, sind Rhythmen. Ohne Rhythmen gibt es kein Leben. Das fängt schon beim Herzschlag an. Rhythmen im Alltag, in der Musik und für mich natürlich im Stepptanzen oder im Schlagzeug spielen, begleiten einem ständig. Wieso spielst du Schlagzeug? Das war schon immer mein Traum. Vor allem seit ich in der Vergangenheit viel mit Schlagzeugspielern zusammengearbeitet habe, hat mich dieses Instrument fasziniert. Schlagzeug spielen und Stepptanzen ist in den Abläufen quasi identisch. Es ist kein melodiöses Instrument, die Möglichkeiten sind beschränkt. Es gibt zum Beispiel keine 88 Tastaturen wie beim Klavier. Du hast einfach gesagt ein paar Becken und Trommeln. Im Stepptanzen hast du vier Platten. Und man versucht in beiden möglichst das Maximum herauszuholen. Ich wollte auch wissen, ob

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Connesa S’Olivariu

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Teacher Drummers Camp Sardinia

Peter Szendöfi

Für mich ist die Musik das beste und intensivste Mittel, anderen Menschen über mein Innerstes zu berichten.

Foto: Tom Beck / Porto Paglia

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Drums


Rhythmen auszudrücken.

Peter Szendöfi Wohnort: Budapest Alter: 45 Beruf: Drummer, Composer Bands: Fusio Group, Loop Doctors with Gary Willis and Brandon Fields, Subjective Symptom, Trio Ricardo, session. Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Musik ist Kunst. Wir können verschiedene Gefühle, Farben und viel anderes, was wir nicht auf andere Art zeigen können, in der Musik ausdrücken. Die Musik ist die stimmungsvollste und interaktivste Kunstform. Wir können in einer Live Situation direkten Kontakt mit dem Publikum haben.

Die Kommunikation mit Rhythmen unterscheidet sich von der gesprochenen Sprache. In dieser müssen Wörter, die Grammatik usw. erlernt werden. In der Sprache der Rhythmen muss man nichts im Voraus können. Es ist eine internationale Sprache. Ich bin sicher, dass die meisten Menschen offen sind für Rhythmen. Darum sind die Drums für mich auch eine Mission. Ich kann die Menschen ‹packen› und in eine andere Welt führen. Was war resp. ist der Grund für dich im Drummers Camp zu arbeiten? Um den Jugendlichen etwas beizubringen. Aber auch ältere Spieler, für die die Drums wohl nur ein Hobby bleiben, werden sehen, dass ihnen dieses Instrument ein Lebensgefühl geben kann, welches sie sonst nirgendwo finden werden. Ich möchte meinen Schülern die Kommunikation mit dem Drums zeigen, denn so können sie eine neue Lebensfreude finden, die sie bisher noch nicht kannten in ihrem Leben.

Für mich ist die Musik das beste und intensivste Mittel, anderen Menschen über mein Innerstes zu berichten.

Was ist aus deiner Sicht das Ziel des Unterrichts im Drummers Camp Sardinia? Da gibt es drei wichtige Punkte: 25 Drummer aus der ganzen Welt kommen zusammen. Jeder hat andere Erfahrungen, eine andere Routine, anderes Fachwissen und kommt von einer anderen Kultur. Das intensive Training wird alle weiterbringen.

Wieso spielst du Schlagzeug? Drums zu spielen ist meine Passion. Es ist das Instrument, das ich verstehe und somit einsetzen kann, um alles zu spielen - ohne Limits. Die Rhythmen, Sounds und Effekte, die wir auf den Drums kreieren können, sind sehr stark, wenn der Spieler es versteht, sich mit seiner Individualität in der Sprache der

Der zweite sehr wichtige Punkt im Konzept der DCS ist, dass Schüler und Lehrer auch nach dem Training zusammen Zeit verbringen und sich austauschen. Die Stimmung auf dem Camp ist sehr friedlich. Wir haben so viel Spass, dass die Schüler ihren Alltag mal ganz liegen lassen und ganz entspannt spielen können.

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Der dritte und ganz spezielle Teil im Drummers Camp Sardinia ist, dass die Schüler nicht nur auf dem Schlagzeug unterrichtet werden. Sie haben Tanzlektionen, Kurse mit Eveline Mayer, in denen ihnen Techniken für eine gesunde Körperbewegung gezeigt werden – und Stepptanzkurse mit Emilie Rupp. Alles in allem haben wir ein ganzheitliches Konzept. Das DCS ist bis jetzt das einzige Camp der Welt, das alle diese Faktoren vereinbart.

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Connesa S’Olivariu

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Teacher Drummers Camp Sardinia

Christian Einheller Percussion

Foto: Tom Beck / Cagliari Airport

Musik ist für mich die flüchtigste Form der Kunst.

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Wieso spielst du Perkussionsinstrumente? Weil ich das gefunden habe, was ich wirklich machen will!

Christian «Sticks» Einheller

Was war/ist der Grund für dich im Drummers Camp zu arbeiten? Ich liebe die Herausforderung. Etwas zu machen, was ich vorher noch nicht getan habe, reizt mich. Neue Leute treffen und Ansichten austauschen finde ich extrem spannend und bereichernd.

Wohnort: Garsten/Steyr/Wien Alter: 35

Was ist aus deiner Sicht das Ziel des Unterrichts im Drummers Camp Sardinia? Die Kunst ist nicht

Beruf: Percussionist, SoundDesigner Wie lange spielst du schon Perkussion und Schlagzeug?: Mit 8 Jahren hab ich Schlagzeug begonnen und mit 13 Percussion. Bands: Makossa&Megablast, Annemarie Höller&Mario Berger, Beat4Feat, Joni Madden, Monika Ballwein, Adi Hirschal, Rauhnacht.

aus Vielem noch mehr zu machen. Meiner Meinung nach ist die Kunst, das Wesentliche zu erkennen, um daraus das beste herausholen zu können.

Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Musik ist für mich die flüchtigste Form der Kunst. Ein Bild oder ein Bauwerk ist beständig, aber wenn man ein Konzert besucht ist das etwas Einzigartiges. Selbst wenn man am nächsten Tag noch einmal auf das gleiche Konzert geht wird es nicht mehr dasselbe sein, weil die persönlichen Empfindungen jedes Mal anders sind. Obwohl uns die Welt der Aufzeichnungsformen offen steht, lassen sich die persönlichen Gefühle bei einem musikalischen Erlebnis nicht festhalten. Musik ist individuell, passiert im Moment und zeigt Emotionen, wie unsere Welt. Musik zu machen macht mich glücklich und zufrieden.

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Foto: Tom Beck / Connesa S’Olivariu


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Make small things big!

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Connesa S’Olivariu

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ich schreibe, spiele, zuhöre oder lehre. Wieso spielst du Schlagzeug? Weil es mich glücklich macht.

Ashley Hall Wohnort: London Alter: 31 Beruf: Musician Wie lange spielst du Schlagzeug? 18 Jahre Hast du eine Band? Ja Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Musik ist extrem wichtig. Sie vereinigt die Menschen. Das Gefühl, während eines Konzertes Teil einer Menge zu sein, zum Beispiel an einem Festival, ist berührend, kraftvoll und elektrisierend. Die Musik kann auch eine inspirierende und heilende Kraft haben. Es ist unglaublich, was zum Beispiel ein klassisches Stück das man mag an einem schlechten Tag für eine Wirkung haben kann. Es fühlt sich fast so an, als würde man in die Musik hinein schreiten, ihr erlauben, deine Seele zu berühren und zu kontrollieren. Einfach wunderbar!

Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Es ist mir wichtig, mich immer weiter zu entwickeln und immer besser zu werden. Ich habe am DCS von fantastischen Musikern profitiert und habe mit Gleichgesinnten eine wunderbare Zeit verbracht. Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Ich konnte mich eine Woche lang auf das Drummen fokussieren. Ich habe den Sinn im Einsatz der Perkussion schätzen und kennen gelernt und gesehen, welchen Wert sie hat. Ich habe auch gemerkt, dass das Meer auf Sardinien eine starke Strömung hat; aber das ist eine andere Geschichte!

Die Musik ist der Soundtrack des Lebens. Für jede Laune oder Lebenslage gibt es ein passendes Lied, das dem Zuhörer erlaubt, seine Gefühle zu bündeln und der Wahrheit näher zu kommen. Ich persönlich bin sehr glücklich darüber, dass die Musik ein grosser Teil meines Lebens ist, egal ob

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Elena Secchi

Pascal König

Wohnort: Cagliari (IT) Alter: 33

Wohnort: Schliern bei Köniz BE Alter: 29

Beruf: Dolmetscherin Wie lange spielst du Schlagzeug? 3 Jahre Hast du eine Band? Nein

Beruf: Heizungsmonteur Wie lange spielst du Schlagzeug? 12 Jahre Hast du eine Band? Nein

How important is music in our world and in your life? Die Musik trägt mich durch mein Leben, somit spielt sie eine fundamentale Rolle. Darauf folgen Pizza und Schokolade (lacht)!

Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Musik begleitet mich durch den Tag. Im Auto , auf der Baustelle, im Büro oder Zuhause.

Why you play drums? Weil es mir sehr viel Freude bereitet!

Wieso spielst du Schlagzeug? Ich spiele Schlagzeug weil es mir Spass macht. Es fördert die Koordination und Konzentration im Alltag.

What›s the purpose for you to be a part of the DCS? Ferien an einem wunderbaren Ort zu verbinden mit der Möglichkeit, von tollen Lehrern und Schlagzeugern zu lernen und andere Schlagzeuger kennen zu lernen. What does the camp do for you? Ich habe fantastische Lehrer und tolle Menschen kennen gelernt, wir hatten sehr viel Spass und ich habe viel gelernt.

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Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Ich habe am Camp teilgenommen, um einen Schritt weiter zu kommen. Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Die Teilnahme hat mir sehr viel gebrach. Ich spiele viel lockerer und sehe neue Zusammenhänge.


auszudrücken und Emotionen und Gefühle anderer zu empfangen.

Fabian Gloor Wohnort: Bern Alter: 29 Beruf: Jurist/Anwaltspraktikant Wie lange spielst du Schlagzeug? 20 Jahre Hast du eine Band? Ja Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Musik ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Sie stiftet Identitäten und verbindet Menschen in gesellschaftlicher, kultureller, religiöser sowie politischer Hinsicht. Sie ist die universellste, vielfältigste und mächtigste Ausdrucksform der Welt. Diese Tatsache allein wiederspiegelt den Stellenwert der Musik in unserer Gesellschaft. Obwohl sie sich physikalisch erklären lässt, löst sie Emotionen in uns aus und hat dadurch etwas Magisches und Unergründliches. Um es in den Worten von Frank Zappa zu formulieren: “Information ist nicht Wissen, Wissen ist nicht Weisheit, Weisheit ist nicht Wahrheit, Wahrheit ist nicht Schönheit, Schönheit ist nicht Liebe, Liebe ist nicht Musik, Musik ist das Beste.» Für mich persönlich stellt Musik ein Kommunikationsmittel dar, welches mir ermöglicht auf einer anderen Ebene mit Mitmusikern oder Zuhörer in Kontakt zu treten, meine Emotionen

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Wieso spielst du Schlagzeug? Inspiriert durch meinen Vater, welcher selber Musiker ist, war für mich bereits als Knirps klar, dass ich ein Instrument spielen möchte. So stellte ich mir schon früh mein eigenes Custom-Set aus Plastikkübeln und Pfannen zusammen oder bearbeitete das Drumset, welches im Übungsraum unseres Hauses stand. Ich war fasziniert vom Klang, der Lautstärke sowie von der stattlichen Grösse dieses Instrumentes. Nach einer kurzen Unterrichtsphase kamen die erste Schülerbands, Konzerte und Jamsessions mit dem Vater und dem Bruder hinzu. Aus der anfänglichen Faszination entwickelte sich eine Leidenschaft die bis heute andauert und mich sicher mein ganzes Leben lang begleiten wird. Am Schlagzeug inspirieren mich der Klang, die Vielfallt der Ausdrucksmöglichkeiten sowie der physische Aspekt. Es macht mir Freude, wenn ich das Publikum mit meinem Schlagzeugspiel zum tanzen animieren kann. Als Schlagzeuger bin ich das Herz der Band, bestimme das Time sowie das Feeling und halte das ganze Gefüge zusammen. Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Ich wollte seit längerer Zeit wieder einmal meine Ferien am Meer verbringen. Da ich kein Fan von klassischen Strandferien i.S. v. am Strand liegen und Nichts tun bin, fand ich die Kombination aus Schlagzeugunterricht und Badeferien sehr interessant. Mit dem Drummers Camp konnte ich mit einer Klappe zwei Fliegen schlagen, indem ich im Rahmen meiner Badeferien meine grosse Leidenschaft pflegen konnte. Hinzu kommt, dass ich noch nie in Sardinen war und so auch einen neuen schönen Flecken dieser Erde kennenlernen konnte.

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Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Ich habe viele neue Leute kennen und schätzen gelernt, welche dieselbe Leidenschaft teilen. Die beiden Lehrer brachten uns neue Spieltechniken, Stilistiken und sogar neue Instrumente näher. Durch die intensiven und sehr abwechslungsreichen Unterrichtssequenzen stellte ich bereits nach kurzer Zeit grosse Fortschritte in meinem persönlichen Spiel fest. Den beiden Lehrern ist es gelungen, uns in diesem sehr kurzen Zeitraum den Horizont bezüglich des Schlagzeugspiels massiv zu erweitern und Übungsstoff, welcher bis ans Lebensende reicht, zu vermitteln. Das Drummers Camp war für mich eine unbeschreibliche Inspiration und Motivation.

Beat Veyre Wohnort: Steffisburg Alter: 61 Beruf: ? Wie lange spielst du Schlagzeug? 20 Jahre Hast du eine Band? Ja Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? In jungen Jahren war die Musik Teil meines Lebens, unverzichtbarer Teil der Welt. Heute gehört sie mal mehr, mal weniger zu meinem Leben. Wieso spielst du Schlagzeug? Schlagzeug zu spielen war immer mein Traum, Rhytmus allgemein begleitet und fasziniert mich. Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Es war für mich eine wunderschöne Gelegenheit, mich mit meinem Sohn Sam im männlichen zu verbinden. Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Das Camp in Sardinien hat mir einen tollen Kick gegeben, meinen Horizont erweitert. Ein tolles Gefühl, wenn das eigene Alter plötzlich nicht mehr existiert.

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David MacDonald

Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Ich habe neue Leute kennengelernt, die alle das gleiche «Hobby» haben. Die Gespräche mit den anderen Teilnehmern und den Dozenten waren eine grosse Bereicherung für mich. Ausserdem haben uns die Lehrer im Gruppenunterricht viele nützliche Anregungen gegeben, wie wir unser Schlagzeugspiel verbessern können.

Wohnort: Lyss Alter: 38 Beruf: Bauingenieur Wie lange spielst du Schlagzeug? 3 Jahre Hast du eine Band? Ja Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Die Musik spielt eine grosse Rolle in meinem Leben. Ich habe klassisch mit der Blockflöte angefangen, habe 7 Jahre Klavierunterricht gehabt und 4 Jahre Trompetenunterricht. Auch Musikhören und Konzertbesuche sind mir sehr wichtig. Die Musik ist eine andere Sprache, die berührt und Freude macht. Das fasziniert mich. Wieso spielst du Schlagzeug? Das Trommeln macht Freude, fördert die Koordination und hält mich im Kopf fit. Und wenn ich nach viel Üben einen Rhythmus zum grooven bringe, dann machts so richtig Spass und motiviert mich, weiter zu üben. Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Mich hat die Kombination von Ferien und Hobby sehr angesprochen, und es war beim ersten mal 2012 ein supergutes Erlebnis. Deshalb habe ich auch bei der zweiten Ausgabe wieder teilgenommen.

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David Moser Wohnort: Bern Alter: 42 Beruf: Schulischer Heilpädagoge & Musiktherapeut Wie lange spielst du Schlagzeug? 2 Jahre Hast du eine Band? Nein Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Für mich hat die Musik eine grosse Bedeutung in meinem beruflichen und privaten Leben. Als Musiktherapeut erlebe ich es oft, dass Musik eine grosse Hilfe (unterstützend, anregend, haltgebend, etc.) in Übergangssituationen sein kann. Für mich persönlich stellt es ein Ausgleich zum Berufsalltag und eine Form des individuellen Ausdrucks dar. Wieso spielst du Schlagzeug? Für mich ist das z.Z. das stimmigste Instrument meines Lebensabschnittes ;-) Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Auf Empfehlung der Schlagzeugschule Tom Beck hin… Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Eine intensive, anregende Auseinandersetzung mit meinem Instrument und das Kennenlernen anderer Schlagzeuger. 45


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Masua Beach

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immer die spezielle und einzigartige Rolle des Drummers in einer Band/einem Orchester. Obwohl sich der gemeine Drummer meist «still und heimlich» im Hintergrund befindet, verfügt er doch über die absolute Kontrolle über das musikalische Geschehen auf der Bühne. Die Band tanzt quasi nach seiner Pfeife (bzw seinem Beat).

Florian Mehr Wohnort: Luzern Alter: 27 Beruf: Laborant Wie lange spielst du Schlagzeug? 15 Jahre Hast du eine Band? JA Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Grundsätzlich kann ich mit absoluter Gewissheit sagen, dass ohne Musik unsere Welt um einiges trister und langweiliger daher käme. Ohne diese Form des kreativen Ausdrucks hätten viele Leute niemals ihr wahres Genie an den Tag legen können. Gleichzeitig bezieht eine unglaubliche Anzahl von Menschen Kraft und Energie daraus, ganz egal ob sie komponieren oder konsumieren. Für mich persönlich ist Musik auf der gleichen Ebene wie Sauerstoff oder Lebensmittel einzuordnen - ohne gehts nicht! Ich lasse Musik gerne stark auf mich wirken und mich von ihr beeinflussen. Mit dem richtigen Song kann ich Bäume ausreissen und durch Wände marschieren.

Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Aufgrund der Tatsache, dass ich aus finanziellen Gründen seit dem 20sten Lebensjahr keinen Unterricht mehr nehme, schien mir dieses Camp eine optimale Gelegenheit um meinen Horizont zu erweitern und neue Inputs zu erhalten. Schliesslich lernt man absolut nie aus. Die Aussicht auf eine sonnige Inselwoche und jeweils während 24h andere angefressene Drumcracks um mich herum zu haben waren ebenfalls schlagende Argumente dafür. Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Sehr viel ;-) Etwas genauer: Unvergessliche Erinnerungen - Viele neue Freunde und Bekanntschaften - Ein schier unendlicher Pool an neuen Ideen die es am Drumset umzusetzen gilt - Ein neues, intensiveres Bewusstsein für Perkussion. Und das Wichtigste: Ich wurde wieder einmal daran erinnert, dass es neben mir noch viele andere Drummer da draussen gibt die noch viel mehr drauf haben als ich und es noch soooo viel zu lernen gibt (quasi eine äusserst gesunde Ego-Schlankheitskur^^)

Wieso spielst du Schlagzeug? Einmal abgesehen davon, dass ich bereits im jüngsten Kindesalter nie stillsitzen konnte und mir scheinbar eine natürliche Empfänglichkeit für alles Rhythmische in die Wiege gelegt wurde, faszinierte mich schon

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und man kombiniert seine Leidenschaft mit viel Spass, Abwechslung und schliesst viele neue Freundschaften.

Jan Bachmann Wohnort: Rothenburg, Luzern Alter: 19 Beruf: Schreinerlehre EFZ Wie lange spielst du Schlagzeug? 8 Jahre Hast du eine Band? Ja Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Musik ist für mich das wichtigste im Leben. Ich möchte die Musik zu meinem Beruf machen, denn ich sehe, dass man mit der Musik nicht nur Geld verdienen, sondern auch andere Menschen glücklich machen kann. Wieso spielst du Schlagzeug? Ich war schon als kleines Kind immer irgendwo am «rumklopfen». Am Esstisch mit Messer und Gabel oder in der Schule mit den Buntstiften. Ich liebe den Groove – und welches Instrument passt in dieser Hinsicht besser, als das Schlagzeug? Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Ich habe via Facebook einen Einblick in das Drummers Camp bekommen und wollte schon immer an einem Camp teilnehmen. Das Drummers Camp kam also wie gerufen für mich und ich bereue keine einzelne Minute. Die Organisation und die Leute sind wirklich nur toll

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Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Durch die Teilnahme am Drummers Camp habe ich viele neue Einsichten in das Teaching der Schüler bekommen, konnte meine Technik verbessern, konnte Sardinien mit den wunderschönen Landschaften geniessen und habe viele neue Kontakte/Freundschaften geschlossen.


diesem Augenblick an war ich vom Virus infiziert und ich wusste das ich dieses Instrument von nun an unbedingt spielen und besser lernen wollte.

Wohnort: Bern Alter: 37

Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Ehrlich gesagt hat mein guter Freund unsere alljährlichen Herbst Surfferien nicht realisieren können und ich habe danach nach einer Alternative gesucht. Ich kannte Tom, weil wir eine zeitlang die Übungsräume nebeneinander hatten und wusste, dass er wieder ein Drummers Camp durchführen würde. Also habe ich mich kurzerhand angemeldet, auch weil ich immer auf

Beruf: Technischer Einkäufer / Schlagzeuglehrer Wie lange spielst du Schlagzeug? 23 Jahre Hast du eine Band? Ja

der Suche nach neuen Inspirationen und Ideen bin und mir der Fakt, dass es in Sardinen statt findet, sehr gefallen hat.

Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Die Musik ist mir sehr wichtig. Es vergeht selten eine Stunde an einem Tag, in der ich keine Musik höre. Ich habe sogar im Badezimmer einen iPod und ein FM-Radio :)

Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Erstens mal habe sehr viele gute neue Leute kennengelernt, welche die gleiche Leidenschaft teilen. Man konnte sich über viele Details austauschen und sich gegenseitig inspirieren. Durch die beiden gut vorbereiteten Lehrer, konnte ich neuen Stoff und neue Ideen aufsaugen. Auch das widerholen von diversen Drum-Basics , hat mir gut getan. Vor allem Perkussiv konnte ich sehr viel neues lernen , dass ich vorher nicht wusste. Ich werde das Drummers Camp auf jeden fall weiterempfehlen. Alles in allem war es eine super Erfahrung und ich konnte am täglichen Strandgang sogar noch ein paar Wellen reiten.

Jürg Friedli

Wieso spielst du Schlagzeug? Ich spiele Schlagzeug, weil mich Rhythmen und der Sound von Trommeln schon fasziniert haben seit ich denken kann. Laut Aussagen von meiner Mutter, habe ich schon als 3 Jähriger mit dem Matador-Holzhammer Pfannen und Deckel bearbeitet. Danach habe ich mich jahrelang mit Luftschlagzeug spielen zu diversen Rock und Heavymetal Songs versucht. Als etwa 11 Jähriger nahm mich mein 3 Jahre älterer Bruder an einem Schulfreien Mittwochnachmittag mit zu seinem Schulkameraden. In dessen Keller stand ein ein weisses, 5-teiliges Yamaha Set an dem ich mich austoben durfte. Von

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zur meine Spieltechnik; ein besseres Verständnis für Polyrhythmik; tolles Essen, nette Leute, schöne Landschaften und Strände.

Louise Miedaner Wohnort: Zürich Alter: 46 Beruf: Wirtschaftsinformatikerin Wie lange spielst du Schlagzeug? 2 Jahre Hast du eine Band? Nein Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Musik ist meine Begleiterin in allen Lebenslagen, für schöne und schwierige Momente; sie ist nicht fassbar und doch immer präsent, manchmal dezent im Hintergrund, manchmal kraftvoll, tragend und allgegenwärtig. Wieso spielst du Schlagzeug? Einen Rhythmus zu spielen zwingt mich dazu, meine Aufmerksamkeit voll auf das Hier und Jetzt zu richten; ich vergesse dadurch die Zeit - und das ist sehr entspannend. Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Um in Kontakt zu kommen mit anderen Schlagzeugern; um zu sehen, wo ich stehe und wo ich hin will mit dem Schlagzeugspielen. Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Neue Ideen für Rhythmen, die ich ausprobieren möchte; ein kleines «SchlagzeugerInnen-Netzwerk»; neue Einsichten

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Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Die Teilnehmer und Lehrer waren einfach Klasse. Es war super dabei zu sein, und absolut empfehlenswert.

Marco Kolly Wohnort: Freiburg Alter: 33 Beruf: Lkw Chauffeur und Maschinist Wie lange spielst du Schlagzeug? 19 Jahre Hast du eine Band? Ja Wie wichtig ist f端r dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Eine Welt ohne Musik, ist eine tote Welt. Seit ich denken kann, hat mich Musik immer begleitet. Sie ist eine der wichtigsten St端tzen in meinem Leben.Ohne sie geht nichts. Wieso spielst du Schlagzeug? Ich spiele Schlagzeug, weil man so sch旦n die Sau raus lassen kann(haha)... Wenn ich mich ans Schlagzeug setze, ist das wie eine andere Welt, man kann alles vergessen und es geht nichts 端ber einen geilen Beat! Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Ich fand die Idee, ein Drummer Camp mit Badeferien zu verbinden einfach genial. Tom und das ganze Team haben das einfach fantastisch gemacht! Da ich nie richtigen Schlagzeugunterricht hatte, habe ich in dieser Woche sehr viel gelehrnt. Und vieles davon konnte ich auch schon in der Band umsetzen.

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ein Camp durchzuführen. Um so mehr begeistert war ich dann, als ich von Tom hörte das er so ein Camp auf die Beine stellen will. Das Beste am Camp ist, dass jeder vom gleichem spricht. Du kannst Erfahrungen mit anderen Drummern austauschen, bekommst von profesnionellen Musiker Unterricht und kannst es dir am Strand gut gehen lassen.

Pascal Kislig Wohnort: Riggisberg Alter: 22 Beruf: Servicemonteur Heizung Wie lange spielst du Schlagzeug? Ich spiele seit 12 Jahren Snarre Drum und seit 6 Jahren Schlagzeug Hast du eine Band? Nein Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Für mich ist Musik sehr wichtig, weil ich Musik in jeder Lebenssituation höhren kann. Musik kann für mich sehr motivierend wirken. Sei es während der Arbeit, während dem Sport oder in den eher nicht so schönen Situation die man im Leben antrifft. Wieso spielst du Schlagzeug? Das Schlagzeug ist für mich das beste Musikinstrument das man spielen kann, weil es so vielfältig ist. Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Ich habe schon bevor ich zu Tom Beck in den Unterricht ging nach Camps gesucht wo man das Schlagzeug spielen verbessern kann. Aber ich habe ehrlich gesagt überhaupt nichts gefunden. Es schien, als es auf dieser Welt noch keinem einzigen in den Sinn gekommen währe so

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Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Im Drummers Camp konnte ich meine Kordination und Spieltechnik um einen grossen Schritt verbessern. Im Camp 2013 wahr der Unterricht mit Christian Einheller sehr spannend. Ich erfuhr mehr über das spielen mit dem Cajon und anderen Perkussionsinstrumenten.


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Portoscuso / Porto Paglia

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spielerisch gebracht hat? … Elena hat das ganz simpel mal so gesagt: The drummers Camp changes us! Das Drummers Camp macht etwas mit einem, dass ich auch nicht ganz verstehe. Es gibt Inputs, neuen Drive, neue Energie, etwas anzugehen.

Petra Winterhalter Wohnort: Niederneunforn Alter: 32 Beruf: Korrektorin Wie lange spielst du Schlagzeug? 20 Jahre Hast du eine Band? Nein Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Sehr wichtig. Ich höre jeden Tag Musik. Sie begleitet und komplettiert meinen Tag. Für jede Lebenssituation gibt es die passende. Sie kann einem Hühnerhaut bescheren, wenn es für einen grad so passt – man reagiert so quasi unterbewusst. Ergo: Musik hat Macht… irgendwie.

Fazit: Ich übe immer noch nicht jeden Tag, wie es sich gehören würd. Aber ich hab doch neuen Elan gekriegt, mal die eine oder andere Sache technisch etwas zu vertiefen und auch konkret zu üben. Was ich bisher – auch aus Faulheit, zugegeben: man spielt gerne, was man schon kann, den Rest lässt man bleiben – vernachlässigt habe. Ich übe jetzt andere Sachen. Irgendwie. Ach, und durch das Kennenlernen neuer Sachen verliert man die Berührungsängste: Kaum war ich wieder in der Schweiz, wurde ich angefragt, bei einem Orchesterkonzert als Percussion-Mädchen auszuhelfen. Wahrscheinlich hätt ich noch vor dem Camp Panik geschoben, ob ich das hinkriege, grad so was wie die speziellen 10-Achtel-Figuren mit Akzenten zu shaken … Ich hatte eigentlich noch nie wirklich einen Shaker in den Händen. Nach dem Camp war das natürlich n Lacher.

Wieso spielst du Schlagzeug? Weils Musik machen ist und wie tanzen, einfach «mit Ton», weils Spass macht, man rumzappeln kann und weil: rhythm is everywhere. Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Weil du mich dazu gezwungen hast? :) Neee, weil ich ja sonst keine Stunden mehr besuche. Und Sardinien trotz dem vielen Input ja doch auch noch ein wenig Ferien ist. Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Ein wenig Ärger ... :-P Was es

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Christoph Rathgeb Wohnort: Bern Alter: 26 Beruf: Student Biomedical Engineering Wie lange spielst du Schlagzeug? 12 Jahre Hast du eine Band? Nein Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Musik begleitet mich täglich in fast allen Situationen. Sei es im Zug, zu Hause oder während dem Training. Musik ist für mich Ausgleich und Bereicherung zugleich. Wieso spielst du Schlagzeug? Schlaginstrumente interessierten mich bereits von klein auf. Das Schlagzeugspielen gefällt mir vor allem durch die Vielseitigkeit des Instrumentes an sich. Ob man in einer Band spielt oder für sich im Keller übt, man hat nie ausgelernt. Es gibt immer Möglichkeiten sich weiter zu entwickeln, sei es in der Technik oder musikalisch. Es ist in allen Belangen ein sehr anspruchsvolles Instrument. Es ist aber auch schön einfach mal ohne Plan drauflos zu spielen und sich der Musik hinzugeben. Für mich ist Schlagzeug spielen neben dem Sport der wichtigste Ausgleich. Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Für mich war es spannend

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einmal als “Musiker” eine Woche im Süden zu verbringen. Als Drummer ist es schon rein logistisch relativ schwierig sich mit anderen Drummern auszutauschen und zu gleich mit einander zu spielen. Zugleich reizte mich einmal eine Woche lang intensiv Schlagzeug zu spielen. Nebst der schönen und spannenden Umgebung, hat man nebst dem Schlagzeugspielen die Möglichkeiten neue und interessante Leute kennen zu lernen. Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Es ist erstaunlich wie viel es ausmacht einmal eine Woche nur das Schlagzeug spielen in den Mittelpunkt zu stellen. Technisch macht man erstaunlich grosse Fortschritte, obwohl der Zeitraum eigentlich relativ klein ist. Der wichtigste Faktor ist für mich jedoch die Inspiration welche man aus so einer Woche nach Hause nehmen kann. Durch unterschiedliche Lehrkräfte und andere Drummer, kann man sich in kürzester Zeit seinen Horizont um einiges erweitern und man erhält völlig neue Inputs, welche ohne diesen Rahmen wohl nicht möglich wären.


Thomas Roost

Timo Camastral

Wohnort: Bern Alter: 46

Wohnort: Thun Alter: 19

Beruf: Facharzt Wie lange spielst du Schlagzeug? 25 Jahre Hast du eine Band?Ja

Beruf: Logistiker EFZ Wie lange spielst du Schlagzeug? 7 Jahre Hast du eine Band? Ja

Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Sehr wichtig, it makes me tick...

Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Für mich ist die Musik sehr wichtig in meinem Leben. Ich finde es verbindet die Menschen.

Wieso spielst du Schlagzeug? Because it makes me tick louder... Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Um mich mal eine Woche intensiver und in einem sehr ansprechenden Setting mit dem Spielen zu beschäftigen. Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Viele gute Drum-Inputs, eine deutlich bessere Cajon-Spieltechnik, neue Freunde und Lust auf Wiederholung...

Wieso spielst du Schlagzeug? Ich spiele Schlagzeug, weil es mir Spass macht und weil ich mich damit sehr gut ablenken kann. Wenn ich spiele vergesse ich die Zeit. Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Weil ich Lust hatte mit vielen anderen Drummern zusammen zu sein. Um neue Sachen zu erlernen. Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia 2013 hat mit sehr viel gebracht. Ich habe viel Material zum üben bekommen. Die Teachers konnten uns den Stoff sehr gut beibringen.

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Samuel Veyre

Richard Schmid

Wohnort: Steffisburg Alter: 20

Wohnort: Fraubrunnen Alter: 47

Beruf: Baumschulist Wie lange spielst du Schlagzeug? 10 Jahre Hast du eine Band? Nein

Beruf: Polizist Wie lange spielst du Schlagzeug? 4 Jahre Hast du eine Band? Nein

Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Extrem wichtig!

Wie wichtig ist für dich Musik in unserer Welt und in deinem Leben? Was wäre unsere Welt ohne Musik? Musik ist Leben - Musik ist Kommunikation - Musik verbindet Menschen aus allen Ländern Musik kann „Berge versetzen“ - Musik bewegt und ist emotional und daher für mich persönlich sehr sehr wichtig!

Wieso spielst du Schlagzeug? Es ist ein extrem vielfältiges Instrument und man kann abschalten und einfach nur spielen. Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Ich wollte meine Technik verbessern, neue Leute kennenlernen und einfach eine gute Zeit haben. Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Ich konnte meine Techniken verbessern und von den top Teachern extrem profitieren.

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Ich höre viel Musik, manchmal bewusst und intensiv, dass sich diese mit meinen Gedanken verbindet oder oftmals auch nur im Hintergrund. Mit Musik sind bei mir jedoch auch sehr viele Emotionen und Erlebnisse verbunden. So gibt es Musikstücke, welche mir zu „Luftsprüngen“ verhelfen können, aber auch solche, welche mich traurig stimmen. Es gibt Songs, welche mich an die erste grosse Liebe, den Verlust eines geliebten Menschen erinnern oder in mir das Reise-/Ferienfieber erneut entfachen sowie Erlebtes wieder Revue passieren lassen. So spielt bei der Musikauswahl meine Gemütslage,


mein momentanes Empfinden, die Umgebung oder meine Tätigkeit (Arbeit, Sport, Jillen, Ausspannen usw.) eine grosse Rolle. Je nach dem höre ich dann Rockabilly, Hardrock, Heavy Metal oder eben auch Blues, Country, Pop/Rock, Melodic-Rock oder etwas aus der Mundartsparte. Im Weiteren fällt mir mit Musik alles ein wenig leichter; sei es bei der Arbeit, beim langen Autofahrten, beim Sport oder beim Warten auf den nächsten Zug. Wieso spielst du Schlagzeug? Tja, gute Frage…. Schon als kleiner Junge hat mich das Instrument „Schlagzeug“ – sowie bei Konzerten der Drummer jeweils am meisten fasziniert! Messer und Gabel am Esstisch oder Töpfe und Pfannendeckel waren ja gerade dazu prädestiniert als Schlagzeug hinzuhalten. Jedoch gab es seitens der Eltern jeweils kein Gutheissen und daher auch nie die Erlaubnis zum Schlagzeugspielen. So geriet dieser Wunsch eigentlich je länger wie mehr in den Hintergrund, ja schon fast in Vergessenheit - die Faszination für dieses Instrument blieb jedoch über all die vergangen Jahre irgendwo in mir drinnen versteckt. Für mich war jedoch immer klar, dass ich das Instrument zu Hause und nicht extern in einem „Bunker“ haben wollte, was bei Mietwohnungen daher fast unmöglich ist. Vor einigen Jahren hatten wir das Glück, uns ein EFH leisten zu können, welches per Zufall über ein grosses beheiztes und mit Panzerglas „abgedichtetes“ Kellerzimmer verfügte. Und da passierte es: mit fast 45 Jahren kam die „alte Faszination“ in mir wieder hoch und schon nach kurzer Zeit war klar, dass dies mein Drumzimmer sein wird. Kurz darauf stand dann mein 1. Drumset in diesem Zimmer und die 1. Lektion war absolviert. Seither übe und spiele ich für mich alleine, aus reiner Freude an diesem

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Instrument und ohne grosse Ambitionen zu haben. Wieso hast du am Drummers Camp Sardinia teilgenommen? Am Drummers Camp Sardinia habe ich einerseits teilgenommen, um mich als Anfänger musikalisch, resp. spielerisch am Drum etwas weiterzubringen und die Gelegenheit zu nutzen, aktiv von tollen Drumlehrern Neues zu lernen. Anderseits finde ich es toll, coole Leute, welche das gleiche Hobby betreiben, kennen zu lernen und mich mit ihnen auszutauschen. Wobei das schöne am Ganzen ist, dass das jeweilige Level der Teilnehmer/innen dabei absolut keine Rolle spielt! So wird das ganze Camp zu einer richtig grossen Familie und man kann nebst dem Drummen, gemeinsam die Sonne, das Meer sowie „bella Sardinia“ in vollen Zügen geniessen - ist doch absolut genial! Was hat dir die Teilnahme am Drummers Camp Sardinia gebracht? Ich habe das Gefühl, dass mir das Drummers Camp Sardinia sehr viel gebracht hat. Sei es betr. der korrekten, ergonomischen Sitzhaltung (habe seither beim Drummen keine Knieschmerzen mehr), Handhabung und Einsatzmöglichkeiten der Sticks, Fuss- und Spieltechniken, Schlagabfolgen, Rhythmen usw. Aber auch um eingeschlichene Fehler zu erkennen und folglich zu versuchen, diese zu bereinigen. Im Weiteren zeichneten sich die jeweils zahlreichen Tips und Tricks der Drumlehrer positiv auf meine nachfolgenden Drumübungen zu Hause aus. Toll fand ich zudem im letzten Drummers Camp Sardinia das abwechslungsreiche halbtägige Programm; einerseits drinnen am Drum/Drumpads und anderseits draussen das Kennenlernen und spielen von Percussionsinstrumenten (z.B. Cajon, Shaker usw.).

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Wo bleiben die Frauen in der Musik?

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Schlagzeug ist das perfekte Musikinstrument fĂźr Frauen! Tom Beck

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In der Schweiz besuchen weniger Frauen eine Musikschule als Männer. Kommt hinzu, dass Frauen oft Gesang, Klavier oder andere «frauentypische» Instrumente für den Instrumentalunterricht auswählen. So bleiben am Ende sehr wenige Mädchen und Frauen für Schlagzeugunterricht oder Workshops übrig.

diesem Bereich. So werde ich in Zukunft versuchen, meine Projekte, allen voran das Drummers Camp Sardinia und Drummers Mag, mit HELVETIAROCKT zu verknüpfen. Text: Tom Beck

Der Grund dafür liegt in unserer Gesellschaft und den entsprechenden Klischees. Schlagzeug spielen heisst für die meisten Leute drauf hauen, prügeln, die Sau raus lassen. Alles typische MännerAttribute. Deshalb ist Schlagzeug spielen nur etwas für «Silberrücken». So kann man es selbstverständlich sehen, aber mit dieser Spielweise würde nur ein Bruchteil aller Möglichkeiten ausgeschöpft, die dieses vielseitige Instrument bietet. Schlagzeug spielen hat mit Rhythmus, Körpergefühl, Sensibilität, Ausdruck und Dynamik zu tun. Es braucht viel Fingerspitzengefühl, Präzision, Einfühlungsvermögen und nicht zuletzt ein gutes Gehör. So gesehen ist das Schlagzeug ein perfektes Musikinstrument für Frauen! Ich möchte den Klischees «Schlagzeug ist kein Instrument für Frauen» oder «Frauen in einer Band sind komisch» entgegenwirken und die Mädchen und Frauen motivieren, dieses spannende Instrument zu erlernen, um nicht zuletzt in einer Band zu spielen. So wurde ich auf den Förderverein HELVETIAROCKT aufmerksam. HELVETIAROCKT ist die „Koordinations- und Vernetzungsstelle für Frauen im Jazz, Pop und Rock“ und übernimmt die Funktion einer Drehscheibe und Vermittlerin in

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Foto: Chris Salzmann / Female Bandworkshops Bern


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Regula Frei Helvetiarockt Wir betreiben Nachwuchsförderung. Das Projekt heisst “female Bandworkshops mit Konzerten und Studiotag”.

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Die Bernerin ist seit 2011 Leiterin der Geschäftsstelle von Helvetiarockt, der Schweizer Koordinationsstelle für Musikerinnen im Jazz, Pop und Rock. Sie tourt seit 20 Jahren als E- und Kontrabassistin in Bands wie Ray Wilko, The Plugin Babes, TACO u.a. um die Welt. Regula Frei hat ihren MAS in Adult & Professional Education und arbeitete auch in der Bildungsabteilung der SBB. Ferner moderiert sie Workshops und ist zudem Fachexpertin in MethodikDidaktik. Regula Frei ist Mutter eines kleinen Sohnes und sieht sich selber als «Liebhaberin von leckerer Reduktion komplexer Vorkommnisse, als lustvolle und gefreute Gestalterin und Bildermacherin und als bodenständige und verlässliche Umsetzerin irrsinniger Ideen.» Helvetiarockt – Ob es das braucht? Fakt ist, dass Frauen in besagten und anverwandten Musiksparten auf Schweizer Bühnen massiv untervertreten sind. Insbesondere an den Instrumenten. An den Musikhochschulen sieht es nicht besser aus. Warum das so ist? Wie viele Dinge an denen Mensch beteiligt ist, ist auch dies eine komplexe und dynamische Sache. Die Sozialisation spielt eine Rolle, die fehlenden Vorbilder und die stereotypen Bilder in unseren Köpfen. Was wir tun? Wir betreiben Nachwuchsförderung. Das Projekt heisst «female Bandworkshops mit Konzerten und Studiotag». Wir stellen die Plattform zum Austausch und ein Musikerinnen-Nachschlagewerk auf www.helvetiarockt.ch zur Verfügung. Wenn du

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eine Musikerin suchst für ein Projekt oder eine mit Frauen besetzte Band wirst du da anhand der Suchfunktion fündig. Dies ist das Herzstück von HELVETIAROCKT. Und wir bauen HELVETIA on Stage, Beratungsstelle für mehr Musikerinnen Schweizer Bühnen, auf.

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Meine Mission ist das Irritieren. Mit dem was ich bin und mache ecke ich immer wieder an - und das gefällt mir.

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Fotos: Chris Salzmann / Restaurant Domino Bern

Steff La Cheffe Musikerin


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Name: Peter Vorname: Stefanie Alter: 26 Wohnort: Bern Beruf: Musikerin Wie wichtig ist die Musik in deinem Leben? Ohne Musik wäre ich unglücklich. Mit der Musik mich selber und andere zu inspirieren finde ich magisch und gibt dem Leben Sinn. Die Musik ist mein Vehikel - sie bringt mich überall hin. Durch die Musik lerne ich spannende Menschen kennen und kann an interessanten Projekten mitarbeiten. Die Musik wird mich immer begleiten, egal ob ich aktiv Musik mache oder nicht. Ich bin ein Musikfan. Ich konsumiere selber Musik und gehe an Konzerte.

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Wie wichtig ist der Stellenwert der Musik in unserer Gesellschaft? Die Musik macht uns zu Menschen. Ich denke da auch immer an die Geschichte mit den Mäusen. Alle Mäuse arbeiten fleissig und sammeln Vorräte für den Winter. Eine Maus jedoch - nennen wir sie Frederick - liegt nur rum, singt und relaxt in aller Ruhe, und nicht nur zur Freude der anderen. Im Winter im Mäuseloch sitzen die Mäuse herum und essen ihre Vorräte. Als diese plötzlich ausgehen, kommt eine miese Stimmung auf. Jetzt beginnt Frederick von seinen Eindrücken vom Sommer zu berichten, singt und beschreibt die schöne Sommerstimmung. Da kommt plötzlich wieder Laune in die Runde! Wir müssen aufpassen, dass die Musik nicht von der Wirtschaft gekidnappt wird. In unserer westlichen Welt, die vom Materialismus geprägt ist, ist das eine grosse Gefahr.


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Wie bist du darauf gekommen ein Instrument zu spielen oder zu singen? Mit 13 Jahren schrieb ich meine ersten Texte und begann parallel dazu mit dem Beatboxing. 2009 begleitete ich Andreas Vollenweider als Beatboxerin auf seinen Konzerten. Da bin ich auf den Geschmack gekommen. Ich habe gemerkt, das ist mein Ding - das ich will auch! Instrument bewegen oder auslösen? Meine Mission ist das Irritieren. Mit dem was ich bin und mache - ecke ich immer wieder an - und das gefällt mir. Ich kann etwas Unordnung in die stark strukturierten Köpfe bringen. Es sind die neuen Impulse die mich interessieren. Hier möchte ich Inputs geben und Vorbild sein. Ich gebe keine Ratschläge - jedoch Antworten - wenn ich gefragt werde.

Als ich dann ein Instrument erlernen sollte, spielte ich etwas Gitarre. Ich musste dann immer klassische Stücke spielen oder Flamenco! Aber das hat mich dann angeschissen und ich hörte wieder Was möchtest du mit deiner Musik oder deinem

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Das Lebensgefühl das ich mit dem Jodeln verbinde, möchte ich mit den Menschen teilen.

Fotos: Chris Salzmann / Konzepthalle 6 Thun

Melanie Oesch Musikerin


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Name: Oesch Vorname: Melanie Alter: 26 Wohnort: Schwarzenegg Beruf: Musikerin Wie wichtig ist die Musik in deinem Leben? Sehr wichtig. Ein Allerweltsheilmittel würde ich sagen. Mit Musik kann ich mich beruhigen. Die Musik hilft mir auch Themen zu verarbeiten. Musik ist für mich aber auch Unterhaltung und Freude. Ein Leben ohne Musik könnte ich mir nicht vorstellen. Ich lebe und liebe die Musik. Wie wichtig ist der Stellenwert der Musik in unserer Gesellschaft? Ich denke der Stellenwert der Musik in der Gesellschaft ist sehr hoch. Viele Menschen sagen, sie können ohne Musik nicht leben.

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Viele starten den Tag mit dem aufdrehen der Radios. Jedoch wird die Musik auch immer mehr zu einem Passivmedium. Musik läuft einfach so nebenbei - was nicht das gleiche ist, wie wenn man Musik bewusst hört. Musik machen und produzieren, ist für mich ein Handwerk. Ein Schreiner produziert einen Tisch - ich produziere Musik. Da sehe ich einen Zusammenhang. Beide tun etwas mit viel Aufwand und Herzblut. Viele Konsumenten sind sich gar nicht bewusst, wie viel Aufwand hinter einer Musikproduktion steht. Vielleicht müsste man hier die Gesellschaft ein wenig sensibilisieren - ich könnte mir vorstellen - dass dies zu einem bewussteren Wahrnehmen und Konsumieren der Musik führen könnte.


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Wie bist du darauf gekommen ein Instrument zu spielen oder zu singen? Durch meine Familiengeschichte. Mein Grossvater begann mit Musik machen - dann mein Vater. Musik war und ist in unserer Familie allgegenwärtig und ein fester Bestandteil im Alltag. Als Kinder wollten wir immer mit dabei sein und auch Musik machen. Das Jodeln faszinierte mich von Anbeginn an - und es lag mir auch! Dann fing sich die Spirale an zu drehen - und sie dreht immer noch. Was möchtest du mit deiner Musik oder deinem Instrument bewegen oder auslösen? Das Lebensgefühl das ich mit dem Jodeln verbinde, möchte ich mit den Menschen teilen. Mein musikalischer Anspruch an mich selber ist sehr hoch. Dieser Invest ermöglicht es mir immer wieder meinen Horizont zu erweitern. Ich denke, das merken die Menschen und es kann sie auch

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motivieren aktiv zu sein. Aber ich möchte auch ganz einfach die Leute unterhalten. Das ist mir sehr wichtig.


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Musik muss einfahren, muss berühren alles zusammen - und zwar extrem!

Fotos: Chris Salzmann / Commihalle Zürich

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Gigi Moto Musikerin


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Name: Moto Vorname: Gigi Alter: 49 Wohnort: Zürich Beruf: Musikerin Wie wichtig ist die Musik in deinem Leben? Ich kann mir ein Leben ohne Musik nicht vorstellen. Wenn das jetzt wegfallen würde, wäre ich ein bisschen verloren, wüsste gar nicht mehr richtig, wer ich bin. Seit ich 19 Jahre alt bin, definiere ich mich in einem gewissen Sinne auch über die Musik. Sie ist für mich ein Energiespender. Vor einem Konzert habe ich oft grosses Lampenfieber, aber die Adrenalinschübe und die ekstatischen Momente während eines Konzertes geben mir Energie für längere Zeit. Es gibt aber auch Momente, in denen ich mich frage, wieso ich das immer wieder auf mich nehme. Auch wenn ich auf gewisse Menschen extrovertiert wirke oder zumindest so, als würde es mir leicht fallen so ist es nicht. Ein Konzert bedeutet für mich einen grossen Energieaufwand. Wie wichtig ist der Stellenwert der Musik in unserer Gesellschaft? Der Stellenwert der Musik wird oft unterschätzt, hat sie doch ganze Generationen geprägt. Ich habe das Gefühl, dass die Musik immer kurzlebiger wird, was wohl mit der grossen Auswahl zu tun hat. Ich persönlich höre gern ältere, aber auch ganz neue Musik, sofern ich den Zugang finde. Was ich aber ganz wichtig finde, ist, dass man auch aktiv musiziert. Wenn man neben dem Musik hören auch selber Musik macht, schafft einem das einen ganz anderen Zugang.

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Ein Beispiel: Unsere Tochter singt den ganzen Tag, coole Songs von heute angesagten, grossartigen Sängerinnen und geniesst es sichtlich. Ich bin sehr stolz auf sie, weil sie auch selber Melodien zusammen baut und dabei hemmungslos ist. In der Schule hat die Musik einen eher geringen Stellenwert. Man muss also selber aktiv sein.


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Wie bist du darauf gekommen ein Instrument zu spielen oder zu singen? Gesungen habe ich schon immer. Ich habe gesungen, damit es mir gut geht! In der Pubertät habe ich dann anderen Sängern nachgesungen, vor allem Al Jarreau. Er war mein Lieblingssänger, als ich 12 war. Über Jahre sang ich ihm nach. Das war für mich wie eine Gesangsausbildung. Dann kamen noch andere dazu wie Aretha Franklin, aber auch italienische Cantautori, weil mir die italienische Sprache gefiel. Ausserdem sang ich oft in der Badewanne, auf dem Velo, auf den Skis und natürlich in der Schule. Als ich dann ein Instrument erlernen sollte, spielte ich etwas Gitarre. Ich musste dann immer klassische Stücke spielen oder Flamenco! Aber das hat mich dann angeödet und ich hörte wieder auf. Ich bin eher faul auf Instrumenten. Saxophon habe ich auch gelernt, aber nur, weil mein Vater

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immer sagte, dies käme der menschlichen Stimme am nächsten und weil man ein Instrument spielen musste in der Ausbildung zur Primarlehrerin. Heute arbeite ich zwei Tage pro Woche in einem Hort. Dort geht es nicht um Leistung, da wird einfach gespielt und gelebt. So sollte sich auch Musik anfühlen.


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Wenn ich mit Musik hören Geld verdienen könnte, wäre ich wohl Musikhörer geworden!

Fotos: Chris Salzmann / Restaurant Drei Eidgenossen Bern

David Gattiker Musiker


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Name: Gattiker Vorname: David Alter: 59 Wohnort: Bern Beruf: Musiker, Musikschulleiter Wie wichtig ist die Musik in deinem Leben? Sehr zentral! Schon alleine deshalb, weil ich fast ununterbrochen Musik höre. Schon als Kind hatte ich immer die Möglichkeit, Musik zu hören und selber zu machen. Ich bekam zum Beispiel schon eine Maulgeige ins Laufgitter. Aber nochmals zum Musik hören: Wenn man vom Musik hören leben könnte, wäre ich wohl Musikhörer geworden. Das reicht mir manchmal schon fast. Aber ich übe auch sehr gerne ein Instrument. Ich brauche die Energie, die mir die Musik gibt. Ich habe zum Beispiel einen Drummer gesehen, dessen Spiel mich sehr beeindruckt hat. Schon als Junge spielte er schon viel reifer als andere. Er hat einen etwas untypischen Lehrer, eher aus der freien Szene. Jetzt ist der Schüler schon 21 Jahre alt, sehr talentiert, hat aber immer noch den selben Lehrer. Als ich ihn kürzlich fragte, warum er nicht den Lehrer wechselt, sagte er: «Weisst du, er hat mich gelehrt zuzuhören.» Ein schöneres Kompliment kann man einem Lehrer fast nicht machen. Wie wichtig ist der Stellenwert der Musik in unserer Gesellschaft? Eine sehr breite Frage. Musik ist überall präsent, auch jetzt hier im Restaurant. Wenn wir den Musikkonsum betrachten, haben wir die Musikindustrie einerseits, die sehr viel steuert. Man hat ja heute auch anderen Zugang zur Musik, mit Youtube zum Beispiel. Oder dass man ein Lied downloaden kann ist für den einen toll, für den anderen weniger. Irgendwie ist alles 89

einfacher aber gleichzeitig auch komplizierter geworden. Trotzdem finde ich es toll, dass zumindest hier der offene Zugang nicht eine Frage der Gesellschaftsschicht ist. Andererseits haben wir aber auch die Musikschule. Ich als Musiklehrer bin immer mit der Frage konfrontiert, wie man allen Schülern Musikunterricht ermöglichen könnte. Im Moment ist es immer noch eine Frage des Privilegs. Hat man sowieso schon wenig Geld, liegt der Instrumentalunterricht gar nicht drin. Wie bist du darauf gekommen ein Instrument zu spielen oder zu singen? Als dreijähriger fing ich an Ukulele und Maulgeige zu spielen, dann kam mit 7 Jahren das Cello dazu und ein paar Jahre später die Gitarre und Klavier. Cello habe ich studiert und ein Lehrdiplom gemacht, die anderen Instrumente habe ich mir mehr autodidaktisch angeeignet. Gitarrespielen habe ich zum Beispiel auf der Münsterplattform gelehrnt. Wichtig ist, dass ich immer schon sehr viel Musik gehört habe, und zwar in allen Sparten. Viel klassische, aber auch zeitgenössische Musik. Ich habe sehr oft Langspielplatten gehört. Dazu kam, dass, als ich 8 Jahre alt war, meine Schwester in London eine Tanzausbildung machte. Darum hatte ich auch den Draht zu dieser Musikmetropole. Jimi Hendrix war ein grosses Idol für mich, obwohl er zu dieser Zeit nicht sehr beliebt war. Ich liebte immer das ‹krasse›.


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Das breite Spektrum an Musik ermöglichte mir auch einen freien Zugang zur Musik. Als ich mich dann für ein Instrument entscheiden musste, wählte ich das Cello. Was möchtest du mit deiner Musik oder deinem Instrument bewegen oder auslösen? In den 80iger Jahren wollte ich auf die Bühne, wollte etwas erzählen. Das hat sich aber geändert. Diesen Drang verspüre ich jetzt nicht mehr. Jetzt mache ich sie mehr für mich selber, einfach weil es Spass macht. Es ist mir auch enorm wichtig, immer in Bewegung zu bleiben. Darum ist es für mich schwer vorstellbar, beispielsweise monatelang in einem Orchester immer wieder die selben Stücke zu spielen. Ich habe gerade angefangen, Trompete zu spielen. Ein Freund hat mir eine Trompete verkauft weil er

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zwei hatte und nur eine brauchte. Jetzt spiele ich leidenschaftlich Trompete. Eine sinnliche Lust, die mir grosse Freude bereitet. Jetzt fange ich an, Stunden zu nehmen beim Trompeter Dave Blaser und natürlich auch über Youtube!


SemesterAbschlusskonzert Schlagzeugschule Tom Beck

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Der Semesterabschluss-Event der Schlagzeugschulen von Tom Beck (Bern und Thun) ist immer ein Highlight. “Die SchülerInnen freuen sich schon zu Beginn des Semesters auf diese Veranstaltung und haben ein konkretes Ziel vor Augen. Es soll keine Vortragsübung sein, wie man sie von anderen Schulen kennt, sondern ein Fest für die Teilnehmenden und deren Angehörigen. Die Zeichnung von Olivia (Tochter von Chris), die sie mir nach dem Abend schenkte, sagt alles! Viel Spass bei den nachfolgenden Impressionen.

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Fotos: Chris Salzmann / DAP Dance & Fitness Thun


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Ein grosses Dankeschön an alle Teilnehmenden, meiner Familie, Eveline, Chris, Peggy und dem Team vom DAP – und nicht zuletzt dem tollen Publikum!

Ich widme diesen Beitrag meinem kürzlich verstorbenen Vater, der diesen Anlass immer liebte. Tom Beck

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Dummers Mag introduces Tom Beck‘s world – a multifaceted and interactive realm. Featuring stunning video, incredible photography and interactive content, this is a truly immersive and fascinating experience not to be missed.

Š 2014 drummersmag.com 162

DRUMMERSMAG #003  

Mit dem Drummers Mag wollen wir so viele Menschen wie möglich für das Thema “Musik erleben und machen” begeistern. Das Drummers Mag ist unse...

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