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Mittwoch, 9. Oktober 2013 112. Jahrgang, Nr. 78

Blaser_Bestattungen_Layout 1 08.08.2012 1 Lokalzeitung für das Prättigau, die Herrschaft und den Kreis Fünf Dörfer • Erscheint Mittwoch und Samstag • Regional und volksnah!

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Klosters-Serneus

Parlament steht hinter Vereina-Fernwärmeverbund Die Gemeinde KlostersSerneus will das warme Wasser, welches aus dem Vereinatunnel abfliesst, zwecks Gewinnung von Wärme­energie nutzen. An seiner Sitzung vom vergangenen Donnerstagabend hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, dass die Gemeinde mit dem EWZ als Projektträger Wärme-Lieferverträge abschliessen kann. Am Wärme­verbund sollen auch Private und Hotels angeschlossen werden. Gemäss Pressebulletin hat das Gemeindeparlament von KlostersSerneus am Donnerstagabend, 3. Oktober 2013, seine bis dato längste Sitzung der Legislatur 2013/16 abgehalten. Die Budgets 2014 wurden einstimmig zu Handen der Urnengemeinde vom 24. November verabschiedet. Die Laufende Rechnung sieht bei Aufwendungen von rund 39 000 Franken sowie Erträgen von rund 38 000 Franken ein Defizit von 724 000 Franken vor. Es wird mit Nettoinvestitionen in der Höhe von 13,8 Millionen Franken gerechnet. Zur Überarbeitung zurückgewiesen wurde die Teilrevision Ortsplanung, Zonenplan 1:2000 Christlisch, welche die Einzonung des Gebiets Christlisch in eine Freihaltezone vorsieht. Zurückgewiesen wurde auch die beantragte Einführung eines NiederflurKehrichtsammelstellen-Systems

Der Vereinatunnel soll in absehbarer Zukunft auch als Energielieferant genutzt werden.  (Moloks). Der Nutzen des Systems sei in der Botschaft an die Urnengemeinde einleuchtender darzulegen. Fernwärmeprojekt Unmittelbar nach der Eröffnung des Vereinatunnels im Jahre 1999 wurde im Rahmen einer durch das Bundesamt für Energie in Auftrag gegebenen Studie festgestellt, dass aus dem Vereinatunnel Nord in der Minute 2100 Liter Wasser mit

einer Temperatur von 17 Grad austritt, welches mittels Wärmepumpe zur Energienutzung verwendet werden könnte. Ebenfalls vor Jahren wurde seitens des Hotels «Silvretta» Interesse an einer Nutzung des Tunnelwassers zwecks geothermischer Energiegewinnung Kund getan. Im Hinblick auf das angestrebte Energiestadt-Label Ende 2012 rückte die Nutzung des warmen Bergwassers, welches sich im Vereinatunnel sammelt,

Fotos: H. Wyss

erneut in den Vordergrund. Weiterverfolgt wurde jedoch nicht die isolierte Nutzung der Wasserwärme durch einzelne Private. Vielmehr sprach sich der Gemeindevorstand für eine Nutzung durch die Gemeinde in einem grösseren Wärmeverbund aus. Konkretere Formen nahm das Interesse an der Nutzung des Tunnelwassers im Zusammenhang mit der zu sanierenden Holzschnitzel-Hei u Seite 2

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Nr. 78

zung im Werkhof und dem Bedarf nach einem Heizsystem für das Feuerwehrlokal im Doggiloch an. Im Juni 2011 fasste der Vorstand den Grundsatzentscheid, die technische Machbarkeit für eine Nutzung des Tunnelwassers zur Wärme- und Stromproduktion abschliessend weiter zu verfolgen. 12 Gemeindeliegenschaften Im Juli 2012 sprach sich der Vorstand dafür aus, die Erschliessung der zur Verfügung stehenden alternativen Energiequellen (Holzschnitzel, Vereinatunnelwasser) und die Versorgung von Gemeindeliegenschaften sowie privater Gebäude innerhalb eines Fernwärmeverbunds an einen starken Partner zu übertragen, dies im Rahmen eines Contractings. Das interessierte Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) begab sich in der Folge in diesem Frühjahr auf Abnehmersuche. Wie in der Stellungnahme des Vorstandes festgehalten, möchte sich das Hotel «Silvretta» am Wärmeverbund genauso beteiligen wie das vor der Realisierung stehende Hotel «Pardenn». Eine Voraussetzung dafür, dass das Projekt richtig ins Rollen kommt, ist die Leaderrolle der Gemeinde. Es ist geplant, dass sie sich mit 12 Liegenschaften am Wärmeverbund beteiligt. Unter anderem handelt es sich dabei um das Rathaus, den neuen Teil des Oberstufenschulhauses Platz, das Primarschulhaus Platz, den Werkhof sowie das Feuerwehrlokal an

erneuerbare Energie ersetzt werden. Allein die Gemeinde könnte 150 000 Liter Heizöl sparen. Die CO₂-Emissionen könnten massiv reduziert werden. Die Gesamt­ investitionen des EWZ werden auf über zehn Millionen Franken geschätzt. Der Start zur Ausführungsplanung soll 2014 erfolgen. Die Repower als weiterer Projektpartner möchte das aus dem Tunnel talwärts zur künftigen Heizzentrale strömende Wasser turbinieren und so Strom produzieren.

Gemäss Machbarkeitsstudie ist beim Oberstufenschulhaus Platz die Anbringung von zwei Gebäudekörpern möglich. der Doggilochstrasse. Die einmaligen Anschlusskosten betragen 390 000 Franken. 150 000 Liter Heizöl sparen Nach intensiver Debatte haben sich die Klosterser Parlamentarierinnen und Parlamentarier mit zehn zu drei Stimmen für die Beteiligung der Gemeinde am Wärmeverbund ausgesprochen. Im Grundsatz wurde das Projekt im Rat einhellig unterstützt. Die Volksvertreter hätten sich aber an den unvollständigen Informationen im Bericht gestossen, heisst es in der Mitteilung. So fehlten darin insbesondere Vergleichszahlen zwischen dem neuen Heizwerk und einer konventionellen Ölhei-

zung. Der operative kommunale Projektverantwortliche für das Projekt Heizzentrale/Fernwärmeverbund, Christian Rüsch, Leiter Forstbetrieb Klosters-Serneus, der ebenfalls anwesende Vertreter des EWZ, Roland Hübscher, Gemeindepräsident Kurt Steck wie auch Vorstandsmitglied Marc Däscher «konnten die beklagten fehlenden Informationen fast restlos beibringen und den Rat schliesslich mit vehementer Überzeugungskraft und Herzblut zur Unterstützung der Unterzeichnung der Anschlussverträge bewegen». Das schlagendste Argument: bei der Realisierung dieser Heizanlage können in Klosters jährlich rund 1 Million Liter Heizöl durch

Pferdezuchtgenossenschaft Graubünden

Beständeschauen in Grüsch und Zernez Am Freitag, 11. Oktober 2013, sind 18 Freibergerfohlen und 6 Schweizer Warmblutfohlen zur Beständeschau auf dem Fahr- und Reitplatz in Grüsch angemeldet. Die Beurteilung der FM-Fohlen beginnt um 9.30 Uhr, anschliessend an die Punktierung werden die schönsten Fohlen im Rappel gezeigt. Alle Fohlen werden nach den drei Kriterien Rassetypus, Körperbau und Gänge beurteilt. Das Zuchtziel bei jeder Rasse ist ein rassetypisches Pferd mit gesundem Fundament und korrektem Körperbau, sowie mit elastischen, raumgreifenden Gängen. Für das leibliche Wohl von Zuschauern und Züchtern wird auf dem Schauplatz mit einer Festwirtschaft gesorgt. Die Fohlenschau für das Engadin und die Südbündner Täler findet am

Samstag, 12. Oktober 2013, ab 10 Uhr, auf der Schlosswiese in Zernez statt. Dort werden den Richtern 13 Freibergerfohlen vorgeführt. Der Vorstand der Pferdezucht-Genossenschaft Graubünden wünscht

allen ZüchterInnen erfolgreiche Tage und den Zuschauern unter dem Motto «Chum und Lueg!» viel Freude und gemütliche Stunden. Weitere Infos: www.graubuendenpferde.ch  (pd)

Schulraumschaffung Der vom Gemeindevorstand mit der Erarbeitung eines Machbarkeitsnachweises Schulraumschaffung betraute Planer habe dem Rat eindrücklich aufzeigen können, dass die Klosterser Oberstufenschulen und die Primarschule Klosters Platz am heutigen Oberstufen-Schulstandort realisiert werden könnten, heisst es. Mit der möglichen Anordnung von zwei Gebäudekörpern – westlich die Primarschule, südlich die Oberstufenschulen mit Integration einer grosszügigen Doppelturnhalle mit möglicher Dreifach-Nutzung – könnten auch genügend grosszügige Aussenflächen gestaltet werden. In einem nächsten Schritt soll nun der Grundsatzentscheid betreffend Standort gefällt werden. Dazu gilt es, das tatsächlich vorzusehende Raumangebot zu eruieren. Ein Projektwettbewerb soll vorbereitet werden. (hw)

www.drucki.ch Impressum Verlag AG Buchdruckerei Schiers Telefon 081 328 15 66, Fax 081 328 19 55 info@drucki.ch, www.drucki.ch Beglaubigte Auflage: 3678 Redaktion: Marco Schnell, Leitung (ms) Heidi Wyss (hw) redaktion@drucki.ch Abonnementspreise: Jährlich: Fr. 120.–, Halbjährlich: Fr. 66.– Einzelpreis Fr. 1.50 (inkl. MwSt.) Inserate: Inseratenannahme direkt beim Verlag. Insertionspreis für eine einspaltige Millimeter-Zeile Fr. –.70 plus 8% MwSt. Die P&H erscheint zweimal wöchentlich jeweils am Mittwoch und Samstag. Die P&H wird gedruckt auf LETTURA 60. Die Herstellung erfolgt nach dem Label «Der blauen Engel». Das Papier besteht aus 100% Altpapier.



Foto: zVg

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Fanas/Prättigau

Schiers

Neu auch Englisch Sprachcamps in Fanas

Die Gemeindesäge soll nicht stillstehen

Eltern aus der Region Prättigau Davos haben nach der Einführung von Italienisch und Englisch als Frühfremdsprachen die Initiative ergriffen und zur Unterstützung der Primarschüler die Sprachcamps in Fanas lanciert. In den Sprachcamps sollen die Primarschüler wieder Freude am Sprachen lernen gewinnen und dank der kompetenten Unterstützung von den Muttersprachlern Silvia Gianneri (Italien) und Joy Elsey (England) auch Defizite abbauen. Diesen Sommer fand der erste Italienisch Sprachkurs im Gasthaus Alpina in Fanas statt, neu wird es ab den Herbstferien nebst dem Italienisch auch Englisch Sprachcamps zur Unterstützung der Primarschüler geben. Ein Betreuungsteam sorgt dafür, dass in der Freizeit und bei Ausflügen auch der Spassfaktor nicht vergessen geht. Die Kurse können intern (mit Kost und Logis) oder extern belegt werden. Weitere Informationen und Anmeldungen www.sprachcampsfanas.com.

Bündner Wanderwege

Wanderleiterausbildung Seit 24 Jahren bildet die BAW Bündner Wanderwege Wanderleiter aus. Ziel dieser Ausbildung ist die sichere Führung der Wanderer in unserer Gebirgswelt durch ausgebildete Wanderleiter sowie die Fähigkeit, einzelne Sachgebiete anzuwenden und das Wissen an die Wanderer weiterzugeben. Seit 2012 besteht die Möglichkeit, den eidgenössischen Fachausweis als Wanderleiter oder Wanderleiterin zu erlangen. Die BAW hat ihr Angebot der neuen Situation angepasst und bietet seit drei Jahren eine modulare, professionelle Wanderleiterausbildung an, welche sich als Vorbereitung für diesen Abschluss eignet. Im Frühjahr 2014 startet der vierte Lehrgang, zu welchem am Freitag, 18. Oktober eine Information stattfindet. Treffpunkt BAW Geschäftsstelle, Kornplatz 12, Chur ab 18 Uhr. Weitere Infos: www.baw-gr.ch/ Ausbildung.  (pd)

Die von 210 Stimmberechtigten besuchte Gemeindeversammlung vom vergangenen Freitag hat die Stilllegung der Gemeindesäge deutlich abgelehnt. Gemäss Botschaft des Gemeindevorstandes beträgt der jährliche Fehlbetrag des Sägereibetriebes rund 50 000 Franken. Diese Feststellung und weitere Fakten bewogen den Gemeindevorstand im Rahmen des eingeschlagenen Sparkurses zu beantragen, den Betrieb einzustellen. Aus der Diskussion ging hervor, dass dieser Dienstleistungsbetrieb aufrecht erhalten werden sollte, es gebe auch noch andere unrentable Betriebszweige. Insbesondere angeregt wurden, die Betriebsabläufe zu optimieren und den Verkauf zu fördern, damit die Wirtschaftlichkeit verbessert werden könne. Ausführlich und fundiert setzte sich ein Votant für den Antrag des Gemeindevorstandes ein. Es könne nicht sein, dass ein defizitärer Betrieb von dem nur 2,6 Prozent der Bevölkerung profitiere, aufrecht erhalten werde. Er stellte die Finanzierungsfrage bei einem absehbaren Maschinenersatz. Die Gemeinde habe noch einige Probleme zu lösen, unter

Zumindest bis Investitionen anstehen, soll die Gemeindesäge weiterlaufen. Foto: H. Wyss anderem könne der Strassenunterhalt aus finanziellen Gründen nicht zeitgerecht ausgeführt werden. Die Betriebsschliessung wurde dann aber mit 30 Ja- gegen 166 Nein-Stimmen abgelehnt. Genehmigung fanden das Budget 2013/14 sowie die Schulordnung des Schulverbandes Fideris-FurnaJenaz-Schiers. Bei einer Schülerzahl von 292 belaufen sich die Kosten für die Gemeinde Schiers auf beinahe 3 Mio. Franken. Die Entschädigung für das Gemeindepräsidium wurde von bisher 65 000 Franken neu auf 69 000

Franken festgesetzt. Gutgeheissen wurden eine Teilrevision des Steuergesetzes sowie des Gesetzes über die Wildruhezonen. Wahlen Gemeindepräsident Christoph Jaag wurde mit 176 Stimmen bestätigt. Ebenso die Vorstandsmitglieder Peter Sutter-Inauen mit 199 und Christian Kessler mit 190 Stimmen. In der Geschäftsprüfungskommission hatten Heini Hagmann und Urs Vetsch demissioniert. Sie wurden ersetzt durch Andrin Tarnutzer und Marco Willi.  (hk)

Saas

Gelungenes zweites Schteileggfest Eine aufgestellte Stimmung lag über dem Fest in der «FitschiBude», das die Jungmannschaft «d’Höckler» am letzten Samstagabend bereits zum zweiten Mal organisiert hat und rege besucht wurde von Jung und Alt. «Es ist etwas Besonderes, dass in Saas der Zusammenhalt zwischen der jüngeren und der älteren Generation stärker und viel selbstverständlicher ist als in anderen Dörfern. So erhielten wir auch für das Schteileggfest grosszügig Unterstützung und viel positives Feedback», freut sich Vereinspräsidentin Stephanie Bruder. Nebst grossem, kreativem Barbetrieb wurden die beliebten Schnitzelbrote und Würste vom Grill angeboten. DJ Christian Wehrli erfüllte die sonstige Werkstatt/Garage gekonnt mit modernem Sound. Aktuell bilden 17 motivierte junge Leute den im 2011 gegründeten Verein der Jungmannschaft «d’Höckler»

Saas und sie freuen sich über neue Mitglieder. Ihr Leitgedanke ist, den Zusammenhalt junger aktiver Leute zu fördern und etwas Neues auf die Beine zu stellen, sei es mit Veranstaltungen und Events wie das Schteileggfest oder das letztjährige Unihockeyturnier. Als Zukunftsvision sind auch gemein-

same Reisen ein Thema. Interessierte junge Leute ab 16 Jahren, die dem Verein beitreten möchten, melden sich bei Stephanie Bruder, Telefon 079 318 48 45.  (hr)

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Das Schteileggfest fand bereits zum zweiten Mal grosse Beliebtheit, bei Saasern wie bei Auswärtigen. Foto: H. Roth


Aus der Region

4 Persönlich

Schiers

Erfolgreiche Hochschul­ absolventen

Luzi Kobald stellt sich vor

Kürzlich feierten 275 Bachelorund Masterstudierende der HSR Hochschule für Technik Rapperswil ihren erfolgreichen Studien­ abschluss, darunter auch zwei Vertreter aus der P&H-Region. Zu den ersten Absolventen des neuen Bachelorstudiengangs Erneuerbare Energien und Umwelttechnik gehört Jan Hollenstein aus Jenaz. Mit dem Master of Science in Engineerig MSE schloss Christoph Philipp aus Schiers ab.  (pd)

Persönlich

Diplomfeier Soziale Arbeit Kürzlich fand an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften FHS St. Gallen die Übergabe der Diplome an die erfolgreichen Absolventen des Fachbereichs Soziale Arbeit statt. 74 Bachelorabsolventen sowie ein Masterabsolvent durften das Diplom entgegennehmen, einzige Diplomandin aus der P&H-Region ist Marina Schwitter aus Malans.  (pd)

Pontresina

Leiche auf dem Morteratschgletscher gefunden Vergangene Woche meldeten Glaziologen der Kantonspolizei Graubünden einen Leichenfund auf dem Morteratschgletscher. Es handelt sich dabei um den unteren Körperteil eines Mannes mitsamt Bergsteigerausrüstung. Am Donnerstag flog die Polizei mit dem Helikopter zum Fundort unterhalb des «Labyrinths» auf der Höhe der Bovalhütte. Die Leiche wurde ins Spital nach Samedan geflogen und von da in die Rechtsmedizin des Kantonsspitals Graubünden überführt, wo eine DNAAnalyse erfolgt. Damit wird man Klarheit betreffend der Identität des Toten haben. Immer wieder schafft das Eis Leichenteile von vermissten Bergsteigern an die Gletscheroberfläche. Insgesamt gelten im Berninagebiet dreissig Personen als vermisst.  (kapo)

Hallo werter Leser Ich heisse Luzi Kobald, bin zwanzig Jahre alt und komme aus Strahlegg, Fideris. Dieses Jahr habe ich die Matura hier an der EMSSchiers bestanden, mit Schwerpunktfach Spanisch. Nach dieser Zeit des gepflogenen Schulbankdrückens wollte ich endlich auch mal einen Einblick in die Berufswelt von heute erhaschen: Seit Anfang September dieses Jahres bin ich beim P&H als Praktikant angestellt. Ich schreibe, sortiere und korrigiere, hier dort und überall. Auch durfte ich mich schon zu gewissen Anlässen begeben und diese fotografisch dokumentieren, was ein weiterer Teil dieses vielfältigen Berufsfeldes ist. Darum bin ich auch da: um einen möglichst vielfältigen und umfangreichen Einblick in diesen Beruf zu ergattern, und dabei so viel zu lernen, wie irgend möglich. Um mit Menschen zu kommunizieren, wichtige Informationen aus Situationen herauszuziehen, ein Auge für gute Bilder zu entwickeln und vor allem gute Texte zu schreiben; deswegen bin ich bei der Zeitung, um Fähigkeiten auszubilden, welche mir wichtig erscheinen. Vor allem interessiert mich, wie die Leser einen Text oder Bilder aufnehmen

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Luzi Kobald, neu hinzugekommener Praktikant beim P&H. – wie so ein Medium auf den Rezipienten wirkt. Die Mitarbeiter sind nette, offene Menschen, die jeden Tag ihr Bestes tun. So bereitet es mir Freude, Tag für Tag etwas anderes zu machen und dadurch zu lernen. Höchstwahrscheinlich werde ich Kommunikation und Publizistik in Zürich studieren. Auch wenn ich mir noch nicht sicher bin, in was für ein Berufsfeld mich mein Studium bringen wird, erlange ich hier Fähigkeiten, welche sich vielfältig im Leben einsetzen lassen. Das gleiche er-

hoffe ich mir von eben genanntem Studium. Denn Medien sind ein Kernbestandteil der ersten Welt, und deren Wirkung und Einfluss auf die Gesellschaft sind immens – damit möchte ich mich gerne irgendwann beschäftigen. Alles in allem werden meine Erwartungen an das Praktikum erfüllt: die Arbeit liegt mir (oder so denke ich zumindest), ich lerne so einiges und verbessere Fähigkeiten, von denen ich bisher nur ansatzweise Gebrauch gemacht habe. (lk)

Pragg-Jenaz

Quad kollidiert frontal mit Lastwagen Auf der alten Kantonsstrasse zwischen Pragg-Jenaz und Schiers ist es am Freitagmittag zu einer Kollision zwischen einem Quad und einem Lastwagen gekommen. Der Quadlenker verletzte sich. Der 28-jährige Einheimische fuhr mit einem Quad von Pragg-Jenaz auf der alten Kantonsstrasse in Richtung Schiers. In einer unübersichtlichen Rechtskurve kam ihm an einer schmalen Stelle ein Lastwagen entgegen. Der Lastwagen hielt sofort an. Obwohl der Quadfahrer auch sofort bremste, prallte er in den stehenden Lastwagen. Er verletzte sich dabei leicht und wurde von der Ambulanz ins Spital nach Schiers gebracht. Der Quad musste abgeschleppt werden. Die Kantonspolizei Graubünden klärt jetzt den Unfallhergang ab. (kapo)

An dieser schmalen Stelle kollidierte der Quad mit dem Lastwagen.  Foto: M. Schnell


Mittwoch, 9. Oktober 2013

Fotor端ckblick

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Atemschutz-Wettkampf in Fideris

Steileggifest in Saas

Fotos: H. Wyss

Fotos: H. Roth


Baby-Seite

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Malin Fehr

Larissa Christ

e t i e S y b a B 1. Sept. 2013, 50 cm, 3070 gr

3. Sept. 2013, 50 cm, 3200 g

Eltern: Martin und Heidi Fehr-Rupp, Furna

Eltern: Hansi und Nadja Christ, Küblis

Livio Lingenhag

Matteo Lisignoli

Oona Sara Langenegger

3. Sept. 2013, 50 cm, 4070 g

6. Sept. 2013, 51 cm, 3880 g

13. Sept. 2013, 53 cm, 3450 g

Eltern: Arno und Alexandra Lingenhag-Boner, Küblis

Moreno Bärtsch

14. Sept. 2013, 49 cm, 3230 g Eltern: Johannes und Ladina Bärtsch, Seewis-Schmitten

Eltern Stefano und Eva Lisignoli, Landquart

Janina Hansemann

Fabio Willi

17. Sept. 2013, 50 cm, 3510 g

19. Sept. 2013, 45 cm, 2650 g

Eltern: Jürg und Nadja Hansemann, Conters

Martin Heinrich Bebi

Larina Mathis

22. Sept. 2013, 50 cm, 2990 g

27. Sept. 2013, 50 cm, 2870 g

Eltern: Peter und Irene Bebi, Pragg-Jenaz

Eltern: Bruno und Tamara Langenegger, Malans

Eltern: Peter und Daniela Mathis, Küblis

Eltern: Johannes und Silvana Willi, Lunden

Geburten im September im Regionalspital Prättigau


Mittwoch, 9. Oktober 2013

Aus der Region

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Rückblick auf die Herbstsession der eidgenössischen Räte, 1. Teil

Von Heinz Brand, Klosters Nationalrat SVP Mit der Herbstsession, welche vom 9. bis 26. September 2013 dauerte, sind die eidgenössischen Räte bereits in der Halbzeit der 49. Legislaturperiode angelangt. Während dieser Zeit sind bereits über zehn neue Nationalrätinnen und -räte nachgerutscht und vereidigt worden, davon drei, nämlich Martina Munz (SP/SH), Sylvie Perrinjaquet (FDP/NE) und Raymond Clottu (SVP/NE), zu Beginn der letzten Session. Nach der etwas hektischen Sommersession mit der viel Umtriebe verursachenden «Lex USA» war für die Herbstsession wieder «courant normal» angesagt, obschon erneut wichtige Geschäfte auf der Traktandenliste standen. Quasi im Nachgang zur «Lex USA» hatte der Nationalrat als Zweitrat ein Abkommen zur Umsetzung der USSteuergesetzgebung in der Schweiz zu genehmigen. Das zu genehmigende «Fatca-Abkommen» sieht einen weitgehenden Informationsaustausch mit den US-Behörden vor und ist eine Voraussetzung für die Banken zur Tätigkeit auf dem Kapitalmarkt. «US-Tax-Persons» bleiben gemäss amerikanischem Recht auch dann gegenüber ihrem Heimatstaat steuerpflichtig, selbst wenn sie ausserhalb der USA leben, womit die Banken neuerdings auch zu einer Zusammenarbeit mit den US-Steuerbehörden verpflichtet werden. Das Abkommen kommt deshalb gleichsam einer Aufhebung des Bankgeheimnisses gegenüber den USA gleich. Als einzige Partei lehnte die SVP dieses Abkommen ab, weil sie nicht bereit war, den damit verbundenen Souveränitätsverlust der Schweiz hinzunehmen. Das Gesetz verpflichtet nämlich die Schweiz, auch alle künftigen und damit auch noch unbekannten US-Gesetze zu übernehmen. Gripen-Kampfflugzeuge Noch mehr als Fatca-Abkommen gab aber bereits im Vorfeld der parlamentarischen Beratungen des Nationalrates der Kauf von 22 Gripen-Kampfflugzeugen des schwedischen Herstellers Saab für 3.1 Milliarden Franken zu reden. Der Nationalrat stimmte dem Kauf mit erstaunlich grosser Mehrheit (113:68 bei 6 Enthaltungen) zu und genehmigte auch die vorgeschlagene Finanzierungsregelung über einen Fonds. Im Gegensatz zum

Ständerat, der die Ausgabenbremse erst im zweiten Anlauf löste, wurde das erforderliche, qualifizierte Mehr von 101 Stimmen im Nationalrat jedoch locker erreicht. Nachdem SP, Grüne und Grünliberale bereits das Referendum gegen dieses Geschäft angekündigt hatten, kann nun als nächstes das Volk über den Kauf dieser Kampfflugzeuge und damit die Sicherstellung der Verteidigungsfähigkeit unseres Landes entscheiden. Gesetzesrevisionen Bei den Gesetzesrevisionen ergab sich eine lange Diskussion bei den Beratungen über das Alkoholgesetz, namentlich wegen der stetig zunehmenden Alkoholprobleme bei Jugendlichen. Trotz dieser unbestrittenen Probleme hatte Bundesrätin Eveline Widmer Schlumpf in den Beratungen einen ausgesprochen schweren Stand, weil immer wieder grundsätzliche Fragen der Einschränkung der persönlichen Freiheit (sprich Bevormundungen) zur Diskussion standen. So lehnte der Nationalrat in der Folge das nächtliche Verkaufsverbot von alkoholischen Getränken in Detailhandelsgeschäften ebenso ab wie die Mindestpreisvorschriften für alkoholische Getränke und wies ein Verbot von Happy Hours mit Spirituosen ebenso zurück wie Werbebeschränkungen für alkoholische Getränke. Die SVP kam allerdings mit ihren Anträgen nicht durch, inskünftig auf Testverkäufe zu verzichten oder eine Rechtsgrundlage zu schaffen, gemäss welcher Menschen, die nach übermässigem Alkoholkonsum ins Spital gebracht werden müssen, für diese Kosten selbst aufkommen müssen. Das Geschäft geht damit mit erheblichen Differenzen zurück an den Ständerat. Als Zweitrat behandelte der Ständerat sodann die Totalrevision des Bürgerrechts. Dabei ist er in weiten Teilen zum Entwurf des Bundesrates zurückgekehrt, nachdem der Nationalrat als Erstrat die Vorlage – vor allem im Sinne der Bürgerlichen – erheblich verschärft hatte. Als einzige Verschärfungen hat der Ständerat die Niederlassungsbewilligung als Voraussetzung für die Einbürgerung belassen und will nun auch, dass erleichtert Eingebürgerte die Integrationsvoraussetzungen erfüllen müssen. Dafür will er bspw. wieder die Mindestaufent-

Heinz Brand.

Foto: zVg

haltsdauer von heute 12 auf neu 8 Jahre senken. Angesichts der grossen Diskrepanzen zwischen den beiden Räten bei diesem Geschäft droht die Vorlage nun gänzlich zu scheitern, da der Nationalrat, der das Geschäft in der kommenden Wintersession wieder auf der Traktandenliste hat, kaum auf die Linie des Ständerates einschwenken wird. Während nahezu 1½-Tagen beriet der Nationalrat eine Teilrevision des Strafgesetzbuches. Im Zentrum stand dabei die Frage nach einer Rückkehr zum alten, jedoch modifizierten Bussensystem. Dies vor allem, weil die im Jahre 2007 eingeführten bedingten Geldstrafen im Alltag immer wieder zu Kritik Anlass gaben. Gegen den Widerstand der SVP hielt der Nationalrat schliesslich aber am heutigen System fest, schränkte dafür aber die Möglichkeit bedingter und unbedingter Geldstrafen weiter ein. Stattdessen führte er definitiv die Möglichkeit von Fussfesseln für Personen im Strafvollzug ein, was für diese einem weiteren Freiheitsentzug gleichkommt, ohne dass aber in grosser Zahl zusätzliche Hafteinrichtungen geschaffen werden müssen. Die Revision hat man auch mit dem Ziel der Vereinfachung des Strafensystems in Angriff genommen. Erreicht hat man bislang jedoch gerade das Gegenteil, sofern der Ständerat als Zweitrat bei seiner Behandlung dieser Gesetzesrevision nun nicht noch korrigierend eingreift. Volksinitiativen Einmal mehr gaben Volksinitiativen Anlass zu heftigen Diskussionen in beiden Räten. Nach dem Nationalrat hat nun auch der Stän-

derat die Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» ohne Gegenvorschlag deutlich abgelehnt. Diese Initiative wollte die Finanzierung von Abtreibungen aus der obligatorischen Krankenversicherung streichen. Nach einem längeren Hin und Her zwischen den beiden Kammern mit zahlreichen wankelmütigen Parlamentariern ist schliesslich auch der Ständerat dem Nationalrat bei der Volksinitiative «Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen» der Opferhilfeorganisation Marche Blanche gefolgt und will diese nun ohne Abstimmungsempfehlung und Gegenvorschlag dem Volk zum Entscheid vorlegen. Die Gegner der Initiative stören sich nicht an den Zielsetzungen der Initiative, wollen jedoch ein differenzierteres Vorgehen gegenüber pädosexuellen Straftätern. Zu Ende beraten wurden sodann auch die «Hausarztinitiative» und die «Initiative gegen die Masseneinwanderung». Der populären Hausarztinitiative, welche mit einer besseren (finanziellen) Stellung der Hausärzte eine gute Versorgung unseres Landes mit Hausärzten gewährleisten will, stellte das Parlament einen Gegenvorschlag gegenüber, der die Anliegen der Initianten weitgehend aufnimmt. Die Initiative selbst wurde nach diesem Ausgang der Beratungen inzwischen zurückgezogen. Demgegenüber ist die Masseneinwanderungsinitiative der SVP nun auch vom Ständerat mit 34 : 6 Stimmen erwartungsgemäss deutlich abgelehnt worden und ist damit bereit für die Volksabstimmung. Wie der Titel der Initiative besagt, strebt diese eine Reduktion der Zuwanderung in die Schweiz an, was letztlich eine Neuverhandlung der Personenfreizügigkeit mit der EU zur Folge hätte. Die Volksabstimmung im kommenden Jahr wird zeigen, ob auch die Bevölkerung – wie das Parlament – weiterhin eine uneingeschränkte Zuwanderung will oder nicht. Weiter hat der Ständerat sodann auch die Mindestlohn-Initiative eindeutig abgelehnt. Das Begehren der Gewerkschaften verlangt, dass via Gesamtarbeitsverträge oder Gesetz in Zukunft Löhne vorgeschrieben werden, von denen Menschen mit einer Vollzeitstelle leben können, was faktisch einem staat­ lichen Lohndiktat gleichkäme.


Aus der Region

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Schafzucht

Bündner Schafe sind Top Am 28. und 29. September 2013 trafen sich die Schafund Ziegenzüchter in der Bündner Arena in Cazis. Wie bei den Ziegen war auch die Qualität bei den Schafen gut bis sehr gut. Es wurden verschiedene Wettbewerbe mit viel Spannung durchgeführt. Der Widderhandel verlief auch in diesem Jahr wieder sehr gut. Die Rangierung und Beurteilung der Tiere am Samstag zeigte einmal mehr, welche Qualität in Graubünden gezüchtet wird. Diese Einteilung der Tiere wurde durch die Experten hinter verschlossen Toren durch geführt. Am Nachmittag wurden die Züchter für ihre Zuchtarbeit mit einem lebhaften Handel bei den Widdern belohnt. Der Handel verlief somit sehr gut und es konnten viele Tiere zu guten Preisen verkauft werden. Nachdem der Samstag vor allem dem Handel galt, wurden am Sonntag sehr spannende Wettbewerbe durchgeführt. Darunter das Leistungsschaf A Plus, eine sehr strenge Konkurrenz unter den Mutterschafen bei denen ver-

frage nach Wolle ist in letzter Zeit wieder gestiegen und so ist dieser Wettbewerb sehr angebracht. Da die Wolle schon seit Jahren ins Zuchtziel gehört, wurde auch dementsprechende Qualität aufgeführt. Der Experte Martin Keller hatte es nicht leicht und bestimmt am Schluss die Aue Mia aus dem Stall von Gion Giachen Lombris aus Vella.

Von links: Nino Bärtsch mit Ronja, Martin Keller mit Sepp und Pierina und Carlo Rizzi mit Venus und Leila. Foto: S. Geissmann schiedene Eigenschaften berücksichtigen werden. Dieser Titel ging an die Aue Alma 1521.1946 IB aus dem Stall von Duosch und Cornelia Städler aus Zernez. Der Siegertitel bei der Kollektion WAS ging an den Vorjahressieger Gion Giachen Lombris aus Vella. Er gewann mit sagenhaften 5 Rangpunkten und diese bei vier weiblichen und einem männlichen Tier. Knapp geschlagen geben mussten sich Duosch und Cornelia Städler und Pierina und Carlo Rizzi, welche beide 6 Rangpunkte auswiesen.

Wollkönigin Ein wichtiges Kriterium bei den Fleischschafen ist die Fleischigkeit mit ausgeglichenem Fettanteil. Dazu wurde speziell ein Wettbewerb für Widder entwickelt. Neben den WAS Widdern wurde auch je ein Tier der Rassen Texel und Ile de France Suisse aufgeführt. Sämtliche Widder präsentierten sich in sehr guter Kondition. Den Titel konnte der Ile de France Suisse Widder von Patrick Keller aus Sevgein nach Hause nehmen. Die Wollkönigin soll die schönste und beste Wolle liefern. Die Nach-

Doppelsieg durch Geschwister Rizzi Die absolute Krönung an solch einem herrlichen Ausstellungstag sind jeweils die Miss- und Misterwahlen. Mit viel Spannung wurden diese im Ring der Bündner Arena durchgeführt. Nach einem packenden Finale konnte der 2½-jährige Widder Venus aus der Zucht von Pierina und Carlo Rizzi aus Luzein den Titel zum Mister holen. Die gleichen Züchter räumten auch bei den Misswahlen ab. Dort gewinnt das Mutterschaf Leila aus der Kategorie 17 «Mutterschafe 18 bis 24 Monate ohne Ablammung». Sie bestach klar mit ihrer ausgeprägten Länge und Grösse.  (pd)

Zizers

Evangelisch-reformierte KG Schiers

Kanus auf der Autobahn

Die Welt blinder Menschen erleben

Am Sonntagnachmittag ist es auf der Nordspur der Autobahn A13 bei Zizers zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorradfahrer und zwei verloren gegangenen Kanus gekommen. Ein Personenwagenlenker fuhr mit zwei Kanus auf dem Dach in Richtung Landquart. Auf der Höhe der Garage Stock bei Zizers, verlor dieser beide Kanus samt Trägersystem ab dem Autodach. Ein hinterher fahrender Motorradfahrer konnte den Kanus nicht mehr ausweichen. Hierauf kam es zwischen dem Motorrad und den Kanus zu einer Kollision, worauf der Motorradlenker zu Fall kam. Hierbei hat sich dieser Verletzungen unbestimmten Grades zugezogen. Er wurde mit der Ambulanz in das Kantonsspital nach Chur verbracht.(kapo)

Das Erlebnismobil der Christoffel Blindenmission (CBM) hat kürzlich in Schiers Halt gemacht. Ein blinder Jugendarbeiter berichtete aus seinem Alltag. Was es heisst, blind oder mit einer starken Sehbehinderung durch das Leben gehen zu müssen, erfuhren die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit Pfarrer Rolf Frei gleich zu Beginn der Veranstaltung. Eine spezielle Dunkelbrille versetzte sie in totale Blindheit, bevor der Kirchgemeindehaus-Saal betreten werden durfte. Dort wurden sie vom blinden Jugendarbeiter Marco Jörg empfangen. Durch sein frisches Auftreten fand er sofort den Draht zu den jungen Leuten. Mit Ballspielen und gestellten Szenen aus dem Alltag konnte erahnt werden, wie blinde Menschen das Leben meistern können. Eindrücklich war auch ein Spaziergang mit

dem Blindenhund oder mit Hilfe des Blindenstocks. Hannes Stüssi schickte die Teilnehmenden ausgerüstet mit Langstock und Simultationsbrille durch das Erlebnismobil. Da gab es alltägliche Hindernisse und Gegenstände zu ertasten und erlauschen. So erlebten sie hautnah, welche Herausforderungen blinde Menschen tagtäglich bewältigen müssen. Der blinde Durchgang hat bei den jungen Leuten einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. CBM-Botschafter Marco Jörg ist seit Geburt blind, er arbeitet als Musiker und Komponist sowie als Jugendarbeiter. Als CBM-Botschafter engagiert er sich weltweit für Blinde in Armut. Die Christoffel Blindenmission setzt sich für blinde und anders behinderte Menschen ein. Schwerpunkte der Arbeit sind der Erblindung vorzubeugen, von Blindheit zu

heilen sowie Menschen mit Behinderung auszubilden und ihnen die Teilnahme an Familie und Gemeinschaft zu ermöglichen. Weitere Informationen sind unter www.cbmswiss.ch abrufbar. (hk)

Marco Jörg bereitet den Spaziergang mit dem Blindenhund vor.  Foto: H. Kaufmann


Aus der Region

Mittwoch, 9. Oktober 2013

9

BGS

Schiers

Neues Kurs­ programm 2014

Vereinsausflug der Schierscher Narrä

Das Bildungszentrum Gesundheit und Soziales bietet neben verschiedenen Aus- und Weiterbildungen eine breite Palette von Kursen, Workshops und Seminaren an. Das neue BGS-Kursprogramm 2014 ist soeben erschienen. Vorhandenes und neues Wissen aufzubereiten, zu teilen und im Alltag anwenden, ist die Idee fürs kommende Kursjahr 2014 am BGS. In den Kursen, Lehrgängen und Seminaren geht es darum, Wissen weiter zu geben, Wissen zu hinterfragen und auch neues Wissen zu erzeugen. Das Kursprogramm zeigt auf, wie das BGS Wissen teilen möchte, wie es Wissen bereitstellt und wie man Wissen in den Alltag einfliessen lässt. In den einzelnen Kapiteln sind grössere Lehrgänge und Seminare wie auch kürzere Weiterbildungsanlässe zu finden. In allen Weiterbildungen geht es darum, aktuelles Wissen so zu nutzen, um den Herausforderungen im privaten und beruflichen Alltag gewachsen zu sein. Das Kursprogramm ist kostenlos unter der Tel. 081 286 85 34 oder info@bgs-chur.ch zu bestellen und ist auch zu finden auf der BGS-Website www.bgs-chur.ch unter der Rubrik Kurswesen. (pd)

Am Freitagmittag des 13. September trafen sich die Schierscher Narrä mit grossen Erwartungen auf dem Bahnhof Schiers, von wo aus wir mit dem Bus über den Flüala-Ofenpass, durchs Vinsch­gau ins Südtirol fuhren. Die Stimmung war schon recht angeheizt, als wir bei schönstem Wetter in Algund ankamen und dort die Zimmerschlüssel in Empfang nahmen. Nach einem feinen Nachtessen sass man bei einem guten Tropfen Wein zusammen und besprach das Programm für den nächsten Tag. Einige probierten anschliessend das Meraner Nachtleben aus, welches laut ihrer Erzählungen zur vollsten Zufriedenheit ausfiel, während der Rest gemütlich im Hotel zusammen sass. Um 9.30 Uhr des 14. September stiegen wir in unseren Bus, der uns ins Dorf Tirol brachte. Nach einer 30 minütigen Wanderung zum Schloss Tirol, sahen wir uns die verschie-

Das Schloss Tirol.

Die Schierscher Narrä reisten ins Südtirol.  densten Greifvögel in ihren Volieren an, die uns anschliessend die tollsten Flugkünste vorführten. Manch einer von uns musste zeitweise den Kopf einziehen, um nicht von den fliegenden Vögeln gestreift zu werden. Nach der anschliessenden Schlossbesichtigung nahmen wir zur Stärkung gleich dort, mit einer tollen Aussicht auf Meran, das Mittagessen ein. Anschliessend machten wir uns auf den zweistündigen Marsch, der uns durch die riesigen Obstplantagen über den Ochsentotweg und Algunder Waldweg, zurück nach Algund führte. Natürlich durfte zwischendurch eine Einkehr in eine der malerisch gelegenen Wein/Obstgärten nicht feh-

Foto: zVg

len. Nach einer kurzen Ruhepause in unserem Gasthof fuhr uns der Busfahrer zum Forst Braugarten zu einer deftigen Schweinshaxe oder sonstiger Grillade. An diesem Abend wurde auch der Junggesellenabschied eines unseres Vorstandsmitgliedes gefeiert. Natürlich hatten einige von uns noch vorige Energie, die sie anschliessend auf einem Südtiroler Oberkrainer Openair noch abbauen konnten. Nach einer, für manche kurze, Nachtruhe, mussten wir wieder die Heimreise antreten, die über den Reschenpass stattfand. Wohlbehalten, müde und mit schönen Eindrücken, fuhren wir zufrieden gegen 17 Uhr in Schiers ein.  (pd)

Region

Jubiläum mit dem Dampflokomotivzug Das Ingenieurbüro Marugg + Bruni konnte kürzlich sein 100-jähriges Jubiläum feiern. Wasser war schon damals eine der Kernkompetenzen des von Ingenieur Heinrich Solcà gegründeten Büros. Noch heute bestehen zahlreiche Solcà Trinkwasser Reservoire – zu erkennen an den typischen Proportionen des Schieberhäuschens mit dem Giebeldach aus Beton. Wasser war neben Meliorationen, Strassenbau und anderen Ingenieurgebieten während der ganzen Firmengeschichte ein Hauptthema: Trinkwasser, Nutzwasser für Bewässerungen, Beregnungen und Wasserkraftwerke, sowie Abwasser. Die Marugg + Bruni AG hat heute, dank der langjährigen Erfahrung verbunden mit steter Innovation, weit herum einen hervorragenden Namen als Spezialist

auf diesen Gebieten. Das Ingenieurbüro war in den vergangenen Jahrzehnten in der P&H-Region, insbesondere in der Herrschaft, im Vorder- und Mittelprättigau in die-

sen Bereichen im Einsatz. In der Gemeinde Seewis war es unter der Leitung von Andreas Flury während gut zwanzig Jahren für die Planung und den Bau des über 40

Bereit zur Rückfahrt auf dem Bahnhof Filisur.

Foto: E. Walser

Kilometer langen Güterwegnetzes zuständig. Zur Feier des Jubiläums waren über 100 Gäste geladen, mehrheitlich Gemeindevertreter, unter ihnen etliche Brunnenmeister. Mit einem Dampflokomotivzug der RhB ging es ab Landquart nach Filisur. Die Zugfahrt erinnerte die Reisenden an die Mobilität von anno dazumal. Nach einem Zwischenhalt in Thusis, bei dem die Gästeschar von den Heinzenberger Landfrauen mit Kaffee und Gipfeli für die Weiterreise gestärkt wurden, kamen alle wohlbehalten in Filisur an, wo sie von der Musikgesellschaft willkommen geheissen wurden. Das Geburtstagsessen fand dann im Restaurant Schöntal statt – reichlich und lecker – sodass alle um halb drei zufrieden den Dampfzug in Richtung Chur bestiegen.  (EW)


Aus der Region

10

Nr. 78

Kulturschuppen Klosters

Graubünden

Beat Club 1201 startet mit Davoser Tawnee

Arbeitslosigkeit im September 2013

Das Konzertlabel Beat Club 1201 bringt neu Konzerte der Sparten Pop, Rock, Heavy Metal, Indie, Ethno & Singasong aus der Region und CH-Szene in den Kulturschuppen. Tanza, feschta, gnüüsa und chilla mit Live-Musik von Freunden und Bekannten – das fägt! Den Anfang macht am Samstag, 12. Oktober die junge Davoser Band «Tawnee». Der Davoser Andrea Frey, der Kopf der Band, ist mit Elias Tsoutsaios und Janic Sarott unterwegs. Mit 15 Jahren brachte er sich das Gitarrenspielen bei, richtete in seinem Zimmer ein Home-Studio ein und nahm darin bis zum heutigen Tag all seine Songs auf. Durch einen Bandwettbewerb ergatterte er sich letztes Jahr schliesslich zwei Gigs an Schweizer Festivals. Die drei Jungs treten regelmässig auf. Ihre Musik klingt jedenfalls alles andere als langweilig, verstaubt oder 08/15. Der Beweis heisst «Jamie» und ist ein richtiger

Der Kulturschuppen Klosters startet mit einer neuen Konzertschiene, welche insbesondere ein jüngeres Publikum ansprechen dürfte.  Foto: zVg Ohrwurm. Kommt vorbei, mit 15 Franken, unter 18 Jahren mit 10 Franken, seid ihr dabei. Weitere Infos unter kulturschuppen.ch oder mx3.ch/artist/tawnee. Die nächsten Konzerte stehen bereits: Es sind dies die romanische Newcomerin Bibi Vaplan & Band am 24.11.2013 und der bereits legendäre Heavy Metal X-MAS am 28. Dezember 2013.  (pd)

Im September verzeichnete der Kanton Graubünden 1338 Arbeitslose, was einer Arbeitslosenquote von 1.2 Prozent entspricht. Gegenüber dem Vormonat mit 1273 Arbeitslosen ist die Arbeitslosigkeit um 65 angestiegen. Zusätzlich wurden 1417 nichtarbeitslose Stellensuchende registriert. Zu den nichtarbeitslosen Stellensuchenden gehören Personen, welche an Weiterbildungs- und Beschäftigungsmassnahmen teilnehmen oder Zwischenverdienstarbeit leisten sowie jene, welche lediglich die Vermittlungsdienstleistungen der regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) in Anspruch nehmen. Zählt man die Zahl der Arbeitslosen und der nichtarbeitslosen Stellensuchenden zusammen, ergibt sich die Zahl der Stellensuchenden. Im September wurden 2755 Stellensuchende registriert. Von den 1338 Arbeitslosen waren 644 Frauen und 694 Männer. Die höchsten Arbeitslo-

senzahlen verzeichneten das Gastgewerbe (345) und der Detailhandel (121). Im September wurden 60 Langzeitarbeitslose gezählt. Gesamtschweizerisch ist die Zahl der Arbeitslosen von 129 956 auf 131 072 gestiegen. Die schweizerische Arbeitslosenquote beträgt 3.0 Prozent. Zusätzlich wurden gesamtschweizerisch ca. 52 000 nichtarbeitslose Stellensuchende registriert. Im September hatten 3 Betriebe mit 40 betroffenen Arbeitskräften Kurzarbeit eingeführt. Gegenüber dem Vormonat mit 5 Betrieben und 44 betroffenen Arbeitskräften ist die Kurzarbeit leicht gesunken. Bei den angegebenen Zahlen handelt es sich um die Werte gemäss Voranmeldung. Eine exakte Zahl der effektiv Kurzarbeitenden kann nicht angegeben werden, da die Unternehmungen die Kurzarbeitsentschädigung zeitlich verzögert bei verschiedenen Arbeitslosenkassen abrechnen.  (pd)

Rhätische Bahn

Mit Clà Ferrovia ins Farbenland Er hat schon ganz viele kleine Freunde, und es werden immer mehr: Clà Ferrovia, der Kinder-Kondukteur der Rhätischen Bahn (RhB). Mit abenteuerlichen Geschichten und Liedern im Gepäck nimmt Clà Ferrovia die Kinder mit auf die

Reise; er war mit seinen kleinen Gästen schon im Lichterland und im Blumenland. Am Wochenende vom 19. und 20. Oktober 2013 fährt Clà Ferrovia in seinem dunkelgrünen Bahnwagen mit der braunen Krokodil-Lok ins Farbenland. Ein ganz besonderes Erlebnis für Kinder ab vier Jahren, bei dem

Marius Tschirky alias Clà Ferrovia versammelt die Kinder in seinem Bahnwagen. Foto: zVg

auch die Erwachsenen auf ihre Kosten kommen. Ein schräger, lustiger Vogel Der Kinder-Kondukteur der RhB wohnt und lebt im Zug. In seinem eigenen Wagen zieht Clà Ferrovia von Ort zu Ort, von Abenteuer zu Abenteuer. Entsprechend viel weiss er zu berichten von allen Ecken und Enden dieser Welt – und vor allem natürlich von seiner Heimat, den 384 Kilometern Schienen der RhB. Seine Erlebnisse schildert er in den buntesten Farben. Mit dabei hat er auch sein Krokodil. Es ist eine braune, alt gediente Lok. Diese ist seit 1929 in den Reihen der RhB und schleppt Clà und seine Gäste auch heute noch durch die Gegend. Und ab und zu, wenn es ihr gerade gefällt, legt sie einen Stopp ein, damit Clà und die bunte Kinderschar die Welt mit neuen Augen entdecken

www.cla-ferrovia.ch

können. Da landet man plötzlich in der Geheimniswelt bei den Wasserfrauen, beim wilden Mann oder den Herbstgnomen. Linard Bardill stand Pate Der Vater des Gedankens und damit der Figur von Clà Ferrovia ist der bekannte Bündner Liedermacher und Geschichtenerzähler Linard Bardill. Er hat die Rolle dem Naturpädagogen und Musiker Marius Tschirky auf den Leib geschrieben. Clà Ferrovia versammelt die Kinder in seinem Bahnwagen. Diese lauschen gebannt seinen Erzählungen, während die Eltern oder Grosseltern die Fahrt im historischen «Filisurer Stübli» bei Kaffee und Kuchen geniessen. Die Anzahl Plätze ist beschränkt. Reservationen Reservationen bei den bedienten RhB-Bahnhöfen, beim Railservice Tel. 081 288 65 65 oder beim Verein Dampffreunde der Rhätischen Bahn, Tel. 079 610 46 72. (pd)


Inserate

Mittwoch, 9. Oktober 2013

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Landquarter Mäss' 13 «Sehen & Staunen» vom 25. bis 27. Oktober 2013 an der Landquarter Mäss' 13 Freitag

25. Oktober 2013

Samstag

26. Oktober 2013 11.00 bis 22.00 Uhr

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Zum Schluss

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&

churz bündig FDP und SVP gegen Anwälte für Asylsuchende Von links bis rechts herrscht Einigkeit: Die Asylverfahren müs­sen beschleunigt werden. Dennoch lehnen FDP und SVP die vom Bundesrat zu diesem Zweck vorgeschlagene Gesetzesrevision ab. Besonders umstritten ist die kostenlose Rechtsberatung für Asylsuchende. Während linke Parteien und Hilfswerke den unentgeltlichen Rechtsbeistand durchs Band begrüssen, warnen FDP und SVP vor einer «Kostenexplosion».

Schlechte Kastanienernte Im Tessin zeichnet sich eine historisch schlechte Kastanienernte ab. Die Gallwespe hat dafür gesorgt, dass die Erträge an den Sammelstellen in diesem Jahr gegen Null tendieren. Die Hoffnung des Kantons ruht gemäss Umweltamt nun auf einem zweiten Parasiten mit dem Namen «Torymus sinensis». Er soll wie ein Gegenmittel wirken, da er die Larven in den Gallen abtöt.

Aktuell

Was läuft? 10. + 11. Oktober Küblis: Harmonischer Älpler­ znacht mit Bajazzo-Chörli, Prättigauer Alpämeitlä und Studa Fridli und Grethä, Reservation Tel. 081 325 11 11 12. + 13. Oktober Seewis: ab 10 Uhr. Prättigauer Alp Spektakel mit Alpabzug und Rinderausstellung. Weitere Infos: www.alpspektakel.ch

Nr. 78

Fideris

Über 30 Feuerwehren massen sich Insgesamt 31 Atemschutztrupps bestritten am Samstag auf dem Gelände des ehe­ maligen Spanplattenwerks in Fideris den 4. Atemschutzwettkampf Prättigau. Während die Wettkampftrupps auch in diesem Jahr aus der ganzen Schweiz anreisten, fehlten die Feuerwehren aus der P&H-Region auf der Startliste leider gänzlich. Die Feuerwehren Vorderprättigau, Mittelprättigau und Klosters stellten dafür jedoch gegen 50 Helferinnen und Helfer. Ohne deren uneigennützigen Einsatz wäre der kameradschaftlich sportliche Anlass gar nicht durchführbar. Wie OK-Präsident Werner Gujan erklärte, galt es für die einheimischen Atemschützler ausserdem bereits im August, den anspruchsvollen Parcours im Probelauf zu bewältigen. «Natürlich müssen wir die verschiedenen Posten jährlich neu aufbauen, damit die gestellten Aufgaben spannend bleiben», so Gujan. Markus Hartmann, Kommandant Stützpunktfeuerwehr Klosters-Serneus, war es in seinem Grusswort an die Kameradinnen und Kameraden ein erklärtes Bedürfnis, sich beim OK «für seine unermüdliche Arbeit, das enorme Engagement und die Kreativität recht herzlich zu bedanken». Neben Gujan sind dies der Vereinspräsident Stefan Roth (Stellvertreter und Wettkampf), Marco Gamper (Marketing), Eva Ochsner (Finanzen), Markus Lemm (Festwirtschaft) sowie Kay Hess (Bau). Gerade in der heutigen Zeit, in der die Feuerwehren stetig mit zunehmenden Aufgaben und wachsenden Herausforderungen

Ausgewiesene Fachleute stehen für eine faire Bewertung der geleisteten Arbeit.  Fotos: H. Wyss konfrontiert würden, winde er indes sämtlichen Teams einen grossen Blumenstrauss, so Hartmann. Familiäre Atmosphäre Der Wettkampf setzt sich aus fünf Posten zusammen: Absuchen, Retten, Quiz, Löschen sowie PlauschParcours. So hatten die 31 Trupps, welche sich jeweils aus vier Geräteträgern und einem Truppenführer zusammensetzen, einerseits sehr reale Einsatzsituationen zu meistern, anderseits standen nicht minder schweisstreibende originelle Plauschdisziplinen an. Ging es beim Absuchen darum, in kompletter Brandschutzbekleidung und Atemschutzausrüstung einen «Kriechparcours» zurückzulegen, galt es beim Löschposten unter Einhaltung der eigenen Sicherheit eine Druckleitung zu erstellen und ins Brandobjekt vorzustossen. Ohne Teamarbeit waren weder beim Ski laufen im Gleichschritt noch beim Löschwasser-

transport per Fahrrad Lorbeeren zu ergattern. Geprüft wurde ausserdem das theoretische Wissen rund um die Feuerwehr, insbesondere in den Bereichen Atemschutz und Sanitätsdienst. Gujans Fazit: «Der Wettkampf verlief ohne Zwischen- oder Unfälle. Alle Wettkämpfer haben uns ein Lob ausgesprochen für die interessanten und anspruchsvollen Posten. Auch sei die Atmosphäre nirgends so familiär wie im Prätti­ gau.» Nachtwache Bern Den Sieg holte sich wie in den beiden Vorjahren die Nachtwache Bern. Auf den zweiten Platz schafften es «Firefighters Gossau» (Feuerwehr Sicherheitsverband Region Gossau), im dritten Rang klassierte sich Bonazüns 1 (Feuerwehr Bonaduz/Rhäzüns). Nicht auf allen Posten glücklich kämpfte die Feuerwehr Davos. Die Landwassertaler klassierten sich im 29. Rang. Unterstützung «KiPaKi» In diesem Jahr unterstützt der Atemschutzwettkampf das Sozialprojekt «KiPaKi», welches durch die Kiwani Clubs ins Leben gerufen wurde. Im Vordergrund steht die Unterstützung an hilfsbedürftige Kinder in der Region. Die Spende von 250 Franken wird durch die Nachtwache Bern und Repower als Sponsor an die Stiftung übergeben. Der Verein Atemschutzwettkampf Prättigau spendet zusätzlich 250 Franken.  (hw)

12. Oktober Furna: 20 Uhr, Konzert: Herbstklänge Liederabend von Bach, Mozart, mit E. Härdi, P. Luginbühl und S. Andric, reformierte Kirche 15. Oktober Schiers: 9-11 Uhr, Elterntreff der pro juventute, Kirchgemeinde­haus 17. Oktober Klosters: 14-16.30 Uhr, Bazar im Altersheim Die Feuerwehr Davos nach erfolgreicher Brandbekämpfung.

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