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yourlife XVI. Jahr - 05/2010 - Schär Nr. 39

Das Schär Magazin für mehr Lebensqualität

Von der Kunst, süße Meisterwerke zu kreieren... Forschung & Entwicklung: Produkte auf dem Prüfstand SPEZIAL: Bitte nicht schummeln!


Editorial

Liebe Leserinnen und Leser! Auch wenn ich persönlich nicht darauf an­ gewiesen bin, mich glutenfrei zu ernähren, erkundige ich mich doch immer wieder auf Flugreisen, in Hotels und Gastbetrieben nach glutenfreien Alternativen. Denn außer­ halb der vertrauten Umgebung mangelt es bis heute vielerorts an Wissen über und Verständnis für Zöliakie. Aus diesem Grund haben wir das Projekt „Food Service“ ins Leben gerufen, das einerseits mit geeig­ neten Angeboten wie Lebensmittel in Por­ tionspackungen oder Tiefkühlprodukten auf Gastronomie, Reiseunternehmen und öffentliche Einrichtungen wie Schulen oder Krankenhäuser zugeht und andererseits das Bewusstsein für Glutenunverträglich­ keiten mittels Informationsmaterial und gezielten Schulungen stärken will. Damit wird auch Compliance – das Einhal­ ten der glutenfreien Ernährung – einfacher. Welche Rolle die Lebensqualität für die Gewissenhaftigkeit bei der Diät spielt, ist diesmal Thema unserer Rubrik „Spezial“. Um die süßen Seiten des Lebens geht es in unserer Reportage, wo wir Sie auf einen kleinen Lokalaugenschein in die SchärBackstube entführen dürfen. Wie unsere stetig wachsende Vielfalt an süßen Köst­ lichkeiten von Meisterhand kreiert wird und welche Rolle die edelste aller süßen Sün­

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den, die Schokolade, spielt, erzählen Ihnen unsere Konditormeister. Apropos Schokolade: Auf unseren Rezept­ seiten finden Sie diesmal vier extra schoko­ ladige Backanleitungen und auch unter den süßen Neuheiten in unserem Sortiment ist das edle Kakaoprodukt vertreten: mit den neuen Ciocko Sticks aus feinem Mürbteig mit besonders großzügiger Kuvertüre. Zum Abschluss noch erfreuliche Nachrich­ ten aus unserem Schär-Club, der mittler­ weile auf mehr als 22.000 Mitglieder aus 114 Nationen angewachsen ist. Künftig werden wir das YourLife auch als Online-Magazin präsentieren, damit schonen wir die Um­ welt und Sie können interessante Artikel und Informationen über Produktneuheiten bereits vor dem Erscheinen der Print-Aus­ gabe lesen. Außerdem bieten wir Ihnen Au­ dio- und Videobeiträge zu vielen Artikeln: spannende Zusatzinformationen – ganz einfach zum Anklicken. Viel Freude mit dem neuen YourLife wünscht Ihnen

Ihr Ulrich Ladurner

Inhalt

Service: YourLife jetzt online lesen!

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Reportage: Von der Kunst, süße Meisterwerke zu kreieren...

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@Schär: Neue Köstlichkeiten von Schär

Mitten im Leben: Im Bann des schwarzen Goldes

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Forschung & Entwicklung: Produkte auf dem Prüfstand

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Spezial: Bitte nicht schummeln!

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Ernährung: Zöliakie auf der Waage

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Reisen: Rosi rollt durch Osteuropa

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Küche: Meine perfekte glutenfreie Sommerparty!

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Impressum: Kommunikation & PR Schär | Winkelau 9, I-39014 Burgstall | www.schaer.com | yourlife@schaer.com | Gratis-Info: D: 0800 181 35 37; A: 0800 291 728; CH: 0800 83 71 07

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@Schär SCHÄR

CLUB www.schaer.com

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Über 22.000 User Aus 114 Ländern

YourLife jetzt online lesen!

Auf unserer Club-Seite warten spannende Neuigkeiten auf Sie: Unser Magazin YourLife gibt es jetzt alternativ auch als Internet-Version. Damit können Sie spannende Beiträge und Reportagen jederzeit abrufen, wann und wo Sie gerade wollen. Brandneu: Als Zugabe zu den Artikeln und Re­ zepten liefern wir Ihnen tolle Extras im Multimedia-Format!

der aktuellen Ausgabe etwa führt un­ ser Reisebericht eine Künstler­familie mit einem selbst gebauten Wohnmobil nach Osteuropa – eine kommentierte Diashow mit den tollsten Bildern der Reise sehen Sie online auf Video.

So schmökern Sie online …

Wie Sie sich – ganz einfach – anmelden

Die digitale Alternative des YourLife Ma­ gazins bietet Ihnen schon vor Erschei­ nen der Print-Version die Möglichkeit, die Reportagen und Artikel unserer Print-Ausgabe zu lesen und Produktneu­ heiten zu entdecken. Und damit Sie kei­ nen Erscheinungstermin versäumen, in­ formieren wir Sie immer rechtzeitig per Newsletter, wann Sie Ihr Magazin auf unserer Club-Seite abrufen können. Damit sparen wir uns und Ihnen Zeit und Papier und schonen die Umwelt! Das größte Plus der digitalen Ausgabe sind aber die zusätzlichen Audio- und Videobeiträge zu den einzelnen Artikeln: spannende Multi­media-Erlebnisse zu Reisen, Ernährung, Rezepten u.v.m. In

Wechseln auch Sie zur Online-Version.­ 22.000 Mitglieder aus 114 Nationen ­haben es bereits getan, und täglich werden es mehr. Sie alle haben eine Entscheidung getroffen: weniger ­Papier, aber dafür mehr Service und Effizienz. Bereits ab der kommenden Ausgabe steht Ihnen das YourLife als moderne Digitalversion zur Verfügung – natür­ lich wie immer mit den Rezepten von Oscar, Einkaufslisten und allen wei­ teren Services unseres Schär-Clubs. Wechseln ist ganz einfach: Melden Sie sich beim Schär-Club an oder log­ gen Sie sich ein, wenn Sie schon Mit­ glied sind. Unter „Meine Daten“ klicken Sie auf „YourLife als online Magazin“, und das YourLife flattert künftig in Ihr Email-Postfach! Reden Sie mit der ganzen glutenfreien Welt Ganz besonders für leidenschaftliche „Networker“ hat sich der Schär-Club mittlerweile zu DEM erdumspannenden Netzwerk für glutenfreies Leben ent­ wickelt. Gratis und völlig unverbindlich können Sie mit Gleichgesinnten aus mehr als hundert ­Nationen der Welt kom­

munizieren. Jedes Mitglied kann sich gratis seinen persönlichen Webspace einrichten, wo man Bilder hochladen, Einkaufslisten speichern, sein persön­ liches Rezeptbuch zusammenstellen, ­interessante Verkaufspunkte spei­ chern oder die spannendsten YourLife Artikel book­marken kann. Darüber hinaus kann jeder im Schär Café – eine für alle offene Pinnwand – seine Er­fahrungen austauschen, ­Fragen an andere

Mitglieder stellen oder selber wertvolle Tipps geben. Machen Sie mit: Erzählen Sie ihre eigene Geschichte, tauschen Sie sich mit neuen Bekannten und Freunden aus aller Welt aus und erleichtern Sie sich damit ihr Leben ohne Gluten. Achten Sie auf diese Zeichen! Ist es im Artikel abgebildet, gibt es all das online noch dazu! Text vorlesen Video / Audio abspielen Artikel weiterempfehlen

Das neueste im Schär-Club > Täglich ein neues Rezept zum Nachkochen > Newsservice: letzte News zu glutenfreien Themen > Schär TV > Ernährungstest: Testen bzw. verbessern Sie Ihre Essgewohnheiten!

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Reportage

Von der Kunst, süße Meisterwerke zu kreieren… Kann denn Süßes Sünde sein? Auf keinen Fall, davon sind unsere Meisterkonditoren und wohl auch so manche Naschkatze überzeugt. Wie viel Achtsamkeit und Kunstfertigkeit es erfordert, köstliche Leckereien ohne Gluten zu backen, wissen unsere „Backkünstler“ ganz genau. Aber werfen wir erstmal einen Blick in unsere duftenden Backstuben… tigen Sinneserlebnisse beim Backen. Ein echter Kenner würde heute also Pepitas und dunkle Taler mit heller Milchcreme wahrnehmen. Wie zuhause, nur gröSSer

en! Der Meister am Backof

Wenn der Wind günstig steht, kann man schon von weitem erahnen, welch süße Köstlichkeiten hier gerade gebacken werden. „Eine geübte Nase riecht sogar,

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welches Produkt auf dem Tagesprogramm steht“, gewährt Peter, Produktionsleiter bei Schär in Dreihausen (Hessen), Ein­ blick in seine Leidenschaft für die vielfäl­

Ob es sich bei der Legende vom Schla­ raffenland tatsächlich um ein Märchen handelt, bezweifelt man spätestens, wenn man die Backstube betritt. Hier werden Kindheitsträume wahr: Rührschüsseln für den Keksteig, so groß, dass man fast da­ rin baden könnte, eine Vielzahl verschie­ denster Backformen, und dann das Meer an Wohlgerüchen, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Eine ganz besondere Augenweide sind die Schokoladetafeln, aus denen SchokoKekse und Kuvertüren hergestellt wer­ den. Sie sehen genau so aus wie geläu­ fige Schokoladetafeln, nur bringen sie ein Gewicht von 15 bis 20 kg auf die Waage. „Wir backen hier so, wie wir zuhause auch backen“, klärt uns das Konditorenteam gleich auf, „nur eben in ganz anderen Di­ mensionen“. Dass es wie selbstgebacken schmeckt, bestätigt sich auch jedes Mal wieder, wenn unsere Zuckerbäcker einen frisch gebackenen Keks probieren. Auch nach vielen Jahren Konditoreierfahrung ist es „immer wieder ein Aha-Erlebnis, die ofenwarmen Kekse zu kosten“, schwärmt Peter, der die süßen Sünden am liebsten mit Schokolade mag, denn dieser teure Rohstoff ist „die exquisiteste Zutat bei der Veredelung von Süßspeisen“. In vier ver­ schiedenen Ofenlinien bäckt das Team


Reportage

Die letzten Neuheiten aus unserer Backstube…

rund um die Uhr eine riesige Bandbreite an Keksen, einfache oder Doppeldecker, Cookies und verschiedenste Sorten mit oder ohne Kuvertüre, gefüllt oder „pur“. Großes Augenmerk legt das Team auch auf die Möglichkeit, die Kekse schön zu verpacken. Von den verschiedensten Ver­ packungen, so der Tenor, haben es ihnen jene für die so genannten Genussartikel – sie werden sorgfältig in Portionspa­ ckungen gegeben oder in Trays gelegt – besonders angetan. Kunsthandwerk mit besten Zutaten Es sei eine spannende Herausforderung, ohne Gluten zu backen, denn gerade das Klebereiweiß macht den Teig so kompakt. „Was wir hier machen, ist hohe Kunst“, zeigt sich das Team überzeugt, „es ist denkbar schwierig einen Teig so zu konzipieren, dass er zusammenhält.“ So unterscheidet sich die glutenfreie Konditorei nicht nur technologisch ganz wesentlich von einer herkömmlichen, sondern erfordert ebenso Kleinstarbeit in der Erforschung innovativer Zutaten und der Entwicklung von neuen Rezepturen. Hierfür ist das Schär Forschungs- und Entwicklungszentrum im Area Science Park in Triest zuständig: Bis ein Rezept für die Produktion in der Dreihausener Backstube freigegeben wird, muss es eine ganze Reihe von Hürden bewälti­ gen, von der Auswahl und Bestimmung der Rohstoffe über deren ideale Kompo­ sition bis hin zu objektiven Sensorik-Tests

durch geschulte Probanden – und nicht zuletzt Verkostungen innerhalb unseres Schär Sensorik-Clubs, bei denen Kon­ sumenten glutenfreier Produkte aus ver­ schiedenen Ländern ihre Meinung über die neue Süßigkeit kundtun (mehr dazu auf S. 18). Bester Geschmack aus erlesenen Zutaten hat jedenfalls Vorrang. „Wir produzieren hier keine Massenware, deshalb sind auch unsere Rohstoffe, die teilweise eigens her­ gestellt werden, qualitativ besonders wert­ voll.“ Folglich geht unser Konditorenteam auch davon aus, dass „unsere Produkte nicht nur für den speziellen Konsumenten gut sind, sondern viele Zutaten insgesamt für eine ausgewogenere und gesündere Nährstoffbilanz sorgen.“ Dem geschmack­ lichen Vergleich mit glutenhaltigen Pro­ dukten könnten sie durchwegs stand­ halten. „Der Butterkeks zum Beispiel ist ganz ausgezeichnet gelungen.“ Unter die Favoriten unseres Teams reihen sich auch die neu­ en Ciocko Sticks mit ihrem Herz aus zartem Mürbteig und der ganz speziellen Kuver­ türe. „Der besondere Kick bei diesem Keks ist die Mischung aus Zart­bitter- und Voll­ milchschokolade.“

Mit Herz und Verstand Peter und sein Team sind selbst die größ­ ten Fans „ihrer“ Produkte. „Wir arbeiten sehr eng zusammen. Bei glutenfreien Produkten muss man wesentlich mehr aufpassen und sehr sorgfältig mit den Rohstoffen umgehen.“ Lückenlose stren­ ge Kontrollen sind hier fester Bestandteil des Arbeitsalltags: Eine Herausforde­ rung an das Qualitätsverständnis jedes einzelnen Mitarbeiters, die das Team sehr ernst nimmt. So wird auch jede ge­ ringste Abweichung sofort gemeldet. Konsequenz vom Rohstoff bis zum End­ produkt also: „Der erste Keks, der aus dem Ofen kommt, muss bei uns genau­ so aussehen und schmecken wie der letzte.“ Damit unsere Konditoren auch stets auf dem Laufenden bleiben, nehmen sie Monat für Monat

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Reportage

an Schulungen teil, bei denen sie über gluten- und allergenfreies Arbeiten, sowie über Neues aus den Bereichen Qualität und Hygiene informiert werden. „Jeder ist mit dem Herzen dabei und fühlt sich ganz persönlich für die Qualität unserer Produkte verantwortlich. Sicherheit und Kundenzufriedenheit haben für uns ober­ ste Priorität.“ Bei Schär in Dreihausen wird von Montag bis Samstag rund um die Uhr gebacken. Der Drei-Schicht-Betrieb kommt nicht nur der großen Nachfrage nach glutenfreien Keksen und Süßigkeiten entgegen, son­ dern schont auch die Umwelt. „Bis ein Ofen auf Betriebstemperatur läuft, braucht er 45 Minuten, in denen er große Mengen Gas, Strom und Luftdruck verbraucht. Un­ gefähr dasselbe gilt auch für das lang­ same Runterfahren der Maschinen.“ Jedem das Seine: eine Philosophie der Vielfalt „Süßes ist immer ein wichtiger Bereich in unserem Sortiment. Gerade für Zwi­ schenmahlzeiten sind Kekse beson­ ders geeignet. Gerade Menschen, die eine Diät einhalten, sollen sich eine süße Belohnung, die auch alle Sicher­

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Backen in Schlaraffen land-Dimensionen

heiten bietet, gönnen dürfen“, tritt Dr. Schär Präsident Ulrich Ladurner für ­Süßes als „Nahrung für die Seele“ ein, – selbst­ verständlich „in vernünftigen Maßen ge­ nossen“. Die Beliebtheit der süßen Spe­ zialitäten bei Konsumenten mit Zöliakie und deren „Mitspracherecht“ bei der Entwicklung neuer Produkte hat im Lau­ fe der Jahre eine unglaubliche Vielfalt an verschiedenen Produkten hervorgebracht. Aus diesem Grund ist die Schär-Backstu­ be vor vier Jahren auch nach Dreihausen übersiedelt, wo heute ausschließlich Sü­ ßigkeiten und Kekse produziert werden. Ulrich Ladurner, Visionär der ersten Stun­ de, erinnert sich an die Anfänge. „Vor 25 Jahren haben wir begonnen, selber zu produzieren.“ Der Startschuss für die Produktion der „süßen Meisterwerke“ im Hause Schär und für die Entwicklung einer eigenen Technologie fiel mit den Savoiar­ di – den Löffelbiskuits. Das damals drei­ köpfige Bäcker-Team fertigte diese ersten Kekse aus Eiern, Reis- und Maismehl in Handarbeit. „1990 haben wir dann begon­ nen, in industriellem Maß zu produzie­ ren“, denn der italienische Markt, für den Schär zu jener Zeit die meisten Produkte herstellte, interessierte sich für be­ stimmte, typische Sorten wie z.B. Frollini. Daraus resultierte mit der Zeit eine Produktpalette, die län­

dertypische Spezi­ alitäten und Vorlie­ ben aufgreift: Was dem Italiener sein Frollino, ist dem Spanier seine Gal­ leta Maria, und im deutschen Sprach­ raum zählt der Butterkeks zu den Klassikern, die jeder gerne nascht. Darü­ ber hinaus spielen in der Produktentwick­ lung auch spezielle Vorlieben und Be­ dürfnisse eine große Rolle. So bevorzugen Kinder Schokoladiges wie zum Beispiel den allseits beliebten Gris&Ciok – übrigens das erste derartige Produkt auf dem glu­ tenfreien Markt. Men­ schen mit Zöliakie und zusätzlichen Allergien versucht Schär mit nicht nur weizen-, son­ dern auch laktosefreien Pro­dukten entgegenzukommen. Ob Dop­ pelkeks, Cookie oder Feinstes mit extra viel Schokolade: Ziel ist es, dass jeder, Jung und Alt, seinen persönlichen glutenfreien Lieblingskeks genießen kann. Audio abspielen im SchärClub auf www.schaer.com


@Schär

Unsere süßen Meisterstücke. Um die herausragende Qualität der jüngsten Schöpfungen unserer Bä­ ckermeister zu würdigen, haben wir sie mit dem süßen Meisterstücke-Herz aus Schokolade ausgezeichnet. Diese Wert­ schätzung ihrer hohen Kunst spiegelt sich auch in unseren Anzeigenmotiven wider, die zugleich eine Verbeugung vor der Schöpfungskraft der unvergäng­ lichen alten Meister sind. Wie Raffael oder Botticelli ihre Kunst zur höchsten

Entfaltung geführt haben, so haben auch unsere Bä­ ckermeister ihre ganze Liebe, Hin­ gabe und Kunstfertig­ keit in die Schaffung ihrer köstlichen kleinen Kunstwerke gelegt. An ihnen zeigt sich die Hand­ schrift echter Meister. Freuen Sie sich auf unwiderstehliche Genüsse, beliebte

Keks-Klassiker und aufregende neue Kre­ ationen! Entdecken Sie die schönsten Seiten des glutenfreien Lebens – mit den süßen Meisterstücken von Schär. Alle Kunstwerke finden Sie auf www.schaer.com/ meisterstuecke

Ciocko Sticks: Kann denn Schoko Sünde sein? Mini Sorrisi – Rollentausch im Doppelkeks-Format Der „kleine Bruder“ der Sorrisi zeigt sich schon äußerlich von seiner Schoko­ ladenseite, innen überzeugt er mit zart schmelzender Milchcreme. Glutenfreier Genuss vom Feinsten! Endlich sind sie da! Die neuen glutenfreien Ciocko Sticks mit extra viel Schoko­lade er­ füllen süßeste Sehnsüchte. Sündhaft köst­ liche Schokoladenkuvertüre umhüllt einen knackigen, vollmundigen Mürbteigkeks. Klei­ ner Tipp am Rande: Ciocko Sticks benötigen ein besonders ausgeklügeltes Versteck.

ar! Bald verfügb

Noch größer, noch besser: die neuen Sorrisi

Der Lieblingskeks von Kindheit an: Wafers Cacao Das liebste Mitbringsel für Jung und Alt, von dem man nie ­genug kriegen kann! Die hauchzarten Waffeln aus erlesenen gluten­ freien Zutaten zergehen auf der Zunge und finden im vollen ­Aroma feinster Kakaocreme ihre geschmackliche Vollendung.

Unser Produktsortiment finden Sie auch unter www.schaer.com/produkte/

Zum Teilen oder heimlich Naschen: Unsere Sorrisi sind nicht nur gewachsen, sondern schmecken dank neuer Rezeptur gleich doppelt fein. Zwischen natürlich glutenfreien, zwillingsgleichen Knusperkeksen offenbart sich ein Geheimnis aus feinster Kakaocreme.

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Reisen

Familie Le „Rosi Rolls!“ hat

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schaft.

Rosi rollt durch Osteuropa „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum“. Diesem Motto folgend brach die Künstlerfamilie Leiste aus München letzten Sommer mit einem selbst umgebauten LKW nach Südost- und Osteuropa auf. Wie man sich ohne Gluten und ohne Sprachkenntnisse erfolgreich durchschlägt, erzählen sie in ihrem spannenden Reisebericht. Angefangen hat es eigentlich schon im Herbst 2008, als Familie Leiste einen alten Mercedes LKW gekauft hat, einen ehe­ maligen Funkwagen des Bundesgrenz­ schutzes mit Allradantrieb und Differen­ zialsperre. In vielen Stunden Tüftelei und Arbeit baute die Metallkünstlerfamilie das Fahrzeug zu einem familientauglichen Rei­ semobil um, das fortan den Namen „Rosi Rolls“ tragen sollte – ausgestattet mit kleinem Badezimmer, Sitzbänken, Tisch und Stockbetten für die vier Kinder im Al­ ter zwischen zwei und sieben Jahren. Das wichtigste Einrichtungsstück aber war die glutenfreie Küche mit Brotbackautomaten. Denn Frau Leiste hat Zöliakie und damit war von Anfang an klar, dass keine glutenhal­ tigen Lebensmittel mit an Bord durften. Auf ins Abenteuer! Im August sollte es dann losgehen. „Da wir leider weder Kroatisch, Serbisch, Rumä­ nisch oder Ungarisch sprechen, waren wir sehr auf selber Kochen angewiesen. So packten wir viele leckere glutenfreie Pro­ dukte ein und fuhren Anfang August von München über Österreich und Slowenien in Richtung Kroatien los.“ Das erste Etappen­ ziel hieß Mali Losinj, eine Mittelmeerinsel an der Seeroute zwischen Rijeka und Zadar, wo die sechsköpfige Familie bei Freunden campierte. „Wie wir bald feststellten, wäre es für Slowenien und Kroatien gar nicht nötig gewesen, sich in München mit glu­ tenfreien Produkten einzudecken, da es dort eine Vielzahl an Drogeriemärkten mit gutem Sortiment gibt.“

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Nach ein paar gemütlichen Tagen auf der Insel führte die Route weiter nach NordostKroatien. Kleine Landstraßen eröffneten den Blick auf wunderschöne gebirgige Landschaften, einsame Täler und kleine Dörfer mit pittoresken Holzhäusern. In die­ ser schönen Gegend waren allerdings die Spuren des Krieges immer noch deutlich an verlassenen und zerstörten Häusern zu erkennen. Nach zwei Tagen erreichte die Familie Serbien, „wo wir als deutsche Touristen schon eine sehr exotische Erscheinung waren. An einem kleinen Badesee in Bela Crkva (Weißkirchen) – mit Strand und Campingplatz im 50er Jahre Flair – blie­ ben wir drei Tage und genossen den See, das Bummeln durch das Städtchen und die Freundlichkeit der Menschen. Auf dem Markt konnten wir frisches Gemüse, Obst und Fleisch von den Bauern kaufen, zu so günstigen Preisen, dass man sich fragt, wie die Bauern damit überleben können.“ Backen in voller Fahrt Rosis „mobiler“ Backautomat versorgte die Familie überall mit frischem glutenfreien Brot. „Eigentlich ein ganz normaler Brot­ backautomat, wie ihn viele Menschen mit Zöliakie haben“, erklärt uns Herr Leiste. Die technisch versierte Familie hat einen Span­ nungswandler eingebaut, der die 24 Volt der Bordbatterie in 220 Volt Wechselstrom umwandelt. Da das Fahrzeug keine so großen Batteriereserven hatte, haben sie nur während der Fahrt gebacken, da dann

der Backautomat von der Lichtmaschine im Motor versorgt werden konnte. „So hatten wir beim Fahren oft den Duft frischen Brots in der Nase und konnten bei der nächsten Rast toll Brotzeit halten.“ Mit an Bord war auch ein skandinavischer Patentbackofen, mit dem man auf Gasflamme oder Feuer Kuchen, Pizza oder Aufläufe backen kann. „Abgepackte Brotscheiben haben wir in der Pfanne getoastet. Das funktioniert sehr gut und schmeckt lecker.“ In Rumänien rollte „Rosi“ zunächst ein Stück die Donau entlang, bis nach Baile Herculane, wo schon Herkules seine Wun­ den nach seinem Kampf mit der Wasser­ schlange Hydra geheilt haben soll. Am Fluss mit den warmen Thermalquellen machte die Familie auch erstmals Bekannt­ schaft mit der ausgesprochenen Gast­ freundschaft der Rumänen, die ihnen im ganzen Land begegnen würde. „Da wir mit vier Kindern, Hund und großem Fahrzeug unterwegs waren, mieden wir große Städ­ te. Trotz der oft sehr schlechten Straßen war es herrlich, durch Rumänien zu fahren. Von der Vielfalt der Natur und Landschaft, den wunderschönen Bächen, Flüssen und Seen, Klöstern, Burgen, Kirchen und bunten Holzhäusern waren wir schlicht­ weg überwältigt.“ An den Straßen wurden immer wieder Obst und Gemüse, in den Bergen Steinpilze, Pfifferlinge und Honig angeboten, so war Familie Leiste kaum auf Geschäfte und Supermärkte angewiesen. In kleineren Städten versuchten sie öfters, glutenfreie Lebensmittel zu finden – ohne Ortskenntnis mit wenig Erfolg. „In Rumä­


Reisen München

Linz Salzburg

Wien Budapest

Villach Szeged

Lustig ist das Zigeunerleben – und

Arad

aufregend! Rijeka

Zagreb

Hunedoara

Sibiu Ramnicu

Pitesti

Bukarest

Krk Beograd

Schwarzes Meer

Craiova Vama

Osteuropa Reisetipps: nien waren wir froh darüber, eine eigene Küche und ausreichend Vorräte dabei zu haben.“ Lustiges Hippie-Leben Nach etwa zwei Wochen erreichte die Fa­ milie Vama Veche, ein kleines Fischerdorf am Schwarzen Meer im äußersten Südos­ ten Rumäniens. Den schmucken Badeort „belagern“ im Sommer vor allem aus Ru­ mänien stammende freiheitsliebende und feierfreudige Wildcampierer. Ausländische Touristen waren übrigens weder dort, noch in anderen Gegenden Rumäniens in nen­ nenswerter Anzahl anzutreffen. Nach drei Tagen Badeurlaub in Vama Veche, etwa 2.100 km Luftlinie von München entfernt, begab sich der Trupp rund um „Rosi Rolls“ wieder langsam auf dem Heimweg. Rich­ tung Nordwesten ging es durch zunächst sehr flache Landschaften nach Bukarest und von dort in die Rumänischen Berge. „Dort, am Ufer eines einsamen Stausees, kam dann auch noch wirkliche Abenteu­ erstimmung auf. Die skurril wirkende, ehe­ mals unter Wasser liegende Landschaft, die seit ca. drei Jahren trocken gelegt ist und von der Vegetation langsam zurück erobert wird, bot uns für drei Tage einen wunderbaren Platz. In der Nacht vor un­ serer Weiterfahrt gingen jedoch massive Unwetter mit starken Regengüssen nieder. Am nächsten Morgen war der trockene feste Boden ein Schlammfeld. Wir bangten schon in der unruhigen Nacht, ob wir da wieder rauskommen würden. Glücklicher­ weise waren aber Allradantrieb und Diffe­ renzialsperre Hilfe genug, uns und Rosi am nächsten Tag aus den Schlamm zu befrei­ en und uns auf eine befestigte Straße zu­ rückzubringen.“ Die letzte „Station“ in Rumänien sollte dann noch ein holländischer Campingplatz in

Slowenien: In Slowenien gibt es einige Restaurants und Pizzerien, die gluten­ freies Essen anbieten. Auch das Einkaufen ist ein Kinderspiel: Sämtliche ­größere Filialen von Tus, DM, Spar und Leclerc bieten glutenfreie Köstlich­ keiten, wobei Merkator mit der reichsten Auswahl aufwarten kann. Kroatien: Schär-Produkte sind in allen DM-Drogeriemärkten zu finden, wie auch in den Supermärkten von Konzum und Merkator. Wenn Sie nach Istrien ans Meer fahren wollen, informieren Sie sich am besten unter www.glutenfreeroads.com über Hotels, die glutenfreie Produkte anbieten. Serbien: In Serbien, wie auch in Bosnien und Herzegowina, gibt es einige Merkator-Filialen mit glutenfreien Produkten. Staatliche Apotheken bieten glutenfreies Mehl an. Weil die Gründung einer Zöliakiegesellschaft noch nicht lange zurückliegt, hinken jedoch Aufklärung und Produkt-Angebot etwas nach. Bulgarien: In kleineren Naturkostläden sollten Sie problemlos glutenfreie Pro­ dukte finden, auch die Kette Piccadilly bietet einiges an Schär-Produkten. Rumänien: In jeder Stadt gibt es eine Apotheke, die Schär-Produkte verkauft, auch bei DM sind glutenfreie Produkte zu finden. In Rumänien ist es sinnvoll, sich schon vor der Reise über Verkaufspunkte zu erkundigen. der Nähe von Arad sein. „Die Holländerin, die diesen Platz betreibt, hält alle Stan­ dards in Punkto Sauberkeit und Ordnung ein, die man sich von einem holländischen Campingplatz erwarten kann. Nach zwei Wochen wildem Rumänien fast ein Kultur­ schock für uns.“ Land endloser Tiefebenen Über Szeged führte der Heimweg weiter nach Ungarn, wo die Familie noch für drei Tage in der einmaligen Tiefebene der Pusz­ ta campierte. An einem Weiher bei Ruzsa

genossen sie noch einmal die unberührte Natur, während die Kinder Reitausflüge mit den Ponys unternahmen. Danach ging es über Budapest, Wien und Linz wieder nach Hause. „Nach vier erlebnisreichen Wochen ka­ men wir wieder glücklich und gesund in München an und konnten kaum glauben, dass wir in nur vier Wochen so viel erleben konnten. Rumänien haben wir besonders ins Herz geschlossen.“ Und eine weitere Reise ins Land der tausend Landschaften ist schon geplant!

Noch mehr spannende Informationen zur Osteuropareise der Münchner Familie im YourLife Online-Magazin, auf www.schaer.com: Mit eindrucks­ vollen Bildern und Schilderungen gibt Johannes Leiste in unserem Video Einblicke in das aufregende Urlaubsabenteuer der Familie.

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Küche

Registrieren Sie sich im SchärClub, dort haben Sie exklusiven Zugriff auf unsere 650 Rezepte www.schaer.com/club-vorteile/

Meine perfekte glutenfreie Sommerparty!

Der Sommer kann kommen! Und weil es um diese Zeit draußen einfach am schönsten ist, verrate ich Ihnen in dieser Ausgabe, wie Sie Ihre Familie, sich und Ihre Freunde bei Grillabenden nach allen Regeln der Kunst und ohne viel Aufwand verwöhnen. Also: An die Kohlen, fertig, los! Wenn die Luft wieder nach Freiheit riecht und lange Abende zum gemüt­ lichen Verweilen im Freien laden, dreht unser Stim­ mungsbarometer auf „be­ ste Laune“, „Tatendrang und Unternehmungslust“. Kurzum: Es ist wieder Par­ tyzeit! Die Blitz-Grillparty Schnell entschlossen eine lustige Runde vom Seeufer oder Park in den eigenen Garten verle­ gen? Nur keine falsche Scheu! Mit einem bisschen Spontanität und Experimentier­ freude und gewappnet mit praktischen und einfachen Tipps bringen Sie einen herrlichen Sommertag ganz ohne Stress – und natürlich ohne Gluten – zur feierlichköstlichen Vollendung. Um das sommerliche Vagabundenleben genießen zu können, ist es immer gut, (auch wegen der Badeausflüge) ausrei­ chend Crackers, Grissini, Saltí oder Fette croccanti als praktische Alternative zum Brot vorrätig zu haben. Bei Ihrer Blitz-Party machen die hübschen Brotstangen, im Glas mit Serviette serviert, eine gute Figur. Dazu ein buntes Körbchen oder Schäl­ chen mit Crackers und schon ist für glu­ tenfreie Beilagen gesorgt. Auf dem Nach­ hauseweg besorgen Sie im Supermarkt Ge­ tränke,

nicht mari­ niertes Fleisch wie Steaks oder Hühnerbrust (schmecken auch ohne Marinade zart und saftig) und glutenfreie Würstchen. Farblich vollen­ den Sie die Tafel mit bunten Salaten und Gemüse, das man roh essen kann – z.B. Paprika, Gurken oder Tomaten. Während der Grill aufheizt, zaubern Sie die Salate und bereiten das Fleisch vor.

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Abend unter Freunden Wenn Sie eine Party in überschaubarem Rahmen planen, empfehle ich Ihnen, gänzlich auf glutenhaltige Lebensmittel zu verzichten, damit Sie Ihr Fest sorglos genießen können. Überraschen Sie Ihre Gäste mit einem der köstlichen Snacks und Beilagen unserer Rezeptseiten oder servieren Sie „Pan con ajo“: Glutenfreie Baguette oder Mini-Baguette schräg einschneiden (wie für Scheiben) und mit Knoblauch­ butter innen bestreichen. Das geht schnell und schmeckt auf dem Grill oder im Ofen gebraten ganz ausgezeich­ net. Als Beilagen passen auch Rosmarin­ kartoffeln oder gegrillte Polenta.

Bei größeren Festen ist es sinnvoll, mehr als einen Grill zu verwenden. Weisen Sie Ihre Gäste bereits bei der Einladung da­ rauf hin, dass es einen Grill mit Beistelltisch nur für glutenfreies Brot, Fleisch etc. geben wird. Köstliche Dips und Grillsaucen be­ reiten Sie am besten selbst vor. Ohne viel Aufwand zubereiten lassen sich Olivenöl mit gehacktem Knoblauch als Dip für Ge­ müse oder Salate, Saucen aus But­ ter oder Quark mit Kräutern und Salz oder „schneller Liptauer“ mit Paprika, Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Im Schär-Club finden Sie weitere Rezepte für Grillsaucen. Wenn Ihre Gäste fragen, was sie mitbrin­ gen dürfen, bitten Sie sie um Getränke, (gegrilltes) Gemüse, Salate ohne Marinade oder Obstsalat für den Nachtisch.

Tipps für Ihren glutenfreien PartyspaSS:

> Verwenden Sie einen eigenen Grill mit Bei­ stelltisch für gluten­ freie Lebensmittel. > Bereiten Sie schnelle Dips, Saucen und Kräuterbutter selbst zu. Das ist sicher glutenfrei, gesünder und schmeckt einfach frischer. > Marinieren Sie Salate mit Essig und Olivenöl oder selbstgemachten Dressings. > Bunte Spießchen mit Fleisch oder Würstchen sind nicht nur bei ­Kindern der Renner. > Irgendwann wird es dunkel! Bunte Lampions und Teelichter in S ­ chalen oder Anti-Mücken-Kerzen sind immer eine Augenweide. > Überraschen Sie mit peppiger Dekoration: z. B. bemalte Töpfchen mit Kräutern oder Kresse auf den Tisch stellen. Ihre Gäste können sich etwas davon abzupfen und aufs Essen geben.

Wenn Sie eingeladen werden: > Selbst mariniertes Fleisch und Wurst mitnehmen > Verwenden Sie eigenes Grillbesteck > Benutzen Sie eine eigene Aluscha­ le. Dieser Grillbehelf hat außerdem den Vorteil, dass keine schädlichen Dämpfe von auslaufendem Fett an das Grillgut gelangen > Glutenfreie Crackers, Grissini oder Brot mitbringen > Für „sichere“ Salate: Sie können dem Gastgeber anbieten, die ­Salatsaucen vorzubereiten. > Nehmen Sie lieber Ihre eigenen Gewürze und Barbecuesaucen mit. Im Schär-Club finden Sie auch tolle Rezepte zum Selbermachen ­w ww.schaer.com > Folienkartoffeln oder -gemüse kön­ nen Sie zuhause gut vorbereiten und mitnehmen. Hierfür Folie vorher mit Olivenöl einpinseln und halbgekoch­ te Kartoffeln oder Rohgemüse, evtl. mit Kräutern darin einwickeln.


Bl채tterteigtaschen mit Schafsk채sef체llung

K채sestangen

Pestoschnecken aus pikantem Plunderteig

Schnelles Brot aus der Pfanne


Zutaten

A

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45 Min.

45 Min.

Die Käsestangen können Sie auch mit Mohn oder Sesam bestreuen. Als KäseAlternative bietet sich beispielsweise der würzige Gruyère (Greyerzer) an.

Bei Blätter- und auch Plunder­ teig dürfen die Teigreste nicht verknetet werden! Legen Sie sie übereinander und rollen Sie den Teig dann erneut aus.

1 Packung DS-Blätterteig 100 g frisch geriebener Parmesan 1 Ei 1 Eigelb und 1 EL Milch zum Bestreichen grobes Salz zum Bestreuen

Zutaten

Variante mit Blattspinat: Eine kleine Zwiebel, eine Zehe Knoblauch, 80 g Schafskäse und 5 getrocknete Tomaten in kleine Würfel schneiden. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch glasig anbraten. Spinat dazu geben und bei offenem Deckel trocken kochen lassen. Zur Seite stellen bis der Spinat lauwarm ist. Ei unter die Masse mischen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Restliche Zutaten und 30g Pinienkerne darunter mischen.

1 Packung DS-Blätterteig Für die Füllung: 150 g Schafskäse, 6 in Olivenöl eingelegte getrocknete Tomaten, 10 schwarze entkernte eingelegte Oliven, 3 EL Creme fraîche, 1 EL des Olivenöls der eingelegten Tomaten, 1 EL Italienische Kräuter (frisch oder getrocknet)

Blätterteigtaschen mit Schafskäsefüllung Zubereitungszeit: 30 Min. | Backzeit: 12 - 15 Min.

Zubereitung Den Schafskäse mit einer Gabel zerdrücken. Tomaten und Oliven in kleine Stücke schneiden und mit Schafskäse, Creme fraîche, Olivenöl und Italienischen Kräutern zu einer Paste mischen. Den Blätterteig auf einer bemehlten Unterlage zu einem 2 mm dicken Rechteck ausrollen. Quadrate von 8 x 8 cm schneiden. Teigreste aufeinander legen, nicht kneten. Jeweils einen gehäuften TL Schafskäsemasse in die Mitte legen. Die Ränder mit Wasser bestreichen. Die Tasche zusammenklappen Mit einer in Mehl getauchten Kuchengabel zusammendrücken. Evtl. mit Milch bepinseln. Im Backofen bei 220° 12 - 15 Min. goldbraun backen. Auf eine Küchenrolle legen, um das Fett aufzusaugen. Noch heiß servieren. Ergibt etwa 30 Taschen.

Käsestangen Zubereitungszeit: 30 Min. | Backzeit: 10 - 12 Min.

Zubereitung Den Blätterteig nach Packungsanleitung auftauen. Auf einer bemehlten Backunterlage zu einem Recht­ eck von ca. 24 x 30 cm ausrollen. Das Ei in einem Schüsselchen verrühren. Den Teig damit bestreichen. Auf eine Hälfte den Käse streuen. Die andere Hälfte darüber klappen und mit der Teigrolle festdrücken. Die Teigplatte in ca. 1 1/2 cm breite Streifen schneiden, diese spiralförmig wickeln und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Das Eigelb mit der Milch verrühren. Die Käsestangen damit einpinseln. Je nach Geschmack noch etwas grobes Salz darüber streuen. Im vorgeheizten Backofen bei 180° Umluft ca. 10 Min. goldbraun backen. Die in der Verpackung enthaltenen Blätterteige er­ geben zusammen etwa 40 Stangen.

Pestoschnecken aus pikantem Plunderteig

Zubereitungszeit: 20 - 30 Min. | Ruhezeit: 100 Min. | Backzeit: 10 - 12 Min.

A

2 - 3 Std.

Füllung: 1 Glas Pesto, 40 g Pinienkerne, 1 Eigelb und 1 EL Milch zum Bestreichen, grobes Salz zum Bestreuen.

Zutaten

Ziehbutter: 100 g Butter, 20 g Schär Brot-Mix; Hefeteig: 250 g Schär Brot-Mix, 1 kräftige Prise Salz, 5 g Trockenhefe, 30 g weiche Butter, 1/8 l Milch, 1 Ei Gr. M, 1 Eigelb, Mehl zum Arbeiten

Zubereitung

Für die Ziehbutter Mehl mit Butter gut verkneten und zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie zu einem Recht­ eck ausrollen. Für 30 Min. kalt stellen.

ca. 50 Min.

Mithilfe der Silikonmatte rollen. In Frisch­ haltefolie einwickeln und für 1 Stunde in die Gefriertruhe legen. Danach mit einem S ­ ägemesser vorsichtig in Scheiben­ ­schneiden. Auf ein mit Backpapier aus­ gelegtes Blech legen und mit EigelbMilchmischung bepinseln. Im Backofen bei 230° ca. 10 - 12 min. goldbraun backen

Zubereitung: Teig halbieren, auf bemehlter Silikon­ unterlage zu einem Rechteck von 20 x 24 cm ausrollen. Mit der Hälfte des Pesto bestreichen. Die Hälfte der gehackten Pinienkerne darüber streuen.

Mehl mit Salz und Trockenhefe mischen. Milch und Butter auf ca. 40° erwärmen. Die Flüssigkeit mit Ei und Eigelb zur Mehlmischung geben und 3 bis 4 Min. zu einem geschmeidigen Teig kneten. Der Teig sollte sich von der Schüssel lösen.

Den Teig auf bestäubter Silikonmatte ausrollen. Die Ziehbutter in die Mitte legen. Den Teig darüber klappen. 10 Min. ruhen lassen. Teig wieder mit Mehl bestäuben und noch 3 Mal ausrollen und zusammen­ klappen.

Schnelles Brot aus der Pfanne

A

Geben Sie zur Abwechslung getrocknete­ Italienische Kräuter in den Teig oder ­streichen den Fladen nach dem Backen mit Knoblauchöl ein.

Die Fladen können Sie auch im Waffeleisen backen. Sie lassen sich auch problemlos einfrieren und im Toaster wieder aufbacken.

250 g Schär Brot-Mix, 1TL Salz, 1/2 TL Zucker, 1/2 Päckchen Trockenhefe, 1 EL Olivenöl, 100 ml lauwarme Milch, 100 ml lauwarmes Wasser, 1/2 TL Fiber-Husk (gemahlene Flohsamenschalen) für einen geschmeidigeren Teig.

Zutaten

Zubereitungszeit: 15 Min. | Ruhezeit: 30 Min. | Backzeit: ca. 6 Min.

Zubereitung

Mehl mit Salz und Fiber-Husk in einer Rührschüssel mischen. In der Mitte eine Vertiefung bilden. Die Hefe und den Zucker hinein geben. Ca. 1/3 der Flüssigkeit dazu schütten. Ca. 10 Minuten warten, bis die Hefe Blasen bildet. Restliche Flüssigkeit und Olivenöl dazu geben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Der Teig sollte sich gerade von der Schüssel lösen. Die Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken und 10 Min. ruhen lassen.

Den Teig auf einem bemehlten Backbrett in vier Teile schneiden. Mit nassen, leicht eingeölten Händen Kugeln formen. Die Kugeln mit dem Handballen zu Fladen drücken. Die Fladen auf einem bemehlten Backpapier an einem warmen Ort noch 10 Min. gehen lassen.

Eine beschichtete Pfanne erhitzen und dünn mit ­Olivenöl einpinseln. Die Fladen von beiden Seiten je ca. 3 Minuten goldbraun backen.


Mokka-Mousse TĂśrtchen

Schoko-Blechkuchen mit Aprikosen

Stracciatella-Himbeer-TiramisĂš

Schoko-Marzipantorte


Mokka-Mousse Törtchen

Zubereitungszeit: 40 Min. | Backzeit: ca. 20 - 25 Min.

Zubereitung Eier mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, Mandeln und Stärke locker darunter heben. In eine mit Backpapier ausgelegte Springform (28 cm) bzw. aufs Blech streichen. Bei 175° ca. 25-30 Min. backen. Auskühlen lassen. Für das Mokka-Mousse (besser schon am Vortag) Sahne erhitzen, Schokolade und Espressopulver hin­ zufügen, rühren, bis die Schokolade geschmolzen ist. Die Masse kaltstellen. Aus dem Biskuit mit Dessertringen Rondelle aus­ stechen, auf eine Platte legen. Die Mokkasahne steif schlagen. 2/3 der Masse auf die Böden verteilen, glatt streichen und mit einer Kuchengabel verzieren. Mit dem Rest mithilfe Spritzbeutel Tupfer in die Mitte der Törtchen spritzen. Eine Mokkabohne darauf ­setzen. Die Törtchen kühl stellen. Den Rand des Mandelbiskuits mit Mokkasahne bestreichen und mit Krokant bestreuen.

Zutaten

A ca. 65 Min.

Stracciatella-Himbeer-Tiramisù

Zubereitungszeit: 30 Min. | Ruhezeit: über Nacht

Zubereitung

Die Savoiardi in eine Auflaufform legen. Ein paar ­Himbeeren zum Verzieren beiseite legen, die restlichen pürieren und darüber geben.

Den Quark mit Mascarpone, Zucker und Vanille zu einer Creme rühren. Die steif geschlagene Sahne und 70 g der Raspelschokolade unterheben. Die Masse über die Himbeeren streichen. 3 Stunden oder über Nacht kühlstellen.

Für den Biskuit: 3 Eier, 150 g Zucker, 1 Pkg. Vanillezucker, 200 g geschälte, gemahlene Mandeln, 2 EL Schär Kuchen & Kekse Für die Füllung: 300 g Sahne, 1 Tafel Zart­ bitterschokolade, 1-2 EL Instant Espresso Krokant oder gehackte, geröstete Mandeln zum Bestreuen

Schoko-Marzipantorte

Vor dem Servieren mit den restlichen Himbeeren und der Raspelschokolade verzieren.

ca. 65 Min.

Backen Sie sich Mandelbiskuit auf Vorrat und frieren Sie die Biskuitplatten ein, so können Sie sich schnell ein Törtchen machen.

A

Zubereitung

Zubereitungszeit: 40 Min. | Backzeit: 40 Min.

Mokkabohnen zum Verzieren Backpapier für das Blech

Zutaten

Statt Aprikosen schmeckt der Kuchen auch mit Sauerkirschen oder je nach Saison mit frischen Früchten ganz hervorragend!

200 g Schär Kuchen & Kekse 2 Tafeln Zartbitterschokolade 5 Eier 200 g Butter, 150 g Zucker 1 Päckchen Vanillezucker 1 Prise Salz 3 gestrichene TL Weinsteinbackpulver 1 große Dose Aprikosen 800 g Puderzucker zum Bestäuben Backpapier für das Blech

Schoko-Blechkuchen mit Aprikosen

Zubereitungszeit: 20 Min. | Backzeit: ca. 30 - 35 Min.

Zubereitung Schokolade im Wasserbad schmelzen und leicht ab­ kühlen lassen. Eiweiße steif schlagen, zur Seite stellen. Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Nach und nach Eigelbe dazu rühren, bis eine helle ­cremige Masse entstanden ist. Schokolade und das mit dem Backpulver gemischte Mehl dazu rühren. Eiweiße vorsichtig unterheben. Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen. Die Aprikosen abtropfen lassen, gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Den Kuchen im Ofen bei 175° (Umluft) 30-35 Min. ­backen, dann auf einem Rost auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Marzipan (170 g) in Stücke zupfen und in eine Rühr­ schüssel geben. 2 Eier, 50 g Zucker und die ausge­ kratzte Vanilleschote dazu geben. Schaumig rühren, bis eine cremige Masse entstanden ist. Die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen, die restlichen 50 g Zucker dazu geben und noch kurz weiter schlagen. Das steif geschlagene Eiweiß auf die Masse gleiten lassen. Mehl mit Kakao mischen und darübersieben. Mit den Schokostückchen locker unterheben. Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform (26 cm) streichen und bei 170° (Umluft) ca. 40 Min. backen. Gar­ probe machen. Kuchen aus der Form lösen, Backpapier abziehen und abkühlen lassen. Kuchen mit geschmolze­ ner Kuvertüre bestreichen. Für die Verzierung Marzipan mit etwas Puderzucker verkneten und auf ­Puderzucker ausrollen. Kreise von 3-4 cm Durchmesser ausstechen und halbieren. Zu Tüten zusammendrücken. In die Mitte ein kleines Stückchen Belegkirsche stecken. Den Rest Marzipan evtl. mit 1 Tropfen roter Lebensmittelfarbe färben, ausrollen und kleine Herzen ausstechen.

Zutaten

A

80 Min.

Verfeinern Sie das Tiramisù mit 2 cl Kirschwasser. Träufeln Sie es auf die Savoiardi, bevor Sie die pürierten Himbeeren darüber streichen.

1 Packung Schär Savoiardi (Löffelbiskuit) 300 g Himbeeren 100 g Zucker 250 g Mascarpone 250 g Magerquark 200 g Sahne 1 Vanilleschote (oder Bourbon Vanillezucker) 100 g Raspelschokolade

Zutaten

170 g Rohmarzipan, 100 g Zucker, 1 Vanilleschote, 1 Prise Salz, 6 Eier, 120 g Schär Kuchen & Kekse, 30 g Kakao, 100 g gehackte dunkle Schokolade oder Scho­ kotröpfchen, 200 g dunkle Kuvertüre für die Glasur

Für die Verzierung: 30 g Marzipan, 1 EL Puderzucker. 2 Tropfen rote Lebens­ mittelfarbe, 4 Belegkirschen

Glutenfreies Marzipan können Sie ganz leicht selber her­ stellen. Im Schär-Club empfiehlt Oscar hierfür 500g geriebene, geschälte ­Mandeln oder Mandelmehl, 500g Staub­ zucker und 50g Rosenwasser in Nah­ rungsmittelqualität aus der Apotheke oder Drogerie. Zutaten vermischen und zu einer geschmeidigen, glatten Masse verarbeiten.


@Schär

FOOD SERVICE – glutenfrei unterwegs Ganz klar: Zöliakie fordert Aufklärungsarbeit. So sehr sich auch Qualität und Vielfalt an glutenfreien Produkten gebessert haben, besteht bei der Versorgung außer Haus – vom Frühstück im Hotel bis hin zum Essen im Flugzeug – nach wie vor großer­ Aufholbedarf. Mit unserem neuen Projekt FOOD SERVICE ­nehmen wir von Schär genau dieses Thema ins Visier. Die Aufgabe, die wir uns hier gestellt haben, beinhaltet einerseits die Versorgung verschiedenster Einrichtungen mit geeigneten Produkten wie Tiefkühl- und Fertiggerichten und Portionspackungen. Viel wichtiger jedoch ist es, die Menschen, die in den relevanten Bereichen arbeiten, für die Bedürfnisse bei Zöliakie zu sensibilisieren. Mittels Informationsmaterial und Schulungen möchten wir eine breite Aufmerksamkeit für das Leben ohne Gluten schaffen. Unser großes Ziel ist es, einen Veränderungsprozess einzuleiten, sodass Menschen mit Zöliakie in Zukunft problemlos überall glu-

tenfrei genießen können, ohne Produkte von zuhause mitnehmen zu müssen. Der eigentliche Startschuss für das Projekt ist vor einigen Jahren gefallen, als wir in Italien mit der Belieferung der beliebten DS-Pizza-Points begonnen haben. Hierzu gehörten Schulungen der Pizzabäcker, die Bereitstellung eigener Arbeitsflächen für den glutenfreien Teig und natürlich tiefgekühlte Pizzateigkugeln in Portionspackungen.

Künftig sollen Gastronomie und Hotellerie in ganz Europa auf Zöliakie aufmerksam gemacht werden, aber auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime, sowie Reiseunternehmen für Bahn, Flugzeug und Schiff. Ein weiter Weg des immer wieder Nachfragens und Erklärens, den wir gemeinsam mit Ihnen gehen. Weitere Infos unter info@schaer-foodservice.com

Mehr über das neue Food Service-Projekt in einem Interview zum Nachhören im Schär-Club auf www.schaer.com

Crackers Pocket: Für Herumtreiber Sind Sie viel unterwegs? Dann ist unser Crackers Pocket genau das Richtige für Sie. Stabile Ver­packung, perfekter Genuss: für Büro, Sport oder jetzt im Sommer gemütliches Verweilen in Parks oder an See- und Meeresufern.

Crackers: Biss für Biss ein Stück Italien Unsere gluten- und laktose­freien C ­ rackers mit viel wertvollem Buch­weizen stillen nicht nur den kleinen ­Hunger zwischendurch. Mit ein bisschen Phantasie, sprich würzigen Aufstrichen, ­Salami oder Rohschinken, ­mausert sich der knusprige Brotersatz in Windeseile zum attraktiven Partyhäppchen.

Grissini: die beliebtesten Knusper­stäbchen der Welt Sie lassen sich gern einwickeln, in Rohschinken zum Beispiel, oder ganz praktisch in Saucen, Dips und Frischkäse tunken. Unsere neuen Grissini mit extra viel Buchweizen sind eine gesunde und köstliche Alternative zum Brot und gehören auf jeden gut dekorierten Party-Tisch.

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Mitten im Leben

Im Bann des schwarzen Goldes Ernst Knam, einer der erfolgreichsten Patissiers Italiens, hat kürzlich sein neues Kochbuch „dolcemente senza glutine“ (Süßes ohne Gluten) veröffentlicht. Im Gespräch mit YourLife erzählt der gebürtige Deutsche über seine Leidenschaft für süße Kreationen und seine Liebe zur Schokolade. gebacken und ich habe schon als kleiner Knirps immer gern geholfen.“ Bis zu 50 Sorten muss­ ten es im Hause Knam schon sein. Geheimnis einer Leidenschaft Seine Ambition, an je­ dem Arbeitsplatz das Bestmögliche zu er­ reichen, brachte ihn bald an die Spitze der Küchenhierarchie. Eine Bilderbuchkarriere, die den Chef Patissier über Schottland, Lon­ don, Genf und Mai­ land schließlich zur eigenen Konditorei – mittlerweile sind es bereits zwei – in der beschaulichen via An­ fossi in Mailand führte und ihm eine ganze Reihe begehrter Prei­ se einbrachte. Bescheiden und na­ türlich findet der Kon­ keit. Ernst Knam bei seiner süßen Tätig ditor, Künstler und Philosoph eine ein­ Es scheint fast so, als wäre es rein einer fache, fast selbstverständliche Antwort auf „Entscheidung aus praktischer Vernunft“ seine großen Erfolge. „Ich versuche jeden zu verdanken, dass Mailand heute stolz Tag, es noch besser zu machen und noch einen Grand der süßen Genüsse vorzei­ bessere Zutaten zu finden.“ Das Wichtigste gen kann, der in einem Atemzug mit den sind ihm Vergnügen und Liebe an sei­ Größen der Haute Couture genannt wird. ner Arbeit. „Ich arbeite nie. Ich vergnüge Denn Ernst Knam wollte ursprünglich in mich und wenn die Leute eine Praline von die Fußstapfen seiner Eltern, Gärtner und mir in den Mund nehmen und du siehst, Floristen, treten. „Ich bin zur Konditorei ge­ wie sich die Gesichtszüge zu einem ver­ kommen wie Marie zum Kind.“ 1963 im All­ zückten Lachen verändern, hast du schon gäuer Städtchen Tettnang geboren, ent­ gewonnen.“ Seine Inspiration findet Knam schied er sich auf Anraten seiner Mutter, in der Natur, im Museum oder in Einkaufs­ selbst leidenschaftliche Hobby-Zucker­ straßen, wo er gerne Leute beobachtet. bäckerin, für eine Lehre als Konditor. „An „Egal wo ich bin, ich finde immer etwas, Weihnachten wurde bei uns immer viel das ich in Rezepten umsetzen kann. Ich

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esse alles und probiere alles, denn man muss wissen, wie etwas schmeckt.“ Selbstverständlich glutenfrei Glutenfrei zu kochen ist für Ernst Knam kein Neuland. Das Kochen und Backen für Menschen mit Zöliakie war bereits zur Zeit seiner Ausbildung in Deutschland fixer Be­ standteil des Curriculums für künftige Kon­ ditoren. In den vielen Jahren als Konditor hat Knam seine Achtsamkeit gegenüber Unverträglichkeiten und Lebensmittelaller­ gien auch nie aus den Augen verloren und arbeitet, perfektionistisch wie er ist, sogar mit einem Magen-Darm-Spezialisten aus Bern zusammen. So bietet seine Kondito­ rei „L’Antica Arte del dolce di Ernst Knam“ in Mailand neben den – ohnehin weizen­ freien – begehrten Klassikern „Africana“ und „Mousse aus drei Schokoladen“ auch täglich glutenfreie Torten und Mürbteigku­ chen mit frischen Früchten an. Der Weg zu einem glutenfreien Kochbuch scheint also fast vorprogrammiert gewesen zu sein. „Das Kreieren von Rezepten ohne Gluten hat mich schon immer interessiert, auch weil doch sehr viele Menschen davon be­ troffen sind.“ Der Herausforderung begeg­ net Knam mit Leidenschaft, wie auch sein Epilog in „dolcemente senza glutine“ (Anm. der Redaktion: derzeit nur in italienischer Sprache erhältlich) andeutet: „Glutenfrei essen bedeutet nicht, auf Geschmack oder Phantasie zu verzichten. Ganz im Ge­ genteil, die Kreativität wird gerade in der glutenfreien Küche zur wichtigsten Zutat.“

Tipp: L’Antica Arte del Dolce di Ernst Knam Via A. Anfossi, 10 20135 Milano www.eknam.com


Mitten im Leben

schmack. Pralinen für jeden Ge

Mut zur Schokolade Knams Vielseitigkeit reicht weit über den Tortentellerrand hinaus. So kreiert er bei­ spielsweise auch Eisspezialitäten ohne Farb- und Konservierungsstoffe, und über sein Catering Service „La Nuova Arte del Catering“ (die neue Kunst des Caterings) verwöhnt er mit Snacks und Speisen aller Art, von klassisch bis fantasievoll. Ernst Knams größte Leidenschaft gilt jedoch der Schokolade. „Ich nenne sie schwarzes Gold. Schokolade ist etwas ganz Einzig­ artiges, sie hat etwas ganz und gar Gött­ liches an sich. Man kann sie flüssig, fest, halbfest, hart oder weich, kalt, warm oder heiß verwenden. Schokolade ist das ein­ zige Lebensmittel, das all diese Eigen­ schaften in sich vereint.“ Kein Wunder, dass sich die Mailänder Modebranche an seinen verführerischen Kreationen versün­ digt, kombiniert und erschafft der Patissier doch die ungewöhnlichsten Kreationen, vielfältig und formvollendet. „Schokolade darf alles und kann alles.“ Wenn das keine Liebeserklärung ist…

© Claudia Castaldi

Das Rezept zu dieser

Himbeertor te „l´Antic

a“ finden Sie im Schär-C

lub auf ww w.schaer.c

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Profiteroles

Für 6-8 Personen Zubereitungszeit: 1 Stunde Garzeit: 12-13 Minuten Brandteig: 200 ml Milch, 120 g Butter, 100 g Schär Kuchen & Kekse, ½ Teelöffel Salz, 1 Teelöffel Zucker, 3 Eier Füllung und Glasur: 400 g flüssige Sahne (leicht gezuckert), 250 g Pariser Creme (150 g Kuvertüre und 100 ml Sahne) Zubereitung des Brandteigs Milch mit Butter, Salz und Zucker in einer Kasserolle mit dickem Boden langsam erhitzen. Sobald die Milch aufkocht, vom Herd nehmen und das Mehl einrieseln lassen. Mit einem Holzkochlöffel kräftig durchmischen, bis eine glatte, homogene Masse entstanden ist. Wieder aufstellen und bei mittlerer Hitze so lange weiterrühren, bis sich der Teig von der Topfwand löst. Etwa 10 Minuten auskühlen lassen. Eier einzeln zugeben und Stück für Stück gut unterrühren, bis der Teig glän­ zend und kompakt ist.

Teig sofort weiterverarbeiten. Brand­ teig darf nicht tiefgekühlt werden. Zubereitung der Windbeutel Ein Ofenblech mit Backpapier auslegen. Den Brandteig in einen Spritzbeutel mit glatter Tülle (1 cm) füllen. Runde Häufchen gleicher Größe in weiten Abständen aufspritzen und 12-13 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 180 °C backen (die Windbeutel sollten trocken, aber innen noch weich sein). Die Windbeutel auf einem Gitter abkühlen lassen und mit einem kleinen Messer seitlich ein wenig einschneiden. Die Sahne steif schlagen und in einen Spritzbeutel mit glatter 5 mm-Tülle füllen (etwas Sahne zum Dekorieren beiseite geben). Die Windbeutel durch die Einschnitte mit der Sahne füllen. Für die Pariser Creme Sahne in einer Kasserolle aufkochen lassen, vom Herd nehmen und zerteilte Schoko­ ladenkuvertüre zugeben. Sorgfältig verrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Anrichten der Profiteroles Die gefüllten Windbeutel einzeln in die Pariser Creme tauchen und pyramidenförmig schichten. Mit Schlagsahne­ häubchen dekorieren. Bis zum Ser­ vieren im Kühlschrank aufbewahren.

© Claudia Castaldi

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Forschung & Entwicklung

Produkte auf dem Prüfstand Auf seinem Weg zur sicher glutenfreien, köstlichen Gaumenfreude durchläuft ein Produkt bei Schär viele Etappen. Eine davon ist die eingehende Prüfung durch geschulte Verkoster: Ihr Urteil über Geschmack, Aussehen, Duft, Güte und weitere Kriterien entscheidet mit darüber, ob Sie das Produkt schon bald bei sich zu Hause genießen können. Ein köstlich mürber Keks, angenehm knackig im Biss und umhüllt von fein glänzender, zart schmelzender und be­ sonders reicher Vollmilchschokolade. So lautet beispielsweise das strenge „Anfor­ derungsprofil“ an unsere neuen Ciocko Sticks. Bis eine neue glutenfreie Keksspe­ zialität in unser süßes Sortiment Einzug halten darf, ist es jedoch ein weiter Weg. Im Auftrag des perfekten Geschmacks Jeder, der sich schon einmal in seiner hauseigenen Backstube versucht hat, weiß, dass Backen kein Kinderspiel ist – ganz besonders, wenn das Gluten fehlt. Im Auftrag des guten Geschmacks beschäftigt sich deshalb unsere For­ schungs- und Entwicklungsabteilung im

Science Park Triest unentwegt mit der Entwicklung neuer Rezepturen oder verbessert Produkte, die bereits Teil un­ seres Sortiments sind. Aus bewährten und innovativen glutenfreien Rohstoffen werden immer wieder neue Kombinati­ onen ausprobiert und fortlaufend ge­ testet. Essentiell ist dabei auch jeweils die Entscheidung darüber, welche Art ­Produkt entwickelt werden soll. Um den Wünschen unserer Konsumenten mit Zö­ liakie entgegenzukommen, nehmen wir uns immer wieder stark nachgefragte herkömmliche Produkte zum Vorbild, um eine glutenfreie Entsprechung zu kreie­ ren, die alle geschmacklichen und op­ tischen Anforderungen erfüllt oder sogar übertrifft. Inwieweit eine neue Kreation aus dem Hause Schär die objektiven

­Anforderungen nach dem „typischen Geschmack“ er­ füllt (also wie ähnlich sie ihrem gluten­ haltigen Vorbild ist), ermitteln schließlich eigene Verkostungsgruppen mittels Sensorik-Tests. Messinstrument Mensch Die einen lieben es möglichst schoko­ ladig, andere schwören auf Keks pur, der bei keinem Frühstück fehlen darf. So individuell auch die Vorlieben von „süßen Genießern“ sein mögen, die Fra­ ge nach der geschmacklichen Qualität eines Produktes gilt es in jedem einzel­ nen Fall möglichst objektiv zu bewerten. Hierfür liefern eigene, professionelle Verkostungen die verlässlichsten Da­ ten: Die Sensorik ist eine eigene Wis­ senschaft, die ein Produkt nach jeweils ­unterschiedlichen Kriterien misst und analysiert. Das wichtigste Messinstru­ ment ist dabei der Mensch mit seinen Sinnesorganen. Sensorik-Tests unterlie­ gen genau definierten Bestimmungen. Denn so unvoreingenommen und neu­ tral eine Testperson in ihrem Urteil auch agieren möchte, ihre Wahrnehmung kann immer Schwankungen unterliegen. Auch die psychologische Komponente spielt bei der Beurteilung eines Produkts eine nicht zu unterschätzende Rolle. Eine objektive Bewertung beginnt bei der Auswahl der geeigneten Personen. Die üblicherweise acht bis zwölf Mit­ glieder einer Testgruppe bringen be­ stenfalls bereits die Wahrnehmungs­ fähigkeiten eines Feinschmeckers mit

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Forschung & Entwicklung des Kekses – die Brüchigkeit – sowie das Aussehen und die Konsistenz der Füllung, die dem Anspruch „cremig“ ge­ recht werden sollte. Sie entscheiden mit!

und besitzen ein Talent dafür, Sinnesein­ drücke zu identifizieren und zu benen­ nen. In speziellen Trainings lernen die Mitglieder eines „Panel“ folglich die Me­ thoden der Sensorik kennen, verfeinern mittels Übungen Sinnesgedächtnis und -empfindsamkeit, trainieren das Erken­ nen, Beschreiben und Bewerten der ver­ schiedenen Sensorik-Parameter u.v.m. Selbstverständlich werden dann auch bei der Verkostung alle möglichen Vorkeh­ rungen getroffen, um eine größtmögliche Subjektivität der Beurteilungen zu erzie­ len. So dürfen die Panel-Mitglieder 30 Mi­ nuten vor der Verkostung der Produkte keine Süßigkeiten oder geschmacksinten­ sive Speisen zu sich nehmen, auch Kaffee oder Zigaretten sollen in dieser Zeit nicht konsumiert werden. An den Verkostungs­ tagen ist außerdem die Verwendung von Parfüms oder parfümierten Kosmetika unerwünscht, und die Teilnehmer sollten weder allzu hungrig, noch satt zur Verko­ stung antreten. Wer Schnupfen hat oder sich unpässlich fühlt – denn dies könnte die Sinneswahrnehmung beeinträchtigen – muss dem Test fernbleiben. Im Verko­ stungsraum selbst wird darauf geachtet, dass keine Gespräche stattfinden oder Gegenstände die Panel-Mitglieder ablen­ ken oder beeinflussen könnten. Jedes Produkt wird streng geprüft Immer wenn ein neues Produkt entwi­ ckelt oder Rezepturen geändert wurden, oder wenn überprüft werden soll, ob ein Lebensmittel noch den qualitativen Erwartungen entspricht, ruft der „Pa­ nel-Leader“ seine Verkostungsgruppe zusammen. Bei Schär gibt es drei stän­ dige Verkostungsgruppen mit jeweils

Neben den professionellen SensorikTests erkundigt sich Schär jeweils auch beim Endverbraucher, ob die neue glu­ tenfreie Köstlichkeit auch wirklich schme­ ckt. Diese „quantitativen Urteile“ treffen zwar keine geschulten Verkoster, doch auch sie liefern wertvolle Informationen darüber, wie ein Produkt angenommen wird und ob es, wenn auch subjektiv be­ trachtet, besser oder weniger gut schme­ ckt als vergleichbare Lebensmittel. Unser Sensorik-Club, der diese Tests durchführt, zählt mehr als 1.300 Mitglieder in Fran­ kreich, Deutschland und Italien. Unsere Produktproben ergehen an jeweils 100 Sensorik-Club-Mitglieder pro Land, die bei sich zu Hause eine Verkostung durch­ führen und dann das neue Produkt via Internet bewerten, vergleichen oder ganz nach Gutdünken beschreiben.

10 bis 15 Mitgliedern: Eine davon ist in Italien, eine in Deutschland und eine in Frankreich tätig, und alle zwei Jahre werden die Gruppen neu zusammenge­ stellt und geschult. Die Sensorik-Tests bei Schär folgen den DIN-Normen, um auch bei Produktverkostungen einen weltweit anerkannten Standard zu ge­ währleisten. Bei den verschiedenen Tests beschreiben die Panel-Mitglieder Produktqualitäten, erstellen Rangord­ nungen oder stellen Vergleiche an. Ein Beispiel: Bei den Mini Sorrisi mit neuer Rezeptur erfolgte eine so genannte be­ schreibende Prüfung, bei der die neu­ en Mini Sorrisi ihren Vorgängern und einem vergleichbaren Konkurrenzpro­ dukt gegenübergestellt wurden. Dabei sollten die jeweiligen Charakteristiken der Kekse beschrieben werden. Das Verkostungs-Formular beinhaltete als wichtigste Parameter die Beschaffenheit

Bestanden! Erst wenn ein Produkt all diese Vorgaben erfüllt, also durch geschulte Verkoster und unsere Konsumenten geprüft und für gut befunden wurde, wird es ins Sortiment auf­ genommen und in unseren Backstuben für Sie sorgfältig hergestellt und verpackt. Noch strenger geht es bei Produkten zu, für die unser Forschungsteam verbesserte Rezepturen erarbeitet hat: Hier erfolgt sogar eine externe Überprüfung – ISOZertifizierung –, bei der das neue Produkt seinen Vorgänger um eine bestimmte Punktezahl qualitativ übertreffen muss.

Ergebnis eines Sensorik-Tests 5

Weichheit der Creme

4

Knusprigkeit Brüchigkeit

3 2 1

Cremige Creme

0

Runder Geschmack

Sandigkeit

Goldgebackene Farbe

Aussehen der Füllung neues Produkt Schär (mit Gluten) altes Produkt Schär Hier wurde ein neues Produkt seinem Vorgänger undMitbewerber einem glutenhaltigen Konkurrenzprodukt gegenübergestellt.

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Spezial

Bitte nicht schummeln! Compliance: Das Einhalten der glutenfreien Ernährung ist ein Thema, das Menschen mit ­Zöliakie tagtäglich – und jetzt auch zahlreiche Studien beschäftigt. Wunsch dieser Studien und Ziel von Schär ist es, mit qualitätsvollen, sicheren Produkten und umfangreichem Service die Lebensqualität zu verbessern.

ANNE ROLAND LEE

Diplom-Pädagogin, Registrierte Diät­ assistentin, Anerkannte Diät- und Er­ nährungsberaterin, Schär, USA

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Ein Diätfehler ist schnell passiert, manch­ mal scheint er nahezu vorprogrammiert zu sein. Da sitzt man vielleicht in einem Re­ staurant und hat sich genau erkundigt, ob in der Sauce wohl kein Mehl enthalten ist. Dass die Antwort nicht ganz korrekt war, offenbart sich dann oft in Minutenschnel­ le. Oder man geht mit einer Lupe in den Supermarkt, um die oft winzig geschrie­ benen Zutatenlisten studieren zu können. Über das und vieles mehr können wohl die meisten Menschen mit Zöliakie ein Lied singen.

glauben würde zu bewussten „Diätsün­ den“. Nicht bei jedem „rächen“ sich diese auf schmerzhafte Weise, die möglichen gesundheitlichen Risiken bleiben jedoch immer dieselben.

Fehler bei der glutenfreien Ernährung haben häufig Bauchschmerzen, Durchfall oder Blähungen zur Folge. Aus diesem Grund nehmen es die meisten auch sehr streng mit der Compliance. Andererseits lösen die alltäglichen Hürden, die man mit Zöliakie zu bewältigen hat, auch unange­ nehme Gefühle aus. Aktuellen Studien zufolge führen sie sogar öfter als man

Zöliakie im Fokus

Dabei sind wir in „guter Gesellschaft“. Dank wachsender Sensibilität bei der Di­ agnosestellung werden auch symptom­ arme Formen der Zöliakie immer häufiger aufgedeckt. Mittlerweile geht man davon aus, dass weltweit etwa jeder Hundertste kein Gluten verträgt.

Bei zahlreichen Studien zur Glutenunver­ träglichkeit sind nicht nur die Ursachen und mögliche alternative Therapieme­ thoden abseits der glutenfreien Ernäh­ rung, sondern auch ihre Auswirkungen auf die verschiedensten Lebensbereiche und die damit zusammenhängende Ein­


Spezial haltung der Diät Thema. Vor allem für Erwachsene bedeutet die Diagnose oft eine große Herausforderung, zumal sie sich „ein halbes Leben lang“ keine Ge­ danken darüber machen mussten, was sie zu sich nehmen. Was anfangs Gefühle der Befangenheit zur Folge haben kann, pendelt sich jedoch in den meisten Fällen binnen eines Jahres ein. Zudem hat sich mittlerweile ein beachtliches Netz auf­ gebaut: sei es, was das Produktangebot betrifft, seien es Communitys, Foren und Internetseiten, wo von Rezepten bis hin zu Ernährungstipps, Ratschlägen zu Re­ staurantbesuchen u.v.m. alles angeboten wird, was für Menschen mit Zöliakie von Interesse sein kann. Zwickmühle Zöliakie wird immer häufiger bei Erwach­ senen diagnostiziert, die atypische Sym­ ptome aufweisen, oder sie wird – manch­ mal sogar „zufällig“ – bei Screenings entdeckt. Die bislang einzige Therapie, nämlich eine streng glutenfreie Ernährung, wirkt sich besonders in der Zeit der Um­ stellung auf den gewohnten Alltag aus. Analysen zur Compliance haben hier in­ teressante Ergebnisse hervorgebracht: Untersucht wurden unter anderem die Auswirkungen einer strengen Einhaltung der Diät. Einerseits wirkt sich diese Gewis­ senhaftigkeit einschränkend auf viele Le­ bensbereiche aus, und umgekehrt lösen die dabei auftretenden Gefühle wiederum den Wunsch aus, die Diät nur ungenau einzuhalten. Scheinbar eine Zwickmühle, die jedoch mehr und mehr an Aktualität verlieren wird, angesichts des wachsen­ den Produktangebots und vielen weiteren Bereichen, für die es oberstes Ziel ist, den Menschen ihre Lebensqualität zurückzu­ geben. Die Frage nach der Lebens­ qualität Wie es bei Zöliakie um die Lebensqualität steht, ist ein besonders bedeutendes Thema, weil die glutenfreie Ernäh­ rung sich auf alle Lebensbereiche auswirkt. Der Mangel an Bewusst­ sein und Akzeptanz, unzureichende Kennzeichnung von Lebensmitteln und die scheinbare „Allgegenwär­ tigkeit“ von Gluten schüren nicht nur Unsicherheit und Ärger, in manchen Fällen wohl sogar die Versuchung, es mit der Diät nicht ganz so ernst zu nehmen. Gerade aus diesem Wis­ sen heraus produzieren unsere Bäcker,

Köche und Konditoren nicht nur ein immer breiter werdendes Sortiment an Lebens­ mitteln, die absolu­ te Sicherheit bieten und damit das Gefühl der Einschränkung in Punkto Genuss neh­ men. Mit dem Projekt „Food Service“ von Schär soll nun auch die Sensibilisierung und Kompetenz von Menschen, die in den verschiedensten Bereichen tätig sind, geschärft werden. Damit soll erreicht werden, dass künftig auch auf Reisen mit Flugzeug, Schiff oder Zug, in Schulen und öffentlichen Einrich­ tungen und natürlich in der Gastronomie ein „natürlicher Um­ gang“ mit Zöliakie ohne große Fragen möglich wird. 100 Prozent glutenfrei Wie genau nehmen wir es nun aber wirk­ lich mit unserer glutenfreien Ernährung? Die subjektiven und objektiven Einschät­ zungen klaffen bei dieser Gewissensfrage oft weit auseinander. Befragte beiderlei Geschlechts gaben bei einer Studie aus den USA (Lee) an, die Diät zu 98 Prozent einzuhalten. Bei genauerem Hinschauen auf verschiedeneLebensbereiche fielen die Ergebnisse dann aber erschreckend anders aus. Wo aber liegen die „Schwach­ punkte“

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genau? Gesellschaftliche Anlässe (Män­ ner in 81, Frauen in 88 Prozent der Fäl­ le), Restaurantbesuche (Männer in 82, Frauen in 88 Prozent der Fälle) und Essen im Freundeskreis (Männer in 58, Frauen in 67 Prozent der Fälle) lassen Menschen mit Glutenunverträglichkeit auf alle gute Vorsätze pfeifen. Die Gründe sind, wie teils bereits erwähnt, das Gefühl des Ein­ geschränktseins (73 Prozent), aber auch Unbehagen der restlichen Gesellschaft gegenüber (69 Prozent), die Schwierig­ keit, die Diät einzuhalten (68 Prozent) und die simple Lust auf Abwechslung in der Ernährung (45 Prozent). Immerhin 33 Pro­ zent der Befragten stießen sich an den höheren Kosten der glutenfreien Lebens­ mittel. Video abspielen im SchärClub auf www.schaer.com

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Ernährung

Zöliakie auf der Waage Von der Diagnose zum Leben ohne Gluten: Wie Sie Ihre Lebensqualität wiedererlangen und über eine ausgewogene Ernährung Ihr Wohlfühlgewicht erreichen und beibehalten, darüber geben unsere Schär-Ernährungsexpertinnen wertvolle Hilfestellungen und Tipps. Vitalität und Lebensfreude hängen eng mit der Nahrung zusammen, die wir täg­ lich zu uns nehmen. Dass dem so ist, mer­ ken Menschen mit Zöliakie oft schon nach wenigen Tagen oder Wochen glutenfreier Ernährung: die Beschwerdesymptome ver­ schwinden, das Wohlbefinden steigt, der Energiebarometer zeigt nach oben und Vi­ talität und Freude am Essen kehren zurück. Kurzum: Ist die Umstellung gelungen, bes­ sert sich Ihr gesamter Gesundheitszustand! Das ist kein Wunder, wenn man bedenkt, dass wieder alle lebensnotwendigen Nähr­ stoffe vom Organismus aufgenommen werden können. Eine konsequente glu­ tenfreie Ernährung hat vielfältige positive Auswirkungen, nicht nur auf den Körper. Auch Geist und Seele profitieren und das

neu erlangte „rundum“-Wohlbefinden gibt uns unsere Lebensqualität zurück. Glutenfreie Lebensmittel sind keine „Dickmacher“ Die Zeit der Umstellung ist auch die Zeit der Entdeckung neuer Lebensmittel. Zahl­ reiche Nahrungsmittel sind von Natur aus glutenfrei, und das Sortiment wie auch die geschmackliche Qualität von Produkten wie Brot, Nudeln, Pizza oder Süßspeisen aus natürlich glutenfreien Zutaten hat in den letzten Jahren einen gewaltigen Auf­ schwung erfahren. Mit gewisser Achtsam­ keit, z. B. beim Studium von Zutatenlisten bei herkömmlichen Produkten oder beim Essen außer Haus, sollte einem unbe­

schwerten und sicheren glutenfreien Le­ ben nichts mehr im Wege stehen. Die Pro­ duktpalette an glutenfreien Lebensmitteln ist übrigens, entgegen manchmal artiku­

die 10 goldenen Regeln Eine ausgewogene Ernährung sorgt für eine optimale Nährstoffbilanz und hilft dabei, das Wohlfühlge­ wicht beizubehalten. Die 10 Regeln für eine gesunde Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Ernäh­ rung (www.dge.de) sind hierfür ein wichtiger Leitfaden: 1. Vielseitig essen – das ist mit der Auswahl an Produkten ein Leichtes 2. Reichlich Getreideprodukte wie glutenfreies Brot, glutenfreie Nudeln, Reis, Mais, Hirse, Buch­ weizen, Amaranth, Quinoa und Kartoffeln essen 3. 5-mal am Tag Gemüse und Obst konsumieren 4. Täglich Milch und Milchprodukte essen; ein- bis zweimal in der Woche Fisch; Fleisch, Wurst­ waren sowie Eier in Maßen ge­ nießen, wobei fettarme Produkte vor allem bei Milchprodukten und Fleisch bevorzugt werden sollten. 5. Wenig Fett und fettreiche Le­ bensmittel, pflanzliche Fette be­ vorzugen und vor allem auf das unsichtbare Fett achten. 6. Zucker und Salz in Maßen 7. Reichlich Flüssigkeit, bevorzugt in Form von Wasser und andere kalorienarme Getränke 8. Schmackhafte und schonende Zubereitung von Gerichten 9. Sich Zeit nehmen und das Essen genießen 10. In Bewegung bleiben

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Ernährung

lierter Vorurteile, den ernährungsphysiolo­ gischen Eigenschaften und dem Nährwert herkömmlicher Produkte angepasst und enthält damit nicht „mehr Kalorien, Fett oder Zucker“ als handelsübliche Weizen­ produkte. Der Blick auf die Waage Der Gewichtsausgleich, der sich nach der Umstellung manchmal vollzieht, ist also viel­ mehr der Beschwerdefreiheit, dem Mehr an Energie, der neuen Freude am Essen, der Entdeckung neuer Lebensmittel und natürlich der Tatsache zu verdanken, dass der Körper jetzt wieder viel besser lebens­ notwendige Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Vitamine und Mineralstoffe aufnimmt. Mit der Diagnose Zöliakie kommt unwei­ gerlich die Frage nach der richtigen und ausgewogenen Ernährung ins Spiel. Zum einen wird sich diese auf eine wachsende Aufmerksamkeit gegenüber Lebensmitteln beziehen – wo kann Gluten enthalten sein – auf der anderen Seite beinhaltet diese Neuorientierung auch ganz prinzipielle Überlegungen zur nun optimalen Ernäh­ rung. Sich an kompetente Stellen, sprich an eine Ernährungsberatung zu wenden, gehört deshalb nach der Diagnose zu den ersten wichtigen Schritten. Sie liefert nicht nur verlässliche und wertvolle Informati­ onen zum Leben ohne Gluten, sondern auch eingehende Beratung in Bezug auf den individuellen Nährstoffbedarf. Unter anderem geht es zu diesem Zeitpunkt da­ rum, dass jetzt in Hinblick auf eine optimale Nährstoffbilanz alle lebensnotwendigen In­ haltsstoffe in ausreichender Menge in der Ernährung enthalten sind. In zweiter Linie – da ja durch das „neue“ Leben ohne Gluten Inhaltsstoffe wieder optimal aufgenommen werden – kommt auch die Waage ins Ge­ spräch. Denn die anfänglich in vielen Fällen erwünschte Gewichtszunahme sollte sich idealerweise nach einer gewissen Zeit ein­ pendeln und nicht zu Übergewicht führen. Diesbezüglich erteilt die Ernährungsbe­ ratung ebenfalls wertvolle Auskünfte und Ratschläge. Abwechslung macht den gesunden Speiseplan! Nicht nur nach der Umstellung auf gluten­ frei – und auch für Menschen ohne Zölia­ kie – dient die Ernährungspyramide als gute Orientierung für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung und Erfolg

beim Gewichtsmanagement. Sie zeigt, in welchem Mengenverhältnis verschiedene Nahrungsmittel konsumiert werden sollen, damit der Körper im richtigen Maße mit den wichtigsten Nährstoffen versorgt ist. An pri­ märer Stelle stehen die Getränke. Vor allem Wasser oder ungezuckerte Tees sollte man täglich in ausreichendem Maße zu sich nehmen, mindestens 1,5 Liter sollten es schon sein. Obst und Gemüse nehmen auf der Ernährungspyramide den breitesten Platz ein, sie sollten bei keiner Mahlzeit oder Zwischenmahlzeit fehlen. Die zweite Ebene bilden glutenfreie Getreideprodukte. In geringeren Mengen sol­ len Milch und Milchprodukte und seltener Fleisch, Fisch und Eier konsumiert werden. Süßspeisen sollten nur in Ausnahmefällen auf den Speiseplan dürfen (weitere Informationen zur Ernährungspyrami­ de finden Sie unter www.schaer.com). Eine Diagnose ändert nicht nur die Ernährungs­ gewohnheiten eines Betroffenen, sondern wirkt sich in vielen Fällen auch auf den alltäglichen Speiseplan der ganzen Fami­ lie aus. Bei der Vielfalt an schmackhaften glutenfreien Produkten und wegen der Si­

cherheit, die eine glutenfreie Küche bietet, ernährt sich in vielen Fällen die gesamte Familie zum Großteil glutenfrei. Die Um­ stellung der Ernährung ist eine Herausfor­ derung, die also durchaus als Chance zu betrachten ist, für sich selbst und seine Familie einen bewussteren Lebensstil zu finden. Nehmen Sie Ihren Ernährungsstil unter die Lupe und machen Sie mit bei un­ serem Ernährungstest im Schär-Club! Das Gewohnheitstier in uns Ob man sich über ein paar Kilo mehr freut oder nicht, ob man gut mit ihnen leben kann oder nicht, ist sehr individuell: eine Entscheidung, die je­ der Mensch für sich selbst treffen muss. Wer etwas un­ ternehmen will, ist mit professioneller Hilfe von Seiten der Ernäh­ rungsberatung bestens beraten. Sie helfen auch dabei, über Jahre „gepflegte“ Gewohnheiten abzu­ legen oder zu ändern. Die Motivation, den eigenen Lebens­ stil zu ändern, ist mit geschulter Hilfe sehr gut möglich, auch wenn es nicht ganz einfach ist und viel Geduld abverlangt. Video abspielen im SchärClub auf www.schaer.com

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