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magazin

SACHSENANHALT

Alltag im Deutschen Roten Kreuz für Menschen, mit Menschen Blickpunkt: Interkulturelle Sensibilisierung im DRK KV Bitterfeld-Zerbst/Anhalt: 20 Jahre Ortsverein Wolfen KV Börde: Mobiles Minitheater des Ambulanten Betreuten Wohnens „Kontra“


Inhalt

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08

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kreuz + quer

helfen + retten

jung + alt

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Weißenfels: Projekt IDEE · Rettungshunde für Wanzleben

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Interkulturelle Öffnung in halle- schen Kitas · Kindersommer im Vielfaltscheck

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20 Jahre Schwangerschafts- und Familienberatung im DRK

blickpunkt 4/5 Interkulturelle Sensibilisierung im DRK

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Landesversammlung auf der Wasserburg in Gommern

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Kommentar · Gewinnspiel · Gesucht: AG-Mitglieder „Blut + Jung“

10 Modernisierung in Halberstadt · KV Bitterfeld-Zerbst/Anhalt: 20 Jahre Ortsverein Wolfen 11 Kreisversammlung Bitterfeld- Zerbst/Anhalt · Zeitz: Erste- Hilfe-Kurs für Kinder

Hüpfburg in Hecklingen ·„Strick- virus“ im KV Halle-Saalkreis- Mansfelder Land· Quedlinburg- Halberstadt: Verabschiedung

13 „Alter Bahnhof“ Wanzleben · Ausflug nach Soltau · Wasser- wacht Zeitz 14

Börde: Feier im „Garten der Sinne“ · Kinder- und Jugendarbeit in Wanzleben · Exkursion ins Backhaus Hennig

15 Theaterprojekt in Börde · Wollmützen im Ohrekreis

Editorial Sehr geehrte Leserinnen und Leser, liebe Kameradinnen und Kameraden, kürzlich hatte ich die Möglichkeit, mich selbst auszuprobieren. Der Integrationspreis des Landes SachsenAnhalt, der Anfang Dezember 2011 von der Landesregierung übergeben wurde, konfrontierte mich mit Personen, deren Sprache ich nicht immer ganz verstand, deren Aussehen mir nicht vertraut war. Unweigerlich stellte sich mir die Frage, ob ich bereit wäre, einer Muslimin mit Kopftuch eine Arbeit im DRK anzubieten? Ich beantwortete die Frage mit ja! Warum soll man Menschen, die sich engagieren, mit den eigenen Händen und Köpfen arbeiten und ihr Geld verdienen wollen, nicht die Möglichkeit einräumen, dies auch zu tun? Egal, woher sie kommen. Wenn wir, das Deutsche Rote Kreuz mit Grundsätzen der Menschlichkeit, Unparteilichkeit und Neutralität, uns für alle Bürgerinnen und Bürger öffnen, Menschen mit Migrationshintergrund für die Zusammenarbeit gewinnen, haben wir beste Chancen, unsere Leistungen und Dienstleistungen zu erbringen. Ich zumindest glaube, dass das Rote Kreuz morgen hinsichtlich der Mitwirkenden „bunter“ sein wird – und Rainer Kleibs, Landesgeschäftsführer DRK Landesverband Sachsen-Anhalt e. V.

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das ist gut so!

Ihr


kreuz + quer

Geburtstagsständchen für das DRK

Fotos: [M] Archiv; DRK Landesverband; rudolf wichert; petra wolff; Alexander Plass

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Schwangerschafts- und Familienberatung wurde gemeinsam Vergangenes gefeiert und ein Blick auf Zukünftiges gewagt. 20 Jahre Schwangerschafts- und Familienberatung im DRK – ein Anlass, der 75 Beraterinnen aus Brandenburg, MecklenburgVorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am 24. und 25. November 2011 im Maritim Hotel in Halle (Saale) zusammenkommen ließ, um dieses Jubiläum zu feiern. Gemeinsam mit Ihnen feierten die Vizepräsidentinnen Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg (DRK), Dr. Gabriele Kriese (Mecklenburg-Vorpommern), Dr. Annette Strauß (Sachsen), Bärbel Scheiner (Sachsen-Anhalt) und Adelheid Laute (Thüringen) sowie Gerd Künzel als Vertreter des DRKPräsidiums in Brandenburg. Zu den Gratulanten gehörte neben Rainer Kleibs (DRK Landesgeschäftsführer SachsenAnhalt) und Werner Theisen (Abteilungsleiter Familie und Frauen im Ministerium für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt) auch Dr. Kristina Schröder

(Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend). Letztgenannte konnte leider nicht persönlich anwesend sein, reihte sich jedoch in die Reihe der Gratulanten ein und ließ ihre Grüße und Glückwünsche verlesen. Zukünftige Gesellschaftsentwicklungen Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums wurden nicht nur Glückwünsche überbracht, es gab auch spannende fachliche Vorträge. Prof. Dr. Ulrike Busch von der FH Merseburg sprach über den Blick in die Zukunft angesichts des demografischen Wandels der Bevölkerung, und Prof. Dr. Barbara Duden von der Universität Hannover dozierte über die Verantwortung der Gesellschaft gegenüber der Familie. Eine vertiefende inhaltliche Arbeit gab es am zweiten Tag in fünf Workshops mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten rund um

Führte durch das Programm: Katrin Putschbach vom Familienplanungszentrum „Balance“ in Berlin

Schwangerschafts- und Familienberatung. Wie das so bei Geburtstagskindern ist, gab es natürlich auch ein Geburtstagsständchen. Yiannis Brauweiler, Liedermacher und ehemaliger DRK Mit-

arbeiter, trug sein Ständchen, das er eigens für das DRK mit all seinen Facetten geschrieben hatte, als Klavierversion vor und rundete damit die gesamte g Fachtagung ab. Nancy Wellenreich

Moderiertes Gespräch: Unter Leitung von Katrin Putschbach sprachen Landesvizepräsidentin Bärbel Scheiner, Gerd Künzel vom DRK-Präsidium Brandenburg, die DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Dr. Annette Strauß, Adelheid Laute sowie Dr. Gabriele Kriese (v.l.) 1_12 drk sachsen-anhalt 3


blickpunkt

Interkulturelle Sensibilisierung im DRK Das DRK vereint Menschen verschiedenen Alters, unterschiedlicher Herkunft und mit vielfältigen Ideen. Dennoch sind Migranten beim Roten Kreuz noch zu wenig präsent. Das DRK setzt deshalb verstärkt auf die Umsetzung konkreter Projekte.

Die Grundsätze des Roten Kreuzes sind die Basis dafür, dass alle Menschen in Sachsen-Anhalt beim DRK ehren- oder hauptamtlich mitwirken oder die Einrichtungen und Dienstleistungen gleichermaßen nutzen können. Aus Sicht vieler Mitarbeiter, Unterstützer und Kooperationspartner stimmt diese Annahme. Wird diese Wahrnehmung jedoch auch erfolgreich nach außen kommuniziert und von der Gesellschaft wahrgenommen? Stimmt die innere Sicht mit der äußeren überein? Die Grundsätze, deren Anerkennung uns im Roten Kreuz eint, sind innerhalb der Organisation bereits präsent. Frauen und Männer, Jüngere und Ältere, ostdeutsch und westdeutsch geprägte Mitglieder, wir haben viele, die in Deutschland geboren sind, und wir haben hauptamtlich und ehrenamtlich Engagierte. Das DRK vereint viele Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Kenntnissen, Fähigkeiten, Wünschen und Hoffnungen. Dennoch erreichen wir nicht jeden und Menschen mit Migrationshintergrund sind im DRK weniger stark vertreten, als nach ihrem Anteil in der Bevölkerung erkennbar wäre. Migranten nehmen die Dienstleistungen des DRK seltener in Anspruch In der 2008 bundesweit durchgeführten Sinus-Studie über Migranten-Milieus in Deutschland gaben 92 Prozent der befragten Ausländer an, schon davon gehört zu haben, dass das DRK soziale Dienstleistungen anbietet. In Anspruch genommen haben diese Dienstleistungen jedoch nur 10 Prozent. Die Studie zeigte zudem, dass 22 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund aktives oder passives Mitglied in Migrantenorganisationen sind. In den Vereinen der deutschen Mehrheitsgesellschaft engagieren sich 18 Prozent, weitere 12 Prozent würden gerne mitmachen. Dazu fehlt den meisten die Zeit (68 Prozent), der passende Verein, oder sie scheuen sich, weil sie dort niemanden kennen (52 Prozent). Allerdings nannte jeder Vierte als Grund, sich nicht zu beteiligen, den schwierigen Stand als Migrant sowie die Furcht vor Ausgrenzung oder ungenügende Deutschkenntnisse. Durch das DRK-Präsidium und das DRK-Generalsekretariat wird seit 2009 dem Thema der interkulturellen Öffnung unseres 4

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rubrik

Zuhause im DRK: Ob jung oder alt – Migranten sind für das DRK eine große Bereicherung

Fotos: David Klammer; Moritz Vennemann; rudolf wichert

Verbands viel Aufmerksamkeit gewidmet. Im Jahr 2011 wurde eine bundesweite Befragung der Führungskräfte der DRK-Landes- und Kreisverbände durchgeführt. Für 60 Prozent der Führungskräfte ist die interkulturelle Öffnung ein bedeutsames Thema. Aufgrund der demografischen Entwicklung halten 70 Prozent das Thema für wichtig, für 47 Prozent unterstützt es die Zukunftsfähigkeit des Verbands und für 63 Prozent ist es im Rahmen der Nachwuchsförderung dringend erforderlich. Wenn wir auf der Grundlage der wenigen dargestellten Aussagen festhalten, dass die Einbeziehung von Migrantinnen und Migranten in die haupt- und ehrenamtliche Arbeit des DRK wichtig ist, stellt sich die Frage, wie wir dieses Zukunftsthema in Angriff nehmen können. Konzepte zur Interkulturellen Öffnung Erstmals hat nun ein DRK Landesverband, und zwar der in Sachsen-Anhalt, eine Rahmenkonzeption zur interkulturellen Öffnung (IKÖ) erarbeitet und durch das Präsidium beschlossen. Die Grundlage dieser anspruchsvollen Aufgabe ist die Organisations- und Personalentwicklung der Mitgliedsverbände und geht damit deutlich über einzelne Projekte hinaus. Die Einbeziehung von Migranten in das Alltagsleben des DRK in Sachsen-Anhalt wird jedoch nicht einfach, weil es außerhalb der großen Städte nur wenige Migranten und Organisationen für Migranten gibt. Das Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ vom Bundesministerium des Innern (BMI) fördert Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in Ostdeutschland. Im Rahmen dieses Programms entstand auch das Projekt IDEE, das für „Interkulturell – Demokratisch – Ehrenamtlich – Emanzipiert“ steht. IDEE stärkt den DRK Landesverband darin, sich gezielt mit den Themen Demokratieförderung und interkulturelle Sensibilisierung zu befassen und die Kreisverbände zunächst für zwei Jahre bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Teil des Projekts ist es beispielsweise, mit Migrantenorganisationen vor Ort zusammenzuarbeiten und eine Auseinandersetzung mit Themen wie Fremdenfeindlichkeit, Toleranz und Zivilcourage zu fördern. Das Projekt richtet sich an uns selbst, an unsere haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und hilft zu klären, wie die Türen für die hier lebenden Migranten geöffnet werden können. Hilfreich ist die Kooperation mit dem Landesnetzwerk der Migrantenselbstorganisationen in Sachsen-Anhalt. In dem Projekt wird es Seminare zur eigenen IKÖ-Qualifizierung, Begegnung mit Migranten sowie Maßnahmen zur Änderung und Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung des DRK geben. Derzeit wirken der Regionalver-

band Magdeburg-Jerichower Land und die Kreisverbände Östliche Altmark, Börde, Schönebeck und Weißenfels im Projekt mit. Weitere Kreisverbände sind eingeladen. Natürlich ist das ein kleines Abenteuer, mit uns unbekannten Menschen zusammenzuarbeiten oder unsere Angebote für neue Kundengruppen attraktiver zu gestalten. Halten wir es also mit dem französischen Philosophen Bourdieu, der sagte: „Erkenne den kleinen Unterschied“, um in der Zusammenarbeit mit anderen Menschen offen und zugewandt zu werden oder zu bleiben. g Rainer Kleibs

rotkreuzmagazin/LV Sachsen-Anhalt e. V. Verlag: DRK-Service GmbH, Berliner Straße 83, 13189 Berlin, Telefon: 030 868778-410, Fax: 030 868778-419 Redaktion: Fachreferat Öffentlichkeitsarbeit des Landesverbands (verantwortlich), Katja Winckler. Mitwirkende sind die DRK-Kreisverbände Bitterfeld, Halle-Saalkreis-Mansfelder Land, Börde, Quedlinburg-Halberstadt, Staßfurt-Aschersleben, Wanzleben, Weißenfels, Wernigerode, Zeitz. Herausgeber: Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Sachsen-Anhalt e. V., RudolfBreitscheid-Straße 6, 06110 Halle, Telefon: 0345 500850, Fax: 0345 2023141 www.sachsen-anhalt.drk.de Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir i. d. R. die männliche Form. Auflage: 24 300 Exemplare Erscheinungsweise: vierteljährlich Bezugspreis: ist im Mitgliedsbeitrag enthalten Adressänderungen und Abofragen? Dann wenden Sie sich über die Telefonnummer 02224 918-123 oder über aboservice@drkservice.de an Ihre Ansprechpartner!

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kompakt

Ausblick auf die Aktivitäten in diesem Jahr Ende November 2011 tagte die Landesversammlung auf der Wasserburg in Gommern.

Nach der Verleihung der Ehrenmedaille: Prof. Dr. Wolfgang Böhmer sprach seine Anerkennung für die Arbeit des DRK aus

Träger der „Ehrenmedaille des Präsidenten des DRK Landesverbandes Sachsen-Anhalt e. V.“ Ausgezeichnet zur 21. Ordentlichen Landesversammlung des DRK in Sachsen-Anhalt am 26. November 2011 Dr. Paul-Erich Homburg, Wernigerode Birgit Staats, Wanzleben Guido Busse, Börde Friedhelm Cario, Östliche Altmark Prof. Dr. Wolfgang Böhmer Helgard Drobny, Halle-Saalkreis-Mansfelder Land Wolfgang Lotholz, Merseburg-Querfurt Torsten Winkelmann, Wanzleben Heinz-Joachim Pape, Magdeburg-Jerichower Land

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Schon zum sechsten Mal Bundessieger: Vertreterinnen der Damenmannschaft der Wasserwacht Magdeburg zu Gast bei der Landesversammlung

Die Landesversammlung des Deutschen Roten Kreuzes in Sachsen-Anhalt tagte am 26. November 2011 in Gommern. 70 Delegierte des höchsten DRK-Gremiums trafen sich auf der Wasserburg. Perspektiven im DRK liegen unter anderem in der Jugendsozialarbeit Traditionell wurden die Ergebnisse des vergangenen Jahres präsentiert und ein Ausblick auf dieses Jahr geboten. Auf der Tagesordnung standen neben dem Geschäftsbericht des Präsidenten und des Landesgeschäftsführers auch die Wahl des Schiedsgerichts. Präsident Roland Halang zeichnete auf der Versammlung besonders aktive Personen für ihre Arbeit im Roten Kreuz mit der „Ehrenmedaille“ aus. Unter ihnen war der ehemalige Ministerprä-

sident des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Wolfgang Böhmer. Er wurde für die stetige Anerkennung und Unterstützung des DRK geehrt. Böhmer dankte für die Ehrung und äußerte in seiner Rede: „Das DRK ist in Sachsen-Anhalt etabliert und gut aufgestellt. Sinnbild hierbei ist das Ehrenamt, wofür das DRK steht und welches die Menschen in einer Gesellschaft zusammenhält sowie den Wert für das Gemeinwesen ausmacht.“ Böhmer bekräftigte, dass Perspektiven in der Jugendarbeit liegen würden, damit ein Solidaritätsgefühl in Zukunft erhalten bliebe. Auch die Damenmannschaft der Wasserwacht Magdeburg wurde bei den Bundeswettbewerben ausgezeichnet. 2011 wurde g sie zum sechsten Mal Bundessieger. Daniela Liebeknecht


kompakt

Der Landeskonventionsbeauftragte Dr. Hellmuth Borschberg MERKT AN:

Ehrenamtliche Tätigkeit – nur ein Kostenfaktor? Bekanntlich muss das Deutsche Rote Kreuz als Nationale Gesell-

Wir sollten mit konkreten Aufgaben oder Projekten direkt auf Men-

schaft allen offen stehen, ohne dabei nach Nationalität, der ethni-

schen zugehen, sie ansprechen und für eine Tätigkeit beim DRK

schen Herkunft, der sozialen Stellung oder nach der politischen

interessieren. Dabei denke ich auch gerne an Menschen aus an-

Überzeugung der Menschen, die sich engagieren wollen, zu unter-

deren Ländern, die ganz im Sinne Dunants begeistert mitarbei-

scheiden. Ohne Zweifel ist jedes Engagement für das DRK und sei-

ten würden. In den Gemeinschaften

ne einzelnen Gliederungen von essentiellem Wert, ganz besonders,

sollten sich, ausgehend von unseren

wenn es sich um ehrenamtliche Tätigkeit handelt.

Grundsätzen und Idealen, morali-

Der Zukunftskongress „Ehrenamt und Freiwilligentätigkeit“ hat eine

sche Milieus stabilisieren, die sich

Fülle von Anregungen vermittelt, die nun kritisch und konstruktiv in

gegenseitig

die tägliche Arbeit umgesetzt werden sollen. Wer mit ehrenamtlich

partikularistische Positionen und

aktiven Kameradinnen und Kameraden arbeitet, wird feststellen,

egoistische Bestrebungen finden

dass sie mitunter „unbequem“ sind. Sie verfügen über enormes

hier keinen Platz. Ehrenamtskoor-

Potenzial an Energie und Fähigkeiten, das sie zur Verfügung stellen

dinatoren oder „Stabsstellen Eh-

wollen oder können, aber „nicht zu jedem Preis“. Empathie und

renamt“, wie sie schon in einigen

ein strategisches Konzept für ihren richtigen Einsatz und ihre wür-

Landes- und Kreisverbänden

devolle Anerkennung sind unabdingbar. Ehrenamtliche Tätigkeit

arbeiten,

ausschließlich über Kostenstellen und Bilanzen zu definieren und

und beachtenswerte organi-

zu verwalten, ist kontraproduktiv. Was ist also notwendig?

satorische Lösungen.

beeinflussen.

sind

Fotos: DRK Landesverband (3)

Gesucht: AG-Mitglieder „Blut+Jung“

Wenn es Blut im Supermarkt zu kaufen gäbe, dann bräuchte man keine Blutspende. Da es Blut aber nicht zu kaufen gibt, ist jeder Tropfen einer Blutspende ein kostbares Geschenk, das vielen Menschen in Krankheit und Not das Leben retten kann. Um genau dieses „rote Gold“ dreht es sich beim JRKBlutspendeprojekt des DRK Landesverbandes Sachsen-Anhalt. Ergänzend zur Projektstelle wird ab Juni 2012 eine Arbeitsgruppe „Blut+Jung“ einberufen. Die Ziele der Arbeitsgruppe konzentrieren sich unter anderem auf den Erfahrungsaustausch und die Ver-

netzung der AG-Mitglieder untereinander. „Durch den Austausch und die Förderung des ehrenamtlichen Potenzials werden die AG-Mitglieder selbst zu Multiplikatoren in Sachen ‚Blut + Blutspende‘. Deren zielgruppenspezifische Ansätze werden durch die Realisierung von konkreten Arbeitsaufträgen im Rahmen der AG-Arbeit in den Ideenpool des JRK-Blutspendeprojekts einfließen“, so Magdalena Dommasch, Projektkoordinatorin bei „Blut + Jung“. Zudem nimmt die Weiterentwicklung von Bildungs- und Veranstaltungsangeboten des JRK-Blutspendeprojekts eine zentrale Rolle in der Arbeit der Arbeitsg gruppe „Blut+Jung“ ein. Magdalena Dommasch

i Weitere Informationen erhalten Sie unter 0345-5008532 oder magdalena.dommasch@sachsenanhalt.drk.de.

Eng

interessante

Rätsel Raten Sie mit – und gewinnen Sie! Das Gewinnspiel im rotkreuzmagazin Auf die Fragen aus dem letzten Heft haben uns wieder viele Zuschriften erreicht. Herzlichen Dank! In der aktuellen Ausgabe winken den Gewinnern wieder attraktive Preise rund um das Rote Kreuz. Und hier die Fragen: 1. Wie viele gestrickte Mützchen wurden insge- samt eingeschickt? 2. Wann wurde der Ortsverein Wolfen gegründet? 3. Zu wie vielen Einsätzen wurde die psycho- soziale Notfallbegleitung des Kreisverbands Bitterfeld-Zerbst Anhalt im Jahr 2011 ange- fordert? Senden Sie Ihre Antworten einfach bis zum 26.03.2012 auf einer Postkarte an den DRK Landesverband Sachsen-Anhalt, Referat ÖMF, Stichwort: „Gewinnfrage Magazin“, R.-BreitscheidStr. 6, 06110 Halle Die drei Gewinner werden aus den richtigen Antworten ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Preise gehen diesmal an Gewinner aus Wernigerode und Bitterfeld. Herzlichen Glückwunsch! Wir danken für Ihre Zuschriften – und freuen uns auch über Leserbriefe mit Ihrer Meinung.

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Wanzleben

Tierische Unterstützung für den Sanitätsdienst Seit dem 1. Januar wird eine Rettungshundestaffel aufgebaut.

Projekt IDEE

DRK Kreisverband Weißenfels ist mit dabei Das Thema „Interkulturelle Öffnung“ wird bereits im Mehrgenerationenhaus und beim Jugendrotkreuz umgesetzt.

Das DRK in Sachsen-Anhalt betrachtet die interkulturelle Öffnung (IKÖ) als wichtigen Beitrag, seine Angebote so zu gestalten, dass diese von Menschen mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen genutzt werden. Interkulturell Demokratisch Ehrenamtlich Emanzipiert wollen sich die Akteure des Projekts IDEE an alle ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden des Roten Kreuzes sowie an die Migrantenorganisationen vor Ort wenden. Mit der Erklärung unseres Kreisverbands, daran teilzunehmen, galt es, Unterstützer und Mitstreiter in den eigenen Reihen zu finden – das ist uns gelungen. Die Projektidee ist bereits in unserem Mehrgenerationenhaus und beim Jugendrotkreuz ver-

IKÖ ist für uns kein Fremdwort mehr: Dank unserer zwei Beauftragten zu diesem Thema, die damit viele erreichen wollen

ankert. Es gibt zehn aktive Projektteilnehmer. In diesem Jahr wollen wir durch Veranstaltungen möglichst viele Mitarbeiter, ehrenamtliche Helfer und Bürger erreichen. Unsere zwei IKÖBeauftragten werden auch in benachbarten Mitgliedsverbänden ihre Hilfe anbieten. Unsere Projektteilnehmer freuen sich auf die g Fortsetzung im Verlauf dieses Jahres. Barbara Dittrich 8

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Auf den Hund gekommen: Dr. Arthur Vorwallner, Guido Fellgiebel und Stephan Dill (v. r.) vom Kreisverband Wanzleben freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Tanja Fröhlich und ihren Mitstreitern

Acht ehrenamtliche Helfer aus der näheren Umgebung von Wanzleben haben sich bereit erklärt, sich mit ihren Hunden dieser Aufgabe zu stellen. Die meisten dieser Helfer bringen fundierte Erfahrungen aus der Rettungshundearbeit mit. Eine von ihnen ist Tanja Fröhlich, die seit 1997 innerhalb des Deutschen Roten Kreuzes als Rettungshundeführerin arbeitet. Zudem ist sie zertifizierte Ausbilderin für Rettungshundeteams und ist Fachberaterin für die Rettungshundearbeit im Landesverband Sachsen-Anhalt. Ziel ist es, mit Hilfe dieser idealen Voraussetzungen eine einsatzbereite Rettungshundestaffel aufzubauen und diese dem Landkreis Börde und somit

seiner Bevölkerung als Hilfepotenzial zur Verfügung zu stellen. Die Staffel des Kreisverbands Wanzleben soll sich zukünftig auf die Suche von vermissten Personen in Wald oder Flur im Rahmen der sogenannten Flächensuche konzentrieren. Dies ist zum Beispiel notwendig, wenn verwirrte Bewohner aus Pflegeheimen oder kleine King der verschwinden.  Stephan Dill

i Weitere Informationen Wer Interesse oder Fragen zu einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Sanitätsdienst hat, kann sich jederzeit telefonisch unter 039209/6390 an den Ansprechpartner Stephan Dill wenden.


helfen + retten

Halle-Saalkreis-Mansfelder Land

Erzieher fördern die interkulturelle Öffnung in halleschen Kitas Seit vergangenem September werden in unserem Kreisverband elf Migranten ausgebildet.

Fotos: rudolf wichert; kv wanzleben; rudolf wichert; kv halle-saalkreis-mansfelder land

Zukünftige Erzieherinnen: Teilnehmerinnen des Projekts mit der Projektkoordinatorin Helga Heinroth (3. v. r.) und Mitarbeiterin Natalja Mielke-Zarguzina (r.)

Im Projekt „Sprachliche Qualifizierung und berufliche Orientierung für MigrantInnen mit Hochschul-, Fachschul-, oder Berufsabschluss“ werden in unserem Kreisverband vom 1. September 2011 bis zum 30. August 2012 elf Migranten für die Erzieherausbildung vorbereitet. Gefördert vom Europäischen Sozialfonds werden in

enger Kooperation mit den Projektpartnern Jobcenter und Eigenbetrieb Kita in Halle, IQ Netzwerk Berufliche Anerkennung Sachsen-Anhalt Süd, Europäisches Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft und Euro-Schulen Projektinhalte wie das sozialpädagogische Praktikum und der Berufssprachkurs umgesetzt. Somit

werden die zukünftigen Erzieher schon während ihrer Ausbildung interkulturelle Kompetenzen und Sprachkenntnisse nutzbringend in den Einrichtungen anwenden können. Die Projektpartner sind sich einig, dass die gewonnenen Erfahrungen in ein weiterführendes Projekt einfließen werden.

Unser Kreisverband fördert mit diesem Projekt gleichzeitig die Chancen von Migranten auf dem Arbeitsmarkt, die Reduzierung des Fachkräftemangels sowie die Umsetzung des Rechtsanspruches für Eltern auf Kinderbetreuung vom ersten g Geburtstag an. Helga Heinroth

Landesverband

Auch Kindersommer erfüllt Vielfaltscheck Zur Jugendrotkreuz-Bundeskonferenz am 24.09.2011 wurde das JRK im DRK Landesverband Sachsen-Anhalt mit dem Prädikat Vielfalt zertifiziert. Das bescheinigt uns die Implementierung des Themas in unsere alltägliche Arbeit als Jugendverband. Mit am Check beteiligt war das JRK aus den Kreisverbänden Dessau, Wanzleben, Wittenberg, Merseburg-Querfurt, Börde, Weißenfels, Quedlinburg-Halberstadt und Magdeburg-Jerichower Land. Aber auch unsere integrative Ferienfreizeit „Kindersommer“ erfüllt etliche Vielfaltskriterien.

Zum 23. Mal können sich vom 21.07. bis 03.08.2012 und vom 05.08. bis 18.08.2012 in der Jugendherberge Dessau jeweils ca. 60 behinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren gemeinsam mit ihren etwa 20 begleitenden geschulten Betreuern bei einem vielseitigen bunten Programm erholen. Unsere Anmeldelisten sind geöffnet. Wir suchen auch g noch interessierte Betreuer/innen ab 16 Jahre. Wieland Kunze

i Weitere Informationen unter: www.jrk-sachsen-anhalt.de/ferienfreizeiten.html 1_12 drk sachsen-anhalt 9


helfen + retten

Bitterfeld-Zerbst/Anhalt

20 Jahre erfolgreiche Arbeit Mit Kinderprogramm und Grillstand feiert der Ortsverein Wolfen sein langjähriges Bestehen.

Am 15. April 1991 wurde der Ortsverein Wolfen in einer Mitgliederversammlung von Rotkreuz-Mitgliedern aus der damaligen Filmfabrik Wolfen heraus gegründet. In den vergangenen 20 Jahren hat sich vieles verändert. Neben den örtlichen und räumlichen Gegebenheiten hat sich auch das Aufgabengebiet enorm erweitert. Zur Kleiderkammer kam schnell die bis heute gut funktionierende Senioren-, Kinder- und Jugendarbeit hinzu. In den vergangenen Jahren sind die Bereiche Aus- und Fortbildung, die Blutspende, die Kinder- und Jugendbegegnungsstätte, der DRK-Shop „Hemd & Hose“ sowie die Absicherungen bei kulturellen und sportlichen Veranstaltungen hinzugekommen. Heute ist der Verein auf 150 aktive und fördernde Mitglieder

Erfrischung an der „Nullpromillebar“: Groß und Klein waren begeistert von den frischen Säften

stolz. Durch die Präsenz bei unterschiedlichen Projekten, Arbeitsgruppen sowie durch die Unterstützung bei Sport- und Freizeitveranstaltungen ist der Ortsverein zu einer festen Größe und einem gefragten Partner des Ortsteils Wolfen geworden.

20 Jahre erfolgreiche Arbeit waren der Anlass für ein Fest rund um die Geschäftsstelle in der Raguhner Schleife. Die Besucher konnten die Räume besichtigen. Die Ehrenamtlichen der Begegnungsstätte boten den Kindern ein ab-

wechslungsreiches und interessantes Programm aus Bastel- und Schminkständen sowie sportliche Aktivitäten. Im Garten mit Grillstand und der „Nullpromillebar“ war für das leibliche Wohl gesorgt.  g Mario Schmidt

Quedlinburg-Halberstadt

Dienststandort Halberstadt erweitert und modernisiert

Neues Domizil: Die frisch erbaute Garage in der Klusstraße 55 für unsere Fahrzeugflotte 10

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Was lange fällig war, wurde endlich real: Im vergangenen Dezember entstand am Dienststandort Halberstadt in der Klusstraße 55 eine Garage mit drei Stellplätzen für den Rettungsdienst. Gleichzeitig wurden in der Rettungswache Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter gebaut. Außerdem wurde die gesamte Hoffläche neu gepflastert. Die Kosten betrugen 180 000 Euro. Der Bau der Garage war notwendig geworden, da wir aus der gemeinsam genutzten Rettungswache beim Landkreis Harz ausziehen mussten; der Rettungsdienst des Landkreises hat vor, für seine Zwecke einen Neubau zu errichten. Wir sind glücklich über unsere neue Garage: Sie verfügt über einen Desinfektions-, Fahrzeug- und Materialpflegeplatz. Außerdem haben wir jetzt eine Raum-Frostg schutzheizung.  Heinz Henneberg


helfen + retten

Bitterfeld-Zerbst/Anhalt

Kreisversammlung glänzte mit positiver Bilanz Thema waren unter anderem die Tätigkeit im Bereich Zerbst und die erfreulichen Entwicklungen 2011.

Unser Kreisverband hatte am 18.11.2011 Delegierte und Gäste zu seiner jährlichen Kreisversammlung ins Lutherhaus Bitterfeld eingeladen. Auch zahlreiche Fördermitglieder fanden sich ein, um über die Arbeit des vergangenen Jahres mehr zu erfahren. Gäste waren der Präsident des Landesverbands Sachsen-Anhalt, Roland Halang, und Steffen Reuter vom Vorstand des Kreisverbands Köthen. Der Kreisgeschäftsführer Matthias Martz informierte alle Anwesenden darüber, dass der Kreisverband nun „DRK-Kreisverband Bitterfeld-Zerbst/Anhalt e. V.“ heiße. „Das Tätigwerden im Bereich Zerbst war eine folgerichtige und zukunftsorientierte Entscheidung“, so Martz. Die Blutspende, die Breitenausbildung und die Kleiderkammer im Bereich Zerbst seien nun unserem Kreisverband angegliedert. In seinem Geschäftsbericht konnte der Kreisgeschäftsführer die Anwesenden über positive Ergebnisse informieren: Die Zahl der aktiven Ehrenamtlichen sei stabil bei 250 geblieben. „Diese fleißigen Helfer sorgen dafür, dass das aktive Ehrenamt in der Sanitätsbereitschaft, bei der Blutspende, in der Aus- und Fortbildung beispielgebend funktioniert. Alle leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Gestaltung und Entwicklung unserer Rotkreuz-Arbeit“, sagte Martz und zollte ihnen damit seinen großen Respekt. Die Einsätze der Helfer Sanitätsbereitschaft würden stetig steigen.

Ehrung eines langjährigen Mitglieds: Auf der Kreisversammlung durch Landesverbandspräsident Roland Halang (2. v. r.), Vorstand Dr. Wolfdietrich Vetter und Margitta Schütze (v. l.)

Das Team der Psychosozialen Notfallbegleitung sei zu 30 Einsätzen im vergangenen Jahr von der Leitstelle angefordert worden. 2010 waren es lediglich sieben Einsätze gewesen. Alle Bereiche hätten zur erfreulichen Bilanz und zum Erfolg des Kreisverbands beigetragen. Davon konnte sich auch Roland Halang überzeugen. „Ich bin sicher, aufgrund der vorgetragenen Zahlen, dass der Kreisverband auf einem soliden Sockel steht“, so g seine Einschätzung über die Arbeit des Kreisverbands.  Mario Schmidt

ZEITZ

Fotos: Mario Schmidt; Jürgen Meusel; Mario Schmidt; KV Zeitz

Hilfe für den Notfall „Wenn ihr einen Notfall erkennt, müsst ihr als Erstes laut um Hilfe rufen und nach einem Erwachsenen Ausschau halten“, erklärt die Lehrgangsleiterin Frau Karin Zwietz. Gespannt hören ihr die Viertklässler der Grundschule Tröglitz zu. Den Schülern wird darüber hinaus erklärt, welche Maßnahmen es zum Selbstschutz gibt. „Wir erklären zum Beispiel, was man für einen Notfall zu Hause vorbereiten kann“, sagt Frau Zwietz. Aber auch, wie sie sich und anderen in der Zeit helfen können, bis professionelle Hilfe eintrifft. Im Praxisteil

Praktische Übungen: Kursleiterin Karin Zwietz zeigt, wie ein Verband angelegt wird

des Kurses lernen die Kinder die stabile Seitenlage kennen. Ein Grundschüler mimt das Opfer, ein anderer den Helfer. Danach werden alle lebensrettenden Maßnahmen mit den Grundschülern geübt. Kimberly Martin findet es richtig gut, dass sie jetzt weiß, wie sie sich verhalten kann, wenn jemand zusammenbricht, wie man eine Wunde versorgen muss oder auch wie die Atmung zu kontrollieren ist. Unterrichtet werden die Steppkes von Karin Zwietz. Seit 1999 ist sie engagierte Ausbilderin für Erste-Hilfe-Lehrgänge.

Als gelernte Medizinpädagogin weiß sie zudem, wie Wissen g richtig vermittelt wird. Angelika Nehring

Was wird bei einem Lehrgang mit „Selbstschutzthemen“ behandelt? • Begriff „Notfall“ • Bewusstlosigkeit • Atmung und Kreislauf • Schock • Wundversorgung • Vergiftung • Verätzung • Vorbeugende Selbsthilfemaßnahmen

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Wird noch lange in Erinnerung bleiben: Ein Nachmittag für jung und alt im Pflegeheim Hecklingen

Quedlinburg-Halberstadt

Ein DRK-Urgestein setzt sich zur Ruhe

Stassfurt-Aschersleben

Hüpfburg im Pflegeheim Hecklingen man erleben, wie die Generationen miteinander harmonierten. In den Gesichtern der Bewohner spiegelte sich plötzlich ihre eigene Kindheit wider, gern hätten sie, wie früher, mitgetobt. Das Pflegeheim in Hecklingen arbeitet eng mit den Bewohnern zusammen, kennt ihre Geschichten und Vorlieben. Am Nachmittag indes konnten die Bewohner die Mitarbeiter der Einrichtung und deren Familien privat kennenlernen. Ausgepowert nach den vielen Aktivitäten konnten sich alle bei einer Grillwurst und vielen Leckereien stärken. Für die Kleinsten gab es noch Preise und Süßigkeiten. Aus einem noch anfänglich trüben Tag wurde ein wunderschönes Ereignis, das Alt und Jung noch lange in g Erinnerung bleiben wird. 

Herr Heinz Henneberg wurde im Dezember 2011 von seinem Kreisverband nach 36 Jahren hauptamtlicher Tätigkeit im Deutschen Roten Kreuz verabschiedet. Im Namen des Landesverbands überreichte Heidrun Ebert einen Blumenstrauß, begleitet mit guten Wünschen. Auch die Mitglieder der Redaktionsleitung des Landesverbands möchten sich bei Heinz Henneberg für die langjährige gute Mitarbeit im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit bedanken. Wir wünschen ihm viel Spaß in seinem wohlverdienten „Unruhestand“, Gesundheit, Freude g und Wohlergehen!

Daniela Reimann

Heidrun Ebert

an das Deutsche Rote Kreuz. Je mehr Mützchen gestrickt werden, desto mehr Menschen kann geholfen werden. Mit dem gesammelten Geld werden Menschen warm über den Winter gebracht. So etwa über DRK-Besuchsdienste, Kleiderkammern und Suppenküchen. Von den insgesamt 191 222 gestrickten Mützchen wurden 47 969 vom DRK und 29 313 vom JRK eingeschickt, also insgesamt mehr als jedes dritte! Auch unser Kreisverband wur-

de vom „Strickvirus“ befallen – besonders in den Bereichen Blutspende, Kinderheim und Hort „Abenteuerland“ – und unterstützte die Benefizaktion mit insgesamt 355 Mützchen. Die Veranstalter der Aktion zeigten sich begeistert von den „vielen wunderschönen Mützchen“ und bedankten sich herzlich für das große Engagement aller Helfer, um ältere Menschen warm über den Winter g zu bringen.

Projekttag der Grundschule Hecklingen wurde zum Spiel und Spaß für Jung und Alt.

Im Rahmen des Patenschaftsvertrags der Grundschule Hecklingen und des DRK-Pflegeheims fand im September 2011 ein Projekttag in der Einrichtung statt. Die Schüler konnten sich das Haus ansehen und mit den Bewohnern und Mitarbeitern über deren Alltag sprechen. Jeder erhielt so einen kleinen Überblick. Umrahmt wurde dieser Tag durch eine Veranstaltung, die im Außengelände des Pflegeheims stattfand. Der Kreisgeschäftsführer Thomas Marchewka hatte ein Spielemobil organisiert, das schon vormittags von den Grundschülern genutzt wurde. Spontan organisierten die Mitarbeiter ein Grillfest für Jung und Alt. Heimbewohner, Mitarbeiter des Kreisverbands und deren Kinder sowie Angehörige tummelten sich auf dem Gelände des Pflegeheims. Hier konnte Halle-Saalkreis-Mansfelder Land

Stricken für einen guten Zweck

Vorstandsvorsitzende Helga Schubert (re.) und Doris Trebesius beim „Großen Stricken“. Das „Mützometer“ kletterte auf insgesamt 191 222 gestrickte Mützchen, darunter 47 969 vom DRK und 29 313 vom JRK 12

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2011 wurde in Deutschland das erste „Große Stricken“ in einer gemeinsamen Benefizaktion von Smoothie-Hersteller innocent, der SupermarktKette Rewe und dem DRK durchgeführt. Ziel war es, möglichst viele ältere Menschen in finanzieller Notlage bei der Bewältigung ihres Alltags zu unterstützen. Die Idee: Für jedes verkaufte sogenannte Smoothie, ein cremiges Obstgetränk, mit Mützchen, geben innocent und Rewe 30 Cent

Doris Trebesius


jung + alt

Wanzleben

Fotos: renate liedtke; KV Quedlinburg-Halberstadt; KV Halle-Saalkreis-Mansfelder Land; kv wanzleben; siegfried helder

Wechsel an der Spitze des Sozialen Zentrums „Alter Bahnhof“ Wanzleben

Feierliche Übergabe: Cynthia Mau (r.) überreichte symbolisch den Schlüssel an die neue Einrichtungsleiterin Margitta Falkenberg

Das Soziale Zentrum „Alter Bahnhof “ Wanzleben hat eine neue Leiterin. Nach mehr als sechs Jahren hat Cynthia Mau wegen eines Wohnortwechsels den Kreisverband des DRK in Wanzleben verlassen. In ihre Fußstapfen trat am 1. Februar 2012 Margitta Falkenberg. Seit Eröffnung des Sozialen Zentrums im Januar 2011 hatte Cynthia Mau die Einrichtung geleitet und maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung. Das Soziale Zentrum hat sich

in der Region sehr gut etabliert. Dafür möchten wir Cynthia Mau nochmals herzlich danken. Auch in diesem Jahr wird es neben den bewährten Angeboten wie Suppenküche, Sozialer Kleiderladen, Tafel, Familienund Projektarbeit auch neue Herausforderungen geben. So sind unter anderem ein „Tag der offenen Tür“, „Tag der Milch“, Theatervorstellungen und die weitere Gestaltung des Außeng geländes geplant. Evelin Laue

i Weitere Informationen Das Soziale Zentrum „Alter Bahnhof“ Wanzleben ist montags bis freitags von 8.30 bis 17 Uhr geöffnet. Nähere Informationen finden Sie im Internet unter www.drk-wanzleben.de. Sie können aber auch unter der Telefonnummer 039209/202739 anrufen!

Zeitz

Zeitz

Am 8. Oktober 2011 trafen sich die Kinder vom DRK-Schulsanitätsdienst des GeschwisterScholl-Gymnasiums noch etwas müde morgens um viertel vor vier am Zeitzer Busbahnhof. Anlass war die Fahrt in den Heidepark Soltau. Wir, das waren Leon, Lotti, Samantha, Katrin, Celine, Nicole und Laura, starteten gemeinsam mit anderen Kindern in über zehn Bussen. Vor uns lag eine fünfstündige Fahrt. Mit dabei waren Kinder und Jugendliche von der Feuerwehr, vom DRK und vom THW in Weißenfels. Nach der Ankunft bekamen wir unsere Eintrittskarten und dann ging es los. Die beliebtesten Attraktionen waren der Collossos, eine der längsten Holzachterbahnen der Welt, die Krake und der sogenannte Scream, bei dem man einen freien Fall in 72 Meter Tiefe erlebt. Gegen 16 Uhr traten wir die Rückfahrt an und kamen abends erschöpft aber glücklich nach einem erlebnisreichen Tag in Zeitz wieder an. Wir bedanken uns bei allen, die diesen Ausflug möglich gemacht haben, besonders beim g DRK-Zeitz.

Beim jährlichen Treffen der Lehrkräfte des Kreisverbands Zeitz wurde Angela Krause für ihr zehnjähriges Engagement als Ausbilderin in der Wasserwacht ausgezeichnet. In all den Jahren hatten 344 Kinder unter ihrer Leitung schwimmen gelernt und das „Seepferdchen“-Abzeichen erhalten. 2004 war Angela Krause zur Stellvertretenden Kreisleiterin der Gemeinschaft Wasserwacht berufen worden. Seit Anfang der siebziger Jahre war sie erfolgreiche Schwimmerin der SG-Chemie Zeitz und bis 2001 Trainerin beim gleichen Sportverein. Im vergangenen Jahr trainierte Angela Krause die Jugendmannschaft, um möglichst erfolgreich am Landeswettbewerb teilzunehmen. Für ihre hohe Einsatzbereitschaft und zuverlässige Tätigkeit als Ausbilderin in den vergangenen zehn Jahren dankt ihr der Kreisverband g sehr herzlich. Beim Training: Angela Krause mit Ihrer Kreismann-

Ein erlebnisreicher Tag im Heidepark Soltau

Autoren: Schüler des Schulsanitätsdienstes des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Zeitz

10 Jahre Ausbilderin der Wasserwacht Zeitz

Siegfried Helder

schaft Wasserwacht Zeitz 1_12 drk sachsen-anhalt 13


jung + alt

Börde

Glühweinduft im „Garten der Sinne“ Anlässlich des Martinsfestes wurde vergangenen November im Seniorenzentrum Haldensleben gefeiert. Bei Glühwein und Schmalzschnitten, postiert um eine große Feuerschale, konnten die Bewohner ihren Gedanken Flügel verleihen – zum Knacken der Holzscheite und zu Musik, ein Feuerwerk der Sinne. Sie ließen Luftballons steigen, an die sie Zettelchen mit Wünschen, Hoffnungen und Sehnsüchten geheftet hatten. Ein Bewohner wollte es nochmal wissen und wünschte sich „eine Blondine und viel Geld, g um mit ihr durchbrennen zu können!“ Regine Muschter

Wanzleben

Start der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Eilsleben

Anfang des Jahres übernahm der Kreisverband Wanzleben die Trägerschaft für die Kinder- und Jugendeinrichtung in Eilsleben. Nach den notwendigen Umbau- und Renovierungsarbeiten wird voraussichtlich im April eröffnet und die offene Kinder- und Jugendarbeit kann wieder voll durch starten. Das neue Farb- und Funktionskonzept in den Räumlichkeiten der Ernst-Thälmann-Straße 8 soll den Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 27 Jahren verschiedene Angebote bieten. Von Spiel-, Bastel- und Kochangeboten bis hin zu Projekten im musikalisch-kulturellen Bereich, wird mit den Kindern und g Jugendlichen gemeinsam die Freizeit gestaltet. Carolin Sauer

i Weitere Informationen

Gingen auf unbekannte Reise: Luftballons, gespickt mit Wünschen

Als Ansprechpartnerin für weitere Informationen steht die Einrichtungsleiterin Carolin Sauer unter der Telefonnummer 039209/6390 gern zur Verfügung.

Zeitz / Leserbrief

Seniorensportler machten eine Exkursion ins Backhaus Hennig Das Treffen der Sportlerinnen und Sportler aus gefallen. Natürlich müssen manche Tröglitz fand dieses Mal in einer besonderen Form Mitarbeiter zeitig aufstehen, aber im Backhaus Hennig in Pekau statt. Anstelle von es wird in Schichten gearbeitet, Bewegungsübungen, Atemübungen oder Spielen und so ist jeder einmal dran. machten sich die Teilnehmer einen gemütlichen Nach der umfangreichen FühNachmittag bei Kaffee und Kuchen. rung und Erklärung freuten sich Wir wurden im Backhaus Hennig sehr nett bealle auf das Kaffeetrinken. Jeder grüßt und erfuhren bei einer Führung durch die suchte sich an der Kuchentheke Bäckerei viel von der Herstellung des Brotes, der etwas aus und ließ es sich schmeBrötchen und des Kuchens bis zur Fertigstellung cken. Die Senioren unterhielten Hatten viel Spaß: Die Sportler des Ortsverund der Auslieferung an die Geschäfte. Es war be- eins Tröglitz sich angeregt und hatten Spaß. Es eindruckend, wie alles maschinell abläuft. Das Bäwar für uns wieder ein schöner g ckerhandwerk hat sich gegenüber früher, wie vieles andere auch, Nachmittag, den unsere Seniorensportgruppe verbrachte. grundlegend geändert, und die viele schwere Handarbeit ist wegIngrid Jäger (Ortsverein Tröglitz) 14

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jung + alt

Börde

Bühne frei für das mobile Minitheater Die Bewohner der DRK-Einrichtung Ambulant Betreutes Wohnen „Kontra“ wagen sich auf die Bretter, die die Welt bedeuten.

Fotos: petra wolff; kv wanzleben; ingrid jäger; kv börde; Petra tödtmann

Ein Projekt der besonderen Art stellen die Proben für das Theaterstück „Bratklops Ade“ in Oschersleben dar. Hauptakteure sind die Bewohner vom Ambulanten Betreuten Wohnen „Kontra“ des Roten Kreuzes Börde, das Menschen mit seelischer Behinderung begleitet. Hinter dem halbstündigen Stück verbirgt sich eine satirische, theatralisch freche Verwicklung der Protagonisten: Der berühmte Schriftsteller Theodor Tantalus lädt zu einer Lesung. Jedoch gerät das Bemühen, sein neuestes Werk „Bratklops Ade“ vorzutragen, zu einer Farce der besonderen Art. Nichts ist

wie gewohnt! Ergänzt wird die Lesung durch ein musikalischsatirisches Rahmenprogramm. Professionell begleitet wird dieses Projekt von Piet Letz, Schauspieler, Bühnenbildner, Graphiker und freier Journalist, der das Originalwerk verfasste und anschließend auf die Persönlichkeiten der Bewohner anpasste. Gefördert wird dieses Vorhaben vom Institut für Marketing und Management (IMM) in Wanzleben. „Das Projekt ermöglicht eine kreative Betätigung der Bewohner von ‚Kontra‘, ermutigt sie dazu, in andere Rollen zu schlüpfen und fördert das Selbstbewusstsein“, erläutert

Nicole Strauß. Die gemeinsamen Proben bauen ein Zugehörigkeitsgefühl auf und motivieren die Teilnehmer sich immer wieder neu auszuprobieren, sich zu öffnen und sich Dinge zuzutrauen. Der Beifall der Zuschauer tut dann sein g Übriges. Nicole Strauß

Begleitete die Proben der Bewohner: Schauspieler Piet Letz (r.)

i Weitere Informationen zum Betreuten Wohnen „Kontra“ erhalten Sie unter folgender Telefonnummer: 03949/ 510 49 50 und 0173/ 564 70 15.

Börde

An die Wolle, fertig, los! Zu einer Benefizaktion zu Gunsten älterer Menschen in Not hatten die Handelskette Rewe und das Deutsche Rote Kreuz bundesweit aufgerufen. „Stricken Sie kleine Wollmützen“, so hieß es im Aufruf. „Wir setzen Ihre Mützen ab dem 21. November unseren innocent Smoothies bei Rewe auf. Für jede verkaufte Flasche mit Mütze gehen 30 Cent an das DRK.“ Das ließen sich die fleißigen Frauen der Begegnungsstätte Gröningen nicht zweimal sagen. „Stricken ist sowieso unser Hobby“, so die Leiterin Serina Stödter. „Zu den unter-

schiedlichsten Veranstaltungen bieten wir unsere Handarbeiten an“. So fingen die Damen an zu stricken und es bereitete ihnen viel Freude. Nach 250 Mützen war ihr selbst gesetztes Ziel erreicht. Dass die Frauen aus Grö-

ningen ein großes Herz haben, beweist ihre neue Aktion. Für krebskranke Kinder im Harzklinikum stricken sie Umhängetaschen für die oft störenden g Zugangskatheder. Petra Wolff

Einladung zur ordentlichen Kreisversammlung des Kreisverbands Zeitz Donnerstag, 19.04.2012 Ort: DRK-Pflegezentrum – Neubau Henry-Dunant-Str. 1 06712 Zeitz Uhrzeit: 17 Uhr Wir möchten die Mitglieder des Kreisverbands Zeitz zur diesjährigen Kreisversammlung einladen.

Voller Stolz: Die Senioren präsentieren eine Auswahl der 250 Mützen

Ingo Gerster, Vorstandsvorsitzender

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www.DRK.de


Rotkreuzmagazin Sachsen-Anhalt 01 2012  

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