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ge s u n d h e i t

a u f s i c h t s rat

drk-flüchtlingshilfe

berufsmesse kh

nierstein ist fit

on tour durchs land

Interview zum Ehrenamt Seite 12

Dokumentation per Tablet Seite 22

Workshop mit KKH Seite 19

Ursula Groden-Kranich besucht Mitarbeiter Seite 6

STATUS ZWO Zeitschrift für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe AUSGABE 19 | 1. Quartal 2016

rETTUNGSDIENST 2.0

Tablets halten Einzug in unseren Rettungsdienst und verändern wieder einmal alles. SEITE 14

gamir update

Neue Ernährungstipps vom GAMiR Team und erste Infos zu den Gesundheitstagen. SEITE 16

Rettungsdienst & Flüchtlingshilfe

Eine Reportage vom Warteraum in Erding nach einem Besuch bei Teamleiter Stefan Sturm. SEITE 8

Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

www.drk-rhein-nahe.de


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Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre und danken allen, die bei der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben: Frank Altenkirch Marco Hanselka Kay Kremmelbein Charlotte Menger Yvonne Schaubruch Dominic Schreiner (RZ) Die Redaktion

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INHALT     STATUS ZWO                                    4 chefscahe aktuell

19 alles fit in nierstein?

Neues aus der Geschäftsleitung. Hier schreibt Jörg Steinheimer persönlich.

Die Kollegen der Rettungswache Nierstein haben mit der KKH einen Gesundheitsworkshop erlebt. Alles über das Ergebnis in dieser Ausgabe.

5 redaktion aktuell Ein Vorwort der Redation zur aktuellen Ausgabe.

6 Aufsichtsrat on tour Die neue Aufsichtsratsvorsitzende Ursula GrodenKranich begab sich auf Entdeckungstour quer durch unseren Einsatzbereich. Ein kleiner Einblick ins Tourenbuch.

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reportage: Warteraum 5.000

In seiner Reportage für die Rhein-Zeitung schreibt Reporter Dominic Schreiner über seine Eindrücke vom Warteraum 5.000 in Erding, welcher von unserem Mitarbeiter Stefan Sturm geleitet wird.

12 drk-flüchtlingshilfe Im Interview erzählt Charlotte Menger von ihrer Arbeit als Ehrenamtliche in der Erstaufnahmeeinrichtung des DRK in Bad Kreuznach.

14 rettungsdienst 2.0 Frank Altenkirch schreibt über die baldige Einführung der digitalen Einsatzdokumentation per Tablet.

16 gesund leben retten Das GAMiR-Team hat in dieser Ausgabe hilfreiche Ernährungstipps parat und verrät schon mal, auf was sich die Mitarbeiter bei den Gesundheitstagen freuen können.

20 soziale netzwerke In einem kleinen Artikel stellen wir unsere Auftritte in den Sozialen Netzwerken vor.

21 QM-aktuell QM goes Mobile - Welche Möglichkeiten unser QMSystem auch auf dem Smartphone bietet, erklären wir in diesem Beitrag.

22 ausbildung In einem kleinen Beitrag berichten wir über unsere Eindrücke von der Berufsmesse in Bad Kreuznach.

23 erfahrung weitergeben Die DRK-Kreisverbände in unserem Bereich sind auf der Suche nach Ausbildern für Erste-Hilfe.

24 Nachruf Mit einem sehr persönlichen Nachruf verabschieden sich die Kollegen und Kolumnist Essex von Jörg Sommer.

26 mitarbeiter im fokus Wir gratulieren allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Dienstjubiläum.

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chefsache

CHEFSACHE AKTUELL     JÖRG STEINHEIMER                                      Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Leserinnen und Leser. Die Status Zwo in neuem Gewand. Mit Unterstützung der Druckfirma ist es uns möglich, Ihnen die Status Zwo jetzt und zukünftig in einer neuen Form zu präsentieren. Ich hoffe Sie finden Gefallen daran. Neben allgemeinen Themen findet natürlich auch das Kerngeschäft seinen Platz in unserem Standardwerk. Unsere neue Aufsichtsratsvorsitzende, Frau Bundestagsabgeordnete Ursula Groden-Kranich, hat sich bei einer ersten Rundfahrt in unserem Einsatzgebiet einen Überblick über die Arbeit in der DRK-Rettungsdienst RheinhessenNahe gGmbH verschafft. Eindrücke dieser Rundreise finden Sie in dieser Ausgabe. Große Ereignisse werfen Ihre Schatten voraus. Am 28. April nehmen wir auch in diesem Jahr wieder am GirlsDay an mehreren Rettungswachenstandorten teil. Wir freuen uns den jungen Damen wieder die Welt der DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe gGmbH zeigen zu können. Vielleicht ist ja die eine, oder andere dabei, die wir dann als Notfallsanitäterin wiedersehen werden. Die Weiterbildung zum Notfallsanitäter im Rahmen der Ergänzungsprüfung ist angelaufen und es gibt schon einige in der DRK-Rettungsdienst RheinhessenNahe GmbH, die sich jetzt schon Notfallsanitäter nennen dürfen. Das maßgeblich durch die DRKRettungsdienst Rheinhessen-Nahe mitgestaltete Modell der Weiterbildung

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zum Notfallsanitäter in RheinlandPfalz befindet sich in den Anfängen seiner Umsetzung. Ich bin mir sicher, dass wir in zwei bis drei Jahren die Lorbeeren als Verband für die gefundene Weiterbildungsumsetzung ernten werden. Ich beglückwünsche an dieser Stelle alle, die es bereits geschafft haben. Darüber hinaus möchte ich Sie, die dazu rechtlich in der Lage sind, ermutigen sich der Herausforderung zu stellen. Es ist machbar und auch für Sie ganz persönlich ein Gewinn. Auch in diesem Jahr werden

wieder Auszubildende in der DRKRettungsdienst Rheinhessen-Nahe GmbH eingestellt werden. Nach sieben Azubis im vergangenen Jahr freuen wir uns in diesem Jahr weiteren jungen Menschen die Chance zu ermöglichen den Beruf des Notfallsanitäters bei der DRK-Rheinhessen-Nahe gGmbH erlernen zu dürfen. Dieses Jahr haben es zwölf Azubis geschafft unser dreistufiges Assessmentcenter erfolgreich zu durchlaufen. Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen aus den letzten beiden Jahren wünsche

ich schon an dieser Stelle gutes Gelingen. Unser Ziel ist nach wie vor pro Jahrgang 25 Auszubildende einstellen zu können. Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die bereits ein Teil der DRKRettungsdienst Rheinhessen-Nahe GmbH sind, werden wir in Kürze für alle Wachen Medizinproduktebeauftragte ausschreiben. Es wird immer aufwendiger nachzuhalten wo und in welchem Zustand sich Geräte befinden. Unser Qualitätsmanagement unterstützt uns bei dieser Aufgabe, aber es kann nur eine Hilfestellung geben. Das Eingreifen vor Ort ist ein weiterer Schritt, der unser funktionales System weiter festigt. Sollten Sie Interesse an einer solchen Tätigkeit haben und geeignet sein, können Sie sich auf unsere erscheinenden Ausschreibungen bewerben. Wir planen derzeit eine Einführungsveranstaltung damit unsere zukünftigen MPG-Beauftragten gut geschult ihren Dienst aufnehmen können. Nachdem Ostern und die Fastenzeit nun vorüber sind, wünsche ich Ihnen allen eine angenehme Dienstzeit im hoffentlich bald eintretenden Frühling und viel Freude bei allem, was auch immer Sie zu tun gedenken. Herzliche Grüße Ihr Jörg Steinheimer


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REDAKTION AKTUELL     DIE STATUS ZWO IM NEUEN GEWAND                                      Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, man sieht es gleich auf den ersten Blick: Die STATUS ZWO erscheint heute zum ersten Mal im neuen Layout. Wir haben in der Redaktion lange überlegt, wie wir die Mitarbeiterzeitschrift attraktiver gestalten können, so dass aus einer Zeitschrift ein lebendiges Magazin für alle Kolleginnen und Kollegen, Partnerorganisationen und Menschen, die uns verbunden wird. Das Ergebnis halten Sie jetzt in den Händen. Viele Themen haben uns für die Erstausgabe, oder zu neudeutsch, den Relaunch erreicht. Dafür danken wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz herzlich. Sie sind es, die der STATUS ZWO Leben einhauchen und Sie zudem machen, was sie sein soll: einem Mitarbeitermagazin von Mitarbeitern für Mitarbeiter. Gerade weil unsere Organisation so dezentral und vielfältig aufgestellt ist, können wir mit der STATUS ZWO eine gute Vernetzung aller Bereiche erreichen. Was passiert aktuell in Birkenfeld? Was gibt es Neues in Mainz? Wir versuchen diese Fragen in jeder Ausgabe neu zu beantworten und zudem noch interessante Artikel mit dem Blick über den Tellerrand hinaus beizusteuern. Damit dies auch künftig gelingt, brauchen wir Ihre Unterstützung! Sie haben eine kleine Begebenheit, die nicht alltäglich ist, oder einen besonderen Einsatz? Dann freuen wir uns sehr auf einen Hinweis oder ein paar Zeilen für die STATUS ZWO oder unsere sozialen Netzwerke.Meist

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Warum haben wir die Status zwo neu gestaltet? Unser Ziel ist es, die Attraktivität des Mitarbeitermagazins zu steigern.

2 sind ein paar Stichpunkte und im besten Fall ein Foto ausreichend, um einen Artikel daraus zu entwickeln. Gerne dürfen aber auch fertige Beiträge eingereicht werden. Folgende Kontaktmöglichkeiten stehen Ihnen für die Einsendung von Artikeln und Fotos für die sozialen Netzwerke oder Ideen zur Verfügung: mitarbeiterzeitschrift@drk-rheinnahe.de Natürlich funktioniert auch eine Nachricht via Facebook! Wir freuen uns auf Euer Feedback zum neuen Layout der STATUS ZWO!

Das Mitarbeitermagazin wird ab dieser Ausgabe professionell von einem Dienstleister gedruckt. Warum drucken wir nicht mehr selbst? N ach einer internen Kostenrechnung hat sich herausgestellt, dass der externe Druck nicht nur deutlich hochwertiger ist, sondern zudem noch Kosten spart. Daher setzen wir künftig auf Flyeralarm als unseren Druckpartner. Das Layout erstellen wir natürlich weiterhin selbst.

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Wa s wünschen wir uns von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern? ein Mitarbeitermagazin lebt vor allem von Beiträgen und Hinweisen aus der Mitarbeiterschaft. Daher freuen wir uns über jeden Artikel, oder einen Hinweis auf besondere Geschichten aus dem Arbeitsalltag.

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WILLKOMMEN AN BORD     URSULA GRODEN-KRANICH MDB                                      Rheinhessen-Nahe GmbH ist Frau MdB Ursula Groden-Kranich, die nachstehend ein Grußwort bereithält: Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr 2016, Gesundheit, Glück und dass alles das, was Sie sich selbst für dieses Jahr vorgenommen haben, in Erfüllung gehen möge. An dieser Stelle begrüßen wir ganz herzlich unsere neue Aufsichtsratsvorsitzende, Frau Ursula Groden-Kranich MdB. Herr Aufsichtsratsvorsitzender Oberbürgermeister Michael Ebling hat mit Wirkung vom 25.11.2015 sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe GmbH niedergelegt. Es stand eine turnusmäßige Neuentsendung der Aufsichtsratsmitglieder des DRK-Kreisverbandes Mainz-Bingen in den DRKRettungsdienst RheinhessenNahe an. Herr Ebling bleibt weiter Kreisvorsitzender des DRKKreisverbandes Mainz-Bingen. Zwischenzeitlich wurde der Aufsichtsrat neu besetzt und neue Aufsichtsratsvorsitzende der DRK-Rettungsdienst

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Sie wissen sicher schon, dass ich seit Ende des vergangenen Jahres die neue Vorsitzende des Aufsichtsrates des DRKRettungsdienstes RheinhessenNahe gGmbH in der Nachfolge von Oberbürgermeister Michael Ebling bin und ich möchte mich Ihnen gerne vorstellen. Ich bin stellvertretende Kreisvorsitzende des DRK Kreisverbandes Mainz-Bingen, Ortsvorsitzende des DRK MainzHechtsheim und im Beirat der DRK Senioren Service Center gGmbH, zu der die Seniorenresidenz Carolinenhöhe in Ingelheim gehört. Von Beruf bin ich Bankkauffrau und habe diesen Beruf als Anlageberaterin bei der Rheinland-Pfalz Bank in Mainz auch bis zum Jahr 2013 ausgeübt. Seit September 2013 darf ich den Wahlkreis Mainz-Bingen

als direkt gewählte Abgeordnete im Deutschen Bundestag vertreten. Ich bin verheiratet, wir haben eine Tochter und leben in Mainz-Hechtsheim. Einen Teil des Jahres verbringe ich in Berlin, gefühlt jede zweite Woche von Montag bis Freitag, mein Lebensmittelpunkt ist und bleibt aber Mainz, denn hier bin ich zu Hause. Mit Herrn Steinheimer habe ich vereinbart, dass wir gemeinsam im Laufe dieses Jahres Ihr Einsatzgebiet bereisen, damit ich die Wachen kennenlerne und mir selbst ein Bild Ihrer Räumlichkeiten und Ausstattungen machen kann. Ihre Ursula Groden-Kranich In einer der folgenden Ausgaben werden wir unsere neue Aufsichtsratsvorsitzende noch ausführlich vorstellen.


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Zehn Stunden mit jeder Menge Information und vielen Begegnungen erlebte unsere neue Aufsichtsratsvorsitzende Ursula Groden-Kranich auf 338 Kilometern während Ihrer ersten Tour quer durch unser Einsatzgebiet. Neben der Rettungswache Worms besuchte die Aufsichtsratsvorsitzende zusammen mit unserem Geschäftsführer, Jörg Steinheimer, Baubeauftagtem Erwin Wilmer und dem Wachleiter der Rettungswache Wörrstadt, Frank Erb, den Rohbau und die Containerwache in Wörrstadt ebenso, wie das Werkstatt- und Logistikzentrum in Sprendlingen. Natürlich stand auch die Integrierte Leitstelle in Bad Kreuznach auf dem Programm. Um die Dimension unseres

Einsatzgebietes zu zeigen, war auch unsere Rettungswache in Birkenfeld Ziel der Tour. Die Aufsichtsratsvorsitzende zeigte sich beeindruckt und merkte an, dass es wichtig sei, live erlebt zu haben, wie der DRKRettungsdienst Rheinhessennahe aufgestellt ist und mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. „Ich möchte zeigen, dass es mich wirklich interessiert. Daher habe ich mir gerne die Zeit genommen und freue mich, viele motivierte Menschen kennengelernt zu haben.“ resümiert die Aufsichtsratsvorsitzende.

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Ich möchte zeigen, dass es mich wirklich interessiert. Daher habe ich mir gerne die Zeit genommen und freue mich, viele motivierte Menschen kennengelernt zu haben. Aufsichtsratsvorsitzende Ursula Groden-Kranich MdB nach ihrer ersten Tour durch den DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

Während der Tour durch das Gebiet des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe suchte die Aufsichtsratsvorsitzende das Gespräch mit Mitarbeiterinen und Mitarbeitern und ließ sich Prozesse und Strukturen in unserer Organisation erläutern.

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REPORTAGE: ANGEKOMMEN & ABGESCHLEUST     VON DOMINIC SCHREINER, RHEIN-ZEITUNG                                    Aktuell leitet unser Mitarbeiter Stefan Sturm von der DRK-Rettungswache Mainz den Warteraum 5.000 für Flüchtlinge in Erding. Wir haben mit Journalisten eine Reise in das Camp des Deutschen Rotzen Kreuzes gewagt. In der Reportage schildert Dominic Schreiner von der Rhein-Zeitung seine Eindrücke. Erst Stacheldraht, dann Sicherheitskontrollen, dann Soldaten in Tarnuniform vor Betonbunkern: So kann die Freiheit aussehen. Im bayerischen Erding in der Nähe von München kamen bis vor wenigen Wochen täglich etwa 1000 Flüchtlinge im „Warteraum 5000“ an, aufgelesen wurden sie im Regelfall an den deutsch-österreichischen Grenzübergängen. Dort werden sie in Reisebusse gebracht und dann nach Erding gefahren. Wer es in den Bundeswehr-Fliegerhorst, auf dessen Gelände sich die Sammelstelle für Schutzsuchende befindet, geschafft hat, ist endlich in Sicherheit und am Ziel. Mehr oder weniger. In Fahrtrichtung Osten kommt man in der Großen Kreisstadt Erding mit ihren 34 000 ständigen Einwohnern zunächst an der Brauerei vorbei, die das bekannte Weißbier herstellt. Fährt man weiter durch das Städtchen, bemerkt man kurz vor dem Ortsausgang am Straßenrand die ersten Schilder auf Arabisch – ein ungewöhnlicher Anblick in einem weiß-blauen Kleinstadtidyll. Dann geht es raus aus der Stadt

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und durch sanft hügelige Felder. Und dort sieht man sie zum ersten Mal, rechts und links der Landstraße. Die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder. Flüchtlinge, zu Fuß unterwegs, meist in kleineren Gruppen, einige haben auf

dem einen Arm ihr Baby, in der anderen Hand tragen sie das, was ihnen geblieben ist. Meist passt es in eine Plastiktüte oder einen Rucksack. Auffällig viele Kinder sind dabei. . „Im Moment ist etwa die Hälfte derer, die hier >>>


reportage

ankommen, jünger als 14 Jahre“, sagt Stefan Sturm. Sturm, ein großer, stabil wirkender Mann, ist Leiter des „Warteraums 5000“. Genauer: Leiter des Betreuungseinsatzes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auf dem bayerischen Fliegerhorst. Eigentlich ist Sturm Mitglied des DRK-Rettungsdiensts Rheinhessen-Nahe und Sanitäter auf der Wache in Mainz. Sturm war für das DRK bereits einige Male bei Katastropheneinsätzen im Ausland unterwegs. „Im September bekam ich per Anruf mitgeteilt, dass hier in Erding ein großes Camp eingerichtet wird. Ich habe sofort zugesagt zu helfen, denn im Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe gibt es eine lange Tradition, das DRK bei Großeinsätzen zu unterstützen. Und der fühle ich mich verpflichtet“, erinnert sich Sturm. Am 19. Oktober wurde der „Warteraum 5000“ in Betrieb genommen, dem vorangegangen waren vier Wochen, in denen insgesamt 18 Shelter auf und umgebaut und eingerichtet werden mussten. Als Shelter werden die Unterkünfte für die Schutzsuchenden bezeichnet, darunter sind auch vier gigantische Zelte, wie sie normalerweise auf Volksfesten stehen. Teilweise schlafen Flüchtlinge in den halbrunden Betonbunkern, in denen die Bundeswehr noch bis 2015 Flugzeuge parkte und wartete, acht Menschen in Doppelstockbetten auf etwa 14 Quadratmetern. „Da standen bis vor Kurzem noch die Witwenmacher drin, also Kampfflugzeuge vom Typ Phantom oder Starfighter. Das ist alles ein wenig unwirklich“, sagt Sturm und runzelt die Stirn. Seit gut vier Monaten ist das Camp jetzt – statt Zuhause für Witwenmacher – Durchlaufstation für Flüchtlinge, mehr als 100 000 Menschen waren es seitdem, die in Erding im Idealfall einen, im Extremfall drei Tage vor der „Abschleusung“, wie die Weiterverteilung auf die

Bundesländer dort – gewürzt mit einem Schuss Militärsprech – genannt wird, verbracht haben. „Im Moment sind es bis zu 95 Prozent Syrer, die hier ankommen“, sagt Sturm. Insgesamt sind allein im Januar knapp 36 000 Flüchtlinge aus Syrien in Deutschland angekommen. Außerdem gebe es ein paar wenige Nordafrikaner und ein paar wenige Menschen aus dem Irak und Afghanistan unter den Neuankömmlingen. Ende 2015 war der Anteil der Nordafrikaner noch etwas höher. Dann tritt Sturm noch einem Vorurteil entgegen: „Es sind nur ganz wenige Menschen aus den Balkanstaaten dabei – ganz im Gegenteil zu dem, was immer behauptet wird.“ Die Irakerin Kawther al-Asadi ist an diesem Tag gerade angekommen. Gemeinsam mit ihren drei Kindern hat sie sich drei Wochen vorher in Basra auf den Weg gemacht. Ihre Fluchtgeschichte ähnelt der von Tausenden anderer Flüchtlinge: erst in die Türkei, dann nach Griechenland mit dem Schlauchboot, unterwegs soll die türkische Marine vergeblich versucht haben, das Boot aufzuhalten. Dann ging es für die Familie weiter über Mazedonien, Serbien, Kroatien, Slowenien und Österreich – die berüchtigte Balkanroute. Flucht nach Mord auf offener Straße Geflohen sind die vier, weil Abdullah, Kawthers Sohn aus erster Ehe, Sunnit ist. In Basra aber gehören die meisten Menschen der islamischen Strömung der Schiiten an. Die Religionsgemeinschaften leben in uralter Feindschaft. Irgendwann fingen Schiiten an, Abdullah zu bedrohen. Kawther begann in diesem Moment, ihre gemeinsame Flucht zu planen. Doch ihre Eltern, bei denen sie mit den drei erwachsenen Kindern zusammen in einem Zimmer lebte, wollten sie nicht gehen lassen. Als Abdullahs bester Freund, wie er ein Sunnit, auf offener Straße erschossen wurde, konnte sie nichts und niemand mehr in Basra

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halten. Jetzt sitzt die Familie in dem Bereich des Camps, wo das BAMF die Flüchtlinge in winzigen Containern registriert: Ein Soldat gibt ihnen Anweisungen, die von einem Dolmetscher auf Kurdisch übersetzt werden. Ein weiterer Soldat gibt ihre persönlichen Angaben aus ihren Pässen in ein digitales Registrierungssystem ein, nach und nach stellen sie sich vor eine der weißen Kunststoffwände, Fotos werden von ihnen gemacht. Dann müssen alle vier ihre sämtlichen Finger auf einen Scanner legen, der ihre Abdrücke registriert. Registrierung beendet. >>>

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Diese Daten stehen ab sofort auf dem Zentralrechner der BAMF-Behörden bundesweit zur Verfügung. „Seit ein paar Wochen haben wir hier keine Flüchtlinge mehr, die sich nicht registrieren lassen“, sagt Campleiter Sturm. Vorher habe sich etwa jeder Zehnte verweigert. Es muss sich im Internet unter den Fluchtwilligen verbreitet haben, dass diejenigen, die sich nicht registrieren lassen oder keinen Asylantrag stellen wollen, zumindest theoretisch sofort wieder abgeschoben werden können. Zumindest vermuten das die Helfer vom DRK. Wenn Kawther erzählt, kann auch der Dolmetscher, der ihre Geschichte übersetzt, sie nur schlecht verstehen. Kawther ist heiser, sie macht einen erschöpften Eindruck, auch Abdullah lehnt apathisch auf seinem Holzstuhl, Kawthers Tochter Sara hustet. „Die Flüchtlinge kommen in einem ziemlich desolaten Gesundheitszustand hier an“, sagt der Soldat, der den Registrierungsprozess steuert, mitleidig. „Es gibt hier nichts, was es nicht gibt, da können Sie sich sicher sein“, fügt die Leiterin des DRK-Pflegedienstes im Camp an – im internationalen Katastropheneinsatzmodus des DRK trägt sie den Titel Head Nurse, das versteht man rund um den Globus schon eher als ihren deutschen Dienstgrad. Ihren Namen möchte die Frau nicht in der Zeitung lesen: „Ich wohne hier in der Nähe“, lautet ihre Begründung. Zwar hat sich in der Umgebung des Camps kurz nach Bekanntwerden der Pläne für den Warteraum ein ehrenamtlicher Unterstützungskreis gebildet, 300 Menschen engagieren sich inzwischen für die Flüchtlingshilfe Erding, doch es gibt auch andere Stimmen – vor allem in den kleineren Dörfern im näheren Umkreis

um den Fliegerhorst –, die mit den üblichen Angstszenarien Stimmung gegen Flüchtlinge machen. Ein Zug nach irgendwo Die Schutzsuchenden, für die das Drehkreuz Erding nur eine kurze Zwischenstation auf ihrem langen Weg in ein sicheres Leben ist, haben von dieser Nichtwillkommenskultur aber keine Ahnung, dafür ist ihr Aufenthalt im „Warteraum 5000“ einfach zu kurz. Ebenso wenig Ahnung haben die Flüchtlinge allerdings auch vom vorübergehenden endgültigen Ziel ihrer Reise. Denn niemand, weder die Soldaten, die sie auf ihre Weiterreise schicken, noch die Helfer des DRK wissen, in welchem Bundesland die Menschen landen, haben sie erst den Bus zum Bahnhof in Freilassing oder Rosenheim bestiegen, in dem der Sonderzug wartet. Das weiß auch niemand in der für die Verteilung der Flüchtlinge zuständigen zentralen Koordinierungsstelle in München – bis zu dem Moment, in dem sich der Zug in Bewegung setzt. Denn in München laufen ständig die aktuellen Belegungszahlen der Flüchtlingscamps in den verschiedenen Bundesländern ein: 200 weniger in Ingelheim? Dann fährt der Zug eben in die Stadt am Rhein. Das erklärt auch die Gruppen von Flüchtlingen am Rande der Landstraße nach Erding. Viele wissen, wohin sie wollen, haben Verwandte, die schon in Deutschland leben und die sie aufnehmen wollen. Diese Menschen wollen sich nicht „abschleusen“ lassen. Und machen sich lieber zu Fuß auf die letzten Meter ihrer Reise. Und kein Stacheldraht, keine Sicherheitskontrolle und auch kein Militär in Uniform kann sie dann noch aufhalten.

Wir danken der Rhein-Zeitung und Herrn Dominic Schreiner ganz herzlich für die Genehmigung des honorarfreien Abdrucks der Reportage, welche am 08. März in der Rhein-Zeitung erschienen ist.

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Ich habe sofort zugesagt zu helfen, denn im Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe gibt es eine lange Tradition, das DRK bei Großeinsätzen zu unterstützen. Und der fühle ich mich verpflichtet. (Stefan Sturm)

Flüchtlinge, zu Fuß unterwegs, meist in kleineren Gruppen, einige haben auf dem einen Arm ihr Baby, in der anderen Hand tragen sie das, was ihnen geblieben ist. Meist passt es in eine Plastiktüte oder einen Rucksack.

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5 FRAGEN AN: CHARLOTTE MENGER     INTERVIEW                                   Charlotte Meger leistet aktuell ihren Freiwilligendienst auf der Rettungswache in Bad Kreuznach. Darüber hinaus engagiert sie sich in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge des DRK-Kreisverbandes Bad Kreuznach. Im Interview erzählt sie über ihre Erfahrungen. HALLO FRAU MENGER. NEBEN IHREM FSJ AUF DER RW BAD KREUZNACH ENGAGIEREN SIE SICH SEHR STARK EHRENAMTLICH IN DER FLÜCHTLINGSHILFE BEIM DRK KREISVERBAND BAD KREUZNACH. WIE HAT SICH DAS ERGEBEN UND WAS WAREN IHRE BEWEGGRÜNDE? Während eines Dienstes im Oktober 2015 mit Daniel Meiser, der zur Zeit für zwei Jahre vom Rettungsdienst freigestellt ist, um in der AfA Planiger Straße zu arbeiten, hatte er mir über die Situation der Flüchtlinge in Bad Kreuznach berichtet und angeboten, mir die Lage vor Ort mal genau anzuschauen. Ein paar Tage später ging ich zu der Aufnahmeeinrichtung,machte mir ein erstes Bild, lernte die ersten Mitarbeiter kennen und sah mir die Unterkunft genau an. Auf den ersten Blick waren es schockierende aber auch höchst spannende Eindrücke, die ich da bekam; ich war mir direkt sicher, dass ich hier unterstützen möchte. Und mir wurde bewusst,

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dass das eine Chance ist, sich zu engagieren, neue Aufgaben, Menschen und Situationen kennenzulernen, die, wie jeder weiß, nicht alltäglich sind.

zusammen gemalt, Spiele gespielt, und, wenn das Wetter es zulässt, gehen wir raus und spielen Fußball oder malen mit Straßenkreide. Zum Anderen lerne ich mit den Männern und Frauen, die sich interessieren, Deutsch, wobei ich sagen muss, dass das Interesse dabei außerordentlich groß ist. Viele kommen auf mich zu, fragen nach meiner Hilfe und arbeiten das auf, was sie in der Schule gelernt haben. Weiterhin habe ich bisher den ein oder anderen Sanitätsdienst übernommen, und die mehr oder weniger kleinen Wehwehchen versorgt.

ÜBERWIEGEN DIE SCHÖNEN MOMENTE ODER DIE EINDRÜCKE VON LEID WELCHE A U F G A B E N UND ERSCHÜTTERNDEN ÜBERNEHMEN SIE IN DER LEBENSGESCHICHTEN? FLÜCHTLINGSUNTERKUNFT?

Mein Aufgabenfeld ist relativ breit gefächert; zum einen beschäftige ich mich sehr viel mit den Kindern, die von der ersten Sekunde an, auf mich zukamen und sehr offenherzig mit mir umgehen. Es wird

Natürlich wird man mit sehr viel Leid konfrontiert. Besonders für die Familien mit kleinen Kindern und Babys ist die weite Reise eine echte Herausforderung. >>>


interview

Man erfährt von Menschen, die noch eine Kugel im Körper stecken haben, weil sie in ihrer Heimat angeschossen wurden. Psychisch müssen auch einige wenige noch etwas verarbeiten, denen man natürlich, soweit es geht, versucht zu helfen. Auch die anfänglichen U m s t ä n d e d e r Aufnahmeeinrichtung waren für die Menschen sehr schwierig. Es standen nur Feldbetten zur Verfügung, von der sanitären Ausstattung ganz zu schweigen. Mittlerweile hat sich aber viel zum Besseren geändert und es sind große Umbaumaßnahmen im Gange, um zukünftig mehr Flüchtlinge aufnehmen zu können. Zugegeben, die schönen Momente überwiegen denen des Leides und Elends. Man stößt bei allen Beteiligten auf ein offenes und vor allem humorvolles Miteinander, sowie auf Hilfsbereitschaft untereinander aber ganz besonders auf große Dankbarkeit. Vor allem die Kinder und deren Eltern sind sehr dankbar, wenn man sich mit ihnen beschäftigt; jedes Lächeln lässt einen selbst glücklicher werden und man ist darin bestärkt, dass das, was man

macht, richtig ist. WIE VERARBEITEN SIE DAS DORT ERLEBTE?

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ein oder andere Mal mit meiner Familie und Freunden gesprochen.

WARUM SOLLTEN SICH IHRER MEINUNG NACH AUCH Zurückblickend auf die bisherige ANDERE KOLLEGEN FÜR Zeit, muss ich sagen, dass es FLÜCHTLINGE ENGAGIEREN? nicht schwer ist, das Erlebte zu verarbeiten. Man spricht viel mit Meiner Meinung nach sollten den Flüchtlingen über die ganze sich auch andere Kollegen für Situation, aber auch mit den Flüchtlinge einsetzen und mit anderen Mitarbeitern. Ebenso habe ihnen arbeiten, da sie erstens ich mich schon des Öfteren mit unausweichlich in unserer direkKollegen aus dem Rettungsdienst ten Umgebung leben und es somit ausgetauscht, wie auch das jeden in Deutschland betrifft und man nicht die Augen davor verschließen darf. Des Weiteren ist es für alle eine Herausforderung damit umzugehen, aber auch eine Chance, sich sozial zu engagieren und seinen Horizont zu erweitern. Diese Situation hat uns alle zu interessieren, deshalb geht dies nicht nur an die Kollegen aus dem Rettungsdienst. Jeder kann einen Beitrag dazu leisten, dass sich zum Einen Flüchtlinge gut in die deutsche Gesellschaft integrieren, und zum Anderen, dass die Leute, die dem abwertend gegenüberstehen, sensibilisiert werden. Das Interview führte Thomas Adrian.

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praxis

E-HEALTH: RETTUNGSDIENST 2.0     DIGITALE DOKUMENTATION                                      Nahezu kein Berufsfeld hat sich in den letzten zwanzig Jahren so rasant entwickelt, wie der Rettungsdienst. Mit der Implementierung der digitalen Dokumentation per Tablet, starten wir spätestens jetzt in Zeitalter des Rettungsdienst 2.0

Seit ein paar Jahren wird der Wandel im Gesundheitswesen durch technischen Fortschritt deutlich spürbar. So wurde die Krankenkassenkarte durch die neue Gesundheitskarte ersetzt. Die sogenannte elektronische Gesundheitsakte (eGA) könnte eben auf der Gesundheitskarte gespeichert werden. Diese enthält alle gesundheitsrelevanten Patientendaten und verschafft dem behandelten Arzt - vor allem im Notfall – den schnellst möglichen Überblick. Auch Rettungsdienste könnten im Zuge der Versorgung von Patienten auf diese Daten zugreifen. Dies ist eine Funktion der neuen Tablet – Systeme, welche sukzessiv landesweit eingeführt werden sollen. Eine der wichtigsten Funktionen ist die digitale Dokumentation und die entsprechende Speicherung von Protokollen auf einem Server. Hierzu wurde von der Firma MedDV eine vielversprechende Software entwickelt. Bei der Hardware handelt es sich um ein Tablet PC System Motion F5M, ein robustes 1,5 kg leichtes Pad. Neben der Software zur Dokumentation gibt es eine 4G Datenverbindung,

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BEISPIEL / DEMO

[Fotomontage]

den Zugriff auf die SOP’s, eine rote Liste für Medikamente und diverse kleinere Hilfsmittel, wie z.B. Übergabebuttons für Folgebesatzungen. Wie auch beim Carlsbordrechner in den Rettungsmitteln werden auch hier die einsatztaktischen Daten (Auftragsnummer, Einsatzzeiten,

Einsatzstellen, Transportziele usw.) von der Leistelle direkt an das Tablet übermittelt. Da diese in das DIVI-Protokoll implementiert werden, entsteht hier eine Zeitersparnis im Zuge der Protokollierung. >>>


praxis

Über Bluetoothschnittstellen können die Geräte nicht nur untereinander Daten austauschen, sondern auch Werte der einzelnen Medizinprodukte (Corpuls C3, LP 15 und Medumat Transport) mit Zeitstempel in das Protokoll übertragen. Die im Fahrzeug mitgeführten Thermodrucker ermöglichen es, erstellte Protokolle jederzeit zu drucken. Die Variante, im Rahmen einer einheitlichen Struktur, Protokolle auch direkt in den Zielkliniken zu drucken, wird derzeit geprüft. Der aber wohl wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Einführung dieses Systems, sowie langfristig transparente und effektive Prozesse in der Anwendung, ist der sichere Umgang durch das Rettungsdienstpersonal. Entsprechende Schulungen und Trainings sind unerlässlich, um im Einsatz routiniert das System unterstützend anwenden zu können. Weiterhin wird in diesem Zuge auch die Anbindung an die Erfassungssoftware EISA 2.0. überprüft, um auch hier eine technische Unterstützung des Mitarbeiters im Rahmen der Einsatzberichtserfassung zu erzielen. Der derzeitige Stand in der Einführungsphase ist die Bestimmung der notwendigen Daten und die entsprechende Konfigurierung der Tablets. Ist dieser Prozess abgeschlossen, erfolgt die Schulung der Mitarbeiter jeder Rettungswache. In dieser Übergangzeit ist die Dokumentation sowohl mit der alten, als auch in der neuen Form möglich. Die papierbasierte Form stellt in Zukunft die Rückfallebene dar,

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sollte das elektronische System ausfallen. Dieser technische Fortschritt bietet eine Möglichkeit, empirische Daten zu sammeln, um somit präklinische Versorgungsaspekte für den Patienten zu verbessern.

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gamir

GESUND LEBEN RETTEN    ERNÄHRUNGSTIPPS                                     Günstige Mahlzeiten Am besten ist es, die beiden Hauptmahlzeiten des Tages – das Mittag- und das Abendessen bei jeder Schichtart im gleichen Zeitraum (z. B. 12:00–14:30 Uhr) einzunehmen.

Der Alltag im Rettungsdienst und Rettungsleitstellen ist ein anderer. Die Bereitschaft zu helfen, wenn andere schlafen ist nachweislich eine hohe Belastung für den menschlichen Organismus. Im Gegensatz zu dem Rettungsdienst/ Leitstellenmitarbeiter arbeitet der Magen ausschließlich in Tagschicht. So produziert er die meisten Verdauungssäfte während des Tages. Nachts befindet er sich im Ruhezustand und ist nicht darauf eingestellt, größere Mengen schwer verdaulicher Nahrung zu verarbeiten. Nicht nur die Zeiten, sondern auch die Zusammensetzung der Nahrung und die Umgebung beim Essen spielen eine wichtige Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden. Deftiges Essen zum falschen Zeitpunkt hat leider häufig Müdigkeit und Verdauungsprobleme zur Folge. Insbesondere wenn wir arbeiten, Leistung bringen und schwierige Situationen meistern müssen, können wir uns einen

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vollen Bauch und leeren Kopf nicht erlauben. Versuchen Sie, Unterbzw. Übergewicht zu vermeiden – eine ausgewogene Ernährung, g e wür zt mit re g e lmä ßig e r Bewegung. Folgend eine Liste des BKKDachverbands mit den wichtigsten Empfehlungen für eine gesunde Ernährung bei Schichtarbeit. Regelmäßiges Essen Ideal sind 5 Mahlzeiten am Tag, wobei 2 Mahlzeiten kleine Zwischenmahlzeiten sein sollten (z. B. Obst, Joghurt, Salat) und die Hauptmahlzeiten entsprechen „schlanker” ausfallen als üblich. Tag und Nacht gilt: Häufige kleine Mahlzeiten belasten den Magen weniger und verbessern die Leistungsfähigkeit. Das Hoch vom Vormittag kann so verlängert und das Tief am Nachmittag abgeschwächt werden.

Wenn es geht, essen Sie vor der Nachtschicht, also ca. zwischen 18:00 und 19:30 Uhr. In der Zeit von Mitternacht bis 1:00 Uhr ist eine leichte, warme Mahlzeit (z. B. mitgebrachte Suppe aus dem Thermobehälter) zu empfehlen. Zur Überbrückung des frühmorgendlichen Tiefs trägt eine kleine Mahlzeit gegen 4:00/4:30 Uhr bei (Zwischenmahlzeit, Snack). Danach sollten Sie nichts mehr essen, um den anschließenden Schlaf nicht zu stören. Gönnen Sie sich pro Tag mindestens eine ausgewogene Mahlzeit in Ruhe! Nehmen Sie sich die Zeit, dabei zu entspannen und das Essen zu genießen. Leichte Kost für die Nacht Leichte Kost in der Nacht belastet den Organisamus weniger und ist für den Körper besser zu verarbeiten. • Milch und Milcherzeugnisse wie Joghurt, Quark, Kefir, Dickmilch • K a r t o f f e l n (fettarm zubereitet), Reis, Nudeln (fettarm), >>>


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Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat darin zu wohnen. Winston Churchill

• Obst und Salate: Obst ein und hält länger an. Deshalb trinken Sie spätestens auch als Kompott, Salate als • Koffein bleibt im Körper 4 bis 6 Stunden vor dem Rohkost mit leichtem Dressing nach dem Genuss noch Schlafengehen Ihren letzten • bei Fleisch und Fisch ungefähr 8 Stunden wirksam. Kaffee. bevorzugt fettarme Sorten und Zubereitungsarten, z. B. Pute, Kabeljau, Schellfisch ONLINE-TRAINING ZUM THEMA ERNÄHRUNG (geräucherte Sorten wie Lachs Im eLearning Portal (Mein Campus > Trainingskatalog > RD haben in der Regel einen hohen Rheinhessen-Nahe) steht ein Online-Training rund um das Fettgehalt) • Eier in Eiergerichten wie Thema Ernährung zur Verfügung. Bei „Gesund Essen im Job“ Omelett, Rührei u. Ä. handelt es sich um ein lehrreiches und spannendes Training, • Vollkornerzeugnisse dessen Informationen auf verschiedene Tätigkeitsbereiche Weitere Informationen im QM unter Gute Durstlöscher für jede übertragbar sind. Tageszeit Personalwesen > GAMiR > Aktivitäten > Gesunde Ernährung • Bevorzugen Sie Früchteund Kräutertees, kalt oder warm (ohne Zucker – evtl. Süßstoff). • Verdünnte Fruchtsäfte – meiden Sie Fruchtsaftgetränke, Fruchtnektare, Limonaden und Cola wegen des hohen Zuckergehaltes. • Mineralwasser – es sollte allerdings streng natriumarm sein, besonders, wenn Sie bei der Arbeit stark schwitzen. • G r o ß e Mengen Mineralwasser mit normalem oder gar hohem Kochsalzgehalt belasten die Nieren. Koffein: Muntermacher und Schlafräuber • K a f f e e ist ein M u n t e r m a c h e r, w e i l e r Koffein enthält. Während der Schicht hilft Kaffee, wach und einsatzfähig zu bleiben. Die Wirkung von schwarzem Tee ist ähnlich, setzt aber langsamer

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SAVE T HE DATE: GESUNDHEITSTAGE     GESUND LEBEN RETTEN                                   

Es ist wieder an der Zeit einen tiefergehenden Blick auf die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden zu richten…Zeit für zwei Gesundheitstage! Neben der körperlichen Gesundheit liegt in diesem Jahr der Fokus auch auf der psychischen Gesundheit

save the date: 21 | 06 | 2016 22 | 06 | 2016

und dem Wohlbefinden. Ein Für das leibliche Wohl wird T h e m e n s c h w e r p u n k t i s t natürlich gesorgt. die interne Psychosoziale Notfallversorgung mit Wir freuen uns auf Vorstellung unseres Teams viele Mitarbeiterinnen und als auch fachlichen Beiträgen Mitarbeiter! im Rahmenprogramm. Neben Euer GAMiR - Team! dem theoretischen Ein- und Ausstieg der Tage, wird die DAK TERMINE: uns als Kooperationspartner im Themenbereich der Ernährung Di. 21. Juni 2016 und mit DAK-Fitness-Tests 9:00 Uhr - 16:00 Uhr aktiv unterstützen. Weitere DRK-Rettungswache Alzey Bewegungs-, Entspannungsund Informationsangebote Mi. 22. Juni 2016 stehen ebenso auf dem 9:00 Uhr - 16:00 Uhr abwechslungsreichen DRK-Rettungswache Programm. Bad Kreuznach

“Ich freue mich dass auch in diesem Jahr, im Rahmen unseres Gesundheits- und Alternsmanagements, wieder Gesundheitstage an zwei Standorten der DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe stattfinden. Unter dem Motto ‘Gesund Leben Retten’ machen wir am 21. Juni in Alzey und am 22. Juni in Bad Kreuznach Station. In diesem Jahr wird die DAK Gesundheitskasse unser Kooperationspartner sein. Nähere Hintergründe zu Inhalten und Geplantem erhalten Sie in Kürze. Ich würde mich freuen, Sie an einem dieser Tage bei unseren DRKRheinhessen-Nahe Gesundheitstagen begrüssen zu dürfen.” Ihr Jörg Steinheimer

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IN ZUSAMMENARBEIT MIT:


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ALLES FIT IN NIERST EIN? GESUNDHEITSTEST DER KKH

Lungenfunktions- und Handkraftmessung als Indikator für Kondition und Rückenstatus Am 29.02. kamen 25 Kollegen auf der RW 5 zusammen, um sich einem Gesundheitstest zu unterziehen. Der Gesundheitstest wurde vom Projekt GAMiR in Zusammenarbeit mit der Kaufmännischen Krankenkasse organisiert. Einer nach dem anderen verschwand in der Folterkammer. Gemessen wurde die Lungenfunktion mithilfe des maximalen Ausatemvolumens, also – wenn wir uns an die Schule erinnern die Vitalkapazität. Diese sollte beim gesunden Erwachsenen bei mindestens 3 Litern liegen. Das Ergebnis bietet einen Einblick in die Elastizität der Lunge, welche durch z.B.

Rückenbeschwerden führen kann. Den Teilnehmern wurden die Ergebnisse dann individuell mitgeteilt, sodass jeder für sich selbst die Konsequenzen ziehen kann. So fand der ein oder andere noch kurzfristig die Motivation wieder mehr auf ausgewogenes und koordiniertes Training zu achten. Für die Unterhaltung der wartenden Teilnehmer war ebenfalls gesorgt. Rauchen verschlechtert und Neben dem anregenden u.a. durch gezieltes Training Austausch mit den Kollegen, verbessert werden. stand den Teilnehmern eine Spielekonsole zur Verfügung, auf der verschiedene Sportarten interaktiv ausgeübt werden konnten. So wurden sich heiße Tennis- und Boxduelle geliefert. Im Anschluss an den Gesundheitstest fand dann die Wachenbesprechung der RW5 statt, zu der dann auch einige Kollegen blieben. Nach diesem, von allen Seiten sehr positiv bewertetem Modellprojekt, können nun andere Wachen nachziehen und ihren eigenen Gesundheitstest auf die Beine stellen. Die KKH ist gerne zu weiteren Im nächsten Schritt wurde Kooperationen bereit. nacheinander die Kraft jeder Hand am ausgestreckten In diesem Sinne: Bleibt Arm gemessen. Dadurch gesund! lässt sich ungleiches Training erkennen, was zu vermehrten Eure RW5

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soziale netzwerke

WILLKOMEN IM NET Z!     SOZIALE NETZWERKE                                     

Viele kennen bereits unsere I n t e r n e t s e i t e w w w. d r k - r h e in-nahe.de und nutzen diese zur Informationsgewinnung. Neuigkeiten veröffentlichen wir schon seit längerer Zeit auch erfolgreich bei Facebook unter www. facebook.com/drk.rhein.nahe. Hier folgen uns mittlerweile über 2.200 Fans - und das ganz ohne bezahlte Werbeeinblendungen. In den letzten Monaten haben wir unsere Präsenz in den sozialen Netzwerken ausgebaut. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Partnerorganisationen, Bewerberinnen und Bewerber, sowie vielen anderen Menschen sind wir nun auch bei Twitter, Instagram und Soundcloud zu finden. Unseren Twitterkanal www. twitter.com/rotkreuzretter nutzen wir einerseits, um Medien über besondere Einsatzlagen schnell und zuverlässig mit validierten Einsatzinformationen zu versorgen. Aber auch die Neuigkeiten, welche wir bei Facebook einstellen, werden auf Twitter veröffentlicht. Dem noch recht neuen Kanal von Instagram sind wir als www. instagram.com/drk.rettungsdienst

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beigetreten. Instagram wird zunehmend von jungen Leuten genutzt, um quadratische Bilder unter bestimmten Stichworten zu teilen. Mit unserem Instagram Kanal bieten wir spannende Einblicke in unseren Rettungsdienst, exklusive Blicke hinter die Kulissen sowie neue Perspektiven auf Veranstaltungen und die Menschen, die Tag und Nacht bereit sind Leben zu retten. Hier haben wir schon nach kurzer Zeit die Erfahrung gemacht, dass gerade junge Menschen, die sich für den Freiwilligendienst oder die Ausbildung zum Notfallsanitäter

interessieren unsere Aktivitäten verfolgen. Auch unsere Videos bei YouTube erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Allein unser Ausbildungsfilm RETTERWERDEN hat bereits über 16.000 Klicks! Alle Videos findet Ihr unter w w w. y o u t u b e . c o m / d r k r h e i n nahe. Den nicht allzu bekannten Anbieter Soundcloud nutzen wir hauptsächlich zur Veröffentlichung von Audiodateien, welche durch Interviews mit Hörfunksendern oder bei Veranstaltungen entstehen. So können Interessierte die Mitschnitte jederzeit online

nachhören. Alle Audiodateien findet man unter www.soundcloud.com/ drk-rettungsdienst. Bei Facebook freuen wir uns über viele neue Fans und hoffen, dass wir alsbald auch Liveinhalte in Form eines Livestreams von Veranstaltungen auf der Facebookseite anbieten Die besten Auftritte in den sozialen Netzwerken sind nutzlos, wenn sie nicht ihren Weg ins World Wide Web finden. Daher freuen wir uns sehr, wenn die Inhalte in den sozialen Netzwerken durch möglichst viele Menschen verteilt werden. Seien auch Sie ein Botschafter und nutzen Sie Ihre Netzwerke, um die Neuigkeiten des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe in die Welt zu tragen! Natürlich sind wir ebenso froh, wenn uns interessante Fotos, Berichte oder kleine Geschichten erreichen, die wir dann wiederum über die sozialen Netzwerke teilen können! Für alle, die sich privat nicht bei Facebook & Co. tummeln, haben wir unsere Kanäle auf unsere Webseite gespiegelt! Einfach auf www.drk-rhein-nahe.de klicken und reinschauen!


qm-system

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SCHON GEWUSST?

    DIENSTPLAN PER SMARTPHONE                                   

Dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich jederzeit am Computer in ihren Dienstplan einloggen können, ist mittlerweile nichts Besonderes mehr. Seit einiger Zeit besteht zusätzlich die Möglichkeit Dienstpläne in Echtzeit an jedem Ort per Smartphone einzusehen. Dazu wurde das Dienstplan WebPortal eigens für die mobile Ansicht auf Smartphones und Tablets optimiert. Auch Fragen von Familienangehörigen zum Schichtplan, oder einzelnen Diensten gehören mit der neuen Technik der Vergangenheit

an. Hierzu reicht es, einen individuellen Link zum eigenen Dienstplan an Angehörige zu

versenden. Diese können dann in ihrem elektronischen Kalender den Dienstplan des Familienmitgliedes einsehen - natürlich ebenfalls in Echtzeit. Dies erleichtert die Planung des Familenalltags

und schafft mehr Transparenz im, machmal schwer zu durchblickenden, Schichtrythmus. Eine Anleitung zum Teilen des Dienstplanes findet sich im QM-Portal unter dem Suchbegriff “Kalender” in der Suchfunktion. Grundsätzlich können auch Anträge auf Freizeitausgleich mobil gestellt werden. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, sollen jedoch bedenken, dass es für die Leiter Rettungsdienst in der Regele einen erheblichen Mehraufwand bedeutet, spontane Anträge zu bearbeiten.

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ausbildung

AUSBILDUNG: RETTER-WERDEN     BERUFSMESSE BAD KREUZNACH                                   

Regelmäßig nehmen wir auch an Ausbildungsbörsen und Berufsmessen teil, um die Notfallsanitäterausbildung in unserem Rettungsdienst mit der eigens hierfür konzipierten Kampagne RETTER-WERDEN, zu bewerben.

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Erstmals haben wir mit unserer Werbekampagne für den Ausbildungsberuf zum Notfallsanitäter an der Berufsmesse in Bad Kreuznach teilgenommen. Die große Messe mit 600 Besuchern wurde von der Arbeitsagentur organisiert und fand in der Jakob-Kiefer Halle in Bad Kreuznach statt. Da wir erst spät von der Messe erfahren hatten, blieb uns ein Aussenstand - allerdings mit der Möglichkeit einen Rettungswagen auszustellen und uns, ganz nach Wunsch, auszubreiten. Das Team des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe bestand für diesen Samstagmorgen aus Charlotte Menger (FSJ, RW Bad Kreuznach), Jan Künnemann (Auszubildender, Bereich Bad Kreuznach) und Philipp Köhler

(Unternehmenskommunikation) Am Aussenstand war reichlich Infomaterial für die vielen Interessenten bereitgestellt worden, und die beiden jungen Kollegen wurden nicht müde immer wieder den Beruf des Notfallsanitäters zu erläutern. Neben der Fachhochschule Bingen und der Arbeitsagentur war auch das Berufsbild des Notfallsanitäters für einen ausführlichen Vortrag geplant. Philipp Köhler konnte gut 25 Leute im Vortragsraum begrüßen. Insgesamt war die Interessenslage sehr gut. Viele junge Menschen waren vom Tätigkeitsfeld Rettungsdienst begeistert und interessierten sich gleichermaßen für den Freiwilligendienst, wie auch für die Notfallsanitäterausbildung. Einen Trend gab es dann doch zu verzeichnen: Die Interessenten werden zunehmend weiblicher. Der Anteil der Bewerberinnen im Freiwilligendienst und der Berufsausbildung steigt stetig.


kreisverbände

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ERFAHRUNG WEITERGEBEN     ERSTE-HILFE AUSBILDER GESUCHT                                     

Im Notfall zählt jede Minute. Bis der Rettungsdienst beim Patienten eintrifft, können Ersthelfer bereits wertvolle Maßnahmen ergreifen und Leben retten. Die DRK-Kreisverbände im Bereich des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe bilden jedes Jahr zehntausende Menschen in Erster-Hilfe aus, damit möglichst

viele Menschen im Notfall helfen können. Hierzu suchen die DRK-Kreisverbände Alzey, Bad Kreuznach, Birkenfeld, MainzBingen und Worms neue, motivierte Ausbilder für Erste-Hilfe Kurse. Gerade der neue Rotkreuzkurs bietet Ausbildern vielfältige Möglichkeiten der Kursgestaltung. Wer sich also für eine Tätigkeit

als Erste-Hilfe Ausbilder oder Ausbilderin interessiert, meldet sich einfach bei einem der unten aufgelisteten DRK-Kreisverbände. Informationen zur Qualifizierung zum Erste-Hilfe Ausbilder und zur Vergütung erteilen ebenfalls die DRK-Kreisverbände.

DRK-Kreisverband Alzey e.V.

DRK-Kreisverband Birkenfeld e.V.

DRK-Kreisverband Bad Kreuznach e.V.

Herr Felix Fast Albiger Straße 33 55232 Alzey Tel. 06731/969960 f.fast@kv-alzey.drk.de

Herr Markus Metzger Schönlautenbach 17 55743 Idar-Oberstein Tel. 06781 50600 info@drk-kv-birkenfeld.de

Herr Bastian Wolff Rüdesheimer Straße 36-38 55545 Bad Kreuznach Tel. 0671 84444-217 ausbildung@drk-kreuznach.de

DRK-Kreisverband Mainz-Bingen e.V.

DRK-Kreisverband Worms e.V.

Herr Stefan Braun Mitternachtsgasse 6 55116 Mainz Tel. 06131 269-20 stefan.braun@drk-mainz.de

Frau Jessica Werner Eulenburgstraße 12 55232 Worms Tel. 06241 26035 bildung@drk-worms.de

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nachruf

NACHRUF     JÖRG SOMMER                                      Am 20. Januar erhielten wir von Kollegen vor Ort die traurige Nachricht, dass unser Kollege Jörg Sommer verstorben ist. Nach seiner Ausbildung zum Radio- und Fernsehtechniker, leistete er ab März 2001 seinen Zivildienst im DRK KV Alzey e.V. ab. Hier fand er seine Berufung und so begann er im Anschluss seine Ausbildung zum Rettungsassistenten. Mit dem erfolgreichen Abschluss 2003 kehrte er zurück und arbeitete seitdem auf den Wachen Wörrstadt und Alzey. Nach dem Zusammenschluss zur Rheinhessen-Nahe gGmbH wechselte er ganz auf die Rettungswache Alzey. Die positive Entwicklung der Notfallrettung bestimmte sein Denken. Fort- und Weiterbildungen waren sein steter Ansporn und er bereicherte den Rettungsdienstbereich Alzey durch sein großes Fachwissen.

Der Schritt in die Lehrtätigkeit war logischer Schluss. Jörg unterrichtete in der Breitenausbildung und am DRK Bildungsinstitut RLP. Die Handlungskompetenzen der Rettungsassistenten auszubauen war bis zu seinem Tod treibende Kraft. So unterstützte er auch den ÄLRD bei der Ausarbeitung der SOP’s. Jörg wurde nur 36 Jahre alt. Er hinterlässt einen Sohn im Alter von 5 Jahren. Mit Jörg verlieren wir einen guten Kollegen und Freund. Er und seine einmalige Art werden uns immer in Erinnerung bleiben.

Jörg Sommer in grüner Weste als Beobachter bei Azubi-Praxistagen.

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kolumne

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S6 TEAM SPIRIT

   KOLUMNE                                   Gude!

vorher nur von ausse gesehe…

Leider musste im letzte Monat ein lieber Kollesch beerdischt werde.

Un deshalb konnt jeder, der wollt, an dem Daach von unserem Kollesche Abschied nehme.

E ganze Wach un viele annere Kollesche warn dodevun tief betroffe. Die Beerdischung war auch ganz kurzfristisch angesetzt. Un trotz dem trauriche Anlass gab es auch was, was wahrscheinlich nit nur mich berührt hat:

In der Kolumne ESSEX schreibt unser Kolumnist zu aktuellen Themen aus unserem Rettungsdienst. In seiner eigenen Sprache hält er uns mit einem zwinkernden Auge oft einen Spiegel vor. Häufig trifft er den Nagel genau auf den Kopf!

Damit jeder uff die Beerdischung gehe konnt, habbe sich spontan viele Kollesche von den vier umliegende Wache bereit erklärt, die Dienste zu übbernehme.

Ich fand des eine sehr kameradschaftliche un kollegiale Geste, die zeigt, dass auch über die einzelne Wache hinaus en Teamgeist vorhande is un mer für die annere einsteht, wenn es nötisch wird. Vielen

Dank

dafür!

Euer Essex!

Un so is an dem Daach en ganz wilde Mix von Mitarbeiterinne un Mitarbeitern uf der Wach in de Rettung gefahre, viele vun dene habbe die Wach

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dienstjubiläen

MITARBEITER IM FOKUS    DIENSTJUBILÄEN                                    

40 25 15 YVONNE SCHAUBRUCH TIM MAINZ

HARALD KNELL Seit 40 Jahren ist Harald Knell Teil des Roten Kreuzes. Sowohl ehrenamtlich als auch hauptamtlich ist Harald Knell immer zur Stelle, wenn es gilt Menschen zu helfen. Sei es im Rettungsdienst oder in seinem aktuellen Wirkungskreis in der Zentralwerkstatt in Sprendlingen. Wir danken Harald Knell für seinen unermüdlichen Einsatz und wünschen für die Zukunft alles Gute und Gesundheit!

OLIVER ROSENBACH Ein viertel Jahrhundert arbeitet Oliver Rosenbach bereits für das DRK. Als Rettungsassistent leistet er seinen Dienst auf der Rettungswache Nieder-Olm und engagiert sich zusätzlich als Desinfektor. OLIVER LEONHARDT Seit 25 Jahren gehört Oliver Leonhardt als Rettungsassistent zu unserem Team. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit im Rettungsdienst, engagiert er sich als Leiter der DRK-Rettungswache Baumholder.

10 PETER BEURSCHGENS MANUEL SCHMITT BENJAMIN WEIHRAUCH

5 DENNIS KUTTRITZ SEBASTIAN KUHN ZEYNEP KARAHASANOGLU SEBASTIAN WINKLER CHRISTOPHER KARWENTEL DENNIS HÖDTKE VICTORIA ALBERTSMEIER NICOLAS BERLIN

ANDREAS SEEMER GINA REINECK REBEKKA KUPPE

WIR DANKEN ALLEN MITARBEITERINNEN UND MITARBEITERN FÜR IHR LANGJÄHRIGES ENGAGEMENT IM DEUTSCHEN ROTEN KREUZ UND WÜNSCHEN IHNEN FÜR DIE ZUKUNFT ALLES GUTE UND VIEL GESUNDHEIT!

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editorial

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EDITORIAL     LETZTE SEITE                                      IMPRESSUM HERAUSGEBER: DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

Der DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe bietet interessierten jungen Erwachsenen ab 18 Jahren die Möglichkeit, ihren Freiwilligendienst als Rettungssanitäter zu absolvieren. Diesem geht eine qualifizierte dreimonatige Ausbildung voraus. Danach schließt sich der einjährige Freiwilligendienst an. Darüber hinaus besteht gegebenenfalls die Möglichkeit nach diesem Jahr als Aushilfe weiter beim Roten Kreuz tätig zu sein. Der Freiwilligendienst is ein soziales Bildungsjahr für junge Menschen. Es gibt viele Gründe, warum sich junge Menschen für einen Freiwilligendienst e n t s c h e i d e n . Tr ä g e r d e r Freiwilligendienste FSJ und BFD für den Bereich des DRKRettungsdienstes RheinhessenNahe ist der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz. Weitere Informationen und beratung erhalten Interessierte bei den Leitern Rettungsdienst der Rettungsdienstbereiche Bad Kreuznach/Birkenfeld und Mainz/

V.i.S.d.P.: Jörg Steinheimer REDAKTION: Thomas Adrian Philip Fleck Monika Kauhausen Philipp Köhler Daniel Schon LAYOUT: Philipp Köhler Rheinhessen oder beim DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz. Info & Beratung: DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. Team Freiwilligendienste Mitternachtsgasse 4 55116 Mainz Telefon (06131) 28280 freiwilligendienste@lv-rlp.drk.de www.freiwilligendienste-rlp.de Aktuell bieten wir vielseitige Stellen in allen Rettungsdienstbereichen! Jetzt informieren und bewerben!

DRUCK: Mit freundlicher Unterstützung der Flyeralarm GmbH FOTOS: Köhler/DRK Privat MedDV GmbH KONTAKT: DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe Redaktion STATUS ZWO Lotharstraße 11-13 55116 Mainz mitarbeiterzeitschrift @drk-rhein-nahe.de Telefon: 06131 57075-0 Fax: 06131 57075-79

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STATUS ZWO DRK-RETTUNGSDIENST RHEINHESSEN-NAHE

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STATUS ZWO - Unser Mitarbeitermagazin | Ausgabe 01-2016  

Die STATUS ZWO ist das Mitarbeitermagazin des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe aus Mainz. Unternehmensinformation: Der DRK-Rettungsdiens...

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Die STATUS ZWO ist das Mitarbeitermagazin des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe aus Mainz. Unternehmensinformation: Der DRK-Rettungsdiens...

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