__MAIN_TEXT__

Page 1

un t e r h alt ung

drk-p räsidentin

Ge s u n d h e i t

a u s bi l d u n g

SYSTEM-STROBEL in 3D

symposium in berlin

projekt fair

übung in fürfeld

RTW-Produktion in 3D erleben Seite 16

DRK-Präsidentin zur Zukunft im Bevölkerungsschutz Seite 05

Die Akteure der Arbeit & Leben gGmbH im Interview Seite 08

Praxistag fordert Auszubildende Seite 17

STATUS ZWO Mitarbeitermagazin, Ausgabe 27 12/2018 des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

neuer verwaltungsleiter Dean Abrahams im Interview SEITE 06

rettungsdienst in münchen

Eine Reportage über den Rettungsdienst beim BRK in München SEITE 10

Ernährung bei schichtarbeit

Ernährungsexpertin Katja Schwalm gibt hilfreiche Tipps SEITE 14

Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

www.drk-rhein-nahe.de


02

i n h a lt

» S.17

» S.05

» S.14

» S.12

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018

Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre und danken allen, die bei der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben. Die Redaktion

» S.10


i n h a lt 03

INHALT     STATUS ZWO                                    04 chefsache aktuell

16 SYSTEM strobel in 3d

Neues aus der Geschäftsleitung. Hier schreibt Jörg Steinheimer persönlich.

Fahrzeugausbauer SYSTEM-STROBEL im 3D Rundgang erleben

05 wissenschaftliches symposium

17 Praxistag in fürfeld

DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt zu den Herausforderungen der Zukunft

Große Übung mit mehreren Szenarien fordert Auszubildende

06 interview mit dean abrahams

18 Mitarbeiter im Fokus

Seit Oktober ist Dean Abrahams der neue Verwaltungsleiter in unserem Rettungsdienst. Im Interview beantwortet er einige Fragen und stellt sich vor

Wir gratulieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Dienstjubiläum

08 interview: projekt f.a.i.r. Yvonne Schaubruch stellt die Akteure der Arbeit & Leben gGmbH im Interview vor

19 essex Unser ESSEX macht sich Gedanken zu Veränderungen im Rettungsdienst und im Arbeitsumfeld.

10 rettungsdienst in münchen Eine Reportage zum Rettungsdienst des BRK in München

12 rheinhessen-nahe vor ort Wir berichten über Aktionen und Veranstaltungen

14 gesundheit Ernährungsexpertin Katja Schwalm gibt hilfreiche Tipps zur Ernährung bei Schichtarbeit

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018


04

chefsache

CHEFSACHE AKTUELL     JÖRG STEINHEIMER            Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen. Viele Herausforderungen sind in diesem Jahr bewältigt worden, weitere warten im Jahr 2019 auf uns. Die Reduzierung auf die 46 Stunden-Woche ist umgesetzt und die neuen Dienstpläne mit einem flexiblen Anteil im Rahmen der 45 Stundenwoche sind bereits gestaltet und genehmigt. Darüber hinaus ist unser Projekt FAIR angelaufen. Ich freue mich, dass jahrelange Gespräche und Bemühungen um eine Förderung der lebensphasenorientierten Dienstplanung nun endlich in diesem Projekt aufgehen. Aktuell beschäftigt den Rettungsdienst die Diskussion um Krankenfahrten. Auch hier ist ein Umstrukturierungsprozess in Gang gesetzt worden, an dem sich der DRK-Rettungsdienst RheinhessenNahe in Zusammenarbeit mit dem DRK-Landesverband gerne konstruktiv beteiligt. Ich hoffe, dass wir Anfang 2019 hier weitere Klärung erfahren, damit die Patienten aber auch Sie als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Leitstellen und im mobilen Rettungsdienst Klarheit bekommen. Ein neues Rettungsdienstgesetz wirft seine Schatten voraus. Auch in dieser Angelegenheit sind wir weiter im Gespräch mit den handelnden Akteuren. Sollte das Gesetz ähnlich der vorgelegten Entwurfsfassung verabschiedet und in Kraft gesetzt werden, würde dies die gute Arbeit des DRK-Rettungsdienstes weiter untermauern. Wir dürfen gespannt sein. Leider nehme ich grundsätzlich wahr, dass wir alle sehr gut zweifeln und klagen können. Aus diesem Grund möchte ich Sie ermuntern sich auf Ihre Stärken zu besinnen und diese weiter auszubauen.

Sich um Dinge zu kümmern ,die man nicht ändern kann oder schlechte Stimmung auszuleben, bringt uns im Leben nicht weiter. Genauso wie jeder Einzelne von Ihnen seine Stärken hat, hat auch der DRK-Rettungsdienst seine Stärken. An dessen Ausgestaltung ist jeder aufgerufen, gerne mitzugestalten. Auch der Vorstand des DRKLandesverbandes setzt auf Transparenz und Partizipation. Dies drückt sich unter Anderem durch eine Belebung der Hauptaufgabenfelder im DRK in Rheinland-Pfalz aus. Ich danke Anke Marzi und Manuel Gonzalez für diese Vorgehensweise. Ich bin überzeugt, dass wir damit einen breiten Konsequenz für Strategien auch im DRK-Rettungsdienst in Rheinland-Pfalz sicherstellen. Es erwartet uns eine neue Fahrzeugstrategie bei unseren Rettungswagen. Die genaue Ausgestaltung der neuen Fahrzeuggeneration wird in der ersten Jahreshälfte 2019 mit dem DRKLandesverband und dem Betriebsrat abzustimmen sein. Wie es bei jedem Veränderungsprozess ist, so liegt auch in diesem eine Chance. Darüber hinaus diskutieren wir auch im Bereich der persönlichen Schutzausrüstung, um hier endlich eine Verbesserung für Sie, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu erreichen. Auch in diesem Punkt rechne ich im kommenden Jahr mit einer qualitativen und quantitativen Verbesserung. Persönlich freue ich mich, dass Dean Abrahams als neuer Verwaltungsleiter sehr schnell in unser Team gefunden hat und Ihnen als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung steht. Als Garant unserer guten Arbeit sind Sie, liebe Mitarbeiterinnen

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018

und Mitarbeiter, die wichtigste Stütze des DRK-Rettungsdienstes. Durch Ihr Engagement und Ihre Bereitschaft den Beruf fürs Leben zu leben und immer wieder an die Grenze Ihrer Belastbarkeit zu gehen, tragen Sie dazu bei, dass das Deutsche Rote Kreuz in der Öffentlichkeit als die helfende Organisation wahrgenommen wird. Mir ist bewusst, dass es alleine Ihr Verdienst ist, dass wir nach wie vor keine Notfallrettungsmittel stilllegen mussten. Damit bleibt die DRKRettungsdienst Rheinhessen-Nahe GmbH der verlässliche Partner für die Menschen in unserer Region. Für diese Bereitschaft, sich für die gute Sache zu engagieren, danke ich Ihnen herzlich und freue mich, dass ich meinen Teil dazu beitragen darf. Für das bevorstehende Weihnachtsfest wünsche ich Ihnen alles Liebe und Gute. Ich danke denen die an den Feiertagen die Einsatzbereitschaft unserer Fahrzeuge garantieren und damit den Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit geben, an Weihnachten bei ihren Lieben sein zu können. Ich wünsche ihnen einen guten Start ins Jahr 2019 und würde mich freuen, wenn sie bereit sind ihre Stärken auszubauen und die Stärken des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Rheinhessen-Nahe GmbH zu fördern. Ich wünsche Ihnen ein frohes besinnliches Weihnachtsfest und freue mich auf unser gemeinsames Wirken im Jahr 2019. Ihr Jörg Steinheimer Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe


DRK-präsidentin

05

SYMPOSIUM IN BERLIN  

DRK-PRÄSIDENTIN ERLÄUTERT ZUKUNFTSPLÄNE IM DRK                                     der Welt, die sich auch auf den gesundheitlichen Schutz der Menschen auswirken. Sie merkte an, dass Krisen und Konflikte zu nehmen und länger andauern. Außerdem prangerte Sie die Mißachtung des humanitären Völkerrechts an und erinnerte daran, dass weltweit rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht sind. Als weitere kritische Herausforderungen benannte Sie die Gefahr von Pandemien, zunehmende Naturkatstrophen mit großem Ausmaß und letztlich auch den wachsenden Fachkräftemangel im Zuge der demografischen Entwicklung.

Das Wissenschaftliche Symposium des Deutschen Roten Kreuzes und der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen e.V. ist ein traditionelles Netzwerktreffen der Führungskräfte aus dem Gesundheitlichen Bevölkerungsschutz im DRK. In diesem Jahr stand es unter dem Titel “ Strategische Vorausschau im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz -Hat der Rettungsdienst eine Langfristperspektive?” DRKPräsidentin Gerda Hasselfeldt nahm in Ihrer Eröffnungsansprache Stellung zu den aktuellen Herausforderungen im gesundheitslichen Bevölkerungsschutz mit der Fragestellung, welche Strategien notwendig sind, um auch künftig die Gesundheits- und Notfallversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Neben Vorträgen von Experten der Gesundheitswirtschaft und dem Sachverständigenrat zur Neuordnung

der Notfallversorgung, erläuterte Ralf Pfitzner von Volkswagen den aktuellen Sachstand der Elektromobilität bei Nutzfahrzeugen. Hier ergeben sich für die Zukunft interessante Ansätze - auch für den Rettungsdienst. Folgend einige Statements der DRK Präsidentin: “Die Frage nach den richtigen Strategien für einen zukunftsfähigen Gesundheitlichen Bevölkerungsschutz ist für uns im DRK sehr wichtig, weil wir nicht zum Selbstzweck oder aus ökonomischem Interesse im Gesundheitswesen tätig sind, sondern den Auftrag haben, in Notfallsituationen, in Katastrophenund Krisenfällen den Menschen zur Seite zu stehen.” Die Präsidentin verwies auf gravierende Veränderungen in

“Deshalb reicht es für uns im DRK nicht aus, eigene strukturelle Stärken im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz nur zu halten. Vielmehr geht es darum, diese weiterzuentwickeln, z.B. durch Qualitätsstandards, durch innovative Projekte. Und es geht darum, alle vorhandenen gesundheitlichen Potentiale zu vernetzen. Dies gilt für die innere Organisation des DRK mit den unterschiedlichen Bereichen im Haupt- und Ehrenamt genauso wie für die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen im Bevölkerungsschutz. Nicht vergessen dürfen wir auch die Resilienz der Bevölkerung in gesundheitlichen Lagen zu stärken, durch Ausbildung in erster Hilfe, im Selbstschutz und in der Nachbarschaftshilfe.” Abschließend sprach Sie allen Einsatzkräften ihren Respekt für deren anspruchsvolle Aufgabe aus.

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018


06

interview

NEU IM TEAM: DEAN ABRAHAMS     NEUER VERWALTUNGSLEITER IM INTERVIEW                                      Im Oktober diesen Jahres durften Dean Abrahams, als Nachfolger von W illi K indgen , einen neuen Verwaltuzngsleiter in unserem Team begrüssen . I m I nterview mit P hilipp Köhler stellt er sich vor. wir mit

Herr Abrahams, zunächst begrüßen wir Sie recht herzlich i m Te a m d e s D R K R D R H N . Seit Oktober 2019 sind sie als Nachfolger von Willi Kindgen d e r n e u e Ve r w a l t u n g s l e i t e r unserer Organisation. Wie sah Ihr bisheriger beruflicher Weg aus? Nach dem Abitur und einer Ausbildung zum Bankkaufmann in den 1980iger Jahren arbeitete ich bis 1993 in einer Bank in Wiesbaden. Von 1993 bis 1996 absolvierte ich ein Studium zum Diplom Betriebswirt. Meine „DRK-Karriere“ startete dann 1996 beim DRK Landesverband Hessen in Wiesbaden im Sachgebiet Rettungsdienst. Zu meinen Aufgaben gehörten hier unter anderem die betriebswirtschaftliche Begleitung von DRK Gliederungen im Rettungsdienst, sowie die Vo r b e r e i t u n g u n d B e g l e i t u n g von Kostenträgerverhandlungen. Ab 1999 arbeitete ich dann als Verwaltungsleiter und Controller bei der DRK Rettungsdienst RheinMain-Taunus gGmbH mit Sitz in Wiesbaden. Nach meinem Weg als beruflicher „Entwicklungshelfer in Hessen“ bis September 2018, wie ich es etwas flapsig bezeichne, komme ich jetzt wieder zurück in meine Heimatstadt Mainz, da ich geborener Mombacher bin und im

schönen Rheinhessen wohne. Wenn Sie nicht als Verwaltungsleiter für den DRKrettungsdienst Rheinhessen-Nahe arbeiten, wo liegen Ihre privaten Interessen? Meine privaten Interessen liegen im sportlichen Bereich und im Wandern, da ich gerne Wanderurlaube in den Alpen mache. Sehr viel private Zeit verbringe ich dann auch jeweils vor dem Urlaub mit dem Lesen von Reiseliteratur, um mich auf den Wanderurlaub „vorzubereiten“. Nach rund acht Wochen haben Sie bestimmt schon einen ersten Eindruck vom DRKRDRHN gewonnen. Wie würden Sie diesen beschreiben?

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018

Mein erster Eindruck besteht darin, dass sich hier um ein Unternehmen handelt, welches großen Wert auf transparente Entscheidungswege und auf die Einbeziehung von Mitarbeitern bei Entscheidungen legt. Ich denke hier beispielsweise an die Rettungswachen bezogene Entwicklung von neuen Dienstplänen unter Einbindung der Kolleginnen und Kollegen auf den jeweiligen Rettungswachen. Als Verwaltungsleiter sind Sie vor allem für die internen Abläufe abseits des operativen Rettungsdienstes zuständig. Was braucht eine moderne Verwaltung, damit die Hintergrundprozesse reibungslos funktionieren? Die Hintergrundprozesse haben auch sicherlich bisher sehr gut


interview 07 funktioniert, da hier die Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung sehr gute Arbeit leisten. Natürlich können die Verwaltungsprozesse dann gut und reibungslos ablaufen, wenn die Zusammenarbeit zwischen Kolleginnen und Kollegen aus dem Rettungsdienst und aus der Verwaltung auf eine vertrauliche Ebene gehoben werden. Grundlage ist ein gegenseitiges Verständnis für den jeweils anderen Arbeitsbereich. Dazu ein verdeutlichendes Beispiel: Die Kolleginnen und Kollegen im Rettungsdienst sind sicherlich manchmal etwas genervt, weil die Verwaltung ständig nachfragt, warum die Transportverordnung fehlt oder nicht vollständig ausgefüllt ist. Ziel der Verwaltung ist hier natürlich eine schnellstmögliche Abrechnung des jeweiligen Einsatzes zu realisieren, damit zeitnah genügend Liquidität auf dem Konto bereit steht, um die anfallenden Personal- und Sachkosten zu bezahlen. Auf der anderen Seite haben die Kolleginnen und Kollegen im Rettungsdienst natürlich aufgrund des hohen Einsatzaufkommens nicht immer Zeit, sich sofort um die Abklärung von fehlenden oder nicht vollständig ausgefüllten Transportverordnungen zu kümmern. Hier ist gegenseitiges Verständnis für die jeweilige Situation und Aufgabenstellung wichtig, um das gemeinsame Ziel einer schnellen und fehlerfreien Abrechnung zu erreichen. Vor Ihrer Tätigkeit bei uns haben Sie auf der anderen Rheinseite beim DRK Rettungsdienst RheinMain-Taunus gGmbH gearbeitet. Gibt es markante Unterschiede zu unserer Organisation? Auf der einen Seite gibt es auch Parallelen dergestalt, dass bestimmte Themenstellungen auf beiden Rheinseiten ähnlich sind. Ich möchte hier beispielsweise Themen wie Dienstplanund Arbeitszeitgestaltung, Personalengpässe in bestimmten R e g i o n e n , We i t e r q u a l i f i k a t i o n von Rettungsassistenten zu Notfallsanitätern, Notfallsanitäterausbildung, Zusammenarbeit mit ärztlichen

Leitern Rettungsdienst, usw. nennen. Auf der anderen Seite gibt es schon markante Unterschiede in dem Sinne, dass die Rolle des DRK-Landesverbandes in Rheinland-Pfalz aufgrund dessen landesweiter Beauftragung für den Rettungsdienst ganz anders ausgestaltet ist wie in Hessen, wobei ich dies ausdrücklich nicht negativ meine. In Hessen werden die Gliederungen im Rettungsdienst durch die kreisfreien Städte und die Landkreise direkt für in der Regel nur vier Jahre beauftragt, daher ist der DRK Landesverband Hessen in dieses bilaterale Auftragsverhältnis zwischen Leistungserbringer und öffentlicher Hand zunächst nicht direkt eingebunden. Entsprechend dieser unterschiedlichen Konstellation ist in RheinlandPfalz der DRK-Landesverband in bestimmte Themenstellungen wie z.B. Kostenträgerverhandlungen, weitere Finanzierungsfragen (Kontierung, Ve r b u c h u n g ) , Fahrzeugbeschaffungen, Dienstkleidung, EDV, usw. viel enger eingebunden und übernimmt zentrale Steuerungsaufgaben für das gesamte Bundesland. Ein weiterer Unterschied besteht im Neubau und Unterhalt von Rettungswachen, da in Hessen oftmals Rettungswachen angemietet werden. Daher spielen die Planung und Finanzierung von Neubauten von Rettungswachen, der Abschluss von entsprechenden Wartungsverträgen, die Zusammenarbeit mit Firmen für die Betreuung der Rettungswachen, usw. eine wesentliche größere Rolle im Vergleich zu meiner bisherigen Tätigkeit.

zu erweitern und in 2019 bei Bedarf durch neue zu ergänzen. Weitere Ideen beziehen sich auf die mögliche engere Zusammenarbeit mit anderen DRK Gliederungen im Rahmen der Beschaffung von medizinischem Verbrauchsmaterial, im Kontakt mit Lieferanten und anderen Dienstleistern. Wa s m ö c h t e n S i e d e n Mitarbeitern des DRKRettungsdienst RheinhessenNahe noch sagen? I c h h o ff e a u f e i n e g u t e Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in der Zukunft und bin für Anregungen, Verbesserungsvorschläge, usw. immer offen. Darüber hinaus wünsche ich allen Mitarbeitern ein sehr schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr, insbesondere Gesundheit, denn diese gibt es nur einmal und ist somit das Wichtigste. Herzlichen Dank für dieses ausführliche und offene Gespräch. Wir freuen uns, dass Sie bei uns gut angekommen sind und wünschen Ihnen für die Zukunft eine glückliche Hand und viel Gesundheit.

Wenn Sie einen umfassenden Einblick in unseren RD haben, können wir uns gut vorstellen, dass Sie auch neue Projekte oder neue Ideen haben. Wie sehen Ihre Zukunftsvisionen bzw. Ideen für 2019/2020 aus? Aufgrund meiner bisherigen Berufserfahrung bin ich gerade in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer und der Finanzbuchhaltung dabei, die bestehenden Controllinginstrumente

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018


08

interview

PROJEKT FAIR: INTERVIEW  

DAS FAIR-PROJEKTTEAM STELLT SICH VOR                                    

D as P rojekt FAIR - F lexible Arbeitszeiten im Rettungsdienst nimmt in unserer Organisation langsam Fahrt auf. Im Interview mit Yvonne Schaubruch stellen sich die Experten Ann-Katrin Herold und Sven Weber der ARBEIT & LEBEN gGmbH vor. Yv o n n e Schaubruch: Zur Umsetzung des Projekts FAIR bekommen wir externe Unterstützung von „Arbeit und Leben gGmbH“. In Personen Frau Ann-Kathrin Herold und Herrn Sven Weber. Um Sie näher kennen zu lernen; können Sie bitte etwas zu Ihren Personen und „Arbeit und Leben“ sagen? Ann-Katrin Herold: Gerne erzähle ich etwas zu mir. Ich bin 49 Jahre alt, habe u.a. Erwachsenenbildung studiert und arbeite seit bald 12 Jahren bei ARBEIT

& LEBEN gGmbH. Beruf und Familie sind mir gleichermaßen wichtig, daher profitiere ich persönlich von flexiblen aber auch planbaren Arbeitszeiten. Sven Weber: Das kann ich auch gerne tun. Ich bin 43 Jahre alt und von Hause aus DiplomPädagoge (Univ.). Seit 16 Jahren arbeite ich nun schon in der Personalund Organisationsentwicklung. In den letzten Jahren waren meine Schwerpunkte Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und Change-Management u.a. auch im Rettungsdienst und in der Pflege. Mir ist in meiner Lebensphase aktuell wichtig, dass ich eine gute Balance zwischen Arbeit und Privatem hinbekomme. Das gelingt manchmal schon ganz gut, ist aber auch immer wieder eine neue, wiederkehrende Herausforderung. ;-) Beide unterstützen wir als langjährige Prozessberater*in und Trainer*in

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018

bei ARBEIT & LEBEN gGmbH Unternehmen und Organisationen gemeinsam mit ihren Mitarbeiter*innen dabei, eigene passgenaue Lösungen für ihre Problemstellungen zu entwickeln. Wir tun dies aus der Überzeugung heraus, dass gemeinsam mit den Beschäftigten für den konkreten Bedarf entwickelte Modelle erfolgreicher und nachhaltiger sind als fertige Konzepte „von der Stange“. ARBEIT & LEBEN ist eine gemeinnützige Beratungs- und Bildungseinrichtung die, – häufig im Auftrag öffentlicher Förderer auf Landes- oder Bundesebene arbeitnehmerorientierte Projekte entwickelt und durchführt. Wir greifen aktuelle und wichtige Themen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik auf und wollen als Vorreiter, Impulsund Ideen-Geber gemeinsam mit


interview 09

unseren Kundinnen und Kunden die Arbeitswelt der Zukunft gestalten. Yvonne Schaubruch: Haben Sie in der Vergangenheit ähnliche Projekte im sozialwirtschaftlichen oder gesundheitlichen Setting begleitet? Ann-Katrin Herold: In den letzten Jahren habe ich mich viel mit dem Thema „Gesundheit“ befasst. Und diverse Veränderungsprozesse in Organisationen begleitet o d e r Wo r k s h o p s h i e r z u f ü r Handwerksbetriebe und Organisationen durchgeführt. Themen waren beispielsweise Führung oder Teamentwicklung. Sven Weber: Ja natürlich, wir setzen seit vielen Jahren ähnliche Beratungs-Projekte um, wie das aktuelle Projekt FAIR. Mit Rettungsdienst haben wir in den letzten 2,5 Jahren an verschiedenen Standorten in RheinlandPfalz zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement erfolgreich Projekte umgesetzt. Yv o n n e Schaubruch: Warum ist es aus Ihrer Sicht in heutiger Zeit unabdingbar sich Arbeitszeitmodelle anzuschauen und gemeinsam mit Mitarbeitern zu optimieren? Sven Weber: Die moderne Arbeitswelt verändert sich immer schneller und stellt neue Anforderungen an die Mitarbeiter*innen. Gleichzeitig haben diese berechtigte Ansprüche, Arbeit und Privatleben besser unter einen Hut zu bringen. Gesunde Arbeit muss im Vordergrund stehen, gerade auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung. Wenn wir aktiv und nicht reaktiv die Zukunft gestalten wollen, müssen sich die Arbeitszeitmodelle sowohl an den sich ändernden Bedürfnissen von Mitarbeiter*innen als auch an den Anfordernissen im Betrieb orientieren. Wir müssen an vielen Stellen etwas dafür tun, dass die Mitarbeiter*innen gesund und leistungsfähig sind und auch bleiben. Gemeinsam mit allen Beteiligten entwickelte und flexible Arbeitszeitmodelle sind zentraler Ansatzpunkt und

Steuerungsinstrument im Betrieb um win-win-Situationen für alle zu schaffen. Ann-Katrin Herold: In meinen Augen ist das Leben der meisten Mitarbeiter*innen und Führungskräfte heute so organisiert, dass sie verschiedenen Lebensbereiche „unter einen Hut bringen“ möchten. Dazu gehören Arbeit, Pflege, Freizeit, Kinder, Freunde, ehrenamtliches Engagement und private Interessen. Wir wünschen uns also oft eine hohe Flexibilität für unsere Bedürfnisse. Gleichzeitig sind die Anforderungen immens, daher werden Verlässlichkeit, Planbarkeit und klare Absprachen sowie Strukturen und das Setzen von Grenzen immer wichtiger. Arbeitszeitmodelle können eine Klammer sein, um Flexibilität und Planbarkeit zusammen zu bringen.

Yvonne Schaubruch: Was wünschen Sie sich für das Projekt FAIR? Wann ist es in Ihren Augen erfolgreich? Ann-Katrin Herold: Das Projekt FAIR ist für mich dann erfolgreich, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Führungskräfte ihre Ideen und Anliegen einbringen konnten und wir es gemeinsam schaffen, diese zu prüfen und sinnvolle Umsetzungen in die Wege zu leiten. Daher wünsche ich mir weiterhin die Offenheit für neue Ideen und für kreative Lösungen. Besonders gefreut habe ich mich über den ersten kurzen Abend auf der Wache in Kirn. In dieser Runde wurden schon viele Punkte genannt, die sich auf die unterschiedlichen Lebenssituationen der Mitarbeiter*innen beziehen. Für mich wäre es ein großer Erfolg,

wenn wir diese Punkte präzisieren und mit der Wache Lösungsideen entwickeln, wie diese Ansätze in die Arbeitszeitgestaltung einfließen können. Sven Weber: Ich wünsche mir, dass alle beteiligten Akteure und Mitarbeiter*innen sich offen, ehrlich und lösungsorientiert einbringen. Dann kann es gelingen neue Erkenntnisse zu bekommen, die dann auch zukunftsrelevant sind. Wie diese flexiblen Arbeitszeitmodelle genau aussehen können, werden wir noch gemeinsam erarbeiten. Nur wenn der Freiraum zum Analysieren, Diskutieren und Entwickeln vorhanden ist, kann etwas Neues entstehen. Wesentlicher Erfolgsfaktor für mich ist, dass die Ergebnisse gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen erarbeitet werden. Unsere Erfahrung aus den letzten Jahren - in ähnlichen Projekten zeigen, dass es eher viele kleine Veränderungen sind, die den Erfolg ausmachen, als „die eine“ große Veränderung, die alle Probleme dann lösen soll und kann. Yvonne Schaubruch: Zum Schluss möchten wir Ihnen hier die Gelegenheit geben, noch einige persönliche Worte zu sagen. Sven Weber: Ich finde das Projekt läuft richtig gut an. Es gibt viel Offenheit und Motivation bei den beteiligten Personen. Das ist eine super Basis und erleichtert die Zusammenarbeit sehr. Dafür bedanke ich mich gerne an dieser Stelle ganz herzlich und wünsche uns allen „Gutes Gelingen!“ für unser gemeinsames Projekt. Ann-Katrin Herold: Ich freue mich auf die nächsten Treffen mit dem Steuerkreis und besonders mit der Wache in Kirn sowie auf den Austausch und die Suche nach guten Lösungsideen. UND ich bedanke mich ganz herzlich für die Offenheit und den Mut sich mit diesem zentralen Thema zu befassen. Wir danken für das Gespräch und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018


10

reportage

RETTUNGSDIENST IN MÜNCHEN  

EIN BESUCH BEI DEN KOLLEGEN DES BRK                                    

Im Sommer waren Kollegen vom Bayrischen Roten Kreuz zu Gast bei unserem Rettungsdienst. Damals informierten sich die Ve r a n t w o r t l i c h e n v o m B R K Kreisverband München ausgiebig über unsere Fahrzeugstrategie, unser Qualitätsmanagement und das Logistikzentrum in Sprendlingen. Im November 2018 war es nun an der Zeit für einen Gegenbesuch in der bayrischen Landeshauptstadt. Ziel der Reise unseres Geschäftsführers Jörg Steinheimer und Pressesprecher Philipp Köhler war eine der großen Rettungswachen des BRK-Kreisverbandes in MünchenAubing. Dort sind rund 35 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beheimatet, welche zu unterschiedlichen Schichten acht Rettungsmittel besetzen. Insgesamt betreibt der BRKKreisverband 13 Rettungswachen im Stadtgebiet und beschäftigt ca. 200 Rettungsdienstmitarbeiter. Im Jahr 2017 leistete der BRKRettungsdienst in München 75.000 Einsätze. Dazu standen der Integrierten Leitstelle 29 Rettungswagen, davon zwei Schwerlastfahrzeuge, 19 Krankentransportwagen und zwei Verlegungseinsatzfahrzeuge des BRK zur Verfügung. Im Gegensatz zu unserem Rettungsdienst, versehen zwei Schichtleiter die Aufgaben der Rufbereitschaft der Leiter Rettungsdienst im Präsenzdienst rund um die Uhr und gewährleisten so einen reibungslosen Betriebsablauf. Sie sorgen in den Randzeiten auch für die Abwicklung von logistischen Prozessen und stehen zur Besetzung von Sonderfahrzeugen zur Verfügung.

Eine der Besonderheiten des BRK-Kreisverbandes liegt in der engen Verzahnung zwischen dem Regelrettungsdienst und der Bereitstellung von Sonderfahrzeugen für besondere Einsatzlagen. Hier spielt auch die Zusammenarbeit zwischen Hauptamt und Ehrenamt eine große Rolle, denn insbesondere die Sonderfahrzeuge werden von hauptamtlichen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Einsatzkräften besetzt. Der Rettungsdienst des BRK in München ist beispielhaft für eine umfassende Vorhaltung und Einsatzbereitschaft für Großschadenslagen. Folglich lag der Fokus des Besuches auch auf der Vorstellung von Konzepten zur Vernetzung von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Strukturen, sowie dem Kennenlernen der verschiedenen Strategien für besondere Einsatzlagen und den entsprechenden Sonderfahrzeugen.

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018

Der Rettungsdienst des BRK Kreisverbandes München ist mit drei Sonderfahrzeugen, welche bei größeren Lagen in den Einsatz kommen ausgestattet. Hierzu zählen eine Gerätewagen Rettungsdienst, ein Mannschaftstransportfahrzeug und ein Fahrzeug für die Einsatzleitung Rettungsdienst, welches dem „Einsatzleiter Rettungsdienst“ (ELRD) zur Verfügung steht. Eine weitere Besonderheit sind die beiden Verlegungseinsatzfahrzeuge auf PKW Basis. Diese werden für arztbegleitete Verlegungen zwischen Kliniken eingesetzt und sind ähnlich eines ITW mit Medizinprodukten ausgestattet. So wird der Rettungswagen mittels Materials und Arzt für den Intensivtransport aufgerüstet.


reportage

11

Der GW-Rettungsdienst auf Basis eines Mercedes Sprinter als Kofferaufbau mit Gerätefächern und Rolläden, dient als sofort verfügbare Materialunterstützung bei größeren Einsätzen. Das Fahrzeug verfügt im Grunde über die zehnfache Beladung eines Rettungswagens und hat eine Versorgungskapazität von zehn Patienten. Mit dem GW-Rettungsdienst hält man in München eine nützliche und vor allem schnell verfügbare Einsatzreserve bereit, welche bereits bei Lagen mit mehr als 5 Patienten ausrückt. Das Fahrzeug wird im 24 Stunden Betrieb von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Einsatzkräften besetzt. Der MTW ermöglicht den zügigen Transport von zusätzlich alarmiertem Rettungsfachpersonal zur Einsatzstelle. Das Fahrzeug auf Mercedes Sprinter Basis ist mit vier Notfallrucksäcken, AEDs und Oxybags ausgestattet, damit die acht Mitarbeiter direkt in Zweierteams mit der Behandlung von Patienten beginnen können. Dieses Fahrzeug ist eine wertvolle Ergänzung des Fuhrparks und sichert, im Falle einer Nachalarmierung von hauptamtlichem Personal, dessen Einsatz- und Transportfähigkeit, zumal ehrenamtliche Kräfte dann wohl mit deren eigenen Einsatzfahrzeugen unterwegs sein werden. Unterhalb der Einsatzschwelle von Organisatorischem Leiter und Leitendem Notarzt existiert in München der „Einsatzleiter Rettungsdienst“. Dieser rückt bei allen Einsätzen mit mehr als fünf Verletzten oder anderen besonderen Einsatzlagen mit dem Einsatzleitfahrzeug aus und koordiniert die rettungsdienstlichen Maßnahmen vor Ort. Hierzu ist zu erwähnen, dass OrgL und LNA in München erst ab zehn Verletzten zum Einsatz kommen. Somit unterstützt der ELRD die Rettungsdienstkräfte vor Ort und bildet die Schnittstelle zu Feuerwehr, Polizei und anderen Einsatzkräften. Zudem bietet das Fahrzeug eine Infrastruktur, welche die Führung an der Einsatzstelle auf professionellem Niveau ermöglicht.

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018


12

wir vor ort

RHEINHESSENNAHE VOR ORT AKTIONEN & VERANSTALTUNGEN IM ÜBERBLICK

01

ÜBUNG IN OPPENHEIMDas AWOSeniorenzentrum Oppenheim war Gegenstand einer Großübung von Feuerwehr, Rettungsdienst und ehrenamtlichen Einsatzeinheiten des DRK. Bei dem groß angelegten Übungsszenario nahmen die Verantwortlichen einen Brand in einer Wohngruppe an. Unsere Mitarbeiter*innen übernahmen die Erstsichtung und die Einrichtung der Patientenablage.

02

BERUFSMESSE IN SPRENDLINGEN Die Berufsmesse an der Integrierten Gesamtschule in Sprendlingen war für uns ein voller Erfolg. Viele Schülerinnen und Schüler interessierten sich für die Notfallsanitäterausbildung und den Freiwliigendienst im Rettungsdienst. Das Messeteam, bestehend aus Thomas Adrian und Büsra Baltas, hatte alle Hände voll zu tun und ist sich sicher, dass wir auch im nächsten Jahr wieder dabei sind.

03

RETTUNGSDIENSTSYMPOSIUM HOHENRODA Der Herbst ist traditionell die Zeit für das Symposium in Hohenroda. Neben spannenden Vorträgen, etwa zum Rettungsdienst im Libanon, nutzten wir die Gelegenheit uns mit anderen Kollegen auszutauschen und neue Ideen mit nach Rheinhessen zu nehmen. Höhepunkt des Symposiums war die sehr emotionale Verabschiedung von Manfred Stein, der nach 17 Jahren als Organisator in Ruhestand ging.

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018


wir vor ort 13

04

P L AY M O B I L - D R K AKTION IN BAD KREUZNACH Nach Mainz veranstalteten wir gemeinsam mit dem DRKKreisverband Bad Kreuznach einen Playmobil-Aktionstag bei Galeria Kaufhof in Bad Kreuznach. Anlässlich des Mantelsonntags belebten wir die Filiale von Galeria Kaufhof mit der Fotobox, Kinderaktionen und Infoständen zum DRK. Highlight war das große Playmobilgewinnspiel, das viele glückliche Kinderaugen hervorbrachte, als diese ihre Spielsets in Händen hielten.

05

RETTUNGSDIENSTSYMPOSIUM DER CHARITÉ BERLIN Das Thema Gewalt gegen Einsatzkräfte beschäftigt bundesweit die Akteure im Rettungsdienst. Aus diesem Anlass war unser Geschäftsführer, Jörg Steinheimer, als Referent und Vorstandsvertreter des Vereins HELFER sind TABU e.V., auf dem Symposium der Charité in Berlin eingeladen. Dort erläuterte er die Aktionen des Vereins und die Ausbildung zum Deeskalationstrainer, sowie die Bemühungen unseres Rettungsdienstes zum Schutz von Einsatzkräften.

06

CROSS-MEDIA DAY Erstmals waren wir Gäste und Akteure beim bundesweiten CrossMedia Day des DRKGeneralsekretariates, welcher in diesem Jahr vom BRK Landesverband in München veranstaltet wurde. Im Fokus standen Themen rund um Social Media, Öffentlichkeitsarbeit und Digitalisierung im DRK. Die als Bar-Camp angelegte Veranstaltung sorgte mit mehreren Workshops, von denen zwei von uns gestaltet wurden, für ein abwechslungsreiches Angebot an neuen Ideen.

07

BERUFSMESSE HORIZON IN MAINZ Zum ersten Mal nahmen wir an der Orientierungsmesse HORIZON in Mainz teil. Hier unterstützten wir den DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband Mainz-Bingen und informierten die hauptsächlich am Studium interessierten Teilnehmer*innen über den DRK-Freiwilligendienst und die Rettungssanitäterausbildung. Die Messebesucher konnten unsere Rettungswache in Wörrstadt mit dem Smartphone, dem Tablet oder per VR-Brille in einer interaktiven 3D Tour besuchen und sich so einen ersten Eindruck von einem möglichen Arbeitsplatz im Freiwilligendienst verschaffen.

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018


14

gesundheit

ERNÄHRUNG BEI SCHICHTARBEIT

  NEUE TIPPS VON ERNÄHRUNGSEXPERTIN KATJA SCHWALM                                     Eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Appetitlosigkeit, Schlafprobleme, Müdigkeit,, Erkrankungen des MagenDarm-Trakts oder des Herz-KreislaufSystems. Durch die Verschiebung des S c h l a f - Wa c h - R h y t h m u s sind Schichtarbeiter, vor allem Nachtschichtarbeiter, einer besonderen Beanspruchung hinsichtlich Gesundheit und Leistungsfähigkeit ausgesetzt. Körper und Psyche empfinden die unregelmäßigen Arbeitszeiten, sowie das Arbeiten gegen den Biorhythmus oft als Stress. Dies kann auf Dauer mit zahlreichen Beschwerden einhergehen. Eine ausgewogene Ernährung und die Optimierung der Mahlzeiten an die Dienstzeit können Stress und Beschwerden, sowie Ermüdung reduzieren und die Leistungsfähigkeit steigern. Bei viel Stress kann der Energiebedarf des Gehirns um bis zu 12% erhöht sein. Das Gehirn fordert unter Stress Energie an: „StressPull“-Mechanismus → zerebrale Insulinsuppression, wird dies genannt. Bei Stress verlangt der Körper vermehrt Kohlenhydrate, wenn wir nun anfangen schnell resorbierbaren Kohlenhydrate zu essen, also Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index wie Weißbrot, Kuchen, zuckerhaltigen Getränken steigt der Blutzuckerspiegel schneller an - es wird wieder Insulin ausgeschüttet, der Blutzucker sinkt und es entsteht wieder Heißhunger. Zusätzlich verhindert der hohe Insulinspiegel den Fettabbau. Besser ist es auf einen konstanten Blutzuckerspiegel zu achten. Dies erreicht man mit drei Hauptmahlzeiten und ein bis zwei Zwischenmahlzeiten.

Ein Mahlzeitenabstand von vier bis fünf Stunden sind ideal. Dies verhindert ein zu hohes Absinken des Blutzuckerspiegels wodurch

Leistungsfähigkeit und Konzentration günstig beeinflusst werden. Als Zwischenmahlzeit eignen sie Milchprodukte oder Obst in Verbindung mit ein paar Nüssen besonders gut.

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018

In der Nacht zwischen 1:00 Uhr und 3.00 Uhr gibt eine warme Mahlzeit das Gefühl innerer Erwärmung und Belebung, da zu diesem Zeitpunkt die Körpertemperatur etwas absinkt und der Blutzuckersiegel am niedrigsten ist. Daher meine Empfehlung, gönnen sie sich hier eine leichte Gemüsesuppe, diese kann vor der Schicht zubereitet und in einer Thermoskanne transportiert werden und kann warm genossen werden. Schwere zu fette Mahlzeiten sollten sie eher meiden. Die Verdauungsenzyme werden zwar auch nachts ausgeschieden, jedoch macht zu mächtiges Essen träge und müde. Den erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen decken sie am besten mit einer abwechslungsreichen Ernährung. Es sollten täglich zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse, sowie Nüsse, Vollkornprodukte und Milchprodukte


gesundheit 15

verzehrt werden. Sojaprodukte sind eine gute Alternative zu Milchprodukten, sie enthalten viel Lecithin und werden wegen der fehlenden Laktose oft besser vertragen. Fleisch, Fisch, Eier und Hülsenfrüchte sollten im Wechsel gegessen werden. Idealerweise bringen Sie sich ihr Essen von zu Hause mit. Soll es mal Fast Food sein, greifen Sie zu den kalorienreduzierteren und fettärmeren Varianten. Da sich die wachhaltende Wirkung des Koffeins auf den Schlaf auswirken kann, sollten sie einige Stunden vor dem Schlafengehen keinen Kaffee und schwarzen Tee mehr trinken. Auf Energiedrinks sollte gänzlich verzichtet werden, da diese außer des hohen Koffeins auch einen hohen Zuckeranteil enthalten. Stilles Wasser ist die beste Möglichkeit seinen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Auch ungesüßte Kräutertees sind gut. Kalorienhaltige Getränke, sowie mit Süßstoff gesüßte Getränke, trinken Sie wegen der Verstoffwechselung am besten nur zu den Mahlzeiten.Versuchen Sie so viel Regelmäßigkeit wie möglich in ihren privaten Bereich einzubauen. Gehen sie zum Beispiel nach dem Dienst nicht direkt ins Bett, sondern versuchen sie erstmal etwas abzuschalten, vielleicht mit einem Spaziergang oder einer warmen Milch mit Honig. Das in der Milch enthaltene Tryptophan fördert die Bildung von Melatonin und somit das Einschlafen. seIt herbst dIesen Jahres unterstützt uns dIe ernÄhrungsberaterIn katJa schwalm Im g esundheItsmanagement . I n der status zwO gIbt sIe hIlfreIche tIPPs zur gesunden e rnÄhrung für mItarbeIterInnen und mItarbeIter vOr. In Ihrer PraxIs bIetet sIe, auch vOn krankenkassen fInanzIerte PrOgramme zur ernÄhrungsberatung an. Kontakt & Infoberatung: Katja Schwalm Praxis für Ernährungsberatung Bourger Platz 4 55543 Bad Kreuznach T 0671 48337747 E Katja.schwalm@gmx.de www.cenovital.de

Eine gesunde Alternative zu Fastfood ist schnell und ohne großen Aufwand zubereitet.

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018


16

partner

RETTUNGSWAGEN PRODUKTION IN 3D  

EIN VIRTUELLER RUNDGANG DURCH SYSTEM-STROBEL                                    

Seit mehr als 25 Jahren arbeiten wir beim Ausbau von unseren Rettungsmitteln mit SYSTEMSTROBEL in Aalen zusammen. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten bereits die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Fahrzeugabholung die Produktionshallen von SYSTEMSTROBEL persönlich anzuschauen. Mit der interaktiven 3D Tour, welche Strobel nun auf der Unternehmenswebseite bereitstellt, kann nun jeder Interessierte einen Rundgang durch die gesamte Produktion der Rettungswagen machen. angefangen in der Schreinerei, in der aus Holzbrettern die Facheinteilungen und Schränke des Innenausbaus der Rettungsfahrzeuge entstehen, über die große Produktionshalle mit Elektroinstalltion und Lichteinbau, bis hin zur Auslieferungshalle, in der noch letzte Ausbauten gefertigt werden,

kann man jeden Produktionsschritt realistisch betrachten und sich im virtuellen Raum frei bewegen.

Im Rundgang sieht man verschiedene Fahrzeugausbauten mit unterschiedlichen Lackierungen und Ausstattungsmerkmalen. In der Auslieferungshalle, kann man zudem auch in die Rettungswagen einsteigen und sich den Innenausbau aus der Nähe betrachten. Z u s ä t z l i c h z u m Produktionsrundgang präsentiert SYSTEM STROBEL auch den neuen

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018

Mercedes Benz Sprinter VS30 als Rettungswagen. Hier kann man um das Fahrzeug herumlaufen und ebenfalls in den Behandlungsraum und das Führerhaus einsteigen. Die Seitentür öffnet sich beim Nähertreten automatisch und die Schränke im Behandlungsraum zeigen beim Näherkommen auch, welche Ausrüstungsgegenstände hier verlastet sind. Die Rundgänge sind auf jedem Smartphone, Tablet oder PC abrufbar. Einfach hier klicken: www.system-strobel.de


ausbildung 17

ÜBUNG FORDERT AUSZUBILDENDE  

GEMEINSAME ÜBUNG MIT FEUERWEHR IN FÜRFELD                                    

Explodierende Gasflaschen, ein brennendes Haus mit mehreren Verletzten und unter Räumen eingeklemmte Personen erwarteten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK-Rettungsdienst RheinhessenNahe im Oktober in Fürfeld. Bei einer gemeinsamen Übung der Feuerwehren Fürfeld, Feilbingert und Hochstätten aus der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach und Auszubildenden des Rettungsdienstes kam es bei gleich zwei Szenarien auf enge Zusammenarbeit und koordinierte Hilfe für die Betroffenen an. Beim ersten Übungseinsatz hatten die Notfalldarsteller des DRKKreisverbandes Bad Kreuznach ein sanierungsbedürftiges Haus mitten in der Ortslage von Fürfeld präpariert. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte wurden mit lauten Explosionen von Gasflaschen, schreienden

Verletztendarstellern und Stichflammen konfrontiert. Zugleich wurden mehrere Feuerwehrtrupps zur Brandbekämpfung und Menschenrettung eingesetzt. Parallel rüstete sich das erste Team des Rettungsdienstes, bestehend aus einer Notfallsanitäterin und einem Auszubildenden, für die Versorgung der Patienten. Nach und nach fand die Feuerwehr, welche unter Atemschutz und mit schwerem Gerät die Einsatzstelle erkundete, mehrere schwerverletzte Personen. Diese wurden über Leitern und Tragen aus dem Haus gerettet und dem DRK-Rettungsdienst zur weiteren Behandlung übergeben. Die Auszubildenden zum Notfallsanitäter richteten eine Patientenablage ein und versorgten die sieben Patienten, unter denen sich auch ein Herzinfarkt befand, mit Infusionen und Medikamenten. Zwei Schwerverletzte wurden beatmet und mittels Wirbelsäulenbrett immobilisiert.

Die besondere Herausforderung für die 30 Feuerwehrleute und 20 Rettungsdienstler lag in der räumlichen Enge an der Einsatzstelle und den vielen schwer verletzten Patienten, die es priorisiert zu behandeln galt. Auch die Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Feuerwehreinheiten war eines der Übungsziele. Neben Auszubildenden zum Notfallsanitäter und erfahrenen Rettungsdienstmitarbeitern nutzten auch drei Notärztinnen aus dem Krankenhaus St. Marienwörth die Übung, um solche Szenarien zu trainieren. Nach einer kameradschaftlichen Mittagspause und der Übungsauswertung stand gleich das nächste Szenario auf dem Ausbildungsprogramm. Die angenommene Lage beschrieb ein Sturmereignis am Eichelberg, bei dem eine Wandergruppe vom Wind überrascht wurde und sich durch herabfallende Äste, umstürzende Bäume und Stürze Verletzungen zugezogen hatte. Eine Patientin war unter einem Baum eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr befreit werden, während das Team des DRK-Rettungsdienstes die medizinische Versorgung übernahm. So wurde die Beatmung sichergestellt, Medikamente verabreicht und die Patientin immobilisiert. Mitten in den Rettungsmaßnahmen brach dann noch überraschend ein Kollege, als Teil der Übung, mit einem Herzinfarkt zusammen, der ebenfalls medizinische Hilfe benötigte. Vor allem der Transport der Patienten durch den steilen Wald zu den Rettungsfahrzeugen gestaltete sich schwierig.

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018


18

jubilare

MITARBEITER I M FOKUS DIENSTJUBILÄEN

30 25 20 15

ANNA-KATHARINA SCHWENK

KLEMENS ASSENMACHER, RETTUNGSWACHE WÖRRSTADT Schon seit dreißig Jahren ist Klemens Assenmacher im DRKRettungsdienst aktiv. Als echtes Wörrstadter Urgestein kennt er sein Einsatzgebiet wie fast kein anderer und ist tief mit dem Rettungsdienst und seinen Partnern in der Region um Wörrstadt verwachsen. Erst kürzlich legte er im Alter von 50 Jahren erfolgreich die Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter ab.

GEORG GEISTER, RETTUNGSWACHE BINGEN HOLGER ZWILLING, RETTUNGSWACHE MAINZ

ANDREAS SCHWENK, RETTUNGSLEITSTELLE MAINZ

ROMINA ADRIAN DIANA BOTT JULIA ESCHBORN MONIKA KAUHAUSEN

5

FELIX RAU LENA SCHÜßLER CHRISTIANE WALK

Herzlichen Glückwunsch! STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018


editorial

19

UNSER ESSEX

    DE ESSEX MACHT SPRÜCH’ !                                      wirklich konsequent Sport mache, abnemme, wenicher Fleisch esse, sich mit dem Stinkstiefel von Nachbar widder vertrache un so weiter.

Gude, jetz isses fast schon wieder rum, des Jahr 2018. Is viel passiert, Gutes un nit so Gutes. Des is aach die Zeit, wo jeder fer sich so e Bilanz zieht: schon widder sin drei neue Kilo auf der Skala im Badezimmer uffgetaucht, obwohl mer sich dies´ Jahr doch werklich zurückgehalte hat… Mit dem regelmässige Sport hat aach nur die erste paar Woche gehalte, nachdem mer es sich vorgenomme hat. Un es Auto hat schon widder genau soviel Kilometer, wie in de Vorjahre, obwohl mer doch extra des neue Fahrrad angeschafft hat. Un es is die Zeit, wo mer Vorsätz´ fer´s neue Jahr fasst: Mal widder en richtig schöne, lange Urlaub plane, jetz abber

En paar Deckel hat mer zu gemacht, en paar sin offen gebliebe. Aber wichtich is, das mer sich überhaupt was vornimmt. Wenn mer es nämlich versucht, un es klappt nit, is was anneres, als wenn mer es garnit erst probiert… In dem Sinne wünscht Euch Essex ne ruhische un besinnliche Zeit bis zum Jahreswechsel un das Ihr Eure Ziele für 2019 erreicht. Un wenns mal beim erste mal nit klappt, die Hartnäckischkeit es dann einfachnochmal zu probiere. Un allen die an de Feiertache abbeite müsse en ruhische Dienst un trotzdem noch en paar schöne Stunde mit Eurern Familie. Euer Essex

IMPRESSUM HERAUSGEBER: DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe V.i.S.d.P.: Jörg Steinheimer REDAKTION: Dean Abrahams Thomas Adrian Philipp Köhler Monika Kauhausen Yvonne Köhler LAYOUT: Philipp Köhler DRUCK: Mit freundlicher Unterstützung der Flyeralarm GmbH FOTOS: Köhler/DRK, Rolf Oeser, Pixabay, Katja Schwalm, Privat KONTAKT: DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe Redaktion STATUS ZWO Lotharstraße 11-13 55116 Mainz mitarbeiterzeitschrift @drk-rhein-nahe.de Telefon: 06131 57075-0 Fax: 06131 57075-79

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018


STATUS ZWO DRK-RETTUNGSDIENST RHEINHESSEN-NAHE

DRK-Retter4U App: drk-rhein-nahe.de/app

instagram.com/drk.rettungsdienst

facebook.com/drk.rhein.nahe

youtube.com/drkrheinnahe

twitter.com/rotkreuzretter

STATUS ZWO | Ausgabe 27 - Dezember 2018

Profile for DRK-Rettungsdienst

STATUS ZWO - Unser Mitarbeitermagazin - Ausgabe 27 | 12/2018  

Mitarbeitermagazin des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe aus Mainz. Themen im Heft: - Rettungsdienst beim BRK in München - Praxistag für...

STATUS ZWO - Unser Mitarbeitermagazin - Ausgabe 27 | 12/2018  

Mitarbeitermagazin des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe aus Mainz. Themen im Heft: - Rettungsdienst beim BRK in München - Praxistag für...

Advertisement