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NEWS

Präsidentin

sy mp o s i u m

vo rt e i l e

HELFER sind tabu e.v.

gerda hasselfeldt

zukunft rettungsdienst drk-mitarbeitervorteile

Vereinsgründung abgeschlossen Seite 09

...spricht über Katastrophenvorsorge Seite 06

Ein Beitrag aus Hamburg Seite 08

Sonderkonditionen privat nutzen Seite 14

STATUS ZWO Mitarbeitermagazin des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

ministerpräsidentin besucht drkrettungsdienst Malu Dreyer zu Gast bei uns SEITE 10

wo steht der rettungsdienst?

Ein Exklusivbeitrag von Björn Stahlhut aus dem DRK-Generalsekretariat SEITE 18

rettungsdienst in 360°

Wir zeigen Leitstellen und ITW in interaktiven 360° SEITE 12

Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

www.drk-rhein-nahe.de


02

i n h a lt

»»S.21

Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre und danken allen, die bei der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben.

»»S.05

Die Redaktion

»»S.17

»»S.16

»»S.14

STATUS ZWO | Ausgabe 24 - April 2018


i n h a lt 03

INHALT     STATUS ZWO                                    04 chefsache aktuell

16 wir vor ort

Neues aus der Geschäftsleitung. Hier schreibt Jörg Steinheimer persönlich

Wir berichten über unsere Aktionen und Events

05 wir stellen uns vor Unsere neuen Broschüren für Partner und neue Mitarbeiter und die Frage was Onboarding bedeutet

06 DRK-Präsidentin im gespräch Gerda Hasselfeldt im Interview zu der Frage, wie sich Deutschland besser auf Katastrophen vorbereiten kann

18 wo steht der rettungsdienst? Ein exklusiver Artikel von Björn Stahlhut aus dem DRKGeneralsekretariat

20 mitarbeiter im fokus Dienstjubiläen in der Mitarbeiterschaft

21 integration im rettungsdienst

08 zukunftsforum rettungsdienst

Ein Interview mit Rettungssanitäter Mohamad Homsi

Ein Bericht vom Zukunftsforum Rettungsdienst in Hamburg

23 save the date

9 HELFER sind tabu e.v.

Highlandgames in Idar-Oberstein

Aus der Initiative HELFERsindTABU ist ein Verein geworden.

10 ministerpräsidentin malu dreyer besucht drk-rettungsdienst Bei einem Besuch der Ministerpräsidentin tauschten wir uns zu vielen Themen aus

12 rettungsdienst in 360° Wir zeigen die Leitstellen und unseren ITW in interaktiven 360° Perspektiven

13 cpap im rettungsdienst Beatmungstherapie durch Rettungsdienstpersonal

14 Vorteile für drk-mitarbeiter Sonderkonditionen und Vorteile privat nutzen

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chefsache

CHEFSACHE AKTUELL     JÖRG STEINHEIMER                                      Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sehr geehrte Leserinnen und Leser, die Wahrnehmung des Rettungsdienstes in der Bevölkerung ist besser als das was wir derzeit gefühlt erleben. Wir dachten, dass das Notfallsanitätergesetz das ist, was unsere Rettungsdienstwelt maßgeblich verändern wird. Das ist auch der Fall. Allerdings gibt es viele weitere Faktoren im Gesundheitswesen allgemein und im Rettungsdienst in RheinlandPfalz im Besonderen, die erhöhte Aufmerksamkeit bedürfen und an denen sich unser Tun und Handeln derzeit ausrichtet. Sei es die Reform in der Ausbildung, die Reform der Leitstellenlandschaft, die Reform des Landesrettungsdienstgesetzes oder das Einweisungsverhalten der niedergelassenen Ärzte. Sei es die nach wie vor gelebte s e k t o r a l e Tr e n n u n g z w i s c h e n Präklinik und Klinik oder das steigende Anspruchsdenken unseres Patientenklientels, welches auch die Klinikaufnahmen mit voller Wucht spüren. Dies führt vielerorts zu einer Unsicherheit und zu einem unschönen Umgang der handelnden Personen miteinander. Als DRKRettungsdienst RheinhessenNahe gGmbH sind wir trotz der widrigen Umstände auf einem guten Weg um die Veränderung positiv zu begleiten und durch die Veränderungen gestärkt in

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die Zukunft gehen zu können. Die Rettungswachenleiter werden einbezogen und wir transportieren auch strategische Überlegungen zur Zukunft des Rettungsdienstes zu den handelnden Personen auf Landesebene. Wir sind gut aufgestellt was unsere Strukturen angeht und unsere Vernetzung hilft uns auf dem Weg in die Zukunft des Rettungsdienstes und die Zukunft jedes einzelnen, der

Blick in die Welt des DRK um in der nächsten Ausgabe wieder mehr auf die Belange unserer Gesellschaft einzugehen. Sehen auch Sie die Veränderung als eine Chance und unterstützen Sie uns und damit sich selbst und ihr Umfeld bei der Gestaltung der Zukunft. Zum Schluß möchte ich es nicht versäumen unseren Gastschreibern in dieser Ausgabe der STATUS ZWO für Ihr Engagement zu danken.

Herzlichst Ihr Jörg Steinheimer Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

sich bei jedem Dienst dem Helfen im Zeichen des Deutschen Roten Kreuzes verschrieben hat. Deshalb freue ich mich bereits auf die anstehenden Wachenbesprechungen, um mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen und Impulse aus der Mitarbeiterschaft für die Zukunft zu erhalten. In dieser Ausgabe der Status Zwo richten wir den


Kommunikation

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WIR STELLEN UNS VOR     NEUE BROSCHÜREN PRÄSENTIEREN ORGANISATION                                     

Alles neu - das haben wir uns bei der Konzeption unserer neuen Imagebroschüre und der erstmals aufgelegten Broschüre für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gedacht. Beide Broschüren bieten einen tiefen Einblick in den DRKRettungsdienst Rheinhessen-Nahe und unsere vielfältigen Tätigkeitsfelder. Die im Stil eines Magazins gehaltenen Broschüren führen den Leser durch unsere Organisation und stellen alle Bereiche unseres Rettungsdienstes vor. Themen sind die Ausbildung und Berufsbild von Notfallsanitätern, Fahrzeugtechnik in Notfallrettung und Krankentransport, Berufsalltag von Leitstellendisponenten, unsere Zentralwerkstatt und das Logistikzentrum in Sprendlingen, sowie die Psychosoziale Notfallversorgung und das Gesundheitsmanagement

für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Erstmals haben wir nun auch eine Broschüre für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche neu beim DRK-Rettungsdienst RheinhessenNahe sind. Im Rahmen des sogenannten “Onboarding Prozesses” erhalten neue Kolleginnen und Kollegen die Broschüre von der Personalabteilung. Onboarding beschreibt einen Prozess, der es neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erleichtern soll gut in unserer Organisation anzukommen. Dazu zählt die Erläuterung der Strukturen in unserem Rettungsdienst ebenso wie Wertschätzung und zielgerichtete, umfassende Einarbeitung im künftigen Tätigkeitsbereich. Eine Besonderheit der gedruckten Broschüren ist die Integration digitaler Inhalte per Weblink und QR Code. Leser können mit dem

Smartphone einfach einen der unterschiedlichen QR Codes scannen und gelangen so zu verschiedenen digitalen Inhalten, wie einem 360° Foto aus den Leitstellen, dem Intensivtransportwagen oder auch zu Videoclips auf unserem YouTube Kanal. Auch die Imagebroschüre lässt sich nicht nur in gedruckter Form lesen. Wer es lieber als digitale Publikation mag, kann sie auch als blätterbares Magazin unter www.drk-rhein-nahe. de/image direkt online lesen. Hi e r g eht es di r ekt zur Onlineversion der Imagebroschüre:

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interview

DRK PRÄSIDENTIN IM GESPRÄCH  

DEUTSCHLAND BESSER AUF KATASTROPHEN VORBEREITEN                                     überrascht. Wir hatten kein gemeinsames Konzept, auf das wir zurückgreifen konnten.

Das Rote Kreuz hilft nicht nur einzelnen Menschen in Notfällen, sondern hat ebenso große Herausforderungen und Katastrophen im Blick. Auf welche solcher Situationen stellen Sie sich ein, Frau Hasselfeldt? Die jüngste besonders große Herausforderung war für uns die Flüchtlingskrise, in der es ohne viel Vorbereitungszeit um Unterbringung und Fürsorge für eine große Zahl von Menschen ging. Allein das DRK hat 2015 und 2016 bundesweit zeitweilig 490 Notunterkünfte und zwei Warteräume in Bayern mit insgesamt 200.000 Flüchtlingen betreut. Gleichzeitig haben wir es weltweit und in Deutschland ebenso mit einer zunehmenden Zahl von Naturkatastrophen im Zuge des Klimawandels zu tun, auch mit Hochwasser und Extremwettersituationen. In einer kleiner werdenden Welt erreichen

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uns zudem Epidemien schneller als früher, ich erinnere an die Ebola-Krise. Schließlich ist unsere Infrastruktur, zum Beispiel Krankenhäuser, Stromund Wasserversorgung, durch Cyberattacken bedroht. Für all diese Fälle müssen die Hilfsorganisationen zusammen mit dem Staat vorsorgen, mehr als bisher. Welche Konsequenzen ziehen Sie aus dieser Erkenntnis? Hasselfeldt: Das Deutsche Rote Kreuz hat gemeinsam mit dem Arbeiter Samariter Bund, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, der Johanniter Unfallhilfe und dem Malteser Hilfsdienst ein Konzept zum nationalen Krisenmanagement erarbeitet, das das Zivilverteidigungskonzept des Bundesinnenministeriums ergänzen soll. In der Flüchtlingskrise waren auch die Hilfsorganisationen von der Dimension der Herausforderung

Wieso eigentlich nicht? Hasselfeldt: Mitte der neunziger Jahre, als der Kalte Krieg vorüber war und die große Flüchtlingswelle der frühen neunziger Jahre ebenfalls, wurden viele Kapazitäten abgebaut, vor allem die bis dahin vorhandene sogenannte Bundesvorhaltung. Das geschah im Einverständnis von Staat, Hilfsorganisationen und Gesellschaft. Man glaubte, das Material für Krisenfälle und die entsprechenden Strukturen würden nicht mehr in dem bisherigen Umfang gebraucht. Das Deutsche Rote Kreuz schaffte damals Kapazitäten zur Versorgung von 30 000 Menschen ab. Das war ein Fehler? Hasselfeldt: Ein einfaches Beispiel: Als uns die Flüchtlingskrise überraschte, gab es auf dem europäischen Markt keine Feldbetten mehr. Die mussten wir uns in Kanada und den USA besorgen. Es wäre besser, wir hätten Vorräte. Das Innenministerium hat 2016 unter der Führung von Thomas de Maizière ein neues Zivilschutzkonzept vorgelegt und wir als Hilfsorganisationen wollen unseren Teil dazu beitragen, diesem Konzept gerecht zu werden. Das Deutsche Rote Kreuz als größte der fünf Organisationen hat die Federführung. Was genau schlagen Sie vor? Hasselfeldt: Wir planen, zehn Materiallager in Deutschland zu befüllen, etwa mit Betten, Zelten und


interview

medizinischen Produkten. Das soll mit Hilfe des Bundes geschehen, aber die Länder sollen Zugriff haben. Die Hilfsorganisationen wollen die Lager betreuen und dafür sorgen, dass das Material ständig in einwandfreiem Zustand und abrufbar ist. Das Material soll jeweils für 5000 Menschen ausreichen, insgesamt also für 50 000. Der Bund soll ebenfalls in die Lage versetzt werden, eigene Betreuungseinrichtungen mit einer Gesamtkapazität von 15 000 Personen für drei Monate zu betreiben. Das ist ein Vorschlag der fünf Hilfsorganisationen. Verlangen können wir das ja nicht. Aber die Gespräche darüber sind schon vorangeschritten. Mit welchen Kosten rechnen Sie? Hasselfeldt: Insgesamt haben wir anfängliche Gesamtkosten von 109 Millionen Euro errechnet. Werden die im nächsten Haushalt schon auftauchen? Hasselfeldt: Da wir bisher noch keine neue Regierung hatten, haben sich die Gespräche etwas verzögert. Wir werden das hoffentlich in nächster Zeit klären und den finanziellen Bedarf im Haushalt berücksichtigen können. Sie haben doch jetzt einen kurzen Draht ins Ministerium, wo ihr Parteivorsitzender Horst Seehofer Minister wird. Haben Sie mit ihm schon über ihr Vorhaben gesprochen? Hasselfeldt: Noch nicht. Alles der Reihe nach. Reicht es denn, sich auf unbestimmte Krisen mit Zeltlagern und Betten einzustellen? Hasselfeldt: Wir haben beim Deutschen Roten Kreuz auch ein mobiles Infektionshospital, das als Konsequenz aus der Ebola-Krise in Westafrika beschafft wurde und das schnell verlegt und aufgebaut werden kann. In Deutschland gibt es an den Krankenhäusern rund 50 Betten für derart schwere Infektionskrankheiten. Damit gehören wir zwar in Europa zu den Spitzenreitern, aber im Falle eines Ausbruchs muss man auf zusätzliche Maßnahmen vorbereitet sein und vorhandene Kapazitäten

mit Katastrophenschutzstandards ergänzen Bei dem Ebola-Ausbruch in Afrika gehörte Deutschland zu den Ländern, die eher langsam reagiert haben; am Ende musste die Bundeswehr dorthin ausrücken. Wäre es nicht besser, schneller dort auf gefährliche Epidemien zu reagieren, bevor sich die Erreger bei uns im Inland ausbreiten können? Hasselfeldt: Der Sanitätsdienst der Bundeswehr hat in dem besagten Liberiaeinsatz das DRK unterstützt. Aus diesem gemeinsamen Einsatz erwuchs eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen. Auf dieser Grundlage ist es wichtig, gerade jetzt zu reagieren, wo wir in jüngster Zeit viele Erfahrungen mit Krisenszenarien gemacht haben. Wir haben nicht nur zu wenig Material auf Vorrat. Wir müssen auch aufpassen, dass uns zudem nicht zu viel Know How verloren geht. Bei der Bundeswehr hat seit den neunziger Jahren ebenfalls ein Abbau stattgefunden. Waren wir zu blauäugig in der Einschätzung der Krisen, die uns drohen? Hasselfeldt: Das hängt miteinander zusammen. Das Konzept der zivilen Verteidigung ist aus dem jüngsten sicherheitspolitischen Weißbuch des Verteidigungsministeriums heraus entwickelt worden. Als der ehemalige Innenminister de Maizière das Konzept der zivilen Verteidigung vorstellte, erwähnte er den Roman „Blackout“, in dem ein durch Cyberangriffe bewirkter Ausfall der Stromversorgung zum Bürgerkrieg führt. Wie weit reicht Ihre Phantasie? Hasselfeldt: Ich will keine Schreckensszenarien zeichnen. Aber ich glaube schon, dass es nötig ist, mit einer Hausnummer zu beginnen. Und die lautet im Falle der zivilen Verteidigung: Vorsorge für die provisorische Unterbringung von einem Prozent der Bevölkerung in Deutschland, also von rund 800000 Menschen.

07

Das entspricht in etwa der Zahl der im Jahr 2015 aufgenommenen Flüchtlinge? Hasselfeldt: Ob das Zufall ist, müssen Sie das Bundesinnenministerium fragen. Das Deutsche Rote Kreuz stützt sich auf 400 000 freiwillige Helfer. Gelingt es ihnen eigentlich, diese Zahl in Zukunft zu halten? Hasselfeldt: Seit 2010 ist diese Zahl sogar leicht gestiegen, von 395 000 auf derzeit 415 000, trotz der gesellschaftlichen Situation, in der wir leben. Denn ehrenamtliches Engagement über längere Zeit mit einer festen Bindung an eine Organisation wird eher seltener, im Vergleich zu freiwilligen Tätigkeiten, die spontan und anlassbezogen entstehen, also etwa in einem Helferkreis für eine Flüchtlingsunterkunft. Seit dem Ende der Wehrpflicht gibt es keinen verpflichtenden Gemeinschaftsdienst mehr für junge Leute. Wäre es sinnvoll, eine zivile Dienstverpflichtung zu schaffen, auch um das gesellschaftliche Bewusstsein für Krisenszenarien und die nötigen Reaktionen darauf zu schärfen? Hasselfeldt: Der Einführung eines allgemeinen Pflichtdienstes steht das Grundgesetz entgegen: dort ist eine solche Dienstverpflichtung auf den Verteidigungsfall und den Zivilschutz beschränkt. Aber davon unabhängig sind der Bundesfreiwilligendienst und das Freiwillige Soziale Jahr ganz wichtige Möglichkeiten, um jungen Menschen zu zeigen, in welcher Vielfalt gesellschaftliches Engagement möglich und nötig ist. Oft werden dadurch die Fundamente für eine spätere ehrenamtliche Tätigkeit oder einen Beruf gelegt. Ich plädiere dafür, dass die Stellen für diese Dienste in großem Umfang weiter erhöht werden. Wir sind beim DRK der größte Anbieter von Plätzen für die Freiwilligendienste, es sind insgesamt rund 15 000, und die Nachfrage von Bewerbern übersteigt unsere Angebote um mehr als das Doppelte. Quelle: Rheinische Post Foto: Michael Handelmann

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symposium

ZUKUNFSFORUM RETTUNGSDIENST     NEUES AUS HAMBURG                                     

Die Aufgaben im Rettungsdienst werden für alle Beteiligten komplexer. Es werden zunehmend hohe Ansprüche an die jeweilige fachliche Expertise gestellt, gerade in schwierigen Situationen. Dabei wirken sich die Veränderungen in der Versorgungslandschaft nicht nur auf die rettungsdienstlichen Strukturen aus, sondern auch auf die alltägliche Arbeit. Aber was genau kommt da auf uns zu? Wie sollen wir damit umgehen? Und wie lässt sich gleichzeitig das System verbessern? Anworten auf diese Fragen versuchte das 3. Zukunftsforum Rettungsdienst des SK-Verlages zu liefern, an welchem wir im Januar in Hamburg teilnahmen. Gleich am ersten Tag begeisterte Dr. Stefan Braunecker aus London die Zuhörer mit seinem Vortrag zum Thema “Clinical Leadership”. Gutes Leadership und ein effektives Management sind

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ausschlaggebend für ein erfolgreiches Führen. Neben der Fähigkeit, andere durch eigene Visionen, Ziele und Werte zu inspirieren, spielt vor allem auch das Treffen von Entscheidungen und das effiziente Umsetzen eine wichtige Rolle in der (Unternehmens-)Leitung. Wie aber lässt sich das in der Wirtschaft etablierte System auf eine medizinische Umgebung übertragen? Während klinisches Leadership in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt, haben andere Länder es bereits in ihren Alltag integriert. Wie dies aussehen kann und welche Möglichkeiten sich dabei für den deutschen Rettungsdienst ergeben erläuterte der Referent auf sehr unterhaltsame, aber auch fundierte Weise. Ein weiteres Highlight stellte das Referat von Helge Sillmann aus dem Klinikum Marienhospital Vechta dar. Er berichtete über Erfolge des Projektes “ErLeben”.

Im Zusammenschluss von 7 Landkreisen und kreisfreien Städten wurde das Projekt “ErLeben Erhöhung der Überlebensraten nach Herzstillstand” - im Oktober 2017 etabliert. Der Bereich umfasst einen Bevölkerungsumfang von ca. 840.000 Einwohnern, größtenteils in ländlichen Bereichen. Ziel des Projektes ist eine Verbesserung der Überlebensraten nach Herzstillstand. Es wird eine APP gestützte Alarmierung von Ersthelfern zur Wiederbelebung eingesetzt. Im Vortrag wurde die Projektstruktur von der Ersthelferalarmierung, Defibrillatorzubringung bis zur Schnittstelle Rettungsdienst und Postreanimationsbehandlung im Krankenhaus vorgestellt. Das Zukunftsforum Rettungsdienst war auf jeden Fall einen Besuch wert und erlabute einen aufschlussreichen Blick über den Tellerrand.


kampagne 09

HELFER SIND TABU WIRD ZUM VEREIN     VEREINSGRÜNDUNG                                    

Behinderungen, Beleidigungen und Angriffe gegen Retter und Helfer kommen immer häufiger vor. Die hauptund ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hilfsdiensten, Feuerwehr, aber auch Polizei sind im täglichen Einsatz zunehmend psychischer und physischer Gewalt in unterschiedlichen Formen ausgesetzt. Retter und Helfer werden somit zunehmend selbst zu Opfern. In einer bundesweit einzigartigen Initiative haben sich Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) die einen Sitz/Wohnsitz oder Niederlassung in den kreisfreien Städten Mainz oder Worms oder in den Landkreisen Mainz-Bingen oder AlzeyWorms (im Folgenden Rheinhessen) haben organisationsübergreifend zusammengefunden, um Geschlossenheit zu demonstrieren und die Situation positiv zu beeinflussen.

Zur Unterstützung und Verbreitung der Kampagne „Helfer sind tabu – Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte“ haben sich die beteiligten BOS auf die Gründung dieses Fördervereins verständigt, um die in der Gefahrenabwehr tätigen Menschen bei der Ausübung ihres Haupt- oder Ehrenamtes zu schützen und hierbei füreinander einzustehen. Beleidigungen, Angriffe und Bedrohungen von Einsatzkräften sind nicht hinnehmbar. Gerade das Rote Kreuz ist ein international anerkanntes Schutzzeichen und stellt alle, die im Dienste des Roten Kreuzes, oder Roten Halbmondes stehen unter besonderen Schutz. „Weltweit ist das Rote Kreuz in vielen Krisenregionen im Einsatz und kann dort häufig mit viel Wertschätzung und Anerkennung Hilfe für alle Menschen in Not leisten – unabhängig deren Überzeugung, Religion und Zugehörigkeit. Deshalb

ist es umso weniger akzeptabel, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im DRK - Rettungsdienst in unserem friedlichen Land fortwährend in ihrer Arbeit beeinträchtigt werden.“ mahnt Jörg Steinheimer, als Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe und 2. Vorsitzender des neu gegründeten Vereins. Erster Vorsitzender ist Dr. Stefan Cludius, Leitender Staatlicher Beamte der Kreisverwaltung MainzBingen. Als Beisitzer wurde zudem unser Mitarbeiter und Notfallsanitäter Marcel Neumann gewählt. Er begleitet die Kampagne bereits seit Beginn. Für die Finanzen zeichnet unser Mitarbeiter Johannes König verantwortlich. Notfallsanitäter bleibt trotz der aktuellen Situation ein spannender Beruf mit Verantwortung. Aktuell bewerben sich rund 250 Menschen um eine Ausbildung beim DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe.

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netzwerk

MALU DREYER ZU BESUCH

    MINISTERPRÄSIDENTIN BESUCHT DRK-RETTUNGSDIENST                                     

Wenn Notfallsanitäter künftig für ihren Beruf als Lebensretter trainieren, könnte dies in einem rein virtuellen Rettungswagen stattfinden. Ein solch spannendes Zukunftsprojekt der Digitalisierung hat der DRKRettungsdienst Rheinhessen-Nahe entwickelt. Grund genug für die Ministerpräsidentin von RheinlandPfalz, Malu Dreyer, sich selbst ein Bild von der neuen Technik zu machen und die Verantwortlichen des größten Rettungsdienstes in Rheinland-Pfalz in Mainz zu besuchen. Die Ministerpräsidentin hat sich die Förderung der Digitalisierung auf die Fahnen geschrieben und war daher von dem Projekt des „RTW360VR“ begeistert. „Ich bin sehr beeindruckt von dem Innovationsgeist der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe. Der virtuelle

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Rettungswagen bietet einen täuschend realistischen Eindruck des Innenlebens eines Rettungswagens und damit einen Meilenstein in der Ausbildung der Rettungskräfte“, so die Ministerpräsidentin, nachdem sie selbst die virtuelle Welt des Rettungswagens erlebt hatte. Der virtuelle Rettungswagen ermöglicht mittels Virtual Reality Brille und spezieller Software auf einem Hochleistungscomputer die Virtualisierung eines echten Rettungswagens im Maßstab 1:1. Zudem können Auszubildende zum Notfallsanitäter virtuell einen Patienten behandeln und auf diesem Wege Routine entwickeln. Gerade zu Beginn der Notfallsanitäterausbildung haben die Nachwuchsretter die Gelegenheit, den Rettungswagen zu erkunden. Somit wissen sie in der praktischen Ausbildung ganz genau, welche

Ausrüstung sich in welchem Fach befindet. „Das Training im virtuellen Rettungswagen ermöglicht uns, schon sehr früh in der Ausbildung einen hohen Grad an Routine zu vermitteln. Gerade bei kritischen Patienten trägt diese Routine zu einer deutlich verbesserten Versorgung von Patienten bei. Außerdem können die Auszubildenden sich so auf komplexe Tätigkeiten konzentrieren, da die Grundabläufe bereits virtuell erlernt wurden“, erläutert DRKGeschäftsführer Jörg Steinheimer. Aktuell sucht man beim DRK nach Sponsoren für eine Weiterentwicklung des Systems, um es dann vollständig in die betriebliche Ausbildung und Fortbildung integrieren zu können. Im Rahmen ihres Besuches beim DRK-Rettungsdienst RheinhessenNahe nutzte die Ministerpräsidentin die Gelegenheit, sich mit Auszubildenden auszutauschen und


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sich ein umfassendes Bild von der neuen Notfallsanitäterausbildung zu machen. Hierzu schilderte Büsra Baltas, Auszubildende im dritten Ausbildungsjahr, ihre Eindrücke und bekräftigte, sich genau richtig entschieden zu haben. Die Ministerpräsidentin beschrieb den Rettungsdienst als durchaus neue Berufskategorie: „Die spannende Kombination aus Medizin, Technik und sozialem Beruf könnte man als einen ‚socialMINT‘ Beruf bezeichnen. Dies wäre ein ganz besonderes Merkmal und sicher für viele junge Menschen eine attraktive Perspektive im Gesundheitswesen“, so die Ministerpräsidentin. Aktuell bewerben sich rund 300 junge Menschen auf 16 Ausbildungsplätze zum Notfallsanitäter beim DRKRettungsdienst Rheinhessen-Nahe. Gegen Ende des rund 90 minütigen

Termins stellte die Ministerpräsidentin die hohe Bedeutung des Berufs von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern heraus: „Notfallsanitäter sind häufig die ersten Fachkräfte am Notfallort, die dann in einem hochprofessionellen Team das Leben von Menschen retten können. Ihnen gilt mein großer Respekt für diese verantwortungsvolle Aufgabe, die sie zu jeder Zeit und bei jeder Witterung ausüben. Ich hoffe, dass auch die Bürgerinnen und Bürger diese Leistung mehr schätzen und die existentielle Bedeutung dieses Berufsstandes erkennen.“ Neben der Ausbildung konnte Ministerpräsidentin Malu Dreyer sich noch mit der digitalen Einsatzdokumentation per Tablet vertraut machen und einen Blick in das webbasierte Qualitätsmanagementsystem

werfen. Hans-Jörg Kappaun, Leiter der Leitstellen in Mainz und Bad Kreuznach, stellte die wichtigsten Leuchtturmprojekte im Bereich der Leitstellentechnik vor und erläuterte die vielfältigen Aufgaben der Leitstellenmitarbeiter.

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interaktiv

RETTUNGSDIENST INTERKATIV LEITSTELLEN & RETTUNGSWAGEN IN 360° ERLEBEN

Mehr als 2.500 Menschen haben sich unsere interaktiven 360° Panoramafotos von der Integrierten Leitstelle Bad Kreuznach, der Rettungsleitstelle Mainz und dem Intensivtransportwagen der DRKRettungswache Mainz bereits angesehen. Viele fragten uns, wie diese Technik eigentlich funktioniert. Grundsätzlich bestehen 360° Panoramen aus mehreren Fotos. Diese werden entweder mit einer speziellen Kamera mit mehreren Linsen aufgenommen, oder aus Einzelaufnahmen dann am Computer nahtlos zusammengesetzt. Die 360° Fotos der Leitstellen und des ITW haben dabei jeweils erstaunliche 108 Megapixel und sind rund 250 Megabyte groß. Den Rundumblick ermöglicht dann entweder die Steuerung des Panoramas mit der Maus am PC oder die in

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vielen Smartphones eingebaute Bewegungssteuerung. Somit kann man sich in jede Richtung im Bild umschauen und viele Details entdecken, wenn man die Zoomfunktion nutzt. Um in den Fotos auch einen gewissen Informationsgehalt zu bieten, haben wir alle Aufnahmen mit sogenannten Infopunkten ausgestattet. Diese zeigen Informationstexte, Detailfotos und Videos, beispielsweise zum Corpuls C3 EKG Monitor im Intensivtransportwagen (ITW). Durch die Kombination von zwei Aufnahmen, kann man im ITW sogar das Traumalicht aktivieren. Wer die Rundumaufnahmen noch nicht gesehen hat, findet die drei interaktiven Präsentationen auf www.drkrhein-nahe.de oder in unserer App DRK-Retter4U.

Direktlinks: Intensivtransportwagen in 360°: drk-rhein-nahe.de/ITW360

Integrierte Leitstelle Bad Kreuznach: drk-rhein-nahe.de/ILS360

Rettungsleitstelle Mainz: drk-rhein-nahe.de/rettungsleitstelle360


notfallmedizin 13

CPAP IM RETTUNGSDIENST  

NIV-BEATMUNG DURCH RETTUNGSDIENSTPERSONAL                                      unabhängig vom eintreffenden Notarzteinsatzfahrzeug(NEF) möglich bei lebensbedrohlichen Patientenzuständen eine entsprechende NIV – CPAP Beatmungstherapie einzuleiten. Kontraindikationen laut SOP sind der unkooperative Patient, fehlende Schutzreflexe, ein ausgeprägter Sekretverhalt und höhergradige Rhythmusstörungen. Einige unserer Kolleginnen und Kollegen konnten schon Patienten mit Hilfe dieses Verfahrens erfolgreich helfen. Vielleicht können diese Einsätze in der nahen Zukunft weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter m o t i v e r e n d i e s e s Ve r f a h r e n anzuwenden. Dies wäre im Sinne unserer Patienten wünschenswert.

Seit dem 15.06.2015 besteht für das nicht- ärztliche Personal in den Rettungsdienstbereichen Bad Kreuznach und Rheinhessen, die Möglichkeit eine NIV – CPAP (continuous positive airway pressure) - Beatmung bei vital gefährdeten Patienten durchzuführen. Dafür steht eine SOP als Standardvorgehensweise zur Verfügung, die vom Ärztlichen Leiter Rettungsdienst erstellt wurde. Die Indikationen für eine NIV – CPAP- Beatmung sind laut SOP das schwere kardiale Lungenödem, die hochgradige COPD und schwere Asthmaanfälle. Die CPAP-Beatmung ist eine Beatmungsform, die die Spontanatmung des Patienten mit einem dauerhaften Überdruck (PEEP) kombiniert. Ziele der CPAP- Beatmung sind u.a. die Vermeidung eines

künstlichen Atemwegs und einer dadurch verkürzten Liegedauer der Patienten. CPAP dient der Aufrechterhaltung der funktionellen Residualkapazität der Lungen, um eine ausreichende Oxygenierung erst möglich zu machen. Der endexpiratorische Kollaps der Alveolen und kleinen Atemwege wird verhindert. Initial wird laut SOP mit einem PEEP von 5 mmHg begonnen. Eskalationsstufen werden in der SOP nicht benannt. Durch das kontinuierliche PEEP werden Atelektasen eröffnet, es kommt zu einer verminderten Atemarbeit und entsprechender Vorlastsenkung.

Downloadhinweis: Die entsprechende Standardarbeitsanweisung finden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter online unter

www.rettungsdienst-rlp.de Text: Georg Geister

Die DRK- RettungsdienstRheinhessen- Nahe gGmbH hat für alle Rettungswagen das Beatmungsgerät Weinmann Medumat Standard 2 angeschafft. Damit ist es unseren Mitarbeitern

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service

VORTEILE FÜR DRK-MITARBEITER     SONDERKONDITIONEN PRIVAT NUTZEN                                      Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an: MIVO Mitarbeitervorteile GmbH Telefon: 069 / 3600 5570 E-Mail: service@mitarbeitervorteile.de

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Auch auf privaten Reisen können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK viele Vorteile nutzen.

für Geschäfts- und Privatreisende. Die Hotelbuchungen können bequem und schnell über den eigens für das DRK eingerichteten Buchungslink www. drk.hrs.de vorgenommen werden. Das Buchungsportal kann von DRKOrganisationen sowie auch von allen haupt- und ehrenamtlichen DRKMitarbeitern genutzt werden. Über diesen Firmenzugang erhalten DRKMitarbeiter die für Firmenkunden exklusiven HRS Corporate Rates mit einem Preisvorteil von bis zu 30 Prozent. Zusätzlich sind die verhandelten DRK-Sonderraten mit Hotelketten wie z.B. Accor, NH-Hotels, Relexa, Steigenberger und Intercity im Portal hinterlegt. Bahnfahrten Auch beim Zugfahren, der bequemen Alternative zu reisen sind Sonderkonditionen verfügbar. DRKMitarbeiter erhalten für dienstlich veranlasste Bahnfahrten einen Firmenkundenrabatt. Der Rabatt wird auf alle DB-Tickets zum Normalpreis gewährt und kann für noch mehr Ersparnis beliebig mit den BahnCard Business-Rabatten kombiniert werden. Zusätzlich wird eine exklusive verlängerte Rücknahmefrist

für ungenutzte Tickets gewährt. Zur Inanspruchnahme reicht die Angabe der BMIS-Kundennummer beim Fahrkartenkauf in den DB-Verkaufsstellen. Die BMISKundennummer können Sie bei der DRK-Service GmbH erfahren. Über das Geschäftskundenportal der Bahn können DRK-Mitarbeiter ihre Dienstreise auch online buchen. Für die Registrierung zum Bahn Geschäftskundenportal wenden Sie sich einfach an das Team Strategischer Einkauf der DRKService GmbH (einkauf@drkservice. de) Ein weiterer Tipp: Die Deutsche Bahn bietet 2018 auch wieder das Veranstaltungsticket an. Diese Ticketvariante ermöglicht die Anund Abreise für Teilnehmer von DRKVeranstaltungen bundesweit zum einheitlichen Festpreis! Die Tickets sind online über einen speziellen Link beziehbar.

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wir vor ort

RHEINHESSENNAHE VOR ORT AKTIONEN & VERANSTALTUNGEN IM ÜBERBLICK

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I N F O T A G RETTUNGSDIENST IN BERLIN Auf Einladung der DRK-Service GmbH haben wir am Infotag Rettungsdienst im DRKGeneralsekretariat teilgenommen und unseren virtuellen Rettungswagen vorgestellt. Unser Geschäftsführer Jörg Steinheimer hielt außerdem einen Vortrag zum Thema “Ausbildung 2.0 Personalaquise von Auszubildenden und Personal im Rettungsdienst mittels neuen Merdien und Virtual Reality” Die rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörer von DRK-Verbänden aus ganz Deutschland, diskutierten im Anschluss ausgiebeig über verschiedene Strategien der Personalgewinnung. Das weitere Programm des Infotages bestand aus Vorträgen über Materialwirtschaft und Lagerhaltung im Rettungsdienst, sowie der papierlosen Dokumentation als umweltschonende Möglichkeit. Hier konnten wir feststellen, dass wir gerade in diesen Bereichen mit dem Logistikzentrum in Sprendlingen bereits auf einem sehr guten Stand sind. auch die Einsatzdokumentation

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BERUFSMESSE RS+ OSTHOFEN Erstmals besuchten wir die Berufsinformationsveranstaltung an der Realschule plus in Osthofen. Tim Borzel von der DRK-Rettungswache Worms und Philipp Köhler informierten die Schülerinnen und Schüler über die beruflichen Möglichkeiten im Rettungsdienst. Das Konzept der Berufsinfoveranstaltung war an eine Art Speeddating angelehnt. So wechselten die Kleingruppen der interessierten Schüler alle fünfzehn Minuten. In einem kurzen Vortrag berichteten unsere Mitarbeiter über die Notfallsanitäterausbildung, den Freiwilligendienst im DRKRettungsdienst und ehrenamtliche Mitwirkungsmöglichkeiten in den DRK Bereitschaften und dem Jugendrotkreuz.

02 via Tablet und unser webbasiertes Qualitätsmanagementsystem stellten sich im Verlgeich als durchaus beispielhaft dar. Unser VR-Rettungswagen erfreute sich unter den Gästen großer Beliebtheit und sorgte nicht selten für erstaunte Gesichter. Schon im Mai 2018 werden wir erneut mit der DRK Service GmbH zusammenarbeiten. Dann präsentieren wir das Deutsche RoTE Kreuz auf der internationalen Rettungsdienstmesse RETTmobil in Fulda im Auftrag des DRKBundesverbandes. Das Leitthema des DRK an der diesjährigen RETTmobil wird die Digitalisierung in Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz sein.


wir vor ort 17

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BERUFSMESSE ALZEY Traditionell beteiligten wir uns auch in diesem Jahr an der Berufsinformationsmesse in Alzey. Gemeinsam mit dem Team Freiwilligendienste des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalzpräsentiertenwirdenüber1.000 Schülerinnen und Schülern die Ausbildung

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SWR FERNSEHEN: HELFER SIND TABU IM FOKUS Im Januar besuchte uns ein Team des SWR-Fernsehens. Thema des TV Beitrages war die K a m p a g n e H E L F E R s i n d TA B U und die Schulungen zum “AntiGewalt und Deeskalationstrainer BOS”. Unser Wachleiter und Kursteilnehmer der ersten Stunde, Frank Dernbach erläuterte im interview die Herausforderungen bei vielen Einsätzen und schilderte das Konzept und den Erfolg der Schulungen. Insgesamt wurden bisher 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den rettungsdienstbetreibenden Hilfsorganisationen und der Feuerwehr ausgebildet.

zum Notfallsanitäter und die Möglichkeiten des DRK-Freiwilligendienstes. Premiere feierte unsere neue DRK-Fotobox. Hier konmnten die Besucher ihr persönliches DRK-Foto knipsen und gleich als echten Fotoabzug mit nachhause nehmen. Zusätzlich bestand die Möglichkeit, sich das Foto auch per Email zu senden und auf Facebook, Instagram oder Twitter zu teilen. Jede Email enthielt neben dem DRK-Foto noch Informationen zur Notfallsanitäterausbildung und zum Freiwilligendienst, sowie Links zur App DRK-Retter4U und der Onlineversion

der STATUS ZWO. Zu den prominenten Nutzern der Fotobox gehörte auch Landrat Ernst-Walter Görisch, der sein Foto auch gleich mitgenommen hat. Künftig werden Schülerinnen und Schüler unsere Fotobox also häufiger auf Veranstaltungen finden. Auch DRK Verbände haben die Möglichkeit die DRK-Fotobox für ihre Events zu nutzen und sogar ein eigenes Layout der Fotos zu erhalten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Rettungsdienstes können die Fotobox spätestens am Sommerfest ausgiebig testen!

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rettungsdienst

WO STEHT DER RETTUNGSDIENST?     VON BJÖRN STAHLHUT, DRK-GENERALSEKRETARIAT                                    Herausforderungen für den DRK-Rettungsdienst – Das Spannungsfeld von Gefahrenabwehr Gesundheitswesen: Was solferino mit der aktuellen Lage in der Welt zu tun hat.

Um einen Eindruck davon zu erhalten, welche Bilder Henry Dunant vor Augen hatte, als er 1862 in seiner Schrift „Eine Erinnerung an Solferino“ über die Frage nachdachte, ob nicht Hilfsorganisationen zu gründen seien, „deren Ziel es sein müsste, die Verwundeten in Kriegszeiten durch begeisterte, aufopfernde Freiwillige, die für ein solches Werk besonders geeignet sind, pflegen zu lassen“, lohnt ein Blick in eben diese Schrift. Dunant schreibt dort eingangs: „Den Reitern folgt in gestrecktem Lauf bespannte Artillerie. Sie bahnt sich ihren Weg über Tote und Verwundete, die auf dem Boden liegen. Gehirn spritzt aus den zerplatzenden Köpfen, Glieder werden gebrochen und zermalmt,

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Körper werden zu formlosen Massen. Die Erde wird buchstäblich mit Blut getränkt. Und die Ebene ist übersät mit unkenntlichen Resten von Menschen.“ Die Sanitätsorganisation für den Krieg, die die von ihm erdachten Hilfsorganisationen sein sollten, mussten nach seiner Auffassung über die Fähigkeit zur sofortigen Hilfe, zum Transport und zur Pflege von Verwundeten, zur Blutversorgung und zur abschließenden Behandlung in Spitälern verfügen. Wichtig war ihm zudem, dass die gewünschten Freiwilligen für diese Aufgaben keine Lohnarbeiter sein sollten, da diese nach seiner Auffassung über die Zeit abstumpften. Konkret bedeutet dies, dass alles

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bereits angelegt ist, was auch das moderne Rote Kreuz ausmacht: Die starke Betonung des Ehrenamtes, die jederzeit einsatzfähige Organisation, die Krankenhäuser, der Rettungsdienst, die Versorgung mit Blut und Blutprodukten und natürlich auch die Mitwirkung im Sanitätsdienst der Bundeswehr. Alle diese Fähigkeiten waren und sind aber immer auf den Krieg hin zu denken. In diesem Sinne ist die friedensmäßige, bzw. alltägliche Tätigkeit in diesen Bereich so zu verstehen, dass es sich hierbei immer um die Vorbereitung auf die dem Roten Kreuz im bewaffneten Konflikt obliegenden Aufgaben handelt. Auf diesem Fundament ist das Rote Kreuz bislang noch immer in der Lage


rettungsdienst 19 gewesen, auf neue Herausforderungen „nach dem Maß der Not“ zu reagieren, sich in seinen Strukturen und Fähigkeiten darauf einzustellen und in wesentlichen Bereichen sogar der Taktgeber für Entwicklungen zu sein. Und so soll es auch bleiben. Eine solche Herausforderung stellte Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre die hohe Zahl der Verkehrstoten und die ebenso hohe Zahl der Schwerverletzten im Straßenverkehr dar. 19.000 Tote und über 200.000 Verletzte pro Jahr waren der Höchstwert in dieser Zeit. In einer zeitgenössischen Pressemitteilung der SPD vom April 1970 heißt es hierzu: „Die freiwilligen Hilfsorganisationen sind jedoch angesichts des lawinenartigen Anstiegs des Verkehrs personell und finanziell immer weniger in der Lage, allen Anforderungen gerecht zu werden. Abhilfe kann nur der zügige Ausbau eines leistungsfähigen Unfallrettungsdienstes mit staatlicher Hilfe schaffen. Dabei wird es notwendig sein, den Rettungsdienst mit einer ausreichenden Zahl hauptberuflicher Notfallsanitäter (ja, dieser Begriff wurde bereits 1970 verwendet!) zu besetzen und die sachlichen Voraussetzungen für ihren optimalen Einsatz zu schaffen.“ Weiter heißt es dort übrigens: „Nach Berechnungen des Deutschen Roten Kreuzes sind für einen leistungsfähigen Rettungsdienst jährlich etwa 60 Millionen DM erforderlich.“ Das Rote Kreuz war wieder einmal Taktgeber. Unter dem Bundesverkehrsminister Dr. Georg Leber wurden in der Folge die Ursachen für Verkehrsunfälle untersucht, Tempo 100 außerhalb geschlossener Ortschaften eingeführt und 1972 die “Ständige Konferenz Rettungsdienst” im Verkehrsministerium eingerichtet. Der Auftrag an die Bundesanstalt für das Straßenwesen, zur Erhebung der Leistungen im Rettungsdienst stammt übrigens aus dieser Zeit und war als Beigabe zum Unfallverhütungsbericht des Bundes angelegt. Die unter Lebers Führung entworfene Rettungsdienststruktur gilt bis zum heutigen Tag, obwohl die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen Straßen inzwischen auf 3.177 (2017) gesunken ist. Die Begründung für diese Struktur ist damit gleichsam eigentlich entfallen. Ein Blick in die politische

Landschaft zeigt, dass dies auch Dritten nicht verborgen bleibt. So stellte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR-Gesundheit) bereits in seinem Jahresgutachten 2014 in Bezug auf den Rettungsdienst eine „zu hohe Inanspruchnahme einer zu spezialisierten Versorgungsebene“ fest. Mit beinahe 15 Millionen Einsatzfahrten sind heute Kosten für die Notfallrettung in Höhe von fast vier Milliarden Euro verbunden. Gleichzeitig verändert sich das Gesundheitswesen. Und dort insbesondere die arbeitsplatzträchtige Gesundheitswirtschaft, das Fachkräfteangebot und die

Björn Stahlhut ist Grundsatzreferent im Team 25 Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz und Rettungsdienst im DRK-Generalsekretariat

Versorgungssituation im ländlichen Raum. Neustrukturierungen betreffen die ambulante und auch die stationäre Notfallversorgung. Und auch die Krankenhauslandschaft und die verfügbaren Krankenhausbetten unterliegen einem stetigen Wandel. Die Konzeption Zivile Verteidigung aus dem Bundesinnenministerium stellt genau deshalb wichtige Prüffragen im medizinischen Bereich, die insbesondere auf die Ressourcenverfügbarkeiten abzielen. Bemerkenswert, weil für die mandatsgemäße Aufgabenwahrnehmung des DRK von erheblichem Interesse, ist darüber hinaus die neue sicherheitspolitische Standortbestimmung der Bundesregierung, das sogenannten Weißbuch 2016 zur Sicherheitspolitik

und zur Zukunft der Bundeswehr. Für das DRK sind hier die wieder stärkere Betrachtung und Berücksichtigung der Erfordernisse einer Landesund Bündnisverteidigung, also des bewaffneten Konflikts, und das erstmalige Benennen einer großen Gesundheitslage als sicherheitspolitische Herausforderung, als Kernpunkte zu sehen. Wer nun keine konkrete Vorstellung vom Ausmaß einer großen Gesundheitslage hat, dem sei ein Blick in die Bundestags-Drucksache 17/12051 vom 03.01.2013 empfohlen. Dort wird im Zusammenhang mit dem hypothetischen Virus „ModiSARS“ davon ausgegangen, dass erst nach drei Jahren ein Impfstoff entwickelt, freigegeben und in ausreichender Menge verfügbar ist. Bis dahin, so die Annahme, würden in Deutschland in drei Wellen insgesamt 78 Millionen Menschen erkranken, es würden bis zu sechs Millionen Menschen gleichzeitig erkrankt sein und es würden etwa zehn Prozent an der Krankheit sterben. Diese Zahlen setzen allerdings bereits ein frühzeitiges Ergreifen antiepidemischer Maßnahmen voraus. D e r b e w a ff n e t e K o n f l i k t und die gerade beschrieben große Gesundheitslage rufen eine Formulierung aus den Gesamtverteidigungsrichtlinien (also militärische Verteidigung und zivile Verteidigung) aus dem Jahre 1989 wieder in Erinnerung, wonach das weitgehend auf die Normalversorgung im Frieden ausgerichtete Gesundheitswesen nur dann in der Lage sein wird, eine plötzlich anfallende große Anzahl von Verletzten und Kranken gleichzeitig zu behandeln, wenn die Einrichtungen der gesundheitlichen Versorgung auch den Anforderungen eines Massenanfalls rechtzeitig Rechnung tragen können. Das Rote Kreuz im Allgemeinen und der DRK-Rettungsdienst im Besonderen, werden dazu einmal mehr in der Lage sein, wenn sie sich in ihren Strukturen und Fähigkeiten darauf einstellen, wenn sie sich stets ihres Auftrages und ihres Mandats bewusst bleiben und die Erinnerung an Solferino bewahren.

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jubilare

MITARBEITER I M FOKUS DIENSTJUBILÄEN

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WALTER, TOBIAS

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DERNBACH, FRANK KÖPPE, STEFFI KRÄMER, THORSTEN

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BOTTLENDER, STEFFEN CANKAYA, ALPER GÖLZ, GABRIEL LANTELME, SABINE WEINSHEIMER, CHRISTOPH

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KARL-RAINER KILZ, RETTUNGSASSISTENT Schon seit 1978 fährt Karl-Rainer Kilz Rettungsdienst beim Deutschen Roten Kreuz. Als Rettungsassistent und später Leitstellendisponent war er stets auf der DRK-Rettungswache Bad Kreuznach aktiv. Mittlerweile genießt er bereits seinen Ruhestand. WOLFGANG LÖRCHNER, RETTUNGSASSISTENT Seit 40 Jahren ist Wolfgang Lörchner im DRK-Rettungsdienst aktiv. Als Rettungsassistent kennt er sein Einsatzgebiet rund um die DRK-Rettungswache Idar-Oberstein ganz genau und gehört zum Inventar der Mitarbeiterschaft in Idar-Oberstein. ULRICH BÖSING, RETTUNGSWACHE BINGEN ARMIN LEIMER, RETTUNGSWACHE ALZEY FLORIAN SCHNEPPENDAHL, RETTUNGSWACHE RHAUNEN MARKUS WOLFFS, INTEGRIERTE LEITSTELLE JOACHIM FEY, RETTUNGSWACHE BAD SOBERNHEIM RÜDIGER GEMMEL, RETTUNGSWACHE BAD SOBERNHEIM ROLF TRIESELMANN, RETTUNGSWACHE WORMS CHRISTIAN KUBIS, RETTUNGSWACHE MAINZ (UNI)

5 BEHR, ANNIKA BUCHER, MILA FRICKE, FABIAN HEUSER, FABIAN KEUCHEL, MICHAEL KOSMANN, KIM SCHNIER, LAURA SCHRÖER, ALINE WILL, BJÖRN


drk-persönlich 21

INTEGRATION IM RETTUNGSDIENST     EIN ERLEBNISBERICHT VON MOHAMMAD HOMSI                                    Wie hast du die Zeit vor deiner Flucht erlebt? Es war immer gefährlich, da ich immer auf dem Weg zu meiner Uni oder Arbeit von dem Militär gestoppt wurde. Sie kontrollierten alle Leute und es war gefährlich, je nachdem aus welcher Stadt man stammte wurde man lange festgehalten und musste viel Geld bezahlen um weiter zu fahren. In meiner Arbeit beim Halbmond habe ich viel Elend und Leid gesehen, der größte Anteil der Einsätze waren Kriegsverletzte nach Bombenanschlägen. Fühlst du dich willkommen in Deutschland? Ich selbst habe keine Feindlichkeiten oder Fremdenhass erlebt. Ich fühle mich willkommen in Deutschland. Wie erlebst du die deutsche Kultur?

Wie war deine Flucht im September 2015?

Was hast du vor deiner Flucht in Syrien gearbeitet?

Ich bin von Syrien in die Türkei gefahren, dann von der Türkei mit einem kleinen Boot nach Griechenland. Von dort nach Serbien, dann nach Ungarn und dann über Österreich nach Deutschland. Meine Flucht dauerte 9 Tage.

Vor meiner Flucht arbeitet ich 2 ½ Jahre beim syrisch-arabischen roten Halbmond (Katastrophenschutz/ Sanitäter) und studierte arabische Literatur, davor lernte ich Business Administration and Marketing.

Die deutsche Kultur war für mich völlig fremd und neu, aber da ich ein offener Mensch bin, kann ich mich darauf einlassen. Natürlich ist mir meine Kultur sehr wichtig aber ich respektiere und akzeptiere daher auch jede andere Kultur Welche Zukunftspläne hast du? In meiner Zukunft möchte ich die Ausbildung zum Notfallsanitäter machen und ein glückliches Leben in Frieden leben. Vielen Dank für das Interview. Das Gespräch führte Daniel Schon.

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nachruf

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Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt. Ein Mensch, der zu uns gehörte, ging. Was uns bleibt, sind Dankbarkeit und Erinnerung.

Nachruf Plötzlich und unerwartet verstarb unser Mitarbeiter

Michael Wayand Rettungsassistent

Michael Wayand begann seine Tätigkeit beim Deutschen Roten Kreuz bereits im Jahre 1993 als Rettungsassistent. Im Verlauf seiner beruflichen Laufbahn versah er seinen Dienst am Menschen bis zuletzt auf der DRK-Rettungswache Rhaunen. Wir verlieren mit Michael Wayand einen pflichtbewussten Mitarbeiter, der für unzählige Menschen der erste Ansprechpartner im Notfall war. Die Rotkreuzfamilie wird Michael Wayand ein ehrendes Andenken bewahren. Unsere Gedanken sind bei seinen Kindern und seiner Familie.

DRK Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe gGmbH

DRK-Kreisverband Birkenfeld e.V.

Jörg Steinheimer Stefan Grünewald Geschäftsführer Betriebsrat im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Jörg Schmitt Geschäftsführender Vorstand

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editorial

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SAVE THE DATE SOMME RFEST    VORANKÜNDIGUNG!                                    

Von Mitarbeitern für Mitarbeiter: Familien-Sommerfest 2018

25|08|18 HIGHLAND GAMES IN IDAR OBERSTEIN

IMPRESSUM HERAUSGEBER: DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe V.i.S.d.P.: Jörg Steinheimer REDAKTION: Thomas Adrian Philipp Köhler Monika Kauhausen LAYOUT: Philipp Köhler DRUCK: Mit freundlicher Unterstützung der Flyeralarm GmbH FOTOS: Köhler/DRK Privat DRK, IFRK KONTAKT: DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe Redaktion STATUS ZWO Lotharstraße 11-13 55116 Mainz mitarbeiterzeitschrift @drk-rhein-nahe.de Telefon: 06131 57075-0 Fax: 06131 57075-79

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Profile for DRK-Rettungsdienst

STATUS ZWO - Unser Mitarbeitermagazin - Ausgabe 24 | 04/2018  

Mitarbeitermagazin des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe aus Mainz. Themen im Heft: - Besuch der Ministerpräsidentin Malu Dreyer - Rettun...

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