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neue serie

einsatz

ko o p e rat i o n

wissenschaft

rettungsdienst & manv

gefahr co-gas

forstrettung

drk-symposium

Neue Serie gibt Tipps Seite 08

Ein Einsatzbericht Seite 13

Übung im Wald erfolgreich Seite 17

Seiters fordert Vernetzung Seite 23

STATUS ZWO Mitarbeitermagazin des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

wir sind präsidentin DRK wählt Gerda Hasselfeldt zur neuen Präsidentin SEITE 5

neuer itw

Neue Fahrende Intensivstation auf der Rettungswache Mainz SEITE 19

mitarbeitervorteile Als DRK-Mitarbeiter gibt es viele Vorteile. Wir geben einen Überblick. SEITE 15

Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

www.drk-rhein-nahe.de


02

i n h a lt

Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre und danken allen, die bei der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben.

Die Redaktion

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STATUS ZWO | Ausgabe 23 - Dezember 2017

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i n h a lt 03

INHALT     STATUS ZWO                                    04 chefsache aktuell

18 neuer ITW für mainz

Neues aus der Geschäftsleitung. Hier schreibt Jörg Steinheimer persönlich

Der neue Intensivtransportwagen der Rettungswache Mainz im ausführlichen Portrait

05 wir sind präsidentin

21 mitarbeiter im fokus

DRK wählt Gerda Hasselfeldt zur neuen Präsidentin

Alle Dienstjubiläen aus dem vierten Quartal 2017 im Überblick

06 5 Fragen an...frank altenkirch Frank Altenkirch folgt auf Jens Mangold als Qualitäsbeauftragter. Im Interview erzählt er über seine Ideen und Visionen für ein lebendiges Qualitätsmanagement

08 rettungsdienst im katastrophenschutz Die neue Serie von Johannes König beleuchtet die Rolle des Rettungsdienstes bei Großeinsätzen und gibt Tipps für den Einsatz

22 verabschiedung in den ruhestand Rainer Kilz und Volkhard Werking gehen in Rente

23 drk-symposium in berlin Notfallversorgung in Deutschland - Gesundheit als Faktor in der Sicherheitspolitik - ein Bericht

24 weil ich will Aufruf zum Freiwilligendienst im Rettungsdienst

13 gefahr kohlenmonoxid Im Einsatzbericht zeigt Daniel Schon die Gefahren und Herausforderungen bei Einsätzen mit CO Gas auf

14 gamir update Ein Überblick zu den Angeboten für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

13 drk mitarbeitervorteile In Zusammenarbeit mit der DRK-Service GmbH präsentieren wir interessante Vorteile für DRKMitarbeiter bei SKY, T-Mobile und Vodafone

17 forstrettungsübung In Zusammenarbeit mit dem forstsamt Rheinhessen beteiligten wir uns an einer Forstrettungsübung

18 rheinhessen-nahe vor ort Wir berichten kurz über Aktionen und Events

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chefsache

CHEFSACHE AKTUELL JÖRG STEINHEIMER Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sehr geehrte Leserinnen und Leser, die Weiterqualifizierung unserer Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten zu Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern ist nach wie vor eine der Herausforderungen denen wir uns aktuell stellen müssen. Darüber hinaus wachsen die Ansprüche unseres Patientenklientels stetig und das gesamte Gesundheitswesen macht eine grundlegende Reform durch. Gerda Hasselfeldt stellt sich als erste Frau an der Spitze diesen Herausforderungen. Dafür habe Ich Ihr stets eine gute Hand gewünscht und freue mich auf Ihre Impulse. Im kommenden Jahr zeichnet sich ein neues Rettungsdienstgesetz für Rheinland-Pfalz ab. Die Leitstellenlandschaft wird aktuell hinsichtlich ihrer Anzahl in Rheinland-Pfalz, der benötigten Größe, der technischen Ausstattung, ihren Standorten und den zu bewältigenden Aufgaben. diskutiert. Rettungsdienstmitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehen sich großen Herausforderungen gegenüber. Aber auch für die Leitungs- und Führungskräfte gilt es sich den vor uns liegenden Herausforderungen zu stellen und diese zu meistern. Hierbei bin ich dankbar ein tolles Team an meiner Seite zu wissen und deshalb kann ich zuversichtlich in die Zukunft blicken. Dennoch

möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass vieles was wir aktuell als Gewohnheitsrecht ansehen zukünftig aus den verschiedensten Gründen und von verschiedenen handelnden Personen und Institutionen in Frage gestellt werden wird. Auch diese Umstände werden wir meistern, wenngleich damit auch Einsparungen und Einschnitte zu verzeichnen sein werden.

Start ins Jahr 2018. Ihnen, Ihren Familien und allen Menschen die Ihnen etwas bedeuten wünsche ich Gesundheit und Glück im neuen Jahr. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit im Namen von Henry Dunant und der Bewegung des Roten Kreuzes.

Herzlichst Ihr Jörg Steinheimer Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

Ich freue mich über eine starke Gemeinschaft im Deutschen Roten Kreuz. Ich freue mich über jeden Mitarbeiter der bereit ist im Namen dieser weltweiten Gemeinschaft seinen Dienst anzutreten und ich danke Ihnen für Ihre Bereitschaft immer wieder für Andere da zu sein. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine angenehme Weihnachtszeit und einen guten

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präsidentin

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DRK WÄHLT NEUE PRÄSIDENTIN GERDA HASSELFELDT FOLGT AUF DR. RUDOLF SEITERS

Foto: Michael Handelmann

Erstmals steht eine Frau an der Spitze des Deutschen Roten Kreuzes. Die DRK-Bundesversammlung wählte am 01.12.2017 in Berlin einstimmig Gerda Hasselfeldt zur neuen Präsidentin. Die frühere Bundesministerin und ehemalige Bundestagsabgeordnete ist damit Nachfolgerin von Dr. Rudolf Seiters, der nach 14 Jahren aus dem Amt scheidet. “Wir wünschen unserer neuen Präsidentin für Ihre Amtszeit viel Erfolg im Sinne der Rotkreuzgrundsätze. Gerade im Rettungsdienst stehen wir vor einem ständigen Wandel. Daher freuen wir uns, dass eine Frau mit viel Erfahrung Verantwortung für das DRK übernimmt.” so Jörg Steinheimer, Geschäftsführer des DRKRettungsdienst Rheinhessen-Nahe. „Ich freue mich sehr auf meine neue ehrenamtliche Aufgabe. Es

ist mir eine Herzensangelegenheit, Menschen in Not zu helfen, ob in Deutschland oder in den vielen Krisen- und Katastrophenregionen der Welt. Immer mehr Menschen fliehen vor Krieg, Gewalt, Klimawandel, Hunger und Armut. Und auch wir in Deutschland müssen uns bei der Notfallversorgung der Bevölkerung auf neue Herausforderungen einstellen“, sagte die DRK-Präsidentin. „Mit Gerda Hasselfeldt hat das Deutsche Rote Kreuz eine herausragende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens zur neuen Präsidentin gewählt. Dazu gratuliere ich sehr herzlich“, sagte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière. Darüber hinaus dankte er dem DRK in einem Grußwort für seine Arbeit in der Flüchtlingskrise. Das DRK sei außerdem ein wichtiger Partner der Behörden im Bevölkerungsschutz und

bei Katastrophenfällen. Die am 7. Juli 1950 in Straubing geborene Gerda Hasselfeldt war von 1989 bis 1991 Bundesministerin für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau sowie von 1991 bis 1992 Bundesgesundheitsministerin. Von 2005 bis 2011 bekleidete sie das Amt der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, dem sie von 1987 bis zur Bundestagswahl im Herbst 2017 angehörte. Zuletzt war die DiplomVolkswirtin Vorsitzende der CSULandesgruppe im Bundestag. Der bisherige DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters, der im Oktober seinen 80. Geburtstag feierte, wurde von der Bundesversammlung zum Ehrenpräsidenten ernannt.

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interview

5 FRAGEN AN: FRANK ALTENKIRCH     NEUE PERSONALIE IM QUALITÄTSMANAGEMENT                                    Frank Altenkirch hat zum 01. Oktober 2017 die Nachfolge von Jens Mangold als Qualitätsbeauftragter angetreten. Im Interview schildert er seine Eindrücke und Ideen für die zukunft unseres QM-systems.

1. D u b i s t n u n n e u e r Qualitätsbeauftragter eines der größten Rettungsdienste in Deutschland. Wie fühlt sich eine so große Verantwortung an? Wie gehtst du damit um? Ich freue mich sehr über die Stelle des QMB in der RD Rhein Nahe. Jens Mangold hat mit der hervorragenden Arbeit bisher eine sehr umfängliches Qualitätsmanagement geschaffen bei dem ich mich auch noch ganz herzlich für die stete Unterstützung bedanken möchte. An dieser Stelle übernehme ich ja quasi ein System, welches schon präsent und funktionell ist. Mein Bestreben ist, dieses natürlich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch näher zu bringen und Ihnen im Umgang damit auch Sicherheit und Transparenz zu

geben. Die Schnelllebigkeit unserer heutigen Zeit zeigt einmal mehr, dass wir schneller auf Umstände reagieren und diese auch entsprechend nachhalten müssen. Und jeder von uns trägt dazu bei. 2. Du bist vorher lange im mobilen Rettungsdienst eingesetzt gewesen und warst stellvertretender Leiter der DRKRettungswache Bad Kreuznach und Abwesenheitsvertreter des Leiter Rettungsdienst – woher kam der Entschluß ins Qualitätsmanagement zu wechseln? Meine Affinität zur Technik und zum Qualitätsmanagement waren hier wohl auschlaggebend. Seit 2013 begleiten mich ja auch die Tablets und diese Entwicklung in der Notfallmedizin

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finde ich sehr spannend. 3. Wo liegen, deiner Meinung nach die größten Herausforderungen im QM eines Rettungsdienstes und im Besonderen in unserem Rettungsdienst? Die Umsetzung von Normen und Gesetzen ist wohl die größte Herausforderung. Auf diesem Sektor müssen wir immer wieder mit teilweise einschneidenden Veränderungen rechnen und diese dann auch in unserer bestehendes System einarbeiten und umsetzen. Weiterhin ist dies aufgrund unserer Größe nicht immer einfach. Jedoch bin sehr froh darüber, dass sich viele unserer Mitarbeiter ebenso Gedanken machen und mir auch diese Ideen zusenden. Davon lebt ein QM.


interview 4. Trotz aller Normen trägt ein Qualitätsmanagementsystem immer ein bisschen die Handschrift seines Qualitätsbeauftragten – welche Schwerpunkte hast du dir gesetzt bzw. welche Visionen hast du für unser QM-System für die Zukunft? Schnelle Reaktionen, zügige Umsetzungen, Nachhaltigkeit u n d Tr a n s p a r e n z s i n d f ü r mich die erstrebten Ziele. Als Rettungsdienstmitarbeiter war ich es gewohnt im Team zu arbeiten, mich auf den anderen verlassen zu können. Aber auch als QMB kann man nicht alleine arbeiten. Die Unterstützung der Mitarbeiter ist absolut notwendig. Die Weiterentwicklung unserer jetzigen Position sowie die Etablierung neuer Strategien ist für mich der zu beschreitende Weg.

5. Zum Schluß möchten wir dir hier Gelegeheit geben, noch einige persönliche Worte zu sagen: Ich möchte dieses Interview auch gerne zum Anlass nehmen um mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu bedanken. Sei es das Einstellen neuer Vorschläge zur Verbesserung des QM, die Unterstützung bei der Anwendung der NIDA-Pads sowie die stete Schulung der Kollegen durch Multiplikatoren und Wachenleiter. Die LRD nicht zu vergessen, denen ich hin und wieder mal die Mitarbeiter „mopse“ um Schulungen zu halten, Willi Kindgen in der Hoffnung das ich nicht die Budgets überziehe und natürlich auch Jörg Steinheimer für die

stetige Unterstützung und das in mich gesetzte Vertrauen für meine Arbeit. In Zeiten, in den die negativen Aspekte oft stilisiert werden, sollten wir das Positive ebenso kundtun. Ich wünsche allen eine besinnliche Weihnachtszeit und freue mich sehr auf die vor uns liegende Zusammenarbeit. Wir bedanken uns für das Gespräch und nutzen die Gelegenheit, unser lebendiges Qualitätsmanagement kurz vorzustellen: Der DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe verfügt bereits seit 2002 über eine webbasierte QM-Plattform. Sie unterstützt unsere Mitarbeiter/innen interaktiv bei zahlreichen Prozessen. Nachfolgend eine kleine Übersicht der Funktionalitäten unseres QM-Systems. Mit durchschnittlich 20.000 Seitenzugriffen täglich ist dieses Managementsystem nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Die persönliche Startseite ist neben der Quick-Info zu unseren Fahrzeugen die wichtigste Kommunikationsebene zu allen Mitarbeiter/innen der Organisation. Sie fasst alle wichtigen Informationen für den Mitarbeiter zusammen. Abhängig von seinen Funktionen werden nachfolgende Punkte angezeigt: • ungelesene Dienstanweisungen und Rundschreiben • persönliche Termine für Fortbildungen oder Arbeitsmedizinische Untersuchungen • Hinweis zu nicht besuchten Pflichtterminen Zu Dienstbeginn bucht sich die Besatzung auf dem jeweiligen Rettungsmittel ein und erhält über die Quick-Info alle wesentlichen Informationen zum Fahrzeug, der Wache. Nach dem Login werden die Mitarbeiter/innen des Fahrdienstes direkt auf die Informationsseite ihres Fahrzeugs geleitet und erhalten nachfolgende Informationen in einer schnellen Übersicht: • offene MPG-Einweisungen des Mitarbeiters • fällige Aufgaben zum Fahrzeug • fällige Aufgaben der

• •

07

Dienststelle offene KFZ-Mängel, MPGStörungsmeldungen, Haustechnikstörungen und EDV-Störungen offene Infektionsfahrtenmeldungen wichtige Straßensperrungen

Das Message-Center dient der internen Kommunikation und beinhaltet nachfolgende Funktionen: • Schreiben von Textnachrichten an Einzelpersonen oder Mitarbeitergruppen filterbar nach Dienststelle, Ausbildung oder Beschäftigungsverhältnis. • optionale Weiterleitung von Nachrichten an private oder dienstliche eMail-Accounts • Zustellung von Systemnachrichten aus der QM-Plattform (Bsp. Buchungsbestätigungen aus der Seminarverwaltung) Ein umfassendes Aufgabentool erlaubt die Zuweisung von Aufgaben pro Fahrzeug, Wache oder Mitarbeiter. Die Aufgabenerledigung wird digital dokumentiert. Überfällige Aufgaben werden der vorgesetzten Stelle auf deren persönlicher Startseite angezeigt. Für Vorgesetzte steht eine Erinnerungsfunktion zur Verfügung. Hiermit lassen sich Mitarbeiter mit wenigen Klicks über das MessageCenter zur Erledigung der Aufgabe anmahnen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich jederzeit per Computer auf jeder Dienststelle in das Managementportal einloggen. Unterwegs ist die Bedienung des QM-Systems auch per Smartphone oder Tablet möglich. Auch Urlaubsanträge können mobil per Smartphone aufgegeben werden. Zudem ist die Einsicht in den aktuellen Dienstplan in Echtzeit per mobilem Endgerät möglich. der Schichtplan lässt sich sogar für die Familie als Kalenderdatei teilen. So wissen alle immer genau wann das Familienmitglied welchen Dienst hat. Der Login funktioniert zusätzlich auch über die DRK-Retter4U App, die kostenlos in den Appstores zum Download bereitsteht.

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einsatz

NEUE SERIE: MANV EINSATZ     KATASTROPHENSCHUTZ IM RETTUNGSDIENST                                    Die effektive Zusammenarbeit von Katastrophenschutz und Rettungsdienst ist einer der Faktoren, um möglichst viele Menschen nach einem Grossschadensereignis zu retten.

Die neue Serie von unserem Mitarbeiter und Organisatorischen Leiter Johannes König, beleuchtet die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Katastrophenschutz an der Einsatzstelle mit mehreren Verletzten. Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes sind bei MANV oder Großschadenslagen die ersten med. Einsatzkräfte vor Ort. Mit ihrem Handeln in den ersten Minuten stellen sie entscheidende Weichen für den Verlauf des Einsatzes und tragen maßgeblich dazu bei Menschenleben zu retten. Daher ist die Kenntnis von wesentlichen Teilen der Einsatztaktik bei MANV absolut erforderlich. Neben

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der qualifizierten Rückmeldung und Nachforderung von Kräften, sowie des Initialen Aufbaus der Raumordnung ist die Vor-/Sichtung aller Betroffenen zur schnellen Versorgung von zentraler Bedeutung. Oberstes Ziel dabei ist das schnelle Herausfinden und Versorgen von vital bedrohten Patienten (SK I, rot). Mit dem Inkrafttreten des Alarm- und Einsatzplan Gesundheit Rheinhessen per 1.7.2016 wurde eine einheitliche Sichtung und Registrierung nach den Vorgaben der Landesregierung eingeführt. Der Alarm- und Einsatzplan Gesundheit Rheinhessen (AEP-G Rhh) gilt für die Landkreise Alzey-Worms und Mainz-Bingen, die Städte Alzey, Mainz und Worms. Der AEP-G Rhh regelt die

wichtigsten

Sichtung und Registrierung mit Verletztenanhängekarten. Im Punkt „ A.7. Registrierung von Betroffenen“ heißt es: „zur Sichtung und Registrierung von Betroffenen – das sind unverletzte Personen, verletzte und erkrankte Personen, tote Personen – werden an den Schadenstellen die Anhängekarten für Verletzte und Kranke oder sonstige geeignete Registrierungsmöglichkeiten verwendet“. An einer anderen Stelle heißt es: „von den Städten und Landkreisen werden ausreichende Anhängekarten einschließlich Klarsichthülle und Farbcodierung vorgehalten und den entsprechenden Einsatzkräften zur Sichtung und Dokumentation der Behandlung der Patienten zur Verfügung gestellt.“


einsatz 09 Dem Grundsatz „Keep it short and simple“ folgend vereinbarten alle Beteiligten die einheitliche Registrierung bei Großschadenslagen mittels der Verletztenanhängekarte um möglichst einfache Strukturen zu haben. Diese Anhängekarten sind auf den NEF und RTH im Landkreis MainzBingen, den Städten Alzey, Mainz und Worms sowie auf den GW-San des Landkreises Mainz-Bingen Süd und Nord sowie auf den ELW 1/11-1, 9/11-1, den KdoW der LNA und OrgL verlastet, jeweils in Päckchen zu 25 Stück und fortlaufend nummeriert. Die Nummer bestehen aus dem Kürzel der Gebietskörperschaft und einer fortlaufenden einmal vergebenen und damit eindeutigen Nummer. Diese eindeutige Nummer dient als schnelles Identifikationsmerkmal zur Behandlungs- und Transportzuweisung. Zusätzlich gibt es für außergewöhnliche Lagen noch eine größere Reserve an Anhängekarte. Doch zunächst erstmal zur Idee der Sichtung im Rettungsdienstbereich Rheinhessen und Bad Kreuznach: 1. Vorsichtung Auf allen Rettungsmitteln sind MANV-Mappen vorgesehen. Diese ermöglichen eine erste Vorsichtung durch nichtärztliches Personal, bevor Verletztenanhängekarten an der Einsatzstelle vorhanden sind, ab deren Verfügbarkeit sollen nur diese genutzt werden. 2. Sichtung/Registrierung mit Verletztenanhängekarten Durch den Einsatz Verletztenanhängekarten wird nicht nur die Sichtung sondern auch die Registrierung als Aufgabe der Abschnittsleitung Gesundheit umgesetzt. Mittels der Verletztenanhängekarten kann zunächst eine Sichtung und später die komplette Erfassung der Patientendaten im Rahmen der Registrierung vorgenommen werden. D. h. die Patienten werden in einem immer wiederkehrenden Prozess beurteilt und in so genannte Sichtungskategorien eingeteilt. Ziel ist es, Behandlungsprioritäten, sowie eine

Abb. 1

mögliche Transportpriorität festzulegen. Dies geschieht mittels Festlegung der Kategorie anhand einer Zahl und einer Farbe durch einen Arzt. Im Geltungsbereich des AEP-G Rhh fällt dies in den Verantwortungsbereich des Leitenden Notarztes (LNA). Diese Sichtungskategorien sind (siehe Abb. 1): • Weißer Farb-Einleger bedeutet, der Betroffene ist bisher ungesichtet • Keine Farb-Einlage bedeutet der Betroffene ist unverletzt (Der Farbcodierstreifen wird in das große Fach der Verletztenanhängekarte gelegt). Anhand der Einteilung in die Sichtungskategorien und damit verbundene Ermittlung der Anzahl der Betroffenen/ Verletzten der einzelnen Kategorien kann der LNA unter anderem folgende Aufgaben wahrnehmen: • Priorisierung der Behandlung der Patienten • N a c h a l a r m i e r u n g v o n weiterem ärztlichem Personal • Verteilung der Verletzten auf die Krankenhäuser bzw. medizinischen Einrichtungen. Zu den eigenständigen Aufgaben des Organisatorischen Leiters gehören: • die Festlegung der zu alarmierenden Einheiten/Einrichtungen des Rettungs-, Sanitäts- und Betreuungssowie Verpflegungsdienstes als auch sonstiger Stellen, z.B.: PSNV, um die Vorgaben aus der Sichtung umzusetzen • E i n r i c h t u n g einer Betreuungsstelle und Anordnung weiterer betreuerischer Maßnahmen

für unverletzte Personen • K o o r d i n i e r u n g des Patientenabtransports in Abstimmung mit der Rettungsleitstelle oder integrierten Leitstelle nach den Vorgaben des LNA, sowie die Festlegung von Patientenablagen, Behandlungsplätzen, Rettungsmittel- halteplätzen, Hubschrauberlandeplätzen einschließlich der Kennzeichnung und Einweisung in Abstimmung mit der Einsatzleitung • Sicherstellen der Registrierung aller Betroffenen Aufgaben der Sichtung und Registrierung sind: • Ermittlung der Anzahl der Betroffenen/Verletzten • E i n t e i l u n g in die Sichtungskategorien • Ermittlung des Bedarfs an weiteren Kräften und Materialien, Einrichtungen • E r m i t t l u n g des Versorgungsbedarfs in den Kliniken • Ermittlung des Bedarfs an Betreuungsstellen • E r m i t t l u n g des Verpflegungsbedarfs für Einsatzkräfte und Betroffene • Ermittlung des Bedarfs an sonstigen Einrichtungen • Erhalten von Informationen für andere Fachdienste und Angehörige Die in Rheinhessen verwandten Verletztenanhängekarten haben folgenden Inhalt: • Anhängekarte mit Barcode und festvergebener Nummer • 5 Barcodeaufkleber • D I V I - P r o t o k o l l mit

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manv einsatz

Barcodeaufkleber • S u c h d i e n s t k a r t e Barcodeaufkleber

mit

Der Barcode kann mittels Scanner in die ELW-Software eingelesen werden. Ebenso ist in dem Päckchen die Anlage „A10.13 Ablaufschema Registrierung des AEP-G Rhh“ enthalten. Darin das Vorgehen schrittweise erklärt: 1. Verteilen von Anhängekarten an der Einsatzstelle durch arztbesetzte Rettungsmittel/LNA. 2. Eintragen der Sichtungskategorie und Verletzungsnummer bzw. Erkrankung und Einstellen der Farbeinlage in der Hülle. 3. Eintragen von Personalien, Geschlecht, Datum i n Ve r l e t z t e n a n h ä n g e - u n d Suchdienstkarte 4. Das transportierende KFZ/ Rettungsmittel notiert seinen Rufnamen oder amtl. Kennzeichen sowie das Transportziel auf beiden Karten (Verletzenanhänge- und Suchdienstkarte). 5. Unmittelbar vor Abtransport Trennung des gelben Deckblattes von der Suchdienstkarte. Dieses ist der Führungskraft an der Einsatzstelle oder des Unterabschnitts abzugeben (LNA/ OrgL/UA-Leiter). 6. Überführung der Betroffenen zur Klinik/ Betreuungsstelle. 7. Bei Ankunft in der Klinik/ Betreuungsstelle wird kontrolliert, ob das richtige Transportziel eingetragen wurde 8. Der weiß-gelbe Durchschlag wird in der Klinik/an der Registratur der Betreuungsstelle mit den Betroffenen abgegeben. Die Klinik/Betreuungsstelle leitet den Durchschlag an das KAB/“Gemeinsame Auskunftstelle“ weiter. 9. Die Betreuungsstelle dokumentiert Personendaten, Eingang, Ausgang und endgültigen Verbleib nach Entlassung. Im Sommer 2017 wurden die neuen Anforderungen der 6. Konsensuskonferenz zur Sichtung umgesetzt und Aufkleber “TP” für Transportpriorität und “K” für Kontaminiert eingeführt.Der LNA Kommandowagen, alle OrgL sowie die beiden Einsatzleitwagen verfügen

Der QR-Code zur Schnellanleitung zur Verwendung der Anhängekarte für Verletzte und Erkrankte im Alarmund Einsatzplan Gesundheit in Rheinhessen kann einfach mit dem Smartphone gescannt werden und führt dann direkt zur aktuellen Version der Taschenkarte. Auf www.org-leiter. de stellen die Organisatorischen Leiter der Stadt Mainz und des Landkreises Mainz-Bingen die Aufgaben und Strukturen der Einsatzabschnittsleitung Gesundheit ausführlich vor und erläutern deren Arbeitsweise. Zudem sind auch die einheitlichen Alarmierungskriterien der ALG an dieser Stelle aufgelistet.

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manv einsatz 11 über jeweils 50 dieser Aufkleber. Diese werden vom Arzt auf die Hülle an der Farbcodierung aufgeklebt. Für Unverletzte bleibt es dabei, dass der Farbcodeeinleger in die Verletztenanhängekarte gesteckt wird und das untere Fach leer bleibt. Gerade dem hauptamtlichen Rettungsdienst kommt zu Beginn einer Großschadenslage, und sei es nur ein Einsatz mit mehreren Verletzten, einen absolute Schlüsselfunktion zu. Das ersteintreffende Rettungsmittel muss zwingend für eine professionelle und schnellstmögliche Sichtung und qualifizierte Rückmeldung an die Leitstelle sorgen. allein diese Maßnahme, kann über den gesamten Einsatzverlauf und dessen Erfolg, entscheiden. Daher gilt es die praktische Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und ehrenamtlich organisierten Einsatzeinheiten des Sanitätsdienstes, insbesondere der DRK-Schnelleinsatzgruppen, zu intensivieren. Hier sind auch die Kostenträger des Rettungsdienstes aufgerufen, sich an diesen Kosten zu beteiligen. Nur so kann im Ernstfall eine professionelle Patientenversorgung ermöglicht werden. An der Einsatzstelle übergibt der Notfallsanitäter des ersteintreffenden Rettungsmittels die Einsatzstelle an den Leitenden Notarzt der, gemeinsam mit dem Organisatorischen Leiter, die Einsatzabschnittsleitung Gesundheit bildet. Um besser von den nachrückenden Rettungsmittelbesatzungen unterschieden werden zu können, trägt der Fahrzeugführer des ersten Rettungswagens oder Notarzteinsatzfahrzeugs eine blaukarierte Kennzeichnungsweste, die in den Einsatzmappen für Massenanfälle von Verletzten im Rettungswagen vorgehalten werden. Zusätzlich zu den Anhängekarten befinden sich in den Mappen auch einige medizinische Materialien zur Durchführung lebensrettender Sofortmaßnahmen.

Übergabe der Einsatzstelle vom Notfallsanitäter des ersteintreffenden Rettungsmittels an den Leitenden Notarzt. Registrierung Betroffener einer Großschadenlage Schnellanleitung zur Verwendung der Anhängekarte für Verletzte/Kranke im Alarm- Einsatzplan Gesundheit Rheinhessen

3. Eintragen von Personalien,

1. Verteilen von Anhänge-

Geschlecht, Datum in Verletztenanhänge- und Suchdienstkarte

karten an der Einsatzstelle durch arztbesetzte Rettungsmittel/LNA.

4. Das transportierende KFZ

notiert auch seinen Rufnamen oder amtl. Kennzeichen und das Transportziel auf beiden Karten.

2. Eintragen der Sichtung und Einstellen der Farbeinlage in der Hülle.

KAB Auskunftstelle

5. Unmittelbar vor Ab-

transport Trennung des gelben Deckblattes von der Suchdienstkarte. Dieses ist der Führungskraft an der Einsatzstelle abzugeben (LNA/OrgL).

9. Die Betreuungsstelle

dokumentiert Personendaten, Eingang, Ausgang und endgültigen Verbleib nach Entlassung.

8. Der weiß-gelbe Durchschlag wird in der Klinik/an der Registratur der Betreuungsstelle mit den Betroffenen abgegeben. Die Klinik/Betreuungsstelle leitet den Durchschlag an das KAB/“Gemeinsame Auskunftstelle“ weiter.

7. Bei Ankunft in der

Klinik/Betreuungsstelle wird kontrolliert, ob das richtige Transportziel eingetragen wurde.

Transtortpri.

Kontaminiert

K

TP

6. Überführung der

Betroffenen zur Klinik/ Betreuungsstelle.

FARBCODIERUNG BETROFFENER Verletzte Ungesichtete Tote Unverletzte Rot, Gelb, Grün, Blau WEIß TOD KEINE Einlage

Die Taschenkarte zur Verwendung der Patientenanhängekarte gibt es kostenlos zum Download.

Weitere Informationen finden sich auch auf der Internetseite:

www.org-leiter.de

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einsatz

EINSATZBERICHT CO-VERGIFTUNG     EIN EINSATZBERICHT VON DANIEL SCHON                                    Immerwieder

kommt es im Rettungsdienst zu Einsätzen wegen einer Kohlenmonoxidvergiftung. wichtig dabei das Warngerät der Mitarbeiter im Rettungsdienst ist, zeigt dieser Einsatzbericht.

Im September kam es im Bereich der Rettungswache Idar-Oberstein zu einem Einsatz, der gezeigt hat, wie wichtig die von den Kollegen mitzuführenden KohlenmonoxidWarner sind. Die Alarmierung der Integrierten Leitstelle Bad Kreuznach an die Kollegen kam um ca. 01.30 Uhr. Die Meldung lautete: Schlechter AZ, Durchfall unklarer Ursache, normale Anfahrt. Knapp 20 Minuten später vor Ort haben die Kollegen Ihre Jacken aufgrund des Einsatzbildes „Durchfall unklarer Genese“ im Fahrzeug gelassen. Im Haus wurde ein Patient im Badezimmer sitzend auf der Toilette aufgefunden, der Wert auf der GlasgowComa-Scale war 3 (bewußtlos). In der Wohnung ebenfalls anwesend war die

Lebensgefährtin des Patienten. Der Patient wurde auf den Boden gelegt, der Notarzt nachalarmiert und der Patient mit Sauersoff versorgt und das Monitoring angelegt. Der Patient zeigte im ersten ABCDE-Überblick ein A und D Problem bei einer Sauerstoffsättigung von 97%. Unter Sauerstoffgabe und Maßnahmen zur Behebung des Atemwegproblems, verbesserte sich der Zustand des Patienten und er klarte auf. Beim Betreten der Wohnung durch den nachgeforderten Notarzt, schlug der CO-Warner des NEF-Fahrers an und zeigte einen Wert von 150 PPM. Der CO-Warner der RTWBesatzung war zu diesem Zeitpunkt an der Einsatzjacke, die aufgrund der Einsatzmeldung im Hinblick auf eine Kontamination bei Verdacht auf

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Wie

infektiöse Gastroenteritis, vorsorglich im Fahrzeug geblieben war. Der Patient wurde sodann in den Rettungswagen gebracht. Ein weiterer RTW wie auch Feuerwehr und Polizei wurden alarmiert. Die im Haus befindliche zweite Wohnung wurde unter Protest der dortigen Bewohner ebenfalls geräumt. Die weitere Anamnese der Lebensgefährtin ergab, dass diese seit dem Vortag über Kopfschmerzen und Übelkeit klagte. Der Patient wurde mit relativ unauffälligem Status zur Zentralen Notaufnahme nach Idar-Oberstein gebracht, während der Rettungsassistent vom NEF bis zum Eintreffen des zweiten RTW die Lebensgefährtin des Patienten betreute. Die Bewohner der zweiten Wohnung waren medizinisch unauffällig Um kurz nach 6 Uhr morgens dann wurden beide RTW der Rettungswache Idar-Oberstein dringend ans Krankenhaus bestellt. Im Konvoi ging es dann von Idar-Oberstein aus einmal als NAW, einmal als RTW nach Wiesbaden zur Druckkammer. Beide Patienten konnten nach dem Aufenthalt in der Druckkammer zeitnah entlassen werden. Mit 150 PPM war der angezeigte Wert des CO-Warners ziemlich gering, die Vermutung liegt nahe, dass die Heizung, die für die CO-Abgabe verantwortlich war, durch die Nachtschaltung ausgeschaltet war. Dieser mutmaßliche Umstand hat evtl. mehr als einem Menschen das Leben gerettet.


gesundheit 14

GAMIR UPDATE: BLEIBT GESUND!  

EIN ÜBERBLICK ZU ANGEBOTEN FÜR MITARBEITER                                      wer ein Angebot in Anspruch nimmt; die Anonymität bleibt gewahrt. Jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin steht frei, an wen und auf welchem Kontaktweg er/sie sich an die Person seines/ihres Vertrauens wenden möchte.

Gesundheit durch Bewegung: Laufen oder Walken ist eine Freizeitbeschäftigung für das ganze Jahr. Vielleicht im Sommer etwas lieber als im Winter, aber es ist wichtig auch während der kühleren Jahreszeit nach draußen zu gehen und langsam mit dem Laufen zu beginnen. Nicht nur der Körper gewinnt an Abwehrkräften und Kondition sondern auch der Kopf wird frei von Belastungen des Alltags und kann sich an neuen Ideen erfreuen. Wer sich dann ab Frühjahr ausreichend fit fühlt, kann kostenfrei an den vom Arbeitgeber angebotenen Laufveranstaltungen teilnehmen. Für diejenigen, die beim Trainieren, Schwimmen oder Kursbesuchen lieber ein Dach über dem Kopf haben, versucht der Arbeitgeber Kooperationen zu ermöglichen. Einheitliche Vergünstigungen gibt es nicht. Falls uns Gesundheitsanbieter mit Kooperationsverträgen entgegenkommen, tun sie das freiwillig und individuell. Wir freuen uns über jegliche Unterstützung aus dieser Richtung!

Gesundheit durch Reden: Es gibt auch Situationen im (privaten) Leben und vor allem im Rettungsdienst (nach Einsätzen oder auch zwischenmenschlich), bei denen Laufen, Auspowern, Schweigen oder Abstand nicht mehr hilft. Da das nichts Ungewöhnliches sondern normale menschliche Reaktionen sind und jeder über eine andere Resilienz und Bewältigungsstrategien verfügt, möchten wir hier niemanden alleine lassen. Manchmal hilft es mit einem Außenstehenden, der das Setting Rettungsdienst kennt und zudem über eine fachliche Ausbildung/Studium im psychologischen Bereich verfügt, zu sprechen. Wer merkt, dass er/sie alleine nicht weiterkommt, kann daher die Unterstützung der Kollegialen Ansprechpartner (KAP), des PSNVTeams oder des Diplom-Psychologen Herrn Oliver Korz (Externe Mitarbeiterberatung) in Anspruch nehmen. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist das Angebot kostenfrei. Ebenso erfährt der Arbeitgeber nicht,

Verlangen, dass die Vernunft besiegt: Wir retten Leben, Tag und Nacht und das am besten gesund. Wir werden „Retter“ um das Leben anderer zu retten. Doch was ist mit uns selbst? Was ist mit unseren Kollegen, die vielleicht seit langem auch Freund/Freundin geworden sind? Alles in Ordnung? Meistens glücklicherweise: ja! Aber wenn nicht, falls jemand bei sich selbst oder bei einem Kollegen/Kollegin eine Abhängigkeit (stofflicher, nicht stofflicher Natur) vermutet? An der Stelle möchten wir Unterstützung leisten. Unser Kollege Herr Volker Meng (RW Birkenfeld) befindet sich derzeit in Ausbildung zum Betrieblichen Suchtberater. Seine Ausbildung endet im Sommer 2018, aber natürlich kann er bereits heute zum Thema angesprochen werden und Unterstützung leisten. Gewalt gegen Rettungsfachpersonal: Sollte Ihnen bei einem Einsatz physische oder psychische Gewalt vonseiten des Patienten, Angehörigen oder sonstigen Personen entgegengebracht werden, bitten wir dies genauso wie z.B. eine Nadelstichverletzung oder Verheben im elektronischen Verbandsbuch (Personalwesen > Arbeitsschutz) zu dokumentieren. Yvonne Schaubruch

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service

VORTEILE FÜR DRK-MITARBEITER

PORTALE FÜR DRK-MITARBEITER UND ANGEHÖRIGE                                     

Als DRK-Mitarbeiter haben Sie die Möglichkeit, das Vorteilsportal drk. mitarbeitervorteile.de zu nutzen und bei über 500 Partnerunternehmen bis zu 60 Prozent zu sparen! Sie erhalten Sonderkonditionen in den Kategorien Reisen, Mode, Autos, Elektronik, Uhren &Schmuck, Lebensmittel, Haus &Garten, Gesundheit, Tierbedarf, Spielzeug, Finanzen sowie lokale Einkaufsvorteile. Das Angebot wird laufend erweitert. Zudem warten tolle Funktionen auf Sie! Im Marktplatz können Sie eigene Artikel anbieten oder sich mit Kollegen zum Sport oder zu anderen Aktivitäten verabreden. In der Merkliste sehen Sie alle Ihre Lieblingsangebote auf einen Blick. Und dank der Empfehlungsfunktion machen Sie Ihre Kollegen direkt auf besondere Angebote aufmerksam.

Um die Vorteile nutzen zu können, müssen Sie sich bitte einmalig auf drk.mitarbeitervorteile.de mit Ihrer Unternehmens-E-Mail oder privater E-Mail-Adresse und dem Code: Q3300RH registrieren. Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an: MIVO Mitarbeitervorteile GmbH Telefon: 069 / 3600 5570 Mail: service@mitarbeitervorteile.de Das Mitarbeiter-Vorteilsportal der Firma INCENT bietet allen DRKMitarbeitern und deren Angehörigen exklusive Einkaufsrabatte bei bekannten Premium-Marken sowie kleinen und regionalen Anbietern für die private Nutzung. Das Portal umfasst ein breites Angebotssortiment an Mode, Unterhaltungselektronik, Wohnen,

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Reisen, Wellness und vielem mehr. Die Einkaufsvorteile sind in einem zugangsbeschränkten Web-Portal zusammengestellt, auf das alle DRKMitarbeiter und Angehörige einen direkten Zugang erhalten. Der Zugriff ist über alle internetfähigen Endgeräte möglich. Die Nutzung des Portals ist kostenlos. Das Angebotsportfolio wird regelmäßig um neue Partner ergänzt. Ein zweiwöchentlicher Newsletter informiert über alle neuen und speziellen Rabatte. Die Plattform wird von der Firma INCENT Corporate Services zur Verfügung gestellt und technisch wie auch administrativ von dieser betreut. Für die Nutzung ist eine einmalige Registrierung auf www.drk-mitarbeiter. vorteile.net notwendig. Melden Sie sich einfach mit Ihrer E-Mail-Adresse und dem Registrierungscode: Dunant an. Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an: INCENT Corporate Services GmbH, Tel: 030/340 602 470 E-Mail: drk@incent.de Für die Inanspruchnahme der DRK-Mitarbeitervorteile ist die Vorlage des Dienstausweises zwingend erforderlich.


service 16 SKY VORTEILSANGEBOTE FÜR DAS DRK! Sky bietet ab sofort allen Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes ein Vorteilsangebot. Ob Blockbuster, komplette Serien-Staffeln, Fußball-Bundesliga Spiele und weiteren Live-Sport, für 19,99 € mtl. erhalten alle DRK-Mitarbeiter das komplette Programm (Sky Entertainment Paket + alle 3 Premiumpakete) für zu Hause im 24-Monats-Abo (statt € 66,49 mtl.). Das Sky Vorteilsangebot enthält: - Sky Entertainment Paket mit den neusten Serienhighlights und bis zu 47 Top-Sender - Alle drei Premiumpakete: Sky Cinema, Sport und Fußball-Bundesliga - Gratis: Sky+ Pro UHD-Receiver Das Angebot ist bis zum 31.12.2017 gültig. Detaillierte Informationen zum Sky Privat-Abo für das DRK finden Sie auf der Website der DRK-Service GmbH. Den zur Inanspruchnahme benötigten Sky Vorteilscode erhalten Sie auf sky.de/ drk. Zur Inanspruchnahme benötigen Sie einen Nachweis Ihrer DRKZugehörigkeit in digitaler Form z.B. einen Mitarbeiterausweis oder eine schriftliche Bestätigung der Tätigkeit beim DRK mit Unterschrift/Stempel der Dienststelle. Bitte beachten Sie in öffentlichen Einrichtungen wie Rettungswachen, in der Cafeteria oder Aufenthaltsräumen von Senioren- und Pflegeinrichtungen oder Kliniken dürfen nur SkyBusiness-Abos genutzt werden. Im Rahmen der neuen Kooperation mit Sky erhält das DRK auch hier individuelle Vorteilsangebote zur Ausstattung der Institution mit Sky. Mehr Informationen: Homepage DRK-Service GmbH www.drkservice.de Homepage SKY www.sky.de/drk

Top-Angebot für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Deutschen Roten Kreuz: SKY schauen und von Sonderkonditionen profitieren!

NEUE MOBILFUNKTA R I F E FÜR DRK-MITARBEITER Mitarbeitende des Deutschen Roten Kreuzes haben seit Jahren die Möglichkeit, d i e Vo r t e i l e der DRKRahmenvertrage im Mobilfunkbereich auch privat in Anspruch zu nehmen. Die Rahmenverträge bieten besondere Preisvorteile und Nachlässe für verschiedene Tarifoptionen. Die Konditionen werden stetig neu verhandelt und angepasst. Neben den Tarifen werden auch exklusive DRK-Rabatte auf die Endgeräte gewährt. Die Inanspruchnahme erfolgt über spezielle regionale Vodafone Ansprechpartner bzw. über die exklusive TelekomInformationsplattform für das DRK. Für weitere Informationen steht Ihnen das Team des Strategischen Einkaufs der DRK-Service GmbH (einkauf@ drkservice.de) zur Verfügung.

Telekom - Rahmenvertragsnummer HE351. Komplett neu wurde der Tarif Business Flex L (mit Handy) in den Vertrag aufgenommen, welcher eine Telefon-, SMS- und Datenflatrate beinhaltet. Der bisherige Tarif Business Flex S (mit/ ohne Handy) bietet jetzt verbesserte Konditionen. Die bisherigen Magenta Mobil Business Tarife wurden ebenfalls erneuert und sind nun in der 2. Generation verfügbar. Diese beinhalten neue Inklusiv-Optionen. Vodafone - Rahmenvertragsnummer 200114 Ve r b e s s e r t e Konditionen gibt es z.B. für die bestehenden Business und Red Business Tarife. Neben den verbesserten Tarifen gibt es auch komplette Neuerungen, wie z.B. die Aufnahme des Wifi-Calling. Auch für Endgeräte bietet der neu angepasste Rahmenvertrag mit Vodafone attraktive Vorteile.

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wir vor ort

RETTUNGSÜBUNG IM WALD:     FORSTRETTUNGSÜBUNG IN STEIN-BOCKENHEIM                                     

In Zusammenarbeit mit dem Forstamt Rheinhessen beteiligten wir uns an der Forstrettungsübung im Forstrevier “Jägerlust” bei SteinBockenheim. Gemeinsam mit der First Responder Einheit Stein-Bockenheim übten die Forstarbeiter den Notruf nach einem Arbeitsunfall im Wald und die Rettungskette Forst. Dazu zählte auch die koordinierte Anfahrt des Rettungswagens an den nächstgelegenen Rettungspunkt und die Versorgung des Verletzten. Forstrettungsübungen müssen von den Forstämtern alle zwei Jahre unter Beteiligung des Rettungsdienstes durchgeführt werden. Dabei stehen die Überprüfung der Alarmierung, Einweisung und Erstversorgung der Verletzten im Vordergrund. Für den Rettungsdienst ergeben sich aus solchen Übungen wertvolle Erkenntnisse hinsichtlich der Anfahrt der einzelnen Forstrettungspunkte im Wald. Waldarbeit ist trotz aller Fortschritte

beim Arbeitsschutz eine äußerst gefährliche Tätigkeit. Bei forstlichen Arbeiten kommt es immerwieder zu mehreren tausend Unfällen pro Jahr. Die Unfälle sind nicht selten schwerwiegend und

erfordern schnellste rettungsdienstliche Versorgung. Da sich diese Unfälle in der Regel in wenig erschlossenen Gebieten ereignen und diese Orte in einer

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Notfallsituation oft schwer zu beschreiben sind, finden Rettungskräfte den Unfallort häufig nicht selbständig. In den überwiegenden Fällen ist es notwendig, die Rettungskräfte durch Dritte zum Unfallort zu führen. Hierzu sind im Einsatzleitsystem der Leitstellen alle Rettungspunkte hinterlegt. Alle Rettungsmittel besitzen zudem einen Kartensatz mit den entsprechenden Treffpunkten und Anfahrtshilfen. Vor Ort nähern sich Forstarbeiter und Rettungskräfte bei Bedarf mittels Sondersignal und lauter Pfeife an. So kann der Verletzte möglichst schnell gefunden und versorgt werden. Unser Tipp: Im Wald verirrt oder einen Unfall erlitten? Die neue App “Hilfe im Wald” bietet eine gute Möglichkeit, seinen Standort zu ermitteln: Kostenloser Download unter: https://tinyurl.com/hilfeimwald


wir vor ort 18

RHEINHESSENNAHE VOR ORT AKTIONEN & VERANSTALTUNGEN IM ÜBERBLICK

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SOCIAL TALK DER E VA N G E L I S C H E N HOCHSCHULE DARMSTADT. Der technologische Wandel betrifft uns alle. Er verändert tiefgreifend die Art, wie wir miteinander sprechen, zusammenarbeiten, wohnen, uns fortbewegen und denken. Werden sich ganze Branchen neu erfinden müssen? Werden Roboter die Arbeitskollegen von morgen sein? Wie wird die Nutzung von Internet und Smartphones unsere Sprache und damit auch betriebliche Kommunikation, Marketing und Fundraising verändern? Lösen sich Organisationsgrenzen auf? Werden wir dezentraler arbeiten und wie sieht dann die Führungskraft der Zukunft aus? Welche Gestaltungsspielräume haben wir (noch)? Wie kann guter Wandel gelingen? Ausgewiesene Experten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Sozialwirtschaft griffen ausgewählte Themen auf und gaben Impulse für die Diskussion. Auf Einladung von Professor Dr. Michael Vilain vom Institut für Zukunftsfragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IZGS), demonstrierten wir mit unserem VR-Projekt “RTW360VR”

RETTUNGSDIENSTSYMPOSIUM HOHENRODA. Traditionell waren wir wieder beim Rettungsdienstsymposium des DRK-Landesverbandes Hessen vertreten. Besonders spannend sind in jedem Jahr die Referate der Auslandsreferenten. In diesem Jahr stand die Stadt London im Fokus eines Vortrages. Dort gibt es neben Rettungswagen auch Paramedics auf Motorrädern, welche die Erstversorgung bis zum Eintreffen eines RTW übernehmen. In dem etablierten Paramedicsystem existiert genau ein Notarzt für rund 8 Millionen Menschen. Neben den Vorträgen nutzen wir die Veranstaltung als Plattform für neue Kontakte zu Kollegen aus der Welt des Rettungsdienstes.

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02 wie Ausbildung in der Zukunft aussehen kann. Zudem erwarteten die Teilnehmer auf der „Project Pitch Area“ – prägnant und im schnellen Wechsel – spannende Impulse. Dazu gingen sie von Hub zu Hub und erfuhren von neuen Projekten oder Forschungsergebnissen u.a. zu SmartLiving, Machine Learning, Augmented Reality und barrierefreier Mobilität. Das Interesse an unserem Projekt des virtuellen Rettungswagens war riesig. Dies zeigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg in Sachen innovativer Ausbildung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter befinden.

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fahrzeuge

NEUER ITW FÜR MAINZ & RLP  

INTENSIVSTATION AUF RÄDERN                                     

Nach einer Planungszeit von etwas über einem Jahr ist am 20.11.2017 der neue Intensivtransportwagen am Standort in Mainz in Betrieb gegangen. Der neue ITW bietet im Vergleich zu seinem Vorgänger diverse Neuerungen und Verbesserungen. Das Fahrzeug Mercedes Sprinter 519 CDI mit 4,6 Tonnen hat jetzt mehr als 190PS und einen Sechszylindermotor mit Automatikgetriebe und schließt somit die Motorisierungslücke zum Vorgängerfahrzeug. Deutliche Ve r b e s s e r u n g e n i m B e r e i c h Sicherheit und Fahrkomfort sind die Ausstattung mit Xenonlicht, adaptivem Kurvenfahrlicht, Spurhalteassistent, R e g e n s e n s o r, A u t o m a t i k l i c h t , Wirbelstrombremse, Tempomat und einer Freisprecheinrichtung für Telefon und Funk um auch auf langen Fahrten die MitarbeiterInnen zu unterstützen und Ihnen größtmögliche Sicherheit zu

bieten. Um die Umweltfreundlichkeit zu steigern nutzt das Fahrzeug die AdBlue-Technologie. Im Führerhaus findet sich jetzt neben Analog- auch Digitalfunk, mit

den benötigten Handfunkgeräten und einem größeren Monitor mit Rescue Track. Des Weiteren sind verschiedene USB-Anschlüsse zum

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Laden des Diensttelefons und ein Klinkenanschluss vorhanden. Das Fahrzeug ist mit einer Standheizung, eine Motorweiterlaufschaltung und mit Radio ausgestattet. Im Patientenraum wurde jetzt erstmals von der Fa. Strobel die Hoverboard Powerbase CM verbaut, die dem Patienten einen größtmöglichen Komfort durch eine ausgewogene Federung bieten soll und für die MitarbeiterInnen im Alltag eine deutliche Unterstützung bietet, in dem jetzt wieder die Möglichkeit besteht eine rückenschonende und ergonomische Arbeitshöhe herzustellen. Zur uneingeschränkten Nutzbarkeit der Trage in jedem Terrain hat das Fahrzeug ein näher an das Fahrgestell angebautes Trittbrett. Der Tragestuhl wurde direkt an der Trennwand verbaut um dem sitzend transportierten Patienten eine größere


fahrzeuge 20 Fußfreiheit zu ermöglichen und das Verletzungsrisiko zu minimieren. Für ein leichteres Be- und Entladen des Fahrzeugs mit dem Tragestuhl sind im Bereich der Schiebetür die Teleskopauffahrrampen arretierbar. Das luftgefederte Fahrgestell senkt sich beim Öffnen der Heckklappe automatisch ab, um die Beladung mit der Powerload-Trage optimal zu ermöglichen. Dies schafft auch für Patienten mit Gehbehinderung die Möglichkeit leichter in das Fahrzeug einzusteigen. Für ITW-Transporte stehen an den Wänden jetzt mehr DIN-Schienen zur Verfügung; hier können Hamilton T-1 und Perfusorblöcke sicher befestigt werden. Im Bereich des Tragestuhles finden sich verschieden Zurrpunkte, an den beispielsweise der ITW-Rucksack der Universitätsmedizin Mainz festgeschnallt werden kann und somit keine Gefahr mehr für das begleitende Team darstellt. Insgesamt wurde das Konzept der Schränke überarbeitet und gerade der Sauerstoffschrank ist nunmehr mit nur einer Klappe funktionaler gestaltet. Auch kann der Desinfektionseimer jetzt mit Gurten sicher verzurrt werden. Im Vakuummatratzenfach findet sich eine mit einer Abdeckung versehene Mulde, in der das Zubehör für das Spineboard und die Schaufeltrage verstaut werden können. Als deutliche Sicherheitsaspekte hat das Fahrzeug jetzt ein Heckwarnsystem verbaut und erstmals im DRK Rettungsdienst RheinhessenNahe wurde das Fahrzeug mit einer Konturbeklebung versehen. Im Patientenraum wurde ein „Panikknopf“ installiert, der eine Verriegelung des gesamten Fahrzeuges in Notsituationen ermöglicht. Wir wünschen den Kolleginnen und Kollegen allzeit gute Fahrt und hoffen, dass sich die Neuerungen im Arbeitsalltag bewähren und diesen weniger belastend gestalten! QR-Code scannnen und den ITW in 360Grad erleben!

Quicklink: drk-rhein-nahe.de/itw360

Fahrzeuginformation – Intensivtransportwagen Der Intensivtransportwagen dient dem Transport von schwer erkrankten Patienten, welche unter der Betreuung eines Arztes und speziell geschulten Notfallsanitätern oder Rettungsassistenten von einem Krankenhaus in ein für die jeweilige Erkrankung spezialisiertes Krankenhaus verlegt werden müssen. Zu diesem Zweck ist das Fahrzeug mit mehr Sitzplätzen im Patientenraum ausgestattet und es können zusätzlich zu der regulären Ausstattung eines RTW weitere Geräte und eine besondere Intensivtransporttrage in das Fahrzeug verladen werden. Weiterhin ist die Bevorratung an Sauerstoff deutlich höher als in einem regulären RTW. Der ITW ist auf Grund der zusätzlichen Ausstattung auf der Basis eines Mercedes Sprinter 519 CDI und einem Kofferaufbau der Firma SystemStrobel aufgebaut.

Medizinische Ausstattung

Der Intensivtransportwagen des DRK Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe verfügt neben der üblichen Ausstattung zur Versorgung von Notfallpatienten gemäß der DIN EN 1789 über verschiedene Zusatzausstattungen nach der DIN EN 75076:2012 für den Transport von Intensivpatienten: • Fahrtrage Stryker Power-PRO XPS mit dem Hoverboard Powerbase CM als Tragetisch für den schonenden Transport von Patienten • Tragestuhl mit Auffahrschienen • Stryker Raupenstuhl • Notfallrucksack • Intensivtransportrucksack mit verschiedensten Zusatzmaterialien • Oxybag, Sauerstoffeinheit • 7000l Sauerstoff im Fahrzeug • Defibrillator / Überwachungsmonitor Typ Corpuls C3 mit invasiver Blutdruckmessung • Beatmungsgerät Weinmann Medumat Transport (plus Hamilton-T1 auf der Intensivtrage) • Weinmann Absaugpumpe Accuvac Rescue • Kindernotfalltasche • Ampullarium mit Notfallmedikamenten • Traumatasche mit Thoraxdrainage und Koniotomie Set • MANV Triagemappe • Spineboard und Immobilisationsmaterial • Spritzenpumpe (max. 7 Stück) • weiteres medizinisches Material

Fahrzeugtechnik

• Navigationssystem • Datenfunk, FMS • BOS Funk mit zwei zusätzlichen Handapparaten • Rückfahrkamera • Heckwarnleuchten • Konturenbeklebung • Freisprecheinrichtung • Radio (auch im Patientenraum) • Winterpaket • Traumalicht im Patientenraum • Auffahrschienen für den Tragestuhl • Schwerlasttragetuch • LED Beleuchtung, dimmbar • Klimaanlage im Fahrerraum und Patientenraum

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jubilare

MITARBEITER IM FOKUS DIENSTJUBILÄEN

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GERHARD BEST, RETTUNGSASSISTENT Seit 40 Jahren ist Gerhard Best fester Bestandteil des Rettungsdienstes im Deutschen Roten Kreuz. Als echter Wormser versieht er seinen Dienst natürlich auch auf der DRK-Rettungswache Worms. MARTIN WILHELM, RETTUNGSASSISTENT Seit 35 Jahren ist Martin Wilhelm als Rettungsassistent auf der DRKRettungswache Birkenfeld im mobilen Rettungsdienst im Einsatz. JOACHIM KLEE, RETTUNGSASSISTENT Fast ein Drittel Jahrhundert ist Joachim Klee im Rettungsdienst tätig. Er ist auf der DRK-Rettungswache Idar-Oberstein im mobilen Rettungsdienst eingesetzt. OLIVER KAUF, NOTFALLSANITÄTER Oliver Kauf ist als Notfallsanitäter im Rettungsdienstbereich Rheinhessen tätig. Meistens auf der DRK-Rettungswache an der Universitätsmedizin eingesetzt, versieht er seinen Dienst als Springer. THOMAS JUNG, RETTUNGSASSISTENT Thomas Jung ist Mitarbeiter der DRK-Rettungswache Birkenfeld und gehört seit 25 Jahren zum Team des Deutschen Roten Kreuzes.

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10 BOOM, CHRISTOPHER HIRSCHMUGL, ERNST MECHLEB, MARCEL ZIMMERMANN, BASTIAN

WILBERT, OLIVER

BARTH, MARCEL BAUER, ALISHA HEINZ, MAREIKE JENNEWEIN, MICHAEL KAPPLER, NILS RUTH, BENJAMIN SCHIPPER, PATRICK STAMOULIS, DAMIAN RÖHRIG, MARCO LUNKENHEIMER, INES

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15 WOLF, EVA HOMMEN, DOMINIQUE

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NEUMANN, NICO GÖRICH, FELIX RUDOLPH, ANDREA KOCH, MICHAEL FEIERABEND, JULIA REINHARDT, JULIA GABERLE, MADELEINE


mitarbeiter 22

ZWEI URGESTEINE SIND JETZT RENTNER RAINER KILZ UND VOLKHARD WERKING GEHEN IN RENTE

RAINER KILZ & VOLKHARD WERKING RETTUNGSWACHE BAD KREUZNACH

Zwei Urgesteine des Kreuznacher Rettungsdienstes verabschieden sich in den wohlverdienten Ruhestand: Volkhard Werking und Karl-Reiner Kilz werden offiziell zum 01.02.2018 in Rente gehen. Beide haben aber schon im Laufe des Jahres ihren letzten Dienst verrichtet. Aber nicht nur das Datum des Rentenbeginns haben sie gemeinsam: Beide begannen ihre Laufbahn im Rettungsdienst beim DRK Kreisverband Bad Kreuznach. Volkhard Werking nahm seinen Dienst zum 01.04.1976 auf, Karl-Rainer Kilz zum 01.01.1980. Zunächst waren sie als Rettungssanitäter angestellt. Ende der Siebziger- und in den Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts stellte dies die höchste Qualifikation des Rettungdienstpersonals dar. Es folgte für beide nach Verabschiedung des Rettungsassistentengesetzes, welches damals ein Meilenstein

für den deutschen Rettungsdienst darstellte, die Anerkennung als Rettungsassistent. Volkhard Werking und Karl-Rainer Kilz waren über lange Jahre Teampartner auf der Rettungswache Bad Kreuznach, die seit 1996 offiziell zur damals neu gegründeten DRK-RettungsdienstNahe gGmbH gehört. Denkt man an Eigenschaften, die man mit beiden verbindet, so denkt man bei Volkhard Werking zwangsläufig an seine langjährige Mitgliedschaft im Betriebsrat. Hier setzte er sich immer hart in der Sache, aber fair für die Belange der Kollegen und die Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst ein. Bei KarlRainer Kilz muss man an seine Genauigkeit denken, die ihn stets zu einem verlässlichen Kollegen machte, denken. Aber auch seine unverwechselbare Stimme auf Funk dürfte jedem noch sehr präsent sei n.

Der Gemeinsamkeiten nicht genug: Beide wurden neben Ihrer Tätigkeit im mobilen Rettungsdienst auch auf der Rettungsleitstelle Bad Kreuznach und später der Integrierten Leitstelle Bad Kreuznach eingesetzt und verbrachten die letzten Jahre ihrer Tätigkeit auch in Vollzeit als Disponenten auf der Leitstelle. Mit den beiden verliert der Kreuznacher Rettungsdienst jahrzehntelange Erfahrung und Männer der ersten Stunde, die sich bis zu Letzt engagiert einbrachten und jungen Kollegen mit Rat und Tat zur Seite standen. Uns bleibt, den beiden für den neuen Lebensabschnitt alles Gute und zu wünschen. Möge die Gesundheit zulassen, dass ihr den neuen Lebensabschnitt lange genießen könnt. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

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symposium

DRK-SYMPOSIUM IN BERLIN     BESSERE VERNETZUNG DER NOTFALLVERSORGUNG                                      Experten aus den verschiedenen Bereichen des Bevölkerungsschutzes erörtern auf dem Berliner Treffen, das vom DRK gemeinsam mit der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen veranstaltet wird, wichtige Aspekte des gesundheitlichen Bevölkerungsschutzes.

Auch in diesem Jahr durften wir wieder am Wissenschaftlichen Symposium „Notfallversorgung in Deutschland – Gesundheit als Faktor der Sicherheitspolitik“ des Deutschen Roten Kreuzes in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen e.V. in Berlin teilnehmen. Im Mittelpunkt des Symposiums stand die Forderung von DRKPräsident Dr. Rudolf Seiters nach einer besseren Vernetzung in der Notfallversorgung. Das Deutsche Rote Kreuz spricht sich für neue Wege im Bevölkerungsschutz aus. „Wir müssen uns im Rettungswesen auf neue Anforderungen einstellen“, sagte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters auf dem diesjährigen Berliner DRK-Symposium am 21. und 22. November 2017. „ Es geht

darum, Gesundheit und Sicherheit so miteinander zu verbinden, dass eine belastbare und leistungsfähige Gesundheitsversorgung entsteht, die nicht allein auf den Alltag ausgerichtet ist, sondern auch neue Bedrohungslagen, wie etwa den Terrorismus, den Klimawandel, das Pandemie- und Seuchengeschehen, aber auch die klassischen zwischenstaatlichen Konflikte, berücksichtigt“, erklärte Seiters. Aktuell überwiege das Trennende. In den drei wesentlichen Politikfeldern für den gesundheitlichen Bevölkerungsschutz, der Gesundheitspolitik, der Innenpolitik sowie der Sicherheitsund Verteidigungspolitik herrsche noch das Ressortdenken vor. Mit dem Symposium soll ein Beitrag dazu geleistet werden, den übergreifenden Dialog und das vernetzte Denken in diesen Politikfeldern zu fördern.

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Die Volkswagen AG unterstützt, wie in vergangenen Jahren, die Ausrichtung des wissenschaftlichen Symposiums. Unter dem Leitmotiv „Verantwortung für den Menschen“ kooperieren die Volkswagen AG und das DRK seit 2014 in einer strategischen Partnerschaft, die gerade für drei weitere Jahre verlängert wurde. Die Volkswagen AG unterstützt, wie in vergangenen Jahren, die Ausrichtung des wissenschaftlichen Symposiums. Unter dem Leitmotiv „Verantwortung für den Menschen“ kooperieren die Volkswagen AG und das DRK seit 2014 in einer strategischen Partnerschaft, die gerade für drei weitere Jahre verlängert wurde. Dr. Thomas Steg, Generalbevollmächtigter des Volkswagen Konzerns für Außenbeziehungen und Nachhaltigkeit, erklärte dazu: „Das DRK und Volkswagen sind zwei starke Partner‎. Zusammen können wir viel für unsere Gesellschaft und auch für Menschen in Not erreichen. Daher entwickeln wir gemeinsam ein Programm, um bei Katastrophen aufgrund von Vorhersagen frühzeitiger oder noch vor dem Eintritt helfen zu können.“


editorial

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IMPRESSUM HERAUSGEBER: DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe V.i.S.d.P.: Jörg Steinheimer REDAKTION: Thomas Adrian Philipp Köhler Monika Kauhausen LAYOUT: Philipp Köhler DRUCK: Mit freundlicher Unterstützung der Flyeralarm GmbH FOTOS: Köhler/DRK Privat DRK

Das Deutsche Rote Kreuz ist der größte Träger für Freiwilligendienste in Deutschland. Du hast die Wahl – für Dich steht eine Vielzahl an unterschiedlichen Einsatzstellen zur Verfügung, die je nach Interesse unterschiedliche Chancen Deiner persönlichen und beruflichen Entwicklung eröffnen. Dabei steht das Team Freiwilligendienste allen Interessierten von Anfang an zur Seite. Wir helfen, eine passende Stelle zu finden, wir informieren über Dein künftiges Engagement und geben Dir bei Deinem ersten Schritt Richtung Freiwilligendienst Hilfestellungen. In unseren Bildungsseminaren hast Du die Möglichkeit, Dich mit anderen Freiwilligen auszutauschen und neue Kompetenzen zu erlangen.

Alle Informationen findest Du auf www.freiwilligendienste-rlp.de Jetzt online weiterzählen!

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Der Freiwilligendienst startet ganzjährig. Je früher Du Dich jedoch bewirbst, desto besser sind Deine Chancen auf Vermittlung in Deinen gewünschten Bereich.

KONTAKT: DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe Redaktion STATUS ZWO Lotharstraße 11-13 55116 Mainz mitarbeiterzeitschrift @drk-rhein-nahe.de Telefon: 06131 57075-0 Fax: 06131 57075-79

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STATUS ZWO DRK-RETTUNGSDIENST RHEINHESSEN-NAHE

WIR WÃœNSCHEN ALLEN LESERN, MITARBEITERN UND ROTKREUZFREUNDEN EIN FRIEDLICHES WEIHNACHTSFEST UND EIN GESUNDES NEUES JAHR 2018!

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STATUS ZWO - Unser Mitarbeitermagazin - Ausgabe 23 | 12/2017  

Mitarbeitermagazin des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe aus Mainz.

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Mitarbeitermagazin des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe aus Mainz.

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