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LLoyd Time 15. Jahrgang NR. 1.12

reise

HAMBURgS HAFENCITY

Mode

DER SOMMER WIRD BUNT

essen

Kochen Mit Sarah wiener

j端rgen klopp

IM EXKLUSIVINTERVIEW


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Traumpaare erkennt man auf den ersten Blick.


Von wegen diamonds are a girl’s best friend.

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LLoyd time Frühling/sommer 2012

Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser, endlich ist die kalte Jahreszeit vorbei, und die neuen Schuhmodelle der ­Frühjahr-/Sommerkollektion wollen ausgeführt werden. In unserer Mode­strecke zeigen wir Ihnen die Must-haves aus dem Hause LLOYD. Es erwarten Sie nicht nur die neuesten Schuhtrends, sondern auch LLOYD-Lederjacken, -Poloshirts und stylishe Accessoires wie Gürtel oder Taschen. Perfekte Kleidung fördert die Karriere. Wussten Sie das? Worauf man dabei achten muss, verrät uns Buchautorin Ulrike Mayer in den News.

Impressum LLOYD Time ist das Magazin der LLOYD Shoes GmbH Hans-Hermann-Meyer-Straße 1 27232 Sulingen I GERMANY Tel +49 4271 940-0 Fax +49 4271 1680 service@lloyd.de, www.lloyd.de Redaktion: Heide Schiene (verantw.), Katharina Holzhause Verlag: TELLUS CORPORATE MEDIA GmbH Herstellung: Alphabeta GmbH Druck: Frank Druck GmbH & Co KG Erscheinungsweise: zweimal jährlich

Unser Cover-Star ist Fußballtrainer und Ex-Spieler Jürgen Klopp. Im exklusiven LLOYD-Time-Interview erzählt uns der Trainer von Borussia Dortmund über die erfolgreiche Saison, sein Leben als Fußball-Lehrer und was d ­ iese Funktion für ihn ausmacht. Das Thema „Fußball“ zieht sich durch die gesamte Ausgabe. LLOYD Shoes ist stolz, offizieller Partner des ­Vereins Werder Bremen zu sein und sorgt nun dafür, dass die Spieler auch abseits des Spielfeldes hochwertige Schuhe tragen. Von Bremen geht es weiter nach Hamburg. Genauer gesagt in das neue Hafenviertel der Hansestadt. In unserer Reisegeschichte stellen wir die spannende Stadt der Zukunft vor: die Hafencity. Für Ihr leibliches Wohl sorgt TV-Köchin Sarah Wiener mit ihrem köstlichen Frühlings-Menü zum Nachkochen. Die Wienerin schwört auf eine authentische und regionale Küche. Ökologie ist ihr genauso wichtig wie dem Unternehmen LLOYD. Herzlichst Ihre

Heide Schiene, LLOYD Shoes – Leiterin Marketing

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LLOYD TIME FRÜHLING/SOMMER 2012

INHALT 40 LEBENSART: GENUSS

08 NEWS

Sarah Wiener – die Österreicherin setzt auf ökologisch korrekte Küche und präsentiert ein köstliches Frühlings-Menü

Erfolgsfaktor Kleidung, Charity mit Patrick Nuo, Colour Up Your Style, Werder-Spieler als Bremer Stadtmusikanten

12 TITEL Fußball-Lehrer und Ex-Spieler Jürgen Klopp unterhielt sich mit LLOYD Time über die erfolgreiche Saison Borussia Dortmunds und darüber, was einen guten Trainer ausmacht

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Titelfoto: High 5; Fotos: ELBE&FLUT; Quelle: HafenCity Hamburg GmbH (1) , LLOYD (4), Sarah Wiener GmbH (1)

LLOYD Time und Fagus – eine 100-jährige Geschäftsbeziehung, die Fagus-Werke als Weltkulturerbe und wo LLOYD-Schuhe ihren letzten Schliff bekommen

24 REISE Hamburgs Hafencity: eine Stadt in der Stadt. Wo Moderne auf Tradition trifft

Smart Casual im Alltag

MODE & TRENDS 31 DAMENMODE Der Frühling/Sommer wird bunt – Citrus, Mint, Apricot, Pink und Blau in vielen Nuancen sorgen für ganz neue Akzente

32 DAMENSCHUHE Hyperfeminin, laut und exotisch

34 ACCESSOIRES Eleganz und Lässigkeit fantasievoll und individuell kombiniert

37 HERRENMODE Klassisches und Maskulines trifft auf Sportives und Saloppes

38 HERRENSCHUHE Entspannt-sportive Lässigkeit an den Sohlen sorgt für einen beschwingten Auftritt

Hamburgs bekanntester Luxusliner: „Queen Mary 2“

Plateau-Sandaletten im Seventies-Look

Die sympathische TV-Köchin bei der Arbeit 46 LEBENSART: DESIGN Möbel für Individualisten und Freigeister in einem Design am Puls der Zeit

50 LEBENSART: AUTO VW Beetle – eine Ikone der Neuzeit kommt Abwehrspieler Clemens Fritz sehr zu pass. Der neue VW up! – Wunder oder Kunstwerk beim Shooting mit Marko Marin

54 KOLUMNE Kolumnistin Henriette Kuhrt beschreibt den Begriff „Man Repeller“ und warum Frauen eher zu ihren Schuhen als zu ihren Männern halten

Braune Budapester und Schnürer aus feinstem italienischem Kalbsleder

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INTERVIEW

Erfolgsfaktor Kleidung

Was bedeutet Mode für Sie? „Mode wird immer von Kunst und Kultur inspiriert. Sie findet meiner Meinung nach dann statt, wenn der Trend auf der Straße auch getragen wird. Mode kann stilvoll sein, allerdings braucht sie stets ein Fundament.“ Die Aussage „Stil hat man oder hat man nicht“ vertreten Sie ja nicht. Aber lässt sich Stil wirklich lernen? „Stil ist definitiv erlernbar, das sehe ich an den Früchten meiner Kundenarbeit. Um stilvoll gekleidet zu sein, gilt es, gewisse Gesetzmäßigkeiten der Formen, der Schnitte und der eigenen Schokoladenseiten und Problemzonen zu kennen. Stil hat viel mit Passform und Qualität zu tun.“ Welche Basic-Kleidungsstücke brauchen Männer und Frauen in ihrem Schrank? „Feine Anzüge und Kostüme in Grau, Schwarz und Blau, Hemden und Blusen in Weiß, Hellblau, Hellblau gestreift, Hellblau kariert und Weiß/Rot gestreift. Basic-Strick in Merino, Kaschmir oder Baumwolle. Dunkelblaue und rote Krawatten in klassischen Musterungen. Ein klassischer Mantel und gepflegte Schuhklassiker.“ Sie betreuen außerdem einen eigenen Onlineshop. Was hat es damit auf sich? „Auf Managerkrawatten.de kann man Schlipse mit unterschiedlicher Wirkung kaufen. Die Farbe Rot steht in erster Linie für Dynamik, Macht und Power. Blau hingegen für Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Streifen stärken die Dynamik und Zielstrebigkeit, Tupfen wirken insgesamt weicher.“ Was ist für Sie der größte Stil-Fauxpas bei Männern wie bei Frauen? „Ungepflegte und biedere Schuhe zum feinen Zwirn.“ www.kleidungskompetenz.de

Ulrike Mayer, Textilbetriebswirtin, Expertin „Kleidungskompetenz“, Kolumnistin und Autorin im Gespräch mit LLOYD Time

BUCH-VERLOSUNG

Kleider machen Leute Kleider machen Leute heißt es. So fördert perfekte Kleidung auch die Karriere, weiß Buchautorin Ulrike Mayer. Auf 320 Seiten erklärt sie verständlich, worauf man achten muss, welche Basisgarderobe in jeden Kleiderschrank gehört, wie man die passenden Accessoires wählt, welche Schnitte für wen geeignet sind und welche Farben was signalisieren. Ein kleines Stofflexikon gibt es obendrein. Wenn Sie dieses hilfreiche Nachschlagewerk gewinnen möchten, schreiben Sie uns eine E-Mail an lloydtime@lloyd.de, Stichwort: „Business-Kleidung“. Wir verlosen das Buch 10 Mal. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2012. (Ulrike Mayer: „Perfekte Kleidung fördert die Karriere“, Signum Verlag, 22,95 Euro)

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Fotos: Rudi Wengle (1), Signum Verlag (1), LLOYD (2), Action Press/Ot (1)

Im LLOYD-Interview verrät Autorin Ulrike Mayer Trends, Fauxpas und Basics aus dem Kleiderschrank.


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LLOYD-ERÖFFNUNG

Stuttgarts Fußgängerzone bekommt Zuwachs Eine gute Adresse: Im Oktober 2011 eröffnete in der Calwer Straße in Stuttgart der LLOYD Concept Store. Mitten im Bankenviertel umgeben von anderen Brands wie Levi’s, Marc O’Polo, René Lezard und Steiff begrüßt die neue Filiale ihre Kunden. Auf ca. 80 Quadratmetern kann hier nach Herzenslust gestöbert, anprobiert und geshoppt werden. 140 Herren- und 116 DamenSchuhvarianten bieten für jeden Geschmack das richtige Modell. Doch das ist noch nicht alles: Der LLOYD Concept Store hat neben den angesagtesten Schuhtrends außerdem hochwertige LLOYD-Accessoires und -Lederjacken im Sortiment. Filialleiterin Michaela Mischke und ihr Team freuen sich schon auf Ihren Besuch in der Calwer Straße 26.

Der großzügige LLOYD Concept Store im Herzen Stuttgarts

LLOYD-PROJEKT

Charity

Symbolische Scheckübergabe: Sänger und Stiftungs-Botschafter Patrick Nuo mit LLOYD MarketingLeiterin Heide Schiene

Hear the World Foundation heißt die Stiftung, die sich weltweit für die erhöhte Lebensqualität von Menschen mit Hörverlust einsetzt. „Gerade in Entwicklungsländern sind von Hörverlust betroffene Kinder in gleich doppelter Hinsicht benachteiligt, da ihnen oft jegliche Chance auf Bildung und Ausbildung verwehrt bleibt“, erläutert LLOYD Marketing-Leiterin Heide Schiene. „Anliegen und Konzept der Stiftung haben uns absolut überzeugt. Wir sind sicher, mit unserer Spende einen Teil dazu beizutragen, vielen betroffenen Kindern mehr Lebensqualität und eine reelle Chance auf Ausbildung zu geben“, so Schiene weiter. Der schweizer Sänger und Songwriter Patrick Nuo freut sich als Botschafter der Stiftung sehr über die 5.000 Euro. „Wir sind LLOYD Shoes sehr dankbar für die großzügige Unterstützung. Zuwendungen wie diese machen es uns erst möglich, dass wir unsere Mission – bedürftigen Menschen mit Hörverlust ein besseres Leben zu ermöglichen – in die Tat umsetzen können“, sagt Maarten Barmentlo, Stiftungsrat der Hear the World Foundation.

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LLOYD Concept Stores Hier gibt es die komplette LLOYDProduktpalette – von Damen- und Herrenschuhen bis hin zu Accessoires: Aachen: Holzgraben 17 Berlin: Boulevard Berlin, Schloßstraße (April 2012) Bonn: Wenzelgasse 12 Dortmund: Thier Galerie, Westenhellweg 102-106 Düsseldorf (2 x): Airport Arkaden, Kö Galerie, Königsallee 60 Essen: EKZ Limbecker Platz, Limbecker Platz 1A Flensburg: Flensburg Galerie, Holm 57–61 Frankfurt a. M. (2 x): Airport, Terminal 1, Ebene 2; MyZeil, Zeil 106–110 Freiburg: Grünwälderstraße 14 Hamburg (2 x): Alstertal EKZ, Heegbarg 31; Jungfernstieg 7 Hannover: Ernst-August-Galerie, Ernst-August-Platz 2 Kiel: Holstenstraße 49. Der LLOYD Concept Store in Kiel eröffnete am 27.10.11 (siehe Foto)

Köln: Apostelnstraße 1–3/Mittelstraße Krefeld: Königstraße 116 Leipzig: Mädler-Passage, Grimmaische Straße 2–4 Mannheim: O6 Nr. 7 (Planken) München: Airport, Terminal 2, Abflug Ebene 4 Nürnberg: Kaiserstraße 8 Stuttgart: Calwer Straße 26 Timmendorfer Strand: Kurpromenade 16 Westerland/Sylt: Friedrichstraße 17 Wien: Shopping City Süd, Vösendorf SCS Allee (A 238), Vösendorf

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MODE

Mix & Match Der Sommer wird bunt: Die LLOYD Sneaker und Poloshirts sind echte Hingucker und läuten in Orange, Blau, Türkis, Gelb und Grün den Sommer ein. Shirt trifft auf Sneaker: Zu den BaumwollPolos gibt’s bei LLOYD natürlich auch die passenden Schuhe. Der Sneaker „Alvarez“ vereint Low Cut und Retro-Look und zeichnet sich dank des weichen Wildleders durch einen besonderen Tragekomfort aus. Im Preis enthalten sind natürlich: Fashion, Design, Qualität, Trends und ein lässiger Auftritt!

BEAUTY & FASHION

Colour Up Your Style Barfuß oder Lackschuh: Im Frühjahr wollen wir unsere Füße wieder zeigen. Sandalen und Peep-Toes in knalligem Lack sind die Must-haves in der warmen Jahreszeit. Getreu dem Motto „Colour Up Your Style“ haben wir als perfekte Abrundung zum Look den passenden Nagellack entwickelt. Diesen schenkt LLOYD jeder Kundin, die ein Produkt der aus Lackleder gefertigten Serie im ultimativen Neon-Sorbet-Ton „Fluo“ kauft. Die Palette der Produkte reicht von sexy Sandaletten bis hin zu trendigen iPhone-Covers. Die Aktion gilt, solange der Vorrat reicht. Doch die LLOYD-Sommerkollektion hält noch mehr bereit: Ballerina-Modelle in Sacchetto-Machart, die durch ihre besondere Verarbeitung des Innenfutters leichter und anschmiegsamer sind, gehören zu den „EverydayBasics“ der Saison. Sie werden vom passenden iPhone-Cover, einer kleinen Umhängetasche und einem Gürtel ergänzt. Das dritte Highlight sind die Riemchen-Sandalette, Trotteur und High Heel in Schlangenoptik mit passenden Umhängetaschen.


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SPORT-SPONSORING

Bremer Stadtmusikanten Keine Sorge, die Spieler von Werder Bremen haben ihre Fußballschuhe nicht gegen Musikinstrumente eingetauscht. Sie posen als Bremer Stadtmusikanten beim LLOYD-Fotoshooting und haben sichtlich Spaß dabei. Es müssen nicht immer Fußballschuhe sein: Damit die Spieler von Werder Bremen nun auch neben dem Fußballplatz auf hochwertiges Schuhwerk zurückgreifen können, werden sie von LLOYD als offiziellem Partner mit Schuhen ausgestattet. „Wir freuen uns, dass mit LLOYD ein Unternehmen aus dem Werder-Land und mit großem internationalem Renommee unseren Sponsoren-Pool ergänzt“, so Oliver Rau, Direktor Marketing & Vertrieb bei Werder Bremen. „LLOYD passt mit seinem hohen Qualitätsanspruch, seiner Tradition und seinen innovativen Entwicklungen optimal zu den Werten, die auch Werder verkörpert“, ergänzt Rau. Die LLOYD Shoes GmbH freut sich auch über den neuen Vereins-Botschafter und lud die Spieler zum Fotoshooting ein. Geknipst wurde in den brandneuen VIPBereichen des Stadions. (Bilder v.l.n.r.: 1. Die Spieler (v.l.n.r.) Clemens Fritz, Mehmet Ekici, Sportdirektor Klaus Allofs, Claudio Pizarro und Markus Rosenberg mit LLOYD-Marketingleiterin Heide Schiene. 2. Jeder Schuss ein Treffer? Zwar kein Fußballschuh, aber der Rondo bietet dank seiner durchgehenden Profilgummisohle auch einen gedämpften Auftritt und eine gute Bodenhaftung. 3. Zeigt her eure Schuhe! Die Jungs vom SV Werder wollten den bequemen Rondo gar nicht mehr ausziehen.

Der Schnürschuh Rondo in der Farbe Testa di Moro ist ein klassischer Business-Schuh aus glänzendem, glatten Nappaleder mit sehr feiner Narbung (oben)

Fotos: LLOYD (6), Carsten Heidmann (4)

www.werder.de

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Jürgen Klopp ist aus der Fußballlandschaft Deutschlands kaum wegzudenken: Als Spieler und als Trainer ist er eines der bekanntesten Gesichter dieses Sports, dessen Finessen er zudem einem breiten Publikum als vielfach ausgezeichneter TV-Moderator näherbrachte.

Ein Leben Für

Den Ball Nach der im Sinne des Wortes bravourös gemeisterten Saison 2010/11, in der er mit der jungen Mannschaft von Borussia Dortmund seinen ersten Titel holte, traf sich LLOYD Time mit Jürgen Klopp zum Saisonstart 2011/12 auf dem Trainingsgelände des Vereins zum Gespräch. LLoyd Time: Herr Klopp, Sie haben in Ihrer Karriere

bisher zwei Mannschaften sehr erfolgreich trainiert. Sie gelten zugleich als Motivationskünstler und als moderner Fußballtrainer. Was ist in Ihren Augen wichtiger? JÜRGEN Klopp: Da kann es keine Gewichtung geben. Es geht auch gar nicht so sehr darum, Motivationskünstler zu sein, sondern man muss Menschen für eine bestimmte Sache begeistern können, denn die Begeisterung für etwas weckt überhaupt erst die Möglichkeit zu einer besonderen Leistung. Und das muss man in sich spüren, dass man es gern hat, Menschen zu begeistern. Das ist das eine. Das andere ist, ohne richtig etwas vom Fußball zu verstehen, funktioniert der Job leider auch nicht (lacht). LLoyd Time: Auf welche Weise kann man denn junge Bundesligaspieler, die vielleicht noch nicht alles, aber doch schon sehr viel mehr als fast alle ihrer Altersgenossen erreicht haben, überhaupt noch begeistern? Klopp: Das ist gar nicht so schwierig, denn die Jungs bilden ja eine relativ homogene Gruppe, die haben in ihrer Kindheit und Jugend fast alle genau das Gleiche gemacht. Sie haben auf relativ viel verzichtet, um f 1.12 Lloyd time

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Neues Spiel, neues Glück: Die Profimannschaft von Borussia Dortmund und ihr Betreuerstab, die in der Saison 2011/12 angetreten ist, den Meistertitel zu verteidigen

dahin zu kommen, wo sie zu dem Zeitpunkt sind, an dem ich sie dann treffe. Keiner hat es bis hierher geschafft, wenn es ihm egal ist, wie das alles abläuft. „Dabei sein ist alles“, also der olympische Grundgedanke, der bringt einen nicht in eine Bundesligamannschaft. In den Spielern glüht schon der Wunsch, Fußballspiele zu gewinnen. Im Grunde geht es hier nur noch darum, aus einer Ansammlung von Spielern eine besondere Einheit zu formen, also eine Mannschaft zu bilden, die Erinnerungswerte schafft. Und besondere Erinnerungen möchte sich eigentlich jeder verschaffen – das ist der Ansatz, mit dem ich beginne. LLoyd Time: Was bedeutet das im Trainingsalltag? Klopp: Alles macht mehr Spaß, wenn man es besser kann. Das ist bei jeder Fähigkeit so. Beim Benutzen von Messer und Gabel fängt das irgendwann mal an und endet im Leben idealerweise nie. Es braucht eine bestimmte Bereitschaft und Offenheit für Verbesserungen, was die eigenen Fähigkeiten angeht. Wir geben einfach 14

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Hilfestellung, damit die Spieler ihr Talent noch besser ausschöpfen können. LLoyd Time: Macht das den modernen Trainer aus? KlOPP: Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Modern, nicht modern, das war mir nie so wichtig: Erfolgreich ist’s am Ende. Modern ist aber in einem anderen Zusammenhang wichtig: Die Gesellschaft hat sich gewandelt, und diese Veränderungen muss man im Umgang mit den Spielern berücksichtigen. Dass das Obrigkeitsdenken aus der Gesellschaft verschwunden ist, empfinde ich als sehr angenehm. Man braucht nicht so zu tun, als hätte ich den Fußball erfunden, und die Spieler müssten deshalb die Hacken zusammenschlagen. Man kann als Trainer eine angenehme Arbeits­ atmosphäre schaffen und trotzdem erfolgreich sein. LLoyd Time: Sie sind als Trainer und Moderator oft aus­ gezeichnet worden, ist Ihnen ein Preis besonders wichtig? Klopp: Eigentlich sind es gar nicht die Preise, die mir

wichtig sind, sondern, wenn überhaupt, der Weg dahin.


Jürgen Klopp als Trainer von Borussia Dortmund (oben) und am 30. April 2011, als der BVB bereits nach dem dritt­letzten Spieltag als Deutscher Meister 2011 feststand (rechts)

»Man kann als Fußballtrainer eine angenehme Arbeitsatmosphäre schaffen und trotzdem erfolgreich sein.«

Nehmen wir mal den „Trainer des Jahres“, eine Auszeichnung, die man sicherlich nicht so oft in seinem Leben bekommt. Aber wir sind Deutscher Meister geworden, und da sind der Fantasie der Juroren schon Grenzen gesetzt. Es ist der Weg dahin, der Spaß macht, besonders, wenn er wie im Fall der Meisterschaft von Erfolg gekrönt war. Wenn man dann eine Auszeichnung dafür bekommt, dann beendet das ja auch etwas, und das stimmt vielleicht sogar eher ein bisschen wehmütig. LLoyd Time: Sie haben sich an der von Jim Rakete fotografierten Kampagne für Fairtrade beteiligt. Gehört

das zu den Dingen, die Ihnen jenseits des Sports besonders am Herzen liegen? KlOPP: Ich will gar nicht so tun, als ob ich in diesem Bereich aktiv wäre oder Stiftungen gründen würde. Aber die Dinge des sozialen Zusammenlebens und der sozialen Gerechtigkeit sind mir schon wichtig, und da helfe ich gern. Wenn man wie ich ein relativ bekanntes Gesicht hat, wird schon versucht, einen vor alle möglichen Wagen zu spannen, und dann ist es sehr schön, wenn es für etwas so Sinnvolles ist wie für Fairtrade. Außerdem war es mit Jim Rakete eine tolle Fotoaktion, die ganz schnell über die Bühne ging. Ich bin seit mehreren Jahren auch in einigen anderen Kampagnen immer wieder dabei. Aber da bin ich nun wirklich nicht der Einzige, und solche Dinge beschäftigen mich nicht jeden Tag, sondern immer dann, wenn ich darauf stoße. LLoyd Time: Wenn Sie einmal nicht ein schwarzgel­bes Outfit tragen, was ziehen Sie dann gerne an? Klopp: Jeans, Sneaker, T-Shirt. Manchmal auch Jeans, Sneaker und ein Hemd, das geht mittlerweile auch ganz gut und ganz gerne. Außerdem stelle ich, wenn ich das Haus verlasse, auch sehr häufig fest, dass ich mal wieder ein Hoodie übergezogen habe. Aber wäre ich heute noch so eitel wie mit 18, sähe ich völlig anders aus. Doch das entspannt sich zum Glück im Laufe der Zeit, die Wichtigkeit des Eindrucks, den man auf andere Menschen macht, nimmt auch im subjektiven Empfinden ab. Wenn man sich nicht gerade gehen lässt, dann ist, denke ich, fast alles erlaubt … und ich erlaube mir eben, auch mit 44 noch mit Turnschuhen durch die Gegend zu laufen. b interview: bernd luxa

Steckbrief

Aufmacher: High 5; Fotos: Borussia Dortmund (2), firo Sportphoto (1), High 5 (1)

Jürgen Klopp

Der Spieler: Der 1967 in Stuttgart geborene Jürgen Klopp absolvierte von 1990 bis 2001 bei seinem einzigen Profiverein, dem 1. FSV Mainz 05, 325 Zweitligaspiele und erzielte 52 Tore. Der Trainer: Von 2001 bis 2008 trainierte Jürgen Klopp den 1. FSV Mainz 05, führte ihn in die 1. Liga und in den UEFA-Pokal. Mit Borussia Dormund gewann Jürgen Klopp die Deutsche Meisterschaft in der Saison 2010/11. Der Moderator: Von 2005 bis 2008 war Jürgen Klopp ZDF-Fußballexperte (Deutscher Fernsehpreis 2006). Für RTL kommentierte er gemeinsam mit Günther Jauch die Weltmeisterschaft 2010.

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Fagus-GreCon und LLOYD: Als Carl Benscheidt 1911 seine Schuhleistenfabrik Fagus gründete, engagierte er als Architekten den damals noch unbekannten Walter Gropius. Fagus-GreCon und LLOYD verbindet eine sehr lange Geschäftsbeziehung – aus Anlass der Ernennung des Fagus-Werks zum Unesco-Weltkulturerbe und des 100-jährigen Firmenjubiläums sprach LLOYD Time mit den Geschäftsführern beider Firmen, Ernst Greten und Maximilian Müller.

klassiker DER MODERNE

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LLOYD-Geschäftsführer Maximilian Müller (links) und FagusGreCon-Geschäftsführer Ernst Greten mit einem Leistenrohling aus Buchenholz – „Fagus“ ist das lateinische Wort für Buche

LLOYD TIME: Herr Greten, wie kam es dazu, dass ein gestandener Betriebsleiter wie Carl Benscheidt – Ihr Urgroßvater – den noch völlig unbekannten Architekten Walter Gropius mit einem Fabrikneubau beauftragte? ERNST GRETEN: Mein Urgroßvater hatte sich mit den Erben der Schuhleistenfabrik Behrens, die er als rechte Hand des Chefs 25 Jahre geleitet hatte, entzweit und wollte seine eigene Fabrik gründen. Das benötigte Kapital warb er in den Vereinigten Staaten bei der United Shoe Machinery ein, einem Schuhmaschinenhersteller, den er aus seiner früheren Tätigkeit kannte. In den USA war er auch mit einer moderneren Industriearchitektur in Berührung gekommen, als er sie aus Deutschland kannte. Als sich Walter Gropius bei ihm bewarb, konnte er mit seinen Referenzen meinen Urgroßvater überzeugen. Gropius hatte unter dem Architekten Peter Behrens am Bau der AEG-Turbinenhalle mitgewirkt, eines der bekanntesten Industrie-Denkmale in Deutschland. Benscheidt und Gropius hatten ähnliche Vorstellungen 18

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von einer modernen Fabrik, beispielsweise in puncto Ergonomie der Arbeitsplätze, wie man heute sagen würde. LLOYD TIME: Herr Müller, mit einem Fabrikgebäude, das zum Weltkulturerbe der Unesco zählt, kann LLOYD zwar nicht aufwarten, aber auf die Gestaltung der Arbeitsplätze im Werk in Sulingen sind Sie doch sicherlich auch ein bisschen stolz? MAXIMILIAN MÜLLER: Das sind wir wirklich. Bei den neuen Gebäuden, die wir 2000 als „Fabrik der Zukunft“ in Betrieb genommen haben, machten wir uns sehr viele Gedanken über die umweltgerechte Gestaltung der Produktion und der Arbeitsplätze. Um nur ein Beispiel zu nennen: Wir haben sämtliche Lärmarbeitsplätze eliminiert, die in der alten Fabrik noch gang und gäbe waren. Aber das Wichtigste war natürlich, dass wir die Eigentümer des Unternehmens überhaupt davon überzeugen konnten, eine neue Fabrik in Deutschland zu bauen und die Arbeitsplätze in der Produktion nicht ins Ausland zu verlagern.


Der Architekt Walter Gropius (links) und sein erster großer Auftraggeber Carl Benscheidt, der Gründer des FagusWerks in Alfeld

Aufmacher: Fagus-GreCon; Fotos: LLOYD (1) Fagus-GreCon (3)

LLOYD TIME: Carl Benscheidt hat einmal gesagt: „Unser Reichtum sind nicht unsere Maschinen und Gebäude, sondern das Wissen und das Können und die Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter.“ Sehen Sie das heute auch noch so? GRETEN: Hundertprozentig – das ist ein Leitspruch, den wir jeden Tag zu leben versuchen. Sehen Sie sich nur einmal an, wie bei uns ausgebildet wird: Ob die Lehrlingsausbildung früher oder die berufsbegleitende Ausbildung heute, darauf legen wir sehr viel Wert. Wir bilden in allen Bereichen aus, in der Herstellung von Leisten ebenso wie in den neuen Abteilungen für

»Auch in 100 Jahren brauchen wir immer noch das Wissen um den Schuh, das Wissen um die Modellerstellung. Und die Modelle werden immer dort entstehen, wo auch der Markt ist.« (E. Greten)

­ aschinenbau und Elektronik. Gerade Letztere wächst M sehr stark, und dort arbeiten die jungen Leute, die wir selbst ausgebildet haben. Wir haben hier eine Tradition, die so innovativ ist, dass wir überhaupt keine Schwierigkeiten haben, diese Tradition weiterzuleben.

1883 Walter Gropius wird in Berlin geboren. 1903 beginnt er sein Architekturstudium an der Technischen Hochschule in München.

1858 Carl Benscheidt wird auf Gut Othmaringen im Sauerland als Sohn des Bauern Ludwig Benscheidt geboren.

1888 Die H.F. Meyer Schuhfabrik, heute die LLOYD Shoes GmbH, wird in Bremen gegründet.

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LLOYD TIME: Sie leiten zwei Unternehmen, die sich gleichermaßen nicht als Selbstzweck begreifen, sondern immer auch das im Blick haben, was man neudeutsch „Corporate Social Responsibility“ nennt, die soziale Verantwortung des Unternehmens. Sie verbindet aber auch eine langjährige Geschäftsbeziehung. Wie lange besteht sie schon und wie hat sie sich entwickelt? GRETEN: Die Geschäftsbeziehung besteht mindes­ tens seit 1935. Ein damaliger Modelleurslehrling kann sich noch daran erinnern, dass er in diesem Jahr ein Modell für LLOYD gefertigt hat. Ich glaube aber, dass die Geschäftsbeziehung noch länger zurückreicht. MÜLLER: Das denke ich auch. Es gibt zwar keine Zeitzeugen oder Unterlagen, die das belegen, aber ich gehe davon aus, dass LLOYD und Fagus seit der Gründung 1911 zusammenarbeiten. Darauf deutet schon die räum-

1909 Der Architekt Peter Behrens errichtet die AEG-Turbinenfabrik in Berlin-Moabit – heute eines der bekanntesten Industriedenkmäler in Deutschland. Der junge Walter Gropius gehört zum Mitarbeiterstab von Behrens.

liche Nähe zwischen Alfeld und Bremen hin, unserem damaligen Standort. LLOYD hat wahrscheinlich von der Fabrik Leisten bezogen, für die Benscheidt zuvor tätig war, die war ja ebenfalls in Alfeld ansässig. Und nach der Gründung von Fagus hat man weiter dem bekannten Betriebsleiter das Vertrauen entgegengebracht. Beide Unternehmen hatten und haben immens hohe Qualitätsansprüche und das, was wir die LLOYD-Passform nennen, das braucht im Hintergrund die entsprechende Leistenfabrik. Sonst wäre es gar nicht möglich, dass ein Kunde ein Paar LLOYD-Schuhe im Internet bestellt und sich ohne Anprobieren darauf verlassen kann, dass die Schuhe in seiner Größe auch wirklich passen. LLOYD TIME: So schön ein 100-jähriges Jubiläum, eine Weltkulturerbe-Auszeichnung und eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung auch sein mögen, eine Garantie für

1935 Seit diesem Jahr sind die Geschäftsbeziehungen zwischen LLOYD und Fagus bezeugt, wahrscheinlich bestehen sie aber schon seit der Fagus-Gründung.

1911 Carl Benscheidt gründet die Schuhleistenfabrik Fagus in Alfeld und gewinnt Walter Gropius als Architekten.

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Ein Treppenhaus im Fagus-Werk, Blick aus dem Hauptgebäude, Fassadendetail und zeitgenössische Fotografie des neuen Gebäudes (von links). Das Bauhaus, mit dem Walter Gropius später Weltruhm erlangen sollte, deutet sich hier schon an ­ ukunft die Lust am Leistenmachen nicht verliert. Denn, Z wie gesagt, die LLOYD-Passform lässt sich nur mit einem Lieferanten erreichen, mit dem man eng und vertrauensvoll kooperieren kann. Deshalb wird der Knowhow-Transfer zwischen den beiden Unternehmen auch in Zukunft weitergehen. Deshalb müssen wir tatsächlich dafür Sorge tragen, dass das Wissen altgedienter Mitarbeiter weitergegeben wird, auch bei ­LLOYD. Das soll unsere Ausbildungsoffensive sicherstellen – damit die beiden Unternehmen auch in 100 Jahren noch zusammenarbeiten. b interview: bernd luxa Fotos: Karl Schünemann/Fagus-GreCon (4); Fagus-GreCon (2); LLOYD (1); Hans Szyszka, Erfurt (1)

die Zukunft sind sie nicht. Was sehen Sie als Ihre größten Herausforderungen für die nächsten Jahre an? GRETEN: Von den 36 Leistenfabriken, die es vor 100 Jahren in Deutschland gab, existieren jetzt noch drei. Von Leisten allein könnte auch Fagus-GreCon heute nicht mehr leben. Was aber gebraucht wird und was wohl auch in 100 Jahren noch gebraucht werden wird, das ist das Wissen um den Schuh, das Wissen um die Modellerstellung. Und die Modelle werden wohl immer dort entstehen, wo auch der Markt ist und wo die Vertriebsgesellschaften sind. Die Modellabteilung hier hat eine Riesenchance, und die Herausforderung besteht darin, das Wissen in den Köpfen der Mitarbeiter auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. MÜLLER: Dem kann ich nur beipflichten. Wir sind ­natürlich sehr daran interessiert, dass Fagus auch in

2000 Im ehemaligen Lagerhaus des Fagus-Werks wird auf fünf Stockwerken die Fagus-GropiusAusstellung über Architektur, Schuhmode und -produktion sowie Holzverarbeitung eröffnet. Sie ist täglich für die Öffentlichkeit zugänglich.

1946 Ein architekturbegeisterter Offizier der britischen Truppen sorgt dafür, dass das Fagus-Werk unter Denkmalschutz gestellt wird.

2011 Das Fagus-Werk wird von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt – rechtzeitig zur 100-Jahr-Feier des Unternehmens, das heute Fagus-GreCon heißt.

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der Schulterblick

Schuhe erhalten ihren letzten Schliff Wenn ein Schuh beinahe fertig ist, durchläuft er als letzte Station vor der Endkontrolle die Finish-Abteilung – hier gilt die Aufmerksamkeit letzten Details wie der Einlegesohle, der Politur und dem Schnürsenkel.

Einen Schuh begleiten in der Herstellung bei LLOYD von den ersten Arbeitsschritten bis zur Endkontrolle zwei Karten: die weiße und die grüne Arbeitskarte. Auf der weißen sind alle erforderlichen Arbeitsschritte vermerkt, sie wird von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen nach Erledigung abgezeichnet. Die grüne Arbeitskarte führt die benötigten Materialien auf, zum Beispiel welche Schnürsenkel für einen bestimmten Schuh zu verwenden sind … aber wir wollen nicht vorgreifen. Als letzte Station im Herstellungsprozess erreicht ein Schuh die Finish-Abteilung. Hier werden zunächst die Einlagen und die Decksohlen eingeklebt. Anschließend wird ein sogenannter Füller eingesteckt, damit der Schuh seine Standfestigkeit behält. Der folgende Arbeitsschritt besteht darin, den Schuh zu reinigen und

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gegebenenfalls mit einer Handappretur zu versehen. Die Handappretur schließt die Poren des Leders und betont dadurch seine Geschmeidigkeit. Welcher Schuh auf ­diese Weise und mit welchem Mittel behandelt wird, ist auf einer grünen Arbeitskarte vermerkt. Nach der ersten Politur trägt ein Mitarbeiter mit einer AirbrushSpritze „Shadow“ auf, eine spezielle, abgedunkelte Farbe, um zum Beispiel die Nähte mit einem etwas dunkleren Schatteneffekt zu betonen. Schließlich wird noch ein edler Glanz aufgebracht: Schwarze Schuhe­ erhalten schwarzen, braune Schuhe farblosen und braunen Glanz. Nach der Glanzbehandlung kommt ein Schuh, der sich dafür eignet, in den Trockentunnel, wo er sechs Minuten bei einer festgelegten Temperatur getrocknet wird. Ein Schuh aus einem besonders empfindlichen Leder, einem gebürsteten Veloursleder oder einem feinen Lammleder etwa, wird nicht im Tunnel, sondern an der Luft getrocknet. Anschließend wird der Schuh mit Schuhcreme eingespritzt und poliert, ein Arbeitsschritt, „der dem Schuh den modisch aktuellen ‚used look‘ gibt“, so Erika Leplow, Teamleiterin von Finish A,


LLoyd-SchuhLeXikoN: teiL Vier

Erika Leplow (links) leitet das Team der Abteilung Finish A. Unter ihren Fittichen werden Schuhe mit Einlegesohlen versehen, von Hand appretiert, mit Shadow und Schuhcreme verschönert und schließlich poliert (unten, von li. nach re.)

Fotos: LLOYD (7)

einer der drei Finish-Abteilungen bei LLOYD. In der Creme für schwarze Schuhe ist die wasserabweisende Imprägnierung bereits enthalten, andersfarbige Schuhe werden erst nach dem Polieren imprägniert. Damit wäre das Finishing fast schon beendet, doch noch benötigen viele Modelle ihre Schnürsenkel. Bei LLOYD zieht man sie von oben nach unten durch die Ösen und „versteckt“ die Schleife unter der Schnürung, damit der Senkel das Leder nicht beschädigt. Jetzt fehlt nur noch der passende Anhänger – „Trend“, „Classic“, „Sports“ oder eines der vielseitigen Merkmale wie etwa „Extraweit“ – und bald schon freut sich jemand über ein neues Paar sorgsam fertiggestellter LLOYD-Schuhe. b

SNEAKER: Bis in die 1990er-Jahre hieß das, was wir heute Sneaker nennen, in Deutschland schlicht und einfach Turnschuh, doch inzwischen hat sich der englische Begriff auch hierzulande fest etabliert. Unter einem Sneaker versteht man einen sportlichen Schuh, der aber eben nicht beim Sport, sondern in der Regel als modischer, bequemer Freizeitschuh getragen wird. Seinen Namen hat er vom Englischen „to sneak“ (schleichen), denn durch seine Gummisohle hat er einen viel leiseren Auftritt als Schuhe mit Ledersohle, die bis ins 20. Jahrhundert hinein fast ausschließlich erhältlich waren. Seinen Siegeszug um die ganze Welt trat der Sneaker in den 1950er-Jahren an, als eine Ikone der sich gerade entwickelnden Popkultur, James Dean, zu seinen Blue Jeans keine auf Hochglanz polierten Lederhalbschuhe mehr trug, sondern Turnschuhe. Generationen von Jugendlichen, die sich von der Welt der Erwachsenen abgrenzen wollten, griffen diesen neuen Dresscode begeistert auf und aus dem schlichten funktionalen Sportschuh wurde ein pflegeleichter Freizeitschuh, der nun, wie andere Schuhe auch, dem Wandel der Mode unterworfen ist. In der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2012 von LLOYD ist als Sneaker zum Beispiel der oben gezeigte „Agostino“ vertreten, der sich, so Produktmanager Ulrich BeckerSteinberger, „sowohl durch seine sommerliche Optik, als auch durch das modische Design mit Einsatz unterschiedlicher Leder in einer harmonischen Farbkombination auszeichnet“. Das Oberleder und das weiche Futter sind aus hochwertigem Kalbsleder gearbeitet, die softe Latex-Einlegesohle verspricht besten Tragekomfort. b 1.12 LLoyd time

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DIE PERLE DES HAFENS

Nachhaltige Verkehrsteilnahme: Das Hamburger Hafenviertel zeichnet sich durch Ăźberdurchschnittlich viele FuĂ&#x;- und Fahrradwege aus

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Hamburgs Hafencity ist das größte innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt Europas. Sie reicht von der Elbphilharmonie an der Spitze des Dalmannkais bis zum Verlagsgebäude der „Spiegel“-Gruppe auf der Ericusspitze. In der Breite dehnt sie sich von der Speicherstadt bis zum Elbstrom aus. Auf 157 Hektar entsteht ein neues Stadtviertel, das Arbeiten und Wohnen, Kultur Freizeit und Tourismus und Einzelhandel verbindet. Ökologische Nachhaltigkeit wird dabei ganz groß geschrieben.

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GASTROtipps von Manu Schmickler Die Hamburger Hafencity (von links): der Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen von oben, die Grünflächen und Promenaden der Marco-Polo-Terrassen, der Pausenhof der Katharinenschule und das futuristische Gebäude von Unilever

„Carls“: Direkt an der Elbphilharmonie liegt die Brasserie „Carls“. Appetit auf norddeutsche Küche mit französischem Akzent? Dann sind Sie hier richtig! Mein Tipp: unbedingt das Boeuf Bourguignon probieren. Zart und üppig. (Am Kaiserkai 69, Hamburg, www.carls-brasserie.de)

Zwischen Speicherstadt und Elbe wird eine maritime Stadt geboren. Wo jahrzehntelang ein riesiges Areal brach lag, kehrt nun endlich wieder Leben zurück. Bis Ende des 19. Jahrhunderts lebten hier schon einmal rund 24.000 Menschen, die aufgrund des Lagerhauskomplexes Speicherstadt zwangsumgesiedelt wurden. Da die Hafenflächen für die moderne Containerschifffahrt zu klein und zu flach sind, entsteht Ende der Neunziger die Idee im Hafen wieder ein neues Wohn- und Geschäftsviertel zu bauen. 2001 beginnen die Arbeiten. Hamburgs neue Waterline wird von Westen nach Osten und von Norden nach Süden entwickelt. Sie erstreckt sich über 1,1 Kilometer. Wohnhäuser, architektonisch ungewöhnliche Firmensitze, Restaurants, Cafés und Parks – hübsch verteilt auf zehn Quartiere mit sehr unterschiedlichen Identitäten, bei denen immer eine Nutzungsmischung gewährleistet ist. Es gibt also keine reinen Wohn- oder Büroquartiere. Fleete, Hafenbecken, Straßen, der Elbstrom und die Speicherstadt bilden die Quartiersgrenzen. Das Quartier Am Sandtorkai / Dalmannkai befindet sich im westlichen Ende des Stadtteils. Hier ist, bis auf die Elbphilharmonie, alles fertig gestellt. Die Eigentums- und Mietwohnungen, Büros, Cafés und Läden liegen auf sturmflutsicheren Warftsockeln, die um die acht Meter über dem Wasserspiegel liegen. In diesem Quartier laden die grünen MarcoPolo-, die Magellan-Terrassen und der Vasco-da-Ga-

„Miss Sofie“: Hier gibt es Süßes aus Dänemark, wie Softeis mit leckeren Toppings, im knackigen Schokomantel oder mit frischen Früchten. Mein Tipp: der Sweet-Berry-Becher. Was ist drin? Erdbeereis, frische Erdbeeren, Baiser, Erdbeersoße, Sahne und ganz viel Liebe. (Am Kaiserkai 63, Hamburg, www.misssofie.eu)

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„LaBaracca“: In dem italienischen Restaurant bestellt man sein Essen per Tablet-PC vom Platz aus. Mein Tipp: das Hähnchenfilet in selbst angerührtem Pes­ to. Außerdem gibt es mehr als 90 Weine, die man an Weinstationen zapfen und probieren kann. (Am Sandtorkai 44, Hamburg, www.labaracca.eu)

Die Autorin Manu Schmickler ist mit Leib und Seele Wahlhamburgerin, liebt das neue Viertel an der Elbe und probiert sich seit zehn Jahren für das Magazin „Prinz“ und Stadtführer von „National Geographic“ durch die Restaurants und Cafés der Stadt

ma-Platz zum Erholen ein. Doch es gibt noch weitere nennenswerte Bauten in der neuen Hafencity. Als ein bunter Farbklecks sticht beispielsweise die Katharinenschule mit ihrem farbenfrohen Pausenhof, der auf dem Dach des Hauses liegt, heraus und direkt an der Elbe ragt eine auffällige Gebäudegruppe gen Himmel: die Unilever-Deutschlandzentrale und der 55 Meter


Aufmacher: ELBE&FLUT, Quelle: HafenCity Hamburg GmbH; Fotos: Fotofrizz (1),ELBE&FLUT (3) Quelle: HafenCity Hamburg GmbH, Ingo Dannecker (1), misssofie.eu (1), LaBaracca (1), LLOYD (1)

hohen Marco-Polo-Tower mit 17 Etagen voller Luxuswohnungen. Treppen und Brücken verbinden die einzelnen Gebäudeteile des modernen Unilever-Gebäudes. Kein anderes Haus ist so energieeffizient. Eine spezielle Kunststoff-Fassade schützt das Gebäude vor Auskühlung und Wind. Auf dem Dach steht eine Wärmerückgewinnungs-Anlage, und beleuchtet wird das Haus ausschließlich mit energiesparenden LED-Leuchten. Das Gebäude ist 2009 als bestes Bürogebäude der Welt ausgezeichnet worden. Als das Herzstück des Viertels

gilt das Überseequartier. Hier wird sich ab Herbst 2012 auch die Haltestelle der U-Bahnlinie 4 befinden. Der 1200 Quadratmeter große Kreuzfahrtterminal Hamburg Cruise Center, empfängt bereits Reisende aus aller Welt und verbindet den industriellen Charme des Containerhafens mit dem modernen Design der Hafencity. Der stylishe Terminal wurde aus Überseecontainern und Glas-Elementen gebaut. Die Flaniermeile Überseeboulevard liegt auch in diesem Quartier und stellt als Fußgängerzone die Lebensader der Hafencity dar. f

LLOYD CONCEPT STORE in hamburg

Auf der Flaniermeile Neben dem LLOYD-Shop in der Europapassage und dem Concept Store im Alstertal Einkaufszentrum, gibt es seit April 2011 nun auch einen Concept Store auf Hamburgs ­Flaniermeile Jungfernstieg. Der Jungfernstieg erstreckt sich von der Reesendammbrücke bis zum Gänsemarkt und war die erste Straße Deutschlands, die asphaltiert wurde. Mit traumhaftem Blick auf die Binnenalster präsentiert der Concept Store auf 110 Quadratmetern die LLOYD-Produktgruppen „Trend“, „Sports“, „Classic“ und das Premiumsegment „LLOYD 1888“. Neben der großen Auswahl an Damen- und Herrenschuhen gibt es auch hochwertige Accessoires und Lederjacken der Marke LLOYD.„Der Standort Jungfernstieg unterstützt das mit unseren Concept Stores verfolgte Ziel der Markenentwicklung optimal. Aus diesem Grund freuen wir uns natürlich besonders darüber, dass es uns gelungen ist, die Marke LLOYD hier zu positionieren“, so Geschäftsführer Andreas Schaller. Filialleiter Jürgen Büschler und das gesamte Team führen Sie gern ein in die LLOYD-Welt an Hamburgs Jungfernstieg

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Die „Queen Mary 2“ zu Besuch in der Hafencity und davor der Viewpoint. Rechts: Der Info-Pavillon und daneben das Alte Hafenamt

Seine Geschäfte und Cafés ziehen sich durch das gesamte Viertel. Neben all den futuristischen Neubauten, gibt es auch noch ein historisches, denkmalgeschütztes Gebäude im Überseequartier: das Alte Hafenamt. Ganz aus Backstein ruht es zwischen modernster Architektur, wie den Waterfront-Towers. Zwischen dem Holländisch Brookfleet und dem Brooktorhafen liegt das trapezförmige 13-stöckige Glasgebäude der „Spiegel“-Verlagszentrale. Auf 30.000 Quadratmetern vereinen sich hier die Mitarbeiter der „Spiegel“-Gruppe und alle Marken des Medienunternehmens unter einem Dach. Beim Bau wurde wieder auf Energieeffizienz geachtet. Das Elb28

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torquartier wird das innovative „Wissensquartier“ der Hafencity. 2013 sollen bereits in einer eigenen Universität 1.600 Studenten den Vorlesungen lauschen. Man darf sich nur nicht von der tollen Aussicht auf die Elbe ablenken lassen. Was wäre eine richtige Hafenstadt ohne Grün? Selbstverständlich gibt es auch Grünflächen in den Quartieren. Mehr als 26 Hektar Parkanlagen und Promenaden laden zum Relaxen und Flanieren ein. Im Quartier Am Lohsepark soll ein eigener 12.000 Quadratmeter großer „Central Park“ entstehen, um den herum Wohnhäuser, u. a. auch sozial geförderter Wohnungsbau mit günstigen Mieten, gebaut werden soll. Bereits heute leben in der Hafencity etwa 1.700 Menschen und um die 8.400 arbeiten hier. Doch das ist noch lange nicht alles, in den nächsten Jahren sollen 5.800 Wohnungen und mehr als 45.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Eine beispielhafte Stadt der Zukunft entsteht. Und die Zukunft heißt Nachhaltigkeit. Die Hafenstadt legt besonderen Wert auf eine nachhaltige Infrastruktur und Bebauung durch die Nutzung ehemaliger Hafen- und Industrieflächen, durch bodensparendes unterirdisches Parken, durch etliche kurze Wegeoptionen, die sich durch die gesamte Stadtstruktur ziehen und durch die enge Anbindung an die Hamburger City, die bereits jetzt per Metrobus, Fahrrad und zu Fuß bequem zu erreichen ist. Auch die Wärmeenergieversorgung und die modernen Gebäude der Hafencity sind nachhaltig, sie wurden klima- und energiefreundlich, also ganzheitlich erbaut. Neugierig geworden? Im alten Kesselhaus Am Sandtorkai befindet sich das Hafencity Info-Center – mit allen Infos und dem Planungsstand des Viertels. Außerdem sind alle Baustellen durch Fußwege zugänglich und Bauzäune offen gehalten, damit sich die Bürger der Stadt und alle Interessierten einen Einblick über die Fortschritte verschaffen können. Zurzeit sind 47 Projekte in der Hafencity fertiggestellt und 37 in Planung. Schauen Sie doch einmal vorbei in Hamburgs neuem Vorzeigeviertel. Besteigen Sie den dreizehn Meter hohen Aussichtsturm und werden Sie Fan dieser einmaligen Stadt der Zukunft. 2025 ist sie dann endlich fertig, die Perle des Hafens.

www.hafencity.com www.hafencitynews.de

Fotos: ELBE&FLUT; Quelle: HafenCity Hamburg GmbH (1), Überseequartier Beteiligungs GmbH (1)

reise


Lorem DoLorem reise

Fashion-trEnds Seite 31 > Damenmode: Frischer Anstrich Seite 32/33 > Damenschuhe im Frühjahr/Sommer: Leichtfüßig Seite 34/35 > Accessoires: Hitverdächtige Highlights Seite 37 > Herrenmode: Modische Brise Seite 38/39 > Herrenschuhe im Frühjahr/Sommer: Farbenfroh

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F端r Trendsetterinnen, die Farbe bekennen.

www.lloyd.de


DAMENMODE

FRISCHER ANSTRICH Citrus, Mint, Sorbet und Blau in vielen Nuancen sorgen für ganz neue Akzente bei der Garderobe aller Modebewussten. Neutrals in Beige und Grau sorgen für die stylishe Erdung.

Alles neu macht nicht nur der Mai. Geben Sie der bunten Vielfalt das Wort! Modebewusste lassen im Frühjahr/Sommer 2012 die Farben sprechen – und sie erklingen kräftig, facettenreich und in höchsten Tönen. Ein breitgefächerter Farbkasten macht einfach Spaß. Nach Herzenslust und Frühlingslaune lassen sich knallige Akzente in dieser Saison von Kopf bis Fuß verteilen. Wenn zarte Sorbet- auf knallige Beerentöne und kräftige Farben auf Evergreens wie Lichtgrau, Beige und Blau treffen, ist das topmodisch. Fließende Materialien und legere Schnitte garantieren tollen Tragekomfort und luftige Lässigkeit. „Passend zur Textilmode bietet LLOYD eine Kollektion mit drei Akzenten: hyperfeminin, laut und exotisch“, so Anja Frers, Produktmanagement Ladies’ Shoes & Accessoires. Greifen Sie zu! Ihre LLOYD-Time-Moderedaktion

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LEICHT


DAMENMODE

Sandaletten in ultimativem Neon-Sorbet-Ton 12-518-05

DAMENSCHUHE

Plateau-Sandaletten im Seventies-Look 12-598-01 (li.) und 12-598-02 (re.)

Aus 1 mach 2: Highlight-Gürtel mit Teilungsfunktion 72-132-32

FÜSSIG Damenschuhe im Frühjahr/Sommer 2012 Zart, exquisit und farbenreich – so tritt die aktuelle Damenschuhkollektion auf. Der Name des Programms: Alltagstauglichkeit in modischen Nuancen. Applaus! Farbe bekennen und Akzente setzen ist das Motto der neuen Schuhmodelle von LLOYD. Die Fußbekleidung begleitet ihre Trägerin nicht nur durch den Alltag, sondern auch zu besonderen Anlässen. Raffiniert verarbeitete Details aus feinstem Saint-Tropez Kalbsleber machen den hyperfemininen Look perfekt. Sandaletten und Pumps sind durch ihre besondere SacchettoMachart absolut alltagstauglich. Kleine Herrenschuhe und Ballerinas sind Every-Day-Basics. Hochwertige

Schnürschuhe aus effektvollem Glitter Calf 12-576-02 (li.) und 12-576-01 (re.)

Materialien und Schlangenoptik, die an Urlaub, Abenteuer oder exklusive Karawanserei erinnert, finden sich aktuell in Sandaletten mit Nullsohle über den Trotteur bis zum High Heel. Außerdem wird diese Saison neben Basics in Weiß und Grau besonders brillant mit der Farbpalette gespielt. „Die aktuelle LLOYD Damenkollektion erfüllt exotische Sehnsüchte der Frau“, kommentiert Anja Frers, Produktmanagement Ladies’ Shoes & Accessoires. Sie stellt im Zuge dessen auch gleich noch eine modische Neuerung bei LLOYD vor: „Wir bieten erstmals in dieser Sommersaison zur Sandalette in der Farbe Neon-Sorbet den passenden Nagellack.“ So lassen sich Jet Set und ein entspannter Lebensstil ganz leichtfüßig miteinander kombinieren. Die gesamte Kollektion finden Sie unter: www.lloyd.de 1.12 LLOYD TIME

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HITVERDÄCHTIGE HIGHLIGHTS Accessoires im Frühjahr/Sommer 2012 Feinstes Saint-Tropez Kalbsleder und gekonntes Glitter-Finish weisen die aktuelle Richtung: Kombinieren Sie Eleganz mit Lässigkeit – fantasievoll und individuell. Auch bei den Accessoires präsentiert LLOYD in dieser Saison markante Optiken in Top-Qualität, die modische Individualität voll zur Geltung bringen. Sie alle zeichnen sich als elegante Kreationen mit Liebe für das Detail aus. Für Damen wären da neben leuchtenden Farbtupfern auf Ballerinas und Gürteln die einzigartige Flecht-Optik in Cognactönen, Kalbsleder mit Prägung in Straußen-

optik oder angesagtes Glitter-Finish in weißen und grauen Nuancen auf sportlichen Sneaker, Ballerinas und Gürteln. Die Herren bauen mit Details aus Vintage und New Preppy eine interessante Brücke zwischen Business- und Casualwear. Mit legeren Business-Schuhen und exklusiven Freizeitmodellen ergeben sich ganz neue Kombinationsmöglichkeiten. Für Sie und Ihn gibt es diese Saison lässige Bikerjacken aus softem Lamm-Nappa. Sie bestechen durch liebevolle Details und einen puristisch-zeitlosen Look. Bei allen Lieblingsstücken gilt der traditionelle LLOYDGrundsatz: Aufwendige Verarbeitung und feines Leder vermitteln Stil und Statement.

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Damen: Die Geldbörse aus geflochtenem Leder 72-442-12 (1) macht den schicken Business-Look perfekt, ebenso wie Ballerinas 12-554-02 oder Damenschnürer 12-577-02 (2); (3) eine Börse aus Glitter Calf 72-432-02; (4) modische Akzente ebenfalls aus Glitter Calf in Gürtelform 72-120-21; (5) geräumige Businesstasche aus perforiertem Leder 72-409-22; (6) sportlich-elegante Ballerinas 12-555-01 und Sneaker 12-560-04 aus effektvollem Glitter Calf; bunt wird’s mit Gürteln mit farbigem Lackleder (12) in Pink 72-131-16, Blau 72-131-18, Grün 72-131-15, Weiß 72-131-11 und Grau 72-131-12; oder SoftBallerinas (13) mit farbigen Kappen in Grün 12-556-03, Pink 12-556-00, Blau 12-556-04 und Weiß 12-556-01

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Lederjacken: (7) Coole Bikerjacke „Demi“ für Sie und (8) eine Kombi aus Biker - und Fieldjacket „Amoris“ für Ihn Herren: Neue Klassiker mit feinen Details (9) wie braune Budapester 12-120-01 oder Schnürer aus feinstem italienischem Kalbsleder 12-128-04, Slipper 12-141-07 oder ein brauner Gürtel 72-142-04; Damen: Raffinierte Umhängetasche aus blauem Lackleder 72-404-09, passendes iPhone-Case 72-443-09 und sportliche Damensneaker 12-651-33 (10); klare Linien und sanfte Farben (11) bei grauen Pumps 12-509-01 mit passender Tasche 72-415-02 und eleganten schwarzen Sandaletten 12-519-00

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Bei diesem Schuh wird Mann gerne zum Softie.

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HERRENMODE

MODISCHE BRISE Klassisches und Maskulines trifft auf Sportives und sogar Saloppes. Formale Business-Kleidung und legere Casuals nähern sich an. Jede Menge Farben setzen ganz neue modische Signale.

Neben lässigen Anzügen, die für Arbeitstag und Freizeitgestaltung gleichermaßen taugen, sind Chinos das Must-have der Saison. Die aktuelle Konfektion bleibt körpernah und schmal. Dick aufgetragen wird hingegen bei den Farben. Inspiriert von den bevorstehenden Olympischen Sommerspielen schicken Designer Hosen und Anzüge ins Rennen, die ein wahres Feuerwerk ergeben: Die Basis hierfür bilden Beige- und Nude-Töne. Aber dann treffen kräftiges Grasgrün, Sonnengelb und Marineblau fröhlich auf Pastellnuancen wie Rosa und Aquamarin. Damit geht der Trend eindeutig weg vom zurückgenommenen Minimalismus vergangener Saisons hin zu frischen und experimentierfreudigen Looks, die erstaunlich feminine Noten erkennen lassen. Viel gewagt und viel gewonnen! Ihre LLOYD-Time-Moderedaktion

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LOREM DOLOREM

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HERRENSCHUHE

Casual-Klassiker 12-258-02 (li.) und Desert-Boot 12-259-06 (re.)

Leichte Sneakers 12-031-11 (li.) und 12-031-13 (re.)

FROH Herrenschuhe im Frühjahr/Sommer 2012 Unkonventionelle Materialien, markante Leisten und kreative Schnitte – entspanntsportive Lässigkeit an den Sohlen sorgt für einen beschwingten Auftritt. Hohe Qualität und entspannter Komfort stehen im Vordergrund der neuen Kollektion, die durch progressive Leistenformen und innovatives Styling besticht. Zum neuen farbenfrohen Anzuglook mit körpernaher Silhouette gesellen sich maskuline Klassiker, allerdings mit stärker verrundeten Leisten. Grau-, Beige- und Nougattöne, aber auch warme Holz- und Erdfarben wirken dabei als sehr harmonische Ergänzungen am Fuß. Allgegenwärtige Chinos – ein starker Gegenspieler

Legere Budapester in Cognac 12-139-02 (li.) und Braun 12-141-07 (re.) zur beliebten Jeans – wollen gern durch weiches Wildleder und dezent eingesetztes Vintage-Finish begleitet werden. Mit einer breiten Auswahl an sommerlichen Schnürern, Mokassins und Slippern können Männer aus dem Vollen schöpfen. Neues Must-have der Saison sind modern interpretierte Desert- und Chelsea-Boots sowie Monks und Sneaker. Durch die Kollektion zieht sich ein leichter und sommerlicher Faden. Farben werden am Schuh vereinzelt eingesetzt, aber sie sorgen dennoch für individuelle Akzente. Pastellig-verwaschene Töne machen das Kombinieren dabei unkompliziert. Bunt, laut und lässig auf Schritt und Tritt – das ist das Motto für die frühlingsleichte bis sommerlich-warme Saison, die in der Freizeit exklusiver und im Business mehr casual ist. Die gesamte Kollektion finden Sie unter: www.lloyd.de 1.12 LLOYD TIME

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lebensart: genuss

NATÜRLICH KOCHEN Sarah Wiener: Als eine der bekanntesten Köchinnen Deutschlands setzt die Österreicherin auf eine ökologisch korrekte Küche. Frische, Natürlichkeit und Bio-Qualität zeichnen die Speisen der in Berlin lebenden TV-Köchin und ­Restaurant-Chefin aus. Obst und Gemüse aus der Region, Kräuter aus den hauseigenen Kräutergärten, Süßwasserfische aus nachhaltiger Teich­ wirtschaft und Wild aus freier Wildbahn – so schmeckt es zu Hause!

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Die sympathische Sarah Wiener (links), und bei der Arbeit (rechts)

Fotos: Sarah Wiener GmbH (2)

CONVENIENCE FOOD? – NEIN DANKE! Berliner Schnauze trifft auf Wiener Schmäh: Sarah Wiener wächst bei ihrer Mutter in Wien auf. Mit 17 trampt sie durch Europa und lässt sich mit 24 Jahren mit ihrem Sohn in Berlin nieder. Zunächst bekocht sie Agenturen und Filmcrews mit ihrem Catering-Service, und 1999 eröffnet sie ihr erstes Restaurant „Das Speisezimmer“ im Innenhof der alten Lokfabrik in Berlin-Mitte. Convenience Food? Kommt bei Sarah Wiener nicht auf den Tisch. „Ich esse nichts, was vier Jahre haltbar ist!“ Die Wienerin verarbeitet nur Lebensmittel, von denen sie weiß, wo sie herkommen und welchen Einfluss sie auf uns und unsere Umwelt haben.

Die Restaurant-Chefin arbeitet mit zahlreichen kleinen Bauernhöfen und Betrieben aus der Region zusammen und informiert ihre Gäste in all ihren Restaurants über die Herkunft ihrer Zutaten. „Das Speisezimmer“ und „Die Küche“: Lust auf regionale und mediterrane Gerichte in stilvollem Ambiente? In den Backsteinmauern mit unverputzten Backsteinwänden und alten Kronleuchtern befindet sich „Das Speisezimmer“. Hier wiederum findet man auch „Die Küche“, ein gemütlicher Raum, der zum Selbstkochen einlädt. („Das Speisezimmer“, Chausseestraße 8, 10115 Berlin, Tel. 030 / 814 52 94 30)

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lebensart: genuss

Als erstes braucht man ein scharfes Messer, dann schneidet man den Fischen direkt hinter den Kiemen die Köpfe ab

Fisch zuzubereiten ist gar nicht so schwierig. Aber wie zerlegt man denn nun einen Fisch richtig?

Die Fische der Länge nach an der Mittelgräte aufschneiden. Die Filets jeweils von der Mittelgräte befreien und diese entfernen

REGIONAL UND DOCH EXOTISCH „Hamburger Bahnhof“: Nicht in Hamburg, sondern in Berlin-Mitte befindet sich das Café und Restaurant im Museum der Gegenwart. Hier kann man sich vor oder nach dem Museumsbesuch stärken. („Hamburger Bahnhof“, Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin, Tel. 030 / 70 71 36 50) „Das Kaffeehaus“: Im Berliner Museum für Kommunikation kann man sich im Ambiente eines Wiener Kaffeehauses seinen Kaiserschmarrn oder ein Stück Engadiner Nusstorte schmecken lassen. Wer’s herzhaft mag, dem empfehlen wir das Wiener Schnitzel oder Saftgulasch. („Das Kaffeehaus“, Leipziger Straße 16, 10117 Berlin, Tel. 030 / 20 07 65 60) Neben all den regionalen Genüssen liebt die fröhliche Wahlberlinerin auch das Exotische und lässt sich bei ihren Gerichten gern von anderen Ländern inspirieren. So wird beispielsweise mit regionalen Zutaten ein Scottish Cheesecake gebacken oder der fruchtige Melonen­ salat wird mit Fetakäse und Minze verfeinert. Langweilig wird’s in Sarah Wieners Küche nie! 42

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Kein Fleisch aus Massentierhaltung, keine Gentechnik, ist ihre Ernährungsphilosophie. Die Promiköchin setzt sich seit 2006 als Schirmherrin des Tierzuchtfonds für artgemäße Tierzucht und weiteren Aktionen für genfreies und natürliches Essen ein. Außerdem engagiert sie sich mit der Sarah Wiener Stiftung für Kinder und Jugend­ liche mit dem Leitspruch „Für gesunde Kinder und etwas Vernünftiges zu essen“. Mit Kochkunde in Schulen und Exkursionen zu Biobauern möchte Sarah Wiener zeigen, was gesunde Ernährung bedeutet und wie man Kinder vor falschen Essgewohnheiten schützen kann. „Viele Kinder kennen ja Fisch nur als kleine panierte Quader.“ Essen muss authentisch sein. Das versucht sie auch ihren Gästen, Lesern und TV-Zuschauern näher zu bringen.

ESSEN MUSS AUTHENTISCH SEIN Fisch gehört zum Sommer wie Pizza zu Italien. Für Sarah Wiener ist das Schöne an der Fischküche, die ­ Geschmacksvielfalt und Ästhetik eines Fisches. Die ­ ­Meeresbewohner lassen sich schnell zubereiten, sind leicht verdaulich und in ihnen stecken wertvolle Nährstoffe, wie Omega-3-Fettsäuren. Diese lebensnotwen-


Die Bauchgräte entfernen. Dazu mit dem Messer knapp unter den Gräten durchfahren. Die restlichen Gräten mit einer Haushaltspinzette herausziehen. Filets kalt abspülen und trocken tupfen

KOCHBÜCHER Sarah Wiener

Fotos: Verlag Droemer Knaur/Brigitte Sporrer, München (2), Christian Kaufmann, München (6); Design: Irma Schick Design, www.irmaschick.com

La Dolce Wiener: In „La Dolce Wiener“ geht es um süße Naschereien aus Österreich, Deutschland und Frankreich. Mehr als 180 Rezepte Mehlspeisen, kalte und warme Desserts und Kuchen und Gebäck lassen das Herz jedes ­Süßspeisen-Fans höher schlagen. Als besonderen Service zeigt Sarah Wiener die typischen Fehler auf, die Hobbyköche in der Süßküche vermeiden sollte. (176 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 3-42664841-5, Knaur Verlag München)

digen Fettsäuren kann der Körper selbst nicht herstellen, sie müssen über die Nahrung zugeführt werden. Daneben punktet Fisch in Sachen Gesundheit mit hochwertigem Eiweiß. Proteine sind lebensnotwendig. Das Eiweiß aus Fisch wird langsamer verdaut als z.B. aus Rindfleisch. Fisch macht also länger satt. Wichtig für den Körper ist auch der hohe Gehalt an dem fettlöslichen Vitamin D, das vor allem für den Knochenaufbau benötigt wird. Ob gegrillt, aus der Pfanne oder dem Backofen, Fischgerichte sind die perfekte leichte Mahlzeit für die warme Jahreszeit. Sarah Wieners Tipp: „Achten Sie beim Fischkauf auf das MSC-Siegel, das Fisch aus umweltschonendem Wildfang kennzeichnet. Oder greifen Sie zu der guten Alternative: Bio-Fisch.“

ACHTEN SIE AUF DAS MSC-SIEGEL Lassen Sie die Finger von Fertigprodukten, die chemisch behandelt worden sind. Künstliche Aromen, Farbstoffe und Emulgatoren gehören nicht ins Essen! Es ist klar: Die köst­lichsten Speisen können nur mit den besten Zutaten kreiert werden. Denn die schmeckt man!

Das große Sarah Wiener Kochbuch: Deutsche Hausmannskost trifft auf österreichische Schmankerl und mediterrane und fernöstliche Gerichte – mit frischen Zutaten in bester Qualität natürlich. Die raffinierten Rezepte mit einer „Prise Sarah Wiener“ können auch problemlos von Alltagsköchen zubereitet werden. (272 Seiten, 24,95 Euro, ISBN 3-42664363-1, Knaur Verlag München)

Frau am Herd: Natürlich, fantasie­ voll und köstlich – so sind die Rezepte in „Frau am Herd“. Sarah Wiener gibt Tipps, worauf sie bei der Auswahl qualitativ hochwertiger Zutaten achtet. Sie zeigt den Alltags-Köchen einfache Grundrezepte, die zu anspruchsvolleren Varianten verfeinert werden kön­nen. „Ökologisch korrekt“ sind die Rezepte von „Frau am Herd“ und dabei alles andere als langweilig. (304 Seiten, 24,95 Euro, ISBN 978-3-426-64828-5, Knaur Verlag München) .

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lebensart: Genuss SARAHs Rezepte

ZUCKERSCHOTENSUPPE mit Lachs und Kerbel 2 Knoblauchzehen und 1 Zwiebel abziehen, fein hacken und in 1 EL Butterschmalz glasig dünsten. 500 g Zuckerschoten waschen und putzen. 2 mittelgroße mehlig kochende Kartoffeln und 1 Petersilienwurzel schälen und klein schneiden. Alles zu Zwiebel und Knoblauch geben und kurz anschwitzen. Mit 100 ml Weißwein ablöschen, alles gut durchrühren und mit 300-400 ml Geflügelbrühe auffüllen. In 25 bis 35 Minuten bei mittlerer Hitze weich kochen. Zusammen mit 2 EL Crème fraîche im Mixer zu einer feinen, sämigen Suppe pürieren. 100 g Räucherlachs in feine Streifen schneiden. Einige Zweige Kerbel waschen, Blättchen abzupfen und hacken. 250 g Sahne steif schlagen. Die Suppe nochmals erhitzen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf gut vorgewärmten Tellern anrichten, je einen Klacks geschlagene Sahne auf jede Portion geben und mit Lachsstreifen und Kerbelblättchen dekorieren.

Sarah Wieners Frühjahrs-Menü Exklusiv für die Leser der LLOYD Time hat unsere ­Genussexpertin drei leckere Rezepte aus Sarah Wieners Kochbüchern ausgewählt. Die Zuckerschotensuppe schmeckt nicht nur köstlich, sie versorgt uns auch mit einer großen Portion Zink und B-Vitaminen. Die zarte und fettarme Rotbarbe liefert Omega-3-Fettsäuren. Und unser Nachtisch? Himbeeren sind reich an Vitaminen und ­Spurenelementen. Lassen Sie es sich schmecken!

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ROTBARBENFILET mit Fenchel und Orangenfilets 6 Rotbarbenfilets (mit Haut) mit Salz und Pfeffer bestreuen. 1 große Fenchelknolle putzen und in dünne Scheiben schneiden. Das Fenchelgrün hacken und beiseite stellen. 1 Knoblauchzehe abziehen und fein hacken. 2 Orangen filetieren, dabei den Saft auffangen. Tipp: So filetieren Sie eine Orange: Mit einem scharfen Messer zunächst


öl anbraten, mit 1-2 EL Anisschnaps (oder Brühe) und dem aufgefangenen Orangensaft ablöschen. Der Fenchel muss noch Biss haben, soll aber nicht ganz roh sein. Knoblauch dazugeben und kurz mitdünsten. Den Fenchel salzen sowie pfeffern und auf einer vorgewärmten Platte mit Rand anrichten, die Fischfilets darauf legen. Mit Orangenfilets, Sesamsamen und Fenchelgrün verzieren.

CHARLOTTE

Fotos: Verlag Droemer Knaur/ Brigitte Sporrer, München, Foodstyling: Julia Skowronek (3)

mit Himbeeren

Fruchtiger Hauptgang: Das Rotbarben­ filet mit Fenchel und Orangenfilets sorgt für Exotik auf dem Teller die Schale so abschneiden, dass auch das Weiße entfernt wird. Dann die Orangenspalten zwischen den weißen Trennhäuten mit dem Messer herausschneiden – fertig! 1 EL Sesamsamen in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten. Etwas Mehl in einen tiefen Teller füllen, die Fischfilets darin wenden. Überschüssiges Mehl abklopfen. Den Fisch mit der Hautseite nach unten im heißen Olivenöl braten, bis er gar ist. Die Filets herausnehmen und warmhalten. Die Fenchelscheiben in wenig Oliven-

600 g Himbeeren verlesen, pürieren und durch ein Sieb streichen. 8 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 150 g Zucker mit 3 bis 4 EL Wasser in einem Töpfchen unter Rühren erhitzen, bis sich die Zuckerkristalle aufgelöst haben. Den Zuckersirup vom Herd nehmen, die eingeweichte Gelatine ausdrücken, zugeben, und unter Rühren darin auflösen. Himbeermus und die abgeriebene Schale von ½ unbehandelten Zitrone unterrühren. Abgedeckt kühl stellen, bis die Masse zu gelieren beginnt. 400 g Sahne steif schlagen und unterheben. Eine Charlottenform oder Schüssel mit Frischhaltefolie auslegen oder einen Tortenring auf eine Platte setzen. Tipp: Zum Zusammensetzen der Charlotte eignen sich folgende Formen: entweder eine Charlottenform, sie sieht aus wie ein runder, hoher Kochtopf, der nach oben etwas weiter wird, oder eine Schüssel mit geraden Wänden oder eine Platte mit aufgesetztem Tortenring. Aus der Charlottenform und der Schüssel wird die Charlotte gestürzt, bei der Charlotte

Das Auge isst mit: die Charlotte mit Himbeeren – ein Dessert mit Wow-Effekt auf der Platte wird nur der Tortenring entfernt. Den Boden der Form dicht mit Löffelbiskuits auslegen, die Unterseite der Biskuits nach oben. Um den Rand der Form ebenfalls dicht an dicht Biskuits senkrecht stellen. Die Himbeercreme vorsichtig einfüllen – die Biskuits sollen nicht verrutschen – und glatt streichen. Die Oberfläche mit Biskuits abdecken und die Charlotte mindestens vier Stunden kaltstellen. Die Charlotte auf eine Tortenplatte stürzen bzw. den Tortenring abnehmen. 200 g Sahne steif schlagen, und die Charlotte mit Sahnetupfen und einigen ganzen Himbeeren verzieren. Mit Puderzucker bestäuben und mit grünen Blättchen (Minze, Melisse) oder Pistazien dekorieren. 1.12 Lloyd time

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eeien

Das EGO-Sofa bietet beides: ergonomisch korrektes Sitzen und entspanntes Relaxen

MÖBEL FÜR Freistilisten Made in Germany: Das weltweit führende deutsche Möbelunternehmen Rolf Benz hat mit „freistil ROLF BENZ“ eine neue und junge Kollektion für Individualisten und Freigeister kreiert. Preislich erschwinglich und ein Design am Puls der Zeit.

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lebensart: Design

Fotos: ROLF BENZ (2)

Für aufrechtes oder entspanntes Sitzen: Bei den Stühlen 7400 ist die Sitzfläche von der Rückenlehne getrennt

Man bastelt, handwerkelt und verschönert in lässiger DIY-Manier. Man stöbert auf Floh- und Antikmärkten, geht zu Haushaltauflösungen, um möglichst einzigartige Stücke für seine Wohnung zu ergattern. Man will nichts von der „Stange“, und aus dem Alter, wo man sich sein Mobiliar im schwedischem Möbelkaufhaus zusammengekauft hat, ist man längst herausgewachsen. Die Sehnsucht nach Freiheit, Wohlbefinden, Stilbewusst­ sein und O ­ riginalität ist stärker denn je. Die Wohnung wird zum Aus­druck eines Lebensgefühls. Jedes Möbel zum stimmigen Puzzlestück der selbst gewählten Lebens­collage. Anders als beim „Cocooning“, wo die Wohnung als Rückzugsort vor der bedrohlichen Außenwelt galt und

man sich in den eigenen vier Wänden einigelte, gilt das Zuhause jetzt als sozialer Kommunikations- und Lebensmittelpunkt. Man lädt Freunde zu Spieleabenden ein und kocht lieber zusammen, als ein Restaurant zu besuchen. Geld, das man beim Restaurant-Nichtbesuch spart, steckt man in den individuellen und trendbewussten Wohnstil. Man möchte die eigene Kreativität und seinen Freigeist mithilfe der Einrichtung unterstreichen und zeigen, was man hat und wer man ist. Diesen Trend des „Homings“ hat auch das Möbelunternehmen Rolf Benz gespürt. Bekannt für zeitlose Klassiker und preisgekrönte Sofas, Sessel und Stühle mit hohem Sitzkomfort, hat das Unternehmen aus Nagold eine neue Möbellinie für junge Menschen kreiert, die es f 1.12 Lloyd time

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lebensart: Design

Links: An dem Holz-Esstisch 8830 nimmt man gern Platz. Oben: Hier werden die Stoffe gelagert. Rechts: Sofa und Sessel aus der klaren Linea-Linie. Unten: Der großzügige Showroom von Rolf Benz

seit Mitte August auf dem Markt gibt. Als erste echte deutsche Polstermöbelmarke versucht sich die Möbellinie „freistil ROLF BENZ“ nun im Young-Living-Bereich zu etablieren.

FREISTIL – FREIHEIT UND STIL „Wäre Berlin ein Möbelstück, wäre es freistil“. Mit diesem Slogan und der Bekenntnis zur kreativen ­Hauptstadt-Metropole, wurde die neue Kollektion des Traditionsbetriebs Rolf Benz vorgestellt. „freistil“ soll nicht nur im Bereich des „Jungen Wohnens“ Akzente ­setzen, sondern auch genau dieses gewisse Lebens­ gefühl transportieren, welches derzeit in den Wohnzimmern herrscht. Die Linie „freistil“ richtet sich an junge oder jung gebliebene Großstädter sowie künstlerische Frei­geister, die eine lustvolle Haltung zum Leben ver48

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folgen und den unkonventionellen und subtilen Stil bevorzugen. Dabei zögern sie nicht ihr Geld gern für teure Hobbys wie Abenteuerreisen und Designermode auszugeben. Für das Wohnbudget bleibt deswegen nicht mehr so viel übrig, trotzdem ist der Wunsch nach trendbewusstem Wohnen groß. Genau da knüpft Rolf Benz mit seiner jungen Möbellinie an. Mit „freistil“ können sich diese Freistilisten nun auch ganz bewusst im Wohnbereich von dem sonst eher schrillen Young-LivingSegment a­ bgrenzen und auf schlichtes, aber trendbewusstes Design setzen.


MADE IN GERMANY

Fotos: ROLF BENZ (4)

KURZBIOGRAfIE 1933: Rolf Benz wird am 13. September in Nagold geboren 1959: Nach seiner Lehre als Polsterer, gründet Benz eine eigene Firma für Polstergestelle 1964: Rolf Benz gründet am 20. Mai den Zweig „bmp“ (Benz-Möbel-Programme) und beginnt mit der Produktion der mobilen Wohnlandschaften „Addiform“ und „Pluraform“ 1980: Partnerschaft mit Werner Welle: Die Welle Group übernimmt die Mehrheit der Anteile 1986: Beginnt er mit dem Aufbau der Rolf-Benz-Shops in ausgewählten Einrichtungshäusern 1994: Börsengang des Unternehmens 1997: Benz nimmt Stühle und Esstische ins Programm auf 1998: Rolf Benz gehört zur Hüls-Unternehmensgruppe 1999: Leuchten und Teppiche erweitern das Sortiment. Rolf Benz zieht sich aus dem Unternehmen zurück 2011: „Freistil“ Möbellinie für Freigeister

Rolf Benz, der weltweit führende Hersteller von hochwertigen Marken-Polstermöbeln, kreiert seit 1964 Möbel für den Menschen und stellt seine Produkte ausschließlich in Deutschland her. Seine erste Geschäftsidee: Menschen mehr Funktionalität für das Wohnzimmer zu schenken und das menschliche Miteinander zu stärken. Rolf Benz hat schon Mitte der 60er-Jahre das grundlegende Bedürfnis erkannt und bedient. Seine ersten Pols­ ter- und Anbauprogramme „Addiform“ und „Pluraform“ wurde ein großer Erfolg. Die mobile Wohnlandschaft machten das Wohnzimmer, dank seiner Variabilität, zu einem neuen und sozialen Lebensraum der Familie, der plötzlich nicht mehr nur als „gute Stube“ zu besonderen Anlässen genutzt wurde. Rolf Benz’ Sofaprogramme und individuelle Wohnwelten regten das gemütliche Beisammensein an und machten Wohnen wohnlich. D ­ abei standen Funktionalität, Ergonomie und Eleganz immer im Vordergrund, denn nicht nur der Komfort war Benz wichtig – auch das Design. Das Möbelstück soll seinem Besitzer rund um schmeicheln. Im Laufe der Jahre trafen die Möbel immer wieder den Nerv der Zeit, und so dürfte auch die neue Kollektion wieder ein Erfolg werden. Rolf Benz setzt auch bei der Young-Living-Linie auf ausgesuchte Materialien, ­hohen Sitzkomfort und erstklassige Verarbeitung. Auf ­ klare Formensprache und schlichtes Design, natürlich in gewohnt hochwertiger Rolf-Benz-Qualität. Insgesamt umfasst die erste „freistil“-Kollektion sieben Sofas, zwei Stühle, zwei Tische und einen Sessel. Die Sofas gibt es in feinem Leder und einer großen Stoffkollektion. Insgesamt stehen 130 verschiedene Entwürfe zur Auswahl. Von romantisch-floralen Mustern, über coole einfarbige Designs bis hin zu italienisch inspirierten Stoffe – für jedes Temperament und jeden Wohntyp ist das passende Muster dabei. Nicht nur in der Formsprache und Design, auch preislich richtet sich die Möbellinie „freistil ROLF BENZ“ nach dem Wohnbudget der „Freistilisten“. Sofasolisten kos­ten ab 799, Sofaecken ab 1499, Stühle ab 199 und­ Tische sind ab 699 Euro zu haben. Mit „freistil“ liefert Rolf Benz auch nach über 40 Jahren wieder den Beweis, noch immer ein ausgezeichnetes Gespür für Trends und den Geschmack einer ganzen Generation zu haben. 1.12 Lloyd time

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Volkswagen st 21 Century Beetle

Lebensart: Auto

Der Beetle ist ein Auto, das nicht nur erfolgreiche Fußballer wie Clemens Fritz kennen – es ist eines der meistverkauften Modelle aller Zeiten. Ein „Weltmeister“ also, dessen Siegeszug gefühlt bereits eine ganze Ewigkeit anhält und sich immer weiter fortsetzt.

Das sympathische Design machte ihn in den SechzigerJahren zu einer wahren Stil-Ikone, und der Kult setzte sich mit der Neuauflage des Modells zu Beginn der Neunziger Jahre fort. Der New Beetle löste den Ur-Käfer ab, und die Massen beiderseits des Atlantiks waren begeistert. Und jetzt, im Jahr 2011,verschmolz Volkswagen abermals Zeitgeist, moderne Technik und das eigenständige Design des Käfers, um eine der Sensationen des Automobil-

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markts zu kreieren. Das Motto der Entwickler: ein neues Original entwerfen, ohne auf die Individualität des Käfer zu verzichten.

IKONE DER NEUZEIT Herausgekommen ist eine Ikone der Neuzeit, die ­neben einem frechen und zeitgemäßen Design auch auf die Effizienz achtet: Es ist der sparsamste Beetle aller Zeiten


geworden. Wer den neuen Beetle erstmalig zu Gesicht bekommt, wird erstaunt sein über die Dynamik und Sportlichkeit, die er ausstrahlt. Kein Wunder also, dass Volkswagen die Spieler von Werder Bremen zum Shooting lud. Mit dabei war natürlich auch LLOYD Shoes, der offizielle Partner des Vereins. Das kompakte und verbreiterte Chassis, längere Motorhaube und zurückgesetzte Frontscheibe sorgen für ein maskulines, selbstbewusstes Äußeres. Das perfekte Auto für Clemens Fritz also. Besonderen Charakter zeigt die Ausstattung des Innenraums. Sämtliche Innenraum-Parameter wurden so verändert, dass das Fahrerlebnis nicht nur sportlich, sondern auch ebenso ergonomisch ist. Individualität ist ebenso in der Serienausstattung gewiss: Neben zwei Einstiegsmotoren (Diesel und B ­ enziner mit 77 KW/105 PS) können die Ausstattungs­ linien „Beetle“ und „Design“ gewählt werden. Wer gern schneller im Stadion oder dem Bolzplatz ankommt, der wählt die exklusive Version „Sport“ mit satten 200 PS. Darüber hinaus sind viele Sonderausstattungen möglich, bei denen das Motto gilt: „High Tech trifft Kult!“

VW BEETLE Motorleistung: 77-147 kW (105-200 PS) Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h Hubraum: 1,2 l / 1197 cm3 Gepäckraumvolumen: 310-905 l Ausstattungsmerkmale (Auswahl): Stahlräder, Stoßfänger in Wagenfarbe, Vordersitze mit ­Höheneinstellung, Airbag für Fahrer und Beifahrer, Kopfund Seitenairbag für Frontpassagiere kombiniert, elektronisches Stabilisierungsprogramm inkl. ABS mit Bremsassis­ tent, ASR, EDS und MSR, Radio „RCD 310“ mit MP3-Wieder­gabefunktion inkl. CD-Player, Rückstrahler in den Türen, Blinkleuchten seitlich in die Außenspiegel integriert, Einstiegshilfe „Easy Entry“ Optionen (Auswahl): PanoramaSchiebedach elektrisch, Nebelscheinwerfer mit statischem Kurvenfahrlicht, Raucherausführung mit Aschenbecher und Zigarettenanzünder Verbrauch auf 100 km: 5,4-10,3 l (innerstädtisch), 4,1-6,1 l (außerstädtisch), 4,5-7,7 l ­(kombiniert) CO2-Werte: 137 g/km Grundpreis: 16.950 € www.beetle.de

Der Rebell und die Stil-Ikone: Sportlich souverän und dennoch mit viel Raum wird der Beetle zur Nummer eins des Fußballprofis Clemens Fritz. (Hier beim Volkswagen-Fotoshooting mit dem offiziellen Partner LLOYD Shoes)

HIGH TECH TRIFFT KULT

Fotos: Carsten Heidmann (2), VOLKSWAGEN AG (1)

Neben Xenonscheinwerfern, LED-Tagesfahrlicht, dem Panoramadach, modernes Navigationssystem, Zusatzfunktionen wie Keyless-Access und Park-Pilot sticht vor allem das Soundsystem heraus, das ein wahrer Leckerbissen für die Audiophilen sein dürfte, ist es doch vom legendären Verstärker und MusikinstrumenteHersteller Fender konzipiert worden. Der Beetle des Jahres 2011 ist eine durch und durch individuelle Sache geworden, die Kombinationsmöglichkeiten und die Aus­ wahl in der Ausstattung sind schier unbegrenzt.

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Lebensart: auto

Volkswagen up! Der neue up! ist definitiv keine Spaßbremse und Marko Marin ebenso nicht! Mit Tempodribblings auf kleinstem Raum kennt sich der offensive Mittelfeldspieler von Werder Bremen bestens aus – durch engste Gassen spielt er den Ball. Und so ist es auch beim neuen Volkswagen up!: überall dabei, überall mit vorn und immer gern gesehen! Was erwartet das Volk? Den neuen Volkswagen? Definitiv! Der praktische Nutzen ist einfach unschlagbar, und das Design ebenso. Der neue up! ist vor allem eins: effizient. Und damit nimmt er sich nicht viel mit Marko Marin. Einmal im 16-Meter-Raum, wird es brenzlig. Ähnlich mit dem up!: Einmal richtig gefahren, wird es schwer, sich von diesem Auto zu trennen.

VieL raum Ebenso die Platzverhältnisse: Sie sind aller Ehren wert. Der lange Radstand bietet viel Raum, und das schlanke Armaturenbrett sowie die steil stehenden A-Säulen 52

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sorgen für ein gutes Raumgefühl. Der up! bietet einige Features, die ihn vom Rest der Kleinwagen abhebt: Und das sind nicht nur leere Worte. Sowie Marko Marin sich im engsten Getümmel zurechtfindet und immer den Ball richtig trifft, so wird der neue up! das Herz der modernen Autofahrer treffen. Der up! hat das Potenzial zu einem Auto, an das wir uns in Generationen so erinnern werden wie an den Käfer. Oder an die Dribblings von Marko Marin. Bei all der Vorfreude fragen wir uns natürlich, kann er diese Vorschusslorbeeren rechtfertigen? Ist er der große Hoffnungsträger? Der up! ist ein kleines großes Auto: ein Kleinwagen, wie man ihn von Volkswagen erwartet. Sein Design ist topmodern, und genauso fühlt er sich auch an. Er fährt sich wie eine Limousine und bietet trotzdem fast denselben Platz. Ist das ein Wunder oder ein kleines Kunstwerk?

Wunder oder KunstWerK Der up! bietet eben einige Features, die ihn vom Rest der Kleinwagen abhebt: Und das sind nicht nur leere Worte. Der Motor dreht flott und klingt nur selten nach Verzicht, das für Volkswagen typische Wellness-Geräusch stellt sich schnell ein, und alles wird gut! Und das tut er lieber in Ruhe: Im up! ist es vor allem ruhig. Einer der leisesten Motoren seiner Klasse sorgt für


akustischen Fahrkomfort, während die Federung für ein sanftes Dahingleiten auf dem Asphalt ermöglicht.

Design und Technik auf kleinstem Raum: Ballkünstler Marko Marin ist vollauf zufrieden

aKKustisCHer FaHrKomFort Fazit: Der up! hat das Potenzial zu einem Auto, an das wir uns in Generationen so erinnern werden wie an den Käfer. Und dieser Meinung ist nicht nur Marko Marin.

Fotos: Carsten Heidmann (4)

Volkswagen up!

Motorleistung: 44 kW (60 PS)-55 kW (75 PS) Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h Hubraum: 999 cm3 Gepäckraumvolumen: 251-951 l Ausstattungsmerkmale (Auswahl): Halogen-Hauptscheinwerfer und Blinkleuchten unter gemeinsamer Klarglasabdeckung, Einstieghilfe „Easy Entry“, Nichtraucherausführung: Steckdose mit Deckel anstelle Zigarettenanzünder vorn, Rücksitzbank und -lehne ungeteilt Optionen (Auswahl): Einstieghilfe „Easy Entry“ auf der Fahrerseite mit Memory-Funktion, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, Sonnenblende auf der Fahrerseite mit Tickethalter, auf der Beifahrerseite mit Make-up-Spiegel, Staub- und Pollenfilter, Radio mit CD-Player, MP3-Wiedergabefunktion, Multimediabuchse Aux-In und zwei Lautsprechern Verbrauch auf 100 km: 5,0-5,9 l (innerstädtisch), 3,6-4,0 l (außerstädtisch), 4,1-4,7 l (kombiniert) CO2-Werte: 105 g/km Grundpreis: 9.850 € www.volkswagen.de

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Kolumne

Es war Liebe auf den ersten Blick, wann kann man das schon von Schuhen sagen? Ich sah sie im Internet, einen Tag später wurde ein rosa Karton mit viel Seidenpapier geliefert. Meine Hände zitterten, die Kreditkarte auch.

Die pink-schwarz-weißge­mus­­terten Ledersandalen mit dem wilden Absatz waren der schuhgeworde­ ne Irrsinn. Ich fuhr mit den Fingern über das aufwendig verarbeitete Leder, das noch den wunderbaren Geruch ungetragener Schuhe hatte. Das waren keine Schuhe mehr – das war ein Kunstobjekt! Diese Begeisterung konnte mein Freund leider nicht teilen: Er musterte die Sandalen mit einem Blick, als hätte ich sie aus dem Gully gefischt: „Sonst hast du doch Geschmack?“ Ich war verwundert –  wie konnte es sein, dass er und ich mit unserem Urteil so weit auseinander lagen? Wieso hielt ich diese Schuhe für Kunst und er für ein Verhütungsmittel? Es gibt eine Frau, die die Antwort auf die Fragen weiß, warum die Meinungen von Männern und Frauen bei extrem modischen Kleidungstücken derart auseinander driften. Ihr Name ist Leandra Medine und betreibt einen Blog namens „The Man Repeller“. „Man repelling“ heißt „männer­ abschreckend“ und damit bezeichnet sie Mode, die in erster Linie avant­ gardis­ tisch, aufregend und neu sein will, und die keine Rücksicht darauf 54

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Henriette Kuhrt, 33, arbeitet als Journalistin und Autorin in München. Ihr neuer Roman „Männer in Serie“ ist gerade im Rowohlt Verlag erschienen

Ich beschloss, es darauf ankommen zu lassen und handelte wie eine echte Männerabschreckerin: Ich hielt zu meinen pink-schwarz-weißen Sandalen und ignorierte den Protest meines Freundes. Wir gingen auf eine Party, mit einem Hugo in der Hand stöckelte ich über die Terrasse. Plötzlich kam eine Bekannte und sagte: „Die Schuhe sind ja irre – der Wahnsinn!“ Ich schielte zu meinem Freund herüber. Eine weitere Frau kam auf mich zu. „Ich habe noch nie so tolle Schuhe gesehen.“ Ich ­ grinste. Keine Ahnung, wie viele Frauen mich seitdem auf meine Schuhe angesprochen haben – aber die Meinung war so einhellig, dass sogar mein Freund sein harsches Urteil geändert hat. Gut für ihn – denn ich hätte ohnehin zu meinen Schuhen gehalten.

Foto: Paul Schirnhofer (1)

Schuhspitzen

nimmt, ob Männer Frauen darin sexy finden. Dazu zählt sie Trends wie MC-Hammer-Gedenk-Harems-Hosen, waffenähnlichen Schmuck, T-Shirts mit Schulterpolstern und noch vieles mehr. Sie trägt das alles mit großer Begeisterung. „Manchmal muss man sich zwischen einem Mann und seiner mongolischen Felljacke entscheiden“, schreibt mir Leandra, „und ich würde jederzeit Letzteres wählen.“ Aber warum muss man sich zwischen Liebe und Mode entscheiden, fragte ich sie. „Oh“, antwortete Leandra, „das muss man ja gar nicht. Wenn du dich für männerabschreckende Mode entscheidest, dann kannst du dir sicher sein, dass deine Verabredung eben nicht nur auf dich steht, weil du so ein supersexy Minirock anhast. Das ist doch eine super Voraussetzung für die Liebe.“ Okay, aber was passiert, wenn man erst im Laufe der Beziehung anfängt, männer­ abschreckende Schuhe zu tragen?


Nicht nur im Business sollte Mann Akzente setzen.

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Traumpaare erkennt man auf den ersten Blick.

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