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DAS MAGAZIN FÜR KUNST, KULTUR & LEBENSART. FRÜHJAHR/SOMMER 2013

GENUSS & REISEN

IBIZA & FORMENTERA

MODE & SCHÖNHEIT

SCHUH- & FASHIONTRENDS

LUST & LEBENSART

ROGER CICERO IM INTERVIEW

KUNST & KULTUR

DESIGN-IKONE BARCELONA CHAIR

LEBEN & VERANTWORTUNG

PLANETENRETTER FELIX FINKBEINER


›› Resort ‹‹

www.lloyd.de

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IMPRESSUM HERAUSGEBER: GISY GmbH & Co. KG | Georgstr. 27 – 29 | 30159 Hannover Telefon (0511) 360 90-0 | Fax (0511) 360 90-44 | www.gisy-schuhe.de Schuhhaus Juppen | Nachf. Paul Prange GmbH & Co. | Schadowstr. 49/51 40212 Düsseldorf | Telefon (0211) 36 15-0 | www.juppen.de Brackelsberg Schuhe GmbH | Am Markt 7 | 64283 Darmstadt Telefon (06151) 17 74 00 | www.brackelsberg.de Schuhhaus Gränert-Gundlach GmbH | Eppendorfer Baum 30 20249 Hamburg | Telefon (040) 48 30 25 | www.graenert-gundlach.de Schuhhaus Grüterich GmbH & Co | Limbecker Str. 41– 43 45127 Essen | Telefon (0201) 24 74 10 | www.grueterichschuhe.de Schuhhaus Paul Prange | c/o Modehaus Hochstetter Simeonstr. 13 | 54290 Trier | Telefon (0651) 17 05 94-91 Fax (0651) 17 05 94-92 LEITUNG: Michael Schenkemeyer VERLAG: REMMBRAND. Hannover IDEE & KONZEPT: REMMBRAND. | Stefan Remmert Atelier für Konzeption & Werbung | www.remmbrand.de CHEFREDAKTION: Stefan Remmert (V.i.S.d.P.) MODE-SHOOTING: Photography: Tobias Schult | www.tobiasschult.com Hair & Make-Up: Dolores Sanchez | Assistenz: Simon Schreiner Modelle: Stephanie Vehrenkemper & Adriane dos Santos (Sao Paolo) Fashion-Selection: Michael Schenkemeyer Making of: Gregor Hüttner LEKTORAT: Jennifer Bröcher AUTOREN: Janine Borchers, Jennifer Bröcher, Helge Neumann, Stefan Remmert, Eckberth von Witzleben ART DIREKTION, LAYOUT, SATZ & BILDBEARBEITUNG: Gregor Hüttner | REMMBRAND. ANZEIGEN: Michael Schenkemeyer, Stefan Remmert AUFLAGE: 50.000 Exemplare Das Magazin für Kunst, Kultur und Lebensart erscheint halbjährlich in Darmstadt, Düsseldorf, Essen, Hamburg, Hannover und Trier und wird GISY-Cart-Inhabern postalisch zugestellt. Es gilt die Anzeigenpreisliste Frühjahr/Sommer 2013. Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

MODE & SCHÖNHEIT

· Wie duftet der Frühling? – Duftpsychologe Joachim Mensing klärt auf............. 06

· Einzigartige Düfte – präsentiert von Parfümerie Liebe........................................... 07

· Fashiontrends Frühjahr/Sommer – Farbwelten........................................................ 42

· Schmeichelhaft schön – Thierry Rabotin.................................................................... 66

· Meldungen aus der Schuhmarkenwelt........................................................................67

LUST & LEBENSART

· Automobile Legenden – Volkswagen Käfer Cabriolet.............................................10

· Der Wille entscheidet – Reinhold Messner im Interview........................................ 56

· Feinste Weine – Wein-Tipp........................................................................................... 72

GENUSS & REISEN

· Las Islas Pitiusas – zu Gast auf Ibiza & Formentera.................................................. 12

· Namibia – Farbenpracht, Formenreichtum & Lichterglanz.................................... 68

· Trip-Tipp – Barcelona....................................................................................................... 74

KUNST & KULTUR

· „Ich versuche im Moment zu bleiben“ – Roger Cicero im Interview.................... 08

· Ein Möbel-Klassiker – Barcelona Chair........................................................................ 77

KINDERZEIT

· Hits For Kids – Tipps für die ganze Familie..................................................................61

· Schuhbidubidu – Male uns Deinen Traumschuh – Malwettbewerb.....................65

LEBEN & VERANTWORTUNG

· Handeln statt Reden! – „Planetenretter“ Felix Finkbeiner..................................... 58

EINBLICKE

· Making of – Hinter den Szenen (Fotoshooting Frühjahr/Sommer)....................... 54

· Ein schöner Tag in den Bergen – Kurzkolumne...........................................................55

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›› Resort ‹‹

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Neueste Trends im Frühling/Sommer 2013

EDITORIAL &

Liebe Leserinnen, liebe Leser, im Frühjahr werden wir alle zu Suchenden. Schließlich stehen die kommenden Wochen ganz im Zeichen des Aufbruchs. Mit dem Erwachen der Natur nach den langen Monaten des Winters blühen auch wir regelrecht auf. Wir befreien uns buchstäblich von schweren Mänteln, Handschuhen und Mützen und richten den Blick nach vorn. Wir gehen hinaus, spüren die Erneuerung um uns herum und genießen das Frühlingserwachen in vollen Zügen. Zugleich sind wir zu keiner anderen Zeit des Jahres so offen für Neues – daher haben wir für Sie in dieser neuen Ausgabe eine ganze Reihe von Themen zusammengestellt, die darauf warten, von Ihnen entdeckt zu werden. Dazu gehört natürlich auch die neue Mode für Frühjahr und Sommer. So viel vorab: Die Designer haben ganze Arbeit geleistet. Selten gab es eine solche Vielzahl an tragbaren Schuhen, die zugleich perfekt zu den angesagten Trends in der Bekleidung passen. In erster Linie geht es in den Kollektionen um Leichtigkeit: leichte Farben, leichte Materialien, leichte Formen. Die Designer spielen gekonnt mit den Emotionen des Sommers und bieten eine ganze Fülle von Sandaletten, Pumps und Ballerinas. Sie haben die Wahl! Darüber hinaus bieten wir Ihnen einen bunten Mix aus aktuellen und anregenden Themen. So begleiten wir Reinhold Messner auf einer Wanderung durch Südtirol, stellen Ihnen den inspirierenden Schüler Felix Finkbeiner vor und haben auch den einen oder anderen Urlaubstipp für Sie. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen! Herzlichst

Michael Schenkemeyer

Lob oder Tadel ? Schreiben Sie uns: post@remmbrand.de „Sehr, sehr schönes Magazin muss ich sagen“. Roger Cicero (Sänger & Entertainer) „Die Mischung aus Themen der Kultur und Lebensart sind Ihnen gut gelungen“. Manuela B. (Düsseldorf) „Das Magazin ist erstklassig gemacht: Hochwertig, informativ, tolle Schuhe. Eine schöne Mischung aus Wissenswertem und unterhaltsamen Themen“. Achim Gabor (Gabor Shoes) „Das Magazin ist gelungen und ansprechend. Zudem ist es sehr informativ und umfangreich“. René Meckelburg (El Naturalista) #5


›› Resort ‹‹

„Duft-Psychologe“ Joachim Mensing klärt auf:

WIE DUFTET DER FRÜHLING? &

Ein Frühlingsduft liegt in der Luft – und das buchstäblich. Zu Beginn der neuen Jahreszeit präsentieren die Parfümeure ihre Neuheiten. Doch was steckt eigentlich hinter dem Wunsch, sich zu parfümieren und was macht einen Frühlingsduft aus? Text: Helge Neumann, Jennifer Bröcher | Foto: Beautypress

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üfte spielten schon in der Antike eine bedeutende Rolle: Hier wurden Duftmischungen aus Harzen wie Weihrauch oder Myrrhe verbrannt, um die Götter zu besänftigen. Heute wie damals verwendet man Parfums, um zu gefallen – doch heute sind es nicht mehr die Götter, deren Aufmerksamkeit man erregen möchte, sondern die Mitmenschen. Düfte heben die Stimmung, wecken Phantasien und spielen mit unseren Sinnen. Laut Joachim Mensing, Psychologe und DuftExperte, sind Parfums Ausdruck vom Wunsch nach Verwandlung. „Wir suchen bewusst nach Düften, die uns z.B. femininer, erotischer, dynamischer oder selbstbewusster erscheinen lassen, als wir vielleicht tatsächlich sind“, sagt er.

Die heutige Variantenvielfalt auf dem Markt bietet für jeden den passenden Duft – egal ob spritzig-frisch, blumig-lieblich oder orientalisch. Vor allem im Frühling werden frische Duftnoten bevorzugt. Laut Dr. Mensing riechen wir im Frühjahr anders als sonst: „Weil sich Erlebenswünsche und gesuchte Stimmungen ändern, wir neugieriger und sensibler auf Umweltreize reagieren, ist unsere Wahrnehmung differenzierter und unsere Nase reagiert empfindlicher.“ Während die Duftkreationen des Winters mit sinnlich-kräftigen Duftnoten verzauberten, sind Frühlingsdüfte leicht und blumig und wecken dabei Erinnerungen an sprießende Maiglöckchen, Veilchen und blühende Kirschbäume. Parfums haben hochkomplexe Strukturen: Etwa

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30 bis 80 verschiedene Essenzen werden allein für eine Parfumkomposition kombiniert. Doch egal wie hoch die Qualität oder die Anzahl der eingesetzten Riechstoffe ist – der Aufbau fast aller Düfte folgt demselben Grundmuster: Die Komposition der Duftnoten aus Kopf-, Herz- und Basisnote spielt dabei die entscheidende Rolle. Die Kopfnote – oft mit leichten, fruchtigen oder frisch-grünen Noten – wird zuerst wahrgenommen, verfliegt jedoch bereits nach zirka zehn Minuten. Anschließend kommt die Herznote zum Vorschein. Sie schafft einen harmonischen Übergang von der Kopfnote hin zur Basisnote. Die Basisnote ist besonders lange haltbar und bildet den Charakter des Duftes. Sie enthält die am wenigsten flüchtigen Bestandteile.


Parfümerie Liebe präsentiert:

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Sie suchen das Außergewöhnliche, das Besondere. Sie möchten damit Ihren Charakter unterstreichen und sich und Ihrer Umgebung eine Note von Unvergleichbarkeit geben? Parfümerie-Liebe-Geschäftsführerin Caroline Prenzler aus Hannover – mit weiteren Geschäften in Celle und Göttingen (www.liebe-hannover.de) – präsentiert exklusiv in unserem Magazin fünf faszinierende Damen- und Herrendüfte für einen zauberhaften Frühling und Sommer. Texte: Stefan Remmert, Caroline Prenzler | Fotos: Liebe, Promo

Ladies PARTI PARIS von Terry de Gunzburg Parti Paris entfaltet seine „Haute Féminité“ in Sekunden. Ein bunter Duft von leidenschaftlichem Temperament, der die Farblosigkeit verdrängt und Emotionen weckt. Die süßlich-frische Orangennote verschmilzt mit türkischer Rose und einem Hauch Ylang Ylang. Das Ergebnis erinnert an modische, in Seide gehüllte Eleganz. TARDES von Sara Carner Tardes ist Sara Carners Hommage an die friedvolle Stille auf dem Land und das entspannte Innehalten am späten Nachmittag. Er verzaubert mit einem filigranen Blütenbouquet aus bulgarischen Rosen und rot leuchtenden ägyptischen Geranien, umhüllt von der feinen Süße weißer Mandelmilch. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Naturressourcen und die strikte Verwendung fair gehandelter, nachwachsender Rohstoffe sind oberstes Gebot der katalanischen Duftmanufaktur.

Gentlemen

1A-33 von J.F. Schwarzlose Berlin Die erste Neuinterpretation des J.F. Schwarzlose Klassikers atmet „Berliner Luft“. Das alte Autokennzeichen Berlins gibt „1A-33“ den Namen und ist der Duft, der das alte Berlin am besten repräsentiert. Er ist konzipiert für Duftkenner, Genießer und Individualisten, sie sind selbstbewusst, ohne laut sein zu müssen. Originell und jenseits der Mainstream-Attitüde. LOVE POTION NO. 9 von Penhaligon‘s Für den wahren Verführer – verwegen und geheimnisvoll. Der charismatisch-sinnliche Duft symbolisiert den selbstbewussten Stil des modernen Mannes. Wie bei einem Liebestrank beschwört der Parfumeur in diesem Duft die wahre Sinnlichkeit und aphrodisierende Kraft des Parfums herauf.

MOLECULES 01 von Geza Schön Molecules ist auf seine Art revolutionär, da er in der Welt der Düfte eine echte Neuheit darstellt. Er besteht ausschließlich aus dem speziellen Molekül „ISO E Super“. In dieser konzentrierten Form ist es eigentlich gar kein Riechstoff mehr, sondern ein Erlebnis. Wer ihn trägt, wird überrascht feststellen, dass die noble, samtig-subtile Holznote ein exzentrisches Eigenleben führt. Sie umhüllt einen, verflüchtigt sich und kehrt plötzlich wieder höchst verführerisch zurück. Aber noch erstaunlicher ist die Wirkung, die dieser Duft auf andere Menschen ausübt: Er verleiht der Trägerin eine enorme Ausstrahlung, wirkt quasi „pheromonisch“. Duft in seiner radikalsten Form. ABSINTH von Nasomatto Absinth – der Geruch gewaltiger Gefühle. Eine verbotene Duftkomponente stimuliert ein irrationales und gewollt unvernünftiges Verhalten und spielt mit den

ROYAL-OUD von Creed Inspiriert von einem königlichen Palast verführt Royal-Oud durch die Sinne und lässt die rosige Morgendämmerung Persiens erwachen. Schon seit Tausenden von Jahren geschätzte Ingredienzien spiegeln den Glanz, die Spiritualität und die Erotik des Orients wider. Ein Wechselbad der Sinne durch den Geruch von Erde, ein Hauch von Exotik durch das legendäre und kostbare Öl des Oud. CARBONE von Balmain Der Balmain-Mann ist attraktiv und geheimnisvoll. Mit GlamRock-Eleganz schlendert er lässig durch die Stadt. Dabei erstrahlt er in einem auffälligen Glanz, der jedoch zugleich Hand in Hand mit seiner zweideutigen und dunklen Seite geht. Mit diesem Auftreten scheut er auch nicht vor

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Verraten Sie uns Ihren Traumduft & gewinnen Sie eines von fünf „Liebe“-Beautypaketen !

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Sinneserfahrungen künstlicher Paradiese. Absinth ist wie eine Überdosis ungewöhnlicher Duftstoffe, deren Komposition olfaktorische Höhepunkte anstrebt. Absinth, ein ungewöhnlicher Duft, der der männlichen Anziehungskraft, der weiblichen Sinnlichkeit, universellem Frieden, der Faszination von Superhelden, Momenten des Wahnsinns und der absoluten Irrationalität gewidmet ist. WATER CALLIGRAPHY von Kilian Water Calligraphy ist eine Hommage an das Wasser, dem essentiellen Element der Kalligrafie. Seine genaue Dosierung ermöglicht die verschiedenen Schattierungen und Nuancen, die die Kalligrafie in Asien zur Kunst erheben. Spritzig erfrischende Grapefruit-Schale und Resedablüten unterlegt von Seerosen sorgen für ein Erwachen der Sinne. Majestätischer Sambac Jasmin prägt das Herz und betont den flüchtigen Charakter der Magnolie, umhüllt dabei Kardamom und Vetiver. Water Calligraphy ist ein Augenblick voller Zartheit.

den Grenzen von Extravaganz und Provokation zurück. Er führt ein Leben, in dem er sich mit Kunstwerken und Designobjekten aus Hightech-Materialien umgibt – dunkel und kostbar wie Carbon. Der neue Balmain-Mann ist urban und anspruchsvoll, ein Genießer, dessen Lebensfreude ansteckend wirkt. Carbone ist ein Duft, der sich wie ein Kunstwerk entwickelt, um seinen Träger still und heimlich in seinen Bann zu ziehen. CIEL von Amouage Erfrischend und belebend wie ein Sommerregen ist Ciel die beruhigende Antwort der Natur auf die sengende Hitze des Sommers. Die Freude des Frühlings, die raue Schönheit wilder Blumen, das erfrischende Grün satter Wiesen – Frühlingsgefühle, die in vollen Zügen ausgekostet werden müssen. Ciel ist wie der reine Lebensatem.


›› Resort ‹‹

Roger Cicero im Interview

ICH VERSUCHE, IM MOMENT ZU BLEIBEN &

Sein künstlerischer Weg war vorgezeichnet: 1970 wurde Roger Cicero in Berlin als Sohn des begnadeten Pianisten Eugen Cicero geboren, der in den 70er Jahren in Europa ein berühmter Star war. Seine Mutter war Tänzerin. Bereits im Alter von vier Jahren erhielt Roger Klavierunterricht, später erweiterte er sein musikalisches Spektrum um Gitarre und Gesang. Schon mit zwölf Jahren hatte er einen Auftritt im Vorprogramm der Chansonsängerin Helen Vita. Roger Ciceros Gesang, seine Texte, seine Musik und seine Ausstrahlung sind seit sieben Jahren populär und megaerfolgreich. Seine ersten drei Alben wurden ziemlich direkt nacheinander produziert und stehen für Big Band Jazz in Verbindung mit kreativen deutschen Texten. Sein aktuelles Album „In diesem Moment“ ist das Ergebnis von mehr Zeit und mehr musikalischer Bandbreite. Stefan Remmert sprach mit Roger Cicero über Musik, Lebensphilosophie, Mode und Schuhmode. Interview: Stefan Remmert * Fotos: Mathias Bothor

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›› Kunst & Kultur ‹‹

Aufgepasst!

Alben Wir verlosen 3 aktuelle Einfach bis – nt“ me Mo sem die „In rte mit 01.07.2013 eine Postka den an: sen se res Ad ailE-M Ihrer . ND RA Agentur REMMB 14a aße Str r rge Nienbu 30167 Hannover

„In diesem Moment“ heißt Ihr aktuelles Album. Ist das vielleicht auch ein Stück weit Ihre Lebensphilosophie? Unbedingt. Das ist etwas, was ich immer wieder versuche – im Moment zu bleiben. Ich versuche, mich dabei auch spirituell auszurichten. Dieser buddhistische Ansatz inspiriert mich immer wieder aufs Neue. Mit dem Album „Männersachen“ begann der Hype um Roger Cicero und seine Musik. Wie fühlt sich dieser Erfolg heute an? Hat er etwas in Ihnen verändert? Es gibt da für mich kein klares Erfolgsgefühl. Es ist – wie mit vielen Dingen im Leben – sehr facettenreich. Es gibt Momente, da ist es sehr anstrengend und man spürt den Druck. Erfolg ist auch keine Sache, die irgendwie angeschaltet wird und dann immer da ist. Ich sehe es nicht als selbstverständlich an, Erfolg zu haben. Man hinterfragt das auch immer wieder; man fragt sich, wie es weitergeht, wie das aufrecht erhalten werden kann. Nichts ist älter als der erreichte Erfolg; man kann sich nicht darauf ausruhen. Das war mir immer bewusst. Es ist auch gut, dass bei mir der Erfolg in einer Lebensphase kam, als ich schon einiges an Erfahrung hinter mir gelassen hatte. Erfolg mit 20 hätte sich sicherlich anders angefühlt. Hätte es für Roger Cicero eigentlich Alternativen zum Musikerleben geben können? Dass es in Richtung Musik gehen wird, war vorgezeichnet. Aber auch aus Mangel an an-

deren Ideen, quasi im Ausschlussverfahren, wurde mir klar, dass mich nur Musik wirklich interessiert. Mein Vater war nicht unbedingt darauf aus, mich immer in allem zu unterstützen, aber er hat mich doch energisch angeregt, Musik zu studieren und – ehrlich gesagt – ich hab mich auch nicht dagegen gesträubt. Vor Ihrem Album „Männersachen“ haben Sie vielfach englischsprachig gesungen. War dieser neue Weg mit der Kombination von Big Band Music und deutschen Texten damals eigentlich kalkuliert, war er Strategie? Man kann keine Erfolge, keine Ergebnisse wirklich kalkulieren. Wir hatten damals die Idee, ein modernes Big-Band-Album zu machen. Wir wollten was Neues probieren und uns war klar, dass es bereits viele neu aufgelegte Big-Band-Alben mit bekanntem Repertoire gab, aber mit deutschen Texten, das gab es noch nicht und das war damals besonders reizvoll für mich. Welche Musik hören Sie gerne privat? Selbst fühle ich mich schon immer zum Jazz, Soul und Pop hingezogen. In diesem Rahmen bewege ich mich auch musikalisch und werde mich auch immer da bewegen. Songwriter wie James Taylor begleiten mich schon viele Jahre oder „meine Neuentdeckung“ Tina Dico aus Dänemark – das sind für mich große Inspirationsquellen, weil sie sehr nah an den Texten sind. Zurzeit arbeite ich an einem neuen Album, treffe mich bereits mit Produzenten. Das ist gerade sehr spannend. Auch bei

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Roger Cicero ›› on Tour ‹‹

21.04. Viersen 04.05. Wendelstein 08.05. Rottweil 25.05. Hamburg 30.05. Wolfhagen 22.06. Rastatt 21.07. Mönchengladb. 10.08. Tulln 16.08. Jena 31.08. Berlin 01.09. Berlin 13.11. Leverkusen

diesem Album werde ich wieder meine Ideen textlicher und musikalischer Art einbringen. Ist Roger Cicero ein modischer Mensch? Interessiert Sie Mode? Ich ziehe mich gerne gut an. Ich mach mir da auch Gedanken darüber. Selbst wenn ich mich mal unmodisch anziehe, mache ich mir Gedanken darüber. Auf der Bühne gehört das für mich dazu, sich damit auseinanderzusetzen, wie man wirkt. Ich glaube, das ist bei allen Künstlern so, auch bei denen, die einem das Gefühl vermitteln, dass sie gar nicht darüber nachdenken würden; das ist dann gewollt so. Auf der Bühne präsentiert man nicht nur seinen künstlerischen Ausdruck, sondern man präsentiert sich auch selbst. Welche Schuhmode bevorzugen Sie denn für Ihren sicheren Auftritt? Bequem, modisch sportlich oder elegant? Ich hab ‘ne relativ große Sammlung. Aber bei mir ist es so, dass ich zu bestimmten Zeiten immer ein, zwei oder drei Paar Lieblingsschuhe habe, die ich dann so häufig trage, dass ich sie später wegschmeißen muss. Je nachdem, manchmal sind es bequeme Turnschuhe oder gerne mal der elegante „Budapester“, da ich häufig Anzüge trage. Ich bin da nicht wirklich festgelegt, quasi „je nach Wetterlage“. Spätestens seitdem ich öfter mal mit meinem Sohn Spielplätze aufsuche, bevorzuge ich auch wetterfeste Schuhe – das hab ich gelernt. Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg und Freude mit Ihrem neuen Album!


›› Resort ‹‹

1949: Die erste Frau mit einem Käfer Cabriolet war Winni Wagner – Enkeltochter von Richard Wagner

Automobile Legenden

VOLKSWAGEN KÄFER CABRIOLET &

Besonders die Damen waren von dem luftigen Gefährt angetan und bestellten ihn in den buntesten Farben. So fuhren auf den bundesdeutschen Straßen der fünfziger Jahre so herrliche Farbvarianten in Doppellackierung wie Korallenrot und Ebenholzschwarz mit einer hellbeigen Innenausstattung. Text: Eckberth von Witzleben * Fotos: Archiv Volkswagen

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›› Lust & Lebensart ‹‹

Der „1303“ – das schönste und erfolgreichste Käfer Cabriolet

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erdinand Porsche, der Erfinder des Volkswagens, hatte schon im Jahr 1934 in seinem Exposé „Betreffend den Bau eines deutschen Volkswagens“ über eine offene Variante des neu zu entwickelnden Wagens nachgedacht. So war es auch nicht verwunderlich, dass der dritte Versuchswagen ein Cabriolet war. In den späten dreißiger Jahren ließ Porsche mehrere offene Volkswagen mit Klappverdeck fertigen und als Vorführwagen durch Deutschland touren. Die erste Frau, die ein solches attraktives Automobil persönlich überreicht bekam, war Winnie Wagner, die Enkelin des Komponisten Richard Wagner. Dadurch wurden bei weiteren Kundenkreisen nachvollziehbare Begehrlichkeiten geweckt, was dazu führte, dass Wilhelm Karmann aus Osnabrück schon Anfang der vierziger Jahre ein Fahrgestell des Volkswagen Käfers bei Porsche orderte und dabei auf ein seriennahes Käfer Cabriolet setzte. Mitte des Jahres 1948 bot er das Konzept eines offenen, viersitzigen Cabriolets auf Käfer-Basis dem damaligen VW-Vorstandsvorsitzenden Heinrich Nordhoff an, der es daraufhin bei der Osnabrücker Karosserieschmiede in Auftrag gab. Das war die Geburtsstunde der Serienproduktion des VW Käfer Cabriolets, von dem in den kommenden 31 Jahren genau 331.847 Einheiten produziert werden sollten, wodurch es zum meistgefertigten Serien-Cabriolet der Welt avancierte. Besonders die Damen waren von dem luftigen Gefährt angetan

und bestellten das Käfer Cabriolet in den buntesten Farben, die das VW-Lieferprogramm hergab. So fuhren auf den bundesdeutschen Straßen der fünfziger Jahre so herrliche Farbvarianten in Doppellackierung wie Korallenrot und Ebenholzschwarz mit einer hellbeigen Innenausstattung. Man war wieder wer und zeigte seinen neu erworbenen Luxus gern. Die Farben wurden nun in der neuen Metalleffekt-Lackierung ausgeführt und gaben dem runden Cabriolet einen noch glänzenderen Auftritt auf Europas Straßen. Die Motorleistungen des VW Käfer Cabriolets begannen 1949 mit 25 PS aus 1.192 ccm Hubraum und steigerten sich kontinuierlich auf 30 PS dann auf 34 PS und ab 1965 schließlich auf 40 PS. In den siebziger Jahren brachte VW die leistungsstärksten Varianten mit 44 und 50 PS auf den Markt. Erreichten die ersten Käfer Cabriolets eine Höchstgeschwindigkeit 105 km/h, konnte der Fahrer eines Modells aus den Siebzigern schon beachtliche 130 Kilometer Fahrstrecke in der Stunde zurücklegen. Aber nicht allein die technischen Parameter des Käfer Cabriolets lockten Automobilisten aus allen sozialen Schichten, sondern sein äußeres Erscheinungsbild, das geschlossen wie ein ganz normaler Käfer mit übergezogener „Pudelmütze“ wirkte und mit geöffnetem Verdeck eine schlanke, langgestreckte Silhouette abgab. Er war praktisch zwei Autos in einem. Diese unbestechliche Ehrlichkeit und Einfachheit machte ihn so beliebt; und

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das ebenfalls in den USA, die genau 212.633 Käfer Cabriolets kauften, was 64 Prozent der Gesamtproduktion entsprach. Er gehörte in Übersee schon zur Familie, wie eine zeitgenössische Werbung titelte. Die höchsten Produktionsstückzahlen erreichte das VW Käfer Cabriolet mit den Modellen 1302 LS und 1303 in der ersten Hälfte der siebziger Jahre. Die Fangemeinde war ihm immer noch treu, als längst schon die wassergekühlten Volkswagen wie Passat, Scirocco und Golf vom Band liefen. Als dann 1979 seine Produktionseinstellung verkündet wurde, kam es zu einer spontanen Demonstration der Käfer-Cabriolet-Freunde vor der Konzernzentrale in Wolfsburg. Die Cabriolet-Liebhaber forderten, seine Produktion weiterhin in den Osnabrücker KarmannWerken beizubehalten. Auch der Hinweis auf das neue VW Golf Cabriolet vermochte die Demonstranten nicht zu beruhigen. Bis heute hat das Käfer Cabriolet einen hohen Stellenwert bei Oldtimerliebhabern auf der ganzen Welt. Erst als das New Beetle Cabriolet im Jahr 1999 auf den Markt kam, sahen sich die Befürworter des runden und offenen Volkswagens wieder versöhnt. Seit Herbst 2012 steht nun die dritte Generation des legendären VW Cabriolets bei den Händlern und wartet darauf, zu zweit durch einen heißen und schönen Sommer gefahren zu werden.


›› Resort ‹‹

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›› Resort ‹‹

Urwüchsige Schönheit, Chill-out und karibische Strände

LAS ISLAS PITIUSAS – IBIZA & FORMENTERA &

„In St. Tropez muss man dreimal täglich das Hemd wechseln, wer aber auf Ibiza ein gebügeltes Hemd trägt, der ist noch nicht lange auf der Insel.“ Der Bremer Promi-Fotograf Vincent Peters weiß, wovon er spricht, wenn er so etwas sagt, schließlich lebt er auf Ibiza. Er hat sein Refugium auf der Baleareninsel gefunden und möchte es gegen nichts auf der Welt eintauschen. Gerade das Unkonventionelle reizt den Fotografen. So wie ihm geht es vielen Ibiza-Fans und schon längst kommen wahre Genießer auf die Insel, die Ibiza neu und anders entdeckt haben – jenseits seines Partyimages. Text: Stefan Remmert * Fotos: Archive Ibiza & Formentera, istockphoto, Johannes Anslinger, Rüdiger Eichhorn, Stefan Remmert

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›› Genuss & Reisen ‹‹

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ie Häfen der Insel sind ausgebaut worden, ein nicht unbedeutender Grund, warum die Pityusen auch beim internationalen Jetset mit seinen Superyachten „en vogue“ sind. Wen wundert‘s – denn Ibiza und Formentera stehen für „Easy Going“, für traumhafte Natur und karibische Strände. Nicht minder stehen sie für stabile Immobilienpreise im Gegensatz zum wirtschafts- und finanzkriselnden Spanien. So etwas interessiert und lockt Investoren. Es sind aber nicht nur die Reichen und Schönen, die Ibiza für sich entdecken, auch zusehends junge Familien suchen hier Immobilien, teils um für immer zu bleiben, teils als Domizil für Urlaub und Erholung. Sie alle eint der Wunsch, das unvergleichliche Ibiza- und Formentera-Feeling hautnah zu erleben. Dazu gehören lauschige Strandrestaurants, lässige Beachbars, stylische Hotels sowie idyllische Fincas, hinzu kommen kulinarische Spitzenrestaurants, rustikale Landhausküche und obendrein das entspannte Gefühl von Lebenund-Leben-lassen. Besonders hier offenbart

sich die Weißheit des von San Franciso de Sales geprägten spanischen Sprichworts: Sé paciente con todo el mundo; pero sobre todo contigo mismo. – Sei geduldig mit der ganzen Welt, vor allem mit dir selbst. Ibiza und seine ruhigere Schwester Formentera können mit dem Pfund einer facettenreichen Natur wuchern. Diesbezüglich haben sie vor allem eines gemeinsam, nämlich zahllose Strände, einer schöner, romantischer und urwüchsiger als der andere. Alle Wege zu Formenteras Stränden führen über Sa Savina und seinen Hafen im Inselnorden. Dort kommen die Fähren nach ca. einstündiger Überfahrt aus Ibiza an. Vor allem im Sommer, wenn neben den Fischerbooten zahllose Segler auf dem blauen Wasser kreuzen, herrscht rund um den Hafen, in den Geschäften, Restaurants und Bars ein reges Treiben. Der kleine Ort hat eine exzellente Lage: Er wird eingerahmt von der Lagune Estany des Peix und dem Binnensee

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Estany Pudent, und die schönsten Strände sind nicht weit entfernt. (Nähere Informationen zu den schönsten Stränden Formenteras finden Sie unter www.formentera-island.de). Tipp: Erkunden Sie Formentera doch einmal auf zwei Rädern, entweder per Bike, Vespa, Scooter oder ähnlichem. Tipps dazu gibt‘s zum Beispiel hier: www.motorentpujols.com Im Norden von Ibiza trifft man auf zerklüftete Felsbuchten mit seltenen Vogelarten und urigen Fischerhütten, im Süden auf lange, weiße Sandstrände im Naturgebiet der Salinen. Manche sind nur zu Fuß erreichbar, liegen in kleinen Buchten und sind von Klippen begrenzt. Das wohltemperierte Wasser leuchtet hellblau bis türkis, draußen liegen Yachten auf der Reede, aus den Strandbars strömen appetitanregende Düfte und traumhafte, beinahe mystische Sonnenuntergänge verzaubern den Betrachter. Zu vielen Buchten gibt es spannende Geschichten: So ist die Cala Benirras für ihre Vollmond-Trommelkonzerte


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berühmt und die Cala d‘Hort für schräge Mythen von gelandeten Ufos und Sirenen; vor der Weiterfahrt in die Cala Olivera muss man einen Checkpoint passieren und in der Cala d‘Albarca landeten einst Piraten an. (Nähere Informationen zu den schönsten Stränden Ibizas finden Sie unter www.ibiza-spotlight.de). Zwischen Felsmassiven und im Hinterland werfen sich kiefernbesetzte Flanken auf. Hier genießt man die Stille und die Natur, die kräuterwürzige Luft und das mediterrane Licht. Tatsächlich gibt es noch das „andere“, das beschauliche Ibiza, das einen Besuch zu jeder Jahreszeit lohnt und das mit seinem Zauber aus Farben, Licht und Gerüchen schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts Künstler und Intellektuelle aus ganz Europa in seinen Bann zog. Heimlich, still und leise ist in den letzten Jahren die Infrastruktur in diesem Bereich deutlich verbessert worden. Fernab vom Trubel führen Rad- und Wanderwege durch abgeschiedene Pinienwälder. Berge und Buchten laden zu Entdeckungen ein, einsam gelegene

Fincas bieten urige Unterkunft und erstklassigen Service. Für Kontraste sorgen Täler im Inland und eine vielfältige mediterrane Pflanzenwelt mit Lavendel, Wacholder, Kiefern, Wildkräutern, Kakteen und Agaven. Feigen- und Johannisbrotbäume, Mandelhaine und Weingärten fügen sich harmonisch ins Bild. Sieht man einmal von Eivissa, Sant Antoni und Santa Eulària ab, fällt die verstreute Besiedlung auf. Als stille Wahrzeichen sind die weißen Häuser allgegenwärtig, ebenso die Wachturmruinen an den Küsten. Sie legen Zeugnis von den zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert stets befürchteten Piratenattacken ab. Auch viele Kirchen haben Wehrcharakter. Der steten Furcht vor Angriffen ist die eindrucksvolle Silhouette von Eivissa zu verdanken, der stark befestigten Hauptstadt Ibizas. Mit gewaltigen Mauerverbünden und Bollwerken schließt das historische Hügelviertel Dalt Vila ab. Es zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO – und das erfüllt auf Ibiza alle mit Stolz! Wie viele unter ihnen

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rein ibizenkisches Blut in den Adern haben, lässt sich kaum ermessen. Offiziell beziffert man die Einwohnerzahl der Inseln auf knapp 135.000, wovon etwas mehr als 10.000 auf Formentera entfallen. Glücklicherweise steht nicht alles im Zeichen des Tourismus, unästhetische Bettenburgen sind eher die Ausnahme. Unternehmungslustige entdecken erstaunlich viele unberührte Dörfer. Hier begegnet man noch den „Ureinwohnern“, den Alten, die durch die Gassen schlurfen und Fremde freundlich grüßen. Auf Traditionen stehen die Einheimischen genauso wie die übrigen Spanier und feiern die Feste, wie sie fallen. Das Brauchtum wird gepflegt, man formiert sich bei Patronatsfeiern in bunten Trachten zu Tänzen und lauscht dem Gottesdienst des Inselbischofs in der überfüllten Dorfkirche. Català, Katalanisch, ist traditionell die hier verbreitete Sprache. Ansonsten spricht jeder Spanisch, häufig wird auch Deutsch gesprochen. Kulinarisch erlebt man auf Ibiza und For-


›› Genuss & Reisen ‹‹

mentera keine bösen Überraschungen – im Gegenteil, die einheimische Küche ist für manche positive sorpresa gut. Das Meer macht Appetit, auf den Speisekarten der Restaurants spiegelt sich die große Vielfalt an Seegetier aus dem Mittelmeer wider. Wer sein kulinarisches Herz an Fisch verloren hat, sich aber nicht an einen Katzenhai mit Zwiebelgemüse, gató am ceba, herantraut, ordert am besten eine gemischte Fisch- oder Meeresfrüchteplatte. Feinschmecker rühmen den getrockneten Fisch, den man mitunter in dünne Streifen schneidet, um damit Salate anzureichern – was jedoch ebenso Geschmackssache ist wie der Tintenfisch, der in der eigenen Tinte serviert wird. Gerne kombiniert man Fisch und Krustentiere mit Reis, einem wichtigen Bestandteil der Mittelmeerküche – ob bei der bekannten Paella oder dem Reis nach Fischerart, arròs de pescador. Häufig wird auch Reis

mit Fleisch, arròs amb carn, oder Reis mit Kürbis, arròs amb carabassa, zu schmackhaften Gerichten kombiniert. Fleischesser kommen daher nicht zu kurz. Der Fleischgenuss fokussiert im Wesentlichen auf Schaf- bzw. Lammfleisch. Huhn, Lamm- und Schweinefleisch bilden die Grundlage für einen deftigen Bauerneintopf, sofrit pagès, mit hinein kommen Kartoffeln, Blutwurst, butifarra, sowie Schweins- und Paprikawurst, sobrasada. Knoblauch und Olivenöl sind aus der Mittelmeerküche gar nicht wegzudenken, sie vereinen sich unter anderem in der beliebten Soße all i oli, auch Aioli. Generell reicht man zu Fisch- und Fleischgerichten gerne eine Soße bzw. Paste, picada, auf Öl-, Knoblauchund Kräuterbasis, je nach Hausrezept mit Mandeln, Wein oder Petersilie zubereitet. Bei den Speisezutaten schwören die Insulaner auf vielerlei Gewürze, Blüten, Blätter und Beeren, ob Lorbeer oder Paprika, Rosmarin oder Safran, Oregano oder Majoran. Was den Italie-

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nern der Cappuccino ist, ist den Spaniern der café con leche. Im Gegensatz zu besagtem Milchkaffee, dem kleinen Kaffee mit einem Schuss Milch, cortado, und dem Espresso, café solo, führt Tee – sorry – hier eher ein Schattendasein. Auf alkoholischem Gebiet liegt die Wahrheit vor allem im Wein. Die große Auswahl reicht von einfachen Hausweinen, den Tropfen aus ibizenkischen bodegas bis hin zu importierten Spitzenprodukten aus Navarra oder La Rioja. In erster Linie sind Rotweine verbreitet, doch es gibt auch gute Rosés und Weißweine. Nach dem Essen sollten Sie unbedingt den Kräuterlikör, hierbas, probieren. Salud! Und dann mit frischen Kräften auf zu neuen Entdeckungen! Übrigens: Wir haben unser Adressbuch für Sie geöffnet. Unsere Top-Adressen für den Gaumen, für entspannte Nächte und für Genuss unter freiem Himmel finden Sie auf der nächsten Seite im Überblick!


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Das sollten Sie auf Ibiza & Formentera genießen: ›› Essen und Trinken TROPICANA BEACH CLUB Direkt am Strand der Cala Jondal ist das Tropicana bekannt für erstklassiges Essen, die atemberaubende Lage und ein elegant-entspanntes Ambiente. Bootstransfer von und zu Jachten, Reservierung von Sonnenliegen, schicke Beachboutique, Kinderspielplatz und Massagepavillon – Erholung pur direkt am Strand! www.tropicanaibiza.com PURA VIDA BEACHCLUB & RESTAURANT Mit angenehmer Sommerbrise – Das Pura Vida liegt am schönen, weitläufigen Strand von Niu Blau. Perfekt für Kinder. Frühstück am Strand, mittags mediterran-asiatische Fusionsküche, modernistische Gerichte zum Abend. Snacks, Lounge und Bar den ganzen Tag. Montags Paco Fernandez, mittwochs chilled music with DJ. www.puravida-ibiza.com GIRI CAFE IN SANT JOAN Man kann zweifelsfrei sagen, dieses ist eines der besten Restaurants der Insel! Unbedingt dort Essen gehen. Ein echter Geheimtipp! www.cafe.thegiri.com LA BRASA Fisch und Fleisch vom Grill sind hier die absoluten Spezialitäten – Die gehobene Qualität hat natürlich ihren Preis. So abends geschlossen. www.labrasaibiza.com ATZARÓ Genießern ist kein Weg zu weit, um in diesem Landhotel und Restaurant zu tafeln. Kreative Küche mit internationalem und mediterranem Einschlag. Nicht gerade günstig, aber umwerfend lecker! Auf jeden Fall reservieren! www.atzaro.com COCO BEACH Das Coco Beach ist weit mehr als nur ein Restaurant. Seine einmalige Lage am romantischen Ausgang der langen, feinsandigen „Platja d‘en Bossa“ schafft eine einzigartige Atmosphäre, die schon manch einen dazu verleitete, vom „Paradise Beach“ zu schwärmen. Diese Atmosphäre können Sie nicht nur im Restaurant und auf der großen, hellen Terrasse genießen. www.cocobeachibiza.com  AMANTE BEACH CLUB Der Amante Beach Club liegt wunderschön oberhalb des Strandes Sol Den Serra, in der Nähe von Santa Eulària.

Der Amante Beach Club bietet mediterrane Küche. Die einfachen aber raffinierten Speisen harmonieren mit der spektakulären Landschaft. Auf dem offenen Grill werden Fisch und Fleisch zubereitet und mit modernen italienischen Gerichten angeboten. www.amanteibiza.de NASSAU Der Nassau Beach Club hat bereits 2008 aufgemacht und ist damit ein Veteran der neuen Beachbar-Szene Playa d‘en Bossas. Die schöne Beachbar vereint balearischen Charme mit modernem Komfort und wird so zu einer stilvollen Oase der Ruhe. www.nassaubeachclub.com ES JARDINS DE FRUITERA Mediterrane Küche in Top-Qualität inmitten einer fruchtbaren Naturoase. Nahe Santa Gertrudis. www.esjardinsibiza.com BLUE BAR AM PLATJA DE MITJORN Weit über die Insel hinaus bekannt und vor allem von Ruhesuchenden frequentiert. Mittlerweile in deutscher Hand, mit Restaurantbetrieb, ohne dass die in sich gekehrte Café-Kundschaft darunter leidet. Am Abend geht hier die Strandparty los, dann wird auch die große blaue Box richtig aufgedreht – stört dann aber niemanden. (FORMENTERA) www.bluebarformentera.com ES MOLI DE SAL PLATJA DE SES ILLETES Schickes Restaurant auf einer Düne mit kreativer mediterraner Küche im historischen Bau der alten Salzmühle. (FORMENTERA) www.esmolidesal.es JUAN Y ANDREA Barfuß im Sand und trotzdem fein dinieren – vor allem Fisch und Meeresfrüchte von hoher Qualität. (FORMENTERA) www.juanyandrea.com FONDA PEPE IN SANT FERRAN Im dunklen Thekenraum treffen AltFreaks auf Lebenskünstler, die frei von Zeitzwängen stundenlang vor sich hin sinnieren. Durch eine Glastür gelangt man in das Restaurant, das auch unter dem Namen „Peyka“ bekannt ist. In der Vitrine liegt frischer Fisch aus, den man gegrillt und mit Salat serviert bekommt.(FORMENTERA) Telefon 0034/971328033 EL TIBERON BEI ARNOLD Seit über 20 Jahren die angesagte Beachbar auf Formentera an einem der schönsten Strände der Insel. Echt karibisches Flair. Absoluter Kult. (FORMENTERA) www.tiburon-formentera.com

›› Übernachten JARDINS DE PALERM Idyllisches Luxushotel in einer jahrhundertealten Finca. Mit Pool und exotischen Gartenanlagen. 9 Zimmer. www.jardinsdepalerm.com IBIZA ROCKS HOUSE AT PIKES HOTEL Moderner Klassiker unter Ibizas Hotels, das schon Julio Iglesias und Grace Jones beherbergte. George Michael nahm einst ein Musikvideo am Pool auf, Freddie Mercury mietete das Haus für ein Geburtstagsfest. Origineller Stil in einer abgelegenen Finca, jedes Zimmer ein Unikat. Mit kleinem Internet-Point. 20 Zimmer. www.ibizarocks.com/house HACIENDA NA XAMENA Hier betten Sie sich unter fünf Sternen, genießen die ländliche Abgeschiedenheit, das Bad im großen Pool und die erstklassige Küche in mehreren Restaurants. 60 Zimmer. www.hotelhacienda-ibiza.com EL PALACIO Nennt sich „Hotel of the Movie Stars“, Unterkunft im Humphrey-Bogart-Zimmer oder in der James-DeanSuite. Museal-cinematografisches Ambiente in dieser exklusiven Altstadtherberge unter Schweizer Leitung. Vor dem Eingang sehen Sie in bester Hollywoodmanier Handabdrücke von Mario Adorf und Uschi Glas, von Uwe Ochsenknecht und Udo Lindenberg. 7 Zimmer. Telefon 0034/971301478 HOTEL VILLAGE Das Hotel Village Ibiza liegt im malerischen Dorf San Jose. Das vier Sterne Hotel bietet 20 komfortable und elegante Zimmer in verschiedenen Kategorien. Strategisch an der Westküste von Ibiza schön positioniert, bietet das Hotel Village die Möglichkeit, Berg- oder Meerblick-Zimmer sowie hervorragende Suiten zu wählen. www.hotel-village-ibiza.com

›› Relaxen & Feiern USHUAIA IBIZA BEACH CLUB HOTEL Der Ushuaïa Club mit Hotel, der spektakulären Open-Air-Bühne am Pool und dem hoch in den Himmel ragenden Ushuaïa Tower mit atemberaubenden Ausblicken. Komplett durchgestylt bietet dieses Ausnahmehotel offene, weite Räume, in denen Körper und Geist zur Ruhe kommen. Perfekt als Ausgleich zum

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hektischen Stadtalltag. Chill-outAreas, VIP-Bereiche, Lounge-Bars und Gourmetrestaurants sorgen für die typische Ibiza-Atmosphäre, und die besten Partys der Insel mit Top-DJs aus aller Welt für die unvergesslichsten Stunden, die man je hatte! www.palladiumhotelgroup.com BLUE MARLIN Das Blue Marlin an der schönen Bucht Cala Jondal ist wahrscheinlich das beste Beispiel dafür, wie man es sich auf der Insel im berühmten Ibiza-Stil gut gehen lassen kann. Die Beachbar ist der Treffpunkt schlechthin für die Reichen, Schönen und Berühmten, die mit dem bareigenen Wassertaxi von den in der Bucht ankernden Luxusjachten herübergeschifft werden. Bester Tag ist Sonntag. www.bluemarlinibiza.com SAVANNAH BEACH CLUB Direkt am Hauptbereich des Sunsetstrips von San Antonio gelegen, bietet der Savannah Beach Club den ganzen Tag bis in die Nacht hinein erstklassiges Essen und fantastische Ausblicke. Genau wie der berühmte Nachbar Café Mambo gibt es hier Pre-Partys von einigen der beliebtesten Nächten der Insel. DJs der Partys Ibiza Live, Music On, Cream, Hed Kandi und Judgement Sundays und aus den Clubs Privilege, Amnesia und Space stehen in der DJ-Kabine an den Turntables – so kann man hier neben wirklich ausgezeichnetem Essen auch tolle Musik genießen. www.savannahibiza.com EL TEATRO PEREYRA Von Blues bis Jazz und Rockmusik bietet das Abendprogramm im Teatro Pereyra Live-Musik für das Publikum ab 30. Im umgebauten Vorraum des ehemaligen Theaters spielt ab und zu auch der Besitzer selbst das Piano (Keine Angst, er kann das.). Schwere Vorhänge und ein riesiger Kronleuchter erinnern an die Vergangenheit der Musikkneipe. Die Atmosphäre ist gemütlich bis laut und kann auch mal zum Kochen gebracht werden. www.teatropereyra.com LIO Direkt am Jachthafen Marina Botafoch, mit fantastischem Blick auf die über dem Hafen thronende Altstadt von Ibiza. Im Gebäude des ehemaligen Clubs El Divinokombiniert das Lío Gastronomie, Kunst, Live-Musik und Clubben. www.lioibiza.com


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Drücken Sie auf „On“! Die Saison hat es in sich! Den kalten grauen Winter lassen wir hinter uns. Die Farbe kehrt zurück und lässt das Leben leuchten. Knallige und stylishe Inspiration finden Sie auf den folgenden Seiten. Mehr in einigen unserer Häuser! Idee & Konzept: Stefan Remmert c/o REMMBRAND. * Photography: Tobias Schult (www.tobiasschult.com) * Hair & Make-Up: Dolores Sanchez * Assistenz: Simon Schreiner * Modelle: Stephanie Vehrenkemper (Düsseldorf) & Adriane dos Santos (Sao Paolo) * Fashion-Selection: Michael Schenkemeyer * Making of: Gregor Hüttner Vielen Dank an Pauline Dessous Hannover, das Autohaus Kahle Hannover und die Herrenhäuser Gärten für die freundliche Unterstützung!

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›› Resort ‹‹ MÜTZE von Deginther · Art.-Nr. 09.28.294.001.99 · 89 € TUCH von Bijoux · Art.-Nr. 09.28.290.006.27 · 14 € STRICKJACKE von My Herzallerliebst · Art.-Nr. 06.28.277.001.27 · 399 € SHIRT von Sack‘s · Art.-Nr. 06.28.278.001.08 · 159 € UHR von Kyboe · Art.-Nr. 09.27.299.003.99 · 199 € HOSE von Guess · Art.-Nr. 06.28.251.003.08 · 130 € GÜRTEL von Phillip Hardy · Art.-Nr. 09.28.291.001.08 · 229 € TASCHE von Fish · Art.-Nr. 05.28.520.008.27 · 379 € SCHUHE von Karma of Charme · Art.-Nr. 362888 · 275 €

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# 44


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# 47


›› Resort ‹‹ JACKE von Frieda und Freddies · Art.-Nr. 06.28.220.001.58 · 129 € GÜRTEL von Phillip Hardy · Art.-Nr. 17.28.192.001.14 · 190 € HOSE von Cimarron · Art.-Nr. 06.28.251.002.08 · 99,90 € SCHUHE von Fiorentini und Baker · Art.-Nr. 331600 · 395 €

# 48


JACKE von Blonde No. 8 · Art.-Nr. 06.28.222.001.39 · 229 € TUCH von Codello · Art.-Nr. 09.28.290.003.41 · 40 € SHIRT von Lola · Art.-Nr. 06.28.278.001.39 · 55 € HOSE von Sasa · Art.-Nr. 06.28.251.002.11 · 210 € SCHUHE von Pretty Ballerinas · Art.-Nr. 355410 · 140 €

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# 50


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# 51


›› Resort ‹‹

JACKE von Nickelson · Art.-Nr. 06.28.220.005.58 · 179 € SHIRT von Lola · Art.-Nr. 06.28.276.006.70 · 35 € TUCH von Codello · Art.-Nr. 09.28.290.017.58 · 40 € HOSE von Guess · Art.-Nr. 06.28.251.001.13 · 110 € SCHUHE von New Balance · Art.-Nr. 369822 · 80 €

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›› Resort ‹‹

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›› Resort ‹‹

MAKING OF

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›› Einblicke ‹‹

KURZKOLUMNE

Ein schöner Sonntag in den Bergen

E

s gibt Momente, da schwirren mir Melodien und Texte aus lang vergangener Zeit durch den Kopf. Klammheimlich nehmen sie Besitz

von mir. Erst kürzlich – ich war im Zustand höchster Konzentration – überfiel mich eine alpenländische Melodie von einer Schallplatte, die mein Vater meinem Bruder zu seinem 12. Geburtstag schenkte. Mein Vater hoffte ein wenig, uns mit seiner Liebe zu den Bergen, die sich auch gelegentlich musikalisch ausdrückte, prägen zu können. Erfolg hatte er bei meinen Brüdern. Sie wurden auf so mancher Tour seine „Bergkameraden“. Die schier unbezwingbaren Höhen der Gipfel schreckten mich hingegen eher ab, als das sie mich begeisterten. Ganz anders heute! Die Berge faszinieren mich, im Winter wie im Sommer – sie haben ihren Schrecken verloren. Und zum Leidwesen meiner eigenen kleinen Kinder pfeife ich hin und wieder die „Melodien der Berge“. Das tue ich natürlich ganz ohne Prägungsabsicht! Es ist halt meine Prägung und die wirkt. Danke Papa! Übrigens, schöne Schuhe prägen sich auch ein. Mehr dazu in diesem Magazin! Herzlichst

Stefan Remmert / Chefredakteur

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›› Lust & Lebensart ‹‹

Reinhold Messner ›› on Tour ‹‹

22.03. Donaueschingen 23.03. Sigmaringen 24.03. Sinsheim 04.04. Kufstein (A) 05.04. Telfs (A) 06.04. Wien (A) 11.04. Denzlingen 12.04. Bühl 13.04. Freudenstadt 14.04. Schopfheim 17.04. Bad Orb

Reinhold Messner

DER WILLE ENTSCHEIDET &

Reinhold Messner ist einer der legendärsten Abenteurer des 20. Jahrhunderts. Er hat unter anderem als Erster den Gipfel des Mount Everest ohne Sauerstoffgerät erreicht und stand als erster Mensch auf den Gipfeln aller vierzehn Achttausender. Heute widmet sich der Südtiroler der Weitergabe seiner Leidenschaft für das Wandern in den Messner Mountain Museums. Im Gespräch mit dem Magazin spricht er über die Faszination Wandern, Extremsituationen und die richtige Geschwindigkeit, um Natur zu erleben. Interview: Helge Neumann * Fotos: Archiv Reinhold Messner

# 56


Herr Messner, was macht den Reiz von Südtirol aus? Es ist die reizvolle Mischung aus einer Kulturlandschaft, die seit Jahrtausenden von Bauern bearbeitet wird und der Naturlandschaft der Berge und Gletscher, die nahezu unberührt geblieben ist. Dort, wo sich diese beiden Landschaften berühren, entsteht ein ganz eigenes, unvergleichliches Flair, das viele Menschen zur Erholung nutzen. Im Übrigen finden sich auch genau hier, an der Schnittstelle zwischen Kultur- und Naturlandschaft, vorbei an den Hochalmen, die schönsten Wanderrouten. Wandern wird hier zu einer eigenen Form der Wahrnehmung. Warum erlebt Wandern aktuell einen Boom? Ich denke, man muss genau unterscheiden: Das klassische Bergsteigen nimmt nämlich ab. Die Menschen suchen dagegen verstärkt präparierte Routen, auf denen sie bestens ausgerüstet und in Sicherheit die Natur erleben – das geht heute bis zum Mount Everest. Die Abenteurer von früher sind dagegen bewusst ins Unbekannte gegangen und haben die Unsicherheit gesucht. Um das klar zu sagen: Es ist besser, die Leute bewegen sich in einer sicheren Umgebung, als dass sie sich ohne jede Erfahrung in Gefahr begeben! Sie haben in Ihrem Leben eine ganze Reihe von Extremsituationen erlebt. Was ist das Wichtigste, um diese unbeschadet zu überstehen? Entscheidend ist der Wille. Es spielt sich in diesen Momenten Vieles im Kopf ab. Die Motivation ist der Motor. Es ist paradox: Man begibt sich ganz bewusst in eine Gefahrensituation, um diese zu überleben. Ebenso wichtig ist die Erfahrung, die über die Jahre zum Instinkt wird. So reagiert man fast schon wie ein Tier und lernt, Risiken einzuschätzen und Gefahren zu meiden.

›› Wandern in Südtirol

Was war von all Ihren Projekten die größte Herausforderung? In der Tat gab es ein paar Situationen, in denen es knapp für mich wurde und die ich nur durch Glück überstanden habe. In der Wüste, in der Antarktis – das waren Grenzerfahrungen. Dagegen waren andere Expeditionen weniger extrem als zuvor erwartet, zum Beispiel die Besteigung des Mount Everest ohne Sauerstoffgerät. Im Vorfeld haben viele gesagt, das sei unmöglich. Am Ende war es sicher anstrengend, aber es war eben doch möglich.

Kaum ein anderes Urlaubsland eignet sich besser für einen erholsamen Wanderurlaub als Südtirol, das mit mehr als 17.000 Kilometern an markierten Wanderwegen aufwarten kann. An der Südseite der Alpen ist es im Sommer angenehm warm, im Herbst lockt die schier endlose Fernsicht in die Höhe und in allen Teilen des Landes hat der Durchschnittswanderer die Qual der Wahl, denn Wandermöglichkeiten gibt es in Südtirol unzählige. Je nach Lust, Laune und Kondition kann man hier entweder gemütlich von Hütte zu Hütte pilgern, die Waalwege im Vinschgau und rund um Meran erkunden oder aber die anspruchsvollen Höhenwege und Hochtouren in der Texelgruppe oder im Tauferer Ahrntal in Angriff nehmen. Ganz zu schweigen von den Dolomiten, die sowohl angenehme Almtouren bieten als auch schwierige, aber nicht minder schöne Kletterrouten. Einen hilfreichen Überblick bietet die Website www.suedtirol.com

Gibt es für Sie noch eine Herausforderung? Ich werde ganz sicher nie mehr dort anschließen, wo ich aufgehört habe. Ich werde nie mehr einen Achttausender besteigen. Das wäre schließlich auch der Beweis, dass alles doch nur ein Kinderspiel war. Das Geheimnis meines Erfolgs liegt vielmehr darin, dass ich mich immer dann, wenn ich etwas erlernt und beherrscht hatte, etwas anderem, Neuem gewidmet habe. Und in dieser neuen Disziplin habe ich es dann wiederum zur Meisterschaft gebracht. Aktuell widme ich mich voll und ganz meinen fünf Messner Mountain Museums und ab 2014 werde ich dann wieder etwas ganz anderes machen. Wie häufig gehen Sie wandern? Mit Begeisterung gehe ich fast jeden Tag für einige Stunden raus in die Natur. Es gibt keine gesündere Art sich zu erholen, als das Gehen. Der Mensch ist eben von Natur aus ein Fußgänger. Im Gehen nehmen wir die Welt am intensivsten wahr, es ist dazu genau die richtige Geschwindigkeit. Vielen Dank für das Gespräch!

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›› Leben & Verantwortung ‹‹

„Planetenretter“ Felix Finkbeiner

HANDELN STATT REDEN! &

Jede Generation braucht ihre Revolution. Und ihre Helden – so wie Felix Finkbeiner. Der heute 14-Jährige ist Gründer der weltweiten Plant-for-the-Planet-Kampagne, mit der Kinder die Rettung ihrer Zukunft in die eigenen Hände genommen haben. Ihr Ziel: Bis zum Jahr 2050 sollen weltweit eine Billion Bäume gepflanzt werden! Text: Helge Neumann * Fotos: Plant For The Planet

E

s gibt sie doch noch, die guten Nachrichten. Plant-for-the-Planet ist eine gute Nachricht! Am Anfang der Initiative stand ein Schulreferat: Inspiriert von Wangari Maathai, die in Afrika 30 Millionen Bäume gepflanzt hatte, sprach 2007 der damals 9-jährige Felix über die Klimakrise. Am Ende des Referats entwarf er die Vision, Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen, um auf diese Weise einen CO2-Ausgleich zu schaffen. Jeder gepflanzte Baum entzieht, bis er ausgewachsen ist, der Atmosphäre etwa drei Tonnen CO2. Sein Referat mit diesem Aufruf hält Felix auf Initiative seiner Lehrer auch in anderen Klassen und an anderen Schulen – Schon wenige Wochen später pflanzen die Kinder den ersten Baum. In den folgenden Jahren entwickelte sich Plant-for-the-Planet zu einer beeindruckenden weltweiten Bewegung. Derzeit sind rund 100.000 Kinder in über 100 Ländern aktiv. Ihr Motto: Wir können uns nicht auf die Verspre-

chungen der Erwachsenen verlassen, deshalb nehmen wir die Rettung der Erde und unserer Zukunft selbst in die Hand! Sie verstehen sich als Initiative von Weltbürgern, die sich für Klimagerechtigkeit im Sinne einer Gesamtreduktion der Emission von Treibhausgasen und einer einheitlichen Verteilung dieser Emissionen auf alle Menschen einsetzt. Bis zum Jahr 2050 haben sie sich ein eindrucksvolles Ziel gesetzt: In den kommenden Jahrzehnten sollen weltweit 1.000 Milliarden, also eine Billion Bäume neu gepflanzt werden. „1.000 Milliarden Bäume klingt sehr viel, es ist eine Eins mit zwölf Nullen, aber einige Beispiele zeigen, dass es möglich ist: Die Chinesen pflanzten im Jahr 2009 2,7 Milliarden Bäume, wenn die die nächsten 40 Jahre so weiterpflanzen, schaffen die Chinesen alleine 100 Milliarden Bäume. Die US-Amerikaner schafften es in zehn Jahren zum Mond, also warum sollte es uns nicht gelingen, das größte Weltaufforstungsprogramm der Menschheit umzusetzen“, er-

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klärte Felix Finkbeiner bei einer Rede vor der UN-Vollversammlung. Der weltweite Slogan der aktuellen Kampagne von Plant-for-the-Planet lautet „Stop talking. Start planting.“ „Die Kampagne zeigt, dass wir Kinder davon überzeugt sind, dass Reden alleine nicht hilft und dass es Zeit ist zu handeln“, sagt Felix Finkbeiner. Auf den Kampagnenbildern sind Kinder zu sehen, wie sie ihre Hand vor den Mund einer prominenten Person halten, wie beispielsweise Schauspieler Harrison Ford, Fürst Albert II von Monaco, dem Supermodel Gisele Bündchen sowie vielen Staats- und Regierungschefs sowie Nobelpreisträgern. Natürlich können nicht nur Kinder die Initiative unterstützen. Weitere Infos finden Sie auf www.plant-for-the-planet.org


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Tipps für die ganze Familie

&

… im Katthuld-See, zwischen weißen Seerosen, schwammen Michel und Alfred im kühlen Wasser herum, und am Himmel hing der Julimond wie eine rote Laterne und leuchtete ihnen. „Du und ich, Alfred“, sagte Michel. „Ja, Du und ich“, sagte Alfred. „So soll‘s sein!“1 . Genießen auch Sie intensive Stunden mit Ihren Süßen … mit unseren Tipps haben Sie das Drehbuch dazu – viel Freude! Text: Janine Borchers * Fotos & Illustration: Sophie Sommer, Promo, Sxc * 1Aus Astrid Lindgren‘s „Michel aus Lönneberga“

Mr Gum!“ „Sie sind ein schlechter Mensch,chrank liegt verschimmelter Käse, im Kühlschrank wohnen Insekten mit Na-

Mr Gum isst Popel, in seinem Kleiders ar Mensch. Besonders ungemütlich wird er men – Er ist, schlicht gesagt, ein besonders widerwärtiges Exempl ssen will. Mr Gum heckt einen teuflischen aber als der Hund Jakob mitten in seinem Garten ein Häufchen hinterla täten, das auch Erwachsenen Spaß macht. Plan aus, doch dann kommt Polly … Ein Buch voller Witz und Absurdi David Tazzyman (Illustrator)/Harry Rowohlt Sehr empfehlenswert ist auch das Hörbuch! Andy Stanton (Autor)/ ab 8–10 Jahre (Übersetzer), Deutscher Taschenbuch Verlag 2012, 200 Seiten, 6,95 Euro,

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Einmal ohne Kindergeschrei urlauben? Nicht nur der Wunsch von vielen Kinderlosen. Selbst Eltern wünschen sich manchmal etwas Ruhe und Zeit. Beides gibt‘s hier – weltweit werden knapp 400 kleinkindfreie Hotels präsentiert. Die Buchungsrate von Eltern soll hoch sein. www.urlaub-ohne-kinder.info

Urlaub + Lernen = langweilig?alles im Watt, warum schrum-

Nicht in der Kinder-Uni Föhr! Wer lebt n? peln Äpfel und bekommt der Krebs eine neue „Hülle“ beim Wachse Jahren 14 und 5 n zwische Kinder lernen mehr Das und noch viel, viel im an der Kinder-Uni Föhr – ganz nebenbei und die Eltern sonnen sich August) und Juli im (nur e -foehr.d nderuni Strandkorb. www.ki

„Entdecke deine Stadt. Stadtsafari für Kinder“

Gegen das graue Klischee großer Städte lässt es sich mit diesem Buch ankämpfen. Viele Ideen zum Spaßhaben in der Stadt: Samenbomben an traurigen Plätzen verteilen und bunte Fenster fotografieren. Aber auch zum Lernen gibt es hier jede Menge, denn warum brauchen Städte überhaupt Bäume? Warum haben Stadtplaner einen schwierigen Job? Ein spannendes Entdeckerbuch! Anke M. Leitzgen/Lisa Rienermann, Beltz & Gelberg 2011, Taschenbuch, 152 S., 12,95 Euro, ab 8–10 Jahre

Kinderzeit !

Schnitzel und Schneewittchenteller gibt‘s in diesen Restaurants ebenso wie Tipps zu kinderfreundlichen Landgasthöfen in ganz Deutschland. Hier nerven sie nicht, die lieben Kleinen, hier sind sie willkommen! www.kinder-im-restaurant.com

Schweine fl iegen?“ Für die ganze Familie: „Können bestimm t. Das Wissens-

Das wissen Kinder ab fünf Jahre ganz spiel rund um Tiere funktioniert ohne Lesen, mit viel Überlegen und ist für die ganze Familie spannend. Oder wussten Sie, wie sich eine Muschel (ja, das ist ein Tier!) fortpflanzt oder dass ein Schmetterling Schuppen hat? KOSMOS Verlag, Sonja Häßler, ca. 15 Euro, ab 5 Jahre

Kalte Wassermelonensuppe – Die Wassermelone hat Saison ! Zutaten für 6 Personen: 900 g Wassermelone // 2 Tomaten // 1 kleine Paprikaschote // 1 kleine Zwiebel // 100 ml Tomatensaft // 2 EL Olivenöl // 1 TL Granatapfelsirup // Salz, Pfeffer Melonenfleisch entkernen und in grobe Würfel schneiden. Paprika und Tomaten ebenfalls entkernen und grob würfeln. Die Zwiebel fein hacken. Alles in ein hohes Gefäß geben und mit Olivenöl und Tomatensaft pürieren. Mit Granatapfelsirup, Salz und Pfeffer gut abschmecken. Die Masse durch ein nicht zu feinmaschiges Sieb passieren. Anschließend die Gazpacho für 2–3 Stunden kalt stellen. Zum Servieren in Gläser gießen und mit Wassermelonen-Spalten garnieren.

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›› Resort ‹‹

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›› Mode & Schönheit ‹‹

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Frauen auf der ganzen Welt lieben diesen Franzosen. Thierry Rabotin versteht es als einer der wenigen Designer, umwerfend schöne Schuhe und höchsten Komfort in Einklang zu bringen. Mit kräftigen Farben und expressiven Formen gelingt es dem Kreativen, Saison für Saison Schuhe zu entwerfen, die vor allem eines sind: unvergleichlich individuell. Text: Helge Neumann * Fotos: Promo

W

ann immer ich als kleiner Junge vom Spaziergang oder Fischen nach Hause kam und endlich Schuhe oder Gummistiefel ausziehen und nur in meinen Chaussons herumlaufen konnte, empfand ich das für meine Füße als enorme Wohltat. Dieselbe Erleichterung las ich auf dem Antlitz meiner Großmutter, wenn sie endlich aus ihren Holzclogs schlüpfen konnte.“ Diese Erfahrung aus Kindertagen war der entscheidende Auslöser für die Berufswahl von Thierry Rabotin. Warum den ganzen Tag unbequeme und nur in den eigenen vier Wänden komfortable Schuhe tragen? „Meine Schuhe sollen Füße umschmeicheln und das Gefühl geben, barfuß zu laufen“, erklärt der Franzose, der Anfang der fünfziger Jahre im Mittelwesten Frankreichs auf die Welt kam. Bevor er sich dem Schuhdesign zuwendete, arbeitete er

als Stilist für Damen- und Kinderbekleidung sowie Strickwaren. Doch das Verlangen, auf die Erinnerung aus der Kindheit eine Antwort zu finden, wird für ihn zu einer persönlichen Herausforderung. So beginnt er 1978 damit, sich ausschließlich dem Entwurf von Schuhen zu widmen. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten lernt Thierry Rabotin eine ganze Reihe von Menschen kennen, die seine Leidenschaft für schöne Schuhe teilen. Zu zwei von diesen „Schuhverrückten“ entwickelt sich eine tiefe Freundschaft: Mit Giovanna Ceolini – damals Mitarbeiterin in einer Schuhfabrik – und dem Österreicher Karlheinz Schlecht gründet Thierry 1999 schließlich eine eigene Schuhmanufaktur in Italien. Das gemeinsame Ziel ist es, Schuhe zu fertigen, deren Formgebung sich allein an der Anatomie des Fußes orientiert. Thierry-Rabotin-Schuhe werden ausschließlich

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in Italien gefertigt. Wenngleich die Herstellung der Schuhe in einem technisch modernen Kontext erfolgt, basiert sie auf jahrhundertealten Verarbeitungsmethoden, die unvergleichliche Qualität garantieren. Wertbeständigkeit, Seele und Sinn für die Geschichte des Schuhhandwerks zeichnen die Modelle von Thierry Rabotin aus und spiegeln sich auch in der von traditionellen Werten geprägten Firmenphilosophie wider. In der jetzigen Zeit kommt laut Thierry Rabotin den Bewahrern des Handwerks eine besondere Bedeutung zu, weil auch die perfekteste Maschine nicht zu leisten vermag, was Hände schaffen können. Die Herstellung eines Paares Thierry-RabotinSchuhe ist somit immer wieder aufs Neue eine Herausforderung an die Erfahrung der Schuhmachermeister, die Thierrys Kreationen ihre unvergleichliche Individualität verleihen.


›› Mode & Schönheit ‹‹

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Meldungen aus der Schuhmarkenwelt

El Naturalista, die sozial engagierte Marke Menschen spielen für El Naturalista eine wichtige Rolle: El Naturalista liebt die Natur und respektiert sie, aber die Menschen und ihr Verantwortungsbewusstsein sind kleine Samenkörnchen, die für die nächste Generation gesät werden sollen. Seit vielen Jahren unterstützt die Marke „Menschen, die anderen Menschen helfen“. Verbesserungen in Haiti, Tansania, Peru und Japan sind das kleine Körnchen, das für nächste Generationen geschafft werden soll. Kinder aus drei verschiedenen Kontinenten können damit ein bisschen glücklicher sein. Dank der Believers – jenen Träumern, die mit ihrer Courage und ihrem Herzblut jeden Tag ihres Lebens aufs Neue beweisen, dass sie „an Menschen glauben“. El Naturalista lädt alle Kunden ein, die Believers, ihre Motivation, Ängste und Träume kennenzulernen. Ab 2012 kann jeder Käufer eines El Naturalista Schuhpaares das Projekt seiner Wahl markieren und somit entscheiden, welches der vier Projekte (Tansania, Haiti, Peru oder Japan) er mit dem Erwerb seines Schuhpaares unterstützen möchte. Werden auch Sie Teil unserer Gemeinschaft der Träumer: Do you believe? Für mehr Information: www.webelieveinpeople.org

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Peter Kaiser, eine der ältesten Schuhmanufakturen Europas wird 175 Jahre Die perfekte Passform und das modern classic Design der Pumps sind das Ergebnis von 175 Jahren Know-how und Mitarbeitern, die ihren Beruf leidenschaftlich lieben. Auf der Fashion Week im Januar 2013 präsentierte PETER KAISER gemeinsam mit einem Berliner Label den ersten Teil einer exklusiven Jubiläumskollektion. Diese wird im Herbst 2013 in limitierter Auflage erhältlich sein, u.a. im Online-Shop. www.peter-kaiser.de.

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›› Resort ‹‹

Namibia

FARBENPRACHT, FORMENREICHTUM & LICHTERGLANZ &

Unendliche Weite, ursprüngliche Landschaften, intensive Farben, eine weltweit einzigartige Artenvielfalt sowie die außergewöhnliche Mischung aus afrikanischer Kultur und europäischen Einflüssen machen Namibia zu einem atemberaubenden Reiseerlebnis. Text: Jennifer Bröcher * Fotos: Namibia Tourism Board, istockphoto

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›› Genuss & Reisen ‹‹

„Wir hatten Afrika noch nicht verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach.“ (Ernest Hemingway)

A

n der Atlantikküste im südwestlichen Afrika gelegen, grenzt das Land im Norden von Angola und Sambia, im Osten von Botswana und im Süden von Südafrika. Mit einer Landesfläche rund 824.000 Quadratkilometern ist Namibia mehr als doppelt so groß wie Deutschland, hat aber mit zirka 2,2 Millionen Einwohnern die geringste Bevölkerungsdichte der Welt. Das Klima Namibias ist subtropisch-kontinental, das heißt, es ist sehr trocken und schwül. Es gibt rund 300 Sonnentage im Jahr! Die von Nordosten nach Südwesten abnehmenden Niederschlagsmengen sind deutlich geringer als die Verdunstungsmengen. Nur der Caprivi-Zipfel hat ein wechselfeuchtes Klima. Der gesamte Regen fällt fast ausschließlich in den Sommermonaten von November bis März in heftigen Gewitterschauern. Namibia ist ein Land voller Kontraste und Gegensätze, in dem die verschiedensten Elemente sehr dicht beieinander liegen. Von Norden nach Süden und von Osten nach Westen wartet die Natur und das Klima Namibias mit aufregenden Naturschauspielen auf: von Wanderdünen und Wüstengebieten, die den Ozean münden, von trockenem Buschland und überschwemmten Sumpfgebieten, bis hin zu faszinierenden Felsformationen, Canyons und Bergwelten, die zu Recht zu den schönsten der Erde zählen. So ist es ein einzigartiges Naturspektakel, wenn die riesigen Dünen der Namib-Wüste – der das Land im Übrigen seinen Namen verdankt – auf die raue Küste des Atlantischen Ozean treffen, wenn das Binnengebirge der Großen Randstufe mit seinen rund 3.000 Meter hohen Gipfeln in Ebenen mit Tälern und zerklüfteten Felsforma-

tionen ausläuft oder wenn das satte Grün des Caprivi-Zipfels im äußersten Nordosten Namibias mit seinen zahlreichen Flüssen und Seitenarmen die im angrenzenden Sambia gelegenen Victoria Fälle ankündigt. Darin lebt eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt: Büffel, Flusspferde, Antilopen, Vögel und Elefanten sind in den Flusswäldern zu Hause. An der Skelettküste gibt es von Norden nach Süden über 1.500 Kilometer lang nichts als Sand und Stille. Im Süden des Landes erwartet Besucher hingegen der zweitgrößte Canyon der Welt: Mit 161 Kilometer Länge und bis zu 500 Metern Tiefe gehört der Fish River Canyon zu den Hauptattraktionen des Landes. Neben diesen genannten gibt es noch eine Fülle weiterer Highlights, die es sich lohnt in der gleißenden Sonne und in dem speziell-namibischen Licht zu betrachten, welches die unterschiedlichen Formen der Wüsten, Savannen- und Berglandschaften in intensive Farben taucht, wie man sie sonst nur selten sieht. Von Kontrasten geprägt präsentieren sich auch die namibischen Städte. Die drei größten sind Windhoek, Rundu und Walvis Bay. Windhoek ist als die Hauptstadt Namibias Dreh- und Angelpunkt für Reisende und Einheimische – Namibia-Besucher beginnen hier, vom bedeutendsten Flughafen des Landes, ihre Reise in die anderen Landesteile. Bedingt durch ihre jeweilige Geschichte sind die Städte Namibias sehr unterschiedlich. Die Spuren der wechselhaften Historie des Landes sind heute an zahlreichen Orten wiederzufinden, was die für Reisende so faszinierende Mischung von afrikanischen und europäischen Einflüssen ausmacht: Von den frühesten Zeugnissen, den Felsgravuren und -zeichnungen der

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Ureinwohner, der ersten Landung der Europäer durch die Portugiesen 1486 am Cape Cross, der Kolonialzeit um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, über die Apartheidära bis hin zur Unabhängigkeit des Staates Namibia und dessen Gegenwart in einer globalisierten Welt. 1883 erwarb der Bremer Kaufmann Franz Adolf Lüderitz das Land um Angra Pequena, die heutige Lüderitzbucht, und später einen Landstreifen vom Oranje-Fluss ganz im Süden bis zum 26. Grad südlicher Breite und stellte damit die Weichen für die Inbesitznahme des Landes durch das Deutsche Reich. Die Kolonie DeutschSüdwestafrika wurde 1884 gegründet. Als in der Nähe der Lüderitzbucht Diamantenvorkommen entdeckt wurden, schien das Glück der Kolonialherren perfekt. Aber es währte nur kurz – Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 und die Kapitulation der Schutztruppen vor den einmarschierenden Streitkräften aus Südafrika beendeten die kolonialherrschaftlichen Träume. Durch den Versailler Vertrag von 1919 ging Deutsch-Südwestafrika in das Mandatsgebiet des Völkerbundes über. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die einst von der deutschen Kolonialmacht erbauten Städte, allen voran Lüderitz, Swakopmund und Windhoek auch heute noch einen gewissen „kaiserlichen Charme“ versprühen. Die Relikte der Kolonialherrschaft wecken jedoch ein gewisses Unbehagen, denn die Landnahme wurde ohne Rücksicht auf traditionelle Stammesgrenzen vorgenommen, und letztlich konnte die deutsche Herrschaft nur mit militärischer Gewalt und massiver Unterdrückung der einheimischen Bevölkerung durchgesetzt werden. Neben wilhelminischer Kolonialarchitektur


›› Resort ‹‹

ist auch die Apartheidära in fast jeder Stadt gegenwärtig – Namibia unterstand von 1921 bis 1966 Südafrika, als „fünfte Provinz“. Während der Apartheid des südafrikanischen Mandats wurden in nahezu jeder größeren Stadt am äußersten Stadtrand sogenannte Townships errichtet, die ausschließlich von der schwarzen Bevölkerung bewohnt wurden, während sie ihre in der Stadt gelegenen Viertel verlassen mussten. Mehr als 20 Jahre nach der Proklamation der Unabhängigkeit des Staates Namibia 1990 sind diese historischen Zeugnisse faszinierend und erschreckend zugleich anzusehen. Die Tier- und Pflanzenwelt Namibias gehört zu den artenreichsten der Welt. Nicht nur die „Big Five“ der Tierwelt Afrikas – Elefanten, Nashörner, Löwen, Büffel und Leoparden – sind hier in Parks und freier Wildbahn zu sehen, sondern auch zahlreiche weitere Säugtierarten wie Giraffen, Zebras, Flusspferde, diverse Affenarten, Gnus, Hyänen und Wildhunde. An der Küste leben Robben, die dort ihre Jungen zur Welt bringen, Delphine und Wale ziehen vorbei. Außerdem kann man das Wappentier Namibias, die Oryxantilope, noch in freier Wildbahn erleben, ebenso andere Antilopenarten oder Raubtiere wie Schakale und Geparden. Viele gute Gründe also für die namibische Regierung, als erster Staat weltweit den Erhalt der Natur und der in ihr lebenden Tiere in der Verfassung des Landes zu verankern: Namibia ist damit auf dem afrikanischen Kontinent ein Vorreiter in Sachen Umweltschutz und Artenerhalt.

Erwähnt werden muss an dieser Stelle auch die Jagd, denn insbesondere die Trophäenjagd für Touristen spielt – leider – immer noch eine sehr große Rolle. Namibias Jagdgesetze sind streng, aber es gibt Jagdfarmen und ausgewiesene Jagdgebiete, in denen mit einem vom Direktorat für Ressourcenmanagement im Ministerium für Umwelt und Tourismus ausgestellten Jagdschein und in Begleitung eines Berufsjägers oder Jagdführers gejagt werden darf. Insgesamt stehen heute zirka 42 Prozent des Landes als Naturreservat oder Nationalpark unter besonderem Schutz. Neben den staatlich geschützten Nationalparks gibt es eine Reihe privater Parks sowie sogenannte „Conservancies“. Während staatliche Parks wie der NamibNaukluft-Park oder der Fish River Canyon auf den Schutz der einmaligen Landschaft ausgerichtet sind, gibt es Nationalparks, die vor allem auf die faszinierende Tierwelt Namibias spezialisiert sind; beispielsweise der Bwabwata-Park im Caprivi-Zipfel oder der bekannteste Nationalpark Namibias, der Etosha Nationalpark im Norden des Landes mit seiner Fläche von mehr als 22.000 Quadratkilometern. Für Touristen bedeutet das freilich einige Einschränkungen und jede Menge Vorschriften beim Betreten solcher Gebiete, aber dafür werden sie mit absolut einmaligen Naturerlebnissen belohnt. Namibiareisen erfreuen sich bei den Besuchern zunehmender Beliebtheit: Vorzügliche Infrastruktur ermöglicht sicheres und bequemes Reisen. Egal, ob Sie eher wild-romantische

Campingplätze, charmante Bed & Breakfasts oder luxuriös gestaltete Lodges bevorzugen, ob Sie als Wanderer oder Mountainbiker naturverbundene Abenteuererlebnisse in den weiten Dünenlandschaften, rauen Canyons und unberührten Savannen suchen, sich als Wassersportliebhaber auf exzellente Wind- und Kitesurfbedingungen freuen, als Outdoor-Fan bei zahlreichen Funsport-Aktivitäten wie Quadbiking, Sandboarding, Dune-Skiing und AllradJeep-Touren den ultimativen Adrenalinkick erleben möchten, Sie an einer Wüstentour die intensiven Farben des unendlichen Sandmeeres und die zum Beispiel mehr als 300 Meter hohen Dünen von Sossuslvei begeistern oder Sie gern Körper, Geist und Seele in luxuriös gestalteten Wellness-Oasen verwöhnen lassen möchten – Namibia hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Apropos Geschmack: Auch Gourmets kommen hier auf ihre Kosten, denn vorzügliches Wild, frische Austern von der Atlantikküste oder außergewöhnliche, würzige Kalahari-Trüffel sind nur einige der Gaumenfreuden, die das Land bereit hält. Und am Ende des Tages, mitten in der Wüste? Wird Namibia zu einem Mekka für Sternegucker. Der Blick ins Firmament ist atemberaubend, denn durch die dünne Besiedelung des Landes offenbart sich der wohl funkelndste und klarste Sternenhimmel der Erde. Weitere Infos finden Sie unter www.namibia-tourism.com

Hauptstadt: Windhoek // Landesfläche: 824.292 km² // Bevölkerung: rund 2,2 Mio. Einwohner, 12 Volksgruppen // Amtssprache: Englisch, daneben mehrere Nationalsprachen, u. a. Deutsch und Afrikaans // Klima: meist trockenes Wüstenklima, Unterschiede in den Landesteilen // Durchschnittstemperaturen: Okt.–Apr. 18–40 Grad (Sommer); Mai–Sept. 6–20 Grad (Winter) // Einreise: Deutsche benötigen kein Visum, es genügt ein noch 6 Monate gültiger Reisepass. // Währung: 1 Euro = knapp 12 Namibische Dollar (NAD) // Gesundheit: Schutzimpfungen sind nicht erforderlich, für den Norden wird in der Regenzeit Malaria-Prophylaxe empfohlen. // Anreise: mit Air Namibia von Frankfurt nach Windhoek (Dauer 10 Stunden), www.airnamibia.de 

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›› Resort ‹‹

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›› Lust & Lebensart ‹‹

Wein-Tipp

FEINSTE WEINE &

Und zum Spargel? Und zum frischen Fisch? Was trinken wir? Weißwein! Aber natürlich nicht irgendeinen. Sommerfrisch, kühl, aromatisch, einfach herrlich muss er sein. Ich habe mir Rat geholt, probiert, genossen und sie für sehr empfehlenswert befunden: Das spanische Anbaugebiet Rueda und das kleine, aber feine Weingut Fryer‘s Cove in Südafrika. Sie produzieren beide exklusive Weißweine, die bei einem lauen Sommerabend nicht fehlen sollten. Text: Janine Borchers * Foto: istockphoto

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›› Lust & Lebensart ‹‹

Wer keinen Wein trinkt, dem entgeht viel Genuss, Wer aber den Wein falsch trinkt, verdirbt sich und anderen den Genuss. (Joachim Ringelnatz)

D

en Mythos um Schraubverschluss, Korken oder gar Kronkorken sollte man gleich zu Beginn eines Artikels über Weißweine lüften: Es ist gleich, welcher dieser drei Verschlüsse den Inhalt der Flasche schützt! Hauptsache kein Silikonkorken, denn die laufen bei längerer liegender Lagerung allmählich aus. Und mit dem Inhalt verschwindet dann auch gleich das Aroma. So viel zur Theorie, jetzt zum Genuss. Unter Spaniens Weißweinen, rät Sommelier Gregor JäneckeNimptsch aus Isernhagen bei Hannover, sei besonders die Rebsorte Verdejo aus dem Anbaugebiet Rueda zu empfehlen. Es liegt in Kastilien zwischen den Rotweingebieten Ribera del Duero und Toro und reicht im Norden bis zum Duero. Rueda ist sehr bekannt für seinen hervorragenden Weißwein. Verdejo wird hier auf 5.380 Hektar angebaut. Als „frisch, würzig und trocken mit Restsüße, eben ein Charakterwein“ beschreibt Jänecke-Nimptsch seinen favorisierten spanischen Weißwein, den Barco del Corneta. Grundsätzlich sollte man junge Weißweine trinken, also aus den Jahrgängen 2011/2012; den Verdejo hingegen kann man auch etwas liegen lassen, eben ein Qualitätswein. Diese Qualität spiegelt sich auch im

Preis wider: Rund 17 Euro kostet eine Flasche, nannte Spontangärung: Es wird keine Hefe zuaber das ist sie wert! Ob spanischer Weißwein gegeben, sondern der Most entwickelt Wildheoder südafrikanischer, die Qualität der Weine fen, die sich konkurrenzlos in der ihnen jeweils ergibt sich aus drei Komponenten: Handwerk, eigenen Weise entwickeln und agieren könVerarbeitung und Traubenqualität. Das Hand- nen. Die besondere Qualität einer gelungenen werk beherrscht der südafrikanische Winzer Spontangärung besteht darin, dass die vielfälJan Ponk van Zyl perfekt. Sein Weingut Fryer‘s tigen Stoffwechseleigenschaften der WildheCove im Anbaugebiet Bamboes Bay liegt fuß- fen den Weinen eine besondere Aromenvielläufig zum Meer auf 850 Meter Höhe und ist falt, Fruchtigkeit und Gaumenfülle verleihen. damit das höchst gelegenste und gleichzeitig Jeder Schluck schmecke anders, besonders auch das kleinste Südafrikas. Die Lage zum und immer einzigartig, sagt der Sommelier, Meer ist ideal, denn die See wirkt wie ein Ther- weit entfernt von langweilig oder gar normal. Wie bei vielen anderen Produkten fragt der mostat, sie gleicht Temperaturschwankungen hervorragend aus. So wird beispielsweise sein Verbraucher auch beim Wein vermehrt nach Sauvignon Blanc von einem feinen Passions- dem Bio-Siegel. Tatsächlich ist Bioqualität bei fruchtgeschmack mit einer unaufdringlichen sehr vielen Weinen schon seit Jahrhunderten Maracujanote beherrscht. Dieser Cool Clima- eine Selbstverständlichkeit und geradezu ein te-Wein eignet sich durch seinen geringen Muss, um eben wirkliche Qualität ernten und Alkoholgehalt ideal für den Genuss in der war- produzieren zu können. Trinken sollte man einen frischen Sommermen Jahreszeit. Auch in der Verarbeitung und der Selektion wein übrigens bei 6 –7 Grad Celsius. Je hochder Trauben macht Jan Ponk van Zyl den klei- wertiger der Wein, desto wärmer kann man nen, aber feinen Unterschied. Per Handlese ihn genießen. Einen Qualitätswein also besser werden die schlechten Trauben gepflückt, den auf 8–10 Grad Celsius temperieren. „Lieber eiguten lässt der Winzer noch etwas Reifezeit, nen Grad mehr, dann schmeckt man den Wein in jedem Fall jedoch erntet er früh, damit die intensiver“, rät Jänecke-Nimptsch. AAFF_anuncio Gisy-Alemania_traz.pdf Na dann, auf Ihr Wohl! 1 18/02/13 16:49 Frucht mehr Säure hat. Hinzu kommt die soge-

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›› Genuss & Reisen ‹‹

Trip-Tipp

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Der Winter war lang, kalt und einfach ungemütlich. Das beste Timing für eine Auszeit, dachte ich. Doch wohin nur? Warm, lässig, relaxed, so sollte das Reiseziel sein. „Barcelona!“, riet mir eine Freundin und versprach, gleich mitzukommen. Flug gebucht, Koffer gepackt, zwei Wochen später ging‘s los … Und als Mitbringsel für alle, die noch von der Sonne träumen: Unsere Lieblingsorte in Barcelona – nur für Sie! Text: Janine Borchers * Fotos: Gregor Hüttner, istockphoto, sxc

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›› Genuss & Reisen ‹‹

›› Am Vormittag Spaziergang durch Gràcia und katalanische Mandelmilch auf der Plaça de la Virreina. Den ehemaligen Dorfcharakter hat sich das gemütliche Stadtviertel bewahrt: Schmale Straßen, völlig chaotisch angeordnet – daran erkennt man das Künstler- und Studentenviertel Gràcia, dazu kommen viele kleine einladende Plätze. Einkehren sollte man auf der Plaça de la Virreina und ein Glas orxata, katalanische Mandelmilch, genießen, aber natürlich schmeckt hier auch ein Bier. Hauptsache man sitzt und schaut. Zu sehen gibt es vor allem viel Atmosphäre, die Stimmung ist fast unbeschreiblich: Das Zusammenspiel von Licht, der Farbe der Häuser, den dunklen Steinen und dem Geruch macht diesen Platz so besonders. Anschließend lohnt sich ein Abstecher in den nördlich angrenzenden Park Güell. Der vom Stararchitekten Antoni Gaudí um 1900 erbaute Park sollte eigentlich eine Art englischer Garten werden. Dann ging das Geld aus und Gaudí musste umplanen: Jetzt schmücken seine Fabelwesen, Türme und Bänke Abfälle aus Keramikfabriken. Stil ist eben keine Frage des Geldes! Es glitzert und schimmert an allen Ecken, die beiden Türmchen am Eingang scheinen wie kleine Tropfburgen aus nassem Sand. Es ist himmlisch hier und erschreckend ruhig, wenn man bedenkt, dass Güell zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten zählt. ›› Mittagessen Chic & hip lecker genießen Wer jetzt Hunger hat, sollte den kleinen Weg auf sich nehmen und im Alkimia einkehren. Herr-

liche spanische Küche gespickt mit den internationalen kulinarischen Erfahrungen vom Chef Jordi Vilà persönlich. Seit 2002 führt er das Alkimia. 2005 gab‘s sogar einen Michelin Stern. www.alkimia.cat ›› Am Nachmittag Es gibt zwei Varianten: Wenn es das Wetter erlaubt, kann man in dem fantastischen Freibad auf dem Berg Montjuïc seine Bahnen ziehen und danach wunderbar relaxen: Umgeben von Bäumen liegt einem dort ganz Barcelona zu Füßen, samt Stränden, Bergen und dem blauen Himmel – Es ist der beste Panoramablick der ganzen Stadt. Montjuïc Pool, Eintritt 5 €, Avinguda de Miramar, 31, Montjuïc Wer noch Kraft zum Laufen hat, besucht die kleine, aber feine Kunstgalerie Gràcia Arts Project, die von mehr als 60 Künstlern, Designern, Fotografen, Schreibern, Filmemachern und Performance-Künstlern betrieben wird. Alle zwei Wochen gibt es neue Ausstellungen, Musik, Dichtkunst, Film und Multimedia-Events: Ein guter Platz, um einen Überblick über die große Bandbreite der Kunst zu bekommen, welche die Stadt momentan hervorbringt. Gràcia Arts, Carrer Sant Honorat 11, El Barrio Gotico, Montag bis Samstag 10 bis 20 Uhr ›› Am Abend Spanier gehen traditionell spät essen, also ab 21 Uhr, vorher ist man schnell der einzige Gast im Restaurant. Trotzdem: Im Santa Maria unbedingt reservieren, denn diese Location zählt zu den besten und kreativs-

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ten Küchen der Stadt. Junge Köche, die in der renommierten Schule von Spaniens Spitzenkoch Ferran Adrià gelernt haben, zaubern originelle Tapas in absolut hochwertiger Qualität auf den Teller. Santa Maria, Comerc 17, Telefon +34 93 634 19 28 43 ›› Zum Abtanzen & Relaxen Laue Sommernächte gibt es massenhaft in Barcelona und die gilt es zu nutzen. Nach dem Essen noch ein paar Drinks am Strand mit den Füßen im Sand – das geht am besten im Mac Arena Mar. Wer mag, tanzt zur Musik der oft wechselnden DJ‘s. Der Eintritt ist die ganze Nacht lang kostenlos. Das findet man kein zweites Mal in Barcelona. Übrigens, auch tagsüber ist das Mac Arena Mar zu empfehlen als Meeresfrüchterestaurant, das hervorragende Gerichte und erlesene Weine serviert – ein Fest für die Geschmacksnerven! Anschließend kann man sich im großen Chiringuito in der Mitte des Strandclubs entspannen und die relaxte und zugleich lebhafte Atmosphäre auf sich wirken lassen. www.macarenamar.com ›› Übernachten im Chic & Basic Tallers Mitten im Stadtzentrum gelegen und damit mitten im katalanischen Leben. 14 Zimmer in einem Wohnhaus, funktionelles Design, viel Weiß, wenig Schnickschnack. Für einen entspannenden Aufenthalt sorgen ein leckeres Frühstück, Internetzugang und die speziell vom Haus-DJ Toni Roxx zusammengestellte Musik. www.chicandbasic.com


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›› Kunst & Kultur ‹‹

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 Der Barcelona Chair ist ein Meilenstein des Möbel-Designs. Es gibt kaum einen Klassiker, der sich auch heute noch so selbstverständlich in moderne Architektur einfügt wie das Original von Mies van der Rohe. Text: Stefan Remmert * Fotos: Archiv, Fotolia

U

rsprünglich wurde das edle Stück 1929 anlässlich der Weltausstellung in Barcelona von Bauhaus-Legende Ludwig Mies van der Rohe für den Deutschen Pavillon entworfen. Seither schreibt es Design-Geschichte. Van der Rohe, der die immer noch zeitgemäße Gestaltungsmaxime „Weniger ist mehr“ formulierte und als einer der Visionäre der Klassischen Moderne gilt, setzte für den Pavillon die damals neuartige Architektur eines freien Grundrisses um, bei der die Wände von ihrer Tragfunktion befreit und lediglich als Raumteiler eingesetzt werden. Der Barcelona Sessel, mit seinem leicht geschwungenen Gestell aus handgeschweißtem Spezialfederstahl und dem eleganten Leder mit Knopfpolsterung, wurde von Mies van der Rohe als passendes Möbel für diese freien Grundrisse konzipiert. Auch fast 80 Jahre nach seinem ersten Auftritt in Spanien funktioniert er immer noch als Statement zeitgenössischen Designs. Es ist ein Stuhl für Könige: Der Barcelona „Sessel“ von Ludwig Mies van der Rohe war auf der Weltausstellung 1929 in Barcelona als Thron für den spanischen König

und die Königin vorgesehen, als diese den Pavillon besuchten. Von dort aus hat dieser Sessel allerdings einen Siegeszug um die ganze Welt angetreten. Mies van der Rohe, 1886 in Aachen geboren, hatte sich in den 1920er Jahren bereits als führender Architekt und Wegbereiter der Moderne einen Namen gemacht. Die deutsche Regierung beauftragte ihn damit, den deutschen Pavillon für die Expo in Barcelona zu entwerfen. Sein Stil zeichnete sich durch Klarheit und Einfachheit aus. Er selbst bezeichnete seine Entwürfe als „Haut-und-Knochen“-Architektur und beschrieb damit treffend die Konstruktionen aus Stahltragwerk und Glasfassaden. So realisierte er auch den Pavillon in Barcelona, ein futuristisch anmutendes Gebäude, das heute zu den bedeutendsten Werken der modernen Architektur zählt. Insbesondere die Inneneinrichtung des Pavillons stellte den Architekten

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vor eine Herausforderung: „Der Sessel ist ein schwieriges Objekt. Wer jemals versucht hat, einen Sessel zu entwerfen, weiß, wovon ich spreche. Es gibt endlose Möglichkeiten und viele Probleme. Es ist fast noch einfacher, einen Wolkenkratzer zu entwerfen als einen Sessel“, so der Architekt. Mies van der Rohe war zeitweise Direktor des Bauhauses Dessau und vertrat dessen Prinzip, für jedermann erschwingliche, funktionale Produkte zu schaffen. Dennoch war der Barcelona Sessel nie für die Serienproduktion gedacht. Der hochwertige Edelstahlrahmen ist aus einem Guss gefertigt. Die Lederpolster bestehen aus 40 einzelnen quadratischen Elementen, die in Handarbeit zusammengefügt werden. Trotz seines hohen Preises (ca. 5.150 Euro) erfreut sich der Sessel einer treuen Liebhabergemeinde – seit 1953 fertigt die Firma Knoll International als einziger autorisierter Hersteller diesen Klassiker nach dem Originalentwurf des Architekten.


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