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Das Magazin

Frühjahr/Sommer 2015

www.gisy-schuhe.de

MODE & SCHÖNHEIT Schuh- & Fashiontrends KUNST & KULTUR Interview: Jan Lisiecki LUST & LEBENSART Heiliger Rasen – Wimbledon GENUSS & REISEN Mallorca by bike


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Frühling / Sommer 2015

www.lloyd.de


Liebe Leser,

Michael Schenkemeyer

mehr als jedes andere Kleidungsstück sind Schuhe wahrhaftige Begleiter. Sie tragen uns buchstäblich durch das Leben. Zu ihrer ursprünglichen Funktion, die Füße zu schützen, sind viele weitere hinzugekommen: Schuhe schmücken uns, sie heben uns in die Höhe und halten uns zugleich fest auf dem Boden. Für viele Menschen sind Schuhe sogar Ausdruck von Persönlichkeit und Charakter. Um Ihnen jede Saison aufs Neue inspirierende Modelle zu bieten, sind unsere Einkäufer ständig für Sie unterwegs. Auf den internationalen Messen und in Metropolen wie Mailand, Paris und New York spüren sie die neuesten Trends auf, entdecken Marken und stellen das Sortiment zusammen. Dabei haben unsere Modeexperten immer eines im Hinterkopf: den Geschmack unserer Kunden. Schließlich ist es unser Anspruch, Ihnen Saison für Saison einen spannenden Fashion-Mix zu bieten. Ich bin sicher, dass dies für Frühjahr und Sommer 2015 erneut gelungen ist. Eine spannende Mischung reizvoller Themen finden Sie auch auf den folgenden Seiten. Eine Reportage über den legendären Highway 101 in Kalifornien, ein Porträt über die bewundernswerten Ärzte ohne Grenzen und ein Bericht über die unglaubliche Reise der Zwillinge Paul und Hansen Hoepner sind nur einige Highlights. Viel Spaß beim Lesen.

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PIECES

of A R T

c a n d i c e c o o p e r. n e t Seite 4

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IMPRESSUM VERLAG: REMMBRAND – Agentur & Verlag (Hannover) · www.remmbrand.de

HERAUSGEBER: GISY GmbH & Co. KG · Georgstraße 27–29 · 30159 Hannover · Telefon (0511) 360 90-0 · Fax (0511) 360 90-44 · www.gisy-schuhe.de Schuhhaus Juppen · Nachf. Paul Prange GmbH & Co. · Schadowstraße 49/51 · 40212 Düsseldorf · Telefon (0211) 36 15-0 · www.juppen.de Brackelsberg Schuhe GmbH · Am Markt 7 · 64283 Darmstadt · Telefon (06151) 17 74 00 · www.brackelsberg.de Schuhhaus Gränert-Gundlach GmbH · Eppendorfer Baum 30 · 20249 Hamburg · Telefon (040) 48 30 25 · www.graenert-gundlach.de Schuhhaus Grüterich GmbH & Co · Limbecker Straße 41–43 · 45127 Essen · Telefon (0201) 24 74 10 · www.grueterichschuhe.de Jordan Schuhe · Liebfrauenstraße 1–3 · 60313 Frankfurt · Telefon (069) 28 88 08 · www.jordanschuhe.de Paul Prange & Hochstetter · Simeonstraße 13 · 54290 Trier · Telefon (0651) 17 05 94-91 · www.hochstetter.de

LEITUNG: Michael Schenkemeyer IDEE & KONZEPT: Stefan Remmert · REMMBRAND – Agentur & Verlag CHEFREDAKTION: Stefan Remmert (V.i.S.d.P.) MODE-SHOOTING: Fotograf: Karsten Koch · www.karstenkoch.de Hair & Make-Up: Maike Helbig · Modelle: Marcia Muniz (Sao Paulo), Marie-Christine (München)

MODE-SHOOTING „Hochstetter“: Fotograf: Karsten Koch · www.karstenkoch.de Hair & Make-Up: Maike Helbig · Modelle: Marcia Muniz (Sao Paulo), Sophie Strubel (Wien)

LEKTORAT: Jennifer Bröcher AUTOREN: Daniel Anreym, Jennifer Bröcher, Helge Neumann, Stefan Remmert GESTALTUNG, LAYOUT, SATZ: Gregor Hüttner · REMMBRAND – Agentur & Verlag

ANZEIGEN: Michael Schenkemeyer, Stefan Remmert AUFLAGE: 50.000 Exemplare Unser Magazin erscheint halbjährlich in Darmstadt, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Trier und wird postalisch zugestellt. Es gilt die Anzeigenpreisliste Frühjahr / Sommer 2015. Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

INHALT

MODE & SCHÖNHEIT

Capris Sandalen........................................................................................... 06 Schuhtrends Damen....................................................................................... 11 Modetrends Frühjahr/Sommer 2015......................................................... 37 Schuhtrends Herren..................................................................................... 80

LUST & LEBENSART California Dreaming.....................................................................................52 Heiliger Rasen Wimbledon......................................................................... 66

GENUSS & REISEN Mallorca by bike........................................................................................... 08 „Bella Napoli“.................................................................................................35 „Grüß mir mein Wien!“............................................................................... 60 Die Kunst des Grillens.................................................................................. 76

KUNST & KULTUR Motsi Mabuse im Interview......................................................................... 51 Jan Lisiecki im Interview.............................................................................58 Sisi – Die Unvergessene............................................................................... 62

KINDERZEIT Der Weg ist das Ziel – Wandertipps für die Familie................................ 64 Tipps für Kids............................................................................................... 70 Schuhtrends Kinder......................................................................................72

LEBEN & VERANTWORTUNG Deutschlands älteste Bäume........................................................................56 Von Berlin nach Shanghai – eine verrückte Reise.................................... 78 Wahre Helden – Ärzte ohne Grenzen.........................................................85 Seite 5

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Die Kultklassiker unter der Sonne ¶

›› Capris Sandalen ‹‹ Capri liegt auf der Sonnenseite des Lebens. Es gibt wohl kaum ein anderes Fleckchen Erde, das genauso viel Romantik zu bieten hat wie die kleine Insel vor der Küste von Sorrent. Text Helge Neumann // Fotos Promo

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er Legende nach widerstand hier Odysseus dem Gesang der Sirenen und der römische Kaiser Tiberius feierte auf der Insel ausschweifende Feste. Der russische Schriftsteller Maxim Gorki lebte auf Capri ebenso im Exil wie der chilenische Poet Pablo Neruda. Sie alle wurden angezogen von der überwältigenden Schönheit Capris, den atemberaubenden Panoramen, zerklüfteten Felsen, dem azurblau-smaragdgrünen Meer, geheimnisvollen Grotten und malerischen Ortschaften. Viva la vita – es lebe das Leben! Wie es für viele Inseln überall auf der Welt gilt, ist auch der Lebensstil auf Capri von Lässigkeit geprägt. Besucher und Bewohner geben sich gern den schönen Seiten des Lebens hin. Kein Wunder angesichts der betörenden Natur, die Capri einzigartig macht. Der Zauber beginnt schon auf der Reise. Kaum hat man den Fuß an Bord der Fähre gesetzt und das Festland hinter sich gelassen, taucht auch schon bald die Silhouette der Insel im Glanz der Sonne auf. Im Hafen Marina Grande geht die Fähre vor Anker, pastellfarbene Häuserfassaden bilden eine fantastische Kulisse. Über die Standseilbahn, die Funicolare, geht es in den 142 Meter hoch gelegenen Ortskern. Übrigens: Im Jahr 1945 wurden von der US-Armee 42 Überlebende von Konzentrationslagern nach Capri zur Erholung gebracht. Unter ihnen waren Angehörige der Widerstandsbewegung des 20. Juli 1944, wie etwa die Grafen Claus und Bertold Schenk von Stauffenberg, Prinz Friedrich Leopold von Preußen und die Witwe von General Halder.  Wohin man in Capri-Stadt auch will, es führt kein Weg an der Piazza Umberto – der Piazzetta – vorbei. Ab spätestens 11 Uhr vormittags bis in den späten Abend findet dort reges Leben statt. Man flaniert in seinen schönsten Kleidern umher, sieht und wird gesehen. In den umgebenden Gassen findet man Lokale jeder Art und ein Geschäft reiht sich ans Nächste. Einen Gegenpol zum lebhaften Capri bildet der zweite Ort der Insel: Anacapri. Saubere, kleine Strände, die nicht von Tagestouristen überfüllt sind, laden zum Entspannen ein. Herrliche Natur verwöhnt das Auge. Abgeschiedene Buchten garantieren Ruhe. Durch die historische Altstadt, entlang an weißen Häusern, finden sich immer wieder Sehenswürdigkeiten wie die Kirche San Michele aus dem Jahr 1719, die Blaue Grotte oder das Viertel Le Boffe. Und abends sollte man sich den romantischen Sonnenuntergang bei der Damecuta-Villa nicht entgehen lassen. Darüber hinaus ist die Blaue Grotte die bekannteste Sehenswürdigkeit der Insel. Sie

war schon zu Zeiten des Kaisers Tiberius bekannt. Die Grotte ist 54 Meter lang, 30 Meter breit und bis zu 22  Meter hoch. Das Sonnenlicht wird im Wasser gebrochen und schimmert bläulich, daher der Name. Die Einfahrt zur Grotte ist sehr niedrig, man kann sie jedoch mit kleinen Booten besuchen. Zu den weiteren Highlights gehören die Augustusgärten, die Anfang des 20. Jahrhunderts vom deutschen Industriellen Alfred Friedrich Krupp angelegt wurden. Auf ihn geht auch die Via Krupp zurück, ein wunderschöner und mit engen Spitzkehren versehener Weg, der von Capri nach

Schönheit kennt keine Grenzen, es gibt keinen Sättigungspunkt des Designs, und die Menge der Materialien, mit denen ein Schuhmacher seine Geschöpfe verschönern kann, ist unendlich. Salvatore Ferragamo

Marina Piccola führt – der wohl schönsten Badestelle der Insel. Die malerische Bucht liegt zu Füßen der Steilhänge des Monte Solaro und ist der südliche Anlegeplatz der Insel. Die Marina Piccola ist ein Mini-Hafen, der seit jeher Prominente anzieht. Wahrzeichen der Insel sind die Faraglioni. Die nadelartigen Felsen, deren italienischer Name zu Deutsch „Klippen“ bedeutet, erheben sich aus dem Golf von Neapel und sind vulkanischen Ursprungs. Der größte Felsen ist „Stella“, eine 109 Meter hohe Felsnadel, die auch „Faraglione di terra“ genannt wird. Seite 7

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Seit Jahrhunderten fühlen sich auch die Reichen und Schönen auf Capri wohl, die bevorzugt den Sommer in Palazzi, Top-Hotels und auf privaten Jachten verbringen. Insbesondere seit den 50er-Jahren gilt Capri als Mekka der Stars. Liz Taylor, Kirk Douglas und Greta Garbo kamen damals regelmäßig. Brigitte Bardot kürzte hier ihr Beinkleid mit einer Schere zu den legendären Caprihosen. Heute gehören Tom Cruise, Jennifer Lopez und Tommy Hilfiger zu den bekennenden Fans der Insel. Kein Wunder, schon der Modedesigner und Stammgast Valentino nannte Capri „eine ewige Quelle der Inspiration“. Capri hat nicht nur eine berauschende Natur zu bieten, sondern lässt auch hinsichtlich der Einkaufsmöglichkeiten keine Wünsche offen. Am besten lassen sich die vielen kleinen Geschäfte bei einem Bummel durch die Gässchen der Altstadt entdecken. In den Feinkostläden kann man den Zitronenlikör Limoncello probieren, andere Geschäfte bieten traditionelle Keramikkunst an. In der Via Capodimonte 26 duftet es unvergleichlich nach Blüten, hier kann man sich bei den Mönchen von Carthusia das elegante „Profumo di Capri“ leisten, ein Parfum der Sonderklasse – und das schon seit 1380. Auch die Sandalenfertigung genießt auf Capri eine lange Tradition. Brigitte Bardot und Jackie Kennedy trugen sie in den 1960er-Jahren zu ihren Caprihosen. Spätestens da wurden die handgenähten Capri-Sandalen zu modischen Evergreens, die auch der Jetset gern anzieht. In mehreren Manufakturen werden die Schuhe heute noch in mühevoller Handarbeit hergestellt, so etwa bei Canfora in der Via Camarelle. Geschmückt werden die begehrten Sommerschuhe mit Rosen, Schleifchen oder sogar Edelsteinen. Die farbenfreudigen Sandalen aus Leder findet man nur hier und mit etwas Glück kann man einem Handwerker bei der Herstellung zuschauen oder sich genau passende Sandalen anfertigen lassen. Alle Sandalen sind liebevoll handgefertigte Einzelstücke: Ein echtes Stück Italien für Zuhause. Darüber hinaus ist ein besonders klanghafter Name aus der Welt der Schuhe mit Capri verbunden: 1938 eröffnete Salvatore Ferragamo hier sein Geschäft. Der Italiener gilt als einer der Pioniere des modernen Schuhdesigns. In seinem bewegten Leben meldete er über 300 Patente an. Zu den Erfindungen Ferragamos zählt unter anderem der Keilabsatz. Zu seinen berühmtesten Sätzen gehört: „Schönheit kennt keine Grenzen, es gibt keinen Sättigungspunkt des Designs, und die Menge der Materialien, mit denen ein Schuhmacher seine Geschöpfe verschönern kann, ist unendlich.“ Schönheit ist unendlich. Capri ist der Beweis.


Finca und Fahrrad ¶

›› Mallorca by bike ‹‹ Mallorca bleibt die unverwüstliche Lieblingsinsel der Deutschen. Dass man dort baden, feiern, wandern oder einfach nur ausspannen kann, ist hinlänglich bekannt. In den letzten Jahren zieht es aber auch immer mehr Radfahrer auf die bergige Mittelmeer-Schönheit, denn zwischen Tramuntana-Gebirge und Traumstränden findet jeder die richtige Tour, vom panoramabegeisterten Ausflugsradler bis zum höhensüchtigen Extrembiker. Text Daniel Anreym // Fotos Stefan Remmert, istockphoto, fotolia

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Mallorca misst 3500 Quadratkilometer und seine Küste ist 581 Kilometer lang, das Land wird im Nordwesten durch die Tramuntana-Berge vom Meer getrennt, der sogenannten Sierra del Norte mit ihren über 40 Gipfeln auf über 1000 Metern Höhe.

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ill man Mallorca mit dem Fahrrad entdecken, muss man kein Insider sein oder einen Scout finden, der einen vorbei an den Hotelburgen hinein in die geheime Schönheit der Insel führt. Man braucht lediglich ein paar Stunden Zeit und zwei Räder unter sich. Man nimmt die nächstbeste Straße aus dem Ort hinaus und vielleicht noch die erste Abzweigung und schon umschließt einen die herzlich urwüchsige Natur des Sonneneilandes. Eine kleine Warnung dennoch vorab: Eine Fahrradtour auf Mallorca bedingt früher oder später das Bewältigen einer deftigen Steigung. Mallorca misst 3500 Quadratkilometer und seine Küste ist 581 Kilometer lang, das Land wird im Nordwesten durch die Tramuntana-Berge vom Meer getrennt, der sogenannten Sierra del Norte mit ihren über 40 Gipfeln auf über 1000 Metern Höhe. Der höchste davon, der Puig Mayor, wacht über die beliebten Urlaubsorte Sollér, Valldemosa, Fornalutx und das Kloster Lluc. Im Süden findet sich mit der Es Pla-Ebene eine eher flache Gegend, doch dafür gleicht der Osten beinahe einer Fjord-Landschaft. Kondition schadet also nicht, aber man muss kein Mountainbike-Weltmeister sein, um eine Tagestour zu unternehmen. Zudem gilt: Jede zu bezwingende Steigung entschädigt einen spätestens an ihrem Höhepunkt mit dem königlichen Blick über das berauschend blaue Mittelmeer und das beinahe kalifornisch anmutende Inselinnere. Und wer den Muskelkater nicht ehrt, ist der Radtour nicht wert.

Wie komme ich hin? Als Lieblingsinsel der Teutonen ist es um die Infrastruktur an Flügen bestens bestellt, außer man will vom Willy-Brandt-Flughafen in Berlin abfliegen. Scherz beiseite: Die meisten Fluggesellschaften erlauben mittlerweile auch den Transport von Fahrrädern. Erkundigen muss man sich dennoch vor Abflug und das Sondergepäck am besten weit im Vorfeld einbuchen. Fluggesellschaften bestehen in der Regel auf der Verpackung eines Fahrrads. Vor Ort sollte man sicherstellen, dass der Transport zum Hotel auch den Drahtesel beinhaltet. Bei Beschädigung sollte man sich umgehend vom Zoll einen Schadensschein ausstellen lassen, um etwaige Schadensersatzrechte geltend zu machen.

Was nehme ich mit? Wegen der vielen Steigungen empfehlen sich natürlich leichte Fahrräder und leichtes Gepäck, was kein Problem sein sollte, kehrt man am Abend wieder zum Hotel oder Ferienhaus zurück. Es empfehlen sich Fahrräder mit mindestens sechs Gängen und guten Bremsen, z. B. sogenannte V-Brakes oder Scheibenbremsen, denn bergab erreicht man im Gebirge schnell mal die Reisegeschwindigkeit von PKWs. Dazu am besten Flickzeug und zwei Ersatzschläuche pro Fahrrad mitnehmen, eine Luftpumpe, Schraubenzieher, die wichtigen Inbus-Schlüssel, Ersatzventile und einen Lappen, um die schmierigen Hände wieder sauber zu kriegen (hier hilft auch ein Abstecher ans Meer). Natürlich gibt Seite 9

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es in Mallorca auch zahlreiche Autowerkstätten und Tankstellen, die sich in der Regel als sehr hilfsbereit erweisen, doch dafür muss man sich in Reichweite eines Ortes befinden. Selbst im Smartphone-Zeitalter ist es hilfreich, Kartenmaterial dabei zu haben. Man findet es bei Tourist-Infos, sollte aber dort nach speziellen Fahrradkarten fragen. Ansonsten bietet sich auch die auf der Insel erhältliche rote Firestone-Karte an.

Was ziehe ich an? Man muss auf Mallorca im August nicht mit Schneeparka durchs Gebirge radeln, dennoch empfiehlt sich sogar in den Sommermonaten im Tramuntana-Gebirge eine dünne Jacke oder etwas Langärmeliges. Im Winter, Frühjahr und Herbst sollte die Regenjacke immer dabei sein, denn auch auf der Sonneninsel regnet es hin und wieder. Bei längeren Touren schaden Handschuhe mit Einsätzen gegen den Blutstau in den Händen und spezielle Radhosen mit Polster für das beanspruchte Hinterteil keineswegs. Apropos Schaden: Mittlerweile ist ein Fahrradhelm in Spanien außerhalb geschlossener Ortschaften Pflicht.

Wie ist das Wetter? Gibt es ist eine ideale Jahreszeit für Radtouren auf Mallorca? Das hängt ganz von den Ansprüchen ab. Natürlich können im Sommer Durchschnittstemperaturen von 30 °C den Kreislauf beschäftigen, dafür spenden die Gebirgspässe oder ein beherzter


Sprung ins Mittelmeer die nötige Abkühlung. Die Winter fallen mild aus, es regnet kaum mehr als sieben Tage pro Monat, aber die Badeoption fällt weg. Vor allem der Januar markiert den Saisonbeginn für Radsport-Vereine und Trainingscamps, die sich nicht durch zuviel Sonne von der sportlichen Ertüchtigung ablenken lassen wollen. Also lieber ein paar Wochen warten, denn sogenannte Idealbedingungen findet man im Frühjahr mit 15–25 °C von Februar bis Mai vor, ebenso ab September, wenn die größte Hitze vorbei ist. Der berüchtigte Kälte-Einbruch „Gota Fría“ mit seinen Unwettern mag einem den Ausflug gelegentlich vermiesen, dafür kann man mit Glück oft bis in den November hinein baden gehen.

Und der Verkehr? Mal-

schaftliche Nutzfahrzeug begegnen kann. Wer übrigens nicht mit eigenem Rad anreist, findet fast in jeder Stadt, die Möglichkeit, sich gegen Gebühr und Kaution Räder auszuleihen, die in der Regel auch am Ursprungsort zurückgegeben werden müssen, was die Flexibilität der Route einschränkt.

Tour 1: Arenal – Cala Pi Die Bucht von

Palma beherbergt zwar auch das klassische Feierpublikum, ist aber ein guter Start für Ausflüge in die Mitte der Insel, in die Tramuntana-Berge oder weiter südöstlich an die wunderschöne Bucht von Cala Pi mit ihrem kleinen Strand und zahlreichen kleinen Tavernas und Restaurants. Die knapp 30 Kilometer verzeichnen nur ein Idealbedingungen findet man im Frühjahr mit 15 – 25 °C leichtes Auf-und-Ab, sind Grad von Februar bis Mai vor, also ideal für Einsteiger, ebenso ab September, wenn zudem ist die Strecke nicht besonders verkehrsreich.

lorcas Verkehrsnetz ist vorbildlich ausgebaut, der Autobahnring hält das gröbste die größte Hitze vorbei ist. Blechaufkommen aus den Tour 2: Alcudia – PolOrten heraus. Will man aber in der Hochsaison mit dem Fahrrad die klassi- lença Ausgehend von der Bucht von Alcudia schen Sehenswürdigkeiten abklappern, sollte im Norden der Insel stehen diverse Ziele zur man sich auf die Schlangen aus Ausflugsbus- Wahl. Von hier aus erreicht man in kurzer sen und Leihwagen einstellen. Zwischen den Zeit die Tramuntana-Berge, ebenso die hügeliOrten ist der Verkehr überschaubar, viele Stra- ge Ostküste und die Inselmitte. Unsere Tour ßen sind allerdings schmal und kurvig – und führt uns ins malerische Städtchen Pollença vor allem in den Bergen unübersichtlich und mit seiner unendlich wirkenden Steintreppe nicht ganz ungefährlich. Die meisten Straßen hinauf zum höchsten Punkt des Ortes mit der sind geteert, aber der Asphalt oft etwas mitge- alten Kirche und einem sensationellen Ausnommen und Schlaglöcher keine Seltenheit. blick auf die Küste und das Cap de Formentor. Wer auf Feld- und Abwege ins Gelände steht, Wer will, kann die Radtour dann auch bis zum kommt definitiv auf seine Kosten. Man muss nördlichsten Zipfel Mallorcas, besagtem Cap meistens nicht lange suchen, bis sich ein span- de Formentor, fortsetzen – eine Strecke, die nender Trampelpfad auftut, wo einem neben in Abschnitten durchaus an den legendären Radfahrern auch das ein oder andere landwirt- kalifornischen Highway One erinnert mit seiSeite 10

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nen Steilküsten, der kargen Landschaft und dem gelblichen Licht. Von Alcudia bis Pollença sind es ca. 30 Kilometer und 110 Höhenmeter durch kleinere Hinterlandstraßen, einkehren kann man im gastronomisch superb gerüsteten Pollença, hier ist vor allem die großzügige Plaza ein Ort der Muse und Stärkung. Zum Cap de Formentor stehen dann nochmals zirka 27 serpentinenreiche Kilometer und deutliche Steigungen an.

 our 3: Cala d’Or – Felantix – Artà –  T Cala Rajada Wer auf Mallorca war und sich nur an der Küste herumtreibt, verpasst beinahe das Beste der Insel, das reizvolle Hinterland der Ostküste. Diese Tour vereint beide Elemente und ist mit knapp 60 Kilometern eher für ausdauernde Treter zu empfehlen oder in Etappen zu bewältigen. Man startet im lebhaften und charmanten Badeörtchen Cala d’Or und hält erstmals in der gotisch anmutenden Stadt Felantix, am Fuß der Serres de Llevant (Gebirge des Ostens) mit seiner prächtigen Kirche Sant Miquel. Von da aus geht es hoch in den Norden in das Hügel-Städtchen Artà, das mit seiner trutzburgartigen Kirche Sant Salvador ins Hinterland hineinragt. Jetzt führt der Weg weiter nach Norden zurück an die Küste, an die Cala Rajada mit ihren historischen Langustenhäusern. Egal für welche Tour man sich entscheidet, wie viele Kilometer sie umfasst, wie viele Sehenswürdigkeiten abgeklappert werden und wie hoch der Kalorienverbrauch ist, diese Insel per Pedal zu bereisen, entwickelt sich außerhalb der Ballungsräume nach spätestens 100 Metern zum Naturereignis, egal in welche Richtung, egal ob man bergab oder bergauf fährt.


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Artikel-Nr. 465768

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Frühling / Sommer 2015

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Frühling / Sommer 2015

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Frühling / Sommer 2015


Der Erlebnis-Zoo Hannover präsentiert in Zusammenarbeit mit dem GOP Varieté-Theater Hannover Christian Bergs legendären Musical-Erfolg für die ganze Familie!

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Frühling / Sommer 2015


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Frühling / Sommer 2015

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Frühling / Sommer 2015

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Frühling / Sommer 2015


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Frühling / Sommer 2015

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Frühling / Sommer 2015

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Frühling / Sommer 2015

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Frühling / Sommer 2015


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Frühling / Sommer 2015


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Frühling / Sommer 2015

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Frühling / Sommer 2015

160 Euro


Die alte Stadt am Vesuv ¶

›› Bella Napoli ‹‹ Viel wurde schon über Italien geschrieben. Von den Seen im Norden, der Toskana, den malerischen Städten und dem zauberhaften Licht Roms. Neapel ist anders. Die Stadt zu den Füßen des Vesuvs ist eine Welt für sich. Hier folgt das Leben eigenen, wilden Regeln. Neuankömmlinge sind vom scheinbaren Chaos in den Straßen und Gassen regelmäßig überwältigt und fasziniert zugleich. Ein Plädoyer für eine fürchterlich schöne Stadt. Text Helge Neumann // Fotos Richard Bryant, fotolia

N

eapel genießt einen schlechten Ruf. Vor allem die organisierte Kriminalität der Camorra und das Versagen des Staates in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens haben das Image der Hauptstadt der Region Kampanien in den letzten Jahren wesentlich geprägt. Dabei handelt es sich nur um einige, bedauerlicherweise negative Facetten der lebens- und liebenswerten Stadt, die so viel mehr zu bieten hat. Zum Glück für alle Neapel-Fans hat in den letzten Jahren ein Wandel eingesetzt. „Neapel verschwindet hinter viel zu vielen Klischees“, sagte der Schriftsteller Maurizio de Giovanni kürzlich in einem Interview in der taz. „Neapel war immer eine gastfreundliche Stadt, nie abweisend, nie rassistisch, nie auf Verteidigung oder Krieg aus“, so der erfolgreiche Krimi-Autor. „Und sie wird es auch weiter bleiben.“ Den Kern der Stadt macht die sanierungsbedürftige Altstadt aus: ein riesiges Freiluftmuseum, das als Weltkulturerbe besonderen Schutz verdient. In kleinen Nischen finden sich hier neben unzähligen Madonnen- und Padre Pio-Bildnissen immer noch Fotos des argentinischen Fußball-Genies Diego Maradona, der Ende der 80er-Jahre den lokalen Fußball-Club SSC Neapel zum italienischen Meistertitel führ-

te und seitdem in der Stadt Heiligenstatus genießt. Enge Gassen, in manche dringt scheinbar nie ein Sonnenstrahl, bilden ein undurchschaubares Geflecht, das sich gegen jeden Überblick sträubt. Orientierung bietet lediglich die Spaccanapoli: Die einstige römische Hauptstraße ist eine Art Lebensader, die die Altstadt von der Via Pasquale Scura bis zur Via Giudecca in zwei Teile spaltet. Luftiger geht es dagegen an der Promenade, auf der Via Caracciolo und Via Partenope, zu. Für den Autoverkehr gesperrt, lässt es sich wunderbar flanieren. Neapel bietet hier eine spektakuläre Aussicht: In der Ferne ist der Vesuv zu erkennen, zu dessen Füßen das beliebte Ausflugsziel Pompeji lockt. Und am Horizont zeichnet sich die Insel Capri ab. Ein besonderes Muss ist in Neapel die Pizza, schließlich wurde sie hier erfunden. Einer Legende nach wurde die erste Pizza, die heutigen Vorstellungen entspricht, am 11. Juni 1889 von Raffaele Esposito von der Pizzaria Brandi hergestellt. Er soll beauftragt worden sein, König Umberto I. und seiner Frau Margherita eine Pizza zu servieren. Diese soll er patriotisch mit Zutaten in den italienischen Nationalfarben belegt haben: grünes Basilikum, weißer Mozzarella und rote Tomaten. Die beste Pizza der Stadt Seite 35

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Frühling / Sommer 2015

gibt es übrigens nach Expertenmeinung in der Pizzaria Gino Sorbillo in der Via dei Tribunali 32. Rechnen sie mit großem Andrang und lassen Sie sich nicht abschrecken: Es lohnt sich! Bestens gestärkt empfiehlt sich anschließend ein Abstecher in das Nachtleben der Stadt. Vor allem das Stadtviertel Chiaia mit zahlreichen Kunstgalerien und Boutiquen hat viel zu bieten. Genießen Sie einen Wein im Barril in der Via Giuseppe Fiorelli – oder folgen Sie dem Beispiel der Einheimischen, die an lauen Sommerabenden rund um die Enoteca Belledonne ihren kühlen Wein auf der Straße genießen. So einfach und so schön! Doch nicht nur Kunst- und Kulturliebhaber kommen in Neapel auf ihre Kosten. Die Stadt ist berühmt für ihre außergewöhnlich guten Herrenmaßschneider. Anzüge von Kiton oder Cesare Attolini sind weltweit gefragt. Wer die zahlreichen Anproben scheut, aber dennoch auf der Suche nach etwas Besonderem ist, der ist bei E. Marinella in der Riviera di Chiaia richtig. Hier gibt es Seidenkrawatten der Extraklasse, die unter anderem verschiedene Staatsmänner bevorzugt tragen. So machen Sie „bella figura“ – und nehmen sich ein kleines Stück Neapel mit nach Hause.


Neapel ist ein Paradies, jedermann lebt in einer Art von trunkener Selbstvergessenheit. Mir geht es ebenso, ich erkenne mich kaum, ich scheine mir ein ganz anderer Mensch. Johann Wolfgang von Goethe

Übernachtungstipp:

Clarks and the Clarks logo are registered trademarks of C & J Clark International Limited.

Ein unvergessliches Erlebnis ist eine Übernachtung im Romeo Hotel in der Via Cristoforo Colombo. Das Designhotel mit 83 Zimmern hat zahlreiche Annehmlichkeiten zu bieten, darunter Hermès-Stühle, Philippe Starck Sofas, einen Dach-Pool sowie einen großen Spa-Bereich. Auch kulinarisch werden Sie bestens versorgt, in der Sushi-Bar oder dem Restaurant, das 2013 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. www.romeohotel.it

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Frühling / Sommer 2015


Shooting Frühjahr/Sommer 2015 ¶

Good Day Sunshine High-Fashion für Frühjahr/Sommer 2015 auf den folgenden Seiten. Und noch mehr in unseren Geschäften. Lassen Sie sich inspirieren! Idee & Konzept REMMBRAND Hannover // Fotos Karsten Koch

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Frühling / Sommer 2015


links: TASCHE Patrizia Pepe 05.32.520.001.60 · 150,00 € WESTE Ibana · 06.32.224.001.44 · 249,00 € BLUSE Lola · 06.32.278.001.64 · 49,00 € SCHUHE Pretty Ballerina · 464673 · 130,00 € HOSE Rock Revival · 06.32.251.007.11 · 255,00 € GÜRTEL Bruce Brown 09.32.291.001.15 · 55,00 € TUCH Codello · 09.32.290.001.61 · 60,00 € links: T-SHIRT DF · 06.32.266.003.30 · 49,00 € JACKE Frieda & Freddies · 06.32.220.001.75 · 149,00 € HOSE · Rock Revival · 06.32.251.006.11 · 255,00 € GÜRTEL MGM · 09.32.291.004.99 · 55,00 € TUCH Codello · 09.32.290.001.92 · 60,00 € SCHUHE Candice Cooper · 452522 · 199,00 € SONNENBRILLE WoodFellas · 09.31.308.003.20 · 120,00 €

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Frühling / Sommer 2015


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Frühling / Sommer 2015


links: T-SHIRT Guess · 06.32.276.001.55 · 45,00 € JACKE Colmar · 06.32.220.001.69 · 229,00 € HOSE Maria Sasa · 06.32.251.001.95 · 225,00 € GÜRTEL Python MGM 17.30.192.002.99 · 129,90 € TASCHE Michael Kors · 05.31.520.008.27 · 360,00 € SCHUHE Guess · 443384 · 110,00 € rechts: TASCHE Michael Kors · 05.31.520.003.27 · 160,00 € SCHUHE Phillip Hardy · 465768 · 150,00 € KLEID Hale Bob · 06.32.231.001.58 · 320 € JACKE · Jade ME · 06.32.215.002.24 · 299,00 € Seite 40

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Frühling / Sommer 2015


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Frühling / Sommer 2015


JACKE Ibana · 06.32.215.001.01 · 349,00 € HOSE Guess · 06.32.251.002.01 · 129,90 € TASCHE Patrizia Pepe · 05.32.520.028.01 · 199,00 € SCHUHE Fiorentini + Baker · 331511 · 390,00 € BLUSE Bella-Dahl · 06.32.263.001.70 · 150,00 € SCHMUCK Feilai · 09.32.299.003.99 · 19,90 € Seite 42

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Frühling / Sommer 2015


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Frühling / Sommer 2015


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Frühling / Sommer 2015


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Frühling / Sommer 2015


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Frühling / Sommer 2015


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links: BLUSE Frog Box · 06.32.266.001.58 · 89,00 € SHIRT Juvia · 06.32.278.003.59 · 89,90 € HOSE Juvia · 06.32.251.001.59 · 129,00 € TASCHE Patrizia Pepe · 05.32.520.001.58 · 160,00 € KETTE Sun · 09.32.299.002.08 · 34,90 € SCHUHE HTC · 467285 · 230,00 € ARMBAND Sun · 09.32.299.003.08 · 19,90 € rechts: PULLOVER Fontana · 06.32.270.002.59 · 89,90 € TUCH STess · 09.32.290.003.70 · 49,00 € HOSE Tess · 06.32.251.008.01 · 149,00 € ARMBAND Sun · 09.32.299.003.59 · 29,90 € SCHUHE Phillip Hardy · 455039 · 120,00 € Seite 48

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Let’s Dance! ¶

›› Motsi Mabuse ‹‹ Eigentlich war ihr Weg vorgezeichnet. Als Tochter eines Rechtsanwaltes mit eigenem Jurastudium in Pretoria galt es zunächst, die Kanzlei ihres Vaters zu übernehmen. Sie entscheidet sich jedoch für ihre große Leidenschaft, das Tanzen. Sie gibt das Studium auf und kommt 18-jährig nach Deutschland. Hier startet sie eine Tanzkarriere, die ihresgleichen sucht. Seit 2007 ist sie auch einem breiteren Publikum bekannt. Darüber und noch mehr spricht sie mit uns. Interview Stefan Remmert // Foto MSC Promotion

Liebe Motsi Mabuse, als Sie mit 11 Jahren erstmalig Tanzunterricht bekamen, wie sehr gab es da bereits den Wunsch, Tänzerin zu werden? Als ich meine ersten Schritte getanzt habe, wusste ich, ich will für immer tanzen. Es hat sich nach Freiheit angefühlt, in einer Zeit in der Südafrika große Probleme hatte. Hätten Sie ebenso eine erfolgreiche Juristin werden können, zumal Sie ja zunächst die Anwaltskanzlei Ihres Vaters übernehmen sollten und mit 18 ein Jurastudium begannen? Das kann man leider nicht wissen. Ich gebe in meinem jetzigen Beruf immer mein Bestes. Insofern würde ich als Anwältin das Gleiche tun. Gerechtigkeit ist ein wichtiger Punkt in meinem Leben. Ein großer Schritt war wohl der Umzug nach Deutschland. Wie fühlten Sie sich aufgenommen in dem damals für Sie fremden Land? Welche Mentalitätsunterschiede zu den Menschen in Südafrika fielen Ihnen sofort auf ? Ich war schon immer viel mit Künstlern unterwegs und habe dadurch viele unterschiedliche Kulturen kennengelernt. Aufgefallen direkt ist mir, dass die Menschen hier mehr Respekt vor dem Gesetz haben und immer sehr fleißig und ordentlich sind.

Seit 2007 sind Sie der breiten Öffentlichkeit durch Ihren ersten Auftritt bei „Let’s dance“ bekannt. Wie kam es dazu? Ich bekam einen Anruf von RTL und wurde zu einem Casting-Termin eingeladen. Damals war ich deutsche Vizemeisterin.

ein gutes Paar Schuhe? Ich liebe Mode und beschäftige mich gerade sehr mit dem Thema. Mode ist der Ausdruck unserer Persönlichkeit. Schuhe sind natürlich sehr wichtig beim Tanzen und auch privat! Für mich machen Schuhe den Look eines Outfits erst komplett. Die Kombination von beidem ist wichtig. Ich habe gerade Welche Faszination geht für Sie vom Tanzen selbst meine erste Tanz- und Sportkollektion auf aus? Wie sehr prägt es Ihren Lebensstil? Es den Markt gebracht. Sie trägt den Namen „Danfasziniert mich bis heute, dass man mit Tanz die cin’ by Motsi Mabuse“. Menschen berühren kann. Was mein Leben angeht, ist es so, dass ich sehr diszipliniert bin und Stellen Sie sich den Aufenthalt auf einer kleinie aufgebe. Man muss hart arbeiten, um Erfolg ner Insel vor. Welche drei Dinge dürften in zu haben. Ohne Fleiß kein Preis. keinem Fall fehlen? Das ist immer eine schwere Frage! Auf alle Fälle ein Buch. Am besten mein Gibt es neben dem Tanzsport weitere Leiden- neues Buch „Chili im Blut – mein Tanz durchs schaften im Leben der Motsi Mabuse? Ja, klar. Leben“, Bilder meiner Familie und Kaugummi. Ich liebe es, zu reisen und zu fotografieren. Und natürlich auch Schuhe, Taschen und Uhren. Auf welche nächsten Projekte von Motsi Mabuse dürfen wir uns freuen? Auf meine erste Worauf sind Sie besonders stolz? Darauf, dass eigene Tanzschule. ich immer meine Ziele verfolgt habe, egal wie schwer es manchmal war. Auch dass ich damals Letzte Frage: Welchem Menschen würden Sie meinem Herz gefolgt bin. Und ich bin stolz auf unbedingt gern das Tanzen beibringen? Ausmeine Familie, die den Mut hatte, mich loszu- nahmslos allen! Ich weiß, dass Tanzen sehr viel lassen. Freude schenkt. Daher sollte es jeder unbedingt ausprobieren. In unserem Magazin zeigen wir viel Mode und Schuhmode. Was bedeuten Ihnen Mode und Vielen Dank für das nette Gespräch. Seite 51

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Highway One – Meerblick auf Asphalt ¶

›› California Dreaming ‹‹ Er ist die Definition von Roadtrip. Kaliforniens Highway Number One ist die berühmteste Küstenstraße der Welt und selbst wer sie das allererste Mal entlangfährt, wird staunen, wie bekannt sie ihm vorkommt. Text Daniel Anreym // Fotos Ullstein Bild, istockphoto, fotolia

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icht umsonst nennen die Kalifornier zu helfen. Allein 33 Brücken mussten dafür ihren Bundesstaat gern „God’s Own gebaut werden, darunter die berühmte Bixby Country“. Nur selten findet sich eine Creek Bridge. Erst 18 Jahre später wurde dieser derart dichte Anhäufung von Naturschönhei- Abschnitt fertiggestellt, der damals noch Rooten im Tagesausflugsradius. Von den majestäti- sevelt Highway hieß. schen Nationalparks und den endlosen Wüsten Heute ist die California State Route One bis zu den goldenen Weinhängen, den unendli- stattliche 1055 Kilometer lang, die meisten dachen Stränden und urbanen Wundern wie San von erstrecken sich entlang der Küste, wo kleiFrancisco und Los Angeles – man weiß kaum, ne Seeorte wie Monterey, Carmel, Big Sur und wo man zuerst und dann als nächstes hinfah- Santa Barbara wie kleine Perlen aus den steiren soll. Das Prunkstück benigen Küsten hervorblitzen. reifter Panorama-Urlaube Die Landschaft wirkt beinahe unwirklich, als ob sie unin den USA ist eben immer Das Prunkstück bereifter mittelbar der verklärenden noch die California State Route 1, auch Highway One Panorama-Urlaube in den USA Einbildungskraft von Triviist eben immer noch die alliteratur entspringt. Paloder Pacific Coast Highway genannt. Das berühmteste California State Route 1, auch men, Dünen, Steilküsten, Stück davon schlängelt sich Highway One oder Pacific Coast gigantische Mammutbäume, Weinhänge und dichte knapp 800 Kilometer zwiHighway genannt. schen San Francisco und Wälder sind nie weiter als L.A. an der steilen Pazifikküste entlang und eine knappe Stunde Fahrt entfernt. Selbst ein selbst wer noch nie da war, hat die Postkar- eher unterkühltes Städtchen wie Bodega Bay tenlandschaft mindestens unbewusst in zahl- oberhalb von San Francisco, in dem Hitchcock reichen Autowerbespots und Filmen gesehen. „Die Vögel“ drehte, besitzt mehr Flair als jeder Denn nirgendwo lässt sich so pittoresk im Au- deutsche Badeort. tomobil die Küste hinuntergleiten wie auf dem Startet man von Bodega Bay aus auf einer Highway One – wer diese Straße nach Süden unscheinbar kringeligen Straße im Frühnebel, nimmt, hat im wahrsten Sinne des Wortes stets freut man sich noch über jede kleine Palme am den Ozean auf seiner Seite. Straßenrand. San Francisco ist freilich die erste Die legendäre Küstenstraße, gelegentlich große Schau mit dem berüchtigten Felsen von auch „kalifornische Riviera“ genannt, kann auf Alcatraz und seiner samtroten Golden Gate eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Bridge, aber erst danach beginnt die wahre Ma1921 spendierte das berüchtigte San Quen- gie, die parabelhaft sehnsüchtige „Straße nach tin-Gefängnis dem Staat Kalifornien mehrere Süden“, markiert durch das ikonische grüne Arbeitslager entlang der wilden Küste von Big Straßenschild mit der Aufschrift California 1. Sur, um dort bei der Errichtung eines Highways Schon gen Monterey lichtet sich das oft trübe Seite 54

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nordkalifornische Wetter und gibt den Blick auf die goldene Küste frei. Ab hier wird der Pazifik zum Beifahrer, man muss fast schwindelfrei sein, um die ins Blau stürzenden Felshänge zu seiner Rechten in ihrer ganzen Pracht wahrzunehmen. Am schönsten hat es der Beifahrer, der hinaus auf die glitzernde Weite schauen kann und nicht auf die Straße. Die ehemalige spanische Kolonialkapitale Monterey ist der Schauplatz des berühmten John-Steinbeck-Romans „Die Straße der Ölsardinen“, auch wenn die Fischindustrie aufgrund von Überfischung schon vor Jahrzehnten aufgeben musste. Doch die Stadt bleibt dem Ozean verbunden: Das Monterey Bay Aquarium ist eines der größten und modernsten Aquarien der Welt und ermöglicht mit seinen massiven Pazifikbecken Einblicke in den „Alltag“ von Riesenschildkröten oder Haien. Beim Namen Monterey klingelt’s auch in Kulturkreisen: Das legendäre Monterey Pop Festival, wo u. a. Jimmy Hendrix eins seiner besten Konzerte abgeliefert hat, ist eine der heiligen Stätten der Hippie-Bewegung der 60er-Jahre. Weiter geht’s bei ständig zunehmenden Temperaturen und zunehmendem Lichteinfall über den sogenannten 17 Mile Drive über die Halbinsel von Monterey. Diese Straße ist gebührenpflichtig, aber jeden Cent wert. Es ist eine erlesene Welt aus Villen, Golfplätzen und kleinen Stränden und ihr visueller Höhepunkt dürfte die Lone Cypress sein, eine einzelne Zypresse auf einem Felsen mitten im Meer, der die wilden Wasser des Pazifiks seit fast 300 Jahren nichts anhaben können. Dort tummeln sich auch gern Seehunde, aber das ist nicht das letz-


Hoteltipps: San Francisco: Nob Hill Inn www.nobhillinn.com Monterey: Hotel Abrego www.hotelabrego.com Carmel-by-the-Sea: Mission Ranch Hotel www.missionranchcarmel.com Solvang: Hotel Corque www.hotelcorque.com St. Barbara: Lavender Inn by the Sea www.lavenderinnbythesea.com Los Angeles/Venice Beach: Venice Breeze Suites www.venicebreezesuites.com

te Mal, dass man die glitschigen Gesellen an der Küste „abhängen“ sieht. Carmel-by-the-Sea ist nicht nur der Inbegriff kalifornischer Pionier-Architektur, es ist auch die Stadt, in der Clint Eastwood einst das Bürgermeister-Zepter schwang, dem übrigens heute noch die Hotelanlage Mission Ranch gehört, ein ehemaliges Missionskloster, das aussieht wie frisch aus einem Sergio-Leone-Western. Die 4000-Einwohner-Stadt, die bereits Schriftsteller wie Ernst Hemingway oder Jack London in ihren Bann schlug, hat sich zudem einige Exzentrizitäten gegönnt, um ihren klassischen Charme zu bewahren: Per Gesetz darf es weder Postkästen noch Hausnummern oder Straßennamen geben, ebenso wenig findet man moderne Straßenbeleuchtung, Fußgängerwege, markierte Parkplätze oder Leuchtreklame auf den Geschäften. Wer Pfennigabsätze tragen möchte, braucht eine Genehmigung der Stadt, die sich so via Gesetzestext vom Anfang des letzten Jahrhunderts gegen Schadensersatzklagen rüstete. 21 Kilometer südlich von Carmel steht sie dann da wie ein antiker Gigant zwischen den Klippen: Die Bixby Creek Bridge war mit ihren 218 Metern ein Bauwunder ihrer Zeit und für die Besiedlung und Infrastruktur der Big-Sur-Region unverzichtbar. Und schon ist man angelangt im wildesten Teil der Strecke, dem 120 Kilometer langen kurvigen und uneinsichtigen Abschnitt entlang des atemberaubenden Küstenstriches namens Big Sur. Hier vereinigen sich Wind, Felsen und Wasser zu einem ungezügelten Naturschauspiel und hier reiht sich auch ein staatlicher Naturpark an

den nächsten, wie zum Beispiel der Pfeiffer Big gen mindestens ein schnelles dänisches Øl. Jetzt nähert man sich schon Santa BarbaSur State Park am Fuß der St. Lucia Mountains. Hier kann man sich kaum entscheiden, ra, wofür sich die One kurz mit dem Highway ob man nun marsartige Gesteinsformationen, 101 vermählt, um letztlich in einer der beliebknuddelige Ottern beim Herumalbern, die testen kalifornischen Städte anzukommen. gewaltigen Redwood-Bäume oder abgelegene Seit San Francisco hat man vermutlich nur wenige Menschen auf den Straßen gesehen Strandabschnitte begutachten möchte. Eine dringende Empfehlung zirka 60 Ki- und auch die Strände waren nie überfüllt. Von lometer weiter südlich ist Hearst Castle, eine oben wirkten selbst größere Ansammlungen Art amerikanisches Neureichen-Neuschwan- von Surfern wie schwarze Stecknadelköpfe im stein, das der amerikanische schäumenden Pazifik. Erst Zeitungsmagnat Randolph ab Santa Barbara hört die Hearst (Vorbild für Orson Einsamkeit endgültig auf. Erst ab Santa Barbara hört Welles’ Citizen Kane) in den Hier findet der kaliforni20er-Jahren hatte bauen die Einsamkeit endgültig auf. sche Endless Summer sein lassen und mit 165 Zim- Hier findet der kalifornische Ausgehviertel, hier werden mern samt sündhaft teurer Endless Summer sein Ausgeh- die Beach-Boys-Hymnen europäischer Möbel, einem wahr. Es herrscht ein geraviertel, hier werden die Privatzoo, märchenhaften Beach-Boys-Hymnen wahr. dezu mediterranes Strandorttreiben mit einer nahtlos Gärten und einer kolossalen neoantiken Badeanlage ausstatten ließ. Die geschlossenen und possierlichen Architektur Baumaßnahmen verschlangen selbst damals aus blumengeschmückten Gärten, hellen Häubeinahe 40 Millionen Dollar, aber so manche sern, kleinen Kirchen, Springbrunnen, stilvolbehaupten, der Blick vom Balkon über die Hü- len Boutiquen und jeder Menge Winerys, die gel hinunter auf den Pazifik ist immer noch zu frischen und jederzeit probierbaren Weinen jeden Cent wert. aus den Winzereien des nahe gelegenen Orange Die 1911 von Dänen gegründete Klein- County mit ihren farbenprächtigen Weinhänstadt Solvang (100 Kilometer südlich von He- gen einladen. arst Castle) ist nicht nur deshalb einen Besuch Im Endspurt geht es jetzt vorbei am sündwert, weil Michael Jacksons legendäres Anwe- haft schönen und ebenso teuren Strand-Dorasen, die Neverland-Ranch, nur einen Steinwurf do Malibu und direkt hinein in die Hauptstadt entfernt ist. Sowohl die Fachwerkgebäude als des Lichts, Los Angeles. Hier, am Strand von auch etliche kulinarische Spezialitäten und Venice Beach, im Herzen von Los Angeles, Bräuche, wie der von Pferden durch die Stadt nicht weit weg von den staubigen Hügeln Holgezogene Bierwagen, weisen auf die dänische lywoods, endet der schönste Roadtrip der Welt. Herkunft seiner Gründer hin und rechtferti- Filmreif war er auf jeden Fall. Seite 55

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Lebende Zeugen der Geschichte  ¶

›› Deutschlands älteste Bäume ‹‹ In Schönheit und Würde alt, dick und berühmt werden – die Tausendjährigen machen es uns vor. Die Überlebenskünstler sind stumme Zeugen unserer Vergangenheit, sie erzählen nicht von ihrer Geschichte, Geschichten erzählen von ihnen. Text Jennifer Bröcher // Fotos Wikimedia Commons, BLV Verlag, Picasa, fotolia

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erichtseiche, Tanzlinde, Prangerlinde, Hexenkiefer, Predigtulme oder auch St. Wolfgangseiche – die Namen alter Bäume spiegeln häufig einen Teil dieser Geschichten wider. So dienten Gerichts- und Galgeneichen schon Kelten, Germanen und Slawen als Gerichtsstätten, Tanzlinden als Plätze geselligen Beisammenseins bei Festen und Bräuchen. Unter der auf 400–600 Jahre geschätzten St. Wolfgangseiche südlich von Regensburg (Bayern) soll der Heilige Wolfgang wortgewaltig gepredigt haben. Sie gehört zu einer Reihe sogenannter Tausendjähriger, um die sich zahlreiche Mythen ranken, die jedoch meist jünger sind. Baumveteranen sind lebende Denkmäler. Seit Jahrhunderten stehen sie am selben Ort, egal was um sie herum geschieht. Bereits die Germanen verehrten große und alte Bäume, denen sie Weissagungs- und Heilkräfte zuschrieben, als ein Symbol für Leben und Tod sowie als Zeichen für Fruchtbarkeit. Vom Mittelalter bis zur Zeit der Reformation zog die Kirche gegen die volkstümliche Baumverehrung zu Felde: Die Götterbäume der Germanen wurden entweder von Missionaren gefällt oder im christlichen Sinne umgewidmet. So wurde zum Beispiel aus der einst der Liebesgöttin Freya geweihten Linde der Baum der Mutter Gottes – aus dem heiligen Holz der Marienlinden werden noch heute Madonnenfiguren geschnitzt. Daneben wurde die Verehrung der Bäume auch ins Böse verkehrt und verteufelt, indem Unheimliches oder unerklärliche Naturphänomene mit in

den Bäumen wohnenden Hexen, Dämonen oder sonstigen Spukgestalten begründet wurde. Die auserwählten Bäume wurden aufgrund ihrer kulturellen Funktion geschont und beschützt. Als um 1900 der Naturschutz aufkam, gehörten sie zu den ersten Schützlingen. Alte Bäume stehen meist in der Nähe menschlicher Siedlungen, im Wald findet man sie selten. Die 1000-jährige Linde zu Upstedt (Niedersachsen), etwa 600–800 Jahre alt, steht in der Ortsmitte, unter ihr befand sich einst ein Versammlungsplatz. Zu Deutschlands ältesten Bäumen gehören – wen wundert’s – die Eichen. Die Femeiche von Erle (Nordrhein-Westfalen) gilt mit ihren 600– 850 Jahren als ältester Gerichtsbaum in Mitteleuropa. Bemerkenswert ist auch die 1000-jährige Eiche von Nöbdenitz (Thüringen), auch Grabeiche genannt. In dem hohlen Stamm des 700–800 Jahre altes Baumes befindet sich eine Gruft. Platz zwei im Trio der Superalten nimmt die Eibe ein. Von dem urwüchsigen, langsam wachsenden Baum, dessen Holz jahrhundertelang zur Waffenherstellung genutzt wurde, finden sich heute nur wenige alte Exemplare. Dazu zählen die mit 600–1000 Jahren älteste Eibe bei Balderschwang und die 600–800-jährige Ureibe bei Steibis (beide Bayern). Der erste Platz gebührt schließlich den Linden. Die Tanzlinde auf dem Marktplatz von Schenklengsfeld (Hessen) ist mit 750–1250 Jahren der älteste Baum in Deutschland. Als man mit Bau des Kölner Doms begann, war sie bereits 350 Jahre alt und als KoSeite 56

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lumbus Amerika entdeckte ein Baumveteran. Wie die 500–900-jährige Kaiser-Lothar-Linde in Königslutter (Niedersachsen) scheint sie für die Ewigkeit gewachsen zu sein. Die Riesenlinde zu Heede (Niedersachsen) ist zwar „nur“ 550–700 Jahre alt, gilt aber mit einem Stammumfang von über 15 Metern als größte Linde Europas. Daneben gibt es zahlreiche weitere Bäume, die gemessen an ihren Artgenossen ein ungewöhnlich hohes Alter erreicht haben. Dazu zählt die mit 280 Jahren älteste Waldkiefer Deutschlands, die auf den Burgmauern des Auerbacher Schlosses südlich von Frankfurt am Main (Hessen) wächst, ebenso wie der älteste und mächtigste Bergahorn unserer Region. Dieser steht bei Wamberg nahe der Zugspitze (Bayern) und ist 350–600 Jahre alt. Für ihr Alter sind die meisten dieser Methusalems ausgesprochen gesund. Insgesamt über 500 dieser ältesten Bäume werden vom Deutschen Baumarchiv aufgelistet. Sie wurden allesamt fotografiert, vermessen und altersmäßig erfasst – eine wahre Fundgrube. Alte Bäume, ihre knorrige Rinde und ihr von den Zeiten geprägtes Aussehen faszinieren bis heute. Im Gegensatz zu Burgen, Schlössern und Ruinen aus totem Gestein sind sie wie wir lebendige Wesen, die im Austausch mit ihrer Umgebung wachsen und auf Umwelteinflüsse reagieren. Ihre Erhabenheit und Schönheit sowie ungebrochene Vitalität vermitteln uns ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, lassen uns durchatmen und den Alltag vergessen.


// BUCHTIPP: „Deutschlands alte Bäume“ – der Klassiker, exklusiv aus dem Deutschen Baumarchiv. Könnten Bäume Geschichten aus ihrem Leben erzählen, würden ihre Berichte ganze Bibliotheken füllen. Es sind die ältesten und die eindrucksvollsten unter den Baum-Persönlichkeiten, die von den Autoren im 1996 gegründeten Deutschen Baumarchiv gesammelt werden. In ihrem Buch porträtieren Stefan und Uwe Kühn zusammen mit Bernd Ullrich 200 dieser Monumente der Natur. Brillante Fotos aus typischen Perspektiven und Texte zu den Biografien der Bäume werden, wenn möglich, durch historische Abbildungen ergänzt. Die Baumporträts sind nach den deutschen Naturräumen gegliedert – von der Küste bis zu den Alpen. Wer die alten Bäume besuchen und sich von ihrer magischen Ausstrahlung begeistern lassen möchte, erhält Wegbeschreibungen zu den Standorten. Stefan Kühn, Bernd Ullrich, Uwe Kühn // Deutschlands alte Bäume. Sagenhafte Baumgestalten zwischen Küste und Alpen // München 2014 // 192 Seiten // 29,99 Euro // ISBN: 978-3-8354-1224-8

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Jung, erfolgreich und ganz viel Talent ¶

›› Jan Lisiecki ‹‹ Er wird gern schon mal der „Justin Biber“ der klassischen Musik genannt, was wohl an der gemeinsamen kanadischen Herkunft und dem gleichen Alter liegen mag. Sein musikalisches Können ist von einem „anderen Stern“ – er spielt Chopin wie ein Gott – und hat alle 24 Etüden aufgenommen, an die sich sonst kaum ein Pianist heranwagt. Interview Stefan Remmert // Fotos Mathias Bothor, Promo

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er 1995 in Calgary als Sohn polnischer Eltern geborene Jan Lisiecki begann seine Klavierausbildung mit fünf Jahren am örtlichen Konservatorium. Mit 15 spielte er in Warschau die Chopin-Klavierkonzerte ein. Lisiecki wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem Debut Atlantic Award 2010 und als Révélations Radio-­Canada Musique 2010 und Jeune Artiste des ­Radios Francophones 2011. Er gastierte in New York, Tokio, Paris und München. Mit uns spricht der 20-jährige Pianist über seinen Erfolg und seine Liebe zur Musik:

ten selbst geschrieben. Und dem vertraue ich mehr als jemandem, der nach ihm gekommen ist. Was ist der Zauber von Musik? Warum berührt sie die Menschen so sehr? Musik ist anders als andere Kunstformen, da sie live, in dem Moment passiert. Das heißt, dass jedes Konzert anders sein wird; jedes Mal werden neue Erkenntnisse über das Stück zutage gebracht sowie dem Publikum neue Perspektiven angeboten. Es ist die einzige Kunstform, wo man sich von jeglichem internetfähigen Gerät lösen muss, wo man noch wirklich zu den Wurzeln, zu den Grundlagen, zur Seele und Schönheit von reiner Kunst gelangt. Beide, sowohl der Künstler als auch das Publikum, tauchen durch Musik tief in ihr Inneres, zu ihren eigenen Gedanken.

Lieber Jan Lisiecki, Sie sind jung und bereits sehr erfolgreich. Dahinter stecken neben dem Talent und der Hingabe sicherlich jede Menge Fleiß und Disziplin. Haben Sie auch schon mal das Gefühl, in Ihrer Kindheit und Jugend etwas verpasst zu haben? Natürlich steckt viel Disziplin und harte Arbeit dahinter, wenn man weltweit auf dem höchsten Niveau mitspielen möchte; es ist vergleichbar mit einem Sportler, der eine Olympiade gewinnen möchte. Um erfolgreich seine Ziele zu erreichen, muss man sich mit Leib und Seele seinem Studium widmen, auch wenn das heißt, andere Dinge in den Hintergrund zu stellen. Schule habe ich immer gemocht und empfand das Lernen immer als sehr wichtig, weshalb ich bis zur High School auf eine öffentlichen Schule gegangen bin. Ich hatte nie das Gefühl, dass mir etwas fehlt, und hatte stets den starken Rückhalt meiner Familie und meiner Freunde.

Haben Sie auch schon mal selbst ein Stück komponiert? Ja, ich habe sogar einen Kompositionswettbewerb in Kanada gewonnen. Es machte mir Freude, diese Erfahrung zu machen und zu lernen, wie ein Komponist sich seinem Werk nähert. Es ist etwas ganz Anderes als ein Werk aufzuführen. Sie sind viel auf Reisen und spielen vor unterschiedlichen Nationalitäten. Welches Publikum ist besonders begeisterungsfähig und in welchem Land spielen Sie am liebsten? Es ist faszinierend zu sehen, was es für eine kulturelle Vielfalt gibt und wie sie Einfluss auf die Reaktionen eines Publikums nimmt. Besonders interessant ist für mich die Stille im Publikum, und weniger der Applaus oder wie weit entfernt ich mich vom Publikum fühle. Ich mag verschiedene Länder aus verschiedenen Gründen: Deutschland für sein Wissen, Italien für seinen Enthusiasmus und Japan für seinen Respekt.

Wenn Sie nicht Pianist geworden wären, hätte es eine berufliche Alternative gegeben? Ich interessiere mich besonders für BWL und Mathematik, höchstwahrscheinlich wäre mein Beruf eine Kombination aus beiden Fächern geworden. Womöglich könnte ich jetzt auch als einigermaßen kompetenter Diplomat überzeugen.

In diesem Magazin zeigen wir auch viel Mode und Schuhmode. Verraten Sie uns Ihren Lieblingsschuh? Natürlich! Ich liebe Camper-Schuhe über alles. Die einzigen anderen Schuhe, die ich trage, sind Lloyd Lacklederschuhe für Konzerte. Ansonsten, es ist mir etwas peinlich, besitze ich keine andere Schuhmarke.

Gibt es einen Lieblingskomponisten, dessen Musik Sie zutiefst berührt? Ich liebe die Musik von Mozart, Chopin, Rachmaninoff und vielen anderen. Aber wenn ich nur einen Komponisten auswählen müsste, dessen Werke mich besonders berühren, dann wäre es Bach.

Auf welche kommenden Konzerte in Deutschland von Ihnen dürfen wir uns freuen? Ich werde am 24. April ein Rezital im Prinzregententheater in München geben. Außerdem spiele ich Konzerte in Dortmund und Köln am 14. und 15. Juni mit dem Chamber Orchestra of Europe unter Yannick Nézet-Séguin. Und natürlich bin ich sehr gespannt auf meine bevorstehenden Auftritte mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin am 27. Juni in Berlin sowie im Rahmen der Brandenburgischen Sommerkonzerte am neuen Berliner Flughafen BER am 28. Juni und beim Rheingau Musikfestival am 2. Juli.

Welche Musik hört ein Jan Lisiecki in der Freizeit? Normalerweise empfinde ich nicht den Drang, in meiner Freizeit Musik zu hören. Ich spiele den ganzen Tag Musik und Musik klingt auch sehr oft in meinem Kopf nach. Aber wenn ich ein wenig Zeit habe, höre ich gern Jazz. Ehrlich gesagt, bin ich nicht gegen eine bestimmte Musikrichtung und höre gern alles, was neu und inspirierend ist. Bevor Sie selbst ein Stück spielen, hören Sie es sich dann zuvor an, beispielsweise von einem anderen Pianisten gespielt? Ich bin kein großer Fan davon, andere Interpretationen zu hören, bevor ich ein neues Stück selbst einstudiere. Eigentlich versuche ich das zu vermeiden. Alles was man wissen muss, steht in der Partitur, vom Komponis-

Vielen Dank, dass Sie sich für die Beantwortung der Fragen Zeit genommen haben, und alles Gute für Sie.

Konzerttermine 2015 in Deutschland:

sden // 24.04. ›› München // 24.05. ›› Dre Köln // 27.06. ›› Berlin // 14. 06. ›› Dortmund // 15.06. ›› sbaden // 28.06. ›› Berlin // 02.07. ›› Wie burg 17.07. ›› Lübeck // 18.07. ›› Ham

Gewinnen Sie eine von drei Musik-CDs von Jan Lisiecki!

Weitere Informationen: artists.com www.janlisiecki.com & www.img

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Einfach eine Postkarte mit dem Stichwort „Jan Lisiecki“ ausfüllen und bis zum 30.06.2015 senden an: REMMBRAND – Agentur & Verlag, Nienburger Straße 14 a, 30167 Hannover


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Städtekurztrip in Geschichte und Gegenwart der Kaiserstadt  ¶

›› Grüß’ mir mein Wien ‹‹ Ehrwürdig alt und aufregend jung: Mit ihrer gelungenen Mischung aus imperialer Tradition und aktueller Kreativität hat die Stadt an der Donau weit mehr zu bieten als Sisi, Wiener Schnitzel und Opernball. Text Jennifer Bröcher // Fotos © WienTourismus/Peter Rigaud (1)/Christian Stemper (2, 3, 5)/Lois Lammerhuber (4), Stefan Remmert

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aiserlich-nostalgisches Flair und hochkreative Kulturszene, Wienerische Gelassenheit und internationale SzeneEvents gehen in Österreichs Hauptstadt eine spannungsreiche Verbindung ein. Die Pflege eines kostbaren Erbes und liebenswerter Traditionen findet man hier ebenso wie aktuellste Trends. Das heutige Bild des einstigen römischen Militärlagers Vindobona wird vor allem während der 640 Jahre dauernden Herrschaft der Habsburger geprägt, im Barock und während der Regentschaft von Kaiserin Maria Theresia, aber auch von Kaiser Franz Joseph I., der 1857 die Stadtmauern schleifen und die Ringstraße als Prachtboulevard anlegen ließ. Der Architektur aus der Donaumonarchie verdankt Wien seinen Ruf als romantische Kaiserstadt: den Prunkbauten, vor allem aus dem Barock, dem Historismus („Ringstraßenstil“) und dem Jugendstil, und der großzügigen Gesamtanlage der Stadt, die gut zur Hälfte aus Grünland besteht. Neben dem Stadtpark und der Wald- und Wiesenlandschaft des Praters gehören auch der weitläufige Schönbrunner Schlosspark, Teile des Wienerwaldes, Weingärten und die Auenlandschaften der Donau zum Stadtgebiet. Genau im Zentrum liegt der Stephansdom. Das älteste Wahrzeichen der Stadt wurde im Mittelalter erbaut.

Kunst- und Kulturliebhaber haben in Wien derem von prominenten Veranstaltern wie den die Qual der Wahl. Im Kunsthistorischen Mu- Wiener Festwochen und dem Festival ImPulsseum Wien befindet sich die weltweit größte Tanz Wien genutzt. Ein Kindermuseum, ein Sammlung an Bruegel-Gemälden. Die Belvede- Kindertheater, ein Info-Center für Youngsters re-Schlösser mit ihrer prachtvollen Gartenan- und eine Reihe attraktiver Restaurants, Cafés lage zählen zu den schönsten Barock-Ensem- und Shops machen dieses Kulturzentrum zu eibles Europas. Das Obere Belvedere beherbergt nem Vergnügen für die ganze Familie. Eine der die bedeutendste Sammlung österreichischer Hauptattraktionen Wiens ist der aus 18 GebäuKunst vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. den bestehende Komplex der Wiener Hofburg, Einer ihrer Höhepunkte ist die weltweit größ- jahrhundertelang Residenz der Habsburger. In te Sammlung an Werken von Gustav Klimt, den Kaiserappartements befindet sich seit 2004 darunter „Der Kuss“. Der ehemalige Öster- das Sisi Museum. Insgesamt 50 Theater, vier reich-Pavillon der Weltausstellung von 1958 Opernhäuser und mehrere Musical-Bühnen, wurde 2011 als Plattform für die österreichische über 150 Museen, zahlreiche Galerien sowie renommierte Theater-, MusikKunst von 1945 bis heute wiedereröffnet. Das zentral gelegeund Tanz-Festivals sorgen das ne MuseumsQuartier stellt eine ganze Jahr über für ein außerfaszinierende Verbindung zwi- Wiens Ruf als Musikstadt ordentlich dichtes Programm ist eng mit Namen wie und machen Wien zu einer fühschen Barockbauten (ehemaSchubert, Strauß, lige imperiale Hofstallungen) renden Kultur- und Unterhaltungsmetropole Europas. und zukunftsweisender ArchiSchönberg, Mozart, tektur dar. Zu dem einzigarti- Beethoven und Mahler Wiens Ruf als Musikstadt gen Angebots-Mix zählen neist eng mit Namen wie Schubert, verbunden. ben dem Leopold Museum mit Strauß, Schönberg, Mozart, der weltgrößten Sammlung von Schiele-Ge- Beethoven und Mahler verbunden. Die Wiener mälden und Werken berühmter österreichi- Philharmoniker, die Wiener Staatsoper und die scher Maler der Moderne wie Klimt, Kokoschka Wiener Sängerknaben zählen zu den Besten der und Gerstl das MUMOK – Museum Moderner internationalen Klassikszene. Eine Attraktion ist Kunst Stiftung Ludwig Wien und die Kunsthal- die Erlebniswelt Mozarthaus Vienna im ehemale Wien. Zwei Festivalhallen werden unter an- ligen Wohnhaus des Komponisten. Seite 60

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Für Wien-Besucher ist es eine Attraktion, für Anrainer ein zweites Wohnzimmer, für Künstler und Literaten eine Institution: Der Besuch eines Wiener Kaffeehauses gehört einfach dazu. Lassen Sie im Café Central in der Herrengasse, im Griensteidl am Michaelerplatz oder im Bellaria in der Bellariastraße bei einem Kleinen Braunen oder einem Einspänner Ihre Erlebnisse Revue passieren und genießen Sie das historische Ambiente. Rund um den Naschmarkt mit seinem famosen Am-

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biente und seiner attraktiven Mischung aus Jugendstil-Marktständen und modernen Designer-Lokalen finden Besucher ein vielfältiges gastronomisches Angebot, um die Wiener Küche – jene appetitliche Mischung aus den Küchen aller ehemaligen Länder der k. u. k Monarchie – zu genießen. Die Mariahilfer Straße, Direktverbindung zwischen der historischen Altstadt und dem Schloss Schönbrunn, ist eine der größten Einkaufsmeilen der Stadt. Richtung Prater und Copa Cagrana schwärmt

man vor allem im Sommer aus, wenn auf der Donauinsel das Donauinselfest stattfindet. Strand-Feeling vermitteln die zahlreichen Sommerstrände am Donaukanal. Die Heurigenorte an den Hängen des Wienerwaldes locken Genießer. Egal ob Ruhe und Beschaulichkeit oder Action und Anregung, Wiens Nebeneinander von Traditionellem und Topaktuellem lässt keine Wünsche offen. Weitere Infos unter: www.wien.info

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Sisi von Österreich  ¶

›› Die Unvergessene ‹‹ Widerspenstiges Naturkind, eitle Schönheitsikone, Egozentrikerin, Feministin oder depressive Neurotikerin – die ambivalente Persönlichkeit, Selbststilisierung und die tragischen Lebensumstände der Elisabeth von Österreich-Ungarn bieten reichlich Spielraum für Projektionen. Im Mythos verbindet sich das Bild der „modernen Frau“ mit dem der glanzvollen Zeit der Donaumonarchie. Text Jennifer Bröcher // Fotos © WienTourismus/Peter Rigaud (2), Schloss Schönbrunn Kultur & Betriebsges. m. b. H. /J. Wagner (1), E. Knaack (3), L. Lammerhuber (4)

A

ls die erst 16-jährige Elisabeth Amalie Eugenie von Bayern mit dem jungen Kaiser Franz Joseph verheiratet wird, scheint ihr weiterer Lebensweg vorgezeichnet: Pflichterfüllung für die Habsburgermonarchie und Unterwerfung unter höfische und politische Prinzipien zum Wohl des Kaisers und Österreichs. Auf diese Rolle ist sie nicht vorbereitet. Die am Weihnachtsabend 1837 geborene Elisabeth (genannt Sisi – nicht Sissi, so wurde sie erst in Ernst Marischkas Sissi-Trilogie mit Romy Schneider aus den 1950er-Jahren genannt) wächst im Stadtpalais ihrer Familie in München und im Landschloss in Possenhofen auf. Die privilegierte, aber freie Erziehung ohne höfische Zwänge, die naturnahe Umgebung und das Leben mit zahlreichen Geschwistern prägen ihre Kindheit. Größer könnten die Unterschiede zu dem konservativen, pflichtbewussten Herrscher mit seiner streng militärischen und religiösen Erziehung kaum sein. Auf ihrer Hochzeit in Wien am 24. April 1854 und bei den anschließenden Feierlichkeiten sieht man sie meist weinend. Dennoch kommt Elisabeth in den 1850er-Jahren ihren Pflichten als Kaiserin nach. Sie stellt sich, wenn auch widerwillig, repräsentativen Aufgaben und bringt zwischen 1855 und 1858 drei Kinder zur Welt: zwei Töchter, Sophie und Gisela, sowie den ersehnten Thronfolger Rudolf. Der Hof und vor allem die dominante Schwiegermutter, Erzherzogin Sophie, haben wie ihr Mann wenig Verständnis für das scheue, widerspenstige Naturkind. Misstrauisch beobachten sie das wachsende Selbstbewusstsein Elisabeths, die seit den 1860er-Jahren vermehrt Reisen nutzt, um sich zunehmend vom Hof und ihren Pflichten zu entfernen. Nur einmal greift sie aktiv in die Politik des Kaisers ein, als sie für mehr Unabhängigkeit Ungarns innerhalb der Habsburgermonarchie eintritt. Nach der Krönung in Budapest zum Königspaar von Ungarn 1867 zieht sie sich wieder zurück. Repräsentation und strenges Hofzeremoniell sind ihr zeitlebens verhasst, durch ihr Desinteresse verliert sie jedoch zunehmend das Wohlwollen der Bevölkerung.

Drei Jahrzehnte lang gilt Elisabeth als eine timatum, das nicht nur das Leben ihrer Kinder, der schönsten Frauen ihrer Zeit. Ihre natürliche sondern auch ihr eigenes nachhaltig verändert. Ausstrahlung, ihre Schlankheit und ihr fersen- Sie verlangt für sich das alleinige Recht über die langes, kastanienbraunes Haar sind legendär. Kindererziehung und alle Freiheiten eines perIhren Ruf als eitle Schönheitsikone verdankt sönlichen Lebens. Obwohl diese Forderungen sie ihrem intensiven Schönheitskult. Sie kont- dem patriarchalischen Familienbild der Zeit rolliert täglich ihr Gewicht, macht regelmäßig und den reaktionären Vorstellungen der DyDiäten und fastet. Außerdem treibt sie extrem nastie zuwiderlaufen, werden sie erfüllt. Was als viel Sport, vor allem Reiten und Turnen, und Flucht in Krankheit und Reisen begann, wurde unternimmt bei Wind und Wetter lange Wan- ein bedeutender Schritt für mehr Freiheit und derungen. Dass sie sich ab ihrem 32. Lebensjahr Selbstbestimmung und zur Opposition am Hof. nicht mehr fotografieren lässt, trägt maßgeblich Das zeigen auch ihre beiden zwischen 1885 und zum Mythos der ewig jugendlichen Kaiserin bei. 1888/89 nach dem Vorbild Heinrich Heines entElisabeths Verhalten als Mutter, Ehefrau standenen Gedichtsammlungen, eine Mischung und oberste Monarchin, die lieber auf Kosten aus Tagebuchaufzeichnungen und Memoiren. Elisabeth ist hin- und hergerissen zwides Hofes egoistischen Zielen nachgeht, wird stets kritisiert. Als sie sich nach dem Tod ihrer schen Pflichterfüllung und Selbstbestimmung. 2-jährigen Tochter Sophie emotional zurück- Die inneren Konflikte hinterlassen physisch zieht und allein längere Reisen antritt, wirft man und psychisch deutliche Spuren und bringen ihr Kaltherzigkeit vor, als sie bei ihrer 1868 in ihr den Ruf einer depressiven Neurotikerin ein. Budapest geborenen Tochter Marie Valerie mit Der Zusammenhang zwischen körperlichen überbordender Mutterliebe nachholt, was sie Beschwerden und seelischen Leiden ist für die bei ihren anderen Kindern Zeitgenossen nur schwer versäumt hat, das Gegenteil. nachvollziehbar. Trotz unzähliger Kurreisen und inWährend der letzten drei tensiver Beschäftigung mit Jahrzehnte bis zu ihrem Tod Das Bild des trauernden ihrem Körper bleibt ihr Ge1898 führt Elisabeth – von Kaisers um das schöne, sundheitszustand zeitlebens gelegentlichen öffentlichen unglückliche, ermordete labil. Das strenge Fasten Auftritten abgesehen – mehr Mädchen geht um die Welt. bei gleichzeitiger exzessioder weniger ein Leben als ver sportlicher Betätigung Privatperson. Um ungestört eigenen Interessen nachgehen zu können, ver- ist weniger zuträglich als beabsichtigt. Auf der hilft sie sogar ihrem Mann zu einer akzeptablen Suche nach sich selbst wird sie immer rastloser. Mätresse. Ihre ausgedehnten Reisen, die exzes- Nach dem Freitod des Kronprinzen Rudolf mit sive Reitleidenschaft und ihr Schönheitskult seiner 17-jährigen Geliebten auf Schloss Mayerling im Jahr 1889 bricht sie zu einer regelrechverschlingen Unsummen. Bereits in den 1860er-Jahren vollzog sich ten Odyssee durch ganz Europa auf. Ihr dramatischer Tod am 10. September ein tiefgreifender Wandel sowohl in der Beziehung des Kaiserpaares zueinander als auch in 1898 durch die Hand eines Anarchisten rückt Elisabeths Selbstverständnis. Häufig setzt sie Elisabeth wieder ins Zentrum der Aufmerksamdem inzwischen nachgiebigeren Kaiser gegen- keit. Das Bild des trauernden Kaisers um das über die Drohung, den Hof zu verlassen, als schöne, unglückliche, ermordete Mädchen geht Druckmittel ein. Das Selbstvertrauen der Kai- um die Welt. Ihre außergewöhnliche Schönheit serin gipfelt 1865 in einem Machtkampf um und ihr unkonventioneller Lebensstil förderten die Erziehung des Kronprinzen Rudolf. Als der schon zu Lebzeiten die Entstehung von Legen6-Jährige auf den militärischen Drill und die den, im Zusammenspiel mit der postumen VerAbhärtungsversuche seines Vaters hin erkrankt, klärung der Kaiserin bilden diese den Grundstellt Elisabeth ihrem Mann ein schriftliches Ul- stein für den Sisi-Mythos. Seite 63

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Von Nord bis Süd – traumhafte Wanderwege für die ganze Familie ¶

›› Der Weg ist das Ziel ‹‹ Ziehen Sie Wanderschuhe an, füllen Sie Ihre und die Rucksäcke der Kinder und auf geht’s! Wandern macht gute Laune, bereitet Abenteuer und verbindet uns mit der Einmaligkeit der Natur. Ob Lüneburger Heide, Harz, Eifel, Taunus oder Sauerland – unsere Top 5-Wanderwege versprechen Hochgenuss für alle Sinne. Text Stefan Remmert // Fotos Stefan Remmert, istockphoto

LÜNEBURGER HEIDE BEI HANSTEDT WEGBESCHREIBUNG Von Hanstedt aus geht es in die Heide, wenn wir an der Kirche St. Jakobi und dem alten Küsterhaus (Touristinformation) die Wanderung beginnen. Zunächst von der Kirche aus nach rechts, vorbei am steinbewehrten Riesen, wenden wir uns zum Rathaus und zur Rathaustraße. Bald biegen wir rechts in die Ollsener Straße ab und gleich darauf in die Lindenallee, deren Verlängerung die Straße Am Faßenberg ist. Diese führt uns zur Schäferei, wo wir vor dem großen Findling links in die Straße An der Rodelbahn einbiegen. Bei einem kleinen Rast- und Parkplatz geht rechts ein Weg in den Wald, Orientierung bieten die Pfähle mit einem eingebrannten Pilz und Stationsnummern. Hier folgen wir den Pfeilen. Der Pfad bringt uns auf eine Höhe mit Aussicht und Rastplatz, dann wenden wir uns abwärts und kurz nach dem Abstieg, immer noch den Pfeilen folgend, erreichen wir über einen

Brückensteg wieder den breiten Waldweg Am Faßenberg. Diesen nach links bis auf die Höhe und wir sind auf dem Töps, wo sich die Heidefläche vor uns ausbreitet. Links entfernt sehen wir den Schafstall und in diese Richtung gehen wir weiter. Am Schafstall befindet sich ein Rastplatz. Wir gehen weiter bis zur Kreuzung am Wald, wenden uns nach rechts und am Ende der Heidefläche erneut nach rechts. Auch hier können uns die Pfähle mit den Pfeilen weiterhelfen. Am Weg finden wir Findlinge mit eingemeißelten Wegehinweisen. Am Rand der Heide wandern wir weiter, bis sich der Weg zu einem Grund absenkt und nach links Hinweise Richtung Dierkshausen anzutreffen sind. Wir steigen jedoch aus dem Grund nach rechts hoch und kommen auf einen schönen Heideweg, der uns an einem Bienenzaun wieder auf den uns bekannten Weg zurückbringt. Nun gehen wir aber an der Stelle, wo wir vorher nach links abgebogen sind (Stationsnummer 13), geradeaus weiter bis zur Wegbiegung, wo wir nach rechts Hinweise zum Hexentanzplatz Seite 64

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finden. Diesen Weg nehmen wir und können die Hexen auch zum Tanz auffordern, sofern welche vor Ort sind! Am Hexentanzplatz führt uns der Weg wieder talwärts und zu unserem Ausgangspunkt an der Schäferei. Über die Straße Am Faßenberg und die Lindenallee erreichen wir wieder die Ortsmitte von Hanstedt. BEGEHBARKEIT Ganzjährig, besonders jedoch zur Zeit der Heideblüte Ende August bis Mitte September. TOURMARKIERUNG Farbpunkte in orange und blau, Holzpfähle mit Pilz und Richtungshinweisen, zudem Stationsnummern.

HARZ – VOM BURGBERG ZU DEN LUCHSEN WEGBESCHREIBUNG Ausgangspunkt unserer Wanderung ist die Talstation der Burgbergseilbahn am Kurpark von Bad Harzburg. Wir überqueren die Fußgängerbrücke über


die B 4 und steigen am gegenüber liegenden Hang in Richtung Kleiner Burgberg schräg empor. Stetig ansteigend um den Kleinen Burgberg herum erreichen wir den Gipfel des 483 Meter hohen Großen Burgberges. Alternativ ist der Aufstieg auch mit der Seilbahn möglich. Von der Canossasäule haben wir einen schönen Ausblick auf Bad Harzburg und das Harzvorland. Durch die Ruinen der Harzburg gelangen wir zum Burgbrunnen. Durch diesen soll Heinrich IV. während der Belagerung der Burg durch die Sachsen im Jahr 1073 geflohen sein. Auf dem alten Kaiserweg folgen wir seinem Fluchtweg bis zum Antoniusplatz. Jetzt wechseln wir auf den Besinnungsweg, der uns am Südhang des Sachsenberges am Sachsenstein vorbeiführt, und erreichen am nächsten Sattel die Wegkreuzung Säperstelle – ein alter Holzentrindungsplatz. Von hieraus wandern wir in Richtung Kreuz des deutschen Ostens – eine Gedenkstätte an Vertreibung und Heimatverlust – auf den Uhlenklippen. Das 1950 errichtete 1. Kreuz fiel 1998 einem Orkan zum Opfer und wurde im Jahr 2000 neu errichtet. Wir bleiben auf dem Weg bis zum Wegedreieck am Beginn der Paulischneise und gehen weiter in Richtung Luchsgehege an der Rabenklippe. Im Luchsgehege befinden sich vier Luchse, die nicht ausgewildert werden. Mit etwas Glück können die Luchse bei ihrer täglichen Körperpflege oder beim Fressen beobachtet werden. Von der Waldgaststätte Rabenklippen können wir während einer Einkehr den Blick auf den 1142 Meter hohen Brocken genießen. Wir setzen die Wanderung in Richtung Tiefe Kohlstelle – einem alten Meilerplatz – fort. Von hier führt uns der Weg am Reusschen Teich vorbei ins Kalte Tal. Nach einem kurzen Stück auf der Teerstraße biegen wir in den Ministerweg ab, der uns an der Sennhütte vorbei bis zum Schweineteich bringt. Von hier gehen wir weiter am Hochseilgarten und Märchenwald vorbei und erreichen wieder unseren Ausgangspunkt, den Kurpark von Bad Harzburg. BEGEHBARKEIT Der Weg ist grundsätzlich ganzjährig begehbar. TOURMARKIERUNG Namentliche Ausschilderung: Harzklub Wanderwege

ROTHAARGEBIRGE/ WALDSKULPTURENWEG – KUNST TRIFFT AUF NATUR Zwischen Bad Berleburg im Kreis Siegen-Wittgenstein und Schmallenberg im Hochsauerland führt der in den Jahren 2000 – 2010 entstandene WaldSkulpturen-

Weg. Über die Rothaarsteig-Zugangswege der beiden Städte überwindet er auf knapp 23 Kilometern den Rothaarkamm, auf dem er bei Kühhude auch den Rothaarsteig kreuzt. International bekannte Künstler haben mit ihren Kunstwerken an den Rändern des WaldSkulpturenWeges einen zumindest in Deutschland einmaligen Kunstwanderweg geschaffen. In dem über Jahre angelegten Projekt wurden inzwischen alle elf Kunstwerke fertiggestellt. Damit am Ende Erstklassiges entstehen konnte, wurde den Künstlern ganz bewusst angemessen Zeit gelassen. Die Landschaft, die die Kunstwerke umgibt, wird in den Kammbereichen vor allem von Fichten und in den Tälern von Mischwäldern geprägt. Nutzen Sie den WaldSkulpturenWeg als Einstieg in einen Urlaub beiderseits des Rothaarkammes, denn die beiden Orte Bad Berleburg im Wittgensteiner Land und Schmallenberg im Sauerland haben noch einiges mehr zu bieten. BEGEHBARKEIT Der Weg ist grundsätzlich ganzjährig begehbar.

NÜTZLICHE LINKS FÜR WANDERFREUDIGE FAMILIEN: www.alpenverein.de www.wanderbares-deutschland.de www.dvv-wandern.de www.wanderverband.de www.deutschland-tourismus.de

EIFEL – EIFELLEITER Seit diesem Frühjahr gibt es in der Eifel einen neuen Wanderweg. Die 55 Kilometer lange Eifelleiter führt von Bad Breisig am Rhein durch die Vulkanlandschaft des Brohltals bis zum höchsten Berg der Eifel, zur Hohen Acht. Der Weg ist in drei Etappen zwischen 15 und 21 Kilometern Länge aufgeteilt. Auf den ersten Kilometern nach dem Start in Bad Breisig am Rhein fasziniert die Wegführung mit fantastischen Blicken über das Rheintal. Zum Ende der ersten Etappe beginnt das Abenteuer Vulkanismus mit einem Tanz auf dem Bausenberg, Deutschlands besterhaltenem Hufeisenkrater und Heimat seltener Pflanzen und Tiere. Die zweite Etappe führt von Niederzissen nach Spessart/Kempenich. Wo vor Millionen Jahren Vulkane Feuer spuckten, ragen heute bewaldete Vulkankuppen aus der Eifellandschaft hervor. Naturspektakel wie das Rodder Maar beeindrucken ebenso wie der Blick auf die mittelalterliche Burg Olbrück. Die dritte Etappe ist mit knapp 22 Kilometern die längste und hat auch das höchste Ziel: die Hohe Acht, mit 747 Metern der höchste Berg der Eifel. Das Ziel immer vor Augen, führt die Abschlussetappe zum verträumten Erlebniswald Steinrausch bei Kempenich und vorbei an kleinen Eifelörtchen. Am Gipfelstein der Hohen Acht angekommen, gilt es, 16 weitere Höhenmeter zu erklimmen und auf dem Kaiser Wilhelm Turm einmal mehr mit einem fantastischen Blick über die Eifel belohnt zu werden. Seite 65

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BEGEHBARKEIT: Etappe 1 B  ad Breisig – Niederzissen Länge: 15,7 km // Gehzeit: 4 Std. // Schwierigkeit: mittel Etappe 2 Niederzissen – Spessart Länge: 16,7 km // Gehzeit: 5 Std. // Schwierigkeit: mittel Etappe 3 Spessart/Kempenich – Adenau Länge: 21,7 km // Gehzeit: 6 Std. // Schwierigkeit: anspruchsvoll

TAUNUS – KRONBERG BIS ALTKÖNIG Wer den Taunus als Gebirge erleben will, für den ist diese Route richtig. Der steile Weg mit der Markierung „Schwarzer Balken“ durchquert Kronberg und wer Zeit hat, sollte hier, z. B. im Stadtpark, beginnen. Der Weg führt unterhalb des Altkönig-Gipfels vorbei zum Fuchstanz. Eine Alternative mit Wegführung zum knapp 800 Meter hohen Altköniggipfel ist mit dem „Grünen Balken“ markiert, ebenfalls von Kronberg ausgehend. Vom Gipfel aus wandert man mit schöner Aussicht ca. 1,5 Kilometer bis zum europäischen Fernwanderweg, dann links zum Fuchstanz. Erforderliche Zeit: 2 –3 Stunden – oder etwas mehr. Ein herrliches Waldgebiet! Beginn einer Altkönig-Wanderung ist auch in Falkenstein, Waldparkplatz Schardtwald, möglich. BEGEHBARKEIT Der Weg ist leicht bis mittelschwer ganzjährig begehbar.


Wimbledon – Turnier der Turniere ¶

›› Auf heiligem Rasen ‹‹ Die größten Schlachten der englischen Geschichte fanden nicht nur in Trafalgar oder Wembley statt, sondern auch in Wimbledon. Text Daniel Anreym // Fotos Ullstein Bild

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›› WIMBLEDON-REKORDE ‹‹ Martina Navrátilová (US/CZ) – 9 Siege, 6 Siege in Folge // Pete Sampras (US) – 7 Siege, 4 Siege in Folge // Roger Federer (CH) – 7 Siege, 5 Siege in Folge // William Renshaw (UK) – 7 Siege, 6 Siege in Folge // Björn Borg (SE) – 5 Siege in Folge // Boris Becker (BRD) – jüngster Wimbledon-Sieger // Fred Perry (UK) – 4 Siege // Andy Murray (UK) – nach 77 Jahren wieder ein britischer Sieger

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ier an der gutbürgerlichen Church Road, auf dem sogenannten „heiligen Rasen“ entschieden sich via Schweiß, Tränen und zerschmetterten Rackets die Karrieren von Weltstars. Das strahlende Weiß, die königliche Box, selbst der Regen wirkt hier vornehm, doch unten auf dem Grün toben Kämpfe, bei denen es selbst Königsfamilien nicht auf dem Sitz hält. Quiet please! Der Champagner ist längst abgestanden, die restlichen Erdbeeren in der zerstocherten Sahne rührt keiner mehr an. Niemand richtet sich mehr die Haare für die Fotografen und Fernsehkameras, niemanden da oben interessiert mehr die Etikette. Alle Augen weilen unten auf dem Center Court, auf dem notorisch kurzen Grün, das an jenem Nachmittag zum Schlachtfeld wird. Im „Tiebreak des Jahrhunderts“ stehen sich im Sommer 1980 der zornige amerikanische Wimbledon-Novize John „Superbrat“ McEnroe und der schwedische Tennis-Popstar und Eisblock Björn Borg gegenüber. Es ist Borgs fünftes Wimbledon-Finale, es könnte sein fünfter Triumph werden. John McEnroe war bis vor wenigen Minuten noch nicht einmal ein Antiheld, er wurde einfach nur gnadenlos vom sonst eher förmlichen Londoner Publikum ausgebuht, weil er im Halbfinale gegen seinen Gegner Jimmy Connors und die Schiedsrichter wie ein trotziger Anarchist gewettert hatte, und dafür selbst von seinem Gegner vor den Augen der Welt zusammengestaucht wurde wie ein Schulbub. Doch jetzt hat er bereits sieben Matchbälle im vierten Satz abgewehrt und das Publikum liegt ihm zu Füßen. Beim Stand von 17:16 im Tiebreak schlägt Borg auf und geht sofort aggressiv nach vorne, McEnroe schmettert ihm den Ball jedoch hu-

morlos exakt vor die Füße und Borg kann nur sche Tennislandschaft für immer verändert, er noch ins Netz spielen. Später wird Borg sagen, hält bis heute den Rekord als jüngster Wimblees war sein Tiefpunkt als Tennisprofi. Er hatte don-Gewinner. Doch wie ist aus einem elitären nicht nur das Gefühl, das Match zu verlieren, Rasenturnier mit ein paar wenigen Zuschauern sondern es dämmerte ihm, dass der verhunzte in einem unbedeutenden Teil Londons die inofTiebreak das Ende seiner Dominanz im Welt- fizielle Weltmeisterschaft des Tennis geworden? tennis markieren könnte. 1877 gilt der All England Lawn Tennis and Doch es kommt noch einmal anders: Ein Croquet Club als kleiner und konservativer TenJahr bevor McEnroe endgültig vom Jäger zum nisverein an der Worple Road im eher faden Gejagten, zum Oberzampano im globalen Ten- Londoner Vorort Wimbledon. Erst ein Jahr niszirkus wird, bleibt Borg im entscheidenden zuvor hatte man dort Tennis auf einem extrem fünften Satz ausdrucksloser kurz geschorenen Rasen als die Queen, serviert wie eingeführt, doch schon 1877 eine Maschine und zwingt hielt man das erste Turnier Die beinahe antike Regel, den jähzornigen Johnny unter jenen Regeln ab, die dass 90 Prozent der Spielnach fast vier Stunden Spielkleidung aus unschuldigem auch heute noch überwiezeit mit 8:6 in die Knie. Er gend Bestand haben. Vor Weiß bestehen müssen, ist hat jetzt fünfmal in Folge zirka 200 Schaulustigen bis heute intakt. Wimbledon gewonnen, das siegt ein gewisser Spencer soll nach ihm erst wieder Roger Federer 27 Jah- Gore aus einem Feld von 22 Teilnehmern und re später gelingen. Ein Jahr später stehen sich über den Eintritt finanziert man eine neue RaBorg und McEnroe dann wieder an der Church senwalze – der ursprüngliche Grund, überhaupt Road gegenüber und diesmal gewinnt McEnroe das Turnier abzuhalten. Dieser Rasenwalze ist es somit indirekt zu verdanken, dass das Turmit gnadenlosem Nachdruck. Auch wenn besagtes 1980er-Finale als das nier schnell einen hohen Bekanntheitsgrad in vielleicht beste Tennismatch der Welt gilt, so der Tenniswelt, vor allem in den USA, erfährt hat uns der Center Court an der Church Road und sich 1907 mit George V. das erste Mal ein im Londoner Vorörtchen Wimbledon doch in Mitglied der Königsfamilie über dem Centre schöner Regelmäßigkeit solche Thriller gelie- Court die Ehre gibt. Es ist die „Adelung“ von fert und damit auch der Sportart Tennis, die Wimbledon. 1922 entsteht folglich die erste kömal mehr, mal weniger popkulturell relevant nigliche Loge, die auch Politikern, Prominenten ist, immer wieder neue Sensationen und Öf- und Spitzensportlern bis heute die besten Sitze fentlichkeitsschübe initiiert. Für die Deutschen im Haus gewährt. Der ein oder andere Wimblegab es wohl keinen bedeutenderen Wimble- don-Gewinner oder Gewinnerin hat seine Trodon-Moment als den vierten Satz und dritten phäe schließlich sogar von der Queen höchstMatchball für Boris Becker gegen den Südaf- persönlich in die Hand gedrückt bekommen. rikaner Kevin Curren im Finale von 1985. BeVon Anfang an ist Wimbledon keine Mänckers hochkonzentrierter Aufschlag zu seinem nerdomäne. Die Französin Suzanne Rachel Floersten Turniergewinn hat nicht nur die deut- re Lenglen gewinnt in der Zeit von 1919–1926 Seite 67

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sagenhafte 26 Grand Slam-Titel, davon allein sechsmal Wimbledon. Sie, die man auch „die Göttliche“ nennt, ist eine wahre Schau und ein Gegenstück zu der betulich hübschen ersten deutschen Wimbledon-Gewinnerin Cilly Aussem. Lenglen ist flamboyant und dreist. Die damals beinlangen Tenniskleider sind bei ihr immer schon ein Stückchen kürzer als bei der Konkurrenz, sie zeigt zuviel Dekolleté und trinkt zwischen den Sätzen Brandy. Im Spiel demonstriert sie elfenhafte Bewegungsabläufe, aber eine alles andere als zarte Vorhand. Sie ist eine der ersten Tennisspielerinnen, auf die sich die Medien stürzen und für die das pikierte Wimbledon eine ideale Bühne ist. Hier bestreitet sie auch ihr legendärstes Match gegen die siebenfache Championesse Dorothea Douglass Chambers und gewinnt unter den strengen Augen von George V. und Queen Mary. Nicht schlecht für eine Asthmatikerin, die sich ihr Leben lang geweigert hat, als Profi zu spielen, um sich nicht der „Sklaverei“ des männlichen Tennis-Patriarchats zu unterwerfen, und deshalb auch nie zu großem Reichtum kam. Wie man nicht nur am Beispiel der skandalumwitterten Lenglen sieht, sind Erscheinungsbild und Dresscode seit jeher ein großes

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Thema in Wimbledon. Die beinahe antike Regel, dass 90 Prozent der Spielkleidung aus unschuldigem Weiß bestehen müssen, ist bis heute intakt. Nach wie vor bleibt auch der erste Sonntag des Turniers aus Anstand spielfrei und das erste Spiel dem Vorjahressieger im Herren-Einzel auf dem Center Court vorbehalten. Bis 2003 mussten sich die Spielerinnen sogar noch mit einem Knicks vor der Königsloge zeigen und die Herren sich den Sitten entsprechend respektvoll verbeugen. Obwohl der letzte große Medienboom im Tennis schon eine Weile zurückliegt und keine McEnroes, Connors und Borgs mehr Schläger schmeißen und keine Martina Navrátilová mehr Rekord um Rekord bricht – und es momentan keinen kongenialen deutschen Spieler wie Becker gibt – bleibt das rasante Rückschlagspiel vor allem dank der Felder an der Church Road mindestens einmal pro Jahr in aller Munde. Hier hat nicht nur der Schotte Andy Murray als erster Brite seit Fred Perry (zuletzt 1936) 2013 sein erstes Finale gewonnen und damit ganz England siegestaumeln lassen, hier fand 2008 auch ein Match für die Ewigkeit zwischen Federer und Rafael Nadal statt, das dem von Borg und McEnroe in nichts nachsteht außer den tollen Frisuren.


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Squirrel und Bär Eine Spiel- und Lern-App

TIPPS

System: iPad, ab iPhone 4, ab Android 2.3 Preis: ca. 4,99 € Hersteller: the Good Evil GmbH empfohlenes Alter: 3 – 9 Jahre Internet: www.squirrel-baer.de

KIDS

FÜR von Daniel Anreym

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quirrel und Bär ist tatsächlich die sagenumwobene eierlegende Wollmilchsau unter den Kinder-Apps. Zum einen präsentiert sich hier ein Abenteuerspiel für die Minis, das eben nicht nach drei Minuten durchgespielt ist, sondern zwischen drei und vier Stunden Unterhaltung und sogar Handlung bietet, zum anderen kann man mit dem Spiel tatsächlich Englisch lernen – subtil und nie außerhalb der Story. Apropos Story: Die Bienen sind krank und die lebensrettende Heilpflanze kann nur von den guten Kumpels Squirrel (das Eichhörnchen) und Bär besorgt werden. Blöderweise wächst sie außerhalb des Waldes und wird vom Luchs bewacht. Dort sprechen die Tiere allerdings nur Englisch und Squirrel und Bär müssen sich nicht nur sprachlich so einiges einfallen lassen. Sieht man vom gehobenen Preis und der ein oder anderen unfreiwilligen Stilblüte einmal ab, ist Squirrel und Bär ein toller gelegentlicher Ersatz fürs episodische Vorlesen am Abend. Die Figuren sind originell gezeichnet, die Englischlektionen fließen natürlich in die Handlung ein und die Handhabung ist schnell zu erlernen. Die App wurde übrigens auch vom Deutschen Jugendinstitut empfohlen und hat bereits mehrere Auszeichnen unterhalten. In diesem Sinne „safe travels“!

e: Senta Sonne Drache: Sophie Sommer // Sonn Fotos: Promo, Gregor Hüttner //

K GEWINNSPIEL:

Die Krumpflinge: Egon zieht ein (Band 1) Autor: Annette Roeder Verlag: cbj Preis: 7,99 € empfohlenes Alter: ab 8 Jahren

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Wir verlosen drei Bände des ers ten Krumpfling-Buches. Einfach ein e Pos mit dem Stichwort „Krumpfling“ tkarte und bis zum 30.06.2015 sendenausfüllen REMMBRAND – Agentur & Verlagan: , Nienburger Straße 14a, 30167 Hannover

ass es nicht immer einfach ist, Schimpfwörter und impulsiv entfleuchte Kraftausdrücke von seinen Kindern fernzuhalten, wissen alle Eltern. Selbst wenn man sich vorbildlich unter Kontrolle hat, gibt es da immer noch Schule oder Kindergarten, die einem einen Strich durch die verdammte (äh, Verzeihung) Rechnung machen können. Dieser Thematik hat sich endlich mal ein Kinderbuch angenommen. Die Krumpflinge sind ein behaartes und grummeliges Volk, das sich im Keller einer alten Villa von Schimpfwörtern ernährt und sich daraus ihren berühmten Krumpftee braut. Nur dem kleinen Nachwuchs-Krumpfling Egon will das Gemeinsein nicht so recht gelingen und so meldet er sich freiwillig für eine waghalsige Mission: Eine neue Familie ist in der Villa eingezogen und die flucht leider verflucht wenig. Das Tolle an Annette Roeders Buch ist, wie konsequent sie ihren Krumpfling-Mythos aufbaut und dabei nicht mit herrlich verschrobenen Schimpfwort-Kreationen geizt. Das Schönste: Die Message ist frei von jeder Didaktik, im Gegenteil: „Es ist vollkommen in Ordnung, zwischendurch mal krumpfig zu sein.“ Mittlerweile sind bereits mehrere Bände von den Krumpflingen erschienen. Seite 70

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s ist schade, dass die neue orientalische Imbiss-Kultur bisher meist spurlos an KiTas und Schulen vorübergegangen ist, so langsam tauchen aber zumindest in den größeren Städten mit Falafel, Halloumi oder Humus die ersten vegetarischen Ausläufer davon auf den Speiseplänen auf. Unser Rezept mag auf den ersten Blick etwas aufwendig klingen, aber bereitet man die Falafel bzw. den Kichererbsenteig rechtzeitig vor, ist die eigentliche Zubereitung nur noch ein Klacks. Die Kichererbsen weicht man am besten über Nacht in Wasser ein und püriert sie am nächsten Tag im Mixer oder mit dem Mixstab. Die Zwiebel schälen und zerkleinern, den Knoblauch schälen und ab in die Knoblauchpresse. Die Petersilie wird ebenfalls gesäubert, fein gehackt und zusammen mit dem gemahlenen Kreuzkümmel, Mehl, Backpulver und ca. 100 ml Wasser zu den Kichererbsen gegeben (bei Bedarf leicht salzen). Noch einmal kurz pürieren und dann eine halbe Stunde ruhen lassen.

Spätestens jetzt sollte der Teig hart genug sein, um ihn gut formen zu können. Jetzt knöpft man sich den Gemüsedip vor. Die Tomaten häuten (kurz in kochendem Wasser ziehen lassen, nach dem Abkühlen die Haut abziehen), halbieren und das Fruchtfleisch würfeln. Die Gurke schälen und ebenfalls in feine Würfel zerteilen. Auch bei der Paprika schneiden wir das Fruchtfleisch in kleine Stücke. Nun alles in eine Schüssel geben und mit Zucker und Zitrone nach eigenem Gusto abschmecken (bei Bedarf noch leicht pfeffern und salzen). Zurück zum Falafel: Das Öl in einer Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen. Aus dem Teig ca. 20 Bällchen formen und im heißen Öl ausbacken, bis sie braun, aber noch nicht dunkelbraun sind. Die Falafel vorsichtig aus der Pfanne heben, abtropfen lassen und zusammen mit dem Gemüsedip servieren. Bei der Deko können gern die Kinder ihren Ideen mit dem übrig gebliebenen Gemüse freien Lauf lassen: Guten Appetit oder auf arabisch gesagt: ‫! ة ي ه ش ل ا ب‬

www.bisgaardschuhe.de

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Kinderfalafel mit Gemüsedip (für 4 Personen, ca. 20 Bällchen) Für die Falafel: 200 Gramm Kichererbsen · 1 kleine Zwiebel · ½ Knoblauchzehe · ½ Bund Petersilie · 1 TL gemahlener Kreuzkümmel · ¼ TL Backpulver · 1,5 EL Mehl · ½ Liter Öl zum Frittieren (Bei Bedarf Salz & Pfeffer) Für den Gemüsedip: 2-3 Tomaten · ½ Salatgurke · ½ gelbe Paprika · ½ Zitrone · ½ TL Zucker


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UNISA Artikel-Nr. 467868

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BISGA A RD Artikel-Nr. 458302

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je 6 Euro ROMIK A Artikel-Nr. 464399

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Seite 73

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Frühling / Sommer 2015


BISGA A RD

BISGA A RD

Artikel-Nr. 458200

Artikel-Nr. 458144

95,95 Euro

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BISGA A RD Artikel-Nr. 458168

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NEW BA L A NCE

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Artikel-Nr. 448199

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BIRKENSTOCK Artikel-Nr. 458880

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Frühling / Sommer 2015


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ROMIK A Artikel-Nr. 152717

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ROMIK A Artikel-Nr. 420098

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Frühling / Sommer 2015

28,95 Euro


Ob Veggie oder klassisch ¶

›› Die feine Kunst des Grillens ‹‹ Frühjahr und Sommer nahen und damit die ultimative Grillsaison. Für den einen ist das Grillen eine kulinarische Notwendigkeit und saisonale Pflichtübung, für den anderen eine große Kunst, die viel Engagement, Leidenschaft und Kreativität erfordert. Für Letzteren ist ein Gericht erst perfekt, wenn es vom Rost kommt. Und das ist weit mehr als Bratwurst und Steak: Garen über offenem Feuer bedeutet unglaubliche kulinarische Vielfalt und das sogar vegetarisch – ob Fleisch oder Gemüse, diese Tipps sollten Sie in jedem Fall beherzigen. Text Presse, Stefan Remmert // Fotos Weber Grill, Ingo Wessel, istockphoto

Den Grill vorheizen. Nur mit einem wirk-

Vorbereitung ist alles. Stellen Sie alles,

lich heißen Grillrost lässt sich verhindern, dass Teile des Grillguts am Rost haften bleiben. Und nur ein wirklich heißer Grillrost verleiht dem Grillgut das begehrte dunkle Grillmuster. Selbst wenn ein Rezept nur mittlere oder schwache Hitze verlangt, sollten Sie den Grill samt Rost vorheizen. Sobald die Grillkohle glüht bzw. die Brenner angezündet sind, schließen Sie den Deckel und warten, bis die Temperatur im Grill mindestens 260 °C beträgt.

was sie brauchen, in die Nähe des Grills, bevor Sie wirklich loslegen. Sollten Sie während des Grillens mehrmals in die Küche und wieder zurück laufen müssen, gerät mit Sicherheit Ihr Timing durcheinander, etwa wenn das Grillgut gewendet oder vom Rost genommen werden muss. Bringen Sie also Grillwerkzeug, das bereits gewürzte und geölte Grillgut, Saucen und Glasuren nach draußen. Vergessen Sie auch nicht, Teller oder Servierplatten bereitzustellen, auf denen das fertige Grillgut dann angerichtet wird. So arbeiten Sie wie ein Profi. „Mise en place“, wie französische Köche sagen.

Nur mit sauberem Rost grillen. Wer sein Grillgut auf den Rost legt, ohne ihn zuvor gründlich gereinigt zu haben, riskiert ein Essen mit ungebetenen Gästen. Speisereste vom letzten Grillen haben leider die Eigenschaft, sich besonders gut mit frischen Zutaten auf dem Rost zu verbinden. Heizen Sie den Grill deshalb unbedingt etwa 10 Minuten vor und lassen Sie den Grillrost ausbrennen. Anschließend können Verschmutzungen leicht mit der Grillbürste entfernt werden.

Mit zwei Zonen arbeiten. Das Grillen mit nur einer Hitzezone schränkt Sie ein. Wenn eine Zutat zu schnell gar wird oder wenn plötzlich Flammen hochschlagen, haben Sie keine Möglichkeit, das Grillgut vorübergehend in einer weniger heißen Zone in Sicherheit zu bringen. Mit nur einer Zone ist es Seite 76

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Frühling / Sommer 2015

zudem kaum möglich, verschiedene Zutaten, die unterschiedliche Garzeiten haben, gleichzeitig zu grillen. Bereiten Sie Ihren Grill deshalb immer mit mindestens zwei Zonen vor – eine für direkte und eine für indirekte Hitze.

Den Grill nicht überfrachten. Auf einem voll gepackten Grillrost lässt sich nicht flexibel genug arbeiten. Mindestens ein Viertel des Rosts sollte deshalb frei bleiben und auch zwischen den einzelnen Zutaten sollte genug Abstand sein, um sie mit der Grillzange mühelos wenden zu können. Beim Grillen müssen Zutaten manchmal in Sekundenschnelle umplatziert werden und dafür brauchen Sie Platz auf dem Rost. Schaffen Sie Raum dafür.

Mit geschlossenem Deckel grillen. Ein Grilldeckel ist kein Regenschutz. Vielmehr sorgt er dafür, dass die Hitze im Grill gehalten wird, so lange wir sie dort brauchen. Bei geschlossenem Deckel ist der Grillrost hei-


ßer, die Zutaten werden schneller gar, nehmen Raucharomen besser auf und sind vor Flammen geschützt. Arbeiten Sie also so häufig wie möglich mit geschlossenem Deckel. Damit ein Holzkohlefeuer dabei trotzdem genug Luftzufuhr erhält, sollten die Lüftungsschlitze im Deckel mindestens halb geöffnet sein.

Nicht zu viel bewegen. Wer sein Grillgut ständig von einer Seite auf die andere legt, lässt ihm nicht genug Zeit, eine wunderbare dunkelbraune Kruste und den damit verbundenen Geschmack zu entwickeln. In der Regel reicht es aus, die Zutaten ein- bis zweimal zu wenden. Zerrt man zu viel an den Zutaten herum, ist auch der Deckel zu häufig offen und die Temperatur wird zu gering. Halten Sie

sich zurück, vertrauen Sie der richtigen Technik des Grillens.

Rechtzeitig runter vom Rost. Ein guter Grillkoch weiß, wann es Zeit ist, aufzuhören. Wer bisher nur mit ausgetrocknetem Hähnchenfleisch oder zähen Fleischstücken für seine Mühe belohnt wurde, sollte ein paar Tricks kennen, mit denen man bestimmen kann, wann das Grillgut gar ist. Etwa den einfachen Drucktest, bei dem man mit der Fingerspitze den Druckwiderstand des Fleisches prüft. Doch am zuverlässigsten lässt sich der Gargrad mit einem digitalen Fleischthermometer feststellen, einem der nützlichsten Accessoires, die dem Grillkoch zur Verfügung stehen.

JAMIE PURVIANCE WEBER’S CLASSICS DIE BESTEN ORIGINAL REZEPTE DER GRILLPIONIERE Weber’s Classics ist das neue Standardwerk für alle Grillpioniere und Weber-Fans. Der weltweit führende Grillexperte Jamie Purviance legt mit 225 Rezepten nach und holt beim Grillen alles heraus, was möglich ist – nicht nur auf dem Rost, sondern auch am Drehspieß, im Wok oder auf dem Pizzastein. Mit ausführlichem Expertenwissen zu Ausrüstung, Zutaten und Zubereitung, detaillierten Rezeptanleitungen und hilfreichen Küchenkniffen wird jedes Gericht perfekt. 336 Seiten // ca. 200 Farbfotos // Format: 21 x 27 cm // Hardcover // 19,99 Euro // ISBN: 978-3-8338-3778-4

JAMIE PURVIANCE WEBER’S VEGGIE DIE BESTEN VEGETARISCHEN GRILLREZEPTE

›› Experten-Tipp ‹‹ Er ist Vorsitzender und Sprecher der „CHEFS Trophy“ Jury in Deutschland, Leiter der gesamten Maritim Hotelgastronomie, ausgezeichnet und geehrt mit nationalen und internationalen Preisen – Markus Kirchner beantwortet uns vier wesentliche Fragen zum Thema Grillen. Welches Fleisch eignet sich besonders zum Grillen? Um ein sehr gutes, leckeres und zartes Fleisch vom Grill zu bekommen, sollte man Fleischteile nehmen, die nicht zu mager sind. Fett ist nicht nur ein Geschmacksträger, sondern sorgt auch dafür, dass das saftig wird. Und schon beim Einkauf auf Qualität achten. Der Gang zum Metzger des Vertrauens lohnt sich. Ein Stück Schweinefleisch für 3,59 Euro/Kg kann einfach nicht gut sein. Lieber mal etwas mehr bezahlen, dafür einen höheren Genuss erleben. Was bei mir nie fehlen darf, ist eine gute Bratwurst. Kann man auch tiefgekühltes Fleisch oder Fisch grillen? Grundsätzlich ja. Die Qualität von frischem Fleisch ist sicherlich besser, jedoch kann man auch Fleisch aus dem Tiefkühler verwenden. Das gleiche gilt natürlich auch für Fisch und Meeresfrüchte. Sollte man vor oder nach dem Grillen würzen? Der Kenner würzt ein gutes Steak erst nach dem ersten Bissen. So hat man am Anfang den puren Fleischgeschmack und kann dann nach seinem eigenen Geschmacksempfinden mit grobem Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Fertigmarinaden sollte man vermeiden, da sie meistens überwürzt sind und den ursprünglichen Fleischgeschmack nicht mehr durchkommen lassen. Was ist auf dem Rost tabu? Kassler und ähnlich gepökelte und geräucherte Produkte sollte man lieber nicht grillen. Und natürlich Fleisch, das sich eigentlich nur zum Schmoren eignet wie Bratenstücke usw. Seite 77

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Frühling / Sommer 2015

Mit Weber’s Veggie Grillbuch gehören Sätze wie „Schon wieder Fleisch?“ der Vergangenheit an und jeder Sommerabend kann zum Grillabend werden. Wer bisher dachte, Zucchini-Scheiben wären so etwa das einzige, was man fleischlos grillen kann, hat weit gefehlt. Schon mal von Blattsalat mit gegrillten Feigen, Balsamico-Sirup und geröstetem Olivenbrot gehört? Oder eine Ratatouille mit gegrilltem Gemüse anschließend in einer Pfanne auf dem Grill fertig gegart? Noch nie? Zeit wird es. 144 Seiten // ca. 80 Farbfotos // Format 18,5 x 24,2 cm // Softcover // 14,99 Euro // ISBN: 978-3-8338-2622-1

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Von Berlin nach Shanghai – mit dem Fahrrad  ¶

›› Eine verrückte Reise ‹‹ Mitbewohner, beste Freunde und eineiige Zwillinge: Paul und Hansen Hoepner brechen an ihrem 30. Geburtstag nach Shanghai auf – mit dem Fahrrad. Sieben Monate sind sie unterwegs, legen Tausende von Kilometern zurück, bereisen exotische Länder und erleben ein Wechselbad der Gefühle. Text Helge Neumann // Fotos Paul Hoepner, Hansen Hoepner

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Frühling / Sommer 2015


13.600 Kilometer im Sattel und nur sieben Monate Zeit. Nichts als ein kleines Zelt und Isomatten oder den Sternenhimmel als Unterkunft.

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n einem verregneten 6. April im Jahr 2012 machen sich die beiden eineiigen Zwillinge Paul und Hansen Hoepner auf den Weg zu der bislang längsten Radtour ihres Lebens. Nicht nach Ungarn, nicht nach Polen, nicht nach Italien oder zum Polarkreis wie auf ihren Touren zuvor. Nein, diesmal soll das Ziel so richtig weit weg sein und so geht es von Berlin aus auf dem längsten und abwechslungsreichsten Landweg gen Osten, nach Shanghai. 13.600 Kilometer im Sattel und nur sieben Monate Zeit. Nichts als ein kleines Zelt und Isomatten oder den Sternenhimmel als Unterkunft. Die Reise führt die beiden durch noch halbwegs vertraute Länder wie Polen und Russland, aber auch durch die Hitze und Einöde der kasachischen Steppe, die bizarr-schönen Landschaften von Kirgistan, die für ihre Sandstürme bekannte Taklamakan-Wüste und durch den Himalaya auf bis zu 5200 Meter hohen Pässen zum Dach der Welt. Nachdem sie China durchquert haben, kommen sie schließlich in Shanghai an, der Stadt mit den meisten Wolkenkratzern, dem schnellsten Zug der Welt und über 20 Millionen Einwohnern. So ähnlich sich die beiden auch sehen, so unterschiedliche Charaktere haben sie. Paul, fünf Minuten nach seinem Bruder Hansen geboren, ist derjenige, der nichts dem Zufall überlassen will, der immer einen „Plan B“ hat. Nach seinem Abitur verbrachte er ein Jahr in Australien und studierte anschließend in Köln Medien-Design. Momentan studiert er in Berlin das Fach Human Factors und arbeitet als

Konzepter für Mobile Applications. Hansen ist dagegen der draufgängerische Abenteurer, der, wenn nötig, auch mit dem Kopf durch die Wand geht. Derzeit arbeitet er als selbstständiger Produktdesigner in Berlin. „Mein Bruder und ich haben unsere Leidenschaft für das Fahrradfahren entdeckt, als wir beide 15 Jahre alt waren und zu unserer ersten Tour aufbrachen. Wir wollten einmal um den Bodensee fahren. Leider scheiterten wir schon am ersten Tag: Als Minderjährige kamen wir nicht auf den Campingplatz …“, erinnert sich Paul Hoepner. „Zur nächsten Tour sind wir 2009 aufgebrochen. Wir sind von Maastricht über den Gotthardpass nach Mailand gefahren. Wir haben so ziemlich jeden Fehler gemacht, aber haben es geschafft und Blut geleckt.“ In ihrem Buch „Zwei nach Shanghai“ erzählen die Brüder aus zwei unterschiedlichen Perspektiven von den Abenteuern, den Glücksmomenten und den aussichtslosen Situationen, in denen alles auf der Kippe stand. Denn was die beiden vor der Tour ahnen, aber noch nicht wissen: Es wird die Fahrt ihres Lebens, mit Momenten des größten Glücks, aber auch schmerzhaften Krisen und Auseinandersetzungen. Sie erkunden Moskau bei Nacht, müssen in Kasachstan vor üblen Raufbolden fliehen und werden in Phasen größter Erschöpfung schwer krank. Doch sie geben nicht auf, unterstützen einander und finden Aus- und Umwege, um an ihr Ziel zu kommen. Ein mutiger und unvergesslicher Roadtrip, bei dem die Brüder sich selbst und den anderen ganz neu kennenlernen. Seite 79

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Frühling / Sommer 2015

// BUCHTIPP: Der Reisebericht von Paul und Hansen Hoepner mit dem Titel „Zwei nach Shanghai“ erscheint im April 2015 als Taschenbuch im Piper-Verlag. 272 Seiten kosten 14,99 Euro. Alle Informationen über Lesungen und Veranstaltungen der Zwillinge finden Sie unter www. zweinachshanghai.de


MOM A

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KONSTA NTIN STA RKE

Artikel-Nr. 469063

Artikel-Nr. 459410

Artikel-Nr. 460461

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Artikel-Nr. 469683

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PHILLIP HA RDY

A NTON Y VA N DI YCK

A NTON Y VA N DI YCK

Artikel-Nr. 469397

Artikel-Nr. 449179

Artikel-Nr. 357479

BRUCE BROW N

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BRUCE BROW N

Artikel-Nr. 460011

Artikel-Nr. 705810

Artikel-Nr. 460102

395 Euro

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Frühling / Sommer 2015

200 Euro

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EDDIE RODRIGUEZ

PHILLIP HA RDY

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Artikel-Nr. 469531

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Artikel-Nr. 469506

200 Euro

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PAUL BA R RITT

PAUL BA R RITT

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Artikel-Nr. 461222

Artikel-Nr. 461180

Artikel-Nr. 461234

120 Euro

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110 Euro

TIMBER L A ND

BUGATTI

BRUCE BROW N

Artikel-Nr. 445083

Artikel-Nr. 444789

Artikel-Nr. 460035

BIKKEMBERGS

LLOY D

R A LPH HA R RISON

Artikel-Nr. 476493

Artikel-Nr. 459343

Artikel-Nr. 475833

129,90 Euro

220 Euro

99,95 Euro

140 Euro

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Frühling / Sommer 2015

110 Euro

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D’ACQUASPA RTA Artikel-Nr. 449076

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L A M A RTINA Artikel-Nr. 464892

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PAUL BA R RITT Artikel-Nr. 448692

PAUL BA R RITT

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Artikel-Nr. 448709

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BOXFR ESH Artikel-Nr. 394208

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BL AUER Artikel-Nr. 457199

PIKOLINOS

130 Euro

Artikel-Nr. 476195

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GA LIZIO TOR R ESI Artikel-Nr. 449234

180 Euro

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Frühling / Sommer 2015


POLO BY R A LPH L AUR EN

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Artikel-Nr. 395262

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Artikel-Nr. 458478

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PEPE JE A NS Artikel-Nr. 480691

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75 Euro

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TOMM Y HILFIGER

Artikel-Nr. 475889

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39,95 Euro

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Ärzte ohne Grenzen  ¶

›› Wahre Helden ‹‹ Es gibt Helden, die schießen im WM-Finale das entscheidende Tor. Es gibt Helden, die springen aus 39 Kilometer Höhe mit einem Fallschirm in Richtung Erde. Und dann sind da noch die wahren Helden, die dort helfen, wo Menschen in Not sind. Text Helge Neumann // Foto Anna Surinyach/MSF

B

ei Naturkatastrophen, bewaffneten Konflikten und in Flüchtlingslagern sind die Teams von Ärzte ohne Grenzen oft als Erste vor Ort, um medizinische Nothilfe zu leisten – ungeachtet der ethnischen Herkunft oder der politischen und religiösen Überzeugung der Patientinnen und Patienten. Seit ihrer Gründung in den frühen 70er-Jahren in Frankreich ist die Organisation ihrem fundamentalen Prinzip treu geblieben, dass alle Opfer von Katastrophen, seien sie natürlichen oder politischen Ursprungs, ein Recht auf professionelle Hilfe haben. So schnell und effizient als möglich. Nationale Grenzen, politische Interessen oder Sympathien dürfen keine Auswirkungen darauf haben, wer humanitäre Hilfe erhält und wer nicht. Auch wenn in den vergangenen Monaten Ärzte ohne Grenzen vor allem im Zusammenhang mit dem großen Engagement in den von Ebola betroffenen Regionen Westafrikas im Fokus der Öffentlichkeit stand, ist dies nur ein Ausschnitt der Hilfsleistungen der Organisation. Ihre insgesamt rund 30.000 Mitarbeiter sind weltweit in mehr als 60 Ländern aktiv, so etwa im Südsudan und der Zentralafrikanischen Republik, in denen angesichts anhaltender Bürgerkriege große Not herrscht. „Als humanitäre Organisation geht es uns zuallererst um das Schicksal unserer Patienten“, erklärt Florian Westphal, Geschäftsführer der deutschen Sektion.

Ärzte ohne Grenzen leistet medizinische Hilfe in Ländern, in denen das Überleben von Menschen durch Konflikte, Epidemien oder natürliche Katastrophen gefährdet ist. Je nach Bedarf leisten die Mitarbeiter Basismedizin oder chirurgische Nothilfe, bekämpfen Epidemien, führen Impfkampagnen durch, betreiben Ernährungszentren, konzentrieren sich auf die Mutter-Kind-Versorgung, bieten psychologische Hilfe an oder bilden lokale Mitarbeiter fort. Zudem werden Infektionskrankheiten wie HIV/Aids, Tuberkulose oder Kala Azar behandelt. Obwohl Ärzte ohne Grenzen vorrangig medizinisch arbeitet, sorgt die Nicht-Regierungs-Organisation auch für sauberes Trinkwasser, Nahrungsmittel, Unterkünfte und allgemeine Hilfsgüter, wenn Menschen dies zum Überleben benötigen. Dabei gehen die Helfer je nach Region ein hohes persönliches Risiko ein. „In den allermeisten Fällen gelingt es unseren Teams, in oft langwierigen Gesprächen von allen Konfliktparteien minimale Sicherheitsgarantien zu erhalten und als unparteiliche und neutrale medizinische Helfer akzeptiert zu werden“, so Florian Westphal. Ihre Kompetenz und ihre Einsatzbereitschaft für Menschen in Not wurden 1999 mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Jeder mutige und selbstaufopfernde freiwillige Helfer sei für die Betroffenen ein Mensch, der unparteiisch Seite 85

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Frühling / Sommer 2015

sei und mit Respekt ihre persönliche Würde anerkenne. All dies sei für die Not leidenden Menschen eine Quelle der Hoffnung auf Frieden und Versöhnung. In seiner Dankesrede in Oslo sagte der damalige Präsident des Internationalen Rates von Ärzte ohne Grenzen, Dr. James Orbinski: „Unsere Aufgabe ist es, Menschen in Krisensituationen zu helfen. Unsere Aufgabe ist es nicht zu kämpfen. Unsere medizinische Hilfe für Menschen in Not ist ein Versuch, sie gegen die Aggression, der sie ausgesetzt sind, zu verteidigen. Humanitäre Hilfe ist mehr als pure Großzügigkeit oder Nächstenliebe. Ihr Ziel besteht darin, Nischen der Normalität inmitten des Chaos herzustellen. Über materielle Unterstützung hinaus versuchen wir, den Menschen dabei zu helfen, ihre Rechte und Würde wiederzuerlangen. Als unabhängige Freiwilligenorganisation verpflichten wir uns, Menschen in Not direkte medizinische Hilfe zu bringen. Aber wir arbeiten nicht in einem luftleeren Raum und wir sprechen nicht in den Wind, sondern wir wollen Unterstützung anbieten, Veränderung provozieren und Ungerechtigkeit anprangern. Unser Handeln und unser Reden verstehen wir als einen Akt der Entrüstung, der Weigerung, Angriffe auf die Würde Anderer zu akzeptieren.“ Auch Sie können Ärzte ohne Grenzen unterstützen! Weitere Informationen erhalten Sie unter www.aerzte-ohne-grenzen.de


Kurzkolumne  ¶

›› Achtsamkeit ‹‹ Kürzlich bin an diesen Zeilen hängen geblieben, wie wahr sie doch sind: Ein weiser Mönch wurde einmal von einem jungen Mann gefragt, warum er immer so glücklich sei. Darauf anwortete er: „Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich ruhe, dann ruhe ich …“ Der junge Mann antwortete: „Natürlich, das mache ich auch. Aber da muss doch noch etwas anderes sein?“ „Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich …“ Wieder warf der junge Mann ein: „ Aber genau das tue ich doch auch!“ Doch der weise Mönch sagte zu ihm: „Nein, wenn du sitzt, dann stehst du schon, wenn du stehst, dann läufst du schon, wenn du läufst, dann bist du schon am Ziel.“ Ich füge noch hinzu: „Wenn du ein paar schöne, gut gefertigte Schuhe trägst, dann trage Sie!“

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Frühling / Sommer 2015

13.02.15 16:13


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Frühling / Sommer 2015


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UND EIN GANZES PODIUM.

BESTES CABRIOLET: JAGUAR F-TYPE PLATZ 1*

BESTER GELÄNDEWAGEN: RANGE ROVER SPORT PLATZ 1* RANGE ROVER EVOQUE PLATZ 2* RANGE ROVER PLATZ 3*

BESTE OBERE MITTELKLASSE JAGUAR XF PLATZ 1*

*Gewinner der Import-Wertung der jeweiligen Klasse bei der auto motor und sport-Leserwahl Best Cars 2014.

Verbrauchs- und Emissionswerte XF, XF Sportbrake, F-TYPE, XJ, XK, inklusive R-Modelle: Kraftstoffverbrauch im kombinierten Testzyklus 12,3–5,1 l/100 km, CO2-Emission im kombinierten Testzyklus 292–135 g/km. Alle Angaben wurden nach dem Messverfahren RL 80/1268/EWG ermittelt. Verbrauchs- und Emissionswerte Defender, Discovery, Evoque, Freelander 2, Range Rover, Range Rover Sport: Kraftstoffverbrauch (l/100 km) außerorts 9,9–4,5, innerorts 18,3–5,9, kombiniert 12,8–4,9; CO2-Emission 299–129 g/km; CO2-Effizienzklassen G–A+. Alle Angaben wurden nach dem Messverfahren RL 80/1268/EWG ermittelt.

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Frühling / Sommer 2015


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Intelligent und umweltbewusst verpacken ¶

›› Konverdi ‹‹ Auf die Verpackung kommt es an – nicht nur das. Wenn sich dazu noch ausgefeilte logistische Lösungen „just in time“ gesellen, dann ist das Konzept perfekt. Konverdi ist Ihr Dienstleister, der alles aus einer Hand liefert – für Ihren Erfolg. Text Konverdi // Fotos Konverdi

D

ie Firma Konverdi ist Ihr Verpackungsspezialist in der Region. Das 1983 in Braunschweig gegründete Unternehmen ist seit Frühjahr 2011 in Lehrte ansässig und zählt aktuell rund 60 Mitarbeiter. Konverdi agiert als kompetenter Dienstleister bei allen Fragen rund um die Verpackung. In den rund 8000 Quadratmeter großen Produktions- und Lagerräumen werden Verpackungen für Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen entwickelt und mit den jeweiligen Produkten zusammengefügt. Inhaber und Geschäftsführer

Michael Marquardt erklärt: „Raffiniert abgestimmte Verpackungsentwicklungen präsentieren das Produkt, schützen es bei der Beförderung und transportieren das Markenimage des Unternehmens. Sie gehören somit zum Rezept des Produkterfolges!“ Neben dem intelligenten Verpacken wird bei Konverdi viel Wert auf umweltbewusstes Arbeiten gelegt. So wurde im Jahr 2014 die Beleuchtung in den Bereichen Produktion, Lager und Verwaltung komplett auf LED-Technik umgestellt. Durch die LED-Umrüstung ergibt Sonderseite Gisy

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Frühling / Sommer 2015

sich eine enorme Einsparung beim CO2-Ausstoß. Insgesamt spart das innovative Unternehmen jährlich 53,1 Tonnen CO2 ein. Zum Vergleich kann man den jährlichen CO2-Ausstoß eines Drei-Personen-Haushaltes heranziehen: Ein dreiköpfiger Haushalt erzeugt jährlich 3,24 Tonnen CO2. Konverdi spart also mit 53,1 Tonnen jährlich den CO2-Ausstoß von 16 Drei-Personen-Haushalten ein. Erfahren Sie mehr über intelligentes Verpacken und umweltbewusstes Arbeiten unter www.konverdi.de


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Zuckertütenlunch

Ihre Vorteilswelt auf einen Blick: · Sprengel Museum Hannover: Eintrittsrabatt von 50 % auf den normalen Eintritt ohne Sonderausstellungen · Kunstverein Hannover: Nur 3 € Eintritt und 15 % Rabatt auf alle Kataloge · Museum August Kestner: Reduzierter Eintrittspreis sowie Tragetaschen, Postkarten temporär als Extras für Karteninhaber und Prospekte zur Auslage · Theatermuseum Hannover: 40 % Rabatt auf den Eintrittspreis · Festwochen Herrenhausen: Ca. 20 –30 % Kartenrabatt (ermäßigter Preis) für alle Konzerte und Opernaufführungen in der Galerie · Oelber SchlossAkkord: 20 % Rabatt auf alle Karten bei allen Konzerten und Aufführungen · Kino im Künstlerhaus: Einen Ermäßigungstarif von 4 € (außer Sonderveranstaltungen) · Sea Life Hannover: 3 € Ermäßigung auf den Eintrittspreis (gilt nicht in Verbindung mit Vorverkaufskarten, Gruppentarifen oder anderen Angeboten – gültig für eine Person) · Maritim Airport Hotel Hannover & Maritim Grand Hotel: 10 % Preisnachlass in den Restaurants auf Speisen und Getränke (außer Frühstücksbuffet) sowie 10 % Nachlass auf Cocktails und Longdrinks in den Hotelbars (außer Happy Hour) · The Spa Collection Hotel & Resorts: 10 % Rabatt auf alle buchbaren Wellnessarrangements aus dem gültigen Hotelführer · Castello Orgiale in der Toskana: 1 Nacht gratis: 7 Tage buchen – 6 Tage bezahlen

5. September 2015 von 12 bis 16 Uhr Im September beginnt für viele kleine ABC-Schützen die Schule. Feiern Sie diesen besonderen Tag mit Ihren Kindern im Maritim Airport Hotel Hannover und freuen Sie sich auf fröhliche Stunden mit kulinarischen Köstlichkeiten. Das ist drin! • Abwechslungsreiches Familienbuffet mit kalten und warmen Spezialitäten sowie süßen Leckereien • Ein Glas Trauben-Secco für die Kleinen und ein Glas Sekt für die Großen zur Begrüßung • Ein Überraschungspräsent für die Schulanfänger • Kostenfreies Parken in unserer Tiefgarage nach Verfügbarkeit Die haben’s gut! • Alle ABC-Schützen schlemmen gratis! • Die Freiwillige Feuerwehr Langenhagen sorgt für Spiel und Spaß. • Jeder Schuleinsteiger erhält fünf Cocktailgutscheine für die Bar Night Flight, einzulösen bis spätestens 31. Dezember 2029 und nachweislich gültig bei einer Abitur-Durchschnittsnote von mindestens 2,0.

Das sollten Sie nicht verpassen! Wir freuen uns auf Sie!

Preis pro Person: 26 € Weitere Kinder bis sechs Jahre sind eingeladen, Kinder von sieben bis 14 Jahren zahlen die Hälfte.

29.03.2015 // 13 – 17 Uhr Verkaufsoffener Sonntag mit Cocktails vom Maritim Hotel Hannover

02.05.2015 // 12 – 17 Uhr

M Airport Hotel Hannover Flughafenstraße 5 · 30669 Hannover Telefon 0511 9737-5676 · Telefax 0511 9737-590 meeting.hfl@maritim.de · www.maritim.de

Maibowle vom Maritim Hotel Hannover

Betriebsstätte der M Hotelgesellschaft mbH Herforder Straße 2 · 32105 Bad Salzuflen

Sonderseite Gisy

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WWW.PAUL-BARRITT.COM Seite 87

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Seite 88

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GISY Magazin Frühjahr/Sommer 2015  

Das Magazin für Mode, Lifestyle und Lebensart.

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