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saison


Inhalt 04

Kalender

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Willkommen

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Dresdner Kammerchor

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Hans-Christoph Rademann

Konzerte 16

Schütz / Schwanengesang

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Schütz / Reformation der deutschen Musik

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Zelenka / Missa Corporis Domini

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Bach / Reformationskantaten

24

Trauer & Trost / Gedenkkonzerte

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Freude / Adventskonzert

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Bach / Weihnachtsoratorium

30

Bach / Messe in h-Moll

32

Bach / Johannespassion

34

CoroTopia / Chorwerkstatt

36

Schütz / Madrigale und Hochzeitsmusiken

38

Pärt, Bartók, Schütz / Friedensklang

40

Schütz / Friedensmusiken

Einblicke 46

Schulchor-Patenschaft

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Vermittlung für alle

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Chorwerkstatt CoroTopia

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Neuerscheinungen

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Schütz-Gesamteinspielung

55

Freunde

57

Partner

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Impressum


Kalender sep 2017 So Heinrich Schütz 03. 18:00 Schwanengesang Mi ZwischenTöne: offene Probe + 13. 19:30 Schütz Chorwerke Do Heinrich Schütz 14. 19:30 Reformation der deutschen Musik Mo Heinrich Schütz 18. 19:30 Reformation der deutschen Musik Okt 2017 Fr Jan Dismas Zelenka 06. 19:30 Missa Corporis Domini Sa Jan Dismas Zelenka 07. 17:00 Missa Corporis Domini Sa Johann Sebastian Bach 14. 18:00 Reformationskantaten

Hans-Christoph Herrenberg Rademann, Ltg. Stiftskirche

S.16

Hans-Christoph Dresden Rademann, Ltg. HfM

S.18

Hans-Christoph Dortmund Rademann, Ltg. Marienkirche

S.18

Hans-Christoph Schwarzenberg S.18 Rademann, Ltg. St. Georgenkirche

Adam Viktora, Prag Ltg. St. Maria

S.20

Adam Viktora, Dresden Ltg. Annenkirche

S.20

Hans-Christoph Wrocław Rademann, Ltg. NFM

S.22

Nov 2017 Mi ZwischenTöne: offene Probe + Hans-Christoph Dresden 08. 19:30 Gedenkkonzert: Victoria, Yun Rademann, Ltg. HfM Fr Trauer & Trost / Gedenkkonzert Hans-Christoph Dresden 10. 20:00 Victoria, Yun, Kukuck / Nelly Sachs Rademann, Ltg. Annenkirche Dez 2017 Mi ZwischenTöne: offene Probe + 06. 19:30 Adventskonzert: Schütz, Pärt Fr Freude / Adventskonzert 08. 20:00 Schütz, Gabrieli, Pärt, Sandström Di Johann Sebastian Bach 19. 20:30 Weihnachtsoratorium (I & IV–VI) Mi Johann Sebastian Bach 20. 20:00 Weihnachtsoratorium (I & IV–VI) Do Johann Sebastian Bach 21. 20:00 Weihnachtsoratorium (I & IV–VI) Fr Johann Sebastian Bach 22. 20:00 Weihnachtsoratorium (I & IV–VI)

Hans-Christoph Dresden Rademann, Ltg. HfM

S.24 S.24

S.26

Hans-Christoph Dresden S.26 Rademann, Ltg. Heilig-Geist-Kirche Christoph Turin S.28 Prégardien, Ltg. Auditorium Agnelli Christoph Antwerpen Prégardien, Ltg. De Singel

S.28

Christoph Luxembourg Prégardien, Ltg. Philharmonie

S.28

Christoph Metz Prégardien, Ltg. Arsenal

S.28


Jan 2018 Sa Trauer & Trost / Gedenkkonzert Hans-Christoph 27. 18:00 Victoria, Yun, Kukuck / Nelly Sachs Rademann, Ltg. Mrz 2018 Di ZwischenTöne: offene Probe + 13. 19:30 Bach Johannespassion Mi Johann Sebastian Bach 21. 19:00 Messe in h-Moll Do Johann Sebastian Bach 22. 19:30 Messe in h-Moll Di Johann Sebastian Bach 27. 19:00 Johannespassion Mi Johann Sebastian Bach 28. 20:00 Johannespassion Apr 2018 Mo CoroTopia: Eröffnung 23. 20:00 Plurale Kulturgemeinschaft Di CoroTopia: Dienstagssalon 24. 20:00 Kishino, Hennig, Schnaus Mi CoroTopia: ZwischenTöne 25. 20:00 Offene Probe UA Schnaus Do CoroTopia: Kitchen Talk 26. 20:00 VoiceVenture kocht Fr CoroTopia: Konzert 27. 20:00 UAs von Kishino, Hennig, Schnaus Sa CoroTopia: Konzert 28. 18:00 Kishino, Hennig, Schnaus Jun 2018 Di Heinrich Schütz 19. 20:00 Madrigale und Hochzeitsmusiken Jul 2018 Fr Pärt, Schütz, Bartók, Kancheli 20. 20:00 Friedensklang So Heinrich Schütz 22. 19:30 Friedensmusiken Sa Heinrich Schütz 28. 20:00 Friedensmusiken

Berlin S.24 Jüdisches Museum

Hans-Christoph Dresden Rademann, Ltg. HfM

S.32

Hans-Christoph Stuttgart Rademann, Ltg. Stiftskirche

S.30

Hans-Christoph Dresden Rademann, Ltg. Kulturpalast

S.30

Hans-Christoph Wrocław Rademann, Ltg. NFM

S.32

Hans-Christoph Dresden Rademann, Ltg. Annenkirche

S.32

mit versch. Dresden Gästen Hellerau

S.34

Max Rademann, Dresden Moderation Hellerau

S.34

Hans-Christoph Dresden Rademann, Ltg. Hellerau

S.34

mit Carsten Dresden Hennig Hellerau

S.34

Hans-Christoph Dresden Rademann, Ltg. Hellerau

S.34

Hans-Christoph Poznań Rademann, Ltg. Musikakademie

S.34

Hans-Christoph Radeberg Rademann, Ltg. Stadtkirche

S.36

Hans-Christoph Bautzen Rademann, Ltg. Dom St. Petri

S.38

Hans-Christoph Passau Rademann, Ltg. Dom St. Stephan

S.40

Hans-Christoph Schwäb. Gmünd S.40 Rademann, Ltg. Münster


Willkommen Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Publikum, gute Chormusik kann begeistern und bewegen. Bei jedem Konzert, jeder CD-Aufnahme und jeder musikalischen Begegnung möchten der Dresdner Kammerchor und ich Sie, liebes Publikum, in innere Bewegung versetzen und inspirieren. Womit uns das gelingt? Oft ist es etwas, mit dem man nicht gerechnet hat – eine Klangfarbe, eine Textzeile, eine Harmonie. In dieser Saison möchten wir Ihnen wieder viele Gelegenheiten geben, Neues und Unerhörtes zu entdecken: in unbekannten Werken aus Barock und Gegenwart, aber auch in vertrauten Meisterwerken, die frisch interpretiert doch immer wieder mit neuen Details überraschen können. Zu diesen Meisterwerken zählen Bachs Weihnachtsoratorium, seine Kantaten, die Johannespassion und die h-Moll-Messe. Mit letzterer werden wir, gemeinsam mit dem 2016 neu gegründeten Barockorchester der Gaechinger Cantorey, unser Debüt im wiedereröffneten Dresdner Kulturpalast geben. Für zwei weitere der Bach-Projekte setzen wir unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem aufstrebenden Wrocław Baroque Orchestra fort. Besondere A-cappella-Programme mit Altem und Neuem erwarten Sie in Dresden sowohl im Gedenkkonzert – der 9. November ist bereits seit Jahrzehnten fester Bestandteil unseres Terminkalenders – als auch im Adventskonzert. Vokales Neuland erkunden wir mit CoroTopia, der 4. Chorwerkstatt für Neue Musik im April in HELLERAU. Ich lade Sie ganz herzlich ein, neugierig zu sein und das Werden dreier Uraufführungen mitzuverfolgen. 06

Schon viele Jahre beschäftigen wir uns mit Schütz‘ Gesamtwerk. Wir sind stolz und glücklich, die Gesamteinspielung 2018 zu vollenden. Im Juni und Juli entstehen die letzten Aufnahmen und erklingen jene Werke im Konzert, die höchst selten zu hören und uns daher besonders wertvoll sind: die prächtigen Friedensmusiken und die vielfarbigen Madrigale und Hochzeitsmusiken. Einen Vorgeschmack gibt es im September 2017, wenn wir programmatisch eine kleine, feine Reise a cappella durch Schütz‘ Lebenswerk wagen. Sie möchten auch Teil unserer Schütz-Expedition werden? Unterstützen Sie uns beim Endspurt der Gesamteinspielung – werden Sie Schütz-Pate! (S. 53) Allen Förderern und Partnern danke ich herzlich für ihr Engagement. Und Ihnen, liebes Publikum, wünsche ich bewegende Konzerte! Hans-Christoph Rademann, Künstlerischer Leiter


Schlüsseljahre Das Jahr 2017 ist nicht nur das Jahr, in dem 500 Jahre Reformation und der Aufbruch in ein neues Zeitalter gefeiert werden. Im Jahr 2017 jährt sich zum 400. Mal die Ernennung Heinrich Schütz‘ zum Dresdner Hofkapellmeister und dessen endgültige Übersiedelung in die Residenzstadt an der Elbe. So wie Luther Mitteleuropa politisch in Wallungen versetzt hatte, so prägte Schütz die Entwicklung der geistlichen Musik des 17. und 18. Jahrhunderts wesentlich. Der Beginn des Dreißigjährigen Krieges 1618 beeinträchtigte sein Leben und prägte sein künstlerisches Werk. Die unmittelbar nach Kriegsende 1648 in

verdienen deshalb besondere Würdigung,

der »Geistlichen Chor-Music« veröffentlichte

weil sie Jugendlichen in unserer Stadt ermögli-

Motette »Verleih uns Frieden« bereitet heute

chen, Vokalmusik und kulturelles Erbe auf eine

noch Gänsehaut und hat leider an Aktualität

besondere Weise für sich zu erschließen.

gewonnen. Ein Verdienst des Dresdner Kammerchores ist die besondere Würdigung und

Ich danke dem Dresdner Kammerchor und

Rezeption des Werkes Heinrich Schütz‘ in

Prof. Rademann für ihr künstlerisches Enga-

Dresden, national und international. Trotz der

gement und wünsche eine erfolgreiche Kon-

Erfolge des Kammerchores auf Konzertreisen

zertsaison.

fühlt sich das Ensemble unserer Stadt besonders verbunden und versucht etwas zurückzu-

Annekatrin Klepsch, Zweite Bürgermeisterin

geben. Projekte wie die Schulchor-Patenschaft

Beigeordnete für Kultur und Tourismus

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Dresdner Kammerchor Strahlend, transparent, homogen und flexibel: Für seine einzigartige Klangkultur wird der Dresdner Kammerchor international geschätzt. Der Künstlerische Leiter Hans-Christoph Rademann prägte diesen unverwechselbaren Klang seit der Gründung 1985 und führte den Chor zu weltweitem Renommee.

Mitteldeutsche Barockschätze Das vielfältige Repertoire des Chores hat sein Fundament in der Barockmusik, besonderer Schwerpunkt ist die sächsische Hofmusik. Als kultureller Botschafter Dresdens und Sachsens pflegt und erschließt der Chor das musikalische Erbe der Region und macht es einem internationalen Publikum bekannt. Als prominentes Beispiel dafür steht die weltweit erste Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung, die 2009 in Zusammenarbeit mit dem Carus-Verlag begonnen wurde; die Schütz-Johannespassion wurde 2016 mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Auch zahlreiche Werke anderer mitteldeutscher Meister wie Johann Adolf Hasse, Johann David Heinichen und Jan Dismas Zelenka hat der Chor in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Barockorchester und weiteren musikalischen Partnern wiederentdeckt, wiederaufgeführt und auf CD aufgenommen.

A-cappella-Expertise für Romantik und Gegenwart Neben der Chorsinfonik aus Klassik und Romantik liegt ein weiterer Repertoire-Fokus 08

auf anspruchsvollen A-cappella-Werken des 19. und 20. Jahrhunderts, dazu zählt Musik von Johannes Brahms, Max Reger, Olivier Messiaen, Francis Poulenc, Arnold Schönberg und Herman Berlinski. Seit Jahren widmet sich der Dresdner Kammerchor intensiv der modernen und zeitgenössischen Musik: mit Uraufführungen, Erstaufführungen und eigenen Auftragswerken. Dieses Engagement vertiefen auch vielfältige Musikvermittlungsund Nachwuchsprojekte. 2009 initiierten Hans-Christoph Rademann und der Dresdner Kammerchor die Dresdner Chorwerkstatt für Neue Musik, die 2018 zum 4. Mal stattfindet. Für seine Verdienste um die zeitgenössische Chormusik wurde der Chor mit dem Ernstvon-Siemens-Musikpreis ausgezeichnet.

Internationale musikalische Partner und Gastkonzerte Der Dresdner Kammerchor gastiert in Musikzentren und bei Festivals in ganz Europa, Tourneen führten die Sänger nach Indien, Taiwan, China, Mexiko, Südamerika und Südafrika. Zu den musikalischen Partnern gehörten bisher René Jacobs, Sir Roger Norrington, Ádám Fischer, Václav Luks, Stefan Parkman, Trevor Pinnock, Christoph Prégardien, Jos van Immerseel, Herbert Blomstedt, Christian Thielemann, Riccardo Chailly und Reinhard Goebel sowie die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Gewandhausorchester Leipzig, Anima Eterna Brugge, The Orchestra of the Age of Enlightenment, Concerto Köln und die Akademie für Alte Musik Berlin.


Hans-Christoph Rademann Als Chorklangspezialist zählt Hans-Christoph Rademann zu den gefragtesten Dirigenten weltweit. Mit seiner Arbeit setzte er Maßstäbe für die historisch informierte, zeitgemäße Interpretation barocker Vokalmusik: transparent, lebendig und nah am Text. Besonderer Schwerpunkt sind die mitteldeutschen Komponisten wie Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Johann Adolf Hasse, Georg Philipp Telemann und Georg Friedrich Händel. Die preisgekrönte Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung, an der er seit 2009 mit dem Dresdner Kammerchor arbeitet, gilt als Referenzaufnahme. Ebenso finden seine Interpretationen romantischer Werke und zeitgenössischer Kompositionen höchste Anerkennung.

In Dresden, Stuttgart und der Welt Neben der Arbeit als Künstlerischer Leiter des Dresdner Kammerchores und als Akademieleiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart ist er zu Gast bei weltbekannten Orchestern und Chören wie dem RIAS Kammerchor, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Freiburger Barockorchester, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem National Chamber Choir of Ireland und dem Collegium Vocale Gent. Konzertreisen führen ihn in die europäischen Musikzentren und in die USA, nach Israel, Südamerika, Südafrika, Indien, Russland, Taiwan und Japan.

Preise und Ehrungen Hans-Christoph Rademann wurde mehrfach mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet und erhielt wiederholt den Grand Prix du Disque, den Diapason d‘Or, den pizzicato Supersonic und den Choc de Classica. 1994 wurde er mit dem Förderpreis und 2014 mit dem Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden für seine Verdienste um das Dresdner Musikleben geehrt. 2008 wurde ihm die Sächsische Verfassungsmedaille verliehen. 2016 erhielt er den Preis der europäischen Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd.

Wegstationen 1985 gründete Hans-Christoph Rademann den Dresdner Kammerchor, den er bis heute leitet. Von 1999 bis 2004 leitete er den NDR Chor. Seit 2000 ist er Professor für Chorleitung an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« in Dresden. Von 2007 bis 2015 war er Chefdirigent des RIAS Kammerchores. 2008 initiierte er in Berlin das Dirigentenforum, das den internationalen Dirigentennachwuchs fördert. Im Sommer 2013 übernahm Hans-Christoph Rademann als Nachfolger Helmuth Rillings die Leitung der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Darüber hinaus ist er Intendant des Musikfestes Erzgebirge.

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konzerte


Mit der Aufnahme des Schwanengesangs im August 2017 erreichen Hans-Christoph Rademann und der Dresdner Kammerchor die Zielgerade ihrer preisgekrönten Schütz-Gesamteinspielung beim Stuttgarter Carus-Verlag. Im Musikfest Stuttgart ist dieses prächtige Werk noch einmal live zu erleben, bevor es im Herbst auf CD erscheint. Die letzten noch ausstehenden Werke der Gesamteinspielung werden im Sommer 2018 aufgenommen.

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vollendung

Nach einem alten griechischen Mythos stimmen Schwäne – sonst eigentlich stumme Tiere – kurz vor ihrem Tod mit wunderschöner Stimme ihr erstes und letztes trauriges Lied an. Zeit seines langen Lebens war Heinrich Schütz alles andere als stumm. Doch als er im hohen Alter von 86 Jahren jene Werkgruppe schrieb, die als »Schwanengesang« bekannt wurde, war ihm wohl bewusst, dass dies sein letztes Werk sein würde. Er zog künstlerische Bilanz und knüpfte wieder an den Stil seiner Psalmen Davids von 1619 an. Dass die Form der doppelchörigen Motette längst nicht mehr en vogue war, kümmerte ihn nicht. Für die Vollendung seines Lebenswerks besann er sich auf seine Wurzeln – auf jene Kompositionskunst, die er in Venedig von seinem verehrten Lehrer Giovanni Gabrieli erlernt hatte. Den Text des 119. Psalms, des längsten der 150 Psalmen, fasste Schütz in elf doppelchörige Motetten, ergänzte zwei weitere Motetten über den 100. Psalm und ein deutsches Magnificat.


Sep 2017 Heinrich Schütz 1585–1672 Schwanengesang Dorothee Mields Sopran Gerlinde Sämann Sopran David Erler Altus Stefan Kunath Altus Tobias Hunger Tenor Tobias Mäthger Tenor Felix Schwandtke Bass Martin Schicketanz Bass Dresdner Kammerchor Dresdner Barockorchester Hans-Christoph Rademann Leitung

Tickets € 24 / 12 bachakademie.de +49 (0)711 61 921 61

So / 03. sep 2017 18:00 Uhr / Herrenberg / Stiftskirche (Musikfest Stuttgart) 17


In ihrem Eröffnungskonzert auf der chor.com Dortmund spannen Hans-Christoph Rademann und der Dresdner Kammerchor den Bogen über das Lebenswerk des Dresdner Hofkapellmeisters. Beim anschließenden zweitägigen Meisterkurs in Dortmund gibt der Dirigent seine Expertise in der Interpretation und Aufführung der Schütz‘schen Musik an die junge Dirigentengeneration weiter; der Dresdner Kammerchor ist hier als Studiochor mit dabei. Schlusspunkt der Septemberreise ist das Abschlusskonzert im Musiksommer Schwarzenberg.

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glaube

Martin Luthers größter Wunsch war es, die deutsche Sprache zur Sprache des deutschen religiösen Lebens zu machen. Heinrich Schütz leistete Großes für die Idee des Reformators, indem er gut ein halbes Jahrhundert nach Luthers Tod die protestantische Musik revolutionierte. Was das Musikalische betraf, warf er dafür alle konfessionellen Scheuklappen über Bord. Sein Ziel war klar: dem deutschen Bibeltext in seinen Vertonungen eine emotionale Ausdruckskraft, Dramatik und theologische Tiefe zu geben, wie sie in der deutschen Kirchenmusik nie gehört worden war. Dass viele Elemente seines neuen Stils aus dem katholischen Italien kamen – aus der dortigen Chormusik, Madrigalkunst und affektgeladenen Rede-Vertonung –, war kein Hindernis, sondern eine Bereicherung. Schütz schmolz die italienischen Stilelemente in seine ganz persönliche Wort-Ton-Kunst um, begonnen bei seinem Opus 1 (seinem ersten Madrigalbuch, das 1611 in Italien entstand) bis hin zu seinen Zwölf geistlichen Gesängen (1657). Er schuf überwältigende Raummusiken und vielfarbige Chorklangreden, die den tiefen Glauben des sensibel den Text ausleuchtenden Komponisten zeigen und den Weg zu Bach ebneten.


Sep 2017 Heinrich Schütz 1585–1672 Die Reformation der deutschen Musik Chorwerke aus:

Il primo libro de Madrigali Psalmen Davids Cantiones Sacrae Becker-Psalter Geistliche Chor-Music Kleine Geistliche Konzerte Zwölf Geistliche Gesänge Beate Röllecke Orgel Matthias Müller Violone Magnus Andersson Theorbe Dresdner Kammerchor (Einstudierung: Michael Käppler) Hans-Christoph Rademann Leitung

+ ZwischenTöne: offene Probe Mi / 13. Sep 2017 / 19:30 Uhr Dresden / Hochschule für Musik Radiomitschnitt Das Konzert in Dortmund wird von Deutschlandfunk Kultur mitgeschnitten. Tickets Dortmund: € 10(5) nur Abendkasse Schwarzenberg: € 20 / 18 / 16 Vorverkauf € 22 / 20 / 18 Abendkasse +49 (0)3774 223 77

Do / 14. sep 2017 19:30 Uhr / Dortmund / Marienkirche (chor.com)

Mo / 18. sep 2017 19:30 Uhr / Schwarzenberg / St. Georgen (Musiksommer Schwarzenberg) 19


Mit der Wiedererstaufführung der Missa Corporis Domini ZWV 9, einer frühen der über 20 Messvertonungen Zelenkas für Dresden, kann ein weiteres Werk des begnadeten Komponisten wieder an seinem Ursprungs- und Bestimmungsort erklingen. In den gemeinsamen Konzerten mit Adam Viktora und dem Ensemble Inégal im »Zelenka-Festival Prag – Dresden« stärkt der Dresdner Kammerchor die länderübergreifende Kulturbrücke zwischen den beiden prächtigen Barockstädten.

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genie

Was seine Wirkungsstätte Dresden angeht, hatte Jan Dismas Zelenka eine wahrhaft goldene Zeit erwischt. 1710 an den Dresdner Hof engagiert, sah er die Vollendung des ganzen prachtvollen Ensembles der Residenzstadt im 18. Jahrhundert mit eigenen Augen: das opulente Schloss, die mehrwöchigen Feierlichkeiten der Fürstenhochzeit Augusts III. 1719 mit Einweihung des Zwingers und des Opernhauses, die Installation gleich mehrerer Silbermann-Orgeln sowie den Bau der Frauen- und der neuen Hofkirche. Zusammen mit Heinichen und Hasse, doch stets im Schatten dieser beiden Hofkapellmeister stehend, lieferte Zelenka die Musik zu dieser barocken Pracht und Blüte. Der in Böhmen geborene, in Prag und Wien ausgebildete Tonsetzer schuf ein kirchenmusikalisches Meisterwerk nach dem anderen – vor Einfällen sprudelnd, grenzenlos im Reichtum seiner musikalischen Sprache, immer bereit zu tollkühnen harmonischen Wendungen. Ein Künstler von geradezu frappierender Originalität und Innovationskraft. Einer, der allerhöchste Würdigung verdient. Jedoch: Der Posten des Hofkapellmeisters blieb ihm nach Heinichens Tod 1729 verwehrt. Womöglich war dieses musikalische Genie seiner Zeit schlicht und einfach voraus?


Okt 2017 Jan Dismas Zelenka 1679–1745 Missa Corporis Domini ZWV 9 Gaude laetare ZWV 168 Gabriela Eibenová Sopran Tobias Hunger Tenor Martin Schicketanz Bass Dresdner Kammerchor (Einstudierung: Tobias Mäthger) Ensemble Inégal Prag Adam Viktora Leitung

Tickets Prag: inegal.cz Dresden: € 20(15) VVK € 22(17) Abendkasse reservix.de +49 (0)1806 700 733

Fr / 06. Okt 2017 19:30 Uhr / Prag / St. Maria unter der Kette

Sa / 07. Okt 2017 17:00 Uhr / Dresden / Annenkirche 21


Mit Bach schlagen Hans-Christoph Rademann und der Dresdner Kammerchor im Reformationsjahr die Brücke nach Polen zu einem ihrer engsten musikalischen Partner: Gemeinsam mit dem Wrocław Baroque Orchestra gestalten sie das Reformationsjubiläum als klingende Feier, die Menschen verbindet und Grenzen überwindet.

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reformation

Nicht nur Hochfeste wie Ostern und Weihnachten wurden in den protestantischen Zentren zur Zeit Johann Sebastian Bachs mit repräsentativer Musik geschmückt. Auch zum Fest der Reformation am 31. Oktober kam groß besetzte Kirchenmusik zur Aufführung. Die Missa brevis in F-Dur und die Kantaten BWV 79 und 80 gestalten die protestantische Glaubensbotschaft besonders eindrücklich aus. Im Eingangschor der Missa in F erklingt in der Oberstimme über dem Chorsatz das »Christe, du Lamm Gottes« als instrumentale Melodie, die noch aus der Feder Martin Luthers stammt. Die Kantate BWV 79 »Gott der Herr ist Sonn und Schild« prunkt mit Hörnern und Pauken, die den Zuhörern im Choral »Nun danket alle Gott« den rechten Glauben mit Achtelnoten regelrecht einhämmern möchten. Und in der Choralkantate BWV 80 über die lutherische Hymne schlechthin, »Ein feste Burg ist unser Gott«, stimmen in den Choral »Und wenn die Welt voll Teufel wär« alle Chorstimmen und Instrumente geschlossen im Unisono ein. Die Überzeugung, dass das göttliche Gute das Böse besiegen wird, ertönt rein und unmissverständlich – wie aus einem Munde von der im Glauben festen Gemeinde.


Okt 2017 Johann Sebastian Bach 1685–1750 »Gott der Herr ist Sonn und Schild« Kantate BWV 79 »Ein feste Burg ist unser Gott« Kantate BWV 80 Missa brevis F-Dur BWV 233 Isabel Jantschek Sopran Annekathrin Laabs Alt Tobias Mäthger Tenor Martin Schicketanz Bass Dresdner Kammerchor Wrocław Baroque Orchestra Hans-Christoph Rademann Leitung

Tickets PLN 50 / 30(20) nfm.wroclaw.pl +48 (0)71 715 97 00

Sa / 14. Okt 2017 18:00 Uhr / Wrocław / Nationales Musikforum 23


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trauer

In seinen November-Gedenkkonzerten widmet sich der Dresdner Kammerchor regelmäßig der Musik jüdischer Gegenwartskomponisten. In diesem Jahr öffnet die eindringliche Sprache der Dichterin Nelly Sachs das programmatische Feld für Chorwerke des 16. und 20. Jahrhunderts. Die in Weimar lebende Schauspielerin Ute Wieckhorst setzt mit den gelesenen Texten Inseln aus klarer Sprache zwischen den Chorwerken. Der Jugendchor des Romain-Rolland-Gymnasiums Dresden, Patenchor des Dresdner Kammerchores für die Saison 2017/18, gestaltet die Konzerteinführung.

trost

Kann es Trost geben nach den Schrecken des Holocaust? Wie nähern sich jüdische Künstler im 20. Jahrhundert der Erinnerung an das Erlebte? In den Gedichten und Texten der Nobelpreisträgerin Nelly Sachs kommen in immer neuen Bildern das unermessliche Leid und die Todesangst des Verfolgtseins zum Ausdruck. Dennoch scheint aus der Düsternis auch Hoffnung auf, tragen doch die Wortkompositionen eine poetische Schönheit und Milde in sich, die spüren lassen, dass das Schreiben der Dichterin Trost gab. Die jüdische Komponistin Felicitas Kukuck und der Südkoreaner Isang Yun, der 2017 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, ließen sich von ihren Texten zu Werken inspirieren, die diese gegensätzlichen Pole ausgestalten: düstere Klage und trostspendende Hoffnung. Der jüdische Komponist Herman Berlinski, geboren in Leipzig, machte den Holocaust zum Leitmotiv seiner Werke, um zu verhindern, »dass die Zeit die Intensität unserer Erinnerung mildern wird.« Den modernen Texten und Chorwerken gegenübergestellt wird das Requiem des spanischen Renaissancekomponisten Tomás Luis de Victoria – ein warmer Klangstrom des Trostes, der eine künstlerische Brücke zwischen den Epochen, Kulturen und Religionen schlägt.


Nov 2017 Tomás Luis de Victoria 1548–1611 Officium defunctorum (Requiem) Isang Yun 1917–1995 Der Herr ist mein Hirte Felicitas Kukuck 1914–2001 Motetten Herman Berlinski 1910–2001 Miyi ten roshi mayim Amen Nelly Sachs 1891–1970 Lyrik und Prosa

+ ZwischenTöne: offene Probe Mi / 08. Nov 2017 / 19:30 Uhr Dresden / Hochschule für Musik

Ute Wieckhorst Rezitation Mike Svoboda Posaune Georg Wieland Wagner Percussion Dresdner Kammerchor (Einstudierung: Olaf Katzer) Hans-Christoph Rademann Leitung

Tickets Dresden: € 22(16) / 17(12) / 13(9) reservix.de +49 (0)351 80 44 100 Berlin: € 15(12) reservix.de +49 (0)351 80 44 100 gefördert durch die

Im Gedenken an die Opfer der Pogromnacht 1938

Fr / 10. Nov 2017 20:00 Uhr / Dresden / Annenkirche 19:00 Uhr / HörLupe: Konzerteinführung durch den RoRo Jugendchor Im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Sa / 27. Jan 2018 18:00 Uhr / Berlin / Jüdisches Museum 25


Das Konzertprogramm bringt mit barocken und modernen Kompositionen die verschiedenen Stationen des weihnachtlichen Geschehens zum Klingen – von der Verkündigung über die Geburt bis hin zum himmlischen Gloria der Engelsscharen. Die jubelnde Freude erfasst symbolisch schließlich den ganzen Erdkreis, wenn das »Quem pastores laudavere« als Rundgesang im traditionellen Brauch des Quempas-Singens alle vier Seiten des Kirchenschiffs umspannt und auch die Gemeinde mit einstimmen lässt.

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freude

Vor Freude singen. Das ist es, was Maria tut, nachdem sie die Verkündigung des Engels vernommen hat und ihre Cousine Elisabeth besucht, um ihr die frohe Nachricht von ihrer Schwangerschaft zu bringen. Marias Vorfreude auf die Geburt findet ihr Echo in den vielen Liedern der Adventszeit, die auf das Weihnachtsfest vorausweisen. Ihren Lobgesang, das Magnificat, haben unzählige Komponisten seit dem 15. Jahrhundert auf mannigfaltige Weise vertont. Heinrich Schütz schrieb für sein letztes Werk, den Schwanengesang, eine deutsche Vertonung und besann sich dafür zurück auf den doppelchörigen Motettenstil der Renaissance. Seine Musik entfaltet einen prachtvollen, polyphonen Jubel. Arvo Pärt interpretiert den Text 300 Jahre später als nach innen gekehrtes, meditatives Gebet aus fließenden Klangflächen und stützt sich dabei ebenfalls auf Überliefertes: mit gregorianisch anmutenden Melodien und dem Wechselspiel aus Ruf (Solo) und Antwort (Chor).


Dez 2017 Andreas Hammerschmidt 1611–1675 Machet die Tore weit Heinrich Schütz 1585–1672 Ein Kind ist uns geboren Deutsches Magnificat Arvo Pärt *1935 Magnificat Giovanni Gabrieli 1557–1612 O magnum mysterium Francis Poulenc 1899–1963 O magnum mysterium Michael Praetorius 1571–1621 Quem pastores laudavere Es ist ein Ros entsprungen Jan Sandström *1954 Es ist ein Ros entsprungen Heinrich Kaminski 1886–1946 Maria durch ein Dornwald ging Anton Bruckner 1824–1896 Virga Jesse floruit + ZwischenTöne: offene Probe Mi / 06. Dez 2017 / 19:30 Uhr Dresden / Hochschule für Musik Tickets € 22(16) / 17(12) / 13(9) € 5 Juniorticket für Schüler reservix.de +49 (0)351 80 44 100

Michael Käppler Orgel Dresdner Kammerchor (Einstudierung: Michael Käppler) Hans-Christoph Rademann Leitung

Fr / 08. Dez 2017 20:00 Uhr / Dresden / Heilig-Geist-Kirche 27


Ein Bogen aus Glanz und Leuchten spannt sich in Bachs Weihnachtsoratorium von der fünften zur sechsten Kantate: Der Stern, der die Weisen aus dem Morgenland aufbrechen lässt, führt sie nach Bethlehem, den neugeborenen König zu sehen. Eine lange Reise über viele Tage und Nächte, einzig geleitet von jenem Licht am Nachthimmel, das heller als alle anderen Gestirne strahlt. Schließlich erreichen die drei Reisenden ihr Ziel. Und was finden sie vor? Der neue König ist ein Kindlein in Windeln, auf kratzendem Stroh liegend, gebettet in eine spärliche Futterkrippe – doch ganz in Licht getaucht, voller Kraft und Klarheit. Es ist ein überraschender, zugleich ein tief bewegender Anblick. Das Staunen mündet in den warm leuchtenden Choral »Ich steh an deiner Krippen hier«. Ein Staunen, das jeden Besucher niederknien lässt. Zum wiederholten Male geht der Dresdner Kammerchor im Dezember mit Le Concert Lorrain auf Tournee, um unter der Leitung von Christoph Prégardien die Weihnachtsgeschichte in Gestalt des Bach’schen Weihnachtsoratoriums erklingen zu lassen – in diesem Jahr mit vier Konzerten in vier Ländern.

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licht

»Dein Glanz all Finsternis verzehrt, Die trübe Nacht in Licht verkehrt. Leit uns auf deinen Wegen, Dass dein Gesicht Und herrlichs Licht Wir ewig schauen mögen.«


Dez 2017 Johann Sebastian Bach 1685–1750 Weihnachtsoratorium Kantaten I & IV–VI Joanne Lunn Sopran Margot Oitzinger Alt Markus Schäfer Tenor Peter Kooij Bass Dresdner Kammerchor (Einstudierung: Tobias Mäthger) Le Concert Lorrain Christoph Prégardien Leitung

Tickets Turin: lingottomusica.it +39 (0)11 631 37 21 Antwerpen: desingel.be +32 (0)3 248 28 28 Luxemburg: philharmonie.lu +352 26 32 26 32 Metz: arsenal-metz.fr +33 (0)3 87 74 16 16

Di / 19. Dez 2017 20:30 Uhr / Turin / Auditorium G. Agnelli

Mi / 20. Dez 2017 20:00 Uhr / Antwerpen / deSingel

Do / 21. Dez 2017 20:00 Uhr / Luxembourg / Philharmonie

Fr / 22. Dez 2017 20:00 Uhr / Metz / Arsenal 29


Am 21. März 2018 feiern der Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann Bachs 333. Geburtstag bei einem Konzert in Stuttgart gemeinsam mit dem Orchester der Gaechinger Cantorey und geben am Tag darauf ihr Debüt im wiedereröffneten Kulturpalast in Dresden.

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vermächtnis

Johann Sebastian Bach hat die Aufführungen seiner eigenen Kantaten, Oratorien und Kirchenmusiken in den Leipziger Kirchen in der Regel selbst geleitet. Seine Messe in h-Moll bildet hier die klanggewaltigste Ausnahme – denn gerade sie hat er selbst wohl nie dargeboten und auch nie als Ganzes gehört. Erklärbar ist dies durch die Entstehungsgeschichte: 1733 starb August der Starke, und Bach übersandte seine daraufhin komponierte Missa (Kyrie und Gloria) an den Dresdner Hof, wofür ihm später der Titel eines Hof-Compositeurs verliehen wurde. Eine Aufführung in Dresden um diese Zeit ist jedoch nicht überliefert, und auch in Leipzig sind lediglich Aufführungen von Teilen verbürgt. Dessen ungeachtet ergänzte Bach im Laufe der Jahre weitere Teile bis zur »Missa tota« – einer vollständigen Messe. Die althergebrachte Textvorlage des Messordinariums, die in der Renaissance gängige Fünfstimmigkeit, die gregorianische Intonation als Thema im Credo – Bach vereint in diesem monumentalen Werk Elemente aus der Kirchenmusik etlicher Jahrhunderte. Die letzte Abschrift der h-Moll-Messe, angefertigt kurz vor seinem Tod, wurde Bachs musikalisches Vermächtnis, in dem er die ganze Vielfalt und religiöse Tiefe seiner Kunst zusammenfasst.


Mrz 2018 Johann Sebastian Bach 1685–1750 Messe in h-Moll Johanna Winkel Sopran Anke Vondung Alt Daniel Johannsen Tenor Arttu Kataja Bass Dresdner Kammerchor (Einstudierung: Tobias Mäthger) Orchester der Gaechinger Cantorey Hans-Christoph Rademann Leitung

Tickets Stuttgart: € 42 / 34 / 26 / 20 / 16 bachakadmie.de +49 (0)711 61 921 61 Dresden: € 39 / 34 / 29 / 23 / 18 dresdnerphilharmonie.de +49 (0)351 4 866 866

Mi / 21. Mrz 2018 19:00 Uhr / Stuttgart / Stiftskirche

Do / 22. Mrz 2018 19:30 Uhr / Dresden / Kulturpalast 31


In der Karwoche 2018 widmen sich der Dresdner Kammerchor und das Wrocław Baroque Orchestra der dramatischeren der beiden überlieferten Bach‘schen Passionen. Durch ihre regelmäßige Zusammenarbeit perfekt aufeinander eingespielt, setzen Chor und Orchester unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann die Urfassung der Johannespassion von 1724 kontrastscharf in Klang: mit packender Intensität in den Turba-Chören und berührender Innigkeit in den Arien und Chorälen.

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passion

»Da nahm Pilatus Jesum und geißelte ihn.« Ein knapper Tatsachenbericht im Johannesevangelium (Joh 19,1). In seiner Johannespassion vertont Bach das Wort »geißelte« im gesungenen Vortrag des Evangelisten geradezu naturalistisch über mehrere Takte hinweg, die dicht gefüllt sind mit schnellen, eng gewundenen Tonfolgen. Und hier inmitten seines dramatischen Passionswerkes – während draußen längst der aufgebrachte Pöbel Christi Tod herbeibrüllt – zeichnet der Komponist zwei weitere Bilder dieser Geißelung. Zunächst das Bass-Arioso »Betrachte, meine Seel«, in dem es heißt: »Drum sieh ohn’ Unterlass auf ihn«; mit »ängstlichem Vergnügen, bitt’rer Lust und halb beklemmtem Herzen« soll der Hörer genau hinsehen. Angstvoll, bitter und beklemmend ist der Anblick der Geißelung ganz sicher. Doch wie können hier auch Lust und Vergnügen Platz haben? Die anschließende Tenorarie »Erwäge« vergegenwärtigt, dass mit jeder der Wunden auf Jesu Rücken sich auch Gottes Gnade auftut, die Erlösung verheißt. Beide Texte aus der Vorlage des Hamburgers Barthold Heinrich Brockes werden von einem Paar Viole d’amore begleitet, die angesichts dieser grauenvollen Szene mit ihrem süßen Klang zu verstehen geben: Gerade hier, im unerträglich großen Schmerz, liegt das Versprechen, auch die gesamte Menschheit zu erlösen und ihr die Türen des Himmels zu öffnen.


Mrz 2018 Johann Sebastian Bach 1685–1750 Johannespassion Johanna Winkel Sopran Britta Schwarz Alt Benedikt Kristjánsson Tenor Felix Schwandtke Bass Martin Schicketanz Jesus Dresdner Kammerchor Wrocław Baroque Orchestra Hans-Christoph Rademann Leitung

+ ZwischenTöne: offene Probe Di / 13. Mrz 2018 / 19:30 Uhr Dresden / Hochschule für Musik Tickets Wrocław: PLN 80(60) / 60(40) / 45(25) nfm.wroclaw.pl +48 (0)71 715 97 00 Dresden: € 25(19) / 20(14) / 15(9) reservix.de +49 (0)351 80 44 100

Di / 27. Mrz 2018 19:00 Uhr / Wrocław / Nationales Musikforum

Mi / 28. Mrz 2018 20:00 Uhr / Dresden / Annenkirche 19:00 Uhr / HörLupe: Konzerteinführung 33


Drei Uraufführungen von Malika Kishino, Maximilian Schnaus und Carsten Hennig erforschen das Thema anhand des Systems Chor, wobei sich verschiedenste Akteure begegnen: der Dresdner Kammerchor, der Paderewski Chamber Choir der Musikakademie Poznań und der Projektchor VoiceVenture, in dem Geflüchtete und sesshafte Dresdner mit Sängern des Dresdner Kammerchores und Komponist Carsten Hennig gemeinsam ein neues Stück entwickeln. Zwei Salons, ein Kitchen Talk und die offenen Proben schaffen reichlich Möglichkeiten für Begegnungen und Austausch zwischen Sängern, Dirigenten, Komponisten, Kulturverantwortlichen, Wissenschaftlern und einem multikulturellen neu(musik)gierigen Publikum. Als Laboratorium der zeitgenössischen Künste ist das Festspielhaus HELLERAU für die Werkstattwoche der ideale Ort.

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neugier

Pluralismus prägt unsere Lebenswirklichkeit. Und er ist eine der größten Herausforderungen der Moderne. Was sind die Bedingungen für eine offene Gesellschaft, in der unterschiedliche Weltanschauungen, Lebenskonzepte und Religionen nebeneinander bestehen können? Was verbindet uns, was trennt uns? CoroTopia, die 4. Dresdner Chorwerkstatt für Neue Musik, will diese Fragen nicht beantworten. Vielmehr ist die offene Werkstattwoche in HELLERAU ein musikalisches und gesellschaftliches Labor für das »Experiment: Verbundenheit«.


Apr 2018 + VoiceVenture: Workshop Mo / 05. Mrz – 16. Apr 2018 19:00 Uhr / Dresden »An der Loge« (Bautzner Str. 19) Aus Krisenregionen Geflüchtete und sesshafte Dresdner erforschen mit Musik und Stimme, was sie verbindet. Unterstützt werden sie von Mentoren des Dresdner Kammerchores. Das mit dem Komponisten Carsten Hennig entwickelte Stück wird im Schlusskonzert präsentiert. Der kostenlose Workshop ist offen für alle. (mehr Infos: S. 49)

+ ZwischenTöne: offene Proben Mo bis Fr / 23.–27. Apr 2018 16–19:00 Uhr / Dresden Festspielhaus Hellerau Tickets Salons: € 6 Konzert: € 15(8) reservix.de ticket@hellerau.org +49 (0)351 264 62 46 Weitere Informationen auf S. 49. in Koproduktion mit

CoroTopia – 4. Dresdner Chorwerkstatt für Neue Musik »Experiment: Verbundenheit« Malika Kishino *1971 / Maximilian Schnaus *1986 Carsten Hennig *1967 Auftragswerke für den Dresdner Kammerchor VoiceVenture Projektchor aus Geflüchteten und sesshaften Dresdnern Paderewski Chamber Choir Poznań Dresdner Kammerchor Hans-Christoph Rademann Leitung

Mo / 23. Apr 2018 20:00 Uhr / Dresden / Festspielhaus Hellerau Eröffnung „Toleranz, Teilhabe, Verbundenheit: Wie geht plurale Kulturgemeinschaft?“

Di / 24. Apr 2018 20:00 Uhr / Dresden / Festspielhaus Hellerau Dienstagssalon mit Max Rademann und den Komponisten Kishino, Hennig & Schnaus

Mi / 25. Apr 2018 20:00 Uhr / Dresden / Festspielhaus Hellerau ZwischenTöne mit Maximilian Schnaus, Dresdner Kammerchor & Hans-Christoph Rademann (Eintritt frei)

Do / 26. Apr 2018 20:00 Uhr / Dresden / Festspielhaus Hellerau Kitchen Talk mit VoiceVenture & Hennig (Eintritt frei)

Fr / 27. Apr 2018 20:00 Uhr / Dresden / Festspielhaus Hellerau Abschlusskonzert

Sa / 28. Apr 2018 18:00 Uhr / POZNAŃ / PADEREWSKI MUSIKAKADEMIE Abschlusskonzert 35


Im Rahmen der vorletzten CD-Aufnahme für die Schütz-Edition leitet Hans-Christoph Rademann ein exklusives Sonderkonzert als klingendes Dankeschön für alle Förderer und Unterstützer der Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung in der Stadtkirche Radeberg – dem Ort, an dem über die Hälfte der Schütz-Aufnahmen entstanden sind.

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liebe

Sinnlichkeit und Sittsamkeit: das sind die beiden Pole, um die die weltliche Liedkunst des deutschen Barock kreist. In Vertonungen des Hohelieds ist von Leidenschaft, »süßen Schmerzen« und heißer »Brunst« die Rede. Für Hochzeitsmusiken wurden diese alttestamentarischen Texte aus dem Hohelied Salomons besonders oft gewählt. Was nicht weiter verwundert, denn statthaft sind die mitunter gewagten Beschreibungen von Sinnlichkeit wenn überhaupt nur für die eheliche Liebe. Zuvor sind die Jungfrauen angehalten, ihre Tugend zu wahren und ihre Leidenschaften sorgsam zu zügeln. Nur sehr wenig weltliche Musik von Heinrich Schütz ist heute überliefert. Seine Lieder und Hochzeitsmusiken sind ein wertvolles Zeugnis für die meisterhafte Madrigalkunst, die er sich während seiner Studienjahre in Venedig aneignete. Ebenso affektgeladen und farbenprächtig wie seine italienischen Kollegen setzte er die deutschen Texte in Klang. Solistische Stimmen und obligate Instrumente – Zinken, Violinen, Posaunen und Gamben – begegnen sich hier und umschlingen einander in betörenden Melodien.


Jun 2018 Heinrich Schütz 1585–1672 Madrigale und Hochzeitsmusiken Liebster, sagt in süßem Schmerzen Freue dich des Weibes deiner Jugend Siehe, wie fein und lieblich ist‘s Itzt blicken durch des Himmels Saal Ach wie soll ich doch in Freuden leben Tugend ist der beste Freund und weitere Werke Dorothee Mields Sopran Isabel Jantschek Sopran David Erler Altus Georg Poplutz Tenor Tobias Mäthger Tenor Felix Schwandtke Bass Dresdner Barockorchester Hans-Christoph Rademann Leitung

Tickets Geschlossene Veranstaltung für Förderer und Schütz-Paten (Infos zur Schütz-Patenschaft auf S. 53)

Di / 19. Jun 2018 20:00 Uhr / Radeberg / Stadtkirche 37


Das Eröffnungskonzert des Lausitzer Musiksommers stellt klingende Friedensbitten aus Barock und Moderne gegenüber und umspannt damit vier Jahrhunderte Musikgeschichte: von Schütz‘ und Hammerschmidts »Verleih uns Frieden« bis hin zu Arvo Pärts »Berliner Messe«, die der estnische Komponist für den Katholikentag 1990 in Berlin als ausdrucksstarkes Hoffnungszeichen für eine friedliche Zukunft schuf – eine Hoffnung, die sich bald darauf erfüllte: Vier Monate später folgte die deutsche Wiedervereinigung.

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hoffnung

2018 ist in gleich dreifacher Weise ein besonderes Gedenkjahr für den Frieden: durch das Ende des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren, den Beginn des Dreißigjährigen Krieges vor 400 Jahren und – wenn auch weniger prominent, so doch in Sachsen umso erinnernswerter – den Frieden von Bautzen vor 1000 Jahren. Am 30. Januar 1018 wurde auf der Ortenburg Bautzen ein Friedensvertrag zwischen dem Heiligen Römischen Reich und dem Herzogtum Polen geschlossen. Er war ein früher Markstein in der bewegten Beziehung zwischen den Ländern Ost- und Westeuropas. Die für Deutschland wichtigen Friedensschlüsse im 17. ebenso wie im 20. Jahrhundert verhießen Hoffnung, die sich auch in vielen Kompositionen dieser Zeit wiederfinden lässt.


Jul 2018 Heinrich Schütz 1585–1672 Selig sind die Toten Verleih uns Frieden gnädiglich Da pacem, Domine Andreas Hammerschmidt 1611–1675 Verleih uns Frieden gnädiglich Béla Bartók 1881–1945 Divertimento für Streichorchester Giya Kancheli *1935 V&V Frank Bridge 1879–1941 Lament for string orchestra (1915) Arnold Schönberg 1874–1951 Friede auf Erden Arvo Pärt *1935 Berliner Messe Dresdner Kammerchor Sinfonietta Dresden Hans-Christoph Rademann Leitung

Tickets ab Mai 2018 lausitzer-musiksommer.de

Fr / 20. Jul 2018 20:00 Uhr / Bautzen / Dom St. Petri (Eröffnungskonzert Lausitzer Musiksommer) 39


Mit den nahezu unbekannten Huldigungs- und Friedensmusiken aus Schütz‘ Feder setzen HansChristoph Rademann und der Dresdner Kammerchor den krönenden Abschluss ihrer Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung. Umrahmt wird die CD-Aufnahme von Konzerten in Passau und Schwäbisch Gmünd.

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frieden

2018 ist ein Friedensjahr: Vor 100 Jahren ging der Erste Weltkrieg zu Ende; und der Beginn des Dreißigjährigen Krieges jährt sich 2018 zum 400. Mal. Wie klingt Frieden in der grausamen Zeit des Dreißigjährigen Krieges? In der Musik von Heinrich Schütz: so eindringlich und klangprächtig, dass er die Hörer von allen Seiten umschließt. Alle Kunst des mehrchörigen Komponierens bot Schütz in den politischen Werken auf, die er in den Jahren 1618 bis 1648 für seinen Dienstherren anlässlich wichtiger politischer Besuche oder Dankfeste schrieb. Die Bitte und der Wunsch nach Frieden stehen im Zentrum dieser Repräsentationsmusiken. In ihrer prachtvollen musikalischen Ausgestaltung wird hörbar, wie wertvoll der Frieden in einer Zeit ist, in der er unerreichbar scheint. Solisten- und Chorgruppen erschaffen im Wechselspiel mit Streichern, Posaunen, Zinken und Gamben ein farbenreiches Klangerlebnis in Surround.


Jul 2018 Heinrich Schütz 1585–1672 Friedensmusiken und Psalmvertonungen Auf dich, Herr, traue ich Da pacem, Domine Herr, wer wird wohnen in deiner Hütten Herr, unser Herrscher Teutoniam dudum belli und weitere Werke Gerlinde Sämann Sopran Isabel Jantschek Sopran David Erler Altus Stefan Kunath Altus Georg Poplutz Tenor Tobias Mäthger Tenor Felix Schwandtke Bass Martin Schicketanz Bass Dresdner Kammerchor Hans-Christoph Rademann Leitung

Tickets Passau: ab Dezember 2017 ew-passau.de +49 (0)851 490 83 10 Schwäbisch Gmünd: ab April 2018 kirchenmusik-festival.de +49 (0)7171 603 41 10

So / 22. Jul 2018 19:30 Uhr / Passau / Dom St. Stephan (Festspiele Europäische Wochen Passau)

Sa / 28. Jul 2018 20:00 Uhr / Schwäbisch Gmünd Heilig-Kreuz-Münster (Festival Europäische Kirchenmusik) 41


einblicke


Schulchor-Patenschaft »Toll ist, dass wir richtig nah am Text arbeiten. Wir verstehen dann auf einmal, warum die Silbe so betont werden muss, wie sie betont wird.« Schülerin aus Annaberg-Buchholz (Patenschaft 2013) »Die Klangfarbe unseres Chores hat sich enorm gewandelt. Ich hatte nie Gesangsunterricht, aber die Stimmbildung durch die Sängerin des Dresdner Kammerchores hat mir sehr geholfen und mir auch mehr Selbstvertrauen gegeben. Ja, es war toll!« Schülerin aus Annaberg-Buchholz (Patenschaft 2013) »Ich habe so etwas noch nie gesungen. Am meisten mag ich die Stellen, die ganz polyphon sind, wo jeder etwas anderes singt.« Schülerin aus Dresden (Patenschaft 2014) »In der jungen Generation die Begeisterung für klassische Musik zu wecken – eine Begeisterung, die hoffentlich ein Leben lang anhält: diese Aufgabe ist für mich und den Dresdner Kammerchor eine Herzensangelegenheit.« Hans-Christoph Rademann, Künstlerischer Leiter

Erfolgsrezept Seit der Saison 2013/14 vergibt der Dresdner Kammerchor Schulchor-Patenschaften. Sie sind das Zentrum der Vermittlungsarbeit an den jugendlichen Nachwuchs. Die Schülerinnen und Schüler des Patenchores erhalten Stimmbildung, Betreuung und Mentoring von Sängern des Dresdner Kammerchores, gehen auf Tuchfühlung mit den Profis und dem klassischen Repertoire bei gemeinsamen Proben, gestalten Konzerteinführungen und besuchen Konzerte.

Patenchor 2017/18: Der RoRo Jugendchor Dresden Nach vier erlebnisreichen Patenschaften geht das erfolgreiche Vermittlungsformat nun in die fünfte Runde. Für die aktuelle Saison wurde aus den Bewerbern der Jugendchor des Romain-Rolland-Gymnasiums Dresden mit 46

seiner Leiterin Katja Schöne ausgewählt. Das Herzstück ist die Mitgestaltung des PogromGedenkkonzertes im November 2017 in der Dresdner Annenkirche. Auch beim Adventskonzert im Dezember und bei der Chorwerkstatt CoroTopia im April ist der Patenchor ganz nah dran.

Klassisch und kreativ »Es ist immer wieder eine Herausforderung, die Schüler für klassische Stücke zu begeistern, weil sie Zuhause oft keinerlei Berührung mit Klassik haben«, erzählt Katja Schöne, Leiterin des RoRo Jugendchores. »Durch die Patenschaft wird sich hier bestimmt so einiges tun.« Nicht nur die Geschichten hinter den Stücken lernen die Jugendlichen während der Patenschaft kennen. Sie erkunden auch neue Klangwelten in zeitgenössischen Stücken und können dabei selbst kreativ werden. Ein wichtiges Anliegen der Patenschaft ist es, beide


Jugendchor des Romain-Rolland-Gymnasiums Dresden

Chöre für den Erfahrungsaustausch zusammenzubringen und gemeinsame musikalische Erlebnisse zu schaffen. Dabei geht es nicht um sängerische Spitzenleistungen, sondern darum, die Offenheit und den Mut für Neues zu stärken. Die gemeinsamen Proben schaffen viele Möglichkeiten für Gespräche. Den jeweiligen Schulchorleitern gibt die Probenarbeit neue Impulse und Anregungen, die sie später in ihrer Arbeit weiterführen können.

Zukunftsmusik Ab März 2018 können sich Schulen aus Dresden und Sachsen um die Schulchor-Patenschaft für das kommende Schuljahr 2018/19 bewerben. Kontakt Agnes Böhm +49 (0)351 80 44 100 a.boehm@dresdner-kammerchor.de

Mentoring stärkt Stimme und Selbstvertrauen Die reguläre Probenarbeit des Schulchores begleiten Mentoren aus dem Dresdner Kammerchor mit regelmäßigen Besuchen. Bei der Stimmbildung kann jeder der jungen Sänger nach seinen individuellen Bedürfnissen gefördert werden. Ziel ist es vor allem, das Selbstvertrauen der Jugendlichen zu stärken.

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Vermittlung für alle Der Dresdner Kammerchor möchte die Werke, die er interpretiert – alte wie auch moderne Musik – auf vielfältige Weise zugänglich machen. Neben der Schulchor-Patenschaft, die sich speziell dem jugendlichen Nachwuchs widmet, gibt es eine Vielzahl an Formaten und Angeboten für Musikinteressierte, tiefer in die Programme einzutauchen, den Chor hautnah bei der Probenarbeit zu erleben oder sogar selbst aktiv zu werden.

+

ZwischenTöne: offene Proben In offenen Proben erleben die Besucher die Arbeit des Dresdner Kammerchores aus nächster Nähe. Hans-Christoph Rademann und die Einstudierer zeigen ihre Lieblingsstelle im gerade entstehenden Programm und schärfen die Ohren der Besucher für interpretatorische Feinheiten. Mi / 13. Sep 2017 / 19:30 Uhr / HfM Dresden Heinrich Schütz – Die Reformation der deutschen Musik Mi / 08. Nov 2017 / 19:30 Uhr / HfM Dresden Trauer und Trost – Werke von Victoria, Yun, Kukuck und Berlinski Mi / 06. Dez 2017 / 19:30 Uhr / HfM Dresden Adventliche Chorwerke von Schütz, Gabrieli, Praetorius, Pärt und Sandström Di / 13. Mrz 2018 / 19:30 Uhr / HfM Dresden Johann Sebastian Bach – Johannespassion

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HörLupe: Konzerteinführungen Die Konzerteinführungen vor den eigenveranstalteten Konzerten sind beim Dresdner Kammerchor ganz nah an der Musik und damit spannende Ohrenöffner für das anschließende Konzerterlebnis. Hans-Christoph Rademann erschließt musikhistorische und persönliche Sichtweisen auf das Programm.

Intensivkurs Chordirigieren auf der chor.com Auf der chor.com 2017 in Dortmund ist HansChristoph Rademann mit einem Intensivkurs Dirigieren zur Musik von Heinrich Schütz zu Gast. Dabei dürfen die Meisterschüler mit dem Dresdner Kammerchor als Studiochor arbeiten. Die zweitägige Kursarbeit mündet in ein Abschlusskonzert, in dem die jungen Dirigenten das Erlernte präsentieren. 15.–17. Sep 2017 Dortmund / Orchesterzentrum|NRW (im Rahmen der chor.com)


Chorwerkstatt CoroTopia Eine ganze Woche lang lädt der Dresdner Kammerchor bei CoroTopia, der 4. Dresdner Chorwerkstatt für Neue Musik dazu ein, das Werden zeitgenössischer Chormusik in der Werkstatt mitzuverfolgen und mitzugestalten. Unterschiedlichste Formate widmen sich dem Thema »Experiment: Verbundenheit«.

Workshop VoiceVenture: »Was bleibt« Ist echte Verschmelzung unterschiedlicher Kulturen möglich? Wie klingt es, wenn aus einem Nebeneinander tatsächlich Verbundenheit wird? In einem offenen Workshop erforschen aus Krisenregionen Geflüchtete und sesshafte Dresdner mit Musik und Stimme, was sie verbindet. Komponist Carsten Hennig entwickelt mit den Teilnehmern, unterstützt von Mentoren des Dresdner Kammerchores, in sechs Workshop-Sessions ein neues Stück, das im Abschlusskonzert der CoroTopia in Hellerau uraufgeführt wird. Der kostenlose Workshop ist offen für alle. in Kooperation mit Singasylum und dem Montagscafé im Staatsschauspiel Dresden Proben jeweils montags 05. Mrz bis 16. Apr 2018 / 19:00–20:30 Uhr Dresden / »An der Loge« (Bautzner Str. 19)

ZwischenTöne Spezial: offene Proben In der gesamten Werkstattwoche der CoroTopia ist das Publikum täglich eingeladen,

Uraufführungen unter der Leitung von HansChristoph Rademann hautnah mitzuverfolgen. Mit dabei sind die Komponisten Maximilian Schnaus und Malika Kishino. Mo bis Fr / 23.–27. Apr 2018 / 16-19:00 Uhr Mi / 25. Apr 2018 / 20:00 Uhr Dresden / Festspielhaus Hellerau

Salons Zwei Salons widmen sich dem Diskurs zum Thema der CoroTopia »Experiment: Verbundenheit«. Im Eröffnungssalon öffnen Gäste aus Kultur, Kirche, Politik und Soziologie einen breiten Blickwinkel. Und im Dienstagssalon mit Max Rademann erzählen die Komponisten Malika Kishino, Carsten Hennig und Maximilian Schnaus von ihrer Arbeit. Mo / 23. Apr 2018 / 20:00 Uhr Di / 24. Apr 2018 / 20:00 Uhr Dresden / Festspielhaus Hellerau

Kitchen Talk mit VoiceVenture Viele Köche verderben nicht den Brei, sondern sorgen für ein multikulturelles Mahl: Die Projektchor-Teilnehmer von VoiceVenture, Sänger des Dresdner Kammerchores und Komponist Carsten Hennig kochen und essen mit dem Publikum und erzählen von ihrer gemeinsamen Workshop-Arbeit. Ist das »Experiment Verbundenheit« geglückt? Do / 26. Apr 2018 / 20:00 Uhr Dresden / Festspielhaus Hellerau

neugierig zu sein und die Probenarbeit für die 49


Neuerscheinungen »eine Edition, die Maßstäbe setzt« (Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2016) Gesamteinspielung Vol. 16

Heinrich Schütz Schwanengesang

Dorothee Mields, Gerlinde Sämann Sopran David Erler, Stefan Kunath Altus Georg Poplutz, Tobias Mäthger Tenor Martin Schicketanz, Felix Schwandtke Bass Dresdner Kammerchor Dresdner Barockorchester Hans-Christoph Rademann Leitung Veröffentlichung: Nov 2017 (Carus) Gesamteinspielung Vol. 17

Heinrich Schütz Kleine geistliche Konzerte II Gerlinde Sämann, Isabel Jantschek, Maria Stosiek Sopran / David Erler Altus Georg Poplutz, Tobias Mäthger Tenor Tobias Berndt, Felix Schwandtke Bass Stefan Maass Theorbe Matthias Müller Violone Ludger Rémy Orgel Hans-Christoph Rademann Leitung Veröffentlichung: Jan 2018 (Carus) Gesamteinspielung Vol. 18

Heinrich Schütz Symphoniae Sacrae II Dorothee Mields, Isabel Jantschek Sopran David Erler Altus Georg Poplutz, Tobias Mäthger Tenor Felix Schwandtke, Felix Rumpf Bass Hans-Christoph Rademann Leitung Veröffentlichung: Mai 2018 (Carus) 50


Konzerthighlights der Saison 2016/17 mit dem Dresdner Kammerchor auf DVD

Festliches Adventskonzert aus der Dresdner Frauenkirche Werke von Mendelssohn, Mozart, Schubert u.a. Regula Mühlemann, Sonya Yoncheva Sopran Dresdner Kammerchor Dresdner Kreuzchor Sächsische Staatskapelle Dresden Andrés Orozco-Estrada Leitung Konzert vom 26. Nov 2016 Veröffentlichung: Nov 2017 (Sony) auf CD und DVD

Johann Sebastian Bach Messe in h-Moll Christina Landshamer Sopran Elisabeth Kulman Alt Wolfram Lattke Tenor Luca Pisaroni Bass Dresdner Kammerchor Gewandhausorchester Leipzig Herbert Blomstedt Leitung Abschlusskonzert Bachfest Leipzig vom Juni 2017 Veröffentlichung: Nov 2017 (Accentus)

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Kl. Geistliche Konzerte I (Vol. 7) Trinitatiskirche Zwönitz

Psalmen Davids (Vol. 8) Stadtkirche Radeberg

Sep 2012

Okt 2012

Pizzicato Supersonic Award für die Lukaspassion

Lukaspassion (Vol. 6) Stadtkirche Radeberg

Apr 2012

Cantiones Sacrae (Vol. 5) Stadtkirche Radeberg

Feb 2012

2012

Johannespassion (Vol. 13) Stadtkirche Radeberg

Mai 2011

Pizzicato Supersonic Award für Zwölf Geistliche Gesänge

Musikalische Exequien (Vol. 3) Stadtkirche Radeberg

Mai 2011

2011 Vol. 1 im Look der Gesamteinspielung erscheint bei Carus

Italienische Madrigale (Vol. 2) St. Marien Dohna

Jun 2010

Pizzicato Supersonic Award für die Geistliche Chor-Music

nov 2006

Datum der CD-Aufnahmen:

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Zwölf Geistliche Gesänge (Vol. 4) MDR Leipzig

Nach 9 Jahren, 20 CD-Aufnahmen, etlichen Auszeichnungen und unzähligen Schütz-Konzerten steht das epochale Projekt kurz vor dem Abschluss. Mit den »Friedensmusiken und Psalmvertonungen« sowie den »Madrigalen und Hochzeitsmusiken« entstehen im Juni und Juli 2018 die letzten beiden CD-Aufnahmen »einer Edition, die Maßstäbe setzt.« (aus der Jurybegründung zum Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2016 für die Einspielung der Johannespassion)

okt 2009

Als 2006 die »Geistliche Chor-Music« aufgenommen wurde und Anfang 2007 bei Carus erschein, war für Hans-Christoph Rademann und den Dresdner Kammerchor noch nicht klar, dass dies der Auftakt für eine lange musikalische Reise sein sollte. 2009 reifte erst der Plan, gemeinsam mit dem Carus-Verlag Stuttgart und zahlreichen weiteren Förderern das zu wagen, was sich schon manch einer vorgenommen, aber noch niemand vollendet hatte: eine Gesamteinspielung aller Werke von Heinrich Schütz.

2007

… bis zur Zielgeraden

Geistliche Chor-Music (Vol. 1) Lukaskirche Dresden

Vom Startschuss …

2013

Schütz-Gesamteinspielung


Werden Sie Schütz-Pate für »Frieden« oder »Liebe«

Madrigale und Hochzeitsmusiken Stadtkirche Radeberg

Friedensmusiken und Psalmvertonungen

Jun 2018

Jul 2018

Schwanengesang (Vol. 16) Münster Heilsbronn

aug 2017

Symphoniae Sacrae II (Vol. 18) Stadtkirche Radeberg

Jul 2017

2016 Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik für die Johannespassion

Symphoniae Sacrae I (Vol. 14) St. Nicolai Polditz

Jun 2016

Alle Informationen zu den Schütz-Paten erhalten Sie auf: dresdner-kammerchor.de oder telefonisch unter +49 (0)351 80 44 100.

Becker-Psalter (Vol. 15) Weinbergkirche Dresden

Kl. Geistliche Konzerte II (Vol. 17) MDR Leipzig

Symphoniae Sacrae III (Vol. 12) Stadtkirche Radeberg

Jul 2014

APR 2016

Matthäuspassion (Vol. 11) Stadtkirche Radeberg

Feb 2014

2015

Weihnachtshistorie (Vol. 10) Stadtkirche Radeberg

JAn 2014

Konzert Geistliche Chor-Music in Guanajuato, Mexiko

Auferstehungshistorie (Vol. 9) Stadtkirche Radeberg

apr 2013

Sie können zwischen mehreren Arten der Patenschaft wählen: Stärken Sie zum Beispiel als Continuo-Pate (40 €) die Basis. Oder übernehmen Sie als Lied-Pate (500 €) exklusiv die Patenschaft für »Ihr« Stück.

Alle Paten werden im Booklet namentlich genannt und erhalten die neue CD. Je nach Art der Patenschaft erwarten Sie viele weitere Dankeschön-Pakete mit: · Paten-Urkunde · Einladung zum exklusiven DankeschönKonzert am 19.06.2018 in Radeberg (S. 36) · Besuch bei der CD-Aufnahme · Treffen mit den Künstlern

Nov 2016

Unterstützen Sie uns dabei, die letzten Schritte der Schütz-Gesamteinspielung zu gehen. Werden Sie Pate oder verschenken Sie eine Patenschaft für eine der beiden CDs, die als Abschluss im Sommer 2018 aufgenommen werden: für die »Friedensmusiken« oder die »Madrigale und Hochzeitsmusiken«.

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GASTLICHKEIT MIT HERZ mitten in Dresden

Herzlich willkommen im Hotel Martha, einem Haus mit 100-jähriger christlicher Tradition. Unser Hotel liegt mitten in Dresden, nur wenige Gehminuten von der historischen Altstadt mit Semperoper, Schloss und Frauenkirche entfernt. • 50 geschmackvoll eingerichtete Zimmer • 2 moderne Appartements • Frühstücksrestaurant im Biedermeierstil • Wintergarten und Sommerterrasse • Restaurant im Gewölbekeller

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Hotel Martha Dresden GmbH Nieritzstraße 11 · 01097 Dresden rezeption@hotel-martha-dresden.de

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www.hotel-martha-dresden.de


Freunde Ihre Verbundenheit beflügelt unsere Kunst! Große Chorkunst braucht Leidenschaft und Idealismus. Jeder, der unsere Begeisterung für die Chormusik teilt, kann unsere Kunst beflügeln und ein Teil davon werden: Kommen Sie in den Freundeskreis des Dresdner Kammerchores. Unterstützen Sie uns dabei, einzigartige Projekte in Musik zu setzen – in Konzerten, CD-Produktionen oder Vermittlungsangeboten wie der Schulchor-Patenschaft. Unsere Freunde sind ganz nah dran am musikalischen Geschehen, erhalten exklusive Einblicke beim Besuch ausgewählter Proben oder CD-Aufnahmen sowie besondere Ermäßigungen auf Tickets und CDs. Werden Sie ein Teil des Dresdner Kammerchores. Wir freuen uns auf Sie!

Weitere Informationen zum Freundeskreis und die Beitrittserklärung finden Sie auf: dresdner-kammerchor.de Bei Fragen sind wir gerne für Sie da: Agnes Böhm / +49 (0)351 80 44 100

Ein herzlicher Dank all unseren Freunden: Michael Alber, Andrea und Horst Albrecht, Doris Appt, Ursula und Heinrich Auerswald, Walburga und Johannes Böhm, Irmgard Bosholm, Matthias und Katrin Bothe, Dr. Eberhard Burger, Kristine Claus, Bernd Epperlein, Dr. Bernhard Freiherr von Loeffelholz, Michael Geier, Maria Gneuss, Annemarie Groß, Gesine Grube, Knut Haake, Reinhard Heimann, Margita Herz, Prof. Dr. Jörn-Peter Hiekel, Erich Iltgen, Herbert Irle, Georg Jacobi, Erika Johannes, Gabriele Käppler, Irmgard Kind, Heinz Kluttig, Christine und Reinhard Kühnel, Renate Lehmann, Sybille Muth, Susanne und Burkhard Nitzsche, Barbara Ottawa, Dr. Andrea Pax, Rosemarie Pursche, Christa Richter, Regine Rülcker, Dr. Eva Runge, Dr. Ulrich Schmidt, Ulrich Schroeder, Dr. Helmut Stange, Gisela Stöhr, Birgit und Steffen Stölzel, Thekla Twietmeyer, Dr. Bernd und Katrin Uhlemann, Ludwig Unger, Alexandra Lee Walter, Monika Weisbach, Severin Weiß, Andreas Wiedemann, Dr. Jürgen und Karin Wolf, Christine Zitzmann und weitere anonyme Unterstützer Besonderer Dank gilt unseren Förderern: Holger und Jochen Bongardt, Dr. Matthias Rößler 55


Dresdner Kulturgenuss

In fußläufiger Entfernung zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Altstadt empfängt Sie das Hotel Elbflorenz mit toskanischem Ambiente. Die perfekte Anbindung an Straßenbahn und S-Bahn ermöglicht Ihnen ausgedehnte Streifzüge durch das schöne Elbflorenz. Wir freuen uns auf Sie! Unser Angebot „Dresdner Kulturgenuss“: • zwei Übernachtungen in Ihrer Wunschkategorie inkl. Frühstücksbuffet • Eintrittskarten für eine Vorstellung Ihrer Wahl inkl. Programmheft für Dresdner Kammerchor, Staatsoperette Dresden, Boulevardtheater Dresden, Herkuleskeule oder der Comödie Dresden • 90-minütiger geführter historischer Stadtrundgang ab 229,00 Euro im Einzelzimmer* ab 159,00 Euro pro Person im Doppelzimmer* * vorbehaltliche Verfügbarkeit, Arrangementpreis zzgl. Beherbergungssteuer

Rosenstraße 36 · 01067 Dresden · Telefon +49351 8640-500 www.hotel-elbflorenz.de · reservierung@hotel-elbflorenz.de Betreiber: Clipper Hotel Dresden GmbH & Co. KG, Große Elbstraße 47, 22767 Hamburg; GF Nathalie Büll-Testorp


Partner Wir danken den zahlreichen FĂśrderern, Partnern und Sponsoren, die die musikalische Arbeit des Dresdner Kammerchores unterstĂźtzen und begleiten.

Stiftungen, FĂśrderer und Sponsoren

Koproduktions- und Medienpartner

Kooperations- und Veranstaltungspartner

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Impressum Herausgeber Dresdner Kammerchor e. V. Texte: Agnes Böhm, Benno Böhm Redaktion: Agnes Böhm, Benno Böhm Gestaltung: Birgit Fesenmayr Satz: Frank Schönwälder, sachenwerk Druck: Union Druckerei Dresden Redaktionsschluss: 20. Juli 2017 Änderungen bleiben vorbehalten.

Kontakt Dresdner Kammerchor e. V. Buchenstraße 6 01097 Dresden Künstlerischer Leiter: Hans-Christoph Rademann Geschäftsführung: Agnes Böhm Künstlerisches Betriebsbüro: Benno Böhm Telefon: +49 (0)351 80 44 100 Fax: +49 (0)351 810 61 82 E-Mail: office@dresdner-kammerchor.de www.dresdner-kammerchor.de Vorstand Alexander Keuk (Vorsitzender) Tobias Mäthger (stellv. Vorsitzender) Martin Schicketanz (Schatzmeister) Maria Stosiek (Beisitzerin) Alexander Bischoff (Beisitzer) 58

Bildnachweise Fotografien Dresdner Kammerchor: Johannes Windolph, Berlin johanneswindolph.com Weitere Bilder: S. 6: Martin Förster (Rademann) S. 7: Daniel Heine (Klepsch) S. 50: Gert Mothes, Accentus Music (Blomstedt)


dresdner-kammerchor.de

Dresdner Kammerchor Saisonbroschüre 2017/18  

Die Konzertsaison 2017/18 mit dem Dresdner Kammerchor und Hans-Christoph Rademann - mit allen Terminen und Informationen zu Konzerten, Vermi...

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