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02 // juli 2013

Magazin für Geschäftskunden der Telekom Deutschland www.telekom.de/dreisechsnull

N eu handy-T e a r i fe Mehr Leis tung und trotzdem günstiger Seite 54

360 o Wissen für Weiterdenker

Teilen ist das bessere Haben Wie teilen, tauschen und leihen unsere Wirtschaft nachhaltig verändert – und warum das gut für uns ist.

Kommunikation mit System

Schwebende Augen

Black fürs Business

Die Goldbeck-Gruppe aus Bielefeld setzt ein modernes Hightech-Netz ein, um ihre 38 Standorte zu vernetzen. // S. 26

Mini-Drohnen überwachen Ackerflächen und können gar Lawinenopfer aufspüren. Die Flugwunder beeindrucken. // S. 40

BlackBerry präsentiert mit dem Q10 und dem Z10 gleich zwei neue Smartphones der Extraklasse. // S. 50


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ed itorial

Sharing erorbert die Welt ausserhalb des Web. Es ist eine Entwicklung von gewaltiger Dimension. DIRK BACKOFEN, Leiter Marketing Geschäftskunden bei der Telekom Deutschland

Sharing gilt ohne Zweifel als Urfunktion des Web. Bilder, Fotos, Tweets, Kommentare – es wird geteilt, was das Zeug hält. Nun erobert das Prinzip auch die Welt außerhalb des Internets. Dank Smartphone und Apps erlebt Carsharing einen unglaublichen Boom (S.18) und Startups lassen ihre Ideen von der Internetgemeinde finanzieren. Warum Teilen so viel Spaß machen kann, erklärt FON-Gründer Martin Varsavsky im Exklusiv-Interview. Zusammen mit den großen Netzbetreibern in Europa und USA baut er die größte WLANCommunity der Welt nach dem Sharing-Prinzip auf. Auch die Telekom macht mit und bietet seinen Kunden WLAN TO GO an (S.25).

Foto: Christian wyrwa

DREISECHSNULL als Preisträger Das Geschäftskundenmagazin der Telekom ist auch in diesem Jahr von einer unabhängigen Fachjury mit dem Award „Best of Corporate Publishing 2013“ in Silber für Print und Online ausgezeichnet worden.

dreisechsnull im web Web www.telekom.de/dreisechsnull E-Mail dreisechsnull@telekom.de Facebook facebook.com/dreisechsnull Twitter twitter.com/drei_sechs_null

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Trotzdem mag für viele Teilen und Tauschen ein Modethema sein, aber dahinter steht eine Entwicklung von gewaltiger Dimension. Sie hat mit einer neuen Verfügbarkeit von Gütern im Internet zu tun und mit der Frage, warum wir etwas besitzen müssen, wenn sich im Web leihen und tauschen lässt. Von den jungen Pionieren dieser Bewegung handelt unsere Titelgeschichte und was das vor allem für die Wirtschaft bedeutet (S.14). Keine Frage: Unternehmen müssen umdenken. Nutzen statt Besitzen bedeutet, dass Dinge vor allem langlebig sein müssen. Genau das besagt der aus Indien kommende

Trend Frugal Innovation: Dort werden zunehmend einfache Produkte mit wenig Features nachgefragt, die effizient und günstig sind. Warum das gerade in unseren Industrieländern wichtig ist, erklärt Unternehmensberater Navi Radjou im Interview (S.38). Pünktlich zum Sommerbeginn stellen wir Ihnen jede Menge Produktneuheiten vor, zum Beispiel, neue XXL-Smartphones mit größeren Displays; oder die jüngste Generation schlanker Tablet-PC. Und ab sofort können unsere Kunden den passenden Mix aus Daten-, Telefonie- und Roamingtarifen auswählen – für Einsteiger bis zum Profi (S.54). Den maßgeschneiderten Mix an Diensten und Anwendungen können Unternehmen bedarfsgerecht und jederzeit aus der Cloud beziehen. Rund 40 Anwendungen für Geschäftskunden, darunter Büro-Software wie Office 365 von Microsoft lassen sich im Business Marketplace der Telekom buchen oder unverbindlich testen (S.63). Im Business-Dossier beschreiben wir die enormen Potenziale der Cloud und zeigen, wie Sie Kosten und Aufwand sparen können. In diesem Sinne: Bleiben Sie uns gewogen! Herzlichst, Ihr Dirk Backofen

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INhalt

DreiSechsNull WISSEN FÜR WEITERDENKER

Heft 02 _ 2013

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Kommunikation mit System Wie Goldbeck sein Daten- und Sprachnetz weltweit organisiert

40

Fliegendes Auge Sie sind nützlich und praktisch. Wo die schwebende Kameras eingesetzt werden.

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Teilen ist das bessere haben Reparieren statt wegwerfen, leihen statt besitzen – eine neue Kultur des Tauschens entsteht im Web. Warum das für uns so wichtig ist.

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Hotel mit Durchblick Die Azure Holding in Berlin lässt gleich vier Hotels vernetzen – zum Vorteil der Gäste.

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Titelthema 14 Teilen ist das bessere Haben

Wie teilen statt besitzen, reparieren statt kaufen unsere Wirtschaft verändert

Standards 6 Perspektive

China: Was passiert mit Elektroschrott?

9 News und Neuheiten 24 „Teilen macht Spaß“ Ein Gespräch mit Martin Varsavsky,   Gründer der WLAN-Community Fon

65 Impressum 72 Was macht … Anna Thumel?

made in Germany

26 Kommunikation mit System

Die Firma Goldbeck hat Festnetz   und Mobilfunk kostengünstig gebündelt

Social-Media-Profi bei der Telekom

Business -Dossier 63 Ab in die Cloud

30 Hotel mit Durchblick

Anwendungen im Business   Marketplace der Telekom buchen

Hotels der Azure Property Group in Berlin profitieren von ausgeklügelter Technik

64 Word & Co. in der Cloud

Trends 34 „Von den Kleinen lernen“

Wie der Telekom Inkubator Hubraum jungen Internet-Gründern hilft

Das bietet Microsoft Office 365

66 Schutz gegen Viren Lösungen für Fimen aus der Wolke

68 Smartphones gut im Griff

Was kann der Mobile Device Manager?

36 Hast du mal einen Euro? So lassen sich findige Start-ups von  der Internet-Community finanzieren

70 Die Cloud kommt auf Touren Ein Truck der Telekom stellt neue Videokonferenzlösungen und die Cloud vor

40 Fliegendes Auge

Wo Kamera-Drohnen eingesetzt werden

Ein kleiner beitrag

DREISECHSNULL praxis

38 „Mangel macht erfinderisch“

48 Harter Knochen

Warum Innovationen aus Schwellen-  ländern einfach, billig und effizient sind

Neue Outdoor-Smartphones vorgestellt

Titel: Maiko Gubler / UPPERORANGE; Fotos: Werner Amann, Christian Wyrwa, PR (4)

50 Black fürs Business 44 Zahlen, Daten, Fakten

menschen und macher

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„Von den Kleinen lernen“ Hubraum fördert junge Gründer. Ein Gespräch mit den Machern.

Die neuen BlackBerry-Smartphones

Die neue Kultur des Teilens im Internet

52 Groß und größer Smartphones mit Riesendisplays

8 Der Klardenker

54 Rundum-sorglos-Pakete

Handy-Porträt mit dem Schweizer   Unternehmer und Autor Rolf Dobelli

Sechs neue Tarifmodelle für Mobilfunk

56 Schick, schön, schlank 10 Nachgefragt

Hier kommen Tablet-PC mit HD-Display

Wollen wir tauschen und teilen?

57 Hightech-Schutzengel

52

46 Der Widerstands-Stifter

Sozialpsychologe Harald Welzer fordert mehr eigenständiges Denken

58 Gesten- und Sprachsteuerung

Standards GroSS und gröSSer Neue Smartphones punkten mit Riesendisplays. Ein Überblick.

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Notrufsystem für Motorradfahrer

60 Spüre die Kraft der Wolke Überall in der Cloud arbeiten

3 Neue Mitteilung

Dirk Backofen über die Kraft neuer   Ideen und die Kultur des Tauschens

www.telekom.de/dreisechsnull

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perspek tive


Was mit dem Elektroschrott passiert

Die junge Arbeiterin sitzt an einem einfachen Holztisch. Darauf sind unzählige kleine und mittelgroße Plastikschalen verteilt, in der Mitte türmt sich ein kleiner Hügel Elektronikteile. Mit schnellen Handbewegungen sortiert sie Dioden, Kondensatoren und Schaltungen. Jedes wandert in einen der Behälter, und es sieht fast so aus, als ob sie ein riesiges Puzzle zusammensetzt. Doch hier in der Welthauptstadt des Elektroschrotts, der Stadt Guiyu in der südchinesischen Provinz Guangdong, werden millionenfach ausrangierte Platinen per Hand zerlegt, um Bauteile und Edelmetalle zu verwerten. Um die neuzeitliche Handarbeit zu subventionieren, wurde eigens ein staatlicher Fonds aufgelegt. Einzahlen sollen vor allem Produzenten und Importeure von Elektrogeräten aus dem Westen.

Foto: imago

Chinesisches Puzzle


news

Der Klardenker Handy-Porträt: Rolf Dobelli, Schweizer Unternehmer und Autor, gibt in seinen Bestsellern Anstöße zum klaren Denken. Dazu gehört auch, sich nicht mit Infos zu überfrachten und das Handy ab und zu auszuschalten. Welches Smartphone nutzen Sie, und warum haben Sie sich dafür entschieden? Ich nutze aktuell das iPhone 4S. Sein Vorgänger, das ­iPhone 3 mit den runden Ecken, gefiel mir zwar besser, aber die Speicherleistung reichte nicht mehr aus. Können wir – wie Sie im ihrem Buch raten – mit dem Smartphone klüger handeln? Unbedingt, solange wir uns nicht durch News zumüllen lassen, ist ein Smartphone eine gute Sache. Allerdings tut man gut daran, sein Phone ab und zu ganz bewusst abzuschalten. Wie halten Sie es selbst mit der Erreichbarkeit? Wann schalten Sie Ihr Handy aus? Über Nacht und etwa vier Stunden am Tag bin ich per Smartphone nicht zu erreichen. Welche Telefonnummern können Sie tatsächlich noch auswendig? Etwa sieben. Die meiner Frau, meiner Eltern, meiner Schwester, meiner Geschäftspartner und meine eigene. Sind Sie eher ein Simser, oder telefonieren Sie lieber? SMS sind viel praktischer und zeitsparender.

Dobellis lieblingsapps MapsWithMe Pfiffige Offline-Karten für unterwegs ohne Web-Anschluss

Kindle Reader App des bekannten E-BookReaders von Amazon

Weather Pro Sonne, Regen, Nebel – sieben Tage Wetterprognosen

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R O L F D O B E L L I Geboren: 15. Juli 1966 in Luzern // 1987: BWL-Studium an der Uni St. Gallen, 1995: Promotion // 1991 bis 1998: Führungsaufgaben in Schweizer Unternehmen sowie Gründer (getAbstract, Zurich.Minds, CCADEMY) // 2011: „Die Kunst des klaren Denkens“ // 2012: „Die Kunst des klugen Handelns“ // lebt mit seiner Frau in Luzern // Motto: Via Negativa: Aus den Fehlern, nicht aus den Erfolgen lernen wir.

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Piazza aus Papier Mit beeindruckender Detailschärfe hat der britische Künstler Matthew Picton die Gassen und Kanäle Venedigs nachgebildet – aus Papierstreifen. Sie stammen aus Thomas Manns Roman „Tod in Venedig“ und aus den Noten der gleichnamigen Oper von Benjamin Britten. Ebenfalls zu bewundern: Dubai, Moskau und London. www.matthewpicton.com

Venedig mal anders: Diese Nachbildung der Lagunenstadt fertigte der Londoner Künstler Matthew Picton aus Papierstreifen.

ap p s f ü rs business

Fotos: Pablo Faccinetto, Matthew Picton, PR

Evernote Premium Exklusiv für Telekom Kunden gibt es die beliebte Premium-App ein Jahr lang kostenlos mit vielen nützlichen Zusatzfunktionen. www.telekom.de/evernote Penultimate Mit Finger oder Stift lassen sich handschriftliche Notizen auf dem iPad erstellen und bei Bedarf auf Evernote speichern. www.evernote.com

Camcard HD Mit dieser App lassen sich Visitenkarten per Handy-Kamera in das Smartphone scannen, speichern und anschließend ordnen. www.camcard.com

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Sternegucken mit Super-Laser

Astronomen in der Atacama-Wüste in Chile nutzen einen neuen, extrem leistungsstarken Laser, um einen künstlichen Fixstern in 90 Kilometer Höhe zu erzeugen. Damit können die Forscher ihre Systeme millimetergenau ­ausrichten und störende Lichtreflexe in der Atmosphäre kompensieren. Bilder aus den Tiefen des Weltalls sind jetzt so scharf, als würde das Teleskop selbst im Weltraum stehen. www.eso.org

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news

„Wollen wir miteinander teilen?“ Nachgefragt: Nur Dinge besitzen ist langweilig, meinen immer mehr Menschen. Internet, Smartphones und Apps machen das Teilen und Tauschen massentauglich und bringen nebenbei Spaß. Vier Meinungen.

„Ja, so schaffen wir neue Synergien“ Technisch bekommt Teilen heute eine neue Bedeutung: Gemeinsam mit anderen Firmen und Personen nutzen wir cloudbasierte Dienste und sparen dadurch Ressourcen. Nicole Lucke, 43, Marketing-Profi, Kempten im Allgäu

„Privates wird bei mir nicht geteilt“ Ich benutze den Computer ausschließlich zu privatem Zwecke – und da gibt es mit Dritten nichts zu teilen. karl Heuser, 76, Rentner, Bad Ems

Die neuen Portale wie whyownit.com oder tamyca.de sind top! Und die Idee, Produkte oder Service-Leistungen mit Gleich-gesinnten zu teilen, finde ich echt sinnvoll – und zeitgemäß. Benjamin Beck, 29, Produktdesigner, Berlin

„Das Web schafft Transparenz“ Ressourcen teilen und schonen ist ja eigentlich ein alter Hut. Das Netz gibt dieser tollen Idee endlich Transparenz und Geschwindigkeit. Christian Blau, 52, Weinhändler in Hamburg

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Fotos: martin kath (4), Jan Greune (1), Andreas Fromm (1), PR (5)

„Klar, Teilen macht Sinn“


Neuheiten aus digitalien_01 AuSSen Mini, innen riesig Der US-Hersteller Seagate stellt eine herkömmliche 3,5-Zoll-Festplatte vor, die gigantische vier Terabyte Speicherplatz bietet (1) – genug für 480 Stunden Videomaterial in HD-Qualität. www.seagate.com

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Hakan Lidbo (links) und Boris Blank (ehemals von Yello) zeigen den Yellofier, eine App, die aus Tönen Musik macht.

„City 2.0“: Aufbruch ins Übermorgenland Bereits die Hälfte der Menschheit lebt und arbeitet in Mega-Citys und Ballungsräumen. Und es kommen Jahr für Jahr immer mehr dazu. Ein brisantes Thema, das unter City 2.0 von renommierten Wissenschaftlern, Denkern, Künstlern und Architekten auf der TEDx-Konferenz anfang Juni in Hamburg leidenschaftlich diskutiert wurde. TED (kurz für Technology, Entertainment and Design) ist ein weltweit einzigartiges Diskussionsforum aus den USA und wurde 1984 als elitäre Wissenskonferenz für kreative Macher in Kalifornien gegründet. Nach dem Motto „Ideas worth spreading“ werden heute sämtliche Themen und Talks ins Netz gestellt und sind so für Millionen zugänglich. Mit Erfolg: Die hochkarätigen, in viele Sprachen übersetzten Vorträge auf TED.com begeistern Zuschauer weltweit. Inspirationen aus Hamburg. www.tedxhamburg.de

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Federleichte Mini-Kamera Die staub- und wasserdichte HX A100 (2) filmt in Full HD und zwei Slow-Motion-Geschwindigkeiten. Über WLAN lässt sich der Inhalt leicht teilen und die Kamera fernbedienen. www.panasonic.de

Vielseitig: Als Antrieb für das Modell VLC 4.0 ist sowohl ein Verbrennungsmotor als auch Hybrid- oder Elektroantrieb möglich.

Schnittiges Fliegengewicht Rennwagen oder Raumschiff? Diese Frage stellt sich beim Anblick des Very Light Car der US-Ingenieursfirma Edison 2. Das Fahrgestell aus Aluminium wiegt nur 500 Kilogramm. Auf teures Hightech-Material wie Karbon verzichteten die Entwickler aus Kostengründen. Der ­technische Clou des Zweisitzers sind aber die Radaufhängungen: Feder, Dämpfer und Scheibenbremsen bilden eine kompakte Einheit und passen ins Felgeninnere. Nur sechs PS reichen aus, um den schnittigen Zweisitzer auf Tempo 100 zu bringen. www.edison2.com

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Großes Rad: Federung, Dämpfung und Bremsen sitzen kompakt im Inneren des Rades, das daher etwas größer sein muss als normal.

Flexibel ausgelegt: Das VLC lässt sich als Zweisitzer oder als Familienauto mit sechs Plätzen konzipieren. Der Luftwiderstandswert liegt bei 0,16 cW.

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news

zitiert

„Wir stehen erst ganz am Anfang der Entwicklung!“

Google- Gründer larry page bei der Vorstellung der neuen Datenbrille Google Glass. Die Cyberbrille spiegelt Informationen aus dem Web direkt auf die Linse und kann auch Fotos machen.

Das wohl größte WLAN-Netz für Fans Stell dir vor, Stürmer-Star Lars Bender schießt einen Freistoß in die linke Ecke. Ein Traumschuss – und du hast ihn nicht gesehen! Für Fußball-Fans ein Drama. Für Bayer 04-Anhänger bald kein Problem: Sie können sich die Schußszene auf ihrem Smartphone wiederholen lassen – und zwar so oft sie wollen. Möglich wird der neue Zuschauer-Service durch ein flächendeckendes WLAN, das die Telekom gemeinsam mit Cisco in der Leverkusen-Arena aufbaut. Das Projekt taucht das Stadion in ein gigantisches WLAN-Funknetz. Für den Zugang sorgt eine passende App. Im so genannten „Stadion der Zukunft“ können 20 000 Fans gleichzeitig online gehen.

Ernten in der Stadt Das ist nicht etwa ein allzu futuristisch geratenes Parkhaus – der Glasturm dient als Gewächshaus. Auf einer spiralförmigen Rampe sollen künftig Kartoffeln, Karotten und Kräuter ­gedeihen. Schon 2015 will die schwe­ dische Firma Plantagon die Ernte in ihrem ersten Treibhauskegel einfahren. Das Projekt entsteht im Rahmen von Urban Farming – also Landwirtschaft in Ballunsgräumen und die Frage, wie sie sich betreiben lässt. Im Jahr 2050 sagen Forscher voraus, werden 80 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. www.plantagon.com

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Freiheitskämpfer für Firefox

Neuheiten aus Digitalien_02

Erst studierte er in Magdeburg, ging dann 2001 an die Uni Kalifornien in den USA, um seine Dissertation abzuschließen. Heute ist Andreas Gal „Vice President Mobile ­Engineering“ bei der Mozilla Corporation. Der ­Deutsche mit ungarischen Wurzeln arbeitet am derzeit wichtigsten Open-Source-Projekt der mobilen Welt: Firefox OS. Sicher, schnell und vor allem offen soll das künftige Betriebssystem für Smartphones sein (­ Projektname Boot to Gecko). Es wird von Entwicklern weltweit in Teamarbeit programmiert. Auch die Telekom ist beteiligt und forscht in den Berliner Innovation Labs unter anderem an cloudbasierten Apps. Joggen fürs Gehirn

Datenboom im Mobilfunk In den letzten Jahren hat sich das Gesamtvolumen der Datennutzung pro Nutzer in Deutschland fast verdoppelt. Waren es 2010 knapp 91 Megabyte im Monat, sind es inzwischen satte 196 Megabyte, die über die Mobilfunknetze übetragen werden.

91 MB 196 MB 

Das Neurosky Mindwave eignet sich ideal zum ­Training der grauen Zellen, verspricht der Hersteller. Getragen wird es wie ein Headset, wobei der vordere Bügel über der Stirn liegt und die Gehirnwellen und damit die Aufmerksamkeit misst. Im ­Lieferumfang enthalten sind zehn Apps, darunter auch Lernspiele. Starterkit ab 100 Euro. www.neurosky.com

Fotos: Peter Langer (1), ddp (1), PR (5)

Quelle: Dialog Consult / VATM-Analyse 2012

Pimp my lautsprecher

Jetzt kommt Hexy! Hexy taufte Joe Schlesinger liebevoll seinen sechsbeinigen Roboter, der aussieht wie eine Spinne und sich auch so fortbewegt. Seine Umgebung erfasst der knapp ein Kilo schwere Mini-Roboter mit Ultraschall-Sensoren, die im Kopf stecken. Die Rechneranbindung läuft über Bluetooth, sodass sich Hexy mit neuen Programmen versorgen lässt. Preis: ab 165 Euro. www.arcbotics.com

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Sie sehen aus wie Lautsprecher aus den 1950er und 60er Jahren. Doch hinter der Serie Tombox aus der kleinen Designerschmiede „Die Fabrik“ stecken aufgemotzte mobile Verstärkerboxen. Die Tüftler aus Leipzig nutzen dazu alte Retro-Lautsprecher als Hüllen und rüsten die holzverkleideten Kisten mit Verstärker, Akku und Audiokabel zur mobilen Soundbox um. Preis: 270 Euro. www.diefabrik.org

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Ich fing damit an, weil es schade ist, alles wegzuwerfen. Und viele Menschen wissen nicht mehr, wie man dinge repariert.  Repair-Café-Gründerin Martine Postma


tite lthema

Teilen ist das bessere Haben Es fing harmlos an: Einfach mal weniger kaufen und mehr leihen. Inzwischen teilen und tauschen millionen Menschen fast alles vom Segelboot bis zum Schlafplatz übers Internet. Warum Sharing viel mehr ist, als ein hipper Trend. Text: Iris Quirin // Jean-Marc Göttert

Foto: Laif

D

ie Kaffeemaschine streikt wieder, die Lampe flackert, und den Lieblingspulli haben die Motten angefressen: Wegwerfen? Denkste! Lieber treffen sich die Wegwerf-Verweigerer in „Repair Cafés“. In Berlin-Kreuzberg, Köln, Mainz oder Bielefeld bringen sie ihre Besitztümer wieder auf Vordermann, anstatt gleich neue Dinge zu kaufen. Die Idee zum Repariertreffen unter Gleichgesinnten stammt aus den Niederlanden. Dort rief Martine Postma vor drei Jahren die Repair Café Foundation ins Leben, weil sie es leid war, halbwegs Brauchbares wegzuwerfen. ­Inzwischen gibt es 20 dieser „Cafés“ auch in Deutschland, die regelmäßig statt zum gemütlichen Kaffeeklatsch lieber zum geldbeutel- und rohstoffschonenden Reparieren einladen. Vor Ort stellen Experten und Profis ihr Wissen und Können ehrenamtlich zur Verfügung. Reparieren, teilen, tauschen, verschenken, gemeinsam nutzen – immer mehr Menschen entziehen sich dem Konsumwahn und überlassen anderen ihren Besitz oder reparieren Altbewährtes oder Kaputtes mit dem Know-how von Experten. Oder sie tauschen, verschenken oder verkaufen Gebrauchtes auf Plattformen wie dem Kleiderkreisel in

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Repair Café Gegen die Wegwerfgesellschaft stemmt sich die Stiftung Repair Café auf Initiative der Holländerin Martine Postma. In Deutschland gibt es bereits 20 „Repair Cafés“. www.repaircafe.de

München (Motto: „Kämpfe stilvoll gegen die Verschwendung“). Sie beackern Gemeinschaftsgärten wie die Hochbeet-Anlage des Allmende-Kontors auf dem Tempelhofer Flughafenfeld in Berlin. Der Antrieb: Was meins ist, ist auch deins – und umgekehrt. Ein wachsendes Umweltbewusstsein und die globale Rezession verstärken den Trend hin zum Collaborative Consumption, zum gemeinschaftlichen Konsum, den das US-Magazin „Time“ zu den derzeit wichtigsten Bewegungen im Internet zählt.

Vom Besitzen zum benutzen Was anfangs als Trend für Konsumverweigerer und Gutmenschen belächelt wurde, nimmt Fahrt auf und begeistert durch das Internet immer mehr Menschen. Zahlreiche Sharing-Plattformen sind im Web entstanden, über die fast alles – vom Haus über das Auto bis zum Designer-Kleid – geteilt und getauscht werden kann. „Der Trend geht vom Besitzen zum Benutzen und vom Kaufen zum Teilen“, bestätigt Karin Frick, Forschungsleiterin am Schweizer Gottfried Duttweiler Institut (GDI). Frick ist Mitautorin der Studie „Sharity, die Zukunft des Teilens“. Im globalen Dorf

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Begegnungsstätte Betahaus: Arbeit und Freizeit teilen.

Die Leute kommen ausdrücklich, um ihre Idee zu teilen. Sie wissen, sie wird damit meist besser.  Madeleine von Mohl, Mitgründerin Betahaus Berlin

entsteht gerade eine neue Bewegung, sagt sie. Die Studie untersucht, wie groß die Bereitschaft zum Teilen in der Schweiz und in Deutschland ist. Ein Ergebnis vorweg: Die meisten der rund 1 100 Befragten teilen, weil sie es gern tun und vor allem, weil es gut für die Gemeinschaft ist. Das mag wenig überraschen, denn Besitz nutzen und teilen ist an sich nichts Neues: Flohmärkte, SecondhandLäden, Waschsalons, Carsharing-Initiativen, Genossenschaften, landwirtschaftliche Kooperativen oder ge­ meinnützige Vereine gibt es schon lange. Teilen liegt uns offenbar in den Genen, und es ist eine grundlegende Form des Verhaltens, die seit Beginn der Menschheitsgeschichte die Beziehungen untereinander regelt. Neu ist die rasante Verbreitung des Tausch-Trends. Erst mit dem Internet, der Cloud und der enormen Verbreitung von Smartphones und Apps ist das Teilen und Tauschen einfacher geworden. „Moderne Informationstechniken ermöglichen die Ökonomie des Teilens und sind gleichzeitig ihr Vorreiter, zum Beispiel mit Cloud-Diensten oder Social

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betahaus Das erste Betahaus wurde 2009 in Berlin für digitale Nomaden eröffnet – rund 250 Quadratmeter Platz für flexible und fixe Arbeitsplätze, ein Café, Meeting-Räume und viel Eventspace. www.betahaus.de

Software“, erklärt Dieter Kempf, Präsident des Bitkom-­ Verbands. Bereits 83 Prozent der Internet-Nutzer im Alter von 14 bis 19 Jahren teilen und tauschen, was das Zeug hält. Zumindest hat das die Studie „Kultur des Teilens“ im Auftrag der Bitkom herausgefunden. Die jungen „Digital Natives“ sind über Social Media miteinander vernetzt und teilen praktisch alles mit Freunden und Verwandten. Ging es anfangs noch um digitale Inhalte wie Fotos, ­Musik, Bewertungen und Videos, so hat das Teilen via Internet längst auch materielle Dinge erfasst. Am meisten werden inzwischen Fahrräder, Autos und der Schlafplatz mehrfach genutzt. Auch Musik in Form von CDs besitzt die Jugend immer seltener: Hits hören die jungen Leute nach Lust und Laune über digitale Streaming-Dienste wie ­Spotify. Bezahlt wird mit einer Flatrate. Auch in der Arbeitswelt greift der Trend zum Teilen um sich: Coworking heißt die neudeutsche Wortschöpfung für ein geteiltes Büro. Mit dem Betahaus in Berlin eröffnete 2009 der erste Coworking-Space, in dem sich Schreib­

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tite lthema

airbnb: Tausch börse Wohnraum My Home is your Castle. 2008 in San Francisco gegründet, zählt der Pionier der privaten Unterkunftsvermittlung Angebote in 33 000 Städten und 192 Ländern. Der Name leitet sich ab von Airbed and Breakfast (Luftmatratze und Frühstück). Vom Baumhaus bis zum Schloss ist mittlerweile alles zu haben. Airbnb übernimmt die Kontaktvermittlung zwischen Gastgeber und Gast und wickelt die ­Bezahlung ab. www.airbnb.de

tische zeitweise mieten lassen. Die Betahaus-Gründer hatten aus der Not eine Tugend gemacht und ihr meist zu großes und zu teures Büro, das sie damals als kleine Agentur mit wechselnder Besetzung belegten, mit anderen geteilt – nach dem Motto: gemeinsam genutzter Raum, geteilte Kosten. Das Sharing-Konzept geht vor allem im start-up-starken Berlin auf: Mehr als 1 600 Freiberufler, Kreative und digitale Nomaden blieben mindestens einen Monat zur Untermiete, dazu kommen viele Tagesgäste, die ab und zu einen Schreibtisch nutzen. Längst gibt es Betahäuser in Städten mit einer lebendigen Gründerszene wie Hamburg, Sofia und Barcelona. Und viele wollen sich nicht nur das Büro teilen, sondern Gemeinschaft jenseits der virtuellen Welt im Web erleben. „Hier herrscht eine andere Denkweise“, erklärt Mitgrün­ derin Madeleine von Mohl. „Die Leute kommen, um Ideen zu teilen, weil sie wissen: Wenn sie ihre Idee mit jemand anderem besprechen, wird sie meist besser.“ Angst vor Ideenklau hat übrigens keiner; die Kultur ist offen.

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Stark gewachsen Das Sharing-Konzept funktioniert bei Betahaus so gut, dass die Fläche von einst 250 Quadratmetern in 2009 auf heute 2 000 Quadratmeter rasant gestiegen ist. Rund 200 Coworkers finden hier regelmäßig einen Arbeitsplatz auf Zeit.

9flats: Community für Couchsurfer Die von T-Ventures mitfinanzierte, deutsche private Unterkunftsvermittlung des Start-up-Unternehmers Stephan Uhrenbacher bietet über 90 600 private Unterkünfte rund um den Globus an. 9flats übernimmt die Zahlungsvermittlung und legt Wert auf die gegenseitige Bewertungen der Gäste und Gastgeber für Vertrauen und Glaubwürdigkeit. www.9flats.com/de

250 m

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2000 m

Quelle: Betahaus Berlin

Fotos: PR (3)

Die jungen Wilden: Das ursprüngliche Büro in Berlin Kreuzberg kam über ein Posting bei Xing herein, erzählt Mitgründerin Madeleine von Mohl (links). Inzwischen ist Betahaus zu einem Synonym für Coworking in Deutschland geworden.

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titelthema

Wir fahrn, fahrn, fahrn ...

Mitfahrzentrale flinc In der Flinc-Community tauschen sich Fahrer und Mitfahrer aus Die von Benjamin Kirschner gegründete Plattform setzt einen bewährten Studentendienst zeitgemäß um. Registrierte Nutzer – derzeit sind es rund 100 000 – legen ihre täglichen Strecken als Fahrer oder Mitfahrer an. Via E-Mail oder SMS erhalten sie die Info, wenn sie jemanden mitnehmen oder bei jemandem mitfahren können. Pro Monat, so Business Developer Philip Hormel (Foto), laufen bereits 400 000 Fahrten und Mitfahrten über die Website, die auch Unternehmen für Fahrgemeinschaften ihrer Mitarbeiter nutzen. www.flinc.org

Carsharing von privat Bei Carzapp lassen sich Privatautos per Smartphone und ohne Schlüsselübergabe mieten. CEO Oliver Lünstedt (rechts) und Sahil Sachdeva gründeten im Juni 2012 die Verleihplattform für private Fahrzeuge Carzapp in Berlin. Das Neue: Die Fahrzeugübergabe von Besitzer zu Mieter erfolgt schlüssellos. Das ermöglicht das ZappKit, eine kleine Box, die in das Fahrzeug des Teilnehmers eingebaut wird. Es ist mit GPS ausgestattet und sendet alle Mietdaten über das Internet an das System von Carzapp. Nach Freigabe des PkwBesitzers wird sein Wagen mit einer App geöffnet. Im Auto liegt der Zweitschlüssel für die Fahrt. www.carzapp.net

Allein von 2011 bis 2013 stieg die Zahl der über Carsharing verfügbaren Autos in Deutschland von 190 000 auf 430 000. Quelle: Bundesverband Carsharing 2012

Carsharing-Nutzer in Tausend Fahrzeuge in Tausend

450* 400

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350

300

300 250

* Angaben in Tausend

Zahl der verfügbaren Fahrzeuge steigt enorm

200

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70,3

100 50 1998

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Businessmodelle in der Sharing Economy basieren da­ rauf, bestehende Ressourcen und Hardware intelligenter zu verteilen, erklärt Karin Frick, Forschungsleiterin beim GDI. Carsharing sei ein gutes Beispiel dafür. Zahlen der Unternehmensberatung Frost & Sullivan belegen: In diesem Jahr nutzen weltweit rund drei Millionen Menschen etwa 70 000 Fahrzeuge als Carsharing. Bis 2020 wird die Zahl der Carsharing-Fans auf das Neunfache – auf rund 26,2 Millionen – regelrecht explodieren. Dabei bleibt es aber nicht: Nach einer aktuellen Umfrage des Bundes­ verbands Carsharing hat bereits heute fast die Hälfte der autobesitzenden Neukunden ihr eigenes Auto nach sieben Monaten Mitgliedschaft abgeschafft.

S m a r t p h o n e s a l s T u rb o

car 2 go – Smart unterwegs Der Branchenprimus von Daimler hat eine neue Mobilität in der Stadt etabliert

Fotos: Wolfram scheible (2), PR (1)

Nach der Registrierung via Internet und einem Führerscheinnachweis vor Ort erhält der Nutzer eine Chipkarte, mit der er einen der blauweißen Smarts aus der Flotte öffnen kann, der Schlüssel liegt im Auto. Das nächstgelegene freie Auto wird per App auf dem Smartphone angezeigt und kann auch über die App reserviert werden. Am Ziel angelangt, stellt man das Auto bei der nächstbesten Parkmöglichkeit ab. Abgerechnet wird nach Fahrzeit über Bankeinzug. Das Angebot nutzen bereits über 280 000 Kurzstreckenfahrer in 18 Städten Europas und Nordamerikas. www.car2go.de

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Woher kommt plötzlich der Boom? „Beim Carsharing bringt moderne Technik die entscheidenden Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Diensten“, erklärt BitkomChef Kempf. Dank Smartphone und Apps lässt sich die aktuelle Verfügbarkeit abrufen, und erstmals ist eine minutengenaue, nutzungsabhängige Abrechnung möglich. Flinkster, das Angebot der Deutschen Bahn sowie Car2Go von Daimler funktionieren in großen Städten gut. Die Ortung des nächsten verfügbaren Autos und dessen einfache Buchung erfolgen per App auf dem Smartphone. Andere Carsharing-Konzepte setzen die Technik des Web anders ein: Das Start-up Tamyca (Take my car) vermittelt zum Beispiel auf einem Portal Privatautos. Im Unterschied zu Car2Go, was in der City für kurze Wege optimal ist, werden die Autos über Tamyca im Durchschnitt drei Tage gemietet. Dann lohnt sich auch der Aufwand, denn Vermieter und Mieter müssen sich persönlich treffen und aus Versicherungsgründen den Wagen begutachten sowie das Übergabeprotokoll unterschreiben. „Wichtig ist, dass man sich auch mal in die Augen schaut, das baut Vertrauen auf“, sagt Tamyca-Chef Michael Minis. Verfügbar sind derzeit 3 500 Fahrzeuge in 600 Städten. In Berlin startet die Firma Carzapp mit einem ähnlichen Angebot. Hier erfolgt allerdings die Übergabe des Autos dank Smartphone und App durch ein speziell eingebautes Kit ohne Schlüssel. Und das Mitfahrnetzwerk Flinc schlägt seinen Mitgliedern online die besten Fahrer oder Mitfahrer in der Umgebung vor. Das nutzen auch Unternehmen für ihre Pendler, die sich darüber zu Fahrgemeinschaften zusammenfinden. Wie alle Carsharing-Konzepte funktionieren diese Modelle am besten in Ballungsgebieten. Vorausgesehen hat das alles Rachel Botsman. Durch ihren Bestseller „What’s Mine is Yours: The Rise of Collaborative Consumption“ (zusammen mit Roo Rogers, 2010) gilt sie als Vordenkerin des gemeinschaftlichen Konsums, der auf das Internet aufsetzt. Anfangs, sagt Botsman, war es der Austausch von Informationen. Dann der Verkauf von Waren, schließlich das Knüpfen von

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Fast die Hälfte der autobesitzenden Neukunden beim Carsharing hat ihr Auto nach sieben Monaten Mitgliedschaft abgeschafft.

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Umfrage des Bundesverbands CarSharing, November 2012

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Weniger kaufen, mehr leihen

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Karlsruhe Wo gibt es die meisten carsharing-Autos? Nicht, wie man meinen könnte, in Millionenstädten wie Berlin oder Hamburg, sondern in Karlsruhe gibt es die meisten Leihwagen (1,8 Car­ sharing-Autos pro 1 000 Einwohner). In Berlin sind es im Vergleich nur 0,1.

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Die Sharing Economy ist allerdings nicht für alle Produkte geeignet. Überleben kann nur Hochwertiges, das man weitergeben und mehrfach nutzen kann. Billige Wegwerfprodukte lassen sich kaum teilen, sie sind damit für die neue ­Generation der „Nutzer-statt-Besitzer“ uninteressant. „Was uns ebenfalls vom Teilen abhält, ist Hygiene und Sorgfalt“, sagt Forscherin Frick. Intime Dinge wie zum Beispiel ­Unterwäsche und Zahnbürste, aber auch Passwörter, ­Mobiltelefone und Computer teilen wir gar nicht – auch nicht mit dem Partner. Und nicht immer geht es um Nachhaltigkeit oder neue Wirtschaftsformen: „Teilen gilt als smart und ist darum sexy“, stellt Frick fest. „Dieser neue Lebensstil des intelligenten Verzichts ist attraktiv für die Generation der jungen Super-Opportunisten, die sich nicht festlegen und verschiedene Lebens- und Arbeits­ formen ausprobieren wollen.“ Intelligent verzichten – das praktiziert zum Beispiel der Hamburger Philipp Gloeckler. Der einstige Gründer der auf Öko-Mode spezialisierten Plattform Avocadostore gibt sein Geld lieber für Erlebnisse und Dinge aus, die ihm wirklich wichtig sind, zum Beispiel mit Freunden essen gehen. Was er im täglichen Leben sonst braucht, leiht er sich einfach. Die Neo-Sharer sind über die App und das Portal Whyownit, das Gloeckler entwickelt hat, miteinander verbunden. Auf der Tauschplattform stellen sie ihre Besitztümer ein, die sie sich gegenseitig verleihen können –

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Fotos: Eric Remann, PR (2)

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Frankfurt

Beziehungen und nun der gemeinschaftliche Konsum. „Die Menschen nutzen die Macht der Technik, um ungenutzte Kapazitäten nutzbar zu machen“, beschreibt Botsman 2010 die Veränderung der Konsumgewohnheiten. Und es gibt kaum etwas, das nicht geteilt werden kann. „Ein hohes Sharing-Potenzial haben Güter, die nur sporadisch genutzt werden und bei denen die Last des Unterhalts größer ist als die Lust des Besitzes“, sagt Forscherin Frick. Nach dem Motto: Warum 2 000 Euro oder mehr für ein Kleid ausgeben, das man nur zwei- bis dreimal trägt? Dem Berliner Start-up Prêt-à-Louer war das eine Geschäfts­ idee wert: Statt zu verkaufen vermietet es hoch­wertige ­Designer-Kleider, Taschen, Schmuck und Accessoires. Was können Hersteller und Produzenten daraus lernen? „Sie müssen sich zunehmend darauf einstellen, auf einem B2B-Markt anzubieten, da ihre Abnehmer nicht Konsumenten, sondern eher Sharing-Services sein werden. Aus Retail wird Rentail“, erklärt Frick. Das hatte der Niederländer Will Robben 2011 erkannt und die Plattform Floow2 gegründet. Dort können angemeldete Unternehmen Geschäftsausstattung, Maschinen und Dienstleistungen teilen und untereinander vermieten. Rund 400 000 Posten stehen inzwischen zur gemeinsamen Nutzung bereit. Im vergangenen Oktober startete Floow2 auch in Deutschland.


tite lthema

whyownit: Mehr Dinge Teilen Und weniger kaufen: Dinge bei Freunden übers Web kostenlos leihen Die Smartphone-App Whyownit von Gründer Philipp Gloeckler soll das Teilen von ­Gegenständen unter Freunden ermöglichen. Von Büchern über Bohrmaschinen bis hin zum Segelboot auf der Alster: Auf der App können die Nutzer alles sehen, was ihre Freunde zum Verleihen haben. Das spart Geld und schafft Community, schließlich müssen die Güter persönlich übergeben werden. Testmarkt ist Deutschland, das Angebot soll erst einmal gratis bleiben. www.whyown.it

spotify: Musik für überall Hits und Playlists anlegen und mit anderen jederzeit teilen und überall abrufen Der digitale Musik-Streaming-Dienst Spotify von den Gründern Daniel Ek (im Foto rechts) und Martin ­Lorentzon bietet Zugang zu 20 Millionen Songs. Sie wollen Musik für jeden auf allen Geräten verfügbar machen – bei gleichzeitig fairer Hono­rierung der Künstler. Mehr als zehn Millionen Nutzer haben sich registriert, davon ein Drittel zahlende Abonnenten. Kunden der Telekom können Spotify als Option dazubuchen und ohne Belastung des Datenvolumens nutzen. www.spotify.de

Floow2: Portal für Firmen Firmen können ihre Geschäftsausstattung und Dienstleistungen über das Portal teilen Floow2 ist eine Idee des niederländischen Unter-­ nehmers Will Robben. Mit der Plattform will er unnötigen Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge und Ausrüstungen, die nur selten im Einsatz sind, ein Ende bereiten. Im Frühjahr 2011 gegründet, ist die Plattform auch in Deutschland aktiv. Auf ihr können sich Interessenten kostenlos registrieren, ihre ungenutzten Güter anbieten und benötigte Produkte und Dienste anfragen. www.floow2.de

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Software mieten in der Cloud Im Business Marketplace vereint die Telekom rund 40 Cloud-Anwendungen von mehr als 20 Partnern, die nach Bedarf gebucht werden können.

„unsere E-Mails sind in der Cloud sicher gespeichert. Wir können sie jederzeit rekonstruieren und von überall abrufen.“

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1

Major-Sales-Chef Matthias J. Rösch

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„Safety First“

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„Flexibel und sicher“

Die Conpetition Management Beratung aus Frankfurt setzt drei Apps aus der Cloud ein.

Die Firma 4-advice setzt Box für Projektarbeit ein, unter anderem wegen der hohen Sicherheit.

Die Vertriebsprofis von MAJOR Sales aus München nutzen Office 365 in der Cloud.

Conpetition betreibt Büros in Frankfurt und Hamburg und nutzt Office 365 für E-Mails, Projektkalkulationen oder Präsentationen. „Wir können von überall aus auf Informationen und Termine zugreifen“, sagt Mitgründer Holger Becker (links). „Die Cloud ist für uns die beste Option, Dateien zu sichern und auszutauschen“, erklärt er. Dabei setzen die Berater auf Box: Mit der Anwendung werden alle Kollegen auf dem neusten Stand gehalten. Hilfreich ist die Benachrichtigungsfunktion: Sie informiert, wenn Dateien oder Ordner geändert wurden. „Ein Mehrwert, da das nicht mehr via E-Mail oder Telefon geschehen muss“, sagt Gerd Rondas. Als automatisiertes Back-up setzt die Firma die Anwendung von Symantec ein.

Die zehn Mitarbeiter von 4-advice in Bonn beraten Großkunden in Sachen Change- und Innovationsmanagement, die hohe Sicherheitsanforderungen im Umgang mit ihren Daten stellen. Mit Box, einer Anwendung zur Kollaboration vom Business ­Marketplace der Telekom, sind die Bonner auf der sicheren Seite. „Praktisch ist der Box-Sync-Client, mit dem man Ordner anlegen und mit der Cloud synchronisieren kann. So sind wir sicher, dass jede Anpassung gespeichert wird und nicht mehrere Dateiversionen kursieren“, erklärt Se­ nior-Consultant Christoph Keutmann. Selbst der Administrator für den Box Account kann nicht auf alle Ordner zugreifen kann. „Aus internen Datenschutzgründen ist das wichtig“, betont Keutmann.

Das Beratungsunternehmen mit acht festen Mitarbeitern hat sich auf den Vertrieb erklärungsbedürftiger Produkte und Lösungen spezialisiert. „Mit Office 365 können wir unseren projektweise wechselnden freien Mitarbeitern und Experten für einen begrenzten Zeitraum Lizenzen zuweisen“, erklärt Geschäftsführer Matthias J. Rösch. „So erhalten sie Zugang zu unseren Terminkalendern und einem Online-Postfach mit eigener E-MailAdresse. Nach außen treten sie unter dem Firmennamen auf.“ Der wesentliche Vorteil von Office 365, so Rösch, sei jedoch die Sicherheit: „Gingen früher E-Mails verloren, konnten diese nur mühsam rekonstruiert werden. In der Cloud lagern sie jetzt sicher und sind jederzeit abrufbar.“

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Fotos: Eric Remann (2), Jan greune (1), PR (1)

„ dreifach hält gut“

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tite lthema

t e i l e n i n d e r C lo u d Reputation und Sicherheit gewinnen beim Thema Cloud Computing an Bedeutung. In der Wolke teilen sich Unternehmen zum Beispiel Server und Rechenleistung bei vertrauenswürdigen Anbietern wie der Telekom. So profitieren die Kleinen von demselben Sicherheitsstandard wie die Großen. Im Business Marketplace der Telekom lassen sich Software und Dienste mieten, die Drittanbieter in der Cloud zur Verfügung stellen. Mittelständische Unternehmen profitieren so von professionellen Business-Anwendungen ohne aufwendige Installation wie bisher. Für Harald Welzer, Mitgründer und Direktor der gemeinnützigen Stiftung Futurzwei in Berlin, die sich mit alternativen Wirtschaftsformen beschäftigt, ist Sharing nicht nur ökonomisch sinnvoll, sondern ein wichtiger Schritt in eine nachhaltige Zukunft: „Was wir heute mehr als notwendig verbrauchen, fehlt den späteren Generationen“, warnt er. Auch der italienische Physiker Ugo Bardi ruft in seinem Buch „Der geplünderte Planet“ zu mehr Sparsamkeit und besserem Recycling auf. „Wir müssen die kostbaren Rohstoffmengen immer wieder nutzen“, fordert Bardi, „statt sie nach Gebrauch in Form von Elektroschrott achtlos wegzuwerfen.“ Kurzum: Teilen ist das bessere Haben. ■

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Was ist KoKonsum? Kollaborativer Konsum, auch bekannt als Collaborative Consumption, Sharing Economy oder P2P Economy, steht für eine neue Bewegung die Tauschhandel, Leihen, Schenken und Mieten von materiellen Dingen (wie Autos, Wohnraum und Gegenstände) sowie virtuellen Ressourcen (Zeit, Kenntnissen und Erfahrungen) definiert.

2016

484 Mio € 2013

20,8 Mio €

Was ist neu dabei? Dank der raschen Verbreitung von Social Media, Smartphones und Apps, können wir heute nicht nur Bilder, Tweets und Videos, sondern auch Wohnungen, Autos, Bohrmaschinen und vieles mehr übers Web teilen. Der gemeinschaftliche Konsum soll in einen neuen, nachhaltigen Lebensstil münden.

2012

5,5 Mio €

Gigantischer Anstieg bei Cloud-Diensten In wenigen Jahren soll der Umsatz mit Cloud-Diensten und -Anwendungen von 20,8 Mio. Euro in 2013 auf rund 480 Mio. Euro in 2016 regelrecht explodieren.

Wer hat‘s erfunden? Der Begriff Collaborative Consumption geht auf die Autorin Rachel Botsman und ihr 2010 erschienenen Bestseller „What’s mine is yours“ zurück. Botsman gilt als Vordenkerin der neuen Bewegung. Sie beschreibt einen Paradigmen-Wechsel in der Art, wie wir heute und morgen konsumieren.

Quelle: Experton Group, Cloud Vendor Benchmark 2013

cloud COMPUTING setzt sich durch Gut ein Drittel (37 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland setzt Cloud Computing ein – neun Prozent mehr als 2011. Bei mittelständischen Firmen mit 100 bis 2 000 Mitarbeitern waren es mit 45 Prozent knapp die Hälfte.

2012

Quelle: CLOUD MONITOR 2013 bitkom / KPMG / PAC

von der Segelyacht bis zum Bohrer. Über 10 000 registrierte Nutzer folgen inzwischen Gloecklers Aufforderung, weniger zu kaufen und mehr zu leihen. Offenbar hat er mit seiner Einstellung und seinem Portal einen Nerv getroffen. Jeder zweite Deutsche hat ohnehin Erfahrungen im Umgang mit alternativen Konsumformen und ist Teil einer kollaborativen Konsumkultur, so auch die Ergebnisse der Studie „Deutschland teilt!“ des Online-Unterkunftsvermittlers Airbnb und der Leuphana Universität Lüneburg. Die Befragung von über 1 000 Menschen aus Deutschland wurde vom Institut TNS Emnid durchgeführt. Auftraggeber Airbnb gilt als Vorreiter des Collaborative Consumption. Der Name leitet sich von Airbed and Breakfast ab – Luftmatratze und Frühstück. 2008 San Francisco gegründet, betreibt das Portal heute Niederlassungen rund um den Globus. Mehr als zehn Millionen Nächte in über 33 000 Städten in 192 Ländern wurden vermittelt. Die 2011 gegründete deutsche Variante 9flats.com hat über 90 600 private Unterkünfte im Repertoire. Auch sie lebt vom Engagement der Community, deren Mitglieder die privaten Schlafplätze zur Verfügung stellen, und von den Nutzern, die diese glaubwürdig bewerten. Vertrauen ist bei den privaten Sharing-Plattformen die wichtigste Währung. Und dieselbe Technologie, die das Teilen ermöglicht, hilft, dieses Vertrauen unter Fremden aufzubauen, etwa über soziale Netzwerke oder durch die Bewertung durch andere auf den Sharing-Portalen selbst. „In der digitalen Welt ist Ihr Ruf Ihr wertvollstes Kapital“, bestätigt Rachel Botsman.

37%   37 %

2011

28 %

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bern vor allem um Kundenbindung – das ist ihnen sehr wichtig. Als wir die British Telecom an Bord hatten, war es leichter, andere Big Player zu überzeugen. Wie würden Sie Foneros beschreiben? Foneros sind Menschen, die gern teilen und tauschen – es macht Spaß. Sie sind weltoffen, extrovertiert und tauschen sich gern aus. Fon passt also gut zu ihrem Lebensstil – auch als Community der jungen Generation. Übrigens: In Japan wird Fon am häufigsten geteilt. H

Gibt es das auch für Geschäftskunden? Ja, im Sommer wird das unter WLAN TO GO von der Deutschen Telekom angeboten. Kneipen, Lokalbesitzer und Betreiber von Hotels und Cafés können Ihren Kunden freie Bandbreite als HotSpot zur Verfügung stellen. Es ist ein neuer Service, den Kunden wohl sehr schätzen werden.

i n t e rv i e w

„Teilen macht Spaß“

Hört sich gut an, aber wer haftet denn bei eventuellem Missbrauch? Der Anschlussinhaber haften nicht. Denn das WLAN TO GO bleibt klar getrennt von ihrem eigenen Anschluss. Nur authentifizierte Nutzer haben Zugang zu den HotSpots. Deren Nutzung kann ja rückverfolgt werden. ■

Der Cosmopolit Martin Varsavsky bezeichnet sich als „Fonero“. Der CEO und Gründer der weltgrößten WLAN-Community Fon über die Kraft neuer Ideen und die Vorteile des Teilens. Herr Varsavsky, wie kommt man auf die Idee, sein privates WLAN zu teilen? Ich bin beruflich viel unterwegs, und als ich 2005 in Paris war, habe ich ein öffentliches WLAN gesucht, damit ich ins Internet konnte. Ich bin fast verzweifelt, weil alles verschlossen war; keine Chance für mich. Am Ende musste ich umgerechnet fast 2 000 Euro für Roaming-­ Kosten übers Mobilfunknetz zahlen. So bin ich auf die Idee gekommen, eine Community von WLAN-Nutzern zu gründen, die ihre privaten Netze kostenlos untereinander teilen. Eine gute Idee. Hat das geklappt? Leider nicht. Anfangs haben wir die Privatnutzer direkt angesprochen. Damals war das Interesse aber noch gering. Es war das typische

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Henne-oder-Ei-Problem: Weil die Community zu klein war, war der Anreiz mitzumachen klein. Weil keiner mitmachte, wuchs die Community nicht. Das änderte sich erst, als wir die großen Netzbetreiber in Europa und den USA zur Kooperation bewegen konnten.

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Die Betreiber haben selbst WLAN-Netze. Warum sollten sie sich mit Fon verbünden? Unser Vorteil liegt darin, dass wir weltweit aufgestellt sind. Es geht den großen Netzbetrei-

M a r t i n V a r s a v s k y Geboren: 26. April 1960 in Buenos Aires // Als er 16 war, floh seine Familie in die USA, nachdem sein Cousin, David Horacio Varsavsky, von der Militärjunta verschleppt wurde. // Master of Business Administration an der Columbia-Universität. // Gründete 1991 Viatel, 1998 Jazztel in Spanien, 2005 die WLAN-Community Fon. // Er ist mit Nina, einer Deutschen, verheiratet und hat sechs Kinder.

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tite lthema

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Wlan to go: so Klappt es mit dem Nachbarn

wlan TO Go für Firmen 1 Die Kraft der zwei Netze: Über einen WLAN TO GOfähigen Router (Speedport W724V) lassen sich zwei vollständig getrennte WLAN-Signale senden.

Kunden der Telekom können mit WLAN TO GO ihre Bandbreite zu Hause teilen und damit Teil des größten Hotspot-Netzes der Welt werden.

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Hafte ich für die Nutzung durch Dritte? Nein, denn die beiden WLAN sind vollständig getrennt. Da nur authentifizierte Nutzer Zugang zu den Hotspots erhalten, kann die Nutzung rückverfolgt werden. Es besteht kein Haftungsrisiko für gesetzeswidrige Nutzung durch Dritte.

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2 Doppelt sicher: Ein privates, abgesichertes WLAN und ein öffentliches Netz für die CommunityMitglieder. H Fotos: PR (1); Illustration: Caepsele_visuelle strategien für dreichsechsnull

Ob im Café oder Konferenzraum, im Hotel oder Ladenlokal, wo Besucher oder Kunden verweilen, können Firmen ihren Kunden die freie Bandbreite Ihres Internet-Anschlusses als HotSpot zur Verfügung stellen. Durch die Kooperation mit Fon können kleine und mittelgroße Firmen Mitglied H der größten WLAN-Community der Welt werden.

3 Vorteil Ausland: Nutzer von WLAN TO GO können gratis an mehr als acht Millionen Hotspots weltweit surfen – und täglich kommen Hotspots hinzu.

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Wird das Volumen von anderen zu meinem dazugezählt? Nein, das Volumen über die HotSpot-Nutzung durch Dritte fließt nicht in das enthaltene Highspeed-Volumen ein. Auch die Bandbreite am Anschluss wird mit der Nutzung durch andere nicht begrenzt.

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Was wird technisch für WLAN TO GO benötigt? Nutzer benötigen einen IPbasierten Internet-Anschluss der Telekom (etwa Call & Surf Comfort IP oder Entertain Comfort IP) sowie einen WLAN TO GO-­fähigen Router (Speedport W724V). Für WLAN TO GO fallen keine Extrakosten an.

4 Pluspunkt Telekom: Kunden mit WLAN TO GO surfen neben den Fon-Hotspots kostenlos an allen HotSpots der Telekom in Deutschland.

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Bauen mit System: Damit es auf der Baustelle besonders schnell geht, schweiĂ&#x;en Mitarbeiter bei Goldbeck jeden Tag Hunderte StahlstĂźtzen in der Fertigungshalle zusammen.


made in germany

G o l db ec k G m b H

Kommunikation mit System Bauen wie bei Lego und starke Präsenz vor Ort – so bekommt  Goldbeck den Zuschlag für viele Bauprojekte. Damit  Logistikhallen, Parkhäuser oder Bürogebäude pünktlich fertig werden, muss vor allem der interne Austausch stimmen. Text: Caroline Rosin // Fotos: christian wyrwa

Zum Unternehmen Name: Goldbeck GmbH Gründung: 1969 Unternehmensbereiche: Kommunaler und  gewerblicher Hochbau Sitz: Zentrale in Bielefeld, 38 Standorte in Deutschland und Europa Mitarbeiter: 3 300 Umsatz: 1,3 Milliarden Euro (Stand 2012)



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ot, blau oder grün, zwei, vier oder acht Noppen, Steine mit oder ohne Gesicht, Wagenräder oder Schilder: Wer mit Lego baut, hat leichtes Spiel und unendlich viele Möglichkeiten. Auf dieses einfache, aber durchaus elegante Bausteinprinzip setzt die Goldbeck GmbH aus Bielefeld. Das in zweiter Generation geführte Familienunternehmen errichtet für gewerbliche und kommunale Kunden schlüsselfertige Gebäude aus vorgefertigten Elementen. „Aus vielen gleichen Teilen fertigen wir maßgeschneiderte Unikate“, erklärt IT-Projektleiter Markus Scheer. In Bielefeld, Hamm, Treuen und Ulm sowie in Tschechien fertigen Goldbeck-Mitarbeiter jeden Tag Hunderte Betonteile, Stahltragwerke, Aluminium­ fassaden und Fensterelemente. Daraus entstehen Industriehallen, Logistikhallen, Bürogebäude. Auf die Idee mit den vorgefertigten Elementen kam Goldbeck, als das Unternehmen noch im Stahlbau tätig war. Damals, 1969, ging der Mittelständler in Bielefeld mit sieben Mitarbeitern an den Start. Heute zählt die Firma 3 300 Mitarbeiter – und die machen viel mehr als bauen bis zur Schlüsselübergabe. Von der Konzeption und Planung bis zum Gebäudemanagement erhalten Goldbeck-Kunden

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made in germany

alle Leistungen aus einer Hand. Mit 38 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritan­ nien Tschechien, Polen und der Slowakei zeigt das Familienunternehmen eindrucksvoll Präsenz. Jede Niederlassung ist wie eine eigene Firma – inklusive Niederlassungsleiter, Planer, Architekten, Bauleiter, Techniker und Vertrieb. So schön die Nähe zur Baustelle ist, bringt sie doch gleichzeitig viele Herausforderungen mit sich. Denn die Kommunikation zwischen der Zentrale in Bielefeld und den Standorten muss reibungslos klappen – alle Standorte und Mitarbeiter sollten bestmöglich miteinander vernetzt sein.

Dezentrales Arbeiten per Video: Um Projekte schneller voranzutreiben, treffen sich die Mitarbeiter im virtuellen Meeting-Raum per Videokonferenz in HD-Qualität.

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Der Artikel im Web sowie weitere Infos zu Goldbeck tinyurl.com/goldbeck

Goldbeck verbindet alle Standorte mit einem gemeinsamen Netz, setzt neben Telefonaten übers Festnetz stark auf die mobile Kommunikation via Smartphone und Laptop. Außerdem tauschen sich die Mitarbeiter regelmäßig in Videokonferenzen aus. Seit ein paar Monaten ist die Telekom an Bord. „Wir wollten damit unsere Kosten reduzieren und durch die Zusammenlegung der einzelnen Dienste auch Synergieeffekte erzielen“, sagt IT-Projektleiter Scheer. An vorderster Stelle stand das Herzstück des Unternehmens: das Firmennetzwerk. Hier setzt Goldbeck auf ein Multiprotocol-Label-Switching-­ Netz, kurz MPLS. Mithilfe dieser Technik werden Daten nicht über das offene Internet gesendet, sondern über eine geschützte Leitung. Gleichzeitig erhalten wichtige Daten Vorfahrt im Netz. Das war wichtig für Goldbeck. Denn die Mitarbeiter greifen über das MPLS-Netz auf zentrale Anwendungen wie das CRM, eine Collaboration-Software und künftig auch auf das Warenwirtschaftssystem zu. „Wenn die Applikationen nicht laufen und das Firmennetz streikt, steht unser Geschäft still.“ Dann kann keine Bauzeichnung verschickt, kein Plan ausgedruckt und keine Ware bestellt werden. Damit es erst gar nicht zum Ausfall kommt, setzt Goldbeck auf die Telekom. Sie überwacht das Netz proaktiv, und bei Störungen springt automatisch ein Back-up-System ein. „Das hat die IT-Abteilung ­früher noch alles manuell gemacht. Durch die Automatisierung können wir uns wieder viel besser auf unser Tagesgeschäft konzentrieren“, sagt Scheer.

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Ständiger Austausch: IT-Projektleiter Markus Scheer und Jürgen Günther von der Telekom besprechen aktuelle Projekte (links). Aus eigener Produktion: An Standorten wie Bielefeld bearbeitet Goldbeck Stahlträger für Hallendecken. Gut vorbereitet auf der Baustelle: Über Smartphone und Laptop kann der Projektleiter aktualisierte ­Pläne und Zeichnungen sofort ­herunterladen (rechts).

Darüber hinaus sind mit der Telekom Lösung jetzt alle Standorte im In- und Ausland über ein einheitliches Netzwerk zusammengeschaltet. Bestimmte Systeme für die Kommunikation mit dem Internet wurden in einem hochsicheren Rechenzentrum der Telekom installiert. „Das ist ein Schritt in Richtung Cloud“, erklärt Scheer. Die Profis der Telekom kümmern sich rund um die Uhr um die Server und sorgen für die Klimatisierung, Stromversorgung und Sicherheit per Videoüberwachung. Nicht nur ein modernes Unternehmensnetz, auch die optimale mobile Kommunikation war den Bielefeldern wichtig. Insgesamt hat der Mittelständler 1 300 Mobilfunk-Karten gebucht – darunter auch 300 Datenkarten, die in Laptops und Routern stecken. „Projektleiter und Verkäufer sind so für Kollegen und Kunden immer erreichbar“, sagt Scheer. Auch nach dem Wechsel zur Telekom telefonieren die Goldbeck-Mitarbeiter mit ihrer alten Nummer weiter. Unkompliziert war der Wechsel der rund 1 300 SIM-Karten für die 29 deutschen Standorte. „Aber es gab viel zu organisieren, insbesondere beim Tausch der Karten“, erklärt Scheer. Trotz des enormen Aufwands verlief alles reibungslos. Auch die Mitarbeiter, die nicht auf der Baustelle sind, müssen stets erreichbar sein und sich mit den Kollegen an den anderen Standorten austauschen. Warum nicht statt zum Telefonhörer zur Videokonferenz greifen? Das dachte sich Goldbeck bereits vor einigen Jahren und stattete gleich erste Standorte mit Videokonferenzanlagen aus. Jetzt sind zwei wei-

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tere TelePresence-Systeme der Telekom für Konferenzen in HD-Qualität dazugekommen. „Unsere Videosysteme sind rund um die Uhr ausgebucht“, sagt Scheer. „Die Mitarbeiter nutzen sie, um sich bei der Bauplanung oder bei der Bauteilentwicklung standortübergreifend auszutauschen. Nebenbei spart Goldbeck Reisezeit und Fahrtkosten. Egal ob auf der Baustelle, in der Zentrale in Bielefeld oder an einem der 38 Standorte: „Am Ende sind unsere optimal vernetzten Mitarbeiter das A und O“, betont Scheer. „Genau das haben wir mit der Neuausrichtung der Kommunikation erreicht.“ ■ www.goldbeck.de

Telekom Deutschland und die Goldbeck GmbH Ein Ansprechpartner: Ihr weltweites Firmennetz sowie die Festnetz- und Mobilfunk-Kom­ munikation bündelte Goldbeck bei der Telekom. Das Ergebnis: weniger Kosten und mehr ­Effizienz, weil die Mitarbeiter vor Ort und auf den Baustellen besser zu erreichen sind. Hochverfügbares Netz: Über ein Multiprotocol-Label-Switching-Netz, kurz MPLS, verbindet Goldbeck die 38 Standorte miteinander. Das Hightech-Netz sorgt dafür, dass alle Mitarbeiter von überall auf Anwendungen wie das CRM zugreifen können. Sicherheit für Daten: Einen Teil seiner Server hat Goldbeck in einem Rechenzentrum der Telekom untergebracht. Hier sorgen Profis rund um die Uhr für die Sicherheit der Daten.

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Az u re P rop ert y G ro up

Hotel mit Durchblick Gäste in den vier Hotels der Azure Property Group in Berlin können die ausgeklügelte Technik zwischen Lobby und Suite nutzen: IPTV, kostenloses WLAN und Telefonie sowie eine innovative Videowall begeistern. Text: Caroline Rosin // Fotos: Werner Amman

Reinkommen und wohlfühlen: Im One80° Hostel entspannen vornehmlich junge Gäste in der ungewöhnlichen Lounge.

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mad e in ger ma ny

Vier Hotels, ein Manager: Georg von Thadden sorgt dafür, dass in den beiden Indigo-Hotels, im Holiday Inn und im One80° Hostel alles rund läuft.

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initaur-Trabbis in Hellblau, Grasgrün und Weiß, Elsterglanz-Chrom-Pflege in der roten Tube und Polier-Pflege in der blauen Tube – wer die Lobby des Hotel Indigo am Alexan­ derplatz in Berlin betritt, blickt sofort auf das Regal mit den ostdeutschen Schätzchen. Gleich davor ­laden ausladende Korbsessel zum Verweilen ein, neben dem Empfangstresen steht eine imposante Holzskulptur. Alles wirkt hell, frisch und edel. Gleich nebenan, im Hotel Holiday Inn, dominiert leuchtendes Grün. Sanfte Lounge-Musik begrüßt die Gäste, und im hoteleigenen Restaurant lockt leichte asiatische Küche. Szenenwechsel: Im One80° Hostel um die Ecke steigt der Geräuschpegel rapide an. Junge Leute stehen und sitzen überall in der Lobby. Sie lachen, telefonieren, sind ins iPad vertieft und lassen sich in der Fotobooth-Kabine fotografieren.

Drei Hotelwelten – ein Betreiber Drei Hotelmarken, drei Welten, ein Standort – und ein Betreiber: die Azure Property Group. „Wir wollen eine möglichst große Zielgruppe ansprechen und halten für jeden das passende Angebot bereit“, erklärt Berlin-Manager Georg von Thadden. „Am Alex steht unser individuelles Boutique-Hotel Indigo. Ein zweites Indigo liegt direkt am Ku’damm. Die beiden Häuser sind beliebt bei Geschäftsreisenden aus

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Blitzschnell geteilt: In der Fotokabine des One80° Hostel klicken Gäste auf den Auflöser und teilen ihre Fotos über die Bilderrahmen auf der Videowall sowie via Facebook mit der ganzen Welt.

Azure Property Group und Deutsche Telekom Schnell ins Internet: CompanyConnect-Anschlüsse binden die vier Hotels an das Netz an. Daten werden mit bis zu 100 Mbit/s versendet und empfangen. Alle Standorte in einem LAN: Die interne Datenkommunikation zwischen den vier Hotels der Azure Property Group ist mit EthernetConnect per Glasfaserkabel umgesetzt. Hightech im Zimmer: Ein ausgefeiltes Hotelinformationssystem inklusive IPTV und LED-TV-Geräte sorgen dafür, dass sich die Gäste gut aufgehoben fühlen.

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der Region, vor allem aus dem Kultur- und Medienbereich“, sagt von Thadden. „Bei Touristen kommt die etablierte Marke Holiday Inn gut an. Und mit unserem Hostel sprechen wir junge Leute an, die gern miteinander kommunizieren.“ Gleich vier Hotels? Macht viermal Buchhaltung, Technik, Marketing, Vertrieb und Housekeeping – sollte man meinen. Doch die Azure Property Group macht kurzerhand aus vier eins. „Das zentrale Management bringt jede Menge Synergieeffekte mit sich, und wir können wirtschaftlicher arbeiten“, sagt von Thadden. Wichtigstes Ziel des 140-köpfigen Azure-Teams: eine durchgängig hohe Qualität in allen Hotels. Klar, dass die Technik dabei eine zentrale Rolle spielt. So sind die Zimmer im Indigo und im Holiday Inn mit TV-Geräten mit stromsparender LED-Technik und IPTV ausgestattet – inklusive 40 ausländischer TVKanäle ohne Aufpreis. „Der Trend in der Hotellerie geht immer stärker in Richtung ‚Easy Accessibility‘. Für den Gast heißt das: Alles muss schnell und einfach gehen – genau wie bei ihm zu Hause“, sagt von Thadden. Dafür sorgt in allen vier Hotels die Telekom. „Wir erhalten alle Leistungen und Produkte aus einer Hand“, sagt Michael Holzapfel, der als IT-Leiter über die Technik des Holiday Inn, der beiden IndigoHäuser wie des One80° Hostel wacht. „Es gibt einen zentralen Ansprechpartner. Das erleichtert die Abstimmung für uns.“

Kostenloses WLAN Zum Komfort zählt auch ein kostenloses WLAN. „Unterwegs erreichbar zu sein hat einen sehr hohen Stellenwert“, weiß von Thadden. Um den Daten­ hunger der Gäste zu stillen, setzt Azure auf leistungsstarke CompanyConnect-Internet-Anschlüsse der Telekom. Damit werden die Daten mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde durch die Leitung geschickt. Für den blitzschnellen Datentransport ­sorgen Glasfaserkabel, die alle Hotels in einem LAN miteinander verbinden. Besonderes Schmankerl im Indigo und im Holiday Inn: Wer will, kann kostenlos innerhalb Deutschlands sowie in 18 europäische Länder plus China und die USA telefonieren. Damit die Kosten nicht explodieren, hat Azure bei der Telekom den Tarif Business Call Advanced inklusive Business Flat ­Premium gebucht. So viel Komfort erwartet man dagegen von dem Hostel eher nicht. „Das ist anders: Die Kommunika­ tion spielt sich hier nicht in den Zimmern ab, sondern in der Lobby“, erklärt von Thadden. Deshalb bietet das Hostel schon im Eingangsbereich jede

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Berliner Himmel: Blick von der Terasse des Indigo Hotels aus der Business Suite in der sechsten Etage.

Zum Unternehmen Azure Property Group Gründung: 2011 Unternehmensbereiche: Hoteleigentümer und -betreiber Sitz: Berlin Mitarbeiter: 140 Umsatz: 18,5

Der Artikel im Web sowie weitere Infos zu Azure Holding tinyurl.com/azure-hotel

Menge technische Raffinessen: Das Highlight dürfte die auffällige Fotobooth-Kabine im Stil eines Passbild-Automaten sein. Hostel-Gäste lassen sich ablichten, die Bilder erscheinen später für jedermann sichtbar auf einer Videowall, die ebenfalls von der Telekom konzipiert und geliefert wurde. „Die Videowall glüht“, freut sich Holzapfel. „Jeden Monat laden unsere Gäste rund 7 000 Fotos hoch.“

Gut vernetzt Die lokalen Netzwerke der vier Häuser koppeln EthernetConnect-Verbindungen miteinander – so entsteht ein einheitliches Netzwerk. Der Vorteil: Die Mitarbeiter können – egal wo sie sind – ihren ­Laptop anschließen und direkt auf den Firmen­ server zugreifen. Auch die Telefonanlage arbeitet für alle Häuser: „Statt eine Anlage für jeden Standort an­zuschaffen, haben wir uns für ein System entschieden“, sagt Holzapfel. Hier sind sämtliche Mitar­b eiter inklusive Geschäftsführung, Buch­ haltung, Marketing und Vertrieb über Kurzwahl ­erreichbar. Und obwohl jedes Hotel eigene Telefonnummern hat, kommen Reservierungen für alle Häuser zen­t ral an. Denn ein einziges Reser­ vierungs-Team kümmert sich um die Buchungen sämtlicher ­Hotels. Das spart Zeit. Und die Gäste freut’s auch – die Buchung für den nächsten BerlinTrip ist jedenfalls gesichert. ■

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mad e in ger ma ny

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IT-Leiter Michael Holzapfel ist für die Technik in den vier Hotels der Azure Property Group verantwortlich. Sein Ziel: Die Technik soll im Hintergrund fürs Wohlgefühl sorgen.

1 Alles andere als Keller-Disco: Im One80° Club warten DJs und ein Hightech-Beamer auf die Gäste. 2 Entspannung nach dem Bummel: In der Lobby des Holiday Inn und im angrenzenden Restaurant können sich Gäste vom Trubel erholen.

Kostenloses WLAN: Jedem Gast steht ein Datenvolumen von 300 MB zur Verfügung. Rund 150 WLANAccess-Points sorgen für einen lückenlosen Empfang.

Fotos: Werner Amann (4), PR (2)

3 Vorsprung durch Technik: Die Zimmer des Indigo am Alex punkten mit edlem Design und neuer IPTV-Technik.

Eine statt vier Telefonanlagen: Statt für jedes Hotel ein eigenes System anzuschaffen, managt der Hotelbetreiber alle Telefonate über ein zentrales System.

4 Zentral statt verteilt: Reservierungen für alle vier Berliner Hotels laufen in einer zentralen Abteilung der Azure Property Group auf.

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Mit Premium punkten

Gut aufgehoben: In allen öffentlichen Bereichen der vier Hotels sind analoge und digitale Videoüberwachungssysteme installiert, die über LAN miteinander verbunden sind.

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Tre nd

Fördergeist in Berlin: ProgrammManagerin Fee Beyer und HubraumLeiter Peter Borchers.

interview

„Von den Kleinen lernen“ Knapp ein Jahr nach Gründung hat sich der Telekom Inkubator Hubraum in der Szene einen guten Namen gemacht. Gründer und Leiter Peter Borchers sowie Programm-Managerin Fee Beyer über die sinnvolle Förderung von Kreativität und wie Gründer an Geld kommen.

H

ubraum ist Teil der Deutschen Telekom und wurde im Mai 2012 gegründet. Sie unterstützt Gründer mit Geld, Mentoring und Arbeitsplätzen. Fragen an Leiter Peter Borchers und Managerin Fee Beyer.

Herr Borchers, Hubraum klingt zunächst nach Auto. Wie kam es zum Namen? Peter Borchers: Wir haben einen leicht zu merkenden Begriff gesucht. Im Englischen entspricht „Hub“ dem inneren Kreis eines ­Unternehmens, und „Raum“ wird oft als Office-Space verstanden. Es klingt dann auch ein wenig nach German Engineering, ideal für einen Start-up-Inkubator aus Deutschland. Aber wird die Telekom in der jungen und hippen Start-up-Szene ernst genommen? Durchaus! Wir engagieren uns seit rund zwei Jahren in der Szene und sind längst als glaubwürdiger Partner anerkannt. Übrigens auch durch unser Mentoren- und Expertenteam.

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Was muss ich als Gründer mitbringen? Reicht erst einmal eine Idee? Eine Idee reicht, ein gute zumindest. Und eine Vorstellung, wie man damit Geld verdienen kann. Es sind drei Kriterien: ein Team, eine gute Idee und die Aussicht, mit beiden langfristig erfolgreich im Markt zu sein. In welchem Rahmen liegt ungefähr die Startinvestition bei den Start-ups? Erfolgreiche Gründungen durchlaufen meistens mehrere Finanzierungsrunden. Anfangs steht die sogenannte Seed-Runde mit Summen zwischen 100 000 und 500 000 Euro. Nachfolgende, sogenannte Venture-Runden umfassen eine bis mehrere Millionen, jeweils im Tausch gegen Unternehmensanteile. Können die Gründer selbst entscheiden? Klar, Hubraum hat nur eine Minderheitsbeteiligung. Wir sind unterstützend an Bord, und die Gründer bleiben Herr im eigenen Haus.

Was bietet Hubraum an Geld und Hilfe an? Wir bieten den Gründerteams in der Seed-­ Phase bis zu 300 000 Euro Startkapital. Dazu einen Arbeitsplatz, Zugang zu einem exklusiven Netzwerk an erfahrenen Unternehmern und zum Kundenpool der Telekom. Dafür geben uns die Gründer einen geringen Prozentsatz ihrer Anteile. Sie könnten danach auch von T-Venture der Telekom finanziert werden. Was unterscheidet Start-up-Gründer von früheren Generationen? Fee Beyer: Viele Gründer arbeiten weniger im stillen Kämmerlein an einem Produkt oder Service, sondern lassen gleich eine frühe ­Beta-Version von einigen Kunden testen. Sie probieren ihre Geschäftsidee einfach aus. Und wie hat sich die Szene in den letzten fünf Jahren vor allem in Berlin entwickelt? Es ist internationaler und dynamischer geworden, beispielsweise durch sogenannte Acce-

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leratoren. Diese Art der Förderung geschieht ohne Geld. Über einen kurzen Zeitraum von rund acht Wochen gibt es einen Platz zum Arbeiten, wertvolle Unterstützung sowie Zugang zu wichtigen Netzwerken. Das Angebot von Hubraum ist hier kostenlos. Übrigens: Die Bewerbungsphase für unser nächstes Accelerator-Programm ist auf der Website angelaufen. Bewerbungsschluss ist der 11. August. Wie viele Mitarbeiter arbeiten in der Regel zu Beginn bei den Start-ups? Die Teams bestehen normalerweise aus drei bis vier Gründern; die Mannschaft wächst in den ersten sechs bis zwölf Monaten, in denen sie bei uns sind, typischerweise auf rund 15 Personen. Es gibt aber auch Gründungen, die in den ersten Monaten auf einige Hundert Mitarbeiter kommen. Welche Kriterien müssen die Start-ups ­erfüllen, um aufgenommen zu werden? Im Wesentlichen sind es vier Faktoren: Zunächst muss das Produkt oder der Dienst ein ak­tuelles Problem lösen; auch der Markt muss dynamisches Wachstum versprechen; das Team muss eingespielt und in der Lage sein, einen langen Prozess durchzuhalten. Und nicht zuletzt die Frage: Wo können wir sie als Telekom unterstützen – etwa mit Technik, Hosting oder der Schubkraft eines Konzerns?

Hubraum – was ist das? Als sogenannter Inkubator versteht sich Hubraum als Schnittstelle zwischen der Start-up-Szene und der Deutschen Telekom. Sie unterstützt junge Gründer durch Zugang zu Seed-Funding, bringt sie mit praxiserfahrenen Mentoren und Experten zusammen und bietet ein umfangreiches Expertennetzwerk sowie die Reichweite eines inter­ nationalen Konzerns. www.hubraum.com

Von der Idee bis zum Launch – Vier Teams

Blinkist.com: Wissen auf den Punkt gebracht, heißt die Idee. Mit einer App das Wichtigste aus Sachbüchern in 15 Minuten zusamengefasst. Idea

Alpha

Beta

Launch

Start-up-City Berlin In der Hauptstadt gibt es im bundesweiten Vergleich die meisten Start-up-Gründungen (pro 10 000 Einwohner) noch vor Hamburg. Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2013

Reputami: Wertet Kunden-Feedback im Web aus und gibt konkrete Handlungsempfehlungen. Berlin

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Idea

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Beta

Launch

Hamburg

Wer ist inzwischen bei Hubraum dabei? Derzeit coacht das zehnköpfige Team fünf Start-ups, ein weiteres soll in den nächsten Wochen hinzukommen.

Fotos: PR

Sie sind nicht nur in Berlin, sondern neuerdings auch in Polen aktiv. Warum? Peter Borchers: Wir wollen auch in Osteuropa präsent sein, und Polen hat zum Beispiel eine innovative Szene. Krakau ist gleicher­maßen das Hub für Osteuropa und hat hervorragende Talente. Was hat die Telekom von Hubraum? Die Telekom kann frühzeitig bei Entwicklungen und Trends dabei sein, kann die jungen Gründer begleiten und von ihnen lernen. Der finanzielle Mehrwert wird sich womöglich erst in einigen Jahren einstellen. Die Gründer ihrerseits profitieren von der Schubkraft des Konzerns und von den Mentoren. Die Großen lernen von den Kleinen und umgekehrt. ■

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Stylemarks.de: Eine intuitive App als mobiler Marktplatz rund um Second Hand und Vintage. Schuhe, Taschen oder Designer-Stühle on the go. Idea

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Launch

Durchschnitt in Deutschland

Hier geht es zum Video über Hubraum: tinyurl.com/interview-hubraum

Salonmeister: Friseurtermine online buchen – Salonmeister ist das Online-Portal für die besten Friseure und Beauty-Salons in der Stadt. Idea

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Launch

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trend

Crow d i nv e sti n g

Hast du mal einen Euro? Findige Start-ups lassen sich von der Internet-Community finanzieren. So erhalten sie das notwendige Kapital – und wertvolles Feedback. Text: Iris Quirin

A

xel Pfaender suchte in einem Berliner Elektronikmarkt einen Lautsprecher fürs iPhone. Doch entweder waren die Geräte zu trist oder zu teuer. Also machte sich der Grafik-Designer kurzentschlossen ans ­Illustrieren auf Pappe und stülpte seinen ­Entwurf über das hässliche, erschwingliche Gerät. Pfaenders Freunde waren von der Eigenkreation so begeistert, dass sie ihm rieten, sie in Serie zu fertigen. Der Designer tüftelte an der Technik und vor allem an der Finanzierung: Heraus kam die Berlin Boombox, ein zusammengefalteter Bausatz im schicken Retro-Look des guten, alten Ghettoblasters samt Elektronik. Seinen Prototypen stellte der Berliner als Projekt auf der führenden US-Crowdfunding-Plattform Kickstarter ein, auf der viele Investoren mit geringen ­Beiträgen eine Idee zum Fliegen bringen. „14 000 Dollar brauchte ich, 20 000 kamen in kurzer Zeit zusammen“, sagt der Grafik-Designer. Die Gebühr betrug fünf Prozent. „Der Vorteil der Plattform ist nicht nur das Geldsammeln, sondern auch die Risikoabwägung: Man merkt gleich, ob das Produkt ankommt, und erhält wertvolles Feedback“, sagt Pfaender. Finden sich keine Investoren, finden sich später auch kaum Käufer. Die erste

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Auflage von 2 000 Boomboxen hat er bereits alle an die Investoren, die zugleich die Käufer sind, verschickt – die Hälfte davon in die USA.

Alternative Finanzierung Eine alternative Finanzierungsform für Gründer und kleine Unternehmen lautet Crowd­ investing, die kommerzielle Weiterentwicklung des Crowdfunding und Finanzierung von meist sozialen oder künstlerischen Projekten über Plattformen wie Kickstarter, Startnext oder Betterplace. Nach Umfragen des Branchenverbands Bitkom haben sich bereits acht Prozent der Internet-Nutzer (vier Millionen Menschen in Deutschland) an einem Start-up beteiligt oder können sich dies vorstellen. Rund 40 Crowdinvesting-Plattformen tummeln sich hierzulande – darunter spezielle Plattformen für Start-ups wie Seedmatch (mit 13 400 registrierten Nutzern die größte Plattform), Companisto oder Innovestment. Für bestehende mittelständische Unternehmen gibt es Bankless24, Deutsche Mikroinvest oder United Equity. Und für Folgefinanzierungen Bergfürst. Bei den meisten werden die Anleger stille Teilhaber, bei der Deutschen Mikroinvest erhalten sie Genussscheine, bei

Bergfürst werden sie direkt zu Aktionären. „Wichtig ist, die richtige Plattform für sein Projekt zu wählen“, rät Lukas Pfeiffer, Mitgründer von Swabr in Berlin. „Man sollte die Verträge und die Laufzeiten genau studieren und sich die Community anschauen“, rät er. Der Micro-Blogging-Dienst hat bereits die zweite Crowd-Finanzierungsrunde hinter sich. Die erste lief 2012 über Innovestment, dort lag die Mindestbeteiligung bei 1 000 Euro. Die aktuelle läuft über Companisto, Mindestbeteiligung hier: fünf Euro. „Crowdfunding und -sourcing sind nicht nur die demokratischste Form der Projektfinanzierung. Hier kann man auch gemeinsam Ideen entwickeln“, sagt Claudia Pelzer vom Crowdsourcing & Crowdfunding Verband in Köln. Die Idee nutzte das Unternehmen Local Motors in Arizona: für das Design des aufgebockten „Rally Fighter“, bei dem die Investoren die künftigen Besitzer des Autos sind. Derweil bringt Axel Pfaender die zweite Auflage seiner Boombox auf den Markt und bastelt an einer Mini-Version. Dank des erfolgreichen Einstiegs via Kickstarter schafft er das jetzt aus eigener Tasche. ■ www.tinyurl.com/crowdinvesting

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„Nische finden und Authentisch rüberkommen“ Die Medien-Beraterin Claudia Pelzer gründete Ende 2011 den Deutschen Crowdsourcing & Crowdfunding Verband (DCV) e.V. Drei Tipps, worauf Start-ups und kleine Unternehmen beim Crowdinvesting achten sollten:

Berlin Boombox: Mit Kickstarter hob der Ghettoblaster aus Pappe ab. Jetzt produziert Erfinder Axel Pfaender ohne Fremdfinanzierung. 1

Nische finden: Finanzierungen aus der Crowd eignen sich für Geschäftsideen, die sich in einer Nische oder in einem Special-Interest-Segment b ­ ewegen und die bereits eine große Anhängerschaft haben. Sich bekennen: Start-ups und Kleinunternehmen sollten sich authentisch darstellen. Die Eigendarstellung ist essenziell für den Erfolg einer Kampagne. Die Anleger wollen genau wissen, wen sie unterstützen. Im Netz werben: Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter sollten elementare Bestandteile des Marketings sein oder werden.

Crowdinvesting – was ist das?

2 1 Erfolgreicher Anschub: Lukas Pfeiffer (l.) und Ugur Tarlig ließen den Start ihres Micro-Blogging-Diensts Swabr in Berlin von der Internet-Community finanzieren.

Fotos: pr

2 Mehr als Geld: Die US-Firma Local Motors nutzte die Web-Community auch für das Design, Marktforschung und die Konstruktion ihres „Rally Fighters“.

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Beim Crowdinvesting beteiligen sich Anleger schon für kleines Geld an Start-ups oder Unternehmen. Kommt die angepeilte Investitionssumme zusammen, erhalten sie einen Anteil beim Verkauf oder profitieren von Gewinnausschüttungen. Scheitert das Unternehmen, verlieren sie ihren Einsatz. Kommt die Summe nicht zustande, bekommen die Geldgeber ihr Geld zurück.

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interview

„Mangel macht erfinderisch“ Interview: Matthias Hohensee, Silicon Valley

Z ur p ers o n n a v i r a d j o u Radjou, 43, ist Managementberater und Mitautor des Buchs „Jugaad Innovation“*. Die Autoren untersuchen die Kreativität von Unternehmern in Schwellenländern. Jugaad ist Hindi und lässt sich mit Einfallsreichtum übersetzen. Radjou wurde in der französischen Kolonie Pondicherry in Indien geboren, studierte an der Pariser Ecole Centrale Informatik und an der Yale-Universität Management. Als langjähriger Analyst für Forrester Research spezialisierte er sich auf das Thema Innovation und leitete danach ein Forschungs­ zentrum an der Cambridge-Universität.

* Jugaad Innovation, think frugal, be flexible, generate breakthrough growth. Wiley, ISBN 978-1-118-24974-1, 28 US-Dollar.

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Herr Radjou, was können wir in Europa von Unternehmern in sogenannten Schwellenländern lernen? Eine ganze Menge, zum Beispiel wie man unter widrigen Bedingungen mit weniger mehr erreicht. Wir nennen das frugale Innovation. Die Unternehmer sind dort täglich mit dem Mangel konfrontiert, sei es finanziell oder durch fehlende Infrastruktur. Das macht sie erfinderisch: Sie müssen mit Mini-Budgets neue Produkte erfinden.

Können Sie das näher erläutern? Im Westen werden oft erst Produkte entwickelt, und dann wird nach einem Markt dafür gesucht. Das kostet viel Geld. Diesen Luxus kann sich ein Unternehmer in Indien oder in Brasilien nicht leisten.

Können Sie uns ein Beispiel nennen? Der Unternehmer Harish Hande verleast ­Solarmodule an Ladenbesitzer in indischen Dörfern. Und die verkaufen den Strom über Akkus an ihre Kunden. Diese Bereitschaft, auf

Inwieweit betrifft das deutsche Firmen? Wir stehen in Europa wegen der Schuldenkrise vor einer Ära der Frugalität: Rohstoffe und Energie werden teurer. Regierungen und Verbraucher müssen sparen. Das verstärkt den

der Suche nach Lösungen bis an die Grenzen zu gehen, fehlt westlichen Firmen oft. Frugale Unternehmer besitzen ein erfinderisches Talent, das uns leider verlorengegangen ist.

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Fotos: Robert Houser, Copenhagen Institute of Interaction Design (1), PR (2)

Der indische Unternehmensberater Navi Radjou fordert intelligentes Wirtschaften in Zeiten der Schuldenkrise. Erfolgreiche Produkte sind einfach, billig und effizient, sagt er. Was Firmen im Westen von findigen Kleinstunternehmern in Indien lernen können.


kleiner beitrag

Druck, preisgünstigere Angebote zu schaffen, die sich auch Kunden in den Krisenstaaten sowie den Schwellenländern leisten können. Der deutsche Mittelstand gilt ja als sehr ­erfinderisch und erfolgreich, oder? Ja, und kleinere Firmen arbeiten bereits frugal, weil sie sich Verschwendung nicht leisten können. Der deutsche Mittelstand ist im internationalen Vergleich gut aufgestellt. Auch weil er die Märkte in China und Indien als Chance begreift. Aber die Trends kommen nicht mehr nur aus dem Westen. Nennen Sie uns auch hier ein Beispiel? Ja, der indische Geschäftsmann Ratan Tata mit seiner Idee, mit dem Tata Nano das günstigste Automobil der Welt zu konstruieren. Carlos Goshn, der Chef von Renault-Nissan, hat deshalb die Pläne mit seinem Logan, ­einem Auto im 10 000-Dollar-Segment, vorangetrieben. Und hat so seine Ingenieure he­ rausgefordert und angespornt.

Kleiner Vorreiter: Der Tata Nano aus Indien war das erste Billigauto der Welt. Und spornte westliche Autobauer an, eigene Preiswertmodelle zu entwickeln.

Mobil und günstig: Dieses Gerät von Siemens ist eine Art mobiler Brutkasten und misst die Herztöne von Babys. Die Idee dazu hatten indische Ingenieure.

Ein Erfolg ist der Nano aber dennoch nicht. Aber die Idee von einem supergünstigen Auto ist geblieben. Tata hat die Autobranche verändert. Das Problem war, dass der Nano quasi als Auto für Arme vermarktet wurde anstatt als smarte Wahl für preisbewusste Käufer. Einfach nur eine Billigversion von einem westlichen Produkt auf den Markt zu bringen funktioniert also nicht? Nein. In Indien gibt es in jedem Dorf Fernseher. Die Leute kennen die Produkte und wollen sich nicht mit billigen Kopien abspeisen lassen. Sie sind durchaus markenbewusst. Nutzen eigentlich westliche Unternehmen die Werte der frugalen Innovation? Noch wenige. Aber ihre Zahl wächst. Indische Ingenieure bei Siemens hatten die Idee, ein preisgünstiges, mobiles Gerät für das Messen der Herztöne von Babys im Mutterleib zu konstruieren. Die Kollegen in Deutschland unterstützten das Vorhaben mit ihrem Know-how. So war es ein gemeinsamer Erfolg. Besteht aber nicht die Gefahr, dass Entwicklungsbudgets gedrückt werden, was am Ende zu schlechten Produkten führt? In Zeiten, wo Kunden im Internet ihrem Ärger Luft machen können, würde sich rasch he­

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Einfach und wirkunsvoll: Der schnöde Wecker wurde umgebaut und kann jetzt den Hämoglobinspiegel im Blut messen. Mit zwei einfachen Leuchtdioden lässt sich eine erste Diagnose stellen.

was ist frugale innovation? Mit wenig das Maximum herausholen – in Schwellenländern wie Indien ist das für Unternehmer Alltag. Sie müssen mit einem kleinen Budget ­auskommen. Und sie sprechen Kunden an, deren Kaufkraft begrenzt ist. Ein idealer ­Nährboden für frugale ­Innovationen – also Produkte, die sich auf das Wesentliche beschränken.

rumsprechen, wenn die Qualität leidet. Aber was ist eigentlich Qualität? Ist ein mit Funktionen vollgestopftes Produkt besser als eines, dessen Funktionen aufs Wesentliche reduziert sind? Der Herzmonitor von Siemens zum Beispiel ist nicht nur handlich, sondern auch so automatisiert, dass er sich ohne große Schulung einsetzen lässt. Dennoch sind indische und chinesische Firmen nicht gerade für ihre Innovationen bekannt. Viele Produkte werden in Asien gefertigt, aber im Westen entwickelt. Das ändert sich gerade. Der Handy-Hersteller HTC ist heute für gute Smartphones mit ­cleverem Design weltweit bekannt. Und der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei galt einst als Kopierer von Cisco-­ Produkten. Inzwischen ist er selbst ein Global Player und fordert Apple in Wachstums­ märkten heraus. Sie nennen in Ihrem Buch Steve Jobs als ­einen Unternehmer, der frugale Innovation verstanden hat. Der hätte Sie aber gefeuert, wenn Sie ihm mit dem Slogan „Gut ist gut genug“ gekommen wären. Jobs war bekannt für seine Kunst des Weg­ lassens, wenn dies Produkte vereinfacht hat. So hat er mit der Idee, Songs für 99 Cent zu verkaufen, den Online-Musikhandel für viele erschwinglich gemacht. So wie Procter & Gamble sich von indischen Geschäftsleuten abschaut, dass man Shampoo in kleineren und günstigeren Portionen verkaufen kann. Gibt es Beispiele von frugaler Innovation in der Telekommunikation? Mich fasziniert der Dienst Nokia Life Tools mit 95 Millionen Nutzern in China, Indien, Nigeria und Indonesien. Dabei werden lokale Informationen über SMS verschickt. Das funktioniert ohne Datenvertrag und auch mit alten Handys. So bekommen Bauern Nachrichten über Marktpreise für ihre Erzeugnisse, den Wetterbericht oder staatliche Kredite. ■

Mehr Infos online www.frugal-innovation.com www.tinyurl.com/frugale-innovation www.jugaadinnovation.com

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Die Kamera fliegt dicht ran: Klar zu erkennen ist der Trompeter auf dem Turm der St.-Michaelis-Kirche.


trend

K a m er a -D ro h n en

Fliegendes Auge Sie überwachen Ackerflächen, zählen Pinguine in der   Antarktis und können bis zu zwölf Meter unter einer Schneedecke Lawinenopfer aufspüren. Das Repertoire der fliegenden   Kameras ist beeindruckend. Ein Überblick. Text: Iris Quirin

So hat diese Drohne den Hamburger Michel gesehen.

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Foto: Jörg wischmann, illustration: steffen mackert

IW

enn Bagger im Saarland bei Bauarbeiten wieder einmal auf altrömische Gemäuer stoßen, klingelt meist kurz danach bei Roman Paulus das Telefon. Dann fragt das Landesdenkmalamt beim Chef von Coptersystems in Merzig an, ob ein Drohnenflug samt Aufnahmen möglich sei. Kein Problem, Paulus lässt das Gerät mit spezieller Wärmebildkamera auf knapp 100 Meter steigen und lichtet das ­ganze Areal ab. Auf den Fotos können die ­Experten an der Wärmeabstrahlung deutlich den Grundriss der antiken Gemäuer erkennen. Damit sind die Archäologen in der Lage, das ursprüngliche Gebäude am Computer als 3-D-Modell zu rekonstruieren; mühsames ­Kartografieren von Hand entfällt. Das Beispiel im Saarland zeigt, wie die wendigen Kleinstfluggeräte eingesetzt werden können: Sie überwachen Pipelines, zählen Pinguine in der Antarktis oder machen Tieraufnahmen in der Serengeti. Das klappt

gut, weil die mindestens vierfüßigen Drohnen mit knapp 68 Dezibel gerade einmal so laut wie ein Bienenschwarm sind und sich so behutsam unter die Tiere mischen können. Sie können ihnen aber auch an den Kragen gehen – wie jüngst auf Mallorca: Dort halfen die Drohnen bei der Bekämpfung der gefrä­ ßigen Palmrüssler. Über einen Infrarot-Sensor spürten sie die Schädlinge auf, sodass diese bekämpft werden konnten.

Drohnen sind genehmigungspflichtig Wer die Drohnen – im Fachjargon UAV (Un­ piloted Aerial Vehicle, unbemanntes Luftfahrzeug), UAS (Unmanned Aircraft System, unbemanntes Luftfahrsystem) oder einfach nur Schwebeplattformen – in die Luft bringen will, benötigt hierzulande eine Genehmigung und einen Befähigungsnachweis. Ohne Sondergenehmigung dürfen die Drohnen nicht

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Steuerungselektronik und GPS Die gesamte Steuerungselektronik sitzt unter der Plastikhaube, direkt darunter sind die Akkus.

Kameraplattform mit Stellmotor Über einen Stellmotor werden Kipp- und Rollbewegungen blitzschnell ausgeglichen.

Wie lässt sich ein Multicopter steuern? Zivile Profi-Drohnen haben mehrere Beine (Multicopter) und eine Kontroll­einheit in einem Koffer. Bedient werden sie von einem Piloten am Boden über die Konsole im Koffer. Zusätzlich können sie mit GPS-Daten zur besseren Routenerkennung bestückt werden sowie mit Kameras und Sensorsystemen (Infrarot, Gas, Sprengstoff, Radioaktivität). Laserscanner sorgen dafür, dass die Drohnen nirgendwo gegen fliegen und sich selbst stabilisieren. Zur Höhenkontrolle etwa werden barometrische Sensoren verwendet, zur Lageregelung Kreisel- und Beschleunigungssensoren. Die Kleinstfluggeräte liefern Live-Bilder via Funk (WLAN). Hochauflösende Fotos speichert die Kamera auf ihrer SD-Karte, die dann am Computer angeschaut werden können. Ihre Energie beziehen Drohnen über Lithium-Polymer-Ionen-Akkus, die leistungsfähiger sind als die LithiumIonen Akkus in Smartphones. Mit einer einzigen Akkuladung bleiben die größten Drohnen maximal eine Stunde in der Luft.

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Wertvolle Tipps für Rettungskräfte Vier Propeller Mindestens vier (Quattrocopter), maximal acht (Octocopter) Propeller halten die Drohne in der Luft.

Wie im Mai 2012, nach dem Erdbeben in Norditalien: Eine Kirche in der Stadt Miran­ dola war zum Großteil eingestürzt. Niemand durfte das Gebäude betreten. Projektleiter Hartmut Surmann vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme schickte seine mit Laserscannern bestückten Boden- und Luftroboter in die Kirche. In ­we­nigen Tagen erstellte der Experte aus den Aufnahmen 3-D-Modelle der Innenräume. Diese zeigten die Schäden und lieferten den Rettungstrupps wertvolle Tipps, wie sie vorgehen konnten. Weniger gefährlich, dafür zeitsparend setzt Bauleiter Bernd Voermann Luftbilder für die Baustellendokumentation der Residenz Sommerbrise in Oberbayern ein. Dazu bucht er die Drohne von Julian Kahl, Chef der Airborne Media in München. Der Profi steuert das Gerät über eine ­Konsole, Voermann sieht über einen zweiten Bildschirm zu und gibt Anweisungen, was er fotografiert oder gefilmt haben will. „Mit den Luftaufnahmen können sich die Eigentümer einen Überblick über den Stand der Bau­ arbeiten verschaffen“, sagt Voermann. „Dafür müssen sie selbst nicht anreisen.“ ■

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illustration: steffen mackert, Fotos: PR (2)

Landegestell Dank der ausladenden Beine landet die ­fliegende Plattform nach ihrer Mission ­wieder punktgenau auf dem Boden.

höher als 100 Meter fliegen. „Die Vergabe ist nicht einheitlich geregelt“, erklärt Thorsten Kanand, Chef von AirRotorMedia aus Holzminden. „Wir zahlen rund 5 000 Euro im Jahr für bundesweit alle Genehmigungen.“ Trotzdem lohnt sich das Geschäft: Kanand verkauft Profi-Drohnen ab 60 000 Euro. Seine Dienstleistung – einfache Videos und Luftaufnahmen – kosten rund 500 Euro bei einem zwei­ stündigen Einsatz. Mit beeindruckenden Fotos aus der Luft lässt sich so die FirmenWebsite aufhübschen. Den Befähigungsnachweis erhalten Drohnenpiloten nach einer speziellen Ausbildung bei Anbietern wie Microdrones oder AirRotorMedia. Dann können die Flugplattformen von überall aus starten. Sinnvoll ist ihr Einsatz meist dort, wo Menschen nicht hinkommen oder wenn es für sie zu gefährlich ist, etwa in Krisengebieten.


trend

„Drohnen sind das Bindeglied zwischen Boden und knapp 150 Meter Höhe, wo der Hubschrauber zum Fotografieren nicht runter darf.“ Roman paulus, Chef von Coptersystems in Merzig

Auge in Auge mit Arminius: So nah kommt sonst keine Kamera dem Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald. Mit mehr als 50 Metern ist sie die höchste Statue in Deutschland. Helfer in der Not: Als taktische Einheit erkundet die Drohne bei Rettungseinsätzen vorab die Lage für den Brand- und Katastrophenschutz.

So werden die schwebenden Helfer eingesetzt Perspektivisch: In der Werbung Die Fotos im aktuellen „Geo Special Hamburg“ wurden mit einer kamerabestückten Drohne aus der Luft geschossen. Das funktioniert auch für Werbe- oder Filmaufnahmen: Im Auftrag des WDR filmte eine Kamera an ­einer Drohne Wildpferde im Tierpark Dülmen und schwebte dabei direkt über der Herde.

Präsentation: Für Bauprojekte Immobilienmakler präsentieren ihre Objekte auf ihrer Website in 3-D, Bauherren dokumentieren den Fortschritt auf Baustellen für ihre Auftraggeber. Die Firmen-Homepage lässt sich mit Luftbildern und -filmen über den Unternehmenssitz oder die Sicht auf eine erfolgreiche Arbeit von oben aufbessern.

Spürnase: Bei Rettungseinsätzen Bei Katastrophen können Drohnen Gebäude erkunden, bevor Rettungskräfte loslegen. ­Dazu werden sie mit Sensoren (Video, Infrarot, Gas oder Radioaktivität) ausgestattet. Bei Lawinen können sie mit einem Radar bis zwölf Meter unter dem Schnee die Herz- und Lungenfunktion Überlebender empfangen.

Aufklärung: Beim Natur- und Umweltschutz Mit Wärmebildkameras ausgestattet, dokumentieren Drohnen die Dämmung eines Dachs, mit Digitalkameras die Schäden an ­einem Windrad oder den Zustand von Pipelines. In Schwärmen erkunden sie ferngesteuert das Ausmaß der Algenblüte im Meer, den Zustand des Regenwalds. Mit ihrer Hilfe können Lagepläne erstellt werden, etwa wo auf dem Ackerland der Schädlingsbefall hoch ist.

Vermessung: Für Kartografen Spezielle Thermalkameras fangen die Wärme­ abgabe von archäologischen Gebäuderesten unter der Erde ein. Areale wie Kiesgruben lassen sich in einem GPS-Raster abfliegen. Für Vermessungsaufgaben werden kali­ brierte Kameras eingesetzt, die Boden­ markierungen überfliegen. Daraus entsteht ein Bildermosaik, das mehrere Hundert Q ­ uadratmeter umfassen kann.

Ausblick: Jedem seine Drohne Der vom Stuttgarter Unternehmen E-Volo zur CeBIT 2013 vorgestellte Leichtflieger VC200 mit Elektroantrieb kann künftig unbemannt und ferngesteuert Brandopfer von Fassaden retten. Via Ausleger gelangen sie an Bord. Experten sagen inzwischen „persönliche Drohnen“ voraus, die etwa beim Joggen über dem Sportler schweben und bei Bedarf den Laufstil zur Verbesserung filmen.

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Za h l en , Dat en , Fa kt en

Kultur des Teilens Internet, Smartphones und Apps machen das Teilen und Mieten massentauglich. Zahlen und Fakten zur neuen Tauschwirtschaft. Text: Anja stroHm // Illustrationen: Julia Walter

2007

immer mehr carSharer In knapp sieben Jahren hat sich die Zahl der Car-Sharing-Nutzer in Deutschland auf das Vierfache gesteigert –Tendenz steigend.

2008 2009

95 000

2010 2011

116 000 2012

137 000 158 000

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le: Quel

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Bund

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012

262000

453 000 DREIsechsNULL  02 | 2013

Foto-Illustration: Tina polster

190 000


k leiner bei trag

83 %

Das wird geteilt, getauscht und vermietet Nach einer aktuellen Studie des Branchesverbands BITKOM tauschen und teilen viele Menschen hierzulande einiges von Auto bis Wohnung über Tauschbörsen im Netz. Quelle: Bitkom 2012

Meins, Deins, unser

9 %

16 %

In Deutschland teilen Internetnutzer gern Inhalte wie Fotos, Videos und Musik im Web. Bei den 14- bis 29-Jährigen ist die Zahl höher: Hier teilen fast 97 Prozent der Web-User.

Produkte in Tauschbörsen getauscht

Quelle: Bitkom

Legales Filesharing

Ich teile bestimmte Dinge nicht, weil ...

2 %

9 %

Eigene Wohnung an Touristen vermietet oder selbst gemietet

Quelle: GDI 2012

7

trifft voll zu

Bike Sharing

3 %

Car Sharing 6

„Die neue Währung der kollaborativen Revolution lautet Vertrauen.“

5

Rachel Botsman, Vordenkerin der Sharing Economy Und Autorin des Bestsellers „What's mine is yours“. 4

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350 wird nicht genutzt

225  * durchschnittliche Lebensdauer (in Std.)

... Dinge nicht zurückkommen.

wird genutzt (in Std.)

Rasenmäher 600 *

Vertikultierer 400 *

Bohrmaschine 300 *

255

375

... es nur Streit und Ärger gibt.

50

45

... es Abhängigkeiten schafft.

Quelle: Nutzen statt Besitzen 2012, Band 27, Heinrich Böll Stiftung / NABU

3

... mir Dinge zu persönlich sind.

Studien zeigen, dass wir vor allem Werkzeug wenig nutzen. Wenn wir Dinge häufiger verleihen, wird der Bohrer oder der Rasenmäher besser ausgelastet.

... Dinge von anderen unhygienisch sind.

Selbst Öfter Bohren – oder mehr verleihen

2

1

trifft gar nicht zu

45


Harald Welzer, geboren 1958 bei Hannover K端nftig zur端ckblickend: Wer werden Sie gewesen sein?

Teilen ist notwendig, weil...

Vernetztes Leben und Arbeiten bedeutet f端r mich...


WEITERDENKER

S oz i olog ie p rofess o r Ha ra ld W e lzer

Der Widerstands-Stifter Schluss mit dem politischen Illusionstheater   und Konsumwahn, bei dem das Gemeinwohl auf  der Strecke bleibt, fordert Sozialpsychologe   Harald Welzer. Das Porträt eines Gutmenschen,   der mehr eigenständiges Denken fordert. Text: Iris Quirin // Foto: Werner Amann

S

chlank, leicht gebräunte Haut, halblanges Haar, dunkles Sakko und rahmengenähte Schuhe: Einen Widerständler stellt man sich irgendwie anders vor. Der kritische Blick hinter der silber­ gerahmten Brille verrät aber den streitbaren Geist, der dahintersteckt: In der Berliner Rosenstraße, zwischen Hackescher Markt und Alexand­ erplatz, wirbt Harald Welzer mit seiner gemeinnützigen Stiftung FU­ TURZWEI für eine bessere Zukunft. Seine Thesen hat er jüngst in ei­ nem Buch „Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand“ veröffent­ licht, das sich seit Wochen auf der Bestseller-Liste des „Spiegel“ hält. Es geht um die Verantwortung für das, was wir den nachfolgenden Ge­ nerationen hinterlassen. Von sich selbst möchte Welzer zumindest einmal sagen können, sich nicht mehr schuldig gemacht zu haben als unbedingt nötig. „Und viel­ leicht ein bisschen dazu beigetragen zu haben, die Gesellschaft positiv verändert zu haben“, fügt er hinzu. Vor allem will er sich am Ende nicht geirrt haben: „Man ist häufig Teil des Falschen im Glauben, man sei Teil des Richtigen, und verwendet sein Engagement für Dinge, von denen man hinterher einsehen muss, dass sie totaler Blödsinn sind“, meint der Sozialpsychologe. Vor Blödsinn will er uns jedenfalls bewahren. Dabei ist er weder Moral­ apostel noch Öko-Aktivist. Auch kein lebensfremder Asket, der sich nichts gönnt, prangt doch ein grünes Krokodil als Logo auf seinem Hemd – natürlich politisch korrekt „Made in France“ und nicht durch Kinderhand in einem Billiglohnland, wie er betont. Selbstverständlich kauft er ausschließlich regionale Lebensmittel, am liebsten auf dem Wo­ chenmarkt in Potsdam-Babelsberg, wo er mit seiner Frau und seinem 19-jährigen Sohn wohnt. Selbst bei Bio-Produkten schaut er genau hin: Kommen die von weit her und belasten dadurch die Umwelt, kommen die nicht in die Tüte. Er fährt Fahrrad, und für den Weg zur Arbeit nutzt

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er die Bahn. Fliegen vermeidet er, wo immer es geht. So kommt er denn auch gerade von einer „megaanstrengenden“ Seminarwoche von der Uni St. Gallen etwas geschlaucht mit dem Zug in Berlin an. Schlafen kann er im Zug nicht, also liest und arbeitet er. Es gibt viel zu tun: „Es ist immer das Fällige, was einem zufällt“, zitiert er Uwe Johnson. So hat es in seinem Leben stets interessante Ange­ bote gegeben, an die er vorher nie gedacht hatte. Gelegenheiten, ein wenig Glück – so legt er eine Bilderbuchkarriere hin: Promotion, Habi­ litation, Professuren. Bereits in der Schule zu Hause in Bissendorf bei Hannover hatten es ihm die Geisteswissenschaften angetan. Deutsch und Geschichte waren die Lieblingsfächer des mittleren Kindes – älte­ rer Bruder, jüngere Schwester – einer Arbeiterfamilie. In den akademi­ schen Betrieb sei er später „eher aus Versehen“ geraten. Nicht verwun­ derlich also, dass er sich als universellen Dilettanten beschreibt. Zusammen mit einer Handvoll fester und einem Dutzend freier Mit­ arbeiter will er mit seiner Stiftung in Berlin den „Opfern einer Bedürfnis­ erzeugungsindustrie“ die Augen öffnen, sie zu weniger Konsum und zum nachhaltigeren Umgang mit den Ressourcen anregen. „Die meis­ ten Leute sind nicht an Wandel interessiert“, weiß er. „Weil Wandel ­immer einen erhöhten Orientierungsaufwand bedeutet.“ Er weiß auch, dass jeder bei sich selbst anfangen muss, wenn sich etwas ändern soll. Auf seiner Website – die dem Nutzer erst einmal den Schwur abver­ langt, das Gelesene weiterzuerzählen – sammeln er und sein Team viele kleine Episoden über Menschen, denen es gelungen ist, die Welt hier und da zu verbessern. Wie Grünraumplaner Lutz Kosack aus ­Andernach zum Beispiel: Auf seine Anregung hin hat das Rhein-Städt­ chen seine öffentlichen Grünflächen als Gemeinschaftsgärten zum Anbau von Obst und Gemüse umdeklariert. Fazit nach einem Jahr Überzeugungsarbeit: Die Arbeit der Stiftung kommt an, Welzer ist als Autor und Redner gefragt, viele Kooperatio­ nen werden an ihn herangetragen. Doch dafür müsste die Stiftung wachsen. Welzer wiegelt ab: Er möchte die Keimzelle seines Wider­ stands klein und schlagkräftig halten. „Sonst verzettelt man sich.“ Nachahmer sind aber ausdrücklich erwünscht. ■ h a r a ld w elzer Geboren 1958 in Bissendorf, Hannover // 1988: Promotion in Soziologie an   der Universität Hannover // 1993: Habilitation in Sozialpsychologie, 2001 in   Soziologie // bis 2011 Direktor am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen //   seit 2012: ­Honorarprofessor für Transformationsdesign an der Uni Flensburg //   2012: ­Mitgründer und Direktor von FUTURZWEI – Stiftung Zukunftsfähigkeit // ­Lehrtätigkeit an der Universität St. Gallen // Aktuelle Veröffentlichung:   „Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand“ (2013, S. Fischer Verlag).

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Harter Knochen Outdoor-Handys: Mobiltelefone sind heute gut gegen Wasser und Staub geschützt. Es gibt aber noch die Extrem-Varianten, die locker ein Schlammbad überstehen und selbstverständlich unter Wasser funktionieren.

Fallschutz: Das XP3340 hat ein Hart­gummiGehäuse und übersteht sogar Stürze auf Beton aus zwei Meter Höhe.

sonim XP3340 sentinel

126

Auflösung: 240 x 320 Pixel Gewicht: 185 Gramm Display: 5,1 cm Zertifiziert nach: IP68, MIL-STD-810G

25

60

Extrem robustes Mobiltelefon, Sicherheits-Zusatzdienste, sehr ­ausdauernder Akku, in gefährdeten Arbeitsfeldern einsetzbar, Totmannschaltung. Kein Smartphone, kleines Display.

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Arbeitsgerät: Die Tasten sind auch mit klobigen Handschuhen gut zu bedienen.

Hardliner Das XP3340 Sentinel ist ein extrem robustes Handy, das für den Einsatz in unwirtlichen Arbeitsumgebungen entwickelt wurde. Das Mobiltelefon mit dem Hartgummi-Gehäuse übersteht Stürze aus zwei Meter Höhe und das Eintauchen in zwei Meter tiefes Wasser. Es entspricht dem militärischen Standard MIL-810G, hat Notruffunktionen sowie eine Totmannschaltung und lässt sich auch mit Arbeitshandschuhen sicher bedienen. Auch wichtig: Der Akku hält lange durch.

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360° PRAXIS

Der Robuste

caterpillar B15

15

www.catphones.com Bericht: tinyurl.com/catb15-test

Schützende Schale: Das CAT B15 übersteht sogar einen Sturz aus knapp zwei Meter Höhe.

Extrastark

sony xperia z

Attraktives Edel-Smartphone mit Großdisplay, schneller Prozessor, sehr gute Kamera, wasserdicht und staubfest, Android 4.1, offen für Apps, schneller Internet-Zugang (LTE/HSPA+). Kein Fallschutz, hoher Preis.

Verhärtete Fronten: Vorder- und Rück­ seite sind aus gehärtetem Glas.

Allrounder

samsung galaxy xcover 2

Fall-Schutz: Das Akkufach auf der Rückseite ist speziell gegen Stürze gesichert.

Mehr zu Schutznorm bei Smartp en ho www.telek nes om.de/ dreisechsn ull

Auflösung: 480 x 800 Pixel Gewicht: 149 Gramm Display: 10,2 cm Zertifiziert nach: IP67

131

Das Xcover 2 mit dem kompakten 4-Zoll-Bildschirm ist ein neuer Begleiter für den rauen Arbeitsalltag. Sein robustes Gehäuse schützt vor Staub und Wasser (Tauchen: 30 Minuten bis einen Meter Tiefe). Unter der harten Schale steckt solide Mittelklasse-Technik mit Zweikern-Prozessor, einem Gigabyte RAM, erweiterbarem 4-GB-Speicher sowie Android 4.1 als ­Betriebssystem. Ebenfalls an Bord: eine 5-Megapixel-Kamera.

Nicht zu groß: Das Samsung Xcover 2 mit dem 4-Zoll-Bildschirm ist recht kompakt.

71

7,9

www.sonymobile.com Testbericht: tinyurl.com/test-xperia-z

www.samsung.com Testbericht: tinyurl.com/xcover2-test

Auflösung: 1080 x 1920 Pixel Gewicht: 146 Gramm Display: 12,7 cm Zertifiziert nach: IP55 und IP57

139

Smartphones mit Top-Ausstattung und Edel-Design können auch robust sein: Das schlanke Sony Xperia Z ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Es bietet einen schnellen Vierkern-Prozessor sowie ein hochauflösendes 5-Zoll-Display und ist dennoch gut geschützt. Das Xperia Z ist wasserdicht bis einen Meter Tiefe (30 Minuten) und staubgeschützt. Vorder- und ­Rückseite bestehen aus gehärtetem Glas. Sein ­Rahmen ist aus extrastarkem Fiberglas-Polyamid.

Fotos: pr

70

Robustes Smartphone mit Android 4.1 (erweiterbar), zwei SIM-Karten einsetzbar, 5-Megapixel-Kamera. Kein hochauflösendes Display, nur 512 MB Arbeitsspeicher.

Rück-Kamera: Eine 5-Megapixel-Kamera ist auf der Rückseite eingebaut.

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Auflösung: 480 x 800 Pixel Gewicht: 170 g Display: 10,2 cm Zertifiziert nach: IP67

125

Das CAT B15 ist ein robustes Android-Smartphone mit vielen Mittelklasse-Features wie etwa Doppelkern-Prozessor und 5-Megapixel-Kamera. Sein Aluminium-Gehäuse mit der gummierten Oberfläche ist wasserdicht, staubgeschützt und stoßfest (aus 1,80 Meter Fallhöhe). Es kann sogar mit nassen Fingern per Fingerwisch bedient werden.

12

68

Neues Mittelklasse-Smartphone, aktuelle Android-Version, offen für Apps, stabiles Gehäuse, wasserdicht und staubdicht, Akkufach gegen Stürze gesichert, integrierte Kamera. Kein hochauflösendes Display.

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Black fürs Business Geschäftstüchtig: Viel Hoffnung liegt auf dem BlackBerry Z10, das schnell als „Kanzler-Handy“ bekannt wurde. Jetzt hat BlackBerry mit dem Q10 auch ein Gerät mit Tastatur neu herausgebracht. Das dynamische Duo will im Business punkten.

Einfache Verwaltung aller Smartphones BlackBerry bietet ein praktisches Tool zum Endgeräte-Management an: Auf einer Plattform können Smartphones und Tablets sowohl mit einem älteren BlackBerry-Betriebssystem und dem neuen BlackBerry Enterprise Service 10 als auch mit Android und iOS komfortabel organisiert werden. Sicherheit für Unternehmensdaten Die BlackBerry-Plattform 10 bietet eine hohe Sicherheit für Unternehmensdaten und Anwendungen. Der Arbeitsbereich im BlackBerry ist rundum verschlüsselt: Kritische Inhalte und Apps werden so wirkungsvoll vor Datenverlust und unberechtigten Zugriffen geschützt. Es dürfte eine der sichersten End-to-End-Umgebungen für Endgeräte sein. Volle Kontrolle für Unternehmen BlackBerry Solution heißt die Plattform-Lösung der Telekom für Unternehmen, die ein umfassendes

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und sicheres Device Management suchen. Über eine einzige End-to-End-Plattform bietet sie bewährte BlackBerry-Sicherheit. In der Praxis können IT-Verantwortliche so die Verwendung und Weitergabe von Geschäftsdaten flexibel steuern oder bei Bedarf unterbinden. So behalten Unternehmen stets die volle K ­ ontrolle über die eingesetzten Smartphones und Apps. Die Plattform ermöglicht auch die Verwaltung von mehreren Geräten pro Nutzer, und zwar sowohl firmeneigene als auch private Geräte. Wird das erweiterte Enterprise Mobility Management aktiviert, ist der interne Einsatz des Smart­phones möglich und eine begrenzte Verwendung von Apps durchaus erlaubt. App-Store für Geschäftliches Ein weiterer Pluspunkt für die Sicherheit der ­Unternehmensdaten ist der integrierte App-Store BlackBerry World for Work. Diese spezielle Version des BlackBerry-Online-Marktplatzes für Apps bietet ausschließlich Apps an, die von der Unternehmens-IT für den Download empfohlen oder von ihr ­freigegeben wurden. dreisechsnull.telekom.de/#article/ blackberry-z100

Das Video zum neuen BlackBerry Z10 und seine Vorteile für Firmen. tinyurl.com/z10-lte

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Fotos: Getty images, Pr (2)

U

nternehmen können sich auf die neue BlackBerry-Plattform 10 freuen, denn die Kanadier haben viele Anwendungen jetzt speziell fürs Business entwickelt. Die einfache Administration der Endgeräte und der hohe Schutz von Unternehmensdaten und Anwendungen zählen seit Jahren zu den Stärken von BlackBerry.


360° PRAXIS

BlackBerry reloaded

Stabil gebaut: Ein edler Metall­ rahmen schützt das Q10.

Q10 – das neue Alte Blackberry Q10

Auflösung: 720 x 720 Pixel Gewicht: 139 g Display: 7,9 cm Prozessor: 1,5 GHz Zweikern

120

Das ist es! Das neue BlackBerry im klassischen BlackBerry-Design. Das Q10 besitzt einen 3,1 Zoll großen Bildschirm sowie die beliebte ­vollständige Buchstabentastatur mit echten ­Tasten. Per Fingerwisch auf dem quadratischen Bildschirm wird das Smartphone gesteuert. Mit seinem 2100-mAh-Akku ist das Q10 gut für lange Arbeitseinsätze gerüstet. Wichtig für ­Business-Anwender: LTE und HSPA+ sorgen für einen schnellen Datenverkehr.

10

www.telekom.de/blackberry Testbericht: tinyurl.com/blackberry-q10-lte

67

Sehr gute Buchstabentastatur, schneller Online-Zugang (LTE), flotter Dual-Core-Prozessor mit zwei GB RAM, gutes Display. Relativ breites Smartphone.

Großes Kino: Das Display ist detailreich – trotz der geringen Ausmaße. Flottes Schreibgerät: Die vollständige Tastatur erleichtert das schnelle Tippen.

Z10 – der Herausforderer

www.telekom.de/blackberry Testbericht: tinyurl.com/blackberry-z10-lte

DREIsechsNULL  02 | 2013

1

Klassenüblich: Eine 8-Megapixel-Kamera ist auf der Rückseite eingebaut.

2

Klein und scharf: Der 4,2-Zoll-Bildschirm ist kompakt, aber mit 1280 x 768 Pixel sehr ­detailscharf und gut ablesbar.

Blackberry Z10

Auflösung: 1280 x 768 Pixel Gewicht: 136 g Display: 10,7 cm Prozessor: 1,5 GHz Zweikern

130

Das BlackBerry Z10 im aktuellen SmartphoneLook sieht extrem aufgeräumt aus und lässt sich per Fingerwisch über den detailscharfen 4,2-ZollBildschirm steuern. Mit der virtuellen DisplayTastatur samt integrierter Lernfunktion kann man bequem schreiben. Ein flotter Dual-Core-Pro­ zessor, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und ein schneller HSPA+ beziehungsweise eine LTE-fähige Mobilfunk-Einheit ermöglichen den schnellen Zugang in die Online-Welt.

9

66

Kontrastreiches Display mit hoher Auflösung, handliches Gerät, flotter Dual-Core-Prozessor mit zwei Gigabyte RAM, gute ­Touchscreen-Tastatur, schneller Online-Zugang (LTE), Software ­bietet viele innovative Funktionen. Durchschnittliche Kamera.

51


360° PRAXIS

Groß und größer

1

Herzstück: Auf der Tablet-Rückseite findet sich die Lücke fürs Padfone 2.

2

Clevere Erweiterung: Das Smartphone wird einfach in der Station geparkt.

XXL-Smartphones: Der Trend zu Größe ist ungebrochen. Die Topmodelle punkten mit Riesendisplays mit hoher Auflösung. Fünf Neulinge im Überblick.

asus padFone 2

9

69

Clevere Smartphone-/Tablet-Lösung, Tablet-Erweiterung mit Zusatzakku, schneller Datenverkehr per LTE Kein erweiterbarer Speicher, Smartphone-Akku nicht austauschbar.

Auflösung: 1920 x 1080 Pixel Gewicht: 151 g Display: 12,7 cm Prozessor: 1,5 GHz Vierkern

132 9,8

69

Detailreiches Großdisplay, schneller Vierkern-Prozessor, hochwertige 13-Megapixel-Kamera mit separatem Auslöser, schneller Datenverkehr per LTE. Gehäuse aus Kunststoff.



Trendsetter: Zusammen mit der Padfone-Station (hier die Rückseite) mutiert das Smartphone zum vollwertigen Tablet mit 10-Zoll-Bildschirm.

Das Padfone 2 ist ein cleveres Android-Smartphone, das sich mit einem 10-Zoll-Bildschirm im Handumdrehen zum Tablet erweitern lässt. Der schnelle Prozessor erlaubt flotte Zugriffe auf Apps und Internet. Das Smartphone hat ein 4,7-Zoll-Display, das mit 1280 x 720 Pixel ausgestattet ist. Das 10-Zoll-Tablet bietet eine aus­ reichend gute Auflösung von 1280 x 800 Pixel.

Superscharf

Sony Xperia ZL

52

Dynamisches Duo

Das Xperia ZL ist das zweite Smartphone von Sony mit einem superscharfen Großbildschirm, schnellem Vierkern-Prozessor, erweiterbarem Speicher und einer hochwertigen 13-Megapixel-Kamera. Im Vergleich zum Schwestermodell Xperia Z ist es etwas kürzer, aber weniger schlank. Praktisch ist die separate Kamerataste an der Seite, die das Aufnehmen von Fotos und Videos erleichtert. www.sonymobile.de Edel-Cam: Die 13-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz liefert gute Aufnahmen bei wenig Licht sowie Videos im Full-HD-Format.

Fotos: pr

138

Auflösung: 1280 x 720 Pixel Gewicht: 135 g Display: 11,9 cm Prozessor: 1,5 GHz Quad-CoreProzessor

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Das Spitzenmodell von Samsung gehört zu den besten Smartphones des Jahres 2013. Technik und Ausstattung sind jetzt Maßstab für alle anderen. Das S4 hat ein 5-ZollGroßdisplay, einen superschnellen Prozessor und einen Ausdauer-Akku. Dennoch ist es angenehm dünn, leicht und handlich. Jede Menge Komfort-Funktionen erleichtern die Bedienung des Android-Smartphones.

samsung galaxy S4

7,9

Augenkino: Der 5-Zoll-Bildschirm des Galaxy S4 ist farbstark und mit 1920 x 1080 Pixel gleichzeitig sehr detailreich.

nokia LUMIA 925 Auflösung: 1280 x 768 Pixel Gewicht: 139 Gramm Display: 11,4 cm Prozessor: 1,5 GHz Zweikern

129

Nokias neues Flaggschiff gehört zu den ­leistungsfähigsten Smartphones mit Windows Phone 8. Das neue Lumia hat einen edlen und ­stabilen Metallrahmen, dennoch ist es dünner und leichter als der Vorgänger Lumia 920. Sein 4,5-Zoll-AMOLED-Display zeigt 1280 x 768 Pixel, mehr Details sind dann heute bei Windows-Phone-8-Modellen nicht möglich.

8,5

70,6

Passt sehr gut in die Windows-Welt, einfache Bedienung, hochwertiges Gehäuse, viel Ausdauer, Top-Kamera, schneller Datenverkehr per LTE. Kein austauschbarer Akku, keine Speichererweiterung möglich.

www.nokia.com Testbericht: tinyurl.com/test-lumia925 Pluspunkt Kamera: 8,7 Megapixel PureView, Carl Zeiss-Objektiv f/2,0, 16 mm, Dual-LED-Blitz, optischer Bildstabilisator.

Ergonomie-Wunder

htc one

www.htc.com Testbericht: tinyurl.com/htc-one-lte Edle Hülle: Das Metallgehäuse macht einen hochwertigen Eindruck und liegt angenehm in der Hand. Handschmeichler: Der 4,7-Zoll-Bildschirm zeigt viele Details an, lässt sich dennoch einhändig gut halten.

Auflösung: 1920 x 1080 Pixel Gewicht: 143 g Display: 11,9 cm Prozessor: 1,7 GHz Vierkern

137

Das HTC One mit dem Vollmetallgehäuse ist eines der schönsten und edelsten Smartphones des Jahres 2013. Auch ergonomisch ist das One perfekt gestaltet. Sein Display ist etwas kleiner als beim S4, bietet aber dennoch die gleiche Top-Auflösung. Seine Performance zählt ebenfalls zur Spitzenklasse.

DREIsechsNULL  02 | 2013

70

Farbstarkes und sehr detailreiches Großdisplay, handlich und leicht, schneller Quad-Core-Prozessor, viel Ausdauer, gute 13-MegapixelKamera, Datenverkehr per LTE. Gehäuse aus Kunststoff.

Testbericht: tinyurl.com/galaxy-s4-lte

Nokias Neuling

Auflösung: 1920 x 1080 Pixel Gewicht: 130 g Display: 12,7 cm Prozessor: 1,9 GHz Vierkern

137

Inter-Galaktisch

9,3

68

Sehr hochwertiges Aussehen, einfach zu bedienen, gute Performance, schneller Datenverkehr per LTE, viel Ausdauer. Kein austauschbarer Akku und kein erweiterbarer Speicher.

53


360° PRAXIS

Rundum-sorglos-Pakete Mobilfunk-Tarife: Complete Comfort Business heißen die sechs neuen Tarifmodelle der Telekom. Und komplett sind sie geworden: mehr drin, mehr dran. Vor allem für Geschäftskunden lohnen sich die neuen Rundum-sorglos-Pakete.

Neue Tarife

Text: Arnulf Schäfer // illustrationen: Kristina Düllmann

complete Comfort XXL ideal für Vielnutzer

Typische Nutzer des XXL-Tarifs sind vor allem Geschäftsführer, Vorstände und leitende Mitar­ beiter, die regelmäßig mit Smartphone und Tablet im Ausland unterwegs sind. Sie profitieren unter anderem von den umfangreichen Roaming-Pakten.

W

ie viele Freiminuten bleiben mir in diesem Monat? Wie viele SMS kann ich noch verschicken ohne draufzuzahlen? Wo kann ich im Ausland ins Internet, ohne hohe RoamingKosten befürchten zu müssen? Bei den neuen Mobilfunk-Optionen der Telekom spielen diese Fragen keine große Rolle mehr. Alles inklusive lautet in der Regel die Antwort. Vor allem Geschäftskunden dürfte die veränderte Preisstruktur gut gefallen: Sie können mit ihren Smartphones ins Web, ohne sich über Mehrkosten Gedanken machen zu müssen – großzügige Datenpakete sind seit dem 22. Mai in den Tarifen automatisch dabei. Ob jemand viel surft oder nur ab und zu E-Mails abholen möchte, für jeden ist das Passende dabei: Sechs unterschiedliche Stufen von XS bis XXL stehen zur Wahl. Der günstigste Tarif kostet inklusive Smartphone 16,76 Euro netto pro Monat. Er ist etwa geeignet für Service-Mitarbeiter, die wenig telefonieren, aber unterwegs auf Daten, Apps oder den Firmen-Server ­zugreifen müssen. Der leistungsstärkste XXL-Tarif kostet 83,99 Euro netto. Der XXL-Tarif liegt preislich zwar auf dem Niveau des alten XL-Tarifs, hat dafür aber ein größeres Datenkontingent von bis zu fünf ­Gigabyte an Bord. Vorher waren bis zu zwei ­Gigabyte inklusive. Hinzu gekommen sind umfangreiche Roaming-Pakete und die Nutzung des Turbo-Netzes LTE. Alle Complete Comfort Business Tarife sind jetzt mit einer Daten-Flatrate ausgestattet (mit jeweils unterschiedlichen Datenkontingenten). Sie werden eben-

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falls mit ­einem Top-Smartphone angeboten. Gute Nachrichten für preisbewusste Nutzer: Wer kein neues Handy braucht oder möchte, spart 20 Prozent auf den ursprünglichen Tarif.

Kunden wollen transparente Tarife zu kalkulierbaren Kosten. Beim Telefonieren ist eine Flatrate ins Mobilfunknetz der Telekom für alle Tarife dabei. XS-Nutzer ­erhalten zusätzlich 50 Inklusivminuten fürs Anrufen in fremde Netze, Kunden von Complete Comfort S Business doppelt so viele. Für die Tarifstufen M bis XXL gilt die Flatrate für alle anderen Netze. Die meisten Tarife haben gleich umfangreiche Roaming-Pakete an Bord. Zudem sind die vier oberen Tarife LTE-fähig – sie erlauben also das Surfen mit dem derzeit schnellsten Mobilfunk-Standard. Mit dem XXL-Tarif zum Beispiel lassen sich HighspeedDownloads mit bis zu 100 Mbit/s nutzen. Eine SMSFlat in alle Netze gilt ebenfalls für alle Tarifstufen, mit Ausnahme des XS-Pakets. Nutzer dieses Tarifs haben 50 SMS pro Monat frei. Wer viel im Ausland unterwegs ist, kann sich über die Roaming-Inklusivleistungen freuen: Kunden des XL-Tarifs erhalten 50 Freiminuten pro Monat im EU-Ausland, XXL-Nutzer doppelt so viele. Für jede Tarifstufe gibt es zudem Wochenpässe mit je 50 MB für Daten-Roaming im Ausland. Geschäftskunden der Tarifstufen XS, S und M erhalten zwei Wochenpässe pro Vertragslaufzeit. In den Komfortversionen L und XL haben


Kunden sechs und XXL-Nutzer sogar zehn Wochenpässe inklusive. Zugang zu mehr als 12 000 HotSpots der Telekom sind ab dem Tarif Complete Comfort M Business inklusive. Außendienstler etwa können über die drahtlose WLAN-Verbindung große Datenmengen übertragen. Für XL- und XXL-Kunden sind zudem zwei MultiSIM-­Karten im Paket enthalten. Sie können so weitere Smartphones oder Tablet-PC mit dem Tarif nutzen. Ein Highlight dürfte der Complete Premium Business-Tarif für Geschäftsleute sein, die beruflich viel im In- und Ausland unterwegs sind. Sie bekommen alles, was ein Reisender fürs Business braucht, der sich keine Gedanken um weitere Gebühren machen will: Für 126,01 Euro netto pro Monat gibt es eine Telefonie- und SMS-Flat in alle Netze, eine ­satte Datenflat bis zu 20 Gigabyte, LTE-DownloadGeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s sowie ­eine HotSpot-Flat. Im Highend-Paket enthalten sind zudem 1 000 SMS und 250 Freiminuten pro Monat

Complete Comfort Business Tarife* Monatlicher Nettopreis mit Handy ohne Handy (20 % Rabatt) Telefonie • Inklusivminuten in alle Netze • Telekom Mobilfunknetz Preise außerhalb der Inklusivminuten / Wahlnetz • in alle anderen Netze SMS in alle Netze Data • LTE-fähig • Surfen und E-Mailen (unbegrenztes Volumen bis SSD) DL : Empfangen; UL: Senden

• HotSpot-Flat • VoIP • MultiSIM Roaming • Telefonie (Inklusivminuten LG 1) • Data (in Ländergruppe 1 Travel & Surf) mit je 50 MB

Complete Comfort XS für WenigTelefonierer

im EU-Ausland sowie 16 Wochenpässe für die Datennutzung pro Vertragslaufzeit. Für Telefonate aus Deutschland ins EU-Ausland und nach Nordamerika stehen zusätzlich pro Monat 1 000 Minuten zur Verfügung. Kunden dieses Tarifs können sich alle zwölf Monate ein neues Top- Smartphone aussuchen und sind damit technisch auf der Höhe der Zeit.

Der Tarif Com­ plete Comfort XS Business ist für Service-Mitarbeiter, die wenig telefonieren, unterwegs auf ­Daten, Apps oder den Firmen-Server zugreifen müssen.

www.telekom.de/gk/mobilfunk-tarife

Mehr zum zu den Tarifen: tinyurl.com/tom-tarife

Complete Comfort XS

Complete Comfort S

Complete Comfort M

Complete Comfort L

Complete Comfort XL

Complete ­Comfort XXL

16,76 €

29,37 €

41,97 €

58,78 €

67,18 €

83,99 €

13,41 €

23,50 €

33,58 €

47,02 €

53,74 €

67,19 €

50 Flat

100 Flat

Flat

Flat

Flat

Flat

0,25 € 50

0,25 € Flat

Flat Flat

Flat Flat

Flat Flat

Flat Flat

nein 100 MB

nein 500 MB

ja 750 MB

ja 1 GB

ja 2 GB

ja 5 GB

(DL 8 Mbit/s und UL 1 Mbit/s)

(DL 16 Mbit/s und UL 2 Mbit/s)

(DL 16 Mbit/s und UL 2 Mbit/s)

(DL 25 Mbit/s und UL 10 Mbit/s)

(DL 50 Mbit/s und UL 10 Mbit/s)

(DL 100 Mbit/s und UL 10 Mbit/s)

inklusive

inklusive inklusive

inklusive inklusive inklusive

inklusive inklusive inklusive

50 100 2x Travel & Surf 2x Travel & Surf 2x Travel & Surf 6x Travel & Surf 6x Travel & Surf 10x Travel & Surf WeekPass EU WeekPass EU WeekPass EU WeekPass EU WeekPass EU WeekPass EU

 * I rrtum und Änderungen vorbehalten. Die aktuelle Preisliste befindet sich unter www.telekom.de/agb

DREIsechsNULL  02 | 2013

55


360° PRAXIS

Schick, schön, ultraschlank

3

Tablet-PC: Zwei Trends prägen die Tablet-Entwicklung: Die Kleinen bekommen ein etwas größeres Display, die Großen punkten mit detailscharfem Full-HD-Bildschirm.

136

samsung galaxy note 8.0

8,0

20,3

211

Auflösung: 1280 x 800 Pixel Prozessor: 1,6 Ghz Vierkern Betriebssystem: Android 4.1 Gewicht: 345 g

Schneller Prozessor, S-Pen mit Ex­trafunktionen, AusdauerAkku, flotter Datenverkehr per HSPA, 5-Megapixel-Kamera. Kein LTE-Zugang.

Klein, aber oho! Das Galaxy Note 8.0 gehört zur neuen Generation der kleinen Tablets und besitzt statt eines herkömmlichen 7-Zoll-Bildschirms ein neues 8-Zoll-Display, das mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixel überzeugt. Sein Quad-Core-Prozessor und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher ermöglichen flüssiges Arbeiten; der Akku mit 4600 mAh sorgt dafür, dass die Puste nicht schnell ausgeht. Praktisch: Der mitgelieferte Stift S-Pen bietet einige Zusatzfunktionen, und der Speicher lässt sich per Karte erweitern. www.samsung.de Testbericht: tinyurl.com/test-note8-0

1

2

1 Echter Blickfang: Der farbstarke

8-Zoll-Bildschirm bietet eine hohe Auflösung von 1280 x 800 Pixel. 2 Leichtgewicht: Das Note 8.0 ist nur

acht Millimeter dünn und mit 345 Gramm vergleichsweise leicht. 3 Anstifter: Der mitgelieferte S-Pen bietet

Zusatzfunktionen und lässt sich bequem im Gehäuse verstauen.

172

Sony Xperia Tab Z

25,7 2 1 266

Auflösung: 1920 x 1080 Pixel Prozessor: 1,5 Ghz Vierkern Betriebssystem: Android 4.1 Gewicht: 495 g

Handliches und einfach zu bedienendes Modell, sehr gutes, farbintensives Display, flotter Prozessor mit 2 GB RAM, staubdicht und wasserfest. Hoher Preis.

56



Etwas fürs Auge Schlanke Form mit klaren Linien und Kanten – das Design des Xperia Tab Z ist durchaus edel. Für viele aber wichtiger: Der Bildschirm zeigt gestochen scharfe Bilder. Robust ist das leichte Android-Tablet ebenfalls. Geschützt ist das Neue gegen Staub und Wasser. Der leistungsstarke Quad-Core-Prozessor arbeitet schnell, der 6000-mAh-Akku hält lange durch.

1 Gestochen scharf: Der Bildschirm bietet

mit 1920 x 1080 Pixel so viele Details wie ein herkömmlicher Full-HD-Fernseher. 2 Handschmeichler: Das Sony-Tablet ist

nur knapp sieben Millimeter dünn und trotz 10-Zoll-Bildschirm angenehm handlich. Fotos: PR (3)

6,9

www.sony.de Testbericht: tinyurl.com/test-xperia-tabz

DREIsechsNULL  02 | 2013


Hightech-Schutzengel eCall für Motorradfahrer: Erstmals wurde ein automatisches Notrufsystem für Motorradfahrer etabliert. Das System funkt europaweit über das Netz der Telekom.

T

reffen sich Biker, drehen sich die ­Gespräche meist um Spaß am Fahren, Maschinen und die besten Routen. Aber ernst wird es, wenn es um das Thema Sicherheit geht. Denn allein 2010 kamen ­europaweit 5 547 Motorradfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben. 2011 überlebten knapp 10 000 Fahrer schwer verletzt. Das rief die Björn Steiger Stiftung (BSS) auf den Plan, die sich seit 1969 für die Verbesserung der Notfallhilfe engagiert. Auf Initiative der Stiftung wurde ein Helm mit integrierter Notfallbenachrichtigung per Funk entwickelt. Das Know-how lieferten die Telekom, der Helmhersteller Schuberth und Bosch Sicherheits-

Die kleine Helmeinheit des eCall steht in ­Verbindung zur Zentralkonsole am Lenker.

eCall im Video www.telekom.de/m2m

systeme. Das Prinzip: Lösen einer oder mehrere Sensoren in Helm- und Motorradeinheit aus, wird ein Hilfesignal aktiviert. eCall ­sendet dann unfallrelevante Daten wie die GPS-Position per SMS an die Sicherheitsleitstellen von Bosch. Lässt sich nach einem eCall unfallbedingt keine Sprachverbindung aufbauen, verständigt die Leitstelle die lokalen Einsatzkräfte. Entscheidend für eCall ist die Verbindung zum Mobilfunk-Netz: Der Netzbetreiber muss deshalb mit einer hochverfügbaren, flächendeckenden Versorgung punkten. Die Signalstärke der Telekom reicht für Notrufe in vielen Regionen Europas aus. So können Biker auf schnelle Hilfe hoffen. ■

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Nutzen Sie die Chancen der Digitalisierung. Das große Update für den Mittelstand: So profitieren Sie im Handumdrehen von der digitalen Welt. Darmstadt: 29.8.2013 | Stuttgart: 20.9.2013 | Köln 26.9.2013

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Die digitale Wachstumsinitiative


Ich schau dir in die Augen Gestensteuerung: Viele mobile Endgeräte gehorchen bereits aufs Wort. Zunehmend reagieren sie auch auf Winken. Was heute technisch schon möglich ist und wie nützlich die neuen Steuerung ist.

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er Blick des Smartphone-Nutzers wandert zum unteren Bildschirmrand – automatisch scrollt die aufgerufene Website weiter. Eine Hand vor die Kamera des Laptops gehalten – schon stoppt der Film. Einmal kurz geblinzelt – und die Brille knipst ein Foto. Zukunftsvisionen? Nein: Das erste Beispiel heißt Smart Scroll und ist eines von mehreren Features zur Gestensteuerung auf Samsungs aktuellem Smartphone-Flaggschiff Galaxy S4. Filme und Musik lassen sich auf Apples MacBook per Hand mit einer App namens Flutter anhalten. Und die Software-Anwendung Winky ermöglicht Nutzern von Googles Datenbrille Google Glass das Fotografieren per Zwinkern. Das futuristisch anmutende Brillengestell blendet Informationen auf einem hochauflösenden Bildschirm im Sichtfeld des Nutzers ein. Seine Daten holt sich das Gerät per Bluetooth oder WLAN von dessen Smartphone. Damit nicht genug: Nachdem das Smartphone per Tastatur und dann per Touchscreen zu fühlen gelernt hat, schaltet es nun weitere Sinnesorgane ein. Es kann über die Kamera und Sensoren quasi sehen, was wir tun – und hört uns zudem immer besser zu. Die Vorteile von Mobiltelefonen mit Hörsinn sind gerade für Geschäftskunden vielfältig:

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Sie können schon heute per Sprachbefehl Konferenzteilnehmer aus ihrem Adressbuch anrufen, Termine im Smartphone-Kalender einrichten, Kurznachrichten an Mitarbeiter schicken oder sich zum Kunden navigieren lassen. Während Spracherkennung in diesem Jahr auf mobilen Endgeräten ihren Durchbruch schafft, trifft das für die Gestensteuerung erst auf Spielkonsolen wie Microsofts Xbox und Sonys Playstation sowie vereinzelt auf Fernseher wie Samsungs Smart-TV zu. Auch bei Computern tut sich mit Ausnahme von Beispielen wie der Flutter-App noch nicht viel. Zumindest neuartige Gesichtserkennungssoftware wird dann auch an Bord sein: Statt Passwort genügt ein Blick in die Kamera. „Beim Lesen von E-Books wird vielleicht nur ein Augenzwinkern genügen, um umzublättern. Die dafür notwendigen Tiefenkameras und Technologien existieren bereits heute“, sagt Intel-Deutschlandchef Christian Lamprechter. Doch selbst Sensoren und Kameras sind in wenigen Jahren wohl nicht mehr zwingend: Wissenschaftler an der Uni in Washington forschen daran, die durch Bewegung entstehenden Schwingungen von WLAN-Signalen für Gestensteuerung zu nutzen.

Mit Hand und Fuß. Mit Körperbewegungen können Spieler die neue Xbox bedienen

Voller Durchblick. Bei Google Glass handelt es sich unverkennbar um eine Brille und wiegt 42 Gramm. Inhalte aus dem Web werden vor dem Auge eingespiegelt.

tinyurl.com/datenbrille

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360° PRAXIS

Spüre die Kraft der Cloud Cloud-Arbeitsplatz: In der Cloud lässt es sich prima arbeiten, doch nur wenn Smartphone, Tablet und Cloud ein schlagkräftiges Team bilden. Wie funktioniert das und wie kann man gleich loslegen? Text: Arnulf Schäfer

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obil arbeiten überall und jederzeit, ­Dokumente austauschen, Termine im Firmenkalender synchronisieren und ­jederzeit ohne Probleme zwischen Smartphone, Tablet und Notebook wechseln – was sich wie ein Traum fürs mobile Arbeiten anhört, scheitert häufig in der Praxis. Oft sind die Geräte mit ­unterschiedlichen Systemen ausgestattet, es gibt keinen gesicherten Zugriff auf Firmendaten oder die Geräte untereinander lassen sich nicht automatisch synchronisieren. Kurzum, schnelle, internetfähige Rechner allein machen noch keinen mobilen Arbeitsplatz aus. Wichtig für die meisten beruflichen Nutzer ist die reibungslose Kommunikation mit Kunden und Kollegen. Und sie wollen auf gängige Office-­ Anwendungen, auf wichtige Vertriebs- und Kundendaten zugreifen, die fernab auf dem Firmenserver gespeichert sind. Das perfekte mobile Büro muss jedenfalls die gleichen Möglichkeiten bieten wie der Arbeitsplatz in der Firma. Wie das funktionieren kann, zeigt der Cloud-­ Arbeitsplatz der Telekom: Das Herzstück ist der Samsung ATIV Smart PC mit Windows 8. Vorteil dabei: Das Betriebssystem in neuer Kacheloptik lässt sich auf sämtlichen Endgeräten per TouchFunktion nutzen – so zum Beispiel mit dem Smartphone Nokia Lumia 925. Wird der Smart PC oder das Smartphone mit einer mobilen Datenkarte der Telekom genutzt, können ­Anwender auf dem Tablet oder Handy die kostenlose Tele-

die wirtschaftliche Bedeutung der Wolke In wenigen Jahren soll der Umsatz mit Cloud Diensten und Anwendungen von 20,8 in 2013 auf rund 480 Mio Euro in 2016 regelrecht explodieren. Quelle: Experton Group, Cloud Vendor Benchmark 2013

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20,8 Mio €

484 Mio €

Arbeiten in der Wolke Flexibel wie ein Tablet-PC, aber leistungsstark wie ein Notebook, und mit der Windows 8 Oberfläche samt Touch-Funktion kommt man mit der integrierten Telekom Cloud Center App direkt in die Cloud. In Minuten ist der Arbeitsplatz in der Wolke startbereit.

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kom Cloud Center App aufrufen. Dort lassen sich alle Cloud Lösungen und Dienste der Telekom aufrufen und bestellen. Im Business Marketplace der Telekom lassen sich Anwendungen von verschiedenen Partnern buchen, zum Beispiel Outlook- und Groupware-Anwendungen für Termine, Adress- und Kontaktdaten. Gängige Büro-Programme von Microsoft wie Exchange Online 2010 für die professionelle E-Mail-Kommunikation, SharePoint Online 2010 für die Zusammenarbeit in Teams oder Office 365 als Office-Paket gibt es auch in der Wolke. Mit dem professionellen CRM-system, powered by Microsoft Dynamics CRM, können Anwender eine Lösung mit vielen nützlichen Funktionen für Vertrieb, Marketing und Service einsetzen. Anwendungen im Business Marketplace lassen sich 30 Tage lang kostenlos testen. ■ www.telekom.de/windows-8

Arbeiten in der Wolke: Fünf Vorteile Überall synchron: Wer in und mit der Cloud arbeitet, kann seine Dokumente und Anwendungen jederzeit und von jedem Endgerät abrufen, nutzen und bearbeiten – egal ob auf dem PC, per Notebook, Tablet oder Smartphone. Effizienter im Team: Auch ­unterwegs können Nutzer mit ihren Kollegen, Kunden und ­Partnern wie ­gewohnt zusam­ menarbeiten. Kosten sparen: Aufwendungen für Hardware, Software, Pflege oder Updates entfallen weitgehend. Bezahlt wird nur, was wirklich genutzt wird. Die Telekom übernimmt die Installation sowie

­ pdates und Wartung. Firmen beU zahlen nur das, was sie tatsächlich nutzen wollen. Abgerechnet wird – je nach Anwendung oder Service – zum Beispiel nach Benutzeranzahl, Speicherplatz oder Funktion. Sicherheit geht vor: Für die h­ ohe Verfügbarkeit der Daten und der Internet-Verbindung sowie die Vertraulichkeit und Sicherheit der Daten sorgt die Telekom mit ihrem leistungsstarken Netz und den hochsicheren, zertifizierten Rechen­zentren. Service aus einer Hand: Die Verantwortung für Verbindungen, Betrieb, Leistungen, Abrechnung und Sicherheit liegt in ­einer Hand.

Drei Geräte, ein System Alles in einem: Der neue Samsung ATIV Smart PC ist Tablet und Notebook in einem Gerät – einfach das Display an die Tastatur andocken, fertig. Dazu passt das aktuelle Samsung ATIV S oder das Nokia ­Lumia 925 mit passenden Tarifen.

Anwendungen fürs mobile Arbeiten: • CRM Services Online Powered by Microsoft Dynamics CRM • Microsoft Office 2010 (in der Ausprägung Microsoft Office Home & Business 2010) • Microsoft Professional 2010 • Microsoft SharePoint Online 2010* • Microsoft Exchange Online 2010**. • Cloud Manager der Telekom als Steuerzentrale für die Nutzung des Business Marketplace.

Fotos: Dave Cutler, PR

*) basiert auf Microsoft SharePoint Server 2010 **) basiert auf Microsoft Exchange Hosted Services

Ein Betriebssystem für alle Geräte: ­Microsoft Windows 8 lässt sich mit seiner ­Kachel­oberfläche mit Touch-Funktion intuitiv auf a­ llen Endgeräten nutzen.

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Mit einem Klick im Cloud Center: Z­ ugang zu Diensten und Lösungen in der Wolke klappt mit der Cloud Center App der Telekom.

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360° PRAXIS Spezial TelekomCloud

business Dossier Im Business Marketplace der Telekom können Unternehmen professionelle Anwendungen aus der Cloud mieten oder unverbindlich testen.

Inhalt 63 Ab in die Cloud

Über 40 Anwendungen lassen sich jetzt im Business Marketplace buchen. Eine Einführung.

64 Word & Co. in der Wolke Jetzt gibt es die klassischen Office Editionen von Microsoft auch in der Wolke.

68 Smartphones gut im Griff

Mit dem neuen Mobile Device Manager lassen sich FirmenHandys und -Tablets verwalten.

70 Die Cloud auf Tour Bundesweit macht ein Truck in acht Städten halt. An Bord: Moderne ­Videokonferenzsysteme und wie die Cloud funktioniert.


Ab in die Cloud

Vorteil Business Marketplace

Mieten statt kaufen: Im Business Marketplace der Telekom buchen Firmen ihre Anwendungen in der Wolke. Die Palette reicht von Office-Anwendungen über Zeiterfassung bis hin zu Finanz-Software.

Geld gespart: Mit der Cloud entfallen Kosten für die Anschaffung, Wartung und Pflege der Rechner und Server.

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it welchen Anwendungen kann ich effizienter arbeiten, und wo bekomme ich diese am besten her? Das mühselige Zusammensuchen von nützlichen und bezahlbaren Geschäftsanwendungen gehört für Kunden der Telekom der Vergangenheit an: Auf dem Business Marketplace stellen sich kleine und mittelständische Unternehmen nach ihrer Regis­trierung mit wenigen Klicks ihre persönlichen ­Arbeitswerkzeuge aus einem großen Sortiment an Cloud-Anwendungen zusammen. Über 40 standardisierte Anwendungen von mehr als 20 Partnerfirmen der Telekom für die Bereiche Office, Finanzen und Buchhaltung, Kunden- und Projektmanagement, Zusammenarbeit, Marketing & Web, Service & Support und Sicherheit stehen bereit. ­Darunter Office 365 von Microsoft mit den bekannten Büro-Programmen; die Software Box zum gemeinsamen Bearbeiten und Speichern von Dokumenten; die Videokonferenz Software iMeet; die Vertriebs- und Finanzbuchhaltungssoftware ­sowie das CRM-­Software-Angebot von Scopevisio. Einfach ausprobieren. Um den Einstieg in die Cloud zu erleichtern, lassen sich alle Geschäftsanwendungen 30 Tage kostenlos und unverbind-

lich testen. Über standardisierte Schnittstellen importieren Firmen ihre Kontakte, Buchungen und andere Daten von ihrer alten Software auf die neue Software aus der Cloud. Abgerechnet werden die meisten Applikationen im flexiblen Abonnement, es fallen für die Firmen weder Investitionen in Softund Hardware noch in Updates oder Wartung an. Nicht nur Effizienz und Kostenersparnis stehen bei den Geschäftsanwendungen aus dem Business Marketplace im Vordergrund, sondern vor allem auch die Sicherheit: Die Plattform und Anwendungen werden in sicheren Rechenzentren der ­Telekom betrieben als auch in geprüften Rechenzentren der Partner. Sowohl bauliche als auch technische Maßnahmen sorgen für die Unversehrtheit der Daten in den ­Rechenzentren und schützen sie vor unbefugtem Zugriff und Cyber-Attacken. Die Datenkommuni­ kation zwischen den lokalen Rechnern der Un­ ternehmen und dem Rechenzentrum der Telekom ­erfolgt stets verschlüsselt. ■

Einfach abgerechnet: Abgerechnet wird in der Regel nach der verbrauchten Datenmenge oder den gebuchten Nutzerzahlen. Beides lässt sich flexibel anpassen, wenn die ­Firma wächst oder schrumpft. Hohe Sicherheit: Die Apps der Partner laufen auf geschützten Servern in den Rechenzen­tren der Telekom sowie in geprüften Rechenzentren der Partner. Die Software ist immer auf dem neuesten Stand. Anlaufstelle Telekom: Von Buchung bis Abrechnung haben Firmen stets einen Ansprechpartner.

www.businessmarketplace.de

Foto: deutsche telekom

In drei Schritten zum Business Marketplace 1 Benutzerkonto anlegen: Das ist in wenigen Minuten auf der Portalseite des Business Market- place angelegt. Nach einer Bestätigungs-E-Mail können sich Firmen sofort anmelden und alle Anwendungen 30 Tage lang kostenlos und unverbindlich testen.

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2 Anwendungen auswählen: Unter dem Menüpunkt „Shop“ lassen sich die Anwendungen aus­ wählen. Sie lassen sich sofort über den Browser nutzen. Das funktioniert online und mit jedem internetfähigen Gerät – ob Büro-PC, Notebook, Tablet-PC oder Smartphone.

3 Anpassen: Für jede Anwendung lassen sich Nutzer festlegen und ­deren Rechte verwalten. Einfache Schnittstellen ermöglichen den ­Import der Kontakte, Buchungen und anderer Daten von der alten Software auf die neue Software aus der Cloud.

Hier sehen Sie im Video, wie der Business Marketplace funktioniert: businessmarketplace.de

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Spezial TelekomCloud

Office Professional Plus Desktop Client: Dokumente offline bearbeiten Exchange Online: Cloudbasierte E-Mail, Teamkalender, Kontakte Lync Online: Voice- und Videokonferenzen SharePoint Online: Intranet-Portal und Dokumenten­ management Office WebApps: Dokumentenbearbeitung ­online

Neue Ära: Microsoft-Chef Steve Ballmer stellt 2013 die Cloud-Version Office 365 vor.

Word & Co. in der Cloud Microsoft Office 365: Kleine und mittelständische Firmen können die klassischen Büroanwendungen jetzt auf dem Business Marketplace als Abo beziehen.

Einfach einrichten und nutzen: Office 365 ist in Minuten startklar, neue Benutzer werden schnell angelegt. Alle arbeiten mit den bekannten Office-Tools, eine Schulung ist nicht erforderlich. Überall verfügbar: Nutzer haben von überall Zugriff – ob im Büro, im Home Office oder unterwegs. Die Tools stehen bei Bedarf online und offline zur Verfügung. Sicher, aktuell und hochverfügbar: Die Anwendungen sind durch die umfassenden Virus- und Spamfiltertechniken geschützt und stets up to date. Die Verfügbarkeit liegt bei 99,9 Prozent. Die Office 365 Editionen lassen sich unverbindlich 30 Tage kostenlos testen.

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itarbeiter in kleinen und mittelständischen Unternehmen werden mobiler – da muss auch die Büro-Software Schritt halten, wenn die Zusammenarbeit zwischen den Kollegen in der Firma und denen unterwegs mit ihren Smartphones und Tablets reibungslos funktionieren soll. Speziell für diese Zielgruppe haben die Telekom und Microsoft das Cloud-Angebot Office 365 ausgebaut. Seit März 2013 können Unternehmen im Business Marketplace der Telekom die beiden Services „Office 365 Small Business Premium“ sowie „Office 365 Midsize Business“ beziehen und nutzen. Die neuen Office-365-Services aus der Cloud beinhalten die allseits bekannten Office-Anwendungen Word, Excel oder PowerPoint für den Desktop

Web-Konferenz: Via Lync Online lassen sich Voice- und Videokonferenzen abhalten. Zusammenarbeit: Mit SharePoint Online können Kollegen gemeinsam Dokumente bearbeiten, verwalten und freigeben.

Fotos: pr

Office 365: Die Vorteile

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und werden per Abonnement lizenziert. Dazu kommen die Cloud-Services Exchange Online, SharePoint Online und Lync Online. So können alle Kollegen unabhängig von ihrem Aufenthaltsort ihre bewährten Anwendungen ebenso nutzen wie ­weitere cloudbasierte IT-Dienste wie E-Mail und Ka­ lender oder Web-Konferenzen. Mit der ­Anwendung Office WebApps lassen sich Dokumente direkt online bearbeiten.

„Office 365 On Tour“ heißt die Veranstaltung, bei der die Telekom gemeinsam mit Microsoft in 15 Städten den Business Marketplace und die Vorzüge von Office 365, der Büroanwendung aus der Cloud, vorstellt.

Was gibt es zu erleben? Über 40 Apps von mehr als 20 Partnern gibt es bereits auf dem Business Marketplace. Im Mittelpunkt der Roadshow steht die Büroanwendung ­Office 365 – als Beginn einer „neuen Ära“ in der Arbeitswelt. Wo geht es zur Anmeldung? Interessierte Teilnehmer können sich über die Website direkt anmelden: www.office365-on-tour.de

Neue Ära fürs Büro Wie alle Apps vom Business Marketplace können Firmen das Office-Paket aus der Wolke 30 Tage lang kostenlos testen und anschließend buchen. So haben sie ihre monatlichen Kosten besser im Blick und sparen sich die Investitionen in Softund Hardware. Die gebuchten Anwendungen lassen sich direkt über den Browser nutzen. ■

Termine: Die Roadshow „Office 365 On Tour“ stoppt im Sommer in folgenden Städten: 26.06.13 23.07.13 25.07.13 06.08.13 08.08.13

Frankfurt München Stuttgart Hamburg Berlin

Weitere neun Termine für 2013 stehen im Internet.

Office 365 in der Wolke Exchange Online

Office 365 Small Business

Cloudbasierte ­E-Mail-Lösung mit 25 GB Speicherplatz je Mailbox für bis zu 500 Mitarbeiter.

Ideal für Unter­ nehmen mit bis zu 25 Mitarbeitern, die auf E-Mails, klassische Office-Tools, Web-Konferenzen, Intranet­-Portal und Datenfreigaben zugreifen wollen.

Office 365 Small Business Premium

Impressum Herausgeber Telekom Deutschland: Dirk Backofen, Leiter Marketing Geschäftskunden bei Telekom Deutschland GmbH Gesamtverantwortlich: Nicola Penquitt Projektleitung: Nicola Lohe Redaktionelles Konzept, Gestaltung und Umsetzung: Philipp und Keuntje GmbH Bei St. Annen 2, 20457 Hamburg www.philippundkeuntje.de Geschäftsführer: Dominik Philipp, Hartwig Keuntje, Torben Hansen, Wolfgang Block Chefredakteur: Jean-Marc Göttert Kundenberatung: Jörg Becke, Andrea Nikles Layout & Gestaltung: Mira Gatermann, Julia Walter, Christine Köhler Foto-Redaktion: Anke Koppe

Hier finden Sie alle Informationen zu der Roadshow und zu den ­Veranstaltungsorten: www.office365-on-tour.de

Autoren dieser Ausgabe: Jean-Marc Göttert, Iris Heilmann, Matthias Hohensee, Marco Münster, Iris Quirin, Caroline Rosin, Arnulf Schäfer, Anja Strohm, Andreas Wrede Fotografen: Werner Amann, Jan Greune, Rainer Holz, Martin Kath, Eric Remann, Christian Wyrwa Illustratoren: Krisina Düllmann, Axel Pfaender, Tina Polster, Julian Rentzsch, Caepsele_Visuelle Strategien

­Empfehlung für mittelgroße Firmen Office 365 ­Midsize ­Business

Office 365 ­Enterprise

Ideal für Unter­ nehmen mit bis zu 25 Mit­arbei­tern. Zusätzlich zu den Inhalten von Paket „Small Business“ ist die Nutzung von ­Microsoft ­Office Professional Desktop Clients ­inklusive.

Komplettlösung für Unternehmen mit ­maximal 300 Mitarbeitern. Zusätzlich zu Inhalten des ­Pakets „Small Business Premium“ ist die Einbindung der Dienste in das ­Active Direc­tory des Unternehmens möglich.

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Wissen für Weiterdenker

Korrektorat und Lektorat: Saskia Jauss Produktion und Lithografie: Christian Ehring (Ltg.), Cornelia Schira, Maud Mörstedt Druck und Vertrieb: PVA, Druck und Medien-Dienstleistungen D-76829 Landau/Pfalz © 2013 Telekom Deutschland GmbH Geschäftskunden Landgrabenweg 151 53227 Bonn Web: www.telekom.de/dreisechsnull E-Mail: dreisechsnull@telekom.de Facebook: facebook.com/dreisechsnull Twitter: www.twitter.com/drei_sechs_null Nachdrucke nur mit Quellenangabe und Beleg­exemplar. Der Inhalt gibt nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers wieder.

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360° PRAXIS

Schutz gegen Viren Sicherheits-Software: Cyber-Kriminalität ist heute besonders für kleine und mittlere U ­ nternehmen kein Fremdwort mehr. Lösungen aus der Wolke bieten Hilfe und Schutz. Text: Arnulf Schäfer // illustration: Axel Pfaender

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ezielte Attacken aus dem Internet auf Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern haben stark zugenommen. Sie machen bereits weltweit 31 Prozent aller Angriffe aus –Tendenz steigend. Das bestätigt der aktuelle Sicherheitsbericht von Symantec (Internet Security Threat Report 2012).

e­ infach an Ressourcen, um beispielsweise ausreichend IT-Fachkräfte zu beschäftigen oder ­ausgefeilte Sicherheitsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Wertvolles geistiges Eigentum und Informationen des Unternehmens sind so kaum geschützt und für Hacker und Cyber-Kriminelle relativ leicht zugänglich.

Während sich viele KMU sicher fühlen, sind Bankinformationen, Kundendaten und das geistige Eigentum für Cyber-Kriminelle leichte Beute. Häufig fehlt es

Seit Anfang März 2013 können kleine Unternehmen einen ­umfassenden und auch bezahlbaren Schutz für ihre Geschäftsdaten wie bei den Großen ein-

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richten. Im Business Marketplace bieten zwei Lösungen des Sicherheitsspezialisten Symantec optimalen Schutz: die Symantec Endpoint Protection Small Business Edition 2013 und Symantec Backup Exec.cloud. Aber Virenschutz und Back-up aus der Cloud? Zumindest ­bieten Sicherheitslösungen in der Wolke einen entscheidenden Vorteil gegenüber herkömm­ licher Software: Neben dem professionellen Schutz vor Viren, Schadsoftware und Datenverlust

überzeugen sie mit automatischen Service-Updates und ­einem Support rund um die Uhr. Außerdem zeichnen sich CloudLösungen durch ihre hohe Skalierbarkeit und schnelle Anpassung an die Anforderungen in Unternehmen aus. Hier können Firmen ihre Sicherheitslösung auch bedarfsgerecht beziehen. Für Cloud-Lösungen sprechen auch die niedrigeren Kosten: Statt hoher Vorabinvestitionen in IT-Hardware und Software plus

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Doppelt hält besser Symantec: Der Sicherheitsspezialist bietet auf dem Business Marketplace der Telekom Sicherheits- und Backup-Lösungen für kleine und mittlere Unternehmen an.

Betreuungs- und Wartungskosten für Hard- und Software können Unternehmen den gemieteten Cloud-Dienst zu kalkulierbaren monatlichen Kosten beziehen. Und bei Produkten des Business Marketplace übernimmt die ­Telekom die Ende-zu-Ende-Verantwortung: Kunden erhalten so alle Leistungen aus einer Hand. Die Telekom kümmert sich um ­Services und Abrechnungen und liefert den passenden Netzanschluss gleich mit. Viele Anwendungen sind in Deutschland ­gehostet und halten garantiert die hohen Standards für Daten­ sicherheit und Datenschutz ein.

Hier sehen Sie, wie der Business Marketplace praktisch funktioniert: tinyurl.com/sicherheit-software

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Symantec Endpoint Protection (SBE)

Symantec Backup Exec.Cloud

Die Cloud-Anwendung Endpoint Protection von Symantec schützt Rechner, Notebooks und Server vor Viren, Würmern, Trojanern und Malware. Zum Schutzpaket für Daten und Endgeräte gehören eine Firewall, WebbrowserSchutz sowie vor allem eine USB-Gerätekontrolle. Als CloudLösung wird es über das Internet bereitgestellt. Das professionelle Programm ist einfach zu installieren und zu verwalten. Die automatisch durchgeführten Updates schützen vor aktuellen Bedrohungen. Die Steuerung der App erfolgt über eine intuitiv bedienbare, webbasierte Konsole.

Der Cloud-Dienst Symantec Backup Exec.cloud schützt ­geschäftskritische Daten, indem er diese automatisch und verschlüsselt an sichere Rechenzentren von Symantec überträgt und sie dort speichert. Der Backup-Dienst lässt sich in Minuten einrichten, zusätzliche Hardware ist nicht nötig. Die Datensicherung erfolgt automatisch nach Plan. Mit dem AbonnementDienst können Unternehmen ­flexibel auf ihre Geschäftsanforderungen reagieren. Bezahlt wird, was benötigt wird. Die ­Dateien können im Notfall sofort wiederhergestellt werden.

Automatische Updates: Schutz vor neuen Viren, aktueller Schadsoftware sowie Hackerangriffen. Wenig Ressourcen: Das Programm arbeitet im Hintergrund und benötigt kaum Kapazitäten. Einfache Wartung: Einfache ­Installation und einfache Verwaltung. Updates sind ohne Verbindung zum Firmennetz möglich. Rundumschutz: Schutz von Endgeräten auch außerhalb des Standorts; Kontrolle auch von USB-Geräten. Kostenflexibel: Schnell skalierbare Lösung mit vorhersehbaren monatlichen Kosten ohne Investitionen in IT-Infrastruktur.

Sicherung in der Cloud: Virtuelles Back-up von Daten in der Cloud mit zentralem Datenspeicher. Kontinuierliche Datensicherung, Möglichkeit für Remote Back-ups. Kosten sparen: App bietet hohe Skalierbarkeit und schnelle In­ stallation. Preiswert: keine Investition in IT-Hardware notwendig. Sicherung von Daten: Einfaches Administrieren und Erstellen der Back-up-Richtlinien. Verschlüsselt: Hochsichere Übertragung der Daten zum ­Datenzentrum. Sicherung in ­redundanten HochsicherheitsDatenzentren in Europa.

Sicherheit geht vor

„Sicherheit ist einer der wichtigsten Aspekte der Cloud-Strategie der Deutschen Telekom“, betont Phil Zamani, Senior Vice President Cloud Services bei der Telekom. Etwa 450 000 Cyber-Angriffe pro Tag zeichnet die Telekom auf (www.sicherheitstacho.eu). Ein Team aus internen und externen Sicherheitsexperten sorgt stets dafür, dass Kunden die höchste Sicherheit genießen. Im Business Marketplace zum Beispiel gewährleistet die Telekom bei den dort angebotenen Applikationen höchste Sicherheitsstandards durch intensive Sicherheitstests.

Wo müssen Unternehmen ansetzen? Vor allem bei E-Mails und bei der Sicherung von wichtigen Kunden- und Anwenderdaten, sagt Carlos Loaiza Garcia, Produktmanager bei der Telekom. Aktuelle Studien belegen: E-Mails: 31 Prozent der Unternehmen sichern keine E-Mail-Daten! Anwender: 21 Prozent der Unternehmen sichern keine Anwenderdaten! Kundendaten: 17 Prozent der Unternehmen sichern keine Kundendaten!

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Smartphones gut im Griff Mobile Device Management: Die cloudbasierte Lösung der Telekom erleichtert die Administration von Smartphones und Tablets im Unternehmen und schützt sensible Firmendaten. Unternehmen können den Dienst 30 Tage kostenlos testen.

Was ist eigentlich Mobile Device Management? Unter Mobile Device Management versteht man eine professionelle Fleetmanagement-Lösung für den Einsatz von Smartphones und Tablets in Unternehmen. Der Dienst in der Cloud erlaubt das einfache Administrieren mobiler Endgeräte und schützt so wirkungsvoll sensible Firmendaten. Infos unter: www.telekom.de/mdm

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martphones und Tablets zählen längst zum Standard in Firmen, stellen aber die Unternehmens-IT zunehmend auch vor Herausforderungen. Denn um die stark steigende Zahl an Endgeräten mit unterschiedlichen Betriebssystemen und Apps effizient und sicher zu verwalten, benötigen IT-Mitarbeiter in Unternehmen professionelle Tools. Hier kommt der Mobile Device Manager der Telekom ins Spiel: Mit ihm lässt sich auf einer einheitlichen, browserbasierten Bedienoberfläche eine Vielzahl von mobilen Endgeräten verwalten und steuern. Auch der Wunsch der Mitarbeiter, eigene Smartphones in der Firmenarchitektur zu nutzen,

lässt sich mit MDM einrichten. Der Cloud-Dienst unterstützt alle gängigen Betriebssysteme für Smartphones und Tablets wie Android, BlackBerry OS 7, iOS und Windows Phone 8. Dabei erfolgt die Kontrolle und Administration aller im System integrierten mobilen Endgeräte zentral per Remote-Zugriff durch die IT-Abteilung. Bei Verlust oder Diebstahl lassen sich die mobilen Geräte schnell und einfach per Remote-Zugriff (Lock & Wipe) sperren. Mit der wachsenden Nutzung von Geschäftsanwendungen auf mobilen Endgeräten wächst die Gefahr, dass Unternehmensdaten unkontrolliert weitergeleitet werden und in fremde Hände ge-

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Foto: iSTockphoto, PR

Text: Arnulf Schäfer


Spezial TelekomCloud

langen. Mobile Device Management vermindert das Risikopotential erheblich und erfüllt gleichzeitig die Sicherheitsanforderungen der Unternehmen. Die gehostete Plattform wird auf einem sicheren Server in Deutschland betrieben und von einem Administrator gepflegt. Dieser stellt Apps, Anwendungen und Software den zugriffsberechtigen Usern zum Download bereit. Damit Unbefugte keinerlei Einblick in die Firmendaten bekommen, verfügt das Mobile Device Management über integrierte Sicherheitsfunktionen. So können individuelle Zugangsberechtigungen zentral für die Nutzung der Firmendaten vergeben werden und Funktionseinschränkungen umgesetzt werden. Das gilt auch für die Vergabe von Passwörtern. Je größer die mobile Endgeräteflotte eines Unternehmens ist, umso aufwändiger ist für die Firmen-IT die Organisation von Smartphones und Tablets. Für große Unternehmen ist Mobile Device Management fast schon ein Muss, für mittel-

ständische Betriebe ist sie ebenso interessant. MDM kommt ohne Investitionen in Hardware und Software aus und lässt sich nach Bedarf flexibel skalieren. Der Service ist über den Vertrieb der Telekom zu buchen. Die Abrechnung erfolgt über die monatliche Mobilfunk-Rechnung. Die Administration der Plattform selbst ist recht einfach und erfolgt zentral per Webzugriff. Wichtige Daten und Firmen–Apps sind aktuell und können vom mobilen Endgerät abgerufen werden. Eine Anbindung an bestehende Datenbanksysteme ist ebenso möglich, wie die Anbindung an EMail-Systeme wie Microsoft Exchange oder Lotus Notes. Von den Vorteilen profitieren vor allem Unternehmen bei denen viele mobile Endgeräte im Einsatz sind und die von einem IT-Administrator betreut werden. Für Unternehmen gibt es ein aktuelles Schnupper-Angebot: Sie können bis zu 20 mobile Geräte 30 Tage lang kostenlos über den Clouddienst testen. www.telekom.de/mdm

Das bringt ­MDM für Unternehmen pp Monitoring

und Steuerung von mobilen ­Endgeräten mit unterschiedlichen Betriebs­ systemen pp Einfach zu buchen über den Vertrieb der Telekom pp Unkomplizierte Abrechnung über die Mobilfunk-Rechnung pp Support durch Expertenteam pp Flexibilität durch Skalierbarkeit der Lösung pp Hohe Sicherheitsstandards in ­allen Bereichen pp Lösung auch für WLAN-only Endgeräte und Endgeräte mit Fremdnetz-SIM pp Benutzerfreundliches ­Online-Portal. Kostenlos und unverbindlich 30 Tage testen.

Mobile Device Manager: Für mehr Sicherheit Sicherheitseinstellungen: Passwort Enforcement: Einfaches Setzen von ­Sicherheitsvorgaben. Lock & Wipe bei Verlust oder ­Diebstahl mobiler Endgeräte. VPN-Konfiguration und AESEncryption. Selbstadministra­tion: Einfach zu bedienendes OnlinePortal auch für ­Mitarbeiter. Selbstadministration bei Einrichtung und Wechsel der Endgeräte. Cleveres App-Management: Einfache Installation, Deinstallation und ­Updates von Software und Apps. Filter für die Nutzung von AppStores von A ­ pple oder Google Play.

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Spezial TelekomCloud

Die Cloud kommt auf Touren Innovation on Tour: Wie funktionieren Videokonferenz- und Cloud-Lösungen in der Praxis? Und wie finde ich die passende Lösung für mein Unternehmen? Das können Besucher in einem Truck voller innovativer Technik erfahren, der jetzt durch die Republik tourt.

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leine und mittlere Unternehmen in Köln, Essen, Dresden und Frankfurt wissen bereits Bescheid: Wo Oliver Bierhoff und die Klitschkos drauf sind, ist jede Menge Technik für sie drin. Seit Juni ist der große, schwarze Telekom Truck mit den Konterfeis des Managers der deutschen N ­ ationalmannschaft s­ owie der beiden Boxweltmeister-Brüder unterwegs in ganz Deutschland. „Innovation on Tour“ heißt die neue Veranstaltungsreihe, mit der die Telekom ihren Kunden Videokonfe-

renz- und Cloud-Lösungen der nächsten Generation näher bringt. Bierhoff selbst ist b­ egeisterter Nutzer von TelePresence. Im Inneren des Trucks können sich die Kunden an Themenstationen informieren sowie in aller Ruhe die richtigen Lösungen für ihren Arbeitsplatz und ihr Unternehmen erleben. Vor Ort bietet der Truck dank hydraulisch ausfahrbarer Wände über 55 Quadratmeter für die Präsentation und das Erlebnis neuester Produke. Der Truck hat einen eigenen Eingangs-

Technik, die begeistert: Der High-End-Truck mit seinem einzigartigen Raumkonzept bildet die Basis für die interaktive Präsentation von Cloud & Co.

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bereich, und bei schönem Wetter lädt eine kleine Dachterrasse zum Verschnaufen ein. Klar, dass Oliver Bierhoff die ankommenden Gäste virtuell via Großbildschirm begrüßt. Auf einem digitalen Rundflug durch den Truck nimmt er sie mit in die Welt der Cloud und des vernetzten Arbeitens. Er gibt eine kurze Vorschau darauf, was sie an den einzelnen Themenstationen erwartet: Es geht um den Business Marketplace mit über 40 Anwendungen, um Managed IT-Services, Cloud-Arbeitsplatz, Mobile Device ­Management, Mobility for SAP, M2M. Und getreu der Strategie „Video is the next voice“ geht es um Videokonferenzlösungen in Zusammenarbeit mit allen führenden ­Herstellern und für alle führenden Betriebssysteme. Als Gimmick erhalten die Besucher bei der Regis­trierung ein RFID-Armband: Damit ausgestattet, ­können sie sich mit Bierhoff fotografieren und ­finden das Foto in der TelekomCloud wieder. In aktuell acht Städten stehen Termine fest, weitere folgen und lassen sich online abrufen. Übrigens, Kunden haben zusätzlich die Mög­lichkeit, den Truck vor die Tore ihres Unternehmens zu ihrem eigenen Event zu buchen. ■

Erlebnis: Kunden können sich praxisnah mit den Innovationen auseinandersetzen und sich beraten lassen. Meeting ohne reisen: Wie gut das Videokonferenzsystem ist, lässt sich vor Ort testen.

Truck mit Technik Mit „Innovation on Tour“ zeigt die Telekom kleinen und ­mittleren Unternehmen, welche Videokonferenz- und Cloud-Lösungen der nächsten Generation für ihr Geschäft nützlich sind. Was gibt es zu sehen? Unter anderem Videokonferenzlösungen sowie Cloud-Anwendungen wie den Business Marketplace. Bundesweite Termine: Der Truck ist seit Mitte Juni unterwegs. Da sich die Termine kurzfristig ändern können, sind alle aktuellen Stopps und Veranstaltungen tagesaktuell online abrufbar. Anmeldung: Nutzen Sie das Kontaktformular auf der Web­ site. Firmen können den Truck auch gezielt für Events buchen.

www.telekom.de/innovation- on-tour

www.telekom.de/ innovation- on-tour CloudWall: Kunden können mit iPads die passende Anwendung aus der Cloud testen.



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Porträt

ann a thu mel , Soc ial- Medi a -Pro fi* 1984 in Bielefeld geboren und aufgewachsen

Tummelt sich beruflich wie privat auf Facebook, Twitter und Co.

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Der liebste Follower: ihr gemütlicher Landseer.

* arbeitet im Telekom Serviceteam Social Media

DREIsechsNULL  02 | 2013

illustration: julian rentzsch

Die Schnitzeljagd hat sie schon in ihrer Jugend begeistert – und das hat sich bis heute nicht geändert. Gut so, denn Anna Thumel, 29, im Serviceteam von Telekom-hilft.de muss oft mit detektivischem Gespür zu Werke gehen. Wer sich über Facebook, Twitter oder die Feedback-Community der Telekom meldet, ist bei ihr gut aufgehoben. Täglich von 8 bis 22 Uhr stehen sie und ihre Kollegen für Kundenfragen zur Verfügung. „Das gefällt, weil wir alle persönlich ansprechbar sind.“ Seit zehn Jahren arbeitet die junge Frau bei der Telekom. „Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation begonnen und bin geblieben.“ Zwischendurch hat sie in Birmingham ihr Englisch aufpoliert. Am Wochenende zieht es Anna in die Natur, ihren Landseer immer dabei. Auch wegen ihres Hobbys, dem Geocaching. „Meine Leidenschaft“, schwärmt sie. Wenn ein „Muggel“ sie fragt, was sie da ­gerade macht, versucht sie vom Cache-Versteck abzulenken. „Muggels“, so bezeichnen Geocacher Menschen, die die virtuelle Schnitzeljagd nicht kennen. Harry Potter lässt grüßen.


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DREISECHSNULL, Ausgabe 02/2013  

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