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Dreieich-Zeitung, 17. Januar 2013

Politik & Wirtschaft Besorgt ums CDU-Profil

„1.000 Zeichen für ...“ Honka (CDU) startet neue Aktion

Präsident des Wirtschaftsrates: Markt ist Trumpf (DZ/kö) – Klartext aus seiner politischen Warte hat Professor Dr. Kurt Lauk (CDU) geredet, der Präsident des Wirtschaftsrates, dem eigenen Angaben zufolge rund 12.000 Unternehmen und Unternehmer angehören. In einem Beitrag für die Tageszeitung „Die Welt“, der am 17. Januar 2013 veröffentlicht wurde, beklagt der 66-Jährige eine „Sozialdemokratisierung“ seiner Partei und warnt deren führende Köpfe, die Rolle der Union als Regierungspartei bei der im September dieses Jahres anstehenden Bundestagswahl aufs Spiel zu setzen. Quintessenz der Lauk’schen Thesen: Mehr Wirtschaftskompetenz im Sinne Ludwig Erhards, fokussiert auf den Wert des freien Marktes, müsse die CDU ausstrahlen, wenn es darum gehe, ihre Wahlchancen zu verbessern.

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ie kürzlich veröffentlichte „Wilhelmshavener Erklärung“ ziele in die richtige Richtung, sei aber noch längst nicht der konsequente Gegenentwurf zur rotgrünen Ankündigung namens „Steuererhöhungen für Besserverdienende“. Diesen Tenor vorausgeschickt, präzisiert Lauk, was ihm konkret vorschwebt. Wenn berufliche Leistung belohnt werden solle, wie es die besagte Erklärung unterstreiche, dann müssten „Unternehmen und Arbeitnehmer dies auch konkret spüren. Für die Wirt-

schaft heißt das: Die Belastungen durch die Substanzbesteuerung müssen gemindert werden. Das erwarten insbesondere mittelständische Betriebe, vorrangig bei den wesentlichen Unternehmenssteuern.“ Darüber hinaus, so der führende Kopf des Wirtschaftsrates, müsse „die Durchforstung der immer dichteren, zeitraubenden wie kostentreibenden Bürokratie“ entschlossen angepackt werden. Und: „Für die Arbeitnehmer bleibt die kalte Progression eine Leistungsbremse, die endlich zu lockern

Raubbau im BI-Visier Terminal 3 und die Folgen Mörfelden-Walldorf (DZ/ba) – „Das Terminal 3 muss verhindert werden“, bekräftigt Dirk Treber von der Interessengemeinschaft zur Bekämpfung des Fluglärms (IGF) eine der zentralen Forderungen der Bürgerinitiativen im Süden des Frankfurter Flughafens. Bei einem Spaziergang vom Gundhof in Walldorf zum Cargo-City-Gelände des Flughafens erläuterten BI-Sprecher die Bedeutung des geplanten Terminals im Zuge des Flughafenausbaus.

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s sei eines der zentralen Projekte des RheinMain-Flughafens, das die Ausbaubetreiber „trotz aller Widrigkeiten noch in Angriff nehmen wollen: Das Terminal 3 im Südosten des Airports“, erläutert Treber. „Für die Abwicklung dessen, was die Betonkapazität der Start- und Landebahnen hergibt, wird es für den Flughafenbetreiber Fraport unerlässlich sein, diese noch ausstehende Infrastrukturmaßnahme zu realisieren“, ergänzt er. Der bestehende Airport werde in diesem Bereich noch einmal um die Größenordnung des Münchner Flughafens erweitert. So werde auch der damit einhergehende Raubbau an der Natur unvermindert fortgesetzt, heißt es in einer Pressemitteilung. Am Beispiel des Trinkwasserbrauches lasse sich exemplarisch dokumentieren, dass „der Flughafen Welten vom Anspruch der Nachhaltigkeit entfernt“ sei. Die Region könne den überbordenden Bedarf an Trink-

wasser schon lange nicht mehr vor Ort gewinnen, sondern sei auf eine verstärkte Grundwasserentnahme im hessischen Ried und aus dem Vogelsberg angewiesen. Die damit einhergehenden Schädigungen der Umwelt würden wie so oft billigend in Kauf genommen. Die geplante Steigerung der Flugbewegungen auf weit über 800.000 pro Jahr durch die Fraport AG und die Lufthansa sei zwingend an die Realisierung des Terminal 3 gebunden. „Die damit im Zusammenhang stehende Erweiterung und Neugestaltung der Autobahnabfahrt an der A 5 Richtung Cargo-City-Süd (dann Terminal 3) und die geplante S-Bahnverbindung an der S-7-Strecke von Frankfurt nach Mannheim zwischen Zeppelinheim und Walldorf wird zur weiteren Waldabholzung, Flächenversiegelung und einem erhöhten Verkehrsaufkommen mit den daraus resultierenden Schadstoffemissionen führen“, so Treber.

ist.“ Lauk macht sich Sorgen über das Profil seine Partei. Es sei nicht ausreichend geschärft bei all den genannten Themen. „Bereiten sich die Strategen im Konrad-Adenauer-Haus etwa insgeheim schon auf eine große Koalition vor?“ So fragt er hintersinnigprovokant. Der Bundesregierung empfiehlt er, sich an einem marktwirtschaftlichen Kompass zu orientieren. Lauks Credo: „Es ist der Mittelstand, um den uns alle in Europa beneiden und der Deutschlands Zukunft sichert. Anders als immer neue Wohltaten im sozialen Bereich. Ob Elterngeld, Zuschussrente oder Betreuungsgeld: All diese Ausgaben führen dazu, dass der Bundesfinanzminister selbst in Zeiten von Steuerrekordeinnahmen neue Schulden macht“ – und Wolfgang Schäuble tue dies, „ohne rot zu werden“, kritisiert dessen Parteikollege. Er beklagt, dass sich die CDU in die „populistische Diskussion über die angeblich dramatisch geöffnete Schere zwischen Reich und Arm in Deutschland“ habe hineindrängen lassen. Es sei höchste Zeit, sich von Umverteilungs-Szenarien zu distanzieren und eines klarzustellen: „Rund 160 Milliarden Euro gibt der Staat jährlich für soziale Leistungen aus. Das ist mehr als die Hälfte des gesamten Bundeshaushalts. Und die angeblich geschonten Reichen werden längst reichlich zur Kasse gebeten“, unterstreicht Lauk und nennt aus seiner Sicht bezeichnende Zahlen: Fünf Prozent der Steuerzahler verdienten jeweils mehr als 89.000 Euro pro Jahr. Diese Gruppe trage 41,8 Prozent zum gesamten Lohn- und Einkommensteuer-Aufkommen bei. Das obere Viertel der Einkommen sorge für 76,5 Prozent aller Steuereinnahmen. Mehr als 40 Prozent der Bevölkerung zahlten mangels Masse überhaupt keine Steuern. Lauks Plädoyer, frei nach dem Motto „mehr Markt und weniger Staat“, mündet in eine Warnung an die um Angela Merkel gescharte Parteiführung: „Will die CDU stark bleiben, darf sie die Wirtschaft und die Leistungsträger unserer Gesellschaft nicht enttäuschen.“

Beklagt eine seiner Ansicht nach zu stark an sozialen Gesichtspunkten ausgerichtete Politik, die dem CDU-Anspruch „Partei mit ökonomischer Kompetenz“ nicht gut tue: Professor Dr. Kurt Lauk, Präsident des Wirtschaftsrates. (DZ-Foto: Jens Schicke)

Gebühren sofort senken

Westkreis Offenbach (DZ/jh) – Mit der Aktion „1.000 Zeichen für ...“ möchte der Dreieicher Landtagsabgeordnete Hartmut Honka (CDU) den Kontakt zu den Menschen in seinem Wahlkreis intensivieren. Im Jahr der hessischen Landtagswahl sollen Bürger die Möglichkeit erhalten, sich mit „1.000 Zeichen“ zu verschiedenen Themen zu äußern. „Ich möchte Impulse aufgreifen. Bei geeigneten Themen werde ich die Antworten auch an die entsprechenden Personen, zum Beispiel an Bundestags- oder Europaabgeordnete, weitergeben, damit diese wissen, was

die Menschen in meinem Wahlkreis denken“, verspricht Honka. Zudem plant der Dreieicher CDU-Politiker die Veröffentlichung von Antworten auf seiner Internetseite. Los geht es bereits im Januar: Bis Monatsende können sich Bürger aus Neu-Isenburg, Dreieich, Langen und Egelsbach zum Thema „Die Zukunft Europas“ äußern. Antworten mit bis zu 1.000 Zeichen können per Post an Honka (Rathenaustraße 8, 63303 Dreieich) oder Mail (ihrabgeordneter@ hartmut-honka.de) gesandt werden. Anonyme Schreiben werden nicht berücksichtigt.

DKP/LL-Fraktion bringt Antrag ein M ö r fe l d e n -Wa l l d o r f (DZ/ba) – Die Gebührenordnung für die Vermietung stadteigener Räume soll mit sofortiger Wirkung dahingehend geändert werden, dass örtliche Vereine, Organisationen und Parteien nicht von der Anhebung der Gebühren für die Bereitstellung von Geräten und Equipment betroffen sind. Diesen Antrag hat die Stadtverordnetenfraktion von DKP/LL eingebracht. „Nach der von SPD und Grünen beschlossenen Änderung der Gebührenordnung für die Vermietung stadteigener Räume wurden im Dezember 2012 die Mieter von der Verwaltung angeschrieben und unter Verweis auf Gebührenerhöhungen auf die Möglichkeit hingewiesen, von bereits geschlossenen Mietverträgen zurückzutreten“, berichten die Antragsteller in der Begründung ihrer Vorlage. „Wir wurden von Betroffenen vor allem auf erheblich höhere Kosten für die Nutzung der Einrichtungen aufmerksam gemacht, weil Gebühren für ‚Geräte und Equipment‘ in einem Schritt um 100 Prozent angehoben und wesentlich erweitert wurden“. so die DKP/LL-Fraktion. Da dies in großem Umfang örtliche Vereine und Organisationen treffe, die mit ihren Ver-

anstaltungen wichtige Beiträge zum gesellschaftlichen Leben in der Stadt leisteten, hält die Fraktion „eine deutliche Ermäßigung der Gebühren für angebracht.“ Man gehe davon aus, dass es nicht im Interesse von SPD und Grünen liege, dass örtliche Vereine zukünftig das Bürgerhaus und andere städtische Räume nicht mehr nutzen könnten.

In dieser Karnevalssaison ist besonders der Bereich des Steampunk und der Goldenen 20er im Trend. (Foto: Benjamin Kloos)

Karneval zum Erlebnis machen Was tun bei

ARTHROSE?

Starke Kreuzschmerzen haben ihre Ursache nicht selten bereits in der Kindheit. Wenn eine Verkrümmung der Wirbelsäule nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, kann dies im Erwachsenenalter zu einer besonderen Form der Wirbelgelenk-Arthrose mit heftigen Schmerzen und starken Einschränkungen führen. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Und vor allem, wie kann man vorbeugen, und was sollte man bereits bei Kindern und Jugendlichen beachten? In der neuesten Ausgabe ihrer Informationszeitschrift „Arthrose-Info“ gibt die Deutsche Arthrose-Hilfe hierzu zahlreiche wichtige Hinweise, die jeder kennen sollte. Darüber hinaus enthält das aktuelle Heft viele nützliche Empfehlungen für alle Arthrose-Betroffenen. Ein Musterheft kann angefordert werden bei: Deutsche ArthroseHilfe e.V., Postfach 11 05 51, 60040 Frankfurt /Main (bitte gerne eine 0,58-€-Briefmarke für Rückporto beifügen).

Fortmann Mascerade in Bürstadt stellt Kostümtrends vor Bürstadt (DZ/PR) – Alles rund um Karneval bietet Fortmann Mascerade im Ladengeschäft in der Nibelungenstraße in Bürstadt. Von Kostümen über Accessoires bis hin zu hochwertigen Dekorationsartikeln ist alles auch für den kleinen Geldbeutel zu haben egal ob für die Fastnachtsparty, den Fastnachtsumzug oder die Karnevalssitzung. Mit den Bereichen „Die Goldenen 20er“ in Verbindung mit Steampunk und dem Revival des Themas „Horror“ stechen in diesem Jahr zwei Kostümtrends besonders ins Auge. Dabei umfasst der Bereich des Steampunk die Zeit zwischen 1850 und dem viktorianischen Zeitalter bis in die 20erJahre des 20. Jahrhunderts hinein. Diese Kostüme reichen von Kleidern im viktorianischen Stil für Frauen mit dem für diese Zeit üblichen Rauscheffekt bis hin zum „klassischen Gentleman“ der goldenen 1920er. Für die Damen gibt es passend dazu spezielle Lederkleider, die einen Hauch von Erotik versprühen. Herren werden bei Gehröcken und klassischen Al-Caponeoder Chicago-Style-Anzügen fündig, wobei besonders Ga-

maschen wichtig sind. Farben spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle, im Trend sind vielmehr braun, grau und schwarz. Wer es lieber farbig mag, wird dennoch fündig, denn im Charleston-Stil gibt es farbige Kleider in strahlendem Blau oder kräftigem Rot und mit der passenden Kopfbedeckung. Ein Revival erlebt in dieser Saison alles, was in Richtung Grusel geht. Viele private Veranstaltungen sind diesem Motto verschrieben, wobei die Bandbreite der Kostüme keine Grenzen kennt - vom klassischen Vampir und Zombie bis hin zu übergeordneten Themen wie einem Horrorschloss. Mit etwas Kreativität sind auch farbenfrohe Kostüme möglich, wie etwa als untotes Schneewittchen. Bereits 2012 sehr stark nachgefragt und immer noch voll im Trend sind Kostüme aus dem Bereich Griechen und Römer - hier bieten sich Rollen wie Nero und Cäsar an, gerne auch in Kombination mit Kleopatra und einem leichten Schwenk ins ägyptische Kostümbild. Die Kostüme in cremefarben, weiß, gold und rot mit Schärpen und dem ob-

ligatorischen Lorbeerkranz sind sowohl für innen als auch für außen geeignet. Zumal die langen Tuniken bequem zu tragen und in allen Preislagen erhältlich sind. Für alle Kostümbereiche ist 2013 eine besondere Neuheit im Bereich der Materialvarianten gefragt: Halblange Minikleider für Damen, die bis kurz übers Knie reichen und vorne mit Pailletten besetzt sind. Vorne stellen die Kleider die unterschiedlichsten Themen dar, ob Matrosen, Katze oder auch verschiedene Flaggen, hinten sind sie bequem aus elastischem Material gefertig. Ein riesiger Vorteil, da die Kleider so bequem zu tragen sind und bei jedem gut und sicher sitzen. Somit eignen sie sich perfekt für Innenveranstaltungen, da das Hinsetzen deutlich einfacher ist als mit zahlreichen anderen Kostümen. Fortmann Mascerade - so wird Karneval zum Erlebnis. Weitere Informationen bei: Fortmann Mascerade Nibelungenstraße 112 68642 Bürstadt Tel.: 06206/6174 Fax: 06206/707227 E-Mail: info@mascerade.com

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