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«Nächste Woche habe ich einen Termin beim Psychiater und ich denke ich werde es jetzt mit Medikamenten versuchen. Selbsttherapie auf Bauernhof, eigentlich geht das nicht mehr. Aber ich habe auch keine Ahnung wo ich sonst hingehen kann. Ideal wäre eine Art therapeutische Gemeinschaft, wo ich Arbeit an der Erde verbinden kann mit Therapien, Kunst, Sport, andere junge Menschen, was auch von der Krankenkasse unterstützt wird. Naja, so weit von der KopfplatzFront, ich hoffe du bist am Ball, C.»


Jugendhof-Stiftung

f체r anthroposophisch begr체ndete Krisenbegleitung

Jugendhof-Projekt Eichholz Aufgabe Bisheriges Hofprojekt Projekterweiterung Therapeutische S채ulen Gesundes Wirtschaften Finanzierung Menschen


Aufgabe

Aufbau  

therapeutischen lebens- & arbeitsgemeinschaft

Wer? 2010 wurde ein Netzwerk für anthroposophisch erweiterte Jugendpsychatrie (‹unime›) gegründet, um Therapiemassnahmen für junge Menschen in seelischen Krisen zu fördern. Aus diesem Kreis entstand die ‹Jugendhof-Stiftung für anthroposophisch begründete Krisenbegleitung›, die sich noch konkreter für die Schaffung therapeutischer Orte einsetzen will.

Warum? Die Idee, eine Alternative zu den derzeitigen Angeboten in der Jugendpsychiatrie zu schaffen, ist durch das Miterleben und Begleiten von Jugendlichen in akuten psychischen Krankheitsphasen entstanden. Die Erfahrung der durchlebten Not und Ohnmacht weckte bei verschiedenen Betroffenen die Frage nach einer erweiterten Sicht- und Umgangsweise. Kontakte zu Fachpersonen der Psychiatrie und der Jugendsozialpädagogik zeigen, dass Bedarf nach erweiterten therapeutischen Ansätzen besteht. Aus den Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik von 2009 geht hervor, dass Klinikeinweisungen von Jugendlichen wegen Selbstverletzungen und psychischen Erkrankungen zunehmen. Als Gründe für diese Entwicklung werden je nach Studie und Fragerichtung unterschiedliche Ursachen genannt. Das Auseinanderdriften des Gedankenlebens von den Körperwahrnehmungen scheint uns eine Grundproblematik der betroffenen Jugendlichen, ganz gleich, ob die psychischen Beeinträchtigungen auf Stoffwechselstörungen im Gehirn oder auf prägende Kindheitserfahrungen zurückgeführt werden.

Wie? Daraus ergibt sich für die Jugendhof-Stiftung die therapeutische Aufgabe, eine stabilere Verbindung des Seelisch-Geistigen mit dem Körper anzuregen. Neben künstlerischen Therapien und Milieu-Therapie bietet besonders die Landwirtschaft ein Umfeld, das dem erwähnten Auseinanderdriften durch sinnvolle Tätigkeit an der Natur entgegenwirken kann.

Wodurch? Die Jugendhof-Stiftung wird den Hof Eichholz in Wetzikon erwerben, um die dort schon bestehende Betreuungsarbeit fortzusetzen und für junge Menschen auszubauen. Wir, die Initianten und Träger der Jugendhof-Stiftung, wollen der heutigen Problematik junger Menschen in seelischen Krisen auf der Grundlage anthroposophischer Forschung und Erkenntnis begegnen.

Wo? Der ‹Hof Eichholz› besteht seit 30 Jahren als biologisch-dynamisch geführter Landwirtschafts-Betrieb und liegt am Rande von Wetzikon im Züricher Oberland.

Wen? Das Angebot wird neben der Landwirtschaft eine therapeutische Lebens- und Arbeitsgemeinschaft mit 8 - 10 Betreuungsplätzen umfassen und sich an Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren richten, die sich in einer seelischen Krisensituation befinden und einen Ort zur Gesundung suchen.

Wann? Ein Aufenthalt auf dem Jugendhof Eichholz kann nach einer Akutphase in einer Klinik stattfinden, um die Lebenskräfte wieder aufzubauen und Selbstvertrauen und Vertrauen zu anderen Menschen wieder zu gewinnen. Andererseits kann ein Aufenthalt präventiv wirken und die Fähigkeit stärken, mit Problemen konstruktiv umzugehen. Ein Klinikaufenthalt kann so möglicherweise verhindert und die Wiedereingliederung in den biografischen Werdegang erreicht werden.


Bisheriges Hofprojekt

Projekterweiterung

Lage

Trägerschaft

Der Hof Eichholz liegt auf einer Ebene oberhalb von Kempten, am Rand der Stadt Wetzikon. Die Betriebs- und Wohnbauten sind umgeben von Garten, Hochstammobstgärten, artenreichen Wiesen, Hecken, Ried, Wildbächen und angrenzendem Wald. Der Hof ist verkehrstechnisch gut erschlossen und geniesst zugleich alle Vorzüge einer ruhevollen Abgeschiedenheit.

Der Hof soll bis April 2014 von der Jugendhof-Stiftung als neue Trägerschaft erworben werden. Sie garantiert, die bisherigen Bestrebungen der Familie Schaer-Aeppli in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft sowie in der Begleitungsarbeit fortzuführen und weiter zu entwickeln.

Landwirtschaft Als landwirtschaftlicher Betrieb wird der Hof seit 30 Jahren von der Familie Schaer-Aeppli biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Die Produktion umfasst Gemüse-, Obst- und Getreideanbau, Weiden, Wald sowie Milch- und Fleischwirtschaft.

Form Die Stiftung verpachtet den Landwirtschafts-Betrieb und beauftragt eine Geschäftsleitung zur Übernahme und Erweiterung der therapeutischen Betreuungsarbeit.

Erweiterung

Tiere 12 Kühe mit Rindern und Kälbern, 1-2 Stiere, 7 Milchschafe mit Lämmern, 1 Milchschafbock, 2 Esel, 3 Muttersäue mit Ferkeln, 1 Eber, 35 Hühner, 5 Laufenten, 1 Hund, 3 Katzen, Mäuse und Schwalben

Die Erweiterung sieht eine Intensivierung in der Begleitung von jungen Menschen mit psychischen Erkrankungen vor. Die Jugendlichen sollen mindestens 3 Monate, idealerweise ein Jahr auf dem Hof bleiben können. Die Betreuungsplätze sollen im Zeitraum von zwei bis drei Jahren von derzeit 4 auf 8 bis10 erhöht werden, was auch eine architektonische Erweiterung erfordert (siehe architektonische Machbarkeitsstudie). Die Begleitungsarbeit wird auf Grundlage des anthroposophischen Menschenbildes und gestützt von erweiternden pädagogischen Konzepten gestaltet. Die in der anthroposophischen Medizin gegründeten und in der Psychiatrie und Psychosomatik bewährten Pflege- und Kunsttherapien sollen eingeführt werden (siehe ‹Therapeutische Säulen›).

Wohnform Im Zusammenleben wird Alltagstüchtigkeit und soziale Fähigkeit erübt. Hausarbeiten und die Zubereitung der Mahlzeiten werden von den Jugendlichen gemeinsam mit den Begleitenden besorgt. Die Mitarbeitenden leben in kleineren Einheiten gemeinsam mit den Betreuten auf dem Hof.

Land Naturwiesen / Magerwiesen / Weiden Wiesen mit Hochstammobstgärten Alpweide Acker: Getreide, Kunstwiese Gemüsebau, Kräuter, Beeren Streuriedflächen Hecken Nutzfläche total (davon Pacht) Schulgarten Rudolf Steiner-Schule Wald

10,43 ha 2,61 ha 6,86 ha 0,75 ha 0,22 ha 5,74 ha 0.5 ha 27,11 ha 20,58 ha 0.4 ha 2,64 ha

† Da sich der Schulgarten der ‹Rudolf Steiner-Schule Wetzikon› auf dem Hofgelände be­ findet, kann sich ein natürlicher Kontakt zum kulturellen Umfeld der Schule ergeben.

Tagesgestaltung Epochenweise werden größere Projekte sowohl im Künstlerischen wie im Handwerklichen angegangen. Dazu gehören Bauprojekte (z. B. Lehmofenbau) ebenso wie Bühnenstücke die, zu Hoffesten zur Aufführung kommen. Während des restlichen Tages wird in verschiedenen Arbeitsbereichen (Hof, Küche, Käserei, Gemüsegarten, Reparatur-Werkstatt) gearbeitet. Ausserdem verteilen sich über den Tag individuelle Einzeltherapien.

Phasen der Begleitung 1. Phase Drei Wochen (Akut- bzw. Eintrittsphase, Probezeit): Am Anfang bei Bedarf hohe Betreuungsintensität, konstante Bezugsperson, individuelles, schrittweises Einpendeln in die Tagesrhythmen 2. Phase Circa neun Monate (therapeutische Kernzeit): Einhalten der Tagesstruktur, Selbstbewusstsein stärken, in einen Dialog mit dem sozialen Umfeld treten 3. Phase Circa zwei Monate (Ablösung): Fortsetzung der Tagesstruktur, Auseinandersetzung mit der Zukunft, weiterführendes Umfeld suchen, Nachbetreuung planen

Reintegration und Jugendprojekt ‹Pflug› 2001 haben Herr und Frau Schaer-Aeppli die ‹Eichholz Reintegrations-GmbH› gegründet, entsprechende Wohnräumlichkeiten ausgebaut und jeweils zwei bis vier Menschen mit psychischer Beeinträchtigung in die Hofgemeinschaft einbezogen und begleitet. Ausserdem wird seit 1995 das Lagerhaus ‹Pflug› für Schulklassen zur Verfügung gestellt, in welchem Kinder und Jugendliche eine vielfältige Landwirtschaft hautnah erleben können.

Setting Das Team setzt sich interdisziplinär zusammen, bestehend aus diplomierten Fachpersonen aus dem Betreuungsbereich (Psychiatrie, Sozialpädagogik, Erlebnispädagogik), aus der Landwirtschaft, der Therapie und der Kunst. Auch Personen für die Teamleitung / Administration, für Handwerkliches, sowie Studierende und Praktikantinen und Praktikanten sind erwünscht. In Absprache mit einer konsiliarisch mitarbeitenden Fachärztin oder Fachartzt für Psychiatrie wird die medizinische Behandlung durch pflegerische Massnahmen wie Wickel, Bäder, Rhythmische Massagen/Einreibungen unterstützt. Professionelle Supervision sichert die Qualität der geleisteten Arbeit.


Therapeutische Säulen

1. Körper  

erdensinn · nahrung · bewegung

Sinnvolle Tätigkeit Die Arbeit an der Erde, mit Pflanzen, mit Tieren, gemeinsam mit anderen Menschen, kurz, ein landwirtschaftlicher Hoforganismus bildet in sich bereits ein therapeutisches Milieu. Am Erzeugungsprozess von Nahrung beteiligt zu sein, ist zutiefst sinngebend. Sich in einen komplexen, aber überschaubaren Zusammenhang von Notwendigkeiten zwischen Natur und Mensch einzubringen und nicht einfach ‹beschäftigt› zu werden, kann für Menschen, die ihren inneren Halt verloren haben, wertvoll sein. Diese Erwartung an landwirtschaftliche Betriebe als gesundendes Umfeld erfüllt sich häufig nicht, da diese als Produktionsbetriebe unter Druck stehen, effizient zu arbeiten und Arbeitsabläufe möglichst leistungsorientiert und maschinell abzuwickeln. Es bedarf einer speziell abgestimmten Betriebsführung, die neben dem Produzieren auch therapeutische Anliegen verfolgt. Der Hof Eichholz ist seit vielen Jahren darauf ausgerichtet, diese therapeutische Qualität anzustreben. Es wird bewusst auf bestimmte Mechanisierungsschritte, zugunsten von Vielfalt und Handarbeit, verzichtet (etwa bei der Heuernte). Rhythmisch wiederkehrende Tagesabläufe regen die körperliche Vitalität an. Gesunde Ernährung und verschiedene äußere wie innere Anwendungen (Einreibungen und Massagen, Wickel und Bäder, Naturheilmittel) stärken den Menschen und helfen beim erneuten Aufbau einer eigenen Hülle. Zusätzlich wird durch Bewegungsunterricht (Bothmer-Gymnastik), Sportspiele und Bauprojekte die Koordinationsfähigkeit aufgeweckt und dem Körper seine Ausdauer und Beweglichkeit zurückgewonnen.

2. Seele  

gemeinsinn · freundschaft · feste

Neue Welt Die Schwelle von der Kindheit zum Erwachsenenalter beinhaltet das Heraustreten aus der Herkunftsfamilie. Die soziale Einbindung steht als Herausforderung vor einem und will gestaltet werden. Diese Herausforderung kann zur Überforderung werden – gerade, wenn noch mehr ‹im Wege steht› und sich die Situation zu einer seelischen Krise verdichtet. Auf dem Jugendhof Eichholz soll durch die Mitarbeitenden eine Lebensgemeinschaft gebildet werden, die für die zu begleitenden jungen Menschen tragendes Umfeld sein kann. Während der gemeinsamen Haus- und Gartenarbeiten oder im geteilten Wohnraum können Freundschaften untereinander wachsen, die über den Aufenthalt auf dem Hof hinweg weiter wirken können. Die Erlebnispädagogik bietet einen weiteren Ansatz in diese Richtung. Gemeinsame Bergwanderungen und Kajakfahrten – bei jedem Wind und Wetter – ermöglichen starke Selbst- wie Gemeinschaftsbegegnung. Durch Kooperationsspiele können Gruppendynamiken und soziale Rollenverteilungen ins Bild gebracht werden, um Gemeinsinn und Empathiefähigkeit zu entwickeln. Auch seelisches Coaching und Gesprächstherapie gelingen oft gerade in Kombination mit solchen Ausnahmesituationen. Schließlich soll durch das Feiern von Hof- und Jahresfesten ein größerer Kreis von Menschen am Hofleben teilnehmen und die Hofgemeinschaft durch die verbindende Gastgeberrolle zusammenwachsen.


3. Geist  

eigensinn · kunstwerk mensch · weltverwandlung

Freie Entfalltung Unsere Gesellschaft wird teilweise von der Vorstellung geprägt, dass der Mensch ein Resultat von fremdbestimmenden Gegebenheiten sei, denen er ohnmächtig gegenüber stehe. Sollen Selbstheilungskräfte erwachen, so kann dies aus der Gewissheit geschehen, dass der Mensch als Individuum einen schöpferischen Anteil am Weltgeschehen hat. Diese kreative Kraft erwacht gerade im Erringen neuer Fähigkeiten. Es ist uns wichtig, die Erfahrung zu vermitteln, dass sich alles Gewordene verwandeln lässt. Ein Feld, auf dem sich die Seelenkräfte Denken, Fühlen und Wollen erleben und harmonisieren können, ist das künstlerische Schaffen. Kunstformen wie Sprachgestaltung, Plastizieren, Malerei, Eurythmie, Schauspiel, Gesang oder kunsthandwerkliche Projekte sind hier vorgesehen. In der therapeutischen Arbeit werden die Betreuenden an der Bildung dieser Einsicht – dass sich alles Gewordene verwandeln lässt – bei sich selbst arbeiten müssen, um daraus Kraft für das kreative Eingehen auf die individuellen Anforderungen zu schöpfen. Auch zur Beschäftigung mit philosophischen oder gesellschaftlichen Zeitfragen soll bei Interesse Vertiefung und Austausch angeboten werden.


Gesundes Wirtschaften

Grundlagen Unser Verständnis von Gesundheit und Krankheit sieht im Krankheitsbild des Einzelnen eine Entsprechung in unseren gegenwärtigen sozialen Strukturen. In den Erkrankungen drücken sich dieselben lockernden und verfestigenden Kräfte aus, die auch in den sozialen Strukturen wirksam sind. Der Einzelne wird so Träger der in der gesamten Gesellschaft verankerten Erkrankung. Daraus ergibt sich die innere Notwendigkeit, zusätzlich zum therapeutischen Konzept gesundende Rechts- und Wirtschafts-Rahmenbedingungen anzustreben. Egal, ob wir keinen, einen kleinen oder einen grossen Lohn beziehen, ob wir obdachlos, ob wir Mieter, Liegenschafts- oder Grossgrundbesitzer sind, wir alle bewirken mit unserem Verhalten Dinge, die wir nicht durchschauen und lösen Effekte aus, die wir eigentlich gar nicht wollen. Die Wirtschaft beherrscht alles wie Adelige und Klerus im Mittelalter. Es braucht deshalb eine ‹neue Aufklärung›, weil erst dadurch eine freie Gestaltung der sozialen und wirtschaftlichen Vorgänge möglich wird. Die hier aufgeführten Schritte können einen Anfang zur dieser Gesundung bilden.

A Vom Privateigentum zur gemeinnützigen Trägerschaft Heute folgen die Eigentumsverhältnisse in der Regel dem Prinzip, private Bedürfnisse zu sichern, sei es durch Vollmachten, Erträge oder Verfügungsrechte in Form von Gesamteigentum, Aktienmehrheiten oder dergleichen. Diese privaten Vorrechte werden vererbt, wodurch ein Betrieb oft nur fortbestehen kann, wenn innerhalb des Familienstroms entsprechende persönliche Interessen wirksam sind. Mit der Übernahme des Eichholz-Hofes durch die Jugendhof-Stiftung als gemeinnützige Trägerin wird das weitere Bestehen des Betriebes allein durch die gestellten Aufgaben und Ziele gesichert. Letztere können damit in uneingeschränktem Sinne weiterverfolgt werden, auch wenn einzelne Personen, die sich dieser Aufgabe widmen, wechseln.

B Vom Bodeneigentum zum Bodennutzungsrecht Boden wird heute in Form von Privat- oder Unternehmenseigentum einem stets steigenden Anlage- und Verkehrswert entsprechend be- und gehandelt. Damit wird er als arbeitslos entstandenes Vermögen zum Träger der Kapitalsicherung und von Spekulationsgeschäften. Es ist ein wichtiges Anliegen der Jugendhof-Stiftung, den Boden als eine allen Menschen gleichermassen zur Verfügung stehende Lebensgrundlage wie Licht, Luft und Wasser zu behandeln, der Einzelnen oder Unternehmen durch einen Rechtsakt zur Nutzung zugesprochen wird. Als Schritt zu einem künftigen Bodenrecht sollen mit dem Erwerb des Eichholz-Hofes alle Wertansprüche auf den Boden entschuldet und einmalig abgegolten werden. Es soll versucht werden, die sozial und gesamtwirtschaftlich schädliche Bewertung und Belehnung des Bodens nicht weiter zu tradieren und dadurch eine Rückführung ins Gemeineigentum vorzubereiten.

C Von der Kapitalanlage zum Betriebseigentum Häufig sind Investoren in der Form von Aktien, Obligationen (Mit-)Eigentümer von Liegenschaften und Betrieben. Damit stehen sie als Kapitalanlagen im Dienst der Investoreninteressen, was sich in der Ausschüttung von Zinsgeldern oder Gewinnanteilen aus den Betriebserträgen auswirkt. Im vorliegenden Projekt sollen die Liegenschaft ‹Eichholz› und die Betriebseinrichtungen gänzlich den angestrebten Zielen dienen. Der Eichholz-Betrieb soll allein sich selber gehören. Investieren kann man nur im Sinne einer Förderung des Projektes durch Schenkungsgeld bzw. zinslose und/oder nachrangige Darlehen an die Trägerschaft. So kann die Erfolgsrechnung zugunsten der therapeutischen Kernaufgabe vom Geldabfluss in die Kapital- und Zinsendienste entlastet werden.


Grundlagen D Förderung von Wohneigentum Auch die Bereitstellung von Wohnraum erfolgt heute grösstenteils als Kapitalanlage durch private und institutionalisierte Investoren. Banken, Immobilien- und/oder Versicherungsgesellschaften erstellen Wohnraum als Objekte ‹nachhaltiger Wertschöpfung›. Über die laufend steigenden Mietkosten muss dem Arbeits- und Erwerbsstrom ein immer grösserer Lohnanteil für die Wohnbedürf­ nisse entnommen werden. Paradoxerweise sind es die Mieter selbst, die den Investoren über ihre Versicherungs- und Vorsorgebeiträge die grosse Finanzkraft verleihen. Fester Bestandteil des Eichholz-Hof-Wirtschaftskonzepts ist es, soweit möglich, für alle Mitarbeitenden günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, damit der Erwerbsstrom von Spekulation und Zins-, bzw. Zinseszinsbelastungen befreit wird. Entsprechend kann die Entlohnung der Mitarbeitenden tiefer angesetzt werden, was die Erfolgsrechnung des Betriebes ebenfalls entlastet.

F Assoziative Wirtschaftsweise Die Preisgestaltung der Waren erfolgt vorwiegend nach dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Dabei können die Produzenten und Händler den Preis eines Produktes entsprechend erhöhen, zum anderen bei billiger Konkurrenz den Herstellungswert ihrer Ware nicht erzielen. Die sozialen Auswirkungen bleiben dabei meistens unberücksichtigt. Als landwirtschaftlicher Hofbetrieb strebt der Hof Eichholz eine assoziative Wirtschaftsform an, bei welcher sich alle Partner gemeinsam über Preisgestaltung verständigen. Angestrebt wird eine gemeinsame Trägerschaft von Konsumenten (Vertragslandwirtschaft), die einerseits mittels abgesprochenenr Beiträge die Lebens- und Betriebsbedürfnisse der Landwirtschaft tragen und andererseits die Erzeugnisse zur freien Aufteilung erhalten. Damit soll der Anbau auf Qualität und Vielfalt ausgerichtet werden können.

G Arbeiten für Menschen Gewöhnlich sehen wir es als berechtigt an, für Lohn in Form von Geld, Erfolg oder Anerkennung zu arbeiten. Damit wird Arbeit jedoch eine käufliche Ware mit mehr oder weniger Wert je nach Qualifikation und Zeiteinsatz. Genau genommen arbeiten wir aber immer für die Lebensbedürfnisse anderer Menschen. Von diesem Standpunkt aus ist Arbeit keine bezahlbare Ware, sondern ein Dienst am Anderen. Idealerweise werden alle am Jugendhof Eichholz Arbeitenden ihr Gehalt nicht als Lohn für ihre Arbeit beziehen, sondern als Anteil am Gesamtertrag des Betriebes, den sie zur Deckung ihrer Lebensbedürfnisse brauchen. In den Arbeitsverträgen soll einerseits ihre Arbeitsbeteiligung beschrieben sein und andererseits, losgelöst davon, welchen Anteil an den Erzeugnissen ihnen zukommen soll.

H Arbeit an den Menschen Die therapeutische Zuwendung an Menschen wird in der Regel unter denselben marktwirtschaftlichen Kriterien gehandhabt wie Produkte und Waren. Die Ansicht, menschliche Arbeit sei eine käufliche Ware, findet auch im Bereich zwischenmenschlicher Zuwendung eine u­­nreflektier­­te Ausdehnung. Ist menschliche Zuwendung überhaupt bezahlbar? Die therapeutische Arbeit am Jugendhof Eichholz wird als freie, von Tarifen und Verrechnungsansätzen unabhängige Zuwendung von Menschen für Menschen aufgefasst. Die von Versicherungen oder Behörden zugewiesenen Zahlungen werden als Beiträge an die Lebens- und Betriebsbedürfnisse entgegengenommen und entsprechend verwaltet. Therapeutische Zuwendungen sollen auch da möglich sein, wo von amtlicher Seite keine Finanzgutsprache gewährt wird.

Helfen Sie mit! Mit diesem Wirtschaftskonzept streben wir die Bildung einer vielschichtigen Trägerschaft an. Möglichst viele Menschen, die eine jugendpsychiatrische Arbeit auf anthroposophischer Grundlage als berechtigt erachten, sollen diese nach individuellen Möglichkeiten unterstützen können. Finanzielle Zuwendungen können spezifisch auf die angeführten Finanzierungsfelder ausgerichtet werden.

Boden freikaufen Schenkungen oder Spenden können der Tilgung der Bodenwerte gewidmet werden. Diese betragen bei Übernahme des Hofes Fr. 662‘400. Durch die Tilgung wird es möglich, dieses Stück Boden der Kapitalsicherung und der Spekulation zu entziehen.

Kapitalanlage befreien Mit Schenkungen, Spenden oder nachrangigen zinslosen Darlehen können die Eichholz-Liegenschaften aus dem privaten Eigentums- und Erbstrom befreit und dem Betrieb selber zur Wahrnehmung seiner Aufgaben und Ziele gewidmet werden. Der Kaufwert beträgt bei der Übernahme Fr. 2‘937‘600 und soll zu einem möglichst grossen Anteil abgegolten werden.

Wohnraum ermöglichen Zuwendungen – auch von Liegenschaften – ermöglichen die Bereitstellung von günstigem Wohnraum für jene, die sich den therapeutischen Aufgaben widmen wollen. Dank reduzierten Mietkosten für Mitarbeitende kann die Betriebsrechnung der Jugendhof-Stiftung deutlich entlastet werden. Mögliche Einsparungen betragen beim Start rund Fr. 48‘000; beim Vollausbau des Projektes ab 2016 rund Fr. 120‘000 jährlich.

Gemeinsame Landwirtschaft Als Abnehmer der Hofprodukte (wie Gemüse, Milchprodukte und Rindfleisch) sind die Kunden integrativer Bestandteil des Hofbetriebes. Die Gemeinschaft der Kundinnen und Kunden gibt dem Betrieb mit periodischen Vorauszahlungen Kredit. Damit sichern sie den Lebensunterhalt der Mitarbeitenden und die Betriebsbedürfnisse des Hofes. Im Gegenzug erhält er die Hofprodukte. Werden Sie Abnehmerin, werden Sie Abnehmer!

Freiplätze Freie Zuwendungen ermöglichen, dass auch Menschen betreut werden, die von Amtes wegen oder von der Versicherung keine oder zu geringe Kostengutsprache erhalten. Hier sind wir darauf angewiesen, dass Menschen solidarisch, im Sinne eines Freundeskreises oder einer freiwilligen Zusatzkasse die Arbeit mittragen. Ein Betreuungsplatz ohne Kostengutsprache braucht Spenden von etwa Fr. 60‘000 jährlich.


Finanzierung

Kalkulation  

Kalkulation

laufende betriebskosten Startphase 2014-15 5 Betreute

Hofkauf In der folgenden Kalkulation (siehe rechts) werden die Kosten für die Anfangsinvestition (Kaufpreis circa 3,6 Millionen Schweizer Franken) sowie die Neu- und Umbauten für den Vollausbau (circa 2 Millionen Schweizer Franken) vollständig zu Lasten der Betriebsrechnung ausgewiesen. Zur Entlastung der Betriebsrechnung sollen die Investitionen möglichst aus ‹À-fonds-perdu›-Beiträgen von Stiftungen, privaten Spenden, sowie gegebenenfalls auch mit Beiträgen von öffentlicher Seite mitfinanziert werden.

Vermarktung der Hoferzeugnisse Für den Bereich der Landwirtschaft wird aus deren Eigenleistungen (inkl. Direktzahlungen) eine ausgewogene Rechnung angestrebt. Vorerst sollen die bestehenden Vermarktungsstrukturen der Hofprodukte über den bisherigen Kundenkreis – private Kunden, über den Hofladen, Bioläden, Schulkantinen und die Sennerei Bachtel – übernommen und weitergeführt werden. Langfristig soll der Kundenkreis noch stärker in die Trägerschaft im Sinne einer ‹gemeinschaftlich getragenen Landwirtschaft› mit einbezogen werden.

Betreuungskosten

Aufwand

Betrieb ab 2016 bis 10 Betreute

Vollausbau ab 2014 10 Betreute

Ertrag

Aufwand

Ertrag

Aufwand

Ertrag

Aufwand

Ertra

  

  Anzahl

Landwirtschaft

Landwirtschaft 200'000 220'000

243'000

250'000

243'000

250'000

243'000

250'00

Personal (100% = Fr. 80'000)   Gesamtleitung    Leitung und Mitarbeiter

Personal (100% = Fr. 80'000) 10 / 15%   Gesamtleitung 8'000 170 /    200%Leitung und 136'000 Mitarbeiter

12'000 10 / 15% 160'000 170 / 200%

12'000 160'000

12'000 160'000

Sachaufwand

Sachaufwand 30'000

45'000

45'000

45'000

Pachtzinsen extern und intern

Pachtzinsen extern 26'000 und intern

26'000

26'000

26'000

Produkte   Direktverkauf   Lieferungen an Verarbeiter    Verkauf intern

Produkte   Direktverkauf 40'000   Lieferungen an Verarbeiter 50'000    Verkauf intern 35'000

45'000 55'000 45'000

45'000 55'000 45'000

45'00 55'00 45'00

Direktzahlungen, Ökobeiträge

Direktzahlungen, Ökobeiträge 80'000

80'000

80'000

80'00

Freie Spenden für Landwirtschaft

Spenden für Landwirtschaft 15'000

25'000

25'000

25'00

Betreuung

Betreuung 380'000

Personal    Gesamtleitung u. Admin.   Betreuung und Therapien

396'000

730'000

Personal 80 / 135% 64'000    Gesamtleitung u. Admin. 250 /   Betreuung 780% 200'000 und Therapien

Bei Vollbesetzung mit 8 - 10 jungen Menschen soll der laufende Betrieb wirtschaftlich selbsttragend werden. Der Aufwand wird aus Tagessätzen für Betreuung, aus Therapiebeiträgen, aus Eigenleistungen der Werkstätten, sowie mit freiwilligen Zusatzbeiträgen finanziert. Kostenträger sind die zuweisenden Stellen: Gemeinden, Sozialamt, die Krankenkassen und die IV. Mindestens ein Betreuungsplatz für Betroffene ohne Kostengutsprache soll mit Hilfe von Spenden zur Verfügung anstrebt werden.

Sachaufwand

Sachaufwand 36'000

Liegenschaftskosten allg. u. Betreuung Verpflegung Betreuung

44'000 Verpflegung Betreuung

Vermittlung der Betreuten

Betreuungszuschüsse Tagessätze (80% Belegung = 300 Tage)    2014 & 2015 (5 Betreute)    ab 2016 Teilbetrieb (10 Betreute)    ab 2018 Teilbetrieb (12 Betreute)

Betreuungszuschüsse Tage /Tagessätze Satz (80% Belegung = 300 Tage) 1600    / 210intensiv 300 / 2'400 Tage 336'000 3100    / 230mittel 600 / 600 Tage 3800    / 260gering 300 / 300 Tage

Freie Spenden f. Betreuungsplatz ohne Kostengutsprache

Spenden f. Betreuungsplatz 60'000 ohne Kostengutsprache

Angehörige oder junge Menschen in seelischer Not sollen von der Therapiemöglichkeit über gängige Medien wie Flyer, Webseiten und Social-Media erfahren. Ausserdem kann das ‹unime›-Netzwerk auf das Hofprojekt hinweisen. Die Erfahrung zeigt gerade in diesem Feld auch viel Vermittlung über Mund zu Ohr. Auch bestehen bereits anfängliche Kontakte zu psychiatrischen Einrichtungen in der Schweiz wie beispielsweise Schlössli Oetwil.

Vollausbau ab 2018 10 Betreute

Hypothek

80'000 80 / 135% 400'000 250 / 780%

1‘018'000

1‘048'000

1‘018'000

104'000 624'000

104'000 624'000

70'000

90'000

90'000

36'000allg. u. Betreuung 80'000 Liegenschaftskosten

80'000

80'000

120'000

120'000

Infrastruktur (Land und Liegenschaft) Infrastruktur 165'000 Unterhalt und Reparaturen

773'000

100'000

130'000

988'000

720'00 150'00 45'00

60'000

60'000

60'00

220'000

Unterhalt und Reparaturen, 25'000 1 Mio,Hypothek 2%

à 300.– à 250.–713'000 à 150.–

20‘000

187'000

220'000

197'000

220'000

40'000

40'000

40'000

20'000 1 Mio, 2%

20‘000

20'000

Eigenkapital/Darlehen

2 Mio,Eigenkapital/Darlehen 2% 40'000

40'000 2 Mio, 2%

40'000

40'000

Neuinvestition zusätzl. Wohngruppe

2 Mio,Neuinvestition 2% zusätzl. Wohngruppe

40'000 2 Mio, 2%

40‘000

40'000

80'000

80'000

80'000

Amortisation Darlehen

Amortisation Darlehen 80'000

Einkünfte aus Landwirtschaft   Pachtzins    Mieten (Landw. Gebäude)   Mieten (Wohnen)

Einkünfte aus Landwirtschaft   Pachtzins 5'000    Mieten (Landw. Gebäude) 12'000   Mieten (Wohnen) 18'000

5'000 12'000 20'000

5'000 12'000 20'000

5'00 12'00 20'00

Einkünfte aus Betreuung    Mieten allg. und Wohnen

Einkünfte aus Betreuung    Mieten allg. und Wohnen 36'000

80'000

80'000

80'00

Einkünfte Wohnen Mitarbeiter

Einkünfte Wohnen Mitarbeiter 24'000

40'000

40'000

40'00

Einkünfte «Pflug»

Einkünfte «Pflug»

Freie Spenden f. Infrastruktur u. Amortisation

Spenden f. Infrastruktur u. Amortisation 25'000

40'000

30'00

TOTAL

TOTAL

SALDO

SALDO

745'000

10'000

746'000 1'000

-

1'193'000

30'000

1'210'000 17'000

1‘481'000

1‘495'000 14'000

1'481'000

17'00


Architektonische Erweiterung

Machbarkeitsstudie maximale architektonische Erweiterung Baurechtliche Abklärungen haben folgendes ergeben: Im Gestaltungsplan sind drei Baufelder (A, B und C – siehe rechts) ausgewiesen, innerhalb deren Grenzen Neubauten im Sinne des Gestaltungsplans möglich sind. Das Baufeld A ist zu Beginn der 2000er bebaut worden. Auf Baufeld B steht seit den 90er Jahren ein Gebäude, das vom Jugendprojekt ‹Pflug› umgenutzt und als Lagerhaus für Schulklassen ausgebaut wurde. Bei der Baufeldfläche von ca. 554m2 wäre hier zur Realisierung einer Erweiterung um sechs Betreuungsplätze, ein Bauvolumen von ca. 6‘145m3 rechtlich realisierbar. Im jetzigen Zustand werden nur ca. 1‘163m3 beansprucht. In Baufeld C ist ein ‹besonderes Gebäude› gem. §273 PBG zulässig. Bis zum heutigen Zeitpunkt ist dort allerdings noch nicht gebaut worden. Bei einer ungefähren Grundfläche von 66m2 ist also ein Volumen von ca. 240m3 realisierbar. Die Nutzung dieses Baufelds für die geforderten Atelierräume ist mit den Behörden individuell abzuklären. Grobkostenschätzung auf Basis des Zürcher Index der Wohnbaupreise (ZIW) Zum jetzigen Zeitpunkt der Studie ist eine detaillierte Schätzung der Baukosten noch nicht möglich. Basiert man eine erste grobe Annäherung auf den Zürcher Index der Wohnbaupreise (siehe oben), erhält man für die Gebäudekosten (BKP 2) folgende Werte: Baufeld B: 2168m3 x 738 CHF = 1‘599‘984 CHF Baufeld C: 240m3 x 738 CHF = 177‘120 CHF Total: Baufeld B und C = 1‘777‘104 CHF

Lageplan  

erweiterungsmöglichckeit


Menschen

Projektleitung  

mitwirkung vor ort

Rahel Wepfer Co-Geschäftsleitung, Therapie *1963 Werklehrerin, Malerin, freie künstlerische Tätigkeit, Farbgestaltungen, künstlerisch-pädagogische Tätigkeiten an Schulen sowie im Betreuungsbereich. Das Mitbegleiten von jungen betroffenen Menschen in meinem nahen Umkreis führte mich an die Thematik der psychischen Erkrankung heran. Einen Ort zu schaffen, wo zwischen Kunst und Landwirtschaft ein heilsames Milieu entsteht, ist mein Anliegen. Jolanda Gämperli Graf Landwirtschaft, Betreung *1973 Bio-dynamische Landwirtin und Sozialbegleiterin FA. Drei Kinder im Schulalter.Nach kaufmännischer Erstausbildung die bio-dynamische Landwirtschaft entdeckt und 4-jährige Ausbildung absolviert. Zwei Alpsommer im Berner Oberland – nun seit 15 Jahren Teil einer Hofgemeinschaft nahe Wetzikon, mit der Aufgabe geistig- und psychisch-beeinträchtigte Menschen im bäuerlichen Alltag zu begleiten. Ich erlebe, dass für die unterschiedlichsten Menschen die Landwirtschaft mehr sein kann, als Arbeit mit Pflanzen und Tieren. Sie können damit im wortwörtlichen Sinn, wieder Boden unter ihren Füssen gewinnen. Res Graf Landwirtschaft, Betreung *1969 Gemüsegärtner, Schauspieler, Arbeitsagoge in Ausbildung. Nach Schul- und Lehrzeit Wanderjahre auf bio-dynamischen Höfen und Camphills in Schottland. Nach zweijähriger schauspielerischer Tätigkeit folgte ein Alpsommer und anschliessend 15 Jahre leben und arbeiten mit der Familie auf einem bio-dynamischen Hof mit sozialer Aufgabe. Dort Aufbau einer Gemüsegärtnerei mit der Verantwortung geistig und psychisch-beeinträchtigte Menschen im Alltag und der Arbeit zu begleiten, integrieren und auszubilden. Johanna Friederichs Therapie, Gartengestaltung *1987 Aufgewachsen in einer Lebensgemeinschaft für Menschen mit Behinderung. Nach der Schule Praktikum bei einer Krankenschwester und Mitarbeit in der sozialtherapeutischen Einrichtung La Branche. Studium Erziehungswissenschaften und Film in Mainz und Arbeit mit sozial schwachen Jugendlichen. 2009 Individualstudium der Anthroposophie am Goetheanum und Ausbildung zur Rhythmischen Masseurin. 3-monatiges Massagepraktikum in der Ita Wegman-Klinik, derzeit 6-monatiges Anerkennungspraktikum in der Psychosomatischen Rehaklinik Glotterbad (DE). Ab August 2013 ausgebildete medizinische Masseurin. Johannah Knirim und Lion & Kija von der Gathen Hauswirtschaft, Begleitung *1987 Zwölf tief geliebte Jahre an der Waldorfschule Witten. Anschließend Ausbildung zur Waldorferzieherin. Praktika in der Altenpflege, in Krabbelgruppen, in der heilpädagogischen Pflege und im Kinderheim. Anerkennungsjahr Waldorf-Kindergarten in Freiburg. Zwei Kinder zur Welt gebracht. Seitdem stetiges Üben in der Gestaltung eines kleinen Lebensraumes. Johann Sommer Kunstprojekte, Begleitung *1984 Waldorfschule und Kunstakademie Karlsruhe. Individualstudium Schauspiel, Philosophie sowie Anthroposophie am Goetheanum. Erfahrungen im heilpädagogischen Bereich, Begabung im Kunsthandwerk, Freude am Arbeiten in der Natur. Interesse an menschenkundlichen Fragen und den heilenden Wirkungen der Kunst. Seit 2012 freiberuflicher Schauspieler und Kulturschaffender. Jonas von der Gathen Bewegungstherapie, Begleitung *1983 Statt Schule lieber Wanderschaft über Biohöfe. Zivildienst in Tansania. Drei Jahre Neuseeland: Mitaufbau einer Gemeinschaft: Begleitung von Jugendlichen im biodynamischen Landbau, Lehmhausbau, künstlerische Geländegestaltung, Kulturprogramm und Jugendtagungen. Ab 2008 zurück: Ausbildung in Erlebnispädagogik und Erlernen der Bothmer-Gymnastik. Jugendarbeit und Stipendium der EvidenzStiftung zu Fragen der Gemeinschaftsbildung. Seit 2011 Redakteur für ‹Das Goetheanum› und Bothmer-Gymnastik unterrichtend für Schauspieler, Kunststudenten und im heilpädagogsichen Bereich.


Projektleitung Claude Rosselet Co-Geschäftsleitung *1952 Lic. oec. HSG, Gründer und Inhaber der Inscena Systemische Beratung GmbH in Männedorf. Arbeitsschwerpunkte: Beratung in Strategieentwicklungs-, Innovationsund Veränderungsprozessen; Coaching von Teams und Führungskräften in kritischen Entwicklungsphasen; Internationale Lehrtätigkeit mit Schwerpunkt auf Methoden der systemischen Interventionspraxis. Am Projekt Jugendhof fasziniert mich das Schaffen von Rahmenbedingungen, die es jungen Erwachsenen ermöglichen, durch Naturerlebnisse und Kunsterfahrung eine sinnhafte Perspektive zu entwickeln. Cora Schibli Co-Geschäftsleitung *1963 Ing. Agronomin. Zwei Kinder im Schulalter. Die letzten drei Jahre eigene Landwirtschaft in stadtnahem Hof bei Winterthur, 7 Alpsommer hinter und in mir. 7 Jahre in Nicaragua gelebt. Berufliche Erfahrungen in partizipativer Forschung und Beratung, Ertragswertschätzungen, Hofübergaben, Umsetzung des Trockenwieseninventars und Beweidungsprojekten auf Trockenstandorten. Gelandet in der biologischen Getreidezüchtung. Das Eichholz erscheint mir prädestiniert für eine Landwirtschaft, die Menschen in Krisen hilft, wieder gesund zu werden.  

Stiftungsrat Peter Kunz Präsident des Stiftungsrates *1954 Agronom, ist seit 30 Jahren in der biodynamischen Pflanzenzüchtung aktiv. Auf dem Jugendhof sollen die verunsicherten Menschen neues Vertrauen aufbauen können. Die tägliche Begegnung mit Tieren und Pflanzen durch die Arbeit in der Landwirtschaft und im Gartenbau bilden einen realen und sachlich-stabilen Bezug zur natürlichen und sozialen Umwelt. Peter Lüthi Mitglied des Stiftungsrates *1949 Lehrer für Geschichte, Deutsch und Praktikumsbegleitung an Steinerschulen seit über 30 Jahren. Auch in den oberen Klassen der Steinerschulen gibt es immer wieder Jugendliche, die diese Pädagogik suchen, aber von den Schulstrukturen nicht genügend getragen werden. Ausserdem erlebe ich seit langem an allen unsern Schülern, wie wesentlich für einen Entwicklungsschritt die verantwortliche Teilnahme an realer Arbeit ist. Jonathan Keller Mitglied des Stiftungsrates *1976 Klassenlehrer an der Rudolf Steiner Schule Zürich, Mitglied der Schulleitung im Bereich Finanzen, CAS in Mediation, tätig in der Vermittlungsstelle der Schule. Es ist mir ein Anliegen, dass es für junge Menschen in Krisensituationen Orte gibt, wo Menschen sind, die sich für sie Zeit nehmen und die ihnen und ihrer Situation Verständnis entgegenbringen. Die Arbeit mit den Kindern an der Schule und Erfahrungen im privaten Leben zeigen mir die Notwendigkeit von Einrichtungen dieser hier angestrebten Art. Balthasar Faiss Mitglied des Stiftungsrates *1968 Sozialtherapeut, tätig für die Geschäftsstelle der Rudolf Steiner Schule Zürich. Die sozialen Anliegen unserer Zeit sind Ansporn, mich für die Gesellschaft zu engagieren. Die neue Stiftung ist ein Gefäss, in dem Menschen in der Überwindung einer schwierigen Situation wieder neu Tritt fassen können. Es freut mich, zum guten Gelingen beitragen zu können.

Stifter Anthroposophische Arbeitsfelder im Raum Zürich (www.anthrozueri.ch) Unter diesem Namen haben sich seit 2008 VertreterInnen anthroposophischer Einrichtungen in der grösseren Region Zürich getroffen, um sich besser kennenzulernen und über das Kernanliegen, die Stärkung und Erweiterung der anthroposophischen Arbeit im Einzelnen wie im Gesamten zu beraten. Die Initianten vertreten als Einfache Gesellschaft den Zusammenschluss von zahlreichen Organisationen. Sie wollen mit der Jugendhof-Stiftung einen Beitrag leisten an die grosse Herausforderung der stark zunehmenden psychischen Erkrankung junger Erwachsener.

Patronat  

zusammenarbeit

Die folgenden Personen und Institutionen unterstützen die Gründung und den Aufbau einer Heim- und Therapiestätte für Jugendliche und junge Erwachsene auf dem Eichholz. Die Zusammenarbeit und die Vernetzung mit diesen und anderen zielverwandten Institutionen ist bereits eingeleitet und wird laufend ausgebaut. Marjolein Schulthess-Roozen Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Leitende Ärztin Ita Wegman-Klinik, Arlesheim Daniel Fuhrimann Schulleiter Werkstattschule Wetzikon Thomas Schoch Schulleiter Institut St. Michael, Adetswil Elfi Seiler Paracelsus Spital Trägerverein, St. Peter Apotheke, Weleda Verwaltungssrätin Matthias Spalinger Verband für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie VaHS Georg Müller Verein Zürcher Eingliederung Cristobal Ortin Pfarrer, ‹Die Christengemeinschaft›, Zürich Jakob Egli Geschäftsführer Stiftung Chupferhammer, Gemeindepräsident Wald /AR

Kontaktadresse  

bankverbindung

Rahel Wepfer und Peter Kunz Hof Breitlen 5 8634 Hombrechtikon Telefon: 0041 (0) 55 264 17 85 sekretariat@jugendhof.ch www.jugendhofstiftung.ch (im Aufbau) Konto: CH24 0839 2000 1506 1630 9 Freie Gemeinschaftsbank 4001 Basel (PC 40-963-0)


«Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch!» Hölderlin


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