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GZA/PP 8044 ZÜRICH, POST CH AG

VERFLIXT Quartiervereins-GV spaltet die Gemüter 5

VERFÜHRERISCH Illy bringt den Kaffeedurft nach Fluntern 9

FLUNTERMER

DIE QUARTIERZEITSCHRIFT FÜR FLUNTERN

Kinderboom in Fluntern

07/08 | JULI/AUG. 2017

VISIONÄR Seine Filme werden heute wahr 4

Seite 8


Anzeige – Diese Seite abtrennen und als Petitionsbogen verwenden.

PETITION

GEGEN DIE VERMINDERUNG DES SERVICE PUBLIC ANGEBOTS DER POST AG IM QUARTIER FLUNTERN

Wir, Bewohnerinnen und Bewohner vom Quartier Fluntern, protestieren gegen den Abbau des Service Public der Post AG im Quartier Fluntern. Gegen eine Umwandlung der Postfiliale Toblerplatz in eine Postagentur spricht die Tatsache, dass dann nicht mehr alle Dienstleitungen erbracht werden können. Die Dienstleistungsqualität und das Angebot gemäss Service Public Auftrag werden somit im Quartier reduziert. Unser Quartier Fluntern ist mit seinen rund 8000 Einwohnern vergleichbar einer Kleinstadt am Rande der grossen Stadt Zürich. Und dazu gehört eine Postfiliale mit dem kompletten Angebot. Diesen Bedarf kann man nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Distanz zur nächsten Postfiliale sehen. Eine Poststelle hat auch immer einen sozialgesellschaftlichen Stellenwert: Sie ist ein Treffpunkt für die Bevölkerung und besonders wichtig auch für die in Fluntern sehr grosse Zahl älterer Menschen. Unser Quartier gilt anteilmässig als das mit der zweitgrössten Anzahl älterer Menschen in Zürich. Diese benötigen für ihre Alltagsbedürfnisse die Präsenz einer Poststelle mit dem kompletten Angebot im Quartier und schätzen dies für ihr Quartierleben. Zudem wurden im National- und Ständerat soeben mehrere Vorstösse überwiesen, die sich gegen den Abbau der Poststellen wenden. So verlangt eine Motion der zuständigen Kommission des Nationalrats, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen überarbeitet werden, damit mehr Poststellen erhalten bleiben. Und sie will, dass die Postagenturen alle Dienstleistungen der Post anbieten müssen, also auch den kompletten Zahlungsverkehr. Eine überragende Mehrheit im Nationalrat (von 172 zu 13 Stimmen bei 4 Enthaltungen) hat diesem Vorstoss zugestimmt. Zudem sind im Ständerat Standesinitiativen der Kantone Genf, Tessin und Wallis hängig, die eine direkte Mitsprache der betroffenen Gemeinden und der Bevölkerung fordern. Deshalb fordern die Unterzeichnenden die Stadt Zürich und den Gemeinderat auf, sich mit aller Kraft dafür einzusetzen, dass die Poststelle Fluntern erhalten bleibt und keine weiteren Poststellen in der Stadt Zürich geschlossen werden, bevor nicht auf nationaler Ebene die gesetzlichen Rahmenbedingungen überarbeitet worden sind. VORNAME

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ADRESSE

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UNTERSCHRIFT

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DIESE Seite abtrennen und bitte schnellstmöglich den ausgefüllten Unterschriftenbogen im Restaurant GRAIN abgeben oder einsenden an Quartierverein Fluntern / 8044 Zürich – bis spätestens 17. Juli 2017 - DANKE


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I N DI E SE R AUSGA BE

Lebendigkeit – die Zukunft eines Quartiers

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s gibt nichts Lebendigeres als Kin- auch positive Implikationen für die Gesundder! Sie leben ganz im Moment und heit. Der Fluntermer Riccardo Seitz ist als drücken ihre Gefühle offen aus. Sie Mitinhaber von Illycafé mit allen Aspekten sind Eltern nur anvertraut, denn ihre Be- des Kaffeekonsums bestens vertraut. Sie stimmung ist, frei ins Leben zu ziehen. Dass lernen ihn auf Seite 9 kennen. Der GLC-Neubau der ETH an der Gloriadies gelingt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein ganz zentraler Punkt ist die strasse wird mit seinen Studenten zweifelSchule. Sie ist die Investition in die Zukunft los für mehr Lebendigkeit im Quartier soreiner Gesellschaft. Deshalb gilt es, ihrer be- gen, allerdings erst ab 2020. Vorerst gilt, sonderen Rolle Rechnung zu tragen. Im durchzuhalten. Besonders gefordert sind Quartier platzt die Schule Fluntern aus allen die Bewohner in unmittelbarer NachbarNähten und muss deshalb auf verschiedene schaft. Denn die Fertigstellung der BaubühAussenstationen ausweichen, wie Sie auf ne über der Gloriastrasse erfordert NachtSeite 8 erfahren. Das erfordert in den Wohn- arbeit. Lesen Sie mehr dazu auf Seite 13. In der Weltpresse gerät die Fifa immer vierteln da und dort etwas mehr Toleranz für wieder ins Fadenkreuz. Das mindert aber Kinderlebendigkeit. Für Lebendigkeit einer anderen Art sorgt nicht das Fifa-Engagement für die Stadt Kaffee – besonders der Morgenkaffee. Ich Zürich und für Fluntern. Am 18. Juli tragen kenne Menschen, die ohne eine Tasse Kaf- Kinder auf dem Fifa-Fussballfeld die Finals fee nicht in den Tag starten können. Das des Turniers Fussball-Schüeli aus. ZuschauKoffein des Kaffees als Wachmacher hat er sind willkommen und lebendige Spiele

sind garantiert (Seite 14). Die Mitgliederversammlung des Quartiervereins Fluntern mit den Vorstandswahlen vom 8. Juni hat gemischte Gefühle hinterlassen. Für Diskussionskultur blieb wenig Platz. Eine lebendige Partizipation an der Mitgestaltung der Zukunft eines Quartiers setzt aber Diskussionen voraus. Und eine Mitgliederversammlung des Quartiervereins wäre das geeignete Forum dafür. Deshalb finden Sie auf Seite 5 einen Rückblick auf die Mitgliederversammlung, damit die nächste hoffentlich besser gelingt. Am 21. Juni hat der Sommer begonnen und die Monate Juli und August werden auch in diesem Jahr für eine intensive Lebendigkeit sorgen. Anton Ladner Redaktionsleiter

I N H A LT

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Politik: Ärger an der Gloriastrasse II – zu viel Tramlärm

Fifa Inside: Öffentlicher Kinderfussball-Final auf dem Fifa-Spielfeld

Gesellschaft: Die Schule braucht immer mehr «Filialen» im Quartier

4 Foto Titelseite: DBFP

People: Hans-Ullrich Schlumpf und seine grossartigen Filme

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Wirtschaft: Der Fluntermer Riccardo Seitz führt seit 30 Jahren Illycafé

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Bauradar: Erlösung für Sursenberg-Anwohner – Mitte Juli kommt das Bauende

ETH: Ärger an der Gloriastrasse I – Nachtarbeit bis Anfang Juli

Politik: Warum die Post die Zustellung im Quartier neu organisiert

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Zoo: Warum 23 Jungstörche einen Ring erhalten haben

Politik: Die vielen Spuren der Quartiervereins-GV vom 8. Juni

Impressum Fluntermer, 62. Jahrgang. Erscheint monatlich. www.fluntermer.ch | Herausgeber: Dornbusch Medien AG, 5405 Baden, www.dornbusch.ch. Verleger: Fabian Egger. Redaktionsleiter: Anton Ladner. Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Müller-Schmid, John Micelli, Alexandra Neumann, Emanuel Femminis. Layout: Larissa Hauger. Lektorat: Thomas Klaus, Christine Schnapp. Druck: Sihldruck AG, Zürich. Anzeigen: www.fluntermer.ch/werben. Kundendienst: kundendienst@dornbusch.ch. Redaktion: redaktion@fluntermer.ch. Agenda: agenda@fluntermer.ch. © 2017. Alle Rechte bei der Dornbusch Medien AG. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen keine Gewähr. ISSN 2504-2459. Der «Fluntermer» wird als Organ genutzt von: Quartierverein Fluntern, Quartiertreff Lokal, katholische Kirche St. Martin, reformierte Kirche Fluntern.

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Fotos: DBFP

Sensibel und der Zeit voraus: Der Filmemacher Hans-Ulrich Schlumpf auf seinem Balkon an der Voltastrasse.

PEOPL E

10 000 Realitäten ausserhalb des Hirns Die Cinémathèque Suisse widmet dem Fluntermer Filmregisseur Hans-Ulrich Schlumpf im Herbst eine Retrospektive. Grund genug für einen Besuch an der Voltastrasse.

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n den grossartigen Film «Der Kon- auf der Intensivstation des Universitäts- er an seinen Ursprung zurück und findet gress der Pinguine» erinnert man spitals Zürich. Seine Seele entfernt sich in dadurch eine neue Lebendigkeit.» Hanssich leicht. Der Film ist eine wunder- Form eines Adlers aus seinem Körper und Ulrich Schlumpf ist überzeugt, dass es noch same Erzählung, die mit fantastischen schwebt in grosser Freiheit über herrliche 10 000 Realitäten gibt, die unser Hirn nicht Naturaufnahmen zum Schutz der Antark- Landschaften nach Alaska. Ein poetischer wahrnimmt. «Ich bin ein Agnostiker, ein Sutis aufruft. Und das 1993! Hans-Ulrich Film, der unausgesprochen viele Fragen chender.» Vor zehn Jahren hatte Schlumpf Schlumpf hatte das Drehbuch geschrieben aufwirft. Ist nach dem Tode alles vorbei? die Idee, in einem Nachfolgefilm das Leben und Regie geführt. Er war mit seinem Ap- Was ist das Geheimnis des Lebens? Fragen, des Verunfallten nach dem Aufwachen aus pell der Zeit voraus. «Die Antarktis war da- die mit der zunehmend nachgefragten dem Koma zu thematisieren. In diesem mals ein Symbol für unseren Umgang mit Sterbehilfe als Alternative zum natürlichen nicht realisierten Film hätte die Nahtodder Welt, den ich nur noch mit grossen Bil- Tod im Raum stehen. Beide Filme sind eine erfahrung sein Leben auf den Kopf gestellt, dern darstellen konnte.» Und der Filme- Verneigung vor der Natur, der Evolution und sagt der Regisseur, der selbst über eine solche Erfahrung verfügt: «Ich war schwer macher gibt zu bedenken: «Noch heute wird der Macht des Lebens. Wie sieht das der erstaunlich vitale 77-jäh- krank und sah meinen Körper von oben.» ja die Klimaerwärmung als Lüge bezeichIm Herbst führt die Cinémathèque Suisse net, wie Donald Trump dokumentiert. Aber rige Filmemacher heute im Rückblick? «Ich vielleicht wird Trump zum Kulminations- glaube, die Idee zu diesem Film basiert auf eine Retrospektive über das Schaffen von punkt. Jede Krise muss eine Spitze erreichen, einem Traum, den ich hatte. Alaska steht für Hans-Ulrich Schlumpf durch. Zu diesem Andas Ursprünglich, so wie es vor 12 000 Jah- lass erscheint eine DVD-Box mit zehn seiner bevor es zur Wende kommt.» ren am Bellevue mit dem Linthgletscher Filme plus Bonusmaterial in Form von InterDie Seele als Adler ausgesehen hat.» Wer sich mit dem Ur- views zu den einzelnen Filmen. Das ist eine Der Zeit voraus war Hans-Ulrich Schlumpf sprung konfrontiere, komme auch zu sei- Einladung für eine grossartige Reise in die auch mit seinem Film «Ultima Thule» von nen Wurzeln, sagt Hans-Ulrich Schlumpf. Traumwelten des Fluntermers Hans-Ulrich n 2005, der eine Mischung aus Dokumentar- «Der Schwerverletzte war erfolgreicher Schlumpf. und Spielfilm ist. Nach einem Verkehrsunfall Börsenhändler, wollte aber eigentlich Bioliegt ein schwerverletzter Börsenhändler loge oder Geologe werden. Im Koma kehrt

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P OL I T I K

Ist nach der Wahl vor der Wahl? An der Generalversammlung des Quartierver­ eins Fluntern vom 8. Juni im Mehrzweckraum der Schule Fluntern kam es zu Verwirrungen, Verärgerungen und schlechter Stimmung.

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eftige Debatten», «turbulente Generalversammlung», «hitzige Diskussion» – soweit einige Zitate aus dem Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung» in ihrer Ausgabe nach der Generalversammlung des Quartiervereins Fluntern (QVF) vom 9. Juni. Bei den 101 Stimmberechtigten (so die Zählung eines Vorstandsmitglieds) schien vor allem aus akustischen Gründen in den hinteren Reihen die Verwirrung stetig zu wachsen, über was nun konkret abgestimmt wurde. Denn die Anträge waren zahlreich, aber inhaltlich nicht auf die Leinwand projiziert. Der ehemalige QVF-Präsident Thomas Holzer ist verärgert: «Mir wurde vom Präsidenten Martin Schneider schriftlich zugesichert, dass mein Antrag bekannt gegeben werde und dass Gäste kein Recht auf Wortmeldungen haben. Aber an der GV fand dann genau das Gegenteil davon statt. Vizepräsident Roland Meier, der die GV mitmoderierte, wusste nichts von meinem Antrag und die Präsidentin des Quartiervereins Oberstrass machte Werbung für Martin Schneider.» Holzer wollte eine schriftliche Wahl der Vorstandsmitglieder.

Unterschiedliche Interessen Heinrich Matthias beanstandet derweil, dass die Diskussion zu seinem schriftlich eingereichten Antrag abgeblockt wurde. Er forderte eine Statutenänderung, dass neu nur noch im Quartier Wohnhafte Vorstandsmitglieder des QVF sein können. Denn Präsident Martin Schneider wohnt in Weinfelden und arbeitet in der Enge. Die Aktuarin Theres Lutz lebt derweil in Rüschlikon. «Wer nicht hier wohnt, kann sich nicht glaubwürdig mit unseren Quartierproblemen auseinandersetzen», sagten Heinrich Matthias und auch SVP-Gemeinderat Urs Fehr. «In keinem Augenblick ging es an der GV um Sachargumente, die eingeübten Abblockungen dienten alleine dem Erhalt des per-

An der GV vom 8. Juni kam es zu zahlreichen Abstimmungen.

sonellen Status Quo im Vorstand», sagt Sie erzielte 31 Stimmen, Martin Schneider Matthias und fragt sich, warum so an den 46. Völlig offen blieb, was mit den restlichen 24 Stimmen geschehen war. Der ehemalige Vorstandssesseln geklebt werde. Die von Martin Schneider kritisierte «Ar- QVF-Präsident Thomas Holzer: «Wir sind beitsgemeinschaft besorgter Bürger» sehr stolz auf den grossen Achtungserfolg, (AGBB) wirft dem QVF seit 2015 eine passi- den wir mit unserer Kritik trotz massiver inve Haltung gegenüber dem Projekt «Bert- szenierter Störung erzielt haben. Wir erwarhold» vor und hat deshalb einen Richtungs- ten, dass Präsident und Vorstand dies bewechsel vorgeschlagen. Sie hat an der GV rücksichtigen.» In jedem Fall werde die beanstandet, dass Martin Schneider nur AGBB am Thema «Hochschulplanung» vermitteln wolle und die Interessen des bleiben und die Interessen aller QuartierQuartiers zu wenig nach aussen trage. So bewohner vertreten. erklärte Heinz Oeschger von der AGBB an der GV, dass Martin Schneider mit seinem Für eine Stellungnahme stand Quartier­ «NZZ»-Interview vom Vortag die seit 2014 vereins­Präsident Martin Schneider umstrittene Version von «Berthold» mit bis Redaktionsschluss leider nicht zur den Hochhäusern am Hang fatalerweise Verfügung. noch zementiert habe. Kantonsrätin Bettina Balmer verwies darauf, dass die FDP mit ihrer Forderung für einen Abbruch der geschützten HMS-Bauten die Reduktion der Höhen ermöglichen wolle. Eine Diskussion darüber fand aber an der GV nicht statt. Mit ihrer Kandidatur für das Präsidium stand Katharina Hürlimann-Siebke für einen Richtungswechsel bezüglich einer konsequenteren Vertretung der Quartierinteressen ein. Dieser Grund kam aber nicht – wie sonst in Vereinen üblich – auf den Tisch.

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N EU E S VOM LOK A L

Malwerkstatt für Sommerkinder

Foto: zVg

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ie Schulferien beginnen am 17. Juli und dauern für Kinder fünf kurze, für Eltern aber fünf oft lange Wochen. Im Lokalatelier finden deshalb in der ersten Ferienwoche am Morgen und am Nachmittag je dreistündige Malkurse für Kinder von sechs bis zwölf Jahren statt. Die einzige Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Freude am Malen und am Zusammensein mit andern Kindern. In kleinen Gruppen von maximal sechs Kindern wird während vier Tagen ein Thema farbenprächtig kreativ behandelt. Ein Znüni oder Zvieri wird den Kursteilnehmern serviert. Für Spass und Spielen bleibt auch etwas Zeit. Kinder, die den Kurs am Morgen und Nachmittag besuchen, können sich über Mittag mit einem Picknick im Atelier beaufsichtigt verpflegen. «Mir ist wichtig, dass die Kinder sich frei ausdrücken können»,

Ganz frei und lebendig: Der Kindermalkurs im Lokalatelier.

sagt Kursleiterin Barbara Bietenholz, die seit durch. Es handelt sich deshalb nicht um ein vielen Jahren Mal- und Gestaltungskurse Angebot des Lokals. Der Quartiertreff ist anbietet. «In erster Linie malen und experi- aber froh, dass im Quartier während der mentieren wir mit Farben. Es wird spiele- Sommerferien ein Angebot für Kinder berisch ausgelassen, aber auch konzentriert steht, das Eltern entlastet. Die Lokal-Angebote bis zu den Sommergemalt», erklärt sie ihr Programm. Der Kurs mit 12 Lektionen kostet 180 Franken (plus ferien sind unter www.lokal-fluntern.ch abMaterialkosten von 40 Franken). Barbara rufbar. Am 21. August nimmt das Lokal den n Bietenholz führt diese Kurse auf eigene ordentlichen Betrieb wieder auf. Rechnung im angemieteten Lokalatelier

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N EU E S VOM QUA RT I E RV E R E I N

Rückhalt im Quartierverein

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Die ausgeglichene Jahresrechnung wurde ie Generalversammlung 2017 des Agenda Quartiervereins Fluntern fand am letztmals von Werner Schmucki präsentiert, 8. Juni im Schulhaus Fluntern der aus dem Vorstand zurücktrat und für Nicht verpassen – vormerken! statt – mit sehr vielen Mitgliedern, da es seine langjährige Mitwirkung mit Geschenk Online-Agenda auf www.fluntermer.ch mehrere besondere Traktanden gab, wie und grossem Applaus verdankt wurde; als eine Gegenkandidatur für das Präsidium Quästorin folgt Heidi Spörri. Ebenso verSamstag, 2. September: dankt wurde Nicole Bonassi, die nach ihrer und Statutenänderungsanträge. (Verschiebedatum 16.9.) Im Jahresbericht erläuterte der Präsident jahrelangen Vorstandstätigkeit bei den Führung im Wald Martin Schneider wichtige Themen des Be- Neuwahlen nicht mehr antritt; sie wird unter richtsjahrs. So das Projekt «Berthold» zum anderem durch ihre Räbeliechtli-Umzüge in Freitag, 10. November: Hochschulquartier, wo das konstruktive und Erinnerung bleiben. Die Entlastung des VorRäbeliechtli-Umzug konsequente Engagement für die Quartiers- stands erfolgte mit grosser Mehrheit. Die zwei Statutenänderungsanträge wurinteressen in den aktuellen GestaltungsDonnerstag, 30. November: plänen zu erfreulichen Ergebnissen führte den vom Antragssteller selbst vorgestellt. Adventsapéro Zur Mitgliedervernetzung entschieden sich (vgl. Mitglieder-Briefe 2015, 2016/2017). Kritisch werden die Pläne der Stadt zu den die Mitglieder nach lebhafter Diskussion für Funktionen und Aufgaben der Quartier- den Gegenvorschlag des Vorstands, der sich vereine gesehen, da von den städtischen für die Datensicherheit und die sorgfältige Verwaltungsfunktionären («Quartierkoor- Vorbereitung der vereinsinternen Kommudinatoren») weder Quartierverbundenheit nikation bis zur nächsten Generalversammnoch Herzblut für die Bedürfnisse der Be- lung aussprach. Die Mitglieder wehrten sich völkerung erwartet werden kann. Auch die beim zweiten Antrag zur Quartier-WohnPräsidentin des Quartiervereins Oberstrass sitzpflicht aller Vorstandsmitglieder gegen sprach sich als Gast für eine starke und eini- eine Benachteilung des Quartiervereins ge Zuammenarbeit der Quartiervereine un- Fluntern, da in Zürich sonst nur ein einziger anderer Quartierverein solche Ausschlusstereinander und gegenüber der Stadt aus. Der Protest gegen die Poststellen- kriterien in seinen Statuten hat. Bei den Vorstandswahlen votierten die Schliessung am Toblerplatz war ebenfalls Mitglieder für die Wiederwahl der bisheriein grosses Thema (siehe Artikel unten). gen kandidierenden Vorstandsmitglieder; als neues Vorstandsmitglied wurde Lorenzo Ob Jung, ob Alt: Wer erkennt dieses Käser gewählt. Bei der Präsidiumswahl Fluntern-Wappen? machte der bisherige Präsident Martin Schneider gegenüber der Gegenkandidatin Auflösung der Bildrätsel: QuartiervereinsKatharina Hürlimann-Siebke das Rennen. Webseite www.zuerich-fluntern.ch und Vitrine bei der Vorderberg-Tiefgarage, am Jede Unterschrift zählt! Erscheinungsdatum des nächsten Heftes. Die Post stellte sich am 19. Juni 2017 erstmals der betroffenen Bevölkerung zur vorgesehenen Poststellen-Schliessung am Toblerplatz. Der Quartierverein hatte sich in einem Protestschreiben an die Stadtpräsidentin beschwert, dass die Stadt den Quar- Kraft dafür einzusetzen, dass die Poststelle Fluntern erhalten bleibt und keine weiteren tierverein nicht früher einbezogen hat. An diesem Abend haben die Quartier- Poststellen in der Stadt Zürich geschlossen bewohner erfahren, dass der PrickFresh am werden, bevor nicht auf nationaler Ebene Vorderberg eine Postagentur werden soll. die gesetzlichen Rahmenbedingungen Die Post wird nun bei der Stadt ihr Gesuch überarbeitet worden sind.» (Hängige Motieinreichen. Die anwesenden Quartierbe- onen im Bundesparlament). Petition auf wohner haben grossmehrheitlich entschie- Seite 2 zum Abtrennen; oder Herunterladen den, Unterschriften für eine Petition an die unter www.zuerich-fluntern.ch. Sie liegt Der GV versöhnlicher Nachklang: Im Stadt zu sammeln, in der am Schluss steht: auch im Restaurant GRAIN zum UnterzeichAnschluss an die GV präsentierte Organist «Die Unterzeichnenden rufen die Stadt Zü- nen auf. Jede Unterschrift zählt – setzen wir Andreas Wildi die Kuhn-Orgel in der Kirche rich und den Gemeinderat auf, sich mit aller ein Zeichen! Der Vorstand des Quartiervereins Fluntern.

Foto: Roland Meier

Augenöffner

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GE SE L L SC H A F T

Raumnot macht erfinderisch Das Schulhaus Fluntern hat Platznot, die in den nächsten Jahren noch zunehmen wird. Schulleiter Urs Rechsteiner bleibt aber zuversichtlich – dank kreativen Lösungen.

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ie Schule Fluntern platzt an allen Stellen aus den Nähten. Sie unterrichtet heute 480 Kinder, aber die Kindergärtler und Primarschüler sind inzwischen auf vier Standorte verteilt: Schulhaus Fluntern, Schulhaus Heubeeribüel, Kindergarten Krähbühl (unterhalb der Kirche St. Martin) und Hochstrasse. Die Horte verteilen sich auf das Schulhaus Heubeeribüel, das Schulhaus Fluntern (zwei verschiedene Horte), den Hort Vorderberg (im Gebäude des Restaurants Grain) und ab August 2017 auf den Gemeindesaal der Kirche Fluntern. Zudem wurden auf dem Gelände des Schulhauses Fluntern in einem Containerpavillon zwei Kindergartenzimmer und zwei Schulzimmer sowie ein Hort eingerichtet. Fazit: Es wird überall eng. «Die Eltern sind über unsere Situation informiert», sagt Schulleiter Urs Rechsteiner. «Sie ist eine Folge der Verdichtung im Quartier. Aus Villen wurden Mehrfamilienhäuser und auf grossen Grundstücken entstanden Neubauten. Das hat Folgen für die Schule.»

Fotos: DBFP

Raumangebote gesucht

Das Schulhaus Fluntern genügt den heutigen Raumbedürfnissen nicht mehr, die durch die Verdichtung im Quartier entstanden sind.

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Ein Beispiel: Durch die Verdichtung auf dem Areal der Allgemeinen Baugenossenschaft Zürich (ABZ) entstehen an der Toblerstrasse insgesamt 169 Wohnungen, also 55 Einheiten mehr als vor dem Abbruch der alten Genossenschaftswohnungen. Anfang 2018 werden alle Mehrfamilienhäuser bezogen sein. In einer der ABZ-Liegenschaften wird die Schule Fluntern-Heubeeribüel ab den Sportferien 2018 einen Kindergarten und einen weiteren Hort für 21 bis 27 Kinder führen. Urs Rechsteiner sucht aber noch weiteres Raumangebot. Eine Option wäre die Poststelle 8044 am Toblerplatz, die geschlossen wird und sich im Eigentum der Schweizer Post befindet. «Bezahlbare Räume für Schulzwecke in der Umgebung des Schulhauses Fluntern sind nicht leicht zu finden», räumt Rechsteiner ein. «Die Möglichkeit, den unterdessen geschlossenen Kindergarten der katholischen Kirche St. Martin zu mieten, war für uns ein Glücksfall.» Am fernen Horizont zeichnet sich jedoch eine

Für mehr Raum herausgefordert: Schulleiter Urs Rechsteiner.

leichte Entspannung ab. 2019 wird das Schulhaus Bungertwies, das bisher als Pilotprojekt einer Tagesschule seit anfangs der 1990er-Jahre für den ganzen Schulkreis Zürichberg operierte, als normale Tagesschule in den Schulkreis integriert. Sie bietet jetzt 132 Schulplätze sowie 44 Kindergartenplätze an und ist von 7 bis 18 Uhr geöffnet. In einer Tagesschule finden Unterricht und Betreuung unter einem Dach statt. Beide Bereiche sind im Sinne des Konzepts «Lebensraum Schule» eng verknüpft. Die Umwandlung des Schulhauses Bungertwies in eine Regeltagesschule führt zu einer Entlastung in Fluntern. Urs Rechsteiner denkt, dass dann mittelfristig 50 bis 60 Kinder von Fluntern dem Bungertwies zugeteilt werden. Auch weist die demografische Entwicklung auf einen künftigen Rückgang der Nachfrage nach Schulplätzen hin. Schulleiter Urs Rechsteiner gibt zu bedenken: «Eine Schule im Jahr 2017 benötigt flexibles Lehrund Hortpersonal, jedoch auch Eltern, die der Schule positiv gegenüberstehen und trotz grosser Klassen wissen, dass ihre Kinder bestens aufgehoben sind.» Dieses Bewusstsein sei in Fluntern vorhanden. n


SORELL HOTEL ZÜRICHBERG

DESIGN UND LIFESTYLE ÜBER ZÜRICH'S DÄCHERN. Riccardo Seitz vor einer Espresso-Maschine der legendären Marke LaCimbali, die einen cremigen Illy-Kaffee produziert.

W I RT SC H A F T

Ecco, il caffè è pronto! Riccardo Seitz führt – heute auch als Miteigentümer – seit 30 Jahren die Firma Illycafé. Der Fluntermer bewegt sich mit seinem Gourmet-Kaffee in einem Segment, das Qualitätsbewusstsein auf allen Ebenen einfordert.

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ie Zahlen sind beeindruckend: Bei in Triest bei Illy & Hausbrandt gearbeitet. Illycafè in Thalwil werden jährlich Noch während des Krieges kehrte er nach 700 Tonnen Kaffeebohnen gerös- Triest zurück, fand dort seine Frau, die spätet, nicht industriell, sondern gewerblich in tere Mutter von Riccardo Seitz. In den Portionen zu jeweils 150 Kilos. Temperatur 1960er-Jahren verkaufte Sohn Ernesto Illy und Bohnenfarbe werden genau überwacht, seine Anteile an Illycafé den Partnern. Und denn erst eine sorgfältige und langsame 2007 verkauften wiederum die HausRöstung setzt all die faszinierenden Aro- brandt-Erben ihre Beteiligung an die illymen frei. Gegen 1000 Aromastoffe bilden caffè Spa in Triest. So operiert Illycafé sich aus den Verbindungen von Kohlen- wieder mit Triest zusammen, indem die hydraten und Proteinen, die durch Hitze bis Exporte des Schweizer Kaffees über die ita220 Grad entstehen. «Für eine Topqualität lienischen Vertriebsgesellschaften laufen. ist natürlich der Rohstoff entscheidend», erklärt Riccardo Seitz. «Wir legen Wert auf Eng mit Fluntern verbunden eine nachhaltige und sozialverträgliche Mit Fluntern ist der 60-jährige Riccardo Produktion. Unser Kaffee wächst vorwie- Seitz bereits sein halbes Leben verbunden. gend in zertifizierten Plantagen, zum Bei- Seit 1979 wohnt er im Quartier und davor spiel Utz Certified und Genossenschaften besuchte er sechseinhalb Jahre lang die wie Max Havelaar. Das heisst, keine Kinder- Mittelschule Dr. Buchmann an der Keltenarbeit und faire Preise.» Spitzenqualität sei strasse. Obschon er Jurisprudenz studierte, beim Kaffeeanbau in der Regel mit guten stand für ihn von Anfang an fest, später den Arbeitsbedingungen verbunden, sagt Seitz, Betrieb seines Vaters, der heute 23 Beder seit vielen Jahren der CVP Zürich 7+8 schäftigte zählt, zu übernehmen. Das Penangehört. «Für mich ist das eine Frage der deln zwischen Thalwil und Fluntern fällt Geschäftsethik.» Offensichtlich zahlt sich Riccardo Seitz nicht schwer. «Der Verkehr das aus: Der Kaffee von Illy wird heute in der hat zweifellos zugenommen. Aber der Schweizer Spitzengastronomie serviert Standort in einer ehemaligen Schokoladenund Privatkunden entdecken ihn zuneh- fabrik ist für uns ideal und wenn man sich mend als kostbare Alternative. ein gutes Zeitfenster sucht, ist die SeebrüWer nicht zu den Insidern gehört, stellt die cke kein Problem.» Sein Augenmerk für die unvermeidliche Frage: Illycafé kommt doch Zukunft liegt zurzeit auf dem Ausbau der ursprünglich aus Triest? Ja und nein. Illycafé Privatkundschaft, die fair produzierte wurde 1939 vom Basler Carlo Seitz mit den Schweizer Spitzenqualität schätzt, und auf Partnern Francesco Illy sen. und Roberto dem Zugewinn von Arbeitgebern, die ihren Hausbrandt, kurz vor dem Beginn des Zwei- Mitarbeitenden im Sinne eines guten Qualiten Weltkriegs, in Zürich gegründet. Bis da- tätsmanagements auch einen guten Kaffee hin hatte Carlo Seitz als Auslandschweizer anbieten wollen. n

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BAU R A DA R

Freie Fahrt am Heubeeribüel Seit bald einem Jahr ist die Susenbergstrasse streckenweise eine Einbahnstrasse. Nach einer gefühlten Ewigkeit verspricht das Tiefbauamt der Stadt Zürich ein baldiges Ende der Baustelle zwischen Schlössli- und Zürichbergstrasse.

Foto: DBFP

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itte Juni überbrachte Projektleiter Roger Moser Anwohnern, Geschäften und Unternehmen an der Susenbergstrasse gute Neuigkeiten aus dem Tiefbauamt: Wenn das Wetter mitmacht, können die Hauptarbeiten an Kanalisation und Werkleitungen auf dem genannten Strassenabschnitt – früher als ursprünglich geplant – schon Mitte Juli beendet werden. Bevor allerdings die Strasse wieder in beiden Richtungen befahrbar ist, braucht es noch eine Vollsperrung: Für den Belagseinbau in der Fahrbahn bleibt

Endetappe an der Susenbergstrasse: Ab Mitte Juli rollen die Autos über einen neuen Strassenbelag.

die Strasse von Mittwoch, 12. Juli, ab 6 Uhr, bis Donnerstag, 13. Juli, 6 Uhr, während 24 Stunden unpassierbar, auch die Zufahrt zu den Liegenschaften ist an diesem Tag nicht möglich. Die Haltestellen der Buslinie 39 müssen vorübergehend auf die Freudenbergstrasse ausweichen. Bei ungünsti-

ger Witterung am 12. Juli würden die Arbeiten auf den nächsten trockenen Tag verschoben, läuft aber alles nach Plan, haben Fahrbahn und Gehweg bis Freitag, 14. Juli einen neuen Belag und wird die Strasse wieder uneingeschränkt dem Verkehr übergeben. n

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Plötzlich höre ich sie

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Gisela Tschudin, Pfarreibeauftragte, Römisch-katholische Pfarrei St. Martin

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Foto: Veronika Jehle

er an einem schönen Sommertag von der Dolder-Badi durch den Wald Richtung Zoo läuft, hört irgendwann die Tiere: nicht nur das Zwitschern der Vögel und Summen der Insekten, sondern auch die geheimnisvollen Laute der Tiere, die in den Gehegen des Zürcher Zoos leben. Plötzlich höre ich sie: Sie kreischen, singen, heulen und rufen sich in ihrer Sprache Botschaften hin und her. So laufe ich durch den Zürcher Wald, spitze die Ohren und denke an Tiere, denen man in unseren Wäldern schon lang nicht mehr begegnet: an Wölfe zum Beispiel oder auch an Bären.

rin Sara Kocher, die sich schon viele Jahre lang mit den Anliegen christlicher Tierethik beschäftigt, wird den Gottesdienst mitgeDie Bären als heilige Tiere stalten. Sie wird uns an Zeiten erinnern, in Die Bären sind das Thema eines besonde- denen die Bären als heilige Tiere galten. Der ren Gottesdienstes, den die reformierten Gottesdienst beginnt um 10 Uhr auf der Kirchgemeinden Fluntern und Wiedikon am Terrasse des Restaurants Altes Klösterli. Ab 9. Juli zusammen feiern – für einmal nicht in 9.30 Uhr gibt es Kaffee und Gipfeli! der Kirche, sondern direkt beim Zoo. PfarreTania Oldenhage

Abschied

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m letzten Sonntag vor den Som- Momente und Lernschritte. Dieses Jahr wird merferien, am 9. Juli, feiert die Pfar- die Freude getrübt durch den Abschied der rei St. Martin einen Familiengottes- Theologin Veronika Jehle, die nach sechs dienst zum Schulschluss. Dabei geben die Jahren bei uns zu neuen Ufern aufbricht. ausgestellten Ordner und Unterrichts-Alben Wir sind dankbar für das viele, das durch ihr Gelegenheit zur Erinnerung an wichtige Wirken in der Pfarrei und im Quartier gewachsen ist. Allerdings bleibt Veronika Jehle auch nach diesem Abschiedsgottesdienst noch einige Wochen im Amt und wird zum Abschluss zusammen mit ihrem Nachfolger das Ferienlager für Kinder und Jugendliche durchführen. Es ist die ideale Stabsübergabe.

Foto: Andreas Brülisauer

Neuanfang

Theologin Veronika Jehle.

Wir sind froh, dass wir in Andreas Brülisauer einen tüchtigen Nachfolger gefunden haben. Er tritt seine 80-Prozent-Stelle Anfang August an. Er ist 46 Jahre alt, hat in Freiburg Theologie studiert und war während 14 Jahren Seelsorger in Ebmatingen und Egg.

ür viele Berufstätige und Familienmenschen ist die Sommerpause die wichtigste Zeit des Jahres. Sie schenkt ihnen die Erfahrung, dass sie mehr sind als das, was sie täglich leisten. Die Weite des Meeres, grossartige Kunstwerke, die Schönheit der Natur oder auch das Funktionieren des eigenen Körpers lehren staunen. In der Begegnung mit Menschen und Kulturen öffnet sich der Horizont. Für viele ist das Reisen das grösste Abenteuer in ihrem Leben. Dies alles – ausspannen, staunen, Kraft spüren, anders werden – sind auch Aspekte einer religiösen Erfahrung. Ferien und Gott haben mehr miteinander zu tun, als man meinen möchte. Der Gottesdienst wird immer wieder mit einem zweckfreien Spiel verglichen. Die Ruhe am siebten Tag ist heilig. In diese schöne Zeit fällt am 22. Juli der Gedenktag der Maria von Magdala. Diesen hat Papst Franziskus letztes Jahr zu einem Fest erhoben. Damit hat er die Apostelin der Apostel, wenigstens was ihren Rang im Heiligenkalender betrifft, mit den Aposteln gleichgestellt. Ein Detail und doch ein Schritt zu mehr Wertschätzung der Frauen in der Kirche. In diese Zeit fällt am 15. August auch die Kräutersegnung an Mariä Himmelfahrt im HerbaDea-Garten auf dem Gelände des Vereins für Volksgesundheit Zürich, um 18 Uhr, mit Pfarrer Jürgen Heinen (Informationen: Beatrix Falch, bfalch@sunrise.ch, Tel. 044 262 65 69). n

Gisela Tschudin

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Heft 22/2017 1. Juni 2017 Fr. 5.80

Heft 21/2017 25. Mai 2017 Fr. 5.80

Heft 20/2017 18. Mai 2017 Fr. 5.80

VERLOREN! GEFUNDEN?

Hier ist Heimat Seite 28

Pellworm

Die Insel in mir

Auf Susenbergstrasse (150) / Hinterbergstrasse / Freudenbergstrasse

Spinne und Mensch

Gemeinsam stark

Seite 28

Seite 32

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AUSGETRETENE Vier Leben ohne die Kirche – und die Gründe dafür

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SUPERMÜTTER Warum es sie nicht geben kann und sollte

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MEINE MUTTER Wagemutig: Unser Redaktor porträtiert seine Mutter

STREITHÄHNE Die Waschküche – wo Nachbarn am liebsten streiten

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MEINE FREIHEIT Ein Flüchtling und Schriftsteller über sein Schicksal

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NORMALES LEBEN Es gibt sie: Menschen, die krankhaft normal sind

MEINE MADONNA Glauben mit Devotionalien – auch ohne Kirche

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GRAUE ZELLEN Wie unser Gehirn funktioniert und ob es an die Uni will

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VERLORENE FAMILIE Zwangsadoptionen in England – eine traurige Realität

Deutschland vor der Wahl

Der Der perfekte p Kanzlerin

Seite 20

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PASSEND AUSSEHEN Über den Sinn und Unsinn KKleidernormen leid idernormen vonn Kle

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SCHÖN SINGEN Ein schwuler Chor erob obertt di die Sc Schw hwei eiz erobert Schweiz

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32 Seite

Wer hat’s gefunden?

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KOLLEKTIV KOLLE LLEKTIV LESEN Wiesoo Lesezirkel L nicht aus de der Mo Mode de ko kommen

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FRISCH OPERIERT Was tun wir für einen normalen Körper?

VERPACKT NICHT VERPAC RP KT RPAC Warum nicht mal mi mit dem Jute Ju tesa sack ck einkaufen? eink ei nkau aufe fen? n? Jutesack

GANZ ZART Wie lebt man mitt Hoch Ho chse sens nsib ibili ilitä tät? t? Hochsensibilität?

IM BABYZIMMER Wie Vaterschaftsurlaub Realität werden könnte

IM EISSCHRANK Wie Klimaanlagen den Sommer vergletschern

IM GESCHICHTSLABOR Wi der Kommunismus Wie kam, sah und verlor ka

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am 31. Mai 2017

len spie

Ab 2017 neues Kursprogramm für Kinder und Jugendliche Gymi- und BMS-Prüfungsvorbereitung Schulbegleitende Kurse ab September Ferienkurse für Primar-, Sek- und Gymischüler Probezeitbegleitung für Sek- und Gymischüler Vorbereitung auf den Eignungstest Multicheck Massgeschneiderte Nachhilfe für alle Schulstufen und Fächer in der ganzen Schweiz (Sprachen, Mathematik, Wirtschaft ....) Infotag für Schüler: Mittwoch, 5. Juli, 16 –17 Uhr www.flyingteachers.ch/lf Zürich, T 044 350 33 44, office@flyingteachers.com

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Deutschlehrerin für Nachhilfestunden gesucht Wir suchen eine pensionierte Deutschlehrerin (für August 2017), die Erfahrung mit Kindern in der 1. und 4. Klasse hat. Die Nachhilfestunden wären von Montag bis Freitag von 17 bis 18.15 Uhr für unsere zwei Kinder, Muttersprache Französisch, die die 1. und die 4. Klasse besuchen. Beide benötigen Unterstützung bei den Hausaufgaben und der Vorbereitung für das Gymnasium. Die Stunden finden bei uns in der Nähe des Toblerplatzes, 8044 Zürich, statt. Bitte kontaktieren Sie uns, falls Sie bereits in einer Schule unterrichtet haben: alexia@skowronski.ch


ET H

Licht und Lärm in der Nacht Noch bis zur ersten Juliwoche findet auf der ETH-Baustelle an der Gloriastrasse Nachtarbeit statt.

es ganz hell», klagte eine Nachbarin von der Voltastrasse. Die Bauleitung sichert zu, dass die Arbeiten für die Baubühne in der ersten Juliwoche abgeschlossen sein werden. Bis dahin werde aber nicht in jeder Nacht gearbeitet. Auf der Baubühne werden Container für Bauleitung, Mannschaft und Geräte montiert. Die Konstruktion wird zweieinhalb Jahre stehen bleiben, aber den Verkehr in keiner Weise beeinträchtigen. n

Besichtigung der GLC-Baustelle, die eine Baubühne über der Gloriastrasse notwendig macht.

Fotos: DBFP

A

m 14. Juni hat die ETH auf der Baustelle des GLC-Gebäudes an der Gloriastrasse die Nachbarn über die weiteren Arbeiten informiert. Geduld ist noch gefordert, weil die Baubühne über der Gloriastrasse laut Vorschrift nur in der Nacht fertiggestellt werden darf. Es handelt sich dabei um ein Zeitfenster von vier Stunden, zwischen der letzten und der ersten Tramfahrt. Allerdings können die Arbeiten erst aufgenommen werden, wenn der Strom vom Netz ist und weitere Sicherheitsmassnahmen getroffen worden sind. Dazu gehört auch eine Schalung aus Brettern, was nächtliches Nageln erfordert. Und weil der Kran für die schweren Eisenträger zum Einsatz kommt, wird das ganze Areal ausgeleuchtet. «In unserem Schlafzimmer wird

P OL I T I K

Alte Trams fahren Ärger hoch Die Verlegung der Tramhaltestelle Voltastrasse führt bei den Anwohnern zu einer grösseren Lärmbelästigung.

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ie provisorische Tramhaltestelle Voltastrasse liegt dort, wo Menschen wohnen. Das war vor der Verlegung der Haltestelle beim Gloriarank anders, weil der Anhalt- und Anfahrtslärm der Trams an die Fassaden des ETH-Rats und des alten Universitätsspitals schallte, wo niemand in der Nachtruhe gestört wurde. Als extrem laut empfinden die Anwohner die Trams des Bautyps 2000, die in den Randzeiten am späten Abend und frühen Morgen eingesetzt werden. Im Gegensatz zu den Cobratrams heulen die Elektromotoren beim Anfahren auf. Zudem tendieren die Räder dieser Trams beim Anfahren zum Durchdrehen und zum Stottern beim Anhalten. Denn die Gloriastrasse ist an der provi-

Die Trams des Bautyps 2000 sorgen an der Gloriastrasse für Ärger.

sorischen Haltestelle recht steil. Für Menschen mit leichtem Schlaf sind die Geräusche zum Ärgernis geworden. Sie haben die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) gebeten,

auch in den Randstunden modernes Rollmaterial einzusetzen. Bisher ohne Wirkung. Nun wurde der Vorstand des Quartiervereins Fluntern gebeten, zu intervenieren. n

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P OL I T I K

Die Post ist (noch nicht) da! Hier wohnen Seniorinnen und Senioren selbständig und altersgerecht.

Die PostMail organisiert im Quartier die Laufrouten des Zustellungsteams neu. Das führt zu anderen Zustellungszeiten. Was dahinter steckt.

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Foto: DBFP

elbstverständlich können Sie auch in Zukunft auf den gewohnt zuverlässigen Service bei der Zustellung Ihrer Briefpost zählen», teilte die PostMail Mitte Juni mit. Ab 27. Juni gilt für Weniger Material im Postwagen für die 8044 und Teile von 8032 eine neue Zustel- Briefkästen führt zu neuen Verteilrouten. lungstour. Dies könne bedeuten, dass man die Briefpost «etwas später» erhalte als gewohnt. Auf konkretes Nachfragen blieb die ten einen Flyer erhalten.«Unser ZustellzeitPost-Mediensprecherin Jacqueline Bühl- fenster vom Vormittag bis in den frühen mann allgemein: «Aufgrund des Mengen- Nachmittag bleibt aber unverändert.» Ein rückgangs bei den Briefsendungen optimie- neues Postangebot dürfte in Zukunft die ren wir laufend unsere Zustelltouren der Zustellungszeit zusätzlich verzögern: Die Briefzustellung.» Kunden, die nach der Tou- 3D-Werbung, die der Pöstler im Briefkasten renanpassung vermutlich einen etwas spä- aufklappen muss. Das gehört neu zum Proteren Zustellzeitpunkt haben werden, hät- moPost-Angebot für Geschäftskunden. n

Massagepraxis für Ihr Wohlbefinden

F I FA I NSI DE

Lokales Engagement für Kinder Am 8. Juli finden auf dem Fifa-Fussballfeld die entscheidenden Finals der (Kinder-) Saison statt: die Schüeli-Finalspiele.

Ich freue mich auf Sie! Petra Benedikt dipl. Massage-Therapeutin (Krankenkassen-anerkannt)

D

Foto: Fifa

ie Fifa verlegte 1932 ihren Sitz nach Zürich und unterstützt und organisiert seither viele lokale Veranstaltungen, von denen einige jährlich stattfinden. Zu den Höhepunkten gehören sicherlich die Fussball-Schüeli-Finals. Am 8. Juli beherbergt die Fifa bereits zum siebten Mal in Folge die jeweiligen Endrunden Auf dem Fifa-Fussballfeld werden vor dem des alljährlichen städtischen Schülertur- Publikum das Viertel-, Halb- und Schlussniers mit über 800 Kindern. Es ist das gröss- finale ausgetragen. te städtische Fussballturnier für fussballbegeisterte Schülerinnen und Schüler der zweiten bis sechsten Klasse und wird be- 80. Ausgabe stellt die Fifa Sportausrüsreits seit 1938 vom Stadtzürcher Fussball- tung, Personal, Ärzte, Sanitäter und ihre verband durchgeführt – seit 2007 mit Betei- Sportanlage zu Verfügung. Das Turnier beligung der Fifa, angeführt von der Abteilung ginnt um 9 Uhr, Zuschauer sind herzlich n Unternehmenskommunikation. Für die willkommen.

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Gabriella Baumann-von Arx

Foto: Frank Baumann

VerlegerinWörterseh-Verlag 1. Hat das von Ihnen verlegte Buch «Jürg Jegges dunkle Seiten» genug Wellen geworfen?

2. WörtersehBücher sorgen immer wieder für Aufsehen. Was ist Ihr Rezept?

Diese Frage müssten die Opfer von Jürg Jegge beantworten.

Es gibt keines – ich versuche einfach, berührende Geschichten von starken Menschen zu verlegen.

3. Wie kommen Sie zu Ihren Autorinnen und Autoren?

4. Warum ist Gockhausen ein guter Standort für einen Verlag? Das ist ganz unterschiedlich.

Entweder ich lese oder höre eine Geschichte, die mich bewegt, und frage an, oder sie melden sich direkt beim Verlag.

Er liegt nah an der Stadt und doch im Grünen, ein Glücksfall.

5. Wie sehen Sie die Zukunft für Bücher? Ich glaube an deren Zukunft – denn ohne Bücher wären wir Menschen sehr viel ärmer.

ZO O

Bisher ein guter Jahrgang

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Foto: Zoo

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ie gehören zum Quartier und faszinieren dennoch immer wieder. Vor allem in den Morgen- und Abendstunden segeln sie elegant über Fluntern – die Störche. In diesem Jahr ziehen sie 27 Jungstörche gross. Dank dem warmen Wetter scheint es ihnen gut zu gehen. Das war vor einem Jahr nicht der Fall. Damals starben 20 Jungstörche wegen der Kälte und Nässe. «Es gibt eine Phase, in der Eltern die Jungvögel nicht mehr hudern können, die Jungtiere aber selber noch nicht in der Lage sind, bei Kälte und Nässe ihre Körpertemperatur zu halten», erklärt Zookurator Robert Zingg. Von den Jungstörchen konnten 23 der 27 Jungvögel beringt werden, denn nicht alle Horste waren mit der Autodrehleiter von «Schutz und Rettung» erreichbar. Warum ist die Beringung der Jungtiere wichtig? «Die verwendeten Ringe sind auf grosse Distanzen mit Fernrohr sichtbar. Die so gemachten Beobachtungen werden zentral

gesammelt. So wissen wir, woher unsere Brutvögel stammen.» Offenbar verursacht die Beringung in den Horsten keinen grossen Stress: «Beim gewählten Alter für die Beringung haben die Jungvögel einen Totstellreflex, sie bleiben regungslos liegen», erklärt Robert Zingg. n

F LU N T E R N – M E I N A R BE I T S PL AT Z

Foto: DBFP

5 F R AGE N A N:

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alman Iseri führt seit einem Jahr den Kiosk am Toblerplatz. Jeden Tag hält er ihn gut zwölf Stunden offen. Der Maschinenbauer aus Istanbul fiel als Kontrolleur bei der Maschinenfabrik Rieter in Winterthur einem Stellenabbau zum Opfer. «Ich wollte nicht arbeitslos bleiben. Deshalb habe ich beschlossen, den Kiosk zu übernehmen», sagt der 61-Jährige. «Es könnte besser laufen», räumt er ein. Mit dem Verkauf der Zigaretten sei er zufrieden, auch Lotto gehe gut, besonders dann, wenn es eine hohe Summe zu gewinnen gebe. Zeitschriften führt Salman Iseri keine mehr. «Die Retouren waren zu hoch. In diesem Quartier haben die Leute die Zeitungen und Zeitschriften abonniert.» Anstelle von Printprodukten bietet er Alkohol und Süssigkeiten an, auch einige aus der Türkei. «Die Kunden bleiben aber zurückhaltend.» Fluntern ist ihm seit vielen Jahren gut vertraut. «In den 1990er-Jahren wohnte ich im Personalhaus des Kinderspitals an der Bergstrasse.» Es sei ein ruhiges Quartier mit freundlichen Menschen. Heute hat er eine Wohnung in Schwamendingen und kommt mit dem ÖV zur Arbeit. «Das ist keine Distanz für mich.» Und dann schwenkt er auf sein Lieblingsthema über: «Ich habe zwei Söhne in Istanbul. Beide sind Ingenieure. Ja, das ist sehr gut.» n

FLUNTERMER JULI, AUGUST 17  

Die Quartierzeitschrift des Zürcher Quartiers Fluntern.

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