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GZA/PP 8044 ZÜRICH, POST CH AG

TRADITIONELL Die Zunft Fluntern schläft nie 8

UNKONVENTIONELL Luftsprünge mit Verleger Gregory Zäch 9

FLUNTERMER

DIE QUARTIERZEITSCHRIFT FÜR FLUNTERN

WAHLEN IN FLUNTERN

Das Quartier bin ich! Seite 5

06 | JUNI 2017

SENSATIONELL Erfolgreich mit Museum und Familiengärten 4


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I N DI E SE R AUSGA BE

Emotionen – das zählt

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Für Emotionen, auf die man gerne verzicher im Garten arbeitet, kennt das: neralversammlung vom 8. Juni eingeladen, Das kleine Universum Erde mit Vorstand und Präsidium zu wählen bezie- ten möchte, sorgt die Post. Die Schliessung Pflanzen wird zu einer Welt, in hungsweise zu bestätigen. Mit Katharina der Poststelle 8044 ist schon längst beder man ganz aufgeht. Sorgen, Pflichten, Hürlimann-Siebke und Martin Schneider, schlossen. Wie Puderzucker wurden über unerledigte Arbeiten rücken in die Ferne. derzeit Präsident des Quartiervereins, be- diese Tatsache die Begriffe «Einbindung», Nur noch das kleine, grüne Umfeld zählt. werben sich zwei Kandidaten für das Amt. «Gespräch», «demokratischer Prozess» Gleiche Gefühle stellen sich ein, wenn man Einige sehen darin eine unschöne Kampf- gestreut. Offen ist jetzt die Frage, wie der ein altes Möbel restauriert, einem klappri- wahl, andere eine wünschenswerte Vielfalt. Serviceabbau in Fluntern aufgefangen wird. gen Velo wieder zur Fahrtüchtigkeit verhilft Wie auch immer: Das Geschäft sorgt für Mehr dazu erfahren Sie auf Seite 13. Der Midas-Verlag hat seinen Standort in oder – ganz speziell – ein verlottertes Tram Emotionen. Mehr über Katharina Hürliinstand stellt. Der Fluntermer Markus mann-Siebke und Martin Schneider erfah- Fluntern, was vielen nicht bekannt ist. Seine zahlreichen Bücher entführen in wunderbaKnecht, Präsident des Vereins Tram-Muse- ren Sie im Stichwort-Interview auf Seite 5. Die Zunft Fluntern hat am diesjährigen re Welten und sorgen auf verschiedenen um Zürich und des Vereins Familiengärten Susenberg, ist mit beiden Emotionen bes- Sechseläuten erfolgreich teilgenommen, Ebenen für Emotionen. Den Mann hinter tens vertraut. Und er sorgt bei den Muse- was mit viel Emotionen verbunden war. Wer dem Midas-Verlag lernen Sie auf Seite 9 umsbesuchern und den Gartenpächtern nun denkt, dass die Zunft bis zum nächsten kennen. Gute Lektüre – hoffentlich mit auch für viele Emotionen. Auf Seite 4 erfah- Frühling in eine Art Tiefschlaf verfällt, Emotionen! täuscht sich. Der neue Zunftmeister Urs ren Sie, wie Markus Knecht dazu kam. Anton Ladner Um Emotionen geht es auch bei der Neu- Berli erklärt auf Seite 8 die Agenda seiner Redaktionsleiter besetzung des Präsidiums des Quartierver- Zunft für die kommenden Monate. Da steht eins Fluntern. Die Mitglieder sind an der Ge- noch viel an, auch viel fürs Gemütsleben.

I N H A LT

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Gesellschaft: Zunftmeister Urs Berli lässt in seine Agenda blicken

Bauradar: Stadtrat Filippo Leutenegger und seine Ideen für den Vorderberg

9 4 Foto Titelseite: DBFP

People: Markus Knechts Paradiese – TramMuseum und Schrebergärten

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Politik: Quartierverein Fluntern wählt sein Präsidium

Wirtschaft: Verleger Gregory Zäch hat in Fluntern schon über 100 Bücher herausgegeben

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Bauradar: An der Gloriastrasse entsteht ein «Tunnel»

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Politik: Wer wird Postpartner nach der Schliessung der Poststelle?

Institutionen: Fluntern in den Medien, weil die ABBZ Politiker aufrüttelt

Fifa Inside: Ein jährliches Fussball-Legenden-Turnier für Zürich

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Zoo: Besucher füttern ab Juni Honigpapageien

Impressum Fluntermer, 62. Jahrgang. Erscheint monatlich. www.fluntermer.ch | Herausgeber: Dornbusch Medien AG, 5405 Baden, www.dornbusch.ch. Verleger: Fabian Egger. Redaktionsleiter: Anton Ladner. Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Müller-Schmid, John Micelli, Julia Schwarz, Alexandra Neumann. Layout: Larissa Hauger. Lektorat: Thomas Klaus. Druck: Sihldruck AG, Zürich. Anzeigen: www.fluntermer.ch/werben. Kundendienst: kundendienst@dornbusch.ch. Redaktion: redaktion@fluntermer.ch. Agenda: agenda@fluntermer.ch. © 2017. Alle Rechte bei der Dornbusch Medien AG. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen keine Gewähr. ISSN 2504-2459. Der «Fluntermer» wird als Organ genutzt von: Quartierverein Fluntern, Quartiertreff Lokal, katholische Kirche St. Martin, reformierte Kirche Fluntern.

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PEOPL E

Mann für Emotionen Markus Knecht präsidiert den Verein Familiengärten Susenberg und den Verein Tram-Museum Zürich und ist damit der Mann, der die Herzen höherschlagen lässt.

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Seit 2004 wirkt er auch aktiv beim Verein arkus Knecht ist in Sachen Zür- und bald über 100 000 Versicherte zählte. cher Tram ein wandelndes Lexi- «In Anbetracht des Kostenblocks war die Familiengärten Susenberg mit. Damals kon. Ob technische Details, Wa- Versichertenzahl trotzdem zu tief, Koopera- übernahm seine Gattin einen Schrebergargentypen, Baujahr, Streckeneröffnung – der tionen mit der Konkurrenz drängten sich ten und Markus Knecht wurde angefragt, Präsident des Vereins Tram-Museum Zü- auf.» Da Knechts Know-how in Verkehrs- ob er bei der Neuorganisation der Familienrich weiss es, denn er war von Kind an ein betriebsfragen zunehmend gefragt war, gärten behilflich sein könne. Denn der seiTrambegeisterter. In den 1970er-Jahren, als machte er sich 1997 selbstständig und nerzeitige zentrale Verein Familiengärten überall Personalnotstand herrschte, ver- gründete eine Consultingfirma in Zürich. Im Zürich wurde aufgehoben, da die Stadt mit wirklichte er sich nach einer kaufmänni- Verein Tram-Museum, der bereits seit 50 jeder Sektion einen Vertrag eingehen wollte, schen Ausbildung und Anstellungen in der Jahren besteht, war der Trambegeisterte wodurch jede Sektion zu einem Verein wurReisebranche einen Traum. «Ich gönnte mir seit 1970 Mitglied. 2010 übernahm er das de. «Ich hatte damals keinen grünen Daueine Auszeit und liess mich zum Tramführer Präsidium und repräsentiert seither mit men. Seither habe ich mir einiges Wissen ausbilden», erzählt Markus Knecht. Später grosser Leidenschaft die «Zeugen der Fahr- angeeignet, besonders im biologischen kamen noch Trolley- und Autobusse hinzu. kultur in Zürich». Mit seiner Begeisterung Landbau.» Heute liegen die Herausforde«Der Schichtbetrieb ermöglichte es mir, gelingt es ihm, bei Zuhörern ein Interesse für rungen für den Präsidenten woanders: bei mich parallel zum Fahrdienst weiterzubil- den Fahrzeugpark und dessen Geschichten vernachlässigten Parzellen einerseits und den. Als ihm ein Angebot einer Fluggesell- im ältesten Tramdepot Burgwies zu wecken. der wachsenden Nachfrage nach einem schaft vorlag, schlug ihm die VBZ vor, das Das Museum feiert soeben das zehnjähri- Schrebergarten andererseits, denn ein eiSozialwesen, heute Case-Management, ge Bestehen und ist dank der 15 000 Besu- gener Garten in der Stadt liegt im Trend. aufzubauen. 1990 wurde er Leiter der ge- cher im Jahr, vieler ehrenamtlicher Einsätze «Aber oft wird die Arbeit unterschätzt. In der samten Personalabteilung der VBZ. So wur- und eines Kulturbeitrags der Stadt sowie Saison muss man mit acht Stunden Arbeit de Markus Knecht Personalchef eines Be- der Unterstützung eines Fördervereins auf pro Woche rechnen», erklärt Markus Knecht. triebs mit 2200 Mitarbeitern. 1995 wurde dem Weg zu einer roten oder schwarzen Und er präzisiert, die Gründe für Vernacher Präsident der damaligen Personalkran- Null in der Betriebsabrechnung. Markus lässigungen seien immer individuell: das kenkasse der Stadt Zürich mit rund 15 000 Knecht ist stolz auf diesen Erfolg, der ohne Alter, eine Krankheit, berufliche oder familiMitgliedern, die durch die KVG-Liberalisie- das grosse Engagement der Museumsleite- äre Überlastung. «Da braucht es manchmal viel Fingerspitzengefühl.» n rung gesamtschweizerisch geöffnet wurde rin nicht möglich wäre.

Foto: DBFP

Markus Knecht in der Fronttüre des Trams «Be 4/4 1530», Baujahr 1949, im Tram-Museum Zürich.

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P OL I T I K

Ein Amt, zwei Kandidaten

Fotos: DBFP

Die Mitglieder des Quartiervereins Fluntern sind am 8. Juni eingeladen, ihren Vorstand zu wählen. Für das Präsidium kandidieren Martin Schneider (bisher) und neu Katharina Hürlimann-Siebke. Vor dieser Wahl kommt zur Abstimmung, ob Mitglieder des Vorstands im Quartier wohnen müssen, denn dem derzeitigen Vorstand gehören Mitglieder an, die ausserhalb der Stadt Zürich oder des Kantons wohnen. Dies könnte für weitere Umbrüche im Vorstand sorgen. Die zwei Kandidaten für das Präsidium stellen sich in einem Stichwort-Interview den gleichen Fragen.

Katharina Hürlimann-Siebke, Diplomingenieurin und Beraterin, wohnt und arbeitet an der Gloriastrasse in Zürich. Ihre Lieblingsecke in Fluntern? Unsere Kirchterrasse.

Martin Schneider, Architekt, wohnt in Weinfelden und arbeitet in der Enge Zürich und in Weinfelden. Ihre Lieblingsecke in Fluntern? Diese finde ich immer wieder im ruhigen, fast vergessenen und doch so attraktiven Areal des VGZ-Geländes oben am Zürichberg.

Ihr Ärgernis im Quartier? Bauprojekte ohne Rücksicht auf Nachbarschaft und Bestand, feh- Ihr Ärgernis im Quartier? lende städtebauliche und Verkehrskonzepte, Information «Top Die langwierigen und nicht ungefährlichen Fussgängerquerungen down» statt Dialog und Partizipation. am Vorderberg. Wenn Sie zaubern könnten, was würden Sie als Erstes im Wenn Sie zaubern könnten, was würden Sie als Erstes im Quartier ändern? Quartier ändern? Den Vorderberg zur verkehrsberuhigten, hindernisfreien BegegDen Vorderberg endlich zu einem für alle gut zugänglichen, lebennungszone umgestalten. digen Quartierplatz umgestalten. Was ist für Sie unantastbar im Quartier? Die Qualität von Fluntern zu erhalten trotz nötiger Verdichtung und Investitionen für Unispital und Hochschulen.

Was ist für Sie unantastbar im Quartier? Seine Bebauungsstruktur mit Einzelhäusern, offenen Grünräumen, vielfältigem Baumbestand und freiem Blick auf den Uetliberg.

Warum kandidieren Sie für das QV-Präsidium? Um mich für unser Quartier einzusetzen.

Warum kandidieren Sie für das QV-Präsidium? Um unsere gemeinsame, nicht immer nur leichte Arbeit für ein lebendiges Fluntern fortsetzen zu können.

Warum soll man Sie wählen? Weil man mir zutraut, den Quartierverein loyal und kompetent zu führen.

Warum soll man Sie wählen? Ich stehe für kollegiales Miteinander. Nur gemeinsam sind wir stark.

Ihre Stärken sind? Engagiert, zielstrebig, ehrlich, kommunikativ.

Ihre Stärken sind? Über komplexen Fragen nachzudenken und dann zu entscheiden.

Ihre Schwächen sind? Ich bin eine unverbesserliche Optimistin.

Ihre Schwächen sind? Auf komplexen Sachverhalte mit einem Schlagwort zu antworten.

Was packen Sie gleich nach Ihrer Wahl an? Was packen Sie gleich nach Ihrer Wahl an? Unsere Mitglieder und interessierte Quartierbewohner zur MitarEntschiedenen Widerstand zu leisten gegen jegliche Tendenz, beit motivieren, für wichtige Themen Arbeitsgruppen gründen, um Zürichs Quartiervereine zu domestizieren. breit abgestützt und wirkungsvoll zu agieren. Für was sind Sie im Quartier voller Hoffnung? Für was sind Sie im Quartier voller Hoffnung? Dass unser gemeinsamer Einsatz für ein quartierverträgliches Dass die Fluntermer wissen und tun, was sie für gut halten. Hochschulgebiet Früchte trägt. n

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N EU E S VOM LOK A L

Sommerfest 2017: Lokal und saisonal

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n diesem Punkt sind sich fast alle einig: Das Fest des Quartiertreffs Lokal ist jeweils ein Höhepunkt im Quartier. Das wird das Sommerfest 2017 am 24. Juni erneut dokumentieren. In diesem Jahr liegt die Ausrichtung auf Lokalem und Saisonalem, denn «lokal» lautete das Kriterium für die Künstlerwahl. Den Hauptakt bestreiten «Les Menteurs», eine Showband aus der Zürcher Medien- und Werbeszene. Die vier Musiker lügen nicht, wenn sie in Fluntern Ohrwürmer in Aussicht stellen. Die einzige künstlerische Konstante jedes Lokal-Sommerfestes ist die Band «Late Release». Sie verfügt heute im Quartier über eine richtige Fangemeinde – zu Recht. Für die Kinder stehen Face Painting, Blasio-Hüpfburg und

Foto: zVg

Die grosse Party des Quartiertreffs Fluntern am 24. Juni geht neue Wege. Dadurch wird das Programm besonders vielfältig.

Die Band «Les Menteurs» spielt am Sommerfest in einer Viererformation.

Kinderkiosk auf dem Programm. Die Fotobox war am vergangenen Sommerfest ein Publikumsmagnet und wird deshalb auch am kommenden Fest nicht fehlen. Für die leiblichen Freuden ist umfassend gesorgt. Das «Sorbetto»-Velo mit der Glacebox fährt vor. Bestens eingeübte Hände fertigen köstliche Crêpes, und die «Klösterli»-Männer rühren in ihrer Kanone einen herrlichen Risotto an. «Natürlich wird auch gegrillt», sagt Lokal-Betriebsleiterin Sasha Bietenholz. «Wir werden verschiedene Würste im Angebot haben.» Serviert wer-

den Bier aus lokaler Produktion, der köstliche Wein von Dieter Meier, argentinisch zwar, aber mit Zürichberg-Seele gekeltert, und frisch gemixte Drinks, zum Beispiel der bereits legendäre Mojito mit Fluntermer-Touch. Die grosse Quartierparty mit Strassenzelt beginnt um 12.30 Uhr und dauert bis 2 Uhr. Sasha Bietenholz rechnet auch in diesem Jahr mit der grossen nachbarschaftlichen Toleranz. «Die meisten Nachbarn werden ja sowieso ans Sommerfest kommen», weiss sie aus vergangenen Jahren. n

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Quartierverein Fluntern

Fortsetzung folgt

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in Potpourri mehrerer «Dauerbren- meinschaftsprojekt keineswegs gestorben. ner» aus Fluntern soll diesmal zur Das Wiedereinrichten des Rebbergs auf dem oberen Teil des Kirchhügels geniesst Sprache kommen. Da ist einmal mehr der Vorderberg: Die auch Sympathie bei vielen Gemeinderäten, städtische Diskussion entwickelt sich nun wie die Parlamentsdiskussion zur Initiative dahin, die zwei Bauprojekte zusammenzu- Hans Diehl gezeigt hat. Und die drei grossen legen: die Spurreduktion und den Umbau Unterstützer Komitee Pro Rebberg Fluntern, der Tramhaltestellen (gemäss Vorgaben Zunft Fluntern und Quartierverein Fluntern des Behindertengleichstellungsgesetzes). geben erst recht nicht auf! – Fortsetzung Der Verkehrsversuch zeigte offenbar, dass folgt auch hier. Die Post stellt sich zumindest am Montag, die Spurreduktion grundsätzlich machbar sei. Die Zusammenlegung der Projekte und 19. Juni der Bevölkerung: Sie lädt dann ein der Zeithorizont von 2022 ermöglichen zu einem Informationsanlass zur praktisch nun eine Präzisierung der Planungen be- beschlossenen Schliessung der Poststelle sonders vor dem Restaurant Vorderberg, 8044 am Toblerplatz. Wir vom Quartierverund schliesslich nur eine Bauzeit. Ein Erfolg, ein ermuntern alle Mitglieder und alle Bedass die IG Vorderberg und der Quartierver- troffenen aus Fluntern, zahlreich zu diesem ein Fluntern so hartnäckig an der Sache Informationsanlass der Post zu erscheinen, um dann vor Ort ihren Unmut über die drangeblieben sind! Der Rebberg(entscheid) hat eine Maus ge- Schliessung oder Umwandlung der Postfiliboren: Wenn das Verwaltungsgericht auch ale zum Ausdruck zu bringen und kritische das Hüst und Hott des Stadtrats formal ab- Fragen zu stellen. Eine Delegation unseres gesegnet hat, so sind der Wille und Wunsch Vorstands wird ebenfalls anwesend sein. vieler Fluntermer für das naturnahe Ge-

Foto: Sarah Schwertz

Keiner zu klein, im Bistro Grain zu sein: Auf die gemeinsame Einladung von Quartierverein Fluntern, Quartiermagazin «Fluntermer» und Grain-Team kamen zum Sonntagsbrunch am Muttertag weit über 100 Gäste in unsere Beiz am Vorderberg.

Agenda Nicht verpassen – vormerken! Online-Agenda auf www.fluntermer.ch Donnerstag, 8. Juni: Generalversammlung des Quartiervereins Fluntern. Beachten: Geänderter Veranstaltungsort! Start im Mehrzweckraum des Schulhauses ab 17.45 Uhr. Danach die Kirchenorgelführung. Montag, 19. Juni: Die Post organisiert um 19.30 Uhr in der Kirche Fluntern einen Informationsanlass zur Poststellenschliessung am Toblerplatz.

Augenöffner

Wo spaziert die halbe Schweiz an diesem Fluntern-Wappen vorbei? Auflösung der Bildrätsel: QuartiervereinWebsite www.zuerich-fluntern.ch und Vitrine bei der Vorderberg-Tiefgarage, am Erscheinungsdatum des nächsten Heftes.

Schule statt Kirche

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ie Generalversammlung 2017 des Quartiervereins Fluntern wird wie letztes Jahr im Schulhaus Fluntern stattfinden. Entgegen der früheren Mitteilung startet am Donnerstag, 8. Juni die GV ab 17.45 Uhr im Mehrzweckraum des Schulhauses, nicht in der Grossen Kirche Fluntern. Doch keine Bange: Im Anschluss daran, um

etwa 19.30 Uhr, wechseln wir in die Kirche, wo uns Organist Andreas Wildi die KuhnOrgel präsentieren wird. Wir bitten unsere Mitglieder um zahlreiches Erscheinen an der GV! Das Tram bewegt – auch unsere Leser: Neben persönlichen Erinnerungen ans Tram auf der Zürichbergstrasse und dem richti-

gen Eröffnungsdatum 26.2.1938 des Gleisabschnitts untere Gloria-/Rämistrasse erfuhren wir, dass die erste Eisenbahn der Schweiz 1837 – in Fluntern fuhr! Mehr dazu in der Auflösung zum Mai-Augenöffner. Der Vorstand des Quartiervereins

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Foto: zVg

«Der Mann hat Witz», heisst es über Zunftmeister Urs Berli von der Zunft Fluntern.

GE SE L L SC H A F T

Immer am Ball Foto: DBFP

Nach dem Sechseläuten, dem Höhepunkt im Zunftleben, gibt es für die Zunft Fluntern keinen Sommerschlaf. Der neue Zunftmeister Urs Berli hat eine volle Agenda für das laufende Jahr. Urs Berli, Chef einer «generationenübergreifenden Gemeinschaft» – der Zunft Fluntern.

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eit gut einem Jahr amtet Urs Berli als und zeigen Flagge», sagt Berli. Die Zunft sei neuer Chef der Zunft Fluntern. Trotz keine Servicevereinigung wie Rotary oder Wohnort Erlenbach fühlt er sich durch Lions, sondern eine generationenübergreiseinen Arbeitsort in Zürich eng mit der Stadt fende Gemeinschaft, wo das Zwischenverbunden. Der 46-jährige Vater zweier Ju- menschliche und die Pflege der Traditionen gendlicher hat das Glück, mit einer Frau – ei- der Stadt Zürich im Mittelpunkt stehe. Unter ner Frauenärztin – verheiratet zu sein, deren diesem Titel stehen auch die Beziehungen Vater ebenfalls der Zunft Fluntern angehör- zu den Gastkantonen des Sechseläutens. te. Denn das Zunftmeisteramt fordert von «In diesem Jahr besuchten wir den Gemeinder Umgebung Flexibilität. Urs Berli rechnet depräsidenten von Glarus, das Regierungsim Jahr mit 50 Anlässen, die es zu besuchen gebäude, die herrliche Bergwelt, da entgilt. Hinzu kommt die Führung der Zunft, die stehen wertvolle Kontakte, aber auch Organisation, die Koordination der zahlrei- Verständnis für deren Situation in einem chen Kommissionen und der Aufgaben. Der Bergtal», beton Berli. Fast jeden Monat Zunft, die rechtlich als Verein organisiert steht ein gesellschaftlicher Anlass auf der ist, gehören 123 Mitglieder an. Knapp die Agenda: Im Juni findet der Damenanlass Hälfte davon ist über 65 Jahre alt, der ältes- statt, diesmal lädt FDP-Regierungsrätin te Zünfter wird dieses Jahr 100-Jährig. Die Carmen Walker Späh an den Flughafen Zunft legt viel Wert darauf, dass auch jene Zürich ein. Im Juli steht ein gemeinsames Mitglieder, die aus Gesundheitsgründen Sommergrillen mit einer benachbarten nicht mehr aktiv am Zunftleben teilnehmen Quartierzunft, dieses Jahr mit der Zunft können, einbezogen bleiben. Eine «Bsue- Witikon, auf dem Programm. Im September cher-Kommission» besucht die Älteren re- folgt der Herbstanlass mit Familienprogelmässig. «Wir gehen an jedes Begräbnis gramm, eine Überraschung, die von den neu

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aufgenommen Zünftern ausgerichtet werden muss. Im Oktober sind die Zunftgesellen (Jugendliche ab 16 Jahren bis 30-jährige Erwachse) gefordert. Sie haben einen Stamm zu organisieren. Im November findet der Martiniball im «Lake Side» statt, ein Höhepunkt, der nur alle paar Jahre organisiert wird und an dem ein «Martinimahl» durchgeführt wird. Der vorbereitende Tanzkurs dazu hat bereits im Lokal stattgefunden. Und im Dezember fand letztes Jahr erstmals ein Samichlausabend im Wald statt. «Erlebnisse schaffen, das ist ein zentrales Anliegen der Zunft», sagt Berli. Und dann gilt es schon wieder die Planungen für das Sechseläuten 2018 in Angriff zu nehmen. Die grosse Herausforderung sind die Ehrengäste. Prominent, humorvoll, schlagkräftig, festtauglich müssen sie sein. Diesen Kriterien entsprechen den eingeladenen Persönlichkeiten nicht immer, weil das veröffentlichte Bild oft nicht der Realität entspricht. Da ist der Zunftmeister gefordert. n


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Foto: DBFP

regory Zäch empfängt Autoren und Gesprächspartner gerne auf der Terrasse des Hotel Zürichberg, weil Gebäude und Aussicht «so inspirierend» wirken und mit Blick auf den Zürichsee schon viele gute Ideen entstanden sind. Er entpuppt sich schnell als Feuerwerk. Da sprühen im Gespräch die Informationen dicht und geballt: Geboren in New York, weil sein Vater damals in einem Büro an der Fifth Avenue St. Galler Textilien repräsentierte, kam er schon früh zurück nach St. Gallen, wo er an der HSG Betriebswirtschaft und Staatswissenschaften studierte. Danach Studium der Anglistik und Publizistik in Der Verleger Gregory Zäch mit seinem Zürich und Cambridge. Bereits als Student neuen Buch «Jump», das Luftsprünge von jobbte er beim frisch gegründeten Lokalra- Berühmtheiten zeigt – zum Beispiel von dio «Aktuell», bis er Anfangs der 90er-Jah- der Herzogin und dem Herzog von Windsor. re mit Freunden sein eigenes Heft gründete: «Sputnik – das Schweizer Trendmagazin». Zu dieser Zeit kam auch Desktop-Publishing 2006 zog es Gregory Zäch nach Fluntern, auf, was ihn veranlasste, zusammen mit der wo auch die Idee zur «Midas Collection» deutschen Ausgabe von «Looking Good in entstand, in der wunderschöne Bildbände Print» das erste Buch zu diesem Thema zu zu Mode, Fotografie, Design und Kunst pubpublizieren, das er damals gleich selber liziert werden. Bereits der erste Titel «Mänübersetzt, lektoriert und gelayoutet hat. Mit ner mit Stil» wurde zu einem Longseller. einem Startkapital von 10 000 Franken Sein Team aus Vertretern, Lektoren und gründete er 1991 die Midas Verlag AG und lie- Grafikern besteht vorwiegend aus Freelanferte so den Beweis, dass es möglich ist, ei- cern, die projektbezogen arbeiten und vom nen Verlag ohne Millionenkapital, dafür aber gleichen Geist bestimmt sind. Gregory Zäch mit umso höherem Einsatz an Energie und ist sehr viel unterwegs und sucht an den Ideen aufzubauen. Schon wenige Jahre spä- Buchmessen von London, Leipzig, Bologna ter gehörte Midas zu den führenden oder Frankfurt systematisch nach neuen Computerbuchverlagen und veröffentlichte Trends und Autoren, denn «als Kleinverlag Bestseller zu Programmen wie «Photo- muss man cleverer und schneller sein». shop», «QuarkXPress» oder «InDesign», Wie sein Verlagsprogramm dokumentiert, die sich jeweils bis zu 50 000 Mal verkauf- gelingt es ihm immer wieder, wichtige Liten. Als die Internetblase 2001 platzte, setz- zenzen zu erhalten. Sein Erfolgsrezept? te Gregory Zäch auf Managementbücher. «Meine Lizenzpartner spüren, dass ich nur «Das geschah eher intuitiv, denn ich spürte, Bücher mache, die mich wirklich begeistern dass der IT-Markt überhitzt war». Seine und in die ich dann auch viel Energie und Wahl erwies sich wieder als Erfolg, denn Herzblut stecke.» auch hier setzte er hohe Standards, denn nur wenn sich Inhalt und Gestaltung ergänzen, können auch schwierige Sachverhalte Mehr Informationen unter: vermittelt werden.» www.midas.ch

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BAU R A DA R

Auf der grossen Bühne «GLC – Für die Gesundheit von morgen»: Heute versetzen vor allem die Dimensionen der Baubühne für den ETH-Neubau in Erstaunen.

Foto: DBFP

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ber der Gloriastrasse nimmt die Baubühne der ETH für den Neubau des GLC-Gebäudes langsam Gestalt an. Mit dem GLC entsteht ein Entwicklungs- und Laborgebäude, das als Schnittstelle der technologischen und medizinischen Forschung fungieren soll und der Hochschule helfen wird, ihre führende Rolle in der Medizintechnik zu verteidigen. In dem neuen Gebäude sollen Forschungsgruppen zusammentreffen und in Forschungsprojekten verstärkt mit der Industrie, der Universität Zürich und den Spitälern zusammenarbeiten. Wegen der innerstädtischen Lage im Hochschulquartier gibt es am Standort nach dem Start der Rohbauar-

Baubühne Gloriastrasse: Wuchtiger und länger als angenommen.

beiten keinen Raum für die Installationen der Baustelle. Die Grösse der Plattform orientiert sich deshalb einerseits am Neubau, entspricht aber auch Anforderungen der VBZ und des Tiefbauamtes, weil für die

Durchfahrt des Trams Mindestabstände zu Fahrzeugen und Leitungen eingehalten werden müssen. Weiter spielen auch Bestimmungen des Arbeitsschutzes und statische Vorschriften eine Rolle. n

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Von Himmelfahrt zur Sonnenwende

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Typisch katholisch sind die Maiandacht am nde Mai und im Juni ist nochmals viel Schönes los in der katholischen 31. Mai und das Fest Fronleichnam am 15. Kirche: Die Feste Christi Himmel- Juni. Beide enthalten viel Gefühlvolles und Erbstücke aus der alten fahrt und Pfingsten schliesVolksfrömmigkeit. Wir versusen die Osterzeit ab und entchen, auf dieses Erbe nicht zu falten dabei weitere Bedeuverzichten, seine Attraktivität tungen der Auferstehung aufzuzeigen und es neu mit Jesu. Himmelfahrt thematiInhalt zu füllen. Mit dem siert die Spannung zwischen «Hotdog-Znacht» gelingt es dem Verborgensein und der uns, selbst an einem Donuniversellen Gegenwart des nerstag, der in Zürich kein Auferstandenen; Pfingsten Festtag ist, Familien in die Kirfeiert, dass Christen als ösche zu locken. terliche Menschen die Liebe Am 24. Juni schliesslich, mit feuriger Leidenschaft lewenn die Sonne ihren Höchstben. Die sogenannten «Anstand schon wieder hinter tependien», kunstvolle Stoffsich hat, feiert die katholische behänge, die dann vor dem Altar und dem Sprechpult aufgehängt Kirche die Geburt von Johannes dem Täufer werden, zeigen die Symbole des Heiligen – genau ein halbes Jahr vor Weihnachten. Geistes: die Friedenstaube und die FeuerGisela Tschudin zungen.

Wie fängt man eine Unterhaltung an?

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or einiger Zeit sass ich mit drei Kolleginnen aus Fluntern an einem Tisch. Neben uns sassen drei junge Männer. Wir haben zusammen zu Mittag gegessen. Die drei Männer haben miteinander gesprochen: kehlige Laute, fremde Satzmelodien, es war irgendein nordafrikanischer Dialekt, den niemand von uns verstand. Gerne wollten wir mit den drei Herren ins Gespräch kommen, aber wie? Wie fängt man eine Unterhaltung an? Sollten wir sie fragen, woher sie kommen? Was sie machen? Was ihr Beruf ist? Haben sie einen Beruf? Vielleicht konnten sie nur ganz schlecht Deutsch und würden unsere Fragen gar nicht verstehen. Vielleicht wollten sie auch gar nicht darüber reden, woher sie kamen, wer weiss, was sie alles durchgemacht hatten. Wir wussten auch nicht: Waren die jungen Männer muslimisch oder christlich, oder gar nichts oder etwas anderes? Vielleicht waren sie es von ihrer Kultur her gar nicht

gewohnt, von Frauen angesprochen zu werden. Du sollst die Fremdlinge lieben wie dich selber, heisst es in der Bibel, aber ich frage mich: Wie kann auch nur ansatzweise Nähe entstehen zwischen mir und den Fremden, wenn ich noch nicht mal weiss, welche Frage ich stellen kann? Eine meiner Fluntermer Kolleginnen hat sich irgendwann ein Herz gefasst und den ersten Satz gewagt. Es war gar nicht so schwer! Die drei jungen Männer haben uns in gebrochenem Deutsch ein wenig von sich erzählt, zum Beispiel, dass sie alle drei aus Eritrea kommen und dass man in Eritrea ganz verschiedene Sprachen spricht. Das ist nun anderthalb Jahre her. Am kommenden Flüchtlingssonntag vom 18. Juni werden junge Männer aus Eritrea den Gottesdienst in der Alten Kirche Fluntern mitgestalten. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr und Sie sind herzlich eingeladen. Tania Oldenhage

Tania Oldenhage, Pfarrerin, Ev.-ref. Kirchgemeinde Fluntern

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hinesisch ist laut einer Rangliste die schwierigste Sprache der Welt, gefolgt von Arabisch und Isländisch. Deutsch ist auf Platz 7. Wie schwer eine Sprache ist, hängt natürlich von unserer Muttersprache ab. Und: Das Sprachenlernen wird schwieriger, je älter wir werden. Die Zeit vergeht, und plötzlich stelle ich fest, dass fremde Sprachen nur noch mühsam in meinen Kopf gehen. Niemals werde ich die Intimität eines persönlichen Gedankens oder eines Gefühls in einer neuen Sprache ganz genau kommunizieren können – so sehr ich mich auch anstrengen werde. Es sei denn, es geschieht ein Pfingstwunder. Damals in Jerusalem, so heisst es, waren Menschen aus allen Teilen des Römischen Reiches versammelt. Dann kam ein Brausen vom Himmel. Die Leute wurden erfüllt vom Heiligen Geist und begannen, in fremden Sprachen zu reden. Plötzlich verstanden sie einander so, als hörten sie die eigene Muttersprache. Am 4. Juni feiern unsere Kirchen das Pfingstfest. Pfingsten, so wird oft behauptet, ist das christliche Fest, mit dem die wenigsten Menschen heute noch etwas anfangen können. Dabei geht es in der Pfingstgeschichte um etwas, das die meisten von uns irgendwann im Leben einmal bewegt: um die Hoffnung, dass wir uns wider Erwarten und trotz aller Sprachbarrieren gegenseitig verstehen können. n

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WELCOME TO THE CRAFT-EXPERIENCE Die GRAIN-Crew bedankt sich bei Ihnen für die ersten 8 schönen Monate hier in Fluntern! GRAIN, Ihre Craft Beer Bar und Restaurant für gemütliche Mittagessen, intime Abendessen oder für grössere Events: Firmen-Events, Geburtstage, Polterabende und viele mehr! Auf eine schöne gemeinsame Zukunft! Prost! Cheers!

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Die Post informiert am 19. Juni ab 19.30 Uhr in der Grossen Kirche Fluntern über ihr künftiges Angebot im Quartier. Proteste gegen die Schliessung der Poststelle 8044 sind nur noch Romantik.

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ergangene Woche gab die Post bekannt, dass sie bis zum Jahr 2020 in der Schweiz nur noch rund 800 Poststellen betreiben will. Das bedeutet die Schliesssung von über 500 Postfilialen. Werden die Läden gegenüber der heutigen Mitbetroffen ist die Post 8044 am Tobler- Poststelle das Postangebot weiterführen? platz. Die Redimensionierung der Poststellen in der ganzen Schweiz führt teilweise zu prekären Situationen. In Anbetracht dieser der Stadt Zürich betreibe die Post mehrere Tatsache bleibt für Fluntern kein Handlungs- Filialen mit Partnern erfolgreich, zum Beispielraum mehr. Die «Post mit Partner» er- spiel mit der Hottinger-Apotheke, so Flückimögliche es, Postgeschäfte weiterhin im ger. Die Post wird diese LösungsmöglichQuartier zu erledigen, stellt Markus Flücki- keiten wie Filialen mit Partnern, Automaten, ger, Sprecher der Post, klar: «Dieses Modell Aufgabe- und Abholstellen am Informatin bewährt sich an über 850 Standorten.» In onsanlass präsentieren. Foto: DBFP

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Fluntern in den Medien Die «Arbeitsgruppe Besorgter Bürger Zürich» (ABBZ) hat mit ihrem offenen Brief an Stadtpräsidentin Corine Mauch und den Gemeinderat Medienecho ausgelöst. Die ABBZ erklärte im Schreiben, wie sich die Stadt beim geplanten Hochschulquartier gegenüber dem Kanton mit gewichtigen städtischen Interessen noch einbringen kann.

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er Kanton bezahlt, ergo entscheidet der Kanton ohne Volk. So lautet der Grundsatz für das neue Hochschulquartier am Rand von Fluntern. Die ABBZ, die in ihrem Blog regelmässig vor den Dimensionen des Grossprojekts warnt, hat die Stadtpolitiker drauf verwiesen, dass gemäss Artikel 84 des Planungs- und Baugesetzes durchaus Handlungsspielraum für wichtige Einwendungen seitens der Stadt bestehe. Das Regionaljournal von Radio SRF 1 hat den Vorstoss aufgegriffen, ebenso Radio 1. Der «Tages-Anzeiger» hat diese Möglichkeit in einem Artikel vertieft. Die zwei zentralen Punkte sind die Kritik an den Hochhäusern und die Interessenabwägung

Foto: zVg

...gegen böse hungen! Überrasc

Klotz im Stadtbild: Der geplante Neubau. zwischen Denkmalschutz einerseits und verträglichem Städtebau und modernem Spitzenspital andererseits. Der Mehrheitsentscheid des Kantonsrats hat das gefordert. Nun liegt der Ball bei der Stadtexekutive und -legislative. n

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BAU R A DA R

Der Umbau des Vorderbergs soll erst im Rahmen der Gleiserneuerung 2022 erfolgen. Das hat Stadtrat Filippo Leutenegger der Interessengemeinschaft (IG) Quartierzentrum Vorderberg am runden Tisch erklärt.

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as Gremium IG Quartierzentrum Vorderberg ist eine Mitgründung des Quartiervereins (QV) Fluntern und wurde im März 2013 auf Initiative von QV-Vorstandsmitglied Katharina Hürlimann ins Leben gerufen. Der runde Tisch der Vertreter der IG Vorderberg mit der Stadtexekutive, der seither schon einige Male stattgefunden hat, soll die unterschiedlichen Interessen des Quartiers und der durchreisenden Pendler am problematischen Verkehrsknotenpunkt besser einbringen: nämlich jene der Schule Fluntern, der Gewerbetreibenden am Vorderberg, der Anwohner, der Benützer von Tram und Bus, der Velofahrer und natürlich jene der Autofahrer.

Fotos: DBFP, zVg

Lieber später, dafür besser

Auf FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger lasten Hoffnungen für eine Verkehrslösung am Vorderberg.

FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger hat die Verkehrsteilnehmer müssen oft auf gefährIG-Vertreter am 2. Mai empfangen und ih- liche Weise über die Verkehrsinsel und zwinen eröffnet, dass die angepeilten Bau- schen den zwei Bushaltestellen und der massnahmen «Spurreduktion zugunsten Tramhaltestelle über die Strassen gehen. hindernisfreier ÖV-Benutzung und des Die Verzögerung der baulichen MassnahVeloverkehrs» am Vorderberg erst im Rah- men am Vorderberg, besonders durch das men der Gesamterneuerung der Tramgelei- Testverfahren infolge der Motion von se 2022 erfolgen werden. Wie im Testver- FDP-Gemeinderat Marc Bourgeois, und fahren mit separater Velospur talwärts, liegt deren Auswertung wird von der IG Vorderdas Augenmerk der Planer unter Stadtrat berg als Vorteil gewertet. Das eröffne nun Leutenegger bezüglich der geplanten Spur- die Möglichkeit, auch für die Fussgänger reduktion vor allem auf dem Auto- und eine bessere Lösung zu finden. Stadtrat Veloverkehr. Die Quartiervertreter dagegen Leutenegger wird nach den Sommerferien fordern, die Interessen der Fussgänger an einer Veranstaltung das Quartier über mindestens gleichberechtigt zu berück- den definitiven Zeitplan und Projektstand n sichtigen. Diese besonders gefährdeten informieren.

F I FA I NSI DE

Neuer Wind mit früheren Stars Der Weltfussballverband plant in Zürich verschiedene neue Events, unter anderem ein jährliches Fussball-Legenden-Turnier.

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ei der Umsetzung der Reformen geht es für die Fifa auch darum, sich wieder auf den Fussball zu fokussieren und damit auch wieder näher bei den Spielern zu sein, die die Geschichte des beliebtesten Sports der Welt wesentlich geprägt haben: Diego Armando Maradona, Fabio Cannavaro, Andreij Schewtschenko oder David Trezeguet und viele mehr. Das Fifa-Legends-Team vereint ehemalige Topspieler und -spielerinnen und bietet ihnen die Möglichkeit, sich weltweit für den Fussball und seine übergeordnete Mission zu engagieren und so dem Sport etwas zurückzugeben. Zu ihren Hauptaufgaben gehören das Engagement als globale Bot-

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Diego Maradona (rechts) mit Fifa-Präsident Giovanni Infantino (links) während eines Spiels beim Home of Fifa im Januar.

schafter der Fifa zur Förderung des Fussballs sowie das Engagement für Fairness, Respekt, Gleichberechtigung, Solidarität und Frieden als Sportpaten für soziale Entwicklungsprojekte der Fifa auf der ganzen Welt. Auch die Stadt Zürich wird, wie schon am 9. Januar dieses Jahres anlässlich eines Legendenspiels auf dem Hauptplatz des

Home of Fifa, die Fifa-Legenden wieder zu sehen bekommen. Der Weltfussballverband will nämlich in Zürich neue Events lancieren, unter anderem ein jährliches Fussball-Legenden-Turnier. n


Wir sprechen nicht über Integration, wir tun es. 2300 Sportvereine bewegen den Kanton Zürich.

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Wer sich fragt, wohin die Welt sich dreht, will verstehen, wie sie tickt.

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Das Schweizer Magazin für Weltoffene 15


5 F R AGE N A N:

Renato Maggi Hochschulsportlehrer, Leiter ASVZ Fluntern

Foto: zVg

«Bewegung ist die Medizin des 21. Jahrhunderts» – dieser Aussage stimme ich voll zu. Man hört nicht auf sich zu bewegen, weil man alt ist, man wird alt, weil man aufhört sich zu bewegen!

3. Wann wird Sport gefährlich? Wenn man sich über seinen Möglichkeiten, in zu hohem Umfang bewegt, dann kann Sport gefährlich werden.

2. Welche Sportart ist besonders «gesund»? Dies kommt sehr auf die Person drauf an. Sicher sind hohe Belastungsspitzen nicht ideal.

4. Ist es heute leich­ ter, Jugendlichen Sport zu unter­ richten?

5. Wie oft in der Woche treiben Sie Sport, und wel­ chen?

Man hat mehr Auswahl zur Verfügung. Seit Turnvater Jahn haben sich einige attraktive Sportarten entwickelt, welche die Jugendlichen in ihren Bann ziehen.

Ich bewege mich vor allem auf dem Basketballfeld und nutze das Sport-Center des ASVZ in Fluntern, da ich hier meinen Arbeitsplatz habe, so oft es geht.

ZO O

Allfarbloris auf den Händen

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Foto: Pixabay

m 1. Juni wird die Loris-Voliere im Zoo eröffnet. Es handelt sich dabei um den ersten Teil der neuen Australienanlage. In dieser Voliere leben zwanzig Allfarbloris, bis zu dreissig Zentimeter grosse Papageien. In Australien weist der Allfarblori das grösste Verbreitungsgebiet auf, denn er besiedelt auch urbane Lebensräume. Die Zoobesucher können die Loris jeweils am Mittwoch, Samstag und Sonntag, aber auch an Feiertagen und während der Schulferien zweimal pro Tag unter Aufsicht füttern. Die Loris ernähren sich haupt- den Futtertagen auch auf den Händen der sächlich von Nektar, den sie aus den Blüten Besucher. Loris lieben aber auch weiche saugen. Aus diesem Grund werden die und saftige Früchte. Die Loris wurden im Loris auch Honigpapageien genannt. Sie Vorfeld vom Zoopersonal für die Handfüttestrecken ihre Zunge in die Blüte, worauf sich rung trainiert. Die Gesamteröffnung der die Papillen der Zunge aufrichten, damit Australienanlage erfolgt im Frühling 2018 der Nektar an ihnen haften bleibt. Danach und wird Koalas, Kängurus und Emus bewird die Zunge an den Gaumen gepresst herbergen. Bei der Australienanlage hanund der flüssig-klebrige Nektar abgegeben. delt es sich um die Umgestaltung des ehen Das geschieht in rascher Reihenfolge – an maligen Afrikahauses.

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Foto: DBFP

1. Warum soll man sich bewegen?

F LU N T E R N – M E I N A R BE I T S PL AT Z

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as wünscht sicher jeder Gast: ein Strahlen, echte Höflichkeit und Tempo im Bedienen. Sophia Hoff, 22-jährig, vereinigt diese Kriterien auf sich. Sie ist im Hotel Plattenhof an der Bar, Réception, im Restaurant und manchmal sogar in der Küche im Einsatz, im Schnitt einmal pro Monat für eine Schicht, und das seit dreieinhalb Jahren. «Das ist ein guter Ausgleich zu meinem Studium.» Sie studiert im dritten Jahr Medizin und ist begeistert, weil sie am Nachmittag im Universitätsspital mit Patienten in Kontakt kommt. «Im ersten und zweiten Studienjahr hatte ich mehrere Krisen, weil mir alles zu theoretisch war, zu stark ausgelegt auf Auswendiglernen.» Aus diesem Grund hat sie auch ein Jahr Anglistik getestet. In München geboren, kam sie mit sieben Jahren in die Schweiz. Ihre Eltern zogen nach Küsnacht, später nach Zollikon. Heute lebt Sophia Hoff in einer Wohngemeinschaft in der Nähe vom Klusplatz. «In diesem Quartier spürt man ein Universitätsflair. In unsere Bar kommen viele Studenten, Seminarleiter, Professoren, das gefällt mir.» Mühe bekundet sie damit, dass in Fluntern «auf einem hohen Niveau gejammert wird». Das Positive werde zu wenig beachtet. An der Gastronomie mag sie den Kontakt zu den Menschen. n

FLUNTERMER JUNI 17  

Die Quartierzeitschrift des Zürcher Quartiers Fluntern.

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