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´s Dorfblattl Haiming

´s Dorfblattl der Gemeinde Haiming

Winter 2014 ~ Ausgabe Nr. 1/14 ~ Amtliche Mitteilung ~ Zugestellt durch post.at

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Transparenz Transparenz wird in der Politik ja momentan beinahe täglich gefordert. Der Leitartikel ist diesem Thema gewidmet, weil nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in den Gemeinden die Arbeit der Politiker offengelegt werden soll. Jetzt, zur Halbzeit der Gemeinderatsperiode, wollte das Dorfblattl-Redaktionsteam alle im Gemeinderat vertretenen Listen einladen, in sehr kurzer Form zu berichten, was sich in den letzten drei Jahren im Gemeinderat getan hat. Schon bei den Gemeinderatswahlen 2010 hat das Dorfblattl alle Listen um die Beantwortung von sechs Fragen gebeten, deren Themen in den kommenden Jahren in der Gemeinde aktuell sein werden. Entstanden sind sechs Extra-Seiten in der Ausgabe vom Frühjahr 2010, wo die Antworten der Listen abgedruckt waren. Die positiven Rückmeldungen von vielen Seiten der Bevölkerung haben uns gezeigt, dass diese Übersicht gut angekommen ist und dem einen oder anderen eine wertvolle Entscheidungshilfe bei der Wahl war. Mit der geplanten jetzigen Aktion wollten wir lediglich die Arbeit der einzelnen Listen bis jetzt aufzeigen lassen. Bgm. Josef Leitner machte uns aber darauf aufmerksam, dass es einen Gemeinderatsbeschluss vom Herbst 2010 gibt, wonach aus seiner Sicht Berichte der einzelnen politischen Fraktionen im Dorfblattl nicht abgedruckt werden dürfen. Somit war unsere gute Absicht zum Scheitern verurteilt. Ich hätte mir gewünscht, dass es möglich ist, „Tätigkeitsberichte“ der politischen Vertreter auch der Öffentlichkeit bekannt zu machen – natürlich unter gleichen Voraussetzungen für alle und ohne persönliche An- und Untergriffe! So bleibt zumindest die Hoffnung, dass wir wieder zur nächsten Wahl 2016 in ähnlicher Form wie vor drei Jahren ein wenig mehr „Durchblick“ in die kommende Arbeit der Gemeinderatslisten bringen dürfen. Martin Muigg-Spörr, Redaktionsleiter

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LESERBRIEFE UND NEUIGKEITEN

AN DAS DORFBLATTL

Der Haiminger Gemeinderat hat im Dezember des Vorjahres mit 9 Ja- gegen 6 Neinstimmen beschlossen, bei der Raumordnungsbehörde einen Antrag auf Errichtung eines weiteren Supermarktes, MPREIS, auf der Ötztalerhöhe, einzubringen. Vor einigen Jahren wurde diese Grundfläche über Ansuchen des Grundeigentümers zur Errichtungen eines Betriebes vom Gemeinderat als „Sonderfläche“ gewidmet. In der Gemeinderatssitzung vom 18.07.2013 wurde zu diesem Thema mit großer Mehrheit die Ansicht vertreten, dass Haiming mit Betrieben dieser Art ausreichend versorgt ist. Bei dieser Sitzung wurde auch zum Ausdruck gebracht, ein weiterer Supermarkt auf der Ötztalerhöhe gefährde den bereits vorhandenen Betrieb dieser Art im Ortszentrum von Ötztal Bahnhof. Unser Bürgermeister Josef Leitner gibt unumwunden zu, dass man an diesem Standort sicher keinen Diskonter benötigt. Für die Gemeinderatsmehrheit ist es eine „wirtschaftlich unternehmerische Entscheidung“. Der für die Raumordnung zuständige Landesrat Tratter bringt in seinen Bemühungen immer wieder zum Ausdruck, dass die „Zeit der Einkaufszentren mit riesigen Parkplätzen an den Ortsrändern vorbei ist“. In unserer Gemeinde wäre es wichtiger nachzudenken, was wir haben wollen- und nicht, wie wir etwas verhindern können. Haiming hat viele leer stehende Geschäfte, Kleinbetriebe und einen toten Ortskern. Es wäre gescheiter, über eine Belebung der Ortsteile nachzudenken als über weitere Bausünden am Ortsrand. Darüber sollte der Gemeinderat bei einer neuerlichen Behandlung zu dieser Widmung nach eventuellen Einwendungen nachdenken. Anton Raffl

Gedanken zum Magerbachweg: Als gebürtiger Haiminger, der gerne in unserer Gemeinde lebt, verfolge ich laufend mit großem Interesse die Geschehnisse vor Ort. So auch die zuletzt emotionell geführte Debatte betreffend Sanierung oder Ausbau des Magerbachweges. Unmissverständlich festzustellen ist, dass dieser Weg in keinster Weise mehr den Anforderungen der Haiminger Bevölkerung zuzumuten ist. Daher gehört dieser Weg so saniert, dass er einem zeitgemäßen Standard entspricht. Natürlich sollte dabei möglichst wenig, jedoch aber ausreichend Grund von den Anrainern abgelöst werden um eine vernünftige Lösung erreichen zu können. Nachdem die Anrainer der Forchackersiedlung ihren Anteil bereits abgetreten haben, so ist es nun an den Eigentümern der Kulturgründe westlich des Magerbachweges Ihren Beitrag zu leisten, damit die Umsetzung der Baumaßnahmen unverzüglich und ohne weitere Verzögerung in Angriff genommen werden kann. Dies ist im Interesse aller die diesen Weg benutzen und somit auch für die Besitzer der Kulturflächen zumutbar. Um den Magerbachweg möglichst verkehrsberuhigt halten zu können, wären Verkehrszeichen mit dem freiwilligen Aufruf: „Bitte Rücksicht auf Anwohner: Freiwillig Tempo 30“ oder auch abwechselnd in der linken und rechten Fahrbahn 2 Buchten vorstellbar. Helmut Strigl

Die aktuellen Baupläne der Gemeinde Haiming geben Anlass zur Sorge. Wird unser Forchet weiterhin Stück für Stück schrumpfen? Was ist mit den Kindern, die täglich im Wald spielen? Was ist mit den Sportlern, den Spaziergängern, den Naturliebhabern, und denen die alles zugleich sind? Was wäre Haiming ohne den markant typischen Wald mit seinen krummen Föhren, den Hügeln und Felsen, den rosarot blühenden Erikas, und den Waldbewohnern? Ich denke wir können nicht nur stolz sein auf unsere Markttage und die Krampeler sondern auch auf das Forchet: auch das ist nämlich wahrhaft einmalig und unwiederbringlich. Iria Wratschko

### NEWS ### NEWS ### • • • • •

Die Anzahl der Gastlokale in Haiming nimmt weiter ab (Reste geschlossen, Basislager zu) Der Familienverband Haimingerberg ist unter neuer Führung. Das Gastronomielokal auf der Ötztaler Höhe beim HDZ wird abgebaut und woanders neu errichtet. Seelsorgeraum in Planung alle eingereichten Projektplanungen des Gemeindezentrums können im Gemeindeamt besichtigt werden.

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I M P R E S S U M

Herausgeber: Gemeinde Haiming

Redaktion: Anna Pfausler (pfan), Bernd Kapeller (beka), Christine Föger (chris), Martin Riess (marie), Erwin Föger (erfö), Martin Muigg-Spörr (mams), Daniel Perstaller (peda), u.v.a. Foto Titelseite: Stefan Santer Foto letzte Seite: Ilse Heppke Layout und Grafik: Martin Muigg-Spörr Druck: Ökodruckerei Pircher, Olympstraße 3, 6430 Ötztal-Bahnhof Für den Inhalt verantwortlich: Martin MuiggSpörr, Höhenweg 36, 6425 Haiming Kontakt: dorfblattl@gmail.com oder 0660/8805700


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HAIMING

Gemeinde

AUS DER GEMEINDE

Zum Titelfoto

Die Bushaltestelle in Grün

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oziale Netzwerke wie Facebook sind heute längst eine Selbstverständlichkeit und aus dem Leben der jüngeren Generation kaum mehr wegzudenken. Das aktuelle Titelfoto fand genau über diesen Weg zum Dorfblattl. Der talentierte Hobby-Fotograf Stefan Santer vom Haimingerberg stellte ein Foto auf Facebook und in den Kommentaren wurde angeregt, dass dieses Bild auf die Titelseite des Dorfblattls gehöre. Diese Anregung griff die Redaktion gerne auf und bat Stefan, ein Winterfoto in diesem Stil zu schicken. Dieser wartete verzweifelt auf Schneefall, der sich bis Anfang Jänner einfach nicht einstellen wollte. Stefan über sein Foto: „Durch Zufall entdeckte ich im Internet ein Foto mit einem Sternenhimmel, welches mich fasziniert hat. Ich wusste, dass man sich bei solchen Aufnahmen mit Langzeitbelichtungen befassen muss, und da mein Stativ bis

Ein schönes Beispiel für aktive Leserbeteiligung ist das aktuelle Titelbild mit dem Wartehäuschen in Grün.

dato noch nie so richtig zum Einsatz gekommen ist, bot sich diese sternenklare Nacht für einen Versuch perfekt an. Also packte ich mein Equipment und fuhr Richtung Sattele, auf der Suche

nach einem schönen Ausblick. Die Suche nach diesem bestimmten Motiv endete dann bei der Bushaltestelle in Grün. Der Sternenhimmel, mehrere unterschiedliche Berge im Hin-

tergrund und die Bushaltestelle im Vordergrund machten dieses Bild für mich perfekt.“ (Text: mams; Foto: Stefan Santer)

Ötztal Bahnhof

Bauarbeiten vor und im Friedhof

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iele Friedhofsbesucher fragen sich, was vor dem Eingang des Friedhofes bzw. innerhalb des Friedhofes wohl errichtet wird. Der Zeitpunkt des Baubeginnes - eine Woche vor Allerheiligen - mag wohl vielen unglücklich erscheinen. Aus terminlichen und kostenmäßigen Gründen wurde jedoch noch vor dem Wintereinbruch mit den Projekten „Müllablagerungsplatz“ vor und „Fundamente für Urnengräber“ innerhalb des Friedhofes gestartet. In der Vergangenheit wurde häufig Gräber-Aushubmaterial auf einer Freifläche vor dem Friedhof abgelagert, dieser wurde zu

dem noch mit biogenen Abfällen vermischt und musste somit als Sondermüll zur Deponie nach Roppen gebracht werden, was erhebliche Kosten verursachte. Mit der Lösung einer getrennten Ablagerungsfläche soll diesem Missstand Einhalt geboten werden. Im Sinne einer umweltgerechten und wirtschaftlichen Müllentsorgung weisen wir darauf hin, dass auch auf Friedhöfen eine Mülltrennung vorzunehmen ist – die entsprechenden Container stehen bereit. Innerhalb des Friedhofes werden heuer noch Urnengräber errichtet. Auch mit diesen Grabungsarbeiten wurde bereits begonnen, über den weiteren

Verlauf bzw. über die Fertigstellung der geplanten Urnenwand wird in den nächsten Ausgaben

des Dorfblattls berichtet. (Text und Foto: beka)

Noch im vergangenen Herbst entstand vor dem Friedhof ein Ablagerungsplatz für Aushubmaterial.

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Gemeinderats-Kiebitz Gemeinde

Gemeinderatsbeschlüsse: 2.10. und 12.12.2013

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itzung vom 02.10.2013 1. Die Niederschrift der Sitzung vom 18.07.2013 wurde einstimmig genehmigt. 2. Der Bericht über die Kassaprüfung ergab keine Beanstandung in der Kassaführung und somit wurde der Bürgermeister entlastet. Die Überschreitungen in der Höhe von knapp € 348.000 wurden genehmigt, da durch die Nichtausführung der Kanalisation und Wasserversorgung im Jahr 2013 in der Alten Bundesstraße ein Budget in der Höhe von € 446.475 stehen bleibt und damit die Überschreitungen gedeckt werden. 3. Aufgrund des Schutzes von öffentlichen Interessen bestehen bei der Betriebsanlage „Oilers Service GmbH“ in der Industriestraße keine Bedenken und wurde nach § 355 Gewerbeordnung zugestimmt. 4. Tagesordnungspunkt 4 bezüglich Zustimmung nach § 355 Gewerbeordnung der Betriebsanlage Anton Schatz wurde seitens des Antragstellers zurückgezogen. 5. Der Bürgermeister informiert den Gemeinderat, dass Gespräche mit dem Tourismusverband Ötztal, der VVT, der Liftgesellschaft Hochoetz und Kühtai sowie mit dem Hotel Ferienschlössl stattgefunden haben, die beabsichtigen, einen Linienbus während der Wintermonate in das Schigebiet Ochsengarten einzurichten. Es ist beabsichtigt, dass der Linienbus von Weihnachten bis Ostern (ca. 120 Tage) fahren soll. Die Kosten pro Tag belaufen sich auf 298 €. Der Bus kann von allen Schifahrern, Langläufern, Schitourengehern und Schneeschuhwanderern gratis benützt werden. Es wurde beschlossen einen Beitrag von 5500 € pro Jahr auf die Dauer von zwei Jahren zu leisten. 6. Mit der Firma Höpperger wurde der Vertrag über die Entsorgung des Biomülls mit einer Erhöhung von 15% auf drei Jahre zugestimmt. Der Abfuhrtag an Biomüll kostet die Gemeinde in Zukunft € 528,81. Ab 2014 wird ein zusätzlicher Termin im Oktober für die Abholung des Biomülls aufgenommen. 7. Die Eigentümer Bernhard Zoller

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und Markus haben um Kauf eines Teilstückes von 38m² im Bereich der Zufahrt zum Grundstück an der Schulstraße Nr.10 angesucht. Diesem Ansuchen wurde stattgegeben und 38 m² zum Preis von 69 € an die Gesuchswerber verkauft. 8. Auch die Eigentümer der Liegenschaft in der Kalkofenstraße 20a Dietmar Büchel und Birgitte Jaglitsch haben um Ankauf einer Teilfläche von 36 m² Gemeindegrund zur Verbesserung der Zufahrtsmöglichkeit zu ihrem Grundstück angesucht. Grundsätzlich wurde dem Kauf zum Ablösebetrag von € 69/m² zugestimmt, vorbehaltlich der Raumordnungsausschuss stimmt diesem bei der Begehung an Ort und Stelle zu. 9. Für die Leasingsfinanzierung bezüglich des Feuerwehrhauses Ochsengarten muss ein Nachtragsbeschluss gefasst werden, um die Gesamtinvestitionskosten von € 479.812,28 abzüglich der Einmalkaution von € 110.000,-- zu genehmigen. Der Erhöhung wurde einstimmig zugestimmt. 10. Bei Lawinensprengungen hat die Gemeinde Haiming eine Verordnung erlassen, dass für die dafür notwendige Zeit die Kühtaier Landesstraße gesperrt werden darf. 11. Der Gemeinderatsbeschluss vom 18. Juli 2013, als die Abtretung des Projektes Lawinensicherung L237 im Bereich der „Egertrinne“ an die BH Imst abgetreten wurde, musste formell richtig gestellt werden. Diesem Antrag wurde zugestimmt. 12. Für den Bereich Wassertalstraße ist es notwendig, einen Bebauungsplan zu erlassen. Betroffene Grundstücke sind Wassertalstraße Nr. 4, 6, und 8 sowie Riedernstraße Nr. 7 . Dieser Verordnung wurde einstimmig zugestimmt. 13. Oskar Pohl in Haiming wurden 20m² Pachtfläche im Bereich des Schafbades zur Aufstellung von Bienenständen auf die Dauer von fünf Jahren überlassen. 14. Einer Bereinigung von Grundflächen im Bereich des Wohnhauses Ötztalerstraße 21 wo es sich um geringfügige Grundstücksän-

derungen handelt, wurde seitens des Gemeinderates einstimmig genehmigt. 15. Der Verlängerung des Vertrages über die Pflege der öffentlichen Garten- und Grünanlagen in Ötztal-Bahnhof mit der Firma Norz wurde einstimmig um weitere drei Jahre verlängert. 16. Den Eheleuten Mag. Peter und Daniela Hinterholzer wurde der Pachtvertrag auf weitere fünf Jahre verlängert. Die Familie Hinterholzer hat von der Gemeinde eine Pachtfläche von 65 m² in der Wassertalstraße gepachtet. 17. Der Bürgermeister berichtet, dass das Holz- und Streunutzungsrecht im Gewerbe- und Industriegebiet im Ausmaß von 1.716 m² um € 30 je m² von Evi Kapeller abgelöst wurde. Voraus geht der GB-Beschluss vom 18. Juli 2013. Des weiteren soll das Holz- und Streunutzungsrecht im Bereich des Gewerbegebietes Süd abgelöst werden. Das Nutzungsecht im Ausmaß von 2.592 m² wird von Karl Allneider in Haiming abgelöst. 18. Frau Karin Burkhardt beabsichtigt für soziale Zwecke Nutzflächen beim ehemaligen Ferienheim anzupachten. Der Gemeinderat war der Meinung, dass sich der Sport-, Kultur- und Schulausschuss in Absprache mit dem Obmann des Umwelt- , Familien- und Sozialausschusses mit dieser Angelegenheit befassen soll und diese dem Gemeinderat einen Vorschlag unterbreiten mögen. 19. Unter Anträge, Anfragen, Allfälliges wurde Folgendes beschlossen: a) Dem Ansuchen um Verzicht auf das Vorkaufsrecht bei der Liegenschaft in der Forchetsiedlung vom Wohnhaus Brigitte Schober wurde zugestimmt. b) Dem Ansuchen des Alexander Leitner um Erwerb eines Gemeindegrundes im Bereich Föhrenweg im Ausmaß von 175 m² zum Preis von € 69 wurde vorbehaltlich der Begehung durch den Raumordnungsausschuss zugestimmt. c) Dem Antrag um Verzicht auf das Vor- und Wiederkaufrecht zugunsten Anna Haslwanters für das

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unbebaute Grundstück in Ötztal Bahnhof, Bereich Schule wurde zugestimmt. d) Es wurde der Antrag um Gewährung einer Subvention für den Kinderchor Ötztal-Bahnhof eingebracht. Der Vorsitzende erklärt, dass jede Pfarre eine jährliche Subvention in der Höhe von € 650 erhält, mit diesem u.a. auch die Chöre abgegolten werden sollen. Dem Antrag auf Aufnahme haben nur vier Gemeinderäte zugestimmt.

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itzung vom 12.12.2013 1. Die Niederschrift der Sitzung vom 02.10.2013 wurde genehmigt. 2. Bei der Beschlussfassung der Abgaben, Steuern, Gebühren und Entgelte wurden die Badegebühren, die Wasser- und Kanalanschluss- und Benützungsgebühren, sowie der Selbstbehalt für Rest- und Sperrmüll angehoben, alle anderen Gebühren sind gleich geblieben. 3. Die Gemeinde ist im Verfahren zur Genehmigung der Betriebsanlage zum Schutz der öffentlichen Interessen im Rahmen ihres Wirkungsbereiches zu hören, so hat die Firma Gottstein in Ötztal Bahnhof, um die gewerberechtliche Betriebsanlage zum Betrieb einer Lagerhalle und Produktionsraum sowie die Firma Pohl Metall in Ötztal Bahnhof um Betrieb einer Montagehalle, Büro und Lager und die Firma Markus Schöpf in Ötztal Bahnhof um Errichtung einer „KfzServicestation“ angesucht. Bei der Betriebsanlage Gottstein verweist der Gemeinderat auf die Einholung eines Lärmgutachtens, das von der BH Imst in Auftrag gegeben wurde. Sollte der Betrieb den lärmtechnischen Anforderungen entsprechen, wird kein Einwand erhoben. Auch für die Betriebsanlagen Pohl Metall und Markus Schöpf wird kein Einwand erhoben. 4. Aufgrund des Eigentümerwechsels hat Silvio Kapeller Gasthaus Stern um die gewerberechtliche Betriebsanlage angesucht. Der Gemeinderat erhebt keine Bedenken zum Betrieb des „Gasthauses“ in Haiming an der Alten Bundesstra-


´s Dorfblattl Haiming Haiming ist, wurde von der Landesabteilung vorgeschlagen, das derzeit gültige Raumordnungskonzept um weitere zwei Jahre zu verlängern. Dem Antrag wurde einstimmig zugestimmt. 11. Die Firma M-Preis hat um Änderung des Flächenwidmungsplanes zur Errichtung eines MPreis Marktes auf der Ötztaler Höhe angesucht. Da bereits zwei Lebensmittelmärkte auf der Ötztaler Höhe angesiedelt sind, wurden Bedenken geäußert. Mit dem Eigentümer der M-Preis-Kette konnte eine Vereinbarung erzielt werden, dass, falls der Spar Markt in Ötztal-Bahnhof Dorfzentrum aus welchen Gründen auch immer binnen der nächsten 10 Jahre zusperren sollte, M-Preis dieses Geschäft übernimmt und einen MPreis im Zentrum betreiben wird. Somit wird die Nahversorgung für Ötztal-Bahnhof garantiert. In geheimer Abstimmung wurde die Flächenwidmungsänderung mit neun Ja- und sechs Nein-Stimmen genehmigt. 12. Mit den Eigentümern des Grundstückes gegenüber des Gemeindeamtes, das derzeit als Parkfläche verwendet wird, konnte eine Tauschvereinbarung erzielt werden. Das Grundstück im Ausmaß von 1.422 m² wird mit Grundflächen im Wohngebiet in Ötztal Bahnhof zur Bebauung von Wohnhäusern getauscht. 13. Dem Ansuchen zum Abbau von Schotter im Ortsteil Riedern nach § 82 Abs. 2 MINROG wurde stattgegeben. 14.Dem vorgelegten Vertrag für das Pumpspeicherkraftwerk Sellrain-Silz wurde zugestimmt und genehmigt. 15. Nicolai Gstrein in Schlierenzau 24 hat um Erwerb von ca. 700m² Gemeindegrund für die Errichtung eines Lagers angesucht. Der Raumordnungsausschuss hat sich damit befasst und eine Fläche im Bereich des nördlichen Gewerbe- und Industriegebietes (Pohl GmbH) zum Erwerb ausgezeichnet. Es wurde der Grundsatzbeschluss gefasst, Herrn Gstrein 700 m² Gewerbegrund zum Preis von € 50 (zuzügl. Steuern) zu überlassen. 16. Die Beschlussfassung über die beim Bau der Unterführung Ötztalerstraße ÖBB getroffene Tausch-

vereinbarung wurde vertagt. 17. Der Verlängerung des Mietvertrages der Mietwohnung in der Kalkofenstraße für Frau Ruth Zollitsch wurde einstimmig zugestimmt. 18. Da Rita Kapeller, Raumpflegerin des Kindergarten Haiming in Pension ging, wurde beschlossen, die Arbeiten an eine Firma , die bereits die neue Mittelschule sowie das Sonderpädagogische Zentrum und die Volksschule Bahnhof reinigt, zu übertragen. Für den Vorschlag haben 13 mit Ja und zwei Gemeinderäte mit Nein gestimmt. 19. Für die Errichtung eines Waldweges im Bereich Haimingerberg wurde die Zustimmung zur Benützung von Gemeindegrund erteilt. Dieser Waldweg soll wie geplant wiederum zurückgebaut werden. 20.Unter Anträge, Anfragen, Allfälliges wurde Folgendes beschlossen: a) Im Bereich der neuen Erschließung Höhenweg wird das letzte Grundstück an Herrn Andreas Löffler aus Haiming verkauft. b) Es wird berichtet, dass der Raumordnungsausschuss die Grundstücke Büchel/Jaglisch in der Kalkofenstraße und die Teilfläche Alexander Leitner im Bereich Föhrenweg besichtigt hat und dem Verkauf zugestimmt wird. c) Peter Zoller wird für die Zufahrt zum Weingut in Magerbach ein Wegservitut auf Gemeindegut bewilligt. d) Dem Ansuchen der Tiwag für eine Zufahrt zu der Quelle „Kohlstatt“ wird stattgegeben. e) Nach Vorlage des Vermessungsplanes zum Erwerb eines Grundstückes im Gewerbe- und Industriegebiet durch Herrn Vinazzer wird das Ausmaß mit 2.716 m² festgelegt. f) Der Beschluss zur Förderung von Solaranlagen wird erweitert, wo auch der Austausch von Solaranlagen die nach den Richtlinien des Landes gefördert werden, auch seitens der Gemeinde mit 1/3 der Landesförderung bezuschusst wird. Diesem Antrag wurde zugestimmt. (Text: beka)

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Vielseitige Kultur Vor 50 Jahren – am 28. Oktober 1964, - wurde die „neue Kirche“, wie sie damals von den Haiminger/innen genannt wurde, in Ötztal Bahnhof eingeweiht. Die große Glocke mit dem Text „Ich rufe zur Arbeit, der heilige Josef ist hier in uns Vorbild“, bildete die Grundlage, die Kirche dem hl. Josef den Arbeiter als Kirchenpatron zu weihen. Zum Auftakt der 50 Jahre Jubiläumsveranstaltungen in diesem Jahr haben die Verantwortlichen des Pfarrgemeinderates unter Obmann Manfred Egger gemeinsam mit Pfarrer Volodymyr zum dritten Adventsonntag ein kulturelles Zeichen gesetzt. Der größte Haiminger Ortsteil versteht es immer wieder, Feste der besonderen Art zu feiern. Es ist den „Bahnhöflern“ die sich aus vielen Landesteilen in dieser jungen Bestandsgeschichte zusammengefunden haben, gelungen, das Miteinander besonders hervor zu heben. Was kann Ortsteile besser zusammen schweißen, als Kulturschaffende aus der gesamten Gemeinde? Die abwechslungsreichen Vorträge in der vollbesetzten Pfarrkirche strahlen das Gefühl einer starken, großen Gemeinschaft aus. Vielleicht ist es ein geeigneter Weg, ein künftiges Miteinander weiter zu verbessern. Während der vielfältigen musikalischen und sprachlichen Beiträge fiel mir der lächelnde Papst Franziskus im März des Vorjahres ein. Dort gab er den Journalisten die aufmunternde Mahnung mit auf den Weg, bei ihrer Arbeit stets „die Wahrheit, Güte und Schönheit im Auge zu behalten“. Die Bedeutung dieser Mahnung für die schreibende Zunft möchte ich heute zum Anlass nehmen, die Gefühle vieler Kirchenbesucher an diesem Adventabend zum Ausdruck zu bringen. Als Elschter hatte ich das Gefühl, dass die vielen Kulturschaffenden aus unseren Ortsteilen einer Verbesserung der gemeinsamen Interessen am Herzen liegen und wir dies auch erreichen können. Als an diesem weihnachtlichen Abend zum Auszug gemeinsam das echte Tiroler Volkslied aus dem Brixental „Es wird scho glei dumpa“ angestimmt wurde, hatten die Besucher das Gefühl, zu einer großen Gemeinschaft zu gehören. Bis zum nächsten Mal die

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Gemeinde

ße. 5. Dem Ansuchen der Asfinag Bau Management GmbH um Verkauf von Flächen zur wasserrechtlichen Sanierung der A12 Inntal Autobahn sowie Eintragung eines Leitungsrechtes auf Grundstücken, die der Gemeinde Haiming gehören, wurde stattgegeben. 6. Die Verordnung aus dem Jahre 1993, als Taxistandplätze am Bahnhofsplatz ausgewiesen wurden, wird dahingehend geändert, dass der Zusatz „Diese Verordnung hat für die im Gemeindegebiet Haiming ansässigen Taxiunternehmer keine Gültigkeit“ gänzlich gestrichten wird. 7. Die AREA47 hat um Pacht einer Waldfläche zur Errichtung einer Mountainbikestrecke im Bereich der Zufahrt zur Area47 und außerhalb des Naturschutzgebiets angesucht. Diesem Ansuchen wird stattgegeben, vorausgesetzt die Weideberechtigten und der Nutzungsberechtigte stimmen der Benützung der Fläche zu. Um die naturschutzrechtliche Bewilligung hat die Area47 Betriebsgesellschaft sich selber zu kümmern. 8. Da noch Ungereimtheiten mit der Neuerlassung der Badeordnung aufgetaucht sind, wurde dieser Tagesordnungspunkt vertagt. 9. Wie schon in vorhergehenden Sitzungen der Grundsatzbeschluss gefasst wurde, der Firma Fiegl Tiefbau eine Grundfläche zur Errichtung einer Aushubdeponie zu gestatten, wird mitgeteilt, dass geplant ist, die Zufahrt zu diesem Gelände über die B186 der Ötztal Straße zu errichten. Dadurch kommt es zu keiner Beeinträchtigung der Bevölkerung bei dieser Zufahrt. Insgesamt werden 1,7 ha Depotfläche gebraucht. Bürgermeister Leitner hat vorgeschlagen, zur Vertragserstellung einen Fachmann beizuziehen. Es wurde Herr Walter Haas aus dem Unterland genannt, der auch bereits für das Bauwerk Unterinntaltrasse, sowie AushubDeponien für größere Baustellen Verträge erstellt hat. Dem Antrag wurde einstimmig zugestimmt. 10. Da nach wie vor die naturschutzrechtlichen Stellungnahmen zum örtlichen Raumordnungskonzept von Sachverständigen der Landesabteilung vorliegen und daher die Auflage des Konzeptes kein Versäumnis der Gemeinde


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Das aktuelle Interview - Alois Neurauter Gemeinde

„Hochoetz wird nie mit Kühtai verbunden!“

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lois Neurauter aus dem über Ochsengarten gelegenen Marlstein hat im Lauf seines aktiven Lebens viele wichtige Funktionen inne gehabt. Unter anderem ist er seit 41 Jahren im Tourismusvorstand in verschiedenen Funktionen tätig, stellvertretender Obmann der Lawinenkommission Haiming/ Kühtai, seit 17 Jahren Ortsbauernobmann und war fast zwanzig Jahre lang Obmann des Skiclubs Haiming, Gemeinderat, .... Mitten im Winter ist der „Loisl“, wie er genannt wird, der ideale Gesprächspartner für ´s Dorfblattl. Dorfblattl: Die Familie Neurauter wird in Haiming mit dem Tourismus und der Landwirtschaft verbunden wie kaum eine andere. Wie kam deine Familie zum Tourismus? Alois Neurauter: Ursprünglich waren meine Vorfahren hier in Marlstein ausschließlich Landwirte und man kann ruhig sagen, dass der Gasthof aus der Landwirtschaft entstanden ist. Seit 1907 hat meine Familie die Ausschanks-Konzession und mit der Zeit wurde das Gasthaus immer wichtiger. Heute ist es umgekehrt wie vor hundert Jahren und der Tourismus trägt die Landwirtschaft, die wir aber nach wie vor mit großer Leidenschaft betreiben, weil diese auch sehr wichtig für den Sommertourismus ist und zum Erhalten der Naherholungsgebiete, was unsere Almen und Wiesen sind, beiträgt. Marlstein liegt nun wahrlich nicht am Nabel der Welt. Trotzdem seid ihr im Sommer und Winter erfolgreich im Kampf um Urlaubsgäste. Wie erklärt sich dieser Erfolg? Der Erfolg liegt ganz klar in unserer Familie begründet. Seit Generationen halten wir zusammen und sind fleißig. 1932 waren mit Engländern die ersten Wintergäste bei uns und seit damals werden Gäste bei uns sehr familiär betreut. Dadurch haben wir mehr als 1500 Stammgäste, die schon mindestens drei Mal bei uns geurlaubt haben. Manche Familien kommen schon in vierter Generation zu uns. Besonders erfreulich ist, dass wir seit fünf Jahren im Sommer gleich viele Näch-

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so sicher stellen, dass auch in der nächsten Generation der Skisport noch Volkssport ist.

Der „Lois“ hat in den vergangenen Jahrzehnten den Tourismus wie kaum ein anderer mitgeprägt.

tigungen wie im Winter verbuchen können. Der gute Gast sucht heute Natur und Ruhe und das bekommt er bei uns mit „Urlaub am Bauernhof“ in seiner reinsten Form. Du giltst als jemand, der sich kein Blatt vor den Mund nimmt und auch immer wieder „Tacheles“ spricht. Was brennt dir aktuell unter den Fingernägeln? Wir brauchen absolut keine neuen Skigebiete mehr. Die Tourismusverantwortlichen sollen sich darauf konzentrieren, bestehende Skigebiete zu optimieren. Ich bin mir sicher, dass wir gerade in eine sehr kritische Phase kommen und in zehn Jahren mindestens zehn Prozent der Skigebiete in Tirol nicht mehr existieren werden. Auch für die Hotellerie wird es sehr eng werden. Bis auf wenige Wochen im Jahr bleibt der Großteil der Betten leer und diese werden dann weit unter dem wirtschaftlich notwendigen Preis verkauft. Marlstein und die Feldringer Alm, die ja auch von deiner Familie bewirtschaftet wird, profitieren vom Skitourenboom. Wie siehst du die Entwicklung des Wintersports abseits der präparierten Pisten? Outdoorsport boomt – im Sommer wie im Winter. Berg- und Skitouren gehen hat in den letzten drei Jahren einen ungeahnten Aufschwung erlebt und ich bin mir sicher, dass das heute noch unabsehbare Dimensionen erreichen wird. Da ist die Tourismuswirtschaft natürlich gefragt und muss darauf reagieren. Mit dem Ortsausschuss haben wir

die Realisierung eines ganzjährig nutzbaren Klettersteigs in Magerbach erreichen können. Das wird eine ganz tolle Geschichte. Ab dem heurigen Sommer wird man hier familientauglich klettern können mit mehreren Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten und dabei über 1000 Höhenmeter zurücklegen können und das wie gesagt Sommer wie Winter. An der Apfelstraße wird ein „Apfelmeile“ genannter Genusslehrpfad entstehen, sodass man Einheimischen wie Gästen den Haiminger Apfel besser näherbringen kann. Außerdem hat es der Ortsausschuss zuwege gebracht, dass ein neuer erweiterter Erlebnisspielplatz in Ochsengarten im Entstehen ist. Früher konnte jedes Tiroler Kind Ski fahren, heute klagen viele Familien darüber, dass der alpine Skisport nicht mehr leistbar sei. Welche Gegenmaßnahmen könntest du dir vorstellen? Das ist wirklich ein großes Problem. Wir sind dabei uns von einer Skination, deren Ursprung auf dem Breitensport beruht, weg zu entwickeln. Meiner Meinung sollten alle Kinder bis 14 Jahren auf allen Liftanlagen gratis fahren dürfen ohne Bindung an irgendwelche Erwachsenenkarten. Es sollten sogar die einheimischen Eltern noch mehr begünstigt werden, wenn sie ihren Kindern das Ski fahren lernen. Die Bahnen fahren ja ohnehin und sind, abgesehen von wenigen Wochen, beileibe nicht ausgelastet. Warum nicht die leeren Sessel mit Kindern und ihren Eltern füllen und

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Über den Zusammenschluss von Hochoetz und Kühtai wird schon seit Langem gesprochen, aber passiert ist bislang nichts. Wie siehst du die Chancen dafür, dass dieses Projekt in den nächsten zehn Jahren umgesetzt wird? Das ist meiner Meinung nach aus vielen Gründen unmöglich und auch unnötig. Abgesehen davon, dass man mit den zu bauenden Liftanlagen gleich mehrere hochgefährliche Lawinenstriche kreuzen würde, wäre das ein ökologischer und naturschutzrechtlicher Wahnsinn, der da über das Wörgetal hereinbrechen würde. Wir haben eine halbstündliche Busverbindung zwischen den beiden Skigebieten, die noch weiter verbessert werden kann – mehr braucht es hier sicher nicht. Die Erschließung des Pirchkogels ist auch seit Jahrzehnten ein Thema. In den letzten Jahren ist es hier allerdings ruhiger geworden und es sieht nicht danach aus, als ob dieses Projekt noch umgesetzt werden würde. Bist du traurig darüber? Wenn man an einem Sonntag in Kühtai ist und sieht, was da auf der Straße los ist, kommt man schon auf den Gedanken, dass eine Zubringerbahn aus dem Inntal eine Aufwertung wäre. Aber dieser Zug ist abgefahren und ich bin heute sicher nicht traurig darüber, da der Trend in eine ganz andere Richtung geht und eine solche Bahn niemals wirtschaftlich sein könnte. Die Feldringer Böden bis hinauf zum Pirchkogel sind ein Paradies für unsere Skitourengeher im Winter und Wanderer im Sommer. Solche Naherholungsgebiete sind ohnehin schon selten genug und müssen erhalten bleiben. Niedrig liegende Skigebiete wie zum Beispiel Hochimst haben massiv mit dem ausbleibenden Schneefall zu kämpfen. Wird es in zehn Jahren überhaupt noch Winter wie wir sie als Kinder erlebt haben, geben?


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Die Haiminger Ortsteile sind sehr zerstreut und man sagt, dass sich die Ochsengartner ohnehin eher als Oetzer fühlen. Stimmt das auch heute noch? Das kommt aus der Zeit, als Ochsengarten nur von Oetz her erreichbar war, aber seit dem Bau der Straße über das Sattele in den siebziger Jahren hat sich das stark gewandelt. Ich bin mir sicher, dass man keine zehn Ochsengartner findet, die lieber zu Oetz gehören würden. Wir sind zwar abgelegen, wurden aber von der Gemeinde Haiming nie stiefkindlich behandelt – im Gegenteil, man hat sehr viel für uns getan. Du strahlst Agilität und Schaffenskraft aus, andere in deinem Alter haben sich aber schon lange aus dem aktiven Geschäftsleben zurückgezogen. Gibt es bei dir noch keinen Gedanken an Übergabe und Ruhestand? Ich bin nun 64 Jahre alt und die Nachfolge ist familienintern gut geregelt. Aber an Ruhestand denke ich beileibe nicht, obwohl ich im Gastbetrieb schon etwas kürzer trete und mich jetzt mehr auf die Landwirtschaft konzentriere. Ich bin so etwas wie unser Hausmeister für alles und das kann auch noch ein Weilchen so bleiben. Wenn es nach mir geht und der liebe Gott es zulässt, werde ich gesund 80 Jahre alt und schau neugierig zu in welche Richtung sich der Tourismus und unser Land im allgemeinen entwickelt. (Text und Foto: mams)

Service für Gemeindebürger

Kostenloser Skibus nach Hochoetz

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eit 22. Dezember 2013 verkehrt eine neue Buslinie zwischen dem Inntal und Ochsengarten. Wintersportler in der Region können das Angebot kostenlos nutzen und das Auto stehen lassen. Nach den positiven Erfahrungen mit dem Wanderbus zwischen Haiming und Hochoetz im Sommer, nimmt die Linie zwischen Silz und Ochsengarten für alle Einheimischen und Gäste den Dienst auf. Das Angebot verbessert die direkte Anbindung ohne Umsteigen von Silz, Haiming und Haimingerberg an die Skigebiete in Hochoetz und Kühtai. Darüber hinaus wird nun das beliebte Rodel-, Winterwander- und Skitourengebiet „Sattele – Feldring Alm“ im Winter mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Kostenloser Transfer „Wir registrieren den Trend, dass unsere Gäste im Urlaub gerne auf das Auto verzichten und lieber den regionalen Nahverkehr nutzen. Mit der neuen Buslinie

werden wir dem gerecht“, so Christoph Rauch von Ötztal Tourismus. In beiden Richtungen steuert täglich vier Mal ein 20-Sitzer die Haltestellen an und lässt sich mit gültigem Skipass bzw. Ski-, Snowboard oder Langlaufausrüstung kostenlos nutzen. In der Hauptsaison steht zudem ein Fahrzeug mit größerer Kapazität zur Verfügung. Die Gesamtkosten für diesen Service belaufen sich auf über 30.000 €. Finanziert wird das Projekt von

den Gemeinden Haiming und Silz, den Bergbahnen Oetz und Kühtai, dem Hotel Ferienschlössl sowie von Ötztal Tourismus über den Infrastruktur-Euro. Weiters fördern Verkehrsverbund Tirol und der Bund die Buslinie. Die Unterstützung des Lebensministeriums erfolgt im Rahmen von klima:aktiv mobil aus Mitteln des Förderungsprogrammes als Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz im Verkehr. (Text und Foto: Ötztal Tourismus)

Das neue Regiotaxi verbessert die direkte Anbindung von Ochsengarten - nicht nur für Skiläufer.

Kraftwerksprojekt

In Haiming soll Krafthaus entstehen

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ereits in der Frühjahrsausgabe des Dorfblattls wurde über das Kraftwerksprojekt Innstufe Imst-Haiming der TIWAG berichtet. Die neue Innstufe Imst-Haiming soll direkt an das schon 1956 ans Netz gegangene Kraftwerk Prutz-Imst anbinden und die im Kraftwerk Prutz-Imst bereits einmal abgearbeiteten Wassermenge nochmals nutzen. Dafür muss ein neuer rund 14 km langer unterirdischer Triebwasserstollen errichtet werden, der das Wasser bis zum geplanten Krafthaus Haiming leitet. Das Krafthaus ist nördlich der Autobahn zwischen dem Tunnel Schlenzenmure und der Simmeringgalerie vorgesehen. Vom Krafthaus Haiming gelangt das Triebwasser über ein zwischen Autobahn und Inn errichtetes Ausgleichsbecken in

den Inn zurück. Die Einbindung und Information der berührten Projektgemeinden wird von Seiten der TIWAG als sehr wichtig angesehen. So gab es im Februar 2013 neben einer Gemeinderatsinformation auch eine Bürgerinformation der Haiminger Grundeigentümer im Bereich Simmering. Die Veranstaltung im Gasthof Zickeler war sehr gut besucht, so dass nach der Projektpräsentation durch den Projektleiter Robert Reindl eine rege und konstruktive Diskussion entstand. Im März 2013 wurde das Projekt Innstufe Imst-Haiming zum UVP-Vorprüfungsverfahren bei der Behörde eingereicht. Zweck des Vorprüfungsverfahrens ist es, die behördlichen Vorgaben für die eigentliche UVP-Einreichung möglichst frühzeitig mitgeteilt

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zu bekommen, um sie entsprechend berücksichtigen zu können. Die derzeit laufenden Bearbeitungen umfassen vor allem die Ist-Bestandserhebungen. (Text und Foto: Robert Reindl)

Bohrgerät zur Errichtung von Grundwasserpegeln.

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Gemeinde

Ich bin schon überzeugt, dass sich das Klima verändert, denn diese extremen Wetterwechsel sind neu. Was aber nicht neu ist, sind die mehr oder weniger schneereichen Winter. Ich kann mich gut an meine Zeit als Skilehrer in Kühtai zwischen 1968 und 1975 erinnern, als wir am Hochalter mitten im Jänner von der Mittelstation mit dem Lift ins Dorf hinunter fahren mussten. In einem anderen Jahr haben wir oben auf den Feldringer Böden Skikurs gegeben, weil nur dort noch ein bisschen Schnee übrig geblieben war. Letztes Jahr hatten wir viel Schnee, heuer bis Mitte Jänner wenig – das war alles schon da und deswegen mache ich mir da auch keine Sorgen.


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Gemeindezentrum neu Gemeinde

Siegerprojekt steht einstimmig fest

So wird die Außenansicht des neuen Gemeindezentrums nach der Realisierung aussehen.

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ie bereits in der letzten Ausgabe berichtet, wurde über das Land Tirol, Abteilung Dorferneuerung ein Architektenwettbewerb zur Erlangung von Vorentwürfen für das neue Gemeindezentrum gestartet. Dabei wurden acht renommierte Architekturbüros zu diesem Wettbewerb geladen. Am 13. Dezember wurden die Projekte im Oberlandsaal vorgestellt und von einer Jury bewertet. Das Jurorenteam setzte sich wie folgt zusammen: • Architekt DI Raimund Dickinger, Vertreter der Kammer • HR DI Nikolaus Juen, Dorferneuerung Tirol • DI Martin Schönherr, Sachgebiet Raumordnung • BGM Josef Leitner, • GR Christian Köfler, • Bernd Kapeller, Bauamtsleiter, • GR Annemarie Gritsch • GR Monika Prantl • GR Josef Perwög Die Jurymitglieder diskutierten anhand der Pläne und Modelle die städtebaulichen und organisatorischen Gesichtspunkte. Zu diesem Gremium wurde ein Fachmann im Bereich Energie als beratendes Mitglied, Herr DI Peter Feichtinger von der Energie Tirol eingeladen. Weiters waren seitens des Gemeinderates, GR Claudia Melmer, Vizebgm. Martin Haslwanter, GR Karl Föger, GR Stephan Kuprian

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und GR Ing. Engelbert Schöpf beratend anwesend. Die termingerecht in der Abteilung Dorferneuerung abgegebenen Projekte wurden auf ihre Anonymität geprüft und mit den Kennziffern von 01 bis 08 versehen. Beim ersten Bewertungsdurchgang verabschiedete man sich bereits von drei Projekten. Beim zweiten Bewertungsdurchgang wurden neben den städtebaulichen Aspekten auf die funktionelle Anordnung der einzelnen Nutzungsbereiche genauer eingegangen. Nach längerer Beratung wurden wiederum drei Projekte ausgeschieden, sodass die Projekte mit den Nummern 04 und 07 zur Entscheidung vorlagen. Im letzten Durchgang wurde einstimmig das Projekt 07 als Wettbewerbssieger von der Fachjury genannt. Im Protokoll der Fach-

preisrichter ist zu lesen: „Städtebaulich formt der Entwurf zusammen mit dem Oberlandsaal einen klar definierten Ortsraum als Dorfplatz, der zum Teil überdacht konzipiert ist. Durch die Trennung von Gemeindehaus und Dienstleistungszentrum in zwei Baukörper fügt sich die Bebauung hinsichtlich ihrer Körnung überzeugend in die gewachsene Struktur ein. Das Gemeindehaus liegt in der Südostecke des Planungsareals und erhält durch die Lage und die auch durch die Dreigeschossigkeit die notwendige Signifikanz im Ortsraum. Gut gelöst sind durch die Aufteilung in zwei Baukörper auch die Zugänge zu den einzelnen Funktionsbereichen. Die Höhendifferenz zwischen Straße und Erdgeschosszone wird geschickt für die Ausformung des Dorfplatzes genutzt. Das Gemeindehaus ist gut orga-

Das Juryteam vor den betreffenden Gebäuden.

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nisiert, die Lage des Sitzungsund Trauungssaales im dritten OG bietet besondere räumliche Qualitäten und macht diesen Bereich auch für andere Nutzungen attraktiv. Das Dienstleistungsgebäude ist ebenfalls gut organisiert, mit attraktiven Grundrissen. Insgesamt ein stimmiges Projekt, das der Gemeinde viele Vorteile bietet.“ Das Projekt mit der Nr. 07 wurde vom Büro Arch. Ferdinand Haslwanter und Dipl.-Ing. Marian Gritsch aus der Nachbargemeinde Silz erarbeitet und bekam den Zuschlag. Derzeit steht die Gemeindeführung in Verhandlung mit den Architekten, sowie mit den derzeitigen Mietern Raiba Silz-Haiming und Frau Rosmarie Köll. Im Anschluss daran wird es Gespräche mit den neuen Nutzern bzw. Mietern (Arzt, Physiotherapeut, Musikkapelle Haiming, Pensionistenverband und Vinzenzgemeinschaft, Raiba SilzHaiming sowie den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung bezüglich der neu geschaffenen Räumlichkeiten geben. Auch mit Vertretern der Haiminger Markttage und des Brauchtumsvereines werden Gespräche im Hinblick auf die Gemeindevorplatzgestaltung geführt. Geplanter Baubeginn ist der Spätsommer 2014. (Text, Foto und Repro: beka)


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Der Naturpark Ötztal geht neue Wege

Geländerelief Ötztal in Ambach; Visualisierung: LAAC-Architekten

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ach Jahren intensiver Aufbauarbeit planen die Verantwortlichen des Naturparks einen nächsten großen Schritt. An insgesamt sechs Standorten im Tal sollen Infopoints errichtet werden, wo sich die Besucher über die besonderen Naturattraktionen der jeweiligen Teilregion informieren können. Die Gemeinde Haiming ist als Mitglied des Naturparks mit einem Standort in Ambach (Ötztal-Info) am Beginn des Tales prominent vertreten.

zu füllen.

Wettbewerb der besten Ideen Vor etwa zwei Jahren wurde mit der Entwicklung eines Konzepts begonnen, welches die wichtigsten Themen des Naturparks Ötztal aufgreifen und diese dem Besucher auf moderne und spielerische Art näherbringen soll. Das Standortekonzept sieht ein zentrales Naturparkhaus in Längenfeld, einen Gesamtüberblick in der Ötztal-Info in Ambach sowie weitere Infopoints in Niederthai, Gries, auf der Hohen Mut (Obergurgl) und in Vent vor. Aufgrund eines Architektur- und Ideenwettbewerbs wurden die Vorschläge der Innsbrucker „LAACArchitekten“ gemeinsam mit der Ausstellungsagentur „Liquid Frontiers“ aus Wien am besten bewertet. Rund 25 ExpertInnen der unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen haben zwischenzeitlich mitgeholfen, die vielen „Regale“ des Grundkonzepts mit ganz konkreten und besonders interessanten Inhalten

Das Naturparkhaus in der Mitte des Tales Unweit des alten Kurbads in Längenfeld wird an einem sehr attraktiven Standort das „Naturparkhaus Ötztal“ entstehen. Dort wird das Naturparkmanagement seine neue Heimstätte finden. Talweite Naturthemen wie Fauna, Flora, Geologie, Meteorologie, Hydrologie, Glaziologie oder Archäologie werden für die Besucher auf einer Ausstellungsfläche von rund 270 m² aufbereitet. Die Architektur dieses Gebäudes wird zu einer besonderen Attraktion werden, da das Haus auf spannende Weise in einen Steinschlagschutzdamm integriert wird und damit einen unmittelbaren Eindruck der vom steilen Abhang her wirkenden Kräfte vermitteln wird.

Zentrale Naturpark-Anlaufstelle in der Ötztal-Info Ambach Der südöstlich gelegene Ausstellungsraum der Ötztal-Info wird künftig als „Empfangszimmer“ für den Naturpark Ötztal zur Verfügung gestellt. Herzstück dieses Standorts am Eingang des Tales wird ein eindrucksvolles 3D-Relief sein, das den Besuchern einen exzellenten Überblick über das gesamte Ötztal vermittelt.

Das System der Informationsträger am Beispiel von Niederthai und Gries Das eigens für den Naturpark Ötztal entwickelte System der „Infor-

mationsträger“ zeigt sich am eindrucksvollsten in Niederthai und Gries. Solche Informationsträger sind für alle Standorte vorgesehen, in Niederthai und Gries jedoch frei in der Landschaft stehend. Sie haben ein Flächenausmaß von ca. 4x6 Metern und bilden reliefartig die umgebende Landschaft mit vielen wichtigen Naturparkinformationen ab. In Niederthai ist das wichtigste Informationsobjekt der Tauferberg, der vor ca. 8700 Jahren infolge des Köfler Bergsturzes entstanden ist. Als Hauptmotiv des Informationsträgers Gries dienen modellhaft die großen Wasserläufe, die sich im Sulztal zum Fischbach vereinen. Inhaltlich liefert dieser Standort beispielsweise auch einen Bezug zum Schrankogel (3497 m), der ein Forschungsstandort für den Klimawandel ist. Hohe Mut: Gletscherphänomene und hochalpine Forschung An diesem 2670 m hoch gelegenen Standort sind die Gletscher allgegenwärtig und geradezu spürbar. Es ist daher naheliegend, dass sich der in der Hohe-Mut-Alm vorgesehene Informationsträger insbesondere mit der Glaziologie und dem am Rückzug der Gletscher eindrucksvoll ablesbaren Klimawandel beschäftigt. Der Blick durch das Panoramafenster dieses Ausstellungsraums ergänzt den Informationsträger in idealer Weise. Bergsteigerdorf Vent, die Wirkungsstätte von Pfarrer Franz

Senn Der geplante Standort für den Informationsträger in Vent ist das denkmalgeschützte Pfarrwidum. Dieser Infopoint wird sich besonders mit der Geschichte des Alpinismus, der hochalpinen Archäologie, dem Schaftrieb, den Gletscherausbrüchen sowie dem Leben und Wirken des Begründers des Österreichischen Alpenvereins, Pfarrer Franz Senn, beschäftigen. Die Finanzierung als große Herausforderung Das endgültige Finanzierungskonzept wird noch einige Monate auf sich warten lassen, da für die neue EU-Förderperiode (2014-2020) derzeit noch keine Richtlinien vorliegen. Wenn sich die Finanzierung mit Hilfe der EU, des Bundes und des Landes als machbar herausstellt, kann 2014 mit den ersten Baumaßnahmen begonnen werden. Obmann des Vereins Naturpark Ötztal und somit Schirmherr des Projekts ist der Sölder Bürgermeister Ernst Schöpf. „Wer A sagt, muss auch B sagen“, ist sein Credo. „Wir haben den Naturpark gewollt, und jetzt gilt es, ihn vor den Vorhang zu holen. Dazu wird es eine Menge Hirnschmalz und auch eine schöne Stange Geld brauchen. Aber wenn wir Ötztaler wirklich dazu stehen, werden auch die Herrschaften in Brüssel, Wien und Innsbruck tief genug in ihre Schatullen greifen“, zeigt sich Schöpf zuversichtlich. (Text und Fotos: Naturpark Ötztal)

Das geplante Naturparkhaus ist in den Schutzdamm in Längenfeld integriert; Visualisierung: LAAC-Architekten

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Gemeinde

Naturpark Ötztal


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Umwelt Gemeinde

Ein Plädoyer für den Forchet

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ir unternehmen eine Zeitreise ins Jahr 15 v. Christus. Mächtige Wälder bewachsen Europa, die Flüsse durchziehen in breiten Schlaufen und wilden Stürzen den Kontinent. Die Anzahl der Menschen liegt bei einem Bruchteil der heutigen Weltbevölkerung, und deren technischer Fortschritt liegt weit vor der industriellen Revolution, an einem Punkt, an dem Fortbewegung etwa nur per Fuß oder Karren möglich ist. Und Kaiser Augustus gibt den Befehl zur Eroberung der Alpenländer. Knapp 2030 Jahre später, im Jahr 2014: Österreich ist dicht besiedelt. Im Talboden des Inntals ist von den einstigen Wäldern nicht mehr viel zu erkennen, Felder grenzen an Siedlungen und der Inn fließt in seinem vorgegebenen geraden Flussbett. Die Autobahn zieht sich von Ost nach West, auf ihr flitzen die vielen Autos wie kleine glitzernde Punkte. Auf der langen Strecke von Rosenheim bis Landeck findet sich nur mehr ein einziger Wald der in seiner Ursprünglichkeit erhalten blieb, reich an den verschiedensten Tier-und Pflanzenarten: Das Forchet. Naturjuwel Forchet Nein, Sie haben sich nicht verlesen und das ist auch kein Witz. Der Wald vor unserer Haustüre ist es, der von Fachleuten als das letzte Fleckchen Natur im gesamten Inntal genannt wird. Der steinreiche, humusarme Boden, welcher den niedrigen,

Wälder und Siedlungsgebiete schließen sich nicht aus - sie bereichern einander.

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langsamwüchsigen Waldbestand bedingt, der Erika Unterwuchs, welcher nicht einmal zur Weide genutzt werden kann, und die eingestreuten großen Felsblöcke sind der Grund, warum dieses Gebiet bisher kaum genutzt wurde. Für moderne Baumaschinen ist ein derartiges Gelände allerdings kein Problem mehr, Bagger, Schubraupen und Steinbrecher können diese „unwirtschaftlichen Flächen“ rasch in Bauland umwandeln. Der steigende Bedarf an Siedlungsraum, verbunden mit diesen verbesserten Technologien jedoch bringt den ökologisch überaus wertvollen Wald in große Gefahr. Flora und Fauna Verantwortlich für die Eigenheit und Besonderheit der Gegend sind die Bergstürze, die vor ca. 3000 Jahren vom Tschirgantrücken abgingen. Bis weit ins Ötztal hinein liegen heute noch die Gesteinsblöcke verstreut. Dadurch entstand auch die sanft hügelige Gegend, die Umhohler Höhe beispielsweise liegt auf einem solchen Hügel aus Sturzmaterial. Dieses Ereignis lässt sich in zwei getrennte Bergstürze einteilen: zuerst kam der Tschirgant Bergsturz, welcher der größere war, und ca. 500 Jahre später der sogenannte Haiminger Bergsturz, der die Gegend von Haiming bis Ötztal Bahnhof prägt. Auf dieser großen, unfruchtbaren Schuttfläche entwickelte sich dann nur sehr langsam eine Vegetation. Gerade diese strukturreiche Landschaft jedoch bietet heute diverse Lebensräume für verschiedenste Tier- und Pflanzenarten. Im Forchetwald, welcher sich von Roppen über Sautens bis nach Haiming erstreckt, finden sich zahlreiche nach der Tiroler Naturschutzverordnung geschützte Arten. So leben hier beispielsweise mehrere gefährdete Waldvögel, wie etwa Ziegenmelker, Haselhuhn, aber auch Eulen und Greifvögel. 60% der in Nordtirol vorkommenden Ameisenarten sind im Forchet zu finden, sowie einige gefährdete

Die roten Pfeile zeigen die Expansionspläne von Wohn- und Gewerbegebieten hinein in den Forchetwald.

Laufkäferarten. Besonders einzigartig ist das Vorkommen vieler unter strengem Schutz stehender Orchideenarten. Schutzmaßnahmen Nun ist dieser hohe Wert des Waldes nicht unbemerkt geblieben. Die EU-Kommission hat das Gebiet nachnominiert für die „Liste der erhaltenswerten Lebensräume“. Seitens des Naturschutzes wurde schon lange das Ansinnen betrieben, ein Schutzgebiet im Forchet auszuweisen. 2009 wurde diesem in einer Art „Tauschgeschäft“, um das Freizeitzentrum Area 47 errichten zu können, stattgegeben. Dieses Naturschutzgebiet findet jedoch seine Grenzen am westlichen Rand von Ötztal Bahnhof. Der Wald zwischen Ötztal Bahnhof und Haiming, das ebenbürtig wertvolle Haiminger Forchet, steht unter keinerlei offiziellem Schutz. Es stellt sich daher die Frage, warum nicht das gesamte Forchet geschlossen unter Schutz gestellt wurde, wenn es sich hier um derart einmalige, wertvolle Lebensräume im Inntal handelt. Wald in Gefahr Dass Schutz, auch für das Haiminger Forchet, auf jeden Fall notwendig ist, zeigt die aktuelle Entwicklung in der Dorferweiterung, welche maßgeblich von der Lokalpolitik beeinflusst wird. Erst letztes Jahr wurden zehn neue Bauplätze am Sonnbichl erschlossen. Bei deren Erschließung schrieb auch die Umweltanwaltschaft von Tirol, die sich bei der Gefährdung besonders wertvoller Gebiete einschaltet,

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eine zehnseitige Berufung, die jedoch schlicht abgelehnt wurde. Aber damit nicht genug: Den Plänen der Gemeinde Haiming zufolge soll der Wald hinter der Feuerwehr bis zum Winklinghügel und rauf in Richtung Forchetsiedlung bald großflächig neuen Bauvorhaben zum Opfer fallen (siehe Grafik). Auch parallel zum Kuppenweg sollen weitere Bauplätze im Forchet geschaffen werden. In Ötztal Bahnhof soll eine große Erweiterung des Gewerbegebiets gegenüber der AVE in Richtung Osten und Norden in den Wald hinein stattfinden. Außerdem ist eine Siedlungserweiterung Richtung Ötztal Bahnhofer Friedhof hinauf in Planung. In Summe machen all diese Vorhaben, die sich derzeit noch in der Planungsphase befinden, mehrere Hektar Forchetwald aus, der schon bald für immer verloren sein könnte. Man muss allerdings kein/e Naturschutzexperte/in sein um zu sehen, dass dieser Wald etwas ganz Besonderes ist. Wer war noch nie an einem schönen Tag im Wald spazieren, allein, mit Freunden, mit der Familie, oder auch schon als Kind stundenlang. Das Forchet ist ein riesiger natürlicher Abenteuerspielplatz für Kinder, mit all seinen Tälern und Buckeln, Felsen und Bäumen, und dem weiten rosa Erikameer am Waldboden im Frühjahr. Er ist eine Erholungsfläche für alle Erwachsenen, ein von Natur geschaffener Sportplatz für alle Sportler, ein Schattenspender für alle Hitzeflüchtigen an einem


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Information Bürgerinitiative „Schützt das Forchet“ Für den Schutz des Forchets können wir uns am besten gemeinsam engagieren – Frei nach dem Motto: Wann, wenn nicht jetzt, wo, wenn nicht hier, wer, wenn nicht wir?

Heiße Diskussionen

Problemkind Magerbachweg

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er Magerbachweg als Verbindungsstück zum Ortsteil Magerbach bzw. zur Apfelstraße einerseits und zur Volksschule und zum Kindergarten andererseits, wird von Autofahrern, Radfahrern, Wanderern, Fußgängern, insbesondere Schul- und Kindergartenkindern täglich frequentiert. Fakt ist, die Straße bzw. der Weg ist in einem absolut desolaten Zustand, ist nicht beleuchtet und stellt für Fußgänger eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar. Fakt ist auch, die Straße weist derzeit eine Breite von drei Metern auf. Aufgrund der geringen Breite ist die Begegnung PKW-PKW auf der Fahrbahn nicht möglich, wodurch die Straße den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht. Brenzlig wird es spätestens dann, wenn gleichzeitig auch noch Fußgänger ins Spiel kommen. Seit mehreren Jahren liegt der Ausbau des Magerbachweges somit vielen Gemeindebürgern und auch Gemeindepolitikern am Herzen. Um überhaupt die Möglichkeit zum Ausbau dieses Weges nutzen zu können, wurden in den letzten Jahren Baulandflächen im Bereich der Grundstücke „Ham-

merle-Gründe“, und Grundflächen östlich der Straße „GlatzlFeld“ sowie Ackerflächen nordwestlich der Straße abgelöst. Im Jahre 2011 wurde die Thematik erstmals konkret, ein Planer wurde beauftragt dieses Straßenstück zu gestalten, wobei dieser vorrangig auf die Sicherheit von nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern Augenmerk zu legen hatte. Zielsetzung war es auch, dieses Straßenstück aufgrund des geradlinigen Verlaufes nicht zur „Rennstrecke“ auszubauen. Parallel dazu wurden Gespräche mit einem der Eigentümer des südwestlich gelegenen Grundstückes geführt, der unmissverständlich zu verstehen gab, dass er einer Grundablöse definitiv nicht zustimmen werde. Sollte es also zu keiner Einigung kommen, führe an einem Ablöseverfahren „kein Weg vorbei“! Der Straßenplaner DI Dr.techn. Christian Hamerle aus Landeck, projektierte eine zweispurige Fahrbahn mit einer Breite von 4,75 Meter sowie einen Rad-, Fuß- und Wanderweg mit einer Breite von zwei Metern, der westlich der Wohnhäuser entlang führen soll. Diese beiden Wegkomponenten werden mit einer Entwässerungsmulde bzw. Grün-

fläche voneinander getrennt. Um den Charakter als Spazier- und Naherholungsweg zu unterstreichen, wurden entlang des Magerbachweges drei Rastplätze mit Bänken und Verweilflächen vorgesehen. Der entsprechende Platz für die Verweilflächen wird mittels Straßenverengungen geschaffen, die wiederum eine mögliche „Raserei“ vornherein unterbinden würden. Das Gesamtprojekt soll eine Breite von 8,50 Meter erhalten. Dieses Konzept wurde dem Bauund Verkehrsausschuss vorgestellt und einstimmig akzeptiert. An den Bürgermeister als Baubehörde wurde seitens des Ausschusses der Antrag zum Ausbau des Magerbachweges gestellt. Über dieses Vorhaben wurde im letzten Jahr eine Straßenbauverhandlung abgehalten, bei der Anrainer und Grundeigentümer erhebliche Bedenken gegen den durchaus großzügig geplanten Ausbau äußerten und Einspruch erhoben. Seitens des Bau- und Verkehrsausschusses wurde dem Planer der Auftrag erteilt, dieses Straßenbauprojekt zu überarbeiten und einen neuerlichen Vorschlag zu unterbreiten. Wir werden weiter darüber berichten. (Text und Foto: beka)

Gründungsversammlung Dienstag, 18. Feber um 18:30 Uhr im Gasthof Stern „Zickeler“ Jede Unterstützung zählt! Kontakt und Information: Marianne Götsch E-Mail: forchet@yahoo.de www.schuetzt-das-forchet.org

Petition zum Schutz des Forchets auf der Website - Bitte unterschreiben!

Dass im Bereich des Magerbachweges eine Sanierung kommen muss, ist unstrittig. Nur wie ist die Frage!

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Gemeinde

heißen Sommertag. Wir nehmen den Wald, der uns stets zur Verfügung stand inzwischen vielleicht schon als so selbstverständlich, dass wir nicht realisieren, was es bedeuten würde, ihn Stück für Stück zu verlieren. Die Frage tut sich auf, ob es wirklich notwendig ist, weiterhin ins Forchet zu bauen. In Haiming gibt es noch immer ungenutzte Baugrundstücke, leerstehende Häuser und auch nicht bewaldete Flächen. Es ist auch keinesfalls optimal, auf fruchtbarem Boden, der ebenso für die Landwirtschaft genutzt werden könnte, Häuser hinzustellen. Eine offene Diskussion über Handlungsalternativen wäre wünschenswert. So könnte beispielsweise der Flächenbedarf prinzipiell gesenkt werden, indem verdichteter gebaut wird. Wenn Haiming weiter im bisherigen Tempo wachsen will, wird sich jedenfalls früher oder später die Frage stellen, wie man das letzte Stück Wald, das es in seiner Einzigartigkeit und Schönheit nur hier bei uns gibt, bewahren kann - unseren Forchet. (Text, Foto und Repro: Marianne Götsch)


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Sozial- und Gesundheitssprengel Mittleres Oberinntal Gemeinde

Mobile Pflege und ein großes Danke!

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erne nehmen wir die Gelegenheit wahr und präsentieren die Mobile Pflege der Gemeinden Silz, Haiming und Roppen im Dorfblattl. Eigentlich machen wir noch einiges mehr als die klassische Hauskrankenpflege durch unsere Schwestern. Mit dem Ausliefern von Essen auf Rädern durch unsere ehrenamtlichen Fahrer, bekommen auch jene Menschen eine warme Mahlzeit, die selbst nicht mehr in der Lage sind einzukaufen oder zu kochen. Unsere Haushaltshilfen unterstützen Menschen bei der Hausarbeit, beim Einkaufen und sogar beim Kochen, begleiten sie bei Arztbesuchen und bringen ihnen die verordneten Medikamente von der Apotheke mit. Ein weiterer Aufgabenbereich ist der Verleih unserer Pflegebehelfe wie elektrische Pflegebetten, Rollstühle, Toilettstühle, Badewannenlifte, Rollatoren und Gehhilfen. Im vergangen Jahr leisteten unsere Schwestern für 65 Klienten ca. 6.500 Stunden an Pflege und Betreuung. Unser Team besteht aus zwei Dipl. Gesundheits- und Krankenschwestern, einer Pflegehelferin und sechs HeimhelferInnen. Für die Pflegeplanung und –organisation ist Pflegeaufsicht Sonja Schrefl zuständig. Für die Geschäftsführung und Administration zeichnen Conny Schöpf und Karlheinz Koch verantwortlich. Luggi Köll, unser Vereinsobmann, hilft wo er kann und zeigt auch keine Abnützungserscheinungen. An den Volkschulen Haiming und Ötztal Bahnhof sowie am Sonderpädagogischen Zentrum in Ötztal-Bahnhof braucht es neben den Lehrerinnen und Lehrern auch „Schulassistenten“, die ebenfalls beim SGS Mittleres Oberinntal angestellt sind. Unsere Mitarbeiterinnen legen pro Jahr auf ihren Einsatzfahrten etwa 35.000 km mit den Dienstautos oder mit dem privaten PKW zurück. Finanziert werden diese Leistungen durch das Land Tirol,

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„Die 3 Weinbeißer“ Franz Stigger, Arnold Jäger und Hanspeter Köll übergaben 9000 Euro an Christian Nösig und Luggi Köll und Karlheinz Koch.

die Gemeinden und die Selbstbehalte der Klienten nach dem sog. Normkostenmodell. Der Selbstbehalt der Klienten errechnet sich nach der Höhe des Einkommens. Investitionen wie ein Dienstauto, ohne das es keine mobile Pflege gibt, werden leider nicht vom Land finanziert

und können auch nicht „erwirtschaftet“ werden. Hier sind wir auf unsere Gemeinden und die Spenden durch Sponsoren angewiesen. Unsere beiden Dienstautos sind jetzt schon über 10 Jahre im Einsatz, da kann schon mal über Nacht eine Neuanschaffung ins Haus stehen.

Und wenn wir schon von Sponsoren reden, haben wir allen Grund, uns sehr herzlich bei den drei Weinbeißern zu bedanken. Sie haben am 08.09.2013 völlig uneigennützig ihr Jubiläumskonzert „10 Jahre Weinbeißer“ in Sautens veranstaltet und den Reinerlös von sage und schreibe 9.000,- Euro zu gleichen Teilen an die beiden Sozial- und Gesundheitssprengel Vorderes Ötztal und Mittleres Oberinntal gespendet. Diese menschliche und sozial hochstehende Geste zeichnet die drei Weinbeißer wieder einmal mehr aus. Herzlichen Dank an Hanspeter, Arnold und Franz sowie „Schaför“ Otmar, ihr habt das Herz am rechten Fleck. Herzlichen Dank an unser komplettes Team für ihre Flexibilität und bei allen Unterstützern des SGS Mittleres Oberinntal. (Text und Foto: Karlheinz Koch)

Bevölkerungsentwicklung 2013

Wer wohnt wo?

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ie schon in den letzten beiden Jahren nehmen wir auch heuer wieder in der ersten Ausgabe des Jahres die Bevölkerungsentwicklung in Haiming unter die Lupe (Stand 1. Jänner 2014). Während in Haiming die Zahl der Hauptwohnsitze (HWS) um 14 Personen stieg, wuchs die Zahl der Zweitwohnsitze (ZWS)

um 51 Personen. Das ergibt einen insgesamten Bevölkerungszuwachs von 65 Personen im Vergleich zu 2012. Interessant zu bemerken ist, dass die Einwohnerzahl von Ötztal Bahnhof wie im Jahr 2011 (116) weiter sinkt (111 Personen weniger), in Haiming selbst aber wie auch 2011 (119) ein Einwohnerzuwachs von 172

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Personen zu verzeichnen ist. Das mag vielleicht daran leigen, dass die Anzahl der Zweitwohnsitze in Ötztal Bahnhof um fast hundert Personen abgenommen hat, während sich die Anzahl der Zweitwohnsitze in Haiming von 111 auf 260 mehr als verdoppelt hat. (Text: mams; Daten: Gemeinde Haiming)


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ABSCHIED, ANKUNFT UND FREUDE Geburten

Verstorbene Mitbürger

Sophia Paula Neurauter

Sabrina und Armin Neurauter

Linus Johann Praschberger

Hermann Kapferer (19.09.2013)

Sabrina und Johann Praschberger

Anna Jungwirth (04.11.2013)

Julia und Markus Santeler

Aloisia Michlmayr (28.11.2013)

Martina und Thomas Praxmarer

Agnes Kneissl (05.12.2013)

Anita und Florian Thurner

im 93. Lebensjahr

Stella Santeler

im 89. Lebensjahr

Julian Heinrich Praxmarer

im 95. Lebensjahr

Luca Thurner

Mathias Gstrein

im 92. Lebensjahr

Stefanie und Ronny Gstrein

Charlotte Kuprian (12.12.2013)

Aaron Bernhard Reindl

im 95. Lebensjahr

Maria Reindl und Peter Scheiflinger

Alois Ennemoser (23.12.2013)

Anna Maria Wellscheller

im 95. Lebensjahr

Andrea Wellscheller und Stefan Kurz

Moritz Tòth

Sigrid und Csaba Tòth

Hanna Nadja Stigger

Claudia und Wolfgang Stigger

Gratulationen

Eheschließungen

• Die Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium gratulieren ihrer Schulleiterin Karina Pümpel zur Hochzeit. • Am 28. Feber 2014 feiert Erich Grießer seinen 80er. Alles Gute und Gesundheit wünscht deine Familie. 25.10.2013

Claudia Brandstätter und Markus Schöpf 25.10.2013

Alexandra Kocher und Wolfgang Pfausler 31.10.2013

Yupa Kaset und Markus Klauser

Goldene Hochzeiten

Lidwina und Egon Pirchner am 25.10.2013 Dorothea und Adam Zollitsch am 29.12.2013

Diamantene Hochzeit

Elisabeth und Johann Reitstätter am 17.10.2013

Matura, Sponsion oder Lehrabschluss • Die Familie gratuliert Erich Kurz zum bestandenen HTL Abschluss für Elektrotechnik (berufsbegleitend) • Die Familie gratuliert dir, Veronika Avdibasic zum Abschluss im Wundmanagement den du mit ausgezeichneten Erfolg abgeschlossen hast und zur VAC-Spezialistin (was du alles neben deiner Tätigkeit als DGKS absolviert hast). • Es gratulieren die Eltern mit Geschwistern Anja Haselwanter zur bestandenen Bachelor-Prüfung, sowie Kerstin Haselwanter zur bestandenen Heilmasseur-Prüfung! • Die Familie gratuliert Stephan Ambrosi zum Master of Science (M.Sc.), Wirtschaftsingenieurwesen.

Anm. d. Red.: Wir können nur drucken, was wir erfahren!

Meldungen an dorfblattl@gmail.com

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Gemeinde

GEMEINDE


´s Dorfblattl Haiming

KINDERGARTEN, SCHULE, FREIZEIT

AUS DER JUGEND

VS Ochsengarten

„Wir haben gewonnen!“

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Jugend

lljährlich startet der Radiosender Ö3 die Aktion „Die Ö3-Wundertüte“, bei welcher es darum geht, dass möglichst viele alte Mobiltelefone gesammelt werden. Der Erlös aus dieser Aktion kommt Familien, die in Not geraten sind, zugute. In diesem Zuge ist unter dem Motto „Die Ö3-Wundertüte macht Schule“ auch ein Wettstreit zwischen mehreren Schulen österreichweit ausgebro-

chen, an welchem auch wir uns beteiligt haben. Uns packte das Handysammel– Fieber und mit insgesamt 591 gesammelten Handys, das entspricht 98,5 Mobiltelefone pro Schüler, wurde der Sieg in der Wertung „Handys pro Schüler“ nach Ochsengarten geholt. Wir freuen uns sehr über unseren Sieg! (Text und Foto: VS Ochsengarten)

Die Ochsengartner Kinder haben fast 600 Handys gesammelt, das entspricht fast hundert Handys pro Schülerin und Schüler - Gratulation!

VS Ötztal Bahnhof

Umweltprojekt und Wundertüten-Sieger

Lernen und Umweltschutz können richtig viel Spaß machen.

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ie 2., 3. und 4. Klasse der Volksschule Ötztal Bahnhof nahmen im Herbst im Rahmen der Woche der Mobilität und Regionalität, am Umweltbildungsprogramm vom Land Tirol/ Klimabündnis, ausgeführt vom Verein „Umwelt Tirol“, teil. In fünf Unterrichtseinheiten lernten die Kinder einen verantwortungsbewussten Umgang mit unserer Umwelt. Die genauen Themen waren: Ressourcen „Der Matsberg“, Aluminium „Das Guggawanzerl“, Kunststoff „Wie entsteht Erdöl“, Papier „Kar & Toni, zwei dicke Freunde“ und Glas „König Zudumm“. In der sechsten Einheit konnten die SchülerInnen ihr erworbenes Wissen bei einem Quiz unter Beweis stellen.

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1592 Handys. Somit erreichten wir unter 2087 teilnehmenden Schulen in ganz Österreich sowohl in der österreichweiten Gesamtwertung als auch in der Handys-pro-SchülerIn Wertung den 3. Platz. Die Bundeslandwertung konnten wir durch unsere hohe Alt-Handy Stückzahl sogar für uns entscheiden. Für alle Kinder und Lehrerinnen war es eine tolle Erfahrung, wie einfach und effektiv bei dieser Aktion geholfen werden kann. Eines wurde uns durch unsere Teilnahme bei der Ö3 Wundertüten Challenge wieder bewusst: Gutes-Tun tut richtig gut! (Text und Foto: Mirjam Grüner)

Die Kinder wurden mit einer Urkunde als Umwelt-Experten ausgezeichnet und bekamen als Belohnung für ihren tollen Einsatz eine Mini-Mülltonne mit Bleistift. Die Umweltpädagogin Sarah Kerle erarbeitete mit den SchülerInnen die verschiedenen Umweltthemen auf eine spielerische und kindgerechte Art. Jedes Mal freuten sich die Kinder auf neue Umweltabenteuer mit lustigen Figuren und Geschichten. Sie waren stets mit vollem Einsatz dabei und trennen seither noch gewissenhafter den Müll, worüber wir uns alle sehr freuen. Wir sind überzeugt, dass durch dieses Workshop der Umweltgedanke auch in die Familien getragen wird und dort für noch sensibleren Umgang mit unserer Umwelt und den Ressourcen beiträgt. Wir hoffen, dass derartige Umweltprogramme auch in Zukunft an unserer Schule stattfinden können und bedanken uns bei der Gemeinde Haiming für die Unterstützung und GRin Claudia Melmer für die Organisation. (Text und Foto: VS Ötztal Bahnhof)

sich auch heuer wieder bei der Aktion „Die Ö3 Wundertüte macht Schule“ mitzumachen. Nach den ersten Informationen über diese Challenge im Oktober packte die SchülerInnen das Handy-Sammelfieber und eine „Handyflut“ überrollte unsere Schule. Der Grundgedanke: „Jedes alte Handy hilft Kindern und Jugendlichen in Not.“ motivierte die Kinder ungemein. Dank der unermüdlicher Sammellust der SchülerInnen, dem Einsatz engagierter Eltern und der Hilfsbereitschaft vieler Betriebe und Geschäfte in Ötztal Bahnhof, welche von der 3. Klasse besuchten wurden, brachten wir es schlussendlich auf beeindruckende

Ö3-Wundertüte Die VS Ötztal Bahnhof entschied

Fast 1600 Handys sammelten die Kinder aus Ötztal Bahnhof für die vorweihnachtliche Ö3-Wundertüte.

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Kindergärten in Haiming

Neue pädagogische Konzeption und Homepage

as neue Tiroler Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsgesetz forderte die Erstellung eines pädagogischen Konzeptes für jede Kinderbetreuungseinrichtung in Tirol. Nach intensiver Arbeit ist es endlich soweit! In Zusammenarbeit haben die Kindergartenpädagoginnen der Gemeinde Haiming ihre pädagogische Konzeption erarbeitet. Diese soll Einblick in den jeweiligen Betrieb verschaffen und vor allem für Eltern, aber auch für die interessierte Öffentlichkeit das Profil des Kindergartens sichtbar werden lassen. Das Kindergartenteam zeigt auf, was im Kindergarten geleistet

wird, um die ihnen anvertrauten Kinder auf ihr späteres, eigenständiges Leben vorzubereiten. Die pädagogischen Konzeptionen liegen in den jeweiligen Kindergärten zur Einsicht auf. Zeitgleich haben es sich die Kindergartenpädagoginnen der drei Kindergärten der Gemeinde Haiming (Haimingerberg, Haiming, Ötztal-Bahnhof) zum Ziel gesetzt, eine eigene Homepage für ihren Kindergarten zu erstellen. Nun hat jeder Kindergarten seine HOMEPAGE fertig und alle sind bereits online! So kommt man auf die jeweilige Homepage: http://www.kiga-haiming.tsn.at http://www.kg-oetztalbahnhof.

Bunt und freundlich zeigt sich der Internetauftritt des Kindergarten Haiming, ebenso wie die anderen Kiga-Homepages.

tsn.at http://www.kg-haimingerberg. tsn.at Viel Spaß auf der jeweiligen

Homepage wünschen die Kindergartenpädagoginnen mit ihren Teams! (Text: Christine Köll; Repro: mams)

Landesmusikschule Mittleres Oberinntal

Rückblick und Vorschau

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it 1.September 2012 wurde die Vereinsmusikschule Mittleres Oberinntal in eine Landesmusikschule umgewandelt. Seitdem hat sich viel Positives in der Ausbildung des musikalischen Nachwuchses getan und so kann MSL Günther Handl eine äußerst erfreuliche Bilanz für das vergangene Schuljahr ziehen. Durch die Anstellung einer zusätzlichen Verwaltungskraft mit Christine Schleich konnte der Service für Eltern und Schüler deutlich verbessert werden. Das Schulbüro ist Mo-Fr vormittags sowie Mo+Di nachmittags besetzt und hilft gerne in musikalischen Fragen weiter: m.oberinntal@lms.tsn.at Telnr.: 05263/51914 www.musikschulen.at/moi Derzeit werden rund 500 SchülerInnen von 27 Lehrpersonen in den Gemeinden des Mittleren Oberinntals unterrichtet. Neu im Lehrerteam finden sich vier Musikpädagogen, die ebenso an den Landesmusikschulen im Ötztal und Imst unterrichten. Besonders erfreulich ist die Erweiterung des Fächerangebotes

im Schuljahr 2013/14 So kann erstmalig auch Oboe bzw. Violoncello erlernt werden. Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage der Musikschule. In der Gemeinde Haiming besuchen zur Zeit 156 SchülerInnen

die Musikschule. Den 1.Platz belegt dabei ganz klar Gitarre (26) vor Querflöte (13) und Schlagzeug (13). Highlights im kommenden Schuljahr sind neben den einzelnen Dorfkonzerten eine CD-Produktion „New Music –

New School“(April 2014), eine Rockmesse(Mai 2014), das Musical „Rotkäppchen und die 7 Zwerge“ Musik: Stephan Wetzel (Mai 2014) und das 15 Jahre DOREMI-Geburtstagskonzert (Mai 2014) (Text: LMS Mittleres Oberinntal)

Ausgezeichnete Haiminger Jugendliche

Lehrlingsauszeichnungen

Dass die Haiminger Jugend durchaus dazu in der Lage ist, hervorragende Leistungen zu zeigen und damit auch unsere Wirtschaft voranzubringen, wurde wieder einmal bei der Preisverleihung zum Lehrlingswettbewerb 2013 im Gasthof Hirschen in Imst deutlich. Unter den 41 ausgezeichneten Lehrlingen bei diesen „Tiroler Meisterschaften“ waren auch fünf Haiminger Jugendliche. Besonders erfolgreich war Lisa Eiter als Landessiegerin. Sie erlernt den Beruf der Metalltechnikerin bei der heimischen Firma Olymp. Über das große Leistungsabzeichen durften sich Spenglerlehrling Daniel Prantl, Maurer Lukas Nagl, Metalltechni-

kerin Lisa Eiter, Maler Marko Mamic und die Malerin Julia Pirchner

freuen. Das Dorfblattl gratuliert herzlich! (Text und Foto: mams)

Lukas Nagl, Lisa Eiter, Julia Pirchner, Marko Mamic und Daniel Prantl (nicht im Bild) freuen sich über die verdienten Lehrlingsauszeichnungen.

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Jugend

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Aus den Kindergärten und Schulen

Weihnachtsvorbereitungen

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Jugend

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Kinder die Fest

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VS Ötztal Bahnhof

Italienisch mit Spiel und Spaß!

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„Das größte Kompliment, das ein Mensch einem anderen heutzutage machen kann, ist, sein Smartphone während des Gesprächs einfach in der Tasche zu lassen.“

Italienischunterricht mit allen Sinnen

Unsere Partnerschüler im Trentino sind begeistert von unseren

Sprachfortschritten. (Text und Foto: VS Ötztal Bahnhof)

VS Haiming

Pakete für Litauen und Albanien

Mit viel Liebe und Einsatz haben Kinder und Eltern Pakete für Schülerinnen und Schüler in Litauen und Albanien gepackt.

I

n der Vorweihnachtszeit beschlossen heuer Eltern, Kinder

und Lehrer der Volksschule Haiming sich für Kinder, denen es

nicht so gut geht, zu engagieren. Viele Weihnachtspakete wurden mit Spielsachen, Schreibzeug, Kleidung und Hygieneartikeln befüllt und in der Schule abgegeben. Der Verein ADRA sorgte dafür, dass die Pakete in Litauen und Albanien ankamen. Ein LKW hat die Fracht an ihre Bestimmungsorte gebracht und verteilt. Viele Kinder konnten sich daher über ein Weihnachtsgeschenk freuen. Recht herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben! (Text: Ursula Malaun; Foto: Josef Pohl)

Kindergarten Ötztal Bahnhof

Der Kasperle war da!

I

n Zusammenarbeit mit der Gemeinde Haiming und dem Klimabündnis Tirol wurde im November das Kasperltheater „Kasperl der Naturschützer“ im Kindergarten Ötztal Bahnhof aufgeführt. Die Natur- und Umweltbildung stand dabei natürlich an erster Stelle, aber auch der Spaß kam eindeutig nicht zu kurz. Den Kindern wurde Wissenswertes im Bereich der Mülltrennung, Altöl-Entsorgung, ... vermittelt und so wurde auf spielerische und spannende Weise alles bereits Gehörte und Gelernte nochmals vertieft und gefestigt.

Der Technologie-Boom, der die Entwicklung vom einfachen Handy zum Multimedia-Gerät und die weite Verbreitung von Facebook, Twitter usw. inkludiert, hat unsere Art zu kommunizieren, ja sogar unsere ganze soziale Kompetenz gravierend verändert - selbst im noch eher ländlichen Leben, wie wir es in Haiming bisher gewohnt waren. Am Eingang unseres Dorfes findet sich eine Art Wahrzeichen, das bekanntlich verdächtig einem Grabstein ähnelt. Manchmal könnte man meinen, dieses Grab sei symbolisch dem langsam aber stetig scheidenden Haiminger Gastronomiebetrieb gewidmet. „Es ist einfach nicht mehr leistbar, einmal im Monat mit der Familie Essen zu gehen“, hört man so manche Person in ihr sündhaft teures iPhone plaudern, während sie in ihren Audi Q7 einsteigt. Eine Ironie für sich selbst, diese Begebenheit. Ein Lokal aufzusuchen scheint überdies sowieso unnötig geworden zu sein, da man sich ohnehin über jeglichen Stuhlgang jeder Person im Internet informieren kann – und wo treffen sich neuerdings überhaupt all unsere Vereine? Darum an dieser Stelle ein Aufruf: Haiming steckt voller lieber Menschen, die es nicht nötig haben, sich hinter einer Internet-Identität zu verstecken. Darum hinaus in die Welt mit euch, unterstützt unsere Gastronomen, kommuniziert auf die gute alte Art und vor allem: Lasst eure Gameboys doch mal für ein paar Stunden zu Hause! Persönliche Grüße Thriller und Floethe

Der Kasperl kam und unterwies die Kinder auf eine sehr nette Art im Bereich Naturschutz.

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Jugend

it allen Sinnen lernen, das sind neue Schlagworte für den Unterricht, speziell in der Grundschule. Im Italienischunterricht versuchen wir das besonders umzusetzen. Mit Spielen, Liedern, aber auch Minikochkursen wird den Schülern die fremde Sprache näher gebracht. Die Kinder sind mit voller Begeisterung dabei und lernen Zutaten und Rezepte gerne auf Italienisch. Dann kann es schon mal passieren, dass es heißt: „Maestra, wo hast du die latte hingestellt?“ Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Netzwerk im Angesicht!


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SPZ Haiming

Ein Hirtenspiel verbindet Generationen

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Jugend

u einem vielbeachteten Gastspiel der Schüler des Sonderpädagogischen Zentrums kam es in der Adventszeit im Wohn- und Pflegezentrum Haiming. Die Kinder hatten bereits lange und mit viel Einsatz ein Hirtenspiel einstudiert. Das selbstgeschriebene (!) Stück wurde schon wochenlang erarbeitet. Bis zu den Herbstferien konnten die Schüler noch an ihren Rollen feilen, bei Bedarf auch tauschen, je nach Wunsch mehr oder weniger Sprechtext einplanen. Nach den Ferien wurde dann eifrig geprobt. Alle 24 Schüler des SPZ waren im Einsatz und erfreuten die Bewohner des Wohn- und Pflegezentrums. „Wir sind begeistert von dieser Aufführung“, freut sich Karlheinz Koch, der Leiter des Wohn- und Pflegezentrums. „Das Stück hat unseren Leuten gefallen, sie haben die Aufführung genossen. Wir haben schon weitere gemeinsame Aktivitäten mit den Schülern für das neue Jahr ins Auge gefasst, zum Beispiel gemeinsames Grillen bei uns im

sich positiv auch auf andere Lernbereiche wie Lesen, Schreiben und Rechnen aus. Am nachhaltigsten aber – so der Tenor der Lehrer – merkt man die Auswirkungen dieses Spiels am Selbstbewusstsein der Kinder: „Dieses Gefühl „ich kann es“ lässt unsere Schüler wachsen, blühen und selbstsicher sein – und das ist der schönste Lohn für die langen und intensiven Probenarbeiten.“ Das Krippenspiel im Wohn- und Pfelegeheim war ein Highlight für Akteure und Zuschauer.

Haus“. Koch ist überzeugt, dass so ein Zusammenkommen von Generationen allen Beteiligten gut tut und jeder Einzelne davon profitiert. Andreas Braunhofer vom SPZ ist stolz auf seine Schüler und Lehrer: “Es ist unglaublich, was da auf die Beine gestellt wurde. Unsere Kinder haben sich selbst übertroffen, jeder hat seine Rolle perfekt gestaltet. Und es ist herrlich, dieses Strahlen in den Augen nach der Aufführung zu sehen. Wir sind dankbar und glücklich

über die Einladung. Es freut uns, dass wir zum Kontakt zwischen Generationen beitragen können, das tut unseren Kindern gut.“ Das Projekt hat auch den Zusammenhalt und das Lernen an der Schule positiv beeinflusst – Lernen buchstäblich mit allen Sinnen und bei allen Gelegenheiten. Die Kulissen wurden im Werkunterricht gestaltet, die Kostüme ebenso, alle Bereiche des Lernens waren vertreten. Das alles hat der Stimmung im Haus und unter den Schülern sehr gut getan – und das wiederum wirkt

Neben der Aufführung im Wohnund Pflegezentrum wurde das Stück noch dreimal für Kindergärtler, Schüler und die Eltern gespielt, auch dort mit großem Erfolg und unter viel Applaus. Schüler und Lehrer vom SPZ bedanken sich ganz herzlich beim Wohn- und Pflegezentrum Haiming für die Zusammenarbeit und bei der Gemeinde Haiming und den Mandern vom Bauhof für die mannigfaltige Unterstützung in der Vorbereitung dieses Projekts. (Text: Andreas Braunhofer; Foto: Robert Cervenka)

den weiteren Werdegang. Fächer wie Berufsorientierung, Ernährung und Haushalt oder auch eine gediegene Grundausbildung in Informatik gibt es in der NMS Haiming. Eine AHS ist hingegen immer auf eine achtjährige Ausbildung ausgerichtet. Weitere Vorteile der NMS sind die einfache Erreichbarkeit, das gewohnte soziale Umfeld der Heimatgemeinde sowie die Ausstattung der NMS Haiming, welche nach dem Umbau den Anforderungen einer modernen Bildungsstätte entspricht. Die Entscheidung für die örtliche Schule ist immer richtig, da deren Absolventen mit 14 Jahren alle Möglichkeiten haben und so nicht mit zehn Jahren eine Laufbahnentscheidung getroffen werden muss, die zu mancher Überforderung führt. Die Neue Mittelschule hat es sich

daher zur Aufgabe gemacht, alle Schülerinnen und Schüler unter Rücksichtnahme auf ihre individuelle Leistungsfähigkeit und ihrer besonderen Begabungen und Interessen so vorzubereiten, dass die Laufbahnentscheidung mit 14 Jahren in die richtige Richtung geht. Alle weiterführenden Schultypen, wie BHS, BORG, BMS, sind ebenso möglich wie der Berufseinstieg in eine Lehre. Die Statistik zeigt, dass 7 von 10 Maturanten aus der Mittelschule bzw. früheren Hauptschule kommen und so ihren Weg machen. Ebenso freuen sich die Wirtschaftsbetriebe über die schulisch gut vorbereiteten Lehrlinge aus diesem Schultyp. Die Schulwahl könnte unter diesen Gesichtspunkten doch etwas leichter fallen. (Text: Fritz Raggl; Illustration: www.pixelio.de)

NMS Haiming

Die richtige Schulwahl

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ast wie Weihnachten, nämlich alle Jahre wieder, stehen Eltern und deren Kinder in den vierten Klassen der Volksschule und der Neuen Mittelschule vor der Wahl: „Wie schaut der zukünftige Bildungsweg meines Kindes aus?“ Dabei wird der richtigen Schulwahl zu diesem Zeitpunkt eigentlich zu viel Bedeutung beigemes-

sen. Wer die Neue Mittelschule besucht, hat nach vier Jahren sämtliche Möglichkeiten. Entweder geht der Weg in Richtung weiterführende Schule oder es wird eine berufliche Laufbahn ins Auge gefasst. Für beide Ausbildungsvarianten schafft die NMS wichtige Grundlagen und ein positives Abschlusszeugnis ist eine ausgezeichnete Startposition für

Die Frage „Wohin?“ stellt sich für Kinder mit 10 und 14 Jahren.

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Junge Stimmen

„Welche Tiere beobachtest du am liebsten im Winter??“ Mia hobn dahoam 6 Hennen, de tua i auflupfen. Am liebschten mog i die Flauschi, dia losst sich nämich nur von mir fongen.

Jugend

zua. nny nter u S e Wi Katz erer frisst im o. s n i t se ten u nd liabs der Tür uen tua m a a r i lm aug n vo I sch ielt ger gonz vie p s d Dia viel. Un

im l of t h c s rlos e Ca e viel r zua. z t a e sk o ll Hau inter v ihr imm e r e i s W In ug scha o d u nd

Delia Ruepp (9)

I mo g aber am liebs c Gem i hab mi hten me sen g a gf r i ne K e a s bis u echen ho it, wia i a tze Paula ntern mo l b, die zw Wold vo gong m Berg oa o ba en se in.

Lilli Habicher (6)

Petros Grall (7) – mit Flauschi

E Win igentlig ter. s die Ober ieg i üb Elsc o f Vog hter t scha erhaup el b t n eim und R ug i im nit vie le Stre abe G a iten n str rten Tiere i fasc eiten zua, m ht o w bi g . Amol ie sich folle isch n. a

Tobias Kapeller (7)

Leona Hartmaier (11)

a a. Di el zu nn zu g ö V a g i do n d ie ten i o schau on ihnen s b a i D l h t. . i g n l m a e hä n , wei beste aug I sch mir am d spielen en außeg n sl en gfoll fressen u Vogelhai e i m s wia lzeug zu Spie

Leonie Parth (9)

Interviews und Fotos: pfan und chris

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FRÜHER UND HEUTE

AUS DER CHRONIK

50 Jahre Pfarrkirche und 50 Jahre Sternsingen

Die Pfarre Ötztal-Bahnhof feiert Jubiläen

Vor 50 Jahren wurde die Pfarrkirche Ötztal Bahnhof dem Heiligen Josef dem Arbeiter geweiht.

D Chronik

ie Pfarrkirche Ötztal-Bahnhof feiert am 18. Oktober 2014 ihren 50. Geburtstag. Anders als viele Gotteshäuser, die seit teilweise weit über 100 Jahren Stätten des pfarrlichkirchlichen Lebens sind, ist diese Pfarrkirche in Ötztal-Bahnhof ein Kind der Aufbruchszeit der 60er Jahre. Ihr Bau fällt in die hoffnungsvolle Zeit des 2. Vatinkanischen Konzils und ist verbunden mit dem damaligen Kooperator und späteren ersten Pfarrer von Ötztal-Bahnhof, Benedikt Kössler. Er betrieb emsig den Neubau einer modernen Kirche, die seit 1911 am Bahnhofsplatz befindliche Lourdeskapelle verlor mit der Einweihung der Pfarrkirche ihre Bedeutung. Später wurde diese Kapelle abgerissen. Der „Zeigefinger Gottes“ aber, wie das markante Bauwerk der Pfarrkirche mit dem rund 60 m hohen Turm im Volksmund oft genannt wird, ist eine der größten Kirchen des Bezirkes und bietet mehrere Hundert Sitz- und Stehplätze. Die Sternsingeraktion startete

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auch 1964, viele Frauen nähten schöne Gewänder, alle halfen zusammen und es gab zahlreiche Geld- und Sachspenden, um die Heiligen Drei Könige und ihre Begleiter schön auszustatten. In der ersten Sternsingergruppe waren Gerhard Holzknecht, Manfred Lackner, Herbert und Gerhard Rangger, Albert Grünauer und Manfred Egger. Pfarrer Benedikt Kössler, ein fast legendärer Autofahrer, chauffierte die Gruppe in seinem VW-Käfer zu den Einsatzorten in Ötztal-Bahnhof, Riedern, Schlierenzau und Brunau. Schon damals hat man den Kindern den Sinn für die Sternsingeraktion erklärt. „Zwar hatten wir überhaupt keine Vorstellungen von Afrika“ erinnert sich Gerhard Holzknecht, „aber dass man armen Menschen half, das war uns Kindern klar.“ Und schon damals bekamen die Sternsinger „Gutselen“ für ihren Einsatz, was seinerzeit noch eine kleine Sensation war. Etwa eine Viertelstunde nahm sich die Gruppe in jedem Haushalt, dort wurde man sehnlichst erwartet. Die Texte waren lang, der Ablauf ähnlich dem heutigen. Es war alles sehr persönlich, man kannte sich gut. Die Gruppe war drei bis vier Tage unterwegs und am Schluss meistens heiser vom vielen Singen und Reden. So fiel auch die diesjährige Sternsingeraktion in das Jubiläumsjahr und es ist wahrlich ein Grund zum Feiern, dass seit 50 Jahren junge Menschen und viele Betreuer der Aktion dafür sorgen, dass die Bevölkerung mit ihren Spenden so viel Gutes bewirken kann. Einen kleinen Einblick in die Geschichte der Pfarrkirche ÖtztalBahnhof wird das Dorfblattl in der Herbstausgabe – passend

zum Jubiläumsdatum – bringen. Für das Jubiläumsjahr 2014 hat sich der Pfarrgemeinderat einige Veranstaltungen einfallen lassen, um die Freude über „das Geburtstagskind Pfarrkirche“ zum Ausdruck zu bringen. Eröffnet wurde der Veranstaltungsreigen bereits im Dezember mit einem gelungenen Adventkonzert, an dem viele große und kleine Künstler aus unserer ganzen Gemeinde mitwirkten. Das vielfältige Programm in besonderer und vorweihnachtlicher Atmosphäre zeigte die Vielfalt der Talente in unserem Ort. Bei der Gestaltung wirkten mit: Der Haiminger Kirchenchor, eine Bläsergruppe der Musikkapelle Haiming, der Rhythmische Chor und der Kinderchor aus Ötztal-Bahnhof sowie die Stubenmusik der Familie Hinterholzer, die Forchetsänger, die Anklöpfler und schließlich Magdalena Götsch im Sologesang. Im Ötztaler Dialekt hörte man etwas andere und eindrucksvolle Weihnachtsgedanken von Prof. Hans Haid, auch Christiana Pucher trug zwei ihrer Texte vor. Zur großen Freude des gesamten Pfarrgemeinderates unter Hauptorganisator und Obmann

Manfred Egger sowie Moderator Josef Pohl war dieses schöne Adventkonzert besonders gut besucht. Das lässt die Mitglieder des Pfarrgemeinderates auf ebenso zahlreiche Teilnahme bei folgenden weiteren Veranstaltungen hoffen: • 19. März 2014: Tagesausflug mit Besichtigung von Tiroler Josefskirchen • 1. Mai 2014: Traditionelles Pfarrfest zum Patrozinium • 17./18. Mai 2014: Pfarrwallfahrt in den Raum Freiburg i. Breisgau • 11. Oktober 2014: Kirchenkonzert mit Kinderchor „DO-RE-MI“ und mit dem Ensemble „Concertino“ • 19. Oktober 2014: Jubiläumsund Festgottesdienst mit Bischof Manfred Scheuer • 31. Oktober 2014: „Nacht der 1000 Lichter“ in der Pfarrkirche Auch sonst wird der 50. Geburtstag der Pfarrkirche im ganzen Kirchenjahr präsent sein. Es geht die herzliche Einladung an alle, sich zum Geburtstag mitzufreuen und kräftig mitzufeiern. (Text und 1 Foto: chris; 1 Foto: unbekannt)

Die erste Sternsingergruppe 1964 in Ötztal-Bahnhof v.l.: Manfred Lackner, Gerhard Rangger, Gerhard Holzknecht, Manfred Egger, Herbert Egger und Albert Grünauer (nicht im Bild)

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Vergessen im Urwald

30 Jahre Freundeskreis für Pozuzo

ie Kolonisten waren nach ihrer Ankunft in Pozuzo auf Grund der geographischen Lage von der Welt abgeschnitten. Die Siedlung geriet in ihrer Tiroler Heimat allmählich fast in Vergessenheit. Nur noch wenige Menschen wussten von den Tirolern in Peru. Lediglich einige Forscher wie der Geograph Dr. Hans Kinzl oder der Völkerkundler Dr. Karl Ilg, der Abenteurer und Reiseautor Dr. Karl Schmid Tannwald (Autor des 1955 erschienen Buches „Pozuzo vergessen im Urwald“) oder etwa die Bergsteigergruppe um Hannes Gasser drangen Mitte des 20. Jahrhunderts in die abgeschiedene Siedlung vor und berichteten von ihren Eindrücken. Die versprochene Straße wurde von der peruanischen Regierung erst im Jahre 1976 fertiggestellt - 117 Jahre nach der Ankunft der Kolonisten im Jahre 1859. Wie kam es zur Gründung des Freundeskreises für Pozuzo? Durch verschiedene Reiseberichte, Publikationen und Berichte besann man sich allmählich wieder der Tiroler Emigranten. Mit dem Besuch von Pozuzos Altbürgermeister Augustin Egg Schuler, welcher auf Einladung der Tiroler Landesregierung im Jahre 1980 drei Monate in Silz verbrachte, kam es zum Abschluss einer offiziellen Partnerschaft zwischen der Gemeinde Silz und der peruanischen Pozuzo-Siedlung. Auch die Südamerikareise von Bruno Habicher und Elisabeth Schwarz im Jahre 1981, der Tirol-Besuch der Lehrerin Delfine Randolf aus Pozuzo im Jahre 1982 sowie erste Briefkontakte von Silz nach Pozuzo waren ausschlaggebend für die spätere Gründung des Vereines. Den Kolonisten musste geholfen werden. Der damalige Silzer Bürgermeister Edi Förg lud auf Anregung von Bruno Habicher und Elisabeth Schwarz zu einer ersten Sitzung nach Silz, wobei schließlich ein Proponenten Komitee gegründet wurde. Es wurden

Statuten ausgearbeitet und als Vereinsname „Freundeskreis für Pozuzo“ vorgeschlagen. Am 12. August 1983 wurde der Freundeskreis für Pozuzo im Gasthof Löwen gegründet. Mit einer Festsitzung am 12. August 2013 wurde im Gasthof Bierwirt der Gründung gedacht. Nach anfänglich schwierigem Start und Kennenlernen - es gab zu der Zeit kein Telefon, natürlich keine technischen Einrichtungen, wie sie heute bestehen. Die Kommunikation ging nur über den Briefverkehr und der dauerte Monate. Es entstand eine Freundschaft, die dem Namen des Vereines große Ehre macht. Jubiläums-Besuch Zum Anlass des 30-Jahr-Jubiläums besuchte eine 31-köpfige Reisegruppe aus Pozuzo die alte Heimat ihrer Vorfahren und wurde privat von vielen Freunden aufgenommen, verpflegt und zwei Wochen hervorragend betreut. An dieser Stelle den großartigen Gasteltern herzlichen Dank. Zwei Wochen wurde unseren Freunden aus Pozuzo ein tolles Programm quer durch Tirol geboten. Den Höhepunkt des

Die Pozuciner bedankten sich für die Einladung nach Tirol mit Tänzen, die das Spanische mit den Tiroler Wurzeln vermischen.

zweiwöchigen Aufenthaltes der Pozuciner bildete der große Jubiläumsabend im Oberlandsaal in Haiming. Es wurde auf die Höhepunkte der vergangenen dreißig Jahre zurückgeblickt, die Kommentare von einer charmanten Anika Schmid ins Spanische übersetzt. Gedankt wurde allen Sponsoren, Gönnern und Mitwirkenden. Unsere zwei „Pozuzo-Mamas“ – Marianne Hirn und Traudi Feichtinger – wurden für ihre jahrelangen, uneigennützigen Leistungen für Pozuzo mit schönen Zeichnungen von der Tiroler Künstlerin

Patricia Karg ausgezeichnet und geehrt. Der Tanzkreis Oberland mit Außerfern, begleitet von der Naviser Stubenmusik, verschönerte gemeinsam mit dem Pozuciner Tanzkreis den Abend. Als großen Dank an das Land Tirol für die jahrzehntelange finanzielle Unterstützung wurde LH Günther Platter zum Ehrenmitglied der ARGE Pozuzo ernannt. Lobende Worte von Alt-LH Dr. Alois Partl und Alt-Bgm. Carlos Gstir beschlossen den gelungenen Jubiläums- Abend. (Text: Rudi Heinz; Foto: mams)

Chronik

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ÖBB Sicherheitskampagne

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„Bleib auf der sicheren Seite“

echtzeitig mit dem neuen Schuljahr starteten die ÖBB ihre neue Sicherheitskampagne. Damit wird das sichere Verhalten in der Nähe von Eisenbahnanlagen gefördert. Im Vorjahr sind in Österreich 41 Menschen (9 davon waren Jugendliche) wegen Unwissenheit und Leichtsinn an Gleisanlagen verunglückt, einige davon tragischerweise tödlich. Besonders häufig begeben sich Kinder und Jugendliche durch unüberlegtes Handeln und falsch verstandene Mutproben in Lebensgefahr. Rene Zumtobel, Pressesprecher der ÖBB, schreibt aus gegebenem Anlass: „Im Gemeindegebiet Haiming sind es zwei Stellen, wo unsere

Lokführer melden, dass Menschen immer wieder unerlaubt die Gleise überschreiten. So wird beim westlichen Ende der Haltestelle Haiming der lebensgefährliche Weg über die Gleise genommen, anstatt durch die Unterführung und den Bahnweg nach Hause zu gehen. Aber: „Was sind einige Minute Zeitersparnis gegen ein ganzes Leben…“. Der zweite Punkt ist der Bahnhof Ötztal – dort kürzen Reisende auch immer wieder den Weg ab und laufen von der P+R Anlage quer über die Gleise auf die Mittelbahnsteige, anstatt die sichere Unterführung zu benutzen. Auch hier gilt – jeder, der unerlaubt die Gleise betritt, begibt sich in Lebensgefahr! Ein Lokführer hat

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keine Chance anzuhalten – die Bremswege der Züge (je nach Gewicht und Geschwindigkeit) liegen bei 1.000 Metern und mehr…“ Weiters appelliert Rene Zumtobel auch an die Erwachsenen: „Erwachsene müssen Vorbilder sein – aber auch Jugendliche müssen die sicheren Wege gehen. Gleisanlagen sind wie Autobahnen – hohe Geschwindigkeiten und zudem kommen die Züge aus beiden Richtungen und teilweise auch nebeneinander daher. Bitte geht die sicheren Wege im Sinne eurer Angehörigen, Freunde und des Lokführers…“ (Text: erfö; Illustration: ÖBB)

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Künstlerehepaar Annemarie und Günther Fahrner

Abschied und Neubeginn

Dieses signifikante Skulptur der beiden Künstler begrüßt alle, die nach Ötztal Bahnhof kommen.

V

iele Menschen aus der Umgebung lassen sie ungern ziehen. Annemarie und Günther Fahrner verlassen ihr Künstleratelier und ihr Haus in ÖtztalBahnhof und ziehen im Frühjahr nach Oberösterreich. Für das Gelände in der Olympstraße wurde Eigenbedarf angemeldet und für die beiden Künstler ist damit der Zeitpunkt für einen Neustart gekommen.

Chronik

Anfangs fiel in Ötztal-Bahnhof vor allem das Haus in der Waldstraße auf, das schon von außen unschwer erkennen lässt, dass hier zwei kreative Menschen mit dem persönlichen Ausdruck ihrer Kunst zu Hause sind. Vorerst noch in den Bereichen Psychologie und Psychotherapie beruflich tätig, war der künstlerische Bereich schon damals die Erfüllung für Annemarie und Günther Fahrner. Im Jahr 2001 fanden sie schließlich zu ihrem heutigen Lieblingsmaterial – dem Metall und widmeten sich ab dem Jahr 2005 ausschließlich dieser Leidenschaft. „Anfangs haben die Skulpturen schon polarisiert“ denkt Günther Fahrner zurück, „zwischen Begeisterung und Ablehnung haben wir alles erlebt.“ Mit der Zeit bekamen die Leute aber immer mehr Zugang zu den Objekten und fragten auch nach, wofür sie stehen. Einige Jahre lang entstanden die Kunstobjekte in der Waldstraße unter sehr beengten

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Verhältnissen. Fahrners suchten lange nach einem geeigneten Atelier, das sich schließlich im TIWAG-Areal in der Olympstraße auftat. In dem mystischen und ein wenig verwunschen wirkenden Ensemble der alten Holzhäuser mit dem leicht verwilderten Garten konnten die Skulpturen richtig schön präsentiert werden. Der ideale Platz für Inspiration und Umsetzung war gefunden. Mit viel Gespür wurde der Charme des Geländes erhalten und bildete einen wunderbaren Rahmen für die bald entstehenden „Atelierfestln“, die von lokalen und international bekannten Künstlern musikalisch umrahmt und von Haimingerinnen und Haimingern sowie von Gästen, die dafür extra anreisten, gerne besucht wurden. „Eigentlich war das Atelier unsere Heimat“ sagt Annemarie Fahrner, „das Haus war für uns fast nur ein Platz zum Schlafen.“ Ein besonderer Genuss war es für beide, von ihrer Kunst umgeben zu sein

und mit den von ihnen geschaffenen Werken zu leben. Auch Kräuter, Gemüse und Blumen kamen im Atelier, gestützt von künstlerisch gestalteten Rankhilfen, unter Annemaries Pflege zu ihrer Entfaltung. Wohl wissend, dass dieser Platz nicht ewig zur Verfügung stehen würde, kam die Verständigung, dass mit Frühjahr 2014 die Miete des Geländes nicht mehr möglich sein würde, doch überraschend schnell. Die beiden machten sich auf die Suche nach einem neuen Platz, dieser sollte Haus und Atelier idealerweise verbinden. In Tirol wurden Fahrners nicht fündig, sie suchten bundesweit und fanden in Oberösterreich ihr neues Domizil. Etwa 30 Kilometer von Passau donauabwärts liegt der Ort Wesenufer. Dort – an der Nibelungenstraße, wie könnte es passender für die beiden von der Mystik Begeisterten sein – befindet sich das sechs Hektar große Areal, in dem Annemarie und Günther Fahrner künftig leben

Das Friedenslicht reist um die Welt

und künstlerisch tätig sein werden. Schon jetzt sind Projekte in Aussicht gestellt, die dort auf ihre Umsetzung warten. Der Ortswechsel passiert mit viel Vorfreude, aber auch mit einem guten Gesamtrückblick an die Zeit hier in Haiming. Eine wichtige Besonderheit für Fahrners ist der seinerzeitige Auftrag der Gemeinde Haiming zur Gestaltung der Ortseinfahrt von Ötztal-Bahnhof. Die damals entstandene Skulptur, genannt „Industrieregion ÖtztalBahnhof – eine Allegorie“ wurde von heimischen Betrieben finanziell getragen und bleibt wie ein Vermächtnis bestehen, wenn die beiden nun weiterziehen. Gute Wünsche vieler Freunde und Bekannter begleiten die Künstler auf ihrem Weg. Wer den Kontakt nicht verlieren möchte ist herzlich eingeladen, Annemarie und Günther Fahrner weiterhin auf ihrer Homepage (www.atelierfahrner.com) und später gerne im neuen Atelier in Wesenufer zu besuchen. (Text: chris; Foto: Florian Scherl)

Von Betlehem nach Ötztal Bahnhof

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ür die Bevölkerung nahezu unbemerkt wird schon seit Jahren das Friedenslicht, das in vielen Gemeinden von der Feuerwehrjugend verteilt wird, in Ötztal Bahnhof an die Feuerwehren des ganzen Bezirkes übergeben. Am Abend des 23. Dezember war es auch heuer wieder soweit. In einer kleinen Feier nahm Pfarrer Volodymyr die Segnung des Lichtes vor, umrahmt von den Anklöpflern aus Haiming konnten die jugendlichen Vertreter der Feuerwehren das besondere Licht in Empfang nehmen. Bezirks-Jugendsachbearbeiter Robert Unterlechner begrüßte neben den vielen Feuerwehr Jugendgruppen und Feuerwehrmitgliedern auch Persönlichkeiten aus dem Bezirkskommando, unter ihnen Bezirksfeuerwehrkommandant Klaus Raffl

und Bezirksfeuerwehrinspektor Josef Wagner, sowie mehrere Abschnittskommandanten. Auch in Ötztal Bahnhof wird das Friedenslicht jährlich am 24. Dezember von den FeuerwehrJugendlichen in die Kapellen und in einige Häuser gebracht. Wie alle Jahre wird der Erlös aus

Spenden für das Friedenslicht für einen wohltätigen Zweck verwendet. Heuer werden die Spenden einer jungen Familie aus Ötz zur Verfügung gestellt, die durch einen tragischen Schicksalsschlag ihren Mann und Vater verloren hat. (Text: erfö; Foto: Michael Haslwanter)

Feierliche Stimmung bei der Weihe des Friedenslichts

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Essen auf Rädern

Gemeinsames Essen als Danke

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Danke

Von l.n.r Bgm. Josef Leitner, Roman Pansy, Willi Strasser, Herbert Kolb, Reinhold Fae, Franz Stigger, Helmut Stigger, Ernst Eiter, Herbert Reinstadler, Josef Mader, Bruno Raffl, Peppi Perwög und Gerhard Zoller, im Vordergrund Luggi Köll (nicht am Foto: Dietmar Saurwein)

Katholischer Familienverband Haiming

Veranstaltungen für Groß und Klein

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er Katholische Familienverband Haiming schaut auf zwei erfolgreiche Veranstaltungen zurück. Gemeinsam mit der Bibliothek Haiming lud man Dr. phil. Angelika Hörmann zu einem interessanten Vortrag ein. Der Abend unter dem Titel „Von Streithanseln und Tratschweibern“ gab Einblick in die unterschiedliche Sprache von Männern und Frauen und dadurch entstehende Missverständnisse. Im Anschluss daran diskutierten die etwa 40 TeilnehmerInnen bei Glühwein und Kastanien die neuen Erkenntnisse und sorgten damit für einen gemütlichen Ausklang. Der Nachmittag des 15. Dezember war etwa 50 Kindern gewidmet, die mit viel Eifer Christbaumschmuck aus Ton oder Filz sowie selbstgegossene Kerzen herstellten. Am offenen Feuer durften die Kinder sogar ihr eigenes Brot backen. Wieder baute der Kath. Familienverband Haiming auf bewährte Zusammenarbeit und veranstaltete diesen Bastelnachmittag gemeinsam mit dem Spielbus der Kath. Jungschar. Ein großes DANKE an den Gasthof Zickeler, der den Saal zur Verfügung gestellt hat. (Text und Foto: Daniela Koler-Wirthel)

sagen die Kinder mit ihren Eltern zu Franz Koll für das Errichten und Betreuen des Eislaufplatzes beim Sportzentrum.

Danke

s a g t die Familie Schöpf für den stimmungsvollen und beeindruckenden Adventabend in der Pfarrkirche Ötztal-Bahnhof, an den Pfarrgemeinderat als Organisationsteam und alle Mitwirkenden.

Danke

Interessierte Frauen und auch Männer verfolgten interessiert den Vortrag über Geschlechter und Sprache.

Anklöpfler

Großzügige Spende

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ie Anklöpfler (Forchet 4 Gsang) mit Gerti u. Walter Kurz, Vroni Lercher, Walter Mayer, Hans Zoller und Manfred Egger bedanken sich recht herzlich bei allen Spendern für die Spenden-

summe von Euro 2.060. Noch am Hl. Abend wurde die Spende an eine vom Schicksal schwer getroffene Familie übergeben. (Text: Manfred Egger; Foto: mams)

s a g t die Freiwillige Feuerwehr Ötztal Bahnhof für die Spenden bei der Haussammlung.

Danke

sagen  die Bewohner von Haimingerberg für das Überbringen des Friedenslichtes durch die Feuerwehrjugend.

Danke

sagen  die 3. Klassen der VS Haiming den Firmen Interfrucht Witting und Rudi Wammes für die großzügigen Vitaminspenden zur Zubereitung der gesunden Jause der gesamten Volksschule Haiming.

Tipps an dorfblattl@gmail.com oder per Telefon an 0660/8805700 Auch beim Adventsingen in der Pfarrkirche Ötztal Bahnhof waren die Anklöpfler dabei.

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Chronik

ls Dankeschön für den pausenlosen Einsatz wurde das Team rund um den Obmann der Vinzenzgemeinschaft Haiming Ludwig Köll von der Gemeinde Haiming zu einem gemeinsamen Essen beim Höpperger eingeladen. Derzeit werden täglich zehn Essen in Haiming und Umgebung an bedürftige Personen zugestellt. Die wohlschmeckenden Mahlzeiten werden in Höppis Küche und von der Küche im Seniorenheim zubereitet. (Text: beka; Foto: Dietmar Saurwein)


´s Dorfblattl Haiming

Metalltechnik Pohl

Erneut zu Tirols bestem Kleinbetrieb ausgezeichnet

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ach dem Abschluss der HTL für Maschinenbau arbeitete Friedrich Pohl jahrelang als Geschäftsführer für einen heimischen metallverarbeitenden Betrieb. 2008 erlag er dem Reiz der Selbstständigkeit und gründete die Firma „Pohl Metall GmbH“. Das erste Büro war im ehemaligen Kinderzimmer des eigenen Nachwuchses untergebracht. Bald darauf bezog der Ingenieur angemietete Betriebsräumlichkeiten in Ötztal-Bahnhof, die zu klein und für die Produktion nicht mehr geeignet waren. Künftig kann im neuen Werk sehr viel umfassender produziert werden: „Wir haben die neuen Räumlichkeiten hochwertig ausgeführt, der Büroteil hat Passivhausstandard“, berichtet Pohl. Der Mitarbeiterstand von derzeit fünf wird für die erweiterte Produktion auf acht aufgestockt werden.

Die Aussichten sind gut, Pohl rechnet mit zehn bis 15 Prozent Wachstum. Pohl entwickelt gemeinsam mit Kunden, etwa aus der Autozulieferindustrie, Spezial-Metallteile. Diese werden dann bei Betrieben in Italien, Deutschland oder im Stubaital produziert, Pohl Metall erledigt die Endfertigung wie die Oberflächen- oder Wärmebehandlung. Nach 2012 wurde die Firma nun zum zweiten Mal hintereinander bei Österreichs wichtigstem Business-Wettbewerb zu Tirols solidestem Kleinbetrieb gekürt und darf sich nun „Austria´s Leading Company“ nennen. Ausgezeichnet werden nachhaltig erfolgreiche und finanziell stabile Unternehmen. Der ALC-Wettbewerb beurteilt die Leistungskraft eines Unternehmens in den vergangenen drei Jahren. Ermöglicht wird das durch ein umfassendes Kennzah-

Unternehmer Friedrich Pohl an einem seiner Messstände - auf dem Foto noch im alten Firmengebäude.

lensystem, in das eine Vielzahl von Ertrags-, Rentabilitäts- und Liquiditätskennzahlen einfließt. Erforderlich war die Einreichung der Geschäftsberichte bzw. Jahresabschlüsse 2009 bis 2012. Der Firmengründer erklärt: „Aufgrund unserer Erfahrungen im Bereich der Sonderteilfertigung, sind wir in der Lage, die kosten-

günstigsten Produktionsprozesse für individuelle Anwendungen zu analysieren. Wir realisieren Produkte und Werkzeuge für unsere Kunden zum optimalen Preis-Leistungsverhältnis. Unser Erfolgsgeheimnis heißt klein, schnell, individuell und professionell.“ (Text und Foto: mams)

Rund um´s Haus

Gartentipps für den Winter

Chronik

Zimmerpflanzen im Winter Da es zu dieser Jahreszeit nicht viele Arbeiten im Garten gibt, möchte ich dieses Mal gerne einige Tipps zur Zimmerpflanzenpflege geben. Der Winter ist auch für Zimmerpflanzen eine harte Zeit. Die warme Heizungsluft regt den Stoffwechsel der Pflanze an, aber bei vielen reicht die Lichtstärke zum Wachsen leider nicht aus. Dazu kommt noch die warme Heizungsluft, die den Schädlingsbefall fördert. Was also tun? Als erstes sollte man die Blätter von Staub befreien, damit das ohnehin spärliche Tageslicht verlustfrei bis zu den Blättern durchdringt. Vor allem Orchideen sollten jetzt an einem sehr hellen Standort stehen, da sie sonst vorzeitig ihre schönen Blüten abwerfen können. Neben dem regelmäßigen Gießen sollten Sie Ihre Zimmerpflanzen auch mehrmals wöchentlich mit lauwarmen Wasser besprühen. Der feine Sprühnebel legt sich auf die Blätter und verhindert, dass diese zu viel Feuchtigkeit verlieren. Bei Orchideen sollte während der Blütezeit auch nicht auf das Düngen, ca. alle 14 Tage, vergessen werden. Außerdem sollten Orchideen im Winter in einem Übertopf stehen, damit sie auf dem Fensterbrett keine „kalten Füße“ bekommen. Was ist im Winter noch zu beachten? Kakteen haben jetzt Ruhephase und sollten daher fast nicht gegossen werden. Grünpflanzen in kühlen Räumen nur sehr sparsam gießen. Kübelpflanzen im Winterquartier sollten vorsichtig gegossen und auf das Lüften nicht vergessen werden, um einem Schädlingsbefall vorzubeugen. (Text und Foto: Josef Norz, BSc, Blumenwelt Norz - Tichoff)

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Firmenportrait - ASTRI Hunt- and Sportswear

60 Jahre Berg-, Freizeit-, Jagdbekleidung

em dezenten Logo der „ASTRI-Berg-, Schi-, und Wanderbekleidung“ begegnet der aufmerksame Beobachter immer wieder, ob in Tirol oder in anderen Gegenden, wo gewandert oder gepilgert wird. Der Schreiber dieser Zeilen hat ASTRI Hosen auf seinem Jakobsweg sogar in Frankreich und Spanien entdeckt. Erstaunlich, dass sich ein Tiroler Betrieb auf diesem heiß umkämpften Markt so lange halten und immer wieder Anteile erobern kann. Dafür sind eine gute Basis, aber auch viel Fantasie und enorme Anstrengungen und Flexibilität notwendig! Heute werden ASTRI-Produkte nicht nur im österreichischen Sport- und Bekleidungshandel sondern auch in vielen Gebieten Deutschlands, der Schweiz und Norditaliens verkauft. Auch Norwegen und Schweden, ja sogar einige Großkunden in Japan und Korea werden mit Astri Produkten beliefert. Jährlich wurden schon bis zu 30.000 Hosen nach Fernost geliefert. Nun aber einen Blick zurück zu den Anfängen dieser beeindruckenden Familiengeschichte. Begonnen hat alles 1951 mit der Eröffnung einer kleinen Maß-

schneiderei in Haiming durch Alois Strigl und seiner Frau Christine. Alois Strigl war der Sohn des Fassbinders Johann und seiner Frau Agnes Strigl in Haiming, daher stammt auch sein vulgo Name „Binders Luis“, der von den älteren Einwohnern in Haiming und am Bahnhof oft verwendet wurde. Durch den plötzlichen Tod seines Onkels Paul Witting bekam das Unternehmerpaar Christine und Alois Strigl die Möglichkeit, dessen Produktionsbetrieb für industrielle Bekleidungsfertigung zu übernehmen. Schon bald wurden neue Möglichkeiten gesucht und Alois Strigl errichtete 1964 mit viel Mut als „einer der ersten Aussiedler von Haiming“ in Ötztal Bahnhof einen Gewerbebetrieb. Dort wurden in kurzer Zeit klassische und modische Hosen in großen Mengen hergestellt. Diese Spezialisierung verlangte schon bald wieder neue Ideen und so wurde in Folge komplett auf die Produktion von Kniebund- und Schihosen, die als „Jet-Hosen“ bekannt wurden, umgestellt. Diese Entwicklungen basieren wohl auf dem aufgeschlossenen und offenen Wesen des Firmengründers, der offensichtlich ein gutes Gefühl

Firmenchef Clemens (li.) und Seniorchef Helmuth Strigl führ(t)en den Familienbetrieb des Alois Strigl bis heute erfolgreich weiter.

Astri-Hosen war 1964 der erste Betrieb, der von Haiming nach Ötztal-Bahnhof übersiedelte.

für künftige Entwicklungen in Gesellschaft und Wirtschaft hatte. Mit dem damaligen Trend zum Wandern und Bergsteigen ergab sich eine große Marktlücke, die von Alois Strigl richtig erkannt und genützt wurde. Der Erfolg gab ihm Recht, in kürzester Zeit war die ASTRI–Kneik (abgeleitet von Alois STRIgl) Marktführer in Österreich. Jährlich wurden über 100.000 Hosen von tüchtigen MitarbeiterInnen erzeugt und geliefert. So fanden 50 - 60 Frauen aus der näheren Umgebung sichere Ganztages-Arbeitsplätze in einem sozial gut geführten und gestalteten Betrieb. Die Familie Strigl wurde während dieser Zeit auch immer größer, sechs Kinder scharten sich um Christine und Alois Strigl. Mit Ausnahme des Jüngsten Andreas arbeiteten alle im elterlichen Betrieb, Tochter Helga bereits ab 1965, Sohn Helmut 1971und allmählich auch Erika, Herma und Gertrud. 1979 erlitt Alois einen schweren Herzinfarkt und übergab sein Lebenswerk, die Firma ASTRIHosen seinem Sohn Helmut, der die Leitung bis 2012 innehatte und dann an den Enkel des Gründers, Clemens Strigl, damit an die dritte Generation, übergab. Nicht nur Händler und Großfirmen wurden und werden mit ASTRI-Modellen beliefert, auch im firmeneigenen Fachgeschäft an der Einfahrt nach Ötztal Bahnhof wird seit 1986 hochwertige

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Wander- und Jagdbekleidung sowie Landhausmode verkauft. Dieser Standort soll in nächster Zukunft ausgebaut und ein Teil der Produktion aus dem Siedlungsgebiet in dieses Objekt im Gewerbebiet umgesiedelt werden. Die besonders hektische und harte Konkurrenz in der gesamten Textilbranche mit enormen Überlebenskämpfen einheimischer Betriebe wurde und wird von ASTRI mit dem Suchen, Füllen und Bearbeiten von Marktnischen so gut wie möglich überwunden. Ein solcher Bereich war die weitere Spezialisierung zur Produktion von Jagdkleidung, die seit Jahren mit Erfolg wahrgenommen wird. Es ist zu hoffen, dass trotz widriger Verhältnisse, wie Massenimporten von Textilien aus Billigstlohnländern und demgegenüber natürlich höheren Arbeitskosten bei uns, eine Produktion in Ötztal Bahnhof weiterhin möglich sein wird. Voraussetzung dafür wird unter anderem sein, dass die Kunden weiterhin und vermehrt beim Einkauf auf Produkte aus Tirol in bester Qualität achten und trotz etwas höherer, aber fairer Preisen zugreifen und kaufen! Wir wünschen der Familie Strigl, sowie ihren Beschäftigten weiterhin das notwendige Gespür und den Weitblick für gute Entscheidungen und damit für wirtschaftlichen Erfolg. (Text: Bruno Holzhammer; Fotos: privat)

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Chronik

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´s Dorfblattl mittendrin

Lebendiges Brauchtum - Fasnacht in Haiming

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er Brauch in Haiming geht historisch gesehen bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zurück, doch am 17. Februar 1959 sollte die Haiminger Fasnacht vorerst zum letzten Mal ausgetragen werden. Fünfzehn Jahre später wurde der totgeglaubte Brauch durch die Initiative einer Gruppe von Leuten rund um Gerhard Valte zu neuem Leben erweckt, der „neue“ Fasnachtsverein wurde gegründet und begeistert seither Freunde des bunten Treibens mit Veranstaltungen der ganz besonderen Art. Aus den sechs Gründungsgruppen, mit denen die neue Fasnacht begann, sind mittlerweile zwölf Gruppen geworden, die mit beeindruckenden Fasnachtswagen und humorvollen und satirischen Bühnenauftritten die Fasnacht immer wieder zu einem unvergesslichen Event machen, das sich kein Haiminger je zu verpassen erlaubt. Was bis vor kurzem noch der „Fasnachtsverein Haiming“ war, hat sich nun im Zuge einer Umstrukturierung zum „Brauchtumsverein

Kinderfasnacht im Jahr 1976 - man beachte den heutigen Haiminger Hof im Hintergrund sowie die Schneearmut.

Haiming“ entwickelt, welcher mit seinen Zweigvereinen - den einzelnen Gruppen - sage und schreibe über 300 Mitglieder zählt, die allesamt immer wieder ihr Herzblut in die Bräuche ihres Heimatdorfes stecken. Da das Haiminger Brauchtum natürlich so lebendig bleiben soll, wie es seit Jahrzehnten ist, finden sich unter diesen mehr als 300 Faschingsbegeisterten auch viele noch ganz kleine Mitglieder, die in Sachen Fasnacht aber schon

ganz groß sind und ihren erwachsenen Vorbildern um nichts nachstehen. Denn genauso oft, wie es hierzulande eine große Fasnacht gibt, treiben es auch die Nachwuchsfasnachtler richtig bunt, wenn sie unsere Gemeinde in ein zauberhaftes Märchenland voller Prinzessinnen, Feen, Ritter und anderen Sagengestalten verwandeln. Auch dieses Jahr wird Haimings Nachwuchs wieder eine Kinderfasnacht veranstalten – und diese

Chronik

Als wir noch jünger waren ...

ist gleich in zweifacher Hinsicht ein absolutes Highlight, denn sie werden nicht nur den „runden Zehner“ des Kinderfaschings zelebrieren, sondern auch das vierzigjährige Jubiläum der neuen Fasnacht. Zu diesem Anlass werden unsere Kinder thematisch gesehen zurück zum Ursprung gehen – wir werden also dieses Mal anstatt Cinderella, Aladdin und co. viele kleine Hexen, Bären, Laninger usw. antreffen, die bereits allseits mit Spannung erwartet werden. Voraussichtlich werden uns die jungen Fasnachtler am 22. Februar 2014 durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm führen, Detailinformationen zur Veranstaltung sind auf der Website des Brauchtumsvereins (www.brauchtum-haiming. at) zu finden. Eine tolle Show, großartige Kostüme und viel Spaß und Unterhaltung sind auf jeden Fall garantiert – wir freuen uns schon auf einen unvergesslichen Tag für die ganze Familie. (Text: peda; Foto: privat)

Volksschule Haimingerberg zwischen 1937-1944

1.Reihe v.l.n.r.: Josef Prantl, Robert Neururer, Albin Föger, Franz Glatz, Josef Fürruther, Johann Prantl, Josef Glatz 2.Reihe v.l.n.r.: Engelbert Prantl, Maria Prantl, Herta Neururer, Rosmarie Pirchner, Josefine Fürruther, Rosa Fürruther , Klara Fux, Kresszenzia Prantl, Lidwina Prantl 3.Reihe v.l.n.r.: ???, ???, Rosmarie Prantl, Helga Föger, Gertraud Praxmarer, Margret Prantl, Maria Fux Griselda Fürruther 4.Reihe v.l.n.r.:Erwin Prantl, Veronika Pöschl, Otto Prantl, Walter Haslwanter Pfarrer Franz Mayr (Foto: Familie Föger)

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Lebensbilder - Sepp Pfitscher

Ein Schneider mit viel Liebe zur Natur

Der kleine Sepp (vorne Mitte) mit den 3 älteren Geschwistern vor dem Heimathaus, dem „Pfitscherhäusl“.

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n der Nacht zum 12. März 1934 kam Sepp Pfitscher im Südtiroler Bergdorf Stuls im Passeiertal zur Welt. Stuls war klein genug, um von den großen Unruhen dieser Zeit weitgehend verschont zu bleiben, die Kindheit des Sepp war gut, bescheiden und er litt nie Hunger. Die Kinder spielten im Wald „Fangerlen“ und „Versteckerlen“ und das Rodeln und das Fahren mit selbstgebauten Schiern waren ein Vergnügen. Über den Sommer waren die Buben ab einem Alter von 10 Jahren bei Bauern als Hüaterbuben im Dienst und kamen im Herbst mit einem neuen Paar genagelter Schuhe wieder heim. Weihnachten war etwas Besonderes. Mit den Laternen zogen die Menschen überall von den Bergen in einem stimmungsvollen Bild zur Kirche hinunter. Tage davor freute man sich schon auf die gute Fleischsuppe nach der Mette und getrocknete Feigen und Orangen. Unter dem Christbaum lagen warme Socken. Diese waren wohlverdient, tat Sepp doch bei aller Kälte als Ministrant um 6 Uhr früh Dienst bei den Rorate-Messen. Mit 14 Jahren bekam Sepp einen der heiß begehrten Lehrplätze als Schneider und zwar bei einem italienischen Lehrherrn, der kein Wort Deutsch verstand. Sepp lernte italienisch und schloss die Lehre ab. Seine Meisterstücke als

Nach der Militärzeit im fernen Verona und einer Zeit in Meran lockte Nordtirol mit besserem Verdienst und Weiterbildungsmöglichkeiten. In Schwaz arbeitete Sepp in einer Maßkonfektion erstmals als Gruppenleiter. 1958 kam die Zeit der elastischen Keilhosen, diese waren so gut gespannt, dass man sich kaum bücken konnte. Sepp nähte viele davon und konnte sich ein Zimmer in einem Schwazer Gasthaus mieten. Dort arbeitete Sabine aus dem Zillertal, die beiden wurden ein Paar. Stets um Aufstiegschancen bemüht wechselte Sepp zur Firma Steinbock und dann zur Payr KG in Telfs. Am 15. September 1960 heirateten Sepp und Sabine und genossen ihre erste gemeinsame Wohnung in Pfaffenhofen. Die beiden älteren Kinder Gerhard (1961) und Markus (1964) kamen in dieser Zeit zur Welt. 1963 übersiedelte die Firma Strigl (heute Astri) von Haiming nach Ötztal-Bahnhof. Sepp wurde Betriebsleiter, arbeitete eng mit Alois Strigl zusammen und blieb fast 25 Jahre. Unzählige der legendären „Astri Kneiks“ gingen unter Sepps Aufsicht vom Band.

junger BergsteigerInnen aus Ötztal-Bahnhof. Die jungen Leute lernten mit ihm die Welt der Ötztaler und Pitztaler Gletscher kennen. Mit dabei waren oft auch Hans Bair und Hans Zeni. 1972 wurde das von der Bergwacht Ortstelle Haiming-Silz errichtete Haiminger Gipfelkreuz am Tschirgant von Pfarrer Benedikt Kössler feierlich eingeweiht. Für Sepp Pfitscher ein besonderer Moment, ebenso wie die vielen Wanderungen mit Paul Leitner, um Wegmarkierungen und Hinweisschilder im Haiminger Wandergebiet anzubringen. Diese bieten den Menschen heute noch Orientierung. 1987 absolvierte Sepp die Ausbildung zum Bergwander- und Schneewanderführer. Die letzten fünf Berufsjahre führten Sepp in die Weberei der Lebenshilfe Ötztal-Bahnhof. Diese Zeit sieht er als die schönste seines Berufslebens, weil hier nicht Druck und Stress sondern das Miteinander und die Menschen wichtig waren. Im Jahr 1994 ging er in Pension. Sepp Pfitscher hat sich immer ehrenamtlich für die Gemeinschaft eingesetzt, ob als Bergwächter, als Haiminger Gemeinderat, als Pfarrgemeinderat oder als Pfarrkirchenrat. Heute liefert der Pensionist „Essen auf Rädern“ aus. So

Auch für den erfahrenen Bergsteiger Sepp Pfitscher war der Gipfelsieg am Ortler eine Herausforderung.

wurde Sepp Pfitscher 1989 die Verdienstmedaille des Landes Tirol und 1990 das Verdienstkreuz der Tiroler Bergwacht verliehen. Im September 2010 feierten Sepp und Sabine Pfitscher Goldene Hochzeit. Sepp genießt zufrieden seine Pensionsjahre, geht täglich spazieren, freut sich über seine. Enkelkinder und macht oft einen „Kartner“ nach dem Kirchgang oder daheim. Gerne denkt Sepp an das Bergsteigen zurück, auch an die Herausforderung, als er den Ortler mit seinen 3905 m mehrmals bezwang. Am 12. März 2014 steht ein „anderer Gipfelsieg“ an. Sepp Pfitscher wird 80 Jahre alt. Dazu wünscht er sich noch gute Jahre in Gesundheit und Zufriedenheit. (Text und 1 Foto: chris; Fotos: privat)

Juliane wurde 1970 als drittes Kind geboren. Die Familie wohnte erst bei Familie Falkner, dann im Astri-Haus in Miete. In der Vorweihnachtszeit 1975 zog man mit Freude in das neu erbaute Haus am Oberrain ein. Auch die 1970 gegründete Bergwacht-Ortsstelle Haiming-Ötztal ist ein „Kind“ des Sepp Pfitscher. Anfangs gab es viele Kletter- und Eiskurse, Schutz und Pflege der Natur waren jedoch immer schon wichtige Bereiche. In dieser Zeit begleitete Sepp viele Touren

Sepp blickt auf ein erfülltes Leben zurück und hofft noch auf gute, gesunde und zufriedene Jahre.

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Chronik

Geselle waren eine Gala-Hauptmannsuniform und ein Talar für den Dekan mit 33 handgenähten Knopflöchern entsprechend den 33 Lebensjahren Jesu.


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Jahrgangstreffen der 1953er

60 Jahre - und kein bisschen leise!

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und 30 Jahrgänger haben sich Mitte Dezember ganz unkompliziert beim Zickeler zum Essen getroffen und miteinander einen fröhlichen und unterhaltsamen Abend verbracht. Die üblichen Verdächtigen wie Werner und Bruno Raffl sowie Herbert Reinstadler haben natürlich viele lustige „Gschichtln“ erzählt und auch die „Antikicker“ von einst haben alte Zeiten aufleben lassen. Die „Ausgewanderten“ wie Apollonia Wüthrich „Sauerers Loni“ aus Ötztal-Bahnhof oder die Annelies Eisenbichler „Platzer“ haben sich gerne an die Jugendzeit erinnert. Diese beiden sind auch am weitesten angereist. (Text: Claudia Melmer; Foto: privat)

in ungeordneter Reihenfolge: Brigitte Alexander, Edeltraud Kuprian, Anna Maurer, Christina Perwög, Josef Perwög, Erna Prantl, Maria Prantl, Bruno Raffl, Werner Raffl, Herbert Reinstadler, Christine Maria Saurwein, Hubert Wammes, Rosalinde Hermine Aigner, Gerhard Falkner, Anna-Maria Glatzl, Maria Barbara Götsch, Günther Hörhager, Elfrieda Juen, Sylvia Klotz, Claudia Melmer, Martha Pohl, Gerhard Rangger, Monika Köll, Melitta Agnes S trigl, Margret Oberhauser, Rita Dablander, Gerda Fröch, Annelies Eisenbichler, Apollonia Wüthrich, Gerlinde Kratzer, Reingard Rauth

Bibliothek Haiming

Viele neue Spiele stehen zum Verleihen bereit

P Chronik

ünktlich bevor das Christkind seine Arbeit aufnimmt, findet alljährlich Ende November in Innsbruck die große Spielemesse statt, bei der alle Neuerscheinungen an Brett-und Gesellschaftsspielen ausprobiert werden können. Zu diesem Zeitpunkt werden auch die “Spiele des Jahres” von einer Fachjury gewählt. Anhand von diesen Spielerfahrungen und -kritiken ist das Bibliotheksteam immer wieder bemüht, allen Ausleihern gerecht zu werden und entsprechend neue Spiele zu erwerben. Die stärkste Gruppe unserer Spieler sind die 5-8-Jährigen, sowie Familien, die nach Spielen suchen, an denen Jung und Alt gleichermaßen Freude finden. So haben wir vor Weihnachten folgende Spiele in unser Sortiment aufgenommen: • 4+ Mucca Pazza war nominiert zum Kinderspiel des Jahres 2013. Die Körperteile der Tiere sind durcheinandergeraten. Durch geschicktes Schieben sollen sie geordnet werden, was zu manch lustiger Figur führt. • 5+ Feuer und Flamme: Großformatige Holzteile müssen mit

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der Grillzange auf dem Grill platziert werden. Dabei sind flache Steaks und Fisch noch einfach, runde Würstl schon eine Herausforderung. • 5+ MyRummy Junior ist die vereinfachte Form des Klassikers Rummykub. • 5+ Gespensterturm: Alle Spieler versuchen gemeinsam, die Gespensterkinder ins Bett zu bringen, bevor die Turmuhr 12 schlägt. • 5+ Der verzauberte Turm ist zum Kinderspiel des Jahres 2013 gewählt worden. Der Magneteffekt steigert die Spannung bei der Suche nach dem magischen Schlüssel. • 6+ Mimikri hat den deutschen Lernspielpreis 2013 erhalten. Beim Spiel mit der Spiegelkamera ist räumliche Vorstellungskraft gefragt. • 6+ Flinke Stinker ist ein lustiges Gedächtnisspiel mit hochwertigen Holzfiguren. • 6+ Quickomino stellt eine Variante vom altbekannten Domino dar, bei der aber auch Schnelligkeit gefragt ist. Denn alle spielen gleichzeitig! • 6+ Spiegelspukschloss: Wer

kann das echte Gespenst unter den verkleideten Kindern (Spielfiguren) entlarven? • 6+ Spinnengift und Krötenschleim, eine Spielidee von Erfolgsautor Klaus Teuber, wurde nominiert zum Kinderspiel des Jahres 2012 und bekam die Auszeichnung für die beste Kinderspielgrafik. Wer erschafft zuerst ein neues Ungeheuer?! • 6+ Baobab: War ebenfalls auf der Empfehlungsliste zum Kinderspiel des Jahres 2013. Geschickt müssen die Tierkarten auf verschiedene Art und Weise auf dem dreidimensionalen Baum platziert werden. • 8+ Rondo, ausgezeichnet als Spielehit für Familien, hat leicht verständliche Regeln und kann sofort losgespielt werden. • 8+ Geheimcode 13+4: Wer knackt die kniffligen Codes? Mit sechs Würfeln muss die gesuchte Zahl durch eine Kombination verschiedener Rechenarten erzielt werden. • 8+ Level X ist ein Würfelspiel mit einer gelungenen Mischung von Glück und Taktik und besticht durch die schnell verständlichen Regeln.

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• 8+ Las Vegas lässt Zockerherzen höher schlagen und macht süchtig. Die Regeln sind ganz einfach, aber richtig gemein! • 10+ Hand aufs Herz: Taugt eine Klobrille als Sehhilfe? Zochspiele haben wieder einmal ein Partyspiel herausgebracht, das 3-8 Spielern einen lustigen Abend garantiert. Inzwischen warten neben den Neuerwerbungen auch viele Klassiker auf unsere Spieler. Kommt in die Bibliothek, schaut selbst oder lasst Euch beraten. Es ist bestimmt für jeden etwas dabei! (Text und Foto: Petra Gabl)

Hand auf´s Herz ist ein Partyspiel mit viel Herz. Welhe ist die richtige Hand?


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So war es damals ...

Fotos: 4 Chronik Haiming, 3 Daniel Perstaller

Chronik

Bilder aus der Chronik

Haiming zählt zwar nicht zu den traditionsreichsten Fasnachtsorten in unserem Bezirk, aber wie man auch diesen Bildern sehen kann, verstand man es auch schon im Jahr 1975 eine Kinderfasnacht zu organisieren. Heuer findet diese am 22. Februar statt.

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VIELSEITIG UND BUNT

AUS DEN VEREINEN

Hexengruppe des Brauchtumsvereins

Gotl-Übergabe nach einem Vierteljahrhundert

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eit 1991 war Irene Wammes als Hexengotl immer für ihre Hexen da. Sie wurden von ihr bestens umsorgt. Als Erinnerung an diese Zeit wurde ihr eine geschnitzte Hex und ein Fotobuch überreicht. Anlässlich ihres Geburtstages und wegen ihrer unzähligen Verdienste um diese Fasnachtsgruppe wurde Irene zur „Hexen Ehrengotl“ ernannt. Nach 25 Jahren, sagte sie, sei der richtige Zeitpunkt gekommen, um an eine Jüngere zu übergeben. Irene wünscht ihrer Nachfolgerin

alles Gute und gleich viel Spaß, wie sie ihn hatte, mit ihren Hexen. Ganz wichtig ist der Ehrengotl auch der Dank an „Hexenfotograf“ Max Kleinheinz für die Gestaltung der tollen Fotoalben, wodurch die Erinnerungen für immer lebendig bleiben werden. Bei einer Grillfeier wurde Lisa Hofbauer als neue „Hexengotl“ eingeführt. Die Lisa ging ja durch eine gute Schule, denn sie kommt aus einer traditionsreichen Hexenfamilie. (Text: Max Kleinheinz, mams; Foto: Max Kleinheinz)

Nach 25 Jahren übergibt Irene Wammes das Amt der Hexengotl an Lisa Hofbauer.

Krampusgruppe des Brauchtumsvereins

Krampuslauf war wieder ein voller Erfolg

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ass der Haiminger Krampuslauf bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, wurde spätestens 2012 durch die Auftritte im Österreichischen sowie Deutschen Fernsehen unterstrichen. Die Krampusgruppe durfte sich auch im vergangenen Jahr über positive Berichterstattungen im Ausland freuen.

Vereine

Der letzte Krampuslauf, welcher am 01.12.2013 stattfand, war wieder ein voller Erfolg – Fazit von Gerhard Valte, welcher die Krampusgruppe seit Bestehen anführt: „In nahezu jedem Dorf gibt es mittlerweile einen Krampuslauf oder diverse Teufelstreffen – trotzdem kommen nach wie vor tausende Zuseher am ersten Adventsonntag in unsere Gemeinde, um unseren Lauf zu sehen. Das freut uns sehr und beweist, dass unsere einheitliche Linie und unsere Disziplin gefallen. Besonders erfreulich ist natürlich, dass es auch 2013 zu keinen Verletzungen oder Unfällen gekommen ist“. Ein besonderer Dank gilt allen Helfern, Sponsoren und Organisationen, ohne diese eine derar-

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tige Veranstaltung nicht durchführbar wäre“, betont Valte. Der Bekanntheitsgrad der Krampusgruppe Haiming wächst von Jahr zu Jahr – das macht die Krampusgruppe besonders stolz: „Schon früher sah man hin und wieder Ausschnitte vom Haiminger Krampuslauf im ORF-Tirol oder Lokalfernsehen, mittlerweile konnten wir es schaffen, weltweit in den Medien Fuß zu fassen. Vor zwei Jahren besuchten

uns Filmteams vom Österreichischen Privatsender Puls4 sowie vom deutschen Sender SWR, im letzten Jahr ein Newsfotograf aus Berlin, welcher weltweit Eindrücke von unserem Lauf verbreitete“, so Simon Wegleiter, der Zuständige für Öffentlichkeitsarbeit der Krampusgruppe. In den letzten zwei Jahren war der Krampuslauf in zwei Deutschen (SWR, BR) und drei Österreichischen (Puls4, Pro7Austria, Sat1Austria) Fernsehsendern zu

sehen und wurde in diversen internationalen Medien erwähnt (Holland, England, Kanada, Amerika). Es kommen bereits Anfragen von Amerika und Deutschland: „Die Interessierten wollen den Krampuslauf sehen und hier nächtigen – es wäre also möglich, aus unserem Krampuslauf eine touristische Attraktion zu machen, dies ist jedoch noch ein langer und aufwändiger Weg“, so Wegleiter. (Text: Simon Wegleiter; Foto: mams)

Wie jedes Jahr empfing die zahlreichen Zuschauer auch heuer wieder ein schaurig feuriges Spektakel am Haiminger Gemeindeplatz.

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Krippenverein

Gut besuchte Krippenausstellung

ereits im Sommer starteten die Vorbereitungen für die diesjährigen Kursteilnehmer. Die passenden Wurzeln, Moose und andere Baumaterialien wurden sorgfältig ausgesucht und aufbewahrt. Der alljährliche Ausflug führte die Krippenfreunde nach Dornbirn, wo sie im Krippenmuseum mit den Bräuchen im Ländle vertraut gemacht wurden. Den 56 Teilnehmern wurde ein abwechslungsreiches und kulinarisch aufregendes Programm geboten, das mit dem Törggelen in der Kronburg einen würdigen Abschluss fand. Ende September starteten die 18 Kursteilnehmer unter der fachkundigen Anleitung des Krippenbauteams um Theo Köll mit den Arbeiten für die diesjährige Krippenausstellung. Rechtzeitig zur Adventzeit werden vom Krippenverein auch die Kirchen- und die Altersheimkrippe aufgestellt und konnten von der Bevölkerung bestaunt werden. Am Samstag, den 17.12.2013 starteten die zahlreichen Helfer mit der liebevollen Gestaltung des Turnsaales, um rechtzeitig bis zur Eröffnung um 17 Uhr fertig zu sein. Traditionell stellt der Imkerverein im Anschluss an seine Jahreshauptversammlung eine starke Abordnung, die dem Krippenverein wie in jedem Jahr einen Besuch abstattete. Um 20 Uhr weihte Pfarrer Volodymyr Voloshyn die Krippen und die zahlreichen Besucher konnten sich an den Meisterwerken erfreuen und wurden kulinarisch bestens versorgt. Eine Abordnung der MK Haiming unter der Leitung von Siegried Stigger umrahmte den Samstag musikalisch und verlieh diesem Abend ein besonderes Flair. Am Sonntag ab 10 Uhr waren die Pforten wieder geöffnet und die vielen Besucher aus Haiming, aber auch von den umliegenden Krippenvereinen, warteten gespannt auf die Ziehung der Verlosungskrippen. Um 17 Uhr wurden die Sieger ge-

zogen und sie konnten ihr vorgezogenes Weihnachtsgeschenk mit nachhause nehmen. Theo Köll: „Es freut uns besonders, wie zahlreich die Besucher erschienen sind und ich möchte mich auf diesem Wege recht herzlich für dieses Vertrauen bedanken und hoffe, die Leute besuchen uns auch in den nächsten Jahren so zahlreich“ Es ist kaum zu glauben, aber Walter Pfausler spendiert seit Bestehen des Vereins den Kaffee und Werner Raffl (ehemaliger Waldaufseher) den Christbaum für die Krippenausstellung. Der Dank gilt auch den Gemeindearbeitern, die den Transport des Gestühls in verlässlicher Art bewerkstelligten. Auch im nächsten Jahr wird es sicher wieder einen Kurs geben, zu dem man sich schon jetzt bei Obmann Theo Köll (0699/12853952) anmelden kann. (Text: marie; Fotos: Dietmar Saurwein)

Krippen-Elektriker Reinhard Stigger und alle Kursleiter Sandro Kleewein, Manfred Pohl, Markus Stigger und Kurt Ambrosig.

18 Teilnehmer bauten an alpenländischen und orientalischen Krippen. Ein neuer Trend scheinen die Laternenkrippen zu sein.

Heimatbühne - Kindermusical

Ein zuckersüße Himbeerfee

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a wurde genervelt und gefiebert bis zur Premiere des Kindermusicals „Die Himbeerfee – das große Sternenabenteuer“. Das Stück von Jens Frisch erlebte am ersten Adventsonnatg im Oberlandsaal Haiming seine Uraufführung. Rund eine Stunde lang begeisterten die zwölf jungen Darstellerinnen und

zwei mutige Burschen im Alter zwischen vier und dreizehn Jahren das Publikum mit einer fantasievollen Darbietung. Es erfordert schon eine Menge Mut und Selbstbewusstsein, sich vor großem Publikum auf eine Bühne zu stellen, geschweige denn, vor diesem auch noch live zu singen.

11 junge Darstellerinnen und zwei Darsteller sangen und tanzten im bezaubernden Bühnenbild beim Kindermusical.

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Wie ein alter Profi agierte Himbeerfee Marina, gespielt von Alina Walser, auf der Bühne, suchte Kontakt zum Publikum und interagierte mit ihren Mitspielerinnen, die ebenfalls in ihren Rollen bezauberten. Man merkt an allen Details, wie viel Liebe und Herzblut Obmann und Regisseur Meinrad Berger in die Inszenierung gesteckt hat. Da spielt es auch keine Rolle, wenn der eine oder andere kleine Theaterzuseher nicht jede Kleinigkeit der Handlung verstanden hat und auf der Bühne nicht jeder Ton lupenrein getroffen wurde – schön ist es gewesen. Mit dabei waren: Aigner Emma, Auf der Klamm Jordana, Binter Larissa, Binter Sophie Marie, Stigger Johannes, Opriessnig Jasmin, Opriessnig Jana, Pohl Nina, Pohl Lena, Ritzinger Leonie, Stigger Denise, Walser Alina, Wieser Luca, Wieser Letizia (Text und Foto: mams)

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Vereine

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Musikkapelle Haiming

Ereignisreiches Jahr bei der Musikkapelle

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ei der 67. Jahreshauptversammlung der Musikkapelle Haiming am 3. Jänner konnte Obmann Edelbert Zboril positiv Bilanz ziehen. Insgesamt waren die Musiker und Musikerinnen 130 Tage für den Verein und im Dienste der Allgemeinheit unterwegs. Im Jahr 2013 wurden 44 Teilproben, 53 Vollproben sowie 30 Ausrückungen verzeichnet. Der derzeitige Personalstand der MKHaiming: 5 Marketenderinnen, 18 Musikantinnen, 46 Musikanten Das Durchschnittsalter beträgt 29,72 Jahre.

Vereine

Der Obmann ließ das Jahr 2013 kurz Revue passieren und strich die kameradschaftlichen Highlights nochmals heraus. Dies waren ein gut besuchter Maskenball, ein sehr erfolgreiches Frühjahrskonzert, und das Waldfest, das trotz widrigen Wetters gut verlaufen ist. Weiters erwähnte er die Ausflüge nach Bad Ischl sowie nach Waldstadt in der Schweiz. Die Musikkapelle besuchte auch das Bezirksmusikfest in Mötz und das Bezirksmusikfest in Lermoos bei dem die MK Haiming als Gastkapelle eingeladen wurde. Ein Höhepunkt im vergangenen Jahr war sicherlich das Abschlusskonzert zu Ehren der hl. Cäcilia im November in der Pfarrkirche Haiming. Kapellmeister Gabriel Leitner, der die Musikkapelle seit Oktober 2012 musikalisch leitet, konnte sich über die 91,5 Punkte und somit über den ausgezeichneten Erfolg bei der Konzertwertung am 14. April vergangenen Jahres im Oberlandsaal mit seinen Musikanten/Innen freuen. Zum Abschluss des Musikerjahres wurden anspruchsvolle Stücke einstudiert und beim Cäciliakonzert unter Mitwirkung der begabten Osttiroler Sängerin, Sara Koell, der Bevölkerung dargebracht. Leitner bedankte sich bei den vielen Helfern innerhalb der Musik, sowie bei den Musikantinnen und Musikanten mit Süßigkeiten. Auch Jugendreferent Mario Zboril

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zur Tradition gewordene Fronleichnams-Frühschoppen beim Zickeler. Am 2. August wird das Waldfest in der Unteren Gmua mit den “Grubertalern“ über die Bühne gehen. Auch das Cäciliakonzert in der Pfarrkirche Haiming wurde als Programmpunkt für 2014 aufgenommen.

Auch beim Ausflug ins schweizerische Waldstatt wurde natürlich kräftig musiziert.

konnte auf ein erfolgreiches Jahr 2013 mit seinem Jugendblasorchester zurückblicken. Das JBO Haiming verzeichnet 39 Mitglieder, wobei bereits 36 aktiv bei der Musikkapelle mitwirken. Dieses Orchester wird von Alfred Lechner (Klarinette) musikalisch geleitet. Die Jugendlichen freuen sich immer wieder, bei diversen Auftritten (Frühjahrskonzert, Platzkonzerte, kirchliche Anlässe) ihr Können unter Beweis zu stellen; denn eines ist sicher „der Lohn des Musikers ist der Applaus“. Derzeit stehen 43 Blasmusiker/Innen

in Ausbildung, wobei wiederum 22 Jugendliche bereits bei der Musikkapelle Fuß gefasst haben. Nach dem Motto „Wer rastet der rostet“ wurde die Vorausschau auf das kommende Musikjahr 2014 präsentiert. Bereits am 1. März findet der traditionelle Maskenball im Oberlandsaal statt. Weitere Fixtermine sind das Frühjahrskonzert am 12. April, der Besuch der Gauderfestes im Zillertal gemeinsam mit der Haiminger Schützen und den Silberbuam am 4. Mai, sowie der fast schon

Bürgermeister Josef Leitner staunte als musikalischer Laie nicht schlecht über die zahlreichen Ausrückungen und bedankte sich bei den Mitgliedern für die musikalische Vertretung der Gemeinde nach außen hin. Die Gemeinde könne stolz sein, eine so „mannstarke“ kulturelle Gemeinschaft für das Dorf zu haben und wünscht den MusikerInnen das Allerbeste. Nach dem Abdanken der Schriftführerstellvertreterin und Chronistin Nadia Stigger wurde Hornist Erich Kurz einstimmig als Nachfolger gewählt. (Text: beka; Foto: Kathrin Schumacher)

Zweigverein Rad

Saisonvorbereitung

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alendermäßig ist jetzt Winter, doch beim HAI POWER BIKE Team Haiming wird auch um diese Jahreszeit fleißig für die Radrennen 2014 trainiert. Derzeit trainieren wir in der Halle in Haiming und in ÖtztalBahnhof. Am Programm stehen Krafttraining, allgemeine Athletik, Schnelligkeits- und Koordinationstraining. Langlaufeinheiten absolvieren wir in Seefeld und Berg- und Dauerläufe in der Umgebung von Haiming. Doch auch organisatorisch steht einiges am Programm. Für die Radsaison 2014 müssen dedrzeit die Trainingsgruppen neu eingeteilt und die Trainingslager gebucht werden, ebenso stehen Leistungstests an. Der Rennkalender, d. h. die zeitliche Abstimmung der verschiedenen Rennen, muss ebenso vorbe-

In den Semesterferien werden im Süden unzählige Trainingskilometer heruntergespult.

reitet werden. Bereits jetzt im Jänner beginnt die Organisation des Bike Festivals, welches im Mai 2014 stattfindet. Ende November bei der Jahreshauptversammlung bedankte man sich bei dem jahrelangen Vorstand für die hervorragende

Winter 2014

Arbeit und wählte bei dieser Gelegenheit einen neuen Vorstand. Interessierte können die Zusammensetzung des neuen Vorstandes gerne auf unserer Homepage nachlesen. (Text und Foto: HaiPowerBike Team Haiming)


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Zweigverein Ski

Talente des SC Haiming behaupten sich

Der erste Raika-Cup ging mit tollen Platzierungen für die Haiminger Nachwuchstalente zu Ende.

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it dem ersten Rennen des mittlerweile traditionellen „RAIKA-CUPS“ startete der SC Haiming am 06. Jänner in Kühtai

als ausrichtender Verein. Aus den Orten Niederthai, Oetz, Obsteig und Haiming waren insgesamt über 70 Starter gemeldet. Bei

perfekten Pistenbedingungen und strahlend blauem Himmel starteten die Bambinis vom verkürzten Start und die Kinder und Schüler vom regulären RSL Start der Alpenrosen Piste. Die Haiminger Bambinis, Kinder und Schüler überzeugten mit tollen Plazierungen: Koller Florian (2.), Allegranzi David (3.), Neurauter Rene (1.), Koller Tobias (2.), Leitner Simon (2.), Allegranzi Simon (4.), Praxmarer Raphael (6.), Hoendervangers Ryan (1.), Kuprian Samuel (3.), Herz Fabio (1.), Wiedmann Tamara (1.), Herz Celina (1.), Praxmarer Mathias (1.) Celina Herz und Mathias Praxmarer konnten sich als zeitschnellste

Tagessieger durchsetzen. Bei der anschließenden Siegerehrung am „Loisl’s Schirm“ überreichte Chefkamprichter Harry Keil an alle Teilnehmer Pokale und „süße“ Sachpreise. Insgesamt eine tolle Veranstaltung, der Dank geht an den Hauptsponsor RAIKA SILZ-HAIMING sowie den Bergbahnen Kühtai für die Bereitstellung der Piste und Liftkarten. Einen herzlichen Dank auch an die unterstützenden Helfer vom Team SC Haiming sowie allen begleitenden Eltern. Wir freuen uns auf drei weitere RAIKA-CUP Rennen in diesem Winter! (Text und Foto: SC Haiming)

Zweigverein Stocksport

Tennisler gewinnen traditionelles Dorfturnier

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tock Heil, hieß es am Samstag den 4. Jänner auf dem Eisplatz des Stockschützenvereines Haiming. Unter der Aufsicht von Josef Kapeller und seinem Team kämpften zehn Mannschaften um der „Taube“ möglichst nahe zu kommen. Pünktlich um neun Uhr ertönte der Startschuss für unterhaltsame und spannende Stunden, die ihren Abschluss bei der Preis-

verteilung beim Zickeler fanden. Überraschend konnte sich der Tennisclub den Titel vor der favorisierten Affengruppe sichern und für ein Jahr den Wanderpokal aufstellen. Auf den weiteren Plätzen folgen: Fußball 1, Krampusgruppe 1, Fußball 2, Feuerwehr Haiming, Musikkapelle Haiming, Bärengruppe, Krampusgruppe 2 und last but not least die Damen vom Turnverein. (Text: marie; Foto: mams)

Obmann Josef Kapeller und GSV-Präsident Stephan Kuprian gratulieren dem Team Tennis 1 zum Sieg beim Dorfturnier.

Zweigverein Fußball

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m 4.1.2014 hat der Sportverein Haiming zum alljährlichen Preiswatten in den Gasthof Stern (Zickeler) geladen. Das Teilnehmerfeld war diesmal stark besetzt wie nie zuvor. Unter den Teilnehmern fanden sich mit Meinhard Eiter, Max Hafele, Dr. Helmut Zoller, Hugo Platzer und vielen anderen namhafte Größen der Oberländer Watterszene wieder. In packenden Duellen zwischen Jung und Alt wurde bis weit nach Mitternacht um den Sieg gekämpft. Schlussendlich setzte sich doch das Alter und

das bessere Sitzleder durch, der Sieg ging verdienter Maßen an das Duo Hugo Platzer/Wolfgang Götsch. Sie setzten sich in einem spannenden Finalspiel gegen die Paarung Andy Löffler/Gabriel Leitner mit 11:8 durch. Der SV Haiming bedankt sich für einen geselligen und unterhaltsamen Abend im Gasthof Stern. Nach dem Turnier wurde unter den Kontrahenten noch über den einen oder anderen Fehlwurf augenzwinkernd geschmunzelt. (Text und Foto: SV Haiming)

Vereine

Stark besetztes Preiswatten

Wolfgang Götsch und Hugo Platzer siegten, Obmann-Stellvertreter Hugo Götsch gratulierte.

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DA IST WAS LOS ...

ANKÜNDIGUNGEN

4.Kinder-Faschings-Party in Haiming, Oberlandsaal am Sonntag, 26.Jänner 2014 zwischen 1:00 und 17:00 Viele Luftballons--Tombola--Geschenke für die Kleinen und DJ-Dedi führt durch den Nachmittag. Bringt gute Laune mit - die SPÖ-Haiming freut sich auf euch.

Motomop Kinder-Eis-Fasching Termin: Samstag, 08.02.2014 Ort: Moto Mop Ötztal Bahnhof (Eisplatz/Kinderspielplatz) Uhrzeit: ab 14 Uhr Die Mitglieder vom Motomop Club sein fleißig, und schauen dass der Platz werd eisig. Dann beleuchten ma a den Eislaufplatz wieder bis neun, dass sich alle beim Schlittschuech fahren kennen freu´n!

Kinderfasnacht

Das Jahr 2014 steht wieder ganz im Zeichen aller Haiminger Nachwuchs-Fasnachtler. Am Samstag den 22. Februar 2014 findet die 10. Kinderfasnacht statt. Um 13 Uhr startet der Umzug bei der Gemeinde. (voraussichtliche Route: Altersheim, Rennackerweg, Ötztalerstraße, Kalkofenstra-ße, Tränkeweg, Billa, Gemeindeamt) Ende um ca. 16 Uhr Faschingdienstag,: 4.März ab 12 Uhr Gemeindeplatz mit Kinderprogramm

Maskenball

Am Samstag, den 1. März findet ab 20:00 Uhr der traditionelle Maskenball der Musikkapelle Haiming im Oberlandsaal Haiming statt. Für beste Stimmung sorgt das Tschirgant Duo. Ab 23.00 Uhr findet die Prämierung der besten Masken in den Wertungen Einzel, Paare und Gruppen originell bzw. schön statt. Eintritt: € 8,--

Familienverband Haiming

Einladung zum Spielenachmittag am Samstag, den 8. März 2014 von 15 - 17 Uhr mit den SpielpädagogInnen der Spielbörse des Familienreferates der Diözese Innsbruck. Kinder, Jugendliche und alle Spielbegeisterten sind herzlich zum Ausprobieren verschiedener Brettspiele, Strategiespiele, Spiele um Wissen und Geschicklichkeit u. a. eingeladen. Saal im GH Stern „Zickeler“ Kontakt: Daniela Koler-Wirthel, Tel. 0699/11100435 Eintritt: freiwillige Spenden erbeten

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Turnen für Männer

Aufgrund regelmäßiger Anfragen organisiert der Turnverein Haiming heuer ein Turnen für Männer. In einer Turnstunde werden Kondition und Kraft trainiert, aber auch Stretching- und Entspannungsübungen kommen nicht zu kurz. Übungsleiterin: Sabine Muigg-Spörr Wann: ab Donnerstag, 06.03.2014, 18.45 bis 19.45 Uhr Wo: Turnhalle der NMS Haiming Kosten: € 30,-- für 10 Einheiten Anmeldung: Bis 20.2.14 unter 0650/6670418

Frauenkränzchen Am Samstag, 25. Jänner findet am Haimingerberg das alljährliche Frauenkränzchen statt. Die Bäuerinnen laden auch heuer wieder ins Vereinshaus ein. Ab 20:30 Uhr werden bunte, lustige und ausgefallene Masken und Verkleidungen erwartet.

Frühjahrskonzerte der Musikkapellen

Das Frühjahrskonzert der Musikkapelle Haiming findet am Samstag, 12. April um 20.15 Uhr im Oberlandsaal, das Frühjahrskonzert der Musikkapelle Ötztal-Bahnhof am Samstag, 26. April um 20.00 in der Turnhalle des Kindergartens Ötztal Bahnhof statt. Auf zahlreichen Besuch freuen sich die Akteure.

Osterschießen

Vom Freitag 21. März bis einschließlich Freitag 11. April findet jeden Dienstag und Freitag das Osterschießen im Lokal der Schützen Haiming statt. Geschossen werden kann mit dem Luftgewehr und mit der Luftpistole. Um Anmeldung größerer Gruppen unter 0676/7019668 wird gebeten.

Tagesfahr t zu Josefskirchen Die Pfarre Ötztal-Bahnhof lädt anlässlich des 50jährigen Kirchenjubiläums zu einer Ausflugsfahrt mit Besuch von Josefskirchen ein. Am Mittwoch, den 19. März 2014, also dem Josefitag (Hl. Josef ist Kirchenpatron) werden die Josefskapelle in Hall, die Stiftskirche St. Josef in Fiecht und die Pfarrkirche St. Josef in Obsteig besucht und besichtigt. Genauere Daten werden noch bekannt gegeben. Veranstalter: Pfarrgemeinderat Ötztal-Bahnhof Kontaktperson: Christiana Pucher, Tel. 0676/7118117

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VERANSTALTUNGEN

KALENDER

Datum

Veranstaltung

Veranstalter

Ort

Beginn

SA, 25. JÄN. SO, 26. JÄN. FR, 07. FEB. SA, 08. FEB. DI, 18. FEB. SA, 22. FEB. SA, 01.MÄR. SA, 08.MÄR. MI, 19.MÄR. FR, 21.MÄR. DI, 25.MÄR. FR, 28.MÄR. SO, 30.MÄR. DI, 01. APR. DI, 01. APR. FR, 04. APR. SA, 05. APR. DI, 08. APR. FR, 11. APR. SA, 12. APR. SA, 12. APR. SO, 13. APR. SO, 13. APR. SO, 20. APR. SA, 26. APR. SA, 26. APR. SA, 26. APR. SO, 27. APR.

FRAUENKRÄNZCHEN KINDER-FASCHINGSPARTY KONZERT DER LANDESMUSIKSCHULE KINDER-EIS-FASCHING GRÜNDUNGSVERSAMMLUNG BI „FORCHET“ KINDERFASNACHT MIT UMZUG MASKENBALL SPIELENACHMITTAG TAGESFAHRT ZU JOSEFSKIRCHEN OSTERSCHIESSEN OSTERSCHIESSEN OSTERSCHIESSEN VEREINSMEISTERSCHAFT SC HAIMING REDAKTIONSSCHLUSS FRÜHJAHRSAUSGABE OSTERSCHIESSEN OSTERSCHIESSEN ORTSBILDSÄUBERUNG HAIMING OSTERSCHIESSEN OSTERSCHIESSEN FRÜHJAHRSKONZERT ORTSBILDSÄUBERUNG ÖTZTAL-BAHNHOF PALMSONNTAG PALMSONNTAG FEUERWEHRBALL HAIMINGERBERG KAPELLENWALLFAHRT FRÜHJAHRSKONZERT THEATER ERSTKOMMUNION

Bäurinnen Haimingerberg SPÖ Haiming Landesmusikschule Motomop Bürgerinitiative Brauchtumsverein Haiming Musikkapelle Haiming Kath. Familienverband Pfarramt Ötztal Bahnhof Schützen Haiming Schützen Haiming Schützen Haiming SC Haming Dorfblattl Haiming Schützen Haiming Schützen Haiming Bergwacht Haiming/Silz Schützen Haiming Schützen Haiming Musikkapelle Haiming Bergwacht Haiming/Silz Pfarramt Haiming Pfarramt Bahnhof Feuerwehr Haimingerberg Pfarrämter Musikkapelle Ötztal-Bahnhof Heimatbühne Haimng Pfarramt Haiming

Vereinslokal Oberlandsaal Oberlandsaal Ötztal Bahnhof GH Stern Gemeindezentrum Oberlandsaal

20:30 14:00 17:00 14:00 18:30 NACHMITTAGS 20:00 15:00

ABENDS ABENDS ABENDS VORMITTAGS 16:00 Schützenlokal ABENDS Schützenlokal ABENDS Haiming NACHMITTAGS Schützenlokal ABENDS Schützenlokal ABENDS Oberlandsaal ABENDS Ötztal-Bahnhof NACHMITTAGS Pfarrkiche Haiming 08:45 Pfarrkiche Ötztal-Bahnhof 08:45 Vereinslokal ABENDS Pfarrkirche Haiming 13:30 Turnhalle Ötztal-Bahnhof ABENDS Oberlandsaal 20:15 Pfarrkiche Haiming 09:00 Schützenlokal Schützenlokal Schützenlokal Kühtai

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´s Dorfblattl Winter 2014  

"´s Dorfblattl" ist ein vierteljährlich erscheinendes Informationsmagazin der Gemeinde Haiming in Tirol Ausgabe 01/2014

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