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Dezember 2013

ufs Warten a d Christkin

Krippe basteln

uzia Barbara, L us und Nikola

Das Mit Mach-H f端r Ki nd e f t i h re Elter und ern

Diese Ausga mit El be te thema rn! 6/2009


Lesen und vorlesen

s i u L

f u a t e t r a w

Weihnachten

Luis konnte vor Aufregung nicht mehr schlafen. Noch barfuß und im Schlafanzug schlich er zur Wohnzimmertür. Vorsichtig drückte er die Klinke herunter. Doch die Tür war verschlossen. Dabei kommt das Christkind doch erst heute Abend, dachte Luis und stellte sich auf die Zehenspitzen, um durchs Schlüsselloch schauen zu können. Da bekam er einen ganz schönen Schrecken: Denn statt Geschenken oder dem Weihnachtsbaum sah Luis nur das Gesicht von Mama, die mahnend den Zeigefinger hob. Plötzlich fühlte er eine Hand auf seiner Schulter. „Luis, da hast du Pech gehabt. Du wirst nichts sehen können. Mama hat ein Foto von sich über das Schlüsselloch geklebt, damit das Christkind von euch später nicht gestört wird“, sagte Papa, der eine Tüte mit frischen Brötchen in der Hand hielt. 4

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Luis zuckte enttäuscht mit den Schultern und half Papa beim Frühstück machen. „Wann kommt denn das Christkind?“, fragte Luis als alle am Küchentisch saßen und biss von einer Brezel ab. „Erst, wenn es dunkel ist“, sagte Mama und fütterte Paulina mit Brei, die glucksend mit ihren breiverschmierten Händen auf die Tischplatte klatschte. „Wie wäre es denn, wenn du nachher mit deiner kleinen Schwester ein Schläfchen halten würdest? Dann vergeht die Zeit auch schneller“, sagte Papa und kratzte sich am Bart. „Schlafen? Ich kann doch jetzt nicht schlafen! Mama sah Papa lächelnd an. „Also gut, dann zieh dich an und wir beide gehen mit Paulina in den Zoo“, sagte Papa. „Au ja!“, rief Luis und rannte in sein Zimmer, um sich schnell anzuziehen.


Außer Luis, Papa und Paulina waren noch viele andere Familien im Zoo. Elefanten, Tiger, Affen, Pinguine – Luis, Paulina und Papa beobachteten an diesem Nachmittag viele Tiere, wie sie fraßen, miteinander spielten und schliefen. Die Stunden vergingen wie im Flug. Als sie den Zoo verließen, schlief auch Paulina im Kinderwagen. Luis wunderte sich, dass sich seine kleine Schwester scheinbar so gar nicht für Weihnachten und diesen ganz besonderen Tag zu interessieren schien. „Wie schafft es das Christkind eigentlich, an einem Abend zu all den Menschen zu kommen?“, fragte Luis vom Rücksitz, während Papa mit dem Auto nach Hause fuhr. „Mh“, Papa überlegte. „Das Christkind kann fliegen, weißt du. Und Mama hilft dem Christkind auch und bereitet vieles schon vor.“ „Und wenn das Christkind unsere Wohnung nicht findet?“, fragte Luis unsi-

cher. „Wir können ja ein Licht auf das Fensterbrett in der Küche stellen“, schlug Papa vor. „Dann sieht das Christkind unser Zuhause gleich.“ „Und ich male ein Schild mit uns vier drauf“, rief Luis aufgeregt. Zuhause angekommen fragte Luis sofort: „Mama, war das Christkind schon da?“ „Nein, noch nicht Luis. Aber ich denke, es dauert nicht mehr lange.“ „Dann bastel ich schnell noch das Schild“, sagte Luis und lief in sein Zimmer. Papa holte eine Kerze und stellte sie auf einen Teller. Als Luis mit dem bunt bemalten Schild in die Küche kam, stand Papa bereits am Fenster, neben ihm die brennende Kerze. „Schau mal Luis, es schneit.“ Luis presste seine Nase an die Scheibe. Er beobachtete die dicken Flocken, wie sie lustig durch die Luft tanzten. „Schön!“, sagte Luis. „Bababa“, sagte Paulina, die auf Papas Arm saß und auf eine große Schneeflocke zeigte, die am Fenster klebte.

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Glaubenssache

a i z u L d n u a u s l o k i N , a r a Barb

Vater, ein griechischer Kaufmann, hielt aber gar nichts von den Christen. Er wollte Barbara von ihren Freunden fernhalten und sperrte sie in einen Turm. Weil Barbara trotzdem nicht ihren Glauben aufgeben wollte, ließ ihr Vater sie schließlich töten. Eine Geschichte erzählt, dass ein vertrockneter Zweig eines Kirschbaums, den Barbara mit in den Turm gebracht hatte, wenige Tage vor ihrem Tod zu blühen begann. Barbara freute sich darüber und tröstete sich damit, dass sie, so wie dieser trockene Zweig Blüten bekommen hatte, nach ihrem Tod ein neues Leben bekommen würde. Zum Barbaratag gibt es einen schönen Brauch, den du auch ausprobieren kannst: Schneide einige Zweige eines Kirschbaums ab und stelle sie in eine Vase mit Wasser. Mit etwas Glück blühen sie am Heiligen Abend.

In der Adventszeit haben mehrere Heilige Namenstag, der mit ganz besonderen Bräuchen gefeiert wird. Der 4. Dezember ist der Tag der heiligen Barbara. Sie war einst vor vielen Hundert Jahren eine schöne junge Frau, die an Jesus glaubte. Ihr 16

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Welcher Heilige am 6. Dezember Namenstag hat, weißt du bestimmt: Es ist Sankt Nikolaus. Du erkennst ihn an seiner Bischofsmütze, die man „Mitra“ nennt, an seinem langen Bischofsstab, der oben wie eine Schnecke ausschaut, und an seinem langen roten Bischofsmantel. Aber wie kommt es eigentlich, dass die Menschen sich heute noch an Nikolaus erinnern und ihn als Heiligen verehren? Der echte Nikolaus lebte als Bischof im 4. Jahrhundert in der Stadt Myra, in der heu-


ihrem Namen, und zu ihrem Namenstag gibt es in Nordeuropa ein Lichterfest: Am Morgen des Luziatages weckt das älteste Mädchen im Haus singend die Familie. Es trägt ein weißes Kleid mit einem roten Band als Gürtel. Auf seinem Kopf trägt es einen Kranz mit Kerzen. Im Kindergarten, in der Schule und sogar in der Arbeit folgen weitere Luziafeiern, zu denen ein besonderes Gebäck gegessen wird und Luzia-Lieder gesungen werden. Barbara, Nikolaus und Luzia sind drei heilige Menschen, die Licht in die dunkle Jahreszeit tragen und auf Jesus hinweisen, der das Licht in unser Leben bringt. Gesa Rensmann / Esther Hebert

Illustration: Gertraud Funke

tigen Türkei. Es gibt viele Geschichten, die davon erzählen, dass Nikolaus sich stets um andere gekümmert hat und sich für Menschen in Not einsetzte. Eines Tages half er der ganzen Stadt Myra, die in eine schreckliche Hungersnot geraten war. Viele Menschen starben, darunter auch Kinder und alte Leute. Doch Nikolaus schaffte es, den Kapitän eines Handelsschiffs zu überzeugen und bekam von ihm Säcke mit Weizen, aus dem die Leute wieder Brot backen und neuen Weizen auf den Feldern ansäen konnten. Und als ein Schiff in Seenot geriet, weil ein gewaltiger Sturm auf dem Meer tobte und das Schiff unterzugehen drohte, war es Nikolaus, der wie aus dem Nichts auftauchte und den Männern half, das Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Am 13. Dezember denken wir an eine andere Lichtgestalt der Adventszeit: die heilige Luzia. Sie trägt das Wort „Licht“ in 12/2013

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Kleine Kinderküche

Zutaten 100g weiche Butter, 60g Zucker, 1 Ei, 0,5 Päckchen, Vanillezucker, Puderzucker, 95g Mehl 10g geschälte, fein gemahlene Mandeln A rb ei ts ge rä te Schüssel, Messer, Backhandschuh, s Küchenmaschine, kleine Sieb, Backpapier, Löffel

Super lecker! Lass dir dabei helfen!

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Butter, Zucker und Ei mit dem Schneebesen gut verrühren, Mehl und Mandeln einrühren.

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Backblech mit Backpapier auslegen und bei 160 °C etwa 15 min goldgelb backen. 18

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Kurz abkühlen lassen und mit einem Gemisch aus Puder- und Vanillezucker bestäuben.

Rezept: Monika Lehner

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Aus dem Teig kleine Röllchen formen und zu Halbkreisen biegen.


Kunterbuntes

Was gehört an den Christbaum?

Wie ist der Niko

laus angezogen

?

Die Auflösung steht auf Seite 23.

ckchen ä P e l ie v n w ie n d e r h ä n g e n ? e l h ä z u d Kannst am Adventskale noch

Fotos: Fotolia.com; Illustration: Antje Bohnstedt

Hier siehst d u kleine Aus schnitte von Fotos. Weißt du was sie z eigen?

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Leseprobe SPATZ 12 2013