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Inhaltsverzeichnis Vorworte................................................................................................................. 3­—5

GRAND OPENING

6 Sonic Youth, Fennesz.................................................................................................... 7 Heaven And, No-Neck Blues Band, Mirror/Dash................................................ 8—9 Slum-TV.............................................................................................................. 10—11 The Born-To-Sit-Company................................................................................12—13 Mittwoch, 22. April

AES+F, FH St. Pölten/medienwerkstatt006, Sound Alliances..................................................................................................14—15 Donnerstag, 23. April

PSYCHEDELIC NIGHT

16

Butthole Surfers, Zombie Zombie.............................................................................. 17 Black Dice, Turzi Electronic Experience, Goblin...............................................18—19

THE EXORCISTS

20 We Have Band, Spiritualized.......................................................................................21 The Cesarians, Sunset Rubdown, Chrome Hoof.............................................22—23 Reverend Billy............................................................................................................. 24 Freitag, 24. April

Samstag, 25. April

GIRL MONSTER NIGHT

26

Girlmonster, Girlmonster Orchestra............................................................................27 A.L. Steiner, The Raincoats, Prick Your Finger, Yo! Majesty........................... 28—29 Koko von Napoo, MEN, Anat Ben David, C.L.U.E.......................................... 30—31 Ann Liv Young............................................................................................................. 32 Donnerstag, 30. April

GESAMTKUNSTWERK

34

Aphex Twin DJ Set, Luke Vibert................................................................................. 35 Slaughterin’ Slobbersville, Black Meteoric Star + AVAF, Lec & Oni Ayhun, Stereolab............................................................................. 36—37 Reactor............................................................................................................. 38—39 Planningtorock............................................................................................................ 40

42 Crazy Bitch In A Cave, Antony and the Johnsons.................................................... 43 The Voluptuous Horror of Karen Black, CocoRosie, Glutamat.......................44—45 Zoon, God’s Entertainment............................................................................. 46—47 Freitag, 1. Mai

Samstag, 2. Mai

I NEED ANOTHER WORLD!

GRAND FINAL PARTY

48

Moderat, The Bug...................................................................................................... 49 Boys Noize, DAT Politics, Yacht, Next Life....................................................... 50—51 Miel du ciel.................................................................................................................. 52 Anfahrtsplan, Busshuttle (Wien-Krems-Wien).................................................. 56—57 Ticketinfo, Vorverkaufsstellen, Service............................................................ 58­­—59



Preise, Impressum...................................................................................................... 60


Vorwort

Das donaufestival dankt seinen Medienpartnern

Seit nunmehr fünf Jahren ist der Frühling in Krems mit seinem donaufestival zu einem unverzichtbaren Bestandteil der internationalen zeitgenössischen Festivallandschaft geworden. Der Erfolg des donaufestivals, der schon in den vergangenen Jahren auf einer schönen Mischung von nationalen wie internationalen KünstlerInnen und BesucherInnen beruhte, wird mit dem vorliegenden Programm sicher noch einen Schritt weiter gehen. Rare Künstlerinnen und Künstler, Legenden und Newcomer geben dem musikalischen Programm, das in vielen Punkten wie die Erfüllung einer Wunschliste von Festivalleiter Tomas Zierhofer-Kin wirkt und auch ist, ein außergewöhnliches Profil. Performances, die weit über den konventionellen Begriff des Theaters und seine räumlichen wie inhaltlichen Grenzen hinausgehen, bilden beim donaufestival 09 im Verbund mit Medienkunst, Installationen und Ausstellungen ein theatralisches Gerüst, das eine der brennenden Fragen unserer Gesellschaft in künstlerischer Weise thematisiert: Die Frage, wie Wirklichkeit und Wahrheit in einer Welt, die durchsetzt von Irrationalismus und Virtualität ist, heute noch unterscheidbar sind.

Sachsponsoren

Wir freuen uns, wenn Sie sich auch in diesem Jahr auf die manchmal fordernde, doch stets lustvolle Reise durch das donaufestival 09 begeben.

Dr. Erwin Pröll Landeshauptmann

Partnern

Dr. Petra Bohuslav Landesrätin

J azzkeller



www.myspace.com/jazzkellerkrems


09

Die Aufklärung scheint versagt zu haben, die Idee von Revolution hat schon längst die Gedankenbühne des gesellschaftlichen Konsenses verlassen. Die Welt scheint sich an allen Ecken und Enden zu desäkularisieren, der massenhafte Sturm auf den Irrationalismus hat eingesetzt: radikale religiöse Modelle von Christentum bis Islam geben vor, politische Konzepte zu sein, scharenweise werfen sich verängstigte MitbürgerInnen in die Hände skrupelloser RechtspopulistInnen, einstürzende, nicht nachvollziehbare Finanzirrationalismen ziehen schmerzhafte soziale Konsequenzen nach sich, „reale“ Existenzen werden zugunsten von „virtuellen“ aufgegeben, das bearbeitete mediale Bild hat längst den Anspruch auf das Abbilden von Wirklichkeit im Sinne von Wahrheit aufgegeben. Wirklichkeit und somit Wahrheit sind nicht mehr entscheidbar. Virtualität und Realität sind zu einer spannungsreichen neuen Entität verschmolzen, was – wenn man der medialen Gerüchteküche vertrauen mag – auch Altkanzler Kohl zu einer rätselhaften Aussage bewog: „Die Wirklichkeit ist leider anders als die Realität“. Ist in diesem Spiel der Differenzen die Wirklichkeit eine Behauptungsfrage geworden?



Das donaufestival 09 versteht sich – ohne jeden Anspruch auf nur annähernde Vollständigkeit – als einen siebentägigen Versuch, mit unterschiedlichen künstlerischen Medien und Positionen, auf die Unwirklichkeit der Wirklich-

keit unserer Zeit zu reagieren. Was religiöse und politische Hetzer, Finanz-GamblerInnen und die DisneyfiziererInnen dieser Welt können, das muss die Kunst schon längst können! Der Unterschied liegt nur darin, dass Erstere mit Antworten, die KünstlerInnen mit Fragen arbeiten. Verschleier­ung versus Klarheit? Die im Reagenzglas der Realität gezüchtete Virtualität verselbständigt sich, verschluckt ihre Erfinder und lädt zum finalen Aufruhr, bei dem jeder gegen jede und gegen sich selbst kämpft. In der Videoinstallation der russischen Künstlergruppe AES+F „stimmt“ gar nichts mehr. Eine synthetische Computerspielwelt als Szenario: verschneite Berge mit rosa Ringelspielen über die Riesen-Adler kreisen, Flugzeuge starten und fallen vom Himmel, Märchenschlösser neben Wüsten, Panzern und Dinos. Dort, wo sich Vergangenheit und Zukunft vereinen, sehen auch die Menschen aus wie aus dem Katalog – neuzeitliche Engel, kaum bekleidete TeenagerModels, die sich zu „Siegfrieds Trauermarsch“ von Wagner mit allem erdenklichen militärischen Gerät in Zeitlupe niedermetzeln, aber ohne sich dabei zu verletzen, als ob der Kampf zum pubertären Sexualritus nach dem Ende der Sexualität geworden wäre. Gestylte unkaputtbare Plastik-Jesuse zeigen eine Welt, die den Untergang von Ideologie, Geschichte und Ethik zelebriert. „What Would Jesus Buy?“ Reverend Billys radikale Predigten und RegistrierkassenExorzismen zur „Church of Stop Shopping“ postulieren Konsumverzicht vor dem Hintergrund einer fanatisch christlichen Bild- und

Sprachwelt. Ist das die radikalste politische Performance aus dem Mutterland des Kapitalismus – vergleichbar der frühen Arbeit von Christoph Schlingensief in Europa – oder doch blutiger Ernst? Bill Talen wird dieses Geheimnis nicht lüften, sondern ganz im Gegenteil in unnachahmlicher Weise dazu beitragen, dass Fake und Reality dehnbare, unentscheidbare Begriffe des Spiels bleiben und uns so nur das Glatteis zeigen, auf dem wir schon längst herumschlittern. Verwandelt sich das Festivalzentrum in einen afrikanischen Slum, um uns die zwangsläufige Form des Konsumverzichts vor Augen zu führen? Ist der Slum eine Art Vorbereitungscamp für BewohnerInnen des einstürzenden Kapitalismus? Eine zynische Menschenausstellung oder ein unser Gewissen beruhigendes Mahnmal gegen Ausbeutung und für eine Multikultiwelt Marke Euro-Gutmensch? Ist SLUM-TV Sozialprojekt, Performance, Aktionismus, Kino, Community TV oder Diskursknotenpunkt? Fragen, die sich nur individuell beim Besuch der interaktiven, performativen Installation entscheiden lassen werden. Integration oder Konfrontation?

und Ann Liv Young wird das Setting einer fundamental christlichen Radioshow zum Exzess-Schlachtfeld einer erkrankten Gesellschaft verwandeln, ZOON werden den medialen Mythos um Michael Hanekes Gewaltepos „Funny Games“ re- und dekonstruieren. Sieben musikalische Statements an sieben Tagen kommentieren die Festivalthematik, nähern sich ihr an, entfernen sich, schaffen Klarheit und Verwirrung: Auslotung und Überschreitung akustischer wie popkultureller Grenzen bei Sonic Youth, psychedelische Fantasiewelten bei den Butthole Surfers, Goblin oder Spiritualized, Offenlegung feministischer Netzwerke in den Bereichen Bildende Kunst, Medienkunst, Performance, Diskurs und Musik bei Chicks on Speed´s Girl Monster, das Spiel mit Realitätsebenen und Gegenwelten bei Planningtorock und Aphex Twin, höchst emotionale, nach Außen getragene Verinnerlichung bei Antony and the Johnsons, Kembra Pfahler und CocoRosie und natürlich ein großes Abschlussfest mit Moderat.

„I need another world. This one’s nearly gone.“ Fritz Ostermayer und The Born-To-Sit-Company (u.a. mit Oliver Welter, Soap&Skin, Hans Schabus, Peter Hörmanseder und Christoph Grissemann) werden in „Das Tortenstück“ über Slapstick, Klebstoff, Zwillinge, Echos und das Scheitern des Menschen als Maschine philosophieren; die Performance-RabaukInnen von God´s Entertainment werden nach 213 Jahren die Minoritenkirche desäkularisieren und danach gleich den Jazzkeller säkularisieren

(Antony Hegarty)

In diesem Sinn wünsche ich unseren Besucher­ Innen eine anregende, verwirrende, erkenntnisreiche und vor allem höchst lustvolle Zeit beim donaufestival 09! Tomas Zierhofer-Kin Künstlerischer Leiter



donaufestival


Mi 22.04. Mi 22/04/2009

18.00

19.00

20.00

Stadtsaal Messegelände Klangraum Galerie Stadtpark

21.00

22.00

Heaven And

HALLE 1 HALLE 2

22.04.

No-Neck Blues Band

Born-To-SitCompany

23.00

24.00

1.00

Sonic Youth Fennesz

AES+F – Last Riot

Slum-TV ab 18.00, Breakfast TV 18.00 – 19.00 FH St. Pölten/medienwerkstatt006 ab 18.00 Mirror/Dash Interfering Contours

Jazzkeller

Durchgehende Installationen/Performances:

The Born-To-Sit-Company...................Seite 12/13 FH St. Pölten/medienwerkstatt006......Seite 15 Interfering Contours..............................Seite 15

Slum-TV.................................................Seite 10/11 AES+F – Last Riot.................................Seite 14

Sonic Youth 22/04/09

GRAND OPENING



SLUM-TV verwandelt Krems in einen afrikanischen Slum: Installation, Performance, Aktionismus, Diskurs, Kino? Oder doch blutiger Ernst? Bei AES+F verselbständigen sich virtuelle Welten; Dinos, Panzer, Flugzeuge und Model-Teenies laden zum finalen Aufruhr! THE BORN-TO-SIT-COMPANY philosophiert in Fritz Ostermayers neuem „Tortenstück“ über Slapstick, Klebstoff, Echos und das Scheitern des Menschen als Maschine. Und dann laden SONIC YOUTH, die Klangweltmeister unserer Zeit, mit Freunden zu einem Ausflug in ihr Universum. Mit dabei die NO-NECK BLUES BAND aus New York, FENNESZ mit seinem neuen Album „Black Sea“, MIRROR/DASH (Kim Gordon & Thurston Moore) und die Uraufführung von HEAVEN AND (Tony Buck, Steve Heather, Martin Siewert, zeitblom)!

22.30 Halle 1

Fennesz 22/04/09 21.30 Halle 2

Seit fast drei Jahrzehnten definieren Sonic Youth nun schon den Indie-Rock wie kaum eine andere Band mit. Trotz ihres dinosaurischen Alters haben sie nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt: Immer offen für das Experiment, haben Sonic Youth die Logik herkömmlicher Rocksongs zur Disposition gestellt und die befreiende Kraft des Lärms mit der Transparenz und Zugänglichkeit eingängiger Harmonien verbunden – und dabei gleich den Rock-Mythos mit ihrem freien Tuning kaputter, abgewirtschafteter Gitarren dekonstruiert. Auch noch nach über 20 Alben sind die New Yorker Rock-AvantgardistInnen – mittlerweile ohne Jim O’Rourke – im Herzen die alten geblieben. Wir wünschen uns nichts anderes.

Christian Fennesz beschreibt die Atmosphäre seiner Kompositionen gerne in Farben: Entgegen seines Titels ist das jüngste Solo-Werk „Black Sea“ (2008) laut Fennesz jedoch nicht schwarz, sondern von dunklen Grau- und Blautönen durchzogen. Nach wie vor ist die Gitarre Ausgangspunkt und Basismaterial für den Elektronik-Avantgardisten, der in den 1980ern in der Experimental-Rockband Maische spielte und seit Mitte der 90er Jahre an der Nahtstelle zwischen Digitalem und Analogem aufsehenerregende, abstrakte Klangwände von melancholischer Schönheit produziert. Bis heute ist Fennesz auf der Suche nach neuen Tönen und Farben, die nicht weniger als simples Glück bedeuten.



Mehrtägige Installationen/Performances:


22.04.

22.04. kino im kesselhaus

Heaven And



22/04/09

No-Neck Blues Band 22/04/09

20.30

19.30

Halle 1

Halle 2

Die Entstehung von Heaven And geschah eher zufällig: Ursprünglich trafen sich der in Berlin lebende Exilaustralier Tony Buck (Drummer bei The Necks), Perkussionist Steve Heather, Gitarrist und Elektroniker Martin Siewert sowie Keyboarder/Bassist zeitblom für die Aufnahmen zu einem Hörspiel. Mit im Studio war auch ­Alexander Hacke von den Einstürzenden Neubauten, der gleich für das gemeinsame Projekt als Gastsänger angeheuert wurde. Heaven Ands Debütalbum „Sweeter As The Years Roll By“ (2008), das in improvisierten Sessions entstand, scheppert und rumort aus den Richtungen Blues, Krautrock, Free Jazz, Noise: spannungsreich und sanft zugleich.

Seit rund zwei Jahrzehnten betreibt die New Yorker No-Neck Blues Band (NNCK) konsequent die Befreiung von der Form. Ihre weitläufigen Improvisationen verweigern sich jeglicher Zuordenbarkeit, Narration oder atmosphärischer Beschreibung. „Formvollendete Formlosigkeit“ nannte Diedrich Diederichsen die fragmentierte Musik des experimentierfreudigen wie medienscheuen Kollektivs, das an seiner offenen Ästhetik ebenso festhält wie an seiner radikaldemokratischen Struktur, in der jede und jeder alles kann und darf. Mit ihrem eigenen Label Soundatone haben sich NNCK bis heute ihre Autonomie und den Glauben an die produktive Kraft des Chaos bewahrt.

Mirror/Dash 22/04/09 19.00 Klangraum Krems Minoritenkirche Mirror/Dash ist nicht nur der Name von Kim Gordons aktueller Modelinie, sondern auch der Titel ihres Nebenprojekts mit Ehemann Thurston Moore. Zusammen veröffentlichte das Duo mehrere Singles und das Mini-Album „I Can’t Be Bought“ (2006); der Song „Electric Pen“, der auf Moores Plattenlabel Ecstatic Peace! erschienen ist, findet sich auch auf der französischen Ausgabe des Filmsoundtracks zu Gus van Sants „Last Days“. Mirror/Dash ist einer jener selbst geschaffenen Freiräume, in denen Gordon/Moore das Sonic Youth’sche Interesse an Disharmonie und Improvisation konsequent weiterentwickeln.

das programmkino in krems Aktuelle Filmhighlights / Kinderfilme / Filmfrühstück / Open Air-Kino / Spielfilme / Dokumentarfilme / Filmklassiker / Filmgespräche / Live-Konzerte / Kabarett / und vieles mehr! KINO täglich von Mittwoch bis Sonntag Programm & Tickets: T. 02732 / 90 80 00, www.kinoimkesselhaus.at

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Durchgehende Installation

Durchgehende Installation Mit Strategien der bildenden Kunst, mit Mitteln der Performance und Interventionen generiert SLUM-TV einen Diskurs, der die gängige Repräsentation durchbricht und übliche Aktionsfelder von klassischen Communitysendern transgressiert.

Cocktails & Communication

Digital & Analog Publishing Alle Aktivitäten werden per internet-publishing auf der Homepage www.slum-tv.info dokumentiert. Auf der Suche nach dem schönsten Konflikt wird über dieses Online-Portal auch eine Abstimmung stattfinden, ob die produzierte TeleNovela nun ein gutes oder schlechtes Ende nehmen soll.

Am Rande einer fragilen Urbanität wird im Festivalzentrum ein Slum aufgebaut. Besucher­ Innen werden gastfreundlich mit afrikanischen Spezialitäten und Musik zur sozialen Interaktion eingeladen. Und zur Auseinandersetzung mit Realität - der eigenen und einer ganz anderen. Auch (sozialromantische) Attitüden sind hier Luxus. Zugleich produziert die SLUM-TV Crew neue Beiträge – „business as usual“.

Cinema & Production

22/04 – 02/05/09

ab 18.00 Messegelände & www.slum-tv.info Interak tive Perform ance Auftrag swerk, Urauffü hrung

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Mit freundlicher Unterstützung:

Diskurs & Aufmarsch Am 1. Mai wird der Slum zum Diskurszentrum: zuerst steht eine Exkursion nach Wien und die Teilnahme am 1. Mai-Aufmarsch an, mit dem Ziel der konkreten Überprüfung von Solidarität in der Realität. Abends finden sich internationale ExpertInnen im Slum ein: diskutiert werden Aspekte und Konzepte von „Venture Communism“ und „Collective Ownership“. Überlebensstrategien für die Krise – üben für den Ernstfall! YES WE CAN!

Konzept: Alexander Nikolic & Sam Hopkins Mitwirkende: SLUM-TV Members, BewohnerInnen aus Mathare, Lukas Pusch, Dymitry Kleiner, Jaume Nualart, Mira Turba, Lena Nalbach, Biki Kangwana u.v.a.

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SLUM-TV

Im Mathare Slum von Nairobi entwickelte sich in den letzten Jahren ein Projekt, das an der Schnittstelle von Kunst, Aktionismus und Sozialprojekt agierend, international für Aufsehen sorgte. SLUM-TV wurde von österreichischen und kenianischen KünstlerInnen gegründet und produziert seit 07 Sit-Coms, Dramen und kurze Dokumentationen, die in Form einer Wochenschau auf öffentlichen Plätzen im Slum präsentiert und anschließend online gestreamt und archiviert werden. Das lokale Team – die BewohnerInnen der Siedlung – bestimmt die Inhalte selbst und übernimmt auch die Realisation. Die Produktionen tragen so Aspekte lokaler Geschichtsschreibung in sich und ermöglichen einer von den Massenmedien verzerrt dargestellten Gesellschaftsschicht ihre mediale Selbstpräsentation. SLUM-TV gibt keine Regieanweisungen und schreibt auch keine Themen vor, denn es geht um Selbstermächtigung derer, die seitens des hegemonialen Diskurses so gern als „Machtlose“ stilisiert werden.

Mit dem Live-Format „Breakfast TV“ („Diary of Exotism“; „Meet&Greet the Natives“) verwandelt sich der Slum an Festivaltagen jeweils um 18 Uhr in ein Kino, das die aktuellsten Beiträge vom Festival und die Highlights der SLUMTV-Produktionen zeigen wird. Synchron dazu wird Krems Drehort einer lokal produzierten TeleNovela („3rd World Shakespeare Jam“), in der Publikum wie Festival-Stars Rollen angeboten werden.


22.04.

Das Tortenstück oder Klebstoff ist der Sprengstoff des kleinen Mannes 22/04 – 24/04/09 19.00 Stadtsaal Ein Tanz-, Sing- und Rührstück von Fritz Ostermayer Auftragswerk, Uraufführung

Wenn man sich die unterschiedlichen Betätigungsfelder einiger Company-Mitglieder ansieht, die von Stermann & Grissemann, Naked Lunch, Maschek, Soap&Skin bis hin zur bildenden Kunst bei Hans Schabus reichen, dann wird man schnell feststellen, dass alle primär nichts mit dem engeren Begriff von Theater und Tanz zu tun haben. So ist es umso erstaunlicher, dass sie sich im Herbst 2007 auf Einladung von Sigrid Gareis im Wiener Tanzquartier zu einer „Band“ formiert haben, die den Tanz, das Theater und den Rest der Welt zu retten ausgezogen war. Mit „Rettet die Mäuse oder Conducting Kafka While Whistling Against Interpretation“ gelang der Born-To-Sit-Company ein großer Coup. Nun folgt beim donaufestival 09 die Uraufführung ihres neuen Streichs um Slapstick, Echos, Zwillinge und Klebstoff! Dass sich wissenschaftliche Diskurse nur sehr schwer, aber irgendwie doch schon tanzen lassen, haben wir bereits stolpernd bewiesen. Nun geht es uns um die nächste Zumutung: die neuesten Erkenntnisse der Zwillingsforschung harren ihrer choreographierten Verwerfungen. Keine Torte gleicht der anderen! Jeder Sprengstoff ist einzigartig! Überhaupt die Probleme von Ähnlichkeit und Selbstähnlichkeit: ist doppelt gefährdet, was doppelt existiert (Twin-Towers, Kaczynski-Zwillinge)? Warum verliebt sich ein in den Bergen Jodelnder in das Echo seiner Stimme? Plumper Narzissmus kann es ja nicht sein. Alles eine Frage von Original und Reproduktion, denken wir und hängen gleich darauf in der nächsten Moebius-Schleife. Wir lesen zu viel und verstehen zu wenig ...

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Wenn uns nun schon im Kopf alles durcheinander kommt, dann sollten wir diese Konfusion auch unseren Körpern nicht vorenthalten. Also widmen wir uns mit Hingabe dem Entgleiten der Gesten, dem Missgeschick, dem Stocken reibungsloser Abläufe, den physischen Kollisionen, dem herab fallenden Blumentopf, der Bananenschale, dem Tortenhagel oder – wie es der Kunstkritiker Jörg Heiser so fein formuliert:

dem „Slapstick als absurder Schluckauf des Alltags- und Weltgeschehens, der die Wahrheit aufflackern lässt über uns und unsere Verhältnisse zueinander“. Und was die Surrealisten mit ihrer Écriture automatique konnten, das können wir schon lange: unser Danse automatique verspottet den dressierten Körper und verleiht uns jene Restwürde, ohne die unser Scheitern nur halb so anmutig wäre. Sicher ist nur: Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man singen. Und tanzen. Wir sind Profis der Anmaßung. Wir können alles. Nicht?

The Born-To-Sit-Company: Christoph Grissemann: Performer Alfred Schefberger: Performer Melita Jurisic: Performerin Fritz Ostermayer: Performer, Buch, Regie Anja Plaschg: Performerin Oliver Welter: Performer Sabina Holzer: Performerin Sabile Rasiti: Performerin Hans Schabus: Performer, Katapultkonstruktion fishy: Performer Peter Hörmanseder: Bild-Technik und VideoProduktion Roman Streuselberger: Lichtdesign und -technik Karin Brüll: Kostüme Chris Haring: Choreographie-Spende Nicole Six & Paul Petritsch: Video-Spende das Schaufenster: Produktionsleitung Eine Koproduktion von The Born-To-Sit-Company und dem donaufestival 09

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THE BORN-TO-SIT-COMPANY

22.04.


Durchgehende Installation

22/04 – 25/04 und 01/05 – 02/05/09 21.00 – 24.00 Stadtsaal Instal lation

Mit Last Riot gelang der russischen Künstlergruppe AES+F bei der Biennale von Venedig 2007 der internationale Durchbruch. Beim donaufestival 09 zeigen sie ihre dreidimensionale Video-Installation in einer neuen Version.

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Die virtuelle Welt, die im vergangenen 20. Jahrhundert von der realen Welt wie ein Organismus im Reagenzglas erschaffen wurde, gerät außer Kontrolle, dehnt sich aus, verlässt ihre Grenzen und nimmt neue Gebiete ein, absorbiert ihre Schöpfer und mutiert zu etwas noch nie Dagewesenem. In dieser neuen Welt sehen die realen Kriege aus wie ein Spiel auf www. americasarmy.com und Gefängnisfolterungen erscheinen wie sadistische Spiele moderner Walküren. Technologien und Materialien verwandeln die künstliche Umwelt und die artifiziellen Techniken in eine Fantasielandschaft eines neuen Epos. Dieses Paradies ist aber auch eine veränderte Welt, in der die Zeit still-

Aus allen erdenklichen Modemagazinen und Laufstegen entsprungen schlagen sich leicht bekleidete Teenager in Slow Motion die Schädel ein, schlitzen sich die Kehlen auf, ohne dabei die Miene zu verziehen, ja noch sensationeller, ohne sich dabei zu verletzen. Und das Ganze vor einem Hintergrund aus Märchenschlössern, Karussellen, Windmühlen und Vulkanen, die wie die lebendig gewordene Hybridwelt unterschiedlicher Computerspiele wirkt. Züge entgleisen, Raketen werden abgefeuert, Flugzeuge fallen vom Himmel: die letzten Tage der Menschheit zu „Siegfrieds Trauermarsch“ aus der „Götterdämmerung“ von Richard Wagner. AES+F sind Tatjana Arzamasova, Lev Evzovitch, Evgeny Svyatsky + Vladimir Fridke. Courtesy Galerie Nikolaus Ruzicska, Salzburg und Triumph Gallery, Moskau und Multimedia Art Center, Moskau

FH ST. Pölten/ medienwerkstatt006 Markus Winters berger coop

Weites Land. Aus der Serie Heilige Berge 22/04 – 02/05/09 ab 18.00 Messegelände

Interm ediale s Live Setting für das donauf estival 09

Auftragswerk, Uraufführung

Aus einem großen kollektiven (Un)Bewusst­ seinsstrom speist sich dieses intermediale Setting, nimmt Anklänge an diverse medialtheatrale Bildwelten und führt diese zu einer begehbaren Informationslandschaft zusammen. Einer offenen Bühne gleich, findet man chillige Liegeflächen in Form von bespielten Projektionslandschaften. Lebendige Pixelräume und umspielte Skulpturen laden zum Verweilen und Entspannen ein. BesucherInnen werden selbst Teil der virtuellen Projektionswelt, eingebettet in einen stetigen Bilderfluss, der sich aus diversen live zugespielten Bildbeiträgen speist.

SOUND ALLIANCES

INTERFERING CONTOURS 22/04 – 25/04/09

ICONOPHONIC 30/04 – 02/05/09 Galerie Stadtpark 18.00 – 23.00 Uhr Die Doppelveranstaltung sound alliances verbindet vier künstlerische Positionen, die sich mit ästhetischen Übertragungen zwischen akustischen und visuellen Mediensystemen auseinandersetzen. Störungen, Interferenzen, mediale Artefakte sowie visuelles und akustisches Rauschen (Noise) bilden die formalen Konstituenten der experimentellen Ästhetiken. In interfering contours bildet Rauschen das gemeinsame Strukturelement der Arbeiten der beteiligten Künstler Manuel Knapp und Tim Blechmann. Die Klangrauminstallation iconophonic (Impulskonzert: Do, 30.04., 20.00 Uhr) von Peter Kutin und Billy Roisz fokussiert auf die möglichen intermedialen Koppelungen von Bild und Ton. Eine Kooperation von Galerie Stadtpark & donaufestival

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AES+F Last Riot

steht, in der vergangene Epochen zeitgleich mit der Zukunft stattfinden und in der die Menschen ihr Geschlecht verlieren und sich Engelswesen annähern. In dieser Welt erscheint jede noch so ernste, unbestimmte oder erotische Vorstellung absolut natürlich in der flackernden, künstlichen 3D-Perspektive. Die Helden des neuen Epos haben nur eine Identität, nämlich die der Rebellen des letzten Aufstands. Der finale Aufruhr, in dem jeder gegen jede und gegen sich selbst kämpft, in dem kein Unterschied mehr zwischen Aggressor und Opfer, zwischen Mann und Frau existiert. Diese Welt feiert das Ende der Ideologie, der Geschichte und der Ethik.


Do 23.04. Do 23/04/2009

18.00

19.00

20.00

23.04. 21.00 Black Dice

HALLE 1

Messegelände Klangraum Galerie Stadtpark

Born-To-SitCompany

23.00

24.00

1.00

Butthole Surfers Zombie Zombie

Turzi

HALLE 2 Stadtsaal

22.00

AES+F – Last Riot

Slum-TV ab 18.00, Breakfast TV 18.00 – 19.00 FH St. Pölten/medienwerkstatt006 ab 18.00 Goblin Interfering Contours

Jazzkeller

Durchgehende Installationen/Performances:

The Born-To-Sit-Company...................Seite 12/13 FH St. Pölten/medienwerkstatt006......Seite 15 Interfering Contours..............................Seite 15

Slum-TV.................................................Seite 10/11 AES+F – Last Riot.................................Seite 14

PSYCHEDELIC NIGHT Zum brachialen Psychedelic-Fest geben sich gleich zwei Legenden die seltene Ehre: die amerikanischen Rabauken BUTTHOLE ­SURFERS rund um Gibby Haynes, Paul Leary, Jeff Pinkus, King Coffey und Teresa Taylor sowie die italienische Prog-Rock-Referenzband und Dario Argento-Mitstreiter („Suspiria“) GOBLIN! Auf dem Space-Trip ins All werden sie noch von drei Raumschiffen jüngerer Bauart unterstützt: die aus Frankreich stammenden ­ZOMBIE  ZOMBIE, TURZI und die New Yorker BLACK DICE. Wie sich diese Grenzerfahrung auf SLUM-TV, AES+F oder THE BORN-TO-SITCOMPANY auswirken mag, gilt es zu überprüfen! Während des gesamten Festivals wird die FH ST. PÖLTEN/MEDIENWERKSTATT006 multimediale Bilder der Produktionen erzeugen und sie in ein begehbares Projektionsgebirge transformieren.

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Die Psychedelic Night entstand in Kooperation mit

Butthole Surfers 23/04/09

Zombie Zombie 23/04/09 22.00 Halle 2

22.45 Halle 1 1981 in Texas gegründet, gehörte die für ihren anarchischen Humor und ihre verstörenden Bühnenauftritte bekannte Band zur 80er-Noise-Rock-Fraktion der New Yorker Schule mit Hang zur Psychedelia. Dabei waren sich die Buttholes nie zu gut für dreckige Peinlichkeiten, sondern nahmen das Image der Weirdos vom Dienst, das sie auch in musikalischer Hinsicht mit ihrer Freude am Experiment pflegten, mit Arschwackeln an. Zwischenzeitlich ist man der allzu jungenhaften Anti-Haltung entwachsen, wenngleich der böse Witz noch immer gefährlich aufblitzt. Aktuell touren die Butthole Surfers wieder mit ihrem alten 80er-Line-Up, mit Gibby Haynes, Paul Leary, Jeff Pinkus, King Coffey und Teresa Taylor.

Dass sich Etienne Jaumet und Cosmic Neman bei einer Filmretrospektive von Horror-Regisseur Dario Argento kennen gelernt hätten, ist ein wildes Gerücht. Tatsache ist hingegen, dass die beiden Pariser Musiker mit ihrem krautigen Psychedelik-Disco-Sound, der von u.a. Can, Silver Apples und Goblin inspiriert ist, das Gruselkino der alten Schule neu auferstehen lassen: Wenn die Live-Drums und das Theremin-Keyboard ausgepackt werden und Space-Echos von gepeinigtem Geheul den Raum erfüllen, tanzen die Zombies von George A. Romero in den grauenhaften Nebelschwaden von John Carpenter. Eine Limbo-Party für die Untoten, ein Fest für die Lebenden!

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Mehrtägige Installationen/Performances:


YET ANOTHER FUCKING WILDLIFE MAGAZINE

23.04.

Magazin für Pop, Kultur und Raubtie WWW.THE re GAP.AT

23/04/09 21.15 Halle 1

Turzi Electronic Experience 23/04/09 20.30

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Black Dice aus Brooklyn haben sich ebenso aus traditionellen Soundschemata wie aus herkömmlichen Bandstrukturen gelöst. Gemeinsam kreieren die Brüder Bjorn und Eric Copeland sowie Aaron Warren ein freudiges Spektakel aus Lärm, der sich aus diversesten Musikeinflüssen – wie Punk, Noise, Industrial und Dub – sowie urbaner Alltagskultur speist. Black Dice zoomen in die Frequenzen, bis die ursprüngliche Melodie zerbröselt und schichten das manipulierte Material in endlosen Loops energisch übereinander. Zuletzt fielen die New Yorker durch ihre erhöhte Affinität zu Beats und Harmonien auf. In Krems werden Black Dice ihr neues Album „Repo“ vorstellen.

Halle 2 Turzi gehören zu den Vorreitern in Sachen NeoPsychedelia made in France. Ihr narkotischer, breitwandformatiger Krautrock-Sound steht den 1970ern deutscher/italienischer Prägung – von Can bis Ennio Morricone – eindeutig näher als dem aktuellen französischen Club-Export von Ed Banger & Co. Mit seinem Solo-Projekt Turzi Electronic Experience verfolgt Bandleader Romain Turzi verstärkt die elektronische Schlagseite jener Ära, aus der auch die Industrial- und Techno-Pioniere Kraftwerk hervorgingen und die er mit hypnotischen Klängen aus den Tiefen des Analog-Keyboards heraufbeschwört.

Goblin 23/04/09 19.00 Klangraum Krems Minoritenkirche Ihre bombastischen Soundtracks verhalfen den exploitativen Horror-Filmen Dario Argentos und anderen Zelluloid-Klassikern wie George A. Romeros „Dawn Of The Dead“ zu ihrem heutigen Kultstatus: Goblin sind berühmt-berüchtigt für ihren symphonischen Prog-Rock und weirde, psychedelische Electronica. Dass die Altherren aus Italien bis heute zu inspirieren vermögen, haben u.a. die Smashing Pumpkins mit ihrem Cover von „Suspiria“ oder Justice mit dem Sample der wabernden Synthie-Line aus „Tenebre“ für ihren Dance-Track „Phantom“ bewiesen. In Krems stehen Goblin nach jahrzehntelanger Live-Abstinenz erstmals wieder auf der Bühne.

Zeichnung: Moussa Kone

Black Dice


Fr 24.04. Fr 24/04/2009

18.00

19.00

20.00

Reverend Billy

HALLE 2

Messegelände Klangraum Galerie Stadtpark

21.00

22.00

Sunset Rubdown

HALLE 1

Stadtsaal

24.04.

Born-To-SitCompany

23.00

24.00

1.00

Spiritualized The Cesarians

We Have Band

AES+F – Last Riot

Slum-TV ab 18.00, Breakfast TV 18.00 – 19.00 FH St. Pölten/medienwerkstatt006 ab 18.00 Chrome Hoof Interfering Contours

Jazzkeller

Durchgehende Installationen/Performances:

The Born-To-Sit-Company...................Seite 12/13 FH St. Pölten/medienwerkstatt006......Seite 15 Interfering Contours..............................Seite 15

Slum-TV.................................................Seite 10/11 AES+F – Last Riot.................................Seite 14

THE EXORCISTS

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Das Fest der Psychedelic setzt sich mit Jason „Spaceman“ Pierce´s rarem wie opulentem Orchester in Bandform aka SPIRITUALIZED mit anderen Mitteln fort. Rundherum gibt es viel Spannendes zu entdecken: das glamouröse Prog-Doom-Disco-Orchester CHROME HOOF, das grandios energetische Wolf Parade„Nebenprodukt“ SUNSET RUBDOWN, der Kitsuné-Geheimtipp WE HAVE BAND und die düsteren DramatikerInnen THE CESARIANS. Performativ wird der New Yorker Radikalperformer REVEREND BILLY im Verbund mit The Stop Shopping Gospel Choir erstmals in Österreich gastieren und uns den Konsumteufel austreiben: „What Would Jesus Buy?“ Manuel Knapp und Tim Blechmann untersuchen in ­INTERFERING  CONTOURS die ästhetischen Interferenzen zwischen Akustischem und Visuellem in der Galerie Stadtpark.

Spiritualized We Have Band 24/04/09

24/04/09 23.00 Halle 1

24.00 Halle 2 We Have Band sind die neuen Darlings der Londoner Indie-Club-Szene. Sich selbst bezeichnen Thomas und Dede Wegg-Prosser und Darren Bancroft als „Disco-Rock-Trio“, das von der Musikpresse gerne in einem Atemzug mit New Young Pony Club und Hot Chip genannt wird. Auf ihren energiegeladenen Mix aus Synthie-Pop und Post-Punk wurde auch das französische Hipster-Label Kitsuné aufmerksam, das in seiner Compilation-Reihe das Stück „Hear It In The Cans“ veröffentlichte. Erst letzten Winter erschien ihre erste Single „Oh!“ auf 50 Bones Records, das mit melodiösen, an ESG erinnernden Bassläufen und infektiösen Shouts ins Ohr fährt. Noch heuer soll ihr Debütalbum erscheinen.

Kaum jemand gibt sich den seelischen Abgründen und Drogenfantasien so schwelgerisch hin wie Spiritualized-Frontmann Jason Pierce. Während der letzten zwei Jahrzehnte steigerte sich Pierce in seiner Suche nach der Erlösung vom Leid: von psychedelischen Wällen dröhnender Rock-Gitarren über erhebende Gospelchöre bis hin zu symphonischen Kompositionen mit beinahe hundertköpfigen Streicher- und Bläserorchestern. Den Bombastlevel hat Pierce wieder etwas runtergefahren, die großen Erzählungen über die dunklen Seiten des menschlichen Daseins sind aber geblieben, wie auch das jüngste, 2008 erschienene Spiritualized-Album „Songs In A & E“ auf eindringliche Weise darlegt.

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Mehrtägige Installationen/Performances:


24.04.

24/04/09 22.00 Halle 2

Sunset Rubdown 24/04/09 21.00

22

Sneakers und Rockgitarren? Igitt! Von Britpop ist das Londoner Sextett so weit entfernt wie nur möglich. Lieber beamen sich The Cesarians mit Klarinette, Posaune, Klavier, Schlagzeug und Horn sowie einem Sänger, der scheinbar Jaques Brel und Scott Walker als Eltern hatte, ins Berlin der 1930er Jahre, um dort in einem von George Grosz entworfenen Cabaret-Salon ihre Punk-Version von Dreigroschenoper und Klezmer darzubieten. Die makabren Lieder der Truppe um Charlie Finke und Justine Armatage verbreiten Düsternis und Untergangsstimmung, die mit Crescendi und dramatischen Gesten willkommen geheißen werden.

Halle 1 Sunset Rubdown zählen neben Broken Social Scene, Arcade Fire, Wolf Parade oder Stars zum aktuell heiß gehandelten kanadischen „Indie-Rock-Phänomen“. Ursprünglich von Spencer Krug als Solo- und Lo-FiHomerecording-Projekt gestartet, wuchsen Sunset Rubdown in den letzten Jahren zu einer mehrköpfigen Band an – wenngleich unter dem bestimmten Diktat Krugs, der auch bei Wolf Parade, Swan Lakes und Frog Eyes (hallo kanadische Tierwelt!) mitmischt. Sunset Rubdown sind raues Folk-Mysterium und melodiöser Rock-Pathos mit psychedelischem Einschlag, begleitet von Streichern, Keyboards und Krugs ebenso aufgewühltem wie aufwühlendem Gesang.

Chrome Hoof 24/04/09 19.00 Klangraum Krems Minoritenkirche Leo Smee spielt in der Doom-Metal-Band Cathedral, Bruder Milo produziert als Kruton und bei 5 Mic Cluster Dance-Music. Gemeinsam ist ihnen das Faible für Progressive- und Krautrock. Die Botschaft ihres Projekts Chrome Hoof kann daher nur lauten: Let there be ProgDoom-Disco! Das mittlerweile auf rund ein Dutzend MusikerInnen gewachsene Spektakel-Orchester fährt mit einem wahren Feuerwerk an Referenzen auf, die von Slayer über Sun Ra bis Kate Bush reichen, und beschwört in glitzernden Mönchsroben mit Rockgitarre, Bass, Fagott, Saxophon, Cello, Synthies, Violine, Trompete und weiteren Instrumenten den Disco-Teufel. Ein Heidenspaß!

12x im Jahr+ Games Musik, Film, Mode

www.TBA-online.cc

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The Cesarians

24.04.


24.04.

Reverend Billy & The Stop Shopping Gospel Choir 24/04/09 20.00 Halle 2 Österreichische Ersterscheinung

filmfestival linz // 20.– 26. april 2009 moviemento / city-kino / ok / kapu info@crossingEurope.at / www.crossingEurope.at

d.signwerk linz / foto gerhard wasserbauer

24

„Im Verbund mit den unglaublich beseelten SängerInnen des „Stop Shopping Gospel Choir“ wird er dich lehren, dich von der Werbung abzuwenden, dich aus den Fesseln des Marketings zu befreien und die magische Kraft des Medienimperiums, das du in deiner Seele trägst, zu entblö-

ßen. In einer Zeit von größter Not erwartet dich großartige Musik und eine radikale Botschaft aus der Zukunft!“ (Rev. Billy)

FILM

KULTUR

Seit 1997 leisten Reverend Billy und „The Church of Stop Shopping“ aus New York Widerstand gegen das Konsumverhalten. „Im Moment befinden wir uns in einer Offensive gegen die Monokultur, in einer Welt die bis an ihre Grenzen zugepflastert ist, wir stehen einer Bevölkerung von hypnotisierten Shopping-Sündern und unergründlichen finanziellen Instrumenten gegenüber, befinden uns auf privatisierten öffentlichen Plätzen und in Perma-Kriegen. Das ist die ,Shopocalypse‘!“

Reverend Billy ist Bill Talen SängerInnen: James Solomon Benn, Laura Newman, Valerie Kelley, John Quilty, Gina Figueroa, Benjamin Cerf Piano: E. Katrina Lewis Regie: Savitri D

1. Programmkino in NÖ Rathausplatz 15, 3100 St. Pölten T: 0 27 42 - 21 400 www.cinema-paradiso.at

European Cinema of the Year Täglich qualitatives Kinoprogramm Kulturveranstaltungen live im Beislkino Szenetreffpunkt in der Cinema Bar

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Für die einen ist er der amerikanische Schlingensief, für die anderen der geistige Führer der „Church of Stop Shopping“. Der manische Aktivist, der die Grenzen zwischen Spiel und Ernst in jeder Sekunde verschiebt, wird uns am 24. April in der Halle 2 bekehren. Wann und wo er seine eigentliche Bühne, den öffentlichen Raum, betritt, wird sich während seines zehntägigen Aufenthalts herausstellen! Rev Billy ist weltweit aus Starbucks verbannt und wurde während seiner Predigten und RegistrierkassenExorzismen mehr als 50 Mal verhaftet. Morgan Spurlock („Supersize Me“) hat ihm im Streifen „What Would Jesus Buy“ ein filmisches Denkmal gesetzt.


Sa 25.04. HALLE 1 HALLE 2

18.00

19.00

20.00

C.L.U.E.

MEN Anat Ben David

22.00

23.00 The Raincoats

Yo! Majesty Koko von Napoo

24.00

Prick Your Finger

1.00 Girl Monster Orchestra

Video Programm

Slum-TV ab 18.00, Breakfast TV 18.00 – 19.00 FH St. Pölten/medienwerkstatt006 ab 18.00

Klangraum Galerie Stadtpark

Interfering Contours Quote Allstars DJ-Team

Jazzkeller

Mehrtägige Installationen/Performances:

Durchgehende Installationen/Performances:

The Born-To-Sit-Company...................Seite 12/13 FH St. Pölten/medienwerkstatt006......Seite 15 Interfering Contours..............................Seite 15

Slum-TV.................................................Seite 10/11

GIRL MONSTER NIGHT Melissa Logan und Alex-Leslie Murray von Chicks On Speed laden zur GIRL MONSTER NIGHT beim donaufestival 09: Girl Monster vs. Fembot, The Raw and Untaimed vs The Future of Sex and Feminism! Wahrhaft monströs gestaltet sich die Liste der partizipierenden Künstlerinnen aus Diskurs, Performance, Medienkunst, Musik und Party vom Feinsten: die musikalisch in Le Tigre verwurzelte Live-Band MEN, die radikalen HipHoperinnen YO! MAJESTY, die Post-Punkerinnen THE RAINCOATS, die Pariser Zucker-Synthie-Band KOKO VON NAPOO, die Schock-Performerin ANN LIV YOUNG; ANAT BEN DAVID mit einem Spezialprojekt, A.L. STEINER mit grenzgängerischen Performance-Lectures und VIDEO PROGRAMM, C.L.U.E. (color location ultimate experience) mit einer multimedialen Performance, PRICK YOUR FINGER mit ihrem „Analogue Amnesty“ Strickspektakel, GUSTAV als Dirigentin des GIRL MONSTER ORCHESTRA und nicht zuletzt das QUOTE ALLSTARS-DJ-TEAM…GRRRRR(L)!

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Chicks on Speed presents: Girl Monster A cold fusion, an explosive meeting of matter and anti-matter when the monsters of the world unite and take over.

Ann Liv Young

Stadtsaal Messegelände

21.00

2006 wurde auf Chicks on Speed Records unter dem Titel „Girl Monster“ ein Audio-Fanzine herausgebracht, das Beiträge von 62 weiblichen und cross-gender Künstler­Innen aus den Bereichen Musik, Theorie und Kunst von 1978–2006 vereint: eine Initialzündung zur Girl Monster Philosophie, die Künstlerinnen dazu animieren soll, neue Freiheit zu erlangen, einzigartig und wild zu sein und eine Plattform für die Weiterentwicklung einer Kultur zu schaffen. Die Girl Monster Live Events der Chicks On Speed haben als Serie auf Kampnagel in Hamburg begonnen. Das Konzept aus Lectures, Video Screenings, Workshops, Kunst, Performance und Musik tritt nun bei Kunst- und Musikinstitutionen in eine neue Ausbauphase, die beim donaufestival 09 in Krems ihre Premiere hat. Girl Monster just by existing, makes history! But like any history, once written, is also an artefact, a frozen and partial monument to an art movement that was never a movement, or rather was many movements, or impulses, vibrant and vexingly contradictory.

Girl Monster hestra Orc Condu cted by Gustav Zum Abschluss des Abends wird zum künstlerischen Angriff auf eine der letzten Männerbastionen des Kunst-Malestreams geblasen: unter der künstlerischen Leitung von Gustav „geigt“ das All-Stars-Orchestra, rekrutiert aus den Künstlerinnen des Abends und begleitet von A.L. Steiners Lecture-Performance, auf!

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Sa 25/04/2009

25.04.


25.04.

25.04.

A.L. Steiner

25/04/09

25/04/09

Halle 1

23.00

24.00 Halle 2

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„Hot manlady“ A.L. Steiner arbeitet u.a. als Performerin, Fotografin und Filmemacherin in Brooklyn, New York. Sie ist Teil des Chicks On Speed-Kollektivs und kuratiert zusammen mit Nicole Eisenman das feministisch-lesbische Ausstellungsprojekt „Ridykeulous“, das mittels Zine-Ästhetiken und popkulturellen Referenzen marginalisierte Positionen im herrschenden Kunstbetrieb thematisiert. Agitprop betreibt A.L. Steiner auch im Rahmen des donaufestivals mit ihrer einführenden Video-Lecture zum Thema feministische Kunst im Rahmen des Girl Monster Orchestra. Zudem stellt sie eine VideoKompilation zusammen, die – von Patty Chang bis zur Burka Band – unbekannte wie verbannte Beiträge von Künstlerinnen aus PerformanceArt und Musik in den Fokus stellt.

Glaubt man kritischen BeobachterInnen der jüngeren Musikgeschichte, wurden die Versprechen des Punk erst mit Post-Punk eingelöst. 1977 folgten Ana da Silva und Gina Birch dem DIY-Spirit jener Zeit und gründeten The Raincoats, die neben The Slits, Kleenex oder Poly Styrene die männliche Hegemonie im Punkrock herausforderten. Mit ungewöhnlicher Instrumentierung verarbeitete die all-female Band u.a. Reggae-Dub- und Folk-Einflüsse und lotete die Möglichkeiten, die Punk freigelegt hatte, neu aus. Auf ihren idiosynkratischen Stil nahmen auch noch spätere Generationen wiederholt Bezug – von Kurt Cobain bis zum ersten Ladyfest in Olympia, Washington.

Prick Your Finger

Yo! Majesty

25/04/09

21.30

22.30

Halle 1

25/04/09

Halle 2 „Crafting“ steht im Kontext des sogenannten Third-Wave-Feminism für den subversiven Umgang mit klassischen Handarbeiten und die positive Neubewertung traditionell weiblicher Aufgaben. Prick Your Finger (Rachael Matthews und Louise Harries) aus London organisieren Strick-Clubs, in denen u.a. Bilder und Alltagsgegenstände hergestellt werden. In Krems präsentieren sie ihr Projekt Analogue Amnesty: Alte Kassettenbänder werden mit anderen Materialien zu Fäden versponnen, die beim neuerlichen Abspielen wahrlich fantastische Geräusche erzeugen. Die daraus gestrickten Stoffe tragen Namen wie „Weddings From Hell“ und speisen alte Erinnerungen in ein neues Gewand ein.

Wenn Shunda K und Jwl B alias Yo! Majesty die Bühne betreten, heißt es: Adé Hypermaskulinität, Homophobie, Bling-Bling! Mit einem energiegeladenen Hybrid aus Southern-Crunk, Miami-Bass, Electro-Beats und Jwl Bs Gospelgeschulten Einlagen bringt das queere HipHopDuo aus Tampa, Florida die Party gehörig ins Schwitzen. Mit ihren expliziten Lyrics feiern Yo! Majesty die (lesbische) sexuelle Autonomie und erheben sie zum Politikum: Keine Angst, vor nichts und niemandem, ist die Message ihres Debütalbums „Futuristically Speaking ... Never Be Afraid“ (2008). Misogynie? Fuck dat shit – es lebe die Monarchie!

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The Raincoats


25.04.

25/04/09 20.45 Halle 2

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Ihren Namen haben Koko von Napoo einer berüchtigten Manchester Gang aus den 1920er Jahren entliehen. Auch in musikalischer Hinsicht ist die nordenglische Stadt Referenzpunkt für das Quartett, das ebenso für New Order und die Happy Mondays schwärmt wie für frankophonen Bonbon-Pop à la Lio und schwülstigen Italo-Disco aus den 80ern. Mit ihren wavigen Synthie-Klängen und zuckersüßen Melodien in Ohrwurm-Qualität haben die Newcomer der Pariser Indie-Szene bereits die Hipster-Clubs der französischen Hauptstadt bespielt: Koko von Napoo haben das Zeug zum Hit.

Men 25/04/09 20.15 Halle 1 2007 gründeten JD Samson und Johanna Fateman (von der feministischen Punk-Electro-Band Le Tigre) das DJ-Team MEN, das mit ihren beherzten Mash-Ups von Indie-, Rap- und Disco-Klassikern die Tanzflächen rockte. Seit der Fusion mit der Band Hirsuit, einem weiteren Nebenprojekt von JD, haben sich MEN live als Radical-Art-Band an der Schnittstelle von Musik, Performance und Visuelle Kunst neu erfunden. Nach wie vor geht es MEN (JD Samson, Michael O’Neill and Ginger Brooks Takahashi), die ihren Stil als „smashing Gang of Four into the Talking Heads“ beschreiben, um die vielfältigen Allianzen zwischen radikaler Politik und Dancefloor – oder um mit Emma Goldman zu sprechen: „If I can’t dance, I don’t want to be part of your revolution!“

Anat Ben David & Regina Lind 25/04/09

C.L.U.E. 25/04/09 19.00 Halle 1

19.30 Halle 2 Videokunst, Performance, Musik – Anat Ben David überschreitet unablässig Genre-Grenzen. Seit 2003 ist die in London lebende GoldsmithCollege-Absolventin mit israelischen Wurzeln bei den Chicks On Speed aktiv, auf deren Label auch ihr Solo-Album „Virtual Leisure“ (2008) erschien. „Popaganda“ nennt Anat Ben David ihre Verwandlung zum Popstar und demontiert damit auch gleich wieder die Rolle als Idol – begleitet von hämmernden Beats, poppigen Synthie-Melodien und energischen Chants. Einmal mehr pusht Anat Ben David die Grenzen, wenn sie zusammen mit der steirischen Konzertharfinistin Regina Lind ihre Electro-Pop-Songs im Rahmen des donaufestivals neu interpretieren wird.

Tanzend, kriechend und liegend bereisen zwei Frauen in knallbunten Outfits unterschiedliche „ur-amerikanische“ Landschaften – eine suburbane Rasenfläche, einen Swimmingpool, einen Autoschrottplatz, einen Highway in der Wüste. Mit jedem Setting wechseln jeweils Bewegung und Farbe, die Emotionen bleiben ambivalent: Ist es Freiheit oder Symbiose? Harmonie oder Opposition? Am multimedialen Projekt C.L.U.E. („color location ultimate experience“) sind neben dem Tänzerinnen-Duo robbinchilds Regisseurin A.L. Steiner und Designerin AJ Blandford beteiligt. Den Sound zur Parabel über den Mythos des „American Road Trip“ liefert die Psych-Rock-Band Kinski aus Seattle.

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Koko von Napoo

25.04.


25.04.

20.45 STADTSAAL Ă–sterreichische ErstauffĂźhrung

32

text by disney... re understood by Ann Liv Young performer, set-design, light-design - Ann Liv Young performer - Ann Liv Young, Michael Guerrero, Isabel Lewis sound editing - Ann Liv Young, Michael Guerrero, Liz Santoro

Sherry fĂźhrt ihre liebe Freundin Gloria, die sie in der Kirche kennen gelernt hat, und Thomas durch die Show und benutzt das Publikum, um Klarheit Ăźber gewisse Vorfälle und Frustrationen ihres Lebens zu erlangen. Nackt in Schlagsahne gehĂźllt, beklagt sie nicht nur den Tod ihres Hundes, indem sie sich mit seiner Asche bestreut - auch der Verlust ihres Ehemanns wird in einem makabren Ritual zelebriert: Sie versucht ihn durch einen hybriden „Transformer Husband“ zu ersetzen. Die Augen verbunden, gefesselt und geknebelt wird er untersucht, mit Robitussin ruhig gestellt und am Ende missbraucht.

Ja

Nein

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25/04/09

16.02.2009 11:12:20 Uhr



derived from the „Radio Show“

FM4_Donaufestival_Schuhe.indd 1

     

ANN LIV YOUNG „Tribute to Elliot“ series.

Mit ihrer sensationellen Performance „Solo“, in der das Puppenhaus zum Schlachtfeld einer queer-feministischen Punk-Rock-Orgie mutiert, debutierte die New Yorker Choreographin und Performerin Ann Liv Young beim donaufestival 08. In diesem Jahr kehrt sie zur Girl Monster Nacht mit ihrer neuen Produktion im Tarnmäntelchen einer fundamental christlichen Radioshow wieder. Neben Reverend Billy und God´s Entertainment wird auch Ann Liv Young religiĂśse Formate und Rituale als performative Behauptungen Ăźbernehmen und inhaltlich transformieren. Camouflage-Performance!


Do 30.04. 18.00

19.00

20.00

21.00 BMS+AVAF

HALLE 1 LEC & Oni Ayhun

HALLE 2

Klangraum

23.00

24.00

1.00

Luke Vibert Aphex Twin DJ Set Slaughterin’ Slobbersville

Planning torock

Stadtsaal Messegelände

22.00

Slum-TV ab 18.00, Breakfast TV 18.00 – 19.00 FH St. Pölten/medienwerkstatt006 ab 18.00 Reactor 17.00 – 22.00

Stereolab Iconophonic Impulskonzert 20.00-20.30

Galerie Stadtpark

DJ-Line

Jazzkeller

Mehrtägige Installationen/Performances:

Durchgehende Installationen/Performances:

Reactor..................................................Seite 38/39 FH St. Pölten/medienwerkstatt006......Seite 15 Iconophonic...........................................Seite 15

Slum-TV.................................................Seite 10/11

GESAMTKUNSTWERK

Aphex Twin DJ Set Luke Vibert 30/04/09 24.00

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„A night of exciting and diverse acts especially curated together with the donaufestival by Planningtorock, Adi Nachman and LEC.“ Was hier rund um die Uraufführung der neuen Bühnenperformance „Black Thumber“ von PLANNINGTOROCK geschieht, ist ein Gesamtkunstwerk der Superlative: der Bogen spannt sich von den „Retro-Futuristen“ STEREOLAB, über die theatralischen Inszenierungen von BLACK METEORIC STAR (BMS) aka Gavin Russom (DFA Records) und SLAUGHTERIN’ SLOBBERSVILLE aka Kevin Blechdom and friends, LEC & ONI AYHUN, bis Gott selbst, von LUKE VIBERT unterstützt, die Bühne betreten wird: APHEX TWIN gibt sich und uns mit einem seiner weltweit raren Elektronik-Sets (tiefstapelnd DJ-Set genannt) die Ehre. Parallel dazu starten REACTOR ihren massiven Wahlkampf mit „Big Lizard’s Big Idea“.

Halle 1 Richard D. James hängt der Ruf des verschrobenen Genies nach, über den die seltsamsten Gerüchte kursieren. Von Fans und Kritikern geradezu kultisch verehrt, hat der Rephlex-Label-Gründer, der zeitweilen auch als u.a. AFX, Analord oder The Tuss in Erscheinung tritt, die Perspektiven elektronischer Musik seit Anfang der 1990er auf – im wahrsten Sinne des Wortes – ungehörte Weise vorangetrieben. Bekannt wurde Aphex Twin vor allem für sein experimentell-verschachteltes Techno-Vokabular und die kontrollierte Brutalität seiner infernalen Breakbeats, die von den spukhaften Musikvideos von Regisseur Chris Cunningham in Szene gesetzt wurden.

30/04/09 23.00 Halle 1

Luke Vibert ist nicht ein Mann, sondern viele: Wagon Christ, Plug, Amen Andrews und Ace of Clubs sind nur einige seiner etlichen Pseudonyme, unter denen der in London ansässige Soundtüftler auf Labels wie Ninja Tune, Warp, Rephlex oder Planet Mu veröffentlicht hat. Nicht von ungefähr arbeitet sich der bekennende Workaholic durch eine ganze Vielzahl an Genres: Ob bleepender Acid-House, funkiger Instrumental-HipHop, experimenteller Techno oder abstrakter TripHop – es ist der Groove, der Luke Vibert fasziniert, nicht das Stiletikett. Mehr als einnehmend sind auch seine großartigen DJ-Sets, diesmal hautnah zu erleben in Krems.

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Do 30/04/2009

30.04.


30.04.

Slaughterin’ Slobbersville 30/04/09 22.00 Halle 2

30.04.

Black Meteoric Star + AVAF 30/04/09 21.00

Lec & Oni Ayhun

Stereolab

30/04/09

30/04/09

20.30

19.00

Halle 2

Klangraum Krems Minoritenkirche

Die Pfade in Oni Ayhuns Welt sind geheimnisvoll und verschlungen. Wölfe und Adler zieren neben tribalen Motiven die 12“-VinylSerie, die auf Ayhuns selbst betiteltem Label erschienen ist und mit kryptischen Filmzitaten des chilenischen Regisseurs und „Psychomagiers“ Alejandro Jodorowsky beworben wird. „Disturbed Dance Music“ nennt Oni Ayhun die düsteren Soundcollagen aus versprenkelten Beats, sinistren Synthie-Klängen und abstrakten Grooves. Auch für die Live-Premiere beim donaufestival wird der Dancefloor in ein magisch-surrealistisches Setting überführt: Zusammen mit dem Berliner Künstler LEC erweckt Oni Ayhun die chimärenhafte Gestalt der „Small Fat Body Mami Wata“ zum Leben.

In den 1990ern lieferte die frankophile Band aus London den Soundtrack zur Utopie namens „Pop“: eine Assemblage aus u.a. swingendem 60ies-Pop, wabernder Psychedelik, Krautrock und groovender Electronica. Stets die Demontage herkömmlicher Rockerposen im Blick, mit Bezügen zu künstlerischen und politischen Avantgarde-Bewegungen sowie einer ausgeprägten Liebe zu analogen Vintage-Keyboards und süßen Harmonien. „Retro-Futurismus“ und „Space-Age-Pop“ wurde Stereolabs ästhetische Strategie genannt, die sie zu Lieblingen der College-Radios machte. Nach einer mehrjährigen Pause sind Stereolab wieder zurück und noch immer zeitlos, wie eh und je.

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Black Meteoric Star ist das Solo-Projekt von Gavin Russom (von Delia & Gavin Fame), das sich in seiner Soundarchitektur auf die raue, rhythmische Psychedelia des Chicagoer Deep/Acid-House der 1980er bezieht. Intensität mit minimalen Mitteln herzustellen, lag seit jeher im Interesse von „Synthie-Wizard“ Russom, der sich schon in Jugendjahren mit Cousin Kelley Polar an Acid-House-Tracks versuchte. Begleitet wird er vom anonym agierenden Künstlerkollektiv assume vivid astro focus (AVAF), das mit seinen Neonskulpturen und Video-Projektionen auf riesigen Ballons kaleidoskopische, überbordende Landschaften kreiert, die die Grenzen sinnlicher Wahrnehmung in einer medial vermittelten Welt erkunden.

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Halle 1 Die Welt im Jahr 2024: Mutanten, als biologisches Reserve-Material und für EntertainmentZwecke von Menschenhand gezüchtet, werden aus Angst vor genetischer Verunreinigung nach Slobbersville verbannt. Gelegt wurde die Sabberspur in die Freak-Zukunft von Kristin Erickson alias Kevin Blechdom, die für das futuristische Endzeitstück im Stil des US-amerikanischen Vaudeville-Theaters ihre FreundInnen Julie LaMendola, Jason Trachtenburg, Barnwave-Kollegen Christopher Fleeger, Elisabeth King und viele weitere dazu geholt hat. Trashige Folk-Ästhetik trifft auf sharpe Visuals und Laptop-Banjo-Piano-Musik – doch keine Angst, denn: „We only slobber, we don’t leak!“


30.04.

30.04. REACTOR Big Lizard’s Big Idea 30/04 – 02/05/09 17.00 – 22.00 Messegelände Auftragswerk, Uraufführung

Beim donaufestival 08 gastierte die britische Künstlergruppe mit „Munkanon“ erstmals am europäischen Festland und hat mit ihrer Arbeit, die mehr an soziale Experimente in künstlichen Mikrogesellschaften als an Theater erinnert, begeistert. Auch in ihrer neuen Arbeit – die einem Wahlkampf mit all seinen Slogans und Marketingstrategien gleicht, und das Festival als eine Art „Wirtspflanze“ begreift, in die sie ihre „parasitären“ Wurzeln treibt – schaffen

Reactor performative Situationen, die keinen Platz für passives Beobachten lassen. Aus der Dynamik des „provozierten“ Gruppenverhaltens und seinen Auswirkungen auf individuelle Wahrnehmung(en) entsteht die Performance. Die „große Idee der großen Eidechse“ kann am zweiten Wochenende immer und überall präsent sein, auch wenn wir sie gerade nicht erwarten!

Kommt, umarmt den Big Lizard – und habt eidechsenmäßigen Spaß! Big Lizard kommt zum donaufestival im Rahmen des „Big Idea“-Vermarktungspfades – eine Eidechse mit einem Plan, ein großes Wesen mit einer noch größeren Mission. Big Lizard’s Big Idea ist in der Stadt und braucht euch, um erfolgreich zu sein. Kommt und besucht uns im Big Idea Tourbus, spielt das Spiel und hört euch das freudige Gekicher an, während ihr den Big Lizard kitzelt und drückt. In jeder Ecke des Festivals wird die einnehmende und ungemein komische Persönlichkeit des Big Lizard garantiert viele neue Freunde finden. Ganz gleich, ob während einer Parade, bei einer Gast-Performance auf der Bühne oder in seinen privaten Gemächern, ihr werdet stets mehr von ihm sehen wollen. Hand in Hand mit seiner Entourage wird Big Lizard auf ganz spezielle Freunde treffen, und gemeinsam machen wir aus dieser großen Idee eine große Realität. Also, kommt an Bord und

lasst uns den passenden Ort für euch finden; einen Ort, an dem ihr Dinge verändern, bewegen könnt! Erlebt die Vorzüge, die die Zugehörigkeit zum Big Lizard Kreis der engsten Vertrauten so mit sich bringt: Backstage abhängen, Zutritt zur After-Party; verbreitet die positive Big Lizard Message und seht das Festival von einer gänzlich neuen Seite. Big Lizard kennen lernen, heißt Dinge sehen, die man nicht glauben kann; Dinge erleben, die man kaum in Worte fassen kann. Aber wenn ihr bereit seid, euch voll und ganz auf Big Lizard einzulassen, werdet ihr verstehen, was sich hinter dieser großen Idee tatsächlich verbirgt.

Eine Koproduktion von Reactor, dem donaufestival 09 und Wunderbar Festival, England

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Reactor werden unterstützt von Arts Council England.


30.04.

PLANNINGTOROCK MBER THU BLACKovertu rns all bounda ries A show that betwee n the live perform er and the projec ted image!

30/04/09 22.00 Stadtsaal Urauff ührun g I´m back in front of you and if I had fallen inbetween objects and their shadow I have now resumed my wandering and I´m ready to empty my mind into the dark… Black Thumber is the darkest part of a shadow, a note, a sound, a voice.... dark and volatile Black Thumber moves between minimal & maximal, almost silence to epic moments of feeling to create an intricate and highly choreographed live

show the only un-choreographed thing being PTR herself. Über die letzten drei Jahre betourte Planningtorock die Welt mit einer Live-Show, die ihre exzentrischen Pop-Kompositionen im Verbund mit einzigartig gefilmten Videos zu einer Art Gesamtkunstwerk verschmolz. Für das donaufestival 09 geht sie in ihrer Arbeit noch einen Schritt weiter: mit einer neuen Videosoftware wird PTR selbst zum Video. Auf der Bühne wird sie in komplettem 3D von Kopf bis Fuß in ihre spektakulären Video-Visionen eingehüllt sein, die sie mit der Hitze des performenden Körpers auslöst. PTR´s Musik trägt eine ganz eigene Handschrift, die von ihrem berüchtigten wie unwiderstehlichen Pizzicato-Stil im Verbund mit einem Elektronik-Mix aus „barrelhouse boogie-woogie piano with ridiculous xylophone trills, honkytonk horn sleaze, bluesy growls, and creepy coos“, wie Drew Daniel von Matmos in Pitchfork schrieb, bestimmt wird. Eine Koproduktion von PTR und dem donaufestival 09

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Mit freundlicher Unterstützung:


Fr 01.05. 18.00

19.00

20.00

CocoRosie

HALLE 1

Galerie Stadtpark

K. Pfahler/ K. Black

23.00

24.00

1.00

Antony & the Johnsons Crazy Bitch In A Cave

ZOON

Stadtsaal

Klangraum

22.00

Glutamat

HALLE 2

Messegelände

21.00

AES+F – Last Riot

Slum-TV ab 18.00, Breakfast TV 18.00 – 19.00 FH St. Pölten/medienwerkstatt006 ab 18.00 Reactor 17.00 – 22.00 God‘s Entertainment

Iconophonic God‘s Entertainment

Jazzkeller

Mehrtägige Installationen/Performances:

Durchgehende Installationen/Performances:

Reactor..................................................Seite 38/39 FH St. Pölten/medienwerkstatt006......Seite 15 Iconophonic...........................................Seite 15

Slum-TV.................................................Seite 10/11 AES+F – Last Riot.................................Seite 14

I NEED ANOTHER WORLD!

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Wenn es jemandem gelingt, mikroskopisch kleine, utopiebesessene und sehnsuchts­ge­tränkte Schleusen in die Welt zu stechen und damit Dammbrüche ungehörter Intensität auszulösen, dann muss das Anlass für eine Hommage der besonderen Art sein: ANTONY AND THE JOHNSONS präsentieren nicht nur einfach ihr neues Album, nein, dazu müssen sich die queer-burlesken Romantikerinnen COCOROSIE und die Horror-Kunst-Performerinnen THE VOLUPTUOUS HORROR OF KAREN BLACK rund um die Künstlerin KEMBRA PFAHLER, also der engste künstlerische Freundeskreis, gesellen! Das Dreigestirn wird umrahmt von zahlreichen aktionistischen und diskursiven Performances von SLUM-TV und REVEREND BILLY sowie dem Klangtheater von ZOON; GOD´S ENTERTAINMENT desäkularisieren die Minoritenkirche und säkularisieren den Jazzkeller, das PerformanceOrchester in Bandgestalt GLUTAMAT und die xiuxiueske CRAZY BITCH IN A CAVE komplettieren das Ereignis!

Crazy Bitch In A Cave 01/05/09 00.30 Halle 2 Crazy Bitch In A Cave ist exaltierter Glamour, theatralischer Falsett-Gesang und jede Menge wallendes Haar. Die One-Person-Show von Patrick Weber pendelt zwischen Queer-Performance und Electro-Pop für die Disco, ausgestattet mit pompösen Kostümen und Accessoires zum Niederknien, die – ganz „poor drag“ – in Heimarbeit gepickt oder aber vom Modekollektiv „house of the very island’s ...“ beigesteuert werden. Laut Selbstbeschreibung „das uneheliche Kind von Klaus Nomi und Kate Bush“ mit Faible für Identitätsentwürfe mit doppeltem Boden (ganz weit vorne: Beyoncé aka Sasha Fierce), ist CBC augenzwinkerndes Melodrama im DIY-Fomat. Ein Erlebnis!

Antony and the Johnsons 01/05/09 23:15 Halle 1 Einmal mehr bewegt Antony Hegarty mit seinen sehnsüchtigen Kantaten die Popwelt. In seinem jüngsten Werk erkundet der Wahl-New Yorker mit Wurzeln in der experimentellen Theater- und Drag-Performance-Szene seine Beziehung zur Natur und zu den Elementen: „The Crying Light“ (2009) handelt von Vergänglichkeit und Wiederkehr und besinnt sich einer ganzheitlichen, animistischen Sicht auf die Welt. Verdunkelte Naturromantik, Schönheit und Trauer, Schmerz und Erlösung – beschworen von Antonys unverwechselbarer, zarter wie androgyner Stimme, die vom Kammer-Pop-Musikensemble der Johnsons begleitet wird.

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Fr 01/05/2009

01.05.


01.05.

WUK

Musik ¥ So 22. März, Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

tickets auf shop.wuk.at

DAKOTA SUITE

¥ Do 16. April, Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

CLARA LUZIA

¥ Mi 6. Mai, Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

SCOTT MATTHEW

The Voluptuous Horror of Karen Black 01/05/09 22.00 Halle 1

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Als Kembra Pfahler Ende der 1970er vom Surferparadies Kaliforniens nach New York zog, wurde sie mit ihren experimentellen Super8-Filmen, Bildern und aktionistischen Körperskulpturen fester Bestandteil der alternativen Kunstszene der Lower East Side. Die theatralischen Rock-Performances ihrer Band The Voluptuous Horror of Karen Black (eine Hommage an den gleichnamigen B-Movie-Horrorstar der 70er) huldigen einer campen, cartoon-artigen Monster-Ästhetik: Mit ihren pechschwarzen, hohen Perücken und bunten Bodypaints gleichen die Girls of Karen Black grotesken Kali-Gottheiten in Fetisch-Stiletto-Boots – als ganz realer Albtraum einer genormten Model-Welt.

CocoRosie 01/05/09 20.30 Halle 1 Als CocoRosie kreieren die Schwestern Sierra und Bianca Casady ihre ganz persönliche Mythologie: ein Kaleidoskop aus Regenbogenkriegern, geisterhaften Tierwesen und schwarzen Schneediamanten, durchsetzt von queer-burlesker Romantik. Ähnlich zwischenweltlich mutet auch ihr Sound an, der sich als spleeniges Patchwork aus urbanem Folk, Beatbox, altem Blues und Operngesang gestaltet. Wenn CocoRosie in ihren Live-Shows die Spielzeuginstrumente auspacken, knarzt und schnarrt es regelrecht unter den lieblichen Melodien, die sich an Biancas raspeliger Stimme scheuern. Das Ergebnis ist dramatisch, intim, berückend – und begeistert nicht nur die Folk-Bohème zwischen New York und Paris.

Theater/Performance ¥ Sa 28. März

Glutamat

GOD’S ENTERTAINMENT: Pfost-Moderne

01/05/09

¥ Mi 22. bis Sa 25. April (außer 24. 4.)

DER KISSENMANN

19.30

Von Martin McDonagh Gastspiel des artheater Köln

Halle 2 In der Kochkunst löst der Gebrauch von Glutamat heftige Grundsatzdebatten aus – es verfälsche den authentischen Geschmack, indem es eben jenen auf ungehörige Weise verstärke. Für Übertreibung und Beschleunigung ist auch die gleichnamige Wiener Combo zu haben, die sich auf der Bühne mit einer guten Dosis Dada gezielt der Peinlichkeit hingibt: In absurder Maskerade und schrägen Outfits tanzen Glutamat das Stilalphabet von Artrock über Electro-Pop und Glam-Punk bis Ziehharmonika-Chanson. Scheitern inbegriffen. Denn auch das ist Glutamat: Mit Irrwitz gegen Pseudo-Subversion und Disziplinierung. Glutamat sind nicht echt, haben aber jede Menge Attitüde.

¥ Do 30. April. bis So 3. Mai

ANSCHLAG

theater.wozek Regie: Karl Wozek

KinderKultur ¥ Di 12. bis So 17. Mai

DIE WERKSTATT DER SCHMETTERLINGE, ab 5 Gastspiel des Theater ASOU, Graz

Werkstätten- und Kulturhaus, Währinger Straße 59, 1090 Wien, Telefon 401 21-0 www.wuk.at


01.05.

God’s Entertainment Sonst noch einen Wunsch?

01.05.

01/05/09 19.00 Klangraum Krems Minoritenkirche ab 24.00 Jazzkeller Eine Desäkularisierung der

Minoritenkirche mit anschließender Säkularisierung des Jazzkellers God´s Entertainment in der Minoritenkirche

01/05 – 02/05/09 19.00 Stadtsaal

Eine fiktive Podium sdisku ssion über Michae l Haneke s Medien reflexi on ‘Funny Games ’ mit electro nic noise

Auftra gswer k, Urauff ührun g

„Komm schon, Mensch, sind wir’s nicht müde, dass man uns immer erklärt, alle sollen ‘gut’ sein?“ - ein Satz aus der Diskussion, die Hanekes Film „Funny Games“ (1997, Remake 2008) ausgelöst hat. Ist das überhaupt ein Film? Weder Horrorfilm, Filmmelodram noch Thriller, sondern eine Medienreflexion soll laut Haneke in das Herz der Finsternis geimpft werden.

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Das donaufestival und ZOON danken

für die Unterstützung

Gewalt fasziniert, aber eigentlich nur den Voyeur, daher lässt sie sich medial gut verkaufen. Die fiktive Podiumsdiskussion Gunny Fames über Gewalt in den Medien und deren Wirkung macht aus der Behauptung, dass etwas im Film genau so wirklich sei wie in der Wirklichkeit, eine Frage. Gewalt sei nicht konsumierbar, heißt es, aber nur, weil sie nicht konsumierbar ist, bleibt sie dennoch Gewalt. Gunny Fames ist eine Sprach-Noise-SoundPerformance, die dem fiktiven Zuschauer von Hanekes Film, in dem eine kleine Familie von zwei höflichen Jünglingen ausgerottet wird, den Knebel aus dem Mund nimmt. Die Stimmen des Diskurses rund um Funny Games und sein Thema hörbar zu machen bis hin zum Rauschen ist Ausgangspunkt für diese Performance von ZOON. Gunny Fames ist KEIN Hörspiel-Remake des Films „Funny Games“, sondern eine performative Aneignung seiner Medienreflexion. Oliver Augst, Stimme Alexandre Bellenger, Turntables, E-Gitarre Marcel Daemgen, Electronics Barbara Gassner, Stimme Thomas Desi, Stück/Inszenierung Regina Picker, Produktionsassistenz Eine Koproduktion von ZOON und dem donaufestival 09

God´s Entertainment im Jazzkeller

„Wir beten jeden Tag für unsere Kremser Minoritenkirche, nämlich dass ihr zu ihrer ursprünglichen Funktion verholfen wird. Damit meine ich ihre Desäkularisierung. Seit 213 Jahren warten wir auf diesen Moment.“ (Alfred Hoffmann, Pfarrer aus Krems)

Sonst noch einen Wunsch? Ja, mit Gottes Hilfe... God´s Entertainment - Das ist KEIN FAKE… wenn Bruce Lee über die Bühne springt und Tarzan den Gewehrkolben küsst, wenn der Pizzamann die Hochzeitstorte rein trägt und Clint Eastwood die Ballerina tanzt, wenn Freddie Mercury „Like a Virgin“ singt. Dann heiratet niemand mehr, dann nennt man es FAKE.

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ZOON Gunny Fames - Du bist ein Voyeur

Die Abkehr von säkularen Glücksversprechen, die materialistische Werte propagieren, und die Revitalisierung der Religion, die mit dem Niedergang des kommunistischen Systems eingesetzt hat, setzen den Prozess der Desäkularisierung in Gang. In diesem Sinn ergreift God’s Entertainment die Initiative und verhilft der Kremser Minoritenkirche zu ihrer ursprünglichen Funktion, ihrem eigentlichen Wert. Das ist kein FAKE. Dies ist ein Prozess der Desäkularisierung, die Suche nach einer Realität, in welcher der Raum der Kirche wieder Ort der Kremser Seele wird. God´s Entertainment decodiert den Gottesdienst als spezifisch-klaren performativen Akt ohne Retourkutsche. God’s Entertainment proklammiert: Gott ist wieder unter uns.


Sa 02.05. Sa 02/05/2009

18.00

19.00

21.00

ZOON

Stadtsaal

22.00

Yacht miel du ciel

HALLE 2

Messegelände

20.00

Next Life

HALLE 1

02.05. 23.00

24.00

Boys Noize DAT Politics

1.00 Moderat

The Bug

AES+F – Last Riot

Slum-TV ab 18.00, Breakfast TV 18.00 – 19.00 FH St. Pölten/medienwerkstatt006 ab 18.00 Reactor 17.00 – 22.00

Klangraum Iconophonic Funkizid DJ-Team

Jazzkeller

Mehrtägige Installationen/Performances:

Durchgehende Installationen/Performances:

Reactor..................................................Seite 38/39 FH St. Pölten/medienwerkstatt006......Seite 15 Iconophonic...........................................Seite 15

Slum-TV.................................................Seite 10/11 AES+F – Last Riot.................................Seite 14

The Bug + MC

GRAND FINAL PARTY

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Jedes Fest muss einmal zu Ende gehen, dann aber am Besten mit einem Fest! Ein letztes Mal fokussiert sich die Klangrauminstallation ICONOPHONIC von Peter Kutin und Billy Roisz auf die intermedialen Koppelungen von Bild und Ton, ein letztes Mal werden uns die freundlichen Kids aus Michael Hanekes „Funny Games“ bei ZOON terrorisieren, das muss doch standesgemäß gefeiert werden! Die Festgestaltung übernehmen Modeselektor im Verbund mit Apparat, nun MODERAT genannt, die DFA-Electro-Pop-Hymnenfraktion YACHT, NEXT LIFE, THE BUG mit einem Special Guest als MC, die französischen Elektronik-Experimentalisten DAT POLITICS, ein japanisches Kunst-Actionpainting-Noise Projekt namens miel du ciel und natürlich die Berliner „Partydroge“ in Gestalt von BOYS NOIZE. Es darf durchaus getanzt werden, auch bis in den Morgen im Jazzkeller, No Fake!

Moderat

02/05/09

02/05/09

Halle 2

23.30

00.30 Halle 1 Hinter Moderat stecken Laptop-Rocker Sebastian Szary und Gernot Bronsert alias Mode­selektor und Sascha Ring, auch bekannt als Apparat, aus Berlin. Für das gemeinsame Projekt der BPitch-Labelkollegen werden Modeselektors berstende Knirsche-Beats und Apparats einschmeichelnde, flächige Sounds mit allerlei Plug-In-Effekten überzogen – Moderat verfolgen kein ausgetüfteltes Konzept, sondern sind ihre eigene Spielwiese. Das Ergebnis hat sich trotzdem gewaschen: deep und geschliffen, melancholisch und funky zugleich. Nach „Auf Kosten der Gesundheit“ (2002) veröffentlichen Moderat nun endlich ihr neues Album. Die Visuals von der Pfadfinderei sind fester Bestandteil ihrer Live-Show.

Unter dem Pseudonym The Bug bombardiert der Brite Kevin Martin die Tanzflächen mit wuchtigen, markerschütternden Bässen. Gefrustet vom verkopften und elitär-männlichen Industrial-/Noise-Publikum, dem er in früheren Tagen als Bandmitglied von God oder Techno Animal begegnete, wandte sich Martin in den 1990ern der multikulturell geprägten Soundsystem-Kultur auf Londons Straßen zu. Die ökonomischen und politischen Verhältnisse seines Umfelds übersetzt The Bug an der Schnittstelle von Dubstep, Dancehall, Grime und HipHop in einen extrem düsteren, herausfordernden und aggressiven Sound, der von den Conscious Lyrics von ToasterInnen wie Warrior Queen, Killa P.  oder Tippa Irie flankiert wird.

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Galerie Stadtpark


02.05.

02.05.

Yacht

02/05/09 22.30

02/05/09 21.30 Halle 2

Halle 1

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Als Kid Alex produzierte Alexander Ridha (zusammen mit Andreas Meid) bis vor wenigen Jahren noch freundlichen Club-Pop. Mit dem Solo-Projekt Boys Noize ist der Hamburger Twentysomething mit Wohnsitz in Berlin der Kindheit entwachsen und hat die geistige Verwandtschaft zu den französischen Bratze-Elektronikern von Kitsuné und Ed Banger entdeckt. Wenn der glitzernde Disco-Totenkopf, der das Cover seines mit dem Party-Schlachtruf „Oi Oi Oi“ betitelten Debütalbums (2007) ziert, über dem Dancefloor kreist, heißt es: Crunch-Time. Tschüß mit Ernsthaftigkeit und Minimal – hier wird dreckigst gewummert und geknarzt, bis der Tanzboden kracht: maximale Euphorie!

Ihr Spieltrieb kennt kaum Grenzen: „Epileptische Mikro-Rhythmik“ nannte das Trio aus Lille einst selbstironisch ihren superquietschigen Stil, der durch digitales Geknarze, rumpelnde Beats, flirrende Sounds aus der Dose und hoch gepitchte Vocals wie vom Kindergarten-Chor gekennzeichnet ist. Seit einigen Jahren zeigt sich Frankreichs liebste Laptop-Band zunehmend tanzbar und von ihrer melodiösesten Seite – es bleept, es trillert, es groovt. Auch das jüngste Dat Politics Album „Mad Kit“ (2008) wählt den direktesten Spaßweg und quirlt die Party von vorn bis hinten ordentlich durch. Chiptunes hooray!

20.30 Halle 1

Next Life 02/05/09

Yacht ist eine der vielen Alter Egos von Musiker, Multimedia-Künstler und „ultimate Blogger“ Jona Bechtolt. „Don’t Stay In Bed“, der Titel eines Yacht-Songs, könnte auch das Motto des dauerkreativen Talents aus Portland sein: Als Hälfte des Indie-Pop-Duos The Blow produzierte er die Beats, schlug die Drums für Devendra Banhart, hostete Musikfestivals, schuf eine Internet-Reality-Show und vieles mehr. Letztes Jahr holte Bechtolt Claire L. Evans an Bord, um fortan gemeinsam dem Hang zu enthusiastischen Electro-Pop-Hymnen zu frönen. Yacht-Partys sind: Powerpoint-Präsentationen, Aerobic-Moves für Indie-Kids, mit Cherry-Cola in den Regenbogen segeln. Leinen los!

19.00 Halle 1

Hai Nguyen Dinh und Trond Jensen sind das Duo Next Life aus der Metal-Hochburg Norwegen. Ihr Ziel lautet: maximale Intensität. Bevorzugte Mittel sind zerstückelte Beats, aggressive Metal-Riffs und verzerrte Vocals aus Old-School-Gamekonsolen, kombiniert mit theatralischen visuellen Effekten, die Dinh, der auch als Videokünstler arbeitet, selbst programmiert. Das rasante Geknüppel und Headbangen zum Gameboy erfordern ein Höchstmaß an Präzision – Next Life sind bekannt für ihre kurzen, aber umso intensiveren Live-Shows. In Krems präsentieren sie ihr neues, episch anmutendes Album „Lost Age“.

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Boys Noize

Dat Politics

02/05/09


02.05.

THE BEST FAQ YOU’LL EVER HAVE! TANIUCHI /OKAMI / EDWARDS /FISCHER 02/05/09

Im vergangenen Dezember ist der Musikmanager, A & R, Labelchef, Promoter und ehemalige Journalist Christoph Moser verunglückt.

19.30 Halle 2 Das Projekt, eine Interaktion von Noise, Licht, Performance und visueller Kunst, steht in einer Reihe von Zusammenarbeiten Michael Fischers mit japanischen KünstlerInnen. 2007 arbeiteten Ken Okami und Michael Fischer, der gerade in Japan tourte, gemeinsam mit Ito Atsuhiro, Tamaho Miyake und Daisuke Terauchi in Kyoto‘s legendärem live house für Avantgarde, Noise, Garage Rock,… „Urbanguild“, wo u.a. Theremin, Leuchtstoffröhren und einfache Lampen eingesetzt wurden. Im Herbst/ Winter 2008/09 entwickelten Okami/Fischer eine Reihe von Konzert-Performances in Österreich (u.a. beim Interpenetration Festival/Graz). Michael Fischer und John Edwards arbeiteten zusammen u.a. für Konfrontationen/Nickelsdorf. Ken Okami und Ikko Taniuchi arbeiten zusammen in Japans Performance Szene.

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Ikko Taniuchi (J), painting Ken Okami (J), light/noise installation Michael Fischer (A), feedback_saxophone John Edwards (GB), double bass Projektidee: Michael Fischer

Christoph Moser war ein Musikbesessener, einer der Wegbereiter der Independent-Szene Österreichs. In ihm trafen sich fachkundiger Enthusiasmus und eine geradlinige Umsetzungsenergie; wenn in seinem Kopf und seiner Seele eine Idee geboren wurde, dann löste sie unverzüglich eine Lawine der Umsetzung aus. Ohne ihn, den „Musikverrücktesten unter den Musikverrückten“, wie Markus Deisenberger ihn einmal genannt hat, ist das Musik- und Kulturleben Österreichs einfach ärmer geworden. Das donaufestival möchte den Christoph-Moser-Nachwuchsförderungsfonds, der die junge kreative Musikszene Österreichs im Sinne Christoph Mosers fördert, unterstützen. Spendenmöglichkeiten am Festivalgelände!

Sechsmal im Jahr, 26 Euro... www.faq-magazine.com

POSTHOF

Z E I T K U L T U R

HIGHLIGHTS MÄRZ / APRIL / MAI Next Kin

TanzTage 2009

Mi. 18. 3. 20:00 Do. 19. 3. 20:00 Di. 24. 3. 20:00 Mi. 25. 3. 20:00 Fr. 27. 3. 20:00 Sa. 28. 3. 20:00 Di. 14. 4. bis Mi. 15. 4. 20:00 Do. 23. 4. 20:00 Sa. 02. 5. bis Mo. 11. 5. 20:00

Erste Bank, BLZ 20111, Kto. Nr. 21389844101 Fr. 08. 5. 20:00

Mantra Porno / Egy Kiss Erzsi Zene: UNGARN Ska / Rock / Dance NIGEL CHARNOCK (GB): Stupid Men TanzTage 2009 UNIVERS ZERO Rock WILHELM GENAZINO: Das Glück in glücksfernen Zeiten LiteraturSalon IVO PAPASOV & HIS WEDDING BAND World / Balkan Music PAROV STELAR (A) / MANUFACTUR (CH) / DA CRUZ (CH): Extra Europa Schweiz Electronic Groove MADCON: Beggin HipHop/Ragga PETER BROOK: „Fragments“ nach Samuel Beckett Theater POETRY SLAM LÄNDERMATCH: Österreich - Schweiz Literatur RETROSPEKTIVE STUFFED PUPPET THEATRE (AUS/NL): Schicklgruber - Vampyr Frankenstein - Cuniculus - Molière Figurentheater Skyforger / Ilgi / Balsi: LETTLAND Folk / Metal POSTHOF - ZEITKULTUR AM HAFEN Po s t h o f s t r. 4 3 , A - 4 0 2 0 L i n z

H A F E N

Karten erhältlich an der POSTHOFKasse (Di.-Fr. 14:00-19:00 Uhr) unter Tel. ++43 / 732 / 78 18 00 sowie in jeder Zweigstelle der Bank Austria Creditanstalt.

Do. 12. 3. 20:00 TERO SAARINEN COMPANY (FIN): Fr. 13. 3. 20:00 Pannonia Allstars Ska Orchestra / Korai Örom /

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Komplette

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miel du ciel

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HIMMER, BUCHHEIM & PARTNER

DIE VIELEN SEITEN DES Ö1 CLUB. DIESMAL:

EINE

UNSERER

CLUBGAR N ITU R E N.

Ö1 CLUB-MITGLIEDER HABEN ES GUT: SIE SETZEN AUF DIE NUMMER 1 IN SACHEN KULTUR. WIE ZUM BEISPIEL BEIM DONAUFESTIVAL (22.4.–2.5.2009) IN KREMS. Ö 1 C L U B - M I T G L I E D E R E R H A LT E N 1 0 % E R M Ä S S I G U N G . ( S Ä M T L I C H E Ö 1 C L U B - V O R T E I L E F I N D E N S I E I N O E 1 . O R F. A T . ) Ö1 GEHÖRT GEHÖRT. Ö1 CLUB GEHÖRT ZUM GUTEN TON.

Bernhard Leitner Eröffnung: Do. 28 Mai, 18.30 29. Mai bis 12. Juli täglich von 11.00 - 17.00 Uhr

Gothische Kuppel.elevating Gothic Klangraum Krems Minoritenkirche

Moving head Klangraum Krems Kapitelsaal DJ-Sets, die ins Ohr gehen. Line-Ups, die Wellen schlagen. Releases mit Widerhall.

Die Zeitung für Leser

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3 Wochen gratis lesen: derStandard.at/Abo oder 0810/20 30 40

Eintritt: 5.- EUR (inkl. Eintrittsticket für forum frohner, Museum Stein, Ernst Krenek Forum)


WIEN – KREMS – WIEN SHUTTLEBUS

1 Messegelände, Halle 1, Halle 2, Stadtsaal 2 Galerie Stadtpark 3 Klangraum Krems Minoritenkirche

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Messegelände (Halle 1, Halle 2, Stadtsaal)

Utzstraße 12, 3500 Krems

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Galerie Stadtpark

J. Wichnerstraße, 3500 Krems

3

Klangraum Krems Minoritenkirche

Minoritenplatz 5, 3500 Krems

Körnermarkt 13/Kaiserhof, 3500 Krems

5 Shuttlebus Ringstraße/Stadtpark Abfahrt nach Wien: Ringstraße, Bushaltestelle bei der Trafik

Abfahrt Wien: an den Festivaltagen um 17.00 Uhr beim Musikverein/Karlsplatz

(Keine Zustiegsmöglichkeit auf dem Weg nach Krems)

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Retour-Shuttlebusse fahren vom Stadtpark Krems über: Tulln—Stockerau—Korneuburg—Wien Schwedenplatz—Wien Musikverein/Karlsplatz Alternativ fährt ein Shuttlebus vom Stadtpark Krems über: St. Pölten/Hbf—Hütteldorf—Wien Musikverein/Karlsplatz

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WIEN

Achtung! Wir bitten bei den Retourfahrten um Verständnis, dass keine genauen Abfahrtszeiten genannt werden können, da sich die Abfahrt am Ende des letzten Konzerts orientiert. Nähere Informationen über Abfahrtszeiten am Infostand im Foyer des Messegeländes! Sichern Sie sich rechtzeitig Ihr Busticket im Vorverkauf. Shuttlebustickets können ausschließlich über das Büro der NÖ Festival und im Internet gekauft werden. Kein Ticketkauf im Bus möglich! Wir übernehmen keine Garantie für Rückfahrkarten Krems—Wien an der Abendkassa!

Preis für Wien—Krems—Wien: € 9.In Kooperation mit Langenlois, Bahnstr. 90, 02734/70 00 email: langenlois@raiffeisen-reisen.at www.raiffeisen-reisen.at Autobus-Mietwagen Preiss

Bahn/ÖBB Zugverbindungen Krems/Bahnhof bzw. Campus Krems/Kunstmeile auf www.oebb.at. Eventticket sichern unter www.event.oebb.at und günstiger . zum donaufestival an- und abreisen.

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Stadtgraben

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Abfahrt Krems: 20 min. nach Ende des letzten Konzerts Ringstraße/Stadtpark

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Kunsthalle Krems

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Klangraum Krems Minoritenkirche

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Wir bieten heuer erstmals Shuttlebustickets von Wien nach Krems . Und retour zum gewohnten Preis von € 9.- an!

Jazzkeller

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5 Shuttlebus

4 Schmidg.

4 Jazzkeller


TICKETINFO NEUER ONLINEBONUS

KundInnen, die über www.donaufestival.at buchen, erhalten ermäßigte Karten! Bestellung/Kauf mittels eps Online-Überweisung, Kreditkarte bzw. Bankomatkarte (Maestro + Secure Code) spesenfrei, Abholung an der Abendkassa.

EXTERNE VORVERKAUFSSTELLEN

Kartenvorverkauf und Infoline: Tel: +43 (0) 2732 90 80 33 Büro der NÖ Festival-Ges.m.b.H., Minoritenplatz 4, 3500 Krems/Stein An Werktagen von Mo. – Do. 9.00 – 16.00, Fr. 9.00 – 13.00 An Veranstaltungstagen ab 10.00 Uhr beim Ticketcontainer am Messegelände.

Jugendinfo, 1010 Wien Babenbergerstraße 1/Ecke Burgring Mo. – Sa. 12.00 – 19.00 www.wienxtra.at/jugendinfo

SERVICE Die Website www.donaufestival.at bietet Ihnen ausführliche Informationen zum Programm, zu den Tickets, wie auch zu gastronomischen Angeboten in Krems. In unserer Mediathek finden Sie wie gewohnt erste musikalische und visuelle Einblicke in das kommende Programm. Informationen über Unterkünfte in Krems und Umgebung finden Sie unter www.krems.info

Zählkarten Stadtsaal Aufgrund des beschränkten Platzangebotes bei den Veranstaltungen im Stadtsaal benötigen Festivalgäste zusätzlich kostenlose Zählkarten. Zählkarten am jeweiligen Veranstaltungstag am Ticketcontainer erhältlich. Bei ausgebuchten Veranstaltungen besteht kein Anspruch auf Einlass. Kein Nacheinlass!

1070 Wien Westbahnstraße 16 Mo. – Fr. 11.00 – 19.30, Sa. 10.00 – 18.00 www.substance-store.com

Ermäßigungen: OnlinekundInnen, SchülerInnen, Lehrlinge und StudentInnen bis zur Vollendung des 26. Lebensjahres, ÖBB-Vorteilscard, Der Standard, Ö1 Club, Raiffeisen Club/Mit.EinanderMitglieder, KundInnen der NÖ HYPO-BANK, Mitglieder des Vereins der Freunde der Kunstmeile Krems und des Fördervereins Kulturbezirk St. Pölten, Präsenz- und Zivildiener, Behinderte und 1 Begleitperson

In führenden Banken, insbesondere Raiffeisenbanken in Wien und NÖ. Bei diesen Einrichtungen wird eine Bearbeitungsgebühr verrechnet.

Ermäßigte Karten werden nur gegen Vorlage der Ermäßigungsberechtigung/Onlinebestätigung ausgegeben! Kann die Ermäßigungsberechtigung nicht erbracht werden, wird an der Abendkassa der Aufpreis verrechnet!

In unseren externen Vorverkaufsstellen sind teilweise nicht alle Ticketkategorien und vor allem keine Shuttlebustickets verfügbar.

Be our friend! www.myspace.com/officialdonaufestival

Auf unserer flickr.com Seite werden ab Festivalbeginn die besten Fotos online zur Verfügung stehen.

donaufestival-Radio auf Last.fm! Besuchen Sie die donaufestival-Eventseiten Wochenende 1: http://www.lastfm.de/event/902330 Wochenende 2: http://www.lastfm.de/event/873198

Allgemeine Hinweise: Aufgrund der unterschiedlichen Besucherkapazitäten der Veranstaltungsorte (insbesondere Jazzkeller, Halle 2) behält sich der Veranstalter das Recht vor, den Einlass zu limitieren. Wir bitten um Ihr Verständnis. Besetzungs-, Programm- und/oder Ablaufänderungen sowie Änderungen bei den Beginnzeiten sind vorbehalten und berechtigen nicht zur Rückgabe oder zum Umtausch der Karten. Kostenloser Schutz gegen gesundheitsgefährdende Lärmeinwirkungen: Der Besucher nimmt ausdrücklich zur Kenntnis, dass aufgrund der Lautstärke der veranstalteten Konzerte die Gefahr von Gesundheitsschäden nicht ausgeschlossen werden kann. Der Veranstalter stellt dem Besucher daher gegen allfällige gesundheitsgefährdende Lärmeinwirkungen kostenlos einen Gehörschutz zur Verfügung. Für eintretende Schäden an der Gesundheit des Besuchers lehnt der Veranstalter folglich eine Haftung für den Fall ab, dass der Besucher vom kostenlos zur Verfügung gestellten Gehörschutz keinen Gebrauch gemacht hat.

Kaufen Sie ein donaufestival – Hunger auf Kunst & Kultur Ticket zum Preis von € 8,- und ermöglichen Sie einem Menschen mit finanziellen Engpässen den Besuch des donaufestival! Information unter www.donaufestival.at

Das Team von Substance und Trost bietet auch dieses Jahr folgenden Service im Foyer des Messegeländes: Neben den Tonträgern der gastierenden Bands und KünstlerInnen gibt es ein umfangreiches Angebot an Vinyls, CDs, Literatur und Merchandisingprodukten, sowie die aktuellen donaufestival T-Shirts. Nützen Sie die Garderobe am Messegelände/ Halle 2.

Alle Preise verstehen sich inkl. 10% MWSt. Es gelten die AGB und die Hausordnung der NÖ Festival-Ges.m.b.H.

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Programm- und Ablaufänderungen vorbehalten! Stand 20.02.2009


Preise Wochenendpässe Vollpreis Ermäßigt Woche 1 (22/04–25/04)

€ 96,-

€ 86,-

Woche 2 (30/04–02/05)

€ 82,-

€ 74,-

Kleines TAGESTICKET 1)

GROSSES TAGESTICKET 2)

Vollpreis Ermäßigt Vollpreis Ermäßigt Mi, 2 2/04

€ 32,-

€ 29,-

€ 36,-

€ 32,50

Do, 2 3/04

€ 28,50

€ 25,50

€ 32,-

€ 29,-

Fr, 24/04

€ 28,50

€ 25,50

€ 32,-

€ 29,-

Sa, 2 5/04

€ 19,-

€ 17,-

Do, 30/04

€ 32,-

€ 29,-

Fr, 01/05 3)

€ 36,-

€ 32,50

€ 19,-

€ 17,-

Sa, 0 2/05

€ 36,-

€ 32,50

1) ohne Konzerte Klangraum Krems Minoritenkirche 2) alle Veranstaltungsorte 3) inkl. God’s Entertainment

Bitte beachten: • neuer Onlinebonus • rechtzeitig Bustickets (Wien-Krems-Wien) kaufen • Zählkarten für alle Veranstaltungen im Stadtsaal besorgen

Impressum: Herausgeber: NÖ Festival-Ges.m.b.H., Minoritenplatz 4, A-3500 Krems, www.donaufestival.at Texte: Tomas Zierhofer-Kin, Vina Yun Grafik: Dieter Auracher, Georg Wagenhuber Druck: agensketterl

60

Bildnachweise: S. 7 Sonic Youth (© Amanda De Cadenet), Fennesz (© Maria Ziegelböck); S. 8 Heaven And (© Anke Beims), No-Neck Blues Band (© Robin Graubard); S. 9 Mirror/Dash (Promotionfoto); S. 10-11 Slum-TV (© Sam Hopkins); S. 14 AES+F (© AES+F), S. 15 medienwerkstatt006/FH St. Pölten (Promotionfoto), Sound Alliances (© Billy Roisz); S. 17 Butthole Surfers (Promotionfoto), Zombie Zombie (© Marco Dos Santos); S. 18 Black Dice (© Jason Frank Rothenberg), Turzi Electronic Experience (© David Sauvage); S. 19 Goblin (Promotionfotos); S. 21 We Have Band (Promotionfoto), Spiritualized (Promotionfoto); S. 22 The Cesarians (© Emma Summerton), Sunset Rubdown (© Yannick Grandmont); S. 23 Chrome Hoof (Promotionfoto) S. 24 Reverend Billy & The Stop Shopping Gospel Choir (© Jefferson Siegel); S. 27 Gustav (Promotionfoto), C.L.U.E. (© A.L. Steiner + robbinschilds), Koko von Napoo (© Gregoire Alexandre), The Raincoats (© Shirley O‘Loughlin), Yo! Majesty (© Tim Saccenti); S. 28 A.L. Steiner (© Lucas Michael), The Raincoats (© Peter Cox); S. 29 Prick Your Finger (© Prick Your Finger), Yo!

Majesty (© Tim Saccenti), S. 30 Koko von Napoo (© Gregoire Alexandre), MEN (Promotionfoto); S. 31 Anat Ben David (Promotionfoto), C.L.U.E. (© A.L. Steiner + robbinschilds); S. 32 Ann Liv Young (© Sarah Paulson); S. 35 Aphex Twin (Promotionfoto), Luke Vibert (© Steve Lazarides); S. 36 Blectum from Blechdom (Promotionfoto), Black Meteoric Star + AVAF (© Yves Malenfer); S. 37 LEC & Oni Ayhun (Promotionfoto), Stereolab (© Steve Double); S. 38 Reactor (© Reactor); S. 40 Planningtorock (© Planningtorock), S. 43 Crazy Bitch In A Cave (© Patrick Weber), Antony and the Johnsons (© Don Felix Cervantes); S. 44 The Voluptuous Horror of Karen Black (© Kristy Leibowitz), CocoRosie (© Simon Guzylack + Bradley Shaw); S. 45 Glutamat (© Glutamat); S. 46 ZOON (© ZOON); S. 47 God’s Entertainment (© God’s Entertainment); S. 49 Moderat (© Melissa Hostetler), The Bug (© The Bug); S. 50 (© Boys Noize (© N. Bleses), DAT Politics (© Skipp); S. 51 Yacht (© Sarah Meadows), Next Life (© Stian Evensen); S. 52 miel de ciel (© Robert Stribley), Christoph Moser (© Birgit Baldauf)

donaufestival Programm  

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