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1 Informationsblatt Januar 2017

Gleich zum Jahresstart ein Höhepunkt: Jubiläumsauftakt «Eröffnung 500 Jahre Reformation» auf dem Grossmünsterplatz am 5. Januar. Prominenz aus Politik und reformierter Kirche geben den Reden-Reigen, Bundesrat, Regierungsrat, Stadtrat, Kirchenbund und Kirchenrat preisen die reformatorischen Errungenschaften von Gewissensfreiheit bis zur Wirtschaftsfreiheit im modernen Kapitalismus. Das Spektakel des Lichtkünstlers Gerry Hofstetter projiziert dazu Huldrych Zwingli eindrücklich an die Fassaden der Zürcher Altstadt. Trotz allem Licht werden auch Schattenseiten nicht verschwiegen und der ertränkten Täufer gedacht sowie an die bis ins letzte Jahrhundert dauernde patriarchale Männerherrschaft auch in der reformierten Kirche erinnert. Nur ein Thema bleibt ausgeklammert, dass nämlich 500 Jahre Reformation auch 500 Jahre Kirchenspaltung bedeuten, 500 Jahre Missachtung des Wunsches Jesu, «dass sie eins seien» (Joh 17,11) durch Kirchenfürsten hüben wie drüben, 500 Jahre gegenseitige Verunglimpfung, Ausschlüsse und Verurteilungen, 500 Jahre getrennter «Tisch des Herrn». Nur CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer setzt in der Podiumsdiskussion einen Kontrapunkt: «Ich erwarte in diesem Jubiläumsjahr ein gemeinsames Wort der Kirchen an die Menschen in der Welt von heute!» Genau das ist aber nicht vorgesehen, weder auf nationaler Ebene von Kirchenbund und Bischofskonferenz, noch von den Kirchen im Kanton Zürich. Erbärmlich, wenn es so bliebe – für beide Kirchen. Aber Gottes Geist weht, wo er will. Wenn man ihn lässt. «Tut um Gottes Willen etwas Tapferes», mahnt Zwingli. Das Jahr ist ja noch jung. Simon Spengler

Foto: P. Knup

Editorial

Jeanine Kosch verstärkt das Team der Bahnhofkirche ////////////////////////// //////////// Kirchen-Stiftungen sind in der Pflicht ////////////////////////// ////////// Pfarrer Othmar Kleinstein tritt aus dem Synodalrat zurück //////////////// Caritas-Woche – Weg aus der Armut durch Bildung ////////////////////////// ///// 500 Jahre Reformation: Auftakt zum Jubiläum in Zürich ////////////////////

Simon Spengler, Bereichsleiter Kommunikation und Kultur


Jeanine Kosch (59) war schon Polizeiseelsorgerin und Spitalseelsorgerin. Die letzten 3 Jahre verbrachte sie in einem Kloster in Italien. Nun kehrt sie in die pulsierende Stadt Zürich zurück, als Seelsorgerin in der Bahnhofkirche.

Wussten Sie, dass Sie dort gut hinpassen würden? Ich habe in Italien studiert und kannte auch durch einige Aufenthalte das Kloster Siloe bei Poggi del Sasso gut. Ich bin nach wie vor ambivalent. Auf der einen Seite gefällt mir die Lebensweise. Andererseits ist alles «Vediamo», also «mir lueged mal». Alles ist immer neu verhandelbar. Das war auch sicher ein Grund, warum ich wieder hier bin. Meine Aufgabe war ja eine Art Frauengemeinschaft als Pendant zu dem existierenden Männerkloster aufzubauen. Ich habe vieles angestossen, vor allem in den Köpfen, aber für die Umsetzung braucht es noch mehr Zeit. Du bist es in der Schweiz gewöhnt, die Ziele zu erreichen, die Du Dir in einem Projekt gegeben hast. Ich wollte etwas bewirken, habe aber realisiert, dass ich das in dem Moment nicht kann. Momentan reicht es mir, in meiner Freizeit weiterhin dort tätig zu sein. Das klingt nach den gängigen Klischees der lockeren Italiener. Das war so. Alle sind sehr herzlich und sehr offen, dann unter dem Strich aber unverbindlich. Und wenn etwas verboten ist, ist es auch egal. Ein Beispiel war auch der Umgang mit Geld in der Klostergemeinschaft. Es gab keine klar deklarierten Kassen zum Beispiel, wenn es um Spenden ging, die für einen bestimmten Zweck gespendet wurden. Damit umzugehen, war für mich sehr schwierig. Wie war das Leben für Sie im Kloster? Es wurde ja nach der benediktinischen Regel gelebt. Ich habe am monastischen Alltag teilgenommen. Der Rhythmus hat mir sehr gefallen. Allerding habe ich häufiger das erste Gebet um halb sechs mit meinem Kissen ausgemacht (lacht). Ich habe gar nicht mehr überlegt, ob ich jetzt gerade zum Gebet gehen mag oder nicht. Ich bin einfach gegangen. Aber ich hatte immer die Freiheit zu entscheiden, ob ich wirklich möchte. Das Charisma des Ortes dort hat das zugelassen. Man durfte unterscheiden, was man in diesem Moment braucht, das Gemeinschaftsgebet oder ruhige Zeit in der Zelle? Diese Regelmässigkeit im Alltag schult die Frömmigkeit. Ich bin meist zum Gebet gegangen, weil es mir ein Bedürfnis war.

Foto: K. Lenz

Frau Kosch, wie ist es für Sie nach Zürich zurück zu kommen? Jeanine Kosch: Auf der einen Seite habe ich das Gefühl, dass hier alles beim Alten ist. Ich merke aber, dass ich mich verändert habe, zum Beispiel beim Parkieren. Nein, da darfst Du nicht parkieren, heisst es hier. In Italien stellst Du Dich einfach hin. Das hat mir gefallen. Ich parke auch nur noch italienisch ein, also nach Gehör. Wenn es «Bumm» macht, ist es gut. Ich habe mich jetzt entschieden, hier erstmal nicht Auto zu fahren. Es ist so viel mehr Verkehr als auf dem Land in Italien. Daran habe ich mich gewöhnt, auch an die wunderschöne Landschaft dort, an der man sich nie satt sieht.

Die Bahnhofkirche ist neuer Wirkungsort von Jeanine Kosch.

Foto: J. Kosch

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Thema

Menschen mit klaren Worten begegnen

In der kleinen Kirche des Klosters trifft sich die Gemeinschaft zum Gebet.


Ich stolpere über das Wort Frömmigkeit. Was meinen Sie damit? Viele hier würden dazu Spiritualität sagen. Mir geht es darum, wie man seine Art des Glaubens ausdrückt. Man teilt den Glauben miteinander, versteht manchmal aber nicht, was der andere genau sagt und meint, akzeptiert es aber als seine Art des Glaubens. Manche Zugänge zum Glauben, die ich in Italien erlebt habe, waren mir völlig fremd. Mit hat es aber gefallen, andere Formen des Glaubens gerade auch bei den Frauen zu erleben. Wie die Menschen in Italien über den Glauben sprechen, ist viel direkter. Wir sprechen sehr viel distanzierter von Gott und Jesus. Für die Menschen dort sind Gott oder Jesus wirklich Personen, ein Gegenüber, mit dem sie reden und streiten. Die Menschen erleben Dinge in ihrem Glauben, die mich sehr berührt haben. Da kam alles von Herzen.

Foto: zvg

Thema

Jeanine Kosch auf dem Hügel des Klosters Siloe

Wenn jemand heutzutage für eine begrenzte Zeit ins Kloster geht, geht es häufig ums «Auftanken». War das für Sie so? Wenn man sich so zurückzieht, viel Zeit in der Stille und im Schweigen verbringt, dann bekommt man seine Stärken und Schwächen ungebremst zurück gespiegelt. Es war also nicht nur Auftanken, sondern es hat auch viel Kraft gekostet. In der Stille passiert einfach viel in einem selbst. Man lernt sich selbst besser kennen, dass «Feinstoffliche» wird deutlicher, warum man wie reagiert. Das hat mich viel gekostet, hat aber auch einen Boden gelegt. Mit ganz viel Verständnis auf die Menschen zuzugehen, das habe ich mir fest vorgenommen. Wie möchten Sie konkret auf die Menschen in der Bahnhofkirche zugehen? Ich möchte wach sein für verschiedenen Formen des Glaubens. Bei vielen Menschen ist dieser nur unterschwellig zu spüren, ihr Glaube ist «verschüttet». Das war schon bei der Spitalseelsorge und vorher bei der Polizeiseelsorge so. Ich möchte den Leuten Mut machen, das, was sie in sich verschüttet haben, auch zu leben. Ja, diese Wellness für die Seele. Das kann aber auch hart sein, wenn man jemandem sagen muss: «Du musst Dich ändern». Ich möchte Perspektiven aufzeigen, wo allenfalls Verbesserungen möglich sind. In die Bahnhofkirche kommen unterschiedlichste Leute aus und in verschiedensten Lebenssituationen. Dort ist die Begleitung sehr punktuell, deswegen muss der Moment «matchen». Weil der Mensch jetzt da ist und in der Regel nicht wiederkommt. Viele kommen in einer Krisensituation, und da bist Du als Seelsorgerin im Gespräch am Scheideweg und fragst Dich «Wo geht es hin?». Wie das Gespräch läuft, macht einen Unterschied – positiv oder negativ. Das ist eine grosse Herausforderung. (Gespräch Kerstin Lenz) www.bahnhofkirche.ch Seit Januar hat die Bahnhofkirche ein neues ökumenisches Seelsorgeteam. Neben Jeanine Kosch als neue Seelsorgerin kommt Pfarrer Theo Handschin (ref.) als neuer Co-Leiter hinzu. Co-Leiterin katholischerseits bleibt Rita Inderbitzin. Rolf Diezi ist als reformierter Seelsorger weiterhin in der Bahnhofkirche tätig.

Foto: zvg

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Die Brüder der Gemeinschaft auf dem Klostergelände


Wenn politische Entscheide fallen, hat dies unter Umständen ganz direkte Auswirkungen auf die Kirche. So geschehen im Kampf gegen Geldwäscherei. Im Bemühen, Schlupflöcher zu schliessen, kommen kirchliche Stiftungen in die Pflicht.

Seit 2016 müssen alle kirchlichen Stiftungen einen Eintrag im Handelsregister nachweisen können. So holt die Geschichte die Kirche ein: 1912 wurde durch das ZGB die Möglichkeit geschaffen, kirchliche Stiftung als eigene Form einer zivilen Stiftung anzuerkennen. Damals wurden die kirchlichen Stiftungen jedoch von einem Eintrag ins Handelsregister ausgenommen. Mit dem politischen Bemühen um mehr Transparenz sind nun die kirchlichen Stiftungen verpflichtet, diesen Eintrag vorzunehmen. Dieser sorgt nicht nur für mehr Transparenz, sondern schafft zugleich Rechtssicherheit.

Stiftungen schaffen Klarheit

Wem gehört rechtlich gesehen das Kirchengebäude? Wem das Pfarrhaus? Wer ist für den Unterhalt zuständig? Vermögen, das die Kirche seit Jahrhunderten aufgebaut hat, muss in rechtlichen Strukturen verankert sein, damit es langfristig gesichert ist. Genau dafür wurden in praktisch allen Pfarreien oder Kirchgemeinden kirchliche Stiftungen gegründet. Dies war eine Erkenntnis aus der Krise des 19. Jahrhunderts, als es zum Bruch mit den Altkatholiken kam. Damals waren viele Kirchen erst im Grundbuch eingetragen und gingen durch einen Beschluss der Mehrheit verloren.

Stiftungen schaffen Sicherheit

Für viele Kirchenmitglieder sind die Strukturen der Stiftung etwas kompliziert zu durchschauen, bestenfalls sind sie noch mit der Kirchgemeinde als solcher vertraut. Sobald es jedoch um Bauvorhaben, Renovationen, Käufe, Verkäufe, Baurechte, Dienstbarkeiten oder andere grundbuchlich relevanten Verträge geht, kommt die Stiftung ins Spiel. Bevor etwas entschieden werden kann, müssen die Pläne von Rechtsanwälten geprüft und vom Bischof bzw. dessen Beauftragten abgesegnet werden. Im Bistum Chur nimmt diese Aufgabe Generalvikar Martin Grichting wahr.

Stiftungen schaffen Spielräume

Seelsorger schätzen die Stiftungen als ein vom Pfarramt unabhängiges Organ. Diese Unabhängigkeit bietet gerade bei pastoralen und karitativen Aufgaben gewisse Spielräume. «Solange der Stiftungszweck erfüllt werden kann, haben die Stiftungen eine Existenzberechtigung. Die Kirchgemeinden hingegen hängen vom politischen Willen der Stimmbürger (nicht der Katholiken) ab», legt Generalvikar Grichting den Finger auf einen wunden Punkt. Er ist auch darum bemüht, den Eintrag ins Handelsregister mit den zahlreichen Stiftungen möglichst einfach und übersichtlich zu koordinieren. Generalvikar Martin Grichting ist im Bistum Chur zuständig für kirchliche Stiftungen, Vereine und Verbände. Kontaktiert werden kann er bei Fragen über stiftungsaufsicht@bistum-chur.ch. Ausführliches Interview mit Martin Grichting unter www.zhkath.ch/stiftungen

Foto: A. Landtwing

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Thema

Stiftungen: Ein juristischer Dschungel

Experten für kirchliche Stiftungen: Generalvikar Martin Grichting und Rechtsanwalt Robert Schwarz


Info Pfarrer Othmar Kleinstein tritt zurück Nach eineinhalb Jahren hat Othmar Kleinstein, Pfarrer der Pfarrei St. Theresia in Zürich, seinen Rücktritt aus dem Synodalrat auf den 1. Juli 2017 angekündigt. Die zeitliche und körperliche Belastung des Synodalratsamtes, zusätzlich zu den vielfältigen Aufgaben als Pfarrer, führten zu gesundheitlichen Problemen. Othmar Kleinstein entschied deshalb, sich aus dem Synodalrat zurückzuziehen. Er wurde von den im Kanton Zürich wirkenden Mitgliedern des Seelsorgekapitels der Synode zur Wahl vorgeschlagen und führt im Rat das Ressort «Ökumenische Seelsorge». Sein Nachfolger muss auch wieder Priester oder Diakon sein. Die Suche einer guten Nachfolgeregelung ist bereits im Gang. Wir werden Sie rechtzeitig informieren, wenn eine Lösung gefunden wurde. www.zhkath.ch

Caritas-Woche: Weg aus der Armut durch Bildung Caritas Zürich setzt sich seit Jahren für gute Bildungschancen ein, weil Bildung eine Schlüsselrolle bei der Armutsbekämpfung einnimmt. Die CaritasWoche zwischen dem 28. Januar und 5. Februar gilt speziell armutsbetroffenen Menschen und Familien auf ihrem Weg zu einer guten beruflichen Qualifikation. Bildung, die Förderung von Grundkompetenzen sind direkte Wege aus der Armut und erleichtern die Integration. Mit konkreten Projekten und kompetenter Beratung steht Caritas Menschen zur Seite, die auf ihrem Bildungsweg mit schlechten Karten unterwegs sind. Im Patenschaftsprojekt «mit mir» erfahren Kinder aus schwierigen Familiensituationen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Mit «Copilot» macht Caritas Eltern für das Schulsystem im Kanton Zürich fit und zeigt ihnen, wie sie ihre Kinder optimal begleiten und unterstützen können. Und gemeinsam mit ihren «incluso»-Mentorinnen gelingt es zahlreichen Jugendlichen, eine Lehre zu finden. Zudem berät Caritas Erwachsene mit fehlenden Grundkompetenzen. www.caritas-zuerich.ch

Gebetswoche für die Einheit der Christen beginnt «Versöhnung – die Liebe Christi drängt uns» (2. Korinther), ist das Motto der Gebetswoche für die Einheit der Christen, die weltweit gefeiert wird. Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen im Kanton Zürich (AGCK) lädt zum Auftakt der Gebetswoche zu einer ökumenischen Feier ein, am Freitag, den 20. Januar, um 18.30 Uhr in die Predigerkirche am Zähringerplatz in Zürich. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Kirchen im Kanton Zürich sowie die Bläsergruppe der Heilsarmee gestalten die Freitagsvesper. www.agck.zh.ch

Foto: P. Knup

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Pfarrer Othmar Kleinstein


Info Reformationsjubiläum startet in Zürich Am 5. Januar hat im und um das Grossmünster in Anwesenheit von viel Prominenz zum Auftakt des Reformationsjubiläums ein öffentlicher Festakt mit Sondermünze, Lichtinstallation und Sofa-Gespräch stattgefunden. Zu Gast am Gespräch war auch Synodalratspräsident Benno Schnüriger: «Es war stimmig, am Anlass ein Sofagespräch zum Thema Geburt zu führen. Immer wieder neu geboren zu werden, immer wieder den Neuanfang zu wagen, das verbindet uns in der Zuversicht, die Zukunft im christlichen Sinne mitzugestalten. Die Katholische Kirche im Kanton Zürich gratuliert ihrer Schwesterkirche ganz herzlich zu ihrem grossen Jubiläum.» Für Kirchenratspräsident Michel Müller ist Tradition nicht Verharren in der Vergangenheit, sondern Kraftquelle für Innovation. «Neben den Fragen, wer wir sind und worauf wir gründen, müssen wir uns stets fragen, wer wir in Zukunft sein wollen.» Für den am Eröffnungsanlass ebenfalls geladenen Abt Urban Federer ist das Gedenken an die Reformation vor allem der Aufruf zu Dialog. «Dieser Dialog muss aber über die Konfessionsgrenzen hinweg auch mit anderen Religionen stattfinden.» 2017 jährt sich zum 500. Mal die Publikation von Martin Luthers 95 Thesen zum Ablasshandel. Was er in Deutschland, Huldrych Zwingli in Zürich und andere Reformatoren in Europa ausgelöst haben, wird in den kommenden Jahren in ganz Europa gefeiert. Die reformierte Landeskirche verdeutlicht die Inhalte der Reformation in öffentlichen Theaterstücken, Ausstellungen, Konzerten und Podiumsveranstaltungen. Ende 2018 wird das Leben von Zwingli auch als Kinospielfilm zu sehen sein. www.zh.ref.ch/refjubilaeum

i-need.ch: Eine neue App für Flüchtlinge Kurz vor Weihnachten wurde in der Zürcher Pfarrei St. Felix und Regula die All in one-App «i-need.ch» der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie will insbesondere Flüchtlinge mit vielen Links auf konkrete Hilfeleistungen und Beratungsstellen hinweisen. Die App in bisher sieben Sprachen (unter anderem Arabisch und Farsi) listet Möglichkeiten auf, wenn jemand auf Lebensmittel, Kleider oder ein Bett angewiesen ist. Sie verweist auch auf Treffpunkte oder medizinische Hilfe. Hinter diesem Projekt stehen unter anderen die Pfarrei St. Felix und Regula, die City-Kirche Offener St. Jakob und Mitglieder der Interessengemeinschaft von diakonischen Werken, Gemeinschaften und Kommunitäten. Letztere hatten während eines Jahres zusammen mit professionellen App-Herstellern «i-need.ch» entwickelt. Die Katholische Kirche im Kanton Zürich trug die Produktionskosten entscheidend mit. Vorerst auf Android-Geräte und geografisch auf Zürich und Basel beschränkt, soll die App laufend ausgebaut werden. www.i-need.ch; www.felixundregula.ch; www.citykirche.ch

Foto: Chr. Schenk

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Lichtkünstler Gerry Hofstetter zauberte Zwinglis Kopf auf den Grossmünster-Turm.


Service Fortbildung: Online- und Kaufsucht bei Jugendlichen Wann werden Freizeitbeschäftigungen wie Shopping oder Computerspiele zur Sucht? Ohne Handy und WLAN keine Lebensqualität mehr? Gamen als einziges Hobby? Shoppen bis zur Verschuldung? Mit diesen Fragen beschäftigt sich diese Fortbildung der Jugendseelsorge. Denn gerade im Kontakt mit Jugendlichen kommen diese auf. Der Kurs gibt einen Überblick über Ursachen und Entstehung von nicht stoffgebundenem Suchtverhalten und zeigt Möglichkeiten zum Umgang mit diesem in der Jugendarbeit. Die Teilnehmenden können nach dem Kursbesuch die wichtigsten Symptome von Online- und Kaufsucht erkennen. (24. Januar, 9–12 Uhr, reformierte Kirche, Hirschengraben 50, 8001 Zürich, Anmeldung bei der Jugendseelsorge) www.jugendseelsorge.ch

Das Judentum ist für Christen keine fremde Religion, sondern die Wurzel der christlichen Identität. Wie sehr aber die Texte aus dem Neuen Testament, aus denen Christen ihre Identität beziehen, im Judentum der damaligen Zeit wurzeln, war bisher kaum Bestandteil in Liturgie und Verkündigung. Im Gegenteil: Noch immer gibt es antijüdische Tendenzen in der Auslegung der Texte. In diesem Buch legt ein exegetisch kompetentes und erfahrenes Team aus Theologinnen und Theologen des Schweizer Bibelwerks die Sonntags- und Festtagsevangelien des Lesejahres A neu aus. Einen besonderen Schwerpunkt legen sie dabei auf das Matthäus-Evangelium. Eine Lesehilfe für Lektorinnen und Lektoren, Ausleger(innen) und andere Interessierte. Das Buch kostet 34 Franken. Bestellungen unter www.bibelwerk.ch

Foto: Bibelwerk

Buchtipp: «Damit sich die Schrift erfüllt….»

Der Blick aufs Judentum führt zu unseren Wurzeln.

Broschüre informiert und unterstützt pflegende Angehörige Wenn Angehörige oder Freunde einen schwerkranken Menschen pflegen und begleiten, wirft das viele Fragen auf. Der Theologe und Psychologe Urs WinterPfändler hat die kostenlose Broschüre als verlässlichen Begleiter verfasst, der in den aufwühlenden Zeiten hilft. Es geht um Fragen der täglichen Pflege, wo Unterstützung organisiert werden kann oder wie Angehörige sich selbst Sorge tragen. Ausserdem gibt die Broschüre Anregungen zum Umgang mit der eigenen Trauer. www.nahesein.ch Ein Abend zum Schulfach «Religion und Kultur» Kenntnisse über die fünf Weltreligionen vermittelt das einst umstrittene Schulfach. Kindern und Jugendliche erwerben hier Wissen und Kompetenzen zum Umgang mit Religion. Wie kann das gelingen? Eva Ebel, Professorin für Religionspädagogik der Uni Zürich, geht anhand von Beispielen der Frage nach. (23. Januar, 19–20.30 Uhr, Kulturpark Zürich ) www. kulturpark.ch

Foto: zvg

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Die erste Auflage von «Nah sein bis zuletzt» war schnell vergriffen.


Termine Im Januar und Februar geht die Paulus Akademie zurück nach Zürich-Witikon und veranstaltet gemeinsam mit der reformierten und katholischen Kirchgemeinde vor Ort die Reihe der Witiker Gespräche. «Der Glaube, es gebe nur eine Wirklichkeit, ist die gefährlichste Selbsttäuschung,» hat Paul Watzlawick, Philosoph, Psychotherapeut und Kommunikationswissenschaftler gesagt. Dieser Aussage geht die Paulus Akademie nach. Den Auftakt am 18. Januar macht der Neuropsychologe Prof. Martin Meyer (Universität Zürich) mit einem Vortrag zur individuellen Wirklichkeit. Am 27. Januar beschäftigt sich der Theologe Felix Senn mit der Frage nach Gottes Wirklichkeit und in welcher Wirklichkeit der glaubende Mensch lebt. Am 1. Februar schliesslich beschäftigen sich zwei Zukunftsforscher mit der virtuellen Wirklichkeit, die durch die Digitalisierung des Lebens immer weiter Einfluss nimmt. (jeweils um 19.30 Uhr, im Saal der Kirchgemeinde Maria-Krönung Zürich) www.paulusakademie.ch

Foto: theologiekurse.ch

18. Januar Was ist wirklich?

Felix Senn von theologiekurse.ch referiert an den Witiker Gesprächen.

Der junge Chor «Funtastic» der Pfarrei Küsnacht stellt (wieder mal) ein abendfüllendes Programm auf die Beine. Eine Mischung aus Show, Comedy und Musik bieten die rund 25 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Kantor Andreas Gut, der hier als «Coach» fungiert. «Mir nämed dä Lift» heisst das Stück, und hier ist viel Humor inklusive. Die erste Aufführung ist am Samstag, den 21. Januar, 20 Uhr, die zweite 22. Januar, 17 Uhr, im Pfarreizentrum von St. Georg in Küsnacht. www.kath-kuesnacht-erlenbach.ch

7. Februar Romantisches Valentinsdinner

Foto: Chr. Bechtigeer

21. Januar «Funtastic» Chor-Konzert in Küsnacht

Der Chor «Funtastic» aus Küsnacht

Ein romantisches Dinner zu zweit, Kerzenschein und leise Pianomusik: Die Pfarrei St. Anton Zürich geht neue Wege und lädt Paare zu einem speziellen Abend ins Pfarreizentrum ein. Statt Blumen sich einen Abend lang Zeit schenken: Auch das ist Valentinstag! Angesprochen für diesen Abend im Pfarreisaal sind Paare, die sich bewusst Zeit füreinander nehmen möchten. Alter, Weltanschauung oder Konfession spielen keine Rolle. (Pro Paar 140 Franken, Anmeldung bis 1. Februar an marco.schmid@zhkath.ch)

Impressum

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www.zhkath.ch

Das Informationsblatt geht elektronisch oder per Post an die Mitarbeitenden und ehrenamtlich tätigen Personen der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Herausgeber: Synodalrat der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, Kommunikationsstelle, Hirschengraben 66, 8001 Zürich, Tel. 044 266 12 32, Fax 044 266 12 13 info@zhkath.ch, www.zhkath.ch

Redaktion: Dominique Anderes, Arnold Landtwing (Generalvikariat), Kerstin Lenz, Aschi Rutz, Simon Spengler Layout: Liz Ammann Grafik Design, Zürich Druck: Staffel Medien AG, Zürich Erscheinungsweise: monatlich

Informationsblatt Januar 2017 www.zhkath.ch  

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