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1 Informationsblatt Februar 2012

Bereits der Name Paulus-Akademie Zürich verrät, dass dieses Bildungshaus sein Angebot nach dem Vorbild des weltoffenen Völkerapostels Paulus ausrichtet. Als kirchliche Institution hat die Akademie die Aufgabe, den Dialog zwischen Glauben und Welt auf wissenschaftlicher Grundlage zu fördern sowie christliche Hoffnungs- und Handlungsperspektiven einzubringen. Die Paulus-Akademie will in ihrer Bildungsarbeit eine Brücke schlagen zwischen Theorie und Praxis. Deshalb zieht sie die wissenschaftlichen Erkenntnisse der verschiedenen Disziplinen genauso in den ergebnisoffenen Diskurs mit ein wie das Wissen der in der praktischen Arbeit tätigen Fachleute. Als kirchliches Bildungshaus will die Paulus-Akademie auf der Höhe der Zeit sein und es den Menschen mit ihrem Bildungsangebot ermöglichen, sich aktiv in gesellschaftliche Entwicklungen und Diskussionen einzubringen. Deswegen erweitert sie nun ihr Angebot mit dem neuen Studienbereich Bioethik, Medizin und Life Sciences. Und das ist sinnvoll: Eine kirchliche Bildungs-Institution muss helfen, Antworten zu finden. Sie soll sich den brennenden Themen stellen, die Menschen in ihren Fragen um neue Entwicklungen in Medizin und Technik nicht alleine lassen. Ganz bewusst auch auf andere Art und Weise als im Gottesdienst, in Pfarrei und Kirchgemeinde. Die Katholische Kirche im Kanton Zürich nimmt Verantwortung wahr für die Gesellschaft, speziell auch bei Fragen, die schwierig sind. Gemeinsam mit der Paulus-Akademie stellt sich die Kirche dem Wandel und bietet Hand. Entscheiden muss dann jeder Mensch für sich. Angelica Venzin, Synodalrätin für das Ressort Bildung und Medien

Foto: C. Wider

Editorial

Paulus-Akademie mit neuem Studienbereich ///////////////////////////////////////// //////////// Caritas engagiert gegen Kinder-Armut ///////////////////////////////////// ////////////////////////// Erfolgsmodell theologiekurse.ch ///////////////////////////////// Jahresbilanz 2011 der Härtefallkommission //////////////////////////////////////////// ////////////////// Katholisch Zürich unterstützt Kloster Fahr //////////////////////////

Angelica Venzin, Synodalrätin


Durch den Fortschritt in der Medizin und den Lebenswissenschaften nimmt die Verfügbarkeit und Formbarkeit des Menschen, seines Körpers und seines Geistes zu. Dies hat ethische Folgen – für die Gesellschaft wie für den Einzelnen. «Diese Bereiche sind sehr dynamisch. Es gibt immer wieder neue Themen, die die politische und gesellschaftliche Entwicklung beeinflussen», sagt die neue Studienbereichsleiterin Susanne Brauer, die über Hegel promoviert und über Ethik geforscht hat. «Die Vermittlung von Wissenschaft und Forschung ist wichtig: Wie kann ich mir übersetzen, was in diesen Bereichen geschieht, und welche Bedeutung haben diese Entwicklungen für mich z.B. als Patientin oder auch für das Gesundheitswesen? Die verständliche Vermittlung solcher oft komplexen Sachverhalte ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass auch der interessierte Laie oder die Betroffene sich eine fundierte Meinung bilden kann.» Die Auftaktveranstaltung heisst «Braucht Denken einen Körper? Begegnung mit einem Roboter». Der intelligente Roboter ECCE soll zeigen, wie ein Objekt aus Metall und Knetmasse zu einem denkenden Wesen wird. Kann ECCE auch kreativ sein und Gefühle zeigen?

Foto: Paulus.-Akademie

Mit einer Exkursion ins Artificial Intelligence Laboratory der Universität Zürich startet die Paulus-Akademie Zürich (PAZ) eine neue Veranstaltungsreihe. Bioethik, Medizin und Life Sciences sind neu als Themen aufgenommen.

Die 38jährige Susanne Brauer leitet den neuen Studienbereich.

Vermittlung durch den Blick auf Menschen Mit dem neuen Studienbereich stellt sich die Paulus-Akademie technischen und medizinischen Entwicklungen, die den einzelnen sowie die Gesellschaft betreffen. «Der Blick auf den Menschen ist massgebend», sagt Susanne Brauer. Und zählt – lebhaft und sprudelnd – weitere mögliche Themen auf: Reproduktionsmedizin, Nanotechnologie in der Medizin (z. B. Haut-Implantate, die Medikamente abgeben), oder die sogenannte personalisierte Medizin, bei der Patienten nicht nur entsprechend der Erkrankung, sondern auch nach ihrem genetischen Code behandelt werden. Die deutsche Bioethikerin plant jährlich ca. sechs Veranstaltungen: So steht am 14. März der TagesWorkshop «Patientenverfügung – beraten, schreiben, anwenden» auf dem Programm mit dem Hintergrund, dass 2013 ein neues Erwachsenenschutzrecht in Kraft tritt, das das Recht auf Selbstbestimmung bei Patientenverfügungen stärkt, jedoch zugleich die Angehörigen als Entscheidungsträger neu in die Pflicht nimmt. Am 20. Juni geht ein Diskussionsabend der Frage nach dem Einsatz von Medikamenten zur Leistungssteigerung bei Kindern nach.

Informationen zu den Veranstaltungen Braucht Denken einen Körper? Begegnungen mit einem Roboter 1. März, 17.30 bis 20.30 Uhr, Artificial Intelligence Laboratory, Departement of Informatics, Uni Zürich, Andreasstrasse 15, Zürich Patientenverfügung – beraten, schreiben, anwenden 14. März, 9 bis 17 Uhr, Paulus-Akademie, Carl Spitteler-Str. 38, Zürich Schneller, besser, klüger? Wenn Kinder mehr leisten sollen 20. Juni, 19.30 bis 21 Uhr, Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14, Zürich Anmeldung auf www.paulus-akademie.ch oder unter Tel. 043 336 70 41

Foto: Paulus-Akademie

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Thema

PAZ mit neuem Studienbereich

Die Paulus-Akademie in ZürichWitikon


Kinderarmut ist kein Randphänomen. In allen OECD-Ländern steigt der Anteil armutsbetroffener Haushalte mit Kindern. Das ist auch in der Schweiz und im Kanton Zürich nicht anders. Hier sind allein 20 000 Kinder und Jugendliche betroffen.

Caritas Schweiz schätzt die Anzahl armutsbetroffener Kinder landesweit auf 260 000. Dabei sind besonders Einelternfamilien sowie Familien mit mehr als zwei Kindern mit Armut konfrontiert. Das ist in einem so reichen Land wie der Schweiz stossend. Denn Armut hinterlässt Spuren im Lebenslauf eines Kindes. Sie verhindert oft, dass ein Kind sein Potenzial entwickeln kann. Musikunterricht, die Mitgliedschaft im Sportverein, sinnvolle Freizeitgestaltung – dies alles kostet. Hobbys tragen zur Integration in die Gesellschaft bei und helfen, spezielle Fähigkeiten zu entwickeln, die die Entwicklung der Kinder fördern. Wer wenig Unterstützung erfährt, steht im Abseits – manchmal lebenslang.

Tagung zur Vorbeugung von Armut Die diesjährige sozialpolitische Tagung der Caritas Schweiz «Forum 2012» hat sich Ende Januar mit dem Thema Kinderarmut beschäftigt: Wie muss die Familienpolitik ausgestaltet sein, dass sie armutspräventiv wirkt? Darüber diskutierten Ende Januar in Bern 250 Personen aus Politik, Wirtschaft und dem Sozialbereich. Heidi Simoni, Leiterin des Marie Meierhofer Instituts für das Kind, eröffnete das diesjährige Forum mit einer entscheidenden Fragestellung: Wie kinderverträglich ist eigentlich die Schweiz? Was heisst überhaupt eine kinderverträgliche Gesellschaft heute? In ihrem Vortrag zeigte sie auf, was Kinder für ihre Entwicklung brauchen und forderte Leistungs- und Lastenausgleich für Familien. Eine weitere Forderung in den Fachreferaten war die Chancengleichheit, die auch in der Bildungspolitik ein wichtiges Ziel ist. Sie stehe Kindern als Grundrecht zu. Auch in der Bildungspolitik ist Chancengerechtigkeit ein wichtiges Ziel. Kinder sollen unabhängig vom familiären Hintergrund ihre Kompetenzen entwickeln können - unter anderem durch spezielle Förderungen oder durch Stipendien. Caritas Schweiz hat parallel zum Forum den Sozialalmanach 2012 dem Schwerpunkt «Arme Kinder» gewidmet. Das Jahrbuch zur sozialen Lage der Schweiz kann bei der Caritas Schweiz für 34 Franken bestellt werden.

Caritas Zürich mit breitem Angebot Caritas Zürich – von der Katholischen Kirche im Kanton Zürich jährlich mit gut 2,2 Mio. Franken unterstützt – hilft Familien in Not, bei der Sozial- und Schuldenberatung, in den Caritas-Märkten mit billigem Lebensmittelangebot, mit der KulturLegi, die den Zugang zu Freizeit- und Kultureinrichtungen ermässigt. In diesen Tagen wird in den Kirchgemeinden das sogenannte Caritas-Opfer gesammelt, das armutsbetroffenen Menschen im Kanton Zürich zugutekommt. Generalvikar Josef Annen hat in einem Brief dazu aufgefordert, Solidarität zu zeigen und so die Not der Familien in der direkten Umgebung zu lindern. www.caritas.ch und www.kinderarmut.ch

Foto: U. Siegenthaler

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Thema

20 000 Kinder im Kanton Zürich sind arm

Häufig sind Alleinerziehende mit Kindern von Armut betroffen.


Felix Senn strahlt übers ganze Gesicht, während er die Erfolgsgeschichte «seines» Vereins erzählt. Er hat auch allen Grund dazu, denn was ein paar engagierte Zürcher Katholiken 1954 ins Leben gerufen haben, das ist mehr als eine einfache Vereinsgeschichte. Es begann damals mit einem Philosophiekurs für theologisch interessierte Laien. Der erste Generalvikar von Zürich, Alfred Teobaldi, unterstützte seine wissensdurstigen Glaubensgeschwister, gewann Professor Johannes Feiner von der Theologischen Hochschule Chur dazu, und bald konnte der erste «Theologiekurs für Laien» (TKL) in Zürich angeboten werden: Während acht Semestern an jeweils zwei Abenden pro Woche dozieren ausgewiesene Fachleute aus der theologischen Lehre die Hauptgebiete der Theologie. Dieses System hat sich bis heute erhalten. Nur der Name des Kurses hat sich geändert und durch die eduQua-Zertifizierung ist der Wert des Schlussdiploms für Absolventen des «Studiengangs Theologie» (STh) noch einmal gestiegen.

Foto: Ch. Breitschmid

Das Angebot von theologiekurse.ch ist ein Erfolgsmodell der theologischen Aus- und Weiterbildung. Seit bald 60 Jahren bieten diese Kurse einen niederschwelligen Einstieg in die faszinierende Welt der Theologie. Für Laien – aber nicht nur.

Felix Senn leitet seit 1999 die theologiekurse.ch.

Breites Angebot für verschiedene Interessengruppen Der Verein, der 1956 gegründet wurde und der sich heute «Interdiözesane Vereinigung theologiekurse.ch» nennt, hat sich kontinuierlich weiterentwikkelt und sein Angebot stetig ausgebaut. Neben dem STh werden noch die beiden Glaubenskurse «Bibel verstehen» und «Gott und Welt verstehen» als je eigene Ausbildungsmodule angeboten. Diese beiden Einjahreskurse sind zudem Bestandteil der theologischen Ausbildung für Katechetinnen und Katecheten. Speziell für Menschen in der zweiten Lebenshälfte, welche sich für Fragen rund um die Kirche und deren Inhalte interessieren, bietet theologiekurse.ch auch die Veranstaltungsreihe «Theologie 60plus» an.

Am Rand der Kirche, aber theologiehungrig «Das Interesse an Religion und Theologie ist ungebrochen», meint Felix Senn, der seit 1999 als Studienleiter für die inhaltlichen Belange des ganzen Kursangebotes verantwortlich zeichnet. Zusammen mit Geschäftsleiterin Marie-Luise Sirch und unterstützt von den beiden Sekretärinnen Romy Janson und Rita Schirmer, setzt der 57jährige alles daran, auch in den kommenden Jahren für ausgebuchte Kurse und ein hohes Niveau in der Ausbildung kirchlicher Laien zu sorgen. Ein Einsatz, der nicht nur von Erfolg gekrönt ist: «Die Menschen haben immer weniger Lust dazu, sich aktiv in den Pfarreien zu engagieren. Eine Tendenz, die auch wir anhand unserer Teilnehmerzahlen bemerken.» Doch Senn setzt auf die etablierte und in der Deutschschweiz konkurrenzlose Marke «theologiekurse.ch», welche sich für die Vermittlung einer weltoffenen Theologie stark macht. «Die Möglichkeit, unsere Vorlesungen auch als Gasthörer zu verfolgen, bringt eine neue Interessengruppe zu uns. Wir wollen diejenigen noch mehr erreichen, die sich mehr am Rand der Kirche platzieren, aber theologiehungrig sind.» www.theologiekurse.ch

Foto: Ch. Breitschmid

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Thema

Offene Theologie für suchende Menschen

Vorlesung mit Dieter Bauer (vorn) im Studiengang Theologie


Info Fragen über Fragen konnten Heiratswillige am ersten Januarwochenende am Stand der katholischen und reformierten Landeskirche an der Hochzeitsmesse stellen: Können wir auf dem Jungfraujoch heiraten? Eher nein, da es einen würdigen Ort für den Traugottesdienst benötigt. Was ist, wenn mein Partner reformiert ist, ich katholisch bin? Kein Problem – der ausgewählte Pfarrer hält den Trauritus nach der jeweiligen Konfession, die Trauung wird nach festgelegten Formalitäten von beiden Kirchen anerkannt. Der Stand der Kirchen war Anlaufpunkt für viele Pärchen in den Messehallen Zürich-Oerlikon. Seelsorgende beider Konfessionen standen mit Rat zur Seite, damit die kirchliche Trauung zu etwas ganz Besonderes wird. www.kirchenhochzeit.ch

Foto: K . Lenz

Beide Kirchen an der Hochzeitsmesse

Jaroslaw Duda, Pfarrer in Bülach, mit einem heiratswilligen Paar an der Hochzeitsmesse.

Neue Lernende: erst C66, dann Paulus-Akademie Jovana Prodanovic heisst die junge Frau, die seit Anfang Jahr das Sekretariat des Synodalrates unterstützt. Im August schliesst die 19jährige ihre Lehre als Büroassistentin ab, dann möchte sie sich im kaufmännischen Bereich weiterbilden lassen. «Das ist mein grosses Ziel», so Jovana. «Deswegen sind mir meine Noten sehr wichtig.» Ein Sprachaufenthalt, um in Englisch mithalten zu können, ist dafür bereits geplant. «Lehrling sein ist schön, hier haben mich alle sehr herzlich aufgenommen. Ich weiss aber, dass ich noch viel lernen muss», sagt Jovana, die mit Eltern und Schwester in Opfikon lebt. «Zum Ausgleich spiele ich Tennis und blättere in Modemagazinen, am liebsten in der Vogue».

Jahresbilanz 2011 der Härtefallkommission Die Härtefallkommission des Kantons Zürich zieht Bilanz zu ihrer Arbeit im Jahr 2011: 46 Fälle wurden beurteilt, das sind etwa halb so viele wie im Jahr zuvor (2010: 81 Fälle). Bei der Hälfte der Fälle (23 Stück) bestätigte die Kommission den ablehnenden Bescheid des Migrationsamtes, 13 Fälle wurden bereits vom Migrationsamt positiv beurteilt, die Härtefallkommission schloss sich dem Urteil an. Nur in insgesamt acht Fällen kam sie zu anderen Ergebnissen als das Migrationsamt. Diese Gesuche wurden dem Sicherheitsdirektor zum Entscheid vorgelegt. Er hat in vier Fällen die Empfehlung der Kommission gestützt, in zwei Fällen folgte er der Beurteilung des Migrationsamtes, zwei Fälle sind noch pendent. Seit 2009 beurteilt die Härtefallkommission als politisch unabhängiges Gremium die Härtefallgesuche von abgewiesenen Asylsuchenden und Sans-Papiers. Für die katholische Kirche sitzen Synodalrat Zeno Cavigelli und Max Elmiger, Direktor von Caritas Zürich, in der neunköpfigen Kommission. www.migrationsamt.zh.ch

Foto: K. Lenz

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Jovana Prodanovic strebt die KV-Lehre an.


Info Katholisch Zürich unterstützt Kloster Fahr Das Kloster Fahr muss dringend renoviert, teilweise saniert werden. Unter anderem sind die Sanierung des Kirchturms, die Erneuerung der elektrischen Anlagen, der Ersatz der einfach verglasten Fenster, die Erneuerung der Heizungsanlagen sowie eine sanfte Sanierung der Nebengebäude geplant. Die Sanierungsmassnahmen sind für die nächsten vier Jahre auf 11 Millionen Franken veranschlagt, insgesamt ist die Erneuerung auf 20 Millionen Franken geschätzt. Allein kann die Klostergemeinschaft diese finanzielle Leistung nicht erbringen. Inzwischen haben die meisten Limmattaler Pfarreien den Benediktinerinnen mit 200 000 Franken ein überaus grosses Weihnachtsgeschenk bereitet. Aufgrund der Bedeutung des Klosters Fahr für katholisch Zürich wird die Synode an ihrer April-Sitzung über einen Beitrag von 500 000 Franken befinden. Weitere namhafte Beiträge sind auch von den beiden Stadtzürcher Verbänden – Kirchgemeinden respektive Pfarrkirchenstiftungen – zu erwarten. Das Benediktinerinnenkloster Fahr gehört seit seiner Gründung 1130 zur Abtei Einsiedeln. In der Klostergemeinschaft im Fahr leben 24 Frauen, Priorin Irene Gassmann leitet das Kloster seit 2003. www.kloster-fahr.ch

Staatsbeiträge an die kirchlichen Körperschaften Aufgrund des seit 2010 geltenden neuen Kirchengesetzes erhalten die anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften für ihre gesamtgesellschaftlich relevanten Tätigkeiten Kostenbeiträge des Staates. Der Verteilschlüssel richtet sich nach der Anzahl Mitglieder. Die Christkatholische Kirchgemeinde Zürich, die Israelitische Cultusgemeinde Zürich und die Jüdische Liberale Gemeinde erhalten 2012 zusammen 500 000, die reformierte Landeskirche 30,75 Mio. und die katholische Körperschaft 18,75 Mio. Franken. www.ji.zh.ch

Denkpause – Erwachsenenbildung in Winterthur Das Heft «Denkpause» liefert eine Übersicht zu Erwachsenenbildungsangeboten der katholischen Kirchgemeinde Winterthur. Die Broschüre fasst alle Angebote in den Winterthurer Pfarreien im nächsten halben Jahr zusammen: Diskussionsrunden, Fortbildungen, Spirituelles. Die Angebote sind für Menschen aus dem kirchlichen Umfeld genauso wie für Neugierige und Fragende, die der Kirche etwas fern stehen, und sind in vielen Fällen auch ökumenisch ausgerichtet. Gregor Sodies von der Pfarrei St. Laurentius ist Ansprechpartner, bei ihm kann die Broschüre bestellt werden. (Email-Adresse: gregor.sodies@kath-winterthur.ch)

Foto: L. Géraud

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Das Kloster Fahr - Oase im hektischen Limmattal


Service Kinder und Jugendliche nutzen Neue Medien zum Spielen von ComputerGames, um sich im Internet zu vernetzen und um via Handy mit ihren Freunden und Verwandten zu kommunizieren. Neben den Chancen bestehen aber auch Gefahren wie zum Beispiel Internet-Sucht, Datenmissbrauch oder Cybermobbing. Um Inhalte kritisch zu beurteilen, Gefahren zu erkennen und sich schützen zu können, brauchen Kinder und Jugendliche Begleitung. Dabei übernehmen ihre Bezugspersonen (Eltern, Lehrpersonen, Jugend­ arbeitende etc.) die Funktion als Zuhörende, Gesprächspartner(-innen) und interessierte Mitlernende. Marcel Küng, neu bei der Jugendseelsorge, bietet Dienstleistungen zu den Neuen Medien an: Jugendliche, junge Erwachsenen und deren Bezugspersonen erhalten kostenlos telefonische oder persönliche Beratungen. Seine Beratung sensibilisiert Bezugspersonen mithilfe von Präventionsveranstaltungen und Workshops auf Chancen und Gefahren im Umgang mit Neuen Medien. Der Jugendarbeiter und soziokulturelle Animator schult zudem Jugendarbeitende zum Thema und sucht mit ihnen neue und individuelle Anwendungsmöglichkeiten für die Praxis. www.jugendseelsorge.ch

Foto: Jugendseelsorge

Beratung und Prävention zum Thema «Neue Medien»

Marcel Küng - Experte in Sachen Neue Medien - arbeitet neu bei der Jugendseelsorge

Buchtip: Zwei Neuerscheinungen aus der Reihe «Studiengang Theologie» Angekündigt schon im vergangenen Herbst, ist es im Januar 2012 nun endlich erschienen, das Buch zur Vorlesung «Altes Testament, Teil 2» aus der Reihe «Studiengang Theologie». Autor und Dozent Dieter Bauer führt ein in die reichen und überraschend aktuellen Texte der Propheten, der Weisheitsbücher und der apokalyptischen Schriften. Dazu liefert er historische Hintergründe und veranschaulichendes Bildmaterial. Exemplarische Textauslegungen vertiefen das Verständnis und verschaffen dem interessierten Laien ebenso leicht Zugang, wie dem Theologiestudenten. Aus derselben Reihe ist nun auch der erste von drei Bänden zur Dogmatik auf dem Markt. Verfasser ist Renold Blank, emeritierter Professor der Päpstlichen Theologischen Fakultät von São Paulo und glühender Befürworter einer weiten und uneingeschränkten Sicht auf «Gott und seine Schöpfung». Weg vom engen Schöpfungsgedanken der Kreationisten, hin zu einem Gottesbild von einem handelnden, fürsorglichen Gott, der als goël (hebräisch: Erlöser) jene verteidigt, die keinen Verteidiger mehr haben. Bauer, Dieter: Überlieferungen aus Prophetie, Weisheit und Apokalyptik, TVZ, 2011, Preis 42 Franken Blank, Renold: Gott und seine Schöpfung. TVZ, 2011, Preis 42 Franken www.tvz-verlag.ch

Foto: Ch. Breitschmid

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Termine Jeden Donnerstagmittag bieten neu drei Stadtzürcher Kirchgemeinden mitten im geschäftigen Treiben der Zürcher Innenstadt einen Halt der Stille und einen Raum der Begegnung an. Träger des ökumenischen Projekts sind die drei Stadtzürcher Kirchgemeinden Augustiner (christkatholisch), St. Peter (reformiert) und St. Peter und Paul (römisch-katholisch). Menschen jeglichen Alters und unabhängig ihrer Konfession oder Religion finden jeweils am Donnerstag über Mittag (Beginn 12.15 Uhr) in der Augustinerkirche am Paradeplatz einen Ort der Kraft, Stille und Begegnung. Für persönliche Gespräche stehen Seelsorgende der drei Konfessionen zur Verfügung. www.haltestille.ch

11. Februar

Die Haltestille-Seelsorgenden: (v.l) Ueli Greminger, Thomas Münch, Lars Simpson.

Einweihung Marienkirche Samstagern

Die neue Marienkirche in Samstagern ist nach einem Jahr Bauzeit fertiggestellt. Rund 2,3 Millionen kostete der moderne Bau, der das alte «Chileli» ersetzt. Die Weihe wird würdig gefeiert, ist doch der Neubau einer Kirche schon etwas sehr Aussergewöhnliches. Die Pfarreikirchenstiftung und Pfarrer Mario Pinggera laden ein zur Einweihung der Marienkirche durch Diözesanbischof Vitus Huonder. Der festliche Gottesdienst mit Orgel- und Altarweihe findet statt am Samstag, den 11. Februar 2012 um 16 Uhr. Anschliessend Apéro. www.kirche-richterswil.ch

15. Februar

Foto: V. Schwizer

Haltestille Bahnhofstrasse

Foto: zvg

9. Februar

Forster & Uhl Architekten haben die neue Kirche geplant und entworfen

Gibt es eine Wirklichkeit des Jenseits?

Auf grossen Blachen mit dem Slogan «Es gibt Fragen, die Google nicht beantworten kann» macht die katholische Kirchgemeinde Glattfelden-EglisauRafz an diversen Orten sowie mit Diskussions- und Vortragsabenden auf ihre Angebote aufmerksam. Eine Veranstaltung mit dem Religionsphilosophen Andreas Steiner zum Thema «Gibt es eine Wirklichkeit des Jenseits?» ist im Pfarreizentrum Eglisau am 15. Februar anberaumt (Beginn 19.30 Uhr, Salomon Landolt-Weg 1). Mittels der Philosophie spricht der Zürcher über die sogenannte «Transzendenz» und über die Wirklichkeit, die eventuell auch nur im Geist oder in den Gefühlen existiert. www.glegra.ch

Impressum

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www.zh.kath.ch

Das Informationsblatt geht elektronisch oder per Post an die Mitarbeitenden und ehrenamtlich tätigen Personen der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Herausgeber: Synodalrat der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, Kommunikationsstelle, Hirschengraben 66, 8001 Zürich, Tel. 044 266 12 32, Fax 044 266 12 13 info@zh.kath.ch, www.zh.kath.ch

Redaktion: Dominique Anderes, Christian Breitschmid (Generalvikariat), Kerstin Lenz, Aschi Rutz Layout: Liz Ammann Grafik Design, Zürich Druck: Staffel Druck AG, Zürich Erscheinungsweise: monatlich

Informationsblatt Februar 2012  

Informationsblatt Februar 2012