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selben Pressen, die sonst den Müll verdichten, die Schafwolle zu Ballen formen. Sie wird in Nordtirol gewaschen und später in Osttirol von einem Dutzend Mitarbeitern Schetts verarbeitet. Am Ende steht eine breite Palette von Schafwollprodukten, von der Polierscheibe für Bodenwachs über Dämmstoffe bis zu Bettwäsche. Schett ist weit und breit der einzige Wollverwerter größeren Stils und kann gerade deshalb von den Schafen leben. 75.000 von ihnen braucht er, um seine Märkte zu bedienen. Eine stolze Zahl. 16.500 der blökenden Rohstofflieferanten sind in Osttirol zu Hause. Das Gros der Wolle kauft Schett aus Nordtirol und anderen Regionen des Alpenraumes zu. „Wir haben ein Auskommen“, erklärt er und meint damit seinen Familienbetrieb und die Wirtschaft im 1550 Meter hoch gelegenen Hof. Und dann wäre da noch das Fleisch, das eigentliche Geschäft mit dem Schaf, wie Genossenschaftsdirektor Diemling vorrechnet. „Eine bis eineinhalb Millionen Euro netto zahlen wir an die Bauern aus, das sind nach unseren Schätzungen ungefähr 40 Prozent des Osttiroler Gesamtmarktes, es könnten also um die dreieinhalb Millionen an Wertschöpfung im Bezirk erzielbar sein.“ Bei weitem nicht alle Bauern nutzen

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Dolomitenstadt - Das Magazin 03/2013  

Spannende Reportagen, tolle Bilder, volles Programm - Das Beste aus Lienz und der Region.

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