Issuu on Google+

Chronik 2012 Beatrice Steger und Daniel Tobler


Inhalt Jahresrückblick 2012 der Gemeinde Thal in Text und Bild Monatstitelblätter Auf jedem Monatstitelblatt wird ein Gebäude aus dem Dorfkern von Thal vorgestellt

Chronik • • • • • • •

Witterungsverhältnisse Ernteergebnisse Politische Ereignisse und Entwicklungen Soziale Begebenheiten Berufs- und Sporterfolge Ereignisse aus Vereinen, Schule, Kirche und Umwelt Veranstaltungen der Donnerstags-Gesellschaft

Totentafel Presseartikel • • • • •

Natur Gebäude Handwerk und Gewerbe Kultur Diverses

Die Chronisten

Beatrice Steger und Daniel Tobler


Januar Schulhaus Bild


Wetter

Das Restaurant Rank heisst jetzt „Fränzi’s“. Der Gemeinderat hat für die Führung des Gastrobetriebes des ehemaligen Restaurants „Rank“ eine neue Bewilligung erteilt. Das Patent zur Führung der Gastwirtschaft wurde Franziska Pfeil, wohnhaft in der Gemeinde Au, erteilt. Die Bauarbeiten an der Hegistrasse wurden durch die Firma Morant AG ausgeführt. Die Arbeiten konnten mit einem Minderaufwand von 1491 Franken abgeschlossen werden.

Der Monat Januar war mild ausgefallen. Mit einem Durchschnitt von 2,1 Grad lag die Temperatur am Bodensee um 3 Grad über dem Durchschnitt. Die tiefste Temperatur betrug minus 8 Grad, die höchste wurde mit 13 Grad gemessen. Feuchte Süd- und Westwinde brachten an 17 Tagen 90 Millimeter Niederschlag. Das waren 136 Prozent des Durchschnittes. Dank wenig Nebel erreichte die Sonnenscheindauer am Bodensee überdurchschnittliche 58 Stunden. Mit Blitz und Donner fegte das Sturmtief „Andrea“ am 5.Januar auch über die Schweiz. Bergbahnen und Skilifte standen still. An verschiedenen Orten gab es Stromausfall. Die Feuerwehr musste umgestürzte Bäume von den Strassen räumen und Wasser aus Kellern pumpen. Im Flughafen Kloten blieben Kursmaschinen am Boden. In der Ostschweiz waren die Schäden angesichts der Sturmstärke gering ausgefallen. Doch musste auf dem Bodensee der Schiffsverkehr vorübergehend eingestellt werden. In Altenrhein konnte ein Wetterphänomen beobachtet werden. Nach Neumond erschien in der Abenddämmerung die von der Sonne beleuchtete schmale Mondsichel. Gleichzeitig vermochte das Erdlicht die dunkle Seite des Mondes in einem fahlen Licht sichtbar machen.

Aus dem Gemeinderat Auf dem Friedhof Thal soll ein neues Gemeinschaftsgrab erstellt werden. Das aktuelle Grab ist praktisch ganz belegt und kann aufgrund der engen Verhältnisse nicht erweitert werden. Der Landschaftsarchitekt Martin Klauser aus Rorschach wurde mit der Ausarbeitung einer Richtofferte beauftragt.

Im Gebiet Knotteren/Rietli in Staad entsteht das Logistik-Center der Firma Galliker. Das Wasserleitungsnetz muss erweitert und verstärkt werden, damit die Wasserversorgung gewährleistet bleibt.

Aus der Gemeinde Die neue katholische Einheitskirchgemeinde Thal (Altenrhein, Buechen-Staad und Thal) feierte zu ihrer Gründung einen festlichen Gottesdienst in der Christkönigskirche Buechen-Staad. Zum Psalm „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern“ hatten Pater Josef Hegglin und Pfarreileiterin Annemarie Angele die Feier gestaltet. Die im Herbst gewählten Kirchenverwaltungsräte trugen die Fürbitten vor und legten sinnbildlich Bausteine einer alten Mauer vor dem Altar ab: „Mauern zwischen uns Menschen und zwischen uns und Gott gehören zum Leben. Sie erinnern, dass Beziehungen und Kontakte immer neu gepflegt und die trennenden Hindernisse erkannt und gemeinsam überwunden werden müssen.“ Beim anschliessenden Apéro berichtete der neue Kirchenverwaltungsratspräsident Felix Bischofberger über die Geschichte der drei Pfarreien Thal, Altenrhein und Buechen-Staad, welche die neue Einheitskirchgemeinde bilden.


Technisch interessierten Jugendlichen werden Praxislektionen als Freifach angeboten. Das Lernzentrum Heerbrugg bietet in Zusammenarbeit mit den Oberstufen Thal und Rebstein-Marbach mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht (MNU) an. Einerseits soll die Begeisterung der Schüler für die technischen Berufe geweckt werden, andererseits wird mit den praktischen Arbeiten ein Gegenpol zum rein schulischen Lernen gesetzt. Anschliessend an die verschiedenen Theorieblöcke folgen spannende Versuche und abschliessend dürfen die Kursteilnehmer ein eigenes, kleines elektronisches Projekt umsetzen.

Oberstufenschüler bauen einen elektronischen Würfel

Die People’s Viennaline Altenrhein fliegt die Strecke Altenrhein-Wien mit grossem Erfolg. Seit März letzten Jahres wurden mehr Passagiere befördert als mit der Konkurrenz AUA und InterSky zusammen. Die Auslastung beträgt knapp 50 Prozent. Das sei eine Entwicklung, die CEO Armin Unternährer nicht zu hoffen gewagt habe. 90% der People’s Passagiere seien Geschäftskunden, also zahlende Fluggäste. An der Rheintaler Sportlerwahl wurden drei erste Plätze an Thal verliehen. Der Sportler des Jahres 2011 heisst, wie schon 2009 und 2010, Mountainbiker Thomas Litscher. Erstmals siegreich bei den Sportlerinnen war die Moutainbikerin Jolanda Neff. Der Ehrenpreis ging an Sabine Dudler, technische Leiterin der Geräteriege Staad. Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für sportliche Leistungen und ein Förderpreis für junge Sportlerinnen und Sportler. Die Preise wurden von der Rheintal Verlag AG verliehen. Mit namhaften Beiträgen haben verschiedene Firmen des Rheintals die Sportlerwahl unterstützt.

Die Polizei erwischte einen Einbrecher, der an der Dorfstrasse Thal in ein Geschäft eingebrochen war. Dank einer Einbruch-Meldung wurde die Polizei informiert. Diese verfolgte den flüchtenden Täter durch Gärten und über Zäune und konnte den 26jährigen Rumänen stellen und verhaften. Ein 30jähriger Rumäne wurde rund drei Stunden später in Staad festgenommen. Er wurde verdächtigt, ebenfalls am Einbruch beteiligt gewesen zu sein. Im Laden hatte die Täterschaft mehrere Säcke vorbereitet, um Beute darin zu verstauen. Die Abklärungen werden zeigen, ob die Täter bereits im Herbst letzten Jahres zweimal in den Laden eingebrochen sind und Waren im Wert von Fr. 20'000.- gestohlen haben. Franziska Wagner aus Thal unterstützt die Entwicklungsarbeit des Pfarrehepaares Schippert in Haiti. Das grosse Erdbeben vor zwei Jahren machte die Hauptstadt Port-au-Prince dem Erdboden gleich. Acht junge Haitianerinnen, die alles verloren hatten, fanden Unterschlupf beim Pfarrehepaar aus Rorschach, das seit 10 Jahren in Haiti wohnt und dort eine Nähschule und ein Ausbildungszentrum für Fachlehrerinnen führte. Nach dem Erdbeben planten sie mit Spendengeldern aus der Schweiz ein Projekt zum Wiederaufbau zerstörter Häuser. Franziska Wagner, gelernte Krankenschwester, reiste im September für einige Monate nach Haiti, wo sie Frauen in Gesundheitsthemen unterrichtete. Franziska wird im Februar wieder nach Haiti zurückkehren und ist gewillt in die Fussstapfen der Schipperts zu treten, um irgendwann deren Arbeit weiterzuführen.

Ehepaar Schippert und Franziska Wagner


Neujahrsbegrüssung der Donnerstags-Gesellschaft am 6. Januar Die Präsidentin Eva Leuzinger begrüsste auch dieses Jahr wieder zahlreiche Vereinsmitglieder zur traditionellen Neujahrsbegrüssung. Nach der besinnlichen Einleitung von Pater Josef Hegglin, wurde um die schönen Preise der örtlichen Geschäfte gejasst.

163. Hauptversammlung der Donnerstags-Gesellschaft am 26. Januar Die Präsidentin Eva Leuzinger begrüsste im Altersheim Trüeterhof die zahlreich erschienen Vereinsmitglieder. Dann traten zwei junge Thaler Talente auf, die 11- jährig Fabienne Herzog, E-Piano und Gesang und die 15-jährige Livia Koller, Gitarre und Gesang. Anschliessend überraschte die Trüeterhof-Küche die Anwesenden mit einer hausgemachten Gulaschsuppe. Danach folgten die statuarischen Traktanden. Der Jahresbericht der Präsidentin wurde mit Bildern der durchgeführten Veranstaltungen illustriert. Ruth Steppacher wurde neu in den Vorstand gewählt und Bruno Günter wurde als langjähriges Vorstandsmitglied verabschiedet und seine Arbeit mit grossem Applaus verdankt. Vor dem Dessert präsentierten die Chronisten Daniel Tobler und Beatrice Steger die Chronik 2011, welche auch im Internet eingesehen werden kann. Ein feines Dessertbuffet rundete die Versammlung ab.


Februar

Kath. Pfarrhaus


Wetter

Die Gemeinde Thal bewilligte der Bibliothek und Ludothek in Rheineck für den Umzug in die „Alte Krone“ eine finanzielle Unterstützung. Die Gemeinde Thal verfügt selber über kein derartiges Angebot. Doch wird die Bibliothek und Ludothek regelmässig auch von Einzelpersonen aus der Gemeinde Thal besucht.

Aus der Gemeinde

Der Februar war trocken und kalt. Die Kältewelle aus Sibirien machte sich auch in der Ostschweiz bemerkbar. Sie brachte anfangs Februar einen strengen Nachwinter mit Schneefall. Strassen und Trottoirs mussten geräumt und eisfrei gemacht werden. Darauf folgte eine eiskalte Bise mit sibirischer Kälte. Die Temperaturen sanken bis unter -17 Grad. Die Höchstwerte lagen zwischen -6 und -10 Grad. Es gab 27 Frosttage (Minimum Null Grad), sowie 14 Eistage (ganztags unter Null Grad). Der Monat war mit vier Niederschlagstagen eher niederschlagsarm. Während 25 Tagen lag eine Schneedecke über der Landschaft. Die Sonnenscheindauer stand mit 74 Stunden deutlich über dem langjährigen Mittel.

Die Kälte wurde für die Wasservögel am Bodensee immer bedrohlicher. Sie fanden kaum mehr Nahrung. Die Brachvögel, in einem Schwarm von 100 Exemplaren, waren abgezogen. Die Flachwasserzonen waren von einer Eisschicht bedeckt und die Wiesen so tief gefroren, sodass die Vögel nicht mehr nach Futter stochern konnten. Besser erging es den Möwen, Enten, Blesshühnern und Schwänen, die von Vogelfreunden mit Brot gefüttert wurden.

Aus dem Gemeinderat Die Umweltkommission des Gemeinderates beschloss die Durchführung einer Baumaktion. Die Hochstämme in der Gemeinde sind in den letzten Jahren durch verschiedenste Einflüsse, insbesondere durch Feuerbrand, massiv dezimiert worden. Mit der Aktion will die Gemeinde einen Beitrag an die Landwirtschaft leisten und je 40 Franken an Hochstämme zahlen, die je etwa 100 Franken kosten. So soll erreicht werden, dass die Hochstammbäume weiterhin das Landschaftsbild von Thal prägen werden. Der Gemeinderat senkt den Einbürgerungstarif vom Jahre 2006 für Schweizer Familien oder Einzelpersonen, welche das Bürgerrecht der Gemeinde Thal erwerben möchten. Der Tarif wurde auf das Niveau vergleichbarer Gemeinden gesenkt. Bei der Gesamtsanierung des Schulhauses Bild wies die Bauabrechnung einen Minderaufwand von Fr. 105'819.45 aus. Die Aufwendungen betrugen Fr. 1'984'180.55. Somit konnte die bewilligte Summe von Fr. 2'090'000.- deutlich unterschritten werden.

Die Nistkasten-Gebiete in der Gemeinde wurden durch den Ornithologischen Verein gepflegt und gereinigt. Der Bestand von Nistkästen ist auf 245 angewachsen. Die Gebiete umfassen ARA Ost mit Bisenwäldli, Galgenweg, Steinlibach und entlang dem Strandweg bis zur Holzbrücke Gaissau. Dazu gehören auch die Gebiete am PappelwegFuchsloch, Studenbüchel und Buechsee mit Grubenweiher, das Gebiet Steiniger Tisch, Dorf Thal und am alten Rhein von ARA Nord bis Marina und zum neuen Damm.


Die Gruppe „Insieme Rorschach“ gestaltete in Thal und Rheineck einen Gottesdienst zum Thema: „Mensch i mag di, i ha di gärn, so wie du bisch“. Insieme ist ein Verein zugunsten geistig behinderter Menschen. Mit ihrer eigenen Hausband und ihren Texten machte die Gruppe deutlich, dass alle Menschen in unserer Kirche Platz haben sollen.

Beim Parkplatz vor dem Thaler Rathaus stürzte eine Rosskastanie auf zwei parkierte Autos. Den Baum hatte lediglich eine Zentimeter dicke Rinde aufrecht gehalten. Ein Fachmann stellte fest, dass auch die andern sieben Kastanien von innen her abgestorben seien. Deshalb mussten die Bäume gefällt werden. Bereits im Frühjahr sollen neue, junge Kastanienbäume gepflanzt werden. „Diese Bäume gehören einfach zum Thaler Ortsbild“, meinte der Gemeinderat.

Am Funkensonntag wurde auf dem Areal der Sefar mit einem grossen Funken der Winter vertrieben. Dazu dienten die gesammelten, ausgetrockneten Christbäume aus der Gemeinde Thal

Die Union der Christlichsozialen lud den Journalisten Hanspeter Trütsch zum Kamingespräch in den Burgkeller der Marienburg ein. Der Gastredner ist Teamleiter der Bundeshausredaktion vom Schweizer Fernsehen. Er vermochte die Zuhörer mit seinem Humor und Wissen zu fesseln und gewährte interessante Einblicke ins Bundeshaus und in die Medienarbeit. Die Thaler Klicken nahmen am Fasnachtsfreitag kein Blatt vor den Mund. Sie berichteten mit scharfer Zunge über alles was ihnen zu Ohren gekommen war. Der Staader Staranwalt Stephan Mullis wurde von seiner Katze misshandelt, was mit einem gebrochenen Finger endete. In der neuen Werbebroschüre erschien eine falsche Telefonnummer der Gemeindeverwaltung und der „Ochsen“Wirt Hansi Schober habe Unkrautvertilger statt Rasendünger gestreut. Haupthema war die Fliegerbombe, die Gaffer aus der ganzen Schweiz anlockte und die sich schlussendlich als Attrappe entpuppte.

Im Altersheim Trüeterhof wurde am Fasnachtsmontag mit den Bewohnern und Nachbarn Fasnacht gefeiert. Der Saal war bunt geschmückt, das Personal und viele Bewohner hatten sich fasnächtlich verkleidet. Das Seniorensextett und eine Frauengruppe sorgten für stimmungsvolle Musik und unterhaltenden Gesang. Dann verwöhnte die Küche das Publikum mit Kaffee und einer Auswahl von Fasnachtsgebäck.


M채rz Wurzelpub (Gasthaus Anker)


Wetter Der März war seit 60 Jahren am sonnigsten ausgefallen. Die höchste Temperatur wurde am 16. März mit 21 Grad gemessen. Die tiefste Temperatur betrug am 10. März minus 3 Grad. Es wurden nur neun Frosttage verzeichnet (Minimum Null Grad). Die häufige Bise führte trockene Luft heran. An vier Tagen regnete es. Die Niederschlagsmenge ergab nur 21 Millimeter. Die Sonne erreichte mit 218 Stunden das Doppelte der Norm.

Aus dem Gemeinderat

Der Thaler Gemeinderat beantragt bei der Verkehrspolizei eine permanente Radaranlage an der Hauptstrasse in Staad. In den vergangnen zwei Jahren ereigneten sich im Bereich der „Rösslikurve“ fünf schwere Unfälle infolge übersetzter Geschwindigkeit von Fahrzeugen. Ein Unfall endete für einen Verkehrsteilnehmer tödlich. An der Bürgerversammlung genehmigten die Stimmberechtigten die Jahresrechnung 2011 sowie die Budgets 2012 sämtlicher Verwaltungszweige. Auch der Beitritt zum Zweckverband Kindes- und Erwachsenenschutz Region Rorschach, erfolgte einstimmig. Die Verwaltung wird nun den Übergang des Vormundschaftswesens per 1. Januar 2013 in die Wege leiten.

Bei den Kantonsratswahlen erreichte Felix Bischofberger im Wahlkreis Rorschach am meisten Stimmen und Gemeindepräsident Robert Raths wurde neu mit einem Glanzresultat in den Kantonsrat gewählt. Robert Raths kennt die Region bestens und wird diese im Kantonsrat mit viel Sachkompetenz vertreten. Bei der Gemeindeabstimmung genehmigten die Stimmbürger die Sanierung und Neugestaltung der Dorfstrasse Altenrhein. Mit 1300 Ja und 577 wurde der Kredit von 970’000 Franken genehmigt. Die Bauarbeiten werden vom Dorfzentrum auf Höhe Flughafenstrasse bis zur Abzweigung Ifang erfolgen. Ziel ist die Aufwertung der Dorfstrasse mit einer Verkehrsberuhigung zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Auf den Thaler Wanderwegen waren die freiwilligen „Wander-Weg-Wölfe“ bei der Wegmacherarbeit anzutreffen. 20 Pensionierte aus Thal haben sich auf die Initiative von Max Tanner für diese Arbeit zur Verfügung gestellt. Da die Pflege der Wege von den Grundeigentümern oft vernachlässigt wird, möchte die Arbeitsgruppe für Schulkinder, Familien (mit Kinderwagen), Betagte und Touristen schöne Wege schaffen. Dazu wird das FreiwilligenTeam vom Bauamt mit Werkzeug, Transportmittel, Maschinen und Material unterstützt. Ein Lohn für die Arbeit ist nicht versprochen, doch wird eine finanzielle Unterstützung geschätzt.

Aus der Gemeinde Der Vogelschutz hat den Zaunkönig zum Vogel des Jahres ernannt. Sein Gesang ist fast so laut wie ein Presslufthammer. Der Vogel soll Botschafter sein für einen artenreichen Wald mit viel Totholz und Unterwuchs. Die Zaunkönige brauchen für den Nestbau Unterschlupf und Deckung. Dazu dienen ihnen liegendes Totholz und Asthaufen in unterholzreichen Wäldern. Auch Nahrung finden die Vögel dort, von Spinnen, Motten, Weberknechten bis zu Fliegen und anderen Insekten.

An der Evangelischen Kirchgemeindeversammlung trat Roland Grossenbacher nach 10-jähriger Amtszeit als Kirchenpräsident zurück. Melanie Tobler Dudler wurde mit grossem Applaus zur Nachfolgerin gewählt und Klaus Steinmetz wurde als neuer Synodaler Pfarrer geehrt.


Im Gallus-Jahr wurde zur „Wanderung auf den Spuren des Heiligen Gallus“ von Berneck nach Thal eingeladen. Der Weg führte über das Kloster Grimmenstein zum sagenumwobenen Gallenbrunnen zwischen St.Margrethen und Rheineck und schliesslich nach Thal. Dort wurde eine der ersten Kirchen des Unterrheintales errichtet. Berneck und Thal sind Weinbaudörfer. Man kann davon ausgehen, dass die Mönche vom Kloster St.Gallen den Rebbau vor 1000 Jahren ins Rheintal gebracht haben. Die Wanderer erhielten Einblicke in verschiedene Landschaften und Ausblicke ins Rheintal und zum Bodensee. Zudem wurden auch kunsthistorische Bezüge zu Gallus-Darstellungen verschiedenster Art vermittelt.

Galluswanderer bei Schlössli Klingelburg in der Kruft

Das Dorftheater Staad landete einen Volltreffer mit der Komödie „Au das no“. Das Stück wurde unter der bewährten Regie von Hanni Wohnlich im „Ochsen“ Saal aufgeführt. Im turbulenten Schwank landet ein betrügerischer Immobilienverkäufer in einem Hotel, wo die Zimmer umständehalber doppelt vermietet werden. Das führt zu Verwechslungen, welche die Beteiligten arg in Bedrängnis treiben. Das Chaos ist perfekt und das Personal braucht viel Einfallsreichtum, um die Lage in den Griff zu bekommen. Das Stück überzeugte mit Tempo und Wortwitz. Und die gute Besetzung der Schauspielrollen sorgte für Lacher im Minutentakt.

Die Vorstandsfrauen vom Verein Ferienpass Am Alten Rhein durften den kantonalen Prix Benevol in der Kategorie Dorfgemeinschaft entgegennehmen. Mit viel Herzblut und Professionalität stellte sich das Team der Aufgabe, jährlich ein attraktives und vielfältiges Kursprogramm zu gestalten, um Kindern Wünsche zu erfüllen und neue Erfahrungen zu ermöglichen. Dazu wurden 160 Kurse angeboten. Sämtliche beteiligten Personen arbeiteten ehrenamtlich. Deshalb konnten die Kurskosten für die 400 teilnehmenden Kinder sehr tief gehalten werden. Der Männerchor Thal bereicherte den Alltag der Heimbewohner der drei Altersheime mit Gesang. Die vorgetragenen Lieder, die in der Jugendzeit gerne gesungen wurden, animierten zum Mitsingen. Dabei zeigte sich in den Gesichtern der Zuhörer und Zuhörerinnen grosse Zufriedenheit und Freude. Der Heimbesuch begann im Altersheim Hächleren, wurde im Pflegewohnheim Kruft fortgesetzt und endete im Trüeterhof Thal.

Erstmals seit 29 Jahren gewannen Schweizer Curlerinnen WM-Gold. Das Team von Skip Mirjam Ott schlug im Final in Kanada die Schwedinnen mit 7:6. Die vier Athletinnen wirkten als Einheit und wagten auch höchstes taktisches Raffinement. Matchentscheidend blieb letztlich, dass Ott als Skip zu 90 Prozent die beabsichtigten Steine gelangen. Der Sieg war das Resultat optimaler Zusammenarbeit aller Beteiligten.


„LIFTING“, das musikalisch-clowneske 2 Frau-Theater Tulpirella am 17. März im Kath. Pfarreiheim Auf Einladung der Donnerstags-Gesellschaft traten Angelika Binz und Sonja Plüss mit ihrem neuen Programm „Lifting“ im Pfarreiheim Thal auf. Die zwei Frauen trafen sich wie jeden Samstagabend in der Waschküche und liessen ihrer Wäsche und ihrer Phantasie freien Lauf. Da wurde über die Nachbarn getratscht und genüsslich eine Auslegeordnung über alle Gerüchte, Vermutungen und Skandale erstellt. Es wurde gesungen und gestritten, geträumt und gelitten. Die Künstlerinnen boten einen bunten Mix mit Musik, Wortspielereien, Gesang, Spass, Tanz und Reim. Am Ende der unterhaltenden Clowneske dankte das Publikum den zwei Frauen mit einem grossen Applaus. Anschliessend offerierte die Donnerstags-Gesellschaft einen Apéro.


April ehem. Gasthaus Kreuz


Die Bürgerschaft hat dem Beitritt zum Zweckverband „Kindes- und Erwachsenenschutz KES der Region zugestimmt. Als Delegierte sind die Ratsmitglieder Röbi Raths, Regula Laux-End sowie Heinz Herzog und ein Mitglied der GPK in die Kontrollstelle vorgeschlagen. Die Wasserleitungen an der Hegistrasse müssen ersetzt werden. Für die Tiefbau- und Leitungsverlegungsarbeiten wurden an die Firma Lämmli Haustechnik Thal vergeben.

Wetter Der April war wolkenreich, sonnenarm und mit Föhn etwas zu warm. Die Niederschläge fielen im ersten Drittel des Monates und betrugen 48 Liter pro Quadratmeter, was dem langjährigen Mittel entsprach. Nach den Ostertagen folgten sonnige und warme Tage. Ende Monat brachte ein Föhnsturm einen Wärmeeinbruch. Die höchste Temperatur wurde am 28. April mit 28 Grad gemessen. Die höchste Windspitze betrug am 29. April 71 Kilometer pro Stunde. Die durchschnittliche Apriltemperatur mit 9,1 Grad war für die Jahreszeit zu warm. Am Bodensee betrug die Sonnenscheindauer 151 Stunden, was 110 Prozent des langjährigen Mittels entspricht. Die Frostgefahr am Thaler Buechberg war infolge der Verdunstungswärme des Bodensees gering. Dieser gewaltige warme Wasserspeicher bringt im Herbst zwar den Nebel, im Winter dafür einige Grad Wärme über dem Landesmittel. So wurde die Gefahr eines Winterfrostes etwas gebannt.

Aus dem Gemeinderat Der Gemeinderat hat drei grössere Bauvorhaben beim Kanton St. Gallen angemeldet, welche in das Strassenbauprogramm aufgenommen werden sollen. a) Die Aufhebung der Bauübergänge Buechenstrasse und Thalerstrasse mittels neuer Bahnunterführung. b) Die Korrektion der Hauptstrasse in Staad im Bereich des Hotel-Restaurants „Weisses Rössli“. c) Die Neugestaltung des Dorfplatzes im Zentrum von Thal und d) Die Realisierung eines Rad-/Gehweges entlang der neuen Kantonsstrasse in Altenrhein. In den Ortsgemeinden Staad und Altenrhein wurden die Abwasserkanäle mittels Kanalfernsehen inspiziert. Abschnitte an folgenden Strassen müssen saniert werden: Wilenstrasse, Mülgass, Neuhofstrasse, Risegg, Steigstrassse, Bärlochenstrasse und Sportplatz Bützel in Staad.

Die Löwenbrücke erfüllt die Tragfähigkeit für die Nutzlast von 16 Tonnen nicht mehr. Die Nutzlast wurde deshalb auf 12 Tonnen reduziert. In einem weiteren Schritt muss die Brücke saniert werden. Dazu wurde ein Projektierungsauftrag vergeben.

Aus der Gemeinde Steyler Pater Josef Hegglin feierte sein goldenes Priesterjubiläum in der Kirche Buechen. Er war langjähriger Präsident der Donnerstagsgesellschaft. Die Spielplätze in Thal sind bei Eltern und Kindern sehr gefragt. Der Spielplatz beim Schulhaus Feld ist ein sehr schöner Naturspielplatz der zum Klettern und Rutschen einlädt. Sehr gefragt sind auch die Seilbahn und die Wasserspiele. Zudem ist die Anlage gut unterhalten. Auch der neue Spielplatz im Feldmoos ist beliebt. Kritisiert wird einzig der Abfall, der oft herumliegt, weil sich dort auch Jugendliche treffen.


Standplätze für Fahrende sind rar. Wiederholt standen zehn weisse Wohnwagen hinter der stillgelegten Discothek Arena. Eine Gruppe französischer Romas hatte sich hier niedergelassen. Gemeindepräsident Robert Raths liess die Gruppe bereits eine Woche zuvor polizeilich wegweisen. Da sie aber keinen neuen Standplatz fand, kehrte sie zurück. Gegen eine Kaution von Fr. 1000 erlaubte Robert Raths den Fahrenden für zehn Tage zu campieren bis der Durchgangsplatz in Bellinzona die Saison eröffnete. Gegen das Projekt im Fuchsloch, ein Standplatz für 10 bis 15 Wohnwagen zu erstellen, sind immer noch Einsprachen hängig. Familie Messmer öffnet die Stalltür. In der ganzen Schweiz öffnen rund 270 Bauern an Samstagen der Bevölkerung ihre Stalltüren. Dabei kann die Produktion von Fleisch, Milch und anderen Nahrungsmitteln hautnah erlebt werden. Im Rosentürmli kann jederzeit ein Blick in den Stall geworfen werden und Ferien auf dem Bauernhof sind sehr beliebt. Im Hofladen können unter anderem Marmelade, Sirup, Eier oder Wein gekauft werden. Der Hof wird auch regelmässig von Schulklassen besucht. Nebst einem theoretischen Teil dürfen die Kinder Hühner einfangen, Eier einsammlen oder Tiere streicheln.

Der Auftakt zum Ostschweizer Bikecup fand in Thal statt. Erstmals organisierte der RV Altenrhein das Rennen. Es starteten 350 professionelle Fahrer in verschiedenen Altersklassen. Auf einer Runde mussten 250 Höhenmeter bewältigt werden. Etliche Biker aus Thal erkämpften vordere Ränge. Herren1, 1. Thomas Litscher; Damen1, 1. JolandaNeff, 2. Karen Hanlen; Herren3, 1. Markus Neff; U19, 4. Lukas Neff; U19 weiblich, 2. Eliane Müggler; U17 männlich, 3. Remo Müggler, U17 weiblich, 3. Cristina Hensel; U15 männlich, 2. Elias Wagner, U15 weiblich, 3. Lea Wüst; U11 männlich, 1. Andrin Dudler , 3. Marco Tasinato, 4. Colin Cotti.

Ein Kleinflugzeug stürzte bei Altenrhein in den Bodensee. Die Maschine war in Altenrhein mit dem Ziel Bressaucourt im Jura gestartet. Kurz nach dem Start verlor das Flugzeug an Leistung. Der Pilot leitete eine Notwasserung ein. Dabei wurde ein Flügel abgerissen und der Propeller war beschädigt. Der Pilot und sein Passagier schafften den Ausstieg aus der Kabine und konnten sich an einem Flügel festklammern. Ein Vater und seine Tochter waren in einem Boot in der Nähe und konnten den Unfall beobachten. Es gelang es dem Paar die Verunfallten zu bergen, in ihr Boot aufzunehmen und dann dem Rettungsdienst zu übergeben. Im Hafen von Staad stand zur Bergung des Flugzeuges ein Grossaufgebot an Rettungskräften bereit. Aufgeboten waren die Polizei, der Seerettungsdienst, die Feuerwehr, Polizeitaucher und andere Spezialisten. Schülerinnen des OZ Thal wurden KantonalSieger in der polysportiven Stafette. Rund 300 Oberstufen Schüler und Schülerinnen massen sich in Balgach in den Disziplinen: 8 km Biken, 4.km Laufen, 8 km Skaten, 400 M Schwimmen und 2,5 km Biathlon mit Laufen, Schiessen, Laufen. Es wurde in 5er Mädchen- und 5er Knabengruppen gekämpft Die Siegergruppe aus Thal mit Anja Hanselmann, Cristine Hensel, Jasmin Hanselmann, Jasmin Wüst und Nadine Schläpfer kann nun an der Schweizermeisterschaft in Zürich teilnehmen. Den Sieg bei den Knaben schaffte die Oberstufe Widnau.


In Altenrhein wurden 6, in Buechen-Staad 15 und in Thal 26 Buben und Mädchen in die Eucharistiegemeinschaft aufgenommen. Pater Josef Hegglin feierte in Altenrhein und in Buechen-Staad zusammen mit Annemarie Angele die Erstkommunion. In Thal hielt Pater Walter Strassmann mit den Angehörigen den Festgottesdienst. Die musikalische Umrahmung gestaltete in Altenrhein die Musikgesellschaft Altenrhein. In Buechen begleitete Priska Stieger am E-Piano den Gesang der Kinder und in Thal sang ein Elternchor, welcher mit dem Trompetenduo Vater Markus Grab und Sohn Luca unterstützt wurde.


Thal wächst und wächst Krane, Baugruben, im Entstehen begriffene Ein- und Mehrfamilienhäuser, Bauvisiere und Erschliessungsstrassen: So präsentiert sich die innere Rhode von Thal. Gegenwärtig befinden sich sieben Baustellen auf engerem Raum. Die Bauarbeiten für die Trottoirs auf Appenzeller Boden an der Staatsstrasse (vom Hof Lutzenberg bis zur Kantonsgrenze bei der Garage Jankovics) haben begonnen. Sie werden auf Thaler Boden bis zum Restaurant Anker fortgesetzt. Gleich nebenan, auf dem Herrenacker, an einer Lage mit prächtiger Aussicht, wird die Erschliessungsstrasse gebaut. Dort entstehen im Herbst Ein- und Mehrfamilienhäuser. In der Kruft werden derzeit auf zwei Baustellen drei Mehrfamilienhäuser und vier Einfamilienhäuser gebaut. Am Dorfplatz Hengeten stehen Bauvisiere. Ein altes, baufälliges Haus an der Tobelmülistrasse soll durch ein Mehrfamilienhaus ersetzt werden. Baueinsprachen sind hängig. Das Bauprojekt hat eine wesentliche Veränderung des Dorfplatzbildes zur Folge. Sofern auch das angrenzende evangelische Kirchgemeindehaus und das Pfarrhaus in die Ortsbildveränderung einbezogen werden, lässt sich eine Verbesserung des Ortsbildes erzielen, und die Verkehrs- und Parkierungsmöglichkeiten würden geregelt. In den Hächleren, auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei Rutishauser, wird ebenfalls eine Erschliessungsstrasse erstellt. Es gibt weitere Neubauwohnungen an ruhiger, zentraler Lage. In der Steinstege ist gegenwärtig ein weiterer Neubau im Entstehen. Thal wächst und wächst.

(Hans Müller)


Mai Gasthaus zum Sch채fli


Wetter Der Mai war trocken und sonnig. Die Durchschnittstemperatur betrug 14,2 Grad. Das sind 2,4 Grad zu warm. Die tiefste Temperatur betrug 0,5 Grad, die höchste 29,5 Grad. Die Niederschläge fielen gleichmässig über den Monat verteilt und ergaben nur 85 Millimeter. An fünf Tagen wurden Gewitter verzeichnet. Mit 233 Sonnenstunden wurden 140 Prozent des langjährigen Mittels erreicht. Die vorherrschende Windrichtung kam aus Nordost.

Am Nagelstein hat die Gemeinde einen Rastplatz realisiert. Ein Bänkli lädt den Wanderer zum Verweilen ein und der neu gesetzte Baum spendet Schatten. Die Aussicht ins Appenzeller Vorderland ist einmalig schön. Zudem plätschert ein Brunnen der Firma Pfister Stahlbau. Abgerundet wird der Aussichtsplatz mit einer schönen Sandsteinmauer.

Aus dem Gemeinderat In der Gemeinderatskanzlei hat Marco Forrer die Nachfolge von Edina Avdic angetreten. Er hat im Rathaus Thal von 2007 bis 2010 die Verwaltungslehre absolviert. Der Terminal-Server in der Gemeindeverwaltung wurde erneuert. Die Speicherkapazität war ausgeschöpft. Eine Ablösung der EDV war somit unumgänglich. Die Bürgerschaft hat der Erneuerung im Rahmen des Budgets 2012 zugestimmt.

Aus der Gemeinde Zum dritten Mal fand in Thal der Tag der offenen Weinkeller statt. Gleichzeitig fanden in verschiedenen Restaurants die „Kulinarischen Rheintaler Wochen“ statt. Die teilnehmenden Winzer LutzWeinbau aus Wienacht-Tobel, Weinbau Christoph Rutishauser, Ochsentorkel AG und Weinbau Willi Tobler aus Thal, gaben Einblick in ihre Weinkeller.

Das „alte Schulhaus“ an der Dorfstrasse wurde umgebaut. Die Bauherrschaft liess die Fensterläden entfernen und beantragte, die Dachlandschaft zu verändern. Die Denkmalpflege sprach sich gegen diese Veränderungen aus. Deshalb verfügte der Gemeinderat zugunsten des Ortsbildes, dass die Fensterläden wieder montiert werden müssen.


Der 44 jährige Ernst Bromeis war an der Rheinquelle gestartet zum Durchschwimmen des Rheinlaufes bis zur Mündung in die Nordsee. Auf der Etappe von Altenrhein bis Romanshorn hatte er mit dem kalten Wasser und Hagelschlag zu kämpfen. Er war unterkühlt und wurde von Wadenkrämpfen geplagt. Im Bad Horn konnte sich der Schwimmer von den Strapazen wieder erholen. Nach 400 von den insgesamt 1230 km musste er aber infolge der zu grossen Strapazen das Projekt abbrechen. Die Belegschaft der Zimmerei Fischer

Das über 100jährige Bestehen der Thaler Zimmerei Fischer wurde gefeiert. Am Tag der offenen Türe besuchten am Samstag und Sonntag jeweils ca. 250 Leute die Tage der offenen Türe und gewannen Einblick in den Betrieb. Thomas Fischer leitet den Betrieb seit 30 Jahren in der dritten Generation. Gegründet wurde die Firma 1911 durch Anton Dudler. Schon Grossvater Thomas Fischer hatte seine Lehrzeit in der Firma absolviert. 1946 übernahm Sohn Ernst Fischer den Betrieb. Seit 1988 ist die Zimmerei eine Familien AG. 1994 wurden die alten Betriebsgebäude durch einen Neubau ersetzt. Der moderne Betrieb hat heute acht Mitarbeiter und ist hauptsächlich in der Region Thal tätig.

Die von Edwin Geiger gegründete und geleitete Orga-Soft AG in Thal wurde nach 25 Jahren an Emanuel Geiger und Christian Willi übergeben. Den beiden stehen ein fünfköpfiges Team sowie eine Lehrtochter zur Seite. Mit der neuen Übernahme wurde der Firmenname geändert. Neu heisst das Unternehmen G&W Treuhand AG. Als Edwin Geiger die Orga-Soft AG gründete lag die Kernkompetenz der Firma in der Erstellung von InformatikKonzepten und Computer-Lösungen. Heute konzentriert sich die G&W Treuhand AG auf Finanz- und Rechnungsfragen.

Edwin Geiger übergibt die Orga Soft AG in jüngere Hände

Die Staader Geräteturnerinnen turnten an der Mini Meisterschaft erfolgreich. Sie holten einmal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze und brachten viele der kuscheligen Auszeichnungen zurück an den Bodensee.

Der indonesische Chor Mia Patria gastierte in der Marienburg in Thal. Mia Patria ist ein Kulturprojekt. Sein Ziel ist die Begegnung mit Europa. Die 33-köpfige Gruppe sang und tanzte quer durch die Vielfalt des 17 000 Inseln umfassenden Landes und konnte die vielen Zuhörer begeistern.


Das Jubiläum wurde mit einem grossen Fest gefeiert.

Yolande und Rudolf Schmid feierten 25 Jahre Holzbau Schmid AG. 1986 hatte Rudolf Schmid den Betrieb von Alfred Wettstein in Pacht übernommen. Der Standort am Buechstig schaut auf eine über hundertjährige Tradition zurück. 1903 baute Zimmermeister Johann Lutz eine Werkstatt. Diese wurde später mit einer Sägebahn erweitert. 1908 wurde ein Wasserrecht am Gstaldenbach erwirkt. Das Wasser wurde zum Antrieb einer Turbine verwendet. 1945 kaufte Alfred Wettstein den Betrieb. 1950 wurde eine Mitarbeiterzahl von zwölf Mann erreicht. Nach 16 Jahren Pacht konnten Rudolf und Yolande 2003 die Liegenschaften kaufen. 2006 wurde die Einzelfirma nach einem Aus- und Umbau in die Aktiengesellschaft Schmid Holzbau umgewandelt.

„Fit für die Zukunft, fit fürs Leben“. Unter diesem Motto fanden im Oberstufenzentrum Thal die Sondertage statt. Die ersten Klassen lernten auf Velos oder mit Inline-Skates die Gemeinde Thal kennen. Die zweiten Klasen erhielten Einblicke in die Arbeitswelt bei Firmen in der Region wie Starrag, Stadler, Sefar oder im Pflegewohnheim. Nebst persönlichen Gesprächen wurden Bewerbungs- und Vorstellungsgespräche geübt. Daneben sorgten Kurse wie Selbstverteidigung, Stilberatung oder Gastronomie-Knigge für Abwechslung. Den dritten Klassen wurden unter dem Motto „Kultur live“ Ideen zur Freizeitgestaltung vermittelt in Begegnungen mit Künstlern und dem Besuch des Kunstmuseums. Der Kurs „Recht und Ordnung“ führte in eine Gerichtsverhandlung. Und eine Gruppe kocht nach alten Rezepten der Schweiz. Den Abschluss der Sonderwoche bildete der Maibummel der 250 Schülerinnen und Schüler und Lehrpersonen.

Schüler und Schülerinnen vom OZ gestalten eigene Kunstwerke.

Jolanda Neff schaffte ihren ersten U23 Weltcupsieg überlegen. Die 19-jährige Thalerin bestritt im tschechischen Nove nach einer langwierigen Krankheit einen überlegenen Sieg gegen ihre starken Konkurrentinnen.

Die Steyler Missionare sind weltweit in 59 Provinzen aufgeteilt. Erstmals besuchte der philippinische Generalobere der Steyler Missionare die Patres in der Marienburg. Er unterstützte diese im schweren Entscheid, die Marienburg aufzugeben. Nach einem allfälligen Verkauf der Marienburg seien neue Aufgaben für die Patres wichtig. Dazu gehören die seelsorgliche Mitarbeit in den Pfarreien und die Präsenz bei den Mitmenschen. Die grösste Herausforderung der nächsten Jahre sei aber die Förderung einer „Multikulti-Kirche“. Das ist die Einheit in der Vielfalt. Jeder sollte in seiner eigenen Kultur verwurzelt sein, sich aber dem interkulturellen Dialog mit andern Gemeinschaften öffnen.


Rundgang Zwirnerei C. Beerli, Thal am 4. Mai Die Donnerstagsgesellschaft Thal lud die Bevölkerung zu einer Besichtigung der geschichtsträchtigen Zwirnerei C. Beerli ein. Der Geschäftsführer und Inhaber Urs Isler informierte die grosse Schar interessierter Besucher und Besucherinnen über den Betrieb. Am Standort der heutigen Firma wurde 1699 am Steinlibach die untere Buechstigmühle gebaut, welche aber 1800 einem Brand zum Opfer fiel. 1813 wurde an deren Stelle eine Seidenzwirnerei mit Färberei gebaut. Ab 1886 war die Familie Beerli Besitzerin der Firma. Vor ca. 20 Jahren übernahm der heutige Geschäftsführer Hans Isler das Unternehmen und führte dieses erfolgreich durch die Krisenzeiten. Heute wird im Thaler Betrieb nur noch gezwirnt, die Färberei wurde ins Ausland vergeben. Die gute Qualität des Stickgarns ist heute weltweit bekannt.


Juni

Haus Hรถchner


Wetter Der Juni war warm, nass und sonnig. Es wurden neun Sommertage mit 25 und mehr Grad gemessen. Die höchste Temperatur betrug 32 Grad. Das schwüle Klima brachte viele und intensive Niederschläge. Die gemessene Menge von 200 Millimetern ergaben 150 Prozent und die Sonnenscheindauer mit 210 Stunden 120% des langjährigen Durchschnittes.

Aus dem Gemeinderat Die Laufbahn beim Sportplatz Oberfeld wurde in Zusammenarbeit mit dem Turnverein saniert. Die Bahn wird von Sportlern, Schülern und Kindern rege benützt und war in schlechtem Zustand. Die Bruttokosten belaufen sich auf 130'000.- Franken. Der Sport-Toto-Fond beteiligte sich mit einem Beitrag an den Sanierungskosten.

Herr Felix Ammann hat sein Amt als Friedhofgärtner abgegeben. Währen 47 Jahren war er für die Pflege und den Unterhalt der Friedhofanlage zuständig. Er hat diese Aufgabe mit grossem Engagement und Pflichtbewusstsein ausgeführt. Der Friedhof war stets sehr gepflegt und wurde als Ort der Stille, der Ruhe und der Würde sehr geschätzt. Edwin Frehner, Gärtnerei Alder, Staad, übernimmt nun das Amt des Friedhofgärtners. Felix Ammann wird für den Unterhalt der Gräber zuständig sein.

Die Thaler Bevölkerung bereitete Felix Bischofberger als höchstem St.Galler in Altenrhein einen herzlichen Empfang. Als dieser mit Aktentasche aus dem Sonderbus stieg empfing ihn die Musikgesellschaft Altenrhein mit dem St.Gallermarsch. Die Altenrheiner und viele Gäste winkten und gratulierten ihrem Felix. Am Umzug zogen die Schulkinder von Altenrhein ein Fischerboot in welchem Felix und Vreni Bischofberger Platz genommen hatten. Dann folgten viele Delegationen der Vereine mit ihrer Fahne, die festlich gekleideten Kantons- und Parlamentsmitglieder, dann Hundeführer mit ihren Hunden. Schliesslich schloss sich das Fussvolk dem festlichen Zug an. Auf dem Schulplatz der Schule Altenrhein erfreuten die Schulkinder mit zwei Liedern, dann liessen sie für Felix Bischofberger je einen Ballon mit guten Wünschen steigen. In ihren Reden freuten sich Gemeindepräsident und Kantonsrat Robert Raths über die Sympathie und Verbundenheit gegenüber dem Geehrten. Gemeindepräsident Thomas Würth von Goldach und Präsident der Ortspartei, Werner Reifler, gratulierten und betonten das Engagement und die Bürgernähe des neugewählten Kantonsratspräsidenten.

Aus der Gemeinde Der „Steinig Tisch“ ist mehr als einen Ausflug wert. Mit diesen Worten lobt Roger Berhalter im Tagblatt das Gasthaus, seine Bedienung, die liebevoll angerichteten Speisen und vor allem die schöne Lage mit herrlicher Aussicht. Das neue Wirtepaar Tanja und Marco Blumer bietet gutbürgerliche Gerichte an. Das ansprechende Angebot richtet sich vor allem an Ausflügler, wie Wanderer, Biker und Familien. Die Aussicht macht sprachlos. Der Blick schweift übers Rheintal bis nach Vorarlberg. Auf der andern Seite taucht die Abendsonne den Bodensee in rotes Licht und unter der steilen Felswand wachsen die Reben. Blumers führen Tropfen von allen Weinbauern in ihrem Angebot.

Begrüssung von Felix und Vreni Bischofberger in Altenrhein

Die Neuzuzügerbegrüssung fand im Hangar C5 statt. Unter dem Motto der Gewerbeschau „Vielfalt entdecken“ ritt der Gemeindepräsident Robert Raths zum Erstaunen der geladenen Gäste als Beduine verkleidet auf einem Kamel daher. Damit wurde bestimmt grosses Aufsehen erregt.


Der Gewerbeverein Thal-Staad-Altenrhein organisierte eine Gewerbeschau. Erstmals präsentierten sich 100 Aussteller im Hangar C5 auf dem Flughafen Altenrhein. Gemeindepräsident Robert Raths betonte, es sei wichtig, die Mannigfaltigkeit des einheimischen Gewerbes zu stützen. Dazu brauche es sowohl die Anstrengung des Gewerbes wie des Konsumenten. Er wünschte dazu Mut zum Wettbewerb und Bereitschaft für das Risiko. Die Ausstellung wurde mit grossem Interesse von der Bevölkerung besucht.

Am Tag der Lernenden erlebten 140 Schüler und Schülerinnen der Oberstufe in einem Rundgang durch die Gewerbeausstellung Kontakt mit dem einheimischen Gewerbe. Lehrlinge und Aussteller berichteten aus ihrem Betriebsalltag und zeigten auf, welche Voraussetzungen für den jeweiligen Beruf nötig seien. Höhepunkt des Tages war die Prämierung der von Schülern gestalteten Werbeplakate. Sarina Knecht, Gina Dudler, Michaela Vergunst, Lea Schumacher, Fabian Krämer und Nadine Steinmetz gewannen je einen Gewerbegutschein.


Die Theateraufführung der dritten Realklassen war ein Erfolg. Unter der Leitung der Lehrkräfte Claudia Keel und Daniel Lüchinger wurde das Stück „Mord in der Waschküche“ einstudiert. Es ist eine Kriminalkomödie rund um Beziehungen. Weshalb lag Herr Ruckstuhl auf dem Boden der Waschküche? War es ein Unfall oder ein Mord? Es zeigte sich bald, dass alle drei Hausbewohnerinnen mit dem Herrn zu tun hatten. Es erstaunte wie die Jugendlichen mit heikleren Themen locker umgehen und sehr gute schauspielerische Leistungen zeigen konnten. Das Publikum amüsierte sich köstlich.

Das fast 60jährige Schulhaus in Altenrhein wird saniert und umgebaut. Der Kredit von 2,8 Millionen wurde von der Stimmbürgerschaft deutlich mit 974 Ja und 373 Nein angenommen. Aus der ehemaligen Lehrerwohnung und der Hauswartwohnung werden zwei Schulzimmer entstehen. Das Dachgeschoss wird in ein Vollgeschoss umgebaut. Das Gebäude wird 1,5 Meter höher werden. Die Treppe in die oberen Stockwerke wird nach aussen versetzt. Der Haupteingang wird geschlossen und mit dem Eingang zur Turnhalle zusammengelegt und die Fenster werden durch eine durchgehende Fensterreihe ersetzt. Im Sommer 2013 wird mit dem Umbau begonnen.

Eine freistehende Sandsteinmauer beim Schloss Greifenstein wurde saniert. Die 260 Meter lange Trockenmauer war teilweise eingestürzte. Der Grundeigentümer entschloss zusammen mit der Arbeitsgruppe Buechberg für eine Sanierung. Die Arbeitsgruppe setzt sich für die ökologische Aufwertung des Buechberges ein. Beim Erstellen und Ausbessern der Mauern wird konsequent auf Mörtel verzichtet. Die Trockenmauern haben viele Fugen und ein grosses Labyrinth von Gängen. Diese bleiben im Winter frostfrei und eignen sich als Überwinterungsquartiere für Schlingennattern, Zauneidechsen und Blindschleichen. Mit der anspruchsvollen Arbeit wurde die Firma Bärlocher AG, Staad, beauftragt.

Schlüsselübergabe für das neue Fahrzeug: von links Angelo Franco, Vizekommandant, Ralph Stäheli und Jürg Brotschi ( Firma Nater Staad) Claudia Brändli ( Brändle Fahrzeuge Wil) und Alex Göggel (Kommandant)

Heinz Herzog und Peter Felder vor dem Schulhaus Altenrhein

Das neue Rüstfahrzeug der Feuerwehr Thal wurde auf den Namen „Alex“ getauft. Im Rahmen der Gewerbeschau wurde das neue Fahrzeug eingeweiht. Dieses ist mit modernster Technik ausgerüstet und ersetzt das alte 20 jährige Rüstfahrzeug. Pater Stefan Dähler segnete das neue Fahrzeug und stellte dieses unter den Schutz Gottes. Vizekommandant Angelo Franco erklärte, die Namenswahl „Alex“ sei eine Wertschätzung gegenüber dem engagierten Kommandanten Alex Göggel.


Erste Krea(k)tivnacht im ganzen Dorfkern von Thal am 2. Juni Die erste Krea(k)tivnacht der Donnerstagsgesellschaft Thal war ein voller Erfolg. Von der Mรถglichkeit, einheimischen Kunstschaffenden bei der Arbeit zuzusehen, wurde rege Gebrauch gemacht.


Juli Rathaus


Wetter Der Juli war mit durchschnittlich viel Sonnenschein und Regen warm. Im Durchschnitt waren die Temperaturen um 0,7 Grad zu warm ausgefallen. Die höchste Temperatur wurde mit 31 Grad gemessen. 18 Tage wurden mit mindestens 1 Millimeter Niederschlag und einigen Gewittern verzeichnet. Die Sonne erreichte mit 190 Stunden rund 95 Prozent des langjährigen Mittels. Die Windrichtungen kamen vorherrschend aus West und Nord.

Eveline Eichmann und Silvia Vogel haben die Weiterbildung AHV/Sozialversicherung mit Erfolg bestanden. Eine fundierte Beratung der Kundschaft am Frontoffice gehört zum Aufgabengebiet der AHV Zweigstelle. Der Gemeinderat gratuliert den beiden Sachbearbeiterinnen zur Ausbildung und Abschlussprüfung.

Eveline Eichmann

Aus dem Gemeinderat Das Haus „Kuenzenhof“ am Käsiweg 4 wird renoviert und im alten Baustil erhalten. Der Erhalt des Ortsbildes mit typischen Häuseransichten ist der Gemeindebehörde ein grosses Anliegen. Die Sanierung solcher Liegenschaften bringen grosse Mehrkosten. Der Rat bewilligt deshalb pro Jahr 5 bis 10 Beiträge an die Mehrkosten. So können bedeutende Zeitzeugen aus der Thaler Geschichte erhalten bleiben. Der Gemeinderat freut sich über zwei Lehrabschlüsse. Linus Brauchle hat auf der Gemeindeverwaltung die dreijährige Ausbildung zum Kaufmann mit Erfolg abgeschlossen. Bei den Technischen Betrieben hat Marcel Suhm die Ausbildung zum Netzelektriker erfolgreich beendet. Marcel Suhm kann mit einer Festanstellung bei der Gemeinde Thal bleiben.

Linus Brauchle

Marcel Suhm

Silvia Vogel

Die Messresultate der Mobilfunkantenne auf dem Gebäude der ehemaligen Cristal Karton AG liegen deutlich unter dem zulässigen Wert. Der Grenzwert ist auf 5 V/m festgesetzt. Die Firma Maxwave in Zürich hat die Messungen rund um die Antenne im Juni 2012 vorgenommen. Aus der Gemeinde Auf dem Kirchplatz spriesst aus den abgesägten Kastanienbäumen neues Grün. Der aufmerksame Beobachter konnte mit Freude feststellen, dass einige der Kastanienstrünke nicht tot sind, sondern neues Blattwerk aus den Holzresten wachsen lassen. Die letzte Thaler Metzgerei, die Bässe-Metzgerei Künzler, wird abgebrochen. Der Betrieb wurde von zwei Generationen erfolgreich geführt. Neue Einkaufsgewohnheiten sowie der Einkaufstourismus ins nahe Ausland, schmälerten den Erfolg des Betriebes. Deshalb entschlossen sich Ruedi und Eliane Künzler die Metzgerei aufzugeben. Wo es früher Schinken, Würste und Braten zu kaufen gab, sollen bald zwei Einfamilienhäuser stehen.


Der Männerchor Thal, der Schülerchor und die Band des Oberstufenzentrums Thal führten im Ochsensaal erstmals zusammen eine Matinée durch. Unter der Leitung von Helmut Schlattinger vermochte der Männerchor die Anwesenden mit Liedern in den vier Landessprachen zu begeistern. Dann überraschte die Band der Oberstufe mit modernen Rhythmen und dem Sologesang einer Schülerin. Anschliessend trat der jugendliche Chor unter der Leitung von Leo Schnoz mit Kompositionen aus den Sparten Rock und Pop auf. Abschliessend sangen der Männerchor und der OZ Chor gemeinsam „Heaven is a wonderful place“. Das abwechslungsreiche Programm erntete sehr grossen Applaus. Mit der Zugabe „Rock my soul“ wurde das Konzert beendet und darauf zum anschliessenden Apéro eingeladen. Am Oberstufenzentrum wurden drei langjährige Lehrer verabschiedet. Jürg Niederer war während dreissig Jahren als Reallehrer tätig. Er unterrichtete mit grossem Fachwissen und setzte sich auch optimal in der Bibliotheksleitung ein. Annette Pokorny unterrichtete seit 1972 mathematische und naturwissenschaftliche Fächer an der Sekundarschule. Im Fach Ethik vermittelte sie den Jugendlichen mit grossem Engagement Werte und Normen, welche das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft prägen. Otmar Künzle unterrichtete während fast fünfzig Jahren Primarschule und später Kleinklassen. Mit grossem Einfühlungsvermögen konnte er auf die Stärken der Jugendlichen eingehen und vermochte Verhaltensschwierige in ruhiger und besonnenen Art in der Klasse zu integrieren. Sein grosses Fachwissen in Werken und Gestalten gab er nebst dem Schulunterricht auch an Fachkursen für Lehrer weiter.

Thal holte an der Schweizer MountainbikeMeisterschaft Doppelgold. Auf der 4,4 Kilometer langen Strecke in Balgach sicherten sich im Eliminator Sprint die 19-jährige Jolanda Neff und der 23– jährige Thomas Litscher aus Thal in ihrer Kategorie die Goldmedaille. Eine Woche später konnte Jolanda Neff in ihrer ersten U23-Saison den dritten Weltcupsieg gewinnen.

An der Oberstufe werden musikalisch Begabte gefördert. Auf die Initiative von Schulleiter Harry Schulz und Musikschulleiter Rainer Thiede wird neu talentierten Musikschülern und Musikschülerinnen eine Entlastung bis zu zwei Stunden in der Stundentafel ermöglicht. So besteht die Möglichkeit während der Unterrichtszeit zu üben oder die Musikstunde zu besuchen.


Vernissage der Austellung „Berufsfischer von Altenrhein – einst und jetzt“ im Ortsmuseum

Altenrheiner im Museum Thal: Horst Marquart, Gallus Baumgartner, das Berufsfischerpaar Margrit und Peter Dudler sowie Susi Welti (v. l.). (Bild: Gisela Tobler)

Die Fischer rund um den Bodensee waren einst mit Dreizack und Speer unterwegs. Heute sind sie es mit Netz und Reusen. Das und vieles mehr erfahren Interessierte im Ortsmuseum Thal. Es ist nicht allzu häufig der Fall, dass sich die Bewohner von Altenrhein so zahlreich in die «Hauptstadt» begeben. Anders am Freitag, als im Thaler Ortsmuseum «altes Öchsli» die Ausstellung «Berufsfischer von Altenrhein – einst und jetzt» eröffnet wurde. Damit wolle man die Berufsfischer einer breiten Bevölkerung näherbringen, sagte Margrith Tanner, Vizepräsidentin der Museumskommission, an der Eröffnungsfeier, bevor sie das Wort den Referenten überliess. Jährlich überflutet «Ich bin stolz, Altenrheiner zu sein», betonte Franz Dudler, alt Präsident der Ortsgemeinde Altenrhein, auf seinem Streifzug durch die Dorfgeschichte. Die erste urkundliche Erwähnung gehe auf das Jahr 890 zurück. Damals sei Altenrhein noch eine Insel gewesen; der Rhein teilte sich im Buriet und floss mit einem Arm Richtung Buechen, um beim Risegg (Rheins-Eck) wieder Richtung See abzubiegen. Bevor man 1817 den ersten Hochwasserdamm gebaut habe, sei das Dorf jedes Jahr überflutet worden und habe evakuiert werden müssen.


Mit Dreizack und Speer Dann erinnerte Berufsfischer Gallus Baumgartner an die Geschichte der Fischerei. An Zeiten, als auf dem Bodensee noch mit Dreizack und Speer, später mit handgefertigten Netzen aus Baumwolle und Rosshaar gefischt wurde. Die Fischrechte seien lange Zeit im Besitz der Klöster gewesen, bis 1893 die Übereinkunft von Bregenz in Kraft getreten sei, welche die Gesetzgebung über die Fischerei am Bodensee bis heute beeinflusse. Felchen war «Brotfisch» Horst Marquart, Sohn eines Berufsfischers, schilderte unter anderem seine Erinnerungen an die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Damals verdienten in der Gemeinde Thal rund 30 Personen ihr Geld mit dem Fischfang, und die Felchen, der «Brotfisch», waren ihre Haupteinnahmequelle. Die Bodenseefischer aller drei Staaten seien eine Gemeinschaft gewesen, die auch während der Kriegswirren zusammengehalten habe. Vom Alltag eines modernen Berufsfischers berichtete Susi Welti, deren Mann Roger dreimal täglich auf den See hinausfährt, um die Netze und Reusen auszulegen und einzuholen. Dazwischen werden die Fische verarbeitet, geräuchert, Restaurants beliefert, Netze gereinigt und repariert. Ein Arbeitstag beginne morgens kurz nach vier Uhr und ende gegen halb sieben. Schliesslich gab der ehemalige «Schiff Buriet»-Wirt Hanspeter Trachsel guten Tips zur richtigen Zubereitung von Fisch. Das Wichtigste: «Er darf auf keinen Fall zu lange gebraten werden.»

(Pressebericht von Gisela Tobler)


August Kirche


Wetter Der August war warm, nass und sonnig. Die tiefste Temperatur betrug 10 Grad, die höchste wurde mit 32 Grad gemessen. Es wurden 15 Sommertage mit 25 Grad oder mehr und 4 Hitzetage mit 30 Grad oder mehr verzeichnet. Die 13 Niederschlagstage mit einer gemessenen Menge von 150 Millimeter, entsprachen dem Durchschnitt. Die Sonnenscheindauer erreichte mit 250 Stunden 140 Prozent des langjährigen Mittels. Die höchste Windspitze wurde während eines Gewitters mit 75 Kilometer pro Stunde gemessen.

Zeppelin über Thal

Aus dem Gemeinderat Das Zeughaus im Gebiet Boden wird militärisch nicht mehr genutzt und soll verkauft werden. Die Gemeinde hatte das Vorkaufsrecht, verzichtete aber, weil ein privater Anbieter einen höheren Betrag als die Gemeinde Thal geboten hatte.

Aus der Gemeinde Die 1. Augustfeier Thal-Staad-Altenrhein fand auf dem Campingplatz Idyll statt. Der Festredner Felix Bischofberger konnte bei perfektem Wetter eine grosse Zahl Einheimischer und Gäste begrüssen. In seiner Rede sagte er, Heimat sei dort, wo man aufgewachsen sei, wo man seine Wurzeln habe und sich wohlfühle. Dann rief er zu politischer Meinungsäusserung und Gemeinschaftssinn auf. Danach wurde das Zusammensein bei Salatbuffet, Grillade und der musikalischen Unterhaltung der Band Edelvoice und dem Comedian Röbi Hälg ausgiebig gefeiert.

Zum Abschluss der Sommerferien ging das Staader Open Air „Musig am See“ über die Bühne. Als die letzten Sonnenstrahlen verschwanden spielte Nicolas Senn auf seinem Hackbrett und bezauberte mit seiner grossen Virtuosität. Insgesamt traten fünf Bands mit einem bunten Mix von irischer Folklore über Pop bis zu Schweizer Volksmusik auf. Das begeisterte Publikum genoss den schönen Sommerabend.

Im Airport St.Gallen-Altenrhein landete ein Privatjet im Maisfeld. Das siebenplätzige Flugzeug vom Typ Embraer schoss bei der Landung über die Piste hinaus. Die drei Passagiere und die zwei Crewmitglieder wurden nicht verletzt und konnten durch die Feuerwehr Thal geborgen werden. Einsatzbereit waren auch ein Rettungswagen mit Notarzt, die Rega und die Polizei.


Die Kantonsratsparlamentarier besuchten mit Felix Bischofberger das Ortsmuseum Thal. Der Altenrheiner Fischer Roger Wälti bot den Politikern einen Einblick zum Thema Berufsfischerei am Bodensee einst und heute. Im ertragreichen Jahr 1986 hatten die Fischer rund um den See Fänge von 1800 Tonnen in ihren Netzen. Dann gingen diese aber im zu sauberen Gewässer auf 708 Tonnen zurück. Heute gibt es noch 140 Berufsfischer am Bodensee. Mehr als die Hälfte ist pensioniert, die übrigen sind im Alter zwischen 42 und 55 Jahren. Ausnahme ist ein einziger Jungfischer mit 20 Jahren.

Kantonsratsparalmentarier im Ortsmuseum

An der Chemieolympiade in den USA gewann Nina Gämperli aus Staad die Bronzemedaille. Sie hat mit drei weiteren Schülerinnen die Schweiz vertreten. Die Disziplin der 18jährigen ist „Hirnakrobatik“, genauer gesagt Chemie. Die Prüfungen fanden in der Universität Maryland statt. Der praktische Teil bestand aus zwei Einheiten zu je 2,5 Stunden Laborarbeit. Zwei Tage später fand der fünfstündige theoretische Teil statt. Die erfolreiche Staaderin wird nach einem Zwischenjahr an der ETH Chemie studieren.

Bei der Wartenseehaltestelle ist das Wartehäuschen abgebrannt. Die RorschachHeidenbahn konnte nicht mehr weiterfahren, weil die Fahrleitungsdrähte geschmolzen waren. Die Feuerwehr Thal konnte mit 20 Mann den Brand erfolgreich bekämpfen. Der Zugbegleiter erlitt einen Schock und musste im Rettungswagen ins Spital gebracht werden. Die 15 Fahrgäste wurden mit einem Bus weiterbefördert. Der Sachschaden betrug etwa 50 000 Franken. An einem warmen Augustabend fand das traditionelle Rathausständli statt. Vor grossem Publikumsaufmarsch trat die Thaler Musik mit mitreissender Musik auf. Der gemischte Chor überzeugte mit gut ausgewählten Liedern und der Männerchor begeisterte mit vierstimmigem Gesang. Für das leibliche Wohl sorgte eine vom Männerchor umsichtig geführte Festwirtschaft.

Das siebte Winzerfest für 2013 ist in Vorbereitung. OK-Präsident Simon Diezi verspricht einen Rebkulturweg, einen grossen WinzerfestUmzug, Freilicht-Theateraufführungen und viele Musikunterhaltungen. Für die Öffentlichkeitsarbeit ist Susanne Dornbierer zuständig. Der Jugendtreff in Buechen hat nach längerer Pause unter dem Namen Jugendchäller wieder geöffnet. Der Treffpunkt ist ein Ort, wo Kinder und Jugendliche aus Buechen-Staad und Altenrhein sich treffen zum Musik hören, wo sie spielen, Freunde treffen oder einfach gemütlich beisammen sein können.


5. Filmnacht f端r Jugendliche am 24. August in der Turnhalle des OZ Wie schon oft, musste auch dieses Jahr die Filmnacht wegen Regen in die Turnhalle verschoben werden. Popcorn und coole Filme waren an diesem Abend angesagt. Nur auf den Sternenhimmel mussten die Jugendlichen verzichten.


Filmvorführung „Panamericana“ am 25. August in der Aula des OZ Eine Strasse, 2 Kontinente, 3 Monate, 12 Länder und 13‘000 Kilometer. Der aufwühlende, kontrastreiche und informative Film der drei Schweizer Filmemacher Thomas Rickenbach, Jonas Frei und Severin Frei erfreute die leider sehr wenigen Zuschauer. Die anschliessenden persönlichen Erzählungen von Jonas Frei sowie die Fragerunde rundeten den Anlass ab.


September ehemaliges Kath. Schulhaus


An der Zwetschgenchilbi Altenrhein wurde die musikalische Vielfalt der Region gezeigt. Zum Tag der Musik traten diverse Chöre aus der Region auf, sowie die Musikvereine und Musikschüler der Musikschule. Die Musikgesellschaften AltenrheinStaad, Thal und Rheineck überzeugten gemeinsam mit einem klangvollen Beginn. Der Männerchor Thal und die Singgemeinschaft Gaissau-Rheineck trugen Volkslieder vor und das Trachtenchörli Thal überraschte mit einem Liedgut der Schweizer Folklore. Ein Ensemble der Musikschule trat mit Tuba, Tenorhorn und Posaunen auf und brachte den Gemeindepräsidenten Robert Raths ins Schwärmen. Dieser führte als Conférencier gekonnt durch das vielfältige Programm.

Wetter

Der September fiel warm und niederschlagsreich aus. Die tiefste Temperatur betrug vier Grad und die höchste wurde mit 27 Grad gemessen. Es gab drei Sommertage mit 25 und mehr Grad. Der Regen aber fiel intensiv. Die gemessene Menge betrug 130 Millimeter. Nebel war an acht Tagen zu verzeichnen. Die Sonne erreichte mit 145 Stunden das langjährige Mittel. Die Vegetationsentwicklung war für die Jahreszeit normal.

Aus dem Gemeinderat Herbert Perchtold aus Staad wurde zum neuen Leiter Bauamt gewählt. Bisher arbeitete er bei der Firma Stadler AG Altenrhein als Leiter Administration. Er tritt sein neues Amt in Thal am 1. Januar 2013 an. Die beiden Sozialämter der Gemeinden Thal und Rheineck werden auf den 1. Januar zur Abteilung Soziale Dienste Thal-Rheineck zusammengeschlossen. Der Standort wird im Rathaus Thal sein. Für die Aufstockung der Abteilung von 60% wurde Frau Eveline Eichmann gewählt. Sie arbeitete bisher im Frontoffice.

Die Erschliessungsstrassse zum Herrenacker ist nach halbjähriger Bauphase fertiggestellt. Die Wasserführung der sehr alten Wasserfassungen im Hang bereitete etliche Schwierigkeiten und brachte, nebst grösserem Aushubmaterial als geplant, eine Bauverzögerung. Die vergessenen Wasserfassungen versorgten in früheren Jahren einige Liegenschaften im Dorf mit Trinkwasser. Auf dem Gebiet Herrenacker unterhalb der Gemeinde und Kantonsgrenze ist der Bau von Einfamilienhäusern geplant.

Aus der Gemeinde An verschiedenen Ortstafeln sind Hinweisschilder für das Winzerfest 2013 angebracht worden. Für das siebte Winzerfest in der Geschichte von Thal sind eine Nacht der Lichter, ein Rebkulturweg, Freilicht - Theateraufführungen und viel Musik geplant.

Der Wanderweg Steinstege wurde durch Mitglieder der Zivilschutzorganisation instand gestellt. Neue Sandsteinstufen wurden unter kundiger Leitung von Otto Lei platziert und die Handläufe mit Unterstützung des Bauamtes ersetzt.


Thomas Tobler, Bademeister des Thaler Bädli Farbmüli, schaut auf eine gute Badesaison zurück. Er freut sich an dem guten Besuch der schönen und neu gestalteten Anlage und dem guten Besuch von Badegästen. Das Bad, die Umkleidekabinen und der Kiosk waren auf Saisonbeginn hin erneuert worden.

Die sanierungsbedürftige Löwenbrücke über den Freibach musste abgerissen werden. Mit dem Bau einer neuen Brücke wird die volle Tragfähigkeit von 13 Tonnen wieder gewährleistet sein. Der motorisierte Verkehr musste deswegen umgeleitet werden.

Die Bikerin Jolanda Neff holte an der Cross Country WM im österreichischen Saalfelden Silber im Eliminator-Sprint. Sie lieferte im Endspurt mit einer Dänin einen engen Kampf um den Titelgewinn. In der Zielgeraden gingen ihr die Kräfte aus. „Ich war total kaputt, aber ich habe alles gegeben. Silber zu gewinnen ist phantastisch“, freute sich die 19-Jährige. Der Gemeinderat lud zur Jungbürgerfeier aufs Schiff ein. Nach einem Apéro im Hafen Staad begaben sich die anwesenden 50 Jugendlichen (fast die Hälfte aller Jungbürger) auf das Motorschiff „Säntis“, welches für diesen Anlass gechartert worden war. Ein feines Nachtessen und passende Musik sorgten für beste Stimmung. Gemeindepräsident Robert Raths informierte über Rechte und Pflichten und durfte dann mit Befriedigung feststellen, dass die anwesenden Jungbürger über sehr gute Staatskenntnisse verfügten.

Unter dem Motto „Räder, die die Welt bewegen“ fand die zwölfte historische Verkehrsschau am Airport Altenrhein statt. Das gute Wetter und ein vielfältiges „rollendes Museum“ lockten Scharen von Zuschauern an. Von Flugzeugen im Fliegermuseum über Oldtimer, Traktoren und Motorräder gab es alles zu sehen. Eine Gulaschkanone der Festung Heldsberg, 1911 in Thun gebaut, wurde zweispännig vom Bock aus gefahren. Sie war im Einsatz bis 1953. Die zwei Kochkessel haben ein Fassungsvermögen von je 80 Litern. Man konnte also für ca. 150 Leute kochen, was etwa einer Kompanie entspricht. Der Schulhausneubau in Buechen hat sein erstes Etappenziel erreicht. Der letzte Kubikmeter Beton ist verbaut. Es waren insgesamt 1500 Kubikmeter für den Neubau nötig. Zum Aufrichtefest trafen sich die Architektin Angela Deuber, Bauleiter Heinz Hafner und 50 bis 60 Handwerker. Die Installationen des Elektrikers sind vorbereitet und der Dachdecker kann das Schulhausdach abdichten. Noch vor dem Winter sollen die Aussenmauer gegen die Strasse und ein Velounterstand erstellt werden und im Januar werden die Fenster eingebaut. Das Schulhaus soll zu Beginn des Schuljahres 2013/14 bezugsbereit sein.


Gisela Tobler präsentierte auf Schloss Wartegg ihr neues Buch „Hüter der Ehre“. Die Thaler Autorin lässt in Ihrem Buch 22 Honorarkonsuln erzählen, wie sie zu ihrem Ehrenamt gekommen sind, welche Aufgaben sie zu erfüllen haben, was sie für ihr Land bewirken konnten und welche Pläne sie für die Zukunft haben. Einige der Porträtierten waren anwesend und konnten sich den Fragen der Besucher und des Moderators Richard Lehner stellen.

Die Sängerin Paloma Würth, Multitalent aus Altenrhein, moderierte am Fernsehen erstmals das Wetter auf Tele Ostschweiz und Tele Top. Es sei eine neue Herausforderung, die sie riesig freue. Paloma agiert nicht nur als Wetterfee, sondern schreibt auch die Texte für die Moderation, nach einem Briefing der Meterologen, selbst. Sie ist fasziniert von der neuen Aufgabe. Vorläufig wird sie für die Meteonews vier- bis sechsmal pro Monat das Wetter moderieren. Die Sendungen werden im TVStudio in Zürich produziert

4400 Velofahrer aus ganz Europa umrundeten den Bodensee. Der Bodensee-Radmarathon wurde zum 39. Mal vom Radclub RV Altenrhein auf ehrenamtlicher Basis organisiert. Die schnellsten Velofahrer brauchten für die 220 Kilometer knapp sieben Stunden. Trotz erhöhtem Verkehrsaufkommen verlief der Anlass reibungslos. OK-Präsident Markus Gähwiler und seine Helfer freuen sich bereits auf den 40. Bodensee-Radmarathon im Jahr 2013.

Werner Herzog trat als Präsident der Ortsgemeinde Thal zurück. 1989 wurde er in den Vorstand gewählt. Er engagierte sich in der Buriet- und Steinig Tisch-Kommission. Dann führte er während 10 Jahren das Präsidium der Ortsgemeinde. Zudem wirkte er als Präsident der Liegenschaftskommission und als Delegierter der Ortsgemeinde im Einbürgerungsrat. Sein Engagement und sein Weitblick haben die Ortsgemeinde Thal in ihrer Entwicklung massgebend geprägt. Simon Diezi wurde als Nachfolger zum neuen Präsidenten gewählt. Die Trauben, die am Buechberg gedeihen, versprechen eine vorzügliche Qualität. Doch das Wetter hatte bisher nicht immer mitgespielt. Der Frühling begann zwar vielversprechend. Aber an Ostern war es zu mild, die Reben begannen zu treiben. Die nachfolgenden Frosttage brachten zum Glück keine Schäden. Im Juli aber wurden bei einem Hagelschlag in Lagen ohne Schutznetz bis zu 50 % der Trauben zerstört. Das wird bei der Lese viel Mehrarbeit bringen, weil bei jeder Traube alle schlechten Beeren von Hand weggeschnitten werden müssen. Doch die Mühe wird sich lohnen, denn was übrig bleibt, verspricht Weine von exzellenter Qualität.

Marco De Lucca, Pop-Art-Maler aus Altenrhein, eröffnete die neu gestaltete Bodensee-Galerie mit einer Ausstellung seiner Malereien. Das grösste Werk hat ein Ausmass von 220- mal 80 Zentimeter. Der neue Galerie-Leiter Erich Bischof berichtete über die langjährige Geschichte des Ausstellungsraumes. Während vierzig Jahren gestaltete Rosmarie De Lucca, Witwe von Yargo de Lucca, Kunstausstellungen, Konzerte und Lesungen. Nebst Yargo de Lucca bekamen hier auch viele andere international bedeutende Meister der Malerei Gelegenheit, ihre Werke zu zeigen.


Konzert mit dem Chor über dem Bodensee am 14. September im Gasthaus Ochsen Der Chor über dem Bodensee gab im „Ochsen-Saal „ ein Stelldichein ihrer diesjährigen Konzertreihe. Unter der Leitung von Judit Marti stellte sich der Chor, bisher eher bekannt als versierter Umsetzer der klassischen Chorliteratur, einer neuen Herausforderung. Er wagte eine musikalische Zeitreise ins „Yesterday“. Mit mitreissenden Evergreens und mit einem gekonnt gespielten Ex-Studenten, der seiner Jugendliebe nachtrauerte, wurde eine interessante Geschichte erzählt. Der Einsatz von verschiedenen Solistinnen und Solisten brachte viel Abwechslung und die Begleitband sorgte für schmissig-musikalische Umrahmung. Das Publikum war, vom Beatles-Fieber angesteckt, sang beim „Hey Jude“ begeistert mit und forderte beim legendären „Let it be“ eine Zugabe, was der auch Chor gern erfüllte.


Oktober Gasthaus Hirschen


Wetter

Aus der Gemeinde

Der Oktober war niederschlagsreich und endete mit Winterwetter. Die ersten zwei Drittel waren mild, das Monatsende war von einer heftigen Kältewelle geprägt. Die höchste Temperatur wurde am 6. Oktober mit 6 Grad gemessen und die tiefste betrug minus 3 Grad am 30. Oktober. Es gab fünf Frosttage. Der Regen fiel oft und intensiv und erreichte 145 Prozent des langjährigen Mittels. Nebel wurde an fünf Tagen beobachtet. Die Sonne überstieg mit 100 Stunden Sonnenschein das langjährige Mittel um 10 Prozent.

Aus der Ortsgemeinde Thal Simon Diezi wurde zum neuen Präsidenten der Ortsgemeinde Thal gewählt. Der 35-Jährige ist in Thal aufgewachsen, hat die Thaler Schulen durchlaufen und dann an der ETH Zürich studiert. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Strukturen der Ortsgemeinde zu modernisieren und strebt eine gute Zusammenarbeit mit der Politischen Gemeinde sowie mit andern Ortsgemeinden an. Zusammen mit der Politischen Gemeinde wird er an der Erschliessung des neuen Wohngebietes Mesmeren arbeiten. Die Ortsgemeinde stellt das 22 000 Quadratmeter grosse Land im Baurecht zu Verfügung. Eine weitere Aufgabe wird die Einarbeitung der neu gewählten Mitglieder im Bürgerrat, Andreas Bärlocher und Alex Dornbierer sein.

Das Trachtenchörli feierte das 50 Jahr Jubiläum. An der Abendunterhaltung erzählten und spielten die Frauen ihre Vereinsgeschichte. Hedy Herzog gründete und leitete den Verein über Jahre. Sie schuf viele unvergessliche Lieder. Ihr folgte als musikalische Leiterin und Akkordeonistin die unermüdliche Rosy Zeiter. Die langjährige Präsidentin Esther Tobler ist bekannt für ihren Witz und Humor. Die achtzehn Sängerinnen des jubilierenden Trachtenchörlis brachten allein oder zusammen mit den eingeladenen Chören vom Soldatenlied bis zum Geburtstags-Jutz ein grosses Spektrum volkstümlichen Singens auf die Bühne.

Bei der Lese der Weintrauben herrschte in den Rebbergen aufwendige Handarbeit. Damit ein qualitiv hochstehender Wein in die Flasche gebracht werden kann, müssen die Trauben sorgfältig verlesen werden. Beim Weingut Halde kam zum Verlesen der Trauben eine neue Technik, eine automatische Sortieranlage, zum Einsatz. Damit kann die manuelle Arbeit auf ein Minimum reduziert werden. Was nach der Sortierung übrig bleibt und in die Presse kommt ist besonders reines, kernloses Traubengut, das die Erzeugung von Rotweinen höchster Qualität möglich macht.


Die 19-jährige Jolanda Neff, Mounainbikerin und U23 Weltmeisterin, wechselt in das holländische Team Rabobank-Giant. An Welt- und Europameisterschaften wird sie aber weiterhin die Schweiz vertreten. Die Musikschule am Alten Rhein erhielt in Berlin das erstmalig vergebene Zertfikat „MDUPilotschule“. Das Prädikat wurde sechs Musikschulen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich verliehen. Es zeichnet das Engagement im Bereich Multidimensionaler Unterricht aus. Schüler werden nicht nur einzeln, sondern parallel in Gruppen mit unterschiedlichem Niveau, Alter und Instrumenten unterrichtet. Sie lernen dabei nicht nur ihr Instrument, sondern auch den Umgang mit andern Kindern kennen.

Roman Rutishauser schloss die Ausbildung zum Winzermeister erfolgreich ab. Er erreichte die Note 5,5. Bereits seine Erstlehre als Koch und die Winzerlehre schloss er als bester seiner Klasse ab. Er arbeitete in verschiedenen Weingütern und konnte wertvolle Erfahrungen auf einem grossen Weingut in Neuseeland sammeln. Er arbeitet zurzeit im elterlichen Betrieb und trägt die Verantwortung im Weinberg. Zusammen mit seinem Vater übernimmt er nach und nach die Kelterung der Weine. In wenigen Jahren hoffen Rutishausers den Betrieb in die dritte Generation zu führen und Sohn Roman die Leitung zu übertragen.


Multimedia-Reportage „Abenteuer Ozean“ im Oberstufenzentrum Zum Abschluss des Veranstaltungsjahres der Donnerstags-Gesellschaft präsentierte der deutsche Unterwasserfotograf David Hettich vor grossem Publikum seine Abenteuer unter Wasser. Die Live-reportage bot Einblick in eine verborgene Wildnis. Der heute 30-jährige kann über 2500 spannende Tauchgänge in aller Welt in Bildern vorweisen. Er berichtete von spektakulären Begegnungen unter der Wasseroberfläche. Er tauchte mit Hunderten von Hammerhaien im Pazifik, schwamm in riesigen Quallenschwärmen und fotografierte Salzwasserkrokodile. Die Zuschauer erlebten die Wanderung der Wale von der Antarktis bis in die Südsee und die Wanderung der Millionen Sardinen an der afrikanischen Küste, welche von Delphinen, Haien und Walen gejagt werden. Die zahlreichen Zuschauer durften einen faszinierenden, spannenden und lehrreichen Abend geniessen.


November Evang. Pfarrhaus


Wetter Im November wechselten sich warme und kalte Perioden ab. Der Monat erreichte ein überdurchschnittliches warmes Mittel. Die tiefste Temperatur betrug minus zwei Grad, die höchste wurde mit 17 Grad gemessen. Es regnete oder schneite an wenigen Tagen. Die gemessene Niederschlagsmenge ergab 90 Millimeter. Ende Monat wurden fünf Nebeltage verzeichnet. Aber die Sonne schien 48 Stunden und erreichte 100 Prozent des langjährigen Mittels.

Sandra Bischof-Cavelti wurde neu in den Gemeinderat gewählt für die Amtsdauer 2013/16. Mit 773 Stimmen setzte sie sich gegen Susanne Dornbierer durch, welche 582 Stimmen erhielt. Die parteilose Sandra Bischof aus Altenrhein wird Beat Bosshart von der SP ersetzen. Auf dem Dach des neuen Schulhauses Buechen wird eine Photovoltaikanlage montiert. Diese wird das Schulhaus mit erneuerbarer Energie versorgen. Die erforderlichen Arbeiten wurden an die Firma Höchner AG in Thal vergeben. Die Neupflanzung der Kastanienbäume auf dem Kirchplatz wurde an die Firma Mäder Gartenbau in Thal vergeben. Die Nutzung der Abwärme des Abwasserverbandes Altenrhein (AVA) könnte das Dorf Altenrhein mit Wärme versorgen. Diese Idee wird vom Gemeinderat konkret geprüft und der Bevölkerung an einer öffentlichen Information dargelegt werden.

Aus dem Gemeinderat Der Dorfbach soll ausgebaut werden zwischen der Brücke Farbmülistrasse bis zur Einmündung in den Gstaldenbach. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 6,3 Millionen Franken, welche hauptsächlich vom Bund und Kanton getragen werden. Die alten Verbauungen sind rund 100 Jahre alt. Grund für die Neugestaltung ist die Gefahr bei Hochwasser.

Aus der Gemeinde Die Musikgesellschaft Altenrhein-Staad bot einen unterhaltsamen und vielseitig musikalischen Unterhaltungsabend. Einige der Vereinsmitglieder gaben zwischen den Stücken ihr schauspielerisches Talent zum Besten. Der Hochzeitsschreck Alfred benahm sich zur Belustigung des Publikums an seiner silbernen Hochzeit stets daneben. Die Musikgesellschaft spielte zur Serie „The Muppets“ und die Jungbläsergruppe überraschte mit bekannten Pop und Rocknummern. Besonders gefiel das anspruchsvolle Arrangement „Smooth Criminal“ von Michael Jackson. Der Brauch des Räbeliechtli-Umzuges wurde in Staad, Thal und Altenrhein mit den Schulkindern gefeiert. Die Schulkinder nahmen mit ihren selbstgeschnitzten Räbeliechtli am Umzug teil, welcher von einem Trommler angeführt wurde. In Thal begleitete zudem eine Bläsergruppe die Kinderschar. Anschliessend an den Rund-gang gab es Tee, Wurst und Brot. In Staad verkauften die Kinder von der 3. bis 6. Klasse Glühwein, Punsch, Kuchen, Kürbissuppe und selbstgebastelte Artikel. Das gesammelte Geld war bestimmt für die Lemuel Swiss, eine Organisation für die Hilfe zur Selbsthilfe in Haiti.


Im Airport St. Gallen-Altenrhein ist die Notfallübung „Seeadler“ durchgeführt worden. Beim fingierten Absturz eines Flugzeuges auf den Airport standen die Airport-eigene Feuerwehr, der Sanitätszug aus St. Gallen und die Mitarbeiter des Airportes im Einsatz. Die Airportfeuerwehr musste innert drei Minuten vor Ort sein. Sie schaffte es in 2 Minuten und 50 Sekunden. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt und Vertreter vom Flughafen Zürich konnten den Einsatzkräften ein gutes Zeugnis ausstellen. Die Vorgaben der internationalen Zivilluftfahrt wurden voll erfüllt Im „Reifenhotel“, Pneuhaus Staad, herrschte im November Hochbetrieb. René Sutter, der „passionierte Techniker“ und seine Mitarbeiter mussten infolge des frühen Schneefalls bereits bei über 750 Autos Winterpneus montieren. Sonja Sutter führt die Buchhaltung im Betrieb. Vor elf Jahren hat das Ehepaar das Pneuhaus übernommen. In der Hochsaison, wenn die Kunden bis aufs Trottoir anstehen, packt Sonja auch in der Werkstatt mit an. Jeder dritte Kunde lagert die Pneus bei Sutter’s. Das sind nahezu 1700 Reifen.

Stefan Angehrn ist bester Servicetechniker. Der Mitarbeiter des Notdienstes und mobilen Serviceteams der Nater-Gruppe in Staad gewann am IvecoChallenge-Service in Turin den Titel als bester Servicetechniker. Zudem gewann er den Titel „Best ANS 24 h Technician 2013.“ ANS 24h bedeutet: 24stündige Nothilfe für Nutzfahrzeuge, die sich in einer misslichen Situation befinden. Geprüft wurden fachliches und organisatorisches Geschick in nachgestellten Einsatzsituationen. Fahnen 24 ist von Goldach nach Staad umgezogen. Das Angebot von Wendelin und Anneliese Manser reicht vom einfachen Wimpel bis zur Grossbeflaggung von Grossanlässen. Die rund zehn Mitarbeitenden, unter ihnen drei Grafiker, sind hauptsächlich für Produktentwicklung, Beratung, Konzepte und Design tätig. Einzelstücke und kleine Serien werden in der Schweiz und grössere Serien in Polen produziert. Die Kundschaft ist breit gefächert: Private, Vereine oder Gemeinden, Betriebe oder Grossverteiler und Fussballverbände.

Der Landgasthof Hotel Schiff wurde neueröffnet. Neuer Pächter ist der diplomierte Hotelmanager Marco Studer. Mit gutbürgerlichen Speisen, aber auch mit ausgefallenen Kreationen im Gourmetbereich sollen die Gäste verwöhnt werden. Küchenchef Frank Berg ist für die Qualität auf dem Teller verantwortlich und Chef de Service Florian Engl wird sich mit seiner Crew um das Wohl der Gäste kümmern. Das um 1698 erbaute Gebäude gehört noch immer Hanspeter Trachsel. Der letzte Pächter Werner Fuchs konnte aus gesundheitlichen Gründen die Pacht nicht mehr weiterführen. Die Markthalle Altenrhein verwandelte sich in ein Reich der Schokolade. Die Besucher der Ausstellung konnten Pralinen degustieren, die im Maison Cailler in BroGruyère hergestellt wurden. Mittendrin stand das Schloss Wartegg aus Lebkuchen, mit Zuckerguss verziert und ein Brunnen sprudelte flüssige Schokolade. Seit fünf Jahren organisieren Nicole Stettler und Martina Marquart den besonderen Weîhnachtsmarkt. Das neue Konzept der Ausstellungen läuft nun unter dem Titel: „Die Markthalle lädt ein“. Das Motto ist nicht mehr an eine Jahreszeit gebunden, sondern wird frei gewählt. Jolanda Neff, U23-Weltmeisterin besucht die Spitzensport-Rekrutenschule in Lyss. Die Mountain Bikerin aus Thal hat sich inzwischen eingelebt und weiss mit dem Sturmgewehr umzugehen. Sie kann dies jetzt ebenso gut wie Schwingerkönig Kilian Wenger, der ebenfalls die Spitzensport RS besucht. Die neue Hybridlok für den Güterverkehr heisst “Schäflisberg“. Sie ist im Raum St. Margrethen von Heerbrugg bis Altenrhein im Einsatz. Die neue Eem 23 wurde bei der Stadler Rail gebaut. Sie fährt elektrisch bis zum Anschlussgleis und kann hier oder sogar während der Fahrt auf Dieselbetrieb umschalten. Die neue Lok macht weniger Lärm und verursacht kaum Abgas. Sie ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h sowohl für den Streckenbetrieb als auch fürs Rangieren geeignet.


Ausstellung „Thaler Schulgeschichte“ am Thaler Jahrmarkt Die Entwicklung der Thaler Schule war das Thema der Maturaarbeit von Tanja Niederer. Die Ausstellung in der Remise vom Alten Öchsli gab mit Daten, Texten, Bildern und alten Schulutensilien Einblick in die Thaler Schulgeschichte. Alte Schulbänke, Heimatkundebücher, Sandkasten und gestrickte Musterstreifen erinnern an den Schulunterricht um 1900. Schriftliche Auszüge aus der Maturaarbeit konnten auf grossen Ausstellungstafeln nachgelesen werden


Dezember

Altes Oechsli


Wetter Der Dezember war wechselhaft und bescherte grüne Weihnachten. Die erste Monatshälfte war sehr kalt und schneereich, doch die zweite Hälfte war extrem mild und ohne Schnee. Daraus resultierte ein überdurchschnittlich warmer Monat. Die tiefste Temperatur betrug am 13. Dezember zwölf Grad. Die höchste wurde am 25. Dezember mit über 16 Grad verzeichnet. Es regnete oder schneite an 18 Tagen. In der zweiten Monatshälfte schien die Sonne während 37 Stunden. Das sind 120 Prozent des langjährigen Mittels.

Waldarbeit im Dezember

Aus dem Gemeinderat Mit der Pflanzung der neuen Kastanienbäume plant der Gemeinderat eine Neugestaltung des Kirchenplatzes. Denn die Parkplätze und der grosse Durchgangsverkehr sind störend für das Dorfzentrum rund um Kirche und Rathaus. Hanspeter Herzog hat die zweijährige Weiterbildung zum Netzfachmann mit eidgenössischem Fachausweis abgeschlossen. Er ist auf 1. Januar zum Chefmonteur der Technischen Betriebe bei der Elektroversorgung ernannt worden.

In der Bodenseefischerei bleiben in den Fischernetzen immer weniger Felchen hängen. Der Ertrag spitzte sich 2012 dramatisch zu. Die Fänge gingen um 70 Prozent zurück. Der geringe Nährstoffgehalt des Wassers bedroht den alten Berufsstand. Früher sei der Phosphatgehalt erheblich höher gewesen. Während der Überdüngung des Sees in den 1980er Jahren wuchsen die Felchen viel rascher. Heute sind die Berufsfischer auf ein Zusatzeinkommen angewiesen. Jolanda Neff wurde zur Wahl als Schweizer Sportlerin des Jahres nominiert. Die 19-jährige Mountainbikerin gewann letzte Saison in ihrem ersten U23–Jahr WM- sowie EM-Gold und holte an der Weltmeisterschaft im Eliminator Sprint der Elite die Silbermedaille. Zur Auszeichnung an den Sports Awards hat es zwar nicht gereicht. Aber ihr persönlicher Höhepunkt war ein Autogramm von Tennisstar Roger Federer. Sie schwärmt in ihrer Homepage von den drei Küsschen die sie erhielt und bewundert die Natürlichkeit des Weltstars. Die Agentur am Flughafen Altenrhein gewann Gold in New York mit dem Schweinehaut-TatooPlakat für die „Skin Deep Art“ und ist damit die erste Schweizer Agentur, die bei den John Caples International Awards in New York das begehrte Edelmatall gewinnen konnte.

Aus der Gemeinde Die Löwenbrücke ist für den Durchgangsverkehr wieder befahrbar. Die Brücke musste neu gebaut werden, weil sich am Unterbau sowie an tragenden Teilen diverse Mängel und Wetterschäden aufwiesen. Mit dem Neubau der Brücke wurde gleichzeitig auch die Strassenführung der Töberstrasse optimiert und leicht verändert. Am Einmündungspunkt in die Rheineckerstrasse gab es bisher immer wieder gefährliche Situationen. Der Ornithologische Verein sammelte 15 260 Kilo Alt- und Leichteisen, 1046 Kilo Buntmetall, vier Kühlschränke sowie drei Kochherde. Das Sammelgut der zwei Herbstsammlungen wurde sortiert und konnte der Wiederverwertung zugeführt werden.

Gold für Schweinehaut-Tatoo-Plakat der Agentur am Flughafen Altenrhein


Der junge talentierte Cellist Thomas Berchtold aus Thal war Solist beim Jahreskonzert des Orchestervereines Rorschach. Die vielen Musikfreunde erlebten in der Kirche Thal eine musikalische Feierstunde mit Werken von Joseph Haydn und Georg Philipp Telemann. Das Streicherkonzert war mit Bläsern verstärkt und hinterliess zusammen mit dem jungen Solisten einen nachhaltigen Eindruck.

Das gemeinsame Konzert „Joy to the World“ der SSC Big Band Rheintal mit dem Gospelchor Rhy Thal lockte viel Publikum in die Thaler Kirche. Der Chor überzeugte unter der kompetenten Leitung von Beatrix Sauder mit „Come let us sing“, „Where the praises are“, “ When I fall in Love“ und “My Favorite Things”. Dann brachten die von Alina Dolder vorgetragenen Gedichte das Publikum in Weihnachtsstimmung. Unter der Leitung von Mario Haltinner setzte die 15-köpfige Big Band mit Swing, Jazz, Latin und Blues weihnächtliche Akzente. Höhepunkt waren sicher die gemeinsam vorgetragenen Stücke von Chor und Big Band. „Joy with Joy to the World“ und „Great King“ erfüllten den grossen Kirchenraum mit vollem Klang und viel Rhythmus. Der Thaler Winzer Edy Geiger wurde mit Gold und Silber ausgezeichnet für Weine von pilzwiderstandsfähigen Rebsorten. „Grosses Gold“ erhielt der im Barriquefass ausgebaute Rotwein Buechberger Maréchal Foch 2011. Sein Buechberger Regent 2011 holte Gold und der Buechberger Maréchal Foch bekam Silber. Der Föhn machte Weihnachten grün. Von weisser Pracht war am Heilig Abend nichts zu sehen. Am Heiligtag wehte starker Föhn, die Temperatur stieg über 16° Celsius. Die Sonne schien und die Wiesen zeigten sich in sattem Grün. In den Gärten blühten bereits Geissenblümchen und Primeln.

Der neue 100-Kilo schwere Glockenklöppel wurde die enge Kirchturmtreppe hinauf getragen. Im Jahr 1904 musste der im 15. Jahrhundert erstellte Turm der Kirche Thal abgerissen werden. Gleichzeitig wurde das Glockengeläute ersetzt. Das neue fünf Glocken umfassende Geläute wurde in der Glockengiesserei Egger in Staad hergestellt. Kürzlich musste der Klöppel der zweitgrössten Glocke wegen eines Defekts ersetzt werden. Der neue Klöppel wurde von der Muff Kirchturmtechnik AG in Triengen hergestellt und auf dem Kirchplatz für den Transport in den Kirchturm bereitgestellt. Die Handwerker warteten vergeblich auf den bestellten Kranwagen, denn die Betreiberfirma hatte den Termin vergessen. Mesmer Felix Ammann, sowie der Läutwerktechniker und der Glockenspezialist fackelten nicht lange und trugen den 100 Kilo schweren Klöppel die enge Turmtreppe hinauf. Glockengeläute und Uhrwerk funktionieren nun wieder tadellos in 35 Metern Höhe.


Unsere Verstorbenen

Januar 04. 08. 09. 20. 24. 27. 29.

Schmid-Egloff Ruth Kühne-Ehrbar Hans Eigenmann-Klingler Alfons Bärlocher-Manz Gertrud Weder-Dudler Ruth Rohner-Schneider Rosina Adler-Dudler Katharina

Im Egler 6, Altenrhein Oberuzwil SG Risegg 13, Staad Thalerstrasse 55, Staad Bürgli 8, Thal Hauptstrasse 85, Staad Pflegewohnheim, Thal

07. Dezember 1950 14. August 1939 18. Februar 1924 24. Januar 1921 20. April 1921 14. Oktober 1921 23. Oktober 1918

Februar 01. 03. 04. 07. 12. 28.

Guntli-Eberle Agnes Noger Agatha Ost Christian Härri-Eichenberger Irma Tinner-Lüchinger Ruth Schläpfer Arthur

Altersheim Trüeterhof, Thal Altersheim Trüeterhof, Thal Burietstrasse 11, Thal Risegg 2, Staad Buchs SG Altersheim Hächleren, Thal

15. Juni 1922 22. März 1913 21. März 1973 27. Dezember 1915 15. Januar 1953 17. Juli 1931

März 04. 12. 13. 15. 28. 31.

Henzmann Hedwig Schulz Gerhard Moojman-Weber Anthonius Blumenstein-Badertscher Hulda Schey-Weishaupt Hedwig Suhner-Keller Rosa

Altersheim Hächleren, Thal Anriststrasse 16, Altenrhein Anriststrasse 9, Altenrhein Altersheim Trüeterhof, Thal Altersheim Trüeterhof, Thal Altersheim Trüeterhof, Thal

11. Mai 1913 09. April 1928 26. November 1931 24. November 1918 22. Juli 1921 11. Juli 1917

April 05. 10. 10. 10. 14. 15. 15.

Forrer-Färber Ida Koller-Tobler Meta Rohner Hubert Siegrist-Hartmann Rudolf Dudler-Frommenwiler Emilie Gerber-Herzog Olga Wirth Ludwig

Altersheim Trüeterhof, Thal Altersheim Hächleren, Thal Altersheim Trüeterhof, Thal Pflegewohnheim, Thal Rebstockweg 4, Staad Altersheim Hächleren, Thal Kirchrain 33a, Staad

03. März 1920 13. März 1917 26. Juli 1946 19. Juni 1920 27. Mai 1922 01. August 1933 01. August 1938

Mai 02. 12. 12. 25.

Eggenberger-Lenherr Hansrudi Lei-Tobler Anna Mohr-Hämmerle Frieda Bischof Regina

Städeliwies 4a, Staad Altersheim Altensteig, Rheineck Alterssiedlung Hächleren, Thal Altersheim Trüeterhof, Thal

04. Februar 1937 17. Februar 1919 26. Februar 1923 27. August 1914


Juni 06. 17. 28.

Etter-Frischknecht Annamarie Dietrich-Dornbierer Bertha Rempfler-Schönenberger Martha

Rheineckstrasse 16, Thal Heidlerstrasse 3, Thal Altersheim Hächleren, Thal

16. Dezember 1937 04. Juli 1929 09. März 1927

Juli 02. 05. 06. 10. 14. 16. 16. 19. 19. 20. 22. 31.

Käppeli-Mair Walter Benninger-Lutz Elsa Herzig-Schelling Rudolf Dudler-Dudler Arnold Färber-Stucki Gregor Höhener-Breu Margaritha Breu-Brägger Adelheid Tobler-Hurni Liselotte Winterberg Marlyse Färber Marta Leitz-Strohm Martha Keller-Ramsberger Luise

Haupstrasse 86, Staad Oberfeld 16, Thal Künggass 1, Thal Ilgenstrasse 4, Altenrhein Pflegewohnheim, Thal Altersheim Hächleren, Thal Risegg 1a, Staad Heidlerstrasse 7, Thal Buechenstrasse 1, Staad Altersheim Trüeterhof, Thal Im Egler 10, Altenrhein Alterssiedlung Hächleren, Thal

07. Juli 1925 04. April 1918 29. März 1918 17. März 1925 22. August 1925 23. Februar 1925 08. Januar 1941 28. Juni 1923 24. August 1956 27. September 1923 30. April 1930 09. Oktober 1922

August 03. Dermaku-Qehaja Nakshije 09. Berchtold-Liniger Martha 20. Bachmann-Sager Ferdinand

Dorfstrasse 10, Altenrhein Farbmülistrasse 19, Thal Hofäckerenstrasse 5, Thal

03. Juni 1947 25. Januar 1918 04. Dezember 1925

September 10. Wüst-Eggenberger Hermann 21. Ciaccio Calogero 30. Thür-Fehr Johann

Rebenstrasse 14, Thal Schiffli 3, Thal Hauptstrasse 63, Staad

10. Februar 1954 01. April 1941 15. Oktober 1922

Oktober 01. Lutz-Schori Elise 08. Haudenschild-Lutz Aline 12. Höchner-Schläpfer Emma 23. Jegen-Bieg Lotti 24. Schiesser-Amsler Hans 26. Kellenberger Ernst 27. Dermaku Kadri 30. Rüesch-Cumpelik Bertha

Pflegewohnheim, Thal Alterssiedlung Hächleren, Thal Dorfstrasse 1a, Thal Pflegewohnheim, Thal Thalerstrasse 11, Staad Aegetli 2, Thal Dorfstrasse 37, Thal Pflegewohnheim, Thal

13. Mai 1917 16. Februar 1921 23. Mai 1946 09. April 1959 16. Dezember 1926 05. Juli 1942 28. September 1940 07. Januar 1931

November 03. Heller-Diezi Anna 03. Rohner Fritz 06. Nef-Roth Margareta 23. Nicolussi Giovanni

Farbmülistrasse 3, Thal Pflegewohnheim, Thal Oberfeld 9, Thal Hangstrasse 5, Staad

30. Dezember 1921 19. Mai 1933 17. März 1926 26. März 1929

Dezember 01. Engeler-Hüppi Karl 18. Tobler-Schmid Jakob

Blattenweg 6a, Staad Altersheim Trüeterhof, Thal

09. Oktober 1927 28. Februar 1925


Braunes Langohr: Das von Pro Natura gewählte Tier des Jahres kann seine Beutetiere nicht nut per Echo wahrnehmen, sondern hört sie mit seine Ohren auch krabbeln.

Bild: Dietmar Nill, Pro Natura

Das Braune Langohr ist das Tier des Jahres 2012. Die Fledermausart ist gefährdet. Vor allem in Kirchen fühlt das Braune Langohr sich wohl. Zum Beispiel in Buechen. Oder in Thal. DOMINIK BÄRLOCHER

Das Tier hat eine Körpergrösse von maximal 4 cm und fast vier cm lange Ohren, die beim Flug eingeklappt sind. «Es gibt die Braunen Langohren in der Seeregion», sagt Jonas Barandun, Koordinator des Fledermausschutzes der Kantone St. Gallen und beider Appenzell. Die Fledermausart ist, wie die meisten in der Schweiz, gefährdet. Das Langohr übernimmt eine wichtige ökologische Funktion: Es jagt Insekten, die es nicht nur mit der für Fledermäuse typischen Echolot-Ortung findet, sondern auch krabbeln hört. So hält die Fledermaus den Insektenbestand im Zaum. Wie viele Braune Langohren in der Region leben, kann Barandun nicht sagen, denn die Tierchen sind schwer aufzuspüren. Doch jedes Tier hinterlässt Spuren. Im Falle der Braunen Langohren ist das der Kot. Vor allem in Kirchen scheinen sich die Handflügler – so genannt, weil ihre Flügel eigentlich Hände sind – wohl zu fühlen: «Wir haben Spuren von ihnen in den Kirchen Thal, Buechen, Rorschach und Tübach gefunden.» (Bei den Fledermäusen in der Kirche Eichberg, über die schon öfter berichtet wurde, handelt es sich um andere Fledermausarten, nämlich das Kleine und das Grosse Mausohr.)


Den Ausscheidungen nach zu urteilen dürfte es sich in Buechen und Thal um kleine Kolonien mit weniger als einem Dutzend Tiere handeln. Einige Kolonien sind allerdings erloschen. Das bedeutet, dass keine Braunen Langohren mehr in den Verstecken wohnen. Die Gründe dafür bleiben aufgrund der schwer zu beobachtenden Lebensart der Tiere unbekannt. «Es kann gut sein, dass bei einer Dachrenovation ein Loch gestopft worden ist, das den Tieren als Ein- und Ausgang gedient hat», sagt er. Mit seiner Ernennung zum Tier des Jahres wird das Braune Langohr zum Botschafter für die Biodiversität. Den fliegenden Säugetieren dürfte das aber nicht so wichtig sein, denn sie kämpfen in der Schweiz ums Überleben. Laut Pro Natura machen zu sehr gehegte Waldstücke und baumlose Städte den Fledermäusen das Leben schwer. «Die Wälder selbst sind in der Region besser bewirtschaftet als noch vor 30 Jahren», erklärt Barandun. Die Fichten-Monokulturen sind in den Hintergrund gerückt, und es wird Totholz liegen gelassen. Dies bedeute Arten- und Futtervielfalt und biete Unterschlupf. Dennoch gehören die Braunen Langohren zu den gefährdeten Arten. Laut Pro Natura macht den Tieren die immer stärker überbaute Schweiz zu schaffen. Hecken und Bäume verschwänden, und so werden die für Menschen unhörbaren Schreie, deren Echo Fledermäuse zur Orientierung im Dunkeln nutzen, nicht mehr oder falsch wiedergegeben. Auch Barandun hat eine Vermutung: «Es ist fast sicher, dass die starke Lichtverschmutzung der überbauten Gebiete die Nahrung der Fledermäuse, also Insekten und Nachtfalter, verscheucht.» Damit würden die Fledermäuse seltener den Weg in die Städte wagen, da es zu wenig Futter gebe. Zudem werden alte Häuser, deren Dächer Schlupflöcher für die Fledermäuse bieten, renoviert oder abgerissen und mit dichten Betonbauten ersetzt.


Der Hausrotschwanz zeigt die Gefahren

(Bild: Burkhardt Marcel)

Zur Fokus-Art der Rebberge erklärt Viele Vogelarten leben auf Landwirtschaftsflächen und fressen dort Insekten. Setzt man Pflanzenschutzmittel gegen Schaderreger ein, kommen diese Insekten zwangsläufig mit diesen Mitteln in Kontakt. Riskieren Vögel krank zu werden, wenn sie solche Beute fressen? Um diese Frage zu klären, haben Fachleute von der Forschungsanstalt Agroscope nach geeigneten Vogelarten gesucht. Oft in den Rebbergen Den rötlichen Schwanzfedern verdankt der Hausrotschwanz seinen Namen. Dieser insektenfressende Vogel ist in der ganzen Schweiz zu Hause, besonders wohl fühlt er sich in den Rebbergen. Doch Reben werden oft mit Pflanzenschutzmitteln geschützt. Insekten – die Beute des Hausrotschwanzes – kommen zwangsläufig mit solchen Pflanzenschutzmitteln in Kontakt. Vielfrass unter den Vögeln Frisst ein Hausrotschwanz solche Insekten, kann er bei gewissen Pflanzenschutzmitteln krank werden oder sogar sterben. Und zwar weil der Hausrotschwanz ein regelrechter Vielfrass ist. Dadurch ist er die erste Vogelart in einem Rebberg, die gesundheitliche Probleme kriegen würde. Und deshalb haben ihn AgroscopeForschende zur sogenannten Fokus-Art der Rebberge gekürt. So können die Experten für jedes Pflanzenschutzmittel im Rebbau auf das Risiko für den Hausrotschwanz fokussieren. Gilt dieses Risiko als akzeptabel, sind auch die andern insektenfressenden Vögel auf der sicheren Seite. (pd)


Auch das Wild braucht Ruhezonen

Fatale Folgen kann es für Wildtiere haben, wenn sie von Menschen in ihrem Lebensraum gestört werden. Bild:Jean-Christophe Bott

Wildruhezonen sollen Wildtiere vor Schneesportlern schützen. Im Kanton St. Gallen wird die Missachtung dieser Zonen bereits geahndet, Ausserrhoden befindet sich noch in der Anfangsphase und will seine Massnahmen bekannter machen. KATHRIN REIMANN Im Allmeindswald bei Ebnat-Kappel dürfen die offiziellen Wege während des ganzen Jahrs nicht verlassen werden, in Pardiel oberhalb Bad Ragaz ist während der Skisaison der Zutritt verboten – beide Gebiete sind Teil der insgesamt 35 Wildruhezonen im Kanton St. Gallen. Diese verteilen sich auf 15 Gemeinden und erstrecken sich über das Oberland, das Obertoggenburg sowie die Churfirsten-Südflanke (siehe Grafik); die jeweils gültigen Vorschriften sind unterschiedlich. «Das Spektrum reicht vom Betreten nur auf bestimmten Routen bis hin zum totalen Zutrittsverbot», sagt Markus Brülisauer, Fachbereichsleiter Jagd im Amt für Natur, Jagd und Fischerei. Aufgelistet sind die Zonen auf dem vor einem Jahr vom Bund aufgeschalteten Portal www.wildruhezonen.ch. Nicht neu, aber sichtbar

Schutzgebiete, die den Zugang für Menschen einschränken, sind in den kom-

munalen Schutzverordnungen verankert. Im Bundesgesetz über die Jagd haben die Kantone den Auftrag erhalten, Wildtiere vor Störungen zu schützen. Wie das in den Kantonen umgesetzt wird, ist nicht vorgegeben. Eine neue Jagdverordnung tritt voraussichtlich am 1. Juni in Kraft. Diese präzisiert und definiert die Wildruhezonen: sie werden dann je nach Bedarf ausgedehnt oder ausgeschieden.


Die Zunahme von Sport- und Freizeitaktivitäten in der Natur erhöht auch den Bedarf an Schutzbestimmungen für Wildtiere. «Schneeschuhläufer oder Skitourenfahrer können das Wild aufschrecken, dadurch verliert dieses überlebenswichtige Energie», erklärt Brülisauer. Allerdings sei die Bestimmung von Wildruhezonen kein neues Phänomen, lediglich deren Sichtbarkeit wurde forciert. Etwa durch die Bundeskampagne «Respektiere deine Grenzen» oder die Aufnahme der Zonen in Skitourenkarten. «Teilweise sind die Zonen auch beschildert, es gibt hier aber noch viel zu tun. Auch was die Kontrolle der Zonen anbelangt», so Brülisauer. Dies wiederum bringe viel Arbeit mit sich und bedinge einen intensiven Kontakt mit den Gemeinden. «Momentan halten wir uns deshalb mit Ausdehnungen zurück.» Im Kanton St. Gallen wurden in diesem Winter zehn Personen wegen Missachtung der Wildruhezonen angezeigt oder auch verurteilt. Etwa Snowboarder, die innerhalb einer Wildruhezone gerettet werden mussten, oder ortskundige Toggenburger, die das Zutrittsverbot missachtet hatten. «Die Bussen betragen um die 500 Franken plus Gebühren», sagt Brülisauer. Ein solcher Betrag zeige dann hoffentlich Wirkung. «Gott sei Dank gehören solche Wintersportler aber zur Minderheit.» Dass die Wildruhezonen auch Konfliktstoff bergen und Unzufriedenheit hervorrufen, liege vor allem am mangelnden Wissen über die Schutzmassnahme. Kommunikation intensivieren

Auch im Ausserrhodischen gibt es Wildruhezonen. «Wir haben die Um-

setzung zügig an die Hand genommen», sagt Jagdverwalter Willi Moesch. Der Weg sei aber steinig und kompliziert gewesen, da drei Departemente und zwei Gemeinden involviert seien. Zudem habe es Einsprachen gegen die Zonen gegeben, die zuerst bereinigt werden mussten. Die Umsetzung der Wildruhezonen und die damit verbundene Markierung der Gebiete mit Tafeln erfolgten seit Ende November. «Von Erfahrungen können wir noch nicht sprechen», sagt Moesch. Dafür sei der Zeitraum zu kurz, auch ahnde man Verstösse gegen regelkonformes Verhalten vorerst noch nicht; zuerst wolle man aufklären. «Wir haben festgestellt – vor allem auf der Schwägalp –, dass der Sinn dieser Zonen für einen Teil der Wanderer und Sportler schwierig zu verstehen ist.» Um das Wissen darüber in der Bevölkerung zu verbreiten, werde ein Flyer gestaltet, der voraussichtlich im Herbst verteilt wird. «Gleichzeitig wollen wir dann auch die Kommunikation verbessern und vor den Medien über unsere Erfahrungen berichten.» Keine Wildruhezonen

Keine Wildruhezonen kennen Appenzell Innerrhoden und der Thurgau. «Die

Landsgemeinde hat 2009 Nein gesagt. Viele dachten wohl, Ruhezonen brächten zu grosse Einschränkungen mit sich», sagt der Innerrhoder Jagd- und Fischereiverwalter Alfred Moser. Das Fehlen solcher Zonen gebe ihm – gerade angesichts dieses Winters – aber zu denken. «Wir haben statt Ruhezonen eine Thurgauer Spezialität: Ruhige Waldzonen», so Roman Kistler, Amtsleiter der Jagd- und Fischereiverwaltung. Dort dürfe der Bürger zwar machen, was er wolle, jedoch sei das Errichten von Infrastruktur, wie etwa Feuerstellen oder Vita-Parcours, verboten.


Im Einsatz für die Allgemeinheit

Ornithologischer Verein Thal Der Ornithologische Verein Thal gehört zu den Vereinigungen, die vielen Menschen nützliche Dienste erweisen. Sie leisten auch der Gemeinde und der gesamten Bevölkerung durch ihre Mithilfe an der Bewältigung öffentlicher Aufgaben grosse Arbeit. Als die Gemeinde 1978 «am Bach» dem Verein am Ufer des Gstaldenbaches Land im Baurecht für Kleintierställe zur Verfügung stellte, konnte sich der Verein weiter entwickeln. Dass im Verein ein gutes Klima herrscht, bezeugt die Tatsache, dass die Vorstandsmitglieder jahrzehntelang ihre Pflicht mit Freude erfüllen. Der jetzige Präsident Ueli Kuhn steht im 19. Präsidialjahr. Sein Vorgänger Jakob Egger versah das Präsidium 29 Jahre, der gegenwärtige Aktuar Tizziani ist sogar seit 47 Jahren im Amt! Hut ab, vor solch langfristigen Einsätzen zugunsten Natur und Menschen. Umfangreiches Tätigkeitsfeld Der Verein mit seinen fleissigen, einsatzbereiten Mitgliedern pflegt ein breites Tätigkeitsfeld: Aufhängen und Pflege von Vogelnistkästen in den Gemeinden Thal und Rheineck (über 400 Stück), Organisation von Tierausstellungen, Züchten von Qualitätstieren, Pflege einheimischer Vogelarten, Tierausstellung am Jahrmarkt im «Ochsen»-Saal in Thal, Alteisensammlung in der ganzen Gemeinde, Teilnahme und Durchführung von Kantonal- und Bezirks-Ausstellungen. Zahlreiche Gold und Silbermedaillen zeugen von der guten Arbeit der Thaler Ornithologen. 33 Jahre Alteisensammlung über 100 Tonnen Seit 1978 führt der Ornithologische Verein auf freiwilliger Basis die Alteisensammlung durch. Dafür werden jeweils vier Tage benötigt, zwei für die inneren und zwei für die äusseren Rhoden. Gewaltige Mengen an Eisen, Buntmetallen, Elektro- und anderem Schrott, Velos und vieles mehr sammeln sich an. Eine grossartige, uneigennützige Arbeit, die für die Gemeinde geleistet wird. Mit dem Einsammeln ist die Arbeit nicht beendet. Anschliessend erfolgt die zeitaufwendige Ausscheidung und das Sortieren in die verschiedenen Metallarten wie Kupfer, Messing, Stahl, Eisen gegossen oder gepresst, auch Aluminium und Kunststoffe. Sie werden in der Regel von pensionierten OV-Mitgliedern besorgt. In den 33 Jahren der Sammeltätigkeit sind über 100 Tonnen Alteisen eingesammelt und an die Alteisenverwerter weitergeleitet worden. Welch prächtige Summe an Steuergeldern die Gemeinde sparen konnte, sei der Berechnung eines jeden Lesers selber überlassen. Dieser Frondienst nützt der Gemeinde und schont das Steuerportemonnaie eines jeden Steuerzahlers. Herzlichen Dank allen OVT-Mitgliedern! Jugend für Natur begeistern Der Verein fördert auch die Jugend. Der Nachwuchs will auch sichergestellt sein. Jungzüchter werden ist eine grosse Ambition, mit Tieren umzugehen und sich mit der Natur vertraut zu machen, die Nützlichkeit von Kleintieren, Vögeln, Geflügel und Kaninchen kennenzulernen. Jugendgruppen kreieren Ausstellungsobjekte, Vogelkäfige, Gestaltung von Teichen und Tierbehausungen und sie wirken auch an Waldweihnachten mit. Pflege von Flora und Fauna Die Gemeinde Thal mit Seeufergebiet und Altenrhein-Mündung ist ein besonderes Eldorado für Natur- und Vogelschutz. In Altenrhein und im «Fuchsloch» (Gebiet zwischen Staatsstrasse und Eisenbahnlinie) pflegen die Naturschützer und die Ornithologen respektable Flächen freier, geschützter Natur. Die Fuchslochweiher


sind besonders sehenswert. Hier können Tiere und Pflanzen bewundert werden, die viele nicht kennen oder noch nie gesehen haben. Ein Spaziergang vom Buriet zum Pappelweg an den Seegraben, ins Fuchslochgebiet und weiter über die Bützelstrasse via «Rüti» zum Bützelgraben oder nach Buechen ist sehr erlebnisreich. Altenrhein bietet ebenfalls besondere Naturschönheiten, dem Seeuferweg entlang von Staad nach Altenrhein. Die vielen verschiedenartigen Wasservögel zu beobachten ist ein besonderer Hochgenuss. Wo finden wir schönere Weiden- und Pappelalleen als in Altenrhein? Weiden sind übrigens auch das Wahrzeichen des Altenrheiner Wappens. Also, gehen wir auf den Dammweg. Er beginnt beim Hafen Altenrhein noch als gewöhnlicher Fussweg. Beim «Gonten» ist der Fussweg erhöht. Das ist die Sicherung des Geländes gegen Hochwasser. Welche Naturerlebnisse sind hier zu geniessen! „Gwundrige“ schlüpfen durch das mannshohe Schilf entlang dem Pfad zum Seewasserspiegel. Rechtsseitig vom Weg präsentieren sich weitere Schilffelder, Pfützen, Wasserpflanzen, Riedboden und Weidenbäume. Beim «Weissen Haus», dem nördlichsten Zipfel der Gemeinde Thal, sind wir am Alten Rhein gelandet. Beim Rechtsabbiegen zeigt sich uns eine interessante Ufergegend, die auf uns einwirkt, hinauf bis zum «Bisewäldeli». Ein wunderbares Naturschutzgebiet und Aktionsland für unsere Ornithologen und Naturschützer. Ein Grund mehr, den Verein in seiner interessanten Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Hans Müller

Nistkasten OVT Steinig Tisch

Naturschutzgebiet Fuchsloch


Wölfe in Thal Seit einigen Wochen sind auf dem Thaler Gemeindegebiet Wölfe gesichtet worden. Meistens tauchen sie in einem Rudel auf, nur 1 Mal pro Woche im Laufe eines Nachmittags. Auffallend ist, dass sie auf Wanderwegen aktiv sind. In Wirklichkeit sind es Thaler Männer im Ruhestand, professionell ausgerüstet mit allen nötigen Werkzeugen, um die Fusswege zum pflegen, welche mit gelben Wegweisern markiert sind. Bis jetzt waren es bereits 4 Einsätze mit 11 bis 15 Mann im Bereich Bässenweg und Murweg. Es sind total 22 Mitglieder, welche Freiwilligen – Arbeit leisten. Die Gemeinde unterstützt die Gruppe mit Werkzeugen, Material, Maschinen oder Transporten. Periodisch erfolgt ein Rapport über die geleisteten Arbeiten. Teilweise wird mit dem Bauamt zusammen gearbeitet und koordiniert. Das Ziel ist, die Wanderwege von Thal attraktiv zu gestalten, sodass sich möglichst viele Thaler, aber auch Wanderer aus nah und fern auf diesem schönen Weg – Netz begegnen. Also greifen die <WANDER – WEG – WÖLFE – Thal> den Grundeigentümern unter die Arme und suchen mit ihnen auch eine Zusammenarbeit. Man kann sich in vielen Fällen sehr gut vorstellen, dass die Wanderwege den Grundeigentümern nicht viel nützen. Darum ist es umso wichtiger, dass so wertvolle Spazierwege nicht vernachlässigt werden oder irgendwann nur noch mühsam begehbar sind, beziehungsweise gefährlich sind.Es kann bereits viel Dankbarkeit entgegengenommen werden, und die Idee ist rundherum auf grosses Lob gestossen.Und im Wolf – Kässeli ist auch schon ein Betrag drin, der es erlauben wird auch einmal den Heisshunger der Schar mit einem warmen Essen zu stillen.Warum der Name „Wölfe“? Er ist das Resultat einer Abstimmungs – Mehrheit .Es gibt in Thal den Weiler „Wolfsgrube“ seit Jahrhunderten, und zufällig haben da 2 der Mitglieder sogar längere Zeit gewohnt, also ist dieser Name naheliegender als Tiger, Panther oder Pumas.Ein sozialer Gedanke steckt auch dahinter: Sich regelmässig treffen, ein sinnvolle Arbeit anpacken, neue Beziehungen untereinander und zur Bevölkerung pflegen und gemeinsam am Feierabend zusammen sitzen, plaudern und lustige Geschichten aus früheren Zeiten erzählen. Da sind bis jetzt schon unzählige Dorfgeschehnisse ausgiebig belacht worden ! Wir freuen uns auf viele Begegnungen auf schönen Naturwegen. Im Namen der <wwwt> Max Tanner-L.


Dammbau auf letzten 170 Metern

Am renaturierten Flussufer im heute noch gesperrten Bereich «Paradiesli» plant der Thaler Gemeindepräsident Robert Raths einen Fussweg, direkt unterhalb des Damms. (Bild: Hanspeter Schiess)

ALTENRHEIN. Im Mündungsbereich des Alten Rheins steht das langjährige Gestaltungsprojekt der Internationalen Rheinregulierung vor der Vollendung. Für die umstrittenen letzten Meter Hochwasserdamm sind allerdings noch Enteignungen nötig. MARCEL ELSENER Von einer «unendlichen Geschichte» spricht Rheinbauleiter Daniel Dietsche, die man «jetzt gern beenden würde, auch weil die dauernde Baustelle doch alle nervt». Die Rede ist vom letzten Abschnitt des Jahrhundertprojekts «Endgestaltung Alter Rhein»: 170 Meter Dammerhöhung vor dem Rheinspitz fehlen, dann wäre das seit 2005 realisierte «Vorzeigeprojekt für Hochwasserschutz und ökologische Aufwertung», wie es die Internationale Rheinregulierung nennt, abgeschlossen. Zwölf grössere Massnahmen vom Bruggerhorn in St. Margrethen über Eselschwanz bis zur Mündung in Altenrhein wurden realisiert, die auf den Staatsvertrag von 1892 zurückgehen und die Schweiz 25 Millionen Franken kosten, wovon 20 Prozent den Kanton St. Gallen. Fünf Grundstücke umstritten Die 170 Meter, zehn Prozent der 1,5 Kilometer Flussufergestaltung im Mündungsbereich, haben es in sich: Seit 2009 ruhen hier die Bauarbeiten, weil sich fünf Grundeigentümer mit Einsprachen gegen die Terrainerhöhungen auf ihrem Land wehrten – vor allem im Hinblick auf den von der Gemeinde geplanten Fussweg.


Der Abschnitt ist einer überregionalen Öffentlichkeit wegen der Ausflugsbeiz Paradiesli mit Bootstankstelle bekannt, das allerdings aufgrund seiner etlichen halb- und illegalen Anbauten und Nutzungen geschlossen worden ist. Zwar wurden auch hier die Bootsplätze aufgehoben und natürliche Flachwasserzonen aufgeschüttet, doch der Hochwasserdammbau ist blockiert. Nach diversen Verhandlungsrunden ist die Geduld der Wasserbauleute erschöpft: Mit fünf Grundstückeigentümern konnten mittlerweile GrunddienstbarkeitsVerträge abgeschlossen werden, jedoch bleibt bei weiteren fünf nur der Weg über Enteignungen. Gemeinde plant einen Uferweg «Wir haben ein rechtskräftiges Projekt», sagt Dietsche, «und aufgrund des öffentlichen Interesses für den Hochwasserschutz ist diese Massnahme angebracht.» Die Enteignungsverfahren gegen die fünf Eigentümer, wovon zwei dauerhafte Anwohner und drei Ferienhausbesitzer, betreffen die vorübergehende Beanspruchung von durchschnittlich 60 Quadratmeter Boden. Dies, um das Terrain auf das Schutzziel von 398,30 m ü. M. anzuheben. Aufgrund früherer Einspracheregelungen verzichte man auf eine Wegführung auf dem Damm, begrüsse jedoch seitens des Rheinbaus einen Fussweg unter der Dammkrone. Mit einem Meter Höhenunterschied und geschickter Bepflanzung seien die Anwohner vor den befürchteten Blicken unzähliger Spaziergänger geschützt, glaubt Dietsche. Der Flussuferweg ist allerdings Sache der Gemeinde. Sobald der Hochwasserschutz auf Höhe «Paradiesli» rechtskräftig realisiert ist, möchte Thal den südlich bereits beliebten Weg auch auf diesem Teilstück realisieren. «Die Öffentlichkeit wartet nun schon zu lange auf diesen Weg», sagt Gemeindepräsident Robert Raths. Man habe viele Auflagen seitens der Einsprecher geprüft und erfülle sie teilweise. Der Weg soll «so tief als möglich geführt werden, damit die Belästigung für die Anwohner so gering wie möglich ist». Auch Raths Geduld hat Grenzen: «Ich wünsche mir, dass der gesunde Menschenverstand vor Eigeninteressen und Boshaftigkeit obsiegen kann.» Die neue Umgebung verspreche für «Anwohner, Einwohner und Touristen ein tolles Nebeneinander», weiss Raths. Er hoffe auf «das Verständnis der Involvierten für die Anliegen der Öffentlichkeit». Bestenfalls kann der Damm nach zwei «verlorenen» Jahren diesen Sommer gebaut und der Fussweg dann aufgelegt werden.


Besuch im Kuhstall

Die Stallbewohner lassen sich von den gefiederten Gästen nicht beim Essen stören. (Bild: Beat Schönenberger)

Woher kommt die Milch? Eine Antwort gibt's im Kuhstall. Am Samstag können in der ganzen Schweiz Bauernhöfe besucht werden. Auch die Familie Messmer in Thal öffnet die Stalltür. BEAT SCHÖNENBERGER Es herrscht Betrieb auf dem Bauernhof Rosentürmli: Gerade schaute die Gruppe einer Kinderkrippe herein, und eine Schulklasse kam kurz vorbei. «Der Stall ist offen für alle», sagt Bäuerin Antonia Messmer. Seit 20 Jahren führt sie zusammen mit ihrem Mann Alfred und vier Kindern den Hof am Dorfrand von Thal. Jeder der vorbeispaziert, kann einen Blick in den Stall werfen. Auch am Samstag, dem nationalen Tag der Milch, im Rahmen der schweizweiten Stallvisite-Aktion. Viele Standbeine Auf und rund um Messmers Hof gibt es viel zu sehen: Hennen, Milchkühe, Gänse, Reben und den obligaten Hofhund. Wer besonders interessiert ist, kann auf dem Hof die Ferien verbringen. Im Rosentürmli, einem denkmalgeschützten Riegelbau, werden zwei Wohnungen vermietet. Zudem wurde das historische Weinpresse-Haus umgebaut, auch dort können nun Gäste übernachten. Wem dies zu bequem ist, der darf auch im Stroh schlafen. Im Hofladen des Rosentürmlis können unter anderem Marmelade, Sirup, Eier oder Wein gekauft werden – der Betrieb hat viele Standbeine. Sei es der Direktverkauf, der Agrotourismus, der Weinanbau oder die 400 Hochstamm-Obstbäume: Von einer einzelnen Einnahmequelle könnte die Familie kaum leben. Obwohl der Milchpreis seit 20 Jahren sinke, sei sie trotzdem gerne Landwirtin, sagt Antonia Messmer. Besonders der sorgfältige Umgang mit der Natur sei ihr wichtig. Ausserdem sei man sein eigener Chef.


Unwissende Konsumenten Die Naturverbundenheit scheint laut dem Landwirtschaftlichen Informationsdienst vielen Leuten abhanden gekommen zu sein. Es herrsche eine zunehmende Entfremdung zwischen Konsumenten und Bauern. Damit dieser Graben überwunden werden kann, wird ab Samstag die Stallvisite durchgeführt. Der Landwirtschaftliche Informationsdienst organisiert den Anlass seit 2005. In der ganzen Schweiz öffnen rund 270 Bauern der Bevölkerung ihre Stalltüren. Dann kann laut dem Veranstalter die Produktion von Fleisch, Milch und anderen Nahrungsmitteln hautnah erlebt werden. Damit soll erreicht werden, dass die Menschen in der Schweiz wieder besser über die Herkunft und Saisonalität von Lebensmitteln Bescheid wissen. Antonia Messmer und ihr Mann beteiligen sich schon seit dem ersten Jahr an der Aktion. Es sei ihnen wichtig, dass die Leute sehen, wie die Lebensmittel produziert werden, woher die Produkte stammen, die im Ladenregal stehen. Es seien schon Kinder hier gewesen, die glaubten, die Milch komme nicht von der Kuh, sondern aus der Migros. Der Hof wird auch regelmässig von Schulklassen besucht. SchuB, Schule auf dem Bauernhof, heisst das Projekt, das ebenfalls der Landwirtschaftliche Informationsdienst ins Leben gerufen hat. Dabei müssen sich die Lehrkräfte bei den Landwirten anmelden und ein Lernziel festlegen. Zum Beispiel das Thema «Huhn»: Nebst einem theoretischen Teil können die Kinder auf dem Hof Hühner einfangen, streicheln, oder Eier sammeln. Melken ab 6 Uhr Dem Bauernhof kann man immer einen Stallbesuch abstatten. Am Samstag rät Antonia Messmer aber dazu, am späteren Nachmittag vorbeizuschauen. Ab sechs Uhr kann man Alfred Messmer beim Melken zuschauen.


Reinspringen in die Arbeit

Drei Jugendliche und ihre Betreuer Rob van der Linden, Damian Gött, Hans-Jakob Bärlocher (hinten von links) sowie Hausoberer Stephan Dähler und Bruder Markus (vorne von links) Text und Bild : Marianne Bargagna

Dort, wo der älteste Mammutbaum der Schweiz steht, engagieren sich Jugendliche in der Gartenpflege. Die Firma Rheinspringen hat das Projekt initiiert, das den Jugendlichen Gelegenheit gibt, die Arbeitswelt kennenzulernen. Aus der Zeit der Fürsten von Hohenzollern stammt der Park rund ums Gymnasium Marienburg. Noch nicht ganz so alt ist die St. Galler Firma Rheinspringen. Seit 2007 unterstützt sie junge Leute auf dem Weg in die Arbeitswelt. Für bis zu acht Jugendliche aus dem Kanton ist der Park eine Station auf diesem Weg. Hierher geführt hat sie Damian Gött, einer der Rheinspringen-Gründer und ehemaliger Schüler am Gymnasium Marienburg. Kein Wunder also, dass ihm, als er beim Hausoberen der Steyler Missionare, bei Stephan Dähler, anklopfte, die Türen geöffnet wurden. «Im Garten gibt es immer etwas zu tun», sagt Dähler. Zum Beispiel in der Mariengrotte, die dieses Jahr 75jährig wird. Sie ist etwas verwittert. Die Steinstufen zur Grotte bröckeln. Genug Arbeit also für die Jugendlichen. Kräftig stechen sie die Schaufeln in die Erde. Karren das ausgehobene Erdreich weg. Entfernen schadhafte Steine, einheimische Sandsteine, ersetzen diese mit ganzen, die sie im Steinbruch Bärlocher in Staad holen können. Dabei steht ihnen der Betreiber des Steinbruches, HansJakob Bärlocher, mit Rat und Tat zur Seite. Im Park selber werden die Jugendlichen von Landschaftsgärtner Rob van der Linden angeleitet. Ist die Mariengrotte restauriert, ist die Arbeit im Park aber noch lange nicht getan. Wiesen müssen gemäht, Sträucher gepflegt werden. Und im Herbst muss unter anderem Laub zusammengerecht werden. Auch dann kann Bruder Markus, der in der Marienburg für die Umgebung verantwortliche Steyler Missionar, auf die tatkräftige Unterstützung der Jugendlichen zählen, denn das Projekt läuft bis November.Damian Gött erklärt das Ziel des Projektes: Die Jugendlichen sollen auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorbereitet und erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert werden. Mit der Pflege der Gartenanlage erhielten sie eine gute Gelegenheit, die Arbeitswelt kennenzulernen und sich praktisch und sozial zu engagieren. Für Damian Gött eine gute Schulung. Denn die Jugendlichen lernten so auch Pünktlichkeit und Verbindlichkeit. Und mit einem Blick auf die jungen Männer im Park der Marienburg stellt er fest: «Sie haben Energie, wollen anpacken.»


Altes Haus, gut gewappnet

Stolz auf das restaurierte Wappen von Fürstabt Josef von Rudolfi: Rossano und Ines Sarcinella (rechts) und Restaurator Tobias Hotz. (Bild: Marianne Bargagna) THAL. 250 Jahre alt ist das Haus, das an der Wachtstrasse 21c in Thal steht. Auch das Wappen des Fürstabtes Josef von Rudolfi, lange Zeit kaum beachtet. Jetzt haben es die Besitzer Rossano und Ines Sarcinella restaurieren lassen. MARIANNE BARGAGNA Das Haus an der Wachtstrasse 21c fällt eigentlich kaum auf. Abseits der vielbefahrenen Durchgangsstrasse steht es. Und wer es sieht, würde kaum vermuten, dass dieses Haus einst dem Abt von St. Gallen gehörte. Seit Ende 2007 gehört es Rossano und Ines Sarcinella. Sie benützen es nicht, wie dereinst die fürstäbtlichen Gäste, als Feriendomizil, sondern als festen Wohnsitz. Und sie fühlten sich wohl in diesem alten ehrenwerten Haus, das im Ortsbildinventar der Gemeinde Thal als wertvoll eingestuft ist. Von der Fassade ins Atelier Kein Wunder also zeigte die Denkmalpflege Interesse daran, dass das steinerne Wappen erhalten bleibt. Lange Zeit war es direkt unter dem westlichen Hausgiebel angebracht. Als sich Sarcinellas entschieden, diese Fassade zu renovieren, war der Zeitpunkt gekommen, auch das Wappen zu restaurieren. Und wieder an den ursprünglichen Ort zu montieren? Nein, das wollten Sarcinellas nicht. Sie wollten, dass man dieses etwa 150 Kilogramm schwere und etwa 80 mal 59 Zentimeter grosse Kleinod ohne Halsverrenkungen bewundern


kann. So entschieden sie sich, es dort, wo einst der Briefkasten hing, zu montieren, nämlich direkt neben der Haustüre. Für den Restaurator Tobias Hotz aus Weinfelden ein guter Entscheid. So wurde das Wappen während der Erneuerung der Westfassade entfernt und ins Atelier von Tobias Hotz gebracht. Die Restaurierung Hotz steht vor dem Wappen, erklärt, dass es aus einheimischem Sandstein gehauen worden und irgendwann, in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts, restauriert worden sei. Was für ihn, den diplomierten Konservator und Restaurator, bedeutet habe, das Wappen wieder zu entrestaurieren, also die damals mit zementhaltigem Mörtel restaurierten Stellen wieder zu entfernen. Aber auch Moos und Flechten mussten entfernt werden. Und die stellenweise mürbe Substanz verfestigte Hotz, indem er sogenanntem flüssigen Quarz einbrachte. Keine Arbeit, die in wenigen Stunden erledigt ist. Und eine Arbeit, die etwa 10 000 Franken kostet. Die Denkmalpflege leiste einen Beitrag von ungefähr 60 Prozent, sagt Rossano Sarcinella. Das Wappen Jetzt hängt das Wappen für jeden Gast der Sarcinellas gut sichtbar neben der Haustür. Nachforschungen haben ergeben, dass es sich um das Wappen von Fürstabt Josef von Rudolfi, gestorben 1740, handelt. Es zeigt im Feld oben links das Wappentier der Abtei St. Gallen, den Bär. Rechts davon ist das Lamm Gottes zu sehen. Im Feld unten rechts erkennt man die Dogge, das Wappentier des Toggenburgs, das jahrhundertelang dem Kloster unterstand. Und links davon ist das Familienwappen des Abtes von Rudolfi zu sehen, ein sogenannter wachsender Steinbock. «Gekrönt» werden diese Bilder von einer Mitra, einer Bischofsmütze. Und schliesslich sind auch zwei gekreuzte Bischofsstäbe zu erkennen. Rossano Sarcinella überlegt sich nun, das Wappen vor Wind und Wetter zu schützen, mit einer Plexiglasscheibe vielleicht. Für den Restaurator Tobias Hotz eine gute Idee.


Vom Wohnhaus zum Schulhaus

Das Schulhaus Altenrhein ist in die Jahre gekommen. Schulpräsident Heinz Herzog (links) und Schulrat Peter Felder stellen das Umbauprojekt vor. (Bild: Lea Müller)

Die Gemeinde Thal will das fast 60-jährige Schulhaus in Altenrhein sanieren und umbauen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger entscheiden an der Urnenabstimmung vom 17. Juni über den Kredit von 2,7 Millionen Franken. LEA MÜLLER ALTENRHEIN. Das im Jahre 1954 erbaute Primarschulhaus in Altenrhein hat Charme. Unterrichtet wird in kleinen, aber gemütlich eingerichteten Zimmern. Doch ein genauerer Blick ins Innere des Gebäudes zeigt: Die Räume sind sanierungsbedürftig. «Seit dem Bau des Hauptgebäudes und des seitlichen Anbaus wurden keine grösseren Renovationsarbeiten mehr durchgeführt», sagt Schulrat Peter Felder, der die Projektgruppe «Umbau Schulhaus Altenrhein» leitet. Sicherheitstechnische Mängel würden eine Sanierung unumgänglich machen. Unter anderem erfüllen die Treppe und die Holzdecke im Erdgeschoss die feuerpolizeilichen Anforderungen nicht mehr. Auch an den Wasser- und Heizleitungen hat der Zahn der Zeit genagt. Früher Wohnungen Am augenfälligsten ist der Umbaubedarf aber in den Unterrichtszimmern: Hier wurden vor wenigen Jahren Wohnräume zu Schulräumen umfunktioniert. In den Zimmern finden nur kleine Lerngruppen Platz. Im grössten Raum ist heute eine erste Klasse mit 16 Schülerinnen und Schülern untergebracht. «Bei einer grösseren Klasse wäre der Unterricht nicht mehr möglich», sagt Schulratspräsident Heinz Herzog. Im Hinblick auf die schwankenden Schülerzahlen in Altenrhein müsse der Platz im Hauptgebäude besser genutzt werden


können. Durch den geplanten Umbau sollen zwei neue grosse Schulzimmer und weitere Gruppenräume entstehen. «Im Prinzip bauen wir ein ehemaliges Wohnhaus in ein richtiges Schulhaus um», sagt Peter Felder zusammenfassend. Das Dach wird flacher Der Hauptbau mit dem markanten Satteldach ist das Bindeglied zwischen Turnhalle und Flachdach-Neubau aus den späten Siebzigerjahren. Das Umbauprojekt sieht nun vor, das Dachgeschoss des Hauptgebäudes in ein Vollgeschoss umzubauen. Anstelle des Werkraums und der ehemaligen Lehrerwohnung sollen ein vollwertiges Schulzimmer, ein Gruppenraum und weitere Therapieräume entstehen. Der Werkraum ist neu neben dem Handarbeitszimmer im Erdgeschoss vorgesehen. Durch den Umbau ergibt sich eine geringere Dachneigung. «Die Gesamthöhe des Gebäudes wird aber nur unwesentlich erhöht», sagt Heinz Herzog. Im ersten Obergeschoss soll die ehemalige Hauswartwohnung ebenfalls in ein grosses Schulzimmer umgebaut werden. Im bestehenden kleinen Schulzimmer ist Platz für die Bibliothek und den Logopädie-Unterricht. Die Treppe von den oberen Stockwerken ins Erdgeschoss wird nach aussen versetzt und verbreitert. Kindergarten wird abgebrochen Die grösste Veränderung im Erdgeschoss betrifft den Haupteingang. Neu wird er mit dem Eingang zur Turnhalle zusammengelegt. Der bestehende Windfang und die Pausenhalle müssen entsprechend vergrössert werden. Der ehemalige Haupteingang wird als Raum für den Hauswart umgenutzt. Auch die Fassade des Schulhauses Altenrhein wird sich laut den Umbauplänen verändern: Die bestehenden einzelnen Fenster werden aufgehoben und durch eine durchgehende Fensterreihe ersetzt. Der ehemalige Kindergarten links neben der Turnhalle wird laut Projektleiter Peter Felder abgebrochen. «Das Gebäude ist in einem so schlechten Zustand, dass viel zu hohe Heizkosten entstehen», erklärt er. Die dort untergebrachte Bibliothek wird ins Hauptgebäude gezügelt. Hohe Kosten verursacht auch die alte Ölheizung im Hauptgebäude. Da sie laut Peter Felder nicht mehr zuverlässig funktioniert, muss sie in jedem Fall ersetzt werden. Vorgesehen ist eine Pelletsheizung. 2,72 Millionen Franken Kosten Der geplante Umbau des Primarschulhauses in Altenrhein kostet nach Angaben von Schulratspräsident Heinz Herzog etwa 2,72 Millionen Franken. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger aus Thal entscheiden am 17. Juni an der Urne über den Kredit. Sagen sie Ja zum Umbauprojekt, könnte im Sommer 2013 mit dem Bau begonnen werden.


Holzklasse auf dem Friedhof

Roland Thommen vor der Kirche zu Thal. Im Turm wird ein Teil des evangelischen Archivs aufbewahrt. (Bild: Michael Hirtl)

THAL. Ein Jahr lang ordnete Roland Thommen das Archiv von Evangelisch-Thal. Dabei stiess der Pensionär aus Rorschacherberg auf Geschichten und Anekdoten. Dabei ist etwa von Zankereien in der Kirche und Sperrsitzen auf dem Friedhof die Rede. MICHAEL HIRTL

«Wir sind alle Brüder und Schwestern, dies wurde mir beim Ordnen der vielen Korrespondenzen bewusst», sagt Roland Thommen. Das Archiv geht bis über zwölf Generationen zurück. Die eine oder andere Kreuzung zweier Blutbahnen ist da schon gewiss. Während des Ordnens des Archivs durchströmten den Pensionär unterschiedliche Emotionen. Manche Geschichten sind sonderbar, andere lustig und wieder andere einfach nur seltsam. Thommen ist in Rorschach und Umgebung kein unbeschriebenes Blatt. Viele kennen ihn als Marathonläufer oder ehemaligen Berufsschullehrer. Familie hat grossen Stellenwert Wieso Roland Thommen das Archiv von Thal ordnet und nicht das von Rorschach, ist rasch erklärt. «Ich bin in Wienacht aufgewachsen, dessen Kirchengemeinde Thal ist», sagt er. «Im Thaler Archiv konnte ich mehr über meine Familie erfahren.» Doch er ist nicht nur auf der Suche nach seiner Familie, oft hilft er seinen Mitmenschen, ihre Vorfahren in den alten Schriften wiederzufinden. Begonnen hat alles schon vor über 50


Jahren, als Thommen und seine beiden Kinder Abschriften von sämtlichen Geburtenbüchern, Ehe- und Todesregistern erstellten. Viele ältere Bücher sind seither verschwunden. Ein weiterer Anstoss für Thommen, der sich auf dessen Suche begab. Andere Machtverhältnisse Viele Geschehnisse der vergangenen Zeit sind kaum mehr denkbar. So wäre es heute wohl unvorstellbar, dass in der Kirche die Plätze nicht frei wählbar, sondern zugeteilt werden, um Streitigkeiten zu vermeiden. Oder die Öffentliche zur Schaustellung von Sündern, indem sie zur Bestrafung eine Runde um die Kirche laufen mussten. Ein noch schöneres Beispiel bietet das von der Kirche ausgesprochene Ausschankverbot. Es besagt, dass Gastwirtschaften Sonntags während des Kirchengangs keinen Alkohol ausschenken durften. Auch dieses Verbot wäre heute aufgrund des wirtschaftlichen Drucks wohl kaum realisierbar. Auch die ansonsten mühsame Suche nach Sponsoren für die Errichtung einer neuen reformierten Kirchgemeinde im Seebezirk war in der Vergangenheit einfacher. So führt Dekan Niederer im Jahre 1838 kurzerhand eine «Liebessteuer» ein. 77 Gulden und 42 Kreuzer kamen zusammen. Das Schreiben des werten Dekans schliesst mit: «Möge Gott diese Gabe der Liebe den Gebern belohnen.» Leben verlängern Im Archiv existieren unzählige Akten mit interessanten Geschichten. «Nachdem ich alle Korrespondenzen durchgearbeitet habe, bin ich eher bescheiden als Stolz. Denn jede Familie oder Gemeinde hat ihre Lichtund Schattenseiten», sagt Roland Thommen. «Für mich war das Ordnen des Archivs wie ein Marathon. Es gab keine Action, ich war für mich allein und konnte es geniessen. Auf jeden Fall hat es mir Spass bereitet. Den Blickwinkel in die Vergangenheit zu vergrössern, kann einem das Leben verlängern.


Mit Improvisation zum Text

Noch wenige Wochen bis zur Premiere: Die Theatergruppe Sinnflut probt die Schlussszene von «Lang lebe Ned Devine». (Bild:: Lea Müller)

Das Rorschacher Theater Sinnflut probt die irische Komödie «Lang lebe Ned Devine». Dabei hält Kristin Ludin alle Fäden in den Händen. Unter ihrer Regie müssen die Schauspieler ihre Texte aber nicht strikt auswendig lernen. LEA MÜLLER In kürzester Zeit die Alltagssorgen abstreifen, in eine andere Figur schlüpfen und den Text im Kopf präsent haben – der Wechsel vom realen Leben zu jenem auf der Bühne ist keine einfache Sache. Die Laienschauspieler des Rorschacher Theaters Sinnflut meistern diese Herausforderung bei den Proben aber sichtlich gekonnt. Das hat einerseits damit zu tun, dass viele von ihren bereits alte Hasen sind in der Theaterwelt. Andererseits haben sie das aber auch ihrer Regisseurin Kristin Ludin zu verdanken. Denn klassisches Auswendiglernen von Texten und striktes Proben gehört nicht zur Philosophie der Thaler Theaterpädagogin. Unter ihrer Regie müssen die Schauspieler improvisieren und dürfen sich auch mal vor lauter Lachen die Bäuche halten. Neue Fassung geschrieben Bei den Proben im Pestalozzischulhaus versammeln sich alle Schauspieler im Kreis um Kristin Ludin. Nach Übungen für Stimme und Aussprache werden Grimassen geschnitten, also die Gesichtsmuskeln trainiert. Dann gehen alle kreuz und quer durch den Raum, bewegen sich abwechselnd als Theaterfigur und wieder als eigene Person. Dann nimmt jeder als Figur eine typische Pose ein und spricht laut einen Satz. Kristin Ludin hört genau hin, korrigiert Betonung und Aussprache. Dann gibt die Regisseurin eine neue Aufgabe: Sie be-


schreibt den Ablauf einer kurzen Szene, die so aber nicht im Stück vorkommt. Die Schauspieler müssen sich spontan darauf einlassen und improvisieren. «So lösen wir uns vom Auswendiggelernten in unseren Köpfen und finden spielerisch zu unserem Stück», erklärt Kristin Ludin. Dank des Improvisierens entstand während der ersten Probezeit Spielmaterial für die Rohfassung des Stücks. «Ich konnte viele Ideen der Schauspieler einfliessen lassen», erzählt die Regisseurin. Sie hat aus den Drehbüchern zum Film «Waking Ned» von Kirk Jones eine neue Fassung für die Theatergruppe Sinnflut geschrieben. Das ausgewählte Stück beschreibt sie als witzige und liebliche Geschichte, in der viele verschiedene Typen von Figuren auftreten. «Aus diesem Stoff konnten wir eine Inszenierung machen, die das Publikum berühren wird.» Unverhoffter Geldsegen Die Geschichte spielt in Tully More, einem kleinen Dorf in Irland. Just in dem Moment, als Ned Devine im Lotto gewinnt, segnet er das Zeitliche. Die beiden Spitzbuben Jacky (Bertolt Specker) und Michael (Hans Ludin) erfahren als erste vom unverhofften Geldsegen. Zusammen mit Jackys Frau Annie (Elisabeth Spörri) finden sie den glücklichen Gewinner tot vor dem Fernseher. Bevor die Lottomillionen zurück in den Jackpot fliessen, müssen sie schnell handeln. Kurzerhand «erwecken» sie den verstorbenen Multimillionär zu neuem Leben. In ihrer Euphorie vergessen sie jedoch die eine oder andere Kleinigkeit und sorgen für Aufregung im Dorf. Weiter spielen mit: Tanja Jäger, Alois Ruch, Anja Lassig, Andreas Wendel, Bruno Gschwend, Karin Etterlin, Sophie Windler, Walter Graf und Cornelia Truniger. Gummistiefel und Wollpullover Nicht nur das Bühnenbild und die Schauspieler in ihren Gummistiefeln und Wollpullovern wirken echt irisch. Die FHS-Cafeteria verwandelt sich zudem in ein irisches Pub. Kristin Ludin hat den schelmischen, schwarzen Humor des irischen Originalstücks kaum verändert. Sie ist überzeugt, dass das Rorschacher Publikum viel zu lachen haben wird und die Aula der Fachhochschule nach der Aufführung mit einem warmen Gefühl verlassen wird. «Wir sind gut im Zeitplan», sagt Kristin Ludin. Heute probt die Theatergruppe erstmals nicht mehr einzelne Szenen, sondern den gesamten Durchlauf. «Erfahrungsgemäss gibt es zu diesem Zeitpunkt kleine Rückschritte», sagt die Regisseurin. «Doch pünktlich zur Premiere werden wir in Hochform sein.»


Mit Zauberstab und Schreibfeder Zauberer Kurt Lichtensteiger besuchte in Altstätten die Primarschule, Jack Griss war sein Lehrer. Am 24. Februar präsentierten sie auf der Bühne Marbach ihr erstes gemeinsames Programm «Lesezauber».

«Lesezauber»: Kurt Lichtensteiger (links) und Jack Griss präsentieren ein magisches Programm mit zauberhaften Geschichten und Gedichten. (Bild: Kurt Latzer)

KURT LATZER Schon als Bub hat Kuli, so der Künstlername von Kurt Lichtensteiger, in der Schule gerne gezaubert. Sein Lehrer Jack Griss habe davon zum Glück nichts mitbekommen. Lokführer und Magier Heute ist Kuli in Thal zu Hause und arbeitet als Ausbildner und Prüfer für Lokomotivführer. Das Zaubern hat er bereits in der Schulzeit aufgegeben, vorerst zumindest. Als seine Zwillinge auf die Welt kamen, habe er auf dem Dachboden die Kiste mit seinen Zauberutensilien wieder entdeckt. «Da hat es mich wieder gepackt», so Kuli. Nach anfänglicher Zauberei im Freundes- und Bekanntenkreis habe ihn das Hobby immer mehr fasziniert. So entschloss er sich, 2003 als Kandidat dem Club Ostschweizer Magier in St. Gallen beizutreten, wo er diverse Zauberseminare und Klubanlässe besuchte. Er absolvierte auch Kurse in der Scuola e Teatro Dimitri in Verscio. «Die Ausbildung zum anerkannten Zauberer im magischen Ring der Schweiz schloss ich 2006 mit der Aufnahmeprüfung im Stadttheater Grenchen erfolgreich ab», sagt Kuli.


An der Fasnacht überredet Lichtensteigers ehemaliger Lehrer Jack Griss schrieb und schreibt seit seiner Pensionierung vor sechs Jahren viele Geschichten, Reden und Gedichte. In den letzten Jahren stand er zudem mehrmals beim Vorarlberger Volkstheater als Schauspieler auf der Bühne. Momentan schreibt er Texte für den «Lesezauber». Und wie ist es zur Zusammenarbeit von Lehrer und Schüler gekommen? «Ganz einfach», sagt Kuli, «letztes Jahr, am Fasnachtsmontag, habe ich Jack in Altstätten dazu überredet.» Zauberhafte Geschichten Die beiden probten ihren Auftritt auf der Bühne Marbach. Wie der Name des Programmes verrät, wird bei «Lesezauber» gelesen und gezaubert. Jack hat seine Geschichten auf Kuli abgestimmt und dieser wiederum zaubert ebenfalls angepasst an die Geschichten. Jack Griss: «Es ist schwer zu erklären, was da genau abläuft. Kuli lässt keinen Elefanten verschwinden, wenn ich gerade eine Geschichte über einen gerichtlichen Strafbeschluss von 500 Schilling gelesen habe – alles klar?» Die Besucherinnen und Besucher der Rheintaler Premiere konnten sich jedenfalls an einem magischen Abend mit zauberhaften Geschichten freuen. Die Texte von Jack Griss wurden mit den Zauberkunststücken von Kuli in einen nachvollziehbaren Zusammenhang gestellt. Die Rheintaler Premiere fand am Freitag, 24. Februar, um 20.15 Uhr auf der Bühne Marbach statt, Am Freitag, 20. April, war der «Lesezauber» im Gasthaus Ochsen in Berneck zu sehen.


Über Grenzen hinweg gedacht

Der Thaler Ortsgemeindepräsident Werner Herzog will eine jüngere Generation ans Ruder lassen. Er tritt per Ende der Amtsdauer zurück. (Bild: Lea Müller)

THAL. Generationenwechsel bei der Ortsgemeinde Thal: Präsident Werner Herzog tritt per Ende der Amtsdauer zurück. Während fast 25 Jahren im Bürgerrat hat der in Buechen aufgewachsene 62Jährige die Ortsgemeinde mitgeprägt. LEA MÜLLER «Du spinnst», sagte Röbi Raths senior scherzend zu Werner Herzog, als dieser vor 26 Jahren plante, von Buechen nach Thal umzuziehen. «In diesem Nest kannst du nicht einmal den Bodensee sehen.» Werner Herzog lachte und wettete um eine Flasche Wein, dass dem doch so sei. Heute, ein Vierteljahrhundert später, steht er hinter seinem Einfamilienhaus nahe an der Grenze zu Wolfhalden und zeigt auf den winzig kleinen Streifen Bodensee, der blau zwischen den Dächern der Nachbarshäuser schimmert – Seesicht in Thal. Heute ist Werner Herzog Ortsgemeindepräsident von Thal und arbeitet eng mit dem Gemeindepräsidenten Robert Raths zusammen – dem Sohn des inzwischen verstorbenen Röbi Raths senior. Das «Schiff» auf Kurs gebracht Werner Herzog lebt gerne in Thal. «Es gibt keine schönere Gemeinde, die so viel zu bieten hat», sagt er und zählt auf: «Die gute Lage nahe am Bodensee, den Bergen und dem Flugplatz. Dazu noch eigener Wein». Der 62-Jährige ist in Buechen aufgewachsen und wohnt seither mit Ausnahme eines vierjährigen Aufenthalts in Zürich in der Gemeinde Thal. 1988 wurde er in den Thaler Ortsbürgerrat gewählt, seit 2003 ist er dessen Präsident.


Nach fast 25 Jahren will der Familienvater von drei Kindern nun aus dem Ortsbürgerrat zurücktreten. «Ich bin noch nicht amtsmüde. Im Gegenteil, ich mache diese Aufgabe fürs Leben gerne», betont Werner Herzog. Doch zum Ende der Amtsdauer biete sich eine gute Gelegenheit für einen Generationenwechsel. Vizepräsident Simon Diezi habe sich bereit erklärt, sich zur Wahl zu stellen (siehe Kasten). «Es ist Zeit, die Jungen ans Ruder zu lassen», sagt der Ortsgemeindepräsident augenzwinkernd. «Das Schiff ist gut auf Kurs.» Das Präsidium bringt verantwortungsvolle Aufgaben mit sich. Denn die Ortsgemeinde Thal ist eine der aktivsten im Kanton. Sie besitzt viel Boden im Industriegebiet und Wald und engagiert sich auch im sozialen Bereich für die Öffentlichkeit. Ihr gehören etwa die Gasthäuser Ochsen und Steiniger Tisch. Im «alten Öchsli», das seit 2002 im Besitz der Ortsgemeinde ist, wurde das Ortsmuseum eingerichtet. Die nächste Ausstellung zum Thema Berufsfischerei wird im Mai eröffnet. Gemeinsamer Bürgertag Die Ortsgemeinde Thal ist Besitzerin von 60 Hektaren Wald und von Grundstücken im Gebiet Rietli vis-àvis des Flugplatzes. Die Einnahmen aus den Baurechten sind das wichtigste Standbein der Ortsgemeinde. Zusammen mit der Ortsgemeinde Rheineck verwalten die Thaler Ortsbürger 25 Hektaren des Flugplatzes. Auch die gute Zusammenarbeit mit anderen Ortsgemeinden und der Politischen Gemeinde Thal ist Werner Herzog ein grosses Anliegen. Er ist einer, der über Ortsgrenzen hinweg denkt. So war es denn auch seine Idee, nicht nur die Thaler Bevölkerung zum Bürgertag einzuladen, sondern auch die Altenrheiner. Seither organisieren die Ortsgemeinden Thal und Altenrhein alle zwei Jahre abwechselnd einen gemeinsamen Bürgertag. Wie beurteilt Werner Herzog Sinn und Zweck der Schweizer Ortsgemeinden in Zukunft? «Sie werden je länger je mehr zugunsten aller Dorfbewohner handeln müssen», sagt er. «Diese Aufgaben für die Allgemeinheit werden auch ihr Dasein berechtigen.» Das nächste grosse Ziel der Ortsgemeinde Thal sei die Erschliessung des Wohngebiets Mesmeren. Herzog hat aktiv an der Planung mitgearbeitet, die Umsetzung gibt er im Herbst in jüngere Hände. Er zieht zufrieden Bilanz: «Ich hatte eine superschöne Zeit als Ortsgemeindepräsident.» Er habe viele gute Leute kennengelernt und im Ortsbürgerrat ein kollegiales Verhältnis gepflegt. Austausch unter Nachbarn Werner Herzog will sich nach seinem Rücktritt als Präsident der Ortsgemeinde Thal weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückziehen. «Ich werde meinem Nachfolger nicht dreinreden. Bei Fragen steht meine Türe aber immer offen», sagt er. Wie es der Zufall so will, ist sein potenzieller Nachfolger Simon Diezi seit kurzem auch sein direkter Nachbar. Auch über Grundstückgrenzen denkt Werner Herzog hinweg: «Falls ich nach dem Amtswechsel immer noch Post als Ortsgemeindepräsident erhalte, kann ich sie schnell rüber bringen», sagt er und lacht.


Pater Hegglin – 50 Jahre Priester

Am Sonntag, 15. April, wird Pater Josef um 9.30 Uhr in Buechen Eucharistie feiern. (Bild: pd)

Am 15. April vor 50 Jahren wurde Pater Josef Hegglin am Palmsonntag zum Priester geweiht. Am Sonntag, 15. April, feiert er sein goldenes Priesterjubiläum. Er gehört zur Marienburg wie der Felsen des Steinernen Tisches. Er kennt jede Kirche in der Region wie seinen Hosensack. Ihn kennt «man» auf seinem Fahrrad, mit dem er bei fast jedem Wetter unterwegs ist. Pater Josef Hegglin ist Urgestein, Lehrer, Priester, wandelndes Lexikon und manchmal auch ein Kumpel. Am 15. April vor 50 Jahren wurde er am Palmsonntag zum Priester geweiht. Am Osterfest feierte er in Cham Primiz. Sein goldenes Priesterjubiläum darf er eine Woche nach Ostern – auch wieder an einem Sonntag – feiern. Der Innerschweizer Josef Hegglin besuchte das Gymnasium bei den Steyler Missionaren in der Marienburg und schloss mit der Matura in Einsiedeln ab. Er studierte Philosophie und Theologie in Mödling bei Wien und Siegburg bei Bonn. Dann folgten sieben Jahre Studium der Geschichte im belgischen Löwen. 1970 trat er seine langjährige und erfolgreiche Tätigkeit als Lehrer in der Marienburg bei Rheineck an, wo er auch 19 Jahre lang Vizerektor war. Auf regelmässigen Wallfahrten lernte er den Norden Deutschlands kennen und bereiste Schleswig-Holstein und Niedersachsen in seinen Ferien. Öfter besuchte er auch Lourdes, San Giovanni Rotondo und vor wenigen Jahren auch Medjugorje in Bosnien-Herzegowina.Pater Josef liebt die Musik. Ihn sah und sieht man überall bei Konzerten. Als begeisterter Tenor sang er im Kirchenchor Rheineck und ist heute noch aktives Mitglied in der Rheintalischen Singgemeinschaft und in der Vorarlberger Oratorienvereinigung. Seit 14 Jahren ist Pater Josef Pfarradministrator von


Live aus dem Märchenschloss

Moderatorin Anita Richner (rechts) erwies sich im Talk mit Herbert Lindemann und Esther Tobler als einfühlsame Gesprächsleiterin. (Bild: Gisela Tobler)

ALTENRHEIN. Die Markthalle bot am Ostersonntagmorgen eine stimmungsvolle Kulisse für die Talksendung «Persönlich» von Radio DRS 1. Zu Gast waren Herbert Lindemann und Esther Tobler. GISELA TOBLER Nicole Stettler, engagierte Chefin der Markthalle Altenrhein, hatte leichtes Spiel, die Verantwortlichen von Schweizer Radio DRS zu überzeugen, dass der prächtige Bau Flughafenkreisel für eine Realisierung der sonntäglichen Talksendung «Persönlich» geradezu prädestiniert sei. Und es war naheliegend, dass Markthallen-Erbauer Herbert Lindemann in die Gesprächsrunde eingeladen wurde, zusammen mit Esther Tobler, Bäuerin und Präsidentin des Trachtenchörlis. Moderiert wurde die Livesendung von Anita Richner, die mit den beiden Thaler Persönlichkeiten auf der Bühne Platz nahm und das Gespräch einfühlsam lenkte. Keine Nervosität Während gemäss Angaben von Radio DRS jeden Sonntag um 10 Uhr rund 47 4000 Hörerinnen und Hörer das Radio einschalten, kamen am Ostersonntagmorgen über 100 Personen in die Markthalle Altenrhein, um die Livesendung vor Ort zu erleben. Bevor man nach den Nachrichten auf Sendung ging, brachte die Moderatorin Gesprächspartner und Publikum mit einer Aufwärmrunde in Stimmung. Nein, sie seien nicht nervös, sagten Herbert Lindemann und Esther Tobler. Munter und charmant erzählten die beiden in den folgenden 55 Minuten aus ihrem Leben; zur Erheiterung des Publikums, das mit spontanem Zwischenapplaus reagierte. Alles zu Geld gemacht Erstes Thema war der Bau des farbigen Märchenschlosses, wie Anita Richner die Markthalle Altenrhein beschrieb. Ebenso farbig schilderte Lindemann die Hürden, die während der Bauphase überwunden werden


mussten und wie er die finanziellen Probleme meisterte. «Wir haben alles zu Geld gemacht», bekannte er mit entwaffnender Offenheit, «die Hypothek unseres Einfamilienhauses erhöht, alle wertvollen Bilder und die Autos verkauft, auch den Schmuck meiner Frau und zuletzt sogar noch unser geliebtes Wohnmobil – aber wir leben noch.» Seine Frau habe ihn stets unterstützt, und letztlich sei es befreiend gewesen, sich von irdischen Gütern zu trennen. «Ich bereue nichts», betonte der gebürtiger Rorschacher, pensionierter Versicherungsagent und Kunsthändler. Er hofft, sich finanziell wenigstens so weit zu erholen, dass er sich wieder ein Wohnmobil leisten kann. Esther Tobler, leidenschaftliche Bäuerin und Jodlerin, erzählte aus ihrer Kindheit im Toggenburg, wo sie mit neun Geschwistern aufwuchs: «Wir waren arm, doch zu essen hatten wir genug, womit die Welt für mich in Ordnung war.» Bäuerin sei sie umständehalber geworden, weil sie sich in einen Bauern verliebt habe, und es sei gut gekommen. Jodeln im Blut Doch ihre grosse Leidenschaft gilt dem Jodeln – «das wir Toggenburger wie die Appenzeller wohl im Blut haben». Seit 35 Jahren singt Esther Tobler im Thaler Trachtenchörli, und seit 20 Jahren ist sie dessen Präsidentin. Dank dem Verein habe sie die Welt bereist: Potsdam, China, Brasilien, Südafrika. Schön sei es überall gewesen – «aber vor allem deshalb, weil ich stets meine Chörlifrauen um mich hatte». Was den Radiohörern vorenthalten wurde: Nach der Sendezeit gesellte sich Trachtenchörli-Dirigentin Rosi Zeiter auf die Bühne und jodelte mit der Präsidentin ein Ständchen.


Das Bike wieder fest im Griff

Krankheit auskuriert: Sei einigen Wochen kann Jolanda Neff wieder voll trainieren. Sie hat für dieses Jahr grosse Pläne und Ziele. (Bild: Dominik Bärlocher)

MOUNTAINBIKE. Eine Krankheit kostete Jolanda Neff den Junioren-Weltmeistertitel 2011. Die 19jährige Mountainbikerin ist genesen und trainiert wieder, ein grosses Ziel vor Augen: In diesem Jahr will sie in der Altersklasse U23 die beste Bikerin der Welt werden. DOMINIK BÄRLOCHER Strahlend blaue Augen, ein wacher Blick, eine lockige Mähne und ein breites Lächeln. Jolanda Neff ist eine ganz normale 19-Jährige. Nur der Anhänger an ihrer Halskette, eine kleine silbrige Bremsscheibe, deutet auf etwas Besonderes hin: Sie ist wohl die weltbeste Mountainbikerin der Unter-20-Jährigen. Bei den Juniorinnen war sie Schweizer Meisterin, Europameisterin, Erste der Weltrangliste und schloss die WM als Vierte ab – alles im vergangenen Jahr. «Eigentlich war der Sieg an der Weltmeisterschaft mein Ziel. Etwas anderes kam gar nicht in Frage, wenn ich auf die Saison zurückgeblickt habe», sagt sie. Wenn sie redet, dann redet sie schnell, bestimmt. Und lacht viel. Sie schweift ab, holt aus, kommt wieder zum Thema zurück. Alles innerhalb kürzester Zeit. Zum Weltmeistertitel hat es nicht gereicht. Denn die Thalerin wurde vor dem entscheidenden Rennen krank. Scharlach und Parasiten Wenige Tage vor der WM in Champéry VS lag sie mit schlimmen Bauchschmerzen im Bett. «Zuerst hiess es, dass es der Druck sei, dem ich nicht standhalten könne», sagt Jolanda Neff. Aufgeben kam für die junge


Frau aber nicht in Frage. Trotz Bauchschmerzen schwang sie sich auf ihr Mountainbike und trat im vergangenen September an. Laut ihrem Blog war ihr schon im Vorfeld des Rennens klar, dass sie geschwächt die Strecke bestreiten würde. Und so kam es auch: Jolanda Neff wurde Vierte. Die Enttäuschung war gross. Es folgten Tests bei Ärzten, um herauszufinden, woran die junge Sportlerin litt. Der Erfolgsdruck – da war sie sich sicher – war es nicht. Nach drei Wochen wurde ihr die Diagnose gestellt. Scharlach. «Eventuell war da noch Pfeiffersches Drüsenfieber, aber da waren sich die Ärzte nie sicher», sagt Jolanda Neff fast beiläufig. Sie wollte weiter trainieren, wenn auch nicht auf höchstem Niveau. «Es war kein Muss, aber ich wollte das», sagt die ehrgeizige Sportlerin. Nach wie vor plagten sie Bauchschmerzen. «Im Dezember reiste ich für drei Monate nach Neuseeland, um zu trainieren. Blöderweise wurde mir kurz zuvor eine Gluten- oder Milch-Allergie diagnostiziert», sagt sie. Es sollte sich herausstellen, dass sie weder auf Gluten noch auf Milch allergisch ist. Trotzdem liess ihre Genesung auf sich warten. Der Grund: «Ich habe mir in Neuseeland einen Parasiten eingefangen, der erst in der Schweiz entdeckt wurde.» Training und Arbeit Seit kurzer Zeit ist Jolanda Neff wieder fit, trainiert wieder. Es stehen tägliches Konditions- und Krafttraining auf dem Programm. Zudem schnappt sie sich zweimal pro Woche ihr Bike und fährt mit einer Gruppe – geleitet von ihrem Vater Markus, ebenfalls Radsportler und die Inspiration für seine Tochter – über die Hügel um Thal. «Wir lernen Bremstechniken oder wie man über Wurzeln oder Treppen fährt», sagt Jolanda Neff. Wenn sie nicht trainiert, bereitet sie sich auf ein Sportstudium im Sommer vor. Sie arbeitet auch stundenweise in einer Coop-Filiale. Sie spricht über Filme, die sie im Kino gesehen hat, ihre Katze, die Haare verliert, und den Wunsch, wieder einmal ein Buch lesen zu können. «Mein Terminplan ist schon recht gut gefüllt», sagt sie. Doch die Zeit, die sie für ihre Leidenschaft, das Mountainbiken, opfere, das sei nicht etwas, das sie tun müsse, sondern etwas, das sie wolle. Denn nebst all dem gilt es immer, auch die Reisen zu den Rennen vorzubereiten. Sie bucht Flüge, reserviert eine Unterkunft und behält ihren Terminkalender im Auge. In diesem Jahr reist sie nach Österreich, Israel, Russland, Kanada und sie war bereits in Belgien. Zu all dem kommt auch noch die Zeit, die sie mit Freunden verbringen will. Als 19- gegen 40-Jährige Heute tritt sie in Solothurn an den Bike Days gegen 27 Kontrahentinnen an. Jolanda Neff gehört zum jüngsten Jahrgang in der Kategorie Elite Frauen, die älteste Teilnehmerin feiert dieses Jahr ihren 41. Geburtstag. Ihr Saisonziel ist klar: «Ich will U23-Weltmeisterin werden.»


Mit der Libelle über den See

In 30 Minuten den See überquert ,

Landung in Friedrichshafen

Der Thaler Hansruedi Zeller steuerte am Samstag sein Modellflugzeug «Libelle» nach Friedrichshafen. ( Bilder: Michel Burtscher)

Vor 100 Jahren hob das erste Mal ein Wasserflugzeug vom Bodensee ab. Zu diesem Anlass hat der Thaler Modellflugzeugbauer Hansruedi Zeller mit einem Modell der Dornier-Libelle den Bodensee überquert. Die Reise beginnt am Samstagmorgen an einer Bootsanlegestelle in der Nähe des Hauptbahnhofs in Rorschach. Dort warten Modellflugzeugbauer und -pilot Hansruedi Zeller und Bootskapitän Josef Böck. Sie werden gleich zusammen in einem Motorboot nach Friedrichshafen fahren. Zeller möchte mit seinem Modellwasserflugzeug, der Dornier-Libelle, den See überqueren. Und zwar anlässlich von «100 Jahre Wasserflug am Bodensee», einem Jubiläumsevent, organisiert vom Zeppelin-Museum Friedrichshafen. Vor 100 Jahren, am 16. Juni 1912, startete das erste Wasserflugzeug vom Bodensee. Batterien für 40 Minuten Es ist genau 10.30 Uhr. Der Himmel ist stahlblau, die Sonne scheint, es ist warm. Die Libelle ist schon im Wasser. Josef Böck startet das Boot, Hansruedi Zeller den Flieger – es kann losgehen. Die Strecke ist 19,5 Kilometer lang, das zeigt das Navigationsgerät. 40 Minuten hat Zeller für den Flug eingeplant – so meldet er es auch den Organisatoren auf der anderen Seeseite. Viel länger darf die Reise nicht dauern: Die Batterien des Fliegers sind irgendwann leer. Das Boot setzt sich in Bewegung. Es erreicht eine Geschwindigkeit von ungefähr 40 Kilometer pro Stunde. Hansruedi Zeller sitzt entspannt hinten auf dem Boot, die Fernbedienung in der Hand, den Blick auf seine Libelle gerichtet, die in einiger Entfernung am Himmel zu sehen ist. Es laufe wunderbar, das Fliegen sei kein Problem, sagt er nach einigen Minuten. «Wir haben Testflüge gemacht – das Flugzeug fliegt fast von alleine.» Alles ist geplant und berechnet. Immerhin sei er Ingenieur, sagt Zeller lachend. Landung nach 30 Minuten. Nach 15 Minuten ist schon die Hälfte der Strecke zurückgelegt. Die beiden liegen gut im Kurs. Nach genau 30 Minuten landet die Modell-Libelle schliesslich in Friedrichshafen vor klatschenden Zuschauern – ein idealer Flug ohne Probleme. «Eine grosse Leistung», heisst es aus den Lautsprechern. «Das ist super gewesen», sagt Zeller sichtlich erfreut. Michel Burtscher


Thaler Chronik 2012