»Automobil Industrie« 208/2025

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OEM PARTNERS 2025

Produkte, Verfahren und Dienstleistungen für Einkäufer, Planer und Entwickler in der Automobilindustrie

INNOVATION IN MINIATURE

FLUID CONTROL FÜR JEDEN ANTRIEB

LEISTUNGSFÄHIGE E-MOBILITÄT

BENÖTIGT EXZELLENTES THERMOMANAGEMENT

LEE Mikrofluidik-Komponenten garantieren maximale Zuverlässigkeit und Performance für Ihre Anwendungen in Kühlung, Schmierung, Bremsen, Batterie und Fahrwerk. Interesse? Kontaktieren Sie uns!

Estutsichwas

Was wäre, wenn die physische Realität zu einem Abbild der digitalen Welt würde – anstatt die digitale Welt zu einem AbbildderphysischenRealität?UnsereVisionist,dasswir inZukunftden‚digitalenZwillingen‘genausovielVertrauenschenken wie der physischen Realität.“ Mit diesem Satz habe ich im Oktober2023dasEditorialdesdamaligenOEMPartnersbegonnen Das Zitat stammte vom Chief Information Officer der Mercedes-Benz Group AG, Jan Brecht.

Zwei Jahre später ist Jan Brecht nicht mehr IT-Chef bei Mercedes –seinePrognoseaberwarrichtig:DasVertrauenindigitaleZwillinge hat sich gut entwickelt. Automobilhersteller planen neue Werke digital und nehmen sie digital in Betrieb

Die Unternehmen tun viel, um ihre Produkte nachweisbar nachhaltig herzustellen.

Aus der Entwicklung sind digitaleZwillingenichtmehrwegzudenken; vor allem die komplexen Zusammenhänge im Inneren von Antriebsbatterien sind anders kaum zu analysieren und zu verstehen.

Und: Nie war das Kostenbewusstsein so hoch wie aktuell; schneller zu entwickeln und Produkte in kürzerer Zeit auf denMarktzubringenistessentiellgeworden.PhysischePrototypen? Nur noch, wenn es nicht anders geht – und für einige finale Tests und Abnahmen.

Das aktuelle „Entwicklungsthema“: Energie. Besser: Woher sie kommt. Eigene Windkraftparks, Abnahmeverträge für den Strom ganzerSolarparks,umfangreichePhotovoltaikaufdemWerksdach, optimierteSystemeindenFabriken:DieUnternehmentunviel,um ihre Produkte nachweisbar nachhaltig herzustellen – und sind erfolgreich dabei.

Das zeigt sich zum Beispiel in Produkten und Konzepten, die wir indieserAusgabezusammengestellthaben–einAus-undÜberblick über die in der Branche relevanten Fachbereiche, Techniken und Komponenten.

Viel Spaß beim Lesen!

ThomasGünnel

Redakteur

»Automobil Indus

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IATF 16949 I ISO 9001 I ISO14001

Batterie & Brennstoffzelle

10 Mit Feststoff-Akku von Stuttgart nach Malmö

12 Produktinformationen

Fahrerassistenz & Autonomes

14 Erste Fahrgäste in selbstfahrenden Autos

16 Produktinformationen

Karosserie & Leichtbau

18 Ist das Großguss-Bauteil die Zukunft?

20 Produktinformationen

Interieur & Insassenschutz

22 Markenprägendes HMI-Design

24 Produktinformationen

Werkstoffe & Nachhaltigkeit

26 Die Gewinner des Altair Enlighten Award 2025

28 Produktinformationen

Elektrik/Elektronik & Software

30 „China wird dem VDA-Beispiel folgen“

32 Produktinformationen

Produktion & Smart Factory

34 Pilotfertigung für Brennstoffzellen und Elektrolyseure

36 Produktinformationen

Messen & Prüfen

38 Röntgenanlage für E-Autobatterien

40 Produktinformationen

Engineering & IT

42 Globaler Wettstreit der Methoden

44 Produktinformationen

KI, Cloud & Cybersecurity

47 Kollaboration statt Irritation

49 Produktinformationen

Mercedes-BenzGenH2:Fazit nacheinemJahrPraxistest

Über ein Jahr rollten fünf „GenH2“ von Mercedes-Benz mit Brennstoffzellenantrieb bei fünf Speditionen. Ein Fazit nach der ersten Runde.

Thomas Günnel

Vor gut einem Jahr gab Daimler Truck fünf seiner mit Wasserstoff betriebenen BrennstoffzellenLkw„Mercedes-BenzGenH2“anSpeditionen Ein Jahr lang testeten die Fahrerinnen und Fahrer von Air Products, Amazon, Holcim, Ineos Inovyn und Wiedmann & Winz die Trucks in der Praxis Insgesamt über 225.000 Kilometer haben die Lkws auf der Straße gelassen.

DiewichtigstenDaten:DerdurchschnittlicheWasserstoffverbrauch über die Gesamtlaufleistung lag je nach Einsatz zwischen 5,6 kg/100 km und 8 kg/100 km. Das durchschnittliche Gesamtzuggewicht betrug zwischen 16 und 34 Tonnen. Vergleichbare Diesel-Lkw hätten für die Distanz laut Daimler Truck bei 25,6 Tonnen Gesamtzuggewicht rund 58.000 Liter Diesel tanken müssen –mit einem CO2-Ausstoß von ungefähr 154 Tonnen.

DieseSzenariendecktendieSpeditionenab DiefünfSattelzugmaschinenfuhrenimErprobungszeitraum auf spezifischen Routen innerhalb Deutschlands. Amazons Transportpartner nutzte den Truck im LogistiknetzwerkaufeinerdediziertenRoutezwischeneinem Logistikzentrumimrheinland-pfälzischenFrankenthal und dem Verteilzentrum in Sindelfingen. Air Products transportierte mit dem Wasserstoff-Lkw Flaschengase abseinemFlaschenfüllwerkinHattingenanderRuhrzu Gas-Centern und Kunden.

DerTruckvonWiedmann&Winzrollteimkombinierten Verkehr Dabei deckte der Lkw einen Teil der Gesamtstrecke in Kombination mit anderen Verkehrsträgern.DPWorldbefördertemitdemGenH2Seecontainer imVor-undNachlaufzuIndustrie-undHandelskunden. HolcimsetztedenBrennstoffzellen-LkwinderBaustoff-

logistik ein und lieferte Zement von Werken im Ruhrgebiet zu Kunden in Westdeutschland und den Niederlanden Vervaeke, Logistikpartner von Ineos Inovyn, transportierte mit dem Lkw PVC- und Vinyl.

DassagendieKundenüberdenGenH2

Die fünf Testkunden lobten laut einer Mitteilung vor allemdiePraxistauglichkeit,diedereinesheutigenDieselLkws ähnele: unter anderem wegen Reichweiten von 1.000 Kilometern und kurzen Tankzeiten von 10 bis 15 Minuten.„DerGenH2-TruckhatsichimBetriebunseres Transportpartners gut bewährt und dabei solide Zuverlässigkeit und Kraftstoffeffizienz bewiesen“, kommentierte Fabian Duex, Director EU Surface Transportation Operations, bei Amazon. „Während der Testphase erreichte er konstant Reichweiten von über 1.000 KilometernmiteinerBetankung,undderLkwliefreibungslos in einer Fünf-Tage-Woche.“ Duex bezog sich auf die Erfahrungen des Logistikpartners mit den VorserienLkw und sprach von einem „vielversprechenden Reifegrad“.

Fritz Ehlers von „Gerdes + Landwehr“, einem Partner der Holcim-Unternehmensgruppe, lobt „den Fahrkomfort, gerade in punkto Geräuschemissionen, sowie die Leistung, die das Fahrzeug auf die Straße bringt“ Laut EhlersistdasFahrpersonalbegeistert.„Hierwirdschon heute gespannt auf den serienreifen Zustand gewartet.“ FürMichaLege,GeschäftsführerderWiedmann&Winz aus Geislingen, ist der Mercedes-Benz GenH2 Truck „demDiesel-ActrosinvielerleiHinsichtebenbürtig Aufgrund der Reichweite und den kurzen Tankzeiten können wir den GenH2-Truck wie einen Diesel-Lkw disponieren“, beschreibt Lege Für ihn bedeutet eine funktionierende Antriebswende einen Technologiemix aus BatterieundWasserstoff-Lkw Und:„MitderBrennstoffzelle von Cellcentric nutzen wir Spitzentechnologie Made in Germany.“

Also alles Gold was glänzt? Noch nicht. Die Kunden merkten laut Daimler Truck an, dass eine positive TCOBetrachtung – also die Gesamtbetriebskosten von Brennstoffzellen-Lkw gegenüber Diesel-Lkw – aktuell nichtmöglichist.DiebeidenHauptgründe:Wasserstoff ist zu teuer und die Versicherung für die Trucks kostet zu viel.

InfrastrukturfürflüssigenWasserstoff

DamitmehrBrennstoffzellen-LkwaufderStraßefahren können,mussdieInfrastrukturmithalten;auchbeiFlüssigwasserstoff Bis zum Jahr 2030 müsste laut Daimler TruckdasNetzeuropaweit2.000Wasserstofftankstellen umfassen. Der Nutzfahrzeughersteller sieht in Flüssigwasserstoff Vorteile gegenüber dem Kraftstoff in gasformiger Form. Der Wasserstoff lagert in den Tanks der Trucksbeiminus253GradCelsius;undbeimaximal16,5 bar Druck. 71 Kilogramm pro Kubikmeter sind es in diesem Zustand. Gasförmiger Wasserstoff kommt bei 700 barauf42kg/m3 Und:Flüssigwasserstofflässtsichdeutlich einfacher transportieren. Flüssigwasserstofftanks sindzudemgünstigerundleichter,verglichenmitTanks fürgasförmigenDruck-Wasserstoff LkwmitFlüssigwasserstoff können entsprechend mehr Nutzlast transportieren.

GetankthabendieFahrerinnenundFahreranFlüssigwasserstoff-Tankstellen in Wörth am Rhein und im

Raum Duisburg. Insgesamt 285 Mal verbanden sie den AnschlussmitdenTanks,rund15TonnenFlüssigwasserstoff flossen durch die Schläuche.

NeueAbläufeimAfter-SalesvonDaimler Truck

Mercedes-Benz hat die fünf Brennstoffzellen-Lkw während des Testzeitraums in seiner Vertriebsorganisation betreut. Heißt: speziell geschulte Niederlassungen von Mercedes-Benz Trucks im nordrhein-westfälischen HaanundinStuttgart-Feuerbach.WährenddesTestjahres arbeiteten Fahrer, Entwickler und Kundenservice zusammen – für die Kunden ein positiver Aspekt. AufbauendaufdenErfahrungenwillDaimlerTruckweitere After-Sales-StandortezuBrennstoffzellen-Lkwschulen: mitBlickaufdiegeplanten100Kleinserienfahrzeugeder nächstenGenerationdesMercedes-BenzGenH2Trucks. Diese sollen ab Ende 2026 bei Kunden rollen.

ZweiteErprobungsphaseundWeiterentwicklung

Im vierten Quartal 2025 erhalten fünf weitere Kunden einen GenH2-Truck. Sie sollen die Tests ausweiten auf andere Anwendungen im realen Betrieb Gleichzeitig entwickelt Daimler Truck mit den gesammelten ErfahrungendenTankprozessweiter DieKundenanforderungenandieLkwswillderHerstellerinderWeiterentwicklungzurSerienreifeberücksichtigen.Parallelhatbereits die Entwicklungsphase für die nächste Generation der Brennstoffzellen-Lkw begonnen.

Die großflächige Industrialisierung von BrennstoffzellenunddieSerienproduktionwasserstoffbetriebener Lkw mit Fokus auf Europa sieht der Lkw-Hersteller ab den frühen 2030er Jahren. Bislang kommt der Ausbau von Wasserstofftankstellen zu langsam voran. Ein Grund, weshalb Daimler Truck eine Doppelstrategie fährt: mit batterie- und wasserstoffbetriebenen Nutzfahrzeugen.n

Teile des Brennstoffzellenantriebs am Fahrerhaus des GenH2-Trucks.
Bild: Daimler Tr uck

RADNABENANTRIEB

EinfacheLuftkühlungfüreineleichteundeffizienteBauweise

AstemohateinenluftgekühltenRadnaben-Direktantriebmit12ZollDurchmesserentwi logie gilt als zukunftsweisende Mobilitätslösung Er soll die Leistung und Alltagsta Elektrofahrzeugen steigern und kann auch in sehr kompakten Fahrzeugen wie den „Kei Cars“ eingesetzt werden. Aufgrund der getriebelosen Direktübertragung der Antr tungaufdasRaderreichtdasSystembeisehrkompaktenAbmessungeneineDauerl von5,5 kW(Spitzenleistung:13kW) DiegesamteAußenflächederrotierendenBaut mit Kühllamellen versehen, die eine effektive passive Wärmeabfuhr gewährleisten. schafft die Voraussetzung für die hohe Leistungsdichte auf kleinem Bauraum Im gleich zu den ölgekühlten Varianten der größeren Radnabenantriebe soll die Luftkü lung nicht nur die Komplexität, Gewicht und Bauraum reduzieren, sondern auch Kosten.

Bei den 12-Zoll-Elektroantrieben kommen außerdem besondere, leicht demont bare und konzentrische Spulen zum Einsatz, die im Rahmen eines japanischen NED Förderprojektes entwickelt wurden. Sie sind effizient, recycelbar und ermöglichen hohe Packungsdichte. Bis etwa 2030 plant das Unternehmen die Markteinführung neuenRadantriebssowiegrößerer,ölgekühlterDirektantriebemit16und19ZollDurch www.astemo.com

REIFEN

Serienreifenmitüber70ProzentBio-undRecyclinganteil

Bild: Pirelli

Pirelli präsentiert nach eigenen Aussagen den ersten Serienreifen für den globalen Markt, der zu über 70 Prozent aus bio-basierten und recycelten Materialien besteht, darunter FSC-(Forest Stewardship Council) zertifizierter Naturkautschuk. Diese Zertifizierung bescheinigt eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung der NaturkautschukLieferkette von der Plantage bis zur Fabrik. Ab 2026 will Pirelli in seinen europäischen Werken ausschließlich FSC-zertifizierten Naturkautschuk verwenden.

PZeroistdieProduktlinie,mitderPirelliseinejüngstenTechnologienpräsentiert.Der neueReifenentstandineinerspeziellenVersionfürJaguarLandRoverundwirdvorerst für ausgewählte 22-Zoll-Felgen des Range Rover verfügbar sein.

DerReifenträgtdasFSC-ZeichenunddasPirelli-LogofürReifen,diezuüber50Prozent ausbiobasiertenundrecyceltenMaterialienbestehen.DieunabhängigeZertifizierungsstelle Bureau Veritas hat diese Angabe verifiziert.

DieEntwicklungsabteilungwurdevoreineanspruchsvolleAufgabegestellt,nämlich Ultra-High-Performance (UHP) mit einem hohen Anteil bio-basierter und recycelter Materialien zu kombinieren Dazu zählen: recycelter Stahl, Silica aus Reisschalen, zirkulärer Ruß, bio-zirkuläre Polymere und Bioharze. www.pirelli.com

NEUE GENERATION

MobilitätstechnologienfürvieleAntriebe

Nidec Amec, eine Geschäftseinheit der Nidec Corporation, präsentierte auf der diesjährigenIAAMobilityihreInnovationenfür Elektro-, Hybrid- und Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ZudenHighlightsaufder IAAzählteneinhochpräzisesElectricPower Steering (EPS)-System, ein kraftstoffsparender 48V Riemen-Startergenerator für MildHybride und fortschrittliche elektrische Wasserpumpen und Ölpumpen für optimales Thermomanagement und intelligente Schmierungslösungen.Steer-by-WireMotoren: Ermöglichen flexibles Fahrzeugdesign, variableLenkübersetzungenundwählbares Feedback für verbesserten Komfort und Sicherheit.SiesparenPlatzundsindentscheidend für autonome Fahrzeuge. Elektrome-

chanischer Bremsmotor: ersetzt hydr sche Systeme in Brake-by-Wire-Systeme bietetpräzisesBremsen,kürzereReak zeiten und unterstützt autonomes Fa sowieeffizienteRekuperation.48VRiemenstartergenerator: zentral für 48-Volt Hybridfahrzeuge, verbessert den Krafts verbrauch und ermöglicht sanfte Mot starts sowie elektrischen Schub beim Beschleunigen. Geräuscharme-Motoren: modular für Komfortanwendungen wie Sitzver stellungundDachsysteme,geeignetfü Elektrofahrzeuge dank geräuscharmem Betrieb Elektro-Wasserpumpen: modular Pumpen für präzise Kühlung www.nidec-gpm.com

Bild:Astemo

3D-DRUCK

Reifenausdem3D-DruckerundeinFahrzeugmitKugelrädern

Auf seinem „Design Innovation Day 2025“ hat der koreanische Reifenhersteller Hankook zwei Studien präsentiert, die zeigen, wie die Mobilität von morgen aussehen kann: einen nachhaltigen, 3D-gedruckten ReifenundeineRoboter-Plattform,dieFahrzeugeinalleRichtungenmanövrierenlässt. Der Sustainable Concept Tire entsteht Schicht für Schicht im 3D-Drucker Er setzt aufrecycelteundnachwachsendeRohstoffe und zeigt ein organisches Profildesign mit Formen,dieaufnatürlichenEffizienzprinzipien basieren. Entwickelt wurde der Prototyp gemeinsam mit dem Engineering-Partner Harvestance unter Einsatz der Designsoftware„NTop“ Ziel:ressourcenschonende Produktion,langeHaltbarkeitundeinfache

ROBOTERPROGRAMMIERUNG

Wiederverwertung Zukunftsweisend ist auch der zweisitzige Personentransporter Path Cruizer, der von der Roboter-Plattform WheelBot2angetriebenwird.Dasgeschieht über spezielle Kugelräder, die in alle Richtungen rollen können. Dadurch fährt der Path Cruizer seitwärts, diagonal oder dreht sich auf der Stelle – ideal für präzises ManövrierenindenGangwaysvonFlughäfenoder alsflexiblesTransportmittelinurbanenMobilitäts-Hubs Entwickelt hat Hankook die Technologie zusammen mit dem RobotikStartup Calmantech. Die Projekte sind Teil von Hankooks „Design Innovation Project“, dasseit2012gemeinsammitführendenDesignhochschulen weltweit läuft. www.hankook.com

UmKI-Assistentenerweitert

ABB Robotics hat die Simulations- und Programmiersoftware-Suite Robot Studio um einen KI-Assistenten erweitert. Der neue Assistent nutzt die Leistungsfähigkeit generativer KI, um die Roboterprogrammierung schneller,einfacherundzugänglicherzugestalten.RobotStudioAIAssistantbasiertauf einemLargeLanguageModel(LLM),dasdie menschlicheSpracheverstehtundinterpretiert Der KI-Assistent greift auf eine umfassende Bibliothek an Handbüchern und Dokumentationen von ABB zurück, wodurch erinderLageist,qualitativhochwertigund kontextreichzuantworten.Anwenderinnen und Anwender finden bei technischen FragestellungenschnelldiepassendenAntworten, was die Konfiguration beschleunigt. Er

Bild: ABB

macht Robot Studio damit noch zugänglicher DieskommtinsbesonderedenBedürfnissen kleinerer Unternehmen entgegen, denenmeistdaserforderlicheKnow-howin Sachen Robotik fehlt. www.abb.com

WERKSTOFFE

Bremssattelaus100ProzentrecyceltemAluminium

Nach mehr als fünf Jahren Forschung und EntwicklungstelltBrembonunoffizielleine Legierung aus 100 Prozent recyceltem Aluminium für die Herstellung seiner OEBremssättel vor – ein wichtiger Schritt auf dem Weg des Unternehmens in Richtung Nachhaltigkeit.DasProjektwurde2020mit dem Ziel gestartet, die Umweltbilanz der Fertigungsprozesse von Brembo zu verbessern. Durch eine Bewertung des gesamten Produktionszyklus konnten Schlüsselbereiche identifiziert werden, welche das größte Verbesserungspotenzial aufweisen. Aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaft, ohneQualitätsverlustunbegrenztrecyceltwerden zu können, war der Fokus naheliegend hier auf Aluminium zu setzen, das erhebli-

ches Potenzial zur Verringerung der Umweltbelastungbietet.DieseErkenntnislöste eineintensiveRecherchenachAlternativen aus. Es wurden verschiedene auf dem Weltmarkt erhältliche Legierungen geprüft, um eine Lösung zu finden, die die gleiche mechanische Leistungsfähigkeit und FließfähigkeitwiedasOriginalmaterialgewährleistet – jedoch mit deutlich geringeren CO2Emissionen. Darüber hinaus legte Brembo besonderen Wert darauf, eine Legierung zu finden, die in allen Produktionsstätten von Brembo verfügbar ist. Nach intensiven RecherchenundTestsfandBremboeineLegierung, die vollständig aus recyceltem Aluminium besteht. www.brembo.com

Bild: Br embo

SCHMIERSTOFFE

Urania-Produktreihe fürNutzfahrzeuge

PetronasbringtdieProduktreiheUraniafür Nutzfahrzeuge auf den Markt. Die Produktliniebasiertaufder„StrongTech“-Technologie. Strong Tech stärkt die Ölstruktur für längere Ölwechselintervalle, Kraftstoffersparnis, verbesserten Motorschutz und maximierte Betriebszeit. Die Produkte sind für dieErfüllungaktuellerundkünftigerAbgasnormen entwickelt worden, einschließlich Euro 6 und mehr

Petronas Urania trägt zudem zu reduzierten Ausfallzeiten und einer vereinfachten Produktpalettebei,wasdiePlanungerleichtert und die Gesamtbetriebskosten senkt. www.pli-petronas.com

Bild: Hank ook

Mercedes ist mit einem modifizierten EQS mit Festkörperakku mit einer Ladung von Stuttgart nach Malmö gefahren.

BATTERIETECHNIK

MitFeststoff-Akkuvon StuttgartnachMalmö

Mercedes hat einen EQS mit Feststoff-Batterie auf der Straße getestet. Ohne Ladestopp ging es dafür von Stuttgart nach Malmö.

Thomas Günnel

EinmalvonStuttgartinsschwedischeMalmö–ohne Ladestopp:Mercedes-BenzhatbeieinerDemofahrt miteinemlautUnternehmenleichtmodifizierten EQSgezeigt,wasFeststoffakkusleistenkönnen Dermit einer Lithium-Metall-Festkörperbatterie ausgerüstete Prototyp rollte Ende August die 1.205 Kilometer lange Strecke. Am Ziel waren laut Mercedes noch 137 Kilometer Restreichweite in der Batterie.

Die Testfahrt war Teil eines Validierungsprogramms des Herstellers zur Festkörperbatterietechnik. Dazu zählen die digitalen Absicherung und Tests am Entwicklungscampus in Stuttgart-Untertürkheim und Sindelfingen AußerdemErprobungenunterAlltagsbedingungen aufderStraße.DasZielistidentischmitdemallerneuen Modelle: Die Tests sollen die Leistungsfähigkeit des Ge-

samtfahrzeugs in Klimazonen und auf Routenprofilen zeigen.

DieseRouteführtevonStuttgartnachMalmö

DieRouteführteüberdieAutobahnenA7undE20durch Deutschland und Dänemark bis nach Malmö in Schweden.DieRoutekalkuliertedasNavigationssystemunter Berücksichtigung von Topografie, Verkehrslage, Umgebungstemperatur, Energiebedarf für Heizung und Kühlung; und ohne Fähren zu nutzen.

„DieFestkörperbatterieisteinechterGamechangerfür dieElektromobilität MitdererfolgreichenLangstreckenfahrtdesEQSzeigenwir,dassdieseTechnologienichtnur

Bild:

im Labor, sondern auch auf der Straße überzeugt. Unser Ziel ist es, Innovationen wie diese bis zum Ende der DekadeindieSerienproduktionzubringen“,kommentierte Entwicklungsvorstand Markus Schäfer laut einer Mitteilung

DieFestkörper-TechnikimEQS

Die Besonderheit: Die Zellen ändern ihr Volumen. Um sie dabei zu unterstützen und den notwendigen Anpressdruck auf die Zellen zu gewährleisten, ist die Festkörperbatterie mit pneumatischen Aktuatoren ausgestattet. Die Aktuatoren reagieren auf die Änderung des Zellvolumens beim Laden und Entladen – und sichern so die einwandfreie Funktion der Batterie

Der nutzbare Energieinhalt der Batterie stieg laut Mercedes um 25 Prozent Gewicht und Größe sind vergleichbar mit dem Standard-Akku eines EQS. Mercedes be-

Die Zellen des Festkörperakkus lieferte das amerikanische Unternehmen Factorial Energy

„UnserZielistes,Innovationenwiediesebis zumEndederDekadeindieSerienproduktionzubringen“
Markus Schäfer, Entwicklungsvorstand

schreibt außerdem Gewichts- und Energieeffizienzgewinne mttels passiver Luftstrom-Batteriekühlung. Das Festkörper-Batterie-System haben Mercedes und Mercedes-AMG High Performance Powertrains gemeinsam entwickelt. Zweiteres Unternehmen ist das Formel1-TechnologiezentrumdesAutoherstellersimbritischen Brixworth, zwischen Birmingham und Cambridge. Die eingesetzten Lithium-Metall-Zellen stammen vom USamerikanischenZellherstellerFactorialEnergy Siebasieren auf der „Factorial Electrolyte System Technology“ n

MiteinemMonatsaboDigitalhabenSieZugriffaufdaskomplette Digitalangebotvon»AutomobilIndustrie«undkönnendiesesuneingeschränktnutzen. ErfahrenSiemehrunter: www.automobil-industrie.de/monatsabo

Bild:Mercedes-Benz

E-ANTRIEB

NeueBatteriefürmehrPlatzundReichweite

MehrReichweite,schnelleresLaden,höhere LeistungundmehrPlatzimElektroautosoll das neue Batteriesystem „IBIS“ von Stellantis – mit Partnerfirmen und Universitäten entwickelt – bringen. In gut fünf Jahren sollen die ersten Modelle verschiedener Mar-

FESTKÖRPERBATTERIEN

CAM-TechnologieverbessertEnergiedichte

InZusammenarbeitmitBeijingWelionNew Energy Technology hat BASF die ersten Chargen seriengefertigter Kathodenmaterialien, CAM, für halbfeste Festkörperbatterienausgeliefert.DasF&E-Teamentwickelte ein Hoch-Nickel NCM-Kathodenmaterial miteinerspeziellenKompositbeschichtung, die Schnittstellenprobleme zwischen CAM und Festelektrolyt adressiert. Die Technologie erhöht die Energiedichte durch mehr Kapazität und geringeren Widerstand und verbessert die Zyklenstabilität durch die UnterdrückungvonNebenreaktionenander CAM-Elektrolyt-Grenzfläche. www.battery-materials.basf.com

ken des Automobilkonzerns damit auf den Markt kommen.

Der Wechselrichter ist in einem E-Auto zusammenmitdembordeigenenLadegerät einunverzichtbaresBauteil.Beidewandeln den Gleichstrom aus der Batterie in Wechselstromum.Nachteil:DieseKomponenten benötigen im Untergeschoss des Stromers vielPlatz.BeiderNeuentwicklungwandern beide bislang getrennten Geräte in die Batterie und benötigen dadurch weniger Platz. MessungenregistriertenzehnProzenthöhereEnergieeffizienz–alsowenigerStromverbrauch – und 15 Prozent mehr Ladeleistung als beim heutigen Serienmodell. Das Fahrzeug ist 40 Kilogramm leichter www.stellantis.com

EinzelneZellenstecken stattkleben

Der österreichische Automotive-Zulieferer ReschhateinBatteriesystementwickelt,das laut Unternehmen – im Vergleich zu bestehenden, vor allem asiatischen Lösungen –ohneKlebstoffeundSchweißverbindungen auskommt. Stattdessen werden die einzelnen Zellen mechanisch gesteckt – defekte Zellen können dadurch gezielt getauscht werden, ohne das gesamte Modul zu ersetzen. Das erleichtert das Recycling am Ende desLebenszyklusderBatterien.DasSystem istmitallengängigenZelltypenkompatibel. MehrereAutomobilherstellerprüfenaktuell eine Serienentwicklung www.resch-gmbh.at

E-MOBILITÄT HöhereReichweitefür E-Autos

Das US-amerikanische Unternehmen 24M Technologies hat eine neuartige Batterietechnik entwickelt. Dabei werden versiegelteElektrodendirektindünnePolymerfolien gepacktundunmittelbarindasBatteriepack integriert. Durch diesen Ansatz steige der Anteil der energiespeichernden Elektroden auf80ProzentdesPackvolumens–stattder laut 24M üblichen 30 bis 60 Prozent. Ein 75-kWh-NMC-Akku könnte mit der ETOP (Electrode-to-Pack) genannten Technik bei gleicherPackgrößeaufüber100kWherweitert werden. www.24-m.com

TECHNOLOGIE

FlüssigesLithium kontrolliertanwenden

ZELLKONTAKTIERUNG

Klebstofffreie

LaminierungfürStromabnehmer

Ennovi, ein Partner für Lösungen zur Elektrifizierung der Mobilität, präsentiert eine klebstofffreie Laminierungstechnologie. Diese soll robustere und nachhaltigere Zellkontaktierungssysteme, CCS, für prismati-

sche, zylindrische und Beutelzellenbatterien ermöglichen. Stromabnehmer werden dabei zwischen zwei Isolierfolien platziert und durch ein spezielles Verfahren ohne Klebstoffverbunden.DerProzessfixiertden Stromabnehmer in einer Tasche, verbessert diestrukturelleIntegritätundgewährleistet eine effektive Isolierung, was die Batterielebensdauer verlängert. Diese Innovation eignet sich für diverse Batteriedesigns und große CCS-Baugruppen. Im Vergleich zur konventionellen Heißlaminierung halbiere das zum Patent angemeldete Verfahren die Kosten für das Isoliermaterial, verbrauche wenigeralsfünfProzentderProzessenergie und verkürze die Verarbeitungszeit. www.ennovi.com

Der Lehrstuhl Production Engineering of EMobility Components der RWTH Aachen entwickelt ein Verfahren zur Schmelzbeschichtung für die Herstellung ultradünner Lithium-Metall-Anoden.ImGegensatzzum kostenintensiven, in der Schichtdicke begrenzten und schwierig skalierbaren Stand derTechnik,solldieMethodeeinepreiswerte und industriell umsetzbare Produktion vonLithium-Folienmitoptimiertenelektrochemischen Eigenschaften ermöglichen. Kern der Technologie ist die kontrollierte ApplikationflüssigenLithiumsaufSubstratfolie, da konventionelle Lithium-Ionen-Batterien mit Graphit-Anoden allmählich an physikalische Grenzen stoßen. Mit dem „LIMA“-Verfahren lasse sich in hohem Maße Lithium einsparen – abhängig von der AusgangsdickederverwendetenFolien.DieMethode erfordere kein Laminieren. Stattdessen werde ein Lithiumbarren aufgeschmolzen, was weitere Kostenvorteile mit sich bringe. Die Schichtdicke lasse sich präzise steuern – ohne eine bisher notwendige mechanische Nachbearbeitung. www.pem.rwth-aachen.de

Letzter Stopp2025

DRESDEN 05.November 2025

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AUTONOMES FAHREN

ErsteFahrgästein selbstfahrendenAutos

Seit Mai fahren zum ersten Mal in Deutschland Passagiere in einem Shuttle nach Level 4 automatisiert im Straßenverkehr Die Fahrten buchen sie per App. Inzwischen gibt es erste Bewertungen.

Im Projekt „KIRA“ können Fahrgäste erstmals in Deutschland nach Level 4 im Straßenverkehr fahren.

Das Pionierprojekt „KIRA“ für autonomen öffentlichenPersonennahverkehristzumerstenMalmit Fahrgästen unterwegs. Kundinnen und Kunden können die Shuttles in der Stadt Langen und in der GemeindeEgelsbachimKreisOffenbachabsofortbuchen und nutzen. Sie müssen dafür als Testnutzer registriert sein und benötigen die projekteigene App In der zweiten Jahreshälfte soll dies auch in Teilen von Darmstadt möglich sein.

Biszu130km/h–undmitSicherheitsfahrer

Die sechs Fahrzeuge sind in den Betriebsgebieten der regionalenProjektpartner„HEAGmobilo“undKreisverkehrsgesellschaft Offenbach unterwegs. Sie fahren im laufenden Straßenverkehr mit bis zu 130 Stundenkilometern. Dabei liegt die Entscheidung über alle FahrmanöverbeimFahrzeug.WährenddesErprobungsbetriebs im Projekt ist immer ein Sicherheitsfahrer an Bord. Die

Fahrmanöver der Fahrzeuge überwachen Menschen in einer Leitstelle.

Kira ist in Deutschland das erste Projekt, in dem autonomeFahrzeugeaufderAutomatisierungsstufeLevel4 mit Fahrgästen fahren. Der Projektname KIRA steht für „KI-basierter Regelbetrieb autonomer On-Demand-Verkehre“ VerantwortlichfürdasProjektsinddieDeutsche Bahn und der Rhein-Main-Verkehrsverbund, RMV

„FlexibleKleinbusse24/7unterwegs“

Knut Ringat, Vorsitzender der Geschäftsführung RheinMain-Verkehrsverbund, sieht Vorteile der Shuttles vor alleminländlichenRegionen.„Wennfahrerlose,flexibel buchbare Kleinbusse 24/7 da unterwegs sind, wo heute LinienbussenureineHandvollMalamTagfahren,dann wird ÖPNV für alle verfügbar und deutlich attraktiver“, sagte er laut einer Mitteilung „Mit dem Leuchtturmprojekt KIRA gehen wir voran und setzen erstmals in

Deutschland im normalen Straßenverkehr autonome Fahrzeuge mit Fahrgästen im Test ein. Damit machen wirunsaufdenWeg,inden2030erJahremitautonomen On-Demand-Shuttles das öffentliche Verkehrsangebot zu ergänzen und vor allem im ländlichen Raum auszubauen.“ Wer mitfahren will, muss sich dafür auf www. kira-autonom.de registrieren. Nach der Anmeldung erfolgt eine Auswahl, weil aktuell nur begrenzt Plätze verfügbar sind.

Der Testbetrieb ist bis Ende 2025 angesetzt. Eine Verlängerung ist geplant. Das Bundesministerium für Verkehr fördert das Pilot- und Forschungsprojekt mit rund 2,2MillionenEuro,dasLandHessenträgtweiterefinanzielle Mittel bei. Forschungspartner des Projekts sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das Karlsruher Institut für Technologie und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen.

Im Rhein-Main-Verkehrsverbund fahren bereits in zehn Gebieten On-Demand-Shuttles mit Fahrpersonal. Autonom,unddamitohnePersonalanBord,könnteder Verbund solche Angebote stärker in Randzeiten und in eherdünnbesiedeltenGegendeneinsetzen.Betreiberin der autonomen Fahrzeuge ist die DB Regio Bus Mitte. Das DB-Unternehmen „ioki“ stellt die Software für Buchung und Routenplanung und integriert die Softwarekomponenten der Technologiepartner Mobileye stellt

die Selbstfahrtechnologie, HD-Karten und Sensorik zur Verfügung

NutzerbewertenFahrtengut

DreiMonatenachdemStarthatdasProjektinzwischen seinen vollen Umfang erreicht: Fahrgäste können die Shuttles auch in nördlichen und westlichen Stadtteilen von Darmstadt nutzen. Mit der Erweiterung des BetriebsbereichssinddiesechsselbstfahrendenFahrzeuge erstmalsineinerGroßstadtunterwegs.ZudenOrtendie dieFahrzeugeinDarmstadtanfahrenzählenderHauptbahnhof,diePallaswiesenstraßeimJohannesviertelund das Nordbad/der Bürgerpark. Auch Fahrten zwischen Langen, Egelsbach und Darmstadt sind möglich.

SeitdemBeginnderTestfahrteninLangenundEgelsbach Ende Mai dieses Jahres sind mehr als 1.000 Nutzerinnen und Nutzer im Pilotprojekt zugelassen. Die Passagiere,diebishermiteinemderShuttlesgefahrensind, bewerten ihre Fahrt im Durchschnitt mit 4,5 von 5 möglichen Punkten.

In den ersten drei Monaten des Projekts haben die Fahrzeuge im Durchschnitt mehr als eine Fahrt pro Stunde absolviert, bei Betriebszeiten von Mittwoch bis Freitag 9:30 bis 15:30 Uhr – und sind über 60.000 Kilometer gefahren. n

Mit dem weltweit ersten fahrzeugseitigen, flüssigkeitsgekühlten Hochvolt-Ladeleitungssatz ermöglichen wir ultraschnelles Laden auf neuem Niveau.

VOSS: Ihr Systempartner für innovative Leitungs- und Verbindungstechnik moderner Fahrzeugarchitekturen.

5 Minuten für ≈ 80 kWh Ladeleistung 1 Megawatt

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STEUERUNGEN

TechnologieallianzfürJapan

Die Arnold Next G GmbH, Anbieter zertifizierter, fail-operational Drive-by-Wire-Technologie, expandiert nach Japan – einem der weltweit führenden Innovationsstandorte fürautonomeFahrsysteme,insbesonderein denBereichenRobotik,Shuttle-Technologie und Systemintegration. Mit dem japanischen Systemintegrator Macnica gewinnt dasUnternehmeneinenerfahrenenPartner für lokale Umsetzung, Skalierung und Softwareintegration. Japan gilt als globaler Leitmarkt für autonome Mobilitätslösungen –ein idealer Zielmarkt für fail-operational Steuerungstechnologie„madeinGermany“. Im Zentrum der neuen Allianz steht daher diegemeinsameUmsetzungzukunftsorientierter Fahrzeugplattformen auf Basis der

SteuerungslösungNXNextMotion–Safetyby-Wire™, die künftig in verschiedenen autonomen Systemen im japanischen Markt zum Einsatz kommen soll. NX NextMotion ist ein nach internationalen Normen zertifiziertes Drive-by-Wire-Zentralsteuergerät für die vollständige digitale Steuerung von Lenkung, Bremse und Fahrantrieb – entwickeltfürsicherheitskritischeFahrzeugarchitekturen im autonomen Umfeld. Die Plattform verfügt über eine Zulassung für den Einsatz in Entwicklungs- und ErprobungsfahrzeugenimöffentlichenStraßenverkehr in Deutschland – und ermöglicht so die Entwicklung und Absicherung autonomer Fahrfunktionen. www.arnoldnextg.de

SENSORSYSTEME

SensorfusionvonKameraundWärmebildkamera

Für die Systeme zur Objekterkennung an BordvonFahrzeugenundfürdasTrainieren von Sensorsystemen wird auf die Fusion mehrerer Sensordaten bzw. auf Sensorfusion zurückgegriffen. Das erweitert die Fähigkeiten eines einzelnen Sensors, um optischeGrenzfälle,sog EdgeCases,sicherklassifizieren zu können. Am bekanntesten ist dieRader-KameraundKamera-LidarFusion AufderMessefüraktiveFahrerassistenzsys-

ADAS

teme und autonome Fahrzeuge in Stuttgart stellte das israelische Start-up Adasky die Fusion von TV-Kamerabildern und thermischen Sensordaten vor. Das Unternehmen zeigtezusammenmitseinemHauptinvestor Gentex auf der Messe, die Fusion in einem GentexSpiegel-Bildschirm,alsoeinemBildschirm, der den Blick nach hinten erlaubt oder sonst alternativ das Live-Bild der nach hinten gerichteten Fahrzeugkamera überträgt.ErbietetaberebensoeinenDurchblick bei schlechter Sicht oder Nacht wwwadasky.com

FAHRDIENSTE Sicher,skalierbar, schlüsselfertig

Das Technologieunternehmen Moia feiert einenbedeutendenMeilenstein:MitdemID Buzz AD präsentiert das Unternehmen das erste vollautonome Serienfahrzeug von Volkswagen, das speziell für den Einsatz in Mobilitätsdiensten optimiert wurde. Es ist Teil einer umfassenden Lösung, die neben dem Fahrzeug aus einem Software-Ökosystem und Services für die Betreiber autonomer Mobilitätsdienste besteht. Moia bietet damit öffentlichen und privaten Mobilitätsanbietern eine schlüsselfertige Lösung an, um autonome Services schnell, sicher und skalierbar zu etablieren. www.moia.io

NissanerweitertAssistenzsystemumKIundLidarsensor

Nissan hat sein Fahrerassistenzsystem „ProPilot“ weiterentwickelt. Die neue Generation soll ab dem Jahr 2027 zunächst in Japan auf den Markt kommen und auch im Stadtverkehrnutzbarsein ZudenneuenKomponenten zählen neben einem Lidar-Sensor auf dem Dach eine Bilderkennungs-KI von Wayve – beides soll die Umfelderkennung verbessern. Die erste Generation der Pro-Pilot-Technik kam 2016 auf den japanischen Markt und war auf einspurige Autobahnen beschränkt. Die Weiterentwicklung konnte ab 2019 schon auf mehrspurigen Schnellstraßenselbstständiglenken,Gasgebenund bremsen. Die neue Version soll laut Nissan künftig Fahrer im Stadtverkehr unterstützen.BeieinemPilotversuchinTokiofuhrder

mit der Technik ausgerüstete Nissan Ariya auf dem sogenannten AutomatisierungsLevel2–dasheißt,dassderFahrerdauerhaft selbst den Verkehr überwachen muss. Das britischeUnternehmenWayvedemonstrier-

te die Funktion seiner KISoftware während der IAA Mobility Bei einer Demonstrationsfahrt im Stadtverkehr und durch Wohngebiete mit zugeparkten Straßen, zeigte sich das System ausgewogen abgestimmt. Es fuhr zurückhaltend, zögerte aber nicht, wenn es darum gingdenVerkehrsflussnicht zu behindern. Die Technik nutzt eine große foundation-model-KI und setzthauptsächlichaufKameradaten.Radarund Lidarsensoren sorgen für die nötige Redundanz. www.nissan.de

VOLLAUTONOME

ZUSAMMENARBEIT

Vorgefertigte

ADAS/AD-PlattformbeschleunigtdieMarkteinführung

AUTOMATISIERTES FAHREN

Qualcomm Technologies und Valeo haben die Erweiterung ihrer langjährigen Zusammenarbeit bekanntgegeben, um der globalen Automobilindustrie Lösungen für Fahrerassistenzsysteme (ADAS) und automatisiertes Fahren (AD) bereitzustellen. Die Technologiepartnerschaft integriert die skalierbaren Snapdragon Ride Pilot-Lösungen von Qualcomm Technologies, einschließlich Snapdragon Ride System-onChips (SoCs) und Snapdragon Ride ADAS/ AD Software-Stack, mit der Hard- und Software-Expertise von Valeo, darunter Algorithmen für automatisches Parken, Sensoren, ECU-Systeme sowie deren Integration undValidierung BeideUnternehmenbieten gemeinsamganzheitlicheLösungen,dieauf

funktionale Sicherheit und Cybersicherheit ausgelegt sind – ergänzt durch differenzierte Middleware-Software und -Services. Beide Unternehmen bündeln ihre Kräfte für eine vorintegrierte AD/ADAS-Lösung, die darauf ausgelegt ist, die ImplementierungaufFahrzeugebenezuoptimierenund einewichtigeAnforderungfürdieBeschleunigung der Markteinführung für globale Automobilhersteller erfüllt. Sie beinhaltet ein Paket serienreifer Sensoren, eine Recheneinheit und viele Anwendungen, die Funktionen wie freihändiges Fahren, automatisiertes Parken, Fahrer- und Insassenüberwachung sowie NCAP-5-Sterne-Sicherheitsfunktionen unterstützen.

www.valeo.com

MöglicheHindernisseundStörungenfrühzeitigerkennen

Lotus Robotics, die Sparte für intelligente FahrtechnologievonLotusTechnology,und Here Technologies, die Plattform für ortsbezogene Daten und Technologie, entwickeln gemeinsameineHighway-Navigation-PilotLösungfürautomatisiertesFahrenaufLevel 2+(L2+).DieZusammenarbeitzieltaufeine L2+-Lösungab,dieeinenumfassendenSensor-Erfassungs-Stack und eine hochpräzise Karte für fortschrittliche Fahr- und Sicherheitsfunktionalitäten integriert. Dazu zählt auch freihändiges Fahren in bestimmten Situationen.

Lotus Robotics wird die L2+-Lösung entwickeln und dafür die Here HD Live Map nutzen. Diese liefert sicherheitsrelevante Daten für Funktionalitäten wie Lokalisie-

ASSISTENZSYSTEME

rung, Vorhersage und Planung des Fahrwegs für Systeme zum automatisierten Fahren. Sie arbeitet nahtlos mit der Fahrzeugsensorik zusammen und erweitert die Fähigkeit eines Fahrzeugs, vorausschauend zu fahren, wenn Sensoren alleine nicht ausreichen. Die Plattform liefert präzise, vorausschauendeInformationenzudenGegebenheiten auf der Straße und örtlichen Regelungen. So erkennt sie mögliche Hindernisse und Störungen frühzeitig

Bild: Her e

Die Lösung soll noch 2025 in Europa zugelassen werden. Sie wird in künftigen Lotus-ModellenzumEinsatzkommen.GleichzeitigwirdsieauchAutomobilherstellernin Europa zur Nutzung angeboten. www.here.com

DigitaleFahrzeugassistenzsystememitKIentwickeln

NTT Data demonstriert, wie KI Fahrzeugassistenzsysteme nicht nur in der Personalisierung verbessert, sondern auch Services und Funktionen entlang der gesamten Cus-

tomer Journey erweitert – vom Kauf bis über die Nutzungsphase hinaus. Der Begriff Fahrzeugassistenzsysteme wird neu definiert und das Anwendungsfeld stark erweitert:

Die Interaktion mit dem KIAssistenzsystem startet künftig beim Fahrzeugkauf und der Konfiguration. Käufer können übereinenFragebogenundeine Metaverse-Garage ihr Fahrzeug auf einer virtuellen Testfahrt kennenlernen. Die gesammelten Daten personalisieren die Customer Journey und optimierendasFahrerlebnis,z.B.durchaltersgerechteEntertainment-AngebotefürFami-

lien. Autofahrer nutzen oft nicht das volle PotenzialvonFahrzeugundSoftware.KI-Assistenzsysteme bieten proaktiv passende Dienste an, z. B. den Erwerb digitaler Mautvignetten,AnfahrtzugünstigenTankstellen sowie personalisierte Vorschläge für Parkplätze, Reiseziele und Restaurants.

KI-Assistenzsystemebietenauchnachder Ankunft Dienste an. Sie erinnern etwa an das Ende des Leasing-Vertrags und präsentieren Optionen. Der ganzheitliche Ansatz umfasst Wartung, Reparatur, Beratung und Services.AuchderBereichTelemedizinbirgt großes Potenzial. Das Fahrzeug kann nahegelegenes ärztliches Fachpersonal oder Krankenhäuser vorschlagen. www.nttdata.com

GIGACASTING

IstdasGroßguss-Bauteil dieZukunft?

Wenige große statt vieler kleiner Teile sollen den Karosseriebau schneller und günstiger machen. Deshalb interessieren sich Autohersteller für diese Technik

– ein Überblick auf das, was die Branche plant.

Von Jürgen Klasing

Der Vorreiter in der Gigacasting-Technologie, der Automobilhersteller Tesla, hat bereits einen einteiligen Hinterwagen im Modell Y umgesetzt.

Der Einzug der Großgussbauteile in die Fahrzeugkarosserie nimmt weiter Fahrt auf. Ein Ausblick in die möglichen Strategien der OEMs gab die Global-Giga-Casting-Konferenz in Kassel, die im März 2025zumerstenMalstattfand.DasFachgebietGießereitechnikderUniversitätKasselhattealleeingeladen,die Großgussbauteile konstruieren, fertigen oder verwenden sowie die für die Produktion nötigen Maschinen herstellen.DerFachgebietsleiterGießereitechnikander UniKassel,Prof Dr.-Ing MartinFehlbier,begrüßteüber 400 Teilnehmer aus 25 Nationen und 25 Fachaussteller aus Asien, USA und Europa.

Einen Einblick in die aktuelle Marktlage der Druckguss-Branche gab zunächst die Analyse des Marktforschungsinstituts Schlegel und Partner Darin wurde untersucht,obdieinternationalenAutomobilhersteller

künftig große Druckgussbauteile im Karosseriebau einsetzenkönnten InChinanimmtderEinsatzvongroßen gegossenen Karosserieteilen immer mehr zu und auch InvestitioneninDruckgussmaschinenüber10.000Tonnen Schließkraft werden weltweit vorgenommen. Im Gegensatz dazu setzen die europäischen und amerikanischen OEMs auf mittlere Maschinen von 4.000 bis 8.000 Tonnen Schließkraft und mittelgroße funktionsintegrierte Bauteile.

Die Gründe dafür liegen zum Beispiel darin, dass in ChinaneuekleinereAutomobil-Fabrikenaufdergrünen Wiese entstehen können. Zudem investieren etablierte chinesische Hersteller weltweit in größere Maschinen. Auch die Herangehensweise ist in Fernost anders: Da wird schneller ein Bauteil gegossen und im Fahrzeug integriert, ohne zunächst Reparatur- oder Recyclingfak-

Bild: J ür gen Klasing

toren zu untersuchen. Im Gegensatz dazu müssen in Europa und Amerika neue Druckguss-Anlagen in bestehenden Werken um- oder aufgerüstet werden. Ein weiterer Anhaltspunkt ist das ausgeprägte Qualitätsbewusstsein in Europa und das Bestreben die Thematik zunächst akademisch anzugehen und auch die Reparatur- und Recyclingfähigkeit zu berücksichtigen.

MehrEffizienzimRohbau

Umzuverstehen,warumdieHerstellerdieseDruckgussTechnologie verfolgen, schauen wir deren Rahmenbedingungen an Mit dem Einsatz von mittleren und großen Druckgussbauteilen im Karosseriebau lassen sich viele einzelne Blechteile durch ein großes ersetzen. Zusätzlich entfallen die notwendigen Fügeprozesse. Die ProduktionderRohkarossegehtdadurchschnellerund günstiger IneinemDruckgussbauteillassensichzudem EigenschaftenwieStabilität,FestigkeitundLeichtbauin Einklang bringen, sowie Montagepunkte und andere Funktionsteile integrieren. Zudem können Hohlräume fürelektronischeBauteilevorgesehenoderspezielleKabeldurchführungenoderLüftungskanäleintegriertwerden.

InseinerModellplanungmussderHerstellerdenEinsatz solcher Druckguss-Bauteile frühzeitig mit allen beteiligten Bereichen abstimmen. Das bedeutet, das Aspekte vom Interieur, Exterieur,sowiederSicherheitunddes Komforts Einfluss nehmen können.

WodasDruckgussbauteilproduziert wird und wie lange der Anlieferungsweg zum Karosseriebau im Werk ist, gilt zudem als ausschlaggebender Faktor. Wenn der OEM das Teil selbst herstellt,istPlatz-undPersonalbedarfnotwendig Denn zusätzlich zum eigentlichen Druckguss-Prozess kommen anschließend noch die meist vollautomatischen Bearbeitungsschritte Zerspanen,Entgraten,Bohren,VermessenunddieMaterialkontrolleperKamerasystemandemgegossenenBauteil hinzu.BringteinZuliefererdasfertigeBauteilinsWerk, sind andere Kosten und Lieferzeiten zu kalkulieren AuchdieTeileintegrationindieKarosseriestrukturund diedamitverbundenenFügeoperationenmussderHerstellernichtnurinderSerienfertigung,sondernauchim Reparaturfall berücksichtigen.

DiePlänederAutomobilhersteller

Mercedes-Benz: Der schwäbische Autohersteller setzt schon seit einigen Jahren große Gussbauteile (Federbeindom, Längsträger hinten) in verschiedenen Modellen ein. Neben seiner eigenen Fabrik in Esslingen beliefernZuliefererdenOEMmitGussteilen.Geplantist ein gegossenes Batteriegehäuse, aber für eine Gigacasting-Anwendung sieht man derzeit keinen Bedarf

Renault: Ein aus Druckguss hergestelltes HV-Batteriegehäuse soll in einigen Modellen bereits in diesem Jahr zum Einsatz kommen. Außerdem könnte ein gegossener Hinterwagen im Nachfolgemodell des Espace umgesetzt werden. Mit einem Gigacasting-Bauteil ist folglich fest zu rechnen.

JaguarLandRover:DerimKonzernverbundvonTata geführte Autohersteller setzt auf große Gussbauteile. EineHeckklappeodereinFederbeindomimDruckgussVerfahren sind in der Anwendung und ein zweiteiliges Unterboden-Modul in der Testphase In Europa kooperiert JLR mit verschiedenen Zulieferern.

Die chinesischen OEMs stehen offen zu ihren

Volkswagen: Die Niedersachsen produzieren im WerkKasseldiverseKarosserieteilefürdenKonzern Anlagen und Erfahrungen sind vorhanden, dem Gigacasting will man sich nicht verschließen, jedoch sollte zunächstversuchtwerden,diePotenzialedervorhandenen Druckgussmaschinen auszureizen. Als Beispiel zeigte VW, wie ein Hinterbau für ein E-Auto auf einer 4.000-Tonnen-Maschine umgesetzt wurde. Weiterhin wurde ein Hochvolt (HV)-Batterierahmenvorgestellt.WichtigeEntwicklungszielebeiVWsindder Crash-Widerstand und die Reparaturfähigkeit.

Gigacasting-Ambitionen im Karosseriebau.

Volvo: Der zum Geely-Konzern gehörende schwedische Autobauer hat in den letzten Monaten stark investiert und zwei Gigacasting-Anlagen von Bühler (Schweiz) aufbauen lassen. Darauf sollen schon bald Hinterwagen-Module gegossen werden.

Auch Tesla, Nissan und Toyota haben sich für Gigacasting-Bauteile entschieden. Der Technologietreiber Tesla hat das Gigacasting bereits in diversen Modellen umgesetzt. Die Amerikaner versprechen im Reparaturleitfaden, dass ein Großguss-Bauteil getauscht werden kann. Eine Fachwerkstatt, die diese Instandsetzung bereits erfolgreich und zeitgerecht durchgeführt hat, ist dem Autor dieses Beitrags jedoch nicht bekannt.

Es lassen sich nur Tendenzen bei den OEMs erkennen, weilklareAussagen(noch)nichtgemachtwerden.Dabei spielen die Entwicklung der E-Mobilität und der mögliche weltweite Vertrieb der Fahrzeugmodelle entscheidende Rollen. Dennoch konnte aus den Fachvorträgen eine Tendenz für jeden OEM abgeleitet werden:

BMW: Der bayerische OEM will derzeit nicht auf größereDruckgussmaschinenundBauteilesetzen,sondern sprach sich für eine verbessere Nutzung der bereits vorhandenen Maschinen und Anlagen in seinem Werk Landshut aus. Eine umfängliche Betrachtung mit der Werkzeugstandzeit,derLogistikundderQualitätzeigte, dass sich die Teileintegration am besten auf 4.000- bis 6.000-Tonnen-Maschinen eignet, etwa für Federbeinstützen oder Längsträger Einen Wachstumsmarkt erwartet BMW zudem in der Batteriegehäusefertigung.

General Motors, Honda, Stellantis, Ford setzen künftig eher auf gegossene Batteriegehäuse oder Batterierahmen Der Einsatz von Federbeindomen, Längsträgern oder A-Säulen-Verstärkungen ist fest als Standard-Bauteilintegriert,dasGigacastingbleibtimFokus. Offen zu ihren Gigacasting-Ambitionen stehen BYD, Nio, Xpeng, Xiaomi, Geely, Chery, GAC und Great Wall Die chinesischen Autohersteller haben bereits Vorder- oder Hinterwagen-Module in aktuellen Modellen verbaut, oder stehen kurz davor. Bei der Fertigung von kompletten HV-Batteriegehäusen sind sie meist schon in der Serienfertigung angekommen. Jetzt läuft vereinzelt bereits die Prototypenfertigung kompletter Bodengruppen. n

AGILES SHIMSEN

Neue

TechnologieimKarosseriebau

Auf der Jagd nach der perfekten MaßhaltigkeitpassendieMitarbeiterimKarosseriebau bei Audi die Anlagen immer wieder durch ZugabeoderEntnahmefeinerDistanzbleche – im Englischen „shims“ – um Zehntelmillimeteran.Das„agileShimsen“amZweifachFramerinderAudiSportManufakturinden BöllingerHöfenistalsTechnologiekonzernweit einzigartig Bisher gründete sich das Shimsen ausschließlich auf die Erfahrungswerte der Werker Herzstück des agilen Shimsens ist ein Algorithmus, der die MaßhaltigkeitsdatenausderInline-Messtechnik beständig überwacht und optimale Korrekturwerte berechnet. Dank des geschlossenenRegelkreisespassteinverbauterLinearmotor die Spannstellen auf Basis der Daten

NACHHALTIGKEIT

NeuesPanoramadachspart30ProzentCO2 ein

aus der Messstation direkt an. Audi-MitarbeiterausNeckarsulmundIngolstadthaben die Technologie gemeinsam entwickelt. „Die Messergebnisse zeigen deutlich, dass wir durch das agile Shimsen noch präziser geworden sind“, sagt Fertigungsleiter Wolfgang Schanz. „Bemerkenswert ist zudem, dass wir das Projekt komplett intern entwickelt und umgesetzt haben Das Stichwort ‚agil‘ passt nicht nur zur Technologie, sondern auch zur Arbeitsweise.“ Die Technologie ist im Karosseriebau des Audi e-tron GT im Einsatz. Die Kleinserienfertigung spielt als Reallabor eine besondere Rolle für Audi, um die Digitalisierung in Produktion und Logistik voranzutreiben. www.audi.com

KUNSTSTOFFE

Das sogenannte Greener Roof von Webasto verringert einerseits den RessourcenverbrauchsowiedieEmissionenbeiProduktion undEinsatzimFahrzeug,andererseitsbietet es mehr Komfort, Kopffreiheit und ein besseres Raumgefühl als die Vorgängerversionen. Es ist modular bei verschiedensten Fahrzeugarchitektureneinsetzbarundspielt seine Stärken vor allem bei -E-Fahrzeugen aus.ZentralerHebelderCO₂-Einsparungist der kluge Einsatz von Material. Es kommen stattstarrerRahmenstrukturenausStahlwo immer möglich CO₂-ärmere technische Kunststoffe zum Einsatz. Diese werden nur dort mit Stahlbauteilen ergänzt, wo es für die technische Performance nötig ist. Die eingesetzten Materialien werden auch effizienter genutzt. Der Produktionsabfall, der etwa beim Zuschnitt von Stahlplatinen entsteht, kann um über 60 Prozent verringert werden.ZudemkommtdasDachvölligohne Aluminium aus. www.webasto.com

VERBINDUNGSTECHNIK

Gewindefurchende

Schraube

Arnold Umformtechnik hat eine „Powertite“-Schraube entwickelt – eine gewindefurchende Schraube mit einer TrilobularFurchzone. Das heißt: Dort wo die Umformarbeit geleistet wird, verfügt die Schraube über einen leicht dreieckigen Querschnitt

Bild : Arnold Umfo rmt echnik

(mitabgerundetenEcken)zurReduktionder Furchmomente. Die Furchzonenlänge ist mit einer Länge von 3 x p (p=Gewindesteigung) bauraum-optimiert und ermöglicht eine Verteilung der Umformarbeit beim Gewindefurchprozess auf mehrere Gewindegänge sowie ein optimales Ansetzen und Zentrieren der Schraube. Der Tragquerschnitt hat ein definiertes Übermaß; der AußendurchmesserderSchraubeistimmer größeralsdasnominelleNennmaß.Sowird einehöhereÜberdeckungderGewindeflankenvonSchraubeundgefurchtemMutterngewinde gewährleistet. Mit der Powertite könnenhöhereMontagevorspannkräftebei weniger Bauraum übertragen werden. www.arnold-fastening.com

Bild: We bast o Gr oup

VerbesserteDimensionsstabilität

SabichatmitNorylGTXLMX310denersten Typ einer neuen Kunststofffamilie mit erhöhterDimensionsstabilitäteingeführt.Das Material eignet sich ideal für inline lackierbare Fahrzeug-Außenteile, wie Tankdeckel von E-Autos. Es greift dabei insbesondere die Herausforderung größerer, asymmetrisch geformter Tankdeckel beziehungsweise Ladeabdeckungen auf, wie sie für hybrid odervollelektrischangetriebeneFahrzeuge typischsind.DieEntwicklungsarbeitfürdas neueMaterialhataufdaswachsendeExpertenwissen aufgebaut, das die Elektrifizierungsinitiative von Sabic namens Bluehero

zur Verfügung stellt. Diese ist darauf fokussiert, die Automobilindustrie dabei zu unterstützen,denÜbergangzueffizientenund sicheren Elektrofahrzeugen zu beschleunigen. Noryl GTX LMX310 ist ein ungefüllter, leitfähiger PPE-Blend mit sehr geringer Feuchtigkeitsaufnahme; das Verzugsrisiko verringert sich um bis zu 90 Prozent. www.sabic.com

INNOVATIVE LICHTGRAFIK

ErsterOpelmitleuchtendemMarkenschriftzug

Vorne leuchtet weiß der Opel-Blitz, hinten derMarkennameinsignalrotenBuchstaben –dasSUVGrandlandElectricistOpelserstes Serienmodell mit einem neuen ExterieurDesign, das auf Chrom-Applikationen verzichtet Die Insignien der Marke bestehen stattdessen aus Plexiglas und sind illuminiert. Mit dieser Lichtgrafik will der Mutterkonzern Stellantis laut Mitteilung ein starkes Zeichen setzen für die Modernisierung und Elektrifizierung der traditionsreichen Automobilmarke aus Deutschland. Der SchriftzugOpelistvonweitemerkennbarin das schmale Heckleuchtenband integriert, das sich über die gesamte Fahrzeugbreite erstreckt.DieBeleuchtungsspezialistenvon Hella Lighting fertigen die mehrteilige

PARTNERPROJEKT

Die AZL Aachen GmbH hat im Juli das Partnerprojekt „Thermal Runaway Testing for

HeckleuchtedesGrandlandElectricmitPlexiglas Formmasse, dem Marken-Polymethylmethacrylat (PMMA) des Herstellers Röhm. Der dreidimensionale Schriftzug wird in einem Stück spritzgegossen. www.roehm.com

MEGACASTING ZweineueAnlagenfür WerkinVietnam

Die Schweizer Bühler Group hat Seojin System zwei Megacasting-Anlagen vom Typ Carat 920 für dessen Werk in Vietnam geliefert. Mit den Zellen will der koreanische Tier-1-ZuliefererseineProduktionbeschleunigen und die Rolle als Lieferant für E-Fahrzeugestärken.ImFebruarschlossBühlerdie Installationdererstenvonzweihochmodernen Megacasting-Maschinen mit einer Schließkraftvon92.000Kilonewton(kN)ab Seit April läuft der Aufbau der zweiten Anlage. Jede Zelle kann bis zu 200.000 Teile pro Jahr produzieren, etwa Batterieträger und hintere Unterböden.

www.buehlergroup.com

www.craemer.com

BatteryCasings–BenchmarkingSystemsfor High-Gradient Heating and Hot Particle Blasting“ gestartet. Die Initiative konzentriert sich auf die Entwicklung und Implementierung eines wiederholbaren Brandtests zum Prüfen und Vergleichen struktureller und funktionaler Materialien, die in Batteriegehäusen von Elektrofahrzeugen verwendet werden. Das Highlight ist ein neuer Prüfstand, der eine Hochtemperaturbeflammung und einen kontrollierten Partikelbeschuss kombiniert. www.azl-aachen-gmbh.de

LEICHTBAU EhrungmitJEC InnovationAward

Das Fraunhofer IMWS entwickelte im Projekt „HyWaSand“ eine Staufachklappe in Sandwich-LeichtbauweisefüreineLkw-Fahrerkabine. Lösung und Herstellprozess, der fürdieVerarbeitungvonthermoplastischen Kunststoffen in Großserie geeignet ist, wurdenAnfangMärzinParismitdemJECComposites Innovation Award 2025 in der Kategorie „Automotive & Road Transportation –Process“ ausgezeichnet. www.imws.fraunhofer.de

Markenprägend:HMI-Design undAmbientebeleuchtung

Die Ambientebeleuchtung im Fahrzeuginnenraum hat sich neben dem HMI zu einem integralen Bestandteil modernen Marken-Designs entwickelt. Dabei entstehen zunehmend Lichtsysteme mit komplexen Anforderungen an die Integration. Die Preh GmbH hat hierfür neue Konzepte und Serienlösungen entwickelt.

Die Ambientebeleuchtung von Automobilen bestand über lange Zeit aus einzelnen diskreten Lichtquellen und linearen Lichtleitern. Weil sich die Automobilmarken immer stärker über Designdifferenzierungen im Interieur abgrenzen, steigt die Nachfrage für größere, homogenere und interaktivere Lichtflächen.

Das Preh Advanced Light Concept ist ein Beispiel, wie 3D-Tiefeneffekte in der Ambientebeleuchtung genutzt werdenkönnen.DafürmussdasGesamtsystemdeskonstruktiven Aufbaus aus Lichtquellen, Lichtleitelementen und Funktionselektronik (Lichtsteuereinheit + Bussystem)beherrschtwerden

Ein weiterer Weg, welcher aktuell in der Ambientebeleuchtungbeschrittenwird,sindMatrix-LED-Anordnungen. Diese sind keine einfache Aneinanderreihung von LEDs,sondernzeichnensichdurcheinregelmäßigesAnordnungsmuster in der Fläche aus. So ermöglichen sie vollkommen neue Gestaltungsmöglichkeiten mit dynamischenLichtszenarienundanpassbarenLichtzonen.

Allerdings ist der Übergang von einer klassischen linearenLED-LösungzuflächigenMatrix-LEDsmiterheblichen Herausforderungen verbunden. Denn die MatrixTechnologieerfordertkomplexeLeiterplattenstrukturen, oft dreidimensional geformt, wie bei der Integration in TürverkleidungenoderuntergewölbtenOberflächendes Armaturenbretts.SolcheLeiterplattenanordnungenstellenbeachtlicheAnforderungenandiemechanischeIntegration, um effiziente Serienproduktionslösungen realisierenzukönnen.ZudemmussjedeLEDinnerhalbeiner MatrixmittelsgetaktetemBUS-Systemeinzelnadressierbarundansteuerbarsein–beigleichzeitigabsoluthomogenerFarbdarstellungüberdiegesamteFläche.Diessetzt eine hochintegrierte Elektronik voraus, eingepasst in

„DieaktuellenGestaltungstrendssetzen fürAmbientelicht-SystemeeinumfassendesFach-Know-howvoraus.“
Norbert Bauer, CTO Preh Group

engeBauräumeundperfektmitdemmechanischenAufbau abgestimmt. Denn es sind ganze LED-Rasterflächen effizient,platzsparendundkostengünstiginbestehende Bauraumkonzepte zu integrieren – inklusive thermischem Management Die Elektronik-Mechanik-Integration wird damit zu einer Schlüsselkompetenz für Ambientelichtsysteme.

HMI-Designandersgedacht

Neben Lichtsystemen nimmt die HMI-Integration eine zentrale Rolle bei der markenspezifischen Gestaltung desFahrzeuginnenraumsein.Hierfürbenötigenclevere neue Design-Ideen vor allem immer die richtige SymbiosemitpraktischerFunktionalität.EinBeispielhierfür zeigtdasMittelkonsolenkonzept2025vonPreh.Esintegriert das Smartphone unter einer transparenten Bedienoberfläche.DieflexibleAblagesichertselbstgroße Geräte mit Displaygrößen von bis zu sieben Zoll bei dynamischer Fahrt und ermöglicht Standardfunktionen wie induktives Laden und automatische BluetoothKopplung

Die transparente Oberfläche verfügt über eine Schriftzeichenerkennung und Icons zur Auswahl der wichtigsten Funktionen. Realisiert mit LEDs und Lichtleitern können bis zu drei unterschiedliche Icons an derselben Stelle angezeigt werden, mit entsprechendem FarbumschlagfürdieStatusanzeige.InsgesamteineLösung,die ohneklassischesDisplayauskommtunddieKombination mit einer aktiven Haptik und akustischem Feedback erlaubt.

Natürlich ist auch diese Design-Idee nicht isoliert zu betrachten, sondern ein Bestandteil verschiedener Möglichkeiten der Funktionsauswahl im Cockpit, wie der Spracheingabe,MultifunktionsschalternimLenkradund Touchscreens. Schließlich ist sicherzustellen, dass der Blick des Fahrers überwiegend auf der Straße bleiben kann.

Norbert Bauer, CTO der Preh Group, erklärt: „Die aktuellenGestaltungstrendsimAutomobilinterieursetzenbei Lieferanten von Ambientelicht-Systemen ein umfassendesFach-Know-howvoraus,umdenhohenKomplexitätsanforderungengerechtzuwerden.Hierzahlensichunsere langjährigen Projekterfahrungen aus – in der Lichtsimulation,inunsererSchlüsselkompetenzElektronik-Mechanik-IntegrationwieauchinfunktionalerSicherheit.“ n

Ambientes Licht und HMI Design anders gedacht

Matrix LEDs hinter gewölbter StoffStruktur

Bild: Pr eh
Das Preh Mittelkonsolenkonzept 2025

MASSAGESITZ

MechanischesMassagesysteminerstenSerienmodellen

Adient bringt einen Sitz mit mechanischer Massage auf den Markt. Die Innovation findet ihre erste Anwendung im Plug-in-Hybrid-Modell M8 des Autoherstellers GACTrumpchi, welches über drei Sitzreihen verfügt. Mit dem Start der Serienproduktion wird das mechanische Massagesystem bald inweiterenMittel-undOberklassemodellen aufdemchinesischenMarktverfügbarsein. Auch in Europa und Nordamerika verzeichnet das Produkt laut Hersteller zunehmendes Interesse.

Das mechanische System verwendet ein 3D-Massagemodul, das professionelle Knetmassagetechniken präzise simuliert und deutlich stärkere Effekte bei der Linderung von Ermüdungserscheinungen bieten soll

VISUALISIERUNG

alsherkömmlichedruckluftbetriebeneMassagesysteme. Basierend auf westlicher Faszien-Therapie und traditioneller chinesi-

EntwicklungKI-gestützterCockpit-Funktionen

Qualcomm Technologies und Harman arbeiten künftig zusammen, um CockpitFunktionen der nächsten Generation zu entwickeln. Die Partnerschaft der beiden Zulieferer soll der Automobilbranche mehr digitale Technik für ein besseres Fahrerlebnis bringen. Die Initiative verbindet das

AUTOMOTIVE-OLED

Bild: Harman Int erna tio na l

PortfoliovonHarmanmitdenAutomotive-Computing-Produkten von Qualcomm Technologies. So sollen intelligente, kontextbewusste und empathische Fahrerlebnisse entstehen. Mittels einer einheitlichen CockpitArchitekturlassensichfortschrittliche KI-Modelle einsetzen Hierzu gehören Echtzeit-ADAS-Visualisierung, situationsbezogene Intelligenz und intuitive Benutzeroberflächen, die Emotionen, Vorlieben und Signale der Fahrzeuginsassen erkennen und darauf reagieren. Es gilt sicherzustellen,dassdieSnapdragon-CockpitElite-Plattform optimal mit der modularen Ready-Produktfamilie kompatibel ist. www.harman.com

SchlüsselfürsicheresundstilvollesFahren

Samsung Display beschleunigt den Ausbau seines Automotive-Geschäfts durch ein erweitertes OLED-Portfolios und die Erschließung neuer Kundensegmente. Auf der diesjährigenIAAMobilityunterstrichdasUnternehmen nicht nur die Vorteile der OLEDTechnik für mehr Sicherheit beim Fahren und erstklassige Unterhaltung im Auto, sondern demonstrierte auch das Potenzial und die Vision von OLED als Schlüsselkomponente der Mobilität von morgen. Der Hersteller stellte ein Digital-CockpitKonzept für künftige autonome Fahrzeuge vor, bei dem OLED-Bildschirme an sämtlichenTouchpointsfürFahrerundPassagiere integriert sind. Am Fahrersitz fungiert ein 10,25-Zoll-Cluster-Display (ca. 26 cm) wäh-

scherMedizinphilosophiebietet es gezielte Linderung bei Rücken- und Lendenbeschwerden auf der Grundlage professioneller Massageerfahrung

Das Massagesystem erfüllt strengeAutomobilstandards.Es verfügt über flexible Einstellmöglichkeiten für alltäglichen Komfort und Tiefenmassage sowie zu Sicherheitszwecken eine schnelleDruckentlastungsfunktionimFalleinerKollision Eine mehrschichtigeverschleißresistente Konstruktion gewährleistet Funktionssicherheit und Langlebigkeit. www.adient.com Bild: Ad ient

DATENBANK PlattformbietetTransformationshilfe

Das Netzwerk „automotive thüringen“ veröffentlichte mit der Einführung einer WebApp eine Plattform des virtuellen Automobils. Als wegweisendes Digitalwerkzeug für Trends und Innovationen soll sie Unternehmen in der Transformation helfen, ihre Marktposition zu stärken und neue Wachstumschancen im automobilen Interieur zu erschließen. Sie bietet Zulieferern und Partnern eine interaktive Möglichkeit, Trends gezielt zu analysieren und neue Geschäftsfelder zu entdecken. Sie ermöglicht zudem eine gezielte Analyse von Komponenten, Funktionen und Materialien. www.automotive-thueringen.de

rendderFahrtalsInformationstafelundverschwindet beim Parken unter dem Armaturenbrett. Für Beifahrer erstreckt sich eine 34-Zoll-Anzeige vom Center Information

Display (CID) bis zum Passenger Information Display (PID) über das gesamte Armaturenbrett. Diese Anzeige kombiniert zwei OLED-Panels (14,5 Zoll und 13,8 Zoll, ca. 37 bzw. 35 cm) mittels Multi-Lamination-Technik. Der Bildschirm kann sowohl alseinheitlichesDisplaygenutzt werden als auch auf jeder Seite separate Inhalte anzeigen. Ein flexibles, L-förmiges OLED in der Mittelkonsole ermöglicht die intuitive Steuerung häufig genutzter Funktionen wie Klimaregelung und Fahrzeugeinstellungen. www.samsungdisplay.com

Displa y

Bild: Sa msung

SENSORIK

Hands-on-wheel-detection

LenkräderfürAutomobileundNutzfahrzeuge haben sich längst zu multifunktionalen Steuereinheiten entwickelt. Dabei stellen TrendswiedasautonomeFahrenunddiezunehmendeAutomatisierungimmerhöhere Anforderungen an intelligente Lenkradtechnik. Marquardt hat für diesen EinsatzzweckseinAngebotanintegrierten,miteinander verbundenen Lenkradsystemen erweitert. Neben ergonomischen Wippen, kompaktenSchalternundsmartenFunktionen für Heizung und Beleuchtung umfasst das modular aufgebaute Produktportfolio eine Lenkrad-Handerkennung (HOWD –Hands-on-wheel-detection) für autonome undteilautonomeFahrfunktionen.DieMarquardtistEntwicklungspartnervonHerstel-

fürmehrSicherheitbeimautonomenFahren

AUDIOVERSTÄRKER

PlatzsparendundfürhoheFrequenzengeeignet

Die neuen Bausteine Hfda 80D und Hfda 90D von ST Microelectronics erweitern die für hohe Frequenzen geeignete Familie von Automotive-Verstärkern von ST und ergänzen den IC Hfda 80A mit Analogeingang. Sämtliche Bausteine arbeiten mit einer

Schaltfrequenz von 2 MHz, um Leiterplattenfläche zu sparen und den Bauteileaufwandzureduzieren.Verbesserungenander Architektur der ICs sorgen überdies dafür, dass der Pin-Count der Gehäuse ebenso minimiert wird wie der Bedarf an externen Bauelementen.Ineinem7mmx7mmmessenden Lqfp-48-Gehäuse in Exposed-PadUp-Bauweise warten die ICs mit vier 27-WAusgangskanälen auf Mit ihren digitalen Eingängen machen der Hfda 80D und der Hfda 90D die Integration und das Design nocheinfacher,zumaldurchdenWegfallder Analogumwandlung weiterer Platz gespart wird Die Bauelemente verbessern dadurch die Deutlichkeit des Audiosignals www.st.com

lern und Tier-1-Lenkrad-Zulieferern und entwickelt zukunftssichere Systeme, die Steuerung,SensorikundNutzerinteraktion verbinden.

Dabei profitiert der Mechatronik-Experte von seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der Fahrzeugsteuerung an der Schnittstelle von Mensch und Maschine (HMI). Die modularePlattformermöglichtdiemarkenspezifische Anpassung an verschiedene HerstellerundFahrzeugklassenundbietetmaßgeschneiderte, nahtlos integrierte und skalierbare Lösungen für smarte Lenkräder Getrieben wird die Entwicklung intelligenter Lenkradlösungen von der steigenden Nachfrage nach intuitiven Schnittstellen.

INNENAUSSTATTUNG HandwerklicheTextilkunst

Mehrere auf der IAA Mobility 2025 vorgestellte Modelle sind mit Alcantara-Oberflächen ausgestattet. Darunter die Sitze des neuen Opel Mokka GSE. Alcantara-OberflächenvermittelnnichtnurEleganzundKomfort, sondern sorgen für Leichtigkeit, AtmungsaktivitätundHalt.DerneueClioFull HybridE-TechhatSitze,einLenkradunddie Türverkleidung vorne mit Alcantara-Elementen Weitere Modelle mit den Oberflächen „made in Italy“ sind der BMW X3, der Kia EV 9 GT, der Hyundai Ioniq 6N und der Lucid Air Sapphire. Lotus setzt bei Emira und Eletre auf schwarzes Alcantara. www.alcantara.com

3DHead-up-DisplaymitsignifikantreduziertemBauraum

Aumovio, der ausgegliederte ContinentalUnternehmensbereich Automotive, hat auf der IAA 2025 erstmals ein Head-up-Display, das die bislang für die Projektion notwendigenSpiegeldurchein3D-Displayersetzt.Die Technik reduziert laut Unternehmensangaben dadurch den benötigten Bauraum um biszu50ProzentimVergleichzuherkömmlichen Head-up-Displays. Gleichzeitig verbessertsichdadurchspürbarderräumliche Eindruck der auf der Windschutzscheibe dargestellten Inhalte sowie die Größe des sichtbaren Bereichs – insbesondere Augmented-Reality-Inhalte(kurzAR)profitieren so von einer realitätsnäheren Einblendung imSichtfeld.DasSystemkannübermehrere Fahrzeugmodelle hinweg skaliert werden,

da die Bildausgabe über intelligente Algorithmik fahrzeugspezifische Eigenschaften der Windschutzscheibe wie Anstellwinkel und Krümmung einbezieht.

Durch die softwaregestützte Bildoptimierung ergeben sich deutliche Kosteneinsparungen für Fahrzeughersteller, heißt es weiter. Etwa, da individuell an Modellreihen angepasst gefertigte Spiegelelemente gänzlich entfallen. Mittels Eyetracking gibt das System ein für beide Augen unterschiedliches Bild aus, welches den Tiefeneindruck entstehen lässt. So können Distanzen von 0,6bis80MeteraufeinerDarstellungsfläche von 15° x 8° und darüber hinaus abgebildet werden. www.aumovio.com

NACHHALTIGKEIT

DieGewinnerdes AltairEnlightenAward2025

Der Altair Enlighten Award zeichnet Unternehmen aus, die in der Automobilindustrie Maßstäbe in den Bereichen Nachhaltigkeit und Leichtbau setzen. Ein Unternehmen wurde gleich dreimal prämiert.

Claus-Peter Köth

Altair hat die Gewinner des Altair Enlighten Award 2025 bekannt gegeben, mit dem die größten Fortschritte in den Bereichen Nachhaltigkeit und Leichtbau ausgezeichnet werden.

Altair hat Mitte September die Gewinner des EnlightenAward2025bekanntgegeben.DieAwards werden verliehen in Zusammenarbeit mit dem Center for Automotive Research (CAR). Er würdigt Fortschritte in der Automobilindustrie bei Nachhaltigkeit und Leichtbau, die CO2-Emissionen, Wasser- und Energieverbrauch reduzieren; und die Wiederverwendung und das Recycling von Materialien fördern.

„In einer sich rasant wandelnden Automobilbranche müssen Unternehmen die Grenzen der Innovation für Nachhaltigkeit kontinuierlich erweitern. Seit seiner Gründungvor13JahrenistderEnlightenAwarddiewichtigste Auszeichnung für die größten Fortschritte der Automobilindustrie im Bereich nachhaltiger Technologien“,soSamMahalingam,CTObeiAltair „Wirsindstolz darauf,erneutdieUnternehmenauszuzeichnen,dieeine

nachhaltigere Zukunft vorantreiben.“ „Der Award steht für die Art von Führungsstärke, die unsere Branche braucht – mutige, praktische Lösungen, die uns einer nachhaltigenZukunftnäherbringen“,ergänzteElizabeth Krear, Präsidentin und CEO von CAR. „Wir sehen diese Auszeichnung als konsequente Weiterführung unserer Mission,Interessengruppenzusammenzubringen,transformative Forschung hervorzuheben und Technologien voranzutreiben, die die Mobilität von morgen prägen werden.“ Folgende Unternehmen und Organisationen wurden ausgezeichnet:

Kategorie:„FutureofLightweighting“

Gewinner:VortexCAE– Enlighten:EinToolzurTopologieoptimierung für die Konstruktion leichter Crash-

Bild: Altai; Hint er grund / KI-generiert

strukturen. Der neue Solver bietet direkte Crash- und AufpralloptimierungenmithochpräzisenModellen Eine FallstudiezumgenerativenDesignreduziertedieMasse einer Rohkarosserie um 77 Prozent und erfüllte oder übertraf dabei gleichzeitig die strukturelle Leistungsfähigkeit in 13 primären Crash-Lastfällen Unter der Annahme einer Massenreduktion von 50 Prozent wird geschätzt, dass über die Produktionslaufzeit des Benchmark-Fahrzeugs 500 Millionen US-Dollar an Rohstoffkosten eingespart werden könnten.

DerzweitePlatzginganMagna DerZuliefererhatden Einsatz von „Hemp Nylon (PA6)“ in automobilen Exterieur-Bauteilen erfolgreich demonstriert und damit die Nachhaltigkeitverbessert.DasneueMaterialersetztdas TalkuminherkömmlichemNylonharzundwurdeinZusammenarbeit mit BASF und Heartland entwickelt.

Kategorie:„EnablingTechnology“

Gewinner: Composite Edge GmbH und ATA Mute B.V.BeideUnternehmenhabeneinwenigeralseinMillimeterdickesAkustikelemententwickelt,daseineSchallabsorptionvonbiszu97Prozentbietet,insbesonderebei niedrigen Frequenzen, bei denen herkömmliche Materialien weniger wirksam sind. Das Material ist wasserdicht, feuerfest, vollständig recycelbar und wird ohne Klebstoffeausnatürlichen,Kohlenstoff-oderGlasfasern in Kombination mit Thermoplasten hergestellt.

Der zweite Platz ging an Lucid Der Hersteller hat zusammen mit dem OptiStruct-Entwicklungsteam von Altair einen nahtlosen CAE-Workflow für die Lebensdaueranalyseentwickeltundimplementiert,dervonder MBD-basierten Fahrzeugdynamiksimulation über die FEM-basierte Festigkeits-, Steifigkeits- und Ermüdungsanalyse bis hin zur strukturellen Optimierung reicht

Kategorie:

„ModuleLightweighting“

Gewinner:SyensqoundHorsePowertrain–„Amodel PPA“ Stator-Kühlsystem. Horse Powertrain verbesserte die Effizienz des Elektromotors durch ein innovatives Stator-KühlungsdesignausdemKunststoffAmodelPPA vonSyensqo,wodurchimVergleichzuMetall47Prozent Gewichtund36ProzentKostengesenktwerdenkonnten. Die Umstellung von Metall auf Kunststoff ermöglicht auchdieIntegrationvonBauteilenundrationalisiertdie Serienfertigung durch Spritzguss, Laserschweißen und Schnappverschlüsse.

Zweitplatzierter: American Axle & Manufacturing (AAM). Die modulare, leichte Achskonstruktion von AAM ersetzte zwei Achskonfigurationen durch ein modulares Design, wodurch Komplexität und Kosten reduziertwurden DasDesignermöglichteineGewichtsreduzierung von bis zu zehn Prozent. Die Lösung ist vollständigkompatibelmitbestehendenFertigungslinien,durch Materialeffizienz und optimierte Logistik reduziert sie Kraftstoffverbrauch und Emissionen.

Kategorie:„Sustainable

Computing“

Zweitplatzierter: Mercedes-Benz AG und MercedesBenz Research and Development India Private Ltd –für einen automatisierten nachhaltigen Prozess, der die Einrichtung komplexer Bauteile auf nur 15 Minuten reduziert. Diese Innovation ermöglicht laut Mitteilung agile, iterative Optimierungen mit schnellem DesignFeedbackundreduziertgleichzeitigdenRechenaufwand, wodurch eine Laufzeitverkürzung von über 90 Prozent, eine geringere Hardwareauslastung und eine effizientere Ressourcennutzung erzielt werden.

Kategorie:„SustainableProcess“

Gewinner: Marelli hat einen Reinigungsprozess für FertigungsequipmentimBereichKlebstoffewieRoboter und Spritzpistolen eingeführt, die zum Verkleben von Deckschichten auf Substraten für geschnittene, vernähteundummantelteTeileverwendetwerden.Mittelseiner chemischen Drei-Komponenten-Substanz trennt der ProzessKlebstoffabfällevomReinigungswasser,wodurch etwa85ProzentdesklebstoffhaltigenAbwasserszurückgewonnen und wiederverwendet werden kann.

Zweitplatzierter: CITIC Dicastal Co., Ltd. – TechnologiefürdieintegrierteUmformunggroßerAluminiumStrukturbauteile. Die Innovation fasst 98 Teile zu einer Komponente zusammen, wodurch das Gewicht um 30 ProzentreduziertundsowohldieZykluszeitalsauchdie Kosten gesenkt werden. Dabei handelt es sich um die ersteAnwendungeinernichtwärmebehandeltenAl-MgLegierung in Nutzfahrzeugstrukturen.

Kategorie:„SustainableProduct“

Gewinner: Nio und Akzo Nobel – für eine Pulverbeschichtungstechnologie,diedieLebensdauerderBodenplatten-Beschichtung von Batteriepacks von 5 auf 15 JahreverlängertundgleichzeitigdieBeschichtungsdicke um 90 Prozent und das Fahrzeuggewicht um 2,2 Kilogrammsenkt SeitNovember2024wirddieTechnologie inSerieproduziertundinzahlreichenEV-Modellenvon Nio, Onvo und Firefly eingesetzt

DerzweitePlatzginganCheryAutomobile DerOEM verwendetkohlenstoffarmes,100ProzentrecyceltesAluminium in einem geschlossenen Kreislaufsystem mit einer Entfernung von 99 Prozent der Verunreinigungen und setzt integrierte Druckgussverfahren ohne Wärmebehandlung ein, wodurch der Energieverbrauch bei der Herstellung um bis zu 95 Prozent gesenkt wird.

Kategorie:ResponsibleAI

Gewinner: Lucid – für die Crash-CAE-Analyse mit Altair„PhysicsAI“ DieSoftwarenutztKI-gestützteErkenntnisse,umkomplexe,nichtlineareVerformungsverhalten unter realistischen Aufprallszenarien vorherzusagen

DurchdieIntegrationvonPhysicsAIinLS-DYNAtrainiertendieIngenieureErsatzmodelle,umCrash-Modilange vor physikalischen Tests zu klassifizieren.

Gewinner: Lucid – mit einem designorientierten Ansatz zur strukturellen Bewertung Dieser beschleunigt die Produktentwicklung mithilfe des netzfreien Solvers vonAltairSimSolid.DieIngenieurekönnenschnelleDesigniterationen direkt in ihrer CAD-Umgebung ohne komplexe Vernetzung oder Tool-Wechsel durchführen.

Auch Platz 2 ging an Lucid, für die automatisierte CAD-Datenabfrage,dieAusführungbenutzerdefinierter Skripte, die Analyse und die Berichterstellung mittels KI-UnterstützungfürnatürlicheSprache DieKünstliche IntelligenzübernahmdieBearbeitungkomplexerDetails und verknüpfte mehrere Anwendungen miteinander, sodass die Daten automatisch durch die Workflow-Pipeline fließen konnten. n

CO2-FOOTPRINT

PartnerschaftfürfossilfreienStahlinAutomobilkomponenten

SSAB und das EMW Stahl-Service-Center sindeinelangfristigePartnerschaftfürkünftige Lieferungen von fossilfreiem Stahl eingegangen. Diese Partnerschaft soll EMW dabei helfen, den CO2-Fußabdruck seiner Produkte weiter zu reduzieren, da CO2-reduzierterStahlbereitseinezentraleRollein der Geschäftsstrategie des Unternehmens spielt. Als nach eigenen Angaben eines der größtenunabhängigenStahl-Service-Center Europas liefert das EMW Coils, Spaltbänder, ZuschnitteundRondenandiestahlverarbeitende und Automobilindustrie. Zu den Spezialitäten des Unternehmens zählen ein breites Sortiment hochwertiger Automobilgüten, hochfeste Stähle, Emailliergüten sowie eine effiziente Organisation der Trans-

KREISLAUFWIRTSCHAFT

MaterialienausrecyceltenScheinwerfern

CovestrohateineneueReihevonrecycelten Polycarbonaten aus alten Autoscheinwerfern eingeführt. Dies ist ein weiterer Schritt zur Kreislaufwirtschaft in der Automobilindustrie. Das Material wurde in einem gemeinsamen Programm entwickelt, das die deutscheGIZ(GesellschaftfürInternationale Zusammenarbeit) mit Volkswagen und Nio als Hauptpartnern gestartet hat. Die neuen Materialien wurden vom TÜV Rheinland zertifiziert. Sie enthalten 50 Prozent recycelten Inhalt und sind bereits kommerziell für neue Fahrzeuganwendungen verfügbar Volkswagen und Nio testen das MaterialderzeitfüreinemöglicheVerwendung in künftigen Fahrzeugdesigns. Covestro arbeitet im Rahmen dieses Programms mit

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

KI-unterstütztes

Bild: Co ve str o

Partnern wie dem chinesischen Recycler AusellundführendenAutomobilherstellern zusammen,umgeschlosseneKreislaufwege für hochwertige Kunststoffe aus alten Fahrzeugen zu schaffen. www.covestro.com

ToolzurMaterialsubstitution

Ein Forschungsteam vom Fraunhofer IPA hat ein KI-unterstütztes Tool zur Materialsubstitution entwickelt. Über eine EingabemaskemüssendieNutzerinnenundNutzer zunächst spezifische Details zu dem WerkstoffoderRohstoffangeben,densieersetzen

möchten und dann die erforderlichen Eigenschaften des alternativen Materials sowie Informationen zum Kontext des gewünschten Materialeinsatzes nennen. Es folgt eine KI-Recherche, mit der die Datenbank »Semantic Scholar« anhand der spezifischen Daten und Benutzeranforderungen durchforstet wird. Durch den Abgleich der Nutzereingaben mit den in der Datenbank verfügbarenInformationenidentifiziertdie KI geeignete alternative Materialien. Nachdem die KI ihre Aufgabe erfüllt hat, werden die vorgeschlagenen Substitute sowie die Ausgangsmaterialien hinsichtlich rechtlicher,ökologischerundsozialerAspektevon den Forschern bewertet. www.ipa.fraunhofer.de

portlogistik. EMW ist Teil der familiengeführten Schäfer Werke-Gruppe mit Hauptsitz im Siegerländer Neunkirchen. „Die Zusammenarbeit mit SSAB markiert einen Meilenstein auf unserem Weg zu einer klimafreundlichen Stahlverarbeitung Fossilfreier Stahl ist ein Werkstoff der Zukunft –und gemeinsam mit SSAB legen wir den Grundstein für innovative, nachhaltige Lösungen in der Automobilindustrie. Diese Partnerschaft unterstreicht unser Engagement, ökologische Verantwortung mit technologischer Exzellenz zu verbinden“, sagt Holger Latsch, Geschäftsführer EMW Im Bild von links nach rechts: Holger Latsch und Tony Harris, Leiter SSAB Europe. www.emw-stahlservice.de

HOCHVOLTBATTERIEN Siliconkautschukfür höhereSicherheit

Wacker stellte auf der K 2025 einen neuen Silikonkautschuk für die elektrische Isolierung von Stromschienen in Hochvoltbatterienvor.ElastosilR531/60,soderNamedes Produkts,istextrudierbar,waseinegünstige UmmantelungsolcherVerbindungselemente ermöglicht. Im Brandfall keramifiziert das Produkt und bildet eine elektrisch isolierende Schutzschicht, die Kurzschlüsse zuverlässigverhindert.DerKunststoffleistet damit einen wichtigen Beitrag zum Brandschutz und zur Insassensicherheit in Elektrofahrzeugen. Er ist flammfest und vermeidet zuverlässig Kriechströme und Energie-

verluste. Selbst bei Betriebstemperaturen von bis zu 205 Grad Celsius bleibt die Isolationintakt.AufgrundderhohenFlexibilität undWeiterreißfestigkeitdesSiliconslassen sich die Schienen rissfrei biegen und an die Oberflächenstrukturen der Batterie anpassen. Auch nach Kerbschlagbiegeversuchen traten keine Brüche oder Risse auf www.wacker.com

Bild:
EMW

WÄRMELEITMATTEN

OptimalesThermomanagementfürBatterienvonElektrofahrzeugen

Das Thermomanagement moderner Batteriesysteme stellt aufgrund der sensiblen Natur von Lithium-IonenZellen eine erhebliche Herausforderung dar Die Langlebigkeit und Leistungsfähigkeit dieser Zellen werden maßgeblich durch ihre Betriebstemperatur beeinflusst. Eine präzise Temperaturregelung und effiziente Wärmeableitung sind daher essenziell,umeineoptimalePerformancezu gewährleisten.WährenddesBetriebs, insbesondere beim Beschleunigen, Rekuperieren oder Laden, entsteht innerhalb der Batterie Wärme. Diese muss effektiv abgeführt werden, um Überhitzung zu vermeiden und die Lebensdauer der Zellen zu ma-

ximieren. Hier kommen sogenannte Thermal Interface Materials (TIMs) der Gebr Kufferath AG (GKD) zum Einsatz, die die Wärme auf eine gekühlte Grundplatte ableiten. GKD ist ein weltweit agierender An-

bieter von Industriegeweben und Filtrationslösungen. Das Unternehmen hat maßgeschneiderte Wärmeleitmatten für diverse Anwendungen im Angebot. Diese gleichen Toleranzen aus und sorgen für eine gleichmäßige Wärmeverteilung Die WärmeleitfähigkeitderMattenliegtbei1,5bis 3,0 W/mK und die Spaltüberbrückung bei 1 bis 4 Millimeter. Darüber hinaus sind sie wartungsfreundlich,leichtzuverarbeitenundanders als etwa Wärmeleitpasten recycelbar Mit IATF- und ISO-Zertifizierungen garantiert GKD Qualität und Zuverlässigkeit. www.gkd-group.com

KUNSTSTOFFE

NeuerbiobasierterCompound-Werkstoff

DerKunststoff-Compound„SilvaTherm“der Biofibre GmbH eröffnet laut Mitteilung neue Möglichkeiten für die kunststoffverarbeitende Industrie. Der naturfaserverstärkte und überwiegend biobasierte Werkstoff überzeuge vor allem durch eine erhöh-

KREISLAUFWIRTSCHAFT

teWärmeformbeständigkeitundverzögerte Entflammbarkeit,wodurchdieBrandlastim Bauteil ohne den Einsatz halogenierter Additive reduziert werde. Das Material adressiert den stark wachsenden Bedarf an nachhaltigen Werkstoffen und bietet großes Potenzial, herkömmliche thermoplastische Stoffe zu ersetzen – beispielsweise in Interieur-Anwendungen der Automobilindustrie.MiteinerWärmeformbeständigkeitvon über 90 Grad Celsius erfüllt es die Anforderungen der VDA-Norm. Der CompoundWerkstoff eignet sich für verschiedenste Kunststoffverfahren, zum Beispiel Spritzguss, 3D-Druck, Tiefziehen, Extrusion oder auch Blasformen. www.biofibre.de

CO2-FOOTPRINT

RechnerfürTreibhausgas-Bilanzierung

DieTechnoformKunststoffprofileGmbHhat einenProductCarbonFootprint(PCF)-Rechner gelauncht. Dieser ermöglicht es, die Treibhausgasemissionen gefertigter Kunststoffprofile produktindividuell zu berechnen. Damit reagiert das Unternehmen auf steigende regulatorische Anforderungen wie die EU-weite CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) und unterstützt Kunden bei der fundierten Dekarbonisierung ihrer Produkte. Gleichzeitig kommt das Unternehmen seinen eigenen Nachhaltigkeitsbestrebungen nach, indem es ressourcenschonendere Materialien einsetzt. www.technoform.com

BauteileausAlt-Auto-KunststoffefürkünftigeELV-Anforderungen

Die EU-Kommission will mit der geplanten Alt-Auto-Verordnung (Endof-Life Vehicles Regulation, ELV) den Anteil an Recyclingkunststoffen in Fahrzeugen deutlich erhöhen. Ab 2031 soll der Kunststoffanteil in Fahrzeugen zu 25 Prozent aus Post-Consumer-Rezyklat (PCR) bestehen – ein Viertel davon muss aus Alt-Autos stammen. Diese Vorgabe stellt die Hersteller vor große Herausforderungen. Der Kunststoffspezialist Pöppelmann liefert bereits heute passende Antworten: Die Aufsatzkonsolen der Division Pöppelmann K-TECH etwa, die bereits in Serie gefertigt werden, bestehen zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff Sie

kommen als Wagenheberaufnahmen in Fahrzeugen zum Einsatz. Das Material wird aufbereitet und für die Serienfertigung spezifiziert. Strenge Materialprüfungen und umfangreiche Tests sichern die Qualität. Im Vergleich zu entsprechendenBauteilenausNeuwarefallen bis zu 71 Prozent weniger Treibhausgas(THG)-Emissionenan–berechnet von der Rohstoffgewinnung bis zum VerlassendesWerkstors(cradle-to-gate).UnterdemMotto„Jetzt.Kreisläufe schließen“ informiert der Kunststoffspezialist auf einer eigens eingerichteten Landingpage über Hintergründe, Technologien und Vorteile für die Automobilindustrie.InteressierteEntwickler und Einkäufer können dort direkt Kontakt aufnehmen. www.poeppelmann.com

Bild: GKD
Bild:

„Chinawirddem VDA-Beispielfolgen“

Chinas Autohersteller möchten zu 100 Prozent lokale Halblei-

ter-Chips einsetzen. Siegfried Dirr, Head of Strategic Business Development bei Elektrobit, bewertet die chinesische Initiative und die Rolle von Softwareanbietern.

Die Fragen stellte Sven Prawitz

Herr Dirr, einige chinesische Autohersteller haben angekündigt, künftig ihren Bedarf an LeistungshalbleiternundProzessorenausdemeigenenLand zu decken. Wie ernst nehmen Sie diese chinesische Initiative?

Die Initiative ist Teil des Fünf-Jahresplans „Made in China 2025“ und höchst relevant für die Automobilindustrie. China setzt gezielt auf zwei Bereiche im globalen Wettrennen: EV und autonomous driving

WerdendieKartenimHalbleitermarktdadurchneu verteiltodereherumeineOptionerweitert?

DerMarktwirdvorallemumeineOptionerweitert,die Resilienz erhöht sich damit auch auf globaler Ebene. NebenreinerVersorgungssicherheitzieltdieInitiative daraufab,lokaleInnovationszyklenzubeschleunigen. Besonders im Softwarebereich entstehen damit neue

ZUR PERSON

Siegfried Dirr

ist seit mehr als fünf Jahren bei Elektrobit tätig. Als Head of Strategic Business Development ist er unter anderem stark in das Afeela-Projekt von Sony Honda Mobility involviert. Zuvor war Dirr Direktor bei E-Solutions, einem Joint Venture zwischen Audi Electronics Venture und Elektrobit, das Infotainmentsysteme weiterentwickelt. Er hatte außerdem Positionen bei Nokia und Ericsson inne, wo er sich auf Mobilkommunikation und Produktentwicklung konzentrierte. Dirr promovierte an der TU Braunschweig im Bereich OLED-Technik.

Ökosysteme, die für internationale Anbieter relevant sind. Wir sehen, dass China nicht nur nachholt, sondern in einigen Bereichen zum Taktgeber wird – etwa bei KI-unterstützten Prozessoren für autonomes Fahren.

Für globale Player wie Elektrobit bedeutet das: Wir müssen unsere Softwarelösungen noch flexibler gestalten,umKompatibilitätmiteinerwachsendenZahl von Hardwareplattformen sicherzustellen.

WierealistischistdiechinesischeInitiative,sichim Automobilbereich bis 2027 selbst mit Chips zu versorgen?

EswirdeinigechinesischeAutomobilherstellergeben, die das bis 2027 in Teilen ihres Portfolios schaffen. Exportorientierte Hersteller werden parallel ihre aktuellen Lösungen – auch jene von westlichen Chipfirmen – weiterverwenden. Die größte Herausforderung liegt weniger in der Fertigung als in der Validierung und Zertifizierung für internationale Märkte Das wird die Zeitpläne beeinflussen

Tun sich für Softwareanbieter neue Optionen abseits etablierter Partnerschaften auf – oder ist das ehereinNischenmarkt?

Aufgrund des sehr großen Marktes und der starken Förderung der lokalen Chipindustrie gibt es bereits einige lokale Chipfirmen für verschiedene Anwendungsbereiche, die auf unseren Lösungen aufsetzen. Unsere Partnerschaft mit Metoak zeigt, dass neue, innovative Chipanbieter in China gezielt auf internationaleSoftwarekompetenzsetzen,umglobaleStandards zu erfüllen.

Für Softwareanbieter ist China längst kein Nischenmarkt mehr Die Nachfrage nach lokaler Anpassung und tief integrierten Lösungen wächst rasant Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Flexibilität und Interoperabilität unserer Software, was für uns eine spannendetechnologischeHerausforderungdarstellt.

Welches Potenzial sehen Sie für chinesische Chips, späteraufglobalenMärkteneingesetztzuwerden?

Es gibt eine Reihe von Chipfirmen, die ihre Produkte beiglobalenFoundries(Anm.d.Red.:AuftragsherstellerfürChips)herstellenlassen.FüreinenglobalenEinsatz, insbesondere in den USA, kommt es darauf an, wer die Software bereitstellt und integriert. Es könnte sein, dass Länder dem Beispiel der USA folgen und ähnlicheRestriktionenfürSoftwareausChinaverhängen.

WiereagierenSiedarauf?

Für Elektrobit als Softwareanbieter ist es wichtig, Schnittstellen und Sicherheitsstandards so zu gestalten, dass ein Hardwarewechsel möglichst reibungslos erfolgenkann.WirsehendasgrößtePotenzialdort,wo lokaleVorschriftenundÖkosystemeeineschnelleAdaption erlauben, etwa im asiatisch-pazifischen Raum.

Welche Rolle spielt die „Deep Integration“ von Open-Source-Systemen und heimischen Chips für ElektrobitslangfristigeChina-Strategie?

Wir arbeiten mit einer Reihe von Chipherstellern an der Integration unserer Software, können dies aber augenblicklichnichtöffentlichmachen.DeepIntegrationistfürunsderSchlüssel,umsowohlPerformance

„EinFokusliegtauf wiederverwendbare Software-Architekturen–unabhängigvon Chipgenerationen undAnbieter.“
Siegfried Dirr,

of Strategy Business Development

als auch Sicherheit auf neuen Plattformen zu gewährleisten. Das umfasst Open Source ebenso wie proprietäre Komponenten. Ein Fokus liegt dabei auf der Entwicklung wiederverwendbarer Software-Architekturen,dieübermehrereChipgenerationenundAnbieter hinweg einsetzbar sind.

DerVDAhatsichkürzlichfürdenEinsatzvonOpen Source Software (OSS) in der europäischen Autoindustriestarkgemacht. China wird dem Beispiel für OSS folgen, denn die Vorteile liegen auf der Hand und sind regional unabhängig ChinasetztschonheuteverstärktaufOpenSource, um technologische Souveränität zu stärken und Entwicklungskostenzusenken.FürElektrobitistOSSein zentraler Baustein, um schnelle Anpassungen und eine breite Kompatibilität zu gewährleisten n

INFO

Chips aus China

Chinas Autoindustrie möchte in vielen Bereichen unabhängig werden. Im Sommer ließ eine Ankündigung für den Bereich Leistungshalbleiter und Prozessoren aufhorchen: Eine steigende Zahl chinesischer Autohersteller (u. a. SAIC Motor, Changan, Great Wall Motor, BYD, Li Auto und Geely) wollen ihren Bedarf künftig zu hundert Prozent aus dem eigenen Land decken. Das Industrieministerium MIIT unterstützt das Vorhaben der OEMs. Der Anteil der in China hergestellten „Chips“ soll von 15 Prozent (2024) bis zum Jahr 2027 auf 100 Prozent steigen.

FUNKTIONALE SICHERHEIT TÜV-ZertifizierterAdaptive-Autosar-Stack

QorixhatfürseinenAdaptive-Autosar-Stack dieTÜV-Süd-Zertifizierungerhalten,diedie Konformität mit ISO 26262 bis Automotive Safety Integrity Level B (ASIL B) bestätigt. DasnochjungeUnternehmen–Qorixwurde als Joint Venture von KPIT Technology und ZF gegründet – hebt dieses Ergebnis als besonderen Meilenstein hervor. Momentan gebe es wenige Anbieter in der Automobilindustrie mit TÜV-Zertifizierung für eine Adaptive-Plattform. Das liege an der Komplexität serviceorientierter Automobilsoftware, heißt es weiter

Die Zertifizierung gilt für die Qorix Entwicklerwerkzeuge, die bei Konfiguration, ValidierungundBereitstellungfunktionaler sicherheitsrelevanter Softwarekomponen-

KONNEKTIVITÄT

ten in Adaptive-Autosar-Umgebungen zentrale Rollen einnehmen.

Die Zertifizierung unterstreiche, dass QorixnichtnurAdaptive-Middlewareentwickle, sondern diese auch als zertifizierte Basis fürsicherheitskritischeSerienprojekteliefere Mit der Zertifizierung festige Qorix nach eigenen Angaben seine Position als Technologiepartner für Automobilhersteller und Tier-1-Zulieferer

DasUnternehmenverfügtzusätzlichüber eineTÜV-Süd-ZertifizierungfürseinenClassic-Autosar-Stack bis ASIL D und unterstreicht damit seinen ganzheitlichen Fokus auf funktionale Sicherheit. Daran arbeiten insgesamt etwa 300 Mitarbeiter. www.qorix.ai

ModulareKameraverbindungstechnik

Rosenberger Hochfrequenztechnik präsentiert neue modulare Kameraverbindungs-

STEUERGERÄTE PROGRAMMIEREN

produktefürautomobileAnwendungenwie ADAS,Fahrerüberwachungundautonomes Fahren. Die kompakten Steckverbindersysteme zeichnen sich laut Hersteller durch hoheDatenübertragungsraten,flexibleIntegrationsmöglichkeiten und zuverlässige EMV-Abschirmung aus. Die Komponenten basieren auf den koaxialen Schnittstellen Fakra, HFM und RMC, welche Frequenzbereiche von DC bis 12 GHz abdecken. Sie bieten nach Herstellerangaben eine Impedanz von 50 Ω sowie mindestens zehn Steckzyklen.JenachAnforderungsindVariantenmit oder ohne Toleranzausgleich verfügbar – in X-, Y- und Z-Richtung bis 0,5 mm sowie maximalem Neigungswinkel von 1,5° Das modulare System lasse sich in elektronische Umgebungen mit hoher Packdichte integrieren. Gehäuse gibt es aus Metall oder Kunststoff sowie in Pigtail-Ausführungen. www.rosenberger.com Bild: R os enber ger

fürdieSoftwareentwicklung

Europas Autoindustrie steht unter massivem Druck: Während Tesla, BYD & Co im Monatsrhythmus neue Software-Funktionen ausrollen, verlieren unsere OEMs wertvolle Zeit in überholten Strukturen und Zulieferabhängigkeiten. Wenn Europa nicht denselben Fehler wie bei Smartphones wiederholen will, braucht es jetzt eine gemeinsame Basis – offen, modern und souverän. Genau das bietet Veecle: eine Plattform aus Entwicklungsumgebung und dem OpenSource-Betriebssystem Veecle OS Damit könnenHerstellerInnovationenzentralent-

wickeln,simulierenunddirektinsFahrzeug bringen – unabhängig von Zulieferern und ohne jahrelange Modellzyklen. Nicht mit Autosar zu verwechseln: Autosar standardisiert nur einzelne Steuergeräte. Veecle dagegen ermöglicht, mit einer einzigen CodeBasis alle Steuergeräte zu programmieren –egal auf welcher Hardware oder welchem Betriebssystem. Das Ergebnis: eine modulare Architektur, die Entwicklung radikal beschleunigt. Europas Chance liegt jetzt in Open Source. www.veecle.io

Das „RDK4“ von Rutronik System Solutions ist ein Development Kit für Automobilhersteller und Tier-1-Zulieferer Es ermöglicht die Entwicklung verschiedener Applikationen von Motorsteuerungen.

Das Entwicklungs-Board basiert auf dem automotive-qualifizierten Mikrocontroller „PSOC4100SMax“vonInfineon.Eslässtsich mitSystem-Basis-ChipsüberdieSchnittstellen CAN-FD und LIN kompakt in Fahrzeugarchitekturenintegrieren.DieDevelopment Kits von Rutronik System Solutions kombinieren Komponenten wie Mikrocontroller, Sensoren und Wireless-Module verschiedenerHersteller,umFunktionenvergleichend damit zu testen. Rutronik verfolgt dabei einen anwendungsorientierten Ansatz, der Entwicklungszeiten verkürzt und die Evaluierung neuer Anwendungen erleichtert.

Das Unternehmen nennt in seiner Mitteilung zum Produkt einen konkreten Anwendungsfall:MinebeaAccessSolutionsnutzte das Entwicklungs-Board in der Phase der Vorentwicklung eines elektronischenr Türöffners.„DasRDK4hatunssehrgeholfen,da wirdamitzweiMonateZeiteinsparenkonnten“,berichtetSebastianRettenberger,Leiter des Teams Software bei Minebea. Rutronik unterstreichtseineRolleinderDistribution elektronischer Bauelemente mit einem Fokus auf Entwicklungsunterstützung durch die ergänzende Expertise als Systemanbieter. Das Unternehmen bietet dafür eigene Hard- und Software an, die den Kunden dabeihelfensollen,diebestmöglichenProdukte für ihren Anwendungsfall zu finden. www.rutronik.com

WENN MODERNE SCHEINWERFER ZUR GEFAHR WERDEN

GentexreduziertBlendung

Nicht nur entgegenkommende Fahrzeuge können blenden - auch Reflektionen der Spiegel können die Sicht beeinträchtigen

Die Gentex Corporation ist ein führender Anbieter vonFahrzeugausstattungen,dieFahrkomfortund Sicherheit erhöhen, indem sie den Fahrer dabei unterstützen, gefährliche Blendung durch Sonnenlicht und superhelle, moderne Scheinwerfer zu reduzieren. Aktuelle Studien der FIA und der europäischen Automobilclubs zeigen, dass Blendung durch moderne ScheinwerferheuteeingrößeresProblemfürAutofahrer darstellt als je zuvor. Ob durch entgegenkommende ScheinwerferoderdurchRückspiegel–Blendungbeeinträchtigt die Sicht, verlangsamt die Reaktionszeit und verlängert den Bremsweg.

Die automatisch abblendenden Innen- und AußenspiegelvonGentexnutzenSensoren,ChemieundAlgorithmen,umgefährlicheBlendungendurchRückspiegel zu erkennen und zu beseitigen. Sie sind eine begehrte und nützliche Funktion, die ein allgegenwärtiges Problem beim Fahren lösen. Um das blendfreie Fahren auf die nächste Stufe zu heben, hat Gentex den Full Display Mirror®(FDM®)entwickelt.Dabeihandeltessichumein intelligentes Rückspiegelsystem, das eine Kamera und ein in den Spiegel integriertes Display nutzt, um die Sicht nach hinten zu optimieren. Der FDM bietet dem Fahrer eine uneingeschränkte und deutlich erweiterte Sicht hinter das Fahrzeug und schützt noch besser vor Blendung

Um auch Blendung durch Sonnenlicht zu verringern, stellendiedimmbarenSonnenblendenvonGentexden nächstenSchrittinderEntwicklungintelligenterGläser dar Sie lassen sich wie herkömmliche Sonnenblenden herunterklappen, bestehen jedoch aus einer klaren,

dimmbarenScheibe,diesichautomatischodermanuell verdunkeln lässt. Diese neuartigen Sonnenblenden verhindern,dassSonnenlichtindieAugendesFahrers(und des Beifahrers) fällt, ohne die Sicht zu beeinträchtigen.

Somit können Fahrer weiterhin den Verkehr, Ampeln, Schilder und die Straße im Blick behalten, ohne geblendet zu werden.

DimmbareSonnendächervonGentexlösendasProblem der Blendung von oben und verhindern übermäßige Sonneneinstrahlung, ohne dass mechanische Sonnenschutzvorrichtungen nötig sind. Das dimmbare SmartGlaskanningroßePanorama-DesignsodersegmentierteScheibenintegriertwerden.DieVerdunkelungsstufen des Sonnendachs können manuell, automatisch oder über eine Smartphone-App gesteuert werden.

Gentex-TechnologiebietetAutomobilherstellernbereits heute wirksame Möglichkeiten zur Reduzierung von Blendung FahrzeugemitdiesenFunktionensindsicherer und bieten einen erhöhten Fahrkomfort. Weitere Infos unter gentex.com. n

KONTAKT

GentexGmbH

Georg-Ohm-Straße 6 74235 Erlenbach info-de@gentex.com www.gentex.com

MEMBRAN-ELEKTRODEN-EINHEIT

PilotfertigungfürBrennstoffzellenundElektrolyseure

Brennstoffzellen und Elektrolyseure benötigen MembranElektroden-Einheiten. Am Fraunhofer ISE steht eine Pilotanlage zur Prozessentwicklung – auch für Komponentenhersteller und Maschinen- und Anlagenbauer

Thomas Günnel

DasFraunhofer-InstitutfürSolareEnergiesysteme ISE hat eine flexible Forschungsplattform für die ProduktionvonMembran-Elektroden-Einheiten, die sogenannten MEAs, entwickelt. Komponentenhersteller und Maschinen- und Anlagenbauer können die Anlage laut des Instituts für ihre Tests verwenden. Konkret geht es um Prozesse, die bei höheren Durchsatzraten die Kosten senken sollen. Dazu zählt das Rolle-zuRolle-Verfahren.

Mit der Produktionsforschung betrachten die Forscherinnen und Forscher die gesamte Wertschöpfungskette:vomKatalysatorpulverbiszueiner7-Lagen-MEA. Diese besteht aus einer zentralen Membran und je zwei Katalysatorschichten,VerstärkungsrahmenundGasdiffusionslagen.DieForscherprüfendieEinflüssevonProzessdesign und -parametern, Materialien und KomponentenarchitekturaufKosten,QualitätundLeistungder MEA.

Das Fraunhofer ISE betreibt eine Pilotlinie für Druckverfahren für Katalysatorschichten in Membran-Elektroden-Einheiten
„WirsinddasweltweiteinzigeForschungsinstitut, das

Produktionsanlagenin industriellemMaßstabinklusiveMikrostrukturanalyseundCharakterisierung vonMEAsimTeststand

zur Verfügunghat,waseinen schnellen

Transfer

aus demLaborindieFertigung erlaubt“

Fraunhofer ISE

DastestetdasProjektteam

Das heißt konkret: Sie untersuchen Mischverfahren für Katalysatortinten,neueMaterialienoderandiejeweilige BeschichtungsmethodeangepassteRezepturen Danach folgen während der Fertigung die MembranbeschichtungundTrocknungderKatalysatorschicht,derVerstärkungsrahmen wird appliziert und die Gasdiffusionsanlagevereinzelt.FürdieseSchritteentwickeltdasProjektteamlauteinerMitteilungdesInstitutsneuehochratenfähige Produktionsverfahren und Anlagenkonzepte. Die für den Markthochlauf notwendige Skalierung wollen die Forscher mittels kontinuierlicher Rolle-zu Rolle-Prozesse erreichen. Das Ziel ist eine Durchlaufgeschwindigkeit von zehn Metern pro Minute, „ein Wert, mit dem die Industrie gut umgehen kann“, beschreibt das Institut. Die Produktionskette erprobt das Projektteam in industrienahen Pilotanlagen im WasserstoffTechnikum des Fraunhofer ISE in Freiburg.

DasleistetdiePilotanlagetechnisch

Die Katalysatorschichten werden auf eine Transferfolie oder auf die Membran gedruckt. Bewährt ist das sogenannte Schlitzdüsenverfahren. Mittels tauschbarer Druckeinheiten können die Forscher außerdem das RotationsdruckverfahrenoderindirektenTiefdrucktesten Ein Ziel des Projektteams: kommende Anforderungen hinsichtlichstrukturierterMEAsmittelsneuartigerProduktionsprozesseermöglichen.NebenderProduktionsforschung für Brennstoffzellen-MEAs eignet sich die Pilotanlagen auch für Versuche zu Elektrolyse-MEAs, also Protonen-Austausch-Membranen und AnionenAustausch-Membranen.

DieaufderPilotanlageprozessiertenMEAstestendie Forscher in Brennstoffzellen unter variierenden Betriebsbedingungen. In die Anlage integrierte MesstechnikermöglichteineInline-Qualitätskontrolle.„Trotzdes durchlaufenden Prozesses können wir Veränderungen im Produktionsprozess und deren Auswirkungen auf

spätere Prozessschritte oder die Produktqualität nachvollziehen“, erklärt Projektleiterin Linda Ney. „Wir nutzen dafür ein Track & Trace-System, das regelmäßig Markierungen an den Produkten setzt“

HintergrundzumPilotprojekt

Als Grund für das Projekt nennt das Fraunhofer ISE Forderungen nach einem emissionsfreien Schwer- und Nutzlastverkehr und entsprechende Investitionen von Lkw-HerstellerninBrennstoffzellenantriebe.DaserwarteteProduktionsvolumenfürdieMembran-ElektrodenEinheit beziffert das Institut für 20.000 Lkw auf 1,2 Millionen Quadratmeter aktiver MEA-Fläche jährlich. Konkret:30QuadratmeterMembran-und60Quadratmeter Katalysatorschicht pro Fahrzeug

Für den Elektrolysehochlauf prognostiziert das Institut pro Gigawatt Zubau einen Bedarf von 25.000 bis 35.000 Quadratmetern katalysatorbeschichteter Membran – zu viel für heutige Herstellverfahren. n

Parallele Forschung

Katalysator-Tinte wird mittels einer Schlitzdüse kontinuierlich auf eine Transferfolie aufgetragen.

Im Projekt „R2MEA“ forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE an Produktionsverfahren für die Herstellung der Kernkomponente von Brennstoffzellen: der Membran-Elektroden-Einheiten. R2MEA ist ein Teilvorhaben des Verbundprojekts „H2GO – Nationaler Aktionsplan Brennstoffzellen-Produktion“ von 19 Fraunhofer-Instituten. Das Projekt fördert den Hochlauf der Brennstoffzellenproduktion für den Schwerlastverkehr in Deutschland.

„R2MEA – Serienproduktion von mobilen Brennstoffzellen: Forschungsplattform für die Rolle-zu-Rolle-Produktion von MEAs“ startete im Mai 2022 und endet im November 2025.

Bild: Fra unhofer ISE

AGV-LÖSUNGEN

ErfolgdurchPartnerschaft

IneinerbeispielhaftenZusammenarbeithaben die Unternehmen Beldrive und Diehl Energy Products eine wegweisende Lösung für einen der größten Automobilhersteller Europasgeschaffen.Zielwares,einautomatisiertesfahrerlosesTransportsystem(AGV) zu entwickeln, das maximale Flexibilität, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit in der Produktion bietet. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie technologische Innovation und enge Partnerschaft zusammenwirken, um den Anforderungen der modernen Industrie gerecht zu werden. Die Ausgangslage des Projekts war eine große Herausforderung: Der Automobilhersteller suchte nach einer Lösung, die die intralogistischen Prozesse optimiert und gleichzeitig die beste-

CONTROLLER

All-in-One-SPS-Plattform

Mit der neuen MX-Controller-Serie bringt Mitsubishi Electric eine leistungsstarke kompakte All-in-One-Steuerungsplattform aufdemMarkt,diehochpräziseBewegungssynchronisation, integrierte Sicherheitsfunktionen und durchgängige SystemintegrationaufeinerPlattformvereint–optimiert fürmoderneFertigungsprozesse.DieMelsec MX-R und MX-F Serien integrieren Bewegungs-,Ablauf-undKommunikationssteuerung in einem Modul. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen mit separaten Steuerungs-, Motion- und Netzwerkteilen ermöglicht die einheitliche Architektur weniger Verdrahtung, kompaktere Schaltschränke und vereinfachte Wartung Hersteller profitieren von kürzeren Entwick-

WARNSYSTEME

lungszeiten, stabileren Produktionsprozessen und einem nahtlosen Zusammenspiel allerKomponenten.DieAll-in-One-Plattformen MX-F und MX-R decken unterschiedliche Fertigungsanforderungen ab www.mitsubishi.com

KamerazurFußgängererkennung

Die neue Kamera zur Fußgängererkennung von Hyster ergänzt das FahrerassistenztechnologiesystemHysterReaction.DieKamera erfasst Fußgänger in einer Entfernung von bis zu fünf Metern präzise durch ein 110-Grad-Sichtfeld. Das System warnt den Gabelstaplerfahrer automatisch, wenn es einen Fußgänger erkennt. Das System ist mit akustischen, optischen und optionalen Traktionswarnungen erhältlich Wird ein Fußgänger erkannt, weist eine Sprachansagedaraufhin,dasssicheinFußgängerinder NähedesStaplersbefindet.EineLeuchteauf derAnzeigezeigtzudeman,inwelcherZone sich die Person befindet. Traktionsalarme gehen noch einen Schritt weiter Sie bremsendenStaplerautomatischundallmählich

ab, während der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug behält. Dieser Abbrems-Effekt soll seine Aufmerksamkeit erregen, damit er dem erkannten Fußgänger ausweicht, indem er bremstund/oderausweicht.Für die Entwicklung des Fußgängererkennungssystemswurden umfangreiche fotografische Daten aus Arbeitsumgebungen eingesetzt. Das System passt sich verschiedenen Beleuchtungs-undUmgebungsbedingungenanund kann sowohl in Innen- als auch in Außenbereicheneingesetztwerden.DasSystemist füreinemaximaleFahrgeschwindigkeitvon

hendeInfrastrukturschont.Herkömmliche Transportsysteme wie Rollenbahnen oder die Energieversorgung bzw Fahrstreckendetektion über induktive Bodenleitungen sind oft aufwendig in der Installation und begrenzen die Flexibilität. Gefragt war ein System, das ohne feste Bodeninfrastruktur auskommt und leicht an unterschiedliche Produktionsanforderungen angepasst werden kann. Das Chemnitzer Unternehmen Beldrive Engineering brachte seine Erfahrung in der Entwicklung modularer Fahrzeuge ein, die sich flexibel konfigurieren und anpassen lassen. Die Fahrzeuge sind darauf ausgelegt, verschiedene Lasten und Abmessungen zu transportieren.

AUGMENTED REALITY

NeueAugmented-Reality(AR)-Funktionen

Das KI-Unternehmen Augmentir baut die Augmented-Reality(AR)-Funktionen in seinerConnected-Worker-Suiteweiteraus.Ziel ist es, Industrieunternehmen und ihre Mitarbeitenden mit intelligenteren, effizienteren und hochvernetzten digitalen Tools zu unterstützen.DieneuenFunktionensetzen aufmobilenAR-Toolsauf,diedasUnternehmen bereits vor fünf Jahren im Rahmen seinerfrühenInnovationenentwickelte.Nicht zuletzt verfügt das Gründungsteam des Unternehmens über langjährige, branchenführendeAR-Erfahrung.Diesereichtbiszur EntwicklungvonPTCVuforiaStudiozurück. www.augmentir.com

8 km/h ausgelegt. Dadurch haben die Bediener ausreichend Zeit, Warnmeldungen zu erkennen. www.hyster.com

Bild: Diehl
Bild: Mitsubish Electric Eur op e

ANSPRUCHSVOLLE INDUSTRIEANWENDUNGEN

DosierbaresWärmegelbietetvertikaleHaftfähigkeit

Die Chomerics Division von Parker HannifinstelltihrneuesTherm-GAP-Gel75VTvor, einleistungsstarkes,dosierbaresWärmegel mit einer typischen thermischen Leitfähigkeit von 7,5 W/m-K Das vollständig ausgehärtete Produkt funktioniert zuverlässig in vertikalen Anwendungen und AnwendungenmitstarkenVibrationen,einschließlich solcher, die betriebskritisch sind. Um sicherzustellen,dassessichunteranspruchsvollen Betriebsbedingungen für die Ableitung von Wärme von der Elektronik zu Kühlkörpern oder Gehäusen eignet, hat Parker Chomerics das Gel 75VT mehreren Langzeit-Zuverlässigkeitstests unterzogen. Das Produkt hat die vertikalen Falltests im Automobilbereich, die Tests bei hohen Vib-

REDUZIERTER PLATZBEDARF

rationenunddiethermischenMaterialverifizierungsprozesse in der Telekommunikation bestanden. Mit seiner langfristigen ZuverlässigkeitkannTherm-GAP-Gel75VT die Anforderungen von Konstrukteuren erfüllen,dievonihremneuenelektronischen Gerät eine konstante thermische Leistung über viele Jahre anspruchsvollen Dauerbetrieb hinweg benötigen. Dieses Einkomponentenmaterial bietet Beständigkeit gegen vertikales Absacken („VT“ oder "vertical tackiness", vertikale Haftfähigkeit), Zuverlässigkeit bei Betriebsbedingungen mit starken Vibrationen und eine hohe Wärmeleistung SomiteignetessichfürdenEinsatzin einer Vielzahl von Systemen. www.parker.com

Bild: P ark er Hannif in

LeistungsstärksterServoantrieb

B&R,dieMachineAutomationDivisionvon ABB, hat seine Acopos-P3-Reihe weiterentwickelt und damit einen der leistungsstärksten Servoantriebe auf dem Markt in Bezug auf absolute Rechenleistung und Leistungsdichte geschaffen. Der Antrieb wurde für Maschinenbauer entwickelt, die BranchenwieKunststoff,Druck,Papier,Textil und Metall beliefern Die neue P3-Reihe bieteteinenoptimiertenEnergieverbrauch, integrierteintelligenteFunktionenundvereinfachte Verdrahtungslösungen. Sie ermöglichtsodieKonstruktionvonHochleistungsmaschinen bei kompakten Abmessungen.

Bild: B&R

Maschinenbauer können damit höhere Produktionsgeschwindigkeiten und eine bessere Endproduktqualität erzielen. Mit sieben neuen Geräten, darunter Ein- und Zweiachsvarianten von 32 bis 80 kW, wird dieLeistungmitdenneuenAcoposP3noch skalierbarer www.br-automation.com

CYBERBEDROHUNGEN

Platform3.0füreineeffizienteOT-Cybersicherheit

Dragos hat die Dragos Platform 3.0 vorgestellt. Die neue Plattform bringt zentrale Weiterentwicklungen mit, die es Industrieunternehmen ermöglichen, schneller und gezielteraufwachsendeCyberbedrohungen zu reagieren. Der neue Insights Hub fasst risikobasierteWarnmeldungenzuSchwachstellen, Assets und Bedrohungen in einer einzigen priorisierten Ansicht zusammen

Optimierte Workflows, KI-gestützte Schwachstellenprozesse und schlankere Bereitstellungsoptionen verkürzen die Amortisationszeit deutlich. Dragos Platform 3.0 umfasst zudem eine Reihe neuer Funktionen,diedieVerwaltungerleichtern und die laufenden Betriebskosten senken. LautdemOTSecurityFinancialRiskReport 2025 von Dragos, der auf einer Studie des

ECHTZEIT-ANALYSEN

Fertigungsoptimierung

Die „iTAC.MA.Suite“ der iTac Software AG ermöglicht die Überwachung und Analyse von Produktionsprozessen auf Maschinen-, Linien-undAnlagenebene–inEchtzeitund mit Einblick in relevante Fertigungsdaten. Dank flexibler Konfigurationsoptionen sprichtdie„iTAC.MA.Suite“sowohlIT-nahe Experten als auch Fachanwender ohne tiefgehendesIT-Know-howan.Sielässtsichals eigenständige Lösung betreiben oder nahtlos in bestehende MES-/MOM-Umgebungen wie die „iTAC.MOM.Suite“ integrieren. DasErgebnis:höhereQualitätundnachhaltigeOptimierungderProduktionsprozesse. www.itacsoftware.com

Cyber Risk Intelligence Center von Marsh McLennan basiert, könnten OT-bezogene CybervorfällemitBetriebsunterbrechungen im schlimmsten Fall weltweit innerhalb eines Jahres Risiken von bis zu 172,4 Milliarden US-Dollar verursachen. Der Großteil dieserVerlusteentfälltaufindirekteKosten. Da Angreifer ihre Zeit bis zum Angriff zunehmend auf wenige Wochen oder sogar Tage verkürzen, kommt es auf schnelle Reaktionen an. Unternehmen müssen sich dabei auf die Informationen und Handlungsempfehlungen ihrer OT-Cybersicherheitsplattform verlassen können. Die Platform 3.0 begegnet dieser Herausforderung mit neuen Funktionen. www.dragos.com

BATTERIENRÖNTGEN

Diegläserne Batterie

DerZustandderBatterieistzentralfürdenRestwerteines Elektroautos.Dawäreesdochschön,wennmaneinenBlick aufZellen,elektrischeVerbindungenundKühlsystemwerfenkönnte,oder?MiteinemRöntgengerätbeispielsweise.

JanRosenow

Im Portal der AIR-Anlage wird das Fahrzeug von oben nach unten in Abschnitten von 50 bis 60 Millimetern durchstrahlt.

Die heute verfügbaren Batterietests vermitteln einen guten Eindruck von der elektrischen Leistungsfähigkeit des Stromspeichers. Doch wie sieht es mit der mechanischen Alterung oder inneren Schäden nach einem Unfall aus? Diese lassen sich auf elektronischem Wege nicht auslesen. Vor allem nach einemUnfallgehendieAutoherstellerbislanglieberauf Nummer sicher und lassen die Batterie austauschen, wennbeispielsweisedieAirbagsausgelösthaben–auch wenn sie vielleicht gar keinen Schaden davongetragen hat.

Andere Marker für vermutete, aber nicht bewiesene Batterieschäden sind Dellen oder Knicke am Gehäuse, beispielsweise nach einem Aufsetzer Hierfür gibt es ebenfalls genaue Vorgaben seitens der Autohersteller, wie groß die Eindringtiefe sein darf Aber um wirklich sicher zu sein, ob es interne Schäden gibt, müsste man die Batterie zerlegen – ein Aufwand, der schlicht und einfach unwirtschaftlich ist.

Eine zerlegungsfreie Prüfung des Batteriezustands –am besten sogar im eingebauten Zustand – könnte Abhilfe schaffe. Und hier rückt die Röntgentechnik ins Blickfeld,dieinderFahrzeugentwicklung,aberauchbei Verkehrs- oder Zollkontrollen schon seit Jahrzehnten angewendet wird. Ganze Fahrzeuge zu röntgen, ist also kein Problem. Warum sollte man das nicht auch bei Elektroautos versuchen und die Batterie damit gleich mit durchleuchten?

DasdachtensichauchdieForscherinnenundForscher am Fraunhofer-Entwicklungszentrum Röntgentechnik in Fürth, einem Bereich des Fraunhofer-Instituts für IntegrierteSchaltungenIIS SchonseitzehnJahrenwerden dortBatteriengeröntgt–zuersteinmal,umzuforschen undKompetenzaufdiesemGebietaufzubauen.Dassdas Verfahren funktioniert und wertvolle Informationen liefern kann, steht also mittlerweile fest.

Nun geht es an die praktische Anwendung Ziel der Wissenschaftleristes,dieAnlagesoweiterzuentwickeln, dass Kosten und Durchlaufzeiten einen Einsatz in der Kfz-Branchemöglichmachen–seiesineinerPrüfstelle oder bei einem großen Autohaus. Der Prozess soll automatisiertwerden,undesdarfnatürlichkeinausgebildeter Radiologe nötig sein, um die Anlage bedienen zu können.

DieGeheimnissederBlade-Batterie

BeieinemBesuchinFürthkonnte»kfz-betrieb«erleben, wiedasVerfahrenheutefunktioniertundwelcheErgebnisse es bringt. Und wir hatten einen Testwagen dabei, derauchdenFraunhofer-Expertennochnichtunterden Röntgenstrahl gefahren war: einen BYD Seal mit der sogenannten Blade-Batterie. Diese verzichtet auf die Modulebene;dafürsinddieeinzelnenZellensehrgroß.Auf dieseWeisebringendieChinesenmehraktiveMasseim Fahrzeug unter

Zuerst musste das Fahrzeug passgenau in die sogenannteAIR-Anlage(Antriebsbatterieinspektionmittels Röntgen) eingefahren werden – ein bisschen so wie in einer Portalwaschanlage Die Röntgenaufnahmen werden aus der Vogelperspektive erstellt. Die über dem Fahrzeug positionierte Röntgenquelle emittiert einen feinen Röntgenstrahl, der das Fahrzeug einschließlich der Batterie passiert und von einem am Boden positionierten Detektor aufgefangen und verarbeitet wird.

Der eigentliche Vorgang ist genauso unspektakulär wie das Röntgen eines verletzten Knochens – dauert allerdings etwas länger (fünf bis zehn Minuten), weil es nur eine Röntgenquelle gibt, die das Fahrzeug abschnittsweise zwischen den Achsen durchscannt NatürlichpassierendieStrahlenaufihremWegdasgesamteFahrzeug,undsosindaufdemBildauchalleanderen Strukturen sichtbar Da die Batteriezellen aber eine vergleichsweise hohe Dichte haben, sind sie trotzdem gut zu erkennen.

SelbstinvollgekapseltenBatteriemodulenlassensich Detailserkennen,dieAussagenüberdenmechanischen Zustand einzelner Batteriezellen, des Batterierahmens und weiterer Merkmale möglich machen. In Zukunft wird KI dabei helfen, aus den Röntgenaufnahmen die unwichtigen Bestandteile herauszufiltern und nur die Batterie darzustellen. Auch wollen die Forscher eine Datenbank mit Bildern aller Batterien im Neuzustand anlegen, um vergleichen zu können und so Schäden schneller zu erkennen.

AuchdieAIR-Anlagewirdsichnochweiterentwickeln. Aktuell ist die Röntgenquelle fest eingebaut, was die BildauflösungjenachBatterieaufbaubeeinträchtigt.Bei längseingebautenZellen(wiebeimBYD)tutsichdieAnlage aktuell noch schwer. Die nächste Evolutionsstufe wird deshalb einen drehbaren Kopf haben

DieStrahlungsbelastungistnachAngabenderFraunhofer-Forscher übrigens sehr gering – sie beträgt ungefähr ein Viertel dessen, was ein Mensch bei einer Computertomografie(CT)ertragenmuss.Allerdingskönnte die Röntgenstrahlung eine Gefahr für elektronische Geräte darstellen, vor allem, wenn diese gerade genutzt werden. Das Smartphone oder den Laptop sollte man also nicht unbedingt im Auto lassen. Und die vielen elektronischen Steuergeräte im Fahrzeug? VorsichtshalberverschließendieForschereinzuprüfendesAuto und warten eine Weile ab, bis die Steuergeräte wirklich

So sieht die Blade-Batterie im BYD Seal auf dem Röntgenbild aus. Die Batteriezellen sind längs im Fahrzeug angeordnet und extrem dicht gepackt.

in den Ruhezustand gegangen sind. Aber das ist wohl mehreineVorsichtsmaßnahmealswirklichnotwendig – letztlich sei die Belastung nicht höher als bei einer Sicherheitskontrolle am Flughafen.

Die Grundlagenentwicklung des AIR-Verfahren ist also abgeschlossen – nun sucht das Fraunhofer-Institut einen Projektpartner, um das System praxistauglich zu machen.InZukunftkönntedieRöntgentechnikfolglich tatsächlich in die Werkstattwelt einziehen – und beim Thema Hochvoltbatterie den Durchblick deutlich verbessern. n

INFO

Die Blade-Batterie von BYD

Der chinesische Konzern hat sich nur 30 Jahre nach seiner Gründung zu einem der weltweit größten Hersteller von Lithium-IonenAkkus entwickelt und beschäftigt wohl bald eine Million Menschen. Dank seiner großen Fertigungstiefe kann das Unternehmen nach Überzeugung vieler Experten seine Fahrzeuge viel günstiger herstellen als europäische Konkurrenten. Auch technisch dürfte BYD mittlerweile eine Führungsposition einnehmen, die sich beispielsweise an der sogenannten Blade-Batterie zeigt, mit der die größeren Modelle von BYD ausgerüstet sind.

Während herkömmliche Batterien aus Zellen bestehen, die zu sogenannten Modulen zusammengefasst sind, verzichtet BYD auf die Module und setzt auf sehr große, lang und schlank geformte prismatische Zellen im Format 96 x 9 x 1,35 Zentimeter. Dadurch lässt sich im gegebenen Bauraum laut Unternehmensangaben 50 Prozent mehr aktive Masse unterbringen. BYD nutzt dies, um mit den weniger leistungsfähigen, dafür günstigeren und sichereren LFPZellen auf eine hohe Reichweite zu kommen. Die 82,5 kWh große Batterie macht den Seal zum echten Langstreckenauto. Die Reichweite gibt der Hersteller nach WLTP mit 570 Kilometern an. 500 Kilometer sind bei realen Fahrbedingungen locker erreichbar

MESSEN UND PRÜFEN

ProfessionelleAkustikmessung

WASSERSTOFF

Der MCD „AudioAnalyzer“ ermöglicht eine präziseAnalysevonAudiosignaleninunterschiedlichsten Einsatzszenarien. Die Messung und Auswertung akustischer Signale eignesichfürdenEinsatzinForschungund Produktentwicklungsowieimindustriellen Umfeld in der Qualitätssicherung, Wartung und Instandhaltung Als klassische Einsatzbereiche nennt das Unternehmen die Frequenz- und Phasenganganalyse zur CharakterisierungvonLautsprechern,Mikrofonen, Verstärkern und Soundsystemen sowie die Messung von harmonischen Verzerrungen, Oberschwingungsgesamtverzerrung, GesamtstörungundKlirrfaktorzurBewertung derAudioqualität.DerMCDAudioAnalyzer kann auch genutzt werden, um unge-

NeuePrüftechnikfürWasserstofftanks

Hochdrucktanks werden oft im Konstantdruckverfahrengeprüft.FüreinenTankmit 350 Litern Fassungsvermögen sind bei 22.000 Zyklen laut Dorninger Hytronics etwa 8.900 kWh elektrischer Energie nötig Das Unternehmen hat ein Verfahren mit rückspeisefähigenServopumpenentwickelt, beidemdieTankszu100ProzentmitWasser gefüllt werden. „Schon diese Methode benötigt um 50 Prozent weniger Energie“, erklärt Geschäftsführer Karl Fischereder „Zusätzlich ersetzen wir beim neuen patentierten Verfahren einen Teil des Wassers durch Festkörperkugeln. Das Füllmaterial besteht nur mehr zu 37 Prozent aus Wasser, das verdichtet werden muss. Der Energiebedarf sinkt dadurch erneut um 63 Prozent.“ Ins-

WIRELESS-SYSTEME

Netzwerk-Emulation

gesamt spare die Methode etwa 80 Prozent Energie im Vergleich zu bisher am Markt verfügbaren Testständen. Außerdem kann das Füllmaterial für die nächste Prüfung wiederverwendet werden. www.hytronics.at

fürFunktechnik

Keysight Technologies hat den Autohersteller Nio dabei unterstützt, die Wireless-Systeme in seinen Elektrofahrzeugen mithilfe von Netzwerk-Emulationstechnik erfolgreich zu validieren. Damit entsprechen die Fahrzeuge des OEMs nun den Standards

3GPP und IEEE 802.11 und bieten eine verbesserteKonnektivitätundLeistung,sodass sie die Entwicklung der nächsten Generation von Elektrofahrzeugen unterstützen.

Die Netzwerk-Emulationstechnik von Keysight begegnet diesen Herausforderungen mit umfassenden Tests für 3GPP und IEEE 802.11 für Wi-Fi 7, 4G und 5G sowie für 5G New Radio (NR), Long-Term Evolution (LTE), V2X (Vehicle-to-Everything) und IoT (Internet of Things) im Hochfrequenzbereich.DankderEmulationsfunktionenkann Nio die wachsenden Anforderungen der intelligenten Mobilität erfüllen und gleichzeitig Sicherheit, Compliance und Zuverlässigkeit gewährleisten. www.keysight.com

wünschte Audiosignale oder Veränderungen mechanischer Geräusche festzustellen. Im Bereich Wartung und Instandhaltung können Schalt-, Reib- oder Getriebegeräusche einen Hinweis auf Verschleiß und drohenden Defekt liefern. So unterstützt das Gerät Service, Wartung und Fehleranalyse und kann in Verbindung mit einer FernwartungStand-undAusfallzeitenreduzieren.In der Materialprüfung liefert die Analyse von Vibrationen Hinweise auf Strukturfehler Durch festgelegte Referenzwerte und prozessbegleitendeVergleichsmessungwerden Qualitätsstandards eingehalten.

In der Kompaktbauweise eignet sich der Audio-Analyzer für den mobilen Einsatz. www.mcd-elektronik.de

AUTOMOTIVE-STANDARD

AEC-Q100 Strommessverstärker fürhoheSpannungen

RohmhatmitBD1423xFVJ-CundBD1422xGC eine neue Produktreihe hochpräziser Strommessverstärkerentwickelt.Diesesind gemäß dem Automotive-Standard AECQ100 für Zuverlässigkeit qualifiziert. Die BD1423xFVJ-C-Serie, die im TSSOP-B8J-Gehäuse angeboten wird, unterstützt Eingangsspannungen von bis zu 80 V und eignetsichdamitidealfürHochspannungsumgebungen wie 48-V-DC/DC-Wandler, redundante Stromversorgungen, Zusatzbatterien und Elektrokompressoren.

Die Serie umfasst drei Modelle mit unterschiedlichen Verstärkungseinstellungen: BD14230FVJ-C, BD14231FVJ-C und BD14232FVJ-C. Für Anwendungen mit niedrigeren Spannungen unterstützt der BD1422xG-C, der im kompakten SSOP6-Gehäuse erhältlich ist, Eingangsspannungen von bis zu 40 V. Damit eignet er sich für Automobilanwendungen,dieplatzsparende Designs erfordern. www.rohm.com

Bild: Do rninger
H ytr on ics GmbH

ZWEIKANAL-INTERFACE

KompaktesundvielseitigesInterfacefür10BASE-T1S-Busse

MitdemVN5614stelltVectoreinkompaktes Automotive Ethernet 10BASE-T1S-Interface mitOpenAllianceTC10-Unterstützungund dem Reporting von Low-Level-Fehlern vor. Das Interface sei ideal für die umfassende Analyse, Simulation, Prüfung und Überwachung von 10BASE-T1S-Netzwerken. Das VN5614 ist ein vielseitiges Interface für 10BASE-T1S-Busse, das den Anschluss von zweiunabhängigenBussenunterstützt.Der flexibleZugangermöglichteineVielzahlvon Anwendungen, von komplexen RestbussimulationenbishinzupassivenMessungen. DasVN5614ermöglichtdenAnschlussmehrerer simulierter Steuergeräte für die Restbussimulation. Es kann auch zusätzliche oder ungültige Ethernet-Pakete zur Fehler-

AUTOMOTIVE DATENLOGGER

DatenVerifizierenundValidieren

TTTech Auto kündigt die Einführung des PM-350 an, die neueste Ergänzung seiner Familie von Automotive Datenloggern, die speziell für die Verifizierung und Validierung Software-Defined Vehicles (SDV) entwickeltwurde DerPM-350stelltdieneueste Weiterentwicklung des PM-200 dar und repräsentiert die neueste Innovation beim Erfassen von High-Speed Automotive-Ethernet unter Gewährleistung der Fahrzeugsicherheit durch Freedom from Interference (FFI) auf Kommunikationsebene. Darüber hinaus unterstützt er das Aufzeichnen traditioneller Schnittstellen, einschließlich CANFD,LINundFlexRay,wasihnzueinem vielseitigenToolfürmoderneFahrzeugtests macht. Der PM-350 ist ein Hochleistungs-

Bild: TT Te ch A ut o

DatenloggerfürdieAutomobilindustrie,der durch Keypad und Display eine optimierte Bedienungsoberfläche bietet und sich beliebig durch eine Vielzahl von Erfassungsmodule erweitern lässt www.tttech-auto.com

injektion senden und bietet darüberhinaus eine passive Verbindung zum 10BASE-T1SBus,dieeinetransparenteÜberwachungder Ethernet-Kommunikationermöglicht,ohne dieBuskonfigurationverändernzumüssen. Für einen genaueren Einblick in den Bus meldet das Interface Low-Level-Fehler, Zyklusinformationen und Beacon-Events auf Physical-Layer-Collision-Avoidance-Ebene (PLCA). Diese Informationen werden in Anwendungen wie CANoe und CANalyzer angezeigt, was sowohl für die Analyse von Automobil-alsauchvonMegawatt-Ladesystemen(MCS)nützlichist DasVN5614erweitertmitdenInterfacesVN5650undVN5240 das 10BASE-T1S-Portfolio www.vector.com

ROBOTERBASIERTE PRÜFUNG Berührungslose Ultraschallbilder

AR-QUALITÄTSPRÜFUNG

Schnelleundvisuelle

Qualitätsinspektion

Visometryzeigtmit„Twyn2.4“seinneuestes Produktfüreinebesondersschnelleundflexible visuelle Qualitätsinspektion. InsbesondereinFertigungundMontagemachtes eine spontane, flexible AR-Objektkontrolle per Tablet möglich. Als neue Funktion hat

das Werkzeug eine unterstützte Abweichungserkennung (engl. assisted deviation detection) dazugewonnen: Diese liefert automatisch ein visuelles Echtzeit-Feedback; sie zeigt die Diskrepanzen zwischen einem realen Objekt und seinem CAD-Modell nun selbst dann an, wenn keine aufwändige Datenkonfiguration vorausging

Ein Anwender von Twyn 2.4 ist das Unternehmen Sigma Motor Der Rennwagen SigmaWRhateinenGitterrohrrahmen,dessen zahlreiche Schweißstellen, Verstrebungen undMontagepunkteschnellundzuverlässig visuell geprüft werden. Dafür vertrauen die Sigma-Motor-Mitarbeiteraufdiebesondere AR-Technik von Visometry www.visometry.com

Bild: X ario nLaser A co ustics GmbH

Mit dem Inspektionssystem der Xarion LaserAcousticsGmbHwirdeinUltraschallbild vollständig berührungslos und automatisierterfasst.Dadurchlassensichselbstwinzige Defekte schnell und präzise identifizieren – von Delaminationen und Rissen über minimale Fehlstellen bis hin zu feinen Schweißfehlern.DasErgebnisisteinezuverlässigeQualitätssicherung,dienichtnurfür mehr Sicherheit sorgt, sondern auch nachhaltig das Vertrauen von Kundinnen und Kunden stärkt. Anstatt der üblichen KontaktmedienwieWasseroderGelsetztsieauf ein neuartiges, patentiertes Optisches Mikrofon, das vollständig berührungslos arbeitet und ohne Gel und Kontakt zum Prüfling auskommt. So gelingt die Integration der Ultraschall-Prüfung in automatisierte Fertigungslinien, weg von der manuellen Prüfung zur Roboter-basierten Prüfung Der Laser-SensorerfasstUltraschallwellen,ohne selbst in Schwingung zu geraten. www.xarion.com

EFFIZIENZ IN F&E

GlobalerWettstreitderMethoden

„China Speed“ gegen deutsche Gründlichkeit: Eine Bain-Studie zeigt, wie Start-ups mit weniger Varianten und flexiblen Prozessen die traditionelle Autoindustrie herausfordern. VW behauptet: Wir halten mit.

Eine Studie von Bain zeigt, wie etablierte Autohersteller schnellere Entwicklungsprozesse umsetzen können.

DiechinesischenAutoherstellerhabenderWeltbewiesen, dass sie konkurrenzfähige Fahrzeuge anbieten können. Sie lernen nicht nur schnell, sondern bringen ihre Modelle zügig auf den Markt. Den Begriff „China Speed“ können manche hierzulande vielleichtnichtmehrhören.DennochhatBosch-Geschäftsführer Markus Heyn in seinem Vortrag auf dem VDA Mobility Innovation Summit genau hier seinen Schwerpunkt gesetzt.

Heyn ging auf die aus seiner Sicht wichtigsten Unterschiede zwischen der traditionellen Arbeitsweise – hier betrachtete er die europäischen OEMs – und dem aktuellen Benchmark – chinesische E-Auto-Start-ups – ein. WährendinderAutomobilindustriebewährteSpezifikationen und Prozesse hochgehalten werden sowie ein Abarbeiten des V-Modells und ein Null-Fehler-SOP angestrebtwerden,sinddieneuenAutoherstellerdeutlich risikofreudiger, beobachtet Heyn Minimale AnforderungenundgemeinschaftlicheEntwicklungsarbeit(mit Risikoteilung) sind für ihn heute der Benchmark für kürzereEntwicklungszyklen.Heynsprachvon24bis30 Monaten für die Fahrzeugentwicklung – im Gegensatz zu 42 bis 63 Monate bei traditionellen OEMs MitdenZuliefererngebeesinChinagemeinsameProjektteams–ohneHomeoffice–,VertrauenstattVerträge und value-for-money (Heyn: „Gut ist gut genug.“). Der Bosch-Manager erwähnte zudem Arbeitsbedingungen, die den Mitarbeitern viel abverlangen. Heyn nannte sie

„9-9-6plusÜberlebensmodus“ Erbeziehtsichdamitauf die Arbeitszeit von 9 Uhr bis 21 Uhr, an sechs Wochentagen.

VW-Konzernsiehtsichkonkurrenzfähig

VW-Chefingenieur Axel Andorff widersprach Markus Heyn in manchen Punkten. Er verwies darauf, dass die Entwicklungszeit im Volkswagen-Konzern bereits auf demNiveauderStart-upssei.WährendderMesse„Auto Shanghai“ Ende April ist etwa der neue AUDI (in Großbuchstaben, ohne Ringe) „E5 Sportback“ beim Fachpublikumgutangekommen.ImUmfeldderAutoshowhieß es, das von Audi und SAIC gemeinsam entwickelte Modell sei in „nur 18 Monaten“ entstanden.

Zuvor auf dem VDA-Kongress in Berlin verwies Andorff auf die neue Haltung bei VW und die daraus entstandenen Partnerschaften mit Xpeng und Rivian. Wichtig, so Andorff, ist heutzutage eine adaptive Steuerung:„DasGeschäftsmodellmussveränderbarsein.“Bei VW hätte man das antizipiert. Bei der Fahrzeugtechnik ist aus seiner Sicht wichtig, die geplanten Systeme so spät wie möglich an die Bedürfnisse der regionalen Märkte anzupassen. So werde die Wiederverwendungsquote laut dem VW-Chefingenieur maximal.

JüngereAutoherstellerhabenProzesse,Entwicklungswerkzeuge,Organisation,TechnologienundKulturvon Beginn an neu ausgerichtet. Dadurch dominieren chi-

nesische und auch amerikanische Unternehmen bei Software-getriebenen Architekturen, während hierzulande „nicht alles schwarz ist, aber noch viel getan werden muss“, gab Georges Massing, Mercedes-Benz, auf demVDA-KongressseineSichtwieder WichtigePunkte seien der Aufbau eigener Halbleiter- und Cloud-Infrastrukturen, KI-Entwicklung und eine stärkere Zusammenarbeit von Industrie und Politik. Regulierungen müsseninnovationsförderndgestaltetwerden,umtechnologischeFortschritteschnellerindieSeriezubringen. WiediegroßenAutoherstellerderWeltbezüglichihrer Entwicklungsprozesse aufgestellt sind, haben einige Analysten der Beratungsgesellschaft Bain untersucht. Dabei sind unter anderem deutliche Unterschiede erkennbar geworden, berichten die Studienautoren Eric Zayer und Daniel Suter. Die beiden Bain-Partner bestätigengrundsätzlich,wasBosch-GeschäftsführerHeynin Berlin der versammelten VDA-Welt vorgetragen hat. Ihre drei Kernaussagen lauten:

1.Die innovativsten Autohersteller geben weniger als ein Drittel für die Entwicklung neuer Modelle aus als ein traditioneller OEM

2.Erfolgreiche Hersteller bieten weniger Varianten ihrer Modelle an als ihre weniger erfolgreichen Wettbewerber

3.Traditionelle OEMs benötigen 48 bis 54 Monate, um neue Modelle zu entwickeln. Start-ups schaffen das in 24 bis 30 Monaten.

Die erwähnten Punkte sind nicht neu: Einige CEOs europäischer OEMs hatten in der vergangenen Dekade selbst davon gesprochen, die Zahl der Varianten zu reduzieren. Das ist offenbar nicht überall gelungen. Bain hateineneuropäischenAutoherstelleridentifiziert,dessenPortfoliozwischen2000und2024umetwa250Prozent gewachsen ist. Daher empfehlen die Studienautoren den hiesigen Autobauern, mit weniger Varianten undeinemkompakterenPortfoliodieselbeAnzahlKunden zu bedienen.

NationaleStandardsvs.hausinterne

Für die erste These haben sich die Autoren einen chinesischen E-Autohersteller herausgegriffen. Dieses nicht näherbenannteStart-uphabeF&E-Kosten(„fullvehicle equivalent“) von gerade mal 27 Prozent im Vergleich zumDurchschnittderfünfdeutschenOEMs(ohneOpel) Auf einschlägigen beruflichen Netzwerken wurde zuletzt darüber diskutiert, ob die deutsche oder westliche IndustriezusehranihrenProzessenfesthalte–undsich damit selbst ausbremse und Innovation verhindere. Indirekt bestätigte diese These Heiko Rauscher, SeniorManagingDirectorFTIConsulting,AnfangMaiauf dem Kongress „Automotive Masterminds“ Er beobacht beichinesischenOEMseineandereHerangehensweise: „Sie halten sich stärker an nationale Standards, anstatt hausinterneKriterienundSpezifikationenaufzubauen.“ Hierzulande bekannt ist der Produktentstehungsprozess – kurz PEP Daniel Suter sieht dort „zahlreiche Einsparmöglichkeiten, besonders in den Phasen der Konzeptentwicklung, Serienentwicklung und Erprobung.“ Wer es schafft, so Suter, Hardware- und Softwareentwicklung voneinander zu entkoppeln, könne viele Prozesse parallel ablaufen lassen.

Eric Zayer macht auf die jüngsten SOP-Verschiebungen aufmerksam, die größtenteils durch unfertige Software verursacht wurden. Er sieht die von Suter erwähn-

„ChinesischeOEMshabenweniger hausinterneKriterienund Spezifikationen.“

Heiko Rauscher, Managing Director FTI Consulting

te Entkopplung bisher nicht durchgängig umgesetzt. Gerade für die deutschen Hersteller beschreibt Zayer zwei grundlegende Herausforderungen. Erstens die Altersstruktur der Mitarbeiter – in Deutschland eher älter underfahreneralsetwainChina „Dasförderttypischerweise die Kompetenz der Entwickler – kann aber auch die Bereitschaft, neue Dinge auszuprobieren, mindern.“

Außerdem beobachtet Zayer im globalen Vergleich bei den deutschen OEMs höhere Ressourcen in der SteuerungundimMiddle-Management.OdermitdenWorten von Heiko Rauscher: „Chinesische Hersteller habe deutlich geringere Overhead-Kosten als westliche OEMs.“

Mehr„Gutistgutgenug“

Eine weitere Hürde sieht Bain-Partner Zayer in der Disziplin, die Projektvorgaben einzuhalten – Zeit und Budget. Markus Heyn ging indirekt in Berlin ebenso auf diesen Punkt ein: Er forderte eine „Gut ist gut genug Mentalität“ Somagesetwavorkommen,dassderobere Führungskreis entgegen allen Erkenntnissen aus Kundenstudien, das Produktdesigns verwirft.

„In anderen Führungskulturen gibt es so etwas heute deutlich seltener“, weiß Zayer – mit Blick nach Frankreich.

Einen weiteren Punkt, den die Autoren der Bain-Studie hervorheben, ist die Vergabe-Strategie bei Entwicklungsleistungen.TraditionelleHerstellersetzeninihren Entwicklungsabteilungen zu sehr auf „Steuerer und Beauftrager“ und lagern die „Macher“ aus, heißt es dort. Stattdessen müssten „F&E-Mitarbeiter künftig in der Lage sein, kritische Kernkompetenzen intern auszuführen und nur unkritischere und kontextbezogene Tätigkeiten auszulagern“.

BesondereRollederEDLs

EineentscheidendeRollesiehtDanielSuterhierbeiden Entwicklungsdienstleistern. Sie könnten Talente und Kapazitäten insbesondere in Offshore-Standorten bereitstellen. Zudem hätten sie spezialisiertes Wissen für die digitale Transformation und die Softwareentwicklung

OEMsmüsstenjedochdievergebenenProjekteanders steuern als bisher „Hersteller, die die Vergabe auf einer höheren Hierarchie-Stufe organisieren, können mehr Nutzen ziehen, im Gegensatz zu einer transaktionalen, projektbasierten Vergabe durch einzelne Entwickler“, sagt Suter

Beide Bain-Partner warnen jedoch davor, die undifferenziert F&E-Kosten zu senken. Eric Zayer: „Es braucht das richtige Mindset: Der Fokus muss auf langfristiger Effizienz und Innovation liegen, anstatt nur auf kurzfristigen Kosteneinsparungen.“ n

SIMULATION

AnsysintegriertNvidiaOmniversefürnahtloseCAE-Arbeitsabläufe

DurchdieIntegrationvonNvidiaOmniverse will Ansys künftig einen vereinfachten Zugang zu Omniverse-Funktionen ermöglichen. Wie der Softwareanbieter mitteilt, gewährleistedieVereinbarungmitNvidiaeine nahtlose Interoperabilität zwischen verschiedenen CAE-Werkzeugen und ermögliche einheitliche, effiziente Arbeitsabläufe –vonAerodynamik-AnalysenbiszurVerbesserung automatisierter und autonomer Fahrzeugsicherheit und 6G-Konnektivität.

DieAnsys-Techniknutzteinesogenannte universal scene description für nahtlose Integration über verschiedene Simulationsanwendungen hinweg. Teams könnten durchdirekteNutzungderOmniverse-PlattformfunktionenüberdieAnsys-Oberfläche

ENGINEERING ErweiterteTestkapazitäteninMarokko

Um die steigende Nachfrage nach Testkapazitäten für Fahrerassistenzsysteme (ADAS) bedienen zu können, hat ES-Tec sein Testzentrum in Casablanca ausgebaut. Wie der Entwicklungsdienstleister mitteilt, können nun alle relevanten Sensoren wie Kamera-,

TOOLCHAIN

Bild: ESTe c

Radar-, Ultraschall- und Lidar-Systeme in realitätsnahen Szenarien erprobt werden

DerStandortbieteganzjährigeTestmöglichkeitenfürADAS-Sensorenunterkonstanten klimatischen und lichttechnischen Bedingungen. Ein saisonaler Stopp in der Testing-

FrameworkfürAußenlicht-Funktionsabsicherung

Die ASAP Gruppe hat auf dem DVN WorkshopzuEntwicklungenimBereichAutomotive Lightning neue Ansätze in der Außenlicht-Funktionsabsicherungvorgestellt.Der Dienstleister hat das End-to-End-Validierungs-Framework „TestSphere“ entwickelt

Das Validierungs-Framework zeichnet sich durch die automatisierte Testimplementierung, ein vereinheitlichtes Testdesign für verschiedene Testsysteme sowie eine Verbesserung der Qualität im Testprozessaus.SowerdenzumBeispielDatenund Informationen von der Anforderung bis zumTestreportharmonisiertundzentralin dem toolunabhängigen Test-Sphere-Editor visualisiert. Dieser verbindet sich über Bridges mit dem jeweiligen ALM-Tool, mit dem Systemarchitekturtool und mit dem Testsystem der Kunden. Das erleichtert die Arbeit der Tester, die die ihnen vertrauten Tools weiterhin verwenden können, und reduziert die Kosten im Testprozess www.asap.de

schneller arbeiten. Laut Ansys bietet die LösungIngenieurenhochpräziseErgebnisse und macht Entwicklung, Training, Testen und Validierung autonomer Systeme schneller und zuverlässiger Die automatisierte Szenario-Erstellung garantiere kontinuierliche Überprüfung auf Sicherheit und Effizienz.

Pyansys,eineFamilievonPython-Paketen, ermögliche Anpassung und Automatisierung von Simulationen in Omniverse-basierten Anwendungen. Als Beispiel nennt Ansys eine intuitive „Speech to Text“Schnittstelle für digitale Zwillinge. Diese ermögliche bei minimalen technischen Kenntnissen Einblicke in Simulationen. www.ansys.com

kette sei für keinen OEM mehr akzeptabel, betont Marc Wille, Geschäftsführer von ESTec.

Das Unternehmen nennt fünf Schlüsselmerkmale seines Testangebots in Marokko:

1. Ganzjährige Verfügbarkeit durch konstante klimatische Bedingungen

2.Umfassendes Testspektrum: Vom EuroNCAP-konformen bis hin zum kundenspezifischen Test

3.TISAX-zertifiziert

4. Kostenvorteile des Standorts

5.Logistik: Ein schneller Zugang aus Europa, keine Visapflicht und die Anerkennung europäischer Prototypenführerscheine www.es-tec.com

VERSCHLEISSTESTS

Die SaaS-Plattform IVA von Teamware kombiniert objektive Fahrzeugdaten mit subjektivem Nutzerfeedback direkt während der Testfahrt. Fahrer dokumentieren ihre Eindrücke per App, Sprache oder Foto – automatisch verknüpft mit technischen Messwerten. Die Plattform vernetzt heterogene Testteams – von NVH über QS bis hin zu Benchmarking oder Managementfahrten –und deckt den kompletten Workflow ab Laut Anbieter entstehen 40 Prozent Effizienzgewinn bei Auswertungen und 30 Prozent kürzere QS-Zyklen. IVA ist bei mehreren europäischen OEMs im Einsatz. www.teamware.de

Bild : A SAP

WIE SOFTWARE DIE ENTWICKLUNG NEU TAKTET

ShiftLeftValidierung

Shift Left mit TestSphere: frühzeitige, effiziente Softwarevalidierung im gesamten Entwicklungsprozess.

Software ist längst das Rückgrat der Fahrzeugentwicklung Funktionen, Fahrverhalten und User Experience entstehen heute im Code. Mit zunehmender Komplexität, Over-the-Air-Updates und kürzeren Release-Zyklen steigen die Anforderungen an Entwicklung und Validierung Statt am Ende zu testen, mussdieSoftwarevalidierungintegralerBestandteildes gesamten Entwicklungsprozesses sein

VonHiLzuSiL:Validierungrücktnachvorn

Der„ShiftLeft“-AnsatzverlagertValidierungsaktivitäten infrüheEntwicklungsphasen–wegvonreaktivenTests hin zu proaktiver Qualitätssicherung Durch den verstärkten Einsatz von Software-in-the-Loop-Systemen (SiL) lassen sich Fehler früher erkennen, Regressionen vermeiden und Entwicklungszeiten verkürzen SiL SystemeermöglichendabeiTestsohnephysischeHardware und schaffen die Basis für agile Entwicklungszyklen.

TestSphere:ModularesEnd-to-End-System mitKI

Mit TestSphere hat die ASAP Gruppe eine skalierbare Validierungsplattform entwickelt, die SiL-, HiL- und Feldtests in einer konsistenten Umgebung abbildet. Sie ermöglichtdurchgängigeTraceabilityundharmonisiert heterogene Tool-Landschaften – von PTC Codebeamer über ASAPs Process Automation Kit (PAK) bis hin zu kundenspezifischen Frameworks. ZentralesElementistdertool-unabhängigeTestSphereEditor,derDatenausALMTools,Systemarchitekturund

Testsystemen zusammenführt. Das reduziert manuelle Aufwände und beschleunigt dadurch den Testprozess. ErgänzendsorgtKeyword-DrivenTestingnachISO29119 für Wiederverwendbarkeit über Testebenen hinweg. KIgestützte Funktionen analysieren Anforderungen, priorisierenTestfälleundschlagenOptimierungenvor–ein klarer Effizienzgewinn im Validierungsprozess.

KI-gestützteValidierungmitRAGundLLMs

GemeinsammitHCLTecherweitertASAPdiePlattform umdomänenspezifischeLargeLanguageModels(LLMs) und Retrieval-Augmented Generation (RAG) Diese ermöglichen kontextbasierte Analysen von Fahrzeugdaten, Systemarchitekturen und Testdokumentationen –ein entscheidender Schritt in Richtung KI-gestützter, automatisierter Validierung

„Shift Left“ markiert damit den Wandel von klassischer Testdurchführung zu integrierter Softwarequalitätssicherung – früh, effizient und skalierbar n

KONTAKT

ASAPGruppe

Sachsstraße 1A 85080 Gaimersheim holding@asap.de www.asap.de

Bild: A SAP Grup pe

GenerativeKIinIntellectualPropertyManagement

PLATTFORM

„3D UNIV+RSES“ von Dassault Systèmes integriertlautUnternehmenmodernstegenerative KI-Technik in das globale Intellectual PropertyLifecycleManagement.DamitkönnenKundendenWertihresdigitalenDatenreichtums aus 3D-Designs, virtuellen Zwillingen und PLM-Daten vollständig ausschöpfen. Die „3D UNIV+RSES“ schaffen nach Herstellerangaben ein einzigartiges digitales Umfeld zum Training neuer Experience-as-a-Service-Kategorien, darunter Generative Experiences, Virtual Companions und intelligente Virtual Twin Experiences-as-a-Service.

Mitdem„POWER'byAI“-Ansatzundbranchenbezogenen Multi-KI-Plattformen – etwa „3DEXPERIENCE“ für die Fertigungsin-

AusstellungsraumfürAustauschundIdeen

IPG Automotive eröffnete im Sommer sein Innovation Lab in Karlsruhe. Der neue Showroom bietet vorbereitete Demos und Exponate, mit denen das Unternehmen die Durchgängigkeit seines Produktportfolios erlebbar macht. Er zeigt auf, wie durchgängige Entwicklungsprozesse aussehen können, wenn virtuelle Fahrzeugprototypen, Szenarien und Bewertungskriterien über alleStationenhinwegwiederverwendetwerden. Das Innovation Lab sei künftig nicht nurfürKundenbesucheundProduktpräsentationen, sondern auch für interaktive Workshops vorgesehen. „Wir möchten hier nicht nur unsere Technologie zeigen, sonderneinenRaumfürAustausch,Fragenund gemeinsames Weiterdenken schaffen“, sag-

CAD-SOFTWARE

te CEO Steffen Schmidt bei der Eröffnung Das Innovation Lab zeige, dass sich IPG Automotive als Impulsgeber für einen Wandel der Automobilindustrie versteht. www.ipg-automotive.com

dustrie – bietet Dassault Systèmes sichere Umgebungen. Auf dieser Basis können Unternehmen ihre Expertise und ihr Knowhownutzenunderweiternsowieinnovative KI-Lösungen zügig in die Praxis umsetzen.

DieWegbereiterderZukunftwerdenjene Unternehmen sein, die über das bestentwickelte Wissen verfügen und sich von der lebendigenWeltinspirierenlassen,heißtes in einer Mitteilung weiter Das Unternehmen bezeichnet dies als Generative Economy – eine neue Wirtschaftsform als Weiterentwicklung aus Experience Economy und Kreislaufwirtschaft, in der Intellectual Property zur entscheidenden Differenzierungswährung wird.

www.3ds.com

AUTONOMES FAHREN

VirtuelleValidierung undRisikobewertung

Deloitte und Yaak Technologies arbeiten künftig auf dem Gebiet KI-gestützter virtuellerUmgebungenzusammen.Gemeinsam wollen die Unternehmen eine neue Methodik für die Sicherheitsvalidierung und Risikobewertung von autonomen Fahrzeugsystemen entwickeln, die über den traditionellen kilometerbasierten Ansatz hinausgeht. Laut Deloitte müssen für die Typfreigabe einesherkömmlichenFahrzeugsdreiMillionen Kilometer im Dauerlauf zurückgelegt werden; bei autonomen Fahrzeugen auf Level5istesdas2.000-fache–etwa60Milliarden Kilometer www.deloitte.com

PTCstelltCreo12mitKI-getriebenemgenerativemDesignvor

PTC präsentiert die neueste Version seiner CAD-Software Creo 12. Das Unternehmen nennt Hunderte von Erweiterungen der Design-, Simulations- und Fertigungsfunktionen.Creo12bieteverbesserteNutzerfreundlichkeit durch Feature-Voreinstellungen, BaugruppenaufBasisvonMehrkörperteilen sowie leistungsstarke Updates für Blechkonstruktion und das erweiterte Flächenmodellierungsmodul. Neue sowie verbesserte Werkzeuge beschleunigen nach Herstellerangaben die EntwicklungvonVerbundwerkstoffenohne Qualitätskompromisse und ermöglichen marktführende Präzision bei der Konstruktion und Fertigung von Verbundwerkstoffstrukturen. Das KI-getriebene generative

Design wurde um thermische Physik erweitertundergänztdieprämiertenFunktionen für KI-gesteuertes generatives Design. Die automatische Erstellung von Kontakten in der Ansys-Echtzeitsimulation ermöglicht TeamsschnellereIterationundOptimierung ihrer Designs. Für das Design von Kabelbäumen bringt Creo 12 die Stärke der Baugruppenkonstruktion ein, vereinfacht die Zusammenarbeit und reduziert die Komplexität von Kabelbaumbaugruppen Neue Verknüpfungen zu PTCs Windchill PLM unterstützen Nachhaltigkeitsinitiativen durch besseren Einblick in MaterialauswahlunddamitverbundeneUmweltauswirkungen einschließlich CO2-Fußabdruck. www.ptc.com

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

KollaborationstattIrritation

Die Mensch-Maschine-Schnittstelle erweist sich seit Beginn des digitalen Zeitalters als ein stetiger Quell für Irritationen. Künstliche Intelligenz (KI) soll künftig dabei helfen, die bisher wenig intuitiven Bedienroutinen durch eine situationsgerechte Ansprache abzulösen.

Hartmut Hammer

Fehlbedienungen, Fehlinformationen und unlogischeMenüführungensindweitverbreiteter,alsuns lieb ist Das Automobil macht da keine Ausnahme. KI kann hier Abhilfe schaffen, muss aber erst einmal eine individuelle und intuitive Ansprache und Dialogführung bieten. Dieses Ziel verfolgte die letzten drei Jahre das Projekt Karli (Künstliche Intelligenz für adaptive,responsiveundlevelkonformeInteraktionimFahrzeug der Zukunft). Die zwölf Projektpartner hatten sich der Aufgabe gewidmet, den „Wechsel zwischen aktiven und passiven Nutzungsrollen möglichst sicher und komfortabel zu gestalten“, erläutert Dr Frederik Diede-

richs, technischer Projektleiter von Karli und FachgruppenleiteramFraunhoferIOSB „Dazuprofitierenwirvon den Möglichkeiten, die KI uns heute bietet. Im Wesentlichen geht es darum, die Situation im Fahrzeug richtig zu interpretieren und die notwendige Mensch-Maschine-Interaktion individuell auszugestalten.“

AmAnfangstandenrahmengebendeFragen:Wiesoll dieAktivitäteinerKIdenFahrzeugpassagierensichtbar gemachtwerden?Wiekanneinvertrauenswürdigerund verständlicherKI-Avataraussehen?WiekanndieKIdie Fahrenden und die Nutzungssituationen semantisch verstehen? Zur gezielten Erforschung dieser Punkte ha-

Audi hat an einem sehr seriennahen Pkw-Fahrsimulator eine KI mit nutzerspezifischem Sprachstil entwickelt.

Auch per VR-Brille und Cockpit-Dummy wurden Trainingsdaten für die KI erhoben und später die Interaktionen überprüft.

ben die Projektpartner vier soziodemografische Persönlichkeitsprofile definiert, in die alle Befragten eingruppiertwurden.DieSpannereichtvonjungbisalt,technikaffin bis traditionell, statusbewusst bis pragmatisch DiesePersonenprofilehabenjeweilsandereAnforderungen und Präferenzen an einen Sprachassistenten

FahrerwünscheimFokus

Der Projektpartner TWT hat ein Konzept für einen empathischenundadaptivenSprachassistentenentwickelt. Die Befragten wünschten sich beispielsweise überwiegend einen reaktiven Assistenten, der nur auf Anforderung mit den Fahrenden kommuniziert. Ein proaktiver Sprachassistent war wesentlich seltener erwünscht.

Gleichzeitig erwarteten die Probanden eine hohe Transparenz bei der Kommunikation. So soll der Assistent beispielsweise auf den Befehl „Radio an“ dem FahrendeneinekurzeBestätigungalsFeedbackgeben.Auffälligist,dassbeiallenvierPersönlichkeitsprofilen kaum Unterschiede bezüglichdergewünschtenAktivitätund Transparenz zu verzeichnen sind.

Um möglichst situativ auf den Fahrendeneinzugehen,berücksichtigtder Konzeptansatz von TWT unter anderemdiefahrerischenPräferenzenund denkörperlichenZustanddesFahrers, dieVerkehrslage,denStraßenzustand und das jeweils aktuelle Automatisierungslevel des Fahrzeugs. Die SprachassistenztrifftaberaufeineunterschiedlicheAkzeptanz. So wünschen sich die Befragten bei einem hohen Automatisierungslevel einen proaktiven Sprachassistenten, der „klare Ansagen“ macht. Das Gleiche trifft bei müde werdenden Piloten, bei entspannten Fahrten, auf bekannten Strecken und bei leicht zu unterbrechenden Tätigkeiten zu.

der sein als in einem unbekannten Fahrzeug Eine ähnlicheZurückhaltungwünschensichdieProbandenauch bei Stress – sei es unter Zeitdruck, in unbekanntem Terrain oder bei Telefonaten.

Auf Basis dieser Befragungsergebnisse wurden dann mithilfe eines großen Sprachmodells zwei Sprachassistenten entwickelt: ein proaktiver und ein reaktiver. Beide wurden anschließend vom Fraunhofer IAO (Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation) an Testpersonen im Fahrsimulator erprobt. Die Probanden empfandendenproaktivenundreaktivenSprachassistentenals annähernd gleichwertig Der Unterschied war, dass am Anfang eher skeptisch eingestellte Personen den proaktiven Assistenten nach einer gewissen Eingewöhnungszeit als deutlich positiver bewerteten. Um diesen Gewöhnungseffekt detaillierter zu erforschen, plädiert das Fraunhofer IAO für eine mehrmalige Nutzung des Sprachassistenten am Fahrsimulator mit kontinuierlicher Überwachung des Nutzererlebnisses.

ChatbotanBord

Audi hat im Rahmen von Karli ebenfalls an einer künstlichen Intelligenz gearbeitet. Eine Vorstudie ergab erstens, dass Fahrende mehrheitlich ablehnen, dass ein Sprachassistent bei ihnen detektierte kritische Fitnesszuständeoffenanspricht.ZweitensmöchtendieFahrenden vom Sprachassistenten stimmungsabhängig angesprochen werden.

Als Antwort hat Audi an einem Fahrsimulator (ein sehr seriennaher Audi-Pkw) eine KI mit nutzerspezifischemSprachstilentwickelt.SiebeziehtzahlreicheUmgebungsfaktoren mit ein und wählt für den aktuellen Kontext aus einer Liste möglicher Fragen die geeignetsteaus.DerFragestilistempathisch,geeigneteAktionen werden als unverbindliche Fragen unterbreitet.

Der Frage-Antwort-Assistent von Audi basiert auf einemLarge-Language-Modell.ErkannFragenstellen,die auf den Zustand des Nutzers und des Fahrzeugs abgestimmtsind.DieNutzerpräferenzenmüssennichtmehr manuelleingegebenwerden,dasSystempasstsichautomatisch an. Das hat laut Audi zwei Vorteile: erstens reduzierederadaptiveAnsatzdieFrage-undAntwortvielfalt und damit auch die Datenmenge und erhöhe die Lernkurve der KI. Zweitens könne der Nutzer die Fahrzeugfunktionendurchsituative Fragen kennenlernen, die in relevanten Momenten gestellt werden.

„Esgehtdarum,dienotwendige Mensch-Maschine-Interaktion individuellauszugestalten.“
Frederik Diederichs, Projektleiter von Karli

Sind die Fahrenden hingegen mit dem Fahrzeug gut vertraut,sollderSprachassistentdeutlichzurückhalten-

DenfürdieSprachassistenten sowichtigenNutzerzustandhat auchderProjektpartnerSemvox erforscht. Dazu griff man im Wesentlichen auf Sensordaten des Fahrzeugs und auf per AlgorithmusgewonneneDatenüber denZustanddesFahrerszurück. Diese Informationen werden in einem Large Language ModelzueinerAbschätzungdesNutzerzustandsweiterverarbeitet. Der errechnete Nutzerzustand kann dann einerseits mit dem Umgebungszustand abgeglichen werden, um levelkonformes Verhalten zu fördern. AndererseitsistderNutzerzustandeinewichtigeEingangsgrößefürKI-gestützteSprachassistenten(etwavonAudi und TWT), um passgenaue Dialoge mit den Fahrenden zu generieren. n

ENGINEERING

Skalierbare,generativeVideo-ModellefürautomatisiertesFahren

Wayve stellte die neueste Version seines video-generativen KI-Modells für automatisiertes Fahren vor Aufbauend auf GAIA-1 biete GAIA-2 laut Unternehmensangaben eine noch größere Vielfalt, Realitätsnähe und Steuerbarkeit bei der Generierung synthetischer Videodaten. Das KI-gestützte Offboard-Werkzeug werde die Entwicklung undValidierungvonWayveseigenerEnd-toEnd-KI-SoftwarefürautomatisiertesFahren beschleunigen, heißt es weiter GenerativeKI-Modelletransformierendie Entwicklung im Bereich des automatisierten Fahrens grundlegend, schreibt Wayve: Siebieteneffiziente,sichereundskalierbare Lösungen für das Training KI-gestützter Fahrsysteme und ergänzen damit die her-

ERP

Cloud-ERP-Transformationenbeschleunigen

Der europäische Softwareanbieter Forterro hateinelangfristigePartnerschaftmitAmazon Web Services (AWS) angekündigt, um seine Cloud-Produkte auf AWS-Umgebungen anzubieten. Damit können Kunden die ERP-Lösungen von Forterro schnell einsetzen und gleichzeitig die Zuverlässigkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit von AWS nutzen.

„Da sich unsere Cloud-Transformation beschleunigthat,wolltenwireinestärkereund direktere Beziehung zu AWS“, begründet Sébastien Weill, VP Product Management beiForterro,denSchritt „Mitdembesseren Zugang zu den AWS-Experten können wir unsere Cloud-Angebote verbessern, einen noch besseren Kundensupport bieten und

Innovationenschnellerumsetzen,insbesondere im Bereich KI.“

Die Partnerschaft stehe im Einklang mit demwachsendenTrendzurCloud-Nutzung, insbesondere bei mittelständischen Industrieunternehmen, die von On-Premise-Lösungen auf die Cloud umsteigen. Forterro konnte seinen Cloud-Umsatz, laut eigener Angaben, im Vergleich zum Vorjahr um 177 Prozent steigern. Forterro hatte bisher über einen Partner mit AWS zusammengearbeitet. Nun möchte Forterro seinen Kunden eine höhere Verfügbarkeit bieten, ohne Unterbrechung der bestehenden Dienste sowie ohne Unterbrechung des Zugriffs auf die Cloud-ERP-Lösungen von Forterro. www.forterro.com

kömmliche Datenerfassung in der realen Welt. Im Gegensatz zu allgemeinen generativen Text- oder Video-Modellen sei GAIA-2 speziell für automatisiertes Fahren konzipiert: Es gewährleiste einheitliche Kameraperspektiven aus verschiedenen Winkeln und erzeuge zahlreiche, vielfältige Fahrumgebungen unter unterschiedlichen Fahrbedingungen. GAIA-2 enthält wesentliche Weiterentwicklungen, die das Training und die Validierung zentraler Funktionen für automatisiertes Fahren verbessern sollen: fein abgestufte Steuerung fahrdynamischer Elemente,erweiterteVielfaltundKonsistenz über mehrere Kameraperspektiven hinweg (räumlich und zeitlich)

EDGE-TO-CLOUD-INFRASTRUKTUR

IntegriertesManagementvonSoftware,DatenundKI

Aicas kündigt die Einführung der „aicas EdgeSuite“ an. Diese ist eine modulare Edgeto-Cloud-Infrastruktur,dieSoftware-,Datenund KI-Modellmanagement in einer einzigen Lösung vereint. Mit der Edge Suite könnten Unternehmen Entwicklungsprozessebeschleunigen,KI-Anwendungenvon PilotprojektenaufglobaleRolloutsskalieren und die Systemleistung kontinuierlich und bei voller Kontrolle über ihre Edge-Systeme verbessern, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Bei Edge AI gehe es um kontinuierliche Verbesserung,sagtJamesHunt,Mitgründer, CEOundCTOvonAicas.„MitderEdgeSuite bieten wir Unternehmen die Infrastruktur, um ihre Edge- und Edge-AI-Anwendungen

in einem geschlossenen Kreislauf zu managen:beobachten,entwickeln,deployen,nutzenundoptimieren.SolassensichEntwicklungszyklen verkürzen, Kosten senken und Innovationen ohne Unterbrechung skalieren.“DieaicasEdgeSuitebasiertaufnahezu 25 Jahren Embedded-Expertise und ist für Flexibilität, Zuverlässigkeit und RealtimePerformance ausgelegt.

Ob auf Fabrikböden, in autonomen Inspektionsfahrzeugen für Gleisanlagen oder in industriellen Infrastrukturen: die Edge Suite gewährleistee Over-the-Air-(OTA)-Updates, sicheren Datenzugriff und kontinuierliche Optimierung, selbst bei eingeschränkter Konnektivität. www.aicas.com

MEHR EFFIZIENZ

KI-gestützteCloud-Innovationenbeschleunigen

NTTDatahateineglobalePartnerschaftmit GoogleCloudangekündigt.Zielistes,KI-gestützte Cloud-Innovationen zu beschleunigen und Unternehmen aus allen Branchen mit skalierbaren Lösungen messbare Effizienz- und Wachstumsvorteile zu verschaffen. Die Zusammenarbeit vereint die Branchenexpertise von NTT Data in den Bereichen KI, Cloud-native Modernisierung und Data Engineering mit den fortschrittlichen Analyse-,KI-undCloud-TechnikenvonGoogleCloud.ZielderPartnerschaftistes,durch Co-Innovation branchenspezifische Cloudund KI-Lösungen zu entwickeln und maßgeschneiderte Enterprise-Lösungen bereitzustellen.DafürgehendieerprobtenFrameworks und Best Practices von NTT Data

Hand in Hand mit den technologischen Möglichkeiten von Google Cloud. So entstehen individuelle Lösungen, die mittels der Kompetenzen im Bereich der Implementierung noch stärker unterstützt werden. www.nttdata.com

AUFWAND

REDUZIEREN

EinsatzvonEdge-KI direktinFahrzeugen

Sonatus präsentiert mit dem Sonatus AI Director eine Plattform, die es Automobilherstellern ermöglicht, Edge-KI direkt in Fahrzeugen einzusetzen. OEMs und Zulieferer erhalten eine vollständige Entwicklungsumgebung für Training, Validierung, OptimierungsowiedenRolloutvonKI-Modellen. Die Lösung ist in die Fahrzeugarchitektur eingebettet und kann in isolierten Umgebungen ausgeführt sowie über die Cloud fernüberwacht werden. AI Director reduziert den Aufwand für die Einführung von Edge-KIvonmehrerenMonatenaufwenige Wochen oder gar Tage. www.sonatus.com

KI-Anwendungenschnellentwerfen,bereitstellenundskalieren

Altair wurde im Gartner Magic Quadrant ReportvomJuni2025fürData-Science-und Machine-Learning-Plattformen zum zweitenMalinFolgealsführendesUnternehmen eingestuft. Die Bewertung basierte auf Kriterien, die vor allem die Gesamtvision des Unternehmens und die Möglichkeiten des Unternehmens diese umzusetzen berücksichtigte.DieFull-Stack-KI-Funktionenvon AltairRapid-Miner–vonLow-Code-AutoML über anspruchsvolle MLOps und Agent-Frameworks bis hin zu Hochgeschwindigkeitsvisualisierung – ermöglichen es Unternehmen, KI-Anwendungen schnell zu entwerfen, bereitzustellen und zu skalieren. Die PlattformbietetaußerdemnativeUnterstützung für die Ausführung der SAS-Sprache

undermöglichtesKundenso,dieInvestitionen in ihre Analyselösungen zu erhalten und zu steigern und gleichzeitig ihre Arbeitsabläufezumodernisieren.Eineweitere BesonderheitseidiemassivparalleleEngine (MPP)vonAltairRapid-Miner,diefürdieErstellung von so genannten Knowledge Graphen, Datastrukturen und Ontologiemodellierung im Unternehmensmaßstab entwickeltwurde.DemReportzufolge„habendie Marktführer eine ausgereifte, detaillierte und zielgerichtete Unternehmens- und Plattformstrategie,dieGenAIundAI-Agents integriertundnutzt,umdieProzessezuverbessern und die Wertschöpfung ihrer Kunden zu steigern. www.altair.de

KOMPLETTLÖSUNG

KI-SicherheitsplattformfürCloud-undOn-Premises-Daten

Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit bieten Trend Micro und Nvidia eine auf Agentic AI basierende Sicherheitslösung Diese ist in dasReferenzdesignderNvidiaEnterpriseAI Factoryintegriert.SierichtetsichanOrganisationen mit hohen Sicherheitsanforderungen wie im öffentlichen Sektor, GesundheitswesenoderFinanzbereich.DieLösung vereint „Trend Vision One for Sovereign Private Cloud“ (SPC) mit Nvidia NIM Microservices, Nvidia NeMo sowie dem Nvidia Morpheus Framework für KI-gestützte Cybersicherheit. Die vorvalidierte Komplettlösung stellt sicher, dass sensible Daten nicht im Ausland verarbeitet werden – bei gleichzeitiger Nutzung leistungsfähiger KI-Funktionen. Wichtige Vorteile sind:

ƒ 100-prozentige Datenhoheit durch OnPremises-Bereitstellungen, auch für abgeschottete Umgebungen

ƒ Vorintegrierte Hard- und Software, Support und Implementierungsservices

ƒ Echtzeit-Sicherheitsanalysen dank Bedrohungserkennung auf Basis von Nvidia KI-Software und beschleunigter Datenverarbeitung

ƒ Umfassender Schutz für E-Mail, Cloud, Netzwerk, Endpunkte, Daten und Identitäten

ƒ Vereinfachte Beschaffung und schnelle Implementierung für eine kürzere Timeto-Value www.trendmicro.com www.nvidia.com

Bild: KI-generiert
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