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Jura: Lias: Hettangium

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Die Vorkommen von Hettangium-Sandsteinen die MESTWERDT am westlichen Kartenrand angibt wurden nicht gefunden. Darüber hinaus ist die Grenze zum Oberen Keuper verändert kartiert worden: Sie zeigt am Brandseeberg nun ein umlaufendes Streichen und ist im S der Karte nicht mehr geneigt sondern flach. 2.2.1.1.1 - Mackendorf MdI Dieser zur ehemaligen Ziegelei Mackendorf gehörige Steinbruch (R4431 689, H5801 972, s. Karte 1) von 170x120 m Fläche wurde ausführlich von WINCIERZ (1973) beschrieben. Hier stehen die Psilonoten- und Angulatenschichten des unteren Lias an. Der Steinbruch steht heute unter Wasser (s. Abb. 39), so dass nur noch die obersten Schichten in wenigen Teilprofilen erschlossen sind. Von dem beschriebenen Profil (s. Abb. 42) sind nur noch die oberen sechs Meter (Schicht 35 bis 44) der Nordwestwand aufgeschlossenen, wobei die oberen zwei Meter jedoch nicht mehr im Zusammenhang stehen, da sie einzelne Teilaufschlüsse im umgebenden Baumbestand bilden, die größtenteils aus angewittertem Bruch oder Lesesteinen bestehen. Durch Funde von Schlotheimia ist dieser Profilteil dem oberen Hettangium zuzuordnen (WINCIERZ 1973). In den Schichten 36 bis 44 wurden die Werte für die Kluftrose in Abbildung 41 aufgenommen. In einer der abgeblätterten Schichten finden sich Rippeln einer Wellenlänge von rund 3 mm und einer Amplitude von maximal 0,5 mm. Aufgrund der geringen Größe und der symmetrischen Ausbildung muss es sich um Seegang-Rippeln handeln. Bemerkenswert sind über dies die Klarheit (Sichttiefe: min 4 m) und Blaufärbung des Wassers, wobei letztere der Auflösung von Angulatenschichten des unteren Lias zuzurechnen ist.

Abb. 39: Der überwiegende Teil des Aufschlusses Mackendorf MdI steht heute unter Wasser. Die Werte für die Kluftrose in Abbildung 42 wurden im Top der nordwestlichen Teils des Bruches bei R4431 689, H5801 972 aufgenommen.

Bericht zur Diplomkartierung  

Geologische Kartierung in der Umgebung von Querenhorst zwischen Helmstedt und Wolfsburg (Niedersachsen)

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