Issuu on Google+

19.08.2006

5 Männer - 5 Bikes- 6 Tage Der Erste Tag Auch im Jahr 2006 begeben wir uns auf die Reise mit dem Bike. Dieses Jahr ist zusätzlich zur gewohnten Crew Wilf, Charly, Schige und Dani noch Thomas mit von der Partie. Unser Schige hat eine interessante Tour zusammengestellt. Die ersten Paar Meter führten uns am Dienstagmorgen den 20.06.2006 vom Trottenhof in Hendschiken zum Restaurant Jägerstübli welches für uns die Pforten etwas früher öffnete, so dass wir uns mit Kaffee und „G ipfeli“ stärken konnten. Nun ging es aber ab auf die Piste und über den Highway an die Österreichische Grenze. Von dort erklommen wir das Furkajoch auf welchem wir unsere erste Pause einlegten. Weiter auf den Arlberg um uns an einem Imbissstand das wohlverdiente Mittagessen zu gönnen. Die Schnellstrasse brachte uns nach Oetz um unsere Maschinen durch diverse Kurven hinauf auf das Schöne Küthai zu treiben. Wilf unser Oldie war in seinem Element und erreichte den Pass als erster. Sein Pnö hinterliess in jeder Kurve einen schwarzen Strich. Wieder im Tal brachte uns er Highway unserem Ziel Kitzbühel schnell näher. Jedoch kurz vor Kitzbühel mussten wir Rast machen. Hätte die Tankstelle keinen Shop gehabt, so hätte unser Wilf vor lauter Durst den Kessel mit Scheibenreinigungswasser ausgetrunken. Kurz darauf trafen wir in Kitzbühel ein und fanden im Hotel Maria Theresa Unterkunft. Nach einer wohlverdienten Dusche und dem obligaten Feierabendbier an der Bar (mit sympathischer Barmaid) begaben wir uns auf den Weg Kitzbühel zu erkunden. In einer wundervollen Gartenwirtschaft konnten wir uns vorzüglich verpflegen. Da ein Gewitter aufzog, begaben wir uns in die Hotelbar und genossen den Abend. Eckdaten zum ersten Tag:

(469km)

Hendschiken - Oberried - Rankweil - Furkajoch - Warth - Eürs - Arlberg - Landeck - Oetz - Küthai Insbruck - Wörgel - Hopfengarten - Brixen I.T. – Kitzbühel

Der zweite Tag Nach einem ausführlichen Frühstück fuhren wir unsere Maschinen aus der Garage um über die Grossglocknerstrasse nach Italien zu gelangen. Das Grossglocknergebirge ist eine Reise Wert. Die Strasse ist bestens ausgebaut, so dass die Biker nicht lange hinter den Reisecars und Wohnmobilen hinterherfahren müssen sind Überholmöglichkeiten vorhanden. Durch wunderbare Kurven lässt sich die Passhöhe erklimmen. Für die Biker gibt es einen speziellen Aussichtspunkt.

Page 1 of 6


19.08.2006

5 Männer - 5 Bikes- 6 Tage

Im Restaurant konnten wir uns stärken um uns Richtung Italien zu machen. Nach einer Zügigen Fahrt durch das Tal und einem rasanten Aufstieg auf den Plökenpass waren wir in Italien gelandet. Nach etwas Pasta im Passrestaurant machten wir uns auf den Weg noch ein paar kleinere Pässe zu nehmen um nicht die Hauptstrasse nach Tolmezzo zu benutzen. Es war eine kleine schmale anspruchsvolle Strasse mit vielen Kurven. Es sollten drei Pässe sein. Zwei wurden es dann, weil die Auffahrt auf den Dritten nicht gefunden wurde. Die Karte und die Beschriftungen vor Ort stimme nicht immer überein. Aber auch so erreichten wir Tolmezzo und fuhren weiter nach Villa Santina. Es war extrem heiss hier unten in den Täler. In Villa Santina suchten wir vergeblich eine Bleibe. So machten wir uns auf den Weg Richtung dritter Etappe. Wir fuhren nach Ampezzo in der Hoffnung eine Unterkunft zu finden. Das Hotel war geschlossen und die Herberge wurde umgebaut. Jedoch ausserhalb von Ampezzo Richtung Passe de Morte fanden wir inmitten von Wald und Wiesen an der Strasse eine Albergo. Auf der Terasse genossen wir etwas Bier, um danach die Zimmer zu beziehen. Nach einer erfrischenden Dusche, einem vorzüglichen Nachtessen genossen wir bei einem guten Grappa die Natur, das Leben sowie die Kameradschaft gemeinsam mit anderen Bikern.

Eckdaten zum zweiten Tag:

(270km)

Thurn - Mittersil - Bruck - Hochtor - Winklern - Iselberg - Oberdrauburg - Plöcken Pass - Paluzza - Forcla Lius - S.laCereschiatis - Cavina - Tolmezzo - Villa Santina – Ampezzo – Albergo Ristorante al Pura

Der dritte Tag Ein abwechslungsreicher Tag sollte uns bevorstehen als wir uns bei schon sehr warmen Temperaturen in unsere Töffklamotten zwängten. Den gleichen Weg zurück bis nach Soccieve und dann an Bächen die zu Flüssen werden können, Stausehen entlang durch Wälder über eine enge Strasse mit hunderten von Kurfen. Ein anspruchsvolles, jedoch bei dieser Landschaft wunderbares Töfffahrerlebniss. Bei der Kaffépause wurden wir von einem Einheimischen angesprochen, welcher an unseren Nummernschildern erkannt hat woher wir kommen. Er hatte in einem Nachbardorf von uns hier in der Schweiz Jahrelang als Maurer gearbeitet. Da sieht man wie klein die Welt doch ist. In den Wäldern und auf der Höhe war Page 2 of 6


19.08.2006

5 Männer - 5 Bikes- 6 Tage

das Klima noch angenehm. Doch als wir in die Talsohle kahmen und durch Belluno fuhren kamm die Hitze. Wir waren froh als wir wieder durch das nächste Tal Richtung Passo Duran etwas angenehmeren Temperaturen entgegen fahren durften. Schon von weitem aber sahen wir, dass die Temperaturen sicher angenehm werden, jedoch wir uns auf Regen einstellen müssen. Und so kahm es dann auch. Nach einem Tunnel waren die Strassen nass nach einem Gewitter welches bereits weiter gezogen war. Auf dem Passo Duran wo wir in einem gemütlichen Lokal das Mittagessen einnahmen begann es zu regnen. Da wir jedoch auf alles vorbereitet waren machten wir uns weiter auf den Weg. Von nun an wechselte das Wetter von schön auf Regen während unserer ganzen Weiterfahrt durch die Dolomiten, in welchen wir uns inzwischen befanden. Durch das teure und nicht besonders schöne Cortina begaben wir uns ans Ziel unserer Reise nach Toblach. Am Abend besichtigten wir das verschlafene Toblach und gingen relativ früh ins Bett, um morgen bei der grossen Pässe fahrt fit zu sein.

Eckdaten zum Dritten Tag:

(265km)

Albergo Ristorante al Pura - Ampezzo – Socchieve - Forcla Priuso - Forcla M. Rest - Frisan - Forcla di Pala Barzana - Cimolais - Forcla di Osvaldo - Longaron - Belluno - Mas - Agordo - Passo Duran - Dont Forcla Staulana - Selevadic - Passo Giau - Cortina - Passo Tre Croci – Misurina – Carbonin - Toblach

Der vierte Tag Heute gehen wir von Italien über Österreich wieder nach Italien. Heute wollen wir es Wissen und es stehen einige Pässe auf der Liste. Gestärkt und erholt, jedoch mit der Aussicht auf Regen machten wir uns auf den Weg um über Lienz Hopfengarten den Passo Stalle zu erreichen. Vor Lienz wurden wir von Regenschauer erwischt. Jedoch gut eingepackt konnte uns dies von unserem Vorhaben nicht abhalten. Auf dem Passo Stalle mussten wir etwas warten, da die Strasse hinunter sehr schmal ist, und somit nur alle halbe Stunde eine Seite grün hat. Wir hatten glück und konnten nach einer Wartezeit von 10 Minuten die Fahrt hinunter ins Tal in Angriff nehmen. Es hatte Page 3 of 6


19.08.2006

5 Männer - 5 Bikes- 6 Tage

einige Kurfen, bei denen man sein Motorrad gut im Griff haben musste, um im Schritttempo die Schmalen Kurven zu fahren. Danach ein Wunderschönes Tal hinunter weiter über Pässe bis wir im Gebiet der Stellagruppe die wunderschönen Pässe Falzarago, Campolongo, Grödner Joch und Stella erklimmen durften. Mit dem Motorrad durch die Kurven über diese Pässe zu fahren lässt das Bikerherz höher schlagen. Über den ganzen Tag hatten wir von schön bis Wolken mit und ohne Regen alles. Die Temperaturen bewegten sich in einem angenehmen Bereich. Zum Abschluss durften wir noch den Passo di San Pellegrino, Valles und Rolle nehmen. Auf den Passo di San Pellegrino liessen wir unsere Maschinen so richtig laufen. Der Motor durften in den höchsten Torenzahlen seine Stärken beweisen. Nachdem wir den Passo die Rolle bezwungen hatten wurde es mit dem Abstieg immer wärmer und wärmer. Wir merkten, dass wir uns immer mehr südlich bewegten. In Fiera di Prim suchten wir eine gemütliche Unterkunft und fanden sie auch am Ende des Dorfes. Ein älteres Ehepaar führte hier ein Bikerhotel. Nach einem Bier und der obligaten Erfrischung unter der Dusche machten wir uns auf den Weg zu einer Pizzeria. Nach dem Essen versuchten wir verzweifelt und wie es sich herausstellte ohne Erfolg einen TV-Apparat zu finden, welcher das WM Spiel der Schweizer übertrug. Zum Glück hielt uns der Hotelier auf dem laufenden. So genossen wir den Abend in der Gartenwirtschaft. Nachdem unsere Nationalmannschaft gewonnen hatte, schmeckte der Whisky noch einiges besser. Ebenfalls war es interessant zuzuschauen in welchem Tempo die Italienischen Autofahrer durch einen Kreisel fahren können ob rechts oder links herum. Hier unten scheint es keine Regeln oder Vorschriften zu geben. Jedoch eine ruhige Nacht sollte es nicht werden. Die Katze des Hauses hatte das Bedürfnis mit ihren mauzen uns am Schlafen zu hindern. Als sie dann auch noch unsere Zimmer besuchte wurde sie vor die Türe gestellt. Eckpunkte des vierten Tages: (330km) Lienz - Huben - Hopfengarten - Passo Stalle - Valdaora olang - Passo Furcia - s.Vigillio - Pleiken - La Villa Stern - Passo Valparola - Passo Falzarago - Araba - Passo Campolongo - Grödner Joch - Passo Stella . Canzei - Moena - Passo di San Pellegrino - Passo Valles - Passo Rolle - Fiera di Prim

Page 4 of 6


19.08.2006

5 Männer - 5 Bikes- 6 Tage

Der fünfte Tag: Ja der Überbegriff über diesem Tag heisst suche nach einem neuen Pnö. Unser Wilf hat einen sehr guten Pnö auf seinem Motorrad. Er klebt in der Kurve und hinterlässt am Boden einiges Von sich. Nun hatte er etwas zu viel gelassen. Nach nur 2500km war er fällig. Doch man suche am Samstag in Italien einen Töffhändler der arbeitet. Doch beginnen wir von vorne. Der Tag brachte nämlich eine wunderschöne Etappe. Der Passo Manhen ist einer der absoluten Höhepunkte. Eine schier nicht enden wollende schmale Strasse welche uns über Alpwiesen und Gebirgswälder über unzählige Kurven hinauf auf einen wunderschönen Pass brachte. Draussen neben der Hütte am Seelein lies sich die Pause im Sonnenschein geniessen. Doch bald ging es weiter hinunter ins warme Tal. Schnell weiter wieder in die Höhe wo es etwas angenehmer ist. Berge Seen und wundervolle Strassen begleiteten uns auf unserem Weg über den Passo Tonnale hinauf auf den höchsten Punkt unserer Tour den Passo Ciava. Das hinter den Auto her kriechen und der Umstand, dass die Sicherung meines Kühlventilators den Geist aufgab liessen das Kühlerwasser meiner Maschine Kochen. Als wir das Übel gefunden hatten, die Sicherung gewechselt war, konnten wir unsere Reise fortsetzen und uns über Bormio unserem Ziel Livigno nähern. In Livigno wussten wir von den Skiferien her, dass es einen Pnöhändler hat. Da man im Zollfreien gut Geschäften kann, und wir etwas glück mitgebracht hatten erfuhren wir, dass die Garage am Sonntag offen hat. SO konnten wir getrost uns dem erholen und gemütlichen Essen widmen. Eckdaten des fünften Tages:

(393km)

Canale s. Bovo - Castel t-Pieve - Villa - Televe - Passo Manghen - Molina - Lavis - Michele - Fai di p. - Andolo - Ponte d Arche - Tione - Passo C. Carolo Magno - Dimaro - Passo Tonnale - Passo Ciava - Bormio Arroga - Passo di Foscagno Passo di Fira – Livigno

Page 5 of 6


19.08.2006

5 Männer - 5 Bikes- 6 Tage

Der sechste und somit letzte Tag unserer Tour Nachdem der Hinterreifen unseres Wilf gewechselt war, konnten wir den letzten Tag unserer Tour in Angriff nehmen. Wie das so ist, am letzten Tag ist die Stimmung etwas gedämpft. Nicht desto Trotz genossen wir die Kurven welche uns der Forcla di Livigno wie aber auch der Bernina Pass bot. Beim Bernina waren wir froh, dass wir Motoren hatten und nicht wie die Sportlichen Mitmenschen im Velorennen mit unseren Muskelkräften die Passhöhe erzwingen mussten. Über St. Moritz den beiden Seen entlang folgten wir der Maloja Strasse hinunter zurück nach Italien. Über den Splügenpass zurück in der Schweiz genossen wir das Mittagessen in einer gemütlichen Berghütte. In Splügen angelangt nahmen wir die Schnellstrasse hinunter nach Chur und weiter über die Autobahn bis wir am Walensee eine letzte Rast einlegten. Auch hier war es extrem warm und wir genossen etwas kühles zum Trinken. Danach ging es über den Hirzel zurück an den Startpunkt auf dem Trottenhof in Hendschiken. Es war eine wundervolle Tour welche leider schon wieder zu Ende ist. Aber wer uns kennt weis, dass wir die nächste schon am planen sind. Zuhause angekommen wurden wir freudig begrüsst und der Tag, die Tour konnte mit einem Grillabend beendet werden. Eckdaten des sechsten Tages: (340km) Forcla di Livigno - Bernina Pass - St. Moritz - Maloja Pass - Chiavenna - Splügen Pass - Chur Walensee - Hirtzel - Sins - Hendschiken

D. Naef

Page 6 of 6


Junibike 2006