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Auftakt Kart Championship MX2 Pokal Aufenau deutscher motorsport verband mItGLIedermaGaZIn · nr. 03/2010 · € 3,00

DMV Touring Car Championship Hockenheim und Ring

mai/Juni

Politik und Motorsport

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Gut, dass es Motorsport gibt Darf das alles wahr sein? So könnte man sagen, sieht man sich die aktuelle Tagespresse an. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, bei der seit einigen Wochen täglich nicht weniger als 800 000 Liter Rohöl ungehindert aus einem Bohrloch in 1 500 Meter Tiefe das Meer mit seiner Tier- und Pflanzenwelt zerstören. Eine Tyrannei der Tiefe. Ein griechischer Staatshaushalt, der eigentlich pleite ist, man könnte auch sagen „das Unternehmen ist insolvent“. Eigentlich ein Problem der Griechen, aber man staune, der deutsche Staat hilft mit milliardenschweren Krediten, dachte ich doch bisher, dass der deutsche Staat auch nicht gerade auf Rosen gebettet ist, war nicht gar von Wirtschaftskrise die Rede? Hoffentlich tappen wir da nicht in die Schuldenfalle. Wie viele „Griechenlands“ können wir uns noch leisten?

• Die von der DMV-Geschäftsstelle veranstaltete CIK/FIA-Kart-EM-Qualifikation der Klassen KF2 und KF3 in Wackersdorf erntete auch international höchste Anerkennung. • Das erste Formel-Gloria-Rennen in Deutschland fand am Nürburgring bei seiner Premiere große Beachtung. • Die amtierende Motocross-Weltmeisterin Steffi Laier kann nach den ersten diesjährigen Rennen getrost wieder als Titelkandidatin eingestuft werden. • Sebastian Vettel, DMV-Motorsportler des Jahres 2008, schickt sich an, in seinem RedBull-Renault nach der Krone des Automobilsports zu greifen.

Gut, dass es da noch unseren geliebten Motorsport gibt. Die seit einigen Wochen laufenden Motorsportveranstaltungen des Deutschen Motorsport Verbandes in der noch jungen Saison sind nach der sehr langen Winterpause sehr gut angelaufen.

• Kein Geringerer als Rekordweltmeister Michael Schumacher, im vergangenen Jahr noch bei einigen ausgesuchten DMV-Kartrennen am Start, sorgt für gespaltene Meinungen in der Formel-1-Welt. Wie dem auch sei, die Veranstalter des Großen Preises von Deutschland in Hockenheim wird es nach Jahren der dürftigen Zuschauerzahlen freuen.

• Die DMV Touring Car Championship (DTCC) konnte in Hockenheim mit nicht weniger als 52 Rennfahrzeugen ihren Saisonauftakt feiern.

Wie man sieht, ist einiges los im deutschen Motorsport. Ich freue mich auf eine weiterhin aufregende Saison, die sicher noch einiges zu bieten hat. Man sieht sich …

• Unglaubliche 185 Starter beim DMV Kart Championship Auftaktrennen in Kerpen sprechen eine deutliche Sprache in Bezug auf das größte nationale Kart-Championat.

Manfred Schulte DMV-Sportpräsident

DEUTSCHER MOTORSPORT VERBAND

„Eine aufregende Saison, die noch einiges zu bieten hat“ Manfred Schulte

organisationen FIM, FIA und der europäischen UEM

den, sich im sportlichen Wettbewerb zu messen und

vertreten. Für unsere Mitglieder stehen wir mit unserer

bei entsprechenden Leistungen sich auch im internatio-

Der Deutsche Motorsport Verband e.V.,

Fachkompetenz jederzeit und für alle Fragen rund um

nalen Vergleich zu behaupten. Der DMV ist sowohl dem

1923 in Halle/Saale gegründet, ist

den Motorsport zur Verfügung.

Spitzen- als auch dem Breitensport verpflichtet und för-

bezogene Verband in Deutschland. Als gemeinnütziger

Besonderen Wert legen wir auf die Nachwuchs- und

Sportarten.

Verband anerkannt, führt der DMV mit seinen über 400

Breitensportförderung. Einen wichtigen Beitrag leistet

angeschlossenen Clubs jährlich mehr als 600 Motor-

dabei die im Motorsport einmalige, selbst verwaltete

sport-Veranstaltungen durch. Der DMV ist kompetent

Nachwuchsorganisation - die Motorsportjugend (MSJ)

der mitgliederstärkste, ausschließlich auf Motorsport

dert deshalb die Gesamtpalette dieser faszinierenden

in allen Gremien des nationalen Spitzenverbandes

im DMV. Durch Schulungen und Förderungen soll es

DMSB, wie auch in den Gremien der Welt-Motorsport-

jungen und talentierten Motorsportlern ermöglicht wer-

Der Deutsche Motorsport Verband ist Trägerverein des


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Offizielle Förderer des Deutschen Motorsport Verbandes

Weitere DMV-Firmenmitglieder ■ Camp Company

■ KSN Motorsporthandel, Peter Kaiser, Kerpen

■ Hetschel GmbH & Co. KG, Brackenheim

■ Modena-Race, Wächtersbach

■ HJ S Fahrzeugtechnik

■ Tyczka Flüssiggas

■ Hockenheimring Baden-Württemberg

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INHAlT

NEWS Nachrichten rund um den Motorsport

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6–9

THEMA FOtO: DECK

AUTOMOBILSPORT FOtO: SCHIFFNER

Kart-EM-Qualifikation. DMV-Fahrer ausnahmslos für das EM-Finale qualifiziert. Seite 10

Politik und Motorsport. Gespräch mit Bürgermeister und Vereinsvorsitzendem Bernhard Bessel Seite 12

Speedway-Bundesliga > > > > > > > > > > > > > > > > > > 22 DMV-Sternfahrt nach Krems > > > > > > > > > > > > > 23 DMV-Kinzigtal-Motocross Aufenau > > > > > > > 24-25 trial-DM in Großheubach > > > > > > > > > > > > > > > > 26 Motorrad-Biathlon > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > 26 Unfallrisiken für Biker > > > > > > > > > > > > > > > > 27-28

DMV INSIDE DMV-Mitarbeiterin Sylvia Stock > > > > > > > > > > > > 28 DMV-Online-Shop > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > 29

SERVICE FOtO: BERRANG

Mentales training IV > > > > > > > > > > > > > > > > > 30-31 Service Recht > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > 32

KARTSPORT DMV Kart Championship Kerpen

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33-36

DMV Touring Car Championship. TCC gibt Vollgas in Hockenheim und auf dem Nürburgring. Seite 15

MSJ im DMV

Titelbild:

Pocket-Bike-Europameisterschaft in Wittgenborn > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > MSJ-Vierrad-Referent Boris Bachmann > > > > > > MSJ-trial-Lehrgang Großheubach > > > > > > > > > > Jugendkart-Slalom > > > > > > > > > > > > > > > > > > > >

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CLUB

Beim Kinzigtal-Motocross im hessischen Aufenau fuhr (und flog) erstmals die MX2-Klasse um den neuen DMV MX2 Pokal. Foto: AXEL KOENIGSBECK

DMV-touring-Car-Championship > > > > > > > > 15–16 DMV Formel Gloria Championship > > > > > > > > > > 17 FunCup > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > 18 thüringen-Rallye 2010 > > > > > > > > > > > > > > > > > 18 DMV-4-Stunden-Rennen Nürburgring > > > > > > > 19 UMC-DMV-Rallye Ulm > > > > > > > > > > > > > > > > > > 20

MOTORRADSPORT

FOtO: KOENIGSBECK

INSIDE

Kart-EM-Qualifikation Wackersdorf > > > > > > 10–11 Politik und Motorsport: Interview Bernhard Bessel > > > > > > > > > > > > 12–14

MSC Werl > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > 40-41 Club-Nachrichten > > > > > > > > > > > > > > > > > > > 42-47 termine > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > > 48-49 Motocross Aufenau. Premiere: DMV MX2 Pokal, Kampf der Seitenwagen um DM-Punkte. Seite 24

VORSCHAU / Impressum

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FOtO: DECK

Auch die Schaltkarts haben bei der WM in Wackersdorf ihren großen Auftritt

„German Open“ bei Kart-WM Der Höhepunkt der Kartsaison steht bevor: Vom 23. bis 25. Juli veranstaltet der Deutsche Motorsport Verband im ProKart Raceland in Wackersdorf den deutschen Lauf der erstmals ausgetragenen CIKJunioren-Weltmeisterschaft U18. Zusätzlich gibt es jetzt noch ein „Schmankerl“ für die deutschen KZ2-Piloten: Im Rahmen der WM wird nun auch noch ein offenes

Rennen für Schaltkarts unter dem titel „German Open“ durchgeführt! In der Klasse stehen nur 34 Startplätze zur Verfügung. Die Nennungen werden nach Nennungseingang bei gleichzeitiger Bezahlung des Nenngeldes entgegengenommen. Kartfahrer der KZ2, die auch einmal WM-Luft schnuppern und sich international präsentieren möchten, können sich auf der Webseite der DMV Kart Championship anmelden.

Fragen beantwortet die Sportabteilung des DMV: tel. 069 6950013 oder 069 69500-11. tS www.dmv-kartchampionship.de

Erfolgreich in der Fremde

Hans-Werner und Christiane Bauss in Frankreich

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Frankreich hat nicht nur den Vorteil, dass es frisches Baguette und leckeren Käse gibt, sondern auch hervorragende Gespanntrial-Veranstaltungen. Das Wermelskirchener Ehepaar Hans-Werner und Christiane Bauss (DMV-team/ MSIG Gressenich) kann in diesem Jahr erstmals die komplette französische Meisterschaft fahren und liegt zur Halbzeit in seiner Klasse auf dem 1. Platz. Im Gesamtklassement bedeutet dies einen hervorragenden 6. Platz unter 24 Gespannteams.

sind bestens organisiert, die Sektionen meistens sehr lang und immer anspruchsvoll. Die Stimmung unter den teilnehmern ist brillant. Zum gemeinsamen Essen am Samstagabend sind immer 50 bis 60 Personen anwesend.“ Mit modifiziertem Fahrwerk traten Bauss/Bauss Anfang April zum ersten Lauf in den Pyrenäen an und landeten auf Anhieb auf Platz 3. Die französischen Konkurrenten staunten und so war nicht nur Spannung in der Meisterschaft, sondern auch der Ergeiz des Ehepaares geweckt.

In Frankreich sind die Starterzahlen erheblich höher und die Sektionen deutlich anspruchsvoller als in Deutschland. Christiane Bauss: „In Frankreich an den Start zu gehen, ist fantastisch. Die Veranstaltungen

Einziger Wermutstropfen sind die bis zu 1 200 Kilometer langen Anreisen, aber die Veranstaltungen entschädigen und außer Baguette und Käse gibt es ja auch edlen Rotwein. HWB


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Historischer 2. Platz für Rainer Kopp In Le Mans fand im April der historisch erste Lauf der Weltmeisterschaft für elektrisch angetriebene Zweiräder in Le Mans (Frankreich) statt. Hinter dem 29-jährigen Italiener thomas Betti errang bei der offiziell betitelten „FIM e-Power International Championship“ der DMVStraßenrennsportreferent und erfolgreiche Seriensportfahrer Rainer Kopp einen hervorragenden 2. Platz. Kopp startete mit seinem DMV Münchs Racing team auf einer auf Elektroantrieb modifizierten Laverda. DMV-Präsident Hans-Robert Kreutz

freute sich besonders darüber: „Ich bin sehr froh, dass sich unser frühes Interesse und unser Engagement für das E-Bike-Projekt seitens des DMV so schnell in einem historischen Ergebnis manifestiert hat. Glückwunsch an Rainer Kopp!“ Die FIM-e-Power-Meisterschaft wird erstmals in diesem Jahr in fünf Rennen in Frankreich, Spanien, Italien und den USA ausgetragen.

dustrie und auch der Forschung für diese im Motorsport revolutionäre neue technik.

Der Motorrad-Weltverband rechnet mit zunehmend großem Interesse seitens der Fahrer, teams, der In-

Weitere Termine: 24.07. Laguna Seca/USA; 11.09. Bol d’Or, Magny Cours/F; 26.09. Imola/I

Walter Schneider verstorben

FOtO: © DIEtER FLEISCHER

Der zweifache Seitenwagenweltmeister Walter Schneider verstarb am 27. März 2010 im Alter von 83 Jahren.

Walter Schneider 1958 beim Internationalen Sachsenring-Rennen

Schneider begann 1949 als „Schmiermaxe" im Gespann des Berliners Kurt Bäch. Ab 1950 ging Schneider mit einem BMW-Gespann und Beifahrer Hans Wahl in der Ausweisklasse an den Start. Ab der Saison 1954, diesmal mit Beifahrer Hans Strauß und auf einem BMW-RS-54-Gespann, startete Schneider in der Weltmeisterschaft und wurde auf Anhieb Vierter

in der Gesamtwertung. Bereits ein Jahr später, immer noch als Privatfahrer unterwegs, fuhren Schneider/Strauß bei der tourist trophy ihren ersten Grand-Prix-Sieg ein. In der Gesamtwertung wurden sie hinter Willi Faust/Karl Remmert Vizeweltmeister. 1956 folgte dann der Wechsel in die BMW-Werksmannschaft und 1958 der erste Weltmeistertitel. Schneider/Strauß gelang es, den WM-titel in der Saison 1959 erfolgreich zu verteidigen. Nach dieser Saison beendeten beide ihre motorsportliche Karriere.

Walter Schneider kehrte kurz darauf wieder in den Rennsport zurück, diesmal allerdings auf vier Rädern. Am 14. Juni 1964 verunfallte Schneider bei der tourenwagenEuropameisterschaft schwer. In Führung liegend, beim Bergrennen am Mount Ventoux in Frankreich, stürzte Schneider mit seinem BMW 2000 tilux 200 Meter tief in eine Schlucht. Wie durch ein Wunder überlebte der zweifache Gespannweltmeister den Unfall und beendete daraufhin seine Karriere endgültig. © DIEtER FLEISCHER PRESSE-SERVICE

Gedenken an Jim Clark Am 07. April 1968 verunglückte der zweifache Formel-1-Weltmeister Jim Clark in Hockenheim tödlich.

FOtO: HOFFMAN

Zum Gedenken an diesen Tag legten Vertreter der Hockenheimring GmbH und des Badischen Motorsport Clubs am Gedenkstein ein Blumengebinde nieder. Der Schotte Jim Clark war bei einem Formel-2-Rennen bei der Zufahrt zur ostkurve verunglückt, sein lotus zerschellte und kurz darauf kam schon die Nachricht vom Tode des Sympathieträgers. FRANZ HoFFMANN

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Von links Manfred Nord, Herbert Degenhard, Klaus Schwenninger, Monika Schwenninger, Dr. Karl-Josef Schmidt und Sabine Tesseraux am Gedenkstein für Jim Clark


NEWS

Dr. Gerd Ennser im DMSB-Präsidium Andreas Meyer berufen. In ihren Ämtern bestätigt wurden DMSB-Präsident torsten Johne sowie die Präsidiumsmitglieder Wolfgang Glas (Motorradsport), Dr. Andreas Nowack (Jugendförderung und Breitensport) sowie DMV-Präsident HansRobert Kreutz (Finanzen, Recht und Verwaltung).

Dr. Gerd Ennser

Nach wie vor haben DMV-Clubs die Möglichkeit für ihre Veranstaltungen, Funkgeräte zu speziellen Konditionen vom DMV-Partner Bareither + Raisch zu mieten. Die Auswahl besteht aus Handfunksprechgeräten von Motorola und Kenwood, Fahrzeug-Funkgeräten, einer dazugehörigen Funkzentrale und einem Repeater für die Reichweitenerhöhung. Alle Geräte sind analog und digital erhältlich. Zu den Handfunkgeräten gibt es wahlweise Headsets und tarnsets (Ohrhörer und Mikrofon). Auch die notwendige Frequenzgenehmigung liefert Bareither + Raisch zu speziellen Konditionen mit. Bestellungen und Anfragen über DMV-Konditionen sind möglich bei Bareither + Raisch, tel. 07152 928 90-0, E-Mail info@bara-funk.de und über die Webseite des Unternehmens. tS

FOtO: DMSB

Das neue Präsidiumsmitglied für Automobilsport Dr. Ennser verfügt über breit gefächerte Erfahrungen aus nahezu allen Bereichen des Vierradsports. Neben seinen Aktivitäten als Slalom- und Rallyefahrer (u. a. ONS-Slalom-Pokal-Sieger 1991) ist Dr. Ennser seit über 30 Jahren im Vorstand eines Motorsportclubs

Mietfunkgeräte von Bareither + Raisch

Dr. Gerd Ennser ist neues DMSBPräsidiumsmitglied für den Automobilsport. Der 50-jährige Jurist wurde bei der Mitgliederversammlung 2010 des Deutschen Motor Sport Bundes zum Nachfolger von

Tickets auch an allen bekannten CTS Eventim Vorverkaufsstellen.

www.funkprofi.com tätig und dort in verschiedenen Bereichen der Organisation untern anderem für Kart-, Berg- und Rallyeveranstaltungen zuständig. Seit 2007 ist der verheiratete Vater zweier Kinder permanenter Vorsit-

zender der Sportkommissare bei allen DtM-Läufen und seit Anfang 2010 auch einer der Sportkommissare, die bei Formel-1-Weltmeisterschaftsläufen von der FIA eingesetzt werden.


Kart-Europameisterschaft – Qualifikation Wackersdorf

DMV-Piloten trotzten dem Obwohl Petrus nicht mitfuhr, ein voller Erfolg für den DMV und die DMV-Fahrer: Alle Piloten des Team DMV qualifizierten sich im ProKart Raceland in Wackersdorf für das EM-Finale in Belgien. it den Qualifikationsläufen für die Kart-Europameisterschaft am ersten Maiwochenende auf der ProKart-RacelandKartbahn in Wackersdorf hatte der DMV als Veranstalter die erste ganz große organisatorische Aufgabe im Kartsport in der Saison 2010 zu stemmen (die zweite ist am gleichen Ort die U18Weltmeisterschaft vom 23. bis 25. Juli).

FOtO: DECK

M

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123 Fahrer und 140 Helfer. Nicht weniger als 70 Helfer und Funktionäre aus ganz Deutschland brachte der Verband zum Einsatz. Streckenbetreiber Stephan Fritsch stellte noch einmal 70 Personen! 142 Fahrer hatten genannt, 123 waren letztendlich anwesend. Die deutschen Fahrer zeigten eine besonders gute Performance. 16 der 30 deutschen teilnehmer der Klasse KF2 konnten sich am Samstag

Rutschpartie: Extreme Bedingungen beim Finale der KF3


THEMA

FOtO: WEICHERt

Logistisches Großprojekt: Der veranstaltende DMV musste alle Reifen und Tanks verwahren und beaufsichtigen

auf der 1275 Meter langen Strecke in den Vorläufen für die Finals am Sonntag qualifizieren. Unter die ersten zehn schafften es mit Patrick Kappis, Hendrik Grapp und Paul-tobias Winkler gleich drei Piloten aus dem team DMV. Der beste deutsche Fahrer, Marvin Kirchhöfer (DPRacing), startete am Sonntag von Platz 3, hinter den beiden Italienern Ignazio D’ Agosta (tonyKart) und Karol Basz (Birel Motorsport) in das Prefinale. Das Regenwetter machte es den Fahrern besonders schwierig, ihre Karts auf der Strecke zu halten. Marvin Kirchhöfer aus Leipzig kam mit diesen schwierigen Bedingungen am besten zurecht und gewann den Prefinallauf. Den zweiten Sieg fuhr Patrick Kappis vom team DMV Solgat ein, womit er den deutschen Doppelsieg perfekt machte. Somit gewannen ausschließlich deutsche Fahrer die EM-Qualifikation in der Klasse KF2 und nicht weniger als 16 deutsche Fahrer gehen bei der EM in Genk in Belgien an den Start. Rutschpartie für KF3. Die 34 Piloten der Klasse KF3 hatten am Sonntagvormittag die letzten Vorläufe absolviert, bei denen vier deutsche Piloten unter die ersten zehn fahren konnten. Auf die 30 besten Fahrer der Finalläufe wartete das ticket zur EM. Daher ging es im Finale noch einmal um alles. Der Regen nahm auch am Nachmittag nicht ab und machte die Finalläufe zu einer reinen Rutschpartie. Die Junioren kämpften hart und am Ende gewann der Österreicher Lucas Auer, dicht gefolgt von A. Fuoco Speedy, der trotz anfänglicher Führung auf Platz 2 zurückfiel. Auf Platz 3 kam Damiano Fioravanti (Morsicani Racing). Der beste deutsche Fahrer, Luca Caspari (Energy Corse), ergatterte sich den 10. Platz. In der Gesamtwertung gewann Damiano Fioravanti vor Auer und Speedy. Bester Deutscher wurde auf Platz 8 Marek Böckmann. Er qualifizierte sich mit sieben weiteren Landsleuten für Genk, wo die Qualifizierten auf die Sieger und Platzierten der Regionen Nord und West treffen werden. tS/CD/MW

FOtO: DECK

Wettergott

FOtO: DECK

Triumph: Alle DMV-Fahrer (vorn) qualifizierten sich für das EM-Finale

Alle DMV-Fahrer fahren nach Belgien! Riesenerfolg für das DMV-Kart-EM-Team: Bei der auf dem ProKart Raceland veranstalteten CIK/FIA-EM-Qualifikation der Klassen KF3 und KF2 konnten sich die vom DMV geförderten Top-Piloten aus den Deutschen Meisterschaften im vordersten Teilnehmerfeld platzieren. Nachdem zwei Fahrer des von DMVSportpräsident Manfred Schulte gecoachten Teams aus Krankheitsgründen die Teilnahme absagen mussten, lag es in der Klasse KF3 an Dominik Hofheinz (DMV-Team Ebert Motorsport) sowie in der Klasse KF2 an Patrick Kappis (DMV-Team Solgat), Paul Tobias Winkler, Hendrik Grapp und Lukas Zuber (alle DMV-Team KSM), die DMV-Fahnen hochzuhalten. Sämtliche Fahrer konnten ihrer Nominierung gerecht werden und qualifizierten sich für das EM-Finale in Genk/Belgien. Für den größten Teamerfolg der letzten Jahre sorgte der Birel/TM-Pilot Patrick Kappis vom DMV-Team Solgat. Nachdem er alle vier Heats am Samstag unter den Top 5 beendete, konnte Kappis das erste Finalrennen aus der zweiten Startreihe angehen. Unter widrigsten Witterungsbedingungen übernahm er nach wenigen Runden die Führung. Dann kostete Kappis ein kleiner Fahrfehler die Führung und er beendete den ersten Lauf als Vierter. Sintflutartiger Regen. Das Finalrennen war an Dramatik nicht zu überbieten. Sintflutartiger Regen forderte den 34 Piloten und ihrem Material alles ab. Patrick Kappis konnte souverän und abgeklärt nach acht Runden die Führung übernehmen, diese kontinuierlich ausbauen und seinem größten Erfolg gegen europäische und deutsche Konkurrenz entgegenfahren. In der Addition beider Läufe durfte der seit einigen Jahren vom DMV unterstützte Fahrer auf dem Siegerpodest den verdienten Pokal für den 2. Gesamtplatz entgegennehmen. MS/TS www.dmv-motorsport.de

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Motorsport im politischen Umfeld

„Das Beste ist persönlicher Kontakt“ Bernhard Bessel ist seit 17 Jahren Bürgermeister und seit 30 Jahren 1. Vorsitzender eines Motorsportclubs im DMV. Kaum einer kennt beide Bereiche, Motorsport und Kommunalpolitik, so gut wie er. DMV INSIDE fragte nach. „Politiker bekennen sich nur dort nicht zum Motorsport, wo er einen schlechten Ruf hat.“

Herr Bessel, wen gab es zuerst, den 1. Vorsitzenden oder den Bürgermeister? BERNHARD BESSEL: Als ich im Jahr 1979 Vorsitzender im Verein wurde, habe ich an den Bürgermeister überhaupt noch nicht gedacht.

BESSEL: Am Anfang meiner Amtszeit wurde hin und wieder versucht, einen Interessenskonflikt aufzubauen. Als aber bemerkt wurde, dass unser Verein in der Gemeinde in keiner Weise bevorzugt wird, im Gegenteil bezüglich der Vergabe von Zuschüssen sogar benachteiligt wird, hat man schnell gesehen, dass Bernhard Bessel strikt trennt zwischen Bürgermeisteramt und seiner ehrenamtlichen tätigkeit im Motorsportclub. Der Motorsportclub wird benachteiligt? BESSEL: Die Gemeinde Hainburg legt größten Wert auf die Förderung ihrer Vereine in jeglicher Hinsicht – ideell wie materiell. Unsere Förderrichtlinien bauen auf die Anzahl der Mitglieder im Verein und im Schwerpunkt auf die Frage, was macht der Verein in punkto Jugendarbeit. Hier wird der MSC behandelt wie jeder andere Verein. Darüber hinaus haben wir in Hainburg die Besonderheit, dass Investitionen, die ein Verein vornimmt, mit 40 Prozent gefördert werden. Und hier hat der Motorsportclub, mit ein, zwei Ausnahmen, bei Investitionen keine Fördergelder beantragt, da der Club durch seine Veranstaltungen so viel erwirtschaftete, dass er sich selbst helfen konnte. Welche Register kann ein Motorsportclub ziehen, um auf kommunaler Ebene an Unterstützung, sei es ideell oder finanziell, heranzukommen? BESSEL: Es kommt darauf an, wie in einer Kommune die Förderrichtlinien für Vereine aussehen. Das heißt, erst einmal sollte man sich diese Richtlinien besorgen. Wir fördern hier nach Anzahl der Mitglie-

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FOtO: SCHIFFNER

Gab es von dem Tag an, als Sie beide Ämter hatten, keine Interessenskonflikte, oder hat man versucht, Ihnen welche zu unterstellen?

der und dann auch nach Engagement des Vereins in der Jugendarbeit. Ein Club sollte mit seinem Vorsitzenden bei den verantwortlichen Kommunalpolitikern deutlich machen, wie wichtig Vereine in der heutigen Zeit sind. Meiner Meinung sind Vereine heute wichtiger als in der Vergangenheit. Wir können auf vielen Gebieten nachweisen, dass eine gute Vereinsarbeit dem sozialen Miteinander einen großen Nutzen bringt. Als Beispiel: In den Kriminalitätsstatistiken liegen wir in Hainburg im Landkreis Offenbach seit Jahrzehnten in der Kriminalitätshäufigkeit ganz weit unten. Die Vertreter der Polizei sagen uns, es liegt vor allem auch daran, weil in Hainburg eine solch gute Vereinsarbeit gemacht wird und diese von der Kommune unterstützt wird. Je besser Jugendarbeit im Verein funktioniert, desto niedriger die Kriminalitätsrate. Und gerade in Motorsportvereinen gibt es Jugendliche, die bei uns den Zugang finden, aber niemals in einen Gesangs- oder tennisverein gehen würden. Gibt es über die Förderrichtlinien der Kommunen hinaus Möglichkeiten, Hilfe, zum Beispiel bei Veranstaltungen, zu bekommen? BESSEL: Das ist bei uns seit Jahrzehnten so. Bei Veranstaltungen, wo zum Beispiel viele Zuschauer

BERNHARD BESSEl 59 Jahre; Beruf Pädagoge. Der gebürtige Klein-Krotzenburger ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 1. März 1993 Bürgermeister der Großgemeinde Hainburg (bestehend aus den Ortsteilen Hainstadt und Klein-Krotzenburg) mit 15.500 Einwohnern im Landkreis Offenbach. Seit 1993 zwei Wiederwahlen, im September 2010 will sich Bessel (CDU) zu einer letzten Amtsperiode zur Wahl stellen. Seit 31 Jahren ist Bessel ununterbrochen 1. Vorsitzender des MSC Klein-Krotzenburg. Der Motorsportclub im DMV richtet neben zahlreichen anderen Veranstaltungen seit 50 Jahren alljährlich am ersten Wochenende im September ein prestigeträchtiges, internationales Grasbahnrennen mit durchschnittlich 4 000 bis 6 000 Besuchern aus.


Deutscher Motorsport Verband e.V.

Wir machen das Rennen!

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und wöchentlich trial-training machen, aber die lauten Crossmaschinen haben wir aus dem Programm rausgenommen. Seither gibt es, auch mit benachbarten Vereinen keine Probleme mehr – weil wir uns abgesprochen haben. Man sollte versuchen, es gar nicht erst bis zu Klagen kommen zu lassen. Wenn irgendeine Beschwerde aufkommt, versuchen wir sofort in Gesprächen, das Problem aus der Welt zu schaffen. Geben Sie den aktiven DMV-Vereinen und Mitgliedern einen Tipp: Was kann man tun, um sich die politischen Entscheidungsträger vor Ort motorsport-politisch gewogen zu halten. Ein Politiker, der sich zum Motorsport bekennt, macht sich doch meist unpopulär. Das Vorstandsteam des MSC KleinKrotzenburg, Bernhard Bessel Zweiter von links

von auswärts kommen, hilft die Kommune mit. Da werden Straßen, Parkplätze, Zugänge ausgeschildert und vieles mehr. Ein Sprichwort sagt „Der Ton macht die Musik“. Wie sieht der Umgang mit der Kommunalpolitik idealerweise aus, um ein bestmögliches Miteinander zu erreichen? BESSEL: Das Beste ist immer der persönliche Kontakt. Noch besser ist es, wenn der Vorstand oder zumindest wichtige Vereinsmitglieder eingebunden sind in der Kommunalpolitik. Dann kann dem Club eigentlich nicht viel Schlechtes passieren. In unserer Gemeindevertretung mit 37 Vertretern sind weit mehr als zwei Drittel ehrenamtlich in Vereinen tätig. Wenn die Vorsitzenden der Vereinsringe in die Kommunalpolitik eingebunden sind, dann sind die Probleme der Vereine auch in der Kommunalpolitik bekannt. Und dann wird in der Regel mitgetragen, was ein Bürgermeister zur Problemlösung vorschlägt. Motorsport steht immer noch in der Schusslinie von Umweltschützern und Umweltschutzverbänden. Was kann man tun, um sich langfristig vor Attacken, Beschwerden oder gar Klagen zu schützen? BESSEL: Konflikte kann es geben, wenn Motorsport auf Flächen betrieben wird, wo er mit Landschaftsoder Naturschutz in Berührung kommt. Es gibt keine allgemeine Antwort darauf. Man muss hier von Fall zu Fall abwägen, wie man mit den Ansprechpartnern aus den Naturschutzbehörden ein gutes Miteinander organisieren kann. Ein anderer Konflikt wäre, wenn, wie es bei uns war, junge Leute auf unserem Gelände regelmäßig Motocross trainieren wollten. Hier kam es zu Konflikten mit Anwohnern wegen der Lärmbelästigung. Wir haben dann die Regelung getroffen, dass wir einmal im Jahr unsere Grasbahnveranstaltung durchführen

14 DMV INSIDE 3I2010

BESSEL: Das heißt dann aber, dass dort der Motorsport einen schlechten Ruf genießt. Bei uns ist das nicht der Fall. Bei uns macht der Motorsportclub seit Jahrzehnten auch immer wieder Dinge, die nicht zum Motorsport gehören. Zum Beispiel fahren wir seit über 40 Jahren ältere Leute zu Seniorenveranstaltungen und andere Dinge mehr. Soziales Engagement, die Jugendarbeit, verbunden mit einer guten Öffentlichkeitsarbeit, verschaffen dem Motorsport einen guten Ruf. Unsere Jugendlichen aus der trialgruppe zum Beispiel sind mit 16 oder 18 im Straßenverkehr viel sicherer als andere. Das muss man aber der Öffentlichkeit auch mit entsprechender Pressearbeit rüberbringen. Das Beste, bei allem was man tut, ist der gute Kontakt. Und, wenn es etwas zu regeln gibt, dann ist es meist nicht förderlich, viele Briefe zu schreiben. Besser ist, das Gespräch zu suchen, ein gutes Verhältnis zu den Entscheidungsträgern zu haben und mitzumachen. Letzte, persönliche Frage: Wie lange bleibt Bernhard Bessel noch Bügermeister und wie lange MSC-Chef? BESSEL: Solange es meine Gesundheit zulässt und ich gewählt werde, bin ich noch einige Jahre Bürgermeister. Und solange die Mitglieder des Motorsportclubs mich auch haben wollen, bin ich wahrscheinlich auch noch einige Jahre Vorsitzender beim MSC Klein-Krotzenburg. tHOMAS SCHIFFNER www.msc-klein-krotzenburg.de www.hainburg.de


AuToMoBIlSPoRT

Start in Hockenheim: Kamms DTM-Audi (66) schon knapp vor Kiersdorfs Porsche 997 (7)

DMV Touring Car Championship Hockenheim und Nürburgring

Fest in Schweizer Hand FOtO: BERRANG

ie DMV touring Car Championship 2010 bleibt weiter auf der Erfolgsspur. Sowohl beim Auftaktrennen in Hockenheim als auch beim zweiten Event auf dem Nürburgring vermeldete Promoter Gerd Hoffmann jeweils ein „volles Haus“. Bei der ersten Doppel-Veranstaltung im Badischen wurde Edy Kamm in seinem Ex-DtM- Audi seiner Favoritenrolle voll gerecht. Der Schweizer fuhr in beiden Läufen auf und davon. Albert Kierdorf (Porsche 997 RSR) und Heinz-Bert Wolters (Porsche 997 Gt3 Cup) vervollständigten jeweils die topdrei.

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Reifen geföhnt. Kamm kämpfte im ersten Lauf mit seinen Reifen: „Für den zweiten Lauf haben wir sie gereinigt und geföhnt, da liefen sie anstandslos.“ Kierdorf hatte gegen Kamm an diesem tag keine Chance gehabt: „Die einzige Kurve, wo ich etwas aufhole, ist das Eck vor der Mercedes-tribüne, sonst war der Edy einfach schneller.“ Für Spannung war stattdessen in den Klassen gesorgt. Insbesondere der Kampf zwischen Jürg Aeberhard und dem Routinier Martin Dechent (beide im Porsche-997Cup) sorgte für viel Action. Der Youngster behielt jeweils die Nase vorn und fuhr zwei wichtige Klassensiege ein.

toll war auch das Duell zwischen Frank Schreiner (Porsche-996-Gt3-Cup) und Jim Gebhardt im KtM X-BOW Gt. Im ersten Heat geriet Gebhardt eingangs des Motodroms ins Kiesbett und musste Schreiner den Sieg überlassen. Im zweiten Lauf hatte dann der KtM-Pilot das bessere Ende und gewann. Der amtierende Meister Hans-Christian Zink (BMW M3) gewann den ersten Lauf. Sein Bruder Udo, ebenfalls in einem BMW M3, triumphierte im zweiten Heat.

Nürburgring: Eidgenossen-Duell fortgesetzt Bei der zweiten Veranstaltung auf dem Nürburgring sollte es der topfavorit Edy Kamm nicht mehr so

Wunderschön: Die Dodge Comp. Viper von Edwin Stucky

FOtO: BERRANG

Bei den ersten beiden Läufen in Hockenheim und auf dem Nürburgring wurde die Erfolgsstory fortgesetzt. Und die schweizerische Dominanz blieb erhalten.


FOtO: BERRANG

leicht haben, denn erstmals trat Jürg Aeberhard mit seinem ganz neu aufgebauten Porsche 993 Gt2 an. Im ersten Heat hatte zunächst Aeberhard in seinem Porsche die Nase vorne. Rundenlang wehrte er alle Angriffe von Kamm erfolgreich ab. Dabei ruinierte er sich allerdings seine Reifen und der Audi-Pilot konnte wenige Runden vor dem Ende doch noch die Führung übernehmen. Dritter hinter den beiden Eidgenossen wurde Kierdorf.

Auf dem Ring unschlagbar: Jürg Aeberhard mit dem neuen Porsche 993 GT2

Applaus: Hockenheim-Sieger v.l. Kierdorf, Kamm und Wolters, Promoter Gerd Hofmann (links) ist beeindruckt

Zwei Starts, zwei Siege in Hockenheim für den Schweizer Edy Kamm im DTM-Audi

16 DMV INSIDE 3I2010

Hans-Christian Zink hielt sich am Ring schadlos. Er gewann beide Durchgänge seiner Klasse. Makellos auch die Bilanz von Markus Huggler: Der Eidgenosse hatte mit seinem toyota Corolla alle vier Rennen in der Zweiliter-Klasse dominiert. Aeberhard führt nach seinem vierten Klassensieg das Klassement an. Es folgen Albert Kierdorf und Martin Dechent. MARtIN BERRANG www.uhsport.de

FOtO: BERRANG

FOtO: BERRANG

Fulminanter Start. Im zweiten Lauf überrumpelte Michael Funke in einem BMW M3 GtR V8 alle mit einem fulminanten Start. Der eine oder andere Mitstreiter sah zwar einen Frühstart, doch die Rennleitung war anderer Ansicht. Wenige Runden hielt sich Funke in seinem leitungsmäßig schwächeren BMW vorne, dann wurde er aber nach hinten gereicht und schließlich Fünfter. Es siegte Kamm vor Aeberhard, wiederum Kierdorf und Jens Hochköpper (Porsche 993 Gt2). Aeberhard war von dem Blitzstart völlig überrumpelt worden und fand keinen Rhythmus. Erst im letzten Drittel begann er mit seinen Angriffen auf Kamm, der das bestätigte: „Am Schluss musste ich richtig kämpfen.“


AuToMoBIlSPoRT

FOtO: WEICHERt

DMV Formel Gloria Championship - Nürburgring

Glorioser Auftakt am Ring Das kleine, aber ausgeglichene Feld der Formel Gloria zeigte bei der Premiere am Nürburgring, dass es in der Nachwuchsserie auf das Fahrkönnen ankommt. Lange mussten die Fahrer darauf warten, doch am ersten Maiwochenende war es endlich soweit: Das Auftaktrennen zur DMV Formel Gloria Championship fand am Nürburgring statt. Die neue MonopostoNachwuchsserie des DMV geht in dieser Saison in Kooperation mit der Formel Lista und der Interserie an den Start. Zwölf Rennen auf fünf verschiedenen Strecken in Deutschland, Italien und Frankreich warten auf die Piloten. Mit fünf Fahrern aus Italien und aus Deutschland war das Feld auf der Rennstrecke in der Eifel besetzt und die Fahrer verlangten ihren C8F-Formel-Fahrzeugen alles ab. Bei besten Wetter- und Streckenbedingungen gingen die Fahrer am Samstag in das Qualifying, bei dem sich ganz klar ein Favorit herauskristallisierte. Giulio Glorioso, der Sohn des Fahrzeugherstellers, fuhr mit 2:04,0 Bestzeit und durfte im ersten Rennen am Samstag von der Poleposition starten. Zweiter wurde Francesco Frisone. Die deutschen Fahrer folgten mit Andreas Stamann auf Position 3, Ole Holzkamm auf Platz 4 und Benjamin Kutzera auf Position 5. Positionswechsel en masse. Nach einem sehr guten Start zum ersten Rennen setzte sich gleich Glorioso an die Spitze des Feldes und konnte diese bis ins Ziel halten. Was aber auf den nachfolgenden Positionen im Rennen geschah, war an Spannung kaum zu überbieten – ständige Positionswechsel von der ersten bis zur letzten Runde. Das war Motorsport der Extraklasse. Der Zieleinlauf hinter dem überlegenen Giulio Glorioso hieß am Ende des Rennens Zweiter Frisone, dahinter Kutzera, Stamann und Holzkamm. Alle blieben innerhalb einer Sekunde. Dies unterstrich eindrucksvoll, dass die Fahrzeuge

auf gleichem Niveau sind und dass es in der Formel Gloria wirklich auf das Fahrtalent ankommt. Am Sonntag sollten die Karten dann aber neu gemischt werden. Nicht nur das Wetter hatte sich auf Regen umgestellt, sondern die teams hatten auch ihre Hausaufgaben gemacht. So sah es im zweiten Qualifying schon anders aus. Hervorragende Leistungen des team Holzkamm brachten ihren Piloten auf Startplatz 2 und verwiesen Vortagessieger Glorioso auf P 3. Auf den vierten Startplatz kam Andreas Stamann vor Benjamin Kutzera. Der Zweitplatzierte Francesco Frisone stand in diesem Rennen auf Pole. Nasse Stellen gesucht. 15 Minuten vor dem Start des zweiten Rennens kam es zu einem starken Wolkenbruch, sodass alle Fahrer auf Regenreifen umrüsten mussten. Fünf Minuten nach dem Start zeigte sich dann die Sonne und somit war die große Reifenschlacht eröffnet – ein Wechsel auf Slicks war nun nicht mehr möglich. Die Strecke trocknete in nur wenigen Runden ab, sodass die Fahrer die nassen Stellen auf der Strecke suchten, um ihre Reifen zu schonen. Frisone machte alles richtig und konnte einen klaren Start-Ziel-Sieg einfahren, gefolgt von Holzkamm. Glorioso, der sich in der vierten Runde in der Dunlopkurve gedreht hatte, konnte sich wieder auf den 3. Platz vorarbeiten. Andreas Stamann wurde Vierter vor Benjamin Kutzera. Die nächsten beiden Rennen der Formel Gloria steigen vom 18. bis 20. Juni auf dem Lausitzring. FRANK HIRSCH www.formelgloria.com


FunCup – Trophée de Bourgogne in Dijon/F

Aus eins mach zwei Mehr als 100 Teilnehmer in Dijon zwangen die Organisatoren zur Teilung des Rennens zum FunCup.

uf der Rennstrecke in Dijon in Frankreich fand der zweite Lauf zum FunCup 2010 statt. Mit von der Partie waren die nationalen Champions aus Belgien, Frankreich, Italien und aus Deutschland. Aufgrund der sich daraus ergebenden extrem hohen Starterzahlen entschieden sich die Veranstalter, zwei Rennen mit sechs und acht Stunden Dauer durchzuführen.

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So starteten die 50 angereisten belgischen teilnehmer ihr Rennen am Samstag. Weitere 63 Fahrzeuge aus Frankreich, Italien und Deutschland nahmen am Sonntag eine achtstündige Renndistanz in Angriff. Aus deutscher Sicht erfolgreich war das team der „Kartschule“ mit Stefan Heinrich, Ernst Brunner, Stefan Nägler und Julia trampert. Sie erreichten das Ziel auf einem hervorragenden 20. Gesamtrang und gewannen damit die Wertung der Benzin-Fahrzeuge. Den Gesamtsieg holte sich die Equipe des französischen teams Evoracing.

FOtO: DAUtREMONt

Der nächste Lauf zum FunCup findet am 5. und 6. Juni auf der Rennstrecke im belgischen Spa-Francorchamps mit einem 6-StundenRennen statt. SEBAStIAN GEIPEL “Die Kartschule“ mit Stefan Heinrich, Ernst Brunner, Stefan Nägler und Julia Trampert war im „Käfer“ gut dabei

www.funcup.eu

Thüringen–Rallye 2010

Die 49. Auflage der Thüringen-Rallye verspricht drei Tage packenden Motorsport. Auch, aber nicht nur, mit den spektakulären World Rally Cars. er Countdown zur 49. Ausgabe der Sparkassen-DMVthüringen-Rallye 2010 läuft: Um erneut die spektakulären World Rally Cars, die besten Fahrer der Deutschen Rallye-Serie, sonniges Wetter und eine Großzahl an Zuschauern für sich zu gewinnen, hält der veranstaltende Motorsportclub Pößneck an seinem Rallyetermin im Juni fest – so werden vom 17. bis 19. Juni 2010 wieder schnelle, bunte Rallye-Fahrzeuge im Saale-Orla-Kreis zu sehen sein.

FOtO: GÄBLER

Neu, spannender, besser

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Internationale Trabant-Rallye-Meisterschaft. Besonders freuen sich die Organisatoren, erneut die internationalen Starter der „Euro Rally Challenge“ (ERC) in Pößneck begrüßen zu dürfen. Der holländische Vorjahressieger Erik Wevers, 2010 auf einem toyota Corolla WRC unterwegs, dürfte alles daransetzen, seinen Sieg zu wiederholen. Doch auch die zwei deutschen teams um Marcus Hesse und Janina Depping sowie der Niederländer Jan van der Marel im Porsche 911 Gt3 stehen bereits in den Startlöchern. Auch die Deutsche Rallye-Serie (DRS) macht in diesem Jahr erneut Station bei der thüringen-Rallye. 13 teams haben sich bis dato eingeschrieben. Weitere altbekannte Prädikate, die in der thüringen-Rallye ausgeschrieben wurden, sind die ADMV- und die thüringer Rallye-Meisterschaft. Für einigen Spaß unter den Zuschauern wird die neu hinzugekommene Internationale trabantRallye-Meisterschaft sorgen. Shakedown auf neuer Strecke. Um all diesen unterschiedlichsten Rallye-Piloten eine attraktive Veranstaltung bieten zu können, hat sich der MSC Pößneck einiges einfallen lassen und setzt dabei auf

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spannende Neuerungen als auch auf lieb gewonnene traditionen: Am Donnerstagabend findet zum Auftakt der Shakedown mit neuer Streckenführung statt. Auf einer Distanz von mehr als fünf Kilometern kann so mancher Rallye-Fan bei einer Mitfahrt Motorsport-Feeling bei den testfahrten der teams hautnah miterleben. Erstmals wird dann am Freitagabend um 20:00 Uhr eine Start-Ziel-Wertungsprüfung, mit einer Länge von mehr als 17 Kilometern, noch vor dem traditionellen Pößnecker Stadtrundkurs mit Feuerwerk gefahren, der erst gegen 22:00 Uhr unter die Räder genommen wird. Wegen umfangreicher Straßenbaumaßnahmen im Saale-Orla-Kreis musste der Veranstalter am Rennsamstag auf zwei neue Wertungsprüfungen ausweichen, darunter ein Rundkurs mit einer kräftezehrenden Länge von 23 Kilometern. Insgesamt werden die teams 134 selektive und schnelle WP-Kilometer im Renntempo zurücklegen, mit einem Anteil von 99 Prozent Asphalt und erstmals wieder einem Prozent Schotter. Ein Festzelt wird für das gesamte Wochenende im Servicepark im Lutschgenpark in Pößneck für Verpflegung und Unterhaltung bei Zuschauern und Rallye-teams, nicht nur während der Siegerehrung, sorgen. Auch in diesem Jahr ist der ticket-Vorverkauf über das Internet möglich. JENNY GÄBLER www.thueringen-rallye.com


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DMV-4-Stunden-Rennen Nürburgring

Aufwand wurde belohnt Mehr als 200 Fahrzeuge beim zweiten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife belohnten den Organisationsaufwand der RG Düren. ünktlich um 12 Uhr setzten sich 201 Fahrzeuge beim 35. DMV-4-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring in Bewegung. Für Organisationsleiter Robert Rust und Rennleiter Bernd Burkhardt mit ihrem team von der Renngemeinschaft Düren im DMV zum ersten Mal seit langem eine Gelegenheit durchzuatmen. Mehr als sechs Wochen harter Vorbereitung lagen hinter den Mitgliedern des Motorsportvereins aus der Region Düren-Jülich. Einen Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, der populärsten Breitensportserie Europas, auszurichten, ist keine leichte Aufgabe und erfordert ein hohes Maß an Professionalität. Seit Mai 2008 bekleidet Robert Rust auch das Amt des VLN-Geschäftsführers. Dennoch lässt er es sich bei seiner eigenen Veranstaltung nicht nehmen, weitere leitende Positionen zu verantworten. „Für mich ist es wichtig, auch weiterhin als Organisationsleiter und Rennsekretär bei der Veranstaltung der Renngemeinschaft Düren aktiv zu sein“, sagt Rust. „So behalte ich stets im Auge, was die neun weiteren Veranstalter der VLN leisten, kenne ihre Sorgen und Nöte.“ Rusts Aufgabe als Organisationsleiter beginnt mit der personellen Einteilung der unterschiedlichen Helferfunktionen. Zum Glück sind die Hauptakteure Rust und Burkhardt sowie die übrigen Clubmitglieder aus dem Voreifelraum ein eingespieltes team, so dass sich viele Aufgaben wie selbstverständlich erledigen. Denken wie ein Dienstleister. Am Donnerstag vor dem Rennen war ein Großteil der Organisation der RG Düren bereits vor Ort. Im Endspurt gilt es am Nürburgring alle Wege zu ebnen und spontan auftretende Probleme oder Unwägbarkeiten auf dem kurzen Dienstweg schnell zu lösen. „An der Rennstrecke stehen wir stets im direkten Kontakt mit unseren Kunden, den teilnehmern“, so Rust. „Hier müssen wir wie Dienstleister denken und ihnen einen bestmöglichen Service bieten.“ Das Rennen bog auf die Zielgerade ein, als Rust sein Resümee zog: „Fantastisch – trotz Krise sind mehr als 200 Fahrzeuge ins Rennen gegangen. Das Wetter hat uns und die vielen Fans rund um die Nordschleife nicht im Stich gelassen. Alle Clubmitglieder waren motiviert und haben eine bravouröse Organisationsleistung vollbracht. Wie in jedem Jahr gab es eine Reihe von Unfällen im Rennen. Zum Glück waren dabei keine Personenschäden zu bekla-

FOtO: BRUCKE / VLN

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gen. Eine tolle Veranstaltung, an die wir noch lange denken werden.“ Zumindest bis zum Frühjahr 2011, denn dann starten die Vorbereitungen für ein hoffentlich ebenso erfolgreiches 36. DMV-4Stunden-Rennen Nürburgring. PAtRIK KOZIOLEK

Zweifacher VLN-Sieger 2010: Der Porsche 911 mit Marcel Tiemann, Timo Bernhard und Romain Dumas

www.rg-dueren.de

tragischer Unfall bei drittem Lauf Beim DMV-4-Stunden-Rennen der RG Düren setzte sich zum zweiten Mal in Folge in diesem Jahr das erfahrenste teams der VLN-Langstreckenmeisterschaft-Nürburgring durch: Marcel tiemann (Monaco), timo Bernhard (Dittweiler) und Romain Dumas (Frankreich) überquerten im Porsche 911 Gt3 R von Manthey-Racing nach 28 Runden (4:04:57,995 Stunden) als Sieger die Ziellinie. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Audi R8 LMS von Phoenix-Racing, mit den Fahrern Frank Stippler (Bad Münstereifel), Marcel Fässler (Schweiz) und Mike Rockenfeller (Österreich), betrug 1:07,364 Minuten. Nur 1,758 Sekunden später wurde Jörg Bergmeister (Langenfeld) abgewinkt. Zusammen mit Wolf Henzler (Nürtingen) feierte er so einen historischen Erfolg, die erste Podiumsplatzierung des Hybrid-betriebenen Porsche 911 Gt3 R. Bei frühlingshaften Witterungsbedingungen rund um die 24,369 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring-Kurzanbindung und Nordschleife sahen 142 der 200 gestarteten teams die Zielflagge. Nur 14 tage später wurde der dritte Lauf auf dem „Ring“ von einem tragischen Unglück überschattet: Beim 52. ADAC-ACAS-H&R-Cup am 24. April kam im Streckenabschnitt Bergwerk bei einem Unfall der 43-jährige Leo Löwenstein aus Laudenbach ums Leben. Das Rennen wurde sofort nach dem Unfall mit roter Flagge abgewinkt und nicht mehr gestartet. www.vln.de


Uwe Nittel und Hanspeter Brömmer waren bei der 11. Rallye des UMC Ulm eine Klasse für sich. Viel Lob für Organisation und Streckenführung.

vor eine unvorhersehbare Aufgabe. Die an jeder Wertungsprüfung notwendige Feuerwehr wurde zu diesem Verkehrsunfall delegiert und so musste der Rallyeleiter die Wertungsprüfung neutralisieren. Für den weiteren Veranstaltungsverlauf auf diesem Abschnitt übernahm die Feuerwehr Erbach die Aufgabe bis zum Eintreffen der Kameraden.

11. UMC-DMV-Rallye Ulm

Vizeweltmeister siegen bei UMC-Rallye ünktlich zum Start in die Saison 2010 zeigte sich die Sonne und lockte zahlreiche Zuschauer an die Wertungsprüfungen nach Beiningen, Pappelau, Steinenfeld und Einsingen zur 11. nationalen Rallye des Ulmer Motorsport-Club (UMC). Die Streckenführung der „Rallye 200“ des UMC ging über circa 31 Kilometer auf 100 Prozent Festbelag auf gesperrten Straßen. Diese drei Wertungsprüfungen mussten als Rundkurs und Sprintstrecken von den teilnehmenden teams zweimal absolviert werden.

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Feuerwehr musste abrücken. 67 teams aus dem süddeutschen Raum waren am Start, darunter einige Lokalmatadoren aus dem AlbDonau-Kreis. Die eingesetzten Strecken-teams an den Wertungsprüfungen meisterten die Aufgaben perfekt. Ohne Zwischenfälle verlief die komplette Veranstaltung auf den Wertungsprüfungen. Aber gleich zu Beginn stellte ein schwerer Verkehrsunfall auf einer Ortsverbindungsstraße zu einer Rallye-Wertungsprüfung auch die Organisatoren

Uwe Nittel und Hanspeter Brömmer trugen die „1“ auf dem Fricker-Mercedes 190E 2.5-16 zu Recht

20 DMV INSIDE 3I2010

Acht technische Ausfälle waren zu verzeichnen, darunter auch der Lokalmatadoren Roland Zak/Hans Wenger und Dr. Marius Klein, der mit Motorschaden erst gar nicht antreten konnte. Letztlich sahen 57 Fahrzeuge die Zielflagge am Einsinger Rallye-Centrum. Der Gesamtsieg ging an die Startnummer 1, das team von der RallyeInteressengemeinschaft Außernzell, Uwe Nittel und Hanspeter Brömmer, auf dem Fricker-MB 190E 2.5-16. Uwe Nittel, Vizeweltmeister der Gruppe N, war die Favoritenrolle nicht zu nehmen und es war eine Augenweide, ihn fahren zu sehen. Harald Wahl und Hans-Joachim Grimberg (Rt Mögglingen) im Mitsubishi Lancer nahmen den 2. Gesamtrang vor dem team vom HMC Öhringen, Fritz Köhler und Jochen Pracht (BMW M4) ein. Gute Resonanz der Teams. Mit Gesamtrang 10 platzierte sich das UMC-team Uwe Weidl/Klaus Eckert (Audi S2), knapp gefolgt von den UMC-Rookies Ralf Schreiber/Anja Damm (Subaru Impreza) auf Platz 12 und deren Clubkameraden Jochen Baumhauer/Diana Schostal (VW86c) auf dem 13. Platz. Die Resonanz der teams auf die Rallye war sehr gut. Insbesondere gefiel der neue Rundkurs auf der Wertungsprüfung Einsingen teams und Zuschauern gleichermaßen. Diese WP forderte alles ab. Und das traf dann noch besonders die letzen 20 Rallyeteams, darunter die UMC-Rookies, als ein plötzlich einsetzender Wolkenbruch besonderes Geschick und gute Nerven forderte. Rallyeleiter Uli Zorn zeigte sich am Schluss auch rundum zufrieden mit dem Ablauf. MARLENE OCHS www.umc-ulm.de


Der Reifen für die Weltmeister von morgen…

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termine und Ergebnisse

FOtO: SCHIFFNER

Speedway-Bundesliga (bis 13.05.2010)

Christian Hefenbrock führt für Diedenbergen vor René Deddens und Güstrows Daniel Rath

Diedenbergen Rockets – MC Güstrow Brokstedt Wikinger – Landshut Devils MC Nordstern Stralsund – Diedenbergen Rockets Wolfslaker Wölfe – MC Güstrow 22.05. Landshut Devils – MC Nordstern Stralsund 26.06. MC Nordstern Stralsund – Wolfslaker Wölfe 11.07. Brokstedt Wikinger – MC Nordstern Stralsund 25.07. MC Güstrow – Brokstedt Wikinger 31.07. Landshut Devils – Diedenbergen Rockets 07.08. Wolfslaker Wölfe – Brokstedt Wikinger 22.08. Diedenbergen Rockets – Wolfslaker Wölfe 27.08. MC Güstrow – Landshut Devils

Speedway-Bundesliga

*nach Redaktionsschluss

Diedenbergen „up and down“

Tabelle nach 4 von 12 Rennen: 1. Diedenbergen 2 86 2 2. Güstrow 2 84 2 3. Landshut 1 48 2 4. Wolfslake 1 45 2 5. Stralsund 1 40 0 6. Brokstedt 1 39 0

42 : 45 39 : 48 40 : 44 45 : 39 * : : : : : : : :

Mit Höhen und Tiefen begann die SpeedwayBundesliga-Saison für den einzigen DMV-Verein MSC Diedenbergen. ie Speedway-Bundesliga, die seit letztem Jahr im direkten Duell Mannschaft gegen Mannschaft, wie im Fußball, ausgetragen wird, begann 2010 für den hessischen DMV-Verein MSC Diedenbergen mit Höhen und tiefen. Die Saisonpremiere, die schon im März im Rhein-Main-Stadion am Fuße des taunus gefahren wurde, war für die „Raketen“ des Gastgebers jedoch ein – noch dazu völlig unerwarteter – tiefpunkt.

FOtO: GAEDtKE

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Gegen den mecklenburgischen Außenseiter aus Güstrow lief nur bis Lauf 9 (von 14 Rennläufen) alles für die favorisierten Hessen und gegen die scheinbar schwach besetzten Güstrower. Diedenbergen führte mit 31:23. Dann setzte der MC Güstrow seinen überragenden Polen Robert Kosciecha als „Joker“ ein (die erfahrene Punktzahl des Fahrers wird verdoppelt) und Güstrow gewann dieses Heat mit dem höchstmöglichen Ergebnis von 8:1.

ten Hougaard/Jedrzejak für Diedenbergen gegen Ljung/Busch einen erneuten Doppelsieg und die Hessen konnten ihren ersten Saisonsieg 2010 feiern. Dabei hatte der Schwede Peter Ljung die ersten beiden Runden des Laufes noch in Führung gelegen!

Niederlage im letzten Lauf. Dennoch führten die Diedenbergen Rockets weiter bis zum letzten Lauf. Im entscheidenden Finale verhakten sich Diedenbergens Christian Hefenbrock und Güstrows Kevin Wölbert eingangs der ersten Kurve, Hefenbrock kam unter seinem Motorrad zum Liegen und war kurz ohne Bewusstsein. Der Referee ließ alle Fahrer zur Wiederholung zu, aber im Wiederholungslauf gewannen Kosciecha/Wölbert für Güstrow mit 5:1 gegen den angeschlagenen Hefenbrock, während der Pole Patryk Dudek stürzte. Damit musste Diedenbergen ohne einen Matchpunkt die eigene Bahn verlassen.

Entscheidung im Heimmatch. Da auch die anderen Gegner von Diedenbergen, Brokstedt (zuhause gegen Landshut) und Güstrow (in Wolfslake) Punkte liegen ließen, war der zehnfache Deutsche Meister plötzlich wieder im Geschäft: Diedenbergen führt sogar punktgleich mit Landshut, Güstrow und Wolfslake die tabelle an. Entscheidend werden das Auswärtsrennen der Rockets beim Deutschen Meister Landshut und das letzte Heimmatch (22.08.) gegen Wolfslake sein. Die beiden punktbesten teams der Vorrunde bestreiten die Finals Ende September und am 3. Oktober. tHOMAS SCHIFFNER

Sechs Wochen später reisten die Rockets zu ihrem ersten Auswärtsrennen nach Stralsund. Bei dem Liga-Neuling aus Vorpommern traten die Hessen erneut als klarer Favorit an. Aber wieder wurde es ein „Krimi“, der erneut in Heat 14, also in den letzten Sekunden des Renntages, entschieden wurde. Dabei war der MSC Diedenbergen völlig überraschend in Lauf 12 mit einem Doppelsieg von tomasz Jedrzejak/Patrick Hougaard erstmals mit 37:35 in Führung gegangen. Mit einem 4:2 für Stralsund in Heat 13 stellten die Vorpommern den Gleichstand (39:39) wieder her. Im entscheidenden letzten Lauf lande-

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Die Last-Minute-Sieger vom MSC Diedenbergen in Stralsund

www.speedway-bundesliga.de Einen gelungenen Auftakt feierte die neue Rennserie DMV Rundstrecken-Championship Anfang Mai mit einer Doppel-Veranstaltung in der Motorsportarena Oschersleben sowie einen Tag später am Sachsenring. Bei den Premiere-Rennen, die jeweils bei trockenen Bedingungen und angenehmen Temperaturen stattfanden, gab es in allen Klassen hart umkämpfte Rennen.


MoToRRADSPoRT

Internationale DMV-Sternfahrt Krems/A

Sonnenschein gratis Mit einer internationalen Sternfahrt nach Krems in der Wachau startete die DMV-Tourensportabteilung in die neue Saison. ank der hervorragenden Unterstützung durch Helga und Leo Stöckl vom ÖAMtC ZV Krems (Sektion Motorrad) fiel das angebotene Programm sehr umfangreich aus. Und gratis dazu gab es drei tage schönsten Sonnenschein! Nach der Ankunft und Zielkontrolle am Freitag sah man sich im Heurigen Schreiberhaus zum Abendessen und auf einige gute Gläschen Grüner Veltliner, Zweigelt oder anderes. Am Samstag war wieder die Zielkontrolle offen im Clublokal der Kremser Motorsportfreunde beim Camping an der Donau. Zur Zerstreuung gab es eine stark vergünstigte Gelegenheit, die Kulturmeile von Krems in Augenschein zu nehmen, einen Besuch in der Kunsthalle und dem Karikaturenmuseum oder man schlenderte durch die Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten und Shopping-Möglichkeiten.

FOtO: SASS

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men die Siegerehrung vor. Zur Sternfahrt kamen 162 teilnehmer, darunter 26 befreundete Motorradfahrer aus Belgien, Frankreich und tschechien.

Heuriger und Prominenz. Abends war wieder Heuriger angesagt, im Schwaighofer in Mautern, mit guter Winzerjause und einem Gläschen sowie mit musikalischer Umrahmung mit Ziehharmonika. Hier gab es auch die offizielle Begrüßung durch den tourensportreferenten Dieter Sass und eingeladene Ehrengäste. Die Stadt Krems nahm regen Anteil an der Veranstaltung und entsandte am Samstag den Stadtrat Stummer in Vertretung der Bürgermeisterin. Auch kamen der Leiter des Zweigvereins Krems, weitere hohe Vertreter des österreichischen Motorsports, der Referent für Motortouristik und Kommerzialrat Harry tomek aus Wien mit seiner Frau sowie CML-Vizepräsident und Mitglied der OSK Franz Pintarich aus Wien mit seiner Begleitung Uschi Nikl.

www.krems.at … und Kultur in der Wachau

FOtO: SASS

162 Teilnehmer aus vier Ländern. Der Sonntag bot einen vorgeplanten Ausflug mit reservierten Zielen: Besuch der Wallfahrtskirche Maria Dreieichen und Spaziergang zur Graselhöhle im angrenzenden Wald, Mittagessen in Langau, Besichtigung des sehr beeindruckenden Prämonstratenser Chorherrenstift Geras mit Führung, später am Nachmittag ein Besuch im bewirteten Brandlhof (revitalisierter Bauernhof von 1206) und abschließend Einkehr im Strasser Hof. Hier schloss sich auch die am Vortag verhinderte Bürgermeisterin der Stadt Krems und Landtagsabgeordnete Inge Rinke an, plauderte mit Dieter und Ilona Sass über gemeinsame Erinnerungen an vergangene Sternfahrten und kommunalpolitische Aspekte (Krems ist Partnerstadt von Böblingen) und nahm zur Freude der teilnehmer mit Dieter Sass zusam-

Sieger in der Clubwertung wurde der MSC Emden (17 980 Punkte) vor dem Spandauer MC RotWeiss (11 435) und dem MSC Victoria Lichterfelde (10 050). ILONA SASS

Zielkontrolle, Geselligkeit ...


Int. DMV Kinzigtal Motocross Aufenau

Pokal-Premiere errlicher Sonnenschein und das erste wirklich tolle Wochenende des Jahres bildeten den Rahmen für die einzelnen Rennen auf dem Rundkurs in Aufenau. Unfallfreie, spannende Rennen mit topfahrern in allen Klassen sorgten für beste Unterhaltung für das Publikum in Aufenau. So war der Vorstand des MSC Aufenau um Karl Seipel mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Die Strecke war bestens präpariert und zur Staubbindung bewässert.

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Die Deutsche Seitenwagenmeisterschaft, ein offenes Quadrennen und die Premiere des neuen MX2-Pokals des DMV bildeten einen gelungenen Mix beim Kinzigtal-Motocross in Aufenau.

Doppel für den Weltmeister. Die Deutsche Motocross-Meisterschaft der Seitenwagen war auch in diesem Jahr wieder ein Garant für ein internationales top-Fahrerfeld. Mit dem mehrfachen Weltmeister Daniel Willemsen und Beifahrer Gertie Eggink aus den Niederlanden hatte dieses Prädikat einen würdigen zweifachen Laufsieger. Sie nutzten das WMfreie Wochenende in Aufenau, um ein neues triebwerk aus einer renommierten süddeutschen Motorenschmiede zu testen. Die belgischen Vizeweltmeister Jan Hendrickx und tim Smeuninx reihten sich dahinter mit zwei 2. Plätzen ein. Versöhnlich aus deutscher Sicht war das Abschneiden des amtierenden Deutschen Meisters Marko Happich mit seinem Co-Piloten Martin Betschart. Sie wurden Dritte in der tageswertung. Ein fulminanter Start katapultierte die beiden in die erste Runde. Spannende Positionskämpfe folgten, in denen um jeden Zentimeter Boden gekämpft wurde. Letztlich mussten Happich/Betschart jedoch Willemsen und Hendrickx ziehen lassen. Im zweiten Durchgang war der Verlauf ähnlich. Happich konnte den Start des 1. Laufes beinahe wiederholen. Im Ziel fand er sich auf Rang 4 hinter den Belgiern Stegmanns/Verbrugge wieder.

Suzukipilot Nils Gehrke gewann die Gesamtwertung beim ersten MX2-Pokallauf des DMV

Kinzigtal-Quadpokal. Beim Kinzigtal-Quadpokal nahmen viele nationale und internationale Spitzenfahrer teil. Heiß umkämpft waren die beiden Rennen. Letztlich konnte sich Ingo ten Vregelaar über den Gesamtsieg in Aufenau freuen. Sieg in Lauf 1 und Platz 2 in Lauf 2 bescherten ihm den tagessieg. Ärgster Widersacher des Niederländers war an diesem tag Stefan Schreiber, der jedoch im 1. Lauf mit einem Defekt ausfiel. Das eröffnete dem Aufenauer Clubfahrer FOtO: KOENIGSBECK

FOtO: KOENIGSBECK

Die Deutschen Meister Happich/Betschart flogen in Aufenau als Dritte ins Ziel

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Maximilian Freund Rang 2 im ersten Lauf. Während er vor dem Rennen zuversichtlich von einem möglichen tagessieg sprach, konnte er sich in Lauf 2 in einem anstrengenden Rennen auf Platz 5 einreihen und damit den Sprung auf das Siegerpodest als Gesamtzweiter schaffen. Aus Vereinssicht hervorzuheben ist auch der zweite Aufenauer Fahrer David Hohmann aus Künzell bei Fulda. Mit einer soliden Leistung belegte er den 13. Rang unter 23 Startern in der Gesamtwertung. Von dem 16-Jährigen, so ist sich MSC-Präsident Karl Seipel sicher, werde man in Zukunft noch einiges hören. Premiere DMV MX2 Pokal. Mit der Veranstaltung in Aufenau startete der DMV eine neue Veranstaltungsserie. Der DMV MX2 Pokal eröffnete den heimischen Fahrern in der Klasse bis 125 ccm/Zweitakt und bis 250ccm/Viertakt das Kräftemessen in Aufenau. Nachdem der DMSB für das Jahr 2010 entschieden hatte, dass die Viertaktmotorräder aus dem DMSB-Pokal herausgenommen werden, hatte der DMV diese Lücke mittels einer eigenen Veranstaltungsserie geschlossen. Diese Entscheidung kam zu Recht, denn es dürfte für die Fahrer, die Viertakter pilotieren, nicht ganz einfach sein, einen neuen Zweitakter zu erwerben. Sieger des DMV MX2 Pokals in Aufenau wurde Nils Gehrke vor Manuel Engel und René Kühn. Gehrke und Engel drückten den beiden Wertungsläufen ihren Stempel auf. Während Engel den ersten Lauf gewann und Gehrke den 2. Platz belegte, war es im zweiten Lauf genau umgekehrt. Die bessere Wertung in Lauf 2 führte dann auch für Gehrke zum tagessieg. Erwartet stark waren aus der Region Florian Welzenbach aus Mittelsinn mit dem


MoToRRADSPoRT

geiz getrieben musste Böttcher anschließend noch zweimal aus dem Sattel, sodass er aufgab und seine Kräfte für den zweiten Lauf schonte. Dort erkämpfte er den 3. Rang! Clubfahrer im Mittelfeld. Im starken Fahrerfeld konnten sich die Aufenauer Clubfahrer im Mittelfeld platzieren. Mit am Start war Daniel Schäffer (Kawasaki), der an diesem tag bei beiden Starts Probleme hatte und sein Leistungspotenzial nicht abrufen konnte. Ausfall in Rennen 1 und Rang 17 im zweiten Durchgang reichten am Ende zu Rang 19. Alexander Reinshagen, ebenfalls vom MSC Aufenau, belegte Rang 21 in der Gesamtwertung. Der Bad Orber Robin Schauberger landete auf Rang 26 und Philipp Bienossek aus Wächtersbach reihte sich direkt dahinter ein. JOCHEN SEIPEL www.msc-aufenau.de FOtO: SEIPEL

4. Gesamtrang und Sascha Wenzel aus Gründau als Gesamtfünfter. Ebenfalls erwähnt werden muss die Leistung von Jonas Böttcher aus Bad Soden-Salmünster. Beim Start zum 1. Lauf war er einen Sekundenbruchteil zu schnell und fuhr in den Bügel der Startanlage, bevor dieser zu Boden fallen konnte. Damit war eine aussichtsreiche vordere Platzierung quasi schon am Start vertan. Vom Ehr-

Die ersten Sieger des DMV MX2 Pokals: von links Clubvorsitzender Karl Seipel, Manuel Engel, Nils Gehrke, René Kühn, Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Koch und Wolfgang Büttner


Deutsche Trial-Meisterschaft in Großheubach

Rund 100 Teilnehmer pro Tag bestätigten das neue Konzept der DM-Doppelveranstaltungen. Auch der Sektionsbau wurde gelobt. er MSC Großheubach als Ausrichter der beiden ersten Läufe zur Deutschen trialmeisterschaft 2010 über eine sonnige Veranstaltung freuen. Der DMV-Club durfte sich bei dieser Doppelveranstaltung aber nicht nur über das Wetter freuen, sondern auch über einen gelungenen, weitgehend unfallfreien und gut organisierten Wettbewerb. Ungewöhnlich viele Besucher konnten in den anspruchsvollen Sektionen, die weit verteilt auf dem trialeuropa-Center und der circa drei Kilometer entfernten Nebelkappe gebaut waren, die Faszination des trialsports hautnah erleben. Schon am Samstagmorgen wurden 109 teilnehmer verzeichnet. „Die Veranstaltung läuft hervorragend“, so Helmut Speth, 1. Vorsitzender des MSC Großheubach.

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Trialfahrer bauen Sektionen. Das neue Konzept des MSC Großheubach, die Verantwortung und den Sektionsbau auf mehrere Schultern zu verteilen, ging voll auf. Erfahrene trial-Fahrer der Großheubacher wie timon Oster, Matthias Neukirchen, Hans Greiner und Andreas Winkler bauten diesmal Sektionen. Dadurch fanden die Fahrer einen völlig neuen Sektions-Charakter vor, der überwiegend als sehr gelungen und anspruchsvoll gelobt wurde. Am Sonntag waren immerhin noch 97 Fahrer am Start. Erstmals seit Jahren ist es gelungen, die Meisterschaft auf fünf Doppelveranstaltungen zu verteilen. Dies ist ein Anreiz für die Fahrer und lässt auf einen Aufwärtstrend im Prädikatswettbewerb hoffen.

Motorrad-Biathlon

FOtO: SCHMIDt

Auftakt am Bergring MZ lebt! André Warstat (Platz 11 in Klasse 2) vor Kevin Kaule (5.) in Diehlo

Viel Lob für die erste Veranstaltung beim MV REW/EKO Stahl Eisenhüttenstadt.

m 24. und 25. April war von Aprilwetter keine Rede. Mehr als 80 Biathleten trafen sich auf dem Diehloer Bergring beim MV REW/EKO Stahl Eisenhüttenstadt, um die ersten beiden Läufe der Landesmeisterschaft Berlin/Brandenburg im Biathlon auszufechten. Bereits die Vorbereitungsphase war recht interessant und ließ eigentlich Gutes erwarten. So gibt es 2010 u. a. wieder zehn statt nur acht Wertungsläufe. Zwar hatte der eine oder andere mit der neuen Klasseneinteilung noch seine Schwierigkeiten, dennoch gab es vorab schon so viele Einschreibungen wie selten zuvor. Und dann

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26 DMV INSIDE 3I2010

Tragisches Schicksal. Über Stock und Stein, über steile Waldhänge und Baumstämme mussten die trialpiloten ihre Maschinen bugsieren. Verletzte gab es fast keine, doch das tragischste Schicksal hatte DMV-Spitzenfahrer Jochen Schäfer zu tragen: Er erlitt am Sonntag in der vorletzten Sektion einen Bänderriss, was den Vortagessieger der Klasse 1 jedoch nicht davon abhielt, die Veranstaltung zu Ende zu fahren. trotz dieses Handicaps landete er noch auf Platz 2 hinter Mirco Kammel, der am Vortag Platz 4 belegt hatte. Der Bielefelder Jan Junklewitz belegte am Samstag Platz 2 und am zweiten tag Rang 3. Die drei Fahrer des Gastgebers kamen an beiden tagen gut ins Ziel. Rosita Leotta landete, als einziges Mädchen in Klasse 2, auf den Plätzen 17 und 19. Maximilian Harnischfeger fuhr in Klasse 3 auf die Ränge 29/21 und Willi Krämer in der Klasse 4 auf die Plätze 9/14. Im Oktober trägt der MSC Großheubach die letzten beiden Läufe zur Deutschen Jugend-Meisterschaft und zeitgleich auch die MSJ-trialmeisterschaft aus. Die ersten Vorbereitungen laufen bereits. HELMUt SPEtH www.mscgrossheubach.de

stellte sich die Frage: Klasse 10, Quad – ja oder nein? Schnell war man sich einig. Die Klasse 10 wurde in Diehlo als Versuch gefahren und der Versuch ist geglückt, wenn zunächst auch nur drei Starter ins Rennen gingen. Mit den Junioren hatte es seinerzeit ebenso angefangen. Den drei Quadpiloten hat’s wohl gefallen. „Und wir freuen uns, für die Quads und AtVs eine neue Spielwiese geboten zu bekommen", urteilt Hans-Georg v.d. Marwitz, Chefredakteur des AtV&Quad-Magazins und ältester Starter in Diehlo. Weitere Neuerung in Berlin/Brandenburg: die „50er“ in der Klasse 3. Zunächst waren diese als selbstständige Klasse gar nicht vorgesehen. Allerdings erwies sich der Leistungsunterschied zwischen den 50ern und den 65ern dann doch als zu groß, um beide gemeinsam werten zu können. Damit sind in Berlin/Brandenburg nun neun von zehn möglichen Klassen zur Landesmeisterschaft ausgeschrieben. Bei den alten Herren (Senioren über 35/45 Jahre) wird es hier wohl auch in Zukunft bei einer Klasse bleiben. Der Saisonauftakt war eine sehr schöne Veranstaltung. Strecke, Organisation, Zeitplan, Wetter, es stimmte einfach alles. Es gab selten so viel Lob und Anerkennung für einen Veranstalter. StEFAN SCHMIDt www.motorrad-biathlon.de

FOtO: MSC GROSSHEUBACH

Neues Konzept, viele Trialer


MoToRRADSPoRT

Unfallrisiken für Biker

Auch Schumi tut es Übung macht den Meister – und den in die Jahre gekommenen Biker sicherer. elbst der Champion nahm wieder ein paar Fahrstunden: Michael Schumacher holte sich vor seinem Comeback auf den Kursen der Formel 1 zunächst in einem GP2-Monoposto wieder verlorene Routine zurück. Damit kann der Hobby-Biker für Herrschaften gesetzteren Alters als Vorbild dienen: Denn setzen sie sich auf ein schnelles Motorrad, sind sie ohne Übung und Routine eine Hochrisikogruppe.

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Selbstüberschätzung ohne Fahrpraxis. Dabei müssen sich Gesunde auch im fortgeschrittenen Alter das Vergnügen auf zwei Rädern nicht verkneifen. Für die Experten ist klar: Die weitaus meisten, die ihre Fertigkeiten überschätzen, haben entweder die falsche Maschine oder ein paar Jahre ohne Praxis gelebt – wenn nicht gar beides. „Wer lange nicht am Lenker saß, kann mit der Leistung moderner Maschinen leicht überfordert sein“, weiß Achim Marten, Sprecher des Industrie Verbandes Motorrad (IVM) in Essen. Er favorisiert für Einsteiger oder Wiedereinsteiger zunächst ein Bike in der Hubraumklasse um die 600 Kubikzentimeter – wobei selbst diese Klasse mit über 80 PS weitaus leistungsstärker ist als die dicksten Maschinen in der Jugend der älteren Semester, in der sie vielleicht beim Führerschein fürs Auto ihren „Einser“ mal soeben mitgemacht haben – ohne im Anschluss daran auch zu fahren. Auch Karl Lieb, Vorsitzender des Landesverbandes Hessischer Fahrlehrer, der mit seinen 73 Jahren noch aktiver Motorradfahrer ist, verweist auf die enorme technische Entwicklung nicht nur bei der Leistung, sondern auch beim Handling inklusive der Bremsen. „Bereits drei oder vier Jahre Pause können zu viel sein, um gleich wieder voll einzusteigen.“ War der Biker länger nicht hinter dem Lenker, sollte er in jedem Fall ein paar Fahrstunden nehmen. „Wer viel Geld in Maschine und Ausrüstung investiert“, sagt Lieb, „dem können doch 100 oder 150 Euro zur eigenen Sicherheit nicht zu viel sein …“

In den neuen Bundesländern verunglücken überproportional viele Motorradfahrer. Auch die Zahl der Getöteten ist deutlich höher als in den „alten“ Ländern. Das liegt wohl kaum daran, dass Zweiradfahrer in Mecklenburg, Thüringen oder Sachsen weniger geübt wären als ihre westdeutschen Kollegen, sondern dass sie insbesondere in Gebieten abseits der Hauptverkehrsrouten noch mit teils schlechteren Straßenverhältnissen vorliebnehmen bzw. sie haben ein höheres Risiko für tödliche Unfälle auf zahlreichen Alleen. Beispiel: Die Unfallraten für Baden-Württemberg und Brandenburg sind nahezu identisch; die Rate der Todesopfer in Brandenburg beträgt jedoch gut das Doppelte.

FOtO: IVM

Motorradfahrer im Alter von 40 bis 50 Jahren (und darüber) fanden vor 25 Jahren allenfalls als Randgruppe statt. Heute ist aus der Minderheit von einst eine der wichtigsten Käufergruppen geworden. Auf einen Spitzenwert kommt das reifere Alter freilich auch in einer anderen Statistik: Nur knapp übertroffen von der Altersgruppe 21 bis 25, sind unter ihnen die meisten todesopfer und die mit Abstand höchste Zahl an Schwerverletzten zu beklagen – des Seniors Lebensgefährtin auf dem Sozius inbegriffen.

Unfallrisiko für Motorradbenutzer nach Bundesländern in 2008* land

Baden-Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein thüringen Deutschland

Verunglückte je 10 000 zugelassene Motorräder

Getötete je 10 000 zugelassene Motorräder

83,7 78,4 182,9 84,4 99,9 132,1 76,4 117,1 69,5 79,1 100,3 77,7 114,8 114,4 78,4 92,9

1,7 1,6 0,9 3,6 1,6 2,4 1,6 3,5 1,4 1,6 1,7 1,3 3,1 5,2 1,4 3,9

85,9

1,8


Schwer verletzte Fahrer und Mitfahrer auf Motorrädern mit amtlichen Kennzeichen in 2008*

Vom Motorradfahrer lernen. Der durch sein Engagement im BoxerCup (Sieger mit Andy Hofmann 2003) auch überregional bekannt gewordene BMW-Vertragshändler Manfred Senger in Rüsselsheim empfiehlt seinen älteren Kunden je nach Einzelfall sogar fünf bis sechs Fahrstunden. „Ich lasse keinen vom Hof, wenn ich nicht das Gefühl habe, dass er das Bike ausreichend beherrscht“, sagt der Motorradhändler. Manche Kunden sind 20 oder 25 Jahre nicht gefahren. Da kommt es auch schon einmal vor, dass er nicht auf Anhieb das dickste Bike verkauft, sondern fürs erste Jahr ein angemessenes Einstiegsmodell. Fahrlehrer Lieb hält noch einen besonderen tipp parat: „Bei Fahrschulen immer darauf achten, dass man von einem aktiven Motorradfahrer lernen kann. Das ist für den Unterricht dasselbe Gütesiegel wie für ein Restaurant das Schild 'Der Chef kocht selbst'.“ ERICH KUPFER * Quelle: Die im November 2009 erschienene Broschüre „Verkehrsunfälle – Zweiradunfälle im Straßenverkehr“ des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2008; die Zahlen für das abgelaufene Jahr 2009 liegen in der kompletten statistischen Auswertung noch nicht vor. Nicht berücksichtigt sind dabei die unterschiedlichen jährlichen Kilometerleistungen.

Altersgruppe

gesamt

davon weiblich

bis 6 Jahre 6 - 10 10 - 15 15 - 18 18 - 21 21 - 25 25 - 30 30 - 35 35 - 40 40 - 45 45 - 50 50 - 55 55 - 60 60 - 65 65 - 70 70 - 75 75 und mehr

2 3 31 700 722 768 827 641 732 1 061 1 108 758 456 244 197 102 42

2 2 15 120 96 93 100 76 113 157 154 110 38 19 8 1 1

Gesamt

8 396

1 106

DMV-Mitarbeiter: Sylvia Stock

Täglich neue „Aha“-Erlebnisse Seit 18 Jahren betreut Sylvia Stock beim DMV die Mitgliederverwaltung und findet auch für hartnäckige Probleme Lösungen.

FOtO: BECKER

Oma und Hobbygärtnerin. Sie liebt Blumen und ist bei jeder Gelegenheit in ihrem Garten zugange. Dass Gärtnern ihr Hobby ist, sieht man auch, wenn man ihr Büro betritt: Pflanzen, wohin das Auge reicht. Natürlich hat Sylvia Stock durch ihre Arbeit auch eine sehr positive Beziehung zum Motorsport. So fährt sie immer wieder gerne mit Freunden „ihres“ Clubs MSC Schlierbachtal nach Inzell zum berühmten Eisspeedwayrennen vor alpenländischer Kulisse. Ihre Herkunft lässt grüßen … Fitness ist aber auch im eigenen Sinne angesagt: Jeden Mittwochnachmittag geht sie schwimmen und hält sich auf diese Weise fit. Ihren Urlaub verbringt die DMV-Mitarbeiterin oft in ihrer Heimat bei ihrer Schwester in der Nähe von Wien.

ylvia Stock, die 1992 zum DMV kam, ist eine der dienstältesten Mitarbeiterinnen im Verband. Die gebürtige Österreicherin ist auf der Geschäftsstelle zuständig für die Mitgliederverwaltung.

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Sylvia Stock kam vor 18 Jahren auf Empfehlung ihres Bruders, Peter Weinzettl, zum DMV, der damals die Versicherungsabteilung des Verbandes betreute. Sie hat zwei erwachsene Kinder und ist auch schon Oma. Sylvia Stock ist eine leidenschaftliche Köchin, backt mit Leidenschaft und probiert gerne neue Rezepte aus. Auch die Kollegen profitieren ab und zu von ihren leckeren Kuchen.

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Für alles eine Lösung. Im Mittelpunkt stehen aber natürlich ihre Aufgaben beim DMV – die Mitgliederverwaltung. So beherrschte sie bis ins kleinste Detail den berühmten „WHD-Manager“, das Mitgliederverwaltungsprogramm, das seit den 1980er Jahren bis zum letzten Jahr im Einsatz war. Ob Rechnungs- und Ausweisdruck, Clublisten, Listen der Landesgruppen oder aber ganz spezielle Fragen und Anliegen der Mitglieder. Für alles findet sie eine Lösung. Die zum Jahreswechsel vorgenommene Umstellung auf eine völlig neue und komplexe CRM-Software ist da natürlich eine echte Herausforderung, der sich Sylvia Stock aber gerne stellt und ihr täglich neue „Aha-Erlebnisse“ bringt. GERHARD BECKER/tS www.dmv-motorsport.de


MoToRRADSPoRT / INSIDE

DMV Online Shop

Shoppen im Netz Attraktive und preisermäßigte Einkaufsmöglichkeiten im neuen DMV-Shop für Clubs und Einzelmitglieder. leichzeitig mit der neu gestalteten Homepage des DMV (www.dmv-motorsport.de) ging auch der Online-Shop des Verbandes ins Netz. Mit Bestellung per Mausklick haben DMVMitglieder nun die Wahl zwischen diversen Bekleidungsartikeln und anderen DMV-Accessoires. In Zusammenarbeit mit der Firma Imagetrend GmbH bieten sich den Mitgliedern die neu entwickelte DMV-gebrandete Bekleidungslinie vom t-Shirt über Poloshirt, Sweatshirt bis zum Kurzarm-Motorsporthemd, alle Modelle mit DMV-Stickemblem und natürlich in Damen- und Herrenausführung. Weitere schicke Accessoires im DMV-Design sind die DMV-Cap, ein Rucksack und eine Sporttasche.

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DMV-Mitglieder sparen bei Imagetrend als exklusivem Ausstatter des DMV bis zu 30 Prozent im Vergleich zum regulären Verkauf. Der DMV-Partner bietet außerdem die Möglichkeit, alle gewünschten Artikel (zum Beispiel für einen Verein) zusätzlich mit dem Clublogo zu gestalten – und dies schon ab fünf teilen. DMV-Clubs können bei Imagetrend auch den Hauptkatalog anfordern, aus dem der Partner des DMV den DMV-Mitgliedsvereinen zu Händlerkonditionen liefert. www.daytonashop.de

Schickes Damen-T-Shirt aus 100 % Baumwolle in vier Größen

Poloshirt für den Herren mit DMV-Stick in sechs Größen www.daytonashop.de

Praktisch für den viel reisenden Motorsportler: DMV-Tasche mit viel Raum für die Rennausstattung


Mentales Training im Motorsport (IV)

Strategien für den Mentaltrainerin Susanne Jud zeigt Wege auf, wie sich der Motorsportler strategisch auf den angestrebten Erfolg vorbereitet. trategie kommt von „strategos“ und bedeutet General oder Wegführer. Eine Strategie ist ein detaillierter Plan, der die Art und den Inhalt des trainings, die Wettkampftaktik, die Ernährung und andere wesentliche Dinge festlegt, um ein Ziel oder einen Fortschritt zu erreichen. Ein Wechsel Ihrer bisher festgelegten Strategie kann sinnvoll sein, wenn Sie in der Vergangenheit Ihre trainings- und Wettkampfziele nicht erreichen konnten. Sie müssen nach neuen Wegen suchen, die Sie aus der Stagnation führen.

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Im Mental-training bezeichnet der Begriff einen mentalen Prozess, der zu einem bestimmten Ziel oder Ergebnis führt. Jeder Schritt der Strategie ist charakteristisch durch den Gebrauch eines spezifischen Sinneskanals. Klären Sie zunächst für sich selbst das Ziel und den Zweck, den Sie mit dem Herausarbeiten der Strategie verfolgen. Das Ziel legt fest, wie viele Details Sie zu der Strategie benötigen. Eine gute Strategie bietet viele Wahlmöglichkeiten. – Wer eine Wahlmöglichkeit hat, ist ein Roboter. – Wer zwischen zwei Möglichkeiten die Wahl hat, der ist im Zwiespalt. – Bei drei Wahlmöglichkeiten beginnt die Freiheit.

Susanne Jud

Kontakt: Susanne Jud tel.-Nr. 089 326 13 76 mobil: 0160 94 64 61 71 E-Mail: s.jud@sport-business-coaching.de

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FOtO: PAIRAN

Mentaltrainerin, Sportlehrerin und Sport- und Businesscoach. Geboren in Neunkirchen/Siegen, der Heimat des MSC Freier Grund. Ehemalige Leistungssportlerin, Sportstudium und Ausbildung als Mentaltrainerin und Sport-Coach. Ihr Motto: „Ich habe alle Ressourcen in mir, die ich abrufen kann, um erfolgreich zu sein!“

Das Kriterium einer guten Strategie. Die Strategie hat ein relevantes Ziel. Sie wissen, an welchen testkriterien (sinnesspezifisch) durch Sehen, Hören, Fühlen Sie erkennen können, dass Sie am Ziel angekommen sind. In den letzten Kapiteln habe ich öfters von meinem Motto „If you can dream it, you can do it“ von Walt Disney geschrieben. Dieser Walt Disney hatte eine Vision (die mit der Maus) und hat daraus eine Strategie entwickelt, die ich in meinen Coachings immer wieder einsetze.

Die Walt Disney Strategie Diese Strategie ist aus folgenden Positionen aufgebaut: – Der Visionär: Auf dieser Position sind Sie kreativ und werden viele Ideen entwickeln, die zu Ihrem Ziel führen. Sie sehen Bilder und Visionen. – Der Macher: Hier setzen Sie die gesammelten Ideen um. Sie packen an. – Der Kritiker: In dieser Rolle bewerten Sie die Umsetzung und stellen Fragen bezüglich der Umsetzung an den Macher.


SERVICE

sportlichen Erfolg Aufbau des Strategiezirkels. Markieren Sie sich vier Positionen am Boden. Einen Platz für den Visionär, einen für den Macher, einen für den Kritiker und einen Platz, von wo Sie die drei überblicken können (die Meta-Position) – vergleiche Schaubild.

Meta

Eine weitere Strategie, die ich mit meinen Sportlern anwende, ist das Modeling – Lernen von einem Vorbild. Die Idee ist, Fertigkeiten und Fähigkeiten von einem Modell (Vorbild) zu analysieren und für sich selbst einzusetzen. Wie denkt und handelt das Vorbild, um sein Ziel zu erreichen? Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten setzt das Vorbild ein, welche Werte, Ziele und Prinzipien sind ihm wichtig? Was macht die Individualität des Vorbildes aus? Vor dem Einstieg legen Sie das Ziel des Modelings fest und klären Sie die Kriterien für die erfolgreiche Zielerreichung. Um möglichst viel über das Vorbild zu erfahren, nehmen Sie unterschiedliche Wahrnehmungspositionen ein. Sie beschreiben das Modell vom eigenen Standpunkt aus und steigen dann in die Rolle des Vorbildes am Beispiel einer konkreten Situation ein und erleben, wie es agiert, was es tut und welche Fähigkeiten es hat, die Sie für sich nutzen können.

Visionär

Kritiker

Lernen vom Vorbild

Macher

Gehen Sie nun auf die Position des „Visionärs“ und stellen Sie sich Ihr Ziel oder Ihre Vision mental vor. Spüren Sie diese Situation mit all Ihren Sinnen. Was sehen Sie, wen oder was hören Sie, was fühlen Sie. Erleben Sie diese Situation, als wäre sie schon erreicht worden. Gehen Sie nun auf die Position des „Machers“ und setzen Sie die Ideen des Visionärs in die tat um. Welche Maßnahmen ergreifen Sie, welche Strategien entwickeln Sie, welche Schritte sind notwendig? Wie packen Sie die Durchführung konkret an? Gehen Sie jetzt auf die Position des „Kritikers“. In der Rolle des Kritikers, der sich dadurch auszeichnet, dass er gut das Für und Wider abwägt, bewerten Sie nun die Umsetzung des „Machers“ und fragen ihn, ob alles umsetzbar ist und ob etwas fehlt. Der Kritiker beobachtet immer nur den Macher und stellt ihm die Fragen bezüglich der Umsetzung und dann die Frage: Welche Frage kann ich an den träumer stellen, um das Ergebnis zu optimieren? Beantwortet der Macher die Fragen des Kritikers, stellt der Kritiker die Frage an den Visionär. Danach gehen Sie wieder auf die Position des Visionärs und besprechen mit dem Macher Ihre Vision. Diese Schritte gehen Sie immer wieder durch, bis alle beteiligten „Positionen“ zufrieden sind. Gehen Sie danach auf die „Meta-Position“. In dieser Position sind Sie dissoziiert, das heißt, Sie schauen sich den Zirkel von außen, sozusagen als „Nichtbeteiligter“ an und fragen, ob alle „Beteiligten“ zufrieden sind. Wie auch beim sportlichen Zirkeltraining ist es wichtig, auf der jeweiligen Position nur das auszuführen, was für diese Position vorgesehen ist. Alle Rollen im Zirkel haben einen klaren Fokus und auch die Reihenfolge der einzelnen Positionen im Zirkel ist wichtig. Ankern Sie also assoziiert mit allen Sinnen die einzelnen Positionen.

Vorgehensweise. Stellen Sie sich zunächst folgende Fragen: – Umwelt: Wo und wann handelt das Modell so? – Verhalten: Was genau tut das Modell? Welche Vorbereitungen und Schritte gibt es? Wie weiß das Modell, dass es sein Ziel erreicht hat? – Fähigkeiten: Was kann das Modell gut? Welche Fähigkeiten hat das Modell? Welche Strategien setzt es ein? – Werte/Überzeugungen: Was ist dem Modell wichtig? Warum tut es das? – Identität: Wer ist das Modell? Was macht das Modell einzigartig? Vom eigenen Modell profitieren. Steigen Sie nun mental in die „Schuhe“ Ihres Modells und erleben Sie selbst, was Sie als Antworten erhalten. Dieses Rollenspiel soll möglichst spontan und unbefangen geschehen. Je intuitiver Sie sich in der Rolle bewegen, umso mehr Wahrnehmungen sind möglich. Stellen Sie sich jetzt mental eine Situation vor, in der Sie von Ihrem Modell profitieren können. Gehen Sie dabei wieder in die Ebenen der Umwelt, des Verhaltens, der Fähigkeiten, der Werte und der Identität von oben nach unten. In Ihrer Rolle als Motorsportler übernehmen Sie die Empfehlungen Ihres Modells. Was hat sich verändert? Was hat Ihnen geholfen? Das Modeling und die Übertragung der Erkenntnisse auf sich durchlaufen Sie so lange, bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Wie setzen Sie die Empfehlungen Ihres Modells konkret um? Wie bauen Sie die neuen Verhaltensweisen und Denkmuster Ihres Modells in Ihr Weltbild ein, so dass es für Sie stimmig ist? SUSANNE JUD www.sport-business-coaching.de In der nächsten DMV INSIDE: tipps zur Motivation und Entspannung.


Service Recht

Nach „Rennen“ zum „Idiotentest“ Ein vorsätzlicher Verstoß gegen § 29 StVO (Teilnahme an verbotenen Straßenrennen) rechtfertigt die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung. ie teilnahme an verbotenen Straßenrennen lässt darauf schließen, dass der Kraftfahrzeugführer sowohl sein Fahrzeug als auch die Straße zweckentfremdet benutzt und dabei Leib und Leben anderer Verkehrsteilnehmer in ganz erheblichem Maße in Gefahr bringt; die Anordnung zur Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens ist angezeigt. Mit Rücksicht auf das Antragsvorbringen sei ergänzend ausgeführt, dass die Kammer einen vorsätzlichen Verstoß gegen § 29 der Straßenverkehrsordnung – StVO – (verbotene Rennen mit Kraftfahrzeugen) regelmäßig für ausreichend erachtet, um berechtigte Bedenken an der charakterlichen Eignung des Kraftfahrzeugführers aufkommen zu lassen und dementsprechend geeignete Maßnahmen zur Abklärung zu treffen. Vgl. Beschluss vom 5. Dezember 2006 - 7 L 1587/06.

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Enrico Straka

www.rechtsanwalt-straka.de FOtO: OCHS

Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. Ein solches Delikt belegt, dass der Kraftfahrzeugführer sowohl sein Fahrzeug als auch die Straße zweckentfremdet benutzt und dabei Leib und Leben anderer Verkehrsteilnehmer in ganz erheblichem Maße in Gefahr bringt, unabhängig davon, ob sich diese Gefahr realisiert oder nicht. An dieser Bewertung

hält die Kammer auch vorliegend trotz des Zeitablaufs von vier Jahren zwischen tat (April 2005) und Entziehung (April 2009) fest. Denn zum einen ist der die tat ahndende Bußgeldbescheid nach Einspruch des Antragstellers erst im März 2006 rechtskräftig geworden, als der Antragsteller den Einspruch in der öffentlichen Sitzung des Amtsgerichts (vor Vernehmung der Zeugen) zurückgenommen hat. Zum anderen kommt es für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit der Aufforderung zur Vorlage eines Gutachtens auf deren Erlasszeitpunkt im Dezember 2008 an. Die zwischen Rechtskraft und Aufforderung liegende Zeit ist nicht derart lang, dass die Eignungszweifel ohne Vorlage eines Gutachtens allein durch Zeitablauf beseitigt sein könnten; dies wäre auch bei einem Zeitraum von vier Jahren wohl nicht anders. Anhaltspunkte für eine grundlegende Verhaltens- oder Einstellungsänderung des Antragstellers sind darüber hinaus auch von ihm weder vorgetragen worden noch sonst aus der Akte ersichtlich (VG Gelsenkirchen 7. Kammer Beschluss vom 11.05.2009 Aktenzeichen: 7 L 373/09). ENRICO StRAKA

Rechtsanwalt, Verbandssyndikus des DMV, Richter am Sportgericht des DMSB (Zweirad), Mitglied der internationalen juristischen Kommission der FIM. RA Straka ist Mitglied des MSC Michelbacher Hütte e.V. im DMV und fährt selbst Motocross in der twinShockKlasse. DMV-Mitgliedern erteilt er während der üblichen Bürozeiten auf Wunsch eine kostenlose Erstberatung in Fragen des Vereins- und Gemeinnützigkeits-, Verkehrs- und Unfallrechts. Auch wer „unverschuldet“ einen Verkehrsunfall erleidet, sollte sich immer an RA Straka wenden, da die Kosten seiner Beauftragung in diesem Fall grundsätzlich von der gegnerischen Haftpflichtversicherung getragen werden müssen. Selbstverständlich steht RA Straka den DMV-Mitgliedern auch in anderen Rechtsangelegenheiten als Rechtsanwalt außergerichtlich oder gerichtlich zur Seite. Kontakt: Enrico Straka tel. 06196 84 84 73 E-Mail: ra-straka@rechtsanwalt-straka.de

Im DMV können auch Jugendliche organisiert Motorsport betreiben – es droht kein Führerscheinentzug

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SERVICE / KARTSPoRT

Einer der seltenen trockenen Momente: Marcel Lenerz führt in der Bambini A FOtO: FULKO

Wer dachte, dass die DMV Kart Championship 2009 schon ihren Höhepunkt erreicht hatte, wurde beim diesjährigen Saisonauftakt eines Besseren belehrt. Mit rund 190 Teilnehmern stellte die junge Serie in Kerpen zu ihrem einjährigen Geburtstag einen neuen Rekord auf.

DMV Kart Championship Kerpen

Happy Birthday! uf sieben Klassen verteilt stand für die Piloten weniger die Suche nach den Ostereiern auf dem Programm als vielmehr die Jagd nach den schnellsten Runden ... „Wir haben 208 Einschreibungen! Die überwältigende Resonanz der teilnehmer zeigt uns, dass wir letztes Jahr wohl alles richtig gemacht haben“, freute sich DMVSportpräsident und Serienkoordinator Manfred Schulte schon am Ostersamstag.

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Dabei hält der DMV auch dieses Jahr an seinem bewährten Konzept fest: Sieben Klassen fahren sieben Eintagesevents mit je zwei Rennen inklusive einer Streichveranstaltung. Insgesamt winken rund 25 000 Euro Preisgeld und attraktive Sachpreise. Auch am permanenten Organisationsteam wurde festgehalten. Ein paar Neuerungen hatte man dennoch im Gepäck: Gerade im Hinblick auf die technische Chancengleichheit hat der DMV investiert und für die Saison 2010 Gerätschaften zur Kraftstoffanalyse und auch zur Auswertung der Unipro-Datenlogger angeschafft. Wettertechnisch zeigte sich Petrus leider nicht be-

sonders gut gelaunt. Wechselhafte Bedingungen machten den gesamten Renntag zur Reifenlotterie und gingen auch am straff kalkulierten Zeitplan nicht spurlos vorbei ... Bambini A: TR-Doppelsieg. Schnellster Mann des 28-köpfigen Feldes war im Zeittraining Marcel Lenerz (tR Racing), der sich vor seinem teamkollegen und letztjährigen Bambini-B-Meister David Beckmann die Pole-Position sicherte. Der erste Lauf wurde zum Regenrennen, an dessen Spitze sich Lenerz lange behaupten konnte. Erst gegen Rennende und mit zunehmendem Niederschlag musste er sich einem anderen Youngster aus dem Stall von KSM Motorsport beugen. Aber auch der 2. Platz von Lenerz war noch nicht in trockenen tüchern. In der letzten Runde meldete sich Beckmann zu Wort und fand kurz vor Schluss noch einen Weg an seinem teamkollegen vorbei. Das teaminterne Duell der tR Racing-Piloten Lenerz und Beckmann beherrschte das entscheidende Finale. Lenerz lag vom Start an in Front und konnte über die gesamte Renndistanz


KF3-Sieger Tom Lorkowski

FOtO: FULKO

Die Freude war berechtigt: Bambini-B-Sieger Jozsef Havasi

FOtO: FULKO

seinen Stallgefährten hinter sich halten. Den hart umkämpften 3. Platz holte sich Leonardo Momcilovic (Schwabe Motorsport). Bambini B: Havasi dominierte. Mike Beckhusen (ADAC Berlin-Brandenburg) trumpfte im Zeittraining auf und sicherte sich knapp vor Jozsef Havasi (Schwabe Motorsport) die Pole-Position. Das erste Rennen wurde eine One-Man-Show für Havasi. Er enteilte der Konkurrenz um Längen und konnte sich am Ende über einen deutlichen Start-Ziel-Sieg mit fast zehn Sekunden Vorsprung freuen. Ein unspektakuläres Rennen lieferten die Jüngsten im Finale ab. Havasi übernahm einmal mehr die Spitze und sollte diese bis ins Ziel nicht mehr abgeben müssen. Auch der 2. Platz von Benjamin Hartwig-Wallace war eine klare Angelegenheit. Den letzten Podiumsplatz erkämpfte sich Marcel Richter (tR Racing). KF3: Lorkowski gewann zweiteiliges Finale. Nasse Bedingungen fanden die Junioren zu Beginn des Zeittrainings vor. Allerdings trocknete es im Verlauf der Sitzung rapide ab und die Zeiten begannen zu purzeln. Am Ende hatte Sebastian Balthasar (Solgat Motorsport) das glückliche Händchen, landete auf der Pole-Position und verdrängte David Detmers (KSM Motorsport), Dennis Marschall (Solgat Motorsport) und Marcel Schnuch (RBM Official Racing team) auf die Verfolgerpositionen. Regnerische Verhältnisse herrschten auch im ersten Rennen. Diesen fiel nach dem Start ausgerechnet Pole-Setter Balthasar zum Opfer, der nach einem Dreher im Hinterfeld landete. Vorne ließ sich Detmers nicht zweimal bitten und übernahm vor Schnuch die Führungsarbeit. Als Dritter gesellte sich dann noch tom Lorkowsi (Jedi Racing team) hinzu, der sich zunächst Schnuch und später auch noch Detmers zurechtlegte. Somit stand sein Sieg nicht mehr in Frage. Dahinter erlebte Schnuch ein Drama: Zwei Runden vor Schluss bugsierte ihn ein zu überrundender Fahrer aus dem Rennen!

Die KZ2 ging an Lokalmatador Pascal Fritzsche

FOtO: FULKO

Dramatik zum Finale! Nachdem die Strecke nahezu vollständig abgetrocknet war, setzte pünktlich zum Rennstart sintflutartiger Regen ein. Das slickbereifte Feld wurde dennoch auf die Reise geschickt, bevor die Rennleitung den Lauf aus Sicherheitsgründen abbrach. Gut eine Stunde später wurde das Finale neu gestartet und diesmal standen alle Piloten auf Regenreifen am Start. Hier setzte sich Detmers in Führung vor Lorkowski und Balthasar. Der Österreicher kreuzte vor Lorkowski und Balthasar die Ziellinie. Gewonnen hatte er damit allerdings nicht, denn das Klassement vor dem Restart musste noch berücksichtigt werden. Nachdem die Zeitnahme kräftig gerechnet hatte, durfte Lorkowski über den Sieg jubeln. Zweiter wurde Balthasar vor Detmers.

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KF2: Starker Doppelsieg für Unverdruss. Auf abtrocknender Bahn gingen die 24 KF2-Kandidaten ins Zeittraining. Das beste Setup für die Bedingungen


KARTSPoRT

Hochkarätige Fachleute. Das war doch ein richtiger Knaller! trotz Dauerregen und Kälte wurde Ostern in Kerpen zum Kart-Erlebnis erster Güte: 181 Fahrerinnen und Fahrer auf der traditionsbahn im Westen Deutschlands! Das konnte man nicht unbedingt erwarten, denn viele bekannte Serien hinken – nicht aber die DMV-Serie. Wenn einer im Kerpener Dauerregen ganz besonders strahlte, war das DMV-Sportpräsident Manfred Schulte. Hier sein Resümee: „Da ist zunächst einmal meine Freude über die Einschreibung mit über 200 Fahrern, dann das heutige Nennergebnis mit knapp 190 Piloten. Das zeigt ganz deutlich, dass unser Weg richtig ist, mit dem Bahnenmix, der Benennung der Offiziellen auf allen Posten und unser Service. Das Nennergebnis verpflichtet aber auch gegenüber den Fahrern. Das sind unsere Kunden, was manchmal vergessen wird. Wir geben weiter Gas mit unserer Veranstaltungscrew, alles hochkarätige Fachleute.“ Wetter für Seiltänzer. Das war wahrlich kein Osterwetter! Das war eher eine Wetter-Katastrophe und kein Osterhase ließ sich blicken. Mal kurzzeitig trocken, dann halbnass und dann wieder Land unter. Es war ein Wetter für Seiltänzer. Davon gab es viele, wie man immer wieder in der Linkskurve eingangs der Gegengerade sehen konnte. Da fuhren einige immer und immer wieder auf der letzten Rille über die linke Betonbegrenzung. Die Abflugquote war hoch – aber einige probierten das immer wieder. Manche lernen es nie. Meisterschaftstouristen. Das Fahrerlager platzte aus allen Nähten. Nicht auszudenken, wenn da etwas im Bereich hinter dem Zielhaus passiert wäre. Da war kein Durchkommen mehr für Einsatzfahrzeuge. Aber es trat noch ein Problem auf: Es waren etliche Zelte von Leuten aufgebaut, die mit dem eigentlichen Rennen gar nichts zu tun hatten! Das waren Fahrer, die etwa von Gründonnerstag bis einschließlich Samstag einfach mal mit den topfahrern der Serie gemeinsam trainieren wollten. Vielleicht sollte sich künftig der Platzwart die Nennungen bei der Einfahrt zeigen lassen und dann die reinen trainingsfahrer auf fernere Randzonen verweisen. DMV Championship international. Richtig international ist diese Serie geworden – Fahrer aus 14 Nationen: Dänemark, Italien, Japan, Kroatien, Niederlande, Österreich, Polen, Russland, Schweden,

fand offensichtlich Patrick Kappis (DMV team Solgat). Er markierte die schnellste Runde vor Kevin Wolters (Jedi Racing team), Fabian Kreim (MSC Rodenstein) und Jason Kremer (KSM Motorsport). Für Wolters folgte jedoch nach dem Wiegen die Hiobsbotschaft: Wegen Untergewichts wurde er ans Ende des Feldes versetzt. „Wet-Race“ war beim ersten Lauf der Senioren angesagt und hier fühlte sich Kappis sichtlich wohl. Er schien einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg nach Hause zu fahren, als plötzlich Fabio Unverdruss (FAE Racing) für Furore sorgte. Aus der letzten Startreihe ins Rennen gegangen, hatte er sich in Windeseile nach vorne katapultiert und schaffte es drei Runden vor Schluss, die Führung zu übernehmen. Kappis lief letztlich als Zweiter vor Kremer im Ziel ein. Auch das Finale sollte auf nasser Strecke stattfinden. Scheinbar spielerisch fuhr Unverdruss zum zweiten Laufsieg an diesem Wochenende. Ebenso sicher brachte auch Kappis seinen 2. Platz ins Ziel.

Wet Race ist nur ein Wort: Unverdruss führte in der KF2 unverdrossen vor Kappis türkei, Spanien, Ungarn, Ukraine und Deutschland. Alle Achtung, die Serie hat was! Video Briefing. Für die Fahrerbesprechung gibt es eine Computerschau, die eigentlich keine Frage offen lässt. Jede Situation und jede Aufstellung wird deutlich dargestellt und dann auch in den Folgebildern erklärt. Ein Werk des Renndirektors Reinhard tropp. Zur Nachahmung wärmstens empfohlen. Unterirdischer Ton. Der Chef der Streckenposten, Manfred Schössow, beklagte sich samstags bitter über die mangelnde Disziplin der Fahrer: „Die machen unterirdisch meine Leute an, mit Worten, die man eigentlich nicht verwenden sollte. So geht das wirklich nicht weiter. Sonst werden einige Leute auch noch handgreiflich gegenüber dem Sicherheitspersonal.“ Recht hat der Mann! Man vergreift sich doch nicht im ton gegenüber Leuten, die für die Fahrersicherheit im Regen arbeiten! Bitte mehr Achtung und mehr Stil – das gilt übrigens auch für einige Schrauber. Vorformulierte Proteste. Ungut war die Flut der Proteste, die zum teil vorformuliert von daheim mitgebracht worden sind. Das Jagdgebiet einiger Leute waren die beiden Bambini-Klassen. Das hatte dann auch zur Folge, dass die Siegerehrung bei Bambini A ausgesetzt werden musste bis Oppenrod. Die Kinder warteten vergeblich auf ihre Pokale und hatten tränen in den Augen. Frohe Ostern, liebe Erwachsene! BOtHO G. WAGNER

Für eine Überraschung sorgte derweil Kevin Wolters, der sich den 3. Schlussrang erkämpfte. Nach der Disqualifikation im Zeittraining bedeutete dies noch eine erfolgreiche Schadensbegrenzung. Rotax-Junioren: Auftakt an Oberheim. Bei den Rotax-Junioren fiel schon in den ersten Runden die Entscheidung um die Pole-Position, denn einsetzender Regen machte eine Zeitverbesserung am Ende der Sitzung unmöglich. Rechtzeitig lieferte Julian Wagner (M-tec Racing) seine beste Runde ab, indem er sich vor Kevin Kemmling (Kartschmie.de), Moritz Oberheim (MSC Langenfeld) und Fabio Wagner (Intrepid) an die Spitze setzen konnte. Nassen Verhältnissen mussten sich die Piloten dann im Prefinale stellen. Wagner und Oberheim erwischten den besten Start und lieferten sich die ersten Runden ein packendes Duell mit Positionswechseln, nach welchen Oberheim am Ende den Kürzeren zog. Nach

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Glanz im Kerpener Regen


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als Zweiter noch den Sprung in die erste Startreihe. Im Prefinale war Klasen erneut das Maß der Dinge und ließ der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Hinter dem dominanten Sieger kam tobias Holzhäuser (Haase) ebenfalls gut mit den inzwischen abtrocknenden Streckenbedingungen zurecht und verbesserte sich auf Position 2, bevor er kurz vor Rennende noch von einem taktisch abwartenden Christopher Friedrich überholt wurde.

KZ2: Heimspiel für Fritzsche. Klaus Geilhausen (M-tec Racing) zeigte sich im Zeittraining der Schaltkartpiloten in topform. Mit über drei Zehntelsekunden Vorsprung deklassierte er die Konkurrenz. Platz 2 ging an David Böhrke (DMV team tOM-tECH) vor Marc Wagner (Energy/tM). Auf fast trockener Piste erwischte Geilhausen den besten Start zum Prefinale und setzte sich zusammen mit Bröcker im Schlepptau sofort von den Verfolgern ab. Doch zur Halbzeit fanden mit Michele Di Martino (Jedi Racing team), Pascal Fritzsche (Baier Motor) und Kevin Illgen (team DMV) drei weitere Sieganwärter den Anschluss. Fortan war die Schlacht eröffnet und Geilhausen musste seine Führung an Di Martino abtreten.

FOtO: FULKO

Bester Rotax-Junior: Moritz Oberheim

Flog bei den Rotax-Senioren zum Sieg: Nico Klasen dem Start zum Finale musste ausgerechnet Prefinalsieger Wagner der rutschigen Strecke tribut zollen und schon in der ersten Kurve einen Ausritt ins Grüne verarbeiten. So übernahm Moritz Oberheim die Spitze vor Nico Müller und Mike Halder (Swiss Hutless). Während Oberheim den Sieg unbeeindruckt vom stärker werdenden Regen nach Hause fuhr, musste Müller noch Federn lassen und wurde bis auf Rang 5 zurückgereicht. Platz 2 ging an Mike Halder vor Julian Wagner und Larry ten Voorde (B&W Kartteam). Rotax-Senioren: Klasen eine Klasse für sich. Nieselregen erschwerte den 25 Rotax-Senioren das Zeittraining. Am Ende setzte sich GN-MotorsportPilot Nico Klasen mit über einer Sekunde Vorsprung an die Spitze. Robin Püttmann (MPR Racing) schaffte

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Nichts Neues gab es im Finale zu vermelden. Klasen gewann souverän und machte den Doppelsieg perfekt. Dahinter machte Maximilian Gunkel (MSC Wittgenborn) einen gehörigen Sprung nach vorne: An Position 23 gestartet, kämpfte er sich auf den 2. Rang nach vorne. Platz 3 ging an Simon Wagner (M-tec Racing) vor Holzhäuser.

Eine große Regenschlacht stand für die KZ2 beim Finale an. Land unter hieß die Devise für die letzten 16 Runden des tages. Das war das Wetter für Lokalmatador Pascal Fritzsche, der mit freier Sicht zum Sieg fuhr. Einzig Christian Wangard (RMW Wangard) konnte teilweise die Pace mitgehen, wurde aber noch kurz vor Schluss von Niels J. Kirpal (tonykart CZ) abgefangen. Aufgrund einer Rennleiter-Entscheidung mussten beide im Nachhinein jedoch die Positionen tauschen, sodass Wangard als Zweiter und Kirpal als Dritter gewertet wurde. tIMO DECK www.dmv-kartchampionship.de

Hahn-Hunsrück entthront! Nicht Hahn ist mit 503 Meter über NN die höchstgelegene deutsche Kartbahn, sondern Ehingen an der Donau! Die 605-Meter-Bahn liegt auf mehr als 600 Meter über NN, wie Marc Längerer mitteilte. BGW


reiseberatung Individuelle Ausarbeitung von Reiserouten. Integrierte unfallversicherung Automatisch bei Motorsportunfällen innerhalb genehmigter Veranstaltungen. versicherungen für veranstalter Veranstalter- und Trainingsgelände-Haftpflichtversicherungen. unfallzusatzversicherung Attraktiver Unfallschutz für Hobby-Motorsportler. rechtsberatung – kostenlose Grundberatung in Fragen des Vereins- und Gemeinnützigkeitsrechts – kostenlose Erstberatung in Fragen des Verkehrs- und Unfallrechts: Enrico Straka, Tel.: 06196 848473 E-Mail: RA-Straka@rechtsanwalt-straka.de

pannen-, bergungs- und unfallhilfe rund um die uhr Bei Inanspruchnahme der ADAC-Hilfe werden die Kosten für die Pannenhilfe vor Ort bis zu 103,- € übernommen. Abschleppkosten im Inland bis zur nächsten geeigneten Werkstatt werden bis zu 153,- € übernommen. Luftrettung Die ADAC Luftrettung steht im Inland zur Verfügung. wildschadenbeihilfe Beihilfe bis zu 200,00 €, wenn der Haarwildunfall innerhalb von 2 Monaten nach dem Unfall dem DMV gemeldet wird. D 2998

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Pocket-Bike und Mini-Bike-EM in Wittgenborn

Kleine Bikes ganz groß Rossis Nachfolger werden bei der Europameisterschaft vom 29. Juli bis 01. August in Wittgenborn gesucht. leine Motorräder ganz groß: Vom 29. Juli bis 1. August findet im hessischen Wittgenborn die Mini-Road-Racing-Europameisterschaft 2010 statt. Der DMV ist dieses Jahr der Veranstalter der EM, die seit 2009 an einem Wochenende auf einer Strecke entschieden wird. In sieben Rennklassen werden Fahrer ab sieben Jahren auf Zwei- und Viertakt-Motorrädern um die Europameistertitel kämpfen. Am Mittwoch, 28. Juli, wird ein freies training auf dem Vogelsbergring angeboten. Von Donnerstag bis Sonntag (29.07.–01.08.) steigen dann die offiziellen trainings und drei Rennläufe pro Klasse. Am Freitag werden die Qualifyings ausgetragen; die Rennläufe sind auf Samstag und Sonntag aufgeteilt. Für Action ist reichlich gesorgt, denn EM-titel sind in vier Pocket-Bike(die offizielle UEM-Bezeichnung ist: „Mini-Moto“) und in drei Mini-BikeKlassen ("Mini-GP") zu vergeben. Der DMV freut sich, erstmals seit 2002 wieder die schnellsten Nachwuchsfahrer Europas in Deutschland begrüßen zu können. Schließlich sind am Vogelsbergring die potenziellen Nachfolger von Rossi, Cortese, Schrötter und Co. zu sehen. Zeitplan und weitere Infos finden sich im Internet. tS www.miniroadracing.eu

FOtO: GAGStEIGER

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So begann Valentino Rossi seine Karriere: Pocket-Bike-EM im Juli auf dem Vogelsbergring Den Bericht vom 15. Ulmer Pocket-Bike-Rennen, dem 1. Lauf zur Deutschen DMV Pocket-Bike Meisterschaft, finden Sie auf den DMV-Clubseiten auf Seite 42.

DMV INSIDE stellt vor: Boris Bachmann

Der neue Vierrad-Referent Der Unterfranke ist seit November Vierradreferent der MSJ im DMV

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MSJ Bahnsport Masters 2010 Die Deutschen MSJ Bahnsport Masters werden dieses Jahr in einer Veranstaltung am 21. August auf der Speedwaybahn des MSC Diedenbergen ausgefahren. Startberechtigt sind die Schülerklassen A, B und C und Speedway U21. Am Vormittag führt MSJ-Zweiradreferent René Schäfer gemeinsam mit Sönke Petersen einen Trainingslehrgang für alle Teilnehmer durch. DMV- oder MSJ-Mitgliedschaft ist für die Teilnehmer nicht Pflicht, wird aber empfohlen. Anmeldungen zu den Masters sind beim MSJ-Bahnsportbeauftragten, Steffen Turban, bis spätestens 01.07.2010 einzureichen. Kontakt: Steffen Turban, In den Strümpfen 4, 63594 Hasselroth, Tel. 0173 566 06 60, E-Mail: Sturban@t-online.de

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Der 41-jährige Vater von zwei Kindern (Michael und Sven) ist seit acht Jahren im Kartsport tätig und begann 2005 in Großheubach als Jugendleiter. Seit 2006 ist er auch Fachübungsleiter für Motorsport-Vierrad und engagiert sich dafür, dass mehr Sportwarte diesen FachübungsleiterSchein machen (siehe auch DMV INSIDE 2/2010, Seite 38). FOtO: SCHIFFNER

oris Bachmann stammt aus dem unterfränkischen Miltenberg und ist im benachbarten MSC Großheubach zu Hause, der im trialsport bundesweit einen guten Namen besitzt, aber auch im Jugendkart-Slalom sehr aktiv ist – nicht zuletzt dank Boris Bachmann.

Der gelernte Forstwirt, der seine „Brötchen“ als Fernfahrer verdient, wurde bei der letzten MSJ-Hauptversammlung zum Vierradreferenten gewählt, der auch zuständig für den Bereich Jugendkart ist. So ist Boris fast jedes Wochenende mit den Kids vom MSC Großheubach unterwegs und engagiert sich nach Feierabend nun auch noch für die Belange der MSJ. Sein Motto: „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Kontakt: Boris Bachmann, Im Scheibling 20, 63928 Eichenbühl, tel. 09371 6 62 32, mobil 0151 50 42 39 37, E-Mail: ba.bachmann@t-online.de


MSJ

MSJ-Motorradtrial-Lehrgang in Großheubach

Einen Einblick in die trialszene bekam MSJ-Zweiradreferent René Schäfer, der in Begleitung des neuen MSJ-Jugendvertreters Sönke Petersen einen Besuch abstattete. Beide waren fasziniert von den Leistungen.

Fast 100 Trialer in Großheubach Trotz Terminverschiebung war der von Willi Lauble organisierte MSJ-Lehrgang wieder ein großer Erfolg.

FOtO: LAUBLE

Steine abgetrocknet. Ein volles Haus sah Hermann Neukirchen am Sonntagmorgen beim gemeinsamen Frühstück. Willi Lauble hatte die einzelnen Gruppen neu Auch MSJ-Zweiradreferent René eingeteilt, ebenso die trainer neu Schäfer (links) und der neue Jugendzugeordnet. Frisch, gut aufgevertreter Sönke Petersen besuchten wärmt und wieder voll motiviert den Lehrgang in Großheubach begaben sich alle zum weiteren training ins Gelände. Das Wetter war inzwischen wieder besser, die Steine abgetrocknet und die Wasserpfützen kleiner geworden. Großheubach war im Mai Austragungsort des DMV-Laufes zur Deutschen Jugendtrialmeisterschaft (siehe Bericht auf Seite 26). Von den 95 teilnehmern des Lehrganges nahmen rund 70 Prozent an dieser Meisterschaft teil. Sie konnten durch den Lehrgang die Gegebenheiten des Großheubacher trialgeländes mit all seinen Schikanen bestens erkunden.

ie MSJ plant in jedem Frühjahr einen Motorradtrial-Lehrgang zur Vorbereitung auf die kommende Saison. Willi Lauble, trialreferent der MSJ, musste aber dieses Jahr den ursprünglichen termin um fünf Wochen verschieben, da der lange Winter einen Strich durch die Rechnung machte. Bedingt durch beginnende Osterferien und ein trainingslager an der Ardeche gab es zum neuen termin ein verändertes teilnehmerfeld und neue Instruktoren.

D

Trialschule und Gespanntrial. 95 teilnehmer, aufgeteilt in 14 Gruppen, trafen sich am ersten trainingstag vor der trialhütte im trial-Europacenter Großheubach. Willi Lauble freute sich, dass der Lehrgang trotz Verschiebung solch große Resonanz hervorgerufen hatte. Er gab eine kurze Einführung über den Ablauf des Wochenendes und stellte die einzelnen Gruppen und Instruktoren vor. In einem teil des Steinbruchs wurde ein Gespanntrial durchgeführt, in einem anderen teil trainierte Elmar Heuer mit seiner trialschule. Am Sonntag war zudem noch training mit schwedischen trialsportlern geplant. Zwischendurch wurden alle teilnehmer in der trialhütte von der Familie Neukirchen bestens versorgt.

Um 15:00 Uhr beendete Willi Lauble mit einem Abschlussgespräch vor der trialhütte den Lehrgang. Die Arme waren mit der Zeit doch recht lang geworden und die Kondition ließ langsam nach. Lauble dankte allen teilnehmern und vor allem den 14 Instruktoren. Dankesworte galten auch dem MSC Großheubach, an der Spitze Helmut Speth, und Hermann Neukirchen mit seinem team für die große Mühe, die sich alle mit der Verpflegung gegeben hatten. MARGAREtE LAUBLE

Im Laufe des Nachmittags setzte leichter Regen ein; der Boden im Gelände wurde matschig und die berühmten Großheubacher Steine waren zunehmend schwieriger zu befahren. Dem Spaß tat das alles keinen Abbruch. Für die wahren trialer gibt es kein schlechtes Wetter.

www.mscgrossheubach.de

Jugendkart-Slalom

Zweimal Region 3 Einmal begleiteten Sonne und einmal Regen die ersten MSJ-Slalom-Veranstaltungen in der Region 3. uch im Jugendkartslalom hat im April die Saison wieder begonnen. Den ersten Vorlauf richtete der AMC Rodheim-Bieber aus. Obwohl es einer der ersten Vorläufe in Deutschland war, hatten die Kartfahrer Glück. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und strahlender Sonnenschein rundete so die gelungene Veranstaltung ab. Alle Vereine hatten trotz der langen Winterpause eifrig trainiert und so wurde gleich bei der Erstveranstaltung um Zehntelund Hundertstel-Sekunden gekämpft. Der zweite Vorlauf der Region fand beim MSC Wächtersbach statt. Leider wurden hier die Kartfahrer nicht von der Sonne verwöhnt, sondern mussten ihr Können auch im Nassen unter Beweis stellen. Doch bei dem flüssigen Parcours gab es mit den Regenreifen keine Schwierigkeiten und so wurde auch dies – ganz im Sinne des Veranstalters – eine erfolgreiche Veranstaltung.

FOtO: HÜBL

A

Sieger der Klasse 5 in Wächtersbach: von links David Allmann, Philipp Hofmann, Tanja Goy, Franziska Schneider (5.), Kevin Allmann (6.), Michael Bachmann (4., verdeckt) Viele helfende Hände sind für die Ausrichtung einer Veranstaltung nötig. Und so haben beide Vereine bewiesen, dass sowohl auf dem Parcours als auch neben der Strecke die Verständigung prima geklappt hat. MARION HÜBL


In mehrerlei Hinsicht rangiert der MSC Werl in der Spitzengruppe von Ranglisten unter den DMVVereinen: In puncto Mitgliederzahl, der Zahl von DMV-Mitgliedern im Verein, der Vielfältigkeit sportlicher Aktivitäten oder der Kontinuität der Vorstände. Der westfälische Club hat sich damit eine Vorstellung in DMV INSIDE wahrlich verdient.

Motorsportclub Werl

Vielseitig und DMV-verbunden s gibt Motorsportclubs, die konzentrieren sich auf Motocross, andere auf Automobilslalom, wieder andere auf Rallyesport. Nicht so der MSC Werl: Unter der Ägide seines 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Kemper (ununterbrochen seit 42 Jahren) blühte der in Westfalen, östlich von Dortmund gelegene Club nach seiner Gründung vor 46 Jahren auf und entwickelte sich zu einer starken Gemeinschaft mit heute unglaublichen 270 Mitgliedern, für die praktisch für jeden Geschmack eine motorsportliche Betätigungsmöglichkeit angeboten wird. Schauen wir uns die bunte Motorsport-Palette des MSC Werl im Einzelnen an.

E

Motorradsport von Nürburgring bis Biathlon. Der Zweiradsport im Club begann mit Geländefahrten und trials, heute liegt der Schwerpunkt bei Motocross, trial und Enduro-Rallyesport. Anfang der 1970er Jahre war der MSC Werl mehrere Jahre Veranstalter von Zuverlässigkeitsfahrten für Motorräder auf dem Nürburgring. Nach der Grenzöffnung der DDR war Werl erster und ist bis zum heutigen tag einziger „westdeutscher“ Veranstalter von MotorradbiathlonVeranstaltungen! Mark Risse – international erfolgreicher Enduro-Pilot vom MSC Werl

Automobilsport mit Kompetenz. Der MSC Werl begann als Veranstalter von Orientierungsfahrten mit bis zu 180 teilnehmern. Anfang der 1980er Jahre war der Verein mehrere Jahre erfolgreicher Veranstalter von Club-Rallies, was durch die Genehmigungsproblematik aber ein Ende fand. Geschicklichkeitsturniere und Automobil-Leistungsprüfungen auf dem Nürburgring wurden durchgeführt. Schwerpunkt im Automobilsport ist bis heute Slalom – viele Jahre auch als DM-Prädikatsveranstaltung auf dem Paradeplatz der ehemaligen Kaserne im Werler Stadtwald und 1985 Endlauf zur Deutschen SlalomMeisterschaft durchgeführt. Bis heute ist der Club als Slalomveranstalter aktiv. Seit 13 Jahren gibt es die erfolgreiche Oldtimerveranstaltung „Werler Klassikerfahrt“ mit regelmäßig rund 120 teilnehmenden Fahrzeugen. Neu ab 2010 ist die Kartgruppe des MSC Werl unter der Leitung von Rallyefahrer Jürgen Schmidt. Mit dem ehemaligen Sportpräsidenten des DMV, Ulrich Canisius, verfügt der Verein über eine absolute Kapazität im Vierradbereich als Spartenleiter. Und auch der aktuelle Sportpräsident des DMV, Manfred Schulte, kommt –natürlich –aus den Reihen des MSC Werl!

FOtO: PAIRAN

Autoslalom – eine von vielen Sparten, die man beim MSC Werl aktiv betreiben kann

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CluB

Prominenz im Club. Der MSC Werl hatte von je her eine Vorreiterrolle in der Entwicklung neuer Veranstaltungsformen. So war der DMVVorzeigeverein zum Beispiel einer der ersten Organisatoren von Stadion-Crossrennen, team-trial, Sprint-Cross oder Automobil-Dreikampfturnieren (bestehend aus Slalom, turnier und Sprint). Prominentestes Mitglied des MSC Werl ist Klaus Niedzwiedz (ehemaliger tourenwagen-Vizeweltmeister und DtM-Pilot). Der mehrfache belgische und luxemburgische Bergmeister Harald Aring gehört ebenso zur Gemeinschaft wie trial-DM- und Mannschafts-WM-teilnehmer Björn Wisniewski. Enduro-DM- und WM-Fahrer Mark Risse und trial-Mannschaftsweltmeisterin Ina Wilde sind die aktuellen Werler Sportler auf europäischem top-Niveau. Neben den Sportveranstaltungen des Clubs gibt es ein reichhaltiges Programm über das ganze Jahr mit Oldtimer- und Rennfahrzeugausstellungen, Beifahrer- und Fahrerlehrgängen, (Leertaste fehlt) Besichtigungen, den (n statt m) Racer'(Apostroph)s Cup (Clubmeisterschaft auf gestellten Fahrzeugen), Fahrradtouren und vieles mehr.

Motorsportgelände „Werler Ring“ Stolz des Vereins ist das im Clubeigentum befindliche Sportgelände, der Werler Ring. Das circa 7,5 Hektar große Offroadgelände war ein ehemaliger Schießstand der Wehrmacht bzw. später der belgischen Streitkräfte. Der MSC Werl hat es 1998 vom Bundesvermögensamt angekauft, nutzt es aber bereits seit 1972. Der Offroadkurs hat derzeit eine Streckenlänge von 1 650 Meter. Auf dem Werler Ring wird Motocross gefahren; teilweise fanden OMK- und DMSB-Prädikatsläufe statt. Ende der 1980er Jahre wurden Stadioncross-Rennen durhgeführt. Außerdem gab es breits Geländefahrten, Enduro-Rallyes, Motorradtrials, Geländewagentrials, MtB-Rennen und Fahrrad-trial.

Das Werler Urgestein Karl-Heinz Kemper betont das hohe Maß der Verbundenheit des Clubs zum DMV: „Wir sehen uns in einer Vorbildfunktion, da sämtliche unserer Mitglieder gleichzeitig DMV-Mitglieder sind. 1984 haben wir die DMV-Hauptversammlung in Werl mit 600 teilnehmern durchgeführt!“ Nicht nur Ulrich Canisius und Manfred Schulte sind Werler Clubmitglieder, die sich verbandsmäßig engagieren, auch Kemper ist seit mehr als 30 Jahren im Vorstand der DMV-Landesgruppe RWI, heute Westfalen, tätig – zuletzt als Vorsitzender und Vizepräsident MVNW. Die Homepage des Vereins (www.msc-werl.de) ist sehr informativ und bietet neben einer übersichtlichen Einteilung in die wichtigsten Sparten Motocross, trial, Klassik und weitere auch wirklich aktuelle News-Meldungen über Sportaktivitäten und Neuigkeiten aus dem Club. Das Prunkstück des Vereins: Der clubeigene Werler Ring

Der Verein

Von links Vorsitzender Karl-Heinz Kemper, Hans-Günter Bauerdick, Thomas Anke, Sportleiter Oldtimer Frank Hecker, Harald Aring

Veranstaltungen 2010 ■ 29.05.2010 ■ 30.05.2010 ■ 04.07.2010 ■ 21./22.08.2010

Mofarennen 22. Enduro-Rallye Werl Automobilslalom (VG mit MSC Saßmannshausen) Motocross

Name: MSC Werl e.V. Gegründet: 1964 Mitgliederzahl: 270, davon 70 Jugendliche Aktivitäten, Abteilungen: Automobilsport, Oldtimer, Motocross, Enduro, Trial Vorstand: 1. Vorsitzender und Geschäftsführer: Karl-Heinz Kemper (seit 42 Jahren) Schatzmeister: Detlef Schröer Sportleiter Automobilsport: Ulrich Canisius Sportleiter Oldtimer: Frank Hecker Sportleiter Motocross: Mathias Leske Sportleiter Trial: Steve Brown Tourenwart: Franz-Josef Schäfer Ehrenmitglieder: Willi Stuckmann (Clubgründer) und Bernd Dirkes Kontakt: MSC Werl e.V. im DMV Karl-Heinz Kemper, Unnaer Straße 12, 59457 Werl Tel. 02922 36 33 · Fax 02922 8 51 08 E-Mail: kemper-sportpreise@t-online.de Internet: www.msc-werl.de


Der Ulmer Pedro John (Nr. 99) vor Jenny Küther in der Klasse Junior-B

Ulmer Motorsportclub Daniel-Lo-BueGedächtnisrennen Glück mit dem Wetter hatten die Veranstalter und Pocket-Biker aus Deutschland und der Schweiz: Regen wurde vorhergesagt, aber bei Sonnenschein wurden beim Auftakt zur Deutschen Pocket-Bike-Meisterschaft beim Daniel-Lo-Bue-Gedächtnisrennen zehn Läufe auf dem IvecoParkplatz im Ulmer Donautal geboten. Der siebenjährige Dirk Geiger (AMC Albgau Ettlingen) auf seiner Viertakt-Pasini setzte sich in der Klasse Junior-A in beiden Rennen sofort an die Spitze des Feldes und fuhr den beiden Sachsenring-Pocketbikern Jonas Hähle und Moritz Schreyer voran über die 476 Meter lange Ulmer Strecke. Letztgenannte kämpften mit allen Mitteln auf dem technisch anspruchsvollen Rennkurs. Doch der Sieg in beiden Rennen ging an Dirk Geiger aus Mannheim. Jonas Hähle sicherte sich den 2. Gesamtrang vor Moritz Schreyer, dem Sohn von Ex-Grand-Prix-Pilot Steve Jenkner. Die Zweikämpfe der Junior-B-Rennfahrer Kevin Orgis und Lukas Tulovic endeten mit dem Tagessieg für den amtierenden Junior-A-Meister Kevin Origs (ADAC Racing-Team AMC Sachsenring), nachdem er den 2. Lauf für sich ent-

Start der Senior-A-Klasse

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Die Rennklasse Senior A der Deutschen DMV Pocketbike Meisterschaft wurde vom Schweizer Sven Rohner dominiert und er wurde als als Sieger mit der Schweizer Hymne belohnt. Marius Schmarse (Unna) und der schwäbische Bayer David Müller standen mit ihm auf dem Siegertreppchen. Heiße Rennen mit 50 ccm. Doppelstarter Sven Rohner konnte in der Senior B nur einen Laufsieg verzeichnen, denn sein Motor machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Kevin Jung (Neuenstadt) siegte im 2. Durchgang und wurde Tagessieger. Der Schweizer Robin Meier fuhr in beiden Rennen auf Rang 2 ins Ziel und auf das Podium. Komplettiert wurde dies mit Joachim Zimpfer (AMC Albgau Ettlingen), der bei seiner ersten DM-Veranstaltung gleich überraschte. Die Rennklasse der „schweren Biker“ mit 50 ccm und über 80 kg Renngewicht bot zwei heiße Rennen: Der Schweizer Patrick Christ hatte die schnellste Zeit vorgelegt, Thomas Stegk (UMC Ulm) stand lauernd hinter ihm auf dem 4. Startplatz. Doch Stegk sicherte sich mit gekonnten Starts gleich einen Spitzenplatz, nützte die Gelegenheit, erkämpfte sich die Führung und siegte ganz souverän in beiden Durchgängen. Der Duisburger Jörg Belczykowski und Rennlady Cindy Lopardo aus der Schweiz folgten auf den Rängen 2 und 3 der Gesamtwertung. Dem gelungenen Ulmer Saisonauftakt folgt am 06. Juni das Rennen in Ettlingen bei Karlsruhe. MARLENE OCHS www.umc-ulm.de

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schied. Lukas Tulovic (AMC Albgau Ettlingen) siegte im ersten Durchgang nach einem Sturz von Orgis. Beide Fahrer schenkten sich nichts und zeigten PocketbikeRennsport der Spitzenklasse. Der Ulmer Pedro John kämpfte um Platz 3, hielt allen Attacken der Konkurrentin Jenny Küther (Pocketbike-IG München) stand und fuhr dann souverän in beiden Rennen vor ihrem zahlreich erschienenen Ulmer Fanclub den 3. Platz ein.


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Badischer Motorsport Club 410 Rennfahrer beim BMC-Clubtraining

Zum Motorradtraining hatten sich am Samstag 220 und am Sonntag 190 Rennfahrer eingefunden. Nur der Wettergott hatte nicht das richtige Einsehen – an beiden Tagen war es kalt und es hörte auch nicht auf zu regnen. Das tat der Sache aber keinen Abbruch und es wurde kräftig am Gashahn gedreht. Präsident und Einsatzleiter Harald Roth hatte an beiden Tagen 75 Sportwarte im Einsatz. Diese hatten viel zu tun, denn bei nasser Strecke gab es einige Stürze, die jedoch sehr glimpflich verliefen. FRANZ HOFFMANN

FOtO: HOFFMANN

Der Badische Motorsport Club (BMC) Hockenheim veranstaltete sein traditionelles Clubtraining in Zusammenarbeit mit Speer-Racing auf dem Grand-Prix-Kurs.

MTG Kiefersfelden Fahrradtrialer bei Süddeutscher Meisterschaft Die ersten beiden Läufe zur Süddeutschen Fahrradtrialmeisterschaft fanden in Hornberg im Schwarzwald statt. Drei Lizenz- und ein Hobbyfahrer von der MTG Kiefersfelden waren dabei. In der Lizenzklasse Jugend kämpfte der 14-jährige Albert Sandritter um die besten Plätze. Die Sektionen waren schwer, aber der Schwierigkeitsgrad optimal für diese Klasse. Nach der langen Winterpause hatte Albert Sandritter noch Startschwierigkeiten. Er probierte viel, wo andere Fahrer Füße setzten und kam auf Platz 6. Am zweiten Tag fuhr er ein tolles Trial und gewann seine Klasse. In der Lizenzklasse U13 startete der Kiefersfeldener Raphael Zehentner. Er fährt sein erstes Jahr in dieser Spur und konnte die Klasse am Samstag gewinnen.

Albert Sandritter konnte am zweiten Tag gewinnen

Am Sonntag wurden die Sektionen leichter gesteckt und jeder Fehler machte sich bemerkbar. Raphael Zehentner war in der zweiten Runde nicht ganz so konzentriert und wurde mit nur 3 Punkten Dritter. Sein Bruder Noah Zehentner fuhr freiwillig eine Spur höher in der Lizenzklasse U11. Er war etwas enttäuscht, da er hoffte, auch hier auf das Podest fahren zu können, kam aber in der stark besetzten Klasse zweimal auf Platz 7. In der Hobbyklasse Schüler A war die MTG Kiefersfelden mit Moritz Krämer vertreten. Er stieg auf die Hobbyklasse um, fühlte sich sehr wohl in dieser Klasse und unterstrich das mit den Plätzen 2 und 1. Die Gemeinde Kiefersfelden trägt zu diesen Erfolgen bei, da sie es den Sportlern ermöglicht, ihr Wintertraining in der Marmorwerkhalle zu absolvieren. www.mtg-kiefersfelden.de


MSC Bad Hersfeld Licht aus Inzell Beim diesjährigen Flutlichtrennen des Motorsportclubs in Bad Hersfeld am 28. August werden erstmals Scheinwerfer aus Inzell dafür sorgen, dass die Positionskämpfe der Motorräder unter korrekter Beleuchtung stattfinden. Das Eisstadion in Inzell wurde abgebrochen, um für einen Neubau Platz zu machen. Durch gute Kontakte nach Inzell bekam der MSC Bad Hersfeld deren Scheinwerfer mit jeweils 2 000 Watt Leistung angeboten.

Ehrung durch den 1. Vorsitzenden Willi Bannasch (links) für Karl-Heinz Ruppert (Mitte) und Jürgen Häußler Ehrung für 40 Jahre. Anlässlich der letzten Mitgliederversammlung bekam der 1. Vorsitzende des MSC Bad Hersfeld, Willi Bannasch, die Gelegenheit, zwei langjährige Mitglieder zu ehren. Jürgen Häußler und Karl-Heinz Ruppert traten 1970 in den MSC ein und sind mit ihren nun 40 Vereinsjahren wichtige Stützen für den Verein. Bannasch bedankte sich bei beiden für ihre geleisteten Dienste und ließ deren Werdegang im Verein Revue passieren. Häußler ist bei jedem Grasbahnrennen an der Startmaschine aktiv und hat früher durch seine Vorstandsfunktion beim THW für die gute Zusammenarbeit der beiden Vereine wertvolle Dienste geleistet. Karl-Heinz Ruppert gehört zum Bahnteam des MSC Bad Hersfeld und sorgt tatkräftig dafür, dass Bahn und und Bande im guten Zustand sind. HANS CHRISTIAN OTTO www.msc-bad-herfeld.de

Fracht aus Inzell – von links Sportleiterin Elona SchäferHablesreiter, Udo Hablesreiter, 2. Vorsitzender Dennis Schäfer, Schatzmeister Heino Schimmelpfeng, Christian Attenberger, Pressesprecher Hans-Christian Otto

Dankbar, so Sportleitern Elona Schäfer-Hablesreiter, nahm der Club das Angebot an und zu nächtlicher Stunde machten sich sieben Mitglieder auf den Weg nach Inzell. Dort wurde die wertvolle Fracht auf einen LKW geladen, um sie nach Bad Hersfeld zu transportieren. Durch diese Aktion verfügt der Motorsportclub Bad Hersfeld nun über eigene Scheinwerfer, was sowohl finanziell als auch zeitlich eine große Erleichterung für den MSC bedeutet. Generell war die Entscheidung des MSC richtig, die Veranstaltung in die Abendstunden zu verlegen, betonte Pressesprecher Hans-Christian Otto. Denn die Gänsehaut-Atmosphäre, wenn die Flutlichtscheinwerfer angeschaltet werden, sorgt für einen stetigen Anstieg der Zuschauerzahlen in Bad Hersfeld. Bildersuchfahrt. Gute Beteiligung und durchwachsenes Wetter zeichneten die diesjährige Bildersuchfahrt des MSC Bad Hersfeld aus. Die Gewinner der letzten Fahrt, Peter und Sina Habermehl, hatten eine abwechslungsreiche Tour ausgearbeitet, die durch das malerische Haunetal führte. Gespickt mit Aufgaben zur Geschicklichkeit, so waren sich alle Teilnehmer einig, war dies ein interessanter Nachmittag. Die Gewinner der diesjährigen Fahrt, Carola und Dennis Schäfer, bekamen traditionsgemäß die Aufgabe übertragen, die nächste Fahrt auszuarbeiten. Der 1. Vorsitzende Willi Bannasch freute sich über das große Teilnehmerfeld und begrüßte auch drei Teams vom OldtimerStammtisch, die erstmals an der Bildersuchfahrt teilnahmen.

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Godesberger Motor-Club Mini-Schumis wieder am Start Freudig ging es auf dem Werksgelände der RKG in Mehlem daran, sich auf die Saison vorzubereiten. Viele Fahrfehler galt es auszumerzen, denn nach so langer Abstinenz ist der Fahrspaß größer als das konzentrierte Fahren. Jedoch umfuhren die Nachwuchsfahrer des Godesberger Motor-Club bereits nach wenigen Runden den Parcours sehr konzentriert und sauber und die Professionalität stieg zusehends. Zurzeit sind noch acht Fahrerplätze frei bei den Nachwuchsfahrern ab acht Jahren. Neue Mitstreiter sind herzlich willkommen. Zwei neue Einsatzkarts für die Wettbewerbe sollen angeschafft werden. Trainiert wird jeden Montag ab 16 Uhr, auch in den Ferien und kostenlos reinschnuppern kann jeder, der möchte. Aber auch beim Automobilslalom ist der GMC gut aufgestellt. Dort trainieren zurzeit 14 Jugendliche ab 14 Jahren auf selbst aufgebauten Polos. Eine Menge Spaß haben die Jugendlichen beim Fahrzeugaufbau sowie bei den einzelnen Läufen zur Landesgruppen-Meisterschaft des DMV. Auch hier gilt es, geschickt durch den Hütchen-Parcours zu fahren und das Fahrzeug geschickt zu bewegen. www.godesberger-motorclub.de


CluB

MSC Michelbacher Hütte Motocross-Woche in Aarbergen

DMV Landesgruppe Westfalen Meister- und Tourensporterehrung

Der MSC Michelbacher Hütte plant in diesem Jahr erstmals eine MX-Woche für die ganze Familie, einen ungezwungenen Motocross-Urlaub ganz ohne Wettkampfstress: Zwischen 14. und 21. August freies Training für eine Woche oder nur für ein paar Tage. Mit Camping, Grillen, Entspannen, den schönen Taunus genießen oder auch einfach nur in der Sonne liegen oder Benzin quatschen. Teilnehmen kann jeder, der eine entsprechende Geländemaschine hat (Cross-, Enduro-Wettbewerbsmotorrad, Hardenduro, Quad, Trialmaschine etc.). Das Fahrerlager sowie die schöne Cross-Strecke in Aarbergen-Kettenbach stehen in dieser Woche jeden Tag zum Fahren zur Verfügung. Weiterhin wird ein Frühstück sowie bei Bedarf auch ein Abendessen mit Getränken angeboten. Da Aarbergen geographisch in der Mitte Hessens liegt, besteht auch die Möglichkeit zu erlebnisreichen Unternehmungen mit der ganzen Familie. Hier bietet sich ein Ausflug an den Rhein, in den berühmten Rheingau, an die Lahn oder auch an die Mosel an. Selbst der „Kleine Feldberg" ist in Sichtweite, gut für Wanderungen oder auch zum Mountainbiken. Im Aartal kann auch eine Draisinenfahrt unternommen werden. Mehrere Supermärkte, Getränkehändler und Metzger sowie eine Tankstelle mit Dampfstrahler in Aarbergen sind wohl die wichtigsten Infrastrukturkomponenten für einen Geländesportler. Kontakt: Horst Bingel, E-Mail: hbtbingel@msc-michelbacherhuette.de Navigationsadresse: Scheidertalstr. 22, 65326 Aarbergen (Ortsteil Kettenbach) www.msc-michelbacherhuette.de Die herrliche Motocross-Strecke in Aarbergen-Kettenbach

Die Siegerehrungen der Landesgruppe Westfalen fanden in der Stadthalle Werl statt. Der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Kemper konnte circa 70 Personen begrüßen. Bevor man zu den Siegerehrungen kam, stärkte man sich bei einem großartigen Frühstücksbrunch. Die Siegerpokale im Motorsport überreichten die LG-Sportleiter Thomas Felsenberg und Clemens Hof. Die Sieger in den verschiedenen Sparten wurden: Michael Schnöde, Jürgen Schmidt, Hans-Günter Bauerdick, Thomas Broszat, Clemens Busemann, Ina Wilde, Carmen Jankus, Tobias Maahs, Mark Risse und Benjamin Schilling. Im Jugendbereich gewannen in den Motorsportdisziplinen Robin Mai und Phil Schneider. Tourensport-Siegerehrung. Außerdem fand im Rahmen der Meisterschaftsehrung der Landesgruppe die NRWTourensport-Siegerehrung Westfalen statt. Tourensportreferent Harald Rojek konnte zahlreiche Tourensportler unter den zu Ehrenden der Landesgruppe begrüßen. Die Siegerehrung führten Rojek und Karl-Heinz Kemper durch. Die Automobil-Fahrerwertung gewann mit 2 130 Punkten Rolf-Peter Kahle vor Peter Schöne (beide MTC Olsberg) und Anja Pomplun (Godesberger MC). In der AutomobilBeifahrerwertung waren mit jeweils 760 Punkten Helmut Tolke, Michael Schüttler (beide Godesberger MC) und Markus Borchmann (MTC Olsberg) siegreich. Die Motorradsieger kamen beide vom Tourenteam Münsterland: Silvia und Harry Wohlert. Die Clubwertung gewann der Opladener MC knapp vor dem Tourenteam Münsterland und dem MTC Olsberg. Insgesamt erfuhren die NRW-Tourensportler 40 250 Punkte. Verdiente DMV-Mitglieder wurden mit der DMV-Treuenadel für 40-jährige Mitgliedschaft im DMV von DMV-Sportpräsident Manfred Schulte geehrt. Stellvertretend sei Udo Ossenbrink genannt. In gemütlicher Runde führte man noch reichlich „Benzingespräche“, bevor man gen Heimat fuhr. Die Hauptpreise der Tombola, ein „Abendessen für den Clubabend“, gewannen diesmal die Motorsportler aus Siegen und Werl und der Geschäftsführer der LG Westfalen gewann den ersten Preis, einen Werkzeugkoffer. ROLF-PETER KAHLE

Die Sieger der TourensportMeisterschaft


Godesberger Motor-Club Erlebnisreicher Saisonauftakt bei der VLN heraus und musste festgehalten werden. In der zweiten Runde quittierte der fünfte Gang ganz seinen Dienst. In der Hoffnung, dass der Motor die Strapazen aushält, fuhr Schäfer weiter, jedoch in der dritten Runde ereilte ein weiterer technischer Defekt das Team, sodass das Fahrzeug, um keinen höheren Schaden zu verursachen, in der Box abgestellt werden musste. Mit einer Mischung aus Frust und Stolz wurde dann das Fahrzeug aufgeladen. Auch wenn man sich bei der Schraubermannschaft etwas mehr erhofft hatte, war man doch stolz auf das Geleistete.

Der bestaunte Golf 1 des Godesberger Motor-Clubs bei der VLN

Beim 2. Lauf der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, der populärsten Breitensportserie in Deutschland (Bericht auf Seite 19), war auch das Team DMV vom Godesberger Motor-Club (GMC) dabei. In der Klasse H1 wurde der betagte RUW-Golf 1 nach über zweijähriger Pause eingesetzt. Alle Mitglieder des zwölfköpfigen Teams waren sich sicher, dass man nur belächelt würde mit solch einem Fahrzeug, doch der Spaß stand bei der Aktion an erster Stelle. Dabei hatte Startfahrer H.-Christoph Schäfer enorme Probleme, für das Fahrzeug ein vernünftiges Setup zu finden. Während des gesamten Trainings wurde mit verschiedenen Reifen getestet, bis der RUW-Golf endlich Grip aufbaute. Dann übergab Schäfer das Lenkrad an die Stammfahrerin Jutta Lugowski, die dann noch schnell eine gezeitete Runde absolvieren konnte. Für die Startaufstellung reichte es zwar nur für Platz 205. Aber dann ging es um kurz vor 12:00 Uhr zum Start und bereits nach wenigen Metern zeigte der Golf, was in ihm steckt. So konnte ohne große Probleme die Rundenzeit vom Training um fast eine halbe Minute verbessert werden. Allerdings sprang der fünfte Gang fortwährend

Die jungen Kartsportler des Godesberger MC

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Nachwuchsfahrer auf Erfolgskurs. Nach der langen Winterpause ging es für die Nachwuchsfahrer des Godesberger Motor-Clubs endlich wieder an den Start. Gleich 16 Starter des Team DMV waren zum Nachtslalom auf dem Flugplatz Bengener Heide mit drei Fahrzeugen angetreten. Trainer Hans-Christoph Schäfer sowie Chefmechaniker Heiko Schmitz erledigten vorab die Formalitäten rund um die Nennungen. Während sich alle 15- bis 20-Jährigen auf den Bad Godesberger Stadtmarketing-Polo und den Altenpflege-Berg-Polo vorbereiteten, inspizierten die etwas älteren den H&R-Golf 3, der noch mit starkem Übersteuern zu kämpfen hatte. Trotz allem war Adrian Czerwinski bei seinem Run durch die Pylonengasse in der Lage, den einen oder anderen Starter der Polos hinter sich zu lassen. Jedoch gegen Paddy Pomplun kam er nicht an. So reichte es jedoch immerhin noch zum 2. Platz in der mit 19 Startern sehr stark besetzten Klasse. Der nächstplatzierte Godesberger war erst auf Platz 6 zu finden. Jens Decker konnte sich vor Max Drost setzen und auch Clubmeister Sebastian Czaplicki hinter sich halten. Nach dem DMSB-Slalom ging es noch an den Clubsportslalom. Hierfür mussten noch einmal die Reifen gewechselt und auf Straßenbereifung umgerüstet werden. Adrian Czerwinski konnte auch hier im H&R-Golf wieder seinen Trainer um einige Zehntel schlagen und fuhr auf den 2. Platz. Hans-Christoph Schäfer kam auf den 3. Platz. Die Nachwuchsfahrer waren auf den Straßenreifen etwas


CluB

abgeschlagen vom vorderen Feld. Dennoch schaffte Clubmeister Sebastian Czaplicki den 9. Platz unter 22 Teilnehmern, gefolgt von Jens Decker auf Platz 10 und Max Zimmermann auf Rang 12. Neueinsteiger Christoph Geschwind hatte reichlich Spaß bei seinen ersten Läufen und war vom Start weg zügig unterwegs. Leider sind in diesem Jahr fast alle Plätze auf den Slalom-Polos voll, aber wer noch mitmachen möchte, der kann sich gerne unter Tel. 0173 533 34 72 beim 1. Vorsitzenden informieren.

mitnehmen und rechnen sich eine ordentliche Mitsprache bei der Meisterschaft aus. Erwartet wird auch eine Delegation von Histokart aus Holland und eventuell der ein oder andere Kartfahrer aus England und Frankreich.

Mitglieder geehrt. Bei der Hauptversammlung des Godesberger Motor-Clubs wurden langjährige Mitglieder geehrt. An Michael Schüttler und Hans-Christoph Schäfer wurde das Goldene Abzeichen des GMC für 20 Jahre Vereinsmitgliedschaft verliehen. Anja Pomplun gab einen kurzen Einblick in die Stationen der heutigen Vorstandsmitglieder. So gründeten die beiden die erste Kartjugend im Verein und auch das Automobilslalom-Team. Aber auch das „Et Team für Jodesberg“, das sechsmal beim 24hRennen in der „Grünen Hölle“ dabei war, wurde von Schüttler und Schäfer gegründet und getragen.

MSC Tacherting Guido Peter in Luxemburg

www.godesberger-motorclub.de

Kart Club Deutschland ´90 Kartsport-Jubiläum in Dahlemer Binz Nur knapp drei Jahre nach seiner Gründung veranstaltet der Klassik Kart Club Deutschland im KCD ´90 zusammen mit dem Kartclub Burg Brüggen und der IG 100 seine erste Großveranstaltung. In Dahlem werden am 5. und 6. Juni die eigentlich längst eingemotteten und verloren geglaubten Schätze aus unserer Jugend, die Machs, Parillas, Zips und wie sie alle heißen, wieder gekonnt bewegt. Eine Veranstaltung von Fahrern für Fahrer gemacht, mit vielen Fahrmöglichkeiten, Spaß und Kameradschaft als Rahmenprogramm. Die Läufe werden als Gleichmäßigkeitsläufe gewertet, obwohl natürlich jeder versuchen wird, gleichmäßig schnell um die Ecken zu kommen. Zu Redaktionsschluss hatten bereits 23 „Historische“ genannt. Unter anderem sind auch Manfred Olpen, Siggi Suthau und Ralph Sonntag sowie „Young Hopefuls“, wie Stefan Scheuermann oder Björn Schäfer, dabei. Alle wollen den Schwung der ersten beiden Veranstaltungen in Liedolsheim und Hahn/Hunsrück

Peter konnte trotz des Fahrfehlers das durch die unbeständigen Wetterverhältnisse mit Regen und Sonne sehr selektive Rennen beenden und schaffte in seiner Klasse noch den 13. Platz von 23 Startern. MANFRED PETER

FOtO: PEtER

Den Saisonauftakt der internationalen Bergrennen im Luxemburgischen Eschdorf beurteilte der Ruhpoldinger Bergrennfahrer Guido Peter, der für den MSC Tacherting startet, zweigeteilt. „Zum einen war es ein aufbauendes Fahrgefühl mit dem neuen Öhlins-Fahrwerk von Zupin, zum anderen wollte ich zu viel und auf der Jagd nach den letzten Zehntel übersteuerte ich meinen Golf und touchierte bei der Durchfahrt einer S-Kurve die Leitplanke!“

Guido Peter schraubt an seinem VW Golf I in Eschdorf

MSC Beuern Karl-Schwalb-Ring in Beuern Mit einem Festakt im kleinen Rahmen wurde im mittelhessischen Beuern bei Gießen dem 2007 verstorbenen Karl Schwalb, der vielen Kennern der Motocross-Szene ein Begriff sein dürfte, geehrt. Viele Jahre lang hat er den Motocross-Sport in seiner Blütezeit gefördert. Und dies nicht nur auf seiner Heimatstrecke, dem Stirnbergring, sondern weit über die Grenzen Hessens hinaus. Über 30 Jahre lang war er 1. Vorsitzender des Motorsportclub Beuern und hat diesen zu einem der größten im DMV gemacht. Als Rennkommissar und zur Streckenabnahme war Karl Schwalb bundesweit unterwegs, bei der Obersten Motorsport Kommission (OMK) sowie dessen Sportgericht tätig. Als Jury-Mitglied erlangte er auch internationale Anerkennung. Vom Land Hessen wurde Karl Schwalb für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet. Nun freut sich der Motorsportclub Beuern besonders, dass zu seinen Ehren ein ganzer Straßenzug nach Karl Schwalb benannt wird. Nach den ersten Gesprächen mit Ortsbeirat und Gemeindevorstand und dessen Genehmigung wurden die Wege unterhalb des Stirnbergrings am 13. Mai 2010 (dies wäre sein 90. Geburtstag) in „KarlSchwalb-Ring“ umbenannt. www.mscbeuern.de

FOtO: MSC BEUERN

Vorsitzender Hans-Christian Schäfer mahnte die Versammlung zur stärkeren Mitarbeit im Vorstand und meinte, dass nur durch Fleiß alles Aufgebaute erhalten werden könne. Immer noch steht die Suche nach einer neuen, größeren Halle auf dem Programm. Der Verein verfügt über eine beispielhafte Jugendförderung, die bei vielen anderen Vereinen große Anerkennung findet. Auch beim DMV spricht man von dem Vorzeigeverein.

Ausschreibung sowie nähere Informationen finden sich im Internet. www.klassik-karts.de

Karl Schwalb


SPORTTERMINE von 28. Mai bis 08. August TERMIN 28.05.-30.05. 28.05. - 01.06. 28.05. - 03.06. 29.05. + 30.05. 29.05. + 30.05. 29.05. + 30.05. 30.05. 04.-06.06. 06.06. 05.06. 06.06. 06.06. 06.06. 06.06. 06.06. 11.06. - 13.06. 11.06. 12.06. 12.06. 12.06. + 13.06. 12.06. 12.06. 12.06. 12.06.-13.06. 13.06. 13.06. 16.06. - 20.06. 17.06. 18.06. - 20.06. 18.06. + 19.06. 19.06. + 20.06. 19.06. + 20.06. 19.06. 19.06. 19.06. 20.06. 20.06. 20.06.

VERANSTALTUNG DMV-Siegerlandpreis Nürburgring ááá Motorrad-IDM DMV Speedway European Championship Hofheim DMV / FIM Track World Championship Pfarrkirchen DMV Geländewagen Trial Neustadt DMV Clubsport Supermoto Bistain (B) DMV Clubsport Motocross Kassel DMV Jugendkartslalom Ramsbeck DMV Rundstrecken Championship Schleiz DMV LM Motocross Berlin Brandenburg DMV Flattrack- u. Quadrennen Marianske Lazne/CZ DMV Jugendkartslalom Wetzlar DMV Rotax-Max-Challenge Oppenrod 9. DMV Veteranenausfahrt Holzgerlingen DMV LM Motocross Berlin Brandenburg DMV Clubtraining Langer Samstag Reisersberg DMV Automobil Beschleunigungsrennen Zerbst DMV Jugendkartslalom Langenbrettach DMV Supermoto Clubtraining Gollhofen 18. DMV-IMS Oldtimerausfahrt Schlierbach DMV Clubsport Motocross Trebitz DMV Jugendkartslalom Zeilarn DMV Rollerrennen Kurvenlage Wackersdorf DMV/RKB Oldtimerfahrt Hohenstein-Breithardt Superstars International Series Hockenheimring DMV Jugendkartslalom Aldenhoven DMV Jugendkartslalom Winden DMV European Scooter Trophy Wächtersbach DMV Shake Down Einstellfahrt Pößneck ááá Deutsche Rallye Serie Int. DMV Preis von Wackersdorf ááá Rotax Max Challenge 49. DMV S-Thüringen Rallye DMV Rotax-Max-Kartrennen-Challenge Kerpen DMV Kart Clubsportrennen Windeck 17. DMV Jugendtrial Hornberg 27. DMV Rollstuhlgeschicklichkeitstunier Olsberg 27. DMV Rollstuhlgeschicklichkeitstunier Olsberg DMV Jugendkartslalom Anklam 43. DMV Motorradtrial Hornberg ááá TSG-Süd-West Pokal u. TSV-Pokal DMV Jugendkartslalom Albstadt

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VERANSTALTER

KONTAKT

MSC Freier Grund

02741 25021

MSC Diedenbergen RSC Pfarrkirchen MAC Neustadt MadMäxla Eifel MSC Kassel Spessart 1957 AMC Velmede Deutscher Motorsport Verband e.V. MC Jämlitz AMK Marianske Lazne Hermannstein 1963 MSC Wittgenborn KFV "Kalteneck" MC Jämlitz MCC Reisersberg 1. Anhaltiner MC Dessau Motor-Sport-Club Kochersteinsfeld 1. MSC Arnstein IMS Schlierbachtal MC Trebitz MSC Zeilarn Pacemakers SC Deggendorf RKB Solidarität Badischer Motorsport Club MSC Aldenhoven Rad- u. Motorsportverein Solidaritaet Oberwinden Rollerpoint Frankfurt Racing

06192 37884 08561 5269 09568 4751 06433 9490183 06050 8383 02904 709554 069 69500211 03576 240132 069 69 500 211 06441 31107 06053 600181

MSC Pößneck

03647 417964

Deutscher Motorsport Verband e.V.

069 69500213

MSC Pößneck MSC Wittgenborn KC Burg Brüggen MSC Hornberg MTC Olsberg MTC Olsberg MSC Anklam

06053 600010 02292 959963 07832 977338 02962 845087 02962 845087 0172 3136287

MSC Hornberg

07832 977338

Schwäbischer Automobil-Club

07577 931171

03576 240132 08591 1284 034909 82182 07946 6021 06255 2936 034921 20887 0170 3519358 06205 101816 02464 990116 07685 1350 069 42694210


TERMINE

Termine gemäß Terminmeldungen bei DMV und DMSB Stand: 18.05.2010 Angaben ohne Gewähr

TERMIN

VERANSTALTUNG

VERANSTALTER

24.06. - 27.06. 26.06. + 27.06. 26.06. + 27.06. 26.06. 26.06. 26.06. 27.06. 27.06.

DMV Veteranenausfahrt Bad Münstereifel DMV Off Road Wochenende Sonnefeld DMV Circuit du Domaine Belgique de SuperMoto DMV Clubtraining Langer Samstag Reisersberg DMV Motorrad Biathlon Lehesten DMV Geländewagentrial Löcknitz DMV Rotax-Max-Challenge Wackersdorf DMV Clubtraining Langer Sonntag Reisersberg DMV Motorrad Biathlon Lehesten ááá Thüringen Meisterschaft DMV Demo Hinterführungsfahrzeug Langenoria DMV Gleichmäßigkeitsprüfung Pößneck DMV Oberpfalzpokal Wackersdorf DMV Supermoto Clubtraining Gollhofen 7. DMV Mofarennen Biebertal DMV Jugendkartslalom Neuötting DMV Jugendkartslalom Aldenhoven DMV Jugendkartslalom Zwingenberg DMV Rundstrecken Championship Hockenheim DMV Grasbahnrennen Bregring Bräunlingen 34. Int. DMV Motocross Straßbessenbach DMV Clubsport Motocross Straßbessenbach DMV European Scooter Trophy Dahlemer Binz DMV Jugendkartslalom Aldenhoven DMV Kart Challenge Kerpen DMV Jugend Trial Untersteinach ááá Jura Trial Pokal DMV Rundstrecken Championship Most/CZ DMV Kart Clubsportrennen Windeck RMC-DMV Grenzlandrennen Nürburgring DMV Clubtraining Langer Samstag Reisersberg DMV Clubtraining Langer Sonntag Reisersberg Großer Kartpreis von Deutschland Wackersdorf DMV Main-Kinzig-Rallye 200 DMV Grasbahnrennen Angenrod ááá Deutscher MEFO Sport Quad Cup DMV Rotax-Max-Challenge Ampfing DMV Pocket-Bike-Europameisterschaft Wittgenborn DMV Motorrad Biathlon Lehesten ááá Thüringer Meisterschaft DMV European Scooter Trophy Wackersdorf DMV/IGE Camp Reisersberg

Oldtimerstammtisch Solingen 4 Wheelers Coburg MadMäxla Eifel MCC Reisersberg MSC Lehesten e.V. MSV "Kamp 84" Löcknitz MSC Wittgenborn MCC Reisersberg

27.06. 02.07. - 04.07. 02.07. - 04.07. 03.07. 03.07. 03.07. 04.07. 04.07. 04.07. 09.-11.07. 10.07. 10.07. + 11.07. 10.07. + 11.07. 10.07. + 11.07. 11.07. 11.07. 11.07. 16.-18.07. 17.07. 17.07. 17.07. 18.07. 23.-25.07. 24.07. 24.-25.07. 25.07. 28.07.-01.08. 31.07. 31.07. 02.08. - 08.08.

Legende: Lizenzfreier DMV-Clubsport

Lizenzierter DMSBMotorradsport

Lizenzierter DMSBAutomobilsport

KONTAKT 09563 8989 06433 9490182 08591 1284 0171 2022477 06053 600181 08591 1284

MSC Lehesten MSC Pößneck MSC Pößneck Kart Club Deutschland ´90 1. MSC Arnstein AMC Rodheim-Bieber AMC Neuötting JKV Aldenhoven MSC Zwingenberg Deutscher Motorsport Verband e.V. MSC Bräunlingen MSC Straßbessenbach MSC Straßbessenbach Rollerpoint Frankfurt Racing JKV Aldenhoven KC Kerpen-Manheim

0174 3472814 0174 3472514 06104 9499088

MSC Untersteinach

09221 3162

Deutscher Motorsport Verband e.V. KC Burg Brüggen Rheydter Club für Motorsport MCC Reisersberg MCC Reisersberg Deutscher Motorsport Verband e.V. MSC Wächtersbach/Hesseldorf

069 69500211 02292 959963 02166 31457 08591 1284 08591 1284 069 69500213 0171 8131181

MSC Angenrod

06631 4649

MSC Wittgenborn Deutscher Motorsport Verband e.V.

06053 600181 069 69500211

06441 6710334 02464 990116 06251 72111 069 69500211 0172 9355088 06021 69780 069 42694210 02464 585172 02275 913214

MSC Lehesten Rollerpoint Frankfurt Racing MCC Reisersberg

069 42694210 08591 1284


Impressum Vorschau DMV INSIDE 4/2010

DMV INSIDE Offizielles Organ des DMV

Mit Ihrem Club INSIDE

Verlag DMV Wirtschaftsdienst GmbH Otto-Fleck-Schneise 12

Wenn Sie mit Ihrem Verein in DMV INSIDE vertreten sein wollen – sei es mit einem Veranstaltungsbericht, Ihrer Hauptversammlung, Siegerehrung u.v.m. – dann senden Sie uns bitte spätestens zum Redaktionsschluss (siehe unten) Ihren text im Format „Word“ mit einem oder mehreren hochaufgelösten Fotos (mindestens 300 dpi) per E-Mail. Vereine, die ihre Veranstaltungstermine in unserer terminrubrik veröffentlicht haben möchten, sollten die Veranstaltungsausschreibung rechtzeitig, am besten unmittelbar nach der termineinreichung, an den DMV senden.

60528 Frankfurt am Main tel.: +49 (0)69 69 50 02 – 0 Redaktion DMV INSIDE Otto-Fleck-Schneise 12 60528 Frankfurt am Main

Auch Anregungen, Verbesserungsvorschläge und Kritik nehmen wir natürlich entgegen: DMV INSIDE, Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt am Main, Fax 069 69 50 02-20, E-Mail: redaktion@dmv-motorsport.de

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Redaktionsschluss: 19. Juli 2010

Erscheinungstermin: 6. August 2010

Internet: www.dmv-motorsport.de www.wir-machen-das-rennen.de Gerhard Becker (Chefredakteur) thomas Schiffner (Stellvertr. Chefredakteur und Chef vom Dienst ― CvD) Constanze Diener (Koordination) Michael Weichert (Automobil- und Kartsport) Manfred Bauch

Freie Mitarbeiter timo Deck Susanne Jud

FOtO: FULKO

(Motorradsport)

Erich Kupfer

DMV Kart Championship und Kart-WM

Andreas Schulz

DMV INSIDE 4 wird eine Sonderausgabe des Kartsports: Wir berichten über die DMV Kart Championship Läufe in Oppenrod, Hahn und Wackersdorf und über die U18-Weltmeisterschaft in der Oberpfalz.

Enrico Straka Botho G. Wagner Anzeigenleitung Constanze Diener Grafik, Layout und Druck

Ein Jahr Präsidentschaft – eine Zwischenbilanz

Ruschke und Partner GmbH

DMV-Präsident Hans-Robert Kreutz spricht über die Situation des Verbandes und die Zukunftsperspektiven.

Die Agentur für Kommunikation www.ruschkeundpartner.com DMV INSIDE erscheint 6-mal im Jahr. Der Bezugspreis ist für Mitglieder im

DMV Touring Car Championship 3-5

Mitgliedsbeitrag enthalten. Zusätzliche

Motocross-Weltmeisterschaft Straßbessenbach

Die tourenwagenmeisterschaft macht in Most, Hockenheim und Oschersleben Station.

Bestellungen beim Verlag. Höhere Ge-

Bei dem Kultrennen in Unterfranken gastieren wieder die weltbesten Seitenwagen.

walt entbindet den Verlag von der Lieferpflicht. Ersatzansprüche können in einem solchen Fall nicht anerkannt wer-

Fotos wird keine Haftung übernommen.

50 DMV INSIDE 3I2010

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langt eingesandte Manuskripte und

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den. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck mit Quellenangabe erlaubt. Für unver-


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16. Mai 2010 | Nürburgring, 24h-Rennen

Durch die Hölle gingen viele – oben angekommen sind wenige ... Beim 38. ADAC Zurich 24h-Rennen am Nürburgring zeigte sich, woraus Gewinner gemacht werden. Mit Technologien und Know-how, die auch im täglichen Straßeneinsatz überzeugen. Dunlop gratuliert dem BMW-Gewinnerteam mit Jörg Müller, Augusto Farfus, Uwe Alzen und Pedro Lamy im BMW M3 GT2 für den Sieg in der „Grünen Hölle“ und bedankt sich für das Vertrauen, auf Reifen-Technologie von Dunlop zu setzen.

www.dunlop.de

inside_3-2010  

www.dmv-motorsport.de deutscher motorsport verband mItGLIedermaGaZIn · nr. 03/2010 · € 3,00 mai/Juni D 2998 F

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